RM Rheiner Management AG

Köln

Jahresabschluss 2011

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der RM Rheiner Management AG hat im Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis 31.12.2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Im Geschäftsjahr 2011 haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden, nämlich am 23.03.2011, am 16.06.2011, am 15.07.2011, am 13.10.2011 und am 01.12.2011. In diesen Sitzungen und in einem schriftlichen Verfahren fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Neben den förmlichen Zusammenkünften haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats bei weiteren Zusammenkünften und in Einzelgesprächen mit dem Vorstand über die Situation des Unternehmens sowie grundsätzliche Einzelfragen berichten lassen und hierüber mit dem Vorstand beraten.

Wesentliche Beratungs- und Begleitungsthemen des Aufsichtsrats waren die strategische Ausrichtung der RM Rheiner Management AG, insbesondere hinsichtlich der China-Engagements, und die Zukunft der Kooperations- und Poolverträge.

Der unverändert besetzte Aufsichtsrat hat den vom Vorstand zeitnah vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2011und den Lagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011 geprüft, ohne dass sich Einwendungen ergeben haben. Der Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichts auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 26.07.2011 von der Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH geprüft. Der Abschlussprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats mit Schreiben vom 07.03.2012 vom Abschlussprüfer zugesandt und war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 12.03.2012 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen des Aufsichtsrats teil, berichtete über wesentliche Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung.

Auf der Basis eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat der Aufsichtsrat der RM Rheiner Management AG dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und am 12.03.2012den Jahresabschluss zum 31.12.2011 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Mit dem 31.12.2011 ist Herr Alfred Schneider aus dem Vorstand der RM Rheiner Management AG ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Schneider für seine erfolgreiche Führung des Unternehmens aus der Planinsolvenz heraus zu seiner heutigen Positionierung.

Die Herrn Dr. Issels und Neuroth bilden unverändert den Vorstand. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für den unverändert intensiven Einsatz für das Unternehmen und dessen erfolgreiche Führung.

 

Köln, den 12.03.2012

Dr. Hanno Marquardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RM Rheiner Management AG

Jahresabschluss und Lagebericht der RM Rheiner Management AG, Köln für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 - 31. Dezember 2011

Lagebericht des Vorstands 2011

1. Finanzwirtschaftliches Umfeld*

Das finanzwirtschaftliche Umfeld war in 2011 erneut ausgesprochen turbulent. In der ersten Jahreshälfte wurden die Investoren zunächst von den Unruhen in Nordafrika und Arabien und den damit verbundenen Sorgen vor höheren Ölpreisen, gefolgt von der Atomkatastrophe in Japan verunsichert, was zu einem Kurseinbruch an den weltweiten Aktienmärkten führte. Vor allem dank guter Unternehmenszahlen konnten sich die Aktienmärkte von den zwischenzeitlichen Tiefständen jedoch wieder erholen und beendeten das erste Halbjahr überwiegend im Plus. Obwohl sich die Schuldenkrise in Griechenland zwischenzeitlich zuspitzte, hatte sie an den Aktienmärkten bis zu diesem Zeitpunkt keine große Auswirkung. Nachdem sich bereits ab Anfang Juli zunehmende Sorgen vor einer Ausweitung der Schuldenkrise ausbreiteten, kam es schließlich Anfang August zu einer panikartigen Stimmung an den Aktienmärkten, im Zuge dessen der Dax zwischen Ende Juli und Mitte September knapp 30 Prozent verlor. Auslöser der Marktpanik waren Zweifel an dem Willen und der Fähigkeit der Politik, die ausufernde Staatsverschuldung in den USA und der Eurozone in den Griff zu bekommen. Für Panik sorgten insbesondere die Furcht vor einer ungeordneten Insolvenz Griechenlands, Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Italiens und Spaniens - in deren Folge die Zinsen der Staatsschuldpapiere in bedenkliche Höhen schossen - sowie Sorge bezüglich der Bonität europäischer Banken. Diese waren meist schwach kapitalisiert, hielten jedoch signifikante Beträge in den nun problematischen Schuldtiteln. Nicht zuletzt war der Aktienmarkteinbruch auch auf Befürchtungen vor einem Rückfall der Weltwirtschaft in eine Rezession zurückzuführen, nachdem die Frühindikatoren eine zunehmende Wirtschaftsschwäche signalisierten und die Lage der Banken für eine Kreditverknappung sprach. Die Investoren preisten ein, dass die Regierungen wegen der ohnehin hohen Staatsverschuldung im Gegensatz zu 2008/2009 nicht mehr in der Lage sein würden, einem Abschwung durch Ausgabenprogramme gegensteuern zu können. Nicht gerade ermutigend war in diesem Zusammenhang auch die Herabstufung des Ratings der USA von zuvor AAA auf AA+ durch Standard & Poor's (S&P).

Erneut war die Politik gefordert, auf die sich stetig verschärfende Verunsicherung zu reagieren. Zu Beginn des Jahres wurden in einem ersten Zug die Rettungsschirme verstärkt. Zu nennen ist hier insbesondere die Erhöhung der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) auf 440 Milliarden Euro am 12. März 2011. Schnell zeigte sich jedoch, dass jegliche Bemühungen von weiteren vertrauensbildenden Maßnahmen flankiert werden müssen. Auch hier versuchte die Politik Zeichen zu setzen. Ausdruck dieser Bemühungen war die Zusage diverser europäischer Regierungen, Schuldenbremsen nach deutschem Vorbild in ihren Verfassungen zu verankern. Die Ablösung des italienischen Premierministers Silvio Berlusconi führte auch in Italien zu der lange erhofften Veränderung. Am 16.11.2011 wurde mit Mario Monti ein in Brüssel bestens vernetzter Technokrat zum Ministerpräsidenten Italiens vereidigt. Nach der Durchführung schärferer Bankenstresstests wurde die Verstärkung der Eigenkapitalbasis einiger europäischer Großbanken eingefordert. Der IWF schließlich deutete seine Unterstützung an, sofern es hierzu bedürfe.

Die Europäische Zentralbank (EZB) agierte ebenfalls, um die Situation zu stabilisieren. Einerseits intensivierte sie ihr am 10. Mai 2010 ins Leben gerufene Programm für die Wertpapiermärkte (Securities Market Program = SMP). Insbesondere im Herbst 2011 trat sie verstärkt als Käufer am Markt auf und erwarb bis zum Jahresende Staatsanleihen im Volumen von mehr als 200 Mrd. EUR. Eine spürbare Beruhigung erzielte sie jedoch erst mit einer deutlichen Ausweitung ihrer Geldmarktoperationen im Dezember 2011, wahrscheinlich als Folge der politischen Bemühungen: Zum einen wurde der Sicherungsrahmen zur Erlangung von Zentralbankgeld erneut aufgeweicht und zum anderen wurden die Mindestreservesätze gesenkt. Von besonderer Bedeutung war jedoch die Ankündigung und bereits teilweise erfolgte Umsetzung zweier Tenderoperationen mit einer Laufzeit von 36 Monaten. Im Rahmen des ersten 3-Jahres-Tenders haben sich Banken der Eurozone am 21.12.2011 ein Rekordvolumen von 489 Mrd. EUR zum Zinssatz von 1% geliehen. Die Zuteilung war unlimitiert. Die Hoffnung, dass dieses Geld mittelfristig für Investitionen in europäische Staatsanleihen genutzt wird, um einerseits die Zinssätze zu senken und andererseits die Banken zu stärken, scheint sich aktuell zu bestätigen. Allerdings wurden Anfang Januar 2012 auch 455 Mrd. EUR in der Einlagenfazilität der EZB geparkt. Dies wird allgemein als deutliches Indiz für weiterhin bestehende massive Spannungen im Euro-Bankensystem gesehen.

Die US-Notenbank Fed war in 2011 weniger aktiv als im Vorjahr und hielt an ihrer quasi Nullzinspolitik fest. Zwar verzichtete die Fed darauf, ein neues Staatsanleihenankaufprogramm aufzulegen, nachdem das 600 Mrd. Dollar umfassende zweite Ankaufprogramm QE2 Ende Juni 2011 ausgelaufen war. Sie kündigte jedoch an, bis Juni 2012 400 Mrd. Dollar ihrer Anleihenbestände von kurzen Restlaufzeiten in lang laufende Anleihen ("Operation Twist") umzuschichten, um so die Wirtschaft über niedrige langfristige Zinsen zu stimulieren.

Die internationalen Rentenmärkte standen verständlicherweise in 2011 ganz im Zeichen der Staatsschuldenkrise, die sich im Verlauf 2011 zunehmend verschärfte. Davon profitierten US-Staatsanleihen und Bundesanleihen erheblich, da Investoren in Anbetracht der hohen Unsicherheit in sichere Anlagen flüchteten. Die Staatsschuldenkrise war zwar bereits im ersten Halbjahr - mit dem Fokus auf Portugal und Griechenland - ein zentrales Thema an den Rentenmärkten. Dennoch konnte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zunächst bis Mitte des Jahres leicht zulegen, was u.a. auf Zinserhöhungsfantasien und eine solide Konjunkturentwicklung zurückzuführen war. In den USA waren dagegen die Renditen zehnjähriger Treasuries bereits in der ersten Jahreshälfte wegen enttäuschender Konjunkturdaten leicht gesunken.

Von Anfang Juli bis Mitte September kam es dann zu einem Einbruch der Renditen von Bundesanleihen und US-Treasuries, die im Zuge einer panikartigen Stimmung als sichere Häfen stark nachgefragt wurden. Auslöser für diese Entwicklung waren, ähnlich wie auf den Aktienmärkten, insbesondere die Sorgen vor einem Überspringen der Staatsschuldenkrise auf Italien und Spanien sowie Ängste vor einer weltweiten Rezession. Entsprechend trennten sich Investoren von italienischen und spanischen Staatsanleihen und schichteten diese in die als sicher geltenden Staatsanleihen Deutschlands und der USA um. An der entstandenen Marktpanik konnten auch die von der EZB Anfang August wieder aufgenommenen Ankäufe von Staatsanleihen der Peripherieländer nichts ändern, die Investoren hatten zunehmend das Vertrauen in die Problemlösungskompetenz der Politik verloren. Zudem sorgten sich die Investoren, dass mit der Beteiligung privater Gläubiger an dem Rettungspaket für Griechenland ein Präzedenzfall für andere schwankende Euroländer geschaffen worden sein könnte.

Erst in den letzten Monaten des Jahres kam es zu einer gewissen Marktstabilisierung aufgrund der beschriebenen Bemühungen der EZB. Nachdem die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen im April zwischenzeitlich auf 3,48 Prozent gestiegen war, fiel sie im Zuge der Flucht in Sicherheit kräftig und erreichte am 22. September ein Tief von 1,64 Prozent. Im Bereich der Kurzläufer wurden sogar vereinzelt, unter großer medialer Beachtung, negative Zinsen beobachtet. Bis Jahresende stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen wieder leicht auf 1,83 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel von 3,31 Prozent Ende 2010 auf 1,88 Prozent zum Jahresultimo 2011. Aufgrund des ungewöhnlich starken Renditerückgangs konnten Bundesanleihen in 2011 im Schnitt eine Performance von knapp 10 Prozent verbuchen, zehnjährige Bundesanleihen erreichten sogar eine Performance von über 12 Prozent.

Das Währungspaar Euro/US-Dollar unterlag im abgelaufenen Jahr ebenfalls und aus ähnlichen Gründen sehr starken Kursschwankungen. Getragen von der überraschenden Leitzinswende durch die Europäische Zentralbank (EZB) bei gleichzeitigem Festhalten der US-Notenbank an ihrer laxen Geldpolitik, erreichte der Euro Anfang Mai letzten Jahres Kurse über 1,49 US-Dollar, was einem Anstieg um 12 Prozent gegenüber Ende 2010 entsprach. Im Zuge der sich verschärfenden Eurokrise wurde der Währungsraum jedoch zunehmend von ausländischen Investoren gemieden. Zudem konnte sich die US-Konjunktur zum Jahresschluss positiv von der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa absetzen. Die Gemeinschaftswährung geriet kräftig unter Druck und fiel kurz vor Jahresschluss sogar auf unter 1,29 Dollar. Per Saldo verbuchte der Euro zum US-Dollar im Gesamtjahr 2011 ein Minus von 3 Prozent.

Die Staatsschuldenkrise und die Verlangsamung der weltwirtschaftlichen Entwicklung hinterließen ihre Spuren in der zweiten Jahreshälfte 2011 auch auf den Rohstoffmärkten. Die Rohstoffpreise entwickelten sich im Herbst 2011 überwiegend rückläufig. Nach starker und lang andauernder Erholung hatten sie im April noch ihren zwischenzeitlichen Höchststand seit den rezessionsbedingten Tiefständen Anfang 2009 erreicht. Die letzten Preisrückgänge zu Beginn des Oktobers sind auf die sich weltweit eintrübenden Konjunkturaussichten zurückzuführen. Insgesamt fiel die Performance der wichtigsten Rohstoffindizes ernüchternd aus: Der DJ UBS Commodity Index, der vor allem zahlreiche Industriemetalle und Agrarwerte enthält, ging um mehr als 13 Prozent zurück.

* (Quelle: Studie der Sparkasse KölnBonn - Kapitalmärkte 2012)

2. Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter Aktienindizes

Angesichts der eingangs skizzierten turbulenten Ereignisse war die Aktienmarktentwicklung in 2011 von einer sehr hohen Volatilität geprägt. Konnte sich das Gros der internationalen Börsen zur Jahresmitte wieder deutlich von den Tiefständen im Umfeld der Unruhen in Nordafrika und Arabien sowie der Atomkatastrophe in Japan erholen, folgten auf die Intensivierung der Eurokrise in der zweiten Jahreshälfte überwiegend starke Kursverluste an den weltweiten Finanzmärkten. Im Zentrum dieser Entwicklung standen naturgemäß die Börsen der Eurozone und hier insbesondere die Börsen der Peripherie.

Dem konnte sich der deutsche Aktienindex Dax nicht entziehen und schloss mit einem Minus von 14,7% auf Jahresbasis. Die Small- und Midcapindizes MDax und SDax waren mit -12,2% bzw. -14,5% ähnlich schwach. Trotz dieser Verluste konnten die deutschen Börsen noch eine relative Stärke in Europa aufbauen, wie das Minus von 17,1% auf Ebene des EuroStoxx 50 verdeutlicht.

Dagegen entwickelten sich die US-Indizes deutlich positiver. So schloss der den breiten Markt abbildende Leitindex S&P 500 praktisch unverändert. Der Dow Jones Index konnte sogar um über 5% zulegen.

Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2011 wie folgt ab:

  in lokaler Währung in Euro umgerechnet
Dax -14,7% -14,7%
MDax -12,2% -12,2%
SDax -14,5% -14,5%
TecDax -19,5% -19,5%
EuroStoxx 50 -17,1% -17,1%
MSCI World -7,6% -4,5%
Dow Jones Industrial 5,5% 9,1%
S&P 500 0,0% 3,3%
Nasdaq Composite -1,8% 1,5%
Nikkei 225 -17,3% -10,0%

Quelle: Studie der Sparkasse KölnBonn - Kapitalmärkte 2012

3. Geschäftsentwicklung

Ertragsseitig wiederum von wesentlicher Bedeutung waren für die Gesellschaft im Geschäftsjahr die Umsätze aus den Kooperations- und Poolverträgen in Höhe von TEUR 171. Darüber hinaus hat insbesondere die zwingend vorzunehmende Aktivierung einer Forderung in Höhe von ca. TEUR 233 das Ergebnis wesentlich geprägt. Diese Forderung war im Zuge einer vom zuständigen Insolvenzgericht bereits beschlossenen Abschlagsverteilung auf die Außenstände der Gesellschaft gegen eine in Insolvenz befindliche Anleiheschuldnerin entstanden. Schließlich konnte bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres eine Beteiligung mit einem Ertrag von TEUR 238 veräußert werden.

Im Zuge der im Geschäftsjahr 2010 angekündigten Erweiterung ihres Investitionsspektrums auf chinesische Unternehmen hat die RM Rheiner Management AG im Geschäftsjahr 2011 ein bestehendes Engagement ausgebaut und drei weitere Neuinvestitionen getätigt.

Des Weiteren wurden auch im angestammten Bereich, Beteiligungen an Unternehmen, die sich in Sondersituationen befinden, wieder Neuengagements eingegangen. Der Hauptfokus lag dabei auf Zielunternehmen mit angekündigten oder bereits beschlossenen Strukturmaßnahmen oder solchen Unternehmen, bei denen ein Bieter die Kontrolle erlangt hatte. Bei Kaufentscheidungen geht die Gesellschaft davon aus, dass der innere Wert des Zielunternehmens deutlich über dessen Börsenkurs liegt.

Im Berichtsjahr veräußerte die Gesellschaft insgesamt im Volumen von TEUR 517 Beteiligungen im Rahmen von Strukturmaßnahmen (Squeeze-out) o. ä. Dabei handelte es sich um Beteiligungen an der Berlin Hannoverschen Hypo, der PC Ware AG, der Eteleon E-Solutions AG sowie an der Repower Systems SE. Andienungsverluste mussten dabei nur in einem Fall in marginaler Höhe hingenommen werden. Sekundäre Nachbesserungsrechte wurden im Berichtszeitraum nicht erworben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Reihe von Spruchverfahren beendet, ganz überwiegend mit sehr unbefriedigendem Ausgang für die RM Rheiner Management AG, da in sechs von sieben Fällen endgültig die ursprünglich erhaltene Abfindung gerichtlich bestätigt wurde. Im Fall Nordstern konnte eine Nachbesserung von TEUR 5 vereinnahmt werden. Da die darauf entfallenden Nachbesserungsrechte von der RM Rheiner Management AG nur treuhänderisch gehalten wurden, standen lediglich 10% der ausgekehrten Nachbesserung der Gesellschaft zu.

Das gesamte Andienungsvolumen hat sich per Saldo von TEUR 28.854 um TEUR 2.194 auf TEUR 26.660 vermindert. Wegen der ohne Ergebnis beendeten Spruchverfahren mussten TEUR 2.908 ausgebucht werden, TEUR 26 davon waren ertragswirksam, da es sich um entgeltlich erworbene Rechte handelte. Dem standen Zugänge von insgesamt TEUR 715 gegenüber.

Das Nachbesserungsvolumen wird abgebildet durch das Produkt aus der von der Strukturmaßnahme betroffenen Anzahl von Aktien und der vom Hauptgesellschafter zunächst a-conto gewährten Abfindung. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten erwartet die RM Rheiner Management AG in Zukunft auch weiterhin Ergebnisbeiträge. Die Erfahrungen des abgelaufenen Geschäftsjahres (beendete Spruchverfahren ohne Nachbesserung) zeigen jedoch, dass zumindest kurzfristig wenig Anlass für überbordenden Optimismus besteht.

Die RM Rheiner Management AG verfügt neben ihren primär entstandenen Nachbesserungsrechten auch über solche, die sekundär durch vertragliche Einigung erworben wurden. Darüber hinaus hat die Gesellschaft in der Vergangenheit als Treuhänderin Nachbesserungsrechte für fremde Dritte erworben.

Die Bankverbindlichkeiten wurden abgebaut und betrugen am 31.12.2011 TEUR 150 (31.12.2010: TEUR 418). Der Saldo gegenüber den begleitenden Banken war am Jahresende weiterhin leicht negativ und betrug TEUR ./. 131 (Vorjahr TEUR ./. 108).

Im Umlaufvermögen wurden keine wesentlichen Transaktionen getätigt.

4. Ertragslage

Das Geschäftsjahr der RM Rheiner Management AG endete mit einem Jahresüberschuss von TEUR 287 (Vorjahr TEUR 353).

Die Position "Umsatzerlöse" resultiert im Wesentlichen aus der Tätigkeit der Gesellschaft als Kooperations- und Poolpartner und blieb mit TEUR 171 deutlich unter dem Vorjahresniveau (TEUR 312), da nur einer der Kooperations- und Poolpartner eine ergebnisabhängige Gebühr schuldet.

Der Saldo in der G + V Position "Ertrag und Aufwand aus Wertpapierverkäufen", im Geschäftsjahr 2010 mit TEUR 146 deutlich positiv, konnte im Berichtsjahr mit positiven TEUR 381 signifikant ausgebaut werden.

Die "Sonstigen betriebliche Erträge" sind deutlich von TEUR 107 auf TEUR 318 gestiegen.

Hintergrund ist die Aktivierung einer Forderung auf eine beschlossene Teilausschüttung von ca. TEUR 233

gegenüber einer Anleiheschuldnerin.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr einen Mitarbeiter. Die Position "Personalaufwand" enthält darüber hinaus die Dotierung der Rückstellung für die erfolgsabhängige Tantieme des Vorstands (TEUR 18 EUR nach TEUR 38 im Vorjahr). Insgesamt erhöhte sich der Personalaufwand von TEUR 38 auf TEUR 53.

Die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" hat sich ebenfalls von TEUR 167 auf TEUR 207 erhöht.

Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 77) vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten

Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 37) Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 16) gegenüber. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens.

Im Berichtsjahr mussten deutlich höhere Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 352 (Vorjahr TEUR 103) vorgenommen werden.

5. Vermögens- und Finanzlage

Die RM Rheiner Management AG weist zum Bilanzstichtag ein Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 2.358 (Vorjahr TEUR 2.272) aus. Darin enthalten sind Wertpapiere des Anlagevermögens bewertet mit TEUR 2.338 sowie die 40%ige Beteiligung (TEUR 20) an der RM Rheiner Fondskonzept GmbH.

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 2.951 (Vorjahr TEUR 2.828) Die bilanzielle Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2011 auf 92,15% (Vorjahr 82,71%). Die Nettofinanzposition gegenüber Banken änderte sich zum Vorjahr von TEUR ./. 108 auf TEUR ./. 131.

Die RM Rheiner Management AG verfügt bis zum 26.08.2014 über ein genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 110.000,00.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die RM Rheiner Management AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich geändert.

6. Risiken und Risikomanagementsystem der RM Rheiner Management AG

a) Darstellung des Risikomanagementsystems

Das Kooperationsgeschäft der Gesellschaft wird weitgehend ohne Einsatz von Kapital getätigt. Die hieraus kontinuierlich zufließenden Erträge waren bisher geeignet, die Kosten des Geschäftsbetriebs weitestgehend zu decken, werden wegen der Kündigung zweier Kooperations- und Poolverträge zum 31.12.2012 jedoch ab diesem Zeitpunkt nur noch zum Teil zur Verfügung stehen. Bei den in China eingegangenen Engagements handelt sich überwiegend um sogenannte Private Equity Investments. Regelmäßig wird die Gesellschaft positive Ergebnisbeiträge aus diesen Beteiligungen nur im Falle eines Börsenganges der Beteiligung oder einem Unternehmensverkauf als Ganzes realisieren können.

Das bilanzielle Risiko aus dem angedienten Nachbesserungsvolumen beläuft sich zum Geschäftsjahresende auf TEUR 255. Das sind weniger als 10% der ausgewiesenen Eigenmittel. Erkenntnisse aus laufenden Spruchstellenverfahren geben jedoch Anlass zu der Erwartung, dass diese Bilanzposition mit einem Vielfachen ihres Volumens künftig zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft beitragen wird.

Künftige - vorzugsweise - originär erworbene Nachbesserungsrechte werden zu einer Ergebnisbeeinflussung in der Position "Ertrag und Aufwand aus Wertpapierverkäufen" führen. Durch die Steuerung der Transaktionsvolumina ist der Vorstand der Gesellschaft in der Lage, insbesondere die zu einem Aufwand führenden Andienungsvorgänge betragsmäßig zu begrenzen.

In Wertpapierpositionen des Anlagevermögens, bei denen eine Strukturmaßnahme angekündigt oder bereits beschlossen worden ist, erwartet die Gesellschaft nur eine geringe Volatilität. Bei Beteiligungen außerhalb dieser Risikoeinstufung ist insbesondere die Kapitalmarkterfahrung in der Verwaltung geeignet, diesen Risiken zu begegnen. Zudem führt die Verteilung der Wertpapiere des Anlagevermögens auf eine Anzahl von Unternehmen dazu, die Risiken dieser Geschäftssparte zu reduzieren.

Am 21.11.2010 hat die Gesellschaft bekannt gegeben, dass unter Zuhilfenahme eines chinesischen Partners Investments in Vehikel getätigt werden sollen, deren wirtschaftliche Betätigungen in der Volksrepublik China stattfinden.

Neben der Vorauswahl durch den von der Gesellschaft ausgewählten Partner werden die beabsichtigten Investments einer weiteren Prüfung unterzogen. Externe Berater werden im Hinblick auf den rechtlichen Bestand der Investments hinzugezogen.

Im Ergebnis wird die inzwischen durch konkrete Engagements vollzogene Ausweitung des Investitionsspektrums das Risikoprofil der Gesellschaft verändern.

Den Risiken im Zusammenhang mit Investments in China wird durch eine Diversifikation des dort geplanten bzw. schon realisierten Anlagevolumens begegnet.

Bei Transaktionen im Umlaufvermögen, die auf die Realisierung eines kurzfristig zu erzielenden Erfolgs ausgerichtet sind, werden die eingegangenen Risiken durch die Hinzuziehung von Beratern und befreundeten Kapitalmarktexperten eingehend diskutiert.

Die Identifikation von Risiken, die Bewertung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Bewertung ihres betragsmäßigen Volumens führen dazu, dass negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragssituation der Gesellschaft beherrschbar bleiben sollten.

Die zeitnahe und ordnungsgemäße Bearbeitung des Buchungsstoffes in der Finanzbuchhaltung wird durch den Vorstand überwacht. Der Jahresabschluss wird durch ein Mitglied des Vorstandes zeitnah aufgestellt und mit dem anderen Vorstandsmitglied abgestimmt.

b) Kreditrisiko

Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere sowohl durch den Einsatz ihrer Eigenmittel als auch durch die Aufnahme von kurzfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31.12.2011 ausgewiesene Finanzsaldo gegenüber Kreditinstituten beträgt TEUR ./. 131. In Umsetzung der Anlagephilosophie der Gesellschaft soll auch eine künftige Kreditinanspruchnahme durch Beteiligungen an Gesellschaften unterlegt sein, bei denen Strukturmaßnahmen angekündigt oder durchgeführt worden sind. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei großen und lang andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Beteiligungen aufgrund ihres überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der RM Rheiner Management AG darstellen.

c) Transaktionsrisiko

Die noch andauernde Kreditkrise hat dazu geführt, dass Finanzierungen von Unternehmensübernahmen schwieriger darstellbar sind als noch vor wenigen Jahren. Dies trifft insbesondere auf die Aktivitäten von Private Equity-Gesellschaften zu, die in der Vergangenheit Unternehmensübernahmen in der Regel mit einem hohen Fremdkapitalanteil finanziert haben. Dadurch könnte sich für die RM Rheiner Management AG die Situation ergeben, dass sich in einer ihrer bevorzugten Investmentsphären, nämlich Unternehmen, welche sich in Sondersituationen befinden, die Anzahl von Investmentgelegenheiten deutlich verringert.

d) Schuldnerrisiko

Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter Abfindung, ggf. Ausgleich und Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter oder Inhaber von Abfindungsergänzungsansprüchen regelmäßig über längere Zeiträume einem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die RM Rheiner Management AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen, die aus primären Nachbesserungsrechten und aus einer Treuhandtätigkeit resultieren, keine bilanziellen Risiken.

Diese Nachbesserungsrechte werden bei der Gesellschaft lediglich mit einem Erinnerungswert aktiviert.

Gegen Entgelt erworbene Nachbesserungsrechte, welche im Abschluss per 31.12.2011 mit insgesamt TEUR 255 aktiviert sind, könnten bei der Zahlungsunfähigkeit der jeweiligen Hauptgesellschafterin zu bilanziellen Risiken führen.

Ein Klumpenrisiko besteht im Falle der früheren Mannesmann AG. Für den Erwerb von Abfindungsergänzungsansprüchen aus dem Spruchverfahren bei dieser Gesellschaft hat die RM Rheiner Management AG im Jahre 2005 Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 187 aufgewandt.

Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die RM Rheiner Management AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.

e) Personenrisiko

Im Berichtsjahr wurde die RM Rheiner Management AG durch drei Vorstandsmitglieder vertreten. Zum 31.12.2011 ist Herr Alfred Schneider planmäßig aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. Der Verlust der Dienste von weiteren Vorstandsmitgliedern könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der RM Rheiner Management AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der RM Rheiner Management AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer börsennotierten Gesellschaft einhalten zu können.

f) Prozessrisiken

Passivprozesse;

Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.

Aktivprozesse;

die Gesellschaft führt als Klägerin mehrere Prozesse mit gesellschaftsrechtlichen Fragestellungen und Hintergrund. Außerdem ist sie Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Für die daraus resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.

g) Steuerliche Risiken

Steuerliche Risiken können sich auf der Ebene der Gesetzgebungsstufe ergeben. Die Risiken könnten sich im Hinblick auf die steuerliche Behandlung von Veräußerungsgewinnen und Dividendeneinnahmen einerseits beziehen. Andererseits könnten die Nutzung bzw. Bildung steuerlicher Verlustvorträge betroffen sein. Steuerliche Betriebsprüfungen können ähnliche Sachverhalte unterschiedlich beurteilen.

7. Chancen

Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird.

Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen werden bei über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven im Wertpapierbestand gelegt.

Zudem können mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generieren.

8. Verschiedene Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 2, 4 und 5 HGB

Zu §289 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Die Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich gemäß Satzungsbestimmung nach einem festen Geldbetrag. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache.

Die Vorstandsvergütung bestand bis einschließlich 2011 aus einer vertraglich geregelten Tantieme, die im Wesentlichen am erzielten Jahresergebnis anknüpfte. Auf diese Tantieme verzichten die Vorstandsmitglieder für die Restlaufzeit ihrer laufenden Verträge.

Zu §289 Abs. 4 Nr. 1 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt Euro 220.000,00. Es ist eingeteilt in 220.000 Stückaktien. Der rechnerische Anteil einer Stückaktie am Grundkapital beträgt Euro 1,00.

Zu §289 Abs. 4 Nr. 2 HGB

Stimmrechts- und/ oder Übertragungsbeschränkungen sind in der Satzung nicht vorgesehen. Dem Vorstand sind solche Beschränkungen von Aktionären untereinander nicht bekannt.

Zu §289 Abs. 4 Nr. 3 HGB

Meldelage> 10%

  Direkte Beteiligung
Allerthal-Werke AG 38,35%
Scherzer & Co. AG 25,00%

Zu §289 Abs. 4 Nr. 4 HGB

Keine der ausgegebenen Aktien der Gesellschaft gewährt ein Sonderrecht.

Zu §289 Abs. 4 Nr. 5 HGB

Es gibt keine Stimmrechtskontrolle durch Arbeitnehmer.

Zu §289 Abs. 4 Nr. 6 HGB

Die Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern entsprechen den gesetzlichen Vorschriften gem. §§ 84, 85 AktG. Die Bestimmungen der Satzung, welche auf satzungsändernde Beschlüsse abzielen, entsprechen dem gesetzlichen Leitbild der §§ 133, 179 AktG.

Zu §289 Abs. 4 Nr. 7 HGB

Ein Beschluss der Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien existiert nicht. Die Satzungsbestimmungen, nach denen die Gesellschaft neue Aktien ausgeben kann, bedürfen sämtlich der Zustimmung durch den Aufsichtsrat.

Zu §289 Abs. 4 Nr. 8 HGB

Vereinbarungen der Gesellschaft, die im Hinblick auf einen Kontrollwechsel getroffen worden sind, existieren nicht.

Zu §289 Abs. 4 Nr. 9 HGB

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots wurden mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.

Zu §289 Abs. 5 HGB

Die Geschäftsvorfälle und der Buchungsstoff werden zeitnah erfasst. Die Kontrolle der Rechnungslegung erfolgt unmittelbar und durchgängig durch den Vorstand (high-level-control).

9. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die RM Rheiner Management AG hat am 19. Dezember 2011 die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG auf ihrer Internetseite www.rheiner-management.de veröffentlicht:

Erklärung gemäß §161 AktG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der RM Rheiner Management AG erklären, dass den vom Bundesministerium des Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" nicht entsprochen wurde und wird. Angesichts der Größe und der Marktkapitalisierung der Gesellschaft sowie deren Ausrichtung wäre die Übernahme mit einem unangemessen hohen Aufwand verbunden. Dessen ungeachtet beachten der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft den im Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten Standard guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, um im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Köln, den 19.12.2011

Aufsichtsrat und Vorstand der RM Rheiner Management AG

Auch im Berichtsjahr hat der Vorstand den Aufsichtsrat der RM Rheiner Management AG in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement informiert.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft entsprechend seinen gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben überwacht und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten.

Ausschüsse hat die RM Rheiner Management AG im Berichtsjahr weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand gebildet.

10. Aussichten für die Geschäftsjahre 2012 und 2013

Unternehmen wie die RM Rheiner Management AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen erst im Zeitpunkt der Veräußerung ein realisiertes Ergebnis aus. Die Gesellschaft nimmt regelmäßig Ergebnisbelastungen in Kauf, wenn Beteiligungen erst nach Ankündigung oder Beschluss einer Strukturmaßnahme erworben werden. Gegebenenfalls müssen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen zum jeweiligen Bewertungsstichtag vorgenommen werden.

Die Realisierung eines Ergebnisses ist oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Daher ist deren zeitlicher Anfall und erst Recht deren Höhe kaum zu prognostizieren. Erst im Laufe des Jahres, wenn Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen über die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums sich das Abschreibungs- bzw. Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand nicht wesentlich ändert.

Ein stabilisierendes Element waren bisher die Umsätze mit den Kooperations- und Poolpartnern. Allerdings haben zwei der drei Kooperations- und Poolpartner der RM Rheiner Management AG, die Allerthal-Werke AG und die Scherzer & Co. AG, ihre Verträge mit der Gesellschaft fristgerecht zum 31.12.2012 gekündigt. Damit werden ab 2013 Umsatzerlöse in Höhe von mindestens TEUR 130 p.a. wegfallen und nicht mehr zur Deckung der Kosten der Gesellschaft zur Verfügung stehen. Die Gesellschaft kann diese Umsatzverluste voraussichtlich nicht durch Kosteneinsparungen kompensieren. Das Ergebnis wird daher in Zukunft noch stärker von der erfolgreichen Anlage des Vermögens der Gesellschaft abhängen und stärkeren Schwankungen als bisher unterliegen.

Somit sind konkretere Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt für die Jahre 2012 und 2013 nicht möglich.

Unabhängig von Vorgesagtem strebt der Vorstand für das laufende Jahr und für das Jahr 2013 ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis an.

11. Wesentliche Vorgänge in 2012

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung sind in der Unternehmenssphäre der RM Rheiner Management AG nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Köln im Februar 2012

Dr. Georg Issels, Vorstand

Hans Peter Neuroth, Vorstand

Versicherung gemäß §289 HGB

Der Vorstand der RM Rheiner Management AG versichert, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Sinne von §289 Abs. 1, Satz 4 HGB beschrieben sind.

Bilanz zum 31. Dezember 2011

RM Rheiner Management AG, Köln

AKTIVA

  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 20.000,00   20.000,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.337.777,06 2.357.777,06 2.252.345,59
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
sonstige Vermögensgegenstände   545.414,17 529.093,74
II. Wertpapiere      
sonstige Wertpapiere   275.757,59 304.525,34
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   18.843,98 309.462,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten   4.011,18 4.011,18
    3.201.803,98 3.419.437,87

Passiva

     
Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   220.000,00 220.000,00
II. Kapitalrücklage   630.000,00 630.000,00
III. Gewinnrücklagen      
gesetzliche Rücklagen   20.000,00 20.000,00
IV. Bilanzgewinn   2.080.570,25 1.958.337,79
- davon Gewinnvortrag Euro 1.793.337,79 (Euro 1.605.454,73)      
B. Rückstellungen      
sonstige Rückstellungen   99.379,00 132.877,00
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 149.555,23   417.687,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 149.555,23 (Euro 417.687,66)      
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.299,50 151.854,73 40.535,42
- davon aus Steuern Euro 786,79 (Euro 30.186,64)      
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 2.299,50 (Euro 40.535,42)      
    3.201.803,98 3.419.437,87

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2011 bis 31.12.2011

RM Rheiner Management AG, KÖLN

  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Umsatzerlöse   170.945,19 312.102,24
2. Ertrag und Aufwand aus Wertpapierverkäufen   381.163,75 145.696,80
3. sonstige betriebliche Erträge   317.697,89 107.134,10
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 47.579,00   37.902,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.652,35 53.231,35 0,00
5. sonstige betriebliche Aufwendungen   207.313,77 167.492,93
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   30.923,25 76.623,10
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   5.777,73 36.516,98
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   351.864,55 103.361,03
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   6.865,68 16.466,59
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   287.232,46 352.850,67
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00   0,09-
12. sonstige Steuern 0,00 0,00 32,30-
13. Jahresüberschuss   287.232,46 352.883,06
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   1.793.337,79 1.605.454,73
15. Bilanzgewinn   2.080.570,25 1.958.337,79

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011

der RM Rheiner Management AG

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge aus Wertpapierverkäufen zusammengefasst und in einem gesonderten Posten aufgenommen. Dieser Posten enthält sowohl die Erträge aus Wertpapierverkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, als auch die Erträge aus Wertpapierverkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Es sind Verkäufe mit positivem Saldo und mit negativem Saldo enthalten.

Wir halten diese Darstellung für erforderlich, um unsere Geschäftstätigkeit zutreffender darstellen zu können.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Sachanlagevermögen ist im Geschäftsjahr nicht vorhanden.

Die Wertpapiere wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet.

Soweit die Kurswerte unter die Anschaffungskosten gefallen sind, wurden jedoch entsprechende Abwertungen vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen werden grundsätzlich zur Wertaufholung erfolgswirksame Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Wertpapierdepots sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

In den Finanzanlagen sind "primäre" Nachbesserungsrechte enthalten. Sie sind aus von der Gesellschaft ursprünglich gehaltenen Aktienbeständen des Anlagevermögens im Rahmen von Squeeze-out Verfahren entstanden, bzw. im Rahmen von Unternehmensverträgen angedient worden. Unsere Gesellschaft erwartet bei den mit einem Erinnerungswert von 1,00 Euro aktivierten Rechten eine Nachbesserung auf die bisher gezahlten Abfindungen. Es handelt sich um mehrere Rechte von verschiedenen Gesellschaften.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen im Umlaufvermögen sind "sekundäre" Nachbesserungsrechte mit ihren Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt Euro 255.130,76 ausgewiesen. Diese Nachbesserungsrechte hat die Gesellschaft von dritten Personen in der Erwartung von Nachbesserungen erworben, die über den gezahlten Kaufpreisen liegen. Wir erwarten Nachbesserungen, die über den von uns gezahlten Kaufpreisen liegen. Deshalb ergibt sich keine Abwertungsnotwendigkeit.

Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen waren nicht vorzunehmen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 212) enthalten.

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da die bestehenden aktiven latenten Steuern unter Nutzung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurden. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus körper- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bankguthaben sind mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Abzinsungen von Rückstellungen wegen Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr waren nicht erforderlich.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Brutto-Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31.12.2011

der Firma RM Rheiner Management AG, Köln

Anschaffungskosten

  01.01.2011
Euro
Umbuchung
Euro
Zugang
Euro
Abgang
Euro
31.12.2011
Euro
I. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 20.000,00       20.000,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.407.941,87   1.492.568,32 1.082.968,66 2.817.541,53
Summe Finanzanlagen 2.427.941,87   1.492.568,32 1.082.968,66 2.837.541,53
Anlagevermögen insgesamt 2.427.941,87 0,00 1.492.568,32 1.082.968,66 2.837.541,53

Zuschreibungen/Aufgelaufene Abschreibungen

  01.01.2011
Euro
Zuschreibung
Euro
Umbuchung
Euro
Zugang
Euro
Abgang
Euro
31.12.2011
Euro
I. Finanzanlagen            
1. Beteiligungen           0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 155.596,28 19.246,16   347.296,60 3.882,25 479.764,47
Summe Finanzanlagen 155.596,28 19.246,16   347.296,60 3.882,25 479.764,47
Anlagevermögen insgesamt 155.596,28 19.246,16 0,00 347.296,60 3.882,25 479.764,47

Buchwerte

  31.12.2011
Euro
31.12.2010
Euro
I. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 20.000,00 20.000,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.337.777,06 2.252.345,59
Summe Finanzanlagen 2.357.777,06 2.272.345,59
Anlagevermögen insgesamt 2.357.777,06 2.272.345,59

3.2 Angaben zum Kapital

3.2.1 Zusammensetzung des Kapitals

Das Grundkapital beträgt 220.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 220.000 Stückaktien.

3.2.2 Genehmigtes Kapital

Am 30. Oktober 2009 wurde das in der Hauptversammlung vom 27. August 2009 beschlossene genehmigte Kapital in das Handelsregister eingetragen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. August 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu Euro 110.000,00 zu erhöhen.

3.2.3 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010 1.958.337,79
- Dividende im Geschäftsjahr 2011 -165.000,00
Gewinnvortrag 1.793.337,79
+ Jahresüberschuss Geschäftsjahr 2011 + 287.232,46
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 2.080.570,25

Einstellungen in oder Entnahmen aus Rücklagen wurden nicht vorgenommen.

3.3 Sonstige Rückstellungen

Zurückgestellt wurden die erfolgsabhängige Vergütung für den Vorstand in Höhe von TEUR 18, das Kostenrisiko aus aktiv geführten Prozessen und gerichtlichen Spruchverfahren in Höhe von TEUR 18, ferner die Kosten für Aufsichtsratsvergütungen TEUR 38, die Kosten für die Jahresabschlussprüfung TEUR 15, die Kosten für Aufbewahrung/Archivierung TEUR 2 sowie ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 8.

3.4 Verbindlichkeiten

Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

  Restlaufzeit    
Verbindlichk. bis 1 Jahr
1-5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt
Gesichert
gegenüber Kreditinstituten 149.555,23 0,00 0,00 149.555,23 149.555,23
Sonstige 2.299,50 0,00 0,00 2.299,50 0,00
Summe 151.854,73 0,00 0,00 151.854,73 149.555,23

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch Sicherungsabtretungen von Wertpapier-Depotbeständen und von Bankguthaben des jeweiligen Kreditinstituts.

In den o. a. sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von Euro 786,79 enthalten (Vorjahr: Euro 30.186,64).

3.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden am Bilanzstichtag nicht.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse, der Wertpapiererträge und sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus Kooperations- und Poolverträgen.

Im Posten Erträge und Aufwendungen aus Wertpapieren sind Veräußerungen von Wertpapieren des Anlagevermögens mit einem gesamten Saldo von TEUR +372 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aufgrund von Zuschreibungen in Höhe von TEUR 60 gem. § 253 Abs. 5 S. 1 HGB auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie aus Erträgen aufgrund von Zuschreibungen in Höhe von TEUR 19 gem. § 253 Abs. 5 S. 1 HGB auf Wertpapiere des Anlagevermögens.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 233 TEUR aperiodische Erträge des Umlaufvermögens aus beschlossener Teilausschüttung einer insolventen Anleiheschuldnerin enthalten.

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.

In der GuV Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind TEUR 347 für außerplanmäßige Abschreibungen auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand:

Der Vorstand besteht aus Herrn Dr. Georg Issels, Kaufmann, Köln, Herrn Alfred Schneider, Kaufmann, Köln (bis 31.12.2011) und Herrn Hans Peter Neuroth, Kaufmann, Meerbusch.

Herr Dr. Issels erhält für seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied für das Geschäftsjahr 2011 ausschließlich eine erfolgsabhängige Tantieme in Höhe von € 6.250,00.

Herr Dr. Issels ist außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrats der DNI Beteiligungen AG, Köln sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Horus AG, Köln.

Herr Schneider erhält für seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied für das Geschäftsjahr 2011 ausschließlich eine erfolgsabhängige Tantieme in Höhe von € 6.250,00.

Herr Schneider ist außerdem Aufsichtsratsvorsitzender der Esterer AG, Altötting, Mitglied des Aufsichtsrats der AWG elastomer erzeugnisse AG i.L., Grasleben und Mitglied des Aufsichtsrats der Kaufring AG i.L., Düsseldorf.

Herr Neuroth erhält für seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied für das Geschäftsjahr 2011 ausschließlich eine erfolgsabhängige Tantieme in Höhe von € 6.204,00.

Herr Neuroth ist außerdem stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Horus AG, Köln.

Aufsichtsrat:

Dr. Hanno Marquardt, Berlin

Rechtsanwalt (Vorsitzender),

Herr Dr. Marquardt ist außerdem:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG, Köln

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Frankfurt

Mitglied des Aufsichtsrats der Esterer AG, Altötting, bis 19.07.2011

Mitglied des Aufsichtsrats der Galerie Kicken Berlin AG, Berlin, seit 14.07.2011

Mitglied des Aufsichtsrats der UMBRA Medical AG, Köln

Dipl.-Math., Dipl.-Kfm. Veit Paas, Köln

Mathematiker (stellvertretender Vorsitzender),

Herr Paas ist außerdem:

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln

Dipl.-Betriebswirt Cordula Steinemann, Mönchengladbach

Kauffrau, Mitglied des Aufsichtsrats

Karl-Heinz Berchter, Düsseldorf

Unternehmensberater, Mitglied des Aufsichtsrats

Herr Berchter ist außerdem:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Franz Röhrig Wertpapierhandels AG, Frankfurt Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wohnungsgesellschaft des Rheinischen Handwerks AG, Köln Mitglied des Aufsichtsrats der Esterer AG, Altötting

Dipl.-Betriebswirt Dirk Schmidt-Holzmann, Düsseldorf

Kaufmann, Mitglied des Aufsichtsrats

Hans Rudi Küfner

Kaufmann, Mitglied des Aufsichtsrats Herr Küfner ist außerdem:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Babylon Capital AG, Frankfurt Vorsitzender des Aufsichtsrats der Horus AG, Köln Vorsitzender des Aufsichtsrats der Weberhof AG, Remscheid

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Value-Holdings International AG, Gersthofen Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rücker Immobilien AG, Remscheid

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der AG betragen für das Geschäftsjahr Euro 37.500,00.

5.2 Anteilbesitz, verbundene Unternehmen RM

Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln

Der Anteilsbesitz beträgt 40%. Die Beteiligungsgesellschaft wurde im Jahr 2010 gegründet. Das Stammkapital beträgt TEUR 50. Im Jahresabschluss 2010 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von 46.451,83 sowie einen Jahresfehlbetrag von EUR 3.548,17 aus. Ein Jahresabschluss für 2011 liegt noch nicht vor.

5.3 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr einen Mitarbeiter.

5.4 Bestehen von Beteiligungen

Mitteilung nach § 21 Absatz 1 WpHG der Allerthal-Werke AG vom 28.12.2007 und 09.01.2008 (Ergänzung):

"Hiermit teilen wir Ihnen gem. § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass die Allerthal-Werke AG, Friesenstraße 50, 50670 Köln, Deutschland, am 24.12.2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte an der Rheiner Moden AG, Friesenstraße 50, 50670 Köln, Deutschland, unterschritten hat und mit einer aktuell von der Allerthal-Werke AG gehaltenen Aktienstückzahl von 84.376 Aktien der Stimmrechtsanteil an der Rheiner Moden AG 38,36% beträgt."

Am 09.01.2008 hat die Allerthal-Werke AG, Friesenstraße 50, 50670 Köln, Deutschland, klarstellend mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Allerthal-Werke AG an der Rheiner Moden AG mit einer aktuell gehaltenen Aktienstückzahl von 84.376 Aktien 38,3527% beträgt.

Mitteilung nach § 21 Absatz 1 WpHG der Scherzer & Co. AG vom 28.12.2007:

"Hiermit teilen wir Ihnen gem. § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass die Scherzer & Co. AG, Friesenstraße 50, 50670 Köln, Deutschland, am 24.12.2007 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte mit einer Aktienstückzahl von 55.001 an der Rheiner Moden AG, Friesenstraße 50, 50670 Köln, Deutschland, überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 25,00% hält."

5.5 Angaben zum Abschlussprüfer

Das für das Geschäftsjahr als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

a) für Abschlussprüfungsleistungen Euro 12.430,00
b) für Steuerberatungsleistungen Euro 3.430,05
Summe Euro 15.860,05

5.6 Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Sie kann im Internet unter www.rheiner-management.de eingesehen werden.

6. Versicherung nach § 264 Absatz 2 Satz 3 HGB

Der Vorstand der RM Rheiner Management AG versichert, dass nach bestem Wissen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild im Sinne des § 264 Absatz 2 Satz 1 HGB vermittelt.

 

Köln, den 24.02.2012

Dr. Georg Issels, Vorstand

Hans Peter Neuroth, Vorstand

Kapitalflussrechnung vom 01.01 bis 31.12.2011

    2011 2010
+ Jahresüberschuss 287.232,46 € 352.883,06 €
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens 0,00 € 0,00 €
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 351.864,55 € 103.361,03 €
- Zuschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -79.631,70 € -78.533,73 €
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (ohne Steuern) -33.498,00 € 24.561,00 €
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge -3.628,80 € -2.968,74 €
+/- Verluste/Gewinne aus Wertpapieren des Anlagevermögens und Umlaufvermögens -381.163,75 € -145.696,80 €
+/- Veränderung der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva ohne Wertpapiere, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -16.320,43 € -19.911,09 €
+/- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -38.235,92 € 19.434,41 €
= Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 86.618,41 € 253.129,14 €
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,00 € 0,00 €
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0,00 € 0,00 €
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0,00 € 0,00 €
+ Einzahlungen aus Abgängen Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 1.824.221,83 € 3.144.139,27 €
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens -1.768.325,85 € -3.695.743,28 €
= Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 55.895,98 € -551.604,01 €
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0,00 € 0,00 €
- Dividendenauszahlungen an Aktionäre -165.000,00 € -110.000,00 €
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -268.132,43 € 0,00 €
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0,00 € 417.687,66 €
= Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit -433.132,43 € 307.687,66 €
  Fondänderungsnachweis    
+/- Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 86.618,41 € 253.129,14 €
+/- Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 55.895,98 € -551.604,01 €
+/- Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -433.132,43 € 307.687,66 €
+/- Zahlungsunwirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 0,00 € 0,00 €
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -290.618,04 € 9.212,79 €
+ Finanzmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 309.462,02 € 300.249,23 €
+/- Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -290.618,04 € 9.212,79 €
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 18.843,98 € 309.462,02 €

Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2011 der Firma RM Rheiner Management AG, Köln

  gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage gesetzliche Rücklage Bilanzgewinn Summe
Stand 01.01.2011 220.000,00 € 630.000,00 € 20.000,00 € 1.958.337,79 € 2.828.337,79 €
Dividendenzahlung       -165.000,00 € -165.000,00 €
Jahresüberschuss       287.232,46 € 287.232,46 €
Stand 31.12.2011 220.000,00 € 630.000,00 € 20.000,00 € 2.080.570,25 € 2.950.570,25 €

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang sowie Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RM Rheiner Management AG, Köln für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 28. Februar 2012

Formhals
Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Harald Formhals, Wirtschaftsprüfer