Corporate | 12 October 2004 13:28
Planmäßige Geschäftsentwicklung im 3. Quartal 2004 – Gewinnprognose für…
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Planmäßige Geschäftsentwicklung im 3. Quartal 2004 – Gewinnprognose für
laufendes Geschäftsjahr mit EUR 3,08 je Aktie bestätigt
Teil 1/2
Schwieriges Marktumfeld
Neue Höchststände beim Ölpreis und eine fortbestehende Unsicherheit bezüglich
der weite-ren Perspektiven der Weltkonjunktur sorgten vor allem in Deutschland
für eine anhaltend schwache Inlandsnachfrage. Dadurch gaben auch die Umsätze an
den deutschen Parkettbörsen im 3. Quartal 2004 wie schon im Vorquartal deutlich
nach.
Die Ertragslage der deutschen Wertpapierdienstleister dürfte sich daher weiter
verschlechtert haben. Der Konsolidierungsdruck in der Branche bleibt hoch.
Ertragslage: planmäßige Geschäftsentwicklung in Q3 2004
Die EUWAX AG konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen
Überschuss von EUR 12,9 Mio. erwirtschaften. Damit wurde der Vorjahreswert um
39 % übertroffen. Die dieser guten Entwicklung zugrundeliegenden Quartale haben
deutlich unterschiedliche Beiträge zum Gesamterfolg generiert. Damit wurde die
hohe Ergebnisvolatilität auf Quartalsbasis erneut aufgezeigt. Zwar zeigte sich
im Kerngeschäft eine aus dem schwierigen Marktumfeld resultierende nachlassende
Ergebnisdynamik, der positive Basistrend unserer Geschäftsfelder ist aber
weiterhin intakt.
Neben dem Jahresüberschuss stiegen auch das für den bisherigen Jahresverlauf
kumulierte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf EUR 22,0 Mio. (+ 30 %)
und der Cash Flow um 25 % auf EUR 13,3 Mio. an. Das Ergebnis je Aktie nach DVFA
lag mit EUR 2,54 nicht nur um 38 % über Vorjahr, sondern überstieg ebenso wie
der Jahresüberschuss bereits nach neun Monaten den Wert des Gesamtjahres 2003.
Die Erträge lagen trotz der relativen Schwäche im dritten Quartal in den ersten
neun Monaten bei EUR 40,6 Mio., was einem Zuwachs von 22 % entspricht. Die
Aufwendungen entwickelten sich moderater und unterstützten damit die gute
Ergebnisentwicklung. Der Zuwachs der Aufwendungen um 13 % beruht primär auf um
74 % erhöhten Verwaltungsaufwendungen. Ein praktisch unveränderter
Personalaufwand und stark gesunkene Abschreibungen kompensierten die ungünstige
Entwicklung der Verwaltungsaufwendungen zu erheblichen Teilen.
Das schwierige Marktumfeld setzte sich auch im dritten Quartal fort. Die von der
EUWAX AG bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal an den Tag gelegte
Vorsicht bezüglich der Einschätzung des weiteren Jahresverlauf hat sich somit
bestätigt. Die niedrigen Umsätze an den globalen Finanzmärkten und damit
einhergehende geringe Volatilitäten kreierten insbesondere für Derivate
ungünstige Bedingungen. Dennoch konnte auf Quartalsebene ein Überschuss von
EUR 2,9 Mio. erzielt werden. Damit wurde der Vorjahreswert leicht (-5 %)
unterschritten, jedoch reichte die Ertragskraft aus um eine Überrendite von
EUR 1,0 Mio. auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das Ergebnis je
Aktie nach DVFA lag bei EUR 0,57.
Im Zeichen der schwachen Märkte lagen die Erträge der vergangenen drei Monate
bei EUR 10,4 Mio. und damit 13 % unter Vorjahr. Die Entwicklung der Aufwendungen
ist ebenfalls rückläufig. Der Rückgang von 10 % wurde durch deutlich gesunkene
Abschreibungen und Personalkosten ermöglicht. Durch ihre strenge Korrelation zum
Unternehmenserfolg konnten diese um 20 % gesenkt werden. Damit wurde der
deutliche Anstieg des Verwaltungsaufwands (+50 % auf EUR 2,9 Mio.)
überkompensiert. Zum Teil projektbezogene Aufwendungen sind der Haupttreiber der
negativen Entwicklung der Verwaltungsaufwendungen.
Wie bereits in den ersten beiden Quartalen konnten die Abschreibungen auch in
den abgelau-fenen drei Monaten auf moderatem Niveau gehalten werden. Sie lagen
mit TEUR 183 um 85 % unter dem Vorjahreswert. In 2003 belasteten noch hohe
Wertberichtungen auf das Anlager-vermögen und hierbei insbesondere auf
Beteiligungen das Ergebnis.
Uneinheitliche Entwicklung des Wertpapierhandels
Während die Zahl der gehandelten Wertpapiere mit über 50.000 neue Höchstwerte
erreichte, verzeichneten die Schlussnoten (-16 % auf 1,3 Mio.) in Q3 im
Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang. Demgegenüber lagen die Umsätze mit
10,9 Mrd. EUR um 14 % über dem Vorjahres-wert. Im Vergleich zu Q2 2004 gingen
sowohl die Umsätze (-12 %) als auch die Schlussnoten (-15 %) zurück. Der
Umsatzrückgang resultierte vor allem aus der nachlassenden Dynamik im Derivate-
und Aktienhandel. Der Rentenhandel hingegen präsentierte sowohl in Bezug auf das
Vorjahresquartal als auch auf Q2 steigende Schlussnotenzahlen.
Die uneinheitliche Entwicklung des Geschäftsvolumens findet in der Analyse der
Spartenergebnisse seine Fortsetzung. Während der Derivate- und insbesondere der
Aktienhandel mit deutlich sinkenden Erträgen vor allem aus Kursdifferenzen zu
kämpfen hatten, verbuchte der Rentenhandel im Berichtsquartal ein neues
Rekordergebnis. Obwohl der Rückgang des Derivateergebnisses als
Hauptertragsträger die GuV belastet hat, ist der Erfolg des Rentenhandels ein
Beleg für die gelungene strategische Ausrichtung der EUWAX AG, in der
Skontrofüh-rung möglichst breit aufgestellt zu agieren.
Ebenfalls erfreulich ist die Tatsache, dass der Anteil der risikolosen Courtagen
am Skontrofüh-rungsergebnis mit 66 % auf den höchsten Wert seit dreieinhalb
Jahren geklettert ist. Die in der jüngeren Vergangenheit in der Presse
lancierten Falschmeldungen über die Relation von Courtage- zu Aufgabeerträgen
der EUWAX AG konnten somit eindrucksvoll wiederlegt werden.
Insgesamt lag das Ergebnis aus Skontroführung mit TEUR 10.305 um 13 % unter dem
Vorjahreswert und um 17 % unter dem Q2-Ergebnis.
Die Marktposition der Gesellschaft hat sich im laufenden Geschäftsjahr weiter
gefestigt. Auch in Q3 lagen die Umsatzmarkanteile in allen Handelsbereichen über
den Vorjahrswerten. Die Marktanteile im Einzelnen: Derivatehandel 70 %,
Aktienhandel (Parkett) 25 %, Rentenhandel 11 % und Exchange Traded Funds
(Parkett) 75 %.
Der Eigenhandel als zweites Geschäftsfeld erlebte nach der relativ stabilen
Performance im ersten Halbjahr in Q3 einen erneuten Einbruch. Der Verlust von
TEUR 538 wurde in etwa zu gleichen Teilen durch Kursverluste und Abschreibungen
verursacht.
Ende Teil 1
Ende der Mitteilung, (c)DGAP 12.10.2004
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WKN: 566010; ISIN: DE0005660104; Index:
Notiert: Amtlicher Markt in München und Stuttgart; Freiverkehr in Berlin-Bremen,
Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg; Xetra
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