Effecten-Spiegel AG.DüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht zum 31.12.2014Das Geschäftsjahr 2014 war ein anspruchsvolles Börsenjahr und ein Jahr der Extreme. Während Rubel und Ölpreis ins Bodenlose fielen, markierte der Dax neue Rekordhochs, zeigte dabei allerdings eine bemerkenswerte Schwankungsbreite von fast 20 %. Im Juni knackte der deutsche Leitindex erstmals in seiner Geschichte die Marke von 10.000 Punkten, weckte dann aber im Oktober mit seinem Sturz auf 8.354 Punkte jähe Erinnerungen an jüngste Börsenkrisen. Das Jahr endete für den Dax schließlich mit einem Plus von 2,65 %. Der Dow Jones erreichte ebenfalls ein neues Rekordniveau. Anfang Juli notierte der US-Standardwerte-Index erstmals in seiner langen Geschichte bei 17.000 Punkten, schloss aber zu Jahresultimo mit einem Plus von 7,52 %. In Japan stiegen die Aktienkurse am stärksten, wurden jedoch durch den Kursverlust des Yen nivelliert. Auch der Euro gab in der 2. Jahreshälfte knapp 12 % gegenüber dem Dollar nach, wobei die Weltleitwährung im Vergleich zu allen Währungen stark zulegen konnte. Die konsequente Haltung der Verwaltung, nicht in Russland oder andere politisch instabile Regionen zu investieren, erwies sich in Anbetracht der globalen wirtschaftspolitischen Entwicklungen als richtig. Mit der Entscheidung, Aktieninvestitionen ausschließlich im amerikanischen und europäischen Markt zu tätigen, wurden darüber hinaus Währungsrisiken ebenfalls minimiert. Im Berichtszeitraum wurde der Anteil an US-amerikanischen Aktien um 43,8 % auf knapp 25 % am investierten Gesamtkapital (ohne eigene Anteile) erhöht. So wurden unter anderem Anteile an dem US-amerikanischen Fernsehsatellitenbetreiber und Pay-TV-Anbieter DirecTV Inc., der 3D Systems Corp. sowie dem Biotechnologieunternehmen Gilead Science Inc. oder auch dem Pharmagroßhändler Walgreens Boots Alliance Inc. erworben. Die Aktien der kanadischen Eisenbahngesellschaft Canadian National Railway Corp. (CNR) wurden gegen Anteile der CSX Corp., einem US-amerikanischen Frachttransport- und Logistikunternehmen, getauscht. Die vollständige Veräußerung der Aktien an der CNR sowie der deutschen Fielmann AG und dem Restbestand an der Allianz SE erbrachten insgesamt knapp 1,5 Mio. Euro Gewinn. Die Position an der Siemens AG wurde auf 41.500 Stückaktien reduziert und so Teilgewinne in Höhe von 363 T€ realisiert. Mit einer Rendite von 71 % bzw. 55,3 % wurden die Positionen an der Symrise AG sowie der Schweizer Lonza Group AG jeweils halbiert. An Zinsen und Dividenden wurden im Berichtszeitraum 1,343 Mio. € eingenommen. Den Veräußerungsgewinnen stehen außerplanmäßige Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von 612 T€ und das Anlagevermögen von 1,728 Mio. € gegenüber. Hierin sind allein 845 T€ Wertminderung auf die längerfristigen Finanzanlagen der Energiebranche (SMA Solar Technology AG und RWE AG Vz.) enthalten. Da personelle Querelen sowie Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen den Aktienkurs des SDax-Konzerns Vossloh AG dauerhaft belasten, wurde auf den Bestand eine Abwertung von knapp 300 T€ vorgenommen. Nach vier unvorhersehbaren Gewinnwarnungen innerhalb weniger Wochen kurz nach der Hauptversammlung der Bilfinger SE im Mai wurden die bis dahin gut gelaufenen Aktien des Baudienstleisters aus kaufmännischer Vorsicht ebenfalls per Saldo abgewertet. Hier gibt es inzwischen Untersuchungen der BaFin, und auch die Effecten-Spiegel AG prüft, ob Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden können. Alle weiteren bekannten Risiken werden durch Rückstellungen in Höhe von insgesamt 1,996 Mio. € in der Bilanz abgebildet, davon 1,8 Mio. € an Pensionszusagen für aktive und bereits ausgeschiedene Mitarbeiter. Bei den Rückstellungen für laufende Gerichtsverfahren in Höhe von 65 T€ entfallen 20 T€ auf das Klageverfahren gegen die Deutsche Bank AG wegen der Postbank-Übernahme. Die Effecten-Spiegel AG fordert von dem Finanzinstitut die Differenz zwischen dem von der Bank bezahlten Angebotspreis im Rahmen eines freiwilligen Pflichtangebots an die Postbank-Minderheitsaktionäre und dem von ihr früher gezahlten Erwerbspreis an die Deutsche Post AG. Hier hat die Effecten-Spiegel AG im Juli 2014 einen sensationellen Erfolg vor dem Bundesgerichtshof (BGH) erstritten und damit Rechtsgeschichte geschrieben. Die Karlsruher Richter verwiesen das Verfahren zurück an das Oberlandesgericht Köln zur Beweisaufnahme. Den Prozessrisiken stehen somit verhältnismäßig hohe, nicht bilanzierte Chancen auf Nachzahlung in Millionen-Euro-Höhe gegenüber. Das trifft auch für die von der Effecten-Spiegel AG geführten Spruchverfahren gegen UniCredit wegen des Zwangsausschlusses bei der HVB und gegen die MAN SE/Truck Bus GmbH um eine höhere Barabfindung im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der MAN SE zu. Die Volatilität der Aktienmärkte erfordert, dass das Risikomanagement der Gesellschaft insbesondere auf die Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Durch die Begrenzung des Investitionsvolumens je Einzelengagement auf maximal 10 % des Eigenkapitals weist das Portfolio eine hohe Diversifikation aus, und es werden so Klumpenrisiken im Anlagebestand ausgeschlossen. Neben der Fundamentalbetrachtung für die Auswahl der Wertpapiere werden auch charttechnische Besonderheiten einbezogen. Ein Echtzeit-Informationssystem ermöglicht dem Vorstand eine frühzeitige Reaktion auf sich verändernde Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurde die Effecten-Spiegel AG von einem Vorstandsmitglied und seit April 2014 zusätzlich von einer Einzelprokuristin vertreten. Bei Geschäften von grundlegender Bedeutung gibt es zudem Zustimmungsvorbehalte seitens des Aufsichtsrates, der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft vom Vorstand informiert wird. Im Verlagsgeschäft liegen die Risiken vor allem in den zurückgehenden Leserzahlen und der sinkenden Bereitschaft, für ein Printprodukt Geld zu bezahlen. Dem Umbruch in der Medienlandschaft wird daher mit einer zusätzlichen digitalen Plattform Rechnung getragen. Diese wurde im eigenen Haus entwickelt und geht im Februar 2015 an den Start. Der digitale ES ist nach heutigem Stand auf allen aktuellen PCs, Laptops, Tablets und Smartphones lesbar und als Ergänzung zum Printprodukt konzipiert. Er ermöglicht sowohl den jetzigen Abonnenten als auch Neu-Lesern und Interessenten einen digitalen Zugriff auf Inhalte der Printausgabe. Trotz Anlaufkosten für die digitale Projektentwicklung sowie gestiegener Aufwendungen für Werbung in Höhe von 992 T€ sowie rückläufigen Umsatzerlösen war das Verlagsgeschäft auch im Berichtszeitraum rentabel. Kreditrisiken bestehen keine, da die Gesellschaft Wertpapiere grundsätzlich nur durch den Einsatz von Eigenmitteln erwirbt. Der in der Bilanz per 31.12.2014 ausgewiesene Barmittelbestand liegt entsprechend der mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Investitionsregelung bei 15,45 Mio. €. Das Eigenkapital beträgt per Saldo 70,952 Mio. €. Damit stellt sich die Eigenkapitalquote auf 96,2 %. Der Jahresüberschuss beträgt 2,402 Mio. €, der Bilanzgewinn 2,870 Mio. €. Zum Erstellungsstichtag der Bilanz ergaben sich aus stillen Lasten und Reserven bei den Finanzanlagen kumuliert stille Reserven in Höhe von 7,043 Mio. €. Die Gewinnrücklage beträgt unverändert 7,607 Mio. €. Die Verwaltung beabsichtigt daher, den Bilanzgewinn fast vollständig an die Aktionäre auszukehren und sie mit einer stabilen Dividende von 0,75 € je Stamm- und Vorzugsaktie am Geschäftsergebnis zu beteiligen. Der nach Ausschüttung verbleibende Restgewinn von 229 T€ soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Wie die ersten Wochen des Jahres 2015 zeigen, liegen die größten Chancen im deutschen Aktienmarkt. An den übrigen europäischen Märkten wirkt zumindest kurzfristig die Griechenland-Unsicherheit. Die niedrige Bewertung der europäischen Aktien lässt jedoch genügend Raum für weitere Kurssteigerungen. Obwohl sowohl US-Titel als auch deutsche Aktien in der Nähe oder sogar über ihren historischen Höchstständen liegen, ergeben sich für diese aufgrund der aktuellen Zins- und Liquiditätssituation weiterhin gute Kurschancen. Die Verwaltung der Gesellschaft rechnet daher mit einem guten Aktienjahr.
Düsseldorf, 26. Januar 2015 Effecten-Spiegel AG Der Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2014
Bilanz zum 31.12.2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2014 für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014
Anhang zum 31.12.2014A. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Vorräte Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung bei Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben. Verbindlichkeiten Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Latente Steuern Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen bzw. im Rahmen der Bewertung von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens. B. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von T€ 1.729 (Vorjahr T€ 1.519) außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. Im Berichtsjahr sind Zuschreibungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1.141) gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen worden. Die Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten betrugen T€ 24.081. Die hierauf entfallenden kumulierten Abschreibungen beliefen sich auf T€ 42, so dass ein Netto-Anlagenabgang von T€ 24.039 im Berichtsjahr zu verzeichnen war. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt T€ 3.589. 2. Umlaufvermögen Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit einem Bilanzwert in Höhe von T€ 2.932 sind zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB im Gesamtwert von T€ 612 (Vorjahr T€ 605) vorgenommen worden. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren keine Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorzunehmen. 3. Rückstellungen Bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1a+b, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. 5. Eigene Anteile - § 160 AktG Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2008 wurde die Gesellschaft ermächtigt, wahlweise Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt für 18 Monate und somit nur bis Ende 2009. Aufgrund der neuen Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB n. F. zwingend ein saldierter Ausweis unter der Position „Eigenkapital“ (vgl. Angaben zu Punkt 6).
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Zusammensetzung der eigenen Anteile demnach wie folgt:
6. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG
Bei einer eventuellen Veränderung durch den Verkauf eigener Anteile erfolgt gemäß § 272 (1 a) n. F. HGB i.V.m. Artikel 66 (3) EGHGB mit Wirkung zum 1.1.2010 eine nunmehr vorgeschriebene Aufteilung des Gesamtbetrages der eigenen Anteile auf das gezeichnete Kapital und auf die Gewinn- oder Kapitalrücklagen. C. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB - 1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB - Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 10, davon 1 Vorstandsmitglied und 9 sonstige Angestellte. 2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 9a HGB - Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen, Sachbezüge, Versicherung und Pensionsvorsorge betrugen in 2014 für den Vorstand T€ 338. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat beliefen sich auf T€ 27. 3. Bezüge von früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen - § 285 Nr. 9b HGB - Die Gesamthinterbliebenenbezüge betrugen in 2014 T€ 63. Die anteilige Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt T€ 659. 4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 10 HGB - Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt: Vorstand: Frau Marlis Weidtmann, Heiligenhaus Aufsichtsrat: Herr Dipl.-Kfm. Udo Christochowitz, Waldshut/Tiengen (Vorsitzender) (Ehem. Geschäftsführer der Hochwald Nahrungsmittelwerke GmbH, 06.11.2013 bis 07.10.2014 Aufsichtsratsvorsitzender der infas Holding AG) Herr Wolfgang Aleff, Coesfeld (Mitglied, vom 07.11.2013 bis 21.05.2014 stellv. Vorsitzender) (Selbstständiger Unternehmensberater, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der GSC Holding AG) Herr Dr. Klaus Hahn, Essen (Stellv. Vorsitzender bis 31.10.2013) (Selbstständiger Unternehmensberater, bis 31.10.2013 Aufsichtsratsvorsitzender der infas Holding AG, bis 31.10.2013 Aufsichtsratsmitglied der Wohnungsgesellschaft des Rheinischen Handwerks AG) Herr Dipl.-Kfm. Joachim Meinke, Hamburg (Mitglied ab 07.11.2013 durch Beschluss AG Düsseldorf, vom 21.05.2014 bis 13.08.2014 stellv. Vorsitzender, Vorsitzender ab 14.08.2014, Geschäftsführer der action press gmbh & co. kg, Hamburg) Herr Dipl.-Ökonom Michael Böckhoff, Bergisch Gladbach (Mitglied ab 05.08.2014, durch Beschluss AG Düsseldorf, ab 14.08.2014 stellv. Vorsitzender, Geschäftsführer der Vermögensberatungsgesellschaft Dipl.-Ökonom Michael Böckhoff GmbH) 5. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 160 (1) Nr. 8 AktG - Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
6. Angaben zu Finanzinstrumenten - § 285 Nr. 18 HGB - Bei den zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten erfolgte insgesamt ein Ansatz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Börsenkurse zum Ende des Prüfungszeitraumes ergaben stille Lasten i.H.v. insgesamt T€ 3.394 und stille Reserven i.H.v. insgesamt T€ 10.437. 7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB - Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 25 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Abschlussprüfung. 8. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinnes Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt. Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung: Das Jahresergebnis beträgt € 2.402.402,22 . Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31.12.2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 2.870.488,22 wie folgt zu verwenden: 1) einen Teilbetrag in Höhe von € 2.641.023,75 an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als a) Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von € 0,75 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = € 1.429.687,50, b) Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von € 0,75 je dividendenberechtigte Stammaktie = € 1.211.336,25, 2) den Teilbetrag der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, sowie den Restbetrag von € 229.464,47 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 26. Januar 2015 Effecten-Spiegel AG Vorstand Bericht des Aufsichtsrats zum 31.12.2014Der Aufsichtsrat der Effecten-Spiegel AG hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und seine Geschäftsführung überwacht. Im Geschäftsjahr 2014 fanden fünf ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen. Der Vorstand berichtete anhand der monatlichen Planzahlen und der betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die aktuelle Lage der Gesellschaft. Anlageentscheidungen und strategische Überlegungen in einem schwierigen Marktumfeld wurden ebenso wie das Verlagsgeschäft und die Beteiligungen der Effecten-Spiegel AG und deren wirtschaftliche Situation erörtert. Nach dem Rücktritt des Herrn Dr. Claus Hahn aus dem Aufsichtsrat der Effecten-Spiegel AG aus gesundheitlichen Gründen war Herr Dipl. Volkswirt Joachim Meinke am 07. November 2013 gerichtlich als neues Aufsichtsratsmitglied bestellt worden. Herr Meinke nahm erstmals am 15. Januar 2014 an der Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft teil. Nach seiner Wahl durch die Hauptversammlung am 21. Mai 2014 wurde er zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Der Vorstand berichtete in der Aufsichtsratssitzung am 15.01.2014 ausführlich über das Geschäftsjahr 2013. Auf Basis der vorläufigen Zahlen schlug der Vorstand eine Dividende von € 0,75 pro Aktie vor. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag zu. In der Sitzung am 21. Februar 2014 wurde nach ausführlicher Erörterung mit dem Vorstand und den Wirtschaftsprüfern der Jahresabschluss 2013 gebilligt und festgestellt. Frau Dipl. Kff. Susanne Heinen wurde mit Wirkung zum 01. März 2014 zur Prokuristin der Effecten-Spiegel AG ernannt. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 18. Juni 2014 legte der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Udo Christochowitz, zum 31. Juli 2014 sein Mandat und somit auch das Amt des Vorsitzenden des Gremiums nieder. Der Aufsichtsrat konzentrierte seine Aktivitäten in den folgenden Wochen auf die Auswahl eines geeigneten Nachfolgers für Herrn Christochowitz. Auf Vorschlag der Verwaltung wurde Herr Dipl.-Ökonom Michael Böckhoff durch Gerichtsbeschluss vom 04. August 2014 zum Aufsichtsrat bestellt. Auf der Aufsichtsratssitzung am 14. August 2014 konstituierte sich der neue Aufsichtsrat der Effecten-Spiegel AG wie folgt: Vorsitzender: Joachim Meinke, stellvertretender Vorsitzender: Michael Böckhoff, Mitglied: Wolfgang Aleff. Wie auf allen Aufsichtsratssitzungen berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat ausführlich über die Lage der Gesellschaft, d.h. sowohl über die Kapitalanlagen und Beteiligungen als auch über das Verlagsgeschäft. Die aktuelle Planrechnung der Gesellschaft und andere Reporting- und Controlling Instrumente werden insbesondere dem neuen Aufsichtsratsmitglied erläutert. Ein besonderes Thema war das aktuelle Urteil, das die Effecten-Spiegel AG am 29. Juli 2014 vor dem BGH gegen die Deutsche Bank erstritten hatte. In der AR-Sitzung am 13. November 2014 wurde erneut das Berichtswesen erörtert und damit auch die bereits begonnene Diskussion über mögliche Anlageziele und Strategien fortgesetzt. Die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Regulierung der Finanzwirtschaft wurde vom Vorstand dargelegt. Der Aufsichtsrat überzeugte sich vom ordnungsgemäßen und gesetzeskonformen Status aller Geschäftsbereiche der Gesellschaft. Auch außerhalb der Sitzungen fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand statt. Der Aufsichtsrat war über den Gang der Geschäftspolitik, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie über Risikostruktur und -management stets informiert. Wesentliche Grundlage der Tätigkeit des Aufsichtsrats bildeten die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands, die dieser unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 AktG innerhalb, aber bei Bedarf auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen erstattet hat. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu beanstanden. Der vom Vorstand zeitnah nach den Regelungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichtes des Vorstandes von dem durch die Hauptversammlung am 21. Mai 2014 gewählten und durch den Aufsichtsrat schriftlich beauftragten Abschlussprüfer, die Wisbert Treuhand GmbH, Neuss, geprüft. Er wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung. Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht des Vorstandes und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung wurden von dem Aufsichtsrat geprüft. Hierfür wurden diese Unterlagen sowie der Prüfungsbericht der Wisbert Treuhand GmbH rechtzeitig vorgelegt und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 23. Februar 2015 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über das Ergebnis seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und auf der Grundlage seiner eigenen, unabhängigen Prüfung in seiner Sitzung am 04. März 2015 den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG zum 31. Dezember 2014 mit dem Lagebericht des Vorstandes gebilligt. Er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft für ihre engagierte Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014. Darüber hinaus dankt der Aufsichtsrat dem ausgeschiedenen Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Udo Christochowitz an dieser Stelle noch einmal für seine 40jährige erfolgreiche Tätigkeit für die Gesellschaft.
Düsseldorf, 05. März 2015 Vorsitzender des Aufsichtsrates Bestätigungsvermerk zum 31.12.2014„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar“.
Neuss, den 12. Februar 2015 W I S B E R T - T R E U H A N D GmbH Rolf Ricken, Wirtschaftsprüfer Ergebnisverwendungsbeschluss zum 31.12.2014Auszug aus dem Protokoll über die ordentliche Hauptversammlung der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft am 27. Mai 2015 Zu Punkt 2 der Tagesordnung Zu diesem Tagesordnungspunkt wies der Vorsitzende zunächst darauf hin, dass der Vorschlag zur Gewinnverwendung vom Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsbericht auf S. 9 Punkt 8) angegeben sei. Gemäß § 71 b AktG werde die Dividende nicht auf eigene Aktien der Gesellschaft bezahlt. Die betreffenden Beträge würden zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zur Zeit halte die Gesellschaft 384.885 eigene Stammaktien. Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung: Der zum 31. Dezember 2014 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von Euro 2.870.488,22 wird wie folgt verwendet: 1) einen Teilbetrag in Höhe von Euro 2.641.023,75 wird an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre verteilt als a) Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von Euro 0,75 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = Euro 1.429.687,50. b) Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von Euro 0,75 je dividendenberechtigte Stammaktie = Euro 1.211.336,25. 2) den Teilbetrag, der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt sowie der Restbetrag von Euro 229.464,47 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Vorsitzende stellte fest und verkündete, dass die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Ergebnisverwendung bei einer Präsenz von 931.583 Aktien bei 2.782 Gegenstimmen und 7.334 Enthaltungen mit 921.467 Ja-Stimmen, das seien 99,7 Prozent des vertretenen Grundkapitals mit der erforderlichen einfachen Mehrheit beschlossen worden sei. |
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