Fielmann AktiengesellschaftHamburgKonzernabschluss zum 31. Dezember 2010Inhalt
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat ist auch im Geschäftsjahr 2010 den ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben gewissenhaft nachgekommen. Er hat sich im Berichtsjahr kontinuierlich über alle wichtigen geschäftspolitischen Vorgänge informiert und die Arbeit des Vorstands überwacht sowie beratend begleitet. Die vom Vorstand erarbeitete Unternehmensplanung 2011 und die mittelfristige Planung bis 2013 hat er eingehend erörtert und in Form einer Rahmenplanung verabschiedet. Auf der Grundlage schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Beratungen eingehend mit der Geschäfts- und Finanzlage, der Unternehmensstrategie, der Personalpolitik sowie der Risikoeinschätzung befasst. Gegenstand eingehender Erörterungen waren in den Sitzungen des Aufsichtsrats insbesondere folgende Themen: Die Entwicklung und die Aussichten der Branche nach der Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise; die Personalsituation und -entwicklung einschließlich Vergütungsstruktur, Aus- und Weiterbildung, Karrieremöglichkeiten und Frauenanteil in Leitungspositionen; die Reaktion von Fielmann auf die Aktionen der Wettbewerber; die Eröffnung neuer Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die weitere Expansion auf anderen europäischen Märkten; die Fielmann Akademie in Plön und das Abschneiden von Fielmann im Rahmen der aktuellen Branchenstudien. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr mit den Anforderungen an den Lagebericht, dem Risikomanagementsystem, dem Internen Kontrollsystem und dessen Einhaltung sowie Umsetzung für den Rechnungslegungsprozess; dieses erstreckte sich auch auf die Jahresabschlusserstellung und -prüfung der Fielmann AG sowie des Konzerns. Des Weiteren mit den Auswirkungen geänderter Bilanzierungs-Vorschriften auf Fielmann. Gegenstand der Beratungen war auch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Zu dessen Umsetzung hat der Aufsichtsrat ein neues Vergütungsmodell für die Vorstände beschlossen, das dem wesentlichen Erfolgsfaktor des Geschäftsmodells von Fielmann Rechnung trägt, nämlich der Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus gab es, wie in den vergangenen Jahren, bei sonstigen wichtigen Anlässen einen unmittelbaren Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstand. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben der Aufsichtsrat insgesamt viermal und der Personalausschuss sowie der Nominierungsausschuss für die Erarbeitung von Kandidatenvorschlägen für die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat jeweils einmal getagt. Der sog. Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz hatte keinen Anlass zusammenzutreten. Weitere Ausschüsse bestehen nicht. Da der Aufsichtsrat der Fielmann AG die Voraussetzungen des § 100 Abs. 5 AktG erfüllt, konnte auf die Bildung eines Prüfungsausschusses verzichtet werden. Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2010 einer internen Effizienzprüfung unterzogen. Im Anschluss an die Hauptversammlung 2010 hat sich der nunmehr auf 16 Mitglieder erweiterte Aufsichtsrat konstituiert. Herr Prof. Dr. Mark Binz und Frau Eva Schleifenba um wurden als Aufsichtsratsvorsitzender bzw. stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende wiedergewählt. Der Personal-, der Nominierungs- und der Vermittlungsausschuss wurden neu besetzt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Bestellungen der Vorstände Georg Alexander Zeiss und Dr. Stefan Thies jeweils für die Zeit bis zum 30. Juni 2013 verlängert und deren Dienstverträge an das neue Modell für die Vorstandsvergütung angepasst. Der Jahresabschluss der Fielmann AG und der gem. § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Bericht über die Lage der Fielmann AG und des Konzerns sind durch den Abschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Susat & Partner, Hamburg, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Diese Unterlagen, einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands, die jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vorlagen, wurden vom Aufsichtsrat geprüft und in der Bilanzsitzung am 14. April 2011 in Gegenwart des Wirtschaftsprüfers Dr. Frank Roser und der Wirtschaftsprüferin Ulrike Deike, die über die wesentlichen Ergebnisse der Abschlussprüfung berichteten, eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss zugleich festgestellt ist, und sich dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung angeschlossen. Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und sich in der Sitzung am 14. April 2011 die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer haben sich seitens des Aufsichtsrats keine Bedenken ergeben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Hamburg, 14. April 2011 Professor Dr. Mark K. Binz, Vorsitzender des Aufsichtsrats Zusammengefasster Lagebericht für Konzern und Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2010Fielmann (42)
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Vorjahreszahlen geändert gemäß IAS 8, weitere Angaben siehe Textziffer (42) Unsere Erwartungen an das Geschäftsjahr 2010 haben sich erfüllt. Der Brillenabsatz stieg auf 6,5 Millionen Stück (Vorjahr: 6,4 Millionen Stück). Der Außenumsatz inkl. MwSt. erhöhte sich auf 1,16 Milliarden € (Vorjahr: 1,11 Milliarden €), der Konzernumsatz wuchs auf 993,7 Millionen € (Vorjahr: 952,5 Millionen €). Das Vorsteuerergebnis erhöhte sich auf 170,3 Millionen € (Vorjahr: 163,9 Millionen €), der Jahresüberschuss auf 120,8 Millionen € (Vorjahr: 115,3 Millionen €). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 2,80 € (Vorjahr: 2,67 €). Fielmann betrieb zum Ende des Berichtsjahres 655 Niederlassungen (Vorjahr: 644 Niederlassungen). scroll
Die RahmenbedingungenEuropa Die weltweite Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise hat im vergangenen Jahr viele Volkswirtschaften in Europa beeinflusst. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum (EU 16) wuchs 2010 um 1,7 Prozent (Vorjahr: -4,1 Prozent). Der Export stieg im Berichtsjahr um 14,5 Prozent (Vorjahr: -13,0 Prozent), der private Konsum um 2,6 Prozent (Vorjahr: -1,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote auf EU-Ebene lag im Dezember 2010 unverändert bei 10,0 Prozent. Deutschland Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2010 wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent (Vorjahr: -4,7 Prozent). Wesentliche Wachstumsimpulse waren der Export und die Ausrüstungsinvestitionen. Die Ausfuhren erhöhten sich auf Jahressicht um 14,1 Prozent (Vorjahr: -14,3 Prozent), die Investitionen in Maschinen und Anlagen um 10,9 Prozent (Vorjahr: -22,6 Prozent). Auch die Konsumausgaben wuchsen im Berichtszeitraum, der private Konsum real um 0,4 Prozent, der staatliche Konsum um 2,3 Prozent. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt um 1,1 Prozent (Vorjahr: 0,4 Prozent). Der Handel verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg real um 1,3 Prozent. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich in Deutschland im Jahr 2010 auf Grund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Die Zahl der Arbeitslosen betrug im Jahresdurchschnitt 3,2 Millionen (Vorjahr: 3,4 Millionen), die Arbeitslosenquote lag bei 7,7 Prozent (Vorjahr: 8,2 Prozent). Schweiz Das Wirtschaftswachstum der Schweiz ist positiv beeinflusst durch die weltweite Konjunkturerholung. Die Wirtschaftsleistung in der Schweiz stieg im Jahr 2010 um 2,6 Prozent (Vorjahr: -1,9 Prozent). Der Export verzeichnete einen Anstieg um 9,3 Prozent (Vorjahr: -8,7 Prozent), die Handelsumsätze (ohne Treibstoff) real um 2,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresmittel 3,9 Prozent (Vorjahr: 3,7 Prozent). Am Jahresende notierte der Schweizer Franken gegenüber dem Euro bei 1,25 CHF (Vorjahr: 1,48 CHF). Österreich Die österreichische Wirtschaft verzeichnete eine Konjunkturbelebung. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,0 Prozent (Vorjahr: -3,6 Prozent). Der Aufschwung stützt sich neben dem Export auch auf die Inlandsnachfrage. Die Umsätze des Einzelhandels erhöhten sich real um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresdurchschnitt 6,9 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent). Polen Das Bruttoinlandsprodukt in Polen wuchs im Berichtsjahr um 3,8 Prozent nach 1,8 Prozent im Vorjahr. Die Konjunktur wurde im Wesentlichen gestützt von der Binnennachfrage und einer Aufwertung des Zloty. Im Jahresdurchschnitt gewann der Zloty rund 7,7 Prozent an Wert gegenüber dem Euro. Die Arbeitslosenquote lag im Mittel bei 9,6 Prozent (Vorjahr: 8,2 Prozent). Osteuropa Infolge der weltweiten Wirtschaftskrise schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt der Ukraine 2009 um 15 Prozent. Lediglich durch eine massive Unterstützung des internationalen Währungsfonds konnte das Land vor weiteren Belastungen bewahrt werden. Die Steigerung des BIP 2010 von 4,2 Prozent konnte nur einen Teil des Konjunktureinbruchs wettmachen. Weißrussland hat mit hohen Defiziten im Staatshaushalt und im internationalen Warenhandel zu kämpfen. 2010 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 7,6 Prozent. Der Markt Der Zentralverband der Augenoptiker gab den Absatz der augenoptischen Branche, einschließlich Fielmann, in Deutschland für 2010 mit 11,0 Millionen Brillen an (Vorjahr: 11,2 Millionen Brillen). Der Gesamtumsatz der augenoptischen Branche belief sich laut Zentralverband auf 4,9 Milliarden € (Vorjahr: 4,8 Milliarden €). Die Anzahl der augenoptischen Fachgeschäfte einschließlich aller Zweigniederlassungen und Betriebsstätten lag gemäß Zentralverband zum Ende des Berichtszeitraums bei 12.000 (Vorjahr: 11.900). Der Absatz in der Schweiz betrug 1,1 Millionen Brillen, eine Steigerung um 4 Prozent auf Grund der Strukturreform im Gesundheitswesen, der Umsatz 0,9 Milliarden € (1,2 Milliarden CHF) , eine Steigerung um 2,0 Prozent. Die Schweiz zählte unverändert 1.100 augenoptische Fachgeschäfte. In Österreich belief sich der Absatz unverändert auf 1,3 Millionen Brillen. Der Umsatz lag bei 0,4 Milliarden €, eine Steigerung um 1 Prozent. Die Zahl der augenoptischen Fachgeschäfte beläuft sich nahezu unverändert auf 1.140. Die augenoptische Branche in Deutschland ist stark zersplittert. Der traditionelle deutsche Optiker verkauft weniger als zwei Brillen am Tag, eine Fielmann-Niederlassung 35. Pro Jahr verkauft der Durchschnittsoptiker weniger als 600 Brillen, Fielmann im Mittel pro Niederlassung um 10.000. Der Durchschnittsumsatz eines traditionellen augenoptischen Fachgeschäftes in Deutschland lag 2010 bei 0,3 Millionen €, etwa 24 Prozent der Betriebe weisen einen Jahresumsatz von bis zu 0,1 Millionen € aus. Im Vergleich dazu erwirtschaftet eine Fielmann-Niederlassung in Deutschland durchschnittlich 1,6 Millionen € Umsatz, in Österreich 2,4 Millionen €, in der Schweiz 4,6 Millionen €. Fielmann-Konzern Fielmann steht für Brillenmode zum fairen Preis. Wir sind Augenoptiker und decken die ganze Wertschöpfungskette der Branche ab. Im brandenburgischen Rathenow bündeln wir unsere Kompetenz in Fertigung und Logistik. Unter einem Dach fertigen wir auftragsbezogen Mineral- und Kunststoffgläser, fügen sie in der Randschleiferei mit der Fassung zur Brille zusammen. Im Zweischichtbetrieb liefern wir im Schnitt pro Tag mehr als 14.000 Gläser, wickeln mehr als 35.000 Aufträge ab. 2010 fertigten wir mehr als 3 Millionen Gläser aller Veredelungsstufen und lieferten 6,5 Millionen Brillenfassungen aus. Fielmann Aktiengesellschaft Die Fielmann Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Weidestraße 118 a, ist die börsennotierte Muttergesellschaft des Konzerns. Die Geschäftstätigkeit der Fielmann Aktiengesellschaft besteht im Betrieb von und Beteiligung an Augenoptik-Unternehmen, Hörgeräteakustik-Unternehmen sowie der Herstellung und dem Handel mit Sehhilfen und anderen augenoptischen Produkten, insbesondere Brillen, Brillenfassungen und Gläsern, Sonnenbrillen, Contactlinsen, Zubehör und Accessoires, Handelswaren aller Art sowie Hörgeräten und deren Zubehör. Die Gesellschaft wird vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Herrn Günther Fielmann oder gemeinschaftlich durch zwei Mitglieder des Vorstands. Im Geschäftsjahr 2010 waren bei der Fielmann Aktiengesellschaft im Durchschnitt 553 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 528). Die Zahl der Auszubildenden lag bei durchschnittlich 29 (Vorjahr: 30 Auszubildende). Der Umsatz stieg im Berichtsjahr um 1,4 Prozent auf 259,5 Millionen € (Vorjahr: 255,8 Millionen €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank um 3,3 Prozent auf 118,5 Millionen € (Vorjahr: 122,5 Millionen €), der Jahresüberschuss um 3,7 Prozent auf 96,8 Millionen € (Vorjahr: 100,5 Millionen €). Neben dem überproportionalen Anstieg der Personalaufwendungen um 5,8 Prozent wirkt sich hierbei insbesondere das niedrige Zinsniveau im Euroraum aus. Unternehmenssteuerung Die Kerngrößen für die Unternehmenssteuerung sind Kundenzufriedenheit, Absatz, Umsatz und Gewinn. Zufriedene Kunden sind unser oberstes Ziel. Die Steuerung des Konzerns erfolgt entsprechend der Segmentberichterstattung nach den Absatzmärkten Deutschland, Schweiz und Österreich sowie Übrige. Ertragslage (42)Konzern-Ergebnis Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtszeitraum 170,3 Millionen €, lag damit um 3,9 Prozent über Vorjahr. Der Jahresüberschuss belief sich auf 120,8 Millionen € (Vorjahr: 115,3 Millionen €). Neben einer deutlichen Umsatzausweitung führte eine leichte Steigerung der Rohertragsmarge zu diesem Ergebnis. In einem sich aufhellenden wirtschaftlichen Umfeld investierte Fielmann in den Markt, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, trieb die Expansion voran, verdichtete sein Niederlassungsnetz. Die Steuerquote des Fielmann-Konzerns blieb nahezu konstant mit 29 Prozent (Vorjahr: 29,6 Prozent). Die Rendite vor Steuern zum Konzernumsatz betrug 17,1 Prozent (Vorjahr: 17,2 Prozent), die Nettorendite 12,2 Prozent (Vorjahr: 12,1 Prozent). Die Eigenkapitalrendite nach Steuern lag bei 28,4 Prozent (Vorjahr: 28,8 Prozent). Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich auf 202,5 Millionen € (Vorjahr: 192,7 Millionen €), das Ergebnis pro Aktie stieg um 5,1 Prozent auf 2,80 € (Vorjahr: 2,67 €). Das Ergebnis erzielten 655 Niederlassungen (Vorjahr: 644 Niederlassungen), davon 559 in Deutschland (Vorjahr: 551), 31 in der Schweiz (Vorjahr: 31), 31 in Österreich (Vorjahr: 29) und 34 in den übrigen Ländern (Vorjahr: 33). Deutschland, Schweiz und Österreich Fielmann erwirtschaftete in Deutschland im Berichtszeitraum mit 559 Niederlassungen einen Absatz von unverändert 5,3 Millionen Brillen und einen Umsatz von 827,7 Millionen € (Vorjahr: 806,5 Millionen €). Während die übrige augenoptische Branche Marktanteile verlor, weitete Fielmann Marktanteile aus. Fielmann erreichte mit 5 Prozent aller Niederlassungen 19 Prozent Umsatzmarktanteil und 48 Prozent Absatzmarktanteil. Fielmann erzielte im Segment Deutschland ein Ergebnis von 138,8 Millionen € (Vorjahr: 140,2 Millionen €). Die Umsatzrendite vor Steuern belief sich auf 16,8 Prozent (Vorjahr: 17,4 Prozent). In der Schweiz weitete Fielmann mit 31 Niederlassungen seinen Absatz auf 392.000 Brillen aus (Vorjahr: 380.000 Brillen). Der Umsatz wuchs auf 118,9 Millionen € (Vorjahr: 104,6 Millionen €), das Ergebnis vor Steuern auf 24,7 Millionen € (Vorjahr: 20,7 Millionen €). Neben der Ausweitung von Absatz und Umsatz wirkt sich das Wechselkursverhältnis vom Schweizer Franken gegenüber dem Euro positiv aus. Auf Jahressicht notierte der Franken um 8,6 Prozent fester gegenüber dem Euro. Fielmann erwirtschaftete mit unverändert 3 Prozent aller Optikfachgeschäfte einen Umsatzmarktanteil in Euro von 14 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent) und einen Stückmarktanteil von gleichbleibend 35 Prozent. Der Absatz in Österreich mit seinen 31 Niederlassungen (Vorjahr: 29) erhöhte sich auf 375.000 Brillen (Vorjahr: 345.000 Brillen). Der Umsatz stieg auf 55,2 Millionen € (Vorjahr: 52,7 Millionen €), das Ergebnis auf 7,6 Millionen € (Vorjahr: 5,5 Millionen €). Die Umsatzrendite vor Steuern liegt bei 13,8 Prozent (Vorjahr: 10,4 Prozent). Fielmann weitete mit unverändert 3 Prozent aller Niederlassungen seinen Umsatzmarktanteil auf 15 Prozent aus (Vorjahr: 14 Prozent), seinen Stückmarktanteil auf 29 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent). FinanzlageFinanzmanagement Die Finanzlage des Fielmann-Konzerns ist unverändert solide, weist ein Finanzvermögen in höhe von 231,7 Millionen € auf (Vorjahr: 205,8 Millionen €). Der Finanzmittelfonds (Anlagen bis drei Monate Laufzeit) belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 133,0 Millionen € (Vorjahr: 112,2 Millionen €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf 2,7 Millionen € (Vorjahr: 2,9 Millionen €). Darüber hinaus bestehende kurzfristige Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Das Finanzergebnis ist mit 1,7 Millionen € (Vorjahr: 2,9 Millionen €) positiv. Der Rückgang ist Folge des stark gesunkenen Zinsniveaus im Euroraum. Cashflow-Entwicklung und Investitionen Der Bruttocashflow betrug 156,0 Millionen € (Vorjahr: 152,3 Millionen €), der Cashflow pro Aktie 3,71 € (Vorjahr: 3,63 €). Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich auf 145,1 Millionen € (Vorjahr: 115,7 Millionen €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug 38,1 Millionen € (Vorjahr: 39,8 Millionen €). Das Investitionsvolumen lag im Berichtsjahr bei 39,0 Millionen € (Vorjahr: 41,1 Millionen €), wurde vollständig finanziert aus dem Cashflow. Die Mittel wurden überwiegend für den Ausbau und den Erhalt des Niederlassungsnetzes verwendet. Die Investitionen der Fielmann Aktiengesellschaft, bereinigt um Kapitaleinlagen, beliefen sich auf 12,0 Millionen € (Vorjahr: 10,1 Millionen €). VermögenslageVermögens- und Kapitalstruktur Das Gesamtvermögen des Konzerns stieg im Berichtsjahr auf 690,1 Millionen € (Vorjahr: 641,8 Millionen €). Das Konzernanlagevermögen erhöhte sich um 3,4 Prozent auf 272,4 Millionen € (Vorjahr: 263,5 Millionen €). Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 374,3 Millionen € (Vorjahr: 337,2 Millionen €). Die Sachanlagen im Konzern wurden mit 204,0 Millionen € (Vorjahr: 196,2 Millionen €) ausgewiesen. Dies entspricht einem Anteil von 29,6 Prozent am Gesamtvermögen des Konzerns (Vorjahr: 30,6 Prozent). Die Abschreibungen beliefen sich auf 33,9 Millionen € (Vorjahr: 31,8 Millionen €). Bei den kurzfristigen Vermögenswerten stiegen die Vorräte um 4,3 Prozent auf 93,6 Millionen € (Vorjahr: 89,7 Millionen €), die Umschlagshäufigkeit lag bei 10,8 (Vorjahr: 10,9). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtszeitraum um 2,5 Millionen € auf 14,6 Millionen € (Vorjahr: 12,1 Millionen €), die sonstigen Forderungen stiegen um 13,9 Prozent auf 39,4 Millionen € (Vorjahr: 34,6 Millionen €). Das Eigenkapital im Konzern beträgt nach Abzug der vorgeschlagenen Dividendenausschüttung 426,2 Millionen € (Vorjahr: 400,5 Millionen €). Dies entspricht einer Quote von 61,8 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 62,4 Prozent). Die Rückstellungen betrugen 42,9 Millionen € (Vorjahr: 43,4 Millionen €). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr um 14,7 Prozent auf 85,1 Millionen € (Vorjahr: 74,2 Millionen €). Wertschöpfung Wertschöpfungsrechnungen ermitteln den wirtschaftlichen Wert, den ein Unternehmen mit seiner Produktion und der Erstellung seiner Leistung erzielt. Sie weisen darüber hinaus den Anteil aus, den die Einzelnen aus dem Unternehmen direkt oder indirekt erhalten. scroll
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Nicht finanzielle LeistungsindikatorenMitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fielmann ist größter Arbeitgeber der augenoptischen Branche in Deutschland und der Schweiz. Im Konzern waren im Berichtsjahr durchschnittlich 13.453 (Vorjahr: 12.819) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Der Personalaufwand betrug 386,5 Millionen € (363,6 Millionen €), die Personalaufwandsquote in Bezug zur Konzerngesamtleistung liegt bei 38,9 Prozent (Vorjahr: 38,2 Prozent). Der Erfolg unseres Unternehmens hängt maßgeblich vom Erfolg unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den 655 Niederlassungen ab. Fielmann besetzt seit Jahren mehr als 30 Prozent der Führungspositionen mit Frauen. Mit dem Einsatz flexibler Arbeitszeitregelungen schaffen wir ein familienfreundliches Umfeld. Von den derzeit 13.733 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind 3.777 in Teilzeit beschäftigt. Strikte Kundenorientierung führte uns an die Spitze. Unsere Philosophie spiegelt sich auch in der Vergütung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider. Ein wesentlicher Teil der Tantieme unserer Niederlassungsleiterinnen und Niederlassungsleiter sowie des Vorstands ist abhängig von der Zufriedenheit unserer Kunden. Zudem bietet Fielmann seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen. Mehr als 80 Prozent nutzen dieses Angebot und beziehen neben ihren Gehältern zusätzlich Dividenden, Gewinnanteile und Zinsen. Das motiviert. Den Vorteil haben unsere Kunden. Fielmann-Aus- und -Weiterbildung Alle Fielmann-Niederlassungen im In- und Ausland werden von Augenoptikermeisterinnen und -meistern geführt. Ihnen zur Seite stehen freundliche, kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend Augenoptikergesellen. Fielmann ist größter Ausbilder der augenoptischen Branche, schulte im Berichtszeitraum 2.674 junge Menschen (Vorjahr: 2.497). Die gemeinnützige Fielmann Akademie Schloss Plön GmbH bildet den Nachwuchs aus für die neue Generation des augenoptischen Fachgeschäftes. Die Fielmann Akademie qualifizierte 2010 mehr als 6.000 Augenoptiker. Als feste Einrichtung für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis haben sich die Fielmann Akademie-Kolloquien etabliert. Erklärung zur Unternehmensführung Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist im Internet unter www.fielmann.com abzurufen. Der Vergütungsbericht, Bestandteil der Entsprechenserklärung, ist darüber hinaus im Lagebericht vollständig abgedruckt. Vergütungsbericht Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstands unterteilen sich in fixe und variable Bestandteile. Einem Vorstandsmitglied wurde darüber hinaus eine Pensionszusage erteilt. Die variablen Bestandteile orientieren sich bei Altverträgen ausschließlich am Jahresüberschuss. Die Vorschriften des § 87 AktG, die durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) im Juni 2009 neu gefasst wurden, sind erstmals im Rahmen der Vertragsverlängerung von zwei Vorständen im Geschäftsjahr 2010 umgesetzt worden. Die Unternehmensphilosophie, die strikte Kundenorientierung, spiegelt sich nunmehr auch in der variablen Vorstandsvergütung wider. Aktienoptionsprogramme sind nicht eingerichtet. Bezüglich der Vorstandsvergütung verweisen wir auch auf Textziffer (29) im Konzernanhang. Um den gestiegenen Anforderungen an die Aufgaben und Tätigkeiten des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen, wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 8. 7. 2010 mit Wirkung zum 1. 1. 2010 die Vergütungsstruktur für den Aufsichtsrat neu geregelt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit neben der Erstattung ihrer Auslagen eine jährliche Basisvergütung in Höhe von Tsd. € 21. Der stellvertretende Vorsitzende erhält das 1,5-fache, der Vorsitzende das 3-fache dieser Vergütung. Darüber hinaus erhalten Mitglieder eines Ausschusses zusätzlich zu ihrer Basisvergütung eine Vergütung in Höhe von Tsd. € 5, der Vorsitzende das 1,5-fache. Für die Teilnahme an einer Ausschusssitzung erhalten die Mitglieder eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils Tsd. € 2,5. Bezüglich der im Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen verweisen wir auf Seite 88 im Konzernanhang. Angaben entsprechend § 289 Absatz 4 HGBAktionärsstruktur Das gezeichnete Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt zum 31. 12. 2010 Tsd. € 54.600 und ist eingeteilt in 42 Millionen Stammaktien (Stückaktien), jeweils ohne Nennwert. Die Besitzverhältnisse der Fielmann Aktiengesellschaft stellen sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses wie folgt dar*:
Weiterer Besitz von oder über 3 Prozent wurde nicht angezeigt. Regelungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sowie Satzungsänderungen Die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind geregelt in § 84 AktG. Die Satzung der Fielmann Aktiengesellschaft sieht unter § 7 Absatz 1 folgende Regelung zur Zusammensetzung des Vorstands vor:
Die gesetzlichen Bestimmungen über die Änderung der Satzung sind geregelt in § 119 AktG in Verbindung mit § 179 AktG. Die Satzung der Fielmann Aktiengesellschaft sieht unter § 14 Absatz 4 folgende Regelung zu Satzungsänderungen vor:
Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5.7.2011 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um insgesamt bis zu 25 Millionen € durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2006). Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
Abhängigkeitsbericht Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt, in dem die Beziehungen der Gesellschaft zu Herrn Günther Fielmann (Vorstandsvorsitzender der Fielmann Aktiengesellschaft) sowie mit anderen ihm verbundene Unternehmen und den zum Fielmann-Konzern gehörenden Unternehmen erfasst wurden. Der Vorstand hat in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung abgegeben:
Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem 31.12.2010, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Fielmann Aktiengesellschaft und des Fielmann-Konzerns haben könnten, sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nicht bekannt. Risikomanagementsystem Durch ein umfassendes Risikomanagement kann Fielmann sicher Chancen frühzeitig erkennen und nutzen, ohne mögliche Risiken außer Acht zu lassen. Basis ist ein detailliertes Berichtswesen, das alle Planungs- und Steuerungssysteme beinhaltet. Anhand zuvor identifizierter und definierter Schwellenwerte wird regelmäßig analysiert, ob Risikokonzentrationen im Konzern bestehen. Die Überwachung erfolgt täglich, die monatliche und jährliche Berichterstattung komplettiert das Frühwarnsystem. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und deren Auswirkungen sind hierbei berücksichtigt. Die Wirksamkeit des Informationssystems wird regelmäßig durch die interne Revision überwacht und im Rahmen der Prüfung beurteilt. Für Fielmann bestehen im Folgenden aufgeführte Risiken: Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die nachfolgenden Informationen über Risiken der künftigen Entwicklung beziehen sich auf die in das Risikomanagement von Fielmann eingebundenen Risiken, zur Verbesserung der Information wird die nach IFRS 7 gebotene Berichterstattung über Kreditrisiken, Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Marktrisiken und Liquiditätsrisiken in den Lagebericht unter „Finanzwirtschaftliche Risiken” eingebunden. Die Berichterstattung über die Chancen der künftigen Entwicklung betrifft im Wesentlichen operative Bereiche. Operative Risiken Die eigene Produktion sichert uns die Warenflusskontrolle von der Prüfung der Rohmaterialien bis hin zum Zusammenfügen der fertigen Brille. Für den Eventualfall von Betriebsstörungen oder längeren Produktionsausfällen haben wir umfangreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen:
Darüber hinaus erlauben uns unsere Einkaufsstärke sowie unsere weltweiten Geschäftsbeziehungen, mögliche Lieferengpässe kurzfristig auszugleichen. Gegen trotz dieser Vorkehrungen nicht auszuschließender Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Finanzwirtschaftliche Risiken Währungs- und Zinsschwankungen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken für den Fielmann-Konzern zur Folge haben. Fielmann hat die Risiken so weit wie möglich zentralisiert und steuert diese vorausschauend. Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für den Konzern Zins- und Währungsrisiken. Die Instrumente zur Sicherung dieser finanzwirtschaftlichen Risiken sind in den Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen im Anhang beschrieben. Die wesentlichen Einkaufskontrakte lauten in Euro. Fielmann finanziert sich größtenteils über Eigenkapital. Die Abhängigkeit von Zinsentwicklungen ist somit gering. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Kursänderungen für Wertpapiere im Umlaufvermögen. Die Steuerung erfolgt über ein Anlagemanagement zur Überwachung von Kredit-, Liquiditäts- und Markt- beziehungsweise Währungsrisiken im Rahmen kurz- und langfristiger Planungen. Kreditrisiken bestehen in Form von Ausfallrisiken bei finanziellen Vermögenswerten. Liquiditätsrisiken stellen Refinanzierungsrisiken und damit Risiken einer fristgerechten Erfüllung bestehender Zahlungsverpflichtungen des Konzerns dar. Marktrisiken treten im Konzern in Form von Zinsrisiken, Währungsrisiken und sonstigen Preisrisiken auf. Kreditrisiko Das Ausfallrisiko im Konzern besteht maximal in Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte. Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Nachdem das Zinsniveau im Euro-Raum 2009 um 70 Prozent gesunken war, verharrten die Zinsen im Geschäftsjahr 2010 auf historischen Tiefstständen. Das Zinsergebnis des Fielmann Konzerns sank in Folge dessen und wegen der Verzinsung von Rückstellungen um 42,7 Prozent. Die Anlageentscheidungen im Finanzbereich haben grundsätzlich die nachhaltige Sicherung der Kaufkraft als oberstes Ziel. Die Preissteigerungsrate beläuft sich für 2010 auf 1,1 Prozent. Die Anlagemöglichkeiten sind im Wesentlichen auf den sogenannten „Investment Grade“ beschränkt. Eine Anlagerichtlinie schreibt für alle Klassen von Finanzinstrumenten, die der Kapitalanlage dienen, Höchstgrenzen vor. Aufgrund der auch im Jahr 2010 weiterhin bestehenden großen Unsicherheit an den Finanzmärkten hat sich die Fielmann Aktiengesellschaft entschieden, insbesondere in Anlagen mit staatlicher Besicherung oder in Unternehmensanleihen mit hoher Bonität zu investieren. Grundsätzlich wird vor jeder wesentlichen Anlageentscheidung die Bonität des Geschäftspartners geprüft. Die Fixierung von Höchstgrenzen für Anlagen je Kontrahent begrenzt das Anlagerisiko, ebenso wie den derzeitigen Schwerpunkt des Anlagehorizonts mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten. Titel ohne Rating werden einer internen Beurteilung unterworfen. Hierbei werden unter anderem ein bestehendes Rating des Emittenten oder das eines vergleichbaren Schuldners sowie die Ausstattung des Titels berücksichtigt. Anlagen mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten bedürfen keines Ratings, dieses unter der Berücksichtigung von definierten Freigrenzen. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine Konzentration von Ausfallrisiken, da durch die Einzelhandelsaktivität eine Bündelung auf einzelne Schuldner nicht gegeben ist. Ebenso führt die Begrenzung der Liquiditätsanlage auf Werte mit guter Bonität zu einer Reduzierung des Kreditrisikos. Vor diesem Hintergrund wird das Ausfallrisiko als gering eingeschätzt. Liquiditätsrisiko Die Finanzsteuerung erfolgt vor dem Hintergrund, dem Vorstand die nötige Flexibilität für unternehmerische Entscheidungen zu gewährleisten und für die fristgerechte Erfüllung bestehender Zahlungsverpflichtungen des Konzerns Sorge zu tragen. Der Fielmann-Konzern steuert die Liquidität für alle Tochtergesellschaften zentral. Liquiditätsrisiken bestehen derzeit keine. Darüber hinaus bietet die hohe Liquidität ausreichend Spielraum für die weitere Expansion. Zum 31. 12. 2010 bestanden finanzielle Vermögenswerte im Konzern in Höhe von 231,7 Millionen € (Vorjahr: 205,8 Millionen €). Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Währungspositionen eingesetzt, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Währungsrisiken zu minimieren. Als Instrumente nutzt die Fielmann Aktiengesellschaft marktgängige Devisentermingeschäfte ausschließlich in den operativen Währungen CHF und USD. Die Absicherung folgt nicht zu spekulativen Zwecken, sondern dient ausschließlich der allgemeinen Absicherung des Devisenbedarfs für den Einkauf im Konzern sowie zur Steuerung des Zinsergebnisses. Als Basis für die Einschätzung der identifizierten Risiken dienen Simulationsrechnungen unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien. Die Marktbewertung eingesetzter Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich anhand vorhandener Marktinformationen. Zum Jahresschluss bestanden keine Währungstermingeschäfte, lediglich ein Devisenkassageschäft. Marktrisiko Für den Fielmann-Konzern relevante Marktrisiken sind vor allem Zins- und Währungsrisiken. Anhand einer Sensitivitätsanalyse lassen sich vergangenheitsbezogen Auswirkungen verschiedener Entwicklungen aufzeigen. Zinsrisiken Für die Sensitivitätsanalyse von Zinsrisiken gelten folgende Prämissen: Originäre Finanzinstrumente unterliegen nur dann Zinsrisiken, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Finanzinstrumente mit einer variablen Verzinsung unterliegen grundsätzlich Marktzinsrisiken. Die Bestände der Finanzinstrumente im Sinne der Liquiditätsanlage zum Bilanzstichtag sind bezüglich der Laufzeit repräsentativ für das gesamte Geschäftsjahr. Sensitivitätsanalyse Zinsänderungsrisiko scroll
Bei einer Zinsänderung um 2 Prozent hätte sich unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Restlaufzeit der Finanzinstrumente mit Zinsänderungsrisiko eine Ergebnisauswirkung von Tsd. € 1.245 (Vorjahr: Tsd. € 674) ergeben. Währungsrisiken Infolge seiner internationalen Ausrichtung ist der Fielmann-Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken im Zusammenhang mit Zahlungsströmen außerhalb seiner funktionalen Währung ausgesetzt. Über 85 Prozent der Zahlungsströme des Konzerns basieren auf dem Euro, etwa 10 Prozent auf dem Schweizer Franken, der Rest verteilt sich auf US-Dollar (USD), Polnische Zloty (PLN), Ukrainische Hrywnja (UAH), Japanische Yen (YEN) und Weißrussische Rubel (BYR). Bei Zahlungen für Beschaffung von Waren werden zur Begrenzung der Währungsrisiken insbesondere Devisentermingeschäfte mit Laufzeiten von bis zu sechs Monaten eingesetzt. Fremdwährungsrisiken, die aus der Umrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der ausländischen Tochtergesellschaften in die Konzernberichtswährung resultieren oder den Cashflow betreffen, werden grundsätzlich nicht gesichert. Im Berichtszeitraum haben sich aus diesen Positionen für die Währungen PLN, UAH und BYR Belastungen in Höhe von Tsd. € 112 (Vorjahr: Tsd. € 742) ergeben. Eine Absicherung dieser Währungen ist auf Grund der jeweiligen Gesamtsumme und der Kosten wirtschaftlich nicht sinnvoll. Daneben existieren für den Fielmann-Konzern ausschließlich Währungsrisiken aus Termingeschäften zur Absicherung des regelmäßigen Zahlungsflusses in Fremdwährung USD. Zum 31. 12. 2010 bestanden keine Terminkontrakte (Vorjahr: keine Terminkontrakte), lediglich ein Devisenkassageschäft. Der durchschnittliche Betrag des besicherten Bestands an USD betrug im Geschäftsjahr 2010 1,4 Mio. USD bei einer mittleren Laufzeit von 107 Tagen (Vorjahr: 0,6 Mio. USD). Branchen- und andere externe Risiken Konjunkturelle Schwankungen im internationalen Marktumfeld und eine zunehmende Wettbewerbsintensität stellen grundsätzliche Risiken dar. Daraus resultierende Preis- und Absatzrisiken sind gegeben. Eine ständige dezentrale und zentrale Wettbewerbsbeobachtung lässt frühzeitig Entwicklungen erkennen. Vorstand und weitere Entscheidungsträger werden zeitnah über Marktbewegungen informiert. Risiken werden so rechtzeitig identifiziert und Maßnahmen zur Begrenzung lassen sich kurzfristig umsetzen. Fachkräftebedarf Der demographische Wandel wird den Arbeitsmarkt nachhaltig verändern. Bundesweit wird nach Aussage der Bertelsmann Stiftung die Zahl der Personen in der Altersgruppe der 19- bis 24-Jährigen bis zum Jahr 2025 um 1,2 Millionen Menschen zurückgehen. Um Auswirkungen dieser Entwicklung auf das Unternehmen frühzeitig entgegen zu wirken, wirbt Fielmann in Schulen und auf Jobmessen um Fachkräfte der Zukunft. Mehr als 12.000 junge Menschen bewerben sich jährlich um einen Lehrplatz bei Fielmann. Als größter Ausbilder der augenoptischen Branche pflegt Fielmann die deutsche Handwerksausbildung. Sie wird bei Fielmann mit deutscher Präzision und Gründlichkeit betrieben, auch in unseren ausländischen Niederlassungen. Jahr für Jahr investiert Fielmann achtstellige Beträge in die Ausbildung seiner Lehrlinge, erhöhte die Anzahl der Ausbildungsplätze im vergangenen Jahr um 177 auf 2.674. Unsere Ausbildung ist gut; bundesweite Auszeichnungen belegen das. IT-Risiken Die operative und strategische Steuerung des Konzerns ist eingebunden in eine komplexe Informationstechnologie. Die IT-Systeme werden regelmäßig gewartet und verschiedenen Sicherungsmaßnahmen unterzogen. Durch stetigen Dialog zwischen internen und externen IT-Spezialisten wird eine Aufrechterhaltung und Optimierung der Systeme gewährleistet. Daneben begegnet der Fielmann-Konzern den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit entsprechenden Maßnahmen. Technologische Neuerungen und Entwicklungen werden fortlaufend beobachtet, geprüft und bei Eignung eingesetzt. Onlinehandel Das Konsumverhalten wird zunehmend durch neue Medien geprägt. Auch Brillen werden im Onlinehandel angeboten. Der Internetbesteller kann die Sehstärke nicht bestimmen, er ist auf die vom stationären Augenoptiker ermittelten Werte angewiesen. Größtmöglicher Sehkomfort setzt eine optimale Zentrierung der Gläser voraus. Eine exakte Zentrierung der Brillengläser per Internet ist nicht möglich. Für den perfekten Sitz muss die Brille vom Augenoptiker individuell angepasst werden. Das kann der Internetshop aus der Ferne nicht leisten. Chancen In der zweiten Lebenshälfte sind nahezu alle Menschen auf eine Brille angewiesen. Normalsichtige benötigen eine Lesebrille, Fehlsichtige, die schon in jungen Jahren eine Brille tragen, benötigen im Alter eine Fern- und eine Nahbrille. Komfortabler sind Mehrstärkengläser, heute zunehmend als Gleitsichtgläser. Fielmann wächst mit Gleitsichtgläsern schneller als die Branche. Dies erklärt sich aus der Kundenstruktur. Fielmann-Kunden sind jünger als die Durchschnittskunden des traditionellen Wettbewerbers. Sie bleiben uns über die Jahre treu. Ohne auch nur einen Neukunden zu gewinnen, wird sich der Gleitsichtanteil bei Fielmann daher in den nächsten Jahren um mehr als 50 Prozent erhöhen. Fielmann deckt die ganze Wertschöpfungskette der Brille ab, ist Hersteller, Agent und Augenoptiker. Fielmann kann Brillen zu niedrigeren Preisen abgeben als die Konkurrenz, weil wir selber produzieren und in großen Mengen auch direkt bei Herstellern beziehen, von denen die großen Marken kaufen. Einkaufsvorteile geben wir an unsere Kunden weiter. Nur 45 Prozent aller Brillenträger tragen derzeit eine Sonnenbrille mit ihrer Stärke. Fielmann verspricht sich weiteres Wachstum aus dem steigenden Anteil modischer Sonnenbrillen mit individueller Korrekturstärke. Neue Entwicklungen bei Contactlinsen, wie die modernen und komfortablen Eintageslinsen oder auch kundenindividuelle Linsen, werden zusätzlich für Wachstumsimpulse sorgen. Fielmann verdichtet das Niederlassungsnetz in Deutschland, treibt die Auslandsexpansion voran. Die Märkte in Österreich, der Schweiz und in den benachbarten Ländern Europas bieten uns hohe Wachstums- und Ertragschancen. Neben dem Umsatzwachstum im Optikbereich erwarten wir zusätzliche Impulse durch den weiteren Ausbau unserer Hörgeräteabteilungen. Allein unsere Stammkunden in den Kerneinzugsgebieten benötigen mehr als 60.000 Geräte pro Jahr. In Deutschland haben mehr als 8,9 Millionen Personen einen versorgungsnotwendigen Hörbedarf (Bundesinnung der Hörgeräteakustiker), aber nur 2,5 Millionen nutzen ein Hörsystem. Über immer kleinere, praktisch „unsichtbare“ Hochleistungsgeräte wird sich die Anzahl der Hörgerätebenutzer in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Erstellung und Richtigkeit des Konzern- und Jahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts. Vorlagen und Systeme wie ein Bilanzierungshandbuch und ein gruppenweit einheitliches Abrechnungssystem konkretisieren Abläufe und unterstützen eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erstellung des Abschlusses. Die Warenflusskontrolle sowie Bewertung erfolgen über ein gruppenweit einheitliches Abrechnungssystem. Um die hohe Integration der eingesetzten SAP-Systeme und die Standardisierung vieler Prozesse zu nutzen, wurden die Abschlussarbeiten in den jeweiligen Fachbereichen zentralisiert. Nahezu alle Einzelabschlüsse werden in SAP erstellt und zentral zusammengeführt. Basis einer jeden Belegprüfung ist das in der Niederlassungsbuchhaltung installierte Kontrollsystem, das die Prozess- und Datenqualität überwacht. Zu diesem Kontrollsystem gehören unter anderem Informationsflussdarstellungen, Prüfungs- und Checklisten zum Monatsabschluss sowie ein Kontrollsystem zur täglichen Kassenabrechnung. Die Einhaltung der Vorgaben unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung durch die Revision. Die buchhalterischen Vorgaben des Bilanzierungshandbuchs gelten für Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen, wobei Besonderheiten für einzelne Gesellschaften vermerkt sind. Soweit einbezogene Gesellschaften nach anderen Rechnungslegungsstandards Einzelabschlüsse aufstellen, gelten die Bilanzierungsgrundsätze für die Handelsbilanz II, die zentral im Konzernrechnungswesen bearbeitet wird. Die Bilanzierungsgrundsätze werden auch auf Zwischenabschlüsse angewendet und dienen sowohl einer sachlichen- als auch zeitlichen Stetigkeit. Die Regelungen beziehen sich auf Ansatz-, Ausweis-, Bewertungs- und Konsolidierungsvorschriften und -methoden sowie mögliche Wahlrechte, dieses unter Berücksichtigung des IAS 1.27 sowie DRS 13. Zusammenfassung der Risikosituation Die Marktstellung des Konzerns, seine finanzielle Bonität und ein Geschäftsmodell, das Fielmann erlaubt, Wachstumschancen schneller als der Wettbewerb zu erkennen und umzusetzen, lassen mit Blick auf die zukünftige Entwicklung keine Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennen. AusblickFielmann treibt die Expansion in Deutschland und im benachbarten Ausland voran, dies mit Augenmaß. Mittelfristig werden wir in Deutschland 700 Niederlassungen betreiben und mehr als 6,5 Millionen Brillen pro Jahr absetzen. In der Schweiz planen wir, in den nächsten Jahren mit 40 Niederlassungen jährlich um 450.000 Brillen abzugeben. In Österreich wollen wir mit 40 Niederlassungen 450.000 Brillen verkaufen. Auch in Polen werden wir weiter expandieren. Mit insgesamt 40 Standorten wollen wir mittelfristig in allen Ballungsgebieten des Landes vertreten sein. Ein wesentlicher Grund für unseren Erfolg ist die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als größter Ausbilder der augenoptischen Branche prägt Fielmann die deutsche Handwerksausbildung. Sie wird bei uns mit Präzision und Gründlichkeit betrieben, auch in unseren ausländischen Niederlassungen. Jahr für Jahr investiert Fielmann mehr als 17 Millionen € in die Aus- und Weiterbildung. Für 2011 und 2012 sind Aufwendungen in ähnlicher Größenordnung geplant. Seit 2005 hat Fielmann die Zahl der Auszubildenden jährlich um etwa 200 junge Menschen auf jetzt 2.674 erhöht. Wir gehen von einer ähnlichen Entwicklung in der Zukunft aus. In Ausbau und Erhalt des Niederlassungsnetzes, in Produktion und Infrastruktur werden wir 2011 mehr als 49 Millionen € und 2012 mehr als 44 Millionen € investieren, dies aus dem Cashflow. In Deutschland planen wir 2011 Investitionen in Höhe von 41 Millionen €, in Österreich 1 Million €, in der Schweiz 4 Millionen € und in Polen um 1 Million €. 28 Millionen € werden wir für unsere Niederlassungen aufwenden, das für Neueröffnungen und die Renovierung bestehender Geschäfte. In die Kapazitätsausweitung unserer Produktion investieren wir rund 5 Millionen €, in die Konzerninfrastruktur weitere 16 Millionen €. Eine ähnliche Verteilung wird sich 2012 ergeben. Fielmann wird auch in Zukunft eine hohe Eigenkapitalquote ausweisen und die vorhandene Liquidität risikoarm anlegen. Mit Investitionen in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in neue Niederlassungen und die Fertigung schaffen wir die solide Basis für weiteres, nachhaltiges Wachstum von Absatz, Umsatz und Ertrag. Neben der Expansion erwarten wir eine Ausweitung unserer Umsätze von Gleitsichtbrillen, Contactlinsen und Hörgeräten. Mittelfristig rechnen wir damit, dass sich der Absatzanteil der Gleitsichtbrillen bei Fielmann um mehr als 50 Prozent erhöht. Neue Fertigungstechnologien beim Schleifen von Brillengläsern in unserem Logistikzentrum in Rathenow und verbesserte Abläufe sowohl in unseren Niederlassungen als auch in der Zentrale werden in den nächsten zwei Jahren die Produktivität verbessern. Der Internationale Währungsfonds erwartet für Deutschland 2011 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 2,2 Prozent, die Bundesregierung von 2,3 Prozent. Der private Konsum dürfte gemäß einer Prognose der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) auf Vorjahresniveau liegen. Fielmann ist zuversichtlich, seine Marktposition auszubauen. Zusammenfassende Aussage zum Prognosebericht Wir denken langfristig. Fielmann plant in diesem und im nächsten Jahr jeweils 15 bis 20 neue Niederlassungen zu eröffnen und Marktanteile zu gewinnen. Auch 2012 werden wir unsere Wachstumsstrategie weiter verfolgen. Die konsequente Ausrichtung auf die Kunden, der hohe Grad der Kundenzufriedenheit, die Maßnahmen der Mitarbeiterqualifikation und die Investitionen der Vergangenheit lassen uns aus heutiger Sicht im laufenden Geschäftsjahr und 2012 eine Steigerung von Absatz, Umsatz und Gewinn erwarten. Dabei gehen wir von einer ähnlichen Entwicklung des Umsatzes wie in den Vorjahren aus. Die Eigenkapitalrentabilität wird sich auf hohem Niveau weiter positiv entwickeln. Die Aktionäre werden über eine angemessene Dividende an der Unternehmensentwicklung partizipieren. Eine wesentliche Änderung der Rahmenbedingungen kann zur Anpassung dieser Prognose führen. Konzernbilanz zum 31.12.2010Fielmann Aktiengesellschaft, HamburgAktiva scroll
42
Vorjahreszahlen geändert gemäß IAS 8, weitere Angaben siehe Textziffer (42) Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2010Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburgscroll
Entwicklung des Konzerneigenkapitals Textziffer (39)scroll
*
Ausgeschüttete Dividenden und anderen Gesellschaftern zugeordnete Ergebnisanteile Überleitung vom Jahresüberschuss zum Gesamtergebnisscroll
KapitalflussrechnungFielmann-Konzern Textziffer (40)scroll
1
Die Zinsaufwendungen und -ertrage sind im Wesentlichen zahlungswirksam
2
An das Finanzamt geleistete Zahlungen (Tsd. € 52.969, Vorjahr: Tsd. € 61.841)
3
Enthalten: 1.916 Tsd. € Zuschreibung SegmentberichterstattungFielmann-Konzern Textziffer (41) Vorjahreszahlen in Klammern.scroll
Konzernanhang zum 31.12.2010Fielmann Aktiengesellschaft, HamburgI. Allgemeine AngabenDer Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat den Konzernabschluss zum 31.12.2010 am 17.3.2011 aufgestellt und wird diesen am 25.3.2011 dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorlegen. Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgt auf der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 14.4.2011, insoweit besteht bis zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit einer Änderung des Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den im Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS einschließlich IAS) unter Berücksichtigung der Verlautbarungen der Interpretation Commitees SIC, IFRIC und RIC erstellt, soweit sie in der EU gelten und im Geschäftsjahr verpflichtend waren. Ergänzend sind die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet worden. Gemäß IAS 1.11 und RIC 1 wurde die Bilanz streng nach Fristigkeit gegliedert. Im Geschäftsjahr waren folgende Standards und Interpretationen oder ihre Änderungen erstmalig anzuwenden: IAS 27 „Konzern und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“ Die Neuerungen betreffen zum Einen die Auswirkungen und Behandlung von Minderheiten im Konzern: Definition von Minderheiten, Ergebnisaufteilung sowie Anteilserwerbe oder -veräußerungen nach Entstehen der Beherrschungsmöglichkeit. zum Anderen wurde geregelt, dass Ausschüttungen von vor dem Erwerbszeitpunkt gebildeten Rücklagen nicht mehr die Anschaffungskosten mindern. Auswirkungen auf den Konzern ergeben sich nicht. IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ Die Änderungen bestimmen, wie bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften mit dem Inflationsanteil von Finanzinstrumenten und mit optionskontrakten, die als Sicherungsinstrument genutzt werden, zu verfahren ist. Diese Änderungen haben für den Konzern keine Bedeutung. IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“ Da diese Vorschrift nur Erstanwender betrifft, hat sie für den Konzern keine Relevanz. IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütungen“ Eine weitere Änderung betrifft die Verpflichtung zur Bilanzierung erhaltener Güter oder Dienstleistungen im Rahmen anteilsbasierter Vergütungen. Auswirkungen ergeben sich nicht. IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ Die Neuregelungen erweitern den Anwendungsbereich auf alle Unternehmenszusammenschlüsse und verpflichten zur ausschließlichen Anwendung der Erwerbsmethode. Diese Vorschrift hat zur Zeit keine Auswirkung auf den Konzern. IFRS 5 „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“ Die Vorschrift wurde dahingehend geändert, dass bei Teilveräußerungen die Anwendung des IFRS 5 nur erfolgt, wenn ein Beherrschungsverlust eintritt. Die Neuregelung betrifft den Konzern derzeit nicht. IFRIC 12 „Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen“ Die Interpretation beschäftigt sich mit Dienstleistungen für Gebietskörperschaften. IFRIC 15 „Vereinbarungen zur Errichtung von Immobilien“ Der Gegenstand dieser Interpretation betrifft die Klassifizierung von Immobilienverträgen, die Umsatzrealisierung bei Veräußerung und die Behandlung von nach Veräußerung verbleibenden Verpflichtungen. IFRIC 16 „Sicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb“ Die Interpretation beschäftigt sich mit der Bilanzierung der Absicherung von Währungsrisiken. IFRIC 17 „Sachdividenden an Eigentümer“ Diese Interpretation regelt Ausschüttungen an Gesellschafter, die nicht in liquiden Mitteln erfolgen oder dem Gesellschafter Wahlrechte hinsichtlich der Form der Ausschüttung überlassen. IFRIC 18 „Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden“ Die Interpretation enthält Klarstellungen zu Transaktionen, in der ein unternehmen einen Vermögenswert erhält und dazu nutzt, einem Kunden fortlaufend Waren oder Dienstleistungen bereitzustellen. Die genannten IFRIC-Interpretationen haben keine Relevanz für den Konzern. Im Rahmen des Annual Improvement Projekts 2009 wurden kleinere Änderungen an den Standards und Interpretationen IAS 1, IAS 7, IAS 17, IAS 18, IAS 36, IAS 38, IAS 39, IFRS 2, IFRS 5, IFRS 8, IFRIC 9, IFRIC 16 vorgenommen. Von der Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung der nachfolgenden Standards und Interpretationen macht der Fielmann-Konzern keinen Gebrauch: IAS 24 „Angaben zu Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen“ Die Änderungen betreffen Vereinfachung von Angaben für unternehmen in Staatsbesitz und eine Klarstellung der Definition von nahestehenden Personen. Der Standard wurde am 4.11.2009 durch den IASB veröffentlicht und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2011 beginnen. IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“ Eine weitere Änderung des IAS 32 betrifft die Klassifizierung von Bezugsrechten und Optionen als derivative Finanzinstrumente oder Eigenkapital. Die Regelung wurde am 8.10.2009 durch den IASB veröffentlicht und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.2.2010 beginnen. IFRIC 14 „IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes“ Die Regelung betrifft unternehmen die Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegen und Beitragsvorauszahlungen leisten. In diesen Fällen ist es den unternehmen erlaubt, den Vorteil aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert zu erfassen. Die Interpretation wurde am 26.11.2009 durch den IASB veröffentlicht und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2011 beginnen. IFRIC 19 „Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten“ Die Interpretation erläutert die Anforderungen an ein unternehmen, das eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. sie wurde am 26.11.2009 durch den IASB veröffentlicht und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.7.2010 beginnen. Bisher wurden folgende Standards und Interpretationen oder ihre Änderungen noch nicht von der Europäischen Kommission anerkannt und werden im Fielmann-Konzern auch nicht angewendet: IAS 12 „Ertragsteuern“ Die Änderung sieht daher vor, bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien grundsätzlich von einer Umkehrung bestehender temporärer steuerlicher Differenzen durch Veräußerung auszugehen. IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. sie führen zu einer weitgehenden Vereinheitlichung der korrespondierenden Angabepflichten nach den IFRS und den US-GAAP. IFRS 9 „Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung“ Dieser Standard regelt die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten neu und soll IAS 39 ersetzen. Er wurde am 1.12.2009 durch den IASB veröffentlicht und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2013 beginnen. Im Rahmen des Annual Improvement Projekts 2010 wurden kleinere Änderungen an den Standards und Interpretationen IAS 1, IAS 27, IAS 34, IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7 und IFRIC 13 vorgenommen. Diese wurden am 6.5.2010 durch den IASB veröffentlicht und sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.7.2010 bzw. 1.1.2011 beginnen. Diese Standards und Interpretationen und ihre Änderungen werden voraussichtlich keine oder nur in geringem Umfang Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Fielmann-Konzerns haben. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses werden nur die wesentlichen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Die Einzelaufgliederungen und Erläuterungen werden im Anhang dargestellt. Alle monetären Angaben erfolgen in der Konzernwährung Euro in Tsd. €, die Segmentberichterstattung in Millionen €. II. KonsolidierungskreisDie Fielmann Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Weidestraße 118a, ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Die Geschäftstätigkeit der Fielmann Aktiengesellschaft besteht im Betrieb von und Beteiligung an Augenoptikunternehmen, Hörgeräteakustikunternehmen sowie der Herstellung und dem Handel mit Sehhilfen und anderen augenoptischen Produkten, insbesondere Brillen, Brillenfassungen und Gläsern, Sonnenbrillen, Contactlinsen, Zubehör und Accessoires, erlaubnisfreien Handelswaren aller Art sowie Hörgeräten und deren Zubehör. Die Produktion von Gläsern ist in der Rathenower Optik GmbH angesiedelt. In den Konzernabschluss sind alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen der Fielmann Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird. An 33 (Vorjahr 34) deutschen Franchisegesellschaften hält die Fielmann Aktiengesellschaft mittelbar nur geringfügige Anteile, übt jedoch im Sinne von IAS 27 Control aus. Control ergibt sich aus dem zusammenwirken der gesellschaftsrechtlichen, franchisevertraglichen und wirtschaftlichen Einflüsse. Die Vorgaben des Franchise-Vertrags zu Ladenlokal, Sortiment, Beständen, Werbung u. a. definieren den Rahmen der Geschäftspolitik im sinne der Fielmann Aktiengesellschaft. Hinsichtlich der einbezogenen unternehmen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes im Anhang verwiesen. Dieser Anteilsbesitz enthält eine Aufstellung der Gesellschaften, die von der Befreiung nach § 264 Absatz 3 sowie § 264b HGB Gebrauch machen. Zum 31.12.2010 werden acht Gesellschaften erstmals konsolidiert. Hierbei handelt es sich um acht in Deutschland neu gegründete Vertriebsgesellschaften. Entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung der im Berichtszeitraum eröffneten Niederlassungen als Teil der normalen Expansion wird auf eine gesonderte Darstellung der hieraus resultierenden Änderung des Konsolidierungskreises verzichtet. III. Konsolidierungsgrundsätze, ImpairmentTest und WährungsumrechnungGrundlage des Konzernabschlusses sind die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die handelsrechtlichen Einzelabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften wurden zum 31.12.2010 geprüft und mit Bestätigungsvermerken versehen. Hinsichtlich der übrigen Einzelgesellschaften wurde geprüft, ob die Jahresabschlüsse zum 31.12.2010 den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen und ob die für die Übernahme in die Konzernbilanz maßgeblichen Vorschriften beachtet sind. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu Zeitwerten. Der Impairment-Test für Firmenwerte erfolgt regelmäßig zum 31.12. eines Geschäftsjahres. Ereignisse, die zu anderen Einschätzungen geführt hätten, sind nach diesem Stichtag nicht bekannt geworden. Die zu untersuchenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) sind entsprechend dem internen Management-Reporting festgelegt. Da für diese CGU kein Börsen- oder Marktpreis vorhanden ist, wird der Test ausschließlich durch Vergleich des Buchwertes mit dem Nutzungswert durchgeführt. Die dem Nutzungswert zugrunde liegenden Cashflows resultieren aus einer einjährigen Detailplanung und einer darauf folgenden zweijährigen kumulierten Konzernplanung. Die sich aus dieser Planung ergebenden Wachstumsraten betragen 2,7 Prozent bzw. 2,8 Prozent (Vorjahr: 1,2 Prozent bzw. 2,7 Prozent). Nach diesen Planungszeiträumen wird keine weitere Wachstumsrate unterstellt. Der Kapitalisierungszinssatz beträgt 7,3 Prozent (Vorjahr: 8,4 Prozent). Planungen im Konzern basieren in der Regel auf den Erfahrungswerten des bisherigen Geschäftsverlaufs. Aktuelle externe Daten fließen auf Basis dieser Erfahrungen zusätzlich in den Planungsprozess ein. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge der Konzerngesellschaften untereinander werden miteinander verrechnet, soweit nicht in Einzelfällen wegen Geringfügigkeit davon abgesehen wird. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen. Gemäß IAS 12 werden die für die jeweiligen Gesellschaften relevanten durchschnittlichen Landes-Ertragsteuersätze angewendet. Zwischengewinne werden im Vorrats- und Anlagevermögen eliminiert. Für die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Die ausländischen Gesellschaften betreiben ihr Geschäft selbstständig, daher ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Ausländische Jahresabschlüsse werden an die Gliederung und Bewertung im Fielmann-Konzern angepasst. Die Bilanzwerte werden IAS 21 folgend zum Mittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet, die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Periodendurchschnittskurs. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesen. Auch dieses Geschäftsjahr war geprägt von starken innerjährigen Währungsschwankungen. Die für die Umrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften und das Einkaufsgeschäft relevanten Fremdwährungen entwickelten sich wie folgt: scroll
IV. Bilanzierungs und BewertungsgrundsätzeDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert es, bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögenswerte und schulden nach IFRS Schätzungen vorzunehmen. Diese werden kontinuierlich überprüft. Annahmen und Schätzungen erfolgen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung von Firmenwerten und Rückstellungen. Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen sind in den Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargelegt. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen unternehmen sind entsprechend den Bestimmungen des IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Änderungen gemäß IAS 8.41 ff. Im Geschäftsjahr führte die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) bei der Fielmann Aktiengesellschaft eine Prüfung des Konzernabschlusses zum 31.12.2009 gemäß § 342 b Absatz 2 Satz 3 Nr. 3 HGB (Stichprobenprüfung) durch. Diese Prüfung führte zu Feststellungen der DPR und letztendlich des Bundesamtes für Finanzaufsicht (BaFin). Die daraus resultierende Pflichtmeldung vom Februar 2011 betraf die Gewinn- und Verlusteffekte aus der Zuordnung der Dienstleistungserträge der Fielmann Aktiengesellschaft aus Lieferantenkostenzuschüssen zum Materialaufwand. Insoweit war eine betragsgleiche Umgliederung von Mio € 57,1 zu kommunizieren. Aus der Umgliederung resultieren Folgeeffekte, die nach IAS 8.41 ff. zu berücksichtigen sind. soweit die Lieferantenkostenzuschüsse den Vorratsbestand oder die Anschaffungskosten von Anlagegütern betreffen, mindern sich der Bestandswert bzw. die Abschreibungen. Gegenläufige Effekte aus der Umgliederung ergeben sich bei Rückstellungen, deren Basis die (nunmehr berichtigten) Materialaufwendungen sind. Die näheren Einzelheiten sind in Textziffer (42) dargestellt, insbesondere die angepassten Vorjahre für die Gewinn- und Verlustrechnung. In den folgenden Darstellungen werden die angepassten Vorjahreswerte abgebildet. Weiterhin waren bezüglich der Leasingverhältnisse gemäß IAS 17.35 sowie 17.56 Angaben für die Miete von Geschäftsräumen zu ergänzen. Diese finden sich in Textziffer (25). Wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage ergaben sich weder aufgrund des geänderten Ausweises der Lieferantenzuschüsse noch durch die zusatzangaben für Mieten. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Bewertung und Fortschreibung der immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens erfolgen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Software-Eigenentwicklungen, bei denen Konzernunternehmen als Hersteller anzusehen sind, werden als selbsterstellte Software gemäß IAS 38 zu Herstellungskosten aktiviert. Bei Produktionsgebäuden wird in der Regel eine Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren zu Grunde gelegt. Das schloss in Plön wird über 55 Jahre, andere Geschäftsgebäude werden über maximal 50 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt linear (in der Regel sieben bis zehn Jahre) unter Berücksichtigung der Mietvertragsdauer. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zwischen zwei und zehn Jahren abgeschrieben (Maschinen und Geräte in der Regel fünf Jahre, IT drei bis sieben Jahre). Die Nutzungsdauer wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an den erwarteten Verlauf angepasst. soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Tsd. € 1.175 (Vorjahr: Tsd. € 407) für die Lagerfläche in Rathenow vereinnahmt. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien Auch Immobilien, die nicht im Kerngeschäft des Konzerns genutzt werden (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den oben benannten Grundsätzen bewertet. sie werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der etwaige erzielbare Verkaufserlös den Buchwert unterschreitet. Für diese Bewertung wird ein intern vorgegebenes pauschales Ertragswertverfahren unter Nutzung eines Mietertragsfaktors von 15 Jahresnettomieten angewandt, das aus Sicht des Unternehmens zu marktüblichen Wertansätzen führt. Der zeitwert dieser Immobilien wird im Anhang angegeben. Finanzinstrumente Die Erläuterung der Finanzinstrumente gemäß IFRS erfolgt in Textziffer (24) und im Lagebericht. Weitere Erläuterungen von Bilanzpositionen, die den Finanzinstrumenten zuzuordnen sind, werden dort mit (24) gekennzeichnet. Wertpapiere, Beteiligungen und sonstige Finanzanlagen werden in Übereinstimmung mit IAS 39 bilanziert. Kurzfristige Wertpapiere und langfristige Finanzanlagen der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ und „finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten“ werden generell zum Marktwert bilanziert. soweit keine Börsenkurse vorliegen, wird auf Marktbewertungen von Banken zurückgegriffen. zu- und Abgänge werden mit dem jeweiligen Wert des Erfüllungstages angesetzt. Aufgrund des risikoarmen und klaren Finanzmanagements mussten für keine Kategorie von Finanzinstrumenten gesonderte Kriterien zu Ansatz, Wertberichtigung oder Ausbuchung entwickelt werden. Aus der Marktbewertung resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Abzug latenter steuern erfolgsneutral im Eigenkapital (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) bzw. erfolgswirksam in der Gewinn-und Verlustrechnung (finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten) berücksichtigt. soweit für ein Wertpapier oder eine Finanzanlage der Marktwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen. Wertpapiere der Kategorie „bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte“ sind unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Roh, Hilfs und Betriebsstoffe sowie Handelswaren Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt grundsätzlich mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, erforderlichenfalls vermindert um Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert. Die Fortschreibung erfolgt mit der Methode des gleitenden Durchschnitts. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß IAS 2. Fertigungsbezogene Gemeinkosten sind enthalten. Forderungen Langfristige unverzinsliche Forderungen und Steueransprüche werden zum Barwert bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Steueransprüche sind zum Nennwert unter Abzug erkennbar gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Für Risiken bei Forderungen ist das Kriterium für die Entscheidung zu Wertberichtigung oder Ausbuchung der Grad der Gewissheit des Ausfallrisikos. Die Ausbuchung von Forderungen erfolgt bei endgültigem Verlust sowie bei aussichtsloser und wirtschaftlich nicht sinnvoller Verfolgung der Ansprüche (z. B. bei Kleinbeträgen). Die Ermittlung von Wertberichtigungen basiert in wesentlichen Fällen auf Einzelfallbetrachtungen, ansonsten anhand der Gruppierung gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften, z. B. durch zeitliche Kriterien. Latente Steuern Latente steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in den IFRS- und Steuerbilanzen der Konzernunternehmen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich diese unterschiede im Zeitablauf wieder ausgleichen. Darüber hinaus werden für Verlustvorträge latente Steuerabgrenzungen in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Nach der „Liability Method“ finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Bei der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, ob ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, wird im Interesse der Verantwortungstrennung und der Beurteilungskontinuität auf die Berücksichtigung von Steuergestaltungsmöglichkeiten verzichtet. Latente Steuern werden gemäß IAS 1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten (Textziffer (5)) bzw. schulden (Textziffer (20)) ausgewiesen. Aktive und passive latente steuern werden, soweit sie ertragsteuerliche organkreise oder einzelne Gesellschaften betreffen, gemäß IAS 12.71 ff. saldiert. zu Vergleichszwecken wurde die Vorjahresbilanz in diesen Positionen angepasst (siehe auch Textziffer (38)). Rückstellungen Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 und 19. Demnach werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt diejenigen Beträge, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden bei wesentlichen Effekten abgezinst und zum Barwert bilanziert. Der verwendete Zinssatz ist der Fremdkapitalkostensatz (6,40 Prozent) vor steuern als Teil der Weighted Average Cost of Capital (WACC) Berechnung. In den Vorjahren wurde einheitlich für alle Rückstellungen ein laufzeitadäquater Zinssatz langfristiger Anleihen verwendet. Durch diese Umstellung minderten sich langfristige Rückstellungen um Tsd. € 624. Rückstellungen für Pensionen werden für die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungszusagen nach der Methode der laufenden Einmalprämien bewertet. Diese Methode ermittelt unter Berücksichtigung dynamischer Aspekte die zu erwartenden Leistungen nach Eintritt des Versorgungsfalls und verteilt diese über die gesamte Beschäftigungsdauer der begünstigten Mitarbeiter. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen der Rechnungsannahmen und aus Abweichungen zwischen den Rechnungsannahmen von den tatsächlichen Ausprägungen ergeben, erfolgt unmittelbar ergebniswirksam. Es werden folgende Zinssätze zugrunde gelegt:
Aufgrund der einzeln und insgesamt unwesentlichen Bedeutung dieser Verpflichtungen wird auf weitere Angaben verzichtet. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich gemäß IAS 39 zum Ausgabebetrag. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen ausbezahltem und bei Endfälligkeit rückzahlbarem Betrag wird amortisiert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist bzw. nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz grundsätzlich nicht erfasst. zum Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen, die nach dem stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet und im Anhang angegeben werden. Umsatzerlöse Erlöse werden in erster Linie aus dem Einzelhandelsgeschäft erzielt. Die Realisierung der Erlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Abgabe der bestellten und fertigen Produkte an den Kunden. Daneben werden in den Segmenten Deutschland, Schweiz und Übrige in geringem Umfang Umsatzerlöse im Großhandel getätigt. V. Erläuterungen zum KonzernabschlussAktiva Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12.2010 scroll
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U = Umbuchung Z = Zuschreibung Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12.2009 scroll
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Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Firmenwerte, Sach- und Finanzanlagen sowie der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien ist im Einzelnen im vorstehenden Anlagespiegel dargestellt. Technische Anlagen und Maschinen werden ebenfalls in der Position Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte waren im Geschäfts- wie im Vorjahr nicht auszuweisen. Die im Anlagespiegel gezeigten Zugänge und Netto-Abgänge inklusive Umgliederungen stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar. Zu den Abschreibungen vergleiche Textziffer (30). scroll
(1) Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte enthalten insbesondere IT-Software, die über drei bis sieben Jahre linear abgeschrieben wird. Darüber hinaus beinhaltet diese Position Mietrechte, die über maximal 15 Jahre abgeschrieben werden. In den Zugängen auf immaterielle Vermögenswerte ist keine selbst erstellte Software enthalten. (2) Firmenwerte Enthalten sind Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung. Diese Firmenwerte werden für den Impairment-Test einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) zugeordnet. In den etablierten Märkten sind dies die einzelnen Verkaufsniederlassungen. In den Ländern, in denen noch keine hinreichende Flächendeckung mit Fielmann-Niederlassungen erreicht wurde, erfolgt der Impairment-Test auf der Ebene des gesamten Gebietes. signifikante Firmenwerte wurden dem Segment Deutschland (darunter die als einzelne CGU geführten Niederlassungen mit insgesamt Tsd. € 27.129 (Vorjahr: Tsd. € 27.410)), der Schweiz in Höhe von Tsd. € 5.316 (Vorjahr: Tsd. € 4.477) sowie den Niederlanden in Höhe von Tsd. € 3.546 (Vorjahr: Tsd. € 3.546) zugeordnet. Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen in geringem Umfang (Vorjahr: keine) zur Optimierung des Niederlassungsnetzes an Standorten mit mehreren Geschäften vorgenommen. Die Änderungen des Konzernwertes resultieren aus der währungsbedingten Umrechnung der Firmenwerte in der Schweiz. (3) Sachanlagen/Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die Buchwerte der Sachanlagen einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verteilen sich zum 31. 12. 2010 auf die Segmente wie folgt: scroll
Beschränkungen der Verfügungsrechte ergeben sich bezüglich Immobilien und anderen Sachanlagen der Fielmann Akademie in Höhe von Tsd. € 19.113 (Vorjahr: Tsd. € 19.772) aufgrund der Gemeinnützigkeit und des Denkmalschutzes. Auf Immobilien wurde wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Zugänge in den Sachanlagen resultieren unter anderem aus der Expansion des Konzerns (Tsd. € 3.601, Vorjahr: Tsd. € 9.443) und im Geschäftsjahr erworbenen Immobilien in Höhe von Tsd. € 3.464 (Vorjahr: Tsd. € 1.818). Hierbei handelt es sich um zwei Gebäude, in denen je eine Niederlassung betrieben wird, und um ein Gebäude am Standort Plön. Die Zurechnung zu der Gruppe der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien erfolgt für Objekte, die von keiner Gesellschaft des Konzerns genutzt werden. Diese Immobilien werden nach IAS 40 als Finanzinvestitionen eingestuft und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der mit einem Ertragswertverfahren ohne Gutachter ermittelte Wert beläuft sich auf Tsd. € 14.731 (Vorjahr: Tsd. € 15.378). Die entsprechenden Mieteinnahmen im Berichtszeitraum betragen Tsd. € 982 (Vorjahr: Tsd. € 1.025). Dem gegenüber stehen direkt zurechenbare Aufwendungen in Höhe von Tsd. € 643 (Vorjahr: Tsd. € 597). Außerplanmäßige Abschreibungen für diese Immobilien wurden im Berichtszeitraum wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Bei zwei Immobilien wurden nach außerplanmäßigen Abschreibungen in Vorjahren Wertaufholungen in Höhe von Tsd. € 1.542 aufgrund einer zu erwartenden nachhaltigen Vermietung gebucht. Im Geschäftsjahr wurden öffentliche Zuschüsse für Investitionen in Sachanlagen von Tsd. € 1.175 (Vorjahr: Tsd. € 407) bezogen und von den Anschaffungskosten abgesetzt. (4) Finanzanlagen (24) Bei den Finanzanlagen, die Ausleihungen beinhalten, wird eine Rückzahlung innerhalb der nächsten 12 Monate in Höhe von Tsd. € 377 (Vorjahr: Tsd. € 553) erwartet. (5) Latente Steueransprüche/Langfristige Steueransprüche Latente Steueransprüche sind in Höhe von Tsd. € 18.083 (Vorjahr: Tsd. € 17.769) aktiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (38) des Anhangs verwiesen. Aus dem bis zum Jahr 2001 gültigen Körperschaftsteuer-Anrechnungsverfahren bestand zum 31.12.2006 ein noch nicht genutztes Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von Tsd. € 3.609. Mit der Körperschaftsteuerveranlagung 2006 vom 6.4.2010 wurden die anteiligen Auszahlungen für die Jahre 2007 bis 2009 in Höhe von Tsd. € 1.082 vorgenommen. Der abgezinste verbleibende Anspruch zum 31.12.2006 wird weiterhin jährlich mit 4,1 Prozent aufgezinst und in Höhe von Tsd. € 2.159 zum 31. 12. 2010 aktiviert. Die aus der Aufzinsung in 2010 resultierenden zinsen in Höhe von Tsd. € 127 werden unter den steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. (6) Sonstige finanzielle Vermögenswerte (24) Es handelt sich bei den sonstigen Vermögenswerten vor allem um bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere. Von den langfristigen Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Form von Darlehen wird innerhalb der nächsten 12 Monate eine Tilgung in Höhe von Tsd. € 134 (Vorjahr: Tsd. € 110) erwartet.
(24)
Weitere Angaben siehe Textziffer (24) (7) Vorräte scroll
Die Vorräte betreffen überwiegend Handelswaren für Brillenoptik, Sonnenbrillen, Contactlinsen, Akustik sowie sonstige Handelswaren. unfertige Erzeugnisse betreffen hauptsächlich Brillenaufträge der Niederlassungen. Der Gesamtbetrag aller Wertberichtigungen auf Vorräte beträgt Tsd. € 8.974 (Vorjahr: Tsd. € 9.014) und wurde vollständig im Materialaufwand erfasst. (8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen scroll
Vertragliche Pfand-, Sicherungs- und Aufrechnungsrechte für Forderungen bestehen nicht. Abweichende Zeitwerte ergeben sich nicht. Die aufgeführten Vermögenswerte werden überwiegend nicht verzinst und unterliegen somit keinem Zinsrisiko. Wertberichtigungen auf Kundenforderungen in den Niederlassungen sind in Höhe von Tsd. € 1.864 (Vorjahr: Tsd. € 1.288) gebildet. Das Kreditausfallrisiko hinsichtlich der sonstigen Forderungen wird als gering eingeschätzt. (9) Steueransprüche Die Steueransprüche in Höhe von Tsd. € 10.442 (Vorjahr: Tsd. € 10.280) resultieren einerseits aus anrechenbaren Steuerbeträgen (Kapitalertragsteuern aus bezogenen Ausschüttungen) und andererseits aus Gewerbe- und Körperschaftsteuervorauszahlungen von 277 Gesellschaften (Vorjahr: 262 Gesellschaften). (10) Rechnungsabgrenzungen Die Rechnungsabgrenzungen betreffen hauptsächlich Vorauszahlungen für Miete, Mietnebenkosten und Sozialabgaben. (11) Finanzielle Vermögenswerte Der Bestand an eigenen Anteilen in der Fielmann Aktiengesellschaft von 2.505 Stück (Vorjahr: 6.420) mit einem Buchwert zum 31.12.2010 von Tsd. € 158 (Vorjahr: Tsd. € 330) wurde gemäß IAS 32.33 von den Zahlungsmitteln und Äquivalenten sowie dem Eigenkapital abgesetzt. Die Fielmann-Aktien wurden i. s. d. § 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG erworben, um sie den Mitarbeitern der Fielmann Aktiengesellschaft oder ihr verbundenen unternehmen als Belegschaftsaktien anbieten oder im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen verwenden zu können. zu den finanziellen Vermögenswerten als Teil des Finanzvermögens wird auf die Tabelle in Textziffer (40) verwiesen. (12) Zahlungsmittel und Äquivalente (24) Enthalten sind liquide Mittel und bis zur Endfälligkeit gehaltene Papiere mit einer Restlaufzeit zum Anschaffungszeitpunkt von bis zu drei Monaten. Aufgrund der geltenden Anlagerichtlinie und der Markteinschätzung wird das Ausfallrisiko als gering eingeschätzt. Passiva (13) Gezeichnetes Kapital/Genehmigtes Kapital Das gezeichnete Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt zum 31.12.2010 Tsd. € 54.600. Dieses ist seit dem von der Hauptversammlung am 6.7.2006 beschlossenen und am 9.8.2006 vorgenommenen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 eingeteilt in 42 Millionen Stammaktien, jeweils ohne Nennwert. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Alle Aktien gewähren gleiche Stimmrechte sowie Rechte am Gewinn und Vermögen der Fielmann Aktiengesellschaft. zu eigenen Anteilen vergleiche Textziffer (11). Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 5.7.2011 das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Aktien, gegen Bareinlage und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um Tsd. € 25.000 zu erhöhen. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Die Gewährleistung der finanziellen Stabilität und Flexibilität des Fielmann-Konzerns durch eine nachhaltige Sicherung der bilanziellen Eigenkapitalbasis ist das grundsätzliche Ziel unseres Kapitalmanagements. Darüber hinaus steuert der Konzern sein Kapital mit dem Ziel, eine angemessene Eigenkapitalrendite zu erzielen und die Aktionäre am Erfolg des Konzerns teilhaben zu lassen. Die Fielmann Aktiengesellschaft sowie die in den Konzernabschluss einbezogenen Kapitalgesellschaften unterliegen den Mindestkapitalanforderungen des deutschen Aktien- und GmbH-Rechts sowie den entsprechenden Bestimmungen nach Landesrecht und Gesellschaftsform. Weitere branchenspezifische Mindestkapitalanforderungen bestehen nicht. Die im Konzern vorhandene Liquidität wird täglich zentral geprüft und gesteuert. (14) Kapitalrücklage Ausgewiesen wird ausschließlich das Agio aus der Kapitalerhöhung der Fielmann Aktiengesellschaft in 1994 nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. (15) Gewinnrücklagen In den Gewinnrücklagen sind die nicht ausgeschütteten Gewinne aus Vorjahren und dem Geschäftsjahr, der Währungsausgleichsposten, die Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren gemäß IAS 39.55 und die Gewinne und Kursvorteile bei der Abgabe eigener Aktien an Mitarbeiter gemäß IFRS 2 enthalten. scroll
(16) Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn in einer Höhe von Tsd. € 100.800 berechnet sich aus dem Jahresüberschuss (Tsd. € 120.832) zuzüglich des Konzerngewinnvortrags (Tsd. € 56) abzüglich Anteile Dritter (Tsd. € 3.044) und abzüglich Veränderung der Gewinnrücklagen (Tsd. € 17.044). (17) Anteile Dritter In den Anteilen Dritter werden die Anteile anderer Gesellschafter an Kapitalgesellschaften des Konzerns ausgewiesen. Die Anteile anderer Gesellschafter an Personengesellschaften werden nur insoweit ausgewiesen, als Anteile an Verlusten vorhanden sind. Die Anteile Dritter an positivem Eigenkapital von Personengesellschaften wurden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe auch Textziffer (22), (24) und (39)). (18) Langfristige Rückstellungen Die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Pensionsrückstellungen resultieren überwiegend aus unverfallbaren Pensionszusagen der Fielmann Aktiengesellschaft (Tsd. € 1.999). Der Buchwert basiert auf einem aktuellen Gutachten zum 31.12.2010. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Den Rückstellungen stehen Rückdeckungsguthaben in Höhe von Tsd. € 661 (Vorjahr: Tsd. € 644) gegenüber. In der Veränderung der Rückstellung ist ein Aufzinsungseffekt von Tsd. € 95 enthalten. Aufgrund der im Verhältnis sehr geringen Höhe dieser Rückstellung wird auf weitergehende Angaben verzichtet. Jubiläumsrückstellungen werden für 10-, 25- und 35-jährige Jubiläen unter Berücksichtigung von tatsächlichen Fluktuationswerten der Vergangenheit gebildet. Die Abzinsung erfolgt mit einem Zinssatz für festverzinsliche Wertpapiere für den Zeitraum der durchschnittlichen Restlaufzeit bis zur Erreichung des jeweiligen Jubiläums. Eine Realisierung dieser Rückstellungen in den nächsten 12 Monaten wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 153 erfolgen. Wesentliche Effekte aus der Änderung von Zinssätzen ergaben sich nicht, die durch Zeitablauf sich ergebende Erhöhung des abgezinsten Betrages beträgt Tsd. € 44. Die Erfüllungszeitpunkte für Rückbauverpflichtungen aus Mietverträgen sind als langfristig anzusehen. Eintretende Risiken innerhalb der nächsten 12 Monate sind nicht zu erkennen. In der weit überwiegenden Zahl der Mietverträge stehen den Gesellschaften des Fielmann-Konzerns eine oder mehrere Verlängerungsoptionen zur Verfügung. Für die Abzinsung der unter Berücksichtigung einer Inflationsrate von 1,2 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) berechneten Erfüllungsbeträge auf den Stichtag wurde der Fremdkapitalkostensatz vor steuern aus der WACC-Berechnung verwendet. Die Verpflichtung wurde im Vorjahr mit einem Vergleichszinssatz öffentlicher Anleihen entsprechender Laufzeit von 3,67 Prozent abgezinst. Die abgezinsten Erfüllungsbeträge werden in die Anschaffungskosten der Mietereinbauten des Anlagevermögens einbezogen und planmäßig über die Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Die Änderung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 684 resultiert vorwiegend aus Zinssatzänderungen. (19) Langfristige Finanzverbindlichkeiten (24) Die langfristigen Finanz- und anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den langfristigen Verbindlichkeiten enthaltene Tilgungsanteile der nächsten 12 Monate sind unter Textziffer (22) ausgewiesen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen außerhalb des Konzernkreises gibt es nicht, da derartige Gesellschaftsbeziehungen nicht existent sind. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ausschließlich festverzinslich mit fester Laufzeit und sind überwiegend zur Finanzierung von Immobilien abgeschlossen worden. Ein wesentliches Zinsrisiko ist aufgrund der geringen Verschuldung nicht erkennbar. (20) Latente Steuerverbindlichkeiten Latente Steuerverbindlichkeiten sind in Höhe von Tsd. € 4.814 (Vorjahr: Tsd. € 3.057) passiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (38) des Anhangs verwiesen. (21) Kurzfristige Rückstellungen Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Personalrückstellungen werden insbesondere für Verpflichtungen aus Sonderzahlungen und Tantiemen gebildet, die Realisierung erfolgt im ersten Halbjahr des folgenden Geschäftsjahres. Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen hauptsächlich Garantierisiken. Darin enthalten sind neben den Material- auch Personalaufwendungen für Abwicklungsleistungen. Die Risiken realisieren sich überwiegend innerhalb von 12 Monaten, maximal innerhalb von drei Jahren. Die Annahmen zur Bewertung der Risiken werden durch ein Berichtswesen zu den Garantiefällen ständig verifiziert. Die übrigen Rückstellungen betreffen mögliche Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten, Kosten der rechtlichen und wirtschaftlichen Beratung sowie Prüfung. (22) Kurzfristige Finanz und andere Verbindlichkeiten (24) Die kurzfristigen Finanz- und anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Aufgrund der geringen Verschuldung sind keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern durch Zinsschwankungen in Bezug auf den Zinsaufwand zu erwarten. Die Laufzeit dieser Verbindlichkeiten beträgt bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber außen stehenden Gesellschaftern, die in den Einzelabschlüssen Eigenkapitalcharakter haben und nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind (siehe auch Textziffern (17), (24) und (39)). Aus der Neubewertung dieser Anteile ergaben sich im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von Tsd. € 221 (Vorjahr: Tsd. € 420) und Erträge in Höhe von Tsd. € 3.118 (Vorjahr: Tsd. € 3.494). (23) Steuerschulden Die Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuern (Fielmann Aktiengesellschaft, Rathenower Optische Werke GmbH, Vertriebsgesellschaften in der Schweiz) sowie Gewerbesteuern. Die Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus Umsatz- und Lohnsteuer. (24) Finanzinstrumente Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt in allen Kategorien zum Wert am Erfüllungstag. Die Einteilung in Bewertungsklassen nach IFRS 7 erfolgte anhand der wirtschaftlichen Beschaffenheit und der Risikostruktur der jeweiligen Finanzinstrumente. Die Zeitwertermittlung erfolgt in jeder Klasse zu Börsenkursen bzw. über andere am Finanzmarkt verfügbare Daten. Eigene Bewertungsverfahren bzw. Verfahren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen, wurden nicht angewendet. Damit ergaben sich bei keinem Finanzinstrument wesentliche Unsicherheiten bei der Zeitwertermittlung. Die Sensitivitätsanalysen zu den Finanzinstrumenten sind im Lagebericht (Chancen- und Risikomanagement) dargestellt. Bis zur Endfälligkeit oder zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere wurden in die entsprechende Kategorie eingestuft. Die verbleibenden Wertpapiere fallen in die Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“. Im Geschäftsjahr waren in dieser Kategorie keine Finanzinstrumente bilanziert. Bewertungsklassen nach IFRS 7scroll
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Die Erklärung der Abkürzungen finden sie auf Seite 73. Ergebnisse nach Bewertungskategorienscroll
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IFRS 7.20. (a), vorübergehende Wertminderungen Legende für die Abkürzungen der Bewertungskategorien scroll
Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung ergeben sich als Differenz zwischen Börsenkurs und Buchwert. Wertminderungen werden nach Maßgabe des Börsenkurses, bei Forderungen bei drohenden zahlungsausfällen berücksichtigt. zinsen und Dividenden werden gemäß den entsprechenden Zahlungen unter Berücksichtigung von Periodenabgrenzungen erfasst. Wertminderungsaufwendungen von Finanzinstrumenten, die nicht im Zinsergebnis enthalten sind, werden in der GuV-Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“, entsprechende Erträge in der Position „sonstige betriebliche Erträge“ gezeigt. Die Wertberichtigungen für Finanzinstrumente werden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen durch Wertberichtigungskonten offen abgesetzt. Diese entwickelten sich wie folgt: scroll
Aufgrund des risikoarmen Forderungsbestandes wird für die insgesamt unwesentlichen Wertberichtigungen auf weitere Detailangaben zu Ermittlung und Analysen bei wertberichtigten Finanzinstrumenten verzichtet. Ausleihungen Bei den Ausleihungen im Bereich der Finanzanlagen in Höhe von Tsd. € 1.211 (Vorjahr: Tsd. € 1.023) handelt es sich im Wesentlichen um Darlehen an Gesellschafter von konsolidierten Gesellschaften zur Finanzierung der Gesellschaftereinlagen oder der Ladeneinrichtung. Der zeitwert entspricht dem Rückzahlungsbetrag. In den Minderungsaufwendungen sind Erträge aus Zuschreibungen in Höhe von Tsd. € 374 enthalten. Für diese Darlehen wurden Zinserträge in Höhe von Tsd. € 78 (Vorjahr: Tsd. € 75) bilanziert. Mit Tsd. € 22.629 (Vorjahr: Tsd. € 20.000) beinhaltet die Bilanzposition der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte eine unternehmensanleihe und zwei Zinsfloater (Schuldverschreibung, deren Basisverzinsung sich am Geldmarkt orientiert), für die Zinsen in Höhe von Tsd. € 361 (Vorjahr: Tsd. € 65) vereinnahmt wurden. In Höhe von Tsd. € 380 (Vorjahr: Tsd. € 545) liegen langfristige Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Form von Darlehen vor. Der zeitwert entspricht jeweils dem Rückzahlungsbetrag. In den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Tsd. € 67.390 (Vorjahr: Tsd. € 65.079) sind Festgelder in Höhe von Tsd. € 20.152, Zinsfloater in Höhe von Tsd. € 43.039 und unternehmensanleihen in Höhe von Tsd. € 4.199 enthalten. Es wurden zinsen in Höhe von Tsd. € 903 (Vorjahr: Tsd. € 2.317) erfasst. Der Zeitwert entspricht dem Börsenkurs. Im Bereich der Zahlungsmittel und Äquivalente werden im Berichtsjahr Festgelder in Höhe von Tsd. € 81.121 (Vorjahr: Zinsfloater, Festgelder und unternehmensanleihen in Höhe von Tsd. € 60.495) ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Im Zinsergebnis sind für diese Position Erträge in Höhe von Tsd. € 500 (Vorjahr: Tsd. € 784) enthalten. Rückdeckungsversicherung Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionen und Altersteilzeit sind in Höhe von Tsd. € 518 (Vorjahr: Tsd. € 715) in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten bilanziert. VermögensverwaltungsDepots Unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ist ein durch einen externen Verwalter betreutes Depot in der Schweiz in Höhe von Tsd. € 6.585 (Vorjahr: Tsd. € 6.231) bilanziert, in dem sich überwiegend Aktien und Anleihen befinden. Die Anlagenpolitik basiert auf einer schriftlich mit dem Depotverwalter fixierten Strategie. Die Bilanzierung der dort befindlichen Wertpapiere erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Verluste im Berichtszeitraum von Tsd. € 664 (Vorjahr: Gewinne Tsd. € 543) wurden ergebniswirksam gebucht. Diesen standen entsprechende couponerträge gegenüber. Die folgende Hierarchie wird verwendet, um den zeitwert von Finanzinstrumenten zu bestimmen: Stufe 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten, Stufe 2: Vergleichspreise oder aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitete Preise, Stufe 3: Nicht aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitete Bewertungen. Die im Konzern zum zeitwert bewerteten Finanzinstrumente fallen unter die Hierarchiestufe 1. Liquide Mittel Liquide Mittel bestehen in Höhe von Tsd. € 51.885 (Vorjahr: Tsd. € 51.403), davon Tsd. € 50.239 (Vorjahr: Tsd. € 49.981) Bankguthaben, deren zeitwert dem Einlagebetrag entspricht. Es wurden zinsen in Höhe von Tsd. € 134 (Vorjahr: Tsd. € 460) vereinnahmt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Es bestehen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Tsd. € 2.372 (Vorjahr: Tsd. € 2.552), die durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte in Höhe von Tsd. € 3.714 (Vorjahr: Tsd. € 3.453) gesichert sind. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in Höhe von Tsd. € 286 (Vorjahr: Tsd. € 339) ausgewiesen. Die Zeitwerte entsprechen den Rückzahlungsbeträgen. Erhaltene Darlehen In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind in Höhe von Tsd. € 1.404 (Vorjahr: Tsd. € 1.449) Verträge über vermögenswirksame Leistungen (festverzinsliche Mitarbeiterbeteiligungen) mit einer Restlaufzeit über zwölf Monaten enthalten. In Höhe von Tsd. € 1.081 (Vorjahr: Tsd. € 814) wurden überwiegend Gesellschafterdarlehen an Konzerngesellschaften bilanziert. Die Zeitwerte entsprechen den Rückzahlungsbeträgen. Eigenkapitalinstrumente In den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind Kapitalanteile Dritter in Höhe von Tsd. € 1.726 (Vorjahr: Tsd. € 1.732) enthalten, die nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind (siehe auch Textziffer (17), (22) und (39)). Weitere Informationen zum Management sowie den Risiken und Chancen der Finanzinstrumente sind im Kapitel „Finanzwirtschaftliche Risiken“ des Lageberichts aufgeführt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten Eine Analyse der Fälligkeitstermine wesentlicher finanzieller Verbindlichkeiten steht nicht im Fokus des Konzerns, da ausreichende liquide Mittel ständig vorhanden sind. (25) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Leasingverhältnisse Die Fielmann Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Garantien für Bankverbindlichkeiten übernommen. Der Fielmann-Konzern tritt im Rahmen von Operating Leasingverhältnissen als Leasingnehmer von Fahrzeugen auf. Dabei werden die Leasingraten als Aufwand erfasst. Zum Stichtag besteht aus Leasinggeschäften für Kfz und Geräte im Fielmann-Konzern ein Restobligo von Tsd. € 3.239 (Vorjahr: Tsd. € 3.501), davon Tsd. € 670 (Vorjahr: Tsd. € 1.809) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, Tsd. € 2.569 (Vorjahr: Tsd. € 1.692) von über 1 bis zu 5 Jahren. Die Leasingzahlungen im Berichtszeitraum betrugen für diesen Bereich Tsd. € 604 (Vorjahr: Tsd. € 717). Die Leasingzahlungen für Mieten (im Wesentlichen für Geschäftsräume) stellen sich wie folgt dar: scroll
Eventualzahlungen betreffen zusätzliche Zahlungen aus Umsatzmietverträgen. Im Konzern werden Mietverträge über eine feste Laufzeit von in der Regel 10 Jahren mit überwiegend zwei Verlängerungsoptionen (je 5 Jahre) abgeschlossen. zusätzlich zu festen Mindestleasingzahlungen werden Vereinbarungen zu Index-, Umsatz- oder Staffelmieten abgeschlossen. Die Anzahl der Verträge mit solchen Vereinbarungen stellt sich 2010 wie folgt dar: scroll
Eventualzahlungen aus Mietverträgen wurden im Geschäftsjahr 2010 nicht vereinnahmt. Vermietungen sind nicht dem Kerngeschäft des Konzerns zuzuordnen. Überwiegend finden standardisierte Gewerbemietverträge (5 bis 10 Jahre Laufzeit) und unbefristete Wohnungsmietverträge Verwendung. Die Mieterträge des Geschäftsjahres betrugen Tsd. € 3.788 (Vorjahr: Tsd. € 3.850). Die Verpflichtungen aus den Mieten stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Angaben zu den zukünftigen Verpflichtungen berücksichtigen die vertraglich unkündbare Zeitperiode des Mietverhältnisses. Der Fielmann-Konzern plant für das Geschäftsjahr 2011 Investitionen in höhe von Tsd. € 49.100, davon für Niederlassungseröffnungen Tsd. € 9.100 und für Ersatzinvestitionen in bestehenden Niederlassungen Tsd. € 18.700. Gewinn und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung des Fielmann-Konzerns ist nach der Gliederung für das Gesamtkostenverfahren erstellt. (26) Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen Die Umsatzerlöse des Fielmann-Konzerns verteilen sich wie folgt: scroll
(27) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie Erträge aus Untervermietung aus. Die Erträge aus Währungsdifferenzen betragen Tsd. € 3.637 (Vorjahr: Tsd. € 468). (28) Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Waren betreffen in erster Linie Brillenfassungen, Gläser, Contactlinsen und Pflegemittel nach Abzug von Skonti, Rabatten und anderen vergleichbaren Beträgen. (29) Personalaufwand scroll
Im Rahmen der in Deutschland gesetzlichen Leistungen zur Vermögensbildung (VWL) wurde den Mitarbeitern das Angebot unterbreitet, diese Leistungen in Form von Fielmann-Aktien anzulegen. Am 8. 10. 2010 wurden jedem Mitarbeiter sieben Aktien zum Preis von 70,20 € mit einer Ausübungsfrist bis zum 10. 11. 2010 angeboten. Diese Offerte wurde von 3.924 Mitarbeitern bis zum Laufzeitende des Angebots wahrgenommen. zum Bilanzstichtag gibt es damit wie im Vorjahr keine offenen Positionen zum Bezug von Aktien. Bei Annahme des Angebots betrug der durchschnittliche Börsenkurs 66,21 €. Im Konzern wurden gemäß IFRS 2 Tsd. € 1.928 als Aufwand für die vermögenswirksamen Leistungen in Aktien erfasst. Kursgewinne sowie Buchverluste aus dem Abgang eigener Aktien wurden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet (vgl. auch Textziffer (39)). Darüber hinaus erhielten im Geschäftsjahr Mitarbeiter in den Niederlassungen insgesamt 45.886 Aktien aus einem leistungsorientierten Prämienprogramm. Der Gesamtaufwand belief sich auf Tsd. € 5.348 (Vorjahr: Tsd. € 4.495). Mit diesem Programm werden insbesondere Elemente der Fielmann-Philosophie wie z. B. Kundenorientierung belohnt. Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstands unterteilen sich in fixe und variable, ergebnisabhängige Bestandteile sowie eine Pensionszusage. Den fixen Bezügen wurde die auf die Vorstände entfallende Prämie einer Gruppenunfallversicherung zugerechnet. Die variablen Bestandteile orientieren sich an dem Jahresüberschuss des Fielmann-Konzerns. Aktienoptionsprogramme sind nicht eingerichtet. Die Bezüge des Vorstands betragen in der Berichtsperiode Tsd. € 6.928 (Vorjahr: Tsd. € 6.430). Die fixen Bezüge belaufen sich in 2010 auf Tsd. € 2.286 (Vorjahr: Tsd. € 2.153). Davon erhielten Herr Fielmann Tsd. € 849 (Vorjahr: Tsd. € 849), Herr Schmid Tsd. € 512 (Vorjahr: Tsd. € 512), Herr Dr. Thies Tsd. € 460 (Vorjahr: Tsd. € 394) und Herr Zeiss Tsd. € 465 (Vorjahr: Tsd. € 398). Die variablen Bezüge betragen Tsd. € 4.642 (Vorjahr: Tsd. € 4.277). Davon erhielten Herr Fielmann Tsd. € 2.509 (Vorjahr: Tsd. € 2.376), Herr Schmid Tsd. € 878 (Vorjahr: Tsd. € 832), Herr Dr. Thies Tsd. € 627 (Vorjahr: Tsd. € 475) und Herr Zeiss Tsd. € 627 (Vorjahr: Tsd. € 594). Bei Herrn Dr. Thies und Herrn Zeiss entfällt von der erfolgsbezogenen Komponente auf die Förderung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung ein Betrag von jeweils Tsd. € 188 (Vorjahr: 0). Darüber hinaus ist Herrn Schmid eine Pensionszusage erteilt worden, die ihm ab Erreichen der Altersgrenze einen Anspruch in Höhe von 40 Prozent des letzten Bruttomonatsgehaltes garantiert. Die Zuführung zu der Pensionsrückstellung betrug Tsd. € 664 (Vorjahr: Tsd. € 80). Ferner wurde Herrn Schmid für den Fall der Nichtverlängerung seines Dienstvertrages aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen eine an der Dauer seiner Tätigkeit bemessenen Einmalzahlung zugesagt, begrenzt auf zwei Bruttojahresvergütungen. Die Unternehmensphilosophie, die strikte Kundenorientierung, spiegelt sich bei zwei in der Berichtsperiode angepassten Verträgen in der variablen Vorstandsvergütung wider. Grundsätzlich ist bei diesen Verträgen die Tantieme in zwei Teilbereiche gegliedert. Die Tantieme I richtet sich weiterhin ausschließlich nach dem Jahresergebnis und schreibt die bisherige Regelung mit einer Gewichtung von 70 Prozent fort. Die neue Tantieme II dient der Förderung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Diese Tantieme berechnet sich nach der Kundenzufriedenheit in Verbindung mit dem Jahresüberschuss, die über ein Zielsystem innerhalb von drei Jahren bewertet wird. Bei diesen Verträgen beträgt die Höchstgrenze der gesamten variablen Vergütung eines Vorstands 150 Prozent seiner festen Vergütung. (30) Abschreibungen scroll
In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Berichtszeitraum wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertberichtigungen enthalten. (31) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten der Verwaltung und Organisation, Werbeaufwendungen, Raumkosten sowie Aufwendungen für Weiterbildung und freiwillige soziale Leistungen. Der Aufwand aus Währungsdifferenzen beträgt Tsd. € 3.478 (Vorjahr: Tsd. € 1.138). Dem stehen Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 3.637 (Vorjahr: Tsd. € 1.468) gegenüber (siehe auch Textziffer (27)). (32) Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die Zinsaufwendungen setzen sich unter anderem aus Darlehenszinsen von Minderheitsgesellschaftern und in Vorjahren erworbener Gesellschaften sowie Zinseffekten aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen zusammen. (33) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ausgewiesen werden Gewerbe- und Körperschaftsteuern sowie äquivalente Landessteuern der einbezogenen Gesellschaften in Höhe von Tsd. € 48.516 (Vorjahr: Tsd. € 46.030), davon steuerertrag in Höhe von Tsd. € 63 (Vorjahr: Tsd. € 655) für periodenfremde steuern. Der ertragssteuerliche Aufwand der Einzelgesellschaften des Konzerns minderte sich durch Nutzung von Verlustvorträgen um Tsd. € 1.447 (Vorjahr: Tsd. € 563). Latenter steueraufwand im Konzern ist in Höhe von Tsd. € 918 (Vorjahr: Tsd. € 2.529) in dieser Position enthalten. Nähere Angaben finden sich in Textziffer (38) des Anhangs. (34) Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie entwickelte sich folgendermaßen: scroll
Die Anpassung des Ergebnisses je Aktie gemäß IAS 8 im Vorjahr beträgt +0,03 €. Verwässernde Effekte liegen nicht vor. (35) Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse Die Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn betragen Tsd. € 3.516 (Vorjahr: Tsd. € 3.692) und am Verlust Tsd. € 472 (Vorjahr: Tsd. € 431). Der Anteil Dritter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals offen ausgewiesen. (36) Entnahmen aus den Gewinnrücklagen Im Geschäftsjahr wie im Vorjahr wurden keine Gewinnrücklagen entnommen. (37) Einstellungen in die Gewinnrücklagen Es handelt sich um die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen des Konzerns (Tsd. € 17.044, Vorjahr: Tsd. € 28.074). (38) Latente Steuern Die aktiven latenten steuern auf Verlustvorträge verminderten sich im Berichtszeitraum durch entsprechende Jahresergebnisse um Tsd. € 693 (Vorjahr: Erhöhung um Tsd. € 1.467). Von den aktiven latenten steuern auf Verlustvorträge entfallen Beträge in Höhe von Tsd. € 2.379 (Vorjahr: Tsd. € 3.668) auf Gesellschaften, die sich aktuell in einer Verlustsituation befinden. Der Ansatz erfolgte aufgrund positiver Ertragsprognosen, die auch durch den Impairment-Test dieser Einheiten belegt sind. Auf Verlustvorträge in Höhe von Tsd. € 15.402 (Vorjahr: Tsd. € 11.570) wurden keine aktiven latenten steuerposten angesetzt, da eine Verrechnung nicht absehbar ist. Innerhalb der nächsten 12 Monate werden Verlustvorträge in Höhe von Tsd. € 28 wegen Zeitablauf verfallen. Des Weiteren sind aktive latente steuern auf temporäre Differenzen aus Einzelbilanzen, Einbringungsvorgängen im Konzern und der Zwischengewinneliminierung enthalten. Eine Realisierung von aktiven latenten Steuern im Verlauf der kommenden 12 Monate wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 249 erfolgen, bei passiven latenten Steuern ist eine Realisierung in Höhe von Tsd. € 50 zu erwarten. Im Berichtszeitraum erfolgten keine direkten Verrechnungen von Steuern mit dem Eigenkapital. Der latente Steueraufwand teilt sich wie folgt auf: scroll
Die latenten steuern sind den einzelnen Bilanzpositionen zuzurechnen: scroll
Die auf den sonderposten mit Rücklageanteil entfallenden latenten Steuern ergeben sich aus einem entsprechenden Posten mit steuerlicher Wirkung in den Einzelabschlüssen. scroll
Die Parameter für die Berechnung des für 2010 zu erwartenden Steuersatzes von 30,7 Prozent sind eine durchschnittliche Gewerbesteuer (14,9 Prozent aus durchschnittlichem Hebesatz von 425 Prozent), die Körperschaftsteuer (15,0 Prozent) und der Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent). Der durchschnittliche Hebesatz hat sich gegenüber 2009 nur unwesentlich entwickelt. Die Parameter sind daher gegenüber 2009 unverändert. Auf mögliche Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von Tsd. € 116.362 (Vorjahr: Tsd. € 94.098) besteht bei einer vereinfachten Bemessungsgrundlage von 5 Prozent eine Steuerlatenz in Höhe von Tsd. € 1.862 (Vorjahr: Tsd. € 1.506). (39) Entwicklung des Konzerneigenkapitals Vom Eigenkapital werden eigene Anteile in Höhe von Tsd. €158 (Vorjahr: Tsd. € 330) abgesetzt. Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen für Ausschüttungen an die Gesellschafter die anderen Gewinnrücklagen der Fielmann Aktiengesellschaft (31.12.2010: Tsd. € 149.701) und der Bilanzgewinn (31.12.2010: Tsd. € 100.800) der Fielmann Aktiengesellschaft zur Verfügung. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital unterliegt keinen Ausschüttungssperren. Die Ausschüttungen im Geschäftsjahr in Höhe von Tsd. € 83.944 (ohne Dividende für eigene Aktien) basierten auf einer Dividende von € 2,00 je Aktie. Die übrigen Veränderungen des Konzerneigenkapitals resultieren in erster Linie aus Währungsdifferenzen. Die Anteile Dritter am Eigenkapital werden, soweit sie positive Anteile Dritter an Personengesellschaften betreffen, gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Anteil Dritter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch im Eigenkapitalspiegel offen ausgewiesen (siehe auch Textziffern (17), (22), (24)). (40) Kapitalflussrechnung FielmannKonzern Der Finanzmittelfonds in Höhe von Tsd. € 133.006 (Vorjahr: Tsd. € 112.185) umfasst die liquiden Mittel (Tsd. € 51.885; Vorjahr: Tsd. € 51.403) und einen Teil der Festgelder. Diese werden im Finanzmittelfonds berücksichtigt, sofern sie eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben (Tsd. € 81.121; Vorjahr: Tsd. € 60.782). Bedeutende zahlungsunwirksame Investitionen oder Finanztransaktionen fanden im Berichtszeitraum nicht statt. Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der liquiden Mittel bestehen in Höhe von Tsd. € 22 (Vorjahr: Tsd. € 22) bezüglich der gemeinnützigen Fielmann Akademie GmbH aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Beschränkungen. scroll
Bezüglich der näheren Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Finanzvermögens wird auf Textziffer (24) verwiesen. (41) Segmentberichterstattung Entsprechend der regional gegliederten internen Berichtsstruktur wurde die Segmentierung nach geografischen Regionen vorgenommen, in denen die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns angeboten und erbracht werden. Neben den Segmenten Deutschland, Schweiz und Österreich sind die Regionen Luxemburg, Frankreich, Niederlande und Osteuropa im Segment Übrige zusammengefasst. Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns unterscheiden sich zwischen den Segmenten nicht. Die Umsatzerlöse mit anderen Segmenten des Segments Schweiz sanken, da die Geschäftsaktivitäten einer Schweizer Tochtergesellschaft in die Konzernzentrale überführt wurden. Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten unterliegen keiner gesonderten Bewertung, da es sich um handelsrechtliche Vorgänge zu marktgerechten Konditionen handelt. Segmentergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind die Vorsteuerergebnisse, bereinigt um die Beteiligungsergebnisse, die im Konzern von untergeordneter Bedeutung sind. Wegen der intensiven Binnenverflechtung wird das segmentvermögen mit seinem Anteil an dem konsolidierten Konzernwert angegeben. Ein Überleitungswert entsteht somit nicht. Durch die Deckung der Segmente mit den gesellschaftsrechtlichen Strukturen des Konzerns und der Verwendung der Ergebnisgrößen nach IFRS stellen die Überleitungswerte lediglich die konzerninterne Verrechnung dar. Eine Aufteilung der Konzernumsätze in Produktgruppen erfolgte nicht, da die Augenoptik mit deutlich über 95 Prozent zum Umsatz beiträgt. (42) Änderungen gemäß IAS 8.41 ff. Auf den bisherigen Ausweis der Lieferantenzuschüsse als sonstige betriebliche Erträge, die den Aufwendungen z. B. für Logistik, Schulung und Werbung zuzuordnen sind, wurde aufgrund der Festsstellung der DPR verzichtet. Auf Basis dieser Feststellung war für die erhaltenen Lieferantenzuschüsse eine Umgliederung vorzunehmen. Die Einkaufsminderungen betrafen neben der Reduzierung des Wareneinsatzes insbesondere den Bestand an Vorräten. Gegenläufig war die Reduzierung der Wertberichtigung aufgrund von Reichweiten, die ebenfalls den Bestand betrafen. Auf Basis eines geminderten Wareneinsatzes im Konzern änderte sich auch der das Material betreffende Teil der Garantierückstellungen. Im geringeren Umfang zentral vereinnahmte Zuschüsse für Maschinen (insbes. Schleifautomaten) und Einrichtungen wirkten sich bei Umgliederung auf das Anlagevermögen und die Abschreibungen aus. Die Veränderung der Bilanzpositionen sowie der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar: scroll
VI. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen (IAS 24)Herr Günther Fielmann als Vorstandsvorsitzender der Fielmann Aktiengesellschaft gilt als nahe stehende Person, da er die Mehrheit der Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar hält bzw. kontrolliert. Neben den Bezügen für seine Tätigkeit als Vorstand (vgl. Textziffer (29)) und der Zahlung der Dividende für die von ihm gehaltenen Aktien sind außer den im Folgenden dargestellten keine weiteren Zahlungen an Herrn Günther Fielmann direkt geleistet worden. Darüber hinaus ist Herr Günther Fielmann an den folgenden Gesellschaften beteiligt, die aus Sicht der Fielmann Aktiengesellschaft als nahe stehende unternehmen einzustufen sind:
Die Fielmann Aktiengesellschaft und ihre Konzerngesellschaften haben im Geschäftsjahr 2010 und dem Vorjahr Lieferungen und Dienstleistungen bezogen und erbracht sowie Räumlichkeiten angemietet und vermietet. Bei der Nutzung von Flächen durch Konzerngesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um 23 Niederlassungen. Die entsprechenden Kauf- oder Mietverträge wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. sämtliche Leistungsbeziehungen wurden im Rahmen der üblichen Zahlungsziele (in der Regel 30 Tage) beglichen. Geschäftsvorfälle von Herrn Günther Fielmann und nahe stehenden Gesellschaften mit der Fielmann Aktiengesellschaft und Konzernunternehmen scroll
Geschäftsvorfälle der Fielmann Aktiengesellschaft und Konzernunternehmen mit Herrn Günther Fielmann und nahe stehenden Gesellschaften scroll
VII. Sonstige AngabenMitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt: scroll
Honoraraufwand für den Abschlussprüfer Der Honoraraufwand für den Abschlussprüfer stellt sich wie folgt dar: scroll
Deutscher Corporate Governance Kodex Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist im Internet unter www.fielmann.com abzurufen. Der Vergütungsbericht, Bestandteil der Entsprechenserklärung, ist darüber hinaus im Lagebericht vollständig abgedruckt. Angaben zu den Organen der Gesellschaftscroll
Der Aufwand für Aufsichtsratsvergütungen für 2010 betrug unter Berücksichtigung des Änderungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 8.7.2010 Tsd. € 337 (Vorjahr: Tsd. € 185).
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Mitglied des Aufsichtsrats bis 8.7.2010 Die Aufsichtsratsmitglieder sind in folgenden weiteren Kontrollgremien tätig:
Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis zum 31.12.2010Fielmann AG, HamburgDer Anteil am Kapital bezieht sich auf unmittelbare und mittelbare Beteiligungen der Fielmann Aktiengesellschaft. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten inländischen Tochtergesellschaften haben gemäß § 264 Abs. 3 HGB für Kapitalgesellschaften bzw. gemäß §§ 264a, 264b HGB für Personenhandelsgesellschaften geltenden Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihres Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts.
Aufstellung sämtlicher Beteiligungen der Fielmann AG gem. § 313 (2) HGB
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diese Gesellschaft verzichtet auf die Erstellung eines Lageberichts gemäß § 264 Abs.
3 HGB GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Fielmann Aktiengesellschaft in Höhe von Tsd. € 100.800 wie folgt zu verwenden: scroll
Versicherung des VorstandsWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Fielmann Aktiengesellschaft der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Fielmann Aktiengesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Fielmann Aktiengesellschaft beschrieben sind.
Hamburg, den 17. 3. 2011 Fielmann Aktiengesellschaft Der Vorstand Günther Fielmann Günter Schmid Dr. Stefan Thies Georg Alexander Zeiss Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Fielmann Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der Eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 18. 3. 2011 Susat & Partner OHG Dr. Roser, Wirtschaftsprüfer Deike, Wirtschaftsprüferin |
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