![]() ENCAVIS AGHamburgEncavis AG Halbjahreszwischenbericht Q2/6M 2020 Halbjahresfinanzbericht
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| Dr. Dierk Paskert | Dr. Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
| 01.01.-30.06.2020 | 01.01.-30.06.2019 | |
| Umsatz | 154,8 | 143,9 |
| Operatives EBITDA | 119,6 | 120,8 |
| Operatives EBIT | 74,5 | 78,2 |
| Operatives EBT | 46,3 | 50,4 |
| Operatives EAT | 40,9 | 43,3 |
| Operativer Cashflow | 115,2 | 76,4 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (unverwässert/in EUR) | 0,27 | 0,30 |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Eigenkapital | 754 | 723 |
| Verbindlichkeiten | 2.267 | 2.137 |
| Bilanzsumme | 3.021 | 2.860 |
| Eigenkapitalquote in % | 25,0 | 25,3 |
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen
des letzten Konzernabschlusses zum Geschäftsjahresende.
| Gelistet seit | 28.07.1998 |
| Gezeichnetes Kapital | 138.437.234,00 EUR |
| Anzahl der Aktien | 138,44 Mio. |
| Börsensegment | Prime Standard |
| Dividende 2017 pro Aktie | 0,22 EUR |
| Dividende 2018 pro Aktie | 0,24 EUR |
| Dividende 2019 pro Aktie | 0,26 EUR |
| 52-W-Hoch | 14,62 EUR |
| 52-W-Tief | 6,76 EUR |
| Aktienkurs (24. August 2020) | 14,62 EUR |
| Marktkapitalisierung (24. August 2020) | 2.024 Mio. EUR |
| Indizes | SDAX, HASPAX, PPVX, Solar Energy Stock Index |
| Handelsplätze | Regulierter Markt in Frankfurt am Main (Prime Standard), Hamburg; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München, Stuttgart, Tradegate Exchange |
| ISIN | DE 0006095003 |
| Designated Sponsor | HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG, MainFirst Bank AG |
| Zahlstelle | DZ Bank |

Encavis-Aktie mit starkem Aufwärtstrend seit Mitte 2019 und kurzer "Panikattacke"
durch COVID-19
In den ersten Wochen des Berichtszeitraums stieg die Encavis-Aktie innerhalb kurzer
Zeit auf mehr als 11,00 Euro und bewegte sich bis Ende Februar stabil im zweistelligen
Bereich. Im März dieses Jahres ging der durch das Coronavirus hervorgerufene Bärenmarkt
auch an der Encavis-Aktie nicht spurlos vorbei, sodass der Kurs wieder unter die Marke
von 10,00 Euro zurückging. Die Aktie erholte sich jedoch aufgrund des von der Coronakrise
kaum beeinträchtigten Geschäftsmodells der Encavis AG bereits ab Anfang April wieder
und erreichte ihren in diesem Jahr bisher absoluten Hochpunkt sowie ebenfalls höchsten
Schlusskurs von 14,62 Euro jeweils am 24. August 2020.
Im ersten Halbjahr 2020 gab es einige Änderungen in der Zusammensetzung der Aktionärsstruktur.
Die AMCO Service GmbH und die Dr. Liedtke Vermögensverwaltungs GmbH der beiden Unternehmerfamilien
Büll und Liedtke besitzen nach Abschluss eines Stimmrechtsbindungsvertrags im Januar
2020 gemeinsam 26,7 % der Aktien. Die PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG (Familie
Heidecker) veräußerte im Berichtszeitraum rund 2,15 % ihrer Anteile. Die veräußerten
Aktien waren zuvor Familienmitgliedern zugeordnet, die ihr Vermögen neu strukturieren
wollten. Die Familie Heidecker hält weiterhin rund 2,26 % an der Encavis AG über die
PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG.
Die BlackRock Asset Management Schweiz AG (4,1 %) und die DWS Investment GmbH (3,1
%) haben sich als neue Großaktionäre an der Encavis AG beteiligt.
Die Anteilsverhältnisse der Encavis AG stellten sich im August 2020 wie folgt dar:

Wesentliche Investoren innerhalb des Streubesitzes:
4,1% BlackRock Asset Management Schweiz AG
4,0% Versicherungskammer Bayern
3,5% Lobelia Beteiligungsgesellschaft/Kreke Immobilien KG
3,1% DWS Investment GmbH, Frankfurt/Main
2,3% PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG
0,4% Management Encavis AG
Die ordentliche Hauptversammlung der Encavis AG fand am 13. Mai 2020 erstmals als
komplett virtuelle Veranstaltung statt. Die diesjährige Präsenz des stimmberechtigten
Grundkapitals von rund 61,6 % übertraf die Präsenzquote des Vorjahres von rund 56,2
% deutlich.
Die Hauptversammlung beschloss eine erneute Anhebung der Bardividende auf 0,26 Euro
(Vorjahr: 0,24 Euro) je Stückaktie mit einer Zustimmungsquote von 88,71 %. Diese bereits
achte Erhöhung der Dividende in Folge strebt einer Zieldividende von 0,30 Euro je
Stückaktie im Jahre 2021 entgegen. Wie in den Vorjahren hatten die Aktionäre die Möglichkeit,
zwischen einer Auszahlung als Bardividende und einer Sachdividende von Aktien der
Encavis AG zu wählen. Die deutliche Mehrheit (61,5 %) der Aktionäre entschied sich,
die Dividende in Form von Aktien zu beziehen.

| Datum | Finanzevent |
| 2020 | |
| 26. August 2020 | Halbjahresfinanzbericht Q2/6M 2020 |
| 27. - 28. August 2020 | Stifel MainFirst Online-Investorentage, Amsterdam, Niederlande/Brüssel, Belgien/Luxemburg |
| 2. - 3. September 2020 | Commerzbank Virtual Sector Conference, Frankfurt a. M., Deutschland |
| 9. September 2020 | DSM TechTalk on Retrofit AR coating repowering solar parks, Webinar |
| 12. September 2020 | Zinszahlung "Green Schuldscheindarlehen" 2018 |
| 13. September 2020 | Zinszahlung Hybrid Convertible |
| 16. September 2020 | Raiffeisen Centrobank Virtual Investors Day, Zagreb, Kroatien |
| 18. September 2020 | Citi VIRTUAL Small-/Mid Cap Growth Conference 2020, London, Großbritannien |
| 21. - 22. September 2020 | Ninth German Corporate Virtual Conference 2020 (Berenberg & Goldman Sachs), München, Deutschland |
| 28. - 30. September 2020 | Stifel MainFirst Online-Investorentage, Kanada/Westküste USA |
| 1. Oktober 2020 | Kempen Virtual Renewable Energy Conference, Amsterdam, Niederlande |
| 14. Oktober 2020 | Jefferies Virtual European Mid-Cap Industrial Forum 2020, London, Großbritannien |
| 15. - 16. Oktober 2020 | Jefferies Online-Investorentage, Dublin, Irland/Edinburgh, Schottland |
| 19. - 23. Oktober 2020 | Jefferies Online-Investorentage, Ostküste und Mittlerer Westen USA |
| 26. - 29. Oktober 2020 | Jefferies Investorentage, Skandinavien und Europa |
| 9. - 10. November 2020 | Crédit Mutuel-CIC Conference - Market Solutions Forum by ESN, Paris, Frankreich |
| 11. - 12. November 2020 | Solar Asset Management Europe, Frankfurt a. M., Deutschland |
| 16. November 2020 | Quartalsmitteilung Q3/9M 2020 |
| 16. - 18. November 2020 | Deutsches Online-Eigenkapitalforum (Deutsche Börse), Frankfurt a. M., Deutschland |
| 23. - 24. November 2020 | Commerzbank Online-Investorentage, Zürich/Genf, Schweiz |
| 24. November 2020 | DZ Bank Equity Conference, Frankfurt a. M., Deutschland |
| 25. - 26. November 2020 | 16. Structured FINANCE, Stuttgart, Deutschland |
| 30. November 2020 | Berenberg European Conference 2020, Pennyhill Park, Surrey/London, Großbritannien |
| 11. Dezember 2020 | Zinszahlung Schuldscheindarlehen 2015 |
| 2021 | |
| 13. März 2021 | Zinszahlung Hybrid Convertible |
| 24. März 2021 | Veröffentlichung Konzernabschluss/Jahresabschluss 2020 |
| 25. März 2021 | Analyst Conference Call 08:30 h zum Konzernabschluss/Jahresabschluss 2020 |
| 20. Mai 2021 | Quartalsmitteilung Q1/3M 2021 inkl. Conference Call |
| 27. Mai 2021 | Ordentliche Hauptversammlung der Encavis AG |
| 19. August 2021 | Halbjahresfinanzbericht Q2/6M 2021 inkl. Conference Call |
| 12. September 2021 | Zinszahlung "Green Schuldscheindarlehen" 2018 |
| 13. September 2021 | Zinszahlung Hybrid Convertible |
| 15. November 2021 | Quartalsmitteilung Q3/9M 2021 inkl. Conference Call |
| 11. Dezember 2021 | Zinszahlung Schuldscheindarlehen 2015 |
Der Encavis-Konzern (nachfolgend "der Konzern" oder "Encavis") stellt den Konzernabschluss
nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der International Financial Reporting Standards
(IFRS) auf. Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den Vorschriften des IAS 34 erstellt.
Mutterunternehmen ist die Encavis AG mit Sitz in Hamburg. Sie ist verantwortlich für
Unternehmensstrategie, Portfolio- und Risikomanagement sowie für die Finanzierung.
Das Grundkapital beträgt 138.437.234,00 Euro und ist eingeteilt in 138.437.234 Stückaktien
ohne Nennbetrag.
Die durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (unverwässert) im Berichtszeitraum
beläuft sich auf 137.154.374 (Vorjahr: 129.987.264).
Die im SDAX der Deutschen Börse gelistete Encavis AG nutzt die vielfältigen Chancen
der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Als unabhängiger Betreiber von umweltfreundlichen
und emissionsfreien Kraftwerkskapazitäten hat Encavis das Erzeugungsportfolio seit
2009 kontinuierlich ausgebaut. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist der Erwerb und
Betrieb von Solar- und Onshore-Windparks. Das Unternehmen konzentriert sich bei der
Akquisition neuer Anlagen in der Regel auf baureife Projekte oder bereits bestehende
Anlagen, die über garantierte Einspeisevergütungen (Feed-in Tariffs) oder langfristige
Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements) verfügen und die in geografischen
Regionen errichtet wurden, die sich durch ein stabiles wirtschaftspolitisches Umfeld
und verlässliche Investitions- und Rahmenbedingungen auszeichnen.
Darüber hinaus bietet Encavis über ihre Tochtergesellschaft Encavis Asset Management
AG institutionellen Investoren attraktive Möglichkeiten, in Anlagen zur Erzeugung
Erneuerbarer Energien zu investieren. Das Geschäftsfeld Asset Management umfasst alle
Dienstleistungen in diesem Geschäftsbereich, das heißt die Initiierung von Fonds bzw.
die individuelle Gestaltung und Strukturierung sonstiger Investitionen für professionelle
Anleger im Bereich Erneuerbare Energien sowie den Betrieb der von diesen Anlegern
gehaltenen Anlagen.
Das Portfolio von Encavis umfasst aktuell insgesamt 191 Solar- und 85 Windparks mit
einer Leistung von rund 2,5 GW in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien,
Österreich, Finnland, Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Spanien. Davon betreibt
der Konzern 25 Solarparks und 43 Windparks im Rahmen des Segments Asset Management
für Dritte.
Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2020 um 4,9 % schrumpfen. Davon geht der Internationale
Währungsfonds (IWF) in seiner jüngsten Schätzung vom 24. Juni 2020 aus. Noch im April
2020 hatten die IWF-Analysten einen Rückgang um 3,0 % prognostiziert. Die Auswirkungen
der COVID-19-Pandemie auf die Volkswirtschaften hätten sich als noch gravierender
herausgestellt, als es im Frühjahr zu vermuten gewesen wäre. Zudem verlaufe die Erholung
schleppender als erwartet, worauf nicht zuletzt der schwächere Konsum und die höheren
Sparquoten hindeuteten. Allerdings seien beide Prognosen für 2020 mit einer größeren
Unsicherheit behaftet als die Vorhersagen früherer Jahre, betonten die Experten des
IWF. Für das kommende Jahr 2021 gehen sie von einem Wachstum der Weltwirtschaft von
5,4 % aus - 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im April.
In der Eurozone ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2020 laut der Statistikbehörde
Eurostat so stark zurückgegangen wie seit Beginn der Erhebung 1995 nicht. Von April
bis Juni sei demnach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im gemeinsamen Währungsraum im
Quartalsvergleich um 12,1 % geschrumpft. Insbesondere Spanien, Italien und Frankreich
verzeichneten starke Rückgänge. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands fiel im zweiten
Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal gemäß dem Statistischen Bundesamt um
10,1 %.
Der IWF prognostiziert für die weltweit größte Volkswirtschaft USA einen Einbruch
der Wirtschaftsleistung um 8,0 %. Noch düsterer stellt sich die Lage für Europas etablierte
Wirtschaftsnationen dar, die von der COVID-19-Pandemie besonders hart getroffen wurden.
Großbritanniens Rückgang des Bruttoinlandsprodukts werde rund 10,2 % betragen, für
Frankreich wird ein Minus in Höhe von 12,5 % erwartet und für Italien und Spanien
rechnet der IWF mit einem Einbruch um jeweils 12,8 %.
Die IWF-Analysten erwarten für Deutschland einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts
um 7,8 % im laufenden Jahr. Zudem trauen sie der deutschen Volkswirtschaft eine schnelle
Erholung zu, weshalb bereits im kommenden Jahr wieder eine Wachstumsrate in einer
Größenordnung von rund 5,4 % möglich sein soll - 0,2 Prozentpunkte mehr als in der
vergangenen Wachstumsprognose des Aprils 2020.
Am optimistischsten sind die IWF-Analysten für China, wo die Epidemie zuerst auftrat
und früher eingegrenzt wurde. Den Prognosen zufolge wird die zweitgrößte Volkswirtschaft
der Welt in 2020 um 1,0 % wachsen und im kommenden Jahr um 8,2 % zulegen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den Leitzins für den Euroraum zunächst unverändert.
Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibt vorerst bei 0,0
%. Bereits seit März 2016 liegt der Leitzins auf diesem Rekordtief. Den sogenannten
Einlagensatz belässt die EZB auf dem bisherigen Niveau von -0,5 %. Die lockere Geldpolitik
dient dem Zweck, mittelfristig eine Teuerungsrate von 2,0 % im Euroraum durchzusetzen.
Im Übrigen plant die EZB bis Ende des Jahres 2020 zusätzliche Anleihekäufe mit einem
Volumen von bis zu 120 Millionen Euro zu tätigen.
Der Ausbau Erneuerbarer Energien hat sich auch im Jahr 2020 fortgesetzt. Weltweit
befinden sich die Energiemärkte im Wandel, konventionelle Energiequellen und fossile
Energieträger werden zunehmend durch den Ausbau und die Nutzung regenerativer Energiequellen
ergänzt oder ersetzt. In zahlreichen Regionen können Erneuerbare-Energien-Anlagen
heute bereits ohne staatliche Förderung wirtschaftlich betrieben werden.
Das begünstigt die Bereitschaft der Regierungen weltweit, Erneuerbare-Energien-Anlagen
zu genehmigen. Im Jahr 2019 sind weltweit Kapazitäten in Höhe von 184 GW neu installiert
worden. Das ist der höchste Wert, der jemals innerhalb eines Jahres erreicht wurde.
Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs um 12 % beziehungsweise 20 GW.
Gleichzeitig sind die Investitionskosten jedoch um lediglich 1 % auf 282,2 Milliarden
US-Dollar gestiegen. Das geht aus dem Bericht "Global Trends in Renewable Energy Investments
2020" hervor, den das UNEP Collaborating Centre der Frankfurt School of Finance &
Management gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium Anfang Juni 2020 vorgestellt
hat.
Den größten Anteil an dem Zubau hatten die Photovoltaikanlagen mit rund 118 GW. Im
Solarbereich war der Rückgang der Stromentstehungskosten besonders ausgeprägt. Sie
sind innerhalb der vergangenen zehn Jahre um 83 % gesunken, bei Windkraftanlagen an
Land um 49 % und auf See um 51 %.
Innerhalb Europas verzeichnen Spanien, die Niederlande und Großbritannien die höchsten
Investitionen in Erneuerbare Energien. Deutschland landete mit umgerechnet 4,4 Milliarden
US-Dollar auf Platz vier.
Der Studie "Global Trends in Renewable Energy Investments 2020" zufolge hat sich
der Anteil der Erneuerbaren Energien am Energiemix binnen Jahresfrist um einen Prozentpunkt
auf 13,4 % erhöht. Mittlerweile werden weltweit rund 2,2 Milliarden Tonnen CO2 jährlich durch die Nutzung von Photovoltaik, Windkraft und anderer Erneuerbarer Energiequellen
eingespart.
Erneuerbare Energien behaupten sich auch während der Coronakrise. Die Internationale
Energie Agentur (IEA) teilte in dem Ende April 2020 veröffentlichten Bericht "Global
Energy Review 2020" einen weltweiten Rückgang des Energiebedarfs im ersten Quartal
2020, verglichen mit dem Vorjahresquartal 2019, um 3,8 % mit. Der Rückgang ist vornehmlich
auf die Lockdown-Maßnahmen aufgrund der COVID-19-Pandemie (Coronakrise) zurückzuführen.
Während die weltweite Kohlenachfrage um fast 8 % am stärksten sank und die globale
Ölnachfrage um annähernd 5 % zurückging, zeigten sich die Erneuerbaren-Energie-Träger
unbeeindruckt und legten um 1,5 % zu. Ein Grund dafür liegt in dem Zubau neuer Solar-,
Wind- und Wasserkraftanlagen, so dass die Marktexperten der IEA für 2020 einen Anstieg
der Stromproduktion aus regenerativen Quellen in Höhe von 5 % erwarten.
Die zunehmende Wirtschaftlichkeit Erneuerbarer Energien im Vergleich zu konventionellen
Formen der Energieerzeugung sowie das klare Bekenntnis zu einer klimafreundlichen
Energiebilanz von Unternehmen, wie es beispielsweise in der RE100-Initiative zum Ausdruck
kommt, sorgen für eine zunehmende Dynamik auf dem Markt für privatwirtschaftliche
Stromabnahmeverträge (PPAs). Nach Angaben von Bloomberg New Energy Finance (BNEF)
hat sich die Gesamterzeugungskapazität, die über PPAs abgeschlossen wurde, von rund
5,6 GW im Jahr 2017 auf rund 12,8 GW im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Der Trend hält
an: Die weltweite Gesamtkapazität lag Anfang 2020 bei rund 51,5 GW, von denen rund
36,2 GW in den USA kontrahiert wurden. Auf die zweitplatzierten Australier entfielen
nur 2,1 GW.
In Europa ist der PPA-Markt vergleichsweise klein, allerdings hat das Interesse an
Photovoltaik- und Windkraftanlagen mit Stromabnahmeverträgen (PPAs) im Jahr 2019 deutlich
zugenommen. Das geht auch aus der aktuellen Analyse "Status Quo: Market Parity of
PV and Onshore Wind in Europe" von Enervis Energy Advisors hervor, die dafür die Daten
aus 25 Ländern herangezogen haben. Demzufolge existierte in 2019 eine europaweite
Pipeline aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen mit einer Kapazität von etwa 21 GW,
die als PPA-Projekte - also ohne Inanspruchnahme staatlicher Förderung - angekündigt
wurden.
Im Solarbereich ist der spanische PPA-Markt besonders fortgeschritten. Allein dort
sind im Jahr 2019 Photovoltaikanlagen mit 4.396 MW angekündigt worden. Es folgen Italien
mit 1.913 MW und Deutschland mit 1.057 MW. In Portugal (444 MW), Dänemark (338 MW)
und Frankreich (158 MW) kommt die Nachfrage ins Rollen. Bei Windenergieanlagen an
Land und auf See führt Schweden mit 3.995 MW vor Großbritannien (2.711 MW) und den
Niederlanden (1.176 MW).
Die fünf bedeutendsten Stromabnehmer solcher PPA-Vereinbarungen der Welt sind Google
mit Kapazitäten von 6,0 GW, Facebook mit 5,0 GW, AT&T und Amazon mit jeweils 2,2 GW
sowie Microsoft mit 2,1 GW.
Die Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Technischen
Universität Berlin (TU) haben geprüft, unter welchen Umständen die Ziele des "European
Green Deal" erreicht werden könnten und mit welchen Kosten dies verbunden ist. Um
in den kommenden 30 Jahren Klimaneutralität zu erreichen, ist es nach dem Plan der
EU-Kommission ausreichend, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 % gegenüber dem Niveau des Jahres 1990 zu senken. Dem widersprechen
die Forscher von DIW und TU, weil sie eine Absenkung um 65 % für erforderlich halten.
Dazu müsste allerdings bis zum Jahr 2040 die Energiegewinnung vollständig auf Erneuerbare
Energien umgestellt werden. Das sei möglich, wenn die entsprechenden Investitionen
in Erneuerbare-Energien-Anlagen vorgenommen werden. Die Kosten dafür dürften bei rund
3.000 Milliarden Euro liegen. Demgegenüber ließen sich jedoch Einsparungen in einer
Größenordnung von 2.000 Milliarden Euro realisieren, die nicht mehr für den Import
von fossilen Energieträgern ausgegeben werden müssten.
Die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten hinkt den Zielen für den Ausbau Erneuerbarer
Energien hinterher. Das geht aus der Auswertung des Statistischen Amts der Europäischen
Union (Eurostat) für das Jahr 2018 hervor, die im Januar 2020 veröffentlicht wurde.
Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil der Energie aus erneuerbaren Quellen am Bruttoendenergieverbrauch
in der EU auf mindestens 30 % steigen. Zwölf der 28 EU-Mitgliedstaaten sind auf einem
guten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Die Zwischenetappe dorthin lag für das Jahr 2018
EU-weit bei 18 %, die mit Hilfe der Zielvorgaben für jeden einzelnen Mitgliedstaat
erreicht werden sollte. Diese nationalen Vorgaben errechnen sich aus verschiedenen
Faktoren wie der Ausgangssituation, dem Potenzial im Bereich Erneuerbarer Energien
und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Landes.
Im Jahr 2018 schwankte der Grad des bereits erreichten Ausbaus innerhalb der EU beträchtlich:
Vorreiter Schweden etwa erzeugte bereits über 54,6 % seines Energieverbrauchs aus
erneuerbaren Quellen, gefolgt von Finnland (41,2 %), Lettland (40,3 %), Dänemark (36,1
%) und Österreich (33,4 %). Weit dahinter landeten andere Länder, die allesamt unter
der 10 %-Marke blieben. Dazu zählen etwa die Niederlande (7,4 %), Malta (8,0 %), Luxemburg
(9,1 %) und Belgien (9,4 %).
Angaben des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) vom 1. Juli 2020
zufolge hat die Stromproduktion durch Erneuerbare Energien in Deutschland einen neuen
Rekordwert erreicht. Während des ersten Halbjahres 2020 erreichten sie einen Anteil
von 55,8 % an der Nettostromerzeugung. Im Februar lag ihr Anteil sogar bei 61,8 %.
Solar- und Windenergieanlagen speisten gemeinsam 102,9 Terawattstunden (TWh) in das
öffentliche Netz ein, gegenüber 92,3 TWh im ersten Halbjahr 2019. Photovoltaikanlagen
speisten etwa 11,2 % mehr Strom ein als im Vorjahr, Windkraftanlagen verzeichneten
einen Zuwachs um rund 11,7 %. Die Stromproduktion aus Kohle ging dagegen stark zurück:
Der Anteil der Braunkohle sank auf 13,7 %, Steinkohle kam nur noch auf 6 %. Die Windenergie
behauptete sich mit einem Anteil von 30,6 % erneut als bedeutendste Energiequelle.
Im vergangenen Jahr war das Verhältnis fossiler und erneuerbarer Kraftwerkserzeugung
noch umgekehrt.
Deutschland hat kurz vor Übernahme der deutschen EU-Ratspräsidentschaft Mitte Juni
2020 seinen nationalen Energie- und Klimaplan vorgelegt. Darin bekräftigt die Regierung
das Ziel aus dem Koalitionsvertrag und des Klimaschutzprogramms der großen Koalition,
im Jahr 2030 rund 65 % des Gesamtenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen zu decken.
Derzeit liegt der Anteil bei rund 17 %. Der Ausbaubedarf ist entsprechend hoch. Weiteres
Ziel ist es, bis 2030 die Emissionen um mindestens 55 % im Vergleich zum Jahr 1990
zu senken. Im Jahr 2019 lag der Anteil bei rund 36 %. Im Klimaplan ebenfalls enthalten
ist das Ziel, den Primärenergieverbrauch um 30 % im Vergleich zum Referenzjahr 2008
zu senken.
Eine Reihe wissenschaftlicher Studien, darunter eine des Energiewirtschaftlichen
Instituts der Universität Köln (EWI) von Anfang 2020, erwarten jedoch, dass der Bruttostromverbrauch
bis 2030 auf 748 TWh steigen wird. Gleichzeitig würde die Stromerzeugung aus regenerativen
Quellen auf 345 TWh ansteigen. Der Anteil Erneuerbarer Energien würde somit bei nur
46 % statt der anvisierten 65 % liegen.
Die dänische Regierung verfolgt das langfristige strategische Ziel, bis 2050 die
Unabhängigkeit Dänemarks von fossilen Brennstoffen zu erreichen. Dafür hat die dänische
Regierung das Ausbauziel für Erneuerbare Energien bis 2030 zuletzt um fünf Prozentpunkte
erhöht. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergiemix soll bis dahin auf 55
% ausgebaut werden. Bis 2050 will Dänemark dann eine komplette Versorgung durch Erneuerbare
Energien erreicht haben. Aktuell liegt der Ökostromanteil schon bei gut 53 % - vor
allem dank der Windkraft. Sie allein steuert gut 43 % bei. Damit hat Dänemark den
weltweit höchsten Anteil von Windenergie am Gesamtstromverbrauch.
Anfang 2019 hat Frankreichs Umweltministerium eine für die Jahre 2019 bis 2028 ausgearbeitete
Strategie für die Energie und das Klima vorgelegt. Sie umfasst unter anderem ein sechsjähriges
Programm für die Ausschreibung von Photovoltaikanlagen. Demnach sollten im Jahr 2019
rund 2,7 GW und in den nächsten fünf Jahren jeweils 2,9 GW vergeben werden. Bis 2024
soll die gesamte installierte Photovoltaikleistung Frankreichs bei 20 GW liegen. Für
Onshore-Windanlagen wird bis 2025 eine Gesamtkapazität von 11,4 GW ausgeschrieben.
Mitte Juni 2019 kündigte Premierminister Édouard Philippe in einer Grundsatzerklärung
an, den ökologischen Wandel in den nächsten zwölf Monaten zu beschleunigen und unter
anderem ein neues Energie- und Klimagesetz auf den Weg zu bringen. Das Ziel ist weiterhin,
den Anteil der Kernenergie in Frankreich bis 2035 auf 50 % zu senken, wobei die Erneuerbaren
Energien und insbesondere die Offshore-Windenergie massiv ausgebaut werden sollen.
Die Schließung französischer Kohlekraftwerke ist bis zum Jahr 2022 geplant.
Um diese Lücken zu schließen, entwickelt sich der Zubau Erneuerbarer Energien jedoch
zu langsam. Beispielsweise wurden im Neunmonatszeitraum 2019 Solaranlagen mit einer
Leistung von 707 MW in Betrieb genommen. Die kumulierte installierte Photovoltaikleistung
beträgt somit 9,6 GW. Um das mittelfristige Ziel von 18,2 GW installierter Photovoltaikleistung
bis Ende 2023 zu erreichen, müssten in Frankreich demgegenüber durchschnittlich mehr
als 500 MW pro Quartal neuer Kapazität geschaffen werden.
Frankreichs Energieversorgung beruht weiterhin auf der Atomenergie. Nach wie vor
sind 56 Atomkraftreaktoren in Betrieb. Frankreich bezieht rund 71 % seines Stroms
aus Atomkraft - mehr als jedes andere Land der Welt. Frankreichs Präsident Emmanuel
Macron hält die Atomkraft für entscheidend beim Klimaschutz, da sie keine Treibhausgase
erzeuge. Bis 2035 plant er, dennoch zwölf weitere Reaktoren abzuschalten und den Anteil
des Atomstroms auf 50 % zu begrenzen. Die Erneuerbare-Energien-Anlagen steuern rund
22 % zur Stromerzeugung bei.
Großbritannien hat den Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung kontinuierlich
ausgebaut und mit dem Klimaschutzgesetz "Climate Change Act 2008" seine ambitionierten
Ziele auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Seit dem Vollzug des Brexits trägt
Großbritannien mit seinen überdurchschnittlich guten Werten nicht mehr zur Klimabilanz
der EU bei.
Im dritten Quartal 2019 wurde in Großbritannien erstmals mehr Strom aus erneuerbaren
Energiequellen erzeugt als aus fossilen Brennstoffen. Solar- und Windparks, Biomasse-
und Wasserkraftwerke haben in England schätzungsweise 29,5 TWh Strom erzeugt. Die
grüne Energie in Großbritannien hat sich seit dem Jahr 2010 mehr als vervierfacht.
Demgegenüber hat sich die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen in den vergangenen
zwölf Monaten von 288 TWh auf 142 TWh halbiert.
Großbritannien setzt daneben insbesondere auf den Aufbau eines umfassenden Netzes
an Batteriespeichern mit einer Leistung von mehr als 2 GW.
Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (MISE) hat mit der Veröffentlichung
der neuen umfassenden Klima- und Energiestrategie 2030 die energiepolitischen Pläne
der Nationalen Energiestrategie (Strategia Energetica Nazionale) von Ende 2017 konkretisiert.
Unter anderem sehen diese einen Ausstieg Italiens aus der Kohleenergie bis zum Jahr
2025 vor, zudem soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am Energieverbrauch auf
rund 27 % bis zum Jahr 2030 gesteigert werden. Dafür sollen die Erzeugungskapazitäten
im Bereich der Photovoltaik auf 50 GW und die im Bereich der Windenergie auf 18,4
GW ausgebaut werden. Photovoltaik würde damit einen Anteil von mehr als 50 % an den
Gesamterzeugungskapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien in Italien einnehmen,
gefolgt von Hydro- und Windenergie. Rund 35 Milliarden Euro sind für den Ausbau der
Erneuerbaren Energien geplant.
Italien will bis zum Jahr 2030 eine installierte Photovoltaikleistung von rund 50
GW realisiert haben. Nach vorläufigen Angaben des nationalen Verbands für erneuerbare
Energien (Anie Rinnovabili) und Daten des Netzbetreibers Terna wurden im vergangenen
Jahr rund 737 MW an neuen Photovoltaikanlagen installiert. Dies ist der höchste Zubau
seit sechs Jahren und entspricht einer Steigerung um fast 69 % gegenüber dem Jahr
2018. Der größte Teil dieser neuen Photovoltaikanlagen zum Jahresende entfalle dabei
auf große Projekte mit direkten Stromlieferverträgen an Kunden - also Anlagen, die
ohne staatliche Förderung auskommen.
Die Niederlande haben sich im Rahmen einer parteiübergreifenden Initiative zu mehr
Klimaschutz verpflichtet. Das Ende Juni 2019 beschlossene Klimagesetz sieht vor, dass
die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 49 % und bis 2050 um 95 % gegenüber dem Referenzjahr
1990 reduziert werden. Die Schließung aller niederländischen Kohlekraftwerke soll
bis 2030 erfolgen.
Die österreichische Bundesregierung aus Österreichischer Volkspartei (ÖVP) und Grünen
hat Anfang 2020 die Eckpunkte für ein Klimaschutzgesetz vorgestellt, dem ein straffer
Zeitplan zugrunde liegt: Bis zum Jahr 2030 soll der Strombedarf vollständig mit Erneuerbaren
Energien gedeckt werden. Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat deckt
Österreich derzeit einen Anteil von 32,6 % seines Bruttoenergieverbrauchs über erneuerbare
Energiequellen ab. Bereits im Jahr 2030 will Österreich die Klimaneutralität umgesetzt
haben. Der grüne Vizekanzler möchte dafür entweder bis 2022 eine CO2-Bepreisung oder eine öko-soziale Steuerreform durchsetzen. Ein neues Energien-Ausbaugesetz
soll klare Zubauziele verankern und passende Rahmenbedingungen für einen naturverträglichen
Zubau schaffen. Im Koalitionsvertrag ist ein 1-Millionen-Dächer-Photovoltaik-Programm
vorgesehen. Im Mai 2020 hatten die Österreicher das Ende der Kohleverstromung besiegelt
und alle Kraftwerke im Land abgeschaltet.
Der spanische Markt für Erneuerbare Energien erfuhr 2019 kräftigen Aufwind - insbesondere
im Bereich der Photovoltaik: Ende des Jahres waren Solaranlagen mit einer Gesamtleistung
von rund 8,7 GW installiert. Knapp die Hälfte der Kapazitäten (3,975 GW) wurde nach
Angaben des Netzbetreibers Red Electra de España (REE) im Jahresverlauf neu installiert.
Wie enorm dieser Zuwachs ist, verdeutlicht der Blick auf die Zubauzahlen der Vorjahre:
Im Jahr 2018 wurden REE-Angaben zufolge Anlagen mit einer Kapazität von lediglich
261,7 MW, 2017 nur 135 MW sowie 2016 und 2015 nur 55 MW respektive 49 MW neu installiert.
Spanien belegt mit seiner Gesamterzeugungsleistung nach Deutschland und Italien den
dritten Platz in Europa.
Die spanische Regierung hat sich mit dem Klimawandel- und Übergangsgesetz das Ziel
gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Stromversorgung des Landes vollständig über Erneuerbare
Energien abzudecken. Das letzte Kohle- und Kernkraftwerk soll bis 2030 geschlossen
werden. Damit würden die Treibhausgasemissionen Spaniens gegenüber ihrem Niveau in
den 1990er Jahren um rund 90 % reduziert. Um diese Ziele zu erreichen, sollen pro
Jahr mindestens 3 GW an neuen Solar- und Windkapazitäten über einen Zeitraum von zehn
Jahren ausgebaut werden. Spanien hat Ende Juni 2020 die Hälfte seiner Kohlekraftwerke
vom Netz genommen. Die gestiegenen Preise für Emissionsrechte, die für einen besonders
hohen Schadstoffausstoß fällig werden, machten den Betrieb der alten Kraftwerke immer
unrentabler.
Spanien profitiert insbesondere von dem wachsenden Markt für Power Purchase Agreements
(PPAs), also langfristigen privatwirtschaftlichen Stromabnahmeverträgen, die vollständig
ohne staatliche Förderungen auskommen. Die Kombination aus einem drastischen Rückgang
der Kosten für die Photovoltaiktechnik, der hohen Sonneneinstrahlung sowie einer geringen
Bevölkerungsdichte auf dem Land macht den spanischen Markt besonders attraktiv dafür.
Der Encavis-Konzern bietet über die Encavis Asset Management AG institutionellen
Investoren die Möglichkeit, sich über verschiedene Anlagevehikel an Erneuerbare-Energien-Assets
zu beteiligen. Neben maßgeschneiderten individuellen Anlagestrategien und Direktinvestments
ermöglichen nach Luxemburger Recht aufgelegte Fonds institutionellen Anlegern auch,
sich an einem breit diversifizierten Portfolio aus Solar- und Windparks zu beteiligen.
Dabei können die institutionellen Investoren auf das langjährige Know-how des gesamten
Encavis-Konzerns im Bereich der Erneuerbaren Energien vertrauen.
Erneuerbare-Energien-Anlagen bieten attraktive, planbare Renditen und stabile Cashflows,
die zu einem Großteil staatlich garantiert sind oder durch bonitätsstarke Kunden abgesichert
werden. Durch lange Laufzeiten mit einer geringen Korrelation zu anderen Asset-Klassen
oder konjunkturellen Schwankungen eignen sie sich beispielsweise besonders für Pensionsfonds
und Versicherungen, die langfristig investieren und große Portfolios diversifizieren
müssen. Zudem hat sich die Dekarbonisierung von Investmentportfolios international
als ein Trend etabliert; institutionelle Investoren ziehen sich zunehmend aus Investitionen
in fossile Energieträger wie Kohle oder Erdöl zu Gunsten neuer Investments im Bereich
der Erneuerbaren Energien zurück.
Encavis hat am 8. Januar 2020 bekannt gegeben, dass der Vorstand der Encavis AG auf
Basis detaillierter Planungen und interner Maßnahmenpakete sowie umfangreicher Marktanalysen
eine strategische Wachstumsplanung für die kommenden sechs Jahre beschlossen hat.
Weitere Details hierzu finden Sie im Prognosebericht auf den Seiten 23 ff.
Die Encavis Asset Management AG hat am 16. Januar 2020 bekannt gegeben, im Q4 2019
für institutionelle Investoren mehr als 173 MW in Solar- und Windanlagen in Europa
investiert zu haben.
Zum einen haben sich an dem im exklusiven Vertrieb der BayernLB stehenden Spezialfonds
Encavis Infrastructure II Renewables Europe II weitere Sparkassen und Genossenschaftsbanken
umfangreich beteiligt. Dieser Fonds ist wegen des speziell für Kreditinstitute entwickelten
und testierten Marktpreismodells für das Risikomanagement nach MaRisk besonders für
diese Investorengruppe äußerst attraktiv. Administriert wird der Spezialfonds von
der HANSAINVEST Lux S.A.
In kürzester Zeit wurden mit den neuen Mitteln acht Erneuerbare-Energien-Parks akquiriert:
zwei deutsche Windparks mit einer Gesamterzeugungsleistung von 22 MW in Brandenburg
sowie deutsche Solarparks (81 MW) in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Bayern.
Weiterhin wurden vier niederländische Solarparks mit insgesamt 53 MW Gesamterzeugungsleistung
erworben.
Zum anderen hat ein namhafter Versicherungskonzern sein bestehendes Engagement in
seinem Encavis-Spezialfonds deutlich aufgestockt. Aus einem Teil der Mittel wurde
kürzlich der Windpark Fürstkogel von BayWa r.e. erworben. Der österreichische Windpark
verfügt über eine Nennleistung von rund 17 MW und befindet sich an einem hochalpinen
Standort in der Steiermark.
Die Encavis AG hat am 10. März 2020 bekannt gegeben, erneut von der Ratingagentur
Scope Ratings in einer aktualisierten Analyse bewertet worden zu sein, in deren Rahmen
das Encavis-Emittentenrating im Investment-Grade-Bereich (BBB-) bestätigt wurde. Der
Ausblick für das Rating ist stabil. Scope hat sowohl Rating als auch finanziellen
Ausblick zur Encavis AG aktualisiert. Die Aktualisierung unterstreicht das bisherige
Emittentenrating BBB-/stabiler Ausblick/S-2 der Encavis AG und ihrer Finanzierungstochter
Encavis Finance B.V. ebenso wie das Rating BBB- für die unbesicherten Anleihen und
das Rating BB der nachrangigen hybriden Verbindlichkeiten wie des Hybrid Convertible.
Das Emittentenrating BBB-/stabiler Ausblick wird maßgeblich durch das sichere Geschäftsmodell
des Unternehmens unterstützt, sowohl durch die vorrangige Einspeisung des erzeugten
Stroms im Rahmen von verfügbarkeitsabhängigen Vergütungssystemen (FiT) als auch durch
die Risikominderung durch langfristige Stromabnahmeverträge. Die ">> Fast Forward
2025"-Wachstumsstrategie des Unternehmens, die eine Verdoppelung der Kapazitäten bis
2025 auf 3,4 GW vorsieht, dürfte das Geschäftsprofil als unabhängiger Stromerzeuger
durch eine Verringerung der inkrementellen Effekte von bestimmten Erzeugungsanlagen
oder Regionen weiter stabilisieren.
Die Encavis Asset Management AG gab am 21. April 2020 bekannt, kürzlich drei Solarparks
in den Niederlanden und einen Windpark in Deutschland mit einer Gesamterzeugungsleistung
von mehr als 55 MW für institutionelle Investoren erworben zu haben. Die akquirierten
Anlagen wurden in den von der Encavis Asset Management AG aufgelegten Spezialfonds
"Encavis Infrastructure II Renewables Europe II" (EIF II) eingebracht. Das Beteiligungsangebot
richtet sich an Kreditinstitute, die in ein diversifiziertes Portfolio aus Solar-
und Windparks in Europa investieren wollen. Administriert wird der Spezialfonds von
der HANSAINVEST Lux S.A.
Zum Portfolio gehört nun der Windenergiepark "Gieboldehausen" im niedersächsischen
Landkreis Göttingen. Die acht Windenergieanlagen des Herstellers Vestas mit einer
Gesamtnennleistung von 28,5 MW wurden zwischen 2016 und 2019 errichtet und in Betrieb
genommen. Projektiert wurden die Anlagen vom Energieparkentwickler UKA, der über die
UKB Umweltgerechte Kraftanlagen Betriebsführung weiterhin das technische Windparkmanagement
übernimmt.
Die drei Solarparks befinden sich an unterschiedlichen Standorten in den Niederlanden.
Der Solarpark "Flierbelten" in der Provinz Overijssel speist seit Anfang März 2020
bis zu 5,7 MW in das Stromnetz ein. Für die Photovoltaikanlagen des Parks "Jumaheerd"
mit einer Kapazität von 6,7 MWp soll der Netzanschluss im September 2020 erfolgen.
Der Solarpark "Sekdoorn" unweit der Stadt Zwolle wurde auf einem Baggersee errichtet.
Die teils schwimmenden Anlagen erbringen seit Netzanschluss im Juni 2020 eine Gesamterzeugungsleistung
in Höhe von 14,5 MWp. Entwickelt und realisiert wurden die PV-Anlagen vom Münchener
Projektierer und Energiedienstleister BayWa r.e.
Diese Solar- und Windanlagen sparen alljährlich rund 57 Tonnen klimaschädlicher CO2-Emissionen ein.
Die erste virtuelle Hauptversammlung der Encavis AG beschloss eine erneute Anhebung
der Bardividende auf 0,26 Euro (Vorjahr: 0,24 Euro) je Stückaktie mit einer Zustimmungsquote
von 88,71 %. Diese bereits achte Erhöhung der Dividende in Folge strebt einer Zieldividende
von 0,30 Euro je Stückaktie im Jahre 2021 entgegen. Bereits zum siebten Mal in Folge
konnten die Aktionäre wählen, ob sie sich für den Bezug der Bardividende in Höhe von
0,26 Euro je Stückaktie, alternativ den Bezug von neuen Aktien im Verhältnis 60,25
: 1 (für rechnerisch 60,25 bestehende Aktien erhält der Aktionär eine zusätzliche
neue Aktie) zu einem rechnerischen Bezugspreis von 10,845 Euro je Aktie oder für eine
Kombination aus beiden Möglichkeiten entscheiden. Die deutliche Mehrheit der Aktionäre
entschied sich mit einer Annahmequote von 61,5 % für den Bezug neuer Aktien an Stelle
der Bardividende. Insgesamt wurden somit 1.398.087 neue Aktien emittiert und eine
Bardividende in Höhe von 20.467.924,71 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Auszahlung
der Bardividende erfolgte am 16. Juni 2020, die Einbuchung der neuen Aktien in die
Wertpapierdepots der Aktionäre erfolgte am 24. Juni 2020.
Zur ersten virtuellen Hauptversammlung der Encavis AG, die unverändert zum geplanten
Termin am 13. Mai 2020 stattfand, wählten sich via Internet etwas mehr als 200 Aktionärinnen
und Aktionäre ein. Im Vorjahr erschienen zur Präsenz-HV rund 220 Aktionäre und Gäste
als Teilnehmer. Die diesjährige Präsenz des stimmberechtigten Grundkapitals von rund
61,6 % übertraf die Präsenzquote des Vorjahres von rund 56,2 % deutlich.
Konsequent verfolgt die Encavis AG ihre Strategie, möglichst 100 %-Eigentümer aller
Solarparks im eigenen Portfolio zu sein. Der jüngste Erwerb der restlichen Anteile
(20 %) des spanischen Solargroßprojekts La Cabrera (200 MW Erzeugungskapazität) vom
strategischen Entwicklungspartner Solarcentury erfolgte am 7. April 2020 (10 %) und
am 19. Mai 2020 (10 %). Zuvor erwarb Encavis bereits die restlichen 49 % des Solarparks
Brandenburg/Havel (18,7 MW Erzeugungskapazität). Ebenso wurde auch die Mehrheitsbeteiligung
von 64 % des bereits vollkonsolidierten Solarparks Bitterfeld (6 MW Erzeugungskapazität)
erworben. Zudem erwarb Encavis im Juli 2020 die restlichen Anteile an einigen französischen
Solarparks, sodass nun auch alle Solarparks in Frankreich zu 100 % im Besitz der Encavis
AG sind.
Die Encavis AG veröffentlichte am 26. Mai 2020 eine Entwicklungspartnerschaft mit
der GreenGo Energy Group A/S zur Entwicklung und Finanzierung eines subventionsfreien
Solarparkportfolios in Dänemark mit einer Erzeugungskapazität von mehr als 500 MW.
Encavis sichert sich einen exklusiven Zugang zu einem über ganz Dänemark diversifizierten
Entwicklungsportfolio. Nachdem für das Großprojekt in Ringkøbing-Skjern an der Westküste
Jütlands bereits der Planfeststellungsbeschluss sowie die Baugenehmigung vorliegen,
ist geplant noch im Laufe dieses Jahres mit dem Bau zu beginnen. Die Partnerschaft
mit GreenGo ergänzt das bereits bestehende Portfolio von strategischen Entwicklungspartnerschaften,
die Encavis in jüngster Zeit geschlossen hat, um PV Dänemark.
Im Mai 2020 wurde die Encavis AG davon unterrichtet, dass die Familie Heidecker am
28. Mai 2020 insgesamt 2.950.903 Aktien, das entspricht rund 2,15 % an der Encavis
AG, veräußert hat. Verkäufer war die PELABA Anlageverwaltungs GmbH & Co. KG. Die veräußerten
Aktien waren zuvor Familienmitgliedern zugeordnet, die ihr Vermögen neu strukturieren
wollen.
Die Familie Heidecker wird weiterhin rund 3,1 Millionen Aktien, das entspricht rund
2,26 % an der Encavis AG, über die PELABA Anlageverwaltungs GmbH & Co. KG halten.
Zudem unterzeichnete die Familie Heidecker eine Lock-up-Frist von 180 Tagen für die
weiteren Aktien im Familienbesitz. Die Berenberg Bank war als Solebookrunner mit der
Platzierung der Aktien beauftragt.
Die Encavis AG gab am 4. Juni 2020 bekannt, mit der Sunovis GmbH einen Kooperationsvertrag
über ein 200 MW+ großes Portfolio an subventionsfreien Solarprojekten in Deutschland
abgeschlossen zu haben. Für zwei höchst leistungsfähige Photovoltaikanlagen mit einer
Gesamtleistung von ca. 120 MW soll an zwei verschiedenen Standorten in Deutschland,
voraussichtlich noch innerhalb eines Jahres, mit dem Bau begonnen werden. Die Photovoltaikkraftwerke
sparen pro Jahr rund 65.000 Tonnen CO2 durch die Erzeugung grünen Stroms ein.
Encavis übernimmt bei dieser innovativen Kooperation baureife Anlagen und ist für
die Projektfinanzierung sowie Gestaltung, Verhandlung und Abschluss des langfristigen
Stromabnahmevertrags, des sogenannten Power Purchase Agreements, verantwortlich. Encavis
sichert sich damit weitere subventionsfreie Freiflächenanlagen in Deutschland, einem
der begehrtesten Solarstandorte in Europa. Sunovis ist als Generalunternehmer für
die professionelle Realisierung dieser Photovoltaikkraftwerke verantwortlich und übernimmt
das gesamte Leistungsspektrum der Projektentwicklung sowie den Bau und die Wartung
der Anlagen.
Es ist nicht die erste Kooperation zwischen den beiden Unternehmen. Im Jahr 2017
und 2019 hat die Sunovis GmbH bereits zwei Anlagen mit insgesamt 14,3 MW gebaut, die
von Encavis erworben wurden.
Die Encavis Asset Management AG gab am 16. Juni 2020 bekannt, dass für den exklusiv
von der BayernLB vertriebenen Spezialfonds "Encavis Infrastructure Fund II" (EIF II)
weitere 74,5 Millionen Euro Eigenkapital angenommen wurden. Nach dem Platzierungserfolg
weist der von der HANSAINVEST Lux S.A. administrierte Fonds bereits ein Volumen von
mehr als 200 Millionen Euro aus.
Die Encavis AG gab am 29. Juni 2020 bekannt, vier von fünf Windenergieanlagen des
Windparks Viertkamp im Landkreis Stade im Norden Niedersachsens erworben zu haben.
Die vier WEA wurden zwischen Dezember 2019 und Februar 2020 ans Netz angeschlossen.
Die fünfte und baugleiche WEA gehört Anwohnern vor Ort und wurde bereits 2018 in Betrieb
genommen. Diese Turbine des Typs Vestas V126/3.6, mit einer Nabenhöhe von 137 Metern,
produzierte 2019 bereits deutlich mehr grünen Strom als erwartet. Encavis kalkuliert
mit einer Stromproduktion von 12,45 GWh p. a. pro WEA, in Summe also 49,8 GWh p. a.
für die verbleibenden 24,5 Jahre der Gesamtprojektlaufzeit von 25 Jahren. Grund und
Boden sind auf 20 Jahre gepachtet, mit Verlängerungsoptionen von zweimal fünf Jahren.
Vergütet wird der grüne Strom zu einem fixierten Tarif nach Energieeinspeisegesetz
für insgesamt 20 Jahre nach Erstinbetriebnahme bis zum Jahresende 2039. Allein diese
vier Windenergieanlagen sparen alljährlich rund 30.000 Tonnen klimaschädliche CO2-Emissionen ein.
Das Solarparkportfolio im Eigenbestand von Encavis umfasst zum 30. Juni 2020 insgesamt
166 Solarparks mit einer Gesamtkapazität von 1,3 GW. Die Solarparks verteilen sich
auf die Länder Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Spanien.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt saisonalen Einflüssen, was zu Schwankungen
in den Umsätzen und Ergebnissen im Verlauf des Jahres führt. Im Segment PV Parks,
das alle sich im Eigenbestand befindlichen Solarparks umfasst, sind vor allem die
Monate April bis September eher umsatzstärker als die Herbst- und Wintermonate.
Das Solarparkportfolio konnte im ersten Halbjahr 2020 bezogen auf die produzierten
kWh aufgrund einer insgesamt überdurchschnittlichen Anzahl an Sonnenstunden eine Planüberschreitung
von rund 10 % verzeichnen. Die tatsächlich eingespeiste Leistung im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2020 beträgt 540.486 MWh (Vorjahr: 532.848 MWh). Von der eingespeisten
Leistung entfallen rund 30 % (Vorjahr: 30 %) auf die Solarparks in Deutschland, 21
% (Vorjahr: 21 %) auf die Solarparks in Italien, 14 % (Vorjahr: 13 %) auf die Solarparks
in Großbritannien, 23 % (Vorjahr: 25 %) auf die Solarparks in Frankreich sowie 12
% (Vorjahr: 11 %) auf die Solarparks in den Niederlanden.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 erworbene Solarparks:
| ― |
Cabrera Energia Solar S.L., Spanien, Konzernanteil 100 % (Aufstockung um 20 %) |
Das Unternehmen Cabrera Energia Solar S.L. wurde zuvor mit einem Anteilsbesitz von
80 % unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen und wird seit dem Erwerb der restlichen
20 % der Anteile vollkonsolidiert. Die vier Solarparks Desarrollos Empresariales Luanda
S.L.U., Narges Develops S.L.U., Navid Enterprise S.L.U. und Neftis Business S.L.U.
stellen jeweils 100%ige Tochtergesellschaften der Cabrera Energia Solar S.L. dar,
ebenso die zugehörige Infrastrukturgesellschaft Griffin Develops S.L.
Das Windparkportfolio im Eigenbestand von Encavis umfasst zum 30. Juni 2020 insgesamt
42 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 427 MW. Die Windparks verteilen sich auf
die Länder Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark.
Die Windparks sind meteorologisch bedingt in den Herbst- und Wintermonaten umsatzstärker
als in den Sommermonaten.
Das Windparkportfolio lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 bezogen auf
die produzierten kWh aufgrund eines überdurchschnittlichen Windaufkommens rund 5 %
über Plan. Die tatsächlich eingespeiste Leistung des Segments Windparks im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 beträgt 579.019 MWh (Vorjahr: 406.449 MWh). Hiervon
entfallen rund 49 % (Vorjahr: 62 %) auf die Windparks in Deutschland, 34 % (Vorjahr:
14 %) auf die Windparks in Dänemark, 9 % (Vorjahr: 10 %) auf die Windparks in Frankreich,
7 % (Vorjahr: 12 %) auf die Windparks in Österreich sowie rund 1 % (Vorjahr: 2 %)
auf den Windpark in Italien.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 erworbener Windpark:
| ― |
Windpark Viertkamp GmbH & Co. KG, Deutschland, Konzernanteil 100 % |
Das Segment enthält nunmehr einzig die 100 %-Tochtergesellschaft Encavis Technical
Services GmbH. Die Gesellschaft hat die technische Betriebsführung für viele deutsche
und italienische Solarparks des Encavis-Konzerns übernommen. Das konzernintern betreute
Volumen liegt zum 30. Juni 2020 bei rund 280 MWp.
Darüber hinaus hat die Encavis Technical Services GmbH ab 2012 Verträge für die technische
Betriebsführung von Parks übernommen, die nicht zum Encavis-Konzern gehören. Die Parks
liegen in Thüringen und Norditalien. Das konzernextern betreute Volumen liegt bei
rund 9 MWp.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 die Stern Energy GmbH gegründet und ihr
gesamtes Sachanlagevermögen sowie einen Teil ihrer Geschäftsbesorgungsverträge im
Rahmen eines Asset Deals in diese eingelegt. Die Anteile an der Stern Energy GmbH
wurden im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 an das assoziierte Unternehmen Stern
Energy S.p.A. veräußert.
Das Geschäftsfeld Asset Management umfasst alle Dienstleistungen für Drittinvestoren
wie die Initiierung von Fonds bzw. die individuelle Gestaltung und Strukturierung
sonstiger Investitionen für professionelle Anleger im Bereich Erneuerbare Energien
sowie den Betrieb der von diesen Anlegern gehaltenen Anlagen. Insgesamt umfasst das
Portfolio zum 30. Juni 2020 25 Solarparks und 42 Windparks in den Ländern Deutschland,
Italien, Frankreich, Großbritannien, Finnland, Schweden, Österreich und den Niederlanden.
Die folgende Tabelle enthält Informationen über die Geschäftssegmente des Konzerns
für das erste Halbjahr 2020 und 2019:
| in EUR | Windparks | PV Parks | PV Service | Asset Management |
| Umsatzerlöse | 43.626 | 105.914 | 2.456 | 4.969 |
| (Vorjahreswerte) | (34.236) | (106.870) | (2.320) | (3.914) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen | 33.031 | 87.093 | 2.736 | 1.785 |
| (EBITDA) | ||||
| (Vorjahreswerte) | (31.669) | (91.466) | (670) | (1.159) |
| EBITDA-Marge (%) | 75,71% | 82,23% | 111,41% | 35,93% |
| (Vorjahreswerte) | (92,50%) | (85,59%) | (28,89%) | (29,62%) |
| Abschreibungen | -13.033 | -31.437 | -5 | -290 |
| (Vorjahreswerte) | (-10.711) | (-31.035) | (-33) | (-346) |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 19.998 | 55.656 | 2.731 | 1.495 |
| (Vorjahreswerte) | (20.958) | (60.431) | (637) | (814) |
| in EUR | Summe berichtspflichtiger operativer Segmente | Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen | Überleitung | Summe |
| Umsatzerlöse | 156.964 | 0 | -2.189 | 154.775 |
| (Vorjahreswerte) | (147.340) | (0) | (-3.426) | (143.914) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 124.644 | -5.053 | 23 | 119.615 |
| (Vorjahreswerte) | (124.965) | (-4.207) | (57) | (120.815) |
| EBITDA-Marge (%) | 79,41% | - | - | 77,28% |
| (Vorjahreswerte) | (84,81%) | - | - | (83,95%) |
| Abschreibungen | -44.764 | -323 | 7 | -45.080 |
| (Vorjahreswerte) | (-42.125) | (-530) | (7) | (-42.647) |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 79.880 | -5.375 | 30 | 74.535 |
| (Vorjahreswerte) | (82.840) | (-4.737) | (65) | (78.168) |
Ab dem Geschäftsbericht 2019 hat das Management entschieden, die Darstellung der
Segmentberichterstattung weiter an das interne Berichtswesen anzupassen. Der Segmentbericht
in dem Halbjahresfinanzbericht Q2/6M 2020 enthält also nicht sämtliche Angaben, die
in dem Halbjahresfinanzbericht Q2/6M 2019 veröffentlicht wurden.
Der zeitliche Ablauf der Erlöserfassung der in der Segmentberichterstattung dargestellten
Umsatzerlöse findet zeitraumbezogen statt.
Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 Umsatzerlöse in
Höhe von TEUR 154.775 (Vorjahr: TEUR 143.914). Dies entspricht einem Anstieg von rund
7,5 %. Während das Windparkportfolio ein Wachstum in Höhe von TEUR 9.390 verzeichnen
konnte, sanken die Umsatzerlöse des Solarparkportfolios im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um TEUR 956. Die Erhöhung der Umsatzerlöse im Windparkportfolio wird im Wesentlichen
von der Erweiterung des Portfolios um mehrere Anlagen in Dänemark getragen. Insgesamt
wirkte sich ein höheres Windaufkommen in Deutschland und Frankreich positiv auf die
Umsatzentwicklung aus. Die im Vorjahresvergleich geringere Sonneneinstrahlung in Frankreich
und Italien führte dazu, dass die Umsatzerlöse des Solarparkportfolios insgesamt geringer
ausfielen als im Vergleichszeitraum.
Operative sonstige Erträge erzielte der Konzern in Höhe von TEUR 5.362 (Vorjahr:
TEUR 8.813). Darin enthalten sind Erträge aus dem Verkauf der Stern Energy GmbH in
Höhe von TEUR 1.921 sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.989 (Vorjahr:
TEUR 1.298).
Der operative Personalaufwand beträgt TEUR 10.191 (Vorjahr: TEUR 7.108). Der Anstieg
resultierte im Wesentlichen aus dem wachstumsinduzierten Ausbau des Teams von Encavis
sowie aus dem gestiegenen Aufwand für das Aktienoptionsprogramm.
Sonstige operative Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 29.300 (Vorjahr: TEUR 23.760)
angefallen. Hierin sind vor allem die Kosten für den Betrieb der Solar- und Windparks
in Höhe von TEUR 22.114 (Vorjahr: TEUR 17.115) enthalten. Die sonstigen Aufwendungen
beinhalten ferner Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb in Höhe von TEUR 7.172
(Vorjahr: TEUR 6.635). Der Anstieg der Kosten ist sowohl auf die in den vergangenen
Quartalen neu akquirierten Windparks als auch auf verschiedene einmalige Aufwendungen
für Reparaturen und Instandhaltungen von Solarparks zurückzuführen.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 beläuft sich auf TEUR 119.615 (Vorjahr: TEUR 120.815).
Dies entspricht einem Rückgang von rund TEUR 1.200. Die EBITDA-Marge beträgt rund
77 % (Vorjahr: 84 %).
Das operative EBITDA im ersten Halbjahr 2020 ist zwar durch einen positiven (+8,2
Millionen Euro), jedoch im Vergleich zum meteorologisch sehr starken Zeitraum des
Vorjahres (+11,3 Millionen Euro) negativen meteorologischen Effekt gekennzeichnet.
Die Differenz von 3,1 Millionen Euro gegenüber dem außergewöhnlich stark von meteorologischen
Effekten geprägten Vergleichszeitraum in 2019 basiert ausschließlich auf der bisher
in 2020 geringeren Sonneneinstrahlung in Frankreich und Italien. Ohne diesen Effekt
würde das operative EBITDA im ersten Halbjahr 2020 um 2 % über dem Vergleichswert
des Vorjahres liegen. Es gibt zwei Gründe, warum der Vorjahreswert nicht noch stärker
übertroffen wird: Zum einen war im Vorjahreswert der positive Ergebnisbeitrag des
Verkaufs von Minderheitsanteilen an einem Windparkportfolio in Höhe von rund 5,9 Millionen
Euro enthalten, während im ersten Halbjahr 2020 lediglich der Erlös aus dem Verkauf
der Stern Energy GmbH an die Stern Energy S.p.A. enthalten ist (1,9 Millionen Euro).
Zum anderen belasten Aufwendungen für das virtuelle Aktienoptionsprogramm infolge
des starken Anstiegs des Aktienkurses in den vergangenen zwölf Monaten die Ergebniskennzahlen
des ersten Halbjahres 2020 deutlich stärker als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Lag der Aufwand für Aktienoptionen im ersten Halbjahr 2019 noch bei 0,5 Millionen
Euro, liegt er im abgelaufenen Halbjahr 2020 bei 2,8 Millionen Euro. Ohne diese Effekte
hätte das operative EBITDA in den ersten beiden Quartalen 2020 um 8 % über dem entsprechenden
Vorjahreswert gelegen. Diese drei Effekte sind beim Vorjahresvergleich bei allen Ergebniskennzahlen
zu berücksichtigen.
Bei den operativen Abschreibungen in Höhe von TEUR 45.079 (Vorjahr: TEUR 42.647)
handelt es sich im Wesentlichen um die planmäßigen Abschreibungen auf die Photovoltaik-
und Windkraftanlagen sowie die Abschreibungen auf die nach IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechte
aus den Leasingvereinbarungen.
Das operative Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beläuft sich auf TEUR 74.535
und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 % bzw. TEUR 3.633 gesunken (Vorjahr:
TEUR 78.168). Die EBIT-Marge beläuft sich auf rund 48 % (Vorjahr: 54 %).
Das operative Finanzergebnis in Höhe von TEUR -28.219 (Vorjahr: TEUR -27.785) resultiert
im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand für die Non-Recourse-Darlehen der Solar- und Windparks.
Zudem werden im Finanzergebnis Zinserträge aus Darlehen an assoziierte Unternehmen,
das Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen sowie Zinsaufwendungen
auf die nach IFRS 16 passivierten Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen.
Das hieraus resultierende operative Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich auf TEUR
46.316 (Vorjahr: TEUR 50.382). Die EBT-Marge beträgt rund 30 % (Vorjahr: 35 %).
Der in der operativen Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene operative Steueraufwand
beträgt im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 TEUR 5.378 (Vorjahr: TEUR 7.067)
und entfällt im Wesentlichen auf originäre Steuern in den Solar- und Windparks.
Insgesamt ergibt sich ein operatives Konzernergebnis in Höhe von TEUR 40.938 (Vorjahr:
TEUR 43.316). Die EAT-Marge beläuft sich auf rund 26 % (Vorjahr: 30 %).
Wie im Kapitel "Internes Steuerungssystem von Encavis" des Geschäftsberichts 2019
beschrieben, ist die IFRS-Bilanzierung des Konzerns beeinflusst von nicht zahlungswirksamen
Bewertungseffekten und daraus resultierenden Abschreibungen. Zusätzlich beeinträchtigen
nicht zahlungswirksame Zinseffekte und latente Steuern einen transparenten Blick auf
die operative Ertragslage nach IFRS.
| in TEUR | 01.01.-30.06.2020 | 01.01.-30.06.2019 |
| Umsatzerlöse | 154.775 | 143.914 |
| Sonstige Erträge | 12.602 | 6.021 |
| Materialaufwand | -1.032 | -1.044 |
| Personalaufwand, davon TEUR -2.771 (Vorjahr: TEUR -511) aus anteilsbasierter Vergütung | -10.200 | -7.133 |
| Sonstige Aufwendungen | -29.387 | -25.097 |
| Bereinigt um folgende Effekte: | ||
| Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen und sonstige nicht betriebliche Erträge | -4.851 | -33 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge (im Wesentlichen Gewinne aus Unternehmenszusammenschlüssen [Badwills] und Auflösung des Zinsvorteils aus subventionierten Darlehen [Zuwendungen der öffentlichen Hand] sowie nicht zahlungswirksame periodenfremde Erträge) | -2.389 | 2.825 |
| Sonstige nicht operative Aufwendungen | 87 | 1.337 |
| Anteilsbasierte Vergütung (nicht zahlungswirksam) | 9 | 25 |
| Bereinigtes operatives EBITDA | 119.615 | 120.815 |
| Abschreibungen | -67.011 | -62.256 |
| Bereinigt um folgende Effekte: | ||
| Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte (Stromeinspeiseverträge) | 25.353 | 23.084 |
| Folgebewertung der aufgedeckten stillen Reserven/Lasten auf Step-ups für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Sachanlagen | -3.421 | -3.475 |
| Bereinigtes operatives EBIT | 74.535 | 78.168 |
| Finanzergebnis | -34.441 | -26.323 |
| Bereinigt um folgende Effekte: | ||
| Sonstige nicht zahlungswirksame Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge (im Wesentlichen aus Effekten aus Währungsumrechnung, Effektivzinsberechnung, Swap-Bewertung und Zinsaufwand aus subventionierten Darlehen [Zuwendungen der öffentlichen Hand]) | 6.222 | -1.462 |
| Bereinigtes operatives EBT | 46.316 | 50.382 |
| Steueraufwand | -7.109 | -8.115 |
| Bereinigt um folgende Effekte: | ||
| Latente Steuern (nicht zahlungswirksam) und sonstige nicht zahlungswirksame Steuereffekte | 1.731 | 1.048 |
| Bereinigtes operatives Konzernergebnis | 40.938 | 43.316 |
Abweichend von der operativen Ertragslage ergeben sich folgende IFRS-Kennzahlen:
Sonstige Erträge erzielte der Konzern in Höhe von TEUR 12.602 (Vorjahr: TEUR 6.021).
Darin enthalten sind TEUR 4.851 einmalige Erträge im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung
eines ehemals nach der Equity-Methode bilanzierten spanischen Solarparks aus der Übergangsbilanzierung.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2020 beläuft sich auf TEUR 126.758 (Vorjahr: TEUR 116.661). Die EBITDA-Marge
beträgt rund 82 % (Vorjahr: 81 %).
Bei den Abschreibungen in Höhe von TEUR 67.011 (Vorjahr: TEUR 62.256) handelt es
sich im Wesentlichen um die planmäßigen Abschreibungen auf die Photovoltaik- und Windkraftanlagen
sowie auf immaterielle Vermögensgegenstände (Stromeinspeiseverträge bzw. exklusive
Nutzungsrechte). Der Anstieg resultiert maßgeblich aus den neu erworbenen bzw. im
Vorjahr nur zeitanteilig einbezogenen Solar- und Windparks.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beträgt TEUR 59.747 (Vorjahr: TEUR
54.405). Die EBIT-Marge liegt bei rund 39 % (Vorjahr: 38 %).
Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -34.441 (Vorjahr: TEUR -26.323). Die Finanzerträge
belaufen sich auf TEUR 10.440 (Vorjahr: TEUR 5.800). Mit Erträgen in Höhe von TEUR
5.388 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen diese Zinserträge aus Ausleihungen an assoziierte
Unternehmen. Enthalten sind zudem Zinserträge aus der Auflösung von Step-ups auf Bankdarlehen
und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.928 (Vorjahr: TEUR 4.243) sowie Erträge
im Zusammenhang mit den Veränderungen der Marktwerte der Zinsswaps in Höhe von TEUR
822 (Vorjahr: TEUR 701). Finanzaufwendungen sind in Höhe von TEUR 37.869 (Vorjahr:
TEUR 31.970) angefallen. Hierin sind im Wesentlichen der Zinsaufwand für die Non-Recourse-Darlehen
zur Finanzierung der Anlagen in den Parkgesellschaften, Zinsaufwand im Zusammenhang
mit dem Genussrecht der Gothaer Versicherungen sowie unterschiedliche nicht zahlungswirksame
Aufwendungen enthalten. Zudem beinhaltet das Finanzergebnis das Ergebnis der nach
der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen in Höhe von TEUR -7.012 (Vorjahr: TEUR
-154).
Das hieraus resultierende Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt TEUR 25.306 (Vorjahr:
TEUR 28.082).
Der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Steueraufwand beläuft sich
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf TEUR 7.109 (Vorjahr: TEUR 8.115) und
setzt sich zusammen aus originären und latenten Steuern. Die Quartalssteuern werden
nach IAS 34 berechnet.
Insgesamt ergibt sich ein Konzernergebnis in Höhe von TEUR 18.197 (Vorjahr: TEUR
19.967).
Das Konzernergebnis setzt sich aus dem Ergebnis der Anteilseigner der Muttergesellschaft
in Höhe von TEUR 13.959 (Vorjahr: TEUR 16.538), dem Ergebnis nicht beherrschender
Anteile von TEUR 286 (Vorjahr: TEUR 889) sowie dem Ergebnis der Hybridkapitalgeber
von TEUR 3.952 (Vorjahr: TEUR 2.540) zusammen. Das Konzerngesamtergebnis in Höhe von
TEUR 63.833 (Vorjahr: TEUR 11.826) setzt sich aus dem Konzernergebnis sowie der Veränderung
der im Eigenkapital ausgewiesenen sonstigen Rücklagen zusammen. Die Veränderung der
sonstigen Rücklagen resultiert in Höhe von TEUR 34.762 aus der Erfassung von erfolgsneutralen
Aufwendungen und Erträgen von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen. Zudem
wurden im Zuge der Erstkonsolidierung der bisher nach der Equity-Methode bewerteten
spanischen Beteiligung La Cabrera nach Aufstockung des Anteils auf 100 % die bis zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten anteiligen Ergebnisse
(TEUR 13.623) in das Konzernergebnis umklassifiziert. Neben der Währungsrücklage in
Höhe von TEUR 620 (Vorjahr: TEUR 121) enthalten die sonstigen Rücklagen die Hedge-Rücklage
in Höhe von TEUR -4.205 (Vorjahr: TEUR -10.840), in der auch die zukünftig planmäßig
über die Restlaufzeit des jeweiligen Grundgeschäfts ergebniswirksam aufzulösenden
Beträge von ehemals in einer Sicherungsbeziehung befindlichen Zinsswaps enthalten
sind, sowie die Kosten der Sicherungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 1).
Die im Eigenkapital erfassten Werte werden nach Ablauf der korrespondierenden Grundgeschäfte
vollständig in das Konzernergebnis umklassifiziert. Im ersten Halbjahr 2020 wurden
TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) aus der Währungsrücklage in das Konzernergebnis umklassifiziert.
Dem gegenüber stehen korrespondierende latente Steuereffekte in Höhe von TEUR 834
(Vorjahr: TEUR 2.576). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (nach nicht beherrschenden
Anteilen) beträgt 0,10 Euro (Vorjahr: 0,13 Euro). Die Anzahl der durchschnittlich
ausgegebenen Aktien im Berichtszeitraum beträgt 137.154.374 (Vorjahr: 129.987.264).
Das verwässerte Ergebnis je Aktie liegt bei 0,10 Euro (Vorjahr: 0,13 Euro).
Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds beträgt im ersten Halbjahr
2020 TEUR 21.213 (Vorjahr: TEUR -50.407) und setzt sich wie folgt zusammen:
Der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 115.183
(Vorjahr: TEUR 76.360). Im Wesentlichen setzt sich der Nettomittelzufluss aus der
laufenden Geschäftstätigkeit aus dem operativen Geschäft der Solar- und Windparks
und den hieraus erfolgten Einzahlungen zusammen. Ferner sind hier die Veränderungen
der Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen
sind, enthalten. Im Berichtszeitraum wirkte sich unter anderem eine Kapitalertragsteuererstattung
aus dem Jahr 2018 in Höhe von 9,0 Millionen Euro positiv auf den operativen Cashflow
aus.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -75.170 (Vorjahr: TEUR -46.480)
und resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
für nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen beziehungsweise Ausleihungen
an diese, Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen für den Bau eines
Solarparks in Spanien sowie Auszahlungen für den Erwerb eines Windparks in Deutschland.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -18.801 (Vorjahr: TEUR -80.287)
und resultiert im Wesentlichen aus den regelmäßigen Tilgungen und den gezahlten Zinsen
abzüglich neu ausgezahlter Darlehen. Zudem sind die Veränderung des beschränkt verfügungsberechtigten
Zahlungsmittelbestands, die Auszahlung der Bardividende an die Aktionäre der Encavis
AG sowie die Dividendenzahlung an die Hybridkapitalgeber enthalten. Im Berichtszeitraum
wurde eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 50.000 von der Agricultural Bank of China
in Anspruch genommen. Zudem werden hier Auszahlungen für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen
ausgewiesen, welche nicht zu einer Änderung des Kontrollverhältnisses führen (TEUR
13.049).
Zum 30. Juni 2020 verfügt der Konzern, unter Berücksichtigung der Kontokorrentverbindlichkeiten
in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 21.772), über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
in Höhe von TEUR 181.892 (30. Juni 2019: 121.219).
Das Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2020 TEUR 753.903 (31. Dezember 2019: TEUR
722.713). Die Veränderung in Höhe von TEUR 31.190 beziehungsweise 4,3 % ist im Wesentlichen
durch die Ausgabe neuer Aktien infolge der Aktiendividende, die die Mehrheit der Aktionäre
gewählt haben, durch verschiedene ergebnisneutral im Eigenkapital erfasste Wertänderungen
sowie das positive Periodenergebnis nach IFRS verursacht. Gegenläufig wirkte sich
die Auszahlung der Bardividende aus. Das Grundkapital hat sich durch Sacheinlage um
TEUR 1.398 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 25,0 % (31. Dezember 2019: 25,3 %).
Die Bilanzsumme ist von TEUR 2.859.938 zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 3.020.499 angestiegen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich zum 30. Juni 2020 auf TEUR 27.002 (31.
Dezember 2019: TEUR 26.569).
Zum Stichtag 30. Juni 2020 hat der Konzern Bank- und Leasingverbindlichkeiten in
Höhe von TEUR 1.848.807 (31. Dezember 2019: TEUR 1.750.678). Es handelt sich um Darlehen
und Leasingverträge zur Finanzierung der Solarund Windparks sowie das von der Gothaer
Versicherung im November 2014 zur Verfügung gestellte Genussrechtskapital. Enthalten
sind zudem Verbindlichkeiten aus Listed Notes aus dem Portfolio Grid Essence (Großbritannien)
inklusive aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 35.023 sowie Verbindlichkeiten aus
Schuldscheindarlehen bzw. Namensschuldverschreibungen inklusive aufgelaufener Zinsen
in Höhe von TEUR 135.160. Darin nicht enthalten sind die unter den sonstigen Verbindlichkeiten
ausgewiesenen Beträge in Höhe von TEUR 7.497 (31. Dezember 2019: TEUR 8.833), die
Zinsvorteile aus niedrig verzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand (Kreditanstalt
für Wiederaufbau, KfW) darstellen und gemäß IAS 20 zu bilanzieren und separat auszuweisen
sind. Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen werden in Höhe von TEUR 195.573
(31. Dezember 2019: TEUR 188.952) ausgewiesen. Die langfristigen Verbindlichkeiten
aus dem Genussrecht sowohl zum 30. Juni 2020 als auch zum 31. Dezember 2019 betrugen
TEUR 150.000. Bei fast allen Fremdfinanzierungen ist das Haftungsrisiko in Bezug auf
die Parks beschränkt (Non-Recourse-Finanzierung).
Die Encavis AG gab am 6. Juli 2020 bekannt, im Rahmen der Strategie ">> Fast Forward
2025" ihr französisches Solarparkportfolio aufgestockt zu haben und nun 100%ige Eigentümerin
von zwölf weiteren Solarparks in Frankreich mit einer Gesamtkapazität von 75 MW zu
sein. Durch den Erwerb der restlichen Anteile (jeweils 15 %) befinden sich nun alle
französischen Solarparks der Encavis AG zu 100 % in ihrem Eigentum.
Im ersten Halbjahr 2020 hatte Encavis bereits bei dem spanischen Solargroßprojekt
La Cabrera (200 MW Gesamtkapazität), dem Solarpark Brandenburg/Havel (18,7 MW Gesamtkapazität)
und dem Solarpark Bitterfeld (6 MW Gesamtkapazität) ihre Beteiligungen auf 100 % aufgestockt.
Die Encavis Asset Management AG gab am 20. Juli 2020 bekannt, einen weiteren in Betrieb
befindlichen Windpark in Frankreich von der Energiequelle GmbH erworben zu haben.
Die Anlagen werden in das Portfolio des exklusiv von der BayernLB vertriebenen Spezialfonds
"Encavis Infrastructure Fund II" (EIF II) eingebracht. Der Fonds wird administriert
von der Service-KVG HANSAINVEST Lux S.A. und steht institutionellen Investoren weiter
zur Beteiligung offen. Der erworbene Windpark "Senonnes" befindet sich in der Region
"Pays de la Loire" im Nordwesten Frankreichs und wurde im Mai 2019 an das Stromnetz
angeschlossen. Für eine Gesamtleistung von rund 11,5 MW sorgen fünf Windenergieanlagen
des Typs Enercon E-82.
Die wesentlichen Chancen und Risiken, denen der Encavis-Konzern ausgesetzt ist, wurden
ausführlich im Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2019 dargestellt. Wesentliche
Veränderungen hierzu wurden im Berichtszeitraum nicht festgestellt. Wie auch aus unserem
Factbook ersichtlich, hat die COVID-19-Pandemie keine gravierenden Auswirkungen auf
unser Geschäftsmodell. Im Hinblick auf eine mögliche verzögerte Fertigstellung unserer
derzeit im Bau befindlichen spanischen Großprojekte gehen wir davon aus, dass eine
über den Fertigstellungstermin hinausgehende Verzögerung von zwei bis drei Monaten
nach Netzanschluss von den Risiken als eher gering zu bewerten ist. Das monetäre Risiko
würde sich lediglich auf eine Belastung des geplanten operativen Ergebnisses pro Aktie
von EUR 0,01 belaufen.
In den folgenden Aussagen sind Prognosen und Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht
sicher ist. Sofern eine oder mehrere Prognosen oder Annahmen nicht eintreffen, können
die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten abweichen.
Die COVID-19-Pandemie hat die Weltwirtschaft seit dem ersten Quartal 2020 fest im
Griff und zeigt deutliche Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum.
Die EU-Kommission geht in ihrer Sommerprognose davon aus, dass die Wirtschaft im
Euroraum im Jahr 2020 um 8,7 % und damit stärker als je zuvor schrumpfen wird. Für
die EU sei mit einem Rückgang um 8,3 % des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen.
Die globalen Investitionen in Erneuerbare Energien sind im Jahr 2019 auf 363 Milliarden
US-Dollar gestiegen. Für das Jahr 2020 wird ein weiterer Anstieg erwartet. Zu diesem
Ergebnis kommt eine Analyse von Bloomberg New Energy Finance (BNEF). Auch bei der
langfristigen Entwicklung sind die Experten sehr optimistisch. Strom aus Solar- und
Windparks soll bis zum Jahr 2050 nahezu die Hälfte der globalen Energieversorgung
ausmachen. In Deutschland beträgt der Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Quellen inzwischen
rund 40 %. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die EU-Kommission eine neue EU-Strategie
zur Anpassung an den Klimawandel anstrebt, ist davon auszugehen, dass der Anteil weiter
steigen wird.
In dieses Bild passt auch die steigende Nachfrage nach privatwirtschaftlichen Stromabnahmeverträgen
(PPAs). Nach Angaben von BNEF hat sich die Gesamterzeugungskapazität von PPAs des
Jahres 2017 mit rund 5,6 GW auf rund 12,8 GW im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Der
Trend hält an: BNEF geht für das Jahr 2019 davon aus, dass weltweit Stromabnahmeverträge
über eine installierte Solar- und Windkapazität von mehr als 18,6 GW geschlossen wurden.
Die Gesamtkapazität lag Ende Januar 2020 bereits bei rund 51,5 GW.
Bereits heute ist Encavis einer der größten unabhängigen Stromproduzenten im Bereich
der Erneuerbaren Energien in Europa. Die positiven Rahmenbedingungen und die erfolgreiche
wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens bieten ideale Voraussetzungen, um diese
Position weiter auszubauen. Um die sich bietenden Wachstumsopportunitäten konsequent
zu nutzen und die Effizienz der Gesellschaft weiter zu steigern, hat Encavis am 8.
Januar 2020 das Strategiepaket ">> Fast Forward 2025" vorgestellt. Die Planung für
die kommenden sechs Jahre konzentriert sich auf fünf Bereiche:
1. Weitere Investitionen in Wind- und Solarparks im Status "Ready-to-build" sowie
die Sicherung von Projekten bereits in früheren Phasen der Entwicklung in Abstimmung
mit strategischen Entwicklungspartnern unter Einhaltung einer langfristigen Eigenkapitalquote
von rund 25 %,
2. Die Veräußerung von Minderheitsanteilen an Wind- und einzelnen ausgewählten Solarparks
von bis zu 49 % zur Freisetzung von Liquidität zur Investition in weitere Solar- und
Windparks,
3. Die Reduzierung und weitere Optimierung der operativen Kosten in Betrieb und Wartung
der Solarparks,
4. Die Optimierung und Refinanzierung von SPV-Projektfinanzierungen,
5. Die Einführung eines konzernweiten Cash-Poolings inklusive aller Einzelgesellschaften.
Im Rahmen von ">> Fast Forward 2025" fokussiert Encavis folgende Zielgrößen, basierend
auf den Jahreswerten für das Jahr 2019:
1. Eine Verdopplung der vertraglichen gesicherten eigenen Erzeugungskapazität von
1,7 GW auf 3,4 GW,
2. Eine Steigerung des Wetter-adjustierten Umsatzes (wa) von 260 Millionen Euro auf
440 Millionen Euro,
3. Ein Wachstum des Wetter-adjustierten operativen EBITDA (wa) von 210 Millionen
Euro auf 330 Millionen Euro,
4. Eine Marge des Wetter-adjustierten operativen EBITDA (wa) von 75 %,
5. Eine Steigerung des operativen Ergebnisses je Aktie (EPS) (wa) von EUR 0,40 auf
EUR 0,70.
Das dynamische erwartete Wachstum von Encavis zeigt sich nicht zuletzt bei der Betrachtung
der entsprechenden jährlichen Wachstumsraten (CAGR): So soll die Erzeugungskapazität
bis zum Jahr 2025 um rund 12 % jährlich wachsen. Der Umsatz soll im gleichen Zeitraum
um etwa 9 % pro Jahr zulegen. Beim operativen EBITDA (wa) wird ein Jahresanstieg von
8 % angenommen. Das jährliche Wachstum des operativen Ergebnisses je Aktie (EPS) (wa)
entspricht dabei rund 10 %.
Bei diesen Annahmen handelt es sich um einen "Basis-Fall". Weitere Wachstumschancen
ergeben sich gegebenenfalls aus anorganischem Wachstum durch M&A-Transaktionen und
potenzielle Eigenkapitaltransaktionen. Ebenso eröffnen sich zukünftige Chancen aus
profitablen Geschäftsmodellen im Zusammenhang mit Batteriespeicherkapazitäten in den
Solar- und Windparks. Eine mögliche Expansion in Regionen außerhalb Europas eröffnet
zusätzliches Wachstumspotenzial.
Vor dem Hintergrund der auf qualitatives Wachstum ausgerichteten Geschäftsstrategie
des Encavis-Konzerns erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 ein moderates
Wachstum. Dies ist vor allem durch die strategische Wandlung des Unternehmens zu erklären.
Während die Encavis AG in der Vergangenheit Solar- und Windparks mit einer festen
Einspeisevergütung gekauft hat, wurden im Geschäftsjahr 2019 die Weichen für den Eintritt
in das PPA-Geschäft gestellt.
Die bisher von Encavis erworbenen Solarparks Talayuela und La Cabrera in Spanien
sind jeweils an ein Power Purchase Agreement mit namhaften Unternehmen wie beispielsweise
Amazon gebunden. Da diese Art von Parks in der Regel bereits vor Baubeginn erworben
werden, befinden sich die beiden PPA-Solarparks aktuell noch in der Bauphase. Daher
wird wie geplant lediglich La Cabrera im laufenden Geschäftsjahr ab dem dritten Quartal
2020 geringfügig zum Umsatz und zum Konzernergebnis beitragen. Nach Fertigstellung
und Netzanschluss beider Parks werden sich diese Investitionen dann im Geschäftsjahr
2021 stärker bemerkbar machen.
Globale Pandemien - wie aktuell die COVID-19-Pandemie - haben keine unmittelbaren
wirtschaftlichen Auswirkungen auf das operative Geschäft des Encavis-Konzerns. Die
Solar- und Windparks in zehn westeuropäischen Ländern produzieren weitgehend autonom
und vollautomatisiert Strom aus Erneuerbaren Energiequellen. Aufgrund des geringen
Wartungsbedarfs der Anlagen ist quasi kein Personal vor Ort nötig. Bei einem längeren
Anhalten oder einer Verschärfung der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus über die
kommenden Monate sind jedoch Beeinträchtigungen in der Wartung der Solar- und Windparks
vor Ort durch einzelne Techniker nicht auszuschließen. Diese könnten aber durch alternative
Dienstleister ersetzt werden. Ob sich infolge von Erkrankungen Dritter oder Unterbrechung
von Lieferketten die Fertigstellung von in Bau befindlichen Parks insgesamt verzögern
und damit sich die Zahl für Akquisitionen zur Verfügung stehender Parks verringern
wird, ist derzeit nicht abschätzbar und daher nicht abschließend quantifizierbar.
Eine erste Szenarioanalyse für einen durch die COVID-19-Pandemie verursachten verzögerten
Netzanschluss der beiden sich im Bau befindlichen spanischen Solarparks von zwei bis
drei Monaten zeigt im schlimmsten Fall eine Belastung des geplanten operativen Ergebnisses
pro Aktie von EUR 0,01 für 2020.
Ein verzögerter Netzanschluss des Solarparks Talayuela nach dem vereinbarten Termin
1. Januar 2021 um drei Monate würde zusätzliche Kosten von TEUR 800 verursachen, zahlbar
an den Stromabnehmer. Eine Verzögerung um weitere drei Monate würde zusätzliche Kosten
von noch einmal 1,5 Millionen Euro im Jahr 2021 verursachen. Diese Beträge können
jedoch durch eine entsprechende Hedging-Strategie am spanischen Strommarkt deutlich
reduziert werden. Ein verzögerter Netzanschluss des Solarparks La Cabrera würde im
Falle von "höherer Gewalt" keinerlei Zusatzkosten verursachen. Andernfalls wären die
zusätzlichen Kosten, zu zahlen an den Stromabnehmer Amazon, auf maximal 9 Millionen
Euro begrenzt, würden aber durch die Pönale des Bauunternehmers an Encavis von bis
zu 11 Millionen Euro überkompensiert.
Der Vorstand bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr
2020e und geht auf Basis des zum 31. März 2020 bestehenden Bestandsportfolios sowie
in Erwartung von Standardwetterbedingungen für das Geschäftsjahr 2020 von einer Steigerung
der Umsatzerlöse auf über 280 Millionen Euro aus (2019: 273,8 Millionen Euro, wetteradjustiert
263,3 Millionen Euro). Das operative EBITDA wird sich voraussichtlich auf über 220
Millionen Euro erhöhen (2019: 217,6 Millionen Euro, wetteradjustiert 210,6 Millionen
Euro). Der Konzern rechnet mit einer Steigerung des operativen EBIT auf über 130 Millionen
Euro (2019: 132,2 Millionen Euro, wetteradjustiert 125,2 Millionen Euro). Für den
operativen Cashflow erwartet der Konzern ein Ergebnis von mehr als 200 Millionen Euro
(2019: 189,3 Millionen Euro). Zudem wird ein operatives Ergebnis je Aktie von 0,41
Euro erwartet (2019: 0,43 Euro, wetteradjustiert 0,40 Euro). Das Ergebnis je Aktie
wird zunächst unterproportional wachsen, da die Anzahl der Aktien steigt, die mit
den Mitteln getätigten Investitionen werden ihren Ergebnisbeitrag aber wie oben im
Text erläutert erst in den Folgejahren voll entfalten.
| in Mio. EUR | 2020e (GB 2019) | 2019 (Ist) |
| Umsatz | >280 | 273,8 |
| Operatives EBITDA* | >220 | 217,6 |
| Operatives EBIT* | >130 | 132,2 |
| Operativer Cashflow* | >200 | 189,3 |
| Operatives Ergebnis je Aktie in Euro* | 0,41 | 0,43 |
*
Operativ; enthält keine IFRS-bedingten, nicht liquiditätswirksamen Bewertungseffekte.
Vorstand und Aufsichtsrat von Encavis wollen die Aktionäre auch zukünftig in angemessener
Weise am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Daher haben sie der ordentlichen Hauptversammlung
am 13. Mai 2020 vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,26 Euro je dividendenberechtigte
Stückaktie auszuzahlen. Die Hauptversammlung stimmte dem Vorschlag der Gesellschaft
mit großer Mehrheit zu. Die Dividende wurde zudem erneut als Wahldividende angeboten,
die den Aktionären größtmögliche Entscheidungsfreiheit bietet und mit einer Annahmequote
von 61,5 % großen Zuspruch erhielt. Insgesamt wurden somit 1.398.087 neue Aktien emittiert
und eine Bardividende in Höhe von 20.467.924,71 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet.
Die Auszahlung der Bardividende erfolgte am 16. Juni 2020, die Einbuchung der neuen
Aktien in die Wertpapierdepots der Aktionäre erfolgte am 24. Juni 2020.
Hamburg, im August 2020
| Dr. Dierk Paskert | Dr. Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
| in TEUR | 01.01.-30.06.2020 | 01.01.-30.06.2019 | Q2/2020 | Q2/2019 |
| Umsatzerlöse | 154.775 | 143.914 | 89.565 | 84.450 |
| Sonstige Erträge | 12.602 | 6.021 | 6.735 | 1.418 |
| davon Erträge aus der Umkehr von Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste | 879 | 0 | 879 | 0 |
| Materialaufwand | -1.032 | -1.044 | -544 | -481 |
| Personalaufwand | -10.200 | -7.133 | -5.725 | -3.317 |
| davon aus anteilsbasierter Vergütung | -2.771 | -511 | -2.120 | -452 |
| Sonstige Aufwendungen | -29.387 | -25.097 | -12.855 | -12.952 |
| davon Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | -87 | -1.337 | 1.692 | -952 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 126.758 | 116.661 | 77.176 | 69.118 |
| Abschreibungen | -67.011 | -62.256 | -33.499 | -31.083 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 59.747 | 54.405 | 43.677 | 38.035 |
| Finanzerträge | 10.440 | 5.800 | 4.793 | -132 |
| Finanzaufwendungen | -37.869 | -31.970 | -18.617 | -14.662 |
| Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | -7.012 | -154 | -2.772 | -73 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 25.306 | 28.082 | 27.081 | 23.168 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -7.109 | -8.115 | -6.483 | -7.028 |
| Konzernergebnis | 18.197 | 19.967 | 20.599 | 16.140 |
| Posten, die ergebniswirksam umgegliedert werden können | ||||
| Währungsdifferenzen | 620 | 122 | 399 | 274 |
| Absicherung von Zahlungsströmen - wirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes | -4.205 | -10.840 | -3.257 | -4.323 |
| Kosten der Sicherungsmaßnahmen | 2 | 1 | 1 | -4 |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | 34.762 | 0 | 17.024 | 0 |
| Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, die ergebniswirksam umgegliedert werden können | 834 | 2.576 | 747 | 1.067 |
| Umklassifizierungen | 13.623 | 1 | 13.623 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 45.636 | -8.140 | 28.536 | -2.986 |
| Konzerngesamtergebnis | 63.833 | 11.826 | 49.136 | 13.154 |
| Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode | ||||
| Aktionäre der Encavis AG | 13.959 | 16.538 | 18.232 | 13.905 |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 286 | 889 | 405 | 962 |
| Anteil Hybridkapitalgeber | 3.952 | 2.540 | 1.962 | 1.274 |
| Zurechnung des Konzerngesamtergebnisses der Periode | ||||
| Aktionäre der Encavis AG | 59.669 | 8.396 | 46.814 | 10.918 |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 212 | 890 | 360 | 962 |
| Anteil Hybridkapitalgeber | 3.952 | 2.540 | 1.962 | 1.274 |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Durchschnittlich ausgegebene Aktien im Berichtszeitraum |
||||
| Unverwässert | 137.154.374 | 129.987.264 | 137.269.601 | 129.987.264 |
| Verwässert | 137.204.302 | 129.987.264 | 137.327.290 | 129.987.264 |
| Ergebnis je Aktie unverwässert/verwässert (in EUR) | 0,10 | 0,13 | 0,13 | 0,11 |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 519.626 | 547.168 | |
| Geschäfts- und Firmenwert | 27.002 | 26.569 | |
| Sachanlagen | 1.915.482 | 1.749.657 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 13.633 | 9.590 | |
| Finanzanlagen | 73.289 | 104.830 | |
| Sonstige Forderungen | 5.982 | 3.650 | |
| Aktive latente Steuern | 140.633 | 116.892 | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 2.695.648 | 2.558.356 | |
| Vorräte | 308 | 412 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 55.238 | 45.283 | |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 6.069 | 5.340 | |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 6.835 | 15.703 | |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 10.129 | 12.361 | |
| Liquide Mittel | 246.272 | 222.481 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 181.926 | 164.501 | |
| Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung | 64.345 | 57.980 | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 324.852 | 301.582 | |
| Bilanzsumme | 3.020.499 | 2.859.938 | |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Gezeichnetes Kapital | 138.437 | 137.039 |
| Kapitalrücklage | 481.470 | 468.873 |
| Rücklage für in Eigenkapitalinstrumenten zu erfüllende Arbeitnehmervergütungen | 152 | 143 |
| Sonstige Rücklagen | -29.649 | -75.358 |
| Bilanzgewinn | 11.759 | 33.430 |
| Anteil der Aktionäre der Encavis AG am Eigenkapital | 602.170 | 564.127 |
| Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital | 3.150 | 10.009 |
| Anteil der Hybridkapitalgeber am Eigenkapital | 148.583 | 148.577 |
| Summe Eigenkapital | 753.903 | 722.713 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern | 40.235 | 40.122 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.490.101 | 1.366.789 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 183.914 | 178.092 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 6.658 | 7.945 |
| Langfristige Rückstellungen | 63.193 | 50.388 |
| Passive latente Steuern | 272.703 | 248.498 |
| Summe langfristige Schulden | 2.056.805 | 1.891.834 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern | 17 | 2.971 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 8.924 | 7.681 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 163.134 | 194.937 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 11.658 | 10.860 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.527 | 10.738 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 5.081 | 8.560 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 8.449 | 9.646 |
| Summe kurzfristige Schulden | 209.791 | 245.392 |
| Bilanzsumme | 3.020.499 | 2.859.938 |
| In TEUR | 01.01.-30.06.2020 | 01.01-30.06.2019 |
| Periodenergebnis | 18.197 | 19.967 |
| Abschreibungen oder Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 67.011 | 62.256 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 79 | -1.621 |
| Finanzerträge/Finanzaufwendungen | 27.429 | 26.170 |
| Erfolgswirksame Ertragsteuern | 7.109 | 8.115 |
| Zahlungswirksame Ertragsteuern | 5.068 | -15.481 |
| Ergebnis aus Entkonsolidierung | -2.138 | 0 |
| Zu-/Abnahme anderer Aktiva/Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind | -7.572 | -23.046 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 115.183 | 76.360 |
| Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen abzüglich übernommener Zahlungsmittel | -3.874 | -2.956 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen | 2.832 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -14.747 | -2.013 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -13 | -139 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -59.828 | -41.714 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagevermögen | 454 | 331 |
| Erhaltene Dividenden | 6 | 12 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -75.170 | -46.480 |
| Aufnahme von Finanzkrediten | 109.834 | 11.705 |
| Tilgung von Finanzkrediten | -58.442 | -65.283 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -4.875 | -6.196 |
| Erhaltene Zinsen | 24 | 177 |
| Gezahlte Zinsen | -29.596 | -32.821 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen | 25 | 0 |
| Auszahlungen für Emissionskosten | -117 | -122 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen ohne Änderung der Kontrolle | 0 | 24.855 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen ohne Änderung der Kontrolle | -13.049 | 0 |
| Dividendenzahlungen an Aktionäre der Encavis AG | -20.468 | -19.113 |
| Dividendenzahlungen an Hybridkapitalgeber | -3.945 | -2.554 |
| Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile | -370 | -771 |
| Veränderung des beschränkt verfügungsberechtigten Zahlungsmittelbestands | 2.179 | 9.836 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -18.801 | -80.287 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 21.213 | -50.407 |
| Veränderungen der Liquidität aus Wechselkursänderungen | -518 | 93 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 20.695 | -50.313 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Stand am 01.01.2020 (01.01.2019) | 161.196 | 171.533 |
| Stand am 30.06.2020 (30.06.2019) | 181.892 | 121.219 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Sonstige Rücklagen | |||
| Währungsrücklage | Hedge-Rücklage | Kosten der Sicherungsmaßnahmen | Rücklage aus Equity-Bewertung | |||
| Stand 01.01.2019 | 129.487 | 413.104 | 1.010 | -2.700 | -28 | |
| Konzernergebnis | ||||||
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse* | 121 | -8.264 | 1 | |||
| Erfolgswirksame Umklassifizierungen | 1 | |||||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 122 | -8.264 | 1 | |||
| Dividende | ||||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | ||||||
| Veränderungen aus Kapitalmaßnahmen | 2.011 | 9.953 | ||||
| Emissionskosten | -122 | |||||
| Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | ||||||
| Stand 30.06.2019 | 131.498 | 422.935 | 1.131 | -10.964 | -27 | |
| Stand 01.01.2020 | 137.039 | 468.873 | 961 | -10.529 | -22 | -65.769 |
| Konzernergebnis | ||||||
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse* | 615 | -3.291 | 1 | 34.762 | ||
| Erfolgswirksame Umklassifizierungen | 13.623 | |||||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 615 | -3.291 | 1 | 48.385 | ||
| Dividende | ||||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | ||||||
| Transaktionen mit Anteilseignern, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden | -1.075 | |||||
| Veränderungen aus Kapitalmaßnahmen | 1.398 | 13.789 | ||||
| Emissionskosten | -117 | |||||
| Stand 30.06.2020 | 138.437 | 481.470 | 1.576 | -13.820 | -21 | -17.384 |
| in TEUR | ||||||
| Rücklage für in Eigenkapitalinstrumenten zu erfüllende Arbeitnehmervergütungen | Bilanzgewinn | Anteil der Aktionäre der Encavis AG am Eigenkapital | Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital | Anteil der Hybridkapitalgeber am Eigenkapital | Gesamt | |
| Stand 01.01.2019 | 383 | 41.200 | 582.456 | 9.145 | 95.456 | 687.057 |
| Konzernergebnis | 16.538 | 16.538 | 889 | 2.540 | 19.967 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse* | -8.142 | 1 | -8.141 | |||
| Erfolgswirksame Umklassifizierungen | 1 | 1 | ||||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 16.538 | 8.396 | 890 | 2.540 | 11.825 | |
| Dividende | -31.077 | -31.077 | -256 | -2.554 | -33.887 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -50 | -50 | -50 | |||
| Veränderungen aus Kapitalmaßnahmen | 11.964 | 11.964 | ||||
| Emissionskosten | -122 | -122 | ||||
| Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | 463 | 463 | ||||
| Stand 30.06.2019 | 333 | 26.661 | 571.567 | 10.242 | 95.442 | 677.249 |
| Stand 01.01.2020 | 143 | 33.430 | 564.127 | 10.009 | 148.577 | 722.713 |
| Konzernergebnis | 13.959 | 13.959 | 286 | 3.952 | 18.197 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse* | 32.087 | -74 | 32.013 | |||
| Erfolgswirksame Umklassifizierungen | 13.623 | 13.623 | ||||
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 13.959 | 59.669 | 212 | 3.952 | 63.833 | |
| Dividende | -35.630 | -35.630 | -188 | -3.945 | -39.763 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 9 | 9 | 9 | |||
| Transaktionen mit Anteilseignern, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden | -1.075 | -6.883 | -7.958 | |||
| Veränderungen aus Kapitalmaßnahmen | 15.187 | 15.187 | ||||
| Emissionskosten | -117 | -117 | ||||
| Stand 30.06.2020 | 152 | 11.759 | 602.170 | 3.150 | 148.583 | 753.903 |
*
Exklusive separat ausgewiesener Effekte aus Umklassifizierungen.
Dieser verkürzte und ungeprüfte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß § 37w Abs. 3
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie in Übereinstimmung mit dem International Accounting
Standard IAS 34 "Interim Financial Reporting" (Zwischenberichterstattung) aufgestellt.
Er enthält nicht sämtliche Informationen, die nach IFRS für einen Konzernabschluss
zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind, und sollte daher nur in Verbindung
mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 gelesen werden.
Der Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden weder entsprechend § 317
HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung und verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
enthalten Vergleichsangaben zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Die verkürzte Konzernbilanz
enthält vergleichende Zahlen zum Ende des unmittelbar vorangegangenen Geschäftsjahres.
Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen
des letzten Konzernabschlusses zum Geschäftsjahresende. Eine detaillierte Beschreibung
der angewandten Methoden haben wir in den Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses
2019 veröffentlicht. Im Falle von Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
werden sie gesondert erläutert.
Die Encavis AG, nachstehend als "Gesellschaft" oder gemeinsam mit den Tochtergesellschaften
als "Konzern" bezeichnet, ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg.
Die wesentlichen Tätigkeitsbereiche des Konzerns werden im Einzelnen in Kapitel 1
des Anhangs zum Konzernjahresabschluss für das am 31. Dezember 2019 beendete Geschäftsjahr
beschrieben.
Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind die Encavis AG und die
mit ihr verbundenen Unternehmen. Zu den zum Konsolidierungskreis gehörenden Unternehmen
verweisen wir auf Abschnitt 18 des Anhangs im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019
sowie in Bezug auf die Änderungen im ersten Halbjahr 2020 auf die Ausführungen im
folgenden Abschnitt. Die Muttergesellschaft des Konzerns, die Encavis AG, wurde in
Hamburg am 18. Januar 2002 beim Amtsgericht im Handelsregister unter HRB 63197 eingetragen
und hat ihren Firmensitz in der Großen Elbstraße 59, 22767 Hamburg.
Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden zu gleichen Konditionen wie mit fremden Dritten
abgeschlossen.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt saisonalen Einflüssen, die zu Schwankungen
in den Umsätzen und Ergebnissen im Verlauf des Jahres führen. Saisonal bedingt fallen
die Umsätze des Segments PV Parks üblicherweise im zweiten und dritten Quartal eines
Geschäftsjahres höher aus als im ersten und vierten Quartal, während die Umsätze und
Ergebnisse des Segments Windparks in der Regel im ersten und vierten Quartal eines
Geschäftsjahres höher ausfallen als im zweiten und dritten Quartal.
Der Konzern hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 die nachfolgend aufgelisteten
neuen bzw. überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen angewandt:
| Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen | Status des EU-Endorsements (Stand: 30.06.2020) | Status der Anwendung von Encavis | ||
| Conceptual Framework | Änderung - Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards | 01.01.2020 | Übernahme erfolgt | Angewendet |
| IAS 1, IAS 8 | Änderung - Definition von Wesentlichkeit | 01.01.2020 | Übernahme erfolgt | Angewendet |
| IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 | Änderung - Reform der Referenzzinssätze | 01.01.2020 | Übernahme erfolgt | Vorzeitig angewendet |
| IFRS 3 | Änderung - Definition eines Geschäftsbetriebs | 01.01.2020 | Übernahme erfolgt | Angewendet |
Die neuen und geänderten Standards/Interpretationen führen zu keinen wesentlichen
Auswirkungen auf den vorliegenden Zwischenabschluss des Konzerns.
Die Encavis AG hatte sich in 2019 für eine vorzeitige Anwendung der Standardänderungen
von IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 "Reform der Referenzzinssätze" entschieden. Davon sind
Sicherungsbeziehungen betroffen, die zu Beginn der Berichtsperiode bestanden oder
danach designiert wurden. Auf Basis der einhergehenden Erleichterungen nimmt Encavis
an, dass die Effektivität der bilanzierten Sicherungsbeziehungen nicht durch die IBOR-Reform
beeinträchtigt wird und insofern keine Sicherungsbeziehungen aufzulösen sind.
Die Änderung der Definition von Wesentlichkeit nach IAS 1 und IAS 8 ist für Encavis
grundsätzlich relevant, schlägt sich aber nicht in der Vermögens, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns nieder.
Die Änderung des IFRS 3 konkretisiert den Begriff des Geschäftsbetriebs als eine
integrierte Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten, die mit dem Ziel geführt werden
kann, Güter, Dienstleistungen, Kapitalerträge oder sonstige Erträge aus gewöhnlicher
Tätigkeit zu erwirtschaften. Der Geschäftsbetrieb besteht hierbei aus Ressourceneinsatz
(Input) und einem darauf anzuwendenden Verfahren zur Leistungserzeugung (Output).
Für den Erwerb von Solar- und Windparkgesellschaften bedeutet diese Definition in
der Regel, dass dieser nicht mehr als Unternehmenszusammenschluss, sondern als Erwerb
von Vermögenswerten abgebildet wird. Hierbei wird der Unterschiedsbetrag zwischen
Kaufpreis und neubewertetem Vermögen nicht mehr als Goodwill (Bilanzposition) oder
Badwill (ergebniswirksam) erfasst, sondern auf die einzelnen wesentlichen Vermögenswerte
verteilt und aktiviert.
Ergänzend zu den Ausführungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurden vom
IASB oder IFRS IC folgende neue Standards oder Interpretationen veröffentlicht bzw.
geändert, deren verpflichtender Anwendungszeitpunkt noch in der Zukunft liegt oder
die von der Europäischen Kommission noch nicht zur Anwendung anerkannt wurden:
| Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen | Status des EU-Endorsements (Stand: 30.06.2020) | Status der Anwendung von Encavis | ||
| IFRS 16 | Änderung - Covid-19 - Erleichterung von Mietzugeständnissen | 01.06.2020 | Übernahme nicht erfolgt | Nicht angewendet |
| IFRS 4 | Änderung - Verlängerung Befreiung für Anwendung von IFRS 9 für bestimmte Versicherungsunternehmen | 01.01.2021 | Übernahme nicht erfolgt | Nicht angewendet |
| IFRS 3 | Änderung - Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS 3 | 01.01.2022 | Übernahme nicht erfolgt | Nicht angewendet |
| IAS 16 | Änderung - Verrechnung von Erlösen mit Herstellungskosten vor beabsichtigter Nutzung | 01.01.2022 | Übernahme nicht erfolgt | Nicht angewendet |
| IAS 37 | Änderung - Definition der Erfüllungskosten | 01.01.2022 | Übernahme nicht erfolgt | Nicht angewendet |
| AIP | Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2018 - 2020 | 01.01.2022 | Übernahme nicht erfolgt | Nicht angewendet |
| IAS 1 | Änderung - Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig | 01.01.2022 (Entwurf für Verschiebung auf 01.01.2023 im Mai 2020) | Übernahme nicht erfolgt | Nicht angewendet |
| IFRS 17 | Neuer Standard - Versicherungsverträge | 01.01.2023 | Übernahme nicht erfolgt | Nicht angewendet |
Die Encavis AG geht auch bei den neu veröffentlichten Anpassungen bezüglich der noch
nicht verpflichtend anzuwendenden neuen und geänderten Standards/Interpretationen,
bei denen keine vorzeitige Anwendung im Konzern stattfand, nicht davon aus, dass diese
einen wesentlichen Einfluss auf den Konzern haben werden.
Eine Gewährung von Zugeständnissen, wie die Stundung von Mietraten oder Mietpreisnachlässen
in direktem Zusammenhang mit dem Coronavirus, erfolgte bei Encavis nicht, weshalb
die Änderung an IFRS 16 keinen Einfluss auf die Bilanzierung seitens Encavis hat.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 sind neben den im Konsolidierungskreis
im Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 unter Punkt 18 genannten Gesellschaften
zusätzlich folgende Unternehmen einbezogen worden:
| Sitz | Anteil in % | |
| Vollkonsolidierte Konzernunternehmen | ||
| Cabrera Energia Solar S.L. | Valencia, Spanien | 100,00 |
| Desarrollos Empresariales Luanda S.L.U. | Valencia, Spanien | 100,00 |
| Encavis AM Komplementär GmbH | Neubiberg, Deutschland | 100,00 |
| GreenGo Energy M01a K/S | Roskilde, Dänemark | 100,00 |
| GreenGo Energy M30 K/S | Roskilde, Dänemark | 100,00 |
| Griffin Develops S.L. | Valencia, Spanien | 100,00 |
| LT01 S.r.l. | Bozen, Italien | 100,00 |
| Narges Develops S.L.U. | Valencia, Spanien | 100,00 |
| Navid Enterprise S.L.U. | Valencia, Spanien | 100,00 |
| Neftis Business S.L.U. | Valencia, Spanien | 100,00 |
| Windpark Viertkamp GmbH & Co. KG | Hamburg, Deutschland | 100,00 |
| Assoziierte Unternehmen | ||
| Sisteme Electrico Conexion Nudo Don Rodrigo 220 KV S.L. | Valencia, Spanien | 40,30 |
Die Beteiligungsquoten entsprechen bei den vollkonsolidierten Konzernunternehmen
den Stimmrechtsquoten.
Zum Erwerbszeitpunkt betrug die Beteiligungsquote an der Sisteme Electrico Conexion
Nudo Don Rodrigo 220 KV S.L. 50 %. 9,7 % der Anteile wurden anschließend an einen
fremden Dritten veräußert.
Im Februar 2020 wurde die dem Segment Service angehörige Stern Energy GmbH planmäßig
an das assoziierte Unternehmen Stern Energy S.p.A. veräußert. Aus der Transaktion
sind dem Konzern liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.832 zugeflossen.
Im ersten Halbjahr 2020 wurde die dänische Zwischenholding Norhede-Hjortmose Vind
12 ApS umfirmiert in Mermaid Solar Komplementar ApS. Während die Gesellschaft vormals
dem Segment Wind zugeordnet war, gehört sie nunmehr zum Segment Solar.
Die Thöringswerder GmbH & Co. KG wurde an die Muttergesellschaft Encavis Real Estate
GmbH angewachsen.
Encavis konnte im ersten Halbjahr 2020 durch eine Vielzahl an Zukäufen das internationale
Bestandsportfolio an Solar- und Windkraftanlagen erheblich erweitern. Nach den oben
beschriebenen im Geschäftsjahr in Kraft getretenen Änderungen an dem Standard IFRS
3 erfüllt keine der nachfolgenden Transaktionen die Definition für einen Erwerb eines
Geschäftsbetriebs. Sämtliche Erwerbe wurden daher - unabhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme
der Anlage - als Erwerbe von Vermögenswerten im Konzernabschluss abgebildet.
Innerhalb des Bewertungszeitraums im Sinne des IFRS 3.45 hat die Gesellschaft die
Kaufpreisallokation im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der nun finalisierten Bewertung
der immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens angepasst. Gegenüber
der vorläufigen Kaufpreisallokation und der innerhalb des Geschäftsberichts 2019 veröffentlichten
Darstellung haben sich die immateriellen Vermögenswerte um TEUR 292, die Sachanlagen
um TEUR 413 und die passiven latenten Steuern um TEUR 155 verringert. In der Folge
hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert um TEUR 550 reduziert.
Die Verringerung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Anpassung der vorläufigen
Kaufpreisallokation der Gesellschaft Encavis Nordbrise A/S aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr
2019 beläuft sich auf TEUR 550. Weitere Anpassungen wurden im ersten Halbjahr 2020
nicht vorgenommen.
Am 7. April 2020 wurde der von Encavis gehaltene 80 %-Anteil an der Gesellschaft
Cabrera Energia Solar S.L. zunächst um 10 % und am 19. Mai 2020 um weitere 10 % auf
dann 100 % erhöht. Im Encavis-Konzern wurde die Cabrera Energia mangels Kontrolle
bis zum 18. Mai 2020 als assoziiertes Unternehmen behandelt und folglich nach der
Equity-Methode bilanziert. Mit dem vollständigen Anteilserwerb stellt die Cabrera
Energia als Mutterunternehmen mit ihren vier 100%igen Tochtergesellschaften Narges
Develops S.L.U., Navid Enterprise S.L.U., Neftis Business S.L.U. und Desarrollos Empresariales
Luanda S.L.U. nunmehr einen Teilkonzern im Encavis-Konzern dar. Die vier zuvor genannten
Tochtergesellschaften betreiben jeweils eine 49,99 MW große Photovoltaikanlage im
Süden Spaniens in unmittelbarer Nähe zu Sevilla und halten ihrerseits jeweils einen
25%igen Anteil an der Infrastrukturgesellschaft Griffin Develops S.L., welche ebenfalls
als Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen wird. Des Weiteren hielten
die vier o. g. Solarparkgesellschaften jeweils 12,5 % der Anteile an der zweiten Infrastrukturgesellschaft
Sisteme Electrico Conexion Nudo Don Rodrigo 220 KV S.L. Die Anteilshöhe wurde am 11.
Mai 2020 jeweils um 2,425 % auf 10,075 % gesenkt. Die Bewertung dieser Anteile bei
den vier Parkgesellschaften erfolgt mittels der Equity-Methode, der Ausweis erfolgt
als assoziiertes Unternehmen.
Am 26. Juni 2020 erwarb Encavis 100 % der Anteile an dem im Landkreis Stade gelegenen
deutschen Windpark Viertkamp GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft umfasst vier Windenergieanlagen
mit einer Erzeugungskapazität von insgesamt 14,4 MW. Die Inbetriebnahme der vier Anlagen
erfolgte zwischen Dezember 2019 und Februar 2020.
Daneben wurden über die bereits im Vorjahr abgeschlossenen Entwicklungspartnerschaften
die GreenGo Energy M01a K/S und die GreenGo Energy M30 K/S in Dänemark sowie die LT01
S.r.l. in Italien erworben. Alle drei Gesellschaften stellen derzeit Energieanlagen
in sehr frühen Entwicklungsstadien dar, welche noch keinen wesentlichen Einfluss auf
den Konzernabschluss haben.
Außerdem hat Encavis die im Rahmen des Asset-Management-Geschäfts als Komplementärin
tätige Encavis AM Komplementär GmbH mit Sitz in Neubiberg erworben. Die Gesellschaft
hat keine wesentlichen Geschäftsvorfälle.
Encavis hat im ersten Quartal 2020 planmäßig ihren Anteilsbesitz an den beiden deutschen
Solarparks CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Bitterfeld KG (vormals 36 %) sowie
Solarpark Brandenburg (Havel) GmbH (vormals 51 %) auf jeweils 100 % aufgestockt. Keine
der beiden Transaktionen führte im Geschäftsjahr zu einem ergebniswirksamen Effekt
für den Konzern.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden in einigen Fällen Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden
und die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen
betreffen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen
und die zugrundeliegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die Anpassungen von
Schätzungen werden prospektiv erfasst.
Im Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen
wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Ende der Berichtsperiode angegeben,
durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres
eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich
wird.
Bei der Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten
ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Dabei werden insbesondere
vertragliche Bestimmungen, Branchenerkenntnisse und Einschätzungen des Managements
berücksichtigt. Weitere Erläuterungen sind im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.
Dezember 2019 enthalten.
Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes
ist es erforderlich, den Nutzungswert der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten,
der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung
des Nutzungswertes bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten sowie eines geeigneten Kapitalisierungszinssatzes für die Barwertberechnung.
Wenn die tatsächlich erwarteten künftigen Cashflows geringer als bisher geschätzt
ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben.
Alle identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden werden bei der Erstkonsolidierung
im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.
Die angesetzten Zeitwerte sind mit Schätzungsunsicherheiten behaftet. Sofern immaterielle
Vermögenswerte identifiziert werden, wird der beizulegende Zeitwert mittels allgemein
anerkannter Bewertungsverfahren ermittelt. Den Bewertungen liegen die Planungen der
Gesellschaft zugrunde, die unter Berücksichtigung von vertraglichen Vereinbarungen
auf den Schätzungen des Managements beruhen. Die im Zuge der Bewertung der immateriellen
Vermögenswerte angewandten Diskontierungszinssätze (WACC) betragen zwischen 2,39 %
und 2,56 % (Vorjahr: 2,78 % bis 3,85 %).
Hinsichtlich der getroffenen Annahmen bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
der Finanzanlagen verweisen wir auf die Ausführungen des Konzernanhangs zum 31. Dezember
2019 unter Abschnitt 8. Die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren wurden unverändert
wie zum 31. Dezember 2019 angewandt.
| Klassen von Finanzinstrumenten in TEUR |
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
| Bewertungskategorie nach IFRS 9* | Buchwert zum 30.06.2020 (31.12.2019) | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | Wertansatz Bilanz nach IAS 28 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | FVPL | 4.371 | 4.371 | |||
| (31.12.2019) | (4.353) | (4.353) | ||||
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | n.a. | 13.633 | 13.633 | |||
| (31.12.2019) | (9.590) | (9.590) | ||||
| Langfristige Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | FVPL | 449 | 449 | |||
| (31.12.2019) | (135) | (135) | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 55.238 | 55.238 | |||
| (31.12.2019) | (45.283) | (45.283) | ||||
| Sonstige kurzfristige Forderungen | AC | 3.628 | 3.628 | |||
| (31.12.2019) | (7.383) | (7.383) | ||||
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und sonstige Ausleihungen | AC | 68.919 | 68.919 | |||
| (31.12.2019) | (100.477) | (100.477) | ||||
| Liquide Mittel | AC | 246.272 | 246.272 | |||
| (31.12.2019) | (222.481) | (222.481) | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | FVOCI | 2.908 | 2.908 | |||
| (31.12.2019) | (971) | (971) | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVPL | 87 | 87 | |||
| (31.12.2019) | (0) | (0) | ||||
| Klassen von Finanzinstrumenten in TEUR |
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 |
| Beizulegender Zeitwert zum 30.06.2020 (31.12.2019) | |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 4.371 |
| (31.12.2019) | (4.353) |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 13.633 |
| (31.12.2019) | (9.590) |
| Langfristige Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | 449 |
| (31.12.2019) | (135) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 55.238 |
| (31.12.2019) | (45.283) |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 3.628 |
| (31.12.2019) | (7.383) |
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen und sonstige Ausleihungen | 68.919 |
| (31.12.2019) | (100.477) |
| Liquide Mittel | 246.272 |
| (31.12.2019) | (222.481) |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
|
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.908 |
| (31.12.2019) | (971) |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 87 |
| (31.12.2019) | (0) |
| Klassen von Finanzinstrumenten in TEUR |
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
| Bewertungskategorie nach IFRS 9* | Buchwert zum 30.06.2020 (31.12.2019) | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 12.527 | 12.527 | |||
| (31.12.2019) | (10.738) | (10.738) | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | AC | 1.590.269 | 1.590.269 | |||
| (31.12.2019) | (1.529.112) | (1.529.112) | ||||
| Leasingverbindlichkeiten** | n.a. | 195.573 | 195.573 | |||
| (31.12.2019) | (188.952) | (188.952) | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern | AC | 40.252 | 40.252 | |||
| (31.12.2019) | (43.093) | (43.093) | ||||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | FVPL | 0 | 0 | |||
| (31.12.2019) | (604) | (604) | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | FVPL | 609 | 609 | |||
| (31.12.2019) | (0) | (0) | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 464 | 464 | |||
| (31.12.2019) | (488) | (488) | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | FVOCI | 35.280 | 35.280 | |||
| (31.12.2019) | (28.776) | (28.776) | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVPL | 3.720 | 3.720 | |||
| (31.12.2019) | (2.745) | (2.745) | ||||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | AC | 374.057 | 374.057 | |||
| (31.12.2019) | (375.625) | (375.625) | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | FVPL | 4.906 | 4.906 | |||
| (31.12.2019) | (4.488) | (4.488) | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 1.643.512 | 1.643.512 | |||
| (31.12.2019) | (1.583.432) | (1.583.432) | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FVPL | 4.329 | 4.329 | |||
| (31.12.2019) | (3.350) | (3.350) | ||||
| Klassen von Finanzinstrumenten in TEUR |
|
| Beizulegender Zeitwert zum 30.06.2020 (31.12.2019) | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.527 |
| (31.12.2019) | (10.738) |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.681.893 |
| (31.12.2019) | (1.681.034) |
| Leasingverbindlichkeiten** | - |
| (31.12.2019) | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern | 40.252 |
| (31.12.2019) | (43.093) |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | 0 |
| (31.12.2019) | (604) |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | 609 |
| (31.12.2019) | (0) |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 464 |
| (31.12.2019) | (488) |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 35.280 |
| (31.12.2019) | (28.776) |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 3.720 |
| (31.12.2019) | (2.745) |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 374.057 |
| (31.12.2019) | (375.625) |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 4.906 |
| (31.12.2019) | (4.488) |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 1.735.136 |
| (31.12.2019) | (1.735.354) |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 4.329 |
| (31.12.2019) | (3.350) |
| Bewertungsstufen in TEUR zum 30.06.2020 (31.12.2019) | Stufe | ||
| 1 | 2 | 3 | |
| Aktiva | |||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 4.371 | ||
| (31.12.2019) | (4.353) | ||
| Langfristige Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | 449 | ||
| (31.12.2019) | (135) | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte: | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.908 | ||
| (31.12.2019) | (971) | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 87 | ||
| (31.12.2019) | (0) | ||
| Passiva | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | 0 | ||
| (31.12.2019) | (604) | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | 609 | ||
| (31.12.2019) | (0) | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 35.280 | ||
| (31.12.2019) | (28.776) | ||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 3.720 | ||
| (31.12.2019) | (2.745) | ||
Die Bewertung der Zins- und Währungssicherungskontrakte erfolgt unter Zugrundelegung
von Marktzins- und FX-Forward-Kurven auf Basis anerkannter mathematischer Modelle
(Barwertberechnungen). Die in der Bilanz angesetzten Marktwerte entsprechen damit
dem Level 2 der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13.
Die in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert erfassten Forderungen aus bedingten
Gegenleistungen sowie die Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen beruhen
auf Informations- und Inputfaktoren der Stufe 3.
Ein Wechsel zwischen den Leveln hat weder im aktuellen noch im abgelaufenen Geschäftsjahr
stattgefunden.
Die nachstehende Tabelle gibt für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden, die
in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und deren beizulegende
Zeitwerte nicht näherungsweise den Buchwerten entsprechen, die Stufe der Bemessungshierarchie
an, in der die Bemessungen des beizulegenden Zeitwertes in ihrer Gesamtheit eingeordnet
sind.
| Bewertungsstufen in TEUR zum 30.06.2020 (31.12.2019) | Stufe | ||
| 1 | 2 | 3 | |
| Passiva | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 1.681.893 | ||
| (31.12.2019) | (1.681.034) | ||
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung
der beizulegenden Zeitwerte verwendet wurden.
| Art | Bewertungstechnik | Bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte: Investmentfonds | Die Finanzinvestitionen werden mittels einer der folgenden Methoden oder einer Kombination
aus mehreren der folgenden Methoden bewertet: Anschaffungskosten der jüngsten Finanzinvestitionen,
Bewertungsmaßstäbe innerhalb der Branche, aktuell erhaltene Angebote, vertragliche
Verpflichtungen Die relativen Gewichtungen jeder Bewertungsmethode spiegeln eine Beurteilung der Eignung jedes Bewertungsansatzes für die jeweilige nicht realisierte Finanzinvestition wider |
Risikoprämie Der geschätzte beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen würde steigen (sinken), wenn die Risikoprämie niedriger (höher) wäre |
| Erwartete Ausschüttungen | ||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte: Genussrechte | Diskontierte Cashflows: Die beizulegenden Zeitwerte werden mittels der zukünftig erwarteten Cashflows bestimmt, die unter Anwendung allgemein beobachtbarer Marktdaten der entsprechenden Zinsstrukturkurven abgezinst werden | Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Genussrechte würde steigen (sinken), wenn die Ausschüttungen hieraus höher (niedriger) ausfallen würden und/oder zu einem früheren (späteren) Zeitpunkt erfolgen würden |
| Zinsswaps | Diskontierte Cashflows: Die beizulegenden Zeitwerte werden mittels der zukünftig erwarteten Cashflows bestimmt, die unter Anwendung allgemein beobachtbarer Marktdaten der entsprechenden Zinsstrukturkurven abgezinst werden | Nicht anwendbar |
| Zeitpunkt des Zubaus der weiteren Windenergieanlagen |
||
| Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | Diskontierte Cashflows auf Basis vertraglich fixierter Mechanismen | Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Forderungen aus bedingten Gegenleistungen würde steigen (sinken), wenn der Zubau der weiteren Windenergieanlagen zu einem früheren (späteren) Zeitpunkt erfolgen würde |
| Steuervorteil | ||
| Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Forderung aus bedingten Gegenleistungen würde steigen (sinken), wenn der Steuervorteil höher (niedriger) ausfällt | ||
| Performance der Anlagen | ||
| Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | Diskontierte Cashflows auf Basis vertraglich fixierter Mechanismen | Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen würde steigen (sinken), wenn die Performance des Solarparks höher (niedriger) wäre |
| Art | Bewertungstechnik | Bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren |
| Finanzverbindlichkeiten | Diskontierte Cashflows: Die beizulegenden Zeitwerte werden mittels der zukünftig erwarteten Cashflows bestimmt, die unter Anwendung allgemein beobachtbarer Marktzinsen unter Berücksichtigung einer angemessenen Risikoprämie laufzeitäquivalent abgezinst werden | Nicht anwendbar |
Bei Finanzinstrumenten mit kurzfristigen Fälligkeiten, einschließlich Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten,
wird unterstellt, dass ihre beizulegenden Zeitwerte näherungsweise ihren Buchwerten
entsprechen. Für die Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten der Leasingverbindlichkeiten
wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29 in Anspruch genommen, worauf basierend
von einer Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abgesehen wurde.
Die folgende Übersicht zeigt eine detaillierte Überleitung der wiederkehrend zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden in der Stufe 3.
| in TEUR | 2020 | 2019 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Stand 01.01. | 4.353 | 5.245 |
| Käufe (inklusive Zugängen) | 343 | 105 |
| Verkäufe (inklusive Abgängen) | -142 | -380 |
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-) im Konzernergebnis | -172 | 130 |
| Realisierte Gewinne (+)/Verluste (-) im Konzernergebnis | -11 | 0 |
| Stand 30.06. | 4.371 | 5.100 |
| Langfristige Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | ||
| Stand 01.01. | 135 | 0 |
| Käufe (inklusive Zugängen) | 311 | 0 |
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-) im Konzernergebnis | 3 | 0 |
| Stand 30.06. | 449 | 0 |
| Kurzfristige Forderungen aus bedingten Gegenleistungen | ||
| Stand 01.01. | 0 | 305 |
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-) im Konzernergebnis | 0 | 2 |
| Stand 30.06. | 0 | 307 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | ||
| Stand 01.01. | 604 | 596 |
| Unrealisierte Gewinne (-)/Verluste (+) im Konzernergebnis | 3 | 4 |
| Umgliederung Fristigkeiten | -607 | 0 |
| Stand 30.06. | 0 | 600 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen | ||
| Stand 01.01. | 0 | 775 |
| Unrealisierte Gewinne (-)/Verluste (+) im Konzernergebnis | 2 | 0 |
| Umgliederung Fristigkeiten | 607 | 0 |
| Stand 30.06. | 609 | 775 |
Die langfristige Earn-out-Verbindlichkeit wurde in Zusammenhang mit dem Erwerb des
Solarparks Boizenburg im Geschäftsjahr 2018 erfasst. Die Auszahlung steht im Wesentlichen
in Zusammenhang mit der Performance des Parks nach geplanten Reparaturmaßnahmen. Aufgrund
des geschätzten Auszahlungszeitpunktes wurde die Verbindlichkeit in die kurzfristigen
Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen umgegliedert. Im ersten Halbjahr 2020
wurde die Verbindlichkeit um weitere TEUR 5 aufgezinst.
Die im Zuge der Asset Deals Rindum Enge 1 und 5 sowie 2 und 3 in 2018 erfassten kurzfristigen
Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen wurden in der zweiten Jahreshälfte
2019 beglichen.
Die langfristigen Forderungen in Höhe von TEUR 135 betreffen den Erwerb des Windparks
UGE Markendorf Eins GmbH & Co. KG aus dem Geschäftsjahr 2017, welche vormals als kurzfristig
ausgewiesen waren. Im ersten Quartal 2020 erhöhten sich die langfristigen Forderungen
aus bedingten Gegenleistungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Stern Energy GmbH.
Sie stellen eine nachträgliche steuerliche Kaufpreisanpassung dar. Der Betrag wurde
im ersten Halbjahr 2020 um TEUR 3 aufgezinst.
Die folgenden Zinserträge und Zinsaufwendungen resultieren aus Finanzinstrumenten,
die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
| in TEUR | 01.01.-30.06.2020 | 01.01.-30.06.2019 |
| Zinserträge | 9.319 | 4.533 |
| Zinsaufwendungen | -29.250 | -29.287 |
| Gesamt | -19.931 | -24.754 |
Nicht enthalten sind insbesondere Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Derivaten
sowie Zinserträge und Zinsaufwendungen von Vermögenswerten und Schulden außerhalb
des Anwendungsbereichs des IFRS 7. In den Zinsaufwendungen sind im Sinne von IFRS
7.20 (b) die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit IFRS 16 enthalten, da die Leasingverbindlichkeiten
als finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden, eingestuft werden.
Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps zum Stichtag wird durch Diskontierung künftiger
Zahlungsströme unter Verwendung der Zinsstrukturkurven zum Stichtag und der mit den
Verträgen verbundenen Kreditrisiken bestimmt.
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern insgesamt 100 (31. Dezember 2019: 97) Zinsswaps,
aus denen der Konzern variable Zinszahlungen erhält und fixe Zinszahlungen leistet.
Grundsätzlich handelt es sich um sogenannte amortisierende Zinsswaps, deren Nominalvolumen
regelmäßig zu definierten Terminen reduziert wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt
das per Stichtag bestehende Nominalvolumen sowie den durchschnittlichen (volumengewichteten)
fixen Zinssatz und den beizulegenden Zeitwert. Dabei wird unterschieden, ob die Zinsswaps
in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IFRS 9 eingebunden sind oder nicht.
| in TEUR | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Nominalvolumen in TEUR | 527.943 | 442.540 |
| davon mit Hedge-Beziehung | 424.571 | 391.873 |
| davon ohne Hedge-Beziehung | 103.372 | 50.667 |
| Durchschnittlicher Zinssatz in % | 1,93 | 2,17 |
| Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren | 8,84 | 9,32 |
| Beizulegender Zeitwert in TEUR | -36.092 | -30.487 |
| davon mit Hedge-Beziehung | -32.372 | -27.806 |
| davon ohne Hedge-Beziehung | -3.720 | -2.681 |
Der ineffektive Anteil der Swaps in einer Sicherungsbeziehung wurde als Ertrag in
Höhe von TEUR 330 (Vorjahreszeitraum: Aufwand i. H. v. TEUR 56) ergebniswirksam erfasst.
Die Marktwertänderung der Swaps, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen, wurde
als Aufwand in Höhe von TEUR 1.039 (Vorjahreszeitraum: TEUR 529) ergebniswirksam erfasst.
Der effektive Teil im aktuellen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR -3.472 (Vorjahreszeitraum:
TEUR -11.305) wurde unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte in Höhe von TEUR
633 (Vorjahreszeitraum: TEUR 2.705) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Für die
Zinsswaps, für die vor dem 1. Januar 2018 (Geltungszeitraum des IAS 39) der Nachweis
der Effektivität gemäß IAS 39 nicht mehr erbracht werden konnte, wurden die bis dato
erfolgsneutral in der Hedge-Accounting-Rücklage erfassten Wertänderungen in Höhe von
TEUR 12 (Vorjahreszeitraum: TEUR 12) unter Berücksichtigung der entsprechenden latenten
Steuern in Höhe von TEUR -4 (Vorjahreszeitraum: TEUR -3) planmäßig ergebniswirksam
aufgelöst.
Encavis unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
sowie geplanten Geschäftsvorfälle im Wesentlichen Risiken aus der Veränderung von
Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch
laufende Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos
derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, werden
die Zinssicherungsinstrumente nur mit renommierten Finanzinstituten mit guter Bonität
abgeschlossen. Grundsätzlich werden nur Risiken, die Auswirkungen auf den Cashflow
des Konzerns haben, abgesichert.
Die Risiken, denen der Encavis-Konzern unterliegt, und deren Ausmaß haben sich im
Vergleich zum Konzernabschluss 2019 nicht oder nicht wesentlich verändert.
Das Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2020 TEUR 753.903 (31. Dezember 2019: TEUR
722.713). Der Anstieg in Höhe von TEUR 31.190 beziehungsweise 4,3 % resultiert hauptsächlich
aus der Ausgabe neuer Aktien, aus in der Equity-Rücklage erfassten Bewertungseffekten
für die Equity-Beteiligungen des Konzerns sowie dem positiven Periodenergebnis für
den Berichtszeitraum. Gegenläufig wirkten sich die Auszahlung der Dividende für das
vorangegangene Geschäftsjahr sowie die in der Hedge-Rücklage erfassten Bewertungseffekte
für die derivativen Finanzinstrumente des Konzerns aus. Das Grundkapital hat sich
durch Sacheinlage um TEUR 1.398 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 25,0 % (31.
Dezember 2019: 25,3 %).
Vorstand und Aufsichtsrat der Encavis AG wollen die Aktionäre in angemessener Weise
am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Vor diesem Hintergrund haben Aufsichtsrat und
Vorstand der Encavis AG auf der ordentlichen Hauptversammlung am 13. Mai 2020 vorgeschlagen,
eine Dividende in Höhe von 0,26 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie auszuzahlen.
Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % (Dividende für das
Geschäftsjahr 2018: 0,24 Euro). Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde
mit klarer Mehrheit zugestimmt.
Vorstand und Aufsichtsrat wollen den Aktionären der Encavis AG im Zusammenhang mit
der Dividende zudem die größtmögliche Entscheidungsfreiheit bieten. Vor diesem Hintergrund
wurde die Dividende der Encavis AG erneut als Wahldividende strukturiert. Aktionäre
des Unternehmens konnten in diesem Zusammenhang wählen, ob sie die Dividende in bar
oder einen Teil der Dividende zur Begleichung der Steuerschuld in bar und den verbleibenden
Teil der Dividende in Form von Aktien der Gesellschaft beziehen wollten.
Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 16. Juni 2020. Die Encavis AG hat die Möglichkeit
angeboten, die Dividende nach Wahl der Aktionäre ausschließlich oder teilweise in
bar oder in Form von Aktien zu erhalten. Die Annahmequote von 61,6 % wird als Vertrauensbeweis
der Aktionäre in die Gesellschaft gesehen und liegt deutlich über der des Vorjahres.
Insgesamt wurden 1.398.087 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben.
Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2020 gewinnberechtigt. Das Grundkapital erhöhte
sich von 137.039.147,00 Euro auf 138.437.234,00 Euro.
Das Grundkapital beträgt somit zum Bilanzstichtag 138.437.234,00 Euro und ist eingeteilt
in 138.437.234 Stückaktien mit einem Nennbetrag von 1,00 Euro je Aktie.
Im Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unterhält die Muttergesellschaft Encavis
AG Beziehungen zu Tochtergesellschaften und zu anderen nahestehenden Unternehmen (assoziierte
Unternehmen und Unternehmen mit demselben Personal in Schlüsselpositionen) und Personen
(Hauptaktionäre, Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie Verwandte dieser
Personen).
Geschäftsvorfälle mit assoziierten Unternehmen erfolgen zu Bedingungen, die denen
mit unabhängigen Geschäftspartnern entsprechen. Offene Positionen zum Bilanzstichtag
sind unbesichert und (mit Ausnahme der Ausleihungen) zinslos und der Ausgleich erfolgt
in bar. Garantien an oder von nahestehenden Unternehmen und Personen bezüglich Forderungen
oder Verbindlichkeiten wurden nicht gewährt.
| in TEUR | Erbrachte Leistungen inkl. Zinsen | Bezogene Leistungen | Forderungen | Verbindlichkeiten | Begebene Ausleihungen inkl. Zinsen |
| Cabrera Energia Solar S.L.* | 3.053 | ||||
| CHORUS IPP Europe GmbH | 261 | 255 | |||
| Genia Extremadura Solar S.L. | 2.328 | 69.725 | |||
| Gnannenweiler Windnetz GmbH & Co. KG | 19 | ||||
| Pexapark AG | 151 | 78 | |||
| Stern Energy S.p.A. | 6 | 794 | 29 | 786 | |
| Summe | 5.648 | 964 | 255 | 107 | 70.511 |
| (30.06.2019) | (525) | (41) | |||
| (31.12.2019) | (139) | (129) | (147.266) |
Im Februar 2020 hat Encavis planmäßig die Stern Energy GmbH an das assoziierte Unternehmen
Stern Energy S.p.A. veräußert. Hierfür sind dem Konzern insgesamt liquide Mittel in
Höhe von TEUR 2.832 zugeflossen. Gegenläufig wurde eine Ausleihung in Höhe von TEUR
900 ausgereicht.
Encavis hat am 19. Mai 2020 die restlichen Anteile des zuvor unter den assoziierten
Unternehmen ausgewiesenen Unternehmens Cabrera Energia Solar S.L. in Spanien erworben.
Ab diesem Zeitpunkt wird die Gesellschaft mitsamt ihrer Tochterunternehmen im Rahmen
der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Im gleichen Zuge wurde
die Beteiligung an der Sisteme Electrico Conexion Nudo Don Rodrigo 220 KV S.L. erworben,
welche seither als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen und nach der Equity-Methode
bewertet wird. Zwischen dem Erwerbszeitpunkt und dem 30. Juni 2020 gab es keine zu
berichtenden Geschäftsvorfälle, lediglich der Anteilsbesitz wurde um 9,70 % auf 40,30
% reduziert. Weitere Informationen zu dem Erwerb können den Ausführungen zum Konsolidierungskreis
in diesem Anhang entnommen werden.
Im Juni 2020 wurden im Zuge einer Kapitalerhöhung bei der Pexapark AG die Anteile
um TEUR 1.935 aufgestockt. Der Anteilsbesitz beträgt nunmehr zum 30. Juni 2020 22,37
%.
Die Beteiligung an der Richelbach Solar GbR in Höhe von TEUR 120 zum 30. Juni 2020
(31. Dezember 2019: TEUR 120) ist als gemeinsame Tätigkeit gemäß IFRS 11 klassifiziert.
Encavis bilanziert ihre Beteiligung an der gemeinsamen Tätigkeit durch die Erfassung
ihres Anteils an den Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erlösen und Aufwendungen
gemäß ihren vertraglich übertragenen Rechten und Verpflichtungen.
Zum Bilanzstichtag bestehen Mietverträge zu marktüblichen Konditionen mit der B&L
Holzhafen West GmbH & Co. KG, einem den Aufsichtsratsmitgliedern Albert Büll und Dr.
Cornelius Liedtke zuzurechnenden Unternehmen, über Büroflächen für die Encavis AG.
Die Summe der Transaktionen im ersten Halbjahr 2020 mit der B&L Holzhafen West GmbH
& Co. KG beträgt TEUR 398 (Vorjahr: TEUR 358). Zum Bilanzstichtag existieren keine
ausstehenden Salden aus Transaktionen mit der B&L Holzhafen West GmbH & Co. KG.
Für die Gesellschaft Encavis GmbH besteht mit der PELABA Vermögensverwaltungs GmbH
& Co. KG, einem dem Aufsichtsratsmitglied Peter Heidecker zuzurechnenden Unternehmen,
ein Mietvertrag bezüglich der Büroflächen des Segments Asset Management in Neubiberg.
Der Mietvertrag hat eine feste Laufzeit bis Ende 2019 und verlängert sich seitdem
automatisch um jeweils ein Jahr, sofern er nicht von einer der Parteien mit einer
Frist von sechs Monaten gekündigt wird. Der Vertrag läuft damit mindestens bis Ende
2021. Die Monatsmiete basiert auf marktüblichen Konditionen. Die Summe der Transaktionen
im ersten Halbjahr 2020 mit der PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG beträgt
TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 79). Zum Bilanzstichtag existieren keine ausstehenden Salden
aus Transaktionen mit der PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG.
Im ersten Halbjahr 2020 beschäftigte der Konzern, abgesehen von den Vorstandsmitgliedern,
durchschnittlich 125 (Vorjahr: 119) Mitarbeiter, ermittelt nach den Beständen zu den
jeweiligen Berichtsstichtagen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl nach Funktion
ist nachfolgend dargestellt:
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl pro Funktion
| Encavis AG | Stern Energy GmbH bzw. Encavis Technical Services GmbH | Encavis Asset Management AG | Encavis GmbH | Summe | |
| Finance | 19 | 19 | |||
| (Vorjahr) | (19) | (19) | |||
| Operations | 27 | 27 | |||
| (Vorjahr) | (29) | (29) | |||
| Stab | 22 | 22 | |||
| (Vorjahr) | (19) | (19) | |||
| Investment | 7 | 7 | |||
| (Vorjahr) | (6) | (6) | |||
| Corporate Finance/Project Finance | 6 | 6 | |||
| (Vorjahr) | (3) | (3) | |||
| Asset Management | 32 | 13 | 45 | ||
| (Vorjahr) | (26) | (9) | (35) | ||
| Technik/Verwaltung | 0 | 0 | |||
| (Vorjahr) | (10) | (10) | |||
| Summe | 80 | 0 | 32 | 13 | 125 |
| (Vorjahr) | (75) | (10) | (26) | (9) | (119) |
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die in den Sachanlagen ausgewiesenen
aktivierten Nutzungsrechte pro Anlagenklasse zum 30. Juni 2020:
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Grundstücke | 191.535 | 171.052 |
| Gebäude | 5.447 | 5.806 |
| Energieerzeugungsanlagen | 36.334 | 37.398 |
| PKW | 138 | 88 |
| Summe | 233.454 | 214.343 |
Die Leasingverbindlichkeiten stellen sich zum 30. Juni 2020 wie folgt dar:
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Langfristig | 183.914 | 178.092 |
| Kurzfristig | 11.658 | 10.860 |
| Summe | 195.573 | 188.952 |
Der Anstieg der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf
die Unternehmenserwerbe zurückzuführen.
Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums verweisen
wir auf den Abschnitt "Nachtragsbericht" des Konzernzwischenlageberichts.
Die Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a WpHG können auf der Website der Encavis
AG unter https://www.encavis.com/investor-relations/corporate-governance/ eingesehen
werden.
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen,
Vermutungen und Prognosen des Vorstands beruhen sowie den ihm zurzeit verfügbaren
Informationen. Bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und Einflüsse
können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage oder die Entwicklung
von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung,
die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten.
Alle relevanten Informationen der Encavis AG werden im Sinne einer transparenten
Kapitalmarktkommunikation auf der Homepage der Gesellschaft www.encavis.com in der
Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht und bereitgestellt.
Zudem nutzt die Encavis AG soziale Medien wie beispielsweise LinkedIn (https://de.linkedin.com/company/encavis-ag)
oder Twitter (https://twitter.com/encavis), um Nachrichten und Informationen zum Unternehmen
zeitnah und transparent zu kommunizieren.
Die Investor-Relations-Abteilung steht allen bestehenden und potenziellen Aktionären
für Fragen und Anregungen zur Aktie und zum Unternehmen jederzeit gerne zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Sie!
Encavis AG
Investor Relations
Große Elbstraße 59
D-22767 Hamburg
| Fon: | +49 (0) 40 37 85 62-242 |
| E-Mail: | ir@encavis.com |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2020
in Verbindung mit dem Geschäftsbericht 2019 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und die Lage
des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, im August 2020
Encavis AG
Vorstand
| Dr. Dierk Paskert | Dr. Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
Encavis AG
Große Elbstraße 59
22767 Hamburg
T +49 (0) 40 3785 620
F +49 (0) 40 3785 62 129
info@encavis.com
Encavis Asset Management AG
Professor-Messerschmitt-Straße 3
85579 Neubiberg
T +49 (0) 89 44230 600
F +49 (0) 89 44230 6011
assetmanagement@encavis-am.com
www.encavis.com
After the first six months of this year, the operating performance of the Encavis
Group is very good - with very little negative affects to date as a result of the
Covid-19 pandemic. After starting the year on the right foot in the first quarter,
we generated significant increases in revenue and cash flow compared to the previous
year.
We managed to once again increase revenue compared to the same period of the previous
year. The increase of 7.5 % to EUR 154.8 million is influenced by the aquisiton of
the danish wind portfolio at the end of 2019. Altogether, the Group generated revenue
in the first half of 2020 due to positive meteorological effects of EUR 8.2 million
(previous year: EUR +11.3 million). The difference of EUR -3.1 million compared to
the comparative period in 2019 - which experienced extraordinarily strong meteorological
effects - is due only to the lower levels of sunshine in France and Italy to date
in 2020. Without these meteorological effects, the revenue in the first half of 2020
would have been 11 % higher than the previous year.
Operating earnings before interest, tax, depreciation and amortisation (operating
EBITDA) in the amount of EUR 119.6 million is EUR 1.2 million below the level of the
previous year. To begin with, this is due to the abovementioned negative meteorological
effects. Without this effect, the operating EBITDA in the first half of 2020 would
have been 2 % higher than the previous year. There are two reasons why the previous
year's figure was not exceeded to an even greater extent: on the one hand, the previous
year's figure included the positive amount resulting from the sale of minority interests
in a wind park portfolio in the amount of some EUR 5.9 million, while the first half
of 2020 merely includes the proceeds from the sale of Stern Energy GmbH to Stern Energy
S.p.A. (EUR 1.9 million). On the other hand, expenses for the virtual share option
programme as a result of the significant increase in the share price in the preceding
12 months had a more pronounced negative impact on the earnings indicators from the
first half of 2020 than in the previous-year period. Whereas expenses for share options
in the first half of 2019 came in at EUR 0.5 million, that figure for the first half
of 2020 amounts to EUR 2.8 million. Without these effects, the operating EBITDA in
the first two quarters of 2020 would have been 8 % higher than the comparative figure
from the previous year. Operating earnings before interest and taxes (operating EBIT)
amounted to EUR 74.5 million. This figure must also be considered in the context of
the meteorological effects, the sales of minority interests in the previous year and
the increased negative effects from the virtual share option programme in 2020. Without
these effects, the operating EBIT would have been 9 % higher than the previous year's
figure. The 191 solar parks and 85 wind parks parks in the company's portfolio and
under asset management continued generating green electricity in spite of the coronavirus
pandemic. At EUR 115.2 million, the operating cash flow remains well above the comparative
figure from the previous year (up 51 %).
Completion of our major projects Talayuela and La Cabrera in Spain - contrary to
our initial fears following the lockdown in Spain and the accompanying temporary stop
in construction - was once again able to be ramped up. Today, we once again expect
connection to the grid for the parks to be able to be carried out on schedule. For
both parks, total additional costs of approximately EUR 0.5 million have been incurred
for the catch up in construction, representing some 0.1 % of the total investment
amount of around EUR 393 million. These costs are therefore well below our initial
calculations.
We were able to refinance ten solar parks in Italy during July, with the financing
volume amounting to some EUR 64 million, thus significantly reducing the financing
costs for the coming years.
Thanks to our cutting-edge IT equipment, all departments of the company were able
to accomplish their tasks even during the lockdown, with work being done from home.
In addition to the Supervisory Board meetings and roadshows, we hosted our Capital
Markets Day event on 22 April 2020 as an online-based webcast. The response to this
informational event was exceedingly positive - with regard to the number of registered
investors and analysts, as well as the feedback provided after the event. Additionally,
we successfully held our virtual Annual General Meeting on 13 May 2020. The clear
majority (61.5 %) of our shareholders opted to receive the dividend in the form of
shares.
Additionally, we continued our acquisition activities in spite of the crisis associated
with the coronavirus. In the company's own portfolio, we continued to implement our
strategy of increasing our share in solar installations when the opportunities present
themselves: in the past two months, for example, we increased the respective participating
interest to 100 % in our parks in Bitterfeld, Brandenburg and La Cabrera. We also
managed to do this for a few parks in France in the month of July, and we now as well
own 100 % of shares in all of our solar parks in France. We also were able to acquire
a wind park in Germany which was connected to the grid between December 2019 and February
2020. The conclusion of additional development partnerships for a solar park portfolio
in Denmark of more than 500 megawatts (MW) as well as a solar park portfolio in Germany
of more than 200 MW ensure the further growth of Group's own portfolio.
Our subsidiary Encavis Asset Management AG in Neubiberg, near Munich, was also successfully
active. The Encavis Infrastructure II special fund received an additional EUR 74.5
million in equity, taking the volume of the fund over the mark of EUR 200 million.
We acquired, among other assets, an additional wind park in France for this special
fund.
The Encavis AG share continues to undergo positive development. During the coronavirus
crisis, we managed to demonstrate to the capital market that our business model and
our business operations are nearly unaffected by the other uncertainties of the pandemic.
The share price was EUR 11 at the beginning of March 2020; it dropped briefly to its
low for the year of EUR 7 in mid March as a result of the general trend of selling
on the market, but quickly recovered and reached its pre-pandemic level of EUR 11
by mid April. On 24 August 2020, the share reached its absolute high point for the
year at EUR 14.62 as well as its highest closing price to date at EUR 14.62 the very
same day. Ladies and Gentlemen, the share price increased by around 91 % within a
year - and we are happy that the successful development of Encavis AG is also reflected
in our share price.
At the same time, this is motivation for us to expand our position as one of the
largest independent power producers in Europe in the renewable energy sector. In doing
so, we consistently follow our >> Fast Forward 2025 growth strategy. By the end of
2025, we plan to expand our generation capacity in the renewable energy installations
in our possession, with it doubling to then 3.4 GW, and increase the weather-adjusted
revenue from its current figure of EUR 260 million to approximately EUR 440 million.
What is more, we have put together a comprehensive packet of measures with which we
intend to reduce costs and increase efficiency within the Group over the next five
years. Potential savings can be realised, for instance, as part of the financing for
our solar and wind parks via the cash-pooling system of the companies. This and other
measures will contribute to keeping our operating EBITDA margin at a level of 75 %
over the long term and to maintaining our equity ratio above 24 %. We also do not
exclude the possibility of inorganic growth, for example through company acquisitions
- but only when favourable opportunities arise on the market.
In accordance with the forecast published in March and confirmed in May 2020, we
still expect to generate a moderate increase in revenue during the current financial
year to more than EUR 280 million. Additionally, we expect to achieve an operating
EBITDA of more than EUR 220 million and, on a Group level, to generate an operating
EBIT of some EUR 130 million. This would result in an operating earnings per share
of EUR 0.41. Operating cash flow is expected to exceed EUR 200 million. The basis
of these calculations is the existing portfolio of solar and wind parks as it stands
on 31 March 2020.
We would be very pleased if you, as shareholders in Encavis AG, would continue to
place your trust in us and accompany us on our path towards further growth.
Hamburg, August 2020
| Dr Dierk Paskert | Dr Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
| 01.01.-30.06.2020 | 01.01.-30.06.2019 | |
| Revenue | 154.8 | 143.9 |
| Operating EBITDA | 119.6 | 120.8 |
| Operating EBIT | 74.5 | 78.2 |
| Operating EBT | 46.3 | 50.4 |
| Operating EAT | 40.9 | 43.3 |
| Operating cash flow | 115.2 | 76.4 |
| Operating earnings per share (undiluted, in EUR) | 0.27 | 0.30 |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Equity | 754 | 723 |
| Liabilities | 2,267 | 2,137 |
| Total assets | 3,021 | 2,860 |
| Equity ratio in % | 25.0 | 25.3 |
The accounting policies applied are the same as those used for the last year-end
consolidated financial statements.
| Listed since | 28.07.1998 |
| Subscribed capital | 138.437.234,00 EUR |
| Number of shares | 138,44 Mio. |
| Stock exchange segment | Prime Standard |
| Dividend 2017 per share | 0,22 EUR |
| Dividend 2018 per share | 0,24 EUR |
| Dividend 2019 per share | 0,26 EUR |
| 52-week high | 14,62 EUR |
| 52-week low | 6,76 EUR |
| Share price (24 August 2020) | 14,62 EUR |
| Market capitalisation (24 August 2020) | 2.024 Mio. EUR |
| Indexes | SDAX, HASPAX, PPVX, Solar Energy Stock Index |
| Trading centres | Regulated market in Frankfurt am Main (Prime Standard) and Hamburg; over-the-counter market in Berlin, Düsseldorf, Munich and Stuttgart; Tradegate Exchange |
| ISIN | DE 0006095003 |
| Designated sponsor | HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG, MainFirst Bank AG |
| Payment office | DZ Bank |

Strong upwards trend for the Encavis share since mid 2019 and brief "panic attack"
caused by the Covid-19 pandemic
During the first few weeks of the reporting period, the Encavis share price rose
to more than EUR 11.00 within a short time and held steady at the two-digit level
until the end of February. In March of this year, the bear market caused by the coronavirus
also left its mark on Encavis shares, with the share price falling back below EUR
10.00 per share. However, thanks to the business model of Encavis AG which is hardly
impacted by the coronavirus crisis, the share recovered as early as the beginning
of April and reached its absolute high point and its highest closing price for the
year of EUR 14.62 on 24 August 2020.
There were a few changes to the shareholder structure in the first half of 2020.
After the conclusion of a voting rights pooling agreement in January 2020, AMCO Service
GmbH and Dr. Liedtke Vermögensverwaltung GmbH of the two Büll and Liedtke families
of entrepreneurs now jointly hold 26.7 % of shares. During the reporting period, PELABA
Anlageverwaltungs GmbH & Co. KG (Heidecker family) sold 2.15 % of its shares. The
shares sold were previously allocated to members of the family who wanted to restructure
their assets. The Heidecker family still holds around 2.26 % of Encavis AG via PELABA
Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG.
BlackRock Asset Management Schweiz AG (4.1 %) and DWS Investment GmbH (3.1 %) invested
in and became major shareholders in Encavis AG.
As of August 2020, the shareholdings in Encavis AG broke down as follows:

Major investors within the free float:
4.1% BlackRock Asset Management Schweiz AG
4.0% Versicherungskammer Bayern
3.5% Lobelia Beteiligungsgesellschaft/Kreke Immobilien KG
3.1% DWS Investment GmbH, Frankfurt/Main
2.3% PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG
0.4% Management of Encavis AG
Encavis AG's annual shareholders' meeting was held for the first time as an entirely
virtual event on 13 May 2020. This year's presence of voting share capital of approximately
61.6 % significantly exceeded the previous-year figure of some 56.2 %.
The Annual General Meeting once again concluded an increase of the cash dividend
to EUR 0.26 (previous year: EUR 0.24) per share with an acceptance rate of 88.71%.
This increase - the eighth consecutive increase in the dividend - brings the dividend
closer to the target mark of EUR 0.30 per share for the year 2021. As in previous
years, the shareholders were able to choose between having their dividend paid out
as a cash dividend and a dividend in kind in the form of shares in Encavis AG. The
clear majority (61.5 %) of shareholders opted to receive the dividend in the form
of shares.

| Date | Financial Event |
| 2020 | |
| 26 August 2020 | Interim financial report for Q2/first half of 2020 |
| 27 to 28 August 2020 | Stifel MainFirst Online Investors' Days - Amsterdam, Netherlands; Brussels, Belgium; and Luxembourg |
| 2 to 3 September 2020 | Commerzbank Virtual Sector Conference - Frankfurt am Main, Germany |
| 9 September 2020 | DSM TechTalk on retrofit AR coating, repowering solar parks - webinar |
| 12 September 2020 | Interest payment on the 2018 Green Schuldschein bond |
| 13 September 2020 | Interest payment on hybrid convertible bond |
| 16 September 2020 | Raiffeisen Centrobank Virtual Investors' Day - Zagreb, Croatia |
| 18 September 2020 | Citi Small/Mid-Cap & Growth Conference *VIRTUAL* 2020 - London, United Kingdom |
| 21 to 22 September 2020 | Ninth German Corporate Virtual Conference 2020 (Berenberg and Goldman Sachs) - Munich, Germany |
| 28 to 30 September 2020 | Stifel MainFirst Online Investors' Days - Canada and US West Coast |
| 1 October 2020 | Kempen Virtual Renewable Energy Conference - Amsterdam, Netherlands |
| 14 October 2020 | Jefferies Virtual European Mid-Cap Industrial Forum 2020 - London, United Kingdom |
| 15 to 16 October 2020 | Jefferies Online Investors' Days - Dublin, Ireland, and Edinburgh, Scotland |
| 19 to 23 October 2020 | Jefferies Online Investors' Days - US East Coast and Midwest |
| 26 to 29 October 2020 | Jefferies Investors' Days - Scandinavia and Europe |
| 9 to 10 November 2020 | Crédit Mutuel-CIC Conference - Market Solutions Forum by ESN - Paris, France |
| 11 to 12 November 2020 | Solar Asset Management Europe - Frankfurt am Main, Germany |
| 16 November 2020 | Quarterly report for Q3/first nine months of 2020 |
| 16 to 18 November 2020 | German Online Equity Forum (Deutsche Börse) - Frankfurt am Main, Germany |
| 23 to 24 November 2020 | Commerzbank Online Investors' Days - Zurich and Geneva, Switzerland |
| 24 November 2020 | DZ Bank Equity Conference - Frankfurt am Main, Germany |
| 25 to 26 November 2020 | 16th Structured FINANCE - Stuttgart, Germany |
| 30 November 2020 | Berenberg European Conference 2020 - Pennyhill Park, Surrey/London, United Kingdom |
| 11 December 2020 | Interest payment on 2015 debenture bond |
| 2021 | |
| 13 March 2021 | Interest payment on hybrid convertible bond |
| 24 March 2021 | Publication of the consolidated financial statements/2020 annual financial statements |
| 25 March 2021 | Analyst conference call (8.30 a.m.) on the consolidated financial statements/2020 annual financial statements |
| 20 May 2021 | Quarterly report for Q1/first three months of 2021, incl. conference call |
| 27 May 2021 | Annual shareholders' meeting of Encavis AG |
| 19 August 2021 | Half-yearly financial report for Q2/first six months of 2021, incl. conference call |
| 12 September 2021 | Interest payment on the 2018 Green Schuldschein bond |
| 13 September 2021 | Interest payment on hybrid convertible bond |
| 15 November 2021 | Quarterly report for Q3/first nine months of 2021, incl. conference call |
| 11 December 2021 | Interest payment on 2015 debenture bond |
The Encavis Group (hereafter known as "the Group" or "Encavis") prepares its consolidated
financial statements in accordance with International Financial Reporting Standards
(IFRS). The interim consolidated financial statements were prepared in accordance
with IAS 34. The parent company is Encavis AG, whose place of business is Hamburg.
It is responsible for corporate strategy, portfolio and risk management and financing.
The company's share capital is EUR 138,437,234.00, divided into 138,437,234 shares
with no par value.
The average number of shares in circulation (undiluted) in the reporting period was
137,154,374 (previous year: 129,987,264).
Encavis AG, which is listed on the SDAX of the German stock exchange, makes use of
the various opportunities to generate power using renewable energy. As an independent
operator of environmentally friendly and emission-free power plant capacities, Encavis
has continued to expand its generation portfolio since 2009. The company's core business
is the acquisition and operation of solar parks and onshore wind parks. In the acquisition
of new installations, the company generally focuses on construction-ready projects
or existing installations that have guaranteed feed-in tariffs or long-term power
purchase agreements and that are in geographic regions that offer a stable economic
environment and reliable framework and investment conditions.
Encavis also offers attractive opportunities to institutional investors through its
subsidiary Encavis Asset Management AG to invest in installations that generate renewable
energy. The Asset Management field covers all services in this area, i.e. the launching
of funds, the individual design and structuring of other investments for professional
investors in the field of renewable energy and the management of the investments held
by these investors.
The Encavis portfolio is currently comprised of a total of 191 solar parks and 85
wind parks with a capacity of around 2.5 GW in Germany, Italy, France, the United
Kingdom, Austria, Finland, Sweden, Denmark, the Netherlands and Spain. Of these, the
Group operates 25 solar parks and 43 wind parks for third parties in the Asset Management
segment.
The global economy will contract by 4.9 % in the year 2020 according to the most
recent estimate published by the International Monetary Fund (IMF) on 24 June 2020.
In April 2020, the analysts of the IMF had forecast a contraction of 3.0 %. The Covid-19
pandemic has had a more dramatic impact on the economies of the world than they originally
anticipated in the spring. Additionally, the recovery has progressed more slowly than
expected, as indicated by the lower levels of consumption and the higher levels of
savings. However, IMF experts emphasise that both forecasts for 2020 are clouded by
greater uncertainty than the forecasts of previous years. For 2021, the IMF experts
expect growth in the global economy of 5.4 % - 0.4 percentage points less than the
forecast from April.
According to Eurostat, in the second quarter of 2020, economic output in the eurozone
dropped more starkly than ever before since the beginning of data collection in 1995.
From April to June, gross domestic product (GDP) in the eurozone as a whole contracted
by 12.1 % compared to the previous quarter, with Spain, Italy and France recording
significant decreases in economic activity. In the second quarter of 2020, the GDP
of Germany dropped by 10.1 % compared to the same period in the previous year according
to the Federal Statistical Office of Germany.
The IMF forecasts a decrease in economic output for the world's largest economy,
the United States, of 8.0 %. The situation is even more dire for Europe's established
industrialised nations which were hurt particularly badly by the Covid-19 pandemic.
The IMF expects the United Kingdom's drop in GDP to amount to 10.2 %, for France a
decrease of 12.5 % and for Italy and Spain a decrease of 12.8 % respectively.
For Germany, the analysts of the IMF forecast a decrease in GDP of 7.8 % for the
current year. In addition, they expect the German economy to recover quickly, which
is why a growth rate in the range of around 5.4 % should be possible in the coming
year - 0.2 percentage points more than in the previous growth forecast from April
2020.
The IMF is the most optimistic with regard to China, where the pandemic first made
itself known and was brought under control earlier. According to the forecasts, the
second-largest economy in the world will grow by 1.0 % in 2020 and 8.2 % in the coming
year.
The European Central Bank (ECB) will not be changing interest rates in the eurozone
for the time being. The key rate for supplying commercial banks with money remains
at 0.0 % for the time being. The prime rate has been at this record low since March
2016. The ECB is maintaining the so-called deposit rate at the previous level of 0.5
%. The loose monetary policy is intended to implement an inflation rate of 2.0 % in
Europe over the medium term. Additionally, the ECB is planning further bond purchasing
by the end of 2020 with a volume of up to EUR 120 million.
The growth of renewable energy continued in 2020. Energy markets worldwide are in
the midst of transformation as conventional sources of energy and fossil fuels are
increasingly being supplemented or replaced by the growth and use of regenerative
energy sources. In many regions today, renewable energy installations are economical
even without the support of government subsidies.
This is favourable with regard to the willingness of governments around the world
to approve renewable energy installations. Global capacity newly installed in 2019
amounted to 184 GW, which is the highest figure ever achieved within one year. This
represents growth of 12 %, or 20 GW, compared to the previous year. At the same time,
investment costs increased by a mere 1 % to USD 282.2 billion. This was reported at
the beginning of June 2020 by the UNEP Collaborating Centre of the Frankfurt School
of Finance & Management in their study titled "Global Trends in Renewable Energy Investments
2020", which was presented together with the German Federal Ministry for the Environment,
Nature Conservation and Nuclear Safety.
With some 118 GW, photovoltaic installations made up the largest proportion of the
newly installed capacity. The decrease in power generation costs has been especially
pronounced in the solar sector, decreasing by 83 % over the past ten years; this decrease
was 49 % and 51 % for onshore and offshore wind installations, respectively.
Within Europe, Spain, the Netherlands and the United Kingdom are making the most
significant investments in renewable energy. Germany came in fourth with the equivalent
of USD 4.4 billion.
According to the study "Global Trends in Renewable Energy Investments 2020", the
proportion of renewable energy in the energy mix increased by one percentage point
to 13.4 % within the year. Each year, some 2.2 billion tonnes of CO2 emissions are now saved through the use of photovoltaic, wind power and other renewable
energy sources.
Renewable energy is holding its own during the coronavirus crisis. In its Global
Energy Review 2020 report, which was published at the end of April 2020, the International
Energy Agency (IEA) announced a worldwide decrease in energy demand of 3.8 % in the
first quarter of 2020 compared to the same quarter in 2019. The decrease is primarily
due to the lockdown measures aimed at slowing the Covid-19 pandemic (coronavirus crisis).
While global demand for coal suffered the most significant loss with a nearly 8 %
decrease and oil demand sunk by almost 5 %, renewable energy sources were less impacted
and increased by 1.5 %. One reason for this is the construction of new solar, wind
and hydroelectric installations, which leads the IEA market experts to expect a 5
% increase in electricity production from renewable sources for 2020.
The increasing profitability of renewable energies compared to conventional forms
of energy production and the clear commitment of companies to achieving a climate-friendly
energy balance - for example, as expressed in the RE100 initiative - are providing
increasing momentum in the market for private power purchase agreements (PPAs). According
to information from Bloomberg New Energy Finance (BNEF), the total generation capacity
concluded via PPAs has more than doubled, from around 5.6 GW in 2017 to some 12.8
GW in 2018. The trend continues: At the beginning 2020, total global capacity was
around 51.5 GW, of which some 36.2 MW were contracted in the United States; second-place
Australia accounted for a mere 2.1 GW.
In Europe, the PPA market is relatively small; however, interest in photovoltaic
and wind installations with PPAs increased significantly in 2019. This is the result
of the recent analysis "Status Quo: Market Parity of PV and Onshore Wind in Europe"
published by Enervis Energy Advisors, who included data from 25 countries in the analysis.
According to the analysis, a Europe-wide pipeline of photovoltaic and wind installations
existed in 2019 with a generation capacity of some 21 GW that were announced as PPA
projects, i.e. projects without the benefit of government subsidies.
In the solar sector, the PPA market in Spain has made particular advances: in Spain
alone, photovoltaic installations with a capacity of 4,396 MW were announced in 2019.
Italy and Germany come next with 1,913 MW and 1,057 MW respectively, and the demand
is beginning to rise in Portugal (444 MW), Denmark (338 MW) and France (158 MW) as
well. With regard to both onshore and offshore wind installations, Sweden is leading
the way with 3,995 MW, ahead of the United Kingdom (2,711 MW) and the Netherlands
(1,176 MW).
The five most important electricity buyers via such PPAs in the world are Google
(6.0 GW), Facebook (5.0 GW), AT&T and Amazon (2.2 GW each) and Microsoft (2.1 GW).
The economists of the German Institute for Economic Research (DIW) and Technische
Universität (TU) Berlin evaluated under which conditions the targets of the European
Green Deal could be achieved and with which costs this would be associated. In order
to reach climate-neutrality over the next 30 years, the EU plan considers it sufficient
to reduce CO2 emissions by 40 % by 2030 compared to the 1990 levels. This is disputed by the researchers
from the DIW and TU Berlin, as they claim that a reduction of 65 % is necessary. Additionally,
energy production would have to be completely converted to renewable sources by the
year 2040 as well, which is possible if the corresponding investments are made in
renewable energy installations. Costs for these investments would amount to some EUR
3,000 billion, but these costs would be offset by savings in the range of EUR 2,000
billion due to no longer having to import fossil fuels.
The majority of EU member states have fallen behind with regard to targets for the
expansion of renewable energies, as determined by the evaluation of Eurostat - the
statistical office of the European Union - for the year 2018, which was published
in January 2020. By the year 2030, the proportion of energy from renewable sources
in the gross final energy consumption in the EU is to be increased to at least 30
% - and 12 of the 28 EU member states are well on their way to achieving this goal.
The intermediate goal along this path was at 18 % across the EU for 2018, which was
to be achieved with the help of individual targets for each member state. These national
target values are calculated from various factors such as the status quo, the potential
in the field of renewable energies and the economic productivity of the respective
country.
In 2018, the level of expansion already achieved within the European Union varied
greatly: Sweden led the way, for example, by producing more than 54.6 % of its energy
consumption from renewable sources, followed by Finland (41.2 %), Latvia (40.3 %),
Denmark (36.1 %) and Austria (33.4 %). Other countries were well behind the leaders
and remained below the threshold of 10 %, including the Netherlands (7.4 %), Malta
(8.0 %) Luxembourg (9.1 %) and Belgium (9.4 %).
According to information from the Fraunhofer Institute for Solar Energy Systems ISE
from 1 July 2020, electricity production from renewable sources in Germany has reached
a new record level. During the first half of 2020, renewable energies made up 55.8
% of net electricity production, with the proportion even reaching 61.8 % in February.
Solar and wind energy installations fed a total of 102.9 TWh into the public grid,
compared to 92.3 TWh in the first half of 2019. Photovoltaic installations fed approximately
11.2 % more electricity into the grid than in the previous year, and wind power installations
recorded growth of some 11.7 %. In contrast, electricity production from coal experienced
a stark downturn: the share of lignite dropped to 13.7 % and black coal managed a
mere 6 %. Wind energy held its own and was once again the most important energy source
with a share of 30.6 %. In the previous year, the proportion of fossil and renewable
power plant generation were still reversed.
Germany presented its national energy and climate plan in mid June 2020, shortly
before beginning its term presiding over the Council of the European Union. In this
plan, the government affirms the objective from the coalition agreement and the climate
programme of the major coalition of covering approximately 65 % of total energy consumption
from renewable sources by 2030. The proportion is currently some 17 %, so the need
for expansion is correspondingly high. An additional target is to decrease emissions
by at least 55 % compared to 1990 by the year 2030; this figure was around 36 % in
2019. The climate plan also includes the objective of decreasing primary energy consumption
by 30 % compared to the reference year 2008.
However, a series of scientific studies - among them one from the Institute of Energy
Economics at the University of Cologne (EWI) from the beginning of 2020 - forecasts
that the gross energy consumption will climb to 748 TWh by the year 2030. At the same
time, energy production from renewable sources would rise to 345 TWh. The proportion
of renewable energies would therefore only be 46 % rather than the target of 65 %.
The Danish government is pursuing the long-term strategic objective of Denmark's
independence from fossil fuels by 2050. To this end, Denmark's government last raised
its expansion target for renewable energies by five percentage points by 2030. The
share of renewable energies in the overall energy mix is to be increased to 55 % by
then. Denmark hopes to have a complete supply of renewable energies by 2050. The proportion
of green electricity there is already a good 53 % - mainly thanks to wind power, which
alone contributes some 43 %. This means that Denmark has the highest share of wind
energy in total electricity consumption in the world.
In early 2019, France's minister of the environment presented an energy and climate
strategy designed for the years 2019 through 2028. Among other things, it is comprised
of a six-year programme for tendering for photovoltaic installations. As part of this
programme, some 2.7 GW in 2019 and 2.9 GW in each of the next five years are to be
awarded. The total installed photovoltaic capacity in France is to reach the 20 GW
mark by 2024. For onshore wind installations, a total capacity of 11.4 GW will be
tendered by 2025.
In mid June 2019, Prime Minister Édouard Philippe announced in a policy statement
that he would speed up change in ecological aspects over the next 12 months and, among
other things, begin the process for a new energy and climate law. The goal remains
to reduce the proportion of nuclear energy in France to 50 % by 2035, with a massive
expansion of renewable energies and offshore wind energy in particular. The closure
of coal-fired power plants in France is planned by 2022.
However, the expansion of renewable energies is developing too slowly to make up
for these closures. In the first nine months of 2019, for example, solar installations
with a capacity of 707 MW were commissioned; the cumulative installed photovoltaic
capacity thus amounts to 9.6 GW. By comparison, to achieve the medium-term goal of
18.2 GW of installed photovoltaic capacity by the end of 2023, more than 500 MW of
new capacity would need to be created per quarter in France.
The power supply in France is still based on atomic energy, with a total of 56 nuclear
reactors still in operation. France generates around 71 % of its electricity from
nuclear power - more than any other country in the world. President Emmanuel Macron
of France considers atomic energy to be essential for climate protection, as it does
not produce any greenhouse gases. Nevertheless, by 2035, he plans to shut down another
12 reactors and limit the proportion of atomic energy to 50 %. Renewable energy installations
contribute approximately 22 % to France's energy production.
The United Kingdom has steadily increased the proportion of renewable energies in
electricity generation and, with the Climate Change Act 2008, laid a solid legislative
foundation for its ambitious objectives. Since completing its withdrawal from the
European Union, the United Kingdom no longer contributes its better-than-average figures
to the climate balance of the European Union.
For the first time in the United Kingdom, more electricity was produced from renewable
sources than from fossil fuels in the third quarter of 2019. Solar and wind parks,
as well as biomass and hydroelectric plants, generated an estimated 29.5 TWh in England.
Green energy in the United Kingdom has more than quadrupled since 2010, while energy
production from fossil fuels has been cut in half in the last 12 months from 288 to
142 TWh.
Additionally, the United Kingdom is relying on the establishment of a comprehensive
network of battery storage facilities with an output of more than 2 GW.
With the announcement of a new comprehensive 2030 climate and energy strategy, the
Ministry of Economic Development has finalised the planned energy policies of Italy's
national energy strategy (Strategia Energetica Nazionale) from the end of 2017. Among
other plans, the strategy calls for Italy's departure from coal power by the year
2025. Additionally, renewable energies are supposed to make up around 27 % of total
energy consumption by the year 2030. To achieve this, the energy generation capacities
are to be expanded to 50 GW in the photovoltaic sector and to 18.4 GW in the wind
sector. Photovoltaics would then make up more than 50 % of the total generation capacity
in the renewable energy sector in Italy, followed by hydroelectricity and wind power.
Around EUR 35 billion are planned for the expansion of renewable energies.
Italy plans to have an installed photovoltaic capacity of around 50 GW by 2030. According
to preliminary figures of the national association for renewable energy (Anie Rinnovabili)
and information from the grid operator Terna, around 737 MW of new photovoltaic installations
were added last year. This marks the largest increase in six years and corresponds
to a jump of nearly 69 % compared to 2018. As of year's end, the largest share of
these new photovoltaic installations were attributable to major projects with direct
power supply contracts with customers - that is, installations that get by without
government subsidies.
The Netherlands has committed itself to more climate protection as part of a cross-party
initiative. The climate law adopted at the end of June 2019 provides for greenhouse
gas emissions to be reduced by 49 % by 2030 and 95 % by 2050 compared to the reference
year 1990. All coal power plants in the Netherlands are to be closed by 2030.
At the beginning of 2020, the coalition federal government of Austria made up of
the Austrian People's Party (ÖVP) and the Green Party presented the basic points of
their climate programme, which is based on an aggressive schedule: by the year 2030,
all of the energy needs are to be covered using renewable sources. According to Eurostat,
the statistical office of the European Union, Austria covers 32.6 % of its gross energy
consumption with renewable energy sources. Austria plans to have achieved climate-neutrality
by the year 2030. To this end, the vice chancellor from the Green Party hopes to implement
either CO2 pricing or an eco-socialist tax reform package by 2022. A new energy expansion law
is intended to specify clear expansion targets and create suitable framework conditions
for environmentally friendly expansion. The coalition agreement provides for a "one
million roofs" photovoltaic programme. In May 2020, Austria sealed the fate of coal-powered
electricity and shut down all coal plants in the country.
The renewable energy market in Spain experienced a significant upsurge in 2019 -
particularly in the photovoltaic sector: at the end of the year, solar installations
with a total generation capacity of some 8.7 GW were installed. According to the grid
operator Red Eléctrica de España (REE), nearly half of the capacities (3,975 GW) was
newly installed over the course of the year. Looking at the expansion figures from
the previous year make it clear how enormous this growth really is: according to information
from REE, capacities of a mere 261.7 MW in 2018, 135 MW in 2017 and 55 and 49 MW in
2016 and 2015, respectively, were newly installed.
Behind Germany and Italy, Spain comes in third place in Europe with regard to total
generation capacity.
As part of its Climate Change and Energy Transition Act, the Spanish government set
itself the goal of completely covering the country's energy needs via renewable sources
by the year 2050. The last coal and nuclear power plants are to be closed by 2030,
which would reduce Spain's greenhouse gas emissions by around 90 % compared to 1990
levels. In order to achieve this goal, at least 3 GW of new solar and wind capacities
are to be installed each year over a period of ten years. At the end of June 2020,
Spain disconnected half of its coal power plants from the grid. The increased prices
for emissions rights which must be paid for particularly high levels of harmful emissions
made operating the old power plants less and less profitable.
Spain benefits in particular from the growing market for power purchase agreements
(PPAs), i.e. long-term privatesector power purchase contracts that do not require
and government subsidies. The combination of a drastic decrease in costs of photovoltaic
technology, the high levels of sunshine and a low population density in the country
make the Spanish market particularly attractive.
Via Encavis Asset Management AG, the Encavis Group offers institutional investors
the opportunity to invest in assets in the renewable energy sector through various
investment vehicles. In addition to individually tailored investment strategies and
direct investments, Asset Management enables institutional investors - through the
use of funds structured in accordance with Luxembourg law - to invest in a highly
diversified portfolio of solar and wind parks. Institutional investors can place their
trust in the many years of experience in renewable energy of the entire Encavis Group.
Renewable energy installations offer reliable and attractive returns on investment
and stable cash flows which are in large part government-guaranteed or secured by
creditworthy customers. Long terms and a low correlation to other asset classes or
to economic fluctuations make these types of investment particularly suited for pension
funds and insurance products, for example, which invest over the long term and must
diversify very large portfolios. In addition, the decarbonisation of investment portfolios
has established itself as a trend internationally. Institutional investors are increasingly
reducing their investments in fossil fuels like coal and oil in favour of new investments
in the renewable energy sector.
On 8 January 2020, Encavis announced that - on the basis of detailed planning and
internal measures, as well as comprehensive market analyses - the Management Board
of Encavis AG has decided on a strategic growth plan for the next six years. You can
find further details on this in the future outlook beginning on page 23.
On 16 January 2020, Encavis Asset Management AG announced that, in the fourth quarter
of 2019, it had invested in more than 173 MW in solar and wind installations in Europe
for institutional investors.
On the one hand, additional building societies and cooperative banks made extensive
investments in the special fund Encavis Infrastructure II Renewables Europe II, which
is exclusively sold by BayernLB. Due to the market price model developed and tested
specifically for financial institutions, this fund is particularly attractive for
this group of investors for risk management in accordance with the minimum requirements.
The special fund is managed by HANSAINVEST Lux S.A.
The new funds were used to acquire eight renewable energy parks over a short period
of time: two wind parks in Germany (Brandenburg) with a total generation capacity
of 22 MW as well as solar parks in Mecklenburg-West Pomerania, Brandenburg and Bavaria
with a generation capacity totalling 81 MW. Additionally, four solar parks in the
Netherlands with a total generation capacity of 53 MW were acquired.
On the other hand, a renowned insurance company has considerably increased its current
commitment level to its Encavis special fund. The BayWa r.e. wind park in Fürstkogel
was recently acquired using a portion of these funds. This wind park in Austria has
a nominal output of some 17 MW and is situated in a mountainous location in the Austrian
state of Styria.
On 10 March 2020, Encavis AG announced that it had again been evaluated by the rating
agency Scope Ratings in an updated analysis confirming the Encavis issuer rating in
the investment-grade range (BBB-); the outlook for the rating is stable. Scope has
updated both the rating and the financial outlook of Encavis AG. The update underscores
the previous BBB-/"stable outlook"/S-2 issuer rating of Encavis AG and its financing
subsidiary Encavis Finance B.V. as well as the BBB- rating for the unsecured bonds
and the BB grade for subordinated hybrid liabilities such as the hybrid convertible
bond.
The issuer rating of BBB-/"stable outlook" is largely supported by the company's
secure business model, both through the priority feed-in of generated electricity
under availability-based remuneration systems (FIT) and through risk mitigation through
long-term power purchase agreements. The company's >> Fast Forward 2025 growth strategy,
which provides for a doubling of capacity to 3.4 GW by 2025, is expected to further
stabilise the business profile as an independent power producer by reducing the incremental
effects of certain generation installations or regions.
On 21 April 2020, Encavis Asset Management AG announced that it had recently acquired
three solar parks in the Netherlands and a wind park in Germany with a total generation
capacity of more than 55 MW on behalf of institutional investors. The installations
acquired were included in Encavis Infrastructure II Renewables Europe II (EIF II),
a special fund established by Encavis Asset Management AG. The investment offering
is directed towards banks that want to invest in a diversified portfolio of solar
and wind parks in Europe. The special fund is managed by HANSAINVEST Lux S.A.
The portfolio now includes the Gieboldehausen wind park in the Göttingen district
of Lower Saxony. The eight wind turbines from the manufacturer Vestas have a total
nominal output of 28.5 MW and were built and commissioned between 2016 and 2019. The
installations were planned by the energy park developer UKA, which will continue to
handle technical management of the wind park via the company UKB Umweltgerechte Kraftanlagen
Betriebsführung GmbH.
The three solar parks are in different locations throughout the Netherlands. Since
the beginning of March 2020, the Flierbelten solar park in the Overijssel province
has been feeding up to 5.7 MW into the electricity grid. The photovoltaic installations
of the Jumaheerd solar park, which have a capacity of 6.7 MWp, will be connected to
the grid in September 2020. The Sekdoorn solar park, near the city of Zwolle, was
constructed adjacent to a quarry lake. The installations, some of which are floating
on the lake, have provided a total generation capacity of 14.5 MW since their connection
to the grid in June 2020. The PV installations were developed and realised by Munich-based
project developer and energy service provider BayWa r.e.
Each year, these solar and wind installations save around 57 tonnes of harmful CO2 emissions.
The first virtual Annual General Meeting of Encavis AG once again concluded an increase
of the cash dividend to EUR 0.26 (previous year: EUR 0.24) per share with an acceptance
rate of 88.71 %. This increase - the eighth consecutive increase in the dividend -
brings the dividend closer to the target mark of EUR 0.30 per share for the year 2021.
For the seventh time in a row, shareholders were able to choose whether to subscribe
to the cash dividend of EUR 0.26 per share or to subscribe to new shares at a ratio
of 60.25:1 (for a calculated 60.25 existing shares, the shareholder receives one additional
new share) at a calculated subscription price or EUR 10.845 per share, or a combination
of both options. The clear majority of shareholders (61.5 %) opted to receive the
dividend as new shares rather than a cash dividend. In total, 1,398,087 new shares
were issued and a cash dividend of EUR 20,467,924.71 was distributed to the shareholders.
The cash dividend was paid out on 16 June 2020, and the new shares were recorded in
shareholders' securities accounts on 24 June 2020.
For the first virtual Annual General Meeting of Encavis AG, which took place as planned
on 13 May 2020, a little more than 200 shareholders joined via the internet. Some
220 shareholders and guests were on hand in person for the previous year's Annual
General Meeting. This year's presence of voting share capital of approximately 61.6
% significantly exceeded the previous-year figure of some 56.2 %.
Encavis AG consistently pursues its strategy of being the 100 % owner of all solar
parks in its portfolio. The most recent acquisition of the remaining shares (20 %)
in the major Spanish project La Cabrera (generation capacity of 200 MW) from development
partner Solarcentury was carried out on 7 April 2020 (10 %) and 19 May 2020 (10 %).
Prior to that, Encavis acquired the remaining 49 % of shares in the Brandenburg/Havel
solar park (generation capacity of 18.7 MW). The majority interest of 64 % in the
Bitterfeld solar park (generation capacity of 6 MW), which is already fully consolidated,
was also acquired. Additionally, Encavis acquired the remaining shares in its own
solar parks in France in July 2020, so that now as well all solar parks in France
are under 100 % ownership of Encavis AG.
On 26 May 2020, Encavis AG announced a development partnership with the GreenGo Energy
Group A/S for the development and financing of a portfolio of subsidy-free solar parks
in Denmark with a generation capacity of more than 500 MW. Encavis has thus secured
exclusive access to a development portfolio which is diversified throughout Denmark.
Now that the schedule has been approved and the construction permit has been obtained
for the major project in Ringkøbing-Skjern on the west coast of Jutland, construction
is scheduled to begin over the course of this year. The partnership with GreenGo supplements
the existing portfolio of strategic development partnerships which Encavis recently
concluded with regard to PV in Denmark.
In May 2020, Encavis AG was informed that the Heidecker family sold a total of 2,950,903
shares - corresponding to around 2.15 % - in Encavis AG on 28 May 2020. PELABA Anlageverwaltungs
GmbH & Co. KG was the seller in the transaction. The shares sold were previously allocated
to members of the family who wanted to restructure their assets.
The Heidecker family will continue to hold some 3.1 million shares, corresponding
to around 2.26 %, in Encavis AG via PELABA Anlageverwaltungs GmbH & Co. KG. Additionally,
the Heidecker family signed a lock-up agreement for 180 days regarding the remaining
shares still under family ownership. Berenberg Bank was tasked as the sole book-runner
for the placement of the shares.
On 4 June 2020, Encavis AG announced that it had concluded a cooperation agreement
with Sunovis GmbH for a portfolio subsidy-free solar projects in Germany with a capacity
of more than 200 MW. Construction of two high-capacity photovoltaic installations
with a total capacity of approximately 130 MW is expected to begin within a year at
two different locations in Germany. Per year, the photovoltaic power plants save some
65,000 tonnes of CO2 emissions through the production of green electricity.
As part of this innovative partnership, Encavis takes on construction-ready installations
and is responsible for financing the projects, as well as the structuring, negotiation
and conclusion of the long-term power purchase agreements. Encavis thus secures itself
additional subsidy-free ground-mounted photovoltaic installations in Germany, one
of Europe's most sought-after locations for solar energy. As the general contractor,
Sunovis is responsible for the professional realisation of the photovoltaic power
plants and provides the entire range of project development services, as well as construction
and maintenance of the installations.
This is not the first cooperation for these two companies: in 2017 and 2019, Sunovis
GmbH built two installations with a total capacity of 14.3 MW which were acquired
by Encavis.
On 16 June 2020, Encavis Asset Management AG announced that an additional EUR 74.5
million in equity had been accepted for the Encavis Infrastructure Fund II (EIF II)
special fund, which is sold exclusively for BayernLB. After the successful placement,
the fund - which is administered by HANSAINVEST Lux S.A. - has an investment volume
of more than EUR 200 million.
On 29 June 2020, Encavis AG announced that it had acquired four of the five wind
installations of the Viertkamp wind park in the Stade district in the north of Lower
Saxony. The four installations were connected to the grid between December 2019 and
February 2020. The fifth and identical wind installation belongs to local residents
and was commissioned in 2018. This Vestas V126/3.6 turbine, with a hub height of 137
metres, already produced significantly more green electricity in 2019 than expected.
Encavis expects electricity production of 12.45 GWp annually per installation - so
a total of 49.8 GWh per year for the remaining 24.5 years of the entire project term
of 25 years. The land is leased for a period of 20 years, with two extension options
of five years each. A fixed price is paid for the green electricity in accordance
with the German Renewable Energy Sources Act (EEG) for a total of 20 years after initial
commissioning until the end of 2039. Each year, these wind installations alone save
around 30,000 tonnes of harmful CO2 emissions.
As of 30 June 2020, the solar parks in the portfolio of Encavis comprised a total
of 166 solar parks with a total generation capacity of 1.3 GW, with parks located
in the countries of Germany, Italy, France, the United Kingdom, the Netherlands and
Spain.
The Group's business activities are subject to seasonal influences, which leads to
fluctuations in revenue and earnings during the course of the year. In terms of the
PV Parks segment, which comprises all solar parks in the Group's own portfolio, the
months from April to September tend to generate more revenue than the autumn and winter
months.
In the first half of 2020, the solar park portfolio was able to exceed its budget
by around 10 % in relation to the kilowatt-hours produced due to an above-average
number of hours of sunshine in total. Actual fed-in power in the first half of 2020
came to 540,486 MWh (previous year: 532,848 MWh). The solar parks in Germany accounted
for around 30 % of the fed-in power (previous year: 30 %), those in Italy for 21 %
(previous year: 21 %), those in the United Kingdom for 14 % (previous year: 13 %),
those in France for 23 % (previous year: 25 %) and those in the Netherlands for 12
% (previous year: 11 %).
Solar parks acquired in the first half of the 2020 financial year:
| ― |
Cabrera Energia Solar S.L., Spain, Group share: 100 % (increase by 20 %) |
With a Group share of 80 %, Cabrera Energia Solar S.L. was previously reported under
associates, but has been fully consolidated since the acquisition of the remaining
20 %. The four solar parks Desarrollos Empresariales Luanda S.L.U., Narges Develops
S.L.U., Navid Enterprise S.L.U. and Neftis Business S.L.U. are each wholly owned subsidiaries
of Cabrera Energia Solar S.L., as well as the associated infrastructure company Griffin
Develops S.L.
As of 30 June 2020, the wind parks in the portfolio of Encavis comprised a total
of 42 wind parks with a total generation capacity of 427 MW, with parks located in
the countries of Germany, Italy, France, Austria and Denmark.
Due to weather conditions, the wind parks generate more revenue in the autumn and
winter months than they do in summer.
In the first half of the 2020 financial year, the wind park portfolio was 5 % above
target in terms of the kilowatt-hours produced due to above-average wind levels. Actual
power fed into the grid by the Wind Parks segment in the first half of the 2020 financial
year came to 579,019 MWh (previous year: 406,449 MWh). Of this figure, some 49 % (previous
year: 62 %) is attributable to wind parks in Germany, 34 % (previous year: 14 %) to
wind parks in Denmark, 9 % (previous year: 10 %) to wind parks in France, 7 % (previous
year: 12 %) to wind parks in Austria and around 1 % (previous year: 2 %) to the wind
park in Italy.
Wind park acquired in the first half of the 2020 financial year:
| ― |
Windpark Viertkamp GmbH & Co. KG, Germany, Group share: 100 % |
Going forward, this segment only includes the wholly owned subsidiary Encavis Technical
Services GmbH. The company assumes technical management for many German and Italian
solar parks in the Encavis Group. The volume managed within the Group was some 280
MWp as of 30 June 2020.
Encavis Technical Services GmbH also took over contracts in 2012 for the technical
management of parks that are not part of the Encavis Group. The parks are in Thuringia
and northern Italy. The volume of non-Group assets managed was around 9 MWp.
In the 2019 financial year, the company founded Stern Energy GmbH and transferred
all of its property, plant and equipment as well as a portion of its agency agreements
as part of an asset deal. The shareholding in Stern Energy GmbH was sold to the associate
Stern Energy S.p.A. in the first quarter of the 2020 financial year.
The Asset Management segment covers all services for third-party investors, such
as the launching of funds, the individual design and structuring of other investments
for professional investors in the field of renewable energy and the management of
the investments held by these investors. As of 30 June 2020, the portfolio comprises
a total of 25 solar parks and 42 wind parks in the countries of Germany, Italy, France,
the United Kingdom, Finland, Sweden, Austria and the Netherlands.
The following table contains information about the business segments of the Group
for the first two quarters of 2020 and 2019:
| In TEUR | Wind Parks | PV Parks | PV Services | Asset Management |
| Revenue | 43,626 | 105,914 | 2,456 | 4,969 |
| (previous year) | (34,236) | (106,870) | (2,320) | (3,914) |
| Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation (EBITDA) | 33,031 | 87,093 | 2,736 | 1,785 |
| (previous year) | (31,669) | (91,466) | (670) | (1,159) |
| EBITDA margin (%) | 75.71% | 82.23% | 111.41% | 35.93% |
| (previous year) | (92,50%) | (85,59%) | (28,89%) | (29,62%) |
| Depreciation and amortisation | -13,033 | -31,437 | -5 | -290 |
| (previous year) | (-10,711) | (-31,035) | (-33) | (-346) |
| Earnings before interest and taxes (EBIT) | 19,998 | 55,656 | 2,731 | 1,495 |
| (previous year) | (20,958) | (60,431) | (637) | (814) |
| In TEUR | Total of reportable operating segments | Other companies and Group functions | Reconciliation | Total |
| Revenue | 156.964 | 0 | -2.189 | 154.775 |
| (previous year) | (147.340) | (0) | (-3.426) | (143.914) |
| Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation (EBITDA) | 124.644 | -5.053 | 23 | 119.615 |
| (previous year) | (124.965) | (-4.207) | (57) | (120.815) |
| EBITDA margin (%) | 79,41% | - | - | 77,28% |
| (previous year) | (84,81%) | - | - | (83,95%) |
| Depreciation and amortisation | -44.764 | -323 | 7 | -45.080 |
| (previous year) | (-42.125) | (-530) | (7) | (-42.647) |
| Earnings before interest and taxes (EBIT) | 79.880 | -5.375 | 30 | 74.535 |
| (previous year) | (82.840) | (-4.737) | (65) | (78.168) |
From the 2019 annual report, management has decided to further align the presentation
of segment reporting with the internal reporting system. The segment report in the
half-yearly financial report for Q2/first six months of 2020 therefore does not contain
all the information published in the half-yearly financial report for Q2/first six
months of 2019.
The timing of the recognition of the revenue presented in the segment reporting is
carried out in relation to the period.
In the first half of the 2020 financial year, the Group generated revenue of TEUR
154,775 (previous year: TEUR 143,914). This represents an increase of some 7.5 %.
Although the wind park portfolio managed growth in the amount of TEUR 9,390, revenue
of the solar park portfolio decreased by TEUR 956 compared to the same period in the
previous year. The increase in revenue for the wind park portfolio is primarily due
to the addition of multiple installations in Denmark to the portfolio. In total, higher
levels of wind in Germany and France had a positive effect on revenue development.
The lower levels of sunshine in France and Italy compared to the previous year led
to revenue of the solar park portfolio decreasing as a whole in comparison.
The Group generated other operating income of TEUR 5,362 (previous year: TEUR 8,813).
This includes income from the sale of Stern Energy GmbH in the amount of TEUR 1,921
as well as non-period income in the amount of TEUR 1,989 (previous year: TEUR 1,298).
Operating personnel expenses came to TEUR 10,191 (previous year: TEUR 7,108). The
increase primarily resulted from the expansion of the team of Encavis AG as well as
the higher expenses for the share option programme.
Other operating expenses of TEUR 29,300 were incurred (previous year: TEUR 23,760).
This includes in particular the costs of operating solar and wind parks in the amount
of TEUR 22,114 (previous year: TEUR 17,115). Other expenses also include TEUR 7,172
in costs of current operations (previous year: TEUR 6,635). The increase in costs
can be attributed to the wind parks newly acquired in the past few quarters as well
as various one-time expenses for repairs and maintenance of solar parks.
Operating earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation (EBITDA)
were TEUR 119,615 in the first half of the 2020 financial year (previous year: TEUR
120,815). This corresponds to a decrease of some TEUR 1,200. The EBITDA margin was
around 77 % (previous year: 84 %).
The operating EBITDA in the first half of 2020 is characterised by a positive meteorological
effect (EUR +8.2 million); however, this effect is negative compared to the effect
from same period in the previous year (EUR +11.3 million), which was very favourable
in meteorological terms. The difference of EUR 3.1 million compared to the comparative
period in 2019 - which experienced extraordinarily strong meteorological effects -
is due only to the lower levels of sunshine in France and Italy to date in 2020. Without
this effect, the operating EBITDA in the first half of 2020 would have been 2 % higher
than the previous year. There are two reasons why the previous year's figure was not
exceeded to an even greater extent: on the one hand, the previous year's figure included
the positive amount resulting from the sale of minority interests in a wind park portfolio
in the amount of some EUR 5.9 million, while the first half of 2020 merely includes
the proceeds from the sale of Stern Energy GmbH to Stern Energy S.p.A. (EUR 1.9 million).
On the other hand, expenses for the virtual share option programme as a result of
the significant increase in the share price in the preceding 12 months had a more
pronounced negative impact on the earnings indicators from the first half of 2020
than in the previous-year period. Whereas expenses for share options in the first
half of 2019 came in at EUR 0.5 million, that figure for the first half of 2020 amounts
to EUR 2.8 million. Without these effects, the operating EBITDA in the first two quarters
of 2020 would have been 8 % higher than the comparative figure from the previous year.
These three effects must be taken into account when comparing all earnings indicators
to the previous year.
Operating depreciation and amortisation of TEUR 45,079 (previous year: TEUR 42,647)
chiefly comprises scheduled depreciation of the photovoltaic and wind power installations
as well as amortisation of rights of use from lease agreements capitalised in accordance
with IFRS 16.
Operating earnings before interest and taxes (EBIT) amounts to TEUR 74,535 and thus
decreased by some 5 %, or TEUR 3,633, compared to the previous year (previous year:
TEUR 78,168). The EBIT margin is approximately 48 % (previous year: 54 %).
Operating financial earnings in the amount of TEUR -28,219 (previous year: TEUR -27,785)
result primarily from interest expenses for the non-recourse loans for solar and wind
parks. Additionally, interest income from loans to affiliates, the result of financial
assets accounted for using the equity method and interest expenses on the lease liabilities
carried as liabilities in the frames of IFRS 16 are reported in the financial result.
Operating earnings before taxes (EBT) therefore came to TEUR 46,316 (previous year:
TEUR 50,382). The EBT margin amounts to approximately 30 % (previous year: 35 %).
The consolidated statement of comprehensive income shows operating tax expenses for
the first half of the 2020 financial year of TEUR 5,378 (previous year: TEUR 7,067),
mainly for effective tax payments in connection with solar and wind parks.
Altogether, this resulted in consolidated operating earnings of TEUR 40,938 (previous
year: TEUR 43,316). The EAT margin is approximately 26 % (previous year: 30 %).
As outlined in the "Internal management system of Encavis" section of the 2019 annual
report, Group IFRS accounting is influenced by non-cash measurement effects and the
resulting depreciation and amortisation. Non-cash interest effects and deferred taxes
also hamper a transparent assessment of the operating income situation pursuant to
IFRS.
| In TEUR | 01.01.-30.06.2020 | 01.01-30.06.2019 |
| Revenue | 154,775 | 143,914 |
| Other income | 12,602 | 6,021 |
| Cost of materials | -1,032 | -1,044 |
| Personnel expenses, of which TEUR -2,771 (previous year: TEUR -511) in sharebased remuneration | -10,200 | -7,133 |
| Other expenses | -29,387 | -25,097 |
| Adjusted for the following effects: | ||
| Income resulting from the disposal of financial assets and other non-operating income | -4,851 | -33 |
| Other non-cash income (mainly gains from business combinations [badwill], reversal of the interest advantage from subsidised loans [government grants] and non-cash income from other periods) | -2,389 | 2,825 |
| Other non-operating expenses | 87 | 1,337 |
| Share-based remuneration (non-cash) | 9 | 25 |
| Adjusted operating EBITDA | 119,615 | 120,815 |
| Depreciation and amortisation | -67,011 | -62,256 |
| Adjusted for the following effects: | ||
| Amortisation of intangible assets (electricity feed-in contracts) acquired as part of business combinations | 25,353 | 23,084 |
| Subsequent measurement of uncovered hidden reserves and liabilities on step-ups for property, plant and equipment acquired as part of business combinations | -3,421 | -3,475 |
| Adjusted operating EBIT | 74,535 | 78,168 |
| Financial result | -34,441 | -26,323 |
| Adjusted for the following effects: | ||
| Other non-cash interest and similar expenses and income (mainly resulting from effects from currency translation, calculation of the effective rate, swap valuation and interest expenses from subsidised loans [government grants]) | 6,222 | -1,462 |
| Adjusted operating EBT | 46,316 | 50,382 |
| Tax expenses | -7,109 | -8,115 |
| Adjusted for the following effects: | ||
| Deferred taxes (non-cash items) and other non-cash tax effects | 1,731 | 1,048 |
| Adjusted operating EAT | 40,938 | 43,316 |
The following IFRS KPIs deviate from the operating earnings position:
The Group generated other income in the amount of TEUR 12,602 (previous year: TEUR
6,021). This figure includes TEUR 4,851 in one-time income in conjunction with the
initial consolidation of a solar park in Spain from transitional accounting which
was previously accounted for using the equity method.
Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation (EBITDA) were TEUR
126,758 in the first half of the 2020 financial year (previous year: TEUR 116,661).
The EBITDA margin amounts to approximately 82 % (previous year: 81 %).
Depreciation and amortisation of TEUR 67,011 (previous year: TEUR 62,256) mainly
comprises depreciation of the photovoltaic plants and wind power installations as
well as amortisation of intangible assets (electricity feed-in contracts and exclusive
licences). The increase stems mainly from the newly acquired solar and wind parks
and those only consolidated pro rata temporis the previous year.
Earnings before interest and tax (EBIT) totalled TEUR 59,747 (previous year: TEUR
54,405). The EBIT margin was around 39 % (previous year: 38 %).
Operating financial result totalled TEUR -34,441 (previous year: TEUR -26,323). Financial
income amounts to TEUR 10,440 (previous year: TEUR 5,800). With income of TEUR 5,388
(previous year: TEUR 0), this interest income stems from loans to affiliates. This
also includes interest income from the reversal of step-ups on bank loans and lease
liabilities in the amount of TEUR 3,928 (previous year: TEUR 4,243) as well as income
in connection with the changes in the market values of interest rate swaps in the
amount of TEUR 822 (previous year: TEUR 701). Financial expenses of TEUR 37,869 were
incurred (previous year: TEUR 31,970). This includes in particular the interest expenses
for the non-recourse loans to finance installations in the park companies and interest
expenses in connection with the mezzanine capital of Gothaer Versicherungen, as well
as various non-cash expenses. Additionally, financial earnings include earnings from
financial assets accounted for using the equity method in the amount of TEUR -7,012
(previous year: TEUR -154).
Earnings before taxes (EBT) therefore came to TEUR 25,306 (previous year: TEUR 28,082).
The consolidated statement of comprehensive income shows tax expenses for the first
half of the 2020 financial year of TEUR 7,109 (previous year: TEUR 8,115) and is comprised
of effective tax payments and deferred taxes. Quarterly taxes are calculated in accordance
with IAS 34.
Altogether, this resulted in consolidated earnings of TEUR 18,197 (previous year:
TEUR 19,967).
Consolidated earnings are made up of earnings attributable to shareholders of the
parent company of TEUR 13,959 (previous year: TEUR 16,538), earnings attributable
to non-controlling interests of TEUR 286 (previous year: TEUR 889) and earnings attributable
to the hybrid bondholders of TEUR 3,952 (previous year: TEUR 2,540). Consolidated
comprehensive income of TEUR 63,833 (previous year: TEUR 11,826) is made up of consolidated
earnings and changes in other reserves shown in equity. A total of TEUR 34,762 of
the changes in other reserves is the result of the recognition of expenses and income
from participating interests valued according to the equity method with no effect
on profit or loss. Additionally, in connection with the initial consolidation of the
participating interest in the Spanish La Cabrera project - which was previously accounted
for using the equity method - the pro rata earnings (TEUR 13,623), which were recognised
in equity with no effect on profit or loss until initial consolidation, were reclassified
to the comprehensive income after the participating interest was increased to 100
%. In addition to the currency translation reserve in the amount of TEUR 620 (previous
year: TEUR 121), other reserves contain hedge reserves in the amount of TEUR -4,205
(previous year: TEUR -10,840), which also contain amounts to be recognised in profit
or loss in future over the remaining term of the respective underlying items for interest
rate swaps previously held in a hedging relationship, as well as well as costs of
hedging in the amount of TEUR 2 (previous year: TEUR 1). Amounts recognised in equity
will be reclassified in full to consolidated earnings once the corresponding hedged
items have expired. In the first half of 2020, TEUR 0 was reclassified (previous year:
TEUR 1) from the currency translation reserve to consolidated earnings. On the other
hand, there were corresponding deferred tax effects in the amount of TEUR 834 (previous
year: TEUR 2,576). Undiluted earnings per share (after non-controlling interests)
amounted to EUR 0.10 (previous year: EUR 0.13). The average number of shares on issue
in the reporting period amounted to 137,154,374 (previous year: 129,987,264). Diluted
earnings per share were EUR 0.10 (previous year: EUR 0.13).
The change in cash and cash equivalents in the first half of 2020 came to TEUR 21,213
(previous year: TEUR -50,407). This broke down as follows:
Cash flow from operating activities amounts to TEUR 115,183 (previous year: TEUR
76,360). This consists largely of cash inflows from the operating activities of the
solar and wind parks and the resulting proceeds. The aforementioned changes also included
changes in assets and liabilities not counted as investment or financing activities.
During the reporting period, a capital gains tax refund from 2018 in the amount of
EUR 9.0 million, among other items, had a positive effect on the operating cash flow.
Cash flow from investing activities amounted to TEUR -75,170 (previous year: TEUR
-46,480) was mainly the result of payments related to investments in financial assets
for financial investments recognised using the equity method and/or loans to them;
payments for investments in property, plant and equipment for the construction of
a solar park in Spain; and payments for the acquisition of a wind park in Germany.
Cash flow from financing activities amounted to TEUR -18,801 (previous year: TEUR
-80,287) and results chiefly from regular loan repayments and interest paid less newly
paid out loans. In addition, this includes the change in restricted cash and cash
equivalents, the payment of the cash dividend to the shareholders of Encavis AG and
the dividend payment to the hybrid bondholders. During the reporting period, a credit
line with Agricultural Bank of China in the amount of TEUR 50,000 was utilised. Payments
are also reported here for the acquisition of company shares that do not lead to a
change in the control relationship (TEUR 13,049).
As of 30 June 2020, the Group has cash and cash equivalents amounting to TEUR 181,892
(30 June 2019: TEUR 121,219), under consideration of the current account liabilities
in the amount of TEUR 34 (previous year: TEUR 21,772).
As of 30 June 2020, equity amounted to TEUR 753,903 (31 December 2019: TEUR 722,713).
The change in the amount of TEUR 31,190, or 4.3 %, is primarily due to the issue of
new shares as a result of the share dividend chosen by the majority of shareholders,
various value changes accounted for in equity with no effect on profit or loss and
the positive result for the period under IFRS. Offsetting this increase was the payment
of the dividend. Share capital increased by TEUR 1,398 through contributions in kind.
The equity ratio is 25.0 % (31 December 2019: 25.3 %).
Total assets rose from TEUR 2,859,938 as of 31 December 2019 to TEUR 3,020,499.
Goodwill stood at TEUR 27,002 as of 30 June 2020 (31 December 2019: TEUR 26,569).
As of 30 June 2020, the Group has bank and lease liabilities amounting to TEUR 1,848,807
(31 December 2019: TEUR 1,750,678). These comprised loans and lease agreements for
the financing of solar parks and wind parks and the mezzanine capital provided by
Gothaer Versicherungen in November 2014. They also contained liabilities from listed
notes from the Grid Essence portfolio (United Kingdom), including accrued interest
in the amount of TEUR 35,023, as well as liabilities from debenture bonds and/or registered
bonds including accrued interest in the amount of TEUR 135,160. This does not include
amounts recognised under other liabilities totalling TEUR 7,497 (31 December 2019:
TEUR 8,833), which comprises interest advantages from low-interest government loans
(KfW) and is to be accounted for in accordance with IAS 20 and shown separately. Liabilities
from lease obligations in the amount of TEUR 195,573 are recognised (31 December 2019:
TEUR 188,952). Non-current liabilities from the mezzanine capital amounted to TEUR
150,000 as of 30 June 2020 and as of 31 December 2019. In almost all debt financing,
the liability risk relating to the parks is limited (non-recourse financing).
On 6 July 2020, Encavis AG announced that it had expanded its portfolio of solar
parks in France as part of the >> Fast Forward 2025 strategy, and that it now was
the sole owner of 12 additional solar parks in France with a total capacity of 75
MW. The acquisition of the remaining shares (15 % respectively) now means that Encavis
AG holds 100 % ownership of all its solar parks in France.
In the first half of 2020, Encavis increased its participating interests to 100 %
in the La Cabrera major solar project in Spain (total capacity of 200 MW), the Brandenburg/Havel
solar park (total capacity of 18.7 MW) and the Bitterfeld solar park (total capacity
of 6 MW).
On 20 July 2020, Encavis Asset Management AG announced that it had acquired from
Energiequelle GmbH an additional wind park already in operation in France. The installations
will be incorporated into the portfolio of the Encavis Infrastructure Fund II special
fund (EIF II), which is sold exclusively sold for BayernLB. The fund is administered
by the service capital management company HANSAINVEST Lux S.A. and is open to participation
by institutional investors. The acquired Senonnes wind park is located in the Pays
de la Loire in the north-west of France and was connected to the grid in May 2019.
The five Enercon E-82 wind turbines have a total generation capacity of some 11.5
MW.
The material opportunities and risks to which the Encavis Group is exposed were described
in detail in the consolidated management report for the 2019 financial year. There
were no significant changes in this regard during the reporting period. As can be
seen in our fact book, the Covid-19 pandemic has no serious impact on our business
model. With regard to a potential delay in completion of our major projects in Spain
currently under construction, we assume that the risks of a delay extending past the
completion deadline of two to three months following grid connection would be evaluated
as low. The financial risk would only amount to a potential reduction of the budgeted
operating earnings per share by EUR 0.01.
The statements below include projections and assumptions which are not certain to
materialise. If one or more of these forecasts or assumptions do not materialise,
actual results and developments may differ substantially from those outlined.
The Covid-19 pandemic has had the global economy firmly in its grasp since the first
quarter of 2020 and is making its significant mark on worldwide economic growth.
In its summer forecast, the EU Commission expects the economy in the eurozone to
retract by 8.7 % in 2020 and thus more significantly than ever before. For the European
Union, a decrease in gross domestic product of 8.3 % is expected.
Global investments in renewable energy rose to USD 363 billion during 2019, with
continued growth forecast for 2020 as determined by an analysis of Bloomberg New Energy
Finance (BNEF). The experts are also very optimistic with regard to the long-term
development: electricity from solar and wind parks is expected to amount to nearly
half of the global energy supply by 2050. In Germany, the proportion of electricity
from renewable energy sources is now around 40 %. In light of the fact that EU Commission
is striving towards a new EU strategy to adapt to climate change, this proportion
can be expected to increase further.
The increasing demand for private-sector power purchase agreements (PPAs) also fits
this trend. According to information from BNEF, the total generation capacity of PPAs
has more than doubled, from around 5.6 GW in 2017 to some 12.8 GW in 2018. The trend
continues: for 2019, BNEF forecasts that, around the world, PPAs for an installed
solar and wind capacity of more than 18.6 GW will be concluded. At the end of January
2020, the total capacity was already at around 51.5 GW.
Today, Encavis is one of the largest independent power producers in the field of
renewable energy in Europe. The positive framework conditions and the successful economic
development of the company are the perfect prerequisites for further strengthening
this position. In order to always make use of growth opportunities that present themselves
and to further increase the efficiency of the company, Encavis introduced the strategy
package ">> Fast Forward 2025" on 8 January 2020. The plan for the next six years
is focused on five areas:
1. Further investments in ready-to-build wind and solar parks as well as securing
projects in earlier phases of development in coordination with strategic development
partners while maintaining a long-term equity ratio of around 25 %
2. Disposal of minority interests in wind and individual selected solar parks of
up to 49 % to free up liquidity for investments in additional solar and wind parks
3. Reduction and continued optimisation of costs related to the operation and maintenance
of solar parks
4. Optimisation and refinancing of SPV project financing
5. Introduction of Group-wide cash pooling, including all single entities
Within the framework of >> Fast Forward 2025, Encavis is focusing on the following
target figures on the basis of the values for the year 2019:
1. Doubling the company's own contractually secured generation capacity from 1.7
to 3.4 GW
2. Increasing the weather-adjusted revenue (wa) from EUR 260 million to EUR 440 million
3. Growing the weather-adjusted operating EBITDA (wa) from EUR 210 million to EUR
330 million
4. A margin of the weather-adjusted operating EBITDA (wa) of 75 %
5. Increasing the operating earnings per share (EPS) (wa) from EUR 0.40 to EUR 0.70
The expected dynamic growth of Encavis can be seen not least in consideration of
the corresponding annual growth rates (CAGR): the generation capacity is to increase
by some 12 % annually to the year 2025. In the same period, revenue is to increase
by approximately 9 % per annum, and an annual increase in operating EBITDA (wa) of
8 % is expected. Annual growth of the operating earnings per share (EPS) (wa) amounts
to around 10 %.
These assumptions are a basis case; additional opportunities for growth may arise
inorganically from mergers and acquisition transactions and potential equity transactions.
Future opportunities could also present themselves from profitable business models
in association with battery storage capacities at the solar and wind parks. A possible
expansion into regions outside of Europe offers additional potential for growth.
In light of the Encavis Group's business strategy, which is geared towards qualitative
growth, the Management Board expects moderate growth for the 2020 financial year.
This can be explained above all by the strategic transformation of the company. While,
in the past, Encavis AG has purchased solar and wind parks with a fixed feed-in tariff,
the course was set for expanding to the PPA business in the 2019 financial year.
The Talayuela and La Cabrera solar parks in Spain, which Encavis has acquired to
date, are each bound by a power purchase agreement with well-known companies such
as Amazon. Since these types of parks are usually acquired before construction begins,
the two PPA solar parks are currently still in the construction phase. Therefore,
as planned, only La Cabrera will contribute marginally to revenue and consolidated
income in the current financial year from the third quarter of 2020. After completion
and the connection of both parks to the grid, these investments will then have a more
noticeable impact in the 2021 financial year.
Global pandemics - like the current Covid-19 pandemic - have no direct economic impact
on the operating activities of the Encavis Group. The solar and wind parks in ten
countries in western Europe produce electricity from renewable energy sources predominantly
on their own and fully automatically. Due to the minimal maintenance needs of the
installations, practically no staff are required on-site. If the current spread of
the coronavirus continues for an extended period or worsens in the coming months,
limitations in the on-site maintenance of the solar and wind parks due to individual
technicians cannot be excluded; however, these could be replaced by alternative service
providers. At the present time, it is not possible to evaluate - and therefore cannot
be quantified conclusively - whether the completion of parks under construction will
be delayed as a whole as a result of illnesses of third parties or interruptions in
the supply chains, which would in turn reduce the number of parks available for acquisitions.
In its worst case, an initial analysis of the scenario involving grid connection delayed
by two to three months caused by the Covid-19 pandemic for the two solar parks currently
under construction in Spain results in a negative impact of EUR 0.01 on budgeted operating
earnings per share for 2020.
If grid connection for the Talayuela solar park is delayed by three months after
the agreed deadline of 1 January 2021, this would result in additional costs of TEUR
800 payable to the power purchaser. A delay of another three months would once again
result in additional costs of EUR 1.5 million in 2021. However, these amounts can
be significantly reduced by a corresponding hedging strategy on the Spanish electricity
market. A delayed grid connection for the La Cabrera solar park would not result in
any additional costs in the event of force majeure. Otherwise, the additional costs
- payable to the power purchaser Amazon - would amount to a maximum of EUR 9 million;
this, however, would be more than compensated for by the contractual penalty owed
to Encavis by the construction company of up to EUR 11 million.
The Management Board has confirmed the revenue and income forecast of an increase
in revenue to more than EUR 280 million for the current 2020e financial year based
on the portfolio as it stands on 31 March 2020 and under the assumption of standard
weather conditions for the 2020 financial year (2019: EUR 273.8 million, weather-adjusted
EUR 263.3 million). Operating EBITDA is expected to increase to more than EUR 220
million (2019: EUR 217.6 million, weather-adjusted EUR 210.6 million). The Group anticipates
growth in operating EBIT to more than EUR 130 million (2019: EUR 132.2 million, weather-adjusted
EUR 125.2 million). The Group expects operating cash flow of over EUR 200 million
(2019: EUR 189.3 million). An operating earnings per share of EUR 0.41 is also expected
(2019: EUR 0.43, weather-adjusted EUR 0.40). Earnings per share will initially undergo
disproportionately low growth, as the number of shares will increase but the investments
made with the funds will only fully realise their contribution to revenue in subsequent
years, as explained in the text above.
| In EUR million | 2020e (AR 2019) | 2019 (actual) |
| Revenue | >280 | 273,8 |
| Operating EBITDA* | >220 | 217,6 |
| Operating EBIT* | >130 | 132,2 |
| Operating cash flow* | >200 | 189,3 |
| Operating earnings per share in EUR* | 0.41 | 0,43 |
*
Operating; contains no IFRS-related, non-cash valuation effects.
The Management and Supervisory Boards of Encavis AG want the shareholders to share
in the success of the company to an appropriate extent. At the annual shareholders'
meeting on 13 May 2020, they therefore proposed the payment of a dividend in the amount
of EUR 0.26 for each dividend-entitled share. The Annual General Meeting approved
the recommendation of the company by a large majority. In addition, the dividend was
again offered as an optional dividend, which offers shareholders the greatest possible
freedom of choice and, with an acceptance rate of 61.5 %, was very well received.
In total, 1,398,087 new shares were issued and a cash dividend of EUR 20,467,924.71
was distributed to the shareholders. The cash dividend was paid out on 16 June 2020,
and the new shares were recorded in shareholders' securities accounts on 24 June 2020.
Hamburg, August 2020
| Dr Dierk Paskert | Dr Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
| In TEUR | 01.01.-30.06.2020 | 01.01.-30.06.2019 | Q2/2020 | Q2/2019 |
| Revenue | 154,775 | 143,914 | 89,565 | 84,450 |
| Other income | 12,602 | 6,021 | 6,735 | 1,418 |
| Of which income from the reversal of impairments for expected credit losses | 879 | 0 | 879 | 0 |
| Cost of materials | -1,032 | -1,044 | -544 | -481 |
| Personnel expenses | -10,200 | -7,133 | -5,725 | -3,317 |
| Of which in share-based remuneration | -2,771 | -511 | -2,120 | -452 |
| Other expenses | -29,387 | -25,097 | -12,855 | -12,952 |
| Of which impairment for expected credit losses | -87 | -1,337 | 1,692 | -952 |
| Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation (EBITDA) | 126,758 | 116,661 | 77,176 | 69,118 |
| Depreciation and amortisation | -67,011 | -62,256 | -33,499 | -31,083 |
| Earnings before interest and taxes (EBIT) | 59,747 | 54,405 | 43,677 | 38,035 |
| Financial income | 10,440 | 5,800 | 4,793 | -132 |
| Financial expenses | -37,869 | -31,970 | -18,617 | -14,662 |
| Earnings from financial assets accounted for using the equity method | -7,012 | -154 | -2,772 | -73 |
| Earnings before taxes on income (EBT) | 25,306 | 28,082 | 27,081 | 23,168 |
| Taxes on income | -7,109 | -8,115 | -6,483 | -7,028 |
| Consolidated earnings | 18,197 | 19,967 | 20,599 | 16,140 |
| Items which can be reclassified to profit or loss | ||||
| Currency translation differences | 620 | 122 | 399 | 274 |
| Cash flow hedges - effective portion of changes in fair value | -4,205 | -10,840 | -3,257 | -4,323 |
| Cost of hedging measures | 2 | 1 | 1 | -4 |
| Income and expenses from participating interests valued according to the equity method with no effect on profit or loss | 34,762 | 0 | 17,024 | 0 |
| Income tax relating to items that may be reclassified to profit or loss | 834 | 2,576 | 747 | 1,067 |
| Reclassifications | 13,623 | 1 | 13,623 | 0 |
| Other comprehensive income | 45,636 | -8,140 | 28,536 | -2,986 |
| Consolidated comprehensive income | 63,833 | 11,826 | 49,136 | 13,154 |
| Additions to consolidated earnings for the period | ||||
| Encavis AG shareholders | 13,959 | 16,538 | 18,232 | 13,905 |
| Non-controlling interests | 286 | 889 | 405 | 962 |
| Hybrid bondholders | 3,952 | 2,540 | 1,962 | 1,274 |
| Additions to consolidated comprehensive income for the period | ||||
| Encavis AG shareholders | 59,669 | 8,396 | 46,814 | 10,918 |
| Non-controlling interests | 212 | 890 | 360 | 962 |
| Hybrid bondholders | 3,952 | 2,540 | 1,962 | 1,274 |
| Earnings per share | ||||
| Average number of shares on issue in the reporting period | ||||
| Undiluted | 137,154,374 | 129,987,264 | 137,269,601 | 129,987,264 |
| Diluted | 137,204,302 | 129,987,264 | 137,327,290 | 129,987,264 |
| Undiluted/diluted earnings per share (in EUR) | 0.10 | 0.13 | 0.13 | 0.11 |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | ||
| Intangible assets | 519,626 | 547,168 | |
| Goodwill | 27,002 | 26,569 | |
| Property, plant and equipment | 1,915,482 | 1,749,657 | |
| Financial assets accounted for using the equity method | 13,633 | 9,590 | |
| Financial investments | 73,289 | 104,830 | |
| Other receivables | 5,982 | 3,650 | |
| Deferred tax assets | 140,633 | 116,892 | |
| Total non-current assets | 2,695,648 | 2,558,356 | |
| Inventories | 308 | 412 | |
| Trade receivables | 55,238 | 45,283 | |
| Non-financial assets | 6,069 | 5,340 | |
| Receivables from income taxes | 6,835 | 15,703 | |
| Other current receivables | 10,129 | 12,361 | |
| Liquid assets | 246,272 | 222,481 | |
| Cash and cash equivalents | 181,926 | 164,501 | |
| Liquid assets with restrictions on disposition | 64,345 | 57,980 | |
| Total current assets | 324,852 | 301,582 | |
| Total assets | 3,020,499 | 2,859,938 | |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Subscribed capital | 138,437 | 137,039 |
| Capital reserves | 481,470 | 468,873 |
| Reserve for equity-settled employee remuneration | 152 | 143 |
| Other reserves | -29,649 | -75,358 |
| Net earnings | 11,759 | 33,430 |
| Equity attributable to Encavis AG shareholders | 602,170 | 564,127 |
| Equity attributable to non-controlling interests | 3,150 | 10,009 |
| Equity attributable to hybrid bondholders | 148,583 | 148,577 |
| Total equity | 753,903 | 722,713 |
| Non-current liabilities to non-controlling interests | 40,235 | 40,122 |
| Non-current financial liabilities | 1,490,101 | 1,366,789 |
| Non-current lease liabilities | 183,914 | 178,092 |
| Other non-current liabilities | 6,658 | 7,945 |
| Non-current provisions | 63,193 | 50,388 |
| Deferred tax liabilities | 272,703 | 248,498 |
| Total non-current liabilities | 2,056,805 | 1,891,834 |
| Current liabilities to non-controlling interests | 17 | 2,971 |
| Liabilities from income taxes | 8,924 | 7,681 |
| Current financial liabilities | 163,134 | 194,937 |
| Current lease liabilities | 11,658 | 10,860 |
| Trade payables | 12,527 | 10,738 |
| Other current liabilities | 5,081 | 8,560 |
| Current provisions | 8,449 | 9,646 |
| Total current liabilities | 209,791 | 245,392 |
| Total equity and liabilities | 3,020,499 | 2,859,938 |
| In TEUR | 01.01.-30.06.2020 | 01.01-30.06.2019 |
| Net income for the period | 18,197 | 19,967 |
| Depreciation and amortisation of fixed assets | 67,011 | 62,256 |
| Other non-cash income and expenses | 79 | -1,621 |
| Financial income/financial expenses | 27,429 | 26,170 |
| Taxes on income recognised in the income statement | 7,109 | 8,115 |
| Non-cash taxes on income | 5,068 | -15,481 |
| Earnings from deconsolidation | -2,138 | 0 |
| Increase/decrease in other assets/liabilities not attributable to investment or financing activities | -7,572 | -23,046 |
| Cash flow from operating activities | 115,183 | 76,360 |
| Payments for the acquisition of consolidated entities, net of cash acquired | -3,874 | -2,956 |
| Proceeds from the sale of consolidated entities | 2,832 | 0 |
| Payments for investments in property, plant and equipment | -14,747 | -2,013 |
| Payments for investments in intangible assets | -13 | -139 |
| Payments related to investments in financial assets | -59,828 | -41,714 |
| Proceeds from the sale of financial assets | 454 | 331 |
| Dividends received | 6 | 12 |
| Cash flow from investing activities | -75,170 | -46,480 |
| Loan proceeds | 109,834 | 11,705 |
| Loan repayments | -58,442 | -65,283 |
| Repayment of lease liabilities | -4,875 | -6,196 |
| Interest received | 24 | 177 |
| Interest paid | -29,596 | -32,821 |
| Proceeds from capital increases | 25 | 0 |
| Payments for issuance costs | -117 | -122 |
| Payments received from the sale of shares without change of control | 0 | 24,855 |
| Payments for the acquisition of shares without change of control | -13,049 | 0 |
| Dividends paid to Encavis AG shareholders | -20,468 | -19,113 |
| Dividend payments to hybrid capital investors | -3,945 | -2,554 |
| Payments to non-controlling interests | -370 | -771 |
| Change in restricted cash | 2,179 | 9,836 |
| Cash flow from financing activities | -18,801 | -80,287 |
| Change in cash and cash equivalents | 21,213 | -50,407 |
| Changes in cash due to exchange rate changes | -518 | 93 |
| Change in cash and cash equivalents | 20,695 | -50,313 |
| Cash and cash equivalents | ||
| As at 01.01.2020 (01.01.2019) | 161,196 | 171,533 |
| As at 30.06.2020 (30.06.2019) | 181,892 | 121,219 |
| in TEUR | Subscribed capital | Capital reserve | Other reserves | |||
| Currency reserve | Hedge reserve | Cost of hedging measures | Reserve from equity valuation | |||
| As at 01.01.2019 | 129,487 | 413,104 | 1,010 | -2,700 | -28 | |
| Consolidated earnings | ||||||
| Other income recognised in equity* | 121 | -8,264 | 1 | |||
| Reclassifications to profit/loss | 1 | |||||
| Consolidated comprehensive income for the period | 122 | -8,264 | 1 | |||
| Dividend | ||||||
| Income and expenses recognised directly in equity | ||||||
| Changes from capital measures | 2,011 | 9,953 | ||||
| Issuance costs | -122 | |||||
| Acquisition of shares from non-controlling interests | ||||||
| As at 30.06.2019 | 131,498 | 422,935 | 1,131 | -10,964 | -27 | |
| As at 01.01.2020 | 137,039 | 468,873 | 961 | -10,529 | -22 | -65,769 |
| Consolidated earnings | ||||||
| Other income recognised in equity* | 615 | -3,291 | 1 | 34,762 | ||
| Reclassifications to profit/loss | 13,623 | |||||
| Consolidated comprehensive income for the period | 615 | -3,291 | 1 | 48,385 | ||
| Dividends | ||||||
| Income and expenses recognised directly in equity | ||||||
| Transactions with shareholders recognised directly in equity | -1,075 | |||||
| Changes from capital measures | 1,398 | 13,789 | ||||
| Issuance costs | -117 | |||||
| As at 30.06.2020 | 138,437 | 481,470 | 1,576 | -13,820 | -21 | -17,384 |
| in TEUR | ||||||
| Reserve for equitybased employee remuneration | Net retained profit | Equity attributable to Encavis AG shareholders | Equity attributable to noncontrolling interests | Equity attributable to hybrid bondholders | Total | |
| As at 01.01.2019 | 383 | 41,200 | 582,456 | 9,145 | 95,456 | 687,057 |
| Consolidated earnings | 16,538 | 16,538 | 889 | 2,540 | 19,967 | |
| Other income recognised in equity* | -8,142 | 1 | -8,141 | |||
| Reclassifications to profit/loss | 1 | 1 | ||||
| Consolidated comprehensive income for the period | 16,538 | 8,396 | 890 | 2,540 | 11,825 | |
| Dividend | -31,077 | -31,077 | -256 | -2,554 | -33,887 | |
| Income and expenses recognised directly in equity | -50 | -50 | -50 | |||
| Changes from capital measures | 11,964 | 11,964 | ||||
| Issuance costs | -122 | -122 | ||||
| Acquisition of shares from non-controlling interests | 463 | 463 | ||||
| As at 30.06.2019 | 333 | 26,661 | 571,567 | 10,242 | 95,442 | 677,249 |
| As at 01.01.2020 | 143 | 33,430 | 564,127 | 10,009 | 148,577 | 722,713 |
| Consolidated earnings | 13,959 | 13,959 | 286 | 3,952 | 18,197 | |
| Other income recognised in equity* | 32,087 | -74 | 32,013 | |||
| Reclassifications to profit/loss | 13,623 | 13,623 | ||||
| Consolidated comprehensive income for the period | 13,959 | 59,669 | 212 | 3,952 | 63,833 | |
| Dividends | -35,630 | -35,630 | -188 | -3,945 | -39,763 | |
| Income and expenses recognised directly in equity | 9 | 9 | 9 | |||
| Transactions with shareholders recognised directly in equity | -1,075 | -6,883 | -7,958 | |||
| Changes from capital measures | 15,187 | 15,187 | ||||
| Issuance costs | -117 | -117 | ||||
| As at 30.06.2020 | 152 | 11,759 | 602,170 | 3,150 | 148,583 | 753,903 |
*
Excluding separately recognised effects from reclassifications.
These condensed and unaudited interim consolidated financial statements have been
prepared in accordance with section 37w, paragraph 3, of the German Securities Trading
Act (Wertpapierhandelsgesetz - WpHG) and with IAS 34 "Interim Financial Reporting".
They do not include all the information that is required under IFRS for the consolidated
financial statements as of the end of a financial year and should therefore only be
read in conjunction with the consolidated financial statements as of 31 December 2019.
The interim financial statements and the interim management report have not been
audited in accordance with section 317 of the German Commercial Code (Handelsgesetzbuch
- HGB) nor reviewed by an auditor.
The condensed consolidated statement of comprehensive income and the condensed consolidated
cash flow statement contain comparative figures for the first half of the previous
year. The condensed consolidated financial statements include comparative figures
as of the end of the previous financial year.
The interim financial statements have been prepared in conformity with International
Financial Reporting Standards (IFRS) as applicable within the European Union.
The accounting policies applied are the same as those used for the last year-end
consolidated financial statements. We published a detailed description of the methods
applied in the notes to the consolidated financial statements for 2019. If there are
any amendments to accounting policies, they will be explained in the individual notes.
Encavis AG (hereafter known as "company" or together with its subsidiaries as "Group")
is a German joint stock company based in Hamburg. The Group's main areas of activity
are described in chapter 1 of the notes to the consolidated financial statements for
the financial year ended 31 December 2019.
Subject to the interim consolidated financial statements are Encavis AG and its affiliates.
For the group of consolidated companies, the reader is referred to section 18 of the
notes to the consolidated financial statements as of 31 December 2019 and, with regard
to the amendments in the first half of 2020, to the notes in the following section.
The parent company of the Group, Encavis AG, was entered in the commercial register
of Hamburg district court on 18 January 2002 under HRB 63197 and has its place of
business in Grosse Elbstrasse 59, 22767 Hamburg.
Intra-Group transactions are conducted on arm's-length terms.
The business activities of the Group are subject to seasonal influences, leading
to fluctuations in revenue and results throughout the course of the year. Due to seasonal
factors, revenue in the PV Parks segment is usually higher in the second and third
quarters than in the first and fourth quarters of the financial year, while revenue
and earnings in the Wind Parks segment are generally higher in the first and fourth
quarters than in the second and third quarters of the financial year.
In the first half of 2020, the Group applied the following new and/or revised IFRS
standards and interpretations:
| Required to be applied for financial years beginning on or after the specified date | EU endorsement status (as at: 30.06.2020) | Status of application at Encavis | ||
| Conceptual Framework | Amendment - References to the Conceptual Framework in IFRS | 01.01.2020 | Adopted | Applied |
| IAS 1, IAS 8 | Amendment - Definition of Material | 01.01.2020 | Adopted | Applied |
| IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 | Amendment - Interest Rate Benchmark Reform | 01.01.2020 | Adopted | Applied prematurely |
| IFRS 3 | Amendment - Definition of a Business | 01.01.2020 | Adopted | Applied |
The new and amended standards/interpretations have no significant impact on these
interim consolidated financial statements.
In 2019, Encavis AG opted for early application of the amendments to IFRS 9, IAS
39 and IFRS 7 "Interest Rate Benchmark Reform". This affects hedging relationships
that existed at the beginning of the reporting period or were designated thereafter.
On the basis of the associated simplifications, Encavis assumes that the effectiveness
of the hedges carried on the balance sheet will not be impaired by the IBOR reform
and that no hedges will have to be terminated.
The change in the definition of materiality according to IAS 1 and IAS 8 is generally
relevant to Encavis, but is not reflected in the Group's earnings, net assets and
financial position.
The amendment to IFRS 3 defines a business as an integrated set of activities and
assets that is capable of being conducted and managed for the purpose of providing
goods or services to customers, generating investment income or generating other income
from ordinary activities. The business consists of inputs and processes applied to
those inputs that have the ability to contribute to the creation of outputs. For the
acquisition of solar and wind park companies, this definition generally means that
these are no longer considered business combinations, but rather as acquisitions of
assets. In this context, the difference between the purchase price and the revaluation
of the asset is no longer recognised as goodwill (balance sheet item) or badwill (in
profit or loss), but rather allocated to the individual material assets and capitalised.
In addition to the information contained in the consolidated financial statements
as of 31 December 2019, the IASB or IFRS IC has published or amended the following
new standards and interpretations which will either not be applicable until a later
date or which have not yet been endorsed by the European Commission.
| Required to be applied for financial years beginning on or after the specified date | EU endorsement status (as at: 30.06.2020) | Status of application at Encavis | ||
| IFRS 16 | Amendment - Covid-19 - related rent concessions | 01.06.2020 | Not yet adopted | Not applied |
| IFRS 4 | Amendment - Extension of the Temporary Exemption from Applying IFRS 9 for Certain Insurance Companies | 01.01.2021 | Not yet adopted | Not applied |
| IFRS 3 | Amendment - References to the Conceptual Framework in IFRS 3 | 01.01.2022 | Not yet adopted | Not applied |
| IAS 16 | Amendment - Offsetting Proceeds against Construction Costs before Intended Use | 01.01.2022 | Not yet adopted | Not applied |
| IAS 37 | Amendment - Definition of Costs of Fulfilling a Contract | 01.01.2022 | Not yet adopted | Not applied |
| AIP | Annual Improvement Programme for IFRS: 2018- 2020 cycle | 01.01.2022 | Not yet adopted | Not applied |
| IAS 1 | Amendment - Classification of Liabilities as Current or Non-Current | 01.01.2022 (draft in May 2020 for delay to 01.01.2023) | Not yet adopted | Not applied |
| IFRS 17 | New standard - Insurance Contracts | 01.01.2023 | Not yet adopted | Not applied |
In spite of the newly published adjustments with regard to the new and amended standards/interpretations,
whose application is not yet obligatory and which were not applied early within the
Group, Encavis AG does not expect these to have a significant impact on the Group.
At Encavis, no concessions - such as rent forbearance or rent price discounts - were
granted in direct connection with the coronavirus, which is why the amendment to IFRS
16 has no effect on accounting at Encavis.
In the first six months of 2020, the following companies were included in the consolidated
financial statements in addition to those mentioned in note 18 to the consolidated
financial statements as of 31 December 2019.
| Registered office | Share in % | |
| Fully consolidated Group companies | ||
| Cabrera Energia Solar S.L. | Valencia, Spain | 100.00 |
| Desarrollos Empresariales Luanda S.L.U. | Valencia, Spain | 100.00 |
| Encavis AM Komplementär GmbH | Neubiberg, Germany | 100.00 |
| GreenGo Energy M01a K/S | Roskilde, Danmark | 100.00 |
| GreenGo Energy M30 K/S | Roskilde, Danmark | 100.00 |
| Griffin Develops S.L. | Valencia, Spain | 100.00 |
| LT01 S.r.l. | Bolzano, Italy | 100.00 |
| Narges Develops S.L.U. | Valencia, Spain | 100.00 |
| Navid Enterprise S.L.U. | Valencia, Spain | 100.00 |
| Neftis Business S.L.U. | Valencia, Spain | 100.00 |
| Windpark Viertkamp GmbH & Co. KG | Hamburg, Germany | 100.00 |
| Associates | ||
| Sisteme Electrico Conexion Nudo Don Rodrigo 220 KV S.L. | Valencia, Spain | 40.30 |
The shareholdings in the fully consolidated Group companies correspond to the proportion
of voting rights.
As of the acquisition date, the shareholding in Sisteme Electrico Conexion Nudo Don
Rodrigo 220 KV S.L. was 50 %, of which 9.7 % was then sold to a third party.
In February 2020, Stern Energy GmbH - which was part of the PV Service segment -
was sold to the associate Stern Energy S.p.A as planned. As a result of the transaction,
the Group received cash and cash equivalents of TEUR 2,832.
In the first half of 2020, Danish intermediate holding company Norhede-Hjortmose
Vind 12 ApS was renamed Mermaid Solar Komplementar ApS. Although the company was previously
allocated to the Wind Parks segment, it will belong to the Solar Parks segment going
forward.
Thöringswerder GmbH & Co. KG was consolidated into the parent company Encavis Real
Estate GmbH.
In the first half of 2020, thanks to a number of purchases, Encavis was able to significantly
expand its international portfolio of solar and wind installations. Under the amendment
to IFRS 3 described above, which entered into force during the financial year, none
of the following transactions match the definition of a business acquisition. All
acquisitions were therefore accounted for as acquisitions of assets in the consolidated
financial statements - regardless of when the installation was commissioned.
During the measurement period as per IFRS 3.45, the company adjusted the purchase
price allocation in the first half of 2020 due to the now finalised measurement of
the intangible assets and property, plant and equipment. The main changes to the provisional
price allocation and the figures presented in the 2019 annual report are decreases
in intangible assets of TEUR 292, property, plant and equipment of TEUR 413 and deferred
tax assets of TEUR 155. This resulted in a decrease in goodwill of TEUR 550.
The decrease in goodwill from the adjustments of the provisional purchase price allocation
for the company Nordbrise A/S from the 2019 financial year amounts to TEUR 550. No
other adjustments were made in the first half of 2020.
On 7 April 2020, the 80 % shareholding in Cabrera Energia Solar S. L. held by Encavis
was increased by 10 % initially, and by a further 10 % on 19 May 2020, resulting in
a 100 % shareholding. Within the Encavis Group, Cabrera Energia was treated as an
associate until 18 May 2020 due to a lack of control and was therefore accounted for
using the equity method. With the acquisition of all shares, Cabrera Energia - as
the parent company with its four wholly owned subsidiaries Narges Develops S.L.U.,
Navid Enterprise S.L.U., Neftis Business S.L.U. and Desarrollos Empresariales Luanda
S.L.U. - now represents a sub-Group within the Encavis Group going forward. The four
previously mentioned subsidiaries each operate a 49.99 MW photovoltaic installation
in the south of Spain in the direct vicinity of Seville, and each have a 25 % shareholding
in the infrastructure company Griffin Develops S.L., which is also included as a subsidiary
in the consolidated financial statements. In addition, the four above-mentioned solar
park companies each hold 12.5 % of shares in the second infrastructure company Sisteme
Electrico Conexion Nudo Don Rodrigo 220 KV S.L. On 11 May 2020, the amount of the
shareholdings was decreased by 2.425 % to 10.075 % respectively. These shares in the
four park companies are valued using the equity method; they are recognised as associates.
On 26 June 2020, Encavis acquired 100 % of shares in the German wind park Viertkamp
GmbH & Co. KG, which is located in the Stade district. The company comprises four
wind installations with a total generation capacity of 14.4 MW. The four installations
were commissioned between December 2019 and February 2020.
Additionally, GreenGo Energy M01a K/S and GreenGo Energy M30 K/S in Denmark and LT01
S.r.l. in Italy were also acquired via the development partnerships concluded in the
previous year. All three companies currently represent energy installations in the
very early stages of development which do not yet have significant impact on the consolidated
financial statements.
Additionally, Encavis acquired Encavis AM Komplementär GmbH, headquartered in Neubiberg,
which acts as general partner within the framework of asset management activities.
This company has no significant transactions.
In the first quarter of 2020, Encavis increased its shareholdings in two German solar
parks - CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Bitterfeld KG (previously 36 %) and
Solarpark Brandenburg (Havel) GmbH (previously 51 %) - to 100 % respectively, as planned.
Neither of the two transactions had an effect on profit or loss for the Group during
the financial year.
Within the scope of preparing the consolidated financial statements, in certain cases
estimates and assumptions are made that affect how accounting methods are applied
as well as which amount of assets, liabilities, income and expenses are recorded.
The actual values may differ from these estimates. The estimates and underlying assumptions
undergo continuous reviews. The adapted estimates are accounted for on a prospective
basis.
In the following section, the main assumptions for the future and other key sources
of estimate uncertainties at the end of the reporting period will be listed which
may give rise to a significant risk that calls for a material adjustment to assets
and liabilities in the next financial year.
When measuring property, plant and equipment and intangible assets, the expected
useful life of the assets must be estimated; in doing so, we take into account contractual
agreements, knowledge of the industry and management estimates. Further disclosures
can be found in the notes to the consolidated financial statements as of 31 December
2019.
In order to determine whether goodwill is impaired, it is necessary to calculate
the value in use of the Group's cashgenerating units that are allocated to goodwill.
Calculating the value in use requires an estimate of future cash flows from the Group's
cash-generating units as well as an appropriate capitalisation interest rate for the
calculation of the present value. A material impairment may result if the actual expected
future cash flows are less than previously estimated.
All identifiable assets and liabilities are recognised at their fair values at the
time of initial consolidation within the scope of business combinations. The recognised
fair values are subject to estimation uncertainties. If intangible assets are identified,
the fair value must be estimated using generally accepted valuation methods. The valuations
are based on the company's plans, which are based on estimates by management while
taking contractual agreements into account. The discount rates (WACC) applied in connection
with the valuation of intangible assets are between 2.39 % and 2.56 % (previous year:
2.78 % and 3.85 %).
The reader is referred to the discussion in note 8 of the notes to the consolidated
financial statements as of 31 December 2019 for details of the assumptions made when
determining the fair value of financial assets. The measurement methods and input
factors applied have not changed since 31 December 2019.
| Classes of financial instruments in TEUR | . | Carrying amount under IFRS 9 | ||||
| Measurement category under IFRS 9* | Carrying amount as at 30.06.2020 (31.12.2019) | Amortised cost | Fair value not recognised through profit or loss | Fair value recognised through profit or loss | Carrying amount under IAS 28 | |
| Financial assets | ||||||
| Non-current financial assets | FVPL | 4,371 | 4,371 | |||
| (31.12.2019) | (4,353) | (4,353) | ||||
| Financial assets accounted for using the equity method | n.a. | 13,633 | 13,633 | |||
| (31.12.2019) | (9,590) | (9,590) | ||||
| Non-current receivables from contingent considerations | FVPL | 449 | 449 | |||
| (31.12.2019) | (135) | (135) | ||||
| Trade receivables | AC | 55,238 | 55,238 | |||
| (31.12.2019) | (45,283) | (45,283) | ||||
| Other current receivables | AC | 3,628 | 3,628 | |||
| (31.12.2019) | (7,383) | (7,383) | ||||
| Loans to associates and other loans | AC | 68,919 | 68,919 | |||
| (31.12.2019) | (100,477) | (100,477) | ||||
| Liquid assets | AC | 246,272 | 246,272 | |||
| (31.12.2019) | (222,481) | (222,481) | ||||
| Derivative financial assets | ||||||
| Derivatives in a hedging relationship | FVOCI | 2,908 | 2,908 | |||
| (31.12.2019) | (971) | (971) | ||||
| Derivatives not in a hedging relationship | FVPL | 87 | 87 | |||
| (31.12.2019) | (0) | (0) | ||||
| Classes of financial instruments in TEUR | Carrying amount under IFRS 9 |
| Fair value as at 30.06.2020 (31.12.2019) | |
| Financial assets | |
| Non-current financial assets | 4,371 |
| (31.12.2019) | (4,353) |
| Financial assets accounted for using the equity method | 13,633 |
| (31.12.2019) | (9,590) |
| Non-current receivables from contingent considerations | 449 |
| (31.12.2019) | (135) |
| Trade receivables | 55,238 |
| (31.12.2019) | (45,283) |
| Other current receivables | 3,628 |
| (31.12.2019) | (7,383) |
| Loans to associates and other loans | 68,919 |
| (31.12.2019) | (100,477) |
| Liquid assets | 246,272 |
| (31.12.2019) | (222,481) |
| Derivative financial assets | |
| Derivatives in a hedging relationship | 2,908 |
| (31.12.2019) | (971) |
| Derivatives not in a hedging relationship | 87 |
| (31.12.2019) | (0) |
| Classes of financial instruments in TEUR | . | Carrying amount under IFRS 9 | ||||
| Measurement category under IFRS 9* | Carrying amount as at 30.06.2020 (31.12.2019) | Amortised cost | Fair value not recognised through profit or loss | Fair value recognised through profit or loss | Carrying amount under IFRS 16 | |
| Financial liabilities | ||||||
| Trade payables | AC | 12,527 | 12,527 | |||
| (31.12.2019) | (10,738) | (10,738) | ||||
| Financial liabilities | AC | 1,590,269 | 1,590,269 | |||
| (31.12.2019) | (1,529,112) | (1,529,112) | ||||
| Lease liabilities** | n/a | 195,573 | 195,573 | |||
| (31.12.2019) | (188,952) | (188,952) | ||||
| Liabilities to noncontrolling shareholders | AC | 40,252 | 40,252 | |||
| (31.12.2019) | (43,093) | (43,093) | ||||
| Non-current liabilities from contingent considerations | FVPL | 0 | 0 | |||
| (31.12.2019) | (604) | (604) | ||||
| Current liabilities from contingent considerations | FVPL | 609 | 609 | |||
| (31.12.2019) | (0) | (0) | ||||
| Other financial liabilities | AC | 464 | 464 | |||
| (31.12.2019) | (488) | (488) | ||||
| Derivative financial liabilities | ||||||
| Derivatives in a hedging relationship | FVOCI | 35,280 | 35,280 | |||
| (31.12.2019) | (28,776) | (28,776) | ||||
| Derivatives not in a hedging relationship | FVPL | 3,720 | 3,720 | |||
| (31.12.2019) | (2,745) | (2,745) | ||||
| Of which aggregated by valuation categories as per IFRS 9 | ||||||
| Financial assets measured at amortised cost | AC | 374,057 | 374,057 | |||
| (31.12.2019) | (375,625) | (375,625) | ||||
| Financial assets measured at fair value through profit or loss | FVPL | 4,906 | 4,906 | |||
| (31.12.2019) | (4,488) | (4,488) | ||||
| Financial liabilities measured at amortised cost | AC | 1,643,512 | 1,643,512 | |||
| (31.12.2019) | (1,583,432) | (1,583,432) | ||||
| Financial liabilities measured at fair value through profit or loss | FVPL | 4,329 | 4,329 | |||
| (31.12.2019) | (3,350) | (3,350) | ||||
| Classes of financial instruments in TEUR | Carrying amount under IFRS 9 |
| Fair value as at 30.06.2020 (31.12.2019) |
|
| Financial liabilities | |
| Trade payables | 12,527 |
| (31.12.2019) | (10,738) |
| Financial liabilities | 1,681,893 |
| (31.12.2019) | (1,681,034) |
| Lease liabilities** | - |
| (31.12.2019) | - |
| Liabilities to noncontrolling shareholders | 40,252 |
| (31.12.2019) | (43,093) |
| Non-current liabilities from contingent considerations | 0 |
| (31.12.2019) | (604) |
| Current liabilities from contingent considerations | 609 |
| (31.12.2019) | (0) |
| Other financial liabilities | 464 |
| (31.12.2019) | (488) |
| Derivative financial liabilities | |
| Derivatives in a hedging relationship | 35,280 |
| (31.12.2019) | (28,776) |
| Derivatives not in a hedging relationship | 3,720 |
| (31.12.2019) | (2,745) |
| Of which aggregated by valuation categories as per IFRS 9 | |
| Financial assets measured at amortised cost | 374,057 |
| (31.12.2019) | (375,625) |
| Financial assets measured at fair value through profit or loss | 4,906 |
| (31.12.2019) | (4,488) |
| Financial liabilities measured at amortised cost | 1,735,136 |
| (31.12.2019) | (1,735,354) |
| Financial liabilities measured at fair value through profit or loss | 4,329 |
| (31.12.2019) | (3,350) |
| Fair value hierarchy in TEUR as at 30.06.2020 (31.12.2019) | Level | ||
| 1 | 2 | 3 | |
| Assets | |||
| Non-current financial assets | 4,371 | ||
| (31.12.2019) | (4,353) | ||
| Non-current receivables from contingent considerations | 449 | ||
| (31.12.2019) | (135) | ||
| Derivative financial assets: | |||
| Derivatives in a hedging relationship | 2,908 | ||
| (31.12.2019) | (971) | ||
| Derivatives in a hedging relationship | 87 | ||
| (31.12.2019) | (0) | ||
| Liabilities | |||
| Non-current liabilities from contingent considerations | 0 | ||
| (31.12.2019) | (604) | ||
| Current liabilities from contingent considerations | 609 | ||
| (31.12.2019) | (0) | ||
| Derivative financial liabilities: | |||
| Derivatives in a hedging relationship | 35,280 | ||
| (31.12.2019) | (28,776) | ||
| Derivatives not in a hedging relationship | 3,720 | ||
| (31.12.2019) | (2,745) | ||
Interest rate and currency hedges are measured using market-yield and foreign exchange
(FX) forward curves on the basis of recognised mathematical models (present value
calculations). The market values recognised in the balance sheet thus correspond to
level 2 of the IFRS 13 fair value hierarchy.
The receivables from contingent considerations as well as the financial investments
and liabilities from contingent considerations carried at fair value in the consolidated
financial statements are based on level 3 information and input factors.
Changes between levels occurred in neither the current nor previous financial year.
The following table shows the level of the fair value hierarchy to which the measurement
of fair value has been assigned in its entirety for each class of asset and liability
not measured at fair value in the balance sheet and for which fair value does not
approximate the carrying amount.
| Fair value hierachy in TEUR as at 30.06.2020 (31.12.2019) | Level | ||
| 1 | 2 | 3 | |
| Liabilities | |||
| Financial liabilities measured at amortised cost | |||
| Financial liabilities | 1,681,893 | ||
| (31.12.2019) | (1,681,034) | ||
The following tables show the valuation methods that were used to determine fair
values.
| Type | Valuation method | Significant, unobservable input factors |
| Non-current financial assets: Investment funds | The financial investments are measured using one of the following methods or a combination
of more than one of the following methods: acquisition costs relating to the most
recent financial investments, valuation standards within the industry, standing offers,
contractual obligations. The relative weighting of each valuation method reflects a judgement as to the appropriateness of each valuation method for the respective non-realised financial investment. |
Risk premium The estimated fair value of the financial investments available for sale would increase (decrease) if the risk premium were lower (higher). |
| Expected distributions | ||
| Non-current financial assets: Mezzanine capital | Discounted cash flows: The fair values are determined using the future expected cash flows discounted using the standard observable market data of the corresponding interest structure curves. | The estimated fair value of the mezzanine capital would increase (decrease) if the distributions would be higher (lower) and/or would be made at an earlier (later) date. |
| Interest rate swaps | Discounted cash flows: The fair values are determined using the future expected cash flows discounted using the standard observable market data of the corresponding interest structure curves. | Not applicable |
| Date of the addition of the other wind parks | ||
| Receivables from contingent considerations | Discounted cash flows on the basis of contractually fixed mechanisms | The estimated fair value of the receivables from contingent consideration would increase (decrease) if the additional wind parks were added at an earlier (later) date. |
| Tax benefit | ||
| The assessed fair value of the receivables from contingent considerations would increase (fall) were the tax benefit higher (lower). | ||
| Performance of the installations | ||
| Liabilities from contingent considerations | Discounted cash flows on the basis of contractually fixed mechanisms | The estimated fair value of liabilities from contingent consideration would increase (decrease) if the solar park's performance were higher (lower). |
| Type | Valuation method | Significant, unobservable input factors |
| Financial liabilities | Discounted cash flows: The fair values are determined using the future expected cash flows discounted with equivalent terms using the standard observable market interest rates and taking an appropriate risk premium into account. | Not applicable |
For financial instruments with short-term maturities, including cash and cash equivalents,
trade receivables, trade payables and other current receivables and current liabilities,
it is assumed that their fair values approximate their carrying amounts. The relief
provision of IFRS 7.29 was applied to the disclosures relating to the fair values
of lease liabilities, on the basis of which the fair value was not determined.
The following overview shows a detailed reconciliation of assets and liabilities
in level 3 regularly measured at fair value.
| 2020 | 2019 | |
| Non-current financial assets | ||
| As at 01.01 | 4,353 | 5,245 |
| Purchases (including additions) | 343 | 105 |
| Sales (including disposals) | -142 | -380 |
| Unrealised profit (+)/loss (-) in consolidated earnings | -172 | 130 |
| Realised profit (+)/loss (-) in consolidated earnings | -11 | 0 |
| As at 30.06 | 4,371 | 5,100 |
| Non-current receivables from contingent considerations | ||
| As at 01.01 | 135 | 0 |
| Purchases (including additions) | 311 | 0 |
| Unrealised profit (+)/loss (-) in consolidated earnings | 3 | 0 |
| As at 30.06 | 449 | 0 |
| Current receivables from contingent considerations | ||
| As at 01.01 | 0 | 305 |
| Unrealised profit (+)/loss (-) in consolidated earnings | 0 | 2 |
| As at 30.06 | 0 | 307 |
| Non-current liabilities from contingent considerations | ||
| As at 01.01 | 604 | 596 |
| Unrealised profit (-)/loss (+) in consolidated earnings | 3 | 4 |
| Maturity of reclassifications | -607 | 0 |
| As at 30.06 | 0 | 600 |
| Current liabilities from contingent considerations | ||
| As at 01.01 | 0 | 775 |
| Unrealised profit (-)/loss (+) in consolidated earnings | 2 | 0 |
| Maturity of reclassifications | 607 | 0 |
| As at 30.06 | 609 | 775 |
The non-current earn-out liability was recognised with the acquisition of the solar
park in Boizenburg during the 2018 financial year. The payment is mainly related to
the performance of the park after planned repairs. Due to the estimated payment date,
the liability was reclassified to current liabilities from contingent considerations.
Interest of TEUR 5 was accrued for the liability in the first half of 2020.
The current liabilities from contingent considerations recognised as part of the
Rindum Enge 1 and 5, as well as 2 and 3, asset deals were settled during the second
half of 2019.
The non-current receivables in the amount of TEUR 135 relate to the acquisition of
the wind park UGE Markendorf Eins GmbH & Co. KG from the 2017 financial year, which
were previously reported as current. In the first quarter of 2020, non-current receivables
from contingent consideration increased in connection with the sale of Stern Energy
GmbH. This increase relates to a subsequent purchase price adjustment for tax purposes;
interest of TEUR 3 was accrued for the amount during the first half of 2020.
The following interest income and interest expenses originate from financial instruments
not measured at fair value through profit or loss:
| In TEUR | 01.01.-30.06.2020 | 01.01.-30.06.2019 |
| Interest income | 9,319 | 4,533 |
| Interest expenses | -29,250 | -29,287 |
| Total | -19,931 | -24,754 |
Not included, in particular, are interest income and interest expenses from derivatives
and interest income and interest expenses from assets and liabilities outside of the
scope of IFRS 7. In accordance with IFRS 7.20 (b), interest expenses include interest
expenses in connection with IFRS 16, as the lease liabilities are classified as financial
liabilities not measured at fair value through profit or loss.
The fair value of interest rate swaps on the balance sheet date is determined by
discounting future cash flows using the yield curves on the balance sheet date and
the credit risk associated with the contracts.
As of the balance sheet date, the Group held a total of 100 (31 December 2019: 97)
interest rates swaps, under which the Group receives interest at a variable rate and
pays interest at a fixed rate. As a general rule, these are amortising interest rate
swaps, whose nominal volume is reduced at regular, defined intervals. The following
table shows the nominal volumes as of the balance sheet date, the average (volume-weighted)
fixed interest rate and the fair value. It differentiates between interest rate swaps
that are part of an effective hedging relationship pursuant to IFRS 9 and those that
are not.
| In TEUR | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Nominal volume in TEUR | 527,943 | 442,540 |
| Of which in a hedging relationship | 424,571 | 391,873 |
| Of which not in a hedging relationship | 103,372 | 50,667 |
| Average interest rate in % | 1.93 | 2.17 |
| Average remaining term in years | 8.84 | 9.32 |
| Fair value in TEUR | -36,092 | -30,487 |
| Of which in a hedging relationship | -32,372 | -27,806 |
| Of which not in a hedging relationship | -3,720 | -2,681 |
The ineffective portion of the swaps in a hedging relationship was recognised as
income of TEUR 330 through profit and loss (previous year: expenses in the amount
of TEUR 56). The change in the market value of swaps that are not in a hedging relationship
was recognised as expenses of TEUR 1,039 through profit or loss (previous year: TEUR
529). The effective portion in the current financial year of TEUR -3,472 (previous
year: TEUR -11,305) was adjusted for deferred tax effects in the amount of TEUR 633
(previous year: TEUR 2,705) and recognised in equity. For the interest rate swaps
for which no more evidence of their effectiveness pursuant to IAS 39 could be provided
prior to 1 January 2018 (applicable period of IAS 39), the changes in value formerly
recognised in the hedge accounting reserves with no effect on profit or loss in the
amount of TEUR 12 (previous year: TEUR 12), taking into account the deferred tax liabilities
in the amount of TEUR -4 (previous year: TEUR -3), were amortised on schedule with
effect on profit or loss.
With regard to its financial assets and liabilities and planned transactions, Encavis
is mainly exposed to risk from interest rate changes. The aim of financial risk management
is to limit this market risk by means of ongoing activities. Derivative hedging instruments
are used to this end, depending on the risk assessment. In order to minimise default
risk, interest rate hedging instruments are only concluded with renowned banks with
corresponding credit ratings. As a general rule, only risks that impact the Group's
cash flow are hedged.
The risks facing the Encavis Group, as well as the extent of these risks, have either
not changed or not changed significantly compared with the 2019 consolidated financial
statements.
As of 30 June 2020, equity amounted to TEUR 753,903 (31 December 2019: TEUR 722,713).
The increase in the amount of TEUR 31,190, or 4.3 %, results primarily from the issue
of new shares, from the valuation effects for equity investments of the Group recognised
in the equity reserve and from the positive result for the reporting period. The payment
of the dividend for the previous financial year as well as the valuation effects for
the derivative financial instruments of the Group recognised in the hedge reserve
had the opposite effect. Share capital increased by TEUR 1,398 through contributions
in kind. The equity ratio is 25.0 % (31 December 2019: 25.3 %).
The Management Board and Supervisory Board of Encavis AG want the shareholders to
share in the success of the company to an appropriate extent. With this in mind, the
Supervisory and Management Boards of Encavis AG proposed, at the annual shareholders'
meeting on 13 May 2020, to pay out a dividend of EUR 0.26 for each dividend-entitled
share. This represents a year-on-year increase of 8.3 % (dividend for the 2018 financial
year: EUR 0.24). The proposal by the Management Board and Supervisory Board was approved
by a clear majority.
The Management Board and Supervisory Board wish to give Encavis AG shareholders the
greatest possible freedom of choice in connection with the dividend. As a result,
the dividend issued by Encavis AG was once again structured as an optional dividend.
As such, the company's shareholders had the choice of receiving the dividend entirely
in cash or a portion of the dividend in cash for payment of the tax liability and
the remaining portion of the dividend in the form of shares in the company.
The dividend was paid on 16 June 2020. Encavis AG gave the option of receiving the
dividend either wholly or partially in cash or in the form of shares. The acceptance
rate of 61.6 % is seen as a sign of the shareholders' confidence in the company and
is well above the level of the previous year. In total, 1,398,087 new bearer shares
were issued. The new shares have dividend rights from 1 January 2020 onwards. Share
capital increased from EUR 137,039,147.00 to EUR 138,437,234.00.
As of the reporting date, share capital therefore comes to EUR 138,437,234.00, divided
into 138,437,234 shares with a nominal value of EUR 1.00 per share.
In the course of normal business, the parent company Encavis AG maintains relationships
with subsidiaries and with other related companies (associates and companies with
the same staff in key positions) and individuals (majority shareholders and members
of the Supervisory Board and Management Board as well as their relatives).
Transactions with associates are carried out under the same conditions as those with
independent business partners. Outstanding items as of the reporting date are unsecured
and (with the exception of loans) interest-free, and settlement is made in cash. No
guarantees were provided to or by related parties with regard to receivables or liabilities.
| In TEUR | Services provided | Services received | Receivables | Liabilities | Loans issued incl. Interest |
| Cabrera Energia Solar S.L.* | 3,053 | ||||
| CHORUS IPP Europe GmbH | 261 | 255 | |||
| Genia Extremadura Solar S.L. | 2,328 | 69,725 | |||
| Gnannenweiler Windnetz GmbH & Co. KG | 19 | ||||
| Pexapark AG | 151 | 78 | |||
| Stern Energy S.p.A. | 6 | 794 | 29 | 786 | |
| Total | 5,648 | 964 | 255 | 107 | 70,511 |
| (30.06.2019) | (525) | (41) | |||
| (31.12.2019) | (139) | (129) | (147,266) |
In February 2020, Encavis sold Stern Energy GmbH to the associate Stern Energy S.p.A.
as planned, resulting in an inflow of liquid funds to the Group totalling TEUR 2,832.
A loan granted in the amount of TEUR 900 had the opposite effect.
On 19 May 2020, Encavis acquired the remaining shares in the company Cabrera Energia
Solar S.L. in Spain, which was previously reported under associates. From this point
forward, the company along with its subsidiaries are included in the consolidated
financial statements within the framework of full consolidation. At the same time,
the participating interest in Sisteme Electrico Conexion Nudo Don Rodrigo 220 KV S.L.
was acquired, which has been recognised as an associate since then and is valued according
to the equity method. There were no transactions to report between the acquisition
date and 30 June 2020, other than that the shareholding was reduced by 9.70 % to 40.30
%. Additional details on the acquisition can be found in the information on the scope
of consolidation in these notes.
As part of a capital increase for Pexapark AG, the shareholding was increased by
TEUR 1,935 in June 2020, now totalling 22.37 % as of 30 June 2020.
The participating interest in Richelbach Solar GbR in the amount of TEUR 120 as of
30 June 2020 (31 December 2019: TEUR 120) is classified as a joint operation pursuant
to IFRS 11. Encavis recognises its interest in the joint operation through the recognition
of its share in the assets, liabilities, income and expenses in accordance with its
contractually assumed rights and obligations.
As of the reporting date, rental contracts at arm's-length terms exist with B&L Holzhafen
West GmbH & Co. KG, a company allocated to Supervisory Board members Albert Büll and
Dr Cornelius Liedtke, for office space for Encavis AG. In the first half of 2020,
the sum of the transactions with B&L Holzhafen West GmbH & Co. KG amounts to TEUR
398 (previous year: TEUR 358). As of the balance sheet date, there were no outstanding
balances from transactions with B&L Holzhafen West GmbH & Co. KG.
For the company Encavis GmbH, there is a rental agreement regarding the Asset Management
segment's office space in Neubiberg with PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG,
a company related to Supervisory Board member Peter Heidecker. The rental agreement
has a fixed term until the end of 2019 and has renewed automatically by one year each
year since then unless either of the parties terminates it with a notice period of
six months. The contract thus runs until at least the end of 2021. The monthly rent
is based on customary market conditions. In the first half of 2020, the sum of the
transactions with PELABA Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG amounts to TEUR 74 (previous
year: TEUR 79). As of the balance sheet date, there were no outstanding balances from
transactions with PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG.
In the first half of 2020, apart from the Management Board members, the Group had
125 employees on average (previous year: 119), determined on the basis of the figures
on the respective reporting dates. The average number of employees is shown below
broken down by function:
| Encavis AG | Stern Energy GmbH respectively Encavis Technical Services GmbH | Encavis Asset Management AG | Encavis GmbH | Total | |
| Finance | 19 | 19 | |||
| (Previous year) | (19) | (19) | |||
| Operations | 27 | 27 | |||
| (Previous year) | (29) | (29) | |||
| Staff | 22 | 22 | |||
| (Previous year) | (19) | (19) | |||
| Investment | 7 | 7 | |||
| (Previous year) | (6) | (6) | |||
| Corporate Finance/Project Finance | 6 | 6 | |||
| (Previous year) | (3) | (3) | |||
| Asset Management | 32 | 13 | 45 | ||
| (Previous year) | (26) | (9) | (35) | ||
| Technology/Administration | 0 | 0 | |||
| (Previous year) | (10) | (10) | |||
| Total | 80 | 0 | 32 | 13 | 125 |
| (Previous year) | (75) | (10) | (26) | (9) | (119) |
The following table provides an overview of the capitalised rights of use per asset
class recognised under property, plant and equipment as of 30 June 2020:
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Land | 191,535 | 171,052 |
| Buildings | 5,447 | 5,806 |
| Power generation installations | 36,334 | 37,398 |
| Vehicles | 138 | 88 |
| Total | 233,454 | 214,343 |
As of 30 June 2020, lease liabilities are comprised as follows:
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Non-current | 183,914 | 178,092 |
| Current | 11,658 | 10,860 |
| Total | 195,573 | 188,952 |
The increase in rights of use and lease liabilities is primarily attributable to
the company acquisitions.
For the significant events after the end of the reporting period, the reader is referred
to the section "Events after the reporting date" in the interim Group management report.
Notifications in accordance with section 21, paragraph 1, or paragraph 1a, of the
Securities Trading Act (WpHG) are shown on the Encavis AG website at https://www.encavis.com/investor-relations/corporate-governance/.
This report includes forward-looking statements based on current expectations, assumptions
and forecasts by the Management Board and the information available to it. Known or
unknown risks, uncertainties and influences may mean that the actual results, the
financial position or the company's development differ from the estimates provided
here. We assume no obligation to update the forward-looking statements made in this
report.
Rounding differences may occur in percentages and figures in this report.
All relevant information relating to Encavis AG is published and provided on the
company's website www.encavis.com under "Investor Relations" in the interest of transparent
capital market communication.
Encavis AG has also been using social media such as LinkedIn (https://de.linkedin.com/company/encavis-ag)
and Twitter (https://twitter.com/encavis) to share company news and information quickly
and transparently.
The Investor Relations department is at the disposal of all existing and potential
shareholders at any time for questions and suggestions on the share and the company.
We look forward to hearing from you!
Encavis AG
Investor Relations
Grosse Elbstrasse 59
22767 Hamburg, Germany
| Tel.: | +49 (0)40 378 562 242 |
| Email: | ir@encavis.com |
We declare that, to the best of our knowledge and according to the applicable accounting
standards, the half-yearly financial reporting as of 30 June 2020, in connection with
the annual report for 2019, gives a true and fair view of the earnings, net assets
and financial positions of the Group, and that the situation of the Group is presented
in a true and fair way as to suitably describe the principal opportunities and risks
associated with the expected development of the Group.
Hamburg, August 2020
Encavis AG
Management Board
| Dr Dierk Paskert | Dr Christoph Husmann |
| CEO | CFO |
Encavis AG
Große Elbstraße 59
22767 Hamburg
T +49 (0) 40 3785 620
F +49 (0) 40 3785 62 129
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