![]() ENCAVIS AGHamburgEncavis AG Halbjahresfinanzbericht 2019Halbjahresfinanzbericht
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| Dr. Dierk Paskert | Dr. Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
| Dr. Dierk Paskert | Dr. Christoph Husmann |
| Chief Executive Officer (CEO) | Chief Financial Officer (CFO) |
| 01.01.-30.06.2019 | 01.01.-30.06.2018 | |
| Umsatz | 143,9 | 122,8 |
| Operatives EBITDA | 120,8 | 94,0 |
| Operatives EBIT | 78,2 | 57,8 |
| Operatives EBT | 50,4 | 31,2 |
| Operatives EAT | 43,3 | 27,8 |
| Operativer Cashflow | 76,4 | 78,3 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (unverwässert/in EUR) | 0,30 | 0,19 |
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | |
| Eigenkapital | 677 | 687 |
| Verbindlichkeiten | 2.065 | 1.962 |
| Bilanzsumme | 2.742 | 2.649 |
| Eigenkapitalquote in % | 24,7 | 25,9 |
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen
des letzten Konzernabschlusses zum Geschäftsjahresende. Darüber hinaus wendet der
Konzern seit dem 1. Januar 2019 "IFRS 16 - Leasingverhältnisse" an. Diese Umstellung
führte zu einem erheblichen Anstieg der Bilanzsumme aufgrund der Aktivierung von Nutzungsrechten
sowie der Passivierung von Leasingverbindlichkeiten. Damit einhergehend ging die Eigenkapitalquote
zum Zeitpunkt der Erstanwendung um rund einen Prozentpunkt zurück. Für das erste Halbjahr
2019 werden - statt wie bisher laufende Leasingaufwendungen - Abschreibungen und Zinsaufwendungen
erfasst. Damit werden die sonstigen Aufwendungen entlastet und die Abschreibungen
sowie das Finanzergebnis belastet. Ebenso ergibt sich ein positiver Effekt auf den
operativen Cashflow, während der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aufgrund der
erfassten Zins- und Tilgungsleistungen gemindert wird. Weitere detaillierte Ausführungen
zu den Effekten aus der Erstanwendung des IFRS 16 sind dem Anhang dieses Halbjahresfinanzberichts
zu entnehmen.
| Gelistet seit | 28.07.1998 |
| Gezeichnetes Kapital | 131.498.147,00 EUR |
| Anzahl der Aktien | 131,50 Mio. |
| Börsensegment | Prime Standard |
| Dividende 2016 pro Aktie | 0,20 EUR |
| Dividende 2017 pro Aktie | 0,22 EUR |
| Dividende 2018 pro Aktie | 0,24 EUR |
| 52-W-Hoch | 7,82 EUR |
| 52-W-Tief | 4,98 EUR |
| Aktienkurs (26. August 2019) | 7,82 EUR |
| Marktkapitalisierung (26. August 2019) | 1.028,32 Mio. EUR |
| Indizes | SDAX, HASPAX, PPVX, Solar Energy Stock Index |
| Handelsplätze | Xetra, Frankfurt am Main, Hamburg |
| ISIN | DE 0006095003 |
| Designated Sponsor | Oddo Seydler Bank AG, HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG |
| Zahlstelle | DZ BANK |
Die deutschen Börsen starteten 2019 mit einer Aktienrallye. Schon im Januar verbuchte
der deutsche Leitindex DAX deutliche Kursgewinne. Am 28. Juni, dem letzten Handelstag
des ersten Halbjahres, schloss der DAX bei 12.417 Punkten und damit rund 17,4 % höher
als am letzten Handelstag 2018. Diese positive Entwicklung wurde von zwischenzeitlichen
Kursverlusten in der zweiten Märzhälfte und im Mai unterbrochen, so dass sich die
Kurse sehr volatil entwickelten. Der Auswahlindex SDAX, in dem auch die Encavis-Aktie
notiert, nahm einen ähnlichen Verlauf. Im Vergleich zum Schlusskurs am 28. Dezember
2018 stieg der SDAX um 19,7 % und schloss zum Ende des ersten Halbjahres 2019 bei
11.377 Punkten. Auch der MDAX gewann im selben Zeitraum rund 18,7 % hinzu und der
ÖKODAX schloss mit einem Plus von 21,8 %.
Die deutlich positive Entwicklung an den deutschen Aktienmärkten wurde insbesondere
von den anhaltend niedrigen Zinsen begünstigt. So sank die Verzinsung für zehnjährige
Bundesanleihen bis auf -0,3 % und damit den niedrigsten Wert aller Zeiten. Gleichzeitig
verstärkten sich allerdings die Sorgen vor einer Rezession in Deutschland. Wie bereits
im zweiten Halbjahr 2018 korrigierten auch im ersten Halbjahr 2019 zahlreiche Unternehmen
ihre Ergebnis- und Umsatzprognosen nach unten. Die EU-Kommission senkte im Mai 2019
ihre Erwartung für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Eurozone auf
1,2 % und für Deutschland auf 0,5 %. Es schwelen nach wie vor internationale Handelskonflikte,
die die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen könnten.
Kapitalmärkte auch in anderen wichtigen Volkswirtschaften verzeichneten in den ersten
sechs Monaten 2019 Kursgewinne. Der Dow Jones in den USA schloss am 28. Juni 2019
mit einem Plus von 15,3 % gegenüber dem letzten Kurs 2018. Im gleichen Zeitraum gewannen
die Aktien in Großbritannien im FTSE-100-Index rund 10,4 % hinzu. Das geringere Plus
ist vor allem durch die Risiken des Brexits zu erklären. Eine ähnliche Entwicklung
nahm der MSCI für die Schwellenländer (MSCI Emerging Markets Index), der das erste
Halbjahr mit einem Plus von rund 9,2 % beendete. Die Aktien am chinesischen Kapitalmarkt
stiegen hingegen um 27,1 % und entwickelten sich damit trotz schwächerer Wachstumsraten
des dortigen BIP am stärksten.
Im ersten Halbjahr 2019 entwickelte sich die Encavis-Aktie sehr positiv. In einem
Börsenumfeld mit insgesamt steigenden Kursen verbuchte die Encavis-Aktie Kursgewinne
von rund 25 % und outperformte damit die deutschen Indizes DAX, MDAX, SDAX und ÖKODAX.
Nach einem schwierigen Börsenjahr 2018 startete die Encavis-Aktie bei einem Kurs von
5,46 Euro ins Jahr. Im Zuge der Aktienrallye an den Aktienmärkten stieg der Kurs bis
Mitte April auf 6,69 Euro je Aktie. In den folgenden Wochen gab die Aktie wieder einen
Teil ihrer Kursgewinne ab und sank bis auf 6,05 Euro Ende Mai. Die Aktie erholte sich
jedoch schnell wieder und erreichte am 25. Juni bei 6,89 Euro ihren Höchstkurs für
das erste Halbjahr. Am 28. Juni, dem letzten Handelstag des Berichtszeitraums, schloss
die Encavis-Aktie bei 6,86 Euro. Unterstützt wurde diese Entwicklung von einer Reihe
positiver Nachrichten aus dem operativen Geschäft: Darunter war etwa der Erwerb weiterer
Solar- und Windparks für das unternehmenseigene Portfolio sowie das der verschiedenen
institutionellen Kunden. Die Zwischenergebnisse zum ersten Quartal waren so gut, dass
sie die eigenen Erwartungen übertrafen. Die Meldungen zur Anhebung der Dividende und
der Guidance für das Gesamtjahr sowie den Erhalt eines Emittentenratings im Bereich
Investment Grade von Scope Ratings sorgten ebenfalls für eine positive Resonanz.
Kurz nach Ende des Berichtszeitraums am 3. Juli knackte die Aktie erstmals die Marke
von 7,00 Euro und bewegt sich seither darüber. Zum Börsenschluss am 26. August erreichte
die Aktie ein Kursniveau von 7,82 Euro.
Die Marktkapitalisierung von Encavis betrug am 28. Juni 2019 rund 902 Millionen Euro
(28. Dezember 2018: 712 Millionen Euro). Die Anzahl der Aktien lag zum Ende des Berichtszeitraums
bei 131.498.147 Stück. Die Liquidität der Aktie stieg gegenüber dem ersten Quartal
2019 von 70.999 Aktien auf durchschnittlich 110.782 Aktien im zweiten Quartal 2019
auf der elektronischen Handelsplattform Xetra. Aktuell (26. August 2019) beträgt die
Marktkapitalisierung über 1.000 Millionen Euro und das tagesdurchschnittliche Handelsvolumen,
berechnet auf die vergangenen zwölf Monate, liegt bei rund 167.000 Stück Aktien. Berechnet
man das durchschnittliche Handelsvolumen (Xetra) der beiden vergangenen Monate Juli
und August 2019 wurden tagesdurchschnittlich rund 229.441 Aktien gehandelt (1.7. bis
26.8.2019).
Im ersten Halbjahr 2019 veröffentlichten insgesamt acht Kreditinstitute und Analysehäuser
Research-Berichte über die Aktie der Encavis AG. Die sieben Institute Baader Bank,
Bankhaus Lampe, Berenberg Equity Research, DZ BANK, M.M. Warburg & Co., Quirin Privatbank
Equity Research sowie ODDO BHF sprechen in ihren Berichten eine Kaufempfehlung ("Buy"
bzw. "Outperform") aus. Die Commerzbank bewertet die Aktie mit "Hold". Im Mittel geben
die Analysten ein Kursziel von 7,78 Euro an. Dabei bewegen sie sich in einer Bandbreite
von 6,60 Euro bis 8,80 Euro.
Die Encavis AG veröffentlicht auf der Homepage in der Rubrik "Investor Relations/Research"
den aktuellen Überblick über die von den Analysten veröffentlichten Kursziele.
Die Aktionärsstruktur der Encavis AG hat sich im ersten Halbjahr 2019 nur unwesentlich
verändert. Nach wie vor liegt der Streubesitz mit rund 64 % auf einem hohen Niveau,
so dass ein liquider Handel der Aktie gewährleistet ist. Bei den Großaktionären gab
es kaum Veränderungen. Die AMCO Service GmbH der Unternehmerfamilie Büll stockte ihren
Anteil leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 20,5 % auf, während die Lobelia Beteiligungsgesellschaft/Kreke
Immobilien KG der Familie Kreke ebenfalls zugekauft hat und nun 3,7 % der Aktien hält
(+0,1 Prozentpunkte).
Die ordentliche Hauptversammlung der Encavis AG fand am 15. Mai 2019 in Hamburg statt.
Die teilnehmenden Aktionäre und Aktionärsvertreter repräsentierten rund 56 % des Grundkapitals.
Diese stimmten allen Tagesordnungspunkten mit großen Mehrheiten zu.
Insbesondere stimmten die Aktionäre und Aktionärsvertreter auf der Hauptversammlung
mit überwiegender Mehrheit dem Vorschlag des Vorstands zu, eine Aktiendividende aus
einem Teil des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2018 zu zahlen. Diese wurde auf 0,24
Euro je Aktie erhöht. Wie in den Vorjahren hatten die Aktionäre die Möglichkeit, zwischen
einer Auszahlung als Bardividende und einer Sachdividende von Aktien der Encavis AG
zu wählen.
Informationen zur Hauptversammlung der Encavis AG sind auf der Homepage der Gesellschaft
unter "Investor Relations/Hauptversammlungen" abrufbar.
Alle relevanten Informationen der Encavis AG werden im Sinne einer transparenten Kapitalmarktkommunikation
auf der Homepage der Gesellschaft www.encavis.com in der Rubrik "Investor Relations"
veröffentlicht und bereitgestellt.
Zudem nutzt die Encavis AG seit Juni 2015 aktiv auch soziale Medien wie beispielsweise
Twitter (https://twitter.com/encavis), um Nachrichten und Informationen zum Unternehmen
zeitnah und transparent zu kommunizieren.
Die Investor-Relations-Abteilung steht für Fragen und Anregungen zur Aktie und zum
Unternehmen stets gerne zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Sie!
Encavis AG
Große Elbstraße 59
D-22767 Hamburg
Fon +49 40 378562-0
E-Mail: ir@encavis.com
| Datum | Finanzevent |
| 2019 | |
| 28. August 2019 | Sector Conference Commerzbank, Frankfurt/Main, Deutschland |
| 9. September 2019 | Roadshow montega, Luxemburg |
| 10. September 2019 | Roadshow HSBC, London, Großbritannien |
| 11. September 2019 | Deutsche Börse Investor Targeting, Dublin, Irland |
| 12. September 2019 | Zinszahlung Schuldscheindarlehen 2018 |
| 13. September 2019 | Zinszahlung Hybrid Convertible |
| 18. - 19. September 2019 | Encavis Capital Markets Day, Berlin/Solarpark Brandenburg, Deutschland |
| 24. September 2019 | Eighth German Corporate Conference 2019 (Berenberg und Goldman Sachs), München, Deutschland |
| 10. Oktober 2019 | Roadshow BNP Paribas, Paris, Frankreich |
| 25. November 2019 | Quartalsmitteilung Q3 2019 |
| 25. - 27. November 2019 | Deutsches Eigenkapitalforum (Deutsche Börse), Frankfurt/Main, Deutschland |
| 11. Dezember 2019 | Zinszahlung Schuldscheindarlehen 2015 |
| 2020 | |
| 9. - 10. Januar 2020 | 23rd ODDO BHF Forum, Lyon, Frankreich |
| 16. Januar 2020 | Paretos Power & Renewable Energy Conference, Oslo, Norwegen |
| 20. - 22. Januar 2020 | UniCredit/Kepler Cheuvreux German Corporate Conference, Frankfurt a. M., Deutschland |
| 4. - 5. Februar 2020 | "HSBC ESG Conference", Frankfurt/Main, Deutschland |
| 13. März 2020 | Zinszahlung Hybrid Convertible |
| 20. März 2020 | CM-CIC Market Solutions Forum by ESN, Paris, Frankreich |
| 24. - 26. März 2020 | Bankhaus Lampe German Conference, Baden-Baden, Deutschland |
Der Encavis-Konzern (nachfolgend "der Konzern" oder "Encavis") stellt den Konzernabschluss
nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der International Financial Reporting Standards
(IFRS) auf.Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den Vorschriften des IAS 34 erstellt.
Mutterunternehmen ist die Encavis AG mit Sitz in Hamburg. Sie ist verantwortlich für
Unternehmensstrategie, Portfolio- und Risikomanagement sowie für die Finanzierung.
Das Grundkapital beträgt 131.498.147,00 Euro und ist eingeteilt in 131.498.147 Stückaktien
ohne Nennbetrag.
Die durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (unverwässert) im Berichtszeitraum
beläuft sich auf 129.987.264 (Vorjahr: 128.687.085).
Die im SDAX der Deutschen Börse gelistete Encavis AG nutzt die vielfältigen Chancen
der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Als unabhängiger Betreiber von umweltfreundlichen
und emissionsfreien Kraftwerkskapazitäten hat Encavis das Erzeugungsportfolio seit
2009 kontinuierlich ausgebaut und ist einer der größten unabhängigen Stromproduzenten
(Independent Power Producer - IPP) im Bereich Erneuerbare Energien in Europa. Das
Kerngeschäft des Unternehmens ist der Erwerb und Betrieb von Solar- und Onshore-Windparks.
Das Unternehmen konzentriert sich bei der Akquisition neuer Anlagen in der Regel auf
schlüsselfertige Projekte oder bereits bestehende Anlagen, die über garantierte Einspeisevergütungen
(Feed-in Tariffs) oder langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements)
verfügen und die in geografischen Regionen errichtet wurden, die sich durch ein stabiles
wirtschaftspolitisches Umfeld und verlässliche Investitions- und Rahmenbedingungen
auszeichnen. Die Solar- und Windparks können so verlässliche attraktive Renditen und
planbare Zahlungsströme erwirtschaften.
Darüber hinaus bietet Encavis über ihre Tochtergesellschaft Encavis Asset Management
AG institutionellen Investoren attraktive Möglichkeiten, in Anlagen zur Erzeugung
Erneuerbarer Energien zu investieren. Das Geschäftsfeld Asset Management umfasst alle
Dienstleistungen in diesem Geschäftsbereich, das heißt die Initiierung von Fonds bzw.
die individuelle Gestaltung und Strukturierung sonstiger Investitionen für professionelle
Anleger im Bereich Erneuerbare Energien sowie den Betrieb der von diesen Anlegern
gehaltenen Anlagen.
Das Portfolio von Encavis umfasst aktuell insgesamt 177 Solar- und 70 Windparks mit
einer Leistung von über 2 GW in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien,
Österreich, Finnland, Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Spanien. Davon betreibt
der Konzern zwölf Solarparks und 37 Windparks im Rahmen des Segments Asset Managementfür
Dritte.
Nach einem kräftigen Aufschwung in den zurückliegenden Jahren hat sich das globale
Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 spürbar verlangsamt. Insbesondere der Handel und
die Investitionstätigkeit schwächten sich ab, vor allem in Europa und China. Im zweiten
Quartal 2019 hat sich diese Konjunkturentwicklung fortgesetzt. Der Internationale
Währungsfonds (IWF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD) gehen übereinstimmend davon aus, dass das Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf
vergleichsweise schwach bleiben wird. Zu den größten Risiken für die künftige Entwicklung
zählen nach Einschätzung der OECD mögliche weitere Handelshemmnisse, insbesondere
zwischen den Vereinigten Staaten und China. Der IWF verweist zudem auf die negativen
Folgen eines ungeregelten Brexits auf die Volkswirtschaften innerhalb und außerhalb
der Eurozone sowie die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Spannungen in der Golfregion.
Die Analysten beim IWF haben dementsprechend ihre Prognosen erneut gesenkt und gehen
in ihrem Ausblick von Ende Juli 2019 davon aus, dass die weltweite Wirtschaftsleistung
im laufenden Jahr um lediglich 3,2 % zunehmen wird. Für das darauffolgende Jahr erwarten
sie eine moderate Verbesserung auf 3,5 %.
Das Wachstum hat sich im Vergleich zum Vorjahr in fast allen Volkswirtschaften verlangsamt.
In den Industriestaaten soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr 2019 um
1,9 % steigen. Im darauffolgenden Jahr würden es lediglich 1,7 % sein. Die USA fallen
aus dem Rahmen: Ihrer Volkswirtschaft traut der IWF ein Konjunkturplus von 2,6 % zu
- das entspricht einem Anstieg um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zur Frühjahrsprognose
vom April 2019. Im kommenden Jahr rechnen die IWF-Analysten aufgrund der nachlassenden
Konjunkturprogramme mit einem Rückgang auf 1,9 %. Vor dem Hintergrund der angespannten
Handelsbeziehungen geht der IWF davon aus, dass sich die wirtschaftliche Dynamik Chinas
mit einem prognostizierten Wachstum von 6,2 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls weiter
verlangsamen wird (2018: 6,6 %).
Für die Entwicklungs- und Schwellenländer erwarten die Konjunkturexperten des IWF
für das laufende Jahr einen Zuwachs um 4,1 % und rechnen mit einem Anstieg auf 4,7
% im Jahr 2020.
Für den Euroraum gehen die Analysten von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um
1,3 % aus (2018: 1,9 %), wobei die Entwicklung der einzelnen Länder nach Erwartung
der Analysten sehr heterogen verlaufen dürfte. So soll sich das Wirtschaftswachstum
in Deutschland mit einem Zuwachs von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund
einer schwächeren Auslandsnachfrage und der dadurch bedingten geringeren Investitionen
in etwa halbieren (2018: 1,4 %). Im Jahr 2020 soll die Wirtschaftsleistung auf 1,7
% ansteigen.
Frankreichs Wachstum wird im laufenden Jahr dagegen von fiskalischen Maßnahmen gestützt
und soll laut IWF-Prognosen ein Niveau von 1,3 % im laufenden und 1,4 % im Jahr 2020
erreichen. Spanien wird ein Konjunkturplus von 2,3 % im laufenden und 1,9 % im kommenden
Jahr zugetraut.
In Italien belasten vornehmlich die anhaltend unsicheren Finanzperspektiven die Investitionen
und die Inlandsnachfrage. Der IWF prognostiziert daher einen minimalen Anstieg der
Wirtschaftsleistung um 0,1 % in 2019, der sich im kommenden Jahr auf lediglich 0,8
% erhöhen soll.
Insgesamt erwarten die IWF-Analysten, dass sich das Wachstum im Euroraum im Jahr 2020
beschleunigen wird, wenn sich die Auslandsnachfrage erholt und vorübergehende Faktoren,
darunter etwa der Rückgang der Zulassungen von PKWs aus Deutschland oder die Straßenproteste
in Frankreich, an Einfluss verlieren.
Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den Leitzins für den Euroraum zunächst unverändert.
Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibt vorerst bei 0,0
%, teilte der Rat der EZB am 25. Juli 2019 mit. Bereits seit März 2016 liegt er auf
diesem Rekordtief. Auch den sogenannten Einlagensatz beließ die EZB auf dem bisherigen
Niveau von -0,4 %. Damit müssen Banken weiterhin Strafzinsen zahlen, wenn sie bei
der EZB überschüssiges Geld parken. Der EZB-Rat deutete in seinem Ausblick auch die
Möglichkeit noch tieferer Schlüsselzinsen bis Mitte 2020 an. Bisher war er davon ausgegangen,
daran nichts ändern zu wollen.
Der Ausbau Erneuerbarer Energien hat sich auch im Jahr 2019 fortgesetzt. Weltweit
befinden sich die Energiemärkte im Wandel, konventionelle Energiequellen und fossile
Energieträger werden zunehmend durch den Ausbau und die Nutzung regenerativer Energiequellen
ergänzt oder ersetzt.
Die globale Energiewende und das Wachstum im Bereich der Erneuerbaren Energien wird
dabei von folgenden Faktoren maßgeblich bestimmt:
| ― |
Die negativen Auswirkungen des Klimawandels ziehen neue und strengere internationale Abkommen zum Klimaschutz und zur Bekämpfung der Erderwärmung nach sich, darunter etwa das im Jahr 2016 in Kraft getretene globale Pariser Klimaschutzabkommen, das den Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen nach sich zieht. Darüber hinaus bestehen zahlreiche weitere nationale und supranationale Initiativen und Maßnahmen für die Erreichung von Klimazielen, den Ausstieg aus der Atomenergie und für die Schaffung einer kohlenstofffreien Wirtschaft. |
| ― |
Das stetig wachsende Klimaschutzbewusstsein in der Bevölkerung weltweit gibt Solar- und Windkraftanlagen Auftrieb. Die Bedeutung der Technologien bei der Energie- und Wärmeerzeugung, der Mobilität und als Wirtschaftsfaktor sind unbestritten. Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des BSW - Bundesverband Solarwirtschaft vom April 2019 zufolge wünscht sich beispielsweise jeder zweite Eigenheimbesitzer in Deutschland Solarstrom vom Dach und jeder vierte eine eigene E-Tankstelle. Deutschlandweit sind nach Angaben des Verbands insgesamt bereits vier Millionen Solaranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung und über 130.000 Solarstromspeicher in Betrieb. |
| ― |
Privatwirtschaftliche Initiativen wie "RE100" zeigen, dass nicht nur Staaten, sondern auch Unternehmen ein zunehmendes Interesse daran haben, einen Großteil ihres Energiebedarfs über Erneuerbare Energien abzudecken, und entsprechende Selbstverpflichtungen eingehen, 100 % ihres Energiebedarfs über Erneuerbare Energien zu beziehen. Neben Aspekten der Nachhaltigkeit sowie des Image- und Reputationsgewinns spielen insbesondere die zunehmende Wirtschaftlichkeit Erneuerbarer Energien sowie die langfristige Planbarkeit der Energiekosten durch den Abschluss langfristiger Stromabnahmeverträge dabei eine wesentliche Rolle. |
| ― |
Der deutliche Preisrückgang bei den Stromentstehungskosten - insbesondere im Bereich der Photovoltaik und der Windkraft - hat die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien deutlich erhöht. In zahlreichen Regionen können Erneuerbare-Energien-Anlagen heute bereits ganz ohne staatliche Förderung wirtschaftlich betrieben werden. Dank eines deutlichen Rückgangs der Kosten für Photovoltaik in den vergangenen Jahren können neu errichtete Solaranlagen an geeigneten Standorten sogar unter dem Großhandelsmarktpreis wettbewerbsfähig Strom anbieten. Das Gleiche gilt für Windkraftanlagen etwa in den nordischen Ländern. |
| ― |
Die höhere Wirtschaftlichkeit wird auch durch die rasche technische Weiterentwicklung und den deutlichen Preisrückgang bei dem Einsatz moderner Speicherkapazitäten getrieben. Die Speicherung ermöglicht zukünftig eine von meteorologischen Gegebenheiten unabhängigere Energieversorgung auf Basis der Nutzung Erneuerbarer Energiequellen. Die künftige Kopplung von Erneuerbaren Energien und Speichersystemen bietet ein hohes Maß an Versorgungssicherheit und hat das Potenzial, das überlegene Energiesystem der Zukunft zu werden. |
| ― |
Darüber hinaus steigt weltweit auch der Energiebedarf weiter an. Die Digitalisierung der Wirtschaft, die fortschreitende Urbanisierung der Gesellschaft sowie das Thema Elektromobilität haben einen weiteren Anstieg des globalen Energiebedarfs zur Folge. Bis 2040 wird gegenüber dem Basisjahr 2015 mit einem Anstieg des weltweiten Energiebedarfs von rund 30 % gerechnet. |
Bereits Mitte 2018 übertraf die weltweit installierte Gesamtleistung Erneuerbarer
Energien die Marke von 1 Terawatt (TW). Laut dem Mitte Juni 2019 veröffentlichten
Global Status Report 2019 der REN21 wird bereits mehr als ein Fünftel des weltweiten
Energiebedarfs durch Erneuerbare Energien gedeckt. Die Schätzungen gehen davon aus,
dass sich dieser Anteil bis 2023 auf ein Drittel erhöhen wird. Allein im Elektrizitätssektor
sind 2018 im vierten Jahr in Folge mehr Erneuerbare Energieträger installiert worden
als fossile und nukleare Energieträger zusammen. Besonders wachstumsstark sind die
Bereiche Photovoltaik und Wind. Wie die REN21 in ihrem Bericht mitteilt, gibt es zwischenzeitlich
neun Länder, die mehr als 20 % ihres Stroms über Solar- und Windenergie decken. Dazu
zählen Dänemark, Uruguay, Irland, Deutschland, Portugal, Spanien, Griechenland, Großbritannien
und Honduras.
Nach Angaben der German Solar Association wurden im Bereich der Photovoltaik im Jahr
2018 weltweit Anlagen mit einer Erzeugungsleistung von rund 100 GW neu installiert.
Die installierte Erzeugungsleistung erreichte damit den Meilenstein von 500 GW. Für
das erste Halbjahr 2019 liegen noch keine Angaben vor. Allerdings erwarten beispielsweise
Experten von IHS Markit einer Studie von Anfang April zufolge, dass der weltweite
Zubau von Photovoltaikanlagen im laufenden Jahr um etwa 25 % auf rund 129 GW steigen
wird. Europa werde mit einem Anteil von 19 GW erneut die Region mit den größten Wachstumsraten
sein.
Im Bereich der Windenergie wurden auf Basis der Erhebungen des Global Wind Energy
Council im Jahr 2018 weltweit neue Windkapazitäten mit einer Gesamterzeugungsleistung
von 51,3 GW installiert. Zum Jahresende 2018 belief sich die weltweit installierte
Erzeugungsleistung im Bereich der Windenergie damit auf rund 591 GW (2017: 540 GW).
Die Analysten bei der US-amerikanischen Beratungsgesellschaft Wood Mackenzie gehen
davon aus, dass die Zubauraten an Windkapazität weltweit in den kommenden Jahren noch
deutlich an Dynamik gewinnen werden. In dem Anfang Juli 2019 veröffentlichten Report
"Global Wind Power Market Outlook Update: Q2 2019" prognostizieren sie für die Jahre
2019 bis 2023 einen jährlichen Zubau von rund 71 GW, der auf 76 GW bis zum Jahr 2028
steigen soll.
Die zunehmende Wirtschaftlichkeit Erneuerbarer Energien im Vergleich zu konventionellen
Formen der Energieerzeugung sowie das klare Bekenntnis zu einer klimafreundlichen
Energiebilanz von Unternehmen, wie sie beispielsweise in der RE100-Initiative zum
Ausdruck kommt, sorgen für eine zunehmende Dynamik auf dem Markt für privatwirtschaftliche
Stromabnahmeverträge (PPAs). Nach Angaben von Bloomberg New Energy Finance hat sich
die Gesamterzeugungskapazität, die über PPAs abgeschlossen wurde, vom Jahr 2017 mit
rund 6,1 GW auf rund 13,4 GW im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Der Trend hält an:
Zwischen Anfang Januar und Ende Mai 2019 haben Unternehmen PPA-Verträge über Erzeugungsleistungen
von jeweils 2,8 GW für Solar- und Windparks geschlossen. Etwa 69 % aller Verträge
seit Beginn der Beobachtung durch Bloomberg NEF im Jahr 2008 wurden in den USA geschlossen.
Im Rahmen der UN-Weltklimakonferenz in Paris im Jahr 2015 haben sich nahezu 200 Staaten
auf eine Klimaschutzvereinbarung ("Weltklimaabkommen") geeinigt, die die Begrenzung
der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C, im Vergleich zum
vorindustriellen Niveau vorsieht. Dieses Ziel ist nur mit einer konsequenten und sofortigen
weltweiten Klimaschutzpolitik erreichbar. Auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz im
Jahr 2018 wurde die weitere Umsetzung der in Paris getroffenen Vereinbarung festgelegt.
Hauptgrund für die globale Erderwärmung ist nach Meinung von Klimaforschern dabei
der Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2. Spätestens in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts
soll daher die ausgestoßene Menge an Treibhausgasen auf ein dem Absorptionspotenzial
der Umwelt entsprechendes Niveau abgesenkt werden.
Im Sinne der Pariser Klimaschutzvereinbarung verfolgt auch die Europäische Union eine
Energie- und Klimapolitik, die auf die Verringerung von klimaschädlichen Treibhausgasemissionen
ausgerichtet ist. So sieht das kurzfristige Klima- und Energiepaket 2020 der Europäischen
Union eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 % gegenüber dem Stand von 1990,
die Abdeckung von 20 % des Energieverbrauchs in der EU durch Erneuerbare Energien
sowie eine Steigerung der Energieeffizienz um 20 % vor. Mittelfristig bis zum Jahr
2030 sollen die Treibhausgasemissionen um mindestens 40 % gegenüber dem Stand von
1990 gesenkt werden, die Deckung des Gesamtenergieverbrauchs zu mindestens 27 % aus
Erneuerbaren Energiequellen erfolgen und die Energieeffizienz um mindestens 27 % erhöht
werden. So soll das langfristige Ziel erreicht werden, die klimaschädlichen Emissionen
in der EU bis 2050 erheblich zu senken: um 80 bis 95 % gegenüber dem Stand von 1990.
In ihrer Bewerbungsrede um das Amt der Kommissionspräsidentin vor dem Europaparlament
hatte Ursula von der Leyen dieses Ziel noch einmal verschärft: Sie wolle sich dafür
einsetzen, dass Europa bereits im Jahr 2050 klimaneutral sein kann. Zudem werde sie
das vom Parlament beschlossene Ziel, bis 2030 die Treibhausgase zu reduzieren, auf
55 % erhöhen.
Encavis konzentriert sich bei der Akquisition neuer Anlagen vornehmlich auf baureife
beziehungsweise schlüsselfertige Projekte oder bereits bestehende Anlagen, die über
garantierte Einspeisevergütungen (Feed-in Tariffs) oder langfristige Stromabnahmeverträge
(Power Purchase Agreements) verfügen. Bereits bekannte zukünftige Veränderungen in
den Förderungssystemen und -mechanismen für Erneuerbare Energien werden bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung
von Neuinvestitionen berücksichtigt und haben keine Auswirkung auf das Bestandsportfolio
des Unternehmens. Darüber hinaus bietet Encavis im Rahmen des Geschäftssegments Asset
Management institutionellen Investoren über verschiedene Anlagevehikel sowie Direktinvestments
eine Beteiligung an attraktiven Erneuerbaren-Energien-Anlagen an. Innerhalb der Encavis-Gruppe
wird das institutionelle Geschäft von der Encavis Asset Management AG, einer 100%
igen Tochtergesellschaft der Encavis AG, verantwortet.
In Deutschland ist seit dem 1. Januar 2017 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017
in Kraft. Ziel ist es unter anderem, den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten
Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2025 auf 30 bis 45 % zu steigern. Im Vertrag der
Großen Koalition ist festgeschrieben, dass dieser Anteil bis zum Jahr 2030 sogar auf
65 % steigen soll. Der Bundesverband Erneuerbare Energie hat in einer umfassenden
Studie vom Mai 2019 untersucht, unter welchen Voraussetzungen sich dieses Ziel für
Deutschland erreichen lässt. Die Grundlage bildet die Kalkulation des Bruttostromverbrauchs
im Jahr 2030, der unter Berücksichtigung aller bis dahin absehbaren Einsparmöglichkeiten
bei rund 740 Terawattstunden (TWh) liegen wird. Um den relevanten Anteil in Höhe von
481 TWh von den verschiedenen Erneuerbare-Energien-Technologien erzeugen zu können,
müssen die Kapazitäten nach Berechnungen der Verbandsexperten deutlich ausgebaut werden:
Erforderlich sei der Zubau von 4.700 MW Windenergie an Land, 1.200 MW Windenergie
offshore; hinzu kommen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 10.000 MW sowie
600 MW im Bereich der Bioenergie. Ergänzend sind Wasserkraftanlagen mit einer Kapazität
von 50 MW sowie Geothermieanlagen mit der gleichen Kapazität notwendig. Dabei raten
Verbandsvertreter dazu, die erforderlichen Kapazitäten auf die verschiedenen Erzeugungsarten
zu verteilen.
Das neue EEG setzt auf mehr Wettbewerb, so soll zukünftig bei allen wesentlichen Technologien
im Bereich der Erneuerbaren Energien die Höhe der Förderungen durch Ausschreibungen
ermittelt werden.
Die Inanspruchnahme sowie die Höhe einer staatlich garantierten Einspeisevergütung
für Strom aus neu in Betrieb genommenen Solaranlagen ab einer Größe von 750 kWp wird
so seit dem 1. Januar 2018 nur noch über eine erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungen
ermittelt. Im Jahr 2018 fanden drei Ausschreibungsrunden statt. Der niedrigste Wert
eines Gebotes, das einen Zuschlag erhielt, betrug bei der dritten Ausschreibungsrunde
im Oktober 2018 3,86 Eurocent pro Kilowattstunde (kWh). Die erste Ausschreibungsrunde
im Jahr 2019 wurde mit einem leichten Anstieg der Gebotswerte abgeschlossen. So lag
der durchschnittliche Gebotswert bei 4,80 Eurocent. Der niedrigste Gebotswert erreichte
4,11 Eurocent am 1. Februar, gefolgt von 3,9 Eurocent am 1. März bis hin zu 4,97 Eurocent
pro kWh am 1. Juni. Die weiteren Ausschreibungsrunden finden am 1. Oktober und am
1. Dezember 2019 statt.
Im Bereich der Onshore-Windenergie werden in Deutschland seit dem 1. Mai 2017 ebenfalls
Ausschreibungsrunden durch die Bundesnetzagentur durchgeführt. Im Jahr 2018 fanden
vier Gebotsrunden statt. Bei der letzten Gebotsrunde im Oktober 2018 lag der niedrigste
Gebotswert bei 5,00 Eurocent pro kWh gegenüber 3,80 Eurocent pro kWh im Februar 2018.
Der Anstieg der Einspeisevergütung für Windanlagen an Land ist unter anderem auch
auf die Aussetzung der EEG-Bürgerwindpark-Sonderregeln zurückzuführen. Die Sonderregeln
für Bürgerwindparks hatten in den ersten Ausschreibungsrunden zu deutlichen Preisrückgängen
geführt. Diese Verzerrung hat der Gesetzgeber im Juni 2018 mit einer Aussetzung der
Sonderregel erst einmal bis zum 1. Juni 2020 gestoppt. Für das Jahr 2019 sind sechs
Ausschreibungsrunden angesetzt. Drei davon haben bereits im Februar, Mai und August
stattgefunden und die niedrigsten Gebotswerte mit Zuschlägen zwischen 5,24 und 5,94
Eurocent pro kWh erzielt.
Des Weiteren gab es am 1. April eine technologieübergreifende Ausschreibung für Onshore-Windanlagen
und Solaranlagen. Eine zusätzliche Runde ist für den 1. Oktober terminiert.
Die dänische Regierung verfolgt das langfristige strategische Ziel, bis 2050 die Unabhängigkeit
Dänemarks von fossilen Brennstoffen zu erreichen. Dafür hat die dänische Regierung
das Ausbauziel für Erneuerbare Energien bis 2030 zuletzt um fünf Prozentpunkte erhöht.
Der Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergiemix soll bis dahin auf 55 % ausgebaut
werden. Bis 2050 will Dänemark dann eine komplette Versorgung durch Erneuerbare Energien
erreicht haben. Auf diesem Weg sind die Dänen weit gekommen: Dort liegt der Ökostromanteil
schon bei gut 53 % - vor allem dank der Windkraft. Sie allein steuert gut 43 % bei.
Damit hat Dänemark den weltweit höchsten Anteil von Windenergie am Gesamtstromverbrauch.
Die Dänen gewähren ähnlich dem deutschen EEG einen festen Einspeisetarif für Windkraftanlagen
an Land. Dieser liegt bei 3,35 Eurocent pro kWh (0,25 dänische Kronen). Zudem stellen
alle Mehreinnahmen oberhalb der 3,35 Eurocent pro kWh durch den am Markt verkauften
Strom zusätzliche Umsatzerlöse dar. Die Einspeisevergütung wird abweichend vom deutschen
EEG nicht für eine feste Laufzeit, sondern für die ersten 22.000 Volllaststunden pro
MW gewährt.
Im Jahr 2017 hat die dänische Regierung beschlossen, die Public Service Obligation,
die vergleichbar mit der deutschen EEG-Umlage ist, bis zum Jahr 2021 schrittweise
zu streichen. Stattdessen soll die Energiewende über die öffentlichen Haushalte finanziert
werden.
Im Januar diesen Jahres hat Frankreichs Umweltministerium eine für die Jahre 2019
bis 2028 ausgearbeitete Strategie für die Energie und das Klima vorgelegt. Sie umfasst
unter anderem ein sechsjähriges Programm für die Ausschreibung von Photovoltaikanlagen.
Demnach sollen im Jahr 2019 2,7 GW und in den nächsten fünf Jahren jeweils 2,9 GW
vergeben werden. Bis 2024 soll die gesamte installierte Photovoltaikleistung Frankreichs
bei 20 GW liegen. Für Onshore-Windanlagen soll bis 2025 eine Gesamtkapazität von 11,4
GW ausgeschrieben werden. Mitte Juni 2019 kündigte Premierminister Edouard Philippe
in einer Grundsatzerklärung an, den ökologischen Wandel in den nächsten zwölf Monaten
zu beschleunigen und unter anderem ein neues Energie- und Klimagesetz auf den Weg
zu bringen. Das Ziel ist es weiterhin, den Anteil der Kernenergie in Frankreich bis
2035 auf 50 % zu senken, wobei die Erneuerbaren Energien und insbesondere die Offshore-Windenergie
massiv ausgebaut werden sollen. Die Schließung französischer Kohlekraftwerke ist bereits
bis zum Jahr 2022 geplant.
Mit dem Austritt aus der EU ist das Vereinigte Königreich nicht mehr an die europäischen
Regelungen und Vorgaben zur Klimapolitik gebunden. Mit dem britischen Climate Change
Act hat sich Großbritannien jedoch bereits im Jahr 2008 eigene Ziele für eine kohlenstoffarme
Wirtschaft bis 2050 gesetzt. Ziel ist vor allem eine Dekarbonisierung der Wirtschaft,
weswegen das Vereinigte Königreich weiter auf kohlenstoffarme Energieträger setzt,
zu denen auch die Kernenergie zählt. Insofern hält Großbritannien offiziell weiterhin
auch an der Fertigstellung des Atomkraftwerks Hinkley Point C fest, das voraussichtlich
2024 ans Netz gehen soll. Gleichwohl ist es hier bereits zu erheblichen Verzögerungen
gekommen.
Großbritannien hat den Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung insbesondere
in den Bereichen Wind und Biomasse kontinuierlich ausgebaut. Zum Ende des ersten Quartals
2019 betrug der Anteil Erneuerbarer Energien an der Gesamterzeugung knapp 36 %. Die
staatlichen Förderungsmöglichkeiten, die insbesondere für kleinere Windkraftanlagen
und PV-Freiflächenanlagen gelten, sind im April 2019 ausgelaufen. Ob und in welcher
Form eine weitere Förderung geplant und aufgesetzt wird, wird sich erst in den Wochen
und Monaten nach der Umsetzung des Brexits zeigen.
Großbritannien setzt zudem auf den Aufbau eines umfassenden Netzes an Batteriespeichern.
So soll ein nationales Netz aus Batteriespeichern mit einer Leistung von mehr als
2 GW aufgebaut werden. Geplant sind 45 Batteriespeicher mit einer Leistung von je
50 MW in England, Wales und Schottland. Im Jahr 2018 wurde bereits die größte Batteriespeicheranlage
Großbritanniens mit einer Kapazität von rund 50 MW in Bishop's Stortford in der Region
Hertfordshire erfolgreich umgesetzt. Bis Ende 2019 sollen bereits die ersten zehn
Batteriespeicher installiert sein. Durch die Installation der Batteriespeicher soll
eine Leistung von mehr als 2 GW zur Verfügung stehen, dies entspricht in etwa der
Leistung von zwei kleinen Atomkraftwerken.
Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (MISE) hat mit der Veröffentlichung
der neuen umfassenden Klima- und Energiestrategie 2030 die energiepolitischen Pläne
der Nationalen Energiestrategie (Strategia Energetica Nazionale) von Ende 2017 konkretisiert.
Unter anderem sehen diese einen Ausstieg Italiens aus der Kohleenergie bis zum Jahr
2025 vor, zudem soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am Energieverbrauch auf
rund 27 % bis zum Jahr 2030 gesteigert werden. Dafür sollen die Erzeugungskapazitäten
im Bereich der Photovoltaik (PV) auf 50 GW und die im Bereich der Windenergie auf
18,4 GW ausgebaut werden. PV würde damit einen Anteil von mehr als 50 % an den Gesamterzeugungskapazitäten
im Bereich der Erneuerbaren Energien in Italien einnehmen, gefolgt von Hydro- und
Windenergie. Rund 35 Milliarden Euro sind für den Ausbau der Erneuerbaren Energien
geplant.
Für den gezielten Ausbau soll es jährlich sieben technologieoffene Photovoltaik-Windkraft-Ausschreibungen
für Projekte über 1 MW Leistung geben. Insgesamt sollen dabei rund 4,8 GW an Erneuerbare-Energien-Anlagen
bezuschlagt werden. Die ersten zwei Runden werden ein Volumen von je 500 MW haben,
die dritte bis fünfte dann 700 MW und die letzten beiden Runden jeweils 800 MW. Die
Europäische Kommission hatte am 14. Juni 2019 die neue Auktions- und Anreizregelung
genehmigt. Ursprünglich sollten die ersten Ausschreibungsrunden bereits im November
2018 und Januar 2019 stattfinden.
Es ist zu erwarten, dass insbesondere größere Solaranlagen von den neuen Regelungen
profitieren. Italien will bis zum Jahr 2030 eine installierte Photovoltaikleistung
von rund 50 GW realisiert haben. Gleichzeitig zeigt sich auch in Italien die zunehmende
Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik, so sind in den vergangenen Monaten zahlreiche
Großprojekte mit langfristigen privatwirtschaftlichen Stromabnahmeverträgen (PPAs)
geschlossen worden.
Die Niederlande haben sich im Rahmen einer parteiübergreifenden Initiative zu mehr
Klimaschutz verpflichtet. Das Ende Juni 2019 beschlossene Klimagesetz sieht vor, dass
die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 49 % und bis 2050 um 95 % gegenüber dem Referenzjahr
1990 reduziert werden. Die Schließung aller niederländischen Kohlekraftwerke soll
bis 2030 erfolgen.
In den Niederlanden setzt man seit einigen Jahren ebenfalls auf Ausschreibungsverfahren
für große Solaranlagen. Unter dem Namen SDE+ (Stimulierung Duurzame Energieproductie)
werden jährlich in zwei Runden Förderbeträge für Erneuerbare Energien festgesetzt.
Bei Projekten über 1 MW sind als Basistarif für das Jahr 2019 voraussichtlich rund
8,4 Eurocent pro kWh vorgesehen. Die Förderung wird dabei für einen Zeitraum von 15
Jahren gewährt.
Die Bundesregierung Österreichs hat im Dezember 2018 Eckpunkte für ein "Erneuerbaren
Ausbau Gesetz" vorgelegt. Nach wie vor hält das Land an dem 2017 gesetzten Ziel fest,
bis zum Jahr 2030 den Strombedarf zu 100 % aus Erneuerbaren Energien zu decken. Nach
Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat deckt Österreich einen Anteil von
32,6 % seines Bruttoenergieverbrauches über Erneuerbare Energiequellen ab. Das reicht
für den fünften Platz innerhalb Europas.
Die Regierung plant, die Ökostromförderung ab 2020 grundlegend zu ändern. Ziel ist
es, die Marktintegration der Erneuerbaren Energien zu erleichtern. Des Weiteren sollen
administrative Barrieren abgebaut und ein rechtssicheres, planbares Investitionsklima
sichergestellt werden.
Der spanische Markt für Erneuerbare Energien hat sich in den vergangenen Monaten sehr
gut entwickelt. Mit seiner Gesamterzeugungsleistung belegt Spanien nach Deutschland
und Italien den dritten Platz in Europa; gleichwohl hatte die schwere Wirtschafts-
und Finanzkrise dazu geführt, dass Spanien seit dem Jahr 2010 die Förderungen von
Erneuerbaren Energien wesentlich und zudem rückwirkend beschnitten und im Jahr 2012
nahezu gänzlich eingestellt hatte. In der Folge fiel Spanien beim Ausbau Erneuerbarer
Energien in Europa zurück und muss heute besondere Anstrengungen auf sich nehmen,
um die europäischen Klimaziele für 2020 zu erreichen, zu denen unter anderem gehört,
den Anteil Erneuerbarer Energien am primären Energieverbrauch auf 20 % zu steigern.
So wurden im Jahr 2016 erstmals seit dem Jahr 2012 wieder Ausschreibungen für Projekte
im Bereich der Photovoltaik und Onshore-Windkraft durchgeführt, die von einem garantierten
Mindestpreis pro kWh und bevorzugtem Netzanschluss profitieren.
Zudem hat sich die spanische Regierung mit dem Klimawandel- und Übergangsgesetz ehrgeizige
Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2050 will sie die Stromversorgung des Landes vollständig
über Erneuerbare Energien abdecken. Das letzte Kohle- und Kernkraftwerk soll bis 2030
geschlossen werden. Damit würden die Treibhausgasemissionen Spaniens gegenüber ihrem
Niveau in den 1990er Jahren um rund 90 % reduziert. Um diese Ziele zu erreichen, sollen
pro Jahr mindestens 3 GW an neuen Solar- und Windkapazitäten über einen Zeitraum von
zehn Jahren ausgebaut werden.
Spanien profitiert aber vor allem und in besonderem Maße auch von dem wachsenden Markt
für Power Purchase Agreements (PPAs), also langfristigen privatwirtschaftlichen Stromabnahmeverträgen,
die vollständig ohne staatliche Förderungen auskommen. Die Kombination aus einem drastischen
Rückgang der Kosten für die Photovoltaiktechnik, der hohen Sonneneinstrahlung sowie
einer geringen Bevölkerungsdichte auf dem Land macht den spanischen Markt dafür besonders
attraktiv.
Mit dem Segment Asset Management bietet der Encavis-Konzern über die Encavis Asset
Management AG institutionellen Investoren die Möglichkeit, sich über verschiedene
Anlagevehikel an Erneuerbare-Energien-Assets zu beteiligen. Neben maßgeschneiderten
individuellen Anlagestrategien und Direktinvestments ermöglichen es nach Luxemburger
Recht aufgelegte Fonds institutionellen Anlegern auch, sich an einem breit diversifizierten
Portfolio aus Wind- und Solarparks zu beteiligen. Dabei können die institutionellen
Investoren auf das langjährige Know-how des gesamten Encavis-Konzerns im Bereich der
Erneuerbaren Energien mit 177 Solar- und 70 Windparks und einer Gesamterzeugungsleistung
von rund 2 GW vertrauen.
Erneuerbare-Energien-Anlagen bieten attraktive planbare Renditen und stabile Cashflows,
die zu einem Großteil staatlich garantiert sind oder durch bonitätsstarke Kunden abgesichert
werden. Mit ihren langen Laufzeiten und einer geringeren Korrelation zu anderen Asset-Klassen
oder konjunkturellen Schwankungen eignen sie sich beispielsweise besonders für Pensionsfonds
und Versicherungen, die langfristig investieren und große Portfolios diversifizieren
müssen. Zudem hat sich die Dekarbonisierung von Investmentportfolios international
als ein Trend etabliert; institutionelle Investoren ziehen sich zunehmend aus Investitionen
in fossile Energieträger wie Kohle oder Erdöl zu Gunsten neuer Investments im Bereich
der Erneuerbaren Energien zurück. Nach Angaben des Renewable Global Status Report
investierten institutionelle Investoren im Jahr 2017 insgesamt rund 9,9 Milliarden
US-Dollar in Erneuerbare Energien, das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 42 %.
Am 14. Januar 2019 hat die Encavis AG bekannt gegeben, einen weiteren Solarpark in
den Niederlanden mit einer Erzeugungsleistung von über 14 MW erworben zu haben. Der
im Januar 2019 erworbene Solarpark "Zierikzee" in der Provinz Zeeland wurde Ende des
Jahres 2018 an das Stromnetz angeschlossen und hat eine Erzeugungsleistung von 14,1
MW. In den ersten 15 Jahren erhält der Solarpark eine Einspeisevergütung von knapp
11 Eurocent pro kWh, anschließend den jeweiligen Marktpreis. Encavis erwartet, ab
dem ersten vollen Betriebsjahr mit dem Solarpark Zierikzee Umsatzerlöse in Höhe von
rund 1,4 Millionen Euro jährlich zu erwirtschaften. Das Investitionsvolumen einschließlich
der projektbezogenen Fremdfinanzierungskosten beläuft sich auf 10,6 Millionen Euro.
Die Verkäufer bleiben mit einem Anteil von insgesamt 10 % an dem Solarpark beteiligt.
Mit dem neu erworbenen Solarpark steigt die aktive Erzeugungsleistung der Encavis
AG in den Niederlanden auf rund 106 MW an. Encavis trägt damit zu einer nachhaltigen
und grünen Energieversorgung in den Niederlanden bei.
Am 19. März 2019 wurde Encavis von der Ratingagentur Scope erstmals bewertet und erhielt
ein Emittentenrating im Investment Grade-Bereich (BBB-); der Ausblick für das Rating
ist stabil.
Scopes Ratingeinschätzung berücksichtigt unter anderem das risikoaverse Geschäftsmodell
aus dem Betrieb von Solar- und Windkraftanlagen mit langfristig und staatlich garantierten
Einspeisevergütungen. Darüber hinaus tragen auch die konsequent ausgebaute regionale
Diversifikation des Portfolios sowie der hohe Anteil der Non-Recourse-Finanzierungen
(regresslose Finanzierungen) an der Wachstumsfinanzierung von Encavis zu dieser guten
Bewertung bei. Die Ratingagentur Scope bescheinigt Encavis damit wie erwartet eine
sehr gute und nachhaltige Bonität.
Mit dem Emittentenrating gibt Scope den Marktteilnehmern auf den internationalen Finanzmärkten
eine klare Orientierung und unabhängige Einschätzung über die aktuelle und mittelfristige
Bonitätslage des Unternehmens und sorgt damit für mehr Sicherheit und Transparenz.
Mit der Bewertung als Investment Grade durch eine anerkannte Ratingagentur dürfte
sich für Encavis nicht nur die Bandbreite an Optionen für die zukünftige Wachstumsfinanzierung
erweitern, sondern auch die Höhe der Kosten für die Aufnahme dieser Mittel dürfte
sich verringern.
Mit dem Erwerb des Windparks "Gussenstadt" hat der Encavis Infrastructure Fund, SICAV-RAIF
Renewables Europe II (Renewables Europe II), das Fondsportfolio weiter ausgebaut.
Der Windpark mit einer Gesamtleistung von 14,4 MW besteht aus vier Anlagen des Typs
N117 des Herstellers Nordex. Die Turbinen verfügen jeweils über eine Nennleistung
von 3,6 MW und eine Nabenhöhe von 140,6 Metern.
Des Weiteren wurde der Solarpark Friedmannsdorf im bayrischen Landkreis Hof bereits
Mitte Mai 2019 vollständig ans Netz gebracht. Der Solarpark wurde Ende Februar 2019
vom oben genannten Fonds in der Bauphase erworben.
Die Encavis Asset Management AG veräußerte im Auftrag der Encavis AG jeweils 49 %
der Anteile an den vier deutschen Windparks "Briest", "Breitendeich", "Debstedt" und
"Lunestedt" an einen in Luxemburg betreuten Spezialfonds eines institutionellen Kunden.
Dieser hatte im Vergleich zu zwei weiteren Interessenten das attraktivste Angebot
gelegt. Durch die Transaktion sind dem Konzern liquide Mittel in Höhe von rund 24
Millionen Euro zugeflossen. Die strategische Weichenstellung des Encavis-Konzerns,
zukünftig Minderheitsanteile von bis zu 49 % an ausgewählten Wind- und Solarparks
an institutionelle Investoren zu veräußern, setzt bestehende Cash-Reserven zur Investition
in weitere Projekte frei, bestätigt die bilanziellen Wertansätze der Assets des bestehenden
Portfolios (nach IFRS) und resultiert in Buchgewinnen im Einzelabschluss (nach HGB).
Das Management hat sich dazu entschieden, bei der Darstellung der Segmentberichterstattung in Anlehnung an das interne Berichtswesen auf operative Kennzahlen abzustellen. Diese Darstellung wurde erstmals im Geschäftsbericht 2018 angewendet. Alle Angaben, die aufgrund dieser Anpassungen nicht mit den im Halbjahresfinanzbericht 2018 veröffentlichten Angaben übereinstimmen, sind im Folgenden mit einer "1 " versehen. In Tabellen steht die "1 " neben der Jahresangabe (Spaltenüberschrift), im Fließtext steht die "1 " direkt hinter der entsprechenden Angabe.
Das Solarparkportfolio im Eigenbestand von Encavis umfasst zum 30. Juni 2019 insgesamt
165 Solarparks mit einer Gesamtkapazität von 1,3 GW. Die Solarparks verteilen sich
auf die Länder Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Spanien.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt saisonalen Einflüssen, was zu Schwankungen
in den Umsätzen und Ergebnissen im Verlauf des Jahres führt. Im Segment PV Parks,
das alle sich im Eigenbestand befindlichen Solarparks umfasst, sind vor allem die
Monate April bis September eher umsatzstärker als die Herbst- und Wintermonate.
Das Solarparkportfolio konnte im ersten Halbjahr 2019 bezogen auf die produzierten
kWh aufgrund einer portfolioübergreifend überdurchschnittlichen Anzahl an Sonnenstunden
eine Planüberschreitung von rund 9 % verzeichnen. Die tatsächlich eingespeiste Leistung
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 beträgt 532.848 Megawattstunden (MWh)
(Vorjahr: 432.808 MWh). Von der eingespeisten Leistung entfallen rund 30 % (Vorjahr:
35 %) auf die Solarparks in Deutschland, 21 % (Vorjahr: 24 %) auf die Solarparks in
Italien, 13 % (Vorjahr: 15 %) auf die Solarparks in Großbritannien, 25 % (Vorjahr:
26 %) auf die Solarparks in Frankreich sowie 11 % (Vorjahr: 0 %) auf die Solarparks
in den Niederlanden.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 erworbener Solarpark:
| ― |
Zonnepark Zierikzee B.V., Niederlande, Konzernanteil 90 % |
Das Windparkportfolio im Eigenbestand von Encavis umfasst zum 30. Juni 2019 insgesamt
33 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 331 MW. Die Windparks verteilen sich auf
die Länder Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark.
Die Windparks sind meteorologisch bedingt in den Herbst- und Wintermonaten umsatzstärker
als in den Sommermonaten.
Das Windparkportfolio lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 bezogen auf
die produzierten kWh im Plan. Die tatsächlich eingespeiste Leistung des Segments Windparks
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 beträgt 406.449 MWh (Vorjahr: 335.610
MWh). Hiervon entfallen rund 62 % (Vorjahr: 70 %) auf die Windparks in Deutschland,
10 % (Vorjahr: 14 %) auf die Windparks in Frankreich, 12 % (Vorjahr: 10 %) auf die
Windparks in Österreich, 14 % (Vorjahr: 4 %) auf die Windparks in Dänemark sowie rund
2 % (Vorjahr: 2 %) auf den Windpark in Italien.
Das Ergebnis der Encavis Technical Services GmbH nach Steuern lag im ersten Halbjahr
2019 mit TEUR 679 um TEUR 58 unter dem Vorjahresniveau (TEUR 737). Während die Umsatzerlöse
und sonstigen Erträge einen Anstieg um TEUR 282 verzeichneten, stiegen in Summe die
Abschreibungen, die Aufwendungen für Material, Personal und die sonstigen Aufwendungen
um TEUR 341. Das Finanzergebnis lag im ersten Halbjahr 2019 wie im Vorjahr bei TEUR
0. Die Gesellschaft hat die technische Betriebsführung für viele deutsche und italienische
Solarparks des Encavis-Konzerns übernommen. Das konzernintern betreute Volumen liegt
zum 30. Juni 2019 bei rund 277 MWp.
Darüber hinaus hat die Encavis Technical Services GmbH ab 2012 Verträge für die technische
Betriebsführung von Parks übernommen, die nicht zum Encavis-Konzern gehören. Die Parks
liegen in Thüringen und Norditalien. Das konzernextern betreute Volumen liegt bei
rund 9 MWp.
Das Geschäftsfeld Asset Management umfasst alle Dienstleistungen für Drittinvestoren
wie die Initiierung von Fonds bzw. die individuelle Gestaltung und Strukturierung
sonstiger Investitionen für professionelle Anleger im Bereich Erneuerbare Energien
sowie den Betrieb der von diesen Anlegern gehaltenen Anlagen. Insgesamt umfasst das
Portfolio zum 30. Juni 2019 neun Solarparks und 36 Windparks in den Ländern Deutschland,
Italien, Frankreich, Großbritannien, Finnland und Schweden.
Die erstmalige Anwendung des IFRS 16 hat erhebliche Auswirkungen sowohl auf die operative
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als auch die nach IFRS. Der Anhang enthält detaillierte
Informationen zum Übergang sowie zu den aktuellen Wertansätzen und Ergebniseinflüssen
des Standards.
Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 Umsatzerlöse in Höhe
von TEUR 143.914 (Vorjahr: TEUR 122.757). Dies entspricht einem Anstieg von rund 17
%. Das Wachstum wird in Höhe von TEUR 14.542 vom Solarparkportfolio und in Höhe von
TEUR 5.279 vom Windparkportfolio getragen. Die Erhöhung der Umsatzerlöse im Solarparkportfolio
resultiert in etwa zur Hälfte aus den im Rahmen des operativen Geschäfts neu erworbenen
bzw. in den vergangenen vier Quartalen neu ans Netz angeschlossenen Solarparks und
zur anderen Hälfte aus einer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum länderübergreifend
höheren Sonneneinstrahlung. Die Erhöhung der Umsatzerlöse im Windparkportfolio ist
zu einem wesentlichen Anteil auf die Erweiterung des Portfolios in Dänemark und zu
einem geringeren Anteil auf ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheres Windaufkommen
in Österreich und Deutschland zurückzuführen.
Operative sonstige Erträge erzielte der Konzern in Höhe von TEUR 8.813 (Vorjahr: TEUR
4.756). Zu der Steigerung trugen in Höhe von TEUR 5.858 die Erträge aus der Veräußerung
von Minderheitsanteilen an vier Windparks an einen Spezialfonds eines institutionellen
Kunden bei. Im Vorjahr waren noch einmalige Erträge in Höhe von TEUR 2.096 aus der
Ausbuchung von in der Vergangenheit für mögliche Rückvergütungsansprüche von Netzbetreibern
passivierte Verbindlichkeiten enthalten. In den operativen sonstigen Erträgen werden
zudem periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.298 (Vorjahr: TEUR 1.428) ausgewiesen.
Der operative Personalaufwand beträgt TEUR 7.108 (Vorjahr: TEUR 6.449). Die Erhöhung
ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Teams in verschiedenen Funktionsbereichen des
Konzerns zurückzuführen.
Sonstige operative Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 23.760 (Vorjahr: TEUR 26.210)
angefallen. Hierin sind vor allem die Kosten für den Betrieb der Solar- und Windparks
in Höhe von TEUR 17.115 (Vorjahr: TEUR 19.267) enthalten. Die sonstigen Aufwendungen
beinhalten ferner Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb in Höhe von TEUR 6.635
(Vorjahr: TEUR 6.794). Der Rückgang der sonstigen operativen Aufwendungen liegt vorrangig
in der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 begründet, da der Großteil der bisher unter
den sonstigen operativen Aufwendungen ausgewiesenen Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen
entfällt. Anstatt dessen werden Abschreibungen auf die neu im Anlagevermögen erfassten
Nutzungsrechte aus den Leasingvereinbarungen sowie Zinsaufwendungen auf die korrespondierenden
passivierten Verbindlichkeiten erfasst.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2019 beläuft sich auf TEUR 120.815 (Vorjahr: TEUR 93.986). Dies
entspricht einem Anstieg von rund 29 %. Die EBITDA-Marge beträgt rund 84 % (Vorjahr:
77 %). Der Anstieg des EBITDA resultiert dabei aus dem durch positive meteorologische
Rahmenbedingungen und den Portfolioausbau induzierten Anstieg der Umsatzerlöse, den
Erträgen aus der Veräußerung von Minderheitsanteilen an vier Windparks bei gleichzeitigem,
maßgeblich durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 begründetem Rückgang der sonstigen
operativen Aufwendungen.
Bei den operativen Abschreibungen in Höhe von TEUR 42.647 (Vorjahr: TEUR 36.172) handelt
es sich im Wesentlichen um die planmäßigen Abschreibungen auf die Photovoltaik- und
Windkraftanlagen. Durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 sind zudem die Abschreibungen
auf die aktivierten Nutzungsrechte aus den Leasingvereinbarungen enthalten. Der Anstieg
der Abschreibungen resultiert außerdem aus den im Geschäftsjahr 2018 sowie im ersten
Halbjahr 2019 erworbenen bzw. fertiggestellten Solar- und Windparks.
Das operative Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beläuft sich auf TEUR 78.168
und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 35 % bzw. TEUR 20.354 angestiegen (Vorjahr:
TEUR 57.814). Die EBIT-Marge beläuft sich auf rund 54 % (Vorjahr: 47 %).
Das operative Finanzergebnis beträgt TEUR -27.785 (Vorjahr: TEUR -26.580). Dieses
resultiert im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand für die Non-Recourse-Darlehen der Solar-
und Windparks. Zudem werden im Finanzergebnis erstmals Zinsaufwendungen auf die passivierten
Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Erstanwendung des IFRS 16 ausgewiesen.
Das hieraus resultierende operative Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich auf TEUR
50.382 (Vorjahr: TEUR 31.234). Die EBT-Marge beträgt rund 35 % (Vorjahr: 25 %).
Der in der operativen Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene operative Steueraufwand
beträgt im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 TEUR 7.067 (Vorjahr: TEUR 3.422)
und entfällt im Wesentlichen auf originäre Steuern in den Solar- und Windparks.
Insgesamt ergibt sich ein operatives Konzernergebnis in Höhe von TEUR 43.316 (Vorjahr:
TEUR 27.811). Die EAT-Marge beläuft sich auf rund 30 % (Vorjahr: 23 %).
Wie im Kapitel "Internes Steuerungssystem von Encavis" des Geschäftsberichts 2018
beschrieben, ist die IFRS-Bilanzierung des Konzerns beeinflusst von nicht zahlungswirksamen
Bewertungseffekten und daraus resultierenden Abschreibungen. Zusätzlich beeinträchtigen
nicht zahlungswirksame Zinseffekte und latente Steuern einen transparenten Blick auf
die operative Ertragslage nach IFRS.
| in TEUR | 01.01.-30.06.2019 | 01.01.-30.06.2018 |
| Umsatzerlöse | 143.914 | 122.757 |
| Sonstige Erträge | 6.021 | 10.669 |
| Materialaufwand | -1.044 | -870 |
| Personalaufwand, davon TEUR -511 (Vorjahr: TEUR -245) aus anteilsbasierter Vergütung | -7.133 | -6.512 |
| Sonstige Aufwendungen | -25.097 | -26.414 |
| Bereinigt um folgende Effekte: | ||
| Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen und sonstige nicht betriebliche Erträge | -33 | 0 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge (im Wesentlichen Gewinne aus Unternehmenszusammenschlüssen [Badwills] und Auflösung des Zinsvorteils aus subventionierten Darlehen [Zuwendungen der öffentlichen Hand] sowie nicht zahlungswirksame periodenfremde Erträge) | 2.825 | -5.913 |
| Sonstige nicht operative Aufwendungen | 1.337 | 205 |
| Anteilsbasierte Vergütung (nicht zahlungswirksam) | 25 | 63 |
| Bereinigtes operatives EBITDA | 120.815 | 93.986 |
| Abschreibungen | -62.256 | -54.949 |
| Bereinigt um folgende Effekte: | ||
| Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte (Stromeinspeiseverträge) | 23.084 | 22.224 |
| Folgebewertung der aufgedeckten stillen Reserven/Lasten auf Step-ups für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Sachanlagen | -3.475 | -3.447 |
| Bereinigtes operatives EBIT | 78.168 | 57.814 |
| Finanzergebnis | -26.323 | -24.161 |
| Bereinigt um folgende Effekte: | ||
| Sonstige nicht zahlungswirksame Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge (im Wesentlichen aus Effekten aus Währungsumrechnung, Effektivzinsberechnung, Swap-Bewertung und Zinsaufwand aus subventionierten Darlehen [Zuwendungen der öffentlichen Hand]) | -1.462 | -2.419 |
| Bereinigtes operatives EBT | 50.382 | 31.234 |
| Steueraufwand | -8.115 | -2.326 |
| Bereinigt um folgende Effekte: | ||
| Latente Steuern (nicht zahlungswirksam) und sonstige nicht zahlungswirksame Steuereffekte | 1.048 | -1.096 |
| Bereinigtes operatives Konzernergebnis | 43.316 | 27.811 |
Abweichend von der operativen Ertragslage ergeben sich folgende IFRS-Kennzahlen:
Sonstige Erträge erzielte der Konzern in Höhe von TEUR 6.021 (Vorjahr: TEUR 10.669).
Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokationen gemäß IFRS 3 hat sich ein Unterschiedsbetrag
in Höhe von TEUR 1.876 (Vorjahr: TEUR 4.838) ergeben, der im Berichtszeitraum ergebniswirksam
zu vereinnahmen war.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2019 beläuft sich auf TEUR 116.661 (Vorjahr: TEUR 99.631). Die EBITDA-Marge
beträgt rund 81 % (Vorjahr: 81 %).
Bei den Abschreibungen in Höhe von TEUR 62.256 (Vorjahr: TEUR 54.949) handelt es sich
im Wesentlichen um die planmäßigen Abschreibungen auf die Photovoltaik- und Windkraftanlagen
sowie auf immaterielle Vermögensgegenstände (Stromeinspeiseverträge bzw. exklusive
Nutzungsrechte). Der Anstieg resultiert maßgeblich aus den neu erworbenen bzw. im
Vorjahr nur zeitanteilig einbezogenen Solar- und Windparks sowie aus der erstmaligen
Anwendung des IFRS 16.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beträgt TEUR 54.405 (Vorjahr: TEUR
44.681). Die EBIT-Marge liegt bei rund 38 % (Vorjahr: 36 %).
Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -26.323 (Vorjahr: TEUR -24.161). Die Finanzerträge
belaufen sich auf TEUR 5.800 (Vorjahr: TEUR 7.732). Mit Erträgen in Höhe von TEUR
4.243 (Vorjahr: TEUR 4.569) betreffen diese Zinserträge aus der Auflösung von Step-ups
auf Bankdarlehen und Leasingverbindlichkeiten. Weiterhin sind in Höhe von TEUR 701
(Vorjahr: TEUR 1.822) Erträge im Zusammenhang mit den Veränderungen der Marktwerte
der Zinsswaps enthalten. Finanzaufwendungen sind in Höhe von TEUR 31.970 (Vorjahr:
TEUR 31.893) angefallen. Hierin sind im Wesentlichen der Zinsaufwand für die Non-Recourse-Darlehen
zur Finanzierung der Anlagen in den Parkgesellschaften, Zinsaufwand im Zusammenhang
mit dem Genussrecht der Gothaer Versicherungen sowie unterschiedliche nicht zahlungswirksame
Aufwendungen enthalten. Zudem werden im Finanzergebnis erstmals Zinsaufwendungen auf
die passivierten Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Erstanwendung des
IFRS 16 ausgewiesen.
Das hieraus resultierende Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt TEUR 28.082 (Vorjahr:
TEUR 20.520).
Der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Steueraufwand beläuft sich
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 auf TEUR 8.115 (Vorjahr: TEUR 2.326) und
setzt sich zusammen aus originären und latenten Steuern. Die Quartalssteuern werden
nach IAS 34 berechnet.
Insgesamt ergibt sich ein Konzernergebnis in Höhe von TEUR 19.967 (Vorjahr: TEUR 18.194).
Das Konzernergebnis setzt sich aus dem Ergebnis der Anteilseigner der Muttergesellschaft
in Höhe von TEUR 16.538 (Vorjahr: TEUR 15.209), dem Ergebnis nicht beherrschender
Anteile von TEUR 889 (Vorjahr: TEUR 445) sowie dem Ergebnis der Hybridkapitalgeber
von TEUR 2.540 (Vorjahr: TEUR 2.540) zusammen. Das Konzerngesamtergebnis in Höhe von
TEUR 11.826 (Vorjahr: TEUR 19.592) setzt sich aus dem Konzernergebnis sowie der Veränderung
der im Eigenkapital ausgewiesenen sonstigen Rücklagen zusammen. Neben der Währungsrücklage
in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 149) enthalten die sonstigen Rücklagen weiterhin
die Hedge-Rücklage in Höhe von TEUR -10.840 (Vorjahr: TEUR 1.695), in der auch die
zukünftig planmäßig über die Restlaufzeit des jeweiligen Grundgeschäfts ergebniswirksam
aufzulösenden Beträge von ehemals in einer Sicherungsbeziehung befindlichen Zinsswaps
enthalten sind, die Kosten der Sicherungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR
-42). Die im Eigenkapital erfassten Werte werden nach Ablauf der korrespondierenden
Grundgeschäfte vollständig in das Konzernergebnis umklassifiziert. Dem gegenüber stehen
korrespondierende latente Steuereffekte in Höhe von TEUR 2.576 (Vorjahr: TEUR -404).
Im ersten Halbjahr 2019 wurden TEUR 1 aus der Währungsrücklage in das Konzernergebnis
umklassifiziert. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (nach nicht beherrschenden Anteilen)
beträgt 0,13 Euro (Vorjahr: 0,12 Euro). Die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen
Aktien im Berichtszeitraum beträgt 129.987.264 (Vorjahr: 128.687.085). Das verwässerte
Ergebnis je Aktie liegt bei 0,13 Euro (Vorjahr: 0,12 Euro).
Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds beträgt im ersten Halbjahr
2019 TEUR -50.407 (Vorjahr: TEUR 8.154) und setzt sich wie folgt zusammen:
Der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 76.360 (Vorjahr:
TEUR 78.258). Im Wesentlichen setzt sich der Nettomittelzufluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit aus dem operativen Geschäft der Solar- und Windparks und den hieraus
erfolgten Einzahlungen zusammen. Ferner sind hier die Veränderungen der Aktiva und
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind,
enthalten. Im Berichtszeitraum wurde der operative Cashflow durch eine Kapitalertragsteuerzahlung
in Höhe von 9,0 Millionen Euro belastet; im Vorjahr wurde diese Zahlung nicht im ersten
Quartal geleistet, sondern bereits im vierten Quartal 2017. Die Rückerstattung durch
das Finanzamt wird im Laufe des Geschäftsjahres 2019 erwartet. Negativ wirkten sich
zudem verspätete Zahlungen der Einspeisevergütungen der italienischen Solarparks in
Höhe von 7,7 Millionen Euro aus, die größtenteils erst nach dem Stichtag eingegangen
sind. Einen positiven Effekt hatte der geänderte Ausweis der Aufwendungen aus Leasingvereinbarungen
im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 16, die nunmehr Bestandteil
des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -46.480 (Vorjahr: TEUR -54.047)
und resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
für nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen beziehungsweise Ausleihungen
an diese sowie Auszahlungen für den Erwerb eines Solarparks in den Niederlanden.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -80.287 (Vorjahr: TEUR -16.057)
und resultiert im Wesentlichen aus den regelmäßigen Tilgungen und den gezahlten Zinsen
abzüglich nach den Erstkonsolidierungszeitpunkten ausgezahlter Darlehen für neuerworbene
Solar- und Windparks. Zudem sind Einzahlungen aus dem Verkauf von Minderheitsanteilen
an vier Windparks in Höhe von TEUR 24.855 und gegenläufig die Auszahlung der Dividende
für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von TEUR 19.113 sowie die Dividendenzahlung an
die Hybridkapitalgeber in Höhe von TEUR 2.554 enthalten. Belastend wirkte sich hier
der geänderte Ausweis der Aufwendungen aus Leasingvereinbarungen im Zusammenhang mit
der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 aus. Im ersten Halbjahr 2018 war noch die Aufnahme
eines Geldmarktkredits in Höhe von TEUR 28.000 im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
enthalten.
Zum 30. Juni 2019 verfügt der Konzern, unter Berücksichtigung der Kontokorrentverbindlichkeiten
in Höhe von TEUR 21.772 (Vorjahr: TEUR 1.065), über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
in Höhe von TEUR 121.219 (30. Juni 2018: 128.142).
Das Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2019 TEUR 676.950 (31. Dezember 2018: TEUR 687.057).
Der Rückgang in Höhe von TEUR 10.107 beziehungsweise 1,5 % resultiert hauptsächlich
aus der Auszahlung der Dividende. Gegenläufig wirkten sich die Ausgabe neuer Aktien
infolge der Aktiendividende, die die Mehrheit der Aktionäre gewählt haben, sowie das
positive Periodenergebnis aus. Das Grundkapital hat sich durch Sacheinlage um TEUR
2.011 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 24,69 % (31. Dezember 2018: 25,94 %).
Die Bilanzsumme ist von TEUR 2.649.065 zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 2.741.517 angestiegen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich zum 30. Juni 2019 auf TEUR 19.985 (31.
Dezember 2018: TEUR 19.989).
Durch die Anwendung des IFRS 16 werden zum 30. Juni 2019 erstmals Nutzungsrechte in
Höhe von TEUR 209.542 im Anlagevermögen des Konzerns ausgewiesen. Ein Teil hiervon
resultiert aus Umklassifizierungen und ein Teil aus Neuaktivierungen zum 1. Januar
2019. Detailliertere Ausführungen hierzu können dem Anhang entnommen werden.
Zum Stichtag 30. Juni 2019 hat der Konzern Bank- und Leasingverbindlichkeiten in Höhe
von TEUR 1.689.422 (31. Dezember 2018: TEUR 1.602.631). Es handelt sich um die Darlehen
und Leasingverträge zur Finanzierung der Solar- und Windparks sowie das von den Gothaer
Versicherungen im November 2014 zur Verfügung gestellte Genussrechtskapital. Enthalten
sind zudem Verbindlichkeiten aus Listed Notes aus dem Portfolio Grid Essence inklusive
aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 38.095 sowie Verbindlichkeiten aus einem Schuldscheindarlehen
in Höhe von TEUR 73.000. Darin nicht enthalten sind die unter den sonstigen Verbindlichkeiten
ausgewiesenen Beträge in Höhe von TEUR 9.833 (31. Dezember 2018: TEUR 10.625), die
Zinsvorteile aus niedrig verzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand (Kreditanstalt
für Wiederaufbau, KfW) darstellen und gemäß IAS 20 zu bilanzieren und separat auszuweisen
sind. Resultierend aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 werden zum Bilanzstichtag
zusätzliche Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 113.495
ausgewiesen. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Genussrecht belaufen sich
zum 30. Juni 2019 wie auch zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 150.000. Bei fast allen
Fremdfinanzierungen ist das Haftungsrisiko in Bezug auf die Parks beschränkt (Non-Recourse-Finanzierung).
Die Encavis Asset Management AG hat zwei Luxemburger Spezialfonds bei Investments
in Erneuerbare Energien beraten. Die Gesamterzeugungsleistung der Anlagen liegt bei
rund 36 MW.
Die Gesellschaft hat als Anlageberater in Kooperation mit der Bayerischen Landesbank
den für Banken, Versicherungen und Pensionskassen aufgelegten Spezialfonds Encavis
Infrastructure Fund II S.A. (SICAV-RAIF) bei dem Kauf eines Windparks in Süddeutschland
begleitet. Der Windpark "Gussenstadt" im baden-württembergischen Landkreis Heidenheim
wurde im April vergangenen Jahres in Betrieb genommen. Vier Turbinen der Firma Nordex
sorgen auf einer Nabenhöhe von über 140 Metern für eine Gesamterzeugungsleistung von
rund 14 MW. Dieser Spezialfonds wird von der HANSAINVEST LUX verwaltet.
Der von Hauck & Aufhäuser verwaltete Spezialfonds CHORUS Infrastructure Fund S.A.
(SICAV-SIF) wurde bereits im Jahr 2014 aufgelegt und finanziert seither Solar- und
Windkraftanlagen in Deutschland und Finnland. Kürzlich stockte ein institutioneller
Anleger sein Engagement deutlich auf. Aus den Mitteln wurden nun zwei Freiflächen-Photovoltaikanlagen
in sonnenreichen Regionen Südfrankreichs erworben. Beide Solarparks verfügen zusammen
über eine Nennleistung von rund 22 MW und profitieren von langfristigen Einspeisevergütungen.
Die Encavis Asset Management AG hat erneut umfangreiche Zeichnungen erhalten. Sparkassen
und Genossenschaftsbanken haben den Spezialfonds Encavis Infrastructure II Renewables
Europe II gezeichnet. Mit den neu eingeworbenen Mitteln kann Encavis über 100 Millionen
Euro in Erneuerbare-Energien-Anlagen im Rahmen des Asset Managements investieren.
Es ist bereits das dritte Closing für den SICAV-Spezialfonds nach Luxemburger Recht
mit Investitionsfokus auf baureifen Solar- und Windparks in Deutschland, den Niederlanden,
Österreich und Frankreich. Das aktuelle Portfolio besteht aus deutschen Solar- und
Windparks und soll zügig um Investments in den Niederlanden und Frankreich ergänzt
werden.
Die Encavis AG erwarb eine Minderheitsbeteiligung von 30 % an der Stern Energy S.p.A.,
ihrem langjährigen Partner für die Bereiche Operation and Management (O&M), um ihr
Geschäft mit technischen Solardienstleistungen zu stärken.
Die Investition in Stern ist ein wichtiger strategischer Schritt für Encavis, um eine
bedeutende europaweite Präsenz im Bereich der technischen Solardienstleistungen aufzubauen.
Der Wettbewerbsvorteil, alle Segmente der Wertschöpfungskette abzubilden, wird die
bereits bestehende O&M-Geschäftsplattform stärken. Encavis kann auf eine langjährige,
erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Partner Stern zurückblicken, der bereits für den
technischen Betrieb eines Großteils des italienischen und britischen Portfolios von
Encavis sowie für Teile des niederländischen Portfolios verantwortlich ist. Encavis
und Stern werden gemeinsam daran arbeiten, den Wert dieser gut funktionierenden Partnerschaft
weiter zu steigern, indem sie die gemeinsamen Geschäftsaktivitäten im Bereich der
O&M-Solardienstleistungen auf das gesamte Encavis-Portfolio ausdehnen. Die Entscheidung,
Stern zum bevorzugten O&M-Beauftragten für alle bestehenden Solaranlagen auszuwählen,
reduziert die Kosten und bietet zusätzliche Größenvorteile im technischen Dienstleistungsgeschäft
von Encavis.
Der Umsatz des kombinierten O&M-Geschäfts und des O&M-Zusatzdienstleistungsgeschäfts
von Stern ist in den vergangenen fünf Jahren (2012 - 2017) durchschnittlich um mehr
als 35 % pro Jahr gewachsen. Für 2019 wird eine weitere Steigerung dieses Wachstums
mit einem geschätzten Umsatz von rund 12,5 Millionen Euro erwartet.
Im Berichtszeitraum haben sich gegenüber den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2018 beschriebenen Chancen und Risiken keine wesentlichen Veränderungen ergeben.
Dem Vorstand der Encavis AG sind zudem zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Halbjahresfinanzberichts
2019 keine den Fortbestand der Gesellschaft beziehungsweise des Konzerns gefährdenden
Risiken bekannt.
In den folgenden Aussagen sind Prognosen und Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht
sicher ist. Sofern eine oder mehrere Prognosen oder Annahmen nicht eintreffen, können
die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten abweichen.
Der Ausbau Erneuerbarer Energien setzt sich weltweit mit hoher Dynamik fort. Neben
politischen Klimazielen wie denen, die im Pariser UN-Klimaabkommen vereinbart wurden,
gehen auch immer mehr Unternehmen eine Selbstverpflichtung ein, ihren Strombedarf
zu 100 % aus Erneuerbaren Energien zu decken.
Gleichzeitig hat sich in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund des deutlichen
Preisverfalls für die technischen Komponenten die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen
deutlich erhöht. In vielen Regionen sind sie bereits heute gegenüber konventionellen
Formen der Energieerzeugung auch ganz ohne staatliche Förderung wettbewerbsfähig.
Die Vereinigung der europäischen Solarindustrie, die Solar Power Europe (SPE), hat
ihre Erwartungen an den Kapazitätsausbau im Bereich der Photovoltaik in dem "Global
Market Outlook 2018 - 2022" veröffentlicht. Demnach erwartet SPE bis in das Jahr 2022
auf Basis eines "optimistischen" Szenarios einen Anstieg der weltweiten Photovoltaik-Erzeugungsleistung
auf über 1.200 GW beziehungsweise auf Basis eines "pessimistischen" Szenarios auf
über 800 GW.
Ebenso wird der Bereich der Windenergie in den kommenden Jahren weiter deutlich ausgebaut.
Gemäß der Prognose des Global Wind Energy Council ("Market Forecast for 2018 - 2022")
dürften die Erzeugungskapazitäten in der Windenergie bis 2022 weltweit auf nahezu
840 GW steigen.
Encavis konzentriert sich bei der Akquisition neuer Anlagen vornehmlich auf baureife
beziehungsweise schlüsselfertige Projekte oder bereits bestehende Anlagen, die über
garantierte Einspeisevergütungen oder langfristige Stromabnahmeverträge verfügen.
Bereits bekannte zukünftige Veränderungen in den Förderungssystemen und -mechanismen
für Erneuerbare Energien würden bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung von Neuinvestitionen
berücksichtigt werden und haben keine Auswirkung auf das Bestandsportfolio des Unternehmens.
Die wirtschaftlichen sowie die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Kombination
mit einem anhaltend niedrigen Zinsniveau bieten Encavis weiterhin ein ideales Umfeld
für ein weiteres qualitatives Wachstum des Unternehmens. Bereits heute ist Encavis
einer der größten unabhängigen Stromproduzenten im Bereich der Erneuerbaren Energien
in Europa.
Neben einem ausgezeichneten und breiten Netzwerk im Markt hat sich Encavis zudem über
verschiedene strategische Partnerschaften mit führenden Projektentwicklern und Finanzierungspartnern
langfristig einen exklusiven Zugang zu einer attraktiven Akquisitionspipeline gesichert.
Zu den strategischen Partnern zählen unter anderen der britische Projektentwickler
Solarcentury, der irische Projektentwickler Power Capital sowie der irische Staatsfonds
ISIF (Ireland Strategic Investment Fund). Um sich diese Exklusivität zu sichern, wird
Encavis zunehmend und auch bereits früher als bisher in die Bauphase der verschiedenen
Projekte einsteigen. Zudem verfügen alle von Encavis übernommenen Anlagen über langfristige
staatlich garantierte Einspeisevergütungen oder privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge
mit bonitätsstarken Abnehmern (Off-Taker).
Der Abschluss der strategischen Partnerschaften mit einer exklusiven Akquisitionspipeline
resultiert für den zukünftigen Wachstumskurs von Encavis außerdem in einer deutlich
höheren Transparenz und Planungssicherheit, zudem kann der weitere Ausbau des Portfolios
gezielter gesteuert und terminiert werden.
Neben dem Eigengeschäft stellt Encavis ihre langjährige Expertise und Marktkenntnis
im Bereich der Erneuerbaren Energien auch institutionellen Investoren zur Verfügung.
Innerhalb des Encavis-Konzerns ist die Encavis Asset Management AG auf den Bereich
institutioneller Anleger spezialisiert. Dabei übernimmt die Encavis Asset Management
AG für institutionelle Investoren als "One-Stop-Shop" die Planung und den Aufbau eines
auf Kundenbedürfnisse maßgeschneiderten Portfolios aus Erneuerbare-Energien-Anlagen.
Dies kann individuell oder auch im Rahmen von Fondslösungen auf Basis von Luxemburger
Spezialfonds (SICAV/SICAF) erfolgen.
Die ausgegebene Ergebnisprognose der Encavis AG für das Geschäftsjahr 2019 basiert
allein auf dem zum 30. Juni 2019 bestehenden Portfolio an Solar- und Windparks sowie
der Annahme durchschnittlicher meteorologischer Rahmenbedingungen. Die im März 2019
veröffentlichte Guidance wurde zunächst vor dem Hintergrund der erstmaligen Anwendung
des IFRS 16 um die daraus resultierenden rein technischen Effekte angepasst. Der IFRS
16 schreibt eine geänderte Bilanzierung von Leasingvereinbarungen vor. Daraus ergibt
sich ein positiver Effekt auf die Ergebniskennzahlen operatives EBITDA, operatives
EBIT und operativer Cashflow. Aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme verringert sich
die Eigenkapitalquote ab dem Zeitpunkt der Erstanwendung um rund einen Prozentpunkt.
Die langfristige Zielgröße für die Eigenkapitalquote reduziert sich vor diesem Hintergrund
von 25 % auf 24 %.
Diese Guidance wurde im Mai 2019 aufgrund erzielter Effizienzsteigerungen im Konzern
und des erfolgreichen Einstiegs in den Verkauf von Minderheitsanteilen vollkonsolidierte
Parks angehoben. Hierbei blieben günstige meteorologische Effekte unberücksichtigt.
Vor dem Hintergrund der weiterhin sehr günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
und der fortgesetzt positiven meteorologischen Bedingungen im ersten Halbjahr 2019
sowie der auf qualitatives Wachstum ausgerichteten Geschäftsstrategie des Encavis-Konzerns
hebt der Vorstand der Encavis AG seine Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2019
erneut an.
| in Mio. EUR | 2019 | 2019 | 2019 | 2019 |
| (GB 2018) |
(inkl. IFRS 16-Effekte) | (PM 28. Mai 2019) | (Q2 2019) | |
| Umsatz | >255 | >255 | >260 | >270 |
| Operatives EBITDA* | >190 | >199 | >210 | >218 |
| Operatives EBIT* | >112 | >114 | >125 | >132 |
| Operativer Cashflow* | >180 | >188 | >190 | >198 |
| Operatives Ergebnis je Aktie in Euro* | 0,35 | 0,35 | 0,40 | 0,42 |
*
Operativ; enthält keine IFRS-bedingten, nicht liquiditätswirksamen Bewertungseffekte.
Vorstand und Aufsichtsrat von Encavis wollen die Aktionäre auch zukünftig in angemessenerer
Weise am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Daher haben sie der ordentlichen Hauptversammlung
am 15. Mai 2019 vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,24 Euro je dividendenberechtigte
Stückaktie auszuzahlen. Die Hauptversammlung stimmte dem Vorschlag der Gesellschaft
mit großer Mehrheit zu. Die Dividende wurde zudem erneut als Wahldividende angeboten,
die den Aktionären größtmögliche Entscheidungsfreiheit bietet und mit einer Annahmequote
von 54,4 % großen Zuspruch erhielt. Insgesamt wurden somit 2.010.807 neue Aktien emittiert
und eine Bardividende in Höhe von 19.112.659,95 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet.
Die Auszahlung der Bardividende erfolgte am 18. Juni 2019, die Einbuchung der neuen
Aktien in die Wertpapierdepots der Aktionäre erfolgte am 26. Juni 2019.
Hamburg, im August 2019
| Dr. Dierk Paskert | Dr. Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
| in TEUR | 01.01.-30.06.2019 | 01.01.-30.06.2018 | Q2/2019 | Q2/2018 |
| Umsatzerlöse | 143.914 | 122.757 | 84.450 | 76.876 |
| Sonstige Erträge | 6.021 | 10.669 | 1.418 | 7.359 |
| Materialaufwand | -1.044 | -870 | -481 | -421 |
| Personalaufwand | -7.133 | -6.512 | -3.317 | -3.737 |
| davon aus anteilsbasierter Vergütung | -511 | -245 | -452 | -124 |
| Sonstige Aufwendungen | -25.097 | -26.414 | -12.952 | -13.733 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 116.661 | 99.631 | 69.118 | 66.344 |
| Abschreibungen | -62.256 | -54.949 | -31.083 | -27.564 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 54.405 | 44.681 | 38.035 | 38.781 |
| Finanzerträge | 5.800 | 7.732 | -132 | 2.990 |
| Finanzaufwendungen | -31.970 | -31.893 | -14.662 | -17.437 |
| Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | -154 | 0 | -73 | 0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 28.082 | 20.520 | 23.168 | 24.334 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -8.115 | -2.326 | -7.028 | -1.434 |
| Konzernergebnis | 19.967 | 18.194 | 16.140 | 22.900 |
| Posten, die ergebniswirksam umgegliedert werden können | ||||
| Währungsdifferenzen | 122 | 149 | 274 | -155 |
| Absicherung von Zahlungsströmen -wirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes | -10.840 | 1.695 | -4.323 | 889 |
| Kosten der Sicherungsmaßnahmen | 1 | -42 | -4 | 8 |
| Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, die ergebniswirksam umgegliedert werden können | 2.576 | -404 | 1.067 | -216 |
| Umklassifizierungen | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | -8.140 | 1.398 | -2.986 | 526 |
| Konzerngesamtergebnis | 11.826 | 19.592 | 13.154 | 23.426 |
| Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode | ||||
| Aktionäre der Encavis AG | 16.538 | 15.209 | 13.905 | 21.040 |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 889 | 445 | 962 | 587 |
| Anteil Hybridkapitalgeber | 2.540 | 2.540 | 1.274 | 1.274 |
| Zurechnung des Konzerngesamtergebnisses der Periode |
||||
| Aktionäre der Encavis AG | 8.396 | 16.606 | 10.918 | 21.566 |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 890 | 445 | 962 | 587 |
| Anteil Hybridkapitalgeber | 2.540 | 2.540 | 1.274 | 1.274 |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Durchschnittlich ausgegebene Aktien im Berichtszeitraum | ||||
| Unverwässert | 129.987.264 | 128.687.085 | 129.987.264 | 129.117.177 |
| Verwässert | 129.987.264 | 128.748.420 | 129.987.264 | 129.174.384 |
| Ergebnis je Aktie unverwässert/verwässert (in EUR) | 0,13 | 0,12 | 0,11 | 0,16 |
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 561.189 | 579.950 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 19.985 | 19.989 |
| Sachanlagen | 1.660.957 | 1.548.639 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 20.814 | 14.514 |
| Finanzanlagen | 40.425 | 6.474 |
| Sonstige Forderungen | 4.719 | 19.518 |
| Aktive latente Steuern | 120.775 | 118.169 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 2.428.863 | 2.307.252 |
| Vorräte | 406 | 422 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 57.029 | 36.178 |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 4.884 | 9.714 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 25.728 | 29.269 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 12.932 | 13.738 |
| Liquide Mittel | 211.675 | 252.491 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 142.991 | 175.564 |
| Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung | 68.684 | 76.927 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 312.654 | 341.812 |
| Bilanzsumme | 2.741.517 | 2.649.065 |
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | |
| Gezeichnetes Kapital | 131.498 | 129.487 |
| Kapitalrücklage | 422.935 | 413.104 |
| Rücklage für in Eigenkapitalinstrumenten zu erfüllende Arbeitnehmervergütungen | 333 | 383 |
| Sonstige Rücklagen | -9.861 | -1.718 |
| Bilanzgewinn | 26.360 | 41.200 |
| Anteil der Aktionäre der Encavis AG am Eigenkapital | 571.266 | 582.456 |
| Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital | 10.242 | 9.145 |
| Anteil der Hybridkapitalgeber am Eigenkapital | 95.442 | 95.456 |
| Summe Eigenkapital | 676.950 | 687.057 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern | 5.380 | 5.264 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.323.696 | 1.349.602 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 176.229 | 73.933 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 8.932 | 10.764 |
| Langfristige Rückstellungen | 46.400 | 39.724 |
| Passive latente Steuern | 234.590 | 234.540 |
| Summe langfristige Schulden | 1.795.227 | 1.713.827 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern | 23.160 | 17.140 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 6.866 | 7.694 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 176.647 | 174.420 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 14.623 | 6.764 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.767 | 16.784 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 28.227 | 18.756 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 6.050 | 6.623 |
| Summe kurzfristige Schulden | 269.340 | 248.181 |
| Bilanzsumme | 2.741.517 | 2.649.065 |
| In TEUR | 01.01.-30.06.2019 | 01.01-30.06.2018 |
| Periodenergebnis | 19.967 | 18.194 |
| Abschreibungen oder Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 62.256 | 54.949 |
| Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 0 | 4 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -1.621 | -5.476 |
| Finanzerträge/Finanzaufwendungen | 26.170 | 24.157 |
| Erfolgswirksame Ertragsteuern | 8.115 | 2.326 |
| Zahlungswirksame Ertragsteuern | -15.481 | -3.534 |
| Zu-/Abnahme anderer Aktiva/Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind | -23.046 | -12.362 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 76.360 | 78.258 |
| Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen abzüglich übernommener Zahlungsmittel/Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierterUnternehmen | -2.956 | -12.623 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | -2.013 | -41.236 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -139 | -219 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen/Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagevermögen | -41.383 | 24 |
| Erhaltene Dividenden | 12 | 7 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -46.480 | -54.047 |
| Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten | -53.578 | 42.441 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -6.196 | 0 |
| Erhaltene/gezahlte Zinsen | -32.644 | -25.173 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen/Auszahlungen für Emissionskosten | -122 | -119 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen ohne Änderung der Kontrolle | 24.855 | 0 |
| Veränderung des beschränkt verfügungsberechtigten Zahlungsmittelbestands | 9.836 | -9.555 |
| Dividendenzahlungen an Aktionäre der Encavis AG | -19.113 | -20.838 |
| Dividendenzahlungen an Hybridkapitalgeber | -2.554 | -2.554 |
| Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile | -771 | -259 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -80.287 | -16.057 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -50.407 | 8.154 |
| Veränderungen der Liquidität aus Wechselkursänderungen | 93 | 5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Stand am 01.01.2019 (01.01.2018) | 171.533 | 119.984 |
| Stand am 30.06.2019 (30.06.2018) | 121.219 | 128.142 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Sonstige Rücklagen | |||
| Währungsrücklage | Hedge Rücklage |
Kosten der Sicherungsmaßnahmen | Rücklage aus Zeitwertänderungen | |||
| Stand 01.01.2018 | 128.252 | 406.834 | 1.176 | -3.630 | -298 | |
| Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 | 298 | |||||
| Stand 01.01.2018 (angepasst nach IFRS 9) | 128.252 | 406.834 | 1.176 | -3.630 | ||
| Konzernergebnis | ||||||
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | 149 | 1.284 | -35 | |||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 149 | 1.284 | -35 | |||
| Dividende | ||||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | ||||||
| Veränderungen aus Kapitalmaßnahmen | 1.185 | 6.192 | ||||
| Transaktionen mit Anteilseignern, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden | 22 | |||||
| Emissionskosten | -121 | |||||
| Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | ||||||
| Stand 30.06.2018 | 129.437 | 412.927 | 1.324 | -2.346 | -35 | |
| Stand 01.01.2019 | 129.487 | 413.104 | 1.010 | -2.700 | -28 | |
| Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 | ||||||
| Stand 01.01.2019 (angepasst nach IFRS 16) | 129.487 | 413.104 | 1.010 | -2.700 | -28 | |
| Konzernergebnis | ||||||
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse* | 121 | -8.264 | 1 | |||
| Erfolgswirksame Umklassifizierungen | 1 | |||||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 122 | -8.264 | 1 | |||
| Dividende | ||||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | ||||||
| Veränderungen aus Kapitalmaßnahmen | 2.011 | 9.953 | ||||
| Emissionskosten | -122 | |||||
| Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | ||||||
| Stand 30.06.2019 | 131.498 | 422.935 | 1.131 | -10.964 | -27 | |
| in TEUR | Sonstige Rücklagen | |||||
| Rücklage für in Eigenkapitalinstrumenten zu erfüllende Arbeitnehmervergütungen | Bilanzgewinn |
Anteil der Aktionäre der Encavis AG am Eigenkapital |
Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital | Anteil der Hybridkapitalgeber am Eigenkapital | Gesamt | |
| Stand 01.01.2018 | 458 | 63.737 | 596.528 | 6.582 | 95.484 | 698.594 |
| Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 | -456 | -158 | -158 | |||
| Stand 01.01.2018 (angepasst nach IFRS 9) | 458 | 63.281 | 596.370 | 6.582 | 95.484 | 698.436 |
| Konzernergebnis | 15.209 | 15.209 | 445 | 2.540 | 18.194 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | 1.398 | 1.398 | ||||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 15.209 | 16.607 | 445 | 2.540 | 19.592 | |
| Dividende | -28.215 | -28.215 | -2.554 | -30.769 | ||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 63 | 63 | 63 | |||
| Veränderungen aus Kapitalmaßnahmen | 7.377 | 30 | 7.407 | |||
| Transaktionen mit Anteilseignern, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden | 22 | -22 | 0 | |||
| Emissionskosten | -121 | -28 | -149 | |||
| Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | 401 | 401 | ||||
| Stand 30.06.2018 | 521 | 50.274 | 592.102 | 7.437 | 95.442 | 694.981 |
| Stand 01.01.2019 | 383 | 41.200 | 582.456 | 9.145 | 95.456 | 687.057 |
| Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 | -301 | -301 | -301 | |||
| Stand 01.01.2019 (angepasst nach IFRS 16) | 383 | 40.899 | 582.155 | 9.145 | 95.456 | 686.756 |
| Konzernergebnis | 16.538 | 16.538 | 889 | 2.540 | 19.967 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse* | -8.142 | 1 | -8.142 | |||
| Erfolgswirksame Umklassifizierungen | 1 | 1 | ||||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 16.538 | 8.396 | 890 | 2.540 | 11.826 | |
| Dividende | -31.077 | -31.077 | -256 | -2.554 | -33.887 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -50 | -50 | -50 | |||
| Veränderungen aus Kapitalmaßnahmen | 11.964 | 11.964 | ||||
| Emissionskosten | -122 | -122 | ||||
| Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | 463 | 463 | ||||
| Stand 30.06.2019 | 333 | 26.360 | 571.266 | 10.242 | 95.442 | 676.950 |
*
Exklusive separat ausgewiesener Effekte aus Umklassifizierungen.
Dieser verkürzte und ungeprüfte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß § 37w Abs. 3
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie in Übereinstimmung mit dem International Accounting
Standard IAS 34 "Interim Financial Reporting"(Zwischenberichterstattung) aufgestellt.
Er enthält nicht sämtliche Informationen, die nach IFRS für einen Konzernabschluss
zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind, und sollte daher nur in Verbindung
mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 gelesen werden.
Der Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden weder entsprechend § 317
HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung und verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
enthalten Vergleichsangaben zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Die verkürzte Konzernbilanz
enthält vergleichende Zahlen zum Ende des unmittelbar vorangegangenen Geschäftsjahres.
Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen
des letzten Konzernabschlusses zum Geschäftsjahresende. Eine detaillierte Beschreibung
der angewandten Methoden haben wir in den Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses
2018 veröffentlicht. Im Falle von Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
werden sie gesondert erläutert.
Die Encavis AG, nachstehend als "Gesellschaft" oder gemeinsam mit den Tochtergesellschaften
als "Konzern" bezeichnet, ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg.
Die wesentlichen Tätigkeitsbereiche des Konzerns werden im Einzelnen in Kapitel 1
des Anhangs zum Konzernjahresabschluss für das am 31. Dezember 2018 beendete Geschäftsjahr
beschrieben.
Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind die Encavis AG und die mit
ihr verbundenen Unternehmen. Zu den zum Konsolidierungskreis gehörenden Unternehmen
verweisen wir auf Abschnitt 18 des Anhangs im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018
sowie in Bezug auf die Änderungen im ersten Halbjahr 2019 auf die Ausführungen im
folgenden Abschnitt. Die Muttergesellschaft des Konzerns, die Encavis AG, wurde in
Hamburg am 18. Januar 2002 beim Amtsgericht im Handelsregister unter HRB 63197 eingetragen
und hat ihren Firmensitz in der Großen Elbstraße 59, 22767 Hamburg.
Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden zu gleichen Konditionen wie mit fremden Dritten
abgeschlossen.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt saisonalen Einflüssen, die zu Schwankungen
in den Umsätzen und Ergebnissen im Verlauf des Jahres führen. Saisonal bedingt fallen
die Umsätze des Segments PV Parks üblicherweise im zweiten und dritten Quartal eines
Geschäftsjahres höher aus als im ersten und vierten Quartal, während die Umsätze und
Ergebnisse des Segments Windparks in der Regel im ersten und vierten Quartal eines
Geschäftsjahres höher ausfallen als im zweiten und dritten Quartal.
Der Konzern hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 die nachfolgend aufgelisteten
neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen angewandt:
| Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen | Status des EU-Endorsements (Stand: 30.06.2019) | ||
| IFRS 16 | Neuer Standard - Leasingverhältnisse | 01.01.2019 | Übernahme erfolgt |
| IFRS 9 | Änderung - Vorzeitige Rückzahlungsoptionen mit negativer Vorfälligkeitsentschädigung | 01.01.2019 | Übernahme erfolgt |
| IFRIC 23 | Bilanzierung von Steuerrisikopositionen | 01.01.2019 | Übernahme erfolgt |
| IAS 28 | Änderung - Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 01.01.2019 | Übernahme erfolgt |
| IAS 19 | Änderung - Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen | 01.01.2019 | Übernahme erfolgt |
| AIP | Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015 -2017 | 01.01.2019 | Übernahme erfolgt |
Die neuen und geänderten Standards/Interpretationen führen mit einer Ausnahme zu keinen
wesentlichen Auswirkungen auf den vorliegenden Zwischenabschluss des Konzerns. Hinsichtlich
des Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" gibt es, ergänzend zu den Ausführungen
im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018, die nachfolgend erläuterten Auswirkungen
auf die Darstellung sowie Bewertung im Konzernabschluss.
Es gibt keine wesentlichen neuen Erkenntnisse bezüglich der noch nicht verpflichtend
anzuwendenden neuen und geänderten Standards/Interpretationen, bei denen keine vorzeitige
Anwendung im Konzern stattfand, weshalb auf die Ausführungen im Konzernabschluss zum
31. Dezember 2018 verwiesen wird.
IFRS 16 wurde im Januar 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in europäisches Recht
übernommen und ist erstmals auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019
beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der neue Standard regelt den Ansatz, die Bewertung,
den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen im Abschluss
von Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren. Für den Leasingnehmer sieht der Standard
ein einziges Bilanzierungsmodell, das Right-of-Use-Modell, vor, womit die unter IAS
17 vorgenommene Unterscheidung in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse
entfällt. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass grundsätzlich sämtliche
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen
sind. Beim Leasinggeber führt die Einführung des neuen Standards demgegenüber zu keinen
wesentlichen Änderungen.
Zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 16 am 1. Januar 2019 wurde von Encavis die
modifiziert retrospektive Methode angewendet. Entsprechend wurden die Vergleichszahlen
für das Jahr 2018 nicht rückwirkend angepasst,sondern weiterhin wie nach IAS 17 dargestellt.
Die Leasingverhältnisse von Encavis umfassen sowohl Mobilien- (z. B. Firmenwagen,
Kopierer) als auch Immobilienleasing (z. B. Büroflächen, Grundstücke, Energieerzeugungsanlagen).
Bis zum Geschäftsjahr 2018 wurden diese Leasingverhältnisse entweder als Operating-
oder Finanzierungsleasingverhältnisse eingestuft. Finanzierungsleasingverhältnisse
wurden zu Beginn der Laufzeit als Vermögenswerte und Schulden mit dem niedrigeren
Betrag aus beizulegendem Zeitwert des Vermögenswertes und Barwert der Mindestleasingzahlungen
angesetzt. Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen erfolgte keine Erfassung in
der Bilanz, die Leasingzahlungen wurden stattdessen linear über die Laufzeit als Aufwand
in der Gesamtergebnisrechnung berücksichtigt.
Im Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS 16 zum 1. Januar 2019 wurden alle bisherigen Operating-Leasingverhältnisse
als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz erfasst. Ausgenommen
hiervon wurden kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit bis zu zwölf Monaten
und Leasingverhältnisse mit geringwertigen zugrundeliegenden Vermögenswerten, für
die das Bilanzierungswahlrecht in Anspruch genommen wurde. Der Ansatz der Nutzungsrechte
erfolgte jeweils in Höhe der Leasingverbindlichkeiten, angepasst um alle zum 31. Dezember
2018 in der Bilanz ausgewiesenen bereits geleisteten Vorauszahlungen und passivisch
abgegrenzten Leasingzahlungen. Es existierten zum Erstanwendungszeitpunkt keine belastenden
Leasingverhältnisse bei Encavis, die eine Wertberichtigung der initialen Nutzungsrechte
erfordert hätten.
Encavis verfügt zudem über einige bereits nach IAS 17 als Finanzierungsleasing eingestufte
Verträge. Hierfür wurden die unmittelbar vor der Erstanwendung von IFRS 16 bilanzierten
Buchwerte der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten nach IAS 17 angesetzt.
Im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 hat Encavis folgende durch den Standard
erlaubte Erleichterungen in Anspruch genommen:
| ― |
Leasingverträge, die zum 1. Januar 2019 eine geringere Restlaufzeit als zwölf Monate hatten, wurden in der Regel als kurzfristige Leasingverträge nicht nach IFRS 16 bilanziert. |
| ― |
Frühere Einschätzungen, ob ein belastendes Leasingverhältnis vorliegt, wurden übernommen. |
Encavis hat weiterhin von dem Recht Gebrauch gemacht, keine Neueinschätzung des Vorliegens
eines Leasingverhältnisses bei bereits bestehenden Verträgen zum Zeitpunkt der Erstanwendung
vorzunehmen. Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2019 bereits nach IAS 17 und IFRIC
4 als Leasingverhältnisse eingestuft waren, wurde demnach das Vorliegen eines Leasingverhältnisses
vorausgesetzt.
Die quantitativen Auswirkungen der Implementierung von IFRS 16 auf die Konzernbilanz
zum 1. Januar 2019 stellen sich wie folgt dar:
| 01.01.2019 | |
| Veränderung langfristige Vermögenswerte | |
| Sachanlagen | 131.473 |
| Vermögenswerte Rückbauverpflichtungen | -37.547 |
| Energieerzeugungsanlagen im Rahmen vorheriger Finanzierungsleasingverhältnisse | -39.129 |
| Nutzungsrechte | 208.149 |
| Sonstige Forderungen | -16.171 |
| Veränderung kurzfristige Vermögenswerte | |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | -1.499 |
| Summe Veränderung Vermögenswerte | 113.803 |
| 01.01.2019 | |
| Nettoveränderung Eigenkapital | -301 |
| Veränderung langfristige Schulden | |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 111.176 |
| Veränderung kurzfristige Schulden | |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 4.000 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -1.072 |
| Summe Veränderung Schulden | 113.803 |
Die Sachanlagen sind zum 1. Januar 2019 aufgrund der Aktivierung von Nutzungsrechten
angestiegen (in Höhe von TEUR 131.473). Innerhalb der Sachanlagen fand eine Umklassifizierung
von Vermögenswerten aus Rückbauverpflichtungen im Zusammenhang mit gepachteten Grundstücken
(in Höhe von TEUR 37.547) sowie Finanzierungsleasingverhältnissen nach IAS 17 (in
Höhe von TEUR 39.129) in die Nutzungsrechte statt. Alle Vorauszahlungen für Operating-Leasingverhältnisse
in den sonstigen Forderungen (in Höhe von TEUR 16.171) sowie den sonstigen kurzfristigen
Forderungen (in Höhe von TEUR 1.499) werden ebenfalls seit dem 1. Januar 2019 unter
den Nutzungsrechten ausgewiesen. Korrespondierend dazu fand eine Umgliederung der
sonstigen Verbindlichkeiten für Operating-Leasingverhältnisse (in Höhe von TEUR 1.072),
die bisher als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden, in die Leasingverbindlichkeiten
statt. Aufgrund einer teilweisen Neubewertung der umgegliederten sonstigen Forderungen
und Verbindlichkeiten ergibt sich eine Verringerung des Eigenkapitals (in Höhe von
TEUR 301).
Die aktivierten Nutzungsrechte lassen sich in folgende Anlagenklassen unterteilen:
| 30.06.2019 | 01.01.2019 | |
| Grundstücke | 165.327 | 162.265 |
| Gebäude | 5.986 | 6.527 |
| Energieerzeugungsanlagen | 38.075 | 39.129 |
| PKWs | 154 | 228 |
| Summe Nutzungsrechte | 209.542 | 208.149 |
Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember
2018 zu den passivierten Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:
| 2019 | |
| Operating-Leasingverpflichtungen unter IAS 17.35 zum 31.12.2018 | 168.467 |
| Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen zum 31.12.2018 | 90.524 |
| Verpflichtungen für kurzfristige Leasingverhältnisse | 0 |
| Verpflichtungen für Leasingverhältnisse mit geringwertigen zugrundeliegenden Vermögenswerten | -37 |
| Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 01.01.2019 | 258.954 |
| Barwert der Operating-Leasingverpflichtungen | 115.175 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen | 80.697 |
| Summe Leasingverbindlichkeiten zum 01.01.2019 | 195.872 |
Die passivierten Verbindlichkeiten aus Operating-Leasingverhältnissen entsprechen
dem Barwert der ausstehenden Zahlungen, die mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum
1. Januar 2019 abdiskontiert wurden. Der gewichtete durchschnittlich angewendete Grenzfremdkapitalzinssatz
betrug 3,66 %.
Die Auswirkungen der Implementierung von IFRS 16 auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung
des ersten Halbjahres 2019 stellen sich wie folgt dar:
| 01.01.-30.06.2019 | |
| Sonstige Erträge | 15 |
| Sonstige Aufwendungen | 4.297 |
| Veränderung Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 4.312 |
| Abschreibungen | -3.443 |
| Veränderung Betriebsergebnis (EBIT) | 869 |
| Finanzaufwendungen | -2.090 |
| Veränderung Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | -1.221 |
| Veränderung Konzernergebnis | -1.221 |
| Veränderung Konzerngesamtergebnis | -1.221 |
Im ersten Halbjahr 2019 wurden Abschreibungen der Nutzungsrechte (in Höhe von TEUR
3.443) und Zinsaufwendungen für die Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten (in Höhe
von TEUR 2.090) anstatt der bisherigen Miet-, Leasing- und Pachtaufwendungen erfasst.
Es kommt daher im Vergleich zur vorherigen Bilanzierung nach IAS 17 zu einer signifikanten
Verbesserung der Kennzahlen EBITDA (in Höhe von TEUR 4.312) und EBIT (in Höhe von
TEUR 869). Das Konzernergebnis verzeichnet demgegenüber einen Rückgang (in Höhe von
TEUR 1.221), da es aufgrund der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten zu einer zeitlichen
Vorverlagerung der Aufwendungen bei gleichem Gesamtaufwand über die Totalperiode hinweg
kommt.
Durch den geänderten Ausweis nach IFRS 16 ergibt sich in der Konzern-Kapitalflussrechnung
eine Verschiebung zwischen dem operativen Cashflow (in Höhe von TEUR 4.518) und dem
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (in Höhe von TEUR -4.518).
Durch die Implementierung von IFRS 16 stiegen in allen Segmenten die Vermögenswerte,
die Verbindlichkeiten und das EBITDA an. Die quantitativen operativen Effekte in den
einzelnen Segmenten zum 30. Juni 2019 können der folgendenTabelle entnommen werden:
| EBITDA | Vermögen | Schulden | |
| Verwaltung | 413 | 6.109 | 6.154 |
| PV Parks | 2.244 | 48.794 | 49.470 |
| Windparks | 1.640 | 56.009 | 56.353 |
| Summe | 4.297 | 110.912 | 111.977 |
Nachfolgend werden die neuen Bilanzierungsvorschriften erläutert, die seit dem Erstanwendungszeitpunkt
des IFRS 16 bei Encavis angewendet werden.
Am Bereitstellungsdatum (d. h. an dem Datum, an dem der Vermögenswert zur Nutzung
durch Encavis verfügbar ist) ist ein Nutzungsrecht in Höhe der Anschaffungskosten
zu aktivieren. Die Anschaffungskosten beinhalten
| ― |
den als Leasingverbindlichkeit passivierten Betrag bei Erstbewertung |
| ― |
alle entstandenen anfänglichen direkten Kosten |
| ― |
alle bereits geleisteten Leasingzahlungen vor oder am Bereitstellungsdatum abzüglich erhaltener Leasinganreize |
| ― |
alle geschätzten Rückbau- und vergleichbaren Verpflichtungen |
Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Abschreibungen
und Wertminderungen und angepasst um Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit. Der
Abschreibungszeitraum ist definiert als der kürzere Zeitraum aus Nutzungsdauer und
Laufzeit des Leasingvertrages.
Am Bereitstellungsdatum ist eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwertes der
ausstehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit zu passivieren. Als Basis für die
Abzinsung verwendet Encavis den Grenzfremdkapitalzinssatz, sofern der dem Leasingverhältnis
zugrundeliegende implizite Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann.
Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten
| ― |
feste Zahlungen (inklusive de facto fester Zahlungen) abzüglich zu erhaltender Leasinganreize |
| ― |
variable, an einen Index oder Zins gekoppelte Leasingzahlungen |
| ― |
voraussichtlich zu zahlende Beträge im Rahmen von Restwertgarantien |
| ― |
Ausübungspreise von Kaufoptionen, sofern eine Ausübung hinreichend wahrscheinlich ist |
| ― |
Strafzahlungen für Kündigungen des Leasingverhältnisses, sofern diese in der Laufzeit berücksichtigt wurden |
In vielen Verträgen sind die Leasingzahlungen an Indizes (wie z. B. den Verbraucherpreisindex)
gekoppelt. Die zur Bestimmung der Leasingverbindlichkeit herangezogenen Zahlungsströme
beinhalten stets lediglich bereits eingetretene Anpassungen und keine Schätzungen
zukünftiger Anpassungen aufgrund der Indexentwicklung.
Nicht an einen Index oder Zins gekoppelte variable Leasingzahlungen werden unverändert
wie nach IAS 17 in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Hierzu zählen bei Encavis Zahlungsbestandteile
in Pachtverträgen, die auf Basis der Stromerträge berechnet werden.
Die Laufzeit der Leasingverhältnisse setzt sich zusammen aus der unkündbaren Laufzeit
zuzüglich etwaiger Verlängerungsoptionen, deren Ausübung hinreichend wahrscheinlich
ist, und Perioden, in denen eine Kündigungsoption gewährt wird, sofern die Ausübung
hinreichend unwahrscheinlich ist. Verlängerungsoptionen sind insbesondere im Rahmen
von Miet- und Pachtverträgen bei Encavis ein wesentlicher Bestandteil. Encavis beurteilt
nach eigenem Ermessen durch die Berücksichtigung aller relevanten Faktoren, die einen
ökonomischen Anreiz für die Ausübung bieten,ob diese als hinreichend wahrscheinlich
einzuschätzen ist. Im Falle nachträglich eintretender wesentlicher Ereignisse oder
Änderungen der Umstände, die eine Auswirkung auf die Beurteilung haben, erfolgt eine
Neuschätzung der Laufzeit, sofern Encavis die Kontrolle hierfür obliegt. Verlängerungsoptionen
im Rahmen von Pachtverträgen wurden bei Encavis zum großen Teil in der Ermittlung
der Laufzeit der Leasingverhältnisse berücksichtigt. Dies ist darauf zurückzuführen,
dass die geplante Betriebsdauer der darauf errichteten Energieerzeugungsanlagen häufig
über die Grundmietzeit hinausgeht und eine Optionsausübung daher ökonomisch sinnvoll
ist.
Die Leasingverbindlichkeit wird über die Laufzeit aufgezinst und um die geleisteten
Zahlungen reduziert. Im Falle etwaiger Änderungen des Leasingverhältnisses, die Auswirkungen
auf die zukünftigen Leasingzahlungen haben, ist sie neu zu bewerten. Hierzu zählen
beispielsweise geänderte Einschätzungen zur Ausübung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen
oder Anpassungen in der Höhe der Leasingraten.
Encavis nimmt das durch den Standard gewährte Recht in Anspruch, kurzfristige Leasingverhältnisse
mit einer Laufzeit bis zu zwölf Monaten und Leasingverhältnisse mit geringwertigen
zugrundeliegenden Vermögenswerten (d. h. mit einem Neuwert bis 5.000 US-Dollar) nicht
in der Bilanz zu aktivieren bzw. zu passivieren. Alle hiermit in Zusammenhang stehenden
Zahlungen werden weiterhin wie nach IAS 17 linear über die Laufzeit verteilt in der
Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Aufwendungen für diese Leasingverhältnisse sind
bei Encavis insgesamt als unwesentlich einzustufen.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 sind neben den im Konsolidierungskreis
im Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 unter Punkt 18 genannten Gesellschaften
zusätzlich folgende Unternehmen einbezogen worden:
| Sitz | Anteil in % | |
| Vollkonsolidierte Konzernunternehmen | ||
| Toolestown Solar DAC | Dublin, Irland | 75,00 |
| Zonnepark Zierikzee B.V. | Zierikzee, Niederlande | 90,00 |
| Assoziierte Unternehmen | ||
| Cabrera Energia Solar S. L. U. | Valencia, Spanien | 80,00 |
| Stern Energy S.p.A., inkl. Tochtergesellschaften | Parma, Italien | 30,00 |
Die Beteiligungsquoten entsprechen bei den vollkonsolidierten Konzernunternehmen den
Stimmrechtsquoten.
Die folgenden Gesellschaften wurden im ersten Halbjahr 2019 umfirmiert bzw. umgewandelt:
| Vormalige Firmierung | Neue Firmierung |
| CHORUS GmbH, Neubiberg | Encavis Asset Management AG, Neubiberg |
| CHORUS Solar S.r.l. & Co. Foggia Cinque S.a.s., Bruneck, Italien | CHORUS Solar Foggia 5 S.r.l., Bruneck, Italien |
| CHORUS Solar S.r.l. & Co. Foggia Due S.a.s., Bruneck, Italien | CHORUS Solar Foggia 2 S.r.l., Bruneck, Italien |
| CHORUS Solar S.r.l. & Co. Foggia Nove S.a.s., Bruneck, Italien | CHORUS Solar Foggia 9 S.r.l., Bruneck, Italien |
| CHORUS Solar S.r.l. & Co. Foggia Otto S.a.s., Bruneck, Italien | CHORUS Solar Foggia 8 S.r.l., Bruneck, Italien |
| CHORUS Solar S.r.l. & Co. Foggia Quattro S.a.s., Bruneck, Italien | CHORUS Solar Foggia 4 S.r.l., Bruneck, Italien |
| CHORUS Solar S.r.l. & Co. Foggia Sei S.a.s., Bruneck, Italien | CHORUS Solar Foggia 6 S.r.l., Bruneck, Italien |
| CHORUS Solar S.r.l. & Co. Foggia Sette S.a.s., Bruneck, Italien | CHORUS Solar Foggia 7 S.r.l., Bruneck, Italien |
| CHORUS Solar S.r.l. & Co. Foggia Tre S.a.s., Bruneck, Italien | CHORUS Solar Foggia 3 S.r.l., Bruneck, Italien |
| Encavis Asset Management AG, Neubiberg | Encavis GmbH, Neubiberg |
Die britischen Zwischenholdings PJC Renewable Energy Ltd., London, und Freshpower
Ltd., London, die im Geschäftsbericht 2018 als in Auflösung befindlich dargestellt
wurden, wurden mittlerweile gelöscht (Segment PV Parks).Die beiden dänischen Gesellschaften
Norhede-Hjortmose Vind 12 K/S, Ringkobing, und Norhede-Hjortmose Vind 19 I/S,Ringkobing,
wurden zu Jahresbeginn auf die Encavis Wind Danmark ApS, Roskilde, verschmolzen (Segment
Windparks).Die beiden italienischen Zwischenholdings CHORUS Solar S.r.l. & Co. S.a.s.,
Bruneck, und CHORUS Solar S.r.l., Bruneck,wurden zu Jahresbeginn ebenfalls konzernintern
verschmolzen (Segment PV Parks). Sämtliche organisatorischeÄnderungen haben keine
wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss, sondern dienen der Konsolidierung
der Konzernstruktur.
Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen entspricht der im Anhang zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2018 angegebenen Vorgehensweise.
Die für die Erstkonsolidierung verwendeten Kaufpreisallokationen (Purchase Price Allocations,
PPAs) sind nur vorläufig, da sich teilweise nach Erstellung der PPA noch Erkenntnisse
ergeben können, die zu einer nachträglichen Anpassung innerhalb eines Jahres nach
Erwerb führen würden. Die Änderungen können sich insbesondere bei der Bewertung der
immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der Finanzschulden ergeben. Die
Vorläufigkeit der Kaufpreisallokation ist weiterhin dadurch begründet, dass die technischen
Überprüfungen und die damit einhergehende finale Erstellung der Planungsrechnungen,
auf denen die Bewertungen der immateriellen Vermögenswerte basieren, noch nicht abgeschlossen
sind.
Der Erwerb bestehender und im Bau befindlicher Solar- und Windparks gehört neben dem
reinen Betrieb der Anlagen zur Geschäftstätigkeit des Konzerns und stellt daher auch
den Hauptgrund für die Erwerbe dar.
| in TEUR | Buchwert vor Kaufpreisallokation | Beizulegender Zeitwert gemäß vorläufiger PPA |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 5.873 |
| Sachanlagen | 8.456 | 8.957 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 798 | 798 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.330 | 1.330 |
| Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung | 192 | 192 |
| Schulden und Rückstellungen | 10.818 | 11.319 |
| Aktive latente Steuern | 0 | 103 |
| Passive latente Steuern | 0 | 1.307 |
| Identifiziertes erworbenes Nettovermögen | -41 | 4.627 |
| Ermittlung des Unterschiedsbetrags | ||
| Kaufpreis für 90 % der Anteile | 1.536 | |
| Kaufpreis für erworbene Finanzverbindlichkeiten | 1.452 | |
| Gesamtkaufpreis | 2.988 | |
| Identifiziertes erworbenes Nettovermögen (90 %) | 4.165 | |
| Nicht beherrschende Anteile (10 %) | 462 | |
| Erworbene Finanzverbindlichkeiten (Gesellschafterdarlehen) | 1.452 | |
| Negativer Unterschiedsbetrag | -2.629 | |
| Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem Erwerb | 1.658 |
Bei der Transaktion handelt es sich um den 90%igen Erwerb eines niederländischen Solarparks
in der Provinz Zeeland. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt des Parks war der 9. Januar
2019. Der Unternehmenszusammenschluss wurde unter Anwendung der Erwerbsmethode durchgeführt.
Der Wert des neu bewerteten Eigenkapitals betrug zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
TEUR 4.627. Die im Rahmen der Transaktion übernommenen kurzfristigen Forderungen,
die aus Steuerforderungen bestehen, haben einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 798.
Die im Erwerbszeitpunkt vorgenommene beste Schätzung der vertraglichen Zahlungsströme,
deren Einbringlichkeit nicht erwartet wird, beläuft sich auf TEUR 0. Des Weiteren
lagen keine Eventualforderungen oder -verbindlichkeiten vor. Die Transaktionsnebenkosten
beliefen sich auf TEUR 118. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden Umsatzerlöse
in Höhe von TEUR 801 und ein Gewinn in Höhe von TEUR 119 aus dem erworbenen Unternehmen
erfasst. Wäre das Unternehmen bereits seit Anfang des Jahres 2019 in den Konzern einbezogen
worden, hätten sich nach Hochrechnungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse
oder das Konzernergebnis ergeben. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile und ein
übernommenes Gesellschafterdarlehen betrug TEUR 2.988 und wurde vollständig in Zahlungsmitteln
entrichtet.
Innerhalb des Bewertungszeitraums im Sinne des IFRS 3.45 hat die Gesellschaft die
Kaufpreisallokation im ersten Halbjahr 2019 aufgrund der nun finalisierten Bewertung
der immateriellen Vermögenswerte angepasst. Gegenüber der vorläufigen Kaufpreisallokation
und der innerhalb des Geschäftsberichts 2018 veröffentlichten Darstellung haben sich
die immateriellen Vermögenswerte um TEUR 1.054 verringert und die passiven latenten
Steuern um TEUR 301 erhöht. In der Folge hat sich der Badwill um TEUR 753 reduziert.
Der negative Unterschiedsbetrag (Badwill) für die Unternehmenserwerbe in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 und Anpassungen aus den vorläufigen Kaufpreisallokationen
des abgelaufenen Geschäftsjahres 2019 beläuft sich in Summe auf TEUR 1.876 und wird
in den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Die übrigen Effekte auf den Konzernabschluss
ergeben sich lediglich aus der Erstkonsolidierung des Zonneparks Zierikzee B.V., die
oben aufgeführt sind.
Im Wesentlichen konnten die Badwills durch die Vorteile, die Encavis gegenüber anderen
potenziellen Käufern vorweisen kann, erreicht werden. Dies sind insbesondere eine
sehr gute Liquiditätsausstattung und die damit verbundene Möglichkeit, bestehende
Zwischenfinanzierungen der Verkäufer zeitnah abzulösen.
Unternehmenserwerbe erfordern oftmals die Teilnahme an öffentlichen Verkaufsprozessen,
in denen der Kaufpreis wesentlich durch Angebote von Wettbewerbern beeinflusst wird.
Die Unternehmenserwerbe des Konzerns resultierten jedoch ausschließlich aus Exklusivverhandlungen
mit den jeweiligen Verkäufern, die einen wesentlichen Einfluss auf die Erzielung der
negativen Unterschiedsbeträge haben. Zudem bedürfen öffentliche strukturierte Verkaufsprozesse
eines längeren Zeitraums als Exklusivverhandlungen. Viele Verkäufer ziehen den zügigen
und absehbaren Geschäftsabschluss mit großer zeitlicher Nähe von Vertragsunterzeichnung
und Closing, also Kaufpreiszahlung, mit Encavis einem sich lang hinziehenden strukturierten
Verkaufsprozess vor. Denn an dessen Ende stehen häufig zwar meistbietende, aber unbekannte
und möglicherweise nicht unmittelbar zahlungsfähige Käufer, die ein zeitnahes Closing
nicht zusichern können.
Ein weiterer Aspekt für die Generierung der Badwills sind unter anderem Paketabschläge,
die bei dem Erwerb eines Portfolios erzielt werden können. Die mit einem Portfolioverkauf
im Vergleich zu Einzelverkäufen erreichte höhere Verwertungsgeschwindigkeit sowie
die hieraus resultierenden Einsparungen im Bereich der Personal- und Verwaltungskosten
sowie Transaktionskosten, die bei einem vollständigen Einzelverkauf der Objekte entstehen
würden, drücken sich in einem Paketabschlag aus.
Der Konzern erhält jedes Jahr eine Vielzahl von Solar- und Windparks zur Prüfung vorgelegt.
Im Rahmen eines klar definierten Filterprozesses werden aus diesen Angeboten kurzfristig
die attraktivsten Projekte ausgewählt, die näher geprüft werden. Durch langjährige
Erfahrung und kompetente Mitarbeiter ist der Konzern in der Lage, Unternehmenserwerbe
in sehr kurzer Zeit zu prüfen und durchzuführen. Zudem besteht aufgrund zum Teil langjähriger
Geschäftsbeziehungen ein hohes Vertrauen der Verkäufer in Encavis. Dieser Filterprozess
führt im Jahresverlauf erfahrungsgemäß zu etwa acht bis zehn Transaktionen. Da in
einer Transaktion auch mehrere Solar- und Windparks erworben werden können, entspricht
dies der Akquisition von rund 20 Solar- und Windparks pro Jahr.
Encavis baut die Pipeline in Irland weiter aus. Hierfür wurden bereits in 2018 erworbene
Projektrechte in die selbstgegründete Gesellschaft Toolestown Solar DAC mit Sitz in
Irland transferiert.
Encavis hat am 20. Juni 2019 30 % an der italienischen Gesellschaft Stern Energy S.p.A.
für TEUR 6.446 erworben. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses auf das Unternehmen
wird die Beteiligung als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode abgebildet.
Die Investition soll der Stärkung des Segments PV Service dienen und den Grundstein
für die Zusammenarbeit der beiden Konzerne im Bereich der technischen Betriebsführung
legen.
Am 28. Juni 2019 hat Encavis Anteile in Höhe von jeweils 49 % an den fünf Parkgesellschaften
Energiepark Breitendeich RE WP BD GmbH & Co. KG, Energiepark Passow WP Briest III
GmbH & Co. KG, Energiepark Debstedt GmbH & Co. RE WP DE KG, Energiepark Lunestedt
GmbH & Co. WP HEE KG und Energiepark Lunestedt GmbH & Co. WP LUN KG sowie der Gesellschaft
Energiekontor Windstrom GmbH & Co. UW Lunestedt an den luxemburgischen Spezialfonds
eines institutionellen Investors veräußert. Die Veräußerung erfolgte ohne Einfluss
auf den beherrschenden Status der Tochtergesellschaften. Die Mittelzuflüsse aus der
mehrheitswahrenden Abstockung werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen
und betragen TEUR 24.855. Von diesen entfallen insgesamt TEUR 5.916 auf den Erwerb
der Anteile, in entsprechender Höhe werden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber
nicht beherrschenden Gesellschaftern ausgewiesen. Des Weiteren gehen im Rahmen der
Transaktion in Summe Darlehens- und Zinsforderungen in Höhe von TEUR 18.939 an den
Erwerber über.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden in einigen Fällen Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden
und die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen
betreffen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen
und die zugrundeliegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die Anpassungen von
Schätzungen werden prospektiv erfasst.
Im Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen
wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Ende der Berichtsperiode angegeben,
durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres
eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich
wird.
Bei der Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten
ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Dabei werden insbesondere
vertragliche Bestimmungen, Branchenerkenntnisse und Einschätzungen des Managements
berücksichtigt. Weitere Erläuterungen sind im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.
Dezember 2018 enthalten.
Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes
ist es erforderlich, den Nutzungswert der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten,
der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung
des Nutzungswertes bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten sowie eines geeigneten Kapitalisierungszinssatzes für die Barwertberechnung.
Wenn die tatsächlich erwarteten künftigen Cashflows geringer als bisher geschätzt
ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben.
Alle identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden werden bei der Erstkonsolidierung
im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.
Die angesetzten Zeitwerte sind mit Schätzungsunsicherheiten behaftet. Sofern immaterielle
Vermögenswerte identifiziert werden, wird der beizulegende Zeitwert mittels allgemein
anerkannter Bewertungsverfahren ermittelt. Den Bewertungen liegen die Planungen der
Gesellschaft zugrunde, die unter Berücksichtigung von vertraglichen Vereinbarungen
auf den Schätzungen des Managements beruhen. Die im Zuge der Bewertung der immateriellen
Vermögenswerte angewandten Diskontierungszinssätze (WACC) betragen zwischen 2,78 %
und 3,85 % (Vorjahr: 1,99 % bis 3,53 %).
Der Erwerb von bereits amNetzangeschlossenen Solar- und Windkraftanlagen wird wie
ein Unternehmenszusammenschluss behandelt, da nach Ermessen des Konzerns die Voraussetzungen
eines bestehenden Geschäftsbetriebes vorliegen.
Hinsichtlich der getroffenen Annahmen bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
der Finanzanlagen verweisen wir auf die Ausführungen des Konzernanhangs zum 31. Dezember
2018 unter Abschnitt 8. Die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren wurden unverändert
wie zum 31. Dezember 2018 angewandt.
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien
nach IFRS 9
| Klassen von Finanzinstrumenten in TEUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9* | |||||
| Bewertungskategorie nach IFRS 9* | Buchwert zum 30.06.2019 (31.12.2018) | Fortgeführte Anschaffungskosten |
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral |
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 (IAS 17) | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | FVPL | 5.100 | 5.100 | |||
| (31.12.2018) | (5.245) | (5.245) | ||||
| Kurzfristige Forderungen ausbedingten Gegenleistungen | n.a. | 307 | 307 | |||
| (31.12.2018) | (305) | (305) | ||||
| Forderungen aus Lieferungen undLeistungen | AC | 57.029 | 57.029 | |||
| (31.12.2018) | (36.178) | (36.178) | ||||
| Sonstige kurzfristige Forderungen | AC | 4.815 | 4.815 | |||
| (31.12.2018) | (6.129) | (6.129) | ||||
| Ausleihungen an assoziierteUnternehmen und sonstige Ausleihungen | AC | 35.325 | 35.325 | |||
| (31.12.2018) | (1.229) | (1.229) | ||||
| Liquide Mittel | AC | 211.675 | 211.675 | |||
| (31.12.2018) | (252.491) | (252.491) | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | Hedge Accounting | 1.963 | 1.963 | |||
| (31.12.2018) | (2.006) | (2.006) | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 13.767 | 13.767 | |||
| (31.12.2018) | (16.784) | (16.784) | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | AC | 1.464.918 | 1.464.918 | |||
| (31.12.2018) | (1.499.651) | (1.499.651) | ||||
| Leasingverbindlichkeiten** | n.a. | 190.852 | 190.852 | |||
| (31.12.2018) | (80.697) | (80.697) | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern | AC | 28.540 | 28.540 | |||
| (31.12.2018) | (22.404) | (22.404) | ||||
| Langfristige Verbindlichkeiten ausbedingten Gegenleistungen | n.a. | 600 | 600 | |||
| (31.12.2018) | (596) | (596) | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten ausbedingten Gegenleistungen | n.a. | 775 | 775 | |||
| (31.12.2018) | (775) | (775) | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 397 | 397 | |||
| (31.12.2018) | (717) | (717) | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | Hedge Accounting |
30.468 | 30.468 | |||
| (31.12.2018) | (19.644) | (19.644) | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVPL | 3.185 | 3.185 | |||
| (31.12.2018) | (2.639) | (2.639) | ||||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | AC | 308.845 | 308.845 | |||
| (31.12.2018) | (296.028) | (296.028) | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Vermögenswerte | FVPL | 5.100 | 5.100 | |||
| (31.12.2018) | (5.245) | (5.245) | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 1.507.622 | 1.507.622 | |||
| (31.12.2018) | (1.539.556) | (1.539.556) | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FVPL | 3.185 | 3.185 | |||
| (31.12.2018) | (2.639) | (2.639) | ||||
| Klassen von Finanzinstrumenten inTEUR | |
| Beizulegender Zeitwert zum 30.06.2019 (31.12.2018) | |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.100 |
| (31.12.2018) | (5.245) |
| Kurzfristige Forderungen ausbedingten Gegenleistungen | 307 |
| (31.12.2018) | (305) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
57.029 |
| (31.12.2018) | (36.178) |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 4.815 |
| (31.12.2018) | (6.129) |
| Ausleihungen an assoziierteUnternehmen und sonstige Ausleihungen | 35.325 |
| (31.12.2018) | (1.229) |
| Liquide Mittel | 211.675 |
| (31.12.2018) | (252.491) |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung |
1.963 |
| (31.12.2018) | (2.006) |
Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungen | 13.767 |
| (31.12.2018) | (16.784) |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.626.668 |
| (31.12.2018) | (1.595.363) |
| Leasingverbindlichkeiten** | |
| (31.12.2018) | (80.036) |
| Verbindlichkeiten gegenüber nichtbeherrschenden Gesellschaftern | 28.540 |
| (31.12.2018) | (22.404) |
| Langfristige Verbindlichkeiten ausbedingten Gegenleistungen | 600 |
| (31.12.2018) | (596) |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten ausbedingten Gegenleistungen | 775 |
| (31.12.2018) | (775) |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 397 |
| (31.12.2018) | (717) |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 30.468 |
| (31.12.2018) | (19.644) |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 3.185 |
| (31.12.2018) | (2.639) |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 308.845 |
| (31.12.2018) | (296.028) |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Vermögenswerte | 5.100 |
| (31.12.2018) | (5.245) |
| Zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 1.669.372 |
| (31.12.2018) | (1.635.268) |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 3.185 |
| (31.12.2018) | (2.639) |
*
FVPL: Fair Value through P&L (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet);
AC: Amortized Cost (finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert werden); Hedge Accounting: im Rahmen von Sicherungsbeziehungen
bewertete derivative Finanzinstrumente. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte,
die Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und die sonstigen Ausleihungen sind in
der Bilanz unter der Position Finanzanlgen aggregiert dargestellt. Die Finanzverbindlichkeiten
wurden hier im Vergleich zur Bilanz in folgenden Kategorien separiert dargestellt:
Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen, sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten, Derivate mit Hedge-Beziehung und Derivate ohne Hedge-Beziehung.
**
Für die Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten der Leasingverbindlichkeiten wurde
die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7 .29 in Anspruch genommen. Die Werte unter
der Position zum 31.12.2018 beinhalten nur die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
nach IAS 17.
| Stufe | |||
| 1 | 2 | 3 | |
| Aktiva | |||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.100 | ||
| (31.12.2018) | (5.245) | ||
| Kurzfristige Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | 307 | ||
| (31.12.2018) | (305) | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte: | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.963 | ||
| (31.12.2018) | (2.006) | ||
| Passiva | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | 600 | ||
| (31.12.2018) | (596) | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | 775 | ||
| (31.12.2018) | (775) | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 30.468 | ||
| (31.12.2018) | (19.644) | ||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 3.185 | ||
| (31.12.2018) | (2.639) |
Die Bewertung der Zins- und Währungssicherungskontrakte erfolgt unter Zugrundelegung
von Marktzins- und FX-Forward-Kurven auf Basis anerkannter mathematischer Modelle
(Barwertberechnungen). Die in der Bilanz angesetzten Marktwerte entsprechen damit
dem Level 2 der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13.
Die in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert erfassten langfristigen und kurzfristigen
Forderungen aus bedingten Gegenleistungen sowie die Verbindlichkeiten aus bedingten
Gegenleistungen beruhen auf Informations- und Inputfaktoren der Stufe 3.
Ein Wechsel zwischen den Leveln hat weder im aktuellen noch im abgelaufenen Geschäftsjahr
stattgefunden.
Die nachstehende Tabelle gibt für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden, die
in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und deren beizulegende
Zeitwerte nicht näherungsweise den Buchwerten entsprechen, die Stufe der Bemessungshierarchie
an, in der die Bemessungen des beizulegenden Zeitwertes in ihrer Gesamtheit eingeordnet
sind.
| Stufe | |||
| 1 | 2 | 3 | |
| Passiva | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 1.626.668 | ||
| (31.12.2018) | (1.595.363) | ||
| Leasingverbindlichkeiten (31.12.2018) |
(80.036) |
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung
der beizulegenden Zeitwerte verwendet wurden.
| Art | Bewertungstechnik | Bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte: Investmentfonds | Die Finanzinvestitionen werden mittels einer der folgenden Methoden oder einer Kombination
aus mehreren der folgenden Methoden bewertet: Anschaffungskosten der jüngsten Finanzinvestitionen,
Bewertungsmaßstäbe innerhalb der Branche, aktuell erhaltene Angebote, vertragliche
Verpflichtungen. Die relativen Gewichtungen jeder Bewertungsmethode spiegeln eine Beurteilung der Eignung jedes Bewertungsansatzes für die jeweilige nicht realisierte Finanzinvestition wider |
Risikoprämie Der geschätzte beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen würde steigen (sinken), wenn die Risikoprämie niedriger (höher) wäre |
| Erwartete Ausschüttungen | ||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte: Genussrechte | Diskontierte Cashflows: Die beizulegenden Zeitwerte werden mittels der zukünftig erwarteten Cashflows bestimmt, die unter Anwendung allgemein beobachtbarer Marktdaten der entsprechenden Zinsstrukturkurven abgezinst werden | Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Genussrechte würde steigen (sinken), wenn die Ausschüttungen hieraus höher (niedriger) ausfallen würden und/oder zu einem früheren (späteren) Zeitpunkt erfolgen würden |
| Zinsswaps | Diskontierte Cashflows: Die beizulegenden Zeitwerte werden mittels der zukünftig erwarteten Cashflows bestimmt, die unter Anwendung allgemein beobachtbarer Marktdaten der entsprechenden Zinsstrukturkurven abgezinst werden | Nicht anwendbar |
| Zeitpunkt des Zubaus der weiteren Windenergieanlagen | ||
| Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | Diskontierte Cashflows auf Basis vertraglich fixierter Mechanismen | Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Forderungen aus bedingten Gegenleistungen würde steigen (sinken), wenn der Zubau der weiteren Windenergieanlagen zu einem früheren (späteren) Zeitpunkt erfolgen würde Performance der Anlagen |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | Diskontierte Cashflows auf Basis vertraglich fixierter Mechanismen | Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen würde steigen (sinken), wenn die Performance des Solarparks höher (niedriger) wäre |
| Art | Bewertungstechnik | Bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren |
| Finanzverbindlichkeiten | Diskontierte Cashflows: Die beizulegenden Zeitwerte werden mittels der zukünftig erwarteten Cashflows bestimmt, die unter Anwendung allgemein beobachtbarer Marktzinsen unter Berücksichtigung einer angemessenen Risikoprämie laufzeitäquivalent abgezinst werden | Nicht anwendbar |
Bei Finanzinstrumenten mit kurzfristigen Fälligkeiten, einschließlich Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten,
wird unterstellt, dass ihre beizulegenden Zeitwerte näherungsweise ihren Buchwerten
entsprechen. Für die Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten der Leasingverbindlichkeiten
wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29 in Anspruch genommen, worauf basierend
von einer Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abgesehen wurde.
Die folgende Übersicht zeigt eine detaillierte Überleitung der wiederkehrend zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden in der Stufe 3.
| in TEUR | 2019 | 2018 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Stand 01.01. | 5.245 | 5.825 |
| Käufe (inklusive Zugängen) | 105 | 102 |
| Verkäufe (inklusive Abgängen) | -380 | -33 |
| Gewinne (+)/Verluste (-) im Konzernergebnis | 130 | -97 |
| Stand 30.06. | 5.100 | 5.796 |
| Langfristige Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | ||
| Stand 01.01. | 0 | 301 |
| Gewinne (+)/Verluste (-) im Konzernergebnis | 0 | 2 |
| Stand 30.06. | 0 | 303 |
| Kurzfristige Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | ||
| Stand 01.01. | 305 | 552 |
| Gewinne (+)/Verluste (-) im Konzernergebnis | 2 | 0 |
| Verkäufe (inklusive Abgängen) | 0 | -552 |
| Stand 30.06. | 307 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | ||
| Stand 01.01. | 596 | 0 |
| Gewinne (-)/Verluste (+) im Konzernergebnis | 4 | 0 |
| Stand 30.06. | 600 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | ||
| Stand 01.01. | 775 | 79 |
| Stand 30.06. | 775 | 79 |
Die langfristige Earn-out-Verbindlichkeit wurde in Zusammenhang mit dem Erwerb des
Solarparks Boizenburg im Geschäftsjahr 2018 erfasst. Die Auszahlung steht im Wesentlichen
in Zusammenhang mit der Performance des Parks nach geplanten Reparaturmaßnahmen. Im
Geschäftsjahr wurde die Verbindlichkeit um TEUR 4 aufgezinst.
Im Zuge der Asset Deals Rindum Enge 1 und 5 sowie 2 und 3 wurden Vereinbarungen über
bedingte Gegenleistungen getroffen. Aufgrund einer Geräuschminderungsmaßnahme laufen
die Windenergieanlagen in einem verringerten Betriebsmodus. Sofern durch vertraglich
vereinbarte technische Anpassungen an den Windenergieanlagen eine Erhöhung der Produktion
erreicht werden kann, ergibt sich hieraus eine Kaufpreiserhöhung (kurzfristige Verbindlichkeiten
aus bedingter Gegenleistung). Eine entsprechende Evaluierung soll im Laufe des Geschäftsjahres
2019 erfolgen.
Die langfristige Earn-out-Forderung aus dem Erwerb des Windparks UGE Markendorf Eins
GmbH & Co. KG Umweltgerechte Energie im Geschäftsjahr 2017 wurde aufgrund des geschätzten
Zahlungszeitpunktes Ende 2019 im zweiten Halbjahr 2018 in die kurzfristigen Forderungen
umgegliedert. Sie wurde im Geschäftsjahr um TEUR 2 aufgezinst. Die kurzfristige Earn-out-Forderung
aus dem Erwerb des Windparkportfolios UGE Malterhausen GmbH & Co. KG Umweltgerechte
Energie wurde zu Beginn des Geschäftsjahrs 2018 ausgeglichen.
Die folgenden Zinserträge und Zinsaufwendungen resultieren aus Finanzinstrumenten,
die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
| in TEUR | 01.01.-30.06.2019 | 01.01.-30.06.2018 |
| Zinserträge | 4.533 | 4.630 |
| Zinsaufwendungen | -29.287 | -26.789 |
| Gesamt | -24.754 | -22.159 |
Nicht enthalten sind insbesondere Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Derivaten sowie
Zinserträge und Zinsaufwendungen von Vermögenswerten und Schulden außerhalb des Anwendungsbereichs
des IFRS 7.
Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps zum Stichtag wird durch Diskontierung künftiger
Zahlungsströme unter Verwendung der Zinsstrukturkurven zum Stichtag und der mit den
Verträgen verbundenen Kreditrisiken bestimmt.
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern insgesamt 96 (31. Dezember 2018: 96) Zinsswaps,
aus denen der Konzern variable Zinszahlungen erhält und fixe Zinszahlungen leistet.
Grundsätzlich handelt es sich um sogenannte amortisierende Zinsswaps, deren Nominalvolumen
regelmäßig zu definierten Terminen reduziert wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt
das per Stichtag bestehende Nominalvolumen sowie den durchschnittlichen (volumengewichteten)
fixen Zinssatz und den beizulegenden Zeitwert. Dabei wird unterschieden, ob die Zinsswaps
in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IFRS 9 eingebunden sind oder nicht.
| in TEUR | 30.06.2019 | 31.12.2018 |
| Nominalvolumen in TEUR | 444.108 | 454.015 |
| davon mit Hedge-Beziehung | 392.560 | 401.185 |
| davon ohne Hedge-Beziehung | 51.748 | 52.830 |
| Durchschnittlicher Zinssatz in % | 2,27 | 2,26 |
| Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren | 9,40 | 9,89 |
| Beizulegender Zeitwert in TEUR | -31.672 | -20.277 |
| davon mit Hedge-Beziehung | -28.505 | -17.638 |
| davon ohne Hedge-Beziehung | -3.167 | -2.639 |
Der ineffektive Anteil der Swaps in einer Sicherungsbeziehung wurde als Aufwand in
Höhe von TEUR 56 (Vorjahreszeitraum: Ertrag i. H. v. TEUR 791) ergebniswirksam erfasst.
Die Marktwertänderung der Swaps, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen, wurde
als Aufwand in Höhe von TEUR 529 (Vorjahreszeitraum: TEUR 161) ergebniswirksam erfasst.
Der effektive Teil im aktuellen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR -11.305 (Vorjahreszeitraum:
TEUR -862) wurde unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte in Höhe von TEUR 2.705
(Vorjahreszeitraum: TEUR -64) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Für die Zinsswaps,
für die vor dem 1. Januar 2018 (Geltungszeitraum des IAS 39) der Nachweis der Effektivität
gemäß IAS 39 nicht mehr erbracht werden konnte, wurden die bis dato erfolgsneutral
in der Hedge-Accounting-Rücklage erfassten Wertänderungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahreszeitraum:
TEUR 12) unter Berücksichtigung der entsprechenden latenten Steuern in Höhe von TEUR
-3 (Vorjahreszeitraum: TEUR -3) planmäßig ergebniswirksam aufgelöst.
Encavis unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
sowie geplanten Geschäftsvorfälle im Wesentlichen Risiken aus der Veränderung von
Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch
laufende Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos
derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, werden
die Zinssicherungsinstrumente nur mit renommierten Finanzinstituten mit guter Bonität
abgeschlossen. Grundsätzlich werden nur Risiken, die Auswirkungen auf den Cashflow
des Konzerns haben, abgesichert.
Die Risiken, denen der Encavis-Konzern unterliegt, und deren Ausmaß haben sich im
Vergleich zum Konzernabschluss 2018 nicht oder nicht wesentlich verändert.
Das Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2019 TEUR 676.950 (31. Dezember 2018: TEUR 687.057).
Der Rückgang in Höhe von TEUR 10.107 beziehungsweise 1 % resultiert hauptsächlich
aus der Auszahlung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr sowie aus in
der Hedge-Rücklage erfassten Bewertungseffekten für die derivativen Finanzinstrumente
des Konzerns. Gegenläufig wirkten sich die Ausgabe neuer Aktien sowie das positive
Periodenergebnis für den Berichtszeitraum aus. Das Grundkapital hat sich durch Sacheinlage
um TEUR 2.011 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 24,7 % (31. Dezember 2018: 25,9
%).
Vorstand und Aufsichtsrat der Encavis AG wollen die Aktionäre in angemessener Weise
am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Vor diesem Hintergrund haben Aufsichtsrat und
Vorstand der Encavis AG auf der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2019 vorgeschlagen,
eine Dividende in Höhe von 0,24 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie auszuzahlen.
Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 9 % (Dividende für das Geschäftsjahr
2017: 0,22 Euro). Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde mit klarer Mehrheit
zugestimmt.
Vorstand und Aufsichtsrat wollen den Aktionären der Encavis AG im Zusammenhang mit
der Dividende zudem die größtmögliche Entscheidungsfreiheit bieten. Vor diesem Hintergrund
wurde die Dividende der Encavis AG erneut als Wahldividende strukturiert. Aktionäre
des Unternehmens konnten in diesem Zusammenhang wählen, ob sie die Dividende in bar
oder einen Teil der Dividende zur Begleichung der Steuerschuld in bar und den verbleibenden
Teil der Dividende in Form von Aktien der Gesellschaft beziehen wollten. Die Dividende
ist zudem teilweise gemäß § 27 Abs. 1 KStG steuerfrei.
Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 18. Juni 2019. Die Encavis AG hat die Möglichkeit
angeboten, die Dividende nach Wahl der Aktionäre ausschließlich oder teilweise in
bar oder in Form von Aktien zu erhalten. Die Annahmequote von fast 55 % wird als Vertrauensbeweis
der Aktionäre in die Gesellschaft gesehen und liegt deutlich über der des Vorjahres.
Insgesamt wurden 2.010.807 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben.
Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2019 gewinnberechtigt. Das Grundkapital erhöhte
sich von 129.437.340,00 Euro auf 131.498.147,00 Euro.
Das Grundkapital beträgt somit zum Bilanzstichtag 131.498.147,00 Euro und ist eingeteilt
in 131.498.147 Stückaktien mit einem Nennbetrag von 1,00 Euro je Aktie.
Im Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unterhält die Muttergesellschaft Encavis
AG Beziehungen zu Tochtergesellschaften und zu anderen nahestehenden Unternehmen (assoziierte
Unternehmen und Unternehmen mit demselben Personal in Schlüsselpositionen) und Personen
(Hauptaktionäre, Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie Verwandte dieser
Personen).
Geschäftsvorfälle mit assoziierten Unternehmen erfolgen zu Bedingungen, die denen
mit unabhängigen Geschäftspartnern entsprechen. Offene Positionen zum Bilanzstichtag
sind unbesichert und (mit Ausnahme der Ausleihungen) zinslos und der Ausgleich erfolgt
in bar. Garantien an oder von nahestehenden Unternehmen und Personen bezüglich Forderungen
oder Verbindlichkeiten wurden nicht gewährt.
| in TEUR | Erbrachte Leistungen |
Bezogene Leistungen |
Forderungen | Verbindlichkeiten | Begebene Ausleihungen inkl. Zinsen |
| Cabrera Energia Solar S. L. U.* | 228 | 33.645 | |||
| CHORUS IPP Europe GmbH | 232 | 97 | |||
| Energiepark Debstedt 2 RE WP DE GmbH & Co. KG | 1.000 | ||||
| Talayuela | 65 | 33 | 1.772 | ||
| Gnannenweiler Windnetz GmbH & Co. KG | 20 | 4 | |||
| Pexapark AG | 21 | ||||
| Summe | 525 | 41 | 130 | 4 | 36.417 |
| (Vorjahr) | (738) | (30) | (489) | (5) | (1.000) |
*
Die Cabrera Energia Solar S. L. U. wurde im Februar 2019 gegründet.
Encavis hat am 15. Februar 2019 die Cabrera Energia Solar S. L. U. mit Sitz in Valencia,
Spanien, gegründet. Des Weiteren hat Encavis der Cabrera Energia Solar S. L. U. ein
Darlehen über TEUR 33.417 gewährt.
Die Beteiligung an der Stern Energy S.p.A. wurde am 20. Juni 2019 erworben. Zwischen
dem Erwerbszeitpunkt und dem 30. Juni 2019 gab es keine zu berichtenden Geschäftsvorfälle.
Im Geschäftsjahr sind dem Konzern aus der CHORUS IPP Europe GmbH TEUR 5 aus Dividenden
und TEUR 49 aus dem gehaltenen Genussrecht zugeflossen.
Die Beteiligung an der Richelbach Solar GbR in Höhe von TEUR 120 zum 30. Juni 2019
(31. Dezember 2018: TEUR 120) ist als gemeinsame Tätigkeit gemäß IFRS 11 klassifiziert.
Encavis bilanziert ihre Beteiligung an der gemeinsamen Tätigkeit durch die Erfassung
ihres Anteils an den Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erlösen und Aufwendungen
gemäß ihren vertraglich übertragenen Rechten und Verpflichtungen.
Zum Bilanzstichtag bestehen Mietverträge zu marktüblichen Konditionen mit der B&L
Holzhafen West GmbH & Co. KG, einem den Aufsichtsratsmitgliedern Albert Büll und Dr.
Cornelius Liedtke zuzurechnenden Unternehmen, über Büroflächen für die Encavis AG.
Die Summe der Transaktionen im ersten Halbjahr 2019 mit der B&L Holzhafen West GmbH
& Co. KG beträgt TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 276). Zum Bilanzstichtag existieren keine
ausstehenden Salden aus Transaktionen mit der B&L Holzhafen West GmbH & Co. KG.
Für die Gesellschaft Encavis GmbH besteht mit der PELABA Vermögensverwaltungs GmbH
& Co. KG, einem dem Aufsichtsratsmitglied Peter Heidecker zuzurechnenden Unternehmen,
ein Mietvertrag bezüglich der Büroflächen des Segments Asset Management in Neubiberg.
Der Mietvertrag hat eine feste Laufzeit bis Ende 2019 und verlängert sich danach automatisch
um jeweils ein Jahr, sofern er nicht von einer der Parteien mit einer Frist von sechs
Monaten gekündigt wird. Der Vertrag läuft mindestens bis Ende 2020. Die Monatsmiete
basiert auf marktüblichen Konditionen. Die Summe der Transaktionen im ersten Halbjahr
2019 mit der PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG beträgt TEUR 79 (Vorjahr: TEUR
82). Zum Bilanzstichtag existieren keine ausstehenden Salden aus Transaktionen mit
der PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG.
Im ersten Halbjahr 2019 beschäftigte der Konzern, abgesehen von den Vorstandsmitgliedern,
durchschnittlich 119 (Vorjahr: 117) Mitarbeiter, ermittelt nach den Beständen zu den
jeweiligen Berichtsstichtagen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl nach Funktion
ist nachfolgend dargestellt:
| Encavis AG | Encavis Technical Services GmbH | Encavis Asset Management AG (vormals: CHORUS GmbH) | Encavis GmbH (vormals: Encavis Asset Management AG) | TC Wind Management GmbH | Summe | |
| Finance | 19,00 | 6,00 | 25,00 | |||
| (Vorjahr) | (20,00) | (7,50) | (27,50) | |||
| Operations | 28,50 | 0,00 | 8,50 | 37,00 | ||
| (Vorjahr) | (23,00) | (12,00) | (0,00) | (35,00) | ||
| Stab | 18,50 | 4,50 | 23,00 | |||
| (Vorjahr) | (9,00) | (12,00) | (21,00) | |||
| Investment | 6,00 | 8,00 | 14,00 | |||
| (Vorjahr) | (8,00) | (6,00) | (14,00) | |||
| Corporate Finance | 2,50 | 2,50 | ||||
| (Vorjahr) | (2,50) | (2,50) | ||||
| Asset Management | 7,50 | 0,00 | 7,50 | |||
| (Vorjahr) | (3,00) | (3,00) | (6,00) | |||
| Technik/Verwaltung | 10,00 | 0,00 | 10,00 | |||
| (Vorjahr) | (10,00) | (1,00) | (11,00) | |||
| Summe | 74,50 | 10,00 | 26,00 | 8,50 | 0,00 | 119,00 |
| (Vorjahr) | (62,50) | (10,00) | (40,50) | (0,00) | (4,00) | (117,00) |
Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums verweisen
wir auf den Abschnitt "Nachtragsbericht" des Konzernzwischenlageberichts.
Die Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a WpHG können auf der Website der Encavis
AG unter https://www.encavis.com/investor-relations/corporate-governance/ eingesehen
werden.
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen,
Vermutungen und Prognosen des Vorstands beruhen sowie den ihm zurzeit verfügbaren
Informationen. Bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und Einflüsse
können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage oder die Entwicklung
von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung,
die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten.
Encavis AG
Investor Relations
Große Elbstraße 59
D-22767 Hamburg
Tel.: +49 (0) 40 37 85 62-242
E-Mail: ir@encavis.com
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2019
in Verbindung mit dem Geschäftsbericht 2018 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und die Lage
des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, im August 2019
Encavis AG
Vorstand
| Dr. Dierk Paskert | Dr. Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
| in TEUR | Verwaltung | PV Parks | PV Service | Asset Management |
Windparks | Überleitung |
| Umsatzerlöse | 0 | 106.870 | 2.320 | 3.914 | 34.236 | -3.426 |
| (Vorjahreswerte) | (0) | (92.327) | (1.993) | (1.330) | (28.956) | (-1.849) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | -4.207 | 91.466 | 670 | 1.159 | 31.669 | 57 |
| (Vorjahreswerte) | (-3.625) | (76.349) | (743) | (-1.114) | (21.678) | (-44) |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -4.737 | 60.431 | 637 | 814 | 20.958 | 65 |
| (Vorjahreswerte) | (-3.687) | (49.282) | (720) | (-1.448) | (12.984) | (-37) |
| Finanzergebnis | -1.494 | -21.265 | 0 | 0 | -5.026 | 0 |
| (Vorjahreswerte) | (-684) | (-21.330) | (0) | (9) | (-4.576) | (0) |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | -6.231 | 39.166 | 637 | 814 | 15.932 | 65 |
| (Vorjahreswerte) | (-4.371) | (27.952) | (720) | (-1.439) | (8.408) | (-37) |
| Ergebnis der Periode (EAT) | -6.441 | 33.233 | 637 | 581 | 15.241 | 65 |
| (Vorjahreswerte) | (-5.273) | (26.088) | (720) | (-1.623) | (7.936) | (-37) |
| Ergebnis je Aktie, unverwässert | -0,07 | 0,25 | 0,00 | 0,00 | 0,12 | 0,00 |
| (Vorjahreswerte) | (-0,06) | (0,20) | (0,01) | (-0,01) | (0,06) | (0,00) |
| Vermögen einschließlich Beteiligungen | 557.654 | 2.196.826 | 19.123 | 40.642 | 943.579 | -1.016.307 |
| (Stand 31.12.2018) | (621.521) | (2.122.300) | (3.938) | (35.178) | (869.625) | (-1.003.497) |
| Investitionen (netto) | -285 | -38.203 | -6.464 | 297 | -105 | -1.720 |
| (Vorjahreswerte) | (-3.264) | (-14.518) | (898) | (-160) | (-16.384) | (-20.620) |
| Schulden | 162.073 | 1.699.448 | 1.797 | 7.286 | 688.525 | -494.562 |
| (Stand 31.12.2018) | (138.260) | (1.685.093) | (1.743) | (3.742) | (616.455) | (-483.285) |
| in TEUR | Summe |
| Umsatzerlöse | 143.914 |
| (Vorjahreswerte) | (122.757) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 120.815 |
| (Vorjahreswerte) | (93.986) |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 78.168 |
| (Vorjahreswerte) | (57.814) |
| Finanzergebnis | -27.785 |
| (Vorjahreswerte) | (-26.580) |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 50.382 |
| (Vorjahreswerte) | (31.234) |
| Ergebnis der Periode (EAT) | 43.316 |
| (Vorjahreswerte) | (27.811) |
| Ergebnis je Aktie, unverwässert | 0,30 |
| (Vorjahreswerte) | (0,19) |
| Vermögen einschließlich Beteiligungen | 2.741.517 |
| (Stand 31.12.2018) | (2.649.065) |
| Investitionen (netto) | -46.480 |
| (Vorjahreswerte) | (-54.047) |
| Schulden | 2.064.567 |
| (Stand 31.12.2018) | (1.962.008) |
Der zeitliche Ablauf der Erlöserfassung der in der Segmentberichterstattung dargestellten
Umsatzerlöse findet zeitraumbezogen statt.
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