Francotyp-Postalia Holding AG

Berlin

Halbjahresfinanzbericht 2017

KONZERNLAGEBERICHT
für das erste Halbjahr
2017

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten können.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern, Francotyp-Postalia oder das Unternehmen) mit Hauptsitz in Berlin bietet Unternehmen und Behörden innovative Lösungen für die sichere Kommunikation. Neben Systemen für das Frankieren und Kuvertieren von Briefen umfasst das Angebot derzeit Dienstleistungen wie die Abholung von Geschäftspost sowie Softwarelösungen. Aus seiner mehr als 90-jährigen Unternehmensgeschichte heraus verfügt der FP-Konzern über eine einzigartige Mischung aus gewachsener Kompetenz bei der Postbearbeitung und digitalem Know-how. In vielen Industrieländern ist das Unternehmen mit eigenen Niederlassungen präsent.

Seine Geschäftstätigkeit unterteilt das Unternehmen in drei Produktbereiche: Frankieren und Kuvertieren, Mail Services sowie Softwarelösungen.

Der FP-Konzern konzentriert sich im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren auf die Entwicklung und Fertigung von Frankiermaschinen sowie den Verkauf und die Vermietung von Frankier- und Kuvertiermaschinen. Zudem bietet FP passende Serviceleistungen und erzielt mit dem After-Sales-Geschäft wiederkehrende Umsätze. Der Produktbereich Mail Services umfasst zum einen den Frankierservice - die Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme der Frankierung - und zum anderen die Konsolidierung von Geschäftspost in Deutschland. Darunter versteht man die Abholung von Briefen in Unternehmen, deren Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post oder alternativen Postzustellern. Im Produktbereich Softwarelösungen fasst der FP-Konzern sein Geschäft mit Hybrid-Mail Services sowie Lösungen rund um die volldigitale Kommunikation zusammen. Bei den Hybrid-Mail Services verschickt der Absender das Dokument über das Internet unter Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards; der Empfänger erhält im Normalfall einen klassischen Brief. Ergänzend bietet der FP-Konzern seinen Kunden auch universelle Komplettlösungen zur Posteingangsverarbeitung. Die Dienstleistungen der volldigitalen Kommunikation umfassen vor allem Produkte zur Langzeitspeicherung und zur Absicherung elektronischer Dokumente durch Verschlüsselungs- und Signatursoftware.

1.2 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN (IN MIO. EUR)

Im ersten Halbjahr 2017 haben sich die Forschungs- und Entwicklungskosten um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Periode (Aktivierungsquote) hat sich im Berichtszeitraum von 58,9 °% im Vorjahr auf 44,1 °% vermindert.

Ursache für den Rückgang der Aktivierungsquote im ersten Halbjahr 2017 ist der Fokus auf Marktvorbau- und Machbarkeitsstudien im Rahmen der Implementierung der ACT Strategie. Im Vorjahr hatte der FP-Konzern alle Kräfte auf die Modernisierung der Produktfamilie auf die PostBase-Plattform gelegt.

Die Schwerpunkte der Entwicklungsarbeiten im ersten Halbjahr 2017 lagen auf der Entwicklung von Ländervarianten für die PostBase und auf der Entwicklung von FP-Sign.

1.3 MITARBEITER

Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30. Juni 2017 mit Vorjahresvergleich verteilte sich wie folgt auf die Segmente:

ENTWICKLUNG DER MITARBEITERZAHL

2. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im deutschen Heimatmarkt des FP-Konzerns war das wirtschaftliche Umfeld im zweiten Quartal 2017 weiterhin robust. Im zweiten Quartal 2017 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 %, nachdem die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2017 um 0,7 % gewachsen war. Ebenfalls sehr positiv zeigte sich der Ifo-Geschäftsklimaindex, ein wichtiger Indikator für die deutsche Konjunktur. Der Index stieg im Juli zum dritten Mal in Folge auf einen neuen Rekordwert.

Die US-Konjunktur konnte zuletzt das Wachstumstempo wieder erhöhen. Im größten Auslandsmarkt des FP-Konzerns stieg das BIP im zweiten Quartal 2017 nach vorläufigen Angaben auf das Jahr hochgerechnet um 2,6 %; Beobachter hatten im Vorfeld mit einem solchen Plus gerechnet. Die Wachstumsrate für das erste Quartal 2017 wurde indes von 1,4 % auf 1,2 % korrigiert. Im zweitgrößten FP-Auslandsmarkt Großbritannien stieg das BIP im zweiten Quartal 2017 um lediglich 0,3 %. Im ersten Quartal hatte das Plus bei 0,2 % gelegen. Die dortige Wirtschaft leidet Experten zufolge unter der Unsicherheit im Zuge des geplanten EU-Austritts.

Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber auch in andere Märkte, spielt das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Der Euro legte kurz nach Jahresbeginn 2017 gegenüber dem US-Dollar leicht zu und notierte zum Ende des ersten Quartals 2017 bei 1,07 US-Dollar. Im zweiten Quartal 2017 folgte eine Rallye des Euro, was vor allem die exportorientierten deutschen Unternehmen zunehmend belastet. Am Quartalsende lag der Kurs bei 1,14 US-Dollar. Das Britische Pfund verlor seit Jahresanfang 2017 gegenüber dem Euro weiter an Wert. Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 lag der Kurs bei 0,88 Pfund im Vergleich zu 0,85 Pfund am Jahresanfang.

Die branchenwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin herausfordernd. Zwar werden verschiedenen Poststatistiken zufolge pro Jahr weltweit rund 320 Milliarden Briefe vor allem in Europa und Nordamerika befördert. Doch das weltweite Briefvolumen ist seit einigen Jahren rückläufig. Dieser Rückgang verändert den Markt für Frankiersysteme und führt insgesamt zu leichten Rückgängen. Eine Ausnahme bildet das A-Segment, die Domäne des FP-Konzerns. Hier kam es in den vier größten Märkten USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland seit 2010 zu deutlichen Zuwächsen.

3. ERTRAGSLAGE

3.1 ENTWICKLUNG WESENTLICHER POSTEN DER KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Mio. Euro 1. Hj. 2017 1. Hj. 2016 Q2 2017 Q2 2016
Umsatzerlöse 104,4 100,3 48,9 49,0
Bestandsveränderungen 0,5 -0,2 -0,2 0,3
Andere aktivierte Eigenleistungen 5,1 6,5 3,0 3,0
Gesamtleistung 110,0 106,6 51,8 52,2
Sonstige Erträge 1,1 1,6 0,3 1,0
Materialaufwand 51,8 47,8 24,3 23,9
Personalaufwand 30,3 28,7 15,1 14,4
Andere Aufwendungen 16,3 17,0 8,3 8,5
EBITDA 12,7 14,6 4,4 6,5
Abschreibungen und Wertminderungen 9,8 8,3 5,0 4,1
EBIT 2,9 6,3 -0,6 2,3
Zinsergebnis 0,7 -0,3 0,6 -0,1
Sonstiges Finanzergebnis -0,3 0,1 -0,1 0,0
Ertragsteuern -1,1 -2,2 0,0 -0,8
Konzernergebnis 2,1 4,0 0,0 1,5


3.1.1 Umsatzentwicklung

KONZERNUMSATZ ZUM HALBJAHR (IN MIO. EUR)

Im ersten Halbjahr 2017 behielt der FP-Konzern seinen Wachstumskurs bei und steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 %. Auf Quartalssicht lag der Umsatz nahezu unverändert bei 48,9 Mio. Euro. Der zunehmend schwächere US-Dollar und vor allem negative Wechselkurseffekte aus dem starken Euro gegenüber dem Britischen Pfund beeinflussten das Wachstum leicht; in den ersten sechs Monaten 2017 summierten sich die negativen Wechselkurseffekte beim Umsatz auf insgesamt 0,2 Mio. Euro.

Im deutschen Heimatmarkt steigerte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2017 aufgrund des Wachstums im Produktbereich Mail Services seinen Umsatz um 3,7 % auf 56,6 Mio. Euro. Im größten ausländischen Markt, den USA, erhöhte sich der Umsatz um 7,8 % auf 23,5 Mio. Euro nach 21,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. In Großbritannien verminderte sich der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2017 wechselkursbedingt um 6,7 % auf 8,5 Mio. Euro.

UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN

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in Mio. Euro 1. Hj. 2017 1. Hj. 2016 Veränderung
in %
Q2 2017 Q2 2016
Wiederkehrende Erträge 82,8 80,6 2,8 38,7 39,3
Vermietung 17,1 16,4 4,7 8,5 8,2
Service / Kundendienst 9,6 10,7 -10,0 4,1 4,9
Verbrauchsmaterial 11,5 11,8 -2,1 5,6 5,8
Teleporto 4,7 4,5 4,3 2,4 2,3
Mail Services 33,0 30,1 9,6 15,2 14,9
Softwarelösungen 6,8 7,1 -4,3 2,9 3,2
Erträge aus Produktverkäufen 21,6 19,8 9,4 10,3 9,8
Frankieren 17,2 15,7 9,1 8,2 7,9
Kuvertieren 3,8 3,7 1,8 1,8 1,9
Sonstige 0,7 0,3 107,0 0,3 0,0
Gesamt 104,4 100,3 4,1 48,9 49,0
Wiederkehrende Umsatzerlöse 79,3 % 80,3 %
79,6 % 80,5 %
Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse 20,7 % 19,7 %
20,4 % 19,5 %


Der Anstieg der Umsätze aus der Vermietung von Frankiersystemen im ersten Halbjahr 2017 beruht im Wesentlichen auf den Vertriebserfolgen im Mietmarkt USA. Die Umsätze mit Services und Verbrauchsmaterial waren hingegen rückgängig. Im Vorjahr hatten Portoänderungen im Wesentlichen in Belgien das Servicegeschäft angekurbelt, darüber hinaus führten negative Wechselkurseffekte zu Umsatzbelastungen.

Im Bereich Mail Services, der im Vorjahresvergleich nur noch um 9,6 % gewachsen ist, wirkten im ersten Halbjahr 2017 unterschiedliche Einflussfaktoren auf den Umsatz. Das insgesamt verarbeitete Briefvolumen verminderte sich in den ersten sechs Monaten 2017 im Vorjahreszeitraum um 4,3 % auf rund 104 Millionen Sendungen. Insbesondere im zweiten Quartal 2017 führte der Mengenrückgang zu einer spürbaren Verlangsamung des Wachstums. Weiterhin wurde der Umsatz im ersten Halbjahr 2017 margenwirksam durch die seit Jahresbeginn von der Deutsche Post AG gekürzten Portorabatte belastet. Das ausgewiesene Wachstum im Bereich Mail Services resultiert aus dem Anstieg der Umsätze aus Frankierservice mit entsprechend starker Auswirkung auf die Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Die Minderung des Umsatzes im Produktbereich Softwarelösungen im ersten Halbjahr 2017 resultierte im Wesentlichen aus einem temporären Verlust verarbeiteter Sendungsmengen in Folge eines Kundenwechsels. Dessen ungeachtet baute der FP-Konzern mit der Markteinführung von FP-Sign das Leistungsspektrum im Bereich Softwarelösungen weiter aus.

Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum signifikante Anstieg der Erträge aus Produktverkäufen im Kerngeschäft Frankieren und Kuvertieren geht insbesondere auf die vertrieblichen Erfolge und die weiterhin hohe Nachfrage nach dem Frankiersystem PostBase in den USA, Frankreich und Großbritannien zurück. In Großbritannien ist der FP-Konzern auch Finanzierungspartner seiner Kunden und setzte im ersten Halbjahr 2017 weiterhin verstärkt Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung ein.

3.1.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Der planmäßige Rückgang der aktivierten Eigenleistungen im ersten Halbjahr 2017 ist im Wesentlichen eine Folge des stärkeren Einsatzes von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung sowie des Fokus im Bereich Forschung und Entwicklung auf Marktvorbau- und Machbarkeitsstudien im Rahmen der Implementierung der ACT Strategie. Die in den aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Zugänge an vermieteten Erzeugnissen lagen in den ersten sechs Monaten 2017 bei 3,1 Mio. Euro gegenüber 3,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anteil der enthaltenen Entwicklungsleistungen verminderte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 um 0,6 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro.

3.1.3 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge verminderten sich im ersten Halbjahr 2017 im Wesentlichen aufgrund des planmäßigen Rückgangs der Erträge aus Aufwandszuschüssen und Zulagen auf 0,4 Mio. Euro (im Vorjahr 0,7 Mio. Euro).

3.1.4 Materialaufwand

In der Berichtsperiode stieg der Materialaufwand im Wesentlichen durch die Steigerung des Geschäfts mit Frankierdienstleistungen (Frankierservice) im Bereich Mail Services um insgesamt 8,4 %. In der Folge erhöhten sich im ersten Halbjahr 2017 die Aufwendungen für bezogene Leistungen auf 33,6 Mio. Euro gegenüber 29,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verminderten sich hingegen in den ersten sechs Monaten 2017 trotz des leichten Umsatzanstiegs im Kerngeschäft Frankieren und Kuvertieren auf 18,2 Mio. Euro im Vergleich zu 18,5 Mio. Euro im Vorjahr. Hierbei hat sich die Entwicklung des Euro zum Britischen Pfund ausgewirkt. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Ergebnis im ersten Halbjahr 2017 um zwei Prozentpunkte auf 49,6 %.

3.1.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand des FP-Konzerns erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 % auf 30,3 Mio. Euro. Neben allgemeinen Entgelterhöhungen zeigte sich hier im Wesentlichen der Personalausbau im Vertrieb, insbesondere im Segment Vertrieb International, sowie in den administrativen Bereichen des Konzerns im Zusammenhang mit der ACT-Strategie (insgesamt 1,0 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 leicht auf 29,0 % nach 28,6 % im Vorjahreszeitraum.

3.1.6 Andere Aufwendungen

Die anderen Aufwendungen verminderten sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,0 % auf 16,3 Mio. Euro. Belastend wirkten sich Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Feststellung von Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft sowie Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro im Rahmen der ACT-Strategie (im Vorjahreszeitraum 0,4 Mio. Euro) aus. Die Auflösung einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. Euro aufgrund des Wegfalls der Gründe entlasteten die anderen Aufwendungen im ersten Halbjahr 2017.

3.1.7 Ergebnisentwicklung (EBITDA)

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, das EBITDA, verminderte sich im ersten Halbjahr 2017 von 14,6 Mio. Euro in der Vorjahresberichtsperiode auf 12,7 Mio. Euro einschließlich eines leicht positiven Währungseffektes von 0,1 Mio. Euro. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 12,2 %. Dabei wurde das EBITDA im ersten Halbjahr 2017 durch Sondereinflüsse geprägt, die sich wie folgt zusammensetzen:

Aufwendungen im Zusammenhang mit der Feststellung von Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im Konsolidierungsgeschäft in Höhe von 0,5 Mio. Euro

Aufwendungen im Zuge der Implementierung und mittelfristigen Umsetzung der ACT-Strategie in Höhe von insgesamt 1,7 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 0,4 Mio. Euro)

Auf Quartalssicht sank das EBITDA des FP-Konzerns auf 4,4 Mio. Euro im Vergleich zu 6,5 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode.

EBITDA ZUM HALBJAHR (IN MIO. EUR)

3.1.8 Abschreibungen und Wertminderungen

Im ersten Halbjahr 2017 erhöhten sich die Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum wie prognostiziert. Grund hierfür sind im Wesentlichen die höheren Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,7 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 1,7 Mio. Euro) in Folge der hohen Investitionen in die Modernisierung des Produktportfolios in den Vorjahren. Vor dem Hintergrund der zuletzt erfolgten Investition in Software zum Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und den Akquisitionen von Kundenlisten stiegen im ersten Halbjahr 2017 auch die Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte um 0,3 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro.

3.1.9 EBIT

Das EBIT für das erste Halbjahr 2017 verminderte sich im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode aufgrund des geringeren EBITDA und der höheren Abschreibungen um 3,4 Mio. Euro auf 2,9 Mio. Euro. Auf Quartalssicht erzielte der FP-Konzern im zweiten Quartal 2017 ein negatives EBIT in Höhe von -0,6 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 2,3 Mio. Euro).

3.1.10 Zinsergebnis

Das deutlich verbesserte Zinsergebnis im ersten Halbjahr 2017 resultierte im Wesentlichen aus höheren Zinserträgen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 0,7 Mio. Euro (im Vorjahr 0,4 Mio. Euro) sowie aufgrund von Einmaleffekten aus steuerlich bedingten Zinserträgen in Höhe von 0,5 Mio. Euro aus dem erfolgreichen Abschluss von Steuerverständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention.

3.1.11 Sonstiges Finanzergebnis

Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2017 ein negatives Finanzergebnis in Höhe von -0,3 Mio. Euro gegenüber 0,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung im Finanzergebnis beruht maßgeblich auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Umbewertung von Bilanzpositionen.

3.1.12 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern lagen im ersten Halbjahr 2017 bei -1,1 Mio. Euro gegenüber -2,2 Mio. Euro in der Vorjahresberichtsperiode. Dies entspricht einer Steuerquote von 34,5 % (im Vorjahr 35,1 %).

3.1.13 Konzernergebnis

KONZERNERGEBNIS ZUM HALBJAHR (IN MIO. EUR)

Das Ergebnis pro Aktie (EPS) sank im ersten Halbjahr 2017 in Folge des verminderten Konzernergebnisses um 45,3 % auf 0,13 Euro (un- / verwässert) nach 0,24 Euro bzw. 0,23 Euro im Vorjahr.

3.1.14 Zusammenfassung der Ergebnisse pro Segment

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Umsatz1) EBITDA
in Mio. Euro 1. Hj. 2017 1. Hj. 2016 Veränderung
in %
1. Hj. 2017 1. Hj. 2016 Veränderung
in %
Produktion 2,4 2,4 1,4 5,3 4,3 23,7
Vertrieb Deutschland 56,3 54,8 2,7 3,8 5,1 -24,9
Vertrieb International 45,7 43,3 5,5 10,0 8,6 16,1
Zentrale Funktionen - - - -4,1 -3,5 -18,4
Konzern2) 104,4 100,3 4,1 12,7 14,6 -13,2


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Umsatz1) EBITDA
in Mio. Euro Q2 2017 Q2 2016 Veränderung
in %
Q2 2017 Q2 2016 Veränderung
in %
Produktion 1,0 1,2 -18,9 3,0 1,8 65,9
Vertrieb Deutschland 26,1 26,9 -2,8 1,1 2,5 -56,9
Vertrieb International 21,9 21,0 4,2 4,5 3,8 17,6
Zentrale Funktionen - - - -2,3 -2,3 4,4
Konzern2) 48,9 49,0 -0,1 4,4 6,5 -32,0


1) Umsatzerlöse mit externen Dritten.
2) Weitere Informationen zur Konzernüberleitung finden sich im Konzernanhang.


Zu den wesentlichen Gründen des Ergebnisrückgangs im ersten Halbjahr 2017 im Segment Vertrieb Deutschland verweisen wir auf unsere Ausführungen auf Seite 4 Überblick über das erste Halbjahr 2017.

4. FINANZLAGE

4.1 FINANZIERUNGSANALYSE

FINANZVERBINDLICHKEITEN ZUM HALBJAHR (IN MIO. EUR)

Zur Finanzierung nutzte der FP-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten sowie Finanzierungsleasingvereinbarungen.

Im ersten Halbjahr 2017 hat der FP-Konzern zur Bedienung von Aktienoptionen das Grundkapital um 86.100 Aktien auf 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien aus dem genehmigten bedingten Kapital erhöht.

4.2 INVESTITIONSANALYSE

INVESTITIONEN ZUM HALBJAHR (IN MIO. EUR)

Der FP-Konzern investierte im ersten Halbjahr 2017 auf Basis der ACT-Strategie erneut stark in künftiges Wachstum und hierbei unter anderen in die Produktentwicklung, die Produktion und andere Kern- und Unterstützungsprozesse sowie in Frankiersysteme zur Vermietung in den USA, Großbritannien, Kanada und Niederlande.

Der planmäßige Rückgang der Investitionen in vermietete Erzeugnisse im ersten Halbjahr 2017 ist eine Folge des stärkeren Einsatzes von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung. Der Anstieg der Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte beruht im Wesentlichen auf der Akquisition einer Kundenliste in Großbritannien. Der Rückgang der aktivierten Entwicklungskosten im ersten Halbjahr 2017 ist im Wesentlichen eine Folge des Fokus im Bereich Forschung und Entwicklung in der Berichtsperiode auf Marktvorbau- und Machbarkeitsstudien im Rahmen der ACT Strategie.

4.3 LIQUIDITÄTSANALYSE

LIQUIDITÄTSANALYSE

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in Mio. Euro 01.01.-30.06.2017 01.01.-30.06.2016
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 12,0 14,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8,0 -8,5
Free Cashflow 4,0 6,3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4,0 -1,2
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel 0,1 5,1
Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel -0,5 -1,0
Finanzmittel am Anfang der Periode 18,7 15,9
Finanzmittel am Ende der Periode 18,2 20,0


LIQUIDITÄTSANALYSE (IN MIO. EURO)

H1 2016

H1 2017

Der Rückgang des Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit resultierte aus dem geringeren EBITDA bei einer soliden Entwicklung des Working Capital. Dabei wurde der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit durch den Einsatz von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung sowie Kundenbindung, und in der Folge weiterhin erhöhter Forderungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,3 Mio. Euro, beeinflusst. Positiv ausgewirkt hat sich ein einmaliger Zahlungseingang in Höhe von 1,4 Mio. Euro aus dem erfolgreichen Abschluss von Steuerverständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit profitierte im ersten Halbjahr 2017 im Wesentlichen von den planmäßig verminderten Investitionen in vermietete Erzeugnisse. Des Weiteren beeinflusste der Erwerb einer Kundenliste einschließlich vermieteter Erzeugnisse in Höhe von 1,4 Mio. Euro den Cashflow aus Investitionstätigkeit. Bezüglich weiterer Veränderungen wird auf den Punkt "Investitionsanalyse" verwiesen.

Im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftete der FP-Konzern einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum verminderten Free Cashflow in Höhe von 4,0 Mio. Euro. Bereinigt um die Investitionen in Finance Lease Assets und den Erwerb der Kundenliste in Großbritannien erzielte der FP-Konzern in den ersten sechs Monaten 2017 einen bereinigten Free Cashflow in Höhe von 6,7 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 7,6 Mio. Euro).

Die Veränderung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf Dividendenzahlungen an Aktionäre in Höhe von 2,6 Mio. Euro und die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus Finanzierungsleasing in Höhe von insgesamt 1,6 Mio. Euro zurückzuführen.

Der FP-Konzern konnte im ersten Halbjahr 2017 zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

ZUGESAGTE, ABER NICHT AUSGENUTZTE KREDITLINIEN (IN MIO. EUR) ZUM 30.06.2017

5. VERMÖGENSLAGE

BILANZSTRUKTURGRAFIK (IN MIO. EUR)

Gemäß dem Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten. Sämtliche Kreditbedingungen wurden im ersten Halbjahr 2017 durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern erwartet, dass die Kreditbedingungen auch für das Gesamtjahr 2017 erfüllt werden.

5.1 LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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in Mio. Euro 30.06.2017 31.12.2016 Erläuterung Veränderung
Immaterielle Vermögenswerte 34,8 34,9
Sachanlagen 35,5 39,3 Abschreibungsbedingter Rückgang der vermieteten Erzeugnisse und Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen (1,6 Mio. Euro), Rückgang durch Wechselkurseffekte (1,9 Mio. Euro)
Sonstige Vermögenswerte 10,7 9,7 Anstieg der Forderungen aus Finanzierungsleasing
(0,9 Mio. Euro)
Steueransprüche 1,5 0,9
Langfristige Vermögenswerte 82,5 84,8
Vorratsvermögen 11,1 11,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17,9 19,0 Leichter Rückgang im Rahmen des operativen Working Capital Managements
Sonstige Vermögenswerte 22,7 25,3 Im Zuge des Fortgangs der Verständigungs- und Schiedsverfahren unterjähriger Ausgleich von Forderungen gegenüber Niederlande und Belgien (1,0 Mio. Euro); Ausgleich von Ansprüchen aus Aufwandszuschüssen und Zulagen (1,1 Mio. Euro)
Wertpapiere und liquide Mittel 27,8 27,1 Anstieg der Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden (1,1 Mio. Euro)
Kurzfristige Vermögenswerte 79,5 82,5


5.2 EIGENKAPITAL

Zum 30. Juni 2017 betrug das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG 16,3 Mio. Euro, eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag.

Der Beschluss der Hauptversammlung 2017 vom 7. Juni 2017 zur Dividende für das Geschäftsjahr 2016 wurde im Juni 2017 umgesetzt und eine Dividende in Höhe von 2,6 Mio. Euro an die Aktionäre des Unternehmens gezahlt.

Zum 30. Juni 2017 hielt das Unternehmen im Zuge der Ausübung von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2010 keine eigenen Aktien mehr (unverändert zum 31. Dezember 2016). Weitere Angaben zum genehmigten und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechten können dem Geschäftsbericht 2016 entnommen werden.

5.3 LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN

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in Mio. Euro 30.06.2017 31.12.2016 Erläuterung Veränderung
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17,0 17,1
Sonstige Rückstellungen, latente Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 1,5 1,7
Finanzverbindlichkeiten 36,4 37,5 Rückgang Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (1,0 Mio. Euro)
Langfristige Schulden 54,8 56,3
Steuerschulden 3,0 3,6
Sonstige Rückstellungen 6,4 8,0 Inanspruchnahme von Rückstellungen im Personalbereich (1,2 Mio. Euro)
Finanzverbindlichkeiten 0,5 0,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10,1 10,6 Leichter Rückgang im Rahmen des operativen Geschäfts
Sonstige Verbindlichkeiten (inkl. Derivate für Sicherungsbeziehungen) 53,5 52,0 Unterjähriger Anstieg Passive Rechnungsabgrenzungsposten (2,0 Mio. Euro)
Kurzfristige Schulden 73,6 75,1


Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird laufend überprüft.

NETTOVERSCHULDUNG

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in Mio. Euro 30.06.2017 31.12.2016
Finanzverbindlichkeiten 36,9 38,4
Finanzmittel 18,2 18,7
Nettoverschuldung 18,6 19,8
Eigenkapital 33,5 35,9
Nettoverschuldungsgrad 55,6 % 55,0 %


Auf Basis der operativen Entwicklung und der im Vorjahresvergleich unterjährig leicht verminderten Investitionen verbesserte sich im ersten Halbjahr 2017 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns. Das Eigenkapital verminderte sich zum 30. Juni 2017 und infolgedessen erhöhte sich der Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens im Vergleich zum 31. Dezember 2016 leicht.

5.4 LEASING

Der FP-Konzern betreibt sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz des Unternehmens. Zum 30. Juni 2017 sind im Anlagevermögen unter den Positionen "Vermietete Erzeugnisse" und "Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen" Vermögensgegenstände mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt 23,3 Mio. Euro (zum 31. Dezember 2016 26,9 Mio. Euro) bilanziert, die im Wesentlichen im Rahmen von Operate Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die Finance Lease-Vereinbarungen mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing" und belaufen sich zum 30. Juni 2017 im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 13,9 Mio. Euro (zum 31. Dezember 2016 12,5 Mio. Euro). Ohne die genannten Geschäftsmodelle würde sich die Summe der Aktiva auf 124,8 Mio. Euro statt auf 161,9 Mio. Euro belaufen. Auf der Passivseite sind zum 30. Juni 2017 in den Finanzverbindlichkeiten (lang- und kurzfristig) 1,0 Mio. Euro für Sale-and-Lease-Back-Geschäfte, bezogen auf die Finanzierung von zu vermietenden Frankiersystemen, enthalten (zum 31. Dezember 2016 1,5 Mio. Euro). Ohne diesen Bestandteil würde sich die Summe der Passiva auf 160,9 Mio. Euro statt auf 161,9 Mio. Euro belaufen.

6. NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Zwischenberichtsstichtag (30. Juni 2017) sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des FP-Konzerns gehabt hätten.

7. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 hat der FP-Konzern Risiken und Chancen ausführlich erläutert.

Ergänzend zu diesen Angaben wurden im zweiten Quartal 2017 neue Risiken im Bereich Mail Services identifiziert. Auslöser war die Feststellung von Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft; die Abrechnungen mit Kunden waren nicht betroffen. Auf der Basis der derzeitigen Informationen geht FP davon aus, dass eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Vergütungen besteht sowie ein künftiger Ressourcenabfluss für Beratungskosten erfolgt. In diesem Zusammenhang buchte der FP-Konzern im zweiten Quartal 2017 Rückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Aus der derzeitig noch andauernden Klärung des Sachverhalts könnten weitere Rückzahlungsverpflichtungen für den FP-Konzern mit einem geschätzten Schadenspotential von 0,6 Mio. Euro resultieren. Der FP-Konzern geht gegenwärtig nicht davon aus, dass dafür eine Verpflichtung besteht. Gemäß IAS 36.90 ist ein Unternehmen verpflichtet, eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, jährlich und, wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, dass die Einheit wertgemindert sein könnte, auf eine Wertminderung hin zu prüfen (Impairment Test). Dem entsprechend führte der FP-Konzern im Zuge der Aufklärung des Sachverhalts zum 30. Juni 2017 einen Impairment Test der zahlungsmittelgenerierenden Einheit freesort (CGU) mit einem zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. Euro durch. Der im Rahmen des Impairment Test ermittelte erzielbare Betrag hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 vermindert, ist aber weiterhin größer als der Buchwert der CGU. Die vom FP-Konzern forcierte Neustrukturierung und strategische Ausrichtung der freesort im Rahmen von ACT stärkt die Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit freesort.

8. PROGNOSEBERICHT

Für das zweite Halbjahr 2017 erwartet der FP-Konzern bei weiter leicht steigenden Umsätzen eine höhere Profitabilität. Zunehmend werden sich hierbei die Effizienzmaßnahmen im Rahmen von ACT positiv bemerkbar machen.

Das Unternehmen erwartet daher für das Geschäftsjahr 2017 unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse unverändert einen im Vergleich zum Vorjahr leicht steigenden Umsatz und ein leicht steigendes EBITDA sowie einen bereinigten Free Cashflow auf Vorjahresniveau.

Sämtliche hier gemachten Ausführungen basieren auf dem Kenntnisstand zum Ende des ersten Halbjahres 2017. Der FP-Konzern weist darauf hin, dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
für das erste Halbjahr 2017

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017

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in TEUR 1. Hj. 2017
01.01.-
30.06.2017
1. Hj. 2016
01.01.-
30.06.2016
Q2 2017
01.04.-
30.06.2017
Q2 2016
01.04.-
30.06.2016
Umsatzerlöse 104.421 100.317 48.941 49.015
Erhöhung / Minderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen 468 -213 -160 256

104.889 100.104 48.781 49.271
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.124 6.489 3.047 2.975
Sonstige Erträge 1.113 1.562 303 1.028
Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.179 18.542 8.547 9.532
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 33.606 29.226 15.728 14.396

51.785 47.768 24.275 23.928
Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 25.667 24.298 12.829 12.212
b) Soziale Abgaben 4.107 3.913 2.025 1.944
c) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 522 521 266 217

30.296 28.732 15.120 14.373
Abschreibungen und Wertminderungen 9.831 8.322 4.967 4.146
Andere Aufwendungen 16.336 17.010 8.333 8.493
Zinsergebnis



a) Zinsen und ähnliche Erträge 1.269 656 899 421
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 604 947 304 479

665 -291 595 -58
Sonstiges Finanzergebnis



a) Sonstige Finanzerträge 745 3.659 584 1.419
b) Sonstige Finanzaufwendungen 1.040 3.517 724 1.409

-295 142 -140 10
Ertragsteuern -1.120 -2.166 39 -810
Konzernergebnis 2.128 4.008 -70 1.476
Sonstiges Ergebnis



Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -2.502 -1.874 -2.267 7
davon Steuern -4 -2 -1 6
davon umgegliedert in das Konzernergebnis 14 7 7 -21
Anpassungen Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 (rev. 2011) -5 0 0 0
davon Steuern 0 0 5 0
Absicherung von Zahlungsströmen - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust 249 0 95 0
davon Steuern -108 0 -66 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -2.258 -1.874 -2.172 7
Gesamtergebnis -130 2.134 -2.242 1.483
Konzernergebnis 2.128 4.008 -70 1.476
davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Konzernergebnis 2.128 3.775 -70 1.417
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis 0 233 0 59
Gesamtergebnis -130 2.134 -2.242 1.483
davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Gesamtergebnis -130 1.901 -2.242 1.424
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 0 233 0 59
Ergebnis je Aktie (unverwässert in EUR) 0,13 0,24 0 0,09
Ergebnis je Aktie (verwässert in EUR) 0,13 0,23 0 0,09


KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2017

AKTIVA

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in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 23.979 22.117
Geschäfts- oder Firmenwert 8.494 8.494
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 2.323 4.265

34.796 34.876
Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.908 3.044
Technische Anlagen und Maschinen 4.887 4.729
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.255 4.348
Vermietete Erzeugnisse 21.492 23.807
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 1.788 3.103
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150 315

35.480 39.346
Sonstige Vermögenswerte

Assoziierte Unternehmen 36 36
Sonstige Beteiligungen 163 163
Forderungen aus Finanzierungsleasing 10.319 9.375
Sonstige langfristige Vermögenswerte 149 149

10.667 9.723
Steueransprüche

Latente Steueransprüche 1.508 866

82.451 84.811
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Vorratsvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.504 5.187
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 613 552
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 5.984 5.457

11.101 11.196
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.896 18.966
Sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Finanzierungsleasing 3.561 3.169
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 5.510 6.480
Derivative Finanzinstrumente 92 86
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 13.522 15.557

22.685 25.292
Wertpapiere 681 679
Liquide Mittel 27.107 26.394

79.470 82.527

161.921 167.338


PASSIVA

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in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
EIGENKAPITAL

Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 16.301 16.215
Kapitalrücklage 34.746 34.620
Stock-Options-Rücklage 1.254 1.179
Verlustvortrag -17.543 -20.794
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter 2.128 5.857
Kumuliertes übriges Eigenkapital -3.389 -1.131

33.497 35.946
LANGFRISTIGE SCHULDEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.015 17.054
Sonstige Rückstellungen 1.042 991
Finanzverbindlichkeiten 36.351 37.530
Sonstige Verbindlichkeiten 69 110
Latente Steuerverbindlichkeiten 348 572

54.825 56.257
KURZFRISTIGE SCHULDEN

Steuerschulden 3.041 3.635
Rückstellungen 6.434 7.969
Finanzverbindlichkeiten 528 911
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.085 10.612
Sonstige Verbindlichkeiten

davon Teleportogelder TEUR 28.447 (im Vj. TEUR 28.119) 53.511 52.008

73.599 75.135

161.921 167.338


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017

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in TEUR 01.01.-30.06.2017 01.01.-30.06.2016
1. MITTELZUFLÜSSE UND -ABFLÜSSE AUS BETRIEBLICHER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Konzernergebnis 2.128 4.008
Erfolgswirksam erfasstes Ertragsteuerergebnis 1.121 2.166
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis -665 291
Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 9.831 8.322
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen und Steuerschulden -2.036 -1.539
Verluste (+) / Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 98 86
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (ohne Finanzierungsleasing) 3.667 1.868
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen aus Finanzierungsleasing -1.336 -1.343
Abnahme (-) / Zunahme (+) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva1) , die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 62 2.229
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -4 377
Noch nicht erhaltene öffentliche Zuwendungen -381 -675
Erhaltene Zinsen 1.269 656
Gezahlte Zinsen -580 -966
Erhaltene Ertragsteuer 1.011 1.509
Gezahlte Ertragsteuer -2.220 -2.254
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 11.964 14.735
2. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit

Auszahlungen für Aktivierung von Entwicklungskosten -1.959 -2.522
Auszahlungen für kapitalisierte Zinsen für Entwicklungskosten -23 -68
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 21 0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1.281 -726
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -4.716 -5.166
Cashflow aus Investitionstätigkeit -7.957 -8.482
3. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit

Auszahlungen aus Gewinnausschüttungen Aktionäre -2.606 -1.923
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten -1.015 -33.126
Auszahlungen zu der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -549 -949
Einzahlungen aus Veräußerung eigener Anteile 0 180
Einzahlungen aufgrund Ausgabe neuer Aktien 212 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten 2 34.629
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.955 -1.190
Finanzmittelbestand1)

Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittel 52 5.064
Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel -459 -991
Finanzmittel am Anfang der Periode 18.655 15.928
Finanzmittel am Ende der Periode 18.248 20.000


1) Aus den Liquiden Mitteln sowie den Sonstigen Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die von der FP-Gruppe verwaltet werden, in Höhe von TEUR 9.541 (i. Vj. TEUR 7.931), herausgerechnet. In die Finanzmittel einbezogen werden die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 681 (i. Vj. TEUR 685).


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017

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Kumuliertes übriges Eigenkapital
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Stock-
Options-
Rücklage
Eigene
Anteile
Bilanz-
ergebnis
Unterschieds-
betrag aus der Währungs-
umrechnung
Stand am 01.01.2016 16.160 34.937 1.046 -810 -18.871 3.425
Konzernergebnis 01.01.-30.06.2016 0 0 0 0 3.775 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 0 0 0 0 0 -1.880
Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2016 0 0 0 0 0 -1.880
Gesamtergebnis 01.06.-30.06.2016 0 0 0 0 3.775 -1.880
Bedienung Stock-Options 0 -176 66 356 0 0
Ausschüttungen 0 0 0 0 -1.923 0
Stand am 30.06.2016 16.160 34.761 1.112 -454 -17.019 1.545
Stand am 01.01.2017 16.215 34.620 1.179 0 -14.937 2.954
Konzernergebnis 01.01.-30.06.2017 0 0 0 0 2.128 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 0 0 0 0 0 -2.494
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 0 0 0 0 0 0
Absicherung von Zahlungsströmen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2017 0 0 0 0 0 -2.494
Gesamtergebnis 01.01.-30.06.2017 0 0 0 0 2.128 -2.494
Ausschüttungen 0 0 0 0 -2.606 0
Bedienung Stock-Options 86 126 75 0 0 0
Stand am 30.06.2017 16.301 34.746 1.254 0 -15.415 460


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Kumuliertes übriges Eigenkapital

in TEUR Netto-
investitionen
in ausländische
Geschäfts-
betriebe
Unterschieds-
betrag
aus der
Anpassung
IAS 19
Unterschieds-
betrag aus
Erwerb von
Anteilen
anderer
Gesellschafter
Rücklagen aus Sicherungs-
geschäften
FP Holding
zuzurechnendes
Eigenkapital
Nicht
beherrschende
Anteile
Stand am 01.01.2016 178 -2.352 0 0 33.713 1.519
Konzernergebnis 01.01.-30.06.2016 0 0 0 0 3.775 233
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 6 0 0 0 -1.874 0
Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2016 6 0 0 0 -1.874 0
Gesamtergebnis 01.06.-30.06.2016 6 0 0 0 1.901 233
Bedienung Stock-Options 0 0 0 0 246 0
Ausschüttungen 0 0 0 0 -1.923 0
Stand am 30.06.2016 184 -2.352 0 0 33.937 1.752
Stand am 01.01.2017 132 -3.529 -439 -249 35.946 0
Konzernergebnis 01.01.-30.06.2017 0 0 0 0 2.128 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -8 0 0 0 -2.502 0
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 0 -5 0 0 -5 0
Absicherung von Zahlungsströmen 0 0 0 249 249 0
Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2017 -8 -5 0 249 -2.258 0
Gesamtergebnis 01.01.-30.06.2017 -8 -5 0 249 -130 0
Ausschüttungen 0 0 0 0 -2.606 0
Bedienung Stock-Options 0 0 0 0 287 0
Stand am 30.06.2017 124 -3.534 -439 0 33.497 0


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in TEUR Summe
Stand am 01.01.2016 35.232
Konzernergebnis 01.01.-30.06.2016 4.008
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -1.874
Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2016 -1.874
Gesamtergebnis 01.06.-30.06.2016 2.134
Bedienung Stock-Options 246
Ausschüttungen -1.923
Stand am 30.06.2016 35.689
Stand am 01.01.2017 35.946
Konzernergebnis 01.01.-30.06.2017 2.128
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -2.502
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 -5
Absicherung von Zahlungsströmen 249
Sonstiges Ergebnis 01.01.-30.06.2017 -2.258
Gesamtergebnis 01.01.-30.06.2017 -130
Ausschüttungen -2.606
Bedienung Stock-Options 287
Stand am 30.06.2017 33.497


KONZERNANHANG
für das erste Halbjahr 2017

I. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding" genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 169096 B eingetragen. Der Zwischen-abschluss der FP Holding für den zum 30. Juni 2017 endenden Berichtszeitraum umfasst die FP Holding und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "FP-Konzern"; FP oder "Francotyp" genannt).

Der FP-Konzern ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der sicheren Kommunikation für Unternehmen und Behörden mit einer über 90-jährigen Geschichte. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in dem traditionellen Produktgeschäft, welches aus der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von insbesondere Frankiersystemen, aber auch Kuvertiermaschinen und dem After-Sales-Geschäft besteht. Durch seine Tochtergesellschaften freesort, Mentana-Claimsoft und IAB bietet der FP-Konzern seinen Kunden in Deutschland zudem auch Sortier- und Konsolidierungsdienstleistungen sowie Produkte zur vollelektronischen Kommunikation und Hybrid-Mail-Produkte an.

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2016 am 29. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und am 30. März 2017 gebilligt. Am 13. April 2017 wurde der Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2016 der Francotyp-Postalia Holding AG veröffentlicht.

Es handelt sich bei dem vorliegenden Zwischenabschluss um einen verkürzten Abschluss in Übereinstimmung mit dem IAS 34. Dieser Zwischenabschluss beinhaltet nicht sämtliche Angaben, welche im Zusammenhang mit vollständigen Abschlüssen nach IAS 1 stehen. Der Abschluss wurde am 24. August 2017 vom Vorstand der FP Holding zur Veröffentlichung freigegeben.

GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Grundlagen zur Aufstellung des Abschlusses

Der Zwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben - der FP Holding für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2017 wird beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Es handelt sich um einen verkürzten Zwischenabschluss in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) für die Zwischenberichtsperiode 1. Januar bis 30. Juni 2017. Bei der Aufstellung dieses Zwischenabschlusses kamen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung wie bei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2016. Der Zwischenabschluss sollte zusammen mit dem geprüften Abschluss gelesen werden.

Der Zwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zwecke der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aufgrund kaufmännischer Rundungen kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung von IAS 1 nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Bilanzposten werden deshalb in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden dann als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Anpassungen der Rechnungslegungsmethoden sowie neue Standards und Interpretationen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind - gegenüber denen am Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2016 - im Wesentlichen unverändert.

Der Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder einer prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung entsprechend § 317 HGB unterzogen worden.

Konzernkreis

Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der der FP-Konzern konsolidiert wird. In den Konzernabschluss der FP Holding werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Tochterunternehmen). Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die FP Holding die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 kam es im Berichtszeitraum zu keiner Veränderung im Konzernkreis.

Währungsumrechnung

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 30.06.2016 31.12.2016 30.06.2016 1. Hj. 2017 1. Hj. 2016
US-Dollar (USD) 1,1405 1,0554 1,1146 1,0831 1,1161
Britische Pfund (GBP) 0,8787 0,8554 0,8264 0,8605 0,7790
Kanadische Dollar (CAD) 1,4800 1,4170 1,4410 1,4456 1,4848
Schwedische Kronen (SEK) 9,6440 9,5835 9,4211 9,5980 9,3016


Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Zwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

II. ENTWICKLUNGEN IM BERICHTSZEITRAUM

Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse geprägt.

In Bezug auf für die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode erhebliche Konjunktureinflüsse verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht.

Die Hauptversammlung hat am 7. Juni 2017 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 0,16 Euro je Aktie auszuschütten. Die Gesamtsumme der Ausschüttung für die dividendenberechtigten Aktien belief sich auf TEUR 2.606 und wurde im zweiten Quartal 2017 gezahlt. Der verbleibende Bilanzgewinn wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Im Vorjahr hatte der FP-Konzern eine Dividende in Höhe von TEUR 1.923 gezahlt.

Im ersten Quartal 2017 erwarb der FP-Konzern ein Unternehmen in Großbritannien. Die Angaben nach IFRS 3.59 werden innerhalb von zwölf Monaten nach Erwerbszeitpunkt erfolgen, sobald die Kaufpreisallokation finalisiert worden ist.

Im ersten Halbjahr 2017 belief sich der Ertragsteueraufwand auf TEUR 1.120. Die Plansteuerquote beträgt 34,5 % und liegt damit leicht unter dem Vorjahr 35,5 %. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Steuerquote wurden in 2017 umgesetzt.

Aufgrund der erfolgreichen Abschlüsse der Schieds- und Verständigungsverfahrens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Niederlande und dem Königreich Belgien reduzierten sich sowohl die Steuerforderungen als auch die dafür gebildeten Steuerrückstellungen im Konzern. Die Steuerforderungen in Höhe von TEUR 4.997 (Stand 31. Dezember 2016) verringerten sich um TEUR 1.041 auf TEUR 3.956.

Sonstige Entwicklungen

Im Hinblick auf die sonstigen Entwicklungen beim FP-Konzern verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Ausführungen im Abschnitt III. Eventualschulden und -forderungen sowie im Konzernlagebericht.

III. ERLÄUTERNDE ANGABEN

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung des FP-Konzerns weist die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus.

Die Finanzmittel ermitteln sich wie folgt:

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in TEUR 30.06.2017 30.06.2016
Liquide Mittel 27.107 27.246
zuzüglich Wertpapiere 681 685
abzüglich verfügungsbeschränkter liquider Mittel ("verwaltete Portoguthaben") -9.541 -7.931
Finanzmittel 18.247 20.000


EVENTUALSCHULDEN UND -FORDERUNGEN

Im zweiten Quartal 2017 wurden Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft festgestellt. Auf der Basis der derzeitigen Informationen geht FP davon aus, dass eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Vergütungen besteht sowie ein künftiger Ressourcenabfluss für Beratungskosten erfolgt. In diesem Zusammenhang buchte der FP-Konzern im zweiten Quartal 2017 Rückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Aus der derzeitig noch andauernden Klärung des Sachverhalts könnten weitere Rückzahlungsverpflichtungen für den FP-Konzern mit einem geschätzten Schadenspotential von 0,6 Mio. Euro resultieren. Der FP-Konzern geht gegenwärtig nicht davon aus, dass dafür eine Verpflichtung besteht.

Bezüglich weiterer Angaben zu Eventualschulden und -forderungen verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2016.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 30. Juni 2017, die sich nicht im Abschluss der Zwischenberichtsperiode widerspiegeln, liegen nicht vor.

IV. SEGMENTINFORMATIONEN

Die Segmentberichterstattung basiert auf Abschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften (HB-I-Abschlüssen). Die Zahlen aus den einzelnen HB-I-Abschlüssen werden zu Segmentbeträgen aufsummiert und enthalten auch Intrasegmentzahlen sowie Zwischengewinne. Die Konsolidierung und Überleitung auf den Zwischenabschluss erfolgt mittels Überleitungsspalte, in der auch die Anpassungsbuchungen nach IFRS enthalten sind.

SEGMENTINFORMATIONEN 01.01.-30.06.2017

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A B C D

in TEUR Produktion Vertrieb
Deutschland
Vertrieb
International
Zentrale
Funktionen
Überleitung
Konzern
Gesamt
Umsatzerlöse 44.005 58.993 45.570 1.075 -45.222 104.421
mit externen Dritten 2.399 56.289 45.733 0 0 104.421
Intersegment-Umsätze 41.606 2.304 83 1.075 -45.068 0
EBITDA 5.322 3.818 10.002 -4.139 -2.294 12.709
Abschreibungen und Wertminderungen 897 1.067 8.175 122 -430 9.831
Zinsergebnis -774 -171 1.057 424 129 665
davon Zinsaufwand 916 173 149 431 -1.065 604
davon Zinsertrag 142 2 1.206 855 -936 1.269
Sonstiges Finanzergebnis -509 0 -1 1 214 -295
Ertragsteuern 0 -781 -329 102 -112 -1.120
Nettoeinkommen 3.142 1.799 2.554 -3.734 -1.633 2.128
Segmentvermögen (30.06.) 114.243 68.892 113.806 111.527 -246.547 161.921
Investitionen 1.975 1.246 6.805 47 -2.095 7.978
Segmentschulden (30.06.) 109.562 40.993 69.719 46.655 -138.506 128.424


SEGMENTINFORMATIONEN 01.01.-30.06.2016

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A B C D

in TEUR Produktion Vertrieb
Deutschland
Vertrieb
International
Zentrale
Funktionen
Überleitung
Konzern
Gesamt
Umsatzerlöse 44.381 57.016 43.432 1.025 -45.537 100.317
mit externen Dritten 2.366 54.818 43.334 0 -201 100.317
Intersegment-Umsätze 42.015 2.198 98 1.025 -45.336 0
EBITDA 4.303 5.086 8.613 -3.495 138 14.645
Abschreibungen und Wertminderungen 710 1.133 7.831 62 -1.413 8.322
Zinsergebnis -823 -265 467 79 251 -291
davon Zinsaufwand 1.014 267 127 886 -1.346 948
davon Zinsertrag 191 2 594 965 -1.096 656
Sonstiges Finanzergebnis -797 0 14 -214 1.139 142
Ertragsteuern -45 319 918 460 -3.818 -2.166
Nettoeinkommen 1.928 4.007 2.181 -3.232 -876 4.008
Segmentvermögen (30.06.) 118.535 58.523 112.793 111.138 -237.506 163.483
Investitionen 753 270 6.825 67 567 8.482
Segmentschulden (30.06.) 115.068 31.352 70.349 43.345 -132.319 127.794


Am Jahresende erfolgt zwischen der FP GmbH und den Vertriebsgesellschaften eine Ergebnisanpassung entsprechend steuerrechtlichen Regeln hinsichtlich konzerninterner Verrechnungspreise. Diese Anpassung hat im Wesentlichen Auswirkungen auf die dargestellten intersegmentalen Segmentumsätze und Segment-EBITDA / -Nettoeinkommen. Basierend auf den aktuellen Ergebnismargen der Vertriebsgesellschaften würde sich der Umsatz und das EBITDA des Segments Produktion für den Berichtszeitraum 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017 um TEUR 892 (im Vorjahr TEUR 280) erhöhen. Das EBITDA des Segments Vertrieb Deutschland würde sich um TEUR 1.258 (im Vorjahr 0) vermindern und des Segments Vertrieb International um TEUR 366 (im Vorjahr 280) erhöhen.

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in TEUR Produktion Vertrieb
Deutschland
Vertrieb
International
Zentrale
Funktionen
Überleitung
Konzern
Gesamt
01.01.-30.06.2017 A B C D

Rückstellungen für Restrukturierung 0 0 0 0 0 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 10 793 0 150 -952 0
01.01.-30.06.2016





Rückstellungen für Restrukturierung 0 0 0 0 0 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 27 399 0 75 -501 0


ÜBERLEITUNGEN IN TEUR

UMSATZERLÖSE

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01.01.-
30.06.2017
01.01.-
30.06.2016
Umsatzerlöse der Segmente A-C 148.568 144.829
Umsatzerlöse des Segments Zentrale Funktionen 1.075 1.025
Effekte aus der Anpassung Finanzierungsleasing -154 -201

149.489 145.653
Abzüglich Intersegmentumsätze 45.068 45.336
Umsatzerlöse laut Abschluss 104.421 100.317


EBITDA

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01.01.-
30.06.2017
01.01.-
30.06.2016
EBITDA der Segmente A-C 19.142 18.002
EBITDA des Segments Zentrale Funktionen -4.139 -3.495

15.003 14.507
Bewertungseffekte aus der Überleitung IFRS -333 2.702
Effekte auf Konsolidierungsebene -1.962 -2.562
EBITDA Konzern 12.709 14.645
Abschreibungen und Wertminderungen -9.831 -8.322
Zinsergebnis 665 -291
Sonstiges Finanzergebnis -295 142
Konzernergebnis vor Steuern 3.248 6.175
Ertragsteuern -1.120 -2.166
Konzernergebnis laut Abschluss 2.128 4.008


VERMÖGEN

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30.06.2017 30.06.2016
Vermögen der Segmente A-C 296.942 289.852
Vermögen des Segments Zentrale Funktionen 111.527 111.138

408.468 400.990
Aktivierung Entwicklungskosten nach IFRS 18.337 21.160
Effekte aus der Umbewertung Firmenwerte 9.691 8.915
Effekte aus Abschreibung von Kundenlisten -120 -124
Übrige Überleitungen auf IFRS 7.512 8.344

443.888 439.286
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -281.966 -275.802
Vermögen laut Abschluss 161.921 163.483


VERMÖGEN NACH REGIONEN

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30.06.2017 30.06.2016
Deutschland 294.662 288.197
USA und Kanada 50.999 54.484
Europa (ohne Deutschland) 62.807 58.309
Übrige Regionen 0 0

408.468 400.990
Effekte aus Umbewertung nach IFRS 35.540 38.420
Effekte aus Abschreibung von Kundenlisten -120 -124

443.888 439.286
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -281.966 -275.802
Vermögen laut Abschluss 161.921 163.483


Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.494 (im Vorjahr TEUR 8.494) ist ausschließlich dem Segment Vertrieb Deutschland zugeordnet.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernzwischenberichterstattung der Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Zwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Berlin, 24. August 2017

Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG

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Rüdiger Andreas Günther Thomas Grethe Sven Meise
Vorsitzender


WEITER INIFORMATIONEN

INFORMATIONEN ÜBER DIESE QUARTALSMITTEILUNG

Dieses Dokument entspricht den neuen Vorgaben zur Quartalsmitteilung gemäß § 51 a der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse. Aufgrund geänderten Europäischen Rechts wurde in Deutschland im Jahr 2015 die gesetzliche Verpflichtung zur Quartalsberichtserstattung für börsennotierte Unternehmen aufgehoben. Unternehmen haben künftig die Möglichkeit, für das erste und dritte Quartal eines Geschäftsjahres eine verkürzte Quartalsmitteilung in der vorliegenden Form zu veröffentlichen.

INFORMATIONEN ÜBER DAS UNTERNEHMEN

Der FP-Konzern mit Hauptsitz in Berlin bietet Unternehmen und Behörden innovative Lösungen für die sichere und effiziente Kommunikation. Neben Systemen für das Frankieren und Kuvertieren von Briefen umfasst das Angebot derzeit Dienstleistungen wie die Abholung von Geschäftspost sowie Softwarelösungen. Aus seiner mehr als 90-jährigen Unternehmensgeschichte heraus verfügt der FP-Konzern über eine einzigartige Mischung aus gewachsener Kompetenz bei der Postbearbeitung und digitalem Know-how. In vielen Industrieländern ist das Unternehmen mit eigenen Niederlassungen präsent und besitzt bei Frankiermaschinen einen weltweiten Marktanteil von mehr als zehn Prozent. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete der FP-Konzern einen Umsatz von über 200 Mio. Euro. Bis 2023 strebt er eine Verdoppelung des Umsatzes auf rund 400 Mio. Euro an. Im Rahmen der Strategie ACT wird das Unternehmen hierzu im Kerngeschäft angreifen, zusätzliche Produkte und Services für die Kunden anbieten und die digitale Transformation vorantreiben.

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