Effecten-Spiegel AG.DüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016LageberichtUnternehmensstruktur und Strategie Die Effecten-Spiegel AG ist eine in Düsseldorf ansässige Aktiengesellschaft, deren Stamm- und Vorzugsaktien im Freiverkehr an den Börsen München und Stuttgart notieren. Gegenstand des Unternehmens sind das Verlagsgeschäft, die Kapitalanlage für eigene Rechnung sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen und Gesellschaften. Die Effecten-Spiegel AG gibt jede Woche ein gleichnamiges Börsenjournal heraus, das als Printprodukt im Abonnement, über den Pressegroßhandel (Grosso) und in Bahnhofsbuchhandlungen sowie auch digital vertrieben wird. Wesentliche Grundlage sowohl für die Kapitalanlage für eigene Rechnung als auch für das Verlagsgeschäft ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Gesellschaft. Kapitalsicherheit und regelmäßige Dividendenausschüttungen für die Aktionäre sind die strategischen Ziele. Dabei stellen Aktien das Hauptinvestment dar. Ihre Auswahl folgt sowohl einem wertorientierten als auch wachstumsorientierten Investmentansatz. Das erfordert eine intensive fortlaufende Analyse der Märkte und der einzelnen Unternehmen mit ihrer jeweiligen Bilanzqualität, dem Management sowie ihrer Produkte. Neben der Fundamentalbetrachtung bei der Auswahl der Wertpapiere werden auch charttechnische Gegebenheiten und politische Rahmenbedingungen einbezogen. Investiert wird in ausgewählte Einzeltitel, vornehmlich in Europa und den USA. Dabei wird eine Risikostreuung über verschiedene Branchen und Länder hinweg angestrebt, ebenso durch die Begrenzung des Investitionsvolumens je Einzelengagement auf maximal 10 % des Eigenkapitals der Effecten-Spiegel AG. Die Gesellschaft wird von einem Vorstandsmitglied und zusätzlich von einer Einzelprokuristin vertreten. Bei Geschäften von grundlegender Bedeutung gibt es zudem Zustimmungsvorbehalte seitens des Aufsichtsrates, der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft vom Vorstand informiert wird. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklung der Aktienmärkte 2016 Nach einem verpatzten Jahresstart 2016 der internationalen Aktienmärkte hat sich die Situation zum Ende des Jahres wieder beruhigt. Dennoch mussten Anleger im abgelaufenen Geschäftsjahr starke Nerven beweisen. Vor allem für deutsche und schweizerische Aktionäre war 2016 kein leichtes Börsenjahr. In DAX und MDAX gab es per Ultimo mehr Kursrückgänge als –steigerungen. Der Schweizer SMI litt vor allem unter der schwachen Kursentwicklung der Pharma-Schwergewichte und den Aussagen zur Pharma-Branche von den beiden US-Präsidentschaftskandidaten. Allein bis zum 11. Februar verlor der deutsche Leitindex rund 19 % und markierte bei 8.699 Punkten ein Jahrestief. Zwar erholten sich die Kurse nach dem steilen Absturz wieder, ohne jedoch eine spürbare Dynamik zu entfalten. Das allseits unerwartete Brexit-Votum im Juni ließ die Kurse in Europa zunächst abermals einbrechen. Der DAX verlor allein am darauffolgenden Tag über 1000 Punkte. Unter dem Strich stand für ihn im 1. Halbjahr der Berichtsperiode ein Verlust von 9,9 %, für den MDAX ein Minus von 4,5 %. Der TecDAX als Index der Technologiewerte verlor sogar 12,5 %. Größte Verlierer in Deutschland waren die Banktitel. Die Deutsche Bank markierte mit 12,05 € ein neues Rekordtief und verlor damit in den ersten sechs Monaten fast die Hälfte ihres Wertes. Ähnlich erging es den Commerzbank-Aktien, die das 1. Halbjahr mit einem Minus von 39,2 % beendeten. Noch am 5. Dezember notierte der deutsche Leitindex im Minus. Dennoch konnte er auf Jahressicht eine positive Entwicklung nehmen, da das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl für gute Stimmung an den Aktienmärkten sorgte und die Aussagen des designierten Präsidenten Trump vor allem Banktitel und Versorger nach oben hievten. An der Wall Street sorgten die von Trump in Aussicht gestellten Steuersenkungen und hohen Investitionen in die Infrastruktur noch in den letzten Wochen des Jahres für einen regelrechten Kaufrausch. Der US-Leitindex Dow Jones eilte zeitweise von Rekord zu Rekord. Diesen Rückenwind konnten die Aktienmärkte sowohl in den USA als auch in Europa mit in das neue Börsenjahr 2017 nehmen. Geschäftsentwicklung Die starke politische Einflussnahme auf die Märkte sowie das Negativ-Zinsumfeld lassen nicht nur die Kapitalvermehrung zur Herausforderung werden, sondern bereits den Vermögenserhalt. In einem anspruchsvollen Marktumfeld schließt die Effecten-Spiegel AG das Geschäftsjahr 2016 erneut mit einem erfreulichen Ergebnis über Vorjahresniveau ab. Der Jahresüberschuss liegt per Ultimo bei 3,244 (Vj.: 3,153) Mio. €. Der Bilanzgewinn erreicht 3,81 Mio. € nach 3,38 Mio. € im Vorjahr. Kapitalanlage für eigene Rechnung Wesentliche Teile des Ergebnisses im Berichtszeitraum resultieren aus Veräußerungen von Wertpapieren des Anlagevermögens. Allein der Verkauf eines Teilbestandes an der infas Holding AG im Januar sowie des Depotbestandes an der schweizerischen Actelion Ltd. steuerten zusammen einen Ertrag von 2,035 Mio. € bei. Nach Teilgewinnmitnahmen in den Vorjahren wurde ebenfalls der Restbestand an Starbucks-Aktien in der Berichtsperiode verkauft, der einen Ergebnisbeitrag nach Steuern von 385 T€ liefert. Damit ergibt sich für diesen Wert seit Depotaufnahme eine Rendite inkl. Dividendeneinnahmen von 45,93 %. Zeichnungsgewinne in Höhe von 322 T€ konnten aus dem Börsengang der ehemaligen Bayer-Kunststoffsparte Covestro vereinnahmt werden. Nach einer Kurssteigerung von fast 56 % innerhalb eines Jahres wurden bei Infineon für einen Teil des Vermögensbestandes Gewinne in Höhe von 251 T€ realisiert. Vor dem Hintergrund der Diskussion baldiger US-Zinserhöhungen war trotz weiterhin guter Aussichten für deutsche Immobilien seit Oktober eine Eintrübung der Sektor-Marktbreite zu beobachten. Vor Ausprägung einer anhaltenden Schwächephase wurden daher alle Immobilienwerte im zweiten Halbjahr mit einem kleinen Gewinn veräußert, der sich in der Summe auf 519 T€ beläuft. Auch die Aktie des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 prägte eine relative Schwäche aus, nachdem sie Anfang März in den deutschen Leitindex DAX aufgestiegen war. Der Bestand wurde vor dem Totalabsturz der Aktie mit einem durchschnittlichen Kurswert von 41,45 € komplett veräußert, was einem Ertrag von 118 T€ entspricht. Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u.a. Anteile an der Pfeiffer Vacuum Technology AG und an den beiden Marktführern im Bereich Lachszucht im offenen Meer, der auf den Färöer-Inseln ansässigen Bakkafrost sowie der norwegischen Marine Harvest. Die zehn größten Aktienpositionen des Finanzanlagevermögens der Gesellschaft sind, geordnet nach Positions- größe auf Basis des Tageskurswertes zum 31.12.2016, die infas Holding AG, MAN SE (Stämme), Symrise AG, Porsche Holding SE (Vorzüge), Apple Inc., Nestle S.A., Pfeiffer Vacuum Technology AG, Merck KGaA, Sanofi S.A. und die Airbus SE. Verlagsgeschäft Auch wenn Medienexperten seit Jahren den Untergang der Printmedien prognostizieren, ist das Print noch lange nicht tot. Allerdings ist es auch kein Selbstläufer mehr, und die meisten Verlage verdienen trotz Werbeeinnahmen kein Geld damit. Die Marke „Effecten-Spiegel“ steht seit nunmehr 45 Jahren für fachkompetente, kritische und vor allem unabhängige Berichterstattung. Als streng faktenorientiertes Journal zeichnet sich der Effecten-Spiegel durch seine Stiltreue aus und hat jeden flatterhaften Trend überlebt. Der Effecten-Spiegel finanziert sich als einziges Journal Deutschlands ausschließlich über den Verkauf seiner Ausgaben, nimmt keine Anzeigen auf und ist damit in seiner Berichterstattung völlig unabhängig. Allerdings wird es immer schwieriger, das Verlagsgeschäft profitabel zu halten. Daher wird das Konzept jedes Jahr einer kritischen Analyse unterzogen. Mit der Ausgabe 37/2016 wurde das Format des Journals auf DIN A4 vergrößert und damit die Wünsche der Leser zu mehr Übersichtlichkeit und Lesbarkeit umgesetzt. Zudem wurde auf ein hochwertigeres Papier umgestellt. Der Umfang erweiterte sich um vier Seiten. Einzelne Inhalte gewinnen dadurch mehr Raum. Zusätzlich gibt es eine neue Rubrik „Randnotizen“, unter der allgemeine Steuer- und Finanzthemen behandelt werden. Trotz unseres effizienten Kostenmanagements haben sich dadurch die Herstellungskosten für das Journal erhöht. Die gestiegenen Aufwendungen für Papier, Druck und Vertrieb führten zu einer Preisanhebung für das Einzelheft auf 3,80 € von vorher 3,30 €. Um den Einzelverkauf zielorientierter in die deutschsprachigen Kioske und Bahnhofsbuchhandlungen zu bringen, ist der Verlag eine Partnerschaft mit dem DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH in Hamburg eingegangen. All diese Maßnahmen führten dazu, dass sich die Umsatzerlöse im Verlagsgeschäft mit 2,87 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabilisieren konnten. Die Abo-Vorauszahlungen (passive Rechnungsabgrenzung) haben sich gegenüber dem Vorjahr (818 T€) leicht auf 834 T€ erhöht. Nach Abzug aller Kosten liefert das Verlagsgeschäft auch für 2016 unter dem Strich wieder einen positiven Ergebnisbeitrag. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Gesellschaft hat durch die Einziehung von 93.750 Stammaktien ihr Grundkapital von 10.000.000 € um 240.000 € auf 9.760.000 € herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung wurde am 4. April 2016 ins Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Die Gesamtzahl der Aktien der Effecten-Spiegel AG beträgt nunmehr 3.812.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien, eingeteilt in die gleiche Anzahl an stimmberechtigte Stammaktien und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Auf die Höhe des ausgewiesenen Eigenkapitals hat die Einziehung eigener Aktien keine Auswirkungen, weil mit der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) 2010 die erworbenen eigenen Anteile wie eine Bilanzkürzung behandelt werden. Es kommt lediglich zu einer bilanziellen Verschiebung innerhalb der Eigenkapitalpositionen. Zum 31.12.2016 verfügt die Gesellschaft damit über Kapitalrücklagen in Höhe von 51,41 Mio. € und über Gewinnrücklagen in Höhe von 7,56 Mio. €. Die Bilanzsumme erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 413 T€ oder 0,6 % auf 75,04 Mio. €. In Ausnutzung des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 hat der Vorstand am 30. August beschlossen, bis zu 89.365 Vorzugsaktien zu einem maximalen Betrag von 1,475 Mio. € im Zeitraum vom 02.09.2016 bis 31.12.2016 zu erwerben. Die Gesellschaft beauftragte die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba), den Rückkauf als Rückkaufprogramm gemäß Kapitel II der Delegierten Verordnung der EU durchzuführen. Im Rahmen des Aktienrückkaufs wurden im genannten Zeitraum insgesamt 7.337 Vorzugsaktien der Gesellschaft erworben. Der Aktienrückkauf ist damit zunächst abgeschlossen. Die Effecten-Spiegel AG hält zum 31.12.2016 insgesamt 298.472 eigene Aktien im Bestand, 291.135 Stammaktien und 7.337 Vorzugsaktien. Die stillen, nicht bilanzierten Reserven auf die eigenen Anteile belaufen sich nach Kapitalherabsetzung und Aktienrückkauf per Jahresultimo auf einen Depotwert von 4,8 Mio. € (fiktive fortgeführte Anschaffungskosten 3,7 Mio. €). Aus Verkäufen von Wertpapieren wurden im Berichtszeitraum Gewinne in Höhe von 4,44 Mio. € realisiert. An Zinsen und Dividenden wurden 1,196 Mio. € vereinnahmt. Neben den Kosten der Unternehmensführung bestimmen die stichtagsbedingt zu bildenden außerordentlichen Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 1,334 Mio. € sowie auf das Umlaufvermögens in Höhe von 256 T€ die Aufwandsseite. Dazu kommen der Liquiditätsabfluss im Mai für die Dividendenzahlung in Höhe von 2,82 Mio. € und die zu bildenden Rückstellungen. Die im Geschäftsjahr abgeschlossene Betriebsprüfung ergab für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 eine steuerliche Nachzahlung inkl. Zinsen von 198 T€. Da die Finanzanlagen ein nichtabnutzbares Wirtschaftsgut bzw. Vermögenswert darstellen, sind darauf weder handelsrechtlich noch steuerrechtlich zwingend Abschreibungen vorzunehmen, es sei denn, es handelt sich dabei um dauerhafte Wertminderungen. Nach diesem Ansatz sind auf die Anteile der K+S AG erneut Abwertungen in Höhe von 650 T€ vorzunehmen. Der Rückzug von Potash im Oktober 2015 wegen der ablehnenden Haltung des Managements zu deren Übernahmeangebot war der Auslöser für einen dramatischen Kursverlust der K+S-Aktie um zeitweise fast 50 % sowie den Abstieg in den MDAX. Dazu kamen hausgemachte Probleme im Abwasserbereich sowie Verzögerungen beim kanadischen Legacy-Projekt, die dauerhaft auf den Kurs der Aktie drücken. Da das Schweizer Biotechunternehmen Basilea Pharmaceutica unter dem Präsidentenwechsel in den USA massiv leidet und die Auswirkungen noch nicht absehbar sind, wird der Aktienbestand des Unternehmens aus Vorsichtsgründen um 255 T€ abgewertet. Basilea hatte gemeinsam mit der US-Behörde Barda, die Teil des Obama-Gesundheitsdepartements waren, für die nächsten drei Jahre drei klinische Studien zur Zulassung des Antibiotikums Ceftobiprol in den USA gestartet. Derzeit ist unklar, ob dieses Programm auch unter Trump fortgesetzt wird. Weitere Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen wurden auf die Wertpapiere der Hella AG (101 T€), der Sanofi S.A. (192 T€) und auf die Titel von Massimo Zanetti (137 T€) vorgenommen. Vor Finanzergebnis und Steuern ergibt sich ein Betriebsergebnis von 4,27 Mio, nach Finanzergebnis und vor Steuern liegt das Ergebnis bei 3,77 Mio. € gegenüber 3,40 Mio. € in 2015. Risiko- und Chancenbericht Seit dem 3. Juli 2016 ist die Marktmissbrauchsverordnung MMVO in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Rechtsgrundlage. Seitdem werden das Insiderrecht, die Ad-hoc-Publizität, die Eigengeschäfte von Führungskräften sowie das Verbot der Marktmanipulation in Deutschland nicht mehr über das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) geregelt, sondern über die MMVO. Alle Aktiengesellschaften unterliegen nunmehr strengeren, viel komplexeren Anforderungen als bisher. Zudem werden die Sanktionen bei Verstößen verschärft. Die Effecten-Spiegel AG hat entsprechend der veröffentlichten Durchführungsverordnung der Europäischen Kommission vom 10. März 2016 ein Format zum Führen von Insiderlisten, zum Melden von Eigenhandel bei Führungskräften sowie Strukturen und Standards zur Umsetzung der Richtlinien entwickelt. Sie wird dabei über das gesamte Geschäftsjahr fortlaufend anwaltlich begleitet. Um Handlungsrisiken im Bereich der Kapitalanlage und des Verlagsgeschäftes abzudecken, hat die Gesellschaft für Führungspersonen und die Mitglieder des Aufsichtsrates eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sog. D&O Versicherung) abgeschlossen. Die Versicherung wird derzeit sowohl qualitativ als auch quantitativ an die neue Gesetzeslage angepasst. Die Chancen und Risiken der Gesellschaft ergeben sich aus den beiden Geschäftsfeldern Kapitalanlage für eigene Rechnung und Verlagsgeschäft. Um die unternehmensstrategischen Risiken zu minimieren, werden eine enge Abstimmung und fortlaufende Berichterstattung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat praktiziert. Der Vorstand hat eine eigene Organisationsstruktur entwickelt, die ihm eine tägliche Überwachung der wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens ermöglicht. Die Monatsberichterstattung gibt einen zeitnahen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Buchhaltungsprozess wird durch professionelle Steuerberatung extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt. Damit wird sichergestellt, dass der Rechnungslegungsprozess intern wie extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden über eine Datenverarbeitungsanlage der DATEV e.G. verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, welcher der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ab. Die externen Dienstleistungsgesellschaften und Finanzinstitute sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren. Gegenüber dem Ausweis zum Jahresultimo 2015 hat sich das Eigenkapital von 71,465 Mio. € leicht auf 71,775 Mio. € erhöht und entspricht 95,65 % der Bilanzsumme. Während unterjährig die Barliquidität reduziert wurde, um günstige Einstandskurse zu nutzen (30.06.2016: 8,57 Mio. €), hat sich der Kassenbestand durch Gewinnrealisierungen zum Ende des Berichtszeitraums wieder erhöht und beläuft sich per Jahresultimo auf 18,325 Mio. €. Bankverbindlichkeiten sind weiterhin nicht vorhanden. Alle Wertpapierkäufe werden grundsätzlich nur aus Eigenmitteln finanziert, Kreditrisiken sind damit ausgeschlossen. Sämtliche auftretenden Einzelrisiken sind in einem detaillierten Rückstellungsspiegel mit Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit erfasst. Sie werden durch Rückstellungen in Höhe von insgesamt 2,313 Mio. € in der Bilanz abgebildet. Die Pensionsrückstellungen für aktive und bereits ausgeschiedene Mitarbeiter sind mit 2,079 Mio. € die größte Position. Aus der geänderten Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre zu dem früheren Durchschnittswert von 7 Jahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 254 T€. Dieser Betrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Risiken für laufende oder drohende Gerichtsverfahren in Höhe von 42 T€, für Personalkosten mit 38 T€, ausstehende Eingangsrechnungen von 64 T€ sowie für externe Jahresabschluss- und Prüfkosten in Höhe von 50 T€ zusammen. Den Prozessrisiken stehen verhältnismäßig hohe, nicht bilanzierte Chancen auf Nachzahlung in Millionen-Euro-Höhe in den Spruchverfahren gegen UniCredit wegen des Zwangsausschlusses bei der HVB, gegen die MAN SE/Truck Bus GmbH um eine höhere Barabfindung im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages sowie im Zivilverfahren gegen die Deutsche Bank gegenüber. Steuerliche Risiken können sich auf der Ebene der Gesetzgebung ergeben. Insbesondere sind hier die steuerliche Behandlung von Veräußerungsgewinnen und Dividendeneinnahmen zu nennen. Dies gilt auch für die steuerliche Beurteilung seitens der Betriebsprüfungen, die nicht an die Feststellungen der Vorprüfungen gebunden sind und ähnliche Sachverhalte unterschiedlich beurteilen können. Die Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 Aktiengesellschaft ist an der Effecten-Spiegel AG zum Bilanzstichtag mit 17,827 % am Grundkapital beteiligt. Aus Vorsichtsgründen hat die Gesellschaft freiwillig einen sog. Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht ist rein vorsorglich auch den Abschlussprüfern der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne des § 313 AktG vorgelegt und durch diese geprüft worden. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer sowie auch die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben keine Beanstandungen. Prognosebericht Seit nunmehr fünf Jahren hat Deutschland negative Realzinsen. Trotz Erreichen des Inflationsziels von 2 % wird sich daran auch im Geschäftsjahr 2017 nichts ändern. Bei nur behutsamen Zinserhöhungen durch die US-amerikanische Fed werden Aktien als Sachwerte weiter gefragt bleiben. Neue Rekorde bei den Aktienrückkäufen, starke Unternehmensergebnisse und Trump-Steuersenkungen können die Aktienmärkte weiter antreiben. Die Einkaufsmanagerindizes haben sich in vielen Teilen der Welt in den letzten drei Monaten stark verbessert und signalisieren Wachstum. In den USA verleihen die von Präsident Trump angekündigten Infrastrukturinvestitionen der breiten Wirtschaft Schwung, wovon auch andere Regionen profitieren werden. Die Angst vor sich ausbreitendem Protektionismus und einem drohenden Währungskrieg wird die Börsen zwar immer wieder in Alarmstellung versetzen und die Volatilität erhöhen, die positiven Aufschwungtendenzen letztendlich jedoch nicht abwürgen. Der Vorstand geht daher auch für das Geschäftsjahr 2017 von einem stabilen Jahresergebnis aus. Für das Geschäftsjahr 2016 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine konstante Dividende von 0,80 € je Stamm- und Vorzugsaktie vor. Der nach Ausschüttung verbleibende Restgewinn von 433 T€ wird dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 566 T€ zugerechnet, sodass ein Betrag von 999 T€ in das Jahr 2017 vorgetragen werden soll.
Düsseldorf, im Februar 2017 Effecten-Spiegel AG Der Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der GeschäftsleitungAuszug aus dem notariellen Protokoll über die ordentliche Hauptversammlung der Effecten-Spiegel AG am 19. Mai 2017 im Congress Center Düsseldorf (CCD) Zu Punkt 2 der Tagesordnung (Ergebnisverwendung) Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von Euro 3.809.949,86 wie folgt zu verwenden: 1. einen Teilbetrag in Höhe von Euro 2.811.222,40 an die zurzeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als a. Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von Euro 0,80 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = Euro 1.519.130,40, b. Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von Euro 0,80 je dividendenberechtigte Stammaktie = Euro 1.292.092,00, 2. den Teilbetrag der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, sowie den Restbetrag von Euro 998.727,46 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Vorsitzende stellte fest und verkündete, dass die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Ergebnisverwendung bei einer Präsenz von 867.687 Aktien, das seien 100 Prozent des vertretenen Grundkapitals mit der erforderlichen Mehrheit der Stimmen beschlossen worden sei. AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG wurde auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 (2) HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 286 + 288 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Der Sitz der im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der HRB 22514 eingetragenen Gesellschaft ist in Düsseldorf. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Vorräte Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung bei Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben. Verbindlichkeiten Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Latente Steuern Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen bzw. im Rahmen der Bewertung von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens. GuV-Gliederung Bei der für das Berichtsjahr erfolgten erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen angepasst. Die jeweiligen Änderungen durch das BilRUG (z. B. Neudefinition der Umsatzerlöse) haben jedoch keine Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit zum Vorjahresabschluss. C. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen - § 284 Abs. 3, § 285 Nr. 13 HGB Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von T€ 1.334 (Vorjahr T€ 2.240) außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB. Demgegenüber waren im Berichtsjahr Zuschreibungen gemäß § 253 Absatz 5 HGB in Höhe von T€ 16 (Vorjahr T€ 0) vorzunehmen. Die Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten betrugen T€ 24.240. Die hierauf entfallenden kumulierten Abschreibungen beliefen sich auf T€ 501, so dass ein Netto-Anlagenabgang von T€ 23.739 im Berichtsjahr zu verzeichnen war. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt T€ 4.440. 2. Umlaufvermögen Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit einem Bilanzwert in Höhe von T€ 1.613 sind zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB im Gesamtwert von T€ 256 (Vorjahr T€ 194) vorgenommen worden. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren keine Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorzunehmen. Die sonstigen Vermögengegenstände beinhalten ein Kurzfrist-Darlehen, auf welches zum Bilanzstichtag entsprechend dem Niederstwertprinzip eine Einzelwertberichtigung auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB erfolgswirksam in Höhe von T€ 137 vorgenommen wurde. 3. Rückstellungen - § 285 Nr. 12 / § 285 Nr. 24 HGB Bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit T€ 42, Personalkosten mit T€ 38, ausstehende Eingangsrechnungen mit T€ 64 und externe Abschlusskosten mit T€ 50 zusammen. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre = 4,01 % (Vorjahr: 7 Jahre = 3,24 %) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 254 T€. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. 4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1+2, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. 5. Eigene Anteile - § 160 AktG Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Mai 2016 wurde die Gesellschaft ermächtigt, wahlweise Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Kapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 24.5.2021. Aufgrund der Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB n. F. zwingend ein saldierter Ausweis unter der Position „Eigenkapital“ (vgl. Angaben zu Punkt 6). Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 21. Januar 2016 ist das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung von 93.750 eigener Aktien im Nominalwert von € 2,56 herabgesetzt worden und die Satzung entsprechend dahingehend geändert worden, dass die Gesamtzahl der Aktien nunmehr 3.812.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien beträgt, gleichverteilt auf Stamm- und Vorzugsaktien.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Zusammensetzung der eigenen Anteile demnach wie folgt:
6. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG
Bei einer eventuellen Veränderung durch den Verkauf eigener Anteile erfolgt gemäß § 272 (1 a) n. F. HGB i.V.m. Artikel 66 (3) EGHGB mit Wirkung zum 1.1.2010 eine nunmehr vorgeschriebene Aufteilung des Gesamtbetrages der eigenen Anteile auf das gezeichnete Kapital und auf die Gewinn- oder Kapitalrücklagen. D. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB - 1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB - Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 10, davon 1 Vorstandsmitglied und 9 sonstige Angestellte. 2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 9a HGB - Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen, Sachbezüge, Versicherung und Pensionsvorsorge betrugen in 2016 für den Vorstand T€ 342. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat beliefen sich auf T€ 27. 3. Bezüge von früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen - § 285 Nr. 9b HGB - Die Gesamthinterbliebenenbezüge betrugen in 2016 T€ 63. Die anteilige Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt T€ 625. 4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 10 HGB - Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:
5. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 160 (1) Nr. 8 AktG - Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
6. Angaben zu Finanzinstrumenten - § 285 Nr. 18 HGB - Bei den zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten erfolgte insgesamt ein Ansatz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Börsenkurse zum Ende des Prüfungszeitraumes ergaben stille Lasten i.H.v. insgesamt T€ 2.417 bzw. stille Reserven i.H.v. insgesamt T€ 4.873 und setzen sich wie folgt zusammen:
7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB - Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 25 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Abschlussprüfung. 8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag - § 285 Nr. 33 HGB - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresende sind nicht eingetreten. 9. Vorschlag über die Ergebnisverwendung - § 285 Nr. 34 HGB - Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt. Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung: Das Jahresergebnis beträgt € 3.244.161,92. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31.12.2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 3.809.949,86 wie folgt zu verwenden: 1. einen Teilbetrag in Höhe von € 2.811.222,40 an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als a. Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von € 0,80 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = € 1.519.130,40, b. Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von € 0,80 je dividendenberechtigte Stammaktie = € 1.292.092,00, 2. den Teilbetrag der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, sowie den Restbetrag von € 998.727,46 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 25. Januar 2017 Effecten-Spiegel AG Vorstand Anlagespiegel
Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen1.1.2016 - 31.12.2016Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 1.334.378,52 EUR. 1.1.2015 - 31.12.2015Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 2.240.402,28 EUR. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Effecten-Spiegel AG hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und seine Geschäftsführung überwacht. Im Geschäftsjahr 2016 fanden sieben Sitzungen einschließlich Telefonkonferenzen des Aufsichtsrates statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. Darüber hinaus stimmte sich der Aufsichtsrat zu aktuellen Themen untereinander und mit dem Vorstand telefonisch und per E-Mail ab. Routinemäßig berichtete der Vorstand auf jeder Sitzung anhand der monatlichen Planzahlen und der betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die aktuelle Lage der Gesellschaft. Anlageentscheidungen wurden ebenso wie das Verlagsgeschäft und die Beteiligungen der Effecten-Spiegel AG und deren wirtschaftliche Situation erörtert. Weiteren Raum nahmen strategische und rechtliche Überlegungen ein. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig und zeitnah über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat erhielt regelmäßig einen Report über die aktuelle Entwicklung des Depots. Er war in alle wesentlichen Entscheidungen der Gesellschaft eingebunden und sieht keinerlei Anlass, das Berichtswesen und die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu beanstanden. In der Aufsichtsratssitzung am 21. Januar 2016 erläuterte der Vorstand die betriebswirtschaftliche Auswertung für Dezember 2015 und hielt Rückschau auf das Geschäftsjahr 2015. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat dem Vorstandsbeschluss zur Einziehung eigener Aktien zu. In der Sitzung am 29. Februar wurde der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Lagebericht des Vorstands, der Dividendenvorschlag des Vorstands und der Prüfungsbericht sowie der vorsorglich erstellte Abhängigkeitsbericht mit den Wirtschaftsprüfern in allen Positionen besprochen. Nachdem die Mitglieder des Aufsichtsrates sich nochmals mit den Unterlagen auseinandergesetzt haben, wurden der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns am 08. März 2016 gebilligt. Weitere Themenschwerpunkte in dieser Sitzung waren die Tagesordnung für die am 25. Mai 2016 stattfindende Hauptversammlung einschließlich des Vorschlags des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016. In der Aufsichtsratssitzung am 28. Juni informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Inhalte der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO). Mögliche Auswirkungen und Konsequenzen für die Effecten-Spiegel AG wurden erörtert. Rückblickend wurde die Hauptversammlung analysiert. Die vorgenommenen organisatorischen Verbesserungen wurden für gut befunden. In der Sitzung am 20. Juli wurden die Umsetzungen der MMVO und die rechtliche Begleitung dieses Prozesses konkretisiert. Mit Wirkung zum 17. August wurde Frau Weidtmann erneut zum Vorstand der Effecten-Spiegel AG bestellt. Die Bestellung gilt für die Dauer von drei Jahren. Neben den routinemäßigen Informationen des Aufsichtsrates standen die D&O Versicherung, der Aktienrückkauf und die abgeschlossene Betriebsprüfung in der Sitzung am 19. August auf dem Tapet. Die letzte Sitzung des Aufsichtsrates im Jahr 2016 fand am 27. Oktober statt. In der Sitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat u.a. mit dem Datenschutz und der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie. Der Aufsichtsrat war über den Gang der Geschäftspolitik, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie über Risikostruktur und –management stets informiert. Wesentliche Grundlage der Tätigkeit des Aufsichtsrats bildeten die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands, die dieser unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 AktG innerhalb, aber bei Bedarf auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen erstattet hat. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu bemängeln. Der vom Vorstand zeitnah nach den Regelungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichtes des Vorstandes von dem durch die Hauptversammlung am 25. Mai 2016 gewählten und der durch den Aufsichtsrat schriftlich beauftragten Abschlussprüferin, der Wisbert Treuhand GmbH, Neuss, geprüft. Er wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung. Der Jahresabschluss 2016 mit dem Lagebericht des Vorstandes und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Die Unterlagen sowie der Prüfungsbericht der Wisbert Treuhand GmbH wurden rechtzeitig vorgelegt und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 20. Februar 2017 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über das Ergebnis seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und auf der Grundlage seiner eigenen, unabhängigen Prüfung den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG zum 31. Dezember 2016 mit dem Lagebericht des Vorstandes gebilligt. Er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Aus Vorsichtsgründen hat die Gesellschaft einen sogenannten Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG erstellt. Die Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 Aktiengesellschaft ist an der Effecten-Spiegel AG zum genannten Stichtag mit am 31. Dezember 2016 mit 17,827 Prozent des Grundkapitals beteiligt. Der Bericht ist rein vorsorglich auch den Abschlussprüfern der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne von § 313 AktG vorgelegt und durch diese geprüft worden. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer sowie auch die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft für ihre engagierte Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016.
Düsseldorf, 01. März 2017 Joachim Meinke, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.05.2017 festgestellt. Bestätigungsvermerk„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar“.
Neuss, den 10. Februar 2017 WISBERT - TREUHAND GmbH Rolf Ricken, Wirtschaftsprüfer |
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