Corporate | 15 April 2005 12:19
EUWAX AG erzielt Quartalsüberschuss im Rahmen der Jahresplanung 2005 -Teil 1/2
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Stuttgart, 15.4.2005
EUWAX AG erzielt Quartalsüberschuss im Rahmen der Jahresplanung 2005
Ergebnis je Aktie im 1. Quartal 2005 bei 0,76 EUR (-36,2 % im
Vorjahresvergleich)
Anhaltend abwartendes Marktumfeld
Die weiter bestehenden Unsicherheiten an den globalen Finanzmärkten fanden in
einer anhaltenden Kaufzurückhaltung der Anleger ihren Ausdruck. Ein neues Hoch
beim Ölpreis sorgte zusammen mit teilweise eingetrübten Konjunkturaussichten
für eine Belastung der Kapitalmärkte. Die Volatilitäten verharrten im Bereich
langjähriger Tiefstände. Zwar zeigt die deutsche Orderbuchstatistik eine
leichte Belebung der Transaktionen an, als Ende der insgesamt ungünstigen
Rahmenbedingungen für die Branche der Wertpapierdienstleister kann diese aber
nicht gewertet werden.
Operative Lage: planmäßige Geschäftsentwicklung in Q1 2005
Die EUWAX AG verzeichnete im Auftaktquartal 2005 einen Überschuss von 3,8 Mio.
EUR. Damit wurde zwar die hohe Basis aus Q1 2004 deutlich verfehlt (-36,5 %),
jedoch der Wert des 4. Quartals 2004 um 27,5 % übertroffen. Die operative
Entwicklung vollzog sich damit im Rahmen der im März kommunizierten Prognose
für das Gesamtjahr 2005, welche einen Jahresüberschuss von 14,6 Mio. EUR
(- 8,1 %) beinhaltet. Der deutliche Rückgang im Vorjahresvergleich täuscht
darüber hinweg, dass die EUWAX AG den fünfthöchsten Quartalsgewinn der
Unternehmensgeschichte verzeichnen konnte. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,76
EUR und damit 36,2 % unter Q1 2004.
Die Erträge konnten trotz der weiterhin mäßigen Rahmenbedingungen um 13,5 %
gegenüber Q4 2004 gesteigert werden. Im Vorjahresvergleich (-31,1 %) wird
allerdings die außergewöhnlich gute operative Entwicklung im 1. Quartal 2004
deutlich. Die Erträge gingen mit anhaltend hohen Marktanteilen in allen
Handelssegmenten einher. Im Bereich der derivativen Anlageprodukte und im
Rentenhandel konnten weitere Marktanteile von anderen Handelsplätzen gewonnen
werden. Die Umsätze in verbrieften Derivaten an den deutschen Parkettbörsen
erhöhten sich seit dem Schlussquartal des Vorjahres um 8,4 % (-17,0 % zu Q1
2004). Damit wurde der positive Basistrend dieser Produktgattung bestätigt.
Die Aufwendungen entwickelten sich mit 5,1 Mio. EUR sowohl zu Q1 2004
(-18,3 %) als auch zum Vorquartal (-10,2 %) rückläufig und erreichten das
niedrigste Niveau seit Q2 2003. Die saldierten Abschreibungen betrugen im
Berichtszeitraum 0,2 Mio. EUR (-36,8 %).
Die Veränderungsraten im Vorjahresvergleich von Cash Flow (-36,8 %) und
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (-38,9 %) sind der dargestellten
operativen Entwicklung entsprechend. Die absolute Höhe des Cash Flow von 3,9
Mio. EUR unterstreicht die anhaltend hohe Innenfinanzierungskraft der
Gesellschaft. Erfreulich gestaltete sich ebenso das Eigenhandelsergebnis nach
Abzug der direkten Kosten von 0,4 Mio. EUR (nach -0,7 Mio. EUR im Gesamtjahr
2004).
Wertpapierhandel mit positiver Entwicklung seit Q4 2004
Die Anzahl der Skontren der EUWAX AG erhöhte sich durch die anhaltend hohe,
von Innovationen geprägte Emissionstätigkeit der Emittenten auf 58.824
(+ 38,1%). Die sich stetig verbreiternde Produktbasis stellt Anlegern auch für
die derzeit sehr schwankungsarme Börsenphase geeignete Anlageformen zur
Verfügung und ermöglicht der EUWAX AG eine zunehmende Diversifikation
innerhalb des Handels mit verbrieften Derivaten. Die Umsatzzahlen der beiden
Untersegmente innerhalb des Derivatehandels verdeutlichen dies. Während Hebel-
produkte durch die hohen Volatilitäten im 1. Quartal 2004 stark begünstigt
waren, lag ihr Umsatz im aktuellen Berichtszeitraum bei 3,6 Mrd. EUR und damit
39,2 % unter Vorjahr. Anlageprodukte zeigten dagegen eine sehr positive
Entwicklung und übertrafen mit einem Volumen von 3,9 Mrd. EUR nicht nur den
entsprechenden Vorjahreswert um 25,5 %, sondern erstmals auch den Umsatz der
derivativen Hebelprodukte.
Die Gesamtumsätze der EUWAX AG zeigten sich bei 16,8 Mrd. EUR auf solidem
Niveau und lagen nur 1,7 % unter dem entsprechenden Vorjahresquartal. Die
Schlussnoten verminderten sich um 14,8 % auf 1,7 Mio. Stück. Während die
Umsätze als Gradmesser der Aktivitäten der Anleger im Rentenbereich sich auf
hohem Niveau etablierten, konnte sowohl der Derivatehandel als auch der
Aktienhandel nach der Schwäche im zweiten Halbjahr 2004 wieder eine
aufsteigende Tendenz vorweisen.
Die Roherträge aus Skontroführung lagen der dargestellten operativen
Entwicklung entsprechend bei 10,3 Mio. EUR (-36,6 %). Der Anteil der
Provisionen war bei 66,2 % und damit deutlich über dem Vorjahreswert von
61,7 %. Insgesamt ist diese Relation weiterhin Ausdruck der
anlegerfreundlichen Preisfeststellung durch die EUWAX AG. Die in Q4 2004 im
Zuge der Einführung des Courtagecaps aufgetretene Schwäche des
Provisionsergebnisses hat sich wie prognostiziert nicht weiter fortgesetzt.
Die Erträge aus Aufgabegeschäften konnten sich im Vergleich zum Schlussquartal
2004 erholen (+27,2 %) liegen aber deutlich unter Q1 2004 (-44,0 %). Die
prozentual höchsten Verbesserungen wurden im Bereich des Aktien- und
Rentenhandels erzielt. Der Rentenhandel erzielte das bestes Quartalsergebnis
der Firmengeschichte.
Die gute Positionierung der EUWAX AG konnte weiter beibehalten werden. Der
deutsche Marktanteil im Handel mit verbrieften Derivaten erhöhte sich im
Jahresvergleich leicht auf 71,6 % (Q1 2004 bei 70,8 %). Die weiter gestärkte
Marktposition resultiert aus einer deutlichen Steigerung des Marktanteils bei
derivativen Anlageprodukten. Seit Einführung des Courtagecaps im Oktober 2004
wurde der Anteil an den Orderbuchumsätzen deutlich erhöht. Lag der Anteil der
EUWAX AG bei diesen Produkten in Q1 2004 noch bei 50,7 %, so erhöhte er sich
auf 55,8 % in Q4 und auf 61,1 % in Q1 2005. Die bisherige Entwicklung im
2. Quartal 2005 deutet auf eine Fortsetzung dieser erfreulichen Entwicklung
hin. Bei den derivativen Hebelprodukten wurde die Marktführerschaft mit einem
Anteil von 87,8 % (Q1 2004 mit 89,3 %) auf hohem Niveau verteidigt. Der
Aktienhandel konnte seine im Vorjahr erreichte gute Stellung mit 24,2 %
beibehalten. Weiter hinzugewonnen hat der Rentenhandel, dessen Marktanteil
sich von 15,2 % in Q1 2004 auf 21,2 % verbesserte.
Der Eigenhandel entwickelte sich positiv. Das Ergebnis (nach Abzug der
direkten Kosten) von 0,4 Mio. EUR zeigt sowohl im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum (-0,2 Mio. EUR) als auch zum Verlust im Gesamtjahr 2004
(-0,7 Mio. EUR) eine klare Verbesserung. Die Daytradingaktivitäten wurden seit
Q3 2004 eingestellt. Belastet wird der Eigenhandel kontinuierlich aus
Abschreibungen, die aus den Marktmodellen (Liquiditätsspende) resultieren.
Ende Teil 1/2
Ende der Mitteilung, (c)DGAP 15.04.2005
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WKN: 566010; ISIN: DE0005660104; Index:
Notiert: Amtlicher Markt in München und Stuttgart; Freiverkehr in Berlin-
Bremen, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg; Xetra
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