Corporate | 15 July 2005 12:59
EUWAX AG: 2. Quartal bestätigt Jahresplanung der …
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2. Quartal bestätigt Jahresplanung der EUWAX AG
Ergebnis je Aktie bei 0,72 EUR (-8 % im Vorjahresvergleich)
Teil 1/2
Marktumfeld weiterhin ohne nachhaltige Belebung
Der bisherige Jahresverlauf an den globalen Kapitalmärkten bestätigt die
konservativen Erwartungen der EUWAX AG. Zwar erklomm der DAX(R) ein neues
Dreijahreshoch, auf die Aktivitäten der Privatanleger konnte dies jedoch auch
im 2. Quartal keine nachhaltige Dynamisierung entfalten. Das im Quartals-
verlauf aufgehellte Anlageklima an den Börsen ging, von einem kurzfristigen
Ausschlag abgesehen, auch weiterhin mit extrem niedrigen Volatilitäten einher.
Insbesondere der Monat Mai war von vielen Feiertagen und damit von einer ab-
wartenden Haltung vieler Marktteilnehmer geprägt. Die Rahmenbedingungen für
die Branche der Wertpapierdienstleister bleiben damit anspruchsvoll.
Operative Lage: Skontroführung ermöglicht gute Rohertragsentwicklung
Die EUWAX AG konnte auch im 2. Quartal 2005 eine anhaltend solide Ge-
schäftsentwicklung vorweisen. Der Quartalsüberschuss lag mit 3,7 Mio. EUR
knapp unter dem Niveau des Vorquartals und 8 % unter dem entsprechenden Vor-
jahreswert. Damit hat die Gesellschaft trotz eines im Monat Mai schwierigen
Quartals einen Überschuss auf hohem Niveau erwirtschaftet und damit die
positive Entwicklung aus Q1 bestätigt. Der erneut zum Vorquartal gesteigerte
Rohertrag (+2 %) zeigt die insgesamt gute Entwicklung in der Skontroführung
auf. Der marginale Rückgang der gesamten Erträge um 1% im Vergleich zu Q1
resultiert aus den im Vorquartal aufgelösten Rückstellungen. Der Cash Flow von
3,6 Mio. EUR unterstreicht die anhaltend hohe Innenfinanzierungskraft der Ge-
sellschaft.
Die Aufwendungen erhöhten sich zum Vorquartal um 4 % auf 5,3 Mio. EUR, lagen
aber 15 % unter dem entsprechendem Vorjahreswert. Der Anstieg zum 1. Quartal
ist durch einen saisonal höheren Personalaufwand hervorgerufen, der zum Vor-
jahr aber deutlich rückläufig (-18%) ist. Die fixen Verwaltungsaufwendungen
lagen bei 1,8 Mio. EUR nahezu unverändert zum 1. Quartal, zeigten sich aber
zum Vorjahreszeitraum um 17 % verbessert. Der Rückgang resultiert zu einem
großen Teil aus den im Vorjahr angefallenen hohen projektbezogenen Rechts- und
Beratungskosten und andere Fremdleistungen.
Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,72 EUR und bestätigte damit die Jahresplanung
der EUWAX AG. Die Gesellschaft konnte sich damit erneut in einem schwierigem
Umfeld behaupten. Der Eigenhandel als Problemfeld der Vorjahre konnte auch im
2. Quartal mit einem positiven Ergebnis aufwarten und erzielte einen Gewinn
von 0,4 Mio. EUR.
Die Umsätze konnten trotz der um 9 % rückläufigen Anzahl der Schlussnoten auf
dem hohen Niveau von Q1 etabliert werden. Die Umsätze je Schlussnote erhöhten
sich entsprechend und spiegeln die Zunahme großvolumiger Orders wider.
Ergebnis dieser Entwicklung war ein sowohl zu Q1 (-7 %) als auch zu Q2 2004
(-18 %) rückläufiges Provisionsergebnis. Der starke Rückgang zum
entsprechenden Vorjahreszeitraum ist auch durch den seit Q4 2004 bestehenden
Courtagecap begründet. Das Finanzergebnis wirkte mit einer Steigerung von 17 %
zu Q1 (-5% zu Q2 2004) kompensatorisch entgegen und ermöglichte den
steigenden Rohertrag.
Wertpapierhandel mit positiver Entwicklung seit Q4 2004
Durch die anhaltend niedrigen Volatilitäten hat sich auch in der zweiten
Berichtsperiode das zu Jahresbeginn gezeichnete Bild fortgesetzt. Die
derivativen Anlageprodukte sind daher weiter der Träger des Wachstums im Markt
der verbrieften Derivate. Die entsprechenden Umsätze übertrafen die der
Hebelprodukte erneut und konnten sowohl zum Vorquartal (+8 %) und insbesondere
zum Vergleichszeitraum des Vorjahres (+88 %) deutlich erhöht werden.
Die derivativen Hebelprodukte verbuchten dagegen rückläufige Umsätze zum
Vorjahreszeitraum (-23 %). Die temporär angesprungenen Volatilitäten im
zweiten Quartal haben jedoch gezeigt, dass hinter dieser Entwicklung kein
generelles Abrücken von Anleger und Emittenten von der Produktklasse der
Hebelprodukte steht, sondern nur die aktuellen Marktbedingungen der Hemmschuh
für entsprechendes Umsatzwachstum ist. Bei erhöhten Volatilitäten ist daher
mit anziehenden Transaktionen in diesen Produkten zu rechnen. Insgesamt wurden
von der EUWAX AG in den ersten sechs Monaten 15,3 Mrd. EUR (-4 %) in
verbrieften Derivaten gehandelt. Davon entfielen 7,1 Mrd. EUR (-32 %) auf
Hebelprodukte und 8,1 Mrd. EUR (+52 %) auf Anlageprodukte.
Getragen von einer deutlichen Umsatzsteigerung im Rentenhandel (+23 %) und
einer moderaten Verbesserung im Aktienhandel (+ 5 %) legten die Gesamtumsätze
im 1. Halbjahr um 5 % auf 33,5 Mrd. EUR zu. Der Rentenhandel konnte auf dieser
Basis auch ergebnisseitig einen neuen Höchstwert erzielen.
Die in der Skontroführung generierten Erträge lagen bei 10,2 Mio. EUR und
damit 2 % über dem Vorquartal, jedoch 16 % unter dem Vorjahreswert. Die Zu-
sammensetzung der Erträge verschob sich im 2. Quartal in Richtung des Finanz-
ergebnisses. Trotz der relativen Verbesserung im Finanzergebnis hat das
risikoarme Provisionsergebnis noch einen Anteil von 62 % an den Gesamterträgen
in der Skontroführung. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist der Rückgang des
Provisionsergebnisses mit 18 % deutlich und zu einem hohen Anteil durch den
Courtagecap in Q4 2004 bedingt. Das weiter gestiegene Volumen je Schlussnote
und die temporär erhöhte Schwankung an den Börsen ermöglichten den Anstieg im
Finanzergebnis um 23 % zum Vorquartal. Der weiterhin hohe Anteil der
Provisionen beweist erneut die Kundenfreundlichkeit der Pricingmodelle.
Die dargestellte positive Entwicklung korrespondiert im 2. Quartal mit einer
Verteidigung der hohen Marktanteile. Unser in den Skontren der EUWAX AG
gemessener Marktanteil bei derivativen Hebelprodukten fiel im Vorjahres-
vergleich von 92 % auf 87 %, blieb aber zum 1. Quartal 2005 nahezu konstant.
Bei derivativen Anlageprodukten verlief die Entwicklung weiterhin sehr positiv
und wir konnten unsere Anteile sowohl zum 1. Quartal als auch zum Vorjahr
wei-ter ausbauen.
Eigenhandel erneut positiv
Der Eigenhandel entwickelte sich weiterhin positiv. Das Ergebnis (nach Abzug
der direkten Kosten) betrug wie im 1. Quartal 0,4 Mio. EUR und bestätigt damit
die eingeschlagene positive Entwicklung des 1. Quartals. Das kumulierte Halb-
jahresergebnis von 0,8 Mio. EUR hebt sich deutlich vom Verlust (0,2 Mio. EUR)
der entsprechenden Vorjahresperiode ab. Die positive Entwicklung der Aktien-
märkte wirkte sich hierbei günstig auf die Ergebnisentwicklung des Segments
aus.
Ende Teil 1/2
Ende der Mitteilung (c)DGAP 15.07.2005
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WKN: 566010; ISIN: DE0005660104; Index:
Notiert: Amtlicher Markt in München und Stuttgart; Freiverkehr in Berlin-
Bremen, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg; Xetra
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