Ad-hoc | 22 June 2000 15:21
Ad hoc-Service: FORIS AG
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FORIS AG, Berlin, Bonn, München, New York
Der Kurs der FORIS Aktie ist heute ausgesetzt worden. Aufgrund einer
Privatanzeige sowie der Ermittlungen des Bundesaufsichtsamtes für den
Wertpapierhandel fanden heute Durchsuchungen bei den Vorständen, dem
Aufsichtsratsvorsitzenden und in den Geschäftsräumen der FORIS AG
statt. Die Beschuldigungen lauten, am 13. Januar 2000 hätten Vorstand
und Aufsichtsratsvorsitzender insgesamt 597.000 Stück FORIS Aktien
außerhalb des Börsenverkehrs an eine Bank verkauft. Dieser Verkauf soll
in unmittelbarem Zusammenhang mit den zuvor durch ad-hoc Mitteilung vom
12. Januar 2000 positiv veröffentlichten Zahlen der Gesellschaft
gestanden haben.
Die Vorstände und der Aufsichtsratsvorsitzende erklären, daß nichts von
alledem zutrifft. Der Verdacht des Kursbetruges ist haltlos. Keiner der
Beteiligten hat am 13. Januar 2000 oder danach Aktien der FORIS AG
verkauft oder gekauft. Vielmehr sind alle Beteiligten nach wie vor im
Besitz ihrer Aktienpakete. Dieser konnte zuletzt anläßlich des
beurkundeten Protokolls zur Hauptversammlung der FORIS AG am 26. Mai
2000 öffentlich eingesehen werden. Auch in der Zwischenzeit haben die
Beteiligten nicht mit Aktien der FORIS AG gehandelt. Vorstand und
Aufsichtsratsvorsitzender haben sofort sämtliche Bankunterlagen und
Depotauszüge zur Verfügung gestellt und sind an einer
schnellstmöglichen Aufklärung interessiert.
Aufgrund des Feiertages in NRW konnte die benannte Bank seitens der
Ermittlungsbehörde zu ihrem angeblichen Aktienerwerb noch nicht befragt
werden. Weder die FORIS AG noch Vorstand oder Aufsichtsratsvorsitzender
unterhalten zu dieser Bank Geschäftsverbindungen. Ebenso haben keine
Geschäftskontakte stattgefunden. Die FORIS AG geht davon aus, daß es
der Ermittlungsbehörde zügig gelingen wird, festzustellen, ob und wenn
ja wieviele Aktien der FORIS AG die Bank tatsächlich erworben hat.
Dabei dürfte ebenso mühelos feststellbar sein, von wem die Aktien
erworben worden sind.
Derzeit geht die FORIS AG davon aus, daß es sich – auch bezüglich der
behaupteten Stückzahl – um einen Irrtum handelt. Im Rahmen des
Börsenganges wurden insgesamt nur 329.000 Stück Aktien ausgegeben.
Damit müßten dem behaupteten Handel das gesamte Emissionsvolumen
zuzüglich des gesamten free-floats der FORIS Aktien zugrundegelegen
haben.
Im übrigen wäre die Bank gegenüber der FORIS AG und dem
Bundesaufsichtsamt verpflichtet gewesen, eine Beteiligung von mehr als
5% an der Gesellschaft anzuzeigen. Dies ist ebenfalls nicht geschehen.
Die FORIS AG wird alles tun, um eine möglichst rasche Wiederaufnahme
der Kursnotiz sowie eine vollständige Aufklärung auch der etwaigen
Hintergründe der Strafanzeige herbeizuführen.
Ende der Mitteilung