Eyemaxx Real Estate AGAschaffenburgHalbjahresfinanzbericht 2019/2020Halbjahresfinanzbericht with an eye on the future Konzernlagebericht1 Grundlagen des Konzerns Die Eyemaxx Real Estate AG, als Mutterunternehmen der Eyemaxx Real Estate Group,
ist ein erfahrenes Immobilienunternehmen mit umfangreichem Track Record und einem
ausbalancierten Geschäftsmodell, welches auf zwei Säulen basiert. Die erste Säule
umfasst die Entwicklung von Immobilienprojekten mit Fokus auf Wohnimmobilien inklusive
Mikroapartments in Deutschland und Österreich sowie Stadtquartiersentwicklungen, Hotels
und Serviced-Apartments in Deutschland. Damit verfügt Eyemaxx sowohl nach Sektor als
auch nach Region über ein diversifiziertes Entwicklungsportfolio. Zu dem Geschäftszweig
Projektentwicklung gehören die Konzeptionierung, Projektplanung, Koordinierung mit
Behörden, die bauliche Errichtung und Verkauf der Immobilien. Die Immobilienentwicklung
gliedert sich in "Bau für den Verkauf" und "Bau für den Bestand". Die zweite Säule der Geschäftstätigkeit besteht aus der Bestandshaltung von ausgewählten,
vermieteten Immobilien in Deutschland und Österreich. Durch den Ausbau und die sukzessive
Umsetzung der Projektpipeline verbindet die Eyemaxx Real Estate Group attraktive Entwicklerrenditen
mit stetigen Cashflows durch Mieteinnahmen der Bestandsimmobilien. Die Eyemaxx Real Estate Group baut dabei auf die Expertise eines erfahrenen Managements
sowie eines starken Teams von Immobilienexperten und auf ein etabliertes und breites
Netzwerk, das zusätzlichen Zugang zu attraktiven Immobilien und Projekten eröffnet. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach Einschätzung des IWF wird der Rückgang der Weltwirtschaft 4,9 % im Jahr 2020
betragen. Der IWF musste damit die ursprüngliche Prognose vom April 2020, in der der
Fonds noch von einer Kontraktion von 3 % für 2020 ausgegangen war, weiter nach unten
revidieren. Dieser negative Ausblick beruht auf den wirtschaftlichen Auswirkungen
durch die Verbreitung von Covid-19 und den damit einhergehenden Gegenmaßnahmen der
Regierungen weltweit. Die von vielen Ökonomen prognostizierten Nachholeffekte werden
voraussichtlich nicht so kräftig ausfallen wie zuerst erwartet. Der IWF prognostiziert
in seiner Juniprognose für das Jahr 2021 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,4 % und
damit ein um 0,4 Prozentpunkte geringeres Wachstum als noch im April 2020. Der IWF
betont die wesentlich höhere Unsicherheit bei den diesjährigen Prognosen, da weder
die Dauer der Covid-19 Krise vorausgesagt, noch die Intensität der Gegenmaßnahmen
zum derzeitigen Zeitpunkt eingeschätzt werden kann.1 Auch die Kernmärkte der Eyemaxx Real Estate Group können sich dem Abwärtstrend, ausgelöst
durch die Verbreitung von Covid-19, nicht entziehen. Für Deutschland prognostiziert
der IWF einen Wirtschaftseinbruch von 7,8 % im Jahr 2020 und ein Wirtschaftswachstum
von 5,4 % im Folgejahr. Damit ist der IWF mit seiner Prognose für das Jahr 2020 pessimistischer
als die EU-Kommission, die von einem Wirtschaftsrückgang von 6,3 % im Jahr 2020 ausgeht.
1
International Monetary Fund, World Economic Outlook, June 2020 Für das Jahr 2021 liegt die Vorhersage der EU-Kommission mit einem prognostizierten
Wachstum von 5,3 % fast auf dem gleichen Niveau wie der IWF.2 Die österreichische Volkswirtschaft ist stark vom Tourismus abhängig. Im Jahr 2018
betrug der Anteil der Tourismusbranche am Bruttoinlandsprodukt 15,4 %. Aufgrund der
verhängten Reisebeschränkungen ist der Tourismus einer der am stärksten betroffenen
Branchen. Dies zeigt sich auch an dem, im Vergleich zu Deutschland, deutlich pessimistischeren
Wirtschaftsausblick für 2020. In der Sommerprognose 2020 erwartet die EU-Kommission
einen Wirtschaftsrückgang von 7,1 % für Österreich. Im Jahr 2021 wird dagegen ein
Wirtschaftswachstum von 5,6 % prognostiziert. Neben dem Tourismus wirkt auch die Exportwirtschaft
dämpfend auf das österreichische BIP-Wachstum. Innerhalb der ersten drei Monate 2020
verzeichneten die österreichischen Betriebe ein Minus von 5 % bei den Exporten. Dieses
Minus wird voraussichtlich im zweiten Quartal noch stärker ausfallen, da die meisten
Beschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19 erst Mitte März in Österreich und Europa
eingeführt wurden.3 Nach Schätzungen von Eurostat, dem europäischen Statistikamt, ist das saisonbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowohl für den Euroraum, der die 19 Mitgliedsländer mit
der Euro-Währung umfasst, um 3,6 % und innerhalb der EU-28 im ersten Quartal 2020
um 3,2 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Im Jahresvergleich verringerte sich das
saisonbereinigte BIP im Euroraum um 3,1 % und in der EU-28 um 2,6 % gegenüber dem
ersten Quartal 2019.4 Für Serbien prognostiziert der IWF einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr
2020 von 3 % im Vergleich zum Vorjahr, im Jahr 2021 soll die serbische Wirtschaft
dagegen um 6 % wachsen. Der Rückgang der polnischen Wirtschaft lag im ersten Quartal
2020 saisonbereinigt bei 0,4 % und damit deutlich geringer als im EU-Durchschnitt.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte im ersten Quartal 2020 sogar ein Wachstum
von 1,7 % erreicht werden. Die Tschechische Republik wurde durch die Covid-19 Pandemie
dagegen deutlich stärker getroffen als Polen. Die Schätzung von Eurostat geht von
einem Minus von 3,3 % im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal aus. Im Vergleich
zum ersten Quartal 2019 wird ein Minus von 2 % geschätzt. Das saisonbereinigte BIP
ging in der Slowakei im ersten Quartal um 3,8 % gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal
zurück. Österreich musste ebenfalls einen wirtschaftlichen Rückgang im ersten Quartal
aufgrund der Verbreitung von Covid-19 verzeichnen. Das saisonbereinigte BIP sank nach
Angaben von Eurostat im ersten Quartal um 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch in
Deutschland war das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2020 rückläufig. Die größte
Volkswirtschaft in Europa schrumpfte saisonbereinigt um 2,2 % im Vergleich zum Vorquartal
bzw. 2,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal.5 Für die meisten Zielmärkte der Eyemaxx Real Estate Group waren die wirtschaftlichen
Entwicklungen im ersten Quartal 2020 dennoch positiver als im EU-Schnitt (Minus 3,3
% im Vergleich zum Vorquartal bzw. Minus 2,6 % im Vergleich zum Vorjahresquartal).
Hier profitiert die Eyemaxx Real Estate Group von ihrem Fokus auf die stabilen mitteleuropäischen
Märkte.6
2
International Monetary Fund, World Economic Outlook, June 2020 2.1.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenImmobilienmärkte im Bann von Covid-19 Wie auch andere Branchen, beschäftigen auch die Immobilienbranche derzeit vor allem
die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie. Derzeit sind die potentiellen Folgen nur schwer
einschätzbar. Sicher ist allerdings, dass die verschiedenen Immobilienteilmärkte sehr
unterschiedlich betroffen sind. Während bei Wohnimmobilien und Logistikimmobilien
nur geringfügige Auswirkungen zu erwarten sind, werden Hotelimmobilien wahrscheinlich
auch mittelfristig weiter unter Druck stehen. Markt für Wohnimmobilien in Deutschland Die Covid-19 Krise dürfte nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)
nur geringe Auswirkungen auf den deutschen Wohnungsmarkt haben. Die Kaufpreise in
den 50 größten deutschen Städten fallen trotz der Pandemie wahrscheinlich nur leicht,
einbrechen werden sie aber nicht, so die Experten. Im schlimmsten Fall sinken die
Preise um bis zu 12 %. Dieser Preisrückgang ist vor allem auf die gesenkten Erwartungen
bei zukünftig erzielbaren Mieten zurückzuführen. Zusätzlich werden vor allem Privatanleger
aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktsituation von größeren Investitionen zumindest
kurzfristig absehen.7 Es wirken allerdings derzeit auch einige Faktoren preisstabilisierend. Auch wenn
Mietsteigerungen kurzfristig schwieriger durchsetzbar sind, gibt es derzeit keine
Hinweise auf einbrechende Mieten bei deutschen Wohnimmobilien. Laut Statistischen
Bundesamt stieg die Nettokaltmiete von Jänner 2020 bis Mai 2020 kontinuierlich von
106,4 Indexpunkten auf 106,9 Indexpunkte an. Bisher zeigt sich noch keine negative
Auswirkung auf die Mietpreisentwicklung durch die Covid-19 Pandemie.7 8 Aufgrund der
umfangreichen staatlichen Hilfsprogramme (Kurzarbeit, Rettungsfonds, etc.) sollte
zumindest ein Teil der Einkommensverluste durch die Covid-19 bedingten wirtschaftlichen
Verwerfungen ausgeglichen werden. Damit wird auch die Wahrscheinlichkeit für Mietausfälle
bzw. Leerstandsraten gesenkt und Mietpreise gestützt. Sollte die Arbeitslosigkeit
aufgrund einer zweiten Infektionswelle weiter ansteigen oder über längere Zeit auf
hohem Niveau verharren, kann sich dies naturgemäß negativ auf die Mietpreisentwicklung
auswirken. Für positive Nachfrageimpulse sorgt die expansive Geldpolitik der EZB. Diese hatte
erst vor kurzem ein neues Kaufprogramm für Staatsanleihen und private Schuldtitel
im Umfang von 750 Mrd. Euro als Reaktion auf die Verbreitung von Covid-19 aufgelegt
und damit den europäischen Leitzinssatz nach einem kurzen Anstieg wieder auf dem niedrigen
Vorkrisenniveau stabilisieren können. Die Inflation im Euroraum reagierte allerdings
nicht wie gewünscht und sank innerhalb der letzten Monate kontinuierlich. Damit gilt
eine Abkehr von der unkonventionellen Geldpolitik in naher Zukunft als unwahrscheinlich
und die Kosten für Immobilienfinanzierungen bleiben weiter gering. Sollte die Pandemie in Deutschland bereits ihren Höhepunkt erreicht haben und auch
keine zweite Infektionswelle im dritten oder vierten Quartal 2020 entstehen, werden
die negativen Auswirkungen auf dem Wohnimmobilienmarkt nur kurzfristig sein. Dies
ist vor allem dadurch begründet, dass die Covid-19 Pandemie die strukturellen und
gesellschaftlichen Makrotrends, die zu den starken Preisanstiegen der letzten Jahre
geführt haben, nicht verändert. Insbesondere in deutschen A-Städten ist das Angebot
an Wohnimmobilien weiter geringer als die Nachfrage. Laut statistischen Bundesamt
wurden 2017 und 2018 etwas mehr als 285.000 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt
und damit deutlich unter der Zielvorgabe der deutschen Bundesregierung in der Höhe
von 375.000 Wohnungen. Für das Jahr 2019 liegen noch keine Zahlen vor, es wird aber
eine kleine Steigerung der fertiggestellten Neubauwohnungen prognostiziert. Im Jahr
2020 dagegen werden aufgrund von Verzögerungen bei den Baustellen, sowie bei den Genehmigungen
voraussichtlich deutlich weniger Wohnungen fertiggestellt werden können. Sollte im
Jahr 2021 eine kräftige wirtschaftliche Erholung einsetzen, wird die Diskrepanz zwischen
Wohnungsangebot und -nachfrage in diesem Jahr wahrscheinlich besonders groß ausfallen.9
7
Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Immobilienbesitzer müssen sich keine Sorgen
machen, 19.04.2020 Mittel- bis langfristig wirkt außerdem die steigende Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
nachfragefördernd. Seit 2010 verzeichnet Deutschland ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum.
Im Jahr 2019 erreichte Deutschland mit 83,2 Mio. Einwohnern einen neuen Höchststand.
Diese Entwicklung ist vor allem auf die Nettozuwanderung der letzten Jahre zurückzuführen.
Neben der steigenden Bevölkerung, nimmt die durchschnittliche Haushaltsgröße in Deutschland
ab. Zwischen 2011 und 2018 wuchs die deutsche Bevölkerung im Durchschnitt um 0,85
% während die Anzahl der Haushalte im selben Zeitraum um 0,95 % auf 41,38 Mio. Haushalte
wuchs.10 Markt für Wohnimmobilien in Österreich Wie sich die Covid-19 Pandemie auf den österreichischen Wohnungsmarkt auswirkt, ist
mit den derzeitig vorliegenden Daten nur schwer zu beurteilen. Die aktuellsten Zahlen
zum Immobilienmarkt in Österreich stammen von der österreichischen Nationalbank und
reichen bis ins erste Quartal 2020. Die Gegenmaßnahmen der Regierung sind allerdings
erst in der zweiten Märzhälfte in ganz Österreich eingeführt worden, damit fallen
nur die zwei letzten Wochen des Beobachtungszeitraumes in die Zeit des von der Regierung
erlassenen Covid-Lockdowns. Im ersten Quartal 2020 setzten die Immobilienpreise ihre positive Entwicklung der
letzten Jahre weiter fort. So stiegen die Preise für Einfamilienhäuser innerhalb der
ersten drei Monate des Jahres 2020 um 10,4 % in Wien und um 3,3 % in den Bundesländern.
Die für die Eyemaxx Real Estate Group relevanteren Wohnungseigentumspreise stiegen
im selben Zeitraum um 3,4 % in der Bundeshauptstadt. Bei neugebauten Wohnungen lag
das Plus sogar bei 5,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Generell zeigt sich ein
deutlich stärkeres Wachstum der Immobilienpreise innerhalb von Wien im Vergleich zum
Rest von Österreich.11 Auch bei den Mieten war vor Ausbruch der Covid-19 Pandemie in Österreich eine konstante
Steigerung zu beobachten. Die Entwicklung der Wohnungsmieten in Österreich wird auf
Monatsbasis erhoben und ist bis zum Februar 2020 verfügbar. Im Jänner 2020 lag die
Mietsteigerung bei Wohnungen ohne Betriebskosten bei 2,7 % im Vergleich zum Jänner
2019. Im Februar erhöhten sich die durchschnittlichen Mieten auf sogar 2,9 % im Vergleich
zum Vorjahresmonat. Beim Gesamtjahr 2019 lag die Mietsteigerung bei 3 % im Vergleich
zum Vorjahr. Wie auch in Deutschland profitieren die Mieten bzw. Immobilienpreise
von langjährigen Makrotrends, wie der steigenden Urbanisierung, der wachsenden Bevölkerung,
sowie der Steigerung der Haushaltsanzahl aufgrund der sinkenden durchschnittlichen
Haushaltsgröße.12 Im Gesamtjahr 2019 stieg die Bevölkerung in Österreich um 39.930 Personen an. Obwohl
der Anteil von Wien an der Gesamtbevölkerung nur 21 % ausmacht, lag der Anteil am
Bevölkerungswachstum bei fast 28 %. Dies zeigt, dass es nach wie vor mehr Menschen
in Österreich in große Ballungsräume zieht. Die Urbanisierung und die damit einhergehende
starke Nachfrage nach Wohnraum, bei gleichzeitigem knappen Angebot aufgrund des hohen
Verbauungsgrades ist einer der Gründe, warum die Immobilienpreise in Wien stärker
steigen als im restlichen Österreich.13 Zusätzlich sorgt die Verringerung der durchschnittlichen Haushaltsgröße für einen
erhöhten Bedarf an zusätzlichen Wohnraum. Zwischen 1985 und 2019 stieg die Zahl der
Privathaushalte in Österreich um 41 % von 2.801.000 auf 3.950.000. Die Bevölkerung
in Privathaushalten nahm in diesem Zeitraum jedoch nur um 17 % zu. Somit geht die
größere Zahl der Haushalte nur zum Teil auf das Bevölkerungswachstum zurück und ist
im Wesentlichen auf die Zunahme der Zahl der Ein-Personen-Haushalte von 768.000 im
Jahr 1985 auf 1.480.000 im Jahr 2019 zurückzuführen. Der Anteil der Alleinlebenden
an der Bevölkerung in Privathaushalten erhöhte sich im selben Zeitraum von 27 % auf
37 %. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Haushaltsgröße wider: Lebten im
Jahr 1985 in einem Haushalt noch durchschnittlich 2,67 Personen, waren es 2019 nur
noch 2,21 Personen.14
10
JLL, Wohnungsmarktbericht Deutschland, Mai 2020 Bei den Immobilieninvestitionen zeigt sich ein deutlicher Rückgang im ersten Quartal
2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal. Laut einer Analyse der CBRE Group lag das
Investitionsvolumen in Österreich bei 450 Mio. Euro und damit deutlich unter den 1,1
Mrd. Euro, die im ersten Quartal 2019 investiert wurden. Dieser Rückgang ist aber
laut den Experten der österreichischen Nationalbank eher auf einen allgemeinen Angebotsmangel,
als auf die Covid-19 Pandemie zurückzuführen. Um den Einfluss der weltweiten Verbreitung
von Covid-19 auf das Investitionsverhalten besser zu beurteilen, muss auf die Daten
des zweiten Quartals 2020 gewartet werden. Generell ist allerdings zu erwarten, dass
Investitionen in Gewerbeimmobilien stärker von den Auswirkungen der Pandemie betroffen
sind, als Wohnimmobilien. Dies ist vor allem auf die höhere Konjunkturabhängigkeit
von Gewerbeimmobilien zurückzuführen.15 Markt für Gewerbeimmobilien Deutschland Der deutsche Investmentmarkt bei den Gewerbeimmobilien verzeichnete eine besonders
positive Entwicklung im ersten Quartal 2020. Mit 18,6 Mrd. Euro bundesweit erzielte
das Investitionsvolumen einen neuen Höchststand innerhalb der ersten drei Monate 2020
und um 67 % höher lag als im Vergleich zum Vorjahresquartal. Für den starken Anstieg
sind vor allem Portfolioinvestitionen verantwortlich, die sich im ersten Quartal 2020
versechsfacht haben. Die deutschen A-Standorte konnten mit 9,2 Mrd. Euro ebenfalls
ihren Rekord von 2018 (8,4 Mrd. Euro) übertreffen. Da auch bei den Gewerbeimmobilien
der Beobachtungszeitraum vor Beginn der Covid-19 Pandemie in Deutschland endet, können
die Auswirkungen noch nicht eingeschätzt werden. Allerdings sind einige Reserven durch
das Rekordergebnis aufgebaut worden um die potentiell negativen Effekte kompensieren
zu können.16 Wie in vielen anderen europäischen Ländern, musste auch der deutsche Einzelhandel
zum Höhepunkt der Covid-19 Pandemie zum Großteil für mehrere Wochen schließen. Wie
sich dies auf die Investitionen im Retailsegment auswirkt kann zum derzeitigen Informationsstand
nicht genau quantifiziert werden. Allerdings profitiert der Markt von einem ausgezeichneten
Ergebnis im ersten Quartal 2020, direkt vor der Einführung der Beschränkungen im Einzelhandel.
Innerhalb der ersten drei Monate konnte ein Investitionsvolumen von 4,86 Mrd. Euro
bei Einzelhandelsimmobilien verzeichnet werden. Damit lag die Investitionssumme im
ersten Quartal 2020 um 92 % höher als in der Vorjahresperiode und 79 % höher als im
langjährigen Durchschnitt. Die Renditen stagnierten im ersten Quartal 2020. Nach Objektart
liegen einzelne Fachmärkte mit 5,3 % an der Spitze, danach folgen Fachmarktzentren
mit 4,3 % und Shoppingcenter mit 4,1 %.17 Auch die Investitionen in deutsche Logistikimmobilien konnten im ersten Quartal 2020
ein Rekordvolumen von 2,32 Mrd. Euro verzeichnen. Damit lag das Ergebnis im Vergleich
zum Vorjahresquartal um 76 % höher und um 10 % höher als das bisherige Rekordjahr
2017 (2,15 Mrd. Euro). Besonders Fonds und Investment Manager tätigten große Umsätze,
die zu dem sehr positiven Ergebnis führten. Im Gegensatz zu anderen Gewerbeimmobilien,
könnten Logistikimmobilien von der Covid-19 Pandemie sogar profitieren. Dies ist auf
den gestiegenen E-Commerce Anteil während der Ausgangsbeschränkungen zurückzuführen.
Sollte der Onlinehandel die in der Krise gewonnen Marktanteile auch nach Abflachen
der Covid-19 Pandemie behalten können, wird dies die Nachfrage nach Logistikflächen
auch mittel- bis langfristig stützen.18 Markt für Büroimmobilien Deutschland Innerhalb der ersten drei Monate 2020 wurden in Deutschland 741.000 m2 Bürofläche umgesetzt und damit um ca. 17,5 % weniger als im ersten Quartal 2019.
Dieser Rückgang ist dem schwachen Wirtschaftswachstum 2019 geschuldet, sowie einem
Basiseffekt. Im ersten Quartal 2019 war die umgesetzte Bürofläche ausgesprochen hoch.
Die Auswirkungen von Covid-19 sind in diesen Daten noch nicht abgebildet. Für das
Transaktionsvolumen am deutschen Büro-Investmentmarkt liegen bereits Daten für das
erste Halbjahr 2020 vor. In diese Periode fällt auch der bisherige Covid-19 Höhepunkt
in Deutschland. Das Transaktionsvolumen lag zwischen Jänner und Juni 2020 bei 10,4
Mrd. Euro und damit um 10 % niedriger als in der Vorjahresperiode. Bei den deutschen
A-Städten lag der Rückgang allerdings nur bei ca. 3 %. Besonders Portfolioinvestments
haben im Vergleich zu den letzten
15
Österreichische Nationalbank, Immobilien Aktuell Q2 2020, Mai 2020 Jahren stark zugenommen und konnten so den Rückgang abfedern. Die Renditen lagen
bei den Topstandorten zwischen 2,6 % (München) und 3 % (Köln, Düsseldorf und Stuttgart).19 Bei den Leerstandsraten zeigt sich ein regional sehr unterschiedliches Bild. Während
in einigen wenigen deutschen Städten die Leerstandsquoten 2019 sogar stiegen, verzeichneten
vor allem die A-Städte im Jahr 2019 weiter sinkende Büroleerstände. Besonders in Berlin
(1,5 %) und München (2,3 %) ist der Mangel an Büroflächen an den niedrigen Leerstandsraten
sichtbar. Die Büroknappheit in deutschen Großstädten führte 2019 und auch im ersten
Quartal 2020 zu steigenden Mieten. Mit einer Steigerung von 3,5 % verzeichneten die
durchschnittlichen Mietpreise den höchsten Wert seit Mitte der 1990er Jahre. Bei den
Spitzenmieten fiel die Preissteigerung mit 7 % innerhalb der ersten drei Monate im
Vergleich zur Vorjahresperiode sogar noch deutlicher aus.20 Experten bei der Deutschen Bank erwarten allerdings, dass der starke Aufwärtstrend
im Jahr 2020 zumindest kurzfristig gebremst wird. Aufgrund der hohen Unsicherheit
in Bezug auf die weiteren Entwicklungen der Covid-19 Pandemie haben viele Unternehmen
geplante Expansionen abgesagt oder verschoben. Zusätzlich ist unklar, ob sich das
Home Office auch nach Bewältigung der Covid-19 Krise weiter durchsetzen wird. Der
zu erwartende Beschäftigungsrückgang im Jahr 2020 wird sich ebenfalls negativ auf
die Nachfrage nach Büroflächen auswirken. Sobald die Gesundheitskrise überwunden ist
und Nachholeffekte das Wirtschaftswachstum wieder beschleunigen, wird auch der Bedarf
an Büroimmobilien voraussichtlich wieder steigen.21 Markt für Hotelimmobilien Zu Beginn des Jahres 2020 konnte der Hotel-Investmentmarkt in Deutschland noch ein
Rekordergebnis erzielen. Mit einem Transaktionsvolumen von 1,12 Mrd. Euro konnte man
ein ebenso hohes Niveau erreichen wie im bisherigen Spitzenjahr 2017. Besonders Portfolioinvestitionen
konnten zu dem sehr positiven Ergebnis beitragen. Diese Entwicklung wird sich im laufenden
Jahr höchstwahrscheinlich nicht fortsetzen lassen. Die Tourismus- und Hotelbranche
gehört zu den am stärksten betroffenen Wirtschaftszweigen. Die hohe Unsicherheit in
dem Sektor wird bei Investoren wahrscheinlich zu einer größeren Zurückhaltung bei
Hotelinvestments führen. Derzeit ist völlig unklar wann sämtliche Reisebeschränkungen
(auch in EU-Drittländer) wieder zurückgenommen werden. Außerdem ist nicht absehbar
wie sich das Reiseverhalten weiterentwickelt. Einerseits könnte es in den Folgesaisonen
zu Nachholeffekten kommen, von denen die Hotels sogar profitieren könnten, anderseits
könnte es aufgrund des fehlenden Sicherheitsgefühls noch länger bei einer verminderten
Reisetätigkeit bleiben.22 In einer Analyse zur Auswirkung von Covid-19 verweisen Experten von MRP Consult auf
die unterschiedlichen Marktcharakteristika zwischen Österreich und Deutschland. In
Deutschland (74 %) ist der Anteil an internationalen Gästen wesentlich höher als in
Österreich (50 %). Dadurch ist auch das Potential der Inlandsnachfrage in Deutschland
höher als in Österreich. Zusätzlich ist die österreichische Wirtschaft stärker vom
Tourismus abhängig. Aufgrund der hohen Anzahl an Nächtigungen in Relation zur österreichischen
Gesamtbevölkerung kann die ausländische Nachfrage nicht durch Inländer kompensiert
werden. In Deutschland ist dies nicht der Fall, sollten die Deutschen ihre Urlaube
im Inland verbringen, könnte dies die ausbleibenden internationalen Nächtigungen ausgleichen.
MRP beleuchtet in ihrer Analyse außerdem den Städtetourismus, dieser wird wahrscheinlich
aufgrund von abgesagten Messen und anderen Großveranstaltungen länger benötigen bis
das Vorkrisenniveau erreicht wird. In den Tourismushochburgen Tirol und Salzburg wird
vor allem die Wintersaison 2020/2021 für eine potentielle rasche Erholung relevant
sein. Insgesamt erwarten die Experten von MRP allerdings, dass der österreichische
Tourismus länger als der deutsche Tourismus benötigen wird um sich von den Auswirkungen
von Covid-19 zu erholen.23
19
BNP Paribas Real Estate, At a glance Q1 2020, Büromarkt Deutschland; BNP Paribas
Real Estate, At a glance Q2 2020, Büro-Investmentmarkt Deutschland 2.2 Geschäftsverlauf Die Eyemaxx Real Estate Group hat im ersten Halbjahr ihre im September 2019 begebene
Unternehmensanleihe 2019/2024 (ISIN DE000A2YPEZ1) im Rahmen einer Privatplatzierung
bei institutionellen Investoren mit einem Volumen von 9 Mio. Euro emittiert. Im Dezember
2019 wurden zwei Wandelanleihen (2016/2019 und 2017/2019) mit einem Volumen von insgesamt
22,9 Mio. Euro plangemäß rückgeführt. Im Februar 2020, wurde die Anleihe 2018/2023
um rund 12 Mio. Euro auf 55 Mio. Euro aufgestockt. Die Eyemaxx Real Estate Group hat
ihre Unternehmensanleihe 2014/2020 mit einem ausstehenden Volumen von zuletzt 13,3
Mio. Euro fristgerecht am 31. März 2020 zurückgezahlt. Somit hat Eyemaxx in Summe
Kapitalmarktverbindlichkeiten mit einem Volumen von 36,2 Mio. Euro im ersten Halbjahr
2019/2020 plangemäß abgelöst. Im März 2020 hat die Eyemaxx Real Estate Group ihre Bezugsrechts-Kapitalerhöhung
vollständig platziert. Dabei wurden sämtliche 880.000 neue Aktien zu je 9,00 Euro
emittiert und somit das Grundkapital von 5.350.568 Euro auf 6.230.568 Euro erhöht.
Der Mittelzufluss für Eyemaxx aus der Transaktion beläuft sich auf rund 7,9 Mio. Euro.
Eyemaxx will den Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung für die Umsetzung von Immobilienprojekten
und den Ausbau des Bestandsportfolios nutzen. Bereits im Oktober 2019 wurde eine Absichtserklärung für den Verkauf der beiden serbischen
Logistikzentren Log Maxx Alpha und Log Maxx Beta mit der internationalen CTP Gruppe
unterzeichnet. Nachdem die Logistikhalle von Log Max Beta im Frühjahr 2020 fertiggestellt
und teilweise vermietet werden konnte, steht der Abschluss des verbindlichen Kaufvertrages
mit CTP unmittelbar bevor. In der im Juli 2020 stattgefunden Endverhandlung mit dem
Käufer mussten weitere Covid-19 bedingte Zugeständnisse gemacht werden, welche wertmäßig
bereits im gegenständlichen Halbjahresabschluss erfasst wurden. Die ursprüngliche
Absichtserklärung hatte eine Earn-Out-Komponente für Vollvermietung vorgesehen. Der
von der Regierung erlassene Covid-Lockdown führte naturgemäß zu erheblichen Verzögerungen
in der Vermietung, sodass die ursprünglich geplante Vollvermietung nicht erreicht
werden konnte. Dadurch ergibt sich ein geringerer Kaufpreis in Höhe von 2,6 Mio. Euro,
welcher demzufolge als Aufwand erfasst werden musste. Weiters bestand der Käufer -
ebenfalls Covid-19 bedingt - auf eine Reduktion des Kaufpreisfaktors, welche mit weiteren
0,5 Mio. Euro im Aufwand erfasst wurde. Zusätzlich wurden durch einen Mietervergleich,
durch Beratungsrückstellungen sowie durch laufende Kosten Aufwendungen von rund 2,6
Mio. Euro erfasst. Trotz der Einschränkungen aufgrund der Covid-19 Krise wurde die Entwicklung der Immobilienprojekte
der Eyemaxx Real Estate Group innerhalb der letzten sechs Monate bestmöglich fortgesetzt.
Durch die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen, die teilweise gerissenen Lieferketten
und den durch die Grenzschließungen verstärkten Mangel an Facharbeitern, gibt es allerdings
Verzögerungen und Kostenüberschreitungen. Davon sind die Projekte "Sonnenhöfe" in
Schönefeld, Mikroapartments Bonn und Wien "Siemensstraße" deutlich weniger betroffen
als das Hotelprojekt in Offenbach Kaiserlei und das multifunktionale Quartiersentwicklungsprojekt
"Postquadrat" in Mannheim. Dieses Projekt hat einen negativen bilanziellen Effekt
von rund 4,6 Mio. Euro, welcher einerseits auf durch Umplanungen bedingte deutlich
gestiegene Baukosten sowie durch Covid-19 bedingte Verzögerungen hinsichtlich der
erwarteten Fertigstellung und vertragskonformen Übergabe an die Käufer zurückzuführen
ist. Seit dem 31. Oktober 2019, hat es Covid-19 bedingte nachteilige Veränderungen in
der Geschäftsentwicklung gegeben. Das erste Halbjahr des Wirtschaftsjahres der Eyemaxx
Real Estate Group entfällt zur Hälfte auf die branchenbedingt schwächeren Wintermonate
und unmittelbar danach traten die gravierenden behördlichen Einschränkungen durch
Covid-19 in Kraft. Zusätzlich wurden Branchentreffen, Messen etc. abgesagt, wodurch
die Erreichbarkeit von potentiellen Verkäufern stark eingeschränkt war. Ebenfalls
erschwerten Kontaktverbote und Reisebeschränkungen Grundstücksbesichtigungen massiv,
weshalb es zu keinem Projektankauf im ersten Halbjahr 2019/2020 kam. Die in der Ankaufsplanung befindlichen neuen Entwicklungsprojekte konnten nicht wie
vorgesehen erworben werden, obwohl die für die geplanten Projektentwicklungen erforderlichen
internen Vorarbeiten geleistet wurden. In Folge dessen, konnten keine entsprechenden
Projekterfolge - welche je nach Fortschritt des Projektes um Risikoabschläge für Grundstücks-,
Finanzierungs-, Vermietungsgrad- und Baukostenrisiko reduziert werden - realisiert
werden. Zusätzlich mussten Covid-19 bedingt Bewertungen laufender Projekte selektiv
reduziert werden, während die Fixkosten weitestgehend weiterliefen. Sowohl der Umsatz
als auch das Ergebnis nach Steuern entwickelten sich speziell Covid-19 bedingt dadurch
deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug
auf die weiteren Entwicklungen rundum die Covid-19 Pandemie wurden die Jahresprognose
für das laufende Geschäftsjahr, sowie auch der Dividendenvorschlag des Vorstandes
für das abgelaufene Geschäftsjahr zurückgezogen. Der Vorstand, sowie das gesamte Management der Eyemaxx Real Estate Group sind sich
der Ernsthaftigkeit der aktuellen Gesundheitskrise, bedingt durch die Verbreitung
von Covid-19, bewusst. Um angemessene Maßnahmen auf die aktuelle wirtschaftliche Lage
zu setzen, wurden Einschätzungen der potentiellen Folgen der Covid-19 Krise auf die
Geschäftstätigkeit der Eyemaxx Real Estate Group vorgenommen. Diese wurden im Verlauf
der letzten Monate regelmäßig aktualisiert und überarbeitet. Neben der oben erwähnten
Dividendenaussetzung wurde die Kurzarbeit von April bis Juni 2020 bei der Eyemaxx
Real Estate Group eingeführt. Zusätzlich verzichteten das Management, der Aufsichtsrat
und der Vorstand, während dieser drei Monate, auf 20 % ihres Gehaltes. Diese Maßnahmen
verschafften der Eyemaxx Real Estate Group zusätzliche Liquidität und halfen die negativen
Effekte der ersten Infektionswelle zumindest in geringem Umfang abzufedern. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das erste Halbjahr des Eyemaxx-Konzerns beginnt am 1. November 2019 und endet am
30. April 2020. Als Vergleichsperiode wird das Geschäftsjahr 2018/2019 dargestellt.
Die Begriffe "Vorjahr" und "erstes Halbjahr 2018/2019" beziehen sich auf den Zeitraum
1. November 2018 bis 30. April 2019. Der Begriff "erstes Halbjahr 2019/2020" bezieht
sich auf den Zeitraum 1. November 2019 bis 30. April 2020. Der Zwischenabschluss wurde
nach den am Abschlussstichtag anzuwendenden Richtlinien der International Financial
Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) in der jeweils geltenden Fassung der Europäischen
Union (EU) erstellt. Die Darstellung der Werte erfolgt in tausend Euro (TEUR) gerundet.
Durch die Angaben in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben. 2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 281.993 auf TEUR 254.514 reduziert. Konzernbilanz (zusammengefasst)scroll
Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum 30. April 2020 bei TEUR 177.271 nach TEUR
156.503 zum 31. Oktober 2019. Die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen
stiegen auf Grund der Erstanwendung von IFRS 16 um TEUR 4.224 von TEUR 3.033 auf TEUR
7.257. Der Bilanzposten der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sank um TEUR -10.708
von TEUR 19.826 auf TEUR 9.118 im wesentlichen auf Grund des Wechsels im Einbezug
einer Gesellschaft in den Konzernabschluss. Im ersten Halbjahr 2019/2020 veränderten
sich die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien aufgrund von Investitionen um
TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 4.398). Der Effekt aus der Bewertung von als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilien betrug TEUR -190 (Vorjahr: TEUR 1.118). Aus den serbischen Immobilien
ergibt sich ein negativer Währungseffekt von TEUR -4 (Vorjahr: TEUR -35), welcher
unmittelbar im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst wurde. Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen verringerten sich um TEUR -4.957 von TEUR
57.111 zum 31. Oktober 2019 auf TEUR 52.154 zum 30. April 2020. Die Veränderung resultiert
aus der Bewertung der Anteile nach der at-equity-Methode in Höhe von TEUR -6.975 (Nähere
Erläuterungen siehe Ertragslage). Außerdem wurden Anteile einer vollkonsolidierten
Gesellschaft verkauft, welche daraufhin als Gemeinschaftsunternehmen zu bilanzieren
ist. Aus diesem Vorfall resultiert ein Zugang der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
in Höhe von TEUR 2.014. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stiegen im ersten Halbjahr 2019/2020 um
TEUR 32.212 auf TEUR 108.036 (Vorjahr: TEUR 75.824). Die Veränderung resultiert im
Wesentlichen aus der Ausgabe von Darlehen an Projektgesellschaften. Die gesamten kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum 30. April 2020 bei TEUR 77.243
nach TEUR 125.490 zum Ende des Geschäftsjahres 2018/2019. Das Vorratsvermögen sank
im ersten Halbjahr 2019/2020 um TEUR -685, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
verringerten sich um TEUR -2.490, die sonstigen Forderungen verringerten sich im wesentlichen
auf Grund der Bezahlung der Käufer für die Anteile an der ViennaEstate und dem Kaufpreis
für das Projekt Grasbergergasse um TEUR -30.657, die kurzfristigen finanziellen Forderungen
sanken um TEUR -443, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken um TEUR
-12.568 und die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte verringerten sich aufgrund
der Kaufpreisanpassung der serbischen Projekte um TEUR -1.404. Das Eigenkapital hat sich von TEUR 65.002 zum 31. Oktober 2019 um TEUR -12.489 auf
TEUR 52.513 zum 30. April 2020 verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen
aus dem Periodenergebnis in Höhe von TEUR -19.594 und erhöhend mit der Kapitalerhöhung
in Höhe von TEUR 8.637. Die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 126.011 sind im Vergleich zum
Vorjahr mit TEUR 146.753, trotz der Aufstockung der Anleihen 2018/2023 und 2019/2024
und der Aufnahme weiterer Finanzdarlehen zur Projektfinanzierung gesunken, da die
Wandelanleihen 2016/2019 und 2017/2019 sowie die Anleihe 2014/2020 im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres zurückgeführt wurden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um TEUR 5.752 auf TEUR 75.990. Dies resultiert
im Wesentlichen aus einer zusätzlich aufgenommenen kurzfristigen Bankfinanzierung
in der Höhe von TEUR 10.000. 2.3.2 FinanzlageFinanzierung Generell umfasst das Finanzmanagement von Eyemaxx das Kapitalstrukturmanagement sowie
das Liquiditätsmanagement. Aufgabe des Kapitalstrukturmanagements ist die Gestaltung
einer ausgewogenen Mischung aus Eigen- und Fremdkapital. Die bereinigte Eigenkapitalquote
von Eyemaxx belief sich zum Bilanzstichtag auf 21,56 %* (Vorjahr: 25,12 %*). Ziel des Liquiditätsmanagements ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen
Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch Nutzung
von Projektkrediten zu bewahren. Zu diesem Zweck werden Liquiditätsvorschaurechnungen
erstellt, die es ermöglichen, über die freiwerdende Liquidität aus Immobilienveräußerungen
und dem erforderlichen Finanzmittelbedarf für Akquisitionen und Projektneuentwicklungen
entsprechend zu disponieren. Die Liquiditätssteuerung der Tochtergesellschaften erfolgt
über im Rahmen der Konzernliquiditätsplanung festgelegte Budgets, wobei die Verwendung
der genehmigten Finanzmittel ebenfalls regelmäßig auf Konzernebene kontrolliert wird. Nettofinanzverschuldungscroll
Die Veränderung der Nettofinanzverschuldung resultiert überwiegend aus der Aufstockung
der Anleihen 2018/2023 und 2019/2024, sowie der Rückzahlung der beiden Wandelanleihen
2016/2019 und 2017/2019 und der Anleihe 2014/2020. Kapitalflussrechnungscroll
Der ausgewiesene Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR
-7.562 resultiert aus der Veränderung des Working Capital, insbesondere aus der Änderung
der Vorräte und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Kapitalfluss
aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind die Aufwendungen des gesamten operativen
Betriebs enthalten. Der Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR 3.337 nach TEUR -10.962
im Vorjahr. Dieser war insbesondere geprägt durch Investitionen in Projektgesellschaften,
welchen Zuflüsse aus der im vergangen Jahr verkauften Grasbergergasse und der Anteile
an der ViennaEstate Immobilien AG gegenüber stehen. Der Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR -5.910 nach TEUR 12.169
im Vorjahr. Dieser war geprägt durch Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung in der Höhe
von TEUR 7.476, Einzahlungen durch Anleihebegebungen in der Höhe von TEUR 21.000,
sowie Rückführungen von Anleiheverbindlichkeiten in der Höhe von TEUR 36.181. Zusätzlich
wurden neue Finanzverbindlichkeiten aufgenommen und bestehende Bankverbindlichkeiten
getilgt. 2.3.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 2.603 unter dem Vorjahreswert von TEUR 3.785. Diese
Veränderung ist im Wesentlichen auf Grund von Einmaleffekten in den sonstigen Erlöse
im Vorjahr zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2019/2020 betrugen die Mieteinnahmen
TEUR 1.227 (Vorjahr: TEUR 1.471). Die Umsatzerlöse aus Projektleistungen wie Baumanagement,
Marketing und Mieterakquisition betrugen TEUR 1.256 (Vorjahr: TEUR 999). Die Erlöse
aus Beratungsleistungen betrugen TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 61) und die sonstige Erlöse
TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 1.255). Die Analyse der Ertragslage zeigt stark zusammengefasst folgendes Bild: verkürzte Konzern- Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Im ersten Halbjahr 2019/2020 wurden Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der
als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von TEUR -186 (Vorjahr: TEUR 302)
erfasst. Das Ergebnis aus Beteiligungen in Höhe von TEUR -6.975 (Vorjahr: TEUR 9.452) beinhaltet
das Ergebnis aus Beteiligungen nach der at-Equity-Methode bewertet in Höhe von TEUR
-6.975 (Vorjahr: TEUR 9.452), Dividenden und Ergebniszuweisungen von Beteiligungen
nach der at-Equity-Methode bewertet in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 55) und das
Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -1). Das
Ergebnis aus Beteiligungen nach at-Equity-Methode bewertet resultiert aus deutschen
Gesellschaften in Höhe von TEUR -5.710 (Vorjahr: TEUR 8.206), österreichischen Gesellschaften
in Höhe von TEUR -1.184 (Vorjahr: TEUR 1.192) und tschechischen Gesellschaften in
Höhe von TEUR -81 (Vorjahr: TEUR 0). Die Veränderung des Ergebnisses aus Beteiligungen
nach der Equity-Methode bewertet der österreichischen Gesellschaften resultiert im
Wesentlichen aus dem Wegfall des Ergebnis aus Beteiligungen nach der equity-Methode
bewertet an der der ViennaEstate Immobilien AG in der Höhe von TEUR 1.494. Die Veränderung
des Ergebnisses aus Beteiligungen nach der Equity-Methode bewertet der deutschen Gesellschaften
resultiert im Wesentlichen aus zum Teil Covid-19 bedingten geänderten Projektkalkulationen
und hier im wesentlichen aus dem Projekt Postquadrat Mannheim. Der Ergebnisbeitrag
aus der Equity Beteiligung am Projekt Mannheim wurde im laufenden Geschäftsjahr mit
TEUR -4.588 erfasst (Vorjahr: TEUR 1.676). Dieser ist einerseits auf durch Umplanungen
bedingte deutlich gestiegene Baukosten, sowie durch Covid-19 bedingte Verzögerungen
hinsichtlich der erwarteten Fertigstellung und vertragskonformen Übergabe an die Käufer
zurückzuführen. Andere Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus Covid-19 bedingten
Änderungen von Projektfortschritten/Baustarts. Das Finanzergebnis der Eyemaxx Real Estate Group beläuft sich auf TEUR -2.625 (Vorjahr:
TEUR -2.732). Darin enthalten sind Finanzierungserträge in Höhe von TEUR 3.720 (Vorjahr:
TEUR 2.910). Die Finanzierungsaufwendungen betrugen im ersten Halbjahr 2019/2020 TEUR
6.345 (Vorjahr: TEUR 5.642). Hier sind nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinsaufwendungen
der Anleihen in Höhe von TEUR 4.869 (Vorjahr: TEUR 4.297) enthalten. In Summe weist die Eyemaxx Real Estate Group im ersten Halbjahr 2019/2020 ein Periodenergebnis
nach Steuern von TEUR -19.594 (Vorjahr: TEUR 4.725) aus. Seit dem 31. Oktober 2019, hat es Covid-19 bedingte nachteilige Veränderungen in
der Geschäftsentwicklung gegeben. Das erste Halbjahr des Wirtschaftsjahres der Eyemaxx
Real Estate Group entfällt zur Hälfte auf die branchenbedingt schwächeren Wintermonate
und unmittelbar danach traten die gravierenden behördlichen Einschränkungen durch
Covid-19 in Kraft. Die in der Ankaufsplanung befindlichen neuen Entwicklungsprojekte
konnten daher im 1. Halbjahr des Wirtschaftsjahres nicht wie vorgesehen erworben werden,
obwohl die für die geplanten Projektentwicklungen erforderlichen internen Vorarbeiten
geleistet wurden. In Folge dessen konnten keine entsprechenden Projekterfolge - welche
je nach Fortschritt des Projektes um Risikoabschläge für Grundstücks-, Finanzierungs-,
Vermietungsgrad- und Baukostenrisiko reduziert werden - realisiert werden. Zusätzlich
mussten Covid-19 bedingt Bewertungen laufender Projekte selektiv reduziert werden,
während die Fixkosten weitestgehend weiterliefen. Zusammenfassend lässt sich auf Covid-19 eine deutlich negative Auswirkung auf die
Ertragslage in Höhe von zumindest 21 Mio. Euro ableiten. Diese resultiert aus projektbezogenen
Aufwendungen in Höhe von rund 10,0 Mio. Euro (insbesondere Serbien und Mannheim),
einer Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von rund 1,3 Mio. Euro sowie von nicht
ertragswirksam erfassten Projekterfolgen in Höhe von zumindest 10,0 Mio. Euro. 2.4 Bedeutsame finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenKennzahlen zur wirtschaftlichen Lage Zur besseren Übersicht über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens soll folgende
Zusammenstellung dienen: Kennzahlen zur Ertragslagescroll
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlagescroll
Berechnung der Kennzahlen: Eigenkapitalrentabilität (ROE Basis Periodenerfolg) = Periodenerfolg x 100 / Eigenkapital Gesamtkapitalrentabilität (ROI Basis Ergebnis vor Zinsen und Steuern) = Ergebnis
vor Steuern x 100 / Gesamtkapital Eigenkapitalquote = Eigenkapital / (Gesamtkapital - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
inkl. der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der zur Veräußerung bestimmten
Vermögenswerte) Nettofinanzverschuldung (Net Debt) = Verzinsliches Fremdkapital abzüglich Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente inkl. der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte Nettoverschuldungsgrad = Nettofinanzverschuldung / Eigenkapital Nettoumlaufvermögen (Working Capital) = Kurzfristige Vermögenswerte abzüglich kurzfristige
Verbindlichkeiten (inkl. kurzfristiges verzinsliches Fremdkapital) Im Geschäftsjahr 2019/2020 kam es bei der Anleihe 2018/2023 zu einer Verletzung der
Anleihebedingungen gemäß §7 (5)b. Dies führt in weiterer Folge zu einer Erhöhung des
Zinskupon um 0,5 Prozentpunkte p.a. gemäß §3 (5) der Anleihebedingungen. Die Verletzung
des financial covenants ist mit keiner kurzfristigen Fälligstellung verbunden. Im Geschäftsjahr 2019/2020 kam es bei Bankenfinanzierungen mit einem ausstehenden
Kreditvolumen in der Höhe von TEUR 10.000 zu einer Verletzung der Finanzkennzahlen
im Darlehensvertrag. Dies führt in weiterer Folge zu einer Erhöhung des ursprünglichen
Zinssatzes um 0,5 Prozentpunkte p.a. Die Verletzung des financial covenants ist mit
keiner kurzfristigen Fälligstellung verbunden. 3 Nachtragsbericht Am 21. Juli 2020 hat die Eyemaxx Real Estate AG die Platzierung ihrer besicherten
Unternehmensanleihe 2020/2025 mit einem Emissionsvolumen von 18 Mio. Euro erfolgreich
beendet. Davon entfielen knapp 8 Mio. Euro auf Zeichnungen im Rahmen des öffentlichen
Angebots und der institutionellen Privatplatzierung. Zudem wurden im Rahmen des Umtauschangebots
Anleihen im Nominalwert von rund 10 Mio. Euro der Unternehmensanleihe 2016/2021 seitens
institutioneller und privater Investoren in die neue Anleihe getauscht. Darüber hinaus waren dem Unternehmen zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung keine wesentlichen
Änderungen bekannt, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und Auswirkungen
auf die wirtschaftliche Entwicklung der Eyemaxx Real Estate Group haben könnten. 4 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognose-, Chancen- und Risikobericht) Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 ergaben sich keine wesentlichen
Veränderungen der im Geschäftsjahr 2018/2019 dargestellten Risiken und Chancen, sodass
auf diese verwiesen werden darf. Der Vorstand sieht auf Grund der heute bekannten
Informationen signifikante Einzelrisiken im Zusammenhang mit der weltweiten Verbreitung
von Covid-19, welche die Vermögens-, Ertrags- oder Finanzlage des Eyemaxx-Konzerns
gefährden könnten. Die Quantifizierung der jeweiligen Risiken ist zum derzeitigen
Zeitpunkt nicht seriös durchführbar, da weder die Dauer noch die Intensität der Gegenmaßnahmen
seitens der europäischen Regierungen eingeschätzt werden können. Trotzdem soll im
Folgenden auf Risiken mit Bezug auf Covid-19 hingewiesen werden, die vom Vorstand
als besonders relevant für die Geschäftstätigkeit der Eyemaxx Real Estate Group angesehen
werden. 4.1 Covid-19 bedingte Risiken Die durch die Covid-19 ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen treffen alle Märkte
auf denen die Eyemaxx Real Estate Group agiert. Dadurch können Mietausfälle bzw. länger
andauernde Leerstände bei Bestandsimmobilien der Eyemaxx Real Estate Group nicht gänzlich
ausgeschlossen werden. Dies gilt insbesondere wenn es in den Kernmärkten (Deutschland
und Österreich) zu einer zweiten Infektionswelle kommt und damit einhergehend strenge
Gegenmaßnahmen erlassen werden. Positiv zu beurteilen ist allerdings, dass es innerhalb
der ersten Infektionswelle zu keinem einzigen Mietausfall bei den Bestandsimmobilien
gekommen ist. Dies ist den strengen Bonitätsprüfungen, die von der Eyemaxx Real Estate
Group vor Abschluss von Mietverträgen durchgeführt werden, zu verdanken. Bei Hotelimmobilien sieht der Vorstand der Eyemaxx Real Estate Group ein erhöhtes
Risiko. Der Ostertourismus 2020 konnte aufgrund der gesetzten Maßnahmen nicht stattfinden.
Ob diese fehlende Nachfrage im Sommer nachgehholt werden kann, ist derzeit mit großer
Unsicherheit behaftet. Dies liegt unter anderem an der eingeschränkten Reisefreiheit
in Europa und dem Rest der Welt. Auch wenn die Beschränkungen zumindest in Europa
bereits großteils zurückgenommen wurden, kann es sein, dass das persönliche Sicherheitsgefühl
der Menschen für Reisen in andere Länder nicht ausreicht. Da der Sommertourismus 2020
nur in reduzierter Form stattfindet, wird dies einen enormen Kostendruck auf die Tourismusbranche
ausüben. Damit wäre naturgemäß auch der Hotelimmobilienmarkt stark negativ beeinflusst,
insbesondere wenn die Unterbrechungen des Reiseverkehrs außerhalb der EU über mehrere
Reisesaisonen anhalten. Auch die Eyemaxx Real Estate Group entwickelt derzeit Hotelprojekte.
Die Gesellschaft profitiert allerdings davon, dass die Fertigstellungstermine für
die derzeitigen Hotelprojekte planmäßig vorwiegend in den Jahren 2022 und 2023 liegen.
Eine Entspannung der Lage im Zusammenhang mit Covid-19 ist bis zu diesem Zeitpunkt
wahrscheinlich. Das Risiko für Bauzeitenverzögerungen ist durch die Einschränkungen im ersten bzw.
zweiten Quartal 2020 deutlich angestiegen. Auch wenn bereits viele Maßnahmen seitens
der Regierungen wieder zurückgenommen wurden, kann es bei einem neuerlichen Anstieg
der Infektionszahlen schnell wieder zu Beschränkungen kommen und damit eine erneute
Verzögerung der geplanten Fertigstellungstermine nicht ausgeschlossen werden. Sollte
es durch die Bauverzögerungen zu Rücktritten von bereits abgeschlossenen Miet- und
Kaufverträgen kommen, kann sich dies naturgemäß negativ auf die Vermögenslage der
Gesellschaft auswirken. Sollten die Banken auf die Covid-19 Krise mit einer restriktiveren Kreditvergabe
reagieren, kann nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftige Transaktionen nicht mit
der gewohnten Geschwindigkeit abgewickelt werden. Dadurch können Finanzierungen für
Grundstücke möglicherweise nicht mit ausreichender Geschwindigkeit bereitgestellt
werden. Dies könnte zum Verlust von potentiell attraktiven Projekten führen und sich
damit nachteilig für die Geschäftsentwicklung der Eyemaxx Real Estate Group auswirken. Die Eyemaxx Real Estate Group emittierte von 03. Juli bis zum 20. Juli 2020 eine
neue besicherte Anleihe mit einem Volumen von bis zu 30 Mio. Euro und einer Laufzeit
von fünf Jahren. Insgesamt wurde ein Volumen in Höhe von 18 Mio. Euro (rund 8 Mio.
Euro Neuzeichnungen und rund 10 Mio. Euro Umtausch Unternehmensanleihe 2016/2021)
gezeichnet. Falls eine Nachplatzierung der Anleihe 2020/2025 nicht in erforderlichem
Umfang der fälligen Anleihe 2016/2021 zu Stande kommt, könnte der Differenzbetrag
durch verschiedene Alternativen, die sich zum Teil auch ergänzen können, gedeckt werden.
Dazu gehört die Einbindung von Banken und anderen Kapitalgebern sowie die Möglichkeit
der Veräußerung von, nicht für die Anleihe 2020/2025 als Besicherung zum Zug gekommenen,
Immobilien. 4.2 Ausblick Die Eyemaxx Real Estate Group geht aufgrund einer merklichen Belebung der Geschäftsentwicklung
in den ersten Monaten des zweiten Halbjahres des Geschäftsjahrs 2019/ 2020, ihrer
guten Marktpositionierung, des aktuellen Status der einzelnen Projekte sowie des profitablen
Bestandsportfolios von einer deutlichen Verbesserung aller Ergebniskennzahlen im zweiten
Halbjahr aus. Nach aktuellem Stand (Ende Juli 2020) erwartet der Vorstand, dass das
zweite Halbjahr mit einem Gewinn abgeschlossen werden kann. Diese Prognose basiert
darauf, dass sich keine gravierende Verschärfung der Covid-19 Pandemie in den Kernmärkten
von Eyemaxx einstellt, aus der signifikante Einflüsse auf das operative Geschäft des
Unternehmens resultieren. Auch mittel- und langfristig ist die Eyemaxx Real Estate Group nach Eingrenzung der
Covid-19 Krise auf nationaler und internationaler Ebene für die Geschäftsentwicklung
optimistisch. Die zusätzliche Ausweitung der expansiven Geldpolitik der EZB wird auch
mittelfristig für ein niedriges Zinsniveau sorgen. Damit dürften deutliche Chancen
für den Immobilienmarkt verbunden sein. Die Nachfrage von Investoren nach Immobilienassets
könnte sich aufgrund der geringen Finanzierungskosten, sowie dem Fehlen von renditestarken
Alternativen erhöhen. Des Weiteren werden der deutsche bzw. österreichische Immobilienmarkt langfristig
wieder von den seit Jahren anhaltenden Makrotrends (steigende Urbanisierung, Verringerung
der durchschnittlichen Haushaltsgröße, etc.) bewegt werden und damit die positive
Dynamik der letzten Jahre weiter fortsetzen. Der Vorstand und das Management sehen nach Überwindung der Covid-19 Krise entsprechend
auch in den kommenden Geschäftsjahren wieder hohe Ertragschancen bei Immobilienprojektentwicklungen,
sowie bei den Bestandsimmobilien der Eyemaxx Real Estate Group. Aufgrund dessen ist
die Eyemaxx Real Estate Group auch weiterhin bestrebt die Marktopportunitäten zu nutzen
und ihre - vor der aktuellen Krise bewährte - Strategie fortzusetzen. Bei den Immobilienprojektentwicklungen
liegt der Fokus weiterhin in den bewährten Kernmärkten Deutschland bzw. Österreich.
Die Schwerpunkte werden dabei die Bereiche Wohnen und Büro bleiben. Ein erstes Beispiel
dafür ist der Start des neuen Entwicklungsprojektes in Berlin Schönefeld, welches
im Juli 2020 gesichert werden konnte. Zudem soll die bestehende Projektpipeline erfolgreich abgearbeitet werden. So wird
beispielsweise das - im Forward Sale bereits verkaufte - Projekt Sonnenhöfe nach Fertigstellung
des ersten Bauabschnittes im Jahr 2020 zu einem erheblichen Liquiditätszufluss führen.
Ebenso wird aus dem unmittelbar bevorstehenden Verkauf der Logistikzentren in Serbien
ein Netto-Liquiditätszufluss von rund 12 Mio. Euro erwartet. Das Bestandsportfolio der Eyemaxx Real Estate Group soll auch in Zukunft stärker
ausgebaut werden um einen stetigen Cashflow durch Mieterträge zu erzielen. Aufgrund
der hohen erzielbaren Rendite, fokussiert sich die Gesellschaft dabei besonders auf
Gewerbeimmobilien für das Bestandsportfolio. Die Eyemaxx Real Estate Group hat keinen
einzigen Mietausfall bei den bereits vorhandenen Bestandsimmobilien während der bisherigen
Covid-19 Krise zu verzeichnen. Aschaffenburg, am 31. Juli 2020 Dr. Michael Müller Konzern- Gewinn- und Verlustrechnungscroll
*
Die Vergleichsperiode wurde angepasst (siehe Kapitel 1.3 Änderung von Vergleichsinformationen). Konzerngesamtergebnisrechnungscroll
*
Die Vergleichsperiode wurde angepasst (siehe Kapitel 1.3 Änderung von Vergleichsinformationen). KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
scroll
Konzernkapitalflussrechnungscroll
Der Konzern Die Eyemaxx Real Estate AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz
in Aschaffenburg und der Geschäftsanschrift Weichertstraße 5, D-63741 Aschaffenburg.
Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Aschaffenburg unter der Nummer HRB 11755 im
Handelsregister eingetragen. 1 Allgemeine Angaben Seit 31. Mai 2011 ist Herr Dr. Michael Müller als alleinvertretungsbefugter Vorstand
der Eyemaxx Real Estate AG berufen. Den Aufsichtsrat der Eyemaxx Real Estate AG, Aschaffenburg,
bilden zum 30. April 2020 Herr Andreas Karl Autenrieth (Vorsitzender) sowie Herr Richard
Fluck und Herr Dr. Bertram Samonig. 1.1 Geschäftstätigkeit Die Eyemaxx Real Estate AG, als Mutterunternehmen der Eyemaxx Real Estate Group,
ist ein erfahrenes Immobilienunternehmen mit umfangreichem Track Record und einem
ausbalancierten Geschäftsmodell, welches auf zwei Säulen basiert. Die erste Säule
umfasst die Entwicklung von Immobilienprojekten mit Fokus auf Wohnimmobilien inklusive
Mikroapartments in Deutschland und Österreich sowie Stadtquartiersentwicklungen, Hotels
und Serviced-Apartments in Deutschland. Damit verfügt Eyemaxx sowohl nach Sektor als
auch nach Region über ein diversifiziertes Immobilienportfolio. Zu dem Geschäftszweig
Projektentwicklung gehören die Konzeptionierung, Projektplanung, Koordinierung mit
Behörden, die bauliche Errichtung und der Verkauf der Immobilien. Die Immobilienentwicklung
gliedert sich in "Bau für den Verkauf" und "Bau in den Bestand". Die zweite Säule der Geschäftstätigkeit besteht aus der Bestandshaltung von ausgewählten,
vermieteten Immobilien in Deutschland und Österreich. Durch den Ausbau und die sukzessive
Umsetzung der Projektpipeline verbindet die Eyemaxx Real Estate Group attraktive Entwicklerrenditen
mit stetigen Cashflows durch Mieteinnahmen der Bestandsimmobilien. Die Eyemaxx Real Estate Group baut dabei auf die Expertise eines erfahrenen Managements
sowie eines professionellen Teams von Immobilienexperten und auf ein etabliertes und
breites Netzwerk, welches zusätzlichen Zugang zu attraktiven Immobilien und Projekten
eröffnet. 2 Beschreibung des Konsolidierungskreises und Unternehmenszusammenschlüsse2.1 Entwicklung des Konsolidierungskreises Die nachfolgende Liste enthält die Veränderungen der Tochterunternehmen der Eyemaxx
Real Estate Group zum 30. April 2020. Im ersten Halbjahr 2019/2020 wurden 8 deutsche Gesellschaften und 22 ausländische
Gesellschaften vollkonsolidiert. Als Gemeinschaftsunternehmen, nach der Equity Methode
bewertet, werden 39 deutsche Gesellschaften und 19 ausländische Gesellschaften einbezogen. Änderung Konsolidierungskreisscroll
Im ersten Halbjahr 2019/2020 befinden sich 88 Konzernunternehmen in der Eyemaxx Real
Estate Group. 2.1.1 ErstkonsolidierungÄnderungen im ersten Halbjahr 2019/2020 Folgende Gesellschaften wurden im ersten Halbjahr 2019/2020 neu gegründet bzw. erworben: Erstkonsolidierungenscroll
Die Erstkonsolidierung der VST Production s.r.o. fand in einem Gemeinschaftsunternehmen
welches nach der Equity Methode bewertet wurde statt. Die Erstkonsolidierungen der
Eyemaxx Lifestyle Development 26 GmbH & Co. KG, der Eyemaxx Lifestyle Development
27 GmbH & Co. KG und der Innovative Home Bauträger GmbH & Co. KG wurden nicht als
Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 eingestuft. 2.1.2 Übergangskonsolidierung mit StatuswechselÜbergangskonsolidierung mit Statuswechsel (V zu E)scroll
Mit Verkauf der Geschäftsanteile bedürfen wesentliche Geschäftsvorfälle der Zustimmung
aller Kommanditisten. Die Eyemaxx Real Estate Group hat daher die Beherrschung verloren
und die Gesellschaft entkonsolidiert. Das Nettovermögen der Gesellschaft wird in Folge
dargestellt. Das Nettovermögen der Gesellschaft wurde zum beizulegenden Zeitwert verkauft.
Der Ansatz erfolgt mit den anteiligen ursprünglichen Eigenkapitalanteilen unter Fortschreibung
des IFRS Eigenkapitals als Anteile an Gemeinschaftsunternehmen. Abgegangenes Nettovermögenscroll
2.1.3 Abgang/LiquidierungLiquidationscroll
Grundlagen der Rechnungslegung1 Allgemeine Angaben1.1 Übereinstimmung mit IFRS Der von der Eyemaxx Real Estate AG aufgestellte Konzern-Zwischenabschluss zum 30.
April 2020 entspricht den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie
sie gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards
in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Dieser verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
wurde nach den Regelungen des IAS 34 erstellt. Bei der Erstellung des Zwischenabschlusses sind von der Unternehmensleitung Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen worden. Diese beeinflussen die Höhe der für Vermögenswerte,
Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen Beträge zum Bilanzstichtag sowie
die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum. Die tatsächliche
Entwicklung kann von diesen Schätzwerten abweichen. Der Zwischenabschluss wurde grundsätzlich
unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch
im vorangegangen Konzernabschluss zugrunde lagen (siehe veröffentlichter Konzernabschluss
der Eyemaxx Group zum 31. Oktober 2019), außer im Hinblick auf die erstmalige Anwendung
neuer Standards. Für weitere Informationen zu den für die Eyemaxx Group mit 1. November
2019 erstmals anzuwendenden Standards, insbesondere IFRS 16, siehe Kapitel "1.2 Erstmalige
Anwendung neuer IFRS-Rechnungslegungsstandards" und "1.3 Änderung von Vergleichsinformationen". Hinsichtlich der Schätzunsicherheiten, Ermessensentscheidungen und der Sensitivitätsanalyse
verweisen wir auf Kapitel 3 des veröffentlichten Konzernabschluss der Eyemaxx Group
zum 31. Oktober 2019. Sowohl für Projektimmobilien als auch Bestandsimmobilien mit
einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zum 31. Oktober 2019 wurden auf Grund der
aktuellen Situation die Inputparameter mit Gutachtern abgeklärt. Von einem nachhaltigen
Werteinfluss der Covid-19 Pandemie auf die Geschäftstätigkeit wird nicht ausgegangen. Der vorliegende verkürzte Zwischenbericht zum 30. April 2020 wurde weder einer vollständigen
Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Mit dem Begriff "Eyemaxx" bzw. "Eyemaxx Real Estate Group" ist, sofern nicht anders
angegeben, der Eyemaxx-Konzern gemeint. 1.2 Erstmalige Anwendung neuer IFRS-Rechnungslegungsstandards Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Oktober 2019 haben sich folgende Standards
und Interpretationen geändert beziehungsweise waren aufgrund der Übernahme in EU-Recht
oder des Inkrafttretens der Regelung erstmalig verpflichtend anzuwenden: Erstmalig angewendete Standards und Interpretationenscroll
Neben den Effekten aus der Erstanwendung von IFRS 16, die in der Folge näher erläutert
wird, gibt es keine weiteren Auswirkungen aus der Anwendung der neuen Bewertungsvorschriften. 1.2.1 Erstmalige Anwendung von IFRS 16, Leasingverhältnisse Der neue Standard IFRS 16 Leasingverhältnisse wurde im Januar 2016 veröffentlicht.
IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten für
Leasingverhältnisse und ersetzt IAS 17 Leasingverhältnisse sowie die dazugehörigen
Interpretationen. Durch IFRS 16 wird die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnisse
für Leasingnehmer aufgehoben. Für Leasingnehmer sieht IFRS 16 ein einziges Bilanzierungsmodell
vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei
denn, die Laufzeit beträgt 12 Monate oder weniger, oder es handelt sich um einen geringwertigen
Vermögenswert, in diesen Fällen gibt es jeweils ein Wahlrecht. Leasinggeber unterscheiden für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Operating-
und Finanzierungs- Leasingverhältnissen. Das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 unterscheidet
sich hierbei nicht wesentlich von dem in IAS 17. Für die Eyemaxx Real Estate Group
als Leasinggeber fallen die Mieterlöse in den Anwendungsbereich von IFRS 16. Die Eyemaxx Real Estate Group ist Leasingnehmer im Sinne des IFRS 16 vor allem im
Zusammenhang mit angemieteten Büroräumlichkeiten sowie KFZ-Leasing. In diesen Fällen
werden Right-of-Use-Assets aktiviert und korrespondierend dazu auf der Passivseite
Leasingverbindlichkeiten angesetzt. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanz zum 31. Oktober 2019 ohne Anwendung
von IFRS 16 auf die Bilanz zum 01. November 2019 unter Anwendung von IFRS 16: scroll
Aus der Erstanwendung des IFRS 16 ergeben sich für den Zeitraum 1. November 2019
bis 30. April 2020 folgende Effekte in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung: scroll
1.3 Änderung von Vergleichsinformationen Hinsichtlich der Erstanwendung von IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden und IFRS
9 Finanzinstrumente wurde bei der Erstellung des letztjährigen Halbjahresabschlusses
die Annahme vertreten, dass die Erstanwendung keine Auswirkung hätte. Diese Einschätzung
wurde im Rahmen der Erstellung des Konzernabschluss zum 31. Oktober 2019 revidiert.
Diesbezüglich verweisen wir auf das Kapitel "1.2 Erstmalige Anwendung neuer IFRS-Rechnungslegungsstandards"
in unserem Konzernabschluss zum 31. Oktober 2019. Die Vergleichsperiodenänderung der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzerngesamtergebnisrechnung
sowie die damit einhergehende Änderung der Earnings per Share wird in folgender Tabelle
dargestellt: scroll
1.4 Bereits von der EU übernommene, aber noch nicht angewandte Standards und Interpretationen und bereits veröffentlichte, aber noch nicht von der EU übernommene Standards und Interpretationenscroll
2 Fremdwährungsumrechnung Es wurden die folgenden Stichtagskurse verwendet: scroll
Es wurden die folgenden Durchschnittskurse verwendet: scroll
Ausgewählte Erläuterungen zum Halbjahresfinanzbericht1. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Begriffe "Vorjahr" und "erstes Halbjahr 2018/2019" beziehen sich auf den Zeitraum
1. November 2018 bis 30. April 2019. Der Begriff "erstes Halbjahr 2019/2020" bezieht
sich auf den Zeitraum 1. November 2019 bis 30. April 2020. 1.1 Umsatzerlöse Im ersten Halbjahr 2019/2020 betrugen die Mieteinnahmen TEUR 1.227 (Vorjahr: TEUR
1.471). Die Umsatzerlöse aus Projektleistungen wie Baumanagement, Marketing und Mieterakquisition
betrugen TEUR 1.256 (Vorjahr: TEUR 999*). Die Erlöse aus Beratungsleistungen betrugen
TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 61) und die sonstige Erlöse TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 1.255). Die Umsatzrealisierung der Projektfees erfolgt zeitraumbezogen. Die Umsatzerlöse
aus Projektfees sind zur Gänze gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und werden um Zwischengewinne
gekürzt. 1.2 Änderung des beizulegenden Zeitwertes der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Die Neubewertungsgewinne/-verluste gliedern sich wie folgt: scroll
Hinsichtlich der verwendeten Inputfaktoren wird auf das Kapitel "Übereinstimmung
mit IFRS" verwiesen. Das Hotelprojekt in Berlin wurde im laufenden Geschäftsjahr mittels Übergangskonsolidierung
in den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen (siehe Kapitel der Konzern). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes der Logistikimmobilie in Wuppertal,
Deutschland, ist auf die Neubewertung des Gutachters zurückzuführen. Es wurde eine
niedrigere Nutzungsdauer als bisher angenommen. 1.3 Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen gliedert sich
wie folgt: scroll
Bei der Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe
von TEUR -2 (Vorjahr: TEUR 0) handelt es sich um projektbezogene Herstellungskosten,
die für die deutschen, österreichischen, tschechischen und polnischen Gesellschaften
angefallen sind. Diese Kosten stellen direkt zurechenbare Kosten dar, die im Rahmen
von Managementverträgen nicht abgedeckt sind. 1.4 Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 0
(Vorjahr: TEUR 181) betrafen Aufwendungen für noch in Bau befindlichen Immobilien. 1.5 Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
1.6 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich
vorwiegend aus dem Einmaleffekt des Verkaufs von Nutzungsrechten im Vorjahr in der
Höhe von TEUR 2.500. 1.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Wertberichtigung von Forderungen betrifft die im Vorjahr verrechneten Umsätze
von Nutzungsrechten für Polen und die Slowakei. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie
die Entwicklung von neuen Fachmarktzentren negativ beeinflusst. Daher wurden die im
ersten Halbjahr 2018/2019 abgeschlossenen Verträge einvernehmlich aufgelöst. Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Rechts- und Beratungsaufwand resultiert im Wesentlichen
aus Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Verkauf der serbischen Projekte. Außerdem
wurde im Vorjahr ein Teil der Beratungskosten unter dem Punkt "Fremdleistungen" ausgewiesen. 1.8 Ergebnis aus Beteiligungen nach der Equity-Methode bewertet und Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagen Die Entwicklung des Ergebnisses aus Beteiligungen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Das Ergebnis aus Beteiligungen nach at-Equity-Methode bewertet resultiert aus deutschen
Gesellschaften in Höhe von TEUR -5.710 (Vorjahr: TEUR 8.206*), österreichischen Gesellschaften
in Höhe von TEUR -1.184 (Vorjahr: TEUR 1.192) und tschechischen Gesellschaften in
Höhe von TEUR -81 (Vorjahr: TEUR 0). Die Veränderung des Ergebnisses aus Beteiligungen nach der Equity-Methode bewertet
der österreichischen Gesellschaften resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall des
Ergebnis aus Beteiligungen nach der Equity-Methode bewertet an der der ViennaEstate
Immobilien AG in der Höhe von TEUR 1.494. Die Veränderung des Ergebnisses aus Beteiligungen nach der Equity-Methode bewertet
der deutschen Gesellschaften resultiert im Wesentlichen aus zum Teil Covid-19 bedingten
geänderten Projektkalkulationen und hier im wesentlichen aus dem Projekt Postquadrat
Mannheim. Der Ergebnisbeitrag aus der Equity Beteiligung am Projekt Postquadrat Mannheim
wurde im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR -4.588 erfasst (Vorjahr: TEUR 1.676). Dieses
Projekt hat einen negativen bilanziellen Effekt von rund 4,6 Mio. Euro, welcher einerseits
auf durch Umplanungen bedingte deutlich gestiegene Baukosten sowie durch Covid-19
bedingte Verzögerungen hinsichtlich der erwarteten Fertigstellung und vertragskonformen
Übergabe an die Käufer zurückzuführen ist. Andere Veränderungen resultieren im Wesentlichen
aus Covid-19 bedingten Änderungen von Projektfortschritten/Baustarts. Nähere Erläuterungen siehe "2.2 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" in den ausgewählten
Erläuterungen zum Halbjahresfinanzbericht. 1.9 Wertminderung von bereits zur Veräußerung bestimmten VermögenswertenWertminderung von bereits zur Veräußerung bestimmten Vermögenswertenscroll
Bereits im Oktober 2019 wurde eine Absichtserklärung für den Verkauf der beiden serbischen
Logistikzentren Log Maxx Alpha und Log Maxx Beta mit der internationalen CTP Gruppe
unterzeichnet. Nachdem die Logistikhalle von Log Max Beta im Frühjahr 2020 fertiggestellt
und teilweise vermietet werden konnte, steht der Abschluss des verbindlichen Kaufvertrages
mit CTP unmittelbar bevor. In der im Juli 2020 stattgefunden Endverhandlung mit dem
Käufer mussten weitere Covid-19 bedingte Zugeständnisse gemacht werden, welche wertmäßig
bereits im gegenständlichen Halbjahresabschluss erfasst wurden. Die ursprüngliche
Absichtserklärung hatte eine Earn-Out-Komponente für Vollvermietung vorgesehen. Der
von der Regierung erlassene Covid-Lockdown führte naturgemäß zu erheblichen Verzögerungen
in der Vermietung sodass die ursprünglich geplante Vollvermietung nicht erreicht werden
konnte. Dadurch ergibt sich ein geringerer Kaufpreis in Höhe von 2,6 Mio. Euro, welcher
demzufolge als Aufwand erfasst werden musste. Weiters bestand der Käufer - ebenfalls
Covid-19 bedingt - auf eine Reduktion des Kaufpreisfaktors, welche mit weiteren 0,5
Mio. Euro im Aufwand erfasst wurde. Zusätzlich wurden durch einen Mietervergleich,
durch Beratungsrückstellungen sowie laufende Kosten Aufwendungen von rund 2,6 Mio.
Euro erfasst. 1.10 Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die Zinserträge setzen sich aus TEUR 3.252 (Vorjahr: TEUR 2.199) Zinserträgen gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen, TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 570) Zinserträgen gegenüber nahestehenden
Unternehmen und TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 141) gegenüber Dritten zusammen. Die Finanzierungsaufwendungen setzten sich im Wesentlichen aus den nach der Effektivzinsmethode
berechneten Zinsaufwendungen der Anleihen in Höhe von TEUR 4.869 (Vorjahr: TEUR 4.297)
zusammen. Weitere Erläuterungen zu den Anleihen siehe "Kapitel 2.7 Anleihen". 1.11 Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Konzernergebnis (exkl.
nicht beherrschender Anteile) durch die gewichtete Anzahl der sich im jeweiligen Geschäftsjahr
in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wurde durch Division des den Anteilseignern zurechenbaren
Konzernergebnis durch die während des Jahres im Umlauf befindliche gewichtete Anzahl
von Stammaktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wurde mit dem Konzerngesamtergebnis exkl. nicht
beherrschender Anteile von TEUR -19.798 (Vorjahr: TEUR 4.479) und dem gewogenen Durchschnitt
der Aktien pro Geschäftsjahr ermittelt und beträgt für das Berichtsjahr EUR -3,33
(Vorjahr: EUR 0,84) je Aktie. Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnis je Aktie wurde die Anzahl der Stammaktien
so angepasst, dass alle in Stammaktien umtauschfähigen Rechte berücksichtigt wurden.
Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie waren im laufenden Jahr keine
Verwässerungseffekte für die Wandelschuldverschreibungen zu berücksichtigen, da diese
Effekte zu einem niedrigeren Verlust je Aktie führen würden. Verwässerungseffekte
sind nur dann zu berücksichtigen, wenn diese zu einem geringeren Gewinn oder einem
höheren Verlust je Aktie führen würden. Das verwässerte Ergebnis je Aktie beträgt EUR -3,33 (Vorjahr: EUR 0,69) je Aktie. 2. Erläuterungen zur Konzernbilanz Der Begriff "Vorjahr" bezieht sich auf den Stichtag 31. Oktober 2019. 2.1 Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von Eyemaxx zum Bilanzstichtag setzen
sich wie folgt zusammen: Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilienscroll
Zum Stichtag 30. April 2020 befinden sich Projektimmobilien ausschließlich in den
Bilanzansätzen in den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen. Hinsichtlich der im laufenden
Berichtsjahr durchgeführten Entkonsolidierung wird auf das Kapitel "Der Konzern" verwiesen. 2.2 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet und jährlich
entsprechend dem von der Muttergesellschaft gehaltenen Kapitalanteil um die anteiligen
Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die Entwicklung der Beteiligungen stellt sich wie folgt dar: Entwicklung der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertetscroll
Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen betreffen Beteiligungen in Deutschland in
Höhe von TEUR 31.431 (Vorjahr: TEUR 36.829), in Österreich in Höhe von TEUR 18.706
(Vorjahr: TEUR 18.185) und in Tschechien in Höhe von TEUR 2.016 (Vorjahr: TEUR 2.097). 2.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte (langfristig) setzten sich wie folgt zusammen: Langfristige finanzielle Forderungenscroll
Die finanziellen Forderungen (kurzfristig) setzten sich wie folgt zusammen: Kurzfristige finanzielle Forderungenscroll
Die Aufgliederung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen wird im Punkt "3.1
Nahestehende Unternehmen" näher erläutert. 2.4 Sonstige Forderungen Die sonstigen Forderungen setzten sich wie folgt zusammen: scroll
Die Aufgliederung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen wird im Punkt "3.1
Nahestehende Unternehmen" näher erläutert. 2.5 Zur Veräußerung gehaltenes langfristiges Vermögen Gegen Ende des Geschäftsjahres, im September 2019, hat die Eyemaxx Real Estate Group
auf Grund konkreter Verkaufspläne für zwei Logistikzentren sowie von wesentlichen
Teilen der Grundstücke in Serbien, Immobilien die nach dem Modell des beizulegenden
Zeitwertes bewertet wurden, im Halbjahresabschluss des Geschäftsjahres 2018/2019 mit
dem beizulegenden Zeitwert in die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte umgegliedert.
In der aktuellen Berichtsperiode erfolgte eine Kaufpreisanpassung. Nähere Erläuterungen
finden sich in Kapitel "1.9 Wertminderung von bereits zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten". Die Vermögenswerte lassen sich wie folgt darstellen: Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswertescroll
2.6 Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich von TEUR 65.002 im Vorjahr um TEUR -12.489 auf TEUR 52.513
zum Bilanzstichtag verringert. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus dem
negativen Periodenergebnis für das erste Halbjahr 2019/2020 in Höhe von TEUR -19.594. Im März 2020 hat die Eyemaxx Real Estate AG ihre Bezugsrechts-Kaptalerhöhung vollständig
platziert. Dabei wurden 880.000 neue Aktien emittiert und das Grundkapital von 5.350.568
Euro auf 6.230.568 Euro erhöht. 2.7 Anleihen Eyemaxx hat im ersten Halbjahr 2020 die beiden Wandelanleihen sowie die Anleihe 2014/2020
vollständig zurückgeführt. Somit bestehen per 30. April 2020 drei Anleihen. Die Eckdaten der Anleihen lauten wie folgt: Übersicht der Anleihenscroll
Im Geschäftsjahr 2019/2020 kam es bei der Anleihe 2018/2023 zu einer Verletzung der
Anleihebedingungen gemäß §7 (5)b. Dies führt in weiterer Folge zu einer Erhöhung des
Zinskupon um 0,5 Prozentpunkte p.a. gemäß §3 (5) der Anleihebedingungen. Die Verletzung
des financial covenants ist mit keiner kurzfristigen Fälligstellung verbunden. Die Entwicklung der Anleihen stellt sich wie folgt dar: Entwicklung der Anleihenscroll
2.8 Finanzverbindlichkeiten Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Langfristiger Anteil der Finanzverbindlichkeitenscroll
Im Geschäftsjahr 2019/2020 kam es bei Bankenfinanzierungen mit einem ausstehenden
Kreditvolumen in der Höhe von TEUR 10.000 zu einer Verletzung der Finanzkennzahlen
im Darlehensvertrag. Dies führt in weiterer Folge zu einer Erhöhung des ursprünglichen
Zinssatzes um 0,5 Prozentpunkte p.a. Die Verletzung des financial covenants ist mit
keiner kurzfristigen Fälligstellung verbunden. Die Verbindlichkeit wird aufgrund der
vertraglich vereinbarten Laufzeit in den kurzfristigen Verbindlichkeitenausgewiesen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Kurzfristiger Anteil der Finanzverbindlichkeitenscroll
Die Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten resultiert aus der Aufnahme
eines Darlehens zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Der Anstieg der Leasingverbindlichkeiten
resultiert aus Erstanwendung von IFRS 16 (siehe Kapitel "Grundlagen der Rechnungslegung"). 2.9 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeit aus laufenden Ertragsteuern Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Aufgliederung der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
wird im Punkt "3.1 Nahestehende Unternehmen" näher erläutert. Der Anstieg bei den Abgrenzungen resultiert im Wesentlichen aus einer erhaltenen
Anzahlung für Projektentwicklungsleistungen. 2.10 Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten Gegen Ende des Geschäftsjahres, im September 2019, hat die Eyemaxx Real Estate Group
auf Grund konkreter Verkaufspläne für zwei Logistikzentren sowie von wesentlichen
Teilen der Grundstücke in Serbien, Immobilien die nach dem Modell des beizulegenden
Zeitwertes bewertet wurden, im Halbjahresabschluss des Geschäftsjahres 2018/2019 mit
dem beizulegenden Zeitwert in die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte umgegliedert.
In der aktuellen Berichtsperiode erfolgte eine Kaufpreisanpassung. Nähere Erläuterungen
finden sich in Kapitel "1.9 Wertminderung von bereits zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten". Die Schulden lassen sich wie folgt darstellen: Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeitenscroll
3. Sonstige Erläuterungen3.1 Nahestehende Unternehmen Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind wie
folgt: Nahestehende Unternehmenscroll
Gegenüber den Geschäftsführern beläuft sich die saldierte Verbindlichkeit auf TEUR
-14 (Vorjahr: Forderung TEUR 221). Die Forderung gegenüber Herrn Dr. Michael Müller beträgt zum Bilanzstichtag TEUR
12 (Vorjahr: TEUR 416). Diese ist noch nicht fällig. Die Forderung gegen die Innovative Home Bauträger GmbH & Co. KG beträgt TEUR 0 (Vorjahr:
TEUR 528). Die Forderung gegen die Lifestyle Realbesitz- Verwertungsgesellschaft mbH beträgt
zum Bilanzstichtag TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 176). Die Immobilie der Lifestyle Realbesitz-
Verwertungsgesellschaft mbH wird von Eyemaxx als Büroräumlichkeit genutzt. Gegenüber der Premiumverbund-Technik Bau GmbH bestehen langfristige Forderungen in
Höhe von TEUR 4.005 (Vorjahr: TEUR 2.766). Gegenüber der Premiumverbund Bau GmbH bestehen langfristige Forderungen in Höhe von
TEUR 1.745 (Vorjahr: TEUR 573). An die VST Technologies GmbH wurden langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 1.042
(Vorjahr: TEUR 2.455) ausgegeben. Als Besicherung dienen Lizenzeinnahmen aus den der
im Eigentum der VST Technologies GmbH befindlichen Patenten, weitere Anteile an der
VST Technologies GmbH, Anteile an der VST Verbundschalungstechnik s.r.o. und zusätzlich
ein Pfandrecht an den von VST Technologies GmbH gehaltenen Anteilen an der CSP BZS
JLLC mit Sitz in Weißrussland. Gegenüber der VST Technologies s.r.o. in Nitra wurde ein langfristiges Darlehen in
Höhe von TEUR 1.975 (Vorjahr: 1.573) ausgegeben. Dieses ist mit einem Pfandrecht für
die Immobilie in Nitra besichert. Gegenüber der VST Building Technologies AG besteht zum 30.04.2020 eine Forderung
in Höhe von TEUR 1.899 (Vorjahr: TEUR 746), welche nach dem Bilanzstichtag am 29.05.2020
mittels Schuldübernahme auf rund TEUR 313 reduziert wurde. Außerdem bestehen noch weitere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 34) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 134
(Vorjahr: TEUR 110). Im Geschäftsjahr besteht eine Verbindlichkeit gegenüber dem Aufsichtsrat Herrn Fluck
in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15). Sonstige Verbindlichkeiten bestehen sonst noch in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR
4) 3.2 Gemeinschaftsunternehmen Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinschaftsunternehmen sind wie
folgt: Gemeinschaftsunternehmenscroll
Die Forderungen gegen deutsche Gesellschaften betragen zum 30.04.2020 TEUR 72.247
(Vorjahr: TEUR 47.921). Der Anstieg ist insbesondere auf das Bauprojekt in Mannheim
zurückzuführen. 3.3 Angaben zu Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen
Finanzanlagen, Sonstige finanzielle Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen. Im ersten Halbjahr 2020 bzw. 2019 erfolgten keine Umgliederungen von Finanzinstrumenten
zwischen den einzelnen Stufen. Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten: Kredite und Forderungenscroll
Zum Abschlussstichtag beinhalten die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
gesperrte liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.404 (Vorjahr: TEUR 3.520). Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Verbindlichkeiten: Finanzielle Verbindlichkeitenscroll
3.4 Segmentberichterstattung Im Segment "Projektentwicklung" werden alle Unternehmen dargestellt, die laufende
Projekte oder zukünftige Projekte beinhalten. Dazu zählen Projekte im Bereich Gewerbeimmobilien
und Fachmarktzentren in Tschechien, Projekte im Bereich Pflege- und Wohnimmobilien
in Deutschland, Projekte im Bereich Gewerbe- und Wohnimmobilien in Deutschland, Projekte
im Bereich Büroimmobilien in Deutschland, Hotelprojekte in Deutschland, Projekte im
Bereich Wohnimmobilien in Österreich sowie Projekte im Bereich Gewerbeimmobilien in
Serbien. Das Segment "Bestandsimmobilien" besteht aus Gesellschaften, die bestehende Immobilien
zur Erzielung von Mieteinnahmen im Bestand halten. Hierzu zählen Büro- und Gewerbeimmobilien
in Deutschland sowie Büro- und Gewerbeimmobilien in Österreich. Der Bereich "Sonstige" umfasst jene Unternehmen, deren Geschäftsvorfälle nicht direkt
einem Projekt oder einer Bestandsimmobilie zugeordnet werden können. Die ergänzende
Darstellung dieses Bereiches dient zur Überleitung der Werte in der Segmentberichterstattung
auf die in der Bilanz ausgewiesenen Werte. Segmentberichterstattung zum 30. April 2020scroll
Segmentberichterstattung zum 30. April 2019*scroll
Im Segment "Sonstige" befinden sich Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 2.230,
welche nicht direkt den Segementen "Projektentwicklung" oder "Bestandsimmobilien"
zugeordnet werden können. 3.5 Eventualverbindlichkeiten In den Eventualverbindlichkeiten sind übernommene Bürgschaften und Garantien der
Eyemaxx International Holding & Consulting GmbH, wie auch der Eyemaxx Real Estate
AG, enthalten. Eine Inanspruchnahme wird nicht angenommen. Im Geschäftsjahr 2019/2020 bzw. in den vorangegangenen Geschäftsjahren hat die Eyemaxx
Real Estate AG Haftungen bzw. Garantien zugunsten Dritter mit einem maximalen Risiko
in der Höhe von TEUR 23.687 (Vorjahr: TEUR 24.687) übernommen. Per 30.04.2020 bestanden
drei Avalrahmen, die zum Stichtag im Umfang von TEUR 10.349 (Vorjahr: TEUR 4.912)
ausgenutzt wurden. Die in der Bilanz der Eyemaxx Real Estate Group nicht erfassten
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen
werden regelmäßig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Ist ein Abfluss
von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen weder hinreichend wahrscheinlich, sodass
eine Rückstellungsbildung geboten ist, noch unwahrscheinlich, so werden die betreffenden
Verpflichtungen als Eventualverbindlichkeiten erfasst. 3.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 21. Juli 2020 hat die Eyemaxx Real Estate AG die Platzierung ihrer besicherten
Unternehmensanleihe 2020/2025 mit einem Emissionsvolumen von 18 Mio. Euro erfolgreich
beendet. Davon entfielen knapp 8 Mio. Euro auf Zeichnungen im Rahmen des öffentlichen
Angebots und der institutionellen Privatplatzierung. Zudem wurden im Rahmen des Umtauschangebots
Anleihen im Nominalwert von rund 10 Mio. Euro der Unternehmensanleihe 2016/2021 seitens
institutioneller und privater Investoren in die neue Anleihe getauscht. Darüber hinaus waren dem Unternehmen zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung keine wesentlichen
Änderungen bekannt, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und Auswirkungen
auf die wirtschaftliche Entwicklung des Eyemaxx-Konzerns haben könnten. 3.7 Organe der Gesellschaft Die Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft und vertritt sie nach außen. Herr
Dr. Michael Müller ist als alleinvertretungsbefugter Vorstand der Eyemaxx Real Estate
AG berufen. Aschaffenburg, am 31. Juli 2020 Dr. Michael MüllerErklärung des Vorstands Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Halbjahresfinanzbericht zum 30. April 2020 ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eyemaxx-Konzerns vermittelt
und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Der vorliegende Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres wurde
weder geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Aschaffenburg, am 31. Juli 2020 Dr. Michael MüllerVorstandFinanzkalenderscroll
Impressum / Herausgeber Eyemaxx Real Estate AG Weichertstraße 5 D-63741 Aschaffenburg bei Frankfurt am Main eyemaxx.com +49 6021 386 69 17 +49 6021 386 69 15 (Fax) office@eyemaxx.com Disclaimer / Haftungsbeschränkung Wir haben diesen Bericht mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft.
Rundungs-, Übermittlungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen
werden. Der Bericht enthält Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller zum Zeitpunkt
der Erstellung zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die
den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen, können die tatsächlichen
Ergebnisse von den derzeit erwarteten abweichen. Durch die Computerrechenautomatik
bedingt sind scheinbare Rechenfehler im Bereich der kaufmännischen Rundungen möglich.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit bzw. des Leseflusses wurden genderspezifische
Bezeichnungen nicht berücksichtigt. Der Bericht erscheint in deutscher Sprache und
kann von unserer Website www.eyemaxx.com im Bereich Investor Relations heruntergeladen
werden. Mit diesem Bericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der
Eyemaxx Real Estate AG verbunden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||