Effecten-Spiegel AGDüsseldorfJahresabschluss zum 31.12.2012Lagebericht zum 31.12.2012Das Geschäftsjahr 2012 war in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Börsenjahr. Obwohl sich der ökonomische Hintergrund mit Euro-Krise und weltweiter Überschuldung der Volkswirtschaften kaum geändert hatte, konnte der Dax seinen Verlust aus 2011 fast vollständig aufholen und schloss mit einem Jahresgewinn von 29 %. Der durch eine hohe Liquidität getriebene Aufwärtstrend wurde jedoch zweimal massiv in Frage gestellt: einmal durch den Schuldenschnitt Griechenlands im Frühjahr und ein weiteres Mal im Sommer, als der wirtschaftliche Zusammenbruch Spaniens drohte. Ungewöhnlich war zudem, dass der Dow Jones im gleichen Zeitraum nur ein Plus von 7,26 % (währungsbereinigt 5,28 %) erreichte. Auch die Börsenumsätze waren insgesamt vergleichsweise niedrig, und aus europäischen Aktienfonds gab es gleichzeitig größere Kapitalabflüsse. Die Effecten-Spiegel AG schließt das Geschäftsjahr 2012 mit einem Bilanzgewinn von 1,816 Mio. Euro ab. Der NAV als Nettoinventarwert aller Vermögenswerte inkl. stiller Reserven und stiller Lasten sowie inkl. Verbindlichkeiten betrug nach Steuern und Ausschüttung für das Vorjahr per Saldo 20,09 Euro je Aktie. Ungeachtet aller Krisen konnte die Gesellschaft seit 2008 nicht nur ihr Vermögen erhalten, sondern durchgängig jedes Jahr eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre vornehmen. Für das Geschäftsjahr 2012 schlägt die Verwaltung der Hauptversammlung eine um 25 % auf 0,50 Euro verbesserte Dividende je Stamm- und Vorzugsaktie vor, was einer Ausschüttungsquote von 96,95 % entspricht. Die Verwaltung schreibt damit ihre traditionell aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik auch für das abgelaufene Geschäftsjahr fort. Das Jahresergebnis resultiert zum einen aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens, vornehmlich der Auflösung der Aktienpositionen Lanxess AG, Caterpillar Inc., Biotest AG sowie Bilfinger AG. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt 1,578 Mio. Euro. Zum anderen konnten 1,157 Mio. Euro an Dividenden aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens vereinnahmt werden, wobei die Siemens-Aktien mit 225.000 Euro den mit Abstand größten Anteil beisteuerten. Mit Wertpapierverkäufen des Umlaufvermögens wurden 1,5 Mio. Euro Gewinn realisiert. Belastet wurde das Jahresergebnis durch außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen von insgesamt 1,5 Mio. Euro (bedingt durch den erneuten Wertverlust bei der SMA Solar AG und der 7days music entertainment AG) und auf das Umlaufvermögen in Höhe von 474 T€. Dem standen aufgrund einer Wertaufholung zum Bilanzstichtag Zuschreibungen in Höhe von insgesamt 830 T€ für die Beteiligung an der Action Press Holding AG und der Porsche SE gegenüber. Im Berichtszeitraum fand bei der Gesellschaft eine steuerliche Außenprüfung der Finanzbehörde statt. Prüfungsschwerpunkt war neben der steuerlichen Veranlagung der Wertpapiere vor allem die steuerliche Behandlung der eigenen Anteile. Diese waren bis zur Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Jahr 2010 zwingend im Umlaufvermögen zu bilanzieren. Damit war nach strengem Niederstwertprinzip bei gesunkenem Börsenkurs zum Bilanzstichtag eine Abschreibung auf den Kurswert vorzunehmen. Entgegen der Auffassung der bisherigen Betriebsprüfungen dürfen die Verluste aus eigenen Aktien steuerlich nicht geltend gemacht werden. Die in früheren Jahren vorgenommen Abschreibungen sind somit steuerlich nicht mehr abzugsfähig. Die Durchbrechung des Maßgeblichkeitsgrundsatzes nach § 5 Einkommensteuergesetz (EStG) führt in diesem Fall zu einem Auseinanderfallen von Handels- und Steuerbilanz. Die sich daraus ergebende Steuerlast für eigene Anteile liegt nach Feststellung der Betriebsprüfung bei knapp 1,2 Mio. Euro. Nach Verbrauch des Verlustvortrages der Gesellschaft ergibt sich für 2012 noch ein Liquiditätsabfluss von 441 T€ für den Prüfungszeitraum sowie eine Steuerlast von 415 T€ auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 2,189 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 1,773 Mio. Euro. Das Verlagsgeschäft trug 24 T€ zum Ergebnis bei und blieb damit trotz erhöhter Werbeaufwendungen und deutlich nachlassendem Kioskgeschäft im positiven Bereich. Das Abonnentengeschäft hat sich in einem widrigen Marktumfeld weiter stabilisiert. Das zeigt auch die steigende Zahl der Vorauszahlungen. Auch in 2013 wird die Euro-Krise das zentrale Thema bleiben. Der Euro selbst konnte sich aufgrund der expansiven Liquiditätspolitik der EZB in den letzten Monaten stabilisieren. Angesichts der Geldschwemme und fehlender Anlagealternativen sowie der fortgeführten Niedrigzinspolitik liegen die größten Anlagechancen weiterhin in den Aktienmärkten. Die Verwaltung wird daher die Liquidität von 22,52 % per 31.12.2012 weiter reduzieren und in substanzstarke Aktien investieren. Der Fokus liegt dabei auf Deutschland und den USA, die bisher alle volkswirtschaftlichen Probleme der verschiedenen Weltregionen zwar nicht schadlos, aber vergleichsweise gut überstanden haben. Zudem sind hier die Währungsrisiken kalkulierbarer als in anderen Währungsräumen. Aus diesem Grund sind bereits zu Beginn des Berichtszeitraums größere Investitionen in US-Titel wie IBM Corp., Deere & Co. sowie in die kanadische Eisenbahngesellschaft Canadian National Railway Company getätigt worden. In Deutschland hat sich die Effecten-Spiegel AG bei Fielmann AG, der MAN SE sowie bei Gerry Weber AG und SAP AG mit jeweils mehr als 500 T€ neu engagiert. Eine größere Position wurde zudem in den in Amsterdam gelisteten globalen Marktführer für Tierernährung und Fischfutterproduktion, die Nutreco N.V., aufgebaut. Die Bestände an Aktien der Vossloh AG, der Cisco Systems Inc. sowie an der McDonalds Corp. wurden in der Berichtsperiode weiter ausgebaut. Mit einem Investitionsvolumen von 3 Mio. Euro gehört Vossloh AG neben den Wertpapieren der Kali + Salz AG sowie der Siemens AG nunmehr zu den größten Finanzanlagen der Gesellschaft. Das Anlagevermögen erhöhte sich in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr um 7,144 Mio. Euro auf 51,8 Mio. Euro, die Bilanzsumme um 1,275 Mio. Euro oder 1,8 % auf 73,36 Mio. Euro. Das Eigenkapital hat sich nach 1,4 Mio. Euro Ausschüttung für das Vorjahr und 1,773 Mio. Euro Jahresüberschuss für das Berichtsjahr auf 69,9 Mio. Euro erhöht und entspricht damit 95,3 % der Bilanzsumme. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Da ausschließlich nur eigenes Kapital für Neuinvestitionen eingesetzt wird, bestehen keine Kreditrisiken. Steuer- und Prozessrisiken werden durch Rückstellungen in der Bilanz abgebildet. Durch die hohe Diversifikation im Portfolio der Gesellschaft werden Klumpenrisiken im Anlagebestand vermieden. So gehört die Begrenzung des Investitionsvolumens je Einzelengagement auf maximal 10 % des Eigenkapitals zu einem der wesentlichen Grundsätze des Risikomanagements, das einer ständigen Überprüfung und Abstimmung mit dem Aufsichtsrat unterliegt. Im Geschäftsjahr 2013 liegt die taktische Ausrichtung auf der Erhöhung der Aktienquote. Mit wachstumsstarken Dividendentiteln sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt, die erfolgreiche Anlage- und Ausschüttungspolitik weiter fortzusetzen.
Düsseldorf, 28. Januar 2013 Effecten-Spiegel AG Der Vorstand Bilanz zum 31.12.2012Aktiva
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2012
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2012 für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
Anhang zum 31.12.2012A. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Vorräte Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Verbindlichkeiten Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Latente Steuern Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen bzw. im Rahmen der Bewertung von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens. B. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von T€ 1.502 außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. Im Berichtsjahr sind Zuschreibungen in Höhe von T€ 830 (Vorjahr T€ 0) gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen worden. Die Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten betrugen T€ 15.391. Die hierauf entfallenden kumulierten Abschreibungen beliefen sich auf T€ 19, so dass ohne die o. g. in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Zuschreibungen ein Netto-Anlagenabgang von T€ 15.372 im Berichtsjahr zu verzeichnen war. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt T€ 1.578. 2. Umlaufvermögen Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit einem Bilanzwert in Höhe von T€ 3.919 sind zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB im Gesamtwert von T€ 474 vorgenommen worden. Im Berichtsjahr waren keine Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorzunehmen. 3. Rückstellungen Bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1a+b, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. 5. Eigene Anteile - § 160 AktG Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2008 wurde die Gesellschaft ermächtigt, wahlweise Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt für 18 Monate und somit nur bis Ende 2009. Aufgrund der neuen Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB n. F. zwingend ein saldierter Ausweis unter der Position „Eigenkapital“ (vgl. Angaben zu Punkt 6).
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Zusammensetzung der eigenen Anteile demnach wie folgt:
6. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG
Bei einer eventuellen Veränderung durch den Verkauf eigener Anteile erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB i.V.m. Artikel 66 (3) EGHGB mit Wirkung zum 1.1.2010 eine nunmehr vorgeschriebene Aufteilung des Gesamtbetrages der eigenen Anteile auf das gezeichnete Kapital und auf die Gewinn- oder Kapitalrücklagen. C. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB - 1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB - Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 10, davon 1 Vorstandsmitglied und 9 sonstige Angestellte. 2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 9a HGB - Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen, Sachbezüge, Versicherung und Pensionsvorsorge betrugen in 2012 für den Vorstand T€ 295. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat beliefen sich auf T€ 27. 3. Bezüge von früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen - § 285 Nr. 9b HGB - Die Gesamthinterbliebenenbezüge betrugen in 2012 T€ 63. Die anteilige Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt T€ 697. 4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 10 HGB - Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:
5. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 160 (1) Nr. 8 AktG - Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
6. Angaben zu Finanzinstrumenten - § 285 Nr. 18 HGB - Bei den zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten erfolgte insgesamt ein Ansatz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Börsenkurse zum Ende des Prüfungszeitraumes ergaben stille Lasten i.H.v. insgesamt T€ 5.080 und stille Reserven i.H.v. insgesamt T€ 3.300. 7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB - Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 25 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Abschlussprüfung. 8. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinnes Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt. Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung: Das Jahresergebnis beträgt € 1.773.133,55. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31.12.2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 1.816.007,79 wie folgt zu verwenden: 1) einen Teilbetrag in Höhe von € 1.760.682,50 an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als a) Dividende für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von € 0,50 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = € 953.125,00 b) Dividende für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von € 0,50 je dividendenberechtigte Stammaktie = € 807.557,50 2) den Teilbetrag der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, sowie den Restbetrag von € 55.325,29 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 28. Januar 2013 Effecten-Spiegel AG Vorstand Bericht des Aufsichtsrats zum 31.12.2012Im Geschäftsjahr 2012 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Lage der Gesellschaft befasst und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Situation einschließlich der Risikolage unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei wesentlichen Entscheidungen beraten und die Geschäftsführung überwacht. Gegenstand der vier ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrates waren die aktuelle Geschäftsentwicklung im Bereich Vermögensverwaltung und Verlagsgeschäft. Der Vorstand nahm an allen Sitzungen teil und erörterte alle wichtigen Themen mit dem Aufsichtsrat, vor allem seine Finanz- und Investitionsentscheidungen. Der Aufsichtsrat hatte stets Gelegenheit, sich mit den Berichten, den monatlichen Planzahlen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen sowie den Beschlussvorschlägen des Vorstandes kritisch auseinanderzusetzen und Anregungen einzubringen. Am 23.02.2012 wurden in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers über den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss der Gesellschaft 2011, den Lagebericht und den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns beraten. Nach der unabhängigen Prüfung der Jahresabschlussunterlagen durch den Aufsichtsrat wurden diese in der Sitzung am 13.03.2012 gebilligt. In der Sitzung am 09.05.2012 fasste der Aufsichtsrat den Beschluss zur Satzungsanpassung an das Gesetz zur Änderung von Vorschriften und Bekanntmachungen vom 22.12.2011, wonach die Einberufung der Hauptversammlung im Bundesanzeiger zu erfolgen hat. Zudem wurde der einstimmige Beschluss gefasst, dass die Effecten-Spiegel AG weiter im Börsensegment des Freiverkehrs verbleibt. Strategische Überlegungen unter den geänderten Marktbedingungen sowie die aktuelle Personalsituation des Unternehmens bildeten den Schwerpunkt der Beratung des Aufsichtsrates am 05.09.2012. Auch außerhalb der Sitzungen berichtete der Vorstand schriftlich und mündlich unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 AktG dem Aufsichtsratsvorsitzenden und leitete allen Gremiumsmitgliedern wichtige Berichte und Unterlagen zu. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu beanstanden. Der von der Hauptversammlung am 25.05.2012 gewählte Abschlussprüfer, die Wisbert Treuhand GmbH, Neuss, hat den vom Vorstand nach den Regelungen des HGB aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2012 unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichtes des Vorstandes geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss 2012 mit dem Lagebericht und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zugeleitet. Die Jahresabschlussunterlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 07.02.2013 mit dem Vorstand ausführlich erörtert und vom Aufsichtsrat insbesondere mit Blick auf die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft. Der Abschlussprüfer berichtete in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 28.02.2013 über das Ergebnis seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG zum 31.12.2012 mit dem Lagebericht des Vorstandes in seiner Bilanzsitzung gebilligt. Er ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag, der eine Dividende von 0,50 Euro je gewinnberechtigte Stamm- und Vorzugsaktie vorsieht, schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen für die Effecten-Spiegel AG tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr.
Düsseldorf, 28. Februar 2013 Udo Christochowitz, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bestätigungsvermerk zum 31.12.2012„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar“.
Neuss, den 15. Februar 2013 WISBERT - TREUHAND GmbH Jörg Wisbert, Wirtschaftsprüfer Ergebnisverwendungsbeschluss zum 31.12.2012Auszug aus dem Protokoll über die ordentliche Hauptversammlung der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft am 23. Mai 2013 Zu Punkt 2 der Tagesordnung Zu diesem Tagesordnungspunkt wies der Vorsitzende zunächst darauf hin, dass der Vorschlag zur Gewinnverwendung vom Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsbericht auf S. 9 angegeben sei. Gemäß § 71 b AktG werde die Dividende nicht auf eigene Aktien der Gesellschaft bezahlt. Die betreffenden Beträge würden zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zur Zeit halte die Gesellschaft 384.885 eigene Stammaktien. Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung: Der zum 31. Dezember 2012 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von Euro 1.816.007,79 wird wie folgt verwendet: 1) einen Teilbetrag in Höhe von Euro 1.760.682,50 wird an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre verteilt als a) Dividende für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von Euro 0,50 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = Euro 953.125,00 b) Dividende für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von Euro 0,50 je dividendenberechtigte Stammaktie = Euro 807.557,50. 2) den Teilbetrag, der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung zusätzlich im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt sowie der Restbetrag von Euro 55.325,29 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Vorsitzende stellte fest und verkündete, dass die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Ergebnisverwendung bei einer Präsenz von 875.789 Aktien bei 5.514 Gegenstimmen und 0 Enthaltungen mit 870.275 Ja-Stimmen, das seien 99,37 Prozent des vertretenen stimmberechtigten Grundkapitals, mit der erforderlichen einfachen Mehrheit beschlossen worden sei. Im Nachgang zur Hauptversammlung hat die übliche Kontrollzählung ergeben, dass nicht 5.514 Gegenstimmen, sondern 6.014 Gegenstimmen abgegeben worden sind. Somit betrug die Anzahl der Ja-Stimmen 869.775. |
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