![]() Epigenomics AGBerlin6-Monatsbericht zum 30. Juni 2016epigenomics1. JANUAR - 30. JUNI6-MONATSBERICHT6M 2016QUARTALSENTWICKLUNG DER KENNZAHLEN (UNGEPRÜFT)scroll
EPIGENOMICS AG - ZWISCHENBERICHT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2016BRIEF DES VORSTANDSVORSITZENDEN AN DIE AKTIONÄRESEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,ich freue mich sehr, mich Ihnen als neuer CEO der Epigenomics AG vorstellen zu dürfen.
Es ist mir eine überaus große Ehre, dieses großartige Unternehmen leiten und meinen
Beitrag zu seinem künftigen Erfolg leisten zu dürfen. Die blutbasierten Tests von
Epigenomics haben großes Potenzial zur grundlegenden Verbesserung der Krebsfrüherkennung
weltweit. Gemeinsam mit meinen engagierten und erfahrenen Kollegen bei Epigenomics
werde ich die Chance ergreifen, dieses Ziel zu erreichen - für die Patienten und für
unsere Aktionäre. Zunächst einmal möchte ich Ihnen etwas über meinen Werdegang sagen sowie zu dem, was
mich antreibt und motiviert. Über 20 Jahre lang war ich in Führungspositionen von
Unternehmen der Molekulardiagnostik sowie von Produktions- und Dienstleistungsunternehmen
in den USA tätig. Vor meinem Amtsantritt bei Epigenomics war ich Chief Executive Officer
und Director von AltheaDx Inc., Chief Operating Officer und Chief Financial Officer
von Enigma Diagnostics Inc., Vice President of Operations and Finance bei Third Wave
Technologies Inc. sowie Vice President of Operations bei Hologic Inc. Während meiner
bisherigen Laufbahn war ich für mehrere FDA-zugelassene diagnostische Produkte, unter
anderem für einen Vorsorgetest für Humane-Papillom-Viren (HPV) sowie für den ersten
zugelassenen HPV-Gentypisierungstest, verantwortlich. Ich verfüge über einen MBA-Abschluss
der Universität von Chicago und einen Bachelor of Science in Finanzen der Purdue-Universität. Während meiner - wenn auch bislang noch kurzen - Zeit bei Epigenomics habe ich einen
ersten Eindruck von den Mitarbeitern gewonnen und bin begeistert von der Dynamik und
dem Engagement des gesamten Teams. Dem außerordentlichen Einsatz dieses Teams ist
die weltweite Anerkennung der einzigartigen, proprietären Technologieplattform von
Epigenomics zu verdanken. Diese Plattform nutzt ein grundlegendes biologisches Phänomen:
die so genannte DNA-Methylierung, die äußerst informative krankheitsspezifische Biomarker
für unsere Diagnosetests liefert. Unser Hauptprodukt Epi proColon®, der erste CE-gekennzeichnete,
von der US-Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) und der chinesischen
Zulassungsbehörde China Food and Drug Administration (CFDA) zugelassene Bluttest zur
Krebsfrüherkennung, wurde bereits in Europa, China und den USA auf den Markt gebracht.
Daneben stellt Epi proLung®, ein Diagnosetest zur Erkennung von Lungenkrebs, der derzeit
als blutbasierter Test entwickelt wird, eine weitere bedeutende Chance für das Unternehmen
dar. Im April 2016 wurde Epi proColon® in den USA auf den Markt gebracht, nur zwei Wochen
nach der FDA-Zulassung des Tests zur Darmkrebs-Früherkennung bei Patienten mit einem
durchschnittlichen Erkrankungsrisiko, die nicht an anderen Vorsorgeuntersuchungen
wie der Koloskopie und dem FIT-Stuhltest (Fecal Immunological Testing) teilnehmen.
Die Kommerzialisierung des Tests wurde daraufhin in den USA gemeinsam mit unserem
strategischen Vertriebspartner Polymedco, Inc. begonnen. Es war eine außerordentlich
positive Nachricht für Epigenomics, dass die Laboratory Corporation of America Holdings
(LabCorp), das weltweit führende Gesundheitsdiagnostik-Unternehmen, als erstes Labornetzwerk
in den USA mit der Vermarktung von Epi proColon® beginnt. LabCorp ist Vorreiter bei
der Vermarktung innovativer diagnostischer Technologien und trägt dazu bei die Gesundheit
vieler Menschen durch die Verbindung aus Spitzen-Diagnostik, Arzneimittelentwicklung
und technologiebasierten Lösungen zu verbessern. Wir sind stolz darauf, mit den führenden
Unternehmen im Bereich der Gesundheitsdiagnostik zusammenzuarbeiten. Nach der positiven Zulassungsentscheidung der FDA und der anschließenden raschen Markteinführung
des Tests in den USA war das Team von Epigenomics erfreut über die Aufnahme von Epi
proColon® in die Empfehlungen zur Darmkrebsvorsorge (Screening) der United States
Preventive Task Force (USPSTF), die im "Journal of the American Medical Association"
(JAMA) veröffentlicht wurden. Die USPSTF war somit das erste unabhängige Fachgremium
in den USA, das den Test des Unternehmens zur Darmkrebs-Früherkennung kurz nach dessen
FDA-Zulassung anerkannt hat. In der veröffentlichten Empfehlung benennt die USPSTF
Epi proColon® ("SEPT9-DNA-Test") als einen von mehreren Vorsorgetests für die Früherkennung
von Darmkrebs. In dieser neuen Empfehlung verzichtet die USPSTF darauf, einzelne Methoden
besonders hervorzuheben oder zu empfehlen; vielmehrsoll die in der Vergangenheit stagnierende
Teilnahmerate an der Darmkrebsvorsorge insgesamt erhöht werden. Wir freuen uns sehr
darüber, dass die USPSTF die mögliche Rolle unseres neuen Bluttests bei der Darmkrebsvorsorge
anerkennt, insbesondere für Patienten, die die verfügbaren Methoden wie den FIT-Stuhltest
und die Darmspiegelung ablehnen. Die Aufnahme von Epi proColon® in die neue Empfehlung
zur Darmkrebsvorsorge der USPSTF stellt insbesondere den Bedarf an neuen Vorsorge-Optionen
heraus und wird dazu beitragen, die breite medizinische Verwendung und die Kostenerstattung
für Epi proColon® im US-Markt voranzutreiben. Was mich antreibt und motiviert, ist die Chance, ein Unternehmen zu leiten, das diesen
einfach durchzuführenden Test anbietet, der für Patienten eine enorme Chance darstellt,
Darmkrebs frühzeitig zu erkennen, so dass Behandlungen vorgenommen werden können und
somit ein Fortschreiten der Krankheit hin zu späteren Krebsstadien vermieden werden
kann. Darmkrebs ist bedauerlicherweise noch immer die zweithäufigste Todesursache
bei Krebserkrankungen in den USA. Die American Cancer Society schätzt, dass im Jahr
2016 in den USA über 134.000 neue Darmkrebsfälle diagnostiziert werden und etwa 50.000
Menschen an dieser furchtbaren Krankheit sterben werden. Obwohl Screening und die
Früherkennung von Darmkrebs Leben retten können, nehmen etwa 35 % der vorsorgeberechtigten
Amerikaner im Alter zwischen 50 und 75 Jahren nicht regelmäßig an einer Darmkrebs-Vorsorge
teil. Ich bin davon überzeugt, dass die Einfachheit und der Nutzen von Epi proColon®
zur Erhöhung der Teilnahme an Früherkennungsmaßnahmen sowie zur Verringerung der Zahl
der Todesfälle wegen Darmkrebs in den USA beitragen werden. Schließlich können Patienten
ohne spezielle Vorbereitung getestet werden; es ist nur eine einfache Blutprobe notwendig,
die dem Patienten bei einem Arztbesuch routinemäßig entnommen werden kann, und es
sind weder vorbereitende Maßnahmen bei der Ernährung noch eine Umstellung bei etwaiger
Einnahme von Medikamenten nötig. Wir folgen in unserem Unternehmen der Maxime, mit unseren Entwicklungen die Welt zu
verändern. Unser Ziel ist es, kommerziell erfolgreiche molekulardiagnostische Tests
anzubieten - von der Adressierung wichtiger klinischer Herausforderungen bei der präzisen
Entwicklung und Validierung von Biomarkern über die Entwicklung von IVD-Testkits bis
hin zum Marketing und Vertrieb unserer Produkte an Labore, Ärzte und Patienten. Wir sind davon überzeugt, dass der Schwerpunkt des Unternehmens auf der Krebserkennung
mithilfe von proprietären molekulardiagnostischen Tests eine bedeutende Chance zur
Schaffung von Mehrwert für die Kunden, Patienten und Aktionäre darstellt. Der wichtigste
Punkt auf unserer Agenda ist es nunmehr, die Vermarktung unseres blutbasierten Epi
proColon®-Tests zur Darmkrebsvorsorge im US-Markt voranzutreiben und gemeinsam mit
Polymedco positive Entscheidungen hinsichtlich der Kostenerstattung für dieses Produkt
innerhalb der USA zu erwirken. Zudem werden wir eng mit Fachorganisationen, Expertengruppen
und medizinischen Fachgesellschaften zusammenarbeiten, um die Verfügbarkeit sowie
den klinischen Nutzen unseres Tests zu bewerben. Die kürzlich erfolgte Zuteilung einer
eigenen Abrechnungsziffer der Stufe 1 im US-Verzeichnis der medizinischen Leistungen
CPT (Current Procedural Terminology) für Epi proColon® stellt einen wichtigen Meilenstein
auf dem Weg hin zu einer umfassenden Kostenerstattung dar. Die Abrechnungsziffer wird
mit der Einführung des aktualisierten Coding Handbook (Handbuch für Tests und Untersuchungen
mit Abrechnungsziffern) im Januar 2017 Anwendung finden. In der Zwischenzeit werden
die Kosten für Epi proColon® über die bestehende Abrechnungsziffer der Stufe 2 erstattet. Zur besseren Positionierung unseres Tests in den USA und zur Erfüllung üblicher Vorgaben
seitens der FDA nach der Zulassung neuer Vorsorgetests wird das Unternehmen eine Post-Approval-Studie
initiieren, um den Langzeitnutzen eines blutbasierten Darmkrebs-Screenings mit Epi
proColon® zu untersuchen. Wir werden weiterhin für die Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte einstehen,
das medizinische Marketing übernehmen und für die Zukunft die Voraussetzungen für
eine angemessene Kostenerstattung schaffen. Zeitgleich werden wir unsere Partner bei
der Erschließung neuer Märkte unterstützen. Insbesondere arbeiten wir eng mit unserem
Partner BioChain in China zusammen, um ihm bei seinem Vorhaben zu helfen, blutbasierte
Septin9-Tests für Darmkrebs in den chinesischen Markt einzuführen. Wir konzentrieren uns darauf, die Erfolgskultur von Epigenomics weiter auszubauen.
Das Engagement und die Leidenschaft zur grundlegenden Verbesserung der Krebsdiagnose
weltweit durch unsere hochwertigen Produkte - sowohl für Ärzte als auch für deren
Patienten - schweißen unser Team zusammen. Gemeinsam verfügen wir über die Eigenschaften,
die die Voraussetzungen für Erfolg sind: Erfahrung, Ressourcen und Ausdauer. Herzlichst Greg Hamilton Chief Executive Officer UNSERE AKTIEscroll
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GESCHÄFTSENTWICKLUNGDie erste Jahreshälfte 2016 war von der Zulassung unseres Hauptprodukts Epi proColon®
durch die US-Regulierungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) am 13. April 2016
geprägt. Zusammen mit unserem Kommerzialisierungspartner Polymedco haben wir der schnellen
Markteinführung unseres Tests, die nur zwei Wochen später (30. April) begann, höchste
Priorität beigemessen. Seitdem konzentrieren sich unsere Aktivitäten auf die Schulung
der Marketing- und Vertriebsteams sowie der Labormitarbeiter und auf die Etablierung
von Lieferprozessen von der Herstellung bis zu den Kunden von Polymedco. Um die erwartete
Nachfrage seitens der bestellenden Labore bedienen zu können, hat Polymedco einen
Vorratsbestand an Epi proColon®-Testkits aufgebaut. Im Mai 2016 waren wir sehr erfreut, bekannt geben zu können, dass die Laboratory Corporation
of America Holdings (LabCorp), eines der weltweit führenden Medizintest-Unternehmen,
als erstes Laborunseren Test landesweit in den USA anbieten werde. Seitdem haben auch
andere anerkannte Laboratorien damit begonnen, unseren Test zu bestellen und das Testverfahren
in ihre Arbeitsabläufe zu integrieren. Gemeinsam mit Polymedco konzentrieren wir uns
bei unseren Marketing-Aktivitäten weiterhin darauf, neue Kunden zu gewinnen, um den
Labormarkt schnellstmöglich zu durchdringen. Zu den potenziellen Hauptabnehmern zählen
Referenzlabore, sogenannte "integrated networks" (d. h. Einrichtungen, die sowohl
als Versicherer als auch als Gesundheitsdienstleister fungieren), Kliniken sowie Großkunden
von Polymedco. Im Juni 2016 hat die United States Preventive Task Force (USPSTF) Epi proColon® in
ihre Empfehlungen zur Darmkrebsvorsorge (Screening) aufgenommen. Die Empfehlungen
wurden im "Journal of the American Medical Association" (JAMA) veröffentlicht. In
der veröffentlichten Empfehlung benennt die USPSTF Epi proColon® ("SEPT9-DNA-Test")
als einen von mehreren Vorsorgetests für die Früherkennung von Darmkrebs. Die Verwendung
von Vorsorgetests wie Epi proColon® wird für Patienten im Alter von 50 bis 75 Jahren
empfohlen. Die USPSTF hat damit als erstes unabhängiges Fachgremium in den USA unseren
kürzlich von der FDA zugelassenen Darmkrebs-Früherkennungstest anerkannt. Die Sicherstellung der Kostenerstattung für die Durchführung des Epi proColon®-Tests
ist eine der Hauptaufgaben im Rahmen der Unterstützung unserer Kunden. Nach der Zuteilung
einer eigenen Abrechnungsziffer der Stufe 1 im US-Verzeichnis der medizinischen Leistungen
CPT (Current Procedural Terminology) für Epi proColon® haben wir weitere Schritte
zur Sicherstellung der Kostenerstattung für die Durchführung unseres Tests im Labor
eingeleitet. Im April 2016 hatte die chinesische Zulassungsbehörde CFDA (China Food and Drug Administration)
den Septin9-basierten Bluttest zur Darmkrebsvorsorge, der erfolgreich von unserem
strategischen Partner BioChain entwickelt und auf dem chinesischen Markt eingeführt
wurde, zu einem "innovativen Medizinprodukt" gekürt. Nur neun von insgesamt 7.530
im Jahr 2015 zugelassenen Medizinproduktenerhielten in dem kürzlich veröffentlichten
Jahresbericht ("2015 Medical Device Registration Annual Report") diese Auszeichnung
durch die chinesische Zulassungsbehörde. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEFINANZLAGE UND CASHFLOWIm ersten Halbjahr 2016 verringerte sich der Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit
von TEUR 4.607 im ersten Halbjahr 2015 um TEUR 601 auf TEUR 4.006. Dieser Rückgang
war in erster Linie darauf zurückzuführen, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres
2016 keine klinischen Studien durchgeführt wurden, während wir in der ersten Hälfte
des Vorjahres erhebliche Mittelabflüsse für unsere ADMIT-Studie zu verzeichnen hatten.
Ein weiterer Grund war im Vergleich mit 2015 eine stärkere Zunahme an Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten zum Berichtsstichtag
2016. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich im ersten Halbjahr 2016 um
TEUR 400 auf TEUR -290 (6M 2015: TEUR 110). Der Hauptgrund für diese Veränderung waren
im Vorjahr erhaltene Einzahlungen aus Investitionszuschüssen von TEUR 184, denen im
Berichtszeitraum nur Einzahlungen von TEUR 3 gegenüberstanden sowie Auszahlungen von
TEUR 199 für die Entwicklung unseres blutbasierten Epi proLung® Produkts. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2016
auf TEUR 9.002 (6M 2015: TEUR 7.555), was vornehmlich durch den Mittelzufluss aus
der Wandlung von fünf Wandelschuldverschreibungen zwischen Januar und April 2016 bedingt
war sowie durch unsere Kapitalerhöhung im Mai 2016 mit einem Bruttozufluss in Höhe
von TEUR 6.835 gegen die Ausgabe von 1,4 Mio. neuen Aktien. Unser Netto-Cashflow für die ersten sechs Monate 2016 lag bei TEUR 4.706 (6M 2015:
TEUR 3.058). Der Finanzmittelverbrauch verringerte sich im ersten Halbjahr 2016 auf
TEUR 4.296, nach TEUR 4.497im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum Berichtsstichtag auf TEUR 12.482 (31.
Dezember 2015: TEUR 7.779). ERTRAGSLAGEIm zweiten Quartal 2016 verzeichneten wir Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.260 und
damit einen Anstieg um 159 % gegenüber dem zweiten Quartal 2015 (TEUR 487). In den
ersten sechs Monaten 2016konnten wir einen Zuwachs des Gesamtumsatzes um 82 % von
TEUR 854 im ersten Halbjahr 2015 auf TEUR 1.556 verzeichnen. Die Produktumsätze stiegen infolge des Beginns unserer Vertriebstätigkeiten nach der
FDA-Zulassung für Epi proColon® im April 2016 in den USA deutlich um 319 % - von TEUR
289 im zweiten Quartal 2015auf TEUR 1.209 im zweiten Quartal 2016. Im zweiten Quartal
2016 wurden in Nordamerika 54 % (TEUR685) und in Asien 37 % (TEUR 460) unserer Gesamtumsatzerlöse
generiert. Mit Blick auf die ersten sechs Monate 2016 ist festzustellen, dass die
beiden Regionen nahezu 82 % unserer gesamten Umsatzerlöse erwirtschafteten, verglichen
mit lediglich 26 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig verlieren die
Erlöse aus Lizenzen und F&E-Services an Bedeutung: sie beliefen sich auf insgesamt
TEUR 51 im zweiten Quartal 2016 bzw. auf TEUR 161 im ersten Halbjahr 2016 (Q2 2015:
TEUR 198; 6M 2015: TEUR 396). Die Umsatzkosten lagen im zweiten Quartal 2016 bei TEUR 834 (Q2 2015: TEUR 247) und
erhöhten sich im ersten Halbjahr 2016 auf TEUR 867 (6M 2015: TEUR 376). Unsere Produktumsätze
in den USA wurden anfänglich durch die Verkäufe an unseren Kommerzialisierungspartner
Polymedco generiert, umfassen jedoch noch nicht unseren Anteil am Weiterverkauf durch
Polymedco an die Endkunden. Dementsprechend war unsere Bruttomarge mit 33,8 % im zweiten
Quartal 2016 und mit 44,3 % im ersten Halbjahr2016 weiterhin eher niedrig, wobei von
einer erheblichen Verbesserung ausgegangen wird, sobald uns unser vertraglicher Anteil
an den Umsatzerlösen von Polymedco gutgeschrieben wird. Die sonstigen Erträge in Höhe von TEUR 151 im zweiten Quartal 2016 (Q2 2015: TEUR
86) waren in erster Linie auf die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 56), Wechselkursgewinne
(TEUR 40) sowie auf Forschungszuwendungen von Dritten (TEUR 33) zurückzuführen. Bei unseren F&E-Kosten war ein Rückgang zu verbuchen; nach TEUR 1.632 im zweiten Quartal
2015 beliefen sie sich im zweiten Quartal 2016 auf TEUR 1.216. Grund hierfür ist der
Wegfall studienbezogener Kosten im Vergleich zum zweiten Quartal 2015. Im Sechsmonatszeitraum
war bei den F&E-Kosten- größtenteils aus demselben Grund - ein Rückgang von TEUR 3.846
im Vorjahr auf TEUR 3.350 im Geschäftsjahr 2016 zu verbuchen. Unsere Kosten für Vertrieb und Verwaltung stiegen im zweiten Quartal 2016 auf TEUR
2.826, ausgehend von TEUR 1.230 im Vergleichszeitraum 2015. Dieser Anstieg um TEUR
1.596 war teilweise auf die Rechtskosten im Zusammenhang mit einer Klage der Maxim
Group LLC ("Maxim") gegen uns zurückzuführen. Maxim macht Ansprüche wegen Vertragsverletzung,
ungerechtfertigter Bereicherung und unangemessener Vergütung für Teilleistungen geltend.
Maxim fordert Schadenersatz von rund TUSD 834, die dem Unternehmen angeblich wegen
seiner Funktion als "Placing Agent" im Zusammenhang mit dem Angebot von Wandelschuldverschreibungen
im Geschäftsjahr 2013 sowie deren anschließender Wandlung in Stammaktien zustehen.
Unsere Absicht ist es, eine Abweisung der Klage in ihrer Gesamtheit zu beantragen
und im Übrigen bestreiten wir eine Haftungsverpflichtung gegenüber Maxim. Mit einer
Entscheidung zu dem geplanten Klageabweisungsantrag wird nicht vor Ende 2016 gerechnet.
Des Weiteren wurden die Kosten für Vertrieb und Verwaltung durch Aufwendungen im Zusammenhang
mit der Amtsniederlegung des ehemaligen CEO der Gesellschaft, Dr. Thomas Taapken,
sowie durch die Rechts- und sonstigen Beratungskosten im Zuge der Verfolgung strategischer
Ziele hinsichtlich der künftigen Finanzierung der Gesellschaft beeinflusst. Die sonstigen Aufwendungen von TEUR 20 im Berichtsquartal (Q2 2015: TEUR 32) betreffen
nahezu ausschließlich Wechselkursverluste. Insgesamt beliefen sich unsere operativen Kosten im zweiten Quartal 2016 auf EUR 4,9
Mio., nach EUR 3,1 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Haupttreiber für
diese Entwicklung war der oben erwähnte Anstieg der Kosten für Vertrieb und Verwaltung.
Im Halbjahresvergleich stiegen die operativen Gesamtkosten von EUR 6,8 Mio. auf EUR
10,2 Mio. Im zweiten Quartal 2016 wurde ein Nettoverlust von EUR 3,3 Mio. (Q2 2015: EUR 2,5
Mio.) erfasst; für das erste Halbjahr 2016 ergab sich somit ein Nettoverlust in Höhe
von EUR 7,6 Mio. (6M 2015: EUR 5,6 Mio.). Der Fehlbetrag je Aktie für den Quartalszeitraum
stieg nur leicht auf EUR 0,16 (Q2 2015: EUR 0,15) und für das erste Halbjahr 2016
auf EUR 0,39 (6M 2015: EUR 0,35). Dabei ist festzuhalten, dass der gegenüber dem ersten
Halbjahr des Vorjahres stark gestiegene Nettoverlust teilweise dem Umstand geschuldet
ist, dass die nicht zahlungswirksamen Kosten für anteilsbasierte Vergütung im Geschäftsjahr
2016 deutlich um EUR 2,2 Mio. angestiegen sind, wobei der überwiegende Teil davon
auf das erste Quartal 2016 entfiel. Grund dafür war die hohe Volatilität des Kurses
unserer Aktie zwischen November 2015 und Januar 2016. Ohne Berücksichtigung dieses
außerordentlichen Einmal-Effekts blieb unser Nettoverlust im ersten Halbjahr 2016
auf annähernd dem gleichen Niveau wie im ersten Halbjahr 2015. VERMÖGENSLAGEZum Berichtsstichtag stieg das langfristige Vermögen von EUR 1,8 Mio. zum 31. Dezember
2015 auf EUR 2,3 Mio., im Wesentlichen aufgrund einer Wertzunahme der latenten Steueransprüche.
Das kurzfristige Vermögen stieg von EUR 10,8 Mio. zu Beginn der Berichtsperiode auf
EUR 15,6 Mio. zum 30. Juni 2016, was größtenteils auf unsere Kapitalerhöhung im Mai
2016 mit einem Netto-Mittelzufluss in Höhe von EUR 6,4 Mio. zurückzuführen ist. Die Erhöhung des gezeichneten Kapitals um EUR 2,5 Mio. und der Kapitalrücklage um
EUR 7,4 Mio. im ersten Halbjahr 2016 war durch die Wandlung von fünf Wandelschuldverschreibungen
sowie durch die bereits erwähnte Kapitalerhöhung im Mai 2016 bedingt. Unter Abzug
des Periodenfehlbetrags in Höhe von EUR 7,6 Mio. im ersten Halbjahr 2016 führte dies
zu einem Anstieg des Gesamteigenkapitals um EUR 2,1 Mio. auf EUR 9,2 Mio. zum Berichtsstichtag
(31. Dezember 2015: EUR 7,1 Mio.). Nichtsdestoweniger sank die Eigenkapitalquote zum
Berichtsstichtag auf 51,9 % (31. Dezember 2015: 56,3 %). Verglichen mit der Abschlussbilanz von 2015 stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten
um EUR 0,4 Mio. auf EUR 0,6 Mio. zum 30. Juni 2016 (31. Dezember 2015: EUR 0,2 Mio.)
und beinhalteten vornehmlich Rückstellungen für Ansprüche aus ausstehenden Phantom-Stock-Rechten.
Der höhere Wert dieser Rückstellungen ist durch den Anstieg des Kurses unserer Aktie
seit Jahresbeginn bis zum Berichtsstichtag bedingt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von EUR 5,3 Mio. zum 31. Dezember 2015
auf EUR 7,9 Mio. zum 30. Juni 2016, was in erster Linie auf die deutliche Erhöhung
der Rückstellungen von EUR 0,9 Mio. zum 31. Dezember 2015 auf EUR 3,3 Mio. zum Berichtsstichtag
infolge der oben beschriebenen Aktienkursentwicklung in der ersten Jahreshälfte 2016
sowie des höheren Betrags für offene Rechnungen zurückzuführen ist. Gegenteilig wirkten
sich die Abnahme von begebenen Wandelschuldverschreibungen aufgrund von fünf Wandlungen
im ersten Halbjahr 2016 sowie die Reduzierung erhaltener Anzahlungen von EUR 0,6 Mio.
zum Jahresanfang auf EUR 0,2 Mio. zum Berichtsstichtag aus. MITARBEITERDas Unternehmen zählte zum 30. Juni 2016 43 Beschäftigte (31. Dezember 2015: 39),
von denen 22 auf den Bereich Forschung und Entwicklung und 21 auf den Bereich Vertrieb
und Verwaltung entfielen. CHANCEN UND RISIKENDie Chancen und Risiken, denen die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens ausgesetzt
ist, sind im Konzernlagebericht, den wir zusammen mit dem Konzernabschluss 2015 veröffentlicht
haben, detailliert beschrieben. Dieser Konzernabschluss ist auf der Website der Gesellschaft
www.epigenomics.com zugänglich. In der Berichtsperiode haben sich bei den Chancen
und Risiken insgesamt zwei wesentliche Änderungen ergeben. Zwar kam durch die Klage
von Maxim (siehe oben im Abschnitt "Ertragslage") ein Risiko hinzu, jedoch besteht
seit der positiven Zulassungsentscheidung der FDA im April 2016 nicht mehr das große
Risiko einer Nichtzulassung für Epi proColon® in den USA. Dennoch ergibt sich daraus
ein neues Risiko für uns, da wir mit der von der FDA geforderte Studie nach Zulassung
("Post Approval Study") im zweiten Halbjahr beginnen müssen. Sobald es eine endgültige
Einigung mit der Behörde über das Design und die Größenordnung dieser Studie gibt,
werden wir die Risiken im Zusammenhang mit der Durchführung bewerten und hierüber
in unserem darauffolgenden Abschluss berichten. AUSBLICKWir bestätigen unsere Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr in einer Bandbreite
von EUR 3 bis 7 Mio. Der Großteil der Umsätze wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet.
Die Kennzahl EBITDA erwarten wir bereinigt um nicht-zahlungswirksame Aufwendungen
für Phantom-Stock-Programme in einer Bandbreite von EUR -9,5 bis -11,5 Mio. Die Veränderung
im Vergleich zur bisherigen Prognose (EUR-8,5 Mio. bis -10,5 Mio.) ist auf erhöhte
Aufwendungen für die Kommerzialisierung in den USA, Rechts- und Beratungskosten im
Zusammenhang mit der Prüfung strategischer Optionen, insbesondere einer US-Börsennotierung,
sowie durch Kosten im Zusammenhang mit den Änderungen im Vorstand der Gesellschaft
zurückzuführen. Epigenomics wird zukünftig den Ausblick in Bezug auf die Kennzahlen Umsatz und EBITDA
aktualisieren. Die EBITDA-Kennziffer wird dabei um nicht-zahlungswirksame Aufwendungen
für Phantom-Stock-Programme bereinigt, da diese Aufwendungen abhängig vom Aktienkurs
der Gesellschaft und daher nicht Teil ihrer operativen Planung und Performance sind. Wir erwarten, dass die liquiden Mittel von derzeit EUR 13,2 Millionen ausreichen,
um die Finanzierung der Geschäftstätigkeit bis in das Jahr 2017 hinein sicherzustellen. CORPORATE GOVERNANCEORDENTLICHE HAUPTVERSAMMLUNG 2016Die Epigenomics AG hielt ihre diesjährige ordentliche Hauptversammlung am 25. Mai
2016 in Berlin ab. Sämtlichen Tagesordnungspunkten wurde mit großer Mehrheit zugestimmt,
einschließlich der Vergrößerung des Aufsichtsrats von drei auf vier Aufsichtsratsmitglieder.
Die selbständige Unternehmensberaterin Frau Dr. Helge Lubenow aus Langenfeld (Rhld.)
wurde daraufhin von der Hauptversammlung für die kommenden zwei Jahre als neues, zusätzliches
Mitglied in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt und nahm die Wahl an. GENEHMIGTES UND BEDINGTES KAPITALIm Rahmen der in der Hauptversammlung gefassten Beschlüsse wurden die Genehmigten
Kapitalia 2015/I und 2015/II der Gesellschaft aufgehoben und die neuen Genehmigten
Kapitalia 2016/I und 2016/II geschaffen. Das Bedingte Kapital X wurde geändert. Zudem
wurde das Bedingte Kapital XI neugeschaffen, um es der Gesellschaft zu ermöglichen,
ein neues Aktienoptionsprogramm für Vorstände und Mitarbeiter aufzulegen. Aus diesem
Programm können nun ab Oktober 2016 bis einschließlich April 2018 Aktienoptionsrechte
an Berechtigte verteilt werden. Nähere Angaben zu diesen Beschlüssen und dem Aktienoptionsprogramm
sind der Einladung zu dieser Hauptversammlung zu entnehmen, die auf der Website der
Gesellschaft (www.epigenomics.com/de/news-investors/investor-relations/hauptversammlung.html)
veröffentlicht ist. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND SONSTIGES ERGEBNISFÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI (UNGEPRÜFT)scroll
KONZERN-BILANZZUM 30. JUNI (UNGEPRÜFT)AKTIVAscroll
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGFÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI (UNGEPRÜFT)scroll
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Zum Berichtsstichtag unterlagen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe
von TEUR 24 einer Verfügungsbeschränkung. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGZUM 30. JUNI (UNGEPRÜFT)scroll
ANHANGzum Konzern-ZwischenabschlussGRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODENGESELLSCHAFTSRECHTLICHE INFORMATIONEN UND BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEITEpigenomics ("Epigenomics" oder die "Gesellschaft") wurde im Jahr 1998 als Gesellschaft
mit beschränkter Haftung mit Geschäftssitz in Berlin gegründet. Diese wurde im Jahr
2000 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ist seither im Handelsregister Charlottenburg
unter HRB 75861 eingetragen. Seit dem 19. Juli 2004 ist die Gesellschaft im Segment
"Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (Börsenkürzel: ECX). Unternehmenszweck der Gesellschaft ist laut Satzung die Entwicklung und Vermarktung
von Verfahren und Produkten zur Gewinnung spezieller epigenetischer Parameter in großen
Mengen wie beispielsweise DNA-Methylierungs-Muster sowie der zu deren Beschaffung
und Auswertung notwendigen informationstechnologischen Grundlagen. Die Epigenomics
AG ist ein Molekulardiagnostik-Unternehmen, das proprietäre Produkte für die Früherkennung
und Diagnose von Krebs entwickelt und vertreibt. GRUNDSÄTZEDer vorliegende ungeprüfte Zwischenbericht des Epigenomics-Konzerns umfasst den verkürzten
Konzernzwischenabschluss und den Konzern-Zwischenlagebericht nach den Vorgaben von
§ 37w Abs. 3 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International
Accounting Standards Board (IASB), London, und der Interpretationen des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) unter Beachtung von IAS 34 Zwischenberichterstattung
aufgestellt, die zum Berichtsstichtag 30. Juni 2016 in Kraft waren und wie sie in
der Europäischen Union verbindlich anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss steht auch
im Einklang mit den Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) unter Beachtung von
DRS 16 Zwischenberichterstattung, die zum Berichtsstichtag 30. Juni 2016 in Kraft
waren und anzuwenden sind. Diesem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss liegt die Berichtsperiode 1. Januar bis
30. Juni 2016 zugrunde. Die Konzernwährung ist der Euro (EUR). Dieser Zwischenbericht ist in Verbindung mit dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr
2015 zu lesen, der eine ausführlichere Darstellung der Geschäftstätigkeit des Konzerns
und erläuternde Angaben zu den in der Berichtsperiode angewandten Rechnungslegungsmethoden
des Konzerns enthält. Dieser Zwischenbericht der Gesellschaft wurde durch den Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft
einer kritischen Durchsicht unterzogen. ANWENDUNG NEUER STANDARDS IN DER BERICHTSPERIODEIn der Berichtsperiode hat der Konzern von den folgenden vom IASB herausgegebenen,
von der Europäischen Union übernommenen und verpflichtend für den Rechnungslegungszeitraum
ab dem 1. Januar 2016 anzuwendenden, neuen und überarbeiteten IFRS und Interpretationen
Gebrauch gemacht. Generell erfordern die unten genannten Änderungen eine prospektive
Anwendung. scroll
Die Anwendung dieser neuen oder geänderten Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Bilanzierung der Gesellschaft. KONSOLIDIERUNGSKREISDer Konsolidierungskreis blieb gegenüber dem 31. Dezember 2015 unverändert; ihm gehören
die beiden Gesellschaften Epigenomics AG, Berlin, und Epigenomics, Inc., Seattle,
WA, USA, an. BEWERTUNG ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERTDieser Konzernzwischenabschluss wurde auf der Basis historischer Anschaffungskosten
erstellt, mit der Ausnahme einiger Finanzinstrumente die neubewertet wurden oder am
Ende einer jeden Berichtsperiode zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Zur Bestimmung und Offenlegung von beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten
verwendet die Gesellschaft die folgende Hierarchie im Einklang mit IFRS 13 Bewertung
zum beizulegenden Zeitwert: scroll
Die Buchwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, wie Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten, marktgängigen Wertpapieren sowie Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, begebenen Wandelschuldverschreibungen und sonstigen
Verbindlichkeiten entsprechen im Hinblick auf ihre kurzen Fälligkeiten annähernd ihren
beizulegenden Zeitwerten. Der Marktwert von marktgängigen Wertpapieren bestimmt sich
nach notierten Marktpreisen (Level 1).In der Berichtsperiode wurden weder Umgliederungen
zwischen den Levels 1 und 2 der beizulegenden Zeitwerte noch Umbuchungen in oder aus
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert im Level 3 vorgenommen. WÄHRUNGSUMRECHNUNGDie in der Berichtsperiode angewandten Wechselkurse stellen sich wie folgt dar: scroll
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ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND ZUM SONSTIGEN ERGEBNISUMSATZERLÖSEUmsatz nach Umsatzarten:scroll
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Umsatz nach geografischen Märkten:scroll
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SONSTIGE ERTRÄGEscroll
KOSTENZUORDNUNG NACH FUNKTIONENQ2 2015
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Q2 2016
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6M 2015
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6M 2016
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Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung in Höhe
von TEUR -61 im zweiten Quartal 2016 (Q2 2015: TEUR 153) bzw. in Höhe von TEUR 2.224
im ersten Halbjahr 2016 (6M 2015: TEUR 780). BETRIEBSERGEBNIS (EBIT) UND EBITDAscroll
ERGEBNIS JE AKTIEDas (unverwässerte und verwässerte) Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division
des Konzern-Periodenfehlbetrags durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der
in der jeweiligen Berichtsperiode ausgegebenen und zum Handel zugelassenen Aktien.
Die von der Gesellschaft gewährten und im Umlauf befindlichen Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen
haben gemäß IAS 33.41 und IAS 33.43 einen Verwässerungsschutz. Daher entspricht das
verwässerte dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZLANGFRISTIGES VERMÖGENscroll
Die angenommene Nutzungsdauer der für Epi proColon® aktivierten Entwicklungskosten
wurde nach der positiven Marktzulassungsentscheidung der FDA für dieses Produkt im
Rahmen der Werthaltigkeitsuntersuchung anlassbezogen überprüft und von bislang sechs
auf nunmehr zehn Jahre erhöht. Damit reduziert sich die monatliche Abschreibung für
diesen Vermögensgegenstand von TEUR 28 auf TEUR 9. KURZFRISTIGES VERMÖGENscroll
EIGENKAPITALDas Grundkapital der Epigenomics AG bestand zum 30. Juni 2016 ausschließlich aus 20.544.009
auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag. Das Gesamteigenkapital erhöhte
sich im ersten Halbjahr 2016 um EUR 2,1 Mio. auf EUR 9,2 Mio. zum Berichtsstichtag
(31. Dezember 2015: EUR 7,1 Mio.). LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITENRückstellungenIn früheren Berichtsperioden hat die Gesellschaft an die Mitglieder ihres Vorstands und an ihre Belegschaft Phantom-Stock-Rechte ausgegeben, die von den Begünstigten unter bestimmten Voraussetzungen ab 2016 ausgeübt werden können.1 Falls diese Voraussetzungen erfüllt sind und die Begünstigten ihre Rechte ausüben, ist die Gesellschaft verpflichtet, ihre Zusage aus diesen Rechten in bar zu begleichen. Der langfristige Anteil der Rückstellung für diese potenzielle Verpflichtung wurde zum 30. Juni 2016 unter Verwendung des Binomialverfahrens von Cox, Ross und Rubinstein mit TEUR 603 berechnet (31. Dezember 2015: TEUR 181). 1
Nähere Angaben sind dem Konzernabschluss 2015 zu entnehmen. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITENBegebene WandelschuldverschreibungenIm Dezember 2013 hat die Gesellschaft 25 Wandelschuldverschreibungen über je TEUR
107 zu einem Ausgabepreis von je TEUR 100 und mit einem Gesamtnennbetrag von TEUR
2.675 begeben. Im Verlauf des ersten Halbjahres 2016 wurden fünf der insgesamt ausgegebenen
Schuldverschreibungen von ihren Inhabern in 1.019.625 neue Aktien der Gesellschaft
gewandelt. Die verbleibenden fünf Wandelschuldverschreibungen wurden zum 30. Juni
2016 zum beizulegenden Zeitwert als Verbindlichkeiten bewertet. Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Rückstellungenscroll
Originäre Finanzinstrumentescroll
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ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Zahlungsmittel beinhalten Bankguthaben und Kassenbestände. Bei den Zahlungsmitteläquivalenten
handelt es sich um kurzfristig in einen bestimmten Zahlungsmittelbetrag umwandelbare
Finanzinstrumente, die einem nur sehr geringen Wertschwankungsrisiko unterliegen. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit leitet sich mittelbar vom Periodenergebnis
ab. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge
ermittelt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge
ermittelt. Aufgrund einer leicht geänderten Bereichszuordnung einzelner Sachverhalte im Berichtsjahr
sind die hier ausgewiesenen Vorjahreswerte nur bedingt mit den damals im Zwischenbericht
für das zweite Quartal 2015 veröffentlichten Werten vergleichbar. FINANZMITTELVERBRAUCHDie Mittelabflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit und aus Investitionstätigkeit
abzüglich der Wertpapiertransaktionen werden von der Gesellschaft als Kennzahl "Finanzmittelverbrauch"
überwacht. Dieser belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf EUR 4,3 Mio. (6M 2015: EUR
4,5 Mio.). SONSTIGE ANGABENANGABEN ÜBER AKTIENOPTIONENIn der Berichtsperiode wurden keine neuen Aktienoptionen gewährt. Außerdem wurden
in der Berichtsperiode keine Optionen ausgeübt. Zum 30. Juni 2016 belief sich die
Anzahl der noch im Umlauf befindlichen Aktienoptionen auf insgesamt 21.065 mit einem
durchschnittlichen Ausübungspreis von EUR 15,65. ANGABEN ZU DEN PHANTOM-STOCK-PROGRAMMENIn der Berichtsperiode wurden keine weiteren Phantom-Stock-Rechte ausgegeben. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Phantom-Stock-Rechte aus den Phantom-Stock-Programmen
der Gesellschaft belief sich auf 108.000 Stück aus dem PSP 2015, 331.633 Stück aus
dem PSP 2014, 714.000 Stück aus dem PSP 2013 und auf 188.879 Stück aus dem PSP 03-15. ANGABEN ÜBER AKTIENTRANSAKTIONEN DER MITGLIEDER VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND ("DIRECTORS' DEALINGS")Im Berichtsquartal hat die Gesellschaft keine Aktientransaktionen von Mitgliedern
ihres Vorstands und ihres Aufsichtsrats veröffentlicht. ANTEILSBESITZ AN EIGENKAPITALNSTRUMENTEN UND PHANTOM-STOCK-RECHTEN DER EPIGENOMICS AG VON MITGLIEDERN DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATSscroll
NACHTRAGSBERICHTAm 1. Juli 2016, nach dem Ende der Berichtsperiode, nahm Herr Greg Hamilton als neuer
Chief Executive Officer (CEO) seine Arbeit für die Gesellschaft auf. Er folgt damit
auf Dr. Thomas Taapken, der mit Wirkung zum 30. Juni 2016 seine Ämter als CEO und
Chief Financial Officer der Epigenomics AG niedergelegt hatte. Dieser Zwischenbericht wurde vom Vorstand der Gesellschaft am 9. August 2016 verabschiedet
und zur Veröffentlichung freigegeben. Berlin, 9. August 2016 Der Vorstand VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Berlin, 9. August 2016 Der Vorstand ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDieser Zwischenbericht enthält ausdrücklich oder implizit in die Zukunft gerichtete
Aussagen, die die Epigenomics AG und deren Geschäftstätigkeit betreffen. Solche Aussagen
stellen keine historischen Fakten dar und verwenden daher an einigen Stellen die Worte
"werden", "glauben", "erwarten", "voraussagen", "planen", "wollen", "unterstellen"
oder ähnliche Formulierungen. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf gegenwärtigen
Planungen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen der Gesellschaft sowie auf gewissen
Annahmen und schließen bestimmte bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und
andere Faktoren ein, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die
Finanzlage und die Leistungen der Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen
oder Leistungen abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum Ausdruck
gebracht wurden. Leser dieses Zwischenberichts werden ausdrücklich davor gewarnt, sich auf diese zukunftsgerichteten
Aussagen, die nur zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Zwischenberichts Gültigkeit
besitzen, in unangemessener Weise zu verlassen. Die Epigenomics AG beabsichtigt weder
noch wird sie die in die Zukunftgerichteten Aussagen dieses Zwischenberichts aufgrund
neuer Informationen oder künftiger Ereignisse bzw. aus anderweitigen Gründen aktualisieren. BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die Epigenomics AG, Berlin Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gesamtergebnisrechnung
(Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis), verkürzter Bilanz, verkürzter
Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Epigenomics AG,
Berlin, für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichtes nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichtes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. München, 9. August 2016 Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
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