![]() ENCAVIS AGHamburgEncavis Halbjahresfinanzbericht 2018Halbjahresfinanzbericht 2018Vorwort des VorstandsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,hinter uns liegt ein gutes erstes Halbjahr 2018. In dieser Zeit ist es uns gelungen,
unsere Position als einer der führenden konzernunabhängigen und börsennotierten Stromanbieter
(IPPs) Europas zu festigen und die Weichen für einen weiteren Ausbau unseres Portfolios
zu stellen. Aktuell betreiben wir 171 Solar- und 65 Windparks in mittlerweile neun
Ländern Europas mit einer Gesamterzeugungsleistung von mehr als 1,5 Gigawatt (GW). Mit den Umsatz- und Ergebniskennziffern im ersten Halbjahr 2018 befindet sich unser
Unternehmen weiterhin voll im Plan und auf Kurs. In den ersten sechs Monaten konnten
wir unsere Umsätze erneut um 8 % auf nahezu 123 Millionen Euro steigern. Dabei sorgte
insbesondere die erhöhte Sonneneinstrahlung in Deutschland mit dem Beginn des "Jahrhundertsommers"
ab Mitte April bis zum Stichtag des Berichtszeitraums dafür, dass meteorologisch bedingte
Umsatzeinbußen aus dem ersten Quartal 2018 wieder aufgeholt werden konnten. Das operative
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte damit im ersten
Halbjahr 2018 94,0 Millionen Euro nach 88.0 Millionen Euro im Vorjahr. Das operative
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) von rund 57,8 Millionen Euro übertraf
das Niveau des Vergleichszeitraums 2017 (EUR 55,9 Mio.). Der operative Cashflow konnte
im ersten Halbjahr 2018 deutlich um 12 % auf 78,3 Millionen Euro (2017: EUR 69,9 Mio.)
gesteigert werden. Das Wachstum von Encavis im ersten Halbjahr 2018 steht im Vergleich zu einem meteorologisch
sehr starken ersten Halbjahr 2017. Bereinigt um diese meteorlogischen Effekte wären
die Umsätze im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres
noch kräftiger, nämlich um 11,3 Millionen Euro, angestiegen, was einem Umsatzplus
von rund 10 % entsprochen hätte. Dieser meteorologisch bereinigte Anstieg ist allein
auf unsere fokussierten Akquisitionen im Vorjahr und den Netzanschluss von in 2017
akquirierten Solar- und Windparks im Berichtszeitraum zurückzuführen und spiegelt
damit das organische Wachstum von Encavis wider. In der Folge hätte sich das um meteorologisch
bedingte Effekte adjustierte operative EBITDA von 85 Millionen Euro auf 93,3 Millionen
Euro erhöht (+10 %) und das um meteorologisch bedingte Effekte adjustierte operative
EBIT wäre von 52,9 Millionen Euro auf 57.1 Millionen Euro gestiegen (+8 %). Darüber hinaus haben wir Parks erworben, die ihren vollen Umsatzbeitrag erst im Jahr
2019 leisten werden. So konnten wir Mitte März 2018 erfolgreich einen weiteren baureifen
Solarpark in den Niederlanden unweit der Stadt Eindhoven erwerben. Dieser Solarpark
ist mit einer Gesamterzeugungsleistung von 43,9 Megawatt (MW) nicht nur der bisher
größte von Encavis erworbene Einzelpark, sondern er wurde von unserem Partner, dem
britischen Projektentwickler Solarcentury, entwickelt und markiert damit auch den
erfolgreichen Beginn der strategischen Partnerschaft zwischen Encavis und Solarcentury,
die wir Ende 2017 eingegangen sind. Die Vereinbarung sichert uns dabei über einen
Zeitraum von drei Jahren den Exklusivzugang zu Solarparks mit einer Gesamterzeugungsleistung
in Höhe von rund 1,1 GW. Darüber hinaus haben wir Anfang des Jahres 2018 einen Vertrag
mit dem irischen Staatsfonds "Ireland Strategie Investment Fund" geschlossen, um gemeinsam
in ein Portfolio aus 20 Solarparks mit einer Gesamtkapazität von 140 MW des irischen
Projektentwicklers Power Capital zu investieren. Die Vorbereitungen für die Umsetzung
der ersten Projekte aus dieser Partnerschaft laufen. Wir haben uns mit beiden strategischen
Partnerschaften bereits heute den Zugang zu einer attraktiven Akquisitionspipeline
im Umfang von mehr als 1,2 GW in den kommenden drei Jahren gesichert. Damit haben
wir das Potenzial, unsere Gesamterzeugungsleistung von aktuell 1,5 GW in den kommenden
drei Jahren nahezu zu verdoppeln. Die Finanzierung dieser Akquisitionspipeline sowie weiterer attraktiver Projekte,
die uns im Markt angeboten werden, werden wir sowohl aus der Aufnahme zusätzlichen
Wachstumskapitals über die Finanzmärkte als auch aus eigener Kraft leisten. So befindet
sich aktuell ein Green Schuldscheindarlehen mit einem Volumen in Höhe von 50 Millionen
Euro über einen unserer Bankenpartner in der Platzierungsphase. Unser Schuldscheindarlehen
wurde erstmals als "Green Schuldschein" vom Climate Bond Standard Executive Board
zertifiziert und richtet sich damit ganz gezielt auch an institutionelle Investoren,
die einen besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit ihrer Investitionen legen. Hier zahlt
sich im Finanzierungsmarkt unser 100 %-Erneuerbare-Energien-Portfolio aus. Darüber
hinaus setzen wir weiterhin konsequent auf die Gewinnung von Synergieeffekten und
die stetige Optimierung unseres Geschäfts. So ist es uns gelungen, mit den Banken
eine Absenkung der Einlagen der Parkgesellschaften in "Reservekonten" zu vereinbaren.
In der Folge werden wir dadurch in den kommenden Monaten liquide Mittel in Höhe von
rund 18 Millionen Euro freisetzen, die uns für neue Investitionen zur Verfügung stehen.
Neben bestehenden Investitionsmitteln und Optimierungsmaßnahmen werden wir aber auch
weiterhin die Opportunitäten eines anhaltend günstigen Zinsumfelds prüfen und nutzen.
Dabei wollen wir weiterhin vor allem alternative und eigenkapitalschonende Finanzierungswege
gehen. Sehr geehrte Damen und Herren, mit den Umsatz- und Ergebniskennziffern im ersten Halbjahr
2018 befindet sich unser Unternehmen weiterhin voll im Plan und auf Kurs. Wir bestätigen
unsere im März 2018 veröffentlichte Guidance für das Geschäftsjahr 2018. Diese basiert
allein auf dem bereits Mitte März 2018 bestehenden und gesicherten Portfolio an Solar-
und Windparks sowie der Annahme durchschnittlicher meteorologischer Rahmenbedingungen
ohne Jahrhundertsommer-Effekt. Die Akquisition weiterer Solar- und Windparks sowie
positive meteorologische Effekte sind in unserer Prognose daher auch nicht berücksichtigt.
Für das laufende Geschäftsjahr 2018 erwarten wir eine Umsatzsteigerung auf mehr als
240 Millionen Euro. Zudem gehen wir davon aus, ein operatives Ergebnis (EBITDA) von
über 175 Millionen Euro zu erreichen. Auf Konzernebene rechnen wir mit einer weiteren
Steigerung des operativen EBIT auf mehr als 105 Millionen Euro. Für den operativen
Cashflow kalkulieren wir mit einem Wert von über 163 Millionen Euro. Zudem gehen wir
davon aus, ein operatives Ergebnis je Aktie von 0,30 Euro zu erwirtschaften. An der erfolgreichen Entwicklung unseres Unternehmens haben wir Sie, verehrte Aktionärinnen
und Aktionäre, selbstverständlich teilhaben lassen und für das Geschäftsjahr 2017
eine Dividende von 0,22 Euro je stimmberechtigte Aktie ausgeschüttet. Sie wurde zum
fünften Mal in Folge als Wahldividende gewährt. Annähernd 40 % von Ihnen haben sich
gegen die Barauszahlung und für die Wandlung ihrer Dividende in neue Aktien der Encavis
AG ausgesprochen. Diese sehr gute Annahmequote werten wir als Vertrauensbeweis und
Bestätigung unseres eingeschlagenen Wachstumskurses. Auch unsere Großaktionäre haben
sich dabei mehrheitlich erneut für den Bezug der Aktiendividende entschieden. Im Übrigen
setzen wir die im Jahr 2017 bekannt gegebene Dividendenpolitik fort. Demnach können
Sie, verehrte Damen und Herren, bis zum Jahr 2021 gegenüber dem Vergleichsjahr 2016
mit einer um nominal 50 % höheren Dividende rechnen; das entspricht einer Dividende
in Höhe von 30 Eurocent. Auch hier halten wir Kurs und liefern die in Aussicht gestellten
Ergebnisse. Wir würden uns daher freuen, wenn Sie unserer Encavis AG weiterhin Ihr Vertrauen schenken
und uns auf unserem qualitativen Wachstumskurs auch stetig begleiten. Hamburg, im August 2018 scroll
Operative Konzern-Kennzahlen*scroll
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Die angegebenen operativen Konzern-Kennzahlen stellen allein auf die operative Ertragskraft
des Unternehmens ab und berücksichtigen keine IFRS-bedingten Bewertungseffekte. Die Encavis-Aktiescroll
Das Börsenhalbjahr 2018Der deutsche Aktienmarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2018 insgesamt durchwachsen.
Am 29. Juni 2018 schloss der wichtigste deutsche Aktienindex DAX bei 12.323 Punkten.
Über den Berichtszeitraum verlor der DAX damit 4,6 %. Der SDAX, in dem auch die Encavis-Aktie
notiert, schloss zum 29. Juni 2018 bei 11.885 Punkten und blieb damit nahezu unverändert
gegenüber dem Handelsschluss 2017. Auffällig war dabei die hohe Volatilität an den
Aktienmärkten. Zu dieser Entwicklung haben die wachsenden Unsicherheiten an den Märkten beigetragen.
Die welt- und handelspolitischen Spannungen prägten das erste Halbjahr 2018. Im Zentrum
stand dabei der Konflikt der beiden größten Volkswirtschaften, USA und China, der
die weltweiten Kapitalmärkte belastete. Auch der Konflikt um Zölle zwischen den USA
und Europa stand einer positiveren Entwicklung an den Kapitalmärkten im Weg. Die nach
wie vor sehr guten Zahlen der Unternehmen konnten dagegen positive Impulse setzen. Auch die Encavis-Aktie konnte sich nicht von der allgemeinen Stimmung abkoppeln. Sie
startete am 2. Januar 2018 mit einem Kurs von 6,44 Euro und schloss am 29. Juni 2018
bei 6,25 Euro. Ihren Halbjahreshöchstkurs erreichte die Encavis-Aktie am 23. Januar
2018 mit einem Tagesschlusskurs von 7,09 Euro. Die Liquidität der Aktie sank im Vergleich zum Vorjahr leicht, bleibt aber dennoch
auf einem durchschnittlichen Niveau. Durchschnittlich wurden täglich 182.775 Encavis-Aktien
auf der elektronischen Handelsplattform Xetra gehandelt. Dabei war der Januar 2018
mit täglich 240.515 gehandelten Encavis-Aktien im Schnitt der umsatzstärkste Monat. Die Marktkapitalisierung von Encavis zum Ende des ersten Halbjahres 2018 lag bei über
800 Millionen Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft belief sich zum 30. Juni 2018
auf 129.437.340 Euro, eingeteilt in die gleiche Anzahl auf den Inhaber lautende Stückaktien. Coverage - alle Analysten bewerten die Encavis-Aktie mit "Kaufen"Im August 2018 wurde die Aktie der Encavis AG durch Analysen von acht Kreditinstituten
und Analysehäusern aktiv beurteilt. Unter ihnen sind die Baader Bank, das Bankhaus
Lampe, Berenberg Equity Research und die DZ Bank, Macquarie, M.M. Warburg & Co. sowie
die Quirin Privatbank und Oddo Seydler. Alle Analysten empfehlen einen Kauf der Aktie
("Buy"). Im Durchschnitt wird die Aktie von ihnen mit einem Kursziel von 8,15 Euro
gesehen, wobei die Bandbreite der Bewertungen des Kursziels zwischen 7,60 Euro und
8,80 Euro liegt. Encavis führt derzeit mehrere Gespräche mit weiteren namhaften Instituten,
bei denen Interesse an einer Aufnahme einer Aktienanalyse besteht. Die Encavis AG veröffentlicht auf der Homepage in der Rubrik "Investor Relations/Research"
den aktuellen Überblick über die Kursziele der Analysten. Stabile AktionärsstrukturDie Aktionärsstruktur der Encavis AG hat sich im Berichtszeitraum leicht verändert.
Die meisten Großaktionäre hielten ihre Anteile am Unternehmen stabil. Familie Büll
erhöhte ihre Anteile über die Schwelle von 20 % auf 20,1 %. Die Anteilsverhältnisse an der Encavis AG stellten sich im August 2018 wie folgt dar:
Ordentliche HauptversammlungDie ordentliche Hauptversammlung der Encavis AG fand am 8. Mai 2018 statt. Die teilnehmenden
Aktionäre und Aktionärsvertreter repräsentierten rund 56,5 % des Grundkapitals. Damit
stieg die Präsenz gegenüber dem Vorjahr leicht an. Die Aktionäre stimmten allen Tagesordnungspunkten
bis auf einen mit großer Mehrheit zu. Zur Ermächtigung der Ausgabe von Options-/Wandelschuldverschreibungen
und Schaffung eines bedingten Kapitals 2018 gab es einen Gegenantrag, der mit großer
Mehrheit angenommen wurde. Zudem fand der Vorschlag des Vorstands, die Dividende auf 0,22 Euro je Aktie zu erhöhen,
breite Zustimmung. Die Dividende wurde erneut als Aktiendividende angeboten. Rund
40 % der Aktionäre zogen dabei den Bezug der Aktiendividende dem Bezug der Bardividende
vor. Informationen zur Hauptversammlung der Encavis AG sind auf der Homepage der Gesellschaft
unter "Investor Relations/Hauptversammlungen" abrufbar. Fragen und InformationenAlle relevanten Informationen der Encavis AG werden im Sinne einer transparenten Kapitalmarktkommunikation
auf der Homepage der Gesellschaft unter www.encavis.com in der Rubrik "Investor Relations"
veröffentlicht und bereitgestellt. Zudem nutzt die Encavis AG seit Juni 2015 aktiv die Verbreitungsmöglichkeit über den
Nachrichtenkanal Twitter. Darüber hinaus steht die Investor Relations-Abteilung für
weitere Fragen und Anregungen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie! Encavis AGTill Gießmann Leiter/Head of Investor & Public Relations Große Elbstraße 59 D-22767 Hamburg Tel.: +49 40 378562-0 E-Mail: ir@encavis.com Finanzkalender der Encavis AG 2018scroll
KonzernzwischenlageberichtAllgemeine InformationenDer Encavis-Konzern (nachfolgend "der Konzern" oder "Encavis") stellt den Konzernabschluss
nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der International Financial Reporting Standards
(IFRS) auf. Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den Vorschriften des IAS 34 erstellt.
Mutterunternehmen ist die Encavis AG mit Sitz in Hamburg. Sie ist verantwortlich für
Unternehmensstrategie, Portfolio- und Risikomanagement sowie für die Finanzierung.
Das Grundkapital beträgt 129.437.340,00 Euro und ist eingeteilt in 129.437.340 Stückaktien
ohne Nennbetrag. Die durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (unverwässert) im Berichtszeitraum
beläuft sich auf 128.687.085 (Vorjahr: 126.904.431). GeschäftstätigkeitGeschäftsmodellDie im SDAX der Deutschen Börse gelistete Encavis AG nutzt die vielfältigen Chancen
der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Als unabhängiger Betreiber von umweltfreundlichen
und emissionsfreien Kraftwerkskapazitäten hat Encavis das Erzeugungsportfolio seit
2009 kontinuierlich ausgebaut und ist einer der größten unabhängigen Stromproduzenten
(Independent Power Producer - IPP) im Bereich Erneuerbare Energien in Europa. Das
Kerngeschäft des Unternehmens ist der Erwerb und Betrieb von Solar- und Onshore-Windparks.
Das Unternehmen konzentriert sich bei der Akquisition neuer Anlagen in der Regel auf
schlüsselfertige Projekte oder bereits bestehende Anlagen, die über garantierte Einspeisevergütungen
(Feed-in Tariffs) oder langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements)
verfügen und die in geografischen Regionen errichtet wurden, die sich durch ein stabiles
wirtschaftspolitisches Umfeld und verlässliche Investitions- und Rahmenbedingungen
auszeichnen. Die Solar- und Windparks können so verlässliche attraktive Renditen und
planbare Zahlungsströme erwirtschaften. Darüber hinaus bietet Encavis über ihre Tochtergesellschaft Encavis Asset Management
AG institutionellen Investoren attraktive Möglichkeiten, in Anlagen zur Erzeugung
Erneuerbarer Energien zu investieren. Das Geschäftsfeld Asset Management umfasst alle
Dienstleistungen in diesem Geschäftsbereich, das heißt die Initiierung von Fonds bzw.
die individuelle Gestaltung und Strukturierung sonstiger Investitionen für professionelle
Anleger im Bereich Erneuerbare Energien sowie den Betrieb der von diesen Anlegern
gehaltenen Anlagen. Aktuell betreibt Encavis insgesamt 171 Solar- und 65 Windparks mit einer Leistung
von über 1,5 GW in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Finnland,
Schweden, Dänemark und den Niederlanden. Davon betreibt der Konzern acht Solarparks
und 34 Windparks im Rahmen des Segments Asset Management für Dritte. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Wirtschaftsräume entwickeln sich uneinheitlichAus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) steuert die Weltwirtschaft im Jahr
2018 auf ein solides Wachstum von 3,9 % zu. In dem World Economic Outlook von Mitte
Juli 2018 bekräftigt der IWF seine im April 2018 veröffentlichte Prognose für das
Gesamtjahr. Allerdings hätten sich die Unsicherheiten bezüglich dieser Prognose im
bisherigen Jahresverlauf erhöht. Die Gründe dafür liegen insbesondere in den aktuellen
handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und bedeutenden Wirtschaftsräumen wie
der EU oder China, die sich in gegenseitigen Zollerhebungen bzw. -erhöhungen ausdrücken.
Auch die zunehmenden Unterschiede in der Geldpolitik bedeutender Volkswirtschaften
mit ihren globalen Auswirkungen auf Währungsrelationen stellen einen Risikofaktor
dar. Der Blick auf die jüngste konjunkturelle Entwicklung einzelner Wirtschaftsräume zeigt
ein wachsendes Ungleichgewicht: So stützten in den USA fiskalpolitische Maßnahmen
und ein robuster Konsum der Privathaushalte die Konjunktur. Demgegenüber blieb das
Wirtschaftswachstum in der Eurozone, in Großbritannien und in Japan in den ersten
Monaten des Jahres hinter den Erwartungen zurück. Unter den Schwellenländern profitierten
die erdölexportierenden Staaten vom deutlich gestiegenen Ölpreis, während andere Nationen
mit der Abwertung ihrer lokalen Währungen und dem daraus resultierenden Inflationsdruck
zu kämpfen hatten. China verzeichnete derweil eine leicht abnehmende Wachstumsdynamik,
die auf eine politisch beförderte Einschränkung der Kreditvergaben sowie eine geringere
Exportnachfrage zurückzuführen ist. Die Zinsen dürften in der Eurozone bis mindestens Sommer 2019 auf dem derzeitigen
Niveau von 0 % verharren. Das jedenfalls teilte die Europäische Zentralbank (EZB)
Ende Juli 2018 mit. Dadurch will die EZB die Konjunktur stützen und die Inflation
anheizen. Mittelfristig strebt die Notenbank Preisstabilität bei einer Teuerungsrate
von knapp unter 2 % an. Denn dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise könnten Unternehmen
und Verbraucher dazu bringen, Investitionen aufzuschieben - was zu einer deutlichen
Drosselung der Konjunktur führen könnte. Im Juli 2018 lag die Inflationsrate im Euroraum
nach Angaben des Statistikamtes Eurostat bei 2,1 %. Rahmenbedingungen für Erneuerbare EnergienFortwährender WachstumsmarktDer Strukturwandel in der Energiewirtschaft und der Klimapolitik setzt sich fort.
Weltweit werden konventionelle Energiequellen und fossile Energieträger weiter durch
den Ausbau und die Nutzung regenerativer Energiequellen ergänzt beziehungsweise vollständig
ersetzt. Hierzu tragen nicht zuletzt auch zahlreiche internationale und supranationale
Abkommen und Vorgaben zur Erreichung klimapolitischer Ziele, wie beispielsweise der
Pariser Klimavertrag der Vereinten Nationen, bei. So wurden im Bereich der Photovoltaik im Jahr 2017 nach Angaben der German Solar Association
weltweit Anlagen mit einer Erzeugungsleistung von nahezu 100 GW neu installiert. Die
installierte Erzeugungsleistung erreichte damit eine Marke von fast 400 GW. Im Bereich der Windenergie wurden auf Basis der Erhebungen des Global Wind Energy
Councils im Jahr 2017 weltweit neue Wind-Kapazitäten mit einer Gesamterzeugungsleistung
von rund 53 GW installiert. Zum Jahresende 2017 belief sich die weltweit installierte
Erzeugungsleistung im Bereich der Windenergie damit auf rund 540 GW (2016: 487 GW). Der globale Ausbau Erneuerbarer Energien hielt auch in den ersten sechs Monaten des
laufenden Geschäftsjahres unvermindert an und erreichte einen bedeutenden Meilenstein:
Die weltweit installierte Gesamtleistung überstieg die Marke von einem Terawatt. In
Deutschland wurde im gleichen Zeitraum zudem erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren
Energiequellen als aus Braun- und Steinkohle erzeugt. Auch das politische Umfeld schafft weiter gute Rahmenbedingungen für einen anhaltenden
Wachstumsmarkt; so hat beispielsweise die Europäische Union (EU) im ersten Halbjahr
2018 ihre Erneuerbare-Energien-Richtlinie überarbeitet und das Ziel, einen Anteil
der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von 27 % bis zum Jahr 2030 zu erreichen,
auf nunmehr 32 % erhöht. Entwicklung auf den Kernmärkten: Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und ÖsterreichIm Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Veränderungen an den gesetzlichen
Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien ergeben, die das Geschäftsmodell der Encavis
AG negativ beeinträchtigen. Encavis konzentriert sich bei der Akquisition neuer Anlagen in der Regel auf baureife
beziehungsweise schlüsselfertige Projekte oder bereits bestehende Anlagen, die über
garantierte Einspeisevergütungen (Feed-in Tariffs) oder langfristige Stromabnahmeverträge
(Power Purchase Agreements) verfügen. Encavis geht zudem selbst keine Projektierungsrisiken
ein. Veränderungen in den zukünftigen Förderungssystemen und -mechanismen für Erneuerbare
Energien werden bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung von Neuinvestitionen berücksichtigt
und haben keine Auswirkung auf das Bestandsportfolio des Unternehmens. Darüber hinaus
bietet Encavis im Rahmen des Geschäftssegments Asset Management institutionellen Investoren
über verschiedene Anlagevehikel sowie Direktinvestments eine Beteiligung an attraktiven
Erneuerbare-Energien-Anlagen an. Innerhalb der Encavis-Gruppe wird das institutionelle
Geschäft von der Encavis Asset Management AG, einer 100%igen Tochtergesellschaft der
Encavis AG, verantwortet. DeutschlandIn Deutschland ist seit dem 1. Januar 2017 das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 in
Kraft. Ziel ist es unter anderem, den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Bruttostromverbrauch
bis zum Jahr 2025 auf 30 % bis 45 % zu steigern. Dabei setzt das neue EEG insbesondere
auf mehr Wettbewerb; so soll zukünftig bei allen wesentlichen Technologien im Bereich
der Erneuerbaren Energien die Höhe der Förderungen durch Ausschreibungen ermittelt
werden. Die Inanspruchnahme sowie die Höhe einer staatlich garantierten Einspeisevergütung
für Strom aus neu in Betrieb genommenen Solaranlagen ab einer Größe von 750 kWp (Kilowatt
peak) wird so seit dem 1. Januar 2018 nur noch über eine erfolgreiche Teilnahme an
Ausschreibungen ermittelt. Im Jahr 2018 fanden bisher zwei Ausschreibungsrunden in
den Monaten Februar und Juni statt. Der niedrigste Wert eines Gebotes, das einen Zuschlag
erhielt, betrug dabei im Juni zuletzt 3,89 Eurocent pro Kilowattstunde (kWh). Bei
der letzten Ausschreibungsrunde des Vorjahres, im Oktober 2017, lag dieser Wert noch
bei 4,29 Eurocent pro kWh. Die sinkende Vergütung ist dabei vor allem auch Ausdruck
der weiter anhaltenden Rückgänge bei den Modulpreisen. Im Bereich der Onshore-Windenergie werden in Deutschland seit dem 1. Mai 2017 ebenfalls
Ausschreibungsrunden durch die Bundesnetzagentur durchgeführt. Im Jahr 2017 fanden
drei Gebotsrunden statt, für das Jahr 2018 sind insgesamt vier Gebotsrunden geplant.
Die ersten beiden Gebotsrunden wurden im Februar und Mai 2018 durchgeführt. Bei der
letzten Gebotsrunde im Mai 2018 lag der niedrigste Gebotswert bei 4,65 Eurocent pro
kWh gegenüber 3,8 Eurocent pro kWh im Februar 2018. Erstmals war die ausgeschriebene
Menge von 670 MW unterzeichnet, es gingen Gebote mit einem Umfang von rund 604 MW
ein. Der Anstieg der Einspeisevergütung für Windanlagen an Land ist unter anderem
auch auf die Aussetzung der EEG-Bürgerwindpark-Sonderregeln zurückzuführen. Die Sonderregeln
für Bürgerwindparks hatten in den ersten Ausschreibungsrunden zu deutlichen Preisrückgängen
geführt. Diese Verzerrung hat der Gesetzgeber im Juni 2018 nun mit einer Aussetzung
der Sonderregel erst einmal bis zum 1. Juni 2020 gestoppt. DänemarkDie dänische Regierung verfolgt das langfristige strategische Ziel, bis 2050 die Unabhängigkeit
Dänemarks von fossilen Brennstoffen zu erreichen. Dafür hat sie das Ausbauziel für
Erneuerbare Energien bis 2030 zuletzt um fünf Prozentpunkte erhöht. Der Anteil Erneuerbarer
Energien am Gesamtenergiemix soll bis dahin auf 55 % ausgebaut werden. Bis 2050 will
Dänemark dann eine komplette Versorgung durch Erneuerbare Energien erreicht haben. Die Dänen gewähren ähnlich dem deutschen EEG einen festen Einspeisetarif für Windkraftanlagen
an Land. Dieser liegt bei umgerechnet 3,35 Eurocent pro kWh (0,25 dänische Kronen).
Zudem stellen alle Mehreinnahmen oberhalb der 3,35 Eurocent pro kWh durch den am Markt
verkauften Strom zusätzliche Umsatzerlöse dar. Die Einspeisevergütung wird abweichend
vom deutschen EEG nicht für eine feste Laufzeit, sondern für die ersten 22.000 Volllaststunden
pro MW gewährt. Im vergangenen Jahr hat die dänische Regierung beschlossen, die Public Service Obligation,
die vergleichbar mit der deutschen EEG-Umlage ist, bis zum Jahr 2021 schrittweise
zu streichen. Stattdessen soll die Energiewende über die öffentlichen Haushalte finanziert
werden. FrankreichDer französische Präsident Emmanuel Macron hält an dem ökologischen und auf Nachhaltigkeit
ausgerichteten Umbau der Klima- und Energiepolitik Frankreichs fest. Im Wesentlichen
setzt er dabei auf die Kontinuität der bereits unter Präsident Frangois Hollande verabschiedeten
Gesetze zur Energiewende. Macron hat zudem angekündigt, für den Umbau im Energiesektor
Investitionen in Höhe von rund 15 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Bis 2020
will er den Anteil der Erneuerbaren Energien in Frankreich auf 30 % anheben und den
Kohleausstieg innerhalb der nächsten fünf Jahre erreichen. Insgesamt bleiben die Rahmenbedingungen
für Erneuerbare Energien in Frankreich damit sehr attraktiv. GroßbritannienNach einem Moment des Stillstands nach der Entscheidung Großbritanniens für einen
Austritt aus der EU kommt auch in den Bereich der Erneuerbaren Energien wieder Bewegung.
So hat Großbritannien 2018 den Kohleausstieg bis zum Jahr 2025 beschlossen. Zudem
lieferten Wind und Solar im vergangenen Jahr 2017 zusammen erstmals mehr Energie als
alle Kernkraftwerke des Landes. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung
stieg damit im Jahr 2017 auf 29,4 %, wohingegen der Anteil der Kernenergie bei rund
21 % lag. Ziel ist eine Dekarbonisierung der Wirtschaft, weswegen das Vereinigte Königreich
weiter auf kohlenstoffarme Energieträger setzt, zu denen auch die Kernenergie zählt.
Insofern hält Großbritannien offiziell weiterhin auch an der Fertigstellung des neuen
Atomkraftwerks Hinkley Point C fest, das 2023 ans Netz gehen soll. Gleichwohl ist
es hier bereits zu erheblichen Verzögerungen gekommen. Daneben soll auch der Ausbau
der Erneuerbaren Energien weiter vorangetrieben werden. Zudem plant Großbritannien
offenbar in den kommenden Jahren ein umfassendes Netz an Batteriespeichern aufzubauen.
So soll ein nationales Netz aus Batteriespeichern mit einer Leistung von mehr als
2 GW aufgebaut werden. Die anhaltende Schwäche des britischen Pfunds macht den britischen
Energiemarkt aktuell auch besonders für ausländische Investoren interessant. ItalienIm November 2017 hat Italiens damalige Regierung die nationale Energiestrategie "SEN
2017" vorgelegt. Diese sieht unter anderem einen Anteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch
von 28 % bis zum Jahr 2030 vor. Rund 35 Milliarden Euro sind für den Ausbau der Erneuerbaren
Energien geplant. Bis zum Jahr 2025 möchte das Land aus der Kohlestromversorgung aussteigen. Der am 1. Juni 2018 vereidigte neue italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte
hat sich bei der Vorstellung seines Regierungsprogrammes für verstärkte Investitionen
in den Bereich Erneuerbare Energien ausgesprochen. NiederlandeDie Niederlande haben sich im Rahmen einer parteiübergreifenden Initiative zu mehr
Klimaschutz verpflichtet. Das Ende Juni beschlossene Klimagesetz sieht vor, dass die
Treibhausgasemissionen bis 2030 um 49 % und bis 2050 um 95 % gegenüber dem Referenzjahr
1990 reduziert werden. Die Schließung aller niederländischen Kohlekraftwerke soll
bis 2030 erfolgen. In den Niederlanden setzt man seit einigen Jahren ebenfalls auf Ausschreibungsverfahren
für große Solaranlagen. Unter dem Namen SDE+ (Stimulering Duurzame Energieproductie)
werden jährlich in zwei Runden Förderbeträge für Erneuerbare Energien festgesetzt.
Die Förderung wird dabei für einen Zeitraum von 15 Jahren gewährt, zuletzt lagen die
Förderbeträge zwischen 9 und 13 Eurocent pro kWh. ÖsterreichIm Regierungsprogramm wurde in Österreich die Marke von 100 % Strom aus Erneuerbaren
Energiequellen bis 2030 festgesetzt. Im Jahr 2016 hat Österreich zudem das Pariser
Klimaschutzabkommen ratifiziert. Für die Umsetzung der ambitionierten Ziele wurde
eine Klima- und Energiestrategie ausgearbeitet, die einen "konsequenten Dekarbonisierungspfad"
für Österreich bis 2050 vorsieht. Derzeit wird in Österreich über ein neues Fördermodell für Windkraftanlagen diskutiert,
auch vor dem Hintergrund, dass der Windkraftausbau der Alpenrepublik weiter zurückgegangen
ist. Geschäftssegment Asset ManagementMit dem Segment Asset Management bietet der Encavis-Konzern institutionellen Investoren
die Möglichkeit, sich über verschiedene Anlagevehikel an Erneuerbare-Energien-Assets
zu beteiligen. Neben Fondslösungen oder maßgeschneiderten Direktinvestments ermöglichen
es nach Luxemburger Recht aufgelegte Fonds institutionellen Anlegern zudem, sich an
einem breit diversifizierten Portfolio aus Wind- und Solarparks zu beteiligen. Erneuerbare-Energien-Anlagen bieten institutionellen Investoren attraktive Renditen
und stabile Cashflows, die zu einem Großteil staatlich garantiert sind. Mit ihren
langen Laufzeiten und einer geringeren Korrelation zu anderen Asset-Klassen oder konjunkturellen
Schwankungen eignen sie sich beispielsweise besonders für Pensionsfonds und Versicherungen,
die langfristig investieren und große Portfolios diversifizieren müssen. Nach Angaben
des Renewable Global Status Report investierten institutionelle Investoren im Jahr
2017 rund 9,9 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare Energien, was einem Plus gegenüber
dem Vorjahr von 42 % entspricht. GeschäftsverlaufEncavis und der irische Staatsfonds ISIF schließen Partnerschaft, um gemeinsam in Projekte des irischen Projektentwicklers Power Capital im irischen Solarmarkt zu investierenDie Encavis AG hat am 18. Januar 2018 eine Partnerschaft mit dem irischen Staatsfonds
"Ireland Strategic Investment Fund" (ISIF) geschlossen, um gemeinsam in ein Solarparkportfolio,
bestehend aus mehr als 20 Parks mit einer Gesamterzeugungsleistung von 140 MW, des
irischen Projektentwicklers Power Capital zu investieren. Mit der vereinbarten Partnerschaft
wird sich auch der irische Staatsfonds erstmals an Investitionen im Bereich der Solarenergie
in Irland beteiligen und damit den Solarmarkt in Irland gemeinsam mit Encavis erschließen.
Die Partnerschaft sieht vor, dass der irische Staatsfonds als passiver Investor jeweils
25 % des Eigenkapitals der Projekte erwirbt, in die die Encavis AG in Irland investiert. Die Solarparks sollen an der östlichen beziehungsweise südwestlichen Küste Irlands,
von der Region Louth bis zur Region West Cork, errichtet werden. Die einzelnen Parks
werden dabei eine Größenordnung zwischen 5 MW und 25 MW aufweisen. Für Parks mit einer
Erzeugungsleistung von insgesamt 110 MW wurden bereits alle notwendigen Genehmigungen
Ende des Jahres 2017 eingeholt. Die irische Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 rund 40 % des irischen
Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien zu decken. Um dieses Ziel zu erreichen,
wird damit gerechnet, dass Irland in Kürze ein neues staatliches Fördersystem für
Erneuerbare Energien einführen wird. In einer Studie beziffert das Beratungsunternehmen
KPMG den Bedarf und das Potenzial des irischen Solarmarktes mit einer zu installierenden
Erzeugungsleistung von über 3.750 MW bis 2030. Umfirmierung in "Encavis"Am 27. Februar 2018 hat die Gesellschaft ihre Namensänderung in "Encavis AG" bekannt
gegeben. Nach dem Zusammenschluss der ehemaligen Capital Stage AG und der CHORUS Clean
Energy AG im Jahr 2016 bündeln beide Unternehmen zukünftig auch nach außen hin sichtbar
ihre Stärke und Expertise im Bereich der Erneuerbaren Energien unter einem gemeinsamen
Namen. Unsere neue Marke "Encavis" symbolisiert die drei Säulen, auf denen unser Unternehmen
aufgebaut ist. Sie steht für "Energy" und damit das Produkt, das im Fokus unserer
Investitionen und unserer operativen Tätigkeit steht. Außerdem für "Capital" und damit
für den finanzwirtschaftlichen Teil unseres Geschäftsmodells. Und für "Vision", denn
wir setzen auf das Energiesystem der Zukunft und machen Erneuerbare Energien wirtschaftlich.
Die Umfirmierung betrifft auch die Gesellschaften Encavis Asset Management AG (vormals:
CHORUS Clean Energy AG) und Encavis Technical Services GmbH (vormals: Capital Stage
Solar Service GmbH). Encavis AG erwirbt Solarpark mit 43,9 MW Leistung in den Niederlanden und setzt damit erstes Projekt mit Solarcentury umAm 12. März 2018 hat Encavis den Erwerb eines baureifen Solarparks mit einer Gesamterzeugungsleistung
von 43,9 MW in den Niederlanden unweit der Stadt Eindhoven in der Provinz Nordbrabant
bekannt gegeben. Projektentwickler des Parks ist das britische Unternehmen Solarcentury,
mit dem die Encavis AG im Dezember 2017 eine strategische Partnerschaft über den Zugang
zu Solarparks mit einer Gesamterzeugungsleistung von rund 1,1 GW in den kommenden
drei Jahren vereinbart hat. Der Netzanschluss ist für das vierte Quartal 2018 geplant.
Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich einschließlich der projektbezogenen Fremdfinanzierung
auf rund 44 Millionen Euro. Solarcentury selbst wird sich mit nahezu 20 % am Eigenkapitalanteil
der Investition beteiligen. Im Rahmen eines Auktionsverfahrens konnte für den Solarpark
eine staatlich garantierte Einspeisevergütung von 10,4 Eurocent pro kWh für 15 Jahre
ab Netzanschluss gesichert werden. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Photovoltaikanlage
ab dem ersten vollen Betriebsjahr Umsatzerlöse in Höhe von nahezu 4,5 Millionen Euro
pro Jahr erwirtschaften wird. Die kaufmännische und technische Betriebsführung wird
von Solarcentury übernommen. Veränderung im Vorstand der Encavis AGDie Encavis AG hat am 27. April 2018 bekannt gegeben, dass Holger Götze sein Vorstandsmandat
im besten gegenseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum 26. April 2018 niedergelegt hat. Holger Götze war infolge der Akquisition der CHORUS Clean Energy AG seit Oktober 2016
Vorstand der Encavis AG. In dieser Zeit war er unter anderem an der erfolgreichen
Integration der CHORUS, der heutigen Encavis Asset Management AG, in die Encavis AG
maßgeblich beteiligt. In diesem Zusammenhang hat er insbesondere das Asset-Management-Geschäft
für institutionelle Anleger weiterentwickelt und innerhalb der Encavis-Gruppe als
ein eigenes Geschäftssegment verankert. Mit Abschluss der Integration der CHORUS in die Encavis AG sind Holger Götze und der
Aufsichtsrat darin übereingekommen, seinen bis zum 18. Oktober 2019 laufenden Vorstandsvertrag
vorzeitig zu beenden. Dr. Dierk Paskert, seit dem 1. September 2017 CEO der Encavis
AG, sowie Dr. Christoph Husmann, seit dem 1. Oktober 2014 CFO der Encavis AG, werden
die Aufgaben von Holger Götze übernehmen. Entwicklung der SegmenteSegment PV ParksDas Solarparkportfolio im Eigenbestand von Encavis umfasst zum 30. Juni 2018 insgesamt
163 Solarparks mit einer Gesamtkapazität von 830 MW. Die Solarparks verteilen sich
auf die Länder Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Niederlande. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt saisonalen Einflüssen, was zu Schwankungen
in den Umsätzen und Ergebnissen im Verlauf des Jahres führt. Im Segment PV Parks,
das alle sich im Eigenbestand befindlichen Solarparks umfasst, sind vor allem die
Monate April bis September eher umsatzstärker als die Herbst- und Wintermonate. Während das deutsche Solarparkportfolio im ersten Halbjahr 2018 eine Planüberschreitung
verzeichnen konnte, lagen das französische, britische und italienische Portfolio jeweils
unter Plan. Die tatsächlich eingespeiste Leistung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2018 beträgt 432.808 Megawattstunden (MWh) (Vorjahr: 391.885 MWh). Von der eingespeisten
Leistung entfallen rund 35 % (Vorjahr: 36 %) auf die Solarparks in Deutschland, 24
% (Vorjahr: 29 %) auf die italienischen Solarparks, 15 % (Vorjahr: 11 %) auf die Solarparks
in Großbritannien und 26 % (Vorjahr: 24 %) auf die Solarparks in Frankreich. Der Betrieb der Anlagen erfolgte weitestgehend reibungslos. In Großbritannien wurde
an einigen Solarparks die Verkabelung erneuert. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 erworbener Solarpark:
Segment WindparksDas Windparkportfolio im Eigenbestand von Encavis umfasst zum 30. Juni 2018 insgesamt
31 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 318 MW. Die Windparks verteilen sich auf
die Länder Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark. Die Windparks sind meteorologisch bedingt in den Herbst- und Wintermonaten umsatzstärker
als in den Sommermonaten. Das Windparkportfolio lag aufgrund des schwachen Windaufkommens im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2018 unter Plan. Der Betrieb der Anlagen erfolgte weitestgehend reibungslos. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 erworbene Windparks:
Segment PV ServiceEncavis Technical Services GmbH, Konzernanteil 100 % Die Gesellschaft hat die technische Betriebsführung für viele deutsche und italienische
Solarparks des Encavis-Konzerns übernommen. Das konzernintern betreute Volumen liegt
zum 30. Juni 2018 bei 209 MWp. Darüber hinaus hat die Encavis Technical Services GmbH ab 2012 Verträge für die technische
Betriebsführung von Parks übernommen, die nicht zum Encavis-Konzern gehören. Die Parks
liegen in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und in Norditalien. Das konzernextern
betreute Volumen liegt bei rund 13 MWp. Das Ergebnis nach Steuern lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 mit TEUR
737 um TEUR 22 über dem Vorjahresniveau (TEUR 715). Während die Umsatzerlöse und sonstigen
Erträge einen Anstieg um TEUR 326 verzeichneten, stiegen in Summe auch die Abschreibungen
sowie die Aufwendungen für Material, Personal und die sonstigen Aufwendungen um TEUR
315. Aufgrund der vollständigen Rückführung eines Darlehens im Geschäftsjahr 2017
lag das Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2018 bei TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -11). Segment Asset ManagementDas Geschäftsfeld Asset Management umfasst alle Dienstleistungen für Drittinvestoren
wie die Initiierung von Fonds bzw. die individuelle Gestaltung und Strukturierung
sonstiger Investitionen für professionelle Anleger im Bereich Erneuerbare Energien
sowie den Betrieb der von diesen Anlegern gehaltenen Anlagen. Insgesamt umfasst das
Portfolio zum 30. Juni 2018 acht Solarparks und 34 Windparks in den Ländern Deutschland,
Italien, Frankreich, Großbritannien, Finnland und Schweden. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAnpassung der VorjahreszahlenIm Konzernabschluss 2017 hat Encavis die Zusammensetzung des operativen Finanzergebnisses adjustiert, um eine angemessene Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von Personengesellschaften auch in den operativen Finanzkennzahlen auszuweisen. Im Abschluss des Halbjahresfinanzberichts 2017 fand diese Adjustierung noch keine Berücksichtigung. In der Folge wurde diese Adjustierung nun auch auf die Vergleichszahlen des Vorjahres angewendet, weshalb es in einzelnen Kennziffern des Vorjahres zu einer Veränderung gegenüber den im Halbjahresfinanzbericht 2017 veröffentlichten Werten kommt, die aber jeweils unterhalb eines Betrags von einer Million Euro liegen. Alle Angaben, die aufgrund dieser Anpassung nicht mit den im Halbjahresfinanzbericht 2017 veröffentlichten Angaben übereinstimmen, sind im Folgenden mit einer "1 " versehen. In Tabellen steht die "1 " neben der Jahresangabe (Spaltenüberschrift), im Fließtext steht die "1 " direkt hinter der entsprechenden Angabe. Weiterhin hat Encavis die Zusammensetzung einzelner Positionen der Kapitalflussrechnung angepasst. Für die Erläuterungen wird auf den Anhang zum Konzernzwischenabschluss verwiesen. Auf aggregierter Ebene ergab sich hierdurch eine Anpassung im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 19. Alle Angaben, die aufgrund dieser Anpassung nicht mit den im Halbjahresfinanzbericht 2017 veröffentlichten Angaben übereinstimmen, sind im Folgenden mit einer "2 " versehen. In Tabellen steht die "2 " neben der Jahresangabe (Spaltenüberschrift), im Fließtext steht die "2 " direkt hinter der entsprechenden Angabe. Operative Ertragslage (Nicht-IFRS)Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 Umsatzerlöse in Höhe
von TEUR 122.757 (Vorjahr: TEUR 113.775). Dies entspricht einem Anstieg von rund 8
%. Das Wachstum wird sowohl durch den Ausbau des Windparkportfolios als auch durch
die Erweiterung des Solarparkportfolios getragen und wurde dabei insgesamt gegenüber
einem meteorologisch sehr starken ersten Halbjahr 2017 erzielt. Ohne diese außergewöhnlich
starken meteorologischen Effekte wären die Umsätze im ersten Halbjahr 2018 gegenüber
dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 11,3 Millionen Euro und damit noch deutlicher
angestiegen. Dies hätte einem Umsatzplus von rund 10 % entsprochen. Die erhöhte Sonneneinstrahlung
in Deutschland seit Mitte April bis zum Stichtag des Berichtszeitraums sorgte dafür,
dass meteorologisch bedingte Umsatzeinbußen aus dem ersten Quartal des Jahres 2018
wieder aufgeholt werden konnten. Operative sonstige Erträge erzielte der Konzern in Höhe von TEUR 4.756 (Vorjahr: TEUR
3.035). Darin sind einmalige Erträge in Höhe von TEUR 2.096 aus der Ausbuchung von
in der Vergangenheit für mögliche Rückvergütungsansprüche von Netzbetreibern passivierte
Verbindlichkeiten, mit deren Eintritt nicht mehr gerechnet wird, sowie periodenfremde
Erträge in Höhe von TEUR 1.428 (Vorjahr: TEUR 2.081) enthalten. Der operative Personalaufwand beträgt TEUR 6.449 (Vorjahr: TEUR 4.542). Die Erhöhung
ist zum einen auf den Ausbau des Teams bei der Encavis AG zurückzuführen. Zum anderen
hat sich die Anzahl der Mitglieder im Vorstand der Encavis AG seit dem 1. September
2017 mit dem Eintritt von Dr. Dierk Paskert als Vorstand der Encavis AG auf drei Mitglieder
erhöht. Mit dem Ausscheiden von Holger Götze zum 26. April 2018 fielen in diesem Zusammenhang
im Berichtszeitraum einmalige Personalaufwendungen an. Sonstige operative Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 26.210 (Vorjahr: TEUR 23.613)
angefallen. Hierin sind vor allem die Kosten für den Betrieb der Solar- und Windparks
in Höhe von TEUR 19.267 (Vorjahr: TEUR 18.315) enthalten. Die sonstigen Aufwendungen
beinhalten ferner Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb in Höhe von TEUR 6.794
(Vorjahr: TEUR 5.237). Der Anstieg der Kosten basiert auf dem Wachstum des Bestandsportfolios
und damit einhergehenden höheren Aufwendungen, aus Vorlaufkosten im Zusammenhang mit
der bekannt gegebenen Ausweitung der Geschäftstätigkeit um die sich noch im Bau befindlichen
Solarparks in den Niederlanden sowie aus verschiedenen Beratungskosten. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2018 beläuft sich auf TEUR 93.986 (Vorjahr: TEUR 87.951). Dies
entspricht einem Anstieg von rund 7 %. Die EBITDA-Marge beträgt rund 77 %. Der Anstieg
des EBITDA wurde gebremst durch die Vorlaufkosten für sich noch im Bau befindliche
Solarparks, denen erst in Zukunft Umsatzerlöse gegenüberstehen werden. Das um meteorologisch
bedingte Effekte adjustierte operative EBITDA wäre von 85,0 Millionen Euro im Vergleichszeitraum
des Vorjahres auf 93,3 Millionen Euro in der Berichtsperiode und damit um 10 % angestiegen. Bei den operativen Abschreibungen in Höhe von TEUR 36.172 (Vorjahr: TEUR 32.076) handelt
es sich im Wesentlichen um die planmäßigen Abschreibungen auf die Photovoltaik- und
Windkraftanlagen. Der Anstieg der Abschreibungen resultiert im Wesentlichen aus den
im Geschäftsjahr 2017 sowie im ersten Halbjahr 2018 erworbenen bzw. fertiggestellten
Solar- und Windparks. Das operative Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beläuft sich auf TEUR 57.814
und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um gut 3 % bzw. TEUR 1.939 angestiegen (Vorjahr:
TEUR 55.875). Der lediglich moderate Anstieg des EBIT resultiert maßgeblich aus der
besonders starken Vergleichsperiode sowie aus verschiedenen einmaligen Kosteneffekten.
Die EBIT-Marge beläuft sich auf 47 %. Das um meteorologische Effekte adjustierte operative
EBIT wäre von 52,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017 auf 57,1 Millionen Euro
in der Berichtsperiode und damit um 8 % angestiegen. Das operative Finanzergebnis beträgt TEUR -26.580 (Vorjahr: TEUR -26.195)1 . Hierin sind im Wesentlichen der Zinsaufwand für die Non-Recourse-Darlehen zur Finanzierung der Anlagen in den Parkgesellschaften und Zinsaufwand im Zusammenhang mit dem Genussrecht der Gothaer Versicherungen enthalten. Das hieraus resultierende operative Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich auf TEUR 31.234 (Vorjahr: TEUR 29.681)1 . Die EBT-Marge beträgt rund 25 %. Der in der operativen Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene operative Steueraufwand
beträgt im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 TEUR 3.422 (Vorjahr: TEUR 4.592)
und entfällt im Wesentlichen auf originäre Steuern in den Solar- und Windparks. Insgesamt ergibt sich ein operatives Konzernergebnis in Höhe von TEUR 27.811 (Vorjahr: TEUR 25.089)1 . Die EAT-Marge beläuft sich auf rund 23 %. Der ausgewiesene operative Cashflow belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf TEUR 78.258 gegenüber TEUR 69.9082 im ersten Halbjahr 2017. Für den Anstieg ist insbesondere die Steigerung der Umsatzerlöse verantwortlich. Herleitung der operativen Kennzahlen (bereinigt um IFRS-Effekte)Wie im Kapitel "Internes Steuerungssystem der Encavis" des Geschäftsberichts 2017
beschrieben, ist die IFRS-Bilanzierung des Konzerns beeinflusst von nicht zahlungswirksamen
Bewertungseffekten und daraus resultierenden Abschreibungen. Zusätzlich beeinträchtigen
nicht zahlungswirksame Zinseffekte und latente Steuern einen transparenten Blick auf
die operative Ertragslage nach IFRS. scroll
Abweichend von der operativen Ertragslage ergeben sich folgende IFRS-Kennzahlen: Sonstige Erträge erzielte der Konzern in Höhe von TEUR 10.669 (Vorjahr: TEUR 17.309).
Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokationen gemäß IFRS 3 hat sich ein Unterschiedsbetrag
in Höhe von TEUR 4.838 (Vorjahr: TEUR 12.579) ergeben, der im Berichtszeitraum ergebniswirksam
zu vereinnahmen war. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2018 beläuft sich auf TEUR 99.631 (Vorjahr: TEUR 101.760). Die EBITDA-Marge
beträgt rund 81 %. Bei den Abschreibungen in Höhe von TEUR 54.949 (Vorjahr: TEUR 49.776) handelt es sich
im Wesentlichen um die planmäßigen Abschreibungen auf die Photovoltaik- und Windkraftanlagen
sowie auf immaterielle Vermögensgegenstände (Stromeinspeiseverträge bzw. exklusive
Nutzungsrechte). Der Anstieg resultiert maßgeblich aus den neu erworbenen bzw. im
Vorjahr nur zeitanteilig einbezogenen Solar- und Windparks. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beträgt TEUR 44.681 (Vorjahr: TEUR
51.984). Die EBIT-Marge liegt bei rund 36 %. Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -24.161 (Vorjahr: TEUR -23.364). Die Finanzerträge
belaufen sich auf TEUR 7.732 (Vorjahr: TEUR 5.204). Mit Erträgen in Höhe von TEUR
4.569 (Vorjahr: TEUR 2.891) betreffen diese Zinserträge aus der Auflösung von Step-ups
auf Bankdarlehen und Leasingverbindlichkeiten. Im Vorjahreszeitraum wurde ein Teil
dieser Erträge noch saldiert innerhalb der Finanzaufwendungen ausgewiesen. Weiterhin
sind in Höhe von TEUR 1.822 (Vorjahr: TEUR 2.249) Erträge im Zusammenhang mit den
Veränderungen der Marktwerte der Zinsswaps enthalten sowie in Höhe von TEUR 1.072
Erträge aus Währungsumrechnungen, die die in Fremdwährung ausgereichten Gesellschafterdarlehen
an die britischen Tochterunternehmen betreffen. Finanzaufwendungen sind in Höhe von
TEUR 31.893 (Vorjahr: TEUR 28.567) angefallen. Hierin sind im Wesentlichen der Zinsaufwand
für die Non-Recourse-Darlehen zur Finanzierung der Anlagen in den Parkgesellschaften,
Zinsaufwand im Zusammenhang mit dem Genussrecht der Gothaer Versicherungen sowie unterschiedliche
nicht zahlungswirksame Aufwendungen enthalten. Das hieraus resultierende Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt TEUR 20.520 (Vorjahr:
TEUR 28.621). Der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Steueraufwand beläuft sich
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 auf TEUR 2.326 (Vorjahr: TEUR 8.396) und
setzt sich zusammen aus originären und latenten Steuern. Die Quartalssteuern werden
nach IAS 34 berechnet. Insgesamt ergibt sich ein Konzernergebnis in Höhe von TEUR 18.194 (Vorjahr: TEUR 20.225). Das Konzernergebnis setzt sich aus dem Ergebnis der Anteilseigner der Muttergesellschaft
in Höhe von TEUR 15.209 (Vorjahr: TEUR 19.551), dem Ergebnis nicht beherrschender
Anteile von TEUR 445 (Vorjahr: TEUR 674) sowie dem Ergebnis der Hybridkapitalgeber
von TEUR 2.540 (Vorjahr: TEUR 0) zusammen. Das Konzerngesamtergebnis in Höhe von TEUR
19.592 (Vorjahr: TEUR 22.401) setzt sich aus dem Konzernergebnis sowie der Veränderung
der im Eigenkapital ausgewiesenen sonstigen Rücklagen zusammen. Neben der Währungsrücklage
in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 153) enthalten die sonstigen Rücklagen weiterhin
die Hedge-Rücklage in Höhe von TEUR 1.695 (Vorjahr: TEUR 3.028), in der auch die zukünftig
planmäßig über die Restlaufzeit des jeweiligen Grundgeschäfts ergebniswirksam aufzulösenden
Beträge von ehemals in einer Sicherungsbeziehung befindlichen Zinsswaps enthalten
sind, die Kosten der Sicherungsmaßnahmen in Höhe von TEUR -42 (Vorjahr: TEUR 0) sowie
die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -176). Dem gegenüber stehen korrespondierende
latente Steuereffekte in Höhe von TEUR -404 (Vorjahr: TEUR -829). Das unverwässerte
Ergebnis je Aktie (nach nicht beherrschenden Anteilen) beträgt 0,12 Euro (Vorjahr:
0,15 Euro). Die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien im Berichtszeitraum
beträgt 128.687.085 (Vorjahr: 126.904.431). Das verwässerte Ergebnis je Aktie liegt
bei 0,12 Euro (Vorjahr: 0,15 Euro). Finanzlage und CashflowDie zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds beträgt im ersten Halbjahr 2018 TEUR 8.154 (Vorjahr: TEUR -12.063)2 und setzt sich wie folgt zusammen: Der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 78.258 (Vorjahr: TEUR 69.908)2 . Im Wesentlichen setzt sich der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus dem operativen Geschäft der Solar- und Windparks und den hieraus erfolgten Einzahlungen zusammen. Ferner sind hier die Veränderungen der Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind, enthalten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -54.047 (Vorjahr: TEUR -41.987)2 und resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen für den Erwerb eines Solarparks in den Niederlanden und von Windparks in Deutschland und Dänemark sowie aus den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen für den Bau der Solar- und Windparks in Frankreich, den Niederlanden und Österreich. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -16.057 (Vorjahr: TEUR -39.984)2 und resultiert im Wesentlichen aus den regelmäßigen Tilgungen und den gezahlten Zinsen abzüglich nach den Erstkonsolidierungszeitpunkten ausgezahlter Darlehen für neuerworbene Solar- und Windparks. Zudem sind die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von TEUR 20.838, die Dividendenzahlung an die Hybridkapitalgeber in Höhe von TEUR 2.554 sowie die Aufnahme eines Geldmarktkredits in Höhe von TEUR 28.000 enthalten. Im ersten Halbjahr 2017 wirkte sich noch die Aufnahme eines Betriebsmittelkredits in Höhe von TEUR 20.000 auf den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit aus. Zum 30. Juni 2018 verfügt der Konzern, unter Berücksichtigung der Kontokorrentverbindlichkeiten
in Höhe von TEUR 1.065 (Vorjahr: TEUR 4.299), über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
in Höhe von TEUR 128.142 (30. Juni 2017: TEUR 113.537). VermögenslageDas Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2018 TEUR 694.981 (31. Dezember 2017: TEUR 698.594).
Der Rückgang in Höhe von TEUR 3.613 beziehungsweise 0,5 % resultiert hauptsächlich
aus der Auszahlung der Dividende. Gegenläufig wirkten sich die Ausgabe neuer Aktien
sowie das positive Periodenergebnis aus. Das Grundkapital hat sich durch Sacheinlage
um TEUR 1.185 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 26,7 % (31. Dezember 2017: 27,7
%). Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 2.519.698 zum 31. Dezember 2017 auf TEUR 2.599.068
erhöht. Der Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich zum 30. Juni 2018 auf TEUR 32.419 (31.
Dezember 2017: TEUR 32.405). Zum Stichtag 30. Juni 2018 hat der Konzern Bank- und Leasingverbindlichkeiten in Höhe
von TEUR 1.556.047 (31. Dezember 2017: TEUR 1.487.365). Es handelt sich um die Darlehen
und Leasingverträge zur Finanzierung der Solar-und Windparks sowie das von den Gothaer
Versicherungen im November 2014 zur Verfügung gestellte Genussrechtskapital. Enthalten
sind zudem Verbindlichkeiten aus Listed Notes aus dem Portfolio Grid Essence inklusive
aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 40.415 sowie Verbindlichkeiten aus einem Schuldscheindarlehen
in Höhe von TEUR 23.000. Darin nicht enthalten sind die unter den sonstigen Verbindlichkeiten
ausgewiesenen Beträge in Höhe von TEUR 10.572 (31. Dezember 2017: TEUR 10.678), die
Zinsvorteile aus niedrig verzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand (Kreditanstalt
für Wiederaufbau, KfW) darstellen und gemäß IAS 20 zu bilanzieren und separat auszuweisen
sind. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Genussrecht belaufen sich zum 30.
Juni 2018 wie auch zum 31. Dezember 2017 auf TEUR 150.000. Bei fast allen Fremdfinanzierungen
ist das Haftungsrisiko in Bezug auf die Parks beschränkt (Non-Recourse-Finanzierung). Ereignisse nach dem BilanzstichtagWichtige Ereignisse nach dem Schluss des Bilanzstichtags liegen nicht vor. Chancen- und RisikoberichtIm Berichtszeitraum haben sich gegenüber den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2017 beschriebenen Chancen und Risiken keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Dem Vorstand der Encavis AG sind zudem zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Halbjahresfinanzberichts
2018 keine den Fortbestand der Gesellschaft beziehungsweise des Konzerns gefährdenden
Risiken bekannt. PrognoseberichtIn den folgenden Aussagen sind Prognosen und Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht
sicher ist. Sofern eine oder mehrere Prognosen oder Annahmen nicht eintreffen, können
die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten abweichen. Wirtschaftliche RahmenbedingungenWeltwirtschaft wächst weiterDer IWF geht für das kommende Jahr von keiner zusätzlichen Dynamik beim Weltwirtschaftswachstum
aus, der positive Wachstumstrend setzt sich aber weiter fort. Das Weltwirtschaftswachstum
dürfte damit im Jahr 2019 mit 3,9 % in etwa das Niveau des laufenden Jahres erreichen. Die Europäische Zentralbank wird ihre expansive geldpolitische Ausrichtung auf mittelfristige
Sicht weiterhin beibehalten. Der Leitzins liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief
von 0,0 %. Zuletzt hat die Kreditvergabe in der Euro-Zone wieder angezogen, so dass
die EZB den Erwerb von Staats- und Unternehmensanleihen zum Jahresende voraussichtlich
einstellen wird. Das Volumen dieser Transaktionen dürfte bis dahin auf über 2,5 Billionen
Euro angewachsen sein. In den USA hatte die Fed die Zinsen Anfang August 2018 zunächst
nicht weiter angehoben und in einer Spanne von 1,75 bis 2,0 % belassen. Weitere Zinsanhebungen
will die Fed von der weiteren Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig machen.
Experten gehen von einem Zinsschritt im September 2018 aus. Während der US-Dollar gegenüber dem Euro aufgrund des weiter zunehmenden Zinsspreads
und der dynamischeren US-Konjunktur punktet, bleiben die Unsicherheiten beim britischen
Pfund hoch. Erst die Schaffung der Brexit-Fakten bis zum offiziellen Austrittsdatum,
dem 29. März 2019, dürften hier mittelfristig wieder für eine Stabilisierung sorgen. Rahmenbedingungen für Erneuerbare EnergienDie weltweite Erfolgsgeschichte geht weiterDer Ausbau Erneuerbarer Energien setzt sich weltweit mit hoher Dynamik fort. Neben
politischen Klimazielen wie denen, die im Pariser UN-Klimaabkommen vereinbart wurden,
sprechen sich auch immer mehr Unternehmen aktiv für eine Umstrukturierung und einen
Ausbau ihrer Energieversorgung auf regenerative Energiequellen aus. Im Jahr 2017 wurden
infolgedessen bereits langfristige privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge zwischen
Unternehmen und Stromproduzenten im Bereich der Erneuerbaren Energien mit einer Gesamtkapazität
von rund 5,4 GW abgeschlossen (2016: 4,3 GW). Einen zusätzlichen Treiber dürften die Erneuerbaren Energien zudem durch die stetige
technische Weiterentwicklung der Batteriespeichertechnik erfahren. Durch die Kopplung
von beispielsweise Photovoltaik oder Windkraft an ein modernes Speichersystem kann
der Strom aus diesen Erneuerbaren Energiequellen bedarfsorientierter ins Netz eingespeist
werden und ist unabhängiger von meteorologischen Rahmenbedingungen. Die Kombination
von Speichertechnologien und den Schlüsseltechnologien der Erneuerbaren Energien wird
in den kommenden Jahren ganz wesentlich zu einer weiteren strukturellen Veränderung
der Energiemärkte zu Gunsten der Erneuerbaren Energien beitragen. In den Technologiefeldern Solar- und Windenergie, in denen der Encavis-Konzern aktiv
ist, werden in den kommenden Jahren weiter deutliche Wachstumsraten erwartet. Die Vereinigung der europäischen Solarindustrie, Solar Power Europe (SPE), hat ihre
jüngsten Erwartungen an den Kapazitätsausbau im Bereich der Photovoltaik im "Global
Market Outlook 2017 - 2021" veröffentlicht. Demnach erwartet SPE bis in das Jahr 2021
auf Basis eines "optimistischen" Szenarios einen Anstieg der weltweiten Photovoltaik-Erzeugungsleistung
auf über 900 GW beziehungsweise auf über 600 GW auf Basis eines "pessimistischen"
Szenarios. Auch der Bereich der Windenergie wird in den kommenden Jahren weiter deutlich ausgebaut.
Gemäß der Prognose des Global Wind Energy Councils ("Market Forecast for 2018 - 2022")
dürften die Erzeugungskapazitäten in der Windenergie bis 2022 weltweit auf nahezu
840 GW steigen. Gesamtaussage zur erwarteten EntwicklungSowohl die bestehenden als auch die zukünftigen Erwartungen an die wirtschaftlichen
und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie das anhaltend niedrige Zinsniveau
bieten Encavis weiterhin ein ideales Umfeld für weiteres qualitatives Wachstum. Encavis hat sich zudem durch strategische Partnerschaften mit führenden Projektentwicklern
und Finanzierungspartnern langfristig den Zugang zu einer attraktiven Akquisitionspipeline
gesichert. Dafür wird Encavis zunehmend und auch früher als bisher in die Bauphase
der Projekte einsteigen. Projektierungsrisiken wird Encavis aber auch zukünftig grundsätzlich
nicht übernehmen. Zudem verfügen alle von Encavis übernommenen Anlagen weiterhin über
langfristige Einspeisevergütungen oder privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge.
Mit der Diversifizierung nach Technologien und Ländern trägt das Unternehmen zudem
bewusst und aktiv zu einer weiteren Reduzierung der möglichen Risiken aus dem operativen
Geschäft bei. Darüber hinaus runden langfristige Finanzierungen auf Projektebene,
die kein Rückgriffsrecht auf die Encavis AG erlauben, das konservative Geschäftsmodell
des Unternehmens ab. Encavis wird im Markt insbesondere für ihre Kompetenz, Zuverlässigkeit, Transaktionssicherheit
und einen geordneten und raschen Prozessablauf geschätzt. Das Unternehmen verfügt
daher über eine sehr gut gefüllte Akquisitionspipeline, viele Projekte werden dem
Unternehmen zudem off-market und in Exklusivität angeboten. Mit den im Jahr 2017 und zu Beginn des laufenden Jahres abgeschlossenen strategischen
Partnerschaften hat sich das Unternehmen einen zusätzlichen exklusiven Zugang zu Solarprojekten
mit einer Erzeugungsleistung von insgesamt rund 1,2 GW in den kommenden drei Jahren
gesichert. Zu den strategischen Partnern zählen der britische Projektentwickler Solarcentury,
der irische Projektentwickler Power Capital sowie der irische Staatsfonds ISIF (Ireland
Strategic Investment Fund). Durch den Abschluss der strategischen Partnerschaften mit einer exklusiven Akquisitionspipeline
ergibt sich für den zukünftigen Wachstumskurs von Encavis eine deutlich höhere Transparenz
und Planungssicherheit, zudem kann der weitere Ausbau des Portfolios gezielter gesteuert
und terminiert werden. Encavis macht Erneuerbare Energien wirtschaftlich und sieht in der dezentralen Energieversorgung
aus Solar- und Windkraftanlagen, kombiniert mit modernster Speichertechnologie, die
Zukunft des Energiemarktes. Die deutlich verbesserte Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit
der Stromerzeugung aus regenerativen Energien will Encavis zukünftig auch verstärkt
und konsequent nutzen, um sich bei Unternehmen als Stromzulieferer im Rahmen langfristiger
privatwirtschaftlicher Stromabnahmeverträge zu positionieren und diesen individuelle
und attraktive Service- und Lieferverträge anzubieten. Ihre langjährigen Erfahrungen und ihre Marktkenntnis im Bereich der Erneuerbaren Energien
stellt Encavis darüber hinaus auch institutionellen Investoren zur Verfügung. Innerhalb
des Encavis-Konzerns ist die Encavis Asset Management AG auf den Bereich institutioneller
Anleger spezialisiert. Dabei übernimmt die Encavis Asset Management die Planung und
den Aufbau eines auf Kundenbedürfnisse maßgeschneiderten Portfolios aus Erneuerbare-Energien-Anlagen.
Dies kann individuell oder auch im Rahmen von Fondslösungen auf Basis von Luxemburger
Spezialfonds (SICAV/SICAF) erfolgen. Guidance 2018 - Encavis AG nach dem ersten Halbjahr voll im PlanDie Encavis AG ist mit den Ergebnissen zum Halbjahr 2018 voll im Plan und auf Kurs.
Der Vorstand der Encavis AG bestätigt damit erneut seine im März 2018 veröffentlichte
Guidance für das Geschäftsjahr 2018. Diese basiert allein auf dem zum 16. März 2018
bestehenden Portfolio an Solar- und Windparks sowie der Annahme durchschnittlicher
meteorologischer Rahmenbedingungen. Das Wachstum im laufenden Geschäftsjahr 2018 wird
dabei gegenüber einem starken Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 erzielt,
das in besonderem Maße von überdurchschnittlichen meteorologischen Rahmenbedingungen
profitierte. scroll
*
Operativ; enthält keine IFRS-bedingten, nicht liquiditätswirksamen Bewertungseffekte. DividendenpolitikVorstand und Aufsichtsrat von Encavis wollen die Aktionäre auch zukünftig in angemessenerer
Weise am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Daher haben sie der ordentlichen Hauptversammlung
am 8. Mai 2018 vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,22 Euro je dividendenberechtigte
Stückaktie auszuzahlen. Die Hauptversammlung stimmte dem Vorschlag der Gesellschaft
mit großer Mehrheit zu. Die Dividende wurde zudem erneut als Wahldividende angeboten,
die den Aktionären größtmögliche Entscheidungsfreiheit bietet. Zur Auszahlung der
Bardividende, die am 11. Juni 2018 erfolgt ist, wurde gemäß der Beschlussfassung auf
der Hauptversammlung der Encavis AG ein Teil des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres
2017 in Höhe von 34.388.583,44 Euro verwendet. Die Wahldividende erhielt mit einer
Annahmequote von fast 40 % erneut großen Zuspruch. Insgesamt wurden 1.185.126 neue,
auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben. Hamburg, im August 2018 scroll
Verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS)scroll
Verkürzte Konzern-Bilanz (IFRS)Aktivascroll
Passivascroll
Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)scroll
Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)scroll
scroll
Ausgewählte Anhangangaben und ErläuterungenAllgemeine GrundlagenDieser verkürzte und ungeprüfte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß § 37w Abs. 3
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie in Übereinstimmung mit dem International Accounting
Standard IAS 34 "Interim Financial Reporting" (Zwischenberichterstattung) aufgestellt.
Er enthält nicht sämtliche Informationen, die nach IFRS für einen Konzernabschluss
zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind, und sollte daher nur in Verbindung
mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 gelesen werden. Der Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden weder entsprechend § 317
HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung und verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
enthalten Vergleichsangaben zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Die verkürzte Konzernbilanz
enthält vergleichende Zahlen zum Ende des unmittelbar vorangegangenen Geschäftsjahres. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen
des letzten Konzernabschlusses zum Geschäftsjahresende. Eine detaillierte Beschreibung
der angewandten Methoden haben wir in den Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses
2017 veröffentlicht. Im Falle von Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
werden sie gesondert erläutert. Die berichtende GesellschaftDie Encavis AG, nachstehend als "Gesellschaft" oder gemeinsam mit den Tochtergesellschaften
als "Konzern" bezeichnet, ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg.
Die wesentlichen Tätigkeitsbereiche des Konzerns werden im Einzelnen in Kapitel 1
des Anhangs zum Konzernjahresabschluss für das am 31. Dezember 2017 beendete Geschäftsjahr
beschrieben. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind die Encavis AG und die mit
ihr verbundenen Unternehmen. Zu den zum Konsolidierungskreis gehörenden Unternehmen
verweisen wir auf Abschnitt 17 des Anhangs im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017
sowie in Bezug auf die Änderungen im ersten Halbjahr 2018 auf die Ausführungen im
folgenden Abschnitt. Die Muttergesellschaft des Konzerns, die Encavis AG, wurde in
Hamburg am 18. Januar 2002 beim Amtsgericht im Handelsregister unter HRB 63197 eingetragen
und hat ihren Firmensitz in der Großen Elbstraße 59, 22767 Hamburg. Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden zu gleichen Konditionen wie mit fremden Dritten
abgeschlossen. Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und KonsolidierungsgrundsätzeSaisonale EinflüsseDie Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt saisonalen Einflüssen, die zu Schwankungen
in den Umsätzen und Ergebnissen im Verlauf des Jahres führen. Saisonal bedingt fallen
die Umsätze des Segments PV Parks üblicherweise im zweiten und dritten Quartal eines
Geschäftsjahres höher aus als im ersten und vierten Quartal, während die Umsätze und
Ergebnisse des Segments Windparks in der Regel im ersten und vierten Quartal eines
Geschäftsjahres höher ausfallen als im zweiten und dritten Quartal. Neue Standards und Änderungen von Standards und InterpretationenDer Konzern hat in den ersten zwei Quartalen des Geschäftsjahres 2018 die nachfolgend
aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen angewandt: scroll
Die neuen und geänderten Standards/Interpretationen führen mit zwei Ausnahmen zu keinen
wesentlichen Auswirkungen auf den vorliegenden Zwischenabschluss des Konzerns. Hinsichtlich
der Standards IFRS 9 "Finanzinstrumente" (2014) und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen
mit Kunden" gibt es, ergänzend zu den Ausführungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2017, die nachfolgend erläuterten Auswirkungen auf die Darstellung sowie Bewertung
im Konzernabschluss. Status zu IFRS und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die nicht vorzeitig durch den Konzern angewendet werdenHinsichtlich des Standards IFRS 16 "Leasing", für den das EU-Endorsement erfolgt ist,
gibt es keine wesentlichen neuen Erkenntnisse, weshalb auf die Ausführungen im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 verwiesen wird. IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"Encavis hat in dem am 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahr erstmals den neuen
Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden", welcher die bestehenden Standards
IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Umsatzerlöse" ablöst, nach der modifiziert
rückwirkenden Methode angewendet. Ein Umstellungseffekt auf die Gewinnrücklage aus
der Erstanwendung des IFRS 15 hat sich für Encavis hierbei nicht ergeben. Das Kernprinzip von IFRS 15 besteht in der Erfassung von Umsatzerlösen in der Höhe,
mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen
auf einen Kunden rechnen kann. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die
Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen erhält. IFRS 15 enthält ferner
Vorgaben zum Ausweis der auf Vertragsebene bestehenden Leistungsüberschüsse oder -verpflichtungen.
Zudem verlangt der Standard, dass die Abschlussersteller den Abschlussadressaten noch
weitergehende Angaben als bisher zur Verfügung stellen. Zur Feststellung des Zeitpunkts (oder Zeitraums) sowie der Höhe der zu erfassenden
Umsatzerlöse hat IFRS 15 ein Fünf-Schritte-Modell eingeführt, das Encavis bei der
Beurteilung ihrer Geschäftsvorfälle verwendet. Die von Encavis übertragenen Güter (Lieferung von Strom) und angebotenen Dienstleistungen
stellen jeweils einzelne Leistungsverpflichtungen bzw. Leistungsverpflichtungsbündel
dar. Die Verteilung der Transaktionspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen
auf Basis der Einzelveräußerungspreise ändert sich nicht zur bisherigen Praxis. Auswirkungen
auf die in der Konzernbilanz berichteten Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden
ergeben sich daher nicht. In der nachfolgenden Tabelle wird eine Aufgliederung der Umsatzerlöse mit Dritten
nach den geografischen Hauptmärkten sowie dem Zeitpunkt der Umsatzrealisierung dargestellt,
um den Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit
von Erlösen und Zahlungsströmen zu verdeutlichen: scroll
Umsätze aus der Lieferung von Strom werden anhand der outputbasierten Messmethode
mengengenau und Umsätze aus der Erbringung der Dienstleistungen werden laufend entsprechend
der Leistungserbringung realisiert. Es wird hier die Vereinfachungsregelung angewandt,
die Umsätze in Höhe des Betrages zu erfassen, die Encavis in Rechnung stellt. IFRS 9 "Finanzinstrumente" (2014)Diese Anhangangabe erläutert die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente"
auf den Konzernabschluss von Encavis. Außerdem werden die Unterschiede zur bisherigen
Bilanzierung ausführlich dargestellt, die sich aus dem neuen Rechnungslegungsstandard
ergeben. Der neue Standard ersetzt die bisher in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung"
enthaltenen Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
und enthält neue Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting).
Die bisherigen Vorschriften zur Ermittlung von Wertberichtigungen werden durch das
sogenannte Expected Credit Loss Model (ECL Model) ersetzt. Encavis wendet IFRS 9 erstmals auf das zum 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr
an. Die Erstanwendung erfolgt grundsätzlich retrospektiv. Encavis hat in Einklang
mit den Übergangsbestimmungen das Wahlrecht in Anspruch genommen, die Vergleichsinformationen
weiterhin nach IAS 39 darzustellen. Im Einzelnen führt die Erstanwendung des IFRS 9 bei Encavis zu den nachfolgend beschriebenen
Änderungen. Insgesamt erachtet der Konzern die Auswirkungen des neu angewendeten Standards
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als unwesentlich. Die Auswirkungen werden
in einer separaten Zeile in der verkürzten Eigenkapitalveränderungsrechnung ausgewiesen.
Die aus IFRS 9 resultierenden Änderungen zu IAS 1 (Ausweis von Wertminderungen als
eigener Posten in der Gesamtergebnisrechnung) wird Encavis aufgrund der geringen Beträge
nicht vornehmen. Der Ausweis erfolgt wie in der Vergangenheit als Nettobetrag im sonstigen
betrieblichen Aufwand beziehungsweise Ertrag. Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden
Gesellschaftern sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Diese werden unverändert
zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (AC). Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
und Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen sind keiner Kategorie des IFRS
9 zugeordnet. Finanzielle VermögenswerteMit IFRS 9 wird ein einheitliches Modell zur Einstufung finanzieller Vermögenswerte
eingeführt, mit dem diese in die nachfolgenden drei Kategorien eingestuft werden:
Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen
bestehen, werden in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell von Encavis klassifiziert. Finanzielle
Vermögenswerte, die innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden, das vorsieht,
den Vermögenswert zu halten, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen,
werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Steuerung dieser Geschäftsmodelle
erfolgt maßgeblich anhand der Zinsstruktur und des Kreditrisikos. Sofern das Geschäftsmodell
grundsätzlich das Halten der Vermögenswerte vorsieht, allerdings auch Veräußerungen
vorgenommen werden, wenn dies notwendig ist, zum Beispiel um einen bestimmten Liquiditätsbedarf
zu decken, so werden diese Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertet. Finanzielle Vermögenswerte, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen
enthalten, jedoch nicht innerhalb eines der beiden genannten Geschäftsmodelle gehalten
werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und
Tilgungszahlungen bestehen, wie beispielsweise Beteiligungen an Investmentfonds, werden
bei Encavis erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für Eigenkapitalinstrumente
gestattet IFRS 9 optional eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert.
Diese Option wendet Encavis derzeit nicht an. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausleihungen, sonstige kurzfristige
Forderungen und liquide Mittel waren unter IAS 39 als Kredite und Forderungen (L&R)
klassifiziert und entsprechend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sämtliche
dieser Instrumente werden unter IFRS 9 der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet (AC) eingestuft und unterliegen grundsätzlich der Effektivzinsmethode. Gehaltene Genussrechte sowie Beteiligungen an Investmentfonds, die unter den langfristigen
finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden, wurden unter IAS 39 als zur Veräußerung
verfügbar eingestuft und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese
finanziellen Vermögenswerte werden nach IFRS 9 nun als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (FVPL) eingestuft. Sie erfüllen die Kriterien einer Bewertung zu
fortgeführten Anschaffungskosten nicht, da die Zahlungsströme hieraus nicht nur Zins-
und Tilgungsleistungen darstellen. Zum 1. Januar 2018 wurden folglich die bisher über
das sonstige Ergebnis direkt im Eigenkapital erfassten Bewertungseffekte dieser Instrumente
in den Bilanzgewinn des Konzerns umgegliedert. Im ersten Halbjahr 2018 wurden Nettoverluste
aus Zeitwertänderungen dieser Investitionen in Höhe von TEUR 94 im Konzernergebnis
erfasst. Hiervon werden TEUR 97 in den Finanzerträgen und TEUR -191 in den Finanzaufwendungen
ausgewiesen. Die unter IAS 39 als zu Handelszwecken gehalten eingestuften Vermögenswerte bzw. Schulden
(Derivate ohne Hedge-Beziehung) werden nach IFRS 9 der Kategorie FVPL zugeordnet.
Änderungen in der Bewertung ergeben sich hieraus nicht. Wertminderungsmodell basierend auf erwarteten Kreditverlusten (ECL Model)IFRS 9 führt ein Wertminderungsmodell, basierend auf erwarteten Kreditverlusten, ein,
das auf alle finanziellen Vermögenswerte (Fremdkapitalinstrumente) anwendbar ist,
die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden. Während unter IAS 39 lediglich eingetretene Verluste als
Wertminderung auf finanzielle Vermögenswerte erfasst wurden, bezieht der neue Ansatz
auch Erwartungen über die Zukunft mit ein. Der Ansatz der erwarteten Kreditverluste
(Expected Credit Losses) nutzt grundsätzlich ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation
von Wertberichtigungen: Stufe 1: erwartete Kreditverluste innerhalb der nächsten zwölf MonateDies beinhaltet alle Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos seit der
erstmaligen Erfassung und beinhaltet regelmäßig neue Verträge und solche, deren Zahlungen
nicht oder nicht wesentlich überfällig sind. Der Anteil an den erwarteten Kreditverlusten
über die Laufzeit des Instruments, der auf einen Ausfall innerhalb der nächsten zwölf
Monate zurückzuführen ist, wird erfasst. Stufe 2: erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - keine beeinträchtigte BonitätWenn ein finanzieller Vermögenswert eine wesentliche Steigerung des Kreditrisikos
erfahren hat, allerdings nicht in seiner Bonität beeinträchtigt ist, wird er dieser
Stufe zugeordnet. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste über die
gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst. Stufe 3: erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - bonitätsbeeinträchtigtWenn ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt oder ausgefallen
ist, wird er dieser Stufe zugeordnet. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste
über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst. Objektive Hinweise
darauf, dass ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt ist,
umfassen aus Sicht von Encavis beispielsweise eine Uberfälligkeit ab 90 Tagen sowie
weitere Informationen über wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners. Die Festlegung, ob ein finanzieller Vermögenswert eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos
erfahren hat, basiert auf einer mindestens quartalsweise durchgeführten Einschätzung
der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die sowohl externe Ratinginformationen als auch interne
Informationen über die Kreditqualität des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigen.
Eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos wird maßgeblich anhand von Uberfälligkeitsinformationen
festgestellt. Ein finanzieller Vermögenswert wird in Stufe 2 überführt, wenn das Kreditrisiko im
Vergleich zu seinem Kreditrisiko zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung wesentlich
angestiegen ist. Das Kreditrisiko wird auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit eingeschätzt.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der vereinfachte Ansatz angewandt,
wonach der erwartete Kreditverlust für diese Forderungen über die gesamte Laufzeit
berechnet wird. Dementsprechend muss keine Einschätzung über eine wesentliche Erhöhung
des Kreditrisikos vorgenommen werden. Encavis wendet das vereinfachte Wertminderungsmodell
des IFRS 9 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an und erfasst somit die
über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste. Sonstige Forderungen und Ausleihungen
nebst Zinsforderungen hieraus werden über den allgemeinen Ansatz abgebildet. Finanzielle
Vermögenswerte, welche der Stufe 3 zugeordnet werden, existieren derzeit im Konzern
nicht. Bewertung der erwarteten KreditverlusteErwartete Kreditverluste werden unter Zugrundelegung der folgenden Faktoren berechnet: a) Kreditrisiko, unterteilt nach Ländern (basierend auf dem 1-jährigen CDS des jeweiligen
Landes); b) Kreditrisiko, unterteilt nach privaten und staatlichen bzw. semiöffentlichen Abnehmern; c) Forderungsbestand, unterteilt nach den genannten Aspekten zum Bilanzstichtag; d) jeweilige erwartete Ausfallverlustquote; und e) Zeitwert des Geldes. Ein Finanzinstrument wird ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon
auszugehen ist, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar
ist, beispielsweise nach Beendigung des Insolvenzverfahrens oder infolge gerichtlicher
Entscheidungen. Wesentliche Modifikationen (beispielsweise bei Veränderung des Barwerts der vertraglichen
Zahlungsströme von 10 %) von finanziellen Vermögenswerten führen zur Ausbuchung. Es
wird erwartet, dass dies für Encavis in der Regel nicht relevant ist. Sofern die Vertragsbedingungen
neu verhandelt oder modifiziert werden und dies nicht zu einer Ausbuchung führt, wird
der Bruttobuchwert des Vertrags neu berechnet und jede Differenz im Gewinn oder Verlust
erfasst. Für liquide Mittel wird aus Wesentlichkeitsgründen trotz der Klassifizierung in der
Kategorie AC kein erwarteter Verlust ermittelt und in der Konzerngesamtergebnisrechnung
erfasst. Im Einzelnen sind die folgenden Positionen von Wertminderungen betroffen: Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Konzern wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Einklang mit
dem Standard das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 an. Dieses basiert auf
dem sogenannten Lifetime Expected Loss. Um die erwarteten Kreditausfälle zu bestimmen, wurden die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zu weitestgehend homogenen Gruppen zusammengefasst, die ähnliche Charakteristika
aufweisen hinsichtlich ihrer geschätzten Ausfallrisiken. Insbesondere erfolgte eine
Trennung nach staatlichen und semiöffentlichen Abnehmern, welche den Großteil der
Abnehmer im Bereich der Stromproduktion stellen, und privaten Abnehmern. Private Abnehmer
gibt es für den Encavis-Konzern vorwiegend im Segment Asset Management sowie in geringerem
Umfang auch im Bereich der Stromabnehmer. Per 1. Januar 2018 wurde im Zuge der Erstanwendung des IFRS 9 eine Wertminderung in
Höhe von TEUR 95 auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet (die
Wertminderung nach IAS 39 zum 31. Dezember 2017 betrug TEUR 0). Der Eröffnungswert für die Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
per 1. Januar 2018 berechnet sich auf Basis des bilanzierten Forderungsbestandes zum
31. Dezember 2017. Im ersten Halbjahr 2018 hat sich die Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen um TEUR 196 auf TEUR 291 erhöht. Diese Entwicklung ist insbesondere
auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die Entwicklung
der Kreditrisikofaktoren zurückzuführen. Nach dem Incurred Loss Model (bereits eingetretene
Kreditausfälle) des IAS 39 hätte in der Berichtsperiode kein Wertminderungsaufwand
erfasst werden müssen. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und sonstige Ausleihungen sowie sonstige kurzfristige ForderungenDer Konzern schätzt die Ausfallrisiken für begebene Ausleihungen und sonstige kurzfristige
Forderungen prinzipiell als gering ein, weshalb für diese Positionen eine Risikovorsorge
in Höhe der zwölfmonatigen erwarteten Forderungsausfälle gebildet wurde. Per 1. Januar
2018 wurde im Zuge der Erstanwendung des IFRS 9 eine Risikovorsorge in Höhe von TEUR
62 gebildet (die Wertminderung nach IAS 39 zum 31. Dezember 2017 betrug TEUR 0). Wesentliche Schätzunsicherheiten und ErmessensspielräumeDer Wertminderungsaufwand für finanzielle Vermögenswerte basiert auf Schätzungen für
Kreditausfälle und erwarteten Ausfallquoten. Der Konzern übt bei dieser Einschätzung
Ermessensspielräume aus. Auch geringe Abweichungen bei den für die Kalkulation verwendeten
Bewertungsparametern können - insbesondere aufgrund der Höhe der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen - zu wesentlichen Abweichungen in der Berechnung führen. Derivative Finanzinstrumente und Hedge AccountingDerivative Finanzinstrumente werden bei Encavis ausschließlich zur Absicherung von
Finanzrisiken eingesetzt, die aus dem kommerziellen Geschäft oder aus Refinanzierungsaktivitäten
resultieren. Dabei handelt es sich vor allem um Zins- und Währungsrisiken. Eingebettete
Derivate werden grundsätzlich vom Basisvertrag getrennt und separat erfasst. Eine
Trennung unterbleibt, wenn der Basisvertrag ein finanzieller Vermögenswert ist, wenn
der gesamte hybride Vertrag erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird
oder wenn das eingebettete Derivat mit dem Basisvertrag eng verbunden ist. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden
Bilanzstichtag - wie unter IAS 39 - mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der
beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen
Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden sie mittels anerkannter finanzmathematischer
Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cash-Flow-Modelle oder Optionspreismodelle.
Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv
ist, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist. Wenn die Vorgaben des IFRS 9 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)
erfüllt sind, designiert und dokumentiert Encavis die Sicherungsbeziehung ab diesem
Zeitpunkt als Cash Flow Hedge. Bei einem Cash Flow Hedge werden Schwankungen zukünftiger
Zahlungsströme aus hochwahrscheinlichen erwarteten Transaktionen oder auszuzahlenden
bzw. zu erhaltenden Zahlungsströmen im Zusammenhang mit einem bilanzierten Vermögenswert
oder einer bilanzierten Verbindlichkeit abgesichert. Die Dokumentation der Sicherungsbeziehungen
beinhaltet die Ziele und die Strategie des Risikomanagements, die Art der Sicherungsbeziehung,
das gesicherte Risiko, die Bezeichnung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts
sowie eine Beurteilung der Effektivitätskriterien, welche die risikomindernde ökonomische
Beziehung, die Auswirkungen des Kreditrisikos und die angemessene Hedge Ratio umfassen.
Die Sicherungsbeziehungen werden regelmäßig dahingehend untersucht, ob sie während
der gesamten Berichtsperiode effektiv waren, für die sie designiert wurden. Wertveränderungen der Derivate, die in einer Sicherungsbeziehung designiert sind,
werden regelmäßig im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Die Terminkomponente eines
Forwards sowie eventuell vorhandene Fremdwährungs-Basis-Spreads werden von der Designation
eines Derivats als Sicherungsinstrument ausgenommen und als Kosten der Absicherung
bilanziert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Komponenten werden vorübergehend
ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis (Kosten der Sicherungsmaßnahmen) erfasst und
über die Laufzeit der Absicherung in die Erfolgsrechnung überführt. Wertveränderungen
nicht designierter Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Die Zeitwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die einem Cash Flow
Hedge zugeordnet sind, werden in Höhe des Hedge-effektiven Teils zunächst im sonstigen
Ergebnis berücksichtigt. Unter IFRS 9 werden Beträge, die als effektive Sicherungsgewinne/-verluste
aus den Sicherungsgeschäften im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, aus der Eigenkapitalrücklage
entnommen und direkt den Anschaffungskosten des Grundgeschäfts bei Einbuchung hinzugerechnet,
sofern das Grundgeschäft, z. B. die erwartete Transaktion, zum Ansatz eines nicht-finanziellen
Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Verbindlichkeit führt. Für andere Grundgeschäfte erfolgt bei Cash Flow Hedges die Umbuchung der kumulierten
Sicherungsgewinne/-verluste aus den Sicherungsgeschäften von der Eigenkapitalrücklage
in das Konzernergebnis zeitgleich mit der Ergebniswirkung der abgesicherten Grundgeschäfte.
Die Hedge-ineffektiven Anteile der Zeitwertveränderungen werden unmittelbar im Konzernergebnis
berücksichtigt. Werden derivative Finanzinstrumente nicht oder nicht mehr in ein Hedge Accounting
einbezogen, weil die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht oder nicht mehr
erfüllt sind, werden sie zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam bewertet (FVPL). Auswirkungen auf den KonzernabschlussDie Vorjahresvergleichszahlen müssen grundsätzlich aufgrund der Änderungen der Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden angepasst werden. Wie im nächsten Abschnitt erläutert wird,
erfolgte die Erstanwendung des IFRS 9 ohne eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen.
Die Anpassungen in Ausweis und Bewertung, die sich aus dem neuen Wertminderungsmodell
sowie den angepassten Bewertungskategorien ergeben, spiegeln sich daher nicht in der
Schlussbilanz zum 31. Dezember 2017 wider, sondern werden in der Eröffnungsbilanz
zum 1. Januar 2018 (ggf. über die Anpassung des Eröffnungswerts des Bilanzgewinns)
berücksichtigt. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die vorgenommenen Anpassungen für jede einzelne
Bewertungskategorie auf. Berichtszeilen, die nicht durch die Änderungen beeinflusst
wurden, werden an dieser Stelle nicht dargestellt. Daher können Zwischen- und Endsummen
nicht anhand der dargestellten Werte nachgerechnet werden. Die einzelnen Anpassungen
werden detailliert im Folgenden erläutert. Eine Anpassung der Gesamtergebnisrechnung
des Vorjahres war aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 nicht erforderlich. scroll
Wertberichtigungen unter IAS 39 waren zum 31. Dezember 2017 nicht erforderlich. IFRS 9 ersetzt die Vorgaben des IAS 39 zu Ansatz, Ausweis und Bewertung von finanziellen
Vermögenswerten und Schulden sowie zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten, zur Wertminderung
von finanziellen Vermögenswerten sowie zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Anwendung des IFRS 9 "Finanzinstrumente" seit dem 1. Januar 2018 führte zu einer
Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu einer Änderung der im Konzernabschluss
erfassten Wertansätze. Die neuen Bewertungsmethoden werden nachfolgend beschrieben.
In Einklang mit den Übergangsvorschriften des IFRS 9 (7.2.15) und (7.2.16) werden
Vergleichsinformationen nicht angepasst. Der Gesamteffekt auf den Bilanzgewinn des Konzerns per 1. Januar 2018 stellt sich
wie folgt dar: scroll
Anpassungen von VorjahreszahlenAusweisänderungen in der verkürzten Konzern-KapitalflussrechnungEncavis hat im Geschäftsjahr die Zusammensetzung einzelner Positionen der Kapitalflussrechnung
adjustiert, um den Abschlussadressaten zuverlässigere und relevantere Informationen
zu vermitteln. Die Vorjahresinformationen in der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung
beinhalten die angepassten Werte. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anpassungen
für den Vorjahreszeitraum: scroll
Alle Angaben, die aufgrund dieser Anpassung nicht mit den im Halbjahresfinanzbericht 2017 veröffentlichten Angaben übereinstimmen, sind im Folgenden mit einer "2 " versehen. In Tabellen steht die "2 " neben der Jahresangabe (Spaltenüberschrift), im Fließtext steht die "2 " direkt hinter der entsprechenden Angabe. SegmentberichterstattungDas Management hat sich dazu entschieden, die Darstellung der Segmentberichterstattung
ab dem ersten Halbjahr 2018 anzupassen. Ziel ist es, die Ertragskraft der operativen
Segmente transparenter darzustellen. Im Umkehrschluss soll das Segment Verwaltung
nur die Kosten zeigen, die keinen operativen Beitrag generieren. Hierfür wurden für
alle Kostenarten die Sachverhalte identifiziert, die einem oder mehreren operativen
Segmenten zugeordnet werden können. Nach der Identifizierung wurden die relevanten
Kostenpositionen über eine Managementumlage nach jeweils sinnvollen Schlüsseln (zum
Beispiel Mitarbeiter, Investitionsvolumen und Erzeugungskapazität) auf die operativen
Segmente verteilt. Da dies im Sinne einer Primärumlage durchgeführt wurde, wurden
die dazugehörigen konzerninternen Legalverrechnungen eliminiert. Alle Angaben, die aufgrund dieser Anpassung nicht mit den im Halbjahresfinanzbericht 2017 veröffentlichten Angaben übereinstimmen, sind im Folgenden mit einer "3 " versehen. In Tabellen steht die "3 " neben der Jahresangabe (Spaltenüberschrift), im Fließtext steht die "3 " direkt hinter der entsprechenden Angabe. KonsolidierungskreisIn den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 sind neben den im Konsolidierungskreis
im Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 unter Punkt 17 genannten Gesellschaften
zusätzlich folgende Unternehmen einbezogen worden: scroll
Die Beteiligungsquoten entsprechen den Stimmrechtsquoten. Die folgenden Gesellschaften wurden im ersten Halbjahr 2018 umfirmiert: scroll
UnternehmenszusammenschlüsseDie Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen entspricht der im Anhang zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 angegebenen Vorgehensweise. Die für die Erstkonsolidierung verwendeten Kaufpreisallokationen (Purchase Price Allocations,
PPA) sind nur vorläufig, da sich teilweise nach Erstellung der PPA noch Erkenntnisse
ergeben können, die zu einer nachträglichen Anpassung innerhalb eines Jahres nach
Erwerb führen würden. Die Änderungen können sich insbesondere bei der Bewertung der
immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der Finanzschulden ergeben. Die
Vorläufigkeit der drei Kaufpreisallokationen ist weiterhin dadurch begründet, dass
die technischen Überprüfungen und die damit einhergehende finale Erstellung der Planungsrechnungen,
auf denen die Bewertungen der immateriellen Vermögenswerte basieren, noch nicht abgeschlossen
sind. Der Erwerb bestehender und im Bau befindlicher Solar- und Windparks gehört neben dem
reinen Betrieb der Anlagen zur Geschäftstätigkeit des Konzerns und stellt daher auch
den Hauptgrund für die Erwerbe dar. Unternehmenszusammenschlüsse im ersten Halbjahr 2018Energiepark Hürth-Barbarahof WP HB GmbH & Co. KG - Segment Windparksscroll
Bei der Transaktion handelt es sich um den 100%igen Erwerb eines deutschen Windparks
in der Nähe von Köln. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt des Parks war der 8. Januar
2018. Der Unternehmenszusammenschluss wurde unter Anwendung der Erwerbsmethode durchgeführt.
Der Wert des neu bewerteten Eigenkapitals betrug zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
TEUR 905. Die im Rahmen der Transaktion übernommenen kurzfristigen Forderungen, die
aus Steuerforderungen bestehen, haben einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.166.
Die im Erwerbszeitpunkt vorgenommene beste Schätzung der vertraglichen Zahlungsströme,
deren Einbringlichkeit nicht erwartet wird, beläuft sich auf TEUR 0. Des Weiteren
lagen keine Eventualforderungen oder -verbindlichkeiten vor. Die Transaktionsnebenkosten
beliefen sich auf TEUR 16. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden Umsatzerlöse
in Höhe von TEUR 358 und ein Verlust in Höhe von TEUR 96 aus dem erworbenen Unternehmen
erfasst. Wäre das Unternehmen bereits seit Anfang des Jahres 2018 in den Konzern einbezogen
worden, hätten sich nach Hochrechnungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse
oder das Konzernergebnis ergeben. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile und ein
übernommenes Gesellschafterdarlehen betrug TEUR 2.548 und wurde vollständig in Zahlungsmitteln
entrichtet. Energiepark Odisheim GmbH & Co. WP ODI KG - Segment Windparksscroll
Bei der Transaktion handelt es sich um den 100%igen Erwerb eines deutschen Windparks
im niedersächsischen Odisheim im Landkreis Cuxhaven. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt
des Parks war der 2. Februar 2018. Der Unternehmenszusammenschluss wurde unter Anwendung
der Erwerbsmethode durchgeführt. Der Wert des neu bewerteten Eigenkapitals betrug
zum Erstkonsolidierungszeitpunkt TEUR 727. Die im Rahmen der Transaktion übernommenen
kurzfristigen Forderungen, die aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
Steuerforderungen bestehen, haben einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 460. Die im
Erwerbszeitpunkt vorgenommene beste Schätzung der vertraglichen Zahlungsströme, deren
Einbringlichkeit nicht erwartet wird, beläuft sich auf TEUR 0. Des Weiteren lagen
keine Eventualforderungen oder -verbindlichkeiten vor. Die Transaktionsnebenkosten
beliefen sich auf TEUR 33. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden Umsatzerlöse
in Höhe von TEUR 818 und ein Gewinn in Höhe von TEUR 160 aus dem erworbenen Unternehmen
erfasst. Wäre das Unternehmen bereits seit Anfang des Jahres 2018 in den Konzern einbezogen
worden, wären nach Hochrechnungen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 992 und ein Gewinn
in Höhe von TEUR 205 aus diesem Unternehmen im Konzernabschluss enthalten. Der Kaufpreis
für die erworbenen Anteile und ein übernommenes Gesellschafterdarlehen betrug TEUR
5.841 und wurde vollständig in Zahlungsmitteln entrichtet. Windenergieanlagen Rindum Enge 1 und 5 (Asset Deal) - Segment Windparksscroll
Bei der Transaktion handelt es sich um den Erwerb von zwei Windenergieanlagen unweit
von Ringk0bing an der Nordseeküste Dänemarks. Der Erwerb erfolgte im Rahmen eines
Asset Deals und wurde als Unternehmenszusammenschluss bilanziert, da alle erforderlichen
Kriterien für einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 erfüllt sind. Der Erwerbszeitpunkt
war der 24. April 2018. Der Unternehmenszusammenschluss wurde unter Anwendung der
Erwerbsmethode durchgeführt. Der Wert des neu bewerteten Eigenkapitals betrug zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt TEUR 10.422. Im Rahmen der Transaktion wurden keine kurzfristigen
Forderungen übernommen. Die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommene beste Schätzung der
vertraglichen Zahlungsströme, deren Einbringlichkeit nicht erwartet wird, beläuft
sich auf TEUR 0. Des Weiteren lagen keine Eventualforderungen oder -verbindlichkeiten
vor. Die Transaktionsnebenkosten beliefen sich auf TEUR 145. Seit dem Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 105 erfasst. Das Ergebnis
des Geschäftsbetriebs kann für den Zeitraum der Konzernzugehörigkeit nicht verlässlich
identifiziert werden, da die den erworbenen Vermögensgegenständen zuzurechnenden Geschäftsvorfälle
nicht losgelöst von den Geschäftsvorfällen der Encavis Wind Danmark ApS festgestellt
werden können. Angaben bezüglich des Ergebnisses und der Umsatzerlöse für den Zeitraum
vor Erwerb können nicht gemacht werden, da diese Informationen vom Veräußerer nicht
zur Verfügung gestellt wurden. Der Kaufpreis für die erworbenen Anlagen betrug TEUR
7.206 und wurde vollständig in Zahlungsmitteln entrichtet. Finalisierung der Kaufpreisallokation der Gesellschaft Todderstaffe Solar Ltd.Innerhalb des Bewertungszeitraums im Sinne des IFRS 3.45 hat die Gesellschaft die
Kaufpreisallokation im ersten Halbjahr 2018 aufgrund der nun finalisierten Bewertung
der immateriellen Vermögenswerte angepasst. Gegenüber der vorläufigen Kaufpreisallokation
und der innerhalb des Geschäftsberichts 2017 veröffentlichten Darstellung haben sich
die immateriellen Vermögenswerte um TEUR 10 und die passiven latenten Steuern um TEUR
2 verringert. In der Folge hat sich der Badwill um TEUR 8 reduziert. Gesamtauswirkungen der Unternehmenszusammenschlüsse auf die Ergebnisse des KonzernsIm Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2018 sind Gewinne in Höhe von TEUR 64 aus den
im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen im laufenden Geschäftsjahr neu in den
Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften enthalten. Die Umsatzerlöse bis zum 30.
Juni 2018 beinhalten TEUR 1.176 aus den neu konsolidierten Gesellschaften. Wären die
Unternehmenszusammenschlüsse zum 1. Januar 2018 erfolgt, hätten sich nach Hochrechnungen
der Konzernumsatz zum 30. Juni 2018 um TEUR 174 und das Ergebnis der Periode um TEUR
44 erhöht. Diese Angaben beinhalten nicht den Erwerb der Windenergieanlagen Rindum
Enge 1 und 5. Der negative Unterschiedsbetrag (Badwill) für die Unternehmenserwerbe in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 und Anpassungen aus den vorläufigen Kaufpreisallokationen
des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017 beläuft sich in Summe auf TEUR 4.838 und wird
in den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Gründe für die Erzielung von negativen Unterschiedsbeträgen (Badwills)Im Wesentlichen konnten die Badwills durch die Vorteile, die Encavis gegenüber anderen
potenziellen Käufern vorweisen kann, erreicht werden. Dies sind insbesondere eine
sehr gute Liquiditätsausstattung und die damit verbundene Möglichkeit, bestehende
Zwischenfinanzierungen der Verkäufer zeitnah abzulösen. Unternehmenserwerbe erfordern oftmals die Teilnahme an öffentlichen Verkaufsprozessen,
in denen der Kaufpreis wesentlich durch Angebote von Wettbewerbern beeinflusst wird.
Die Unternehmenserwerbe des Konzerns resultierten jedoch ausschließlich aus Exklusivverhandlungen
mit den jeweiligen Verkäufern, die einen wesentlichen Einfluss auf die Erzielung der
negativen Unterschiedsbeträge haben. Zudem bedürfen öffentliche strukturierte Verkaufsprozesse
eines längeren Zeitraums als Exklusivverhandlungen. Viele Verkäufer ziehen den zügigen
und absehbaren Geschäftsabschluss mit großer zeitlicher Nähe von Vertragsunterzeichnung
und Closing, also Kaufpreiszahlung, mit Encavis einem sich lang hinziehenden strukturierten
Verkaufsprozess vor. Denn an dessen Ende stehen häufig zwar meistbietende, aber unbekannte
und möglicherweise nicht unmittelbar zahlungsfähige Käufer, die ein zeitnahes Closing
nicht zusichern können. Ein weiterer Aspekt für die Generierung der Badwills sind unter anderem Paketabschläge,
die bei dem Erwerb eines Portfolios erzielt werden können. Die mit einem Portfolioverkauf
im Vergleich zu Einzelverkäufen erreichte höhere Verwertungsgeschwindigkeit sowie
die hieraus resultierenden Einsparungen im Bereich der Personal- und Verwaltungskosten
sowie Transaktionskosten, die bei einem vollständigen Einzelverkauf der Objekte entstehen
würden, drücken sich in einem Paketabschlag aus. Der Konzern erhält jedes Jahr eine Vielzahl von Solar- und Windparks zur Prüfung vorgelegt.
Im Rahmen eines klar definierten Filterprozesses werden aus diesen Angeboten kurzfristig
die attraktivsten Projekte ausgewählt, die näher geprüft werden. Durch langjährige
Erfahrung und kompetente Mitarbeiter ist der Konzern in der Lage, Unternehmenserwerbe
in sehr kurzer Zeit zu prüfen und durchzuführen. Zudem besteht aufgrund zum Teil langjähriger
Geschäftsbeziehungen ein hohes Vertrauen der Verkäufer in Encavis. Dieser Filterprozess
führt im Jahresverlauf erfahrungsgemäß zu etwa acht bis zehn Transaktionen. Da in
einer Transaktion auch mehrere Solar- und Windparks erworben werden können, entspricht
dies der Akquisition von rund 20 Solar- und Windparks pro Jahr. Erwerb von Tochterunternehmen, die nicht die Definition eines Geschäftsbetriebs erfüllenEncavis hat am 8. März 2018 80,01 % der Anteile an der niederländischen Gesellschaft
Zonnepark Budel B.V. erworben. Es handelt sich hierbei um eine Projektgesellschaft
für den Bau eines Solarparks in den Niederlanden mit einer Erzeugungsleistung von
43,9 MW. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2018 geplant. Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von SchätzungsunsicherheitenIm Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden in einigen Fällen Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden
und die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen
betreffen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen
und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die Anpassungen
von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Im Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen
wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Ende der Berichtsperiode angegeben,
durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres
eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich
wird. Wirtschaftliche Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens und der immateriellen VermögenswerteBei der Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten
ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Dabei werden insbesondere
vertragliche Bestimmungen, Branchenerkenntnisse und Einschätzungen des Managements
berücksichtigt. Weitere Erläuterungen sind im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.
Dezember 2017 enthalten. Wertminderung des Geschäfts- oder FirmenwertesFür die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes
ist es erforderlich, den Nutzungswert der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten,
der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung
des Nutzungswertes bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten sowie eines geeigneten Kapitalisierungszinssatzes für die Barwertberechnung.
Wenn die tatsächlich erwarteten künftigen Cashflows geringer als bisher geschätzt
ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben. UnternehmenszusammenschlüsseAlle identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden werden bei der Erstkonsolidierung
im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.
Die angesetzten Zeitwerte sind mit Schätzungsunsicherheiten behaftet. Sofern immaterielle
Vermögenswerte identifiziert werden, wird der beizulegende Zeitwert mittels allgemein
anerkannter Bewertungsverfahren ermittelt. Den Bewertungen liegen die Planungen der
Gesellschaft zugrunde, die unter Berücksichtigung von vertraglichen Vereinbarungen
auf den Schätzungen des Managements beruhen. Die im Zuge der Bewertung der immateriellen
Vermögenswerte angewandten Diskontierungszinssätze (WACC) betragen zwischen 1,99 %
und 3,53 % (Vorjahr: 2,54 % bis 4,15 %). Der Erwerb von bereits am Netz angeschlossenen Solar- und Windkraftanlagen wird wie
ein Unternehmenszusammenschluss behandelt, da nach Ermessen des Konzerns die Voraussetzungen
eines bestehenden Geschäftsbetriebes vorliegen. Hinsichtlich der getroffenen Annahmen bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
der Finanzanlagen verweisen wir auf die Ausführungen des Konzernanhangs zum 31. Dezember
2017 unter Abschnitt 7. Die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren wurden unverändert
wie zum 31. Dezember 2017 angewandt. Zusätzliche Angaben zu den finanziellen Vermögenswerten und VerbindlichkeitenBuchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorienscroll
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Fair-Value-Hierarchiescroll
Die Bewertung der Zins- und Währungssicherungskontrakte erfolgt unter Zugrundelegung
von Marktzins- und FX-Forward-Kurven auf Basis anerkannter mathematischer Modelle
(Barwertberechnungen). Die in der Bilanz angesetzten Marktwerte entsprechen damit
dem Level 2 der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13. Die in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert erfassten langfristigen und kurzfristigen
Forderungen aus bedingten Gegenleistungen sowie die Verbindlichkeiten aus bedingten
Gegenleistungen beruhen auf Informations- und Inputfaktoren der Stufe 3. Ein Wechsel zwischen den Leveln hat weder im aktuellen noch im abgelaufenen Geschäftsjahr
stattgefunden. Die nachstehende Tabelle gibt für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden, die
in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und deren beizulegende
Zeitwerte nicht näherungsweise den Buchwerten entsprechen, die Stufe der Bemessungshierarchie
an, in der die Bemessungen des beizulegenden Zeitwertes in ihrer Gesamtheit eingeordnet
sind. scroll
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung
der beizulegenden Zeitwerte verwendet wurden. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumentescroll
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumentescroll
Bei Finanzinstrumenten mit kurzfristigen Fälligkeiten, einschließlich Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten,
wird unterstellt, dass ihre beizulegenden Zeitwerte näherungsweise ihren Buchwerten
entsprechen. Die folgende Übersicht zeigt eine detaillierte Überleitung der wiederkehrend zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden in der Stufe 3. scroll
Eine Abweichung der beizulegenden Zeitwerte der in den langfristigen finanziellen
Vermögenswerten ausgewiesenen Investmentfonds (ehemals als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen) um +/- 200 Basispunkte würde das Konzernergebnis
nach Steuern um TEUR 79 erhöhen bzw. reduzieren. Die folgenden Zinserträge und Zinsaufwendungen resultieren aus Finanzinstrumenten,
die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden: scroll
Nicht enthalten sind insbesondere Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Derivaten sowie
Zinserträge und Zinsaufwendungen von Vermögenswerten und Schulden außerhalb des Anwendungsbereichs
des IFRS 7. ZinsswapsDer beizulegende Zeitwert von Zinsswaps zum Stichtag wird durch Diskontierung künftiger
Zahlungsströme unter Verwendung der Zinsstrukturkurven zum Stichtag und der mit den
Verträgen verbundenen Kreditrisiken bestimmt. Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern insgesamt 97 (31. Dezember 2017: 88) Zinsswaps,
aus denen der Konzern variable Zinszahlungen erhält und fixe Zinszahlungen leistet.
Grundsätzlich handelt es sich um sogenannte amortisierende Zinsswaps, deren Nominalvolumen
regelmäßig zu definierten Terminen reduziert wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt
das per Stichtag bestehende Nominalvolumen sowie den durchschnittlichen (volumengewichteten)
fixen Zinssatz und den beizulegenden Zeitwert. Dabei wird unterschieden, ob die Zinsswaps
in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IFRS 9 eingebunden sind oder nicht. scroll
Alle von Encavis nach IAS 39 designierten Sicherungsbeziehungen erfüllen auch die
Anforderungen nach IFRS 9 und werden daher als fortdauernde Sicherungsbeziehungen
("continuing hedges") behandelt. Der ineffektive Anteil der Swaps in einer Sicherungsbeziehung wurde als Ertrag in
Höhe von TEUR 791 (Vorjahreszeitraum: TEUR 628) ergebniswirksam erfasst. Die Marktwertänderung
der Swaps, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen, wurde als Aufwand in Höhe
von TEUR 161 (Vorjahreszeitraum: Ertrag i. H. v. TEUR 1.422) ergebniswirksam erfasst.
Der effektive Teil im aktuellen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR -862 (Vorjahreszeitraum:
TEUR 3.037) wurde unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte in Höhe von TEUR -64
(Vorjahreszeitraum: TEUR -877) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Für die Zinsswaps,
für die vor dem 1. Januar 2018 (Geltungszeitraum des IAS 39) der Nachweis der Effektivität
gemäß IAS 39 nicht mehr erbracht werden konnte, wurden die bis dato erfolgsneutral
in der Hedge-Accounting-Rücklage erfassten Wertänderungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahreszeitraum:
TEUR 10) unter Berücksichtigung der entsprechenden latenten Steuern in Höhe von TEUR
-3 (Vorjahreszeitraum: TEUR -3) planmäßig ergebniswirksam aufgelöst. Grundsätze des RisikomanagementsEncavis unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
sowie geplanten Geschäftsvorfälle im Wesentlichen Risiken aus der Veränderung von
Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch
laufende Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos
derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, werden
die Zinssicherungsinstrumente nur mit renommierten Finanzinstituten mit guter Bonität
abgeschlossen. Grundsätzlich werden nur Risiken, die Auswirkungen auf den Cashflow
des Konzerns haben, abgesichert. Die Risiken, denen der Encavis-Konzern unterliegt, und deren Ausmaß haben sich im
Vergleich zum Konzernabschluss 2017 nicht oder nicht wesentlich verändert. EigenkapitalDas Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2018 TEUR 694.981 (31. Dezember 2017: TEUR 698.594).
Der Rückgang in Höhe von TEUR 3.613 beziehungsweise 0,5 % resultiert hauptsächlich
aus der Auszahlung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr. Gegenläufig
wirkten sich die Ausgabe neuer Aktien sowie das positive Periodenergebnis für den
Berichtszeitraum aus. Das Grundkapital hat sich durch Sacheinlage um TEUR 1.185 erhöht.
Die Eigenkapitalquote beträgt 26,7 % (31. Dezember 2017: 27,7 %). Vorstand und Aufsichtsrat der Encavis AG wollen die Aktionäre in angemessener Weise
am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Vor diesem Hintergrund haben Aufsichtsrat und
Vorstand der Encavis AG auf der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Mai 2018 vorgeschlagen,
eine Dividende in Höhe von 0,22 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie auszuzahlen.
Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 10 % (Dividende für das
Geschäftsjahr 2016: 0,20 Euro). Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde
mit klarer Mehrheit zugestimmt. Vorstand und Aufsichtsrat wollen den Aktionären der Encavis AG im Zusammenhang mit
der Dividende zudem die größtmögliche Entscheidungsfreiheit bieten. Vor diesem Hintergrund
wurde die Dividende der Encavis AG erneut als Wahldividende strukturiert. Aktionäre
des Unternehmens konnten in diesem Zusammenhang wählen, ob sie die Dividende in bar
oder einen Teil der Dividende zur Begleichung der Steuerschuld in bar und den verbleibenden
Teil der Dividende in Form von Aktien der Gesellschaft beziehen wollten. Die Dividende
ist zudem teilweise gemäß § 27 Abs. 1 KStG steuerfrei. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 11. Juni 2018. Die Encavis AG hat die Möglichkeit
angeboten, die Dividende nach Wahl der Aktionäre ausschließlich oder teilweise in
bar oder in Form von Aktien zu erhalten. Die Annahmequote von fast 40 % wird als Vertrauensbeweis
der Aktionäre in die Gesellschaft gesehen. Insgesamt wurden 1.185.126 neue, auf den
Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2018
gewinnberechtigt. Das Grundkapital erhöhte sich von 128.252.214,00 Euro auf 129.437.340,00
Euro. Das Grundkapital beträgt somit zum Bilanzstichtag 129.437.340,00 Euro und ist eingeteilt
in 129.437.340 Stückaktien mit einem Nennbetrag von 1,00 Euro je Aktie. Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenIm Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unterhält die Muttergesellschaft Encavis
AG Beziehungen zu Tochtergesellschaften und zu anderen nahestehenden Unternehmen (assoziierte
Unternehmen und Unternehmen mit demselben Personal in Schlüsselpositionen) und Personen
(Hauptaktionäre, Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie Verwandte dieser
Personen). Assoziierte UnternehmenGeschäftsvorfälle mit assoziierten Unternehmen erfolgen zu Bedingungen, die denen
mit unabhängigen Geschäftspartnern entsprechen. Offene Positionen zum Bilanzstichtag
sind unbesichert und zinslos und der Ausgleich erfolgt in bar. Garantien an oder von
nahestehenden Unternehmen und Personen bezüglich Forderungen oder Verbindlichkeiten
wurden nicht gewährt. scroll
Gemeinsame VereinbarungenDie Beteiligung an der Richelbach Solar GbR in Höhe von TEUR 240 zum 30. Juni 2018
(Vorjahr: TEUR 240) ist als gemeinsame Tätigkeit gemäß IFRS 11 klassifiziert. Encavis
bilanziert ihre Beteiligung an der gemeinsamen Tätigkeit durch die Erfassung ihres
Anteils an den Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erlösen und Aufwendungen gemäß
ihren vertraglich übertragenen Rechten und Verpflichtungen. Sonstige nahestehende Unternehmen oder PersonenZum Bilanzstichtag bestehen Mietverträge zu marktüblichen Konditionen mit der B&L
Holzhafen West GmbH & Co. KG, einem den Aufsichtsratsmitgliedern Albert Büll und Dr.
Cornelius Liedtke zuzurechnenden Unternehmen, über Büroflächen für die Encavis AG.
Die Summe der Transaktionen im ersten Halbjahr 2018 mit der B&L Holzhafen West GmbH
& Co. KG beträgt TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 263). Zum Bilanzstichtag existiert ein ausstehender
Saldo aus Transaktionen mit der B&L Holzhafen West GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR
2. Für die Gesellschaft Encavis Asset Management AG besteht mit der PELABA Vermögensverwaltungs
GmbH & Co. KG, einem dem Aufsichtsratsmitglied Peter Heidecker zuzurechnenden Unternehmen,
ein Mietvertrag bezüglich der Büroflächen des Segments Asset Management in Neubiberg.
Der Mietvertrag hat eine feste Laufzeit bis 2019 und verlängert sich danach automatisch
um jeweils ein Jahr, sofern er nicht von einer der Parteien mit einer Frist von sechs
Monaten gekündigt wird. Die Monatsmiete basiert auf marktüblichen Konditionen. Die
Summe der Transaktionen im ersten Halbjahr 2018 mit der PELABA Vermögensverwaltungs
GmbH & Co. KG beträgt TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 75). Zum Bilanzstichtag existiert ein
ausstehender Saldo aus Transaktionen mit der PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co.
KG in Höhe von TEUR 8. Sonstige AngabenMitarbeiterIm ersten Halbjahr 2018 beschäftigte der Konzern, abgesehen von den Vorstandsmitgliedern,
durchschnittlich 117 (Vorjahr: 92) Mitarbeiter, ermittelt nach den Beständen zu den
jeweiligen Berichtsstichtagen. Hiervon waren 63 (Vorjahr: 52) Mitarbeiter bei der
Encavis AG, 40 (Vorjahr: 32) Mitarbeiter bei der Encavis Asset Management AG, zehn
(Vorjahr: elf) Mitarbeiter bei der Encavis Technical Services GmbH und vier Mitarbeiter
bei der TC Wind Management GmbH (ehemals: TC Asset Management GmbH) angestellt. Der
Anstieg der Mitarbeiterzahl ist im Wesentlichen auf den wachstumsinduzierten Ausbau
der Teams sowie auf die Übernahme der TC Wind Management GmbH Mitte 2017 zurückzuführen. Ereignisse nach dem BilanzstichtagHinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums verweisen
wir auf den Abschnitt "Nachtragsbericht" des Konzernzwischenlageberichts. MitteilungspflichtenDie Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a WpHG können auf der Website der Encavis
AG unter https://www.encavis.com/investor-relations/corporate-governance/ eingesehen
werden. Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen,
Vermutungen und Prognosen des Vorstands beruhen sowie den ihm zurzeit verfügbaren
Informationen. Bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und Einflüsse
können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage oder die Entwicklung
von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung,
die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. KontaktEncavis AG Investor Relations Große Elbstraße 59 D-22767 Hamburg Tel.: +49 (0) 40 37 85 62-242 E-Mail: ir@encavis.com Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2018
in Verbindung mit dem Geschäftsbericht 2017 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und die Lage
des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Hamburg, im August 2018 Encavis AG Vorstand scroll
Verkürzte Konzern-Segmentberichterstattung (IFRS)scroll
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ENCAVISrenewable energy www.encavis.com Encavis AGGroße Elbstraße 59 22767 Hamburg T +49 40 3785 620 F +49 40 3785 62 129 info@encavis.com Encavis Asset Management AGProfessor-Messerschmitt-Straße 3 85579 Neubiberg T +49 89 44230 600 F +49 89 44230 6011 assetmanagement@encavis-am.com Encavis Technical Services GmbHMagdeburger Straße 19 06112 Halle (Saale) T +49 345 68579 060 F +49 345 68579 069 technicalservices@encavis-ts.com |
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