Fielmann AktiengesellschaftHamburgKonzernabschluss per 31.12.2021GESCHÄFTSBERICHT 202150 JAHRE FIELMANNDie Fielmann-Gruppe ist ein börsennotiertes Familienunternehmen mit Sitz in Hamburg. Über unser Omnichannel-Geschäftsmodell mit digitalen Vertriebskanälen und mehr als 900 Niederlassungen versorgen wir unsere 27 Millionen Kunden in 16 europäischen Ländern mit Brillen, Kontaktlinsen und Hörsystemen. Kennzahlenscrollen
1 Umsatz inkl. MwSt./Bestandsveränderung
Finanzkalenderscrollen
Der Bericht wird auf Deutsch und Englisch veröffentlicht. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir überwiegend die männliche Form. Männer, Frauen und Personen anderer geschlechtlicher Identitäten sind dabei grundsätzlich in gleicher Weise gemeint und angesprochen. Auf Wunsch übersenden wir Ihnen gerne den Jahresabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft. VorwortSehr geehrte Aktionäre und Freunde des Unternehmens,dank der Treue unserer 27 Millionen Kunden und des Einsatzes unserer Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit ist die Fielmann-Gruppe im Jahr 2021 in allen relevanten Märkten stark gewachsen. Der Außenumsatz (inklusive Mehrwertsteuer) erhöhte sich um 18,9 Prozent auf 1,94 Milliarden € und der Konzernumsatz legte um 17,4 Prozent auf 1,68 Milliarden € zu. Das Vorsteuerergebnis lag bei 209,7 Millionen €, ein Anstieg von 19,5 Prozent gegenüber 2020. Marc Fielmann, VorstandsvorsitzenderDiese positive Entwicklung inmitten einer andauernden globalen Pandemie ist eine Bestätigung unserer Vision 2025. Sie zeichnet den Weg vor, wie wir unsere kundenorientierte Philosophie in Zukunft leben wollen - in einer Gesellschaft, die zunehmend von Technologie und Globalisierung geprägt ist. Unsere Vision war 2019 der Auftakt für die Transformation unseres Familienunternehmens, jährlich investieren wir seitdem 100 Millionen € in die Digitalisierung und Internationalisierung der Fielmann-Gruppe. Bis zum Jahr 2025 wollen wir unsere Kundenbasis von 27 Millionen auf 35 Millionen Kunden erweitern. Grundlage dafür sind eine gleichbleibend hohe Kundenzufriedenheit und Wiederkaufraten von mehr als 90 Prozent in allen relevanten Märkten. Im Jahr 2025 streben wir an, mehr als 12 Millionen Brillen abzugeben, einen Außenumsatz von mehr als 2,3 Milliarden € zu generieren und eine Vorsteuermarge von 16 Prozent zu erzielen. Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die Fielmann-Gruppe nicht nur eine starke Erholung, sondern auch einen deutlich über dem Vorkrisenniveau 2019 liegenden Umsatz, der - trotz der Pandemie - weitgehend dem Wachstumspfad der Vision 2025 entspricht. "Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die Fielmann-Gruppe nicht nur eine starke Erholung, sondern auch einen deutlich über dem Vorkrisenniveau 2019 liegenden Umsatz." In unseren Kernmärkten (Deutschland, Österreich und Schweiz) wuchs unser Umsatz im Jahr 2021 um 10,2 Prozent auf 1,73 Milliarden €. Unser organisches Wachstum wurde durch unsere digitalen Vertriebskanäle sowie die Renovierung und Vergrößerung von 38 bestehenden Niederlassungen befördert. Bauliche Maßnahmen führen in unseren Kernmärkten häufig zu zweistelligen Umsatzzuwächsen. Beispielsweise feierten wir im Jahr 2021 die Wiedereröffnung unseres Flagship-Stores in der Mariahilfer Straße in Wien. Dieser Standort allein soll langfristig einen Omnichannel-Umsatz von 10 Millionen Euro erzielen. Wir profitieren zudem von einem steigenden Grad an Fehlsichtigkeit - immer mehr Jugendliche benötigen Brillen. Außerdem führt der demografische Wandel dazu, dass die Zahl der Menschen steigt, die Lesebrillen oder Gleitsichtbrillen benötigen, und dass unser Hörakustikbereich stetig wächst. In der Vergangenheit hat Fielmann die Branchenstandards bei Preisen, Qualität und Services immer wieder neu definiert. Dies mit einer Produktivität, die es zuvor nicht gab. Seit geraumer Zeit arbeiten wir daran, die ausgezeichneten Erfahrungen der Kunden in unseren Niederlassungen in ein unvergleichliches Omnichannel-Erlebnis umzuwandeln. Diese Herausforderung ist nicht für alle Produkte gleich: So lassen sich Kontaktlinsen beispielsweise ohne Qualitätseinbußen im Versand vertreiben. Bereits im Jahr 2016 haben wir ein Omnichannel-Geschäftsmodell entwickelt, mit dem wir unseren Mitbewerbern einen erheblichen Schritt voraus waren. 2021 bestellten unsere Kunden mehr als 1 Million Pakete - viele davon enthielten Kontaktlinsen. "Im Berichtsjahr haben 22 Millionen Kunden der Fielmann-Gruppe unsere digitalen Services genutzt." Korrektionsbrillen sind hingegen eine Produktkategorie, die Kunden vor allem in Niederlassungen kaufen. Insgesamt liegt hier der Umsatzanteil des reinen OnlineHandels in allen unseren relevanten Märkten im einstelligen Bereich. In Deutschland beträgt er weniger als 1 Prozent. Um unseren Kunden online dieselbe Qualität zu bieten, die sie von uns auch in unseren Niederlassungen erwarten können, investieren wir Millionenbeträge in die Entwicklung der optometrischen Messtechnologie für Smartphones. Bisher haben wir mehr als 15 Millionen € eingesetzt und unsere Forschung direkt und indirekt mit 25 Patenten geschützt. Im April 2021 haben wir unsere iOS-App vorgestellt, die zwei unserer Haupttechnologien vereint: die 3D-Anprobe und unsere unternehmenseigene Brillenglas-Zentrierungstechnologie. Über unsere App können immer mehr Kunden ihre Brillen virtuell anprobieren, sie individuell anpassen und kostenlos nach Hause liefern lassen. Diese App entwickeln wir kontinuierlich weiter, um die Refraktions- und optometrischen Zentrierdaten zu verbessern, die für die Fertigung einer Korrektionsbrille erforderlich sind. Wir arbeiten außerdem weiter daran, dass alle unsere Kunden unseren Online-Sehtest durchführen können. Während wir an dieser Spitzentechnologie arbeiten, die Fielmann-Qualität für unsere Kunden online ermöglicht, bieten wir bereits heute allen Kunden eine Lösung an - dank unseres Omnichannel-Geschäftsmodells. Ein Omnichannel-Geschäftsmodell ist die nahtlose Verbindung von persönlicher Beratung und Online-Erlebnis. Bisher kaufen zwar nur wenige Kunden ihre Brillen online, aber die Mehrheit greift auf andere digitale Services zurück: Im Berichtsjahr haben 22 Millionen Kunden der Fielmann-Gruppe unsere digitalen Services genutzt, rund 11 Millionen Termine haben wir digital abgewickelt. Indem wir weiter in die Entwicklung und den Rollout unserer Omnichannel-Plattform investieren, definieren wir das Serviceniveau in unserer Branche neu. Auch die Internationalisierung treibt die Fielmann-Gruppe voran: 2021 übertrafen unsere internationalen Märkte die Erwartungen und erzielten einen Nettoumsatz von 455 Millionen €, ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr (297 Millionen €) und 41 Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 (323 Millionen €). Wesentliche Wachstumschancen für unsere Gruppe bieten dabei insbesondere die Märkte in Ost-, Süd- und Westeuropa mit einem geringen Konsolidierungsgrad. Im Jahr 2021 haben wir in Polen und Tschechien neue digitale Vertriebskanäle eingeführt und europaweit insgesamt 45 Niederlassungen eröffnet. Unsere Expansionsziele haben wir mit 12 Neueröffnungen in Polen und 11 neuen Niederlassungen in Italien übertroffen. Unser Niederlassungsnetz wurde zudem in Spanien (8 neue Niederlassungen), Slowenien (4 neue Niederlassungen), Tschechien (3 neue Niederlassungen) und in unseren Kernmärkten (7 neue Niederlassungen) erweitert. Europaweit zahlen viele Menschen immer noch zu viel für ihre Brillen, erhalten weder die Qualität noch den Service, den sie verdienen. Fielmann ändert das: Seit 2019 sind wir jedes Jahr in einen neuen Markt expandiert. Nach Übernahmen in Slowenien (2019) und Spanien (2020) sind wir mit der Marke Fielmann nun auch in den tschechischen Markt eingetreten. Im zweiten Halbjahr 2021 führten wir dort digitale Vertriebskanäle ein und eröffneten drei Niederlassungen in der Landeshauptstadt Prag. Unseren Erfolg als Fielmann-Gruppe verdanken wir unseren Kunden sowie unseren Mitarbeitern, die unsere kundenorientierte Philosophie leben. Dank des herausragenden Engagements und der Flexibilität unserer Mitarbeiter konnten sich unsere Kunden auch im zweiten Krisenjahr auf uns verlassen. In unserem Familienunternehmen sorgen wir füreinander: Als im Sommer 2021 Teile Zentraleuropas von schweren Überflutungen überrascht wurden, wirkte sich dies nicht nur auf unsere Niederlassungen in der Region aus. Auch einige unserer Angestellten waren persönlich betroffen. Innerhalb weniger Tage sammelten Fielmann-Mitarbeiter knapp 200.000 € für ihre Kollegen ein - ein Betrag, den unser Familienunternehmen verdreifacht hat. Die ersten Überweisungen erfolgten bereits binnen 24 Stunden, als die Hilfe am dringendsten benötigt wurde. Diese Solidarität und die gegenseitige Unterstützung unserer Mitarbeiter haben mich zutiefst bewegt. Sie stimmen uns zuversichtlich, dass wir die Herausforderungen, die noch vor uns liegen, gemeinsam meistern werden. Sofern die staatlich verordneten Maßnahmen zum Infektionsschutz kurzfristig entfallen, rechnen wir 2022 mit zweistelligen Wachstumsraten sowohl im Außen - als auch im Konzernumsatz. Die Fielmann-Gruppe wird weiterhin entschlossen in ihr Vertriebsnetz und den internationalen Rollout ihrer Omnichannel-Plattform investieren. Außerdem werden wir in mindestens ein neues Land expandieren. Wir erwarten für alle wichtigen Produktkategorien ein starkes Wachstum, im Hörakustikbereich dürfte dies überdurchschnittlich ausfallen. Mit unserem 50-jährigen Jubiläum wird das Jahr 2022 zu einem Meilenstein für unser Unternehmen. Wir haben viel erreicht: von der ersten Niederlassung, die mein Vater 1972 eröffnete, bis zur Fielmann-Gruppe, die heute 27 Millionen Kunden in 16 Ländern versorgt. Darauf sind wir stolz, aber wir haben auch noch viel vor - Fielmann hat die Branche seit jeher durch seine Kundenzentrierung geprägt und wird dies auch in Zukunft tun. "Mit unserem 50-jährigen Jubiläum wird das Jahr 2022 zu einem Meilenstein für unser Unternehmen." Unseren heutigen Erfolg sehen wir als Ansporn, neue wegweisende Services zu entwickeln. Dafür müssen wir noch schneller und flexibler werden. Wir werden unternehmensweit eine neue Kultur der Zusammenarbeit und Transparenz fördern. Vor allem aber werden wir unserer kundenorientierten Philosophie treu bleiben und unsere Kunden auf ihrem Weg zu gutem Sehen und Hören begeistern, indem wir die Branchenstandards bei Produktsortiment, Preisen, Qualität und Service immer wieder neu definieren. In den ersten beiden Monaten des Jahres hat sich die Fielmann-Gruppe im Umfeld eines deutlichen Anstiegs der Coronavirus-Infektionen als resilient erwiesen. Während wir uns jedoch in der letzten Phase einer schwierigen Zeit wähnten, erreichten uns schreckliche Nachrichten aus der Ukraine. Nach dem Einmarsch russischer Truppen ist dort ein Krieg ausgebrochen. Fielmann ist seit 1999 in der Ukraine tätig, erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von rund 4 Millionen € (125 Millionen UAH) und beschäftigt 269 Mitarbeiter (Stand: Februar 2022). Nach dem Ausbruch der Kämpfe haben wir unsere Niederlassungen geschlossen, Gehälter im Voraus bezahlt und leisten Hilfe, sowohl von unserem Hauptsitz in Hamburg aus als auch von unserem lokalen Büro in Kiew. Alle Mitarbeiter, die ins Ausland geflohen sind, erhielten eine Arbeitsplatzgarantie einschließlich Sprachkurs und zusätzlicher Unterstützung durch unsere Landesgesellschaften. Mitarbeiter der Fielmann-Gruppe aus ganz Europa sammeln Spenden und schicken Hilfspakete in die Ukraine, unser Familienunternehmen unterstützt dies mit finanziellen und logistischen Mitteln. Wir hoffen sehr auf ein schnelles Ende des Krieges. Ende 2021 haben wir zweistellige Wachstumsraten sowohl für den Außenumsatz als auch für den Nettoumsatz im Jahr 2022 prognostiziert. Obwohl wir in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 ein zweistelliges Wachstum verzeichnen konnten, hängt unser Ausblick von der Annahme ab, dass weder die Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie noch die langfristigen Folgen des Krieges unser Geschäft außerhalb der Ukraine wesentlich beeinträchtigen werden. Um es den Anlegern zu erleichtern, die potenziellen Auswirkungen dieser Eventualitäten zu interpretieren, veröffentlichen wir unterschiedliche Szenarien mit entsprechenden Umsatz- und Gewinnerwartungen. Mit einem Gefühl der Dankbarkeit - gegenüber unseren Kunden, Mitarbeitern, Partnern, Freunden und Ihnen, den Aktionären, für Ihre Treue zu unserem Unternehmen - und in Gedanken an alle Menschen, die von der Situation in der Ukraine betroffen sind, schließe ich dieses Vorwort.
Hamburg, 11. März 2022 Marc Fielmann VorstandMarc Fielmann (CEO)Strategie, Marketing, IT, Personal 1 , Category Management & Einkauf 2 Katja Groß (CHRO)Personal 3 , Organisation 3 Dr. Bastian Körber (CSO)Vertrieb, Controlling, Expansion, Category Management 4 Georg Alexander Zeiss (CFO)Finanzen, Immobilien, Recht, Compliance, Materialwirtschaft 5 , Produktion & Logistik 6
1 Bis 28.2.2021
AufsichtsratVertreter der Anteilseignerscrollen
Vertreter der Arbeitnehmerscrollen
1 Mitglied im Personalausschuss
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat ist auch im Geschäftsjahr 2021 den ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben gewissenhaft nachgekommen. Er hat sich im Berichtsjahr kontinuierlich über alle wichtigen geschäftspolitischen Vorgänge informiert und die Arbeit des Vorstands überwacht sowie beratend begleitet. Bei wichtigen Anlässen gab es auch außerhalb der Sitzungen einen unmittelbaren Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstand. Auf der Grundlage schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Beratungen eingehend mit der Geschäfts- und Finanzlage, der Unternehmensstrategie, der Personalpolitik, der Planung, der Risikoeinschätzung sowie der Compliance-Organisation der Fielmann Aktiengesellschaft befasst. Im Geschäftsjahr 2021 tagte der Aufsichtsrat viermal. Die Sitzungen wurden per Videokonferenz abgehalten. An den virtuellen Sitzungen haben jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Die erste Sitzung fand am 4. März 2021 statt. Neben der generellen Entwicklung bei der Fielmann-Gruppe berichtete Herr Marc Fielmann über die ersten positiven Erfahrungen mit der spanischen Optikerkette Öptica & Audiologia Universitaria, an der Fielmann seit Ende des Jahres 2020 mit 80 Prozent der Anteile beteiligt ist und die unter der Marke weitergeführt wird. Ein wesentliches Ziel von Fielmann besteht darin, die Produktivität der Niederlassungen durch ein effizientes Zeitmanagement bezüglich der Kunden und der Mitarbeiter unter Berücksichtigung aller relevanten Einflussgrößen zu steigern. Herr Dr. Bastian Körber berichtete ausführlich über den Stand der Entwicklung. Weitere Gegenstände der Beratungen waren die Entwicklung auf den Wachstums- und Expansionsmärkten sowie der Status des Auswahlverfahrens des für 2021 der Hauptversammlung vorzuschlagenden Abschlussprüfers. Am 15. April 2021 folgte die Bilanzsitzung. Zunächst berichtete Herr Dr. Michael Ahrens eingehend über den aktuellen Stand des Online-Brillenverkaufs und informierte dabei insbesondere über die Entwicklung bei der Digitalisierung der augenoptischen Messtechnologie. Nach der Beantwortung der Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern zu dieser wichtigen Thematik erläuterte Herr Georg Alexander Zeiss den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2020 und stellte die wesentlichen Kennzahlen dar. Sodann berichteten Herr Wirtschaftsprüfer Patrick Wendlandt und Frau Wirtschaftsprüferin Christina Marquardt von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft umfassend über die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2020 und beantworteten die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach einer Aussprache billigte der Aufsichtsrat den Jahres- und den Konzernabschluss 2020 nebst jeweiligem Lagebericht sowie den vorgelegten Abhängigkeitsbericht und den Nachhaltigkeitsbericht für 2020. Im Anschluss daran wurde über das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beraten, das der Hauptversammlung zur Genehmigung vorzulegen war. Darüber hinaus wurden weitere Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung verabschiedet. Abschließend wurde der Beschluss gefasst, auch die Hauptversammlung 2021 gemäß den Bestimmungen des COVID 19-Gesetzes ohne physische Präsenz der Aktionäre abzuhalten.
Professor Dr. Mark K. Binz, Vorsitzender des Aufsichtsrats Im Anschluss an die Hauptversammlung am 8. Juli 2021 fand die dritte Aufsichtsratssitzung statt. Nach einem kurzen Rückblick auf die Hauptversammlung war die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr Gegenstand der Berichterstattung durch den Vorstand. Herr Marc Fielmann gab eine Prognose für das Gesamtjahr 2021 unter dem Vorbehalt ab, dass es in der zweiten Jahreshälfte zu keinen dramatischen Corona-Einschränkungen komme. In diesem Zusammenhang berichtete Marc Fielmann auch über das Test-Konzept und die Impfstrategie bei Fielmann. Nach Aussprache genehmigte der Aufsichtsrat sodann einstimmig eine Optionsvereinbarung, die die Fielmann AG zum Erwerb von Anteilen an Optikerketten in Lateinamerika berechtigt, die von der Familie Fielmann mittelbar gehalten werden. In der Aufsichtsratssitzung am 25. November 2021 waren zunächst die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung Beratungsgegenstand. Dabei wurden insbesondere Maßnahmen zur Sicherung der Preisführerschaft, zur weiteren Stärkung der Markenattraktivität sowie zur Weiterentwicklung des Online-Vertriebs diskutiert. Zudem wurde über den Ausbau der administrativen Verwaltungsbereiche zu einer dienstleistungsorientierten Serviceorganisation beraten. Weiteres Thema war der aktuelle Stand im Bereich Produktion und Logistik. Herr Dr. Georg Rau, der seit April 2021 für diesen Bereich verantwortlich ist, berichtete dazu ausführlich und beantwortete die Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern. In dieser letzten Sitzung im Jahr 2021 legte der Vorstand außerdem die Planung für 2022 sowie die Rahmenplanung 2023-2024 dar. Nach der Beantwortung von Fragen seiner Mitglieder genehmigte der Aufsichtsrat die Planungen einstimmig. Der Aufsichtsrat stimmte nach Aussprache zudem einer überarbeiteten Entsprechenserklärung zum aktuellen Deutschen Corporate Governance Kodex zu. Zudem wurde der aktuelle Stand des Risikomanagementsystems thematisiert. Schließlich war die Neufassung des Rahmenvertrags mit der Familie Fielmann Beratungsgegenstand. Dieser Vertrag stellt sicher, dass jeglicher Leistungsaustausch zwischen der Familie Fielmann und der Fielmann-Gruppe dem "Arm's Length"-Grundsatz gerecht wird. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde beauftragt, den Vertrag im Namen der Fielmann AG zu unterzeichnen. Im Geschäftsjahr 2021 war der Aufsichtsrat und diesem vorangehend der Personalausschuss mit folgenden Vorstandsangelegenheiten befasst: In der Sitzung am 4. März 2021 beschloss der Aufsichtsrat, Frau Katja Groß, die seit 1. März 2021 für das Vorstandsressort Personal und Organisation verantwortlich ist, auch zur Arbeitsdirektorin gemäß § 33 Mitbestimmungsgesetz zu bestellen. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Personalausschusses einstimmig einer Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Michael Ferley zu, nachdem dieser - wie bereits im Vorjahr berichtet wurde - den Personalausschuss darüber informiert hatte, dass er aus persönlichen Gründen sein Amt als Vorstand zum 31. März 2021 niederlegen und mittelfristig aus dem Unternehmen ausscheiden möchte. Schließlich hat der Aufsichtsrat die durch die Veränderungen im Vorstand erforderlich gewordene Neufassung der Geschäftsordnung für den Vorstand einstimmig verabschiedet. Auf Vorschlag des Personalausschusses beschloss der Aufsichtsrat zudem in der Sitzung am 25. November 2021, die Bestellung von Herrn Georg Alexander Zeiss zum Vorstand um weitere drei Jahre bis zum 30. Juni 2025 zu verlängern und dessen Dienstvertrag zu den bestehenden Konditionen fortzuführen. Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss i.S.d. § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz hatten im Berichtsjahr keinen Anlass zusammenzutreten. Bislang hatte der Aufsichtsrat der Fielmann Aktiengesellschaft auf die Bildung eines Prüfungsausschusses bewusst verzichtet. Über die eingehenden Erörterungen im Rahmen der jährlich stattfindenden Bilanzsitzung hinaus konnten sich stets alle Aufsichtsratsmitglieder vor der Bilanzsitzung intensiv über Prüfungsinhalte und -ergebnisse in einem Diskussionsforum in Gegenwart des Finanzvorstands und des Abschlussprüfers informieren, Fragen stellen und Anregungen geben. Nunmehr schreibt das Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) für Unternehmen wie Fielmann die Errichtung eines Prüfungsausschusses mit Wirkung zum 1. Januar 2022 verpflichtend vor. Im Hinblick hierauf hat der Aufsichtsrat in der Sitzung am 8. Juli 2021 einen Prüfungsausschuss gebildet und mit den Mitgliedern Hans Joachim Oltersdorf, Ralf Greve und Prof. Dr. Mark K. Binz besetzt. Der Prüfungsausschuss hat sich umgehend konstituiert und Herrn Oltersdorf zu seinem Vorsitzenden gewählt. In einer Sitzung am 24. November 2021 hat sich der Prüfungsausschuss mit den Prüfungsschwerpunkten des Abschlussprüfers Deloitte für die Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung 2021 befasst. In der Aufsichtsratssitzung am 25. November 2021 hat der Prüfungsausschuss empfohlen, für das Geschäftsjahr 2022 von einer Ausschreibung für die Wahl des Abschlussprüfers abzusehen und erneut Deloitte zur Wahl vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat überprüft fortlaufend und zusätzlich einmal jährlich anhand eines ausführlichen Fragebogens das Vorliegen von Interessenkonflikten seiner Mitglieder. Die Aufsichtsratsmitglieder sind zudem aufgefordert, potenzielle Interessenkonflikte mitzuteilen. Im Geschäftsjahr 2021 lagen keine Interessenkonflikte vor. Am 14. April 2021, dem Vortag der Bilanzsitzung, hat der Aufsichtsrat eine interne Effizienzprüfung durchgeführt. Der Jahresabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und der gemäß § 315a Handelsgesetzbuch auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sowie der Bericht über die Lage der Fielmann Aktiengesellschaft und des Konzerns sind durch den Abschlussprüfer, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Diese Unterlagen, einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands, die jedem Aufsichtsratsmitglied und damit auch dem Prüfungsausschuss rechtzeitig vorlagen, wurden vom Prüfungsausschuss als auch vom Gesamtgremium des Aufsichtsrates geprüft. Der Prüfungsausschuss nutzte am 13. April 2022 im Rahmen einer Ausschusssitzung die Gelegenheit zum Austausch mit den Wirtschaftsprüfern, dieses zunächst ohne das Beisein vom Vorstand. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 21. April 2022 berichteten Herr Wirtschaftsprüfer Patrick Wendlandt und Frau Wirtschaftsprüferin Christina Marquardt über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Abschlussprüfung und beantworteten die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder dazu. Gegenstand der Berichterstattung war darüber hinaus der von Vorstand und Aufsichtsrat erstellte Vergütungsbericht. Das Gremium hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben und sich damit der Einschätzung des Prüfungsausschusses angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss zugleich festgestellt ist. Der Aufsichtsrat befürwortet den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und schließt sich diesem an. Dem vorgelegten Nachhaltigkeitsbericht 2021 stimmt der Aufsichtsrat ebenfalls zu. Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) im Geschäftsjahr 2021 wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands geprüft und sich in der Bilanzsitzung am 21. April 2022 das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für die hervorragende und sehr erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Hamburg, 4. April 2022 Professor Dr. Mark K. Binz, Vorsitzender des Aufsichtsrats StrategieVision 2025Mit unserer Vision 2025 gestalten wir die augenoptische Branche zum Vorteil für alle Kunden - ohne Kompromisse bei der Qualität zu machen. Die erstmals im Jahr 2019 kommunizierte Vision war der Beginn der Transformation unseres Familienunternehmens, mit der wir unsere kundenorientierte Philosophie in die Zukunft tragen. Bis 2025 werden wir 35 Millionen Kunden versorgen, jede vierte Brille in Kontinentaleuropa abgeben und einen Außenumsatz von mehr als 2,3 Milliarden € erwirtschaften. Internationale ExpansionMit der Eröffnung neuer Niederlassungen und dem Rollout unserer Omnichannel-Plattform treiben wir die internationale Expansion voran. Zum 31. Dezember 2021 betrieb die Fielmann-Gruppe 693 Niederlassungen in den Kernmärkten: 610 in Deutschland, 45 in der Schweiz und 38 in Österreich. Unsere Wachstumstreiber in diesen Märkten sind intakt: Neben der Weiterentwicklung unserer digitalen Vertriebskanäle, organischem Wachstum und Neueröffnungen bieten die Vergrößerung bestehender Geschäfte und der Umzug in noch attraktivere Lagen erhebliches Potenzial, da Modernisierung und Flächenausweitung in der Regel erhebliche Umsatzzuwächse nach sich ziehen. Chancen sehen wir darüber hinaus auch in einem steigenden Grad an Fehlsichtigkeit - immer mehr Jugendliche benötigen Brillen. Der demografische Wandel führt dazu, dass immer mehr Menschen auf eine Lesebrille angewiesen sind und befördert das stetige Wachstum unseres Hörakustikgeschäfts. Langfristig wollen wir in unseren Kernmärkten Deutschland, Schweiz und Österreich mehr als 700 Niederlassungen betreiben, 10 Millionen Brillen abgeben und einen Außenumsatz von 2,1 Milliarden Euro erzielen. Im Berichtsjahr haben wir den nächsten Meilenstein im Rahmen unserer Internationalisierung erreicht: Fielmann hat mit dem Start eines digitalen Vertriebskanals und der Eröffnung von drei Niederlassungen in Tschechien den 16. europäischen Markt erschlossen. Darüber hinaus haben wir die Expansion in unseren bestehenden Wachstumsmärkten Italien und Polen vorangetrieben. In den Märkten sind wir inzwischen der drittgrößte beziehungsweise zweitgrößte Anbieter. In beiden Ländern haben wir insgesamt 23 neue Niederlassungen eröffnet. Zum Ende des Berichtsjahrs verfügten wir über 43 Niederlassungen in Italien, 37 in Polen und 3 in Tschechien. Langfristig wollen wir in unseren Wachstumsmärkten Italien, Polen und Tschechien mehr als 170 Niederlassungen betreiben, mehr als 1 Million Brillen verkaufen und einen Außenumsatz von mehr als 170 Millionen Euro erzielen. In unseren Expansionsmärkten betrieben wir zum Ende des Geschäftsjahres eine Vielzahl an digitalen Vertriebskanälen sowie 87 Niederlassungen in Spanien, 32 in Slowenien und 18 im restlichen Europa. Hinzu kommen 78 kleinere Standorte in Osteuropa. Bis 2025 wird Fielmann in zwei weitere Märkte eintreten, dies über die Eröffnung eigener Vertriebskanäle oder den Erwerb führender Optikerketten. scrollen
Fielmann in Europa
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kennzahlen Fielmann-Aktie | 2021 | 2020 | |
| Anzahl Aktien per 31.12. | Mio. Stück | 84,00 | 84,00 |
| Höchstkurs | € | 72,05 | 75,50 |
| Tiefstkurs | € | 55,55 | 42,94 |
| Jahresendkurs | € | 59,15 | 66,45 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis | 36,29 | 47,81 | |
| Kurs-Cashflow-Verhältnis | 14,32 | 20,02 | |
| Umsatz in Fielmann-Aktien | Mio. € | 1.001,16 | 1.458,56 |
| Ausschüttungssumme | Mio. € | 126,00 | 100,80 |
| Kennzahlen je Fielmann-Aktie | 2021 | 2020 | |
| Jahresüberschuss | € | 1,72 | 1,44 |
| Ergebnis | € | 1,63 | 1,39 |
| Cashflow | € | 4,13 | 3,32 |
| Bilanzielles Eigenkapital | € | 10,39 | 9,96 |
| Dividende | € | 1,50 | 1,20 |
Augenoptischer Markt Europa 1
80.000
Fachgeschäfte
37
Mrd. € Umsatz
60
1 Schätzung Fielmann, 2021
2 Allensbach, Spectaris, Emnid
| 50 | 6 | 7 |
| Mio. Menschen mit Hörproblemen | Mrd. € Umsatz | Mio. abgegebene Hörsysteme |
1 Schätzung Fielmann, 2021
2 Langzeitstudie, durchgeführt vom
Marktforschungsinstitut Kantar TNS im Auftrag von Fielmann
(n = 1.000), 2020
3 AEA-EFHOH-Report, bpb
Gut zu sehen, ist ein elementarer Bestandteil von Lebensqualität. Die augenoptische Branche erbringt somit für mehr als 60 Prozent der europäischen Bevölkerung eine Gesundheitsdienstleistung von herausragender Bedeutung. Aus diesem Grund durften die Optikergeschäfte in fast allen Ländern während der Coronavirus-Pandemie als systemrelevante Versorger geöffnet bleiben.
In Europa leben derzeit mehr als 500 Millionen Menschen, mehr als 300 Millionen sind Brillenträger. Der Anteil der Brillenträger variiert nach Alter: In der Altersgruppe unter 45 Jahren liegt der Brillenträgeranteil unter 50 Prozent. In der zweiten Lebenshälfte benötigen jedoch auch Normalsichtige eine Lesebrille. Etwa 75 Prozent der 45- bis 59-Jährigen nutzen eine Brille, unter den Senioren tragen fast alle eine Brille. Hauptgründe für den Kauf einer neuen Brille sind neben der veränderten Sehstärke der Verschleiß oder Verlust der Brille sowie Modetrends. Die Brille ist längst mehr als nur eine Sehhilfe. Brillen setzen kommunikative Zeichen, haben Symbolcharakter, prägen Mode- und Lifestyle-Trends. Und je jünger die Brillenkunden sind, umso mehr sehen sie in der Brille ein Modeaccessoire, das die eigene Persönlichkeit unterstreicht. Der Wiederbeschaffungszyklus liegt bei drei bis vier Jahren. (Eurostat, Allensbach, Spectaris, Emnid)
Geprägt durch unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen und regionale Besonderheiten ist der augenoptische Markt in den europäischen Ländern sehr heterogen. Mit Blick auf den Gesamtmarkt gibt es keine offiziellen Zahlen. Fielmann schätzt den Absatz europaweit auf mehr als 60 Millionen Brillen und den Umsatz auf circa 37 Milliarden €. In diesen Eckdaten sind sowohl stationär als auch online getätigte Käufe berücksichtigt. Kunden unterscheiden heute jedoch nicht mehr zwischen Online und Offline, vielmehr wünschen sie sich die Verbindung von persönlicher Beratung und digitalen Services. Immer mehr Kunden informieren sich über Produkte und Services online, vereinbaren auf ihrem Smartphone einen Termin und verfolgen ihren Auftrag digital in Echtzeit. Der Versandanteil über alle Warengruppen steigt seit Jahren kontinuierlich. Dennoch bleibt der OnlineHandel in der augenoptischen Branche weitgehend auf den Verkauf von Kontaktlinsen und Sonnenbrillen ohne Korrektionswirkung beschränkt. Korrektionsbrillen online zu kaufen, hat sich in Europa noch nicht durchgesetzt. In einer repräsentativen Studie mit mehr als 1.000 deutschen Brillenträgern gaben 98 Prozent aller Befragten an, dass sie für den Kauf ihrer Brille ein augenoptisches Fachgeschäft aufgesucht haben - insbesondere optische Messungen wie der Sehtest, die Zentrierung der Brillengläser und die Anpassung der Fassung erfolgen stationär. Bezogen auf den Branchenumsatz macht der Online-Handel weniger als 1 Prozent des gesamten Korrektionsbrillenmarktes in Deutschland aus.
Eine klare Trennung in stationär und online ist zukünftig kaum mehr möglich. Die Kunden wünschen sich ein Omnichannel-Angebot, bei dem sie frei zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen wählen können. Die relevanten Informationen und Services sollten sowohl online als auch stationär verfügbar sein. Es entsteht ein durchgehendes, kanalübergreifendes Kundenerlebnis.
Wir schätzen, dass es in Europa mehr als 80.000 augenoptische Fachgeschäfte gibt. Der europäische Markt ist zunehmend von augenoptischen Ketten und Omnichannel-Anbietern wie Fielmann geprägt. Diese Unternehmen betreiben europaweit etwa 25 Prozent aller Geschäfte. Der Konsolidierungsgrad, definiert als der Anteil des Gesamtumsatzes, der von filialisierten Unternehmen erwirtschaftet wird, reicht von etwa 90 Prozent in einigen skandinavischen Ländern bis zu weniger als 20 Prozent in Italien. In Deutschland liegt der Konsolidierungsgrad bei vergleichsweise hohen 70 Prozent. (Statista, ZVA)
In fast allen augenoptischen Märkten in Europa sind optische Brillengläser die wichtigste Warengruppe; sie korrigieren die Fehlsichtigkeit und bieten dem Kunden eine optimale Sehschärfe. Mehr als 90 Prozent aller Gläser werden heute aus organischen Kunststoffen gefertigt, mineralische Gläser verlieren weiter an Bedeutung. Beim Kunststoffglas überwiegt das leichte und weitgehend bruchsichere CR 39. Hochbrechende Kunststoffmaterialien, mit denen noch dünnere und leichtere Gläser gefertigt werden können als bisher, gewinnen an Bedeutung. Um Kratzer auf organischen Gläsern zu verhindern, wird deren Oberfläche häufig mit einer Hartschicht versehen. Eine Entspiegelung vermindert unerwünschte Reflexe. Immer mehr Kunden wünschen diesen Komfort. In der zweiten Lebenshälfte (ab 45 Jahren) sind nahezu alle Menschen auf eine Lesebrille angewiesen. Fehlsichtige, die schon in jungen Jahren eine Brille tragen, benötigen im Alter eine Fern- und eine Nahbrille. Eine komfortable und zeitgemäße Alternative ist die Gleitsichtbrille: Die stufenlose Progression der Gleitsichtgläser ist für Außenstehende nicht zu erkennen. Sie unterscheiden sich für den Betrachter nicht von den Einstärkengläsern, die man in der Jugend trägt. Fielmann wächst mit Gleitsichtgläsern schneller als die Branche. Dies erklärt sich aus der Kundenstruktur: Fielmann-Kunden sind im Schnitt jünger als die Kunden unserer traditionellen Wettbewerber. Sie bleiben uns über die Jahre treu. (GfK, Spectaris, ZVA, Allensbach, KGS)
Kontaktlinsen sind für viele Kunden eine attraktive Ergänzung, um ihre Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Sie liegen nicht direkt auf der Hornhaut des Auges, sondern schwimmen auf einem feinen Tränenfilm. Kontaktlinsen bestehen aus speziellen Kunststoffmischungen, die sauerstoffdurchlässig sind, weil das Auge - wie jedes andere Organ auch - Sauerstoff benötigt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen formstabilen (harten) und weichen Kontaktlinsen. Formstabile Kontaktlinsen behalten auch außerhalb des Auges ihre Form, während weiche Kontaktlinsen ihre Form verändern und in einer Flüssigkeit aufbewahrt werden müssen. Kontaktlinsen ermöglichen eine erhöhte Bewegungsfreiheit, ein natürliches Aussehen und ein weites Sichtfeld. Wir schätzen den Kontaktlinsenmarkt europaweit auf mehr als 4 Milliarden €. Insgesamt tragen etwa 7 Prozent der Bevölkerung Kontaktlinsen. Die höchsten Anteile verzeichnet Schweden mit 30 Prozent und die Niederlande mit 25 Prozent. Am anderen Ende des Spektrums liegen Märkte wie Deutschland, wo nur 5 Prozent der Menschen, die eine Sehkorrektur benötigen, Kontaktlinsen tragen.
Dieses niedrige Niveau ist das Ergebnis der Berufsstruktur und fehlender Anreize für die Anpassung von Kontaktlinsen: Der Kontaktlinsenmarkt ist seit Jahrzehnten im Wandel. Als Kontaktlinsen sich in den 80er- und 90er-Jahren als ergänzende Sehhilfe etablierten, boten viele Augenoptiker sowohl die Anpassung als auch das Probetragen kostenlos an. Die Kosten für Personal, Messgeräte und Miete wurden auf den Produktpreis umgelegt. In den 2000er-Jahren stieg der Anteil der branchenfremden Internetversender stetig, eine Umlage der Kosten auf das Produkt war nur noch eingeschränkt möglich. Eine von Fielmann in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungsinstituts Kantar TNS ergab, dass 90 Prozent aller Kontaktlinsen in Deutschland 2019 von Augenoptikern angepasst wurden. Mehr als 25 Prozent der Anpassungen wurden von traditionellen Optikern vorgenommen. Der Nachkauf wird jedoch zunehmend online getätigt, wobei Online-Händler 2019 einen Anteil von 28 Prozent erreichen. Während es Fielmann und anderen Omnichannel-Anbietern zunehmend gelingt, ihre Kunden an sich zu binden, verloren die traditionellen Augenoptiker und Kontaktlinsenstudios 2019 statistisch etwa drei von vier Kunden an das Internet. Aufgrund der Abwanderungsquoten im hohen zweistelligen Bereich ist die Anpassung für den traditionellen Augenoptiker zunehmend unrentabler, die Anzahl der Neuanpassungen stagniert. Langfristig durchsetzen werden sich nur Anbieter, die persönliche Beratung und augenoptische Fachkompetenz mit digitalen Services verbinden. Wenn sich die Anpassung für den Augenoptiker wieder lohnt, wird der Markt wieder wachsen. Bis dahin wird der Markt weiter auf dem derzeitigen Niveau verharren. (ECCO, Statista, Spectaris, ZVA, Kantar TNS)
Sonnenbrillen schützen unser Auge vor Helligkeit und vor schädlicher UV-Strahlung und sind zugleich modische Accessoires. Sie werden auch von Menschen getragen, die bestens sehen können. Jährlich werden in Europa etwa 200 Millionen Sonnenbrillen verkauft, den Umsatz schätzen wir auf circa 6 Milliarden €. Den Großteil des Absatzes generieren Kaufhäuser, Textilhändler, Boutiquen, Parfümerien, Spotgeschäfte, Fachmärkte, Tankstellen oder der Versandhandel. Augenoptiker verkaufen nur einen geringen Teil aller verkauften Sonnenbrillen (etwa 20 Prozent), machen aber einen viel größeren Teil des Umsatzes aus, der vornehmlich durch höherwertige Sonnenbrillen und Markensonnenbrillen erzielt wird. Der Trend geht dabei zur hochwertigen Brille mit Modelabel und garantiertem Schutz vor ultravioletten Strahlen. Gestützt wird diese Entwicklung durch die Diskussion über die schädliche Wirkung von UV-Strahlen. Bislang tragen nur 45 Prozent aller Brillenträger eine Sonnenbrille mit ihrer Stärke. Fielmann sieht signifikante Wachstumschancen im steigenden Anteil hochwertiger und modischer Sonnenbrillen mit individueller Korrekturstärke.
(Statista, Allensbach, KGS, Spectaris)
Der Markt der Hörakustik ist ein Wachstumsmarkt. In Europa leben mehr als 50 Millionen Menschen mit Hörproblemen. Etwa 40 Prozent dieser Menschen tragen ein Hörgerät. Wir schätzen den Absatz in Europa auf etwa 7 Millionen Geräte und den Umsatz auf etwa 6 Milliarden €. Wie die Augenoptik ist auch die Hörakustik in vielen Ländern stark fragmentiert, die Preise sind hoch. Die Strukturen sind vergleichbar mit denen der Augenoptikbranche vor 30 Jahren. In unserer Industriegesellschaft werden die Menschen immer älter. Der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre steigt seit Jahren kontinuierlich. Er liegt derzeit bei 20 Prozent und wird in den nächsten Jahren auf über 25 Prozent wachsen. Die technologische Entwicklung zu immer kleineren und intelligenteren Hörsystemen wird zusätzliches Wachstum generieren. Die Kunden werden immer anspruchsvoller. Dies gilt nicht nur für das gute Sehen, sondern auch für das gute Hören. Allein unsere Stammkunden in den Kerneinzugsgebieten benötigen mehr als 150.000 Geräte pro Jahr. Die Fielmann-Gruppe betrieb zum Ende des Berichtsjahres 312 Hörakustikstudios - langfristig sollen es mehr als 400 sein. (AEA-EFHOH-Report, bpb)
Der Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den im Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS einschließlich International Accounting Standards) unter Berücksichtigung der Verlautbarungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) und des ehemaligen Standard Interpretations Committee (SIC) erstellt, soweit sie in der EU gelten und im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Ergänzend sind die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet worden.
Fielmann steht für Brillenmode, Kontaktlinsen und Hörakustik zum fairen Preis. Europaweit verfügt die Fielmann-Gruppe über einen Kundenstamm von 27 Millionen Menschen in 16 Ländern. In Zentraleuropa ist Fielmann Marktführer und erreicht in Deutschland einen Absatz-Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Für die Fielmann-Gruppe waren zum Jahresende 22.028 Mitarbeiter tätig.
In Orientierung am Leitsatz "Der Kunde bist Du" verfolgt die Fielmann-Gruppe eine kundenzentrierte Philosophie, die in den garantiert günstigen Preisen der Augenoptik- und Hörakustikprodukte ebenso zum Ausdruck kommt wie in einer hohen Produkt- und Servicequalität. Als Designer, Hersteller, Großhändler und Augenoptiker ist Fielmann mit hoher Fachkompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der augenoptischen Branche tätig. Die aus der Vision 2025 abgeleitete Strategie von Fielmann ist darauf ausgerichtet, die Preis-, Qualitäts- und Servicevorteile noch mehr Kunden in Europa zugänglich zu machen, indem weitere europäische Länder erschlossen werden. Zugleich gilt es, die Standorte mit Online-Services zu verzahnen und so die kundenzentrierte Philosophie auf einen maßgeschneiderten Omnichannel-Ansatz auszuweiten.
Die Fielmann Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist die Muttergesellschaft der Fielmann-Gruppe.
Sie betreibt Standorte unter der Marke Fielmann und beteiligt sich darüber hinaus an regional erfolgreichen Unternehmen im Bereich Augenoptik und Hörakustik, die unter eigener Marke agieren. Hierzu zählen unter anderem die 2019 erworbene Optikerkette Okulistika Clarus in Slowenien und die Ende 2020 akquirierte Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria in Spanien, welche über die Beteiligung an der Optica del Penedés, S.L. gehalten wird. Insgesamt verfügte die Fielmann-Gruppe zum Jahresende 2021 über 913 Niederlassungen (Vorjahr: 870 Niederlassungen) im In- und Ausland. Die Herstellung der augenoptischen Produkte und die Logistik zählen ebenfalls zur Geschäftstätigkeit der Fielmann Aktiengesellschaft.
Die Fielmann Aktiengesellschaft ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard notiert und gehört dem Auswahlindex SDAX an. Die Familie Fielmann kontrolliert über die Holding Korva SE mit der Fielmann Familienstiftung und über direkte Anteile 71,64 Prozent der Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft, der Streubesitz beläuft sich damit auf 28,36 Prozent.
Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der Steuerung der Fielmann-Gruppe nach den Absatzmärkten Deutschland, Schweiz, Österreich, Spanien sowie Übrige.
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Fielmann-Gruppe orientiert sich bei ihrer Ausgestaltung von Leitung und Kontrolle an den im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) aufgeführten Standards einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.
Aktiengesellschaft verantwortlich. Vertreten wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam oder durch ein Vorstandsmitglied mit einem Prokuristen. Der Vorstand arbeitet vertrauensvoll mit dem Aufsichtsrat zusammen und wird von diesem kontrolliert. Den Vorstandsvorsitz hat Marc Fielmann mit Ressortzuständigkeit für Strategie, Marketing, IT, Category Management & Einkauf inne. Mit Wirkung zum 1. März 2021 wurde Katja Groß in den Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft berufen und übernahm das seit 2018 übergangsweise vom Vorstandsvorsitzenden Marc Fielmann geführte Personalressort, das auch die Organisation umfasst. Damit endete ein zweijähriger Nachfolgeprozess.
Michael Ferley legte mit Wirkung zum 31. März 2021 aus persönlichen Gründen sein Amt als Vorstand für Materialwirtschaft und Produktion nieder. Georg Alexander Zeiss übernahm die Führung der beiden Ressorts zum 1. April 2021 zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Finanzvorstand. Dr. Bastian Körber entlastet Herrn Zeiss im Bereich der Expansion sowie durch die Bündelung zusätzlicher Aufgaben im Category Management, zusätzlich zu seiner Ressortverantwortung für Vertrieb und Controlling. Ab dem 1. Februar 2022 sind das Category Management sowie der Einkauf von Kernprodukten für die Optik und Akustik unter dem Vorstandsvorsitz gebündelt worden.
Dem nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes formierten Aufsichtsrat der Fielmann Aktiengesellschaft gehören 16 Personen an (sechs Frauen und zehn Männer). Er berät neben seiner Kontrollfunktion den Vorstand bei wesentlichen Aufgaben und Geschäftsvorfällen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt.
Der Aufsichtsrat hat zur Steigerung der Effizienz seiner Tätigkeit im Berichtszeitraum vier ständige Ausschüsse gebildet. Zusätzlich zum Personal-, Vermittlungs- und Nominierungsausschuss wurde im Berichtsjahr ein Prüfungsausschuss eingerichtet. Der Aufsichtsrat folgte damit der Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und den gesetzlichen Anforderungen.
Die Standards der Unternehmensführung sind gemäß § 315d HGB in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt. Sie enthält die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, die von Vorstand und Aufsichtsrat der Fielmann Aktiengesellschaft im Dezember 2021 abgegeben wurde. Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht und ist im Internet unter www.fielmann.com abzurufen. Sie ist zudem Teil des Geschäftsberichts und des Konzernlageberichts.
Im Bereich Augenoptik deckt die Fielmann-Gruppe die relevante Wertschöpfungskette von Design bis Einzelhandel vollständig ab. Um das Design der eigenen Marken-Kollektionen kümmert sich ein internationales Team mit rund 20 Beschäftigten. Fielmann arbeitet darüber hinaus eng mit allen großen Herstellern zusammen und kann den Kunden so eine breite Auswahl bei Brillengläsern und Fassungen, vom Einstiegs- bis zum Luxussegment, zum garantiert günstigen Preis anbieten.
Im brandenburgischen Rathenow befindet sich unser größtes Produktions- und Logistikzentrum. Unter einem Dach fertigt Fielmann auftragsbezogen Mineral- und Kunststoffgläser, fügt sie in der Randschleiferei mit der bestellten Fassung zur individuellen Brille zusammen und liefert sie im Nachtsprung in die Niederlassungen. Internationale Produktions- und Logistikstandorte im Eigenbetrieb, im Joint Venture oder durch die Beauftragung Dritter dienen der schnelleren Versorgung der Kunden durch die Auslandsgesellschaften und den Versandhandel.
Im Berichtsjahr wurden im Tagesdurchschnitt mehr als 18.000 Gläser (Vorjahr: 17.700 Gläser) ausgeliefert und über 52.000 Aufträge (Vorjahr: 50.300 Aufträge) abgewickelt. In Summe produzierte Fielmann 4,5 Millionen Gläser aller Veredelungsstufen und versendete 8,3 Millionen Brillenfassungen in die Niederlassungen (Vorjahr: 4,4 Millionen Gläser, 7,3 Millionen Brillenfassungen). Das Produktspektrum im AugenoptikBereich umfasst ferner Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Schutzbrillen, Zubehör und Accessoires sowie Handelswaren aller Art. Auf Brillengläser entfallen dabei rund zwei Drittel des Umsatzes.
Der mit Abstand wichtigste Vertriebskanal sind die Niederlassungen der Fielmann-Gruppe in 16 europäischen Ländern. Die hohe Fachkompetenz und Servicequalität einschließlich des Angebots kostenloser Seh- und Hörtests sichert zusammen mit der Produktbreite und den Preisvorteilen eine hohe Kundenzufriedenheit und einen hohen Anteil wiederkehrenden Geschäfts bei ausgeprägter Weiterempfehlungsbereitschaft. Durch die perfekte Verbindung aus persönlicher Beratung in den Niederlassungen und digitalen Services verfolgt Fielmann zugleich den Anspruch, als branchenweit erstes Unternehmen eine optimal auf Kundenbedürfnisse zugeschnittene Omnichannel-Welt zu schaffen. Mit dem Rollout der Omnichannel-Plattform soll in den kommenden Jahren ein deutliches Wachstum des Versandumsatzes auf annähernd 20 Prozent des Konzernumsatzes erreicht werden.
An bereits 312 Standorten in den Ländern Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien (Stand: Jahresende 2021) bietet die Fielmann-Gruppe ihren Kunden Marken-Hörsysteme und Akustikservices zu einem garantiert günstigen Preis an.
Rund 9 Millionen Kunden in Deutschland und Österreich haben sich für die Nulltarif-Versicherung von Fielmann und der HanseMerkur entschieden. Bei Sehstärkenveränderung (ab 0,5 Dioptrien) erhalten sie kostenlos neue Nulltarif-Gläser, bei Bruch oder Beschädigung bekommen sie ebenfalls jederzeit kostenlosen Ersatz. Zudem haben sie nach Ablauf von zwei Jahren Anspruch auf eine neue Brille aus der Nulltarif-Kollektion.
Die Fielmann-Gruppe agiert sowohl im Bereich Augenoptik als auch in der Hörakustik in attraktiven Wachstumsmärkten. Gemäß einer Schätzung von Statista wird das Marktvolumen in Europa von 34,3 Mrd. € im Jahr 2021 auf 40,0 Mrd. € im Jahr 2025 steigen, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beträgt rund 3 Prozent (2022-2025). Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist dabei die demografische Entwicklung. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Brillenträger deutlich. In der zweiten Lebenshälfte sind nahezu alle Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen. Normalsichtige benötigen eine Lesebrille, während Fehlsichtige, die schon in jungen Jahren eine Brille tragen, später in aller Regel eine Fern- und Nahkorrektur benötigen. Auch bei Fielmann steigt dadurch der Anteil von Gleitsichtgläsern, die einen höheren Wert aufweisen. Auch bei getönten Gläsern wird die Nachfrage nach Einschätzung von Fielmann überproportional wachsen, zumal aktuell nur 45 Prozent (Quelle: SPECTARIS Branchenreport Augenoptik 2020/2021) aller Brillenträger eine Sonnenbrille mit ihrer Stärke tragen.
Zugleich führt das häufige Nahsehen, etwa beim Lesen und Arbeiten am Computer oder der Mediennutzung über Smartphones, ebenso wie der Mangel an Tageslicht Studien zufolge bereits bei Kindern und Jugendlichen zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr zu einem starken Längenwachstum des Augapfels und einer entsprechenden Verminderung der Sehfähigkeit. Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen daher eine Brille oder Kontaktlinsen. Schon heute sind mehr junge Leute betroffen als noch vor wenigen Jahrzehnten. So trägt in Deutschland etwa einer von zehn Grundschülern bereits eine Brille. Gemäß einer Studie des Kuratoriums Gutes Sehen e. V. hat sich seit 1952 der Anteil der Brillenträger in der Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen mehr als verdoppelt. In der Altersklasse der 30- bis 44-Jährigen stieg der Anteil der Brillenträger um mehr als 55 Prozent.
Auch im Bereich Hörakustik ist Marktwachstum vorgezeichnet. Nach Angaben der WHO leiden rund 5 Prozent der Weltbevölkerung bzw. 430 Millionen Menschen unter einer behandlungsbedürftigen Hörminderung, für das Jahr 2050 wird ein Anstieg auf 700 Millionen Menschen prognostiziert. In der EU haben 34,4 Millionen Menschen eine beeinträchtigende Hörminderung - rund zwei Drittel davon sind noch nicht mit Hörsystemen versorgt. Unbehandelter Hörverlust geht durch den kognitiven Leistungsverlust mit einem erhöhten Risiko einher, an einer Demenz oder Depression zu erkranken. Studien gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 15 Millionen Menschen eine Hörbeeinträchtigung aufweisen, mit steigender Tendenz. Betroffen sind dabei nicht nur ältere Menschen ab 60. Auch immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene leiden unter Beeinträchtigungen. Verschiedene Studien dokumentieren eine wachsende Anzahl von jungen Menschen mit Hörverlust und Tinnitus.
Das Konsumverhalten wird zunehmend durch digitale Technologien geprägt. Beschleunigt durch die Coronavirus-Pandemie hat sich das Konsumverhalten noch stärker in Richtung E-Commerce verlagert. In der Augenoptik- und Hörakustik-Branche werden sich nach Einschätzung von Fielmann Omnichannel-Geschäftsmodelle durchsetzen, insbesondere auch deshalb, weil Messtechnologien noch nicht in der erforderlichen Qualität online abbildbar sind. Fielmann konzentriert sich deshalb auf die enge Verzahnung stationärer Niederlassungen und digitalen Services mit dem Ziel, ein konsistentes Kundenerlebnis über alle Vertriebskanäle hinweg zu schaffen.
Die Märkte für Augenoptik und Hörakustik sind durch eine zunehmende Konsolidierung gekennzeichnet, die auch die Fielmann-Gruppe vorantreibt. Im Hörgerätemarkt ist neben einer vertikalen Konzentration eine Zunahme von Anbietern zu erkennen, die einfache Hörsysteme über das Internet vertreiben.
Im Bereich Augenoptik werden die Leistungen nahezu vollständig durch die Kunden privat bezahlt. In den für Fielmann relevanten Auslandsmärkten sind gesetzliche Krankenkassenleistungen für Brillen ebenfalls unüblich. Private Krankenkassen übernehmen in unseren Märkten nach individuellem Vertragsstand Leistungen. In Deutschland wurden die erstattungsfähigen Leistungen durch die Gesundheitsreform 2004 enorm eingeschränkt. In der gesetzlichen Krankenversicherung haben - neben Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre - volljährige Versicherte nur dann einen Anspruch auf Korrektionsgläser, wenn sie auf beiden Augen eine extreme Sehschwäche aufweisen und ihre Sehleistung auf dem besseren Auge bei bestmöglicher Korrektur höchstens 30 Prozent erreicht. Zusätzlich haben Versicherte, die wegen einer Kurz- oder Weitsichtigkeit Gläser mit einer Brechkraft von mindestens 6 Dioptrien oder wegen einer Hornhautverkrümmung von mindestens 4 Dioptrien benötigen, seit 2017 einen Anspruch auf Kostenübernahme in Höhe des vom GKV-Spitzenverband festgelegten Festbetrages bzw. des von ihrer Krankenkasse vereinbarten Vertragspreises.
Die seit 2019 geltende Hilfsmittel-Richtlinie Sehhilfen ermöglicht es Augenoptikern, hochgradig fehlsichtige Personen, die gesetzlich versichert sind, ohne Mitwirkung eines Augenarztes mit Sehhilfen zur Verbesserung der Sehschärfe zu versorgen, wobei die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Die seit Jahren praktizierte Folgeversorgung mit Sehhilfen über Berechtigungsscheine ist explizit in der Hilfsmittel-Richtlinie enthalten. Im Bereich Hörakustik haben gesetzlich Krankenversicherte in Zentraleuropa zumeist einen Anspruch auf eine Hörsystemversorgung, die nach dem aktuellen Stand der Medizintechnik eine bestmögliche Angleichung an das Gehör eines Normalhörenden gewährleistet. Um auch zukünftig den Versicherten eine vollumfängliche Leistung garantieren zu können, werden in Deutschland die Festbeträge mit Wirkung zum 1. April 2022 auf 749 € je Hörgerät inkl. Otoplastik festgesetzt. Durch Rahmenverträge mit den gesetzlichen Krankenkassen sind Hörakustiker in Deutschland verpflichtet, die Versorgung für den Kunden bereits zum Nulltarif und mit Nachlässen gegenüber den Krankenkassen sicherzustellen, was Anbietern mit wettbewerbsfähigen Angeboten wie Fielmann Vorteile verschaffen kann. In Österreich werden Zuzahlungen zwischen 792 € und 2.100 € gewährt, in der Schweiz in Abhängigkeit der Versicherung bis zu 840 CHF. In Spanien sind derartige Leistungen durch gesetzliche Krankenkassen nicht abgedeckt.
Als Marktführer in Zentraleuropa mit hohem Eigenfertigungsgrad und durchgängiger Wertschöpfungskette in der Augenoptik behauptet die Fielmann-Gruppe eine vollständige Kontrolle über Qualität und Kosten und kann ihre Wettbewerbsvorteile im Markt zum Wohle der Kunden nutzen.
Die hohe Produktivität von Fielmann kommt in der Absatz- und Umsatzstärke der Niederlassungen zum Ausdruck. Die Anzahl der verkauften Brillen liegt nach Einschätzung von Fielmann in einer normalen Niederlassung mit rund 35 pro Tag um das Vierfache höher als bei anderen Optikerketten. Megastores von Fielmann erreichen sogar einen täglichen Absatz von mehr als 180 Brillen. Der Jahresumsatz pro Fielmann-Niederlassung betrug in Deutschland durchschnittlich 2,2 Millionen € (2021; Vorjahr: 2,2 Millionen €), verglichen mit 0,3 Millionen € bei traditionellen augenoptischen Fachgeschäften. In Österreich erreichen unsere Standorte einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 2,4 Millionen €, in der Schweiz 5,0 Millionen €.
Die Fielmann-Gruppe deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Augenoptik ab, ist Designer, Produzent, Großhändler und Augenoptiker. Eigene Produktionskapazitäten in Rathenow sowie unsere internationale Supply Chain sichern uns die Kontrolle über Qualität und Kosten. Fielmann kann Brillen zu niedrigeren Preisen abgeben als die Konkurrenz, weil wir direkt bei Herstellern in großen Mengen beziehen, von denen die großen Marken kaufen, und auch selber produzieren. Einkaufsvorteile geben wir an unsere Kunden weiter.
Daneben kann Fielmann auf eine vorteilhafte Kundenstruktur bauen. Unsere fortwährende Analyse der Kundenzufriedenheit mit Millionen Datenpunkten belegt nicht nur eine hohe Allgemeinzufriedenheit, sondern insbesondere auch eine besonders hohe Wiederkauf- und Weiterempfehlungsabsicht. Die Altersstruktur ist ebenfalls ein Pluspunkt: Fielmann-Kunden sind jünger als die Durchschnittskunden der traditionellen Mitbewerber. Hierdurch dürfte der Gleitsichtanteil in den nächsten Jahren überproportional ansteigen. Der Ausbau des Hörakustik-Geschäfts kann weitgehend innerhalb der Bestandskundengruppe vorangetrieben werden.
Dank der frühzeitigen Investition in ein Omnichannel-Geschäftsmodell befindet sich Fielmann zudem in einer vorteilhaften Technologieposition. Ob der Kunde einfach nur Inspiration finden, verschiedene Styles testen oder seine neue Lieblingsbrille digital anprobieren möchte: Mit der virtuellen Anprobe von Fielmann kann er viele Brillenmodelle schon unterwegs mit seinem Smartphone oder bequem von zu Hause auswählen. Dabei kann er auch auf ein großes Sortiment an Sonnenbrillen zugreifen und bereits jetzt ganz bequem online bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Die sowohl über die Fielmann Aktiengesellschaft selbst als auch über Beteiligungsgesellschaften eigenentwickelten Technologien wurden mit bislang 15 Patenten gegen Nachahmung geschützt. Zum Jahresende 2021 waren weitere fünf Patente veröffentlicht und vier Patente angemeldet.
Die kundenorientierte Philosophie der Fielmann-Gruppe - "Der Kunde bist Du" - ist der Leitfaden für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Unsere Mitarbeiter beraten unsere Kunden so, wie sie selbst beraten werden möchten: Fair, freundlich, kompetent und vor allem unabhängig vom Preis. Zugleich engagiert sich Fielmann gesellschaftlich - aus der Überzeugung, dass ein Unternehmen nur in einem intakten und sozial ausgewogenen Umfeld dauerhaft erfolgreich sein kann.
Mit der Vision 2025 wurden auf der Grundlage der kundenorientierten Philosophie anspruchsvolle Ziele für das Wachstum der Fielmann-Gruppe formuliert. Die Zahl der Kunden soll bis zum Jahr 2025 auf 35 Millionen gesteigert werden. Fielmann will dann europaweit jede vierte Brille verkaufen und einen Außenumsatz (Umsatz inkl. MwSt. und Bestandsveränderung) von mehr als 2,3 Milliarden € erwirtschaften.
Aufbauend auf der bereits vorteilhaften Markt- und Technologieposition treibt Fielmann die Umsetzung der Vision 2025 voran. Das organische Wachstum wird dabei gezielt um strategische Partnerschaften sowie fokussierte Zukäufe von Unternehmen ergänzt, die unter regionalen Gesichtspunkten oder aufgrund ihrer Spezialexpertise eine sinnvolle strategische Erweiterung darstellen. Im Berichtsjahr wurden mehr als 46,5 Millionen € für die Digitalisierung des Geschäftsmodells und die internationale Expansion verwendet.
Fielmann baut das Standortnetz über Neueröffnungen, Vergrößerungen bestehender Niederlassungen oder den Umzug in attraktivere Lagen aus. In den Kernmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz soll mittelfristig mit über 700 Niederlassungen ein Außenumsatz von 2,1 Milliarden € erwirtschaftet werden. In den Wachstumsmärkten Italien - mit Fokus auf Norditalien - und Polen ist ein zügiger Ausbau der Standortzahl auf insgesamt 150 bei einem Außenumsatz von 160 Millionen € geplant. In Spanien sieht Fielmann nach dem Markteintritt durch die mehrheitliche Übernahme von Optica & Audiologia Universitaria Ende 2020 Potenzial für insgesamt 200 Niederlassungen. Weitere Chancen auf organisches und anorganisches Wachstum sollen genutzt werden. So expandierte Fielmann im Sommer 2021 mit seinem Online-Shop sowie ersten Standorten nach Tschechien, den bereits 16. Absatzmarkt in Kontinentaleuropa, und plant dort mittelfristig 20 Standorte und einem Außenumsatz von 15 Millionen € zu betreiben. Insgesamt sollen die neuen Märkte langfristig rund 400 Millionen € Außenumsatz beisteuern.
Fielmann prüft und ergänzt sein Produktsortiment fortwährend entlang der Kundenbedürfnisse. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Ergänzung der Augenoptik um Hörakustik. Zum Jahresende 2021 waren bereits 312 Standorte, 32 mehr als zum Jahresende 2020, mit einem integrierten Hörakustik-Angebot ausgestattet. Das margenstarke Geschäft bietet vor allem in der Altersgruppe der Best-Ager großes Wachstumspotenzial.
Im Zentrum der Digitalstrategie steht eine Omnichannel-Plattform, die den Online-Brillenkauf in Fielmann-Qualität für alle Kunden ermöglicht. Im Berichtsjahr wurde der internationale Rollout weiter forciert. Unter anderem durch die Zusammenarbeit mit dem Augmented-Reality-Spezialisten FittingBox S.A., an welchem Fielmann seit 2018 einen Anteil von rund 20 Prozent hält, konnten mit der Integration der 3D-Brillenanprobe ("Fielmann Fit") und der 3D-Anpassung ("Fielmann Focus") in die kundenseitigen Omnichannel-Systeme bereits zwei Schlüsseltechnologien zur Marktreife geführt werden.
Die Ausdehnung der Technologie auf eine Vielzahl von Endgeräten ist in Vorbereitung. Die eigenentwickelte und bereits patentierte Online-Refraktion ("Fielmann Vision"), die auch Neukunden die Möglichkeit eröffnen soll, eine Brille online zu bestellen, befindet sich aktuell im erweiterten Nutzertest. Langfristig soll - einschließlich Kontaktlinsen und Sonnenbrillen - ein Versand-Anteil von rund 20 Prozent am Konzernumsatz erreicht werden. Der Großteil des Geschäfts wird jedoch auch langfristig über die Verbindung von stationären Niederlassungen und digitalen Angeboten realisiert werden. Das gilt besonders für komplexe Produkte wie zum Beispiel Gleitsichtgläser, die zusätzliche Messungen und eine persönliche Beratung erforderlich machen.
Fielmann entwickelt seine Nachhaltigkeitsziele in den für Stakeholder wesentlichen Themenfeldern kontinuierlich weiter und berichtet jährlich transparent über einen separaten Nachhaltigkeitsbericht (s. Abschnitt "Nachhaltigkeit"). Bereits seit 2020 setzt Fielmann deutschlandweit auf Ökostrom: Alle Niederlassungen, Produktionsstätten und die Zentrale beziehen zu 100 Prozent Strom aus regenerativen Quellen. Auch an den ausländischen Standorten soll der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase weiter reduziert werden. Produktseitig hat Fielmann unter anderem die Entwicklung einer nachhaltigen Brillenkollektion vorangetrieben.
Außerdem haben wir eine nachhaltige Brillenkollektion aus recyceltem Acetat entwickelt, die nach ISO 14040 zertifiziert ist. Diese Kollektion ist seit Frühjahr 2022 im Handel erhältlich. Zeitgleich prüfen wir kontinuierlich neue Materialien und Produktionsmethoden, um unsere Kollektion noch nachhaltiger zu gestalten.
Die Anstrengungen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie spiegeln sich auch in einem auf B- verbesserten ESG-Rating im Carbon Disclosure Project (CDP) sowie einer auf C gestiegenen Eingruppierung von ISS ESG positiv wider.
Die Strategie der Fielmann-Gruppe unter dem Dach der Vision 2025 spiegelt sich in der Unternehmenssteuerung wider. Die Zielerreichung sowohl der Gruppe insgesamt als auch der einzelnen Konzerngesellschaften bzw. der nach dem Regionalprinzip gebildeten Segmente wird übergreifend anhand einheitlicher finanzieller Leistungsindikatoren gemessen. Mit den drei zentralen Steuerungskennzahlen (Key Performance Indicators, KPI), Absatz, Umsatz und Ergebnis vor Steuern bildet Fielmann ihr Wachstum und ihre Ertragsentwicklung unmittelbar aus der Vertriebsstatistik sowie - ohne weitere Bereinigungen - aus der Gewinn- und Verlustrechnung ab. Die finanziellen Steuerungskennzahlen werden monatlich ermittelt und intern berichtet.
Die nichtfinanzielle Steuerungskennzahl "Kundenzufriedenheit" wird regelmäßig über Kundenumfragen im In- und Ausland erhoben. Die zentralen Steuerungskennzahlen sind wie folgt definiert:
verkaufte Menge an Brillen und inklusive Sonnenbrillen mit Korrektionsgläsern, ohne Kontaktlinsen (Normlinsen) und Hörsystemen sowie anderer Handelsware.
Konsolidierter Umsatz der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften ohne Berücksichtigung interner Lieferbeziehungen, wie in der Konzern-GuV und der Segmentberichterstattung ausgewiesen.
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie in der Konzern-GuV und der Segmentberichterstattung ausgewiesen
Anteil der über Befragungen, unter Hinzuziehung unabhängiger Meinungsforschungsinstitute, ermittelten "sehr zufriedenen" und "zufriedenen" Kunden. Die ermittelten Werte haben unter anderem Einfluss auf die Höhe der Vergütung der Niederlassungsleitung und des Vorstandes.
Weitere Kennzahlen werden regelmäßig oder fakultativ ermittelt und gehen bedarfsweise in die Steuerung ein. Damit geht einher, dass Steuerungskennzahlen auf ihre nachhaltige Aussagekraft überprüft und gegebenfalls ersetzt werden. Eine andere Abverkaufsstruktur, neue Produkte, oder eine Modifikation des Verkaufsmixes können zu einer geänderten Einschätzung führen.
Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen werden extern quartalsweise auf Konzern- und Segmentebene berichtet. Über die Kundenzufriedenheit wird einmal jährlich auf Konzernebene Bericht erstattet.
Ergänzend zu den zentralen Steuerungskennzahlen betrachtet Fielmann weitere Leistungsindikatoren, die Aufschluss über die operative Entwicklung und das Erreichen strategischer Ziele geben. Hierzu zählen insbesondere
| ― |
Die Anzahl der Niederlassungen mit und ohne Hörakustik-Angebot |
| ― |
Der durchschnittliche Absatz und Umsatz je Niederlassung |
| ― |
Der Absatz von Hörakustik-Produkten und Kontaktlinsen |
| ― |
Das für den Ausbau, die Modernisierung und den Erhalt des Niederlassungsnetzes sowie für Produktion und Infrastruktur verwendete Investitionsvolumen |
Im Wirtschaftsbericht geht Fielmann zusätzlich auf nachstehende relative Kennzahlen ein:
| ― |
Steuerquote des Fielmann-Konzerns: Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100 |
| ― |
Rendite vor Steuern Konzern: Ergebnis vor Steuern / Konzerngesamtleistung x 100 - Umsatzrendite vor Steuern Segmente: Segmentergebnis vor Steuern / Segmentumsatzerlöse extern x 100 |
| ― |
Nettorendite: Jahresüberschuss / Konzerngesamtleistung x 100 |
| ― |
Eigenkapitalrendite nach Steuern: Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind / Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens x 100 |
Die nachfolgend aufgeführten externen Kennzahlen sowie Ausführungen zu gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen basieren auf Veröffentlichungen bis zum 15. Februar 2022.
Die Coronavirus-Pandemie hat sich auch im Geschäftsjahr 2021 auf den Alltag und das Geschäftsleben in Europa ausgewirkt. In den 16 europäischen Ländern, in welchen die Fielmann-Gruppe mit eigenen Standorten präsent ist, wurden Maßnahmen unterschiedlicher Intensität und Dauer zur Eindämmung von Infektionswellen ergriffen. Mit wachsender Immunisierung der Bevölkerung wurden behördliche Maßnahmen im Jahresverlauf gelockert, bevor die schnelle Verbreitung der Omikron-Variante zu erneuten Einschränkungen führte. Augenoptiker, Optometristen und Hörakustiker hatten als wichtige Gesundheitsdienstleister durchgehend geöffnet und konnten unter Beachtung von Hygienevorschriften nahezu uneingeschränkt aufgesucht werden. Dies galt auch für alle Niederlassungen der Fielmann-Gruppe. Wir wenden unsere wissenschaftlich fundierten Hygienestandards im Berichtsjahr erneut konsequent an, konnten so die Gesundheit von Kunden und Mitarbeiter zuverlässig schützen.
Die Kundenfrequenz in vielen zentraleuropäischen Städten und Einkaufszentren erreichte allerdings noch nicht wieder das Vorkrisenniveau. Der Negativtrend einer nachlassenden Frequenz in den Innenstädten wurde durch die stärkere Hinwendung zu Nahversorgern und E-Commerce im Zuge der Coronavirus-Pandemie weiter verschärft. Die Fielmann-Gruppe war hiervon nur moderat betroffen, da sie aufgrund ihrer starken Kundenbasis nur geringfügig von Laufkundschaft abhängig ist. Die Verlagerung des Kundenverkehrs in Nahversorgerlagen kann aufgrund des weitverzweigten Niederlassungsnetzes ebenfalls weitgehend aufgefangen werden. Durch Terminvereinbarungen und das eigenentwickelte, digitale Zeitmanagement gelang es, die frequenzbedingten Rückgänge abzumildern, Wartezeiten in den Niederlassungen für Kunden zu reduzieren, den Zustrom in die Niederlassungen zu steuern und die Produktivität zu erhöhen.
Die Fielmann-Gruppe verfügt über lange Reichweiten der Lagerbestände für ihre Kernprodukte und war daher von einer Verknappung bei Zulieferprodukten praktisch nicht betroffen. Die Transport- und Energiekosten erhöhten sich spürbar und die Coronavirus-bedingten Hygienekosten für Kunden und Mitarbeiter verblieben auf dem hohen Vorjahresniveau.
Die Weltwirtschaft befand sich im Jahr 2021 nach der durch die Coronavirus-Pandemie ausgelösten Rezession 2020 deutlich auf Erholungskurs, wenngleich sich die Wachstumskräfte im Jahresverlauf abschwächten. Regionale Coronavirus-Ausbrüche, die zum Teil restriktive Maßnahmen nach sich zogen, belasteten sowohl die Produktion als auch den Welthandel. Die zunächst auf den Halbleitermarkt beschränkten Lieferengpässe weiteten sich auf zahlreiche Rohstoffe und Zulieferprodukte aus, sodass der zu Beginn des Jahres sehr kräftige Aufschwung der weltweiten Industrieproduktion ausgebremst wurde. Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) belief sich das weltwirtschaftliche Wachstum 2021 auf 5,9 Prozent, während der Euroraum einen Anstieg von 5,2 Prozent erreichte. Das Welthandelsvolumen für Güter und Dienstleistungen legte trotz der Lieferketten-Problematik insgesamt um 9,7 Prozent zu.
Zusammen mit einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage bei gleichzeitiger Rohstoffknappheit trugen die Lieferengpässe überdies zu einem deutlichen Anstieg der Inflation auf 3,1 Prozent in den entwickelten Volkswirtschaften bei. Dennoch hielt die Europäische Zentralbank (EZB) an ihren expansiven Maßnahmen der vergangenen Jahre fest. Aufgrund der erneut wachsenden konjunkturellen Risiken durch wieder steigende Infektionsraten zum Jahresende wurde die starre Zielgröße einer Inflationsrate von 2 Prozent durch die Einführung eines symmetrischen mittelfristigen Inflationsziels von 2 Prozent aufgeweicht.
Die Volkswirtschaften in den Kernmärkten des Fielmann-Konzerns (Deutschland, Österreich und Schweiz) waren auch im Jahr 2021 durch die Coronavirus-Pandemie stark beeinflusst.
Nachdem die Wirtschaftsleistung in Deutschland im ersten Quartal massiv sank, setzte im Frühjahr und Sommer eine deutliche Erholung ein. Die Industriekonjunktur wurde durch Engpässe insbesondere bei Halbleitern gebremst. Trotz einer weiterhin hohen weltweiten Nachfrage nach deutschen Waren war das verarbeitende Gewerbe somit nicht in der Lage, diese im gewünschten Umfang zu bedienen. Positiv entwickelte sich hingegen die Binnenkonjunktur und hier insbesondere der Dienstleistungssektor.
Trotz der Abschwächung im Jahresverlauf erreichte die deutsche Wirtschaft im Jahresvergleich wieder das Vorkrisenniveau 2019. Die Arbeitslosigkeit sowie die Unterbeschäftigung sanken im Vergleich zum Vorjahr merklich. Die Auswirkungen der Corona-bedingten Einschränkungen auf den Arbeitsmarkt wurden zu einem großen Teil abgebaut, sind aber insbesondere in einer gestiegenen Langzeitarbeitslosigkeit weiterhin sichtbar. Gegen Jahresende verschlechterte sich die Verbraucherstimmung in Deutschland spürbar. Gründe waren vor allem der Anstieg der Coronavirus-Infektionen und spürbare Preissteigerungen insbesondere bei Energieträgern.
Nachdem es auch in der Schweiz zu Beginn des Jahres 2021 zu einem weitreichenden Lockdown kam und die Wirtschaft kurzzeitig einen Einbruch erlitt, erholte sie sich im zweiten und dritten Quartal sehr deutlich. Im Jahresvergleich konnte die Schweizer Wirtschaft daher, trotz leichter Abschwächung des Anstiegs im vierten Quartal, das Vorkrisenniveau bereits wieder deutlich übertreffen. Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist nicht zuletzt die starke Schweizer Pharmaindustrie. Der Arbeitsmarkt in der Schweiz hat sich von der Pandemie im Laufe des Jahres 2021 vollständig erholt, so dass der Fachkräftemangel in einigen Bereichen bereits wieder sehr groß ist.
Österreichs Wirtschaft konnte im vergangenen Jahr pandemiebedingte Verluste aus dem Vorjahr aufholen, jedoch noch nicht an das Vorkrisenniveau anknüpfen. Die im Frühjahr einsetzende kräftige wirtschaftliche Erholung führte zu einer raschen Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt. Die Verlangsamung des Wirtschaftsaufschwungs durch Lieferengpässe und zusätzliche Belastungen durch einen Lockdown Ende November führten jedoch zu einer deutlichen Abschwächung im vierten Quartal.
Italiens Wirtschaft erholte sich, unterstützt durch Maßnahmen der neuen Regierung sowie durch Fördermittel der EU, sehr deutlich. Der durch die hohe Impfquote begünstigte Rückgang der Coronavirus-Neuinfektionen führte unter anderem zu einem deutlichen Aufschwung im Tourismus. Die Exporte, und noch mehr die Importe, zeigten sich deutlich erholt. Das Konsumentenvertrauen stieg stark an und übertraf zwischenzeitlich bereits das Vorkrisenniveau. Insgesamt aber blieb die wirtschaftliche Entwicklung Italiens noch hinter dem Vorkrisenjahr 2019 zurück.
Die polnische Wirtschaftsleistung wuchs trotz gestörter Lieferketten und hoher Energiepreise und erzielte bereits im zweiten Quartal ein BIP auf Vorkrisenniveau. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung lag die Arbeitslosigkeit bereits wieder unter dem Niveau von 2019. Angesichts hoher Inflation sank der Konsumklimaindex im Herbst. Die Regierung kündigte daraufhin Steuerentlastungen bei Kraftstoffen an.
Spanien erholte sich im Jahr 2021 langsamer als erwartet vom Einbruch der Wirtschaftsleistung im Vorjahr. Außenhandel und Ausrüstungsinvestitionen zogen bereits kräftig an. Die Arbeitslosenquote verringerte sich nur sehr langsam, doch konnten zahlreiche Beschäftigte aus der Kurzarbeit zurückkehren. Durch die ansteigende Nachfrage und die Entwicklung der Energiepreise schnellte die Inflationsrate hoch.
Auch in den übrigen Regionen (Slowenien, Niederlande, Luxemburg, Ukraine, Frankreich, China), mit Ausnahme von Belarus, führten Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie regional zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben und damit einhergehenden wirtschaftlichen Belastungen.
Trotz der weiterhin bestehenden Belastungen durch die Corona-Pandemie legten der Brillen-Absatz und der Umsatz der augenoptischen Branche gegenüber dem Vorjahr deutlich zu und konnten beim Umsatz das Vorkrisenniveau 2019 übertreffen. Der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) ermittelte für 2021 einen Absatz der augenoptischen Branche in Deutschland von 12,8 Millionen Brillen (Vorjahr: 11,8 Millionen Brillen), ein Anstieg um 8,1 Prozent. Der Gesamtumsatz der Branche wird vom ZVA auf 6,6 Milliarden € geschätzt (Vorjahr: 6,0 Milliarden €). Die Anzahl der augenoptischen Fachgeschäfte einschließlich aller Zweigniederlassungen und Betriebsstätten lag nach Angaben des Zentralverbandes zum Ende des Berichtszeitraumes bei rund 11.300 Geschäften (Vorjahr: 11.400 Geschäfte).
Zugleich setzte sich der Konzentrationsprozess im internationalen Augenoptik-Markt durch vertikale und horizontale Zusammenschlüsse weiter fort. Während die Zahl der augenoptischen Fachgeschäfte insgesamt rückläufig war, erhöhte sich in Europa und auch in Deutschland erneut der Anteil der Filialunternehmen. Wir schätzen den Filialisierungsgrad europaweit bei etwa 25 Prozent. Der Konsolidierungsgrad, definiert als der Anteil des Gesamtumsatzes, der von Optikergruppen erwirtschaftet wird, reicht von etwa 90 Prozent in einigen skandinavischen Ländern bis zu weniger als 20 Prozent in Italien. In Deutschland liegt der Konsolidierungsgrad bei etwa 70 Prozent. Im Jahr 2021 gehörten rund 2.500 Betriebsstätten zu den zehn umsatzstärksten Filialunternehmen in der Augenoptik. Bezogen auf die insgesamt etwa 11.300 Betriebsstätten bedeutet dies einen Anteil von 22 Prozent (Vorjahr: 21 Prozent).
Valide Zahlen zu den Eckdaten der weiteren Kernmärkte Schweiz und Österreich liegen nicht vor. Nach Schätzung von Fielmann stieg der Absatz und Umsatz in der Schweiz um 12 Prozent auf 1,0 Millionen Brillen und der Umsatz auf 1,3 Milliarden CHF (Vorjahr: 1,2 Milliarden CHF). Die Schweiz zählte wie im Vorjahr rund 1.100 augenoptische Fachgeschäfte. In Österreich stieg der Absatz um rund 6,0 Prozent auf 1,2 Millionen Brillen (Vorjahr: 1,1 Millionen Brillen), der Umsatz erhöhte sich um rund 9,0 Prozent auf 0,4 Milliarden € (Vorjahr: 0,4 Milliarden €). Die Zahl der augenoptischen Fachgeschäfte belief sich unverändert auf 1.200.
Für die Wachstumsmärkte Italien und Polen liegen ebenfalls keine offiziellen Branchendaten vor. Für Italien geht Fielmann nach eigenen Schätzungen von mehr als 9.500 Geschäften aus, die zusammen einen Absatz von 6,3 Millionen Brillen und einem Branchenumsatz von rund 2,7 Milliarden € erreichen. Für Polen schätzt Fielmann den Absatz für 2021 auf rund 3,4 Millionen Brillen, die über rund 2.300 Geschäfte abgegeben wurden. Im Expansionsmarkt Spanien gaben 9.720 augenoptische Fachgeschäfte im Berichtsjahr rund 6,0 Millionen Brillen ab und erzielten einen Branchenumsatz von geschätzt 2,0 Milliarden €.
Auch die Hörakustik-Branche blieb ebenfalls weitestgehend von schwerwiegenden Auswirkungen durch die Coronavirus-Pandemie verschont. In Deutschland wurden nach Einschätzung der Bundesinnung der Hörakustiker (BIHA) im abgelaufenen Jahr in 7.100 Betriebsstätten (Vorjahr: 6.800 Betriebsstätten) rund 1,5 Millionen Geräte angepasst (Vorjahr: 1,3 Millionen Geräte). Der inländische Umsatz der Hörakustik-Branche lag unverändert bei rund 1,5 Milliarden € (Vorjahr: 1,6 Milliarden €). Zahlen zu den anderen europäischen Märkten sind nicht verfügbar.
Fielmann wickelte im Berichtsjahr rund 86 Prozent des Umsatzes in Euro ab. Etwa 10 Prozent entfallen auf den Schweizer Franken (CHF), der gegenüber dem Euro im Jahresverlauf moderat gewann. Andere Währungen hatten nur einen unbedeutenden Anteil. Wechselkurseffekte hatten daher weiterhin nur geringfügige Auswirkungen auf die Ertragslage der Fielmann-Gruppe.
In den Absatzmärkten von Fielmann hat sich die Wirtschaft vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres weitestgehend erholt, wenngleich die sehr hohen Erwartungen an den konjunkturellen Aufschwung vielfach nicht erfüllt wurden. Ausschlaggebend hierfür waren weitere Wellen der Pandemie. Der augenoptische Einzelhandel und die Hörakustiker waren durch die Einstufung als systemrelevante Gesundheitsversorger zumeist nicht von behördlichen Einschränkungen betroffen und blicken insgesamt auf eine positive Branchenentwicklung zurück, von der auch die Fielmann-Gruppe profitierte.
Fielmann hat seine Vision 2025 im Berichtsjahr zielstrebig weiterverfolgt und seine Position in den Augenoptik- und Hörakustikmärkten in Europa gefestigt. Damit ist Fielmann den aufgestellten Zielen für 2025 erneut einen großen Schritt näher gerückt. Sowohl in den Kernmärkten Deutschland, Schweiz und Österreich als auch in den Wachstums- und Expansionsmärkten wurde die Zahl der Niederlassungen durch Neueröffnungen und Übernahmen um insgesamt 43 auf 913 zum Jahresende 2021 gesteigert, wobei der Schwerpunkt der organischen Expansion mit 30 neuen Niederlassungen in der zweiten Jahreshälfte lag. Außerdem trat Fielmann mit seinem Online-Shop und ersten Niederlassungen in den nunmehr 16. kontinentaleuropäischen Markt in Tschechien ein. Zugleich wurden weitere 27 Niederlassungen mit Hörakustikstudios ausgestattet, sodass deren Gesamtzahl nun 312 beträgt. Die zur Jahreswende 2020/21 erworbenen Niederlassungen der Optica & Audiologia Universitaria in Spanien wurden im Berichtsjahr integriert. Die weitere Einbindung in das europaweite Produktions- und Logistiknetzwerk der Fielmann-Gruppe läuft an. Das organische Wachstum wurde durch Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen unter anderem am Produktions- und Logistikstandort Rathenow unterstützt.
Die Omnichannel-Plattform wurde im Berichtsjahr ebenfalls entscheidend weiterentwickelt. Mit dem Soft-Launch der neuen App für 3D-Anpassung in Deutschland hat Fielmann im April 2021 erstmals die patentierte Online-Messtechnologie für Korrektionsbrillen in der Plattform integriert und bietet damit deutlich mehr Bestandskunden den Online-Brillenkauf in Fielmann-Qualität.
Im Geschäftsjahr 2021 ist Fielmann auf einen anhaltenden wirtschaftlichen Erholungskurs eingeschwenkt. Die durch die Coronavirus-Krise verursachten Absatz- und Umsatzeinbußen im Vorjahr wurden mehr als ausgeglichen. Mit Rekordwerten beim Außenumsatz von 1,9 Milliarden € und beim Konzernumsatz von 1,7 Milliarden € wurden auch die Werte aus dem Vorkrisenjahr 2019 um rund 10 Prozent übertroffen. Der Umsatzanteil der internationalen Märkte stieg von 21,2 Prozent im Jahr 2019 auf 27,1 Prozent im Jahr 2021. Auch ohne die Beiträge der zum Jahresende 2020 erworbenen spanischen Optica & Audiologia Universitaria hat Fielmann gegenüber dem Vorjahr ein spürbares Wachstum erzielt.
Die positive Entwicklung ist das Ergebnis kontinuierlicher Investitionen in die Digitalisierung und Internationalisierung der Unternehmensgruppe im Rahmen der Vision 2025. Umfangreiche Investitionen in die Omnichannel-Strategie, eine fortgeführte internationale Expansion und wachsende Produktkategorien wie Hörgeräte schaffen auch für die nächsten Jahre eine starke Basis für organisches Wachstum. Zugleich stellte Fielmann seine Widerstandskraft gegenüber Marktbelastungen unter Beweis. Von der nachlassenden Kundenfrequenz in den Innenstädten war der Konzern dank der Treue seiner 27 Millionen Kunden nur moderat betroffen. Ebenso wirkten sich Lieferketten-Störungen kaum auf die reibungslose Produktion und Logistik aus.
Das Ergebnis vor Steuern übertraf mit 209,7 Millionen € den Vorjahreswert um 19,5 Prozent. Aufgrund erhöhter Vorlaufkosten infolge einer beschleunigten organischen Wachstumsstrategie, gestiegener Transportkosten und einmaliger Abschreibungen für Software Anwendungen wurde der Vorkrisenwert jedoch erwartungsgemäß nicht erreicht.
Mit einer Eigenkapitalquote von 50,3 Prozent zum Bilanzstichtag 2021 bleibt Fielmann überaus solide finanziert. Alle Investitionen wurden vollständig aus dem laufenden Cashflow und der vorhandenen Liquidität finanziert.
| 2021 | 2020 | ||
| Jahresüberschuss | Mio. € | 144,6 | 120,8 |
| Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse | Mio. € | -7,7 | -4,4 |
| Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind | Mio. € | 136,9 | 116,4 |
| Anzahl Aktien | Mio. St. | 84,0 | 84,0 |
| Ergebnis je Aktie | € | 1,63 | 1,39 |
Aufgrund der hohen Planungsunsicherheit durch die Coronavirus-Pandemie bei Aufstellung des Lageberichts 2020 hat der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft im Prognosebericht drei Szenarien einer möglichen wirtschaftlichen Entwicklung des Fielmann-Konzerns im Geschäftsjahr 2021 aufgezeigt. Im ersten Halbjahr 2021 zeichnete sich das mittlere Szenario als das wahrscheinlichste ab und wurde zur Jahresmitte konkretisiert. Die zentralen Steuerungskennzahlen hat Fielmann im Berichtsjahr durchweg erreicht oder übertroffen. Das Ziel eines Außenumsatzes von mehr als 1,9 Milliarden € wurde mit dem Ist-Wert von 1,94 Milliarden € erreicht. Gleiches gilt für den Konzernumsatz, der sich auf 1,68 Milliarden € bei einem Zielwert von rund 1,7 Milliarden € belief. Der im Prognosebericht 2020 erwarteten Wachstumsrate (Szenario 2) zwischen 17 und 19 Prozent steht ein erreichtes Wachstum von 18,9 Prozent beim Außenumsatz und von 17,4 Prozent beim Konzernumsatz gegenüber. Die für das Geschäftsjahr 2021 erwarteten Marktanteilsgewinne wurden dabei insbesondere in den regionalen Expansionsmärkten erzielt.
Das Ergebnis vor Steuern lag mit 209,7 Millionen € oberhalb des Mindestzielwerts von 200 Millionen €. Bezogen auf den Konzernumsatz wurde eine Vorsteuermarge von 12,5 Prozent erreicht - bei einer erwarteten Marge um 12 Prozent in Szenario 2. Die Kundenzufriedenheit bewegte sich wie prognostiziert auch im Berichtsjahr oberhalb von 90 Prozent.
Auch bei den ergänzend betrachteten Kennzahlen, welche in die Prognose einbezogen wurden, hat die Fielmann-Gruppe ihre Ziele mindestens erreicht. Das stationäre Vertriebsnetz wurde durch Neueröffnungen oder Übernahmen um 43 (Plan 2021: mehr als 40) auf 913 Niederlassungen erweitert. Von den zusätzlichen Standorten entfallen 10 Niederlassungen auf Italien, 12 auf Polen, 7 auf Spanien, 5 auf Deutschland, 4 auf Slowenien sowie 3 auf Tschechien und 2 in der Schweiz.
An 39 Standorten fanden 2021 Umzüge und Umbauten statt (Plan 2021: mehr als 40 Umzüge und Umbauten). In Ausbau, Modernisierung und Erhalt des Niederlassungsnetzes, in Produktion, Infrastruktur und Expansion wurden 2021 insgesamt 89,2 Millionen € investiert (Plan 2021: mehr als 100 Millionen €). Aufgrund einer nicht mehr zweifelsfrei möglichen Abgrenzung von Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten werden Aufwendungen im Zusammenhang mit selbsterstellter Software nicht mehr aktiviert. Die Abweichung zum Plan beruht auf dieser Vorgehensweise. Ab dem Geschäftsjahr sind alle Aufwendungen unmittelbar und in vollem Umfang als Kosten zu berücksichtigen und fallen daher nicht mehr unter die Investitionen. In Deutschland beliefen sich die Investitionen auf 56,6 Millionen € (Plan 2021: 82 Millionen €), in Italien auf 8,9 Millionen € (Plan 2021: 5 Millionen €), in der Schweiz auf 6,9 Millionen € (Plan 2021: 6 Millionen €), in Österreich auf 5,5 Millionen € (Plan 2021: 6 Millionen €) und in Polen auf 4,4 Millionen € (Plan 2021: 4 Millionen €).
Im Geschäftsjahr 2021 hat die Fielmann-Gruppe 60,6 Millionen € für die Renovierung bestehender Geschäfte und Neueröffnungen aufgewendet (Plan 2021: 58 Millionen €). In die Kapazitätsausweitung unserer Produktion wurden rund 6,4 Millionen € (Plan 2021: 12 Millionen €) investiert, in die Konzerninfrastruktur und Vertriebswege weitere 22,2 Millionen € (Plan 2021: 36 Millionen €).
Fielmann wendete im vergangenen Jahr rund 20 Millionen € für die Aus- und Weiterbildung auf (Plan 2021: rund 20 Millionen €).
Die Fielmann-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 ihren Absatz und Umsatz deutlich gesteigert und über das Vorkrisenniveau 2019 übertroffen. In allen seinen relevanten Märkten wurden die Marktanteile gehalten oder ausgeweitet. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere das im Vor- und Berichtsjahr weiter vergrößerte Standortnetz. Das organische Wachstum durch Neueröffnungen, Modernisierungen und Vergrößerungen wurde dabei durch die Ende 2020 erworbene Beteiligung an der spanischen Gesellschaft Optica del Penedès, S.L., Betreiberin der Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria mit 80 Standorten zum Erwerbszeitpunkt, ergänzt. Zusätzlichen Rückenwind erhielt Fielmann durch den kontinuierlichen Rollout der Omnichannel-Plattform. Über alle regionalen Märkte hinweg verzeichnete Fielmann einen Absatzanstieg um 14,1 Prozent auf 8,3 Millionen Brillen (Vorjahr: 7,3 Millionen Brillen). Die Zahl der verkauften Normlinsen erhöhte sich auf rund 389 Millionen (Vorjahr: 318 Millionen), wovon bereits mehr als 50 Prozent auf das Versandgeschäft entfielen. Der Absatz im Bereich der Hörakustik belief sich auf über 100,4 Tausend Systeme (Vorjahr: 90,8 Tausend Systeme), ein Anstieg um 10,5 Prozent.
Der Außenumsatz des Fielmann-Konzerns, einschließlich Mehrwertsteuer und Bestandsveränderungen, erhöhte sich um 18,9 Prozent auf 1.938,9 Millionen € (Vorjahr: 1.630,1 Millionen €). Der Umsatzzuwachs war größtenteils mengenbedingt. In Deutschland war der Anstieg des Außenumsatzes zusätzlich durch einen technischen Effekt aus der Absenkung des Mehrwertsteuersatzes von 19,0 Prozent auf 16,0 Prozent im zweiten Halbjahr 2020 beeinflusst.
Der Konzernumsatz legte um 17,4 Prozent auf 1.678,2 Millionen € (Vorjahr: 1.428,9 Millionen €) zu. Der weitaus größte Teil wurde über den stationären Vertrieb erzielt. Einschließlich Bestandsveränderungen errechnet sich eine Konzerngesamtleistung in Höhe von 1.680,8 Millionen € (Vorjahr: 1.426,2 Millionen €).
Das EBITDA, das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen, stieg um 17,6 Prozent auf 396,1 Millionen € (Vorjahr: 336,7 Millionen €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Fielmann-Konzerns lag mit 209,7 Millionen € um 19,5 Prozent über dem Vorjahreswert (175,5 Millionen €). Dies entspricht einer Rendite vor Steuern, bezogen auf die Konzerngesamtleistung, von nahezu unverändert 12,5 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent). Die Steuerquote des Fielmann-Konzerns, bezogen auf das EBT, betrug 31,1 Prozent nach 31,2 Prozent im Vergleichszeitraum.
Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 144,6 Millionen € (Vorjahr: 120,8 Millionen €), woraus sich eine Nettorendite, bezogen auf die Konzerngesamtleistung, von 8,6 Prozent ergibt (Vorjahr: 8,5 Prozent). Nach Abzug von Minderheitsanteilen verbleibt ein den Anteilseignern der Fielmann Aktiengesellschaft zuzuordnender Gewinn von 136,9 Millionen € (Vorjahr: 116,4 Millionen €). Damit legte die Eigenkapitalrendite nach Steuern auf 16,7 Prozent zu (Vorjahr: 14,9 Prozent). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 1,63 € (Vorjahr: 1,39 €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 29,7 Prozent auf 18,3 Millionen € (Vorjahr: 26,0 Millionen €). Diese Position enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Bewertungsgewinne bei Finanzinstrumenten und erhaltene Boni. Durch Währungsdifferenzen, insbesondere zwischen Euro und US-Dollar sowie zwischen Euro und Schweizer Franken, erzielte der Fielmann-Konzern im Berichtszeitraum einen Ertrag von rund 2,2 Millionen €, nach 1,1 Millionen € im Vorjahr. Der Vorjahreswert von 26,0 Millionen € war durch die Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung positiv beeinflusst.
Der Materialaufwand nahm überproportional zur Konzerngesamtleistung um 22,8 Prozent auf 343,3 Millionen € (Vorjahr: 279,5 Millionen €) zu. Neben dem volumenbedingten Anstieg durch die höhere Absatzleistung machten sich die höheren Beschaffungskosten in allen Produktgruppen bemerkbar. Lediglich in der Hörakustik nahm der Materialaufwand unterproportional zu. Die Aufwandsquote erhöhte sich insgesamt auf 20,4 Prozent (Vorjahr: 19,6 Prozent).
Der Personalaufwand stieg unterproportional um 13,7 Prozent auf 703,8 Millionen € (Vorjahr: 618,8 Millionen €). Im Verhältnis zur Konzerngesamtleistung verringerte sich die Personalaufwandsquote damit auf 41,9 Prozent nach 43,4 Prozent im Jahr 2020. Maßgeblich für den höheren Personalaufwand war der Anstieg der Zahl der Mitarbeiter um 0,8 Prozent auf 22.028 (Vorjahr: 21.853). Hiervon waren 1.128 Mitarbeiter in Hörakustikstudios tätig (Vorjahr: 982 Mitarbeiter).
Als Familienunternehmen steht Fielmann in Krisenzeiten zu seinen Mitarbeiter. Im Berichtsjahr wurde das beantragte Kurzarbeitergeld erneut auf 100 Prozent aufgestockt, sodass alle den vollen Nettolohn erhielten. Durch Leistungen wie das Kurzarbeitergeld und vergleichbare Maßnahmen im Ausland wurden im Geschäftsjahr 2021 Lohnkosten- und Sozialversicherungserstattungen von insgesamt 11,8 Millionen € mit dem Personalaufwand verrechnet (Vorjahr: 30,0 Millionen €).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 17,8 Prozent auf 255,8 Millionen € (Vorjahr: 217,3 Millionen €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die erstmalige Einbeziehung der spanischen Tochtergesellschaft Optica del Penedés, S.L. zurückzuführen. Darüber hinaus waren pandemiebedingt erneut erhebliche Aufwendungen für Hygienemaßnahmen zum Schutz der Kunden und Mitarbeitern in den Niederlassungen erforderlich. Während sich die Kosten der Warenabgabe aufgrund des wachsenden Versandhandels auf hohem Niveau stabilisierten, stiegen die Kosten für IT und Dienstleistungen im Zuge der Umsetzung der Vision 2025 und der weiter forcierten Digitalisierungsstrategie deutlich. Auch die Werbeaufwendungen stiegen nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr wieder spürbar an.
Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen im Sinne des IFRS 16 erhöhten sich um 4,6 Prozent auf 87,3 Millionen € (Vorjahr: 83,4 Millionen €). Sie stehen vorrangig im Zusammenhang mit der Anmietung von Ladengeschäften, während das PKW-Leasing eine untergeordnete Rolle spielt. Die Kostensteigerung ergibt sich aus der Neuanmietung zusätzlicher Ladengeschäfte sowie durch die erstmalige Konsolidierung der spanischen Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria.
Der Anstieg der Übrigen Abschreibungen um 20,2 Prozent auf 90,0 Millionen € (Vorjahr: 74,9 Millionen €) geht wesentlich auf das hohe Investitionsvolumen im Berichtsjahr und in den Vorjahren zurück. Vor allem die bislang getätigten Investitionen in die Omnichannel-Vertriebsplattform wirkten sich auf das Abschreibungsvolumen im Berichtsjahr aus. Aufgrund einer angepassten Abgrenzung von Forschungs- und Entwicklungs- sowie Betriebskosten werden Aufwendungen von insgesamt 15 Millionen € im Zusammenhang mit selbsterstellter Software nicht mehr aktiviert.
Das Finanzergebnis beträgt saldiert -9,1 Millionen € (Vorjahr: -2,9 Millionen €). Es enthält zum einen nicht liquiditätswirksame Effekte im Zusammenhang mit Auf- und Abzinsungen aufgrund der IFRS/IAS-Bewertung von Bilanzpositionen und zum anderen ein operatives Zinsergebnis, das aus der Geldanlage des Finanzvermögens resultiert. Das der Geld- und Kapitalanlage zuzurechnende Ergebnis ist wie im Vorjahr ausgeglichen. Grund hierfür sind weiterhin die negativen Anlagezinsen aufgrund der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt 144,6 Millionen € (Vorjahr: 120,8 Millionen €). Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 14. Juli 2022 vorschlagen, eine Dividende von insgesamt 126,0 Millionen € bzw. von 1,50 € je Aktie auszuschütten. Die vorgeschlagene Ausschüttungsquote auf Basis des Konzerngewinns, der den Anteilseignern der Fielmann Aktiengesellschaft zuzurechnen ist, beträgt damit rund 92,0 Prozent.
In Deutschland steigerte Fielmann den Absatz im Berichtsjahr auf 6,5 Millionen Brillen (Vorjahr: 6,0 Millionen Brillen). Der externe Umsatz erhöhte sich um 8,0 Prozent auf 1.223,5 Millionen € (Vorjahr: 1.132,4 Millionen €). Die Zahl der Niederlassungen lag zum Jahresende bei 610 (Vorjahr: 605). Fielmann betreibt in Deutschland 5 Prozent aller Niederlassungen (Vorjahr: 5 Prozent). Der Marktanteil gemessen am Umsatz liegt bei 22 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent) sowie 51 Prozent im Absatz (Vorjahr: 51 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern nahm auf 172,8 Millionen € (Vorjahr: 164,2 Millionen €) zu. Die Umsatzrendite vor Steuern belief sich auf 14,1 Prozent nach 14,5 Prozent im Vorjahr.
In der Schweiz erreichte Fielmann mit 45 Niederlassungen (Vorjahr: 43 Niederlassungen) einen Absatz von 471.000 Brillen (Vorjahr: 418.000 Brillen). Der externe Segmentumsatz wuchs um 11,8 Prozent auf 186,0 Millionen € (Vorjahr: 166,3 Millionen €). Mit 4 Prozent aller Optikfachgeschäfte (Vorjahr: 4 Prozent) erwirtschaftete Fielmann einen Umsatzmarktanteil von 17 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent) und einen Absatzmarktanteil von unverändert 46 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent). Ohne Berücksichtigung der negativen Währungseffekte aus dem moderaten Anstieg des Schweizer Franken gegenüber dem Euro lag der Umsatzanstieg bei 12,9 Prozent. Die Umsatzeinbußen des Vorjahres von 10,7 Prozent konnten damit mehr als kompensiert werden. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 29,5 Millionen € (Vorjahr: 19,9 Millionen €). Hier wirkte sich die Währungskursentwicklung des Schweizer Franken mit rund 0,3 Millionen € negativ aus. Die Umsatzrendite des Segments lag bei 15,9 Prozent nach 12,0 Prozent im Geschäftsjahr 2020.
Der Absatz in Österreich legte im Berichtsjahr auf 387.000 Brillen (Vorjahr: 363.000 Brillen) zu. Der externe Umsatz im Segment stieg um 9,5 Prozent auf 82,0 Millionen € (Vorjahr: 74,9 Millionen €). Mit unverändert 38 Niederlassungen betreibt Fielmann in Österreich 3 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent) aller Optikfachgeschäfte und erzielt einen Umsatzmarktanteil von unverändert 23 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent) sowie einen Absatzmarktanteil von ebenfalls unverändert 32 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 1,2 Millionen € auf 13,7 Millionen €, nach 12,5 Millionen € im Vorjahr. Die Umsatzrendite vor Steuern beläuft sich unverändert auf 16,7 Prozent.
Spanien ist nach dem erfolgreichen Markteintritt Ende 2020 im Berichtsjahr erstmals als Segment ausgewiesen, sodass keine Vergleichswerte aus dem Vorjahr vorliegen. Optica & Audiologia Universitaria steigerte die Zahl der Niederlassungen im Jahresverlauf von 80 auf 87 und erzielte einen Absatz von 407.000 Brillen. Mit rund 1 Prozent aller Optikfachgeschäfte erreichte das Segment einen Umsatzmarktanteil von rund 6 Prozent und einen Absatzmarktanteil von 7 Prozent. Bei einem externen Umsatz des Segments von 111,8 Millionen € belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 10,6 Millionen € und die Umsatzrendite vor Steuern auf 9,5 Prozent.
In den EU-Ländern Italien, Polen, Slowenien, Niederlande, Luxemburg, Tschechien und Frankreich betrieb Fielmann zum Jahresende 2021 insgesamt 133 Niederlassungen (Vorjahr: 104 Niederlassungen), die unter Hinzurechnung der kleineren 51 Standorte (Vorjahr: 51 Standorte) in Belarus und der Ukraine im Segment "Übrige" zusammengefasst sind. In Italien eröffnete Fielmann im vergangenen Jahr 10 und in Polen 12 Standorte. Im neuen Markt Tschechien betrieb Fielmann zum Jahresende 3 Niederlassungen. Der externe Umsatz des Segments "Übrige" betrug insgesamt 74,9 Millionen € (Vorjahr: 55,3 Millionen €). Das Ergebnis vor Steuern lag bei -16,5 Millionen € (Vorjahr: -21,3 Millionen €). Darin spiegeln sich insbesondere Anlaufkosten für neueröffnete Niederlassungen sowie eine durch die Coronavirus-Pandemie belastete Kostenstruktur wider.
Das Gesamtvermögen des Fielmann-Konzerns stieg im Berichtsjahr um 4,0 Prozent auf 1.735,9 Millionen € (Vorjahr: 1.669,2 Millionen €).
Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich aufgrund regulärer Abschreibungen insbesondere auf die bilanzierten Markenrechte und Kundenstämme, die im Wesentlichen aus dem Erwerb der spanischen Optikerkette Optica & Audiologia Universitaria zum 31.12.2020 resultieren. Aufgrund einer nicht mehr zweifelsfrei möglichen Abgrenzung von Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten werden Aufwendungen in Höhe von 15 Millionen € im Zusammenhang mit selbsterstellter Software nicht mehr aktiviert. Insgesamt stehen einem Zugang zu den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 11,6 Millionen € entsprechende Abgänge in Höhe von 10,7 Millionen gegenüber. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte stiegen saldiert um 31,7 Millionen €.
Bei den Firmenwerten ist ein leichter Anstieg von 2,9 Millionen € auf 176,4 Millionen € (Vorjahr: 173,5 Millionen €) zu verzeichnen, der im Zusammenhang mit der Übernahme augenoptischer Fachgeschäfte steht.
Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen, unter anderem in neue Niederlassungen, in den Ausbau von Hörakustikstudios, den Umbau bestehender Niederlassungen und in die Verbesserung der Logistik in Rathenow, führten zu bilanziellen Zugängen von 74,9 Millionen € und übertrafen die Abschreibungen auf Sachanlagen um 41,1 Prozent. Hierdurch erhöhte sich das Sachanlagevermögen im Vorjahresvergleich auf 334,8 Millionen € zum Bilanzstichtag 2021 (Vorjahr: 313,1 Millionen €), was 19,3 Prozent (Vorjahr: 18,8 Prozent) am Gesamtvermögen des Konzerns entsprach. Das Sachanlagevermögen war zum Bilanzstichtag 2021 zu 260,7 Prozent durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 267,1 Prozent).
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen entstanden durch die Anmietung von Ladenlokalen sowie in geringem Umfang durch PKW-Leasing. Der Anstieg um 7,2 Prozent auf 448,2 Millionen € (Vorjahr: 418,1 Millionen €) ist auf Neuanmietungen von Ladenlokalen im In- und Ausland zurückzuführen sowie die Erstkonsolidierung der spanischen Beteiligung Optica del Penedés, S.L.
Der deutliche Anstieg der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 22,3 Millionen € auf 40,4 Millionen € (Vorjahr: 18,1 Millionen €) steht im Zusammenhang mit der Verwendung freier liquider Mittel für Kapitalanlagen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr zum Zeitpunkt des Erwerbs.
Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 538,3 Millionen € (Vorjahr: 518,2 Millionen €). Die im Vorjahr reduzierten Vorräte stiegen im Zuge des gewachsenen Geschäftsvolumens um 4,1 Prozent auf 153,1 Millionen € (Vorjahr: 147,1 Millionen €) zum Bilanzstichtag 2021 an. Dabei handelte es sich vorwiegend um fertige Erzeugnisse und Handelswaren für Augenoptik und Hörakustik.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbezogen um lediglich 0,5 Millionen € auf 39,0 Millionen € (Vorjahr: 38,5 Millionen €), sind aber aufgrund des Geschäftsmodells ohnehin als nicht wesentlich zu betrachten.
Die kurzfristigen Finanzanlagen verringerten sich, korrespondierend zur deutlichen Aufstockung der langfristigen Kapitalanlagen, gegenüber dem Jahresendstand 2020 (117,5 Millionen €) auf 60,6 Millionen €. Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel und Anlagen mit bis zu drei Monaten Restlaufzeit zum Erwerbszeitpunkt) belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 174,9 Millionen € (Vorjahr: 103,7 Millionen €).
Die Finanzlage des Fielmann-Konzerns war zum Bilanzstichtag 2021 unverändert solide. Das Finanzvermögen (übrige langfristige Finanzanlagen, sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte, kurzfristige Finanzanlagen sowie Zahlungsmittel und Äquivalente) zum Bilanzstichtag belief sich auf 277,9 Millionen € (Vorjahr: 241,4 Millionen €), ein Anstieg um 36,5 Millionen €. Ausschlaggebend hierfür war der deutlich positive Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, der auf die deutliche Erholung der Umsatzerlöse bei verbesserter Profitabilität zurückgeht. Unter Berücksichtigung der Finanzverbindlichkeiten verfügte Fielmann zum Jahresende 2021 über eine positive Nettoposition von 215,1 Millionen € (Vorjahr: 182,5 Millionen €).
Die Anlagepolitik des Fielmann-Konzerns ist defensiv und auf die Erhaltung des Vermögens ausgerichtet. Anlagerichtlinien sehen Obergrenzen sowohl für einzelne Adressen als auch für Anlageklassen vor. Die Anlageentscheidungen erfolgen zentral. Langfristige Anlagen entfallen vorrangig auf Anleihen guter Bonität, die von der Fielmann Aktiengesellschaft gehalten werden. Hinsichtlich weiterer Angaben, insbesondere aufgrund der veränderten Fristigkeit der Anlagen, wird auf Textziffer 28 im Konzernanhang verwiesen.
Die Fielmann-Gruppe geht nur geringfügige langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein. Darüber hinaus bestehende kurzfristige Kreditlinien wurden auch im Berichtsjahr lediglich für Avale in Anspruch genommen. Um Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie entgegenzuwirken, hat sich die Fielmann Aktiengesellschaft zur kurzfristigen Liquiditätssicherung feste Kreditlinien in Höhe von 300 Millionen € bei verschiedenen Banken gesichert. Diese war zum Bilanzstichtag nicht beansprucht worden.
Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapital im Konzern wuchs zum Jahresende 2021 um 5,2 Prozent bzw. um 40,6 Millionen € auf 819,8 Millionen € (Vorjahr: 779,2 Millionen €). Die Eigenkapitalquote blieb mit 50,3 Prozent auf einem gewohnt hohen Niveau (Vorjahr: 50,1 Prozent).
Die langfristigen Schulden summierten sich zum Jahresende 2021 auf 496,8 Millionen € (Vorjahr: 476,6 Millionen €). Ausschlaggebend für den Anstieg war die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, die im Wesentlichen aus Mietverpflichtungen für neue Standorte resultiert. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf 0,5 Millionen € (Vorjahr: 0,7 Millionen €). Der Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten stammt insbesondere aus der Bewertung einer Put-Option für die bei den Alteigentümern der spanischen Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. verbliebenen Anteile. Der Zeitraum für die Ausübung liegt in den Jahren 2024 bis 2026.
Die langfristigen Rückstellungen nahmen nur leicht auf 28,9 Millionen € (Vorjahr: 28,0 Millionen €) zu. Sie enthalten Pensionsrückstellungen in Höhe von 9,0 Millionen € (Vorjahr: 8,4 Millionen €), die ausschließlich auf das Segment Deutschland zurückgehen und überwiegend unverfallbare Pensionszusagen betreffen.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich geringfügig auf 366,3 Millionen € (Vorjahr: 356,3 Millionen €). Die kurzfristigen Rückstellungen betrugen 70,5 Millionen € (Vorjahr: 58,4 Millionen €) und stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit leistungsbezogenen Vergütungen von Mitarbeitern sowie für Garantien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen in der Stichtagsbetrachtung um 5,7 Prozent auf 79,6 Millionen € (Vorjahr: 75,3 Millionen €). Wesentliche Änderungen in den Zahlungsbedingungen sind nicht erfolgt.
Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit einem Sicherheitseinbehalt für die Kaufpreiszahlung der Beteiligung an der spanischen Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. der in 2021 zur Zahlung gelangte. Die nichtfinanziellen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Vertragsverbindlichkeiten aus der Nulltarifversicherung und aus Hörgeräte-Reparaturpauschalen und nahmen mit dem wachsenden Geschäftsvolumen zu.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit legte gegenüber dem Vorjahr (278,5 Millionen €) um 24,5 Prozent auf 346,7 Millionen € zu. Der deutliche Anstieg ist in erster Linie auf das stark verbesserte Ergebnis vor Steuern zurückzuführen, das überdies höhere nicht zahlungswirksame Abschreibungen enthielt. Zugleich konnte der Vorratsaufbau durch ein gezieltes Working-Capital-Management im Vergleich zum Vorjahr begrenzt werden. Der cashmindernde Effekt aus höheren Ertragssteuerzahlungen fiel demgegenüber nicht ins Gewicht. Der operative Cashflow je Aktie stieg auf 4,13 € (Vorjahr: 3,32 €).
Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit verringerte sich um 65,9 Prozent auf -74,9 Millionen € (Vorjahr: -219,7 Millionen €). Der hohe Zahlungsmittelabfluss im Vorjahr war stark durch den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Optica del Penedés, S.L. geprägt. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt der Investitionen im Ausbau und der Modernisierung des Niederlassungsnetzes. Daneben investierte Fielmann am Produktions- und Logistikstandort Rathenow insbesondere in die Glasfertigung und die innerbetriebliche Fördertechnik. Zudem waren verschiedene Digitalisierungsprojekte im Kontext der Vision 2025 wesentlich: Die Vernetzung der Online-Shops mit den Niederlassungen wurde ebenso vorangetrieben wie die Investition in kundenorientierte digitale Services. Die Auszahlungen für Sachanlagen beliefen sich in Summe auf 74,9 Millionen € (Vorjahr: 65,7 Millionen €).
Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und aus der Investitionstätigkeit kletterte auf 271,8 Millionen € (Vorjahr: 58,8 Millionen €).
Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stieg um 135,6 Prozent auf -201,2 Millionen € (Vorjahr: -85,4 Millionen €). Die deutliche Zunahme ist im Wesentlichen auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung zurückzuführen. Die Ausschüttung der Fielmann Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 im Juli 2021 belief sich auf 100,8 Millionen € (Vorjahr: 0,0 Millionen €). Darüber hinaus sind höhere Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen enthalten.
In Summe erhöhten sich die Zahlungsmittel und Äquivalente um 71,2 Millionen € auf 174,9 Millionen € zum Bilanzstichtag 2021 (Vorjahr: 103,7 Millionen €).
Die Fielmann-Gruppe ist ein Familienunternehmen, übernimmt Verantwortung für Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft. Trotz der besonderen Herausforderungen der Coronavirus-Pandemie ist es gelungen, die Kundenzufriedenheit auf sehr hohem Niveau zu halten und die Kundenorientierung in den Niederlassungen mit einem umfassenden Infektionsschutz in Einklang zu bringen. Die ausgeprägte Treue unserer rund 27 Millionen Kunden war die Basis für ein erfreulich wachsendes Geschäft in Zeiten sich leerender Innenstädte.
Grundlage des Erfolges sind unsere qualifizierten und engagierten Mitarbeiter, die die kundenfreundliche Philosophie von Fielmann leben. Als größter Arbeitgeber und Ausbilder der augenoptischen Branche in Zentraleuropa bekennt sich Fielmann auch in der Coronavirus-Krise ohne Wenn und Aber zu den Mitarbeitern, sprach frühzeitig eine Arbeitsplatzgarantie aus und stockte auch im Jahr 2021 das Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent des vorherigen Nettoentgelts auf. Die vorausschauende Steuerung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in den Dimensionen Mitarbeiter, Kunde und Nachhaltigkeit versteht Fielmann als Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften in der Zukunft.
Fielmann ist der größte Arbeitgeber der augenoptischen Branche in Zentraleuropa. Im Konzern waren im Berichtsjahr durchschnittlich 21.822 (Vorjahr: 20.753) Mitarbeiter beschäftigt. Umgerechnet auf Vollzeitkräfte nahm der Personalbestand im Jahresdurchschnitt von 14.996 auf 15.808 zu. Der Personalaufwand erhöhte sich entsprechend auf 703,8 Millionen € (Vorjahr: 618,8 Millionen €). Fielmann berücksichtigt soweit möglich den Wunsch nach individueller Arbeitszeitgestaltung und schafft durch flexibler Arbeitszeitregelungen ein familienfreundliches Umfeld. Nahezu 30 Prozent der Mitarbeiter des Konzerns waren im Jahr 2021 in Teilzeit beschäftigt (Vorjahr: über 29 Prozent).
Der Anteil weiblicher Beschäftigter an der Gesamtbelegschaft blieb mit 70,6 Prozent in Deutschland auf hohem Niveau (Vorjahr: 69,8 Prozent). Der Anteil gut ausgebildeter Frauen mit Berufserfahrung nahm dabei weiter zu. Die Frauenquote in den ersten drei Ebenen unterhalb des Vorstands lag bei über 30 Prozent (Vorjahr: über 30 Prozent), während sie sich im Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft auf 25 Prozent und im Aufsichtsrat auf 37,5 Prozent belief.
Hervorzuheben ist darüber hinaus der sehr hohe Anteil der Belegschaftsaktionäre. Mehr als 76 Prozent (Vorjahr: 85 Prozent) der Mitarbeiter hielten zum Jahresende 2021 Fielmann-Aktien und beziehen damit neben ihren Gehältern in der Regel zusätzlich Dividenden. Der Rückgang ist auf die Erstkonsolidierung der spanischen Optica del Penedés, S.L. zurückzuführen.
Die demografische Entwicklung wird die Gesellschaft in Europa in den nächsten Jahrzehnten tiefgreifend verändern. Bei insgesamt rückläufiger Bevölkerungszahl scheiden die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach aus dem Arbeitsmarkt aus. Die daraus resultierenden Fachkräfteengpässe zeichnen sich bereits in einigen Berufen, Branchen und Regionen deutlich ab. Parallel dazu verändert die Digitalisierung der Arbeitswelt die Berufsbilder und erforderlichen Qualifikationen. Um die Herausforderungen des demografischen und technologischen Wandels zu meistern, setzt Fielmann auf die eigene Ausbildung und bietet den Mitarbeitern zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber wirbt Fielmann in Schulen, auf Jobmessen und in digitalen Medien um die Fachkräfte der Zukunft, darunter auch mit den Kampagnen www.optiker-werden.de und www.akustiker-werden.de. Fielmann bietet ein weites Spektrum an verschiedenen Karrieremöglichkeiten, verbunden mit einer attraktiven Entlohnung und finanziellen Entwicklungsperspektiven.
Die Fielmann-Gruppe ist der größte Ausbilder der augenoptischen Branche in Zentraleuropa - und der einzige, der neben der handwerklichen Ausbildung eigene Designstudios und industrielle Fertigungsstätten in den internen Lehrplan einbeziehen kann. Neben der Ausbildung in den Niederlassungen schafft Fielmann mit acht Lehrwerkstätten in Deutschland und weiteren Standorten in Österreich und der Schweiz einen Rahmen für die Vertiefung theoretischer und praktischer Kenntnisse. Auch im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie setzt Fielmann dabei vermehrt auf OnlineTrainings, virtuelle Lehrwerkstätten und Online-Fernkurse zur Prüfungsvorbereitung. Pro Jahr bewerben sich etwa 17.000 junge Menschen um eine Lehre bei Fielmann, von denen rund 1.500 nach bestandenem Eignungstest einen Ausbildungsplatz erhalten. Alle Fielmann-Niederlassungen im In- und Ausland werden von Augenoptikermeistern bzw. Optometristen geführt und kommen damit als Ausbildungsbetriebe in Betracht. Die Lehre im Bereich Augenoptik orientiert sich dabei regional übergreifend an den hohen Standards der deutschen Handwerksausbildung und wurde mehrfach bundesweit ausgezeichnet. Im praktischen Leistungswettbewerb des Ausbildungsjahrgangs 2021 stellte Fielmann den ersten, zweiten und dritten Bundessieger.
Im Geschäftsjahr 2021 belief sich die Zahl der Auszubildenden zum Jahresende auf 4.374 (Vorjahr: 4.516 Auszubildende). In Deutschland beschäftigte Fielmann 3.988 (Vorjahr: 4.131), in der Schweiz 187 (Vorjahr: 195) und in Österreich 187 (Vorjahr: 175) Auszubildende. Im Produktions- und Logistikzentrum Rathenow werden darüber hinaus angehende Speditionskaufleute, Fachkräfte in der Lagerlogistik, Informatikkaufleute und Verfahrensmechaniker für Brillenoptik ausgebildet. Die Fielmann Aktiengesellschaft bietet die Möglichkeit der Ausbildung in verschiedenen kaufmännischen Bereichen sowie die Absolvierung diverser dualer Studiengänge.
Mit einem berufsbegleitenden Meisterkurs wird darüber hinaus den häufig regional und familiär gebundenen Augenoptikern die Möglichkeit zur Zusatzqualifikation und die Chance zum beruflichen Aufstieg geboten.
Mit der Fielmann-Akademie Schloss Plön betreiben wir das größte augenoptische Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Forschungszentrum der Branche. Seit dem Jahr 2012 bietet die Akademie auch die Aus- und Weiterbildung für die Hörakustik an. Nachdem der Schulungsbetrieb zwischen März 2020 und März 2021 immer wieder eingestellt werden musste, konnte dieser im weiteren Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres unter Einhaltung wissenschaftlicher Hygienestandards wieder in reduziertem Umfang fortgeführt werden. Die Akademie steht im Rahmen der Meisterausbildung und der Fielmann-Akademie-Kolloquien auch externen Augenoptikern zur Verfügung. Die Kolloquien haben sich als feste Einrichtung für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis etabliert. In Summe nahmen seit 2007 mehr als 7.250 Besucher an 52 Veranstaltungen teil und tauschten sich über aktuelle Entwicklungen in der Augenoptik aus.
Der Schutz der Gesundheit aller Mitarbeiter und die Sicherstellung höchster Hygienestandards sind integraler Bestandteile der Personalstrategie. Im Berichtsjahr ist die Arbeitsunfähigkeitsquote in Deutschland auf 5,7 Prozent gestiegen (Vorjahr: 4,7 Prozent) und lag damit über dem festgelegten Höchstwert von 5 Prozent. Der Anstieg ist Folge der Coronavirus-Pandemie. Wir sind zuversichtlich, die Zielquote von unter 5 Prozent zukünftig wieder zu erreichen.
Ein im Vorjahr entwickeltes wissenschaftliches Hygienekonzept für die Verkaufsräume wurde im Geschäftsjahr 2021 weiterentwickelt. Fielmann organisiert Grippe- und Corona-Schutzimpfungen und gewährt in Zusammenarbeit mit einem externen Partner den Mitarbeitern Unterstützung in herausfordernden Lebenslagen. Details zu den Konzepten und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz sind im Nachhaltigkeitsbericht der Fielmann-Gruppe enthalten, der im April 2022 veröffentlicht wird.
Die Kundenzufriedenheit lag mit 91 Prozent unverändert auf sehr hohem Niveau (Vorjahr: 91 Prozent). Neben den garantiert günstigen Preisen ist der hohe Wert auf die kundenorientierte Philosophie von Fielmann zurückzuführen, die eine faire, freundliche und kompetente Beratung in den Mittelpunkt stellt. Diese Philosophie spiegelt sich auch im Vergütungssystem wider. Ein wesentlicher Teil der Tantieme der Niederlassungsleiter sowie des Vorstands ist von der Zufriedenheit der Kunden abhängig.
Die Omnichannel-Plattform der Fielmann-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 nicht nur als Vertriebskanal, sondern auch als Kundenbindungs- und Serviceplattform erheblich an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2021 wurden die digitalen Services von Fielmann bereits 22 Millionen Mal von Kunden genutzt, und mehr als jede zweite Kontaktlinse wurde über die digitalen Vertriebskanäle abgesetzt. Die digitalen Vertriebskanäle sind dabei kein Ersatz für die Niederlassungen, sondern integraler Bestandteil eines Omnichannel-Geschäftsmodells. Auch wenn Fielmann über eigene Forschung und Entwicklung optische Messtechnologien zur Marktreife führt, kommt den Niederlassungen weiterhin eine wichtige Rolle zu. Auch langfristig werden sich viele Kunden einen persönlichen Service wünschen. Das gilt besonders für komplexe Produkte wie zum Beispiel Gleitsichtgläser, die zusätzliche Messungen und eine persönliche Beratung erfordern.
Fielmann bietet den Kunden seit 2018 den im Kontaktlinsen-Geschäft und in der Hörakustik bereits zuvor erfolgreich eingeführten Service der Online-Terminvereinbarung auch für den Sehtest und die Brillenberatung an. Durch diese Technologie konnte Fielmann im Jahr 2021 bereits rund 11 Millionen Terminvereinbarungen digital abwickeln. Zur Optimierung der Frequenz in den Niederlassungen wurde ein digitales Zeitmanagement entwickelt, das verfügbare Ressourcen optimiert und gleichzeitig dem Kunden minutengenau seine Wartezeit prognostiziert. Hierdurch wurde zugleich die Arbeit der Mitarbeiter in den Niederlassungen planbarer und produktiver gestaltet. Mithilfe der Tools konnte Fielmann die Kapazitäten unter Wahrung von Hygienestandards bestmöglich auslasten und so negative Effekte der Coronavirus-Pandemie deutlich begrenzen.
Fielmann übernimmt Verantwortung dort, wo die Gruppe wirtschaftlich tätig ist. Entlang der Wertschöpfungskette werden soziale und Umwelt-Standards im Dialog mit Lieferanten und Partnern dauerhaft sichergestellt. Für die Lieferanten ist ein Code of Conduct verbindlich, der auf den anerkannten Prinzipien des UN Global Compact beruht. Fielmann unterstützt ferner die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals).
Mit einer möglichst umweltfreundlichen Produktion einschließlich des Energieeinsatzes leistet Fielmann einen unmittelbaren Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels. Seit 2020 nutzt Fielmann deutschlandweit in der Produktion, den Niederlassungen und der Zentrale ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen. Dieses Konzept soll Schritt um Schritt auch im europäischen Ausland - soweit möglich - ausgerollt werden. Modernisierungsinvestitionen in Produktion und Logistik tragen zur Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks bei. Außerdem haben wir eine nachhaltige Brillenkollektion aus recyceltem Acetat entwickelt, die nach ISO 14040 zertifiziert ist. Diese Kollektion ist seit Frühjahr 2022 in den Niederlassungen erhältlich. Zeitgleich prüfen wir kontinuierlich neue Materialien und Produktionsmethoden, um unsere Kollektion noch nachhaltiger zu gestalten.
Fielmann hat darüber hinaus auch im Jahr 2021 abermals für jeden Mitarbeiter einen Baum gepflanzt - insgesamt waren das 24.724 Bäume (Vorjahr: 26.159 Bäume) und 4.608 Sträucher (Vorjahr: 4.051).
Das weitere gesellschaftliche Engagement erstreckt sich besonders auf Natur- und Umweltschutz, Bildung und Forschung sowie Denkmalpflege und Kultur. Dieses Engagement kommt auch durch Investitionen in Infrastruktur und Dienstleistungen sowie Partnerschaften mit gemeinnützigen, regionalen Organisationen zum Ausdruck.
Die Anstrengungen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie spiegeln sich auch in einem auf B- verbesserten ESG-Rating im Carbon Disclosure Project (CDP) sowie einer auf C gestiegenen Eingruppierung von ISS ESG positiv wider.
Die nachstehenden zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf den heutigen Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands der Fielmann Aktiengesellschaft. Nicht zuletzt aufgrund der noch andauernden Coronavirus-Pandemie und der aktuellen Entwicklung in Osteuropa, die sich auch in großen Flüchtlingsströmen widerspiegeln, sind diese mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Zahlreiche Faktoren, die nicht durch Fielmann beeinflussbar sind, können dazu führen, dass sich die wirtschaftliche Lage anders darstellt als im Prognosebericht angenommen. So könnte ein ungünstiger Verlauf der Pandemie oder auch Sanktionsmaßnahmen weitere behördliche Beschränkungen, eine Belastung der Branchenkonjunktur und entsprechende Absatzeinbußen nach sich ziehen.
Die Fielmann Aktiengesellschaft verpflichtet sich nicht, zukunftsgerichtete Aussagen fortzuschreiben und an künftige Entwicklungen anzupassen. Auch übernimmt die Fielmann Aktiengesellschaft keine Gewährleistung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Der Internationale Währungsfonds rechnet in seinem im Januar 2022 aktualisierten World Economic Outlook mit einer globalen Wachstumsrate von nur noch 4,4 Prozent. Das sind 1,5 Prozentpunkte weniger als die IWF-Schätzung für das Berichtsjahr. Erwartet werden unter anderem Belastungen durch steigende Energiepreise und Lieferengpässe, aber auch durch zum Teil rigide Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie - wie etwa durch die Nulltoleranz-Politik in China. Aufgrund der nach wie vor nicht gewährleisteten Versorgung mit Impfstoffen in etlichen Ländern nennt der IWF die mögliche Entstehung gefährlicher Mutationen als wichtigsten Risikofaktor für die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Ebenso wird durch den Ukraine-Konflikt mit erheblichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft gerechnet. Eine weniger expansive Geld- und Fiskalpolitik aufgrund des wachsenden Preis- und Lohndrucks könne zudem die Wachstumskräfte beeinträchtigen. Für den Euroraum erwartet der IWF ein Wachstum von 3,9 Prozent, für Deutschland von 3,8 Prozent. Die deutsche Bundesregierung erwartet für 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent bei einer Inflation von 3,3 Prozent. Die privaten Konsumausgaben werden demnach um 9,1 Prozent wachsen.
Italien (+4,9 Prozent) und Spanien (+6,2 Prozent) dürften den IWF-Erwartungen zufolge eine stärkere Dynamik beim Bruttoinlandsprodukt zeigen. Für die Wirtschaft in der Schweiz sagt die OECD in ihrem Januar-Länderbericht eine Wachstumsrate von 3,0 Prozent voraus.
Das Hauptaugenmerk von Fielmann gilt den Kern-, Wachstums- und Expansionsmärkten sowie dem angrenzenden Europa. In den Kernmärkten (Deutschland, Schweiz und Österreich) werden die Wachstumstreiber als weiterhin intakt eingeschätzt. Einer Marktstudie zufolge soll der Umsatz der augenoptischen Branche im Jahr 2022 europaweit bei rund 36,7 Milliarden € liegen, was einem Anstieg von rund 7 Prozent gegenüber dem Berichtsjahr entspricht. Brillengläser bilden dabei das größte Marktsegment mit einem Marktvolumen von 17,9 Milliarden €. Rund 18,6 Prozent des Gesamtumsatzes werden erwartungsgemäß im Versand im Wesentlichen mit Kontaktlinsen und Sonnenbrillen ohne Sehstärke erwirtschaften. Brillen mit individueller Korrekturstärke werden nach wie vor überwiegend stationär erworben.
Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft beurteilt die langfristige Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts unverändert positiv. Aus heutiger Sicht geht der Vorstand davon aus, dass Fielmann bei angemessenem Ergebnis weitere Absatz- und Umsatzmarktanteile, insbesondere in den Wachstums- und Expansionsgebieten, gewinnen wird. Pandemiebedingte Beschränkungen führen allenfalls zu einem Aufschub, nicht jedoch zu einem dauerhaften Verzicht auf einen Kauf von augenoptischen und hörakustischen Produkten.
Fielmann führt die Umsetzung der Vision 2025 konsequent fort und bleibt damit auf Expansionskurs. Wesentliche Treiber für organisches Wachstum sind insbesondere Neueröffnungen, die Vergrößerung bestehender Geschäfte und der Umzug in noch attraktivere Lagen. Mit der Modernisierung und der Flächenausweitung einer bestehenden Niederlassung erzielt Fielmann in der Regel zweistellige Umsatzzuwächse.
Zur Beschleunigung des organischen Wachstums plant Fielmann für das Geschäftsjahr 2022, mehr als 95 Millionen € aus Eigenmitteln in den Ausbau, die Modernisierung und den Erhalt des Niederlassungsnetzes sowie in Produktion und Infrastruktur zu investieren. Über alle Märkte hinweg sollen im Jahr 2022 mehr als 40 neue Niederlassungen eröffnet oder übernommen werden. Für weitere mehr als 40 bestehende Niederlassungen plant Fielmann Umbauten oder Vergrößerungen.
In Deutschland sind Investitionen in Höhe von rund 64 Millionen € geplant, in der Schweiz und Italien jeweils um etwa 7 Millionen €, in Österreich rund 6 Millionen € und in Polen um 3 Millionen €. Vom Gesamtvolumen sollen 62 Millionen € auf die Renovierung bestehender Geschäfte und Neueröffnungen entfallen, 11 Millionen € auf die Ausweitung der Produktionskapazitäten und weitere 23 Millionen € auf Konzerninfrastruktur und Vertriebswege. Ab 2023 soll das Investitionsvolumen mit Blick auf die langfristigen Ziele nochmals deutlich ausgeweitet werden.
Die Investitionen werden in Abhängigkeit von der Weiterentwicklung der pandemischen Lage und der Auswirkungen auf die Niederlassungen im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 fallweise neu priorisiert und gegebenenfalls vorgezogen, verschoben oder gestrichen. Das organische Wachstum ergänzt Fielmann bei sich bietender Gelegenheit um strategische Akquisitionen in den Wachstums- und Expansionsmärkten, was auch den Markteintritt in mindestens einen weiteren Markt einschließt. Begleitet wird das Investitionsprogramm durch die fortgesetzte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie Aufwendungen für die fortgesetzte Digitalisierung und die Weiterentwicklung der Omnichannel-Plattform.
Durch die Maßnahmen schafft Fielmann eine noch breitere Basis für nachhaltiges Wachstum. Die Kundenzufriedenheit soll auch im Geschäftsjahr 2022 über 90 Prozent betragen. Zusammen mit der konsequenten Ausrichtung auf die Kunden, geplanten Aufwendungen von rund 20 Millionen € für Aus- und Weiterbildung sowie den bereits in früheren Jahren getätigten Investitionen sollen weitere Marktanteile insbesondere im europäischen Ausland gewonnen werden. Zusätzlich unterstützt wird dies durch die erwartete Ausweitung der Absätze von Gleitsichtbrillen, Kontaktlinsen und Hörsystemen. Die langfristigen Wachstumsziele im Rahmen der Vision 2025 bleiben dabei unangetastet. In mehr als 700 Niederlassungen in den Kernmärkten - davon über 630 in Deutschland, 50 in der Schweiz und 45 in Österreich - sollen 10 Millionen Brillen abgegeben und 2,1 Milliarden € Außenumsatz erzielt werden.
In den Wachstumsmärkten sind langfristig 80 Niederlassungen in Norditalien und 70 Standorte in Polen geplant, die mit mehr als 1,1 Millionen abgegebenen Brillen einen Außenumsatz von 160 Millionen € erzielen. In Spanien besteht nach Einschätzung von Fielmann Potenzial für insgesamt 200 Niederlassungen mit einem jährlichen Absatz von rund 900.000 Brillen. Im Wachstumsmarkt Tschechien sollen langfristig 20 Standorte betrieben und ein Absatz von 15 Millionen € erzielt werden. In Summe plant Fielmann außerhalb der Kernmärkte einen Absatz von 2,1 Millionen Brillen sowie einen Außenumsatz von 400 Millionen.
Die anhaltenden Probleme im internationalen Lieferverkehr, der Krieg in der Ukraine und insbesondere die Coronavirus-Infektionswelle zu Beginn diesen Jahres belasten die Konjunktur stärker als zunächst erwartet. Die Verknappung des Erdgases und auch die deutlich gestiegenen Strompreise werden die bereits anziehende Inflation weiter befeuern.
Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat vor dem Hintergrund möglicher weiteren Belastungen des Alltags und des Geschäftslebens in Europa durch die Coronavirus-Pandemie verschiedene Szenarien einer wirtschaftlichen Entwicklung des Fielmann-Konzerns erstellt.
Bei einem Umsatzanstieg von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,85 Milliarden Euro rechnen wir mit einem Brillenabsatz um 9,2 Millionen einer Marge vor Steuern (EBT) um 13 Prozent.
Bei einem Umsatzanstieg von rund 7 Prozent etwa 1,80 Milliarden Euro und einem Brillenabsatz von 8,9 Millionen wird die EBT-Marge bei um 12 Prozent liegen.
Bei einem Umsatzanstieg von rund 4 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr wird ein Absatz von 8,6 Millionen Brillen geschätzt und eine EBT-Marge um 10 Prozent erzielt.
Fielmann ist in den letzten Jahrzehnten aus allen Strukturreformen und Krisen gestärkt hervorgegangen. In schwierigen Zeiten kauft der Verbraucher dort, wo er beste Qualität zu günstigen Preisen bekommt: In der Augenoptik und der Hörakustik ist das Fielmann.
Durch ein umfassendes Chancen - und Risikomanagement kann Fielmann Chancen frühzeitig erkennen und nutzen, ohne mögliche Risiken außer Acht zu lassen.
Ziele des Risikomanagementsystems des Fielmann-Konzerns sind die rechtzeitige Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage und die von den Stake- und Shareholdern wahrgenommene Positionierung der Fielmann-Gruppe in der Öffentlichkeit haben könnten. Ein konzernweit angewendetes Risikotragfähigkeitskonzept dient der Festlegung der angemessenen Risikobereitschaft der Fielmann-Gruppe in den jeweiligen Risikofeldern.
Zur Zielerreichung wurde ein Risikomanagementsystem implementiert, welches neben einer klaren Organisationsstruktur eine systematische Risiko-Identifikation, -Bewertung, -Steuerung, -Kommunikation und -Überwachung gewährleistet und sich an dem IDW PS 340 orientiert. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Weiterentwicklung entsprechend der Anforderungen des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) Prüfungsstandard 340 n.F.. Basis ist ein detailliertes Berichtswesen, das alle Planungs- und Steuerungssysteme beinhaltet. So ist sichergestellt, dass der Vorstand über die Risikosituation transparent informiert ist.
Anhand zuvor identifizierter und definierter Schwellenwerte wird regelmäßig analysiert, ob Risikokonzentrationen im Konzern oder bei der Fielmann Aktiengesellschaft bestehen. Die Überwachung ist in tägliche Arbeitsabläufe integriert, die monatliche und die jährliche Berichterstattung komplettieren das Frühwarnsystem. Mögliche Risiken werden identifiziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die wirtschaftliche Lage der Fielmann Aktiengesellschaft bzw. des Konzerns bewertet. Eine standardisierte Vorgehensweise zur Handhabung etwaiger auftretender Risiken sowie die erwartete Entwicklung des Risikos innerhalb der nächsten zwölf Monate (kurzfristiger Zeitraum) bzw. in den nächsten 36 Monaten (mittelfristiger Zeitraum) werden ebenfalls erfasst. Neben dem monatlichen und jährlichen Berichtswesen besteht zusätzlich eine Pflicht zur Ad-hoc-Berichterstattung.
Das Ergebnis der Beurteilung wird auf Formblättern anhand eines Ampelsystems für die Risikoausprägung dokumentiert. Dabei werden folgende Risikoklassifizierungen unterschieden:
| grün: | geringes Risiko (erwarteter Schaden kleiner 3,0 Millionen €) |
| grün-gelb: | mittleres Risiko (erwarteter Schaden 3,0 Millionen € bis 8,0 Millionen €) |
| gelb: | hohes Risiko (erwarteter Schaden von 8,0 Millionen € bis 14,0 Millionen €) |
| gelb-rot: | kritisches Risiko (erwarteter Schaden von 14,0 Millionen € bis 27,0 Millionen €) |
| rot: | sehr kritisches (erwarteter Schaden von mehr als 27,0 Millionen €) |
Der Prozess der Risikoerfassung, -bewertung und -beurteilung erfolgt dezentral durch die einzelnen Bereiche. Mitarbeiter in den Risikoeinheiten (Risk Identifier) identifizieren aufgrund ihrer Verantwortung zu den Themen mögliche Risiken und melden diese an ihren Risiko-Verantwortlichen (Risk Owner) zur Berücksichtigung im Risiko-Management. Der Risikobeauftragte koordiniert die Risikoerfassung, -bewertung sowie -beurteilung und leitet die Risikoberichte der einzelnen Bereiche an den Vorstand weiter. Damit wird eine Vielzahl einzelner Risiken abgedeckt, die wiederum in den folgenden Kategorien zusammengefasst sind:
| ― |
Umfeldrisiken, Branchen und Konzernkennzahlen |
| ― |
Vertrieb |
| ― |
Personal |
| ― |
Finanzen |
| ― |
Produktion und Logistik |
| ― |
Materialwirtschaft |
| ― |
Informationstechnologie |
| ― |
Governance |
| ― |
Digital und Marketing |
| ― |
Gesetzliche Anforderungen nach § 289c HGB |
Das Risikomanagementsystem von Fielmann wird auf den gesamten Konsolidierungskreis des Unternehmens angewendet. Es werden grundsätzlich alle Tochtergesellschaften und Beteiligungen entsprechend der funktionalen Gliederung des Fielmann-Konzerns einbezogen. Der Risikoleitfaden und das darin enthaltene Risikomanagementsystem ist durch alle Mitarbeiter bindend anzuwenden.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und deren Schadenshöhe sind hierbei anhand einer 5 * 5 Risikomatrix berücksichtigt. Für jedes Risiko wird auch die Art der Risikoauswirkung auf das Ergebnis, die Liquidität, das Vermögen und auf das Image angegeben. Die Handhabung mit dem Risiko unterteilt nach selbsttragend, Verminderung, Überwälzung oder Vermeidung wird ebenfalls erfasst. Die erwartete Entwicklung des Risikos in den kommenden 12 oder 36 Monaten wird darüber hinaus anhand eines Pfeilsystems dokumentiert. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches der Fielmann-Konzern ohne Gefährdung seines Fortbestands tragen kann. Es versteht sich als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Deckungsmasse. Bei der Deckungsmasse handelt es sich um betriebswirtschaftliche Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, welche im Falle von Risikoeintritten zur Abfederung der Auswirkungen herangezogen werden.
Um das Gesamtrisiko zu ermitteln, werden alle Einzel-Risiken in einem Gesamt-Risiko-Portfolio zusammengefasst. Neben der Konsolidierung der Einzel-Risiken werden in der Gesamt-Risiko-Position auch die Konzentration von nicht wesentlichen, bestandsgefährdenden Risiken und Tail-Events (Extremrisiken) berücksichtigt und bewertet. Des Weiteren wird die Einschätzung über eine Brutto-Netto-Betrachtung für wesentliche Kennzahlen ergänzt. Das ermittelte Gesamtrisiko wird den Kennzahlen der Ertragslage (vorrangig EBT = Ergebnis vor Steuern), der Finanzlage (Liquidität 1., 2. und 3. Grades) und der Vermögenslage (vorrangig: Eigenkapital) gegenübergestellt.
Fielmann erstellt eine systematisch abgeleitete Risikotragfähigkeitsanalyse. Wesentliche Elemente der Risikotragfähigkeitsanalyse sind Prozessablauf, Verantwortlichkeit, eingesetzte Verfahren, Ermittlung der Risikodeckungsmasse und der Risikoparameter sowie Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit.
Die Wirksamkeit des Informationssystems wird regelmäßig durch die Interne Revision sowie ab 2022 vom Prüfungsausschuss überwacht und im Rahmen der Prüfung beurteilt. Für den Fielmann-Konzern sowie für die Fielmann Aktiengesellschaft bestehen im Folgenden aufgeführte Risiken. Darüber hinaus bestehende allgemeine Risiken werden nicht explizit erfasst, da sie sich naturgemäß nicht vermeiden lassen.
Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Erstellung und Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Fielmann Aktiengesellschaft. Schulung und regelmäßiger Austausch, standardisierte Vorlagen sowie ein IT-gestütztes Informationssystem zu Bilanzierungsfragen und ein gruppenweit einheitliches Abrechnungssystem konkretisieren Abläufe und unterstützen eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erstellung des Abschlusses. Die Warenflusskontrolle sowie die Warenbewertung erfolgt über das bei Fielmann einheitliche Abrechnungssystem. Um die hohe Integration der eingesetzten SAP-Systeme und die Standardisierung vieler Prozesse zu nutzen, wurden die Abschlussarbeiten in den jeweiligen Fachbereichen zentralisiert. Bis auf acht kleinere Gesellschaften werden alle Einzelabschlüsse in SAP erstellt und zentral im Konzern zusammengeführt (Vorjahr: acht Gesellschaften).
Basis einer jeden Belegprüfung ist das für das Rechnungswesen auf Einzelabschluss- und Konzernebene installierte Kontrollsystem, das die Prozess- und Datenqualität überwacht. Zu diesem Kontrollsystem gehören unter anderem Informationsflussdarstellungen, ein Verfahren zur täglichen Kassenabrechnung, Prüf- und Checklisten sowie ein IT-System zur Überwachung aller Transaktionen für den Monats-, Jahres- und Konzernabschluss. Die Einhaltung der Regelungen unterliegt einer turnusmäßigen Überprüfung durch die Interne Revision. Die buchhalterischen Vorgaben eines zentralen Finanzinformationssystems gelten für Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften nach lokalen handelsrechtlichen Grundsätzen, wobei Besonderheiten für einzelne Einheiten vermerkt sind. Soweit einbezogene Gesellschaften nach anderen Rechnungslegungsstandards Einzelabschlüsse aufstellen, gelten die Bilanzierungsgrundsätze für die Handelsbilanz II, die zentral im Konzernrechnungswesen bearbeitet wird.
Die Bilanzierungsgrundsätze werden auch auf Zwischenabschlüsse angewendet und dienen sowohl einer sachlichen als auch einer zeitlichen Stetigkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Systems der Internen Revision überzeugt.
Die nachfolgenden Informationen über Risiken der künftigen Entwicklung beziehen sich auf die in das Risikomanagement von Fielmann eingebundenen Risiken. Zur Verbesserung der Information wird die nach IFRS 7 für den Konzernabschluss gebotene Berichterstattung über Kreditrisiken, Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Marktrisiken und Liquiditätsrisiken in den Konzernlagebericht unter "Finanzwirtschaftliche Risiken" eingebunden. Die Ausführungen über die Chancen der künftigen Entwicklung betreffen dabei im Wesentlichen operative Bereiche.
Die Marktstellung des Konzerns, seine finanzielle Bonität und ein Geschäftsmodell, welches die konsequente und schnelle Nutzung von Wachstumschancen bei begrenzten Risiken erlaubt, lassen mit Blick auf die zukünftige Entwicklung keine Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennen.
Konjunkturelle Schwankungen im internationalen Marktumfeld und eine zunehmende Wettbewerbsintensität stellen für die Unternehmen in der Augenoptik- und Hörakustikbranche und damit auch für die Fielmann-Gruppe grundsätzliche Risiken dar. Aus den Umfeldrisiken resultieren Preis- und Absatzrisiken, welche sich in der wirtschaftlichen Lage des Fielmann-Konzerns niederschlagen können. In den beiden zurückliegenden Geschäftsjahren 2020 und 2021 wurden die Umfeldrisiken und deren Auswirkungen auf die Konzernkennzahlen durch die außergewöhnlichen Belastungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie verstärkt.
Eine ständige, zentral und dezentral durchgeführte Wettbewerbsbeobachtung unterstützt Fielmann in der frühzeitigen Erkennung dieser Entwicklungen. Über manuelle und automatisierte Verfahren wird das Angebot von Online-Anbietern im augenoptischen Bereich laufend beobachtet und analysiert. Der Vorstand und weitere Entscheidungsträger werden zeitnah über Entwicklungen im Markt- und Wettbewerbsumfeld informiert. Risiken werden so rechtzeitig identifiziert und Maßnahmen kurzfristig ergriffen.
Die Coronavirus-Pandemie hat die wirtschaftliche Entwicklung der Fielmann Aktiengesellschaft und des Fielmann-Konzerns 2021 weiterhin beeinträchtigt. Dennoch konnte sich die Fielmann-Gruppe nach den pandemiebedingten Rückgängen im Vorjahr deutlich erholen und einen Umsatz über Vorkrisenniveau erzielen. Das Zusammenspiel aus steigenden Impfquoten und dem kontinuierlichen Rollout der Omnichannel-Plattform hat zur positiven Entwicklung in allen relevanten Märkten beigetragen.
Die Umfeldrisiken werden insgesamt, auch aufgrund der noch immer bestehenden Risiken aus der Coronavirus-Pandemie, als mäßig (grün-gelb) eingestuft. Im Vorjahr waren die Umfeldrisiken ohne Berücksichtigung der Coronavirus-Pandemie als grün, das Risiko möglicher Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie als rot eingestuft worden.
Vertriebsrisiken bestehen im Wesentlichen in einer rückläufigen Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von Fielmann, die ihre Ursache in einer nachlassenden Kundenzufriedenheit, in Störungen des stationären Handels, etwa aufgrund von behördlichen Einschränkungen des Kundenverkehrs im Zuge der Coronavirus-Pandemie, oder im Bereich der Online-Aktivitäten haben kann. Die wesentlichen Vertriebsrisiken werden daher anhand ihrer Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit und die Absatzentwicklung bewertet. Beide Kennzahlen sind essenzielle Erfolgsfaktoren für die kundenorientierte Philosophie von Fielmann.
Fielmann hat im Berichtsjahr die Kundenzufriedenheit dank der hohen Produkt- und Servicequalität bei garantiert günstigen Preisen auf über 90 Prozent gehalten. Die Niederlassungen waren über das gesamte Jahr unter strikter Beachtung erforderlicher Hygienemaßnahmen geöffnet. Unter anderem durch die Online-Vergabe von Terminen konnte eine starke Kundenfrequenz und hohe Auslastung des stationären Vertriebs gewährleistet werden. Diese Maßnahmen tragen auch zukünftig zur Reduzierung der Vertriebsrisiken bei - auch unter Berücksichtigung der weiteren Expansion durch die geplante Zahl von Neueröffnungen sowie Umbauten und Umzügen. Die Online-Services, die vor dem Launch umfangreichen Nutzertests unterzogen wurden, steuern im Jahr 2021 trotz wachsender Nutzerzahlen erwartungsgemäß nur einen kleinen Teil zum Außenumsatz bei.
Die Risiken im Bereich des Vertriebs werden als gering (grün-gelb) bewertet. Im Vorjahr wurden die Risiken mit mäßig (gelb bis gelb-rot) bewertet.
Der Wachstumskurs der Fielmann-Gruppe ist mit einem steigenden Bedarf an Fachkräften sowohl in den Niederlassungen als auch in Produktion, Logistik und Verwaltung verbunden. Nur so kann das Versprechen einer hohen Produkt-, Beratungs- und Servicequalität konsequent eingehalten werden. Personelle Risiken bestehen insbesondere darin, dass dieser Fachkräftebedarf aufgrund des demografischen und technologischen Wandels mittel- bis langfristig nicht ausreichend gedeckt werden kann.
Fielmann begegnet diesen Risiken zum einen durch eine aktive und sehr erfolgreiche Positionierung der modernen Arbeitgebermarke im Wettbewerb um junge Talente. Als größter Ausbilder der augenoptischen Branche mit höchsten handwerklichen und industriellen Standards konnte Fielmann die wachsende Zahl der Ausbildungsplätze bislang stets mit geeigneten jungen Menschen besetzen. Durch die hohe Zahl angehender Augenoptiker und Hörakustiker in der Fielmann-Gruppe sowie innovativer Weiterbildungskonzepte ist der Bedarf der Niederlassungen dauerhaft gesichert. Zusätzliche Stabilität verleiht die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter. Durch das Angebot von Teilzeit-Arbeitsmodellen, das Ausrollen von New-Work-Konzepten, eine attraktive Vergütung und nicht zuletzt den hohen Anteil von Belegschaftsaktionären wird die Fluktuation wirkungsvoll begrenzt.
Die Risiken aus dem Bereich Personal werden aufgrund der aktuellen Lage und der entsprechenden Maßnahmen nahezu unverändert als gering (grün-gelb) eingestuft (Vorjahr: grün).
Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktrisiken, Zins- und Währungsrisiken sowie Zinsschwankungen können sich signifikant auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Fielmann-Konzerns auswirken. Fielmann hat daher die Risiken so weit wie möglich zentralisiert und steuert diese vorausschauend. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden unverändert als gering eingestuft (grün). Im Einzelnen stellen sie sich wie folgt dar:
Der Fielmann-Konzern verfügt über ein hohes Finanzvermögen, das zu einem wesentlichen Teil auf lang- und kurzfristige Finanzanlagen entfällt. Kreditrisiken bestehen darin, dass es zu Leistungsstörungen oder Ausfällen aufseiten der Kontrahenten kommt, insbesondere in einem Umfeld wachsender Unsicherheit und Instabilität auf den Finanzmärkten. Vor dem Hintergrund einer expansiven, mit niedrigen oder gar negativen Zinsen verbundenen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wird die Ertragslage von Finanzinstituten in Mitleidenschaft gezogen. Weitere Risiken erwachsen aus dem hohen Stand der Verschuldung im öffentlichen und privaten Sektor in einigen Ländern des Euroraums.
Die Anlagepolitik des Fielmann-Konzerns und der Fielmann Aktiengesellschaft ist defensiv und auf die Erhaltung des Vermögens durch die nachhaltige Sicherung der Kaufkraft in Orientierung an der aktuellen Preissteigerungsrate ausgerichtet. Diese belief sich im Berichtsjahr auf 3,1 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent). Eine Anlagerichtlinie schreibt für alle Klassen von Finanzinstrumenten, die der Kapitalanlage dienen, Höchstgrenzen vor. Die Anlagemöglichkeiten sind im Wesentlichen auf Anlagen beschränkt, die in der Beurteilung durch Ratingagenturen mit einem Investment Grade ausgestattet sind. Aufgrund der auch im Jahr 2021 weiterhin bestehenden großen Unsicherheit an den Finanzmärkten hat sich die Fielmann Aktiengesellschaft entschieden, insbesondere in Anlagen mit hoher Bonität zu investieren bzw. Liquidität auf Tagesgeldkonten oder auf Kontokorrentkonten zu belassen.
Das Ausfallrisiko im Konzern und in der Fielmann Aktiengesellschaft besteht maximal in Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte. Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Grundsätzlich wird vor jeder wesentlichen Anlageentscheidung die Bonität des Geschäftspartners geprüft und dokumentiert. Die Fixierung von Höchstgrenzen für Anlagen je Kontrahent begrenzt das Ausfallrisiko, ebenso wie der derzeitige Schwerpunkt des Anlagehorizonts mit Laufzeiten von durchschnittlich 6 Monaten (Vorjahr: Laufzeiten von durchschnittlich 6 Monaten). Titel ohne Rating werden einer internen Beurteilung unterworfen. Hierbei werden unter anderem ein bestehendes Rating des Emittenten oder das eines vergleichbaren Schuldners sowie die Ausstattung des Titels berücksichtigt. Anlagen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten bedürfen keines Ratings. Dieses gilt unter Berücksichtigung der definierten Freigrenzen der Anlagerichtlinie.
Die Kreditrisiken werden daher unverändert als gering (grün) eingestuft. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine Konzentration von Ausfallrisiken, da durch die Einzelhandelsaktivität eine Bündelung auf einzelne Schuldner nicht gegeben ist. Vor diesem Hintergrund wird das Ausfallrisiko als unverändert gering (grün) eingeschätzt.
Liquiditätsrisiken bestehen grundsätzlich darin, dass eine Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Fielmann Aktiengesellschaft steuert die Liquidität für alle Tochtergesellschaften des Konzerns zentral. Die Finanzsteuerung erfolgt mit der Maßgabe, dem Vorstand die nötige Flexibilität für unternehmerische Entscheidungen zu gewährleisten und für die fristgerechte Erfüllung bestehender Zahlungsverpflichtungen des Konzerns und der Fielmann Aktiengesellschaft Sorge zu tragen.
Die hohe Liquidität im Fielmann-Konzern bietet ausreichend Spielraum für die weitere Expansion. Zum 31. Dezember 2021 verfügte Fielmann im Konzern über ein Finanzvermögen in Höhe von 277,9 Millionen € (Vorjahr: 241,4 Millionen €). Darüber hinaus hat sich die Fielmann Aktiengesellschaft zur kurzfristigen Liquiditätssicherung feste Kreditlinien in Höhe von 300 Millionen € bei verschiedenen Banken gesichert. Diese wurden nicht in Anspruch genommen.
Liquiditätsrisiken bestehen derzeit unverändert nicht (grün).
Relevante Marktrisiken für den Fielmann-Konzern bestehen vor allem in Zins- und Währungsrisiken. Diese sind unter anderem dadurch begrenzt, dass die wesentlichen Einkaufskontrakte in Euro lauten und sich Fielmann größtenteils über Eigenkapital finanziert. Zum Jahresende 2021 betrug die Eigenkapitalquote des Konzerns 50,3 Prozent (Vorjahr: 50,1 Prozent). Anhand einer Sensitivitätsanalyse überprüft Fielmann regelmäßig die vergangenheitsbezogenen Auswirkungen verschiedener Entwicklungen auf die Marktrisikolage des Konzerns.
Zinssatzänderungen haben eine Auswirkung auf die Höhe des bilanziellen Ausweises von Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten und damit auf das Finanzergebnis. Ebenso wirken sich Zinsänderungen auf die vorhandene Liquidität und somit ebenfalls auf das Finanzergebnis aus. Für die Sensitivitätsanalyse von Zinsrisiken gelten folgende Prämissen: Originäre Finanzinstrumente unterliegen nur dann Zinsrisiken, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Finanzinstrumente mit einer variablen Verzinsung unterliegen ebenso wie die Liquidität auf Kontokorrentkonten grundsätzlich Marktzinsrisiken.
Der Hauptrefinanzierungszinssatz der EZB lag im Geschäftsjahr 2021 unverändert bei 0,0 Prozent. Das operative Zinsergebnis des Fielmann-Konzerns belief sich in diesem Umfeld auf 0,0 Millionen € (Vorjahr: 0,0 Millionen €).
Das Zinsänderungsrisiko wird unverändert als gering (grün) eingestuft.
Infolge seiner internationalen Ausrichtung ist der Fielmann-Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken im Zusammenhang mit Zahlungsströmen außerhalb seiner funktionalen Währung ausgesetzt. Rund 86 Prozent (Vorjahr: 85 Prozent) der Zahlungsströme des Konzerns basierten im Geschäftsjahr 2021 auf dem Euro und etwa 10 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent) auf dem Schweizer Franken (CHF). Der Rest verteilt sich auf US-Dollar (USD), Polnische Zloty (PLN), Tschechische Krone (CZK), Ukrainische Hrywnja (UAH), Japanische Yen (YEN) und Belarussischen Rubel (BYN).
Für Zahlungsaus- und -eingänge in Fremdwährung werden zur Begrenzung der Währungsrisiken je nach Marktlage Devisentermingeschäfte mit Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten eingesetzt. Fielmann nutzt marktgängige Devisentermingeschäfte in den operativen Währungen CHF und USD. Die Devisentermingeschäfte erfolgen nicht zu spekulativen Zwecken, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von regelmäßigen Zahlungsströmen des Konzerns in Fremdwährungen. Als Basis für die Einschätzung der identifizierten Risiken dienen Simulationsrechnungen unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien. Die Marktbewertung eingesetzter Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich anhand verfügbarer Marktinformationen.
Fremdwährungsrisiken, die aus der Umrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der ausländischen Tochtergesellschaften in die Konzernberichtswährung resultieren, werden grundsätzlich nicht gesichert. Die Währungen PLN, CZK, UAH und BYN werden aufgrund der jeweiligen geringen Gesamtsumme bzw. der damit verbundenen unverhältnismäßig hohen Kosten nicht abgesichert.
Zum Stichtag 31. Dezember 2021 bestanden wie im Vorjahr in den beiden operativen Währungen CHF und USD keine Devisentermingeschäfte. Die Währungsrisiken für Fielmann werden nach wie vor als gering (grün) eingestuft.
Produktions- und Logistikrisiken bestehen in möglichen, jedoch unwahrscheinlichen Betriebsstörungen oder längeren Produktionsausfällen sowie Unterbrechungen in der Lieferkette.
Die eigene Produktion von Brillenfassungen und Korrektionsgläsern sichert die Warenflusskontrolle von der Prüfung der Rohmaterialien bis zum Zusammenfügen der fertigen Brille. Ein nach DIN ISO 9001 eingerichtetes Qualitätsmanagement sorgt für eine standardisierte Organisation mit hochautomatisierten Herstellungs- und Prüfverfahren. Sie gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität.
Für den Eventualfall von Betriebsstörungen hat Fielmann umfangreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen. Diese bestehen in systematischen Schulungs- und Qualifikationsprogrammen für die Mitarbeiter, der permanenten Weiterentwicklung der Produktionsverfahren und -technologien, umfangreichen Sicherungsmaßnahmen in den Niederlassungen, dem Vorhalten von angepassten Lagerbeständen sowie räumlich getrennten Fertigungskapazitäten sowohl für die Brillenglasproduktion, die Randschleiferei sowie die Brillenmontage durch ein Joint Venture in Danyang (China).
Gegen nicht auszuschließende Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Das Risiko aus dem Produktions- und Logistikbereich wird daher unverändert als gering (grün) bewertet.
In der Materialwirtschaft werden Risiken hinsichtlich Lieferfähigkeit, Qualität und Preis für die Warengruppen Glas, Fassung, Kontaktlinse und Hörgeräte als wesentlich eingestuft und im Rahmen des Risikomanagements kennzahlenorientiert erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr waren branchenweit verstärkt Rohstoffverknappungen und Lieferkettenstörungen zu verzeichnen, die zu einem wesentlichen Teil auf Maßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen waren. Durch eine wachsende Nachfrage bei eingeschränkter Verfügbarkeit erhöhten sich zudem die Preise für Rohstoffe und Energie.
Aufgrund der hinreichenden Bevorratung für Kernprodukte war die Fielmann-Gruppe von der Verknappung nur unwesentlich betroffen. Fielmann deckt die ganze Wertschöpfungskette der Brille ab, ist Designer, Hersteller, Großhändler und Augenoptiker. Die Einkaufsstärke und die weltweiten Geschäftsbeziehungen erlauben es Fielmann, mögliche Lieferengpässe kurzfristig auszugleichen. Auch auf Entwicklungen der Einkaufspreise kann Fielmann flexibel reagieren, konnte sich jedoch im Berichtsjahr Preisanstiegen nicht vollständig entziehen.
Die Risiken im Bereich der Materialwirtschaft werden als gering (grün-gelb) bewertet (Vorjahr: grün).
Die operative und strategische Steuerung des Konzerns ist eingebunden in eine komplexe Informationstechnologie. IT-Risiken bestehen grundsätzlich im Ausfall von Systemen, unzureichenden Sicherheitsstandards und dem unberechtigten bzw. missbräuchlichen Zugriff auf Daten.
Die IT-Systeme werden regelmäßig gewartet und verschiedenen Sicherungsmaßnahmen unterzogen. Gleichzeitig führt der verstärkte Einsatz von Software Service und einer Verlagerung in so genannte Cloudservices zu einer Verbesserung der Verfügbarkeit und Sicherheitsstandards. Durch einen stetigen Dialog zwischen internen und externen IT-Spezialisten wird kontinuierlich eine Aufrechterhaltung und Optimierung der Systeme gewährleistet. Die laufende Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und Auditoren ermöglicht die Gewährleistung moderner Sicherheitsstandards. Daneben begegnen der Fielmann-Konzern und die Fielmann Aktiengesellschaft den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit entsprechenden Maßnahmen. Technologische Neuerungen und Entwicklungen werden fortlaufend beobachtet, geprüft und bei Eignung eingesetzt. Die IT-Risiken werden insgesamt unverändert als gering (grün) eingestuft.
Governance-Risiken bestehen insbesondere in möglichen Verstößen gegen Datenschutzregeln im Umgang mit den zu schützenden personenbezogenen Daten. Mit steigender Vernetzung und Komplexität der IT-Systemlandschaft durch die Digitalisierung haben der Umgang mit personenbezogenen Daten und der Schutz interner Informationen national wie international deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Gesetzgeber hat diesem Umstand mit der geltenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und dem damit einhergehenden Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) Rechnung getragen und den Datenschutz, den Schutz der Privatsphäre sowie die transparente Verarbeitung personenbezogener Daten geregelt.
Der Bereich Governance überwacht neben der IT-Architektur die Geschäftsprozesse sowie die Informationssicherheit und den Datenschutz. Er entwickelt die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Datenschutz weiter, begleitet alle datenschutzrelevanten Projekte und leistet konkrete Unterstützung bei der Umsetzung interner Richtlinien und gesetzlich geregelter Vorgaben. Neben einem projektbezogenen Datenschutz Team, das die Implementierung und Weiterentwicklung der Datenschutzstandards verantwortet, verfügt der Kundenservice über einen Prozess "Betroffenenrechte" mit eigens geschulten Mitarbeitern. Gegenüber dem Vorstand ist der Bereich Governance verantwortlich für die Dokumentation, Bewertung und Besicherung von sensiblen Daten. In dieser Funktion spielt der Bereich eine zentrale Rolle in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Datenschutzsystems und stützt sich dabei auf die Expertise spezialisierter interner und externer Juristen.
Eine konsolidierte Bewertung der oben genannten Risiken ergibt gemäß der Vorgaben des Risikoberichtswesens eine leicht verbesserte Einstufung (grün-gelb nach gelb im Vorjahr).
Unter Digital und Marketing werden technologische Entwicklungen, Digitale Services, die Stabilität der IT-Systeme der Niederlassungen sowie die Auswirkung auf das Markenimage und die Frequenz überwacht und berichtet.
Fielmann investiert entschieden in die Digitalisierung, treibt die digitale Transformation des Geschäftsmodells konsequent voran. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden unsere digitalen Services bereits 22 Millionen Mal genutzt. Die Zukunft des Geschäftsmodells liegt im Omnichannel, also der Verbindung von digitalen Services und persönlicher Beratung. Als Marktführer im deutschsprachigen Raum und eines der größten augenoptischen Unternehmen weltweit ist Fielmann in der Lage, ungleich größere Beträge in seine Omnichannel-Plattform zu investieren als kleinere Mitbewerber. Insgesamt versorgt die Fielmann-Gruppe mit ihrem Omnichannel-Geschäftsmodell bereits 27 Millionen Kunden.
Die Digital und Marketing-Risiken werden insgesamt als gering (grün-gelb) eingestuft
Die Fielmann erstellt einen Nachhaltigkeitsbericht, der ebenfalls im April 2022 veröffentlicht wird. Die in diesem Zusammenhang allokierten Risiken werden insgesamt als mittelmäßig (gelb-grün) eingestuft.
Chancen bezeichnen mögliche positive Abweichungen von den im Prognosebericht aufgestellten Erwartungen an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die wirtschaftliche Lage der Fielmann-Gruppe. Dabei unterscheidet Fielmann zwischen marktbezogenen sowie strategischen und operativen Chancen.
Marktbezogene Chancen können insbesondere aus einer schnelleren Überwindung der Coronavirus-Pandemie erwachsen, die positive konjunkturelle Effekte in den relevanten Märkten der Fielmann-Gruppe nach sich zieht. In einem solchen Positivszenario könnte sich der private Konsum oberhalb der Erwartungen bewegen und verstärkte Käufe auch in der Augenoptik-Branche auslösen. Weitere marktseitige Chancen bestehen in einer langfristigen Entspannung im Bereich der Lieferketten und daraus resultierenden Preissenkungen bei Zulieferprodukten und Energierohstoffen. Im Wettbewerbsumfeld können Chancen aus der fortgesetzten Marktkonsolidierung erwachsen.
Strategische und operative Chancen bestehen in der stringenten Umsetzung der Vision 2025. So verspricht sich Fielmann weiteres Wachstum aus dem steigenden Anteil modischer Sonnenbrillen und auch durch Tageslinsen, hergestellt aus verträglichen Werkstoffen, oder auch kundenindividuelle Produkte können ebenfalls zur Absatzsteigerung beitragen.
Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist jedoch die demografische Entwicklung. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Brillenträger deutlich. In der zweiten Lebenshälfte sind nahezu alle Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen. Fielmann-Kunden sind jünger als die Durchschnittskunden der traditionellen Wettbewerber. Hierdurch dürfte der Gleitsichtanteil in den nächsten Jahren überproportional ansteigen. Und schon heute brauchen immer mehr junge Leute eine Brille oder Kontaktlinsen.
Neben dem Umsatzwachstum im Optikbereich erwartet Fielmann zusätzliche Impulse durch den weiteren Ausbau der Hörakustikstudios, dies auch vor dem Hintergrund der Unterversorgung im Markt. Fielmann kann das Wachstum im Bereich Hörakustik zu einem großen Teil durch entsprechende Angebote an die große Stammkundschaft in der Augenoptik vorantreiben. Allein die Stammkunden von Fielmann in den Kerneinzugsgebieten benötigen mehr als 150.000 Hörsysteme pro Jahr. Über immer kleinere, praktisch unsichtbare Hochleistungssysteme steigt zudem die Akzeptanz von Hörsystemen, sodass sich die Anzahl der Nutzer wesentlich erhöhen kann. Auch in Spanien bietet sich ein erhebliches Potenzial im Bereich der Hörakustik.
Große Chancen bestehen in der intelligenten Verbindung digitaler Services und stationärer Beratungs- und Service-Kompetenz. Aufgrund der bereits weitgehend entwickelten und auf der Omnichannel-Plattform eingeführten Technologien für 3D-Anprobe und 3D-Anpassung wird der Anteil des Online-Vertriebskanals am Außenumsatz in allen Produktgruppen weiter zunehmen. Der umfassende Patentschutz der eigenentwickelten Technologien stellt einen weiteren Wettbewerbsvorteil dar.
Durch umfassende Investitionen in den Ausbau des Niederlassungsnetzes und Kapazitätserweiterungen in der Produktion kann Fielmann darüber hinaus seine Größen- und Effizienzvorteile zukünftig noch besser ausspielen. Das Leistungsversprechen gegenüber dem Kunden kann hierdurch auch künftig uneingeschränkt eingelöst werden. Dabei unterstützt auch die Attraktivität von Fielmann als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber im Wettbewerb um Fachkräfte.
Das gezeichnete Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt 84 Millionen € und ist eingeteilt in 84 Millionen Stammaktien (auf den Inhaber lautende Stückaktien), jeweils ohne Nennwert. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft eine Stimme (§ 14 Abs. 6 der Satzung).
Durch Vereinbarung vom 4. April 2013 sind Herr Marc Fielmann und Frau Sophie Luise Fielmann einer am 3. April 2013 zwischen Herrn Günther Fielmann und der KORVA SE, Berlin, geschlossenen Poolvereinbarung beigetreten (Poolvertrag). Insgesamt umfasst der Poolvertrag 60.180.844 Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft (poolgebundene Aktien). Nach dem Poolvertrag bedarf eine Übertragung von poolgebundenen Aktien an Dritte der Zustimmung aller übrigen Poolmitglieder. Zudem muss jedes Poolmitglied, das seine poolgebundenen Aktien veräußern möchte, diese Aktien zuvor den übrigen Poolmitgliedern zum Kauf anbieten (Vorerwerbsrecht). Nach dem Poolvertrag sind die Stimmrechte aus den poolgebundenen Aktien in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft jeweils gemäß den Beschlüssen der Poolmitglieder in der Poolversammlung auszuüben, und zwar unabhängig davon, ob und in welchem Sinn das jeweilige Poolmitglied in der Poolversammlung abgestimmt hat. Das Stimmrecht der Poolmitglieder in der Poolversammlung richtet sich nach ihrem Stimmrecht in der Hauptversammlung der Fielmann Aktiengesellschaft. Jede poolgebundene Aktie gewährt eine Stimme.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bestanden die folgenden direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft, die die Schwelle von 10 Prozent überschritten haben: Herr Günther Fielmann, Lütjensee (direkt und indirekt beteiligt), Herr Marc Fielmann, Hamburg (direkt und indirekt beteiligt), Frau Sophie Luise Fielmann, Hamburg (direkt und indirekt beteiligt), KORVA SE, Berlin (direkt und indirekt beteiligt), fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co., Hamburg (indirekt beteiligt), Fielmann Familienstiftung, Hamburg (indirekt beteiligt). Der Streubesitz beträgt 28,36 Prozent. Weitere Informationen können den Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen im Anhang des Jahresabschlusses 2021 der Fielmann Aktiengesellschaft entnommen werden.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine solche Konstellation besteht bei der Gesellschaft nicht.
Die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind geregelt in § 84 AktG. Die Satzung der Fielmann Aktiengesellschaft sieht unter § 7 Abs. 1 folgende Regelung zur Zusammensetzung des Vorstands vor: "(1) Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus mindestens drei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder und die Person des Vorstandsvorsitzenden sowie gegebenenfalls seines Stellvertreters. "Die gesetzlichen Bestimmungen über die Änderung der Satzung sind geregelt in § 119 AktG in Verbindung mit § 179 AktG. Die Satzung der Fielmann Aktiengesellschaft sieht unter § 14 Abs. 4 folgende Regelung zu Satzungsänderungen vor:" (4) Zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung ist - soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen - die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich und genügend.,,
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um insgesamt bis zu 10.000.000,00 € durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021).
Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch von einem durch den Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 KWG oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen oder einem Konsortium solcher Kreditinstitute oder Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
| ― |
um etwaige Spitzenbeträge unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu verwerten; |
| ― |
bei Erhöhungen des Grundkapitals gegen Bareinlagen gemäß §§ 203 Absatz 1 und 2, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG, wenn der auf die neuen unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung bestehenden oder |
| ― |
sofern dieser Betrag niedriger ist - im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Absatz 1 und 2, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei Berechnung der 10 Prozent-Grenze sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung ausgegeben oder veräußert worden sind; |
| ― |
für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2021 festzulegen. |
Entsprechende wesentliche Vereinbarungen sind nicht vorhanden.
Entsprechende Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern bestehen nicht.
Angaben entsprechend §§ 289b ff., 315b ff. HGB zur nichtfinanziellen Erklärung (Nachhaltigkeitsbericht) Die Fielmann Aktiengesellschaft veröffentlicht ihre Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) für das Geschäftsjahr 2021 auf der Internetseite unter www.fielmann-group.com. Der Bericht wurde in Anlehnung an die GRI-Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Diese Vorgehensweise entspricht den Bestimmungen der §§ 289b ff., 315b ff. HGB und stellt die nichtfinanzielle Erklärung der Fielmann Aktiengesellschaft nach § 289b Abs. 3 HGB und des Fielmann-Konzerns nach § 315b Abs. 3 HGB dar.
Im Anhang des Jahresabschlusses der Fielmann Aktiengesellschaft befinden sich Angaben über den Bestand an eigenen Aktien sowie dessen Entwicklung im Geschäftsjahr 2021.
Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt, in dem die Beziehungen der Gesellschaft zu Herrn Günther Fielmann sowie zu anderen ihm verbundenen Unternehmen und den zum Fielmann-Konzern gehörenden Unternehmen erfasst wurden. Der Vorstand hat in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Geschäftsjahr 2021 nicht vor."
Aktiva
| Textziffer im Anhang |
Stand am 31.12.2021
Tsd. € |
Stand am 31.12. 2020
Tsd. € |
|
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | (1) | 164.224 | 195.255 |
| II. Firmenwerte | (2) | 176.410 | 173.459 |
| III. Sachanlagen | (3) | 334.800 | 313.146 |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (3) | 12.051 | 11.961 |
| V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | (4) | 448.213 | 418.076 |
| VI. Anteile an assoziierten Unternehmen | (5) | 5.023 | 4.912 |
| VII. Übrige Finanzanlagen | (5) | 2.046 | 2.095 |
| VIII. Aktive latente Steuern | (6) | 14.418 | 13.595 |
| IX. Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (7) | 40.363 | 18.070 |
| X. Forderungen aus Leasingverhältnissen | (8) | 12 | 465 |
| 1.197.560 | 1.151.034 | ||
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. Vorräte | (9) | 153.063 | 147.076 |
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (10) | 39.014 | 38.523 |
| III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (10) | 60.595 | 60.759 |
| IV. Nicht finanzielle Vermögenswerte | (11) | 39.076 | 34.241 |
| V. Ertragsteueransprüche | (12) | 11.033 | 16.345 |
| VI. Finanzanlagen | (13) | 60.648 | 117.517 |
| VII. Zahlungsmittel und Äquivalente | (14) | 174.889 | 103.722 |
| 538.318 | 518.183 | ||
| 1.735.878 | 1.669.217 | ||
|
Passiva |
|||
| Textziffer im Anhang |
Stand am 31.12.2021
Tsd. € |
Stand am 31.12.2020
Tsd. € |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | (15) | 84.000 | 84.000 |
| II. Kapitalrücklage | (16) | 92.652 | 92.652 |
| III. Gewinnrücklagen | (17) | 620.003 | 583.902 |
| IV. Sonstige Rücklagen | (18) | 23.174 | 18.648 |
| Eigenkapital der Eigentümer des | |||
| Mutterunternehmens | 819.829 | 779.202 | |
| V. Nicht beherrschende Anteile | (19) | 52.962 | 57.156 |
| 872.791 | 836.358 | ||
| B. Langfristige Schulden | |||
| I. Rückstellungen | (20) | 28.923 | 28.038 |
| II. Finanzverbindlichkeiten | (21) | 62.741 | 58.755 |
| III. Passive latente Steuern | (22) | 37.648 | 48.084 |
| IV. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | (23) | 367.487 | 341.683 |
| 496.799 | 476.560 | ||
| C. Kurzfristige Schulden | |||
| I. Rückstellungen | (24) | 70.451 | 58.406 |
| II. Finanzverbindlichkeiten | (25) | 135 | 129 |
| III. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | (23) | 89.864 | 82.852 |
| IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (25) | 79.615 | 75.319 |
| V. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (25) | 34.838 | 50.092 |
| VI. Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (26) | 69.460 | 74.735 |
| VII. Ertragsteuerschulden | (27) | 21.925 | 14.766 |
| 366.288 | 356.299 | ||
| 1.735.878 | 1.669.217 |
| Textziffer im Anhang |
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
Veränderung zum Vorjahr | |
| 1. Konzernumsatz | (30) | 1.678.153 | 1.428.933 | 17,4% |
| 2. Bestandsveränderung | (30) | 2.640 | -2.723 | -197,0% |
| 3. Konzerngesamtleistung | 1.680.793 | 1.426.210 | 17,9% | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | (31) | 18.281 | 26.002 | -29,7% |
| 5. Materialaufwand | (32) | -343.289 | -279.463 | 22,8% |
| 6. Personalaufwand | (33) | -703.832 | -618.766 | 13,7% |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (34) | -255.819 | -217.255 | 17,8% |
| 8. Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen | 396.134 | 336.728 | 17,6% | |
| 9. Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | (35) | -87.250 | -83.424 | 4,6% |
| 10. Übrige Abschreibungen | (35) | -90.041 | -74.930 | 20,2% |
| 11. Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen | (36) | -4.057 | -2.110 | 92,3% |
| 12. Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis | (36) | -6.122 | -1.677 | 265,1% |
| 13. Erträge im Finanzergebnis | (36) | 1.072 | 890 | 20,4% |
| 14. Ergebnis vor Steuern | 209.736 | 175.477 | 19,5% | |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (37) | -65.159 | -54.672 | 19,2% |
| 16. Jahresüberschuss | (38) | 144.577 | 120.805 | 19,7% |
| 17. Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse | (39) | -7.722 | -4.397 | 75,6% |
| 18. Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind | 136.855 | 116.408 | 17,6% | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 1 | (38) | 1,63 | 1,39 |
Textziffer (41)
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Jahresüberschuss | 144.577 | 120.805 |
| Posten, die unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||
| direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis aus Währungsumrechnung | 3.909 | -604 |
| Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||
| Bewertung der Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19) | 312 | -288 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 4.221 | -892 |
| Gesamtergebnis | 148.798 | 119.913 |
| davon anderen Gesellschaftern zuzurechnen | 7.722 | 4.397 |
| davon Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 141.076 | 115.516 |
Textziffer (42)
|
Gezeichnetes Kapital
Tsd. € |
Kapitalrücklage
Tsd. € |
Gewinnrücklagen
Tsd. € |
Währungsumrechnungsrücklage
Tsd. € |
|
| Stand am 1. Januar 2021 | 84.000 | 92.652 | 583.902 | 20.092 |
| Jahresüberschuss | 136.855 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 3.909 | |||
| Gesamtergebnis | 136.855 | 3.909 | ||
| Dividenden/Ergebnisanteile 1 | -100.754 | |||
| Anteilsbasierte Vergütungen | ||||
| Eigene Anteile | ||||
| Sonstige Veränderungen | ||||
| Stand am 31. Dezember 2021 | 84.000 | 92.652 | 620.003 | 24.001 |
|
Bewertungsrücklage IAS 19
Tsd. € |
Rücklage für eigene Anteile
Tsd. € |
|
| Stand am 1. Januar 2021 | -3.236 | -429 |
| Jahresüberschuss | ||
| Sonstiges Ergebnis | 312 | |
| Gesamtergebnis | 312 | |
| Dividenden/Ergebnisanteile 1 | ||
| Anteilsbasierte Vergütungen | ||
| Eigene Anteile | 429 | |
| Sonstige Veränderungen | ||
| Stand am 31. Dezember 2021 | -2.924 | 0 |
|
Rücklage für anteilsbasierte Vergütung
Tsd. € |
Sonstige Rücklagen
Tsd. € |
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
Tsd. € |
Nicht beherrschende Anteile
Tsd. € |
Eigenkapital
Tsd. € |
|
| Stand am 1. Januar 2021 | 2.221 | 18.648 | 779.202 | 57.156 | 836.358 |
| Jahresüberschuss | 136.855 | 7.722 | 144.577 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 4.221 | 4.221 | 4.221 | ||
| Gesamtergebnis | 4.221 | 141.076 | 7.722 | 148.798 | |
| Dividenden/Ergebnisanteile 1 | -100.754 | -12.040 | -112.794 | ||
| Anteilsbasierte Vergütungen | -124 | -124 | -124 | -124 | |
| Eigene Anteile | 429 | 429 | 429 | ||
| Sonstige Veränderungen | 124 | 124 | |||
| Stand am 31. Dezember 2021 | 2.097 | 23.174 | 819.829 | 52.962 | 872.791 |
|
Gezeichnetes Kapital
Tsd. € |
Kapitalrücklage
Tsd. € |
Gewinnrücklagen
Tsd. € |
Währungsumrechnungsrücklage
Tsd. € |
|
| Stand am 1. Januar 2020 | 84.000 | 92.652 | 526.444 | 20.696 |
| Jahresüberschuss | 116.408 | |||
| Sonstiges Ergebnis | -604 | |||
| Gesamtergebnis | 116.408 | -604 | ||
| Dividenden/Ergebnisanteile 1 | ||||
| Anteilsbasierte Vergütungen | ||||
| Eigene Anteile | ||||
| Erwerb von neuen Tochterunternehmen | -57.553 | |||
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -1.397 | |||
| Stand am 31. Dezember 2020 | 84.000 | 92.652 | 583.902 | 20.092 |
|
Bewertungsrücklage IAS 19
Tsd. € |
Rücklage für eigene Anteile
Tsd. € |
|
| Stand am 1. Januar 2020 | -2.948 | -765 |
| Jahresüberschuss | ||
| Sonstiges Ergebnis | -288 | |
| Gesamtergebnis | -288 | |
| Dividenden/Ergebnisanteile 1 | ||
| Anteilsbasierte Vergütungen | ||
| Eigene Anteile | 336 | |
| Erwerb von neuen Tochterunternehmen | ||
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | ||
| Stand am 31. Dezember 2020 | -3.236 | -429 |
|
Rücklage für anteilsbasierte Vergütung
Tsd. € |
Sonstige Rücklagen
Tsd. € |
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
Tsd. € |
Nicht beherrschende Anteile
Tsd. € |
Eigenkapital
Tsd. € |
|
| Stand am 1. Januar 2020 | 2.534 | 19.517 | 722.613 | 4.037 | 726.650 |
| Jahresüberschuss | 116.408 | 4.397 | 120.805 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -892 | -892 | -892 | ||
| Gesamtergebnis | -892 | 115.516 | 4.397 | 119.913 | |
| Dividenden/Ergebnisanteile 1 | -4.292 | -4.292 | |||
| Anteilsbasierte Vergütungen | -313 | -313 | -313 | -313 | |
| Eigene Anteile | 336 | 336 | 336 | ||
| Erwerb von neuen Tochterunternehmen | -57.553 | 53.014 | -4.539 | ||
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -1.397 | -1.397 | |||
| Stand am 31. Dezember 2020 | 2.221 | 18.648 | 779.202 | 57.156 | 836.358 |
Textziffer (43)
| Kapitalflussrechnung nach IAS 7 für die Zeit vom 1.1. bis zum 31.12. |
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
Veränderung
Tsd. € |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 209.736 | 175.477 | 34.259 |
| -/+ Gewinnanteile von assoziierten Unternehmen | -111 | 33 | -144 |
| + Erfolgswirksam erfasste Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen | 4.057 | 2.110 | 1.947 |
| + Erfolgswirksam erfasste übrige Aufwendungen im Finanzergebnis | 6.122 | 1.644 | 4.478 |
| - Erfolgswirksam erfasste Erträge im Finanzergebnis | -961 | -890 | -71 |
| + Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 90.041 | 74.930 | 15.111 |
| + Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 87.250 | 83.424 | 3.826 |
| - Gezahlte Ertragsteuern | -62.361 | -59.738 | -2.623 |
| +/- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge | -17.383 | -2.810 | -14.573 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 12.930 | 9.139 | 3.791 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 5.285 | -148 | 5.433 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -8.883 | -40.610 | 31.727 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 22.097 | 36.977 | -14.880 |
| - Gezahlte Zinsen | -1.203 | -1.259 | 56 |
| + Vereinnahmte Zinsen | 72 | 192 | -120 |
| = Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 346.688 | 278.471 | 68.217 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 544 | 473 | 71 |
| - Auszahlungen für Sachanlagen | -74.917 | -65.652 | -9.265 |
| - Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte | -11.617 | -24.418 | 12.801 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 49 | 135 | -86 |
| - Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte | -197 | 197 | |
| - Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | -22.591 | -167.457 | 144.866 |
| + Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | 85.402 | 126.818 | -41.416 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | -51.720 | -89.376 | 37.656 |
| = Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -74.850 | -219.674 | 144.824 |
| Gezahlte Dividenden an Aktionäre des Mutterunternehmens | -100.754 | -100.754 | |
| - Auszahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner | -11.594 | -4.292 | -7.302 |
| +/- Verkauf/Erwerb eigener Anteile | 429 | 336 | 93 |
| + Einzahlungen aus aufgenommenen Darlehen | 4 | 275 | -271 |
| - Rückzahlung von Darlehen | -576 | -239 | -337 |
| - Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | -88.724 | -79.943 | -8.781 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | -1.558 | 1.558 | |
| = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -201.215 | -85.421 | -115.794 |
| Zahlungswirksame Änderungen der Zahlungsmittel und Äquivalente | 70.623 | -26.624 | 97.247 |
| +/- Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Äquivalente | 544 | -377 | 921 |
| + Zahlungsmittel und Äquivalente am Anfang der Periode | 103.722 | 130.723 | -27.001 |
| = Zahlungsmittel und Äquivalente am Ende der Periode | 174.889 | 103.722 | 71.167 |
Bestandteil des Anhangs, Textziffer (44), Vorjahreszahlen in Klammern
| Segmente nach Regionen | ||||||
| In Mio. € | Deutschland | Schweiz | Österreich | Spanien | Übrige | Konsolidierung |
| 1.303,2 | 186,0 | 82,2 | 111,8 | 82,4 | -87,4 | |
| Umsatzerlöse des Segments | (1.199,7) | (166,3) | (75,3) | (0,0) | (58,4) | (-70,8) |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 79,7 | 0,2 | 7,5 | |||
| (67,3) | (0,4) | (3,1) | ||||
| 1.223,5 | 186,0 | 82,0 | 111,8 | 74,9 | ||
| Umsatzerlöse extern | (1.132,4) | (166,3) | (74,9) | (0,0) | (55,3) | |
| 294,7 | 38,4 | 17,8 | 41,3 | 27,2 | -76,1 | |
| Materialaufwand | (269,4) | (33,7) | (16,2) | (0,0) | (21,8) | (-61,6) |
| 534,2 | 75,0 | 31,6 | 34,1 | 28,9 | ||
| Personalaufwand | (496,1) | (71,6) | (29,1) | (0,0) | (22,0) | |
| 108,1 | 16,5 | 6,9 | 16,7 | 18,1 | ||
| Planmäßige Abschreibungen | (110,3) | (16,0) | (6,3) | (0,0) | (13,9) | |
| Aufwendungen im | 7,5 | 0,4 | 0,3 | 1,6 | 0,7 | -0,3 |
| Finanzergebnis | (2,9) | (0,5) | (0,3) | (0,0) | (0,6) | (-0,5) |
| 1,1 | 0,3 | -0,3 | ||||
| Erträge im Finanzergebnis | (1,0) | (0,4) | (-0,5) | |||
| Ergebnis vor Steuern - in den Segmenten ohne | 172,8 | 29,5 | 13,7 | 10,6 | -16,5 | -0,4 |
| Beteiligungserträge | (164,2) | (19,9) | (12,5) | (0,0) | (-21,3) | (0,2) |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 56,8 | 4,3 | 2,0 | 2,3 | -0,1 | -0,1 |
| (50,5) | (2,6) | (1,7) | (0,0) | (-0,1) | (0,0) | |
| 116,0 | 25,2 | 11,7 | 8,3 | -16,4 | -0,3 | |
| Jahresüberschuss | (113,7) | (17,3) | (10,8) | (0,0) | (-21,2) | (0,2) |
| Langfristiges Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche | 565,3 | 93,0 | 39,3 | 331,1 | 107,0 | |
| (581,8) | (73,8) | (33,7) | (336,8) | (85,8) | ||
| davon langfristiges Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 331,7 | 34,2 | 10,8 | 255,3 | 55,5 | |
| (345,5) | (31,5) | (7,1) | (262,2) | (47,5) | ||
| davon Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 233,6 | 58,8 | 28,5 | 75,8 | 51,5 | |
| (236,3) | (42,3) | (26,6) | (74,6) | (38,3) | ||
| Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche | 108,8 | 32,9 | 12,0 | 11,1 | 41,0 | |
| (119,8) | (7,0) | (2,9) | (336,8) | (18,1) | ||
| davon Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 56,6 | 6,9 | 5,5 | 4,2 | 16,0 | |
| (69,0) | (6,6) | (2,5) | (262,2) | (10,3) | ||
| davon Zugänge zu Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen | 52,2 | 26,0 | 6,5 | 6,9 | 25,0 | |
| (50,8) | (0,4) | (0,4) | (74,6) | (7,8) | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 5,0 | |||||
| (4,9) | ||||||
| 12,2 | 0,4 | 0,3 | 1,5 | |||
| Aktive latente Steuern | (12,7) | (0,3) | (0,0) | (0,6) | ||
| Segmente nach Regionen | ||
| In Mio. € | Konzernwert | |
| Umsatzerlöse des Segments | 1.678,2 | |
| (1.428,9) | ||
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 1.678,2 | |
| (1.428,9) | ||
| Umsatzerlöse extern | 343,3 | |
| (279,5) | ||
| Materialaufwand | 703,8 | |
| (618,8) | ||
| Personalaufwand | 166,3 | |
| Planmäßige Abschreibungen | (146,5) | |
| Aufwendungen im Finanzergebnis | 10,2 | |
| (3,8) | ||
| Erträge im Finanzergebnis | 1,1 | |
| (0,9) | ||
| Ergebnis vor Steuern - in den Segmenten ohne Beteiligungserträge | 209,7 | |
| (175,5) | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 65,2 | |
| (54,7) | ||
| Jahresüberschuss | 144,5 | |
| (120,8) | ||
| Langfristiges Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche | 1.135,7 | |
| (1.111,9) | ||
| davon langfristiges Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 687,5 | |
| (693,8) | ||
| davon Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 448,2 | |
| (418,1) | ||
| Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche | 205,8 | |
| (484,6) | ||
| davon Zugänge zum langfristigen Segmentvermögen ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 89,2 | |
| (350,6) | ||
| davon Zugänge zu Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen | 116,6 | |
| (134,0) | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 5,0 | |
| (4,9) | ||
| Aktive latente Steuern | 14,4 | |
| (13,6) | ||
Die Fielmann Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Weidestraße 118a, ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Sie ist im Registergericht des Amtsgerichts Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 56098 eingetragen.
Mutterunternehmen der Fielmann Aktiengesellschaft ist die KORVA SE. Oberstes Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co. Die Geschäftstätigkeit der Fielmann Aktiengesellschaft besteht im Betrieb von und in der Beteiligung an Augenoptik-Unternehmen, Hörakustik-Unternehmen sowie der Herstellung von und dem Handel mit Sehhilfen und anderen augenoptischen Produkten, insbesondere Brillen, Brillenfassungen und Gläsern, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Zubehör und Accessoires, erlaubnisfreien Handelswaren aller Art sowie Hörgeräten und deren Zubehör. Die Produktion von Gläsern ist in der Rathenower Optik GmbH konzentriert.
Der Vorstand der Fielmann Aktiengesellschaft hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 am 20. April 2022 aufgestellt und wird diesen am 21. April 2022 dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorlegen. Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgt voraussichtlich auf der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 21. April 2022.
Der Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den im Berichtszeitraum gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Verlautbarungen des IFRS Interpretations Commitee (IFRS IC) erstellt, soweit sie in der EU gelten und im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Ergänzend sind die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet worden.
Erstmals im Geschäftsjahr angewendete neue und geänderte Standards und Interpretationen
| Verlautbarung | Titel | Pflicht zur erstmaligen Anwendung laut IASB | Pflicht zur erstmaligen Anwendung in der EU |
| Änderungen an IFRS 4 | Verlängerung der vorübergehenden Ausnahme von der Anwendung von IFRS 9 | 1.1.2021 | 1.1.2021 |
| Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 | Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 | 1.1.2021 | 1.1.2021 |
| Änderungen an IFRS 16 | Verlängerung des Anwendungszeitraums der Änderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit COVID-19 bezogenen Mietzugeständnissen | 1.4.2021 für am oder nach dem 1.4.2021 beginnende Geschäftsjahre | 1.4.2021 für am oder nach dem 1.4.2021 beginnende Geschäftsjahre |
Im Geschäftsjahr 2020 wurde Leasingnehmern eine praktische Erleichterung zur bilanziellen Abbildung von Mietzugeständnissen im Rahmen der COVID-19-Pandemie eingeräumt. Diese Erleichterung galt bisher nur für Zahlungen, die entsprechend der ursprünglichen vertraglichen Vereinbarung am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig gewesen wären. Der IASB weitet diesen Zeitraum auf Zahlungen mit einer ursprünglichen Fälligkeit bis zum 30. Juni 2022 aus. Dieses Wahlrecht wird im Fielmann-Konzern weiterhin nicht ausgeübt.
Aus der Anwendung der übrigen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Angaben oder die ausgewiesenen Beträge im Konzernabschluss.
Die folgenden neuen beziehungsweise geänderten Standards wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten. Der Konzern hat die Regelungen nicht vorzeitig angewendet.
| Verlautbarung | Titel | Pflicht zur erstmaligen Anwendung laut IASB | Pflicht zur erstmaligen Anwendung in der EU |
| Annual Improvements Project | Annual Improvements to IFRS Standards 2018 - 2020 Cycle Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 | 1.1.2022 | 1.1.2022 |
| Änderungen an IAS 1 | Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig | 1.1.2023 | Offen |
| Änderungen an IAS 1 | Angaben zu Rechnungslegungsmethoden | 1.1.2023 | 1.1.2023 |
| Änderungen an IAS 8 | Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen | 1.1.2023 | 1.1.2023 |
| Änderungen an IAS 12 | Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern aus einer einzelnen Transaktion | 1.1.2023 | Offen |
| Änderungen an IAS 16 | Erlöse vor der beabsichtigten Nutzung einer Sachanlage | 1.1.2022 | 1.1.2022 |
| Änderungen an IAS 37 | Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung | 1.1.2022 | 1.1.2022 |
| Änderungen an IFRS 3 | Verweis auf das Rahmenkonzept 2018 und Ergänzungen | 1.1.2022 | 1.1.2022 |
| IFRS 10 und IAS 28 | Erfolgserfassung bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | Anwendung auf unbestimmte Zeit verschoben | Offen |
| IFRS 17 inklusive Änderungen an IFRS 17 | Versicherungsverträge (Ersetzt Übergangsstandard IFRS 4) | 1.1.2023 | 1.1.2023 |
| Änderungen an IFRS 17 | Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen | 1.1.2023 | Offen |
Auf eine detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards beziehungsweise Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden.
Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten Finanzinstrumenten, wie nachfolgend beschrieben, auf Grundlage der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt.
Alle monetären Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, in der Konzernwährung Euro in Tausend €, die Segmentberichterstattung in Millionen €.
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erläutert.
In den Konzernabschluss sind alle inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen der Fielmann Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird. Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens ist dann gegeben, wenn ein Investor schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist beziehungsweise Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Auch an 21 (Vorjahr: 21) deutschen Franchisegesellschaften übt die Fielmann Aktiengesellschaft Beherrschung im Sinne des IFRS 10 aus. Diese Beherrschung ergibt sich aus dem Zusammenwirken der gesellschaftsrechtlichen, franchisevertraglichen und wirtschaftlichen Einflüsse. Die Vorgaben des Franchisevertrags zu Ladenlokal, Sortiment, Beständen, Werbung u. a. definieren den Rahmen der Geschäftspolitik im Sinne der Fielmann Aktiengesellschaft. 30 (Vorjahr: 28) im Baltikum durch Franchisenehmer betriebene Niederlassungen sind nicht Bestandteil des Konsolidierungskreises, da die vertraglichen Vereinbarungen nicht zu einer Beherrschung der Gesellschaft führen.
Zusätzlich zu den Tochterunternehmen werden auch Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung, in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 bilanziert. Hinsichtlich der einbezogenen Unternehmen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes verwiesen. Dieser Anteilsbesitz enthält zudem eine Aufstellung der Gesellschaften, die von der Befreiung nach § 264 Absatz 3 sowie § 264b HGB Gebrauch machen. Zum 31. Dezember 2021 werden neun (Vorjahr: zwei) Gesellschaften erstmals konsolidiert. Hierbei handelt es sich um die Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Tschechien mit aktuell drei Niederlassungen und eine zukünftig im E-Commerce tätige Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Darüber hinaus wurden in Deutschland für vier Niederlassungen neue Vertriebsgesellschaften gegründet sowie drei traditionelle Optikerbetriebe erworben.
Entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung der im Berichtszeitraum eröffneten und erworbenen Optikerbetriebe als Teil der normalen Expansion werden bezüglich der hieraus resultierenden Änderung des Konsolidierungskreises keine weiteren Angaben gemacht. Im laufenden Geschäftsjahr haben sich bei den bereits im Vorjahr zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften keine relevanten Veränderungen in den Beteiligungsverhältnissen ergeben. Im Rahmen der laufenden Pflege des Niederlassungsbestandes wurden zwei Standorte geschlossen (Vorjahr: zwei Schließungen).
Grundlage des Konzernabschlusses sind die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die handelsrechtlichen Einzelabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2021 geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die übrigen Einzelgesellschaften wurden daraufhin analysiert, ob die Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen und ob die für die Übernahme in die Konzernbilanz maßgeblichen Vorschriften beachtet sind.
Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge der Konzerngesellschaften untereinander werden miteinander verrechnet, soweit nicht in Einzelfällen wegen Geringfügigkeit davon abgesehen wird. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen. Gemäß IAS 12 werden die für die jeweiligen Gesellschaften relevanten durchschnittlichen Landesertragsteuersätze angewendet.
Zwischengewinne werden im Vorrats- und Anlagevermögen eliminiert.
Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu Zeitwerten. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Nettovermögen von in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden bei Zugang mit dem entsprechenden Anteil an den bilanzierten Beträgen bzw. bei Anwendung der Full Goodwill Methode mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht beherrschende Anteile an Personengesellschaften des Konzerns, die in Einzelabschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften Eigenkapitalcharakter haben, werden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind Kapitalunterdeckungen im Einzelabschluss, die als negative Werte unter den nicht beherrschenden Anteilen im Eigenkapital bilanziert werden.
Der aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen, sofern erforderlich, bilanziert und ist gesondert in der Bilanz ausgewiesen.
Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.
Für Zwecke der Prüfung auf Wertminderung ist der Geschäfts- oder Firmenwert auf jede der Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) des Konzerns aufzuteilen, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können. Der Impairment-Test erfolgt regelmäßig zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres. Die CGU umfassen jeweils eine einzelne Niederlassung. Der Test wird durch Vergleich des Buchwertes mit dem erzielbaren Betrag (höherer Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert) durchgeführt. Die dem Nutzungswert zugrunde liegenden Cashflows resultieren aus einer einjährigen Detailplanung, einer darauf folgenden zweijährigen Planung, welche aus der kumulierten Konzernplanung abgeleitet wird, und darüber hinausgehend auf der ewigen Rente auf Basis des dritten Planungsjahres. Die sich aus dieser Planung ergebenden Wachstumsraten der Profitabilität betragen für das zweite Jahr 10,9 Prozent sowie für das dritte Jahr 12,5 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent bzw. 5,3 Prozent). Nach dem dritten Jahr wird neben weiteren Einflussfaktoren eine Wachstumsrate von in der Regel 0,5 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent) in die WACC-Berechnung einbezogen. Der dem Impairment-Test zugrunde gelegte Kapitalisierungszinssatz variiert länderspezifisch und liegt zwischen 4,7 Prozent und 15,4 Prozent (Vorjahr: zwischen 4,5 Prozent und 11,3 Prozent).
Planungen im Konzern basieren in der Regel auf den Erfahrungswerten des bisherigen Geschäftsverlaufs. Aktuelle externe Daten fließen aufgrund dieser Erfahrungen standortbezogen zusätzlich in den Analyseprozess ein. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrages ergab sich kein signifikanter Abwertungsbedarf zusätzlich zu den bisher erfassten Abwertungen. Jede nach vernünftigem Ermessen mögliche Änderung der wichtigsten Annahmen führt demnach nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag signifikant übersteigt. Im Rahmen des Impairment-Tests wurde im Berichtsjahr für einzelne Niederlassungen, die keinen ausreichenden Nutzungswert aufweisen konnten, zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Hierzu wurde insbesondere das Sachanlagevermögen sowie die Werthaltigkeit von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen analysiert (Hierarchiestufe 3 in der Bemessungshierarchie nach IFRS 13). Da der ermittelte beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwertes lag, erfolgte für diese Niederlassungen eine entsprechende Abwertung auf den beizulegenden Zeitwert in Höhe von Tsd. € 3.048. Dieser Wert stellt nun den neuen Buchwert dar. Mit einer Wertaufholung wird derzeit in absehbarer Zeit nicht gerechnet. Die Auswirkungen des Impairment-Tests im Detail sowie die Zuordnung zu den Segmenten werden in Textziffer (44) dargestellt.
Für die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Die ausländischen Gesellschaften betreiben ihr Geschäft selbstständig, daher ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Einzelne Geschäftsvorfälle werden zum Stichtagskurs erfasst. Währungsdifferenzen beim Ausgleich offener Posten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Ausländische Jahresabschlüsse werden an die Gliederung und Bewertung im Fielmann-Konzern angepasst. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nichtmonetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Kursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nichtmonetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt mit dem Periodendurchschnittskurs. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der sonstigen Rücklagen ausgewiesen. Die für die Umrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften und das Einkaufsgeschäft relevanten Fremdwährungen entwickelten sich wie folgt:
| Stichtagskurs 31.12.2021 1 € = | Stichtagskurs 31.12.2020 1 € = | Durchschnittskurs 2021 1 € = | Durchschnittskurs 2020 1 € = | |
| Tschechische Krone (CZK) | 24,86 | 26,24 | 25,64 | 26,46 |
| Renminbi (CNY) | 7,22 | 8,03 | 7,62 | 7,91 |
| Japanischer Yen (JPY) | 130,38 | 126,49 | 129,88 | 121,85 |
| Polnischer Zloty (PLN) | 4,60 | 4,61 | 4,57 | 4,44 |
| Schweizer Franken (CHF) | 1,03 | 1,08 | 1,08 | 1,07 |
| Ukrainische Hrywnja (UAH) | 30,92 | 34,74 | 32,26 | 30,91 |
| US-Dollar (USD) | 1,13 | 1,23 | 1,18 | 1,14 |
| Belarussischer Rubel (BYN) | 2,88 | 3,17 | 3,00 | 2,81 |
Die Entwicklung des US-Dollars und des japanischen Yen ist für den Fielmann-Konzern relevant für wiederkehrende Einkaufskontrakte bei Fassungen. Der Einkauf von Waren in USD im Geschäftsjahr betrug Mio. € 30,9 (Vorjahr: Mio. € 29,6), in JPY Mio. € 1,0 (Vorjahr: Mio. € 1,1). Bei den Einkäufen wird zum Vergleich der Vorjahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt, um die Auswirkung der Kursänderung darzustellen. Die Entwicklung des US-Dollars beeinflusst den Wareneinkauf in Höhe von ca. Mio. € 1,1 positiv (Vorjahr: Mio. € 0,6 positiv). Die Entwicklung des Yen beeinflusst den Wareneinkauf im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht nennenswert.
Der Umsatz des Konzerns in Schweizer Franken beträgt Mio. CHF 201,1 (Vorjahr: Mio. CHF 178,0). Die Entwicklung der Schweizer Währung beeinflusst den Umsatz in Höhe von ca. Mio. € 1,9 negativ (Vorjahr: Mio. € 6,2 positiv), wenn als Vergleichswert der jeweilige Vorjahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt wird.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert es, bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögenswerte und Schulden nach IFRS Schätzungen und Annahmen vorzunehmen. Diese werden kontinuierlich überprüft. Annahmen und Schätzungen erfolgen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung von Firmenwerten (Textziffer (2)), Rückstellungen (Textziffer (20), Textziffer (24)) und steuerlichen Sachverhalten (Textziffer (6), Textziffer (22)). Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen sind in den folgenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargelegt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Fielmann-Konzern sind in den Textziffern
(31) Sonstige betriebliche Erträge und (33) Personalaufwand dargestellt.
Die Bewertung und Fortschreibung der immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens erfolgen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.
Entwicklungskosten von Software, bei denen Konzernunternehmen als Hersteller anzusehen sind, sind grundsätzlich als selbsterstellte Software gemäß IAS 38 zu aktivieren. Voraussetzung der Aktivierung von Software-Eigenentwicklungen ist, dass eine Trennung von Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten durchführbar ist. Bei der im Fielmann-Konzern inzwischen überwiegend angewendeten agilen Projektorganisation ist bei dem Großteil der laufenden Entwicklungen diese Unterscheidung nicht mehr möglich. Eine Aktivierung der Entwicklungskosten wird somit nur noch in Ausnahmefällen vorgenommen.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen erfasst.
Bei Produktionsgebäuden wird in der Regel eine Nutzungsdauer von bis zu 25 Jahren zu Grunde gelegt. Das Schloss in Plön wird über 55 Jahre, andere Geschäftsgebäude werden über maximal 50 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt linear (in der Regel sieben bis zehn Jahre) unter Berücksichtigung der Mietvertragsdauer. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird in der Regel zwischen zwei und dreizehn Jahren abgeschrieben (Maschinen und Geräte in der Regel fünf Jahre, IT drei bis fünf Jahre). Die Nutzungsdauer wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an den erwarteten Verlauf angepasst. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalkosten gemäß IAS 23 liegen nicht vor.
Etwaige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden von den Anschaffungskosten abgesetzt, sofern sie anzusetzende Vermögenswerte betreffen. Die Erfassung erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur finanziellen Unterstützung ohne künftig damit verbundenen Aufwand gezahlt werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.
Auch Immobilien, die nicht im Kerngeschäft des Konzerns genutzt werden (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gemäß IAS 40), werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den oben benannten Grundsätzen bewertet. Sie werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der etwaige erzielbare Betrag (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Der Ausweis der außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt im Posten Übrige Abschreibungen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert), der sich aus einer nachhaltigen Verbesserung der Vermietungssituation ergibt, den fortgeführten Buchwert übersteigt. Diese Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Wertaufholungen vorgenommen.
Wie in den Vorjahren wird für diese Bewertung ein Ertragswertverfahren (Hierarchiestufe 3 nach IFRS 13) unter Nutzung eines aus Marktbeobachtungen abgeleiteten Mietertragsfaktors von 15 Jahresnettomieten angewendet. Der Zeitwert dieser Immobilien wird in Textziffer (3) angegeben.
Gemischt genutzte Immobilien werden nach IAS 40.10 aufgeteilt. Ein Teil wird unter als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, ein anderer Teil unter Sachanlagen ausgewiesen. Wenn eine entsprechende Aufgliederung aufgrund wirtschaftlicher oder juristischer Rahmenbedingungen nicht möglich ist, erfolgt der Ausweis ausschließlich unter Sachanlagen, da regelmäßig die Nutzung im Geschäftsbetrieb deutlich überwiegt.
Der Fielmann-Konzern mietet im Bereich Immobilien vor allem Ladengeschäfte für die Niederlassungen. Die entsprechenden Mietverträge haben in der Regel eine Laufzeit von zehn Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen über jeweils fünf Jahre. Da nach zehn Jahren in den überwiegenden Fällen eine Neuverhandlung der Verträge angestrebt wird, wird eine Laufzeit von zehn Jahren ab Vertragsbeginn angenommen. Die Verträge werden überwacht und nach angemessener Zeit oder nach Eintreten von relevanten Ereignissen neu bewertet.
KFZ-Leasingverträge werden in der Regel über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschlossen.
Die Nutzungsrechte werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten ausgewiesen (siehe Textziffer (4)). Die Bilanzierung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen erfolgt nach IFRS 16. Nutzungsrechte werden grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Abweichend davon ist die Abschreibung entsprechend über die Laufzeit des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts vorzunehmen, wenn dessen Nutzungsdauer kürzer ist als die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Das Ansatzwahlrecht zur Bilanzierung von Nutzungsrechten von kurzfristigen Leasingverhältnissen mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten und für Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, wird in der Regel in der Form ausgeübt, dass für diese ebenfalls ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst wird. Die Bewertung der Nutzungsrechte erfolgt zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes grundsätzlich zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten. Die Prüfung der Notwendigkeit einer Wertberichtigung eines Nutzungsrechts erfolgt unter Anwendung von IAS 36.
Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten ausgewiesen (siehe Textziffer (23)). Die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen, diskontiert mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, erfolgt die Abzinsung unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes des Konzerns. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (unter Anwendung der Effektivzinsmethode) und durch Reduzierung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Die Mietverträge, die eine umsatzabhängige Komponente aufweisen, sind grundsätzlich so ausgestaltet, dass neben der umsatzabhängigen Miete eine vertraglich fixierte Mindestmiete als Mietkondition enthalten ist. Die unter diesen Konditionen zu leistenden Mindestmietzahlungen werden als feste Leasingzahlungen bei der Ermittlung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt.
Variable Leasingzahlungen, die nicht von einem Index oder Wechselkurs abhängen, werden nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts einbezogen. Diese Zahlungen werden in der Periode, in der das auslösende Ereignis oder die auslösende Bedingung eintritt, als Aufwand erfasst und in dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen'' (siehe Textziffer (35)) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Erläuterung der Finanzinstrumente gemäß IFRS erfolgt in Textziffer (28) und im Lagebericht. Weitere Ausführungen zu Bilanzpositionen im Anhang, die den Finanzinstrumenten zuzuordnen sind, werden dort mit (28) gekennzeichnet.
Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, werden in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell klassifiziert. Sieht das Geschäftsmodell ein Halten des Vermögenswertes zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme vor, so erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Sieht das Geschäftsmodell grundsätzlich das Halten und Verkaufen vor, werden diese Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Finanzanlagen sowie Zahlungsmittel und Äquivalente der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" unterliegen gemäß IFRS 9 einem Wertminderungsmodell basierend auf erwarteten Kreditverlusten. Die erwarteten Kreditverluste (ECL: expected credit losses) werden als wahrscheinlichkeitsgewichteter Barwert aller Zahlungsausfälle über die Laufzeit des Vermögenswertes berechnet. Hierzu wird ein dreistufiges Modell genutzt.
| Stufe 1: | Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit aufgrund von Ereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate Enthalten sind neue Verträge sowie bestehende Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos. Regelmäßig beinhaltet dies Verträge, deren Zahlungen weniger als 31 Tage überfällig sind. |
| Stufe 2: | Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit ohne Beeinträchtigung der Bonität Enthalten sind finanzielle Vermögenswerte, deren Kreditrisiko wesentlich gestiegen, aber deren Bonität nicht beeinträchtigt ist. |
| Stufe 3: | Erfassung erwarteter Kreditverluste über die gesamte Laufzeit mit Beeinträchtigung der Bonität Enthalten sind finanzielle Vermögenswerte, deren Bonität beeinträchtigt ist oder die ausgefallen sind. Regelmäßig beinhaltet dies Verträge, deren Zahlungen mehr als 90 Tage überfällig oder deren Schuldner in finanziellen Schwierigkeiten sind. |
Bei Stufe 1 und Stufe 2 wird die Effektivverzinsung auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt, wohingegen bei Stufe 3 die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts, also abzüglich Risikovorsorge, berechnet wird. Für den Transfer zwischen den Stufen ist eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos maßgeblich. Grundsätzlich erfolgt ein Transfer von Stufe 1zu Stufe 2, wenn ein finanzieller Vermögenswert mehr als 30 Tage überfällig ist. Bei einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen besteht ein objektiver Hinweis auf einen Kreditausfall und es erfolgt ein Transfer in Stufe 3. Ebenso erfolgt dieser Transfer bei weiteren objektiven Hinweisen auf einen drohenden Kreditausfall wie z.B. Insolvenz. Unterliegt ein finanzieller Vermögenswert am Bilanzstichtag einem niedrigen Ausfallrisiko, so wird angenommen, dass keine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit Ersterfassung des finanziellen Vermögenswertes stattgefunden hat. Ein niedriges Ausfallrisiko wird angenommen, wenn das externe oder ein entsprechendes internes Kreditrating Investment Grade entspricht.
Der Fielmann-Konzern nutzt das vereinfachte Verfahren für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und erfasst den erwarteten Kreditausfall über die gesamte Laufzeit.
Die Allokation der Stufen auf die Finanzinstrumente wird in Textziffer (28) weitergehend erläutert. Aufgrund der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung wurde auf den separaten Ausweis der hieraus resultierenden Gewinne und Verluste in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Der entsprechende Betrag wird unter Textziffer (28) erläutert und ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, werden der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet und bewertet. Soweit keine Börsenkurse vorliegen, wird auf Marktbewertungen durch Banken zurückgegriffen.
Ein nicht zu Handelszwecken gehaltener finanzieller Vermögenswert wird dann beim erstmaligen Ansatz als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert, wenn eine solche Designation Bewertungsinkonsistenzen wesentlich reduziert. Im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr handelt es sich hierbei um in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfasste Liquiditätsvorschüsse zur Bedeckung versicherungstechnischer Abgrenzungen für Beitragsüberträge an den Versicherungsgeber der Nulltarif-Versicherung. Diese Liquiditätsvorschüsse werden vom Versicherer als Kapitalanlagen angelegt. Die Nettoerträge (Gewinne und Verluste) aus den Kapitalanlagen stehen allein Fielmann zu.
Aus der Marktbewertung resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste sowie die hierauf entfallenden latenten Steuern werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Zur Bestimmung des Marktwertes von Finanzinstrumenten wird die folgende Hierarchie verwendet:
| Stufe 1: | Eingangsparameter der Stufe 1 sind auf aktiven Märkten notierte Preise (unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die am Bewertungsstichtag zugegriffen wird. |
| Stufe 2: | Eingangsparameter der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können. |
| Stufe 3: | Eingangsparameter der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter. |
Die im Konzern zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumente der Klasse "Vermögensverwaltungsdepots", "Fonds" und Teile der "Sonstigen Forderungen" fallen unter die Hierarchiestufe 1. Die in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten bilanzierte PutOption fällt unter Stufe 3.
Zu- und Abgänge werden mit dem jeweiligen Wert des Erfüllungstages angesetzt. Die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen ausbezahltem und bei Endfälligkeit rückzahlbarem Betrag wird amortisiert.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, erforderlichenfalls vermindert um Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert. Die Fortschreibung erfolgt mit der Methode des gleitenden Durchschnitts. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß IAS 2. Fertigungsbezogene Gemeinkosten sind enthalten. Zinsen werden aufgrund des kurzen Herstellungsprozesses nicht angesetzt.
Latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in den IFRS- und Steuerbilanzen der Konzernunternehmen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich diese Unterschiede im Zeitablauf wieder ausgleichen. Dies beinhaltet gemäß IAS 12 auch sogenannte "Outside Basis Differences", die sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Nettovermögen einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert dieser Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft ergeben. Eine latente Steuerabgrenzung wird für "Outside Basis Differences" insoweit vorgenommen, wie mit einer Realisierung innerhalb von 12 Monaten gerechnet wird. Darüber hinaus werden latente Steuerabgrenzungen für Verlustvorträge in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Für die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind. Latente Steuern werden gemäß IAS 1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten (Textziffer (6)) bzw. Schulden (Textziffer (22)) ausgewiesen.
Aktive und passive latente Steuern werden, soweit sie ertragsteuerliche Organkreise oder einzelne Gesellschaften betreffen und laufzeitkongruent sind, gemäß IAS 12.71 ff. saldiert.
Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 und IAS 19. Demnach werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt diejenigen Beträge, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden bei wesentlichen Effekten abgezinst und zum Barwert bilanziert. Der verwendete Zinssatz ist fristadäquat zur Laufzeit von Anleihen für alle Rückstellungen.
Rückstellungen für Pensionen werden für die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungszusagen nach der Methode der laufenden Einmalprämien bewertet. Diese Methode ermittelt unter Berücksichtigung dynamischer Aspekte die zu erwartenden Leistungen nach Eintritt des Versorgungsfalls und verteilt diese über die gesamte Beschäftigungsdauer der begünstigten Mitarbeiter. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen der Rechnungsannahmen und aus Abweichungen zwischen den Rechnungsannahmen von den tatsächlichen Ausprägungen ergeben, erfolgt im sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income).
Für weitere Angaben siehe Textziffer (20).
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist bzw. nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz grundsätzlich nicht erfasst.
Erlöse werden in erster Linie aus dem Einzelhandelsgeschäft erzielt. Die Realisierung der Erlöse sowie die Bezahlung erfolgen zum Zeitpunkt der Abgabe der bestellten und fertigen Produkte an den Kunden. Daneben werden in dem Segment Deutschland in geringem Umfang Umsatzerlöse im Großhandel getätigt. Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus der Abwicklung von Versicherungsfällen der Nulltarif-Versicherung. Der Umfang der Leistungspflicht von Fielmann besteht hierbei grundsätzlich jeweils in der Lieferung einer Korrektionsbrille. Daher realisiert Fielmann Erlöse, die denen aus dem Einzelhandelsgeschäft entsprechen. Aufgrund der Realisierung der Umsatzerlöse innerhalb eines Jahres wird auf die Anpassung um eine signifikante Finanzierungskomponente gemäß IFRS 15.63 verzichtet.
Weiterhin erfasst Fielmann unter den Umsatzerlösen Erträge aus dem versicherungstechnischen Ergebnis der Nulltarif-Versicherung. Diese werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.
Mieterträge werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Wesentliche einmalige Erträge und Aufwendungen, die Leasingverhältnissen direkt zuzuordnen sind, werden ebenfalls über deren Laufzeit verteilt.
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zum beizulegenden Zeitwert des Instruments am Tag der Gewährung bewertet. Diese Vergütungen beinhalten nur am Markt befindliche Aktien des Fielmann-Konzerns. Daher ergeben sich hinsichtlich des Wertes keine Schätzungsunsicherheiten. Zu den Formen der Vergütung siehe auch Textziffer (33).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Ergebnis, das den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres - mit Ausnahme der eigenen Anteile, die die Gesellschaft selbst hält - gebildet wird. Sofern verwässernde Effekte vorliegen, werden diese in die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie mit einbezogen. Im laufenden und im Vorjahr lagen derartige Effekte nicht vor.
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|
Stand am 1.1.2021
Tsd. € |
Währungsumrechnung
Tsd. € |
Änderung-Konsolidierungskreis
Tsd. € |
Zugänge
Tsd. € |
Abgänge
Tsd. € |
Umbuchung
Tsd. € |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Nutzungsrechte | 22.332 | 242 | 2.706 | |||
| 2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 47.915 | 29 | 3.155 | 576 | 2.330 | |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 56.319 | 5.697 | 7.433 | 1.372 | ||
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 6.263 | 2.765 | 109 | -4.081 | ||
| 5. Markenrechte | 76.072 | |||||
| 6. Kundenstamm | 64.164 | |||||
| 273.065 | 271 | 0 | 11.617 | 10.824 | -379 | |
| II. Firmenwerte | 267.211 | 2.694 | 0 | 2.657 | 131 | 0 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 138.407 | 463 | 2.124 | 48 | ||
| 2. Mietereinbauten | 290.559 | 1.773 | 32.153 | 7.330 | 2.528 | |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 396.231 | 2.490 | 35.771 | 18.515 | 1.640 | |
| 4. Anlagen im Bau | 10.545 | 95 | 4.868 | 18 | -3.789 | |
| 835.742 | 4.821 | 0 | 74.916 | 25.911 | 379 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 28.186 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 579.321 | 3.027 | 0 | 116.605 | 1.108 | 0 |
| VI. Anteile an assoziierten Unternehmen | 4.912 | 0 | 0 | 111 | 0 | 0 |
| VII. Übrige Finanzanlagen | 2.196 | 0 | 0 | 0 | 49 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 1.990.633 | 10.813 | 0 | 205.906 | 38.023 | 0 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Tsd. € |
Stand am 1.1.2021
Tsd. € |
Währungsumrechnung
Tsd. € |
Zugänge
Tsd. € |
Abgänge
Tsd. € |
Umbuchung
Tsd. € |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Nutzungsrechte | 19.868 | 16.573 | 230 | 1.205 | 1.909 | |
| 2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 52.853 | 35.199 | 27 | 8.506 | 290 | |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 55.955 | 25.734 | 16.836 | 3.371 | ||
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 4.838 | 1.677 | ||||
| 5. Markenrechte | 76.072 | 3.585 | ||||
| 6. Kundenstamm | 64.164 | 304 | 5.220 | |||
| 273.750 | 77.810 | 257 | 37.029 | 5.570 | 0 | |
| II. Firmenwerte | 272.431 | 93.752 | 2.391 | 0 | 122 | 0 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 140.946 | 46.388 | 225 | 2.996 | 41 | |
| 2. Mietereinbauten | 319.683 | 180.247 | 1.365 | 20.368 | 6.657 | 6 |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 417.617 | 295.961 | 2.251 | 28.861 | 17.694 | -6 |
| 4. Anlagen im Bau | 11.701 | 877 | ||||
| 889.947 | 522.596 | 3.841 | 53.102 | 24.392 | 0 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 28.186 | 16.225 | 0 | -90 | 0 | 0 |
| V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 697.845 | 161.245 | 1.590 | 87.250 | 453 | 0 |
| VI. Anteile an assoziierten Unternehmen | 5.023 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| VII. Übrige Finanzanlagen | 2.147 | 101 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 2.169.329 | 871.729 | 8.079 | 177.291 | 30.537 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||
|
Zuschreibung
Tsd. € |
Stand am 31.12.2021
Tsd. € |
Stand am 31.12.2021
Tsd. € |
Stand am 31.12.2020
Tsd. € |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| 1. Nutzungsrechte | 16.099 | 3.769 | 5.759 | |
| 2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 43.442 | 9.411 | 12.716 | |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 39.199 | 16.756 | 30.585 | |
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 1.677 | 3.161 | 6.263 | |
| 5. Markenrechte | 3.585 | 72.487 | 76.072 | |
| 6. Kundenstamm | 5.524 | 58.640 | 63.860 | |
| 0 | 109.526 | 164.224 | 195.255 | |
| II. Firmenwerte | 0 | 96.021 | 176.410 | 173.459 |
| III. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 49.568 | 91.378 | 92.019 | |
| 2. Mietereinbauten | 195.329 | 124.354 | 110.312 | |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 309.373 | 108.244 | 100.270 | |
| 4. Anlagen im Bau | 877 | 10.824 | 10.545 | |
| 0 | 555.147 | 334.800 | 313.146 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 16.135 | 12.051 | 11.961 |
| V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 0 | 249.632 | 448.213 | 418.076 |
| VI. Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 5.023 | 4.912 |
| VII. Übrige Finanzanlagen | 0 | 101 | 2.046 | 2.095 |
| Summe Anlagevermögen | 0 | 1.026.562 | 1.142.767 | 1.118.904 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|
Stand am 1.1.2020
Tsd. € |
Währungsumrechnung
Tsd. € |
Änderung-Konsolidierungskreis
Tsd. € |
Zugänge
Tsd. € |
Abgänge
Tsd. € |
Umbuchung
Tsd. € |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Nutzungsrechte | 21.179 | 25 | 1.490 | 362 | ||
| Konzessionen, gewerbliche 2. Schutzrechte und ähnliche Rechte | 38.640 | -3 | 6 | 6.300 | 32 | 3.004 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 24.666 | 786 | 12.062 | 18.805 | ||
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 26.528 | 3.773 | -24.038 | |||
| 5. Markenrechte | 4.372 | 71.700 | ||||
| 6. Kundenstamm | 5.164 | 59.000 | ||||
| 120.549 | 22 | 132.982 | 22.135 | 394 | -2.229 | |
| II. Firmenwerte | 147.903 | 283 | 118.474 | 551 | 0 | 0 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 135.381 | 49 | 164 | 9 | 2.822 | |
| 2. Mietereinbauten | 260.503 | -157 | 6.700 | 26.347 | 2.444 | -390 |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 365.378 | -937 | 4.035 | 35.189 | 12.902 | 5.468 |
| 4. Anlagen im Bau | 14.268 | -14 | 3.952 | 46 | -7.615 | |
| 775.530 | -1.059 | 10.735 | 65.652 | 15.401 | 285 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 26.242 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.944 |
| V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 448.796 | -430 | 74.642 | 59.404 | 3.091 | 0 |
| VI. Anteile an assoziierten Unternehmen | 4.945 | 0 | 0 | 8.595 | 8.628 | 0 |
| VII. Übrige Finanzanlagen | 2.134 | 0 | 0 | 197 | 135 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 1.526.099 | -1.184 | 336.833 | 156.534 | 27.649 | 0 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Tsd. € |
Stand am 1.1.2020
Tsd. € |
Währungsumrechnung
Tsd. € |
Zugänge
Tsd. € |
Abgänge
Tsd. € |
Umbuchung
Tsd. € |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Nutzungsrechte | 22.332 | 15.199 | 19 | 1.717 | 362 | |
| Konzessionen, gewerbliche 2. Schutzrechte und ähnliche Rechte | 47.915 | 30.845 | -2 | 4.387 | 31 | |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 56.319 | 10.785 | 14.949 | |||
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 6.263 | |||||
| 5. Markenrechte | 76.072 | |||||
| 6. Kundenstamm | 64.164 | 304 | ||||
| 273.065 | 56.829 | 17 | 21.357 | 393 | 0 | |
| II. Firmenwerte | 267.211 | 93.341 | 250 | 161 | 0 | 0 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 138.407 | 39.580 | 19 | 2.720 | 4.069 | |
| 2. Mietereinbauten | 290.559 | 169.346 | -192 | 18.066 | 2.209 | -4.764 |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 396.231 | 277.605 | -886 | 31.689 | 12.447 | |
| 4. Anlagen im Bau | 10.545 | |||||
| 835.742 | 486.531 | -1.059 | 52.475 | 14.656 | -695 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 28.186 | 14.593 | 0 | 937 | 0 | 695 |
| V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 579.321 | 78.166 | -345 | 83.424 | 0 | 0 |
| VI. Anteile an assoziierten Unternehmen | 4.912 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| VII. Übrige Finanzanlagen | 2.196 | 101 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 1.990.633 | 729.561 | -1.137 | 158.354 | 15.049 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||
|
Zuschreibung
Tsd. € |
Stand am31.12.2020
Tsd. € |
Stand am 31.12.2020
Tsd. € |
Stand am 31.12.2019
Tsd. € |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| 1. Nutzungsrechte | 16.573 | 5.759 | 5.980 | |
| Konzessionen, gewerbliche 2. Schutzrechte und ähnliche Rechte | 35.199 | 12.716 | 7.795 | |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 25.734 | 30.585 | 13.881 | |
| 4. Unfertige Softwareprojekte | 0 | 6.263 | 26.528 | |
| 5. Markenrechte | 0 | 76.072 | 4.372 | |
| 6. Kundenstamm | 304 | 63.860 | 5.164 | |
| 0 | 77.810 | 195.255 | 63.720 | |
| II. Firmenwerte | 0 | 93.752 | 173.459 | 54.562 |
| III. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 46.388 | 92.019 | 95.801 | |
| 2. Mietereinbauten | 180.247 | 110.312 | 91.157 | |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 295.961 | 100.270 | 87.773 | |
| 4. Anlagen im Bau | 0 | 10.545 | 14.268 | |
| 0 | 522.596 | 313.146 | 288.999 | |
| IV. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 16.225 | 11.961 | 11.649 |
| V. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 0 | 161.245 | 418.076 | 370.630 |
| VI. Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 4.912 | 4.945 |
| VII. Übrige Finanzanlagen | 0 | 101 | 2.095 | 2.033 |
| Summe Anlagevermögen | 0 | 871.729 | 1.118.904 | 796.538 |
Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus IT-Software, Markenrechten und Kundenstämmen. Die IT-Software wird über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzten Nutzungsdauern liegen mit Ausnahme eines Markenrechtes, für das von einer dauerhaften Nutzung ausgegangen wird, nicht vor.
Die Zugänge zu den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten betreffen in Höhe von Tsd. € 5.076 (Vorjahr: Tsd. € 9.634) die Aktivierung selbst erstellter Software im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Des Weiteren wurden Umbuchungen aus den unfertigen Softwareprojekten in die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 1.439 (Vorjahr: Tsd. € 18.805) vorgenommen, die vollständig (Vorjahr: Tsd. € 14.780) im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Digitalisierung stehen. Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Tz. 35) erfassten Abgänge bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten betreffen in Höhe von Tsd. € 3.956 (Vorjahr: Tsd. € 0) im Wesentlichen ein Projekt im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie.
Die Zugänge in den unfertigen Softwareprojekten betreffen in Höhe von Tsd. € 2.709 (Vorjahr: Tsd. € 2.235) Aufwendungen für Software im Zusammenhang mit der Vision 2025 und der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Im Vorjahr betreffen zudem Tsd. € 1.538 die Erweiterung der vorhandenen ERP-Software.
Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von Tsd. € 5.978 (Vorjahr: Tsd. € 4.265) auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, in Höhe von Tsd. € 3.041 (Vorjahr: Tsd. € 0) auf sonstige Software und in Höhe von Tsd. € 1.677 (Vorjahr: Tsd. € 0) auf unfertige Softwareprojekte vorgenommen. Da für diese Projekte eine Abgrenzung zwischen Forschungs-, Entwicklungs- und Betriebskosten nicht mehr zweifelsfrei möglich war, führte die Umstellung zu einer einmaligen Korrektur der aktivierten Herstellungskosten. Zukünftig werden die Aufwendungen für derartige Projekte direkt im Aufwand erfasst.
Die im Berichtsjahr nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen betrugen insgesamt Tsd. € 17.228 (Vorjahr: Tsd. € 10.723).
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten auch Mietrechte, die über maximal 15 Jahre abgeschrieben werden. Die Mietrechte betreffen übliche Zahlungen an Dritte, um in Mietverträge in bevorzugten Innenstadtlagen zu gelangen. Im Vorjahr resultieren die Zugänge zu den Mietrechten in Höhe von Tsd. € 1.490 aus der Übernahme der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L.
Im Vorjahr sind im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. Markenrechte in Höhe von Tsd. € 71.700 und ein Kundenstamm in Höhe von Tsd. € 59.000 aktiviert worden. Die Markenrechte haben eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Für den Kundenstamm der Gesellschaft ist eine Nutzungsdauer von 12 Jahren ermittelt worden.
Enthalten sind Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Diese Firmenwerte werden für den Impairment-Test einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) zugeordnet. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die einzelnen Verkaufsniederlassungen. Firmenwerte wurden dem Segment Deutschland in Höhe von Tsd. € 41.656 (Vorjahr: Tsd. € 38.998) zugeordnet, darunter die jeweils als einzelne CGU geführten Niederlassungen in Höhe von Tsd. € 32.439 (Vorjahr: Tsd. € 29.782) und die Rathenower Optische Werke GmbH in Höhe von Tsd. € 8.740 (Vorjahr: Tsd. € 8.740). Im Segment Spanien wurden Firmenwerte aus dem Erwerb der Anteile an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. in Höhe von Tsd. € 118.466 (Vorjahr: Tsd. € 118.474) bilanziert. Weitere signifikante Firmenwerte entfallen auf das Segment Schweiz in Höhe von Tsd. € 6.531 (Vorjahr: Tsd. € 6.230) sowie auf die Regionen Niederlande in Höhe von Tsd. € 3.546 (Vorjahr: Tsd. € 3.546) und Slowenien in Höhe von Tsd. € 6.211 (Vorjahr: Tsd. € 6.211) in den übrigen Segmenten. Die Änderungen des Buchwertes im Segment Schweiz resultieren aus der währungsbedingten Umrechnung.
Die Buchwerte der Sachanlagen einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verteilen sich zum 31. Dezember 2021 auf die Segmente wie folgt:
|
31.12.2021
Tsd. € |
31.12.2020
Tsd. € |
|
| Deutschland | 261.891 | 257.779 |
| Schweiz | 27.384 | 24.812 |
| Österreich | 10.713 | 6.990 |
| Spanien | 12.175 | 10.735 |
| Übrige | 34.688 | 24.791 |
| 346.851 | 325.107 |
Technische Anlagen und Maschinen werden in der Position Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen.
Die Zugänge (auch durch Umgliederungen aus den Anlagen im Bau) in den Sachanlagen resultieren unter anderem aus Ersatzinvestitionen in den Niederlassungen in Höhe von Tsd. € 46.561 (Vorjahr: Tsd. € 39.152). Weitere Zugänge ergeben sich aus der Expansion des Konzerns (Tsd. € 17.045, Vorjahr: Tsd. € 17.374). Beschränkungen der Verfügungsrechte ergeben sich bezüglich Immobilien und anderen Sachanlagen der Fielmann Akademie in Höhe von Tsd. € 16.707 (Vorjahr: Tsd. € 17.088) aufgrund der Gemeinnützigkeit und des Denkmalschutzes.
Die Zurechnung zu der Gruppe der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt für Flächen, die von keiner Gesellschaft des Konzerns genutzt werden. Diese Immobilien werden nach IAS 40 als Finanzinvestitionen eingestuft und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Berichtsjahr wurden bei diesen Immobilien wie auch im Vorjahr keine Nachaktivierungen vorgenommen. Der für sämtliche Immobilien mit einem Ertragswertverfahren ohne Gutachter ermittelte beizulegende Zeitwert beläuft sich auf Tsd. € 17.445 (Vorjahr: Tsd. € 17.922). Die entsprechenden Mieteinnahmen im Berichtszeitraum betragen Tsd. € 1.163 (Vorjahr: Tsd. € 1.195). Dem gegenüber stehen direkt zurechenbare Aufwendungen in Höhe von Tsd. € 811 (Vorjahr: Tsd. € 801).
Im Berichtszeitraum wurden auf gemischt genutzte Immobilien keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: Tsd. € 500) vorgenommen.
Enthalten sind neben Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen für Immobilien in geringem Umfang Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen für Kraftfahrzeuge. Zur genaueren Darstellung der Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf die Entwicklung des Konzernanlagevermögens.
Ausgewiesen wird der Anteil an dem assoziierten Unternehmen FittingBox S.A. (www.fittingbox. com). Diese Gesellschaft wurde 2006 gegründet und ist weltweit führender Anbieter von Augmented-Reality-Technologie wie der 3D-Anprobe für Brillen und Sonnenbrillen. Das Unternehmen hat seine Zentrale in Toulouse, Frankreich, und betreibt außerdem eine Vertriebsgesellschaft in Miami, USA. FittingBox entwickelt innovative Technologielösungen und digitale Inhalte für die augenoptische Branche und verfügt über die weltweit größte Datenbank mit Fassungsfotos und 3D-Modellen. Die strategische Beteiligung an dem französischen Technologieunternehmen ist ein konsequenter Schritt in der Digitalisierungsstrategie von Fielmann. Gemeinsam arbeiten die Unternehmen am Online-Brillenkauf in Fielmann-Qualität. FittingBox S.A. ist nicht an einer Börse notiert. Die Anschaffungskosten inklusive Transaktionskosten betrugen Tsd. € 4.739. Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen von FittingBox S.A. (wie in ihrem eigenen Abschluss aufgeführt) zusammen.
(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)
|
31.12.2021
Tsd. € |
31.12.2020
Tsd. € |
|
| Eigentumsanteil | 23% | 23% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 7.156 | 6.763 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.485 | 1.823 |
| Kurzfristige Schulden | -5.301 | -4.888 |
| Langfristige Schulden | -3.720 | -2.565 |
| Nettovermögen (100 Prozent) | 1.620 | 1.133 |
| Anteil des Konzerns am Nettovermögen | 369 | 258 |
| Geschäfts- oder Firmenwert inkl. Transaktionskosten | 4.184 | 4.184 |
| Buchwert der Beteiligung | 4.553 | 4.442 |
| Umsatzerlöse | 8.518 | 7.601 |
| Jahresergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 487 | -143 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Gesamtergebnis (100 Prozent) | 487 | -143 |
| Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis | 111 | -33 |
Weiterhin umfasst die Position eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen in Höhe von Tsd. € 470 (Vorjahr: Tsd. € 470). Aufgrund des Umfangs und der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung erfolgt der Ausweis des Ergebnisses aus Anteilen an assoziierten Unternehmen in der Position Erträge im Finanzergebnis bzw. Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis (siehe Textziffer (36)). Von assoziierten Unternehmen wurden keine Dividenden vereinnahmt. Die übrigen Finanzanlagen enthalten unter anderem Ausleihungen an nicht beherrschende Gesellschafter.
Latente Steueransprüche sind in Höhe von Tsd. € 14.418 (Vorjahr: Tsd. € 13.595) aktiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (40) des Anhangs verwiesen.
Es handelt sich bei den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten wie im Vorjahr um langfristige Anleihen guter Bonität, die von der Fielmann Aktiengesellschaft gehalten werden.
(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)
Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Daneben werden Kapitalanlagen in der spanischen Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. ausgewiesen (siehe Textziffer (28)). Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt. Des Weiteren werden insbesondere Kautionen und Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen. Von den Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Form von Darlehen wird innerhalb der nächsten 12 Monate eine Tilgung in Höhe von Tsd. € 104 (Vorjahr: Tsd. € 57) erwartet und unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (siehe Textziffer (10)).
Im Fielmann-Konzern sind einige Leasingverträge vorhanden, bei denen Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten. Diese werden jedoch nicht als wesentlich angesehen. Hierzu weisen wir zum 31. Dezember 2021 Forderungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von Tsd. € 12 (Vorjahr: Tsd. € 465) aus. Die Mieterträge aus diesen Untervermietungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf Tsd. € 453 (Vorjahr: Tsd. € 499).
|
31.12.2021
Tsd. € |
31.12.2020
Tsd. € |
|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.061 | 536 |
| Unfertige Erzeugnisse | 15.194 | 12.091 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 136.808 | 134.449 |
| 153.063 | 147.076 |
Die Vorräte betreffen überwiegend Produkte für Brillenoptik, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Hörakustik sowie sonstige Handelswaren. Unfertige Erzeugnisse betreffen hauptsächlich für Kunden bearbeitete Aufträge für Brillen und Hörsysteme.
Der Gesamtbetrag aller Wertberichtigungen auf Vorräte beträgt Tsd. € 9.640 (Vorjahr: Tsd. € 10.625) und wurde vollständig im Materialaufwand erfasst. Der Verbrauch von Vorräten ist in Höhe von Tsd. € 337.432 (Vorjahr: Tsd. € 275.461) als Aufwand im Geschäftsjahr gebucht.
Für nähere Angaben zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Textziffer (28) des Anhangs verwiesen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Tsd. € 25.368 (Vorjahr: Tsd. € 29.184) sowie Forderungen gegen Versicherungen in Höhe von Tsd. € 26.518 (Vorjahr: Tsd. € 25.548). Von diesen Forderungen wurden Tsd. € 25.301 (Vorjahr: Tsd. € 24.621) zum Marktwert bewertet.
(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)
In dieser Position sind im Wesentlichen Abgrenzungsposten für vorausgezahlte Sozialabgaben in der Schweiz und für IT in der Fielmann Aktiengesellschaft sowie Forderungen aus Umsatzsteuer enthalten.
Die Steueransprüche in Höhe von Tsd. € 11.033 (Vorjahr: Tsd. € 16.345) resultieren aus Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer (Tsd. € 5.580, Vorjahr: Tsd. € 3.739) und Gewerbesteuer (Tsd. € 5.453, Vorjahr: Tsd. € 12.606).
In den kurzfristigen Finanzanlagen werden Anleihen, Festgelder, Schuldscheindarlehen und Fonds der Fielmann Aktiengesellschaft sowie ein Depot in der Schweiz ausgewiesen, in dem sich Aktien und Anleihen befinden. Des Weiteren umfassen die kurzfristigen Finanzanlagen Fonds in der Vertriebsgesellschaft in Italien, die als Sicherheiten im Rahmen von Mietverhältnissen dienen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt.
Enthalten sind liquide Mittel und Kapitalanlagen mit einer Restlaufzeit zum Anschaffungszeitpunkt von bis zu drei Monaten. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Fristigkeiten im Finanzvermögen. Die Zusammensetzung des Finanzvermögens ist in Textziffer (43) dargestellt.
Das gezeichnete Kapital der Fielmann Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2021 Tsd. € 84.000. Dieses ist seit dem von der Hauptversammlung am 3. Juli 2014 beschlossenen und am 22. August 2014 vorgenommenen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 eingeteilt in 84 Millionen Stammaktien, jeweils ohne Nennwert. Auf jede der 84 Millionen Aktien entfällt ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von € 1,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Alle Aktien gewähren gleiche Stimmrechte sowie Rechte am Gewinn und Vermögen der Fielmann Aktiengesellschaft.
Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung aller seiner Mitglieder sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 7. Juli 2026 das Grundkapital durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien in Form von Stückaktien, gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um Tsd. € 10.000 zu erhöhen. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)
Die Gewährleistung der finanziellen Stabilität und Flexibilität des Fielmann-Konzerns durch eine nachhaltige Sicherung der bilanziellen Eigenkapitalbasis ist das grundsätzliche Ziel unseres Kapitalmanagements. Darüber hinaus steuert der Konzern sein Kapital mit dem Ziel, eine angemessene Eigenkapitalrendite zu erzielen und die Aktionäre regelmäßig am Erfolg der Gruppe teilhaben zu lassen. Das gemanagte Kapital des Konzerns besteht aus den finanziellen Verbindlichkeiten, den Zahlungsmitteln und Äquivalenten sowie dem Eigenkapital.
Die Fielmann Aktiengesellschaft und die in den Konzernabschluss einbezogenen Kapitalgesellschaften unterliegen den Mindestkapitalanforderungen des deutschen Aktien- und GmbH-Rechts sowie den entsprechenden Bestimmungen nach Landesrecht und Gesellschaftsform. Weitere branchenspezifische Mindestkapitalanforderungen bestehen nicht.
Die im Konzern vorhandene Liquidität wird täglich zentral gepoolt, überwacht und gesteuert. Hierzu ist sowohl ein tägliches als auch monatliches Berichtswesen installiert. Dieses gewährleistet die Einhaltung sämtlicher Mindestkapitalanforderungen.
Zum 31. Dezember 2021 hielt die Fielmann Aktiengesellschaft keine eigenen Aktien im Bestand (Vorjahr: 6.369 eigene Aktien mit einem Buchwert von Tsd. € 429).
Ausgewiesen wird ausschließlich das Agio aus der Kapitalerhöhung der Fielmann Aktiengesellschaft in 1994 nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
In den Gewinnrücklagen werden die nicht ausgeschütteten Gewinne aus Vorjahren und dem aktuellen Geschäftsjahr ausgewiesen (siehe auch Textziffer (42)).
Zum Zeitpunkt des Erwerbs von 80 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. wurde wie im Vorjahr insbesondere der Wert einer Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile in den Gewinnrücklagen in Höhe von Tsd. € 57.553 bilanziert und mindert diese. Die Put-Option wird unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Textziffer (21)).
In den sonstigen Rücklagen sind der Währungsausgleichsposten, die Gewinne und Kursvorteile bei der Abgabe eigener Aktien an Mitarbeiter gemäß IFRS 2 sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste insbesondere aus den Pensionsrückstellungen im Rahmen der Anwendung des IAS 19 enthalten.
In den nicht beherrschenden Anteilen werden die Anteile anderer Gesellschafter an Kapitalgesellschaften des Konzerns ausgewiesen. Die Anteile anderer Gesellschafter an Personengesellschaften werden nur insoweit ausgewiesen, als Anteile an Verlusten vorhanden sind. Die Anteile Dritter an positivem Eigenkapital von Personengesellschaften wurden gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe auch Textziffer (25), (28) und (42)).
Die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
|
Stand am 1.1.2021
Tsd. € |
Währungsänderung
Tsd. € |
Verbrauch
Tsd. € |
Auflösung
Tsd. € |
Zuführung
Tsd. € |
Stand am 31.12.2021
Tsd. € |
|
| Pensionsrückstellungen | 8.419 | -309 | -441 | 1.312 | 8.981 | |
| Jubiläumsrückstellungen | 8.317 | 48 | -736 | -541 | 1.209 | 8.297 |
| Rückbauverpflichtungen | 2.859 | -60 | -105 | 112 | 2.806 | |
| Rückstellungen im Warenbereich | 4.482 | -3.142 | 3.230 | 4.570 | ||
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 3.961 | -730 | -51 | 1.089 | 4.269 | |
| 28.038 | 48 | -4.977 | -1.138 | 6.952 | 28.923 |
Pensionsrückstellungen resultieren überwiegend aus unverfallbaren Pensionszusagen der Fielmann Aktiengesellschaft (Tsd. € 7.957, Vorjahr: Tsd. € 7.463) und betreffen ausschließlich das Segment Deutschland.
Den Rückstellungen stehen Rückdeckungsguthaben in Höhe von Tsd. € 97 (Vorjahr: Tsd. € 255) gegenüber, die mit den Pensionsrückstellungen saldiert sind. In der Veränderung der Rückstellung ist ein Aufzinsungseffekt von Tsd. € 43 (Vorjahr: Tsd. € 72) enthalten. Die Pensionsrückstellungen der Fielmann Aktiengesellschaft werden voraussichtlich gemäß den statistischen Sterbetafeln über die nächsten 13 Jahre realisiert.
Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:
|
2021
in % |
2020
in % |
|
| Abzinsungssatz | 0,95 | 0,50 |
| Erwartete Einkommenssteigerung | 0,00 | 0,00 |
| Erwartete Rentensteigerung | 2,00 | 2,00 |
Die Pensionsrückstellungen im Fielmann-Konzern betreffen fixierte Zusagen, sodass für die Bewertung der Pensionsrückstellungen keine Einkommenssteigerung berücksichtigt wird. Hinsichtlich des Abzinsungssatzes wurde eine Sensitivitätsbetrachtung vorgenommen. Eine Senkung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt würde zu einer Erhöhung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung in Höhe von Tsd. € 1.274 führen, eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt würde den Barwert um Tsd. € 1.046 mindern. Aus den gezeigten Werten resultiert für den Konzern lediglich ein untergeordnetes Risiko aus den Pensionszusagen und den Rückdeckungsguthaben.
Die Veränderung im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung | 8.674 | 8.760 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (Ausweis im Personalaufwand) | 1.111 | 5 |
| Zinsaufwand (Ausweis im Finanzergebnis) | 43 | 72 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (Ausweis im OCI) | -441 | 413 |
| Gezahlte Leistungen | -309 | -576 |
| Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung | 9.078 | 8.674 |
Die Veränderung des OCI (Other Comprehensive Income) resultiert im Wesentlichen aus Zinssatzänderungen. Auf die im sonstigen Ergebnis gebuchten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entfällt ein Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von Tsd. € 135 (Vorjahr: Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 127).
Aufgliederung der Pläne:
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Leistungsorientierte Verpflichtungen | ||
| - aus Plänen, die nicht über einen Fonds finanziert wurden | 9.078 | 8.674 |
| 9.078 | 8.674 |
Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 9.078 | 8.674 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -97 | -255 |
| In der Bilanz angesetzte Rückstellung | 8.981 | 8.419 |
Jubiläumsrückstellungen werden für 10- bis 35-jährige Jubiläen unter Berücksichtigung von tatsächlichen Fluktuationswerten der Vergangenheit gebildet. Die Abzinsung erfolgt mit dem für den Zeitraum der durchschnittlichen Restlaufzeit bis zur Erreichung des jeweiligen Jubiläums passenden Zinssatz. Eine Realisierung dieser Rückstellungen in den nächsten zwölf Monaten wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 642 (Vorjahr: Tsd. € 703) erfolgen. Durch die kapitalmarktbedingte Änderung des Abzinsungssatzes im Berichtsjahr ergibt sich eine Minderung der Rückstellung um Tsd. € 203 (Vorjahr: Erhöhung um Tsd. € 198). Die durch Zeitablauf sich ergebende Erhöhung des abgezinsten Betrages beträgt Tsd. € 34 (Vorjahr: Tsd. € 51).
Es werden folgende Zinssätze gemäß der aktuellen Marktlage zugrunde gelegt:
| 10-jährige Jubiläen: | 0,26 Prozent | (Vorjahr: 0,00 Prozent) |
| 25-jährige Jubiläen: | 1,06 Prozent | (Vorjahr: 0,56 Prozent) |
| 35-jährige Jubiläen: | 1,21 Prozent | (Vorjahr: 0,77 Prozent) |
Die Rückbauverpflichtungen aus Mietverträgen sind als langfristig anzusehen. Eintretende Risiken innerhalb der nächsten zwölf Monate sind nicht zu erkennen. In der weit überwiegenden Zahl der Mietverträge stehen den Gesellschaften des Fielmann-Konzerns eine oder mehrere Verlängerungsoptionen zur Verfügung. Für die Berechnung der für die Abzinsung der auf den Stichtag ermittelten Erfüllungsbeträge wurde ein Zinssatz von 1,50 Prozent (10 Jahre) (Vorjahr: 1,03 Prozent (10 Jahre)) angewendet. Es wurde eine Inflationsrate von 0,7 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent) berücksichtigt. Die abgezinsten Erfüllungsbeträge werden in die Anschaffungskosten der Mietereinbauten des Anlagevermögens einbezogen und planmäßig über die Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Durch die kapitalmarktbedingte Änderung des Abzinsungssatzes im Berichtsjahr ergibt sich eine Verringerung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 105 (Vorjahr: Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 93).
Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen hauptsächlich Garantiezusagen und daraus resultierende Risiken. Darin enthalten sind neben den Material- auch Personalaufwendungen für Abwicklungsleistungen. Die Risiken realisieren sich überwiegend innerhalb von zwölf Monaten, maximal innerhalb von drei Jahren. Der kurzfristige Anteil der Garantierisiken wird unter den kurzfristigen Rückstellungen in Textziffer (24) ausgewiesen. Die Annahmen zur Bewertung der Risiken werden durch ein Berichtswesen zu den Garantiefällen ständig verifiziert. Für die Ermittlung der Erfüllungsbeträge wurde eine Inflationsrate von 0,7 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent) berücksichtigt. Die für die Abzinsung verwendeten Zinssätze betrugen für zwei Jahre 0,19 Prozent (Vorjahr: 0,01 Prozent) sowie für drei Jahre 0,48 Prozent (Vorjahr: 0,18 Prozent). Aus den Änderungen der Zinssätze resultiert eine Erhöhung der Rückstellung in Höhe von Tsd. € 13 (Vorjahr: Erhöhung der Rückstellung in Höhe von um Tsd. € 29).
Zinssatzbedingte Änderungen bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen ergeben sich in Höhe von Tsd. € 15 (Vorjahr: Tsd. € 23).
(21) Langfristige Finanzverbindlichkeiten (28) Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
|
31.12.2021
Tsd. € |
31.12.2020
Tsd. € |
|
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 460 | 702 |
| - davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre Tsd. € 289 (Vorjahr: Tsd. € 344) | ||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 62.281 | 58.053 |
| - davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre Tsd. € 85 (Vorjahr: Tsd. € 125) | ||
| 62.741 | 58.755 |
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ausschließlich festverzinslich mit fester Laufzeit. Ein wesentliches Zinsrisiko ist aufgrund der geringen Verschuldung nicht erkennbar.
In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten wird eine Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. mit einem Fair Value in Höhe von Tsd. € 61.829 (Vorjahr: Tsd. € 57.553) ausgewiesen.
Latente Steuerverbindlichkeiten sind in Höhe von Tsd. € 37.648 (Vorjahr: Tsd. € 48.084) passiviert. Für nähere Angaben wird auf Textziffer (40) des Anhangs verwiesen.
Im Berichtsjahr wurden Leasingzahlungen in Höhe von Tsd. € 88.724 (Vorjahr: Tsd. € 79.943) geleistet. Zudem wurden Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von Tsd. € 4.057 (Vorjahr: Tsd. € 2.110) erfasst. Es wurden variable Leasingzahlungen in Höhe von Tsd. € 1.8 94 (Vorjahr: Tsd. € 1.359) geleistet, die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt wurden. Bei den Leasingverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Mietverpflichtungen. Die Zusammensetzung der Leasingverbindlichkeiten nach Fälligkeit ergibt sich wie folgt:
|
31.12.2021
Tsd. € |
31.12.2020
Tsd. € |
|
| Kurzfristig | 89.864 | 82.852 |
| 1 bis 5 Jahre | 236.792 | 226.603 |
| über 5 Jahre | 130.695 | 115.080 |
| Langfristig | 367.487 | 341.683 |
| 457.351 | 424.535 |
(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)
In Bezug auf die eigenen Leasingverbindlichkeiten besteht aus Konzernsicht kein signifikantes Liquiditätsrisiko.
Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
|
Stand am 1.1.2021
Tsd. € |
Währungsänderung
Tsd. € |
Verbrauch
Tsd. € |
Auflösung
Tsd. € |
Zuführung
Tsd. € |
Stand am 31.12.2021
Tsd. € |
|
| Personalrückstellungen | 38.797 | 57 | -33.449 | -2.621 | 43.864 | 46.648 |
| Rückstellungen im Warenbereich | 12.015 | 73 | -8.772 | 9.455 | 12.771 | |
| Übrige Rückstellungen | 7.594 | 90 | -6.052 | -752 | 10.152 | 11.032 |
| 58.406 | 220 | -48.273 | -3.373 | 63.471 | 70.451 |
Die Personalrückstellungen werden insbesondere für Verpflichtungen aus Sonderzahlungen und Tantiemen gebildet, der Zahlungsmittelabfluss erfolgt im ersten Halbjahr des folgenden Geschäftsjahres.
Die Rückstellungen im Warenbereich betreffen die Garantierisiken, die voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate realisiert werden. Der langfristige Anteil der Garantierisiken wird in Textziffer (20) ausgewiesen. Im ersten Jahr wird der wesentliche Teil der insgesamt erwarteten Garantiefälle abgewickelt.
Die Übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rückzahlungen staatlicher Leistungen und Schließungskosten.
Aufgrund der geringen Verschuldung sind keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern durch Zinsschwankungen in Bezug auf den Zinsaufwand zu erwarten. Die Laufzeit dieser Verbindlichkeiten beträgt bis zu einem Jahr.
Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung des per 31.12.2020 noch ausstehenden Restbetrags des Kaufpreises (Sicherheitseinbehalt) für den Erwerb des 80%igen Anteils an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L.
In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern, die in den Einzelabschlüssen nach lokalem Recht Eigenkapitalcharakter haben und nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind, in Höhe von Tsd. € 2.344 (Vorjahr: Tsd. € 2.359) enthalten (siehe auch Textziffern (19), (28) und (42)).
(28) Weitere Angaben siehe Textziffer (28)
In den nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Vertragsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungen sowie aus Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer enthalten. Die Vertragsverbindlichkeiten entfallen auf die Abgrenzung der im Geschäftsjahr vereinnahmten, aber erst in Zukunft realisierten Erlöse aus der Nulltarifversicherung sowie aus Reparaturpauschalen, die von den gesetzlichen Krankenkassen für in Deutschland abgegebene Hörsysteme im Voraus gezahlt werden.
Die Vertragsverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:
| Vertragsverbindlichkeiten aus Nulltarifversicherung | Tsd. € |
| Stand zum 1.1.2021 | 23.183 |
| Zuführung | 23.726 |
| Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der im Stand zum 1. Januar enthalten war | -23.183 |
| Stand zum 31.12.2021 | 23.726 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Hörgeräte Reparaturpauschalen | Tsd. € |
| Stand zum 1.1.2021 | 18.223 |
| Zuführung | 8.340 |
| Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der im Stand zum 1. Januar enthalten war | -6.182 |
| Realisierter Umsatz des aktuellen Geschäftsjahres, der nicht im Stand zum 1. Januar enthalten war | -912 |
| Stand zum 31.12.2021 | 19.469 |
Die Ertragsteuerschulden betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.
Die nachfolgende Legende stellt die in den nächsten Abschnitten genutzten Abkürzungen der Bewertungskategorien dar:
| Kategorie IFRS 9 | englische Bedeutung | deutsche Bedeutung | Bewertung |
| AC | Financial Assets Measured at Amortised Cost | Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| FVtPL | Fair Value through Profit or Loss | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Marktwert erfolgswirksam |
| FLAC | Financial Liabilities Measured at Amortised Cost | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt in allen Kategorien zum Wert am Erfüllungstag. Die Einteilung in Bewertungsklassen nach IFRS 7 wurde anhand der wirtschaftlichen Beschaffenheit und der Risikostruktur der jeweiligen Finanzinstrumente vorgenommen. Die Zeitwerte werden in jeder Klasse zu Börsenkursen bzw. über andere am Finanzmarkt verfügbare Daten ermittelt. Die im Rahmen des Anteilserwerbs der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. abgeschlossene Put-Option ist der Hierarchiestufe 3 zugeordnet. Nähere Informationen zu den einfließenden Parametern finden sich in diesem Abschnitt unter "Put-Option". Weitere eigene Bewertungsverfahren bzw. Verfahren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen, wurden nicht angewendet. Damit ergaben sich bei keinem Finanzinstrument wesentliche Unsicherheiten bei der Zeitwertermittlung. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte wurden in die entsprechende Kategorie eingestuft.
Bei den finanziellen Vermögenswerten des Fielmann-Konzerns besteht ein Ausfallrisiko, dem durch entsprechende Wertminderungen Rechnung getragen wird. Der positive Saldo aus Wertminderungsaufwendungen einschließlich Wertaufholung in Höhe von Tsd. € 666 (Vorjahr: negativer Saldo in Höhe von Tsd. € 410) ergibt sich aus Erträgen aus Wertaufholung in Höhe von Tsd. € 1.378 (Vorjahr: Tsd. € 694) und Aufwendungen aus Wertminderung in Höhe von Tsd. € 712 (Vorjahr: Tsd. € 1.104). Aufgrund der für den Fielmann-Konzern untergeordneten Bedeutung wurde auf den separaten Ausweis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Die Ausbuchung von Forderungen erfolgt bei endgültigem Verlust sowie bei aussichtsloser und wirtschaftlich nicht sinnvoller Verfolgung der Ansprüche (z. B. bei Kleinbeträgen). Der Aufwand aus der Ausbuchung von Forderungen beläuft sich auf Tsd. € 1.097 (Vorjahr: Tsd. € 1.268).
Die Verteilung der Wertminderungen auf die Klassen stellt sich wie folgt dar:
| Gesamtlaufzeit-ECL | ||||||
|
Kategorie nach IFRS 9
Tsd. € |
Buchwert am 31.12.2021
Tsd. € |
Buchwert vor Wertminderung
Tsd. € |
Wertminderung
Tsd. € |
12-Monats-ECL
Tsd. € |
nicht wertgeminderte Kredite
Tsd. € |
|
| Übrige Finanzanlagen (langfristig) | ||||||
| Ausleihungen | AC | 2.046 | 2.147 | 101 | ||
| 2.046 | 2.147 | 101 | 0 | 0 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | ||||||
| Ausleihungen | AC | 3.976 | 4.016 | 40 | 40 | |
| Anleihen und Festgelder | AC | 25.876 | 25.936 | 60 | 60 | |
| 29.852 | 29.952 | 100 | 100 | 0 | ||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen (langfristig) | ||||||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen | AC | 12 | 12 | 0 | ||
| 12 | 12 | 0 | 0 | 0 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 39.014 | 41.097 | 2.083 | ||
| 39.014 | 41.097 | 2.083 | 0 | 0 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | ||||||
| Sonstige Forderungen | AC | 35.167 | 35.490 | 323 | 323 | |
| Sonstige Forderungen | AC | 127 | 600 | 473 | ||
| 35.294 | 36.090 | 796 | 323 | 0 | ||
| Finanzanlagen (kurzfristig) | ||||||
| Anleihen und Festgelder | AC | 12.170 | 12.255 | 85 | 85 | |
| 12.170 | 12.255 | 85 | 85 | 0 | ||
| Zahlungsmittel und Äquivalente | ||||||
| Anleihen und Festgelder | AC | 9.927 | 10.002 | 75 | 75 | |
| Liquide Mittel | AC | 164.962 | 164.962 | 0 | ||
| 174.889 | 174.964 | 75 | 75 | 0 | ||
| Summe | 293.277 | 296.517 | 3.240 | 583 | 0 |
| Gesamtlaufzeit-ECL | ||
|
wertgeminderte Kredite
Tsd. € |
Lieferungen und Leistungen
Tsd. € |
|
| Übrige Finanzanlagen (langfristig) | ||
| Ausleihungen | 101 | |
| 101 | 0 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | ||
| Ausleihungen | ||
| Anleihen und Festgelder | ||
| 0 | 0 | |
| Forderungen aus Leasingverhältnissen (langfristig) | ||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen | ||
| 0 | 0 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.083 | |
| 0 | 2.083 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | ||
| Sonstige Forderungen | ||
| Sonstige Forderungen | 473 | |
| 473 | 0 | |
| Finanzanlagen (kurzfristig) | ||
| Anleihen und Festgelder | ||
| 0 | 0 | |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | ||
| Anleihen und Festgelder | ||
| Liquide Mittel | ||
| 0 | 0 | |
| Summe | 574 | 2.083 |
| Gesamtlaufzeit-ECL | ||||||
|
Kategorie nach IFRS 9
Tsd. € |
Buchwert am 31.12.2020
Tsd. € |
Buchwert vor Wertminderung
Tsd. € |
Wertminderung
Tsd. € |
12-Monats-ECL
Tsd. € |
nicht wertgeminderte Kredite
Tsd. € |
|
| Übrige Finanzanlagen (langfristig) | ||||||
| Ausleihungen | AC | 2.095 | 2.196 | 101 | ||
| 2.095 | 2.196 | 101 | 0 | 0 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | ||||||
| Ausleihungen | AC | 3.557 | 3.593 | 36 | 36 | |
| Anleihen und Festgelder | AC | 3.003 | 3.011 | 8 | 8 | |
| 6.560 | 6.604 | 44 | 44 | 0 | ||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen (langfristig) | ||||||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen | AC | 465 | 465 | 0 | ||
| 465 | 465 | 0 | 0 | 0 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 38.523 | 40.542 | 2.019 | ||
| 38.523 | 40.542 | 2.019 | 0 | 0 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | ||||||
| Sonstige Forderungen | AC | 35.771 | 36.132 | 361 | 361 | |
| Sonstige Forderungen | AC | 367 | 1.396 | 1.029 | ||
| 36.138 | 37.528 | 1.390 | 361 | 0 | ||
| Finanzanlagen (kurzfristig) | ||||||
| Anleihen und Festgelder | AC | 84.140 | 84.377 | 237 | 237 | |
| 84.140 | 84.377 | 237 | 237 | 0 | ||
| Zahlungsmittel und Äquivalente | ||||||
| Anleihen und Festgelder | AC | 15.787 | 15.902 | 115 | 115 | |
| Liquide Mittel | AC | 87.935 | 87.935 | |||
| 103.722 | 103.837 | 115 | 115 | 0 | ||
| Summe | 271.643 | 275.549 | 3.906 | 757 | 0 |
| Gesamtlaufzeit-ECL | ||
|
wertgeminderte Kredite
Tsd. € |
Lieferungen und Leistungen
Tsd. € |
|
| Übrige Finanzanlagen (langfristig) | ||
| Ausleihungen | 101 | |
| 101 | 0 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | ||
| Ausleihungen | ||
| Anleihen und Festgelder | ||
| 0 | 0 | |
| Forderungen aus Leasingverhältnissen (langfristig) | ||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen | ||
| 0 | 0 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.019 | |
| 0 | 2.019 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | ||
| Sonstige Forderungen | ||
| Sonstige Forderungen | 1.029 | |
| 1.029 | 0 | |
| Finanzanlagen (kurzfristig) | ||
| Anleihen und Festgelder | ||
| 0 | 0 | |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | ||
| Anleihen und Festgelder | ||
| Liquide Mittel | ||
| 0 | 0 | |
| Summe | 1.130 | 2.019 |
Die Wertminderungen entwickelten sich wie folgt:
|
Ausleihungen
Tsd. € |
Anleihen und Festgelder
Tsd. € |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Tsd. € |
Sonstige Forderungen
Tsd. € |
Summe
Tsd. € |
|
| Wertminderung zum 1.1.2021 | 137 | 360 | 2.019 | 1.390 | 3.906 |
| 12-Monats-ECL | 4 | -140 | -38 | -174 | |
| Gesamtlaufzeit-ECL: | |||||
| nicht wertgeminderte Kredite | |||||
| wertgeminderte Kredite | -556 | -556 | |||
| Lieferungen und Leistungen | 64 | 64 | |||
| Wertminderung zum 31.12.2021 | 141 | 220 | 2.083 | 796 | 3.240 |
|
Ausleihungen
Tsd. € |
Anleihen und Festgelder
Tsd. € |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Tsd. € |
Sonstige Forderungen
Tsd. € |
Summe
Tsd. € |
|
| Wertminderung zum 1.1.2020 | 121 | 374 | 2.299 | 702 | 3.496 |
| 12-Monats-ECL | 16 | -14 | 39 | 41 | |
| Gesamtlaufzeit-ECL: | |||||
| nicht wertgeminderte Kredite | |||||
| wertgeminderte Kredite | 649 | 649 | |||
| Lieferungen und Leistungen | -280 | -280 | |||
| Wertminderung zum 31.12.2020 | 137 | 360 | 2.019 | 1.390 | 3.906 |
Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste (ECL: expected credit losses) erfolgt insbesondere anhand vergangenheitsbezogener Erfahrungswerte unter Berücksichtigung aktueller Gegebenheiten sowie gegebenenfalls angepasst an die prognostizierte zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Sie basiert in wesentlichen Fällen auf Einzelfallbetrachtungen, ansonsten anhand der Gruppierung gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften, z. B. durch zeitliche Kriterien. Die Wertberichtigungen für Finanzinstrumente werden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen durch gesonderte Konten offen abgesetzt.
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde vereinfachend der erwartete Kreditverlust über die gesamte Laufzeit (Gesamtlaufzeit-ECL) erfasst. Die Forderungen betreffen neben Forderungen an Einzelkunden insbesondere Forderungen aus der Abwicklung von Rezepten und Zahlungsverkehr. Forderungen an Einzelkunden wurden insbesondere anhand vergangenheitsbezogener Erfahrungswerte in Bezug auf Fälligkeit und Ausfall wertberichtigt. Dabei wird der Durchschnitt der letzten drei Jahre vor dem Geschäftsjahr als Berechnungsgrundlage herangezogen. Es wird regelmäßig davon ausgegangen, dass ein Ausfallereignis spätestens nach neunzigtägiger Überfälligkeit vorliegt. Für die weiteren Forderungen wird eine erwartete Ausfallrate von 1 Prozent angewendet.
Die anhand der Fälligkeit wertberichtigten Forderungen entwickelten sich wie folgt:
Für alle weiteren Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird von einem geringen Kreditausfallrisiko ausgegangen. Wesentliche Ausfälle waren in der Vergangenheit nicht zu verzeichnen.
Für Anleihen und Festgelder wurde aufgrund des unverändert geringen Kreditrisikos vereinfachend der erwartete Kreditverlust der nächsten zwölf Monate (12-Monats-ECL) angewendet. Die Anlagen entsprechen regelmäßig dem sogenannten Investment Grade oder einer vergleichbaren Bonität bei einem fehlenden Rating. Für die Berechnung der erwarteten Kreditverluste wurden je nach Bonität der Schuldner drei Cluster gebildet und hierauf Ausfallraten von 0,1 Prozent, 0,25 Prozent und 0,75 Prozent angewendet.
|
Buchwert vor Wertminderung
in Tsd.€ |
Wertminderung am 31.12.2021
in Tsd.€ |
erwartete Ausfallrate |
Bilanzausweis am 31.12.2021
in Tsd.€ |
|
| Forderungen an Einzelkunden | ||||
| Nicht fällig | 5.663 | 88 | 2% | 5.575 |
| 1 bis 30 Tage überfällig | 3.760 | 24 | 1% | 3.736 |
| 31 bis 90 Tage überfällig | 427 | 30 | 7% | 397 |
| mehr als 90 Tage überfällig oder anderer objektiver Hinweis auf Wertminderung | 3.246 | 1.688 | 52% | 1.558 |
| Zwischensumme | 13.096 | 1.830 | 11.266 | |
| Weitere Forderungen | 28.001 | 253 | 1% | 27.748 |
| Bestand am 31.12. | 41.097 | 2.083 | 39.014 |
|
Buchwert vor Wertminderung
in Tsd.€ |
Wertminderung am 31.12.2020
in Tsd.€ |
erwartete Ausfallrate |
Bilanzausweis am 31.12.2020
in Tsd.€ |
|
| Forderungen an Einzelkunden | ||||
| Nicht fällig | 4.454 | 97 | 2% | 4.357 |
| 1 bis 30 Tage überfällig | 3.225 | 26 | 1% | 3.199 |
| 31 bis 90 Tage überfällig | 649 | 48 | 7% | 601 |
| mehr als 90 Tage überfällig oder anderer objektiver Hinweis auf Wertminderung | 3.046 | 1.578 | 52% | 1.468 |
| Zwischensumme | 11.374 | 1.749 | 9.625 | |
| Weitere Forderungen | 29.168 | 270 | 1% | 28.898 |
| Bestand am 31.12. | 40.542 | 2.019 | 38.523 |
Für Ausleihungen und Sonstige Forderungen wurde in der Regel der erwartete Kreditverlust innerhalb der nächsten zwölf Monate (12-Monats-ECL) angesetzt und hierfür eine Ausfallrate von 1 Prozent angewendet. In Einzelfällen werden Wertminderungen in Höhe des Gesamt-ECL vorgenommen. Die erwarten Ausfallraten liegen zwischen 75 Prozent und 100 Prozent.
Die nach obigem Schema für die liquiden Mittel sowie für Forderungen aus Leasingverhältnissen ermittelten Wertminderungen wurden aufgrund der nur sehr geringen Höhe nicht erfasst.
Etwa 80 Prozent der finanziellen Vermögenswerte entfallen auf das Segment Deutschland. Bei den Forderungen an Einzelkunden besteht aufgrund der Einzelhandelsaktivität kein Ausfallrisiko durch Bündelung auf einzelne Schuldner. Hohe Forderungssalden resultieren insbesondere aus der Abwicklung der Rezepte, des Zahlungsverkehrs und der Nulltarif-Versicherung sowie aus den Emittenten der Kapitalanlagen. Auch hier wird kein erhöhtes Risiko gesehen. Für wertberichtigte Forderungen in Höhe von Tsd. € 2.556 (Vorjahr: Tsd. € 2.468) wurden rechtliche Schritte zur Verfolgung von Zahlungseingängen vorgenommen. Das Ausfallrisiko bei den finanziellen Vermögenswerten besteht maximal in Höhe der Buchwerte.
Eine Analyse der Fälligkeitstermine wesentlicher finanzieller Verbindlichkeiten steht nicht im Fokus des Konzerns, da ausreichende liquide Mittel ständig vorhanden sind und somit kein Liquiditätsrisiko besteht.
Die Marktrisiken für die Finanzinstrumente im Fielmann-Konzern sind neben den Kurs- und Zinsrisiken für die Kapitalanlagen insbesondere die Währungsrisiken.
Fremdwährungsrisiken bestehen für den Fielmann-Konzern zum einen aus der Währungsumrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die Finanzinstrumente werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in einem Währungsausgleichsposten innerhalb der sonstigen Rücklagen ausgewiesen. Zum anderen resultieren Währungsrisiken aus der Umrechnung bestehender Finanzinstrumente insbesondere in Form von Bankguthaben, Kapitalanlagen, konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus dem Einkaufsgeschäft. Die für den Fielmann-Konzern relevanten Fremdwährungen sind im Abschnitt III. "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter "Fremdwährungsumrechnung" dargestellt. Risiken ergeben sich für den Fielmann-Konzern insbesondere für die Währungen CHF und USD.
Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen auf die Bewertung der Finanzinstrumente für die Währungen CHF und USD durch eine für möglich gehaltene Aufwertung bzw. Abwertung von 10 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2021 untersucht. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben.
Aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Mio. € 67,6 (Vorjahr: Mio. € 45,4) und finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 66,4 (Vorjahr: Mio. € 50,5) würde bei einer Aufwertung des Schweizer Franken um 10 Prozent gegenüber dem Euro eine Verringerung des Eigenkapitals in Höhe von Mio. € 1,5 (Vorjahr: Verringerung von Mio. € 1,2) sowie eine Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 0,7 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 1,1) resultieren. Eine Abwertung des Schweizer Franken um 10 Prozent gegenüber dem Euro hätte gegenläufige Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss.
Die Aufwertung des US-Dollars um 10 Prozent gegenüber dem Euro würde im Rahmen der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von Mio. € 2,7 (Vorjahr: Mio. € 1,7) und finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 3,0 (Vorjahr: Mio. € 1,9) zu einem unveränderten Eigenkapital (Vorjahr: unverändertes Eigenkapital) sowie einem unveränderten Jahresüberschuss (Vorjahr: unveränderter Jahresüberschuss) führen. Eine Abwertung des US-Dollars um 10 Prozent gegenüber dem Euro hätte entsprechend keine Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss.
Der Fielmann-Konzern investiert unter anderem in Kapitalanlagen in Form von Tages- und Festgeldern sowie festverzinslichen Wertpapieren und Schuldscheindarlehen. Da diese Kapitalanlagen überwiegend festverzinslich und bis zur Endfälligkeit gehalten werden, existiert hieraus kein relevantes Zinsrisiko. Aus den weiteren finanziellen Vermögenswerten resultieren ebenfalls keine wesentlichen Zinsrisiken. Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen werden über einen festen Zinssatz bis zum Laufzeitende abgezinst, so dass sich hieraus kein Zinsrisiko ergibt. Die im Rahmen des Anteilserwerbs der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. abgeschlossene PutOption ist der Hierarchiestufe 3 zugeordnet und unterliegt einem Zinsrisiko. Nähere Informationen zu den einfließenden Parametern finden sich in diesem Abschnitt unter "Put-Option". Aus den weiteren finanziellen Verbindlichkeiten existieren aufgrund der geringen Verschuldung keine wesentlichen Zinsrisiken.
Kursrisiken bestehen für den Fielmann-Konzern insbesondere aus Kapitalanlagen in Aktien und ähnliche Anlagen. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen einer für möglich gehaltenen Steigerung bzw. Senkung des Kursniveaus um 10 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2021 untersucht. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben und der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Aus einer Steigerung des Kursniveaus um 10 Prozent resultiert eine Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe von Mio. € 1,2 (Vorjahr: Erhöhung um Mio. € 0,9) sowie eine Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von Mio. € 1,2 (Vorjahr: Erhöhung von Mio. € 0,9). Eine Senkung des Kursniveaus um 10 Prozent hat entsprechend gegenläufige Auswirkungen auf das Eigenkapital und den Jahresüberschuss.
Weitergehende Erläuterungen zu den einzelnen finanzwirtschaftlichen Risiken sind im Lagebericht dargestellt.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
| in Tsd. € | Bewertungskategorie | Buchwert am 31.12.2021 | Stufe der Fair Value-Hierarchie | Beizulegender Zeitwert | Buchwert am 31.12.2020 | Stufe der Fair Value-Hierarchie |
| AKTIVA | ||||||
| Übrige Finanzanlagen (langfristig) | ||||||
| Ausleihungen | AC | 2.046 | 2.095 | |||
| 2.046 | 2.095 | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | ||||||
| Ausleihungen | AC | 3.976 | 3.557 | |||
| Fonds | FVtPL | 10.511 | 1 | 10.511 | 11.510 | 1 |
| Anleihen und Festgelder | AC | 25.876 | 3.003 | |||
| 40.363 | 18.070 | |||||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen | ||||||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen | AC | 12 | 465 | |||
| 12 | 465 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 39.014 | 38.523 | |||
| 39.014 | 38.523 | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | ||||||
| Sonstige Forderungen | AC | 35.294 | 36.138 | |||
| Sonstige Forderungen | FVtPL | 25.301 | 1 | 25.301 | 24.621 | 1 |
| 60.595 | 60.759 | |||||
| Finanzanlagen (kurzfristig) | ||||||
| Vermögensverwaltungsdepots | FVtPL | 9.763 | 1 | 9.763 | 9.581 | 1 |
| Fonds | FVtPL | 38.715 | 1 | 38.715 | 23.796 | 1 |
| Anleihen und Festgelder | AC | 12.170 | 84.140 | |||
| 60.648 | 117.517 | |||||
| Zahlungsmittel und Äquivalente | ||||||
| Anleihen und Festgelder | AC | 9.927 | 15.787 | |||
| Liquide Mittel | AC | 164.962 | 87.935 | |||
| 174.889 | 103.722 | |||||
| Summe Aktiva | ||||||
| AC | 293.277 | 271.643 | ||||
| FVtPL | 84.290 | 1 | 84.290 | 69.508 | 1 | |
| 377.567 | 341.151 | |||||
| PASSIVA | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten (langfristig) | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 460 | 702 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 142 | 142 | |||
| Erhaltene Darlehen | FLAC | 310 | 358 | |||
| Put-Option | FVtPL | 61.829 | 3 | 61.829 | 57.553 | 3 |
| 62.741 | 58.755 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (langfristig) | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | FLAC | 367.487 | 341.683 | |||
| 367.487 | 341.683 | |||||
| Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 135 | 129 | |||
| 135 | 129 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (kurzfristig) | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | FLAC | 89.864 | 82.852 | |||
| 89.864 | 82.852 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 79.615 | 75.319 | |||
| 79.615 | 75.319 | |||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 32.494 | 47.733 | |||
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter | FLAC | 2.344 | 2.359 | |||
| 34.838 | 50.092 | |||||
| Summe Passiva | ||||||
| FLAC | 572.851 | 551.277 | ||||
| FVtPL | 61.829 | 3 | 61.829 | 57.553 | 3 | |
| 634.680 | 608.830 |
| in Tsd. € | Bewertungskategorie | Beizulegender Zeitwert |
| AKTIVA | ||
| Übrige Finanzanlagen (langfristig) | ||
| Ausleihungen | AC | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | ||
| Ausleihungen | AC | |
| Fonds | FVtPL | 11.510 |
| Anleihen und Festgelder | AC | |
| Forderungen aus Leasingverhältnissen | ||
| Forderungen aus Leasingverhältnissen | AC | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | ||
| Sonstige Forderungen | AC | |
| Sonstige Forderungen | FVtPL | 24.621 |
| Finanzanlagen (kurzfristig) | ||
| Vermögensverwaltungsdepots | FVtPL | 9.581 |
| Fonds | FVtPL | 23.796 |
| Anleihen und Festgelder | AC | |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | ||
| Anleihen und Festgelder | AC | |
| Liquide Mittel | AC | |
| Summe Aktiva | ||
| AC | ||
| FVtPL | 69.508 | |
| PASSIVA | ||
| Finanzverbindlichkeiten (langfristig) | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | |
| Erhaltene Darlehen | FLAC | |
| Put-Option | FVtPL | 57.553 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (langfristig) | ||
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | FLAC | |
| Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (kurzfristig) | ||
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | FLAC | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | |
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanteilen Dritter | FLAC | |
| Summe Passiva | ||
| FLAC | ||
| FVtPL | 57.553 |
| 2021 | ||||||
| Bewertungskategorien |
Gewinne aus der Folgebewertung zum Fair Value
Tsd. € |
Verluste aus der Folgebewertung zum Fair Value
Tsd. € |
Wertminderungen
1
Tsd. € |
Erträge im Finanzergebnis
Tsd. € |
Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis
Tsd. € |
|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | FVtPL | 2.083 | 1.043 | 580 | 4.563 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | AC | -666 | 279 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | FLAC | 1.142 | ||||
| Überleitung Finanzergebnis | ||||||
| Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind | 213 | 417 | ||||
| Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind | -2.083 | -1.043 | 666 | |||
| Summe | 0 | 0 | 0 | 1.072 | 6.122 | |
| 2021 | ||
| Bewertungskategorien |
Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen
Tsd. € |
|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | FVtPL | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | AC | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | FLAC | 4.057 |
| Überleitung Finanzergebnis | ||
| Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind | ||
| Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind | ||
| Summe | 4.057 |
1 Negative Beträge stellen Wertaufholungen
dar
| 2020 | ||||||
| Bewertungskategorien |
Gewinne aus der Folgebewertung zum Fair Value
Tsd. € |
Verluste aus der Folgebewertung zum Fair Value
Tsd. € |
Wertminderungen
1
Tsd. € |
Erträge im Finanzergebnis
Tsd. € |
Übrige Aufwendungen im Finanzergebnis
Tsd. € |
|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | FVtPL | 990 | 958 | 705 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | AC | 410 | 185 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | FLAC | 1.070 | ||||
| Überleitung Finanzergebnis | ||||||
| Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind | 607 | |||||
| Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind | -990 | -958 | -410 | |||
| Summe | 0 | 0 | 0 | 890 | 1.677 | |
| Bewertungskategorien |
Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen
Tsd. € |
|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | FVtPL | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | AC | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | FLAC | 2.110 |
| Überleitung Finanzergebnis | ||
| Finanzerträge und -aufwendungen für Bilanzposten, die keine Finanzinstrumente sind | ||
| Erträge und Aufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht im Finanzergebnis enthalten sind | ||
| Summe | 2.110 |
1 Negative Beträge stellen Wertaufholungen
dar
Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung von Finanzinstrumenten der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ergeben sich als Differenz zwischen Börsenkurs und Buchwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden nach Maßgabe des Börsenkurses oder bei Forderungen im Rahmen erwarteter Kreditverluste berücksichtigt.
Diese Verluste sowie Wertminderungen von Finanzinstrumenten werden in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen", die Gewinne und Erträge aus der Wertaufholung von Finanzinstrumenten werden in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" gezeigt.
Zinsen werden gemäß den entsprechenden Zahlungen unter Berücksichtigung von Periodenabgrenzungen erfasst. Die Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum Marktwert bewertet wurden, belaufen sich auf Tsd. € 279 (Vorjahr: Tsd. € 185). Die entsprechenden Zinsaufwendungen betragen Tsd. € 5.199 (Vorjahr: Tsd. € 3.180).
Der Ausweis der Anleihen und Festgelder in Höhe von Tsd. € 47.973 (Vorjahr: Tsd. € 102.930) umfasst Anleihen (Tsd. € 37.986, Vorjahr: Tsd. € 72.154), Schuldscheindarlehen (Tsd. € 0, Vorjahr: Tsd. € 19.965) sowie Tages- und Festgelder (Tsd. € 9.987, Vorjahr: Tsd. € 10.811), die jeweils zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und nach den üblichen Fristigkeiten gemäß IAS 1 unterteilt werden.
Bei dem unter den kurzfristigen Finanzanlagen ausgewiesenen Vermögensverwaltungsdepot handelt es sich um ein durch einen externen Verwalter betreutes Depot der Fielmann AG, Basel, in Höhe von Tsd. € 9.763 (Vorjahr: Tsd. € 9.581), in dem sich Aktien und Anleihen befinden. Die Anlagenpolitik basiert auf einer schriftlich mit dem Depotverwalter fixierten Strategie. Die Bilanzierung der Wertpapiere erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.
Die Fonds umfassen in Höhe von Tsd. € 34.849 (Vorjahr: Tsd. € 20.002) Fonds in der Fielmann Aktiengesellschaft. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht. Des Weiteren werden Fonds in der italienischen Vertriebsgesellschaft in Höhe von Tsd. € 3.866 (Vorjahr: Tsd. € 3.794) ausgewiesen. Die Fonds dienen als Sicherheiten im Rahmen von Mietverhältnissen in Italien und sind zu diesem Zweck verpfändet. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.
Der Ausweis in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten umfasst Geldmarktfonds in der spanischen Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. in Höhe von Tsd. € 10.511 (Vorjahr: Tsd. € 11.510). Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Bewertungsgewinne und -Verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.
Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten sonstigen Forderungen in Höhe von Tsd. € 35.294 (Vorjahr: Tsd. € 36.138) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber Lieferanten. Sonstige Forderungen in Höhe von Tsd. € 25.301 (Vorjahr: Tsd. € 24.621) wurden im Zeitpunkt des Zugangs als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitwert (Börsenkurs). Der positive Wertunterschied zwischen fortgeführten Anschaffungskosten und Zeitwert beträgt Tsd. € 1.221 (Vorjahr: Tsd. € 941). Das Ausfallrisiko besteht maximal in Höhe des Buchwertes. Bewertungsgewinne und -verluste wurden im Berichtszeitraum ergebniswirksam gebucht.
Liquide Mittel bestehen in Höhe von Tsd. € 164.962 (Vorjahr: Tsd. € 87.935), davon Tsd. € 162.095 (Vorjahr: Tsd. € 85.360) Bankguthaben.
Die im Vorjahr erstmalig ausgewiesene Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. wird zu einem Fair Value in Höhe von Tsd. € 61.829 (Vorjahr: Tsd. € 57.553) bilanziert. Die Bewertung der in den Jahren 2024 bis 2026 ausübbaren Put-Option basiert im Wesentlichen auf den erwarteten Umsatzerlösen der Gesellschaft multipliziert mit einem gleichbleibenden Faktor. Ergänzend wird eine Kompensation von liquiden Mitteln und Finanzverbindlichkeiten, die am Jahresende vor der Ausübung bestehen, berücksichtigt. Aus diesen beiden Bewertungsparametern ergab sich ein Ertrag von Tsd. € 287, der in der Position "Sonstiger betrieblicher Ertrag" ausgewiesen wird. Zudem ist der Fair Value der Put-Option durch Aufzinsung mit einem länderspezifischen Zinssatz und der aktuellen Planung im Geschäftsjahr um Tsd. € 4.563 gestiegen, der Aufwand ist im Finanzergebnis enthalten.
Der länderspezifische Kapitalkostensatz lag im Geschäftsjahr 2021 zwischen 5,28 Prozent und 6,80 Prozent. Eine Erhöhung des Kapitalkostensatzes um 1 Prozent würde, isoliert betrachtet, zu einer Verminderung des Buchwerts um Tsd. € 2.553, eine entsprechende Verringerung des Zinses würde den Buchwert um Tsd. € 2.689 erhöhen. Eine Erhöhung der erwarteten Umsatzerlöse um 10 Prozent würde, isoliert betrachtet, zu einem Anstieg des Buchwerts um Tsd. € 5.541 führen. Eine Senkung der Umsatzerlöse um 10 Prozent hat in gleicher Höhe gegenläufige Auswirkungen auf den Buchwert.
Dritter In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Kapitalanteile Dritter in Höhe von Tsd. € 2.344 (Vorjahr: Tsd. € 2.359) enthalten, die nach IAS 32 als Verbindlichkeiten auszuweisen sind (siehe auch Textziffer (19), (25) und (42)).
Im Fielmann-Konzern wurden im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Garantien für Bankverbindlichkeiten Dritter übernommen.
Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2021 beträgt für Niederlassungseröffnungen Tsd. € 390 (Vorjahr: Tsd. € 180) und für Ersatzinvestitionen in bestehenden Niederlassungen Tsd. € 3.660 (Vorjahr: Tsd. € 4.080). Für die Produktion in Rathenow besteht ein Bestellobligo in Höhe von Tsd. € 2.390 (Vorjahr: Tsd. € 240) sowie für IT Tsd. € 140 (Vorjahr: Tsd. € 820). Für den Umbau der Konzernzentrale liegt im Geschäftsjahr kein Bestellobligo vor (Vorjahr: Tsd. € 130).
Die Gewinn- und Verlustrechnung des Fielmann-Konzerns ist nach der Gliederung für das Gesamtkostenverfahren erstellt.
Die Umsatzerlöse des Fielmann-Konzerns (Brutto = inklusive Umsatzsteuer) verteilen sich auf die Segmente wie folgt:
| 2021 | 2020 | |||
|
Brutto
Tsd. € |
Netto
Tsd. € |
Brutto
Tsd. € |
Netto
Tsd. € |
|
| Deutschland | 1.429.495 | 1.223.546 | 1.303.159 | 1.132.362 |
| Schweiz | 200.325 | 186.002 | 179.125 | 166.318 |
| Österreich | 97.224 | 81.911 | 88.874 | 74.975 |
| Spanien | 125.904 | 111.828 | ||
| Übrige | 83.356 | 74.866 | 61.633 | 55.278 |
| Konzernumsatz | 1.936.304 | 1.678.153 | 1.632.791 | 1.428.933 |
| Bestandsveränderung | 2.640 | 2.640 | -2.723 | -2.723 |
| Gesamtleistung Konzern | 1.938.944 | 1.680.793 | 1.630.068 | 1.426.210 |
Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die Warengruppen stellt sich wie folgt dar:
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Brillenoptik | 1.380.484 | 1.190.563 |
| Kontaktlinsen | 124.006 | 103.093 |
| Sonnenbrillen | 53.796 | 30.985 |
| Hörakustik | 93.338 | 80.709 |
| Übrige | 21.475 | 19.167 |
| Dienstleistungen | 5.054 | 4.416 |
| Konzernumsatz | 1.678.153 | 1.428.933 |
| Bestandsveränderung | 2.640 | -2.723 |
| Gesamtleistung Konzern | 1.680.793 | 1.426.210 |
In den Umsätzen aus dem Verkauf von Hörakustik-Produkten sind Erträge aus Hörgeräte-Reparaturpauschalen in Höhe von Tsd. € 6.949 (Vorjahr Tsd. € 6.244) enthalten, die von den Krankenkassen für einen Zeitraum von fünf Jahren gezahlt und entsprechend abgegrenzt werden (siehe Textziffer (26)). Die übrigen Umsatzerlöse resultieren insbesondere aus dem Verkauf von Handelswaren. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen umfassen unter anderem die Mieterträge aus eigenen Immobilien.
Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen, Gewinne aus der Folgebewertung von Finanzinstrumenten der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" sowie aktivierte Eigenleistungen aus. Im Berichtsjahr wurden keine Zuwendungen der öffentlichen Hand im Sinne des IAS 20 (Vorjahr: Tsd. € 1.522) im Zusammenhang mit coronabedingten Einschränkungen gewährt. Des Weiteren sind Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 2.182 (Vorjahr: Tsd. € 1.092) enthalten.
Die Aufwendungen für bezogene Waren betreffen in erster Linie Brillenfassungen, Gläser, Kontaktlinsen und Pflegemittel sowie Hörsysteme und Hörsystemzubehör nach Abzug von Skonti, Rabatten und anderen vergleichbaren Beträgen.
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Löhne und Gehälter | 590.076 | 522.267 |
| Soziale Abgaben und Altersversorgung | 113.756 | 96.499 |
| 703.832 | 618.766 | |
| davon Rentenversicherungsbeiträge 1 | 56.301 | 46.946 |
Als Reaktion auf die Corona-Pandemie wurden im Berichtsjahr Zuwendungen der öffentlichen Hand in Form von Lohnkosten- und Sozialversicherungserstattungen in Höhe von Tsd. € 11.836 (Vorjahr: Tsd. € 30.001) gewährt. Diese sind mit dem Personalaufwand verrechnet worden. Die Lohnkostenerstattungen in Deutschland und in Italien sind dem jeweiligen Mitarbeiter als Anspruchsberechtigtem zuzuordnen und sind keine Leistung im Sinne des IAS 20. Daher ist lediglich ein Betrag von Tsd. € 6.059 (Vorjahr: Tsd.€ 19.301) als öffentliche Zuwendung gemäß IAS 20 anzusehen.
Im Rahmen der in Deutschland gesetzlichen Leistungen zur Vermögensbildung (VWL) wird den Mitarbeitern regelmäßig einmal im Jahr das Angebot unterbreitet, diese Leistungen in Fielmann-Aktien anzulegen. Am 10. August 2021 (Vorjahr: 27. August 2020) wurden jedem Mitarbeiter 8 Aktien (Vorjahr: 8 Aktien) zum Preis von € 63,70 (Vorjahr: € 62,70) mit einer Ausübungsfrist bis zum 8. November 2021 (Vorjahr: 9. November 2020) angeboten. Der gewichtete Durchschnittskurs für diesen Zeitraum betrug € 60,82 (Vorjahr: € 65,85). Diese Offerte wurde von 6.522 Mitarbeitern (Vorjahr: 6.864 Mitarbeitern) wahrgenommen. Somit wurden 52.176 Aktien (Vorjahr: 54.912 Aktien) an die Mitarbeiter ausgegeben. Zum Bilanzstichtag bestehen damit keine offenen Positionen zum Bezug von Aktien.
Im Konzern wurden gemäß IFRS 2 Tsd. € 3.324 (Vorjahr: Tsd. € 3.443) als Aufwand für die vermögenswirksamen Leistungen in Aktien erfasst. Kursgewinne bzw. -verluste aus dem Abgang eigener Aktien werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Darüber hinaus erhielten im Geschäftsjahr Mitarbeiter in den Niederlassungen insgesamt 8.607 Aktien (Vorjahr: 8.811 Aktien) aus einem leistungsorientierten Prämienprogramm im Sinne von IFRS 2. Die Mitarbeiter erlangen unmittelbar im Gewährungszeitpunkt einen Anspruch auf die Aktien. Die Ausgabe an die Mitarbeiter erfolgt kurzfristig. Der Gesamtaufwand belief sich auf Tsd. € 740 (Vorjahr: Tsd. € 839). Mit diesem Programm werden insbesondere Elemente der Fielmann-Philosophie wie die Kundenzufriedenheit belohnt.
Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstandes unterteilen sich in fixe und variable Vergütungsbestandteile. Den fixen Bezügen wurde die auf die Vorstände entfallende Prämie einer Gruppenunfallversicherung sowie der geldwerte Vorteil für die Nutzung von Firmenfahrzeugen zugerechnet. Die ein- und mehrjährigen erfolgsbezogenen variablen Bestandteile enthalten finanzielle und nichtfinanzielle Leistungskriterien, die sich neben operativen vor allem an strategischen Zielsetzungen orientieren.
Die insgesamt gewährte Vergütung des Vorstandes betrug im Geschäftsjahr Tsd. € 6.697 (Vorjahr: Tsd. € 5.850), davon fix Tsd. € 2.783 (Vorjahr: Tsd. € 2.512), variabel Tsd. € 3.914 (Vorjahr: Tsd. € 3.338).
Der Versorgungsaufwand im Sinne der Zuführung für ein ehemaliges Vorstandsmitglied beträgt Tsd. € 204 (Vorjahr: Tsd. € 146).
Aus Anlass der Beendigung des Vorstandsverhältnisses wurde einem im Berichtsjahr ausgeschiedenen Vorstandsmitglied eine gesonderte Leistung in Höhe von Tsd. € 1.500 gezahlt.
Anteilsbasierte Vergütungen liegen nicht vor.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die folgenden Positionen:
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Raumkosten | 38.224 | 35.826 |
| Verkaufsförderung und Distribution | 76.288 | 68.866 |
| Sonstige Personalkosten | 17.096 | 15.521 |
| Verwaltung | 112.963 | 90.128 |
| Sonstiges | 11.248 | 6.914 |
| 255.819 | 217.255 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten der Verwaltung und Organisation, Werbeaufwendungen, Raumkosten sowie Aufwendungen für Weiterbildung und freiwillige soziale Aufwendungen. Unter "Sonstiges" sind Aufwendungen aus Anlagenabgängen in Höhe von Tsd. € 5.588 (Vorjahr: Tsd. € 678) und aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 2.583 (Vorjahr: Tsd. € 2.668) enthalten. Dem stehen Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von Tsd. € 2.182 (Vorjahr: Tsd. € 1.092) gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind (siehe auch Textziffer (31)).
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 87.250 | 83.424 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 37.029 | 21.357 |
| Firmenwerte | 161 | |
| Sachanlagen inkl. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 53.012 | 53.412 |
| Übrige Abschreibungen | 90.041 | 74.930 |
| 177.291 | 158.354 |
Die im Berichtsjahr und im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Wertberichtigungen werden in den Textziffern (1) , (3) und (44) erläutert.
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| Aufwendungen | Erträge | Saldo | ||||
| in Tsd. € | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| Ergebnis aus Geld- und Kapitalanlagen | -762 | -824 | 783 | 796 | 21 | -28 |
| Ergebnis aus bilanziellen und sonstigen nicht mit Finanzanlagen im Zusammenhang stehenden Vorgängen | -9.417 | -2.930 | 178 | 94 | -9.239 | -2.836 |
| Zinsergebnis | -10.179 | -3.754 | 961 | 890 | -9.218 | -2.864 |
| Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen | -33 | 111 | 111 | -33 | ||
| Finanzergebnis | -10.179 | -3.787 | 1.072 | 890 | -9.107 | -2.897 |
Das Ergebnis aus bilanziellen und sonstigen nicht mit Finanzanlagen im Zusammenhang stehenden Vorgängen resultiert insbesondere aus der Anwendung des Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (siehe Textziffer (23)) sowie aus der erstmaligen Folgebewertung der Put-Option zum Erwerb der übrigen 20 Prozent der Anteile der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. im Geschäftsjahr (siehe Textziffer (28)).
Für nähere Angaben zum Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen wird auf Textziffer (5) des Anhangs verwiesen.
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Laufender Ertragsteueraufwand Deutschland | 64.010 | 53.838 |
| Laufender Ertragsteueraufwand Ausland | 12.652 | 5.677 |
| Laufender Ertragsteueraufwand | 76.662 | 59.515 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand Deutschland | -7.373 | -3.246 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand Ausland | -4.130 | -1.597 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | -11.503 | -4.843 |
| Summe Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 65.159 | 54.672 |
Im laufenden Ertragsteueraufwand werden Gewerbe- und Körperschaftsteuern sowie äquivalente Landessteuern der einbezogenen Gesellschaften in Höhe von Tsd. € 76.662 (Vorjahr: Tsd. € 59.515) ausgewiesen, davon ein Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 270 (Vorjahr: Tsd. € 0) für periodenfremde Steuern. Der laufende Ertragsteueraufwand der Einzelgesellschaften des Konzerns minderte sich durch Nutzung von Verlustvorträgen um Tsd. € 387 (Vorjahr: Tsd. € 161).
Der latente Steuerertrag im Konzern in Höhe von Tsd. € 11.503 (Vorjahr: Tsd. € 4.843) resultiert im Wesentlichen aus der laufenden Veränderung von temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen. Nähere Angaben finden sich in Textziffer (40) des Anhangs.
Das Ergebnis je Aktie entwickelte sich folgendermaßen:
|
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
|
| Jahresüberschuss | 144.577 | 120.805 |
| Anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnisse | -7.722 | -4.397 |
| Gewinne, die den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen sind | 136.855 | 116.408 |
| Anzahl Aktien in Tsd. Stück | 84.000 | 83.994 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert/unverwässert) | 1,63 | 1,39 |
Verwässernde Effekte liegen im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht vor.
Die Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen betragen Tsd. € 7.722 (Vorjahr: Tsd. € 4.552). Anteile am Verlust bestehen nicht (Vorjahr: Tsd. € 155). Der Anteil anderer Gesellschafter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals offen ausgewiesen.
In den passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Tsd. € 44.006 (Vorjahr: Tsd. € 50.175) ist ein Betrag von Tsd. € 30.550 (Vorjahr: Tsd. € 32.675) aus der Aktivierung von Marken sowie Kundenstamm im Rahmen des Erwerbs von 80 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. in Spanien enthalten. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge erhöhten sich im Berichtszeitraum durch entsprechende Jahresergebnisse bzw. Ertragsprognosen um Tsd. € 2.767 (Vorjahr: Erhöhung um Tsd. € 2.456).
Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen Beträge in Höhe von Tsd. € 5.787 (Vorjahr: Tsd. € 3.322) auf Gesellschaften, die sich aktuell in einer Verlustsituation befinden. Der Ansatz erfolgte aufgrund positiver Ertragsprognosen und unter Berücksichtigung von zur Verrechnung zur Verfügung stehenden zu versteuernden temporären Differenzen. Positive Ertragsprognosen ergeben sich aus der individuell zugrunde gelegten Steuerplanung und sind auch durch den Impairment-Test dieser Einheiten belegt.
Auf Verlustvorträge in Höhe von Tsd. € 58.567 (Vorjahr: Tsd. € 41.317) wurden keine aktiven latenten Steuerposten angesetzt, da eine Nutzung nicht absehbar ist. Hierin enthalten sind wie im Vorjahr keine Verlustvorträge, die wegen Zeitablaufs verfallen werden. Des Weiteren sind latente Steuern auf temporäre Differenzen aus Einzelbilanzen, Einbringungsvorgängen im Konzern und der Zwischengewinneliminierung enthalten. Eine Realisierung von aktiven latenten Steuern im Verlauf der kommenden zwölf Monate wird voraussichtlich in Höhe von Tsd. € 9.984 (Vorjahr: Tsd. € 11.001) erfolgen, bei passiven latenten Steuern ist eine Realisierung in Höhe von Tsd. € 5.768 (Vorjahr: Tsd. € 8.380) zu erwarten.
Die latenten Steuern teilen sich wie folgt auf:
| 31. 12. 2021 | 31. 12. 2020 | |||
| Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | |
| Latente Steuern | Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv |
| a) auf abzugsfähige Differenzen | ||||
| - aus Einzelabschluss | 5.048 | 5.980 | 4.549 | 10.100 |
| - aus Handelsbilanz II | 134.040 | 131.820 | 126.893 | 126.637 |
| - aus Konsolidierung | 2.234 | 33.222 | 2.117 | 35.014 |
| b) auf Verlustvorträge | 6.470 | 3.703 | ||
| 147.792 | 171.022 | 137.262 | 171.751 | |
| Überleitung auf den Bilanzausweis | ||||
| Saldierungseffekt gemäß IAS 12.71 ff. | -133.374 | -133.374 | -123.667 | -123.667 |
| Latente Steueransprüche und Verbindlichkeiten gemäß Bilanz | 14.418 | 37.648 | 13.595 | 48.084 |
Die latenten Steuern sind folgenden Bereichen zuzurechnen:
| 31. 12. 2021 | 31. 12. 2020 | |||
| Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | |
| Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.827 | 44.006 | 2.053 | 50.175 |
| Sachanlagen | 2.819 | 143 | 2.899 | 182 |
| Finanzanlagen | 160 | 1.021 | 145 | 755 |
| Nutzungsrechte sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 121.082 | 118.387 | 115.067 | 113.423 |
| Vorräte | 10.358 | 2.577 | 8.482 | 2.733 |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.988 | 1.902 | ||
| Rückstellungen | 5.073 | 1.654 | 4.904 | 1.718 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2 | |||
| Outside Basis Differences | 538 | 115 | ||
| Verlustvorträge | 6.470 | 3.703 | ||
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 708 | 748 | ||
| Übrige | 3 | 7 | ||
| 147.792 | 171.022 | 137.262 | 171.751 | |
| Überleitung auf den Bilanzausweis | ||||
| Effekt aus der Saldierung gemäß IAS 12.71 ff. | -133.374 | -133.374 | -123.667 | -123.667 |
| Latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten gemäß Bilanz | 14.418 | 37.648 | 13.595 | 48.084 |
Die steuerliche Überleitungsrechnung stellt sich wie folgt dar:
| Steuerliche Überleitungsrechnung gemäß IAS 12 |
2021
Tsd. € |
2020
Tsd. € |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 209.736 | 175.477 |
| Anzuwendender Steuersatz | 30,7% | 30,7% |
| Erwarteter Steueraufwand | 64.389 | 53.871 |
| Effekt aus Steuersatzdifferenzen Ausland | -4.668 | -1.833 |
| Effekt aus Steuersatzänderungen Ausland | -297 | |
| Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage | - | - |
| Körperschaftsteuerfreie Ergebnisanteile Dritter | -806 | -1.391 |
| Nichtabziehbare Aufwendungen | 882 | 447 |
| Sonstige steuerfreie Erträge | -104 | -1.445 |
| Gewerbesteuerliche Freibeträge und andere Korrekturen | 123 | 689 |
| nicht angesetzte und nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge der aktuellen Periode | 3.953 | 2.738 |
| Steuereffekt aus Impairment Geschäfts oder Firmenwert | 279 | 1.476 |
| Veränderung permanente Differenzen | 1.257 | 995 |
| Aperiodische Effekte | 17 | -527 |
| Sonstige | -163 | -51 |
| Gesamtsteueraufwand Konzern | 65.159 | 54.672 |
Die Parameter für die Berechnung des für 2021 zu erwartenden Steuersatzes von 30,7 Prozent sind eine durchschnittliche Gewerbesteuer (14,9 Prozent bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 425 Prozent) und die Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag (15,8 Prozent). Die Parameter sind gegenüber 2020 unverändert.
Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Nettovermögen einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert dieser Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit einer Realisierung innerhalb von zwölf Monaten zu rechnen ist. Für geplante Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von Tsd. € 35.047 (Vorjahr: Tsd. € 7.518) besteht bei einer Bemessungsgrundlage von 5 Prozent (§ 8b KStG) eine passive Steuerlatenz in Höhe von Tsd. € 538 (Vorjahr: Tsd. € 115).
Im Übrigen bestehen zum Bilanzstichtag weitere "Outside Basis Differences" in Höhe von Tsd. € 5.290 (Vorjahr: Tsd. € 5.148). Mit einer Realisierung ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen, so dass der Ansatz einer passiven Steuerlatenz gemäß IAS 12.39 nicht infrage kommt.
Auf das Sonstige Ergebnis entfällt ein latenter Steueraufwand in Höhe von Tsd. € 137 (Vorjahr: latenter Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 127), der insbesondere aus den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 resultiert.
Vom Eigenkapital werden im Berichtsjahr keine eigenen Anteile (Vorjahr: Tsd. € 429) abgesetzt. Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen für Ausschüttungen an die Gesellschafter ausschüttungsfähige Gewinnrücklagen der Fielmann Aktiengesellschaft in Höhe von Tsd. € 498.986 (Vorjahr: Tsd. € 285.432) und der Bilanzgewinn (Tsd. € 126.000, Vorjahr: Tsd. € 264.600) der Fielmann Aktiengesellschaft zur Verfügung.
Die Ausschüttungen im Geschäftsjahr in Höhe von Tsd. € 100.754 (ohne Dividende für eigene Aktien) basierten auf einer Dividende von € 1,20. Zur Stärkung der finanziellen Ressourcen und Sicherung der Unabhängigkeit während der Coronavirus-Pandemie wurde auf Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Jahr 2020 auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet.
Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals aus dem sonstigen Ergebnis resultieren aus dem Währungsausgleichsposten sowie aus den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten insbesondere aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19. Auf die Bewertung entfällt insgesamt ein latenter Steuerertrag in Höhe von Tsd. € 989 (Vorjahr: Tsd. € 1.126).
Die Anteile Dritter am Eigenkapital werden, soweit sie positive Anteile Dritter an Personengesellschaften betreffen, gemäß IAS 32 als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Anteil Dritter am Jahresüberschuss und entsprechende Ausschüttungen unterliegen einem faktischen Gesellschaftervorbehalt. Deshalb werden sie sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch im Eigenkapitalspiegel offen ausgewiesen (siehe auch Textziffern (19), (25), (28)).
Die Veränderungen der Zeile "Erwerb von neuen Tochterunternehmen" im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb von 80 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Optica del Penedés, S.L. in Spanien.
Die Zahlungsmittel und Äquivalente in Höhe von Tsd. € 174.889 (Vorjahr: Tsd. € 103.722) umfassen die liquiden Mittel (Tsd. € 164.962; Vorjahr: Tsd. € 87.935) und Kapitalanlagen (Tsd. € 9.927; Vorjahr: Tsd. € 15.787). Diese werden bei den Zahlungsmitteln und Äquivalenten berücksichtigt, sofern sie bei Erwerb eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.
Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge enthalten als wesentliche Einzelposten in Höhe von Tsd. € 7.866 einen latenten Steuerertrag im Zusammenhang mit dem Rückgang der passiven latenten Steuern aufgrund der Veränderungen im aktiven Bestand der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte sowie aus der Erhöhung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge (Vorjahr: latenter Steuerertrag im Zusammenhang mit der Erhöhung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie aus temporären Differenzen im Rahmen der Leasingbilanzierung in Höhe von Tsd. € 3.615). Wesentliche Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der liquiden Mittel bestehen im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht.
Die Zusammensetzung des Finanzvermögens stellt sich wie folgt dar:
|
31.12.2021
Tsd. € |
31.12.2020
Tsd. € |
Veränderung
Tsd. € |
|
| Liquide Mittel | 164.962 | 87.935 | 77.027 |
| Kapitalanlagen mit fester Endfälligkeit bis drei Monate | 9.927 | 15.787 | -5.860 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 174.889 | 103.722 | 71.167 |
| Langfristige Finanzanlagen | 2.046 | 2.095 | -49 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 40.363 | 18.070 | 22.293 |
| Kapitalanlagen mit fester Endfälligkeit über drei Monate | 60.648 | 117.517 | -56.869 |
| Finanzvermögen | 277.946 | 241.404 | 36.542 |
Bezüglich der näheren Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Finanzvermögens wird auf Textziffer (28) verwiesen.
Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten stellt sich wie folgt dar:
|
31.12.2020
Tsd. € |
Cashflows
Tsd. € |
nicht zahlungswirksame Veränderungen
Tsd. € |
31.12.2021
Tsd. € |
|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 58.755 | -447 | 4.433 | 62.741 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 129 | -129 | 135 | 135 |
| Finanzverbindlichkeiten | 58.884 | -576 | 4.568 | 62.876 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 341.683 | 25.804 | 367.487 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 82.852 | -88.724 | 95.736 | 89.864 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 424.535 | -88.724 | 121.540 | 457.351 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungstätigkeit | 483.419 | -89.300 | 126.108 | 520.227 |
Entsprechend der regional gegliederten internen Berichtsstruktur wurde die Segmentierung nach geografischen Regionen vorgenommen, in denen die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns angeboten und erbracht werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Segmentinformationen entsprechen den unter Abschnitt III. "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" erläuterten Konzern-Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Neben den separat ausgewiesenen Segmenten Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien werden die Regionen Belarus, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Slowenien, Tschechien und Ukraine im Segment Übrige zusammengefasst. Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns unterscheiden sich zwischen den Segmenten nicht wesentlich.
Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten unterliegen keiner gesonderten Bewertung, da es sich um handelsrechtliche Vorgänge zu marktgerechten Konditionen handelt.
Dem Segment Österreich wurden im Rahmen der Nulltarif-Versicherung der Anzahl der aktiven Versicherungen entsprechende Ergebnisse in Höhe von Tsd. € 5.350 (Vorjahr: Tsd. € 5.478) zugerechnet. Handelsrechtlich werden diese im Segment Deutschland erfasst.
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen im Rahmen des Impairment-Tests für einzelne CGUs erfasst. Die Abschreibungen verteilen sich wie folgt:
|
31.12.2021
Tsd. € |
31.12.2020
Tsd. € |
|
| Immaterielle Vermögenswerte | 393 | 958 |
| Firmenwerte | 161 | |
| Sachanlagen | 761 | 3.486 |
| Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 894 | 2.560 |
| 2.048 | 7.165 |
Der Ausweis der Wertminderungsaufwendungen erfolgt unter den übrigen Abschreibungen sowie unter den Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen und verteilt sich entsprechend der geografischen Lage der Niederlassungen auf die Segmente wie folgt:
|
31.12.2021
Tsd. € |
31.12.2020
Tsd. € |
|
| Deutschland | 466 | 700 |
| Schweiz | 795 | |
| Österreich | 149 | |
| Übrige | 1.582 | 5.521 |
| 2.048 | 7.165 |
Die Vorsteuerergebnisse in den Segmenten sind bereinigt um die Beteiligungsergebnisse, die im Konzern von untergeordneter Bedeutung sind.
Die Zuordnung des langfristigen Segmentvermögens zu geographischen Regionen erfolgt auf das Sitzland der jeweiligen Konzerngesellschaft und entspricht der Bilanzsumme der langfristigen Vermögenswerte abzüglich Finanzinstrumenten und latenter Steueransprüche.
Wegen der intensiven konzerninternen Verflechtungen durch die Großhandelsfunktion der Fielmann Aktiengesellschaft und das Cash-Pooling wird das Segmentvermögen mit seinem Anteil an dem konsolidierten Konzernwert angegeben. Ein Überleitungswert entsteht somit nicht.
Durch die Deckung der Segmente mit den gesellschaftsrechtlichen Strukturen des Konzerns und der Verwendung der Ergebnisgrößen nach IFRS stellen die Überleitungswerte lediglich die konzerninterne Verrechnung dar.
Eine Aufteilung der Konzernumsätze in Produktgruppen erfolgte nicht, da die Augenoptik nahezu unverändert mit 93 Prozent zum Umsatz beiträgt.
Herr Marc Fielmann, Vorstandsvorsitzender der Fielmann Aktiengesellschaft, und Herr Günther Fielmann, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Fielmann Aktiengesellschaft, gelten als nahestehende Personen. Herr Günther Fielmann hält bzw. kontrolliert die Mehrheit der Aktien der Fielmann Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Fielmann Familienstiftung. Herr Marc Fielmann wurde im Jahr 2019 in die Geschäftsführung der INTEROPTIK-Verwaltungs-GmbH sowie in den Vorstand der KORVA SE berufen. Beide Unternehmen gelten als nahestehende Unternehmen. Neben den Bezügen für die Tätigkeit als Vorstand und der Zahlung der Dividende für die von ihnen direkt oder indirekt gehaltenen Aktien sind außer den im Folgenden dargestellten keine weiteren Zahlungen an Herrn Günther Fielmann und Herrn Marc Fielmann direkt geleistet worden.
Darüber hinaus sind Herr Günther Fielmann und Herr Marc Fielmann an den folgenden Gesellschaften, die aus Sicht der Fielmann Aktiengesellschaft als nahestehende Unternehmen einzustufen sind, mittelbar oder unmittelbar beteiligt bzw. üben über diese Kontrolle aus:
| ― |
KORVA SE (Tochtergesellschaft der Fielmann Familienstiftung und der fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co.) |
| ― |
fielmann INTER-OPTIK GmbH & Co. |
| ― |
MPA Pharma GmbH |
| ― |
Hof Lütjensee-Hofladen GmbH & Co. oHG |
| ― |
diverse Immobilienverwaltungsgesellschaften |
| ― |
Sonstige |
Die Fielmann Aktiengesellschaft und ihre Konzerngesellschaften haben im Geschäftsjahr 2021 und dem Vorjahr Lieferungen und Dienstleistungen bezogen und erbracht sowie Räumlichkeiten angemietet und vermietet. Bei der Nutzung von Flächen durch Konzerngesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um 24 Niederlassungen (Vorjahr: 24 Niederlassungen). Die entsprechenden Kauf- oder Mietverträge wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Sämtliche Leistungsbeziehungen wurden im Rahmen der üblichen Zahlungsziele (in der Regel 30 Tage) beglichen.
Die nachstehend aufgeführten Geschäftsvorfälle entfallen im Wesentlichen auf Waren- und Leistungsaustausch mit der Fielmann Aktiengesellschaft.
Geschäftsvorfälle von Herrn Marc Fielmann, Herrn Günther Fielmann und nahestehenden Gesellschaften mit der Fielmann Aktiengesellschaft und Konzernunternehmen
| 2021 | 2020 | |||
| in Tsd. € | Marc Fielmann, Günther Fielmann | Unternehmen | Marc Fielmann, Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen |
| Dienstleistungen | ||||
| Lieferungen | 401 | 454 | ||
| Mieten | 3.182 | 155 | 2.975 | |
| 0 | 3.583 | 155 | 3.429 | |
Geschäftsvorfälle der Fielmann Aktiengesellschaft und Konzernunternehmen mit Herrn Marc Fielmann, Herrn Günther Fielmann und nahestehenden Gesellschaften
| 2021 | 2020 | |||
| in Tsd. € | Marc Fielmann, Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen | Marc Fielmann, Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen |
| Dienstleistungen | 1.156 | 741 | 625 | 1.774 |
| Lieferungen | 57 | 39 | ||
| Mieten | 85 | 84 | ||
| 1.156 | 883 | 625 | 1.897 | |
| 2021 | 2020 | |||
|
Salden per 31.12.
in Tsd. € |
Marc Fielmann, Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen | Marc Fielmann, Günther Fielmann | Nahestehende Unternehmen |
| Forderungen | 820 | 483 | 13 | 97 |
| Verbindlichkeiten | 18 | 161 | 30 | 922 |
| Sonstige Abgrenzungen | ||||
Weiterhin gelten Aufsichtsrat und Vorstand als nahestehende Personen.
Die im Geschäftsjahr gewährte und geschuldete Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat betrug Tsd. € 388 (Vorjahr: Tsd. € 342) und für die Vertreter der Anteilseigner Tsd. € 468 (Vorjahr: Tsd. € 421). Der Aufwand für die Aufsichtsratsvergütungen insgesamt betrug für das Geschäftsjahr Tsd. € 856 (Vorjahr: Tsd. € 766) inklusive Reisekosten- und Auslagenersatz.
Bezüglich der Vergütungen des Vorstands sowie der Leistungen nach Beendigung des Vorstandsverhältnisses für ehemalige Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Darstellung unter Textziffer (33).
| Mitarbeiter zum Stichtag | Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | |||
| 2020 | 2020 | |||
| Mitarbeiter (ohne Auszubildende) | 17.654 | 17.337 | 17.484 | 16.484 |
| davon | ||||
| - Mitarbeiter Deutschland | 13.146 | 13.232 | 13.130 | 13.194 |
| - Mitarbeiter Schweiz | 1.249 | 1.229 | 1.218 | 1.220 |
| - Mitarbeiter Österreich | 636 | 677 | 667 | 663 |
| - Mitarbeiter Spanien | 1.069 | 1.000 | 1.040 | 0 |
| - Mitarbeiter Übrige | 1.554 | 1.199 | 1.429 | 1.407 |
| Auszubildende | 4.374 | 4.516 | 4.338 | 4.269 |
| Mitarbeiter gesamt | 22.028 | 21.853 | 21.822 | 20.753 |
| Mitarbeiter, umgerechnet als Vollzeitkräfte | 15.901 | 15.836 | 15.808 | 14.996 |
Der Honoraraufwand für Abschlussprüfungsleistungen der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 beträgt Tsd. € 316 (Vorjahr: Tsd. € 264). Das Honorar betraf vor allem die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses nebst Lagebericht des Mutterunternehmens und des Konzerns sowie gesetzliche bzw. mit dem Aufsichtsrat vereinbarte Auftragserweiterungen. Andere Bestätigungsleistungen, steuerliche Beratungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht erbracht.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist im Internet unter www.fielmann-group.com abzurufen.
| Marc Fielmann | Vorstandsvorsitzender, Strategie, Marketing, IT, Personal 1, Category Management & Einkauf 2 | Hamburg |
| Katja Groß | Personal 3, Organisation 3 | Hamburg |
| Dr. Bastian Körber | Vertrieb, Controlling, Expansion, Category Management 4 | Hamburg |
| Georg Alexander Zeiss | Finanzen, Immobilien, Recht, Compliance, Materialwirtschaft 5, Produktion & Logistik 6 | Ahrensburg |
1 Bis 28.2.2021
2 Seit 1.2.2022
3 Seit 1.3.2021
4 Vom 1.4.2021 bis 31.1.2022
5 Georg Alexander Zeiss hat das Ressort
"Materialwirtschaft" am 1.4.2021 von dem am 31.3.2021
ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Michael Ferley
übernommen. Seit dem 1.2.2022 ist die
Materialwirtschaft Teil des Ressorts "Category Management
& Einkauf".
6 Georg Alexander Zeiss hat das Ressort
"Produktion & Logistik" am 1.4.2021 von dem am
31.3.2021 ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Michael Ferley
übernommen
| Prof. Dr. Mark K. Binz (Aufsichtsratsvorsitzender) | Rechtsanwalt, Binz & Partner | Stuttgart 1,2,3,4 |
| Hans-Georg Frey | Vorsitzender des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG | Hamburg 1,4 |
| Carolina Müller-Möhl | Verwaltungsratspräsidentin, Müller-Möhl Group | Zürich, (CH) 2 |
| Hans Joachim Oltersdorf | Generalbevollmächtigter, MPA Pharma GmbH | Rellingen 1,3 |
| Marie-Christine Ostermann | Geschäftsführende Gesellschafterin, Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG | Hamm |
| Pier Paolo Righi | CEO & President, Karl Lagerfeld International B.V. | Amsterdam, (NL) 4 |
| Sarna Marie Elisabeth Röser | Mitglied der Geschäftsleitung der Röser FAM GmbH & Co. KG | Mundelsheim |
| Hans-Otto Schrader | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto AG für Beteiligungen | Hamburg |
| Ralf Greve (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) | Referent Personalentwicklung, Fielmann AG | Hamburg 1,2,3 |
| Heiko Diekhöner | Regionalleiter, Fielmann AG | Hamburg |
| Jana Furcht | Augenoptikermeisterin, Fielmann AG & Co. OHG | München 1 |
| Nathalie Hintz | Regionalleiterin, Fielmann AG | Hamburg 1 |
| Eva Schleifenbaum | Gewerkschaftssekretärin, ver.di | Kiel |
| Frank Schmiedecke | Augenoptikermeister, Fielmann AG & Co. OHG | Hamburg |
| Frank Schreckenberg | Gewerkschaftssekretär, ver.di | Berlin |
| Mathias Thürnau | Abteilungsleiter Sales Support, Fielmann AG | Hamburg 2 |
1 Mitglied im Personalausschuss, Vorsitzender:
Prof. Dr. Mark K. Binz
2 Mitglied im Vermittlungsausschuss,
Vorsitzender: Prof. Dr. Mark K. Binz
3 Mitglied im Prüfungsausschuss,
Vorsitzender: Hans Joachim Oltersdorf
4 Mitglied im Nominierungsausschuss
Georg Alexander Zeiss
| ― |
Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der Hettich Holding GmbH & Co. oHG, Kirchlengern 2 |
Prof. Dr. Mark K. Binz
| ― |
Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Faber-Castell AG, Stein 2 |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrates der Sick AG, Waldkirch 1 |
Hans-Georg Frey
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jungheinrich AG, Hamburg 1 |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrates der Gottfried Schultz Automobilhandels SE, Ratingen 1 |
| ― |
Beirat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen 2 |
| ― |
Beirat der HOYER GmbH, Hamburg 2 |
Carolina Müller-Möhl
| ― |
Mitglied des Verwaltungsrates der Orascom Development Holding AG, Altdorf, Schweiz 2 |
Hans Joachim Oltersdorf
| ― |
Vorsitzender des Beirates der Parte GmbH, Köln 2 |
Pier Paolo Righi
| ― |
Mitglied des Beirates der Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH 2 |
Hans-Otto Schrader
| ― |
Mitglied des Gesellschafterrats der Otto GmbH & Co KG, Hamburg 2 |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrates der Verwaltungsgesellschaft Otto mbH, Hamburg 2 |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrates der GSV Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg 1 |
| ― |
Mitglied des Beirates der Dr. August Oetker KG, Bielefeld 2 , bis 31.10.2021 |
| ― |
Mitglied des Beirates der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau 2 |
| ― |
Mitglied des Präsidiums der Pfeifer & Langen Industrie- und Handels-KG, Köln 2 |
1 Mitglied eines gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsrats
2 Mitglied eines vergleichbaren in- oder
ausländischen Kontrollgremiums von
Wirtschaftsunternehmen
| Name | Sitz 1 | Anteil |
| Baur Optik Geschäftsführungs-AG | Donauwörth | 100 |
| CM Stadtentwicklung GmbH & Co. KG | Hamburg | 51 |
| CM Stadtentwicklung Verwaltungs GmbH | Hamburg | 51 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. Luxemburg KG | Hamburg | 51 |
| Fielmann Augenoptik GmbH (vormals Fielmann Augenoptik Aktiengesellschaft) | Hamburg | 100 |
| Fielmann Beteiligungsgesellschaft mbH | Hamburg | 100 |
| Fielmann Finanzservice GmbH | Hamburg | 100 |
| Fielmann Ventures GmbH | Hamburg | 100 |
| Fielmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Hamburg | 100 |
| HID Hamburger Immobiliendienste GmbH | Hamburg | 100 |
| Oaktree Technologies GmbH | Hamburg | 100 |
| opt-invest GmbH & Co. OHG 2,3 | Hamburg | 100 |
| opt-Invest Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Hamburg | 100 |
|
Konzernanteile am Kapital
in |
Prozent | |
| Name | Sitz 1 | Anteil |
| Optik Klüttermann Verwaltungs GmbH | Hamburg | 100 |
| ROKKU Designstudio GmbH | Hamburg | 100 |
| RA Optika AG | Kiev, Ukraine | 100 |
| Optik Hess GmbH | Köln-Dellbrück | 100 |
| Okulistika Clarus d.o.o. | Ljubljana, Slowenien | 70 |
| Fielmann Ltd. | London, Großbritannien | 100 |
| Fielmann Holding B.V. | Oldenzaal, Niederlande | 100 |
| Fielmann Akademie Schloss Plön, gemeinnützige Bildungsstätte der Augenoptik GmbH 2 | Plön | 100 |
| Fielmann Schloss Plön Hotel- und Catering GmbH | Plön | 100 |
| Beteiligungsgesellschaft fielmann Modebrillen Rathenow GmbH | Rathenow | 100 |
| Rathenower Optische Werke GmbH | Rathenow | 100 |
| Name | Sitz 1 | Anteil |
| TiLan Optical Co., Ltd. | Danyang, Jiangsu, China | 60 |
| e-com optics GmbH 9 | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Service KG | Rathenow | 100 |
| Name | Konzernanteile am Sitz |
Kapital
in Prozent |
| 1 | Anteil | |
| fielmann Modebrillen Rathenow AG & Co. KG | Rathenow | 100 |
| Rathenower Optik GmbH 3 | Rathenow | 100 |
| Name | Sitz 1 | Anteil |
| Fielmann AG & Co. am Kugelbrunnen KG | Aachen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Aalen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Achern | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Achim | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Ahaus | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ahlen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ahrensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Albstadt-Ebingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Alsfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Altenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Alzey | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Amberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Andernach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Annaberg-Buchholz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ansbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Arnsberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Arnstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. City Galerie OHG | Aschaffenburg | 100 |
Die angebene Konzernanteil am Kapital bezieht sich auf unmittelbare und mittelbare Beteiligungen der Fielmann Aktiengesellschaft. Sämtliche in der nachfolgenden Tabelle dargestellten inländischen Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 Abs. 3 HGB für Kapitalgesellschaften bzw. gemäß § 264b HGB für Personenhandelsgesellschaften geltenden Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihres Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts.
| Name | Sitz 1 | Anteil |
| Fielmann AG & Co. oHG | Aschaffenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Aschersleben | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Aue | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Auerbach/ Vogtland | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Augsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG City-Galerie | Augsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Aurich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Backnang | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Dürkheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Hersfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Homburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Kissingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Kreuznach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Mergentheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Neuenahr Ahrweiler | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Neustadt/ Saale | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bad Oeynhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Oldesloe | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Reichenhall | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Bad Säckingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Salzuflen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Saulgau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Segeberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bad Tölz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Baden-Baden | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Balingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bamberg | 100 |
| Optica del Penedés, S.L. | Barcelona, Spanien | 80 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Barsinghausen | 100 |
| Fielmann AG | Basel, Schweiz | 100 |
| Pro-optik AG | Basel, Schweiz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bautzen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bayreuth | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Beckum | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bensheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bergheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bergisch Gladbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. Berlin-Hellersdorf OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Berlin-Zehlendorf OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Friedrichshagen OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Friedrichshain OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Gesundbrunnen Center KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Gropius Passagen OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Alexa KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schöneberg KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Kreuzberg KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Linden-Center OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Märkisches Zentrum KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Marzahn OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Moabit KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Neukölln KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Tegel | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Pankow OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Prenzlauer Berg OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schöneweide OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Spandau OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Steglitz OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Tempelhof OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Treptow OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Weißensee OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Westend OHG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. Wilmersdorf KG | Berlin | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bernau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bernburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Biberach an der Riß | 100 |
| Fielmann AG & Co. Jahnplatz OHG | Bielefeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bielefeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. Brackwede KG | Bielefeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bietigheim-Bissingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bingen am Rhein | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Bitburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bitterfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Böblingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bocholt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bochum | 100 |
| Fielmann AG & Co. Wattenscheid KG | Bochum | 100 |
| Fielmann Srl | Bolzano, Italien | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bonn-Bad Godesberg OHG | Bonn | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Bonn | 100 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG | Bonn | 50,98 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Borken | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bottrop | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. KG | Brake | 75 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bramsche | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Brandenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schloss-Arkaden OHG | Braunschweig | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Braunschweig | 100 |
| Fielmann AG & Co. Obernstraße OHG | Bremen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Bremen-Neustadt | Bremen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Roland-Center KG | Bremen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Vegesack OHG | Bremen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Weserpark OHG | Bremen | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Bremerhaven | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG4 | Bremervörde | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bretten | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bruchsal | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Brühl | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Brunsbüttel | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Buchholz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Bünde | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Burg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Burgdorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Buxtehude | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Calw | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Castrop-Rauxel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Celle | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Cham | 100 |
| Fielmann AG & Co. Chemnitz Center KG4 | Chemnitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Chemnitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. Vita-Center KG | Chemnitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Cloppenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Coburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Coesfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Cottbus | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Crailsheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Cuxhaven | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Dachau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dallgow-Döberitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Darmstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Ludwigsplatz | Darmstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Datteln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Deggendorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Delmenhorst | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dessau-Roßlau | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Kavalierstraße | Dessau-Roßlau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Detmold | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. KG | Diepholz | 50 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Dillingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dingolfing | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dinslaken | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Döbeln | 100 |
| Baur Optik AG & Co. KG | Donauwörth | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Dormagen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Dorsten | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Dortmund | 100 |
| Fielmann AG & Co. Dresden Altstadt OHG | Dresden | 100 |
| Fielmann AG & Co. Dresden Neustadt OHG | Dresden | 100 |
| Fielmann AG & Co. Kaufpark OHG | Dresden | 100 |
| Fielmann AG & Co. Hamborn OHG | Duisburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Duisburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Dülmen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Düren | 100 |
| Fielmann AG & Co. Derendorf OHG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. Friedrichstraße OHG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum KG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. Oberkassel OHG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rethelstraße OHG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Düsseldorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eberswalde | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eckernförde | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Ehingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eisenach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eisenhüttenstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Elmshorn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Emden | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Emmendingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Emsdetten | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Erding | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Erfurt | 100 |
| Fielmann AG & Co. Thüringen-Park OHG | Erfurt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Erkelenz | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Erlangen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Erlangen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eschwege | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Eschweiler | 100 |
| Fielmann AG & Co. Essen-Rüttenscheid OHG | Essen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Zentrum KG | Essen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Essen-Steele OHG | Essen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Esslingen | 100 |
| Brillen-Bunzel GmbH | Ettlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Ettlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Euskirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Eutin | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Finsterwalde | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Flensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Forchheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG 4 | Frankenberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Frankenthal | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Frankfurt (Oder) | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bornheim KG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. Hessen-Center OHG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. Höchst OHG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. Leipziger Straße OHG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. Roßmarkt OHG | Frankfurt am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Frechen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Freiberg | 100 |
| Grewe - Haus der feinen Brillen GmbH & Co. OHG 5 | Freiburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Freiburg im Breisgau | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Freising | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Freital | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Freudenstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Friedberg (Hessen) | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Friedrichshafen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Friesoythe | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Fulda | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Fürstenfeldbruck | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Fürstenwalde | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Fürth | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Garmisch-Partenkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Geesthacht | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Geislingen an der Steige | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Geldern | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gelnhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum KG | Gelsenkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Buer OHG | Gelsenkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Gera | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Gießen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gifhorn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gladbeck | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Glinde | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Goch | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Göppingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Centrum OHG | Görlitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Goslar | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gotha | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Göttingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Greifswald | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Greiz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Greve n | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Grevenbroich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Grimma | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gronau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gummersbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Günzburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Pferdemarkt OHG | Güstrow | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Gütersloh | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hagen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Halberstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Halle | 100 |
| Fielmann AG & Co. Halle-Neustadt OHG | Halle (Saale) | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Haltern am See | 100 |
| Fielmann AG & Co. Billstedt KG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bramfeld KG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Eimsbüttel OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. EKZ Hamburger Straße KG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Eppendorf KG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Harburg Sand OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. im AlstertalEinkaufszentrum OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. im ElbeEinkaufszentrum OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bergedorf OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Ochsenzoll OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Barmbek | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Niendorf | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Schnelsen | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Othmarschen OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Ottensen OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rahlstedt OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co Rathaus OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Volksdorf OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Wandsbek OHG | Hamburg | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG Harburg-City | Hamburg | 100 |
| fielmann Farmsen Fielmann GmbH & Co. KG | Hamburg | 50 |
| Optiker Carl GmbH | Hamburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hameln | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Hamm | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hanau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hann. Münden | 100 |
| Fielmann AG & Co. Ernst-August-Galerie KG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. Lister Meile OHG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. Nordstadt OHG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schwarzer Bär OHG | Hannover | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Haßloch | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hattingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Heide | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Heidelberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Heidenheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Heilbronn | 100 |
| Frick Optic GmbH & Co. OHG 6 | Heilbronn | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Heinsberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Helmstedt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Herborn | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Herford | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Herne | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG im Centrum | Herne | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Herrenberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Herten | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Hilden | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hildesheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hof | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Homburg/Saar | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Höxter | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Hoyerswerda | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Husum | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ibbenbüren | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Idar-Oberstein | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ilmenau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ingolstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. EKZ Westpark OHG | Ingolstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Iserlohn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Itzehoe | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Jena | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Jülich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kaiserslautern | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kamen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kamp-Lintfort | 100 |
| Fielmann AG & Co. Westliche Kaiserstraße KG | Karlsruhe | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kassel | 100 |
| Fielmann AG & Co. im DEZ OHG | Kassel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kaufbeuren | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kempen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Kempten | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kiel | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Wellingdorf | Kiel | 100 |
| Fielmann GmbH | Kiev, Ukraine | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Kirchheim unter Teck | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kleve | 100 |
| Fielmann AG & Co. Forum Mittelrhein OHG | Koblenz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Koblenz | 100 |
| Fielmann AG & Co. Barbarossaplatz OHG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Ebertplatz KG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Mülheim OHG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Kalk | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Rhein-Center | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schildergasse OHG | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Venloer Straße OHG | Köln | 100 |
| Optik Simon GmbH | Köln | 100 |
| Fielmann AG & Co. Chorweiler KG | Köln | 100 |
| Optik Hess GmbH & Co. KG | Köln-Dellbrück | 100 |
| Brillen Müller GmbH & Co. OHG | Konstanz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Konstanz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Korbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Köthen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Neumarkt OHG | Krefeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Kulmbach | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Laatzen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lahr | 100 |
| fielmann Fielmann GmbH | Landau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Landsberg am Lech | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Landshut | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Langenfeld | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Langenhagen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lauf an der Pegnitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Leer | 100 |
| Fielmann AG & Co. am Markt OHG | Leipzig | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Allee Center | Leipzig | 100 |
| Fielmann AG & Co. Paunsdorf-Center OHG | Leipzig | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lemgo | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lengerich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Leverkusen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Limburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lippstadt | 100 |
| Planeta d.o.o. | Ljubljana, Slowenien | 70 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. KG | Lohne | 61,54 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lohr am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lörrach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lübbecke | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lübeck | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Luckenwalde | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lüdenscheid | 100 |
| Fielmann AG & Co im Center OHG | Ludwigsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Ludwigsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rhein-Galerie OHG | Ludwigshafen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lüneburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lünen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Lutherstadt Eisleben | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Lutherstadt Wittenberg | 100 |
| Fielmann GmbH | Luxembourg, Luxemburg | 51 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Magdeburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Sudenburg OHG | Magdeburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mainz | 100 |
| Born Brillen Optik GmbH & Co. OHG | Mannheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mannheim | 100 |
| Optik Klüttermann GmbH & Co. OHG | Mannheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Marburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Marktredwitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Marl | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Mayen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Meiningen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Meißen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Melle | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Memmingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Menden | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Meppen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Merseburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Merzig | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Meschede | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Minden | 100 |
| IB Fielmann GmbH | Minsk, Belarus | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Moers | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mölln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Hindenburgstraße | Mönchengladbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. Rheydt oHG | Mönchengladbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mosbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mühlacker | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mühldorf a. Inn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mühlhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Mülheim an der Ruhr | 100 |
| Fielmann AG & Co. RheinRuhrZentrum OHG | Mülheim an der Ruhr | 100 |
| Fielmann AG & Co. Haidhausen OHG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Leopoldstraße OHG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG München OEZ | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG München PEP | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Sendling | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Pasing OHG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Riem Arcaden KG | München | 100 |
| Fielmann AG & Co. Tal OHG | München | 100 |
| Optik Stein GmbH & Co. OHG 7 | Münsingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Hiltrup OHG | Münster | 100 |
| Fielmann AG & Co. Klosterstraße OHG | Münster | 100 |
| Fielmann AG & Co. An der Rothenburg OHG | Münster | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nagold | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Naumburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG 4 | Neckarsulm | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neubrandenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Marktplatz Center | Neubrandenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neuburg an der Donau | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Neu-Isenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Neumarkt i. d. OPf. | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neumünster | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neunkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neuruppin | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neuss | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Neustadt a.d. Weinstraße | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Neustrelitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. Glacis-Galerie OHG | Neu-Ulm | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Neuwied | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nienburg | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Norden | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. KG | Nordenham | 75 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Norderstedt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nordhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nordhorn | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nördlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Northeim | 100 |
| Fielmann AG & Co. am Hauptmarkt OHG | Nürnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Nürnberg Lorenz OHG | Nürnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Nürnberg-Süd KG | Nürnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Nürnberg-Langwasser OHG | Nürnberg | 100 |
| Räder u. Räder GmbH & Co. OHG | Nürnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Nürtingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Oberhausen OHG | Oberhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG Sterkrade | Oberhausen Sterkrade | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Oberursel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Oer-Erkenschwick | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Offenbach am Main | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Offenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Oldenburg in Holstein | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum KG | Oldenburg | 100 |
| Fielmann B.V. | Oldenzaal, Niederlande | 100 |
| Hofland Optiek B.V. | Oldenzaal, Niederlande | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Olpe | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Olsberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Oranienburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Osnabrück | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Osterholz-Scharmbeck | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Osterode | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Paderborn | 100 |
| Fielmann Opticas S.L. | Palma de Mallorca, Spanien | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Papenburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Parchim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Passau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Peine | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Pfarrkirchen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Pforzheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Pinneberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Pirmasens | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Pirna | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Plauen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Plön | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Potsdam | 100 |
| Fielmann Sp. z o.o. | Poznan, Polen | 100 |
| Fielmann s.r.o.8 | Praha, Tschechien | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Quedlinburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Radebeul | 100 |
| Baur Optik GmbH Rain | Rain am Lech | 60 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rastatt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rathenow | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ratingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Ravensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Recklinghausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. im DonauEinkaufszentrum OHG | Regensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Regensburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Reichenbach im Vogtland | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Remscheid | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Rendsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Reutlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rheinbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Rheine | 100 |
| Löchte-Optik GmbH | Rheine | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Riesa | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rinteln | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Rosenheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rostock | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG Lütten Klein | Rostock | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rotenburg (Wümme) | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Rottenburg | 100 |
| Groeneveld Brillen en Contactlenzen B.V. | Rotterdam, Niederlande | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Rottweil | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rudolstadt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Rüsselsheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Saalfeld/ Saale | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Saarbrücken | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Saarlouis | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Salzgitter | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Salzwedel | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Sangerhausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schleswig | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schönebeck | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Schwabach | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwäbisch Gmünd | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwäbisch Hall | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwandorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwedt | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schweinfurt | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Schwerin | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Schwerin | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Schwetzingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Seevetal | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Senftenberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Siegburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Siegen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG City-Galerie | Siegen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Stern Center OHG | Sindelfingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Singen | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Sinsheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Soltau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Soest | 100 |
| Fielmann AG & Co. im Centrum OHG | Solingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Sonneberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Sonthofen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Speyer | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | St. Ingbert | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Stade | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Stadthagen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Starnberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Stendal | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Stralsund | 100 |
| Optique Marmet Jacques SAS | Strasbourg, Frankreich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Straubing | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Strausberg | 100 |
| Fielmann AG & Co. Bad Cannstatt OHG | Stuttgart | 100 |
| Fielmann AG & Co. EKZ Milaneo OHG | Stuttgart | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Stuttgart | 52 |
| Optik Schuppin GmbH & Co. OHG | Stuttgart | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Suhl | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Sulzbach | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Sylt / OT Westerland | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Traunstein | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Trier | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Troisdorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Tübingen | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Tuttlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Überlingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Uelzen | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Ulm | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Unna | 100 |
| fielmann-optic Fielmann GmbH & Co. oHG | Varel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Vechta | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Velbert | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Verden | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Viersen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Villingen-Schwenningen | 100 |
| Fielmann AG & Co. Schwenningen KG | Villingen-Schwenningen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Völklingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Waiblingen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Waldshut-Tiengen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Walsrode | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Waltrop | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wangen im Allgäu | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Warburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Warendorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wedel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weiden i. d. Oberpfalz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weilheim i.OB. | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Weimar | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weinheim | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Weißenburg in Bayern | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weißenfels | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Weißwasser | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Weiterstadt | 100 |
| Optik Hörger GmbH & Co. OHG | Wendlingen am Neckar | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wernigerode | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wesel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Westerstede | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Wetzlar | 100 |
| Fielmann GmbH | Wien, Österreich | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wiesbaden | 100 |
| Optik Käpernick GmbH & Co. KG | Wiesbaden | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wiesloch | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wildau | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Wildeshausen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wilhelmshaven | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Winsen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wismar | 100 |
| Fielmann Augenoptik im Centrum AG & Co. oHG | Witten | 100 |
| Fielmann AG & Co. oHG | Wittenberge | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. oHG | Wittlich | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Wittmund | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wolfenbüttel | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Wolfsburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Worms | 100 |
| Fielmann Augenoptik AG & Co. OHG | Wunstorf | 100 |
| Fielmann AG & Co. Barmen OHG | Wuppertal | 100 |
| Fielmann AG & Co. City-Arkaden OHG | Wuppertal | 100 |
| Fielmann AG & Co. Elberfeld OHG | Wuppertal | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Würselen | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Würzburg | 100 |
| Fielmann AG & Co. KG | Zeitz | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Zittau | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Zweibrücken | 100 |
| Fielmann AG & Co. OHG | Zwickau | 100 |
1 Soweit nach der Ortsangabe kein Land genannt
ist, handelt es sich um eine Gesellschaft mit Sitz in
Deutschland.
2 Diese Gesellschaft ist zudem gemäß
§ 264 Abs. 3 HGB bzw. §§ 264a, 264b HGB von
der Erstellung eines Lageberichts befreit.
3 Diese Gesellschaft ist zudem gemäß
§ 264 Abs. 3 HGB bzw. §§ 264a, 264b HGB von
der Prüfung ihres Jahresabschlusses befreit
4 Diese Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr
2021 gegründet.
5 Diese Gesellschaft wurde am 01.07.2021
gegründet.
6 Diese Gesellschaft wurde am 01.04.2021
gegründet.
7 Diese Gesellschaft wurde am 01.01.2021
gegründet.
8 Diese Gesellschaft wurde am 27.01.2021
gegründet.
9 Diese Gesellschaft wurde am 23.09.2021
gegründet und am 18.10.2021 ins Handelsregister
eingetragen.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Gewinn der Fielmann Aktiengesellschaft in Höhe von Tsd. € 126.000 wie folgt zu verwenden:
| Ausschüttung einer Dividende von | Tsd. € |
| € 1,50 je Stammaktie (84.000.000 Stück) | 126.000 |
Auch im neuen Geschäftsjahr hat die Coronavirus-Pandemie Auswirkungen auf den Alltag und das Geschäftsleben in Europa. Aufgrund der in einigen Ländern, in denen Fielmann tätig ist, bestehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens ergeben sich weiterhin bedingt einschätzbare negative Auswirkungen auf den Absatz, Umsatz und Gewinn der Fielmann Aktiengesellschaft und des Fielmann Konzerns. Die Risiken aus der Coronavirus-Pandemie sowie die möglichen Auswirkungen auf die künftige Entwicklung sind im Lagebericht dargestellt.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch den am 24. Februar 2022 erfolgten Einmarsch russischer Truppen in das Staatsgebiet der Ukraine lassen sich noch nicht abschätzen. Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft sind mit den Gedanken bei den 269 Mitarbeitern und ihren Familien der ukrainischen Fielmann GmbH, Kiew. In der Ukraine werden 36 kleinere Niederlassungen unter dem Namen Fielmann betrieben, die im Jahr 2021 einen Umsatz von 3,9 Mio. € erwirtschafteten. Die Niederlassungen sind aufgrund der unübersichtlichen Lage alle vorübergehend geschlossen. Informationen zu Kriegsschäden liegen derzeit nicht vor. Die in der Konzernbilanz zum 31.12.2021 ausgewiesenen Vermögenswerte belaufen sich auf insgesamt 1,1 Mio. €. Eine Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Erholung nach der Coronavirus-Pandemie und des Konsumentenklimas ist durch die aktuellen Ereignisse in Osteuropa nicht auszuschließen.
Hamburg, den 20. April 2022
Fielmann Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Marc Fielmann
Katja Groß
Dr. Bastian Körber
Georg Alexander Zeiss
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 20. April 2022
Fielmann Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Marc Fielmann
Katja Groß
Dr. Bastian Körber
Georg Alexander Zeiss
Wir haben den Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB sowie den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht nach §§ 289b bis 289e sowie 315b und 315c HGB, auf die im Konzernlagebericht in Abschnitt jeweils Bezug genommen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten mit der Erklärung zur Unternehmensführung zusammengefassten Konzernerklärung zur Unternehmensführung sowie des gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Konzernberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Werthaltigkeit der Firmenwerte
2. Nachweis und Bewertung der Vorräte
3. Anwendung des IFRS 16
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss)
b) Prüferisches Vorgehen
a) Im Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft werden Firmenwerte in Höhe von EUR 176,4 Mio. (Vorjahr: EUR 173,5 Mio.) ausgewiesen. Dies entspricht 10,2 % der Konzernbilanzsumme. Die Firmenwerte werden jeweils zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres sowie bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Geschäftsjahr 2020 wurde aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ein Werthaltigkeitstest zum 30. Juni 2020 durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine Hinweise für den Bedarf eines unterjährigen Werthaltigkeitstests. Der Werthaltigkeitstest erfolgt durch Vergleich des Buchwertes mit dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme ermittelt wird. Dieser Barwertermittlung liegen eine einjährige Detailplanung, eine aus der kumulierten Konzernplanung abgeleitete darauffolgende zweijährige Planung sowie die ewige Rente auf Basis des dritten Planungsjahres zugrunde. Im Geschäftsjahr 2021 wurden auf Basis der Ergebnisse der Werthaltigkeitstests Wertminderungen in Höhe von EUR 2,0 Mio. ergebniswirksam erfasst. Es sind keine Wertminderungen von Firmenwerten im Geschäftsjahr 2021 erfolgt. Das Ergebnis der Bewertung hängt in hohem Maße von der ermessensbehafteten Einschätzung der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungssatzes ab. Die Bewertungen sind daher mit hohen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die Angaben des Konzerns zur Werthaltigkeit der Firmenwerte sind in den Abschnitten III. und IV. (2) sowie IV. (44) des Konzernanhangs enthalten.
b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir ein Verständnis über den Prozess zur Durchführung der Werthaltigkeitstests und den Unternehmensplanungsprozess gewonnen und die Angemessenheit der implementierten Kontrollen geprüft. Hierbei haben wir insbesondere das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests nachvollzogen und gewürdigt. Zum Zwecke der Risikobeurteilung haben wir uns ein Bild von der Planungstreue des Konzerns in der Vergangenheit gemacht und dies in unsere Beurteilung einbezogen und beurteilt, inwieweit die Vorgehensweise durch Schätzunsicherheit, Subjektivität, Komplexität oder sonstige inhärente Risikofaktoren beeinflusst wurde.
Die in die Bewertung eingehenden erwarteten zukünftigen Zahlungsströme haben wir mit den entsprechenden Detailplanungen sowie mit der durch den Aufsichtsrat genehmigten Konzernplanung abgeglichen. Im Hinblick auf die Beurteilung der Angemessenheit der Annahmen und Prämissen, Verfahren und Bewertungsmodelle haben wir interne Spezialisten aus dem Bereich Valuation Services einbezogen, mit deren Unterstützung wir auch das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests und die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogene Parameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten und die Berechnungsschemata beurteilt haben. Bei unserer Einschätzung der Angemessenheit der Planungsrechnungen haben wir uns auf den Abgleich mit Unternehmen der Peergroup sowie auf umfassende Erläuterungen des Managements zu den Werthaltigkeitstests gestützt. Da bereits geringfügige Änderungen des Diskontierungssatzes erhebliche Auswirkungen auf den Nutzungswert haben, haben wir die zugrunde liegenden Parameter anhand von Informationen und Belegen des Managements und einer Studie plausibilisiert sowie die rechnerische Richtigkeit der Nutzungswertberechnung geprüft. Darüber hinaus haben wir eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um festzustellen, ob der jeweilige Firmenwert ausreichend durch die diskontierten erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse gedeckt ist. Da ein bedeutender Teil des Nutzungswerts aus prognostizierten Zahlungsmittelzuflüssen für die Zeit nach der Dreijahresplanung (Phase der ewigen Rente) resultiert, haben wir insbesondere die in der Phase der ewigen Rente angesetzte nachhaltige Wachstumsrate von 0,5 % anhand einer Studie kritisch gewürdigt.
a) Im Konzernabschluss der Fielmann Aktiengesellschaft werden insgesamt Vorräte in Höhe von EUR 153,1 Mio. ausgewiesen. Dies entspricht 8,8 % der Konzernbilanzsumme. Das Vorratsvermögen wird im Wege der permanenten Inventur und der ausgeweiteten sowie vorverlegten Stichtagsinventur aufgenommen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert. Im Geschäftsjahr 2021 sind die Vorräte um Wertberichtigungen von EUR 9,6 Mio. vermindert. Grundlage für die Wertberichtigungen bilden pauschalierte Annahmen über die Reichweite der Vorräte (Reichweitenabschläge) sowie in Einzelfällen Annahmen über die Verwertbarkeit der Vorratsbestände. Den Wertberichtigungen liegen somit ermessensbehaftete Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zugrunde.
Aufgrund dessen sowie aufgrund von Quantität und Umschlagshäufigkeit der Vorräte, der Vielzahl der Lagerorte im Konzern und des damit verbundenen hohen Zeitaufwands für die Prüfung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den Vorräten befinden sich in den Abschnitten III. und IV. (9) des Konzernanhangs.
b) Im Verlauf unserer Prüfung haben wir das eingerichtete Interne Kontrollsystem zur Erfassung und Bewertung von Vorräten gewürdigt und die implementierten prüfungsrelevanten Kontrollen auf ihre Wirksamkeit und Durchführung getestet. Hierbei lag der Fokus auf den Kontrollen zu den automatischen Abwertungsläufen. In diesem Zusammenhang haben wir die im System hinterlegten Abwertungsläufe -unter Hinzuziehung von IT-Spezialisten - analysiert und deren Funktionsfähigkeit und Durchführung überprüft.
Im Hinblick auf die aussagebezogene Prüfung der Folgebewertung der Vorräte und die hierfür getroffenen Annahmen haben wir eine repräsentative Stichprobe gezogen und für die enthaltenen Elemente die zugrunde liegenden Annahmen verifiziert und Nachweise geprüft. Das Vorhandensein und den Zustand der Vorräte haben wir darüber hinaus während unserer Teilnahme an körperlichen Bestandsaufnahmen sowohl im Zentrallager als auch in ausgewählten Niederlassungen geprüft. Die Auswahl der Niederlassungen erfolgte dabei nach einem Stichprobenverfahren unter Berücksichtigung der Höhe der Bestände sowie unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit.
a) In der Bilanz zum 31. Dezember 2021 werden Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen in Höhe von EUR 448,2 Mio. auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Dies entspricht 37,4 % der langfristigen Vermögenswerte beziehungsweise 25,8 % der Konzernbilanzsumme. Darüber hinaus werden Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von EUR 457,4 Mio. auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Konzern setzt zur Berechnung der angesetzten Werte der Nutzungsrechte und der Leasingverbindlichkeiten das bestehende ERP-System ein.
Der Rechnungslegungsstandard IFRS 16 erfordert Schätzungen und Ermessensentscheidungen durch die gesetzlichen Vertreter. Dies trifft insbesondere auf die Einschätzung zur Ausübung von vertraglichen Verlängerungsoptionen mit Auswirkungen auf die Laufzeit des Leasingverhältnisses, gegebenenfalls zur Höhe des Zinssatzes, zur Höhe der Leasingverbindlichkeit und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung und Konzernkapitalflussrechnung zu. Aus diesen Gründen und aufgrund der Komplexität der Anforderungen haben wir die Abbildung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 im Rahmen unserer Prüfung als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt klassifiziert.
Die Angaben des Konzerns zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 sind in den Abschnitten II., III. und IV. (4) und (23) des Konzernanhangs enthalten. b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit und Implementierung der konzernweit von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur vollständigen und richtigen Identifizierung und Erfassung sowie die Bewertung von Leasingverhältnissen gewürdigt und entsprechende Aufbau- und Funktionsprüfungen durchgeführt.
In einem ersten Schritt haben wir die vollständige Erfassung der relevanten Miet- und Leasingverträge geprüft. Weiterhin haben wir die im System als Datensätze erfassten Miet-/Leasingzahlungen, vereinbarten Laufzeiten sowie die weiteren bewertungsrelevanten Parameter mit den zugrunde liegenden Verträgen stichprobenhaft abgestimmt. Die Berechnungslogik des IT-Systems haben wir unter Verwendung von IT-Prüfungstools in Stichproben nachvollzogen. In diesem Zusammenhang haben wir die Ergebnisse der Berechnung des ERP-Systems mit den Ergebnissen des Prüfungstools verglichen und Abweichungen analysiert. Dabei haben wir insbesondere die Angemessenheit der Einschätzungen zur Ausübung von vertraglichen Verlängerungsoptionen mit Auswirkungen auf die Laufzeit des Leasingverhältnisses, zur Höhe des Zinssatzes, zur Höhe der Leasingverbindlichkeit und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung und Konzernkapitalflussrechnung durch Einsichtnahme in ausgewählte Verträge und sonstige geeignete Nachweise sowie durch Befragungen von Mitarbeitern des Konzerns beurteilt.
Zudem haben wir beurteilt, ob die systemseitig generierten Buchungssätze zutreffend im Konzernabschluss der Fielmann AG abgebildet wurden und ob die Angaben im Konzernanhang vollständig und richtig erfolgt sind.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
| ― |
den Bericht des Aufsichtsrats, |
| ― |
die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im Konzernlagebericht Bezug genommen wird, |
| ― |
den uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht nach §§ 289b bis 289e sowie 315b und 315c HGB, auf den im Konzernlagebericht Bezug genommen wird, |
| ― |
die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB bzw. nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht und |
| ― |
alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, |
| ― |
aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Teile des Konzernlageberichts und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. |
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der mit der Erklärung zur Unternehmensführung zusammengefassten Konzernerklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― |
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei, die den SHA-256-Wert 0df0d32819631896c99b013ea9c18abcbb81d4a08c0cea92c1abaebe8ef48f75 aufweist, enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Konzernabschluss und geprüften Konzernlagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― |
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen. |
| ― |
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht. |
Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. Juli 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. Juli 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der Fielmann Aktiengesellschaft, Hamburg, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Patrick Wendlandt.
Hamburg, den 20. April 2022
Deloitte
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Patrick Wendlandt, Wirtschaftsprüfer
Christina Marquardt, Wirtschaftsprüferin
Die Fielmann-Gruppe pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, engagiert sich im Umweltschutz und Naturschutz. Bis heute sind dies mehr als 1,6 Millionen Bäume und Sträucher. Weitere Informationen finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht der Fielmann Aktiengesellschaft.
Fielmann Aktiengesellschaft
• Weidestraße 118 a
• 22083 Hamburg
• Telefon: + 49 40 / 270 76 - 0 Fax: + 49 40 / 270 76 - 399
• Mail: investorrelations@fielmann.com
• Website: fielmann.com