Fielmann Aktiengesellschaft

Hamburg

Konzernabschluss per 31.12.2021

GESCHÄFTSBERICHT 2021

50 JAHRE FIELMANN

Die Fielmann-Gruppe ist ein börsennotiertes Familienunternehmen mit Sitz in Hamburg. Über unser Omnichannel-Geschäftsmodell mit digitalen Vertriebskanälen und mehr als 900 Niederlassungen versorgen wir unsere 27 Millionen Kunden in 16 europäischen Ländern mit Brillen, Kontaktlinsen und Hörsystemen.

Kennzahlen

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2021 2020 20192 2018 2017
Umsatz Mio. €
Außenumsatz 1 inkl. MwSt. 1.938,9 1.630,1 1.764,6 1.650,7 1.606,2
Veränderung % 18,9 -7,6 6,9 2,8 3,6
Konzernumsatz exkl. MwSt. 1.678,2 1.428,9 1.520,7 1.428,0 1.386,0
Veränderung % 17,4 -6,0 6,5 3,0 3,6
Absatz Brillen Tsd. 8.291 7.264 8.277 8.154 8.113
Veränderung % 14,1 -12,2 1,5 0,5 1,5
EBITDA Mio. € 396,1 336,7 384,7 295,9 291,3
Veränderung % 17,6 -12,5 30,0 1,6 3,4
Gewinn vor Steuern (EBT) Mio. € 209,7 175,5 253,8 250,9 248,6
Veränderung % 19,5 -30,9 1,2 0,9 3,0
Gewinn nach Steuern Mio. € 144,6 120,8 177,3 173,6 172,9
Veränderung % 19,7 -31,9 2,1 0,4 1,0
Cashflow aus
betrieblicher Tätigkeit Mio. € 346,7 278,5 301,8 193,0 287,1
Veränderung % 24,5 -7,7 56,4 -32,8 31,0
Finanzvermögen Mio. € 277,9 241,4 267,6 312,3 350,1
Veränderung % 15,1 -9,8 -4,3 -0,8 -4,9
Eigenkapitalquote Konzern % 50,3 50,1 53,2 75,1 75,1
Investitionen Mio. € 89,2 350,6 116,6 82,1 68,8
Veränderung % -74,6 200,7 42,0 19,3 38,7
Anzahl Niederlassungen 913 870 776 736 723
Mitarbeiter zum 31.12. 22.028 21.853 20.397 19.379 18.522
davon Auszubildende 4.374 4.516 4.268 3.853 3.417
Kennzahlen je Aktie
Ergebnis 1,63 1,39 2,05 2,01 2,00
Cashflow 4,13 3,32 3,59 2,30 3,42
Dividende 1,50 1,20 - 1,90 1,85

1 Umsatz inkl. MwSt./​Bestandsveränderung
2 Erstmalige Anwendung des IFRS 16

Finanzkalender

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Bericht 1. Quartal 28. April 2022
Hauptversammlung 14. Juli 2022
Halbjahresbericht 25. August 2022
Analystenkonferenz 26. August 2022
Bericht 3. Quartal 10. November 2022
Vorläufige Zahlen 2022 Februar 2023
Bloomberg-Kürzel FIE
Reuters-Kürzel FIEG.DE
Wertpapierkennnummer/​ISIN DE0005772206

Der Bericht wird auf Deutsch und Englisch veröffentlicht. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir überwiegend die männliche Form. Männer, Frauen und Personen anderer geschlechtlicher Identitäten sind dabei grundsätzlich in gleicher Weise gemeint und angesprochen. Auf Wunsch übersenden wir Ihnen gerne den Jahresabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft.

Vorwort

Sehr geehrte Aktionäre und Freunde des Unternehmens,

dank der Treue unserer 27 Millionen Kunden und des Einsatzes unserer Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit ist die Fielmann-Gruppe im Jahr 2021 in allen relevanten Märkten stark gewachsen.

Der Außenumsatz (inklusive Mehrwertsteuer) erhöhte sich um 18,9 Prozent auf 1,94 Milliarden € und der Konzernumsatz legte um 17,4 Prozent auf 1,68 Milliarden € zu. Das Vorsteuerergebnis lag bei 209,7 Millionen €, ein Anstieg von 19,5 Prozent gegenüber 2020.

Marc Fielmann, Vorstandsvorsitzender

Diese positive Entwicklung inmitten einer andauernden globalen Pandemie ist eine Bestätigung unserer Vision 2025. Sie zeichnet den Weg vor, wie wir unsere kundenorientierte Philosophie in Zukunft leben wollen - in einer Gesellschaft, die zunehmend von Technologie und Globalisierung geprägt ist. Unsere Vision war 2019 der Auftakt für die Transformation unseres Familienunternehmens, jährlich investieren wir seitdem 100 Millionen € in die Digitalisierung und Internationalisierung der Fielmann-Gruppe.

Bis zum Jahr 2025 wollen wir unsere Kundenbasis von 27 Millionen auf 35 Millionen Kunden erweitern. Grundlage dafür sind eine gleichbleibend hohe Kundenzufriedenheit und Wiederkaufraten von mehr als 90 Prozent in allen relevanten Märkten. Im Jahr 2025 streben wir an, mehr als 12 Millionen Brillen abzugeben, einen Außenumsatz von mehr als 2,3 Milliarden € zu generieren und eine Vorsteuermarge von 16 Prozent zu erzielen.

Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die Fielmann-Gruppe nicht nur eine starke Erholung, sondern auch einen deutlich über dem Vorkrisenniveau 2019 liegenden Umsatz, der - trotz der Pandemie - weitgehend dem Wachstumspfad der Vision 2025 entspricht.

"Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die Fielmann-Gruppe nicht nur eine starke Erholung, sondern auch einen deutlich über dem Vorkrisenniveau 2019 liegenden Umsatz."

In unseren Kernmärkten (Deutschland, Österreich und Schweiz) wuchs unser Umsatz im Jahr 2021 um 10,2 Prozent auf 1,73 Milliarden €. Unser organisches Wachstum wurde durch unsere digitalen Vertriebskanäle sowie die Renovierung und Vergrößerung von 38 bestehenden Niederlassungen befördert. Bauliche Maßnahmen führen in unseren Kernmärkten häufig zu zweistelligen Umsatzzuwächsen. Beispielsweise feierten wir im Jahr 2021 die Wiedereröffnung unseres Flagship-Stores in der Mariahilfer Straße in Wien. Dieser Standort allein soll langfristig einen Omnichannel-Umsatz von 10 Millionen Euro erzielen. Wir profitieren zudem von einem steigenden Grad an Fehlsichtigkeit - immer mehr Jugendliche benötigen Brillen. Außerdem führt der demografische Wandel dazu, dass die Zahl der Menschen steigt, die Lesebrillen oder Gleitsichtbrillen benötigen, und dass unser Hörakustikbereich stetig wächst.

In der Vergangenheit hat Fielmann die Branchenstandards bei Preisen, Qualität und Services immer wieder neu definiert. Dies mit einer Produktivität, die es zuvor nicht gab. Seit geraumer Zeit arbeiten wir daran, die ausgezeichneten Erfahrungen der Kunden in unseren Niederlassungen in ein unvergleichliches Omnichannel-Erlebnis umzuwandeln. Diese Herausforderung ist nicht für alle Produkte gleich: So lassen sich Kontaktlinsen beispielsweise ohne Qualitätseinbußen im Versand vertreiben. Bereits im Jahr 2016 haben wir ein Omnichannel-Geschäftsmodell entwickelt, mit dem wir unseren Mitbewerbern einen erheblichen Schritt voraus waren. 2021 bestellten unsere Kunden mehr als 1 Million Pakete - viele davon enthielten Kontaktlinsen.

"Im Berichtsjahr haben 22 Millionen Kunden der Fielmann-Gruppe unsere digitalen Services genutzt."

Korrektionsbrillen sind hingegen eine Produktkategorie, die Kunden vor allem in Niederlassungen kaufen. Insgesamt liegt hier der Umsatzanteil des reinen OnlineHandels in allen unseren relevanten Märkten im einstelligen Bereich. In Deutschland beträgt er weniger als 1 Prozent. Um unseren Kunden online dieselbe Qualität zu bieten, die sie von uns auch in unseren Niederlassungen erwarten können, investieren wir Millionenbeträge in die Entwicklung der optometrischen Messtechnologie für Smartphones. Bisher haben wir mehr als 15 Millionen € eingesetzt und unsere Forschung direkt und indirekt mit 25 Patenten geschützt. Im April 2021 haben wir unsere iOS-App vorgestellt, die zwei unserer Haupttechnologien vereint: die 3D-Anprobe und unsere unternehmenseigene Brillenglas-Zentrierungstechnologie. Über unsere App können immer mehr Kunden ihre Brillen virtuell anprobieren, sie individuell anpassen und kostenlos nach Hause liefern lassen. Diese App entwickeln wir kontinuierlich weiter, um die Refraktions- und optometrischen Zentrierdaten zu verbessern, die für die Fertigung einer Korrektionsbrille erforderlich sind. Wir arbeiten außerdem weiter daran, dass alle unsere Kunden unseren Online-Sehtest durchführen können. Während wir an dieser Spitzentechnologie arbeiten, die Fielmann-Qualität für unsere Kunden online ermöglicht, bieten wir bereits heute allen Kunden eine Lösung an - dank unseres Omnichannel-Geschäftsmodells.

Ein Omnichannel-Geschäftsmodell ist die nahtlose Verbindung von persönlicher Beratung und Online-Erlebnis. Bisher kaufen zwar nur wenige Kunden ihre Brillen online, aber die Mehrheit greift auf andere digitale Services zurück: Im Berichtsjahr haben 22 Millionen Kunden der Fielmann-Gruppe unsere digitalen Services genutzt, rund 11 Millionen Termine haben wir digital abgewickelt. Indem wir weiter in die Entwicklung und den Rollout unserer Omnichannel-Plattform investieren, definieren wir das Serviceniveau in unserer Branche neu.

Auch die Internationalisierung treibt die Fielmann-Gruppe voran: 2021 übertrafen unsere internationalen Märkte die Erwartungen und erzielten einen Nettoumsatz von 455 Millionen €, ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr (297 Millionen €) und 41 Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 (323 Millionen €). Wesentliche Wachstumschancen für unsere Gruppe bieten dabei insbesondere die Märkte in Ost-, Süd- und Westeuropa mit einem geringen Konsolidierungsgrad. Im Jahr 2021 haben wir in Polen und Tschechien neue digitale Vertriebskanäle eingeführt und europaweit insgesamt 45 Niederlassungen eröffnet. Unsere Expansionsziele haben wir mit 12 Neueröffnungen in Polen und 11 neuen Niederlassungen in Italien übertroffen. Unser Niederlassungsnetz wurde zudem in Spanien (8 neue Niederlassungen), Slowenien (4 neue Niederlassungen), Tschechien (3 neue Niederlassungen) und in unseren Kernmärkten (7 neue Niederlassungen) erweitert.

Europaweit zahlen viele Menschen immer noch zu viel für ihre Brillen, erhalten weder die Qualität noch den Service, den sie verdienen. Fielmann ändert das: Seit 2019 sind wir jedes Jahr in einen neuen Markt expandiert. Nach Übernahmen in Slowenien (2019) und Spanien (2020) sind wir mit der Marke Fielmann nun auch in den tschechischen Markt eingetreten. Im zweiten Halbjahr 2021 führten wir dort digitale Vertriebskanäle ein und eröffneten drei Niederlassungen in der Landeshauptstadt Prag.

Unseren Erfolg als Fielmann-Gruppe verdanken wir unseren Kunden sowie unseren Mitarbeitern, die unsere kundenorientierte Philosophie leben. Dank des herausragenden Engagements und der Flexibilität unserer Mitarbeiter konnten sich unsere Kunden auch im zweiten Krisenjahr auf uns verlassen.

In unserem Familienunternehmen sorgen wir füreinander: Als im Sommer 2021 Teile Zentraleuropas von schweren Überflutungen überrascht wurden, wirkte sich dies nicht nur auf unsere Niederlassungen in der Region aus. Auch einige unserer Angestellten waren persönlich betroffen. Innerhalb weniger Tage sammelten Fielmann-Mitarbeiter knapp 200.000 € für ihre Kollegen ein - ein Betrag, den unser Familienunternehmen verdreifacht hat. Die ersten Überweisungen erfolgten bereits binnen 24 Stunden, als die Hilfe am dringendsten benötigt wurde. Diese Solidarität und die gegenseitige Unterstützung unserer Mitarbeiter haben mich zutiefst bewegt. Sie stimmen uns zuversichtlich, dass wir die Herausforderungen, die noch vor uns liegen, gemeinsam meistern werden.

Sofern die staatlich verordneten Maßnahmen zum Infektionsschutz kurzfristig entfallen, rechnen wir 2022 mit zweistelligen Wachstumsraten sowohl im Außen - als auch im Konzernumsatz. Die Fielmann-Gruppe wird weiterhin entschlossen in ihr Vertriebsnetz und den internationalen Rollout ihrer Omnichannel-Plattform investieren. Außerdem werden wir in mindestens ein neues Land expandieren. Wir erwarten für alle wichtigen Produktkategorien ein starkes Wachstum, im Hörakustikbereich dürfte dies überdurchschnittlich ausfallen.

Mit unserem 50-jährigen Jubiläum wird das Jahr 2022 zu einem Meilenstein für unser Unternehmen. Wir haben viel erreicht: von der ersten Niederlassung, die mein Vater 1972 eröffnete, bis zur Fielmann-Gruppe, die heute 27 Millionen Kunden in 16 Ländern versorgt. Darauf sind wir stolz, aber wir haben auch noch viel vor - Fielmann hat die Branche seit jeher durch seine Kundenzentrierung geprägt und wird dies auch in Zukunft tun.

"Mit unserem 50-jährigen Jubiläum wird das Jahr 2022 zu einem Meilenstein für unser Unternehmen."

Unseren heutigen Erfolg sehen wir als Ansporn, neue wegweisende Services zu entwickeln. Dafür müssen wir noch schneller und flexibler werden. Wir werden unternehmensweit eine neue Kultur der Zusammenarbeit und Transparenz fördern. Vor allem aber werden wir unserer kundenorientierten Philosophie treu bleiben und unsere Kunden auf ihrem Weg zu gutem Sehen und Hören begeistern, indem wir die Branchenstandards bei Produktsortiment, Preisen, Qualität und Service immer wieder neu definieren.

In den ersten beiden Monaten des Jahres hat sich die Fielmann-Gruppe im Umfeld eines deutlichen Anstiegs der Coronavirus-Infektionen als resilient erwiesen. Während wir uns jedoch in der letzten Phase einer schwierigen Zeit wähnten, erreichten uns schreckliche Nachrichten aus der Ukraine. Nach dem Einmarsch russischer Truppen ist dort ein Krieg ausgebrochen. Fielmann ist seit 1999 in der Ukraine tätig, erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von rund 4 Millionen € (125 Millionen UAH) und beschäftigt 269 Mitarbeiter (Stand: Februar 2022). Nach dem Ausbruch der Kämpfe haben wir unsere Niederlassungen geschlossen, Gehälter im Voraus bezahlt und leisten Hilfe, sowohl von unserem Hauptsitz in Hamburg aus als auch von unserem lokalen Büro in Kiew. Alle Mitarbeiter, die ins Ausland geflohen sind, erhielten eine Arbeitsplatzgarantie einschließlich Sprachkurs und zusätzlicher Unterstützung durch unsere Landesgesellschaften. Mitarbeiter der Fielmann-Gruppe aus ganz Europa sammeln Spenden und schicken Hilfspakete in die Ukraine, unser Familienunternehmen unterstützt dies mit finanziellen und logistischen Mitteln. Wir hoffen sehr auf ein schnelles Ende des Krieges.

Ende 2021 haben wir zweistellige Wachstumsraten sowohl für den Außenumsatz als auch für den Nettoumsatz im Jahr 2022 prognostiziert. Obwohl wir in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 ein zweistelliges Wachstum verzeichnen konnten, hängt unser Ausblick von der Annahme ab, dass weder die Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie noch die langfristigen Folgen des Krieges unser Geschäft außerhalb der Ukraine wesentlich beeinträchtigen werden. Um es den Anlegern zu erleichtern, die potenziellen Auswirkungen dieser Eventualitäten zu interpretieren, veröffentlichen wir unterschiedliche Szenarien mit entsprechenden Umsatz- und Gewinnerwartungen.

Mit einem Gefühl der Dankbarkeit - gegenüber unseren Kunden, Mitarbeitern, Partnern, Freunden und Ihnen, den Aktionären, für Ihre Treue zu unserem Unternehmen - und in Gedanken an alle Menschen, die von der Situation in der Ukraine betroffen sind, schließe ich dieses Vorwort.

 

Hamburg, 11. März 2022

Marc Fielmann

Vorstand

Marc Fielmann (CEO)

Strategie, Marketing, IT, Personal 1 , Category Management & Einkauf 2

Katja Groß (CHRO)

Personal 3 , Organisation 3

Dr. Bastian Körber (CSO)

Vertrieb, Controlling, Expansion, Category Management 4

Georg Alexander Zeiss (CFO)

Finanzen, Immobilien, Recht, Compliance, Materialwirtschaft 5 , Produktion & Logistik 6

1 Bis 28.2.2021
2 Seit 1.2.2022
3 Seit 1.3.2021
4 Vom 1.4.2021 bis 31.1.2022
5 Georg Alexander Zeiss hat das Ressort "Materialwirtschaft" am 1.4.2021 von dem am 31.3.2021 ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Michael Ferley übernommen. Seit dem 1.2.2022 ist die Materialwirtschaft Teil des Ressorts "Category Management & Einkauf".
6 Georg Alexander Zeiss hat das Ressort "Produktion & Logistik" am 1.4.2021 von dem am 31.3.2021 ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Michael Ferley übernommen.

Aufsichtsrat

Vertreter der Anteilseigner

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Prof. Dr. Mark K. Binz 1, 2, 3, 4 (Aufsichtsratsvorsitzender) Rechtsanwalt Binz & Partner Stuttgart
Hans-Georg Frey 1, 4 Vorsitzender des Aufsichtsrats Jungheinrich AG Hamburg
Carolina Müller-Möhl 2 Verwaltungsratspräsidentin Müller-Möhl Group Zürich (CH)
Hans Joachim Oltersdorf 1, 3 Generalbevollmächtigter MPA Pharma GmbH Rellingen
Marie-Christine Ostermann Geschäftsführende Gesellschafterin Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG Hamm
Pier Paolo Righi 4 CEO & President Karl Lagerfeld International B.V. Amsterdam (NL)
Sarna Marie Elisabeth Röser Mitglied der Geschäftsleitung Röser FAM GmbH & Co. KG Mundelsheim
Hans-Otto Schrader Vorsitzender des Aufsichtsrats Otto AG für Beteiligungen Hamburg

Vertreter der Arbeitnehmer

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Ralf Greve 1, 2, 3 (stellv. Aufsichtsratsvors.) Referent Personalentwicklung Fielmann AG Hamburg
Heiko Diekhöner Regionalleiter Fielmann AG Hamburg
Jana Furcht 1 Augenoptikermeisterin Fielmann AG & Co. OHG München
Nathalie Hintz 1 Regionalleiterin Fielmann AG Hamburg
Eva Schleifenbaum Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel
Frank Schmiedecke Augenoptikermeister Fielmann AG & Co. OHG Hamburg
Frank Schreckenberg Gewerkschaftssekretär ver.di Berlin
Mathias Thürnau 2 Abteilungsleiter Sales Support Fielmann AG Hamburg

1 Mitglied im Personalausschuss
2 Mitglied im Vermittlungsausschuss
3 Mitglied im Prüfungssausschuss
4 Mitglied im Nominierungsausschuss

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat ist auch im Geschäftsjahr 2021 den ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben gewissenhaft nachgekommen. Er hat sich im Berichtsjahr kontinuierlich über alle wichtigen geschäftspolitischen Vorgänge informiert und die Arbeit des Vorstands überwacht sowie beratend begleitet. Bei wichtigen Anlässen gab es auch außerhalb der Sitzungen einen unmittelbaren Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstand.

Auf der Grundlage schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Beratungen eingehend mit der Geschäfts- und Finanzlage, der Unternehmensstrategie, der Personalpolitik, der Planung, der Risikoeinschätzung sowie der Compliance-Organisation der Fielmann Aktiengesellschaft befasst.

Im Geschäftsjahr 2021 tagte der Aufsichtsrat viermal. Die Sitzungen wurden per Videokonferenz abgehalten. An den virtuellen Sitzungen haben jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen.

Die erste Sitzung fand am 4. März 2021 statt. Neben der generellen Entwicklung bei der Fielmann-Gruppe berichtete Herr Marc Fielmann über die ersten positiven Erfahrungen mit der spanischen Optikerkette Öptica & Audiologia Universitaria, an der Fielmann seit Ende des Jahres 2020 mit 80 Prozent der Anteile beteiligt ist und die unter der Marke weitergeführt wird.

Ein wesentliches Ziel von Fielmann besteht darin, die Produktivität der Niederlassungen durch ein effizientes Zeitmanagement bezüglich der Kunden und der Mitarbeiter unter Berücksichtigung aller relevanten Einflussgrößen zu steigern. Herr Dr. Bastian Körber berichtete ausführlich über den Stand der Entwicklung. Weitere Gegenstände der Beratungen waren die Entwicklung auf den Wachstums- und Expansionsmärkten sowie der Status des Auswahlverfahrens des für 2021 der Hauptversammlung vorzuschlagenden Abschlussprüfers.

Am 15. April 2021 folgte die Bilanzsitzung. Zunächst berichtete Herr Dr. Michael Ahrens eingehend über den aktuellen Stand des Online-Brillenverkaufs und informierte dabei insbesondere über die Entwicklung bei der Digitalisierung der augenoptischen Messtechnologie. Nach der Beantwortung der Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern zu dieser wichtigen Thematik erläuterte Herr Georg Alexander Zeiss den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2020 und stellte die wesentlichen Kennzahlen dar. Sodann berichteten Herr Wirtschaftsprüfer Patrick Wendlandt und Frau Wirtschaftsprüferin Christina Marquardt von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft umfassend über die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2020 und beantworteten die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach einer Aussprache billigte der Aufsichtsrat den Jahres- und den Konzernabschluss 2020 nebst jeweiligem Lagebericht sowie den vorgelegten Abhängigkeitsbericht und den Nachhaltigkeitsbericht für 2020. Im Anschluss daran wurde über das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beraten, das der Hauptversammlung zur Genehmigung vorzulegen war. Darüber hinaus wurden weitere Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung verabschiedet. Abschließend wurde der Beschluss gefasst, auch die Hauptversammlung 2021 gemäß den Bestimmungen des COVID 19-Gesetzes ohne physische Präsenz der Aktionäre abzuhalten.

 

Professor Dr. Mark K. Binz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Im Anschluss an die Hauptversammlung am 8. Juli 2021 fand die dritte Aufsichtsratssitzung statt. Nach einem kurzen Rückblick auf die Hauptversammlung war die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr Gegenstand der Berichterstattung durch den Vorstand. Herr Marc Fielmann gab eine Prognose für das Gesamtjahr 2021 unter dem Vorbehalt ab, dass es in der zweiten Jahreshälfte zu keinen dramatischen Corona-Einschränkungen komme. In diesem Zusammenhang berichtete Marc Fielmann auch über das Test-Konzept und die Impfstrategie bei Fielmann. Nach Aussprache genehmigte der Aufsichtsrat sodann einstimmig eine Optionsvereinbarung, die die Fielmann AG zum Erwerb von Anteilen an Optikerketten in Lateinamerika berechtigt, die von der Familie Fielmann mittelbar gehalten werden.

In der Aufsichtsratssitzung am 25. November 2021 waren zunächst die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung Beratungsgegenstand. Dabei wurden insbesondere Maßnahmen zur Sicherung der Preisführerschaft, zur weiteren Stärkung der Markenattraktivität sowie zur Weiterentwicklung des Online-Vertriebs diskutiert. Zudem wurde über den Ausbau der administrativen Verwaltungsbereiche zu einer dienstleistungsorientierten Serviceorganisation beraten. Weiteres Thema war der aktuelle Stand im Bereich Produktion und Logistik. Herr Dr. Georg Rau, der seit April 2021 für diesen Bereich verantwortlich ist, berichtete dazu ausführlich und beantwortete die Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern.

In dieser letzten Sitzung im Jahr 2021 legte der Vorstand außerdem die Planung für 2022 sowie die Rahmenplanung 2023-2024 dar. Nach der Beantwortung von Fragen seiner Mitglieder genehmigte der Aufsichtsrat die Planungen einstimmig. Der Aufsichtsrat stimmte nach Aussprache zudem einer überarbeiteten Entsprechenserklärung zum aktuellen Deutschen Corporate Governance Kodex zu. Zudem wurde der aktuelle Stand des Risikomanagementsystems thematisiert. Schließlich war die Neufassung des Rahmenvertrags mit der Familie Fielmann Beratungsgegenstand. Dieser Vertrag stellt sicher, dass jeglicher Leistungsaustausch zwischen der Familie Fielmann und der Fielmann-Gruppe dem "Arm's Length"-Grundsatz gerecht wird. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde beauftragt, den Vertrag im Namen der Fielmann AG zu unterzeichnen. Im Geschäftsjahr 2021 war der Aufsichtsrat und diesem vorangehend der Personalausschuss mit folgenden Vorstandsangelegenheiten befasst:

In der Sitzung am 4. März 2021 beschloss der Aufsichtsrat, Frau Katja Groß, die seit 1. März 2021 für das Vorstandsressort Personal und Organisation verantwortlich ist, auch zur Arbeitsdirektorin gemäß § 33 Mitbestimmungsgesetz zu bestellen. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Personalausschusses einstimmig einer Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Michael Ferley zu, nachdem dieser - wie bereits im Vorjahr berichtet wurde - den Personalausschuss darüber informiert hatte, dass er aus persönlichen Gründen sein Amt als Vorstand zum 31. März 2021 niederlegen und mittelfristig aus dem Unternehmen ausscheiden möchte. Schließlich hat der Aufsichtsrat die durch die Veränderungen im Vorstand erforderlich gewordene Neufassung der Geschäftsordnung für den Vorstand einstimmig verabschiedet.

Auf Vorschlag des Personalausschusses beschloss der Aufsichtsrat zudem in der Sitzung am 25. November 2021, die Bestellung von Herrn Georg Alexander Zeiss zum Vorstand um weitere drei Jahre bis zum 30. Juni 2025 zu verlängern und dessen Dienstvertrag zu den bestehenden Konditionen fortzuführen.

Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss i.S.d. § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz hatten im Berichtsjahr keinen Anlass zusammenzutreten.

Bislang hatte der Aufsichtsrat der Fielmann Aktiengesellschaft auf die Bildung eines Prüfungsausschusses bewusst verzichtet. Über die eingehenden Erörterungen im Rahmen der jährlich stattfindenden Bilanzsitzung hinaus konnten sich stets alle Aufsichtsratsmitglieder vor der Bilanzsitzung intensiv über Prüfungsinhalte und -ergebnisse in einem Diskussionsforum in Gegenwart des Finanzvorstands und des Abschlussprüfers informieren, Fragen stellen und Anregungen geben. Nunmehr schreibt das Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) für Unternehmen wie Fielmann die Errichtung eines Prüfungsausschusses mit Wirkung zum 1. Januar 2022 verpflichtend vor. Im Hinblick hierauf hat der Aufsichtsrat in der Sitzung am 8. Juli 2021 einen Prüfungsausschuss gebildet und mit den Mitgliedern Hans Joachim Oltersdorf, Ralf Greve und Prof. Dr. Mark K. Binz besetzt. Der Prüfungsausschuss hat sich umgehend konstituiert und Herrn Oltersdorf zu seinem Vorsitzenden gewählt. In einer Sitzung am 24. November 2021 hat sich der Prüfungsausschuss mit den Prüfungsschwerpunkten des Abschlussprüfers Deloitte für die Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung 2021 befasst. In der Aufsichtsratssitzung am 25. November 2021 hat der Prüfungsausschuss empfohlen, für das Geschäftsjahr 2022 von einer Ausschreibung für die Wahl des Abschlussprüfers abzusehen und erneut Deloitte zur Wahl vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat überprüft fortlaufend und zusätzlich einmal jährlich anhand eines ausführlichen Fragebogens das Vorliegen von Interessenkonflikten seiner Mitglieder. Die Aufsichtsratsmitglieder sind zudem aufgefordert, potenzielle Interessenkonflikte mitzuteilen. Im Geschäftsjahr 2021 lagen keine Interessenkonflikte vor. Am 14. April 2021, dem Vortag der Bilanzsitzung, hat der Aufsichtsrat eine interne Effizienzprüfung durchgeführt.

Der Jahresabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und der gemäß § 315a Handelsgesetzbuch auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sowie der Bericht über die Lage der Fielmann Aktiengesellschaft und des Konzerns sind durch den Abschlussprüfer, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Diese Unterlagen, einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands, die jedem Aufsichtsratsmitglied und damit auch dem Prüfungsausschuss rechtzeitig vorlagen, wurden vom Prüfungsausschuss als auch vom Gesamtgremium des Aufsichtsrates geprüft. Der Prüfungsausschuss nutzte am 13. April 2022 im Rahmen einer Ausschusssitzung die Gelegenheit zum Austausch mit den Wirtschaftsprüfern, dieses zunächst ohne das Beisein vom Vorstand. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 21. April 2022 berichteten Herr Wirtschaftsprüfer Patrick Wendlandt und Frau Wirtschaftsprüferin Christina Marquardt über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Abschlussprüfung und beantworteten die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder dazu. Gegenstand der Berichterstattung war darüber hinaus der von Vorstand und Aufsichtsrat erstellte Vergütungsbericht. Das Gremium hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben und sich damit der Einschätzung des Prüfungsausschusses angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss zugleich festgestellt ist. Der Aufsichtsrat befürwortet den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und schließt sich diesem an. Dem vorgelegten Nachhaltigkeitsbericht 2021 stimmt der Aufsichtsrat ebenfalls zu.

Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) im Geschäftsjahr 2021 wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands geprüft und sich in der Bilanzsitzung am 21. April 2022 das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für die hervorragende und sehr erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Hamburg, 4. April 2022

Professor Dr. Mark K. Binz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Strategie

Vision 2025

Mit unserer Vision 2025 gestalten wir die augenoptische Branche zum Vorteil für alle Kunden - ohne Kompromisse bei der Qualität zu machen. Die erstmals im Jahr 2019 kommunizierte Vision war der Beginn der Transformation unseres Familienunternehmens, mit der wir unsere kundenorientierte Philosophie in die Zukunft tragen. Bis 2025 werden wir 35 Millionen Kunden versorgen, jede vierte Brille in Kontinentaleuropa abgeben und einen Außenumsatz von mehr als 2,3 Milliarden € erwirtschaften.

Internationale Expansion

Mit der Eröffnung neuer Niederlassungen und dem Rollout unserer Omnichannel-Plattform treiben wir die internationale Expansion voran. Zum 31. Dezember 2021 betrieb die Fielmann-Gruppe 693 Niederlassungen in den Kernmärkten: 610 in Deutschland, 45 in der Schweiz und 38 in Österreich.

Unsere Wachstumstreiber in diesen Märkten sind intakt: Neben der Weiterentwicklung unserer digitalen Vertriebskanäle, organischem Wachstum und Neueröffnungen bieten die Vergrößerung bestehender Geschäfte und der Umzug in noch attraktivere Lagen erhebliches Potenzial, da Modernisierung und Flächenausweitung in der Regel erhebliche Umsatzzuwächse nach sich ziehen. Chancen sehen wir darüber hinaus auch in einem steigenden Grad an Fehlsichtigkeit - immer mehr Jugendliche benötigen Brillen. Der demografische Wandel führt dazu, dass immer mehr Menschen auf eine Lesebrille angewiesen sind und befördert das stetige Wachstum unseres Hörakustikgeschäfts. Langfristig wollen wir in unseren Kernmärkten Deutschland, Schweiz und Österreich mehr als 700 Niederlassungen betreiben, 10 Millionen Brillen abgeben und einen Außenumsatz von 2,1 Milliarden Euro erzielen.

Im Berichtsjahr haben wir den nächsten Meilenstein im Rahmen unserer Internationalisierung erreicht: Fielmann hat mit dem Start eines digitalen Vertriebskanals und der Eröffnung von drei Niederlassungen in Tschechien den 16. europäischen Markt erschlossen. Darüber hinaus haben wir die Expansion in unseren bestehenden Wachstumsmärkten Italien und Polen vorangetrieben. In den Märkten sind wir inzwischen der drittgrößte beziehungsweise zweitgrößte Anbieter. In beiden Ländern haben wir insgesamt 23 neue Niederlassungen eröffnet. Zum Ende des Berichtsjahrs verfügten wir über 43 Niederlassungen in Italien, 37 in Polen und 3 in Tschechien. Langfristig wollen wir in unseren Wachstumsmärkten Italien, Polen und Tschechien mehr als 170 Niederlassungen betreiben, mehr als 1 Million Brillen verkaufen und einen Außenumsatz von mehr als 170 Millionen Euro erzielen.

In unseren Expansionsmärkten betrieben wir zum Ende des Geschäftsjahres eine Vielzahl an digitalen Vertriebskanälen sowie 87 Niederlassungen in Spanien, 32 in Slowenien und 18 im restlichen Europa. Hinzu kommen 78 kleinere Standorte in Osteuropa.

Bis 2025 wird Fielmann in zwei weitere Märkte eintreten, dies über die Eröffnung eigener Vertriebskanäle oder den Erwerb führender Optikerketten.

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Fielmann

Optika Clarus

Optica & AudiologIa Universitaria

Fielmann in Europa
Kernmärkte

610 Niederlassungen in Deutschland

45 Niederlassungen in der Schweiz

38 Niederlassungen in Österreich

Wachstumsmärkte

43 Niederlassungen in Italien

37 Niederlassungen in Polen

3 Niederlassungen in Tschechien

Expansionsmärkte

87 Niederlassungen in Spanien

32 Niederlassungen in Slowenien

3 Niederlassungen in Luxemburg

15 Niederlassungen im restlichen Europa

78 kleinere Standorte in Osteuropa

Stand: 31. Dezember 2021

Digitalisierung

Die Fielmann-Gruppe investiert weiterhin entschlossen in die Digitalisierung ihres Geschäftsmodells. Dies mit dem klaren Ziel, allen Kunden über die zahlreichen Vertriebskanäle hinweg stets eine herausragende Servicequalität zu bieten. Dabei geht es nicht nur um digitale Prozesse, sondern auch darum, unser Geschäftsmodell zum Vorteil für die Kunden weiterzuentwickeln. Wir erschaffen ein neues Kundenerlebnis - die perfekte Verbindung aus persönlicher Beratung und digitalen Technologien. Mit unserem Omnichannel-Geschäftsmodell versorgen wir bereits heute 27 Millionen Kunden. Im Berichtsjahr wurden unsere digitalen Services 22 Millionen Mal genutzt.

Eine unserer größten Herausforderungen besteht darin, jeden Tag Hunderttausende Kunden mit Tausenden qualifizierten Mitarbeitern zusammenzubringen. Dies ist insbesondere in Zeiten einer globalen Pandemie mit Mindestabständen und Zutrittsbeschränkungen keine leichte Aufgabe. Durch neue digitale Lösungen wie unsere Online Terminvereinbarung oder unsere digitale Warteliste ist es uns gelungen, die Frequenz in den Niederlassungen zu steuern, der Laufkundschaft präzise Wartezeiten zu nennen und dabei gleichzeitig die Produktivität zu erhöhen. Unsere Omnichannel-Plattform wird zudem stetig um neue digitale Vertriebskanäle erweitert. Im Jahr 2021 kamen neue Online-Shops für Sonnenbrillen und Kontaktlinsen in Polen und Tschechien hinzu. Insgesamt stieg der Versandhandelsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent, und wir haben mehr als eine Million Pakete an unsere Kunden verschickt.

Während Sonnenbrillen und Kontaktlinsen ohne Bedenken versendet werden können, kaufen Kunden ihre Korrektionsbrillen fast ausschließlich in stationären Fachgeschäften: In allen relevanten europäischen Märkten liegt der Versandhandelsanteil von Korrektionsbrillen weiterhin im niedrigen, einstelligen Prozentbereich. In Deutschland verharrte der reine Online-Umsatz von Korrektionsbrillen bei lediglich 1 Prozent des Gesamtumsatzes - trotz der weiterhin andauernden Coronavirus-Pandemie. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass es im Online-Verkauf unserer wichtigsten Produktkategorie noch grundlegender Fortschritte bei der Online-Messtechnologie bedarf, bis wir allen Kunden einen komplett digitalen Einkauf in Fielmann-Qualität bieten können. Die Fielmann-Gruppe ist in der Entwicklung von optometrischen Messtechnologien für Smartphones führend. Um unseren Kunden online dieselbe Qualität zu bieten, die sie von uns auch in unseren Niederlassungen erwarten können, haben wir mehr als 15 Millionen € investiert und unsere Forschung direkt und indirekt mit 25 Patenten geschützt.

Ein Meilenstein war die Einführung unserer iOS-App mit 3D-Anprobe und präziser digitaler Brillenglaszentrierung. Damit lassen sich Brillen virtuell anprobieren, individuell anpassen und kostenlos nach Hause liefern. Aufgrund der Anforderungen an Hardware und Dioptrienzahl ist die Zahl der Nutzer derzeit zwar noch begrenzt, aber wir entwickeln die Technologie stetig weiter, um die optometrischen Zentrierdaten zu verbessern und die App künftig um eine verlässliche Online-Refraktion zu ergänzen. Genaue Messdaten sind die Basis für die Fertigung einer hochwertigen Korrektionsbrille.

Selbst unter Berücksichtigung unserer sichtbaren Fortschritte bei der Messtechnologie erwarten wir für den reinen Online-Verkauf von Korrektionsbrillen kurzfristig nur einen Anteil von wenigen Prozent. Auch langfristig, wenn unsere Technologie für fast jeden Kunden zugänglich ist, werden sich viele nach wie vor eine persönliche Beratung wünschen. Damit ist unser Omnichannel-Geschäftsmodell eine perfekte Lösung für die sich stets verändernden Bedürfnisse unserer Kunden.

Durch den Rollout unserer Omnichannel-Plattform und weiterer digitaler Vertriebskanäle rechnen wir in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Wachstum unseres Versandumsatzes, insbesondere bei Kontaktlinsen und Sonnenbrillen. Langfristig streben wir einen Versandumsatz von 400 Millionen € an, was einem Gesamtanteil von etwa 17 Prozent entspricht.

Über Fielmann

Wer wir sind

Die Fielmann-Gruppe ist ein börsennotiertes Familienunternehmen mit Sitz in Hamburg. Wir stehen für herausragenden Service und Brillenmode zum fairen Preis. Unsere 27 Millionen Kunden versorgen wir in 16 europäischen Ländern mit Brillen, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen und Hörsystemen. Unser Omnichannel-Geschäftsmodell kombiniert digitale Vertriebskanäle mit der persönlichen Beratung in mehr als 900 Niederlassungen. Als Marktführer in Zentraleuropa und eines der größten augenoptischen Unternehmen weltweit betreiben wir Niederlassungen unter unserem eigenen Namen, aber auch unter Marken wie Optika Clarus in Slowenien und Optica & Audiologia Universitaria in Spanien. Fielmann ist tief in der augenoptischen Branche verwurzelt und auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette tätig.

Unseren Erfolg verdanken wir unseren Kunden und unseren kompetenten und engagierten Mitarbeitern, die unsere kundenorientierte Philosophie "Der Kunde bist Du" leben: Unabhängig vom Preis finden unsere Mitarbeiter für jeden Kunden eine individuelle Lösung. Wir denken langfristig. Kundenzufriedenheit und Kundentreue sind für uns wichtiger als kurzfristiger Profit. Daher investieren wir jedes Jahr Millionen in die Messung und Incentivierung der Kundenorientierung: Ein wesentlicher Teil der Bonuszahlungen, vom Niederlassungsleiter bis zum Vorstand, ist von der Zufriedenheit unserer Kunden abhängig. Durch Innovationen verändern wir zudem stetig den Markt zugunsten der Kunden: Fielmann hat immer wieder Leistungen eingeführt, die es vorher nicht gegeben hat.

Wir sind überzeugt, dass ein Unternehmen nur in einem intakten Umfeld gedeihen kann. So unterstützen wir die Gesellschaft, sponsern europaweit Tausende Jugendmannschaften, engagieren uns in der Denkmalpflege und sind treibende Kraft im Umwelt- und Klimaschutz. Daher halten wir an unserem Umweltgelöbnis von 1986 fest und geben etwas von dem zurück, was wir durch die Gemeinschaft empfangen: Wir pflanzen für jeden unserer Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum - bislang mehr als 1,6 Millionen Bäume und Sträucher.

Unsere Supply Chain

Die Fielmann-Gruppe deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Augenoptik ab, ist Designer, Produzent, Großhändler und Augenoptiker. Mit unserer internationalen Supply Chain und Produktionskapazitäten in ganz Europa sichern wir uns die Kontrolle über Qualität und Kosten.

Rathenow an der Havel ist die Wiege der deutschen Augenoptik. Hier befindet sich unsere größte Produktionsstätte mit mehr als 1.000 Mitarbeitern, die auftragsbezogen Millionen von Mineral- und Kunststoffgläsern fertigen und die kundenindividuellen Gläser mit der bestellten Fassung zur Brille zusammenfügen. Im Nachtsprung erfolgt die Lieferung in unsere Niederlassungen, pro Jahr mehr als 16 Millionen Artikel. Da der Zwischenhandel entfällt, erhält der Kunde unsere eigene Fielmann-Kollektion praktisch zum Einkaufspreis eines traditionellen Optikers. Unsere Preise liegen in diesem Bereich rund 70 Prozent unter dem allgemeinen Preisniveau von Markenprodukten. Auch Markenfassungen und Sonnenbrillen kauft Fielmann jedes Jahr millionenfach und kann so die Preisvorteile an seine Kunden weitergeben. Für die Preiswürdigkeit bürgen wir mit unserer Geld-zurück-Garantie: Sieht ein Kunde ein bei Fielmann gekauftes Produkt anderswo günstiger, unterbieten wir den Preis oder nehmen die Ware zurück und erstatten den Kaufpreis.

Im Rahmen unseres Dreijahresplans investieren wir mehr als 100 Millionen € in die Ausweitung unserer Produktions- und Logistikkapazitäten in ganz Europa. Unser Ziel ist es, die Produktverfügbarkeit in unseren digitalen Vertriebskanälen und in unseren Niederlassungen sowie die Lieferzeiten deutlich zu verbessern. Bis 2025 werden wir aus unseren Fulfillment-Zentren mehr als drei Millionen Pakete an unsere Kunden in Europa versenden.

Brillenmode: Fielmann

Die Brille ist längst mehr als nur eine Sehhilfe. Sie ist ein unverzichtbares Accessoire, das den individuellen Stil und das Modebewusstsein unterstreicht. Fielmann erfüllt die Bedürfnisse der schnelllebigen Modewelt: Während die Durchlaufzeit eines Brillenmodells vom Design bis zur Auslieferung üblicherweise mehr als ein Jahr beträgt, können wir den gesamten Prozess für ausgewählte Modelle in wenigen Monaten abschließen. Unser internationales Team mit mehr als 20 Mitarbeitern gestaltet und entwickelt Hunderte neue Designs für Brillen und Sonnenbrillen, die sich millionenfach verkaufen. Die neuesten Brillentrends präsentiert Fielmann in eigenen Trend-Kollektionen, die wir jeweils im Frühjahr und Herbst anbieten. Darüber hinaus finden unsere Kunden in unseren Niederlassungen und digitalen Vertriebskanälen die ganze Welt der Brillenmode zu garantiert günstigen Preisen: vom Nulltarif bis hin zu den großen Marken und internationalen Designern.

Unsere Mitarbeiter

Fielmann ist der größte Arbeitgeber und Ausbilder der augenoptischen Branche in Zentraleuropa. Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte unser Familienunternehmen 22.028 Mitarbeiter, schuf damit 175 neue Arbeitsplätze.

Während der Coronavirus-Pandemie boten wir unseren Mitarbeitern Sicherheit und sprachen eine Arbeitsplatzgarantie aus: Wir haben das beantragte Kurzarbeitergeld weiterhin auf 100 Prozent aufgestockt. Dank digitaler Tools kann der Großteil unserer Mitarbeiter in den Zentralbereichen auch weiterhin von zu Hause aus arbeiten. So wird das Infektionsrisiko verringert.

Als Familienunternehmen stehen wir für überzeugende Werte, bieten mit unseren flexiblen Arbeitszeitregelungen ein familienfreundliches Umfeld. Nahezu 30 Prozent unserer Mitarbeiter sind in Teilzeit beschäftigt. Der Anteil der Frauen in unserem Aufsichtsrat liegt bei 38 Prozent, in unserem Vorstand bei 25 Prozent und in den Top-3-Führungspositionen unterhalb des Vorstands bei über 30 Prozent.

Beste Ausbildung

Fielmann ist der größte Ausbilder der Branche in Zentraleuropa. Mit nur 5 Prozent aller augenoptischen Fachgeschäfte bilden wir in Deutschland mehr als 40 Prozent des Nachwuchses in der Augenoptik aus. Pro Jahr bewerben sich mehr als 17.000 junge Menschen um einen Ausbildungsplatz bei Fielmann. Bundesweite Auszeichnungen belegen unseren hohen Ausbildungsstandard: Beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks stellten wir in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich 94 Prozent der Bundessieger und 77 Prozent der Landessieger.

In der Fielmann Akademie Schloss Plön bilden wir den Nachwuchs der augenoptischen Branche aus: Jedes Jahr erhalten im größten Ausbildungs- und Forschungszentrum der Branche 7.000 Augenoptiker ihre Qualifizierung. Neben dem Meisterkurs in Vollzeit bietet die Fielmann Akademie örtlich oder familiär gebundenen Augenoptikern mit dem berufsbegleitenden Meisterkurs auch die Möglichkeit, sich in Teilzeit weiter zu qualifizieren und beruflich aufzusteigen. Unseren Führungsnachwuchs unterstützen wir gezielt mit Trainee-Programmen. Die Fielmann Akademie Schloss Plön leistet auch einen Beitrag für die gesamte Branche: Unsere Meisterprogramme stehen allen Bewerbern offen. Außerdem fördern wir den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, indem wir wissenschaftliche Konferenzen ausrichten, an denen bisher mehr als 6.000 Menschen teilgenommen haben.

Die hohen Ausbildungsstandards überführt Fielmann auch in die Hörakustik. Jährlich ermöglichen wir unseren 150 Auszubildenden den bestmöglichen Start ins Berufsleben. Wir begleiten die jungen Talente aktiv bei der Karriereplanung: Dazu bieten wir ihnen die Möglichkeit, die Meisterschule zu besuchen und an Weiterbildungsprogrammen in unserem dedizierten Kompetenzzentrum in der Fielmann Akademie teilzunehmen. Im Juli 2021 haben wir unser Ausbildungsprogramm im Bereich der Hörakustik mit der Eröffnung unserer ersten, 500 Quadratmeter großen Lehrwerkstatt in Österreich ausgeweitet. In dieser hochmodernen Einrichtung finden unser österreichisches Ausbildungsprogramm sowie die Weiterbildung unserer Hörakustikspezialisten statt.

Karriere in der Fielmann-Gruppe

Ob in einer unserer mehr als 900 Niederlassungen europaweit, in der Fielmann Akademie Schloss Plön, in unseren Designstudios, unseren Produktionsstätten oder in der Zentrale, ob als Auszubildender, im Rahmen eines dualen Studiums, als Fach- oder Führungskraft - die Fielmann-Gruppe bietet viele Karrierechancen.

Bereits direkt nach der Ausbildung können sich unsere staatlich geprüften Augenoptiker zum Beispiel zu Glasspezialisten, Ausbildungsbeauftragten oder im Bereich der Kontaktlinsen weiterbilden. Weitere Möglichkeiten ergeben sich mit der Übernahme einer Führungsposition: Bei Fielmann führen junge Augenoptikermeister bereits zu Beginn ihres Berufslebens 12 bis 15 Mitarbeiter und übernehmen schnell mehr Verantwortung.

Nur wenn jeder Mitarbeiter in seinem Bereich der Beste ist, können wir unsere Position als Marktführer ausbauen und die Transformation unseres Unternehmens erfolgreich vorantreiben. Daher investieren wir jedes Jahr zweistellige Millionenbeträge in die berufliche Weiterbildung. So haben wir im Jahr 2021 unser neues Leadership Excellence Program eingeführt, um die Kompetenz unserer Führungskräfte zu bewerten und zu fördern. Von ihnen erwarten wir, dass sie in unserem Transformationsprozess als Vorbilder agieren.

Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement

Die Fielmann-Gruppe ist ein Familienunternehmen. Wir sind überzeugt, dass unser Unternehmen nur in einem intakten und sozial ausgewogenen Umfeld gedeihen kann. Daher übernehmen wir Verantwortung für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter, die Gesellschaft und die Umwelt. Wir sind im Umweltschutz sowie in der Denkmalpflege aktiv und unterstützen bereits seit Jahrzehnten den Breitensport. Im Rahmen unseres Umweltgelöbnisses von 1986 pflanzen wir für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, bis heute mehr als 1,6 Millionen Bäume und Sträucher.

In Deutschland hat Fielmann zusammen mit dem Bundesland Schleswig-Holstein im Jahr 2019 die Aktion "Einheitsbuddeln" ins Leben gerufen. Dabei sind Bürger sowie kommunale Einrichtungen eingeladen, am Tag der Deutschen Einheit Bäume zu pflanzen. Nach Spenden in den Jahren 2019 und 2020 an die jeweils ausrichtenden Bundesländer übergab Fielmann im Dezember 2021 die ersten 5.000 von insgesamt 30.000 Bäumen an das Bundesland Sachsen-Anhalt.

Für einen Einblick in unser umfangreiches Engagement verweisen wir auf unseren Nachhaltigkeitsbericht unter www.fielmann-group.com.

2021: Rückblick

Q1

März

Katja Groß wird in den Vorstand der Fielmann AG berufen. Sie übernimmt das Personalressort der Fielmann-Gruppe, das bisher vom Vorstandsvorsitzenden Marc Fielmann geführt wurde. Damit endet ein zweijähriger Nachfolgeprozess.

März

Die neue Trend-Kollektion Frühjahr/​Sommer 2021 ist europaweit in den Niederlassungen und den Online-Shops von Fielmann verfügbar. Mit diesen halbjährlichen Kollektionen für Korrektions- und Sonnenbrillen interpretiert Fielmann die neuesten Styles.

März 700 Gäste aus Medizin, Medien und der augenoptischen Branche nehmen online am 50. Kolloquium der Fielmann Akademie Schloss Plön teil. Der Vorstandsvorsitzende Marc Fielmann gibt exklusive Einblicke in den Fortschritt der Fielmann-Gruppe im Bereich der optometrischen Messtechnologie und ruft zu mehr Forschung und Zusammenarbeit im Interesse der Kunden auf.

Q2

April

Mit der 3D-Anprobe und digitaler Brillenglaszentrierungstechnologie integriert Fielmann zwei Schlüsseltechnologien in seine kundenseitigen Anwendungen. Im Verlauf des Geschäftsjahres können immer mehr Kunden die Fielmann-App nutzen. Bisher hat Fielmann mehr als 15 Millionen € in die Entwicklung von Messtechnologien investiert und schützt seine Forschung direkt und indirekt mit 25 Patenten.

Mai

Mit Atrea bringt Fielmann in Deutschland eine eigene Kontaktlinsenmarke auf den Markt. Atrea bietet Fielmann-Qualität zu besonders günstigen Preisen und ist in zwei Qualitätsstufen als Tages- und Monatslinse verfügbar.

Juni

Fielmann feiert die Wiedereröffnung seines renovierten Flagship-Stores in der bekannten Wiener Einkaufsmeile Mariahilfer Straße. Auf 600 Quadratmetern erstreckt sich eines der größten Geschäfte für Brillen und Hörsysteme in Zentraleuropa.

Juni

Nach der Einführung eines Online-Shops für Kontaktlinsen und Sonnenbrillen in Polen eröffnet Fielmann seine erste Niederlassung in Prag sowie einen OnlineShop in Tschechien. Damit betritt Fielmann seinen 16. europäischen Markt.

Q3

Juli

Teile Zentraleuropas werden von schweren Überschwemmungen heimgesucht, die nicht nur Niederlassungen vor Ort betreffen, sondern auch einige Mitarbeiter persönlich. In einem beispielhaften Akt der Solidarität sammeln Fielmann-Mitarbeiter knapp 200.000 € für ihre Kollegen. Der Betrag wird anschließend von der Fielmann-Gruppe verdreifacht. Fielmann unterstützt auch die Gemeinden vor Ort mit einer Spende von 4.500 Schutzbrillen.

Juli

Fielmann eröffnet seine erste österreichische Werkstatt für die Aus- und Weiterbildung von Hörakustikern in Wien. Auf mehr als 500 Quadratmeter arbeiten unsere Ausbilder und Hörakustiker mit modernster Technologie.

August

Mehr als 1.500 Auszubildende beginnen ihre Ausbildung bei Fielmann, entweder in einer der Niederlassungen oder in den Zentralbereichen. Als größter Ausbilder der Branche bildet Fielmann in Deutschland mit nur 5 Prozent aller augenoptischen Fachgeschäfte mehr als 40 Prozent des Nachwuchses in der Augenoptik aus.

August

Mit dem Slogan DankEuchFürEuch feiert Fielmann seinen 25. Geburtstag in der Schweiz und spendet jeweils 25.000 Schweizer Franken an fünf lokale Wohltätigkeitsorganisationen. Das Besondere: Die Bürger der Schweiz können Personen nominieren, aus denen eine Jury dann die fünf Gewinner auswählt.

Oktober

Fielmann präsentiert sein neues (und sehr niedliches) Maskottchen: Benni Brillenschaf begleitet unsere jüngsten Kunden auf ihrer spannenden Reise zur ersten Brille, sei es als Hauptfigur in seinem eigenen Kinderbuch, als STEIFF® Plüschtier, Puzzle oder Malbuch. Natürlich hat das kleine Schaf auch seine eigene Brillenkollektion. Und auch in Wirklichkeit gibt es Brillenschafe - es handelt sich dabei um eine seltene Rasse von Hausschafen, die Günther Fielmann vor dem Aussterben gerettet hat. Die weltweit größte Herde lebt heute bei der Familie Fielmann in Norddeutschland.

November

Als eine von vielen Nachhaltigkeitsinitiativen werden die Quittungen bei Fielmann blau: In den deutschen Niederlassungen wird nun umweltfreundliches Thermopapier verwendet und damit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet. In anderen Ländern ist der Rollout bereits geplant.

November

Fielmann wird seinem Ruf als bester Ausbilder der Augenoptikbranche gerecht: Beim Finale des Bundesleistungswettbewerbs der Augenoptiker (PLW) in Karlsruhe belegen Auszubildende von Fielmann die Plätze eins, zwei und drei. In den vergangenen zehn Jahren stellte Fielmann durchschnittlich 94 Prozent der Bundessieger und 77 Prozent der Landessieger.

Dezember

Fielmann übergibt im Rahmen der Aktion "Einheitsbuddeln" die ersten 5.000 von insgesamt 30.000 Bäumen an das Bundesland Sachsen-Anhalt. Die von Fielmann im Jahr 2019 mitbegründete Initiative lädt Bürger sowie kommunale Einrichtungen ein, am Tag der Deutschen Einheit Bäume zu pflanzen.

50 Jahre Fielmann

Die Idee.

Als Günther Fielmann 1972 sein erstes Geschäft in Cuxhaven eröffnete, steckte eine einfache Idee dahinter: Der Kunde sollte im Mittelpunkt stehen. Zu einer Zeit, in der Kunden nicht einfach in ein Geschäft gehen und ihre Lieblingsbrillen auswählen konnten, war diese Idee revolutionär. Der traditionelle Augenoptiker trug einen weißen Kittel, verwahrte die Produkte in Schubladen und traf für den Kunden eine Vorauswahl. Die Preise waren einheitlich hoch. Wer nicht genügend Geld zur Verfügung hatte, konnte lediglich eines von acht Kassengestellen wählen, die wegen ihres uniformen Designs weitgehend unbeliebt waren.

Die historische Errungenschaft.

In den 1960er-Jahren arbeitete Günther Fielmann bei renommierten Unternehmen im augenoptischen Einzelhandel, Großhandel und in der Produktion. Dabei war er erstaunt über den Mangel an Kundenorientierung, die hohen Margen entlang der Wertschöpfungskette und vor allem das Maß an Diskriminierung gegenüber denjenigen, die nicht viel Geld für Brillen ausgeben konnten. Mit der Eröffnung seines ersten Geschäfts im Jahr 1972 begann er, den Brillenmarkt durch günstige Preise und umfangreiche Serviceleistungen zu demokratisieren. Von einem Tag auf den anderen ersetzte er 1981 die acht Kassengestelle durch 90 kostenlose und hochwertige Metall- und Kunststoffbrillen in 640 Varianten. Für alle, die sich keine teure Brille leisten konnten und denen man ihr niedriges Einkommen im wahrsten Sinne des Wortes an der Nasenspitze ansah, war dies ein echter Wendepunkt. Die Demokratisierung der Brillenmode ist die historische Errungenschaft unseres Unternehmensgründers Günther Fielmann.

Fielmann heute.

In 50 Jahren haben wir uns von einem augenoptischen Fachgeschäft in Norddeutschland zu einer Mehrmarken- und Omnichannel-Unternehmensgruppe entwickelt, die 27 Millionen Kunden über mehr als 900 Niederlassungen und zahlreiche Online-Vertriebskanäle in 16 europäischen Ländern versorgt. Wir haben die Brillenmode demokratisiert, wegweisende Produkte, Garantien und Serviceleistungen eingeführt, unser Produktangebot mit Kontaktlinsen und Hörsystemen ausgebaut, sind Marktführer in Zentraleuropa und gehören zu den größten Augenoptikern weltweit. Kurz gesagt: Wir haben die augenoptische Branche im Dienste der Kunden gestaltet.

Auch heute noch leitet uns die Idee von Günther Fielmann, den Kunden immer in den Mittelpunkt zu stellen. So konnten wir Branchen - und Marktkrisen und selbst eine globale Pandemie überstehen. Unsere kundenorientierte Philosophie und unsere kompetenten Mitarbeiter, die diese täglich leben, sind das, was uns von anderen Unternehmen unterscheidet - in den vergangenen 50 Jahren und auch in Zukunft.

Unsere Meilensteile

1972 • Die erste Niederlassung

Günther Fielmann eröffnet sein erstes Fachgeschäft in Cuxhaven. Er formuliert den Leitsatz "Der Kunde bist Du" und überträgt ihn auf das gesamte Geschäft: Fielmann ist der erste Augenoptiker, der seine Produkte offen präsentiert, kostenlose Serviceleistungen und umfangreiche Garantien anbietet - zu deutlich günstigeren Preisen.

1977 • 3-Jahres-Garantie

Bis 1977 gab es für Brillen keine wesentlichen Garantien. Eine Reparatur oder Ersatz lagen im Ermessen des Optikers. Fielmann führt eine 3-Jahres-Garantie für alle Brillen ein, auch für Kinderbrillen. Wir arbeiten mit den besten Lieferanten zusammen. Darüber hinaus haben alle Fassungen der Fielmann-Kollektion in unserem Labor erfolgreich die Gebrauchsprüfung nach DIN EN ISO 12870 durchlaufen. So stellen wir sicher, dass sie korrosionssicher und lichtecht sind und weniger Nickel abgeben, als die Gebrauchsgegenständeverordnung vorschreibt. Das gilt ohne Ausnahme für alle Preisklassen.

1981 • Brillenchic zum Nulltarif

Fielmann hat die Kassenbrille schön gemacht. Aus ehemals acht zeitlos hässlichen Kassengestellen werden 90 hochwertige und modische Metall- und Kunststoffmodelle in 640 Varianten. Dank Fielmann kann sich heute jeder eine modische Brille leisten.

1981 • Zufriedenheitsgarantie

Bis 1981 oblag die Interpretation der Kundenzufriedenheit weitgehend dem Gesundheitsversorger. Bei Fielmann erhalten alle Kunden eine Zufriedenheitsgarantie: Sie gehen keinerlei Risiko ein, denn jede Reklamation wird anerkannt. Falls ein Kunde mit der ausgewählten Brille nicht zufrieden ist, tauscht Fielmann sie um oder nimmt sie zurück und erstattet den Kaufpreis. Reklamationen sind für uns die Chance, Beratung und Service zu verbessern. Der professionelle Umgang mit Retouren ist für uns eine Investition in die Zukunft, denn nur zufriedene Kunden empfehlen uns weiter.

1982 • Geld-zurück-Garantie

Fielmann verspricht nicht nur den besten Preis, sondern garantiert ihn. Sehen unsere Kunden ein bei uns gekauftes Produkt anderswo günstiger, nehmen wir die Ware zurück und erstatten den vollen Kaufpreis. Wir beobachten den Wettbewerb stetig und erfassen jährlich Millionen Preise von Mitbewerbern. Unsere attraktiven Preise können wir aufgrund unserer • Produktivität, unserer Unternehmensgröße und unserer vertikalen Integration anbieten.

1985 • TV-Werbung

Mit dem Fernsehspot der kleinen Julia und ihrem legendären Ausspruch "Und mein Papi hat keinen Pfennig dazu bezahlt ..." wird Fielmann in ganz Deutschland bekannt. Der Slogan "Brille: Fielmann." hält schnell Einzug in den deutschen Sprachgebrauch, wenn es um gutes Sehen geht.

1986 • Umweltgelöbnis

Fielmann veröffentlicht sein Umweltgelöbnis und verpflichtet sich, für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum zu pflanzen. Dieser Selbstverpflichtung kommen wir bis heute nach: Inzwischen hat die Fielmann-Gruppe mehr als 1,6 Millionen Bäume und Sträucher gepflanzt.

1991 • Expansion in die neuen Bundesländer

Fielmann eröffnet die ersten Niederlassungen in Ostdeutschland. In der ehemaligen DDR waren hochwertige Brillen sehr gefragt, aber nur schwer zu bekommen und mit langen Wartezeiten verbunden. Noch Monate nach den Eröffnungen bilden sich jeden Tag lange Schlangen vor den neuen Fielmann-Niederlassungen.

1994 • Börsengang

Fielmann wird eine Aktiengesellschaft und erschließt sich mit dem Börsengang den Kapitalmarkt, um das schnelle Wachstum zu finanzieren. Die Aktie wird die erfolgreichste Neuemission des Jahres. Mehr als 70 Prozent der Anteile verbleiben im Besitz der Familie Fielmann.

1996 • Internationale Expansion

Fielmann eröffnet seine ersten eigenen Niederlassungen außerhalb Deutschlands in der Schweiz. Nur drei Jahre später erfolgt der Markteintritt in Österreich, Polen und der Ukraine.

2002 • Vertikale Integration, Produktionsstandort in Rathenow

Aufbauend auf dem historischen Know-how vor Ort bündelt und erweitert Fielmann seine Produktions- und Logistikkapazitäten in Rathenow an der Havel, der Wiege der deutschen Augenoptik. Heute beschäftigt die Fielmann-Gruppe am größten Produktions- und Logistikstandort rund 1.000 Mitarbeiter. Etwa eine Stunde von Berlin entfernt produzieren wir in einer der weltweit größten augenoptischen Produktionsstätten Millionen individueller Korrektionsgläser und Brillen. Weil die Marge zahlreicher Zwischenhändler entfällt, kann • die Fielmann-Gruppe erheblich günstigere Preise als Mitbewerber anbieten.

2004 • Nulltarif-Versicherung

Während die gesetzlichen Krankenkassen ihre Leistungen für Brillen seit 2004 nahezu vollständig eingestellt haben, bietet Fielmann in Zusammenarbeit mit der HanseMerkur-Versicherung weiterhin Brillen zum Nulltarif (Nulltarif-Versicherung). Für nur 10 Euro Jahresprämie für Brillen mit Einstärkengläsern können Kunden aus Hunderten von Modellen auswählen, werden kostenlos betreut und sind gegen Sehstärkenveränderung, Bruch und Beschädigung versichert. Mehr als 9 Millionen Kunden haben sich bereits für eine Versicherung von Fielmann entschieden.

2006 • Fielmann Akademie Schloss Plön

Die Fielmann-Gruppe erwirbt das Schloss aus dem 16. Jahrhundert, das einst als Sommerresidenz des dänischen Königs diente. Nach vierjähriger Bauphase eröffnet 2006 die Fielmann Akademie Schloss Plön - das größte augenoptische Ausbildungs- und Forschungszentrum der Branche. Jährlich durchlaufen mehr als 7.000 Augenoptiker und Hörakustiker Schulungen, Trainings und Zertifizierungsprogramme.

2007 • Markenhörgeräte zum Nulltarif

Fielmann erfüllt einen lang gehegten Kundenwunsch, indem nunmehr eine große Auswahl an Markenhörsystemen zum Nulltarif angeboten werden. Seitdem ist dieser Teil unserer Unternehmensgruppe stark gewachsen, verzeichnet 300.000 Kunden mit Kundenzufriedenheitswerten von weit über 95 Prozent. Im Jahr 2021 wurde ein Außenumsatz von 100 Millionen € erzielt. Heute beschäftigt die Fielmann-Gruppe mehr als 1.000 Hörakustikspezialisten.

2009 • 1.000.000 Bäume

Im Rahmen des Umweltgelöbnisses der Fielmann-Gruppe pflanzt unser Gründer Günther Fielmann gemeinsam mit der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Skulpturenpark Büdelsdorf den millionsten Baum. Bis heute hat Fielmann mehr als 1,6 Millionen Bäume und Sträucher gepflanzt.

2016 • Kontaktlinsen-Service

Persönlich beraten, bequem geliefert: Mit dem Kontaktlinsen-Service erschafft Fielmann sein erstes Omnichannel-Geschäftsmodell. Fielmann-Kunden können ihre Kontaktlinsen nach der Anprobe sofort mitnehmen, sich die Artikel kostenlos nach Hause liefern lassen oder sie bequem online bestellen - per App oder auf kontaktlinsen.fielmann.de.

2018 • Fielmann investiert in Augmented-Reality-Anbieter FittingBox

Die Fielmann Ventures GmbH, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Fielmann-Gruppe, erwirbt rund 20 Prozent der Anteile am Augmented-Reality-Spezialisten FittingBox S.A. Die strategische Beteiligung an dem französischen Technologieführer ist ein konsequenter Schritt in der Digitalisierungsstrategie der Fielmann-Gruppe.

2019 • Generationswechsel

Günther Fielmann hat seine Nachfolge über knapp zehn Jahre geplant, kommuniziert und vorbereitet: Nach einer achtjährigen Zusammenarbeit mit seinem Sohn Marc Fielmann zieht sich der Unternehmensgründer im November 2019 aus dem Vorstand zurück. Marc Fielmann wird alleiniger Vorstandsvorsitzender der Fielmann-Gruppe und führt das Familienunternehmen somit in zweiter Generation. Im selben Jahr formuliert er die Vision 2025, um die kundenorientierte Philosophie des Unternehmens in die Zukunft zu tragen.

2019 • Expansion nach Slowenien

Fielmann treibt die internationale Expansion voran und tritt in den 14. europäischen Markt ein: Im September 2019 erwirbt das Unternehmen 70 Prozent der Anteile der slowenischen Optikerkette Optika Clarus - die größte Übernahme seit zwei Jahrzehnten.

2020 • Expansion nach Spanien

Ende 2020 haben wir mit der Übernahme von 80 Prozent der Anteile der drittgrößten spanischen Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria den 15. europäische Markt erschlossen.

2021 • Online-Verkauf von Brillen in Fielmann-Qualität

Mit der 3D-Anprobe und präziser digitaler Glasanpassung integriert Fielmann zwei der Schlüsseltechnologien für den Online-Verkauf von Brillen in Fielmann-Qualität in seine Kundensysteme. Die Fielmann-App ermöglicht im Verlauf des Geschäftsjahres immer mehr Kunden den digitalen Einkauf.

Der Gründer: Günther Fielmann

Der am 17. September 1939 in der Kleinstadt Stafstedt (Schleswig-Holstein) geborene Günther Fielmann wollte eigentlich Fotograf werden. Sein Vater war von diesen Karriereplänen jedoch wenig begeistert und riet zu einer Ausbildung als Augenoptiker. Günther Fielmann begann seine Laufbahn bei renommierten Unternehmen im augenoptischen Einzelhandel, Großhandel und in der Produktion. 1972 eröffnete er sein erstes Fachgeschäft und leitete das Unternehmen, bis er seinem Sohn Marc 2019 im Rahmen einer langfristigen Nachfolgeregelung den Vorstandsvorsitz übergab. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsaktionär ist leidenschaftlicher Biobauer und betreibt ökologische Landwirtschaft in mehreren Betrieben in Schleswig-Holstein.

Aktie: Fielmann.

Umfeld

In einem von der Coronavirus-Pandemie vermeintlich unbeeindruckten Börsenumfeld stiegen die internationalen Indizes im Geschäftsjahr 2021 deutlich.

Trotz weitreichender Corona-Schutzmaßnahmen, verbunden mit einem flächendeckenden Lockdown zu Beginn des Jahres in Deutschland und zunehmenden Lieferengpässen weltweit, stieg der Deutsche Aktienindex (DAX) von Januar bis April deutlich. Im September erlitt der DAX dann einen massiven Rückgang um minus 1.500 Punkte. Ab Oktober verzeichnete der DAX eine deutliche Erholung und erzielte im November mit 16.290 Punkten ein Allzeithoch. Die starke Ausbreitung der Coronavirus-Variante Omikron sorgte bei den Anlegern zum Jahresende jedoch zunehmend wieder für Verunsicherung. Trotz des zwischenzeitlichen Rückschlags verbucht der DAX damit ein Jahresplus von 15,8 Prozent.

In einem konjunkturell schwankenden Umfeld mit einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten erhöhte die US-Notenbank die Zinsen, während die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin an ihrer lockeren Geldpolitik festhielt. Der US-Wirtschaft gelang es schneller, sich von den Auswirkungen der Pandemie zu erholen. Der Wechselkurs des Euro fiel unterjährig, sodass sich der Kurs des US-Dollars von 1,23 € auf 1,13 € am Jahresende entwickelte. Der Wert des Schweizer Frankens belief sich zu Jahresbeginn auf 1,08 € und erreichte seinen Tiefststand am Jahresende mit 1,03 €.

Die Fielmann-Aktie

Am 31. Dezember 2021 belief sich der Kurs der Fielmann-Aktie auf 59,15 € je Anteilsschein (Vorjahr: 66,45 €). Die Marktkapitalisierung der Fielmann Aktiengesellschaft beläuft sich unter Berücksichtigung aller ausgegebenen 84 Millionen Stammaktien/​ Stückaktien zum Stichtag auf 5,0 Milliarden €.

Dividende

Die Coronavirus-Pandemie beeinflusst noch immer das Umfeld, Politik und Wirtschaft stehen vor schwer kalkulierbaren Herausforderungen. Fielmann konnte seine Erholung im Geschäftsjahr weiter beschleunigen und setzt seine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fort. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen der Hauptversammlung am 14. Juli 2022, für das Geschäftsjahr 2021 aufgrund der anhaltend positiven Unternehmensentwicklung sowie vorhandener Liquidität eine Dividende in Höhe von 1,50 € je Aktie auszuschütten (Vorjahr: 1,20 €). Die Dividendenrendite bezogen auf den Jahresschlusskurs beläuft sich auf 2,5 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent). Die Ausschüttung beträgt 126,0 Millionen € (Vorjahr: 100,8 Millionen €).

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Kennzahlen Fielmann-Aktie 2021 2020
Anzahl Aktien per 31.12. Mio. Stück 84,00 84,00
Höchstkurs 72,05 75,50
Tiefstkurs 55,55 42,94
Jahresendkurs 59,15 66,45
Kurs-Gewinn-Verhältnis 36,29 47,81
Kurs-Cashflow-Verhältnis 14,32 20,02
Umsatz in Fielmann-Aktien Mio. € 1.001,16 1.458,56
Ausschüttungssumme Mio. € 126,00 100,80
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Kennzahlen je Fielmann-Aktie 2021 2020
Jahresüberschuss 1,72 1,44
Ergebnis 1,63 1,39
Cashflow 4,13 3,32
Bilanzielles Eigenkapital 10,39 9,96
Dividende 1,50 1,20

Eckdaten der Branche

Brillen

Augenoptischer Markt Europa 1

80.000

Fachgeschäfte

37

Mrd. € Umsatz

60

Anteil Brillenträger nach Altersgruppen 2

1 Schätzung Fielmann, 2021
2 Allensbach, Spectaris, Emnid

Sonnenbrillen Absatzanteil 1

Kundenanteil Sonnenbrillen in Sehstärke 1

Kontaktlinsen

Letzter Kaufort Kontaktlinsen 2

in Deutschland

Hörakustik

Europäischer Hörakustik-Markt 3

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50 6 7
Mio. Menschen mit Hörproblemen Mrd. € Umsatz Mio. abgegebene Hörsysteme

1 Schätzung Fielmann, 2021
2 Langzeitstudie, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Kantar TNS im Auftrag von Fielmann (n = 1.000), 2020
3 AEA-EFHOH-Report, bpb

Branche

Kunden

Gut zu sehen, ist ein elementarer Bestandteil von Lebensqualität. Die augenoptische Branche erbringt somit für mehr als 60 Prozent der europäischen Bevölkerung eine Gesundheitsdienstleistung von herausragender Bedeutung. Aus diesem Grund durften die Optikergeschäfte in fast allen Ländern während der Coronavirus-Pandemie als systemrelevante Versorger geöffnet bleiben.

In Europa leben derzeit mehr als 500 Millionen Menschen, mehr als 300 Millionen sind Brillenträger. Der Anteil der Brillenträger variiert nach Alter: In der Altersgruppe unter 45 Jahren liegt der Brillenträgeranteil unter 50 Prozent. In der zweiten Lebenshälfte benötigen jedoch auch Normalsichtige eine Lesebrille. Etwa 75 Prozent der 45- bis 59-Jährigen nutzen eine Brille, unter den Senioren tragen fast alle eine Brille. Hauptgründe für den Kauf einer neuen Brille sind neben der veränderten Sehstärke der Verschleiß oder Verlust der Brille sowie Modetrends. Die Brille ist längst mehr als nur eine Sehhilfe. Brillen setzen kommunikative Zeichen, haben Symbolcharakter, prägen Mode- und Lifestyle-Trends. Und je jünger die Brillenkunden sind, umso mehr sehen sie in der Brille ein Modeaccessoire, das die eigene Persönlichkeit unterstreicht. Der Wiederbeschaffungszyklus liegt bei drei bis vier Jahren. (Eurostat, Allensbach, Spectaris, Emnid)

Markt für Augenoptik

Geprägt durch unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen und regionale Besonderheiten ist der augenoptische Markt in den europäischen Ländern sehr heterogen. Mit Blick auf den Gesamtmarkt gibt es keine offiziellen Zahlen. Fielmann schätzt den Absatz europaweit auf mehr als 60 Millionen Brillen und den Umsatz auf circa 37 Milliarden €. In diesen Eckdaten sind sowohl stationär als auch online getätigte Käufe berücksichtigt. Kunden unterscheiden heute jedoch nicht mehr zwischen Online und Offline, vielmehr wünschen sie sich die Verbindung von persönlicher Beratung und digitalen Services. Immer mehr Kunden informieren sich über Produkte und Services online, vereinbaren auf ihrem Smartphone einen Termin und verfolgen ihren Auftrag digital in Echtzeit. Der Versandanteil über alle Warengruppen steigt seit Jahren kontinuierlich. Dennoch bleibt der OnlineHandel in der augenoptischen Branche weitgehend auf den Verkauf von Kontaktlinsen und Sonnenbrillen ohne Korrektionswirkung beschränkt. Korrektionsbrillen online zu kaufen, hat sich in Europa noch nicht durchgesetzt. In einer repräsentativen Studie mit mehr als 1.000 deutschen Brillenträgern gaben 98 Prozent aller Befragten an, dass sie für den Kauf ihrer Brille ein augenoptisches Fachgeschäft aufgesucht haben - insbesondere optische Messungen wie der Sehtest, die Zentrierung der Brillengläser und die Anpassung der Fassung erfolgen stationär. Bezogen auf den Branchenumsatz macht der Online-Handel weniger als 1 Prozent des gesamten Korrektionsbrillenmarktes in Deutschland aus.

Eine klare Trennung in stationär und online ist zukünftig kaum mehr möglich. Die Kunden wünschen sich ein Omnichannel-Angebot, bei dem sie frei zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen wählen können. Die relevanten Informationen und Services sollten sowohl online als auch stationär verfügbar sein. Es entsteht ein durchgehendes, kanalübergreifendes Kundenerlebnis.

Wir schätzen, dass es in Europa mehr als 80.000 augenoptische Fachgeschäfte gibt. Der europäische Markt ist zunehmend von augenoptischen Ketten und Omnichannel-Anbietern wie Fielmann geprägt. Diese Unternehmen betreiben europaweit etwa 25 Prozent aller Geschäfte. Der Konsolidierungsgrad, definiert als der Anteil des Gesamtumsatzes, der von filialisierten Unternehmen erwirtschaftet wird, reicht von etwa 90 Prozent in einigen skandinavischen Ländern bis zu weniger als 20 Prozent in Italien. In Deutschland liegt der Konsolidierungsgrad bei vergleichsweise hohen 70 Prozent. (Statista, ZVA)

Brillengläser

In fast allen augenoptischen Märkten in Europa sind optische Brillengläser die wichtigste Warengruppe; sie korrigieren die Fehlsichtigkeit und bieten dem Kunden eine optimale Sehschärfe. Mehr als 90 Prozent aller Gläser werden heute aus organischen Kunststoffen gefertigt, mineralische Gläser verlieren weiter an Bedeutung. Beim Kunststoffglas überwiegt das leichte und weitgehend bruchsichere CR 39. Hochbrechende Kunststoffmaterialien, mit denen noch dünnere und leichtere Gläser gefertigt werden können als bisher, gewinnen an Bedeutung. Um Kratzer auf organischen Gläsern zu verhindern, wird deren Oberfläche häufig mit einer Hartschicht versehen. Eine Entspiegelung vermindert unerwünschte Reflexe. Immer mehr Kunden wünschen diesen Komfort. In der zweiten Lebenshälfte (ab 45 Jahren) sind nahezu alle Menschen auf eine Lesebrille angewiesen. Fehlsichtige, die schon in jungen Jahren eine Brille tragen, benötigen im Alter eine Fern- und eine Nahbrille. Eine komfortable und zeitgemäße Alternative ist die Gleitsichtbrille: Die stufenlose Progression der Gleitsichtgläser ist für Außenstehende nicht zu erkennen. Sie unterscheiden sich für den Betrachter nicht von den Einstärkengläsern, die man in der Jugend trägt. Fielmann wächst mit Gleitsichtgläsern schneller als die Branche. Dies erklärt sich aus der Kundenstruktur: Fielmann-Kunden sind im Schnitt jünger als die Kunden unserer traditionellen Wettbewerber. Sie bleiben uns über die Jahre treu. (GfK, Spectaris, ZVA, Allensbach, KGS)

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind für viele Kunden eine attraktive Ergänzung, um ihre Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Sie liegen nicht direkt auf der Hornhaut des Auges, sondern schwimmen auf einem feinen Tränenfilm. Kontaktlinsen bestehen aus speziellen Kunststoffmischungen, die sauerstoffdurchlässig sind, weil das Auge - wie jedes andere Organ auch - Sauerstoff benötigt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen formstabilen (harten) und weichen Kontaktlinsen. Formstabile Kontaktlinsen behalten auch außerhalb des Auges ihre Form, während weiche Kontaktlinsen ihre Form verändern und in einer Flüssigkeit aufbewahrt werden müssen. Kontaktlinsen ermöglichen eine erhöhte Bewegungsfreiheit, ein natürliches Aussehen und ein weites Sichtfeld. Wir schätzen den Kontaktlinsenmarkt europaweit auf mehr als 4 Milliarden €. Insgesamt tragen etwa 7 Prozent der Bevölkerung Kontaktlinsen. Die höchsten Anteile verzeichnet Schweden mit 30 Prozent und die Niederlande mit 25 Prozent. Am anderen Ende des Spektrums liegen Märkte wie Deutschland, wo nur 5 Prozent der Menschen, die eine Sehkorrektur benötigen, Kontaktlinsen tragen.

Dieses niedrige Niveau ist das Ergebnis der Berufsstruktur und fehlender Anreize für die Anpassung von Kontaktlinsen: Der Kontaktlinsenmarkt ist seit Jahrzehnten im Wandel. Als Kontaktlinsen sich in den 80er- und 90er-Jahren als ergänzende Sehhilfe etablierten, boten viele Augenoptiker sowohl die Anpassung als auch das Probetragen kostenlos an. Die Kosten für Personal, Messgeräte und Miete wurden auf den Produktpreis umgelegt. In den 2000er-Jahren stieg der Anteil der branchenfremden Internetversender stetig, eine Umlage der Kosten auf das Produkt war nur noch eingeschränkt möglich. Eine von Fielmann in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungsinstituts Kantar TNS ergab, dass 90 Prozent aller Kontaktlinsen in Deutschland 2019 von Augenoptikern angepasst wurden. Mehr als 25 Prozent der Anpassungen wurden von traditionellen Optikern vorgenommen. Der Nachkauf wird jedoch zunehmend online getätigt, wobei Online-Händler 2019 einen Anteil von 28 Prozent erreichen. Während es Fielmann und anderen Omnichannel-Anbietern zunehmend gelingt, ihre Kunden an sich zu binden, verloren die traditionellen Augenoptiker und Kontaktlinsenstudios 2019 statistisch etwa drei von vier Kunden an das Internet. Aufgrund der Abwanderungsquoten im hohen zweistelligen Bereich ist die Anpassung für den traditionellen Augenoptiker zunehmend unrentabler, die Anzahl der Neuanpassungen stagniert. Langfristig durchsetzen werden sich nur Anbieter, die persönliche Beratung und augenoptische Fachkompetenz mit digitalen Services verbinden. Wenn sich die Anpassung für den Augenoptiker wieder lohnt, wird der Markt wieder wachsen. Bis dahin wird der Markt weiter auf dem derzeitigen Niveau verharren. (ECCO, Statista, Spectaris, ZVA, Kantar TNS)

Sonnenbrillen

Sonnenbrillen schützen unser Auge vor Helligkeit und vor schädlicher UV-Strahlung und sind zugleich modische Accessoires. Sie werden auch von Menschen getragen, die bestens sehen können. Jährlich werden in Europa etwa 200 Millionen Sonnenbrillen verkauft, den Umsatz schätzen wir auf circa 6 Milliarden €. Den Großteil des Absatzes generieren Kaufhäuser, Textilhändler, Boutiquen, Parfümerien, Spotgeschäfte, Fachmärkte, Tankstellen oder der Versandhandel. Augenoptiker verkaufen nur einen geringen Teil aller verkauften Sonnenbrillen (etwa 20 Prozent), machen aber einen viel größeren Teil des Umsatzes aus, der vornehmlich durch höherwertige Sonnenbrillen und Markensonnenbrillen erzielt wird. Der Trend geht dabei zur hochwertigen Brille mit Modelabel und garantiertem Schutz vor ultravioletten Strahlen. Gestützt wird diese Entwicklung durch die Diskussion über die schädliche Wirkung von UV-Strahlen. Bislang tragen nur 45 Prozent aller Brillenträger eine Sonnenbrille mit ihrer Stärke. Fielmann sieht signifikante Wachstumschancen im steigenden Anteil hochwertiger und modischer Sonnenbrillen mit individueller Korrekturstärke.

(Statista, Allensbach, KGS, Spectaris)

Hörsysteme

Der Markt der Hörakustik ist ein Wachstumsmarkt. In Europa leben mehr als 50 Millionen Menschen mit Hörproblemen. Etwa 40 Prozent dieser Menschen tragen ein Hörgerät. Wir schätzen den Absatz in Europa auf etwa 7 Millionen Geräte und den Umsatz auf etwa 6 Milliarden €. Wie die Augenoptik ist auch die Hörakustik in vielen Ländern stark fragmentiert, die Preise sind hoch. Die Strukturen sind vergleichbar mit denen der Augenoptikbranche vor 30 Jahren. In unserer Industriegesellschaft werden die Menschen immer älter. Der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre steigt seit Jahren kontinuierlich. Er liegt derzeit bei 20 Prozent und wird in den nächsten Jahren auf über 25 Prozent wachsen. Die technologische Entwicklung zu immer kleineren und intelligenteren Hörsystemen wird zusätzliches Wachstum generieren. Die Kunden werden immer anspruchsvoller. Dies gilt nicht nur für das gute Sehen, sondern auch für das gute Hören. Allein unsere Stammkunden in den Kerneinzugsgebieten benötigen mehr als 150.000 Geräte pro Jahr. Die Fielmann-Gruppe betrieb zum Ende des Berichtsjahres 312 Hörakustikstudios - langfristig sollen es mehr als 400 sein. (AEA-EFHOH-Report, bpb)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

für den Fielmann-Konzern

Vorbemerkung

Der Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den im Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS einschließlich International Accounting Standards) unter Berücksichtigung der Verlautbarungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) und des ehemaligen Standard Interpretations Committee (SIC) erstellt, soweit sie in der EU gelten und im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Ergänzend sind die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet worden.

Unternehmensprofil der Fielmann-Gruppe
Unternehmensprofil

Fielmann steht für Brillenmode, Kontaktlinsen und Hörakustik zum fairen Preis. Europaweit verfügt die Fielmann-Gruppe über einen Kundenstamm von 27 Millionen Menschen in 16 Ländern. In Zentraleuropa ist Fielmann Marktführer und erreicht in Deutschland einen Absatz-Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Für die Fielmann-Gruppe waren zum Jahresende 22.028 Mitarbeiter tätig.

In Orientierung am Leitsatz "Der Kunde bist Du" verfolgt die Fielmann-Gruppe eine kundenzentrierte Philosophie, die in den garantiert günstigen Preisen der Augenoptik- und Hörakustikprodukte ebenso zum Ausdruck kommt wie in einer hohen Produkt- und Servicequalität. Als Designer, Hersteller, Großhändler und Augenoptiker ist Fielmann mit hoher Fachkompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der augenoptischen Branche tätig. Die aus der Vision 2025 abgeleitete Strategie von Fielmann ist darauf ausgerichtet, die Preis-, Qualitäts- und Servicevorteile noch mehr Kunden in Europa zugänglich zu machen, indem weitere europäische Länder erschlossen werden. Zugleich gilt es, die Standorte mit Online-Services zu verzahnen und so die kundenzentrierte Philosophie auf einen maßgeschneiderten Omnichannel-Ansatz auszuweiten.

Organisationsstruktur

Die Fielmann Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist die Muttergesellschaft der Fielmann-Gruppe.

Sie betreibt Standorte unter der Marke Fielmann und beteiligt sich darüber hinaus an regional erfolgreichen Unternehmen im Bereich Augenoptik und Hörakustik, die unter eigener Marke agieren. Hierzu zählen unter anderem die 2019 erworbene Optikerkette Okulistika Clarus in Slowenien und die Ende 2020 akquirierte Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria in Spanien, welche über die Beteiligung an der Optica del Penedés, S.L. gehalten wird. Insgesamt verfügte die Fielmann-Gruppe zum Jahresende 2021 über 913 Niederlassungen (Vorjahr: 870 Niederlassungen) im In- und Ausland. Die Herstellung der augenoptischen Produkte und die Logistik zählen ebenfalls zur Geschäftstätigkeit der Fielmann Aktiengesellschaft.

Die Fielmann Aktiengesellschaft ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard notiert und gehört dem Auswahlindex SDAX an. Die Familie Fielmann kontrolliert über die Holding Korva SE mit der Fielmann Familienstiftung und über direkte Anteile 71,64 Prozent der Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft, der Streubesitz beläuft sich damit auf 28,36 Prozent.

Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der Steuerung der Fielmann-Gruppe nach den Absatzmärkten Deutschland, Schweiz, Österreich, Spanien sowie Übrige.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Fielmann-Gruppe orientiert sich bei ihrer Ausgestaltung von Leitung und Kontrolle an den im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) aufgeführten Standards einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.

Für die Leitung der Fielmann-Gruppe ist der vierköpfige Vorstand der Fielmann

Aktiengesellschaft verantwortlich. Vertreten wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam oder durch ein Vorstandsmitglied mit einem Prokuristen. Der Vorstand arbeitet vertrauensvoll mit dem Aufsichtsrat zusammen und wird von diesem kontrolliert. Den Vorstandsvorsitz hat Marc Fielmann mit Ressortzuständigkeit für Strategie, Marketing, IT, Category Management & Einkauf inne. Mit Wirkung zum 1. März 2021 wurde Katja Groß in den Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft berufen und übernahm das seit 2018 übergangsweise vom Vorstandsvorsitzenden Marc Fielmann geführte Personalressort, das auch die Organisation umfasst. Damit endete ein zweijähriger Nachfolgeprozess.

Michael Ferley legte mit Wirkung zum 31. März 2021 aus persönlichen Gründen sein Amt als Vorstand für Materialwirtschaft und Produktion nieder. Georg Alexander Zeiss übernahm die Führung der beiden Ressorts zum 1. April 2021 zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Finanzvorstand. Dr. Bastian Körber entlastet Herrn Zeiss im Bereich der Expansion sowie durch die Bündelung zusätzlicher Aufgaben im Category Management, zusätzlich zu seiner Ressortverantwortung für Vertrieb und Controlling. Ab dem 1. Februar 2022 sind das Category Management sowie der Einkauf von Kernprodukten für die Optik und Akustik unter dem Vorstandsvorsitz gebündelt worden.

Dem nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes formierten Aufsichtsrat der Fielmann Aktiengesellschaft gehören 16 Personen an (sechs Frauen und zehn Männer). Er berät neben seiner Kontrollfunktion den Vorstand bei wesentlichen Aufgaben und Geschäftsvorfällen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt.

Der Aufsichtsrat hat zur Steigerung der Effizienz seiner Tätigkeit im Berichtszeitraum vier ständige Ausschüsse gebildet. Zusätzlich zum Personal-, Vermittlungs- und Nominierungsausschuss wurde im Berichtsjahr ein Prüfungsausschuss eingerichtet. Der Aufsichtsrat folgte damit der Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und den gesetzlichen Anforderungen.

Konzernerklärung zur Unternehmensführung

Die Standards der Unternehmensführung sind gemäß § 315d HGB in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt. Sie enthält die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, die von Vorstand und Aufsichtsrat der Fielmann Aktiengesellschaft im Dezember 2021 abgegeben wurde. Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht und ist im Internet unter www.fielmann.com abzurufen. Sie ist zudem Teil des Geschäftsberichts und des Konzernlageberichts.

Geschäftsmodell

Im Bereich Augenoptik deckt die Fielmann-Gruppe die relevante Wertschöpfungskette von Design bis Einzelhandel vollständig ab. Um das Design der eigenen Marken-Kollektionen kümmert sich ein internationales Team mit rund 20 Beschäftigten. Fielmann arbeitet darüber hinaus eng mit allen großen Herstellern zusammen und kann den Kunden so eine breite Auswahl bei Brillengläsern und Fassungen, vom Einstiegs- bis zum Luxussegment, zum garantiert günstigen Preis anbieten.

Im brandenburgischen Rathenow befindet sich unser größtes Produktions- und Logistikzentrum. Unter einem Dach fertigt Fielmann auftragsbezogen Mineral- und Kunststoffgläser, fügt sie in der Randschleiferei mit der bestellten Fassung zur individuellen Brille zusammen und liefert sie im Nachtsprung in die Niederlassungen. Internationale Produktions- und Logistikstandorte im Eigenbetrieb, im Joint Venture oder durch die Beauftragung Dritter dienen der schnelleren Versorgung der Kunden durch die Auslandsgesellschaften und den Versandhandel.

Im Berichtsjahr wurden im Tagesdurchschnitt mehr als 18.000 Gläser (Vorjahr: 17.700 Gläser) ausgeliefert und über 52.000 Aufträge (Vorjahr: 50.300 Aufträge) abgewickelt. In Summe produzierte Fielmann 4,5 Millionen Gläser aller Veredelungsstufen und versendete 8,3 Millionen Brillenfassungen in die Niederlassungen (Vorjahr: 4,4 Millionen Gläser, 7,3 Millionen Brillenfassungen). Das Produktspektrum im AugenoptikBereich umfasst ferner Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Schutzbrillen, Zubehör und Accessoires sowie Handelswaren aller Art. Auf Brillengläser entfallen dabei rund zwei Drittel des Umsatzes.

Der mit Abstand wichtigste Vertriebskanal sind die Niederlassungen der Fielmann-Gruppe in 16 europäischen Ländern. Die hohe Fachkompetenz und Servicequalität einschließlich des Angebots kostenloser Seh- und Hörtests sichert zusammen mit der Produktbreite und den Preisvorteilen eine hohe Kundenzufriedenheit und einen hohen Anteil wiederkehrenden Geschäfts bei ausgeprägter Weiterempfehlungsbereitschaft. Durch die perfekte Verbindung aus persönlicher Beratung in den Niederlassungen und digitalen Services verfolgt Fielmann zugleich den Anspruch, als branchenweit erstes Unternehmen eine optimal auf Kundenbedürfnisse zugeschnittene Omnichannel-Welt zu schaffen. Mit dem Rollout der Omnichannel-Plattform soll in den kommenden Jahren ein deutliches Wachstum des Versandumsatzes auf annähernd 20 Prozent des Konzernumsatzes erreicht werden.

An bereits 312 Standorten in den Ländern Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien (Stand: Jahresende 2021) bietet die Fielmann-Gruppe ihren Kunden Marken-Hörsysteme und Akustikservices zu einem garantiert günstigen Preis an.

Rund 9 Millionen Kunden in Deutschland und Österreich haben sich für die Nulltarif-Versicherung von Fielmann und der HanseMerkur entschieden. Bei Sehstärkenveränderung (ab 0,5 Dioptrien) erhalten sie kostenlos neue Nulltarif-Gläser, bei Bruch oder Beschädigung bekommen sie ebenfalls jederzeit kostenlosen Ersatz. Zudem haben sie nach Ablauf von zwei Jahren Anspruch auf eine neue Brille aus der Nulltarif-Kollektion.

Markt und Einflussfaktoren

Die Fielmann-Gruppe agiert sowohl im Bereich Augenoptik als auch in der Hörakustik in attraktiven Wachstumsmärkten. Gemäß einer Schätzung von Statista wird das Marktvolumen in Europa von 34,3 Mrd. € im Jahr 2021 auf 40,0 Mrd. € im Jahr 2025 steigen, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beträgt rund 3 Prozent (2022-2025). Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist dabei die demografische Entwicklung. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Brillenträger deutlich. In der zweiten Lebenshälfte sind nahezu alle Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen. Normalsichtige benötigen eine Lesebrille, während Fehlsichtige, die schon in jungen Jahren eine Brille tragen, später in aller Regel eine Fern- und Nahkorrektur benötigen. Auch bei Fielmann steigt dadurch der Anteil von Gleitsichtgläsern, die einen höheren Wert aufweisen. Auch bei getönten Gläsern wird die Nachfrage nach Einschätzung von Fielmann überproportional wachsen, zumal aktuell nur 45 Prozent (Quelle: SPECTARIS Branchenreport Augenoptik 2020/​2021) aller Brillenträger eine Sonnenbrille mit ihrer Stärke tragen.

Zugleich führt das häufige Nahsehen, etwa beim Lesen und Arbeiten am Computer oder der Mediennutzung über Smartphones, ebenso wie der Mangel an Tageslicht Studien zufolge bereits bei Kindern und Jugendlichen zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr zu einem starken Längenwachstum des Augapfels und einer entsprechenden Verminderung der Sehfähigkeit. Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen daher eine Brille oder Kontaktlinsen. Schon heute sind mehr junge Leute betroffen als noch vor wenigen Jahrzehnten. So trägt in Deutschland etwa einer von zehn Grundschülern bereits eine Brille. Gemäß einer Studie des Kuratoriums Gutes Sehen e. V. hat sich seit 1952 der Anteil der Brillenträger in der Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen mehr als verdoppelt. In der Altersklasse der 30- bis 44-Jährigen stieg der Anteil der Brillenträger um mehr als 55 Prozent.

Auch im Bereich Hörakustik ist Marktwachstum vorgezeichnet. Nach Angaben der WHO leiden rund 5 Prozent der Weltbevölkerung bzw. 430 Millionen Menschen unter einer behandlungsbedürftigen Hörminderung, für das Jahr 2050 wird ein Anstieg auf 700 Millionen Menschen prognostiziert. In der EU haben 34,4 Millionen Menschen eine beeinträchtigende Hörminderung - rund zwei Drittel davon sind noch nicht mit Hörsystemen versorgt. Unbehandelter Hörverlust geht durch den kognitiven Leistungsverlust mit einem erhöhten Risiko einher, an einer Demenz oder Depression zu erkranken. Studien gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 15 Millionen Menschen eine Hörbeeinträchtigung aufweisen, mit steigender Tendenz. Betroffen sind dabei nicht nur ältere Menschen ab 60. Auch immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene leiden unter Beeinträchtigungen. Verschiedene Studien dokumentieren eine wachsende Anzahl von jungen Menschen mit Hörverlust und Tinnitus.

Das Konsumverhalten wird zunehmend durch digitale Technologien geprägt. Beschleunigt durch die Coronavirus-Pandemie hat sich das Konsumverhalten noch stärker in Richtung E-Commerce verlagert. In der Augenoptik- und Hörakustik-Branche werden sich nach Einschätzung von Fielmann Omnichannel-Geschäftsmodelle durchsetzen, insbesondere auch deshalb, weil Messtechnologien noch nicht in der erforderlichen Qualität online abbildbar sind. Fielmann konzentriert sich deshalb auf die enge Verzahnung stationärer Niederlassungen und digitalen Services mit dem Ziel, ein konsistentes Kundenerlebnis über alle Vertriebskanäle hinweg zu schaffen.

Die Märkte für Augenoptik und Hörakustik sind durch eine zunehmende Konsolidierung gekennzeichnet, die auch die Fielmann-Gruppe vorantreibt. Im Hörgerätemarkt ist neben einer vertikalen Konzentration eine Zunahme von Anbietern zu erkennen, die einfache Hörsysteme über das Internet vertreiben.

Regulatorisches Umfeld

Im Bereich Augenoptik werden die Leistungen nahezu vollständig durch die Kunden privat bezahlt. In den für Fielmann relevanten Auslandsmärkten sind gesetzliche Krankenkassenleistungen für Brillen ebenfalls unüblich. Private Krankenkassen übernehmen in unseren Märkten nach individuellem Vertragsstand Leistungen. In Deutschland wurden die erstattungsfähigen Leistungen durch die Gesundheitsreform 2004 enorm eingeschränkt. In der gesetzlichen Krankenversicherung haben - neben Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre - volljährige Versicherte nur dann einen Anspruch auf Korrektionsgläser, wenn sie auf beiden Augen eine extreme Sehschwäche aufweisen und ihre Sehleistung auf dem besseren Auge bei bestmöglicher Korrektur höchstens 30 Prozent erreicht. Zusätzlich haben Versicherte, die wegen einer Kurz- oder Weitsichtigkeit Gläser mit einer Brechkraft von mindestens 6 Dioptrien oder wegen einer Hornhautverkrümmung von mindestens 4 Dioptrien benötigen, seit 2017 einen Anspruch auf Kostenübernahme in Höhe des vom GKV-Spitzenverband festgelegten Festbetrages bzw. des von ihrer Krankenkasse vereinbarten Vertragspreises.

Die seit 2019 geltende Hilfsmittel-Richtlinie Sehhilfen ermöglicht es Augenoptikern, hochgradig fehlsichtige Personen, die gesetzlich versichert sind, ohne Mitwirkung eines Augenarztes mit Sehhilfen zur Verbesserung der Sehschärfe zu versorgen, wobei die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Die seit Jahren praktizierte Folgeversorgung mit Sehhilfen über Berechtigungsscheine ist explizit in der Hilfsmittel-Richtlinie enthalten. Im Bereich Hörakustik haben gesetzlich Krankenversicherte in Zentraleuropa zumeist einen Anspruch auf eine Hörsystemversorgung, die nach dem aktuellen Stand der Medizintechnik eine bestmögliche Angleichung an das Gehör eines Normalhörenden gewährleistet. Um auch zukünftig den Versicherten eine vollumfängliche Leistung garantieren zu können, werden in Deutschland die Festbeträge mit Wirkung zum 1. April 2022 auf 749 € je Hörgerät inkl. Otoplastik festgesetzt. Durch Rahmenverträge mit den gesetzlichen Krankenkassen sind Hörakustiker in Deutschland verpflichtet, die Versorgung für den Kunden bereits zum Nulltarif und mit Nachlässen gegenüber den Krankenkassen sicherzustellen, was Anbietern mit wettbewerbsfähigen Angeboten wie Fielmann Vorteile verschaffen kann. In Österreich werden Zuzahlungen zwischen 792 € und 2.100 € gewährt, in der Schweiz in Abhängigkeit der Versicherung bis zu 840 CHF. In Spanien sind derartige Leistungen durch gesetzliche Krankenkassen nicht abgedeckt.

Markt- und Technologieposition

Als Marktführer in Zentraleuropa mit hohem Eigenfertigungsgrad und durchgängiger Wertschöpfungskette in der Augenoptik behauptet die Fielmann-Gruppe eine vollständige Kontrolle über Qualität und Kosten und kann ihre Wettbewerbsvorteile im Markt zum Wohle der Kunden nutzen.

Die hohe Produktivität von Fielmann kommt in der Absatz- und Umsatzstärke der Niederlassungen zum Ausdruck. Die Anzahl der verkauften Brillen liegt nach Einschätzung von Fielmann in einer normalen Niederlassung mit rund 35 pro Tag um das Vierfache höher als bei anderen Optikerketten. Megastores von Fielmann erreichen sogar einen täglichen Absatz von mehr als 180 Brillen. Der Jahresumsatz pro Fielmann-Niederlassung betrug in Deutschland durchschnittlich 2,2 Millionen € (2021; Vorjahr: 2,2 Millionen €), verglichen mit 0,3 Millionen € bei traditionellen augenoptischen Fachgeschäften. In Österreich erreichen unsere Standorte einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 2,4 Millionen €, in der Schweiz 5,0 Millionen €.

Die Fielmann-Gruppe deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Augenoptik ab, ist Designer, Produzent, Großhändler und Augenoptiker. Eigene Produktionskapazitäten in Rathenow sowie unsere internationale Supply Chain sichern uns die Kontrolle über Qualität und Kosten. Fielmann kann Brillen zu niedrigeren Preisen abgeben als die Konkurrenz, weil wir direkt bei Herstellern in großen Mengen beziehen, von denen die großen Marken kaufen, und auch selber produzieren. Einkaufsvorteile geben wir an unsere Kunden weiter.

Daneben kann Fielmann auf eine vorteilhafte Kundenstruktur bauen. Unsere fortwährende Analyse der Kundenzufriedenheit mit Millionen Datenpunkten belegt nicht nur eine hohe Allgemeinzufriedenheit, sondern insbesondere auch eine besonders hohe Wiederkauf- und Weiterempfehlungsabsicht. Die Altersstruktur ist ebenfalls ein Pluspunkt: Fielmann-Kunden sind jünger als die Durchschnittskunden der traditionellen Mitbewerber. Hierdurch dürfte der Gleitsichtanteil in den nächsten Jahren überproportional ansteigen. Der Ausbau des Hörakustik-Geschäfts kann weitgehend innerhalb der Bestandskundengruppe vorangetrieben werden.

Dank der frühzeitigen Investition in ein Omnichannel-Geschäftsmodell befindet sich Fielmann zudem in einer vorteilhaften Technologieposition. Ob der Kunde einfach nur Inspiration finden, verschiedene Styles testen oder seine neue Lieblingsbrille digital anprobieren möchte: Mit der virtuellen Anprobe von Fielmann kann er viele Brillenmodelle schon unterwegs mit seinem Smartphone oder bequem von zu Hause auswählen. Dabei kann er auch auf ein großes Sortiment an Sonnenbrillen zugreifen und bereits jetzt ganz bequem online bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Die sowohl über die Fielmann Aktiengesellschaft selbst als auch über Beteiligungsgesellschaften eigenentwickelten Technologien wurden mit bislang 15 Patenten gegen Nachahmung geschützt. Zum Jahresende 2021 waren weitere fünf Patente veröffentlicht und vier Patente angemeldet.

Strategie der Fielmann-Gruppe

Die kundenorientierte Philosophie der Fielmann-Gruppe - "Der Kunde bist Du" - ist der Leitfaden für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Unsere Mitarbeiter beraten unsere Kunden so, wie sie selbst beraten werden möchten: Fair, freundlich, kompetent und vor allem unabhängig vom Preis. Zugleich engagiert sich Fielmann gesellschaftlich - aus der Überzeugung, dass ein Unternehmen nur in einem intakten und sozial ausgewogenen Umfeld dauerhaft erfolgreich sein kann.

Mit der Vision 2025 wurden auf der Grundlage der kundenorientierten Philosophie anspruchsvolle Ziele für das Wachstum der Fielmann-Gruppe formuliert. Die Zahl der Kunden soll bis zum Jahr 2025 auf 35 Millionen gesteigert werden. Fielmann will dann europaweit jede vierte Brille verkaufen und einen Außenumsatz (Umsatz inkl. MwSt. und Bestandsveränderung) von mehr als 2,3 Milliarden € erwirtschaften.

Aufbauend auf der bereits vorteilhaften Markt- und Technologieposition treibt Fielmann die Umsetzung der Vision 2025 voran. Das organische Wachstum wird dabei gezielt um strategische Partnerschaften sowie fokussierte Zukäufe von Unternehmen ergänzt, die unter regionalen Gesichtspunkten oder aufgrund ihrer Spezialexpertise eine sinnvolle strategische Erweiterung darstellen. Im Berichtsjahr wurden mehr als 46,5 Millionen € für die Digitalisierung des Geschäftsmodells und die internationale Expansion verwendet.

Ausbau des Niederlassungsnetzes

Fielmann baut das Standortnetz über Neueröffnungen, Vergrößerungen bestehender Niederlassungen oder den Umzug in attraktivere Lagen aus. In den Kernmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz soll mittelfristig mit über 700 Niederlassungen ein Außenumsatz von 2,1 Milliarden € erwirtschaftet werden. In den Wachstumsmärkten Italien - mit Fokus auf Norditalien - und Polen ist ein zügiger Ausbau der Standortzahl auf insgesamt 150 bei einem Außenumsatz von 160 Millionen € geplant. In Spanien sieht Fielmann nach dem Markteintritt durch die mehrheitliche Übernahme von Optica & Audiologia Universitaria Ende 2020 Potenzial für insgesamt 200 Niederlassungen. Weitere Chancen auf organisches und anorganisches Wachstum sollen genutzt werden. So expandierte Fielmann im Sommer 2021 mit seinem Online-Shop sowie ersten Standorten nach Tschechien, den bereits 16. Absatzmarkt in Kontinentaleuropa, und plant dort mittelfristig 20 Standorte und einem Außenumsatz von 15 Millionen € zu betreiben. Insgesamt sollen die neuen Märkte langfristig rund 400 Millionen € Außenumsatz beisteuern.

Hörakustik

Fielmann prüft und ergänzt sein Produktsortiment fortwährend entlang der Kundenbedürfnisse. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Ergänzung der Augenoptik um Hörakustik. Zum Jahresende 2021 waren bereits 312 Standorte, 32 mehr als zum Jahresende 2020, mit einem integrierten Hörakustik-Angebot ausgestattet. Das margenstarke Geschäft bietet vor allem in der Altersgruppe der Best-Ager großes Wachstumspotenzial.

Ausbau der Omnichannel-Plattform

Im Zentrum der Digitalstrategie steht eine Omnichannel-Plattform, die den Online-Brillenkauf in Fielmann-Qualität für alle Kunden ermöglicht. Im Berichtsjahr wurde der internationale Rollout weiter forciert. Unter anderem durch die Zusammenarbeit mit dem Augmented-Reality-Spezialisten FittingBox S.A., an welchem Fielmann seit 2018 einen Anteil von rund 20 Prozent hält, konnten mit der Integration der 3D-Brillenanprobe ("Fielmann Fit") und der 3D-Anpassung ("Fielmann Focus") in die kundenseitigen Omnichannel-Systeme bereits zwei Schlüsseltechnologien zur Marktreife geführt werden.

Die Ausdehnung der Technologie auf eine Vielzahl von Endgeräten ist in Vorbereitung. Die eigenentwickelte und bereits patentierte Online-Refraktion ("Fielmann Vision"), die auch Neukunden die Möglichkeit eröffnen soll, eine Brille online zu bestellen, befindet sich aktuell im erweiterten Nutzertest. Langfristig soll - einschließlich Kontaktlinsen und Sonnenbrillen - ein Versand-Anteil von rund 20 Prozent am Konzernumsatz erreicht werden. Der Großteil des Geschäfts wird jedoch auch langfristig über die Verbindung von stationären Niederlassungen und digitalen Angeboten realisiert werden. Das gilt besonders für komplexe Produkte wie zum Beispiel Gleitsichtgläser, die zusätzliche Messungen und eine persönliche Beratung erforderlich machen.

Konsequente Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie

Fielmann entwickelt seine Nachhaltigkeitsziele in den für Stakeholder wesentlichen Themenfeldern kontinuierlich weiter und berichtet jährlich transparent über einen separaten Nachhaltigkeitsbericht (s. Abschnitt "Nachhaltigkeit"). Bereits seit 2020 setzt Fielmann deutschlandweit auf Ökostrom: Alle Niederlassungen, Produktionsstätten und die Zentrale beziehen zu 100 Prozent Strom aus regenerativen Quellen. Auch an den ausländischen Standorten soll der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase weiter reduziert werden. Produktseitig hat Fielmann unter anderem die Entwicklung einer nachhaltigen Brillenkollektion vorangetrieben.

Außerdem haben wir eine nachhaltige Brillenkollektion aus recyceltem Acetat entwickelt, die nach ISO 14040 zertifiziert ist. Diese Kollektion ist seit Frühjahr 2022 im Handel erhältlich. Zeitgleich prüfen wir kontinuierlich neue Materialien und Produktionsmethoden, um unsere Kollektion noch nachhaltiger zu gestalten.

Die Anstrengungen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie spiegeln sich auch in einem auf B- verbesserten ESG-Rating im Carbon Disclosure Project (CDP) sowie einer auf C gestiegenen Eingruppierung von ISS ESG positiv wider.

Steuerungssystem
Bedeutsamste Steuerungskennzahlen

Die Strategie der Fielmann-Gruppe unter dem Dach der Vision 2025 spiegelt sich in der Unternehmenssteuerung wider. Die Zielerreichung sowohl der Gruppe insgesamt als auch der einzelnen Konzerngesellschaften bzw. der nach dem Regionalprinzip gebildeten Segmente wird übergreifend anhand einheitlicher finanzieller Leistungsindikatoren gemessen. Mit den drei zentralen Steuerungskennzahlen (Key Performance Indicators, KPI), Absatz, Umsatz und Ergebnis vor Steuern bildet Fielmann ihr Wachstum und ihre Ertragsentwicklung unmittelbar aus der Vertriebsstatistik sowie - ohne weitere Bereinigungen - aus der Gewinn- und Verlustrechnung ab. Die finanziellen Steuerungskennzahlen werden monatlich ermittelt und intern berichtet.

Die nichtfinanzielle Steuerungskennzahl "Kundenzufriedenheit" wird regelmäßig über Kundenumfragen im In- und Ausland erhoben. Die zentralen Steuerungskennzahlen sind wie folgt definiert:

Absatz:

verkaufte Menge an Brillen und inklusive Sonnenbrillen mit Korrektionsgläsern, ohne Kontaktlinsen (Normlinsen) und Hörsystemen sowie anderer Handelsware.

Umsatz:

Konsolidierter Umsatz der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften ohne Berücksichtigung interner Lieferbeziehungen, wie in der Konzern-GuV und der Segmentberichterstattung ausgewiesen.

Ergebnis vor Steuern:

Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie in der Konzern-GuV und der Segmentberichterstattung ausgewiesen

Kundenzufriedenheit:

Anteil der über Befragungen, unter Hinzuziehung unabhängiger Meinungsforschungsinstitute, ermittelten "sehr zufriedenen" und "zufriedenen" Kunden. Die ermittelten Werte haben unter anderem Einfluss auf die Höhe der Vergütung der Niederlassungsleitung und des Vorstandes.

Weitere Kennzahlen werden regelmäßig oder fakultativ ermittelt und gehen bedarfsweise in die Steuerung ein. Damit geht einher, dass Steuerungskennzahlen auf ihre nachhaltige Aussagekraft überprüft und gegebenfalls ersetzt werden. Eine andere Abverkaufsstruktur, neue Produkte, oder eine Modifikation des Verkaufsmixes können zu einer geänderten Einschätzung führen.

Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen werden extern quartalsweise auf Konzern- und Segmentebene berichtet. Über die Kundenzufriedenheit wird einmal jährlich auf Konzernebene Bericht erstattet.

Zusätzliche Leistungsindikatoren

Ergänzend zu den zentralen Steuerungskennzahlen betrachtet Fielmann weitere Leistungsindikatoren, die Aufschluss über die operative Entwicklung und das Erreichen strategischer Ziele geben. Hierzu zählen insbesondere

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Die Anzahl der Niederlassungen mit und ohne Hörakustik-Angebot

Der durchschnittliche Absatz und Umsatz je Niederlassung

Der Absatz von Hörakustik-Produkten und Kontaktlinsen

Das für den Ausbau, die Modernisierung und den Erhalt des Niederlassungsnetzes sowie für Produktion und Infrastruktur verwendete Investitionsvolumen

Definition relativer Kennzahlen

Im Wirtschaftsbericht geht Fielmann zusätzlich auf nachstehende relative Kennzahlen ein:

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Steuerquote des Fielmann-Konzerns: Steuern vom Einkommen und vom Ertrag /​ Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100

Rendite vor Steuern Konzern: Ergebnis vor Steuern /​ Konzerngesamtleistung x 100 - Umsatzrendite vor Steuern Segmente: Segmentergebnis vor Steuern /​ Segmentumsatzerlöse extern x 100

Nettorendite: Jahresüberschuss /​ Konzerngesamtleistung x 100

Eigenkapitalrendite nach Steuern: Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind /​ Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens x 100

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die nachfolgend aufgeführten externen Kennzahlen sowie Ausführungen zu gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen basieren auf Veröffentlichungen bis zum 15. Februar 2022.

Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie

Die Coronavirus-Pandemie hat sich auch im Geschäftsjahr 2021 auf den Alltag und das Geschäftsleben in Europa ausgewirkt. In den 16 europäischen Ländern, in welchen die Fielmann-Gruppe mit eigenen Standorten präsent ist, wurden Maßnahmen unterschiedlicher Intensität und Dauer zur Eindämmung von Infektionswellen ergriffen. Mit wachsender Immunisierung der Bevölkerung wurden behördliche Maßnahmen im Jahresverlauf gelockert, bevor die schnelle Verbreitung der Omikron-Variante zu erneuten Einschränkungen führte. Augenoptiker, Optometristen und Hörakustiker hatten als wichtige Gesundheitsdienstleister durchgehend geöffnet und konnten unter Beachtung von Hygienevorschriften nahezu uneingeschränkt aufgesucht werden. Dies galt auch für alle Niederlassungen der Fielmann-Gruppe. Wir wenden unsere wissenschaftlich fundierten Hygienestandards im Berichtsjahr erneut konsequent an, konnten so die Gesundheit von Kunden und Mitarbeiter zuverlässig schützen.

Die Kundenfrequenz in vielen zentraleuropäischen Städten und Einkaufszentren erreichte allerdings noch nicht wieder das Vorkrisenniveau. Der Negativtrend einer nachlassenden Frequenz in den Innenstädten wurde durch die stärkere Hinwendung zu Nahversorgern und E-Commerce im Zuge der Coronavirus-Pandemie weiter verschärft. Die Fielmann-Gruppe war hiervon nur moderat betroffen, da sie aufgrund ihrer starken Kundenbasis nur geringfügig von Laufkundschaft abhängig ist. Die Verlagerung des Kundenverkehrs in Nahversorgerlagen kann aufgrund des weitverzweigten Niederlassungsnetzes ebenfalls weitgehend aufgefangen werden. Durch Terminvereinbarungen und das eigenentwickelte, digitale Zeitmanagement gelang es, die frequenzbedingten Rückgänge abzumildern, Wartezeiten in den Niederlassungen für Kunden zu reduzieren, den Zustrom in die Niederlassungen zu steuern und die Produktivität zu erhöhen.

Die Fielmann-Gruppe verfügt über lange Reichweiten der Lagerbestände für ihre Kernprodukte und war daher von einer Verknappung bei Zulieferprodukten praktisch nicht betroffen. Die Transport- und Energiekosten erhöhten sich spürbar und die Coronavirus-bedingten Hygienekosten für Kunden und Mitarbeiter verblieben auf dem hohen Vorjahresniveau.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft befand sich im Jahr 2021 nach der durch die Coronavirus-Pandemie ausgelösten Rezession 2020 deutlich auf Erholungskurs, wenngleich sich die Wachstumskräfte im Jahresverlauf abschwächten. Regionale Coronavirus-Ausbrüche, die zum Teil restriktive Maßnahmen nach sich zogen, belasteten sowohl die Produktion als auch den Welthandel. Die zunächst auf den Halbleitermarkt beschränkten Lieferengpässe weiteten sich auf zahlreiche Rohstoffe und Zulieferprodukte aus, sodass der zu Beginn des Jahres sehr kräftige Aufschwung der weltweiten Industrieproduktion ausgebremst wurde. Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) belief sich das weltwirtschaftliche Wachstum 2021 auf 5,9 Prozent, während der Euroraum einen Anstieg von 5,2 Prozent erreichte. Das Welthandelsvolumen für Güter und Dienstleistungen legte trotz der Lieferketten-Problematik insgesamt um 9,7 Prozent zu.

Zusammen mit einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage bei gleichzeitiger Rohstoffknappheit trugen die Lieferengpässe überdies zu einem deutlichen Anstieg der Inflation auf 3,1 Prozent in den entwickelten Volkswirtschaften bei. Dennoch hielt die Europäische Zentralbank (EZB) an ihren expansiven Maßnahmen der vergangenen Jahre fest. Aufgrund der erneut wachsenden konjunkturellen Risiken durch wieder steigende Infektionsraten zum Jahresende wurde die starre Zielgröße einer Inflationsrate von 2 Prozent durch die Einführung eines symmetrischen mittelfristigen Inflationsziels von 2 Prozent aufgeweicht.

Konjunkturelle Entwicklung in den Kernmärkten

Die Volkswirtschaften in den Kernmärkten des Fielmann-Konzerns (Deutschland, Österreich und Schweiz) waren auch im Jahr 2021 durch die Coronavirus-Pandemie stark beeinflusst.

Nachdem die Wirtschaftsleistung in Deutschland im ersten Quartal massiv sank, setzte im Frühjahr und Sommer eine deutliche Erholung ein. Die Industriekonjunktur wurde durch Engpässe insbesondere bei Halbleitern gebremst. Trotz einer weiterhin hohen weltweiten Nachfrage nach deutschen Waren war das verarbeitende Gewerbe somit nicht in der Lage, diese im gewünschten Umfang zu bedienen. Positiv entwickelte sich hingegen die Binnenkonjunktur und hier insbesondere der Dienstleistungssektor.

Trotz der Abschwächung im Jahresverlauf erreichte die deutsche Wirtschaft im Jahresvergleich wieder das Vorkrisenniveau 2019. Die Arbeitslosigkeit sowie die Unterbeschäftigung sanken im Vergleich zum Vorjahr merklich. Die Auswirkungen der Corona-bedingten Einschränkungen auf den Arbeitsmarkt wurden zu einem großen Teil abgebaut, sind aber insbesondere in einer gestiegenen Langzeitarbeitslosigkeit weiterhin sichtbar. Gegen Jahresende verschlechterte sich die Verbraucherstimmung in Deutschland spürbar. Gründe waren vor allem der Anstieg der Coronavirus-Infektionen und spürbare Preissteigerungen insbesondere bei Energieträgern.

Nachdem es auch in der Schweiz zu Beginn des Jahres 2021 zu einem weitreichenden Lockdown kam und die Wirtschaft kurzzeitig einen Einbruch erlitt, erholte sie sich im zweiten und dritten Quartal sehr deutlich. Im Jahresvergleich konnte die Schweizer Wirtschaft daher, trotz leichter Abschwächung des Anstiegs im vierten Quartal, das Vorkrisenniveau bereits wieder deutlich übertreffen. Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist nicht zuletzt die starke Schweizer Pharmaindustrie. Der Arbeitsmarkt in der Schweiz hat sich von der Pandemie im Laufe des Jahres 2021 vollständig erholt, so dass der Fachkräftemangel in einigen Bereichen bereits wieder sehr groß ist.

Österreichs Wirtschaft konnte im vergangenen Jahr pandemiebedingte Verluste aus dem Vorjahr aufholen, jedoch noch nicht an das Vorkrisenniveau anknüpfen. Die im Frühjahr einsetzende kräftige wirtschaftliche Erholung führte zu einer raschen Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt. Die Verlangsamung des Wirtschaftsaufschwungs durch Lieferengpässe und zusätzliche Belastungen durch einen Lockdown Ende November führten jedoch zu einer deutlichen Abschwächung im vierten Quartal.

Konjunkturelle Entwicklung in den Wachstumsmärkten

Italiens Wirtschaft erholte sich, unterstützt durch Maßnahmen der neuen Regierung sowie durch Fördermittel der EU, sehr deutlich. Der durch die hohe Impfquote begünstigte Rückgang der Coronavirus-Neuinfektionen führte unter anderem zu einem deutlichen Aufschwung im Tourismus. Die Exporte, und noch mehr die Importe, zeigten sich deutlich erholt. Das Konsumentenvertrauen stieg stark an und übertraf zwischenzeitlich bereits das Vorkrisenniveau. Insgesamt aber blieb die wirtschaftliche Entwicklung Italiens noch hinter dem Vorkrisenjahr 2019 zurück.

Die polnische Wirtschaftsleistung wuchs trotz gestörter Lieferketten und hoher Energiepreise und erzielte bereits im zweiten Quartal ein BIP auf Vorkrisenniveau. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung lag die Arbeitslosigkeit bereits wieder unter dem Niveau von 2019. Angesichts hoher Inflation sank der Konsumklimaindex im Herbst. Die Regierung kündigte daraufhin Steuerentlastungen bei Kraftstoffen an.

Konjunkturelle Entwicklung in den Expansionsmärkten

Spanien erholte sich im Jahr 2021 langsamer als erwartet vom Einbruch der Wirtschaftsleistung im Vorjahr. Außenhandel und Ausrüstungsinvestitionen zogen bereits kräftig an. Die Arbeitslosenquote verringerte sich nur sehr langsam, doch konnten zahlreiche Beschäftigte aus der Kurzarbeit zurückkehren. Durch die ansteigende Nachfrage und die Entwicklung der Energiepreise schnellte die Inflationsrate hoch.

Auch in den übrigen Regionen (Slowenien, Niederlande, Luxemburg, Ukraine, Frankreich, China), mit Ausnahme von Belarus, führten Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie regional zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben und damit einhergehenden wirtschaftlichen Belastungen.

Branchenbezogenes Umfeld
Der augenoptische Markt

Trotz der weiterhin bestehenden Belastungen durch die Corona-Pandemie legten der Brillen-Absatz und der Umsatz der augenoptischen Branche gegenüber dem Vorjahr deutlich zu und konnten beim Umsatz das Vorkrisenniveau 2019 übertreffen. Der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) ermittelte für 2021 einen Absatz der augenoptischen Branche in Deutschland von 12,8 Millionen Brillen (Vorjahr: 11,8 Millionen Brillen), ein Anstieg um 8,1 Prozent. Der Gesamtumsatz der Branche wird vom ZVA auf 6,6 Milliarden € geschätzt (Vorjahr: 6,0 Milliarden €). Die Anzahl der augenoptischen Fachgeschäfte einschließlich aller Zweigniederlassungen und Betriebsstätten lag nach Angaben des Zentralverbandes zum Ende des Berichtszeitraumes bei rund 11.300 Geschäften (Vorjahr: 11.400 Geschäfte).

Zugleich setzte sich der Konzentrationsprozess im internationalen Augenoptik-Markt durch vertikale und horizontale Zusammenschlüsse weiter fort. Während die Zahl der augenoptischen Fachgeschäfte insgesamt rückläufig war, erhöhte sich in Europa und auch in Deutschland erneut der Anteil der Filialunternehmen. Wir schätzen den Filialisierungsgrad europaweit bei etwa 25 Prozent. Der Konsolidierungsgrad, definiert als der Anteil des Gesamtumsatzes, der von Optikergruppen erwirtschaftet wird, reicht von etwa 90 Prozent in einigen skandinavischen Ländern bis zu weniger als 20 Prozent in Italien. In Deutschland liegt der Konsolidierungsgrad bei etwa 70 Prozent. Im Jahr 2021 gehörten rund 2.500 Betriebsstätten zu den zehn umsatzstärksten Filialunternehmen in der Augenoptik. Bezogen auf die insgesamt etwa 11.300 Betriebsstätten bedeutet dies einen Anteil von 22 Prozent (Vorjahr: 21 Prozent).

Valide Zahlen zu den Eckdaten der weiteren Kernmärkte Schweiz und Österreich liegen nicht vor. Nach Schätzung von Fielmann stieg der Absatz und Umsatz in der Schweiz um 12 Prozent auf 1,0 Millionen Brillen und der Umsatz auf 1,3 Milliarden CHF (Vorjahr: 1,2 Milliarden CHF). Die Schweiz zählte wie im Vorjahr rund 1.100 augenoptische Fachgeschäfte. In Österreich stieg der Absatz um rund 6,0 Prozent auf 1,2 Millionen Brillen (Vorjahr: 1,1 Millionen Brillen), der Umsatz erhöhte sich um rund 9,0 Prozent auf 0,4 Milliarden € (Vorjahr: 0,4 Milliarden €). Die Zahl der augenoptischen Fachgeschäfte belief sich unverändert auf 1.200.

Für die Wachstumsmärkte Italien und Polen liegen ebenfalls keine offiziellen Branchendaten vor. Für Italien geht Fielmann nach eigenen Schätzungen von mehr als 9.500 Geschäften aus, die zusammen einen Absatz von 6,3 Millionen Brillen und einem Branchenumsatz von rund 2,7 Milliarden € erreichen. Für Polen schätzt Fielmann den Absatz für 2021 auf rund 3,4 Millionen Brillen, die über rund 2.300 Geschäfte abgegeben wurden. Im Expansionsmarkt Spanien gaben 9.720 augenoptische Fachgeschäfte im Berichtsjahr rund 6,0 Millionen Brillen ab und erzielten einen Branchenumsatz von geschätzt 2,0 Milliarden €.

Der Hörakustik-Markt

Auch die Hörakustik-Branche blieb ebenfalls weitestgehend von schwerwiegenden Auswirkungen durch die Coronavirus-Pandemie verschont. In Deutschland wurden nach Einschätzung der Bundesinnung der Hörakustiker (BIHA) im abgelaufenen Jahr in 7.100 Betriebsstätten (Vorjahr: 6.800 Betriebsstätten) rund 1,5 Millionen Geräte angepasst (Vorjahr: 1,3 Millionen Geräte). Der inländische Umsatz der Hörakustik-Branche lag unverändert bei rund 1,5 Milliarden € (Vorjahr: 1,6 Milliarden €). Zahlen zu den anderen europäischen Märkten sind nicht verfügbar.

Finanzmarktumfeld

Fielmann wickelte im Berichtsjahr rund 86 Prozent des Umsatzes in Euro ab. Etwa 10 Prozent entfallen auf den Schweizer Franken (CHF), der gegenüber dem Euro im Jahresverlauf moderat gewann. Andere Währungen hatten nur einen unbedeutenden Anteil. Wechselkurseffekte hatten daher weiterhin nur geringfügige Auswirkungen auf die Ertragslage der Fielmann-Gruppe.

Gesamtaussage zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

In den Absatzmärkten von Fielmann hat sich die Wirtschaft vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres weitestgehend erholt, wenngleich die sehr hohen Erwartungen an den konjunkturellen Aufschwung vielfach nicht erfüllt wurden. Ausschlaggebend hierfür waren weitere Wellen der Pandemie. Der augenoptische Einzelhandel und die Hörakustiker waren durch die Einstufung als systemrelevante Gesundheitsversorger zumeist nicht von behördlichen Einschränkungen betroffen und blicken insgesamt auf eine positive Branchenentwicklung zurück, von der auch die Fielmann-Gruppe profitierte.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Fielmann-Gruppe

Ertragslage
Geschäftsverlauf im Konzern

Fielmann hat seine Vision 2025 im Berichtsjahr zielstrebig weiterverfolgt und seine Position in den Augenoptik- und Hörakustikmärkten in Europa gefestigt. Damit ist Fielmann den aufgestellten Zielen für 2025 erneut einen großen Schritt näher gerückt. Sowohl in den Kernmärkten Deutschland, Schweiz und Österreich als auch in den Wachstums- und Expansionsmärkten wurde die Zahl der Niederlassungen durch Neueröffnungen und Übernahmen um insgesamt 43 auf 913 zum Jahresende 2021 gesteigert, wobei der Schwerpunkt der organischen Expansion mit 30 neuen Niederlassungen in der zweiten Jahreshälfte lag. Außerdem trat Fielmann mit seinem Online-Shop und ersten Niederlassungen in den nunmehr 16. kontinentaleuropäischen Markt in Tschechien ein. Zugleich wurden weitere 27 Niederlassungen mit Hörakustikstudios ausgestattet, sodass deren Gesamtzahl nun 312 beträgt. Die zur Jahreswende 2020/​21 erworbenen Niederlassungen der Optica & Audiologia Universitaria in Spanien wurden im Berichtsjahr integriert. Die weitere Einbindung in das europaweite Produktions- und Logistiknetzwerk der Fielmann-Gruppe läuft an. Das organische Wachstum wurde durch Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen unter anderem am Produktions- und Logistikstandort Rathenow unterstützt.

Die Omnichannel-Plattform wurde im Berichtsjahr ebenfalls entscheidend weiterentwickelt. Mit dem Soft-Launch der neuen App für 3D-Anpassung in Deutschland hat Fielmann im April 2021 erstmals die patentierte Online-Messtechnologie für Korrektionsbrillen in der Plattform integriert und bietet damit deutlich mehr Bestandskunden den Online-Brillenkauf in Fielmann-Qualität.

Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Im Geschäftsjahr 2021 ist Fielmann auf einen anhaltenden wirtschaftlichen Erholungskurs eingeschwenkt. Die durch die Coronavirus-Krise verursachten Absatz- und Umsatzeinbußen im Vorjahr wurden mehr als ausgeglichen. Mit Rekordwerten beim Außenumsatz von 1,9 Milliarden € und beim Konzernumsatz von 1,7 Milliarden € wurden auch die Werte aus dem Vorkrisenjahr 2019 um rund 10 Prozent übertroffen. Der Umsatzanteil der internationalen Märkte stieg von 21,2 Prozent im Jahr 2019 auf 27,1 Prozent im Jahr 2021. Auch ohne die Beiträge der zum Jahresende 2020 erworbenen spanischen Optica & Audiologia Universitaria hat Fielmann gegenüber dem Vorjahr ein spürbares Wachstum erzielt.

Die positive Entwicklung ist das Ergebnis kontinuierlicher Investitionen in die Digitalisierung und Internationalisierung der Unternehmensgruppe im Rahmen der Vision 2025. Umfangreiche Investitionen in die Omnichannel-Strategie, eine fortgeführte internationale Expansion und wachsende Produktkategorien wie Hörgeräte schaffen auch für die nächsten Jahre eine starke Basis für organisches Wachstum. Zugleich stellte Fielmann seine Widerstandskraft gegenüber Marktbelastungen unter Beweis. Von der nachlassenden Kundenfrequenz in den Innenstädten war der Konzern dank der Treue seiner 27 Millionen Kunden nur moderat betroffen. Ebenso wirkten sich Lieferketten-Störungen kaum auf die reibungslose Produktion und Logistik aus.

Das Ergebnis vor Steuern übertraf mit 209,7 Millionen € den Vorjahreswert um 19,5 Prozent. Aufgrund erhöhter Vorlaufkosten infolge einer beschleunigten organischen Wachstumsstrategie, gestiegener Transportkosten und einmaliger Abschreibungen für Software Anwendungen wurde der Vorkrisenwert jedoch erwartungsgemäß nicht erreicht.

Mit einer Eigenkapitalquote von 50,3 Prozent zum Bilanzstichtag 2021 bleibt Fielmann überaus solide finanziert. Alle Investitionen wurden vollständig aus dem laufenden Cashflow und der vorhandenen Liquidität finanziert.

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2021 2020
Jahresüberschuss Mio. € 144,6 120,8
Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse Mio. € -7,7 -4,4
Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind Mio. € 136,9 116,4
Anzahl Aktien Mio. St. 84,0 84,0
Ergebnis je Aktie 1,63 1,39

Plan-Ist-Vergleich 2021

Aufgrund der hohen Planungsunsicherheit durch die Coronavirus-Pandemie bei Aufstellung des Lageberichts 2020 hat der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft im Prognosebericht drei Szenarien einer möglichen wirtschaftlichen Entwicklung des Fielmann-Konzerns im Geschäftsjahr 2021 aufgezeigt. Im ersten Halbjahr 2021 zeichnete sich das mittlere Szenario als das wahrscheinlichste ab und wurde zur Jahresmitte konkretisiert. Die zentralen Steuerungskennzahlen hat Fielmann im Berichtsjahr durchweg erreicht oder übertroffen. Das Ziel eines Außenumsatzes von mehr als 1,9 Milliarden € wurde mit dem Ist-Wert von 1,94 Milliarden € erreicht. Gleiches gilt für den Konzernumsatz, der sich auf 1,68 Milliarden € bei einem Zielwert von rund 1,7 Milliarden € belief. Der im Prognosebericht 2020 erwarteten Wachstumsrate (Szenario 2) zwischen 17 und 19 Prozent steht ein erreichtes Wachstum von 18,9 Prozent beim Außenumsatz und von 17,4 Prozent beim Konzernumsatz gegenüber. Die für das Geschäftsjahr 2021 erwarteten Marktanteilsgewinne wurden dabei insbesondere in den regionalen Expansionsmärkten erzielt.

Das Ergebnis vor Steuern lag mit 209,7 Millionen € oberhalb des Mindestzielwerts von 200 Millionen €. Bezogen auf den Konzernumsatz wurde eine Vorsteuermarge von 12,5 Prozent erreicht - bei einer erwarteten Marge um 12 Prozent in Szenario 2. Die Kundenzufriedenheit bewegte sich wie prognostiziert auch im Berichtsjahr oberhalb von 90 Prozent.

Auch bei den ergänzend betrachteten Kennzahlen, welche in die Prognose einbezogen wurden, hat die Fielmann-Gruppe ihre Ziele mindestens erreicht. Das stationäre Vertriebsnetz wurde durch Neueröffnungen oder Übernahmen um 43 (Plan 2021: mehr als 40) auf 913 Niederlassungen erweitert. Von den zusätzlichen Standorten entfallen 10 Niederlassungen auf Italien, 12 auf Polen, 7 auf Spanien, 5 auf Deutschland, 4 auf Slowenien sowie 3 auf Tschechien und 2 in der Schweiz.

An 39 Standorten fanden 2021 Umzüge und Umbauten statt (Plan 2021: mehr als 40 Umzüge und Umbauten). In Ausbau, Modernisierung und Erhalt des Niederlassungsnetzes, in Produktion, Infrastruktur und Expansion wurden 2021 insgesamt 89,2 Millionen € investiert (Plan 2021: mehr als 100 Millionen €). Aufgrund einer nicht mehr zweifelsfrei möglichen Abgrenzung von Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten werden Aufwendungen im Zusammenhang mit selbsterstellter Software nicht mehr aktiviert. Die Abweichung zum Plan beruht auf dieser Vorgehensweise. Ab dem Geschäftsjahr sind alle Aufwendungen unmittelbar und in vollem Umfang als Kosten zu berücksichtigen und fallen daher nicht mehr unter die Investitionen. In Deutschland beliefen sich die Investitionen auf 56,6 Millionen € (Plan 2021: 82 Millionen €), in Italien auf 8,9 Millionen € (Plan 2021: 5 Millionen €), in der Schweiz auf 6,9 Millionen € (Plan 2021: 6 Millionen €), in Österreich auf 5,5 Millionen € (Plan 2021: 6 Millionen €) und in Polen auf 4,4 Millionen € (Plan 2021: 4 Millionen €).

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Fielmann-Gruppe 60,6 Millionen € für die Renovierung bestehender Geschäfte und Neueröffnungen aufgewendet (Plan 2021: 58 Millionen €). In die Kapazitätsausweitung unserer Produktion wurden rund 6,4 Millionen € (Plan 2021: 12 Millionen €) investiert, in die Konzerninfrastruktur und Vertriebswege weitere 22,2 Millionen € (Plan 2021: 36 Millionen €).

Fielmann wendete im vergangenen Jahr rund 20 Millionen € für die Aus- und Weiterbildung auf (Plan 2021: rund 20 Millionen €).

Geschäfts- und Ertragslage der Fielmann-Gruppe
Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die Fielmann-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 ihren Absatz und Umsatz deutlich gesteigert und über das Vorkrisenniveau 2019 übertroffen. In allen seinen relevanten Märkten wurden die Marktanteile gehalten oder ausgeweitet. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere das im Vor- und Berichtsjahr weiter vergrößerte Standortnetz. Das organische Wachstum durch Neueröffnungen, Modernisierungen und Vergrößerungen wurde dabei durch die Ende 2020 erworbene Beteiligung an der spanischen Gesellschaft Optica del Penedès, S.L., Betreiberin der Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria mit 80 Standorten zum Erwerbszeitpunkt, ergänzt. Zusätzlichen Rückenwind erhielt Fielmann durch den kontinuierlichen Rollout der Omnichannel-Plattform. Über alle regionalen Märkte hinweg verzeichnete Fielmann einen Absatzanstieg um 14,1 Prozent auf 8,3 Millionen Brillen (Vorjahr: 7,3 Millionen Brillen). Die Zahl der verkauften Normlinsen erhöhte sich auf rund 389 Millionen (Vorjahr: 318 Millionen), wovon bereits mehr als 50 Prozent auf das Versandgeschäft entfielen. Der Absatz im Bereich der Hörakustik belief sich auf über 100,4 Tausend Systeme (Vorjahr: 90,8 Tausend Systeme), ein Anstieg um 10,5 Prozent.

Der Außenumsatz des Fielmann-Konzerns, einschließlich Mehrwertsteuer und Bestandsveränderungen, erhöhte sich um 18,9 Prozent auf 1.938,9 Millionen € (Vorjahr: 1.630,1 Millionen €). Der Umsatzzuwachs war größtenteils mengenbedingt. In Deutschland war der Anstieg des Außenumsatzes zusätzlich durch einen technischen Effekt aus der Absenkung des Mehrwertsteuersatzes von 19,0 Prozent auf 16,0 Prozent im zweiten Halbjahr 2020 beeinflusst.

Der Konzernumsatz legte um 17,4 Prozent auf 1.678,2 Millionen € (Vorjahr: 1.428,9 Millionen €) zu. Der weitaus größte Teil wurde über den stationären Vertrieb erzielt. Einschließlich Bestandsveränderungen errechnet sich eine Konzerngesamtleistung in Höhe von 1.680,8 Millionen € (Vorjahr: 1.426,2 Millionen €).

Das EBITDA, das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen, stieg um 17,6 Prozent auf 396,1 Millionen € (Vorjahr: 336,7 Millionen €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Fielmann-Konzerns lag mit 209,7 Millionen € um 19,5 Prozent über dem Vorjahreswert (175,5 Millionen €). Dies entspricht einer Rendite vor Steuern, bezogen auf die Konzerngesamtleistung, von nahezu unverändert 12,5 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent). Die Steuerquote des Fielmann-Konzerns, bezogen auf das EBT, betrug 31,1 Prozent nach 31,2 Prozent im Vergleichszeitraum.

Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 144,6 Millionen € (Vorjahr: 120,8 Millionen €), woraus sich eine Nettorendite, bezogen auf die Konzerngesamtleistung, von 8,6 Prozent ergibt (Vorjahr: 8,5 Prozent). Nach Abzug von Minderheitsanteilen verbleibt ein den Anteilseignern der Fielmann Aktiengesellschaft zuzuordnender Gewinn von 136,9 Millionen € (Vorjahr: 116,4 Millionen €). Damit legte die Eigenkapitalrendite nach Steuern auf 16,7 Prozent zu (Vorjahr: 14,9 Prozent). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 1,63 € (Vorjahr: 1,39 €).

Wesentliche Einflussfaktoren der Ergebnisentwicklung

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 29,7 Prozent auf 18,3 Millionen € (Vorjahr: 26,0 Millionen €). Diese Position enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Bewertungsgewinne bei Finanzinstrumenten und erhaltene Boni. Durch Währungsdifferenzen, insbesondere zwischen Euro und US-Dollar sowie zwischen Euro und Schweizer Franken, erzielte der Fielmann-Konzern im Berichtszeitraum einen Ertrag von rund 2,2 Millionen €, nach 1,1 Millionen € im Vorjahr. Der Vorjahreswert von 26,0 Millionen € war durch die Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung positiv beeinflusst.

Der Materialaufwand nahm überproportional zur Konzerngesamtleistung um 22,8 Prozent auf 343,3 Millionen € (Vorjahr: 279,5 Millionen €) zu. Neben dem volumenbedingten Anstieg durch die höhere Absatzleistung machten sich die höheren Beschaffungskosten in allen Produktgruppen bemerkbar. Lediglich in der Hörakustik nahm der Materialaufwand unterproportional zu. Die Aufwandsquote erhöhte sich insgesamt auf 20,4 Prozent (Vorjahr: 19,6 Prozent).

Der Personalaufwand stieg unterproportional um 13,7 Prozent auf 703,8 Millionen € (Vorjahr: 618,8 Millionen €). Im Verhältnis zur Konzerngesamtleistung verringerte sich die Personalaufwandsquote damit auf 41,9 Prozent nach 43,4 Prozent im Jahr 2020. Maßgeblich für den höheren Personalaufwand war der Anstieg der Zahl der Mitarbeiter um 0,8 Prozent auf 22.028 (Vorjahr: 21.853). Hiervon waren 1.128 Mitarbeiter in Hörakustikstudios tätig (Vorjahr: 982 Mitarbeiter).

Als Familienunternehmen steht Fielmann in Krisenzeiten zu seinen Mitarbeiter. Im Berichtsjahr wurde das beantragte Kurzarbeitergeld erneut auf 100 Prozent aufgestockt, sodass alle den vollen Nettolohn erhielten. Durch Leistungen wie das Kurzarbeitergeld und vergleichbare Maßnahmen im Ausland wurden im Geschäftsjahr 2021 Lohnkosten- und Sozialversicherungserstattungen von insgesamt 11,8 Millionen € mit dem Personalaufwand verrechnet (Vorjahr: 30,0 Millionen €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 17,8 Prozent auf 255,8 Millionen € (Vorjahr: 217,3 Millionen €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die erstmalige Einbeziehung der spanischen Tochtergesellschaft Optica del Penedés, S.L. zurückzuführen. Darüber hinaus waren pandemiebedingt erneut erhebliche Aufwendungen für Hygienemaßnahmen zum Schutz der Kunden und Mitarbeitern in den Niederlassungen erforderlich. Während sich die Kosten der Warenabgabe aufgrund des wachsenden Versandhandels auf hohem Niveau stabilisierten, stiegen die Kosten für IT und Dienstleistungen im Zuge der Umsetzung der Vision 2025 und der weiter forcierten Digitalisierungsstrategie deutlich. Auch die Werbeaufwendungen stiegen nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr wieder spürbar an.

Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen im Sinne des IFRS 16 erhöhten sich um 4,6 Prozent auf 87,3 Millionen € (Vorjahr: 83,4 Millionen €). Sie stehen vorrangig im Zusammenhang mit der Anmietung von Ladengeschäften, während das PKW-Leasing eine untergeordnete Rolle spielt. Die Kostensteigerung ergibt sich aus der Neuanmietung zusätzlicher Ladengeschäfte sowie durch die erstmalige Konsolidierung der spanischen Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria.

Der Anstieg der Übrigen Abschreibungen um 20,2 Prozent auf 90,0 Millionen € (Vorjahr: 74,9 Millionen €) geht wesentlich auf das hohe Investitionsvolumen im Berichtsjahr und in den Vorjahren zurück. Vor allem die bislang getätigten Investitionen in die Omnichannel-Vertriebsplattform wirkten sich auf das Abschreibungsvolumen im Berichtsjahr aus. Aufgrund einer angepassten Abgrenzung von Forschungs- und Entwicklungs- sowie Betriebskosten werden Aufwendungen von insgesamt 15 Millionen € im Zusammenhang mit selbsterstellter Software nicht mehr aktiviert.

Das Finanzergebnis beträgt saldiert -9,1 Millionen € (Vorjahr: -2,9 Millionen €). Es enthält zum einen nicht liquiditätswirksame Effekte im Zusammenhang mit Auf- und Abzinsungen aufgrund der IFRS/​IAS-Bewertung von Bilanzpositionen und zum anderen ein operatives Zinsergebnis, das aus der Geldanlage des Finanzvermögens resultiert. Das der Geld- und Kapitalanlage zuzurechnende Ergebnis ist wie im Vorjahr ausgeglichen. Grund hierfür sind weiterhin die negativen Anlagezinsen aufgrund der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.

Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt 144,6 Millionen € (Vorjahr: 120,8 Millionen €). Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 14. Juli 2022 vorschlagen, eine Dividende von insgesamt 126,0 Millionen € bzw. von 1,50 € je Aktie auszuschütten. Die vorgeschlagene Ausschüttungsquote auf Basis des Konzerngewinns, der den Anteilseignern der Fielmann Aktiengesellschaft zuzurechnen ist, beträgt damit rund 92,0 Prozent.

Geschäfts- und Ertragslage der Segmente

In Deutschland steigerte Fielmann den Absatz im Berichtsjahr auf 6,5 Millionen Brillen (Vorjahr: 6,0 Millionen Brillen). Der externe Umsatz erhöhte sich um 8,0 Prozent auf 1.223,5 Millionen € (Vorjahr: 1.132,4 Millionen €). Die Zahl der Niederlassungen lag zum Jahresende bei 610 (Vorjahr: 605). Fielmann betreibt in Deutschland 5 Prozent aller Niederlassungen (Vorjahr: 5 Prozent). Der Marktanteil gemessen am Umsatz liegt bei 22 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent) sowie 51 Prozent im Absatz (Vorjahr: 51 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern nahm auf 172,8 Millionen € (Vorjahr: 164,2 Millionen €) zu. Die Umsatzrendite vor Steuern belief sich auf 14,1 Prozent nach 14,5 Prozent im Vorjahr.

In der Schweiz erreichte Fielmann mit 45 Niederlassungen (Vorjahr: 43 Niederlassungen) einen Absatz von 471.000 Brillen (Vorjahr: 418.000 Brillen). Der externe Segmentumsatz wuchs um 11,8 Prozent auf 186,0 Millionen € (Vorjahr: 166,3 Millionen €). Mit 4 Prozent aller Optikfachgeschäfte (Vorjahr: 4 Prozent) erwirtschaftete Fielmann einen Umsatzmarktanteil von 17 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent) und einen Absatzmarktanteil von unverändert 46 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent). Ohne Berücksichtigung der negativen Währungseffekte aus dem moderaten Anstieg des Schweizer Franken gegenüber dem Euro lag der Umsatzanstieg bei 12,9 Prozent. Die Umsatzeinbußen des Vorjahres von 10,7 Prozent konnten damit mehr als kompensiert werden. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 29,5 Millionen € (Vorjahr: 19,9 Millionen €). Hier wirkte sich die Währungskursentwicklung des Schweizer Franken mit rund 0,3 Millionen € negativ aus. Die Umsatzrendite des Segments lag bei 15,9 Prozent nach 12,0 Prozent im Geschäftsjahr 2020.

Der Absatz in Österreich legte im Berichtsjahr auf 387.000 Brillen (Vorjahr: 363.000 Brillen) zu. Der externe Umsatz im Segment stieg um 9,5 Prozent auf 82,0 Millionen € (Vorjahr: 74,9 Millionen €). Mit unverändert 38 Niederlassungen betreibt Fielmann in Österreich 3 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent) aller Optikfachgeschäfte und erzielt einen Umsatzmarktanteil von unverändert 23 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent) sowie einen Absatzmarktanteil von ebenfalls unverändert 32 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 1,2 Millionen € auf 13,7 Millionen €, nach 12,5 Millionen € im Vorjahr. Die Umsatzrendite vor Steuern beläuft sich unverändert auf 16,7 Prozent.

Spanien ist nach dem erfolgreichen Markteintritt Ende 2020 im Berichtsjahr erstmals als Segment ausgewiesen, sodass keine Vergleichswerte aus dem Vorjahr vorliegen. Optica & Audiologia Universitaria steigerte die Zahl der Niederlassungen im Jahresverlauf von 80 auf 87 und erzielte einen Absatz von 407.000 Brillen. Mit rund 1 Prozent aller Optikfachgeschäfte erreichte das Segment einen Umsatzmarktanteil von rund 6 Prozent und einen Absatzmarktanteil von 7 Prozent. Bei einem externen Umsatz des Segments von 111,8 Millionen € belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 10,6 Millionen € und die Umsatzrendite vor Steuern auf 9,5 Prozent.

In den EU-Ländern Italien, Polen, Slowenien, Niederlande, Luxemburg, Tschechien und Frankreich betrieb Fielmann zum Jahresende 2021 insgesamt 133 Niederlassungen (Vorjahr: 104 Niederlassungen), die unter Hinzurechnung der kleineren 51 Standorte (Vorjahr: 51 Standorte) in Belarus und der Ukraine im Segment "Übrige" zusammengefasst sind. In Italien eröffnete Fielmann im vergangenen Jahr 10 und in Polen 12 Standorte. Im neuen Markt Tschechien betrieb Fielmann zum Jahresende 3 Niederlassungen. Der externe Umsatz des Segments "Übrige" betrug insgesamt 74,9 Millionen € (Vorjahr: 55,3 Millionen €). Das Ergebnis vor Steuern lag bei -16,5 Millionen € (Vorjahr: -21,3 Millionen €). Darin spiegeln sich insbesondere Anlaufkosten für neueröffnete Niederlassungen sowie eine durch die Coronavirus-Pandemie belastete Kostenstruktur wider.

Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Fielmann-Konzerns stieg im Berichtsjahr um 4,0 Prozent auf 1.735,9 Millionen € (Vorjahr: 1.669,2 Millionen €).

Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich aufgrund regulärer Abschreibungen insbesondere auf die bilanzierten Markenrechte und Kundenstämme, die im Wesentlichen aus dem Erwerb der spanischen Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria zum 31.12.2020 resultieren. Aufgrund einer nicht mehr zweifelsfrei möglichen Abgrenzung von Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten werden Aufwendungen in Höhe von 15 Millionen € im Zusammenhang mit selbsterstellter Software nicht mehr aktiviert. Insgesamt stehen einem Zugang zu den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 11,6 Millionen € entsprechende Abgänge in Höhe von 10,7 Millionen gegenüber. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte stiegen saldiert um 31,7 Millionen €.

Bei den Firmenwerten ist ein leichter Anstieg von 2,9 Millionen € auf 176,4 Millionen € (Vorjahr: 173,5 Millionen €) zu verzeichnen, der im Zusammenhang mit der Übernahme augenoptischer Fachgeschäfte steht.

Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen, unter anderem in neue Niederlassungen, in den Ausbau von Hörakustikstudios, den Umbau bestehender Niederlassungen und in die Verbesserung der Logistik in Rathenow, führten zu bilanziellen Zugängen von 74,9 Millionen € und übertrafen die Abschreibungen auf Sachanlagen um 41,1 Prozent. Hierdurch erhöhte sich das Sachanlagevermögen im Vorjahresvergleich auf 334,8 Millionen € zum Bilanzstichtag 2021 (Vorjahr: 313,1 Millionen €), was 19,3 Prozent (Vorjahr: 18,8 Prozent) am Gesamtvermögen des Konzerns entsprach. Das Sachanlagevermögen war zum Bilanzstichtag 2021 zu 260,7 Prozent durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 267,1 Prozent).

Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen entstanden durch die Anmietung von Ladenlokalen sowie in geringem Umfang durch PKW-Leasing. Der Anstieg um 7,2 Prozent auf 448,2 Millionen € (Vorjahr: 418,1 Millionen €) ist auf Neuanmietungen von Ladenlokalen im In- und Ausland zurückzuführen sowie die Erstkonsolidierung der spanischen Beteiligung Optica del Penedés, S.L.

Der deutliche Anstieg der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 22,3 Millionen € auf 40,4 Millionen € (Vorjahr: 18,1 Millionen €) steht im Zusammenhang mit der Verwendung freier liquider Mittel für Kapitalanlagen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 538,3 Millionen € (Vorjahr: 518,2 Millionen €). Die im Vorjahr reduzierten Vorräte stiegen im Zuge des gewachsenen Geschäftsvolumens um 4,1 Prozent auf 153,1 Millionen € (Vorjahr: 147,1 Millionen €) zum Bilanzstichtag 2021 an. Dabei handelte es sich vorwiegend um fertige Erzeugnisse und Handelswaren für Augenoptik und Hörakustik.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbezogen um lediglich 0,5 Millionen € auf 39,0 Millionen € (Vorjahr: 38,5 Millionen €), sind aber aufgrund des Geschäftsmodells ohnehin als nicht wesentlich zu betrachten.

Die kurzfristigen Finanzanlagen verringerten sich, korrespondierend zur deutlichen Aufstockung der langfristigen Kapitalanlagen, gegenüber dem Jahresendstand 2020 (117,5 Millionen €) auf 60,6 Millionen €. Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel und Anlagen mit bis zu drei Monaten Restlaufzeit zum Erwerbszeitpunkt) belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 174,9 Millionen € (Vorjahr: 103,7 Millionen €).

Finanzlage

Die Finanzlage des Fielmann-Konzerns war zum Bilanzstichtag 2021 unverändert solide. Das Finanzvermögen (übrige langfristige Finanzanlagen, sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte, kurzfristige Finanzanlagen sowie Zahlungsmittel und Äquivalente) zum Bilanzstichtag belief sich auf 277,9 Millionen € (Vorjahr: 241,4 Millionen €), ein Anstieg um 36,5 Millionen €. Ausschlaggebend hierfür war der deutlich positive Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, der auf die deutliche Erholung der Umsatzerlöse bei verbesserter Profitabilität zurückgeht. Unter Berücksichtigung der Finanzverbindlichkeiten verfügte Fielmann zum Jahresende 2021 über eine positive Nettoposition von 215,1 Millionen € (Vorjahr: 182,5 Millionen €).

Die Anlagepolitik des Fielmann-Konzerns ist defensiv und auf die Erhaltung des Vermögens ausgerichtet. Anlagerichtlinien sehen Obergrenzen sowohl für einzelne Adressen als auch für Anlageklassen vor. Die Anlageentscheidungen erfolgen zentral. Langfristige Anlagen entfallen vorrangig auf Anleihen guter Bonität, die von der Fielmann Aktiengesellschaft gehalten werden. Hinsichtlich weiterer Angaben, insbesondere aufgrund der veränderten Fristigkeit der Anlagen, wird auf Textziffer 28 im Konzernanhang verwiesen.

Die Fielmann-Gruppe geht nur geringfügige langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein. Darüber hinaus bestehende kurzfristige Kreditlinien wurden auch im Berichtsjahr lediglich für Avale in Anspruch genommen. Um Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie entgegenzuwirken, hat sich die Fielmann Aktiengesellschaft zur kurzfristigen Liquiditätssicherung feste Kreditlinien in Höhe von 300 Millionen € bei verschiedenen Banken gesichert. Diese war zum Bilanzstichtag nicht beansprucht worden.

Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapital im Konzern wuchs zum Jahresende 2021 um 5,2 Prozent bzw. um 40,6 Millionen € auf 819,8 Millionen € (Vorjahr: 779,2 Millionen €). Die Eigenkapitalquote blieb mit 50,3 Prozent auf einem gewohnt hohen Niveau (Vorjahr: 50,1 Prozent).

Die langfristigen Schulden summierten sich zum Jahresende 2021 auf 496,8 Millionen € (Vorjahr: 476,6 Millionen €). Ausschlaggebend für den Anstieg war die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, die im Wesentlichen aus Mietverpflichtungen für neue Standorte resultiert. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf 0,5 Millionen € (Vorjahr: 0,7 Millionen €). Der Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten stammt insbesondere aus der Bewertung einer Put-Option für die bei den Alteigentümern der spanischen Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. verbliebenen Anteile. Der Zeitraum für die Ausübung liegt in den Jahren 2024 bis 2026.

Die langfristigen Rückstellungen nahmen nur leicht auf 28,9 Millionen € (Vorjahr: 28,0 Millionen €) zu. Sie enthalten Pensionsrückstellungen in Höhe von 9,0 Millionen € (Vorjahr: 8,4 Millionen €), die ausschließlich auf das Segment Deutschland zurückgehen und überwiegend unverfallbare Pensionszusagen betreffen.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich geringfügig auf 366,3 Millionen € (Vorjahr: 356,3 Millionen €). Die kurzfristigen Rückstellungen betrugen 70,5 Millionen € (Vorjahr: 58,4 Millionen €) und stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit leistungsbezogenen Vergütungen von Mitarbeitern sowie für Garantien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen in der Stichtagsbetrachtung um 5,7 Prozent auf 79,6 Millionen € (Vorjahr: 75,3 Millionen €). Wesentliche Änderungen in den Zahlungsbedingungen sind nicht erfolgt.

Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit einem Sicherheitseinbehalt für die Kaufpreiszahlung der Beteiligung an der spanischen Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. der in 2021 zur Zahlung gelangte. Die nichtfinanziellen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Vertragsverbindlichkeiten aus der Nulltarifversicherung und aus Hörgeräte-Reparaturpauschalen und nahmen mit dem wachsenden Geschäftsvolumen zu.

Cashflow-Entwicklung und Investitionen

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit legte gegenüber dem Vorjahr (278,5 Millionen €) um 24,5 Prozent auf 346,7 Millionen € zu. Der deutliche Anstieg ist in erster Linie auf das stark verbesserte Ergebnis vor Steuern zurückzuführen, das überdies höhere nicht zahlungswirksame Abschreibungen enthielt. Zugleich konnte der Vorratsaufbau durch ein gezieltes Working-Capital-Management im Vergleich zum Vorjahr begrenzt werden. Der cashmindernde Effekt aus höheren Ertragssteuerzahlungen fiel demgegenüber nicht ins Gewicht. Der operative Cashflow je Aktie stieg auf 4,13 € (Vorjahr: 3,32 €).

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit verringerte sich um 65,9 Prozent auf -74,9 Millionen € (Vorjahr: -219,7 Millionen €). Der hohe Zahlungsmittelabfluss im Vorjahr war stark durch den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Optica del Penedés, S.L. geprägt. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt der Investitionen im Ausbau und der Modernisierung des Niederlassungsnetzes. Daneben investierte Fielmann am Produktions- und Logistikstandort Rathenow insbesondere in die Glasfertigung und die innerbetriebliche Fördertechnik. Zudem waren verschiedene Digitalisierungsprojekte im Kontext der Vision 2025 wesentlich: Die Vernetzung der Online-Shops mit den Niederlassungen wurde ebenso vorangetrieben wie die Investition in kundenorientierte digitale Services. Die Auszahlungen für Sachanlagen beliefen sich in Summe auf 74,9 Millionen € (Vorjahr: 65,7 Millionen €).

Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und aus der Investitionstätigkeit kletterte auf 271,8 Millionen € (Vorjahr: 58,8 Millionen €).

Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stieg um 135,6 Prozent auf -201,2 Millionen € (Vorjahr: -85,4 Millionen €). Die deutliche Zunahme ist im Wesentlichen auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung zurückzuführen. Die Ausschüttung der Fielmann Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 im Juli 2021 belief sich auf 100,8 Millionen € (Vorjahr: 0,0 Millionen €). Darüber hinaus sind höhere Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen enthalten.

In Summe erhöhten sich die Zahlungsmittel und Äquivalente um 71,2 Millionen € auf 174,9 Millionen € zum Bilanzstichtag 2021 (Vorjahr: 103,7 Millionen €).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Fielmann-Gruppe ist ein Familienunternehmen, übernimmt Verantwortung für Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft. Trotz der besonderen Herausforderungen der Coronavirus-Pandemie ist es gelungen, die Kundenzufriedenheit auf sehr hohem Niveau zu halten und die Kundenorientierung in den Niederlassungen mit einem umfassenden Infektionsschutz in Einklang zu bringen. Die ausgeprägte Treue unserer rund 27 Millionen Kunden war die Basis für ein erfreulich wachsendes Geschäft in Zeiten sich leerender Innenstädte.

Grundlage des Erfolges sind unsere qualifizierten und engagierten Mitarbeiter, die die kundenfreundliche Philosophie von Fielmann leben. Als größter Arbeitgeber und Ausbilder der augenoptischen Branche in Zentraleuropa bekennt sich Fielmann auch in der Coronavirus-Krise ohne Wenn und Aber zu den Mitarbeitern, sprach frühzeitig eine Arbeitsplatzgarantie aus und stockte auch im Jahr 2021 das Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent des vorherigen Nettoentgelts auf. Die vorausschauende Steuerung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in den Dimensionen Mitarbeiter, Kunde und Nachhaltigkeit versteht Fielmann als Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften in der Zukunft.

Mitarbeiter
Mitarbeiterzahl und -Struktur

Fielmann ist der größte Arbeitgeber der augenoptischen Branche in Zentraleuropa. Im Konzern waren im Berichtsjahr durchschnittlich 21.822 (Vorjahr: 20.753) Mitarbeiter beschäftigt. Umgerechnet auf Vollzeitkräfte nahm der Personalbestand im Jahresdurchschnitt von 14.996 auf 15.808 zu. Der Personalaufwand erhöhte sich entsprechend auf 703,8 Millionen € (Vorjahr: 618,8 Millionen €). Fielmann berücksichtigt soweit möglich den Wunsch nach individueller Arbeitszeitgestaltung und schafft durch flexibler Arbeitszeitregelungen ein familienfreundliches Umfeld. Nahezu 30 Prozent der Mitarbeiter des Konzerns waren im Jahr 2021 in Teilzeit beschäftigt (Vorjahr: über 29 Prozent).

Der Anteil weiblicher Beschäftigter an der Gesamtbelegschaft blieb mit 70,6 Prozent in Deutschland auf hohem Niveau (Vorjahr: 69,8 Prozent). Der Anteil gut ausgebildeter Frauen mit Berufserfahrung nahm dabei weiter zu. Die Frauenquote in den ersten drei Ebenen unterhalb des Vorstands lag bei über 30 Prozent (Vorjahr: über 30 Prozent), während sie sich im Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft auf 25 Prozent und im Aufsichtsrat auf 37,5 Prozent belief.

Hervorzuheben ist darüber hinaus der sehr hohe Anteil der Belegschaftsaktionäre. Mehr als 76 Prozent (Vorjahr: 85 Prozent) der Mitarbeiter hielten zum Jahresende 2021 Fielmann-Aktien und beziehen damit neben ihren Gehältern in der Regel zusätzlich Dividenden. Der Rückgang ist auf die Erstkonsolidierung der spanischen Optica del Penedés, S.L. zurückzuführen.

Aus- und Weiterbildung

Die demografische Entwicklung wird die Gesellschaft in Europa in den nächsten Jahrzehnten tiefgreifend verändern. Bei insgesamt rückläufiger Bevölkerungszahl scheiden die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach aus dem Arbeitsmarkt aus. Die daraus resultierenden Fachkräfteengpässe zeichnen sich bereits in einigen Berufen, Branchen und Regionen deutlich ab. Parallel dazu verändert die Digitalisierung der Arbeitswelt die Berufsbilder und erforderlichen Qualifikationen. Um die Herausforderungen des demografischen und technologischen Wandels zu meistern, setzt Fielmann auf die eigene Ausbildung und bietet den Mitarbeitern zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber wirbt Fielmann in Schulen, auf Jobmessen und in digitalen Medien um die Fachkräfte der Zukunft, darunter auch mit den Kampagnen www.optiker-werden.de und www.akustiker-werden.de. Fielmann bietet ein weites Spektrum an verschiedenen Karrieremöglichkeiten, verbunden mit einer attraktiven Entlohnung und finanziellen Entwicklungsperspektiven.

Die Fielmann-Gruppe ist der größte Ausbilder der augenoptischen Branche in Zentraleuropa - und der einzige, der neben der handwerklichen Ausbildung eigene Designstudios und industrielle Fertigungsstätten in den internen Lehrplan einbeziehen kann. Neben der Ausbildung in den Niederlassungen schafft Fielmann mit acht Lehrwerkstätten in Deutschland und weiteren Standorten in Österreich und der Schweiz einen Rahmen für die Vertiefung theoretischer und praktischer Kenntnisse. Auch im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie setzt Fielmann dabei vermehrt auf OnlineTrainings, virtuelle Lehrwerkstätten und Online-Fernkurse zur Prüfungsvorbereitung. Pro Jahr bewerben sich etwa 17.000 junge Menschen um eine Lehre bei Fielmann, von denen rund 1.500 nach bestandenem Eignungstest einen Ausbildungsplatz erhalten. Alle Fielmann-Niederlassungen im In- und Ausland werden von Augenoptikermeistern bzw. Optometristen geführt und kommen damit als Ausbildungsbetriebe in Betracht. Die Lehre im Bereich Augenoptik orientiert sich dabei regional übergreifend an den hohen Standards der deutschen Handwerksausbildung und wurde mehrfach bundesweit ausgezeichnet. Im praktischen Leistungswettbewerb des Ausbildungsjahrgangs 2021 stellte Fielmann den ersten, zweiten und dritten Bundessieger.

Im Geschäftsjahr 2021 belief sich die Zahl der Auszubildenden zum Jahresende auf 4.374 (Vorjahr: 4.516 Auszubildende). In Deutschland beschäftigte Fielmann 3.988 (Vorjahr: 4.131), in der Schweiz 187 (Vorjahr: 195) und in Österreich 187 (Vorjahr: 175) Auszubildende. Im Produktions- und Logistikzentrum Rathenow werden darüber hinaus angehende Speditionskaufleute, Fachkräfte in der Lagerlogistik, Informatikkaufleute und Verfahrensmechaniker für Brillenoptik ausgebildet. Die Fielmann Aktiengesellschaft bietet die Möglichkeit der Ausbildung in verschiedenen kaufmännischen Bereichen sowie die Absolvierung diverser dualer Studiengänge.

Mit einem berufsbegleitenden Meisterkurs wird darüber hinaus den häufig regional und familiär gebundenen Augenoptikern die Möglichkeit zur Zusatzqualifikation und die Chance zum beruflichen Aufstieg geboten.

Mit der Fielmann-Akademie Schloss Plön betreiben wir das größte augenoptische Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Forschungszentrum der Branche. Seit dem Jahr 2012 bietet die Akademie auch die Aus- und Weiterbildung für die Hörakustik an. Nachdem der Schulungsbetrieb zwischen März 2020 und März 2021 immer wieder eingestellt werden musste, konnte dieser im weiteren Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres unter Einhaltung wissenschaftlicher Hygienestandards wieder in reduziertem Umfang fortgeführt werden. Die Akademie steht im Rahmen der Meisterausbildung und der Fielmann-Akademie-Kolloquien auch externen Augenoptikern zur Verfügung. Die Kolloquien haben sich als feste Einrichtung für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis etabliert. In Summe nahmen seit 2007 mehr als 7.250 Besucher an 52 Veranstaltungen teil und tauschten sich über aktuelle Entwicklungen in der Augenoptik aus.

Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Der Schutz der Gesundheit aller Mitarbeiter und die Sicherstellung höchster Hygienestandards sind integraler Bestandteile der Personalstrategie. Im Berichtsjahr ist die Arbeitsunfähigkeitsquote in Deutschland auf 5,7 Prozent gestiegen (Vorjahr: 4,7 Prozent) und lag damit über dem festgelegten Höchstwert von 5 Prozent. Der Anstieg ist Folge der Coronavirus-Pandemie. Wir sind zuversichtlich, die Zielquote von unter 5 Prozent zukünftig wieder zu erreichen.

Ein im Vorjahr entwickeltes wissenschaftliches Hygienekonzept für die Verkaufsräume wurde im Geschäftsjahr 2021 weiterentwickelt. Fielmann organisiert Grippe- und Corona-Schutzimpfungen und gewährt in Zusammenarbeit mit einem externen Partner den Mitarbeitern Unterstützung in herausfordernden Lebenslagen. Details zu den Konzepten und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz sind im Nachhaltigkeitsbericht der Fielmann-Gruppe enthalten, der im April 2022 veröffentlicht wird.

Kunden

Die Kundenzufriedenheit lag mit 91 Prozent unverändert auf sehr hohem Niveau (Vorjahr: 91 Prozent). Neben den garantiert günstigen Preisen ist der hohe Wert auf die kundenorientierte Philosophie von Fielmann zurückzuführen, die eine faire, freundliche und kompetente Beratung in den Mittelpunkt stellt. Diese Philosophie spiegelt sich auch im Vergütungssystem wider. Ein wesentlicher Teil der Tantieme der Niederlassungsleiter sowie des Vorstands ist von der Zufriedenheit der Kunden abhängig.

Die Omnichannel-Plattform der Fielmann-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 nicht nur als Vertriebskanal, sondern auch als Kundenbindungs- und Serviceplattform erheblich an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2021 wurden die digitalen Services von Fielmann bereits 22 Millionen Mal von Kunden genutzt, und mehr als jede zweite Kontaktlinse wurde über die digitalen Vertriebskanäle abgesetzt. Die digitalen Vertriebskanäle sind dabei kein Ersatz für die Niederlassungen, sondern integraler Bestandteil eines Omnichannel-Geschäftsmodells. Auch wenn Fielmann über eigene Forschung und Entwicklung optische Messtechnologien zur Marktreife führt, kommt den Niederlassungen weiterhin eine wichtige Rolle zu. Auch langfristig werden sich viele Kunden einen persönlichen Service wünschen. Das gilt besonders für komplexe Produkte wie zum Beispiel Gleitsichtgläser, die zusätzliche Messungen und eine persönliche Beratung erfordern.

Fielmann bietet den Kunden seit 2018 den im Kontaktlinsen-Geschäft und in der Hörakustik bereits zuvor erfolgreich eingeführten Service der Online-Terminvereinbarung auch für den Sehtest und die Brillenberatung an. Durch diese Technologie konnte Fielmann im Jahr 2021 bereits rund 11 Millionen Terminvereinbarungen digital abwickeln. Zur Optimierung der Frequenz in den Niederlassungen wurde ein digitales Zeitmanagement entwickelt, das verfügbare Ressourcen optimiert und gleichzeitig dem Kunden minutengenau seine Wartezeit prognostiziert. Hierdurch wurde zugleich die Arbeit der Mitarbeiter in den Niederlassungen planbarer und produktiver gestaltet. Mithilfe der Tools konnte Fielmann die Kapazitäten unter Wahrung von Hygienestandards bestmöglich auslasten und so negative Effekte der Coronavirus-Pandemie deutlich begrenzen.

Nachhaltigkeit
Schwerpunkte und Initiativen

Fielmann übernimmt Verantwortung dort, wo die Gruppe wirtschaftlich tätig ist. Entlang der Wertschöpfungskette werden soziale und Umwelt-Standards im Dialog mit Lieferanten und Partnern dauerhaft sichergestellt. Für die Lieferanten ist ein Code of Conduct verbindlich, der auf den anerkannten Prinzipien des UN Global Compact beruht. Fielmann unterstützt ferner die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals).

Mit einer möglichst umweltfreundlichen Produktion einschließlich des Energieeinsatzes leistet Fielmann einen unmittelbaren Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels. Seit 2020 nutzt Fielmann deutschlandweit in der Produktion, den Niederlassungen und der Zentrale ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen. Dieses Konzept soll Schritt um Schritt auch im europäischen Ausland - soweit möglich - ausgerollt werden. Modernisierungsinvestitionen in Produktion und Logistik tragen zur Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks bei. Außerdem haben wir eine nachhaltige Brillenkollektion aus recyceltem Acetat entwickelt, die nach ISO 14040 zertifiziert ist. Diese Kollektion ist seit Frühjahr 2022 in den Niederlassungen erhältlich. Zeitgleich prüfen wir kontinuierlich neue Materialien und Produktionsmethoden, um unsere Kollektion noch nachhaltiger zu gestalten.

Fielmann hat darüber hinaus auch im Jahr 2021 abermals für jeden Mitarbeiter einen Baum gepflanzt - insgesamt waren das 24.724 Bäume (Vorjahr: 26.159 Bäume) und 4.608 Sträucher (Vorjahr: 4.051).

Das weitere gesellschaftliche Engagement erstreckt sich besonders auf Natur- und Umweltschutz, Bildung und Forschung sowie Denkmalpflege und Kultur. Dieses Engagement kommt auch durch Investitionen in Infrastruktur und Dienstleistungen sowie Partnerschaften mit gemeinnützigen, regionalen Organisationen zum Ausdruck.

Die Anstrengungen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie spiegeln sich auch in einem auf B- verbesserten ESG-Rating im Carbon Disclosure Project (CDP) sowie einer auf C gestiegenen Eingruppierung von ISS ESG positiv wider.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Zukunftsgerichtete Aussagen

Die nachstehenden zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf den heutigen Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands der Fielmann Aktiengesellschaft. Nicht zuletzt aufgrund der noch andauernden Coronavirus-Pandemie und der aktuellen Entwicklung in Osteuropa, die sich auch in großen Flüchtlingsströmen widerspiegeln, sind diese mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Zahlreiche Faktoren, die nicht durch Fielmann beeinflussbar sind, können dazu führen, dass sich die wirtschaftliche Lage anders darstellt als im Prognosebericht angenommen. So könnte ein ungünstiger Verlauf der Pandemie oder auch Sanktionsmaßnahmen weitere behördliche Beschränkungen, eine Belastung der Branchenkonjunktur und entsprechende Absatzeinbußen nach sich ziehen.

Die Fielmann Aktiengesellschaft verpflichtet sich nicht, zukunftsgerichtete Aussagen fortzuschreiben und an künftige Entwicklungen anzupassen. Auch übernimmt die Fielmann Aktiengesellschaft keine Gewährleistung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds rechnet in seinem im Januar 2022 aktualisierten World Economic Outlook mit einer globalen Wachstumsrate von nur noch 4,4 Prozent. Das sind 1,5 Prozentpunkte weniger als die IWF-Schätzung für das Berichtsjahr. Erwartet werden unter anderem Belastungen durch steigende Energiepreise und Lieferengpässe, aber auch durch zum Teil rigide Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie - wie etwa durch die Nulltoleranz-Politik in China. Aufgrund der nach wie vor nicht gewährleisteten Versorgung mit Impfstoffen in etlichen Ländern nennt der IWF die mögliche Entstehung gefährlicher Mutationen als wichtigsten Risikofaktor für die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Ebenso wird durch den Ukraine-Konflikt mit erheblichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft gerechnet. Eine weniger expansive Geld- und Fiskalpolitik aufgrund des wachsenden Preis- und Lohndrucks könne zudem die Wachstumskräfte beeinträchtigen. Für den Euroraum erwartet der IWF ein Wachstum von 3,9 Prozent, für Deutschland von 3,8 Prozent. Die deutsche Bundesregierung erwartet für 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent bei einer Inflation von 3,3 Prozent. Die privaten Konsumausgaben werden demnach um 9,1 Prozent wachsen.

Italien (+4,9 Prozent) und Spanien (+6,2 Prozent) dürften den IWF-Erwartungen zufolge eine stärkere Dynamik beim Bruttoinlandsprodukt zeigen. Für die Wirtschaft in der Schweiz sagt die OECD in ihrem Januar-Länderbericht eine Wachstumsrate von 3,0 Prozent voraus.

Das Hauptaugenmerk von Fielmann gilt den Kern-, Wachstums- und Expansionsmärkten sowie dem angrenzenden Europa. In den Kernmärkten (Deutschland, Schweiz und Österreich) werden die Wachstumstreiber als weiterhin intakt eingeschätzt. Einer Marktstudie zufolge soll der Umsatz der augenoptischen Branche im Jahr 2022 europaweit bei rund 36,7 Milliarden € liegen, was einem Anstieg von rund 7 Prozent gegenüber dem Berichtsjahr entspricht. Brillengläser bilden dabei das größte Marktsegment mit einem Marktvolumen von 17,9 Milliarden €. Rund 18,6 Prozent des Gesamtumsatzes werden erwartungsgemäß im Versand im Wesentlichen mit Kontaktlinsen und Sonnenbrillen ohne Sehstärke erwirtschaften. Brillen mit individueller Korrekturstärke werden nach wie vor überwiegend stationär erworben.

Gesamtaussage des Vorstands zur erwarteten wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft beurteilt die langfristige Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts unverändert positiv. Aus heutiger Sicht geht der Vorstand davon aus, dass Fielmann bei angemessenem Ergebnis weitere Absatz- und Umsatzmarktanteile, insbesondere in den Wachstums- und Expansionsgebieten, gewinnen wird. Pandemiebedingte Beschränkungen führen allenfalls zu einem Aufschub, nicht jedoch zu einem dauerhaften Verzicht auf einen Kauf von augenoptischen und hörakustischen Produkten.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage der Fielmann-Gruppe

Fielmann führt die Umsetzung der Vision 2025 konsequent fort und bleibt damit auf Expansionskurs. Wesentliche Treiber für organisches Wachstum sind insbesondere Neueröffnungen, die Vergrößerung bestehender Geschäfte und der Umzug in noch attraktivere Lagen. Mit der Modernisierung und der Flächenausweitung einer bestehenden Niederlassung erzielt Fielmann in der Regel zweistellige Umsatzzuwächse.

Zur Beschleunigung des organischen Wachstums plant Fielmann für das Geschäftsjahr 2022, mehr als 95 Millionen € aus Eigenmitteln in den Ausbau, die Modernisierung und den Erhalt des Niederlassungsnetzes sowie in Produktion und Infrastruktur zu investieren. Über alle Märkte hinweg sollen im Jahr 2022 mehr als 40 neue Niederlassungen eröffnet oder übernommen werden. Für weitere mehr als 40 bestehende Niederlassungen plant Fielmann Umbauten oder Vergrößerungen.

In Deutschland sind Investitionen in Höhe von rund 64 Millionen € geplant, in der Schweiz und Italien jeweils um etwa 7 Millionen €, in Österreich rund 6 Millionen € und in Polen um 3 Millionen €. Vom Gesamtvolumen sollen 62 Millionen € auf die Renovierung bestehender Geschäfte und Neueröffnungen entfallen, 11 Millionen € auf die Ausweitung der Produktionskapazitäten und weitere 23 Millionen € auf Konzerninfrastruktur und Vertriebswege. Ab 2023 soll das Investitionsvolumen mit Blick auf die langfristigen Ziele nochmals deutlich ausgeweitet werden.

Die Investitionen werden in Abhängigkeit von der Weiterentwicklung der pandemischen Lage und der Auswirkungen auf die Niederlassungen im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 fallweise neu priorisiert und gegebenenfalls vorgezogen, verschoben oder gestrichen. Das organische Wachstum ergänzt Fielmann bei sich bietender Gelegenheit um strategische Akquisitionen in den Wachstums- und Expansionsmärkten, was auch den Markteintritt in mindestens einen weiteren Markt einschließt. Begleitet wird das Investitionsprogramm durch die fortgesetzte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie Aufwendungen für die fortgesetzte Digitalisierung und die Weiterentwicklung der Omnichannel-Plattform.

Durch die Maßnahmen schafft Fielmann eine noch breitere Basis für nachhaltiges Wachstum. Die Kundenzufriedenheit soll auch im Geschäftsjahr 2022 über 90 Prozent betragen. Zusammen mit der konsequenten Ausrichtung auf die Kunden, geplanten Aufwendungen von rund 20 Millionen € für Aus- und Weiterbildung sowie den bereits in früheren Jahren getätigten Investitionen sollen weitere Marktanteile insbesondere im europäischen Ausland gewonnen werden. Zusätzlich unterstützt wird dies durch die erwartete Ausweitung der Absätze von Gleitsichtbrillen, Kontaktlinsen und Hörsystemen. Die langfristigen Wachstumsziele im Rahmen der Vision 2025 bleiben dabei unangetastet. In mehr als 700 Niederlassungen in den Kernmärkten - davon über 630 in Deutschland, 50 in der Schweiz und 45 in Österreich - sollen 10 Millionen Brillen abgegeben und 2,1 Milliarden € Außenumsatz erzielt werden.

In den Wachstumsmärkten sind langfristig 80 Niederlassungen in Norditalien und 70 Standorte in Polen geplant, die mit mehr als 1,1 Millionen abgegebenen Brillen einen Außenumsatz von 160 Millionen € erzielen. In Spanien besteht nach Einschätzung von Fielmann Potenzial für insgesamt 200 Niederlassungen mit einem jährlichen Absatz von rund 900.000 Brillen. Im Wachstumsmarkt Tschechien sollen langfristig 20 Standorte betrieben und ein Absatz von 15 Millionen € erzielt werden. In Summe plant Fielmann außerhalb der Kernmärkte einen Absatz von 2,1 Millionen Brillen sowie einen Außenumsatz von 400 Millionen.

Erwartete Entwicklung der zentralen Steuerungsgrößen

Die anhaltenden Probleme im internationalen Lieferverkehr, der Krieg in der Ukraine und insbesondere die Coronavirus-Infektionswelle zu Beginn diesen Jahres belasten die Konjunktur stärker als zunächst erwartet. Die Verknappung des Erdgases und auch die deutlich gestiegenen Strompreise werden die bereits anziehende Inflation weiter befeuern.

Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat vor dem Hintergrund möglicher weiteren Belastungen des Alltags und des Geschäftslebens in Europa durch die Coronavirus-Pandemie verschiedene Szenarien einer wirtschaftlichen Entwicklung des Fielmann-Konzerns erstellt.

Szenario 1) (optimistisch)

Bei einem Umsatzanstieg von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,85 Milliarden Euro rechnen wir mit einem Brillenabsatz um 9,2 Millionen einer Marge vor Steuern (EBT) um 13 Prozent.

Szenario 2) (konservativ)

Bei einem Umsatzanstieg von rund 7 Prozent etwa 1,80 Milliarden Euro und einem Brillenabsatz von 8,9 Millionen wird die EBT-Marge bei um 12 Prozent liegen.

Szenario 3) (pessimistisch)

Bei einem Umsatzanstieg von rund 4 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr wird ein Absatz von 8,6 Millionen Brillen geschätzt und eine EBT-Marge um 10 Prozent erzielt.

Fielmann ist in den letzten Jahrzehnten aus allen Strukturreformen und Krisen gestärkt hervorgegangen. In schwierigen Zeiten kauft der Verbraucher dort, wo er beste Qualität zu günstigen Preisen bekommt: In der Augenoptik und der Hörakustik ist das Fielmann.

Risikobericht
Risikomanagementsystem

Durch ein umfassendes Chancen - und Risikomanagement kann Fielmann Chancen frühzeitig erkennen und nutzen, ohne mögliche Risiken außer Acht zu lassen.

Ziele des Risikomanagementsystems des Fielmann-Konzerns sind die rechtzeitige Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage und die von den Stake- und Shareholdern wahrgenommene Positionierung der Fielmann-Gruppe in der Öffentlichkeit haben könnten. Ein konzernweit angewendetes Risikotragfähigkeitskonzept dient der Festlegung der angemessenen Risikobereitschaft der Fielmann-Gruppe in den jeweiligen Risikofeldern.

Zur Zielerreichung wurde ein Risikomanagementsystem implementiert, welches neben einer klaren Organisationsstruktur eine systematische Risiko-Identifikation, -Bewertung, -Steuerung, -Kommunikation und -Überwachung gewährleistet und sich an dem IDW PS 340 orientiert. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Weiterentwicklung entsprechend der Anforderungen des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) Prüfungsstandard 340 n.F.. Basis ist ein detailliertes Berichtswesen, das alle Planungs- und Steuerungssysteme beinhaltet. So ist sichergestellt, dass der Vorstand über die Risikosituation transparent informiert ist.

Anhand zuvor identifizierter und definierter Schwellenwerte wird regelmäßig analysiert, ob Risikokonzentrationen im Konzern oder bei der Fielmann Aktiengesellschaft bestehen. Die Überwachung ist in tägliche Arbeitsabläufe integriert, die monatliche und die jährliche Berichterstattung komplettieren das Frühwarnsystem. Mögliche Risiken werden identifiziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die wirtschaftliche Lage der Fielmann Aktiengesellschaft bzw. des Konzerns bewertet. Eine standardisierte Vorgehensweise zur Handhabung etwaiger auftretender Risiken sowie die erwartete Entwicklung des Risikos innerhalb der nächsten zwölf Monate (kurzfristiger Zeitraum) bzw. in den nächsten 36 Monaten (mittelfristiger Zeitraum) werden ebenfalls erfasst. Neben dem monatlichen und jährlichen Berichtswesen besteht zusätzlich eine Pflicht zur Ad-hoc-Berichterstattung.

Das Ergebnis der Beurteilung wird auf Formblättern anhand eines Ampelsystems für die Risikoausprägung dokumentiert. Dabei werden folgende Risikoklassifizierungen unterschieden:

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grün: geringes Risiko (erwarteter Schaden kleiner 3,0 Millionen €)
grün-gelb: mittleres Risiko (erwarteter Schaden 3,0 Millionen € bis 8,0 Millionen €)
gelb: hohes Risiko (erwarteter Schaden von 8,0 Millionen € bis 14,0 Millionen €)
gelb-rot: kritisches Risiko (erwarteter Schaden von 14,0 Millionen € bis 27,0 Millionen €)
rot: sehr kritisches (erwarteter Schaden von mehr als 27,0 Millionen €)

Der Prozess der Risikoerfassung, -bewertung und -beurteilung erfolgt dezentral durch die einzelnen Bereiche. Mitarbeiter in den Risikoeinheiten (Risk Identifier) identifizieren aufgrund ihrer Verantwortung zu den Themen mögliche Risiken und melden diese an ihren Risiko-Verantwortlichen (Risk Owner) zur Berücksichtigung im Risiko-Management. Der Risikobeauftragte koordiniert die Risikoerfassung, -bewertung sowie -beurteilung und leitet die Risikoberichte der einzelnen Bereiche an den Vorstand weiter. Damit wird eine Vielzahl einzelner Risiken abgedeckt, die wiederum in den folgenden Kategorien zusammengefasst sind:

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Umfeldrisiken, Branchen und Konzernkennzahlen

Vertrieb

Personal

Finanzen

Produktion und Logistik

Materialwirtschaft

Informationstechnologie

Governance

Digital und Marketing

Gesetzliche Anforderungen nach § 289c HGB

Das Risikomanagementsystem von Fielmann wird auf den gesamten Konsolidierungskreis des Unternehmens angewendet. Es werden grundsätzlich alle Tochtergesellschaften und Beteiligungen entsprechend der funktionalen Gliederung des Fielmann-Konzerns einbezogen. Der Risikoleitfaden und das darin enthaltene Risikomanagementsystem ist durch alle Mitarbeiter bindend anzuwenden.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und deren Schadenshöhe sind hierbei anhand einer 5 * 5 Risikomatrix berücksichtigt. Für jedes Risiko wird auch die Art der Risikoauswirkung auf das Ergebnis, die Liquidität, das Vermögen und auf das Image angegeben. Die Handhabung mit dem Risiko unterteilt nach selbsttragend, Verminderung, Überwälzung oder Vermeidung wird ebenfalls erfasst. Die erwartete Entwicklung des Risikos in den kommenden 12 oder 36 Monaten wird darüber hinaus anhand eines Pfeilsystems dokumentiert. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches der Fielmann-Konzern ohne Gefährdung seines Fortbestands tragen kann. Es versteht sich als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Deckungsmasse. Bei der Deckungsmasse handelt es sich um betriebswirtschaftliche Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, welche im Falle von Risikoeintritten zur Abfederung der Auswirkungen herangezogen werden.

Um das Gesamtrisiko zu ermitteln, werden alle Einzel-Risiken in einem Gesamt-Risiko-Portfolio zusammengefasst. Neben der Konsolidierung der Einzel-Risiken werden in der Gesamt-Risiko-Position auch die Konzentration von nicht wesentlichen, bestandsgefährdenden Risiken und Tail-Events (Extremrisiken) berücksichtigt und bewertet. Des Weiteren wird die Einschätzung über eine Brutto-Netto-Betrachtung für wesentliche Kennzahlen ergänzt. Das ermittelte Gesamtrisiko wird den Kennzahlen der Ertragslage (vorrangig EBT = Ergebnis vor Steuern), der Finanzlage (Liquidität 1., 2. und 3. Grades) und der Vermögenslage (vorrangig: Eigenkapital) gegenübergestellt.

Fielmann erstellt eine systematisch abgeleitete Risikotragfähigkeitsanalyse. Wesentliche Elemente der Risikotragfähigkeitsanalyse sind Prozessablauf, Verantwortlichkeit, eingesetzte Verfahren, Ermittlung der Risikodeckungsmasse und der Risikoparameter sowie Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit.

Die Wirksamkeit des Informationssystems wird regelmäßig durch die Interne Revision sowie ab 2022 vom Prüfungsausschuss überwacht und im Rahmen der Prüfung beurteilt. Für den Fielmann-Konzern sowie für die Fielmann Aktiengesellschaft bestehen im Folgenden aufgeführte Risiken. Darüber hinaus bestehende allgemeine Risiken werden nicht explizit erfasst, da sie sich naturgemäß nicht vermeiden lassen.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Erstellung und Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Fielmann Aktiengesellschaft. Schulung und regelmäßiger Austausch, standardisierte Vorlagen sowie ein IT-gestütztes Informationssystem zu Bilanzierungsfragen und ein gruppenweit einheitliches Abrechnungssystem konkretisieren Abläufe und unterstützen eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erstellung des Abschlusses. Die Warenflusskontrolle sowie die Warenbewertung erfolgt über das bei Fielmann einheitliche Abrechnungssystem. Um die hohe Integration der eingesetzten SAP-Systeme und die Standardisierung vieler Prozesse zu nutzen, wurden die Abschlussarbeiten in den jeweiligen Fachbereichen zentralisiert. Bis auf acht kleinere Gesellschaften werden alle Einzelabschlüsse in SAP erstellt und zentral im Konzern zusammengeführt (Vorjahr: acht Gesellschaften).

Basis einer jeden Belegprüfung ist das für das Rechnungswesen auf Einzelabschluss- und Konzernebene installierte Kontrollsystem, das die Prozess- und Datenqualität überwacht. Zu diesem Kontrollsystem gehören unter anderem Informationsflussdarstellungen, ein Verfahren zur täglichen Kassenabrechnung, Prüf- und Checklisten sowie ein IT-System zur Überwachung aller Transaktionen für den Monats-, Jahres- und Konzernabschluss. Die Einhaltung der Regelungen unterliegt einer turnusmäßigen Überprüfung durch die Interne Revision. Die buchhalterischen Vorgaben eines zentralen Finanzinformationssystems gelten für Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften nach lokalen handelsrechtlichen Grundsätzen, wobei Besonderheiten für einzelne Einheiten vermerkt sind. Soweit einbezogene Gesellschaften nach anderen Rechnungslegungsstandards Einzelabschlüsse aufstellen, gelten die Bilanzierungsgrundsätze für die Handelsbilanz II, die zentral im Konzernrechnungswesen bearbeitet wird.

Die Bilanzierungsgrundsätze werden auch auf Zwischenabschlüsse angewendet und dienen sowohl einer sachlichen als auch einer zeitlichen Stetigkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Systems der Internen Revision überzeugt.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die nachfolgenden Informationen über Risiken der künftigen Entwicklung beziehen sich auf die in das Risikomanagement von Fielmann eingebundenen Risiken. Zur Verbesserung der Information wird die nach IFRS 7 für den Konzernabschluss gebotene Berichterstattung über Kreditrisiken, Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Marktrisiken und Liquiditätsrisiken in den Konzernlagebericht unter "Finanzwirtschaftliche Risiken" eingebunden. Die Ausführungen über die Chancen der künftigen Entwicklung betreffen dabei im Wesentlichen operative Bereiche.

Zusammenfassung der Risikosituation

Die Marktstellung des Konzerns, seine finanzielle Bonität und ein Geschäftsmodell, welches die konsequente und schnelle Nutzung von Wachstumschancen bei begrenzten Risiken erlaubt, lassen mit Blick auf die zukünftige Entwicklung keine Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennen.

Umfeldrisiken, Branchen und Konzernkennzahlen

Konjunkturelle Schwankungen im internationalen Marktumfeld und eine zunehmende Wettbewerbsintensität stellen für die Unternehmen in der Augenoptik- und Hörakustikbranche und damit auch für die Fielmann-Gruppe grundsätzliche Risiken dar. Aus den Umfeldrisiken resultieren Preis- und Absatzrisiken, welche sich in der wirtschaftlichen Lage des Fielmann-Konzerns niederschlagen können. In den beiden zurückliegenden Geschäftsjahren 2020 und 2021 wurden die Umfeldrisiken und deren Auswirkungen auf die Konzernkennzahlen durch die außergewöhnlichen Belastungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie verstärkt.

Eine ständige, zentral und dezentral durchgeführte Wettbewerbsbeobachtung unterstützt Fielmann in der frühzeitigen Erkennung dieser Entwicklungen. Über manuelle und automatisierte Verfahren wird das Angebot von Online-Anbietern im augenoptischen Bereich laufend beobachtet und analysiert. Der Vorstand und weitere Entscheidungsträger werden zeitnah über Entwicklungen im Markt- und Wettbewerbsumfeld informiert. Risiken werden so rechtzeitig identifiziert und Maßnahmen kurzfristig ergriffen.

Die Coronavirus-Pandemie hat die wirtschaftliche Entwicklung der Fielmann Aktiengesellschaft und des Fielmann-Konzerns 2021 weiterhin beeinträchtigt. Dennoch konnte sich die Fielmann-Gruppe nach den pandemiebedingten Rückgängen im Vorjahr deutlich erholen und einen Umsatz über Vorkrisenniveau erzielen. Das Zusammenspiel aus steigenden Impfquoten und dem kontinuierlichen Rollout der Omnichannel-Plattform hat zur positiven Entwicklung in allen relevanten Märkten beigetragen.

Die Umfeldrisiken werden insgesamt, auch aufgrund der noch immer bestehenden Risiken aus der Coronavirus-Pandemie, als mäßig (grün-gelb) eingestuft. Im Vorjahr waren die Umfeldrisiken ohne Berücksichtigung der Coronavirus-Pandemie als grün, das Risiko möglicher Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie als rot eingestuft worden.

Risiken Vertrieb

Vertriebsrisiken bestehen im Wesentlichen in einer rückläufigen Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von Fielmann, die ihre Ursache in einer nachlassenden Kundenzufriedenheit, in Störungen des stationären Handels, etwa aufgrund von behördlichen Einschränkungen des Kundenverkehrs im Zuge der Coronavirus-Pandemie, oder im Bereich der Online-Aktivitäten haben kann. Die wesentlichen Vertriebsrisiken werden daher anhand ihrer Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit und die Absatzentwicklung bewertet. Beide Kennzahlen sind essenzielle Erfolgsfaktoren für die kundenorientierte Philosophie von Fielmann.

Fielmann hat im Berichtsjahr die Kundenzufriedenheit dank der hohen Produkt- und Servicequalität bei garantiert günstigen Preisen auf über 90 Prozent gehalten. Die Niederlassungen waren über das gesamte Jahr unter strikter Beachtung erforderlicher Hygienemaßnahmen geöffnet. Unter anderem durch die Online-Vergabe von Terminen konnte eine starke Kundenfrequenz und hohe Auslastung des stationären Vertriebs gewährleistet werden. Diese Maßnahmen tragen auch zukünftig zur Reduzierung der Vertriebsrisiken bei - auch unter Berücksichtigung der weiteren Expansion durch die geplante Zahl von Neueröffnungen sowie Umbauten und Umzügen. Die Online-Services, die vor dem Launch umfangreichen Nutzertests unterzogen wurden, steuern im Jahr 2021 trotz wachsender Nutzerzahlen erwartungsgemäß nur einen kleinen Teil zum Außenumsatz bei.

Die Risiken im Bereich des Vertriebs werden als gering (grün-gelb) bewertet. Im Vorjahr wurden die Risiken mit mäßig (gelb bis gelb-rot) bewertet.

Fachkräftebedarf (Personalrisiken)

Der Wachstumskurs der Fielmann-Gruppe ist mit einem steigenden Bedarf an Fachkräften sowohl in den Niederlassungen als auch in Produktion, Logistik und Verwaltung verbunden. Nur so kann das Versprechen einer hohen Produkt-, Beratungs- und Servicequalität konsequent eingehalten werden. Personelle Risiken bestehen insbesondere darin, dass dieser Fachkräftebedarf aufgrund des demografischen und technologischen Wandels mittel- bis langfristig nicht ausreichend gedeckt werden kann.

Fielmann begegnet diesen Risiken zum einen durch eine aktive und sehr erfolgreiche Positionierung der modernen Arbeitgebermarke im Wettbewerb um junge Talente. Als größter Ausbilder der augenoptischen Branche mit höchsten handwerklichen und industriellen Standards konnte Fielmann die wachsende Zahl der Ausbildungsplätze bislang stets mit geeigneten jungen Menschen besetzen. Durch die hohe Zahl angehender Augenoptiker und Hörakustiker in der Fielmann-Gruppe sowie innovativer Weiterbildungskonzepte ist der Bedarf der Niederlassungen dauerhaft gesichert. Zusätzliche Stabilität verleiht die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter. Durch das Angebot von Teilzeit-Arbeitsmodellen, das Ausrollen von New-Work-Konzepten, eine attraktive Vergütung und nicht zuletzt den hohen Anteil von Belegschaftsaktionären wird die Fluktuation wirkungsvoll begrenzt.

Die Risiken aus dem Bereich Personal werden aufgrund der aktuellen Lage und der entsprechenden Maßnahmen nahezu unverändert als gering (grün-gelb) eingestuft (Vorjahr: grün).

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktrisiken, Zins- und Währungsrisiken sowie Zinsschwankungen können sich signifikant auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Fielmann-Konzerns auswirken. Fielmann hat daher die Risiken so weit wie möglich zentralisiert und steuert diese vorausschauend. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden unverändert als gering eingestuft (grün). Im Einzelnen stellen sie sich wie folgt dar:

Kreditrisiken (Finanzen)

Der Fielmann-Konzern verfügt über ein hohes Finanzvermögen, das zu einem wesentlichen Teil auf lang- und kurzfristige Finanzanlagen entfällt. Kreditrisiken bestehen darin, dass es zu Leistungsstörungen oder Ausfällen aufseiten der Kontrahenten kommt, insbesondere in einem Umfeld wachsender Unsicherheit und Instabilität auf den Finanzmärkten. Vor dem Hintergrund einer expansiven, mit niedrigen oder gar negativen Zinsen verbundenen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wird die Ertragslage von Finanzinstituten in Mitleidenschaft gezogen. Weitere Risiken erwachsen aus dem hohen Stand der Verschuldung im öffentlichen und privaten Sektor in einigen Ländern des Euroraums.

Die Anlagepolitik des Fielmann-Konzerns und der Fielmann Aktiengesellschaft ist defensiv und auf die Erhaltung des Vermögens durch die nachhaltige Sicherung der Kaufkraft in Orientierung an der aktuellen Preissteigerungsrate ausgerichtet. Diese belief sich im Berichtsjahr auf 3,1 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent). Eine Anlagerichtlinie schreibt für alle Klassen von Finanzinstrumenten, die der Kapitalanlage dienen, Höchstgrenzen vor. Die Anlagemöglichkeiten sind im Wesentlichen auf Anlagen beschränkt, die in der Beurteilung durch Ratingagenturen mit einem Investment Grade ausgestattet sind. Aufgrund der auch im Jahr 2021 weiterhin bestehenden großen Unsicherheit an den Finanzmärkten hat sich die Fielmann Aktiengesellschaft entschieden, insbesondere in Anlagen mit hoher Bonität zu investieren bzw. Liquidität auf Tagesgeldkonten oder auf Kontokorrentkonten zu belassen.

Das Ausfallrisiko im Konzern und in der Fielmann Aktiengesellschaft besteht maximal in Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte. Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Grundsätzlich wird vor jeder wesentlichen Anlageentscheidung die Bonität des Geschäftspartners geprüft und dokumentiert. Die Fixierung von Höchstgrenzen für Anlagen je Kontrahent begrenzt das Ausfallrisiko, ebenso wie der derzeitige Schwerpunkt des Anlagehorizonts mit Laufzeiten von durchschnittlich 6 Monaten (Vorjahr: Laufzeiten von durchschnittlich 6 Monaten). Titel ohne Rating werden einer internen Beurteilung unterworfen. Hierbei werden unter anderem ein bestehendes Rating des Emittenten oder das eines vergleichbaren Schuldners sowie die Ausstattung des Titels berücksichtigt. Anlagen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten bedürfen keines Ratings. Dieses gilt unter Berücksichtigung der definierten Freigrenzen der Anlagerichtlinie.

Die Kreditrisiken werden daher unverändert als gering (grün) eingestuft. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine Konzentration von Ausfallrisiken, da durch die Einzelhandelsaktivität eine Bündelung auf einzelne Schuldner nicht gegeben ist. Vor diesem Hintergrund wird das Ausfallrisiko als unverändert gering (grün) eingeschätzt.

Liquiditätsrisiken (Finanzen)

Liquiditätsrisiken bestehen grundsätzlich darin, dass eine Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Fielmann Aktiengesellschaft steuert die Liquidität für alle Tochtergesellschaften des Konzerns zentral. Die Finanzsteuerung erfolgt mit der Maßgabe, dem Vorstand die nötige Flexibilität für unternehmerische Entscheidungen zu gewährleisten und für die fristgerechte Erfüllung bestehender Zahlungsverpflichtungen des Konzerns und der Fielmann Aktiengesellschaft Sorge zu tragen.

Die hohe Liquidität im Fielmann-Konzern bietet ausreichend Spielraum für die weitere Expansion. Zum 31. Dezember 2021 verfügte Fielmann im Konzern über ein Finanzvermögen in Höhe von 277,9 Millionen € (Vorjahr: 241,4 Millionen €). Darüber hinaus hat sich die Fielmann Aktiengesellschaft zur kurzfristigen Liquiditätssicherung feste Kreditlinien in Höhe von 300 Millionen € bei verschiedenen Banken gesichert. Diese wurden nicht in Anspruch genommen.

Liquiditätsrisiken bestehen derzeit unverändert nicht (grün).

Marktrisiken (Finanzen)

Relevante Marktrisiken für den Fielmann-Konzern bestehen vor allem in Zins- und Währungsrisiken. Diese sind unter anderem dadurch begrenzt, dass die wesentlichen Einkaufskontrakte in Euro lauten und sich Fielmann größtenteils über Eigenkapital finanziert. Zum Jahresende 2021 betrug die Eigenkapitalquote des Konzerns 50,3 Prozent (Vorjahr: 50,1 Prozent). Anhand einer Sensitivitätsanalyse überprüft Fielmann regelmäßig die vergangenheitsbezogenen Auswirkungen verschiedener Entwicklungen auf die Marktrisikolage des Konzerns.

Zinsrisiken (Finanzen)

Zinssatzänderungen haben eine Auswirkung auf die Höhe des bilanziellen Ausweises von Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten und damit auf das Finanzergebnis. Ebenso wirken sich Zinsänderungen auf die vorhandene Liquidität und somit ebenfalls auf das Finanzergebnis aus. Für die Sensitivitätsanalyse von Zinsrisiken gelten folgende Prämissen: Originäre Finanzinstrumente unterliegen nur dann Zinsrisiken, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Finanzinstrumente mit einer variablen Verzinsung unterliegen ebenso wie die Liquidität auf Kontokorrentkonten grundsätzlich Marktzinsrisiken.

Der Hauptrefinanzierungszinssatz der EZB lag im Geschäftsjahr 2021 unverändert bei 0,0 Prozent. Das operative Zinsergebnis des Fielmann-Konzerns belief sich in diesem Umfeld auf 0,0 Millionen € (Vorjahr: 0,0 Millionen €).

Das Zinsänderungsrisiko wird unverändert als gering (grün) eingestuft.

Währungsrisiken (Finanzen)

Infolge seiner internationalen Ausrichtung ist der Fielmann-Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken im Zusammenhang mit Zahlungsströmen außerhalb seiner funktionalen Währung ausgesetzt. Rund 86 Prozent (Vorjahr: 85 Prozent) der Zahlungsströme des Konzerns basierten im Geschäftsjahr 2021 auf dem Euro und etwa 10 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent) auf dem Schweizer Franken (CHF). Der Rest verteilt sich auf US-Dollar (USD), Polnische Zloty (PLN), Tschechische Krone (CZK), Ukrainische Hrywnja (UAH), Japanische Yen (YEN) und Belarussischen Rubel (BYN).

Für Zahlungsaus- und -eingänge in Fremdwährung werden zur Begrenzung der Währungsrisiken je nach Marktlage Devisentermingeschäfte mit Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten eingesetzt. Fielmann nutzt marktgängige Devisentermingeschäfte in den operativen Währungen CHF und USD. Die Devisentermingeschäfte erfolgen nicht zu spekulativen Zwecken, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von regelmäßigen Zahlungsströmen des Konzerns in Fremdwährungen. Als Basis für die Einschätzung der identifizierten Risiken dienen Simulationsrechnungen unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien. Die Marktbewertung eingesetzter Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich anhand verfügbarer Marktinformationen.

Fremdwährungsrisiken, die aus der Umrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der ausländischen Tochtergesellschaften in die Konzernberichtswährung resultieren, werden grundsätzlich nicht gesichert. Die Währungen PLN, CZK, UAH und BYN werden aufgrund der jeweiligen geringen Gesamtsumme bzw. der damit verbundenen unverhältnismäßig hohen Kosten nicht abgesichert.

Zum Stichtag 31. Dezember 2021 bestanden wie im Vorjahr in den beiden operativen Währungen CHF und USD keine Devisentermingeschäfte. Die Währungsrisiken für Fielmann werden nach wie vor als gering (grün) eingestuft.

Produktions- und Logistikrisiken

Produktions- und Logistikrisiken bestehen in möglichen, jedoch unwahrscheinlichen Betriebsstörungen oder längeren Produktionsausfällen sowie Unterbrechungen in der Lieferkette.

Die eigene Produktion von Brillenfassungen und Korrektionsgläsern sichert die Warenflusskontrolle von der Prüfung der Rohmaterialien bis zum Zusammenfügen der fertigen Brille. Ein nach DIN ISO 9001 eingerichtetes Qualitätsmanagement sorgt für eine standardisierte Organisation mit hochautomatisierten Herstellungs- und Prüfverfahren. Sie gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität.

Für den Eventualfall von Betriebsstörungen hat Fielmann umfangreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen. Diese bestehen in systematischen Schulungs- und Qualifikationsprogrammen für die Mitarbeiter, der permanenten Weiterentwicklung der Produktionsverfahren und -technologien, umfangreichen Sicherungsmaßnahmen in den Niederlassungen, dem Vorhalten von angepassten Lagerbeständen sowie räumlich getrennten Fertigungskapazitäten sowohl für die Brillenglasproduktion, die Randschleiferei sowie die Brillenmontage durch ein Joint Venture in Danyang (China).

Gegen nicht auszuschließende Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Das Risiko aus dem Produktions- und Logistikbereich wird daher unverändert als gering (grün) bewertet.

Risiken Materialwirtschaft

In der Materialwirtschaft werden Risiken hinsichtlich Lieferfähigkeit, Qualität und Preis für die Warengruppen Glas, Fassung, Kontaktlinse und Hörgeräte als wesentlich eingestuft und im Rahmen des Risikomanagements kennzahlenorientiert erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr waren branchenweit verstärkt Rohstoffverknappungen und Lieferkettenstörungen zu verzeichnen, die zu einem wesentlichen Teil auf Maßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen waren. Durch eine wachsende Nachfrage bei eingeschränkter Verfügbarkeit erhöhten sich zudem die Preise für Rohstoffe und Energie.

Aufgrund der hinreichenden Bevorratung für Kernprodukte war die Fielmann-Gruppe von der Verknappung nur unwesentlich betroffen. Fielmann deckt die ganze Wertschöpfungskette der Brille ab, ist Designer, Hersteller, Großhändler und Augenoptiker. Die Einkaufsstärke und die weltweiten Geschäftsbeziehungen erlauben es Fielmann, mögliche Lieferengpässe kurzfristig auszugleichen. Auch auf Entwicklungen der Einkaufspreise kann Fielmann flexibel reagieren, konnte sich jedoch im Berichtsjahr Preisanstiegen nicht vollständig entziehen.

Die Risiken im Bereich der Materialwirtschaft werden als gering (grün-gelb) bewertet (Vorjahr: grün).

IT-Risiken

Die operative und strategische Steuerung des Konzerns ist eingebunden in eine komplexe Informationstechnologie. IT-Risiken bestehen grundsätzlich im Ausfall von Systemen, unzureichenden Sicherheitsstandards und dem unberechtigten bzw. missbräuchlichen Zugriff auf Daten.

Die IT-Systeme werden regelmäßig gewartet und verschiedenen Sicherungsmaßnahmen unterzogen. Gleichzeitig führt der verstärkte Einsatz von Software Service und einer Verlagerung in so genannte Cloudservices zu einer Verbesserung der Verfügbarkeit und Sicherheitsstandards. Durch einen stetigen Dialog zwischen internen und externen IT-Spezialisten wird kontinuierlich eine Aufrechterhaltung und Optimierung der Systeme gewährleistet. Die laufende Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und Auditoren ermöglicht die Gewährleistung moderner Sicherheitsstandards. Daneben begegnen der Fielmann-Konzern und die Fielmann Aktiengesellschaft den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit entsprechenden Maßnahmen. Technologische Neuerungen und Entwicklungen werden fortlaufend beobachtet, geprüft und bei Eignung eingesetzt. Die IT-Risiken werden insgesamt unverändert als gering (grün) eingestuft.

Governance-Risiken

Governance-Risiken bestehen insbesondere in möglichen Verstößen gegen Datenschutzregeln im Umgang mit den zu schützenden personenbezogenen Daten. Mit steigender Vernetzung und Komplexität der IT-Systemlandschaft durch die Digitalisierung haben der Umgang mit personenbezogenen Daten und der Schutz interner Informationen national wie international deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Gesetzgeber hat diesem Umstand mit der geltenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und dem damit einhergehenden Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) Rechnung getragen und den Datenschutz, den Schutz der Privatsphäre sowie die transparente Verarbeitung personenbezogener Daten geregelt.

Der Bereich Governance überwacht neben der IT-Architektur die Geschäftsprozesse sowie die Informationssicherheit und den Datenschutz. Er entwickelt die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Datenschutz weiter, begleitet alle datenschutzrelevanten Projekte und leistet konkrete Unterstützung bei der Umsetzung interner Richtlinien und gesetzlich geregelter Vorgaben. Neben einem projektbezogenen Datenschutz Team, das die Implementierung und Weiterentwicklung der Datenschutzstandards verantwortet, verfügt der Kundenservice über einen Prozess "Betroffenenrechte" mit eigens geschulten Mitarbeitern. Gegenüber dem Vorstand ist der Bereich Governance verantwortlich für die Dokumentation, Bewertung und Besicherung von sensiblen Daten. In dieser Funktion spielt der Bereich eine zentrale Rolle in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Datenschutzsystems und stützt sich dabei auf die Expertise spezialisierter interner und externer Juristen.

Eine konsolidierte Bewertung der oben genannten Risiken ergibt gemäß der Vorgaben des Risikoberichtswesens eine leicht verbesserte Einstufung (grün-gelb nach gelb im Vorjahr).

Digital und Marketing

Unter Digital und Marketing werden technologische Entwicklungen, Digitale Services, die Stabilität der IT-Systeme der Niederlassungen sowie die Auswirkung auf das Markenimage und die Frequenz überwacht und berichtet.

Fielmann investiert entschieden in die Digitalisierung, treibt die digitale Transformation des Geschäftsmodells konsequent voran. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden unsere digitalen Services bereits 22 Millionen Mal genutzt. Die Zukunft des Geschäftsmodells liegt im Omnichannel, also der Verbindung von digitalen Services und persönlicher Beratung. Als Marktführer im deutschsprachigen Raum und eines der größten augenoptischen Unternehmen weltweit ist Fielmann in der Lage, ungleich größere Beträge in seine Omnichannel-Plattform zu investieren als kleinere Mitbewerber. Insgesamt versorgt die Fielmann-Gruppe mit ihrem Omnichannel-Geschäftsmodell bereits 27 Millionen Kunden.

Die Digital und Marketing-Risiken werden insgesamt als gering (grün-gelb) eingestuft

Gesetzliche Anforderungen nach § 289c HGB

Die Fielmann erstellt einen Nachhaltigkeitsbericht, der ebenfalls im April 2022 veröffentlicht wird. Die in diesem Zusammenhang allokierten Risiken werden insgesamt als mittelmäßig (gelb-grün) eingestuft.

Chancenbericht
Chancen

Chancen bezeichnen mögliche positive Abweichungen von den im Prognosebericht aufgestellten Erwartungen an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die wirtschaftliche Lage der Fielmann-Gruppe. Dabei unterscheidet Fielmann zwischen marktbezogenen sowie strategischen und operativen Chancen.

Marktbezogene Chancen können insbesondere aus einer schnelleren Überwindung der Coronavirus-Pandemie erwachsen, die positive konjunkturelle Effekte in den relevanten Märkten der Fielmann-Gruppe nach sich zieht. In einem solchen Positivszenario könnte sich der private Konsum oberhalb der Erwartungen bewegen und verstärkte Käufe auch in der Augenoptik-Branche auslösen. Weitere marktseitige Chancen bestehen in einer langfristigen Entspannung im Bereich der Lieferketten und daraus resultierenden Preissenkungen bei Zulieferprodukten und Energierohstoffen. Im Wettbewerbsumfeld können Chancen aus der fortgesetzten Marktkonsolidierung erwachsen.

Strategische und operative Chancen bestehen in der stringenten Umsetzung der Vision 2025. So verspricht sich Fielmann weiteres Wachstum aus dem steigenden Anteil modischer Sonnenbrillen und auch durch Tageslinsen, hergestellt aus verträglichen Werkstoffen, oder auch kundenindividuelle Produkte können ebenfalls zur Absatzsteigerung beitragen.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist jedoch die demografische Entwicklung. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Brillenträger deutlich. In der zweiten Lebenshälfte sind nahezu alle Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen. Fielmann-Kunden sind jünger als die Durchschnittskunden der traditionellen Wettbewerber. Hierdurch dürfte der Gleitsichtanteil in den nächsten Jahren überproportional ansteigen. Und schon heute brauchen immer mehr junge Leute eine Brille oder Kontaktlinsen.

Neben dem Umsatzwachstum im Optikbereich erwartet Fielmann zusätzliche Impulse durch den weiteren Ausbau der Hörakustikstudios, dies auch vor dem Hintergrund der Unterversorgung im Markt. Fielmann kann das Wachstum im Bereich Hörakustik zu einem großen Teil durch entsprechende Angebote an die große Stammkundschaft in der Augenoptik vorantreiben. Allein die Stammkunden von Fielmann in den Kerneinzugsgebieten benötigen mehr als 150.000 Hörsysteme pro Jahr. Über immer kleinere, praktisch unsichtbare Hochleistungssysteme steigt zudem die Akzeptanz von Hörsystemen, sodass sich die Anzahl der Nutzer wesentlich erhöhen kann. Auch in Spanien bietet sich ein erhebliches Potenzial im Bereich der Hörakustik.

Große Chancen bestehen in der intelligenten Verbindung digitaler Services und stationärer Beratungs- und Service-Kompetenz. Aufgrund der bereits weitgehend entwickelten und auf der Omnichannel-Plattform eingeführten Technologien für 3D-Anprobe und 3D-Anpassung wird der Anteil des Online-Vertriebskanals am Außenumsatz in allen Produktgruppen weiter zunehmen. Der umfassende Patentschutz der eigenentwickelten Technologien stellt einen weiteren Wettbewerbsvorteil dar.

Durch umfassende Investitionen in den Ausbau des Niederlassungsnetzes und Kapazitätserweiterungen in der Produktion kann Fielmann darüber hinaus seine Größen- und Effizienzvorteile zukünftig noch besser ausspielen. Das Leistungsversprechen gegenüber dem Kunden kann hierdurch auch künftig uneingeschränkt eingelöst werden. Dabei unterstützt auch die Attraktivität von Fielmann als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber im Wettbewerb um Fachkräfte.

Relevante Angaben

Angaben entsprechend § 315 Absatz 4 HGB sowie Aktionärsstruktur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt 84 Millionen € und ist eingeteilt in 84 Millionen Stammaktien (auf den Inhaber lautende Stückaktien), jeweils ohne Nennwert. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft eine Stimme (§ 14 Abs. 6 der Satzung).

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Durch Vereinbarung vom 4. April 2013 sind Herr Marc Fielmann und Frau Sophie Luise Fielmann einer am 3. April 2013 zwischen Herrn Günther Fielmann und der KORVA SE, Berlin, geschlossenen Poolvereinbarung beigetreten (Poolvertrag). Insgesamt umfasst der Poolvertrag 60.180.844 Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft (poolgebundene Aktien). Nach dem Poolvertrag bedarf eine Übertragung von poolgebundenen Aktien an Dritte der Zustimmung aller übrigen Poolmitglieder. Zudem muss jedes Poolmitglied, das seine poolgebundenen Aktien veräußern möchte, diese Aktien zuvor den übrigen Poolmitgliedern zum Kauf anbieten (Vorerwerbsrecht). Nach dem Poolvertrag sind die Stimmrechte aus den poolgebundenen Aktien in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft jeweils gemäß den Beschlüssen der Poolmitglieder in der Poolversammlung auszuüben, und zwar unabhängig davon, ob und in welchem Sinn das jeweilige Poolmitglied in der Poolversammlung abgestimmt hat. Das Stimmrecht der Poolmitglieder in der Poolversammlung richtet sich nach ihrem Stimmrecht in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft. Jede poolgebundene Aktie gewährt eine Stimme.

Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bestanden die folgenden direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft, die die Schwelle von 10 Prozent überschritten haben: Herr Günther Fielmann, Lütjensee (direkt und indirekt beteiligt), Herr Marc Fielmann, Hamburg (direkt und indirekt beteiligt), Frau Sophie Luise Fielmann, Hamburg (direkt und indirekt beteiligt), KORVA SE, Berlin (direkt und indirekt beteiligt), fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co., Hamburg (indirekt beteiligt), Fielmann Familienstiftung, Hamburg (indirekt beteiligt). Der Streubesitz beträgt 28,36 Prozent. Weitere Informationen können den Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen im Anhang des Jahresabschlusses 2021 der Fielmann Aktiengesellschaft entnommen werden.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrolle nicht unmittelbar ausüben

Eine solche Konstellation besteht bei der Gesellschaft nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind geregelt in § 84 AktG. Die Satzung der Fielmann Aktiengesellschaft sieht unter § 7 Abs. 1 folgende Regelung zur Zusammensetzung des Vorstands vor: "(1) Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus mindestens drei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder und die Person des Vorstandsvorsitzenden sowie gegebenenfalls seines Stellvertreters. "Die gesetzlichen Bestimmungen über die Änderung der Satzung sind geregelt in § 119 AktG in Verbindung mit § 179 AktG. Die Satzung der Fielmann Aktiengesellschaft sieht unter § 14 Abs. 4 folgende Regelung zu Satzungsänderungen vor:" (4) Zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung ist - soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen - die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich und genügend.,,

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um insgesamt bis zu 10.000.000,00 € durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar und/​oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021).

Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch von einem durch den Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 KWG oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen oder einem Konsortium solcher Kreditinstitute oder Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

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um etwaige Spitzenbeträge unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu verwerten;

bei Erhöhungen des Grundkapitals gegen Bareinlagen gemäß §§ 203 Absatz 1 und 2, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG, wenn der auf die neuen unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung bestehenden oder

sofern dieser Betrag niedriger ist - im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Absatz 1 und 2, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei Berechnung der 10 Prozent-Grenze sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung ausgegeben oder veräußert worden sind;

für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2021 festzulegen.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Entsprechende wesentliche Vereinbarungen sind nicht vorhanden.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entsprechende Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern bestehen nicht.

Angaben entsprechend §§ 289b ff., 315b ff. HGB zur nichtfinanziellen Erklärung (Nachhaltigkeitsbericht) Die Fielmann Aktiengesellschaft veröffentlicht ihre Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) für das Geschäftsjahr 2021 auf der Internetseite unter www.fielmann-group.com. Der Bericht wurde in Anlehnung an die GRI-Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Diese Vorgehensweise entspricht den Bestimmungen der §§ 289b ff., 315b ff. HGB und stellt die nichtfinanzielle Erklärung der Fielmann Aktiengesellschaft nach § 289b Abs. 3 HGB und des Fielmann-Konzerns nach § 315b Abs. 3 HGB dar.

Angaben entsprechend § 160 Abs. 1 Nummer 2 AktG

Im Anhang des Jahresabschlusses der Fielmann Aktiengesellschaft befinden sich Angaben über den Bestand an eigenen Aktien sowie dessen Entwicklung im Geschäftsjahr 2021.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt, in dem die Beziehungen der Gesellschaft zu Herrn Günther Fielmann sowie zu anderen ihm verbundenen Unternehmen und den zum Fielmann-Konzern gehörenden Unternehmen erfasst wurden. Der Vorstand hat in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Geschäftsjahr 2021 nicht vor."

Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzernbilanz zum 31.12. 2021

Aktiva

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Textziffer im Anhang Stand am 31.12.2021
Tsd. €
Stand am 31.12. 2020
Tsd. €
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte (1) 164.224 195.255
II. Firmenwerte (2) 176.410 173.459
III. Sachanlagen (3) 334.800 313.146
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (3) 12.051 11.961
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (4) 448.213 418.076
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen (5) 5.023 4.912
VII. Übrige Finanzanlagen (5) 2.046 2.095
VIII. Aktive latente Steuern (6) 14.418 13.595
IX. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (7) 40.363 18.070
X. Forderungen aus Leasingverhältnissen (8) 12 465
1.197.560 1.151.034
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte (9) 153.063 147.076
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10) 39.014 38.523
III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (10) 60.595 60.759
IV. Nicht finanzielle Vermögenswerte (11) 39.076 34.241
V. Ertragsteueransprüche (12) 11.033 16.345
VI. Finanzanlagen (13) 60.648 117.517
VII. Zahlungsmittel und Äquivalente (14) 174.889 103.722
538.318 518.183
1.735.878 1.669.217

Passiva

Textziffer im Anhang Stand am 31.12.2021
Tsd. €
Stand am 31.12.2020
Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (15) 84.000 84.000
II. Kapitalrücklage (16) 92.652 92.652
III. Gewinnrücklagen (17) 620.003 583.902
IV. Sonstige Rücklagen (18) 23.174 18.648
Eigenkapital der Eigentümer des
Mutterunternehmens 819.829 779.202
V. Nicht beherrschende Anteile (19) 52.962 57.156
872.791 836.358
B. Langfristige Schulden
I. Rückstellungen (20) 28.923 28.038
II. Finanzverbindlichkeiten (21) 62.741 58.755
III. Passive latente Steuern (22) 37.648 48.084
IV. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (23) 367.487 341.683
496.799 476.560
C. Kurzfristige Schulden
I. Rückstellungen (24) 70.451 58.406
II. Finanzverbindlichkeiten (25) 135 129
III. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (23) 89.864 82.852
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) 79.615 75.319
V. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (25) 34.838 50.092
VI. Nicht finanzielle Verbindlichkeiten (26) 69.460 74.735
VII. Ertragsteuerschulden (27) 21.925 14.766
366.288 356.299
1.735.878 1.669.217

Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2021

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Textziffer im Anhang 2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Veränderung zum Vorjahr
1. Konzernumsatz (30) 1.678.153 1.428.933 17,4%
2. Bestandsveränderung (30) 2.640 -2.723 -197,0%
3. Konzerngesamtleistung 1.680.793 1.426.210 17,9%
4. Sonstige betriebliche Erträge (31) 18.281 26.002 -29,7%
5. Materialaufwand (32) -343.289 -279.463 22,8%
6. Personalaufwand (33) -703.832 -618.766 13,7%
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (34) -255.819 -217.255 17,8%
8. Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 396.134 336.728 17,6%
9. Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (35) -87.250 -83.424 4,6%
10. Übrige Abschreibungen (35) -90.041 -74.930 20,2%
11. Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen (36) -4.057 -2.110 92,3%
12. Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis (36) -6.122 -1.677 265,1%
13. Erträge im Finanzergebnis (36) 1.072 890 20,4%
14. Ergebnis vor Steuern 209.736 175.477 19,5%
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (37) -65.159 -54.672 19,2%
16. Jahresüberschuss (38) 144.577 120.805 19,7%
17. Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse (39) -7.722 -4.397 75,6%
18. Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind 136.855 116.408 17,6%
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 1 (38) 1,63 1,39

1 Vorgänge, die eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie nach sich ziehen würden, fanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr statt.

Gesamtergebnisrechnung

Textziffer (41)

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Jahresüberschuss 144.577 120.805
Posten, die unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis aus Währungsumrechnung 3.909 -604
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Bewertung der Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19) 312 -288
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 4.221 -892
Gesamtergebnis 148.798 119.913
davon anderen Gesellschaftern zuzurechnen 7.722 4.397
davon Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 141.076 115.516

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Textziffer (42)

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Gezeichnetes Kapital
Tsd. €
Kapitalrücklage
Tsd. €
Gewinnrücklagen
Tsd. €
Währungsumrechnungsrücklage
Tsd. €
Stand am 1. Januar 2021 84.000 92.652 583.902 20.092
Jahresüberschuss 136.855
Sonstiges Ergebnis 3.909
Gesamtergebnis 136.855 3.909
Dividenden/​Ergebnisanteile 1 -100.754
Anteilsbasierte Vergütungen
Eigene Anteile
Sonstige Veränderungen
Stand am 31. Dezember 2021 84.000 92.652 620.003 24.001
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Bewertungsrücklage IAS 19
Tsd. €
Rücklage für eigene Anteile
Tsd. €
Stand am 1. Januar 2021 -3.236 -429
Jahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis 312
Gesamtergebnis 312
Dividenden/​Ergebnisanteile 1
Anteilsbasierte Vergütungen
Eigene Anteile 429
Sonstige Veränderungen
Stand am 31. Dezember 2021 -2.924 0
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Rücklage für anteilsbasierte Vergütung
Tsd. €
Sonstige Rücklagen
Tsd. €
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
Tsd. €
Nicht beherrschende Anteile
Tsd. €
Eigenkapital
Tsd. €
Stand am 1. Januar 2021 2.221 18.648 779.202 57.156 836.358
Jahresüberschuss 136.855 7.722 144.577
Sonstiges Ergebnis 4.221 4.221 4.221
Gesamtergebnis 4.221 141.076 7.722 148.798
Dividenden/​Ergebnisanteile 1 -100.754 -12.040 -112.794
Anteilsbasierte Vergütungen -124 -124 -124 -124
Eigene Anteile 429 429 429
Sonstige Veränderungen 124 124
Stand am 31. Dezember 2021 2.097 23.174 819.829 52.962 872.791
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Gezeichnetes Kapital
Tsd. €
Kapitalrücklage
Tsd. €
Gewinnrücklagen
Tsd. €
Währungsumrechnungsrücklage
Tsd. €
Stand am 1. Januar 2020 84.000 92.652 526.444 20.696
Jahresüberschuss 116.408
Sonstiges Ergebnis -604
Gesamtergebnis 116.408 -604
Dividenden/​Ergebnisanteile 1
Anteilsbasierte Vergütungen
Eigene Anteile
Erwerb von neuen Tochterunternehmen -57.553
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -1.397
Stand am 31. Dezember 2020 84.000 92.652 583.902 20.092
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Bewertungsrücklage IAS 19
Tsd. €
Rücklage für eigene Anteile
Tsd. €
Stand am 1. Januar 2020 -2.948 -765
Jahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis -288
Gesamtergebnis -288
Dividenden/​Ergebnisanteile 1
Anteilsbasierte Vergütungen
Eigene Anteile 336
Erwerb von neuen Tochterunternehmen
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
Stand am 31. Dezember 2020 -3.236 -429
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Rücklage für anteilsbasierte Vergütung
Tsd. €
Sonstige Rücklagen
Tsd. €
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
Tsd. €
Nicht beherrschende Anteile
Tsd. €
Eigenkapital
Tsd. €
Stand am 1. Januar 2020 2.534 19.517 722.613 4.037 726.650
Jahresüberschuss 116.408 4.397 120.805
Sonstiges Ergebnis -892 -892 -892
Gesamtergebnis -892 115.516 4.397 119.913
Dividenden/​Ergebnisanteile 1 -4.292 -4.292
Anteilsbasierte Vergütungen -313 -313 -313 -313
Eigene Anteile 336 336 336
Erwerb von neuen Tochterunternehmen -57.553 53.014 -4.539
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -1.397 -1.397
Stand am 31. Dezember 2020 2.221 18.648 779.202 57.156 836.358

Kapitalflussrechnung Fielmann-Konzern

Textziffer (43)

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Kapitalflussrechnung nach IAS 7 für die Zeit vom 1.1. bis zum 31.12. 2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Veränderung
Tsd. €
Ergebnis vor Steuern (EBT) 209.736 175.477 34.259
-/​+ Gewinnanteile von assoziierten Unternehmen -111 33 -144
+ Erfolgswirksam erfasste Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen 4.057 2.110 1.947
+ Erfolgswirksam erfasste übrige Aufwendungen im Finanzergebnis 6.122 1.644 4.478
- Erfolgswirksam erfasste Erträge im Finanzergebnis -961 -890 -71
+ Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 90.041 74.930 15.111
+ Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 87.250 83.424 3.826
- Gezahlte Ertragsteuern -62.361 -59.738 -2.623
+/​- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge -17.383 -2.810 -14.573
+/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen 12.930 9.139 3.791
-/​+ Gewinn/​Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 5.285 -148 5.433
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -8.883 -40.610 31.727
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 22.097 36.977 -14.880
- Gezahlte Zinsen -1.203 -1.259 56
+ Vereinnahmte Zinsen 72 192 -120
= Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 346.688 278.471 68.217
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 544 473 71
- Auszahlungen für Sachanlagen -74.917 -65.652 -9.265
- Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -11.617 -24.418 12.801
+ Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 49 135 -86
- Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte -197 197
- Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -22.591 -167.457 144.866
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen 85.402 126.818 -41.416
- Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen -51.720 -89.376 37.656
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -74.850 -219.674 144.824
Gezahlte Dividenden an Aktionäre des Mutterunternehmens -100.754 -100.754
- Auszahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner -11.594 -4.292 -7.302
+/​- Verkauf/​Erwerb eigener Anteile 429 336 93
+ Einzahlungen aus aufgenommenen Darlehen 4 275 -271
- Rückzahlung von Darlehen -576 -239 -337
- Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen -88.724 -79.943 -8.781
- Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen -1.558 1.558
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -201.215 -85.421 -115.794
Zahlungswirksame Änderungen der Zahlungsmittel und Äquivalente 70.623 -26.624 97.247
+/​- Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Äquivalente 544 -377 921
+ Zahlungsmittel und Äquivalente am Anfang der Periode 103.722 130.723 -27.001
= Zahlungsmittel und Äquivalente am Ende der Periode 174.889 103.722 71.167

Segmentberichterstattung Fielmann-Konzern

Bestandteil des Anhangs, Textziffer (44), Vorjahreszahlen in Klammern

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Segmente nach Regionen
In Mio. € Deutschland Schweiz Österreich Spanien Übrige Konsolidierung
1.303,2 186,0 82,2 111,8 82,4 -87,4
Umsatzerlöse des Segments (1.199,7) (166,3) (75,3) (0,0) (58,4) (-70,8)
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 79,7 0,2 7,5
(67,3) (0,4) (3,1)
1.223,5 186,0 82,0 111,8 74,9
Umsatzerlöse extern (1.132,4) (166,3) (74,9) (0,0) (55,3)
294,7 38,4 17,8 41,3 27,2 -76,1
Materialaufwand (269,4) (33,7) (16,2) (0,0) (21,8) (-61,6)
534,2 75,0 31,6 34,1 28,9
Personalaufwand (496,1) (71,6) (29,1) (0,0) (22,0)
108,1 16,5 6,9 16,7 18,1
Planmäßige Abschreibungen (110,3) (16,0) (6,3) (0,0) (13,9)
Aufwendungen im 7,5 0,4 0,3 1,6 0,7 -0,3
Finanzergebnis (2,9) (0,5) (0,3) (0,0) (0,6) (-0,5)
1,1 0,3 -0,3
Erträge im Finanzergebnis (1,0) (0,4) (-0,5)
Ergebnis vor Steuern - in den Segmenten ohne 172,8 29,5 13,7 10,6 -16,5 -0,4
Beteiligungserträge (164,2) (19,9) (12,5) (0,0) (-21,3) (0,2)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 56,8 4,3 2,0 2,3 -0,1 -0,1
(50,5) (2,6) (1,7) (0,0) (-0,1) (0,0)
116,0 25,2 11,7 8,3 -16,4 -0,3
Jahresüberschuss (113,7) (17,3) (10,8) (0,0) (-21,2) (0,2)
Langfristiges Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 565,3 93,0 39,3 331,1 107,0
(581,8) (73,8) (33,7) (336,8) (85,8)
davon langfristiges Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 331,7 34,2 10,8 255,3 55,5
(345,5) (31,5) (7,1) (262,2) (47,5)
davon Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 233,6 58,8 28,5 75,8 51,5
(236,3) (42,3) (26,6) (74,6) (38,3)
Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 108,8 32,9 12,0 11,1 41,0
(119,8) (7,0) (2,9) (336,8) (18,1)
davon Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 56,6 6,9 5,5 4,2 16,0
(69,0) (6,6) (2,5) (262,2) (10,3)
davon Zugänge zu Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen 52,2 26,0 6,5 6,9 25,0
(50,8) (0,4) (0,4) (74,6) (7,8)
Anteile an assoziierten Unternehmen 5,0
(4,9)
12,2 0,4 0,3 1,5
Aktive latente Steuern (12,7) (0,3) (0,0) (0,6)
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Segmente nach Regionen
In Mio. € Konzernwert
Umsatzerlöse des Segments 1.678,2
(1.428,9)
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 1.678,2
(1.428,9)
Umsatzerlöse extern 343,3
(279,5)
Materialaufwand 703,8
(618,8)
Personalaufwand 166,3
Planmäßige Abschreibungen (146,5)
Aufwendungen im Finanzergebnis 10,2
(3,8)
Erträge im Finanzergebnis 1,1
(0,9)
Ergebnis vor Steuern - in den Segmenten ohne Beteiligungserträge 209,7
(175,5)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 65,2
(54,7)
Jahresüberschuss 144,5
(120,8)
Langfristiges Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 1.135,7
(1.111,9)
davon langfristiges Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 687,5
(693,8)
davon Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 448,2
(418,1)
Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 205,8
(484,6)
davon Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 89,2
(350,6)
davon Zugänge zu Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen 116,6
(134,0)
Anteile an assoziierten Unternehmen 5,0
(4,9)
Aktive latente Steuern 14,4
(13,6)

Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Fielmann Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Weidestraße 118a, ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Sie ist im Registergericht des Amtsgerichts Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 56098 eingetragen.

Mutterunternehmen der Fielmann Aktiengesellschaft ist die KORVA SE. Oberstes Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co. Die Geschäftstätigkeit der Fielmann Aktiengesellschaft besteht im Betrieb von und in der Beteiligung an Augenoptik-Unternehmen, Hörakustik-Unternehmen sowie der Herstellung von und dem Handel mit Sehhilfen und anderen augenoptischen Produkten, insbesondere Brillen, Brillenfassungen und Gläsern, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Zubehör und Accessoires, erlaubnisfreien Handelswaren aller Art sowie Hörgeräten und deren Zubehör. Die Produktion von Gläsern ist in der Rathenower Optik GmbH konzentriert.

Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 am 20. April 2022 aufgestellt und wird diesen am 21. April 2022 dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorlegen. Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgt voraussichtlich auf der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 21. April 2022.

Der Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den im Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Verlautbarungen des IFRS Interpretations Commitee (IFRS IC) erstellt, soweit sie in der EU gelten und im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Ergänzend sind die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet worden.

II. Anwendung von neuen und geänderten Standards

Erstmals im Geschäftsjahr angewendete neue und geänderte Standards und Interpretationen

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Verlautbarung Titel Pflicht zur erstmaligen Anwendung laut IASB Pflicht zur erstmaligen Anwendung in der EU
Änderungen an IFRS 4 Verlängerung der vorübergehenden Ausnahme von der Anwendung von IFRS 9 1.1.2021 1.1.2021
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 1.1.2021 1.1.2021
Änderungen an IFRS 16 Verlängerung des Anwendungszeitraums der Änderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit COVID-19 bezogenen Mietzugeständnissen 1.4.2021 für am oder nach dem 1.4.2021 beginnende Geschäftsjahre 1.4.2021 für am oder nach dem 1.4.2021 beginnende Geschäftsjahre

Im Geschäftsjahr 2020 wurde Leasingnehmern eine praktische Erleichterung zur bilanziellen Abbildung von Mietzugeständnissen im Rahmen der COVID-19-Pandemie eingeräumt. Diese Erleichterung galt bisher nur für Zahlungen, die entsprechend der ursprünglichen vertraglichen Vereinbarung am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig gewesen wären. Der IASB weitet diesen Zeitraum auf Zahlungen mit einer ursprünglichen Fälligkeit bis zum 30. Juni 2022 aus. Dieses Wahlrecht wird im Fielmann-Konzern weiterhin nicht ausgeübt.

Aus der Anwendung der übrigen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Angaben oder die ausgewiesenen Beträge im Konzernabschluss.

Neue und geänderte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Die folgenden neuen beziehungsweise geänderten Standards wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten. Der Konzern hat die Regelungen nicht vorzeitig angewendet.

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Verlautbarung Titel Pflicht zur erstmaligen Anwendung laut IASB Pflicht zur erstmaligen Anwendung in der EU
Annual Improvements Project Annual Improvements to IFRS Standards 2018 - 2020 Cycle Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 1.1.2022 1.1.2022
Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 1.1.2023 Offen
Änderungen an IAS 1 Angaben zu Rechnungslegungsmethoden 1.1.2023 1.1.2023
Änderungen an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 1.1.2023 1.1.2023
Änderungen an IAS 12 Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern aus einer einzelnen Transaktion 1.1.2023 Offen
Änderungen an IAS 16 Erlöse vor der beabsichtigten Nutzung einer Sachanlage 1.1.2022 1.1.2022
Änderungen an IAS 37 Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung 1.1.2022 1.1.2022
Änderungen an IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept 2018 und Ergänzungen 1.1.2022 1.1.2022
IFRS 10 und IAS 28 Erfolgserfassung bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture Anwendung auf unbestimmte Zeit verschoben Offen
IFRS 17 inklusive Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge (Ersetzt Übergangsstandard IFRS 4) 1.1.2023 1.1.2023
Änderungen an IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen 1.1.2023 Offen

Auf eine detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards beziehungsweise Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden.

III. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten Finanzinstrumenten, wie nachfolgend beschrieben, auf Grundlage der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt.

Alle monetären Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, in der Konzernwährung Euro in Tausend €, die Segmentberichterstattung in Millionen €.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erläutert.

Konsolidierungskreis und Veränderungen des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss sind alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen der Fielmann Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird. Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens ist dann gegeben, wenn ein Investor schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist beziehungsweise Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Auch an 21 (Vorjahr: 21) deutschen Franchisegesellschaften übt die Fielmann Aktiengesellschaft Beherrschung im Sinne des IFRS 10 aus. Diese Beherrschung ergibt sich aus dem Zusammenwirken der gesellschaftsrechtlichen, franchisevertraglichen und wirtschaftlichen Einflüsse. Die Vorgaben des Franchisevertrags zu Ladenlokal, Sortiment, Beständen, Werbung u. a. definieren den Rahmen der Geschäftspolitik im Sinne der Fielmann Aktiengesellschaft. 30 (Vorjahr: 28) im Baltikum durch Franchisenehmer betriebene Niederlassungen sind nicht Bestandteil des Konsolidierungskreises, da die vertraglichen Vereinbarungen nicht zu einer Beherrschung der Gesellschaft führen.

Zusätzlich zu den Tochterunternehmen werden auch Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung, in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 bilanziert. Hinsichtlich der einbezogenen Unternehmen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes verwiesen. Dieser Anteilsbesitz enthält zudem eine Aufstellung der Gesellschaften, die von der Befreiung nach § 264 Absatz 3 sowie § 264b HGB Gebrauch machen. Zum 31. Dezember 2021 werden neun (Vorjahr: zwei) Gesellschaften erstmals konsolidiert. Hierbei handelt es sich um die Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Tschechien mit aktuell drei Niederlassungen und eine zukünftig im E-Commerce tätige Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Darüber hinaus wurden in Deutschland für vier Niederlassungen neue Vertriebsgesellschaften gegründet sowie drei traditionelle Optikerbetriebe erworben.

Entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung der im Berichtszeitraum eröffneten und erworbenen Optikerbetriebe als Teil der normalen Expansion werden bezüglich der hieraus resultierenden Änderung des Konsolidierungskreises keine weiteren Angaben gemacht. Im laufenden Geschäftsjahr haben sich bei den bereits im Vorjahr zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften keine relevanten Veränderungen in den Beteiligungsverhältnissen ergeben. Im Rahmen der laufenden Pflege des Niederlassungsbestandes wurden zwei Standorte geschlossen (Vorjahr: zwei Schließungen).

Konsolidierungsgrundsätze

Grundlage des Konzernabschlusses sind die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die handelsrechtlichen Einzelabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2021 geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die übrigen Einzelgesellschaften wurden daraufhin analysiert, ob die Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen und ob die für die Übernahme in die Konzernbilanz maßgeblichen Vorschriften beachtet sind.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge der Konzerngesellschaften untereinander werden miteinander verrechnet, soweit nicht in Einzelfällen wegen Geringfügigkeit davon abgesehen wird. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen. Gemäß IAS 12 werden die für die jeweiligen Gesellschaften relevanten durchschnittlichen Landesertragsteuersätze angewendet.

Zwischengewinne werden im Vorrats- und Anlagevermögen eliminiert.

Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu Zeitwerten. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Nettovermögen von in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden bei Zugang mit dem entsprechenden Anteil an den bilanzierten Beträgen bzw. bei Anwendung der Full Goodwill Methode mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht beherrschende Anteile an Personengesellschaften des Konzerns, die in Einzelabschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften Eigenkapitalcharakter haben, werden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind Kapitalunterdeckungen im Einzelabschluss, die als negative Werte unter den nicht beherrschenden Anteilen im Eigenkapital bilanziert werden.

Geschäfts- oder Firmenwert und Impairment-Test

Der aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen, sofern erforderlich, bilanziert und ist gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.

Für Zwecke der Prüfung auf Wertminderung ist der Geschäfts- oder Firmenwert auf jede der Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) des Konzerns aufzuteilen, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können. Der Impairment-Test erfolgt regelmäßig zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres. Die CGU umfassen jeweils eine einzelne Niederlassung. Der Test wird durch Vergleich des Buchwertes mit dem erzielbaren Betrag (höherer Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert) durchgeführt. Die dem Nutzungswert zugrunde liegenden Cashflows resultieren aus einer einjährigen Detailplanung, einer darauf folgenden zweijährigen Planung, welche aus der kumulierten Konzernplanung abgeleitet wird, und darüber hinausgehend auf der ewigen Rente auf Basis des dritten Planungsjahres. Die sich aus dieser Planung ergebenden Wachstumsraten der Profitabilität betragen für das zweite Jahr 10,9 Prozent sowie für das dritte Jahr 12,5 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent bzw. 5,3 Prozent). Nach dem dritten Jahr wird neben weiteren Einflussfaktoren eine Wachstumsrate von in der Regel 0,5 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent) in die WACC-Berechnung einbezogen. Der dem Impairment-Test zugrunde gelegte Kapitalisierungszinssatz variiert länderspezifisch und liegt zwischen 4,7 Prozent und 15,4 Prozent (Vorjahr: zwischen 4,5 Prozent und 11,3 Prozent).

Planungen im Konzern basieren in der Regel auf den Erfahrungswerten des bisherigen Geschäftsverlaufs. Aktuelle externe Daten fließen aufgrund dieser Erfahrungen standortbezogen zusätzlich in den Analyseprozess ein. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrages ergab sich kein signifikanter Abwertungsbedarf zusätzlich zu den bisher erfassten Abwertungen. Jede nach vernünftigem Ermessen mögliche Änderung der wichtigsten Annahmen führt demnach nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag signifikant übersteigt. Im Rahmen des Impairment-Tests wurde im Berichtsjahr für einzelne Niederlassungen, die keinen ausreichenden Nutzungswert aufweisen konnten, zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Hierzu wurde insbesondere das Sachanlagevermögen sowie die Werthaltigkeit von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen analysiert (Hierarchiestufe 3 in der Bemessungshierarchie nach IFRS 13). Da der ermittelte beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwertes lag, erfolgte für diese Niederlassungen eine entsprechende Abwertung auf den beizulegenden Zeitwert in Höhe von Tsd. € 3.048. Dieser Wert stellt nun den neuen Buchwert dar. Mit einer Wertaufholung wird derzeit in absehbarer Zeit nicht gerechnet. Die Auswirkungen des Impairment-Tests im Detail sowie die Zuordnung zu den Segmenten werden in Textziffer (44) dargestellt.

Fremdwährungsumrechnung

Für die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Die ausländischen Gesellschaften betreiben ihr Geschäft selbstständig, daher ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Einzelne Geschäftsvorfälle werden zum Stichtagskurs erfasst. Währungsdifferenzen beim Ausgleich offener Posten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Ausländische Jahresabschlüsse werden an die Gliederung und Bewertung im Fielmann-Konzern angepasst. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nichtmonetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Kursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nichtmonetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt mit dem Periodendurchschnittskurs. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der sonstigen Rücklagen ausgewiesen. Die für die Umrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften und das Einkaufsgeschäft relevanten Fremdwährungen entwickelten sich wie folgt:

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Stichtagskurs 31.12.2021 1 € = Stichtagskurs 31.12.2020 1 € = Durchschnittskurs 2021 1 € = Durchschnittskurs 2020 1 € =
Tschechische Krone (CZK) 24,86 26,24 25,64 26,46
Renminbi (CNY) 7,22 8,03 7,62 7,91
Japanischer Yen (JPY) 130,38 126,49 129,88 121,85
Polnischer Zloty (PLN) 4,60 4,61 4,57 4,44
Schweizer Franken (CHF) 1,03 1,08 1,08 1,07
Ukrainische Hrywnja (UAH) 30,92 34,74 32,26 30,91
US-Dollar (USD) 1,13 1,23 1,18 1,14
Belarussischer Rubel (BYN) 2,88 3,17 3,00 2,81

Die Entwicklung des US-Dollars und des japanischen Yen ist für den Fielmann-Konzern relevant für wiederkehrende Einkaufskontrakte bei Fassungen. Der Einkauf von Waren in USD im Geschäftsjahr betrug Mio. € 30,9 (Vorjahr: Mio. € 29,6), in JPY Mio. € 1,0 (Vorjahr: Mio. € 1,1). Bei den Einkäufen wird zum Vergleich der Vorjahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt, um die Auswirkung der Kursänderung darzustellen. Die Entwicklung des US-Dollars beeinflusst den Wareneinkauf in Höhe von ca. Mio. € 1,1 positiv (Vorjahr: Mio. € 0,6 positiv). Die Entwicklung des Yen beeinflusst den Wareneinkauf im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht nennenswert.

Der Umsatz des Konzerns in Schweizer Franken beträgt Mio. CHF 201,1 (Vorjahr: Mio. CHF 178,0). Die Entwicklung der Schweizer Währung beeinflusst den Umsatz in Höhe von ca. Mio. € 1,9 negativ (Vorjahr: Mio. € 6,2 positiv), wenn als Vergleichswert der jeweilige Vorjahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt wird.

Einzelne Bilanzpositionen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert es, bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögenswerte und Schulden nach IFRS Schätzungen und Annahmen vorzunehmen. Diese werden kontinuierlich überprüft. Annahmen und Schätzungen erfolgen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung von Firmenwerten (Textziffer (2)), Rückstellungen (Textziffer (20), Textziffer (24)) und steuerlichen Sachverhalten (Textziffer (6), Textziffer (22)). Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen sind in den folgenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargelegt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Fielmann-Konzern sind in den Textziffern

(31) Sonstige betriebliche Erträge und (33) Personalaufwand dargestellt.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (Aktiva A. I., III.)

Die Bewertung und Fortschreibung der immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens erfolgen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.

Entwicklungskosten von Software, bei denen Konzernunternehmen als Hersteller anzusehen sind, sind grundsätzlich als selbsterstellte Software gemäß IAS 38 zu aktivieren. Voraussetzung der Aktivierung von Software-Eigenentwicklungen ist, dass eine Trennung von Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten durchführbar ist. Bei der im Fielmann-Konzern inzwischen überwiegend angewendeten agilen Projektorganisation ist bei dem Großteil der laufenden Entwicklungen diese Unterscheidung nicht mehr möglich. Eine Aktivierung der Entwicklungskosten wird somit nur noch in Ausnahmefällen vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen erfasst.

Bei Produktionsgebäuden wird in der Regel eine Nutzungsdauer von bis zu 25 Jahren zu Grunde gelegt. Das Schloss in Plön wird über 55 Jahre, andere Geschäftsgebäude werden über maximal 50 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt linear (in der Regel sieben bis zehn Jahre) unter Berücksichtigung der Mietvertragsdauer. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird in der Regel zwischen zwei und dreizehn Jahren abgeschrieben (Maschinen und Geräte in der Regel fünf Jahre, IT drei bis fünf Jahre). Die Nutzungsdauer wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an den erwarteten Verlauf angepasst. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalkosten gemäß IAS 23 liegen nicht vor.

Etwaige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden von den Anschaffungskosten abgesetzt, sofern sie anzusetzende Vermögenswerte betreffen. Die Erfassung erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur finanziellen Unterstützung ohne künftig damit verbundenen Aufwand gezahlt werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Aktiva A. IV.)

Auch Immobilien, die nicht im Kerngeschäft des Konzerns genutzt werden (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40), werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den oben benannten Grundsätzen bewertet. Sie werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der etwaige erzielbare Betrag (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Der Ausweis der außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt im Posten Übrige Abschreibungen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert), der sich aus einer nachhaltigen Verbesserung der Vermietungssituation ergibt, den fortgeführten Buchwert übersteigt. Diese Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Wertaufholungen vorgenommen.

Wie in den Vorjahren wird für diese Bewertung ein Ertragswertverfahren (Hierarchiestufe 3 nach IFRS 13) unter Nutzung eines aus Marktbeobachtungen abgeleiteten Mietertragsfaktors von 15 Jahresnettomieten angewendet. Der Zeitwert dieser Immobilien wird in Textziffer (3) angegeben.

Gemischt genutzte Immobilien werden nach IAS 40.10 aufgeteilt. Ein Teil wird unter als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, ein anderer Teil unter Sachanlagen ausgewiesen. Wenn eine entsprechende Aufgliederung aufgrund wirtschaftlicher oder juristischer Rahmenbedingungen nicht möglich ist, erfolgt der Ausweis ausschließlich unter Sachanlagen, da regelmäßig die Nutzung im Geschäftsbetrieb deutlich überwiegt.

Leasing (Aktiva A. V., A. X. und Passiva B. IV., C. III.)

Der Fielmann-Konzern mietet im Bereich Immobilien vor allem Ladengeschäfte für die Niederlassungen. Die entsprechenden Mietverträge haben in der Regel eine Laufzeit von zehn Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen über jeweils fünf Jahre. Da nach zehn Jahren in den überwiegenden Fällen eine Neuverhandlung der Verträge angestrebt wird, wird eine Laufzeit von zehn Jahren ab Vertragsbeginn angenommen. Die Verträge werden überwacht und nach angemessener Zeit oder nach Eintreten von relevanten Ereignissen neu bewertet.

KFZ-Leasingverträge werden in der Regel über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschlossen.

Die Nutzungsrechte werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten ausgewiesen (siehe Textziffer (4)). Die Bilanzierung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen erfolgt nach IFRS 16. Nutzungsrechte werden grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Abweichend davon ist die Abschreibung entsprechend über die Laufzeit des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts vorzunehmen, wenn dessen Nutzungsdauer kürzer ist als die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Das Ansatzwahlrecht zur Bilanzierung von Nutzungsrechten von kurzfristigen Leasingverhältnissen mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten und für Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, wird in der Regel in der Form ausgeübt, dass für diese ebenfalls ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst wird. Die Bewertung der Nutzungsrechte erfolgt zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes grundsätzlich zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten. Die Prüfung der Notwendigkeit einer Wertberichtigung eines Nutzungsrechts erfolgt unter Anwendung von IAS 36.

Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten ausgewiesen (siehe Textziffer (23)). Die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen, diskontiert mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, erfolgt die Abzinsung unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes des Konzerns. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (unter Anwendung der Effektivzinsmethode) und durch Reduzierung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Die Mietverträge, die eine umsatzabhängige Komponente aufweisen, sind grundsätzlich so ausgestaltet, dass neben der umsatzabhängigen Miete eine vertraglich fixierte Mindestmiete als Mietkondition enthalten ist. Die unter diesen Konditionen zu leistenden Mindestmietzahlungen werden als feste Leasingzahlungen bei der Ermittlung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt.

Variable Leasingzahlungen, die nicht von einem Index oder Wechselkurs abhängen, werden nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts einbezogen. Diese Zahlungen werden in der Periode, in der das auslösende Ereignis oder die auslösende Bedingung eintritt, als Aufwand erfasst und in dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen'' (siehe Textziffer (35)) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzinstrumente (Aktiva A. VII., IX., X. und B. II., III., VI., VII. sowie Passiva B. II., IV. und C. II., III., IV., V.)

Die Erläuterung der Finanzinstrumente gemäß IFRS erfolgt in Textziffer (28) und im Lagebericht. Weitere Ausführungen zu Bilanzpositionen im Anhang, die den Finanzinstrumenten zuzuordnen sind, werden dort mit (28) gekennzeichnet.

Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, werden in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell klassifiziert. Sieht das Geschäftsmodell ein Halten des Vermögenswertes zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme vor, so erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Sieht das Geschäftsmodell grundsätzlich das Halten und Verkaufen vor, werden diese Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Finanzanlagen sowie Zahlungsmittel und Äquivalente der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" unterliegen gemäß IFRS 9 einem Wertminderungsmodell basierend auf erwarteten Kreditverlusten. Die erwarteten Kreditverluste (ECL: expected credit losses) werden als wahrscheinlichkeitsgewichteter Barwert aller Zahlungsausfälle über die Laufzeit des Vermögenswertes berechnet. Hierzu wird ein dreistufiges Modell genutzt.

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Stufe 1: Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit aufgrund von Ereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate Enthalten sind neue Verträge sowie bestehende Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos. Regelmäßig beinhaltet dies Verträge, deren Zahlungen weniger als 31 Tage überfällig sind.
Stufe 2: Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit ohne Beeinträchtigung der Bonität Enthalten sind finanzielle Vermögenswerte, deren Kreditrisiko wesentlich gestiegen, aber deren Bonität nicht beeinträchtigt ist.
Stufe 3: Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit mit Beeinträchtigung der Bonität Enthalten sind finanzielle Vermögenswerte, deren Bonität beeinträchtigt ist oder die ausgefallen sind. Regelmäßig beinhaltet dies Verträge, deren Zahlungen mehr als 90 Tage überfällig oder deren Schuldner in finanziellen Schwierigkeiten sind.

Bei Stufe 1 und Stufe 2 wird die Effektivverzinsung auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt, wohingegen bei Stufe 3 die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts, also abzüglich Risikovorsorge, berechnet wird. Für den Transfer zwischen den Stufen ist eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos maßgeblich. Grundsätzlich erfolgt ein Transfer von Stufe 1zu Stufe 2, wenn ein finanzieller Vermögenswert mehr als 30 Tage überfällig ist. Bei einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen besteht ein objektiver Hinweis auf einen Kreditausfall und es erfolgt ein Transfer in Stufe 3. Ebenso erfolgt dieser Transfer bei weiteren objektiven Hinweisen auf einen drohenden Kreditausfall wie z.B. Insolvenz. Unterliegt ein finanzieller Vermögenswert am Bilanzstichtag einem niedrigen Ausfallrisiko, so wird angenommen, dass keine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit Ersterfassung des finanziellen Vermögenswertes stattgefunden hat. Ein niedriges Ausfallrisiko wird angenommen, wenn das externe oder ein entsprechendes internes Kreditrating Investment Grade entspricht.

Der Fielmann-Konzern nutzt das vereinfachte Verfahren für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und erfasst den erwarteten Kreditausfall über die gesamte Laufzeit.

Die Allokation der Stufen auf die Finanzinstrumente wird in Textziffer (28) weitergehend erläutert. Aufgrund der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung wurde auf den separaten Ausweis der hieraus resultierenden Gewinne und Verluste in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Der entsprechende Betrag wird unter Textziffer (28) erläutert und ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, werden der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet und bewertet. Soweit keine Börsenkurse vorliegen, wird auf Marktbewertungen durch Banken zurückgegriffen.

Ein nicht zu Handelszwecken gehaltener finanzieller Vermögenswert wird dann beim erstmaligen Ansatz als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert, wenn eine solche Designation Bewertungsinkonsistenzen wesentlich reduziert. Im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr handelt es sich hierbei um in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfasste Liquiditätsvorschüsse zur Bedeckung versicherungstechnischer Abgrenzungen für Beitragsüberträge an den Versicherungsgeber der Nulltarif-Versicherung. Diese Liquiditätsvorschüsse werden vom Versicherer als Kapitalanlagen angelegt. Die Nettoerträge (Gewinne und Verluste) aus den Kapitalanlagen stehen allein Fielmann zu.

Aus der Marktbewertung resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste sowie die hierauf entfallenden latenten Steuern werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Zur Bestimmung des Marktwertes von Finanzinstrumenten wird die folgende Hierarchie verwendet:

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Stufe 1: Eingangsparameter der Stufe 1 sind auf aktiven Märkten notierte Preise (unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die am Bewertungsstichtag zugegriffen wird.
Stufe 2: Eingangsparameter der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können.
Stufe 3: Eingangsparameter der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter.

Die im Konzern zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumente der Klasse "Vermögensverwaltungsdepots", "Fonds" und Teile der "Sonstigen Forderungen" fallen unter die Hierarchiestufe 1. Die in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten bilanzierte PutOption fällt unter Stufe 3.

Zu- und Abgänge werden mit dem jeweiligen Wert des Erfüllungstages angesetzt. Die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen ausbezahltem und bei Endfälligkeit rückzahlbarem Betrag wird amortisiert.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet.

Vorräte (Aktiva B. I.)

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, erforderlichenfalls vermindert um Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert. Die Fortschreibung erfolgt mit der Methode des gleitenden Durchschnitts. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß IAS 2. Fertigungsbezogene Gemeinkosten sind enthalten. Zinsen werden aufgrund des kurzen Herstellungsprozesses nicht angesetzt.

Latente Steuern (Aktiva A. VIII. und Passiva B. III.)

Latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in den IFRS- und Steuerbilanzen der Konzernunternehmen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich diese Unterschiede im Zeitablauf wieder ausgleichen. Dies beinhaltet gemäß IAS 12 auch sogenannte "Outside Basis Differences", die sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Nettovermögen einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert dieser Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft ergeben. Eine latente Steuerabgrenzung wird für "Outside Basis Differences" insoweit vorgenommen, wie mit einer Realisierung innerhalb von 12 Monaten gerechnet wird. Darüber hinaus werden latente Steuerabgrenzungen für Verlustvorträge in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Für die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind. Latente Steuern werden gemäß IAS 1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten (Textziffer (6)) bzw. Schulden (Textziffer (22)) ausgewiesen.

Aktive und passive latente Steuern werden, soweit sie ertragsteuerliche Organkreise oder einzelne Gesellschaften betreffen und laufzeitkongruent sind, gemäß IAS 12.71 ff. saldiert.

Rückstellungen (Passiva B. I und C. I.)

Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 und IAS 19. Demnach werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt diejenigen Beträge, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden bei wesentlichen Effekten abgezinst und zum Barwert bilanziert. Der verwendete Zinssatz ist fristadäquat zur Laufzeit von Anleihen für alle Rückstellungen.

Rückstellungen für Pensionen werden für die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungszusagen nach der Methode der laufenden Einmalprämien bewertet. Diese Methode ermittelt unter Berücksichtigung dynamischer Aspekte die zu erwartenden Leistungen nach Eintritt des Versorgungsfalls und verteilt diese über die gesamte Beschäftigungsdauer der begünstigten Mitarbeiter. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen der Rechnungsannahmen und aus Abweichungen zwischen den Rechnungsannahmen von den tatsächlichen Ausprägungen ergeben, erfolgt im sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income).

Für weitere Angaben siehe Textziffer (20).

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist bzw. nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz grundsätzlich nicht erfasst.

Erlösrealisation

Erlöse werden in erster Linie aus dem Einzelhandelsgeschäft erzielt. Die Realisierung der Erlöse sowie die Bezahlung erfolgen zum Zeitpunkt der Abgabe der bestellten und fertigen Produkte an den Kunden. Daneben werden in dem Segment Deutschland in geringem Umfang Umsatzerlöse im Großhandel getätigt. Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus der Abwicklung von Versicherungsfällen der Nulltarif-Versicherung. Der Umfang der Leistungspflicht von Fielmann besteht hierbei grundsätzlich jeweils in der Lieferung einer Korrektionsbrille. Daher realisiert Fielmann Erlöse, die denen aus dem Einzelhandelsgeschäft entsprechen. Aufgrund der Realisierung der Umsatzerlöse innerhalb eines Jahres wird auf die Anpassung um eine signifikante Finanzierungskomponente gemäß IFRS 15.63 verzichtet.

Weiterhin erfasst Fielmann unter den Umsatzerlösen Erträge aus dem versicherungstechnischen Ergebnis der Nulltarif-Versicherung. Diese werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

Mieterträge werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Wesentliche einmalige Erträge und Aufwendungen, die Leasingverhältnissen direkt zuzuordnen sind, werden ebenfalls über deren Laufzeit verteilt.

Anteilsbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zum beizulegenden Zeitwert des Instruments am Tag der Gewährung bewertet. Diese Vergütungen beinhalten nur am Markt befindliche Aktien des Fielmann-Konzerns. Daher ergeben sich hinsichtlich des Wertes keine Schätzungsunsicherheiten. Zu den Formen der Vergütung siehe auch Textziffer (33).

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Ergebnis, das den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres - mit Ausnahme der eigenen Anteile, die die Gesellschaft selbst hält - gebildet wird. Sofern verwässernde Effekte vorliegen, werden diese in die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie mit einbezogen. Im laufenden und im Vorjahr lagen derartige Effekte nicht vor.

IV. Erläuterungen zum Konzernabschluss Aktiva

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12. 2021

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021
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Währungsumrechnung
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Änderung-Konsolidierungskreis
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Zugänge
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Abgänge
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Umbuchung
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I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 22.332 242 2.706
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 47.915 29 3.155 576 2.330
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 56.319 5.697 7.433 1.372
4. Unfertige Softwareprojekte 6.263 2.765 109 -4.081
5. Markenrechte 76.072
6. Kundenstamm 64.164
273.065 271 0 11.617 10.824 -379
II. Firmenwerte 267.211 2.694 0 2.657 131 0
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.407 463 2.124 48
2. Mietereinbauten 290.559 1.773 32.153 7.330 2.528
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.231 2.490 35.771 18.515 1.640
4. Anlagen im Bau 10.545 95 4.868 18 -3.789
835.742 4.821 0 74.916 25.911 379
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.186 0 0 0 0 0
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 579.321 3.027 0 116.605 1.108 0
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 4.912 0 0 111 0 0
VII. Übrige Finanzanlagen 2.196 0 0 0 49 0
Summe Anlagevermögen 1.990.633 10.813 0 205.906 38.023 0
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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Tsd. € Stand am 1.1.2021
Tsd. €
Währungsumrechnung
Tsd. €
Zugänge
Tsd. €
Abgänge
Tsd. €
Umbuchung
Tsd. €
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 19.868 16.573 230 1.205 1.909
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 52.853 35.199 27 8.506 290
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 55.955 25.734 16.836 3.371
4. Unfertige Softwareprojekte 4.838 1.677
5. Markenrechte 76.072 3.585
6. Kundenstamm 64.164 304 5.220
273.750 77.810 257 37.029 5.570 0
II. Firmenwerte 272.431 93.752 2.391 0 122 0
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 140.946 46.388 225 2.996 41
2. Mietereinbauten 319.683 180.247 1.365 20.368 6.657 6
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 417.617 295.961 2.251 28.861 17.694 -6
4. Anlagen im Bau 11.701 877
889.947 522.596 3.841 53.102 24.392 0
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.186 16.225 0 -90 0 0
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 697.845 161.245 1.590 87.250 453 0
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 5.023 0 0 0 0 0
VII. Übrige Finanzanlagen 2.147 101 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 2.169.329 871.729 8.079 177.291 30.537 0
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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zuschreibung
Tsd. €
Stand am 31.12.2021
Tsd. €
Stand am 31.12.2021
Tsd. €
Stand am 31.12.2020
Tsd. €
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 16.099 3.769 5.759
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 43.442 9.411 12.716
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 39.199 16.756 30.585
4. Unfertige Softwareprojekte 1.677 3.161 6.263
5. Markenrechte 3.585 72.487 76.072
6. Kundenstamm 5.524 58.640 63.860
0 109.526 164.224 195.255
II. Firmenwerte 0 96.021 176.410 173.459
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.568 91.378 92.019
2. Mietereinbauten 195.329 124.354 110.312
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 309.373 108.244 100.270
4. Anlagen im Bau 877 10.824 10.545
0 555.147 334.800 313.146
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 16.135 12.051 11.961
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 0 249.632 448.213 418.076
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 5.023 4.912
VII. Übrige Finanzanlagen 0 101 2.046 2.095
Summe Anlagevermögen 0 1.026.562 1.142.767 1.118.904

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12. 2020

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020
Tsd. €
Währungsumrechnung
Tsd. €
Änderung-Konsolidierungskreis
Tsd. €
Zugänge
Tsd. €
Abgänge
Tsd. €
Umbuchung
Tsd. €
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 21.179 25 1.490 362
Konzessionen, gewerbliche 2. Schutzrechte und ähnliche Rechte 38.640 -3 6 6.300 32 3.004
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 24.666 786 12.062 18.805
4. Unfertige Softwareprojekte 26.528 3.773 -24.038
5. Markenrechte 4.372 71.700
6. Kundenstamm 5.164 59.000
120.549 22 132.982 22.135 394 -2.229
II. Firmenwerte 147.903 283 118.474 551 0 0
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 135.381 49 164 9 2.822
2. Mietereinbauten 260.503 -157 6.700 26.347 2.444 -390
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 365.378 -937 4.035 35.189 12.902 5.468
4. Anlagen im Bau 14.268 -14 3.952 46 -7.615
775.530 -1.059 10.735 65.652 15.401 285
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 26.242 0 0 0 0 1.944
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 448.796 -430 74.642 59.404 3.091 0
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 4.945 0 0 8.595 8.628 0
VII. Übrige Finanzanlagen 2.134 0 0 197 135 0
Summe Anlagevermögen 1.526.099 -1.184 336.833 156.534 27.649 0
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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Tsd. € Stand am 1.1.2020
Tsd. €
Währungsumrechnung
Tsd. €
Zugänge
Tsd. €
Abgänge
Tsd. €
Umbuchung
Tsd. €
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 22.332 15.199 19 1.717 362
Konzessionen, gewerbliche 2. Schutzrechte und ähnliche Rechte 47.915 30.845 -2 4.387 31
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 56.319 10.785 14.949
4. Unfertige Softwareprojekte 6.263
5. Markenrechte 76.072
6. Kundenstamm 64.164 304
273.065 56.829 17 21.357 393 0
II. Firmenwerte 267.211 93.341 250 161 0 0
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.407 39.580 19 2.720 4.069
2. Mietereinbauten 290.559 169.346 -192 18.066 2.209 -4.764
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.231 277.605 -886 31.689 12.447
4. Anlagen im Bau 10.545
835.742 486.531 -1.059 52.475 14.656 -695
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.186 14.593 0 937 0 695
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 579.321 78.166 -345 83.424 0 0
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 4.912 0 0 0 0 0
VII. Übrige Finanzanlagen 2.196 101 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 1.990.633 729.561 -1.137 158.354 15.049 0
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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zuschreibung
Tsd. €
Stand am31.12.2020
Tsd. €
Stand am 31.12.2020
Tsd. €
Stand am 31.12.2019
Tsd. €
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Nutzungsrechte 16.573 5.759 5.980
Konzessionen, gewerbliche 2. Schutzrechte und ähnliche Rechte 35.199 12.716 7.795
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 25.734 30.585 13.881
4. Unfertige Softwareprojekte 0 6.263 26.528
5. Markenrechte 0 76.072 4.372
6. Kundenstamm 304 63.860 5.164
0 77.810 195.255 63.720
II. Firmenwerte 0 93.752 173.459 54.562
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.388 92.019 95.801
2. Mietereinbauten 180.247 110.312 91.157
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 295.961 100.270 87.773
4. Anlagen im Bau 0 10.545 14.268
0 522.596 313.146 288.999
IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 16.225 11.961 11.649
V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 0 161.245 418.076 370.630
VI. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 4.912 4.945
VII. Übrige Finanzanlagen 0 101 2.095 2.033
Summe Anlagevermögen 0 871.729 1.118.904 796.538

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus IT-Software, Markenrechten und Kundenstämmen. Die IT-Software wird über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzten Nutzungsdauern liegen mit Ausnahme eines Markenrechtes, für das von einer dauerhaften Nutzung ausgegangen wird, nicht vor.

Die Zugänge zu den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten betreffen in Höhe von Tsd. € 5.076 (Vorjahr: Tsd. € 9.634) die Aktivierung selbst erstellter Software im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Des Weiteren wurden Umbuchungen aus den unfertigen Softwareprojekten in die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 1.439 (Vorjahr: Tsd. € 18.805) vorgenommen, die vollständig (Vorjahr: Tsd. € 14.780) im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Digitalisierung stehen. Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Tz. 35) erfassten Abgänge bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten betreffen in Höhe von Tsd. € 3.956 (Vorjahr: Tsd. € 0) im Wesentlichen ein Projekt im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie.

Die Zugänge in den unfertigen Softwareprojekten betreffen in Höhe von Tsd. € 2.709 (Vorjahr: Tsd. € 2.235) Aufwendungen für Software im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Im Vorjahr betreffen zudem Tsd. € 1.538 die Erweiterung der vorhandenen ERP-Software.

Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von Tsd. € 5.978 (Vorjahr: Tsd. € 4.265) auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, in Höhe von Tsd. € 3.041 (Vorjahr: Tsd. € 0) auf sonstige Software und in Höhe von Tsd. € 1.677 (Vorjahr: Tsd. € 0) auf unfertige Softwareprojekte vorgenommen. Da für diese Projekte eine Abgrenzung zwischen Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten nicht mehr zweifelsfrei möglich war, führte die Umstellung zu einer einmaligen Korrektur der aktivierten Herstellungskosten. Zukünftig werden die Aufwendungen für derartige Projekte direkt im Aufwand erfasst.

Die im Berichtsjahr nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen betrugen insgesamt Tsd. € 17.228 (Vorjahr: Tsd. € 10.723).

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten auch Mietrechte, die über maximal 15 Jahre abgeschrieben werden. Die Mietrechte betreffen übliche Zahlungen an Dritte, um in Mietverträge in bevorzugten Innenstadtlagen zu gelangen. Im Vorjahr resultieren die Zugänge zu den Mietrechten in Höhe von Tsd. € 1.490 aus der Übernahme der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L.

Im Vorjahr sind im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. Markenrechte in Höhe von Tsd. € 71.700 und ein Kundenstamm in Höhe von Tsd. € 59.000 aktiviert worden. Die Markenrechte haben eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Für den Kundenstamm der Gesellschaft ist eine Nutzungsdauer von 12 Jahren ermittelt worden.

(2) Firmenwerte

Enthalten sind Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Diese Firmenwerte werden für den Impairment-Test einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) zugeordnet. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die einzelnen Verkaufsniederlassungen. Firmenwerte wurden dem Segment Deutschland in Höhe von Tsd. € 41.656 (Vorjahr: Tsd. € 38.998) zugeordnet, darunter die jeweils als einzelne CGU geführten Niederlassungen in Höhe von Tsd. € 32.439 (Vorjahr: Tsd. € 29.782) und die Rathenower Optische Werke GmbH in Höhe von Tsd. € 8.740 (Vorjahr: Tsd. € 8.740). Im Segment Spanien wurden Firmenwerte aus dem Erwerb der Anteile an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. in Höhe von Tsd. € 118.466 (Vorjahr: Tsd. € 118.474) bilanziert. Weitere signifikante Firmenwerte entfallen auf das Segment Schweiz in Höhe von Tsd. € 6.531 (Vorjahr: Tsd. € 6.230) sowie auf die Regionen Niederlande in Höhe von Tsd. € 3.546 (Vorjahr: Tsd. € 3.546) und Slowenien in Höhe von Tsd. € 6.211 (Vorjahr: Tsd. € 6.211) in den übrigen Segmenten. Die Änderungen des Buchwertes im Segment Schweiz resultieren aus der währungsbedingten Umrechnung.

(3) Sachanlagen/​Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Buchwerte der Sachanlagen einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verteilen sich zum 31. Dezember 2021 auf die Segmente wie folgt:

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31.12.2021
Tsd. €
31.12.2020
Tsd. €
Deutschland 261.891 257.779
Schweiz 27.384 24.812
Österreich 10.713 6.990
Spanien 12.175 10.735
Übrige 34.688 24.791
346.851 325.107

Technische Anlagen und Maschinen werden in der Position Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen.

Die Zugänge (auch durch Umgliederungen aus den Anlagen im Bau) in den Sachanlagen resultieren unter anderem aus Ersatzinvestitionen in den Niederlassungen in Höhe von Tsd. € 46.561 (Vorjahr: Tsd. € 39.152). Weitere Zugänge ergeben sich aus der Expansion des Konzerns (Tsd. € 17.045, Vorjahr: Tsd. € 17.374). Beschränkungen der Verfügungsrechte ergeben sich bezüglich Immobilien und anderen Sachanlagen der Fielmann Akademie in Höhe von Tsd. € 16.707 (Vorjahr: Tsd. € 17.088) aufgrund der Gemeinnützigkeit und des Denkmalschutzes.

Die Zurechnung zu der Gruppe der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt für Flächen, die von keiner Gesellschaft des Konzerns genutzt werden. Diese Immobilien werden nach IAS 40 als Finanzinvestitionen eingestuft und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Berichtsjahr wurden bei diesen Immobilien wie auch im Vorjahr keine Nachaktivierungen vorgenommen. Der für sämtliche Immobilien mit einem Ertragswertverfahren ohne Gutachter ermittelte beizulegende Zeitwert beläuft sich auf Tsd. € 17.445 (Vorjahr: Tsd. € 17.922). Die entsprechenden Mieteinnahmen im Berichtszeitraum betragen Tsd. € 1.163 (Vorjahr: Tsd. € 1.195). Dem gegenüber stehen direkt zurechenbare Aufwendungen in Höhe von Tsd. € 811 (Vorjahr: Tsd. € 801).

Im Berichtszeitraum wurden auf gemischt genutzte Immobilien keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: Tsd. € 500) vorgenommen.

(4) Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen

Enthalten sind neben Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen für Immobilien in geringem Umfang Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen für Kraftfahrzeuge. Zur genaueren Darstellung der Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf die Entwicklung des Konzernanlagevermögens.

(5) Anteile an assoziierten Unternehmen/​Übrige Finanzanlagen (28)

Ausgewiesen wird der Anteil an dem assoziierten Unternehmen FittingBox S.A. (www.fittingbox. com). Diese Gesellschaft wurde 2006 gegründet und ist weltweit führender Anbieter von Augmented-Reality-Technologie wie der 3D-Anprobe für Brillen und Sonnenbrillen. Das Unternehmen hat seine Zentrale in Toulouse, Frankreich, und betreibt außerdem eine Vertriebsgesellschaft in Miami, USA. FittingBox entwickelt innovative Technologielösungen und digitale Inhalte für die augenoptische Branche und verfügt über die weltweit größte Datenbank mit Fassungsfotos und 3D-Modellen. Die strategische Beteiligung an dem französischen Technologieunternehmen ist ein konsequenter Schritt in der Digitalisierungsstrategie von Fielmann. Gemeinsam arbeiten die Unternehmen am Online-Brillenkauf in Fielmann-Qualität. FittingBox S.A. ist nicht an einer Börse notiert. Die Anschaffungskosten inklusive Transaktionskosten betrugen Tsd. € 4.739. Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen von FittingBox S.A. (wie in ihrem eigenen Abschluss aufgeführt) zusammen.

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

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31.12.2021
Tsd. €
31.12.2020
Tsd. €
Eigentumsanteil 23% 23%
Kurzfristige Vermögenswerte 7.156 6.763
Langfristige Vermögenswerte 3.485 1.823
Kurzfristige Schulden -5.301 -4.888
Langfristige Schulden -3.720 -2.565
Nettovermögen (100 Prozent) 1.620 1.133
Anteil des Konzerns am Nettovermögen 369 258
Geschäfts- oder Firmenwert inkl. Transaktionskosten 4.184 4.184
Buchwert der Beteiligung 4.553 4.442
Umsatzerlöse 8.518 7.601
Jahresergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 487 -143
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis (100 Prozent) 487 -143
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 111 -33

Weiterhin umfasst die Position eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen in Höhe von Tsd. € 470 (Vorjahr: Tsd. € 470). Aufgrund des Umfangs und der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung erfolgt der Ausweis des Ergebnisses aus Anteilen an assoziierten Unternehmen in der Position Erträge im Finanzergebnis bzw. Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis (siehe Textziffer (36)). Von assoziierten Unternehmen wurden keine Dividenden vereinnahmt. Die übrigen Finanzanlagen enthalten unter anderem Ausleihungen an nicht beherrschende Gesellschafter.

(6) Aktive latente Steuern

Latente Steueransprüche sind in Höhe von Tsd. € 14.418 (Vorjahr: Tsd. € 13.595) aktiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (40) des Anhangs verwiesen.

(7) Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (28)

Es handelt sich bei den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten wie im Vorjahr um langfristige Anleihen guter Bonität, die von der Fielmann Aktiengesellschaft gehalten werden.

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Daneben werden Kapitalanlagen in der spanischen Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. ausgewiesen (siehe Textziffer (28)). Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt. Des Weiteren werden insbesondere Kautionen und Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen. Von den Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Form von Darlehen wird innerhalb der nächsten 12 Monate eine Tilgung in Höhe von Tsd. € 104 (Vorjahr: Tsd. € 57) erwartet und unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (siehe Textziffer (10)).

(8) Forderungen aus Leasingverhältnissen

Im Fielmann-Konzern sind einige Leasingverträge vorhanden, bei denen Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten. Diese werden jedoch nicht als wesentlich angesehen. Hierzu weisen wir zum 31. Dezember 2021 Forderungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von Tsd. € 12 (Vorjahr: Tsd. € 465) aus. Die Mieterträge aus diesen Untervermietungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf Tsd. € 453 (Vorjahr: Tsd. € 499).

(9) Vorräte

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31.12.2021
Tsd. €
31.12.2020
Tsd. €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.061 536
Unfertige Erzeugnisse 15.194 12.091
Fertige Erzeugnisse und Waren 136.808 134.449
153.063 147.076

Die Vorräte betreffen überwiegend Produkte für Brillenoptik, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Hörakustik sowie sonstige Handelswaren. Unfertige Erzeugnisse betreffen hauptsächlich für Kunden bearbeitete Aufträge für Brillen und Hörsysteme.

Der Gesamtbetrag aller Wertberichtigungen auf Vorräte beträgt Tsd. € 9.640 (Vorjahr: Tsd. € 10.625) und wurde vollständig im Materialaufwand erfasst. Der Verbrauch von Vorräten ist in Höhe von Tsd. € 337.432 (Vorjahr: Tsd. € 275.461) als Aufwand im Geschäftsjahr gebucht.

(10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (28)

Für nähere Angaben zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Textziffer (28) des Anhangs verwiesen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Tsd. € 25.368 (Vorjahr: Tsd. € 29.184) sowie Forderungen gegen Versicherungen in Höhe von Tsd. € 26.518 (Vorjahr: Tsd. € 25.548). Von diesen Forderungen wurden Tsd. € 25.301 (Vorjahr: Tsd. € 24.621) zum Marktwert bewertet.

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

(11) Nicht finanzielle Vermögenswerte

In dieser Position sind im Wesentlichen Abgrenzungsposten für vorausgezahlte Sozialabgaben in der Schweiz und für IT in der Fielmann Aktiengesellschaft sowie Forderungen aus Umsatzsteuer enthalten.

(12) Kurzfristige Ertragsteueransprüche

Die Steueransprüche in Höhe von Tsd. € 11.033 (Vorjahr: Tsd. € 16.345) resultieren aus Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer (Tsd. € 5.580, Vorjahr: Tsd. € 3.739) und Gewerbesteuer (Tsd. € 5.453, Vorjahr: Tsd. € 12.606).

(13) Kurzfristige Finanzanlagen (28)

In den kurzfristigen Finanzanlagen werden Anleihen, Festgelder, Schuldscheindarlehen und Fonds der Fielmann Aktiengesellschaft sowie ein Depot in der Schweiz ausgewiesen, in dem sich Aktien und Anleihen befinden. Des Weiteren umfassen die kurzfristigen Finanzanlagen Fonds in der Vertriebsgesellschaft in Italien, die als Sicherheiten im Rahmen von Mietverhältnissen dienen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt.

(14) Zahlungsmittel und Äquivalente (28)

Enthalten sind liquide Mittel und Kapitalanlagen mit einer Restlaufzeit zum Anschaffungszeitpunkt von bis zu drei Monaten. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt.

Passiva

(15) Gezeichnetes Kapital/​Genehmigtes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2021 Tsd. € 84.000. Dieses ist seit dem von der Hauptversammlung am 3. Juli 2014 beschlossenen und am 22. August 2014 vorgenommenen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 eingeteilt in 84 Millionen Stammaktien, jeweils ohne Nennwert. Auf jede der 84 Millionen Aktien entfällt ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von € 1,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Alle Aktien gewähren gleiche Stimmrechte sowie Rechte am Gewinn und Vermögen der Fielmann Aktiengesellschaft.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 7. Juli 2026 das Grundkapital durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien in Form von Stückaktien, gegen Bar- und/​oder Sacheinlage einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um Tsd. € 10.000 zu erhöhen. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

Die Gewährleistung der finanziellen Stabilität und Flexibilität des Fielmann-Konzerns durch eine nachhaltige Sicherung der bilanziellen Eigenkapitalbasis ist das grundsätzliche Ziel unseres Kapitalmanagements. Darüber hinaus steuert der Konzern sein Kapital mit dem Ziel, eine angemessene Eigenkapitalrendite zu erzielen und die Aktionäre regelmäßig am Erfolg der Gruppe teilhaben zu lassen. Das gemanagte Kapital des Konzerns besteht aus den finanziellen Verbindlichkeiten, den Zahlungsmitteln und Äquivalenten sowie dem Eigenkapital.

Die Fielmann Aktiengesellschaft und die in den Konzernabschluss einbezogenen Kapitalgesellschaften unterliegen den Mindestkapitalanforderungen des deutschen Aktien- und GmbH-Rechts sowie den entsprechenden Bestimmungen nach Landesrecht und Gesellschaftsform. Weitere branchenspezifische Mindestkapitalanforderungen bestehen nicht.

Die im Konzern vorhandene Liquidität wird täglich zentral gepoolt, überwacht und gesteuert. Hierzu ist sowohl ein tägliches als auch monatliches Berichtswesen installiert. Dieses gewährleistet die Einhaltung sämtlicher Mindestkapitalanforderungen.

Zum 31. Dezember 2021 hielt die Fielmann Aktiengesellschaft keine eigenen Aktien im Bestand (Vorjahr: 6.369 eigene Aktien mit einem Buchwert von Tsd. € 429).

(16) Kapitalrücklage

Ausgewiesen wird ausschließlich das Agio aus der Kapitalerhöhung der Fielmann Aktiengesellschaft in 1994 nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

(17) Gewinnrücklagen

In den Gewinnrücklagen werden die nicht ausgeschütteten Gewinne aus Vorjahren und dem aktuellen Geschäftsjahr ausgewiesen (siehe auch Textziffer (42)).

Zum Zeitpunkt des Erwerbs von 80 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. wurde wie im Vorjahr insbesondere der Wert einer Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile in den Gewinnrücklagen in Höhe von Tsd. € 57.553 bilanziert und mindert diese. Die Put-Option wird unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Textziffer (21)).

(18) Sonstige Rücklagen

In den sonstigen Rücklagen sind der Währungsausgleichsposten, die Gewinne und Kursvorteile bei der Abgabe eigener Aktien an Mitarbeiter gemäß IFRS 2 sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste insbesondere aus den Pensionsrückstellungen im Rahmen der Anwendung des IAS 19 enthalten.

(19) Nicht beherrschende Anteile

In den nicht beherrschenden Anteilen werden die Anteile anderer Gesellschafter an Kapitalgesellschaften des Konzerns ausgewiesen. Die Anteile anderer Gesellschafter an Personengesellschaften werden nur insoweit ausgewiesen, als Anteile an Verlusten vorhanden sind. Die Anteile Dritter an positivem Eigenkapital von Personengesellschaften wurden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe auch Textziffer (25), (28) und (42)).

(20) Langfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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Stand am 1.1.2021
Tsd. €
Währungsänderung
Tsd. €
Verbrauch
Tsd. €
Auflösung
Tsd. €
Zuführung
Tsd. €
Stand am 31.12.2021
Tsd. €
Pensionsrückstellungen 8.419 -309 -441 1.312 8.981
Jubiläumsrückstellungen 8.317 48 -736 -541 1.209 8.297
Rückbauverpflichtungen 2.859 -60 -105 112 2.806
Rückstellungen im Warenbereich 4.482 -3.142 3.230 4.570
Sonstige langfristige Rückstellungen 3.961 -730 -51 1.089 4.269
28.038 48 -4.977 -1.138 6.952 28.923

Pensionsrückstellungen resultieren überwiegend aus unverfallbaren Pensionszusagen der Fielmann Aktiengesellschaft (Tsd. € 7.957, Vorjahr: Tsd. € 7.463) und betreffen ausschließlich das Segment Deutschland.

Den Rückstellungen stehen Rückdeckungsguthaben in Höhe von Tsd. € 97 (Vorjahr: Tsd. € 255) gegenüber, die mit den Pensionsrückstellungen saldiert sind. In der Veränderung der Rückstellung ist ein Aufzinsungseffekt von Tsd. € 43 (Vorjahr: Tsd. € 72) enthalten. Die Pensionsrückstellungen der Fielmann Aktiengesellschaft werden voraussichtlich gemäß den statistischen Sterbetafeln über die nächsten 13 Jahre realisiert.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

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2021
in %
2020
in %
Abzinsungssatz 0,95 0,50
Erwartete Einkommenssteigerung 0,00 0,00
Erwartete Rentensteigerung 2,00 2,00

Die Pensionsrückstellungen im Fielmann-Konzern betreffen fixierte Zusagen, sodass für die Bewertung der Pensionsrückstellungen keine Einkommenssteigerung berücksichtigt wird. Hinsichtlich des Abzinsungssatzes wurde eine Sensitivitätsbetrachtung vorgenommen. Eine Senkung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt würde zu einer Erhöhung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung in Höhe von Tsd. € 1.274 führen, eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt würde den Barwert um Tsd. € 1.046 mindern. Aus den gezeigten Werten resultiert für den Konzern lediglich ein untergeordnetes Risiko aus den Pensionszusagen und den Rückdeckungsguthaben.

Die Veränderung im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung 8.674 8.760
Laufender Dienstzeitaufwand (Ausweis im Personalaufwand) 1.111 5
Zinsaufwand (Ausweis im Finanzergebnis) 43 72
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (Ausweis im OCI) -441 413
Gezahlte Leistungen -309 -576
Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung 9.078 8.674

Die Veränderung des OCI (Other Comprehensive Income) resultiert im Wesentlichen aus Zinssatzänderungen. Auf die im sonstigen Ergebnis gebuchten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entfällt ein Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von Tsd. € 135 (Vorjahr: Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 127).

Aufgliederung der Pläne:

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Leistungsorientierte Verpflichtungen
- aus Plänen, die nicht über einen Fonds finanziert wurden 9.078 8.674
9.078 8.674

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 9.078 8.674
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -97 -255
In der Bilanz angesetzte Rückstellung 8.981 8.419

Jubiläumsrückstellungen werden für 10- bis 35-jährige Jubiläen unter Berücksichtigung von tatsächlichen Fluktuationswerten der Vergangenheit gebildet. Die Abzinsung erfolgt mit dem für den Zeitraum der durchschnittlichen Restlaufzeit bis zur Erreichung des jeweiligen Jubiläums passenden Zinssatz. Eine Realisierung dieser Rückstellungen in den nächsten zwölf Monaten wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 642 (Vorjahr: Tsd. € 703) erfolgen. Durch die kapitalmarktbedingte Änderung des Abzinsungssatzes im Berichtsjahr ergibt sich eine Minderung der Rückstellung um Tsd. € 203 (Vorjahr: Erhöhung um Tsd. € 198). Die durch Zeitablauf sich ergebende Erhöhung des abgezinsten Betrages beträgt Tsd. € 34 (Vorjahr: Tsd. € 51).

Es werden folgende Zinssätze gemäß der aktuellen Marktlage zugrunde gelegt:

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10-jährige Jubiläen: 0,26 Prozent (Vorjahr: 0,00 Prozent)
25-jährige Jubiläen: 1,06 Prozent (Vorjahr: 0,56 Prozent)
35-jährige Jubiläen: 1,21 Prozent (Vorjahr: 0,77 Prozent)

Die Rückbauverpflichtungen aus Mietverträgen sind als langfristig anzusehen. Eintretende Risiken innerhalb der nächsten zwölf Monate sind nicht zu erkennen. In der weit überwiegenden Zahl der Mietverträge stehen den Gesellschaften des Fielmann-Konzerns eine oder mehrere Verlängerungsoptionen zur Verfügung. Für die Berechnung der für die Abzinsung der auf den Stichtag ermittelten Erfüllungsbeträge wurde ein Zinssatz von 1,50 Prozent (10 Jahre) (Vorjahr: 1,03 Prozent (10 Jahre)) angewendet. Es wurde eine Inflationsrate von 0,7 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent) berücksichtigt. Die abgezinsten Erfüllungsbeträge werden in die Anschaffungskosten der Mietereinbauten des Anlagevermögens einbezogen und planmäßig über die Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Durch die kapitalmarktbedingte Änderung des Abzinsungssatzes im Berichtsjahr ergibt sich eine Verringerung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 105 (Vorjahr: Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 93).

Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen hauptsächlich Garantiezusagen und daraus resultierende Risiken. Darin enthalten sind neben den Material- auch Personalaufwendungen für Abwicklungsleistungen. Die Risiken realisieren sich überwiegend innerhalb von zwölf Monaten, maximal innerhalb von drei Jahren. Der kurzfristige Anteil der Garantierisiken wird unter den kurzfristigen Rückstellungen in Textziffer (24) ausgewiesen. Die Annahmen zur Bewertung der Risiken werden durch ein Berichtswesen zu den Garantiefällen ständig verifiziert. Für die Ermittlung der Erfüllungsbeträge wurde eine Inflationsrate von 0,7 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent) berücksichtigt. Die für die Abzinsung verwendeten Zinssätze betrugen für zwei Jahre 0,19 Prozent (Vorjahr: 0,01 Prozent) sowie für drei Jahre 0,48 Prozent (Vorjahr: 0,18 Prozent). Aus den Änderungen der Zinssätze resultiert eine Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 13 (Vorjahr: Erhöhung der Rückstellung in Höhe von um Tsd. € 29).

Zinssatzbedingte Änderungen bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen ergeben sich in Höhe von Tsd. € 15 (Vorjahr: Tsd. € 23).

(21) Langfristige Finanzverbindlichkeiten (28) Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2021
Tsd. €
31.12.2020
Tsd. €
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 460 702
- davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre Tsd. € 289 (Vorjahr: Tsd. € 344)
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 62.281 58.053
- davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre Tsd. € 85 (Vorjahr: Tsd. € 125)
62.741 58.755

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ausschließlich festverzinslich mit fester Laufzeit. Ein wesentliches Zinsrisiko ist aufgrund der geringen Verschuldung nicht erkennbar.

In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten wird eine Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. mit einem Fair Value in Höhe von Tsd. € 61.829 (Vorjahr: Tsd. € 57.553) ausgewiesen.

(22) Passive latente Steuern

Latente Steuerverbindlichkeiten sind in Höhe von Tsd. € 37.648 (Vorjahr: Tsd. € 48.084) passiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (40) des Anhangs verwiesen.

(23) Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen

Im Berichtsjahr wurden Leasingzahlungen in Höhe von Tsd. € 88.724 (Vorjahr: Tsd. € 79.943) geleistet. Zudem wurden Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von Tsd. € 4.057 (Vorjahr: Tsd. € 2.110) erfasst. Es wurden variable Leasingzahlungen in Höhe von Tsd. € 1.8 94 (Vorjahr: Tsd. € 1.359) geleistet, die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt wurden. Bei den Leasingverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Mietverpflichtungen. Die Zusammensetzung der Leasingverbindlichkeiten nach Fälligkeit ergibt sich wie folgt:

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31.12.2021
Tsd. €
31.12.2020
Tsd. €
Kurzfristig 89.864 82.852
1 bis 5 Jahre 236.792 226.603
über 5 Jahre 130.695 115.080
Langfristig 367.487 341.683
457.351 424.535

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

In Bezug auf die eigenen Leasingverbindlichkeiten besteht aus Konzernsicht kein signifikantes Liquiditätsrisiko.

(24) Kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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Stand am 1.1.2021
Tsd. €
Währungsänderung
Tsd. €
Verbrauch
Tsd. €
Auflösung
Tsd. €
Zuführung
Tsd. €
Stand am 31.12.2021
Tsd. €
Personalrückstellungen 38.797 57 -33.449 -2.621 43.864 46.648
Rückstellungen im Warenbereich 12.015 73 -8.772 9.455 12.771
Übrige Rückstellungen 7.594 90 -6.052 -752 10.152 11.032
58.406 220 -48.273 -3.373 63.471 70.451

Die Personalrückstellungen werden insbesondere für Verpflichtungen aus Sonderzahlungen und Tantiemen gebildet, der Zahlungsmittelabfluss erfolgt im ersten Halbjahr des folgenden Geschäftsjahres.

Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen die Garantierisiken, die voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate realisiert werden. Der langfristige Anteil der Garantierisiken wird in Textziffer (20) ausgewiesen. Im ersten Jahr wird der wesentliche Teil der insgesamt erwarteten Garantiefälle abgewickelt.

Die Übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rückzahlungen staatlicher Leistungen und Schließungskosten.

(25) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (28)

Aufgrund der geringen Verschuldung sind keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern durch Zinsschwankungen in Bezug auf den Zinsaufwand zu erwarten. Die Laufzeit dieser Verbindlichkeiten beträgt bis zu einem Jahr.

Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung des per 31.12.2020 noch ausstehenden Restbetrags des Kaufpreises (Sicherheitseinbehalt) für den Erwerb des 80%igen Anteils an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L.

In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern, die in den Einzelabschlüssen nach lokalem Recht Eigenkapitalcharakter haben und nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind, in Höhe von Tsd. € 2.344 (Vorjahr: Tsd. € 2.359) enthalten (siehe auch Textziffern (19), (28) und (42)).

(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)

(26) Nicht finanzielle Verbindlichkeiten

In den nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Vertragsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungen sowie aus Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer enthalten. Die Vertragsverbindlichkeiten entfallen auf die Abgrenzung der im Geschäftsjahr vereinnahmten, aber erst in Zukunft realisierten Erlöse aus der Nulltarifversicherung sowie aus Reparaturpauschalen, die von den gesetzlichen Krankenkassen für in Deutschland abgegebene Hörsysteme im Voraus gezahlt werden.

Die Vertragsverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:

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Vertragsverbindlichkeiten aus Nulltarifversicherung Tsd. €
Stand zum 1.1.2021 23.183
Zuführung 23.726
Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der im Stand zum 1. Januar enthalten war -23.183
Stand zum 31.12.2021 23.726
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Vertragsverbindlichkeiten aus Hörgeräte Reparaturpauschalen Tsd. €
Stand zum 1.1.2021 18.223
Zuführung 8.340
Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der im Stand zum 1. Januar enthalten war -6.182
Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der nicht im Stand zum 1. Januar enthalten war -912
Stand zum 31.12.2021 19.469

(27) Ertragsteuerschulden

Die Ertragsteuerschulden betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

(28) Finanzinstrumente

Die nachfolgende Legende stellt die in den nächsten Abschnitten genutzten Abkürzungen der Bewertungskategorien dar:

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Kategorie IFRS 9 englische Bedeutung deutsche Bedeutung Bewertung
AC Financial Assets Measured at Amortised Cost Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
FVtPL Fair Value through Profit or Loss Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Marktwert erfolgswirksam
FLAC Financial Liabilities Measured at Amortised Cost Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt in allen Kategorien zum Wert am Erfüllungstag. Die Einteilung in Bewertungsklassen nach IFRS 7 wurde anhand der wirtschaftlichen Beschaffenheit und der Risikostruktur der jeweiligen Finanzinstrumente vorgenommen. Die Zeitwerte werden in jeder Klasse zu Börsenkursen bzw. über andere am Finanzmarkt verfügbare Daten ermittelt. Die im Rahmen des Anteilserwerbs der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. abgeschlossene Put-Option ist der Hierarchiestufe 3 zugeordnet. Nähere Informationen zu den einfließenden Parametern finden sich in diesem Abschnitt unter "Put-Option". Weitere eigene Bewertungsverfahren bzw. Verfahren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen, wurden nicht angewendet. Damit ergaben sich bei keinem Finanzinstrument wesentliche Unsicherheiten bei der Zeitwertermittlung. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte wurden in die entsprechende Kategorie eingestuft.

Bei den finanziellen Vermögenswerten des Fielmann-Konzerns besteht ein Ausfallrisiko, dem durch entsprechende Wertminderungen Rechnung getragen wird. Der positive Saldo aus Wertminderungsaufwendungen einschließlich Wertaufholung in Höhe von Tsd. € 666 (Vorjahr: negativer Saldo in Höhe von Tsd. € 410) ergibt sich aus Erträgen aus Wertaufholung in Höhe von Tsd. € 1.378 (Vorjahr: Tsd. € 694) und Aufwendungen aus Wertminderung in Höhe von Tsd. € 712 (Vorjahr: Tsd. € 1.104). Aufgrund der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung wurde auf den separaten Ausweis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Die Ausbuchung von Forderungen erfolgt bei endgültigem Verlust sowie bei aussichtsloser und wirtschaftlich nicht sinnvoller Verfolgung der Ansprüche (z. B. bei Kleinbeträgen). Der Aufwand aus der Ausbuchung von Forderungen beläuft sich auf Tsd. € 1.097 (Vorjahr: Tsd. € 1.268).

Die Verteilung der Wertminderungen auf die Klassen stellt sich wie folgt dar:

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Gesamtlaufzeit-ECL
Kategorie nach IFRS 9
Tsd. €
Buchwert am 31.12.2021
Tsd. €
Buchwert vor Wertminderung
Tsd. €
Wertminderung
Tsd. €
12-Monats-ECL
Tsd. €
nicht wertgeminderte Kredite
Tsd. €
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen AC 2.046 2.147 101
2.046 2.147 101 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen AC 3.976 4.016 40 40
Anleihen und Festgelder AC 25.876 25.936 60 60
29.852 29.952 100 100 0
Forderungen aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Forderungen aus Leasingverhältnissen AC 12 12 0
12 12 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 39.014 41.097 2.083
39.014 41.097 2.083 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen AC 35.167 35.490 323 323
Sonstige Forderungen AC 127 600 473
35.294 36.090 796 323 0
Finanzanlagen (kurzfristig)
Anleihen und Festgelder AC 12.170 12.255 85 85
12.170 12.255 85 85 0
Zahlungsmittel und Äquivalente
Anleihen und Festgelder AC 9.927 10.002 75 75
Liquide Mittel AC 164.962 164.962 0
174.889 174.964 75 75 0
Summe 293.277 296.517 3.240 583 0
scrollen
Gesamtlaufzeit-ECL
wertgeminderte Kredite
Tsd. €
Lieferungen und Leistungen
Tsd. €
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen 101
101 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen
Anleihen und Festgelder
0 0
Forderungen aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Forderungen aus Leasingverhältnissen
0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.083
0 2.083
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen
Sonstige Forderungen 473
473 0
Finanzanlagen (kurzfristig)
Anleihen und Festgelder
0 0
Zahlungsmittel und Äquivalente
Anleihen und Festgelder
Liquide Mittel
0 0
Summe 574 2.083
scrollen
Gesamtlaufzeit-ECL
Kategorie nach IFRS 9
Tsd. €
Buchwert am 31.12.2020
Tsd. €
Buchwert vor Wertminderung
Tsd. €
Wertminderung
Tsd. €
12-Monats-ECL
Tsd. €
nicht wertgeminderte Kredite
Tsd. €
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen AC 2.095 2.196 101
2.095 2.196 101 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen AC 3.557 3.593 36 36
Anleihen und Festgelder AC 3.003 3.011 8 8
6.560 6.604 44 44 0
Forderungen aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Forderungen aus Leasingverhältnissen AC 465 465 0
465 465 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 38.523 40.542 2.019
38.523 40.542 2.019 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen AC 35.771 36.132 361 361
Sonstige Forderungen AC 367 1.396 1.029
36.138 37.528 1.390 361 0
Finanzanlagen (kurzfristig)
Anleihen und Festgelder AC 84.140 84.377 237 237
84.140 84.377 237 237 0
Zahlungsmittel und Äquivalente
Anleihen und Festgelder AC 15.787 15.902 115 115
Liquide Mittel AC 87.935 87.935
103.722 103.837 115 115 0
Summe 271.643 275.549 3.906 757 0
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Gesamtlaufzeit-ECL
wertgeminderte Kredite
Tsd. €
Lieferungen und Leistungen
Tsd. €
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen 101
101 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen
Anleihen und Festgelder
0 0
Forderungen aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Forderungen aus Leasingverhältnissen
0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.019
0 2.019
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen
Sonstige Forderungen 1.029
1.029 0
Finanzanlagen (kurzfristig)
Anleihen und Festgelder
0 0
Zahlungsmittel und Äquivalente
Anleihen und Festgelder
Liquide Mittel
0 0
Summe 1.130 2.019

Die Wertminderungen entwickelten sich wie folgt:

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Ausleihungen
Tsd. €
Anleihen und Festgelder
Tsd. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Tsd. €
Sonstige Forderungen
Tsd. €
Summe
Tsd. €
Wertminderung zum 1.1.2021 137 360 2.019 1.390 3.906
12-Monats-ECL 4 -140 -38 -174
Gesamtlaufzeit-ECL:
nicht wertgeminderte Kredite
wertgeminderte Kredite -556 -556
Lieferungen und Leistungen 64 64
Wertminderung zum 31.12.2021 141 220 2.083 796 3.240
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Ausleihungen
Tsd. €
Anleihen und Festgelder
Tsd. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Tsd. €
Sonstige Forderungen
Tsd. €
Summe
Tsd. €
Wertminderung zum 1.1.2020 121 374 2.299 702 3.496
12-Monats-ECL 16 -14 39 41
Gesamtlaufzeit-ECL:
nicht wertgeminderte Kredite
wertgeminderte Kredite 649 649
Lieferungen und Leistungen -280 -280
Wertminderung zum 31.12.2020 137 360 2.019 1.390 3.906

Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste (ECL: expected credit losses) erfolgt insbesondere anhand vergangenheitsbezogener Erfahrungswerte unter Berücksichtigung aktueller Gegebenheiten sowie gegebenenfalls angepasst an die prognostizierte zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Sie basiert in wesentlichen Fällen auf Einzelfallbetrachtungen, ansonsten anhand der Gruppierung gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften, z. B. durch zeitliche Kriterien. Die Wertberichtigungen für Finanzinstrumente werden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen durch gesonderte Konten offen abgesetzt.

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde vereinfachend der erwartete Kreditverlust über die gesamte Laufzeit (Gesamtlaufzeit-ECL) erfasst. Die Forderungen betreffen neben Forderungen an Einzelkunden insbesondere Forderungen aus der Abwicklung von Rezepten und Zahlungsverkehr. Forderungen an Einzelkunden wurden insbesondere anhand vergangenheitsbezogener Erfahrungswerte in Bezug auf Fälligkeit und Ausfall wertberichtigt. Dabei wird der Durchschnitt der letzten drei Jahre vor dem Geschäftsjahr als Berechnungsgrundlage herangezogen. Es wird regelmäßig davon ausgegangen, dass ein Ausfallereignis spätestens nach neunzigtägiger Überfälligkeit vorliegt. Für die weiteren Forderungen wird eine erwartete Ausfallrate von 1 Prozent angewendet.

Die anhand der Fälligkeit wertberichtigten Forderungen entwickelten sich wie folgt:

Für alle weiteren Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird von einem geringen Kreditausfallrisiko ausgegangen. Wesentliche Ausfälle waren in der Vergangenheit nicht zu verzeichnen.

Für Anleihen und Festgelder wurde aufgrund des unverändert geringen Kreditrisikos vereinfachend der erwartete Kreditverlust der nächsten zwölf Monate (12-Monats-ECL) angewendet. Die Anlagen entsprechen regelmäßig dem sogenannten Investment Grade oder einer vergleichbaren Bonität bei einem fehlenden Rating. Für die Berechnung der erwarteten Kreditverluste wurden je nach Bonität der Schuldner drei Cluster gebildet und hierauf Ausfallraten von 0,1 Prozent, 0,25 Prozent und 0,75 Prozent angewendet.

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Buchwert vor Wertminderung
in Tsd.€
Wertminderung am 31.12.2021
in Tsd.€
erwartete Ausfallrate Bilanzausweis am 31.12.2021
in Tsd.€
Forderungen an Einzelkunden
Nicht fällig 5.663 88 2% 5.575
1 bis 30 Tage überfällig 3.760 24 1% 3.736
31 bis 90 Tage überfällig 427 30 7% 397
mehr als 90 Tage überfällig oder anderer objektiver Hinweis auf Wertminderung 3.246 1.688 52% 1.558
Zwischensumme 13.096 1.830 11.266
Weitere Forderungen 28.001 253 1% 27.748
Bestand am 31.12. 41.097 2.083 39.014
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Buchwert vor Wertminderung
in Tsd.€
Wertminderung am 31.12.2020
in Tsd.€
erwartete Ausfallrate Bilanzausweis am 31.12.2020
in Tsd.€
Forderungen an Einzelkunden
Nicht fällig 4.454 97 2% 4.357
1 bis 30 Tage überfällig 3.225 26 1% 3.199
31 bis 90 Tage überfällig 649 48 7% 601
mehr als 90 Tage überfällig oder anderer objektiver Hinweis auf Wertminderung 3.046 1.578 52% 1.468
Zwischensumme 11.374 1.749 9.625
Weitere Forderungen 29.168 270 1% 28.898
Bestand am 31.12. 40.542 2.019 38.523

Für Ausleihungen und Sonstige Forderungen wurde in der Regel der erwartete Kreditverlust innerhalb der nächsten zwölf Monate (12-Monats-ECL) angesetzt und hierfür eine Ausfallrate von 1 Prozent angewendet. In Einzelfällen werden Wertminderungen in Höhe des Gesamt-ECL vorgenommen. Die erwarten Ausfallraten liegen zwischen 75 Prozent und 100 Prozent.

Die nach obigem Schema für die liquiden Mittel sowie für Forderungen aus Leasingverhältnissen ermittelten Wertminderungen wurden aufgrund der nur sehr geringen Höhe nicht erfasst.

Etwa 80 Prozent der finanziellen Vermögenswerte entfallen auf das Segment Deutschland. Bei den Forderungen an Einzelkunden besteht aufgrund der Einzelhandelsaktivität kein Ausfallrisiko durch Bündelung auf einzelne Schuldner. Hohe Forderungssalden resultieren insbesondere aus der Abwicklung der Rezepte, des Zahlungsverkehrs und der Nulltarif-Versicherung sowie aus den Emittenten der Kapitalanlagen. Auch hier wird kein erhöhtes Risiko gesehen. Für wertberichtigte Forderungen in Höhe von Tsd. € 2.556 (Vorjahr: Tsd. € 2.468) wurden rechtliche Schritte zur Verfolgung von Zahlungseingängen vorgenommen. Das Ausfallrisiko bei den finanziellen Vermögenswerten besteht maximal in Höhe der Buchwerte.

Eine Analyse der Fälligkeitstermine wesentlicher finanzieller Verbindlichkeiten steht nicht im Fokus des Konzerns, da ausreichende liquide Mittel ständig vorhanden sind und somit kein Liquiditätsrisiko besteht.

Die Marktrisiken für die Finanzinstrumente im Fielmann-Konzern sind neben den Kurs- und Zinsrisiken für die Kapitalanlagen insbesondere die Währungsrisiken.

Währungsrisiken

Fremdwährungsrisiken bestehen für den Fielmann-Konzern zum einen aus der Währungsumrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die Finanzinstrumente werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der sonstigen Rücklagen ausgewiesen. Zum anderen resultieren Währungsrisiken aus der Umrechnung bestehender Finanzinstrumente insbesondere in Form von Bankguthaben, Kapitalanlagen, konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus dem Einkaufsgeschäft. Die für den Fielmann-Konzern relevanten Fremdwährungen sind im Abschnitt III. "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter "Fremdwährungsumrechnung" dargestellt. Risiken ergeben sich für den Fielmann-Konzern insbesondere für die Währungen CHF und USD.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen auf die Bewertung der Finanzinstrumente für die Währungen CHF und USD durch eine für möglich gehaltene Aufwertung bzw. Abwertung von 10 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2021 untersucht. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben.

Aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Mio. € 67,6 (Vorjahr: Mio. € 45,4) und finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 66,4 (Vorjahr: Mio. € 50,5) würde bei einer Aufwertung des Schweizer Franken um 10 Prozent gegenüber dem Euro eine Verringerung des Eigenkapitals in Höhe von Mio. € 1,5 (Vorjahr: Verringerung von Mio. € 1,2) sowie eine Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 0,7 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 1,1) resultieren. Eine Abwertung des Schweizer Franken um 10 Prozent gegenüber dem Euro hätte gegenläufige Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss.

Die Aufwertung des US-Dollars um 10 Prozent gegenüber dem Euro würde im Rahmen der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Mio. € 2,7 (Vorjahr: Mio. € 1,7) und finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 3,0 (Vorjahr: Mio. € 1,9) zu einem unveränderten Eigenkapital (Vorjahr: unverändertes Eigenkapital) sowie einem unveränderten Jahresüberschuss (Vorjahr: unveränderter Jahresüberschuss) führen. Eine Abwertung des US-Dollars um 10 Prozent gegenüber dem Euro hätte entsprechend keine Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss.

Zinsrisiken

Der Fielmann-Konzern investiert unter anderem in Kapitalanlagen in Form von Tages- und Festgeldern sowie festverzinslichen Wertpapieren und Schuldscheindarlehen. Da diese Kapitalanlagen überwiegend festverzinslich und bis zur Endfälligkeit gehalten werden, existiert hieraus kein relevantes Zinsrisiko. Aus den weiteren finanziellen Vermögenswerten resultieren ebenfalls keine wesentlichen Zinsrisiken. Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen werden über einen festen Zinssatz bis zum Laufzeitende abgezinst, so dass sich hieraus kein Zinsrisiko ergibt. Die im Rahmen des Anteilserwerbs der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. abgeschlossene PutOption ist der Hierarchiestufe 3 zugeordnet und unterliegt einem Zinsrisiko. Nähere Informationen zu den einfließenden Parametern finden sich in diesem Abschnitt unter "Put-Option". Aus den weiteren finanziellen Verbindlichkeiten existieren aufgrund der geringen Verschuldung keine wesentlichen Zinsrisiken.

Kursrisiken

Kursrisiken bestehen für den Fielmann-Konzern insbesondere aus Kapitalanlagen in Aktien und ähnliche Anlagen. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen einer für möglich gehaltenen Steigerung bzw. Senkung des Kursniveaus um 10 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2021 untersucht. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben und der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Aus einer Steigerung des Kursniveaus um 10 Prozent resultiert eine Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe von Mio. € 1,2 (Vorjahr: Erhöhung um Mio. € 0,9) sowie eine Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 1,2 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 0,9). Eine Senkung des Kursniveaus um 10 Prozent hat entsprechend gegenläufige Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss.

Weitergehende Erläuterungen zu den einzelnen finanzwirtschaftlichen Risiken sind im Lagebericht dargestellt.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Bewertungsklassen nach IFRS 7

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in Tsd. € Bewertungskategorie Buchwert am 31.12.2021 Stufe der Fair Value-Hierarchie Beizulegender Zeitwert Buchwert am 31.12.2020 Stufe der Fair Value-Hierarchie
AKTIVA
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen AC 2.046 2.095
2.046 2.095
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen AC 3.976 3.557
Fonds FVtPL 10.511 1 10.511 11.510 1
Anleihen und Festgelder AC 25.876 3.003
40.363 18.070
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Forderungen aus Leasingverhältnissen AC 12 465
12 465
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 39.014 38.523
39.014 38.523
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen AC 35.294 36.138
Sonstige Forderungen FVtPL 25.301 1 25.301 24.621 1
60.595 60.759
Finanzanlagen (kurzfristig)
Vermögensverwaltungsdepots FVtPL 9.763 1 9.763 9.581 1
Fonds FVtPL 38.715 1 38.715 23.796 1
Anleihen und Festgelder AC 12.170 84.140
60.648 117.517
Zahlungsmittel und Äquivalente
Anleihen und Festgelder AC 9.927 15.787
Liquide Mittel AC 164.962 87.935
174.889 103.722
Summe Aktiva
AC 293.277 271.643
FVtPL 84.290 1 84.290 69.508 1
377.567 341.151
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten (langfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 460 702
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 142 142
Erhaltene Darlehen FLAC 310 358
Put-Option FVtPL 61.829 3 61.829 57.553 3
62.741 58.755
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen FLAC 367.487 341.683
367.487 341.683
Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 135 129
135 129
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (kurzfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen FLAC 89.864 82.852
89.864 82.852
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 79.615 75.319
79.615 75.319
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 32.494 47.733
Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter FLAC 2.344 2.359
34.838 50.092
Summe Passiva
FLAC 572.851 551.277
FVtPL 61.829 3 61.829 57.553 3
634.680 608.830
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in Tsd. € Bewertungskategorie Beizulegender Zeitwert
AKTIVA
Übrige Finanzanlagen (langfristig)
Ausleihungen AC
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Ausleihungen AC
Fonds FVtPL 11.510
Anleihen und Festgelder AC
Forderungen aus Leasingverhältnissen
Forderungen aus Leasingverhältnissen AC
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Sonstige Forderungen AC
Sonstige Forderungen FVtPL 24.621
Finanzanlagen (kurzfristig)
Vermögensverwaltungsdepots FVtPL 9.581
Fonds FVtPL 23.796
Anleihen und Festgelder AC
Zahlungsmittel und Äquivalente
Anleihen und Festgelder AC
Liquide Mittel AC
Summe Aktiva
AC
FVtPL 69.508
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten (langfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC
Erhaltene Darlehen FLAC
Put-Option FVtPL 57.553
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (langfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen FLAC
Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (kurzfristig)
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen FLAC
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC
Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter FLAC
Summe Passiva
FLAC
FVtPL 57.553

Ergebnisse nach Bewertungskategorien

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2021
Bewertungskategorien Gewinne aus der Folgebewertung zum Fair Value
Tsd. €
Verluste aus der Folgebewertung zum Fair Value
Tsd. €
Wertminderungen 1
Tsd. €
Erträge im Finanzergebnis
Tsd. €
Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis
Tsd. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet FVtPL 2.083 1.043 580 4.563
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet AC -666 279
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet FLAC 1.142
Überleitung Finanzergebnis
Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind 213 417
Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind -2.083 -1.043 666
Summe 0 0 0 1.072 6.122
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2021
Bewertungskategorien Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen
Tsd. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet FVtPL
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet AC
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet FLAC 4.057
Überleitung Finanzergebnis
Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind
Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind
Summe 4.057

1 Negative Beträge stellen Wertaufholungen dar

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2020
Bewertungskategorien Gewinne aus der Folgebewertung zum Fair Value
Tsd. €
Verluste aus der Folgebewertung zum Fair Value
Tsd. €
Wertminderungen 1
Tsd. €
Erträge im Finanzergebnis
Tsd. €
Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis
Tsd. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet FVtPL 990 958 705
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet AC 410 185
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet FLAC 1.070
Überleitung Finanzergebnis
Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind 607
Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind -990 -958 -410
Summe 0 0 0 890 1.677
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Bewertungskategorien Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen
Tsd. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet FVtPL
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet AC
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet FLAC 2.110
Überleitung Finanzergebnis
Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind
Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind
Summe 2.110

1 Negative Beträge stellen Wertaufholungen dar

Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung von Finanzinstrumenten der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ergeben sich als Differenz zwischen Börsenkurs und Buchwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden nach Maßgabe des Börsenkurses oder bei Forderungen im Rahmen erwarteter Kreditverluste berücksichtigt.

Diese Verluste sowie Wertminderungen von Finanzinstrumenten werden in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen", die Gewinne und Erträge aus der Wertaufholung von Finanzinstrumenten werden in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" gezeigt.

Zinsen werden gemäß den entsprechenden Zahlungen unter Berücksichtigung von Periodenabgrenzungen erfasst. Die Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum Marktwert bewertet wurden, belaufen sich auf Tsd. € 279 (Vorjahr: Tsd. € 185). Die entsprechenden Zinsaufwendungen betragen Tsd. € 5.199 (Vorjahr: Tsd. € 3.180).

Anleihen und Festgelder

Der Ausweis der Anleihen und Festgelder in Höhe von Tsd. € 47.973 (Vorjahr: Tsd. € 102.930) umfasst Anleihen (Tsd. € 37.986, Vorjahr: Tsd. € 72.154), Schuldscheindarlehen (Tsd. € 0, Vorjahr: Tsd. € 19.965) sowie Tages- und Festgelder (Tsd. € 9.987, Vorjahr: Tsd. € 10.811), die jeweils zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und nach den üblichen Fristigkeiten gemäß IAS 1 unterteilt werden.

Vermögensverwaltungsdepot

Bei dem unter den kurzfristigen Finanzanlagen ausgewiesenen Vermögensverwaltungsdepot handelt es sich um ein durch einen externen Verwalter betreutes Depot der Fielmann AG, Basel, in Höhe von Tsd. € 9.763 (Vorjahr: Tsd. € 9.581), in dem sich Aktien und Anleihen befinden. Die Anlagenpolitik basiert auf einer schriftlich mit dem Depotverwalter fixierten Strategie. Die Bilanzierung der Wertpapiere erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.

Fonds

Die Fonds umfassen in Höhe von Tsd. € 34.849 (Vorjahr: Tsd. € 20.002) Fonds in der Fielmann Aktiengesellschaft. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht. Des Weiteren werden Fonds in der italienischen Vertriebsgesellschaft in Höhe von Tsd. € 3.866 (Vorjahr: Tsd. € 3.794) ausgewiesen. Die Fonds dienen als Sicherheiten im Rahmen von Mietverhältnissen in Italien und sind zu diesem Zweck verpfändet. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.

Der Ausweis in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten umfasst Geldmarktfonds in der spanischen Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. in Höhe von Tsd. € 10.511 (Vorjahr: Tsd. € 11.510). Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -Verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.

Sonstige Forderungen

Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten sonstigen Forderungen in Höhe von Tsd. € 35.294 (Vorjahr: Tsd. € 36.138) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber Lieferanten. Sonstige Forderungen in Höhe von Tsd. € 25.301 (Vorjahr: Tsd. € 24.621) wurden im Zeitpunkt des Zugangs als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Der positive Wertunterschied zwischen fortgeführten Anschaffungskosten und Zeitwert beträgt Tsd. € 1.221 (Vorjahr: Tsd. € 941). Das Ausfallrisiko besteht maximal in Höhe des Buchwertes. Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.

Liquide Mittel

Liquide Mittel bestehen in Höhe von Tsd. € 164.962 (Vorjahr: Tsd. € 87.935), davon Tsd. € 162.095 (Vorjahr: Tsd. € 85.360) Bankguthaben.

Put-Option

Die im Vorjahr erstmalig ausgewiesene Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. wird zu einem Fair Value in Höhe von Tsd. € 61.829 (Vorjahr: Tsd. € 57.553) bilanziert. Die Bewertung der in den Jahren 2024 bis 2026 ausübbaren Put-Option basiert im Wesentlichen auf den erwarteten Umsatzerlösen der Gesellschaft multipliziert mit einem gleichbleibenden Faktor. Ergänzend wird eine Kompensation von liquiden Mitteln und Finanzverbindlichkeiten, die am Jahresende vor der Ausübung bestehen, berücksichtigt. Aus diesen beiden Bewertungsparametern ergab sich ein Ertrag von Tsd. € 287, der in der Position "Sonstiger betrieblicher Ertrag" ausgewiesen wird. Zudem ist der Fair Value der Put-Option durch Aufzinsung mit einem länderspezifischen Zinssatz und der aktuellen Planung im Geschäftsjahr um Tsd. € 4.563 gestiegen, der Aufwand ist im Finanzergebnis enthalten.

Der länderspezifische Kapitalkostensatz lag im Geschäftsjahr 2021 zwischen 5,28 Prozent und 6,80 Prozent. Eine Erhöhung des Kapitalkostensatzes um 1 Prozent würde, isoliert betrachtet, zu einer Verminderung des Buchwerts um Tsd. € 2.553, eine entsprechende Verringerung des Zinses würde den Buchwert um Tsd. € 2.689 erhöhen. Eine Erhöhung der erwarteten Umsatzerlöse um 10 Prozent würde, isoliert betrachtet, zu einem Anstieg des Buchwerts um Tsd. € 5.541 führen. Eine Senkung der Umsatzerlöse um 10 Prozent hat in gleicher Höhe gegenläufige Auswirkungen auf den Buchwert.

Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen

Dritter In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Kapitalanteile Dritter in Höhe von Tsd. € 2.344 (Vorjahr: Tsd. € 2.359) enthalten, die nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind (siehe auch Textziffer (19), (25) und (42)).

(29) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Fielmann-Konzern wurden im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Garantien für Bankverbindlichkeiten Dritter übernommen.

Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2021 beträgt für Niederlassungseröffnungen Tsd. € 390 (Vorjahr: Tsd. € 180) und für Ersatzinvestitionen in bestehenden Niederlassungen Tsd. € 3.660 (Vorjahr: Tsd. € 4.080). Für die Produktion in Rathenow besteht ein Bestellobligo in Höhe von Tsd. € 2.390 (Vorjahr: Tsd. € 240) sowie für IT Tsd. € 140 (Vorjahr: Tsd. € 820). Für den Umbau der Konzernzentrale liegt im Geschäftsjahr kein Bestellobligo vor (Vorjahr: Tsd. € 130).

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Fielmann-Konzerns ist nach der Gliederung für das Gesamtkostenverfahren erstellt.

(30) Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen

Die Umsatzerlöse des Fielmann-Konzerns (Brutto = inklusive Umsatzsteuer) verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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2021 2020
Brutto
Tsd. €
Netto
Tsd. €
Brutto
Tsd. €
Netto
Tsd. €
Deutschland 1.429.495 1.223.546 1.303.159 1.132.362
Schweiz 200.325 186.002 179.125 166.318
Österreich 97.224 81.911 88.874 74.975
Spanien 125.904 111.828
Übrige 83.356 74.866 61.633 55.278
Konzernumsatz 1.936.304 1.678.153 1.632.791 1.428.933
Bestandsveränderung 2.640 2.640 -2.723 -2.723
Gesamtleistung Konzern 1.938.944 1.680.793 1.630.068 1.426.210

Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die Warengruppen stellt sich wie folgt dar:

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Brillenoptik 1.380.484 1.190.563
Kontaktlinsen 124.006 103.093
Sonnenbrillen 53.796 30.985
Hörakustik 93.338 80.709
Übrige 21.475 19.167
Dienstleistungen 5.054 4.416
Konzernumsatz 1.678.153 1.428.933
Bestandsveränderung 2.640 -2.723
Gesamtleistung Konzern 1.680.793 1.426.210

In den Umsätzen aus dem Verkauf von Hörakustik-Produkten sind Erträge aus Hörgeräte-Reparaturpauschalen in Höhe von Tsd. € 6.949 (Vorjahr Tsd. € 6.244) enthalten, die von den Krankenkassen für einen Zeitraum von fünf Jahren gezahlt und entsprechend abgegrenzt werden (siehe Textziffer (26)). Die übrigen Umsatzerlöse resultieren insbesondere aus dem Verkauf von Handelswaren. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen umfassen unter anderem die Mieterträge aus eigenen Immobilien.

(31) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen, Gewinne aus der Folgebewertung von Finanzinstrumenten der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" sowie aktivierte Eigenleistungen aus. Im Berichtsjahr wurden keine Zuwendungen der öffentlichen Hand im Sinne des IAS 20 (Vorjahr: Tsd. € 1.522) im Zusammenhang mit coronabedingten Einschränkungen gewährt. Des Weiteren sind Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 2.182 (Vorjahr: Tsd. € 1.092) enthalten.

(32) Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Waren betreffen in erster Linie Brillenfassungen, Gläser, Kontaktlinsen und Pflegemittel sowie Hörsysteme und Hörsystemzubehör nach Abzug von Skonti, Rabatten und anderen vergleichbaren Beträgen.

(33) Personalaufwand

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Löhne und Gehälter 590.076 522.267
Soziale Abgaben und Altersversorgung 113.756 96.499
703.832 618.766
davon Rentenversicherungsbeiträge 1 56.301 46.946

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie wurden im Berichtsjahr Zuwendungen der öffentlichen Hand in Form von Lohnkosten- und Sozialversicherungserstattungen in Höhe von Tsd. € 11.836 (Vorjahr: Tsd. € 30.001) gewährt. Diese sind mit dem Personalaufwand verrechnet worden. Die Lohnkostenerstattungen in Deutschland und in Italien sind dem jeweiligen Mitarbeiter als Anspruchsberechtigtem zuzuordnen und sind keine Leistung im Sinne des IAS 20. Daher ist lediglich ein Betrag von Tsd. € 6.059 (Vorjahr: Tsd.€ 19.301) als öffentliche Zuwendung gemäß IAS 20 anzusehen.

Im Rahmen der in Deutschland gesetzlichen Leistungen zur Vermögensbildung (VWL) wird den Mitarbeitern regelmäßig einmal im Jahr das Angebot unterbreitet, diese Leistungen in Fielmann-Aktien anzulegen. Am 10. August 2021 (Vorjahr: 27. August 2020) wurden jedem Mitarbeiter 8 Aktien (Vorjahr: 8 Aktien) zum Preis von € 63,70 (Vorjahr: € 62,70) mit einer Ausübungsfrist bis zum 8. November 2021 (Vorjahr: 9. November 2020) angeboten. Der gewichtete Durchschnittskurs für diesen Zeitraum betrug € 60,82 (Vorjahr: € 65,85). Diese Offerte wurde von 6.522 Mitarbeitern (Vorjahr: 6.864 Mitarbeitern) wahrgenommen. Somit wurden 52.176 Aktien (Vorjahr: 54.912 Aktien) an die Mitarbeiter ausgegeben. Zum Bilanzstichtag bestehen damit keine offenen Positionen zum Bezug von Aktien.

Im Konzern wurden gemäß IFRS 2 Tsd. € 3.324 (Vorjahr: Tsd. € 3.443) als Aufwand für die vermögenswirksamen Leistungen in Aktien erfasst. Kursgewinne bzw. -verluste aus dem Abgang eigener Aktien werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Darüber hinaus erhielten im Geschäftsjahr Mitarbeiter in den Niederlassungen insgesamt 8.607 Aktien (Vorjahr: 8.811 Aktien) aus einem leistungsorientierten Prämienprogramm im Sinne von IFRS 2. Die Mitarbeiter erlangen unmittelbar im Gewährungszeitpunkt einen Anspruch auf die Aktien. Die Ausgabe an die Mitarbeiter erfolgt kurzfristig. Der Gesamtaufwand belief sich auf Tsd. € 740 (Vorjahr: Tsd. € 839). Mit diesem Programm werden insbesondere Elemente der Fielmann-Philosophie wie die Kundenzufriedenheit belohnt.

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstandes unterteilen sich in fixe und variable Vergütungsbestandteile. Den fixen Bezügen wurde die auf die Vorstände entfallende Prämie einer Gruppenunfallversicherung sowie der geldwerte Vorteil für die Nutzung von Firmenfahrzeugen zugerechnet. Die ein- und mehrjährigen erfolgsbezogenen variablen Bestandteile enthalten finanzielle und nichtfinanzielle Leistungskriterien, die sich neben operativen vor allem an strategischen Zielsetzungen orientieren.

1 In den Rentenversicherungsbeiträgen 2021 ist ein Betrag in Höhe von EUR 6,0 Mio. enthalten, der auf die in Spanien gemeinsam zu entrichtenden und nicht aufzuschlüsselnden Arbeitgeberbeiträge für die Kranken- und Rentenversicherung entfällt.

Die insgesamt gewährte Vergütung des Vorstandes betrug im Geschäftsjahr Tsd. € 6.697 (Vorjahr: Tsd. € 5.850), davon fix Tsd. € 2.783 (Vorjahr: Tsd. € 2.512), variabel Tsd. € 3.914 (Vorjahr: Tsd. € 3.338).

Der Versorgungsaufwand im Sinne der Zuführung für ein ehemaliges Vorstandsmitglied beträgt Tsd. € 204 (Vorjahr: Tsd. € 146).

Aus Anlass der Beendigung des Vorstandsverhältnisses wurde einem im Berichtsjahr ausgeschiedenen Vorstandsmitglied eine gesonderte Leistung in Höhe von Tsd. € 1.500 gezahlt.

Anteilsbasierte Vergütungen liegen nicht vor.

(34) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die folgenden Positionen:

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Raumkosten 38.224 35.826
Verkaufsförderung und Distribution 76.288 68.866
Sonstige Personalkosten 17.096 15.521
Verwaltung 112.963 90.128
Sonstiges 11.248 6.914
255.819 217.255

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten der Verwaltung und Organisation, Werbeaufwendungen, Raumkosten sowie Aufwendungen für Weiterbildung und freiwillige soziale Aufwendungen. Unter "Sonstiges" sind Aufwendungen aus Anlagenabgängen in Höhe von Tsd. € 5.588 (Vorjahr: Tsd. € 678) und aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 2.583 (Vorjahr: Tsd. € 2.668) enthalten. Dem stehen Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 2.182 (Vorjahr: Tsd. € 1.092) gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind (siehe auch Textziffer (31)).

(35) Abschreibungen

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 87.250 83.424
Immaterielle Vermögenswerte 37.029 21.357
Firmenwerte 161
Sachanlagen inkl. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 53.012 53.412
Übrige Abschreibungen 90.041 74.930
177.291 158.354

Die im Berichtsjahr und im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Wertberichtigungen werden in den Textziffern (1) , (3) und (44) erläutert.

(36) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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Aufwendungen Erträge Saldo
in Tsd. € 2021 2020 2021 2020 2021 2020
Ergebnis aus Geld- und Kapitalanlagen -762 -824 783 796 21 -28
Ergebnis aus bilanziellen und sonstigen nicht mit Finanzanlagen im Zusammenhang stehenden Vorgängen -9.417 -2.930 178 94 -9.239 -2.836
Zinsergebnis -10.179 -3.754 961 890 -9.218 -2.864
Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen -33 111 111 -33
Finanzergebnis -10.179 -3.787 1.072 890 -9.107 -2.897

Das Ergebnis aus bilanziellen und sonstigen nicht mit Finanzanlagen im Zusammenhang stehenden Vorgängen resultiert insbesondere aus der Anwendung des Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (siehe Textziffer (23)) sowie aus der erstmaligen Folgebewertung der Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. im Geschäftsjahr (siehe Textziffer (28)).

Für nähere Angaben zum Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen wird auf Textziffer (5) des Anhangs verwiesen.

(37) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Laufender Ertragsteueraufwand Deutschland 64.010 53.838
Laufender Ertragsteueraufwand Ausland 12.652 5.677
Laufender Ertragsteueraufwand 76.662 59.515
Latenter Steuerertrag/​-aufwand Deutschland -7.373 -3.246
Latenter Steuerertrag/​-aufwand Ausland -4.130 -1.597
Latenter Steuerertrag/​-aufwand -11.503 -4.843
Summe Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 65.159 54.672

Im laufenden Ertragsteueraufwand werden Gewerbe- und Körperschaftsteuern sowie äquivalente Landessteuern der einbezogenen Gesellschaften in Höhe von Tsd. € 76.662 (Vorjahr: Tsd. € 59.515) ausgewiesen, davon ein Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 270 (Vorjahr: Tsd. € 0) für periodenfremde Steuern. Der laufende Ertragsteueraufwand der Einzelgesellschaften des Konzerns minderte sich durch Nutzung von Verlustvorträgen um Tsd. € 387 (Vorjahr: Tsd. € 161).

Der latente Steuerertrag im Konzern in Höhe von Tsd. € 11.503 (Vorjahr: Tsd. € 4.843) resultiert im Wesentlichen aus der laufenden Veränderung von temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen. Nähere Angaben finden sich in Textziffer (40) des Anhangs.

(38) Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie entwickelte sich folgendermaßen:

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2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Jahresüberschuss 144.577 120.805
Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse -7.722 -4.397
Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind 136.855 116.408
Anzahl Aktien in Tsd. Stück 84.000 83.994
Ergebnis je Aktie in € (verwässert/​unverwässert) 1,63 1,39

Verwässernde Effekte liegen im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht vor.

(39) Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse

Die Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen betragen Tsd. € 7.722 (Vorjahr: Tsd. € 4.552). Anteile am Verlust bestehen nicht (Vorjahr: Tsd. € 155). Der Anteil anderer Gesellschafter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals offen ausgewiesen.

(40) Latente Steuern

In den passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 44.006 (Vorjahr: Tsd. € 50.175) ist ein Betrag von Tsd. € 30.550 (Vorjahr: Tsd. € 32.675) aus der Aktivierung von Marken sowie Kundenstamm im Rahmen des Erwerbs von 80 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. in Spanien enthalten. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge erhöhten sich im Berichtszeitraum durch entsprechende Jahresergebnisse bzw. Ertragsprognosen um Tsd. € 2.767 (Vorjahr: Erhöhung um Tsd. € 2.456).

Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen Beträge in Höhe von Tsd. € 5.787 (Vorjahr: Tsd. € 3.322) auf Gesellschaften, die sich aktuell in einer Verlustsituation befinden. Der Ansatz erfolgte aufgrund positiver Ertragsprognosen und unter Berücksichtigung von zur Verrechnung zur Verfügung stehenden zu versteuernden temporären Differenzen. Positive Ertragsprognosen ergeben sich aus der individuell zugrunde gelegten Steuerplanung und sind auch durch den Impairment-Test dieser Einheiten belegt.

Auf Verlustvorträge in Höhe von Tsd. € 58.567 (Vorjahr: Tsd. € 41.317) wurden keine aktiven latenten Steuerposten angesetzt, da eine Nutzung nicht absehbar ist. Hierin enthalten sind wie im Vorjahr keine Verlustvorträge, die wegen Zeitablaufs verfallen werden. Des Weiteren sind latente Steuern auf temporäre Differenzen aus Einzelbilanzen, Einbringungsvorgängen im Konzern und der Zwischengewinneliminierung enthalten. Eine Realisierung von aktiven latenten Steuern im Verlauf der kommenden zwölf Monate wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 9.984 (Vorjahr: Tsd. € 11.001) erfolgen, bei passiven latenten Steuern ist eine Realisierung in Höhe von Tsd. € 5.768 (Vorjahr: Tsd. € 8.380) zu erwarten.

Die latenten Steuern teilen sich wie folgt auf:

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31. 12. 2021 31. 12. 2020
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Latente Steuern Aktiv Passiv Aktiv Passiv
a) auf abzugsfähige Differenzen
- aus Einzelabschluss 5.048 5.980 4.549 10.100
- aus Handelsbilanz II 134.040 131.820 126.893 126.637
- aus Konsolidierung 2.234 33.222 2.117 35.014
b) auf Verlustvorträge 6.470 3.703
147.792 171.022 137.262 171.751
Überleitung auf den Bilanzausweis
Saldierungseffekt gemäß IAS 12.71 ff. -133.374 -133.374 -123.667 -123.667
Latente Steueransprüche und Verbindlichkeiten gemäß Bilanz 14.418 37.648 13.595 48.084

Die latenten Steuern sind folgenden Bereichen zuzurechnen:

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31. 12. 2021 31. 12. 2020
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Immaterielle Vermögenswerte 1.827 44.006 2.053 50.175
Sachanlagen 2.819 143 2.899 182
Finanzanlagen 160 1.021 145 755
Nutzungsrechte sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 121.082 118.387 115.067 113.423
Vorräte 10.358 2.577 8.482 2.733
Nicht finanzielle Vermögenswerte 1.988 1.902
Rückstellungen 5.073 1.654 4.904 1.718
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2
Outside Basis Differences 538 115
Verlustvorträge 6.470 3.703
Sonderposten mit Rücklageanteil 708 748
Übrige 3 7
147.792 171.022 137.262 171.751
Überleitung auf den Bilanzausweis
Effekt aus der Saldierung gemäß IAS 12.71 ff. -133.374 -133.374 -123.667 -123.667
Latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten gemäß Bilanz 14.418 37.648 13.595 48.084

Die steuerliche Überleitungsrechnung stellt sich wie folgt dar:

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Steuerliche Überleitungsrechnung gemäß IAS 12 2021
Tsd. €
2020
Tsd. €
Ergebnis vor Ertragsteuern 209.736 175.477
Anzuwendender Steuersatz 30,7% 30,7%
Erwarteter Steueraufwand 64.389 53.871
Effekt aus Steuersatzdifferenzen Ausland -4.668 -1.833
Effekt aus Steuersatzänderungen Ausland -297
Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage - -
Körperschaftsteuerfreie Ergebnisanteile Dritter -806 -1.391
Nichtabziehbare Aufwendungen 882 447
Sonstige steuerfreie Erträge -104 -1.445
Gewerbesteuerliche Freibeträge und andere Korrekturen 123 689
nicht angesetzte und nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge der aktuellen Periode 3.953 2.738
Steuereffekt aus Impairment Geschäfts oder Firmenwert 279 1.476
Veränderung permanente Differenzen 1.257 995
Aperiodische Effekte 17 -527
Sonstige -163 -51
Gesamtsteueraufwand Konzern 65.159 54.672

Die Parameter für die Berechnung des für 2021 zu erwartenden Steuersatzes von 30,7 Prozent sind eine durchschnittliche Gewerbesteuer (14,9 Prozent bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 425 Prozent) und die Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag (15,8 Prozent). Die Parameter sind gegenüber 2020 unverändert.

Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Nettovermögen einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert dieser Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit einer Realisierung innerhalb von zwölf Monaten zu rechnen ist. Für geplante Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von Tsd. € 35.047 (Vorjahr: Tsd. € 7.518) besteht bei einer Bemessungsgrundlage von 5 Prozent (§ 8b KStG) eine passive Steuerlatenz in Höhe von Tsd. € 538 (Vorjahr: Tsd. € 115).

Im Übrigen bestehen zum Bilanzstichtag weitere "Outside Basis Differences" in Höhe von Tsd. € 5.290 (Vorjahr: Tsd. € 5.148). Mit einer Realisierung ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen, so dass der Ansatz einer passiven Steuerlatenz gemäß IAS 12.39 nicht infrage kommt.

(41) Gesamtergebnisrechnung

Auf das Sonstige Ergebnis entfällt ein latenter Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 137 (Vorjahr: latenter Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 127), der insbesondere aus den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 resultiert.

(42) Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Vom Eigenkapital werden im Berichtsjahr keine eigenen Anteile (Vorjahr: Tsd. € 429) abgesetzt. Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen für Ausschüttungen an die Gesellschafter ausschüttungsfähige Gewinnrücklagen der Fielmann Aktiengesellschaft in Höhe von Tsd. € 498.986 (Vorjahr: Tsd. € 285.432) und der Bilanzgewinn (Tsd. € 126.000, Vorjahr: Tsd. € 264.600) der Fielmann Aktiengesellschaft zur Verfügung.

Die Ausschüttungen im Geschäftsjahr in Höhe von Tsd. € 100.754 (ohne Dividende für eigene Aktien) basierten auf einer Dividende von € 1,20. Zur Stärkung der finanziellen Ressourcen und Sicherung der Unabhängigkeit während der Coronavirus-Pandemie wurde auf Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Jahr 2020 auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet.

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals aus dem sonstigen Ergebnis resultieren aus dem Währungsausgleichsposten sowie aus den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten insbesondere aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19. Auf die Bewertung entfällt insgesamt ein latenter Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 989 (Vorjahr: Tsd. € 1.126).

Die Anteile Dritter am Eigenkapital werden, soweit sie positive Anteile Dritter an Personengesellschaften betreffen, gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Anteil Dritter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch im Eigenkapitalspiegel offen ausgewiesen (siehe auch Textziffern (19), (25), (28)).

Die Veränderungen der Zeile "Erwerb von neuen Tochterunternehmen" im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb von 80 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. in Spanien.

(43) Kapitalflussrechnung Fielmann-Konzern

Die Zahlungsmittel und Äquivalente in Höhe von Tsd. € 174.889 (Vorjahr: Tsd. € 103.722) umfassen die liquiden Mittel (Tsd. € 164.962; Vorjahr: Tsd. € 87.935) und Kapitalanlagen (Tsd. € 9.927; Vorjahr: Tsd. € 15.787). Diese werden bei den Zahlungsmitteln und Äquivalenten berücksichtigt, sofern sie bei Erwerb eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.

Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge enthalten als wesentliche Einzelposten in Höhe von Tsd. € 7.866 einen latenten Steuerertrag im Zusammenhang mit dem Rückgang der passiven latenten Steuern aufgrund der Veränderungen im aktiven Bestand der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte sowie aus der Erhöhung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge (Vorjahr: latenter Steuerertrag im Zusammenhang mit der Erhöhung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie aus temporären Differenzen im Rahmen der Leasingbilanzierung in Höhe von Tsd. € 3.615). Wesentliche Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der liquiden Mittel bestehen im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht.

Die Zusammensetzung des Finanzvermögens stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2021
Tsd. €
31.12.2020
Tsd. €
Veränderung
Tsd. €
Liquide Mittel 164.962 87.935 77.027
Kapitalanlagen mit fester Endfälligkeit bis drei Monate 9.927 15.787 -5.860
Zahlungsmittel und Äquivalente 174.889 103.722 71.167
Langfristige Finanzanlagen 2.046 2.095 -49
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 40.363 18.070 22.293
Kapitalanlagen mit fester Endfälligkeit über drei Monate 60.648 117.517 -56.869
Finanzvermögen 277.946 241.404 36.542

Bezüglich der näheren Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Finanzvermögens wird auf Textziffer (28) verwiesen.

Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2020
Tsd. €
Cashflows
Tsd. €
nicht zahlungswirksame Veränderungen
Tsd. €
31.12.2021
Tsd. €
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 58.755 -447 4.433 62.741
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 129 -129 135 135
Finanzverbindlichkeiten 58.884 -576 4.568 62.876
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 341.683 25.804 367.487
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 82.852 -88.724 95.736 89.864
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 424.535 -88.724 121.540 457.351
Verbindlichkeiten Finanzierungstätigkeit 483.419 -89.300 126.108 520.227

(44) Segmentberichterstattung

Entsprechend der regional gegliederten internen Berichtsstruktur wurde die Segmentierung nach geografischen Regionen vorgenommen, in denen die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns angeboten und erbracht werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Segmentinformationen entsprechen den unter Abschnitt III. "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" erläuterten Konzern-Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Neben den separat ausgewiesenen Segmenten Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien werden die Regionen Belarus, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Slowenien, Tschechien und Ukraine im Segment Übrige zusammengefasst. Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns unterscheiden sich zwischen den Segmenten nicht wesentlich.

Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten unterliegen keiner gesonderten Bewertung, da es sich um handelsrechtliche Vorgänge zu marktgerechten Konditionen handelt.

Dem Segment Österreich wurden im Rahmen der Nulltarif-Versicherung der Anzahl der aktiven Versicherungen entsprechende Ergebnisse in Höhe von Tsd. € 5.350 (Vorjahr: Tsd. € 5.478) zugerechnet. Handelsrechtlich werden diese im Segment Deutschland erfasst.

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen im Rahmen des Impairment-Tests für einzelne CGUs erfasst. Die Abschreibungen verteilen sich wie folgt:

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31.12.2021
Tsd. €
31.12.2020
Tsd. €
Immaterielle Vermögenswerte 393 958
Firmenwerte 161
Sachanlagen 761 3.486
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 894 2.560
2.048 7.165

Der Ausweis der Wertminderungsaufwendungen erfolgt unter den übrigen Abschreibungen sowie unter den Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen und verteilt sich entsprechend der geografischen Lage der Niederlassungen auf die Segmente wie folgt:

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31.12.2021
Tsd. €
31.12.2020
Tsd. €
Deutschland 466 700
Schweiz 795
Österreich 149
Übrige 1.582 5.521
2.048 7.165

Die Vorsteuerergebnisse in den Segmenten sind bereinigt um die Beteiligungsergebnisse, die im Konzern von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Zuordnung des langfristigen Segmentvermögens zu geographischen Regionen erfolgt auf das Sitzland der jeweiligen Konzerngesellschaft und entspricht der Bilanzsumme der langfristigen Vermögenswerte abzüglich Finanzinstrumenten und latenter Steueransprüche.

Wegen der intensiven konzerninternen Verflechtungen durch die Großhandelsfunktion der Fielmann Aktiengesellschaft und das Cash-Pooling wird das Segmentvermögen mit seinem Anteil an dem konsolidierten Konzernwert angegeben. Ein Überleitungswert entsteht somit nicht.

Durch die Deckung der Segmente mit den gesellschaftsrechtlichen Strukturen des Konzerns und der Verwendung der Ergebnisgrößen nach IFRS stellen die Überleitungswerte lediglich die konzerninterne Verrechnung dar.

Eine Aufteilung der Konzernumsätze in Produktgruppen erfolgte nicht, da die Augenoptik nahezu unverändert mit 93 Prozent zum Umsatz beiträgt.

V. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen (IAS 24)

Herr Marc Fielmann, Vorstandsvorsitzender der Fielmann Aktiengesellschaft, und Herr Günther Fielmann, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Fielmann Aktiengesellschaft, gelten als nahestehende Personen. Herr Günther Fielmann hält bzw. kontrolliert die Mehrheit der Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Fielmann Familienstiftung. Herr Marc Fielmann wurde im Jahr 2019 in die Geschäftsführung der INTEROPTIK-Verwaltungs-GmbH sowie in den Vorstand der KORVA SE berufen. Beide Unternehmen gelten als nahestehende Unternehmen. Neben den Bezügen für die Tätigkeit als Vorstand und der Zahlung der Dividende für die von ihnen direkt oder indirekt gehaltenen Aktien sind außer den im Folgenden dargestellten keine weiteren Zahlungen an Herrn Günther Fielmann und Herrn Marc Fielmann direkt geleistet worden.

Darüber hinaus sind Herr Günther Fielmann und Herr Marc Fielmann an den folgenden Gesellschaften, die aus Sicht der Fielmann Aktiengesellschaft als nahestehende Unternehmen einzustufen sind, mittelbar oder unmittelbar beteiligt bzw. üben über diese Kontrolle aus:

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KORVA SE (Tochtergesellschaft der Fielmann Familienstiftung und der fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co.)

fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co.

MPA Pharma GmbH

Hof Lütjensee-Hofladen GmbH & Co. oHG

diverse Immobilienverwaltungsgesellschaften

Sonstige

Die Fielmann Aktiengesellschaft und ihre Konzerngesellschaften haben im Geschäftsjahr 2021 und dem Vorjahr Lieferungen und Dienstleistungen bezogen und erbracht sowie Räumlichkeiten angemietet und vermietet. Bei der Nutzung von Flächen durch Konzerngesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um 24 Niederlassungen (Vorjahr: 24 Niederlassungen). Die entsprechenden Kauf- oder Mietverträge wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Sämtliche Leistungsbeziehungen wurden im Rahmen der üblichen Zahlungsziele (in der Regel 30 Tage) beglichen.

Die nachstehend aufgeführten Geschäftsvorfälle entfallen im Wesentlichen auf Waren- und Leistungsaustausch mit der Fielmann Aktiengesellschaft.

Geschäftsvorfälle von Herrn Marc Fielmann, Herrn Günther Fielmann und nahestehenden Gesellschaften mit der Fielmann Aktiengesellschaft und Konzernunternehmen

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2021 2020
in Tsd. € Marc Fielmann, Günther Fielmann Unternehmen Marc Fielmann, Günther Fielmann Nahestehende Unternehmen
Dienstleistungen
Lieferungen 401 454
Mieten 3.182 155 2.975
0 3.583 155 3.429

Geschäftsvorfälle der Fielmann Aktiengesellschaft und Konzernunternehmen mit Herrn Marc Fielmann, Herrn Günther Fielmann und nahestehenden Gesellschaften

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2021 2020
in Tsd. € Marc Fielmann, Günther Fielmann Nahestehende Unternehmen Marc Fielmann, Günther Fielmann Nahestehende Unternehmen
Dienstleistungen 1.156 741 625 1.774
Lieferungen 57 39
Mieten 85 84
1.156 883 625 1.897
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2021 2020
Salden per 31.12.
in Tsd. €
Marc Fielmann, Günther Fielmann Nahestehende Unternehmen Marc Fielmann, Günther Fielmann Nahestehende Unternehmen
Forderungen 820 483 13 97
Verbindlichkeiten 18 161 30 922
Sonstige Abgrenzungen

Weiterhin gelten Aufsichtsrat und Vorstand als nahestehende Personen.

Die im Geschäftsjahr gewährte und geschuldete Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat betrug Tsd. € 388 (Vorjahr: Tsd. € 342) und für die Vertreter der Anteilseigner Tsd. € 468 (Vorjahr: Tsd. € 421). Der Aufwand für die Aufsichtsratsvergütungen insgesamt betrug für das Geschäftsjahr Tsd. € 856 (Vorjahr: Tsd. € 766) inklusive Reisekosten- und Auslagenersatz.

Bezüglich der Vergütungen des Vorstands sowie der Leistungen nach Beendigung des Vorstandsverhältnisses für ehemalige Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Darstellung unter Textziffer (33).

VI. Sonstige Angaben

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Mitarbeiter zum Stichtag Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
2020 2020
Mitarbeiter (ohne Auszubildende) 17.654 17.337 17.484 16.484
davon
- Mitarbeiter Deutschland 13.146 13.232 13.130 13.194
- Mitarbeiter Schweiz 1.249 1.229 1.218 1.220
- Mitarbeiter Österreich 636 677 667 663
- Mitarbeiter Spanien 1.069 1.000 1.040 0
- Mitarbeiter Übrige 1.554 1.199 1.429 1.407
Auszubildende 4.374 4.516 4.338 4.269
Mitarbeiter gesamt 22.028 21.853 21.822 20.753
Mitarbeiter, umgerechnet als Vollzeitkräfte 15.901 15.836 15.808 14.996

Honoraraufwand für den Abschlussprüfer

Der Honoraraufwand für Abschlussprüfungsleistungen der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 beträgt Tsd. € 316 (Vorjahr: Tsd. € 264). Das Honorar betraf vor allem die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses nebst Lagebericht des Mutterunternehmens und des Konzerns sowie gesetzliche bzw. mit dem Aufsichtsrat vereinbarte Auftragserweiterungen. Andere Bestätigungsleistungen, steuerliche Beratungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht erbracht.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist im Internet unter www.fielmann-group.com abzurufen.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

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Marc Fielmann Vorstandsvorsitzender, Strategie, Marketing, IT, Personal 1, Category Management & Einkauf 2 Hamburg
Katja Groß Personal 3, Organisation 3 Hamburg
Dr. Bastian Körber Vertrieb, Controlling, Expansion, Category Management 4 Hamburg
Georg Alexander Zeiss Finanzen, Immobilien, Recht, Compliance, Materialwirtschaft 5, Produktion & Logistik 6 Ahrensburg

1 Bis 28.2.2021
2 Seit 1.2.2022
3 Seit 1.3.2021
4 Vom 1.4.2021 bis 31.1.2022
5 Georg Alexander Zeiss hat das Ressort "Materialwirtschaft" am 1.4.2021 von dem am 31.3.2021 ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Michael Ferley übernommen. Seit dem 1.2.2022 ist die Materialwirtschaft Teil des Ressorts "Category Management & Einkauf".
6 Georg Alexander Zeiss hat das Ressort "Produktion & Logistik" am 1.4.2021 von dem am 31.3.2021 ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Michael Ferley übernommen

Aufsichtsrat

Vertreter der Anteilseigner

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Prof. Dr. Mark K. Binz (Aufsichtsratsvorsitzender) Rechtsanwalt, Binz & Partner Stuttgart 1,2,3,4
Hans-Georg Frey Vorsitzender des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG Hamburg 1,4
Carolina Müller-Möhl Verwaltungsratspräsidentin, Müller-Möhl Group Zürich, (CH) 2
Hans Joachim Oltersdorf Generalbevollmächtigter, MPA Pharma GmbH Rellingen 1,3
Marie-Christine Ostermann Geschäftsführende Gesellschafterin, Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG Hamm
Pier Paolo Righi CEO & President, Karl Lagerfeld International B.V. Amsterdam, (NL) 4
Sarna Marie Elisabeth Röser Mitglied der Geschäftsleitung der Röser FAM GmbH & Co. KG Mundelsheim
Hans-Otto Schrader Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto AG für Beteiligungen Hamburg

Vertreter der Arbeitnehmer

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Ralf Greve (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) Referent Personalentwicklung, Fielmann AG Hamburg 1,2,3
Heiko Diekhöner Regionalleiter, Fielmann AG Hamburg
Jana Furcht Augenoptikermeisterin, Fielmann AG & Co. OHG München 1
Nathalie Hintz Regionalleiterin, Fielmann AG Hamburg 1
Eva Schleifenbaum Gewerkschaftssekretärin, ver.di Kiel
Frank Schmiedecke Augenoptikermeister, Fielmann AG & Co. OHG Hamburg
Frank Schreckenberg Gewerkschaftssekretär, ver.di Berlin
Mathias Thürnau Abteilungsleiter Sales Support, Fielmann AG Hamburg 2

1 Mitglied im Personalausschuss, Vorsitzender: Prof. Dr. Mark K. Binz
2 Mitglied im Vermittlungsausschuss, Vorsitzender: Prof. Dr. Mark K. Binz
3 Mitglied im Prüfungsausschuss, Vorsitzender: Hans Joachim Oltersdorf
4 Mitglied im Nominierungsausschuss

Die Vorstände sind in folgenden weiteren Kontrollgremien tätig

Georg Alexander Zeiss

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Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der Hettich Holding GmbH & Co. oHG, Kirchlengern 2

Die Aufsichtsratsmitglieder sind in folgenden weiteren Kontrollgremien tätig

Prof. Dr. Mark K. Binz

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Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Faber-Castell AG, Stein 2

Mitglied des Aufsichtsrates der Sick AG, Waldkirch 1

Hans-Georg Frey

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Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jungheinrich AG, Hamburg 1

Mitglied des Aufsichtsrates der Gottfried Schultz Automobilhandels SE, Ratingen 1

Beirat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen 2

Beirat der HOYER GmbH, Hamburg 2

Carolina Müller-Möhl

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Mitglied des Verwaltungsrates der Orascom Development Holding AG, Altdorf, Schweiz 2

Hans Joachim Oltersdorf

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Vorsitzender des Beirates der Parte GmbH, Köln 2

Pier Paolo Righi

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Mitglied des Beirates der Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH 2

Hans-Otto Schrader

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Mitglied des Gesellschafterrats der Otto GmbH & Co KG, Hamburg 2

Mitglied des Aufsichtsrates der Verwaltungsgesellschaft Otto mbH, Hamburg 2

Mitglied des Aufsichtsrates der GSV Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg 1

Mitglied des Beirates der Dr. August Oetker KG, Bielefeld 2 , bis 31.10.2021

Mitglied des Beirates der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau 2

Mitglied des Präsidiums der Pfeifer & Langen Industrie- und Handels-KG, Köln 2

1 Mitglied eines gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrats
2 Mitglied eines vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremiums von Wirtschaftsunternehmen

Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg
Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2021 sowie Darstellung der Gesellschaften, welche die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch nehmen

Verwaltungs-, Beteiligungs- und Dienstleistungsunternehmen

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Name Sitz 1 Anteil
Baur Optik Geschäftsführungs-AG Donauwörth 100
CM Stadtentwicklung GmbH & Co. KG Hamburg 51
CM Stadtentwicklung Verwaltungs GmbH Hamburg 51
Fielmann Augenoptik AG & Co. Luxemburg KG Hamburg 51
Fielmann Augenoptik GmbH (vormals Fielmann Augenoptik Aktiengesellschaft) Hamburg 100
Fielmann Beteiligungsgesellschaft mbH Hamburg 100
Fielmann Finanzservice GmbH Hamburg 100
Fielmann Ventures GmbH Hamburg 100
Fielmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Hamburg 100
HID Hamburger Immobiliendienste GmbH Hamburg 100
Oaktree Technologies GmbH Hamburg 100
opt-invest GmbH & Co. OHG 2,3 Hamburg 100
opt-Invest Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Hamburg 100
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Konzernanteile am Kapital
in
Prozent
Name Sitz 1 Anteil
Optik Klüttermann Verwaltungs GmbH Hamburg 100
ROKKU Designstudio GmbH Hamburg 100
RA Optika AG Kiev, Ukraine 100
Optik Hess GmbH Köln-Dellbrück 100
Okulistika Clarus d.o.o. Ljubljana, Slowenien 70
Fielmann Ltd. London, Großbritannien 100
Fielmann Holding B.V. Oldenzaal, Niederlande 100
Fielmann Akademie Schloss Plön, gemeinnützige Bildungsstätte der Augenoptik GmbH 2 Plön 100
Fielmann Schloss Plön Hotel- und Catering GmbH Plön 100
Beteiligungsgesellschaft fielmann Modebrillen Rathenow GmbH Rathenow 100
Rathenower Optische Werke GmbH Rathenow 100

Produktions- und Handelsgesellschaften

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Name Sitz 1 Anteil
TiLan Optical Co., Ltd. Danyang, Jiangsu, China 60
e-com optics GmbH 9 Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Service KG Rathenow 100
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Name Konzernanteile am Sitz Kapital
in Prozent
1 Anteil
fielmann Modebrillen Rathenow AG & Co. KG Rathenow 100
Rathenower Optik GmbH 3 Rathenow 100

Verkaufsgesellschaften

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Name Sitz 1 Anteil
Fielmann AG & Co. am Kugelbrunnen KG Aachen 100
Fielmann AG & Co. OHG Aalen 100
Fielmann AG & Co. OHG Achern 100
Fielmann AG & Co. OHG Achim 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Ahaus 100
Fielmann AG & Co. OHG Ahlen 100
Fielmann AG & Co. OHG Ahrensburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Albstadt-Ebingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Alsfeld 100
Fielmann AG & Co. OHG Altenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Alzey 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Amberg 100
Fielmann AG & Co. oHG Andernach 100
Fielmann AG & Co. OHG Annaberg-Buchholz 100
Fielmann AG & Co. OHG Ansbach 100
Fielmann AG & Co. OHG Arnsberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Arnstadt 100
Fielmann AG & Co. City Galerie OHG Aschaffenburg 100

Die angebene Konzernanteil am Kapital bezieht sich auf unmittelbare und mittelbare Beteiligungen der Fielmann Aktiengesellschaft. Sämtliche in der nachfolgenden Tabelle dargestellten inländischen Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 Abs. 3 HGB für Kapitalgesellschaften bzw. gemäß § 264b HGB für Personenhandelsgesellschaften geltenden Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihres Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts.

Verkaufsgesellschaften

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Name Sitz 1 Anteil
Fielmann AG & Co. oHG Aschaffenburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Aschersleben 100
Fielmann AG & Co. KG Aue 100
Fielmann AG & Co. OHG Auerbach/​ Vogtland 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Augsburg 100
Fielmann AG & Co. oHG City-Galerie Augsburg 100
Fielmann AG & Co. KG Aurich 100
Fielmann AG & Co. OHG Backnang 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Dürkheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Hersfeld 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Homburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Kissingen 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Kreuznach 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Mergentheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Neuenahr Ahrweiler 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Neustadt/​ Saale 100
Fielmann AG & Co. oHG Bad Oeynhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Oldesloe 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Reichenhall 100
Fielmann AG & Co. KG Bad Säckingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Salzuflen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Saulgau 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Segeberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Bad Tölz 100
Fielmann AG & Co. OHG Baden-Baden 100
Fielmann AG & Co. KG Balingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bamberg 100
Optica del Penedés, S.L. Barcelona, Spanien 80
Fielmann AG & Co. OHG Barsinghausen 100
Fielmann AG Basel, Schweiz 100
Pro-optik AG Basel, Schweiz 100
Fielmann AG & Co. OHG Bautzen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bayreuth 100
Fielmann AG & Co. OHG Beckum 100
Fielmann AG & Co. OHG Bensheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Bergheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Bergisch Gladbach 100
Fielmann AG & Co. Berlin-Hellersdorf OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Berlin-Zehlendorf OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Friedrichshagen OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Friedrichshain OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Gesundbrunnen Center KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Gropius Passagen OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. im Alexa KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Schöneberg KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Kreuzberg KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Linden-Center OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Märkisches Zentrum KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Marzahn OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Moabit KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Neukölln KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. oHG Tegel Berlin 100
Fielmann AG & Co. Pankow OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Prenzlauer Berg OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Schöneweide OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Spandau OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Steglitz OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Tempelhof OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Treptow OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Weißensee OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Westend OHG Berlin 100
Fielmann AG & Co. Wilmersdorf KG Berlin 100
Fielmann AG & Co. OHG Bernau 100
Fielmann AG & Co. OHG Bernburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Biberach an der Riß 100
Fielmann AG & Co. Jahnplatz OHG Bielefeld 100
Fielmann AG & Co. OHG Bielefeld 100
Fielmann AG & Co. Brackwede KG Bielefeld 100
Fielmann AG & Co. oHG Bietigheim-Bissingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bingen am Rhein 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Bitburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Bitterfeld 100
Fielmann AG & Co. oHG Böblingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Bocholt 100
Fielmann AG & Co. OHG Bochum 100
Fielmann AG & Co. Wattenscheid KG Bochum 100
Fielmann Srl Bolzano, Italien 100
Fielmann AG & Co. Bonn-Bad Godesberg OHG Bonn 100
Fielmann AG & Co. oHG Bonn 100
fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG Bonn 50,98
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Borken 100
Fielmann AG & Co. OHG Bottrop 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. KG Brake 75
Fielmann AG & Co. OHG Bramsche 100
Fielmann AG & Co. OHG Brandenburg 100
Fielmann AG & Co. Schloss-Arkaden OHG Braunschweig 100
Fielmann AG & Co. OHG Braunschweig 100
Fielmann AG & Co. Obernstraße OHG Bremen 100
Fielmann AG & Co. oHG Bremen-Neustadt Bremen 100
Fielmann AG & Co. Roland-Center KG Bremen 100
Fielmann AG & Co. Vegesack OHG Bremen 100
Fielmann AG & Co. Weserpark OHG Bremen 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Bremerhaven 100
Fielmann AG & Co. KG4 Bremervörde 100
Fielmann AG & Co. OHG Bretten 100
Fielmann AG & Co. OHG Bruchsal 100
Fielmann AG & Co. oHG Brühl 100
Fielmann AG & Co. OHG Brunsbüttel 100
Fielmann AG & Co. oHG Buchholz 100
Fielmann AG & Co. OHG Bünde 100
Fielmann AG & Co. OHG Burg 100
Fielmann AG & Co. OHG Burgdorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Buxtehude 100
Fielmann AG & Co. OHG Calw 100
Fielmann AG & Co. oHG Castrop-Rauxel 100
Fielmann AG & Co. OHG Celle 100
Fielmann AG & Co. OHG Cham 100
Fielmann AG & Co. Chemnitz Center KG4 Chemnitz 100
Fielmann AG & Co. OHG Chemnitz 100
Fielmann AG & Co. Vita-Center KG Chemnitz 100
Fielmann AG & Co. oHG Cloppenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Coburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Coesfeld 100
Fielmann AG & Co. oHG Cottbus 100
Fielmann AG & Co. OHG Crailsheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Cuxhaven 100
Fielmann AG & Co. oHG Dachau 100
Fielmann AG & Co. OHG Dallgow-Döberitz 100
Fielmann AG & Co. OHG Darmstadt 100
Fielmann AG & Co. oHG Ludwigsplatz Darmstadt 100
Fielmann AG & Co. OHG Datteln 100
Fielmann AG & Co. oHG Deggendorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Delmenhorst 100
Fielmann AG & Co. OHG Dessau-Roßlau 100
Fielmann AG & Co. oHG Kavalierstraße Dessau-Roßlau 100
Fielmann AG & Co. OHG Detmold 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. KG Diepholz 50
Fielmann AG & Co. oHG Dillingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Dingolfing 100
Fielmann AG & Co. OHG Dinslaken 100
Fielmann AG & Co. OHG Döbeln 100
Baur Optik AG & Co. KG Donauwörth 100
Fielmann AG & Co. oHG Dormagen 100
Fielmann AG & Co. KG Dorsten 100
Fielmann AG & Co. KG Dortmund 100
Fielmann AG & Co. Dresden Altstadt OHG Dresden 100
Fielmann AG & Co. Dresden Neustadt OHG Dresden 100
Fielmann AG & Co. Kaufpark OHG Dresden 100
Fielmann AG & Co. Hamborn OHG Duisburg 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Duisburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Dülmen 100
Fielmann AG & Co. OHG Düren 100
Fielmann AG & Co. Derendorf OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. Friedrichstraße OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. im Centrum KG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. Oberkassel OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. Rethelstraße OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Düsseldorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Eberswalde 100
Fielmann AG & Co. OHG Eckernförde 100
Fielmann AG & Co. oHG Ehingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Eisenach 100
Fielmann AG & Co. OHG Eisenhüttenstadt 100
Fielmann AG & Co. oHG Elmshorn 100
Fielmann AG & Co. OHG Emden 100
Fielmann AG & Co. OHG Emmendingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Emsdetten 100
Fielmann AG & Co. OHG Erding 100
Fielmann AG & Co. OHG Erfurt 100
Fielmann AG & Co. Thüringen-Park OHG Erfurt 100
Fielmann AG & Co. OHG Erkelenz 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Erlangen 100
Fielmann AG & Co. OHG Erlangen 100
Fielmann AG & Co. OHG Eschwege 100
Fielmann AG & Co. OHG Eschweiler 100
Fielmann AG & Co. Essen-Rüttenscheid OHG Essen 100
Fielmann AG & Co. Zentrum KG Essen 100
Fielmann AG & Co. Essen-Steele OHG Essen 100
Fielmann AG & Co. OHG Esslingen 100
Brillen-Bunzel GmbH Ettlingen 100
Fielmann AG & Co. oHG Ettlingen 100
Fielmann AG & Co. oHG Euskirchen 100
Fielmann AG & Co. oHG Eutin 100
Fielmann AG & Co. OHG Finsterwalde 100
Fielmann AG & Co. OHG Flensburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Forchheim 100
Fielmann AG & Co. KG 4 Frankenberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Frankenthal 100
Fielmann AG & Co. OHG Frankfurt (Oder) 100
Fielmann AG & Co. Bornheim KG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. Hessen-Center OHG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. Höchst OHG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. Leipziger Straße OHG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. Roßmarkt OHG Frankfurt am Main 100
Fielmann AG & Co. oHG Frechen 100
Fielmann AG & Co. OHG Freiberg 100
Grewe - Haus der feinen Brillen GmbH & Co. OHG 5 Freiburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Freiburg im Breisgau 100
Fielmann AG & Co. oHG Freising 100
Fielmann AG & Co. OHG Freital 100
Fielmann AG & Co. OHG Freudenstadt 100
Fielmann AG & Co. OHG Friedberg (Hessen) 100
Fielmann AG & Co. OHG Friedrichshafen 100
Fielmann AG & Co. KG Friesoythe 100
Fielmann AG & Co. OHG Fulda 100
Fielmann AG & Co. OHG Fürstenfeldbruck 100
Fielmann AG & Co. OHG Fürstenwalde 100
Fielmann AG & Co. KG Fürth 100
Fielmann AG & Co. OHG Garmisch-Partenkirchen 100
Fielmann AG & Co. OHG Geesthacht 100
Fielmann AG & Co. KG Geislingen an der Steige 100
Fielmann AG & Co. OHG Geldern 100
Fielmann AG & Co. OHG Gelnhausen 100
Fielmann AG & Co. im Centrum KG Gelsenkirchen 100
Fielmann AG & Co. Buer OHG Gelsenkirchen 100
Fielmann AG & Co. KG Gera 100
Fielmann AG & Co. oHG Gießen 100
Fielmann AG & Co. OHG Gifhorn 100
Fielmann AG & Co. OHG Gladbeck 100
Fielmann AG & Co. OHG Glinde 100
Fielmann AG & Co. KG Goch 100
Fielmann AG & Co. OHG Göppingen 100
Fielmann AG & Co. Centrum OHG Görlitz 100
Fielmann AG & Co. OHG Goslar 100
Fielmann AG & Co. OHG Gotha 100
Fielmann AG & Co. OHG Göttingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Greifswald 100
Fielmann AG & Co. OHG Greiz 100
Fielmann AG & Co. OHG Greve n 100
Fielmann AG & Co. OHG Grevenbroich 100
Fielmann AG & Co. OHG Grimma 100
Fielmann AG & Co. OHG Gronau 100
Fielmann AG & Co. OHG Gummersbach 100
Fielmann AG & Co. oHG Günzburg 100
Fielmann AG & Co. Pferdemarkt OHG Güstrow 100
Fielmann AG & Co. OHG Gütersloh 100
Fielmann AG & Co. OHG Hagen 100
Fielmann AG & Co. OHG Halberstadt 100
Fielmann AG & Co. OHG Halle 100
Fielmann AG & Co. Halle-Neustadt OHG Halle (Saale) 100
Fielmann AG & Co. OHG Haltern am See 100
Fielmann AG & Co. Billstedt KG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Bramfeld KG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Eimsbüttel OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. EKZ Hamburger Straße KG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Eppendorf KG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Harburg Sand OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. im AlstertalEinkaufszentrum OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. im ElbeEinkaufszentrum OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Bergedorf OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Ochsenzoll OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Barmbek Hamburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Niendorf Hamburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Schnelsen Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Othmarschen OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Ottensen OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Rahlstedt OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co Rathaus OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Volksdorf OHG Hamburg 100
Fielmann AG & Co. Wandsbek OHG Hamburg 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Harburg-City Hamburg 100
fielmann Farmsen Fielmann GmbH & Co. KG Hamburg 50
Optiker Carl GmbH Hamburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Hameln 100
Fielmann AG & Co. KG Hamm 100
Fielmann AG & Co. OHG Hanau 100
Fielmann AG & Co. OHG Hann. Münden 100
Fielmann AG & Co. Ernst-August-Galerie KG Hannover 100
Fielmann AG & Co. Lister Meile OHG Hannover 100
Fielmann AG & Co. Nordstadt OHG Hannover 100
Fielmann AG & Co. OHG Hannover 100
Fielmann AG & Co. Schwarzer Bär OHG Hannover 100
Fielmann AG & Co. OHG Haßloch 100
Fielmann AG & Co. OHG Hattingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Heide 100
Fielmann AG & Co. KG Heidelberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Heidenheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Heilbronn 100
Frick Optic GmbH & Co. OHG 6 Heilbronn 100
Fielmann AG & Co. oHG Heinsberg 100
Fielmann AG & Co. oHG Helmstedt 100
Fielmann AG & Co. OHG Herborn 100
Fielmann AG & Co. KG Herford 100
Fielmann AG & Co. OHG Herne 100
Fielmann AG & Co. oHG im Centrum Herne 100
Fielmann AG & Co. OHG Herrenberg 100
Fielmann AG & Co. KG Herten 100
Fielmann AG & Co. oHG Hilden 100
Fielmann AG & Co. OHG Hildesheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Hof 100
Fielmann AG & Co. OHG Homburg/​Saar 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Höxter 100
Fielmann AG & Co. OHG Hoyerswerda 100
Fielmann AG & Co. oHG Husum 100
Fielmann AG & Co. OHG Ibbenbüren 100
Fielmann AG & Co. oHG Idar-Oberstein 100
Fielmann AG & Co. OHG Ilmenau 100
Fielmann AG & Co. OHG Ingolstadt 100
Fielmann AG & Co. EKZ Westpark OHG Ingolstadt 100
Fielmann AG & Co. oHG Iserlohn 100
Fielmann AG & Co. OHG Itzehoe 100
Fielmann AG & Co. OHG Jena 100
Fielmann AG & Co. OHG Jülich 100
Fielmann AG & Co. OHG Kaiserslautern 100
Fielmann AG & Co. OHG Kamen 100
Fielmann AG & Co. OHG Kamp-Lintfort 100
Fielmann AG & Co. Westliche Kaiserstraße KG Karlsruhe 100
Fielmann AG & Co. OHG Kassel 100
Fielmann AG & Co. im DEZ OHG Kassel 100
Fielmann AG & Co. OHG Kaufbeuren 100
Fielmann AG & Co. OHG Kempen 100
Fielmann AG & Co. oHG Kempten 100
Fielmann AG & Co. OHG Kiel 100
Fielmann AG & Co. oHG Wellingdorf Kiel 100
Fielmann GmbH Kiev, Ukraine 100
Fielmann AG & Co. oHG Kirchheim unter Teck 100
Fielmann AG & Co. OHG Kleve 100
Fielmann AG & Co. Forum Mittelrhein OHG Koblenz 100
Fielmann AG & Co. OHG Koblenz 100
Fielmann AG & Co. Barbarossaplatz OHG Köln 100
Fielmann AG & Co. Ebertplatz KG Köln 100
Fielmann AG & Co. Mülheim OHG Köln 100
Fielmann AG & Co. OHG Köln 100
Fielmann AG & Co. oHG Kalk Köln 100
Fielmann AG & Co. oHG Rhein-Center Köln 100
Fielmann AG & Co. Schildergasse OHG Köln 100
Fielmann AG & Co. Venloer Straße OHG Köln 100
Optik Simon GmbH Köln 100
Fielmann AG & Co. Chorweiler KG Köln 100
Optik Hess GmbH & Co. KG Köln-Dellbrück 100
Brillen Müller GmbH & Co. OHG Konstanz 100
Fielmann AG & Co. OHG Konstanz 100
Fielmann AG & Co. OHG Korbach 100
Fielmann AG & Co. KG Köthen 100
Fielmann AG & Co. Neumarkt OHG Krefeld 100
Fielmann AG & Co. OHG Kulmbach 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Laatzen 100
Fielmann AG & Co. oHG Lahr 100
fielmann Fielmann GmbH Landau 100
Fielmann AG & Co. OHG Landsberg am Lech 100
Fielmann AG & Co. OHG Landshut 100
Fielmann AG & Co. OHG Langenfeld 100
Fielmann AG & Co. OHG Langenhagen 100
Fielmann AG & Co. OHG Lauf an der Pegnitz 100
Fielmann AG & Co. oHG Leer 100
Fielmann AG & Co. am Markt OHG Leipzig 100
Fielmann AG & Co. oHG Allee Center Leipzig 100
Fielmann AG & Co. Paunsdorf-Center OHG Leipzig 100
Fielmann AG & Co. OHG Lemgo 100
Fielmann AG & Co. OHG Lengerich 100
Fielmann AG & Co. OHG Leverkusen 100
Fielmann AG & Co. oHG Limburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Lingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Lippstadt 100
Planeta d.o.o. Ljubljana, Slowenien 70
fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG Lohne 61,54
Fielmann AG & Co. OHG Lohr am Main 100
Fielmann AG & Co. oHG Lörrach 100
Fielmann AG & Co. OHG Lübbecke 100
Fielmann AG & Co. OHG Lübeck 100
Fielmann AG & Co. OHG Luckenwalde 100
Fielmann AG & Co. oHG Lüdenscheid 100
Fielmann AG & Co im Center OHG Ludwigsburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Ludwigsburg 100
Fielmann AG & Co. Rhein-Galerie OHG Ludwigshafen 100
Fielmann AG & Co. oHG Lüneburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Lünen 100
Fielmann AG & Co. oHG Lutherstadt Eisleben 100
Fielmann AG & Co. OHG Lutherstadt Wittenberg 100
Fielmann GmbH Luxembourg, Luxemburg 51
Fielmann AG & Co. OHG Magdeburg 100
Fielmann AG & Co. Sudenburg OHG Magdeburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Mainz 100
Born Brillen Optik GmbH & Co. OHG Mannheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Mannheim 100
Optik Klüttermann GmbH & Co. OHG Mannheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Marburg 100
Fielmann AG & Co. KG Marktredwitz 100
Fielmann AG & Co. KG Marl 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Mayen 100
Fielmann AG & Co. oHG Meiningen 100
Fielmann AG & Co. OHG Meißen 100
Fielmann AG & Co. OHG Melle 100
Fielmann AG & Co. OHG Memmingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Menden 100
Fielmann AG & Co. OHG Meppen 100
Fielmann AG & Co. oHG Merseburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Merzig 100
Fielmann AG & Co. OHG Meschede 100
Fielmann AG & Co. oHG Minden 100
IB Fielmann GmbH Minsk, Belarus 100
Fielmann AG & Co. OHG Moers 100
Fielmann AG & Co. OHG Mölln 100
Fielmann AG & Co. oHG Hindenburgstraße Mönchengladbach 100
Fielmann AG & Co. Rheydt oHG Mönchengladbach 100
Fielmann AG & Co. OHG Mosbach 100
Fielmann AG & Co. OHG Mühlacker 100
Fielmann AG & Co. OHG Mühldorf a. Inn 100
Fielmann AG & Co. OHG Mühlhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Mülheim an der Ruhr 100
Fielmann AG & Co. RheinRuhrZentrum OHG Mülheim an der Ruhr 100
Fielmann AG & Co. Haidhausen OHG München 100
Fielmann AG & Co. Leopoldstraße OHG München 100
Fielmann AG & Co. OHG München 100
Fielmann AG & Co. oHG München OEZ München 100
Fielmann AG & Co. oHG München PEP München 100
Fielmann AG & Co. oHG Sendling München 100
Fielmann AG & Co. Pasing OHG München 100
Fielmann AG & Co. Riem Arcaden KG München 100
Fielmann AG & Co. Tal OHG München 100
Optik Stein GmbH & Co. OHG 7 Münsingen 100
Fielmann AG & Co. Hiltrup OHG Münster 100
Fielmann AG & Co. Klosterstraße OHG Münster 100
Fielmann AG & Co. An der Rothenburg OHG Münster 100
Fielmann AG & Co. OHG Nagold 100
Fielmann AG & Co. OHG Naumburg 100
Fielmann AG & Co. KG 4 Neckarsulm 100
Fielmann AG & Co. OHG Neubrandenburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Marktplatz Center Neubrandenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Neuburg an der Donau 100
Fielmann AG & Co. oHG Neu-Isenburg 100
Fielmann AG & Co. oHG Neumarkt i. d. OPf. 100
Fielmann AG & Co. OHG Neumünster 100
Fielmann AG & Co. OHG Neunkirchen 100
Fielmann AG & Co. OHG Neuruppin 100
Fielmann AG & Co. OHG Neuss 100
Fielmann AG & Co. oHG Neustadt a.d. Weinstraße 100
Fielmann AG & Co. OHG Neustrelitz 100
Fielmann AG & Co. Glacis-Galerie OHG Neu-Ulm 100
Fielmann AG & Co. oHG Neuwied 100
Fielmann AG & Co. OHG Nienburg 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Norden 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. KG Nordenham 75
Fielmann AG & Co. OHG Norderstedt 100
Fielmann AG & Co. OHG Nordhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Nordhorn 100
Fielmann AG & Co. OHG Nördlingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Northeim 100
Fielmann AG & Co. am Hauptmarkt OHG Nürnberg 100
Fielmann AG & Co. Nürnberg Lorenz OHG Nürnberg 100
Fielmann AG & Co. Nürnberg-Süd KG Nürnberg 100
Fielmann AG & Co. Nürnberg-Langwasser OHG Nürnberg 100
Räder u. Räder GmbH & Co. OHG Nürnberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Nürtingen 100
Fielmann AG & Co. Oberhausen OHG Oberhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Sterkrade Oberhausen Sterkrade 100
Fielmann AG & Co. oHG Oberursel 100
Fielmann AG & Co. OHG Oer-Erkenschwick 100
Fielmann AG & Co. OHG Offenbach am Main 100
Fielmann AG & Co. oHG Offenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Oldenburg in Holstein 100
Fielmann AG & Co. im Centrum KG Oldenburg 100
Fielmann B.V. Oldenzaal, Niederlande 100
Hofland Optiek B.V. Oldenzaal, Niederlande 100
Fielmann AG & Co. OHG Olpe 100
Fielmann AG & Co. OHG Olsberg 100
Fielmann AG & Co. oHG Oranienburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Osnabrück 100
Fielmann AG & Co. oHG Osterholz-Scharmbeck 100
Fielmann AG & Co. OHG Osterode 100
Fielmann AG & Co. OHG Paderborn 100
Fielmann Opticas S.L. Palma de Mallorca, Spanien 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Papenburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Parchim 100
Fielmann AG & Co. oHG Passau 100
Fielmann AG & Co. OHG Peine 100
Fielmann AG & Co. OHG Pfarrkirchen 100
Fielmann AG & Co. OHG Pforzheim 100
Fielmann AG & Co. oHG Pinneberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Pirmasens 100
Fielmann AG & Co. OHG Pirna 100
Fielmann AG & Co. OHG Plauen 100
Fielmann AG & Co. OHG Plön 100
Fielmann AG & Co. OHG Potsdam 100
Fielmann Sp. z o.o. Poznan, Polen 100
Fielmann s.r.o.8 Praha, Tschechien 100
Fielmann AG & Co. OHG Quedlinburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Radebeul 100
Baur Optik GmbH Rain Rain am Lech 60
Fielmann AG & Co. OHG Rastatt 100
Fielmann AG & Co. OHG Rathenow 100
Fielmann AG & Co. OHG Ratingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Ravensburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Recklinghausen 100
Fielmann AG & Co. im DonauEinkaufszentrum OHG Regensburg 100
Fielmann AG & Co. KG Regensburg 100
Fielmann AG & Co. KG Reichenbach im Vogtland 100
Fielmann AG & Co. oHG Remscheid 100
Fielmann AG & Co. oHG Rendsburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Reutlingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Rheinbach 100
Fielmann AG & Co. oHG Rheine 100
Löchte-Optik GmbH Rheine 100
Fielmann AG & Co. OHG Riesa 100
Fielmann AG & Co. OHG Rinteln 100
Fielmann AG & Co. oHG Rosenheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Rostock 100
Fielmann AG & Co. oHG Lütten Klein Rostock 100
Fielmann AG & Co. OHG Rotenburg (Wümme) 100
Fielmann AG & Co. oHG Rottenburg 100
Groeneveld Brillen en Contactlenzen B.V. Rotterdam, Niederlande 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Rottweil 100
Fielmann AG & Co. OHG Rudolstadt 100
Fielmann AG & Co. OHG Rüsselsheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Saalfeld/​ Saale 100
Fielmann AG & Co. oHG Saarbrücken 100
Fielmann AG & Co. oHG Saarlouis 100
Fielmann AG & Co. KG Salzgitter 100
Fielmann AG & Co. OHG Salzwedel 100
Fielmann AG & Co. oHG Sangerhausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Schleswig 100
Fielmann AG & Co. OHG Schönebeck 100
Fielmann AG & Co. KG Schwabach 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwäbisch Gmünd 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwäbisch Hall 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwandorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwedt 100
Fielmann AG & Co. OHG Schweinfurt 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Schwerin 100
Fielmann AG & Co. OHG Schwerin 100
Fielmann AG & Co. KG Schwetzingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Seevetal 100
Fielmann AG & Co. oHG Senftenberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Siegburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Siegen 100
Fielmann AG & Co. oHG City-Galerie Siegen 100
Fielmann AG & Co. Stern Center OHG Sindelfingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Singen 100
Fielmann AG & Co. KG Sinsheim 100
Fielmann AG & Co. OHG Soltau 100
Fielmann AG & Co. OHG Soest 100
Fielmann AG & Co. im Centrum OHG Solingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Sonneberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Sonthofen 100
Fielmann AG & Co. oHG Speyer 100
Fielmann AG & Co. OHG St. Ingbert 100
Fielmann AG & Co. OHG Stade 100
Fielmann AG & Co. OHG Stadthagen 100
Fielmann AG & Co. OHG Starnberg 100
Fielmann AG & Co. OHG Stendal 100
Fielmann AG & Co. OHG Stralsund 100
Optique Marmet Jacques SAS Strasbourg, Frankreich 100
Fielmann AG & Co. OHG Straubing 100
Fielmann AG & Co. OHG Strausberg 100
Fielmann AG & Co. Bad Cannstatt OHG Stuttgart 100
Fielmann AG & Co. EKZ Milaneo OHG Stuttgart 100
Fielmann AG & Co. KG Stuttgart 52
Optik Schuppin GmbH & Co. OHG Stuttgart 100
Fielmann AG & Co. OHG Suhl 100
Fielmann AG & Co. OHG Sulzbach 100
Fielmann AG & Co. KG Sylt /​ OT Westerland 100
Fielmann AG & Co. oHG Traunstein 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Trier 100
Fielmann AG & Co. OHG Troisdorf 100
Fielmann AG & Co. KG Tübingen 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Tuttlingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Überlingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Uelzen 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Ulm 100
Fielmann AG & Co. KG Unna 100
fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. oHG Varel 100
Fielmann AG & Co. OHG Vechta 100
Fielmann AG & Co. oHG Velbert 100
Fielmann AG & Co. oHG Verden 100
Fielmann AG & Co. oHG Viersen 100
Fielmann AG & Co. OHG Villingen-Schwenningen 100
Fielmann AG & Co. Schwenningen KG Villingen-Schwenningen 100
Fielmann AG & Co. OHG Völklingen 100
Fielmann AG & Co. oHG Waiblingen 100
Fielmann AG & Co. OHG Waldshut-Tiengen 100
Fielmann AG & Co. OHG Walsrode 100
Fielmann AG & Co. OHG Waltrop 100
Fielmann AG & Co. OHG Wangen im Allgäu 100
Fielmann AG & Co. KG Warburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Warendorf 100
Fielmann AG & Co. OHG Wedel 100
Fielmann AG & Co. OHG Weiden i. d. Oberpfalz 100
Fielmann AG & Co. OHG Weilheim i.OB. 100
Fielmann AG & Co. KG Weimar 100
Fielmann AG & Co. OHG Weinheim 100
Fielmann AG & Co. KG Weißenburg in Bayern 100
Fielmann AG & Co. OHG Weißenfels 100
Fielmann AG & Co. OHG Weißwasser 100
Fielmann AG & Co. KG Weiterstadt 100
Optik Hörger GmbH & Co. OHG Wendlingen am Neckar 100
Fielmann AG & Co. OHG Wernigerode 100
Fielmann AG & Co. OHG Wesel 100
Fielmann AG & Co. OHG Westerstede 100
Fielmann AG & Co. oHG Wetzlar 100
Fielmann GmbH Wien, Österreich 100
Fielmann AG & Co. OHG Wiesbaden 100
Optik Käpernick GmbH & Co. KG Wiesbaden 100
Fielmann AG & Co. OHG Wiesloch 100
Fielmann AG & Co. OHG Wildau 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Wildeshausen 100
Fielmann AG & Co. OHG Wilhelmshaven 100
Fielmann AG & Co. OHG Winsen 100
Fielmann AG & Co. OHG Wismar 100
Fielmann Augenoptik im Centrum AG & Co. oHG Witten 100
Fielmann AG & Co. oHG Wittenberge 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Wittlich 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Wittmund 100
Fielmann AG & Co. OHG Wolfenbüttel 100
Fielmann AG & Co. OHG Wolfsburg 100
Fielmann AG & Co. OHG Worms 100
Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG Wunstorf 100
Fielmann AG & Co. Barmen OHG Wuppertal 100
Fielmann AG & Co. City-Arkaden OHG Wuppertal 100
Fielmann AG & Co. Elberfeld OHG Wuppertal 100
Fielmann AG & Co. OHG Würselen 100
Fielmann AG & Co. OHG Würzburg 100
Fielmann AG & Co. KG Zeitz 100
Fielmann AG & Co. OHG Zittau 100
Fielmann AG & Co. OHG Zweibrücken 100
Fielmann AG & Co. OHG Zwickau 100

1 Soweit nach der Ortsangabe kein Land genannt ist, handelt es sich um eine Gesellschaft mit Sitz in Deutschland.
2 Diese Gesellschaft ist zudem gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. §§ 264a, 264b HGB von der Erstellung eines Lageberichts befreit.
3 Diese Gesellschaft ist zudem gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. §§ 264a, 264b HGB von der Prüfung ihres Jahresabschlusses befreit
4 Diese Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2021 gegründet.
5 Diese Gesellschaft wurde am 01.07.2021 gegründet.
6 Diese Gesellschaft wurde am 01.04.2021 gegründet.
7 Diese Gesellschaft wurde am 01.01.2021 gegründet.
8 Diese Gesellschaft wurde am 27.01.2021 gegründet.
9 Diese Gesellschaft wurde am 23.09.2021 gegründet und am 18.10.2021 ins Handelsregister eingetragen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Gewinn der Fielmann Aktiengesellschaft in Höhe von Tsd. € 126.000 wie folgt zu verwenden:

scrollen
Ausschüttung einer Dividende von Tsd. €
€ 1,50 je Stammaktie (84.000.000 Stück) 126.000

Nachtragsbericht

Auch im neuen Geschäftsjahr hat die Coronavirus-Pandemie Auswirkungen auf den Alltag und das Geschäftsleben in Europa. Aufgrund der in einigen Ländern, in denen Fielmann tätig ist, bestehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens ergeben sich weiterhin bedingt einschätzbare negative Auswirkungen auf den Absatz, Umsatz und Gewinn der Fielmann Aktiengesellschaft und des Fielmann Konzerns. Die Risiken aus der Coronavirus-Pandemie sowie die möglichen Auswirkungen auf die künftige Entwicklung sind im Lagebericht dargestellt.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch den am 24. Februar 2022 erfolgten Einmarsch russischer Truppen in das Staatsgebiet der Ukraine lassen sich noch nicht abschätzen. Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft sind mit den Gedanken bei den 269 Mitarbeitern und ihren Familien der ukrainischen Fielmann GmbH, Kiew. In der Ukraine werden 36 kleinere Niederlassungen unter dem Namen Fielmann betrieben, die im Jahr 2021 einen Umsatz von 3,9 Mio. € erwirtschafteten. Die Niederlassungen sind aufgrund der unübersichtlichen Lage alle vorübergehend geschlossen. Informationen zu Kriegsschäden liegen derzeit nicht vor. Die in der Konzernbilanz zum 31.12.2021 ausgewiesenen Vermögenswerte belaufen sich auf insgesamt 1,1 Mio. €. Eine Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Erholung nach der Coronavirus-Pandemie und des Konsumentenklimas ist durch die aktuellen Ereignisse in Osteuropa nicht auszuschließen.

 

Hamburg, den 20. April 2022

Fielmann Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Marc Fielmann

Katja Groß

Dr. Bastian Körber

Georg Alexander Zeiss

Versicherung des Vorstandes

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Hamburg, den 20. April 2022

Fielmann Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Marc Fielmann

Katja Groß

Dr. Bastian Körber

Georg Alexander Zeiss

An die Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB sowie den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht nach §§ 289b bis 289e sowie 315b und 315c HGB, auf die im Konzernlagebericht in Abschnitt jeweils Bezug genommen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

scrollen

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten mit der Erklärung zur Unternehmensführung zusammengefassten Konzernerklärung zur Unternehmensführung sowie des gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Konzernberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Werthaltigkeit der Firmenwerte

2. Nachweis und Bewertung der Vorräte

3. Anwendung des IFRS 16

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss)

b) Prüferisches Vorgehen

1. Werthaltigkeit der Firmenwerte

a) Im Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft werden Firmenwerte in Höhe von EUR 176,4 Mio. (Vorjahr: EUR 173,5 Mio.) ausgewiesen. Dies entspricht 10,2 % der Konzernbilanzsumme. Die Firmenwerte werden jeweils zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres sowie bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Geschäftsjahr 2020 wurde aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ein Werthaltigkeitstest zum 30. Juni 2020 durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine Hinweise für den Bedarf eines unterjährigen Werthaltigkeitstests. Der Werthaltigkeitstest erfolgt durch Vergleich des Buchwertes mit dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme ermittelt wird. Dieser Barwertermittlung liegen eine einjährige Detailplanung, eine aus der kumulierten Konzernplanung abgeleitete darauffolgende zweijährige Planung sowie die ewige Rente auf Basis des dritten Planungsjahres zugrunde. Im Geschäftsjahr 2021 wurden auf Basis der Ergebnisse der Werthaltigkeitstests Wertminderungen in Höhe von EUR 2,0 Mio. ergebniswirksam erfasst. Es sind keine Wertminderungen von Firmenwerten im Geschäftsjahr 2021 erfolgt. Das Ergebnis der Bewertung hängt in hohem Maße von der ermessensbehafteten Einschätzung der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungssatzes ab. Die Bewertungen sind daher mit hohen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben des Konzerns zur Werthaltigkeit der Firmenwerte sind in den Abschnitten III. und IV. (2) sowie IV. (44) des Konzernanhangs enthalten.

b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir ein Verständnis über den Prozess zur Durchführung der Werthaltigkeitstests und den Unternehmensplanungsprozess gewonnen und die Angemessenheit der implementierten Kontrollen geprüft. Hierbei haben wir insbesondere das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests nachvollzogen und gewürdigt. Zum Zwecke der Risikobeurteilung haben wir uns ein Bild von der Planungstreue des Konzerns in der Vergangenheit gemacht und dies in unsere Beurteilung einbezogen und beurteilt, inwieweit die Vorgehensweise durch Schätzunsicherheit, Subjektivität, Komplexität oder sonstige inhärente Risikofaktoren beeinflusst wurde.

Die in die Bewertung eingehenden erwarteten zukünftigen Zahlungsströme haben wir mit den entsprechenden Detailplanungen sowie mit der durch den Aufsichtsrat genehmigten Konzernplanung abgeglichen. Im Hinblick auf die Beurteilung der Angemessenheit der Annahmen und Prämissen, Verfahren und Bewertungsmodelle haben wir interne Spezialisten aus dem Bereich Valuation Services einbezogen, mit deren Unterstützung wir auch das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests und die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogene Parameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten und die Berechnungsschemata beurteilt haben. Bei unserer Einschätzung der Angemessenheit der Planungsrechnungen haben wir uns auf den Abgleich mit Unternehmen der Peergroup sowie auf umfassende Erläuterungen des Managements zu den Werthaltigkeitstests gestützt. Da bereits geringfügige Änderungen des Diskontierungssatzes erhebliche Auswirkungen auf den Nutzungswert haben, haben wir die zugrunde liegenden Parameter anhand von Informationen und Belegen des Managements und einer Studie plausibilisiert sowie die rechnerische Richtigkeit der Nutzungswertberechnung geprüft. Darüber hinaus haben wir eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um festzustellen, ob der jeweilige Firmenwert ausreichend durch die diskontierten erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse gedeckt ist. Da ein bedeutender Teil des Nutzungswerts aus prognostizierten Zahlungsmittelzuflüssen für die Zeit nach der Dreijahresplanung (Phase der ewigen Rente) resultiert, haben wir insbesondere die in der Phase der ewigen Rente angesetzte nachhaltige Wachstumsrate von 0,5 % anhand einer Studie kritisch gewürdigt.

2. Nachweis und Bewertung der Vorräte

a) Im Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft werden insgesamt Vorräte in Höhe von EUR 153,1 Mio. ausgewiesen. Dies entspricht 8,8 % der Konzernbilanzsumme. Das Vorratsvermögen wird im Wege der permanenten Inventur und der ausgeweiteten sowie vorverlegten Stichtagsinventur aufgenommen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert. Im Geschäftsjahr 2021 sind die Vorräte um Wertberichtigungen von EUR 9,6 Mio. vermindert. Grundlage für die Wertberichtigungen bilden pauschalierte Annahmen über die Reichweite der Vorräte (Reichweitenabschläge) sowie in Einzelfällen Annahmen über die Verwertbarkeit der Vorratsbestände. Den Wertberichtigungen liegen somit ermessensbehaftete Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zugrunde.

Aufgrund dessen sowie aufgrund von Quantität und Umschlagshäufigkeit der Vorräte, der Vielzahl der Lagerorte im Konzern und des damit verbundenen hohen Zeitaufwands für die Prüfung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den Vorräten befinden sich in den Abschnitten III. und IV. (9) des Konzernanhangs.

b) Im Verlauf unserer Prüfung haben wir das eingerichtete Interne Kontrollsystem zur Erfassung und Bewertung von Vorräten gewürdigt und die implementierten prüfungsrelevanten Kontrollen auf ihre Wirksamkeit und Durchführung getestet. Hierbei lag der Fokus auf den Kontrollen zu den automatischen Abwertungsläufen. In diesem Zusammenhang haben wir die im System hinterlegten Abwertungsläufe -unter Hinzuziehung von IT-Spezialisten - analysiert und deren Funktionsfähigkeit und Durchführung überprüft.

Im Hinblick auf die aussagebezogene Prüfung der Folgebewertung der Vorräte und die hierfür getroffenen Annahmen haben wir eine repräsentative Stichprobe gezogen und für die enthaltenen Elemente die zugrunde liegenden Annahmen verifiziert und Nachweise geprüft. Das Vorhandensein und den Zustand der Vorräte haben wir darüber hinaus während unserer Teilnahme an körperlichen Bestandsaufnahmen sowohl im Zentrallager als auch in ausgewählten Niederlassungen geprüft. Die Auswahl der Niederlassungen erfolgte dabei nach einem Stichprobenverfahren unter Berücksichtigung der Höhe der Bestände sowie unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit.

3. Anwendung des IFRS 16.

a) In der Bilanz zum 31. Dezember 2021 werden Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen in Höhe von EUR 448,2 Mio. auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Dies entspricht 37,4 % der langfristigen Vermögenswerte beziehungsweise 25,8 % der Konzernbilanzsumme. Darüber hinaus werden Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von EUR 457,4 Mio. auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Konzern setzt zur Berechnung der angesetzten Werte der Nutzungsrechte und der Leasingverbindlichkeiten das bestehende ERP-System ein.

Der Rechnungslegungsstandard IFRS 16 erfordert Schätzungen und Ermessensentscheidungen durch die gesetzlichen Vertreter. Dies trifft insbesondere auf die Einschätzung zur Ausübung von vertraglichen Verlängerungsoptionen mit Auswirkungen auf die Laufzeit des Leasingverhältnisses, gegebenenfalls zur Höhe des Zinssatzes, zur Höhe der Leasingverbindlichkeit und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung und Konzernkapitalflussrechnung zu. Aus diesen Gründen und aufgrund der Komplexität der Anforderungen haben wir die Abbildung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 im Rahmen unserer Prüfung als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt klassifiziert.

Die Angaben des Konzerns zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 sind in den Abschnitten II., III. und IV. (4) und (23) des Konzernanhangs enthalten. b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit und Implementierung der konzernweit von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur vollständigen und richtigen Identifizierung und Erfassung sowie die Bewertung von Leasingverhältnissen gewürdigt und entsprechende Aufbau- und Funktionsprüfungen durchgeführt.

In einem ersten Schritt haben wir die vollständige Erfassung der relevanten Miet- und Leasingverträge geprüft. Weiterhin haben wir die im System als Datensätze erfassten Miet-/​Leasingzahlungen, vereinbarten Laufzeiten sowie die weiteren bewertungsrelevanten Parameter mit den zugrunde liegenden Verträgen stichprobenhaft abgestimmt. Die Berechnungslogik des IT-Systems haben wir unter Verwendung von IT-Prüfungstools in Stichproben nachvollzogen. In diesem Zusammenhang haben wir die Ergebnisse der Berechnung des ERP-Systems mit den Ergebnissen des Prüfungstools verglichen und Abweichungen analysiert. Dabei haben wir insbesondere die Angemessenheit der Einschätzungen zur Ausübung von vertraglichen Verlängerungsoptionen mit Auswirkungen auf die Laufzeit des Leasingverhältnisses, zur Höhe des Zinssatzes, zur Höhe der Leasingverbindlichkeit und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung und Konzernkapitalflussrechnung durch Einsichtnahme in ausgewählte Verträge und sonstige geeignete Nachweise sowie durch Befragungen von Mitarbeitern des Konzerns beurteilt.

Zudem haben wir beurteilt, ob die systemseitig generierten Buchungssätze zutreffend im Konzernabschluss der Fielmann AG abgebildet wurden und ob die Angaben im Konzernanhang vollständig und richtig erfolgt sind.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

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den Bericht des Aufsichtsrats,

die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im Konzernlagebericht Bezug genommen wird,

den uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht nach §§ 289b bis 289e sowie 315b und 315c HGB, auf den im Konzernlagebericht Bezug genommen wird,

die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB bzw. nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht und

alle übrigen Teile des Geschäftsberichts,

aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Teile des Konzernlageberichts und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der mit der Erklärung zur Unternehmensführung zusammengefassten Konzernerklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei, die den SHA-256-Wert 0df0d32819631896c99b013ea9c18abcbb81d4a08c0cea92c1abaebe8ef48f75 aufweist, enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Konzernabschluss und geprüften Konzernlagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.

beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.

beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. Juli 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. Juli 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Patrick Wendlandt.

 

Hamburg, den 20. April 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Patrick Wendlandt, Wirtschaftsprüfer

Christina Marquardt, Wirtschaftsprüferin

Umweltgelöbnis (1986)

Die Fielmann-Gruppe pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, engagiert sich im Umweltschutz und Naturschutz. Bis heute sind dies mehr als 1,6 Millionen Bäume und Sträucher. Weitere Informationen finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht der Fielmann Aktiengesellschaft.

Fielmann Aktiengesellschaft

• Weidestraße 118 a

• 22083 Hamburg

• Telefon: + 49 40 /​ 270 76 - 0 Fax: + 49 40 /​ 270 76 - 399

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• Website: fielmann.com