Francotyp-Postalia Holding AG

Berlin

Quartalsabschluss zum 30. September 2015

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern, Francotyp-Postalia oder das Unternehmen) mit Hauptstandort in Berlin ist Anbieter für die Digitale Poststelle und bietet integrierte Lösungen rund um Kommunikations- und Dokumentenprozesse. Der FP-Konzern bedient alle Versandkanäle rund um den Brief - vom Frankieren und Kuvertieren eines analogen Briefs über Hybrid-Mails bis hin zum digitalen Versand über De-Mail. Zielgruppe sind Unternehmenskunden jeder Größe. Seine Geschäftstätigkeit unterteilt das Unternehmen in drei Produktbereiche: Frankieren und Kuvertieren, Mail-Services sowie Softwarelösungen.

Produktbereich Frankieren und Kuvertieren

Der FP-Konzern konzentriert sich in diesem Produktbereich auf die Entwicklung und Fertigung von Frankiermaschinen sowie den Verkauf und die Vermietung von Frankier- und Kuvertiermaschinen sowie passende Serviceleistungen.

Mit Frankiermaschinen können Kunden ihre Post in kurzer Zeit automatisiert frankieren. Die Effizienz der Verarbeitung der Ausgangspost steigt erheblich, da das jeweilige Porto digital in die Maschine geladen wird und die Frankierung mit dem jeweils richtigen Wert erfolgt. In einigen Ländern spart der Kunde zusätzlich Porto, da die nationalen Postorganisationen einen Rabatt bei der Freimachung durch Frankiermaschinen gewähren. Alle Frankiermaschinen sind von den nationalen, gesetzlich autorisierten öffentlichen oder privaten Postgesellschaften zertifiziert.

Das Produktspektrum des Unternehmens reicht vom innovativen, kleinen Frankiersystem PostBase Mini bis zur großen CentorMail. Wichtigster Umsatzträger im Bereich Frankiermaschinen ist das sogenannte After-Sales-Geschäft mit seinen wiederkehrenden Umsätzen. Dazu zählen das Teleportogeschäft, der Verkauf von Verbrauchsmaterialien, die Erstellung von Klischees, Servicedienstleistungen und Softwarelösungen für die Kostenstellenverwaltung.

Produktbereich Mail-Services

Der Produktbereich Mail-Services umfasst die Konsolidierung von Geschäftspost in Deutschland, die durch die Liberalisierung des Postmarktes möglich geworden ist.

Die Tochtergesellschaft freesort GmbH zählt mit acht Sortierzentren im Bundesgebiet zu den führenden unabhängigen Konsolidierern von Geschäftspost am deutschen Markt. Die Dienstleistung umfasst die Abholung von Briefen in den Unternehmen, die Sortierung der Briefe nach Postleitregionen und die Auflieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post. Für diese Dienstleistung gewährt die Deutsche Post Portorabatte. Die Auflieferung kann auch bei alternativen Postzustellern erfolgen.

Produktbereich Softwarelösungen

Die innovativen Softwarelösungen des FP-Konzerns funktionieren einfach und schnell. Ein Brief kann effizient und einfach über das Internet unter Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards verschickt werden. Dabei gibt es für die Kunden grundsätzlich zwei Varianten: die Hybrid-Mail und die digitale Lösung über De-Mail.

Der Spezialist für Hybrid-Mail ist die FP-Tochter internet access GmbH lilibit Berlin Gesellschaft für Kommunikation und Digitaltechnik, Berlin, Deutschland (iab). Unter Hybrid-Mail versteht man eine Mischung aus digitaler und analoger Post. Der Brief wird vom Absender digital verschickt, der Empfänger erhält einen klassischen Brief. Der FP-Konzern übernimmt den gesamten Herstellungsprozess - vom Ausdrucken, Frankieren und Kuvertieren bis zur Übergabe der Briefe an einen Zustelldienstleister.

Den Einstieg in die digitale Kommunikation sicherte sich der FP-Konzern im Frühjahr 2011 durch die mehrheitliche Beteiligung an der Mentana-Claimsoft GmbH. Seit Juli 2014 hält der FP-Konzern 100 % Anteile an der Mentana-Claimsoft GmbH. Das Unternehmen ist auf elektronische Signaturen spezialisiert und bietet neben Produkten zur Langzeitarchivierung auch Produkte zur Absicherung elektronischer Dokumente und zur rechtsverbindlichen Kommunikation. Mentana-Claimsoft ist zudem der erste akkreditierte De-Mail-Anbieter in Deutschland. Die De-Mail bietet eine einfache, nachweisbare und vertrauliche Kommunikationsinfrastruktur für Unternehmen und Behörden, aber auch für Privatkunden. Verbindlich wird die De-Mail dadurch, dass sich sowohl Absender als auch Empfänger im Rahmen der erstmaligen Registrierung identifizieren müssen, bevor sie den Kommunikationsstandard nutzen können.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im abgelaufenen Quartal beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf 2,1 Mio. Euro; sie lagen damit auf demselben Niveau wie im Vorjahresquartal. Auf Neunmonatssicht summieren sich die Forschungs- und Entwicklungskosten im bisherigen Jahresverlauf 2015 auf 5,9 Mio. Euro nach 5,7 Mio. Euro Vorjahreszeitraum. Hiervon wurden 3,0 Mio. Euro aktiviert, 2,9 Mio. Euro flossen in den Aufwand. Die Forschungs- und Entwicklungsquote gemessen am Umsatz belief sich in den ersten neun Monaten 2015 auf 4,2 % (Vorjahr 4,9 %).

Einen Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit bildet im laufenden Geschäftsjahr die Adaption der PostBase Mini, einer Maschine für kleine Briefvolumen, an die lokalen Gegebenheiten in wichtigen Märkten. Nach Großbritannien und den USA erfolgte im dritten Quartal 2015 die Einführung in Deutschland. Zugleich bereitet der FP-Konzern die Erweiterung der PostBase-Familie um eine leistungsstärkere Version vor. Diese wird auch eine dynamische Waage enthalten.

MITARBEITER

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen wesentlich zum Erfolg des FP-Konzerns bei. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten einen entscheidenden Beitrag zum langfristigen Unternehmenserfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden gefördert, indem ein hohes Maß an Eigenverantwortung gewährt wird.

Zum 30. September 2015 beschäftigte der FP-Konzern weltweit 1.043 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vergleich zu 1.060 im Vorjahr. Die Arbeitnehmer verteilten sich zum 30. September wie folgt auf die Segmente:

SEGMENT

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30.9.2015 30.9.2014
Vertrieb Deutschland 469 473
Vertrieb International 384 397
Produktion 160 164
Zentrale Funktionen 30 26
Gesamt 1.043 1.060


WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Eine robuste Konjunktur charakterisiert den deutschen Heimatmarkt des FP-Konzerns. Sowohl für 2015 als auch für 2016 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 1,8 %. Im Sommer hat sich das Wachstum allerdings etwas abgeschwächt. Nach 0,4 % im zweiten Quartal stieg das BIP im dritten Quartal nur um 0,3 %. In den USA, dem wichtigsten Auslandsmarkt des FP-Konzerns, hält der Aufwärtstrend an. Das BIP stieg im dritten Quartal 2015 nach vorläufigen Angaben annualisiert um 1,5 %.

Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber auch in andere Märkte, spielt das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Im dritten Quartal 2015 erholte sich der Euro leicht gegenüber dem US-Dollar; der Wechselkurs stieg von 1,11 US-Dollar je Euro auf knapp 1,12 US-Dollar bis zum Quartalsende, bevor er im Oktober wieder an Wert verlor.

ERTRAGSLAGE

Begünstigt durch den schwachen Euro konnte der FP-Konzern auch im dritten Quartal 2015 den Umsatz deutlich steigern. Über die USA hinaus entwickelte sich das Geschäft unter anderem in Großbritannien und Kanada positiv. Innerhalb des Euro-Raums verzeichnete das Unternehmen vor allem in Italien und Frankreich eine erfreuliche Entwicklung; von Quartal zu Quartal steigt dort die Zahl der PostBase-Nutzer. Generell wächst in den ausländischen Märkten die Bedeutung des Mietgeschäfts. Dieses erfordert zwar kurzfristig Investitionen in nicht unerheblichem Maß, führt aber mittel- und langfristig zu einem sicheren Erhalt (USA) bzw. zum Ausbau (Italien, Großbritannien, Frankreich) der installierten Basis und damit der wiederkehrenden Erträge.

In Deutschland hielt die zweigeteilte Entwicklung an: Während das Frankiergeschäft verhalten blieb, zogen die Produktbereiche Software und Mail Services deutlich an. Wie angekündigt begann das Unternehmen zudem mit der Neuausrichtung des Kundenservice im Inland; einmaligen Aufwendungen im abgelaufenen Quartal stehen dauerhafte Ersparnisse bereits ab dem kommenden Jahr gegenüber.

FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die finanziellen Leistungsindikatoren des FP-Konzerns sind Umsatz, EBITDA, EBIT, Free Cashflow und Nettoverschuldung. Diese werttreibenden Größen definieren das Spannungsfeld von Rentabilität, Wachstum und Liquidität, in dem sich das Unternehmen befindet.

Umsatzentwicklung

Der FP-Konzern steigerte im dritten Quartal 2015 den Umsatz um 10 % auf 46,1 Mio. Euro; auf Neunmonatssicht erhöhte er sich um 12 % auf 141,3 Mio. Euro. Dabei summiert sich der positive Wechselkurseffekt infolge des schwächeren Euro im laufenden Jahr auf 7,2 Mio. Euro.

In Deutschland stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 75,4 Mio. Euro nach 69,4 Mio. Euro im Vorjahr; dieses Wachstum resultiert insbesondere aus dem wachsenden Konsolidierungsgeschäft. Größter ausländischer Markt blieben im dritten Quartal die USA; der Umsatz stieg dort auch währungsbedingt auf 31,7 Mio. Euro nach 25,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Dank der Erfolge im Mietgeschäft und in der Konsolidierung konnte der FP-Konzern in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Anteil der wiederkehrenden Erträge noch einmal auf 81,9 % im Vergleich zu 81,2 % im Vorjahr erhöhen. Die wiederkehrenden Umsätze aus dem Mail-Services- und Softwaregeschäft sowie Serviceverträgen, Mietgeschäft, Teleporto und dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien für die weltweit rund 231.000 Frankiermaschinen stiegen um 12,7 % auf 115,7 Mio. Euro in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Die Erträge aus Produktverkäufen legten im gleichen Zeitraum um 7,5 °% auf 25,6 Mio. Euro zu.

UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN

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in Mio. Euro 1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014 3. Quartal 2015 3. Quartal 2014
Wiederkehrende Erträge 115,7 102,6 37,7 33,2
Vermietung 23,6 18,1 8,0 6,3
Service/ Kundendienst 17,6 18,9 5,1 5,8
Verbrauchsmaterial 17,3 15,4 5,6 5,0
Teleporto 7,5 7,9 2,4 2,8
Mail-Services 39,8 32,6 13,6 10,4
Software 9,9 9,8 3,0 3,1
Erträge aus Produktverkäufen 25,6 23,8 8,4 8,6
Frankieren 19,0 18,0 6,2 6,8
Kuvertieren 5,4 4,6 1,7 1,4
Sonstige 1,1 1,2 0,5 0,4
Gesamt 141,3 126,4 46,1 41,8
Wiederkehrende Umsatzerlöse 81,9 % 81,2 % 81,9 % 79,4 %
Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse 18,1 % 18,8 % 18,1 % 20,6 %


Ergebnisentwicklung (EBITDA, EBIT)

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, das EBITDA, verbesserte sich im dritten Quartal 2015 trotz einmaliger Aufwendungen insbesondere für die Neuausrichtung des Kundenservice in Deutschland auf 6,0 Mio. Euro gegenüber 5,5 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das EBIT verringerte sich aufgrund der weiterhin planmäßigen hohen Abschreibungen auf 1,8 Mio. Euro nach 2,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auf Neunmonatssicht steigerte FP das EBITDA auf 20,3 Mio. Euro im Vergleich zu 17,3 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 14,4 %. Der darin enthaltene Währungseffekt beläuft sich auf 3,2 Mio. Euro. Das EBIT lag in den ersten neun Monaten unverändert bei 7,9 Mio. Euro.

Free Cashflow

Der Free Cashflow, der Saldo von Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit (9,6 Mio. Euro) und Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (13,6 Mio. Euro), lag trotz der besseren Ertragslage infolge der höheren Bestände zur Bedienung der weiterhin sehr hohen Nachfrage nach PostBase Frankiersystemen vor allem in den Mietmärkten USA und Frankreich in den ersten neun Monaten wie im Vorjahr bei -4,0 Mio. Euro.

Nettoverschuldung

In den ersten neun Monaten 2015 erhöhte sich die Nettoverschuldung des FP-Konzerns auf 22,4 Mio. Euro im Vergleich zu 15,8 Mio. Euro Ende 2014. Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich auf 66 %.

ENTWICKLUNG DER NETTOVERSCHULDUNG

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in Mio. Euro 30.9.2015 31.12.2014
Schulden 38,7 31,4
Finanzmittel 16,3 15,6
Nettoschulden 22,4 15,8
Eigenkapital 33,9 30,1
Nettoverschuldungsgrad 66 % 53 %


Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Schulden abzüglich der Finanzmittel. Zu den Schulden zählen die Kreditverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. In die Finanzmittel werden neben den liquiden Mitteln auch die eigenen Anteile und Wertpapiere sowie die vom FP-Konzern in Großbritannien verwalteten Portoguthaben mit eingerechnet.

NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Über die finanziellen Leistungsindikatoren hinaus nutzt der FP-Konzern auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. Im Zentrum steht die Qualität des Leistungsspektrums, gemessen an einem Qualitäts- und einem Verbesserungsindikator. Eine unverändert hohe Qualität trägt entscheidend zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens bei. Weitere Informationen zu den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren finden sich im Geschäftsbericht 2014.

ENTWICKLUNG WESENTLICHER POSTEN DER KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUG

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in Mio. Euro 1.1.- 30.9. 2015 1.1.- 30.9. 2014 3. Quartal 2015 3. Quartal 2014
Umsatzerlöse 141,3 126,4 46,1 41,8
Bestandsveränderungen 2,0 1,9 1,8 1,1
Andere aktivierte Eigenleistungen 11,1 11,1 3,7 3,5
Gesamtleistung 154,4 139,4 51,6 46,4
Sonstige Erträge 2,7 1,6 0,7 1,0
Materialaufwand 68,1 61,9 23,6 20,8
Personalaufwand 42,8 39,9 14,4 12,6
Abschreibungen und Wertberichtigungen 12,4 9,4 4,3 3,3
Andere Aufwendungen 25,9 21,9 8,2 8,5
Betriebsergebnis vor besonderen Erträgen und Aufwendungen 7,9 7,9 1,8 2,2
Zinsergebnis -1,0 -1,7 -0,4 -0,5
Sonstiges Finanzergebnis 0,2 0,8 -0,4 0,8
Steuerergebnis -2,8 -2,5 -0,8 -0,9
Konzernergebnis 4,2 4,5 0,2 1,6
EBIT 7,9 7,9 1,8 2,2
EBITDA 20,3 17,3 6,0 5,5


Umsatzentwicklung

Im dritten Quartal 2015 erwirtschaftete der FP-Konzern einen Umsatz in Höhe von 46,1 Mio. Euro nach 41,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Wachstum resultiert vor allem aus höheren Umsätzen im Mail-Services Bereich, einem wachsenden Mietgeschäft sowie einem positiven Währungseffekt in Höhe von 2,1 Mio. Euro. Auf Neunmonatssicht steigerte der FP-Konzern den Umsatz auf 141,3 Mio. Euro im Vergleich zu 126,4 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen lagen im dritten Quartal 2015 mit 3,7 Mio. Euro nach 3,5 Mio. Euro in 2014 knapp über dem Vorjahresniveau. Sie resultieren aus der unverändert hohen Zahl hergestellter Frankiersysteme für das Mietgeschäft in den USA. Die bis Ende 2015 laufende Dezertifizierung in den USA sorgt dort für einen Nachfrageschub für das Frankiersystem PostBase, da viele Kunden ihre alten Frankiermaschinen austauschen. Der FP-Konzern aktiviert die neuen Mietmaschinen und schreibt sie über die Nutzungsdauer von 5 Jahren ab. Die in den aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Zugänge an vermieteten Erzeugnissen lagen in den neun Monaten 2015 bei 8,1 Mio. Euro gegenüber 8,8 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Materialaufwand

Analog zu den höheren Umsätzen stieg im dritten Quartal 2015 der Materialaufwand auf 23,6 Mio. Euro im Vergleich zu 20,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei blieben die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit 10,0 Mio. Euro nach 9,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum nahezu konstant. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich hingegen auf 13,6 Mio. Euro im Vergleich zu 11,1 Mio. Euro im Jahr zuvor; sie spiegeln das wachsende Mail-Services-Geschäft wider. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich daher im dritten Quartal auf 51,3 % nach 49,8 % im Vorjahreszeitraum.

Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich im dritten Quartal 2015 auf 14,4 Mio. Euro im Vergleich zu 12,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. In dieser Position sind die einmaligen Aufwendungen insbesondere Rückstellungen für Abfindungen (0,6 Mio. Euro) enthalten, die im Zuge der Neuausrichtung des Kundenservice in Deutschland anfallen. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Fernwartung, die insbesondere durch die erfolgreich eingeführte PostBase und auch die neue PostBase Mini ermöglicht wird, und rückläufiger Reparaturen plant das Unternehmen wie schon länger angekündigt eine kundenorientierte Modernisierung des Services.

Aufgrund der einmaligen Aufwendungen erhöhte sich die Personalaufwandsquote vorübergehend auf 31,2 % nach 30,0 % im Vorjahreszeitraum. Auf Neunmonatssicht sank sie von 31,6 % auf 30,3 %.

Andere Aufwendungen

Die anderen Aufwendungen fielen im dritten Quartal 2015 auf 8,2 Mio. Euro gegenüber 8,5 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Diese Position enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Provisionen, Werbung sowie Rechts- und Beratungskosten.

EBITDA

Der FP-Konzern erzielte im dritten Quartal 2015 ein EBITDA in Höhe von 6,0 Mio. Euro nach 5,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auf Neunmonatssicht stieg das EBITDA auf 20,3 Mio. Euro gegenüber 17,3 Mio. Euro im Jahr zuvor. Darin enthalten sind positive Währungseffekte in Höhe von 3,2 Mio. Euro enthalten. Die EBITDA-Marge verbesserte sich im Neunmonatsvergleich auf 14,4 % gegenüber 13,7 % im Jahr zuvor.

Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen stiegen im dritten Quartal 2015 auf 4,3 Mio. Euro nach 3,3 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Anstieg resultiert wie angekündigt vor allem aus dem Austausch (Dezertifizierung) alter, vollständig abgeschriebener Frankiermaschinen gegen neue Frankiersysteme in den USA. Bislang konnte der FP-Konzern über 35.000 neue PostBase-Systeme in den Markt bringen und damit den größten Teil der abzulösenden installierten Basis bereits vor Auslaufen der Dezertifizierung zum Jahresende sichern.

Zinsergebnis

Im dritten Quartal 2015 betrug das Zinsergebnis -0,4 Mio. Euro gegenüber -0,5 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die Zinseinnahmen erhöhten sich auf 0,2 Mio. Euro nach 0,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Zinsaufwendungen blieben mit 0,6 Mio. Euro auf dem gleichen Stand wir im dritten Quartal 2014.

Sonstiges Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich in den Monaten Juli bis September 2015 auf -0,4 Mio. Euro gegenüber 0,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung beruht auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzpositionen. Da der Euro im dritten Quartal 2015 leicht anzog, ergab sich anders als im ersten Halbjahr 2015 ein negativer Effekt. Nach den ersten neun Monaten beläuft sich das sonstige Finanzergebnis danach auf 0,2 Mio. Euro im Vergleich zu 0,8 Mio. Euro im Vorjahr.

Steuerergebnis

Das Steuerergebnis erreichte im dritten Quartal 2015 -0,8 Mio. Euro nach -0,9 Mio. Euro im Vorjahr. Auch auf Neunmonatssicht führte die steigende Ertragskraft zu einer höheren Steuerbelastung des FP-Konzerns. Das Steuerergebnis lag danach bei -2,8 Mio. Euro nach -2,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Zuge der Schließung der Tochtergesellschaft kam es zu steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen, die einen Effekt auf die Steuerquote in Höhe von 1,8 Prozentpunkten hatten bzw. das Steuerergebnis mit 0,1 Mio. Euro belastet haben.

Konzernergebnis

Die höhere Steuerbelastung sowie die höheren Abschreibungen machten sich auch im dritten Quartal 2015 im Konzernergebnis bemerkbar. Es belief sich auf 0,2 Mio. Euro nach 1,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis pro Aktie lag bei 0,02 Euro im Vergleich zu 0,10 Euro im dritten Quartal 2014. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte der FP-Konzern einen Konzerngewinn von 4,2 Mio. Euro im Vergleich zu 4,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Geschäftsverlauf nach Segmenten

Das Unternehmen ist in die vier Segmente Vertrieb Deutschland, Vertrieb International, Produktion sowie Zentrale Funktionen aufgeteilt. Die Segmentierung entspricht dem internen Berichtswesen des FP-Konzerns.

Da die Segmente nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften berichten, werden in der Überleitung auf den Konzernabschluss sowohl die Anpassungsbuchungen nach IFRS als auch die Konzern-Konsolidierungsbuchungen aufgenommen. Die Konzern-Konsolidierungsbuchungen umfassen die Konsolidierungen von Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu Marktpreisen. Da die Zahlen aus den Einzelabschlüssen zu einem Gesamtsegmentergebnis aufsummiert werden, enthalten die Segmentgesamtbeträge auch Intrasegmentzahlen sowie Zwischengewinne.

Die in diesem Abschnitt dargestellten Umsatzwerte entsprechen jeweils den Umsatzerlösen mit externen Dritten des Segmentberichts.

Segment Vertrieb Deutschland

Insgesamt erzielte der FP-Konzern in seinem deutschen Heimatmarkt im dritten Quartal 2015 einen Umsatz von 25,0 Mio. Euro mit externen Dritten im Vergleich zu 22,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg allein der Umsatz im Bereich Mail-Services mit dem Konsolidierungsspezialisten freesort auf 13,6 Mio. Euro gegenüber 10,4 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das Segment-EBITDA stieg von 1,4 Mio. Euro nach 1,2 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Segment Vertrieb International

Im Segment Vertrieb International, das sämtliche Aktivitäten der ausländischen Tochtergesellschaften zusammenfasst, erwirtschaftete der FP-Konzern im dritten Quartal 2015 einen Umsatz von 19,9 Mio. Euro mit externen Dritten im Vergleich zu 18,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Positive Währungseffekte sowie die steigende Nachfrage in wichtigen europäischen Märkten machten sich hier umsatzsteigernd bemerkbar. In der Folge verbesserte sich das EBITDA-Ergebnis in diesem Segment im dritten Quartal 2015 auf 3,6 Mio. Euro gegenüber 3,4 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Segment Produktion

Im Segment Produktion fasst der FP-Konzern seine Aktivitäten im Rahmen der Produktion in Deutschland zusammen. Der Umsatz mit externen Dritten in diesem Segment lag im dritten Quartal 2015 bei 1,1 Mio. Euro nach 1,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA betrug 4,1 Mio. Euro im Vergleich zu 1,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENT

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in Mio. Euro Umsatz1) EBITDA

3. Quartal 2015 3. Quartal 2014 Veränderung in % 3. Quartal 2015 3. Quartal 2014 Veränderung in %
Vertrieb Deutschland 25,0 22,4 11,6 1,4 1,2 16,2
Vertrieb International 19,9 18,0 10,8 3,6 3,4 5,3
Produktion 1,1 1,0 11,0 4,1 1,2 227,0
FP-Konzern2) 46,1 41,8 10,2 6,0 5,5 9,7


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in Mio. Euro Umsatz1) EBITDA

1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014 Veränderung in % 1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014 Veränderung in %
Vertrieb Deutschland 75,4 69,4 8,6 4,6 4,3 7,3
Vertrieb International 62,6 54,0 16,0 14,6 11,1 31,5
Produktion 3,1 3,2 -3,1 8,1 4,5 80,0
FP-Konzern2) 141,3 126,4 11,8 20,3 17,3 17,4


1) Umsatzerlöse mit externen Dritten.
2) In der Segmentberichterstattung wird das Segment "Zentrale Funktionen" zusätzlich ausgewiesen. Das Segment erzielt keine Umsätze mit externen Dritten. Umsatzerlöse wurden aus Dienstleistungen für Tochtergesellschaften generiert. Weitere Informationen zu diesem Segment und zur Konzernüberleitung finden sich im Konzernanhang.


FINANZLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität des FP-Konzerns zu sichern. Das Unternehmen erreicht dieses Ziel durch den Einsatz verschiedener Finanzierungsinstrumente. Bei deren Auswahl werden die Flexibilität, die Art der Kreditauflagen, das bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der Finanzierung berücksichtigt. Die längerfristige Liquiditätsprognose erfolgt auf der Basis der operativen Planung. Grundsätzlich stammt ein wesentlicher Teil der Liquidität des FP-Konzerns aus der operativen Geschäftstätigkeit der Segmente mit dem daraus resultierenden Mittelzufluss. Ergänzend nutzt das Unternehmen Finanzierungsleasing und Kredite von Finanzinstituten. Eine wichtige Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoschulden und Eigenkapital und wird laufend überprüft. Zum 30. September 2015 lag die Kennziffer bei 66 % gegenüber 53 % zum 31. Dezember 2014.

LIQUIDITÄTSANALYSE

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 9,6 Mio. Euro nach 9,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erreichte 13,6 Mio. Euro nach 13,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Weitere Erläuterung zu der Veränderung finden sich im den Punkt "Investitionsanalyse". Der Free Cashflow, der Saldo von Mittelzufluss aus Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit, summierte sich danach in ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wie im Vorjahreszeitraum auf -4,0 Mio. Euro.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 4,8 Mio. Euro nach 4,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der dargestellte Finanzmittelfonds ergibt sich aus den Bilanzpositionen "Liquide Mittel" zuzüglich "Wertpapiere" abzüglich "Teleportogelder". Der FP-Konzern konnte zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Beim Ausweis der liquiden Mittel macht sich seit Sommer 2014 der geänderte Ausweis der Portovorschüsse in Großbritannien bemerkbar, die dem FP-Konzern zur freien Verfügung stehen.

LIQUIDITÄTSANALYSE

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in Mio. Euro 1.1- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014
1. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9,6 9,8
2. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit

Cashflow aus Investitionstätigkeit -13,6 -13,8
3. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 4,8 4,5
Finanzmittelbestand

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 0,7 0,5
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,4 1,6
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 14,4 27,1
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15,5 29,1


FINANZIERUNGSANALYSE

Zur Finanzierung nutzte der FP-Konzern in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in erster Linie den positiven Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, Finanzierungsleasing sowie bestehende Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten.

Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Ende des dritten Quartals 2015 bei 17,4 Mio. Euro im Vergleich zu 16,5 Mio. Euro am 31. Dezember 2014. Zu den Schulden zählen die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 34,8 Mio. Euro (Ende 2014: 31,4 Mio. Euro) sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 3,9 Mio. Euro (Ende 2014: 4,6 Mio. Euro). In die Finanzmittel werden neben den liquiden Mitteln auch die eigenen Anteile in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Ende 2014: 1,0 Mio. Euro) und die Wertpapiere in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Ende 2014: 0,7 Mio. Euro) einbezogen, wobei die Portoguthaben in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Ende 2014: 2,6 Mio. Euro), die vom FP-Konzern verwaltet werden, herausgerechnet werden.

INVESTITIONSANALYSE

Der FP-Konzern verfolgt eine fokussierte Investitionsstrategie und konzentriert sich insbesondere auf Investitionen, die der Weiterentwicklung des Unternehmens zu dem Anbieter der Digitalen Poststelle dienen.

Die Investitionen lagen in den ersten neun Monaten 2015 wie im Vorjahr auf einem hohen Niveau und erreichten 13,6 Mio. Euro nach 13,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen investiert aufgrund der anhaltend großen Nachfrage nach PostBase Frankiersystemen im laufenden Geschäftsjahr verstärkt in künftiges Wachstum und hierbei unter anderem in die Entwicklung, die Produktion sowie eine hohe Zahl von Frankiersystemen für die großen Mietmärkte USA und Frankreich.

Die Investitionen in vermietete Erzeugnisse und vermietete Erzeugnisse, die sich in den Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen befinden, erhöhten sich infolgedessen auf 8,1 Mio. Euro nach 8,8 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2014. Die Investitionen in Sachanlagen (ohne vermietete Erzeugnisse und vermietete Erzeugnisse, die sich in den Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen befinden) stiegen im gleichen Zeitraum auf 2,2 Mio. Euro nach 1,6 Mio. Euro. Leicht rückläufig war dagegen die Aktivierung von Entwicklungskosten; sie belief sich auf 3,0 Mio. Euro nach 3,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

INVESTITIONEN

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in Mio. Euro 1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014
Aktivierung von Entwicklungskosten 3,0 3,2
Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,3 0,3
Investitionen in Sachanlagen (ohne vermietete Erzeugnisse) 2,2 1,6
Investitionen in vermietete Erzeugnisse 8,1 8,8
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 0,0 -0,1
Investitionen 13,6 13,8


VERMÖGENSLAGE

Der Ausbau des Mietgeschäfts und die damit verbundene Erhöhung der Sachanlagen und der Forderungen trugen maßgeblich dazu bei, dass die Bilanzsumme zum 30. September 2015 auf 156,1 Mio. Euro nach 142,1 Mio. Euro am Jahresende stieg. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme lag bei 56,4 % nach 58,7 % am 31. Dezember 2014. Auf der Passivseite verbesserte sich das Eigenkapital durch den laufenden Konzerngewinn. In der Folge stieg die Eigenkapitalquote ebenso wie der Abdeckungsgrad des langfristigen Vermögens durch Eigenkapital sowie langfristige Schulden.

LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Während der Wert der immateriellen Vermögenswerte im Vergleich zum 31. Dezember 2014 mit 32,6 Mio. Euro nahezu unverändert blieb, stieg der Wert der Sachanlagen deutlich an: Er erreichte 40,6 Mio. Euro im Vergleich zu 37,0 Mio. Euro Ende 2014. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus Erfolgen im Mietgeschäft: Die Position Vermietete Erzeugnisse erhöhte sich seit dem 31. Dezember 2014 um 4,2 Mio. Euro auf 23,0 Mio. Euro am 30. September 2015. Auch der Anstieg der langfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing auf 5,1 Mio. Euro im Vergleich zu 2,6 Mio. Euro im Rahmen der sonstigen Vermögenswerten ist auf den steigenden Absatz der PostBase in ausländischen Märkten zurückzuführen.

Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte stieg der Wert des Vorratsvermögens zum 30. September 2015 infolge des Umsatzwachstums auf 13,6 Mio. Euro gegenüber 10,0 Mio. Euro am Bilanzstichtag Ende 2014. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben dank eines konsequenten Forderungsmanagements dagegen mit 17,6 Mio. Euro im Vergleich zu 17,3 Mio. Euro Ende 2014 nahezu unverändert. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 11,2 Mio. Euro auf 14,2 Mio. Euro am 30. September 2015 resultiert im Wesentlichen aus höheren Steuererstattungsansprüchen (1,1 Mio. Euro) und höheren Rechnungsabgrenzungsposten (0,5 Mio. Euro).

EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital erhöhte sich zum 30. September 2015 infolge des laufenden Konzerngewinns auf 33,9 Mio. Euro gegenüber 30,1 Mio. Euro Ende 2014. Die Eigenkapitalquote stieg auf 21,7 % nach 21,1 % am Bilanzstichtag Ende 2014. Zum 30. September 2015 hielt das Unternehmen insgesamt 163.944 Stück eigene Aktien; dies entspricht 1,0 % des Grundkapitals. Weitere Angaben zum genehmigten und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechten können dem aktuellen Geschäftsbericht entnommen werden.

LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN

Die langfristigen Schulden beliefen sich zum 30. September 2015 auf 52,3 Mio. Euro nach 45,0 Mio. Euro Ende 2014, da der FP-Konzern zur Finanzierung des wachsenden Geschäftsvolumens verstärkt Finanzverbindlichkeiten nutzte. Das Verhältnis der Nettoschulden zum Eigenkapital lag am 30. September 2015 bei 66 % gegenüber 53 % Ende 2014.

Die kurzfristigen Schulden summierten sich zum 30. September 2015 auf 70,2 Mio. Euro im Vergleich zu 67,1 Mio. Euro Ende 2014. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen rückläufig waren, stiegen die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 49,2 Mio. Euro nach 44,9 Mio. Euro am 31. Dezember 2014. Wesentliche Positionen innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten sind die sogenannten Teleportogelder aus Großbritannien sowie Verbindlichkeiten auf vorschüssig abgerechnete Serviceverträge. Auf Teleportogelder entfiel ein positiver Wechselkurseffekt von 1,2 Mio. Euro. Die vorschüssig abgerechneten Serviceverträge erhöhten sich um 1,7 Mio. Euro.

LEASING

Der FP-Konzern betreibt sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle spiegeln sich in der Bilanz des Unternehmens wider. Im Anlagevermögen sind Geräte abgebildet, die FP im Rahmen von Operate-Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet. Die Positionen "Vermietete Erzeugnisse" und "Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen" enthalten entsprechend 28,7 Mio. Euro. Die Finance-Lease-Vereinbarungen mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing" und beliefen sich zum 30. September 2015 im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 7,1 Mio. Euro.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Zwischenberichtsstichtag (30. September 2015) sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des FP-Konzerns gehabt hätten.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 hat die Gesellschaft Risiken und Chancen ausführlich erläutert. Darüber hinaus sind derzeit keine weiteren Risiken und Chancen erkennbar.

PROGNOSEBERICHT

Die starke Position im traditionellen Frankiermaschinenmarkt und die Wachstumschancen in neuen Geschäftsfeldern bieten gute Voraussetzungen für das weitere profitable Wachstum und eine anhaltende Stärkung der operativen Finanz- und Ertragskraft des FP-Konzerns. Im laufenden Geschäftsjahr profitiert der FP-Konzern darüber hinaus von dem schwächeren Euro. Angesichts des guten Geschäftsverlaufs in den ersten neun Monaten 2015 hebt das Unternehmen daher die Prognose für das Gesamtjahr an. Der FP-Konzern erwartet nun einen Umsatz von 184 bis 188 Mio. Euro sowie ein EBITDA von 27 bis 28 Mio. Euro, basierend auf dem durchschnittlichen Wechselkurs der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahrs (1,11 US-Dollar / Euro). Einmalige Aufwendungen aus der Neuausrichtung des Kundenservice in Deutschland sind hierin nicht berücksichtigt. Bislang hatte das Unternehmen mit einem Umsatz von 173 bis 177 Mio. Euro sowie einem EBITDA vor dem Effekt aus der Neuausrichtung des Kundenservice in Höhe von 24 bis 25 Mio. Euro gerechnet, wobei mit einem Wechselkurs von 1,25 US-Dollar / Euro geplant worden war. Das Unternehmen geht davon aus, dass das EBIT trotz der investitionsbedingt steigenden Abschreibungen etwa auf Vorjahresniveau liegen wird und der Free Cashflow auf Jahressicht positiv ist. Die Nettoverschuldung wird dagegen leicht steigen.

Sämtliche hier gemachten Ausführungen basieren auf dem Kenntnisstand zum Ende des dritten Quartals 2015. Der FP-Konzern weist darauf hin, dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2015

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3. Quartal 2015 3. Quartal 2014
in TEUR 1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014 1.7.- 30.9.2015 1.7.- 30.9.2014
Umsatzerlöse 141.294 126.436 46.107 41.845
Erhöhung / Minderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen 1.981 1.902 1.819 1.062

143.275 128.338 47.926 42.907
Andere aktivierte Eigenleistungen 11.147 11.100 3.662 3.534
Sonstige Erträge 2.676 1.566 683 958
Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 27.524 28.085 10.063 9.760
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 40.534 33.800 13.585 11.059

68.058 61.885 23.648 20.819
Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 36.211 33.710 12.301 10.602
b) Soziale Abgaben 5.888 5.606 1.838 1.754
c) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 709 616 247 201

42.808 39.932 14.386 12.557
Abschreibungen und Wertminderungen 12.439 9.425 4.267 3.327
Andere Aufwendungen 25.926 21.895 8.215 8.533
Zinsergebnis



a) Zinsen und ähnliche Erträge 460 350 190 82
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.492 2.038 589 551

-1.032 -1.688 -399 -469
Sonstiges Finanzergebnis



a) Sonstige Finanzerträge 3.498 1.329 -522 1.177
b) Sonstige Finanzaufwendungen 3.292 562 -132 410

206 767 -390 767
Steuerergebnis



a) Steuererträge 2.732 1.654 401 706
b) Steueraufwand 5.558 4.130 1.151 1.609

-2.826 -2.476 -750 -903
Konzernergebnis 4.215 4.470 216 1.558
Sonstiges Ergebnis



Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 2.176 1.588 -215 1.477
davon Steuern 46 4 63 27
davon umgegliedert in das Konzernergebnis 151 66 95 51
Anpassung Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 (rev. 2011) 0 0 -3 0
davon Steuern 0 0 0 0
davon umgegliedert in das Konzernergebnis 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2.176 1.588 -218 1.477
Gesamtergebnis 6.391 6.058 -2 3.035
Konzernergebnis, davon: 4.215 4.470 216 1.558
auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Konzernergebnis 4.048 4.352 226 1.468
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis 167 118 -10 90
Gesamtergebnis, davon: 6.391 6.058 -2 3.035
auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Gesamtergebnis 6.224 6.176 8 2.945
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 167 -118 -10 90
Ergebnis je Aktie (unverwässert/ verwässert in EUR): 0,25 / 0,25 0,28 / 0,27 0,02 0,10 / 0,09


KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2015

AKTIVA

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in TEUR 30.9.2015 31.12.2014
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 13.608 16.199
Geschäfts- oder Firmenwert 9.147 9.147
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 9.874 7.557

32.629 32.903
Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.188 3.145
Technische Anlagen und Maschinen 3.706 3.852
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.815 4.288
Vermietete Erzeugnisse 23.047 18.862
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 5.694 6.387
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.150 508

40.600 37.042
Sonstige Vermögenswerte

Assoziierte Unternehmen 36 36
Sonstige Beteiligungen 163 163
Forderungen aus Finanzierungsleasing 5.128 2.612
Sonstige langfristige Vermögenswerte 240 223

5.567 3.034
Steueransprüche

Latente Steueransprüche 2.774 3.724
Laufende Steueransprüche 6.689 6.689

9.463 10.413

88.259 83.392
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Vorratsvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.209 4.324
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.365 875
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 7.023 4.835

13.597 10.034

17.593 17.318
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Finanzierungsleasing 1.960 1.231
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 1.329 1.429
Derivative Finanzinstrumente 1.285 292
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 14.225 11.238

18.799 14.190
Wertpapiere 680 680
Liquide Mittel 17.413 16.519

68.082 58.741

156.341 142.133


PASSIVA

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in TEUR 30.9.2015 31.12.2014
EIGENKAPITAL

Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 16.160 16.160
Kapitalrücklage 34.937 35.032
Stock-Options-Rücklage 1.010 977
Eigene Anteile -810 -1.002
Verlustvortrag -22.414 -24.949
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter 4.048 5.094
Kumuliertes übriges Eigenkapital -552 -2.626

32.379 28.686
Nicht beherrschende Anteile 1.496 1.365

33.875 30.051
LANGFRISTIGE SCHULDEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.257 17.354
Sonstige Rückstellungen 883 909
Finanzverbindlichkeiten 33.743 25.915
Sonstige Verbindlichkeiten 157 157
Latente Steuerverbindlichkeiten 238 659

52.278 44.994
KURZFRISTIGE SCHULDEN

Steuerschulden 3.455 2.564
Rückstellungen 4.299 4.624
Finanzverbindlichkeiten 4.958 5.503
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.241 9.466
Sonstige Verbindlichkeiten 49.235 44.931

70.188 67.088

156.341 142.133


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2015

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in TEUR 1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Konzernergebnis 4.215 4.352
Erfolgswirksam erfasstes Ertragsteuerergebnis 2.826 2.476
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis 1.032 1.219
Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 12.439 9.426
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen und Steuerschulden -1.032 -384
Verluste (+) / Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 381 -1.211
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -9.988 -6.390
Abnahme (-) / Zunahme (+) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva* , die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.316 4.587
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -752 -1.780
Noch nicht erhaltene öffentliche Zuwendungen -1.092 0
Erhaltene Zinsen 460 350
Gezahlte Zinsen -1.273 -1.245
Gezahlte Ertragsteuer -941 -1.574
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 9.591 9.826
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit

Auszahlungen für Aktivierung von Entwicklungskosten -2.887 -3.025
Auszahlungen für kapitalisierte Zinsen für Entwicklungskosten** -91 -151
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 74
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -312 -319
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -10.313 -10.396
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -13.603 -13.817
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit

Dividendenzahlungen an Minderheitengesellschafter -37 0
Auszahlungen aus Gewinnausschüttungen Aktionäre -2.559 -1.263
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten -1.492 -1.577
Auszahlung zu der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -1.774 -1.448
Einzahlung aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 172 719
Einzahlungen aus Veräußerung eigener Anteile 97 331
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten 10.378 7.704
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 4.785 4.465
Finanzmittelbestand*

Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 773 474
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 358 1.612
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 14.396 27.060
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 15.527 29.146


* Aus den Liquiden Mitteln sowie den Sonstigen Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die von der FP-Gruppe verwaltet werden (TEUR 2.566 i. Vj. TEUR 2.598), herausgerechnet. In die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen werden die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 680 (i. Vj. TEUR 680).
** Vorjahresvergleichszahlen geändert. Erläuterungen dazu geprüfter Konzernabschlusses 2014 Abschnitt "Ausgewählte erläuternde Anhangangaben für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014".


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2015

Kumuliertes übriges Eigenkapital

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Stock-Options-Rücklage Eigene Anteile Bilanzergebnis Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Stand am 1.1.20141) 16.160 35.312 781 -1.829 -22.719 -1.517
Konzernergebnis 1.1.-30.9.2014 0 0 0 0 4.352 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 0 0 0 0 0 1.548
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.9.2014 0 0 0 0 0 1.548
Gesamtergebnis 1.1.-30.9.2014 0 0 0 0 4.352 1.548
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Stock-Options 0 -323 183 654 0 0
Dividende 0 0 0 0 -1.263 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 -967 0
Stand am 30.9.20141) 16.160 34.989 964 -1.175 -20.597 31
Stand am 1.1.20151) 16.160 35.032 977 -1.002 -19.855 628
Konzernergebnis 1.1.-30.9.2015 0 0 0 0 4.048 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 0 0 0 0 0 2.176
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 (rev. 2011) 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.9.2015 0 0 0 0 0 2.176
Gesamtergebnis 1.1.-30.9.2015 0 0 0 0 4.048 2.176
Dividende 0 0 0 0 -2.559 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Stock-Options 0 -95 33 192 0 0
Stand am 30.9.2015 16.160 34.937 1.010 -810 -18.366 2.804


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in TEUR Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Unterschiedsbetrag aus der Anpassung IAS 19 (rev. 2011)1) FP Holding zuzurechnendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Summe
Stand am 1.1.20141) 294 -1.3721) 25.110 764 25.874
Konzernergebnis 1.1.-30.9.2014 0 0 4.352 118 4.470
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 10 0 1.558 0 1.558
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.9.2014 10 0 1.558 0 1.558
Gesamtergebnis 1.1.-30.9.2014 10 0 5.910 118 6.028
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Stock-Options 0 0 514 0 514
Dividende 0 0 -1.263 0 -1.263
Übrige Veränderungen 0 0 -967 532 -435
Stand am 30.9.20141) 304 -1.3721) 29.304 1.414 30.718
Stand am 1.1.20151) 254 -3.508 28.686 1.365 30.051
Konzernergebnis 1.1.-30.9.2015 0 0 4.048 167 4.215
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -105 0 2.071 0 2.071
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 (rev. 2011) 0 3 3 0 3
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.9.2015 -105 3 2.074 0 2.074
Gesamtergebnis 1.1.-30.9.2015 -105 3 6.122 167 6.289
Dividende 0 0 -2.559 -36 -2.595
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Stock-Options 0 0 130 0 130
Stand am 30.9.2015 149 -3.505 32.379 1.496 33.875


1) Erläuterung zu den Änderungen: Siehe "Ausgewählte erläuternde Anhangangaben Pkt. 2.1 (IAS 19 - Employee Benefits)".


Konzernanhang

I. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin (nachfolgend auch "FP Holding" genannt), besteht in der Rechtsform der Aktiengesellschaft und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der HRB-Nr. 169096 B eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Prenzlauer Promenade 28, 13089 Berlin, Deutschland. Der Konzern-Zwischenabschluss der FP Holding für den zum 30. September 2015 endenden Berichtszeitraum umfasst die FP Holding und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "FP-Konzern" oder "Francotyp" genannt).

Der FP-Konzern ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der Postausgangsverarbeitung mit einer über 90-jährigen Geschichte. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in dem traditionellen Produktgeschäft, welches aus der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von insbesondere Frankiermaschinen, aber auch Kuvertiermaschinen und dem After-Sales-Geschäft besteht. Durch ihre Tochtergesellschaften freesort und Mentana-Claimsoft und ihre Mehrheitsbeteiligung an der iab bietet der FP-Konzern seinen Kunden in Deutschland zudem auch Sortier- und Konsolidierungsdienstleistungen sowie Produkte zur vollelektronischen Kommunikation und Hybrid-Mail-Produkte an.

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2014 zum 26. März 2015 aufgestellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und am 13. April 2015 gebilligt. Am 30. April 2015 wurde der Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2014 der Francotyp-Postalia Holding AG veröffentlicht.

Es handelt sich bei dem vorliegenden Zwischenabschluss um einen verkürzten Abschluss in Übereinstimmung mit dem IAS 34. Dieser Zwischenabschluss beinhaltet nicht sämtliche Angaben, welche im Zusammenhang mit vollständigen Abschlüssen nach IAS 1 stehen. Der Abschluss wurde am 19. November 2015 vom Vorstand der FP Holding zur Veröffentlichung freigegeben.

2. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

2.1 Grundlagen zur Aufstellung des Abschlusses

Der Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben - der FP Holding für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2015 wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Es handelt sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) für die Zwischenberichtsperiode 1. Januar bis 30. September 2015. Bei der Aufstellung dieses Zwischenabschlusses kamen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung wie bei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2014. Der Zwischenabschluss sollte zusammen mit dem geprüften Abschluss gelesen werden.

Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zwecke der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aufgrund kaufmännischer Rundungen kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung von IAS 1 nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Bilanzposten werden deshalb in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden dann als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Anpassungen der Rechnungslegungsmethoden sowie neue Standards und Interpretationen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind - gegenüber denen am Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2014 - im Wesentlichen unverändert.

Der Konzern-Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder einer prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung entsprechend § 317 HGB unterzogen worden.

2.3 Konzernkreis

Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der der FP-Konzern konsolidiert wird. In den Konzernabschluss der FP Holding werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Tochterunternehmen). Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die FP Holding die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 kam es im Berichtszeitraum zu einer Veränderung im Konzernkreis. Die Francotyp-Postalia Asia Pte. Ltd., Singapur wurde zum 30. Juni 2015 entkonsolidiert. Die Geschäftsaktivitäten in Singapur wurden mit Vertrag vom 31. August 2015 veräußert. Die Gesellschaft wird abgewickelt.

2.4 Währungsumrechnung

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro = 30.9.2015 31.12.2014 30.9.2014 1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014
US-Dollar (USD) 1,1215 1,2155 1,3650 1,1147 1,3551
Britische Pfund (GBP) 0,7379 0,7788 0,8013 0,7273 0,8119
Kanadische Dollar (CAD) 1,5026 1,4075 1,4582 1,4043 1,4822
Singapur-Dollar (SGD) 1,5044 1,6059 1,7040 1,5052 1,7042
Schwedische Kronen (SEK) 9,400 9,3982 9,1773 9,3713 9,0407


2.5 Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements

Bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

II. ENTWICKLUNGEN IM BERICHTSZEITRAUM

Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse geprägt.

In Bezug auf für die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode erhebliche Konjunktureinflüsse verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht.

Mit Wirkung zum 1. Februar 2015 wurde Sven Meise zum Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG bestellt. Herr Meise ist für die Geschäftsbereiche der freesort GmbH, iab GmbH und Mentana-Claimsoft GmbH verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem der Ausbau des Lösungs- und Outsourcing-Geschäfts sowie die Etablierung und der Ausbau des De-Mail Geschäfts.

Die Hauptversammlung hat am 11. Juni 2015 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,16 Euro je Aktie auszuschütten. Die Gesamtsumme der Ausschüttung für die dividendenberechtigten Aktien belief sich auf 2,6 Mio. Euro und wurde im zweiten Quartal 2015 gezahlt. Der verbleibende Bilanzgewinn wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Im Vorjahr hatte der FP-Konzern eine Dividende in Höhe von 1,3 Mio. EUR gezahlt.

Im Klageverfahren gegen den ehemaligen Vorstand Dr. Heinz-Dieter Sluma haben umfangreiche Vergleichsverhandlungen stattgefunden. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass eine Einigung im Vergleichswege erreicht werden kann. Sollten die Vergleichsverhandlungen scheitern, gibt es nach Ansicht der rechtlichen Berater keinen Anlass zur Änderung der bisherigen Risikobewertung.

Im Berichtszeitraum wurde die PostBase Mini in den USA zugelassen. Der Start des Vertriebes dieses Maschinentyps in diesem für FP wichtigen Markt erfolgte im Mai 2015. Im Juni 2015 erfolgte zudem die Zulassung der PostBase Mini in den Niederlanden und in Italien.

Am 10. Juli 2015 wurde für die freesort GmbH eine Berichtigung gem. § 153 AO (Berichtigung von Erklärungen) betreffend der Umsatzsteuerjahreserklärungen 2010 bis 2013 und geänderte monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen für das Jahr 2014 und Januar bis April 2015 abgegeben. Dies war notwendig geworden, weil u. a. der Vorsteuerabzug aus den monatlichen Abrechnungen der Deutschen Post AG gegenüber der freesort GmbH versehentlich im Monat der Leistungserbringung und nicht - wie in § 15 UStG gefordert - erst bei Vorlage der Rechnung, z. B. im Folgemonat, erfolgte. Verbunden mit dieser Fehlerkorrektur und der Umsatzsteuervoranmeldung Mai 2015 gab es einen Zahlungsmittelabfluss im Monat Juli 2015 in Höhe von TEUR 1.338.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 wurde der Satzungssitz der Francotyp-Postalia Holding AG von Birkenwerder nach Berlin verlegt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 27. Juli 2015. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Charlottenburg unter der HRB-Nr. 169096 B im Handelsregister geführt.

Im Hinblick auf die sonstigen Entwicklungen beim FP-Konzern verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht.

III. ERLÄUTERNDE ANGABEN

1. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung des FP-Konzerns weist die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus.

Der Finanzmittelfonds ermittelt sich wie folgt:

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TEUR 30.9.2015 30.09.2014
Liquide Mittel 17.413 31.063
Zuzüglich Wertpapiere 680 680
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus verwalteten Portoguthaben -2.566 -2.598
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.527 29.145


Das Portoguthaben wird bei der Ermittlung des Finanzmittelfonds in Abzug gebracht, weil die betreffenden Gelder jederzeit von den Kunden abgerufen werden können. Ein korrespondierender Betrag ist in den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

2. MITARBEITER

Die Mitarbeiter des FP-Konzerns verteilen sich regional und funktional wie folgt:

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30.9.2015 30.9.2014
REGIONALE VERTEILUNG
Deutschland 659 660
USA 117 124
Großbritannien 96 89
Niederlande 52 55
Kanada 39 40
Italien 19 21
Schweden 19 18
Österreich 17 18
Frankreich 16 15
Belgien 9 8
Singapur 0 9
Gesamt 1.043 1.057
FUNKTIONALE VERTEILUNG
Vertrieb Deutschland 469 470
Vertrieb International 384 397
Produktion 160 164
Zentrale Funktionen 30 26
Gesamt 1.043 1.057


3. EVENTUALSCHULDEN UND -FORDERUNGEN

Vor dem U.S. District Court for Eastern District of Missouri ist eine Klage gegen unsere Tochtergesellschaft in den USA anhängig (Case No. 4:14-cv-01161-HEA). In der Sammelklage ("putative class action") wird behauptet, Francotyp-Postalia Inc. verletzte mit unaufgeforderten Werbefaxen den "Telephone Consumer Protection Act of 1991". Bisher ist nicht geklärt, ob das beanstandete Vorgehen (Werbefax) von den gesetzlichen Regelungen überhaupt erfasst ist. Der Ausgang der gegen die Francotyp-Postalia Inc. erhobenen Klage ist offen und könnte ein Schadenspotential von geschätzt bis zu TEUR 1.000 haben. FP geht nicht davon aus, dass gegenwärtig eine Verpflichtung besteht und zukünftig ein Ressourcenabfluss zu erwarten ist. Es wurde für diesen Sachverhalt keine Rückstellung gebildet.

4. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.

IV. SEGMENTINFORMATIONEN

Die Segmentberichterstattung basiert auf Abschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften (HB-I-Abschlüssen). Die Zahlen aus den einzelnen HB-I-Abschlüssen werden zu Segmentbeträgen aufsummiert und enthalten auch Intrasegmentzahlen sowie Zwischengewinne. Die Konsolidierung und Überleitung auf den Konzern-Zwischenabschluss erfolgt mittels Überleitungsspalte, in der auch die Anpassungsbuchungen nach IFRS enthalten sind.

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1.1.- 30.9.2015 A B C D

TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
Umsatzerlöse 72.103 78.890 62.873 1.438 -74.010 141.294
mit externen Dritten 3.080 75.401 62.567 0 246 141.294
Intersegment-Umsätze 69.023 3.489 306 1.438 -74.256 0
EBITDA 8.067 4.645 14.584 -2.428 -4.562 20.306
Abschreibungen und Wertminderungen 934 2.082 10.876 76 -1.530 12.439
Zinsergebnis -1.279 -806 -163 -1.065 151 -1.032
davon Zinsaufwand 1.894 849 506 679 -2.437 1.491
davon Zinsertrag 615 43 343 1.744 -2.285 460
Sonstiges Finanzergebnis 89 0 -248 -24 389 206
Steuerergebnis 0 -116 -895 -2.929 1.115 -2.825
Nettoeinkommen 5.943 1.641 2.402 -4.392 -1.378 4.216
Segmentvermögen (30.9.) 132.741 39.570 108.807 100.529 -225.306 156.341
Investitionen 983 1.140 14.450 216 -3.238 13.552
Segmentschulden (30.9.) 125.258 31.456 85.091 40.090 -159.431 122.465


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1.1.- 30.9.2014 A B C D

TEUR Produktion1) Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen1) Überleitung Konzern Gesamt
Umsatzerlöse 62.499 72.252 55.351 1.918 -65.584 126.436
mit externen Dritten 3.180 69.426 53.957 0 -127 126.436
Intersegment-Umsätze 59.319 2.826 1.394 1.918 -65.457 0
EBITDA 4.481 4.331 11.094 -2.076 -538 17.292
Abschreibungen und Wertminderungen 824 1.918 7.524 16 -857 9.425
Zinsergebnis -961 -540 -367 334 -154 -1.688
davon Zinsaufwand 1.663 660 540 1.218 -2.044 2.037
davon Zinsertrag 702 120 173 1.552 -2.198 349
Sonstiges Finanzergebnis 846 13 -46 -31 -15 767
Steuerergebnis -65 345 -1.159 -1.263 -334 -2.476
Nettoeinkommen 3.477 2.231 1.998 -3.052 -184 4.470
Segmentvermögen (30.9.) 119.571 44.166 91.141 118.374 -219.484 153.769
Investitionen 948 871 13.551 2 -1.481 13.891
Segmentschulden (30.9.) 114.556 33.795 68.244 54.624 -148.168 123.051


Am Jahresende erfolgt zwischen der FP GmbH und den ausländischen Vertriebsgesellschaften eine Ergebnisanpassung entsprechend steuerrechtlich üblicher Regeln hinsichtlich grenzüberschreitender konzerninterner Verrechnungspreise. Diese Anpassung hat im Wesentlichen Auswirkungen auf die dargestellten intersegmentalen Segmentumsätze und Segment-EBITDA / -Nettoeinkommen. Basierend auf den aktuellen Ergebnismargen der ausländischen Vertriebsgesellschaften würde sich der Umsatz und das EBITDA des Segments Produktion für den Berichtszeitraum 1. Januar 2015 bis 30. September 2015 um 781 TEUR (i. Vj. TEUR 927) erhöhen. In gleicher Höhe würde sich das EBITDA des Segments Vertrieb International vermindern.

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TEUR Produktion1) Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen1) Überleitung Konzern Gesamt
1.1.- 30.9.2015





Rückstellungen für Restrukturierung 0 0 0 0 0 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 35 156 0 43 -234 0
1.1.- 30.9.2014





Rückstellungen für Restrukturierung -635 0 0 0 0 -635
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 38 233 0 86 0 356


ÜBERLEITUNGEN

UMSATZERLÖSE

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in TEUR 1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014
Umsatzerlöse der Segmente A-C1) 213.866 190.102
Umsatzerlöse des Segments Zentrale Funktionen1) 1.438 1.918
Effekte aus der Anpassung Finanzierungsleasing 246 -127

215.550 191.893
Abzüglich Intersegmentumsätze 74.256 65.457
Umsatzerlöse laut Abschluss 141.294 126.436


EBITDA

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in TEUR 1.1.- 30.9.2015 1.1.- 30.9.2014
EBITDA der Segmente A-C1) 27.296 19.906
EBITDA des Segments Zentrale Funktionen1) -2.428 -2.076

24.868 17.830
Bewertungseffekte aus der Überleitung IFRS 2.250 2.877
Effekte auf Konsolidierungsebene -6.812 -3.415
EBITDA Konzern 20.306 17.292
Abschreibungen und Wertminderungen -12.439 -9.425
Zinsergebnis -1.032 -1.688
Sonstiges Finanzergebnis 206 767
Konzernergebnis vor Steuern 7.041 6.946
Steuerergebnis -2.825 -2.476
Konzernergebnis 4.216 4.470


VERMÖGEN

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in TEUR 30.9.2015 30.9.2014
Vermögen der Segmente A-C1) 281.119 254.879
Vermögen des Segments Zentrale Funktionen1) 100.529 118.374

381.648 373.253
Aktivierung Entwicklungskosten nach IFRS 19.426 18.463
Effekte aus der Umbewertung Firmenwerte 8.334 7.544
Effekte aus Abschreibung von Kundenlisten -196 -203
Effekte aus Abschreibung selbst erstellter Software -30 -30
Übrige Überleitungen auf IFRS 9.115 4.382

418.297 403.409
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -261.956 -249.639
Vermögen laut Abschluss 156.341 153.769


VERMÖGEN NACH REGIONEN

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in TEUR 30.9.2015 30.9.2014
Deutschland 272.842 282.112
USA und Kanada 56.830 45.399
Europa (ohne Deutschland) 51.978 44.927
Übrige Regionen 0 815

381.648 373.252
Effekte aus Umbewertung nach IFRS 36.876 30.389
Effekte aus Abschreibung von Kundenlisten -196 -203
Effekte aus Abschreibung selbst erstellter Software -30 -30

418.297 403.408
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -261.956 -249.639
Vermögen laut Abschluss 156.341 153.769


SEGMENTINFORMATIONEN

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1.7.- 30.9.2015 A B C D

TEUR Produktion1) Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen 1) Überleitung Konzern Gesamt
Umsatzerlöse 26.243 26.186 19.945 480 -26.747 46.107
mit externen Dritten 1.117 25.008 19.922 0 60 46.107
Intersegment-Umsätze 25.126 1.178 23 480 -26.807 0
EBITDA 4.078 1.394 3.606 -1.066 -1.990 6.022
Abschreibungen und Wertminderungen 312 734 3.755 31 -566 4.266
Zinsergebnis -443 -432 -25 397 103 -400
davon Zinsaufwand 651 450 163 207 -883 588
davon Zinsertrag 208 18 138 604 -779 189
Sonstiges Finanzergebnis -366 0 -20 19 -23 -390
Steuerergebnis 0 6 -175 -1.610 1.031 -748
Nettoeinkommen 2.957 234 -369 -2.291 -314 217
Segmentvermögen (30.9.) 132.741 39.570 108.807 100.529 -225.306 156.341
Investitionen 430 321 4.511 100 -878 4.483
Segmentschulden (30.9.) 125.258 31.456 85.091 40.090 -159.431 122.465
1.7.- 30.9.2014





Umsatzerlöse 19.807 23.319 18.371 640 -20.292 41.845
mit externen Dritten 1.006 22.418 17.980 0 442 41.846
Intersegment-Umsätze 18.801 901 391 640 -20.733 0
EBITDA 1.247 1.200 3.426 -872 489 5.490
Abschreibungen und Wertminderungen 278 640 2.680 6 -277 3.327
Zinsergebnis -330 -193 -101 229 -74 -469
davon Zinsaufwand 530 214 156 294 -644 550
davon Zinsertrag 200 21 55 523 -718 81
Sonstiges Finanzergebnis 836 13 -9 -29 -44 767
Steuerergebnis -63 567 -241 -603 -563 -903
Nettoeinkommen 1.412 947 395 -1.281 85 1.558
Segmentvermögen (30.9.) 119.571 44.166 91.141 118.374 -219.484 153.769
Investitionen 464 584 4.900 0 -715 5.233
Segmentschulden (30.9.) 114.556 33.795 68.244 54.624 -148.168 123.051


UMSATZERLÖSE

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in TEUR 1.7.- 30.9.2015 1.7.- 30.9.2014
Umsatzerlöse der Segmente A-C1) 72.374 61.497
Umsatzerlöse des Segments Zentrale Funktionen1) 480 640
Effekte aus der Anpassung Finanzierungsleasing 60 441

72.914 62.578
Abzüglich Intersegmentumsätze 26.807 20.733
Umsatzerlöse laut Abschluss 46.107 41.845


EBITDA

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in TEUR 1.7.- 30.9.2015 1.7.- 30.9.2014
EBITDA der Segmente A-C 9.078 5.873
EBITDA des Segments Zentrale Funktionen1) -1.066 -872

8.012 5.001
Bewertungseffekte aus der Überleitung IFRS 950 1.764
Effekte auf Konsolidierungsebene -2.941 -1.276
EBITDA Konzern 6.020 5.489
Abschreibungen und Wertminderungen -4.266 -3.327
Zinsergebnis -400 -469
Sonstiges Finanzergebnis -390 767
Konzernergebnis vor Steuern 964 2.460
Steuerergebnis -748 -903
Konzernergebnis 217 1.558


1) Die FP International GmbH wurde per 1.1.2014 auf die FP GmbH verschmolzen. Im Bericht des Vorjahresvergleichszeitraums wurde die FP International GmbH noch im Segment "Zentrale Funktionen" geführt; mit der Verschmelzung erfolgt der Ausweis der Vermögenswerte und Schulden, die auf die FP GmbH übergegangen sind, im Segment "Produktion". Folgende Werte entfielen im 3. Quartal 2014 bzw. zum 30.9.2014 auf die FP International GmbH: Umsatzerlöse TEUR 0; EBITDA TEUR 1; Segmentvermögen TEUR 18.104 und Segmentschulden TEUR 11.617.


Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 9.147 (im Vorjahr TEUR 9.147) ist ausschließlich dem Segment Vertrieb Deutschland zugeordnet.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernzwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Zwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Berlin, 19. November 2015

Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG

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Hans Szymanski Thomas Grethe Sven Meise
Vorstandssprecher Vorstand Vorstand