Effecten-Spiegel AG.DüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Unternehmensstruktur und Geschäftsmodell Die Effecten-Spiegel AG ist eine deutsche mittelgroße Kapitalgesellschaft, eingetragen als Aktiengesellschaft unter der HRB-Nummer 22514 beim Amtsgericht Düsseldorf. Das Grundkapital von 9.760 T€ ist in 1.906.250 stimmberechtigte auf den Inhaber lautende Stammaktien und 1.906.250 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien ohne Stimmrecht als Stückaktien eingeteilt. Beide Aktiengattungen notieren unter dem Börsenkürzel EFS im Freiverkehr der Börsen München und Stuttgart. Gegenstand des Unternehmens sind das Verlagsgeschäft und die Kapitalanlage für eigene Rechnung. Entsprechend ihrer organisatorischen Struktur sind dies auch die beiden tragenden Säulen der Gesellschaft, wobei aus wirtschaftlicher Sicht der Kapitalanlage die größere Bedeutung zukommt. Die Gesellschaft wird von einem Einzelvorstand und zusätzlich von einer Einzelprokuristin vertreten. Bei Geschäften von grundlegender Bedeutung gibt es zudem Zustimmungsvorbehalte seitens des Aufsichtsrates, der regelmäßig vom Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft informiert wird. Das Kontrollgremium besteht aus drei Mitgliedern und zwei Ersatzmitgliedern. Verlagsgeschäft Die Effecten-Spiegel AG gibt seit 1971 das gleichnamige Börsenjournal heraus, das damit zu den ältesten europäischen Fachzeitschriften im Finanzbereich überhaupt gehört und in erster Linie im deutschsprachigen Raum vertrieben wird. Das Anlegermagazin „Effecten-Spiegel“ ist eine eingetragene und geschützte Marke, die seit 2010 auch international bei der World Intellectual Property Organization (WIPO) registriert ist. Ihr Alleinstellungsmerkmal seit der Erstausgabe am 3. September 1971 ist die Werbefreiheit. D.h., dass sich die Zeitschrift ausschließlich über den Verkauf im Abonnement, am Kiosk bzw. im Buchhandel finanziert, was seit mehr als 50 Jahren eine unabhängige Berichterstattung über die internationalen Aktienmärkte sowie einen investigativen Journalismus garantiert. Der Druck der Printausgabe wird von einem externen Anbieter durchgeführt. Der Vertrieb erfolgt über die Deutsche Post sowie für den Pressegroßhandel (Grosso) über die IPS Distribution GmbH. Seit Februar 2015 gibt es den „Effecten-Spiegel“ auch digital. Zunächst als Zusatzprodukt zum Print angeboten, wurde das digitale Format in den letzten Jahren zunehmend als selbstständige Marke weiterentwickelt und durch neue Funktionen und Tools sowie seit Januar 2020 durch einen wöchentlich erscheinenden Podcast ergänzt. Kapitalanlage für eigene Rechnung Bei der Vermögensverwaltung für eigene Rechnung ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit Grundpfeiler und Alleinstellungsmerkmal der Effecten-Spiegel AG. Die Gesellschaft setzt bei ihrer Anlage nur Eigenmittel ein und ist somit weder Banken noch anderen Dritten, sondern lediglich den Anteilseignern verpflichtet. Außerdem kann sie so auf sich ändernde Rahmenbedingungen flexibel reagieren, um das Vermögen der Gesellschaft langfristig zu erhalten, zu mehren und die Aktionäre durch regelmäßige Ausschüttungen am Gewinn zu beteiligen. Diese Zielsetzung erfordert ein aktives Investitionsmanagement und eine hohe Manövrierfähigkeit des Vermögens. Um Verluste dauerhaft zu vermeiden und Ertragschancen auch kurzfristig zu nutzen, werden Märkte, Branchen und Einzelinvestments sowohl fundamental (Kurs-Buchwert-Verhältnis, Kurs-Gewinn-Verhältnis usw.) als auch unter technischen Aspekten (Chart-Analyse, Anzahl der Put- und Call-Optionen) und monetären Einflüssen fortlaufend analysiert. Investiert wird vornehmlich in sehr liquide Vermögenswerte: Sorgfältig ausgesuchte Aktien sind der Renditebaustein der Kapitalanlage, Unternehmensanleihen und Rohstoffe stabilisieren sie. Jeder Einzeltitel wird analysiert, um eine möglichst fundierte und unabhängige Anlageentscheidung zu treffen. Wesentliche Investmentansätze sind ein bewährtes oder zukunftsorientiertes Geschäftsmodell, eine führende Marktstellung sowie hohe Innovationskraft. Neben der Fundamentalbetrachtung der Anlage mit ihren Qualitätsmerkmalen Umsatz, Profitabilität und Verschuldung werden auch der faire Preis eines Investments und zukunftsorientierte Aspekte wie Megatrends oder Nachhaltigkeit als Auswahlkriterien mit einbezogen. Nachhaltigkeitsfaktoren sind dabei nicht nur ökologische und regenerative Aspekte, sondern auch soziale und ethische Verantwortung sowie eine gute Unternehmensführung. Investiert wird vornehmlich in Unternehmen verschiedenster Branchen in Europa und den USA, wobei ein diversifiziertes Portfolio angestrebt wird. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Verlagsgeschäft „Wenn nicht zeitnah eine sachgerechte Förderung kommt, ist in vielen Teilen Deutschlands die Zustellung der Presse wirtschaftlich nicht mehr darstellbar“, warnte der Medienverband der freien Presse (MVFP) auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin. Die 2021 erreichte Erholung nach dem durch die Corona-Pandemie verursachten Einbruch 2020 wird durch die nicht kompensierbare Kostenexplosion weitgehend zunichte gemacht. Nach einer repräsentativen Branchenanalyse, die von der Unternehmensberatung Schickler mit dem VDZ (seit April MVFP) durchgeführt wurde, sind bei Fortschreibung der aktuellen Entwicklungen bis 2024 mindestens 30 % der Zeitschriftentitel in ihrer Existenz stark gefährdet. Das sind über 2.000 von insgesamt über 7.000 Zeitschriftentiteln. Die Situation ist heute allerdings noch viel dramatischer als zum Zeitpunkt der Datenerhebung 2021, weil sie weder die jüngsten Steigerungen der Papierpreise von bis zu 150 % noch das Ausmaß der Erhöhung des Mindestlohns in 2022 oder die extrem gestiegenen Energiekosten sowie die Verteuerung der Zustellung erfassen konnte. Somit sei die konkrete ökonomische Bedrohung einzelner Titel und ganzer Verlage noch deutlich akuter, stellt der Fachverband fest. Die Branche steht demnach vor der größten und komplexesten Herausforderung in diesem Jahrhundert. Entwicklung der Finanz- und Aktienmärkte Das Jahr 2022 war für die Weltwirtschaft und für die Börsen ein verheerendes Jahr. Nach zwei Jahren COVID-Pandemie mit Produktionsstillständen und Lieferengpässen kam der Krieg nach Europa - und mit ihm eine handfeste Energiekrise und galoppierende Inflation. Weltweit kehrten die Zinsen zurück, und die Aktienmärkte brachen ein. Für Anleger spielte es nahezu keine Rolle, in welcher Asset-Klasse sie investiert waren, denn nicht nur Aktien, sondern auch Anleihen (REX -12,82 %) und Kryptowährungen stürzten ab. Nach 1931 und 1969 war 2022 erst das dritte Jahr in der Börsenhistorie, in dem sowohl Aktien als auch Anleihen im Minus landeten. Da die Notenbanken durch ihre jahrelangen Anleihenkaufprogramme weltweit negativ verzinste Anleihen im Wert von ca. 17 Bill. Dollar auf den Markt gebracht hatten, hedgten sich im Berichtszeitraum Aktien und Anleihen gegenseitig nach unten. Mit insgesamt 35 Bill. Dollar in beiden Asset-Klassen fielen die Verluste so hoch aus wie noch nie. Der Wertverlust entspricht etwa einem Drittel des Welt-Bruttoinlandsprodukts. Selbst mit Rohstoffen war kein Geld zu verdienen. An den Finanzmärkten erlebten Anleger 2022 das global schwächste Jahr seit den 1970er Jahren mit der sehr seltenen Anomalie, dass alle Asset-Klassen im Minus lagen (selbst Gold mit -0,31 %). Die Ursachen hierfür liegen in den global hohen Inflationsraten und den steigenden Zinsen, die als massive Belastungsfaktoren wirkten. Die Bremspolitik der großen Notenbanken, vornehmlich der US-amerikanischen Fed, machten das Geld teuer und knapp. Zudem führten die Null-Covid-Politik in China sowie die Abkopplung Russlands vom Weltmarkt durch die westlichen Sanktionen als Antwort auf den Ukraine-Krieg zu nachhaltigen Preis- und Lieferproblemen bei Gas und Öl, aber auch bei sämtlichen Metallen sowie bei Agrarrohstoffen wie Weizen und Mais. Die ebenfalls als historisch zu sehende lange Erfolgsserie an den Börsen im 4. Quartal 2022 konnte zwar die statistische Bilanz etwas retten, nicht aber die Portfolios der meisten Anleger. Auch vermag sie nicht darüber hinwegzutäuschen, dass es für den S&P 500 das schwächste Jahr seit 2008 wurde und im Dow Jones die Anzahl der positiven Handelstage deutlich unter dem Durchschnitt der letzten 100 Jahre lag. Am höchsten blieben zum Jahresende die Verluste im Technologie- und Wachstumssektor. So hat der Nasdaq Composite mit -33 % deutlich schlechter abgeschnitten als die Indizes der Blue Chips. Der Nasdaq Cloud Index und der Nasdaq Internet Index büßten 2022 sogar mehr als 50 % ein und verloren damit fast zwei Drittel von ihren Höchstständen aus 2021. Doch auch den europäischen Aktien im DAX oder im Pariser CAC 40 fehlen im Schnitt rund 40 bis 45 % zu ihren Topkursen. Besonders hart traf es die mittleren und kleineren Werte des MDAX (-28,49 %) und des SDAX (-27,35 %). 3. Geschäftsentwicklung Nach dem äußerst erfolgreichen Geschäftsjahr 2021, das die Effecten-Spiegel AG mit einem Jahresüberschuss von 5.232 T€ abschließen konnte und die Aktionäre mit einer Dividende von 1,05 € je berechtigter Vorzugs- und Stammaktie am Ergebnis beteiligte, erwies sich 2022 als herausfordernd und schloss mit einem Verlust ab. Konnte sich das Portfolio der Effecten-Spiegel AG nach der russischen Invasion in die Ukraine zunächst noch den ersten Kursrückgängen weitgehend entziehen, folgte es mit Andauern des Krieges und der Ausdehnung der westlichen Sanktionen schließlich der allgemeinen Marktlage. Vor allem der hohe Investmentanteil von 35,95 % in deutschen Mid- und Small Caps wirkte sich negativ aus, weil sich gerade ihre Geschäftsmodelle in dem sich rapide verschlechternden Marktumfeld besonders anfällig zeigten. Allerdings bot die gleichartig negative Entwicklung der Anlageklassen unterjährig nur begrenzte Möglichkeiten zur Diversifizierung - abgesehen von der durchgängig gehaltenen hohen Cash-Position der Gesellschaft. Selbst der antizyklische Nachkauf bei Aktien, die weit unter ihren Buchwert gefallen waren, zahlte sich im Laufe des Berichtszeitraums noch nicht aus, sodass aus Gründen kaufmännischer Vorsicht zum Erstellungstag der Bilanz Abwertungen auf das Finanzanlage- und Umlaufvermögen in Höhe von 4.657 (Vorjahr: 2.956) T€ vorgenommen wurden, die zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.953 T€ führten. Im Vorjahr konnte noch ein Jahresüberschuss von 5.232 T€ erzielt werden, wobei allein durch den Anteilsverkauf an der infas Holding Aktiengesellschaft (nominal 10,3 %) ein Veräußerungsgewinn von 3.060 T€ realisiert worden war. Verlagsgeschäft Das Verlagsgeschäft der Effecten-Spiegel AG ist seit 2015 strukturell als Print und Digital organisiert. Die Redakteurinnen arbeiten aber generell in beiden Bereichen. Durch diese crossmediale Arbeitsweise wird den inhaltlichen Anforderungen an die anspruchsvolle Berichterstattung sowie der Arbeit mit verschiedenen Mediengattungen im Verlagsbereich Rechnung getragen. Im Printbereich geht es darum, den Auflagenrückgang zu begrenzen und das Produkt „Effecten-Spiegel“ noch konsequenter am Leser auszurichten, um die starke Stellung des Titels zu festigen. Der Digitalbereich hingegen erfordert es, verstärkt in technologische Innovationen zu investieren, um mit der schnellen medialen Entwicklung Schritt zu halten. Um die Basis zahlender Leser im Internet weiter zu etablieren und auszubauen, wurden im Berichtszeitraum die digitalen Angebote unter Einbeziehung zwei externer Agenturen nochmals erweitert. Dennoch waren auch 2022 die Vertriebserlöse im Digitalgeschäft noch deutlich geringer als im Printgeschäft, verzeichneten aber ein stärkeres Wachstum als in den Vorjahren. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Verlagerung des Nutzerverhaltens von Desktop zu Mobile. Auch gerieten zunehmend digitale Plattformen wegen der viralen Verbreitung von Falschmeldungen in die Kritik, weshalb sich viele Nutzer vor allem vor dem Hintergrund eines zunehmend unsicheren Marktumfelds wieder verstärkt den altbewährten und vertrauenswürdigen Quellen zuwandten. Bei den digitalen Angeboten besteht der Produktionsprozess aus der journalistischen Aufbereitung von Inhalten mit anschließender Bereitstellung auf der Webseite der Gesellschaft sowie über die Plattformen im Bereich Social Media. Der Vertrieb der digitalen Produkte erfolgt damit vornehmlich über die eigene Internetseite. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, aus dem bestehenden Portfolio heraus zu wachsen und über eine attraktive Produkt- und Preisgestaltung die Erlöse und Erträge pro Nutzer bzw. Leser zu steigern und neue Kunden zu gewinnen. Die Reichweite und damit der Bekanntheitsgrad der Marke wurde vor allem durch das Format des Anlegerpodcasts mit seinen ausführlichen Informationen und hochkarätigen Interviewpartnern ausgebaut. So zeigt die Zunahme der wöchentlichen Downloads auf 48.000 und der Abonnenten auf ca. 25.000 einen überproportionalen Anstieg der Nutzer gegenüber dem klassischen Print und auch gegenüber dem übrigen Digitalangebot. Unter dem Strich war das Verlagsgeschäft trotz Sonderbelastungen durch Investitionen in Personal und Technik im Geschäftsjahr 2022 nicht nur profitabel, sondern legte mit einem Gewinnbeitrag von 271 (Vorjahr: 50) T€ deutlich zu und erreichte damit das beste Verlagsergebnis seit 2016. Kapitalanlage für eigene Rechnung Der Ukraine-Krieg ist nach der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 und der Coronakrise nicht nur schon der dritte, global asymmetrische Schock innerhalb der letzten 20 Jahre, sondern er trifft aufgrund des Flüchtlingszustroms und der starken Abhängigkeit von russischem Gas die EU-Länder und vor allem Deutschland besonders stark. Die größte Volkswirtschaft Europas wurde aufgrund ihres hohen Produktionsanteils von über 20 % und des dafür erforderlichen hohen Energiebedarfs zum größten Verlierer, weshalb internationale Investoren ihr Kapital in großem Stil aus Deutschland abzogen. So folgte dem ersten Einbruch am Aktienmarkt mit -20 % nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine dann im Mai mit rund -18 % der nächste Tiefschlag. Wegen ihrer starken Russlandabhängigkeit wurde in der 1. Jahreshälfte der Bestand an Uniper-Aktien zu Kursen von knapp unter 29,- Euro sowie an der Metro AG zu Kursen von 9,- Euro vollständig glattgestellt und die Aktienpositionen an der Lanxess AG sowie der BASF SE jeweils stark reduziert. Daraus wurden Verluste in Höhe von 928 T€ realisiert. Im Berichtszeitraum wurden aus den Gesamtverkäufen von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens Verluste in Höhe von 1.246 T€ realisiert. Dem standen Erträge aus Veräußerungsgeschäften in Höhe von 2.784 T€ gegenüber. Vollständig veräußert wurden neben den genannten Aktien u.a. die Wertpapierbestände T-Mobile US, Twitter Inc., Qiagen NV, Vantage Towers AG, Saint-Gobain S.A., Gilead Science Inc., Synlab AG, Cancom SE, Vitesco Technologies Group AG, Sanofi S.A., Total S.A., Hella KGaA, Apple Inc. sowie an Xetra-Gold. Bei der K+S AG sowie Amazon Inc. (die erst nach dem Aktiensplit ins Portfolio aufgenommen wurden) kam es zu Teilveräußerungen. Neuzugänge in 2022 sind dagegen die Stammaktien des Autovermieters Sixt SE, des Triebwerkherstellers MTU, der Scout24 SE sowie der Deutsche Wohnen AG. 4. Finanz- und Ertragslage sowie Kapital- und Vermögenslage Finanz- und Ertragslage Die Effecten-Spiegel AG schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.953 T€ ab, nach einem Jahresüberschuss von 5.232 T€ im Vorjahr. Aus dem Abgang von Gegenständen des Finanzanlagevermögens wurden Erträge in Höhe von 1.573 (Vorjahr: 8.000) T€ erzielt. Relevante Ergebnisbeiträge lieferten u.a. die K+S AG mit 309 T€ (nach einer Zuschreibung von 107 T€ im Vorjahr), die Apple Inc. mit 290 T€, die Hella KGaA mit 287 T€ durch Andienung des Restbestands im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der Faurecia (nach Teilgewinnrealisierungen in 2020 und 2021) sowie die Gilead Science Inc. mit 261 T€ und die Twitter Inc. mit 202 T€. Aus kurzfristigen Wertpapiergeschäften des Umlaufvermögens ergab sich ein Gewinn von 69 T€ nach einem positiven Ertrag von 765 T€ in 2021. Die Dividendeneinnahmen aus Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens lagen mit 939 T€ über dem Vorjahresniveau von 930 T€. Der Ertrag aus Währungsgeschäften hat sich dagegen mit 272 T€ zu 132 T€ im Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Das Verlagsgeschäft steuerte im Berichtszeitraum einen Gewinn von 271 (Vorjahr: 50) T€ zum Jahresergebnis bei. Den Erträgen im Berichtsjahr stehen Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von insgesamt 4.657 (Vorjahr: 2.956) T€ entgegen, davon 4.029 (Vorjahr: 2.609) T€ außerplanmäßige Wertminderungen auf das Finanzanlagevermögen. Die größte Wertberichtigung mit insgesamt 705 T€ erfolgte bei der Shop Apotheke Europe NV. Obwohl die Online-Apotheke nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2022 beim Umsatz mit 1,2 Mrd. € einen neuen Rekordwert erzielte und mit 1,4 Mio. neuen Kunden seine Wachstumsversprechen einhielt, geriet der Titel im Zuge des Tech-Abverkaufs und durch die Verzögerung der Einführung des E-Rezepts doppelt unter die Räder und hat allein im Berichtszeitraum fast 62 % an Kurswert verloren. Einen ähnlich hohen Abschlag musste auch die PayPal-Aktie hinnehmen, was eine Wertberichtigung von 675 T€ erforderlich machte. Auf unser Langfristinvestment Drägerwerk entfielen 618 T€ an Abwertungen, auf den Online-Modehändler About You 462 T€ und auf Zalando 348 T€. Aus kaufmännischer Vorsicht wurden ebenfalls Abschreibungen auf die Aktienbestände von Atos SE, CureVac NV, Grammer AG, Leoni AG, Mister Spex SE, Mobotix AG, Oatly Group AB sowie ProSiebenSat1 Media SE vorgenommen. Bei allen Wertpapieren des Umlaufvermögens erfolgte der Wertansatz per Jahresultimo gemäß § 253 Abs. 4 Handelsgesetzbuch zum niedrigsten Kurswert, was eine Wertberichtigung auf die Wertpapiere der Continental AG, der BioNTech SE und der WheatonPreciousMetal Corp. um insgesamt 628 (Vorjahr: 346) T€ erforderlich machte. Die Gehaltskosten (inkl. Vorstandsgehalt und Sachbezüge) lagen 2022 bei 813 (Vorjahr: 780) T€. Darin enthalten sind freiwillige soziale Aufwendungen für die Mitarbeiterinnen (u.a. Energie- und Inflationsausgleich) in Höhe von 25 T€. Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag acht Mitarbeiterinnen, eine Prokuristin und einen Vorstand. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 721 (Vorjahr: 718) T€ ausgewiesen. Kapital- und Vermögenslage Auf der Aktivseite ihrer Bilanz weist die Effecten-Spiegel AG zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 ein zu Anschaffungskosten oder durch außerplanmäßige Abwertungen zu niedrigeren Kurszwischenwerten aktiviertes Finanzanlagevermögen von 55.765 T€ (Vorjahr: 62.440 T€) aus, davon unverändert 1.387 T€ an Beteiligungen. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit einem bilanziellen Ansatz von 2.151 (Vorjahr: 1.565) T€ aktiviert. Die weiteren Vermögensgegenstände erfassen mit 66 T€ hauptsächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit 49 T€ den Papierbestand und 92 T€ die Steuerforderungen. Zudem wird per Jahresultimo mit 14.703 T€ ein ähnlich hoher Bargeldbestand ausgewiesen wie per Jahresultimo 2021. Bankschulden oder Kreditverbindlichkeiten gibt es keine. Auf der Passivseite wird das Grundkapital der Effecten-Spiegel AG ausgewiesen, das unverändert 9.760 T€ beträgt. Es ist eingeteilt in 1.906.250 stimmberechtigte auf den Inhaber lautende Stammaktien als Stückaktien und 1.906.250 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien ohne Stimmrecht als Stückaktien. Zum Bilanzstichtag besitzt die Gesellschaft 291.135 eigene Stammaktien und 17.734 eigene Vorzugsaktien, was 8,10 % des Grundkapitals entspricht. Die stillen, nicht bilanzierten Reserven auf die eigenen Anteile belaufen sich zum 31.12.2022 auf 3.756 T€ (fiktive fortgeführte Anschaffungskosten 3.907 T€). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für die insgesamt 12 Anspruchsberechtigten (davon 3 Leistungsempfänger) werden mit 3.990 T€ ausgewiesen, darin enthalten 68 T€ Aufwand aus der Abzinsung der Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen für juristische Auseinandersetzungen, für Investitionen in die Digitalisierung, Beratungs- sowie Abschluss- und Prüfungskosten sind mit 480 (Vorjahr: 482) T€ erfasst. Da der für 2022 ausgewiesene Jahresfehlbetrag der Effecten-Spiegel AG vornehmlich aus nicht liquiditätswirksamen Abwertungen resultiert und die Gesellschaft über eine solide Bilanzstruktur einschließlich der Barmittel in Höhe von 14.703 T€ verfügt, wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2022 an die Vorzugsaktionäre in Höhe von 0,16 € je Vorzugsaktie auszuschütten, was dem satzungsgemäßen Vorzugsgewinnanteil von 6 % des auf die Stückaktien entfallenden Grundkapitals entspricht. Auf die Stammaktien soll für das Geschäftsjahr 2022 keine Dividende ausgeschüttet werden. Für den Ausgleich des Jahresfehlbetrages in Höhe von 2.953 T€ und die Zahlung der Dividende in Höhe von 302.162,56 € sollen 2.800 T€ aus der in den Vorjahren gebildeten Gewinnrücklage entnommen werden. Der sich aus der geänderten Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre zu dem früheren Durchschnittswert von 7 Jahren ergebene Unterschiedsbetrag von 202.835,00 € ist für die Ausschüttung gesperrt. Nach dem Nettoabfluss von 3.678 T€ für die Dividende 2021 sowie der Entnahme von 2.800 T€ aus den Gewinnrücklagen kommt das Eigenkapital zum 31.12.2022 auf 67.636 T€, was 92,63 % der Bilanzsumme von 73.017 T€ entspricht. Die Kapitalrücklagen liegen unverändert bei 51.408 T€, in den Gewinnrücklagen verbleiben 6.700 T€. 5. Risiko- und Chancenbericht Die Effecten-Spiegel AG unterliegt einer Vielzahl von Risiken, die im Wesentlichen mit gesamtwirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zusammenhängen. Zur frühestmöglichen Identifikation von Risiken überwacht die Gesellschaft fortlaufend sämtliche unternehmensinternen Prozesse, das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie das Branchenumfeld. Dabei legt der Vorstand unter Einbeziehung des Aufsichtsrats sowohl die strategische Ausrichtung der Vermögensverwaltung als auch des Verlagsgeschäfts sowie die Art und das Ausmaß der Risiken fest, die die Gesellschaft zur Erreichung ihrer strategischen Ziele zu übernehmen bereit ist. Die Gesellschaft sieht große Unsicherheiten hinsichtlich der weltwirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten, die sich im vergangenen Jahr aufgrund verschiedener Faktoren deutlich verschlechtert haben und sich im laufenden Geschäftsjahr alle weiter verstärken könnten. Insbesondere stellt der Krieg in der Ukraine einen Risikofaktor dar, der sich derzeit nach wie vor nur schwer abschätzen lässt. Eine weitere Bedrohung für den Kapitalmarkt stellen schwelende Handelskonflikte dar. So besteht das Risiko, dass sich der Konflikt der beiden bedeutenden wirtschaftlichen Regionen USA und China weiter verschärft. Der Wortlaut zwischen den beiden Nationen hat sich infolge des Taiwan-Konflikts deutlich verschärft. Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Effecten-Spiegel AG haben können. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikoausmaßes wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Risiken für die Gesellschaft. Kursrisiken und -chancen Bei der Vermögensverwaltung stellen rückläufige Kurse das Primärrisiko dar. Sie können zu einem nachhaltigen Kapitalverlust führen, bis hin zum Totalausfall. Grundlage der Anlagepolitik der Effecten-Spiegel AG ist ein konservativer Ansatz, wobei im Zweifel das Vorsichtsprinzip gilt - Sicherheit vor Ertrag. Denn stabile Erträge sichern die Eigenmittelbasis und somit die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft langfristig ab und halten sie auf hohem Niveau. Daher wird angestrebt, stets solche Geschäfte zu tätigen, welche bei begrenzter Risikoexposition ein vertretbar erscheinendes Risiko-Chancen-Verhältnis aufweisen. Zum Risikomanagement gehört auch, die aktuelle Zusammensetzung des Bestandes des Kapitalanlagenportfolios permanent mit den ökonomischen Realallokationen abzugleichen und unter Einschätzung der Risikosituation anzupassen. Um dabei die Chancen der Kapitalmärkte schnell und optimal zu nutzen und zugleich bestmögliche Wertsicherung zu erreichen, bedient sich die Gesellschaft modernster Informationstechnologien. Entsprechend ihrer Anlagestrategie investiert die Effecten-Spiegel AG fast ausschließlich in Aktien. Die Auswahl der Wertpapiere erfolgt nach einer vielschichtigen Einzelanalyse. Sie wird ergänzt durch die fortlaufende Markt- und Unternehmensbeobachtung. Diversifikation (Begrenzung des Einzelengagements auf max. 10 % des Eigenkapitals), Qualität, Werthaltigkeit und Liquidität stellen die Grundsätze für die Kapitalanlage dar. Dauerhafte Wertminderungen im Finanzanlagevermögen werden bilanziell durch außerplanmäßige Abwertungen auf die Wertpapiere abgebildet. Bei den Wertpapierbeständen des Umlaufvermögens erfolgt ein Bewertungsansatz auf den niedrigeren beizulegenden Kurswert am Abschlussstichtag. Bei künftigen Kurssteigerungen bilanziell abgewerteter Wertpapiere erfolgt eine Wertaufholung maximal bis zu den Anschaffungskosten. Ansonsten werden über die Anschaffungskosten hinausgehende Kurssteigerungen als stille Reserven gebildet. Preissteigerungsrisiken im Verlagsgeschäft Laut dem Statistischen Bundesamt erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021. Eine zuverlässige Prognose zur weiteren Entwicklung der Inflationsrate ist derzeit nicht seriös zu wagen. Einerseits bestehen für das Verlagsgeschäft Risiken im Konsumverhalten, was wiederum zu rückläufigen Abonnentenzahlen führen könnte. Andererseits können die deutlichen Preissteigerungen gar nicht oder nur zeitverzögert an den Kunden weitergereicht werden. Mit Blick auf die deutlichen Kostensteigerungen wie beispielsweise bei Logistik, Papier und Energie gibt es im Verlagsbereich ein Überwachungssystem. Hierbei wird eine monatliche Aufwands- und Ertragsanalyse durchgeführt. Grundsätzlich werden die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette optimiert. Personalrisiken Der Vorstand besteht gemäß der Satzung der Gesellschaft derzeit aus einem Mitglied. Die Gesellschaft wird somit durch den Einzelvorstand gemeinschaftlich mit einer Prokuristin (Einzelprokura) vertreten. Da zurzeit jedoch sämtliche operativen und organisatorischen Entscheidungen auf der Vorstandsebene angesiedelt sind, ist ein ausgeprägtes Risiko durch den Ausfall des Einzelvorstandes gegeben. Durch interne Sicherheitsmechanismen ist der Fortbestand der Gesellschaft allerdings nicht gefährdet. Das operative Verlagsgeschäft wird aktuell von vier Wirtschaftsredakteurinnen im redaktionellen Bereich und vier Mitarbeiterinnen (davon zwei Teilzeitkräfte) in der Abonnentenverwaltung erledigt. Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter, wie etwa Spezialisten, Experten oder Talente im Bereich der Digitalisierung, ist nach wie vor intensiv. Insbesondere bei der redaktionellen Arbeit benötigt die Gesellschaft fortwährend hoch qualifizierte Mitarbeiter. Der zukünftige Erfolg des Verlagsgeschäfts hängt im hohen Maße davon ab, inwieweit es dauerhaft gelingt, Fachpersonal zu identifizieren, zu beurteilen und einzustellen. Risiken durch Digitalisierung der Medienlandschaft Der Medienmarkt befindet sich mit der zunehmenden Digitalisierung im stetigen Wandel. Die zunehmende Digitalisierung unserer Welt schafft neben Wachstumschancen auch neue Risiken. Einerseits ist die Herausforderung, innerhalb des stark wachsenden Medienangebots herauszustechen, andererseits muss das eigene Medienangebot durch Preisstrategien oder neue Vertriebskanäle gefestigt werden. Digitale Technologien veränderten in den vergangenen Jahren stark die Art und Weise, wie Inhalte produziert, verbreitet und konsumiert werden. Dabei erschweren die sich stetig verändernden technischen Anforderungen die digitale Transformation. Bei den Konsumenten fand darüber hinaus ein Paradigmenwechsel bei den Lesegewohnheiten sowie dem Bindungswillen statt. Da die einzelnen crossmedialen Bereiche inzwischen hochspezialisiert sind, befassen sich zurzeit drei Agenturen, die eng miteinander zusammenarbeiten, mit der permanenten Überwachung des Marktes. Insbesondere im technischen Bereich ist es unabdingbar, schnellstmöglich auf Anpassungen von externen Anbietern wie z.B. Google zu reagieren, um nicht an digitaler Relevanz zu verlieren. IT-Risiken Die weltweite starke Zunahme von Bedrohungen für die Cybersicherheit und die dabei größere Professionalität in der Computerkriminalität führen zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit der Systeme und Netzwerke sowie zu Risiken hinsichtlich der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten. Dieser Trend hat sich in der COVID-19-Pandemie und nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine akut verstärkt. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf die IT-Systeme begegnet die Gesellschaft mit dem Einsatz modernster Technik sowie neuester Sicherheitstechnologie (cloudbasiert) und zahlreicher Sicherungsmaßnahmen. Dazu zählen etwa die umfassende Überwachung der Netzwerke und Systeme - u.a. durch den Einsatz von Cyberabwehr-Systemen, eine restriktive Vergabe von Zutritts- und Zugriffsberechtigungen sowie die Schulung der Mitarbeiter unter Berücksichtigung von flexiblen Arbeitsplatzumgebungen (Homeoffice). Sowohl bei der Kapitalanlage als auch in der Abonnentenverwaltung sowie in der Redaktion werden die Daten täglich gesichert und extern gespeichert. Zum Schutz der IT-Infrastruktur wird mindestens einmal im Monat eine Wartung durch einen externen Dienstleister durchgeführt. Darüber hinaus finden weitere vorbeugende Systemwartungen und Sicherheitsüberprüfungen in regelmäßigen Abständen statt. Zugleich hält der IT-Dienstleister Notfallpläne für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Systeme vor. Steuerrisiken Steuerrisiken ergeben sich vor allem auf der Ebene der Gesetzgebung, insbesondere bei der jeweils steuerlichen Behandlung von Veräußerungsergebnissen und Dividendeneinnahmen. Dies gilt auch für die steuerliche Beurteilung seitens der Betriebsprüfungen, die nicht an die Feststellungen der Vorprüfungen gebunden sind und ähnliche Sachverhalte unterschiedlich beurteilen können. Diese Risiken haben sich allerdings durch steuerliche Gesetzesänderungen ab Januar 2017 erheblich reduziert und sind jederzeit tragfähig. Rechtliche bzw. regulatorische Risiken Um alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen umzusetzen, wird das Management im operativen Geschäft von externen Fachanwälten beraten und unterstützt. Das betrifft sowohl die Umsetzung aktienrechtlicher als auch gesellschaftsrechtlicher Normen wie auch die presserechtlichen und datenschutzrechtlichen Anforderungen. Die Buchhaltungsprozesse werden extern durch eine professionelle Steuerberatung in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt. Damit wird sichergestellt, dass der Rechnungslegungsprozess intern wie extern stets den neuesten gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden über die Datenverarbeitungssoftware der DATEV e.G. verarbeitet und ausgewertet. Der Kontenplan, welcher der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ab. Die externen Dienstleistungsgesellschaften und Finanzinstitute sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren. Der Vorstand hat entsprechend der veröffentlichten Durchführungsverordnung der Europäischen Kommission vom 10. März 2016 ein Format zum Führen von Insiderlisten, zum Melden von Eigenhandel bei Führungskräften sowie Strukturen und Standards zur Umsetzung der Richtlinien der zum 3. Juli 2016 in Kraft getretenen Marktmissbrauchsverordnung MMVO entwickelt. Er wird dabei über das gesamte Geschäftsjahr fortlaufend anwaltlich begleitet. Um Handlungsrisiken im Bereich der Kapitalanlage und des Verlagsgeschäftes abzudecken, hat die Gesellschaft für Führungspersonen und die Mitglieder des Aufsichtsrates eine quantitativ und qualitativ an die aktuellen unternehmerischen Risiken angepasste Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sog. D&O Versicherung) bei der XL Insurance Company SE abgeschlossen, mit Ausnahme des Vorstands ohne Selbstbehalt. Bei den anhängigen Rechtsstreitigkeiten wurden entweder vertragliche Vereinbarungen mit professionellen Prozessfinanzierern getroffen oder entsprechende Rückstellungen aus möglichen Verpflichtungen gebildet. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode nehmen, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft. Chancen ergeben sich zudem aus evtl. Nachzahlungsansprüchen in Millionen-Euro-Höhe in den Spruchverfahren gegen UniCredit wegen des Zwangsausschlusses bei der HVB sowie im Zivilverfahren gegen die Deutsche Bank AG wegen der Übernahme der Postbank. Solche Ansprüche wurden nicht in der Bilanz erfasst. Die Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 GmbH ist an der Effecten-Spiegel AG zum Bilanzstichtag mit 17,827 % am Grundkapital beteiligt. Aus Vorsichtsgründen hat die Gesellschaft freiwillig einen sog. Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht ist rein vorsorglich auch den Abschlussprüfern der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne des § 313 AktG vorgelegt und durch diese geprüft worden. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer sowie auch die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG ergaben keine Beanstandungen. Währungs- und Zinsrisiken Das Währungsrisiko spielt aufgrund der weitgehenden Fokussierung auf Anlagen in der Eurozone und im Dollarraum nur eine untergeordnete Rolle. Die Zinspolitik der Notenbanken hat zwar auf die Art der Kapitalanlage Einfluss (Anleihen- und Aktienmarkt) und ist ein entscheidender Faktor für die Pensionsrückstellungen, stellt jedoch für den Fortbestand der Effecten-Spiegel AG kein Risiko dar. Liquiditätsrisiken Ein Schulden- und Kreditrisiko gegenüber Dritten besteht nicht, da sämtliche Wertpapierkäufe sowie alle anderen Aufwendungen aus Eigenmitteln finanziert und stets ausreichend Liquiditätsreserven vorgehalten werden. Bankschulden oder Kredite sind weder gegenwärtig noch aus der Vergangenheit vorhanden. Die Gesellschaft verfügt per 31. Dezember 2022 über ein Bankguthaben in Höhe von 14.703 T€. Das Eigenkapital liegt zum Stichtag bei 67.636 T€ und entspricht einer Eigenkapitalquote von 92,63 %. Durch die hinreichend liquide Anlagenstruktur wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeitig in der Lage ist, die erforderliche Liquidität zu halten. Die Kassenbestände sind über zwei verschiedenen Sparkassen und zwei große bilanzstarke Privatbanken (ODDO BHF und Bethmann Bank) verteilt eingelegt. Sämtliche auftretenden Einzelrisiken und -verpflichtungen sind in einem detaillierten Rückstellungsspiegel mit Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit erfasst. Der Betrag für die Pensionsrückstellungen wird auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens der Mercer Deutschland GmbH, Mülheim/Ruhr, ermittelt. 6. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2023 werden die Kapitalmärkte durch die seltene Risikokonstellation aus dem Zusammenwirken von Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie, Energiekrise und Inflation sowie der damit zusammenhängenden geldpolitischen Reaktionen der großen Notenbanken auch weiterhin mit hoher Unsicherheit behaftet sein. Die Zentralbanken werden mit Zinserhöhungen die Inflation bekämpfen und dabei auch einen Rückgang der Wirtschaftstätigkeiten billigend in Kauf nehmen. Dennoch deutet alles darauf hin, dass der Abschwung in den USA und im Euroraum flacher als erwartet ausfallen dürfte und die Arbeitsmärkte robust bleiben. Nach den herben Kursverlusten in 2022 sind zudem viele Unternehmen auf ein niedriges Bewertungsniveau zurückgekommen, was zumindest in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres für neue Impulse an den Aktienmärkten sorgen sollte, worauf bereits auch der fulminante Start ins Börsenjahr 2023 hindeutet. Allerdings wird das Gesamtjahr auf Grund der vielen Krisen und Risikofaktoren volatil und somit herausfordernd für Anleger bleiben, was eine konkrete Jahresprognose erschwert. Da ein hochwertiges Portfolio aber nach wie vor den besten Schutz vor Inflation bietet, hält die Verwaltung an ihrem Anlageziel fest, das Vermögen der Gesellschaft langfristig zu sichern und wieder dividendenfähige Ergebnisse zu erwirtschaften.
Düsseldorf, im Februar 2023 Effecten-Spiegel AG Der Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG wurde auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 (2) + (4) HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 286 + 288 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Der Sitz der im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der HRB 22514 eingetragenen Gesellschaft ist in Düsseldorf. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Vorräte Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung bei Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben. Verbindlichkeiten Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Latente Steuern Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen. Fremdwährungen Beträge in Fremdwährungen sind zu den Kursen zum Entstehungszeitpunkt eingebucht und, da die Laufzeit aller umzurechnen Kosten nicht mehr als 1 Jahr beträgt, laufzeitbedingt ohne Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet worden. C. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen - § 284 Abs. 3, § 285 Nr. 13 HGB Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von 4.030 T€ (Vorjahr 2.610 T€) außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB. Demgegenüber waren im Berichtsjahr keine Zuschreibungen gemäß § 253 Absatz 5 HGB (Vorjahr 107 T€) vorzunehmen. Die Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten betrugen 26.763 T€. Die hierauf entfallenden kumulierten Abschreibungen beliefen sich auf 559 T€, so dass ein Netto-Anlagenabgang von 26.204 T€ im Berichtsjahr zu verzeichnen war. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt 1.573 T€. 2. Umlaufvermögen Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit einem Bilanzwert in Höhe von 2.151 T€ sind zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB im Gesamtwert von 628 T€ (Vorjahr 346 T€) vorgenommen worden. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren keine Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorzunehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von 100 T€ (Vorjahr 121 T€) Steuererstattungsansprüche. 3. Rückstellungen - § 285 Nr. 12 / § 285 Nr. 24 HGB Bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit 310 T€, ausstehende Eingangsrechnungen mit 109 T€ und externe Abschlusskosten mit 50 T€ zusammen. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre = 1,78 % (Vorjahr = 1,87 %) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre = 1,44 % (Vorjahr = 1,35 %) ein Unterschiedsbetrag i.H.v. 203 T€ (Vorjahr 322 T€). Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 (6) Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. 4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1+2, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. 5. Eigene Anteile - § 160 AktG Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Mai 2016 wurde die Gesellschaft ermächtigt, wahlweise weitere Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Kapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 24.5.2021. Der Vorstand hatte hiervon keinen Gebrauch gemacht. Aufgrund der Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB n. F. zwingend ein saldierter Ausweis unter der Position „Eigenkapital“ (vgl. Angaben zu Punkt 6).
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Zusammensetzung der eigenen Anteile demnach wie folgt:
6. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG
Bei einer eventuellen Veränderung durch den Verkauf eigener Anteile erfolgt gemäß § 272 (1 a) n. F. HGB i.V.m. Artikel 66 (3) EGHGB mit Wirkung zum 1.1.2010 eine nunmehr vorgeschriebene Aufteilung des Gesamtbetrages der eigenen Anteile auf das gezeichnete Kapital und auf die Gewinn- oder Kapitalrücklagen. D. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB - 1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB - Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 10 , davon 1 Vorstandsmitglied und 9 sonstige Angestellte. 2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates- § 285 Nr. 9a HGB - Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen, Sachbezüge und Versicherungen betrugen in 2022 für den Vorstand 376 T€. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat beliefen sich auf 67,5 T€. 3. Bezüge von früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen- § 285 Nr. 9b HGB - Die Gesamthinterbliebenenbezüge in 2022 betrugen 63 T€. Die anteilige Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 486 T€. 4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates- § 285 Nr. 10 HGB - Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt: Vorstand: Frau Marlis Weidtmann, Heiligenhaus Aufsichtsrat: Herr Wolfgang Aleff, Coesfeld (Vorsitzender) (Selbstständiger Unternehmensberater) Herr Dr. Klaus Hahn, Essen (stellv. Vorsitzender) (Selbstständiger Unternehmensberater) Herr Stefan Füger, Ettlingen (Mitglied) (Director Partner Relationships bei der Elinvar GmbH) 5. Beteiligungsverhältnisse- § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 160 (1) Nr. 8 AktG - Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
6. Angaben zu Finanzinstrumenten- § 285 Nr. 18 HGB - Bei den zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten erfolgte insgesamt ein Ansatz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Börsenkurse zum Ende des Prüfungszeitraumes ergaben stille Lasten i.H.v. insgesamt 10.080 T€ (Vorjahr 7.039 T€) bzw. stille Reserven i.H.v. insgesamt 3.252 T€ (Vorjahr 5.464 T€) und setzen sich wie folgt zusammen:
7. Honorar des Abschlussprüfers- § 285 Nr. 17 HGB - Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt 25 T€ für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Abschlussprüfung. 8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag- § 285 Nr. 33 HGB - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, sind - auch unter Berücksichtigung der Spätfolgen des Coronavirus und der unsicheren geopolitischen Lage in Osteuropa entsprechend den Ausführungen im Lagebericht - nicht eingetreten. 9. Vorschlag über die Ergebnisverwendung- § 285 Nr. 34 HGB -Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt. Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung:Das Jahresergebnis beträgt - 2.953.564,80 €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den zum 31. Dezember 2022 - unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von 660.375,80 € und nach Entnahme von 2.800.000,00 € aus den Gewinnrücklagen - ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 506.811,00 € wie folgt zu verwenden: 1) einen Teilbetrag in Höhe von 302.162,56 € als Vorzugsdividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 0,16 € je dividendenberechtigte Vorzugsaktie auszuschütten, 2) den restlichen Betrag von derzeit 204.648,44 € auf neue Rechnung vorzutragen. Die Anzahl der dividendenberechtigten Vorzugsaktien kann sich bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern und somit den auf neue Rechnung vorzutragenden Betrag entsprechend verändern. In diesem Fall wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Ergebnisverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von 0,16 € je Vorzugsaktie vorsieht. Auf die Stammaktien soll für das Geschäftsjahr 2022 keine Dividende ausgeschüttet werden. Derzeit hält die Gesellschaft 291.135 eigene Stammaktien und 17.734 eigene Vorzugsaktien.
Düsseldorf, den 27. Januar 2023 Effecten-Spiegel AG Vorstand Auszug aus dem notariellen Protokoll über die Hauptversammlung der Effecten-Spiegel AG am 26. Mai 2023 im Congress Center Düsseldorf (CCD) Zu Punkt 2 der Tagesordnung Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversamrnlung, den zum 31. Dezembert 2022 - unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von 660.375,80 € und nach Entnahme von 2.800.000,00 € aus den Gevrinnrücklagen - ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 506.811,00 € wie folgt zu verwenden: 1) einen Teilbetrag in Höhe von 302.762,56 € als Vorzugsdividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 0,16 € je gewinnberechtigte Vorzugsaktie auszuschütten, 2) den restlichen Betrag von derzeit 204.648,44 € auf neue Rechnung vorzutragen. Die Anzahl der dividendenberechtigten Vorzugsaktien kann sich bis zum Zeitunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern und somit den auf neue Rechnung vorzutragenden Betrag entsprechend verändern. In diesem Fall wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Ergebnisverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von 0,16 € je Vorzugsaktie vorsieht. Auf die Stammaktien solle für das Geschäftsjahr 2022 keine Dividende ausgeschüttet werden. Derzeit halte die Gesellschaft 291.135 eigene Stammaktien und 17.734 eigene Vorzugsaktien. Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass - die Abstimmung bei 888.219 Aktien, für die gültige Stimmen abgegeben worden seien, dies entspreche 54,99% des Grundkapitals 878.836 Ja-Stimmen (= 98,94% des vertretenen Grundkapitals) und 9.383 Nein-Stimmen (= 1,06 %) sowie 0 Enthaltungen ergab. - die Hauptversammlung zu TOP 02 Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung den Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat - wie im Bundesanzeíger vom 14. April 2023 veröffentlicht - mit der erforderlichen Mehrheit angenommen hat. Anlagespiegel
Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen1.1.2022 - 31.12.2022Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 4.029.529,71 EUR. 1.1.2021 - 31.12.2021Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 2.609.980,95 EUR. Bericht des AufsichtsratsDas Geschäftsjahr 2022 war gekennzeichnet durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges und der damit einhergehenden Verwerfungen an den Finanzmärkten wie auch in der Realwirtschaft. Nach den vorangegangenen zwei Jahren, in denen die Pandemie die Planungssicherheit und die Verlässlichkeit der Rahmenbedingungen suspendiert hatte, wurden im Berichtsjahr die Märkte durch kriegsbedingt explodierende Energiekosten und signifikant steigende Zinsen verunsichert. Diese Umstände überschatteten auch die Arbeit und nicht zuletzt die Ertragslage der Effecten-Spiegel AG im Berichtsjahr. Mit Ausbruch des Krieges verdüsterte sich die Stimmung an den Märkten. Dazu kamen die signifikanten Zinserhöhungen von Fed und EZB. Aber gerade die deutlich anziehende Inflation zeigte einmal mehr, dass Aktien immer ein unverzichtbares Anlagetool bleiben. Das bedeutet allerdings nicht, dass im Berichtsjahr zwangsläufig Gewinne zu erwarten gewesen wären. Zu viele Imponderabilien ließen die Kurse von Small Caps und Nebenwerten auf breiter Front einbrechen und auf niedrigem Level verharren - zum Teil bis zum Ende des Berichtsjahres und darüber hinaus. Der Vermögensverwaltung kam daher auch im Berichtsjahr die Vorhaltung hoher Liquidität sehr zugute, da somit stets ausreichend Eigenmittel zur Nutzung sich aus der Krise ergebender Opportunitäten zur Verfügung standen. Der Aufsichtsrat der Effecten-Spiegel AG hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm obliegenden Aufgaben nach Gesetz und Satzung wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Im Geschäftsjahr 2022 fanden 7 Sitzungen des Aufsichtsrates - zwei davon pandemiebedingt als Telefonkonferenzen bzw. Teams-Konferenz (online) - statt, an denen jeweils alle amtierenden Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. Der Aufsichtsrat stimmte sich wie gehabt ganzjährig und fortlaufend zu aktuellen Themen untereinander und mit dem Vorstand telefonisch und per E-Mail ab. Regelmäßig berichtete der Vorstand auf jeder Aufsichtsratssitzung anhand der Planzahlen und der betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die aktuelle Lage der Gesellschaft. Anlagestrategien, ebenso wie das Verlagsgeschäft und damit der Digitalauftritt des Journals und die Beteiligungen der Effecten-Spiegel AG und deren wirtschaftliche Lage, wurden fortlaufend erörtert und überprüft. Dabei wurde der strategische Positionierung der Vermögensverwaltung, den rechtlichen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Anforderungen von Aktien-, Handels- und Presserecht sowie den Verpflichtungen des Unternehmens gegenüber den Angestellten wie in den Vorjahren stets Rechnung getragen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand auch außerhalb der formellen Sitzungen fortlaufend und zeitnah über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat erhält regelmäßig einen Report über die aktuelle Entwicklung des Depots und der Liquiditätslage. Er war in alle wesentlichen Entscheidungen der Gesellschaft eingebunden. Der Aufsichtsrat sieht keinerlei Anlass, das Berichtswesen und die Geschäftsführung durch den Vorstand zu beanstanden. In der Aufsichtsratssitzung vom 9. Februar 2022 erläuterte der Vorstand den von ihm aufgestellten vorläufigen Jahresabschluss 2021 (Bilanz 2021 mit GuV 2021), die Wertberichtigungen und Rückstellungen ebenso wie den Gewinnverwendungs- und Dividendenvorschlag. Weitere Themen dieser Sitzung waren die aktuelle Lage der Gesellschaft und ihrer Geschäftsbereiche (Verlag und Kapitalanlage) sowie die Nominierung und Vorstellung von Ersatzmitgliedern für den Aufsichtsrat. Zudem wurde auch das Format der ordentlichen Hauptversammlung besprochen. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 2. März 2022 (Bilanzsitzung über das GJ 2021) wurde gemäß § 170 AktG der Jahresabschluss 2021 mit dem Lagebericht des Vorstands, dem Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers und dem vorsorglich erstellten Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG im Beisein des Wirtschaftsprüfers Wisbert-Treuhand GmbH noch einmal in allen Einzelheiten erörtert. Nach abermaliger sorgfältiger Prüfung der Unterlagen durch den AR gemäß § 171 AktG wurden der Jahresabschluss 2021, der Lagebericht und der Gewinnverwendungsvorschlag nach einer gesonderten Sitzung des Aufsichtsrates (als Telefonkonferenz) am 9. März 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG für das Geschäftsjahr 2021 gilt mithin gemäß § 172 AktG als form- und fristgerecht festgestellt und gebilligt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft im Berichtsjahr mit Vorlage des Jahresabschlusses 2021 musste pandemiebedingt wiederum als virtuelle HV abgehalten werden. Vorstand und Aufsichtsrat hielten am 19. Mai 2022 einen Probelauf ab, um die technischen Gegebenheiten zur Übertragung und Abstimmung zu überprüfen und einen reibungslosen Ablauf der HV sicherzustellen. Die Hauptversammlung des Jahres fand dann am 20. Mai 2022 im CCD in Düsseldorf statt. Die Übertragung der virtuellen HV sowie die Abstimmungen seitens der Aktionäre gingen störungsfrei vonstatten. Das Protokoll der Hauptversammlung führte Notar Dr. Hauschild aus Düsseldorf. Die Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden von der Hauptversammlung auch im Berichtsjahr wieder mit den jeweils aktienrechtlich erforderlichen Mehrheiten angenommen, darunter auch die Wahl von zwei Ersatzmitgliedern für sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates. Die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates fand ebenfalls am 20. Mai 2022 in Düsseldorf im Anschluss an die HV statt. Der Aufsichtsrat wählte Herrn Wolfgang Aleff erneut zu seinem Vorsitzenden und Herrn Dr. Klaus Hahn zu dessen Stellvertreter. Eine weitere Sitzung des AR fand am 24. August 2022, als Präsenzsitzung statt. Hierbei wurde die Lage der Gesellschaft anhand der üblichen Unterlagen (BWK, Planzahlen, Depotaufstellung, NAV) erörtert. Weitere Themen waren die Entwicklung der Gerichtsprozesse und -verfahren, an denen die Gesellschaft mittelbar und unmittelbar beteiligt ist sowie die personelle Ausstattung der Redaktion. Die Neubesetzung der Stellen ausscheidender Mitarbeiter wurde erörtert. Am 27. Oktober 2022 fand eine weitere Sitzung des Aufsichtsrates in Düsseldorf statt, in der es um wesentliche strategische Überlegungen zu Kapitalanlage und -bewertung ging. Darüber hinaus wurden in dieser Sitzung auch wieder die Personalsituation und die Finanzterminplanung erörtert. Eine letzte Präsenz-Aufsichtsratssitzung fand am 16. Dezember 2022, statt. Neben der Erörterung der üblichen Monatskennzahlen wurde hierbei besondere Aufmerksamkeit der Gesamtentwicklung der beiden Geschäftsbereiche (Verlag und Kapitalanlage) der Gesellschaft in 2022 und der sich daraus ergebenden Optionen gelenkt. Darüber hinaus wurden wesentliche Termine für 2023 festgelegt. Der Aufsichtsrat war mithin im Jahr 2022 über den Verlauf des operativen Geschäfts, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie die Risikostruktur und das Risikomanagement stets und umfassend informiert. Wesentliche Grundlage der Tätigkeit des Aufsichtsrates bildeten die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands, die dieser unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 AktG innerhalb, bei Bedarf aber auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen und routinemäßig im wöchentlichen Reporting erstattet hat. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu bemängeln. Nachtrag zum Bericht des Aufsichtsrates Der vom Vorstand zeitnah und nach den Regelungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichts des Vorstands von dem durch die Hauptversammlung am 20. Mai 2022 gewählten und durch den Aufsichtsrat schriftlich beauftragten Abschlussprüfer, der Wisbert-Treuhand GmbH, Neuss, geprüft. Er wurde am 17. Februar 2023 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung. Der Jahresabschluss 2022 mit dem Lagebericht des Vorstands und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Die Unterlagen sowie der Prüfungsbericht der Wisbert-Treuhand GmbH wurden rechtzeitig vorgelegt und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 3. März 2023 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über das Ergebnis seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und auf Grundlage seiner eigenen Prüfung gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG zum 31. Dezember 2022 mit dem Lagebericht des Vorstands gebilligt. Er ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Aus Gründen der Vorsicht hat die Gesellschaft auch im Berichtsjahr einen sogenannten Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Die „Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 GmbH“ ist an der Effecten-Spiegel AG zum genannten Stichtag am 31. Dezember 2022 mit 17,827 % des Grundkapitals beteiligt. Der Bericht ist rein vorsorglich auch dem Abschlussprüfer der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne von § 313 AktG vorgelegt und durch diesen geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht angeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat hat ebenfalls keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtstrat dankt dem Einzelvorstand, der Prokuristin und allen Mitarbeiterinnen der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft für die engagierte Arbeit im Geschäftsjahr 2022.
Düsseldorf, den 10. März 2023 Wolfgang Aleff, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.05.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk„An die Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Effecten-Spiegel AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“
Neuss, den 17. Februar 2023 WISBERT - TREUHAND GmbH Rolf Ricken, Wirtschaftsprüfer |
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