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Evonik Industries AGEssenHALBJAHRESFINANZBERICHT 2. Quartal 2019 | 1. Halbjahr 2019Robustes erstes Halbjahr 2019 in schwierigem Umfeld - Prognose bestätigt2. Quartal
1. Halbjahr
Kennzahlen Evonik-KonzernKennzahlen Evonik-Konzerna
Vorjahreszahlen angepasst.
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Das Methacrylatgeschäft wurde in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgegliedert. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich in Einzelfällen Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe addieren. HALBJAHRESFINANZBERICHT 2019Konzernzwischenlagebericht Geschäftsverlauf Wirtschaftliches Umfeld Geschäftsentwicklung Entwicklung in den Segmenten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Mitarbeiter Risiko- und Chancenbericht Erwartete Entwicklung Konzernzwischenabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtergebnisrechnung Bilanz Eigenkapitalveränderungsrechnung Kapitalflussrechnung Anhang
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 20191. Geschäftsverlauf 1.1 Wirtschaftliches Umfeld Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2019 wie erwartet weiter verlangsamt. Die Gründe lagen in der Abkühlung des Welthandels, der globalen Industrieproduktion sowie der Investitionstätigkeit. Diese wurden durch die wirtschaftspolitische Unsicherheit aufgrund des amerikanisch-chinesischen Handelskonfliktes spürbar beeinträchtigt. Während die Herstellung von Investitions- und Vorleistungsgütern wie die Automobil- und Beschichtungsindustrie stark darunter gelitten haben, blieb der Konsumgüterbereich intakt. In den entwickelten Volkswirtschaften war die Schwäche der Industrieproduktion besonders ausgeprägt. Rückläufige Auftragseingänge und Produktion haben zusammen mit dem schwächeren Außenhandel die Konjunktur in Europa und Japan abgebremst. Die deutsche Wirtschaft geriet trotz guter Bautätigkeit, robusten Dienstleistungssektors und privaten Konsums in einen Abschwung. Dagegen blieb die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten aufgrund des robusten Binnenkonsums und geringerer Importe insgesamt stabil. In den Schwellenländern hat sich das Expansionstempo verringert. Dies war auf die geringere Nachfrage aus den Industrieländern, das schwächere Wachstum in China, das niedrigere Niveau der Rohstoffpreise sowie auf die Abkühlung des Welthandels zurückzuführen. 1.2 Geschäftsentwicklung Wichtige Ereignisse Im Rahmen der konsequenten Umsetzung unserer Unternehmensstrategie haben wir am 4. März 2019 einen Vertrag zum Verkauf des Methacrylatgeschäfts für 3 Milliarden € an Advent International Corporation, Boston (Massachusetts, USA), unterzeichnet.1 Das Methacrylatgeschäft umfasst großvolumige Monomere wie Methylmethacrylat (MMA), verschiedene Spezialmonomere sowie die PMMA-Formmassen und -Halbzeuge unter der Marke PLEXIGLAS®. Das Methacrylatgeschäft wurde in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgegliedert; die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung sowie der steuerungsrelevanten Kennzahlen wurden entsprechend angepasst. Das Methacrylatgeschäft war überwiegend dem Segment Performance Materials zugeordnet, ein kleinerer Teil dem Segment Resource Efficiency. Nach dem Vorliegen der behördlichen Genehmigungen aus mehreren Ländern wird der Abschluss, wie geplant, im dritten Quartal 2019 erfolgen. Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2019 Die weltweite konjunkturelle Abschwächung hat sich im zweiten Quartal auch auf unser Geschäft ausgewirkt. Infolge einer nachlassenden Nachfrage insbesondere aus der Automobil- und Beschichtungsindustrie verzeichneten wir in einigen Geschäften spürbare Mengenrückgänge. In anderen - nicht konjunktursensiblen - Geschäften verlief die Mengenentwicklung dagegen positiv. Die Verkaufspreise wurden in den meisten unserer Geschäfte stabil gehalten oder leicht gesteigert. Trotz der konjunkturellen Abschwächung konnten alle Chemie-Segmente ihr Ergebnis gegenüber dem ersten Quartal 2019 steigern, erreichten aber nicht die hohen Vergleichswerte des Vorjahresquartals.
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Siehe hierzu Anhangziffer 4.2.
Der Umsatz des Evonik-Konzerns verringerte sich um 3 Prozent auf 3.306 Millionen €. Dies resultiert aus geringeren Mengen und einem negativen Währungseinfluss. Umsatzveränderung gegenüber Vorjahr
Das bereinigte EBITDA verringerte sich insgesamt um 8 Prozent auf 566 Millionen €. Belastend wirkten die konjunkturell bedingt geringeren Mengen im Segment Resource Efficiency, nachgebende Preise bei den Aminosäuren im Segment Nutrition Care sowie Anlaufkosten für neue Produktionsanlagen, die wir zur Stärkung unserer weltweiten Marktpositionen errichtet haben. Positiv auf das bereinigte EBITDA wirkten dagegen die laufenden Programme zur Effizienzsteigerung sowie die erstmalige Anwendung des IFRS 16 „Leases"2. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich von 18,0 Prozent im Vorjahresquartal auf 17,1 Prozent. Die Abschreibungen umfassen seit dem 1. Januar 2019 durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 auch Abschreibungen auf Nutzungsrechte an geleasten Vermögenswerten. Das bereinigte EBIT ging um 17 Prozent auf 340 Millionen € zurück. Ergebnisrechnung
Vorjahreszahlen angepasst. Die Bereinigungen von -21 Millionen € betreffen mit -8 Millionen € Restrukturierungsaufwendungen vor allem für das Programm SG&A 2020 zur Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten. Weitere -4 Millionen € betreffen Projektaufwendungen für den beabsichtigten Kauf des amerikanischen Unternehmens PeroxyChem, Philadelphia (Pennsylvania, USA). Das Finanzergebnis lag mit -52 Millionen € aufgrund höherer Zinsaufwendungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte Finanzergebnis verschlechterte sich um 5 Millionen € auf -51 Millionen €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern fortgeführter Aktivitäten ging um 23 Prozent auf 267 Millionen € zurück. Die Ertragsteuerquote der fortgeführten Aktivitäten und die bereinigte Ertragsteuerquote betrugen jeweils 28 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführter Aktivitäten enthält das Methacrylatgeschäft, es ging von 71 Millionen € auf 40 Millionen € zurück. Insgesamt verringerte sich das um 26 Prozent auf 228 Millionen €.
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Siehe hierzu Anhangziffer 3.1. Das bereinigte Konzernergebnis ging im zweiten Quartal 2019 um 19 Prozent auf 227 Millionen € zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie nahm von 0,60 € auf 0,49 € ab. Überleitung zum bereinigten Konzernergebnis
Vorjahreszahlen angepasst. Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2019 Der Umsatz verminderte sich aufgrund leicht geringerer Mengen um 1 Prozent auf 6.592 Millionen €. Das bereinigte EBITDA blieb infolge des schwächeren zweiten Quartals mit 1.105 Millionen € um 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich von 17,6 Prozent im ersten Halbjahr 2018 auf 16,8 Prozent. Die Bereinigungen von -41 Millionen € betreffen mit -13 Millionen € vor allem Wertminderungen für eine Beteiligung des Segments Nutrition Care. Die Restrukturierungsaufwendungen entstanden für das Programm SG&A 2020 zur Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie das Projekt Oleo 2020 zur Effizienzsteigerung der Oleochemie im Segment Nutrition Care. Weitere -8 Millionen € betreffen im Wesentlichen Projektaufwendungen für den beabsichtigten Kauf des amerikanischen Unternehmens PeroxyChem. Der Vorjahreswert der Bereinigungen enthielt Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung eines Produktionsstandorts in Ungarn. Das Finanzergebnis blieb mit -104 Millionen € aufgrund höherer Zinsaufwendungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte Finanzergebnis verschlechterte sich um 9 Millionen € auf -102 Millionen €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern fortgeführter Aktivitäten ging um 22 Prozent auf 510 Millionen € zurück. Die Ertragsteuerquote der fortgeführten Aktivitäten und die bereinigte Ertragsteuerquote liegen aufgrund der Neubewertung aktiver latenter Steuern bei 20 Prozent bzw. 21 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführter Aktivitäten enthält das Methacrylatgeschäft und verringerte sich erheblich auf 69 Millionen €. Das Konzernergebnis nahm um 22 Prozent auf 467 Millionen € ab. Das bereinigte Konzernergebnis ging um 12 Prozent auf 476 Millionen € zurück und das bereinigte Ergebnis je Aktie nahm von 1,16 € auf 1,02 € ab. 1.3 Entwicklung in den Segmenten Segment Nutrition & Care Kennzahlen Segment Nutrition & Care
Vorjahreszahlen angepasst.
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Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Im Segment Nutrition Care verringerte sich der Umsatz im zweiten Quartal 2019 um 5 Prozent auf 1.131 Millionen €. Hierzu trugen rückläufige Verkaufspreise und negative Währungseffekte bei, während die Mengen insgesamt auf Vorjahreshöhe lagen. Bei den essenziellen Aminosäuren für die Tierernährung ging der Umsatz spürbar zurück. Bei hoher Nachfrage insbesondere nach Methionin konnten die Mengen gesteigert werden. Die Verkaufspreise gaben jedoch infolge hoher Produktverfügbarkeit am Markt weiter nach. Der Umsatz des Health-Care-Geschäfts nahm bei guter Nachfrage deutlich gegenüber dem ersten Quartal 2019 zu und lag damit auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Im Care-Solutions-Geschäft verzeichneten insbesondere die Spezialanwendungen eine erfreuliche Entwicklung, während das mengenintensivere Basisgeschäft wie erwartet zurückging.
Das bereinigte EBITDA verringerte sich um 14 Prozent auf 190 Millionen €. Hierzu trugen vor allem die rückläufigen Verkaufspreise sowie Anlaufkosten für die neue Methioninanlage in Singapur bei. Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 16,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals.
Im ersten Halbjahr 2019 nahm der Umsatz des Segments Nutrition Care um 1 Prozent auf 2.280 Millionen € ab. Dies ist auf geringere Verkaufspreise zurückzuführen, während die Mengen gesteigert werden konnten. Das bereinigte EBITDA ging vor allem infolge der geringeren Preise um 14 Prozent auf 370 Millionen € zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich von 18,7 Prozent im Vorjahreshalbjahr auf 16,2 Prozent. Segment Resource Efficiency Kennzahlen Segment Resource Efficiency
Vorjahreszahlen angepasst.
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Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Umsatz des Segments Resource Efficiency nahm in dem schwierigeren konjunkturellen Umfeld des 2019 um 2 Prozent auf 1.404 Millionen € ab. Dies resultierte aus geringeren Mengen bei leicht höheren Verkaufspreisen. Die konjunkturelle Abschwächung, insbesondere im Automobil- und Coating-Sektor, wirkte sich belastend auf das Geschäft mit Öladditiven, Beschichtungsadditiven (Coating Additives), Coating Adhesive Resins sowie Kieselsäuren (Silica) aus. Dies war vor allem in den Regionen Europa und Asien zu spüren. Sehr erfreulich verlief dagegen das Geschäft mit Hochleistungskunststoffen, das bei hoher Nachfrage und gestiegenen Preisen seinen Umsatz deutlich steigern konnte. Gestiegene Umsätze erwirtschafteten auch die Vernetzer (Crosslinkers), die eine hohe Nachfrage insbesondere nach Composites-Anwendungen für den Windenergiemarkt verzeichneten.
Das bereinigte EBITDA ging vor allem infolge der wirtschaftlichen Abschwächung um 9 Prozent auf 325 Millionen € zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 23,1 Prozent unter dem sehr hohen Wert des Vorjahresquartals (24,9 Prozent).
Im ersten Halbjahr 2019 lag der Umsatz des Segments Resource Efficiency mit 2.804 Millionen € auf der Höhe des Vorjahres. Hierbei glichen sich die Effekte aus höheren Verkaufspreisen und geringeren Mengen aus. Das bereinigte EBITDA ging gegenüber dem sehr guten Vorjahreswert um 4 Prozent auf 649 Millionen € zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge blieb mit 23,1 Prozent weiterhin auf hohem Niveau (Vorjahreszeitraum: 24,2 Prozent). Segment Performance Materials Kennzahlen Segment Performance Materials
Vorjahreszahlen angepasst.
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Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Im Segment Performance Materials ging der Umsatz im zweiten Quartal 2019 um 4 Prozent auf 594 Millionen € zurück. Dies resultiert aus geringeren Mengen, leicht nachgebenden Preisen und einem negativen Währungseinfluss. Die Entwicklung bei den Performance Intermediates war durch ein niedriges Öl-/Naphthapreisniveau sowie die leicht nachgebenden Verkaufspreise beeinträchtigt. Der Umsatz ging entsprechend zurück. Bei den Functional Solutions verzeichneten die Alkoholate eine sehr erfreuliche Entwicklung. Der Umsatz blieb jedoch unter dem Vorjahreswert, der noch den Beitrag der im November 2018 verkauften Evonik Jayhawk Fine Chemicals Corp., Galena (Kansas, USA), enthielt.
Das bereinigte EBITDA verringerte sich um 4 Prozent auf 76 Millionen €. Die bereinigte EBITDA-Marge lag wie im Vorjahresquartal bei 12,8 Prozent.
Im ersten Halbjahr 2019 ging der Umsatz des Segments Performance Materials um 5 Prozent auf 1.152 Millionen €zurück. Das bereinigte EBITDA verringerte sich um 6 Prozent auf 135 Millionen €. Die bereinigte EBITDA-Marge nahm leicht auf 11,7 Prozent ab. Segment Services Kennzahlen Segment Services
Vorjahreszahlen angepasst.
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Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Umsatz lag im zweiten Quartal 2019 mit 171 Millionen € etwa auf Vorjahreshöhe und stieg im ersten Halbjahr 2019 um 5 Prozent auf 345 Millionen €. Das bereinigte EBITDA stieg auch infolge höherer Ergebnisse aus der Ver- und Entsorgung im zweiten Quartal auf 36 Millionen € und im ersten Halbjahr auf 67 Millionen €. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Ertragslage Der Umsatz nahm in den ersten sechs Monaten 2019 um 1 Prozent auf 6.592 Millionen € ab. Dagegen erhöhten sich die Kosten der umgesetzten Leistungen um 2 Prozent auf 4.643 Millionen €, wozu auch die durch IFRS 16 seit Geschäftsjahresbeginn anfallenden Abschreibungen auf Nutzungsrechte an geleasten Vermögenswerten beitrugen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ging um 8 Prozent auf 1.949 Millionen € zurück. Die Erfolge unseres laufenden Kosteneinsparungsprogramms SG&A 2020 trugen wesentlich zum Rückgang der Vertriebskosten um 1 Prozent auf 765 Millionen € und der allgemeinen Verwaltungskosten um 6 Prozent auf 284 Millionen € bei. Die Forschungs- und Entwicklungskosten nahmen um 1 Prozent auf 208 Millionen € ab. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 13 Prozent auf 111 Millionen €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um 4 Prozent auf 184 Millionen € ab. Im Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen von -5 Millionen € ist eine Wertminderung auf eine Beteiligung des Segments Nutrition Care enthalten. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern fortgeführter Aktivitäten verringerte sich um 18 Prozent auf 614 Millionen €. Das Finanzergebnis blieb auch aufgrund höherer Zinsaufwendungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 mit -104 Millionen € unter dem Vorjahreswert von -94 Millionen €. Die Ertragsteuern gingen infolge der Neubewertung aktiver latenter Steuern auf 101 Millionen € zurück. Das Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführter Aktivitäten enthält das Methacrylatgeschäft und verringerte sich von 139 Millionen € auf 69 Millionen €. Insgesamt ging das Konzernergebnis um 22 Prozent auf 467 Millionen € zurück. 2.2 Finanz- und Vermögenslage Der Free Cashflow verbesserte sich infolge geringerer Auszahlungen für Sachinvestitionen um 49 Millionen € auf 95 Millionen €. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten lag mit 452 Millionen € um 20 Millionen € unter dem Vorjahreswert. Zu dem Rückgang trugen höhere Auszahlungen für Boni und Ertragsteuern bei. Positiv wirkten ein geringerer Aufbau des Nettoumlaufvermögens, Erstattungen von Pensionszahlungen aus dem CTA3 sowie die Erstanwendung von IFRS 16. Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
Vorjahreszahlen angepasst; strukturelle Verschiebungen innerhalb der Kapitalflussrechnung, siehe hierzu Anhangziffer 3.2.
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Contractual Trust Arrangement (Pensionstreuhandverein). Aus der übrigen Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten resultierte ein Mittelabfluss von 12 Millionen €. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten enthielt die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018 (536 Millionen €). Die Cashflows nicht fortgeführter Aktivitäten betrafen das Methacrylatgeschäft und betrugen insgesamt 4 Millionen €. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich gegenüber dem 1. Januar 2019 um 508 Millionen € auf 4.081 Millionen €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den im zweiten Quartal stattfindenden Auszahlungen, wie der jährlichen Dividende und den Boni. Mindernd auf den Anstieg wirkten die positiven Cashflows aus dem operativen Geschäft. Nettofinanzverschuldung
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Anpassung durch Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019: Zugang von Verbindlichkeiten
aus Leasing in Höhe von 666 Millionen€ Im ersten Halbjahr 2019 betrugen die Sachinvestitionen 310 Millionen € (Vorjahreshalbjahr: 435 Millionen €).4 Wie geplant haben wir im Juni nach zweijähriger Bauzeit den zweiten Anlagenkomplex zur Herstellung von Methionin und strategisch wichtigen Vorprodukten in Singapur offiziell in Betrieb genommen. Der neue Komplex wurde nach dem Vorbild der ersten Anlage als Erweiterung am gleichen Standort errichtet, wodurch sich Synergien aus der bereits 2014 errichteten Infrastruktur, der kompletten Rückwärtsintegration beider Anlagen in die Vorprodukte und dem gemeinsamen Betrieb ergeben. In Antwerpen (Belgien) wurde ein neuer Anlagenkomplex zur Produktion von pyrogener Kieselsäure fertiggestellt. Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2019 erhöhte sich auch infolge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 um 0,8 Milliarden € auf 21,1 Milliarden €. Das langfristige Vermögen lag mit 14,6 Milliarden € etwas unter der Höhe vom Jahresende 2018. Dabei glichen sich die Effekte aus den Zugängen von Nutzungsrechten an geleasten Vermögenswerten und aus den Sachinvestitionen sowie der Umgliederung der langfristigen Vermögenswerte des Methacrylatgeschäfts in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte nahezu aus. Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um 0,9 Milliarden € auf 6,5 Milliarden €. Hierbei stand der maßgeblich durch die Auszahlungen von Dividende und Boni verursachten Verringerung der flüssigen Mittel die Umgliederung von langfristigen Vermögenswerten in die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte gegenüber. Das Eigenkapital nahm im Wesentlichen infolge der Dividendenausschüttung um 0,4 Milliarden € auf 7,5 Milliarden € ab. Die Eigenkapitalquote ging von 38,6 Prozent auf 35,4 Prozent zurück.
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Die Auszahlungen für Sachinvestitionen erfolgen grundsätzlich zeitlich leicht versetzt. 3. Mitarbeiter Am 30. Juni 2019 beschäftigte der Evonik-Konzern 35.809 Mitarbeiter, davon 3.440 Mitarbeiter in den nicht fortgeführten Aktivitäten. In den fortgeführten Aktivitäten verringerte sich die Mitarbeiterzahl um 254 auf 32.369 Personen. Mitarbeiter nach Segmenten
Vorjahreszahlen angepasst. 4. Risiko- und Chancenbericht Als international tätiges Unternehmen mit einem diversifizierten Spezialchemieportfolio unterliegt der Evonik-Konzern einer Vielzahl von Chancen und Risiken. Die Risikokategorien bzw. wesentliche Einzelchancen und -risiken für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Ausgestaltung unseres Risikomanagementsystems wurden im Risiko- und Chancenbericht als Teil des Lageberichts 2018 detailliert dargestellt. In einem zunehmend volatilen Umfeld beobachten und analysieren wir die für unsere Segmente relevanten Märkte, Branchen und Wachstumsperspektiven regelmäßig und systematisch. Für das laufende Jahr sehen wir aufgrund aktueller Marktentwicklungen in unseren Segmenten Nutrition Care, Resource Efficiency sowie Performance Materials gegenüber unserer Einschätzung am Jahresende 2018 insgesamt sowohl ein abnehmendes Chancen- als auch Risikopotenzial. Evonik sieht sich damit weiterhin mehr Risiken als Chancen ausgesetzt und auch das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken bleibt unverändert. Bestandsgefährdende Risiken für den Konzern und wesentliche Einzelgesellschaften bestehen weiterhin nicht. 5. Erwartete Entwicklung Unsere Erwartungen hinsichtlich der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2019 haben sich gegenüber dem Jahresbeginn weiter verschlechtert: Insgesamt gehen wir nun von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,7 Prozent (2,9 Prozent zu Jahresbeginn) im Jahr 2019 gegenüber 2018 aus. Die voraussichtlich anhaltende Schwäche des Welthandels, der globalen Industrieproduktion sowie der Investitionstätigkeit wird zusammen mit der erhöhten wirtschaftspolitischen Unsicherheit die Weltkonjunktur weiterhin abbremsen. Dagegen werden die expansive Geld- und Fiskalpolitik sowie der noch intakte private Konsum die Konjunktur stützen. Die gesamtwirtschaftliche Expansion in einzelnen entwickelten Volkswirtschaften wird sich in vermindertem Tempo fortsetzen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine Abschwächung des Wachstums in den Schwellenländern, inklusive China. Die Projektion für die Weltwirtschaft ist mit Unsicherheiten behaftet. So könnte eine Eskalation der Handelskonflikte mit den Vereinigten Staaten die weltwirtschaftliche Aktivität noch spürbarer bremsen. Ferner könnte eine weitere Zuspitzung der bereits erhöhten politischen Risiken in der Europäischen Union, inklusive des Brexits, die konjunkturelle Dynamik in Europa dämpfen. Schließlich könnte sich die weltwirtschaftliche Konjunktur durch das Handeln der Zentralbanken und durch geopolitische Konflikte schlechter als von uns erwartet entwickeln. Unserer Prognose legen wir folgende Annahmen zugrunde:
Umsatz- und Ergebnisentwicklung Nach der am 4. März 2019 erfolgten Vertragsunterzeichnung zum Verkauf des Methacrylatgeschäfts haben wir unsere Prognose vom Jahresanfang mit der Berichterstattung zum ersten Quartal angepasst. Die Prognose bezieht sich seitdem auf die fortgeführten Aktivitäten von Evonik und enthält nicht mehr das in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgegliederte Methacrylatgeschäft. Der Ergebnisbeitrag aus der beabsichtigten Übernahme des amerikanischen Unternehmens PeroxyChem ist noch nicht berücksichtigt. Für 2019 gehen wir trotz sich weiter verschlechternder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen unverändert von einem mindestens stabilen Umsatz aus (20185: 13,3 Milliarden €). Auch für das bereinigte EBITDA erwarten wir weiterhin eine mindestens stabile Entwicklung (20185: 2,150 Milliarden €). Im Segment Nutrition Care gehen wir für den überwiegenden Teil der Geschäfte von einer Fortsetzung des Mengenwachstums und der positiven Ergebnisentwicklung aus. Bei den für die Tierernährung essenziellen Aminosäuren rechnen wir durch das Hochfahren neuer Produktionskapazitäten im Jahresdurchschnitt mit niedrigeren Preisen im Vergleich zum Vorjahr. Um diesem Ergebniseffekt entgegenzuwirken, wurde bereits im Jahr 2018 ein Programm zur Steigerung der Effizienz im Bereich Tierernährung initiiert. Außerdem werden sich Kosten für den zur Jahresmitte 2019 begonnenen Hochlauf unserer neuen Methioninanlage in Singapur negativ auf das Ergebnis auswirken. Insgesamt erwarten wir für das Segment Nutrition Care ein leicht unter dem Vorjahr liegendes Ergebnis (2018: 810 Millionen €). Das Segment Resource Efficiency wird auch im Jahr 2019 von seiner guten Aufstellung in den jeweiligen Märkten und dem Trend zu ressourceneffizienten Lösungen profitieren. Trotz der erwarteten Wachstumsabschwächung in einigen Endmärkten und Regionen erwarten wir ein leicht über dem Vorjahr liegendes Ergebnis (20185: 1.258 Millionen €). Im Segment Performance Materials (ohne das Methacrylatgeschäft) rechnen wir mit einem in etwa stabilen Ergebnis (20185: 265 Millionen €). Während wir eine operativ leicht rückläufige Entwicklung in der C4-Kette erwarten, gehen wir nicht davon aus, dass sich Belastungen infolge eines niedrigen Rheinwassers wiederholen. Die Ergebniseffekte aus den leicht niedriger erwarteten Rohstoffpreisen können in den einzelnen Geschäften unterschiedlich wirken, sollten sich aber über das gesamte Portfolio hinweg weitestgehend ausgleichen. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gemessen am ROCE (Return an Capital Employed), wird auch im Jahr 2019 die Kapitalkosten (10,0 Prozent vor Steuern) decken. Dämpfend wird sich allerdings ein Anstieg des Capital Employed infolge der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 auswirken. Investitionen und Finanzierung Unser Budget für Sachinvestitionen haben wir an die schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst: Wir erwarten nun für das Jahr 2019 ein Niveau von rund 900 Millionen € (20186: 969 Millionen €; bisherige Annahme: 950 Millionen €). Dabei liegt das Budget für Instandhaltungs- und Wachstumsinvestitionen bei rund 750 Millionen €, hinzu kommen als temporärer Effekt die Auszahlungen für den Bau einer vollständig rückintegrierten Polyamid-12-Anlage in Marl. Für den Free Cashflow 2019 erwarten wir eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (20186: 526 Millionen €). Positiv wirken dabei die erstmalige Erstattung von Pensionszahlungen aus dem CTA, die den Free Cashflow deutlich und nachhaltig verbessern, sowie ein gegenüber dem Vorjahr geringerer Mittelabfluss aus dem Nettoumlaufvermögen. Negativ wirken eine Normalisierung der Steuerzahlungen, Auszahlungen für das Effizienzsteigerungsprogramm SG&A 2020 sowie höhere Bonuszahlungen aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im Jahr 2018. Nicht berücksichtigt in diesem Ausblick sind erwartete einmalige Steuerzahlungen von insgesamt etwa 260 Millionen € im Zusammenhang mit dem Carveout des Methacrylatgeschäfts. Prognose 2019
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Wie im Finanzbericht 2018 berichtet. Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019Gewinn- und VerlustrechnungGewinn- und Verlustrechnung Evonik-Konzern
Vorjahreszahlen angepasst. GesamtergebnisrechnungGesamtergebnisrechnung Evonik-Konzern
Vorjahreszahlen angepasst. BilanzBilanz Evonik-Konzern
EigenkapitalveränderungsrechnungEigenkapitalveränderungsrechnung Evonik-Konzern
KapitalflussrechnungKapitalflussrechnung Evonik-Konzern
Vorjahreszahlen angepasst. Anhang1. Segmentberichterstattung Segmentberichterstattung nach operativen Segmenten - 2. Quartal
Vorjahreszahlen angepasst.
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In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Segmentberichterstattung nach Regionen - 2. Quartal
Vorjahreszahlen angepasst.
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Außenumsatz Westeuropa: davon Deutschland 567 Millionen€ (Vorjahr: 598 Millionen €). Segmentberichterstattung nach operativen Segmenten -1. Halbjahr
Vorjahreszahlen angepasst.
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In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Segmentberichterstattung nach Regionen -1. Halbjahr
Vorjahreszahlen angepasst.
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Außenumsatz Westeuropa: davon Deutschland 1.146 Millionen € (Vorjahr: 1.184 Millionen€). 2. Allgemeine Grundlagen Evonik Industries AG ist ein in Deutschland ansässiges, international tätiges Spezialchemieunternehmen. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss (Konzernzwischenabschluss) der Evonik Industries AG und ihrer Tochterunternehmen (zusammen Evonik oder Evonik-Konzern) zum 30. Juni 2019 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 „Interim Financial Reporting" und in Anwendung des § 315e Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und stimmt mit diesen überein. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB), London, verabschiedeten Standards (IFRS, IAS) und die Interpretationen (IFRIC, SIC) des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie von der Europäischen Union übernommen wurden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtsperiode umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Millionen €) angegeben. Als Ausgangsbasis für den Konzernzwischenabschluss dient der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018, auf den für weitere Informationen verwiesen wird. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3.1 Erstmalig anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften Für die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses wurden grundsätzlich die für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 angewandten Rechnungslegungsmethoden unverändert übernommen. Ausnahmen bilden die nachfolgenden Änderungen. Erstmalige Anwendung von IFRS 16 Evonik wendet IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 an. Die Erstanwendung erfolgt nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz und somit ohne Anpassung von Vorjahreszahlen. IFRS 16 sieht vor, dass der Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Barwerte in Form eines Nutzungsrechts am geleasten Vermögenswert und einer Verbindlichkeit aus Leasing in der Bilanz ansetzt. Das Nutzungsrecht wird in der Regel über die Vertragslaufzeit abgeschrieben und die Verbindlichkeit aus Leasing nach der Effektivzinsmethode aufgezinst sowie durch Leasingzahlungen getilgt. Insofern fallen hier keine Mietaufwendungen mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung an. Das Nutzungsrecht unterliegt dem Wertminderungstest nach IAS 36 „Impairment of Assets". Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wurden Nutzungsrechte am geleasten Vermögenswert in Höhe von 662 Millionen € und Verbindlichkeiten aus Leasing in Höhe von 666 Millionen € angesetzt. Dabei wurden nachfolgende Erleichterungsvorschriften angewandt. Ehemals operative Leasingverhältnisse gemäß IAS 17 „Leases" wurden nicht daraufhin überprüft, ob sie auch die Definition für Leasingverhältnisse nach IFRS 16 erfüllen. Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses wurden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen neu beurteilt. Anfängliche direkte Kosten wurden bei der Bewertung des Nutzungsrechts nicht angesetzt. Im Falle der Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes wurden einheitliche Abzinsungszinssätze genutzt, die die Vertragslaufzeit und das wirtschaftliche Umfeld des Leasingverhältnisses berücksichtigen. Darüber hinaus wird Evonik weitere Erleichterungsvorschriften anwenden:
Die Überleitung der außerbilanziellen Leasingverpflichtungen gemäß IAS 17 zum 31. Dezember 2018 auf die bilanzierten Verbindlichkeiten aus Leasing gemäß IFRS 16 zum 1. Januar 2019 stellt sich wie folgt dar: Überleitung Verbindlichkeiten aus Leasing
Zum Erstanwendungszeitpunkt und zum Bilanzstichtag hat Evonik folgende Nutzungsrechte an den geleasten Vermögenswerten in einer eigenen Bilanzposition ausgewiesen: Nutzungsrechte an geleasten Vermögenswerten
Unter den technischen Anlagen und Maschinen werden im Wesentlichen die Nutzungsrechte für Kraftwerke und Tanklager ausgewiesen. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten im Wesentlichen die Nutzungsrechte für Eisenbahnwaggons und Transportcontainer, Schiffe sowie motorbetriebene Fahrzeuge. Die Verbindlichkeiten aus Leasing werden unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 3.2 Anpassungen von Vorjahreszahlen Ausweisänderungen in der Kapitalflussrechnung Zur besseren Vergleichbarkeit innerhalb der Branche wurde zum 1. Januar 2019 die Struktur der Kapitalflussrechnung angepasst; entsprechend erfolgte eine Anpassung der Vorjahreszahlen. Die Zinsauszahlungen werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen und die Zinseinzahlungen im Cashflow aus Investitionstätigkeit. Beide wurden in Vorjahren im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gezeigt. Die Zinsauszahlungen betrugen -42 Millionen € für das zweite Quartal 2018, -61 Millionen € für das erste Halbjahr 2018 und -121 Millionen € für das Gesamtjahr 2018. Die Zinseinzahlungen betrugen 9 Millionen € für das zweite Quartal 2018, 12 Millionen € für das erste Halbjahr 2018 und 43 Millionen € für das Gesamtjahr 2018. Zusätzlich werden Zahlungen im Zusammenhang mit dem Pensionstreuhandverein im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gezeigt. Diese wurden in Vorjahren im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Für das zweite Quartal und erste Halbjahr 2018 wurden Auszahlungen in Höhe von 25 Millionen € umgegliedert; für das Gesamtjahr 2018 wurden Auszahlungen in Höhe von 26 Millionen € umgegliedert. Anpassungen in der Segmentberichterstattung Im Rahmen des weltweiten Effizienzprogramms wurden Verwaltungsfunktionen neu zugeordnet. In der Segmentberichterstattung führt dies zu einer Verschiebung von Funktionen, die bisher unter Corporate ausgewiesen wurden, in das Segment Services. Durch die rückwirkende Anpassung verringern sich das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT des Segments Services um 8 Millionen € für das zweite Quartal 2018, um 16 Millionen € für das erste Halbjahr 2018 und um 31 Millionen € für das Gesamtjahr 2018. Nach der Klassifizierung des Methacrylatgeschäfts als nicht fortgeführte Aktivität (vgl. Veränderungen im Konzern) nimmt der Vorstand der Evonik Industries AG die Bewertung der Ertragskraft und die Ressourcenallokation nur noch auf Ebene der fortgeführten Aktivitäten wahr. Eine gesonderte Steuerung des Methacrylatgeschäfts erfolgt nicht mehr. Daher werden in der Segmentberichterstattung nur noch die fortgeführten Aktivitäten (ohne das Methacrylatgeschäft) gezeigt. Die Kennzahlen wurden rückwirkend angepasst. Betroffen sind die Segmente Performance Materials, Resource Efficiency und Services. 4. Veränderungen im Konzern 4.1 Konsolidierungskreis Im ersten Halbjahr 2019 wurden im Ausland zwei Neugründungen erstkonsolidiert und ein konsolidiertes Tochterunternehmen in Deutschland verschmolzen. Diese Veränderungen im Konsolidierungskreis sind für den Konzern unwesentlich. 4.2 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und nicht fortgeführte Aktivitäten Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführter Aktivitäten 2. Quartal
Ergebnis nach Steuern nicht fortgeführter Aktivitäten 1. Halbjahr
Im Zuge der strategischen Ausrichtung auf Produkte der Spezialchemie, die weniger konjunkturabhängig sind, hat Evonik am 4. März 2019 einen Vertrag zum Verkauf des Methacrylatgeschäfts an Advent International Corporation, Boston (Massachusetts, USA), unterzeichnet. Das Methacrylatgeschäft, das großvolumige Monomere wie Methylmethacrylat (MMA), verschiedene Spezialmonomere sowie die PMMA-Formmassen und -Halbzeuge unter der Marke PLEXIGLAS® umfasst, stellt einen bedeutenden geschäftlichen Bereich dar und wurde dementsprechend als nicht fortgeführte Aktivität klassifiziert. In der Bilanz zum 30. Juni 2019 sind die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe ohne Anpassung der Vorjahreszahlen als zur Veräußerung vorgesehen ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung wird die nicht fortgeführte Aktivität ebenfalls gesondert dargestellt, die Vorjahreszahlen wurden jeweils angepasst. Nach dem Vorliegen der behördlichen Genehmigungen aus mehreren Ländern wird der Abschluss, wie geplant, im dritten Quartal 2019 erfolgen. Die Transaktion wird hauptsächlich durch den Verkauf von Geschäftsanteilen (Share Deals) erfolgen. Laufendes Ergebnis des Methacrylatgeschäfts
Gegenüber dem Ausweis in der Quartalsmitteilung zum 31. März 2019 hat sich das laufende Ergebnis des Methacrylatgeschäfts für das erste Quartal 2019 aufgrund einer Anpassung der Datenermittlung an den tatsächlichen Zeitpunkt, zu dem die Anforderungen für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität erstmalig erfüllt waren, geändert. Das laufende Ergebnis vor Steuern bzw. nach Steuern des Methacrylatgeschäfts verringerte sich hierdurch um 13 Millionen € bzw. 10 Millionen €. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und zugehörige Schulden des Methacrylatgeschäfts
a
Verbindlichkeiten aus Leasing. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Segmenten und Regionen im 1. Halbjahr 2019
Umsatzerlöse nach Segmenten und Regionen im 1. Halbjahr 2018
Vorjahreszahlen angepasst. Bei den Umsatzerlösen, die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen, handelt es sich um im Hedge Accounting erfasste Ergebnisse aus der Währungssicherung für geplante Fremdwährungsumsätze und um Umsatzerlöse aus Operating-Leasing-Verhältnissen. 5.2 Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge
Vorjahreszahlen angepasst. Bruttoerträge und -aufwendungen aus der Umrechnung operativer monetärer Bilanzposten werden ebenso miteinander saldiert wie die Bruttoerträge und -aufwendungen der zugehörigen Währungssicherungen; die hieraus resultierenden Ergebnisse sind entsprechend ihrem jeweiligen Vorzeichen in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen. Die Nettoerträge aus Wertminderungen und Wertaufholungen nach IFRS 9 für erwartete Kreditverluste in Höhe von 4 Millionen € aus dem Vorjahr betreffen vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Erträge von 67 Millionen € (Vorjahr: 67 Millionen €) umfassen unter anderem Erträge aus Nebengeschäften, aus Versicherungsprämien und aus Maßnahmen im Rahmen der Energiewende. 5.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen
Vorjahreszahlen angepasst. Die Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen von 22 Millionen € enthalten vor allem Aufwendungen zur Senkung der Kosten in Verwaltung und Vertrieb sowie im Zusammenhang mit der Optimierung des Produktportfolios der Oleochemie im Segment Nutrition Care und Aufwendungen für die Schließung eines Produktionsstandorts in Ungarn. Die Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen aus dem Vorjahr in Höhe von 27 Millionen € betreffen vor allem die Schließung eines Produktionsstandorts in Ungarn. Insgesamt sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 4 Millionen € (Vorjahr: 12 Millionen €) Wertminderungen nach IAS 36 enthalten. Diese betreffen im aktuellen Jahr vollständig Wertminderungen aus Sachanlagen (Vorjahr: 3 Millionen €). Im Vorjahr sind darüber hinaus noch Wertminderungen aus immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 9 Millionen € enthalten. Die Nettoaufwendungen aus Wertminderungen und Wertaufholungen nach IFRS 9 für erwartete Kreditverluste in Höhe von 5 Millionen € (Vorjahr: keine) betreffen vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Aufwendungen von 131 Millionen € (Vorjahr: 119 Millionen €) beinhalten Aufwendungen für den Kauf von Unternehmensbeteiligungen. Des Weiteren sind Aufwendungen für Versicherungsprämien, für Fremd- und Betriebsleistungen sowie für Umweltschutz und für Nebengeschäfte enthalten. 5.4 Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen enthält im ersten Halbjahr 2019 eine in den Bereinigungen ausgewiesene vollständige Wertminderung in Höhe von 13 Millionen € auf eine Beteiligung des Segments Nutrition Care. 5.5 Finanzergebnis Sonstiges Finanzergebnis
Vorjahreszahlen angepasst. Das sich durch die Saldierung von Bruttoerträgen und -aufwendungen ergebende Ergebnis aus der Umrechnung finanzierungsbezogener monetärer Bilanzposten resultiert im Wesentlichen aus dem Wechselkursrisiko der in Fremdwährung denominierten konzerninternen Finanzierungstransaktionen sowie der Fremdwährungszahlungsmittelbestände. Die Effekte der zugehörigen Währungssicherungen werden innerhalb der Position Ergebnis aus der finanzierungsbezogenen Währungssicherung ausgewiesen. 5.6 Ergebnis nach Steuern Ergebnis nach Steuern
6. Erläuterungen zur Bilanz 6.1 Eigenkapital und Mitarbeiteraktienprogramm Der Vorstand der Evonik Industries AG hat 2018 beschlossen, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Damit macht er von der durch die ordentliche Hauptversammlung am 18. Mai 2016 erteilten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch. Der Aufsichtsrat hat dem Aktienrückkaufprogramm zugestimmt. Der Rückerwerb steht im Zusammenhang mit dem aktienbasierten Beteiligungsprogramm (Mitarbeiteraktienprogramm) Share.2019, das die Evonik Industries AG im März 2019 aufgelegt hat. Die Frist, während der teilnehmende Mitarbeiter Aktien erwerben konnten, endete am 22. März 2019. Die Haltefrist für die erworbenen bzw. gewährten Evonik-Aktien im Rahmen von Share.2019 läuft bis zum 31. Dezember 2021. Insgesamt wurden von der Evonik Industries AG 681.009 Stammaktien zum durchschnittlichen Anschaffungspreis von 24,67€ je Stückaktie am Kapitalmarkt erworben. Im April 2019 wurden hiervon 608.209 Stammaktien (davon 162.913 Gratisaktien) auf Basis des am 4. April 2019 gültigen Aktienkurses und der am gleichen Tag gültigen Fremdwährungswechselkurse an die teilnehmenden Mitarbeiter übertragen. Die verbliebenen 72.800 Stammaktien wurden bis zum 29. April 2019 über die Börse veräußert. Zum 30. Juni 2019 weist Evonik daher keine eigenen Anteile mehr aus. 6.2 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind zum 30. Juni 2019 gegenüber dem 31. Dezember 2018 um insgesamt 72 Millionen € auf 3.804 Millionen € angestiegen. Wesentliche Komponenten dieser Veränderung sind zum einen die Verminderung der Rückstellung um 602 Millionen € durch eine Umgliederung in die nicht fortgeführten Aktivitäten und zum anderen eine erfolgsneutrale Erhöhung um 668 Millionen €, die im Wesentlichen aus der Veränderung des Abzinsungssatzes in den Euro-Ländern von 2,00 Prozent auf 1,50 Prozent resultiert. Die erfolgsneutrale Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und erfolgsneutral erfasste aktive latente Steuern in Höhe von 324 Millionen € spiegeln sich in einer Verminderung des sonstigen Ergebnisses aus der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen um 344 Millionen € wider, die im Eigenkapital in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen enthalten sind. 7. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Überleitung vom bereinigten EBITDA der Berichtssegmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern der fortgeführten Aktivitäten des Konzerns
Vorjahreszahlen angepasst durch Neuzuordnung von Verwaltungsfunktionen (siehe hierzu Kapitel 3.2). 8. Weitere Angaben 8.1 Finanzinstrumente Die folgenden Übersichten zeigen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte aller finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der Teil der derivativen Finanzinstrumente, der im Rahmen des Hedge Accounting bilanziert wurde, ist keiner Bewertungskategorie zugeordnet. Ebenfalls keiner Bewertungskategorie zugeordnet sind Forderungen aus Finanzierungsleasing nach IFRS 16 (Vorjahr: IAS 17), die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden, Verbindlichkeiten aus Leasing nach IFRS 16 (Vorjahr: IAS 17) sowie Verbindlichkeiten aus Rückerstattung für Rabatt- und Bonusvereinbarungen nach IFRS 15, die in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte zum 30.06.2019
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte zum 31.12.2018
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte finanzieller Verbindlichkeiten zum 30.06.2019
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte finanzieller Verbindlichkeiten zum 31.12.2018
Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, die nach ihrem erstmaligen Ansatz auf wiederkehrender Basis beizulegenden Zeitwert bilanziert werden: Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente zum 30.06.2019
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente zum 31.12.2018
Die Finanzinstrumente der Stufe 1 sind zum aktuellen Börsenkurs angesetzt. Sie umfassen Wertpapiere sowie eine Beteiligung. Alle Derivate sind zum aktuellen Bilanzstichtag der Stufe 2 zugeordnet. Dabei handelt es sich um Währungs-, Zins- und Commodity-Derivate, deren beizulegende Zeitwerte mithilfe von Discounted-Cashflow-Verfahren oder Optionspreismodellen auf Basis von Wechselkursnotierungen der Europäischen Zentralbank, beobachtbaren Zinsstrukturkurven, FX-Volatilitäten, Commodity-Preisnotierungen und Kreditausfallprämien bestimmt wurden. Bei den übrigen Beteiligungen, die der Stufe 3 zugeordnet sind, handelt es sich um nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschlussstichtag vorgenommen wurde. Die beizulegenden Zeitwerte wurden aus beobachtbaren Preisen im Rahmen von Eigenkapitalrefinanzierungen sowie mittels Discounted-Cashflow- und Multiple-Verfahren abgeleitet. Eine relative Veränderung der wesentlichen Bewertungsparameter (segmentspezifische Kapitalkostensätze, nachhaltige Dividendenerwartungen, EBITDA-Multiple) um 10 Prozent führt nicht zu einer wesentlichen Veränderung der beizulegenden Zeitwerte. Es besteht keine Absicht zur Veräußerung dieser Beteiligungen. Bei den Ausleihungen, die der Stufe 3 zugeordnet sind, handelt es sich um Wandelanleihen. Grundlage für die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte sind die Nominalwerte der Anleihen; sofern wesentlich, wird das Wandlungsrecht berücksichtigt. Bei den Wertpapieren und wertpapierähnlichen Ansprüchen, die der Stufe 3 zugeordnet sind, handelt es sich um nicht börsennotierte Fondsbeteiligungen. Grundlage für die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte sind die von den Investmentfondsgesellschaften bereitgestellten Net Asset Values, die auf Basis international anerkannter Bewertungsrichtlinien ermittelt werden. Es fanden in der Berichtsperiode keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie statt. Beizulegende Zeitwerte der Stufe 3: Überleitungsrechnung von den Eröffnungs- zu den Schlusssalden
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, ermitteln sich wie folgt: Als beizulegender Zeitwert der Anleihen wird deren direkt beobachtbarer Börsenkurs zum Bilanzstichtag verwendet. Bei Ausleihungen, übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Krediten von Nichtbanken sowie übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse oder -abflüsse ermittelt und ist somit der Stufe 2 zuzuordnen. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes unter Berücksichtigung der Bonität der Kontrahenten. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für die sonstigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stimmen bei diesen, ebenso wie bei den liquiden Mitteln, die beizulegenden Zeitwerte mit den Buchwerten überein. 8.2 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nach dem Beschluss der Hauptversammlung am 28. Mai 2019 wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 im zweiten Quartal gezahlt. Die RAG-Stiftung, Essen, erhielt 344 Millionen €. Weitere wesentliche Transaktionen oder Veränderungen in den Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 nicht ergeben. 8.3 Eventualforderungen und -schulden Bei den Eventualforderungen und -schulden haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 keine wesentlichen Veränderungen ergeben. 8.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Essen, 25. Juli 2019 Evonik Industries AG Der Vorstand Kullmann Dr. Schwager Wessel Wolf Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Evonik Industries AG, Essen Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamterfolgsrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Evonik Industries AG, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard an Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Düsseldorf, den 26. Juli 2019 PricewaterhouseCoopers GmbH Eckhard Sprinkmeier, Wirtschaftsprüfer Antje Schlotter, Wirtschaftsprüferin FinanzkalenderFinanzkalender 2019/20
Impressum HERAUSGEBER Evonik Industries AG Rellinghauser Straße 1-11 45128 Essen www.evonik.de KONTAKT Kommunikation Telefon +49 201 177-3315 presse@evonik.com Investor Relations Telefon +49 201 177-3146 investor-relations@evonik.com Dieser Halbjahresfinanzbericht liegt auch als unverbindliche englische Übersetzung vor. |
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