![]() HPI AGMünchenKonzernabschluss zum 31. Dezember 2012Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012Der HPI-Konzern hat im Berichtszeitraum eine Übernahme getätigt, eine mehrheitliche Beteiligung erworben und Geschäftsanteile an drei Tochterunternehmen veräußert. Im Dezember 2012 übernahm die HPI AG, die TND AG, einen international agierenden IT-Einkaufs- und Logistikdienstleister, zu 100 %. Der Erwerb erfolgte rückwirkend zum 01.01.2012. Im März 2013 beteiligte sich unsere Gesellschaft zu 75,1 % an dem Einkaufs- u. Logistikdienstleister für regenerative Energien REW Solar AG. Der Erwerb erfolgte rückwirkend zum 01.01.2012. Die Geschäftsanteile an der HPI Distribution GmbH wurden im mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Januar 2012 zu 100 % an die First Components AG veräußert. Ebenso sind 51 % der Geschäftsanteile an der ce Global Sourcing GmbH an die First Components AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. April 2012 übergegangen. 49 % bleiben weiterhin bei der HPI AG. Die 100 prozentige Beteiligung an der ce Global Cyber Exchange Inc. Kanada wurde an den Geschäftsführer der VCE Virtual Chip Exchange veräußert. Die 49 prozentige Beteiligung an der VCE Virtual Chip Exchange Inc. bleibt weiterhin erhalten. Motivation für den Verkauf der Halbleiter-Handelsgesellschaften: Die Geschäftsmodelle, sowohl der VCE Virtual Chip Exchange als auch der ce Global Sourcing GmbH, unterliegen einer gewissen Zyklizität. Beide Geschäftsmodelle sind nur erfolgreich, wenn die Nachfrage im Halbleitermarkt größer ist als das Angebot, es also zu Versorgungsengpässen der europäischen Industrie kommt. Wenn das der Fall ist, können sowohl ce Global als auch VCE überdurchschnittlich erfolgreich im Markt agieren, denn sie sind beide Spezialisten in der Beschaffung von Engpassbauelementen (elektronische aktive und passive Bauelemente). Im Jahr 2012 kam es zu erheblichen Nachfragerückgängen, so dass beide Gesellschaften Umsatz- und Ergebniseinbrüche gegenüber 2011 zu verzeichnen hatten. Die Geschäftsführer beider Gesellschaften, die beide sehr lange schon bei der ce Global respektive VCE beschäftigt sind, haben dem Vorstand der HPI AG gegenüber Ihre Absicht geäußert, sich mehrheitlich an ihren jeweiligen Gesellschaften VCE und ce Global zu beteiligen. Der Vorstand der HPI AG hat dies in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der HPI AG als guten Weg gesehen, um die Beteiligung beider Gesellschaften auf 49 % zu reduzieren und gleichzeitig die langjährigen Geschäftsführer zu Gesellschaftern der jeweiligen Firmen zu machen und somit zum einem ans Unternehmen zu binden, zum anderen auch ihre Motivation zu erhöhen, die Firmen nachhaltig in eine positive Ergebniszone zu bringen. I. Geschäfts- und RahmenbedingungenDas deutsche Wirtschaftswachstum ist trotz zunehmender Belastungen und Risiken aus dem In- und Ausland robust. Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Auch im Jahr 2012 verzeichnete Deutschland – anders als die Eurozone insgesamt – ein beachtliches Wachstum in Höhe von 0,7 %. Im Jahresverlauf ließ die konjunkturelle Dynamik jedoch kontinuierlich nach. Zentrale Ursachen für den schwachen Jahresausklang 2012 waren neben der merklichen Abkühlung der Weltwirtschaft vor allem die mit der hohen Verschuldung in den Industriestaaten einhergehende Verunsicherung der Marktteilnehmer, die schon seit Beginn des Jahres die Investitionsbereitschaft der deutschen Wirtschaft massiv beeinträchtigt hat. Die Bundesregierung erwartet in ihrer Jahresprojektion 2013 eine Wiederaufnahme des Wachstumskurses. Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2013 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMG) Produzierendes Gewerbe Die Produktion im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich im Dezember gegenüber dem Vormonat vorläufigen Angaben zufolge preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 %. Im Monat zuvor war sie abwärts revidiert um 0,2 % zurückgegangen. Produktionsimpulse kamen zuletzt aus der Industrie, die eine Zunahme der Erzeugung von 1,2 % verbuchen konnte. Im Bauhauptgewerbe war dagegen ein kräftiger Produktionsrückgang um 8,9 % zu verzeichnen. Auch im Bereich der Energie schwächte sich die Erzeugung spürbar ab (-3,4 %). Innerhalb der Industrie weiteten die Konsumgüterproduzenten und die Hersteller von Investitionsgütern die Erzeugung deutlich aus (+3,9 % bzw. +1,9 %). Die Produzenten von Vorleistungsgütern drosselten dagegen den Ausstoß um 0,7 %. Im Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,0 % ab. Ausschlaggebend hierfür war vor allem die schwache Entwicklung der Erzeugung im Bereich der Energie (-5,6 %) sowie der Rückgang der Bauproduktion um 4,0 %. Die industrielle Erzeugung schwächte sich leicht um 0,4 % ab. In der Industrie belastete der Rückgang der Vorleistungs- und der Konsumgüterproduktion um 1,6 % bzw. 0,9 %. Die Hersteller von Investitionsgütern weiteten die Erzeugung um 0,8 % aus. Im Jahresschlussquartal 2012 insgesamt schwächte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe gegenüber dem Vorquartal um 2,9 % ab. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe im November/Dezember arbeitstäglich bereinigt um 2,2 % ab. In der Industrie wurde der Vorjahresstand dabei um 2,5 % und im Bauhauptgewerbe um 3,8 % unterschritten. Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Jahresschlussquartal 2012 fiel erwartungsgemäß schwach aus, wenngleich sich die Entwicklung im Quartalsverlauf etwas stabilisieren konnte. Die aktuelle Belebung der Bestelltätigkeit in der Industrie sowie die seit einigen Monaten zu verzeichnenden teilweise deutlichen Verbesserungen wichtiger Stimmungsindikatoren deuten allerdings auf ein sich abzeichnendes Ende der Schwächephase hin. Quelle: Pressemitteilung vom 07.02.2013 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) „Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dez 2012" A. Das Segment IT & Electronics besteht aus den Geschäftsfeldern IT-Netzwerkprodukte, Cloud Computing (HPI-Gesellschaft: 3KV GmbH), Server und Storage (HPI-Gesellschaft: TND AG) sowie Elektronische Bauelemente (HPI-Gesellschaft: Azego Components AG) Marktentwicklung in den Geschäftsfeldern IT-Netzwerkprodukte, Cloud Computing und Storage Das IT-Geschäft in Deutschland lief dem Branchenverband Bitkom zufolge 2012 besser als zunächst erwartet. Mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK) wurden in 2012 152 Mrd. EUR umgesetzt und somit 2,8 % mehr als im Vorjahr, wie der Verband mitteilte. Ursprünglich war die Branche von einem Plus von 1,6 % ausgegangen. „Privatverbraucher und Industrie investieren derzeit vermehrt in neue Geräte und Lösungen", erklärte Bitkom-Chef Prof. Dieter Kempf. Vor allem Neuerungen, wie Tablet-PCs oder intelligente Netze kurbelten das Geschäft an. Die IT-Branche stabilisiert nach Worten von Kempf die schlingernde Konjunktur in Deutschland und beschäftigt immer mehr Menschen. „Die ITK-Unternehmen werden in 2012 ca. 10.000 Arbeitsplätze schaffen." Für das aktuelle Jahr 2013 dürfte der Branche indes nicht mehr so viel Wachstum ins Haus stehen. Der Bitkom rechnet mit einem Umsatzplus von 1,6 % auf 154,3 Mrd. EUR. Quelle: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. Der deutsche Markt für Cloud Computing übersteigt in diesem Jahr die Grenze von 5 Mrd. EUR. Der Umsatz klettert 2012 voraussichtlich um 47 % auf 5,3 Mrd. EUR. Das ergab eine aktuelle Studie der Experton-Group im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. „Cloud Computing ist zu einem echten Boom-Thema geworden. In den kommenden Jahren bleiben die Wachstumsraten aller Voraussicht nach im zweistelligen Bereich", sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Bis 2016 soll der Markt auf rund 17 Mrd. EUR wachsen. Besonders stark legt in diesem Jahr der Umsatz mit Geschäftskunden zu: Gut 3 Mrd. EUR geben Unternehmen für Cloud Computing aus, im Vorjahr war es gut eine Milliarde EUR weniger. Der Hauptteil dieser Umsätze entfällt mit 1,4 Mrd. EUR auf Cloud-Dienstleistungen. Dazu gehören Software-as-a-Service (das Bereitstellen von Computerprogrammen über das Internet), Plattform-as-a-Service (die Bereitstellung von Entwicklungsumgebungen über das Internet) und Infrastructure-as-a-Service (etwa die Bereitstellung von Speicher- oder Rechnerkapazitäten über das Internet). Investitionen in Cloud-Hardware machten 1,1 Mrd. EUR aus, Integration und Beratung gut 500 Mio. EUR. Privatverbraucher geben in diesem Jahr voraussichtlich 2,3 Mrd. EUR für Cloud Computing aus. Dabei nutzen die Verbraucher die Cloud vor allem für Unterhaltungsdienste, wie Online-Spiele oder das Streamen von Audio- oder Videodateien. Bis 2016 wird sich der Umsatz mit diesen Entertainment-Diensten fast verdreifachen. Insgesamt steigen die Umsätze mit Privatkunden bis dahin auf über 6 Mrd. EUR. Quelle: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. In diesem Jahr werden Unternehmen und Privatleute 60 Mrd. US-Dollar für IT-Sicherheit ausgeben – fast 9 % mehr als im letzten Jahr. Nach den Berechnungen der Analysten von Gartner sollen die Ausgaben bis zum Jahre 2016 auf 86 Mrd. Dollar ansteigen. Nach der Gartner-Definition beziehen sich die Angaben auf alle Ausgaben für Sicherheits-Infrastruktur wie Software, Security-Services und Appliances für Network-Security bei Unternehmen und privaten Endverbrauchern. „Trotz des Risikos weiterer ökonomischer Turbulenzen wird der Markt für Sicherheits-Infrastruktur in den kommenden Jahren weiter wachsen", sagt Lawrence Pingree, Research Director bei Gartner. Nach seinen Angaben werden die Bereiche IT-Sourcing (Managed Security Services), Web-Gateways (Appliance) und Security Information und Event Management (SIEM) am stärksten zulegen. Auch für Cloud-basierte Security-Services, die mehrere Schlüsselbereiche der IT-Sicherheit betreffen, sagt Pingree ein überproportionales Wachstum voraus. Im Vergleich zu Zahlen aus dem letzten Jahr zeichneten sich bei den Unternehmen zunehmende Investitionen für IT-Sicherheit ab. So wollen 45 % der Unternehmen ihre Budgets für IT-Sicherheit erhöhen, 50 % erwarten gleichbleibende Ausgaben und bei lediglich 5 % sinken die Sicherheits-Budgets. Die steigenden Sicherheitsausgaben führt Pingree vor allem darauf zurück, dass die Unternehmen zunehmenden Risiken und Bedrohungen ausgesetzt seien, denen sie mit vermehrten Investitionen in die IT-Sicherheit begegnen müssten. Im letzten und in diesem Jahr sind die Ausgaben um etwa 9 % gestiegen. Dieser Trend wird sich nach der Gartner-Berechnung fortsetzen, so dass der weltweite Markt für Sicherheits-Infrastruktur bis zum Jahr 2016 auf 86 Mrd. US-Dollar wächst. Quelle: www.comouterwoche.de, Artikel von Holger Eriksdotter Der Storage-Markt wächst. Der Markt für externe controller-basierte Storage Systeme (ECB) befindet sich weiter auf dem Wachstumspfad. Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner betrug der weltweite Gesamtumsatz aller Hersteller von ECB-Plattenspeichersystemen im zweiten Quartal 2012 5,5 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 6,7 % im Vergleich zum Gesamtumsatz von 5,1 Mrd. US-Dollar im zweiten Quartal 2011 entspricht. Damit ist das zweite Quartal 2012 das 11. Quartal in Folge mit Umsatzwachstum, blieb aber noch unter dem von Gartner erwarteten Wachstum von 7,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders in EMEA lag das Umsatzwachstum mit 2,6 % unter den Erwartungen. Quelle: Artikel von ChannelBiz.de So setzt auch die HPI AG auf den Wachstumstrend in der IT-Branche und hat mit der Akquisition der TND AG die IT-Dienstleistungspalette der 3KV GmbH um den Bereich „Server- und Storage-Systemlösungen" erweitert. Der HPI-Konzern ist mit Hardwareprodukten für IT-Netzwerksicherheit, Cloud Computing und Serve/Storage-Produkten in diesen Wachstumsmärkten über die 3KV GmbH und TND AG gut positioniert. Softwarelösungen für Energieeinsparung in IT-Netzwerken und für „Cloud Telefonie" runden die Angebotspalette des HPI-Konzerns sinnvoll ab. Marktentwicklung im Geschäftsbereich Elektronische Bauelemente Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt ist im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,4 % zurückgegangen. Für das erste Halbjahr ergibt sich damit laut FBDi ein Gesamtumsatz von 1,46 Mrd. EUR, der um rund 14 % niedriger liegt als 2011. Der Auftragseingang im ersten Halbjahr sank um 17 % auf 1,37 Mrd. EUR. Die Halbleiterumsätze der im FBDi gemeldeten Distributoren schrumpften sogar um 21 % auf 923 Mio. EUR. Bei den passiven Bauelementen war ein Rückgang um 10 % auf 205 Mio. EUR und bei der Elektromechanik um ebenfalls 10 % auf 149 Mio. EUR zu verzeichnen. Damit lag der Halbleiteranteil am deutschen Bauelemente-Distributionsmarkt bei 69 %, die Passiven kamen auf 14 %, die Elektromechanik auf 10 %, die Displays auf 3 % und die Stromversorgungen auf 2 %. Quelle: AT-Fachverlag GmbH / Redaktion: Elektronik Information – Pressemeldung vom 17.08.2012 „Verhaltene Erwartungen für den Bauelemente-Distributionsmarkt Für das Jahr 2012 erwartet man ein Wachstum von einem halben Prozent auf einen Umsatz von 16,9 Mrd. EUR. „Das Jahr 2010 war geprägt von einer starken Erholung mit über 40 % Wachstum. Nach einem moderaten Anstieg der Umsätze im vergangenen Jahr um knapp 3 % und einem erwarteten Rückgang um gut 3 % im Jahr 2011, werden die Märkte für elektronische Komponenten im Jahr 2012 nur wenig Dynamik zeigen", erwartet Kurt Sievers, Vorsitzender des Fachverbands. „Die Staatsschuldenkrise im Euroraum hat sich im laufenden Jahr negativ auf die deutsche Wirtschaft und damit auch auf den deutschen Halbleitermarkt ausgewirkt. Für das Jahr 2013 gehen wir davon aus, dass sich der Euroraum erholt – wenn auch langsam." Der Weltmarkt für elektronische Komponenten wird in 2012 auf US-Dollar Basis um knapp 2 % auf 460 Mrd. US-Dollar zurückgehen. In Europa wird er auf US-Dollar Basis um 8 % auf einen Umsatz von gut 59 Mrd. US-Dollar schrumpfen. Einzig die Region Asien/Pazifik kann den Umsatz des Jahres 2011 halten, schätzen die Experten des ZVEI. Der im Jahr 2011 noch gestiegene Bedarf nach Komponenten für die Industrie- und Kfz-Elektronik schwächte sich im Jahr 2012 ab: Die zurückgehende Nachfrage nach Komponenten für die Nutzung regenerativer Energien sowie der Rückgang in einzelnen Segmenten des Maschinenbaus führen zu einem Umsatzeinbruch von etwa 7 % im Bereich der Industrie-Elektronik. Der Ausblick für 2013 ist ,verhalten positiv'. Risiken bergen die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der europäischen Schuldenkrise. Quelle: ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. – Pressemeldung vom 13.11.2012 „Rückgang der Märkte für elektronische Komponenten" Die HPI erzielte im Segment IT & Electronics 2012 einen Umsatz in Höhe von 77,2 Mio. EUR und damit 55 % mehr als im Vorjahr (49,9 Mio. EUR). Das EBIT lag bei 880 TEUR (Vj. 1.098 TEUR), wobei der Rückgang beim EBIT teilweise auf die Entkonsolidierung von Gesellschaften mit volatilem Geschäftsverlauf zurückzuführen ist, die im Berichtsjahr durch eine neue Gesellschaft mit nachhaltiger Geschäftsentwicklung ersetzt wurden. B. Das Segment Industrial & Renewables besteht aus den Geschäftsfeldern Business Process Outsourcing (HPI-Gesellschaften: Mannesmannröhren Logistic GmbH und HPI GmbH (HPI Hoechst Procurement International) sowie Erneuerbare Energien (HPI-Gesellschaft: REW Solar AG) Marktentwicklung Business Process Outsourcing In Deutschland gab es im bisherigen Jahresverlauf (bis Oktober 2012) ein Minus von 40 % bei BPO und IT-Outsourcing. Das ist europaweit der schlechteste Wert. Insbesondere in Deutschland kommt der Outsourcing-Markt in diesem Jahr nicht in die Gänge. Während anderswo ein regelrechter Outsourcing-Boom eingesetzt hat, drückt insgesamt die Region EMEA die Werte nach unten. Welt- und europaweit hat vor allen Dingen das Business Process Outsourcing (BPO) Fahrt aufgenommen. Für das IT-Outsourcing gilt das nicht unbedingt, partiell ist eher das Gegenteil der Fall. So lässt sich der Global TPI Index zusammenfassen und interpretieren, den das US-Beratungshaus Information Services Group (ISG) jetzt für das dritte Quartal aktualisiert hat. Quelle: www.cio.de, Artikel vom 30.10.2012 von Werner Kurzlechner Im Bereich des Business Process Outsourcing „Procurement & Logistics" ist der HPI Konzern mit mehreren Gesellschaften stark vertreten, davon am umsatzstärksten sind die HPI GmbH sowie die Mannesmannröhren Logistic GmbH. Marktentwicklung Erneuerbare Energien Das Bundesumweltministerium legt regelmäßig im I. Quartal die vorläufigen Ausbauzahlen im Bereich der erneuerbaren Energien für das Vorjahr vor. Diese Daten basieren auf den Ergebnissen der Arbeit der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat). Für das Jahr 2012 ergibt sich nachfolgende Entwicklung: Im Strombereich stieg der Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2012 auf 22,9 % (2011: 20,5 %) am deutschen Bruttostromverbrauch. Diese Steigerung geht u.a. auf die Stromerzeugung aus Photovoltaik- und Biogasanlagen sowie witterungsbedingt aus Wasserkraft zurück. Die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen war trotz eines deutlichen Ausbaus von Anlagen witterungsbedingt leicht rückläufig. Die Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien ist im Jahr 2012 auf 144 Mrd. kWh angestiegen. Der Anstieg der Wärmeerzeugung resultiert aus einer kälteren Witterung einerseits und dem Zubau von neuen Anlagen andererseits. Der Anteil am deutschen Wärmeverbrauch betrug jedoch wie im Jahr 2011 10,4 %. Der Grund hierfür war vor allem witterungsbedingt, denn gegenüber dem Jahr 2011 ist der Gesamtwärmeverbrauch deutlich angestiegen. Damit stagnierte der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmebereitstellung im dritten Jahr in Folge. Der Anteil der Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien lag im Jahr 2012 bei 5,5 %. Insgesamt betrug im Jahr 2012 der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch (Strom, Wärme, Kraftstoffe) von Deutschland 12,6 % und ist damit gegenüber dem Jahr 2011 um 0,5 Prozentpunkte angewachsen. Durch die Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland konnten im Jahr 2012 rund 146 Mio. t Treibhausgasemissionen vermieden werden, davon rund 81 Mio. t durch die EEG-vergütete Stromerzeugung und 40 Mio. t durch die Nutzung erneuerbarer Wärme. Gegenüber dem Jahr 2011 (23,2 Mrd. EUR) waren die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2012 mit 19,5 Mrd. EUR rückläufig. Dies ist vor allem auf den starken Preisverfall bei Photovoltaikanlagen zurückzuführen. Trotz nochmals leicht gestiegener, neu installierter Leistung (2011: 7,5 GW; 2012: 7,6 GW) sanken die Investitionen in Photovoltaikanlagen um rund ein Viertel. Die Umsätze aus dem Betrieb der Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien stiegen gegenüber dem Jahr 2011 (13,6 Mrd. EUR) um rund 5 % auf 14,4 Mrd. EUR an. Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Für das Jahr 2013 wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet, da die Förderung sogenannter Stromspeicher in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen ein integriertes, nachhaltiges Konzept darstellt. In diesem Bereich hat die HPI AG mit der REW AG ein führendes Unternehmen mehrheitlich erworben, das sich auf energetische Häuser und die dafür notwendigen, innovativen Heizungs-, Stromerzeugungs- und Stromspeichersysteme sowie Beleuchtungssysteme spezialisiert hat. Zum Berichtszeitpunkt ist jedoch absehbar, dass die Diskussionen um und die tatsächliche Einführung von EG-Anti-Dumpingzöllen auf PV-Produkte für starke Absatzrückgänge in 2012 und 2013 in Europa sorgen. Dennoch sehen wir hier mittelfristig ein großes Umsatz- und Ertragspotenzial für unsere REW Solar AG. Die HPI AG erzielte im Segment Industrial & Renewables 2012 einen Umsatz in Höhe von 38,9 Mio. EUR und damit 36 % mehr als im Vorjahr (28,6 Mio. EUR). Das EBIT lag bei 780 TEUR (Vj. 1.606 TEUR), wobei der Rückgang beim EBIT im Wesentlichen auf Einmaleffekte zurückzuführen ist. C. Marktausblick Ifo sagt moderates Wachstum voraus Die Prognose des Präsidenten des Ifo-Instituts für 2013 fällt positiv aus: Er rechnet mit einem Wachstum der Wirtschaft und einem Rückgang der Inflationsrate. Die Arbeitslosenquote werde sich stabilisieren. Trotz der europäischen Schuldenkrise wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wachsen. Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Prof. Hans-Werner Sinn, erwartet ein moderates Wachstum von 0,7 %, wie er der „Wirtschaftswoche" sagte. Die Inflationsrate in Deutschland wird laut Sinn in diesem Jahr auf "etwa 1,6 %" zurückgehen. Im abgelaufenen Jahr waren es noch 2,0 % gewesen. Zudem erwartete Sinn, dass sich die Arbeitslosenquote 2013 bei etwa 6,9 % stabilisiert. Das wäre etwas mehr als die 6,8 % des vorigen Jahres. „Der Unterschied liegt aber allein daran, dass die Bundesagentur für Arbeit weniger Beschäftigungsverhältnisse fördert und insofern verdeckte in offene Arbeitslosigkeit überführt", erläuterte der Ifo-Chef. Die Bundesregierung rechnet im Wahljahr 2013 weiterhin mit einem leichten Wirtschaftswachstum in Deutschland. Das wird nach Informationen des Berliner „Tagesspiegel am Sonntag" der Tenor des Jahreswirtschaftsberichts sein, den das Bundeskabinett am 16. Januar verabschieden will. Die vorläufigen Daten deuteten auf ein durchschnittliches Wachstum von 0,5 bis 0,7 % hin, habe es von informierter Seite geheißen. Sorgen vor einem massiven konjunkturellen Einbruch infolge der Eurokrise und der schwierigen Lage der Weltwirtschaft seien offenbar vorerst unbegründet. Die Bundesregierung hat bislang ein Wachstum von 1 % für 2013 prognostiziert. Mehrere Wirtschaftsinstitute hatten zuletzt eine Konjunkturschwäche für das vierte Quartal vorhergesagt und ihre Erwartungen für das kommende Jahr zurückgenommen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte vor wenigen Tagen in einem Interview gesagt, dass die deutsche Wirtschaft auch 2013 ordentlich wachsen werde, weil unter anderem die Geschäfte mit den USA und Asien stärker anzögen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet nach wie vor eine Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,8 %. Der Chef der sogenannten Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hatte deren Prognose zum Jahreswechsel bekräftigt. Quelle: Handelsblatt „Ifo sagt moderates Wachstum voraus", 16.01.2013 II. KundenstrukturDer HPI-Konzern verfügt unverändert über ein ausgewogenes und breitgefächertes Kundenportfolio. Die Übernahme des Server- und Storage-Lösungsanbieters TND AG und die damit verbundene Erweiterung des Angebotsspektrums im Segment IT & Electronics haben einen weiteren Ausbau des Bestandskundengeschäfts ermöglicht. Das Tochterunternehmen 3KV GmbH hat im Juli 2012 mit KEMP Technologies ein umfassendes Distributionsabkommen für die Region D/A/CH geschlossen. KEMP Technologies bietet als weltweit operierendes Unternehmen einfach zu implementierende, wirtschaftliche Load-Balancer- und Application-Delivery-Lösungen im IT-Sektor an, die einen Mehrwert für unsere Kunden bieten. Die 3KV GmbH hat Ende 2012 mit JouleX eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. JouleX ist ein innovativer Anbieter im Bereich nachhaltiges Energiemanagement für Unternehmen. Die 100 prozentige Tochter der HPI AG, 3KV GmbH, hat die gesamte Produktpalette von JouleX in ihr Angebotsportfolio übernommen und damit die Dienstleistungspalette der 3KV GmbH sinnvoll ergänzt. Damit stehen einer noch größeren Zahl von Endkunden die Lösungen von JouleX zur Verfügung. Ebenso wurde eine strategische Partnerschaft mit SNOM Technologies AG geschlossen. SNOM entwickelt und vertreibt VoIP-Telefone auf der Basis von offenen Standards für Geschäftskunden. Im Segment Industrial & Renewables sind die beiden größten Kunden des HPI-Konzerns mit zusammen mehr als ca. 14 Mio. EUR Jahresumsatz, diese sind gleichzeitig Minderheitsgesellschafter der MRL. Mit diesen Kunden besteht eine sehr langfristig ausgelegte Partnerschaft sowie eine sehr tiefe gegenseitige Integration der Systeme. Der HPI Konzern hat eine Kundenbasis von über 3.800 Kunden. Schwerpunkt der Kundenherkunft bildet die DACH-Region, aber auch eine wachsende Anzahl von Kunden in anderen EU-Mitgliedsländer sowie Kunden in Asien und USA. Mit der mehrheitlichen Übernahme der REW AG im Segment Industrial & Renewables verbreitert die HPI AG Ihr Kundenportfolio neben den B2B-Kunden in den B2C-Bereich und verbessert damit Ihre Unabhängigkeit für konjunkturelle Anfälligkeit weiter. III. KapitalmaßnahmenA. Unternehmensanleihe Die HPI AG hat im Dezember 2011 eine Unternehmensanleihe von bis zu 6,00 Mio. EUR begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wird jährlich mit 9 % verzinst. Laufzeitbeginn ist der 1. Dezember 2011, Laufzeitende ist der 30. November 2016. Die Anleihe ist im Börsenfreiverkehr in Hamburg gelistet. Es besteht keine Prospektpflicht. Die Anleihe richtet sich an qualifizierte Anleger gemäß §2 Abs. 6 WpPG, die Mindestzeichnungssumme beträgt 50 TEUR. Von dem Gesamtnennbetrag in Höhe von 6,00 Mio. EUR wurde in 2012 insgesamt 2,46 Mio. EUR nominal gezeichnet. Somit verbleibt ein Restanleihevolumen in Höhe von 3,54 Mio. EUR, das bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses komplett gezeichnet wurde. Die Zeichnungssumme wurde für den Erwerb von Beteiligungen und Tochtergesellschaften verwendet daneben auch für den Ausbau des operativen Geschäfts. B. Wandelanleihe Der HPI-Konzern hat im Dezember 2011 eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,50 Mio. EUR begeben. Die Schuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts platziert. Der Wandlungspreis beträgt 2,10 EUR. Die Laufzeit der Wandelanleihe beginnt am 1. Dezember 2011 und endet am 30. November 2016. Die Wandelanleihe ist ebenfalls im Freiverkehr der Hamburger Börse gelistet. Von dem Gesamtnennbetrag in Höhe von 1,50 Mio. EUR wurde in 2012 insgesamt 0,75 Mio. EUR nominal gezeichnet. Somit verbleibt ein Restanleihevolumen in Höhe von 0,75 Mio. EUR, dessen Zeichnungsfrist bis zum 31. Dezember 2014 verlängert wurde. Die Zeichnungssumme wurde für den Erwerb von Beteiligungen und Tochtergesellschaften verwendet daneben auch für den Ausbau des operativen Geschäfts. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat keine Wandlung stattgefunden. C. Inhaber-Teilschuldverschreibung (Nachhaltigkeitsanleihe) Die HPI AG hat im April 2012 eine Inhaber-Teilschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von bis zu 2,00 Mio. EUR begeben. Die Laufzeit der sogenannten „Nachhaltigkeitsanleihe" beginnt am 01. Mai 2012 und endet mit dem 30. April 2015. Verzinst wird die Inhaber-Teilschuldverschreibung jährlich mit 7,125 %. Die Anleihe ist nicht börsennotiert. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 50 TEUR. Von dem Gesamtnennbetrag in Höhe von 2 Mio. EUR wurden in 2012 insgesamt 1,50 Mio. EUR nominal gezeichnet. Somit verbleibt ein Restanleihevolumen in Höhe von 0,50 Mio. EUR. Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft wurde auch das Restanleihevolumen von 0,50 Mio. EUR komplett gezeichnet. Die Zeichnungssumme wurde für den Erwerb von Beteiligungen und Übernahme von Tochtergesellschaften verwendet daneben auch für den Ausbau des operativen Geschäfts. D. Kontokorrentkredite Für diverse Investitionsvorhaben, die maßgeblich für das Wachstum der Gesellschaft sind, hat die HPI AG Gespräche mit namhaften Banken aufgenommen sowie in 2012 die Genehmigung von Kontokorrentkrediten erhalten: Commerzbank AG Die Commerzbank AG hat einen Kontokorrentkredit in Höhe von 3,50 Mio. EUR eingeräumt. Die Begünstigten hierbei sind die HPI AG mit 0,30 Mio. EUR, 3KV GmbH mit 2,20 Mio. EUR und die ce Global Sourcing GmbH mit 1,00 Mio. EUR, wobei die HPI AG gesamtschuldnerisch haftet und die Tochtergesellschaften jeweils mit dem in Anspruch genommenen Betrag. Die Krediteinräumung erfolgte unbefristet. Postbank AG Die Postbank AG bewilligte der HPI AG ein Kontokorrentkredit über 0,50 Mio. EUR. Den Tochtergesellschaften 3KV GmbH und ce Global Sourcing GmbH bewilligte die Postbank AG ebenfalls Kontokorrentkredite jeweils unter Mithaftung der HPI AG. Der 3KV GmbH stehen 1,50 Mio. EUR und der ce Global Sourcing GmbH 0,50 Mio. EUR zur Verfügung. Insgesamt stellt die Postbank AG der HPI AG und ihren Tochtergesellschaften somit Kontokorrentkredite über 2,50 Mio. EUR unbefristet zur Verfügung. IV. GeschäftsentwicklungDie Absatzrückgänge in der Stahlindustrie und in der stahlverarbeitenden Industrie sowie Rückgänge im Verbrauch elektronischer Bauelemente (Halbleiter) trafen die HPI AG in beiden Segmenten. Im Segment IT & Electronics konnte der Umsatz im Bereich IT-Security und Cloud Computing erheblich ausgeweitet werden, so dass die HPI insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen konnte. V. KonzernstrukturA. Akquisitionen 1. TND AG und REW Solar AG Die strategische Expansion der HPI AG im Segment IT & Electronics mündete in der mittelbaren 100 % Übernahme der TND AG, Einkaufs- und Logistikspezialist im Server- und Storage-Bereich. Zunehmende Einkaufs- und Logistikprojekte der HPI AG im Bereich regenerativer Energien führten im Segment Industrial & Renewables zu einer 75,1 % Beteiligung an dem Einkaufs- und Logistikdienstleister für regenerative Energien, der REW Solar AG, die als Einkaufsgesellschafter am Weltmarkt von günstigen Modul- und Wechselrichterpreisen profitiert, aber auch im Bereich von Stromspeichern und kleiner Windräder erfolgreich tätig ist. Das organische Wachstum im IT-Bereich und die beiden neuen Gesellschaften sorgten für einen Rekordumsatz des HPI-Konzerns in Höhe von ca. 115 Mio. EUR. B. Veräußerungen im Segment IT & Electronics 1. Veräußerung der Geschäftsanteile der ce Global Sourcing GmbH Die Gesellschaft hat im November 2012 51 % der Geschäftsanteile an der ce Global Sourcing GmbH an die First Components AG rückwirkend zum 1. April 2012 veräußert. Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt ist in 2012 auf dem Umsatzniveau von 2010 stagniert. Trotz leichter Erholung im vierten Quartal endete 2012 insgesamt mit einem Minus von 10 % und damit in etwa auf dem Umsatzniveau von 2010. Zwar war die Tendenz in allen Produktbereichen dieser Branche zum Jahresende hin wieder fast ausgeglichen, doch übers Jahr gesehen ließen die Halbleiter mit einem Minus von über 12 % am meisten Federn, meldete der FBDi Fachverband Bauelemente Distribution e.V. Aufgrund der volatilen Marktentwicklung hat die Gesellschaft beschlossen, 51 % der Geschäftsanteile an der ce Global Sourcing GmbH an den langjährigen und loyalen Mitarbeiter der HPI AG, Herrn Harald Heutink, indirekt zu veräußern. 2. Veräußerung der Geschäftsanteile der HPI Distribution GmbH Die HPI AG hat im Dezember 2012 mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2012 die Geschäftsanteile an der HPI Distribution GmbH zu 100 % an die First Components AG veräußert. Die vorgenannten Gründe bezüglich der Veräußerung der Anteile an der ce Global Sourcing GmbH kamen auch hier zum Tragen. 3. Veräußerung der Geschäftsanteile der ce Global Cyber Exchange Inc. Kanada Die HPI AG ist alleinige Aktionärin der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, die wiederum 51 % des Grundkapitals der VCE-Gruppe (VCE Kanada, VCE USA und VCE GmbH Europe) hält. Durch die Übertragung der Gesellschaft ce Global Cyber Exchange Inc. Kanada auf den Käufer wurde dieser über den Erwerb der Gesellschaft mittelbar zu 51 % an der VCE-Gruppe beteiligt. Die Übertragung der Aktien erfolgte wirtschaftlich mit Wirkung zum 1. Januar 2012. Die HPI AG ist nach der vorgenannten Veräußerung über ihre unmittelbare Beteiligung an der Virtual Chip Exchange Inc., Quebec weiterhin mit 49 % an der VCE-Gruppe beteiligt. C. Gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur zum 31.12.2012 ![]() VI. Änderung in Vorstand und AufsichtsratHerr Falk Raudies, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft 3KV GmbH, wurde zum 01.01.2012 in den Vorstand als zweites Mitglied berufen. Herr Michael Negel, Alleinvorstand bis 31.12.2011, übernahm den Vorsitz. Der Aufsichtsrat bleibt unverändert mit Herrn Boris Dürr als Vorsitzenden, Herrn Günter Seefelder als dessen Stellvertreter und Herrn Jürgen Rödig als weiteres Mitglied des Aufsichtsrates der HPI AG. VII. AktionärsstrukturNach den uns vorliegenden Informationen hält Herr Michael Negel, Vorstandsvorsitzender, indirekt weniger als 50 % der Anteile der HPI AG. Jedoch ist er indirekt mit mehr als 25 % an der HPI AG beteiligt. Die entsprechende Veröffentlichung über den Erwerb von mehr als 25 % der Anteile erfolgte im Elektronischen Bundesanzeiger am 12.07.2010. Herr Markus Bodenmeier hält indirekt mehr als 20 %, jedoch weniger als 25 % der Anteile der HPI AG. Herr Falk Raudies (Vorstandsmitglied ab 01.01.2012) hält weniger als 20 % der Anteile an der HPI AG. Eine Veröffentlichung ist erst ab 25 % vorgeschrieben. Die „Pioneer Investment Funds" hält nach eigenen Angaben mehr als 3 %, jedoch weniger als 5 %. Auch hier besteht keine Veröffentlichungspflicht. VIII. ZweigniederlassungenDie Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen, lediglich Tochtergesellschaften. IX. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageA. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2012 auf 43.429 TEUR erhöht (Vj. 29.088 TEUR). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung der Firmenwerte und Vorräte im Rahmen der Erstkonsolidierungen. Die Vermögenswerte setzen sich aus langfristigen Vermögenswerten zusammen, im Wesentlichen aus Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 15.057 TEUR (Vj. 10.711 TEUR), Sachanlagen in Höhe von 1.214 TEUR (Vorjahr: 382 TEUR), anderen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 975 TEUR (Vj. 711 TEUR), sonstigen Beteiligungen in Höhe von 924 TEUR (Vj. 103 TEUR), sonstigen Vermögenswerten in Höhe von 380 TEUR (Vj. 283 TEUR) sowie latenten Steuern in Höhe von 629 TEUR (Vj. 958 TEUR). Insgesamt erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte auf 19.179 TEUR (Vj. 13.148 TEUR). Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich ebenfalls per Ende 2012 auf 24.250 TEUR (Vj. 15.940 TEUR). Grund hierfür ist im Wesentlichen die Erhöhung der Vorräte auf 9.888 TEUR (Vj. 5.158 TEUR), die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 5.627 TEUR (Vj. 3.944 TEUR) sowie der sonstigen Forderungen und Vermögensweite auf 4.891 TEUR (Vj. 2.917). Des Weiteren bestehen die kurzfristigen Vermögenswerte aus geleisteten Anzahlungen in Höhe von 62 TEUR (Vj. 0 TEUR), Ertragsteuerforderungen in Höhe von 249 TEUR (Vj. 11 TEUR) sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 3.533 TEUR (Vj. 3.910 TEUR). Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 7.608 TEUR (Vj. 9.524 TEUR). Die Verminderung des Eigenkapitals ist durch den im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Sondereffekten belasteten Jahresfehlbetrag begründet. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 2012 17,5 % und verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 15 %-Punkte. Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus den Erstkonsolidierungen. Die langfristigen Schulden haben sich auf 10.189 TEUR (Vj. 2.867 TEUR) erhöht: Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Zeichnung der von der HPI AG ausgegebenen Anleihen, die für die Finanzierung von Investitionen in die langfristigen Vermögenswerte verwendet wurden. Die weiteren langfristigen Schulden setzen sich zusammen aus latenten Steuern in Höhe von 219 TEUR (Vj. 49 TEUR) sowie Rückstellungen in Höhe von 4.124 TEUR (Vj. 3.356 TEUR). Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden in Höhe von 21.289 TEUR (Vj. 13.292 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 8.880 TEUR (Vj. 1.289 TEUR), die aus der Inanspruchnahme der zur Verfügung gestellten Kontokorrentlinien sowie der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 8.222 TEUR (Vj. 5.665 TEUR) zurückzuführen sind. Der Effekt resultiert im Wesentlichen aus den Erstkonsolidierungen. B. Finanzlage Für das Geschäftsjahr 2012 wird ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 258 TEUR (Vj. 2.694 TEUR) ausgewiesen. Die Reduktion zum Vorjahr resultiert vor allem aus dem cashwirksamen Verlust sowie aus der Erhöhung des net working capitals. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -1.545 TEUR (Vj. -661 TEUR). Die im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Ausgaben für Investitionen resultieren im Wesentlichen aus den höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 682 TEUR (Vj. 396 TEUR) und in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von 298 TEUR (Vj. 0 TEUR). Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen verminderten sich auf 48 TEUR (Vj. 108 TEUR), ebenso reduzierten sich die Auszahlungen aus dem Erwerb konsolidierter Unternehmen und sonstiger Geschäftseinheiten auf 232 TEUR (Vj. 758 TEUR). Die Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens betrugen 72 TEUR (Vj. 0 TEUR), aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens betrugen 0 TEUR (Vj. 601 TEUR) und aus dem Verkauf von sonstigen konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 156 TEUR (Vj. 0 TEUR). Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit zum 31. Dezember 2012 der Einzahlung aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten und Anleihen in Höhe von 910 TEUR (Vj. 1.200 TEUR). Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten und Anleihen erfolgten im Berichtsjahr nicht (Vj. -735 TEUR). Der Finanzmittelbestand reduzierte sich auf 3.533 TEUR (Vj. 3.910 TEUR). Der HPI-Konzern kann seinen Zahlungsverpflichtungen weiterhin jederzeit fristgerecht nachkommen. C. Ertragslage Der Konzern konnte im Geschäftsjahr 2012 seine konsolidierten Umsatzerlöse von 77,1 Mio. EUR um 38,3 Mio. EUR bzw. 50 % auf 115,4 Mio. EUR steigern. Der Anstieg ist zum einen auf organisches Wachstum und zum anderen auf die Erstkonsolidierungen zurückzuführen. Der Materialaufwand hat sich analog zur Umsatzsteigerung entwickelt von 54,2 Mio. EUR auf 95,6 Mio. EUR. Diese Steigerung resultiert ebenfalls im Wesentlichen aus der organischen Umsatzsteigerung sowie den Erstkonsolidierungen. Der Rohertrag des Konzerns reduzierte sich auf 19,9 Mio. EUR (Vj. 22,9 Mio. EUR), wobei die Rohertragsmarge des Berichtsjahrs zufriedenstellend ist und den Geschäftsmodellen der in 2012 konsolidierten Unternehmen entspricht. Ein direkter Vergleich zum Vorjahr ist aufgrund der Erst- und Entkonsolidierungen nicht abzuleiten. Die operativen Kosten stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht von 21.403 TEUR auf 21.613 TEUR und beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum-, IT-, Marketing-, Verwaltungs- sowie Beratungskosten. Die Ausweitung der betrieblichen Aufwendungen in den profitabel wachsenden Gesellschaften ist auf die mit der Ausweitung der Umsatzerlöse einhergehende Verbreiterung der Kostenbasis zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Jahr 2012 auf 1.119 TEUR (Vj. 2.745 TEUR). Die Abschreibungen erhöhten sich auf 697 TEUR (Vj. 535 TEUR). Das Ergebnis von Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich für das Jahr 2012 auf TEUR 422 (Vj 2.210 TEUR). Das Finanzergebnis beträgt -1.579 TEUR (Vj. -607). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der höheren Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien und aus der Platzierung von Anleihen sowie aus Zinseffekten aus der Aufzinsung von variablen Kaufpreisverbindlichkeiten. Für das Geschäftsjahr 2012 ergibt sich dadurch ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -2.051 (Vj. +932 TEUR). D. Geschäftsrisiken Der HPI-Konzern ist mit seinen Aktivitäten auf dem IT-Netzwerkmarkt und dem C-Teile Markt sowie aus dem Markt mit Produkten für regenerative Energien / Storage und einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die sich aus dem normalen Geschäftsverlauf ergeben. Unserer Risikopolitik entsprechend nutzen wir Geschäftsgelegenheiten, die sich im Rahmen unserer Geschäftsstrategie bieten, gehen aber nur kalkulierbare unternehmerische Risiken ein. Die weltweiten Märkte für unsere Produkte sind durch einen harten Wettbewerb geprägt. Dies gilt für Preise, Dienstleistungsqualität, Service und Finanzierungskonditionen. Dabei muss sich der HPI-Konzern einem starken Preisdruck stellen. Zudem besteht die Gefahr von Markt-und Wachstumseinbrüchen, insbesondere in dem von erheblichen Schwankungen geprägten Halbleitergeschäft. Einer teilweisen Minimierung dieses Risikos wird durch den vermehrten Abschluss von Rahmenverträgen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr entgegengewirkt. Daneben sind Aufträge grundsätzlich nicht stornierbar und es gibt eine Abnahmeverpflichtung für die Kunden. Durch die 3KV GmbH liegt ein erhebliches Geschäftsvolumen im Bereich IT-Netzwerktechnik über TND AG im Bereich Storage-und Servertechnik, sowie über Mannesmannröhren Logistic GmbH bei industriellen Ge- und Verbrauchsartikeln. Mehr als zweidrittel aller Forderungen der HPI-Gesellschaften sind kreditversichert. E. Operative Risiken Zu den operativen Risiken unseres internationalen Geschäfts gehören unerwartete Qualitätsprobleme und logistische Schwierigkeiten. Daraus können erhebliche Mehrkosten oder Vertragsstrafen resultieren. F. Lieferantenrisiken AZEGO Components AG und REW Solar AG sind bei der Beschaffung von Komponenten und Dienstleistungen sowie bei der Funktionsprüfung unserer Handelsprodukte auf Fremdanbieter angewiesen. Diese Einbeziehung Dritter reduziert unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten. 3KV GmbH, TND AG, Mannesmannröhren Logistic GmbH beziehen die Produkte zum Großteil von deren Herstellern mit entsprechenden Herstellergarantien, respektive von offiziellen Distributoren der Hersteller. G. Personalrisiken In Deutschland herrscht ein intensiver Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Dies betrifft insbesondere Vertriebsmitarbeiter mit branchenspezifischem Hintergrund und nachweislichen Verkaufserfolgen. Unser künftiger Erfolg hängt auch davon ab, dass wir weiterhin qualifizierte Fach- und Führungskräfte einstellen, integrieren und dauerhaft an das Unternehmen binden. Wir fördern deshalb unsere Mitarbeiter gezielt durch regelmäßige Schulungen und bieten ein in hohem Maße erfolgsabhängiges und attraktives Vergütungsmodell. Außerdem bilden wir Nachwuchs als Auszubildende in kaufmännischen Berufen aus. H. Kreditrisiken Da wir Kunden in unterschiedlichen geographischen Regionen, verschiedener Größenklassen und aus mehreren Industrien bedienen und in der Regel Zahlungsziele gewähren, sind wir Kreditrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung dieser Kreditrisiken wird die Kreditwürdigkeit der Kunden unter Einbeziehung unseres Factoring-Dienstleisters geprüft und bei zu hohen Risiken nur gegen Vorauskasse geliefert. Im Segment IT & Electronics werden regelmäßig Forderungen im Rahmen von bestehenden Factoring-Verträgen verkauft. Mit dieser Maßnahme geht das Delkredererisiko für die verkauften Forderungen auf den Factorer über. Zusätzlich achten wir auf ein diversifiziertes Kundenportfolio. Die Mannesmannröhren Logistic GmbH aus dem Segment Industrial & Renewables beliefert nur Kunden mit besten Bonitäten und factored deswegen nicht. I. Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken Da ein Teil der Umsätze mit Kunden in Nicht-Euro Währungen generiert wird, vorwiegend auf US-Dollar-Basis, entstehen Fremdwährungsrisiken. Mit dem Ankauf von Forderungen in Nicht-Euro-Währungen übernimmt die Factoringgesellschaft auch das Währungsrisiko. In der Regel kaufen und verkaufen wir Waren und Dienstleistungen in derselben Währung und reduzieren dadurch unser Risiko. Die Gesellschaft verwendet in geringem Umfang Finanzinstrumente um Risiken, insbesondere Wechselkursrisiken, abzusichern. Für eine HPI-Anleihe in Höhe von 2 Mio. EUR besteht nach den Anleihebedingungen die theoretische Möglichkeit der sofortigen Fälligstellung aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der HPI AG. Der Vorstand der HPI AG hat dem Anleihegläubiger und deren Analysten transparent kommuniziert und dargestellt, dass sich Ertrag und Liquidität der Gesellschaft im Jahr 2013 fortfolgend positiv entwickeln werden und der Kapitaldienst gesichert ist. Der Vorstand sieht auch im unwahrscheinlichen Falle der sofortigen Fälligstellung keine Bestandsgefährdung für die HPI AG. Die Gesellschaft hat ausreichend liquide Mittel in diesem Fall zur Verfügung. J. Risiken im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmensbeteiligungen Risiken ist die HPI AG auch beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen ausgesetzt. Sollten sich die Unternehmensplanungen mittel- bis langfristig nicht wie geplant erfüllen, könnte dies unsere langfristige Wachstumsplanung verändern, beeinträchtigen oder auch zu einer dauerhaften Wertminderung führen. Durch die unterjährige Überwachung der Ertragslage sowie, soweit notwendig, die Anpassung von Unternehmensplanungen, reduzieren wir dieses Risiko. K. Zusätzliche Risiken Wir schützen den HPI-Konzern mit angemessenen Versicherungen gegen Auswirkungen von Haftungs- oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Steuerliche, wettbewerbs- und börsenrechtliche Regelungen können ebenso Unternehmensrisiken beinhalten. Die HPI AG und ihre Tochter- sowie Beteiligungsgesellschaften lassen sich deshalb umfassend von internen und externen Fachleuten beraten. L. Konzerninternes Steuerungssystem und Risikomanagementsystem Wesentlich für das konzerninterne Steuerungssystem sind neben dem in regelmäßigen Abständen erhobenen Auftragsbestand die monatliche Berechnung von Rohertragsmargen und zugehörigen EBITDAs. Dabei werden die tatsächlichen Ergebnisse mit den budgetierten Werten verglichen und auch die wesentlichen Bilanzpositionen, wie liquide Mittel, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten überprüft. Bei Abweichungen von den geplanten Ergebnissen und Werten werden unmittelbar entsprechende Korrekturen beschlossen und umgesetzt. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, betriebliche Verluste mit geeigneten Maßnahmen so gering wie möglich zu halten und Existenz gefährdende Risiken zu vermeiden. Das bestehende Risikomanagementsystem einschließlich der zugehörigen Prozesse wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die wesentlichen Risiken werden in den täglichen Arbeitsprozessen und im Austausch des operativ tätigen Managements regelmäßig gesteuert und bewertet. Der Aufsichtsrat wird im Rahmen der regulären Berichterstattung durch den Vorstand informiert. 2012 hat HPI AG ein international führendes Beteiligungscontrollingsystem „LucaNet" eingeführt. Hier wurden die GuV-Daten aller Gesellschaften monatlich aktualisiert, erfasst, ausgewertet und kontrolliert. X. Chancen der zukünftigen GeschäftsentwicklungDie wesentlichen Chancen unserer Gesellschaft liegen im organischen Wachstum und im Wachstum durch Akquisition: A. Organische Wachstumschancen a) HPI AG setzt auf den Wachstumsmarkt Cloud Computing Die 3KV GmbH, ein Tochterunternehmen der HPI-Gruppe, hat zum 01. Juni 2012 mit KEMP Technologies ein umfassendes Distributionsabkommen für die Region Deutschland/ Österreich/Schweiz geschlossen. KEMP Technologies bietet als weltweit operierendes Unternehmen einfach zu implementierende, wirtschaftliche Load-Balancer- und Application-Delivery-Lösungen an. Der deutsche Markt für Cloud Computing übersteigt im Jahr 2012 die Grenze von 5 Mrd. EUR. Der Umsatz klettert 2012 voraussichtlich um 47 % auf 5,3 Mrd. EUR. Das ergab eine aktuelle Studie der Experton-Group im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. „Cloud Computing ist zu einem echten Boom-Thema geworden. In den kommenden Jahren bleiben die Wachstumsraten aller Voraussicht nach im zweistelligen Bereich", sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Bis 2016 soll der Markt auf rund 17 Mrd. EUR wachsen. Quelle: www.bitkom.org; Bitkom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V., Artikel vom 04. März 2012 b) IT-Security / Server/ Storage HPI AG ist mit Hardwareprodukten für IT-Netzwerksicherheit, Cloud Computing und Server/Storage-Produkten in diesen Wachstumsmärkten über 3KV GmbH und TND AG gut positioniert. Softwarelösungen für Energie-Einsparung in IT-Netzwerken und für „Cloud Telefonie" runden die Angebotspalette der HPI-Gruppe sinnvoll ab. c) Outsourcing-Trends der Großindustrie im Bereich Einkauf und Logistik Die Großindustrie in Deutschland beschäftigt sich mit dem Auslagern von Einkaufsbereichen, speziell auf dem Gebiet der indirekten Güter, die nicht strategisch sind und nicht in das Endprodukt einfließen. Die sogenannten Ge- und Verbrauchsartikel werden gerne von der Industrie ausgelagert, wenn sich eine Einsparung der Einkaufs- und Prozesskosten ergibt. Der HPI-Konzern bietet hierfür Möglichkeiten sowohl im Bereich der Prozesse, der Logistik als auch im Einkauf, Kosten zu sparen, Lieferanten zu reduzieren, Logistikflächen frei zu machen und Einkaufsfachpersonal für strategische Aufgaben zu entlasten. Durch die Geschäftsfelder der HPI GmbH und der Mannesmannröhren Logistic GmbH verfügt die HPI AG über die Möglichkeit Lösungen für gesamte Versorgungsketten anbieten zu können. Hierbei ist der HPI-Konzern führend und hat im letzten Jahr zwei große Kunden aus der Petrochemie und Energieversorgung gewonnen. Dies bestätigt den Ansatz und bekräftigt HPI AG diesen Weg weiter fortzusetzen. d) Wachstum des Weltmarktes für regenerative Energien und Energetisierungstrend bei Häusern: REW AG Die Energiewende ist unumkehrbar. Nachdem dezentrale Erzeugung in den vergangenen Jahren im Zentrum der Überlegungen stand und dabei die „Einspeisevergütung" relevant war, so rückt heute zunehmend die „Eigenversorgung" in den Fokus. Die aktuelle Entscheidung der deutschen Regierung Stromspeichermodule einer Förderung zu unterziehen bekräftigt diese Entwicklung eindeutig. Mit der REW AG verfolgt HPI AG genau diesen Weg und bietet seinen Kunden Möglichkeiten ganzheitliche, kostenoptimale Energieversorgungssysteme aufzubauen. REW bietet dazu neben dem Photovoltaik-Modul ebenso den Stromspeicher, Wechselrichter oder vertikale Windräder sowie LED-Lampen und innovative energiesparende Heizungssysteme und Lösungen für energetische Gebäudetechnik an. Damit folgt HPI AG dem Weg in eine nachhaltige Energieerzeugung. e) Cross-Selling-Potenzial Die einzelnen Gesellschaften der HPI AG haben Zugang zu allen HPI Konzernkunden und können zusätzliches Umsatzpotenzial erschließen. Dadurch haben sich 2012 erhebliche Zusatzumsätze realisieren lassen. Die Vertriebsmitarbeiter arbeiten eng zusammen. f) Neue Lieferantenbeziehungen Durch den gestiegenen Umsatz ist HPI AG auch immer interessanter für innovative Hersteller. Im Jahre 2012 kamen hier KEMP Technologies, SNOM Technologies und JouleX hinzu. g) Konzernsynergien und Bündelungen Wie zum Beispiel Bündelung von Einkaufsvolumen, gemeinsame IT, gemeinsames Finanzwesen, gemeinsame Logistikcenter etc. Der HPI-Konzern hebt kontinuierlich die Synergien im Bereich Einkauf, IT, Logistik, Büroflächen, Lagerflächen etc. B. Wachstum durch Akquisition Hier sind Unternehmen von Interesse, die im Bereich industrieller Beschaffung und Logistik, sowie im e-Procurement tätig sind oder Online-Marktplätze betreiben. Auch Anbieter unterstützender Leistungen, wie z.B. IT-Consulting oder Business-Consulting stehen im Interesse für den Ausbau der Dienstleistungspalette. Es sind nur diejenigen Unternehmen von Interesse, die eine hohe Rendite aufweisen, um zukünftig die Gesamtrendite des HPI-Konzerns zu erhöhen. Aktuell befindet sich HPI AG mit mehreren interessanten Unternehmen in Sondierungsrunden oder bereits in Verhandlungen, von denen einige hervorragend zur HPI-Gruppe passen würden. Wichtig neben dem reinen Renditeansatz ist, dass das erfahrene Management des Zielunternehmens mit übernommen wird und sich im Managementteam des HPI-Konzerns wiederfindet. Zudem achtet die HPI AG darauf, dass Zielunternehmen stets zusätzliche Großkunden in den HPI-Konzern mit „einbringen" sowie darüber hinaus auch noch ergänzende Produktgebiete und/oder Dienstleistungen, um den Cross-Selling-Ansatz weiter auszubauen. C. Prognosebericht A. Marktprognose: IT & Electronics Der weltweite ITK-Markt bleibt trotz der europäischen Finanz- und Bankenkrise auf einem stabilen Wachstumskurs. Der globale Umsatz wird in 2013 voraussichtlich um 5,1 % auf 2,57 Billionen EUR steigen. Die beiden großen Segmente Informationstechnologie und Telekommunikation wachsen mit jeweils 5 % beide gleich kräftig. Regional hingegen entwickeln sich die Märkte sehr unterschiedlich. In den Schwellenländern boomt die Branche, während sie in Westeuropa weitgehend stagniert oder gar schrumpft. Zu diesem Ergebnis kommt das European Information Technology Observatory (EITO) in seiner neuen Publikation „ICT Market Report 2012/13". „Mobilität ist der stärkste Markt-Treiber im Technologiesektor", sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. In Industrieländern sorgt der Trend zur mobilen Datennutzung für zusätzliche Umsätze in der Telekommunikation. In Schwellenländern werden Handys, Laptops, Tablets und Co. sogar zum zentralen Zugang für die Nutzung von Informationstechnologie. „Die Schwellenländer investieren massiv in die mobile ITK-Infrastruktur und den Ausbau der entsprechenden Kapazitäten", sagt Kempf. Die Schwellenländer stehen in diesem Jahr bereits für mehr als ein Viertel (27 %) der weltweiten ITK-Nachfrage. Bis 2020 wird ihr Anteil auf fast die Hälfte steigen. So wächst der chinesische Markt in diesem Jahr voraussichtlich um 12 % auf 220 Mrd. EUR. China wird bereits in diesem Jahr Japan als weltweit zweitgrößten ITK-Nachfrager ablösen. Westeuropa ist die Region mit dem geringsten Wachstum. Der ITK-Umsatz soll um 1,2 % auf 617 Mrd. EUR steigen – sofern sich die Euro-Krise nicht weiter zuspitzt. Für 2013 wird ein Wachstum von 1,4 % erwartet. Prof. Kempf: „Viele westeuropäischen Märkte leiden stark unter den Folgen der Euro-Krise, nur Osteuropa wächst ähnlich schnell wie der Weltmarkt. Auch Deutschland ist mit einem Plus von 1,6 % eine positive Ausnahme und stabilisiert die europäische ITK-Branche." Quelle: Bitkom Laut Gartner nimmt der Markt für IT-Sicherheit bis 2015 jährlich mit durchschnittlich über 10 % zu. Also können Netzwerk- und Security-Reseller mit weiterhin steigenden Umsätzen rechnen. Quelle: www.channelpartner.de B. Marktprognose: Industrial & Renewables Erneuerbare Energien etablieren sich nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. In einem Zukunftsbericht prognostizieren Experten, dass der Anteil von Strom aus Wind, Sonne und Biomasse stetig steigen wird. Lange Zeit wurde die Rolle der erneuerbaren Energien stark unterschätzt: Die internationale Energieagentur und Weltbank verkannten in früheren Prognosen deren Dynamik und Potenzial. Dabei ist die globale Wind- und Sonnenstromerzeugung heute rund zehn Mal höher als vorhergesehen. Weltweit wird inzwischen jährlich mehr in erneuerbare Kraftwerke investiert als in fossile und atomare Kraftwerke zusammen. Und der Trend zu immer mehr erneuerbarer Energie wird weiter global zunehmen, prognostizieren führende Energieexperten aus der ganzen Welt. Nach Angaben von Christine Lins liegt der Anteil von erneuerbaren Energien am globalen Strommix heute bei „ungefähr 25 %". Lins ist Generalsekretärin von REN21 mit Sitz in Paris, dem Renewable Energy Policy Network for the 21st Century. Als Vorreiter bei der Energiewende sehen die befragten Experten Deutschland und Europa. Zunehmend setzen jetzt aber auch viele Schwellen- und Entwicklungsländer auf Energie aus Wasser, Wind und Sonne. ![]() Mehr als 90 % der Deutschen bezeichnen die Sonnenenergie wegen der fehlenden „Nebenwirkungen" als ihre Wunschenergie. In den letzten zehn Jahren wurden ca. 1,3 Mio. Dachanlagen auf überwiegend privaten Gebäuden installiert. Eine ausführliche Branchenanalyse geht davon aus, dass auf mehr als 7 Mio. nutzbaren Dächern Solarmodule mit einer Gesamtleistung ca. 181 GW installiert werden können. Das Marktpotenzial ist daher erst zu 15-20 % ausgenutzt. Aber auch die Bereitschaft privater Investoren ist in diesem Bereich in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Marktstudien gehen davon aus, dass bis zu einer Million deutsche Hausbesitzer in den nächsten 2-4 Jahren die Anschaffung einer Solaranlage für durchschnittlich 12.000 EUR planen. Quelle: Dr. E. Merkle, Netzparität GmbH Der Markt für BPO-Services wird bis 2015 ein Marktvolumen von ca. 3,6 Mrd. EUR erreichen. Zunehmend werden sogenannte „Nebenprozesse" ausgelagert, die den Unternehmen die Chance bieten sich mit den verbleibenden Mitarbeitern auf Kernprozesse zu konzentrieren. Hier ist die HPI AG im Bereich der Supply-Chain mit einem ganzheitlichen Ansatz gut aufgestellt. Quelle: GTAI C. Prognose für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft Wir verfolgen eine klare Verkaufsstrategie: Konzentration auf Kunden in vorhandenen und möglichen Wachstumsmärkten in den Segmenten Industrial & Renewables und IT & Electronics. Die Erweiterung der Einkaufsdienstleistungspalette auf Produkte weiterer marktführender Hersteller im IT-Gebiet soll das Umsatzpotential im Segment IT & Electronics erhöhen. Die TND AG ergänzt die Produktpalette der 3KV um Server- und Storage-Produkte. Hohe Synergie-Effekte mit 3KV wie gemeinsame Logistik und Kooperation weiterer Abteilungen werden die Effizienz im IT-Bereich stärken und die operativen Kosten optimieren. Im Segment Industrial & Renewables wird die Mannesmannröhren Logistic GmbH zum einen das Geschäft auf Produktionsstätten ihrer Stammkunden im benachbarten Ausland ausweiten und zudem immer mehr Abnehmer außerhalb der Stahlindustrie z.B. in der Petrochemie – beliefern ein wesentlicher Erfolg aus dem Cross-Selling zwischen den Segmentgesellschaften HPI GmbH und Mannesmannröhren Logistic GmbH. Mit der Mehrheitsbeteiligung an der REW Solar AG haben wir das Segment erweitert. Als Einkaufs-und Logistikdienstleister für Produkte im Bereich regenerativer Energien kauft „REW" Module, Stromspeicher und Wechselrichter sowie LED-Lampen und innovative energiesparende Heizungssysteme zum jeweils günstigsten Weltmarktpreis, liefert sie versehen als „eigenes REW-Brand" an Großhändler in ganz Europa, aber auch an B2CKunden in Deutschland. Mit diesem Fundament aus gefragten Produkten, Dienstleistungen und Logistikkonzepten verbunden mit dem großen Fachwissen der Einkaufs- und Logistikexperten der Firmengruppe ist HPI AG sehr gut für die Fortsetzung dynamischen Wachstums positioniert. Aufgrund der zuvor dargestellten Marktprognosen für die zwei Segmente des HPI-Konzerns gehen wir für 2013 von einem organischem Umsatzwachstum auf 125 - 128 Mio. EUR mit einem EBITDA in Höhe von 1,5 - 1,7 Mio. EUR aus. Sollte sich die allgemeine Wirtschaftslage wie prognostiziert entwickeln, gehen wir für 2014 weiter von einem stabilen Wachstum aus und erwarten einen Umsatz zwischen 135 - 140 Mio. EUR mit einem EBITDA von 3,5 - 4,0 Mio. EUR. D. Positionierung der HPI AG an der Börse Die HPI AG wechselte im vierten Quartal 2011 vom Börsenfreiverkehr in den Entry Standard der Deutschen Börse in Frankfurt sowie in den m:access der Bayerischen Börse in München. Damit verbunden sind erhöhte Transparenzvorschriften, denen sich die HPI AG mit ihren Tochtergesellschaften unterwirft. Zudem ist aber auch eine bessere Visibilität gegeben, da in beiden Börsensegmenten eine überschaubare Anzahl an mittelständischen Unternehmen gelistet ist. Ein freiwilliger Geschäftsbericht und freiwillige Quartalsberichte erhöhen die Transparenz ebenfalls. E. Nachtragsbericht a) Ausplatzierung bestehender Anleihen Sowohl die Nachhaltigkeitsanleihe (7,125 %, Laufzeit 2012-2015) als auch die Unternehmensanleihe (9 %, Laufzeit 2011-2016) konnte im Nachtragszeitraum ausplatziert werden. b) Begebung einer Optionsanleihe Die HPI AG hat im Nachtragszeitraum eine Optionsanleihe begeben über nominal 1,2 Mio. EUR mit einer Verzinsung von 9,0 % p.a. und einer Laufzeit von Sept. 2013 bis Juni 2016, die bereits komplett gezeichnet wurde. c) Veränderungen bei der REW Solar AG Die REW Solar AG wurde im Nachtragszeitraum umfirmiert in REW Technology AG. Zusammen mit der REW Technology AG wurden die REW Solartechnik GmbH zu 100 % und die REW Elektrotechnik GmbH zu 50 % übernommen. Diese beiden Gesellschaften übernehmen die Installation von Anlagen, die REW direkt an Endverbraucher in Deutschland verkauft.
München, den 20. November 2013 HPI AG Vorstand Michael Negel Falk Raudies Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012AKTIVA
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
MU = Mutterunternehmen Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20121. Allgemeine GrundlagenDie HPI AG übernimmt Einkauf, Lager- und Logistik, Prozess-, Kosten und Bestandsoptimierung für Industriekunden, Großhändler und Hersteller. Sie spezialisiert sich auf die Märkte und Branchen, in denen die Berater und Spezialisten des Unternehmens den Kunden einen deutlichen Mehrwert durch spezialisierte Marktkenntnisse und Beschaffungsquellen sowie Methodenkenntnisse bieten können. a) Grundlagen der Rechnungslegung Der Konzernabschluss der HPI AG mit Sitz in 81829 München, Joseph-Wild-Str. 20 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Paragraph 315a HGB wurde dabei berücksichtigt. Die Aufstellung erfolgte erstmals. Die Auslegungen (IFRIC und SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden, durch die EU anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) wurden berücksichtigt. Die Umstellung der Rechnungslegung erfolgt gemäß den Regelungen des IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards". Neu anzuwendende Standards, Anpassungen und Interpretationen im Jahr 2012 Folgende, von IASB und IFRIC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Bilanzierungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2012 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
Aus der erstmaligen Anwendung dieses Standards ergeben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, für die in 2012 noch keine Anwendungspflicht besteht Das IASB hat neue bzw. überarbeitete Standards verabschiedet, die erst ab dem 01.01.2013 oder später verpflichtend anzuwenden sind. Eine Anerkennung durch die EU steht teilweise noch aus:
Die Standards wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet; auch sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erkennbar. Der vorliegende Konzernabschluss berichtet über das Geschäftsjahr 2012, das Vorjahr 2011 und über den 01.01.2011. Die Gesellschaft hat erstmals in 2012 (Berichtsjahr) einen Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt. Der Übergangsstichtag von HGB auf IFRS ist der 01.01.2011. Dem Konzernabschluss liegen grundsätzlich dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die Eröffnungsbilanz zum 01.01.2011 und die Jahre 2011 und 2012 zugrunde. Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro. Der Konzernabschluss wurde in TEUR aufgestellt, Euro stellt dabei die funktionale Währung des Konzerns dar. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in TEUR angegeben. Dabei wurden entsprechende Rundungen vorgenommen. Der Vorstand der HPI AG hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht am 20.11.2013 zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Zur besseren Übersicht wurden in der Bilanz sowie in der Gesamtergebnisrechnung verschiedene Positionen zusammengefasst. Diese werden im Anhang ausführlich dargestellt. Die Bilanz wurde entsprechend IAS 1 in lang- und kurzfristige Positionen gegliedert. Die Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. b) Übergang auf die Rechnungslegung nach IFRS Die bisher im deutschen handelsrechtlichen Konzernabschluss der HPI AG angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden werden durch die erstmalige Anwendung der IFRS in einigen Fällen geändert. Die Einflüsse, die die Umstellung von HGB auf IFRS auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat, werden in den folgenden Überleitungsrechnungen dargestellt:
Ansatz und Bewertung von Anlagevermögen Nach IFRS sind erwartete Kaufpreiszahlungen (bedingte Anschaffungskosten) aus Earn-Out-Vereinbarungen zum beizulegenden Zeitwert zu berücksichtigen. Entsprechend sind die Anschaffungskosten sowie der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert im Erwerbszeitpunkt anzupassen. Zum 01.01.2011 führte die Berücksichtigung aus der Earn-Out-Vereinbarung aus dem Unternehmenserwerb der 3KV GmbH („3KV") zu einem um TEUR 1.780 höheren Firmenwert. Zum 31.12.2011 betrug die Erhöhung gegenüber HGB noch TEUR 1.547. Aus dem Unternehmenserwerb der Mannesmannröhren Logistic GmbH („MRL") in 2011 führten Earn-Out-Vereinbarungen zu einem um TEUR 805 höheren Firmenwert zum 31.12.2011. Zudem werden nach IFRS 3 Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung nicht planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich werden Abschreibungen nach IAS 36 vorgenommen. Der Unterschied führte zum 31.12.2011 i.H.v. TEUR 1.345 aus der nach IFRS gegenüber HGB nicht vorzunehmenden planmäßigen Abschreibung 2011 auf den Geschäfts-/Firmenwert. Dem gegenüber war nach IAS 36 eine Wertminderung auf den Geschäfts-/Firmenwert der AZEGO Components („AZEGO") i.H.v. TEUR 292 vorzunehmen. Ansatz und Bewertung von Vorräten Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Netto-veräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Veräußerungserlös der Vorräte abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Bewertung der Forderungen/Umsatzrealisierung Eine wesentliche Bedingung für die Umsatzrealisierung bzw. für den Ansatz eines Vermögenswertes ist die Zunahme des wirtschaftlichen Nutzens bzw. die Wahrscheinlichkeit des Nutzenzuflusses. Bzgl. Forderungen i.H.v. TEUR 500, welche aus in der Vergangenheit geschlossenen Vertriebskooperationsverträgen resultieren, ist eine Umsatzrealisierung nach IFRS nicht gegeben. Auflösung passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der MRL entstand nach HGB ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung i.H.v. TEUR 126 zum 31.12.2011. Die Kaufpreisallokation nach IFRS unter Berücksichtigung der Earn-Out-Vereinbarungen führte hingegen zu einem Firmenwert i.H.v. TEUR 805 (vgl. Ansatz und Bewertung Anlagevermögen). Bewertung der Pensionsverpflichtungen Der Ansatz der Rückstellungen für Pensionen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Danach werden, im Gegensatz zu dem nach HGB-Grundsätzen angewandten Teilwertverfahren, für die Bewertung der Rückstellungen auch zukünftig zu erwartende Steigerungen von Renten, Löhnen und Gehältern berücksichtigt. Für die Ermittlung des IFRS-Eröffnungsbilanzwertes der Rückstellungen für Pensionen wird ein Abzinsungssatz in Höhe von 3,5 % (gegenüber 5,13 % für die HGB-Bewertung nach dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzins) zu Grunde gelegt. Zum 31. Dezember 2011 kam ein Zinssatz von 4,75 % zur Anwendung (gegenüber 5,09 % für die HGB-Bewertung nach dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzins). Die Bewertungsunterschiede haben sich zum 01.01.2011 in Höhe von TEUR 605 und zum 31.12.2011 in Höhe von TEUR 870 eigenkapitalreduzierend ausgewirkt. Die hieraus resultierenden aktiven latenten Steuern betragen zum 01.01.2011 TEUR 182 und zum 31.12.2011 TEUR 261 und haben sich eigenkapitalerhöhend ausgewirkt. Ansatz und Bewertung von Finanzverbindlichkeiten Aus Earn-Out-Vereinbarungen im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben der 3KV und der MRL waren Finanzverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 1.780 zum 01.01.2011 bzw. i.H.v. TEUR 2.732 zum 31.12.2011 anzusetzen, welche sich jeweils eigenkapitalreduzierend ausgewirkt haben. Wir verweisen weiterhin auf die Ausführungen zu Ansatz und Bewertung Anlagevermögen. VCE Der Vorstand der HPI AG hat im November 2010 beschlossen, mindestens 51 % der Anteile an der VCE-Gruppe bis spätestens Ende 2011 zu veräußern. Insofern erfolgte zum 01.01.2011 eine Einstufung nach IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich. Aufgrund der Tatsache, dass mit keinem nennenswerten Kaufpreis zu rechnen war, wurde der Buchwert der VCE-Gruppe im HPI-Konzern vollständig auf Null korrigiert. Dies hat sich zum 01.01.2011 mit TEUR 1.021 und zum 31.12.2011 mit TEUR 1.120 eigenkapitalreduzierend ausgewirkt. Restrukturierungsrückstellungen Für Restrukturierungskosten bei der AZEGO waren zum 31.12.2011 nach IFRS Rückstellungen i.H.v. TEUR 325 zu bilden, welche sich eigenkapitalreduzierend auswirkten. Umzugsrückstellungen Für Umzugskosten der MRL waren zum 31.12.2011 nach IFRS Rückstellungen i.H.v. TEUR 500 zu bilden, welche sich eigenkapitalreduzierend auswirkten. Latente Steuern In der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2011 sind gemäß IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz latente Steuern gebildet worden, welche insbesondere aus den Bewertungsunterschieden der Pensionsrückstellungen, dem Ansatzunterschied aus der Umsatzrealisierung und den Restrukturierungsrückstellungen resultieren. Daraus ergaben sich in der IFRS Eröffnungsbilanz des Konzerns insgesamt aktive latente Steuern von TEUR 422 zum 01.01.2011 und von TEUR 804 zum 31.12.2011. Die Ansatz- und Bewertungsänderungen haben sich zum 1. Januar 2011 in Höhe von TEUR 422 eigenkapitalerhöhend ausgewirkt. Überleitung des Konzernjahresergebnisses von HGB auf IFRS
Die Differenzen bei der Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach IFRS sind auf die oben beschriebenen abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS zurückzuführen. Überleitung der Konzernkapitalflussrechnung von HGB auf IFRS Die Kapitalflussrechnung nach IFRS, die nach den Vorschriften des IAS 7 (Cashflow Statements) erstellt wurde, stellt die Veränderungen des Finanzmittelbestandes des HPI-Konzerns in den folgenden Bereichen dar: laufende Geschäftstätigkeit sowie Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Wesentliche Auswirkungen der Umstellung von HGB auf IFRS auf die Konzernkapitalflussrechnung 2011 ergaben sich nicht. Die HPI-Gruppe hat in den vorangegangenen Berichtsperioden keine Abschlüsse nach IFRS veröffentlicht. c) Konsolidierungskreis Konzernobergesellschaft ist die in das Handelsregister München unter HRB 120 160 eingetragene HPI AG, München, mit einem Gezeichneten Kapital von EUR 7.249.490. Beim elektronischen Bundesanzeiger werden der zum 31. Dezember 2012 gemäß IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht eingereicht. Neben der HPI AG wurden folgende in- und ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
Die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Ergebnis und Vermögen unwesentlich. Im Berichtsjahr gab es folgende Veränderung im Konsolidierungskreis: ce Global Sourcing GmbH Zum 01.04.2012 wurde die ce Global Sourcing GmbH entkonsolidiert, da aufgrund eines Verzichts auf Stimmrechtsausübung keine Beherrschung mehr bestand. Zudem wurden mit Übertragungsstichtag 01.04.2012 51 % der Anteile an der ce Global Sourcing GmbH veräußert. Die verbleibenden 49 % werden als Finanzinstrument bilanziert, da die HPI AG auf die Ausübung ihres Stimmrechtsanteils verzichtet und somit weder beherrschenden noch maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Aus der Entkonsolidierung entstand ein Entkonsolidierungsgewinn i.H.v. TEUR 10, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist. Die ce Global Sourcing GmbH, Feldkirchen, weist nach local GAAP zum 31.03.2012 folgende Kennzahlen aus:
Im Zeitraum 1-3/2012 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 2.200. ce Global Sourcing Taiwan Co. Ltd. Taipei, Taiwan Mit Veräußerung der ce Global Sourcing GmbH hat die HPI AG auch den beherrschenden Einfluss auf die ce Global Sourcing Taiwan Co., Ltd., Taipei, Taiwan, verloren. Die HPI AG hat auch keinen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft. Folglich wurde die Gesellschaft zum 01.04.2012 entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung entstand ein Entkonsolidierungsgewinn i.H.v. TEUR 5, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist. Die ce Global Sourcing Taiwan Co. Ltd. Taipei, Taiwan, weist zum 31.03.2012 folgende Kennzahlen aus:
Im Zeitraum 1-3/2012 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 83. HPI Distribution GmbH, Feldkirchen Zum 01.01.2012 wurden 100 % der Anteile an der HPI Distribution GmbH, Feldkirchen, veräußert und die Gesellschaft entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung entstand ein Entkonsolidierungsgewinn i.H.v. TEUR 87, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist. Die HPI Distribution GmbH, Feldkirchen, weist zum 01.01.2012 folgende Kennzahlen aus:
In 2011 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 1.906. ce Cyber Exchange Inc., Kanada, (VCE-Gruppe) Die HPI-Gruppe war alleinige Aktionärin der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, die wiederum 51 % des Grundkapitals der VCE Virtual Chip Exchange Inc., Kanada, (VCE Kanada) hält. VCE Kanada ist wiederum alleinige Aktionärin der der Virtual Chip Exchange USA, Inc. (VCE USA) und VCE USA ist wiederum alleinige Gesellschafterin der Virtual Chip Exchange Europe GmbH (VCE GmbH). Durch Übertragung sämtlicher Anteile an der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, wurden somit auch 51 % an der VCE-Gruppe (VCE Kanada, VCE USA, VCE GmbH) übertragen. Die Entkonsolidierung erfolgte zum 01.01.2012, da aufgrund einer Stimmbindungsvereinbarung ab diesem Zeitpunkt keine Beherrschung mehr bestand. Der Vorstand der HPI AG hat im November 2010 beschlossen, mindestens 51 % der Anteile an der VCE-Gruppe bis spätestens Ende 2011 zu veräußern. Insofern erfolgte zum 01.01.2011 eine Einstufung nach IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich. Aufgrund der Tatsache, dass mit keinem nennenswerten Kaufpreis zu rechnen war, wurde der Buchwert der VCE-Gruppe im HPI-Konzern vollständig auf Null korrigiert. Es wurde ein Kaufpreis von TEUR 10 erzielt, der in gleicher Höhe zu einem entsprechenden Entkonsolidierungsgewinn geführt hat, welcher in den sonstige betrieblichen Erträgen erfasst ist. Dieser ist vollständig den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Der Teilkonzern ce Cyber Exchange Inc. weist nach local GAAP zum 01.01.2012 folgende Kennzahlen aus:
In 2011 erzielte der Teilkonzern Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 2.165. Die Gewinn- und Verlustrechnung des aufgegebenen Geschäftsbereichs in 2011 wies folgende Posten auf. Die Werte sind in der Gesamtergebnisrechnung 2011 enthalten.
Die HPI-Gruppe ist nach wie vor direkt an der VCE Kanada und damit an der VCE-Gruppe mit 49 % beteiligt. Die verbleibenden 49 % werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die verbleibenden 49 % an der VCE-Gruppe wurden im Zuge der Übergangskonsolidierung mit TEUR 10 angesetzt. Aufgrund eines Verlustes in 2012 ergab sich ein Verlust aus der Beteiligung i.H.v. TEUR 10. Konzerninterne Umwandlungsvorgänge
Aus den konzerninternen Umwandlungsvorgängen ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HPI AG. Unternehmenszusammenschlüsse Erwerb der „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft Mit Kaufvertrag vom 13. Dezember 2012 hat die HPI AG mittelbar 100% der Anteile an der „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft mit Sitz in Oldenburg erworben. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel von IT-Gütern aller Art sowie des Im- und Exports. Der Festkaufpreis betrug TEUR 3.000. Daneben wurden Earn-Out-Vereinbarungen bezüglich 2013 und 2014 getroffen, welche bei Zielerreichung TEUR 1.500 (für 2013) und TEUR 1.250 (für 2014) betragen. Durch eine vertragliche Vereinbarung steht der HPI AG bereits zum 01. Januar 2012 die Mehrheit der Stimmrechte an der „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft zu. Aufgrund dieser Vereinbarung wird die „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft bereits ab dem 01. Januar 2012 mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der HPI AG einbezogen. Die Fair Values der erworbenen Vermögenswerte und Schulden setzten sich zum Erwerbsstichtag wie folgt zusammen:
Das übernommene Anlagevermögen setzt sich aus immateriellen Vermögenswerten i.H.v. TEUR 5, Sachanlagen i.H.v. TEUR 288 und Finanzanlagen i.H.v. TEUR 172 zusammen. Im Rahmen des Erwerbs wurden keine Eventualverpflichtungen übernommen. Aus dem Erwerb der „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft resultiert ein Firmenwert in Höhe von TEUR 2.324, der insbesondere die erwarteten Vorteile aus den Synergien mit der 3KV GmbH reflektiert. Der Firmenwert ergibt sich aus der Verrechnung des Barwerts des Gesamtkaufpreises in Höhe von 5.011 TEUR mit dem Fair Value des erworbenen Reinvermögens in Höhe von TEUR 2.687. Bei der Bemessung des Gesamtkaufpreises wurde eine vollständige Zielerreichung gemäß Earn-Out-Vereinbarung berücksichtigt. Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von rund 10 TEUR für externe Rechtsberatungsgebühren und Due-Diligence-Kosten angefallen. Diese Kosten sind in der Gesamtergebnisrechnung in den „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst. Seit Einbezug in den Konzern hat die „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft zu den Umsatzerlösen mit knapp 40 Mio. EUR und zum Periodenergebnis mit TEUR 278 beigetragen. Erwerb der REW Solar AG Mit Kaufvertrag vom 21.03.2013 wurden 75,1 % der Anteile an der REW Solar Aktiengesellschaft („REW AG") erworben. Das Unternehmen ist im Bereich des Vertriebs von Photovoltaik- und solartechnischen Anlagen tätig. Durch eine vertragliche Vereinbarung steht der HPI AG bereits zum 01. Januar 2012 die Mehrheit der Stimmrechte an der REW Solar AG zu. Aufgrund dieser Vereinbarung wird die REW Solar AG bereits ab dem 01. Januar 2012 mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der HPI AG einbezogen. Der Kaufpreis für 75,1 % der Anteile betrug TEUR 4.780. Ein Anteil von TEUR 1.680 setzt sich aus drei umsatzbezogenen Earn-Out-Vereinbarungen bezüglich 2013 (Earn-Out TEUR 560 bei Ziel – EBIT TEUR 1.290), 2014 (Earn-Out TEUR 560 bei Ziel – EBIT TEUR 1.421) und 2015 (Earn-Out TEUR 560 bei Ziel – EBIT TEUR 1.530) zusammen. Die Erstkonsolidierung wurde zum 01.01.2012 durchgeführt. Seither ist die REW Solar AG Bestandteil des HPI-Konzerns. Die Fair Values der erworbenen Vermögenswerte und Schulden setzten sich zum Erwerbsstichtag wie folgt zusammen:
Das übernommene Anlagevermögen setzt sich aus immateriellen Vermögenswerten i.H.v. TEUR 583, Sachanlagen i.H.v. TEUR 280 und Finanzanlagen i.H.v. TEUR 46 zusammen. Im Rahmen des Erwerbs wurden keine Eventualverpflichtungen übernommen. Aus dem Erwerb der REW Solar AG resultiert ein Firmenwert in Höhe von TEUR 2.001. Dieser reflektiert insbesondere die erwarteten Synergien durch verbesserte Einkaufskonditionen, neue Distributionsmöglichkeiten im Bereich erneuerbare Energien sowie Kosteneinsparungen. Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von rund 10 TEUR für externe Rechtsberatungsgebühren und Due-Diligence-Kosten angefallen. Diese Kosten sind in der Gesamtergebnisrechnung in den „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst. Seit Einbezug in den Konzern hat die REW Solar AG zu den Umsatzerlösen mit 12 Mio. EUR und zum Periodenergebnis mit TEUR 487 beigetragen. Die nicht beherrschenden Anteile (24,9 %) wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem anteiligen neubewerteten Nettovermögen in Höhe von TEUR 683 bilanziert. Erwerb der Mannesmannröhren Logistic GmbH In 2011 wurden 50,02 % der Anteile an der Mannesmannröhren Logistic GmbH mit Sitz in Ratingen erworben. Das Unternehmen ist im Bereich Beschaffungsmanagement tätig. Der Festkaufpreis für 50,02 % der Anteile betrug 1.000 TEUR; daneben wurden umsatz- und ergebnisbezogene Earn-Out-Vereinbarungen bezüglich 2011/2012, 2012/2013, 2013/2014 und 2014/2015 über insgesamt maximal TEUR 1.000 vereinbart. Die Erstkonsolidierung wurde zum 01.02.2011 durchgeführt. Seither ist die Mannesmannröhren Logistic GmbH Bestandteil des HPI-Konzerns. Die Fair Values der erworbenen Vermögenswerte und Schulden setzten sich zum Erwerbsstichtag wie folgt zusammen:
Das übernommene Anlagevermögen setzt sich aus immateriellen Vermögenswerten i.H.v. TEUR 24 und Sachanlagen i.H.v. TEUR 75 zusammen. Im Rahmen des Erwerbs wurden keine Eventualverpflichtungen übernommen. Aus dem Erwerb der Mannesmannröhren Logistic GmbH resultiert ein Firmenwert in Höhe von TEUR 980. Hintergrund sind neben den erwarteten Synergien insbesondere die Kundenbeziehungen, welche nicht für einen gesonderten Ansatz eingestuft sind. Durch den Erwerb der Mannesmannröhren Logistic GmbH sind Kaufpreisnebenkosten in Höhe von TEUR 95 entstanden, die in den allgemeinen Verwaltungskosten aufwandswirksam erfasst wurden. Die nicht beherrschenden Anteile (49,98 %) wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem anteiligen neubewerteten Nettovermögen in Höhe von TEUR 1.049 bilanziert. Vor den Unternehmenserwerben bestanden zwischen den übernommenen Gesellschaften und dem Konzern keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen. Die Gegenleistungen enthalten keine mit der Erfüllung von vorher bestehenden Beziehungen verbundenen Beträge. Zum 31.12.2012 wurden die beizulegenden Zeitwerte der bedingten Gegenleistungen überprüft. Eine Anpassung nach IFRS 3.58 war nicht angezeigt. In 2013 hat die REW Solar AG die REW Solartechnik GmbH und die REW Elektrotechnik GmbH übernommen. Beide Gesellschaften erbringen insbesondere Dienstleistungen an die REW Solar AG. Beide Gesellschaften sind aufgrund des geringen Geschäftsvolumens von untergeordneter Bedeutung. d) Konsolidierungsgrundsätze Mit Ausnahme der „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft (Stichtag 30.06.) deckt sich bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012. Das Geschäftsjahr der MRL begann ursprünglich am 01. Februar eines Jahres und endete am 31. Januar des Folgejahres. In 2012 wurde das Geschäftsjahr der MRL auf das Kalenderjahr umgestellt. Bis dahin wurde die MRL auf Basis eines auf den 31.12. aufgestellten Zwischenabschlusses einbezogen. Das Geschäftsjahr der der „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft beginnt am 01. Juli eines Jahres und endet am 30. Juni des Folgejahres. Die der „The New DeskTop" IT Trading Aktiengesellschaft wurde auf Basis eines auf den 31.12.2012 aufgestellten Zwischenabschlusses einbezogen. Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der HPI AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode („acquisition method") gemäß IFRS 3 durchgeführt. Dazu werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung die Bilanzansätze der Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens überprüft und unter bestimmten Voraussetzungen neu bilanziert bzw. auf ihren beizulegenden Zeitwert umbewertet. Die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie Eventual-schulden werden mit dem beizulegenden Zeitwert der für die Anteile entrichteten Gegenleistung verrechnet. Bedingte Kaufpreiszahlungen werden mit dem erwarteten Betrag (beizulegenden Zeitwert) zum Erwerbszeitpunkt passiviert. Nachträgliche Anpassungen von bedingten Kaufpreiszahlungen werden erfolgswirksam behandelt. Die im Rahmen des Erwerbs angefallenen Nebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen und dem anteiligen Eigenkapital wird einer oder mehreren Berichtseinheiten („Cash Generating Units") zugeordnet und als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Berichtseinheit einschließlich des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes wird mindestens einmal jährlich auf ihren Wert überprüft und im Falle einer Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Gemäß IFRS 1 wurden die fortgeschriebenen Werte aus der Kapitalkonsolidierung nach HGB für Tochterunternehmen vor der erstmaligen Anwendung der IFRS beibehalten. Soweit im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht alle Anteile erworben werden, können die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe des anteiligen neu bewerteten Nettovermögens oder mit ihrem anteiligen Unternehmensgesamtwert einschließlich des auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwertes angesetzt werden. Das Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Zum 31. Dezember 2012 werden alle Anteile anderer Gesellschafter mit dem anteiligen Nettovermögen ausgewiesen. Bei einem sukzessiven Anteilserwerb werden die bereits bestehenden Anteile an dem zu konsolidierenden Unternehmen mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung neu bewertet. Die Differenz zum Beteiligungsbuchwert wird erfolgswirksam erfasst. Der Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Dabei wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten der Anteile und dem Buchwert des Anteils ohne Beherrschungscharakter mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Entkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung und wird erfolgswirksam behandelt. Verbleibende Anteile werden mit dem beizulegenden Zeitwert unter den sonstigen Beteiligungen aktiviert. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden konsolidiert und Zwischenergebnisse eliminiert. Bürgschaften und Garantien, die die HPI AG zugunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden insoweit eliminiert, als die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten im Konzernabschluss passiviert sind. Nach der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die HPI-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausübt (IAS 28). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem HPI-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. e) Währungsumrechnung Die funktionale Währung als auch die Berichtswährung der HPI-Gruppe ist der Euro. Da alle einbezogenen Unternehmen ihre Jahresabschlüsse ebenfalls in Euro erstellen, ist eine Währungsumrechnung im Konzernabschluss nicht notwendig. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Kassakurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung des Konzernunternehmens umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf eine Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Fremdwährungsgewinne und -verluste bei monetären Posten entstehen als Differenz aus den fortgeführten Anschaffungskosten in der funktionalen Währung am Anfang des Geschäftsjahres, angepasst um die Effektivverzinsung und die Zahlungen des Jahres sowie den fortgeführten Anschaffungskosten in Fremdwährung, umgerechnet zum Umrechnungskurs am Ende des Geschäftsjahres. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst. Ausgenommen davon sind die folgenden Posten, bei denen die Währungsumrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst werden:
Für den HPI-Konzern wichtige Währungskurse sind folgende US-Dollar-Kurse:
f) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang). Beim Abschluss von Werkverträgen erfolgt die endgültige Realisierung prinzipiell mit der Abnahme durch den Kunden. Ist diese zum Bilanzstichtag nicht erfolgt, werden die Fertigungsaufträge gegebenenfalls gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Die Lieferung bzw. Abnahme gilt als erfolgt, wenn entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Käufer bzw. Abnehmer übergegangen sind, das Entgelt vertraglich festgelegt ist und die Erfüllung der Forderung wahrscheinlich ist. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert. Der Grad der Erbringung der Leistung erfolgt nach der Percentage-of-Completion-Methode, sofern das Ergebnis zuverlässig gemessen werden kann. Kann das Ergebnis einer Dienstleistung nicht verlässlich bestimmt werden, erfolgt ein Ansatz in Höhe der angefallenen Aufwendungen, die wiedererlangt werden können („Kostenerstattungsansatz"). Bei einem erwarteten Verlust wird dieser gebucht. Umsätze werden netto nach Abzug von Retouren, Rabatten und Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Vorgänge ausgewiesen und entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der Einzahlungen oder erfassten Forderungen, d.h. der zu erwartenden Einzahlungen, bilanziert. Übrige Erträge werden periodengerecht erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich zu bestimmen ist. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden effektiven Zinssatzes abgegrenzt. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruches vereinnahmt. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist als der höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts definiert. Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts gemäß IAS 36 einmal jährlich – bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch unterjährig – auf Basis von sogenannten Zahlungsmittel generierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Grundlage des Werthaltigkeitstests (Impairment-Test) bildet der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung der Zahlungsströme sowie die Unterstellung einer ewigen Rente für die Jahre nach dem Detailplanungszeitraum. Die Detailplanung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis des Cashflows vor Zinsen und Steuern abzüglich Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen erfolgt für einen Zeithorizont von fünf Jahren. Die ermittelten Zahlungsströme werden abgezinst, um den Nutzungswert der Cash Generating Unit zu bestimmen. Der für die Cashflow-Prognose angewandte Abzinsungssatz basiert auf einem Basiszinssatz von 2,25 % zuzüglich eines Risikoschlags von 3,57 %. Der Risikozuschlag ergibt sich aus dem Produkt der Marktrisikoprämie von 7 % und einem Betafaktor von 0,51. In der Ewigen Rente wurde mit einem Wachstumsabschlag von 1 % gerechnet. Der Nutzungswert wird mit dem zugehörigen Buchwert verglichen. Liegt dieser unter dem Buchwert der Cash Generating Unit, wird eine ergebniswirksame Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Sich ergebene Änderungen aus der erstmaligen Anwendung der IFRS werden durch Anpassung der Gewinnrücklagen (oder, falls angemessen, einer anderen Eigenkapitalkategorie) erfasst, es sei denn, die Änderung beruht auf dem Ansatz eines immateriellen Vermögenswerts, der bisher Bestandteil des Geschäfts- oder Firmenwerts war. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um lineare Abschreibungen und ggf. um Wertminderungen bewertet. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den Abschreibungen liegen Nutzungsdauern von 2 - 5 Jahren zugrunde. Im Zuge des Unternehmenserwerbs der REW Solar AG wurde die Marke REW mit dem beizulegenden Zeitwert nach der Relief-from-Royalty-Methode mit TEUR 492 bestimmt und angesetzt. Da keine Hinweise auf eine begrenzte Nutzungsdauer auf Grund der Wettbewerbssituation oder fehlender Markenrelevanz vorlagen, wurde von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen. Forschungs- und Entwicklungskosten fallen aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht an. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen und ggf. Wertminderungen bilanziert. Sachanlagen werden nach der linearen Methode über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Nutzungsdauern im Konzern zugrunde:
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Leasing: die HPI AG ist Leasingnehmer bei bestimmter Betriebs- und Geschäftsausstattung. Alle Leasingverhältnisse sind dem Operating Lease gemäß IAS 17 zugeordnet. Die Leasingzahlungen werden erfolgswirksam linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt. Die Leasingverträge enthalten je nach Art des geleasten Gegenstandes übliche Miet- und Mietverlängerungsoptionen. Die Vorräte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen bilanziert. Die Kosten der Herstellung umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Soweit erforderlich wurden auf Vorräte Abwertungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 betreffen im HPI-Konzern entweder
und werden entsprechend klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden vorgenommen, sofern diese zulässig und erforderlich sind. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, das heißt am Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch HPI AG geliefert wird, bilanziell erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte werden am Handelstag, das heißt am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält im HPI-Konzern die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren, hat der HPI-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt. In dieser Kategorie wurden im Geschäftsjahr keine Finanzinstrumente des HPI-Konzerns erfasst. Kredite und Forderungen Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie umfasst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte. Sie entstehen, wenn der HPI-Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst nach zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere der nach IAS 39 vorgesehenen Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert weder aus der Verwendung anerkannter Bewertungsmethoden (zum Beispiel DCF-Verfahren) noch aus Marktpreisen ermittelbar ist, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Schulden Finanzielle Schulden im Sinne von IAS 39 betreffen im HPI-Konzern entweder finanzielle Schulden, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder sonstige finanzielle Schulden. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Schulden enthält im HPI-Konzern die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Schulden. Von der Möglichkeit, finanzielle Schulden bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Schulden zu designieren, hat der HPI-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Finanzielle Schulden werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrument designiert werden und als solche effektiv sind. Sind die beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. In dieser Kategorie wurden im Geschäftsjahr keine Finanzinstrumente des HPI-Konzerns erfasst. Sonstige finanzielle Schulden Sonstige finanzielle Schulden setzen sich im HPI-Konzern im Wesentlichen aus
zusammen. Sonstige finanzielle Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, sofern der HPI-Konzern nicht das Recht hat, die finanzielle Schuld erst mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu begleichen. Wenn erwartet und verlangt werden kann, dass eine Verpflichtung für mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag gemäß der bestehenden Kreditvereinbarung refinanziert oder verlängert wird, gilt die Verpflichtung als langfristig. Sonstige finanzielle Schulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die nach IFRS 7 für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte der Kategorien Available for Sale und Fair Value through Profit and Loss, die in der Bilanz mit den Marktwerten gezeigt werden. Bei den ausgereichten Krediten und Forderungen und den Finanzverbindlichkeiten stellt der Buchwert grundsätzlich eine hinreichende Annäherung des beizulegenden Zeitwertes dar. Ist dies nicht der Fall, werden zusätzliche Angaben gemacht. Die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten sind entweder kurzfristig oder werden mit dem variablen Marktzins verzinst. Für die Angaben nach IFRS 7.27B ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte den folgenden drei Stufen im Sinne von IFRS 7.27A zuzuordnen: Stufe 1: notierte Preise in einem aktiven Markt für das gleiche Instrument (ohne Anpassungen), Stufe 2: notierte Preise auf einem aktiven Markt für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethode, bei der alle wesentlichen Inputfaktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, Stufe 3: Bewertungsmethode, bei der wesentliche Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich der Stufe drei zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme. Sonstige Vermögenswerte sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert aktiviert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Guthaben auf Girokonten. Die Entwicklung der flüssigen Mittel ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Die Rücklagen bestehen aus der Kapitalrücklage und den Gewinnrücklagen der Konzernmuttergesellschaft. Im Übrigen verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Note 21. Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteilige Verluste werden den jeweiligen Anteilen nur bis maximal zur Höhe des bilanzierten Passivwertes zugerechnet. Darüber hinausgehende Verluste mindern diesen später gutzuschreibende Gewinnanteile. Latente Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz – mit Ausnahme von steuerlich nicht ansetzbaren Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung – sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur insoweit berücksichtigt, als deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Für die wahrscheinliche Nutzbarkeit wird die Planung der jeweiligen Gesellschaft zugrunde gelegt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweils landesspezifischen Steuersätzen. Bis zum Bilanzstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind bei der Berechnung der latenten Steuern bereits berücksichtigt. Eine Saldierung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den Regeln des IAS 12. Demnach werden latente Steueransprüche und latente Steuerschulden saldiert, wenn das Unternehmen ein einklagbares Recht zur Saldierung tatsächlicher Steuerschulden und tatsächlicher Steuererstattungsansprüche hat und die latenten Steuerschulden und latenten Steueransprüche sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
Rückstellungen für Pensionen Die betriebliche Altersversorgung im HPI-Konzern ist auf der Basis von leistungsorientierten Zusagen geregelt. Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („projected-unit-credit method") unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unter Anwendung des Wahlrechts erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Die Aufwendungen für die im Berichtsjahr erdienten Pensionsansprüche werden unter den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen. Die Rückstellungsberechnung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten. Sonstige Rückstellungen werden auf Basis von IAS 37 gebildet, soweit eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung besteht, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruht. Der Vermögensabfluss muss wahrscheinlich und zuverlässig bestimmbar sein. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen, die dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert und mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente in der Folge mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Anteile von ursprünglich langfristigen Vermögenswerten und Schulden, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegen, werden grundsätzlich unter den kurzfristigen Bilanzpositionen ausgewiesen. Ausnahmen hiervon sind Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Kosten der Altersteilzeit für Mitarbeiter. Bei Eigenkapitalinvestitionen, die als zur Veräußerung kategorisiert wurden, ist eine wesentliche oder anhaltende Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte unter ihre Anschaffungskosten als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung zu sehen. Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten können objektive Hinweise für eine Wertminderung im Folgenden bestehen:
Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswertes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Solche Wertberichtigungen dürfen in Folgeperioden nicht rückgängig gemacht werden. Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzunsicherheiten Bei der Erstellung des Konzernabschlusses muss die Geschäftsführung Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt. Falls die Änderungen die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betreffen, werden diese entsprechend in dieser und den folgenden Perioden berücksichtigt. Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit (CGU), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswertes bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte betrug zum 31. Dezember 2012 TEUR 15.057 (31. Dezember 2011 TEUR 10.711). Im Vorjahr war eine Wertminderung von TEUR 292 zu berücksichtigen. Der Ausweis erfolgt unter einem gesonderten Posten in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Ursache für die Wertminderung war die anhaltende Ertragsschwäche der AZEGO Components AG. Die Erträge blieben hinter den Erwartungen und Planungen zurück. Weitere Schätzunsicherheiten ergeben sich insbesondere bei der Festlegung von Nutzungsdauern auf das Sachanlagevermögen sowie der Bewertung von Vorräten und Forderungen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar. g) Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte wurden für Bewertungs- und/oder Angabezwecke auf Grundlage der nachstehenden Methoden ermittelt. Gegebenenfalls werden weitere Informationen über die bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte getroffenen Annahmen in den auf diesen Vermögenswert oder diese Verbindlichkeit bezogenen Anhangsangaben angegeben. Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich der Stufe drei der Stufen im Sinne von IFRS 7.27A zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Die beizulegenden Zeitwerte von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden zum Barwert künftiger Cashflows, abgezinst zum Marktzinssatz am Bewertungsstichtag, ermittelt. Kurzfristige Forderungen ohne vereinbarten Zinssatz werden zum ursprünglichen Rechnungsbetrag bewertet, wenn die Auswirkungen einer Abzinsung unwesentlich sind. Der beizulegende Zeitwert wird beim erstmaligen Ansatz ermittelt und für Angabezwecke an jedem Abschlussstichtag. Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitpunkt beim erstmaligen Ansatz für Angabezwecke an jedem Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird auf der Grundlage des Barwerts von künftigen Zins- und Tilgungscashflows berechnet, abgezinst zum Marktzinssatz am Bewertungsstichtag. Im Hinblick auf die Schuldkomponente von Wandelanleihen wird der Marktzinssatz mit Bezug auf vergleichbare Schulden ermittelt, die keine Wandeloption besitzen. Bedingte Gegenleistung Der beizulegende Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die sich bei einem Unternehmenszusammenschluss ergibt, wird nach dem Ertragswertverfahren auf Grundlage der erwarteten Zahlungsbeträge berechnet. Gegebenenfalls wird er auf den Barwert abgezinst. 2. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung(1) Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
Die Aufteilung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse enthalten Erträge aus dem Verkauf von Gütern i.H.v. TEUR 112.032 (im Vj. TEUR 73.257) und Erträge aus dem Erbringen von Dienstleistungen i.H.v. TEUR 2.983 (im Vj. TEUR 3.429). Weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe auch im Konzernlagebericht. (2) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursdifferenzen i.H.v. TEUR 245 (im Vj. TEUR 215) enthalten. Daneben enthält die Position Erträge aus Nutzungsentgelten i.H.v. TEUR 465 (im Vj. TEUR 420). (3) Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verteilung der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen i.H.v. TEUR 271 (im Vj. TEUR 249) enthalten. Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Mindestzahlungen aus Leasingverhältnissen i.H.v. TEUR 1.845 (im Vj. TEUR 1.314). (5) Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte
In 2011 waren auf den Geschäfts-/Firmenwert AZEGO (Segment IT & Electronics) Wertminderungen nach IAS 36 in Höhe von TEUR 292 vorzunehmen. Diese sind in der Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. (6) Finanzierungsaufwand
(7) Übriges Finanzergebnis
(8) Steueraufwand
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden bei den inländischen Gesellschaften Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie bei den ausländischen Gesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Für die inländischen Gesellschaften betrug der angewendete Körperschaftsteuersatz 15 %, der Solidaritätszuschlag betrug 5,5 %. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer belief sich damit die Gesamtsteuerbelastung der inländischen Gesellschaften auf knapp 30 %. Bei den Auslandsgesellschaften kommen die individuellen landesspezifischen Steuersätze zur Anwendung. Wesentliche Änderungen des Steueraufwandes durch Änderung der jeweiligen nationalen Steuersätze ergaben sich nicht. Die HPI AG verfügt über körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von jeweils rd. EUR 38 Mio. (zuletzt festgestellt für das Jahr 2011). Aufgrund von Gesellschafterwechseln ist die Nutzbarkeit der Verlustvorträge gemäß § 8c KStG zweifelhaft. Trotz geplanter positiver künftiger zu versteuernden Einkommen wurde aufgrund der Zweifel insoweit von einem Ansatz aktiver latenter Steuern gemäß IAS 12 abgesehen. Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des rechnerischen auf den in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Steueraufwand:
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landespezifischen Steuersätzen ermittelt. Da sämtliche mit Steuerlatenzen behafteten Sachverhalte im Inland begründet sind, wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 29,8 % (im Vorjahr: 29,8 %) angenommen. Vgl. hierzu auch Ausführungen zu den „Erläuterungen zur Bilanz", Abschnitt (15). (9) Ergebnis je Aktie unverwässert
verwässert
3. Erläuterungen zur Bilanz(10) Sachanlagevermögen Für eine detaillierte Darstellung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
(11) Geschäfts- oder Firmenwert Die Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:
Nach IFRS 3 werden die Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterworfen. Im Geschäftsjahr waren keine Wertminderungen zu verzeichnen. In 2011 war auf den Geschäfts-/Firmenwert AZEGO ein Wertminderungsaufwand von 292 TEUR zu erfassen, da sich die Ertragsaussichten zum 31.12.2011 wesentlich verschlechtert hatten. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind entsprechend der obigen Übersicht den Geschäftsbereichen IT & Electronics und Industrial & Renewables zugeordnet. Diese Geschäftsbereiche stellen innerhalb des Konzerns eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheiten dar. Auf Basis dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt der Impairment Test. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Geschäftsbereich IT & Electronics Zu Konditionenoptimierung bietet die HPI-Gruppe maßgeschneiderte Angebote auch für den Bereich IT & Electronics. Angefangen bei intelligenten Verkabelungssystemen, Netzwerk- und Sicherheitslösungen über Server- und Speichersysteme bis hin zu internetbasierten Services wie Energiemanagement und zukunftsweisenden Technologien wie Cloud Computing. Geschäftsbereich Industrial & Renewables Im Bereich Industrial & Renewables versorgt die HPI-Gruppe Unternehmen mit elektronischen Bauteilen, Chemikalien, Pharmagrundstoffen sowie mechanischen und elektronischen Artikeln aller Art. Selbst ganze Produktionsanlagen können wir aufgrund unseres hoch spezialisierten Branchen Know-hows für unsere Kunden bereitstellen. Zur Erweiterung dieses Bereichs setzt die HPI AG entschlossen auf innovative Energiesysteme. Darum können Kunden auch Stromspeichersysteme, Wechselrichter, Kleinwindanlage, PV-Module, LED-Lampen oder fortschrittliche Heizsysteme über die HPI AG beziehen. Zukunftsweisende Produkte zu besten Weltmarktpreisen, in international gesuchter Qualität, gelagert und geliefert mit deutscher Zuverlässigkeit. Die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Tochtergesellschaften werden auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten geprüft. Der künftig erzielbare Betrag wird jeweils als Barwert zukünftiger Cashflows (Nutzungswert) definiert. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden die zukünftigen Cashflows aus detaillierten Planungen für die nächsten fünf Jahre abgebildet. Für den Zeitraum danach wurde eine Wachstumsrate von 1,0 % zu Grunde gelegt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cashflows verwendete Diskontierungssatz beträgt 5,82 %. Die Planung des Rohertrages wurde anhand von Roherträgen, wie sie in den Vorjahren erzielt wurden, ermittelt. Davon werden die operativen Aufwendungen abgezogen. Finanzierungskosten und Steuern werden ebenfalls berücksichtigt. Das so ermittelte Ergebnis stellt die Ausgangsbasis für die Ermittlung der zu diskontierenden Cashflows dar. Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten erfolgt durch Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM). Das Management hat mit dem EBITDA und dem Abzinsungssatz zwei wesentliche Annahmen identifiziert, die dazu führen könnten, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Die beiden Größen werden einem laufendem Monitoring unterzogen. Das Management ist der Ansicht, dass keine vernünftigerweise denkbare Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgeneriernden Einheiten deren kumulierten erzielbaren Betrag übersteigt. (12) Andere immaterielle Vermögenswerte Im Zuge des Unternehmenserwerbs der REW Solar AG wurde die Marke REW mit dem beizulegenden Zeitwert nach der Relief-from-Royalty-Methode mit TEUR 492 bestimmt und angesetzt (2012 TEUR 492 und 2011 TEUR 0). Da keine Hinweise auf eine begrenzte Nutzungsdauer auf Grund der Wettbewerbssituation oder fehlender Markenrelevanz vorlagen, wurde von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen. Die übrigen immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Softwarelizenzen, die über Nutzungsdauern zwischen 4 und 5 Jahren abgeschrieben werden. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position „Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Für eine Übersicht der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf den Anlagespiegel (Anlage 5a). (13) Finanzielle Vermögenswerte Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Zum 01.04.2012 wurden 51 % der Anteile an der ce Global Sourcing GmbH veräußert. Die verbleibenden 49 % werden als Finanzinstrument bilanziert, da die HPI AG auf die Ausübung ihres Stimmrechtsanteils verzichtet und somit weder beherrschenden noch maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Die sonstigen Beteiligungen sind der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. (14) Sonstige Vermögenswerte
Das Körperschaftsteuerguthaben ist mit 4 % abgezinst. Es wird in jährlich gleichbleibenden Raten bis einschließlich 2017 ausbezahlt. (15) Latente Steuern Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen entfallen die folgenden bilanzierten, aktiven und passiven latenten Steuern: Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern
Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern
Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern
Im sonstigen Ergebnis werden latente Steuern in Höhe von TEUR 182 (eigenkapitalerhöhend) in 2012 sowie TEUR 14 (eigenkapitalreduzierend) in 2011 aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten gezeigt. Ferner haben sich die passiven latenten Steuern wegen Änderungen des Konsolidierungskreises um TEUR 148 erhöht. (16) Vorräte
Bei Waren sind individuelle Bewertungsabschläge über die voraussichtliche Reichweite des Lagerbestands in Höhe von TEUR 330 (in 2011: TEUR 56 und 01.01.2011: TEUR 30) vorgenommen worden. (17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Lieferungen erfolgen unter branchenüblichem Eigentumsvorbehalt.
(18) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
(19) Ertragsteuerforderungen
Die Ertragsteuerforderungen betreffen Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerforderungen. (20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 300 (TEUR 150 in 2011 und per 01.01.2011) als Festgeld angelegt und dienen als Mietsicherheit bzw. als Barhinterlegung für KK-Linien. (21) Eigenkapital Das Grundkapital der HPI AG beträgt zum 31.12.2012 EUR 7.249.490 (Vj. EUR 7.249.490) und ist eingeteilt in 7.249.490 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Stammaktie verbrieft eine Stimme. Die Verbriefung erfolgt in Globalurkunden. Es gibt nur eine Aktiengattung. Die gesetzliche Rücklage der HPI AG gemäß § 150 Abs. 2 Aktiengesetz beträgt zum Stichtag TEUR 61 und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Kapitalrücklage umfasst im Wesentlichen die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung der IFRS, den Eigenkapitalanteil der Wandelanleihe sowie die gesetzliche Rücklage. Dividenden wurden in 2011 und 2012 nicht ausbezahlt. Genehmigtes Kapital Das Genehmigte Kapital 2010 wurde aufgehoben. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06.06.2011 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 01.08.2016 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 3.624.745,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011/1). Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
Bedingtes Kapital Das bestehende bedingte Kapital vom 03. Juli 2010 (Bedingtes Kapital 2000/1) wurde aufgehoben. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 1.592.507,00 durch Ausgabe von bis zu 1.592.507 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/1). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhabern von Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Juli 2010 bis zum 28. Juli 2015 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des in der Hauptversammlung am 29. Juli 2010 gefassten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird und soweit nicht eigene Aktien oder genehmigtes Kapital zur Bedienung dieser Rechte bzw. Verpflichtungen genutzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juni 2011 um bis zu EUR 500.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft („Bedingtes Kapital 2011/11"). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres in dem die Ausgabe erfolgt am Gewinn teil. Das Bedingte Kapital 2011/11 dient der Erfüllung von ausgeübten Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 06. Juni 2011 bis zum 31. Mai 2016 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Aktienoptionen nicht durch Gewährung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital 2011/11 erfolgt zum Ausübungspreis als Ausgabebetrag. Das bedingte Kapital setzt sich wie folgt zusammen:
(22) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.535 (im Vorjahr: TEUR 190), welche mit Zinssätzen zwischen 3,1 und 7,75 (Vj. 7,25) % verzinst werden. Die Zinsbindung entspricht der Restlaufzeit. Bezüglich der Ermittlung der Kaufpreise wird auf die Darstellungen zu den Unternehmenszusammenschlüssen in Abschnitt 1. c) verwiesen. Anleihen Die im Jahr 2011 durch die HPI AG begebene Zwei-Jahres-Anleihe über TEUR 700 mit einem Kupon von 7 % war im Mai 2013 fällig. Die Anleihe war mit 100.800 Aktien der AZEGO Components AG, München, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 je Aktie besichert. Die im Jahr 2011 durch die HPI AG begebene Fünf-Jahres-Anleihe über maximal TEUR 6.000 ist mit 9 % verzinst und zum 30. November 2016 fällig. Das Anleihevolumen ist zu Ende 2012 mit TEUR 2.460 ausgeschöpft. Am 1. Mai 2012 wurde durch die HPI AG eine Inhaber-Teilschuldverschreibung mit einem Volumen in Höhe von TEUR 2.000 begeben, von denen Anteilsscheine über TEUR 1.500 zu Ende 2012 ausgegeben waren. Die mit 7,125 % verzinste Anleihe ist zweckgebunden zum Erhöhen bestehender und Eingehen neuer Beteiligungen, für Investitionen in der Bundesrepublik Deutschland und für den Ausbau der Geschäftsbereiche „Zweitmarkt für Überbestände IT-Produkte und elektronische Bauelemente – Vermarktung statt Entsorgung" und besichert durch Patronatserklärungen der Gesellschaften ce Global Sourcing GmbH, AZEGO Components AG, HPI Distribution GmbH, 3KV GmbH und HPI GmbH. Die Anleihe ist im April 2015 fällig. Unter den konvertiblen Anleihen ist eine Wandelanleihe ausgewiesen. Die von der HPI AG am 1. Dezember 2011 begebene Wandelanleihe über maximal TEUR 1.500 hat eine Laufzeit bis zum 30. November 2016. Die Stückelung dieser Anleihe erfolgte zu EUR 1.000 , der Wandlungspreis beträgt EUR 2,10 je Stückaktie. Diese Anleihe ist mit 4,5 % p. a. festverzinslich und derzeit zu TEUR 750 in Anspruch genommen. (23) langfristige Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen werden aufgrund von Verpflichtungen für laufende Renten anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:
Die Pensionsverpflichtungen werden jährlich durch externe versicherungsmathematische Gutachter ermittelt. Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des HPI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf der Grundlage leistungsorientierter Versorgungspläne. Beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen mit Ausnahme der gesetzlichen Rentenversicherung nicht. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Die Versorgungszusagen der HPI AG sowie der Tochterunternehmen sind rückstellungsfinanziert. Fondsfinanzierte Versorgungszusagen sowie Planvermögen bestehen nicht. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Die angewandten Bewertungsparameter sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Der Lohn- und Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation des HPI-Konzerns jährlich abgeschätzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste in Höhe von 609 TEUR (in 2011: 47 TEUR) werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach IAS 19 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Ursache solcher Gewinne und Verluste können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, insbesondere des Abzinsungsfaktors und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufes der Pensionsverpflichtungen sein. Der Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen entspricht dem Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche. Die aus den leistungsorientierten Versorgungssystemen resultierenden und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Personal- und Zinsaufwand berücksichtigten Aufwendungen lassen sich wie folgt aufteilen:
Da die HPI AG Erstanwender im Sinne von IFRS 1 ist, wurde auf die Angabe von Beträgen bzgl. Berichtsperioden vor Erstanwendung verzichtet. (24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
(25) Kurzfristige Rückstellungen
Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen insbesondere Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für Tantieme. Vorstehende Rückstellungen realisieren sich innerhalb von 12 Monaten. (26) Ertragsteuerverbindlichkeiten
4. Finanzinstrumente und Grundsätze des RisikomanagementsDer Vorstand der Gesellschaft trägt die Verantwortung für den Aufbau und die Kontrolle des Konzernrisikomanagements. Durch die Einrichtung, Überwachung und Weiterentwicklung eines Chancen- und Risikoberichtswesens wird der Verpflichtung ausreichend Rechnung getragen. Im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts werden ausführlich die möglichen Risiken für den Erfolg der HPI-Unternehmensgruppe sowie die Strategien zur Steuerung dieser Risiken dargestellt. Der Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben dem Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Finanzen und Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird. Die von HPI-Gruppe gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet:
Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2012 in TEUR
Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2011 in TEUR
Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 01. Januar 2011 in TEUR
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente werden grundsätzlich der Stufe drei von den Stufen im Sinne des IFRS 7.27A zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme. Die Zeitwerte entsprechen jeweils den Buchwerten.
Der Ausweis der Nettoergebnisse „Zur Veräußerung verfügbare Finanzielle Vermögenswerte" und „Ausgereichten Kredite und Forderungen" erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis. Der Ausweis der Nettoergebnisse „Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung unter dem Finanzierungsaufwand. Ausfallrisiko aus Forderungen Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Finanzanlagen des Konzerns. Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z. B. Einholung von Bürgschaften oder Absicherung über ein Warenkreditversicherungsunternehmen. Zudem werden zusätzliche Vereinbarungen in Form von Eigentumsvorbehalten geschlossen, sodass bei Zahlungsausfall ein gesicherter Anspruch vorliegt. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte widergegeben. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen
Zur Schätzung der ggf. notwendigen Wertberichtigungen hat die HPI-Gruppe ein Verfahren eingeführt, das eine Schätzung bereits eingetretener Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ermöglicht. Die wesentlichen Komponenten bestehen aus einem spezifischen Teil für individuell identifizierte Risiken und einem kollektiven Teil für Risiken aus Gruppen vergleichbarer Vermögenswerte, bei denen bereits Verluste eingetreten sind, die bisher allerdings noch nicht identifiziert werden konnten. Pauschale Wertberichtigungen werden auf Basis historischer Daten der Zahlungsstatistiken für vergleichbare Vermögenswerte bestimmt. Überfällige und nicht durch Sicherheiten gedeckte Forderungen sind wertberichtigt. Dem Forderungsausfallrisiko wird zudem durch den konsequenten Einsatz von Kreditversicherungen Rechnung getragen. Die Entwicklung der Wertberichtigungen bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Jahres stellt sich wie folgt dar: Entwicklung Wertberichtigungen
Die Wertberichtigungen betreffen mehrere Kunden, von welchen auszugehen ist, dass sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Umstände die ausstehenden Beträge ggf. nicht werden begleichen können. Nicht wertberichtigte Beträge, die seit mehr als 30 Tagen fällig sind, werden aufgrund des Zahlungsverhaltens in der Vergangenheit und der detaillierten Analyse des Ausfallrisikos, für wesentliche Forderungen einschließlich eines zugrunde liegenden Ratings, weiterhin als vollständig werthaltig eingestuft. Aufgrund von Lieferungen an einen Kunden in einem Nahoststaat bestehen Länderrisiken, die dafür in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien sind durch Bürgschaften der Altaktionäre der TND AG abgesichert. Ausfallrisiko aus Zahlungsmitteln Die HPI-Gruppe hält am 31. Dezember 2012 Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 3.533. Diese Summe stellt somit auch das maximale Ausfallrisiko im Hinblick auf die Zahlungsmittel dar. Liquiditätsrisiko Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, zu irgendeinem Zeitpunkt den Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können. Nicht genutzte, dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszu- und -abflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittelfristige Sicht abbildet. Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten ist unter (22) „Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" dargestellt. Gemäß IFRS 7.31 ff. ist über die Liquiditätsrisiken zu berichten bei eingetretenen Verstößen gegen Auflagen aus Darlehensverträgen: Für eine HPI-Anleihe in Höhe von 2 Mio. EUR besteht nach den Anleihebedingungen die theoretische Möglichkeit der sofortigen Fälligstellung aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der HPI AG. Der Vorstand der HPI AG hat dem Anleihegläubiger und deren Analysten transparent kommuniziert und dargestellt, dass sich Ertrag und Liquidität der Gesellschaft im Jahr 2013 fortfolgend positiv entwickeln werden und der Kapitaldienst gesichert ist. Der Vorstand sieht auch im unwahrscheinlichen Falle der sofortigen Fälligstellung keine Bestandsgefährdung für die HPI AG. Die Gesellschaft hat ausreichend liquide Mittel in diesem Fall zur Verfügung. Zu den Fälligkeiten der Anleihen verweisen wir auf Note 22. Marktpreisrisiken Unter dem Begriff Marktpreisrisiko wird das Risiko verstanden, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen von Marktpreisen ändern. Für den HPI-Konzern besteht das Marktpreisrisiko hauptsächlich aus dem Zinsrisiko. Währungsrisiken Die Währungskursrisiken resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, sind jedoch von untergeordneter Bedeutung. Zinsrisiken Der Konzern unterliegt Zinsrisiken ausschließlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und geplanten Schuldenstruktur werden bei Bedarf Zinsderivate (Zinsswaps, Zinscaps) eingesetzt, um Zinsänderungsrisiken entgegen zu wirken. Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus Kontokorrentverbindlichkeiten. Eine angenommene Zinsänderung auf Basis der Inanspruchnahme zum 31.12.2012 in Höhe von 1 % führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen in Höhe von ca. TEUR 15. Sonstige Preisrisiken IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariable kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand. Über die allgemeinen Marktrisiken hinaus bestehen aus Sicht des Managements keine wesentlichen Risikokonzentrationen. Aktienkursrisiken Die Wertansätze der von der HPI-Gruppe gehaltenen Aktien der november ag sowie der TRIA IT-solutions AG sind durch eine Kursgarantie der Camkan Invest S.à r.l. abgesichert, dementsprechend besteht für die HPI-Gruppe kein erfolgswirksames Aktienkursrisiko zum Stichtag. Kapitalmanagement Ziel des Konzerns ist, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren sowie die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens, die Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur sicher zu stellen. Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, gibt die Gesellschaft je nach Erfordernis neue Anteile heraus, nimmt Verbindlichkeiten auf oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen. Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Steigerung der Rendite, die mit einer höheren Kreditaufnahme erzielt werden könnte, und den Vorteilen eines stabilen Kapitalbasis an. Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades. Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, den Verschuldungsgrad kontinuierlich zu senken, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten. Während des Geschäftsjahres gab es keine Veränderungen hinsichtlich des Kapitalmanagements des Konzerns. 5. SegmentberichterstattungEin Geschäftssegment nach IFRS 8.5 ist ein Unternehmensbestandteil a) der Geschäftstätigkeiten betreibt, mit denen Umsatzerlöse erwirtschaftet werden und bei denen Aufwendungen anfallen können, b) dessen Betriebsergebnisse regelmäßig bei dem „Chief Operating Decision Maker" im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden können und c) für den separate Finanzinformationen vorliegen. Der „Chief Operating Decision Maker" ist der Vorstand der HPI AG. Die Geschäftssegmente der HPI-Gruppe sind die beiden Geschäftsbereiche „IT & Electronics" und „Industrial & Renewables". Dies sind zugleich die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS 8.11. Die in der Segmentberichterstattung dargestellten Finanzinformationen entsprechen dem Umfang der dem Vorstand unternehmensintern regelmäßig zur Verfügung gestellten Informationen, vor Konsolidierung auf Basis nationaler Bilanzierungsvorschriften. Die unternehmensinterne Steuerung erfolgt anhand der Segmente „IT & Electronics" und „Industrial & Renewables". Im Segment IT & Electronics bietet die HPI ihren Kunden ganzheitliche IT-Systemlösungen sowie Einkaufs-, Logistik- und Mehrwertdienstleistungen für elektronische Komponenten. Im Segment Industrial & Renewables bietet die HPI ihren Kunden als Outsourcingpartner der Industrie Lösungen in den Bereichen technischer Einkauf, Logistik und Supply Chain Management sowie Energieoptimierungslösungen für Industriekunden sowie Privathaushalte. Die Erfolgsposten der Segmente stellen sich wie folgt dar:
In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 betreffen die dargestellten Umsatzerlöse nahezu ausschließlich Umsatzerlöse mit externen Kunden. Transaktionen zwischen den Segmenten werden grundsätzlich wie Transaktionen unter fremden Dritten behandelt. Das Segmentvermögen sowie die Segmentschulden stellen sich wie folgt dar:
Das langfristige Segmentvermögen der HPI-Gruppe entfällt zu den dargestellten Bilanzstichtagen fast ausschließlich auf Deutschland. 6. Nahestehende Unternehmen und PersonenMutterunternehmen und oberste beherrschende Partei Oberste beherrschende Partei des Konzerns ist die HPI AG, München. Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen Darlehen an Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte des Mutterunternehmens In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wurden keine Darlehen an Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder ausgereicht. Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Der Konzern stellt den Vorstandsmitgliedern neben den Gehältern Sachleistungen zur Verfügung, Leistungen aus Anlass oder nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nicht gezahlt, anteilsbasierte Vergütungen werden ebenfalls nicht gezahlt. Sofern vom Konzern Güter oder Dienstleistungen erworben werden, gelten dieselben Bedingungen und Konditionen wie für die von anderen Angestellten oder Kunden des Konzerns eingegangenen Kaufverträge. Die Gesamtvergütung der Vorstände (kurzfristig fällige Leistungen) beträgt im Berichtsjahr TEUR 478 (Vj. TEUR 325). Die Vorstandsmitglieder des Mutterunternehmens verfügen über insgesamt mehr als 40 % aber weniger als 50 % der Stimmrechtsanteile des Mutterunternehmens. Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen oder ihnen nahestehende Unternehmen und Personen nehmen Positionen in anderen Unternehmen ein, infolge derer sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik dieser Unternehmen haben. Eine Reihe dieser Unternehmen tätigte im Laufe des Jahres Geschäfte mit dem Konzern. Die Bedingungen und Konditionen dieser Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und ihnen nahestehende Unternehmen und Personen waren marktüblich. Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss haben waren wie folgt:
*) Erstkonsolidierung in 2012 **) Werte bis zur Entkonsolidierung am 31. März 2012 Die vom Aufsichtsrat Jürgen Rödig im Jahr 2011 ausgereichte Bridgefinanzierung in Höhe von TEUR 300 wurde im Jahr 2011 komplett zurückbezahlt. Die in der Tabelle ausgewiesenen Beträge betreffen die dazugehörigen Zinszahlungen. Die Finanzierung wurde zu marktüblichen Konditionen ausgereicht. Für die genannten Leistungen wurden marktübliche Sätze in Rechnung gestellt und die Rechnungsbeträge waren gemäß den üblichen Zahlungsbedingungen fällig und zu bezahlen. Alle ausstehenden Salden mit diesen nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Die dem Vorstand Michael Negel nahestehende Camkan Invest S.a.r.l. hat Darlehen in Höhe von TEUR 300 an den Konzern ausgereicht, hierfür waren im Berichtsjahr Zinszahlungen in Höhe von TEUR 18 fällig, die bisher nicht vom Konzern beglichen wurden. Die Summe der insgesamt ausstehenden Zinsforderungen der CAMKAN Invest S.a.r.l. beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2012 TEUR 88, die in Höhe von TEUR 85 im Januar 2013 beglichen wurden. 7. Sonstige AngabenEreignisse nach dem Bilanzstichtag Am 19. September 2013 wurde durch die HPI AG eine Optionsschuldverschreibung mit einem Volumen in Höhe von TEUR 1.200 begeben (Optionsanleihe 2013/2016). Sie ist eingeteilt in bis zu 1.200 Stück Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je Euro 1.000. Jede Teilschuldverschreibung ist mit einem Optionsrecht verbunden. Mit Ausübung des Optionsrechts erwirbt der Optionsinhaber einen Anspruch auf Lieferung und Erwerb von voll eingezahlten, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00. Die Verzinsung beträgt 9,0 %. Die Laufzeit endet am 30. Juni 2016. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Die Mietverpflichtungen betreffen insbesondere Bürogebäude und Lager. Diese Verträge unterliegen in der Regel Preisanpassungsklauseln. Diese sind insbesondere an den Verbraucherpreis- bzw. Lebenshaltungskostenindex gekoppelt. Eine Anpassung erfolgt i.d.R. bei Veränderungen von 5 oder 10%. Die übrigen Leasingverpflichtungen betreffen insbesondere Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge. Haftungsverhältnisse bzgl. ce Global Sourcing GmbH (Unternehmen, mit welchen ein Beteiligungsverhältnis besteht):
Die in den Konzernabschluss einbezogene REW AG hat zugunsten der REW Besitzgesellschaft Bürgschaften in Höhe von TEUR 615 ausgereicht. Der Vorstand geht bei allen genannten Haftungsverhältnissen nicht von einer Inanspruchnahme aus. Für eine grds. unverfallbare Anwartschaft aus einer abgelösten Pensionsvereinbarung mit einer ehemaligen Mitarbeiterin besteht eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von TEUR 230 (Vj. TEUR 231). Der Vorstand geht nicht von einer Inanspruchnahme aus, da bisher keine Ansprüche gestellt wurden. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mannesmannröhren Logistic GmbH hat die HPI AG zur Absicherung der Zahlungsverpflichtung aus dem erfolgsabhängigen Kaufpreis (Earn-Out) sowie des Gewinnbeteiligungskaufpreises dem Verkäufer auf die HPI AG entfallende Gewinnanteile aus der Beteiligung an der Mannesmannröhren Logistic GmbH bis zu einer Höhe von jeweils TEUR 150 bis 2015 abgetreten. Für die Unternehmensanleihe 2011/2013 sind 100.800 nennwertlose Stückaktien mit einem Gesamtnennwert von EUR 100.800,00 der AZEGO Components AG als Sicherheit verpfändet. Als dingliche Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Warenvorräte i.H.v. TEUR 4.569 (TND). Bezüglich der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der HPI AG und ihrer Tochterunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes:
* Werte gemäß local GAAP; bei deutschen Gesellschaften gemäß HGB ** Bilanzstichtag 31.12.2011 Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung exklusive der Erstattung von Auslagen in Höhe von TEUR 60 (im Vj. TEUR 86). Die in 2012 erstatten Auslagen betrugen TEUR 25 (im Vj. TEUR 7). Die Gesamtbezüge der Vorstände betragen TEUR 478 (im Vj. TEUR 325). Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:
Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
Organe der HPI AG:
München, den 20. November 2013 HPI AG Der Vorstand Michael Negel Falk Raudies Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern für das Geschäftsjahr 2012
* Die Zu- und Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen. Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern für das Geschäftsjahr 2011
* Die Zugänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der HPI AG aufgestellten Konzemabschluss – bestehend aus IFRS-Eröffnungsbilanz, Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalentwicklung, und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 21. November 2013 Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer Weissinger, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012der HPI AGDer Aufsichtsrat erläutert in folgendem Bericht seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen sowie die Jahresabschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands während des gesamten Geschäftsjahres 2012 regelmäßig überwacht und den Vorstand beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die Berichte des Vorstands in schriftlicher und mündlicher Form. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat war so über die geplante Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitionsund Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte informiert. In Entscheidungen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat eingebunden. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen und die daraus resultierenden Entwicklungsperspektiven des Unternehmens wurden im Aufsichtsrat umfassend erörtert. Über besondere Geschäftsvorgänge, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch außerhalb der Sitzungen unverzüglich telefonisch umfassend in Kenntnis gesetzt. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 fünf Präsenzsitzungen und drei Telefonkonferenzen abgehalten und sich darin eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der operativen und strategischen Entwicklung des Unternehmens sowie den wesentlichen strategischen und strukturellen Entscheidungen befasst. Wesentliche Themen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 Der Aufsichtsrat prüfte in regelmäßigen Abständen die aktuelle finanzielle Situation der Gesellschaft und Gruppen- bzw. Beteiligungsgesellschaften und verglich die übermittelten Ist-Zahlen mit den prognostizierten Erwartungen. Die jeweilige finanzielle und wirtschaftliche Situation der Gesellschaft und der Gruppe wurden in jeder der fünf Präsenzsitzungen erörtert. Ein Thema, mit dem sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 gleich mehrfach befasst hat, war die Optimierung der Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 intensiv mit der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und der Aufgaben- und Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands. Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Beratung des Vorstands lag in der Verbesserung des Finanz- und Rechnungswesens sowie des Controllings. Weitere wesentliche Themen der Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS, die Integration der in den letzten Jahren übernommenen Gesellschaften in den Gesamtkonzern, die Anpassung der internen Organisationsstrukturen an die veränderte Unternehmensgröße und -struktur, die Akquisition weiterer Unternehmen zur Verbreiterung der Angebotspalette, der Umbau der gesellschaftsrechtlichen Konzernstrukturen einschließlich der Veräußerung von Anteilen an Tochtergesellschaften sowie die Stabilisierung und Absicherung der Liquidität und Beschaffung zusätzlicher Liquidität durch verschiedene Formen von Fremd-und Eigenkapital. Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand Im Geschäftsjahr 2012 gab es weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand personelle Veränderungen. Erörterung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2012 nebst Lagebericht sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 nebst Konzernlagebericht wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Der Abschlussprüfer, die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), München, hat den Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2012 nebst Lagebericht sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 nebst Konzernlagebericht geprüft. Sowohl der Prüfungsbericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der HPI AG zum 31. Dezember 2012 – bestehend aus Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der HPI AG sowie der Prüfungsbericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 nebst Konzernlagebericht haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernjahresabschluss und Konzernlagebericht sowie die unterschriebenen Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor und wurden in der Aufsichtsratssitzung am 22. November 2013 intensiv diskutiert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der anwesende Wirtschaftsprüfer beantworte alle Fragen des Aufsichtsrats zur Zufriedenheit aller Aufsichtsratsmitglieder. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in seiner Sitzung vom 22. November 2013 den Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2012 und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2012 ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt worden. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2012.
München, im Dezember 2013
Der Aufsichtsrat Boris Dürr, Aufsichtsratsvorsitzender |
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