EUWAX AktiengesellschaftStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009der EUWAX Aktiengesellschaft, StuttgartWIRTSCHAFTLICHES UMFELD WETTBEWERB UND MARKTSTELLUNG GESCHÄFTSVERLAUF Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Geschäftsverlauf nach Handelsbereichen BESCHÄFTIGTE STRATEGIE RISIKOBERICHT PROGNOSEBERICHT SONSTIGE ANGABEN NACHTRAGSBERICHT WIRTSCHAFTLICHES UMFELDDer Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr beschreibt die Spannweite von panikartigen Kursstürzen bis zu anhaltendem Börsenaufschwung. Nachdem im 1. Quartal 2009 noch ein drohender Kollaps von Weltwirtschaft und –finanzsystem dominierte, sorgte die nachfolgende Stabilisierung für eine breite Erholung der Notierungen vieler Assetklassen. Die massiven staatlichen Konjunkturprogramme unterstützen diese Stabilisierung und milderten den starken globalen Abschwung ab. Die von den Kapitalmärkten beachtete Erwartungskomponente hellte sich ab dem 2. Quartal 2009 nicht nur auf, sondern vollzog eine V-förmige Erholung. Die reale Lage verharrte insbesondere im Industriesektor tief in der Krise. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben zwar ihre Wachstumsprognosen für das Jahr 2010 angehoben, sehen aber keinen nachhaltigen Aufschwung für Deutschland. Der von der Finanzkrise erschwerte Zugang zu Kapital sorgte in Verbindung mit der eingebrochenen Auftragslage zu einer Vielzahl von Insolvenzen. Die Konkurse werden nach Einschätzung der Wirtschaftsforschungsinstitute erst in 2010 ihren Höhepunkt erreichen und entsprechend negative Effekte auf den Arbeitsmarkt entfalten. Der Finanzsektor wurde durch die globalen Notenbanken mit billigem Geld geflutet. Begleitet von der Verstaatlichung gefährdeter systemrelevanter Institute konnte ein zweiter Fall Lehman verhindert werden. Der Finanzsektor als zentraler Krisenherd hat sich im Jahresverlauf zwar stabilisiert, jedoch weiterhin nicht alle Ungleichgewichte beseitigt. Die Verfassung der US-Finanzbranche spiegelt den gegenwärtigen Zustand von Licht und Schatten exemplarisch wider. Während es vielen der fusionierten oder neu ausgerichteten Banken gelang, bereits wieder mit Milliardengewinnen zu glänzen und erhaltene Staatshilfen zurückzuführen, reißt die Welle der Insolvenzen auch in diesem Sektor nicht ab. Ein Ende der Krise wird dessen ungeachtet durch die Branche selbst noch nicht ausgerufen. Die Warnungen vor neuen Verwerfungen im Bankensektor werden immer wieder geäußert und fokussieren auf die bestehenden Risiken der Kreditportfolios von privaten Haushalten und Unternehmen. Die Finanzkrise entfaltet zunehmend ihre negativen Effekte auf Staaten mit strukturellen Schwächen und hohen Ungleichgewichten. Griechenland, Spanien und Portugal, vielleicht auch Irland und Italien dürften nicht das Ende dieser Entwicklung markieren. Gegenwärtig stellen sich viele Marktteilnehmer die Frage, ob nur Nachwehen der Finanzkrise zu beobachten sind oder ob sich eine zweite Welle aufbaut. Die anhaltende Kurserholung an den Börsen basierte weitgehend mehr auf der Änderung der Großwetterlage in der Erwartungshaltung der Marktteilnehmer als auf einem realen Aufschwung. Dabei zeigten die Daten für Auftragseingänge und Produktion Verbesserungen, allerdings auf niedrigem Niveau. Die globalen Börsen feierten die Stabilisierung von Wirtschaft und Finanzsektor und führten die Risikoprämien merklich zurück. Zum Jahresende erreichte der deutsche Leitindex DAX die Marke von 6.000 Punkten. Das Börsenjahr 2009 hat damit eine klar positive Bilanz und hat die schmerzlichen Tiefstände des 1. Quartals 2009 bereits etwas verblassen lassen. Die erreichten Bewertungsniveaus sind dagegen als ambitioniert zu bezeichnen und basieren mehr auf einem erhofften Aufschwung als auf realen Ergebniszahlen. Die von den Notenbanken in das Finanzsystem eingeschossene Liquidität hat zwar den Finanzsektor stabilisiert, gleichzeitig aber auch zu steigender Angst vor neuen Bewertungsblasen in verschiedenen Assetklassen geführt. Die Aktivitäten der Marktteilnehmer an den deutschen Börsen (ohne Xetra) lagen mit 16,2 Mio. Orders 36% unter dem Wert des Vorjahres. Die unterjährige Betrachtung lässt eine Dynamisierung vermissen, zeigt jedoch ebenfalls eine Stabilisierung auf. Die weiterhin bestehenden Unsicherheiten für Konjunktur und Finanzsektor halten die Anleger von einem allzu aggressivem Positionsaufbau zurück und belassen viele Portfolios mit einer defensiven Grundausrichtung. Es wird sich zudem erst im Zeitablauf zeigen, wie nachhaltig die Finanzkrise die Portfolioallokation zu risikooptimierten Anlagen verschoben hat. Die börslichen Umsätze in verbrieften Derivaten brachen im Jahr 2009 um 51% auf 51,0 Mrd. € ein. Der Umsatzrückgang war somit deutlich ausgeprägter als die Abnahme der Orderzahl. Der Trend zu abnehmenden Ordergrößen ist vor allem bei den Privatanlegern ungebrochen mit entsprechend negativen Effekten auf die Ertragslage der deutschen Wertpapierbranche. Positiv ist zu berichten, dass sich die gemessenen Handelsaktivitäten der Anleger ab dem 1. Quartal 2009 auf ermäßigtem Niveau stabil zeigten. Im Vorjahr war der Handel in verbrieften Derivaten zudem von den über lange Zeit hohen Volatilitäten begünstigt, welche im Jahr 2009 im Zuge der Kurserholung an den Börsen wieder merklich zurückgingen. Verbriefte Derivate müssen noch immer mit dem durch den Lehman-Fall entstandenen Imageproblem kämpfen. Die Boerse Stuttgart hat diese Herausforderung zusammen mit ihren Geschäftspartnern angenommen und will auch in den nächsten Jahren durch neue Initiativen zu verstärkter Transparenz beitragen. Es ist unsere Überzeugung, dass sich die Vorteile verbriefter Derivate mittelfristig wieder in einen erhöhten Markterfolg überführen lassen. Gestützt wird diese Einschätzung durch die Tatsache, dass die Anzahl der Orders an den deutschen Wertpapierbörsen auch im sehr schwierigen Branchenjahr 2009 um immerhin 17% über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2007 lag. ![]() ![]() ![]() ![]() WETTBEWERB UND MARKTSTELLUNGDie europäische Börsenlandschaft unterlag auch 2009 einem fortschreitenden Wandel. Insbesondere der Wettbewerb um institutionelle Orders bei hochliquiden Werten hat sich weiter intensiviert. Neben neuen MTFs (Multilateral Trading Facilities) haben auch die großen Börsen die Herausforderung mittlerweile aktiv angenommen. Aggressive Preismodelle konkurrieren nun um die Gunst der institutionellen Anleger. Der anhaltend hohe Margendruck dürfte zu einer weiter fortschreitenden Konsolidierung der Branche führen. Die wenigen verbliebenen großen Börsenanbieter können Skaleneffekte teils erfolgreich ausspielen. Ihnen treten die MTFs mit schlanken Geschäftsmodellen gegenüber. Diese haben die Preisstrukturen der Branche bereits nachhaltig verändert und forcieren den Zwang zu technologischem Wandel und Größe, um erfolgreich in diesem Markt bestehen zu können. Der Branchenwandel vollzieht sich auch im direkten Wettbewerb der Gruppe Börse Stuttgart. Börsliche und außerbörsliche Handelsplattformen zeigen eine zunehmende Konvergenz und konkurrieren immer offener um eine breite Schicht der Privatanleger. Die verstärkte Annäherung der Dienstleistungen macht es zunehmend schwieriger, eine aus Kundensicht notwendige Differenzierung zu erzielen. Umso bedeutsamer ist es, unser konsequent auf den Privatanleger ausgerichtetes Dienstleistungsbündel stetig weiterzuentwickeln und zielgerichtet zu vermarkten. So wurden zur Steigerung der Attraktivität unseres Handelsplatzes und zur Absicherung der Marktanteile die Transaktionsentgelte für Privatanleger insbesondere für kleine Ordergrößen bei verbrieften Derivaten, Fonds, ETFs (Exchange Traded Funds) und ETCs (Exchange Traded Commodities) zum 01. Oktober 2009 spürbar gesenkt. Dies stärkt die Wettbewerbsstellung der Gruppe Börse Stuttgart insgesamt und infolgedessen auch der EUWAX AG in ihrer Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP). Das angeführte Wettbewerbsumfeld ist intensiv und herausfordernd. Nicht passiv auf den Wettbewerb zu reagieren, sondern eine aktive Rolle einzunehmen wird auch weiterhin der konsequent verfolgte Ansatz des Börsenplatzes Stuttgart sein. Die EUWAX AG als Dienstleister für die Gruppe Börse Stuttgart sieht sich gut aufgestellt, um auch weiterhin führende Serviceleistungen für ihre Kunden zu erbringen. GESCHÄFTSVERLAUFErtrags-, Vermögens- und Finanzlage
Respektable Ertragslage auch in schwierigem MarktumfeldTrotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds konnte die EUWAX AG auch im Geschäftsjahr 2009 ein respektables Vorsteuerergebnis in Höhe von 19,8 Mio. € (Vj. 33,2 Mio. €) erzielen. Das Nachsteuerergebnis betrug vor Gewinnabführung 13,6 Mio. € und lag damit 9 Mio. € bzw. 40% unter dem vergleichbaren Ergebnis für den Vorjahreszeitraum. Die Gesamterträge der EUWAX AG gerieten in 2009 angesichts der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise verursachten, anhaltenden Marktschwäche mit einem Rückgang von 50% auf 35,9 Mio. € unter Druck. Die Anzahl betreuter Orders blieb ebenso wie das Wertpapierumsatzvolumen in jedem Quartal unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit entsprechend nachteiligen Auswirkungen auf die Entwicklung der Wertpapierhandelserträge. Die Ursache für die Reduktion des Provisionsergebnisses um 24,1 Mio. € oder 57% auf 18,4 Mio. € liegt zum Einen im Rückgang der betreuten Orders am Börsenplatz Stuttgart von über 40% und im Derivatehandel von knapp 50% im Vergleich zum Vorjahr. Des Weiteren wirkten sich die Senkung des Transaktionsentgelts zum 1. Oktober 2009 und (vor allem bei kleineren Odergrößen) rückläufige Marktanteile im Derivatehandel negativ aus. Mit Ausnahme des Rentenhandels, der die betreuten Orders um ca. 60% oder 0,3 Mio. Stück steigern konnte, waren auch die übrigen Handelsbereiche von rückläufigen Orderstückzahlen betroffen. Darüber hinaus erfolgte aufgrund einer veränderten Leistungserbringung innerhalb des Konzerns eine Anpassung der prozentualen Transaktionsentgeltaufteilung zwischen der Boerse Stuttgart AG und der EUWAX AG. Im Gegenzug für die abgesenkte QLP-Vergütung entfallen die früheren, über Konzernumlagen an die Boerse Stuttgart AG entrichteten Aufwendungen für IT und Marketing. Die von den geänderten Konzernumlagen betroffenen Ertrags- und Aufwandsposten sind somit nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften, ein weiterer wichtiger Baustein für das Jahresergebnis 2009 der EUWAX AG, wurde ebenfalls durch die schwierigen Marktbedingungen, die rückläufigen Orderzahlen und Ordergrößen sowie durch die vor allem zum Jahresende stark sinkende Volatilität beeinträchtigt. Im Vorjahresvergleich reduzierte sich diese Ertragsart. Der Rückgang des Zinsergebnisses um 3,0 Mio. € bzw. 69% auf 1,4 Mio. € ist auf die gesunkenen Zinsniveaus am Kapitalmarkt und auf die darlehensbasierte Umschichtung eines Großteils der Liquidität in das zentrale Treasury der Gruppe Börse Stuttgart zurückzuführen. Die geringeren sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,6 Mio. € (Vj. 4,0 Mio. €) beeinträchtigten ebenfalls die Ertragslage 2009. Der Rückgang ist primär der Umstrukturierung am Börsenplatz Stuttgart geschuldet. Die bisher von der EUWAX AG erbrachten Dienstleistungen werden nun von anderen Konzerngesellschaften erbracht. Im Gegenzug reduzierten sich jedoch auch die entsprechenden Verwaltungsaufwendungen. Aufwandsreduktion durch neue KonzernstrukturDie Aufwendungen (ohne Steuern) summierten sich im Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt 16,1 Mio. € und lagen damit um 22,1 Mio. € oder 58% unter dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand reduzierte sich von 16,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2008 um 47% auf 8,5 Mio. € im Berichtsjahr. Der fixe Personalaufwand betrug dabei 5,5 Mio. € bzw. 65%. Wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist in Analogie zu den rückläufigen Umlageerträgen die geänderte Aufgabenverteilung am Börsenplatz Stuttgart. Danach konzentriert sich die EUWAX AG seit 2009 auf ihre Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP),während ein Großteil der Overheadfunktionen samt der in diesen Bereichen beschäftigten Mitarbeitern auf andere Konzerngesellschaften übertragen wurden. Im Wesentlichen betraf dies den IT-Bereich, der auf die Boerse Stuttgart AG überging, sowie den Backoffice-,Verwaltungs- und Finanzbereich, der bei der Konzernmutter Boerse Stuttgart Holding GmbH konzentriert wurde. Mit den organisatorischen Veränderungen und der Neuverteilung der Aufgaben im Konzern war aufgrund des Wegfalls der Aufwendungen für die IT- und Marketingumlage auch ein starker Rückgang bei den anderen Verwaltungsaufwendungen um 13,7 Mio. € auf 7,3 Mio. € verbunden. Der größte Einzelposten bei den anderen Verwaltungsaufwendungen betraf folglich mit 2,6 Mio. € die Verwaltungsumlage, welche die Boerse Stuttgart Holding GmbH der EUWAX AG für die im Verwaltungs- und Finanzbereich erbrachten Dienstleistungen erstmals in Rechnung stellte. Der Rückgang der Abschreibungen auf die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen um 0,7 Mio. € auf 0,3 Mio. € resultiert aus dem Verkauf eines Teils dieser Vermögensgegenstände an andere Konzerngesellschaften, was ebenfalls im Zuge der Umstrukturierung des Börsenplatzes erfolgte. Durch das geringere Vorsteuerergebnis der Gesellschaft reduzierte sich auch der Steueraufwand für den Veranlagungszeitraum 2009 merklich um 4,4 Mio. € auf 6,1 Mio. €. Dies entspricht einer Steuerquote von etwas mehr als 31% nach 32% in 2008. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH führt die EUWAX AG ihren gesamten handelsrechtlich entstandenen Gewinn in Höhe von 13,6 Mio. € an die Muttergesellschaft ab. Ein Jahresüberschuss verbleibt daher bei der EUWAX AG nicht. ![]() ![]() ![]() ![]() Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2009 weiterhin stabilDie Bilanzsumme der EUWAX AG reduzierte sich zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zum Vorjahresstichtag von 117,7 Mio. € um 13% auf 103,0 Mio. €. Ursächlich für den Rückgang waren im Wesentlichen die im Berichtsjahr vorgenommene Gewinnabführung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2008 sowie die Begleichung weiterer Verbindlichkeiten im Verlauf des Jahres 2009. Auf der Aktivseite der Bilanz kam es im Vergleich zum Vorjahresstichtag zu einer Verschiebung von den Forderungen an Kreditinstituten, die sich von 86,9 Mio. € auf 34,7 Mio. € (-60%) reduzierten, hin zu den sonstigen Vermögensgegenständen, die einen Anstieg von 12,0 Mio. € auf 65,6 Mio. € (+53,5 Mio. €) verzeichneten. Dieser Aktivtausch steht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem im Berichtsjahr 2009 bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH zentralisierten Konzern-Treasury. Die EUWAX AG hat dabei der Boerse Stuttgart Holding GmbH ein Darlehen über 62,8 Mio. € gewährt. Auch der Rückgang der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere von 11,5 Mio. € um 83% auf 2,0 Mio. € ist hiermit zu erklären, da im Rahmen der Einführung des Konzern-Treasuries auch Wertpapierbestände der EUWAX AG auf die Boerse Stuttgart Holding GmbH übertragen wurden. Durch die erfolgsneutrale Veräußerungen der Anteile an der Tradejet AG sowie der Anteile an den beiden T.I.Q.S.-Gesellschaften an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, hat sich der Bestand an verbundenen Unternehmen im Berichtsjahr um 3,0 Mio. € oder 99% reduziert. Die Passivseite der Gesellschaft war zum Bilanzstichtag wie schon in den Vorjahren vom Eigenkapital geprägt, das wie im Vorjahr 82,9 Mio. € betrug bzw. 81% (Vj. 70%) der Bilanzsumme ausmachte. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 31,2 Mio. € um 14,8 Mio. € auf 16,4 Mio. € reduziert. In diesen Verbindlichkeiten ist die noch an die Boerse Stuttgart Holding GmbH vorzunehmende Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 13,6 Mio. € enthalten. Die Reduktion ist das Ergebnis des im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Jahresergebnisses. Die Rückstellungen der EUWAX AG waren im Vergleich zum Vorjahr mit 3,7 Mio. € nahezu unverändert. Die betragsmäßig höchste Rückstellung betraf wie im Vorjahr die voraussichtliche Inanspruchnahme der EUWAX AG durch die EdW aufgrund der erwarteten Sonderumlage für den Entschädigungsfall „Phoenix“ in Höhe von 1,9 Mio. €. ![]() Solide Liquiditätslage der Gesellschaft bestätigtAufgrund des gesunkenen Nachsteuerergebnisses (vor Gewinnabführung) reduzierte sich der Jahres-Cash Flow um 41% auf 13,9 Mio. €. Die deutliche Abnahme des Working Capitals (-8,8 Mio. € gegenüber 2008) resultiert aus dem reduzierten Wertpapierbestand aufgrund der Einrichtung des zentralen Treasury bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit lag bei positiven 5,5 Mio. € (Vorjahr: -1,5 Mio. €) und war geprägt vom Verkauf der Vermögensgegenstände im Zusammenhang mit der Übertragung des IT-Bereichs auf die Boerse Stuttgart AG bzw. der Übertragung des Verwaltungs- und Finanzbereichs auf die Boerse Stuttgart Holding GmbH. Zudem wirkte sich der Verkauf der Tochterunternehmen (Tradejet AG, T.I.Q.S. GmbH & Co. KG und T.I.Q.S. Verwaltungsgesellschaft mbH) an die Boerse Stuttgart Holding GmbH positiv auf den Investitions-Cash Flow aus. Der Free Cash Flow erhöhte sich als Folge der aufgeführten Faktoren insgesamt um 55% auf 28,2 Mio. €. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit setzt sich im Wesentlichen aus der Abführung des Gewinns für das Geschäftsjahr 2008 von 22,6 Mio. € an die Boerse Stuttgart Holding GmbH und dem Saldo aus Darlehensgewährungen und -rückzahlungen in Höhe von 57,8 Mio. € an die Boerse Stuttgart Holding GmbH zusammen. Der überwiegende Teil der gewährten (und besicherten) Darlehen steht im Zusammenhang mit der im Berichtsjahr erfolgten Zentralisierung des Konzern-Treasuries bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Nach Berücksichtigung der einzelnen Cash Flows beträgt die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes im Jahr 2009 insgesamt -52,2 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Finanzmittelbestands zu Beginn des Jahres von 86,9 Mio. €, standen der EUWAX AG zum Jahresende 2009 liquide Mittel in Höhe von 34,7 Mio. € (-60%) zur Verfügung. Die vorhandene Liquidität dient insbesondere der originären Geschäftstätigkeit der EUWAX AG als Quality-Liquidity-Provider am Börsenplatz Stuttgart. Des Weiteren erfordert die Einhaltung regulatorischer Anforderungen die Bereithaltung von liquiden Mitteln in ausreichender Höhe. Die Liquidität 1. Grades verringerte sich aufgrund der oben erläuterten Abführung liquider Mittel an das zentrale Treasury der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Zum 31.12.2009 lag diese Kennzahl bei 173% und damit um 31% unter dem Niveau des Vorjahres. Die kurzfristige Zahlungsfähigkeit ist trotz dieser Veränderung als äußerst sicher einzustufen. Die Liquidität 3. Grades, welche die aufgebaute Forderung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH berücksichtigt, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 191 Prozentpunkte an und betrug zum Jahresende 505%. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind daher um ein Vielfaches durch liquide Mittel des Umlaufvermögens gedeckt, was die ausgezeichnete Liquiditätslage der Gesellschaft verdeutlicht. Die Cashquote, das Verhältnis von Barreserve und Bankguthaben zur Bilanzsumme, verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozentpunkte. Diese Entwicklung ist bedingt durch die oben erwähnte Einrichtung eines zentralen Treasury und dem damit verbundenen Rückgang der Bankguthaben. Die Kapitalflussrechnung ist im Anhang ausführlich dargestellt. ![]() Rückläufiges Ergebnis führt zu rückläufiger EigenkapitalverzinsungDie Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von Erträgen zu Aufwendungen ohne Steuern, verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von 54% auf 45%. Die Entwicklung ist im Zusammenhang mit den organisatorischen Veränderungen in der Gruppe Börse Stuttgart und den damit nicht mehr bei der EUWAX AG anfallenden Aufwendungen zu sehen. Bei einem gleichbleibenden Eigenkapital war die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern aufgrund des gesunkenen Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr zwar um 11 Prozentpunkte rückläufig, betrug aber noch gute 22%. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern (vor Gewinnabführung) verminderte sich aufgrund eines verhältnismäßig niedrigeren Steueraufwands nur um 7 Prozentpunkte auf 15% für das Geschäftsjahr 2009. Die interne Benchmark von 20% wurde im Berichtsjahr nicht erreicht. Das Eigenkapital im Verhältnis zum Anlagevermögen, der Anlagendeckungsgrad, steigerte sich bei unverändertem Eigenkapital überproportional auf 12.063%. Durch den Verkauf der Tochterunternehmen sowie den Übergang der Sachanlagen an die Boerse Stuttgart Holding GmbH sank das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr um 89%. Insgesamt verzeichnete die EUWAX AG im Berichtsjahr trotz der erheblichen Marktturbulenzen eine respektable Geschäftsentwicklung. Dank der hohen Innenfinanzierungskraft und der vorhandenen Liquidität kann die Gesellschaft auch zukünftig die erforderlichen Mittel aufbringen, die zur Erhaltung der guten Wettbewerbsposition notwendig sind. Die relevanten Kennziffern zur Ertrags-, Vermögens-und Finanzlage weisen trotz Rückgängen ein zufriedenstellendes und solides Bild auf. scroll
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Tab. 1: Kennzahlen zur Rentabilität & Wirtschaftlichkeit,
Vermögens- und Liquiditätslage Geschäftsverlauf nach HandelsbereichenDie Handelsbereiche der EUWAX AG lassen sich in
einteilen. Marktstellung bei derivativen Produkten verteidigtTrotz eines leichten Rückgangs der Marktanteile von 67% in 2008 auf 64% konnte die EUWAX AG auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Position als Marktführer im Handel mit verbrieften Derivaten behaupten. Durch die Senkung der Transaktionsentgelte am Börsenplatz Stuttgart zum 01. Oktober 2009 gelang es der Gesellschaft im 4. Quartal 2009, die Marktanteile im Derivatehandel spürbar auszubauen, so dass diese bei einer Zunahme um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal mit 67% wieder das Durchschnittsniveau von 2008 erreichten. Insbesondere bei den Anlageprodukten fand eine positive Trendumkehr statt. Hier legte der Marktanteil im Vergleich zum Vorquartal um 8 Prozentpunkte auf 64% zu. Auch bei den Hebelprodukten wurde der Marktanteilsverlust im Dezember gestoppt. Im Jahresdurchschnitt 2009 betrug der Marktanteil trotz eines Rückgangs von 7 Prozentpunkten immer noch sehr gute 73%. Trotz des Marktanteilsrückgangs im Derivatehandel, der primär auf das sehr aggressive Pricing des Wettbewerbs zurückzuführen ist, konnte die EUWAX AG in einem schwierigen Marktumfeld überzeugen und die gute Marktstellung in anderen Handelsbereichen festigen oder sogar noch ausbauen. So konnte der Aktienhandel seinen Marktanteil im Parketthandel kontinuierlich um 8 Prozentpunkte auf 28% ausbauen. Im 4. Quartal 2009 erreichte dieser mit 31% sogar ein Sieben-Jahres-Hoch. Dabei konnten insbesondere der Handel in DAX- und MDAX-Aktien im letzten Quartal des Jahres ihre Marktanteile erhöhen. Auch der Fondshandel konnte seine Marktstellung im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter festigen. Der Marktanteil der ETFs und ETCs (ohne Xetra) legte im 4. Quartal 2009 um 15 Prozentpunkte (gegenüber Vorjahresquartal) auf 49% zu. Zum weiteren Ausbau des Handels mit passiv gemanagten Fonds hat die EUWAX AG im Oktober 2009 das Qualitätssegment „ETF Bestx“ gestartet. Der Marktanteil bei aktiv gemanagten Fonds legte von 17% im Jahr 2008 auf 19% zu. Dagegen musste der Rentenhandel leichte Marktanteilsverluste hinnehmen. Diese reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte auf 30%. Die Entwicklung der Marktanteile der EUWAX AG wird permanent beobachtet. Insbesondere mögliche Verluste durch die Überführung des Handels bei der Deutsche Börse AG von Scoach auf Xetra werden hinterfragt und auf ihre Stetigkeit überprüft. Einzelheiten hierzu sind im Risikobericht aufgeführt. Die Gesellschaft setzt ihren Fokus dabei bewusst u. a. auf eine hohe Dienstleistungsqualität. Die EUWAX AG und die Börse Stuttgart werden auch in Zukunft nicht in ihrem Bestreben nachlassen, eine optimale Dienstleistung und bestmögliche technische Voraussetzungen für die Umsetzung ihrer Aufträge zu bieten und weiterzuentwickeln. ![]() DerivatehandelDer Derivatehandel als Hauptertragsbringer blieb mit Abstand die wichtigste Säule des unternehmerischen Erfolgs der EUWAX AG, auch wenn die gehandelten Umsätze in derivativen Produkten um 48,5 Mrd. € bzw. 47% auf 53,6 Mrd. € zurückgingen. Im 4. Quartal 2009 konnte der Rückgang der Umsätze im Derivatehandel gestoppt werden und zeichnete 3% über dem Vorquartal. Die Anzahl der von der Gesellschaft betreuten Orders halbierten sich im Berichtsjahr deutlich durch das anhaltend schwierige Marktumfeld und die niedrige Volatilität an den Finanzmärkten auf 5,2 Mio. Orders. Der durchschnittliche Umsatz je Order betrug annähernd 10 T€ (+5%). Die Emissionstätigkeit der Emittenten ließ auch im Jahresverlauf 2009 nicht nach. Die Gesamtzahl der betreuten Wertpapiere der EUWAX AG erhöhte sich per Jahresende auf einen Wert von 362.053 Stück, wovon 98% auf verbriefte Derivate entfielen. Insgesamt wurden bei den Hebelprodukten zum Jahresende 187.273 Wertpapiere betreut und damit erstmalig seit 2005 die Zahl der Anlageprodukte (166.332) übertroffen. AktienhandelDer Aktienhandel hat gegenüber dem Vorjahr sowohl bei den gehandelten Umsätzen als auch bei der Anzahl der betreuten Orders deutliche Einbußen erlitten. Die gehandelten Umsätze reduzierten sich um 17% und betrugen für das abgelaufene Geschäftsjahr noch 6,2 Mrd. €. Die betreuten Orders lagen mit 743 Tsd. Stück um 19% unter den vergleichbaren Vorjahreswerten. Die neuen alternativen Handelsplattformen bzw. die MTFs stellen durch ihre aggressive Preispolitik eine starke Konkurrenz für den börslichen Handel dar. Die Anzahl der von der EUWAX AG betreuten Aktien verringerte sich im Berichtsjahr von 949 Stück in 2008 auf 904 in 2009. FondshandelAuch die betreuten Orders beim Fondshandel konnten nicht mit den Vorjahreswerten konkurrieren. Die betreuten Orders in diesem Bereich reduzierten sich um ca. 38 Tsd. Stück, was einem Rückgang von 13% entspricht. Bei den gehandelten Umsätzen sieht die Entwicklung erfreulicher aus. Diese stiegen aufgrund von höheren Volumen pro Einzelorder um 1,2 Mrd. € bzw. 39% auf insgesamt 4,3 Mrd. €. Dabei ist der Zuwachs bei den Orderbuchumsätzen auf den Handel mit ETFs und ETCs zurückzuführen, die um 60% auf 3,5 Mrd. € zulegte. Das Volumen der aktiv gemanagten Fonds reduzierte sich dagegen auf 0,8 Mrd. €, was einem Minus von 11% gegenüber dem Vorjahr entsprach. Die Anzahl der durch die EUWAX AG betreuten Fonds verzeichnete einen leichten Anstieg um einen Prozentpunkt auf jetzt 2.609 Fonds. Aufgrund der steigenden Nachfrage von Privatanlegern gründete die Boerse Stuttgart im Oktober 2009 das Segment ETF Bestx. Damit gibt es erstmals ein klar definiertes und öffentlich-rechtlich überwachtes Regelwerk für den Handel mit ETFs, das Transparenz bei Investoren und Öffentlichkeit schafft. Mit der Einführung von ETF Bestx setzt die Boerse Stuttgart konsequent einen Kurs fort, der es ermöglicht, Anlegern das beste Angebot bei einem Höchstmaß an Servicequalität zu bieten. Für die Umsetzung der Qualität ist die EUWAX AG als Quality-Liquidity-Provider verantwortlich, die Commerzbank fungiert als Market Maker. RentenhandelTrotz eines leichten Rückgangs der Marktanteile konnte der Rentenhandel seine positive Entwicklung bei den betreuten Orders weiter fortsetzen. Diese übertrafen mit 837 Tsd. Stück den Vorjahreswert (524 Tsd. Stück) bei weitem. Allerdings ist zu beachten, dass seit Januar 2009 Geschäfte mit Market Makern aufgrund der geänderten Buchungslogik nicht mehr berücksichtigt werden, dadurch ist die Anzahl Orders nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Auch die durch die EUWAX AG betreuten Wertpapiere legten deutlich um 23% auf 4.935 Stück zu. Diese Entwicklung verdeutlicht das weiterhin hohe Sicherheitsbedürfnis der Anleger im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das gehandelte Volumen konnte dabei nicht ganz mithalten. Dieses verringerte sich leicht um 2 Prozentpunkte auf 38,0 Mrd. €. ![]() ![]() Kennzahlen zum Handelsverlaufscroll
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Hinweis: Aufgrund der geänderten Buchungslogik
in 2009 sind die ausgewiesenen Werte nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. BESCHÄFTIGTEDer Anspruch der EUWAX AG, hochwertige Dienstleistungen anzubieten, gründet sich auf das Engagement und die Qualifikation der Mitarbeiter. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (einschließlich 10 Praktikanten) lag im Geschäftsjahr 2009 bei 82 (Vorjahr: 135). Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 7 HGB betrug 72. Die Mitglieder des Vorstandes sind in der Zahl der Beschäftigten nicht berücksichtigt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Verringerung um 39%. Grund ist der Wechsel von Mitarbeitern zu anderen Konzerngesellschaften im Rahmen der neuen Konzernstruktur unter dem Dach der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Im Zuge der Operativstellung der Boerse Stuttgart Holding GmbH und der damit einhergehenden organisatorischen und strukturellen Veränderungen wurden auch die Aufgaben innerhalb des Boerse Stuttgart Holding-Konzerns zum 01.01.2009 neu verteilt. Die Boerse Stuttgart AG fokussiert sich dabei auf den Börsenbetrieb, die EUWAX AG auf ihre Funktion als QLP. Aufgrund der Neustrukturierung am Börsenplatz wechselten die Mitarbeiter des Bereiches Informationstechnologie am 01.01.2009 zur Boerse Stuttgart AG und die Mitarbeiter des Verwaltungs- und Finanzbereichs zur Boerse Stuttgart Holding GmbH. Die Personalaufwendungen verringerten sich um 48% auf 8,5 Mio. € (Vorjahr: 16,2 Mio. €). Der Anteil der variablen Vergütung am Personalaufwand belief sich auf 35% und verdeutlicht die hohe Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg des Mutterkonzerns Boerse Stuttgart Holding GmbH. Der Personalaufwand je Beschäftigtem lag bei 104 T€ und damit 13% unter Vorjahresniveau. ![]() STRATEGIEIn den letzten Jahren hat die Gruppe Börse Stuttgart die Kräfte des Börsenplatzes gebündelt. Mit den erfolgreich implementierten Strukturen wurden die Ressourcen der Einzelunternehmen vereint um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen aktiv sowie gestaltend gegenüber zu treten. Die Steuerung der EUWAX AG sowie der Boerse Stuttgart AG unter dem Dach der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. ist nunmehr in der 2007 gegründeten organisatorischen Einheit, Boerse Stuttgart Holding GmbH, zusammengeführt. Die Sicherung und der Ausbau der Erfolgsfaktoren stehen unverändert im Mittelpunkt unserer strategischen Überlegungen. Deshalb wird sich die Gruppe Börse Stuttgart auch in den nächsten Jahren für die kontinuierliche Verbesserung der Dienstleistungen für Privatanleger einsetzen, die börsliche Marktführerschaft im Kerngeschäft festigen und die Diversifikationsanstrengungen fortsetzen. Der Erfolg basiert auf der hoch entwickelten Dienstleistung als QLP für verbriefte Derivate, Anleihen, Inlandsaktien und Fonds. Technologische Innovation in Verbindung mit einem klaren Kundenfokus haben den erfolgreichen Weg der Vergangenheit flankiert und sollen auch zukünftig entscheidende Faktoren sein um im intensiven Wettbewerbsumfeld weiterhin richtungsweisend wirken zu können. Neben den Privatanlegern hat der Börsenplatz Stuttgart auch die Bedürfnisse der Intermediäre und Emittenten im Fokus. Jede dieser Zielgruppen hat für die Gruppe Börse Stuttgart eine besondere strategische Bedeutung. Den Fokus alleine auf die Bedürfnisbefriedigung der Privatanleger zu richten, reicht daher nicht aus. Die Marktbearbeitungsstrategien beinhalten somit auch für das Binden und Gewinnen von Emittenten und Intermediären entsprechende Ansätze. Die Finanz- und Wirtschaftskrise lehrt uns den noch stärkeren Fokus auf Transparenz und Vertrauen. Dies wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern umsetzen und zur nachhaltigen Wiederherstellung des Anlegervertrauens in Märkte und Produkte einsetzen. RISIKOBERICHTAlle Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft sind unvermeidbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Nur hierdurch können unternehmerische Chancen genutzt und Ziele erreicht werden. Daher ist es auch nicht das Ziel der Gesellschaft, Risiken grundsätzlich auszuschließen, sondern sicherzustellen, dass diese rechtzeitig erkannt, korrekt bewertet und sinnvoll gesteuert werden. Um dies zu gewährleisten, hat die EUWAX AG umfangreiche Regelungen getroffen. Im nachfolgenden Risikobericht wird ein Überblick über das Risikomanagementsystem der Gesellschaft sowie über die derzeit bekannten Risiken gegeben. Im Hinblick auf mögliche zukünftige Chancen wird auf den Prognosebericht verwiesen. ![]() Das RisikomanagementsystemDie Verantwortung für ein funktionierendes Risikomanagementsystem trägt der Gesamtvorstand der EUWAX AG. Er definiert die Risikostrategie des Unternehmens. Der Vorstand hat darüber hinaus interne Kontrollverfahren implementiert. Diese bestehen aus einem so genannten Internen Kontrollsystem (IKS) und der Internen Revision. Das Interne Kontrollsystem setzt sich wiederum aus der Aufbau- und Ablauforganisation, sowie den Risikosteuerungs- und controllingprozessen zusammen. Zusätzlich wird der Rechnungslegungsprozess in die Überwachung durch das IKS einbezogen. Die Ausgestaltung dieser Elemente in der EUWAX AG wird nachfolgend in ihren wesentlichen Grundzügen beschrieben: Die RisikostrategieRisiken, denen die EUWAX AG in der Zukunft ausgesetzt ist, werden im Wesentlichen durch die geschäftspolitische Ausgangssituation, das Umfeld sowie die eigenen unternehmerischen Ziele bedingt. Der Vorstand erarbeitet jährlich eine Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr, welche die genannten Faktoren berücksichtigt. Diese Risikostrategie ist eng mit der Jahresplanung verzahnt und in die Strategieplanung der Gruppe Börse Stuttgart eingebettet. Durch die Risikostrategie bestimmt der Vorstand die grundsätzliche Risikobereitschaft des Unternehmens und definiert die Risikomanagementziele. Die Interne RevisionDie Interne Revision der Boerse Stuttgart Holding GmbH übernimmt die Revisionstätigkeit für die EUWAX AG. Hierbei handelt es sich um eine wirksame und unabhängige Interne Revision. Die Interne Revision prüft risikoorientiert die Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit grundsätzlich aller betrieblichen Aktivitäten und Prozesse. Die Aufbau- und AblauforganisationDie Aufbau- und Ablauforganisation der EUWAX AG stellt die Ordnungsmäßigkeit betrieblicher Prozesse sicher und minimiert hierdurch Risiken. Aufsichtsrechtliche Vorgaben wie die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) werden eingehalten. Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind in Organisationsrichtlinien klar geregelt. Durch Funktionstrennungen ist sichergestellt, dass miteinander nicht vereinbare Tätigkeiten personell voneinander getrennt sind. In den Organisationsrichtlinien sind, sofern notwendig, Kontrollprozesse wie beispielsweise das Vier-Augenprinzip vorgeschrieben. Weitere interne Sicherungsmaßnahmen (z.B. Vergabe von Zugriffsberechtigungen) sorgen dafür, dass die eingesetzten EDV-Systeme vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind. Risikosteuerungs- und ControllingprozesseDie EUWAX AG besitzt wirksame Prozesse und Instrumente zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von Risiken. Hierbei erfolgt eine Trennung zwischen risikosteuernden (Risikomanagement im engeren Sinne) und risikoüberwachenden Tätigkeiten (Risikocontrolling). ![]() Die Risikosteuerung erfolgt durch so genannte Risikomanager. Hierbei handelt es sich um erfahrene Mitarbeiter (inkl. Vorstand) aus den unterschiedlichen Organisationseinheiten der Gesellschaft. Diese setzen die vom Vorstand festgelegte Risikostrategie um. Der Risikomanager entscheidet hierbei, ob die Erfolgschancen einer Entscheidung die damit einhergehenden Risiken rechtfertigen. Angestrebt ist die bestmögliche Erreichung der unternehmerischen Ziele aus der Jahresplanung und der Risikostrategie unter Eingehung möglichst geringer Risiken. Das Risikocontrolling unterstützt die laufende Identifizierung von Risiken im Unternehmen und entwickelt Methoden zur Beurteilung und Bewertung von Risiken. Weiterhin liefert das Risikocontrolling den Risikomanagern und dem Vorstand alle zur Beurteilung der Risikolage benötigten Informationen und überwacht, ob die von der Geschäftsleitung vorgegebene Risikostrategie umgesetzt sowie die an die Risikomanager vergebenen Kompetenzen von diesen zu jeder Zeit eingehalten werden. Der Vorstand wird geschäftstäglich vom Risikocontrolling mit einem Risikoreport über die Risikotragfähigkeit, Bestandspositionen in Wertpapieren, Limitauslastungen und Ergebnisse aus Handelsgeschäften informiert. Monatlich erstellt das Risikocontrolling für Vorstand und Aufsichtsrat einen umfassenden Risikobericht über alle Risikokategorien. Ergänzt wird das Berichtswesen durch eine anlassbezogene, außerhalb der regulären Berichtszyklen liegende, Ad-hoc-Berichterstattung an die Geschäftsleitung, sofern dies geboten erscheint. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der EUWAX AG werden insbesondere diejenigen Merkmale des IKS dargestellt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht besitzen können. Hierzu zählen beispielsweise Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen, ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von Daten und die Überwachung durch die Interne Revision. RisikotragfähigkeitDie Risikotragfähigkeit eines Unternehmens ist gegeben, wenn die Vermögenswerte der Gesellschaft – auch Risikodeckungskapital genannt – größer als die von der Gesellschaft eingegangenen Risiken sind. Das Risikocontrolling ermittelt täglich die Risikotragfähigkeit der EUWAX AG nach konservativen Regeln. Vermögenswerte, deren schnelle Liquidierbarkeit ungewiss ist, werden nicht in die Berechnung einbezogen. MarktpreisrisikenUnter Marktpreisrisiken sind potenzielle Verluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder der preisbeeinflussenden Parameter zu verstehen. Mögliche Einflussfaktoren auf das Marktpreisrisiko sind:
Im Geschäftsbereich QLP-Services werden Marktpreisrisiken im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen für unsere Kunden eingegangen, um eine möglichst schnelle Orderausführung sicher zu stellen oder fehlende Liquidität des Marktes auszugleichen. Dabei können aufgrund der Produktvielfalt der von der EUWAX AG betreuten Produkte grundsätzlich alle der oben genannten Risikofaktoren auftreten. Die Haltedauer der Positionen ist in der überwiegenden Anzahl der Fälle von sehr kurzfristiger Natur. In aller Regel werden Positionen innerhalb weniger Minuten wieder geschlossen. Hierdurch ergibt sich eine sehr hohe Depotumschlagshäufigkeit, verbunden mit einer sich ständig ändernden Risikostruktur. Nur ein geringer Teil der Risikopositionen wird über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel über Nacht gehalten. Aufgrund der hohen Depotumschlagshäufigkeit und der in aller Regel guten Handelbarkeit der Produkte kommen keine Hedge-Strategien im Rahmen der Risikosteuerung zum Einsatz. Aufgrund der Produktvielfalt und der sehr kurzen Haltedauer im Bereich QLP-Services, ist eine Quantifizierung der Marktpreisrisiken über einen herkömmlichen Value-at-Risk-Ansatz nicht sinnvoll möglich. Die Gesellschaft setzt daher beim Management der Marktpreisrisiken so genannte Risikolimite ein. Dies sind pauschale, dafür aber sehr vorsichtige Verlustansätze, die sich an der Risikosensitivität der entsprechenden Wertpapierart orientieren. Die EUWAX AG setzt diese so ermittelten Risikowerte einem Value at Risk mit einem Konfidenzniveau von 99% und einer Haltedauer von einem Handelstag gleich. Durch diese pragmatische Berechnungsmethodik, die sowohl untertägig als auch zum Geschäftstagesschluss eingesetzt wird, ist die Gesellschaft in der Lage, ihre Marktpreisrisiken nahezu in Echtzeit zu steuern und zu überwachen. Eine Übersicht des Value at Risk aus Marktpreisrisiken für das Jahr 2009 ist in Abbildung 17 dargestellt. ![]() Gleiches gilt für das Handelsergebnis der EUWAX AG. Dieses wird ebenfalls in Echtzeit ermittelt. Dadurch ist sichergestellt, dass die Gesellschaft auch in extremen Marktsituationen ihre aktuellen Marktpreisrisiken kennt und negativen Entwicklungen unverzüglich gegensteuern kann. AdressenausfallrisikenUnter Adressenausfallrisiken sind potenzielle Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder einer Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners zu verstehen. Hierunter fallen:
Emittentenrisiken und Kontrahentenrisiken entstehen im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften. Unter sonstigen Adressenausfallrisiken versteht die Gesellschaft alle weiteren Vermögenswerte, die einem Adressenausfallrisiko unterliegen. Hierunter fallen insbesondere bestehende Beteiligungen und Bankanlagen. Grundsätzlich unterliegt die EUWAX AG aus ihren Wertpapierbeständen und sonstigen Anlagen heraus nur moderaten Adressenausfallrisiken. Emittenten- und Kontrahentenrisiken werden mit Hilfe von Kreditlinien begrenzt, deren Höhe sich nach der Ausfallwahrscheinlichkeit des Geschäftspartners bemisst. Die EUWAX AG quantifiziert alle Adressenausfallrisiken über ein Value-at-Risk-Konzept. Hierbei kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten werden externe Ratings herangezogen. Stehen diese für einen Geschäftspartner nicht zur Verfügung, wird die Ausfallwahrscheinlichkeit auf Grundlage vorsichtiger Annahmen in einem internen Rating festgelegt. Die in der Szenarioberechnung im Falle eines Ausfalls verwendeten Verlustquoten (LGD) basieren mangels eigener historischer Ausfälle auf externen Daten. Der Value at Risk wird auf einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99% berechnet. Eine Übersicht des somit ermittelten Value at Risk aus Adressenausfallrisiken findet sich in der nachfolgenden Grafik. ![]() Da Adressenausfallrisiken im Vergleich zu anderen Risikokategorien nur eine eher untergeordnete Bedeutung haben, sind Risikokonzentrationen auf bestimmte Branchen oder Länder innerhalb der Adressenausfallrisiken ebenfalls unkritisch, solange eine gewisse Mindestdiversifizierung gegeben ist. Im Bezug auf länderspezifische Konzentrationsrisiken der Wertpapierpositionen der EUWAX AG besteht, abgesehen von einer naturgemäßen Konzentration auf das Heimatland Deutschland, eine recht gute Diversifizierung. Abbildung 19 stellt die durchschnittliche prozentuale Auslastung nach Ländern für das Berichtsjahr 2009 dar. ![]() Hinsichtlich der Branchen ist die Risikoverteilung der von der EUWAX AG gehaltenen Wertpapiere derzeit ebenfalls recht gut diversifiziert. Einen Schwerpunkt bildete im Berichtsjahr der Bereich „Fahrzeug- und Maschinenbau“, in dem die dort vertretenen Unternehmen einen erhöhten Refinanzierungsbedarf über die Kapitalmärkte besaßen. Zusätzlich traten sichere Anlagen, wie z.B. Pfandbriefe als Teil der Branche “Banken/Versicherungen“ aufgrund der Finanzmarktkrise verstärkt in den Fokus der Anleger. Eine Übersicht der durchschnittlichen prozentualen Auslastung nach unterschiedlichen Branchen für das Berichtsjahr 2009 findet sich in Abbildung 20. ![]() Marktpreis-, Adressenausfall- und operationelle Risiken werden von der EUWAX AG ebenfalls im Rahmen der Solvabilitätsverordnung (SolvV) an die Deutsche Bundesbank gemeldet. Am 31.12.2009 übertraf die bestehende Relation zwischen vorhandenen Risiken und zu unterlegenden Eigenmitteln die gem. SolvV von der EUWAX AG einzuhaltende Mindestkennziffer um den Faktor 5,5. Auch hierdurch wird die zurückhaltende Risikopolitik der Gesellschaft unterstrichen. LiquiditätsrisikenEin Liquiditätsrisiko besteht in zweifacher Hinsicht – einerseits in einer unzureichenden Marktliquidität einzelner Finanzinstrumente und andererseits in einem allgemeinen Finanzierungsrisiko. Kennzeichnend für das Risiko einer unzureichenden Marktliquidität ist, dass Handelspositionen aufgrund unzureichender Markttiefe oder wegen Marktstörungen nicht ohne weiteres zu „fairen“ Marktpreisen eingedeckt bzw. glattgestellt werden können. Auch mögliche Sanktionen aufgrund nicht zu erfüllender Wertpapiergeschäfte (Exekution, Buy-In) sind hierunter zu verstehen. Derzeit erfolgt die Anrechnung von Liquiditätsrisiken anhand eines pragmatischen Verfahrens. Hierbei werden die gehaltenen Bestandspositionen den in diesen Papieren getätigten Börsenumsätzen der letzten Handelstage gegenübergestellt. In Abhängigkeit vom Anteil am Gesamtumsatz werden pauschale Verlustansätze auf die gehaltenen Positionen unterstellt. Das allgemeine Finanzierungsrisiko besteht darin, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen aufgrund eines liquiditätsmäßigen Engpasses nicht nachkommen kann (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) oder dass benötigte Liquidität nicht zu erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko). Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist konstant gut. Finanzielle Engpässe sind 2009 nicht aufgetreten. Diese werden auch für das kommende Geschäftsjahr nicht erwartet, so dass das allgemeine Finanzierungsrisiko für die EUWAX AG nur von untergeordneter Bedeutung ist. Dennoch erfolgt auch zukünftig fortlaufend eine strikte Überwachung der Finanzsituation des Unternehmens, damit die frühzeitige Feststellung von Liquiditätsengpässen und die rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen gewährleistet bleiben. Auf eine Messung des allgemeinen Finanzierungsrisikos im eigentlichen Sinne wird unter Risikogesichtspunkten verzichtet. Zum Zwecke der Kapitalunterlegung wird neben den oben beschriebenen Verlustansätzen auf Wertpapierpositionen eine statische Szenarioannahme berücksichtigt, die Schäden aus einem angenommenen Liquiditätsengpass beinhaltet. Die so ermittelten Gesamtschäden setzt die Gesellschaft einem Value at Risk mit einem Konfidenzniveau von 99% und einem Betrachtungszeitraum von einem Jahr gleich. Eine Übersicht der somit ermittelten Value-at-Risk-Werte ist in der nachfolgenden Abbildung zu finden. ![]() Die Liquidität der EUWAX AG wird darüber hinaus mit Hilfe der im Rahmen der Liquiditätsverordnung (LiqV) zu erstellenden Liquiditätskennzahlen geschäftstäglich festgestellt, an die Deutsche Bundesbank gemeldet und intern kommuniziert. Die gem. LiqV vorgeschriebene Mindestliquidität wurde hierbei auch 2009 weit übertroffen. Sie lag per 31.12.2009 bei mehr als dem 20-fachen des geforderten Mindestwertes. Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken versteht die EUWAX AG, in Anlehnung an Basel II, Risiken möglicher Verluste, die aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in der Folge externer Ereignisse eintreten. Über diese Definition nach Basel II hinaus zählt die Gesellschaft auch Reputationsrisiken (die oftmals als Folge von schlagend gewordenen operationellen Risiken eintreten) und strategische Risiken zu dieser Risikokategorie. Operationelle Risiken nehmen in der EUWAX AG einen hohen Stellenwert ein. Hier besteht das größte Gefahrenpotenzial für das Unternehmen. Zur Quantifizierung der operationellen Risiken verwendet die EUWAX AG ein Value-at-Risk-Konzept. Grundlage hierfür bilden Expertenschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Schadenshöhen. Ermittelt wird der Value at Risk aus operationellen Risiken mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation. Im Jahresverlauf 2009 haben sich die operationellen Risiken für die EUWAX AG im Vergleich zum Vorjahr stark reduziert (siehe Abbildung 22). Dies ist in erster Linie auf einen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Konzerns verbundenen Übergang von Geschäftsbereichen an die Boerse Stuttgart Holding GmbH und die Boerse Stuttgart AG zurückzuführen. Aber auch die nachlassende Finanzmarktkrise trug zu der Entlastung bei. scroll
Tab. 3: VaR aus operationellen Risiken Nachfolgend werden die wesentlichsten operationellen Risiken dargestellt, welche aus Sicht der EUWAX AG im Jahresverlauf 2009 bestanden. Diese Einzelrisiken tragen über 71% zum gesamten Value at Risk aus operationellen Risiken bei: EdW/PhoenixAlle Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute sind aufgrund gesetzlicher Vorgaben Pflichtmitglieder in einem Einlagensicherungsfonds. Der für die EUWAX AG zuständige Sicherungsfonds ist die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Diese sieht sich durch den Zusammenbruch der Phoenix Kapitaldienst GmbH in 2005 einem bedeutsamen Schadensfall ausgesetzt. Das Entschädigungsverfahren gestaltet sich komplex und langwierig. Die genaue Höhe der von der EdW zu entschädigenden Kundeneinlagen steht weiterhin nicht fest. Klar ist jedoch, dass der Schadensfall die Leistungsfähigkeit der EdW bei weitem übersteigt und daher alle Mitglieder der EdW Sonderumlagen leisten müssen. Diese Sonderumlagen sind aus Sicht der EUWAX AG rechtswidrig. Erste in 2007 erlassene Sonderumlagebescheide konnten erfolgreich angefochten werden. Der Gesetzgeber reagierte darauf in 2009 mit dem Erlass einer neuen Beitragsverordnung. Es ist zu erwarten, dass auf dieser Grundlage neue Sonderumlagen erhoben werden. Die EUWAX AG wird auch weiterhin alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen, um eine Belastung von der Gesellschaft abzuwenden. Gleichwohl hat die Gesellschaft aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht durch die Bildung einer entsprechenden Rückstellung eine bilanzielle Vorsorge getroffen. Diese deckt auf Basis der derzeit weitgehend verlässlich bestimmbaren Daten die zu erwartenden Belastungen ab. Darüber hinaus bestehen jedoch Risiken hinsichtlich möglicher höherer Belastungen, die sich aus uns heute nicht bekannten Fakten oder aus sich erst in der Zukunft eintretenden Veränderungen ergeben. BrainTrade/XONTRODas gemeinsame Börsenhandelssystem aller deutschen Parkettbörsen XONTRO wird über die gemeinsame Betriebsgesellschaft BrainTrade betrieben. Gesellschafter sind die XONTRO nutzenden Börsen. Die Deutsche Börse AG hat im März 2010 erklärt, dass sie den skontroführenden Präsenzhandel vollständig auf das elektronische XETRA-System umstellen will. Dieser Schritt wurde erwartet und kommt daher nicht überraschend. Diese Entwicklung wird dank variabler Betriebskostenblöcke lediglich zu maßvoll steigenden Betriebskosten für die verbleibenden Nutzer des XONTRO-Systems führen. Positiv ist die Tatsache zu werten, dass ein verkleinerter Nutzerkreis die zukünftige strategische Ausrichtung von BrainTrade und XONTRO wesentlich erleichtern kann. InformationstechnologieDie EUWAX AG ist zur Erbringung ihrer Dienstleistungen, zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Vorgaben und zur Sicherstellung einer effizienten Verwaltung in hohem Maße von der Unterstützung durch leistungsfähige IT-Systeme angewiesen. Beeinträchtigungen der IT-Systeme z.B. durch Hardware- oder Systemausfälle können aus Sicht der EUWAX AG zu Schäden führen. Durch unberechtigte Zugriffe oder Manipulationen dritter Personen sind ebenfalls Störungen möglich. Grundsätzlich misst die EUWAX AG der Geschäftsunterstützung durch funktionsfähige IT-Systeme eine hohe Priorität bei. Sofern Störungen oder Angriffe auftreten, werden diese umgehend analysiert und behoben. Zusätzlich werden diese Zwischenfälle in einer internen Datenbank zu Dokumentationszwecken erfasst und unter Risikogesichtspunkten bewertet. Zahlreiche aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen wurden von der Gesellschaft veranlasst, um den fortwährenden IT-Betrieb sicherzustellen. Zur Reduzierung von Risiken aufgrund des Ausfalls von für die EUWAX AG kritischen IT-Systemen bspw. wurde in 2009 ein Ersatzrechenzentrum in Betrieb genommen. Zusätzlich wurde ein IT-Sicherheitsbeauftragter benannt. Sonstige bestandsgefährdende RisikenZusätzlich bestehen Risiken, welche in sehr unwahrscheinlichen Szenarien für die Gesellschaft grundsätzlich bestandsgefährdend sein können. Hierzu zählen beispielsweise seltene Katastrophenereignisse, Terroranschläge, Kriege oder Unruhen, die verheerend auf den Firmensitz, die Belegschaft oder das Finanzsystem einwirken. Die EUWAX AG hat Maßnahmen zur Reduzierung entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie zur Begrenzung möglicher Schäden bei Eintritt unternommen. Hierzu zählen beispielsweise Brandschutz- oder sicherheitstechnische Maßnahmen, sowie die redundante Auslegung kritischer IT-Systeme an geografisch verteilten Rechenzentren. Darüber hinaus wurden Risiken, soweit möglich, auf Dritte abgewälzt. So besteht ein umfassender Versicherungsschutz, welcher beispielsweise Elementarrisiken, Betriebsunterbrechung oder Terroranschläge beinhaltet. Jedoch kann das Unternehmen aufgrund seiner Größe und Fokussierung auf einen Geschäftssitz verbleibende Restrisiken nicht zur Gänze ausschließen. Prognosegüte (Backtesting)Bei der Quantifizierung von Risiken mit Hilfe eines Value at Risk handelt es sich um eine Prognose von in der Zukunft möglicherweise eintretenden Verlusten. Das gewählte Konfidenzniveau gibt dabei an, mit welcher Wahrscheinlichkeit keine Verluste auftreten werden, die höher sind, als die durch den Value at Risk angegeben. Das Risikocontrolling überprüft bei der EUWAX AG fortlaufend, ob Verluste auftreten, die über den berechneten Value-at-Risk-Beträgen der jeweiligen Risikokategorien liegen (Backtesting). Im Bereich der Marktpreisrisiken traten bei einem mittlerweile mehrjährigen Betrachtungszeitraum nie Verluste auf, die über dem Value at Risk lagen. Das Backtesting für den Berichtszeitraum ergab, dass tatsächlich eingetretene Verluste an keinem Handelstag mehr als 13,4% des zuvor prognostizierten Value at Risk erreicht haben. Hierdurch wird deutlich, dass den von der Gesellschaft gewählten Verlustansätzen sehr vorsichtige Annahmen zu Grunde liegen. Adressenausfallrisiken in Form des Ausfalls eines Geschäftspartners sind in der Historie der EUWAX AG noch nicht zu verzeichnen gewesen. Verluste aufgrund von Bonitätsveränderungen bei Emittenten von Wertpapieren kommen regelmäßig vor, sind jedoch für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. Diese Verluste können zum Zwecke eines Backtesting nicht mit vertretbarem Aufwand von Verlusten, die aus normalen Marktpreisrisiken entstanden sind, getrennt werden. Diese sind daher beim Backtesting der Marktpreisrisiken implizit berücksichtigt. Liquiditätsrisiken aufgrund einer unzureichenden Marktliquidität von Wertpapieren führen im Falle ihres Eintritts ebenfalls zu Kursverlusten und sind daher bereits beim Backtesting der Marktpreisrisiken implizit enthalten. Schäden aus anderen Liquiditätsrisiken sind bei der EUWAX AG noch nie zu verzeichnen gewesen. Operationelle Risiken traten historisch bisher nur selten und in einem Umfang auf, der weit unterhalb des ermittelten Value at Risk lag. Da viele operationelle Risken nur sehr selten schlagend werden, dann jedoch hohe Schäden verursachen können, bedarf es eines langen Betrachtungszeitraumes, um untermauerte Aussagen zur Prognosegüte des Value-at-Risk-Modells, insbesondere im Bereich hoher Konfidenzniveaus, treffen zu können. Dies ist bei der EUWAX AG mangels historischer Schadensfälle nicht gegeben. Aufgrund der eher vorsichtigen Schätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen geht die Gesellschaft jedoch von einer hohen Prognosegüte aus. Ein Hinweis hierauf ist auch die Tatsache, dass die im Value at Risk regelmäßig erwarteten Verluste (50% Konfidenzniveau) deutlich über den bisher eingetretenen Verlusten liegen. ZusammenfassungDie gesamte Risikosituation der EUWAX AG ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Ein direkter Vergleich zum Vorjahr ist jedoch aufgrund der strukturellen Veränderungen durch die Operativstellung der Boerse Stuttgart Holding GmbH nur eingeschränkt möglich. Hierdurch haben sich sowohl die Risiken, als auch das Risikodeckungskapital signifikant reduziert. Die zum Jahresende 2009 nachlassende Finanzmarktkrise sorgte zusätzlich für eine weitere Entspannung der Risikosituation. Der gesamte Value at Risk für die EUWAX AG lag zum 31.12.2009 bei 9,66 Mio. €, nach 19,37 Mio. € zum 31.12.2008 (siehe Abbildung 23). Das Risikodeckungskapital hat sich auf 49,31 Mio. € reduziert (Vorjahr: 79,40 Mio. €). ![]() PROGNOSEBERICHTDer Privatanlegermarkt dürfte auch im Jahr 2010 und vermutlich auch in 2011 noch von der Finanzkrise gezeichnet sein und Dynamik vermissen lassen. Unsere Zielsetzung ist es, die bestehende Kundenbasis zusammen mit unseren Geschäftspartnern zu sichern und mit Nachhaltigkeit zu entwickeln. Wie schnell und erfolgreich unsere kontinuierlichen Bemühungen für mehr Transparenz und Vertrauen fruchten werden, ist zu einem hohen Anteil von der weiteren Entwicklung der Finanzmärkte bestimmt. Die Finanzkrise ist noch nicht ausgestanden und der weitere Verlauf muss gegenwärtig als ergebnisoffen bezeichnet werden. Eine ausgeprägte zweite Krisenwelle hätte entsprechend negative Effekte auf die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen. Die Zielsetzungen des Börsenplatzes Stuttgart sind durch Kontinuität gekennzeichnet. Wir wollen unsere Verantwortung im börslichen Handel mit Wertpapieren auch weiterhin gerecht werden und die Rückkehr des Vertrauens von Anlegern unterstützen. Transparenz in allen Phasen des Handels der verschiedenen Instrumente und die aktiv geförderte Weiterbildung und Aufklärung von Anlegern sind hier als zentrale Elemente zu nennen. Um das hohe Investitionsniveau bei der Gruppe Boerse Stuttgart weiterhin aufrecht erhalten und die technologische Basis konsequent und innovativ weiterentwickeln zu können, geht die mittelfristige Planung (3-Jahreszeitraum) von nachhaltigen positiven Jahresergebnisses aus. Dabei ist die IT-Infrastruktur die Basis für zukünftigen Markterfolg. Dieser wird allerdings nur durch die Einbeziehung des menschlichen Faktors in Bezug auf Servicequalität und Kundennähe erfolgreich umgesetzt werden können. Unsere Mitarbeiter sind daher in Zukunft wie in Vergangenheit unser größter Erfolgsfaktor und sollen entsprechend weiterentwickelt und gefördert werden. Die gebündelten Kräfte des Börsenplatzes stellen uns auf eine anhaltend solide Kapitalbasis und ermöglichen ein von kurzfristigen Ertragsschwankungen unabhängiges Handeln. Das Jahr 2010 wird genutzt, um die Dienstleistungen insbesondere qualitativ weiterzuentwickeln. Die aktuellen Herausforderungen durch die unsichere Marktentwicklung und den intensiven Wettbewerb werden zu den prägenden Elementen des Jahres zählen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und Kunden war und ist weiterhin die Basis unseres Markterfolgs. SONSTIGE ANGABENDer Jahresabschluss der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart zum 31.12.2009 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Für die Erstellung des Lageberichts wurde der Deutsche Rechnungslegungsstandard Nr. 15 (Lageberichterstattung) und der Deutsche Rechnungslegungsstandard bzw. Deutscher Rechnungslegungsänderungsstandard Nr. 5-10 (Risikoberichterstattung von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten) beachtet. Aktionärs- und Kapitalstruktur der EUWAX AGDas gezeichnete Kapital der EUWAX AG setzt sich aus 5.150.000 nennwertlosen Inhaber-Stückaktien zusammen mit einem rechnerischen Nennwert von 1 € je Aktie. Eigene Aktien wurden von der Gesellschaft im gesamten Geschäftsjahr 2009 nicht gehalten. Die Boerse Stuttgart Holding GmbH hielt am 31.12.2009 ca. 84% der Anteile an der EUWAX AG und war damit die einzige Aktionärin mit einer Beteiligung von über 10% am Kapital der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden der Boerse Stuttgart Holding GmbH insgesamt 3.270 Aktien aufgrund des mit der EUWAX AG geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags und dem damit bestehenden Barabfindungsangebots angedient. scroll
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Tab. 4: Anlegerstruktur der EUWAX AG Stimmrechte und sonstige VereinbarungenStimmrechtsbeschränkungen bestehen nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach § 136 AktG, wonach ein Stimmverbot für betroffene Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Beschlussfassung über ihre Entlastung gilt. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der EUWAX AG nicht. Soweit Arbeitnehmer der Gesellschaft Aktionäre sind, bestehen in Bezug auf deren Stimmrechte keine Besonderheiten gegenüber anderen Aktionären. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen ebenso wenig wie Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern. Ernennung und Abberufung des VorstandsDie Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt nach den Bestimmungen des §§ 84, 85 AktG durch den Aufsichtsrat. Nähere Vorgaben über die Zusammensetzung des Vorstands enthält § 5 der Satzung der Gesellschaft, insbesondere, dass der Vorstand der Gesellschaft aus einer oder mehreren Personen besteht und die genaue Anzahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat bestimmt wird. Auch der Abschluss der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen und eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen. Änderungen der Satzung erfolgen in Übereinstimmung mit §§ 179, 133 AktG und § 14 der Satzung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 4 Abs. 6 und Abs. 7 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 8 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft Satzungsänderungen beschließen, die nur die Fassung betreffen. Bedingtes Kapital IIIDer Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13.07.2011 einmalig oder mehrmalig Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 51.500.000,00 € mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren auszugeben. Die Optionsschuldverschreibungen werden im Falle der Ausübung der Ermächtigung den Aktionären im Wege des unmittelbaren Bezugsrechts angeboten. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Emissionen, insbesondere den Zeitpunkt der Begebung, den Zinssatz, den Ausgabekurs und die Laufzeit festzusetzen. Das Grundkapital ist um bis zu 515.000,00 € (eingeteilt in bis zu 515.000 Inhaber-Stückaktien ohne Nennbetrag) bedingt erhöht. Die Inhaber-Stückaktien sind mit einer Gewinnberechtigung ab Beginn des im Jahr der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres ausgestattet. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung von Bezugsrechten, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung am 14.07.2006 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird (Bedingtes Kapital III). Genehmigtes Kapital IDer Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 16.07.2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 1.750.000,00 € zu erhöhen. Die Ermächtigung des Vorstands erfolgte durch die Hauptversammlung am 08.07.2009. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen. Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2009 beträgt das genehmigte Kapital I 1.750.000,00 €. Genehmigtes Kapital IIIn der Hauptversammlung vom 30.06.2005 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 29.06.2010 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen. Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2009 beträgt das genehmigte Kapital II 825.000,00 €. Grundzüge des VergütungssystemsVorstandsbezügescroll
Die Vergütung der zum 31.12.2009 aktiven Vorstandsmitglieder wird aufgrund der bestehenden Entsendungsverträge zwischen der Muttergesellschaft und der EUWAX AG durch die Boerse Stuttgart Holding GmbH übernommen, bei der die Vorstände gleichzeitig angestellt sind. Die Verträge der ehemaligen Vorstandsmitglieder der Herren Thomas Krotz und Thomas Rosenmayer endeten einvernehmlich zum 30.06.2009. Die Gesamtvergütung im Jahr 2009 stellt den Vergütungsanspruch der ursprünglichen Vertragslaufzeit dar. Die variablen Vergütungen spiegeln im Geschäftsjahr 2009 die Tantiemen der Vorstände wider. Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 14.07.2006 bis 2010 entbunden. AufsichtsratsvergütungDie Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrugen für das Berichtsjahr insgesamt 120 T€ (Vj. 123 T€). Die Satzungsregelungen zur Aufsichtsratsvergütung wurden mit Beschluss der Hauptversammlung am 08. Juli 2009 neu gefasst und wurden erstmals auf die für das Geschäftsjahr 2008 zu zahlende Vergütung angewendet. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vergangene Geschäftsjahr beschließt, eine feste Vergütung. Zusätzlich zu der fixen Vergütung wird ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen gezahlt. Die Aufsichtsratsvergütung für 2009 betrifft die zurückgestellten Beträge. SonstigesUm der neuen Struktur am Börsenplatz Stuttgart Rechnung zu tragen, wurden die Anteile an der Tradejet AG sowie die Anteile an der T.I.Q.S. GmbH & Co. KG und der T.I.Q.S. Verwaltungsgesellschaft mbH mit Wirkung zum 01.01.2009 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH verkauft. Das verbundene Unternehmen eBAG Internet GmbH i. L. verbleibt bis zur vollständigen Liquidation bei der EUWAX AG. Dadurch hat die EUWAX AG ihre Konzerneigenschaft verloren, so dass diese seit dem 01.01.2009 nicht mehr zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach internationalen Rechnungslegungsstandards verpflichtet ist. Um insbesondere der Operativstellung der Boerse Stuttgart Holding GmbH und der geänderten Führungsstruktur gerecht zu werden, ist der Bereich Informationstechnologie an die Boerse Stuttgart AG übergegangen. Der Bereich Finanzen, Personal und Verwaltung wurde an die Boerse Stuttgart Holding GmbH übertragen. Die entsprechenden Vermögenswerte wurden per 01.01.2009 übertragen. Zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der mit seiner Eintragung ins Handelsregister am 12.02.2008 Rechtswirksamkeit erlangte. Die EUWAX AG unterhält keine Zweigniederlassungen. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen im Anhang der Gesellschaft. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB n.F.Die abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB n.F. ist den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter folgendem link, http://www.euwaxag.de/investor+relations/ corporate+governance/corporate+governance.html, zugänglich gemacht worden. Im Geschäftsbericht ist die Erklärung im Kapitel „Corporate Governance“ abgedruckt. Vorbehalt bei ZukunftsaussagenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. NACHTRAGSBERICHTDas langjährige Aufsichtsratsmitglied der EUWAX AG, Herr Rechtsanwalt Dr. Jan Wittig, ist überraschend am 06. März 2010 verstorben.
Stuttgart, 31. März 2010 Der Vorstand der EUWAX AG Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender Ralph Danielski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Ralf Nachbauer Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009EUWAX AG, StuttgartAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009EUWAX AG, Stuttgartscroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2009der EUWAX Aktiengesellschaft, StuttgartA. Erläuterungen zum Jahresabschluss1. AllgemeinesDie EUWAX AG hat ihre Anteile an der Tradejet AG, Zürich/Schweiz, an der T.I.Q.S. GmbH & Co. KG, Stuttgart, und der T.I.Q.S. Verwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart, mit Wirkung zum 01.01.2009 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, zu Buchwerten verkauft. Durch die Verkäufe ihrer verbundenen Unternehmen hat die EUWAX AG ihre Konzerneigenschaft verloren und ist damit seit dem 01.01.2009 nicht mehr zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Im Zuge der Operativstellung der Boerse Stuttgart Holding GmbH und der damit einhergehenden organisatorischen und strukturellen Veränderungen wurden auch die Aufgaben innerhalb des Boerse Stuttgart Holding - Konzerns zum 01.01.2009 neu verteilt. Die Boerse Stuttgart AG fokussiert sich dabei auf den Börsenbetrieb, die EUWAX AG auf ihre Funktion als Quality-Liquidity-Provider (QLP). Im Gegenzug entfallen die bisherigen, über Konzernumlagen an die Boerse Stuttgart AG bezahlten Aufwendungen für IT und Marketing. Die Ertrags- und Aufwandsentwicklung sowie die Bilanzposten sind somit nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. 2. Anwendung der VorschriftenDie EUWAX AG, Stuttgart, ist als amtlich notierte Aktiengesellschaft eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes sowie die für Finanzdienstleistungsinstitute geltende Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Bei der tabellarischen Aufstellung von Zahlen in T€ (insbesondere Vorjahreswerte) können Rundungsdifferenzen auftreten. 3. Allgemeine Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Posten im Jahresabschluss erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum ungünstigeren Kassakurs am Bilanzstichtag. Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wertam Bilanzstichtag bewertet (strenges Niederstwertprinzip). Wertaufholungen werden maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise demniedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden im Bedarfsfall vorgenommen. Den linearen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 150,00 € („geringwertige Wirtschaftsgüter“) werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter ab 150,00 € bis 1.000,00 € Anschaffungskosten werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und im Rahmen der „Poolbewertung“ gemäß den steuerlichen Vorschriften über fünf Jahre linear abgeschrieben. Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Langfristige Forderungen werden zum Barwert bilanziert. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert und vor Ablauf eines Jahres fällig. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. B. Erläuterungen zur Bilanz4. BarreserveDie Barreserve zum 31.12.2009 besteht aus dem Kassenbestand. 5. Forderungen an KreditinstituteFür diesen Bilanzposten ergibt sich folgende Fristengliederung: scroll
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Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus in laufender Rechnung unterhaltenen Konten sowie Tagesgeldkonten. Der Rückgang der Forderungen gegenüber Kreditinstituten steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem im Berichtsjahr zentralisierten Konzern-Treasury bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Aus diesem Grund hat die EUWAX AG der Boerse Stuttgart Holding GmbH ein Darlehen in Höhe von 62,8 Mio. € gewährt. Im Posten sind keine Forderungen an verbundene oder beteiligte Unternehmen enthalten. 6. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereIm Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind Rentenpapiere des Handelsbestandes inklusive anteiliger Zinsen enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere verbundener oder beteiligter Unternehmen sind zum Bilanzstichtag nicht im Bestand. Die bilanzierten Wertpapiere haben in Höhe von 178.024,70 € (ohne anteilige Zinsen) bzw. 180.873,12 € (mit anteiligen Zinsen) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. 7. Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereUnter diesem Bilanzposten werden insbesondere Aktien, Fonds, Optionsscheine und Zertifikate des Handelsbestandes ausgewiesen. 8. Aufteilung des Wertpapierbestands auf das Handels- und das AnlagebuchDie Handelsbuchgeschäfte sind in § 1a Abs. 1 KWG definiert. Dem Handelsbuch werden sämtliche Geschäfte zugeordnet, die zum Zwecke des Wiederverkaufs mit Gewinnerzielungsabsicht (Handelsabsicht) eingegangen werden und bei denen zum Zeitpunkt des Erwerbs die beabsichtigte Haltedauer sechs Monate nicht übersteigt. Die Wertpapiere des Handelsbuchs werden vollumfänglich dem Umlaufvermögen (handelsrechtlich: Wertpapiere des Handelsbestands) zugerechnet. scroll
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Im Anlagebuch werden demgegenüber Bestände mit geschäfts- und anlagestrategischem Hintergrund geführt. Die Wertpapiere mit mittelfristigem Anlagehorizont werden im Umlaufvermögen (handelsrechtlich: Wertpapiere der Liquiditätsreserve) und mit langfristigem Anlagehorizont im Anlagevermögen (handelsrechtlich: Wertpapiere des Anlagevermögens) geführt. Das Anlagebuchweist per 31.12.2009 keinen Bestand aus. Der Marktwert des Wertpapierbestands der EUWAX AG beträgt zum 31.12.2009 1.972 T€ (ohne anteilige Zinsen) bzw. 2.040 T€ (mit anteiligen Zinsen). Darin sind Kurswertreserven in Höhe von 2 T€ enthalten. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 215 T€ und auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 70 T€ vorgenommen. Zuschreibungen erfolgten im Berichtsjahr auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 73 T€ und auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 0,3 T€. Der Rückgang der Wertpapierbestände steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem im Berichtsjahr zentralisierten Konzern-Treasury bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH, da dabei Wertpapierbestände auf die Muttergesellschaft übertragen wurden. Derivative FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag hat die EUWAX AG derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand. Diese setzen sich gemäß § 285 Satz 1 Nr. 18 HGB bei der Position der Zertifikate aus 733 Stücken, bei der Position der Optionsscheine aus 27.100 Stücken zusammen. Die Marktwerte wurden aufgrund von Börsenpreisen ermittelt. Aufteilung in börsenfähige und börsennotierte WertpapiereDie Aufteilung der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in börsenfähige und nicht börsenfähige sowie börsennotierte und nicht börsennotierte Wertpapiere gem. § 7 RechKredV stellt sich wie folgt dar: scroll
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9. Anteile an verbundenen Unternehmenscroll
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Die eBAG Internet GmbH befindet sich aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses vom 04.12.2008 mit Wirkung zum 31.12.2008 in Liquidation. Die Eintragung der Liquidation ins Handelsregister erfolgte am 16.01.2009. Die eBAG Internet GmbH i.L. ist weder börsennotiert noch börsenfähig. Im Berichtszeitraum erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert in Höhe von 16 T€. Die EUWAX AG hat ihre Anteile an der Tradejet AG, Zürich/Schweiz, an der T.I.Q.S. GmbH & Co. KG, Stuttgart, und der T.I.Q.S. Verwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart, mit Wirkung zum 01.01.2009 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart, zu Buchwerten verkauft. 10. Immaterielle AnlagewerteIn diesem Posten werden fast ausschließlich entgeltlich erworbene Softwarelizenzen für den Wertpapierhandel und für den allgemeinen Geschäftsbetrieb ausgewiesen. Der Bestand hat sich seit Jahresbeginn einerseits abschreibungsbedingt, andererseits durch den Verkauf von Vermögenswerten an die Boerse Stuttgart AG zum 01.01.2009 verringert. 11. SachanlagenDer Buchwert der Sachanlagen in Höhe von insgesamt 241 T€ (Vj. 2.133 T€) besteht zum größten Teil aus dem Fuhrpark (232 T€) und der Betriebs- und Geschäftsausstattung (8 T€). Der Rückgang des Buchwertes ist zum Großteil auf die Übertragung von Vermögensgegenständen auf andere Gesellschaften im Rahmen der Neustrukturierung der Gruppe Boerse Stuttgart zurückzuführen. 12. Sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen die Boerse Stuttgart Holding GmbH ergeben sich hauptsächlich aus einem Darlehen sowie der darauf entfallenden Zinsen, welches die EUWAX AG der Boerse Stuttgart Holding GmbH für das konzerneinheitliche Treasury gewährt hat. Die Forderungen gegenüber der Boerse Stuttgart AG setzen sich im Wesentlichen aus der Vergütung der EUWAX AG für die erbrachten QLP-Dienstleistungen zusammen. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Steuererstattungsanspruch (762 T€) besteht aus dem mit dem Barwert bilanzierten Körperschaftssteuerguthaben (676 T€) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr und dem Vorsteuererstattungsanspruch (86 T€) aus dem Jahr 2009. 13. Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Boerse Stuttgart Holding GmbH resultieren zum größten Teil aus dem noch abzuführenden Gewinn an die Boerse Stuttgart Holding GmbH aufgrund des mit dieser abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Boerse Stuttgart AG resultieren aus dem von der EUWAX AG zu tragenden Emittentenrabatt. In den Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sind neben den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit die Ertragsbonusansprüche enthalten. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus dem Übergang von Mitarbeitern von der EUWAX AG zur Boerse Stuttgart Holding GmbH und zur Boerse Stuttgart AG. Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. 14. Entwicklung der Rückstellungenscroll
Alle Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute sind aufgrund gesetzlicher Vorgaben Pflichtmitglieder in einem Einlagensicherungsfonds. Der für die EUWAX AG zuständige Sicherungsfonds ist die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Diese sieht sich durch den Zusammenbruch der Phoenix Kapitaldienst GmbH in 2005 einem bedeutsamen Schadensfall ausgesetzt. Das Entschädigungsverfahren gestaltet sich komplex und langwierig. Die genaue Höhe der von der EdW zu entschädigenden Kundeneinlagen steht weiterhin nicht fest. Klar ist jedoch, dass der Schadensfall die Leistungsfähigkeit der EdW bei weitem übersteigt und daher vermutlich die Mitglieder der EdW eine Sonderumlage zu leisten haben. Diese Sonderumlagen sind aus Sicht der EUWAX AG rechtswidrig. Erste in 2007 erlassene Sonderumlagebescheide konnten erfolgreich angefochten werden. Der Gesetzgeber reagierte darauf in 2009 mit dem Erlass einer neuen Beitragsverordnung. Es ist zu erwarten, dass auf dieser Grundlage neue Sonderumlagen erhoben werden. Die EUWAX AG wird auch weiterhin alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen, um eine Belastung von der Gesellschaft abzuwenden. Gleichwohl hat die Gesellschaft aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht durch die Bildung einer entsprechenden Rückstellung eine bilanzielle Vorsorge getroffen. Diese deckt auf Basis der derzeit weitgehend verlässlich bestimmbaren Daten die zu erwartenden Belastungen ab. Darüber hinaus bestehen jedoch Risiken hinsichtlich möglicher höherer Belastungen, die sich aus uns heute nicht bekannten Fakten oder aus sich erst in der Zukunft eintretenden Veränderungen ergeben. Die Erhöhung der Rückstellung der EdW-Sonderumlage um 251 T€ resultiert aus der Umbuchung aus den Verbindlichkeiten in die Rückstellungen. Die voraussichtlichen Leistungstantiemen und Leistungsbonifikationen sind in den Rückstellungen für variable Vergütungen enthalten. Die übrigen Rückstellungen setzen sich insbesondere aus dem EdW-Beitrag für 2009 sowie aus Aufbewahrungskosten für Geschäftsunterlagen und noch zu entrichtende Sozialleistungen des Personalbereichs zusammen. Die Restlaufzeiten aller Rückstellungen sind voraussichtlich kürzer als ein Jahr. 15. Entwicklung des Eigenkapitalsscroll
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in 2008 und 2009 nach Gewinnabführung an
die Boerse Stuttgart Holding GmbH Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital zum 31.12.2009 ist in 5.150.000 nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € eingeteilt. Es bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. KapitalrücklageIn der Kapitalrücklage werden Agiobeträge (9.750 T€) gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB (Ausgabe von Aktien über Nennbetrag) und Unterschiedsbeträge im Zusammenhang mit der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen (11.318 T€) gem. § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB ausgewiesen. Bedingtes Kapital IIIDer Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13.07.2011 einmalig oder mehrmalig Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 51.500.000,00 € mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren auszugeben. Die Optionsschuldverschreibungen werden im Falle der Ausübung der Ermächtigung den Aktionären im Wege des unmittelbaren Bezugsrechts angeboten. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Emissionen, insbesondere den Zeitpunkt der Begebung, den Zinssatz, den Ausgabekurs und die Laufzeit festzusetzen. Das Grundkapital ist um bis zu 515.000,00 € (eingeteilt in bis zu 515.000 Inhaberstückaktien ohne Nennbetrag) bedingt erhöht. Die Inhaberstückaktien sind mit einer Gewinnberechtigung ab Beginn des im Jahr der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres ausgestattet. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung von Bezugsrechten, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung am 14.07.2006 ermächtigt wurde. Genehmigtes Kapital IDer Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 16.07.2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 1.750.000,00 € zu erhöhen. Die Ermächtigung des Vorstands erfolgte durch die Hauptversammlung am 08.07.2009. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX AG erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder zum Ausgleich von Spitzenbeträgen. Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2009 beträgt das genehmigte Kapital I 1.750.000,00 €. Genehmigtes Kapital IIIn der Hauptversammlung vom 30.06.2005 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 29.06.2010 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 825.000,00 € zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden, wobei das Bezugsrecht insbesondere dann ausgeschlossen werden kann, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der EUWAX Aktiengesellschaft erfolgt, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Im Berichtszeitraum wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum 31.12.2009 beträgt das genehmigte Kapital II 825.000,00 €. GewinnrücklagenDer Bilanzgewinn aus dem Jahr 2008 in Höhe von EUR 9.933,59 wurde laut Gewinnverwendungsbeschluss vom 08.07.2009 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Seit Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart Holding GmbH werden alle Gewinne an die Muttergesellschaft abgeführt. Daher bleibt die Höhe des Eigenkapitals unverändert. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)16. ZinsergebnisDie Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften resultieren aus Tages-, Fest- und Termingeldeinlagen. Bei den Zinserträgen aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen handelt es sich um Couponzahlungen und vereinnahmte Stückzinsen. Die Stückzinserträge werden mit den Stückzinsaufwendungen saldiert. Die Zinsaufwendungen betreffen Avalprovisionen für Bankbürgschaften. Der Rückgang des Zinsergebnisses resultiert aus dem niedrigen Zinsniveau im Jahr 2009. 17. Laufende ErträgeIn den laufenden Erträgen sind Dividendenzahlungen aus Wertpapierbeständen enthalten. 18. ProvisionsergebnisDas Provisionsergebnis setzt sich zum Großteil aus den von der Boerse Stuttgart AG an die EUWAX AG bezahlten QLP - Vergütungen zusammen. Die EUWAX AG erhält für ihre Tätigkeit als QLP einen prozentualen Anteil an dem von der Boerse Stuttgart AG vereinnahmten Transaktionsentgelt. Im Berichtsjahr wurden die Aufgaben der einzelnen Gesellschaften im Boerse Stuttgart Holding – Konzern neu festgelegt. Die EUWAX AG hat dabei verschiedene Bereiche auf andere Konzerngesellschaften übertragen. Durch diese Neustrukturierungen wurde auch der Aufteilungsschlüssel für das Transaktionsentgelt zwischen der EUWAX AG und der Boerse Stuttgart AG neu festgelegt. Das Provisionsergebnis ist somit nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Daneben ist für das rückläufige Provisionsergebnis die geringere Orderzahl aufgrund der negativen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise verantwortlich. 19. Nettoergebnis aus FinanzgeschäftenDie Erträge und Aufwendungen aus Finanzgeschäften enthalten im Wesentlichen Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften sowie Zu- und Abschreibungen auf Wertpapiere des Handelsbestands. 20. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Im Zuge der Umstrukturierung am Börsenplatz Stuttgart wurden Tätigkeiten, die bisher von der EUWAX AG für andere Gesellschaften der Gruppe Börse Stuttgart erbracht wurden, auf die Boerse Stuttgart Holding GmbH übertragen. Dadurch wurden deutlich weniger Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen generiert. In den übrigen betrieblichen Erträgen sind hauptsächlich verrechnete Sachbezüge an Vorstände und Mitarbeiter (66 T€) verbucht. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die zu viel gebildeten Rückstellungen für die Aufsichtsratsvergütungen (190 T€) und den Leistungsbonus für Vorständsmitglieder (167 T€). 21. Personalaufwandscroll
Die Veränderung des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus der Neustrukturierung des Börsenplatzes und dem damit einhergehenden Übergang von Mitarbeitern der EUWAX AG auf andere Gesellschaften zum 01.01.2009. Daneben ist der Rückgang des Personalaufwands auf das deutlich gesunkene Vorsteuerergebnis zurückzuführen. Die variablen Vergütungsbestandteile beinhalten Ertrags- und Leistungsbonifikationen der Mitarbeiter sowie Vertrags- und Leistungstantiemenansprüche von Vorständen und Mitarbeitern. 22. Andere Verwaltungsaufwendungenscroll
Aufgrund der Neustrukturierung des Börsenplatzes und der damit einhergehenden Übergänge von Vertrags- und Leistungsbeziehungen auf andere Gesellschaften ist ein Vergleich mit den Vorjahreswerten nur bedingt möglich. Im Zuge der Operativstellung der Boerse Stuttgart Holding GmbH und der damit einhergehenden organisatorischen und strukturellen Veränderungen, wurden auch die Aufgaben innerhalb des Boerse Stuttgart Holding-Konzerns zum 01.01.2009 neu verteilt. Die Boerse Stuttgart AG fokussiert sich dabei auf den Börsenbetrieb, die EUWAX AG auf ihre Funktion als QLP. Im Gegenzug entfallen die bisherigen, über Konzernumlagen an die Boerse Stuttgart AG bezahlten Aufwendungen für IT (Aufwendungen für Börseninformationsdienste und EDV-Kosten) und Marketing (Werbe- und Repräsentationskosten). Die Kosten für die übrigen Fremdleistungen resultieren im Wesentlichen aus den von der Boerse Stuttgart Holding GmbH für die EUWAX AG erbrachten Dienstleistungen im Verwaltungs- und Finanzbereich. 23. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ausschließlich Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von 25 T€ enthalten. 24. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im KreditgeschäftIn dieser Position werden unter anderem Abschreibungen und Kursverluste von Wertpapieren der Liquiditätsreserve verbucht. 25. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im KreditgeschäftIn den Erträgen aus Zuschreibungen sind Wertaufholungen und Kursgewinne aus Wertpapieren der Liquiditätsreserve enthalten. 26. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte WertpapiereIm Rahmen des Liquidationsverfahrens wurde auf die eBAG Internet GmbH eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert am Bilanzstichtag in Höhe von 16 T€ vorgenommen. 27. Steuern vom Einkommen und vom ErtragAufgrund der steuerlichen Organschaft der EUWAX AG (Organgesellschaft) mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH (Organträgerin) ist die EUWAX AG selbst nicht mehr Steuersubjekt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 6.145 T€ (Vj. 10.585 T€). Hierbei handelt es sich um eine Konzernumlage (5.650 T€), die an die Boerse Stuttgart Holding GmbH abgeführt wird, sowie um die Körperschaftsteuer (470 T€) und den darauf entfallenden Solidaritätszuschlag (26 T€) bezüglich der Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre. D. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt auf freiwilliger Basis und orientiert sich am DRS 2-10. Sie zeigt die Bewegungen des Finanzmittelbestands und die dafür verantwortlichen Mittelbewegungen. scroll
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Liquiditätserhöhend; Gegenüber dem Vorjahr gibt es eine Abweichung beim Ausweis des Jahresergebnisses in der Kapitalflussrechnung. Der Ausweis in der Kapitalflussrechnung erfolgt nun vor Gewinnabführung. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst. Operativer BereichDas Working Capital ist ein wichtiger Indikator für die Einschätzung des zukünftigen Liquiditätsrisikos. Die einbezogenen Posten können kurzfristig liquidiert werden. Es setzt sich bei der EUWAX AG aus folgenden Bilanzpositionen zusammen: scroll
Veränderung des Working CapitalsDie deutliche Abnahme resultiert in erster Linie aus dem reduzierten Wertpapierbestand aufgrund des zentralen Treasury bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH. InvestitionsbereichDie Einzahlungen resultieren aus dem Verkauf der Anteile an verbundenen Unternehmen (Tradejet AG, T.I.Q.S. GmbH & Co. KG, T.I.Q.S. Verwaltungsgesellschaft mbH) an die Muttergesellschaft sowie aus dem Verkauf von Vermögensgegenständenan andere Konzerngesellschaften. FinanzierungsbereichDie deutliche Veränderung des Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Abführung des Gewinns für das Geschäftsjahr 2008 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH. Des weiteren hat die EUWAX AG der Boerse Stuttgart Holding GmbH im Zusammenhang mit dem im Berichtsjahr zentralisierten Konzern-Treasury ein Darlehen in Höhe von 62,8 Mio. € gewährt. 28. FinanzmittelbestandDer ausgewiesene Finanzmittelbestand errechnet sich aus der Barreserve und den Forderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit bis zu 90 Tagen. scroll
Der Rückgang des Finanzmittelbestands resultiert aus der Darlehensgewährung an die Boerse Stuttgart Holding GmbH für das konzerneinheitliche Treasury. E. Sonstige Angaben29. Ergebnis je Aktiescroll
Das Ergebnis je Aktie berechnet sich durch Quotientenbildung aus Periodenergebnis und gewichtetem Durchschnitt der im Berichtszeitraum im Umlauf befindlichen Stammaktien der EUWAX AG. Ergebnisverwässerungseffekte sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten. 30. Anlegerstrukturscroll
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Der Boerse Stuttgart Holding GmbH wurden aufgrund des Pflichtangebots zur Barabfindung aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag im Berichtszeitraum 3.270 Aktien (insgesamt: 466.282) angedient. Der Kurs der EUWAX AG – Aktie beträgt zum Bilanzstichtag 50,53 € (Vj. 46,45 €). 31. Arbeitnehmer und Organescroll
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Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer i.S.d. § 285 S. 1 Nr. 7 HGB betrug 72. Aufgrund der Neustrukturierung am Börsenplatz wechselten die Mitarbeiter des Bereiches Informationstechnologie am 01.01.2009 zur Boerse Stuttgart AG und die Mitarbeiter des Verwaltungs- und Finanzbereichs zur Boerse Stuttgart Holding GmbH. Dies erklärt den deutlichen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl der EUWAX AG. Die Herren Christoph Lammersdorf, Ralph Danielski und Ralf Nachbauer sind bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH angestellt und darüber hinaus als Vorstände der EUWAX AG bestellt. Mitglieder des Vorstandsscroll
Die Vorstandsmitglieder Herr Thomas Krotz und Herr Thomas Rosenmayer sind zum 30.06.2009 aus der Gesellschaft ausgeschieden. Vorstandsvergütungscroll
Für die am 31.12.2009 im Amt befindlichen Vorstände werden die Vergütungen von der herrschenden Muttergesellschaft übernommen. Von der Pflicht zur individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen wurde die EUWAX AG durch die Hauptversammlung am 14.07.2006 bis 2010 entbunden. Mitglieder des Aufsichtsratsscroll
AufsichtsratsvergütungDie Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder betrugen für das Berichtsjahr insgesamt 120 T€ (Vj. 123 T€). Die Aufsichtsratsvergütung für 2009 betrifft die zurückgestellten Beträge. 32. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie EUWAX AG ist in den Geschäftsjahren 2010 bis 2020 aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 25 T€ jährlich verpflichtet. Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Avalprovisionen in Höhe von jährlich 11 T€. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrags ist die EUWAX AG verpflichtet, ihren erwirtschafteten Gewinn mindestens für die Geschäftsjahre 2008 bis 2013 an die Boerse Stuttgart Holding GmbH abzuführen. 33. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenDie Gruppenstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Für die Erbringung und Vergütung von Konzernleistungen bestehen einheitliche vertragliche Regelungen. Das gesamte im Geschäftsjahr 2009 zwischen der EUWAX AG und den verbundenen Unternehmen erbrachte und abgerechnete „Transaktionsvolumen“ beläuft sich auf saldierte 9.244 T€. scroll
Außerdem stehen sich zum 31.12.2009 in Höhe eines Saldos Forderungen von 64.783 T€ und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen von 15.330 T€ gegenüber. scroll
Geschäfte mit nahestehenden Personen fanden im Berichtszeitraum nicht statt. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen EUWAX AG und Boerse Stuttgart Holding GmbHAm 16.05.2007 hat die EUWAX AG mit der am 19.03.2007 gegründeten Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH (die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 14.07.2007) einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Bei der Boerse Stuttgart Holding GmbH handelt es sich um eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., in die die Vereinigung ihren gesamten Bestand an Aktien (3.862.501 Stück) an der EUWAX AG im Zuge einer Sachkapitalerhöhung am 01.12.2007 (wirtschaftlicher Übergangsstichtag) eingebracht hat. Der Vertrag bedurfte der Zustimmung der Hauptversammlung der EUWAX AG. Diese hat am 29.06.2007 positiv Beschluss gefasst. Ferner war die Zustimmung der Gesellschafterversammlung der Holding erforderlich, was am 04.12.2007 geschehen ist. Der Vertrag hat am 12.02.2008 mit seiner Eintragung im Handelsregister Rechtswirksamkeit erlangt. Er ist für die Dauer von fünf Jahren fest geschlossen und verlängert sich unverändert jeweils um ein weiteres Jahr, falls er nicht spätestens einen Monat vor seinem jeweiligen Ablauf von einem Vertragspartner schriftlich gekündigt wird. Die Boerse Stuttgart Holding GmbH gewährt den außenstehenden Aktionären der EUWAX AG für die Dauer des Vertrags für jedes volle Geschäftsjahr der Gesellschaft nach dem Inkrafttreten des Vertrags – und somit erstmalig für das Geschäftsjahr 2008 – als angemessenen Ausgleich im Sinne des § 304 AktG die Zahlung einer Garantiedividende in Höhe von brutto 3,85 € je Inhaber-Stückaktie der von den außenstehenden Aktionären gehaltenen Aktien abzüglich der auf diesen Betrag entfallenden Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag nach den jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Sätzen. Die Boerse Stuttgart Holding GmbH hat sich ferner verpflichtet, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der Gesellschaft dessen Aktien gegen Abfindung zu erwerben. Die Holding gewährt den außenstehenden Aktionären eine Barabfindung von 40,82 € je Inhaber-Stückaktie. Die Verpflichtung der Holding zum Erwerb der Aktien ist befristet. Von mehreren außenstehenden Aktionären wurde ein Antrag auf gerichtliche Überprüfung der Barabfindung (sog. Spruchverfahren) gestellt, so dass die Frist aufgrund gesetzlicher Vorgaben zwei Monate nach dem Tag, an dem die endgültige Entscheidung in diesem Verfahren (z.B. Beschluss des Gerichts oder Vergleich) im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist, endet. Die voraussichtliche Dauer des Verfahrens ist der Gesellschaft nicht bekannt. 34. Honorar für den Abschlussprüferscroll
Aufgrund der neuen Konzernstruktur der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH und der damit seit Anfang des Jahres für die EUWAX AG entfallenen Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) ist der Umfang der Abschlussprüfungsleistungen gesunken. 35. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der EUWAX AGDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden, u.a. auf der Internetseite der EUWAX AG. 36. Mitteilung nach § 21 WpHGAm 16.01.2008 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung: EUWAX Aktiengesellschaft Börsenstraße 4 D-70174 Stuttgart Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, hat uns gemäß §§ 25,24 folgendes mitgeteilt:
Stuttgart im Januar 2008 EUWAX Aktiengesellschaft
Ebenfalls am 16.01.2008 veröffentlichte die EUWAX AG gemäß § 26 Abs. 1 WpHG die folgende, ihr zugegangene Stimmrechtsmitteilung: EUWAX Aktiengesellschaft Börsenstraße 4 D-70174 Stuttgart Korrekturveröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG Die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., Börsenstraße 4, D-70174 Stuttgart, hat uns unter Korrektur ihrer Mitteilung vom 04.12.2007 (veröffentlicht ebenfalls am 04.12.2007) folgendes mitgeteilt: Unter Korrektur unserer Mitteilung vom 04.12.2007 (veröffentlicht ebenfalls am 4.12.2007) teilen wir mit, dass der Stimmrechtsanteil der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. an der EUWAX Aktiengesellschaft von derzeit 83,85 % (dies entspricht 4.318.330 Stimmen) von der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. seit dem 4.12.2007 nicht mehr unmittelbar im Sinne des § 21 Abs. 1 WpHG gehalten, sondern dieser wie folgt zugerechnet wird:
Stuttgart im Januar 2008 EUWAX Aktiengesellschaft
37. Konzernverhältnisse/ -abschlussDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 der EUWAX AG wird in den Konzernabschluss der Boerse Stuttgart Holding GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister über den elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Zum Bilanzstichtag hält die Boerse Stuttgart Holding GmbH (Mutterunternehmen) 84,05 % der Anteile an der EUWAX AG (Tochterunternehmen). Zwischen der Boerse Stuttgart Holding GmbH (Organträgerin) und der EUWAX AG (Organgesellschaft) besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche sowie eine umsatzsteuerliche Organschaft. Die fiktiven Steuern der EUWAX AG werden im Organkreis ermittelt und im Rahmen eines Umlageverfahrens von der EUWAX AG erhoben. Die aufgrund des Gewinnabführungsvertrags abzuführenden Gewinne werden in der Gewinn- und Verlustrechnung „Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne“ ausgewiesen. 38. RisikoberichtDie Gesellschaft hat im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 ausführlich über die aktuelle Risikolage berichtet und das Risikomanagementsystem der EUWAX AG beschrieben.
Stuttgart, 31.03.2010 Der Vorstand der EUWAX AG Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender Ralph Danielski, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Ralf Nachbauer Anlage zum Anhang für das Geschäftsjahr 2009der EUWAX AGscroll
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BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 31. März 2010 Ernst & Young GmbH Müller-Tronnier, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Caduff, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterErklärung des Vorstands gem. § 37v Abs. 2 Nr. 3 WpHG i.V.m. §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGBNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.
Stuttgart, 26. April 2010 Der Vorstand der EUWAX AG Christoph Lammersdorf, Vorstandsvorsitzender Ralph Danielski, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Ralf Nachbauer Bericht des AufsichtsratsIm vergangenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat der EUWAX AG entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben die Arbeit des Vorstands unter dem Blickwinkel der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit seines Handelns kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. In der Geschäftsordnung für den Vorstand haben wir seit langem zustimmungspflichtige Geschäfte definiert und ein kontinuierliches Berichtswesen in unterschiedlichen Intervallen vorgesehen, bspw. jährliche, quartalsweise und monatliche Berichte. Durch die regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung des Vorstands konnten wir uns intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befassen. Bei der Unterrichtung über den Geschäftsverlauf und die Unternehmenspolitik ging der Vorstand auf alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements ebenso ein wie auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für den Konzern und die Gesellschaft war der Aufsichtsrat frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Im Rahmen der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit sind aus unserer Sicht neben den Verfahrensabläufen im Gremium insbesondere die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung der Aufsichtsratsmitglieder entscheidende Faktoren. Von der Möglichkeit, Ausschüsse zu bilden, haben wir hingegen auch im Geschäftsjahr 2009 keinen Gebrauch gemacht. Wir haben zwar die Diskussionen um die verstärkt geforderte Einrichtung eines Prüfungssausschusses aufmerksam verfolgt, sind aber weiterhin übereinstimmend der Meinung, dass innerhalb des Aufsichtsratsgremiums der Gesellschaft genügend Sachkenntnis gerade auch bei Bilanzierungsfragen vorhanden ist und dass daher Ausschüsse im Hinblick auf die Größe des Gremiums nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würden. Sitzungen des AufsichtsratsIn insgesamt sechs Sitzungen (davon keine außerordentliche Sitzung) des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wir über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns, der Gesellschaft und des Marktumfeldes umfassend informiert. Ein Mitglied des Aufsichtsrats konnte im vergangenen Geschäftsjahr an vier Sitzungen nicht teilnehmen. Zwischen den Sitzungen berichtete der Vorstand über wichtige Geschäftsereignisse. So erhielt der Aufsichtsrat monatlich einen schriftlichen Bericht, insbesondere über die Geschäfts- und Ertragslage und Rentabilität sowie den Risikobericht. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger und intensiver Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Unter anderem wurden regelmäßige fixe Termine zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorsitzenden des Vorstands durchgeführt. Alle Geschäfte und Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands der Genehmigung durch den Aufsichtsrat bedurften, wurden vom Vorstand korrekt vorbereitet, unter Darstellung der Vor- und Nachteile sorgfältig begründet und dem festgelegten Beschlussverfahren entsprechend vorgelegt. Die jeweiligen Geschäfte und Maßnahmen wurden mit dem Vorstand eingehend diskutiert und die notwendigen Beschlüsse durch den Aufsichtsrat gefasst. In vier Fällen wurde der abschließende Beschluss im Umlaufverfahren gefasst, nachdem die Thematik stets im Vorfeld gründlich aufbereitet und umfassend besprochen wurde. Schwerpunkte der BeratungenSchwerpunkte unserer Beratungen im vergangenen Geschäftsjahr waren weiterhin auch die Umstrukturierungen am Börsenplatz Stuttgart innerhalb der Vorgaben der herrschenden Gesellschaft, der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Der Aufsichtsrat begleitete die Pläne und erteilte seine Zustimmung zu den damit verbundenen Geschäften und Maßnahmen. Die EUWAX AG nimmt innerhalb des Konzerns die Aufgabe des Quality-Liquidity-Providers (QLP) wahr und ist damit auf ihre Kernfunktion als Finanzdienstdienstleister fokussiert. Vor diesem Hintergrund wurden beispielsweise die bisherigen Beteiligungen der EUWAX AG an der Tradejet AG, der T.I.Q.S. GmbH & Co. KG und der T.I.Q.S. Verwaltungsgesellschaft mbH auf die Boerse Stuttgart Holding GmbH übertragen. Eine weitere Maßnahme der Umstrukturierung und der Fokussierung auf die Tätigkeit als QLP war, dass die Gesellschaft IT-Dienstleistungen nicht mehr selbst erbringt. Diese werden nunmehr von einer Konzerngesellschaft zur Verfügung gestellt. Dementsprechend wurde im vergangenen Geschäftsjahr der in der Satzung der Gesellschaft beschriebene Unternehmensgegenstand angepasst. Auch weiterhin ist die Geschäftsleitung der EUWAX AG allein verantwortlich für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus dem Finanzdienstleisterstatus der Gesellschaft. So waren auch aufsichtsrechtliche Themen ein Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats. Corporate GovernanceCorporate Governance war ebenfalls wieder ein wichtiger Komplex in den Beratungen. Im vergangenen Jahr haben wir uns mit der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 05.08.2009 beschäftigt und diese zum Anlass genommen, Fragen der Corporate Governance des Unternehmens im Hinblick auf geänderte und bestehende Empfehlungen und Anregungen des Kodex zu überprüfen. Vorstand und Aufsichtsrat haben zu den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex“ eine Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben, die den Aktionären wie gesetzlich gefordert dauerhaft zugänglich gemacht wird. Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der EUWAX AG veröffentlicht. Interessenkonflikte, die gemäß den Corporate Governance Grundsätzen dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen wären - insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können - sind im vergangenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Personelle VeränderungenIm abgelaufenen Geschäftsjahr gab es im Vorstand der EUWAX AG zwei personelle Veränderungen. Die langjährigen Mitglieder des Vorstands Thomas Krotz, verantwortlich für Finanzen und Personal, und Thomas Rosenmayer, verantwortlich für Informationstechnologie, haben ihre Ämter als Mitglieder des Vorstands der EUWAX AG niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Krotz und Herrn Rosenmayer für ihre erfolgreiche Arbeit und ihr Engagement zum Wohle der Gesellschaft. Den Vorstand der Gesellschaft bilden seither die Herren Christoph Lammersdorf (Vorsitzender), Ralph Danielski und Ralf Nachbauer. Die Besetzung des Aufsichtsrats blieb unverändert. Von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 08.07.2009 wurden die Herren Holger P. Härter, Dr. Jan Wittig und Hans-Peter Bruker wiedergewählt. Herr Härter ist unverändert Vorsitzender des Aufsichtsrats. Prüfung und Feststellung des JahresabschlussesEntsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 08.07.2009 wurde der Ernst & Young AG, inzwischen firmierend als Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, der Auftrag als Abschlussprüfer durch den Aufsichtsrat erteilt. Diese prüfte den Einzeljahresabschluss der EUWAX AG, aufgestellt nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts und den Lagebericht entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Prüfungsschwerpunkte wurden bei den Projektrechnungen der Gesellschaft und den Vergaberichtlinien für die Beauftragung externer Gesellschaften gesetzt. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind rechtzeitig an uns versandt worden. Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit diesen Unterlagen beschäftigt. Dabei war zu beachten, dass die Gesellschaft durch die oben genannten Umstrukturierungen im Geschäftsjahr 2009 nicht mehr verpflichtet war, einen Konzernabschluss zu erstellen. Außerdem mussten die internationalen Rechnungslegungsstandards nicht mehr angewendet werden. Die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 26.04.2010 in Gegenwart der Abschlussprüfer, die über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichteten, umfassend behandelt. Der Vorstand hat die Abschlüsse der EUWAX AG sowie das Risikomanagementsystem erläutert und über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Die Wirtschaftsprüfer standen dem Aufsichtsrat für ausführliche Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung stimmt der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung der vorgelegten Unterlagen und des Prüfungsberichts vollumfänglich zu. Damit ist der Jahresabschluss 2009 gemäß § 172 des Aktiengesetzes festgestellt. Wir sprechen dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren herausragenden Einsatz und ihre Leistungen zum Wohle unserer Kunden, des Unternehmens und der Aktionäre unseren herzlichen Dank aus.
Stuttgart, den 26. April 2010 Holger P. Härter, Vorsitzender des Aufsichtsrats Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance KodexDer Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Laufe des Berichtszeitraums geändert. Am 05.08.2009 wurde die neue Fassung bekanntgemacht. Die Gesellschaft folgte in der Vergangenheit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der abgegebenen Entsprechenserklärungen. Für den Zeitraum seit Februar 2009 bis zum 05.08.2009 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Kodex-Fassung vom 20.07.2007. Für die Corporate Governance Praxis der Gesellschaft seit dem 06.08.2009 bezieht sich die Erklärung auf die Anforderungen des Kodex in seiner Fassung vom 18.06.2009, die am 05.08.2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde und wird bis auf die folgenden Punkte entsprochen: Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts (3.8) – Abweichung vom Kodex bis einschließlich 05.08.2009Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 20.07.2008 sieht vor, dass im Rahmen einer D&O-Versicherung ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden soll. Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Die Organmitglieder der Gesellschaft sind über eine D&O-Versicherung auf Ebene der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. mit abgesichert. Ein Selbstbehalt für die einzelnen Organmitglieder ist darin nicht vorgesehen. Die Versicherung ohne Selbstbehalt auf Konzernebene ist deutlich günstiger als die Versicherung mit Selbstbehalt. Die Kostenersparnis liegt im Interesse der Aktionäre. Vorstand und Aufsichtsrat handeln unabhängig von der Vereinbarung eines Selbstbehalts in der D&O-Versicherung verantwortungsvoll und im besten Interesse der Gesellschaft. Vorstandsvergütung (4.2.3)Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben ihr Amt im Wege eines Konzernmandats aus. Alle Vorstandsmitglieder sind Teil der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft Boerse Stuttgart Holding GmbH und erhalten von dieser eine angemessene Vergütung. Diese Vergütung umfasst auch das Ausüben von Konzernmandaten in Tochtergesellschaften, wie hier der EUWAX Aktiengesellschaft. Das heißt, sie erhalten keine gesonderte Vergütung für die Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Daher wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in Punkt 4.2.3 nicht entsprochen. Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat (5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3)Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat aufgrund seiner Geschäftsordnung grundsätzlich die Möglichkeit, Ausschüsse – insbesondere einen Prüfungsausschuss – zu bilden. In der Diskussion über die Notwendigkeit der Bildung von Ausschüssen in einem Gremium, das sechs Mitglieder umfasst, besteht weiterhin Einvernehmen im Aufsichtsrat, derzeit auf die Bildung von Ausschüssen zu verzichten, da dies nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würde. Es war und ist der ausgesprochene Wunsch aller Aufsichtsratsmitglieder, insgesamt mit allen Themen befasst zu werden. Individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung (5.4.6 )Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung geregelt und wird im Anhang des Jahresabschlusses aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen. Auf eine Individualisierung der Aufsichtsratsvergütung wird verzichtet, da sich dadurch keine kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen ergeben. Bislang erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen jährlichen Vergütung eine variable Vergütung, die an die Höhe der von der Hauptversammlung beschlossenen Gewinnanteile anknüpfte. Angesichts des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Boerse Stuttgart Holding GmbH und der darin vorgesehenen festen Ausgleichszahlung („Garantiedividende“) kann die damit verbundene Anreizfunktion nicht mehr erfüllt werden. An die Stelle der von den beschlossenen Gewinnanteilen abhängigen variablen Vergütung, die in Zukunft entfällt, tritt jetzt ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen. Erfolgsorientierte Vergütungsbestandteile sind nicht mehr vorgesehen. Die von der Gesellschaft an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden individualisiert angegeben. Rechnungslegung (7.1.2)Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte werden vom Vorstand grundsätzlich nicht vor der Veröffentlichung mit dem Aufsichtsrat erörtert. Durch die monatliche Berichterstatung des Vorstands wird der Aufsichtsrat kontinuierlich informiert. Der Vorstand erstellt unterjährige Finanzberichte in eigener Verantwortung, stellt sie dem Aufsichtsrat zur Verfügung und erläutert sie in der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung. Diese Vorgehensweise wird von der Gesellschaft aufgrund der nicht immer gegebenen Kompatibilität zwischen den Aufsichtsratssitzungsterminen und den Veröffentlichungsterminen für die Halbjahres- und etwaigen Quartalsfinanzberichte als sachgerecht angesehen. Die Zwischenberichte der Gesellschaft sind in der Regel nicht binnen 45 Tagen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums öffentlich zugänglich. Die Gesellschaft hält die vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene Frist für zu kurz, um aussagekräftige Zwischenberichte zu erstellen und orientiert sich daher an den gesetzlichen Vorgaben.
Stuttgart, im Februar 2010 Vorstand und Aufsichtsrat der EUWAX Aktiengesellschaft |
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