adidas AGHerzogenaurachHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025
HALBJAHRES-
INHALTSVERZEICHNIS
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir in dieser Publikation auf die Darstellung von eingetragenen Warenzeichen sowie auf Verweise zu Rundungsdifferenzen. adidas verwendet im Rahmen der Regel- und Pflichtpublikationen des Unternehmens alternative Leistungskennzahlen (,Alternative Performance Measures‘ – ,APM‘), die sogenannte Non-GAAP-Measures sein können. Eine Übersicht dieser alternativen Leistungskennzahlen findet sich auf unserer Website.
Finanzhighlights (IFRS)
Geschäftsentwicklung Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2025 Gegenwind ausgesetzt 2 Nachdem es zu Jahresbeginn Anzeichen für eine Stabilisierung gab, sah sich die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2025 erneut Gegenwind ausgesetzt. Die Unsicherheit nahm signifikant zu und die Aussichten für die Wirtschaftstätigkeit verschlechterten sich ab April erheblich, da die zollpolitischen Entwicklungen die Sorgen um den Welthandel verstärkten. Darüber hinaus entwickelten sich weltweit mehrere neue geopolitische Konflikte und bestehende setzten sich fort. Diese Entwicklungen hatten erhebliche Auswirkungen auf verschiedene makroökonomische Variablen, darunter auch auf die Wechselkurse. An den Arbeitsmärkten zeigten sich erste Anzeichen einer Abkühlung und das Lohnwachstum schwächte sich ab, insbesondere in den USA und im Euroraum. Das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich in vielen Regionen: Während sich in den USA Investitionen und Konsum abschwächten, war der Euroraum von Handelsrisiken und politischer Unsicherheit betroffen. Die chinesische Wirtschaft wurde zwar teilweise durch finanzpolitische Impulse gestützt, die Exportdynamik des Landes ließ jedoch nach und die Binnennachfrage blieb verhalten. Weltweit bleiben erhebliche Risiken bestehen, darunter anhaltende Handelsstreitigkeiten, weitere Eskalationen geopolitischer Spannungen, Störungen der Lieferkette und klimabedingte Katastrophen. Herausforderndes Umfeld für die Sportartikelbranche in den ersten sechs Monaten 2025 Die globale Sportartikelbranche sah sich im ersten Halbjahr 2025 einem Umfeld gegenüber, das durch steigenden makroökonomischen Druck und unvorhersehbare Veränderungen in der Handelspolitik geprägt war. Während sich die Lagerbestände und die verkaufsfördernden Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr etwas stabilisierten, standen die Branchenteilnehmer aufgrund der vorherrschenden makroökonomischen Unsicherheit vor Herausforderungen. Grundsätzlich profitierte die Branche weiterhin von anhaltenden strukturellen Trends wie der zunehmenden sportlichen Betätigung, einem ansteigenden Gesundheits- und Fitnessbewusstsein sowie der Präferenz der Konsument*innen für hochwertige und komfortable Schuhe und Bekleidung. Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass die Sportartikelbranche mittel- und langfristig strukturell attraktiv bleiben wird. Die Risiken bleiben kurzfristig jedoch erhöht und umfassen ungelöste Handelsstreitigkeiten, einen potenziellen Rückgang der Verbrauchernachfrage, anhaltende geopolitische Instabilität sowie Störungen der Lieferkette. Gewinn-und-Verlust-Rechnung Marke adidas mit währungsbereinigtem Wachstum von 14 % im ersten Halbjahr 2025 Im ersten Halbjahr 2025 stieg der währungsbereinigte Umsatz der Marke adidas um 14 %, was die starke und anhaltende Markendynamik widerspiegelt. Nachdem der Verkauf der verbliebenen Yeezy Bestände Ende letzten Jahres abgeschlossen wurde, enthalten die Ergebnisse des Unternehmens für das erste Halbjahr 2025 keinen Umsatz mit Yeezy Produkten (2024: rund 350 Mio. €). Unter Einbeziehung des Yeezy Umsatzes im Vorjahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 10 %. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 7 % auf 12.105 Mio. € (2024: 11.280 Mio. €), da Währungsentwicklungen zu unvorteilhaften Umrechnungseffekten führten. Die starke Dynamik der Marke adidas spiegelte sich auch in zweistelligem Wachstum in allen Vertriebskanälen und Märkten sowie bei Schuhen und Bekleidung wider. Nach Kategorien betrachtet stieg der Umsatz der Marke adidas im Bereich Lifestyle im ersten Halbjahr 2025 im zweistelligen Prozentbereich, angeführt von starken zweistelligen Zuwächsen sowohl bei Originals als auch bei Sportswear. Mit frischen und zeitgemäßen Makeovers wurde die gesunde Nachfrage nach den beliebten adidas Schuhfamilien Terrace und Retro Running weiter angekurbelt. Gleichzeitig erweiterte die Marke ihr Low Profile Angebot rund um die Modelle Taekwondo, Tokyo und Japan als Reaktion auf die starken Sell-out-Trends. Mit lokalen Aktivierungen brachte adidas auch seinen ikonischen Superstar wieder auf den Markt und setzte zudem die Einführung moderner Schuhsilhouetten wie Goukana und Adistar Cushion fort. Das starke Momentum von Originals dehnte sich weiter in den Bekleidungsbereich aus: Zeitlose Klassiker wie Firebird wurden in allen Vertriebskanälen skaliert. Bei Sportswear konnte adidas weiterhin erfolgreich seine starke Marken- und Produktdynamik auf Produktfamilien übertragen, die auf kommerzielle Preispunkte zugeschnitten sind. Kollaborationen mit Partner*innen wie Bad Bunny, Wales Bonner, Edison Chen oder Sporty & Rich sorgten weiterhin für organische Sichtbarkeit des gesamten Lifestyle-Angebots der Marke. Der Umsatz im Bereich Performance stieg im hohen einstelligen Prozentbereich, getrieben durch zweistellige Zuwächse in Running, Training und Performance Basketball. Das Wachstum in Running beschleunigte sich, da adidas seine Adizero Schuhfamilie mit der Einführung der zweiten Generation seines rekordträchtigen Adios Pro Evo, der Markteinführung des Adios Pro 4 sowie der Skalierung des Evo SL stärkte. In Training beschleunigte sich das Wachstum dank der erfolgreichen Dropset und Rapidmove Schuhfamilien sowie der Essentials und Power Kollektionen im Bekleidungsbereich. Performance Basketball profitierte stark von dem anhaltenden Erfolg seiner Signature-Modelle inklusive AE1 und Harden Vol. 9. Bei Fußball konnte das Umsatzniveau des Vorjahres gehalten werden. Dies beinhaltete das sehr erfolgreiche Geschäft des Unternehmens in Verbindung mit der UEFA EURO und der CONMEBOL Copa América im letzten Jahr. Der F50 Fußballschuh blieb – neben dem wachsenden Fußball-Lifestyle-Angebot der Marke – hinsichtlich Umsatzwachstum und Bekanntheit ein herausragendes Produkt. Gestützt durch technische Produktinnovationen und retro-inspirierte Kollektionen trugen andere Kategorien wie Outdoor, Golf, Tennis, Specialist Sports und Motorsport ebenfalls zum breit gefächerten Wachstum bei. Die Bruttomarge des Unternehmens verbesserte sich im ersten Halbjahr 2025 um 0,9 Prozentpunkte auf 51,9 % (2024: 51,0 %). Der Anstieg der Bruttomarge der Marke adidas im Vergleich zum Vorjahr fiel mit 1,4 Prozentpunkten noch höher aus. Diese positive Entwicklung ist hauptsächlich auf niedrigere Produkt- und Frachtkosten und weniger Rabatte zurückzuführen, die unvorteilhafte Währungseffekte und Auswirkungen des Geschäftsmix mehr als ausglichen. Die ersten negativen Auswirkungen der höheren Zölle wirkten sich ebenfalls auf die Entwicklung der Bruttomarge aus. Die Lizenz- und Provisionserträge stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 um 4 % auf 37 Mio. € (2024: 35 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 2 Mio. € (2024: 8 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich Abschreibungen enthalten neben Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen auch Betriebsgemeinkosten. Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht um 1 % auf 5.165 Mio. € (2024: 5.115 Mio. €). Im Verhältnis zum Umsatz gingen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,7 Prozentpunkte auf 42,7 % zurück (2024: 45,4 %). Die Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen beliefen sich auf 1.458 Mio. € (2024: 1.363 Mio. €), was einem Anstieg um 7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Unternehmen investierte mit einer Serie globaler und lokaler Kapitel weiter in seine globale Markenkampagne ‚You Got This‘ und ging neue Partnerschaften ein, wie beispielsweise mit dem Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team. Darüber hinaus umfassten die Marketinginvestitionen Aktivierungen im Rahmen großer Events wie Super Bowl oder UEFA Women's EURO sowie die Unterstützung neuer Produkteinführungen wie die des EVO SL bei Running, des F50 ‚La Vida Tropical‘ Pack bei Fußball und des Superstar bei Originals. Im Verhältnis zum Umsatz blieben die Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen im ersten Halbjahr 2025 unverändert bei 12,0 % (2024: 12,1 %). Die Betriebsgemeinkosten gingen leicht um 1 % auf 3.707 Mio. € zurück (2024: 3.752 Mio. €), da das Unternehmen weiter in die Stärkung seiner Vertriebs- und Distributionsfähigkeiten investierte und gleichzeitig seine Gesamtkostenbasis kontrollierte. Im Verhältnis zum Umsatz reduzierten sich die Betriebsgemeinkosten um 2,6 Prozentpunkte auf 30,6 % (2024: 33,3 %). Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete adidas ein Betriebsergebnis in Höhe von 1.156 Mio. € (2024: 682 Mio. €), was einen Anstieg der operativen Marge um 3,5 Prozentpunkte auf 9,6 % widerspiegelt (2024: 6,0 %). Nachdem der Verkauf der verbliebenen Yeezy Bestände Ende letzten Jahres abgeschlossen wurde, enthält das Betriebsergebnis des Unternehmens für die ersten sechs Monate 2025 keinerlei Beitrag von Yeezy (2024: rund 100 Mio. €). Die Finanzerträge blieben im ersten Halbjahr 2025 mit 43 Mio. € (2024: 43 Mio. €) unverändert. Die Finanzaufwendungen hingegen gingen um 29 % auf 126 Mio. € zurück (2024: 177 Mio. €). Infolgedessen reduzierten sich die Nettofinanzaufwendungen auf 83 Mio. € gegenüber 134 Mio. € im ersten Halbjahr 2024, was in erster Linie eine Normalisierung darstellt, da sich die negativen Effekte im Zusammenhang mit der Rückführung flüssiger Mittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerten. Die Ertragsteuern des Unternehmens betrugen 262 Mio. €, was zu einer Steuerquote von 24,4 % führte (2024: 30,3 %) und die weitere Normalisierung des Profitabilitätsniveaus widerspiegelt. Infolgedessen erzielte das Unternehmen in den ersten sechs Monaten 2025 einen Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 811 Mio. € (2024: 382 Mio. €). In Anbetracht des auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Gewinns von 12 Mio. € (2024: 16 Mio. €) beliefen sich das unverwässerte sowie das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen auf 4,47 € (2024: 2,05 €).
Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete adidas im Zusammenhang mit der Veräußerung von Reebok einen Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 1 Mio. € nach Steuern (2024: 7 Mio. €). Der auf Anteilseigner entfallende Gewinn, der neben dem Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen auch den Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen sowie den auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Gewinn berücksichtigt, betrug 798 Mio. € (2024: 360 Mio. €). Damit beliefen sich sowohl das unverwässerte als auch das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen auf 4,47 € (2024: 2,02 €). Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien betrug im ersten Halbjahr 2025 unverändert 178.549.084. Die durchschnittliche Anzahl der Aktien, die zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie herangezogen wurde, belief sich ebenfalls auf 178.549.084.
Bilanz und Kapitalflussrechnung Veränderungen in der Bilanz beziehen sich auf die jeweiligen Vergleichswerte zum 30. Juni 2024. Aktiva Zum 30. Juni 2025 reduzierte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 19.499 Mio. € (2024: 19.620 Mio. €). Dies ist hauptsächlich auf einen Rückgang der langfristigen Vermögenswerte zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum Ende Juni 2025 mit 11.234 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (2024: 11.102 Mio. €). Die flüssigen Mittel gingen um 54 % auf 768 Mio. € zurück (2024: 1.660 Mio. €), was auf die höhere Dividendenzahlung in Höhe von 357 Mio. € sowie Investitionen in das operative kurzfristige Betriebskapital im ersten Halbjahr 2025 zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 13 % auf 3.132 Mio. € (2024: 2.771 Mio. €) und stiegen auf währungsbereinigter Basis um 20 %, was auf das zweistellige Wachstum im Großhandelsgeschäft des Unternehmens zurückzuführen ist. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich um 18 % auf 761 Mio. € (2024: 925 Mio. €). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die eingegangenen Zahlungen für die Earn-out-Komponente im Zusammenhang mit der Veräußerung von Reebok zurückzuführen. Der Rückgang steht zudem auch im Zusammenhang mit niedrigeren Forderungen aus Kreditkartentransaktionen. Die Vorräte stiegen in Euro um 16 % auf 5.261 Mio. € (2024: 4.544 Mio. €) und wuchsen auf währungsbereinigter Basis um 22 %. Diese Entwicklung spiegelt das äußerst niedrige Vorratsniveau im Vorjahr, eine frühere Produktbeschaffung und das geplante Wachstum in der zweiten Jahreshälfte wider. Die überwiegende Mehrheit der Vorräte besteht aus Produkten für die aktuelle oder zukünftige Saisons. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen, vor allem aufgrund eines Anstiegs von Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Promotion-Verträgen sowie höherer Steuererstattungsansprüche, um 20 % auf 1.164 Mio. € (2024: 969 Mio. €). Die langfristigen Vermögenswerte gingen zum Ende Juni 2025 um 3 % auf 8.265 Mio. € zurück (2024: 8.519 Mio. €), hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs des Anlagevermögens um 5 % auf 6.521 Mio. € (2024: 6.829 Mio. €). Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich um 22 % auf 184 Mio. € (2024: 235 Mio. €)3. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stiegen um 70 % auf 385 Mio. € (2024: 227 Mio. €) hauptsächlich aufgrund höherer Vermögenswerte im Zusammenhang mit Zollerstattungsansprüchen. Die latenten Steueransprüche gingen um 4 % auf 1.175 Mio. € zurück (2024: 1.228 Mio. €).
Passiva Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Ende Juni 2025 um 2 % auf 8.961 Mio. € (2024: 8.765 Mio. €). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen zum Ende Juni 2025 um 15 % auf 705 Mio. € (2024: 615 Mio. €). Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Umgliederung des Eurobonds mit einem Volumen von 500 Mio. € von lang- zu kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund seiner Fälligkeit im November 2025 und den allgemein höheren Finanzierungsbedarf zurückzuführen. Diese Entwicklung wurde größtenteils durch die Rückzahlung des Eurobonds mit einem Volumen von 500 Mio. € im September 2024 ausgeglichen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 7 % auf 2.742 Mio. € (2024: 2.560 Mio. €) und wuchsen 9 % auf währungsbereinigter Basis, was einem Anstieg des Beschaffungsvolumens zuzuschreiben ist. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 162 % auf 419 Mio. € (2024: 160 Mio. €), hauptsächlich aufgrund des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen verringerten sich um 4 % auf 1.226 Mio. € (2024: 1.281 Mio. €), im Wesentlichen aufgrund geringerer sonstiger Rückstellungen, Rückstellungen für Zölle sowie für Garantien und Rücksendungen. Diese Entwicklung wurde teilweise durch einen Anstieg der Personalrückstellungen aufgehoben. Die kurzfristigen abgegrenzten Schulden gingen um 11 % auf 2.252 Mio. € zurück (2024: 2.541 Mio. €. Diese Entwicklung spiegelt hauptsächlich niedrigere Rückstellungen für Marketingaufwendungen, ausstehende Rechnungen und Personal wider, die nur teilweise durch höhere Rückstellungen für Rabatte ausgeglichen wurden. Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum Ende Juni 2025 um 9 % auf 4.984 Mio. € (2024: 5.501 Mio. €). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gingen im Vergleich zum Vorjahr um 21 % auf 1.907 Mio. € zurück (2024: 2.422 Mio. €), was in erster Linie auf die Umklassifizierung des Eurobonds mit einem Volumen von 500 Mio. € zu kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund seiner Fälligkeit im November 2025 zurückzuführen ist. Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten verringerten sich um 7 % auf 2.295 Mio. € (2024: 2.479 Mio. €). Dies ist hauptsächlich auf die Umgliederung zu kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten, Währungseffekte und die Beendigung von Leasingverträgen zurückzuführen und wurde teilweise durch neue Leasingverträge ausgeglichen. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen stiegen um 33 % auf 365 Mio. € (2024: 274 Mio. €), was höheren sonstigen Rückstellungen, der Umklassifizierung von Rückstellungen im Zusammenhang mit Zöllen von kurz- zu langfristig und Personalrückstellungen zuzuschreiben ist. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien zum Ende Juni 2025 unverändert bei 178.549.084 Aktien.
Das auf Aktionär*innen entfallende Kapital nahm zum Ende Juni 2025 um 4 % auf 5.196 Mio. € zu (2024: 4.989 Mio. €). Dies ist hauptsächlich auf den erwirtschafteten Gewinn zurückzuführen, der teilweise durch die Dividendenzahlung für das Jahr 2024 sowie durch einen Rückgang der Hedging-Reserven und negative Währungseffekte ausgeglichen wurde. Infolgedessen stieg die Eigenkapitalquote des Unternehmens um 1,2 Prozentpunkte auf 26,6 % von 25,4 % zum Ende Juni 2024.
Operatives kurzfristiges Betriebskapital Das operative kurzfristige Betriebskapital stieg zum Ende Juni 2025 um 19 % auf 5.651 Mio. € (2024: 4.756 Mio. €). Währungsbereinigt erhöhte sich das operative kurzfristige Betriebskapital um 28 %. Das durchschnittliche operative kurzfristige Betriebskapital im Verhältnis zum Umsatz sank um 1,0 Prozentpunkte auf 20,7 % (2024: 21,7 %).
Liquiditätsanalyse Im ersten Halbjahr 2025 betrug der Nettomittelabfluss aus der betrieblichen Tätigkeit 916 Mio. € (2024: Nettomittelzufluss 768 Mio. €). Dies spiegelt vor allem Investitionen in das operative kurzfristige Betriebskapital wider, durch die das im Vergleich zum Vorjahr bessere Betriebsergebnis mehr als aufgehoben wurde. Der Nettomittelabfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf 60 Mio. € (2024: 74 Mio. €). Im ersten Halbjahr 2025 entfiel ein Großteil der Investitionstätigkeit sowohl auf Ausgaben für Sachanlagen, wie Investitionen in selbst kontrollierte Verkaufsflächen, als auch auf Ausgaben für sonstige immaterielle Vermögenswerte, wie die Entwicklung von Software. Die Investitionstätigkeit umfasste auch Erlöse im Zusammenhang mit der Veräußerung des Reebok Geschäfts sowie den Erwerb von Kapitalanlagen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten. Der Nettomittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 643 Mio. € (2024: 489 Mio. €). Dies spiegelt hauptsächlich die höhere an Aktionär*innen für das Jahr 2024 gezahlte Dividende und die Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten wider. Diese Entwicklung konnte nur teilweise durch die Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgeglichen werden. Infolge dieser Entwicklungen sind die flüssigen Mittel um 892 Mio. € von 1.660 Mio. € Ende Juni 2024 auf 768 Mio. € Ende Juni 2025 gesunken. Die bereinigten Nettofinanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 30. Juni 2025 auf 5.042 Mio. €, was einem Anstieg um 291 Mio. € gegenüber den bereinigten Nettofinanzverbindlichkeiten von 4.751 Mio. € zum Ende Juni 2024 entspricht. Dies ist vor allem auf einen Rückgang der flüssigen Mittel und einem Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen und wurde nur teilweise durch den Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und der Leasingverbindlichkeiten aufgehoben. Das Verhältnis der bereinigten Nettofinanzverbindlichkeiten des Unternehmens zum EBITDA wurde deutlich auf 1,7 (2024: 2,7) gesenkt.
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Quelle: World Bank, Global Economic Prospects. Geschäftsentwicklung nach Segmenten adidas nimmt die Berichterstattung seiner betrieblichen Aktivitäten über folgende Aufschlüsselung vor: Europa, Nordamerika, China, Emerging Markets, Lateinamerika und Japan/Südkorea. Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete die Marke adidas auf währungsbereinigter Basis einen zweistelligen Umsatzanstieg in allen Märkten, und die Profitabilität des Unternehmens verbesserte sich stark in allen Segmenten. Europa Der Umsatz der Marke adidas in Europa stieg im ersten Halbjahr 2025 währungsbereinigt um 11 %. Dieser Anstieg ist auf zweistelliges Wachstum im Bereich Lifestyle zurückzuführen, in dem sowohl Originals als auch Sportswear im zweistelligen Prozentbereich zulegten. Der Umsatz im Performance-Bereich verzeichnete einen Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Dies spiegelt – trotz des Wegfalls des kommerziellen Erfolgs im Zusammenhang mit der UEFA EURO im vergangenen Jahr – Wachstum wider, das durch starke zweistellige Zuwächse in Running, Training und Performance Basketball sowie durch Zuwächse in mehreren weiteren Kategorien getrieben wurde. Unter Einbeziehung des Yeezy Umsatzes im Vorjahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 9 %. In Euro erhöhte sich der Umsatz ebenfalls um 9 % auf 3.983 Mio. €. Die Bruttomarge in Europa verbesserte sich um 2,4 Prozentpunkte auf 51,6 %. Dieser Anstieg spiegelt hauptsächlich niedrigere Beschaffungskosten und günstige Währungsentwicklungen wider. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit stiegen um 3 % auf 1.185 Mio. €, was in erster Linie auf höhere Betriebsgemeinkosten zurückzuführen ist. Im Verhältnis zum Umsatz gingen die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit um 1,7 Prozentpunkte auf 29,8 % zurück. Das Betriebsergebnis in Europa erhöhte sich um 34 % auf 869 Mio. €. Die operative Marge stieg um 4,1 Prozentpunkte auf 21,8 %.
Nordamerika Der Umsatz der Marke adidas in Nordamerika stieg währungsbereinigt um 14 %. Der Anstieg ist auf starke zweistellige Zuwächse im Bereich Lifestyle zurückzuführen, einschließlich Originals und Sportswear. Der Umsatz im Performance-Bereich legte im hohen einstelligen Prozentbereich zu und umfasste starke zweistellige Zuwächse in Performance Basketball, Running und Training. Unter Einbeziehung des Yeezy Umsatzes im Vorjahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 6 %. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 4 % auf 2.523 Mio. €. Die Bruttomarge in Nordamerika blieb mit 44,2 % stabil. Die positiven Effekte von niedrigeren Beschaffungskosten und weniger Rabatten wurden durch einen unvorteilhaften Geschäftsmix größtenteils aufgehoben. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit stiegen um 4 % auf 873 Mio. €. Dies ist auf einen Anstieg der Marketingaufwendungen zurückzuführen. Die Betriebsgemeinkosten gingen hingegen zurück. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit im Verhältnis zum Umsatz reduzierten sich um 0,2 Prozentpunkte auf 34,6 %. Das Betriebsergebnis in Nordamerika stieg um 6 % auf 254 Mio. €. Infolgedessen verbesserte sich die operative Marge um 0,2 Prozentpunkte auf 10,1 %.
China Der Umsatz der Marke adidas in China stieg währungsbereinigt um 13 %. Das Wachstum wurde durch starke zweistellige Zuwächse im Bereich Lifestyle angeführt, die sowohl auf Sportswear als auch Originals zurückzuführen sind. Der Umsatz im Performance-Bereich konnte ebenfalls zulegen, getrieben durch zweistelliges Wachstum in Training und Outdoor sowie Zuwächse in Running. Unter Einbeziehung des Yeezy Umsatzes im Vorjahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 8 %. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 6 % auf 1.827 Mio. €. Die Bruttomarge in China nahm um 1,7 Prozentpunkte auf 54,5 % zu, da unvorteilhafte Währungsentwicklungen durch die positiven Effekte von weniger Rabatten und niedrigeren Beschaffungskosten mehr als ausgeglichen wurden. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit stiegen um 12 % auf 516 Mio. €, was einen Anstieg sowohl der Marketingaufwendungen als auch der Betriebsgemeinkosten widerspiegelt. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich um 1,5 Prozentpunkte auf 28,2 %. Das Betriebsergebnis in China stieg um 6 % auf 481 Mio. €. Die operative Marge blieb bei 26,3 % stabil.
Emerging Markets Der Umsatz der Marke adidas in Emerging Markets stieg währungsbereinigt um 19 %. Dieser Anstieg ist auf starkes zweistelliges Wachstum im Bereich Lifestyle zurückzuführen, in dem sowohl Originals als auch Sportswear im zweistelligen Prozentbereich zulegten. Auch Performance verzeichnete zweistelliges Wachstum, darunter in Fußball, Running und Outdoor, neben Zuwächsen in mehreren weiteren Kategorien. Unter Einbeziehung des Yeezy Umsatzes im Vorjahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 18 %. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 12 % auf 1.632 Mio. €. Die Bruttomarge in Emerging Markets blieb bei 50,6 % stabil. Positive Effekte aus niedrigeren Beschaffungskosten und einem vorteilhafteren Geschäftsmix halfen dabei, unvorteilhafte Währungsentwicklungen aufzuheben. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit stiegen um 15 % auf 497 Mio. €, was auf einen Anstieg sowohl der Marketingaufwendungen als auch der Betriebsgemeinkosten zurückzuführen ist. Im Verhältnis zum Umsatz stiegen die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit um 1,0 Prozentpunkte auf 30,5 %. Das Betriebsergebnis in Emerging Markets verbesserte sich um 6 % auf 328 Mio. €. Die operative Marge ging um 1,1 Prozentpunkte auf 20,1 % zurück.
Lateinamerika Der Umsatz der Marke adidas in Lateinamerika stieg währungsbereinigt um 25 %. Der Anstieg ist auf starkes zweistelliges Wachstum im Bereich Lifestyle zurückzuführen, in dem sowohl Originals als auch Sportswear im zweistelligen Prozentbereich zulegten. Zudem stieg der Umsatz im Performance-Bereich im starken zweistelligen Prozentbereich, darunter in Running, Training und Specialist Sports, neben zweistelligen Zuwächsen in Fußball und mehreren weiteren Kategorien. Unter Einbeziehung des Yeezy Umsatzes im Vorjahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 24 %. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 7 % auf 1.371 Mio. €. Die Bruttomarge in Lateinamerika verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 47,0 %. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf niedrigere Beschaffungskosten und weniger Rabatte zurückzuführen, die zum Teil durch signifikant negative Währungseffekte aufgehoben wurden. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit nahmen um 9 % auf 357 Mio. € zu. Dies spiegelt hauptsächlich den Anstieg der Betriebsgemeinkosten wider. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit im Verhältnis zum Umsatz stiegen um 0,7 Prozentpunkte auf 26,1 %. Das Betriebsergebnis in Lateinamerika verbesserte sich um 6 % auf 289 Mio. €. Die operative Marge verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 21,0 %.
Japan/Südkorea Der Umsatz der Marke adidas in Japan/Südkorea stieg währungsbereinigt um 15 %. Der Anstieg ist auf starkes zweistelliges Wachstum im Bereich Lifestyle zurückzuführen, in dem sowohl Originals als auch Sportswear im zweistelligen Prozentbereich zulegten. Der Performance-Bereich wuchs aufgrund starker zweistelliger Zuwächse in Running und Performance Basketball sowie Wachstum im Bereich Fußball. Unter Einbeziehung des Yeezy Umsatzes im Vorjahr stieg der währungsbereinigte Umsatz um 13 %. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 11 % auf 729 Mio. €. Die Bruttomarge in Japan/Südkorea ging um 1,9 Prozentpunkte auf 54,4 % zurück, hauptsächlich aufgrund unvorteilhafter Währungseffekte. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit stiegen um 12 % auf 227 Mio. €, was auf einen Anstieg sowohl der Betriebsgemeinkosten als auch der Marketingaufwendungen zurückzuführen ist. Die Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich um 0,3 Prozentpunkte auf 31,1 %. Das Betriebsergebnis in Japan/Südkorea blieb mit 175 Mio. € konstant. Die operative Marge ging um 2,3 Prozentpunkte auf 24,1 % zurück.
Ausblick 4 Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2025 erwartet 5 Für das Jahr 2025 wird nun eine Verlangsamung des globalen BIP-Wachstums auf 2,3 % prognostiziert, was unter den bisherigen Erwartungen liegt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Weltwirtschaft erneut Gegenwind ausgesetzt ist, wodurch frühere Anzeichen einer Stabilisierung ins Stocken geraten. Verstärkte Sorgen um den Welthandel, die durch zollpolitische Unsicherheiten und eskalierende geopolitische Spannungen geschürt werden, dürften die Wirtschaftstätigkeit in allen Regionen weiterhin beeinträchtigen. Volatilität bei den Wechselkursen und Anzeichen einer Abkühlung an den Arbeitsmärkten könnten zu einer weiteren Dämpfung des Welthandels und der Investitionen führen. Es bestehen weiterhin signifikante Abwärtsrisiken, zu denen anhaltende Handelsstreitigkeiten, weitere geopolitische Eskalationen, potenzielle Störungen der Lieferkette und klimabedingte Katastrophen zählen. Diese Faktoren könnten die wirtschaftliche Unsicherheit verstärken und das globale Wachstum im zweiten Halbjahr vor Herausforderungen stellen. Sportartikelbranche bewegt sich 2025 in komplexem Umfeld Die globale Sportartikelindustrie bleibt voraussichtlich auch weiterhin gut aufgestellt. Langfristige Trends wie die zunehmende sportliche Betätigung, das wachsende Gesundheits- und Fitnessbewusstsein sowie die anhaltende Verbrauchernachfrage nach Schuhen und Bekleidung, die sowohl hochwertig als auch bequem sind, stützen weiterhin die Wachstumsaussichten der Branche. Gleichzeitig bewegt sich die Sportartikelindustrie im Jahr 2025 in einem komplexen Umfeld, das von steigendem makroökonomischem Druck und anhaltender geopolitischer Unsicherheit geprägt ist. Obwohl sich die Lagerbestände und verkaufsfördernden Aktivitäten weitgehend stabilisiert haben, könnten unvorhersehbare handelspolitische Kurswechsel, Volatilität bei den Wechselkursen und anhaltende geopolitische Spannungen die Verbraucherstimmung dämpfen oder die Branche anderweitig vor Herausforderungen stellen. Vor diesem Hintergrund wird es für Unternehmen von entscheidender Bedeutung sein, sich an veränderte Verbraucherpräferenzen und makroökonomische Bedingungen anpassen zu können. Risiken und Chancen Risiken in Bezug auf negative makroökonomische Entwicklungen sowie Unsicherheiten bezüglich der geopolitischen Situation könnten sich negativ auf die Finanzergebnisse des Unternehmens auswirken. Dazu zählt auch die Ungewissheit über die Höhe zukünftiger Zölle auf den Import der Produkte des Unternehmens in die USA. adidas sieht mittel- bis langfristig nach wie vor große Chancen in Bezug auf Konsumentennachfrage, Markenattraktivität, Produktangebot, Produktinnovation sowie Margenverbesserungen. Kurzfristige Chancen stehen vor allem im Zusammenhang mit einem erfolgreichen Durchverkauf von Produkten. Angesichts der hohen Risikotragfähigkeit des Unternehmens, die auf der derzeitigen starken Liquiditäts- und Finanzlage beruht, erwartet adidas keine wesentliche Gefährdung der Unternehmensfortführung. Das Management ist nach wie vor zuversichtlich, dass die Ertragskraft des Unternehmens eine solide Grundlage für die Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen liefert, um sich zukünftig bietende Chancen zu nutzen. Prognose für das Gesamtjahr unter Berücksichtigung der Unsicherheit durch US-Zölle und makroökonomischer Risiken bestätigt Seit adidas Anfang März seinen Ausblick auf das Gesamtjahr veröffentlicht hat, haben die externe Volatilität und die makroökonomischen Risiken signifikant zugenommen. Während das Unternehmen seinen Ausblick bestätigt, bleibt die Spanne der möglichen Ergebnisse jedoch vergrößert. Das Unternehmen sieht auf Grundlage der starken Ergebnisse des ersten Halbjahres, des anhaltenden Markenmomentums und des starken Auftragsbestands für den Rest des Jahres 2025 weiterhin Verbesserungspotenzial. Gleichzeitig bleibt die erhöhte Unsicherheit im Zusammenhang mit potenziellen direkten und indirekten Auswirkungen der höheren US-Zölle bestehen. adidas geht davon aus, weitere Marktanteile hinzuzugewinnen und den währungsbereinigten Umsatz des Unternehmens im Jahr 2025 im hohen einstelligen Prozentbereich steigern zu können, was eine Fortsetzung des zweistelligen Wachstums der Marke adidas widerspiegelt. Ein deutlich verbessertes, breiter aufgestelltes und umfassenderes Produktsortiment in Kombination mit einem gesteigerten Fokus auf lokale Verbraucherpräferenzen sowie die deutlich verbesserten Beziehungen zu den Einzelhändlern werden die Haupttreiber des prognostizierten Umsatzwachstums sein. Zusätzlich werden wirkungsvolle Marketinginitiativen das Markenmomentum weiter stärken und das prognostizierte Umsatzwachstum unterstützen. Während adidas weiterhin die Investitionen in Marketing und Vertrieb erhöhen wird, wird Effizienz im Bereich der Betriebsgemeinkosten es dem Unternehmen ermöglichen, sein starkes Umsatzwachstum in überproportionales Gewinnwachstum zu verwandeln. In Kombination mit der anhaltenden Steigerung der Bruttomarge wird dies den Erwartungen zufolge zu einer weiteren signifikanten Verbesserung der Profitabilität im Jahr 2025 führen. Das Unternehmen erwartet demnach für 2025 weiterhin eine Verbesserung des Betriebsergebnisses auf einen Wert zwischen 1,7 Mrd. € und 1,8 Mrd. €. Nachdem der Verkauf der verbliebenen Yeezy Bestände im Jahr 2024 abgeschlossen wurde, sind im Ausblick des Unternehmens keine Umsätze mit Yeezy Produkten im Jahr 2025 (2024: rund 650 Mio. €) oder Gewinne (2024: rund 200 Mio. €) enthalten. adidas wird auch weiterhin in sein Geschäft und zukünftiges Wachstum investieren. Demzufolge geht das Unternehmen davon aus, dass im Jahr 2025 das durchschnittliche operative kurzfristige Betriebskapital im Verhältnis zum Umsatz auf ein Niveau zwischen 21 % und 22 % steigen wird und die Investitionsausgaben bei einem Niveau von rund 600 Mio. € liegen werden.
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Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf der aktuellen Prognose
des Managements zur künftigen Entwicklung von adidas beruhen. Der Ausblick basiert
auf Einschätzungen, die wir anhand aller uns zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses
Halbjahresberichts verfügbaren Informationen getroffen haben. Diese Aussagen unterliegen
zudem Unsicherheiten – wie im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts 2024
beschrieben –, die außerhalb der Kontrollmöglichkeiten des Unternehmens liegen. Sollten
die dem Ausblick zugrunde liegenden Annahmen nicht zutreffend sein oder die beschriebenen
Risiken oder Chancen eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen
(sowohl negativ als auch positiv) deutlich von den in diesem Ausblick getroffenen
Aussagen abweichen. adidas übernimmt keine Verpflichtung, außerhalb der gesetzlich
vorgeschriebenen Veröffentlichungsvorschriften die in diesem Lagebericht enthaltenen
zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren. Konzernbilanz
Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
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Konzernkapitalflussrechnung
Erläuternde Anhangangaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss (IFRS) zum 30. Juni 2025 01 Grundlagen Der Konzernzwischenabschluss der adidas AG und ihrer Tochtergesellschaften (zusammen ‚adidas‘, der ‚Konzern‘ oder das ‚Unternehmen‘) für das erste Halbjahr zum 30. Juni 2025 ist in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt worden. Dabei wurden alle zum 30. Juni 2025 gültigen International Financial Reporting Standards des International Accounting Standards Board (IASB) und Interpretationen des IFRS Interpretations Committee angewendet, soweit sie bereits in europäisches Recht übernommen wurden. Dieser Konzernzwischenabschluss ist unter Berücksichtigung des International Accounting Standard IAS 34 ‚Zwischenberichterstattung‘ erstellt worden. Aufgrund dessen enthält der Konzernzwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss ist daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 zu lesen. Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze sowie Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden sind für die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses für das erste Halbjahr zum 30. Juni 2025 übernommen worden. Folgende Änderungen von einem bestehenden Standard, die vom IASB verabschiedet und von der EU mit Inkrafttreten für am 1. Januar 2025 beginnende Geschäftsjahre übernommen wurden, waren erstmals anzuwenden:
Diese haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der adidas AG. Weiterführende Erläuterungen können dem Konzernabschluss 2024 entnommen werden. Für neue Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards, die noch nicht von der EU oder für nach dem 1. Januar 2025 beginnende Geschäftsjahre übernommen worden sind, wird nicht erwartet, dass sie wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Das Unternehmen hat keine Standards, Interpretationen oder Änderungen, die bereits veröffentlicht worden, aber noch nicht in Kraft getreten sind, vorzeitig angewendet. Es gab im ersten Halbjahr 2025 keine wesentliche Veränderung des Konsolidierungskreises. Sowohl der Konzernzwischenabschluss als auch der Konzernzwischenlagebericht sind weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht gemäß § 115 Abs. 5 WpHG durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden. Während des Geschäftsjahres unregelmäßig anfallende Aufwendungen werden im Konzernzwischenabschluss nur so weit berücksichtigt bzw. abgegrenzt, wie die Berücksichtigung bzw. Abgrenzung auch zum Ende des Geschäftsjahres angemessen wäre. Die Geschäftsergebnisse für das erste Halbjahr zum 30. Juni 2025 sind nicht zwangsläufig ein Indikator für die zu erwartenden Ergebnisse des Gesamtjahres. Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen die Angaben in Millionen Euro (Mio. €). Aufgrund kaufmännischer Rundungsregeln kann es vorkommen, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. 02 Umsatzerlöse Die Umsätze des Unternehmens in bestimmten Produktkategorien sind saisonal bedingt. Daher können die Umsatzerlöse und die zuzurechnenden Erträge innerhalb des Geschäftsjahres schwanken. Tendenziell sind Umsätze im ersten und dritten Quartal des Geschäftsjahres am stärksten, da sie mit dem Start der Kollektionen Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter zusammenfallen, jedoch können Verlagerungen des Umsatzanteils und der zuzurechnenden Erträge einzelner Produktkategorien oder der regionalen Zusammensetzung im Laufe des Jahres auftreten. Dieser Anhang enthält eine Aufgliederung der Erlöse in Produktbereiche.
03 Auf Anteilseigner entfallendes Kapital Das Grundkapital der adidas AG veränderte sich im Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 30. Juni 2025 nicht. Demnach betrug das Grundkapital der adidas AG am 30. Juni 2025 180.000.000 €, eingeteilt in 180.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Hauptversammlung der adidas AG stimmte am 15. Mai 2025 dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2024 zu. Die Dividende wurde am 20. Mai 2025 in Höhe von 2,00 € je Aktie ausgezahlt. Basierend auf der Anzahl der dividendenberechtigten Aktien zum Zeitpunkt der Hauptversammlung ergab dies eine Dividendenausschüttung in Höhe von 357.098.168,00 €. Am 30. Juni 2025 hielt die adidas AG insgesamt 1.450.916 eigene Aktien; das entsprach einem rechnerischen Anteil von 1.450.916 € am Grundkapital und mithin 0,81 % des Grundkapitals. Aus den unmittelbar oder mittelbar gehaltenen eigenen Aktien stehen der Gesellschaft nach § 71b Aktiengesetz (AktG) keine Rechte zu. 04 Finanzinstrumente
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Die Bewertungsmethoden für den beizulegenden Zeitwert nach Stufe 1, Stufe 2 und Stufe 3 sind unverändert und können dem Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 entnommen werden.
05 Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird durch Division des auf die Anteilseigner entfallenden Gewinns aus fortgeführten Geschäftsbereichen durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien im entsprechenden Geschäftsjahr, abzüglich der von adidas erworbenen eigenen Aktien, ermittelt. Beim Ausweis eines negativen Ergebnisses je Aktie ist zu beachten, dass ein der Verwässerung entgegenwirkender Effekt gemäß IAS 33.41 nicht berücksichtigt werden darf.
06 Geschäfts- oder Firmenwerte Angesichts der jüngsten Ankündigungen von US Zöllen im zweiten Quartal 2025 ergaben sich Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts. Aufgrund dieses „Triggering Events“ und der damit eingehenden Neueinschätzung der Geschäftsentwicklung wurde eine Werthaltigkeitsüberprüfung auf Ebene der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zum 30. Juni 2025 durchgeführt. Basis dafür bildeten aktualisierte Finanzplanungen und Schätzungen unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien, die die potenziell erwarteten Auswirkungen künftiger US Zölle widerspiegeln. Im Rahmen des Wertminderungstests für Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich zum 30. Juni 2025 kein Wertminderungsbedarf. Vor allem aufgrund der derzeit nicht vorhersehbaren regulatorischen Entwicklungen in den USA sind Schätzungen und Beurteilungen des Managements mit einer erhöhten Unsicherheit behaftet. Künftige Veränderungen der zu erwartenden Zahlungsströme und Diskontierungssätze können in Zukunft zu Wertminderungen des ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerts führen. 07 Segmentberichterstattung adidas ist primär in einem Wirtschaftszweig tätig, und zwar in der Entwicklung sowie dem Vertrieb und der Vermarktung von Sport- und Sport-Lifestyleartikeln. In Anlehnung an die Berichterstattungsstruktur des Unternehmens für Managementzwecke nach Märkten und gemäß der Definition des IFRS 8 ‚Geschäftssegmente‘ sind zum 30. Juni 2025 sieben operative Geschäftssegmente bestimmt worden: Europa, Emerging Markets, Nordamerika, China, Lateinamerika, Japan und Südkorea. Aufgrund der geringen Größe der beiden operativen Segmente Japan und Südkorea sind diese keine berichtspflichtigen Segmente und somit werden diese für die externe Segmentberichterstattung als ‚Alle sonstigen Segmente‘ unter der Bezeichnung Japan/Südkorea berichtet. In den einzelnen Märkten werden alle Großhandels-, Einzelhandels- und E-Commerce-Aktivitäten berichtet, die sich auf den Vertrieb von Produkten der Marke adidas an Einzelhändler und Endkonsumenten beziehen. ‚Andere Geschäftsbereiche‘ umfasst vor allem die Geschäftsaktivitäten im Zusammenhang mit dem Label Y-3 und andere nachrangige Geschäftsbereiche, welche nicht gesondert von den Hauptentscheidungsträgern überwacht werden. Auch bestimmte zentralisierte Funktionen des Unternehmens erfüllen nicht die Definition von IFRS 8 bezüglich Geschäftssegmenten. Dies gilt vor allem für die Funktionen Global Brands und Global Sales (zentrale Marken- und Vertriebssteuerung), das zentrale Treasury und die weltweite Beschaffung sowie für andere Abteilungen der Unternehmenszentrale. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, die auf diese Zentralbereiche entfallen, werden in den Überleitungsrechnungen ausgewiesen. Der Hauptentscheidungsträger des Unternehmens ist definiert als der gesamte Vorstand der adidas AG. Die Umsatzerlöse entsprechen den Erlösen aus Verträgen mit Kunden. Zwischen den Segmenten fallen keine Innenumsätze an. Die zur Erstellung der Segmentinformationen angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln stimmen mit denen des Unternehmens überein. Das Ergebnis der Segmente ist definiert als Bruttoergebnis abzüglich der dem Segment oder der Gruppe von Segmenten zurechenbaren sonstigen betrieblichen Aufwendungen zuzüglich der Lizenz- und Provisionserträge und der sonstigen betrieblichen Erträge, jedoch ohne Berücksichtigung der Kosten der Zentralbereiche sowie der zentralen Aufwendungen für Marketing. Die Segmentvermögenswerte enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte. Nur diese Posten werden regelmäßig dem Hauptentscheidungsträger gemeldet. Die Segmentschulden enthalten lediglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen Geschäft, da keine weiteren Verbindlichkeiten regelmäßig an den Hauptentscheidungsträger berichtet werden.
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Unter Berücksichtigung der nicht einem Segment direkt zurechenbaren Umsatzerlöse in
Höhe von
08 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres 2025 und der Finalisierung des Konzernabschlusses am 25. Juli 2025 gab es keine signifikanten Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben könnten. Herzogenaurach, den 25. Juli 2025 Der Vorstand der adidas AG
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Herzogenaurach, den 25. Juli 2025 Kontakt
Adi-Dassler-Straße 1
Tel + 49 (0) 91 32 84 – 0
adidas ist Mitglied im DIRK (Deutscher Investor Relations Verband) Investor Relations investor.relations@adidas.com
Konzept nexxar, Wien Design und Umsetzung nexxar, Wien © ADIDAS 2025 |
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