![]() Francotyp-Postalia Holding AGBerlinHalbjahresfinanzbericht 2017KONZERNLAGEBERICHT
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| in Mio. Euro | 1. Hj. 2017 | 1. Hj. 2016 | Q2 2017 | Q2 2016 |
| Umsatzerlöse | 104,4 | 100,3 | 48,9 | 49,0 |
| Bestandsveränderungen | 0,5 | -0,2 | -0,2 | 0,3 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 5,1 | 6,5 | 3,0 | 3,0 |
| Gesamtleistung | 110,0 | 106,6 | 51,8 | 52,2 |
| Sonstige Erträge | 1,1 | 1,6 | 0,3 | 1,0 |
| Materialaufwand | 51,8 | 47,8 | 24,3 | 23,9 |
| Personalaufwand | 30,3 | 28,7 | 15,1 | 14,4 |
| Andere Aufwendungen | 16,3 | 17,0 | 8,3 | 8,5 |
| EBITDA | 12,7 | 14,6 | 4,4 | 6,5 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 9,8 | 8,3 | 5,0 | 4,1 |
| EBIT | 2,9 | 6,3 | -0,6 | 2,3 |
| Zinsergebnis | 0,7 | -0,3 | 0,6 | -0,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -0,3 | 0,1 | -0,1 | 0,0 |
| Ertragsteuern | -1,1 | -2,2 | 0,0 | -0,8 |
| Konzernergebnis | 2,1 | 4,0 | 0,0 | 1,5 |

Im ersten Halbjahr 2017 behielt der FP-Konzern seinen Wachstumskurs bei und steigerte
den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 %. Auf Quartalssicht lag der Umsatz
nahezu unverändert bei 48,9 Mio. Euro. Der zunehmend schwächere US-Dollar und vor
allem negative Wechselkurseffekte aus dem starken Euro gegenüber dem Britischen Pfund
beeinflussten das Wachstum leicht; in den ersten sechs Monaten 2017 summierten sich
die negativen Wechselkurseffekte beim Umsatz auf insgesamt 0,2 Mio. Euro.
Im deutschen Heimatmarkt steigerte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2017 aufgrund
des Wachstums im Produktbereich Mail Services seinen Umsatz um 3,7 % auf 56,6 Mio.
Euro. Im größten ausländischen Markt, den USA, erhöhte sich der Umsatz um 7,8 % auf
23,5 Mio. Euro nach 21,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. In Großbritannien verminderte
sich der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2017 wechselkursbedingt um 6,7 % auf 8,5
Mio. Euro.
| in Mio. Euro | 1. Hj. 2017 | 1. Hj. 2016 | Veränderung in % |
Q2 2017 | Q2 2016 |
| Wiederkehrende Erträge | 82,8 | 80,6 | 2,8 | 38,7 | 39,3 |
| Vermietung | 17,1 | 16,4 | 4,7 | 8,5 | 8,2 |
| Service / Kundendienst | 9,6 | 10,7 | -10,0 | 4,1 | 4,9 |
| Verbrauchsmaterial | 11,5 | 11,8 | -2,1 | 5,6 | 5,8 |
| Teleporto | 4,7 | 4,5 | 4,3 | 2,4 | 2,3 |
| Mail Services | 33,0 | 30,1 | 9,6 | 15,2 | 14,9 |
| Softwarelösungen | 6,8 | 7,1 | -4,3 | 2,9 | 3,2 |
| Erträge aus Produktverkäufen | 21,6 | 19,8 | 9,4 | 10,3 | 9,8 |
| Frankieren | 17,2 | 15,7 | 9,1 | 8,2 | 7,9 |
| Kuvertieren | 3,8 | 3,7 | 1,8 | 1,8 | 1,9 |
| Sonstige | 0,7 | 0,3 | 107,0 | 0,3 | 0,0 |
| Gesamt | 104,4 | 100,3 | 4,1 | 48,9 | 49,0 |
| Wiederkehrende Umsatzerlöse | 79,3 % | 80,3 % | 79,6 % | 80,5 % | |
| Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse | 20,7 % | 19,7 % | 20,4 % | 19,5 % |
Der Anstieg der Umsätze aus der Vermietung von Frankiersystemen im ersten Halbjahr
2017 beruht im Wesentlichen auf den Vertriebserfolgen im Mietmarkt USA. Die Umsätze
mit Services und Verbrauchsmaterial waren hingegen rückgängig. Im Vorjahr hatten Portoänderungen
im Wesentlichen in Belgien das Servicegeschäft angekurbelt, darüber hinaus führten
negative Wechselkurseffekte zu Umsatzbelastungen.
Im Bereich Mail Services, der im Vorjahresvergleich nur noch um 9,6 % gewachsen ist,
wirkten im ersten Halbjahr 2017 unterschiedliche Einflussfaktoren auf den Umsatz.
Das insgesamt verarbeitete Briefvolumen verminderte sich in den ersten sechs Monaten
2017 im Vorjahreszeitraum um 4,3 % auf rund 104 Millionen Sendungen. Insbesondere
im zweiten Quartal 2017 führte der Mengenrückgang zu einer spürbaren Verlangsamung
des Wachstums. Weiterhin wurde der Umsatz im ersten Halbjahr 2017 margenwirksam durch
die seit Jahresbeginn von der Deutsche Post AG gekürzten Portorabatte belastet. Das
ausgewiesene Wachstum im Bereich Mail Services resultiert aus dem Anstieg der Umsätze
aus Frankierservice mit entsprechend starker Auswirkung auf die Aufwendungen für bezogene
Leistungen.
Die Minderung des Umsatzes im Produktbereich Softwarelösungen im ersten Halbjahr 2017
resultierte im Wesentlichen aus einem temporären Verlust verarbeiteter Sendungsmengen
in Folge eines Kundenwechsels. Dessen ungeachtet baute der FP-Konzern mit der Markteinführung
von FP-Sign das Leistungsspektrum im Bereich Softwarelösungen weiter aus.
Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum signifikante Anstieg der Erträge aus Produktverkäufen
im Kerngeschäft Frankieren und Kuvertieren geht insbesondere auf die vertrieblichen
Erfolge und die weiterhin hohe Nachfrage nach dem Frankiersystem PostBase in den USA,
Frankreich und Großbritannien zurück. In Großbritannien ist der FP-Konzern auch Finanzierungspartner
seiner Kunden und setzte im ersten Halbjahr 2017 weiterhin verstärkt Finanzierungsleasing
zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung ein.
Der planmäßige Rückgang der aktivierten Eigenleistungen im ersten Halbjahr 2017 ist
im Wesentlichen eine Folge des stärkeren Einsatzes von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung
und Kundenbindung sowie des Fokus im Bereich Forschung und Entwicklung auf Marktvorbau-
und Machbarkeitsstudien im Rahmen der Implementierung der ACT Strategie. Die in den
aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Zugänge an vermieteten Erzeugnissen lagen
in den ersten sechs Monaten 2017 bei 3,1 Mio. Euro gegenüber 3,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Der Anteil der enthaltenen Entwicklungsleistungen verminderte sich gegenüber dem ersten
Halbjahr 2016 um 0,6 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro.
Die sonstigen Erträge verminderten sich im ersten Halbjahr 2017 im Wesentlichen aufgrund
des planmäßigen Rückgangs der Erträge aus Aufwandszuschüssen und Zulagen auf 0,4 Mio.
Euro (im Vorjahr 0,7 Mio. Euro).
In der Berichtsperiode stieg der Materialaufwand im Wesentlichen durch die Steigerung
des Geschäfts mit Frankierdienstleistungen (Frankierservice) im Bereich Mail Services
um insgesamt 8,4 %. In der Folge erhöhten sich im ersten Halbjahr 2017 die Aufwendungen
für bezogene Leistungen auf 33,6 Mio. Euro gegenüber 29,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verminderten sich hingegen in
den ersten sechs Monaten 2017 trotz des leichten Umsatzanstiegs im Kerngeschäft Frankieren
und Kuvertieren auf 18,2 Mio. Euro im Vergleich zu 18,5 Mio. Euro im Vorjahr. Hierbei
hat sich die Entwicklung des Euro zum Britischen Pfund ausgewirkt. Die Materialaufwandsquote
erhöhte sich im Ergebnis im ersten Halbjahr 2017 um zwei Prozentpunkte auf 49,6 %.
Der Personalaufwand des FP-Konzerns erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2017
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 % auf 30,3 Mio. Euro. Neben allgemeinen Entgelterhöhungen
zeigte sich hier im Wesentlichen der Personalausbau im Vertrieb, insbesondere im Segment
Vertrieb International, sowie in den administrativen Bereichen des Konzerns im Zusammenhang
mit der ACT-Strategie (insgesamt 1,0 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote erhöhte
sich im ersten Halbjahr 2017 leicht auf 29,0 % nach 28,6 % im Vorjahreszeitraum.
Die anderen Aufwendungen verminderten sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 4,0 % auf 16,3 Mio. Euro. Belastend wirkten sich Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio.
Euro im Zusammenhang mit der Feststellung von Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten
beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen
im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft sowie Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mio.
Euro im Rahmen der ACT-Strategie (im Vorjahreszeitraum 0,4 Mio. Euro) aus. Die Auflösung
einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. Euro aufgrund
des Wegfalls der Gründe entlasteten die anderen Aufwendungen im ersten Halbjahr 2017.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, das EBITDA, verminderte
sich im ersten Halbjahr 2017 von 14,6 Mio. Euro in der Vorjahresberichtsperiode auf
12,7 Mio. Euro einschließlich eines leicht positiven Währungseffektes von 0,1 Mio.
Euro. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 12,2 %. Dabei wurde das EBITDA im ersten
Halbjahr 2017 durch Sondereinflüsse geprägt, die sich wie folgt zusammensetzen:
| ― |
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Feststellung von Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im Konsolidierungsgeschäft in Höhe von 0,5 Mio. Euro |
| ― |
Aufwendungen im Zuge der Implementierung und mittelfristigen Umsetzung der ACT-Strategie in Höhe von insgesamt 1,7 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 0,4 Mio. Euro) |
Auf Quartalssicht sank das EBITDA des FP-Konzerns auf 4,4 Mio. Euro im Vergleich zu
6,5 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Im ersten Halbjahr 2017 erhöhten sich die Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber
dem Vorjahreszeitraum wie prognostiziert. Grund hierfür sind im Wesentlichen die höheren
Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,7 Mio.
Euro (im Vorjahreszeitraum 1,7 Mio. Euro) in Folge der hohen Investitionen in die
Modernisierung des Produktportfolios in den Vorjahren. Vor dem Hintergrund der zuletzt
erfolgten Investition in Software zum Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und den Akquisitionen
von Kundenlisten stiegen im ersten Halbjahr 2017 auch die Abschreibungen auf sonstige
immaterielle Vermögenswerte um 0,3 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro.
Das EBIT für das erste Halbjahr 2017 verminderte sich im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode
aufgrund des geringeren EBITDA und der höheren Abschreibungen um 3,4 Mio. Euro auf
2,9 Mio. Euro. Auf Quartalssicht erzielte der FP-Konzern im zweiten Quartal 2017 ein
negatives EBIT in Höhe von -0,6 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 2,3 Mio. Euro).
Das deutlich verbesserte Zinsergebnis im ersten Halbjahr 2017 resultierte im Wesentlichen
aus höheren Zinserträgen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 0,7 Mio. Euro (im Vorjahr
0,4 Mio. Euro) sowie aufgrund von Einmaleffekten aus steuerlich bedingten Zinserträgen
in Höhe von 0,5 Mio. Euro aus dem erfolgreichen Abschluss von Steuerverständigungsverfahren
nach der EU-Schiedskonvention.
Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2017 ein negatives Finanzergebnis in Höhe
von -0,3 Mio. Euro gegenüber 0,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung im
Finanzergebnis beruht maßgeblich auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen
Umbewertung von Bilanzpositionen.
Die Ertragsteuern lagen im ersten Halbjahr 2017 bei -1,1 Mio. Euro gegenüber -2,2
Mio. Euro in der Vorjahresberichtsperiode. Dies entspricht einer Steuerquote von 34,5
% (im Vorjahr 35,1 %).

Das Ergebnis pro Aktie (EPS) sank im ersten Halbjahr 2017 in Folge des verminderten
Konzernergebnisses um 45,3 % auf 0,13 Euro (un- / verwässert) nach 0,24 Euro bzw.
0,23 Euro im Vorjahr.
| Umsatz1) | EBITDA | |||||
| in Mio. Euro | 1. Hj. 2017 | 1. Hj. 2016 | Veränderung in % |
1. Hj. 2017 | 1. Hj. 2016 | Veränderung in % |
| Produktion | 2,4 | 2,4 | 1,4 | 5,3 | 4,3 | 23,7 |
| Vertrieb Deutschland | 56,3 | 54,8 | 2,7 | 3,8 | 5,1 | -24,9 |
| Vertrieb International | 45,7 | 43,3 | 5,5 | 10,0 | 8,6 | 16,1 |
| Zentrale Funktionen | - | - | - | -4,1 | -3,5 | -18,4 |
| Konzern2) | 104,4 | 100,3 | 4,1 | 12,7 | 14,6 | -13,2 |
| Umsatz1) | EBITDA | |||||
| in Mio. Euro | Q2 2017 | Q2 2016 | Veränderung in % |
Q2 2017 | Q2 2016 | Veränderung in % |
| Produktion | 1,0 | 1,2 | -18,9 | 3,0 | 1,8 | 65,9 |
| Vertrieb Deutschland | 26,1 | 26,9 | -2,8 | 1,1 | 2,5 | -56,9 |
| Vertrieb International | 21,9 | 21,0 | 4,2 | 4,5 | 3,8 | 17,6 |
| Zentrale Funktionen | - | - | - | -2,3 | -2,3 | 4,4 |
| Konzern2) | 48,9 | 49,0 | -0,1 | 4,4 | 6,5 | -32,0 |
1)
Umsatzerlöse mit externen Dritten.
2)
Weitere Informationen zur Konzernüberleitung finden sich im Konzernanhang.
Zu den wesentlichen Gründen des Ergebnisrückgangs im ersten Halbjahr 2017 im Segment
Vertrieb Deutschland verweisen wir auf unsere Ausführungen auf Seite 4 Überblick über
das erste Halbjahr 2017.

Zur Finanzierung nutzte der FP-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres
in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, Kreditvereinbarungen
mit Finanzinstituten sowie Finanzierungsleasingvereinbarungen.
Im ersten Halbjahr 2017 hat der FP-Konzern zur Bedienung von Aktienoptionen das Grundkapital
um 86.100 Aktien auf 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien aus dem genehmigten
bedingten Kapital erhöht.

Der FP-Konzern investierte im ersten Halbjahr 2017 auf Basis der ACT-Strategie erneut
stark in künftiges Wachstum und hierbei unter anderen in die Produktentwicklung, die
Produktion und andere Kern- und Unterstützungsprozesse sowie in Frankiersysteme zur
Vermietung in den USA, Großbritannien, Kanada und Niederlande.
Der planmäßige Rückgang der Investitionen in vermietete Erzeugnisse im ersten Halbjahr
2017 ist eine Folge des stärkeren Einsatzes von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung
und Kundenbindung. Der Anstieg der Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte
beruht im Wesentlichen auf der Akquisition einer Kundenliste in Großbritannien. Der
Rückgang der aktivierten Entwicklungskosten im ersten Halbjahr 2017 ist im Wesentlichen
eine Folge des Fokus im Bereich Forschung und Entwicklung in der Berichtsperiode auf
Marktvorbau- und Machbarkeitsstudien im Rahmen der ACT Strategie.
| in Mio. Euro | 01.01.-30.06.2017 | 01.01.-30.06.2016 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 12,0 | 14,7 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -8,0 | -8,5 |
| Free Cashflow | 4,0 | 6,3 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -4,0 | -1,2 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel | 0,1 | 5,1 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel | -0,5 | -1,0 |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | 18,7 | 15,9 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | 18,2 | 20,0 |


Der Rückgang des Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit resultierte aus dem
geringeren EBITDA bei einer soliden Entwicklung des Working Capital. Dabei wurde der
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit durch den Einsatz von Finanzierungsleasing
zur Vertriebsunterstützung sowie Kundenbindung, und in der Folge weiterhin erhöhter
Forderungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,3 Mio. Euro, beeinflusst. Positiv
ausgewirkt hat sich ein einmaliger Zahlungseingang in Höhe von 1,4 Mio. Euro aus dem
erfolgreichen Abschluss von Steuerverständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit profitierte im ersten Halbjahr 2017 im Wesentlichen
von den planmäßig verminderten Investitionen in vermietete Erzeugnisse. Des Weiteren
beeinflusste der Erwerb einer Kundenliste einschließlich vermieteter Erzeugnisse in
Höhe von 1,4 Mio. Euro den Cashflow aus Investitionstätigkeit. Bezüglich weiterer
Veränderungen wird auf den Punkt "Investitionsanalyse" verwiesen.
Im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftete der FP-Konzern einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum
verminderten Free Cashflow in Höhe von 4,0 Mio. Euro. Bereinigt um die Investitionen
in Finance Lease Assets und den Erwerb der Kundenliste in Großbritannien erzielte
der FP-Konzern in den ersten sechs Monaten 2017 einen bereinigten Free Cashflow in
Höhe von 6,7 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 7,6 Mio. Euro).
Die Veränderung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf Dividendenzahlungen
an Aktionäre in Höhe von 2,6 Mio. Euro und die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sowie aus Finanzierungsleasing in Höhe von insgesamt 1,6 Mio. Euro
zurückzuführen.
Der FP-Konzern konnte im ersten Halbjahr 2017 zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen
nachkommen.

Gemäß dem Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte
Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten. Sämtliche Kreditbedingungen wurden
im ersten Halbjahr 2017 durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern erwartet, dass die
Kreditbedingungen auch für das Gesamtjahr 2017 erfüllt werden.

| in Mio. Euro | 30.06.2017 | 31.12.2016 | Erläuterung Veränderung |
| Immaterielle Vermögenswerte | 34,8 | 34,9 | |
| Sachanlagen | 35,5 | 39,3 | Abschreibungsbedingter Rückgang der vermieteten Erzeugnisse und Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen (1,6 Mio. Euro), Rückgang durch Wechselkurseffekte (1,9 Mio. Euro) |
| Sonstige Vermögenswerte | 10,7 | 9,7 | Anstieg der Forderungen aus Finanzierungsleasing (0,9 Mio. Euro) |
| Steueransprüche | 1,5 | 0,9 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 82,5 | 84,8 | |
| Vorratsvermögen | 11,1 | 11,2 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17,9 | 19,0 | Leichter Rückgang im Rahmen des operativen Working Capital Managements |
| Sonstige Vermögenswerte | 22,7 | 25,3 | Im Zuge des Fortgangs der Verständigungs- und Schiedsverfahren unterjähriger Ausgleich von Forderungen gegenüber Niederlande und Belgien (1,0 Mio. Euro); Ausgleich von Ansprüchen aus Aufwandszuschüssen und Zulagen (1,1 Mio. Euro) |
| Wertpapiere und liquide Mittel | 27,8 | 27,1 | Anstieg der Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden (1,1 Mio. Euro) |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 79,5 | 82,5 |
Zum 30. Juni 2017 betrug das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG 16,3 Mio.
Euro, eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag.
Der Beschluss der Hauptversammlung 2017 vom 7. Juni 2017 zur Dividende für das Geschäftsjahr
2016 wurde im Juni 2017 umgesetzt und eine Dividende in Höhe von 2,6 Mio. Euro an
die Aktionäre des Unternehmens gezahlt.
Zum 30. Juni 2017 hielt das Unternehmen im Zuge der Ausübung von Aktienoptionen aus
dem Aktienoptionsplan 2010 keine eigenen Aktien mehr (unverändert zum 31. Dezember
2016). Weitere Angaben zum genehmigten und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel-
und Optionsrechten können dem Geschäftsbericht 2016 entnommen werden.
| in Mio. Euro | 30.06.2017 | 31.12.2016 | Erläuterung Veränderung |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 17,0 | 17,1 | |
| Sonstige Rückstellungen, latente Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten | 1,5 | 1,7 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 36,4 | 37,5 | Rückgang Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (1,0 Mio. Euro) |
| Langfristige Schulden | 54,8 | 56,3 | |
| Steuerschulden | 3,0 | 3,6 | |
| Sonstige Rückstellungen | 6,4 | 8,0 | Inanspruchnahme von Rückstellungen im Personalbereich (1,2 Mio. Euro) |
| Finanzverbindlichkeiten | 0,5 | 0,9 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10,1 | 10,6 | Leichter Rückgang im Rahmen des operativen Geschäfts |
| Sonstige Verbindlichkeiten (inkl. Derivate für Sicherungsbeziehungen) | 53,5 | 52,0 | Unterjähriger Anstieg Passive Rechnungsabgrenzungsposten (2,0 Mio. Euro) |
| Kurzfristige Schulden | 73,6 | 75,1 |
Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad.
Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird
laufend überprüft.
| in Mio. Euro | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Finanzverbindlichkeiten | 36,9 | 38,4 |
| Finanzmittel | 18,2 | 18,7 |
| Nettoverschuldung | 18,6 | 19,8 |
| Eigenkapital | 33,5 | 35,9 |
| Nettoverschuldungsgrad | 55,6 % | 55,0 % |
Auf Basis der operativen Entwicklung und der im Vorjahresvergleich unterjährig leicht
verminderten Investitionen verbesserte sich im ersten Halbjahr 2017 die Nettoverschuldung
des FP-Konzerns. Das Eigenkapital verminderte sich zum 30. Juni 2017 und infolgedessen
erhöhte sich der Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens im Vergleich zum 31. Dezember
2016 leicht.
Der FP-Konzern betreibt sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle
beeinflussen die Bilanz des Unternehmens. Zum 30. Juni 2017 sind im Anlagevermögen
unter den Positionen "Vermietete Erzeugnisse" und "Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen"
Vermögensgegenstände mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt 23,3 Mio. Euro (zum
31. Dezember 2016 26,9 Mio. Euro) bilanziert, die im Wesentlichen im Rahmen von Operate
Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die Finance Lease-Vereinbarungen
mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing" und belaufen sich
zum 30. Juni 2017 im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 13,9 Mio.
Euro (zum 31. Dezember 2016 12,5 Mio. Euro). Ohne die genannten Geschäftsmodelle würde
sich die Summe der Aktiva auf 124,8 Mio. Euro statt auf 161,9 Mio. Euro belaufen.
Auf der Passivseite sind zum 30. Juni 2017 in den Finanzverbindlichkeiten (lang- und
kurzfristig) 1,0 Mio. Euro für Sale-and-Lease-Back-Geschäfte, bezogen auf die Finanzierung
von zu vermietenden Frankiersystemen, enthalten (zum 31. Dezember 2016 1,5 Mio. Euro).
Ohne diesen Bestandteil würde sich die Summe der Passiva auf 160,9 Mio. Euro statt
auf 161,9 Mio. Euro belaufen.
Nach dem Zwischenberichtsstichtag (30. Juni 2017) sind keine weiteren Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-,
Finanz- oder Vermögenslage des FP-Konzerns gehabt hätten.
Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 hat der FP-Konzern Risiken und Chancen ausführlich
erläutert.
Ergänzend zu diesen Angaben wurden im zweiten Quartal 2017 neue Risiken im Bereich
Mail Services identifiziert. Auslöser war die Feststellung von Abweichungen und vereinzelt
auf Mitarbeiterfehlverhalten beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung
und Abrechnung von Briefmengen im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft; die Abrechnungen
mit Kunden waren nicht betroffen. Auf der Basis der derzeitigen Informationen geht
FP davon aus, dass eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Vergütungen besteht sowie
ein künftiger Ressourcenabfluss für Beratungskosten erfolgt. In diesem Zusammenhang
buchte der FP-Konzern im zweiten Quartal 2017 Rückstellungen in Höhe von 0,5 Mio.
Euro. Aus der derzeitig noch andauernden Klärung des Sachverhalts könnten weitere
Rückzahlungsverpflichtungen für den FP-Konzern mit einem geschätzten Schadenspotential
von 0,6 Mio. Euro resultieren. Der FP-Konzern geht gegenwärtig nicht davon aus, dass
dafür eine Verpflichtung besteht. Gemäß IAS 36.90 ist ein Unternehmen verpflichtet,
eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet
ist, jährlich und, wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, dass die Einheit wertgemindert
sein könnte, auf eine Wertminderung hin zu prüfen (Impairment Test). Dem entsprechend
führte der FP-Konzern im Zuge der Aufklärung des Sachverhalts zum 30. Juni 2017 einen
Impairment Test der zahlungsmittelgenerierenden Einheit freesort (CGU) mit einem zugeordneten
Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. Euro durch. Der im Rahmen des Impairment
Test ermittelte erzielbare Betrag hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 vermindert,
ist aber weiterhin größer als der Buchwert der CGU. Die vom FP-Konzern forcierte Neustrukturierung
und strategische Ausrichtung der freesort im Rahmen von ACT stärkt die Werthaltigkeit
der zahlungsmittelgenerierenden Einheit freesort.
Für das zweite Halbjahr 2017 erwartet der FP-Konzern bei weiter leicht steigenden
Umsätzen eine höhere Profitabilität. Zunehmend werden sich hierbei die Effizienzmaßnahmen
im Rahmen von ACT positiv bemerkbar machen.
Das Unternehmen erwartet daher für das Geschäftsjahr 2017 unter der Prämisse gleichbleibender
Wechselkurse unverändert einen im Vergleich zum Vorjahr leicht steigenden Umsatz und
ein leicht steigendes EBITDA sowie einen bereinigten Free Cashflow auf Vorjahresniveau.
Sämtliche hier gemachten Ausführungen basieren auf dem Kenntnisstand zum Ende des
ersten Halbjahres 2017. Der FP-Konzern weist darauf hin, dass die angegebenen Plandaten
von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.
| in TEUR | 1. Hj. 2017 01.01.- 30.06.2017 |
1. Hj. 2016 01.01.- 30.06.2016 |
Q2 2017 01.04.- 30.06.2017 |
Q2 2016 01.04.- 30.06.2016 |
| Umsatzerlöse | 104.421 | 100.317 | 48.941 | 49.015 |
| Erhöhung / Minderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen | 468 | -213 | -160 | 256 |
| 104.889 | 100.104 | 48.781 | 49.271 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 5.124 | 6.489 | 3.047 | 2.975 |
| Sonstige Erträge | 1.113 | 1.562 | 303 | 1.028 |
| Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 18.179 | 18.542 | 8.547 | 9.532 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 33.606 | 29.226 | 15.728 | 14.396 |
| 51.785 | 47.768 | 24.275 | 23.928 | |
| Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 25.667 | 24.298 | 12.829 | 12.212 |
| b) Soziale Abgaben | 4.107 | 3.913 | 2.025 | 1.944 |
| c) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 522 | 521 | 266 | 217 |
| 30.296 | 28.732 | 15.120 | 14.373 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 9.831 | 8.322 | 4.967 | 4.146 |
| Andere Aufwendungen | 16.336 | 17.010 | 8.333 | 8.493 |
| Zinsergebnis | ||||
| a) Zinsen und ähnliche Erträge | 1.269 | 656 | 899 | 421 |
| b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 604 | 947 | 304 | 479 |
| 665 | -291 | 595 | -58 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | ||||
| a) Sonstige Finanzerträge | 745 | 3.659 | 584 | 1.419 |
| b) Sonstige Finanzaufwendungen | 1.040 | 3.517 | 724 | 1.409 |
| -295 | 142 | -140 | 10 | |
| Ertragsteuern | -1.120 | -2.166 | 39 | -810 |
| Konzernergebnis | 2.128 | 4.008 | -70 | 1.476 |
| Sonstiges Ergebnis | ||||
| Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten | -2.502 | -1.874 | -2.267 | 7 |
| davon Steuern | -4 | -2 | -1 | 6 |
| davon umgegliedert in das Konzernergebnis | 14 | 7 | 7 | -21 |
| Anpassungen Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 (rev. 2011) | -5 | 0 | 0 | 0 |
| davon Steuern | 0 | 0 | 5 | 0 |
| Absicherung von Zahlungsströmen - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 249 | 0 | 95 | 0 |
| davon Steuern | -108 | 0 | -66 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -2.258 | -1.874 | -2.172 | 7 |
| Gesamtergebnis | -130 | 2.134 | -2.242 | 1.483 |
| Konzernergebnis | 2.128 | 4.008 | -70 | 1.476 |
| davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Konzernergebnis | 2.128 | 3.775 | -70 | 1.417 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis | 0 | 233 | 0 | 59 |
| Gesamtergebnis | -130 | 2.134 | -2.242 | 1.483 |
| davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Gesamtergebnis | -130 | 1.901 | -2.242 | 1.424 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis | 0 | 233 | 0 | 59 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert in EUR) | 0,13 | 0,24 | 0 | 0,09 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert in EUR) | 0,13 | 0,23 | 0 | 0,09 |
| in TEUR | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten | 23.979 | 22.117 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 8.494 | 8.494 |
| Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen | 2.323 | 4.265 |
| 34.796 | 34.876 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2.908 | 3.044 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.887 | 4.729 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.255 | 4.348 |
| Vermietete Erzeugnisse | 21.492 | 23.807 |
| Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen | 1.788 | 3.103 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 150 | 315 |
| 35.480 | 39.346 | |
| Sonstige Vermögenswerte | ||
| Assoziierte Unternehmen | 36 | 36 |
| Sonstige Beteiligungen | 163 | 163 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 10.319 | 9.375 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 149 | 149 |
| 10.667 | 9.723 | |
| Steueransprüche | ||
| Latente Steueransprüche | 1.508 | 866 |
| 82.451 | 84.811 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Vorratsvermögen | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.504 | 5.187 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 613 | 552 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 5.984 | 5.457 |
| 11.101 | 11.196 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.896 | 18.966 |
| Sonstige Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 3.561 | 3.169 |
| Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 5.510 | 6.480 |
| Derivative Finanzinstrumente | 92 | 86 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 13.522 | 15.557 |
| 22.685 | 25.292 | |
| Wertpapiere | 681 | 679 |
| Liquide Mittel | 27.107 | 26.394 |
| 79.470 | 82.527 | |
| 161.921 | 167.338 |
| in TEUR | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 16.301 | 16.215 |
| Kapitalrücklage | 34.746 | 34.620 |
| Stock-Options-Rücklage | 1.254 | 1.179 |
| Verlustvortrag | -17.543 | -20.794 |
| Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter | 2.128 | 5.857 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -3.389 | -1.131 |
| 33.497 | 35.946 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 17.015 | 17.054 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.042 | 991 |
| Finanzverbindlichkeiten | 36.351 | 37.530 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 69 | 110 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 348 | 572 |
| 54.825 | 56.257 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Steuerschulden | 3.041 | 3.635 |
| Rückstellungen | 6.434 | 7.969 |
| Finanzverbindlichkeiten | 528 | 911 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.085 | 10.612 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| davon Teleportogelder TEUR 28.447 (im Vj. TEUR 28.119) | 53.511 | 52.008 |
| 73.599 | 75.135 | |
| 161.921 | 167.338 |
| in TEUR | 01.01.-30.06.2017 | 01.01.-30.06.2016 |
| 1. MITTELZUFLÜSSE UND -ABFLÜSSE AUS BETRIEBLICHER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | ||
| Konzernergebnis | 2.128 | 4.008 |
| Erfolgswirksam erfasstes Ertragsteuerergebnis | 1.121 | 2.166 |
| Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis | -665 | 291 |
| Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 9.831 | 8.322 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen und Steuerschulden | -2.036 | -1.539 |
| Verluste (+) / Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 98 | 86 |
| Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (ohne Finanzierungsleasing) | 3.667 | 1.868 |
| Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen aus Finanzierungsleasing | -1.336 | -1.343 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva1) , die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 62 | 2.229 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -4 | 377 |
| Noch nicht erhaltene öffentliche Zuwendungen | -381 | -675 |
| Erhaltene Zinsen | 1.269 | 656 |
| Gezahlte Zinsen | -580 | -966 |
| Erhaltene Ertragsteuer | 1.011 | 1.509 |
| Gezahlte Ertragsteuer | -2.220 | -2.254 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 11.964 | 14.735 |
| 2. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen für Aktivierung von Entwicklungskosten | -1.959 | -2.522 |
| Auszahlungen für kapitalisierte Zinsen für Entwicklungskosten | -23 | -68 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 21 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -1.281 | -726 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -4.716 | -5.166 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -7.957 | -8.482 |
| 3. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus Gewinnausschüttungen Aktionäre | -2.606 | -1.923 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten | -1.015 | -33.126 |
| Auszahlungen zu der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -549 | -949 |
| Einzahlungen aus Veräußerung eigener Anteile | 0 | 180 |
| Einzahlungen aufgrund Ausgabe neuer Aktien | 212 | 0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten | 2 | 34.629 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -3.955 | -1.190 |
| Finanzmittelbestand1) | ||
| Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittel | 52 | 5.064 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel | -459 | -991 |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | 18.655 | 15.928 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | 18.248 | 20.000 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Stock- Options- Rücklage |
Eigene Anteile |
Bilanz- ergebnis |
Unterschieds- betrag aus der Währungs- umrechnung |
| Stand am 01.01.2016 | 16.160 | 34.937 | 1.046 | -810 | -18.871 | 3.425 |
| Konzernergebnis 01.01.-30.06.2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.775 | 0 |
| Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.880 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.880 |
| Gesamtergebnis 01.06.-30.06.2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.775 | -1.880 |
| Bedienung Stock-Options | 0 | -176 | 66 | 356 | 0 | 0 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.923 | 0 |
| Stand am 30.06.2016 | 16.160 | 34.761 | 1.112 | -454 | -17.019 | 1.545 |
| Stand am 01.01.2017 | 16.215 | 34.620 | 1.179 | 0 | -14.937 | 2.954 |
| Konzernergebnis 01.01.-30.06.2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.128 | 0 |
| Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.494 |
| Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.494 |
| Gesamtergebnis 01.01.-30.06.2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.128 | -2.494 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.606 | 0 |
| Bedienung Stock-Options | 86 | 126 | 75 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 30.06.2017 | 16.301 | 34.746 | 1.254 | 0 | -15.415 | 460 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| in TEUR | Netto- investitionen in ausländische Geschäfts- betriebe |
Unterschieds- betrag aus der Anpassung IAS 19 |
Unterschieds- betrag aus Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter |
Rücklagen aus Sicherungs- geschäften |
FP Holding zuzurechnendes Eigenkapital |
Nicht beherrschende Anteile |
| Stand am 01.01.2016 | 178 | -2.352 | 0 | 0 | 33.713 | 1.519 |
| Konzernergebnis 01.01.-30.06.2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.775 | 233 |
| Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten | 6 | 0 | 0 | 0 | -1.874 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2016 | 6 | 0 | 0 | 0 | -1.874 | 0 |
| Gesamtergebnis 01.06.-30.06.2016 | 6 | 0 | 0 | 0 | 1.901 | 233 |
| Bedienung Stock-Options | 0 | 0 | 0 | 0 | 246 | 0 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.923 | 0 |
| Stand am 30.06.2016 | 184 | -2.352 | 0 | 0 | 33.937 | 1.752 |
| Stand am 01.01.2017 | 132 | -3.529 | -439 | -249 | 35.946 | 0 |
| Konzernergebnis 01.01.-30.06.2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.128 | 0 |
| Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten | -8 | 0 | 0 | 0 | -2.502 | 0 |
| Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 | 0 | -5 | 0 | 0 | -5 | 0 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 0 | 0 | 0 | 249 | 249 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2017 | -8 | -5 | 0 | 249 | -2.258 | 0 |
| Gesamtergebnis 01.01.-30.06.2017 | -8 | -5 | 0 | 249 | -130 | 0 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.606 | 0 |
| Bedienung Stock-Options | 0 | 0 | 0 | 0 | 287 | 0 |
| Stand am 30.06.2017 | 124 | -3.534 | -439 | 0 | 33.497 | 0 |
| in TEUR | Summe |
| Stand am 01.01.2016 | 35.232 |
| Konzernergebnis 01.01.-30.06.2016 | 4.008 |
| Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten | -1.874 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2016 | -1.874 |
| Gesamtergebnis 01.06.-30.06.2016 | 2.134 |
| Bedienung Stock-Options | 246 |
| Ausschüttungen | -1.923 |
| Stand am 30.06.2016 | 35.689 |
| Stand am 01.01.2017 | 35.946 |
| Konzernergebnis 01.01.-30.06.2017 | 2.128 |
| Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten | -2.502 |
| Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 | -5 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 249 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2017 | -2.258 |
| Gesamtergebnis 01.01.-30.06.2017 | -130 |
| Ausschüttungen | -2.606 |
| Bedienung Stock-Options | 287 |
| Stand am 30.06.2017 | 33.497 |
Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding"
genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 169096 B
eingetragen. Der Zwischen-abschluss der FP Holding für den zum 30. Juni 2017 endenden
Berichtszeitraum umfasst die FP Holding und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend
auch "FP-Konzern"; FP oder "Francotyp" genannt).
Der FP-Konzern ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der sicheren Kommunikation
für Unternehmen und Behörden mit einer über 90-jährigen Geschichte. Der Schwerpunkt
der Geschäftstätigkeit liegt in dem traditionellen Produktgeschäft, welches aus der
Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von insbesondere Frankiersystemen, aber
auch Kuvertiermaschinen und dem After-Sales-Geschäft besteht. Durch seine Tochtergesellschaften
freesort, Mentana-Claimsoft und IAB bietet der FP-Konzern seinen Kunden in Deutschland
zudem auch Sortier- und Konsolidierungsdienstleistungen sowie Produkte zur vollelektronischen
Kommunikation und Hybrid-Mail-Produkte an.
Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht
2016 am 29. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat
hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und am 30. März 2017 gebilligt.
Am 13. April 2017 wurde der Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2016 der Francotyp-Postalia
Holding AG veröffentlicht.
Es handelt sich bei dem vorliegenden Zwischenabschluss um einen verkürzten Abschluss
in Übereinstimmung mit dem IAS 34. Dieser Zwischenabschluss beinhaltet nicht sämtliche
Angaben, welche im Zusammenhang mit vollständigen Abschlüssen nach IAS 1 stehen. Der
Abschluss wurde am 24. August 2017 vom Vorstand der FP Holding zur Veröffentlichung
freigegeben.
Der Zwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung,
Eigenkapitalveränderungsrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben - der
FP Holding für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2017 wird beim Bundesanzeiger eingereicht
und veröffentlicht. Es handelt sich um einen verkürzten Zwischenabschluss in Übereinstimmung
mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) für die Zwischenberichtsperiode 1. Januar bis
30. Juni 2017. Bei der Aufstellung dieses Zwischenabschlusses kamen grundsätzlich
die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung wie bei der Aufstellung
des Konzernabschlusses 2016. Der Zwischenabschluss sollte zusammen mit dem geprüften
Abschluss gelesen werden.
Der Zwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht
anders dargestellt - zum Zwecke der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich
in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aufgrund kaufmännischer Rundungen kann es zu geringfügigen
Rechendifferenzen kommen.
Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung von IAS 1 nach dem Prinzip der
Fristigkeit. Die Bilanzposten werden deshalb in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte
bzw. Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als
kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden
Vermögenswerte und Schulden dann als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als
ein Jahr im Unternehmen verbleiben.
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind - gegenüber denen am Bilanzstichtag
zum 31. Dezember 2016 - im Wesentlichen unverändert.
Der Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder einer prüferischen
Durchsicht noch einer Prüfung entsprechend § 317 HGB unterzogen worden.
Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der
der FP-Konzern konsolidiert wird. In den Konzernabschluss der FP Holding werden alle
Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik
zu beherrschen (Tochterunternehmen). Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in
den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die FP Holding die Möglichkeit der Beherrschung
erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem
Konsolidierungskreis aus.
Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 kam es im Berichtszeitraum zu
keiner Veränderung im Konzernkreis.
Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
| 1 EUR = | 30.06.2016 | 31.12.2016 | 30.06.2016 | 1. Hj. 2017 | 1. Hj. 2016 |
| US-Dollar (USD) | 1,1405 | 1,0554 | 1,1146 | 1,0831 | 1,1161 |
| Britische Pfund (GBP) | 0,8787 | 0,8554 | 0,8264 | 0,8605 | 0,7790 |
| Kanadische Dollar (CAD) | 1,4800 | 1,4170 | 1,4410 | 1,4456 | 1,4848 |
| Schwedische Kronen (SEK) | 9,6440 | 9,5835 | 9,4211 | 9,5980 | 9,3016 |
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu
treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode
auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils
aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen
Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Zwischenabschlusses vorliegenden
Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen
und branchenbezogenen Umfelds zu Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende
und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen
können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten
abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die
Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und
Schulden entsprechend angepasst.
Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse
geprägt.
In Bezug auf für die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode
erhebliche Konjunktureinflüsse verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht.
Die Hauptversammlung hat am 7. Juni 2017 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2016 eine
Dividende von 0,16 Euro je Aktie auszuschütten. Die Gesamtsumme der Ausschüttung für
die dividendenberechtigten Aktien belief sich auf TEUR 2.606 und wurde im zweiten
Quartal 2017 gezahlt. Der verbleibende Bilanzgewinn wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Vorjahr hatte der FP-Konzern eine Dividende in Höhe von TEUR 1.923 gezahlt.
Im ersten Quartal 2017 erwarb der FP-Konzern ein Unternehmen in Großbritannien. Die
Angaben nach IFRS 3.59 werden innerhalb von zwölf Monaten nach Erwerbszeitpunkt erfolgen,
sobald die Kaufpreisallokation finalisiert worden ist.
Im ersten Halbjahr 2017 belief sich der Ertragsteueraufwand auf TEUR 1.120. Die Plansteuerquote
beträgt 34,5 % und liegt damit leicht unter dem Vorjahr 35,5 %. Weitere Maßnahmen
zur Verbesserung der Steuerquote wurden in 2017 umgesetzt.
Aufgrund der erfolgreichen Abschlüsse der Schieds- und Verständigungsverfahrens zwischen
der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Niederlande und dem Königreich Belgien
reduzierten sich sowohl die Steuerforderungen als auch die dafür gebildeten Steuerrückstellungen
im Konzern. Die Steuerforderungen in Höhe von TEUR 4.997 (Stand 31. Dezember 2016)
verringerten sich um TEUR 1.041 auf TEUR 3.956.
Im Hinblick auf die sonstigen Entwicklungen beim FP-Konzern verweisen wir an dieser
Stelle auf unsere Ausführungen im Abschnitt III. Eventualschulden und -forderungen
sowie im Konzernlagebericht.
Die Kapitalflussrechnung des FP-Konzerns weist die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse
aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus.
Die Finanzmittel ermitteln sich wie folgt:
| in TEUR | 30.06.2017 | 30.06.2016 |
| Liquide Mittel | 27.107 | 27.246 |
| zuzüglich Wertpapiere | 681 | 685 |
| abzüglich verfügungsbeschränkter liquider Mittel ("verwaltete Portoguthaben") | -9.541 | -7.931 |
| Finanzmittel | 18.247 | 20.000 |
Im zweiten Quartal 2017 wurden Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten
beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen
im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft festgestellt. Auf der Basis der derzeitigen
Informationen geht FP davon aus, dass eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Vergütungen
besteht sowie ein künftiger Ressourcenabfluss für Beratungskosten erfolgt. In diesem
Zusammenhang buchte der FP-Konzern im zweiten Quartal 2017 Rückstellungen in Höhe
von 0,5 Mio. Euro. Aus der derzeitig noch andauernden Klärung des Sachverhalts könnten
weitere Rückzahlungsverpflichtungen für den FP-Konzern mit einem geschätzten Schadenspotential
von 0,6 Mio. Euro resultieren. Der FP-Konzern geht gegenwärtig nicht davon aus, dass
dafür eine Verpflichtung besteht.
Bezüglich weiterer Angaben zu Eventualschulden und -forderungen verweisen wir an dieser
Stelle auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2016.
Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 30. Juni 2017, die sich
nicht im Abschluss der Zwischenberichtsperiode widerspiegeln, liegen nicht vor.
Die Segmentberichterstattung basiert auf Abschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften
(HB-I-Abschlüssen). Die Zahlen aus den einzelnen HB-I-Abschlüssen werden zu Segmentbeträgen
aufsummiert und enthalten auch Intrasegmentzahlen sowie Zwischengewinne. Die Konsolidierung
und Überleitung auf den Zwischenabschluss erfolgt mittels Überleitungsspalte, in der
auch die Anpassungsbuchungen nach IFRS enthalten sind.
| A | B | C | D | |||
| in TEUR | Produktion | Vertrieb Deutschland |
Vertrieb International |
Zentrale Funktionen |
Überleitung Konzern |
Gesamt |
| Umsatzerlöse | 44.005 | 58.993 | 45.570 | 1.075 | -45.222 | 104.421 |
| mit externen Dritten | 2.399 | 56.289 | 45.733 | 0 | 0 | 104.421 |
| Intersegment-Umsätze | 41.606 | 2.304 | 83 | 1.075 | -45.068 | 0 |
| EBITDA | 5.322 | 3.818 | 10.002 | -4.139 | -2.294 | 12.709 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 897 | 1.067 | 8.175 | 122 | -430 | 9.831 |
| Zinsergebnis | -774 | -171 | 1.057 | 424 | 129 | 665 |
| davon Zinsaufwand | 916 | 173 | 149 | 431 | -1.065 | 604 |
| davon Zinsertrag | 142 | 2 | 1.206 | 855 | -936 | 1.269 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -509 | 0 | -1 | 1 | 214 | -295 |
| Ertragsteuern | 0 | -781 | -329 | 102 | -112 | -1.120 |
| Nettoeinkommen | 3.142 | 1.799 | 2.554 | -3.734 | -1.633 | 2.128 |
| Segmentvermögen (30.06.) | 114.243 | 68.892 | 113.806 | 111.527 | -246.547 | 161.921 |
| Investitionen | 1.975 | 1.246 | 6.805 | 47 | -2.095 | 7.978 |
| Segmentschulden (30.06.) | 109.562 | 40.993 | 69.719 | 46.655 | -138.506 | 128.424 |
| A | B | C | D | |||
| in TEUR | Produktion | Vertrieb Deutschland |
Vertrieb International |
Zentrale Funktionen |
Überleitung Konzern |
Gesamt |
| Umsatzerlöse | 44.381 | 57.016 | 43.432 | 1.025 | -45.537 | 100.317 |
| mit externen Dritten | 2.366 | 54.818 | 43.334 | 0 | -201 | 100.317 |
| Intersegment-Umsätze | 42.015 | 2.198 | 98 | 1.025 | -45.336 | 0 |
| EBITDA | 4.303 | 5.086 | 8.613 | -3.495 | 138 | 14.645 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 710 | 1.133 | 7.831 | 62 | -1.413 | 8.322 |
| Zinsergebnis | -823 | -265 | 467 | 79 | 251 | -291 |
| davon Zinsaufwand | 1.014 | 267 | 127 | 886 | -1.346 | 948 |
| davon Zinsertrag | 191 | 2 | 594 | 965 | -1.096 | 656 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -797 | 0 | 14 | -214 | 1.139 | 142 |
| Ertragsteuern | -45 | 319 | 918 | 460 | -3.818 | -2.166 |
| Nettoeinkommen | 1.928 | 4.007 | 2.181 | -3.232 | -876 | 4.008 |
| Segmentvermögen (30.06.) | 118.535 | 58.523 | 112.793 | 111.138 | -237.506 | 163.483 |
| Investitionen | 753 | 270 | 6.825 | 67 | 567 | 8.482 |
| Segmentschulden (30.06.) | 115.068 | 31.352 | 70.349 | 43.345 | -132.319 | 127.794 |
Am Jahresende erfolgt zwischen der FP GmbH und den Vertriebsgesellschaften eine Ergebnisanpassung
entsprechend steuerrechtlichen Regeln hinsichtlich konzerninterner Verrechnungspreise.
Diese Anpassung hat im Wesentlichen Auswirkungen auf die dargestellten intersegmentalen
Segmentumsätze und Segment-EBITDA / -Nettoeinkommen. Basierend auf den aktuellen Ergebnismargen
der Vertriebsgesellschaften würde sich der Umsatz und das EBITDA des Segments Produktion
für den Berichtszeitraum 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017 um TEUR 892 (im Vorjahr
TEUR 280) erhöhen. Das EBITDA des Segments Vertrieb Deutschland würde sich um TEUR
1.258 (im Vorjahr 0) vermindern und des Segments Vertrieb International um TEUR 366
(im Vorjahr 280) erhöhen.
| in TEUR | Produktion | Vertrieb Deutschland |
Vertrieb International |
Zentrale Funktionen |
Überleitung Konzern |
Gesamt |
| 01.01.-30.06.2017 | A | B | C | D | ||
| Rückstellungen für Restrukturierung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 10 | 793 | 0 | 150 | -952 | 0 |
| 01.01.-30.06.2016 | ||||||
| Rückstellungen für Restrukturierung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 27 | 399 | 0 | 75 | -501 | 0 |
| 01.01.- 30.06.2017 |
01.01.- 30.06.2016 |
|
| Umsatzerlöse der Segmente A-C | 148.568 | 144.829 |
| Umsatzerlöse des Segments Zentrale Funktionen | 1.075 | 1.025 |
| Effekte aus der Anpassung Finanzierungsleasing | -154 | -201 |
| 149.489 | 145.653 | |
| Abzüglich Intersegmentumsätze | 45.068 | 45.336 |
| Umsatzerlöse laut Abschluss | 104.421 | 100.317 |
| 01.01.- 30.06.2017 |
01.01.- 30.06.2016 |
|
| EBITDA der Segmente A-C | 19.142 | 18.002 |
| EBITDA des Segments Zentrale Funktionen | -4.139 | -3.495 |
| 15.003 | 14.507 | |
| Bewertungseffekte aus der Überleitung IFRS | -333 | 2.702 |
| Effekte auf Konsolidierungsebene | -1.962 | -2.562 |
| EBITDA Konzern | 12.709 | 14.645 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -9.831 | -8.322 |
| Zinsergebnis | 665 | -291 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -295 | 142 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 3.248 | 6.175 |
| Ertragsteuern | -1.120 | -2.166 |
| Konzernergebnis laut Abschluss | 2.128 | 4.008 |
| 30.06.2017 | 30.06.2016 | |
| Vermögen der Segmente A-C | 296.942 | 289.852 |
| Vermögen des Segments Zentrale Funktionen | 111.527 | 111.138 |
| 408.468 | 400.990 | |
| Aktivierung Entwicklungskosten nach IFRS | 18.337 | 21.160 |
| Effekte aus der Umbewertung Firmenwerte | 9.691 | 8.915 |
| Effekte aus Abschreibung von Kundenlisten | -120 | -124 |
| Übrige Überleitungen auf IFRS | 7.512 | 8.344 |
| 443.888 | 439.286 | |
| Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) | -281.966 | -275.802 |
| Vermögen laut Abschluss | 161.921 | 163.483 |
| 30.06.2017 | 30.06.2016 | |
| Deutschland | 294.662 | 288.197 |
| USA und Kanada | 50.999 | 54.484 |
| Europa (ohne Deutschland) | 62.807 | 58.309 |
| Übrige Regionen | 0 | 0 |
| 408.468 | 400.990 | |
| Effekte aus Umbewertung nach IFRS | 35.540 | 38.420 |
| Effekte aus Abschreibung von Kundenlisten | -120 | -124 |
| 443.888 | 439.286 | |
| Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) | -281.966 | -275.802 |
| Vermögen laut Abschluss | 161.921 | 163.483 |
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR
8.494 (im Vorjahr TEUR 8.494) ist ausschließlich dem Segment Vertrieb Deutschland
zugeordnet.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Grundsätzen ordnungsmäßiger
Konzernzwischenberichterstattung der Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,
der Konzern-Zwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Berlin, 24. August 2017
Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG
| Rüdiger Andreas Günther | Thomas Grethe | Sven Meise |
| Vorsitzender |
Dieses Dokument entspricht den neuen Vorgaben zur Quartalsmitteilung gemäß § 51 a
der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse. Aufgrund geänderten Europäischen
Rechts wurde in Deutschland im Jahr 2015 die gesetzliche Verpflichtung zur Quartalsberichtserstattung
für börsennotierte Unternehmen aufgehoben. Unternehmen haben künftig die Möglichkeit,
für das erste und dritte Quartal eines Geschäftsjahres eine verkürzte Quartalsmitteilung
in der vorliegenden Form zu veröffentlichen.
Der FP-Konzern mit Hauptsitz in Berlin bietet Unternehmen und Behörden innovative
Lösungen für die sichere und effiziente Kommunikation. Neben Systemen für das Frankieren
und Kuvertieren von Briefen umfasst das Angebot derzeit Dienstleistungen wie die Abholung
von Geschäftspost sowie Softwarelösungen. Aus seiner mehr als 90-jährigen Unternehmensgeschichte
heraus verfügt der FP-Konzern über eine einzigartige Mischung aus gewachsener Kompetenz
bei der Postbearbeitung und digitalem Know-how. In vielen Industrieländern ist das
Unternehmen mit eigenen Niederlassungen präsent und besitzt bei Frankiermaschinen
einen weltweiten Marktanteil von mehr als zehn Prozent. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete
der FP-Konzern einen Umsatz von über 200 Mio. Euro. Bis 2023 strebt er eine Verdoppelung
des Umsatzes auf rund 400 Mio. Euro an. Im Rahmen der Strategie ACT wird das Unternehmen
hierzu im Kerngeschäft angreifen, zusätzliche Produkte und Services für die Kunden
anbieten und die digitale Transformation vorantreiben.
Sabina Prüser
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