Francotyp-Postalia Holding AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und zusammengefasster Konzernlagebericht

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Francotyp-Postalia Holding AG Berlin

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

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Anhang 31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE        
I. Immaterielle Vermögenswerte (10)      
1. Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten   21.578   22.117
2. Geschäfts- oder Firmenwert   8.494   8.494
3. Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen   5.074   4.265
      35.146 34.876
II. Sachanlagen (10)      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten   2.784   3.044
2. Technische Anlagen und Maschinen   4.659   4.729
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   4.274   4.348
4. Vermietete Erzeugnisse   18.384   23.807
5. Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen   1.208   3.103
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   446   315
      31.755 39.346
III. Sonstige Vermögenswerte        
1. Assoziierte Unternehmen (21) 36   36
2. Sonstige Beteiligungen (21) 163   163
3. Forderungen aus Finanzierungsleasing (11, 21) 11.234   9.375
4. Sonstige langfristige Vermögenswerte   153   149
      11.587 9.723
IV. Steueransprüche        
1. Latente Steueransprüche (18) 1.386   866
2. Laufende Steueransprüche   2.446   0
      3.832 866
      82.320 84.811
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE        
Vorratsvermögen (121      
I. 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   3.892   5.187
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen   747   552
3. Fertige Erzeugnisse und Handelswaren   5.994   5.457
      10.633 11.196
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13, 21)   18.684 18.966
III. Sonstige Vermögenswerte        
1. Forderungen aus Finanzierungsleasing (11, 21) 4.037   3.169
2. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (18) 5.813   6.480
3. Derivative Finanzinstrumente (21) 110   86
4. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (14,21) 13.271   15.557
      23.230 25.292
IV. Wertpapiere (21)   676 679
V. Liquide Mittel (15, 21)   34.234 26.394
      87.457 82.527
      169.777 167.338

Passiva

       
  Anhang 31.12.2017 31.12.2016
    TEUR TEUR TEUR
A. EIGENKAPITAL (16)      
I. Gezeichnetes Kapital   16.301   16.215
II. Kapitalrücklage   34.746   34.620
III. Stock-Options-Rücklage   1.318   1.179
IV. Eigene Anteile   -1.625   0
V. Verlustvortrag   -17.543   -20.794
VI. Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen   4.649   5.857
VII. Kumuliertes übriges Eigenkapital   -4.887   -1.131
      32.959 35.946
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN        
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (17) 16.528   17.054
II. Sonstige Rückstellungen (19) 1.139   991
III. Finanzverbindlichkeiten (20, 21) 43.138   37.530
IV. Sonstige Verbindlichkeiten (20, 21) 70   110
V. Latente Steuerverbindlichkeiten (18) 1.576   572
      62.450 56.257
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN        
I. Steuerschulden (18) 5.091   3.635
II. Sonstige Rückstellungen (19) 7.965   7.969
III. Finanzverbindlichkeiten (20, 21) 412   911
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (20, 21) 11.210   10.612
V. Sonstige Verbindlichkeiten (20, 21) 49.689   52.008
Davon Teleportogelder TEUR 27.281 (im Vj. TEUR 28.119)     74.367 75.135
      169.777 167.338

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 01. Januar bis 31. Dezember 2017

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in TEUR Anhang 01.01. - 31.12.2017 01.01. - 31.12.2016
1. Umsatzerlöse (1) 206.343   202.969  
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen   523   155  
      206.866   203.124
3. Andere aktivierte Eigenleistungen (2)   10.839   11.391
4. Sonstige Erträge (3)   4.774   3.771
5. Materialaufwand (4)        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   35.218   35.647  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen   67.662   60.872  
      102.880   96.519
6. Personalaufwand (5)        
a) Löhne und Gehälter   50.406   49.050  
b) Soziale Abgaben   7.795   7.569  
c) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung   1.024   800  
      59.225   57.419
7. Abschreibungen und Wertminderungen (10)   19.060   17.487
8. Andere Aufwendungen (6)   34.058   37.125
9. Zinsergebnis (7)        
a) Zinsen und ähnliche Erträge   2.126   1.348  
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen   1.909   1.563  
      217   -215
10. Sonstiges Finanzergebnis (7)        
a) Sonstige Finanzerträge   855   3.787  
b) Sonstige Finanzaufwendungen   1.258   3.695  
      -403   92
11. Ertragsteuern (6)        
      -2.422   -3.414
12. Konzernergebnis     4.649   6.199
Sonstiges Ergebnis          
13. Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten     -4.293   -517
davon Steuern     -16   19
14. Anpassung Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 (rev. 2011)     211   -1.207
davon Steuern     102   -495
15. Absicherung von Zahlungsströmen- wirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes     487   -249
davon Steuern     -210   108
16. Absicherung von Zahlungsströmen- Umgliederung in den Gewinn oder Verlust     -161   0
davon Steuern     70   0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern     -3.756   -1.973
Gesamtergebnis     893   4.226
Konzernergebnis     4.649   6.199
davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Konzernergebnis     4.649   5.857
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis     0   342
Gesamtergebnis     893   4.226
davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Gesamtergebnis     893   3.884
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis     0   342
      EUR   EUR
Ergebnis je Aktie (unverwässert, in EUR): (9)   0,29   0,36
Ergebnis je Aktie (verwässert, in EUR):     0,28   0,36
EBIT     7.256   9.736
% vom Umsatz     3,5   4,8
EBITDA     26.316   27.223
% vom Umsatz     12,8   13,4

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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Anhang 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2016
TEUR TEUR
1. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit      
Konzernergebnis   4.649 6.199
Erfolgswirksam erfasstes Ertragsteuerergebnis (8) 2.422 3.414
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis (7) -217 214
Zu- und Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens (10) 19.060 17.487
Abnahme (-)/Zunahme (+) der Rückstellungen und Steuerschulden (17, 18, 19) -400 -314
Verluste (+)/Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens   711 120
Abnahme (+)/Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (ohne Finanzierungsleasing) (12, 13, 14) 3.221 471
Abnahme (+)/Zunahme (-) der Forderungen aus Finanzierungsleasing   -2.727 -4.148
Abnahme (-)/Zunahme (+) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva*, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (20) -3.836 -731
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge   293 -376
Erhaltene Zinsen (7) 2.126 1.348
Gezahlte Zinsen (7) -1.794 -1.290
Erhaltene Ertragsteuer (8) 1.011 1.458
Gezahlte Ertragsteuer (8) -3.265 -1.722
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit   21.253 22.129
2. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit      
Auszahlungen für Aktivierung von Entwicklungskosten (2, 10) -5.088 -4.413
Auszahlungen für kapitalisierte Zinsen für Entwicklungskosten   -51 -168
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens (10) 0 85
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (10) -1.758 -2.309
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (10) -8.578 -9.962
Auszahlungen für Erwerb von Minderheitenanteilen   0 -800
Cashflow aus Investitionstätigkeit   -15.474 -17.567
3. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit      
Dividendenzahlungen an Minderheitengesellschafter   0 -1.470
Auszahlungen aus Gewinnausschüttungen Aktionäre (16) -2.606 -1.923
Auszahlungen aus der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20) -6 -33.127
Auszahlungen aus der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (20) -1.175 -1.675
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (20) 353 0
Einzahlungen aus der Veräußerung eigener Anteile (16) 0 410
Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Anteile   -1.625 0
Einzahlungen aus der Ausgabe neuer Aktien (20) 212 138
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   5.938 36.914
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   1.091 -733
Finanzmittelbestand*      
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel V. 6.870 3.829
Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel   -1.434 -1.102
Finanzmittel am Anfang der Periode V. 18.655 15.928
Finanzmittel am Ende der Periode V. 24.091 18.655

* Aus den Liquiden Mitteln sowie den Sonstigen Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die von der FP-Gruppe verwaltet werden, in Höhe von TEUR 10.820 (i.Vj. TEUR 8.418), herausgerechnet. In die Finanzmittel einbezogen werden die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 676 (i. Vj. TEUR 679).

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Stock-Options- Rücklage Eigene Anteile Bilanzergebnis
(16) (16) (16) (16) (16)
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 01.01.2019 18.160 34.937 1.046 -810 -18.871
Konzernergebnis 01.01.-31.12.2018         5.857
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten          
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19          
Absicherung von Zahlungsströmen          
Sonstiges Ergebnis 01.01.-31.12.2018 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 01.01.41.12.2019 0 0 0 0 5.857
Kapitalerhöhung          
Bedienung Stock-Options 55 -317 133 810  
Ausschüttungen         -1.923
Erwerb von Minderheitenanteilen         0
Stand am 31.12.2016 16.215 34.620 1.179 0 -14.937
Stand am 01.01.2017 16.215 34.820 1.179 0 -14.937
Konzernergebnis 01.01.-31.12.2017 0 0 0 0 4.649
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 0 0 0 0 0
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 0 0 0 0 0
Absicherung von Zahlungsströmen 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 01.01.-31.12.2017 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 01.01.31.12.2017 0 0 0 0 4.649
Ausschüttungen 0 0 0 0 -2.606
Bedienung Stock-Options 86 126 139 0 0
Rückkauf eigener Aktien 0 0 0 -1.625 0
Stand am 31.12.2017 16.301 34.746 1.318 -1.625 -12.894
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Kumuliertes übriges Eigenkapital
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Nettoinvestitionen in ausländiche Geschäfts- Unterschiedsbetrag aus der Anpassung IAS 19
(16) (16) (16)
TEUR TEUR TEUR
Stand am 01.01.2019 3.425 178 -2.352
Konzernergebnis 01.01.-31.12.2018      
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -471 -46  
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19     -1.177
Absicherung von Zahlungsströmen      
Sonstiges Ergebnis 01.01.-31.12.2018 -471 -46 -1.177
Gesamtergebnis 01.01.41.12.2019 471 -46 -1.177
Kapitalerhöhung      
Bedienung Stock-Options      
Ausschüttungen      
Erwerb von Minderheitenanteilen      
Stand am 31.12.2016 2.954 132 -3.529
Stand am 01.01.2017 2.954 132 -3.529
Konzernergebnis 01.01.-31.12.2017 0 0 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -4.257 -36 0
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 0 0 211
Absicherung von Zahlungsströmen 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 01.01.-31.12.2017 -4.257 -36 211
Gesamtergebnis 01.01.31.12.2017 4.257 36 211
Ausschüttungen 0 0 0
Bedienung Stock-Options 0 0 0
Rückkauf eigener Aktien 0 0 0
Stand am 31.12.2017 -1.303 96 -3.318
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Kumuliertes übriges Eigenkapital
Unterschiedsbetrag aus Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter Rücklage aus Sicherungsgeschäften
(16) (16)
TEUR TEUR
Stand am 01.01.2019 0 0
Konzernergebnis 01.01.-31.12.2018    
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten    
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19    
Absicherung von Zahlungsströmen   -249
Sonstiges Ergebnis 01.01.-31.12.2018 0 -249
Gesamtergebnis 01.01.41.12.2019 0 -249
Kapitalerhöhung    
Bedienung Stock-Options    
Ausschüttungen    
Erwerb von Minderheitenanteilen -439  
Stand am 31.12.2016 -439 -249
Stand am 01.01.2017 -439 -249
Konzernergebnis 01.01.-31.12.2017 0 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 0 0
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 0 0
Absicherung von Zahlungsströmen 0 326
Sonstiges Ergebnis 01.01.-31.12.2017 0 326
Gesamtergebnis 01.01.31.12.2017 0 326
Ausschüttungen 0 0
Bedienung Stock-Options 0 0
Rückkauf eigener Aktien 0 0
Stand am 31.12.2017 -439 77
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FP Holding zuzurechnendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Summe
(16) (16)
TEUR TEUR TEUR
Stand am 01.01.2019 33.713 1.519 35.232
Konzernergebnis 01.01.-31.12.2018 5.857 342 6.199
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -517   -517
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 -1.177 -30 -1.207
Absicherung von Zahlungsströmen -249 0 -249
Sonstiges Ergebnis 01.01.-31.12.2018 -1.943 -30 -1.973
Gesamtergebnis 01.01.41.12.2019 3.914 312 4.228
Kapitalerhöhung     0
Bedienung Stock-Options 681   681
Ausschüttungen -1.923 -1.470 -3.393
Erwerb von Minderheitenanteilen -439 -361 -800
Stand am 31.12.2016 35.946 0 35.946
Stand am 01.01.2017 35.948 0 35.948
Konzernergebnis 01.01.-31.12.2017 4.649 0 4.649
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -4.293 0 -4.293
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 211 0 211
Absicherung von Zahlungsströmen 326 0 326
Sonstiges Ergebnis 01.01.-31.12.2017 -3.758 0 -3.756
Gesamtergebnis 01.01.31.12.2017 893 0 893
Ausschüttungen -2.606 0 -2.606
Bedienung Stock-Options 351   351
Rückkauf eigener Aktien -1.625 0 -1.825
Stand am 31.12.2017 32.959 0 32.959

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Grundlagen

Allgemeine Angaben

Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch „FP Holding" genannt), ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 169096 B eingetragen.

Der international agierende FP-Konzern mit einer 95-jährigen Geschichte ist Experte für sicheres Mail-Business und digitale Kommunikationsprozesse. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt bei Produkten und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und Digitalen Lösungen für Unternehmen und Behörden.

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat den Konzernabschluss am 21. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er diesen billigt.

Übereinstimmungserklärung

Die FP Holding hat ihren Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der die FP-Gruppe konsolidiert wird. Die Geschäftsjahre entsprechen für sämtliche Konzerngesellschaften dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FP Holding zum 31. Dezember 2017 werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Stetigkeit der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Anpassungen von Anhangangaben für das Vorjahr

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind - abgesehen von den dargestellten, folgenden Ausnahmen - gegenüber denen des Vorjahres unverändert.

Der Steueraufwand und -ertrag aus latenten und laufenden Ertragsteuern wurde im Geschäftsjahr 2016 erstmalig saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Anwendung neuer und überarbeiteter IFRS-Vorschriften

Grundsätzlich wendet der FP-Konzern neue und überarbeitete IFRS-Vorschriften erst ab dem Zeitpunkt an, zu dem sie verpflichtend anzuwenden sind. Zu bestimmten neuen oder überarbeiteten IFRS-Vorschriften nach IAS 8.28 nimmt der FP-Konzern nachfolgend Stellung.

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Standard Erläuterung Auswirkung auf Konzernabschluss
Amendments to IAS 7 - Disclosure Initiative Mit der Änderung werden die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens verbessert. Das Unternehmen macht Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte werden ebenfalls in die Angaben einbezogen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften). Der Konzern stellt in einer Überleitungsrechnung die Veränderungen in Abschnitt V zwischen dem Anfangs- und Endbestand der betroffenen Finanzverbindlichkeiten dar.
  Es werden zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen angegeben.  
  Die Angaben werden in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz dargestellt.  
Amendments to IAS 12 - Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses Die Änderungen verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten. keine wesentlichen Aus-wirkungen
Improvements to IFRS 2014 - 2016 Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014-2016) wurden drei IFRSs geändert, von denen nur die folgende in 2017 anzuwenden war: keine wesentlichen Auswirkungen
  In IFRS 12 wird klargestellt, dass die Angaben nach IFRS 12 grundsätzlich auch für solche Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen gelten, die als zur Veräußerung gehalten im Sinne des IFRS 5 klassifiziert werden; eine Ausnahme hiervon bilden die Angaben nach IFRS 12.B10-B16 (Finanzinformationen).  

Für die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant der Konzern keine frühzeitige Anwendung. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der FP Holding derzeit geprüft.

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Standard Erläuterung Auswirkung auf Konzernabschluss
IAS 8.30, EU Endorsement erfolgt    
IFRS 9 Financial Instruments Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. Der Konzern beabsichtigt für den Übergang die vollständig retrospektive Methode anzuwenden. Die Umstellung auf den neuen Standard ist zwar weitgehend abgeschlossen und zurzeit werden die Umstellungseffekte analysiert, diese können jedoch noch nicht verlässlich ermittelt werden. Aufgrund des neuen Modells zur Erfassung der Kreditausfälle erwarten wir allerdings höhere Wertberichtigungen.
  Der Konzern ist verpflichtet, IFRS 9 Finanzinstrumente zum 1. Januar 2018 anzuwenden.  

Die folgende Übersicht zeigt die ursprüngliche Klassifizierung gem. IAS 39 sowie die vorläufige Klassifizierung gern. IFRS 9 für jede Gruppe von finanziellen Vermögenswerten und Schulden zum 31.12.2017.

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Werte in TEUR Note Klassifizierung gem. IAS 39 Klassifizierung gem. IFRS 9 Buchwerte gem. IAS 39 Buchwerte gem. IFRS 9
Wertpapiere 21 HfT Fair Value mit Wertänderung im Finanzergebnis 676 676
Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten mit Hedge-Beziehung 21 n/a n/a 110 110
Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten ohne Hedge-Beziehung 21 HfT Fair Value mit Wertänderung im Finanzergebnis 0 0
Beteiligungen und assoziierte Unternehmen 21 AfS OCI-Option: Fair Value mit Wertänderung im Finanzergebnis oder im sonstigen Ergebnis 199 199
Forderungen aus Lieferung und Leistungen 13 LaR Fortgeführte Anschaffungskosten 18.684 18.649
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 21 LaR Fortgeführte Anschaffungskosten 6.812 6.799
Forderungen aus Finanzierungsleasing 11 n/a n/a 15.721 15.692
Liquide Mittel 15 LaR Fortgeführte Anschaffungskosten 34.234 34.234
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20 OL Fortgeführte Anschaffungskosten 42.847 42.847
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20 OL Fortgeführte Anschaffungskosten 11.210 11.210
Sonstige finanzielle Schulden 21 OL Fortgeführte Anschaffungskosten 32.040 32.040
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen 21 n/a n/a 703 703
Derivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten mit Hedge-Beziehung 21 n/a n/a 0 0
Derivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten ohne Hedge-Beziehung 21 HfT OCI-Option: Fair Value mit Wertänderung im Finanzergebnis oder im sonstigen Ergebnis 2.215 2.215

Zur Klassifizierung der Kategorien nach IAS 39 verweisen wir auf Note 21.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind keiner Bewertungskategorie nach IAS 39.2 (b) zuzuordnen. Die Bilanzierung erfolgt nach IAS 17.

In den Anwendungsbereich der Wertminderungsvorschriften nach IFRS 9 fallen bei der FP-Gruppe im Wesentlichen die bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte. Wesentliche sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte in Form von Schuldinstrumenten (wie z.B. ausgereichte Darlehensforderungen), für die das komplexere 3-stufige Wertminderungsmodell obligatorisch ist, bestehen bei der FP-Gruppe nicht.

IFRS 9 schreibt keine bestimmte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste vor. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit unter einem Jahr (also ohne signifikante Finanzierungskomponente) ist der Simplified Approach pflichtmäßig anzuwenden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit über 1 Jahr (also mit signifikanter Finanzierungskomponente) können gem. IFRS 9 wahlweise der General bzw. Simplified Approach angewendet werden. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt die Erfassung damit nach dem Simplified Approach. Der Konzern hat an Hand der historischen Werte folgende Ausfallquoten ermittelt:

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Forderungen aus Lieferung und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing und sonstige finanzielle Vermögenswerte
in TEUR 2017 2016 2015 2014 2013
Umsatz 206.343 202.969 191.056 170.307 168.918
Aufwand aus der Ausbuchung          
  398 305 236 237 558
Ausfallquote 0,19% 0,15% 0,12% 0,14% 0,33%

Unter Berücksichtigung des Mittelwertes der historischen Ausfallquoten angewandt auf die Bestände der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum Bilanzstichtag ergibt sich ein erwarteter Ausfall von Forderungen in Höhe von TEUR 77.

Für Liquide Mittel hat der Konzern die erwarteten Kreditverluste an Hand von quotierten CDS-Spreads ermittelt. Bei Tagesgeldkonten sind diese Werte auf eine Haltedauer von einem Tag zu berechnen, in dem der CDS-Spread vereinfacht durch 365 Tage dividiert wird. Bei einem unterstellten CDS von 20 Basispunkten ergibt dies unwesentliche Beträge für den Konzern.

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Standard Erläuterung Auswirkung auf Konzernabschluss
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers including Amendments to IFRS 15" sowie "Clarifications to IFRS 15" IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 „Umsatzerlöse", IAS 11 „Fedigungsaufträge" und IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme". IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das grundsätzlich auf alle Vertrage mit Kunden anzuwenden ist. Zudem enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf qualitative und quantitative Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss zu leisten sind. IFRS 15 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig, wird jedoch nicht angewendet. Die konzernweite Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist größtenteils abgeschlossen. Der FP-Konzern erwirtschaftet seine Umsatzerlöse vor allem mit dem Verkauf von Frankier- und Kuvertiermaschinen sowie mit der Erbringung von Dienstleistungen. Die Umsatzrealisierung aus Verkäufen erfolgt grundsätzlich zeitpunktbezogen. Separat abgeschlossene Dienstleistungsverträge hingegen sind zeitraumbezogen zu realisieren, was auch größtenteils der bisherigen Praxis unter IAS 18 entspricht. Allerdings werden im Zusammenhang mit den Dienstleistungsverträgen veräußerte Installationsleistungen derzeit ebenfalls zeitraumbezogen realisiert - hier erwartet der Konzern geringfügige Anpassungen aus dem Wechsel zu einer zeitpunktbezogenen Realisierung. Verkaufs- und Dienstleistungsverträge werden oft in einem zeitlichen Zusammenhang abgeschlossen, sodass eine Zusammenfassung und eine Analyse nach IFRS 15 als Mehrkomponentengeschäfte notwendig ist. Es hat eine Aufteilung des Transaktionspreises anhand der relativen Einzelveräußerungspreise (EVP) zu erfolgen. Diese EVPs bilden die Grundlage für die Umsatzrealisierung. Der Konzern erwartet keine wesentlichen Abweichungen zwischen den bisher zu Grunde gelegten Preisen und den EVP gem. IFRS 15. Der Konzern hat sich entschieden die modifiziert retrospektive Methode anzuwenden. Zusammenfassend lässt sich Folgendes festhalten: Abgesehen von dem Erfordernis, umfangreichere Angaben zu den Umsätzen des Konzerns aus Verträgen mit Kunden bereitzustellen, geht der Konzern nicht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 15 wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben wird. Aus der Erstanwendung erwartet der Konzern eine Zuführung zu Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 104.
IFRS 16 „Leases" IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Miet- Leasingverhältnisse einstufen. IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 „Leasingverhältnisse", IFRIC 4 „Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC-15 „Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" und SIC-27 „Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Die Angabepflichten für Leasingnehmer und Leasinggeber sind in IFRS 16 gegenüber IAS 17 deutlich umfangreicher geworden. Der Standard ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 oder davor anwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig, wird jedoch nicht angewendet. Zum 31. Dezember 2017 hat der Konzern als Leasingnehmer Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Mietleasingverhältnissen in Höhe von TEUR 748. IAS 17 verlangt weder die Erfassung eines RoU­Vermögenswertes noch einer Leasingverbindlichkeit für diese Zahlungen. Stattdessen enthält Tz. (23) die erforderlichen An-hangangaben. Eine vorläufige Beurteilung deutet darauf hin, dass diese Vereinbarungen die Definition eines Leasingverhältnisses erfüllen und der Konzern daher entsprechende Werte in der Bilanz anzusetzen hätte. Es ist davon auszugehen, dass die Anwendung von IFRS 16 einen erheblichen Einfluss auf den Konzernabschluss hat. Der Konzern steht noch am Anfang der Ermittlung der Auswirkungen. Eine verlässliche Schätzung der Höhe des Effekts kann erst nach Abschluss dieser Ermittlung abgegeben werden. Es ist insbesondere noch zu analysieren, welche Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen bestehen, inwieweit Erleichterungsvorschriften und Wahlrechte in Anspruch genommen werden und welche Grenzfremdkapitalzinssätze verwendet werden. Bei Finanzierungsleasingverhältnissen mit dem Konzern als Leasingnehmer werden bereits heute Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bilanziert. Für diese Fälle sowie für Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, geht der Konzern nicht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 16 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Allerdings geht der Konzern davon aus, dass das Erfordernis, umfangreichere Angaben zu den Leasingverträgen des Konzerns zu machen, sich auf alle Bereiche (Leasinggeber und Leasingnehmer) auswirkt.
Improvements to IFRS 2014 - 2016 Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014-2016) wurden drei IFRSs geändert, von den die beiden folgenden Änderungen erst in 2018 anzuwenden sind: In IAS 28 wird klargestellt, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Darüber hinaus erfolgte die Streichung der befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1. Appendix E (IFRS 1.E3-E7) für erstmalige IFRS-Anwender. Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
IAS 8.30, EU Endorsement ist noch ausstehend    
Amendments to IFRS 2 - Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions Die Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von „mit Barausgleich" in „mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente". Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine rückwirkende Anwendung ist nur ohne Verwendung späterer besserer Erkenntnisse möglich Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
Amendments to IFRS 9 - Prepayment Features with Negative Compensation Die Anpassungen betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien. Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung („prepayment feature with negative compensation") dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis anstatt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden. Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
Amendments to IFRS 10 and IAS 28 - Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer at-equity bewerteten Beteiligung - sei es ein assoziiertes 1 Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen - lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist. Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig. Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
Amendment to IAS 28 - Long-term Interests in Associates and Joint Ventures Die Änderungen enthalten eine Klarstellung, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden. Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
IFRIC 22 Foreign Currency Transactions and Advance Consideration IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird. Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
IFRIC 23 Uncertainty over Income Tax Treatments Die steuerliche Behandlung bestimmter Sachverhalte und Transaktionen kann von der zukünftigen Anerkennung durch die Finanzverwaltung oder die Finanzgerichtsbarkeit abhängen. IAS 12 Ertragsteuern regelt wie tatsächliche und latente Steuern zu bilanzieren sind. IFRIC 23 ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Sachverhalten und Transaktionen. Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
Improvements to IFRS 2015 - 2017 Durch die Annual Improvements to IFRSs (2015-2017) wurden vier IFRSs geändert. In IFRS 3 wird klargestellt, dass ein Unternehmen bei Erlangung der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb, an dem es zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, die Grundsätze für sukzessive Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden hat. Der bislang vom Erwerber gehaltene Anteil ist neu zu bewerten In IFRS 11 wird festgelegt, dass eine Partei bei Erlangung einer gemeinschaftlichen Führung (joint control) an einem Geschäftsbetrieb, an dem er zuvor im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint Operation) beteiligt war, den bisher gehaltenen Anteil nicht neu bewertet. IAS 12 wird dahingehend geändert, dass alle ertragssteuerlichen Konsequenzen von Dividendenzahlungen in gleicher Weise zu berücksichtigen sind, wie die Erträge, auf denen die Dividenden beruhen. Zuletzt wird im IAS 23 festgelegt, dass bei der Bestimmung des Finanzierungskostensatzes, wenn ein Unternehmen allgemein Mittel für die Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen hat, Kosten für Fremdkapital, das speziell im Zusammenhang mit der Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen wurde, bis zu deren Fertigstellung nicht zu berücksichtigen sind. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
Amentments to IAS 19 - Plan Amendment, Curtailment or Settlement Durch die Änderungen an IAS 19 wird zwingend verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld verwendet wurden. Die Bestimmung der Nettozinsen für das verbleibende Geschäftsjahr erfolgt zudem auf Basis der neu bewerteten Nettoschuld. Danach ist bei einer Planänderung, ­kürzung oder -abgeltung gemäß IAS 19.99-112 der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand bzw. Gewinn oder Verlust aus der Abgeltung zu erfassen und zu bewerten. Dabei sind die Auswirkungen aus der Vermögenswertobergrenze nicht zu berücksichtigen. Ein Unternehmen hat erst im Anschluss die Auswirkung der Vermögenswertobergrenze nach der Planänderung, -kürzung oder -abgeltung zu bestimmen und jede Änderung des Effekts zu erfassen. Die Änderungen sind erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen. Wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der FP Holding werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit zur Beherrschung besteht. Die FP Holding beherrscht ein Unternehmen, wenn sie schwankenden Renditen aus dem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Endet die Möglichkeit der Beherrschung, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Im Geschäftsjahr 2017 veränderte sich der Konsolidierungskreis. Zum Konsolidierungskreis kam die FP Produktionsverwaltung GmbH, Wittenberge, Deutschland hinzu, die die Komplementär-GmbH der in die Rechtsform einer GmbH & Co. KG umgewandelten ehemaligen FP Produktionsgesellschaft mbH, Wittenberge, Deutschland ist. Außerdem wurde im Berichtsjahr die FP Finance B.V., Zoetermeer, Niederlande, gegründet.

In den Konzernabschluss 2017 der FP-Gruppe sind neben der Francotyp-Postalia Holding AG elf (im Vorjahr zehn) inländische und zehn (im Vorjahr neun) ausländische Tochterunternehmen einbezogen (siehe nachfolgende Aufstellung auf Seite 15 - 16).

Beherrschte, aber nicht konsolidierte sowie assoziierte Unternehmen

Im Berichtsjahr verminderte sich die Anzahl der nicht konsolidierten Unternehmen. Die Tochtergesellschaft Francotyp-Postalia Asia Pte. Ltd., Singapur wurde am 4. Dezember 2017 aus dem Handelsregister gelöscht. Die Summe der Betriebsergebnisse der nicht konsolidierten Tochterunternehmen beträgt rund 1,4 % (im Vorjahr -1,4 %) des Konzern-Betriebsergebnisses. Der geschätzte Effekt einer Konsolidierung der Gesellschaften auf die Konzern-Bilanzsumme liegt wie im Vorjahr bei rund 0,5 % (im Vorjahr 0,5 %) der Konzern-Bilanzsumme.

Anteilsbesitzliste nach § 313 HGB 1, 2

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Lfd. Nr. Name und Sitz des Unternehmens 31.12.2017 Beteiligungsanteil in %3
  Konsolidierte Unternehmen  
1 Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin, Deutschland  
2 Francotyp-Postalia GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
3 freesort GmbH, Langenfeld, Deutschland 100,00
4 internet access GmbH lilibit Berlin Gesellschaft für Kommunikation und Digitaltechnik, Berlin, Deutschland 100,00
5 FP Direkt Vertriebs GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
6 Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
7 FP Hanse GmbH, Hamburg, Deutschland 100,00
8 FP InovoLabs GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
9 Francotyp-Postalia Unterstützungseinrichtung GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
10 FP Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG, Wittenberge, Deutschland 100,00
11 FP Produktionsverwaltung GmbH, Wittenberge, Deutschland 100,00
12 Mentana-Claimsoft GmbH, Fürstenwalde, Deutschland 100,00
13 Francotyp-Postalia N.V./S.A., Antwerpen, Belgien 99,97
14 Francotyp-Postalia GmbH, Wien, Österreich 100,00
15 Ruys Handelsvereniging B.V., Zoetermeer, Niederlande 100,00
16 FP Finance B.V., Zoetermeer, Niederlande 100,00
17 Italiana Audion s. r. I, Mailand, Italien 100,00
18 Francotyp-Postalia Ltd., Darlord, Großbritannien 100,00
19 Francotyp-Postalia Inc., Addison, Illinois, USA 100,00
20 Francotyp-Postalia Canada Inc., Concord, Kanada 100,00
21 Francotyp-Postalia Sverige AB, Bromma, Schweden 100,00
22 Francotyp-Postalia France SARL, Nanterre, Frankreich 100,00
Lfd. Nr. Name und Sitz des Unternehmens 31.12.2017 Beteiligungsanteil in %4
     
  Nicht konsolidierte Unternehmen  
23 FP Data Center Inc., Osaka, Japan 49,00
24 Nippon Postalia-Francotyp Co. Ltd, Tokyo, Japan 24,01
25 FP Systems India Private Limited, Mumbai, Indien 99,998
26 FP Direct Ltd., Dartford, Großbritannien 100,00

1 Es wurden vier Beteiligungen (im Vorjahreszeitraum fünf Beteiligungen) mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert, sondern als Assoziierte Unternehmen oder Sonstige Beteiligungen unter den Sonstigen langfristigen Vermögenswerten nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
2 Für die Francotyp-Postalia GmbH, die Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH, die FP Hanse GmbH, die FP Direkt Vertriebs GmbH, die FP InovoLabs GmbH, die Mentana-Claimsoft GmbH sowie die Francotyp-Postalia Unterstützungseinrichtung GmbH, wurde beschlossen, die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB i. V. m. § 325 vollumfänglich in Anspruch zu nehmen. Die FP Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG hat ebenfalls von den Befreiungsvorschriften des § 264b HGB i. V. m. § 325 Gebrauch gemacht. Die genannten Gesellschaften sind zugleich auch von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Lageberichts 2017 gemäß § 264 Abs. 3 HGB i. V. m. § 289 HGB bzw. § 264b HGB befreit. Die entsprechenden Beschlüsse wurden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, die jeweilige Bekanntmachung wurde veranlasst.
3 Direkt und indirekt zurechenbare Anteile berücksichtigt.
4 Direkt und indirekt zurechenbare Anteile berücksichtigt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 3 (2008). Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden sämtliche stillen Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und alle identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte separat ausgewiesen. Mithin erfolgt eine Neubewertung aller Vermögenswerte und aller Schulden zu beizulegenden Zeitwerten. Die Anschaffungskosten der Beteiligungen werden sodann gegen das neu bewertete, anteilige Eigenkapital verrechnet. Darüber hinausgehende Beträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Anschaffungsnebenkosten bei Unternehmenszusammenschlüssen werden aufwandswirksam erfasst.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der FP Holding ist der Euro (EUR).

Fremdwährungsgeschäfte in den Abschlüssen der FP Holding und der inländischen Tochtergesellschaften werden jeweils mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Stichtagskurses angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden jeweils in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der betroffenen Konzerngesellschaft erfolgswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die zum FP-Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften sind selbständige Teileinheiten und stellen ihre Jahresabschlüsse jeweils in Landeswährung auf. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung werden Vermögenswerte und Schulden zum Abschlussstichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital der nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen wird jeweils zum historischen Kurs umgerechnet. Auswirkungen aus der Währungsumrechnung des Eigenkapitals werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden mit gewichteten Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen, die sich aus unterschiedlichen Umrechnungskursen für Bilanzposten und für Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ergeben, werden ins sonstige Ergebnis gebucht. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.

Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe darstellen, werden auf Konzernebene nach IAS 21.15 i. V. m. IAS 21.32 im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Falle einer späteren Veräußerung der jeweiligen Nettoinvestition bzw. der Tilgung der Darlehen werden die betreffenden Eigenkapitalbeträge über das Periodenergebnis gebucht.

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1 EURO = Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
US-Dollar (USD) 1,1989 1,0554 1,1297 1,1071
Britische Pfund (GBP) 0,8873 0,8554 0,8768 0,8196
Kanadische Dollar (CAD) 1,5028 1,4170 1,4648 1,4662
Schwedische Kronen (SEK) 9,8321 9,5835 9,6352 9,4685

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2017 ging der Vorstand von der Unternehmensfortführung sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften aus. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte mithin unter der Going-Concern-Annahme.

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt dann, wenn die Leistung erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Abnehmer stattgefunden hat. Weitere Voraussetzungen sind die Wahrscheinlichkeit, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und dass die Höhe der Erträge und der zugehörigen Aufwendungen verlässlich bestimmt werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Operate Lease-Verträgen sowie Dienstleistungen werden grundsätzlich über den Zeitraum der Erbringung realisiert; bei Verträgen mit pauschalen Entgelten, wie z. B. Serviceverträgen, erfolgt die Umsatzrealisation linear über die Laufzeit des Vertrages.

Zuwendungen werden im Sinne von IAS 20.7 erfasst, wenn die ihnen zu Grunde liegenden Bedingungen der Gewährung erfüllt sind und angemessene Sicherheit über die Gewährung der Zuwendung besteht. IAS 20 unterscheidet zwischen objektbezogenen Zuwendungen für langfristige Vermögenswerte und erfolgsbezogenen Zuwendungen.

Zuwendungen für langfristige Vermögenswerte werden von dem Buchwert des Vermögenswerts abgesetzt und mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer des abschreibungsfähigen Vermögenswerts im Gewinn oder Verlust erfasst. Soweit es sich um Zuwendungen für selbsterstellte Vermögenswerte handelt, mindern die Zuwendungen die aktivierten Eigenleistungen und den Buchwert in gleicher Höhe.

Zuwendungen, die den Konzern für angefallene Aufwendungen kompensieren, werden planmäßig in den Zeiträumen, in denen die Aufwendungen erfasst werden, im Gewinn oder Verlust erfasst.

Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinsaufwendungen werden unter Berücksichtigung etwaiger Transaktionskosten und Disagien nach der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmenserwerbe über die beizulegenden Zeitwerte der Anteile des Konzerns an den Nettovermögenswerten der erworbenen Unternehmen zu den jeweiligen Erwerbszeitpunkten dar. Die jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährlichen Werthaltigkeitstests (Impairment-Tests) unterzogen und immer dann, wenn es einen Anhaltspunkt gibt, dass die Zahlungsmittel generierende Einheit wertgemindert sein könnte. Die Werthaltigkeitstests werden auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen.

Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden gemäß IFRS 3 sofort erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die Werthaltigkeit entgeltlich erworbener immaterieller Vermögenswerte wird nach IAS 36 überprüft. Hierbei wird der Barwert der Cashflows, die allein auf den zu bewertenden Vermögenswert zurückzuführen sind, ermittelt. Der Diskontierungszinssatz für die Cashflows basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (sog. weighted average cost of capital - WACC) nach Steuern.

Die Bewertung von im Rahmen von Kaufpreisallokationen aktivierten Kundenbeziehungen erfolgt durch einen ertragsorientierten Ansatz, wobei der Wert der Kundenbeziehungen durch Diskontierung der aus ihnen resultierenden Cashflows dargestellt wird. Von den durch Kundenbeziehungen erwarteten Umsätzen werden die mit der Umsatzerbringung verbundenen Kosten in Abzug gebracht.

Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierungsfähigen Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern die Herstellung dieser Produkte technisch soweit realisiert werden kann, dass diese genutzt oder verkauft werden können, der Konzern die Absicht hat, den Wert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, der FP-Konzern fähig ist, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen bzw. zu verkaufen, die Art des Nutzenzuflusses nachgewiesen werden kann, die technischen und finanziellen Ressourcen zur Fertigstellung zur Verfügung stehen und die während der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich bewertet werden können. Die Entwicklungskosten umfassen alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten. Erhaltene Zuschüsse zu Entwicklungskosten werden aktivisch abgesetzt. Fremdkapitalkosten, die direkt einem Entwicklungsprojekt zugeordnet werden können, werden für den Zeitraum der Herstellung als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Sie werden ausschließlich im Zusammenhang mit aktivierten Entwicklungskosten angesetzt. Der Betrag der aktivier-baren Fremdkapitalkosten wird aus dem gewogenen Durchschnitt der Fremdkapital-kosten für die von Fremdkapitalgebern gewährten Kredite ermittelt.

Aktivierte Entwicklungskosten werden mit Beginn der kommerziellen Fertigung der entsprechenden Produkte linear über die Zeit ihres erwarteten Nutzens abgeschrieben. Während der Entwicklungsphase und auch nach der Aktivierung wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Nicht mehr werthaltige aktivierte Entwicklungen werden außerplanmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen, linearen Abschreibungen liegen wie auch im Vorjahr im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:

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Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Gewerbliche Schutzrechte (inklusive Konzessionen, Software, eigenerstellte Immaterielle Vermögens- werte, Kundenlisten) 1 bis 10 Jahre
Selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 6 Jahre
Geschäfts- und Firmenwerte 15 Jahre

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen sowie Wertminderungen, bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden einbezogen, soweit qualifizierte Vermögenswerte vorliegen. Kosten für Wartung und Reparatur von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Aufwand verrechnet. Aufbereitungskosten von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden nach den Kriterien der IAS 16.12 ff. als nachträgliche Herstellungskosten erfasst, wenn durch diese Kosten der zukünftige Nutzen der Sachanlage erhöht wird (IAS 16.10). Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige lineare Abschreibungen verrechnet. Wenn Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Den planmäßigen, linearen Abschreibungen liegen wie auch im Vorjahr im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:

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Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Bauten 2 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 19 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre
Vermietete Erzeugnisse 3 bis 8 Jahre
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 9 Jahre

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nach IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag, d. h. der höhere Wert aus Nutzungswert des betroffenen Vermögenswertes und beizulegender Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, unter den Buchwert gesunken ist. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Der Abgleich zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert wird dann ebenfalls auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen; dies gilt nicht für den Geschäfts- oder Firmenwert.

Bei der Bewertung der Vorräte wurde von Bewertungsvereinfachungsmethoden in Form von Durchschnittspreisbewertungen Gebrauch gemacht.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren enthalten den Anschaffungspreis und die Nebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter der Annahme einer Normalauslastung. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden nicht einbezogen, weil qualifizierte Vermögenswerte nicht vorliegen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der noch notwendigen Fertigstellungskosten sowie der Veräußerungskosten.

Wertminderungen des Vorratsvermögens werden für Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Materialaufwand und für fertige und unfertige Erzeugnisse in den Bestandsveränderungen gezeigt.

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und -verbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden ab dem Zeitpunkt in der Konzernbilanz berücksichtigt, zu welchem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird.

Die Fair Value Option kommt nicht zur Anwendung.

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag.

Die Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgt beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert ggf. zzgl. Transaktionskosten. Für die Folgebewertung der Kredite und Forderungen werden die fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zugrunde gelegt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind. Im Konzern gehören hierzu die sonstigen Beteiligungen.

Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der geschätzten zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft.

Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, werden die zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge über das jeweilige Periodenergebnis gebucht. Bei der Prüfung, ob eine Wertminderung bilanziell zu erfassen ist, werden entsprechende objektiv erscheinende Hinweise berücksichtigt. Hinweise dieser Art sind etwa wirtschaftliches Umfeld, rechtliche Situation, Dauerhaftigkeit und Ausmaß von Wertverlusten u. Ä. Sofern der beizulegende Zeitwert eines Eigenkapitalinstruments nicht verlässlich ermittelt werden kann, wie in den oben genannten Fällen, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Auf Grund der großen Schwankungsbreite möglicher Ergebnisse führt eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes nicht zu einem erhöhten Entscheidungsnutzen. Die Gesellschaft plant nicht, die Beteiligungen zu veräußern.

Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag erstmalig erfasst. Bei Derivaten richtet sich die buchmäßige Behandlung nach dem Handelstag (Tag des Kaufs bzw. Verkaufs).

Unter den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten werden zu Handelszwecken gehaltene Anteile an einem thesaurierenden Fonds, der überwiegend in verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente und Sichteinlagen investiert, ausgewiesen.

Eine Wertberichtigung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Einzelbasis wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeiträge nicht vollständig einbringlich sind (z. B. Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder erhebliche Zahlungsverzögerungen beim Schuldner).

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind im Zusammenhang mit verwalteten Portogeldern teilweise verpfändet.

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Finanzielle Vermögenswerte Bewertungskategorie Erstbewertung Folgebewertung Bewertungsänderung
Wertpapiere Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert Finanzergebnis
Derivative Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert Finanzergebnis
Beteiligungen und assoziierte Unternehmen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert Fortgeführte An schaffungskosten* Sonstige Erträge und andere Aufwendungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen Beizulegender Zeitwert Fortgeführte An- schaffungskosten Sonstige Erträge und andere Aufwendungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen Beizulegender Zeitwert Fortgeführte An- schaffungskosten Sonstige Erträge und andere Aufwendungen
Liquide Mittel Kredite und Forderungen Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert Finanzergebnis

* Für Beteiligungen liegt kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vor. Die Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt, da durch die Ermittlung beizulegenden Zeitwertes keine wesentliche Verbesserung der Darstellung des Abschlusses erwartet wird.

Finanzielle Verbindlichkeiten und Eigenkapitalinstrumente

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in die folgenden Kategorien unterteilt:

- zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten und

- erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten.

Die Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgt beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert ggf. zzgl. Transaktionskosten. Für die Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten wird die Effektivzinsmethode zugrunde gelegt.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Darlehensaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Die Darlehen werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Unter den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden auch die Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften gezeigt. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasing-raten ausgewiesen.

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Finanzielle Verbindlichkeiten Bewertungskategorie Erstbewertung Folgebewertung Bewertungsänderung
Derivative Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert Finanzergebnis
Zinstragende Verbindlichkeiten finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden Beizulegender Zeitwert inkl. direkt verbundener Transaktionskosten Fortgeführte An- schaffungskosten Finanzergebnis
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden Beizulegender Zeitwert Fortgeführte An- schaffungskosten Sonstige Erträge und andere Auf-wendungen
Sonstige finanzielle Schulden finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden Beizulegender Zeitwert Fortgeführte An- schaffungskosten Sonstige Erträge und andere Aufwendungen

Ein Eigenkapitalinstrument ist jede vertragliche Vereinbarung, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug sämtlicher Schulden darstellt. Das gezeichnete Kapital wurde als Eigenkapital klassifiziert, wobei die Kosten (gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile), die direkt der Ausgabe von eigenen Aktien zurechenbar sind, vom Eigenkapital in Abzug gebracht wurden.

In der Kapitalrücklage wird der Betrag von Zuzahlungen in das Eigenkapital ausgewiesen, die Anteilseigner geleistet haben. Aufwendungen, die unmittelbar durch die Ausgabe neuer Aktien im Rahmen des früheren Börsengangs der FP Holding angefallen waren, wurden gemäß IAS 32.35 als Abzug von der Kapitalrücklage bilanziert.

Die Stock-Options-Rücklage weist im Personalaufwand erfasste Beträge aus den Aktienoptionsprogrammen 2010 und 2015 aus. Maßgabe hierbei ist der beizulegende Zeitwert der voraussichtlich ausübbaren Aktienoptionen, der periodisch verteilt wird.

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese direkt vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf sowie die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen berühren nicht das Konzernergebnis.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method") auf der Basis versicherungsmathematischer Grundsätze gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Abschlussstichtag bestehenden Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Diese im Austausch für erbrachte Arbeitsleistungen erdienten Versorgungsleistungen werden mit dem am Periodenende zugrunde liegenden Zinssatz diskontiert. Von diesem Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtungen wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Hieraus ergibt sich die als Rückstellung anzusetzende Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen.

Für die Ermittlung der Nettoschuld werden für jeden Abschlussstichtag versicherungsmathematische Gutachten von qualifizierten Gutachtern zugrunde gelegt.

Der Zinssatz wird auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am jeweiligen Stichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Für die Auswahl der zugrunde liegenden Anleihen werden die Währungen und Laufzeiten berücksichtigt, die den Währungen und voraussichtlichen Fristigkeiten der zu erfüllenden Versorgungsverpflichtungen entsprechen.

Bei der Italiana Audion s.r.l., Mailand/Italien, der Francotyp-Postalia GmbH, Wien/Österreich, und der Francotyp-Postalia France SARL, Rungis, Frankreich, werden entsprechend der Rechtslage in den jeweiligen Ländern planmäßig Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gebildet, die bei Ausscheiden der Mitarbeiter fällig werden. Der FP-Konzern erfasst die Aufwendungen vergleichbar leistungsorientierten Plänen.

Beiträge im Rahmen von beitragsorientierten Plänen sind Aufwendungen der Periode, in der die betreffenden Leistungen erbracht werden. Gemeinschaftliche Pläne mit anderen Arbeitgebern, die leistungsorientierte Pläne darstellen und bei denen gleichzeitig nicht ausreichend Informationen für die auf uns entfallenen Versorgungsverpflichtungen und Planvermögen vorliegen, werden wie beitragsorientierte Pläne behandelt.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gewährt, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden oder wenn er nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten hat.

Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit den jeweiligen Barwerten der Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge (ratierliche Ansammlung im Erdienungszeitraum) bewertet. Die Rückstellung wurde gemäß IAS 19.102 ff. mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen in der Form einer zur Rückdeckung von Altersteilzeitzusagen eingesetzten Versicherung saldiert.

Der Konzern passiviert eine Rückstellung für Gewinnbeteiligungen und Boni in den Fällen, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt.

Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der besten Einschätzung des Managements hinsichtlich der Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen, bei denen Francotyp-Postalia als Leasinggeber auftritt

Bei Vermietungen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum behalten wird, erfolgt die Behandlung als Operate Lease. Die Leasinggegenstände werden als vermietete Erzeugnisse unter den langfristigen Vermögenswerten im Sachanlagevermögen ausgewiesen, Leasingraten als Umsatz ausgewiesen.

Die Vertragsgestaltungen bei der Vermietung von Frankier- und Kuvertiermaschinen als Leasinggeber werden insbesondere bei den deutschen FP-Gesellschaften und teils in Großbritannien, in Italien und USA als Finance Leasequalifiziert. Im Rahmen von Finance Lease werden die vermieteten Sachanlagen nicht im Sachanlagevermögen aktiviert. Es erfolgt ein Ausweis unter den Forderungen aus Finanzierungsleasing. Die betreffenden Voraussetzungen sind erfüllt, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken, die sich aus der Nutzung ergeben, auf Seiten des Leasingnehmers sind. Beim Finanzierungsleasing wird dann eine Forderung in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses aktiviert. Die zugehenden Leasingraten werden in einen Tilgungs- und einen Zinsanteil aufgeteilt. Der Tilgungsanteil vermindert ergebnisneutral den Forderungsbestand. Der Zinsanteil wird erfolgswirksam vereinnahmt. Für Finanzierungsleasingverträge wird der Marktzinssatz mit Bezug auf vergleichbare Leasingvereinbarungen ermittelt.

Die Vermietungen von Frankier- und Kuvertiermaschinen durch die übrigen FP-Gesellschaften werden überwiegend als Operate Lease eingestuft, da bei diesen Vertragsgestaltungen das wirtschaftliche Eigentum behalten wird.

Im Rahmen des Finanzierungsleasings werden sowohl Neu- als auch Gebrauchtmaschinen verleast.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen, bei denen Francotyp-Postalia als Leasingnehmer auftritt

Das wirtschaftliche Eigentum an den vom FP-Konzern genutzten Druckern, Fotokopiergeräten, Frankier-, Sortier- und Kuvertiermaschinen wird teilweise den juristischen Einheiten zugerechnet. Sie erfüllen die Voraussetzungen als Leasingnehmer im Rahmen von Finance Lease-Verträgen. Die geleasten Vermögenswerte werden als Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Immobilien, Kraftfahrzeugen und Bürogeräten werden teils über Operate Lease-Verträge genutzt.

Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert bei verschiedenen Positionen, dass für Ansatz, Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die wesentlichen Ermessensspielräume resultieren aus:

Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen wird anhand von bestimmten Kriterien vorgenommen, die regelmäßig - einzeln oder in Kombination - auf ein Finance Lease hindeuten. Diese Kriterien sind jedoch nicht abschließend und haben eher Indizcharakter.

Ermessensspielräume mit möglicherweise erheblicher Auswirkung auf den Konzernabschluss bestehen bei der bilanziellen Behandlung von Zuwendungen im Hinblick auf die eingeschätzten Wahrscheinlichkeiten zukünftiger Nutzenzuflüsse bzw. Nutzenabflüsse im Zusammenhang mit der Einhaltung der Förderbedingungen. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt III., Tz. 2.

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass diese Verlustvorträge zukünftig durch positives zu versteuerndes Einkommen tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftigen zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Wesentliche Annahmen und im Rahmen der Schätzungen und Quellen für Schätzunsicherheiten sind:

Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferung und Leistung berücksichtigen Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis. Mit den Einzelwertberichtigungen wird einzelfallbezogen konkret erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Wertberichtigungen auf Portfoliobasis kommen indes pauschalisierende Verfahren zur Anwendung. Dabei werden auch die Fälligkeiten der Forderungsbestände berücksichtigt.

Entwicklungskosten

Schätzungen sind erforderlich, wenn ein Entwicklungsprojekt bestimmte Meilensteine in einem bestehenden Projekt erreicht. Für Zwecke der Beurteilung der Werthaltigkeit der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der aus Vermögenswerten zu erwartenden Cashflows, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von zu erwartenden zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren.

Neubewertung immaterieller Vermögenswerte bei der Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen

Schätzungen sind erforderlich bei der Bestimmung beizulegender Zeitwerte im Rahmen der Neubewertung immaterieller Vermögenswerte bei der Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 (2008). Im Rahmen von Kaufpreisallokationen sind immaterielle Vermögenswerte bei den erworbenen Unternehmen zu identifizieren und zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen; von einem etwaigen (negativen) Geschäfts- oder Firmenwert werden sie separiert.

Geschäfts- oder Firmenwert

Zur Feststellung eines eventuellen Wertminderungsbedarfs des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert des Vermögenswertes bzw. den beizulegenden Zeitwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln. Die Ermittlung bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.

Der erzielbare Betrag aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem Geschäfts- und Firmenwert wird auf Basis des zugehörigen Nutzungswertes abgeleitet. Sofern dieser bereits über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegt, wurde auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten verzichtet.

Der Nutzungswert wird auf Basis diskontierter Cashflows ermittelt. Grundlage sind Cashflow-Prognosen, die auf den Finanzplänen des Managements beruhen. Die hierbei berücksichtigten Werte für diese Annahmen beruhen auf externen Untersuchungen zum Postmarkt und auf Erfahrungswerten des Managements. Die Finanzplanungen bestehen grundsätzlich aus Erfolgsplanung, Bilanz und Kapitalflussrechnung und werden für die ersten drei Jahre detailliert auf Basis der Absatzplanung abgeleitet und unter pauschalierten Annahmen für die beiden folgenden Planjahre weiterentwickelt. Nach dem fünften Planjahr wird jeweils von einer ewigen Rente ausgegangen.

Die Diskontierungssätze wurden gemäß den Vorgaben des IAS 36 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate für die Cashflows nach Ende des fünfjährigen Planungszeitraums abgeleitet. Die Diskontierungssätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC).

Die Ableitung des erzielbaren Betrags basiert zunächst auf einer Diskontierung der Cashflows mit den Kapitalkosten nach Steuern. Im Anschluss werden die Kapitalkosten vor Steuern iterativ ermittelt.

Bei den Grundannahmen, die der Berechnung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu Grunde liegen, bestehen Schätzungsunsicherheiten mit Auswirkungen auf das EBIT und damit der zu diskontierenden Cashflows bzw. des Diskontierungssatzes:

Sendungsvolumen: Die künftige Entwicklung der Cashflows ist abhängig von der Anzahl der Kundenbeziehungen beziehungsweise der Anzahl der bearbeiteten Sendungen. Die angesetzten Werte beruhen auf der Evaluierung von Marktpotenzialen sowie aktuellen Kundenkontakten.

Bruttogewinnmargen: Die angesetzten Bruttogewinnmargen basieren auf den aktuell realisierbaren Werten und den Erfahrungen des Managements.

Diskontierungssatz: Annahmen zu den einzelnen Bestandteilen des WACC sowie der nachhaltigen Wachstumsrate.

Pensionen und Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Zinssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen.

Rückstellungen

Die Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, Gewährleistungen und für Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen des Managements verbunden.

Aufwendungen für Gewährleistungen fallen im Zusammenhang mit Nachbesserungen an.

Rechtsstreitigkeiten liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zu Grunde, weshalb sie mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Die Schätzung voraussichtlicher Aufwendungen, beinhaltet auch die zu erwartenden Prozesskosten. Der FP Konzern beurteilt den jeweiligen Stand des Verfahrens regelmäßig auch unter Einbeziehung unternehmensexterner Anwälte.

Für Restrukturierungsmaßnahmen werden die erwarteten direkten Aufwendungen zurückgestellt.

Die Bestimmung der Rückstellungen für Betriebsprüfungsrisiken ist auf Grund der Vielzahl an Rechtsvorschriften und Steuerprüfungen insbesondere auf Grund der grenzüberschreitenden Transaktionen im erheblichen Maße mit Einschätzungen des Managements verbunden.

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden.

Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.

Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value­Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

II. Segmentberichterstattung

Francotyp-Postalia ist, basierend auf der Unterteilung für Zwecke der internen Steuerung, in die vier Segmente Produktion, Vertrieb Deutschland, Vertrieb International sowie zentrale Funktionen aufgeteilt. Die Segmente berichten nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften.

Das Segment Produktion beinhaltet im Wesentlichen das traditionelle Produktgeschäft, welches aus der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von insbesondere Frankiermaschinen, aber auch Kuvertiermaschinen und dem After-Sales-Geschäft an ausländische Handelspartner besteht. Weiterhin sind in diesem Segment zentrale Unternehmensbereiche wie Einkauf, Konzernsteuerung und Teile des Rechnungswesens sowie die Aussteuerung des internationalen Händlernetzes angesiedelt. Im Berichtsjahr gab es nur eine Produktionsstätte in Wittenberge.

Im Vertrieb Deutschland werden die inländischen Vertriebskräfte gebündelt und gezielt eingesetzt. In diesem Segment sollen Synergien gehoben und die Kundenpotenziale der einzelnen Gesellschaften bestmöglich zugänglich gemacht und bearbeitet werden.

Dem Segment Vertrieb International ist der weltweite Vertrieb der Frankier- und Kuvertiermaschinen über die eigenen Tochtergesellschaften in den wichtigsten Märkten zugeordnet.

Unter das Segment zentrale Funktionen fällt die Francotyp-Postalia Holding AG (HB­I-Abschluss). Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr aus Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften generiert.

In der Spalte „Überleitung Konzern" werden Inter- und Intrasegment-Beziehungen eliminiert sowie Anpassungen lokaler Bilanzierung an IFRS ausgewiesen. Detaillierte Aussagen dazu sind unter dem Abschnitt „Überleitungen zu den Segmentinformationen" zu finden.

Die Angaben zu Produkten und Dienstleistungen sowie zu den geographischen Bereichen sind den Erläuterungen zu den Umsatzerlösen in Abschnitt III., Tz. 1, zu entnehmen. Eine Abhängigkeit von wichtigen Kunden im Sinne des IFRS 8.34 besteht für Francotyp-Postalia nicht.

Segmentinformationen

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2017 A B C D
TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
Umsatzerlöse 88.089 117.962 88.810 2.462 -90.981 206.343
- mit externen Dritten 4.908 113.254 88.663 0 -482 206.343
- Inter-/Intrasegment-Umsätze 83.181 4.707 148 2.462 -90.499 0
EBITDA 11.024 4.500 20.549 -8.195 -1.563 26.316
Abschreibungen und Wertminderungen 1.637 2.235 15.787 276 -875 19.060
Zinsergebnis -1.496 -377 1.666 162 263 217
- davon Zinsaufwand 1.791 403 304 1.562 -2.150 1.909
- davon Zinsertrag 295 26 1.970 1.724 -1.887 2.126
Sonstiges Finanzergebnis 3.772 2.198 4 8.592 -14.969 -403
Konzernergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung 11.664 4.086 6.432 282 -15.394 7.071
Steuerergebnis -113 -903 -106 -2.576 -1.276 -2.422
Ergebnisabführung -8.296 -46 0 0 8.342 0
Nettoergebnis 3.255 3.137 6.326 -2.294 -5.775 4.649
Segmentvermögen 124.828 66.452 112.795 121.128 -255.428 169.776
Investitionen 5.270 2.421 11.142 335 -3.696 15.473
Segmentschulden 120.671 39.413 70.378 56.448 -150.092 136.818
2016 A B C D    
TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
Umsatzerlöse 87.045 116.833 85.880 2.365 -89.154 202.969
- mit externen Dritten 4.872 112.245 85.707 0 145 202.969
- Inter-/Intrasegment-Umsätze 82.173 4.588 173 2.365 -89.299 0
EBITDA 7.039 8.646 18.598 -6.582 -479 27.223
Abschreibungen und Wertminderungen 1.488 2.388 15.731 134 -2.254 17.487
Zinsergebnis -1.437 -520 868 524 351 -215
- davon Zinsaufwand 1.839 528 294 1.254 -2.352 1.563
- davon Zinsertrag 402 7 1.162 1.778 -2.001 1.348
Sonstiges Finanzergebnis 1.321 1.530 0 5.382 -8.141 92
Konzernergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung 5.434 7.267 3.735 -810 -6.015 9.611
Steuerergebnis -49 124 79 416 -3.985 -3.414
Ergebnisabführung -5.386 -50 0 0 5.435 0
Nettoergebnis 0 7.343 3.814 -394 -4.564 6.199
Segmentvermögen 115.577 63.629 114.948 116.671 -243.486 167.338
Investitionen 3.161 1.243 12.573 412 -536 16.852
Segmentschulden 114.037 37.528 70.581 45.672 -136.426 131.392
TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
2017 A B C D    
Inanspruchnahme der Rückstellung für Restrukturierung 0 0 0 0 0 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 232 1.382 0 539 -2.154 0
2016 A B C D    
Inanspruchnahme der Rückstellung für Restrukturierung 0 -771 0 0 0 -771
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 232 704 10 267 -1.213 0

Vermögen nach Regionen 2017 in TEUR

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31.12.2017 kurzfristig langfristig
Deutschland 197.953 81.917 116.036
USA und Kanada 48.926 25.954 22.962
Europa (ohne Deutschland) 178.325 60.355 117.970
Übrige Regionen 0 0 0
  425.204    
Effekte aus Umbewertung nach IFRS 31.957    
Effekte aus Abschreibung von Kundenbeziehungen -240    
Effekte aus Abschreibung selbst erstellter Software 0    
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -287.145    
Vermögen laut Abschluss 169.776    

Vermögen nach Regionen 2016 in TEUR

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31.12.2016 kurzfristig langfristig
Deutschland 295.877 101.720 194.157
USA und Kanada 55.679 22.785 32.894
Europa (ohne Deutschland) 59.269 25.997 33.272
Übrige Regionen 0 0 0
  410.825 150.502 260.323
Effekte aus Umbewertung nach IFRS 37.436    
Effekte aus Abschreibung von Kundenbeziehungen -95    
Effekte aus Abschreibung selbst erstellter Software 0    
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -280.827    
Vermögen laut Abschluss 167.338    

Der FP-Konzern realisiert Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einer sehr breiten Kundenbasis. Dabei liegt der Umsatzanteil von jedem externen Kunden oder jeder Gruppe von Unternehmen, die als einziger externer Kunde anzusehen ist, unterhalb von 10 % der Umsatzerlöse vom FP-Konzern.

III. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(1) Umsatzerlöse

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TEUR 2017 2016
Frankieren 34.980 32.650
Kuvertieren 7.443 7.067
Sonstige 1.273 1.401
Erträge aus Produktverkäufen 43.696 41.118
Mail Services 65.724 62.834
Service/Kundendienst 18.559 19.699
Vermietung 33.216 32.748
Verbrauchsmaterial 22.818 23.395
Teleporto 9.044 8.973
Software 13.286 14.202
Wiederkehrende Erträge 162.647 161.851
Gesamt 206.343 202.969

Nimmt man die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Verbrauchsmaterial zu den Erträgen aus Produktverkäufen, so hat der FP-Konzern im Jahr 2017 TEUR 66.514 (im Vorjahr TEUR 64.513) Erträge aus dem Verkauf von Gütern erzielt. Aus dem Verkauf von Dienstleistungen (einschließlich Vermietung) wurden Erlöse in Höhe von TEUR 139.829 (im Vorjahr TEUR 138.456) erwirtschaftet.

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt auf (die regionale Zuordnung der Umsatzerlöse richtet sich hierbei nach dem Sitz der Kunden):

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TEUR 2017 2016
Deutschland 112.846 111.873
USA 46.109 43.524
Europa (ohne Deutschland und Großbritannien) 25.652 24.562
Großbritannien 15.501 17.159
Übrige 6.235 5.851
Gesamt 206.343 202.969

(2) Aktivierte Eigenleistungen

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TEUR 2017 2016
Aktivierte Entwicklungskosten 5.139 4.581
Mietmaschinen 5.474 6.436
Sonstiges 226 374
Gesamt 10.839 11.391

Von den aktivierten Entwicklungskosten entfielen TEUR 934 auf das FP Portal, TEUR 552 auf next generation meter PostBase Phase I, TEUR 466 auf SBI-Stabiler Betrieb postalischer Infrastruktur sowie TEUR 1.342 (im Vorjahr TEUR 1.000) auf die Entwicklung von zusätzlichen Ländervarianten PostBase (incl. PostBase Mini und PostBase ONE).

Im Vorjahr entfielen TEUR 800 auf die PostBase 90 V2.0, TEUR 907 auf PostBase Dynamische Waage sowie TEUR 579 auf CentorMail Plus.

Aktivierte Eigenleistungen auf Mietmaschinen und Anlagen in Finanzierungsleasing betreffen selbsterstellte, vermietete Erzeugnisse. Im Fall der Anlagen aus Finanzierungsleasing sind diese refinanziert.

Die Position Sonstiges beinhaltet im Wesentlichen Frankiermaschinen, die an die VS GmbH und die freesort GmbH verkauft wurden und dort zum Einsatz kommen TEUR 104 und Softwareentwicklungen in Höhe von TEUR 122.

(3) Sonstige Erträge

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TEUR 2017 2016
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 2.784 1.177
Aufwandszuschüsse und Zulagen 882 1.440
Nutzungsentgelte 394 201
Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen 292 25
Periodenfremde Erträge 170 362
Provisionseinnahmen 33 50
Wertberichtigung auf Forderungen 17 13
Schadenersatz 11 67
Übrige Erträge 191 436
Gesamt 4.774 3.771

Die Ausbuchungen von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.784 (im Vorjahr TEUR 1.195) betreffen im Wesentlichen verjährte Verpflichtungen, davon betreffen Teleportoverpflichtungen TEUR 2.756 (im Vorjahr TEUR 1.144). In den Aufwandszuschüssen und Zulagen sind öffentliche Fördermittel in Höhe von TEUR 857 (GRW-Mittel) für Investitionen im Zusammenhang mit dem Aufbau der Verwaltung der FP Holding in Berlin enthalten (im Vorjahr TEUR 1.388). Dieser Ertrag wurde auf Basis des Zuwendungsbescheides vom 23. Juni 2014 erfasst. Er ist verbunden mit der Schaffung von 193 Dauerarbeitsplätzen bzw. mit getätigten förderfähigen Investitionen in das Anlagevermögen. Daneben beinhaltet diese Position Zuschüsse für die Beschäftigung von Schwerbehinderten in Höhe von TEUR 4 (im Vorjahr TEUR 26).

Die periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 170 (im Vorjahr TEUR 362) resultieren überwiegend aus Rechnungsgutschriften.

(4) Materialaufwand

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TEUR 2017 2016
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und    
Betriebsstoffe 35.218 35.647
Aufwendungen für bezogene Leistungen 67.662 60.872
davon Portogebühren 57.758 54.240
Gesamt 102.880 96.519

(5) Personalaufwand

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TEUR 2017 2016
Löhne und Gehälter 50.406 49.050
Soziale Abgaben 7.795 7.569
davon beitragsorientierte Pläne Deutschland 2.318 2.280
davon beitragsorientierte Pläne Ausland 499 482
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.024 800
davon leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen 309 156
Gesamt 59.225 57.419

In den Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind leistungsorientierte Pläne, an denen mehrere Arbeitgeber beteiligt sind, enthalten. Da die betreffenden Pensionsfonds keine ausreichenden Informationen über die Pensionsverpflichtungen und das Planvermögen, soweit es unsere Tochtergesellschaft betrifft, zur Verfügung stellen können, werden diese Pläne wie beitragsorientierte Pläne behandelt. Sämtliche Arbeitgeber der Branche sind verpflichtet, sich für Ihre Arbeitnehmer an dieser Form der Altersvorsorge zu beteiligen. Die Versorgungszusage an die Arbeitnehmer wird vollständig durch das Planvermögen des gemeinschaftlichen Plans finanziert. Um die Finanzierung sicherzustellen, werden die zu zahlenden Beiträge von der Versorgungseinrichtung festgelegt. Die Beiträge orientieren sich am Beschäftigungsentgelt der Arbeitnehmer. Für 2018 werden Beitragszahlungen in vergleichbarer Höhe erwartet. Die Versorgungspläne weisen Ende des Jahres 2017 entsprechend der Informationen des Versorgungsträgers wie im Vorjahr weiterhin eine Vermögensüberdeckung auf.

(6) Andere Aufwendungen

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TEUR 2017 2016
Mieten/Pachten 5.282 5.402
Gebühren, Honorare, Beratung 4.331 5.351
Vertriebsprovisionen 3.657 3.938
Marketing 3.209 3.151
Personalbezogene Kosten 2.548 1.838
Verpackung und Fracht 2.524 2.488
Reparatur und Instandhaltung 2.372 2.180
Reisekosten 1.811 1.707
Nachrichtenübermittlung und Porto 1.473 1.532
EDV-Fremdleistungen 1.446 1.382
KFZ-Kosten 535 608
Periodenfremde Aufwendungen 306 327
Zuführung zu sonstigen Rückstellungen 185 1.574
Übrige 4.379 5.647
Gesamt 34.058 37.125

Wesentliche Veränderungen im Geschäftsjahr 2017 betrafen die Fremdhonorare und Beratungskosten mit TEUR 4.331 gegenüber TEUR 5.351 im Vorjahr.

Die Minderung resultiert daraus, dass die im Vorjahr angefallenen Kosten für die Erarbeitung der Konzernstrategie und weiterer Zukunftsprojekte im Berichtsjahr nicht mehr angefallen sind. Im Zusammenhang mit Vertragsrisiken wurden TEUR 185 (im Vorjahr TEUR 1.574) zu den sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten zugeführt.

(7) Finanzergebnis

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TEUR 2017 2016
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.126 1.348
davon aus Finanzierungsleasing 1.565 1.081
davon aus Bankguthaben 33 44
davon von Dritten 528 223
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.909 1.563
davon aus Bankverbindlichkeiten 911 1.038
davon Zinsen aus Nettoschuld für Versorgungsverpflichtungen 243 364
davon aus Finanzierungsleasing 43 107
Übrige 713 54
Zinsergebnis 217 -215
Sonstige Finanzerträge 855 3.787
Sonstige Finanzaufwendungen 1.258 3.695
Gesamt -186 -123

Die sonstigen Finanzerträge und sonstigen Finanzaufwendungen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Fremdwährungsumrechnungen. Des Weiteren sind Aufwendungen und Erträge aus den Entwicklungen der Währungssicherungen (realisierte Erträge in Höhe von TEUR 108 sowie TEUR 402 Aufwendungen aus der Marktbewertung der Devisenswaps) in Höhe von TEUR 294 (im Vorjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.440) enthalten. Die Entwicklung im Finanzergebnis beruht maßgeblich auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzpositionen.

(8) Steuern

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TEUR 2017 2016
Tatsächlicher Steueraufwand 1.870 2.082
davon periodenfremd -394 215
Latenter Steueraufwand 551 1.332
davon Entstehung und Umkehrung von temporäre Differenzen 50 121
davon Inanspruchnahme von Verlust- und Zinsvor- träge sowie Aktivierung neu entstandener Verlustvorträge 612 1.211
davon aus Änderung von Steuersätzen -112 0
Ertragsteuern 2.421 3.414

Im Jahr 2017 wurde die deutsche Konzern-Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis einschließlich 2012 fortgesetzt. Im November 2017 fand eine Schlussbesprechung statt. Prüfungsberichte wurden den geprüften Gesellschaften im Jahr 2018 zugestellt. Daraus resultierende Steuerrisiken wurden bereits zum Abschlussstichtag berücksichtigt.

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden die am Abschlussstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze und Steuervorschriften herangezogen. Für die deutschen Kapitalgesellschaften wurden zusammengefasste Ertragsteuersätze aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer berücksichtigt. Die deutschen Steuersätze bewegten sich unverändert zum Vorjahr in einer Spanne zwischen 28,43 % bis 30,18 %.

Bei den ausländischen Gesellschaften wurden länderspezifische Steuersätze von 19,00 % bis 38,35 % (im Vorjahr 17,00 % bis 38,50 %) ermittelt. Die Reduzierung des Steuersatzes in der USA ab 2018 führte zu einem latenten Steuerertrag i. H. v. TEUR 112.

Der im sonstigen Ergebnis erfasste Aufwand aus der Veränderung der latenten Steuern betrug in 2017 insgesamt TEUR 37 (im Vorjahr TEUR 368).

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TEUR 2017 2016
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 7.071 9.613
Erwarteter Steueraufwand (30,18 %) 2.134 2.901
Steuersatzdifferenzen -561 -165
Steuereffekt der nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträge 553 375
Tatsächliche und latente Ertragsteuern für Vorjahre 106 215
Änderung des Ansatzes bzw. Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen 39 -88
Sonstige Abweichungen 151 176
Ertragsteuern 2.421 3.414
Steuerbelastung in % 34,2 35,5

(9) Ergebnis je Aktie

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat am 20. November 2007 auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Oktober 2006 die Durchführung eines Programms zum Rückkauf von Aktien der Gesellschaft beschlossen. Es wurden insgesamt 370.444 eigene Aktien erworben.

Nachdem die eigenen Aktien im Zusammenhang mit der Erfüllung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2010 vollständig verbraucht waren, wurde das Grundkapital um 86.100 EUR erhöht und das bedingte Kapital 2010/1 in Anspruch genommen (siehe Tz. 16. Eigenkapital Bedingtes Kapital 2010/1).

Am 9. Oktober 2017 wurde durch den Vorstand auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 11. Juni 2015 die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen und mitgeteilt. Das Rückkaufprogramm startete am 13. Oktober 2017 und lief bis zum Januar 2018. Mit den eigenen Aktien sollen zukünftig Bezugsrechte bedient werden, die unter Aktienoptionsprogrammen ausgegeben und ausgeübt wurden oder werden. Insgesamt sollten bis zu 475.000 Aktien zu einem Gesamtpreis von maximal 3 Mio. Euro erworben werden.

Im Berichtsjahr wurden 351.168 Aktien erworben. Zum 12. Januar 2018 hält die Francotyp-Postalia Holding AG 398.493 Aktien.

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2017 2016
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 16.215.356 16.160.000
Auswirkung eigener Aktien -351.168 0
Ausgegebene Aktien laufendes Jahr 86.100 55.356
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien    
(unverwässert) zum 31. Dezember 16.249.218 16.062.792
Auswirkung der ausgegebenen Aktienoptionen 217.210 237.065
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien    
(verwässert) zum 31. Dezember 16.466.428 16.299.857
Konzernergebnis (Anteilseigner der FP Holding) 4.649 5.857
Unverwässertes Ergebnis (in Euro/Aktie) 0,29 0,36
Verwässertes Ergebnis (in Euro/Aktie) 0,28 0,36

IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz

(10) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für die Berichtsperiode und des Vorjahres ist im Anlagenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt (Anlage zum Anhang).

Die Kundenbeziehungen in Schweden und Deutschland wurden mittels Residualwertmethode nach IAS 36 zum Stichtag 30.09.2017 überprüft und kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Für die Kundenbeziehungen in Schweden wurde bei einem WACC von 6,69 % ein erzielbarer Betrag von TEUR 3.820 (im Vorjahr TEUR 3.443) ermittelt. Bis zum 31.12.2017 wurde kein Triggering Event festgestellt, sodass auch zum 31.12.2017 kein Wertminderungsbedarf besteht. Für die Kundenbeziehungen in Deutschland wurde zum 30.09.2017 bei einem WACC von 6,26 % ein erzielbarer Betrag von TEUR 16.394 ermittelt. Bis zum 31.12.2017 wurde kein Triggering Event festgestellt, sodass auch zum 31.12.2017 kein Wertminderungsbedarf besteht.

Für die im Vorjahr erworbene Kundenbeziehung in Großbritannien wurde zum 30.09.2017 bei einem WACC von 6,40 % ein erzielbarer Betrag von TEUR 4.751 festgestellt. Die ebenfalls im Vorjahr erworbene Kundenliste in Kanada wurde zum 30.09.2017 bei einem WACC von 6,68 % in Höhe von TEUR 6.156 bewertet. Da im Zeitraum bis zum 31.12.2017 kein Triggering Event vorlag, besteht zum Stichtag 31.12.2017 kein Wertminderungsbedarf für die beiden Kundenlisten.

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2017 2016
Forschungs- und Entwicklungskosten 9.129 9.286
davon Aufwand 3.990 4.705
davon aktiviert 5.139 4.581

In der Berichtsperiode wurden TEUR 51 (im Vorjahr TEUR 168) Fremdkapitalkosten aktiviert. Dabei kam ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatz von 1,74 % (im Vorjahr 1,59 %) zur Anwendung.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.494 (im Vorjahr TEUR 8.494) verteilt sich mit TEUR 5.851 (im Vorjahr TEUR 5.851) auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit freesort und mit TEUR 2.643 (im Vorjahr TEUR 2.643) auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit IAB und ist dem Segment Vertrieb Deutschland zugeordnet. Die für den ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert kumulierten Wertminderungsaufwendungen betragen bei freesort TEUR 12.500 (im Vorjahr TEUR 12.500) und bei IAB TEUR 1.275 (unverändert zum Vorjahr).

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2017 freesort IAB
Erzielbarer Betrag CGU 17.652 25.854
Buchwert 15.477 6.093
Differenz 2.175 19.761
Wertminderung 0 0
Schwellwert EBIT5 86,4 % 2,2 %
Tendenz EBITDA-Marge leicht steigend steigend
Wachstumsrate ewige Rente 1,0 % 2,0 %
Grundannahmen    
Bandbreite Umsatzwachstum 2,5 % - 2,9 % 2,3 % - 14,3 %
Bruttogewinnmargen 6 1,8 % - 3,7 % 6,9 % - 10,7 %
Diskontierungszinssatz (WACC) 7,03 % 7,03 %
Diskontierungszinssatz vor Steuern 9,55 % 8,98 %
2016 freesort IAB
Erzielbarer Betrag CGU 24.560 14.057
Buchwert 12.254 5.915
Differenz 12.306 8.142
Wertminderung 0 0
Schwellwert EBIT7 40,5 % 31,7 %
Tendenz EBITDA-Marge leicht steigend steigend
Wachstumsrate ewige Rente 1,0 % 2,0 %
Grundannahmen    
Bandbreite Umsatzwachstum 3,0 % - 6,0 % 5,5 % - 13,3 %
Bruttogewinnmargen 5 3,4 % - 4,3 % 6,2 % - 11,9 %
Diskontierungszinssatz (WACC) 6,75 % 10,10 %
Diskontierungszinssatz vor Steuern 10,16 % 22,28 %

Eine Sensitivierung der wesentlichen Berechnungsparameter zeigt folgendes Bild (ceteris paribus):

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30.09.2017 freesort IAB
Diskontierungssatz 7,03 % 8,03 % 7,03% 8,03 %
Wertminderung - - - -
Schwankung geplantes EBIT 100 % 90 % 100 % 90 %
Wertminderung - - - -
Wachstumsrate 1,0 % 0,0 % 2,0 % 0,0 %
Wertminderung - - - -

Der FP-Konzern finanziert Sachanlagevermögen (Sortier- und Frankiermaschinen, Drucker sowie vermietete Erzeugnisse) zum Teil über Finanzierungsleasingverträge.

5 Erzielbarer Betrag gleich Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
6 EBITDA in % vom Umsatz
7 Erzielbarer Betrag gleich Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
8 EBITDA in % vom Umsatz

In den Herstellungskosten des Anlagevermögens sind in der Berichtsperiode aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 10.840 erfasst worden (im Vorjahr TEUR 11.391).

(11) Forderungen aus Finanzierungsleasing

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31.12.2017 Gesamt Restlaufzeiten
TEUR bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Zukünftige Mindestleasingzahlungen 19.226 5.719 11.991 1.516
Zinsanteil 3.955 1.682 1.977 295
Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen (Barwert) 15.271 4.037 10.014 1.221
davon FP Vertrieb und Service GmbH 630 342 288 0
davon Francotyp-Postalia Ltd. 11.185 2.591 7.393 1.201
davon Italiana Audion s.r.l. 1.920 639 1.262 19
davon FP France SARL 1.078 282 796 0
davon FP Inc., Illinois, USA 206 57 149 0
davon FP Canada 252 126 126 0

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31.12.2016 Gesamt Restlaufzeiten
TEUR bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Zukünftige Mindestleasingzahlungen 17.033 4.700 11.636 697
Zinsanteil 4.489 1.531 2.762 196
Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen (Barwert) 12.544 3.169 8.874 501
davon FP Vertrieb und Service GmbH 982      
davon Francotyp-Postalia Ltd. 8.617      
davon Italiana Audion s.r.l. 1.841      
davon FP France SARL 818      
davon FP Inc., Illinois, USA 286      

Nicht garantierte Restwerte zu Gunsten des Leasinggebers liegen zum Stichtag nicht vor. Der Wert der Bruttoinvestitionen entspricht daher gemäß IAS 17.7 den angegebenen zukünftigen Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 19.226 (im Vorjahr TEUR 17.033). Nach Abzinsung in Höhe von TEUR 3.955 (im Vorjahr TEUR 4.489) ergeben sich daraus Nettoinvestitionen in Höhe von TEUR 15.271 (im Vorjahr TEUR 12.544), die dem noch nicht realisierten Finanzertrag als Differenz aus Brutto-und Nettoinvestitionen entsprechen. Wertberichtigungen für uneinbringliche ausstehende Mindestleasingzahlungen sowie als Ertrag erfasste bedingte Mietzahlungen existieren zum Stichtag nicht (im Vorjahr ebenso nicht).

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31.12.2017 Gesamt Restlaufzeiten
TEUR bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operate-Lease­Vereinbarungen 54.851 25.889 28.898 64

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31.12.2016 Gesamt Restlaufzeiten
TEUR bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operate-Lease­Vereinbarungen 57.513 28.896 28.465 152

(12) Vorräte

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.892 5.187
Unfertige Erzeugnisse 747 552
Fertige Erzeugnisse und Waren 5.994 5.457
Gesamt 10.633 11.196

Die Wertminderungen auf das Vorratsvermögen betragen TEUR 2.029 (im Vorjahr TEUR 1.809) und sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position „Materialaufwand" ausgewiesen. Der Verbrauch der Vorräte hat die Konzern-Gesamtergebnisrechnung in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 35.218 (im Vorjahr TEUR 35.647) beeinflusst.

(13) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Inland 7.778 7.385
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Ausland 10.906 11.581
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.684 18.966

Zum 31. Dezember 2017 betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto TEUR 20.483 (im Vorjahr TEUR 20.809).

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Wertberichtigungen TEUR
Stand 1. Januar 2016 1.485
Fremdwährungseffekte 8
Aufwandswirksame Zuführungen (Wertminderungsaufwand) 2.010
Inanspruchnahmen 1.660
Auflösungen 0
Stand 31. Dezember 2016 1.843
Fremdwährungseffekte -104
Aufwandswirksame Zuführungen (Wertminderungsaufwand) 2.081
Inanspruchnahmen 2.016
Auflösungen 4
Stand 31. Dezember 2017 1.800

Die Zuführungen zu den Wertberichtigungskonten werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Eine Einzelwertberichtigung wird vorgenommen, wenn der Kunde erhebliche finanzielle Schwierigkeiten aufweist oder eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Insolvenz vorliegt. Entsprechende Aufwendungen werden auf ein Wertberichtigungskonto gebucht. Bei nachgewiesener Uneinbringlichkeit wird eine Ausbuchung der Forderung vorgenommen. Bei Bonitätsverbesserung erfolgt eine Wertaufholung.

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Altersstruktur
TEUR Nennwert Summe Davon nicht überfällig Davon überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
0 bis 60 Tage 61 bis 120 Tage >121 Tage
31.12.2017          
Bruttobuchwert 20.483 12.010 5.689 1.285 1.499
Wertminderung 1.800 393 298 356 753
31.12.2016          
Bruttobuchwert 20.809 12.425 5.202 1.605 1.577
Wertminderung 1.843 231 315 610 687

Der Konzern geht, basierend auf historischem Zahlungsverhalten und Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden, davon aus, dass die überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen sowie auch die nicht überfälligen Forderungen in voller Höhe beglichen werden und keine Wertberichtigung erforderlich ist.

Im Rahmen von Factoring, bei dem eine Konzerngesellschaft gegen Entgelt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die HypoVereinsbank AG übertragen hat, verschaffte sich der Konzern schneller Liquidität. Beim Factoring trägt die HypoVereinsbank AG für die von ihr aufgekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Forderungsschuldners (Delkredererisiko). Der FP-Konzern ist verpflichtet, die Zahlungen der Forderungsschuldner im bargeldlosen Zahlungsverkehr über von der Bank genannten Konten einzuziehen. Der FP-Konzern trat neben den verkauften Forderungen alle Ansprüche ab, die ihm zustehen aus

a)

den Forderungen zugrundeliegenden Vereinbarungen mit den Forderungsschuldnern insbesondere auf Herausgabe oder Rückgabe gelieferter Waren sowie

b)

aus evtl. Versicherungen in Bezug auf die abgetretenen Forderungen und übereigneten Waren.

Mit dem Verkauf der Forderungen sind beim FP-Konzern keine wesentlichen Rechte und Pflichten verblieben. Die betroffenen Forderungen wurden deshalb ausgebucht. Im Gegenzug flossen dem Konzern zum 31.12.2017 flüssige Mittel in Höhe des Buchwerts der ausgebuchten Forderungen (TEUR 1.000; im Vorjahr TEUR 727) zu.

Für den Ankauf der Forderungen erhielt die Bank einen Forfaitierungszins und für die Übernahme des Delkredererisikos eine Forfaitierungsgebühr. Beide Kostenbestandteile ergaben in 2017 einen Aufwand in Höhe von TEUR 11 (im Vorjahr TEUR 5). Zudem verpflichtete sich der FP-Konzern der Bank alle Gerichts-, Anwalts- sowie eigenen Kosten zu erstatten, die der Bank dadurch entstehen, dass Forderungsschuldner ihre Zahlungspflicht zu Recht bestreiten. Kosten sind in diesem Zusammenhang nicht angefallen.

Der Forderungsverkäufer übernimmt der Bank gegenüber die Haftung für alle Schäden und Nachteile, die sich ggf. daraus ergeben, dass sich die Abtretung der angekauften Forderungen als unwirksam erweist oder, dass Dritte Rechte an den angekauften Forderungen geltend machen.

(14) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Abgegrenzte Zahlungen 4.870 5.183
Debitorische Kreditoren 4.303 3.882
Erstattungsansprüche aus sonstigen Steuern 1.742 2.431
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.356 4.059
Gesamt 13.271 15.555

Die abgegrenzten Zahlungen betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen an Händler der Francotyp-Postalia Inc., Addison, Illinois, USA für den Abschluss von langfristigen Kundenverträgen.

Die Erstattungsansprüche aus sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 1.671 (im Vorjahr TEUR 2.112) Umsatzsteuervorauszahlungen in Deutschland.

Die übrigen finanziellen Vermögenswerte betreffen insbesondere Anzahlungen TEUR 959 (im Vorjahr TEUR 759), Franchisegebühren TEUR 610 (im Vorjahr TEUR 809), Kautionen TEUR 300 (im Vorjahr TEUR 213) sowie Forderungen gegen Handelspartner TEUR 30 (im Vorjahr TEUR 676).

(15) Liquide Mittel

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Guthaben bei Kreditinstituten 33.436 25.775
Schecks und Kassenbestand 798 619
Gesamt 34.234 26.394

Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegen TEUR 10.820 (im Vorjahr TEUR 8.418) einer eingeschränkten Verfügbarkeit. Es handelt sich dabei um von Kunden eingenommene Teleportogelder, die von den Kunden jederzeit abgerufen werden können. Ein korrespondierender Betrag ist in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

(16) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag und mit anteiliger Berechtigung am Gewinn der Gesellschaft. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der Gesellschaft und dem Inhaber der Aktie jeweils eine Dividendenberechtigung. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat am 20. November 2007 auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Oktober 2006 die Durchführung eines Programms zum Rückkauf von Aktien der Gesellschaft beschlossen, um Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen mit eigenen Aktien als Akquisitionswährung erwerben zu können.

Es wurden im Zeitraum November 2007 bis April 2008 insgesamt 370.444 Aktien erworben, die in der Bilanz gemäß IAS 32.33 mit ihren Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 1.829 vom Eigenkapital (Rücklage für eigene Anteile) abgesetzt wurden.

Nachdem die eigenen Aktien im Zusammenhang mit der Erfüllung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2010 vollständig verbraucht waren, wurde das Grundkapital in 2017 um 86.100 EUR erhöht und das bedingte Kapital 2015/11 in Anspruch genommen.

Am 9. Oktober 2017 wurde durch den Vorstand auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 11. Juni 2015 die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen und mitgeteilt. Das Rückkaufprogramm startete am 13. Oktober 2017 und lief bis zum Januar 2018. Mit den eigenen Aktien sollen zukünftig Bezugsrechte bedient werden, die unter Aktienoptionsprogrammen ausgegeben und ausgeübt wurden oder werden. Insgesamt sollten bis zu 475.000 Aktien zu einem Gesamtpreis von maximal 3 Mio. Euro erworben werden.

Im Berichtsjahr wurden 351.168 Aktien erworben. Zum 12. Januar 2018 hält die Francotyp-Postalia Holding AG 398.493 eigene Aktien.

Die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile geht aus folgender Überleitungsrechnung hervor:

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Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile
Anzahl der Stückaktien 16.160.000
Eigene Anteile -163.944
Stand 31.12.2015 15.996.056
Anzahl der Stückaktien per 31.12.2015 16.160.000
Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2010/1) 55.356
Stand 31.12.2016 16.215.356
Anzahl der Stückaktien per 31.12.2016 16.215.356
Rückkauf eigener Anteile -351.168
Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2010/1) 86.100
Stand 31.12.2017 15.950.288

Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung am 11. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt dieser Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß den §§71d und 71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Juni 2020. Die von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 1. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb und zur Verwendung erworbener eigener Aktien endete mit Wirksamwerden der neuen Ermächtigung.

Kapitalrücklage

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Entwicklung in TEUR
2006 Erstzulassung; 2.700.000 Aktien zu 19,00 EUR 48.600
abzgl. Aufwendungen des Börsengangs nach Steuern -2.892
2011 Verrechnung Bilanzverlust -12.527
2012 Bareinlagen; 1.460.000 Aktien zu 2,66 EUR 3.884
abzgl. Einzahlung in das gezeichnete Kapital sowie Aufwendungen der Kapitalerhöhung nach Steuern -1.625
2014 - 2016 Bezug von Aktien aus Aktienoptionsplan 2010 -820
2017 Bezug von Aktien aus dem Aktienoptionsplan 2010 126
Stand 31.12.2017 34.746

Kapitalgenehmigungen für genehmigtes und bedingtes Kapital

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in TEUR
Bedingtes Kapital 2010/I 515
Genehmigtes Kapital 2015/I 8.080
Bedingtes Kapital 2015/I 6.464
Bedingtes Kapital 2015/II 960

Bedingtes Kapital 2010/I

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung die Anpassung des Bedingten Kapitals 2010/1 beschlossen. Das Bedingte Kapital wurde in Höhe von 388.500 EUR gemindert, da der Aktienoptionsplan 2010 um 388.500 Optionen auf 656.500 Optionen gekürzt wurde. Ziffer 4 Absatz 5 der Satzung zum Bedingten Kapital 2010 wurde wie folgt geändert: „Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 656.500 Euro bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 656.500 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien."

Genehmigtes Kapital 2015/I

Das Grundkapital der Gesellschaft kann gem. Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Juni 2015 bis zum 10. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 8.080.000 Euro erhöht werden. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem Konsortium aus Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ermächtigt, einmalig oder mehrmalig mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Bedingtes Kapital 2015/I

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung außerdem beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um einen Betrag von bis zu 6.464.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.464.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf jede Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie bedingt zu erhöhen.

Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 10. Juni 2020 von der Gesellschaft oder durch ein unmittelbares oder mittelbares Konzernunternehmen der Gesellschaft im Sinne des § 18 AktG begeben werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Options- oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils zu bestimmenden Options bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung zu ändern.

Bedingtes Kapital 2015/II

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 959.500 Euro durch Ausgabe von bis zu 959.500 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die bis zum 10. Juni 2020 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 gemäß dem Aktienoptionsplan 2015 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil.

Schuldverschreibungen

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2020 einmalig oder mehrmalig, insgesamt oder in Teilbeträgen, Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern (zusammen im Folgenden „Inhaber") der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf den Erwerb von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.464.000 Euro nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren und entsprechende Options- oder Wandlungspflichten zu begründen. Die Schuldverschreibungen sowie die Wandlungs- und Optionsrechte bzw. -pflichten dürfen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren oder ohne Laufzeitbegrenzung begeben werden. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann insgesamt oder teilweise auch gegen Erbringung einer Sachleistung erfolgen.

Die einzelnen Emissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen.

Bedingte Kapitalerhöhung und Aktienoptionsplan 2010

(i)

Bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von bis zu 1.045.000,00 Euro durch die Ausgabe von bis zu 1.045.000 Stück nennwertloser Inhaberaktien [...],

(ii)

an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG [...] und an Führungskräfte der FP Gruppe Bezugsrechte [...] auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, insgesamt maximal 1.045.000 Aktien gegen Zahlung des Ausübungspreises zu beziehen.

Der Aktienoptionsplan sieht ausschließlich den Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten vor, und zwar vorrangig durch den Einsatz eigener Aktien, nachrangig im Wege einer bedingten Kapitalerhöhung.

Auf der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 wurde beschlossen, dass 200.000 Optionen des Aktienoptionsplans 2010 nicht mehr ausgegeben werden.

Bedingte Kapitalerhöhung und Aktienoptionsplan 2015

(i)

Bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von bis zu 959.500,00 Euro durch die Ausgabe von bis zu 959.500 Stück nennwertloser Inhaberaktien [...],

(ii)

an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG [...] und an Führungskräfte der FP Gruppe Bezugsrechte [...] auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, insgesamt maximal 959.000 Aktien gegen Zahlung des Ausübungspreises zu beziehen.

Die Gesellschaft kann wahlweise zur Bedienung der Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan 2015 anstelle neuer Aktien eigene Aktien einsetzen, soweit dies von einem gesonderten Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung gedeckt ist.

Zweck beider Aktienoptionspläne ist gemäß Ziffer 1.3 des jeweiligen Aktienoptionsplans „die nachhaltige Verknüpfung der Interessen der Unternehmensführung und der Führungskräfte mit den Interessen der Aktionäre an der langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes."

Jede einzelne Aktienoption berechtigt gemäß Ziffer 2.2 des jeweiligen Aktienoptionsplans zum Erwerb einer Aktie der Francotyp-Postalia Holding AG.

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Tag der Gewährung Anzahl der Instrumente in Tausend Vertragliche Laufzeit der Optionen ab Zuteilung Verbriefung Zuzahlung bei Zuteilung
01.09.2010 900.000 10 Jahre Nein Keine
27.04.2012 75.000 10 Jahre Nein Keine
07.09.2012 20.000 10 Jahre Nein Keine
06.12.2014 57.500 10 Jahre Nein Keine
11.06.2014 30.000 10 Jahre Nein Keine
31.08.2015 465.000 10 Jahre Nein Keine
25.11.2015 40.000 10 Jahre Nein Keine
31.08.2016 180.000 10 Jahre Nein Keine

Von den in 2016 zugeteilten Aktienoptionen des Plans 2015 entfallen 180.000 Aktienoptionen auf ein aktives Mitglied des Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG.

Für die Ausübung der Optionen müssen folgende in den Aktienoptionsplänen 2010 und 2015 genannten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein:

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a) Wartezeit Beträgt bis zur Ausübung der Optionen 4 Jahre (Dienstbedingung).
b) Erfolgsziel 10 % Anstieg des EBITDA (IFRS) gemäß Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr der Zuteilung der Bezugsrechte gegenüber dem EBITDA (IFRS) gemäß Konzernjahresabschluss für das letzte Geschäftsjahr vor Zuteilung.
  Sollte das EBITDA (IFRS) in einem oder in beiden der zu vergleichenden Konzernjahresabschlüsse um Restrukturierungskosten bereinigt ausgewiesen werden, so gilt dieses um Restrukturierungskosten bereinigte EBITDA (IFRS). Soweit das Erfolgsziel nicht erreicht wurde, verfallen die Bezugsrechte und können an die Teilnehmer der Gruppe erneut ausgegeben werden.
  Bei diesem Erfolgsziel handelt es sich um eine nichtmarktbezogene Leistungsbedingung.
c) Persönliche Ausübungsvoraussetzungen Optionsinhaber muss sich im Zeitpunkt der Ausübung grundsätzlich in einem Dienstverhältnis entweder mit der Francotyp-Postalia Holding AG oder einem in- oder ausländischen Unternehmen der FP-Gruppe befinden.

In der nachfolgenden Übersicht sind die beizulegende Zeitwerte der Optionen der einzelnen Tranchen für Aktienoptionspläne 2010 und 2015 sowie die zugrundeliegenden Bewertungskriterien dargestellt. Die Bewertung erfolgte mit Hilfe eines Black-Scholes-Optionspreismodells, da ein öffentlicher Handel von Optionen auf Francotyp-Postalia-Aktien mit gleichen Ausstattungsmerkmalen nicht existiert.

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Zuteilungszeitpunkt
SOP 2010 SOP 2015
1.9.2010 27.4.2012 7.9.2012 6.12.2013 11.6.2014 31.8.2015 25.11.2015 31.8.2016
31.12.2017                  
Eine Option EUR 1,37 1,31 1,17 1,85 1,82 1,07 1,07 1,07
Alle Optionen TEUR 336 39 0 106 0 460 43 193
31.12.2016                  
Eine Option EUR 1,37 1,31 1,17 1,85 1,82 1,07 1,07 1,07
Alle Optionen TEUR 427 39 23 106 0 482 43 193
Kurs einer FP-Aktie   2,55 EUR 2,60 EUR 2,32 EUR 4,10 EUR 4,71 EUR 4,39 EUR 4,46 EUR 4,20 EUR
Ausübungspreis 9   2,50 EUR 2,61 EUR 2,34 EUR 3,86 EUR 4,56 EUR 4,48 EUR 4,39 EUR 3,90 EUR
Erwarteter Ausübungszeitpunkt   31.8.2015 26.4.2017 6.9.2017 5.12.2018 10.6.2019 30.8.2020 24.11.2020 30.8.2022
Erwartete durchschnittliche Haltedauer in Jahren   5 5 5 5 5 5 5 5
Erwartete Volatilitätl10   74,48 % 70,84 % 71,31 % 59,94 % 52,21 % 38,81 % 37,41 % 36,62 %
Jährliche Dividendenrendite 11   2 % 2 % 2 % 2 % 2 % 3 % 3 % 3 %
Laufzeitäquivalenter risikofreier Zinssatz 12   1,32 % 0,67 % 0,60 % 0,82 % 0,44 % 0,07 % 0,07 % -0,48 %
Erwartete Anzahl der ausübbaren Optionen im Zuteilungszeitpunkt   741.439 52.031 16.476 39.646 19.596 302.426 26.015 65.888
Geschätzte jährliche Mitarbeiterfluktuation   3,5% 3,5% 3,5% 7,7% 7,7% 7,8% 7,8% 7,5%
Wahrscheinlichkeit EBITDA-Steigerung > 10% ggü. Vorjahr   95% 80% 95% 95% 90% 90% 90% 50%

9 Der Ausübungspreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs (Schlusskurs) der Inhaber-Stückaktien der Gesellschaft im elektronischen Xetra-Handel der Deutsche Börse AG in Frankfurt am Main oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem an den letzten 90 Kalendertagen vor Gewährung des Bezugsrechts, mindestens aber der auf eine Aktie entfallende Anteil am Grundkapital.
10 Bei Optionsausübung ist der Ausübungspreis je Aktie von dem jeweiligen Optionsinhaber zu entrichten. Für Mitglieder des Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG gibt es eine Begrenzung. Punkt 9 des Aktienoptionsplans bestimmt: „Für den Vorstand muss der Aufsichtsrat eine maximale Jahresgesamtvergütung (Kappungsgrenze) nach Maßgabe von Ziffer 4.2.3 des Corporate Govemance Kodex vorsehen. Die entsprechende Vereinbarung erfolgt in einer Ergänzungsvereinbarung zum Dienstvertrag der Vorstandsmitglieder vor Zuteilung der Optionen."
10 Bestimmung unter Rückgriff auf die im jeweiligen Zeitraum gezeigte Kursvolatilität einer FP-Aktie.
11 Schätzung berücksichtigt das Ausschüttungsverhalten des FP-Konzerns in der Vergangenheit.
12 Der laufzeitäquivalente risikofreie Zinssatz für die erwartete Optionslaufzeit von 5 Jahren (bzw. 6 Jahren) basiert auf den korrespondierenden Zinsstrukturdaten, wobei aus den Umlaufrenditen von Kuponanleihen der Bundesrepublik Deutschland hypothetische Zerobonds abgeleitet worden sind.

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SOP 2010 SOP 2015
Optionen Anzahl Durchschnittlicher Ausübungspreis
in EUR
Anzahl Durchschnittlicher Ausübungspreis
in EUR
Stand 31.12.2015 707.500 2,70 505.000 4,48
im Geschäftsjahr gewährt 0 n/a 180.000 3,90
im Geschäftsjahr verwirkt 0 n/a -15.000 4,48
im Geschäftsjahr ausgeübt -219.300 2,50 0 n/a
im Geschäftsjahr verfallen 0 n/a 0 n/a
Stand 31.12.2016 419.200 2,69 670.000 4,32
Bandbreite des Ausübungspreises   2,34-3,86   3,90-4,48
Durchschnittliche Restlaufzeit zum 31.12.2016   53 Monate   107 Monate
Ausübbar per 31.12.2016 361.700 2,50 0 n/a
Stand 31.12.2016 419.200 2,69 670.000 4,32
im Geschäftsjahr gewährt 0 n/a 0 n/a
im Geschäftsjahr verwirkt 0 n/a -45.000 4,48
im Geschäftsjahr ausgeübt -86.100 2,46 0 n/a
im Geschäftsjahr verfallen 0 n/a 0 n/a
Stand 31.12.2017 333.100 2,74 625.000 4,31
Bandbreite des Ausübungspreises   2,50-3,86   3,90-4,48
Durchschnittliche Restlaufzeit zum 31.12.2017   42 Monate   96 Monate
Ausübbar per 31.12.2017 333.100 2,74 0 n/a

Zum 31.12.2017 wurden - aus dem Aktienoptionspläne 2010 und 2015 resultierend ­TEUR 139 (im Vorjahr TEUR 133) als Personalaufwand erfasst mit Gegenbuchung direkt im Eigenkapital (Stock-Options-Rücklage).

Sonstiges Ergebnis

Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb darstellen, betreffen langfristige Darlehen an FP Schweden.

Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe

Die FP GmbH hat die Francotyp-Postalia Sverige AB in Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Franco Frankerings Interessenter AB (vormals: Carl Lamm Personal AB) in erheblichem Maße refinanziert. Da mit einer Rückzahlung der betreffenden Mittel von der Francotyp-Postalia Sverige AB an die FP GmbH in nächster Zeit nicht zu rechnen ist, wird die Refinanzierung der Francotyp-Postalia Sverige AB durch die FP GmbH als eine Nettoinvestition in einen (schwedischen) Geschäftsbetrieb angesehen. Die aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenz nach latenten Steuern in Höhe von netto TEUR -37 (im Vorjahr TEUR -64) ist gemäß IAS 21.32 f. im sonstigen Ergebnis erfasst.

Ausschüttung einer Dividende

Im Berichtsjahr 2017 erfolgte eine Dividendenausschüttung in Höhe von EUR ­2.605.656,96. Hinsichtlich des Gewinnverwendungsvorschlags verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt „Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag".

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Handelsrechtliches Ausschüttungspotenzial in EUR 31.12.2017
Ausgegebenes Kapital 15.950.288,01
Kapitalrücklagen 37.980.495,78
Bilanzgewinn 10.749.210,08
Eigenkapital 64.679.993,87
./. Ausgegebenes Kapital -15.950.288,01
./. Kapitalrücklage -37.980.495,78
./. Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 HGB -273.501,42
Ausschüttungspotential 10.475.708,66

(17) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen leistungsorientierte Versorgungszusagen.

Gemäß einer die inländischen Gesellschaften betreffenden Betriebsvereinbarung vom 9. Juli 1996 gehören alle Mitarbeiter zum Kreis der Begünstigten, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Januar 1995 begonnen hat. Die Versorgungsleistungen in Form von Pensionen, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung werden den Mitarbeitern nach Vollendung von zehn anrechnungsfähigen Dienstjahren gewährt. Die Höhe der Versorgungszusagen basiert auf Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter.

Weiterhin haben auch übertarifliche Angestellte nach Maßgabe der „Richtlinien für die Zahlung von Ruhegehalt an übertarifliche Angestellte" in der Fassung vom Januar 1986 einen Anspruch auf Pensionen, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung. Die Begünstigten müssen bereits vor dem 1.1.1994 im Anstellungsverhältnis gewesen sein und mindestens zehn Dienstjahre vollendet haben. Die Höhe der Versorgungszusagen orientiert sich an Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter.

Sterbegeldverpflichtungen gegenüber den Hinterbliebenen von Mitarbeitern bestehen auf der Grundlage der Manteltarifverträge für Angestellte und Mitarbeiter sowie der Betriebsvereinbarung vom 30. Dezember 1975. Die Leistungen sind abhängig von Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt und werden als Festbetrag gewährt.

Darüber hinaus besteht bei unseren europäischen Tochtergesellschaften zum Teil die rechtliche Verpflichtung, Versorgungspläne einzurichten. Diese Pläne sehen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Einmalzahlung vor. Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter.

Ein weiterer leistungsorientierter Pensionsplan basiert auf individuellen Vereinbarungen und sieht einen Anspruch auf Pensionen, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung vor. Die betragsmäßig festgelegten Pensionen werden im Ermessen des FP-Konzerns als Einmalbetrag, in drei oder fünf Jahresraten oder als lebenslange Rente mit jährlich steigenden Leistungen gezahlt. Für die Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung wurde ebenfalls eine feste monatliche Zahlung vereinbart. Der Pensionsplan wird zum Teil über Rückdeckungsversicherungen finanziert.

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Versorgungszusagen bestehen insbesondere versicherungsmathematische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko oder Zinsänderungsrisiken.

Es wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen, die bei der Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungsverpflichtung zum Stichtag zugrunde liegen:

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in Prozent pro Jahr 31.12.2017 31.12.2016
Zinssatz 1,51 1,42
Gehaltstrend 3,00 3,00
Rententrend 2,00 2,00

Die biometrischen Rechnungsgrundlagen, wie Sterblichkeit und Invalidität, basieren für die Pensionen in Deutschland unverändert auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, die zur Bewertung von betrieblichen Versorgungsverpflichtungen allgemein anerkannt sind.

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TEUR Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld der Versorgungsverpflichtung
2017 2016 2017 2016 2017 2016
Stand am 1.1. der Berichtsperiode 17.053 15.843 1 -388 17.054 15.454
Im Gewinn und Verlust enthalten            
Laufender Dienstzeitaufwand 213 155 --- --- 213 155
Zinsaufwand (+) -ertrag (-) 243 368 0 -9 243 359
Im sonstiges Ergebnis enthalten Neubewertungen            
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste            
aus Änderungen biometrischer Annahmen -- --- --- --- --- ---
aus Änderungen finanzieller Annahmen -208 2.168 --- -- -208 2.168
aus erfahrungsbedingten Anpassungen -105 -461 --- -- -105 -461
Aufwand aus Planvermögen (ohne obigen Zinsertrag) -- --- 0 27 0 27
Sonstige            
Arbeitgeberbeiträge zum Versorgungsplan -- --- --- --- --- ---
Zahlungen aus dem Versorgungsplan -669 -1.021 1 371 -668 -650
Stand am 31.12. der Berichtsperiode 16.528 17.053 0 1 16.528 17.054

Die das Planvermögen begründende Versorgungsverpflichtung wurde als Einmalbetrag an den Versorgungsberechtigten ausgezahlt.

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Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtung in Prozent 31.12.2017 31.12.2016
Aktive Anwärter 20,0 21,1
Ausgeschiedene Anwärter 24,6 25,5
Pensionäre 55,4 53,4

Sämtliche Versorgungszusagen sind unverfallbar.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 14,7 Jahre (im Vorjahr 15,1 Jahre).

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Fälligkeit der nicht diskontierten Versorgungsverpflichtungen in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
bis 1 Jahr 634 629
1 - 5 Jahre 2.791 2.815
6 -10 Jahre 3.845 3.815
über 10 Jahre 14.166 15.027
Gesamt 21.437 22.286
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Auswirkung auf den Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtung zum 31.12.2017 in TEUR Anstieg Rückgang
Zinssatz (Veränderung um 1,00 %) -2.111 2.653
Gehaltstrend (Veränderung um 0,50 %) 470 -435
Rententrend (Veränderung um 0,25 %) 467 -446
Erwartete Lebensdauern (Veränderung um 1 Jahr) 540 -529

Die Sensitivitätsberechnungen wurden für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen auf den zum 31. Dezember 2017 berechneten Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtung separat aufzuzeigen.

(18) Steueransprüche und -schulden

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Steueransprüche in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Latente Steueransprüche 1.386 866
Tatsächliche Steueransprüche 2.446 0
Steueransprüche (langfristig) 3.832 866
Tatsächliche Erstattungsansprüche (kurzfristig; Sonstige Vermögenswerte) 5.813 6.480
Steueransprüche (gesamt) 9.645 7.346
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Steuerschulden in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Latente Steuerschulden (langfristig) 1.576 572
Tatsächliche Ertragsteuerschulden (kurzfristig) 5.091 3.635
Steuerschulden 6.667 4.207

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:

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TEUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2017 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 4.921 10.450 6.275 14.527
Übrige Vermögenswerte 509 825 661 660
Rückstellungen 3.464 455 4.195 0
Verbindlichkeiten 2.715 2.868 3.308 2.594
Steuerliche Verlustvorträge 2.799 0 3.636 0
Summe 14.408 14.598 18.075 17.781
Saldierung -13.022 -13.022 -17.209 -17.209
Konzernbilanzausweis 1.386 1.576 866 572

Die aktivierten Steuerlatenzen für Verlustvorträge beruhen auf der Erwartung, dass die Verlustvorträge mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können.

In Höhe von insgesamt TEUR 1.745 (im Vorjahr TEUR 1.744) sind für Verlustvorträge und in Höhe von TEUR 326 (im Vorjahr TEUR 280) für abzugsfähige temporäre Differenzen keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden. Die den nicht aktivierten latenten Steuern zu Grunde liegenden Verlustvorträge betragen TEUR 5.690 (im Vorjahr TEUR 5.719). Diese steuerlichen Verlustvorträge bestehen insbesondere bei Tochtergesellschaften in Frankreich und Italien.

Zum Bilanzstichtag bestehen passive latente Steuern aus outside basis differences in Höhe von TEUR 23 (im Vorjahr TEUR 39), welche nicht bilanziert wurden, da die Voraussetzungen nach IAS 12.39 vorliegen.

Verständigungsverfahren nach dem DBA bzw. der EU-Schiedskonvention zwischen der Bundesrepublik Deutschland und USA, Österreich, Niederlande und Belgien, die den Zeitraum der Betriebsprüfung 2005 bis 2008 betreffen, wurden inzwischen abgeschlossen. Die Verfahren sollen eine korrespondierende Verrechnungspreisanpassung in den betreffenden Ländern herbeiführen. Die ausstehende Umsetzung mit USA und Österreich wird in 2018 erwartet. Zum Bilanzstichtag wird hierfür eine kurzfristige Steuerforderung in Höhe von TEUR 2.446 ausgewiesen.

Seit dem Jahr 2014 ist eine deutsche Konzern-Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2012 anhängig. Eine Schlussbesprechung fand im November 2017 statt. Die Betriebsprüfungsberichte ergingen erst in 2018. Bekannte Prüfungsfeststellungen wurden bereits zum Bilanzstichtag abgebildet. Die Betriebsprüfung hat u.a. zu signifikanten Korrekturen der Verrechnungspreise für Warenlieferungen der Organgesellschaft FP GmbH an deren ausländische Vertriebsgesellschaften in den USA und Niederlanden geführt.

Diese und weitere Einkommenskorrekturen aufgrund der Betriebsprüfung werden zu einem Verbrauch der Verlustvorträge sowie einer voraussichtlich zahlungswirksamen Steuermehrbelastung in Deutschland in Höhe von TEUR 2.849 führen. Zur Vermeidung der Doppelbesteuerung aufgrund der Verrechnungspreiskorrektur in Deutschland wird Francotyp Postalia entsprechende Verständigungsverfahren mit den betreffenden Ländern anstreben, die zu entsprechenden Erstattungsansprüchen im Ausland bzw. einer Rücknahme der Korrektur durch Deutschland führen würden. Auf Konzernebene wurde hierfür eine langfristige Steuerforderung in Höhe von TEUR 4.952 gebildet.

(19) Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) und Rückstellungen (langfristig)

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TEUR Stand 01.01.2017 Währungsdifferenzen Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2017 davon langfristig davon kurzfristig
Rückstellungen im Personalbereich* 5.133 -134 4.685 -3.601 -581 5.502 1.027 4.475
Restrukturierungen 0 0 250 0 0 250 0 250
Gewährleistungen 169 -1 203 -78 0 293 0 293
Erfindervergütungen 239 0 229 -210 -29 229 0 229
Lizenzkosten 198 0 0 0 -63 135 0 135
Prozesskosten 783 -39 41 -319 -93 372 0 135
Drohverluste 1.050 0 80 -388 -371 372 0 372
Übrige Rückstellungen* 1.388 -6 1.864 -277 -1.018 1.951 112 1.839
(Sonstige) Rückstellungen 8.960 -180 7.352 -4.873 -2.155 9.104 1.139 7.965

* Zur besseren Darstellung wurden innerhalb der sonstigen Rückstellungen TEUR 185 gegenüber dem Vorjahr umgegliedert.

Sämtliche in der Konzernbilanz unter den langfristigen Schulden ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Zinseffekt aus der Auf- und Abzinsung der langfristigen Rückstellungen beträgt TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 38).

Die Rückstellungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen, Jubiläumsrückstellungen, Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (ATZ) sowie Prämien und Tantiemen.

Die Rückstellungen für Drohverluste betreffen im Wesentlichen Verträge von DE-Mail Kunden der Mentana-Claimsoft GmbH.

In den übrigen Rückstellungen sind folgende Sachverhalte berücksichtigt: Risiken für Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 1.180, Restrukturierung in Höhe von TEUR 212, TEUR 113 für die Vergütung von Aufsichtsgremien, TEUR 100 für ausstehende Rechnungen sowie Archivierungskosten in Höhe von TEUR 33.

Für die Verpflichtungen aus ATZ (TEUR 359, im Vorjahr TEUR 375) wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen:

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in Prozent pro Jahr 31.12.2017 31.12.2016
Zinssatz -0,34 -0,32
Gehaltstrend 3,00 3,00

Für die Jubiläumsrückstellungen (TEUR 225, im Vorjahr TEUR 181) wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen:

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in Prozent pro Jahr 31.12.2017 31.12.2016
Zinssatz 1,42 -0,15
Gehaltstrend 3,00 3,00

Die biometrischen Rechnungsgrundlagen, wie Sterblichkeit und Invalidität, basieren für die ATZ- sowie Jubiläumsrückstellungen in Deutschland unverändert auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Rückstellungen für Prozesskosten beziehen sich im Wesentlichen auf erwartete Kosten anhängiger Rechtsstreitigkeiten. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf Abschnitt IV, Tz. 25.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden für veräußerte Produkte auf Basis der Erfahrungswerte aus der Vergangenheit gebildet.

Die Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.155 (im Vorjahr TEUR 1.030) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, Prämien und Abfindungen in Höhe von TEUR 581, Rückstellungen für Drohverluste in Höhe von TEUR 371, Auflösungen aus Vertragsrisiken für DP AG Rabatte in Höhe von TEUR 500, für Risiken aus der IBB-Förderung in Höhe von TEUR 381 und Rückstellungen für Prozesskosten in Höhe von TEUR 93.

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31.12.2017 31.12.2016
Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr ≤ 5 Jahre Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr ≤ 5 Jahre
Rückstellungen im Personalbereich 5.502 4.475 1.027 4.948 4.246 702
Restrukturierungen 250 250 0 0 0 0
Gewährleistungen 293 293 0 169 169 0
Erfindervergütungen 229 229 0 239 239 0
Lizenzkosten 135 135 0 198 198  
Prozesskosten 372 372 0 783 783 0
Drohverluste 372 372 0 1050 1050 0
Übrige Rückstellungen 1.921 1.839 112 1.573 1.284 289
(Sonstige) Rückstellungen 9.104 7.965 1.139 8.960 7.969 991

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31.12.2017 31.12.2016
Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr 5 ≤ Jahre Gesamt Rest-laufzeit < 1 Jahr Rest-laufzeit >1 Jahr 5 ≤ Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.847 180 42.667 36.915 6 36.908
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 704 232 471 1.526 905 621
Finanzverbindlichkeiten 43.551 412 43.138 38.440 911 37.530
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.210 11.210 0 10.612 10.612 0
Sonstige Verbindlichkeiten            
aus Steuern 1.361 1.361 0 2.095 2.095 0
im Rahmen der sozialen            
Sicherheit 286 286 0 261 261 0
aus Teleporto 27.281 27.281 0 28.119 28.119 0
gegenüber Mitarbeitern 1.698 1.698 0 1.553 1.553 0
aus Derivaten 2.215 2.215 0 2.170 2.170 0
aus Abgrenzungsposten 12.157 12.157 0 12.114 12.114 0
übrige Verbindlichkeiten 4.759 4.689 70 5.806 5.696 110
Sonstige Verbindlichkeiten 49.757 49.688 70 52.118 52.008 110
Gesamt 104.518 61.312 43.207 101.170 63.530 37.640

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen gegenüber einem Bankenkonsortium und umfassen primär Darlehen zur Finanzierung des geleisteten Kaufpreises für den FP-Konzern im Jahr 2005. Zum 31. Dezember 2017 betrugen die Darlehen TEUR 42.667 (im Vorjahr TEUR 36.908; wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Ausführungen zum Konsortialdarlehensvertrag unter dem Punkt „Finanzinstrumente - beizulegende Zeitwerte und Risikomanagement", 4. Liquiditätsrisiken, in Abschnitt IV).

Gemäß dem am 31. Dezember 2017 bestehenden Konsortialdarlehensvertrag ist für die einzelnen Darlehen ein an den EURIBOR gekoppelter Zins festgelegt. Aufgrund der anhaltend vorherrschenden Negativverzinsung der 3-Monats-EURIBOR- bzw. 6- Monats-EURBIOR-Sätze ist eine Zinssicherung zum Bilanzstichtag ökonomisch nicht sinnvoll gewesen.

Aus der im Vorjahr neu eingegangenen Finanzierungsvereinbarung resultieren im Jahr 2017 keine vertraglichen Rückzahlungsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden entsprechend als mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen.

Im Zusammenhang mit den Leasingverhältnissen wurden wie im Vorjahr keine Kautionen geleistet. Insgesamt entfielen auf Leasingverhältnisse Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 43 (im Vorjahr TEUR 100).

Die Verbindlichkeiten aus Teleporto betreffen treuhänderisch verwaltete Kundengelder.

Die Verbindlichkeiten aus Abgrenzungsposten in Höhe von TEUR 12.157 (im Vorjahr TEUR 12.114) beinhalten die aus den Zahlungseingängen abgegrenzten Umsatzerlöse aus den Finanzierungsleasingverträgen.

(21) Finanzinstrumente

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der FP-Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken. Detaillierte Angaben über das Risikomanagement und die Steuerung der Risiken sind im Folgenden unter dem Punkt Risikomanagement dargestellt. Die folgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf quantitative Auswirkungen der Risiken im Geschäftsjahr. Diese Risiken wirken sich in den nachfolgenden finanziellen Vermögenswerten und Schulden aus.

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Klassen von Finanzinstrumenten Bewertungskategorie Buchwerte Buchwerte
Werte in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Wertpapiere HfT 676 679
Derivative Finanzinstrumente mit positiven n/a 110 0
Zeitwerten mit Hedge-Beziehung      
Derivative Finanzinstrumente mit positiven HfT 0 86
Zeitwerten ohne Hedge-Beziehung      
Beteiligungen und assoziierte Unternehmen AfS 199 199
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 18.684 18.966
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 6.812 8.092
Forderungen aus Finanzierungsleasing n/a 15.271 12.544
Liquide Mittel LaR 34.234 26.394
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten OL 42.847 36.915
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis- OL 11.210 10.612
tungen      
Sonstige finanzielle Schulden OL 31.970 33.815
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingver- n/a 704 1.526
hältnissen      
Derivative Finanzinstrumente mit negativen n/a 0 357
Zeitwerten mit Hedge-Beziehung      
Derivative Finanzinstrumente mit negativen HfT 2.215 1.813
Zeitwerten ohne Hedge-Beziehung      

Erläuterungen der Abkürzungen

AfS, Available for Sale, zur Veräußerung verfügbar

HfT, Held for Trading, zu Handelszwecken gehalten

LaR, Loans and Receivables, Kredite und Forderungen

n/a, not applicable, keiner Bewertungskategorie zuzuordnen

OL, Other Liability, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten

Bei den sonstigen finanziellen Schulden entspricht der ausgewiesene Buchwert jeweils dem Zahlungsmittelabfluss im Folgejahr.

Klassen von Finanzinstrumenten

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Werte in TEUR Beizulegende Zeitwerte 31.12.2017 Beizulegende Zeitwerte 31.12.2016 Bewertungstechnik Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren Hierarchie
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte          
Wertpapiere 676 679 Quotierter Marktpreis nicht anwendbar Stufe 1
Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten 110 86 Marktvergleichsverfahren: Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Brokern. nicht anwendbar Stufe 2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten          
Derivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten 2.215 2.170 Marktvergleichsverfahren: Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Brokern nicht anwendbar Stufe 2

Zwischen den Bewertungsklassen der Finanzinstrumente erfolgte im Berichtsjahr keine Umgruppierung.

Für alle nicht dargestellten Finanzinstrumente entspricht der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden auf Basis von Börsenkursen (Stufe 1) beziehungsweise abgezinsten Zahlungsflüssen (Stufe 3) ermittelt.

Bei den ausgewiesenen Wertpapieren mit einem Fair Value von TEUR 676 (im Vorjahr TEUR 679) handelt es sich um zu Handelszwecken gehaltene Anteile an einem thesaurierenden Fonds, der überwiegend in verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente und Sichteinlagen investiert ist. Die ausgewiesenen Wertpapiere haben keine feste Fälligkeit und keinen festen Zinssatz.

Risikomanagement

Der FP-Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit bestimmten finanziellen Risiken ausgesetzt, die insbesondere Währungsschwankungen, Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Forderungsausfälle umfassen können. Das übergeordnete Risikomanagementsystem des Konzerns berücksichtigt die Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkte und ist darauf ausgerichtet, negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns zu minimieren. Zur Erreichung dieses Zieles bedient sich der Konzern bestimmter Finanzinstrumente.

Zu weiteren Informationen hinsichtlich qualitativer Angaben zum Risikomanagement und zu den Finanzrisiken verweisen wir auf den Risikobericht im Konzernlagebericht.

Weitere wesentliche Risikokonzentrationen in Bezug auf die Finanzinstrumente sind nicht erkennbar. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind durch konzerninterne Regelungen festgelegt. Hierzu gehört eine Funktionstrennung zwischen Erfassung und Kontrolle der Finanzinstrumente. Die Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken des FP-Konzerns werden zentral gesteuert.

1. Fremdwährungsrisiken

Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist der FP-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzposten und aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen sowie aus allen Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen in Fremdwährungen. Um diese Risiken zu begrenzen, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

I. Translationsrisiken:

Im Berichtsjahr wurden im Finanzergebnis Erträge aus Währungsumrechnungen und ­sicherungen in Höhe von TEUR 885 (im Vorjahr TEUR 3.787) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.258 (im Vorjahr TEUR 3.076) erfasst.

II. Transaktionsrisiken

Das Unternehmen reduziert das Risiko, indem es Geschäftstransaktionen (Verkäufe und Zukäufe von Produkten und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten) hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abrechnet. Außerdem gleicht es das Fremdwährungsrisiko zum Teil dadurch aus, dass es Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft.

Den operativen Einheiten ist es untersagt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen und/oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung durchgeführt. Die Unternehmensfinanzierung wird von der FP Holding sowie der Francotyp-Postalia GmbH organisiert und durchgeführt.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Konzerneigenkapitals in Abhängigkeit von möglichen Änderungen von für die FP-Gruppe relevanten Wechselkursen (GBP, USD, CAD, SEK) - ceteris paribus. Als Bezugsgröße für die ermittelten Sensitivitäten wurden die in den jeweiligen Währungen ungesicherten Geschäfte (Nettorisikoposition) und die bestehenden derivativen Finanzinstrumenten und die Net Investments nach IAS 21 verwendet.

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Derivate Finanzinstrumente TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern Auswirkung auf das Eigenkapital
2017      
GBP +5 % 695 -175
  -5 % -629 159
2016      
GBP +5 % 649 0
  -5 % -588 0

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Derivate Finanz- Instrumente TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern Auswirkung auf das Eigenkapital
2017      
USD +5 % 0 -397
  -5 % 0 360
2016      
USD +5 % -205 -328
  -5 % 157 296

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Derivate Finanz- Instrumente TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern Auswirkung auf das Eigenkapital
2017      
CAD +5 % 0 0
  -5 % 0 0
2016      
CAD +5 % 0 -43
  -5% 0 39
Nettorisikoposition TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern Auswirkung auf das Eigenkapital
2017      
GBP +5 % 158 0
  -5 % -143 0
2016      
GBP +5 % 327 0
  -5 % -296 0

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Nettorisikoposition TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern Auswirkung auf das Eigenkapital
2017      
USD +5 % 271 0
  -5 % -245 0
2016      
USD +5 % 895 0
  -5 % -810 0

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Nettorisikoposition TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern Auswirkung auf das Eigenkapital
2017      
CAD +5 % 140 0
  -5 % -127 0
2016      
CAD +5 % 90 0
  -5 % -81 0

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Nettorisikoposition TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern Auswirkung auf das Eigenkapital
2017      
SEK +5 % 75 0
  -5 % -68 0
2016      
SEK +5 % 64 0
  -5 % -58 0
Net Investments TEUR Kursentwicklung der Fremdwährung in Prozentpunkten Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern Auswirkung auf das Eigenkapital
2017      
SEK +5 % 0 108
  -5 % 0 -98
2016      
SEK +5% 0 111
  -5 % 0 -100

Die Fremdwährungsrisiken aus den künftig erwarteten Zahlungseingängen in US-Dollar (USD), Canada-Dollar (CAD) sowie Britischen Pfund (GBP) werden grundsätzlich zu einem wesentlichen Teil abgesichert.

Zur Minimierung von Ergebnisschwankungen wurden Sicherungsgeschäfte zusammen mit den jeweiligen Grundgeschäften zum Bilanzstichtag 31.12.2017 in eine neue Sicherungseinheit unter Berücksichtigung der Regelungen des IAS 39 eingebracht.

Übersicht Sicherungsbeziehungen Hedge Accounting IFRS:

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Währung Summe erwartete Cashflows in Fremdwährung Abgesichertes Volumen in Fremdwährung per 31.12.2017 Art der Sicherungsbeziehung Effektivitätstest effektiver Teil (OCI) Effektivitätstest/ineffektiver Teil (GuV)
USD 15.443.000 9.267.000 Devisentermingeschäft/Cash Flow Hedge 93.210,26 14,54
GBP 5.650.000 2.985.000 Devisentermingeschäft/Cash Flow Hedge 16.830,52 -

Der FP-Konzern erwartet aus der operativen Geschäftstätigkeit der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Cashflows in US-Dollar in 2018 in Höhe von TUSD 15.443. In Höhe von TUSD 9.267 wurden per 14. Dezember 2017 zwölf Devisentermingeschäfte mit fester Fälligkeit abgeschlossen.

Der FP-Konzern erwartet aus der operativen Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft in Großbritannien Cashflows in GBP in 2018 in Höhe von TGBP 5.650. In Höhe von TGBP 2.985 wurden per 14. Dezember 2017 zwölf Devisentermingeschäfte mit fester Fälligkeit abgeschlossen.

Unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Währungssicherungen ergeben sich folgende Nettorisikopositionen:

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Währung Erwartete Cashflows (Zuflüsse) in Fremdwährung Abgesichert im Rahmen eines Cash Flow Hedge Nettorisiko in Fremdwährung
TGBP 5.650 2.985 2.665
TUSD 15.443 9.267 6.176
TCAD 4.000 0 4.000
TSEK 14.000 0 14.000

Weitere Währungsrisiken wurden im Rahmen von sog. Einzelderivatgeschäften abgeschlossen, die nach IAS 39 keine Hedge-Accounting fähige Sicherungsbeziehung definieren. Hierbei handelt es sich um nachfolgende Geschäfte:

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Währung Nominalvolumen in Fremdwährung Art des Sicherungsgeschäfts Marktwert per 31.12.2017
TGBP 12.000 Devisenswap - 2.215

2. Zinsrisiken

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der FP-Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Der Finanzbereich des Konzerns steuert die Zinsrisiken mit dem Ziel, das Zinsergebnis des Konzerns zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Der Finanzierungsbedarf von Unternehmen des FP-Konzerns wird über konzerninterne Darlehen bzw. konzerninterne Verrechnungskonten gedeckt.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Der im Juni 2016 abgeschlossene neue Kreditvertrag sieht eine Verzinsung auf Basis eines Variablen Referenzzinssatzes (3-Monats-EURIBOR oder 6-Monats-EURIBOR) zzgl. einer Kreditmarge vor. Aufgrund des aktuell anhaltend niedrigen Zinsumfeldes (Negativverzinsung des 3-Monats-EURIBOR bzw. 6-Monats-EURIBOR) wäre eine Zinssicherung zum aktuellen Zeitpunkt mit aktuell nicht notwendigen Sicherungskosten verbunden.

Sämtliche Zins- und Währungsrisiken werden jedoch kontinuierlich überwacht, und können bei Bedarf zeitnah abgeschlossen werden.

Variabel verzinsliche finanzielle Schulden bestehen ausschließlich in Form der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Konzerneigenkapitals gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Als Bezugsgröße für die Sensitivität wurde der durchschnittliche jährliche Darlehensbestand verwendet.

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Veränderung in Prozentpunkten Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern
in TEUR
Auswirkung auf das Eigenkapital vor Steuern
in TEUR
2017 +1 % -289 0
  -1 % 0 0
2016 +1 % -350 0
  -1 % +350 0

3. Ausfallrisiken

Die bilanzierte Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko für den Fall wieder, dass Kontrahenten ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Für alle den originären Finanzinstrumenten zu Grunde liegenden Leistungsbeziehungen gilt, dass zur Minimierung der Ausfallrisiken in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten verlangt werden, Kreditauskünfte/Referenzen eingeholt werden oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung (etwa Betrachtung des Zahlungsverhaltens) zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Francotyp-Postalia besteht bei Kauf ein Eigentumsvorbehalt an der Kaufsache bis zum Eingang aller Zahlungen. Befindet sich bei einer Vermietung einer Maschine ein Kunde in Zahlungsverzug oder verweigert ein Mieter trotz Fristsetzung die Durchführung des Mietvertrags, so ist der Kunde neben der Zahlung eines Schadensersatzes verpflichtet, den Mietgegenstand an Francotyp-Postalia bei Vertragskündigung zurückzugeben.

Den erkennbaren Ausfallrisiken von Forderungen sowie den allgemeinen Kreditrisiken wird durch entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Eine Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen findet sich in Abschnitt IV., Tz. 13, des vorliegenden Anhangs. Aus dieser Altersstruktur sind auch die Überfälligkeiten erkennbar.

Der Konzern hat im Berichtsjahr mit einer Geschäftsbank aus dem Kernbankenkreis eine Factoring-Transaktion über kurzlaufende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.000 abgeschlossen. Das hierbei auftretende Kontrahenten Risiko als auch das Ausfallrisiko des Forderungsschuldners wurde aktiv überwacht.

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (wie liquide Mittel, zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente und derivative Finanzinstrumente) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem jeweils ausgewiesenen Buchwert. Altersstrukturen für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden nicht angegeben, da es keine entsprechenden überfälligen, nicht wertberichtigten Vermögenswerte gibt.

Die FP Gruppe schließt derivative Finanzinstrumente unter Netting-Vereinbarungen ab. Im Allgemeinen werden bei diesen Vereinbarungen die geschuldeten Beträge aus allen Transaktionen der jeweiligen Vertragspartner an einem jeweiligen einzelnen Tag innerhalb einer Währung mit einander verrechnet und von einem Vertragspartner zum anderen Vertragspartner als Summe gezahlt. In speziellen Umständen - zum Beispiel bei Eintritt eines Kreditereignisses wie einem Zahlungsausfall, werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet und ein Gesamtbetrag durch Verrechnung aller Transaktionen ermittelt, der als Gesamtbetrag zahlbar ist.

Diese Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für das Verrechnen der Transaktionen in der Bilanz. Dies ist der Fall, da Francotyp Postalia keine rechtlichen Mittel hat, diese Transaktionen im Normalfall miteinander zu verrechnen. Eine Verrechnung ist rechtlich nur möglich im Falle eines zukünftigen Ereignisses wie Zahlungsausfall bei Verbindlichkeiten oder ähnlichem.

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die einer solchen Vereinbarung zum 31. Dezember 2017 unterliegen:

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Beschreibung (Werte in TEUR) Brutto Summe der erfassten Finanzinstrumente in der Bilanz Zugehörige nicht verrechnete Finanzinstrumente Nettosumme
Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten 110 -78 32
Derivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten 2.215 -78 2.137

4. Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken des Konzerns bestehen darin, dass möglicherweise finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen werden kann (etwa Tilgung von Finanzschulden, Bezahlung von Zulieferern oder Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing). Der FP-Konzern begrenzt diese Risiken durch ein Working-Capital- sowie Cash-Management. Den Liquiditätsrisiken wird weiterhin mit einer Liquiditätsvorschau für den gesamten Konzern begegnet. Zusätzlich werden Maßnahmen zur Schaffung von zusätzlicher Liquidität durch die Verwertung von Kundenforderungen (Factoring) genutzt.

Ergänzend zu den oben genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt der FP-Konzern kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten. Zentrales Ziel dabei ist, die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und Finanzierungsrisiken zu begrenzen.

Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie bestehende bzw. unterjährig angepasste Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten und Finanzierungsleasingvereinbarungen.

Im Geschäftsjahr 2016 schloss der FP-Konzern mit einem starken, international agierenden Bankenkonsortium einen neuen, signifikant erweiterten Konsortialdarlehensvertrag zu verbesserten Rahmenbedingungen und Konditionen über TEUR 120.000 ab, verbunden mit einer Erhöhungsoption von TEUR 30.000. Der FP-Konzern verfügt zum 31. Dezember 2017 über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 75.332. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren bis zum 14.06.2021 mit zweimaliger Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr.

Der FP-Konzern ist gemäß dem neuen Konsortialdarlehensvertrag verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten:

Zu den weiteren wesentlichen inhaltlichen Neuerungen der Finanzierungsdokumentation auf Basis der britischen Loan Market Association (LMA) gehört auch die Möglichkeit, Teile des Kreditrahmens in Fremdwährung ausnutzen zu können. Des Weiteren schafft der neue Kreditvertrag auch Finanzierungssicherheit für Akquisitionen. Zudem hat der FP-Konzern zukünftig unternehmerische Freiräume zur Eingehung weiterer finanzieller Verpflichtungen. Auch die Konditionen (Marge zzgl. dem Referenzzinssatz und Bereitstellungsprovision) konnten im Vergleich zur bisherigen Finanzierung verbessert werden. Durch den neuen Konsortialdarlehensvertrag hat der FP-Konzern insgesamt deutlich an finanzieller Stabilität und Flexibilität gewonnen.

Sämtliche Kreditbedingungen wurden im Berichtsjahr durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern konnte zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten stammen hauptsächlich aus der Finanzierung von in den fortgeführten Aktivitäten genutzten operativen Vermögenswerten (etwa Sachanlagen) und aus Investitionen innerhalb des Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Der Konzern berücksichtigt diese Vermögenswerte bei der effektiven Steuerung des gesamten Liquiditätsrisikos.

Die folgende Tabelle zeigt die aus dem Konsortialdarlehensvertrag resultierenden Cashflows einschließlich geschätzter Zinszahlungen sowie die Zahlungen aus den bestehenden derivativen Finanzinstrumenten mit negativem Zeitwert. Neben den genannten Darlehen in Höhe von TEUR 42.667 (im Vorjahr TEUR 36.908) bestanden weiteren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 180 (im Vorjahr TEUR 6).

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TEUR Erwartete Cashflows
Buchwert per 31.12.2017 2018 2019 2020 2021
Darlehen -42.667 0 -1.546 -8.958 -32.185
Einzahlungen aus Derivategeschäften   13.525      
Auszahlungen aus Derivategeschäften   -15.583      
TEUR   Cashflows
Buchwert per 31.12.2016 2017 2018 2019 2020 2021
Darlehen -36.908 -1.039 -200 -281 -929 -31.561
Einzahlungen aus Derivategeschäften 24.717        
Auszahlungen aus Derivategeschäften -26.795        

Es wird nicht erwartet, dass die dargestellten Zahlungsmittelabflüsse zu wesentlich abweichenden Stichtagen oder mit wesentlich abweichenden Beträgen auftreten werden.

Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie

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Nettoergebnis in TEUR 2017 2016
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 13 -65 -2
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0
Kredite und Forderungen 14 -761 1.957
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten 15 2.546 -338

13 Setzen sich aus Fair-Value-Änderungen zusammen.
14 Setzen sich zusammen aus Wertminderungen, Wertaufholungen, Zinszahlungen und Fremdwährungseffekten.
15 Setzen sich aus Nettogewinnen bzw. Nettoverlusten aus Fremdwährungseffekten, Zahlungen und Abgangserfolgen zusammen.

Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden sowohl innerhalb als auch außerhalb von Sicherungsbeziehungen im Sinne der IFRS eingesetzt. Die Bilanzierung von Derivaten außerhalb von Sicherungsbeziehungen erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert, und zwar ergebniswirksam.

Kapitalsteuerung

Maßgeblich für die Kapitalsteuerung des Konzerns ist die Kapitalstruktur. Die Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis der Netto-Schulden zum Eigenkapital. Der Nettoverschuldungsgrad wird fortlaufend überwacht. Im Unterschied zum Ausweis in den Vorjahren werden bei der Berechnung die eigenen Anteile nicht mehr in die Finanzmittel einbezogen.

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.847 36.915
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 702 1.526
Schulden 43.549 38.440
Liquide Mittel -34.234 -26.394
Wertpapiere -676 -679
Portoguthaben 10.820 8.418
Finanzmittel -24.089 -18.655
Nettoschulden 19.460 19.785
Eigenkapital 32.959 35.946
Nettoverschuldungsgrad 59% 55%

Mit der Kapitalsteuerung wird ein möglichst hohes Bonitätsrating angestrebt. Zudem soll Going Concern sichergestellt werden.

Im Berichtsjahr 2017 sind keine Änderungen bei den Zielen, Richtlinien und Verfahren für die Kapitalsteuerung zu verzeichnen.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die Steuerung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die folgenden finanziellen Kennzahlen: Umsatz, EBITDA und Free Cashflow.

(22) Sicherheiten

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Bürgschaftsverpflichtungen 648 1.027
Gesamt 648 1.027

Die Bürgschaftsverpflichtungen beinhalten Mietbürgschaften für Maschinen und Portogebühren und eventuelle Erstattungsansprüche aus Subventionszahlungen.

Alle gegenwärtigen, bedingten und künftigen Forderungen der Finanzierungsparteien des Konsortialdarlehensvertrages aus oder im Zusammenhang mit diesem Darlehensvertrag, einer Abzweiglinienvereinbarung oder den weiteren Finanzierungsdokumenten sind in Form von Garantien besichert. Jeder Garant garantiert selbständig und unabhängig gegenüber den Finanzierungsparteien unwiderruflich und unbedingt die Zahlung aller nach dem Darlehensvertrag oder einem anderen Finanzierungsdokument von den Darlehensnehmern geschuldete Beträge, sofern diese nicht rechtzeitig oder nicht in voller Höhe beglichen werden. Die Garanten verpflichteten sich, jede Zahlung unter dieser Garantie frei von Abzügen oder Einbehalten zu leisten.

Garanten sind neben der Darlehensnehmerin FP Holding auch die Francotyp-Postalia GmbH, die freesort GmbH, die Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH, die FP Produktionsgesellschaft mbH, die Mentana-Claimsoft GmbH, die IAB GmbH, die Francotyp-Postalia Inc. (USA), die Francotyp-Postalia Ltd. (UK), die Francotyp-Postalia Canada Inc. (Kanada) sowie die Francotyp-Postalia France SARL (Frankreich).

Per 31. Dezember 2017 beträgt der in Anspruch genommene Kredit TEUR 44.668 (31. Dezember 2016: TEUR 37.968). Dieser Betrag beinhaltet ebenso Avale.

Erhaltene Sicherheiten haben einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.108 (im Vorjahr TEUR 1.301) und stehen dem FP-Konzern im Berichtsjahr ausschließlich kurzfristig zur Verfügung (unverändert zum Vorjahr). Die Sicherheiten bestehen im Wesentlichen aus Mietkautionsbürgschaften und Bürgschaften für Warenlieferungen und Dienstleistungen von Banken und einer Versicherung.

(23) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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Nominalwerte der finanziellen Verpflichtungen zum 31.12.2017 Gesamt < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR        
Sonstige vertraglichen Verpflichtungen 45.924 27.360 17.573 991
davon aus Operate Lease 12.371 4.465 7.280 626
davon aus Bestellobligo 26.576 19.499 7.077 0
davon aus übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen 6.977 3.396 365 3.216  
Nominalwerte der finanziellen Verpflichtungen zum 31.12.2016 Gesamt < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR        
Sonstige vertraglichen Verpflichtungen 46.227 20.432 22.990 2.805
davon aus Operate Lease 13.211 4.771 7.805 635
davon aus Bestellobligo 28.112 13.114 13.191 1.807
davon aus übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen 4.904 2.547 363 1.994  

In den künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operate Lease sind aufgrund der impraktikablen Trennbarkeit der Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.070 (im Vorjahr TEUR 939) auch Leasingverträge berücksichtigt, die neben Leasingaufwand eine Dienstleistungskomponente enthalten. Davon entfallen TEUR 299 (im Vorjahr TEUR 343) auf kurzfristige sowie TEUR 772 (im Vorjahr TEUR 596) auf mittelfristige Verpflichtungen.

Vertragliche Verpflichtungen (Bestellobligos) bestehen für den Erwerb von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 73 (im Vorjahr TEUR 181), für den Erwerb immaterieller Vermögenswerte in Höhe von TEUR 173 (im Vorjahr TEUR 190) und für sonstige Bestellungen in Höhe von TEUR 26.654 (im Vorjahr TEUR 27.741).

Zahlungen aus Leasingverhältnissen sind im Berichtsjahr in Höhe von 5.640 TEUR (im Vorjahr 5.924 TEUR) erfolgswirksam erfasst. In den Aufwendungen aus Leasingverhältnissen des laufenden Jahres sind die Mietnebenkosten enthalten.

(24) Sonstige Angaben zu Finance-Lease-Verträgen

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Nominalwerte in TEUR Künftige Mietleasingzahlungen Zinszahlungen Barwert der Mietleasingzahlungen künftigen
2017 2016 2017 2016 2017 2016
unter einem Jahr 253 939 21 35 232 905
Zwischen einem und fünf Jahren 495 642 24 20 471 621
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 748 1.581 45 55 703 1.526

Die Laufzeiten der Leasingverträge betragen überwiegend bis zu 75 % der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Anschluss an die Grundlaufzeit besteht in der Regel die Möglichkeit, die Verträge zu verlängern oder die Gegenstände gegen einen zuvor festgelegten Betrag zu übernehmen.

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Buchwert der an Dritte vermieteten Anlagen 559 1.979
Buchwert der geleasten Anlagen 1.208 3.102
künftigen Mindestzahlungen aus Untermietverhältnissen 842 3.220

(25) Eventualforderungen und -verbindlichkeiten

Eventualforderungen

Im Zusammenhang mit den im Jahr 2017 berichteten Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft hat der FP-Konzern festgestellt, durch Pflichtverletzungen, die über den Berichtszeitraum hinausgehen, finanziell geschädigt worden zu sein. In der Folge hat FP im Rahmen von derzeit noch laufenden Kündigungsschutzprozessen am 14. Februar 2018 Schadenersatzansprüche gegen Mitarbeitende in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro geltend gemacht. Die Vertrauensschadenversicherung wurde über die Verletzungshandlungen und den entstanden Schaden ebenfalls informiert. Im Fall der Durchsetzung der Ansprüche könnte sich dies einmalig positiv auf die Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens auswirken und dazu führen, dass FP die Prognose für 2018 bzw. die mittelfristigen Ziele übertreffen kann.

Eventualverbindlichkeiten

Vor dem U.S. District Court for Eastern District of Missouri ist eine Klage gegen unsere Tochtergesellschaft in den USA anhängig (Case No. 4:14-cv-01161-HEA). In der Sammelklage („putative class action") wird behauptet, Francotyp-Postalia Inc. verletzte mit unaufgeforderten Werbefaxen den „Telephone Consumer Protection Act of 1991". Bisher ist nicht geklärt, ob das beanstandete Vorgehen (Werbefax) von den gesetzlichen Regelungen überhaupt erfasst ist.

Der U.S. District Court for Eastern District of Missouri hat das Verfahren am 17. Februar 2015 bis zu einer Entscheidung der Federal Communications Commission und des United States Court of Appeals for the D.C. Circuit über den Geltungsbereich und die Gültigkeit des Telephone Consumer Protection Act of 1991 ausgesetzt. Diese Entscheidung liegt noch nicht vor.

Der Ausgang der gegen die Francotyp-Postalia Inc. erhobenen Klage ist offen und könnte ein Schadenspotential von geschätzt bis zu TEUR 1.000 haben. FP geht nicht davon aus, dass gegenwärtig eine Verpflichtung besteht. Aufgrund des aktuellen Verfahrensstandes geht FP jedoch davon aus, dass der Rechtsstreit mit anwaltlicher Unterstützung fortgesetzt wird. Dementsprechend wird auch ein künftiger Ressourcenabfluss für Rechtsanwaltskosten erwartet. Dafür wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 267 gebildet.

Im zweiten Quartal 2017 wurden Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft festgestellt. Auf der Basis der derzeitigen Informationen geht FP davon aus, dass eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Vergütungen besteht sowie ein künftiger Ressourcenabfluss für Beratungskosten erfolgt. In diesem Zusammenhang bilanziert der FP-Konzern zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von TEUR 176. Aus der derzeitig noch andauernden Klärung des Sachverhalts könnten weitere Rückzahlungsverpflichtungen für den FP-Konzern mit einem geschätzten Schadenspotential von TEUR 600 resultieren. Der FP-Konzern geht gegenwärtig nicht davon aus, dass dafür eine Verpflichtung besteht.

V. Sonstige Angaben

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Liquide Mittel 34.234 26.394
zuzüglich Wertpapiere 676 679
abzüglich verfügungsbeschränkte flüssige Mittel („verwaltete Portoguthaben") -10.820 -8.418
Finanzmittel 24.090 18.655

Die Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:

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TEUR 31.12.2016 Zahlungswirksam Zahlungsunwirksam 31.12.2017
Wechselkursänderungen Änderung beizulegender Zeitwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.915 5.932 0 0 42.847
Finanzierungsleasing 1.526 -822 0 0 704
Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit 38.441 5.110 0 0 43.551

Mitarbeiter

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Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter je Land 2017 2016
Deutschland 642 650
USA 130 118
Großbritannien 100 95
Niederlande 48 52
Kanada 43 44
Italien 29 26
Schweden 25 20
Österreich 17 18
Frankreich 20 16
Belgien 6 8
Gesamt 1.059 1.045
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter je Segment 2017 2016
Vertrieb Deutschland 428 453
Vertrieb International 417 395
Produktion 171 163
Zentrale Funktionen 43 34
Gesamt 1.059 1.045

Vorstand und Aufsichtsrat (Zusatzangaben nach HGB)

Dem Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG nach stellen sich die Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder wie folgt dar:

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Name Bestellung Ende der Bestellung Zuständigkeitsbereiche
Rüdiger Andreas 11. Januar Dezember

Strategische Geschäftsentwicklung

Günther Dipl. Kaufmann 2016 2019

Produktion/Einkauf/Qualität

     

Personal/Recht/Compliance

     

Finanzen/Rechnungswesen/Controlling

     

Corporate Communications/Investor Relations/Presse

     

Interne Kommunikation

     

Merger & Acquisition

Thomas Grethe Juni 2013 Juni 2018

(Strategische Geschäftsentwicklung)

Bankkaufmann und Betriebswirt    

Interne Revision

     

Strategisches Marketing/Brand Management

     

(Business Development/Product Portfolio Management)

     

Geschäftsfeld Frankieren und Kuvertieren (Vertrieb Deutschland, international, Asien, Produkt Management)

Sven Meise Februar 2015 Dezember

(Strategische Geschäftsentwicklung)

Dipl.-Betriebswirt (BA)   2021

Business Development/Product Portfolio Management

     

Informationstechnik

     

Forschung & Entwicklung

     

Geschäftsfeld Digitale Lösungen (freesort, IAB, Mentana-Claimsoft)

Herr Günther war im Berichtsjahr Mitglied der Unternehmerperspektive Mittelstand der Commerzbank und im Regionalbeirat Ost der Commerzbank. Seit Januar 2017 ist er zudem Mitglied im Kundenbeirat der LBBW Sachsen Bank. Die Vorstandsmitglieder waren außerhalb des FP-Konzerns sonst in keinen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen vertreten.

Folgende Übersicht zeigt die Mitglieder des Aufsichtsrates der Francotyp-Postalia Holding AG mit ihren Tätigkeiten außerhalb der Gesellschaft und mit sonstigen Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandaten bzw. Mandaten bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

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Name Berufliche Tätigkeit Sonstige Verwaltungs- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in-und ausländischen Kontrollgremien
Klaus Röhrig (Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 1. April 2013; Vorsitzender seit 9. April 2013)

Geschäftsführer, Active Ownership Capital S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg

Vorsitzender des Verwaltungsrats, exceet Group SE, Luxemburg, Luxemburg

 

Geschäftsführender Gesellschafter der Mercury Capital Unternehmensberatungs- GmbH, Wien, Österreich

 
 

Geschäftsführer, R3 Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich

 
 

Geschäftsführer, R3 Capital GmbH, Wien, Österreich

 
 

Director, White Elephant HoldCo S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg

 
 

Director, White Elephant S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg

 
 

Director, White Hills Management SCOSA, Grevenmacher, Luxemburg

 
Robert Feldmeier (Mitglied des Aufsichtsrats seit

Geschäftsführer der Unigloves Arzt-und Klinikbedarfshandelsgesellschaft mbH, Siegburg

keine

28. Juli 2012; Stellvertretender Vorsitzender seit 27. Juni 2013)

Geschäftsführer und Gesellschafter der UNIGLOVES Hol-ding GmbH, München

 
Botho Oppermann (Mitglied des Aufsichtsrats seit 27. Juni 2013)

Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Nord UG (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg

Präsident des Verwaltungsrates der Internet Business Solutions AG, Boppelsen, Schweiz

 

Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Süd UG (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg

Aufsichtsrat der ID Informationund Dokumentation im Gesundheitswesen GmbH & Co. KGaA, Berlin

 

Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Ost UG, (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg

Verwaltungsrat der ID Suisse AG, St. Gallen, Schweiz

 

Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions West UG, (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg

Verwaltungsrat der HCG Holding AG, Herisau, Schweiz

Aktionärsstruktur (Zusatzangaben nach HGB)

Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2017 von ihren Anteilseignern gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgende Mitteilungen erhalten und gemäß § 26 Abs. 1 WpHG und § 26a WpHG veröffentlicht:

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Veröffentlichungsdatum 21.02.2017 17.10.2017 17.10.2017 15.12.2017 15.12.2017
Grund der Mitteilung Veräußerung von Aktien Erwerb von Aktien Erwerb von Aktien Erwerb von Aktien Erwerb von Erwerb
Angaben zum Aktionär/Meldepflichtigen Alceda Fund Management S.A. Active Ownership Fund SICAV-FIS SCS/ Active Ownership Fund SICAV-FIS SCS/ Baring Fund Managers Limited Baring Asset Management Limited
    Herr Klaus Röhrig Herr Florian Schuhbauer    
Datum der Schwellenberührung 17.02.2017 12.10.2017 12.10.2017 11.12.2017 11.12.2017
Gesamtstimmrechtsanteile          
alt 3,068 % 10,27 % n/a n/a n/a
neu 2,98 % 10,31 % 9,51 % 3,07 % 3,07%
Stimmrechte (§§ 21, 22 485.000 1.680.000 1.550.000 500.000 500.000
WpHG)          

Ferner bestehen noch folgende bedeutende Stimmrechte:

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Veröffentlichungsdatum 18.01.2016 03.04.2014 03.04.2014 29.05.2013
Grund der Mitteilung Erwerb von Aktien Erwerb von Aktien Erwerb von Aktien Erwerb von Aktien
Angaben zum Aktionär/Meldepflichtigen Internationale Kapitalanlagegesellschaft mbH, Düsseldorf, Deutschland Quaero Capital Funds (Lux), Luxemburg, Luxemburg QUAERO CAPITAL SA, Genf, Schweiz Tom Hiss
Datum der Schwellenberührung 12.01.2016 01.04.2014 01.04.2014 24.05.2013
Gesamtstimmrechtsanteile 10,16% 5,20% 5,20% 3,51%
Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) 1.641.732 840.000 840.000 566.882
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Veröffentlichungsdatum 29.05.2013 21.08.2013 05.06.2013 03.09.2012
Grund der Mitteilung Erwerb von Erwerb Erwerb von Erwerb Erwerb von Erwerb Erwerb von Erwerb
Angaben zum Aktionär/Meldepflichtigen Ludic GmbH, Bad Oldesloe, Deutschland Saltarax GmbH, Hamburg, Deutschland Axel Sven Springer Rudolf W. Heil
Datum der Schwellenberührung 24.05.2013 08.08.2013 03.06.2013 30.08.2012
Gesamtstimmrechtsanteile 3,51% 3,59% 3,13% 3,03%
Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) 566.882 580.706 505.988 490.000

Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2017 von ihren Anteilseignern gemäß Art. 19 Abs. 1 MAR folgende Mitteilungen bezüglich der Aktie mit der ISIN DE00FPH9000 erhalten und veröffentlicht:

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Veröffentlichungsdatum 16.06.2017 28.08.2017 28.08.2017 04.09.2017
Angaben zu den Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen Rüdiger Andreas Günther   Rüdiger Andreas Günther   3 R Investments Ltd., Klaus Röhrig Sven Meise
Grund der Mitteilung/Position Vorstand   Vorstand   Aufsichtsrat Vorstand
Art des Geschäfts Annahme der Zuteilung von 180.000 Aktienoptionen. Geschäft im Rahmen des AOP 2015. Die Ausübbarkeit der Aktienoptionen hängt insbesondere von der Erreichung der Erfolgsziele und dem Ablauf der vierjährigen Wartezeit ab. Einzelheiten zum AOP 2015 lassen sich im Geschäftsbericht 2016 und der Einladung zur Hauptversammlung 2015 entnehmen. Die Aktienoptionen sind weder handel- noch abtretbar   Kauf   Kauf Kauf
Preis (e)/Volumen in EUR 0,00 0,00 4,80000 1 4,80 4,92900 98.580,00 5,00000 1 3.250,00
      4,80000 480,00     4,99400 1.568,12
      4,80000 120,00     5,02000 2.198,76
      4,80000 480,00     4,99200 529,15
      4,86500 671,37     4,99100 598,92
      4,86500 9.491,62     4,99400 1.438,27
      4,80000 403,20        
      4,75000 475,00        
      4,75000 641,25        
      4,78000 186,42        
      4,78000 478,00        
      4,78000 664,42        
      4,73500 473,50        
      4,73500 473,50        
      4,80000 2.880,00        
      4,80000 2.880,00        
      4,80000 556,80        
      4,86000 2.779,92        
      4,87683 14.636,05        
      4,89100 978,20        
Aggregierte Preis/Volumen EUR n/a   4,85520 48.557,85 4,92900 98.580,00 5,0017 9.583, 22
Datum des Geschäfts 01.09.2016     24.08.2017   24.08.2017   04.09.2017
Ort des Geschäfts n/a     Xetra   Xetra   Xetra

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Veröffentlichungsdatum 17.10.2017 17.10.2017
Angaben zu den Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen 3 R Investments Ltd./Klaus Röhrig Active Ownership Fund SICAV-FIS SCS

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Grund der Mitteilung/Position Aufsichtsrat Aufsichtsrat
Art des Geschäfts Verkauf Kauf
Preis (e)/Volumen in EUR 4,50 6.975.000,00 4,50 6.975.000,00
Aggregierte Preis/Volumen EUR 4,50 6.975.000,00 4,50 6.975.000,00
Datum des Geschäfts   12.10.2017   12.10.2017
Ort des Geschäfts Außerhalb eines Handelsplatzes Außerhalb eines Handelsplatzes

Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2017 gemäß § 26a WpHG die Änderung der Gesamtstimmrechte veröffentlicht:

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Veröffentlichungsdatum 04.01.2017 04.01.2017 Korrekturmitteilung 30.01.2017 28.02.2017 31.03.2017 30.06.2017
Art der Kapitalmaßnahme Sonstige Kapitalmaßnahme (§ 26 a Abs. 1 WpHG) Ausgabe von Bezugsaktien (§ 26 a Abs. 2 WpHG) Ausgabe von Bezugsaktien (§ 26 a Abs. 2 WpHG) Ausgabe von Bezugsaktien (§ 26 a Abs. 2 WpHG Ausgabe von Bezugsaktien (§ 26 a Abs. 2 WpHG Ausgabe von Bezugsaktien (§ 26 a Abs. 2 WpHG
Stand zum/Datum der Wirksamkeit 31.12.2016 31.12.2016 27.01.2017 28.02.2017 31.03.2017 30.06.2017
Neue Gesamtzahl der Stimmrechte 16.215.356 16.215.356 16.255.356 16.265.356 16.285.356 16.301.456

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen des FP-Konzerns waren - neben den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats (sowie deren nahen Familienangehörigen) der FP Holding im Berichtsjahr:

das assoziierte Unternehmen FP Data Center Inc., Japan;

die nicht konsolidierte Tochtergesellschaft FP Systems India Private Limited, Indien;

die nicht konsolidierte Tochtergesellschaft FP Direct Ltd., Großbritannien;

Active Ownership Capital S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

Mercury Capital Unternehmensberatungs- GmbH, Wien, Österreich (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

R3 Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

R3 Capital GmbH, Wien, Österreich (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

White Elephant HoldCo S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

White Elephant S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

White Hills Management SCOSA, Grevenmacher, Luxemburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

exeet Group SE. Luxemburg, Luxemburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates)

Geschäftsführer der UNIGLOVES Arzt-und Klinikbedarf Handelsgesellschaft mbH, Siegburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

Geschäftsführer der UNIGLOVES Holding GmbH, München

Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Nord UG (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Süd UG (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions Ost UG, (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

Geschäftsführender Gesellschafter der Internet Business Solutions West UG, (haftungsbeschränkt), Wentorf bei Hamburg (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

Präsident des Verwaltungsrates der Internet Business Solutions AG, Boppelsen, Schweiz (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen GmbH & Co. KGaA, Berlin (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

ID Suisse AG, St. Gallen, Schweiz (über ein Mitglied des Aufsichtsrates);

HCG Holding AG, Herisau, Schweiz (über ein Mitglied des Aufsichtsrates).

Aus dem Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des FP-Konzerns haben, sind im Berichtsjahr 2017 Umsatzerlöse im Zusammenhang mit der Erbringung von Wartungsarbeiten mit der FP Data Center Inc., Japan TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 1) erzielt worden. Die ausstehenden Salden betragen TEUR 6 (im Vorjahr TEUR 6). Daneben erhielten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Vergütungen, die in dem nachfolgenden Abschnitt „Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat" detailliert dargelegt sind. Weitere Vergütungen sind nicht gezahlt worden. Berichtspflichtige Sachverhalte im Sinne des IAS 24.18 (b) bis (d) gab es im Berichtszeitraum nicht.

Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Aufwandsbezogen sind im Jahresabschluss 2017 sowohl der Langfristbonus für Herrn Günther in Höhe von TEUR 180 (im Vorjahr TEUR 180), für Herrn Grethe in Höhe von TEUR 42 (im Vorjahr TEUR 11) und für Herrn Meise in Höhe von TEUR 42 (im Vorjahr TEUR 41) als auch jeweils die variable einjährige Vergütung in Höhe der wahrscheinlichen Zielerreichung erfolgswirksam erfasst worden.

In Bezug auf den Vergütungsbericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht. Gern. DRS 17 stellt sich die Gesamtvergütung wie folgt dar:

Herr Günther (Vorstandsmitglied ab 11. Januar 2016)

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2016 2017
Erfolgsunabhängige Komponente Festvergütung 400 400  
  Nebenleistungen 45 19
  Summe 445 419
Erfolgsbezogene Komponente      
ohne langfristige Anreizwirkung Einjährige variable Vergütung: 220 348
mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung:    
  Stock Option Plan 2015 141 0
  Langzeitbonus 16 180 0
  Summe 541 348
Versorgungsaufwand   19 20
Gesamtvergütung   1.005 787

16 Nicht aktienbasierte Vergütungen werden nach DRS 17 in der Gesamtvergütung erfasst, wenn die an die Zusage geknüpfte Bedingung erfüllt ist. Entsprechend der wahrscheinlichen Zielerreichung wurden TEUR 180 (im Vorjahr TEUR 180) ergebniswirksam im Jahresabschluss 2017 als Zuführung zur Rückstellung berücksichtigt.

Herr Grethe (Vorstandsmitglied ab 15. Juni 2013)

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2013 2014 2015 2016 2017
Erfolgsunabhängige Komponente Festvergütung 119 200 230 293 265
  Nebenleistungen 6 12 10 16 20
  Summe 125 212 240 309 285
Erfolgsbezogene Komponente            
ohne langfristige Anreizwirkung Einjährige variable Vergütung: 20 36 -11 10 113
mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung:          
  Stock Options Plan 2015 0 0 54 0 0
  Langzeitbonus17 0 0 0 38 0
  Summe 20 36 43 48 113
Versorgungsaufwand   2 21 21 21 22
Gesamtvergütung   147 269 304 378 420

Herr Meise (Vorstandsmitglied ab 1. Februar 2015)

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2015 2016 2017
Erfolgsunabhängige Komponente Festvergütung 183 233 265
  Nebenleistungen 18 26 26
  Summe 201 259 291
Erfolgsbezogene Komponente        
ohne langfristige Anreizwirkung Einjährige variable Vergütung: 24 42 117
mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung:      
  Stock Options Plan 2015 48 0 0
  Langzeitbonus 18 0 0 0
  Summe 72 42 117
Versorgungsaufwand   19 21 22
Gesamtvergütung   292 322 430

17 Nicht aktienbasierte Vergütungen werden nach DRS 17 in der Gesamtvergütung erfasst, wenn die an die Zusage geknüpfte Bedingung erfüllt ist. Entsprechend der wahrscheinlichen Zielerreichung wurden TEUR 42 (im Vorjahr TEUR 42) ergebniswirksam im Jahresabschluss 2017 als Zuführung zur Rückstellung berücksichtigt.
18 Nicht aktienbasierte Vergütungen werden nach DRS 17 in der Gesamtvergütung erfasst, wenn die an die Zusage geknüpfte Bedingung erfüllt ist. Entsprechend der wahrscheinlichen Zielerreichung wurden TEUR 42 (im Vorjahr TEUR 41) ergebniswirksam im Jahresabschluss 2017 als Zuführung zu Rückstellungen berücksichtigt.

Von den im Geschäftsjahr 2015 und 2016 gewährten aktienbasierten Vergütungen aus dem Aktienoptionsplan 2015 entfielen auf den Vorstand insgesamt TEUR 243 bzw. 312.500 Optionen. Im Berichtsjahr wurden keine weiteren Optionen aus diesem Aktienoptionsplan 2015 gewährt. Die Ausübungszeitpunkte für die Optionen liegen im Geschäftsjahr 2019 und 2020.

Die in den obigen Tabellen als Versorgungsaufwand ausgewiesenen Beträge sind Zuschüsse zur Altersvorsorge und Teil der an die Vorstände gezahlten fixen Entgelte.

Die Nebenleistungen bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung und im Vorjahr zusätzlich aus einer Umzugspauschale.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber den aktiven Vorstandsmitgliedern sind wie im Vorjahr nur unwesentliche Beträge zurückgestellt (2017: TEUR 4; 2016: TEUR 3).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum 31.12.2017 TEUR 1.121 (im Vorjahr TEUR 1.141) gebildet. Den Rückstellungen wurden im Berichtsjahr 2017 TEUR 17 (im Vorjahr TEUR 39) zugeführt. Davon entfallen TEUR 1 auf Service Cost und TEUR 16 auf Interest Cost.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer geschäftsjährlich eine feste im letzten Monat des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung in Höhe von TEUR 30. Für den Vorsitzenden beträgt die feste Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2009 150 % und für seinen Stellvertreter 125 % der Vergütung für das normale Aufsichtsratsmitglied.

Die Festvergütung des Aufsichtsrats betrug für das Geschäftsjahr 2017 TEUR 113 (im Vorjahr TEUR 113). Die Gesamtsumme teilt sich auf in 45 TEUR für Herrn Klaus Röhrig, 37,5 TEUR für Herrn Robert Feldmeier und 30 TEUR für Herrn Botho Oppermann.

Abschlussprüferhonorar

Die Hauptversammlung hat, basierend auf einer Empfehlung des Aufsichtsrats, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zur Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2017 gewählt. Das für Dienstleistungen der Abschlussprüferin im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2017 2016
Abschlussprüfungsleistungen 394 322
Steuerberatungsleistungen 555 509
Sonstige Bestätigungsleistungen 13 21
Sonstige Leistungen 225 507
Gesamt 1.187 1.359

Von den gebildeten Rückstellungen für Abschlussprüfungsleistungen wurden im Berichtsjahr TEUR 263 verbraucht und der verbleibende Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Sonstige Bestätigungsleistungen beinhalten im Wesentlichen Bestätigungen von Mittelverwendungen sowie Financial Covenants.

Sonstige Leistungen entfallen vor allem auf Rechts- und Organisationsberatung.

Die ermittelten Angaben umfassen nur die rechtlich selbständige Einheit des bestellten Abschlussprüfers.

Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der ordentlichen Hauptversammlung 2018 vorschlagen, den Bilanzgewinn von 10.749.210,08 EUR wie folgt zu verwenden:

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Ausschüttung von 0,12 EUR Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie 1.878.943,93 EUR
Gewinnvortrag 8.870.266,15 EUR
Bilanzgewinn 10.749.210,08 EUR

Im Rahmen des Aktienrückkaufplanes wurden im Jahr 2018 47.325 eigene Aktien erworben.

Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der Francotyp-Postalia Holding AG haben eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG abgegeben und diese Erklärung auf der Internetseite der Gesellschaft (https://www.fpfrancotyp.com/de/entsprechenserklarung/fef9a400b3143858) dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Berlin, 21. März 2018

Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG

Rüdiger Andreas Günther, Vorsitzender

Thomas Grethe

Sven Meise

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN VOM 1. JANUAR BIS 31. Dezember 2017

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
(TEUR) Stand 31.12.2016 Vortrag 01.01.2017 Währungsdifferenzen
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE      
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 49.702 49.702 0
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 91.895 91.894 -996
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 141.597 141.596 -996
Geschäfts- oder Firmenwert 22.922 22.922 -18
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 4.266 4.286 -1
Gesamt 168.785 168.784 -1.013
SACHANLAGEN      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.097 4.097 -17
Technische Anlagen und Maschinen 10.463 10.463 -16
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.850 31.850 -463
Vermietete Erzeugnisse 67.019 67.019 -8.681
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 7.568 7.568 -912
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 315 315 0
Gesamt 121.312 121.312 -10.089
ANLAGEVERMÖGEN 290.097 290.098 -11.102
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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
(TEUR) Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2017
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE        
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 517 0 3.950 54.169
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 1.621 247 0 92.272
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 2.138 247 3.950 146.441
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 22.908
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 4.759 0 -3.950 5.074
Gesamt 6.897 247 0 174.421
SACHANLAGEN        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 19 9 0 4.090
Technische Anlagen und Maschinen 679 733 475 10.868
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.399 1.119 289 31.956
Vermietete Erzeugnisse 5.713 4.171 3.394 63.274
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 355 755 -3.876 2.380
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 413 0 -282 448
Gesamt 8.578 8.787 0 113.014
ANLAGEVERMÖGEN 15.475 7.034 0 287.435
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Abschreibungen und Wertminderungen
(TEUR) Stand 31.12.2018 Vortrag 01.01.2017 Währungsdifferenzen
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE      
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 32.941 32.941 0
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 86.539 86.539 -933
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 119.480 119.480 -933
Geschäfts- oder Firmenwert 14.428 14.428 -16
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 0 0 -0
Gesamt 133.908 133.908 -950
SACHANLAGEN      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.053 1.053 -12
Technische Anlagen und Maschinen 5.734 5.734 -16
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.502 27.502 -414
Vermietete Erzeugnisse 43.212 43.212 -6.027
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 4.465 4.465 -658
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Gesamt 81.968 81.966 -7.127
ANLAGEVERMÖGEN 215.874 215.874 -8.077
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Abschreibungen und Wertminderungen
(TEUR) Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2017
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE        
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 5.226 0 0 38.167
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 1.337 246 0 86.697
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 6.563 246 0 124.864
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 14.412
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 0 0 0 -0
Gesamt 8.563 246 0 139.275
SACHANLAGEN        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 265 0 0 1.306
Technische Anlagen und Maschinen 983 672 180 6.209
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.658 1.096 32 27.682
Vermietete Erzeugnisse 8.922 3.832 2.615 44.890
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 670 478 -2.827 1.172
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Gesamt 12.498 6.078 0 81.259
ANLAGEVERMÖGEN 18.081 8.324 0 220.534
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Buchwerte
(TEUR) 01.01.2017 31.12.2017
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE    
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 16.761 16.002
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 5.355 5.575
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 22.116 21.577
Geschäfts- oder Firmenwert 8.494 8.494
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 4.266 5.074
Gesamt 34.876 35.146
SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.044 2.784
Technische Anlagen und Maschinen 4.729 4.659
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.348 4.274
Vermietete Erzeugnisse 23.807 18.384
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 3.103 1.208
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 315 448
Gesamt 39.348 31.755
ANLAGEVERMÖGEN 74.222 66.901

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlage (TEUR) vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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Pos. Anschaffungs bzw. Herstellungskosten
Nr. 1.1.2016 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
  Immaterielle Vermögenswerte            
1 Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 38.875 -2 2.258 136 8.707 49.702
2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 89.575 95 2.309 150 66 91.895
  Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 128.450 93 4.567 286 8.773 . 141.597
3 Geschäfts- oder Firmenwert 22.922 0 0 0 0 22.922
4 Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 10.715 0 2.323 0 -8.772 4.266
  Gesamt 162.087 93 6.890 286 1 168.785
  Sachanlagen            
5 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.109 -75 63 0 0 4.097
6 Technische Anlagen und Maschinen 10.111 6 641 325 30 10.463
7 Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.432 -25 2.148 800 95 31.850
8 Vermietete Erzeugnisse 59.830 1.289 6.765 4.500 3.635 67.019
9 Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 10.803 400 0 0 -3.635 7.568
10 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96 0 345 0 -126 315
  Gesamt 115.381 1.595 9.962 5.625 -1 121.312
  Anlagevermögen Gesamt 277.468 1.688 16.852 5.911 0 290.097
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Pos. Abschreibungen und Wertminderungen
Nr. 1.1.2016 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
  Immaterielle Vermögenswerte            
1 Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 29.041 -2 4.103 201 0 32.941
2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 85.588 180 850 80 1 86.539
  Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 114.629 178 4.953 281 1 119.480
3 Geschäfts- oder Firmenwert 14.428 0 0 0 0 14.428
4 Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
  Gesamt 129.057 178 4.953 281 1 133.908
  Sachanlagen            
5 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 824 -38 267 0 0 1.053
6 Technische Anlagen und Maschinen 5.167 7 882 322 0 5.734
7 Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.668 15 1.672 852 -1 27.502
8 Vermietete Erzeugnisse 35.228 1.255 8.308 4.337 2.758 43.212
9 Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 5.504 314 1.405 0 -2.758 4.465
10 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
  Gesamt 73.391 1.553 12.534 5.511 -1 81.966
  Anlagevermögen Gesamt 202.448 1.731 17.487 5.792 0 215.874
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Pos. Buchwerte
Nr. 1.1.2016 31.12.2016
  Immaterielle Vermögenswerte    
1 Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 9.834 16.761
2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.987 5.356
  Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 13.821 22 117
3 Geschäfts- oder Firmenwert 8.494 8.494
4 Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 10.715 4.266
  Gesamt 33.030 34.877
  Sachanlagen    
5 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.285 3.044
6 Technische Anlagen und Maschinen 4.944 4.729
7 Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.764 4.348
8 Vermietete Erzeugnisse 24.602 23.807
9 Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 5.299 3.103
10 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96 315
  Gesamt 41.990 39.346
  Anlagevermögen Gesamt 75.020 74.223

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und zusammengefasster Konzernlagebericht

Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin

Zusammengefasster Konzernlagebericht 2017 der Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin

Inhaltsverzeichnis

1.
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1.1
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
1.1.1

Produktbereiche

1.1.2

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

1.2
STRATEGIEN UND ZIELE
1.2.1

Neue Ära mit ACT Strategie

1.2.2

Klare Ziele für ein dynamisches Wachstum

1.3
ORGANISATION
1.3.1

Konzernstruktur und Standorte

1.3.2

Leitung und Kontrolle

1.3.3

Mitarbeiter

1.4
STEUERUNG
1.4.1

Steuerungssystem

1.4.2

Finanzielle Leistungsindikatoren

1.4.3

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1.5
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
1.5.1

Forschung und Entwicklung: Ziele

1.5.2

Neuheiten aus dem Bereich Forschung und Entwicklung (Produkte, Ländervarianten und Softwareprogramme)

1.5.3

Innovationskraft der DNA von FP - Die Kernkompetenzen

1.5.4

Datensicherheit steht an erster Stelle - Zulassungsbedingungen und -prozesse für Produkte und Services des FP-Konzerns

1.5.5

Innovative Produktentwicklung/Strategiefindung

1.5.6

Aufbau und Mitarbeiter des Bereichs Forschung und Entwicklung

1.5.7

Ausgewählte Entwicklungsthemen Forschung und Entwicklung

1.5.8

Forschungs- und Entwicklungskosten

2.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.1

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

3.
ERTRAGSLAGE
3.1
ENTWICKLUNG WESENTLICHER POSTEN DER KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG
3.1.1

Umsatzentwicklung

3.1.2

Andere aktivierte Eigenleistungen

3.1.3

Sonstige Erträge

3.1.4

Materialaufwand

3.1.5

Personalaufwand

3.1.6

Andere Aufwendungen

3.1.7

EBITDA

3.1.8

Abschreibungen und Wertminderungen

3.1.9

EBIT

3.1.10

Zinsergebnis

3.1.11

Sonstiges Finanzergebnis

3.1.12

Ertragsteuern

3.1.13

Konzernergebnis

3.1.14

ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENT

4.
FINANZLAGE
4.1

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

4.2

DIVIDENDENBERECHTIGTER BILANZGEWINN UND DIVIDENDE

4.3

FINANZIERUNGSANALYSE

4.4

INVESTITIONSANALYSE

4.5

AUSSERBILANZIELLE FINANZINSTRUMENTE

4.6

LIQUIDITÄTSANALYSE

5.
VERMÖGENSLAGE
5.1

LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

5.2

EIGENKAPITAL

5.3

LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN

5.4

LEASING

6.
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
6.1

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF 2017

6.2

GESCHÄFTSVERLAUF 2017

7.

NACHTRAGSBERICHT

8.
RISIKO- UND CHANCENBERICHT
8.1
RISIKEN DES FP-KONZERNS
8.1.1

Marktbezogene Risiken

8.1.2

Operationelle Risiken

8.1.3

Finanzrisiken

8.1.4

Regulierung, Recht und Compliance

8.1.5

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

8.2
CHANCEN DES FP-KONZERNS
8.2.1

Marktchancen

8.2.2

Produktchancen

8.2.3

Vertriebschancen

8.2.4

Chancen aus den Maßnahmen FP FIT

8.2.5

Chancen durch Währungseffekte

8.2.6

Sonstige Chancen

8.2.7

Gesamtaussage zur Chancensituation

9.
PROGNOSEBERICHT
9.1

ERWARTETE GESAMT- UND BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

9.2

ERWARTETE GESCHÄFTSENTWICKLUNG VON FRANCOTYP-POSTALIA

9.3

ERWARTETE ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSINDIKATOREN

10.
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
10.1

ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS ZU DEN ANGABEN §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB

10.2

KONZERNERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB

10.3

NICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG GEMÄSS § 315b HGB

11.
VERGÜTUNGSBERICHT
11.1

VERGÜTUNGSSYSTEM ALLGEMEIN

11.2
ERFOLGSUNABHÄNGIGE BESTANDTEILE
11.2.1

Festvergütung

11.2.2

Nebenleistungen

11.3
ERFOLGSABHÄNGIGE BESTANDTEILE
11.3.1

Variable Vergütung

11.3.2

Langfristige aktienbasierte Vergütung

11.4

ZUSAGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DER BEENDIGUNG DER TÄTIGKEIT IM VORSTAND

11.5
VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2017
11.5.1

Vergütung der Mitglieder des Vorstands

11.5.2

Vergütung des Aufsichtsrats

11.6

AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

12.
FRANCOTYP-POSTALIA HOLDING AG (KURZFASSUNG HGB)
12.1
ERTRAGSLAGE
12.1.1

Umsatzerlöse

12.1.2

Sonstige betriebliche Erträge

12.1.3

Materialaufwand

12.1.4

Personalaufwand

12.1.5

Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen

12.1.6

Beteiligungsergebnis

12.1.7

Zinsergebnis

12.1.8

Steuern vom Einkommen und Ertrag

12.1.9

Jahresüberschuss/-fehlbetrag

12.2

FINANZLAGE

12.3
VERMÖGENSLAGE
12.3.1

Anlagevermögen

12.3.2

Umlaufvermögen

12.3.3

Eigenkapital

12.3.4

Rückstellungen

12.3.5

Verbindlichkeiten und passive latente Steuern

12.4

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF DER FP HOLDING

12.5

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

12.6

RISIKEN UND CHANCEN

12.7

PROGNOSEBERICHT

13.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER NACH § 315 Abs. 1 SATZ 5 UND NACH § 289 Abs. 1 SATZ 5 HGB

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern, FP, Francotyp-Postalia oder das Unternehmen) mit Hauptsitz in Berlin und einer 95-jährigen Geschichte ist Experte für sicheres Mail-Business und digitale Kommunikationsprozesse. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns liegt bei Produkten und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und Digitalen Lösungen für Unternehmen und Behörden. In vielen Industrieländern ist das Unternehmen mit Tochtergesellschaften und einem dichten Händlernetzwerk präsent.

Seine Geschäftstätigkeit unterteilt das Unternehmen in drei Produktbereiche: Frankieren und Kuvertieren, Mail Services sowie Softwarelösungen.

1.1.1 Produktbereiche

Produktbereich Frankieren und Kuvertieren

Der FP-Konzern entwickelt und fertigt Frankiersysteme. Er verkauft und vermietet sie ebenso wie Kuvertiersysteme und bietet darüber hinaus umfassende Services. Die Kunden können mit den Frankiersystemen ihre Post in kurzer Zeit automatisiert frankieren und die Portokosten reduzieren. Wichtigster Umsatzträger ist das After-Sales-Geschäft mit seinen wiederkehrenden Umsätzen aus der Vermietung von Frankiersystemen, dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien wie Farbbandkassetten und Tintenkartuschen, Servicedienstleistungen, Softwarelösungen für die Kostenstellenverwaltung sowie Teleporto.

Produktbereich Mail Services

Der Produktbereich Mail Services umfasst den Frankierservice - Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme der Frankierung - und die Konsolidierung von Geschäftspost. Darunter versteht man die Abholung von Briefen in Unternehmen, deren Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post AG oder alternativen Postzustellern. Das entsprechende Geschäft betreibt die freesort, die mit acht Sortierzentren im Bundesgebiet der führende unabhängige Konsolidierer von Geschäftspost am deutschen Markt ist.

Produktbereich Softwarelösungen

Im Bereich Softwarelösungen fasst der FP-Konzern sein Geschäft mit Hybrid-Mail Services sowie Lösungen rund um die volldigitale Kommunikation zusammen. Bei den Hybrid-Mail Services der FP-Tochter IAB verschickt der Absender das Dokument über das Internet unter Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards; der Empfänger erhält im Normalfall einen klassischen Brief. Der FP-Konzern übernimmt den gesamten Herstellungsprozess bis zur Übergabe der Briefe an einen Zustelldienstleister (FP Outbound). Ergänzend bietet der FP-Konzern seinen Kunden auch universelle Komplettlösungen zur Posteingangsverarbeitung (FP Inbound). Dabei wird die gesamte eingehende Post digitalisiert, nach kundenspezifischen Kriterien analysiert, ausgewertet und anschließend dem Daten- oder Dokumentensystem des Kunden in elektronischer Form zugeführt. Die Dienstleistungen der volldigitalen Kommunikation der Tochtergesellschaft Mentana-Claimsoft umfassen vor allem Produkte zur Langzeitspeicherung und zur Absicherung elektronischer Dokumente durch Verschlüsselungs- und Signatursoftware. Zukunftsweisend ist in diesem Bereich das Produkt FP Sign, eine cloudbasierte Lösung für den rechtssicheren digitalen Abschluss und Austausch von Verträgen und Dokumenten.

1.1.2 Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Mit seinen Frankiersystemen ist der FP-Konzern weltweit in den wichtigsten relevanten Märkten vertreten, darunter Deutschland, USA, Großbritannien und Frankreich. Mit insgesamt rund 225.000 installierten Frankiersystemen verbesserte sich der globale Marktanteil des Unternehmens auf rund 11 %; damit ist der FP-Konzern weltweit der drittgrößte Anbieter. In Deutschland und Österreich ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von rund 42 % bzw. 47 % Marktführer. Der weltweite Vertrieb erfolgt über Tochtergesellschaften in Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien, Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich, Italien und Schweden sowie über ein dichtes Händlernetzwerk in rund 40 Ländern.

In vielen Märkten profitierte der FP-Konzern auch im Geschäftsjahr 2017 von dem anhaltenden Trend hin zu kleineren Frankiersystemen. Der FP-Konzern konzentriert sich traditionell auf das A- sowie das B-Segment für Frankiersysteme und verfügt mit der PostBase-Familie über innovative Frankiersysteme für kleinere und mittlere Briefaufkommen.

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A-Segment B-Segment C-Segment
1 - 200 Briefe/Tag 200 - 2.000 Briefe/Tag > 2.000 Briefe/Tag

In den Bereichen Mail Services und Softwarelösungen konzentriert sich der FP-Konzern zurzeit auf den deutschen Markt. Dank einer bundesweiten Struktur mit acht Sortierzentren in Langenfeld, Hamburg, Hannover, Berlin, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart und München kann der FP-Konzern eine flächendeckende Abholung der Geschäftspost garantieren und hat sich damit als der führende unabhängige Konsolidierer im deutschen Markt etabliert. Für das Thema Hybrid-Mail verfügt der Konzern über ein eigenes Druckzentrum in Berlin. Darüber hinaus gibt es ein Druckzentrum bei der österreichischen Konzerngesellschaft in Wien. FP-Inbound Lösungen werden ebenfalls aus den acht Sortierzentren des Unternehmens angeboten. Die Datenverarbeitung erfolgt hierbei zentral am Standort Berlin.

1.2 STRATEGIEN UND ZIELE

1.2.1 Neue Ära mit ACT Strategie

Der FP-Konzern erarbeitete im Jahresverlauf 2016 die neue Strategie ACT und stellte sie im November desselben Jahres der Öffentlichkeit vor. ACT läutete eine neue Ära ein und macht den Konzern zu einem dynamischen Wachstumsunternehmen. Die neue Wachstumsstrategie widerlegt die seit langem bestehenden drei Mythen zum FP-Geschäftsmodell:

1.

„Der Frankiermaschinenmarkt schrumpft infolge rückläufiger Briefmengen."

2.

„Der FP-Konzern kann im Geschäft mit Frankiersystemen nicht weiter wachsen."

3.

„Die Digitalisierung kommt über Nacht und führt zu einer disruptiven Veränderung des Marktes."

Dem hält der FP-Konzern seine Strategie und die ersten Ergebnisse aus dem Jahr der Implementierung von ACT entgegen.

Ein Umsatzwachstum im Bereich des Frankiermaschinengeschäfts ist machbar

Bereits im Geschäftsjahr 2016 deutete die Entwicklung des FP-Konzerns an, welche Potenziale im Kerngeschäft mit Frankiersystemen noch möglich sind. Auch 2017 setzte sich dieser Trend fort. Das im Geschäftsjahr 2017 erzielte Umsatzwachstum im Bereich der Frankiersysteme in Höhe von 1,1 %, währungsbereinigt sogar in Höhe von 2,8 %, ist ein wichtiger erster Indikator für die Richtigkeit der strategischen Annahme. Das gezeigte Wachstum basiert auf der guten Positionierung des FP-Konzerns in dem sich verändernden Markt für Frankiersysteme. FP verfügt über eine innovative und zugleich kundenorientierte Produktpalette. Damit spricht der FP-Konzern weltweit von Kleinkunden bis hin zu Kunden mit mittlerem und größerem Briefaufkommen ein breites Spektrum von Unternehmen an. Über 80 % dieser Unternehmen verwenden auch im digitalen Zeitalter weiter Briefe gerade für vertrauliche Unterlagen. Dies zeigte der 2017 veröffentlichte FP-Effizienzreport, für den Bitkom Research mehr als 300 mittelständische und große Unternehmen in Deutschland zu Kommunikationsverhalten, Postverarbeitungsprozessen und zum Dokumentenmanagement befragte (https://www.fp-francotyp.com/Effizienzreport).

Der Frankiermaschinenmarkt wächst in Teilen

Innerhalb des Frankiermaschinenmarkts kommt es mit Vordringen der E-Mail zu erheblichen Veränderungen: Immer mehr Unternehmen ersetzen große Systeme für hohe Briefaufkommen durch kleinere Systeme. Am Beispiel der weltweit größten Märkte für Frankiersysteme USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich kann die Verschiebung vom sogenannten C-Segment mit mehr als 2.000 Briefen täglich zum A-Segment mit weniger als 200 Briefen pro Tag überzeugend dargestellt werden. Während das C- und auch das B-Segment (200 ­2000 Briefe pro Tag) deutlich schrumpfen, wächst das A-Segment seit 2011 um etwa 2,8 % pro Jahr. Unternehmen, die bislang große bis sehr große Briefvolumen selbst verarbeitet haben, lagern deren Verarbeitung an externe Dienstleister aus. Im Unternehmen verbleiben kleinere Mengen klassischer Briefsendungen für die anstelle der großen Frankiermaschinen nunmehr kleine, einfach zu bedienende Frankiersysteme eingesetzt werden. Diese Segmentverschiebung eröffnet Francotyp-Postalia Chancen für die Gewinnung von Neukunden. Denn der FP-Konzern verfügt gerade im A-Segment mit den PostBase-Frankiersystemen über technisch hochmoderne und mehrfach in Design und Funktionalität ausgezeichnete Systeme.

Die Digitalisierung erfolgt Schritt für Schritt

Die Digitalisierung verläuft gerade im Bereich der Kommunikations- und Dokumentenprozesse eher zögerlich. Ein wesentlicher Grund dafür ist ein hohes Maß an Verunsicherung über die richtige Anwendung der digitalen Medien und Kommunikationskanäle. Unternehmen halten an bewährten Prozessen und Medien gerade für vertrauliche Informationen fest und nutzen die E-Mail hingegen vorwiegend für den Versand einfacher Korrespondenz.

Die Digitalisierung selbst verläuft in der Regel über drei Stufen:

1.

Digitalisierung der Eingangspost,

2.

Produktion und Verarbeitung der Ausgangspost,

3.

vollständiges digitales Dokumenten- und Transaktionsmanagement.

Die Digitalisierung dieser Bereiche erfolgt sukzessiv und führt in den meisten Fällen nicht dazu, dass aus den zuvor vollständig analogen, papierbasierten ausschließlich digitale Kommunikations- und Dokumentenprozesse entstehen. Vielmehr laufen beide Kommunikationskanäle nebeneinander. Die Digitalisierung führt also nicht zu einer disruptiven Veränderung des Marktes, sondern mündet in einen länger andauernden Transformationsprozess beim Kunden. Der FP-Konzern verfügt schon heute über Lösungen wie beispielsweise FP Sign, um diesen Prozess zu begleiten und insbesondere vertrauliche Kommunikationsprozesse - wie Vertragsabschlüsse - voll digital abzuwickeln.

Paradigmenwechsel im FP-Konzern

Bei der Erarbeitung der ACT-Strategie wurden die für den FP-Konzern maßgeblichen Fakten auf diese Weise von einer geänderten Perspektive aus betrachtet und neu bewertet. Das Ergebnis: FP kann unter Ausnutzung der genannten Segmentverschiebung im Bereich der Frankiersysteme seine bestehende Kundenbasis von rund 200.000 Unternehmen weiter ausbauen. Zugleich ergibt sich pro bestehendem Kunden und mit jedem neuen Kunden die Möglichkeit, diesen auf dem Weg der digitalen Transformation zu begleiten und ihm über die klassische Sendungsverarbeitung hinaus Produkte und Services rund um die digitale Kommunikation anzubieten. Insgesamt führt dies zu einer stärkeren Kundenbindung und höherem nachhaltig profitablen Wachstum pro Kunde.

Die ACT-Strategie berücksichtigt diese Chancen. Sie umfasst die drei Bestandteile Attack, Customer Journey und Transformation. Sie wird begleitet durch die laufenden FP FIT Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und der Umsetzungsstärke in allen Bereichen mit den vier Schwerpunkten Finanzen, Personal, Vertrieb und Digitalisierung.

Attack:

Ausbau der Kundenbasis und Erhöhung des Marktanteils im Kerngeschäft

Das Kerngeschäft des FP-Konzerns mit Frankiersystemen verfügt über mehr Wachstumspotenzial als in der Vergangenheit angenommen. Immer mehr Geschäftskunden setzen auf Systeme für kleinere Briefvolumina. Mit der innovativen PostBase-Familie ist der FP-Konzern optimal auf die sich verändernden Kundenanforderungen vorbereitet. Schon heute kann das Unternehmen damit seine Umsätze steigern. Mit einer gezielten Marktentwicklungsstrategie vor allem in den nach wie vor attraktivsten Märkten USA und Frankreich will der FP-Konzern nun sukzessive Marktanteile im Kerngeschäft gewinnen und die Kundenbasis ausbauen. Zusätzlich plant der FP-Konzern, das Leistungsspektrum durch weitere innovative Produkte und Services wie zum Beispiel im Bereich Päckchen und Paketversand zu erweitern.

Customer Journey:

Neue Lösungen und Services für Bestands- und Neukunden entwickeln

Der FP-Konzern antizipiert die sich verändernden Kundenbedürfnisse und entwickelt sich zum Begleiter der Digitalisierung von Prozessen rund um die ein- und ausgehende Geschäftskommunikation in Unternehmen und Behörden. Bereits bestehende Services der Tochtergesellschaft IAB werden dazu mit Hilfe der bundesweiten Sortierzentren der Tochter freesort systematisch ausgebaut. Auf diese Weise entstehen Digitalisierungs-Hubs für die Eingangspost. Mit zusätzlichen Innovationen stärkt der FP-Konzern seine Marktposition. Zukunftsweisend ist etwa das auf der CeBIT 2017 vorgestellte Produkt FP Sign. Mit dieser neuen Lösung für den sicheren, vertraulichen und rechtsverbindlichen digitalen Abschluss und Austausch von Verträgen und Dokumenten adressiert der FP-Konzern den Wachstumsmarkt Digital Transaction Management, der bis 2020 um 43 % pro Jahr zulegen soll (Aragon Research).

Transformation:

Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsfelder

Die Entwicklung zu einem Begleiter der Digitalisierung von Prozessen setzt zugleich voraus, dass sich auch der FP-Konzern verändert. Im Wesentlichen gehen die Anforderungen hier in die Implementierung und Nutzung neuer agiler Innovationsmethoden zur besseren und schnelleren strategischen Positionierung und Anpassung des Kerngeschäfts entlang der sich wandelnden Kundenbedürfnisse.

Daraus folgt die Exploration und Verprobung zukünftiger Märkte, Produkte und Geschäftsmodelle auf Basis der FP-eigenen DNA (Kryptografie, Sensorik, Aktorik, Konnektivität) und auch die weiter gehenden Überlegungen strategischer Optionen für die Transformation von FP. Zusätzlich rollt der FP-Konzern im Geschäftsjahr 2018 das Projekt „Structure & Organisation" mit dem Ziel aus, die Komplexität im FP-Konzern zu reduzieren sowie die Schlagkraft und Agilität eines Unternehmens in der Transformation deutlich zu erhöhen.

1.2.2 Klare Ziele für ein dynamisches Wachstum

Mit der ACT-Strategie verfolgt der FP-Konzern ehrgeizige Ziele: Bis 2023, dem Jahr seines 100-jährigen Bestehens, will das Unternehmen den Umsatz auf rund 400 Mio. Euro verdoppeln und eine EBITDA-Marge von ca. 20 % erzielen. Schon im Jahr 2020 will FP einen Umsatz von rund 250 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von mindestens 17 % erwirtschaften.

Die Basis für ACT schafft das Unternehmen mit FP FIT. Hierin sind bereits gestartete sowie neu definierte Maßnahmen zusammengefasst. Diese Maßnahmen dienen der Steigerung der Effizienz und der Umsetzungsstärke in allen Unternehmensbereichen. Die Maßnahmen mit den vier Schwerpunkten Finanzen, Personal, Vertrieb und Digitalisierung werden ihre volle Wirkung ab 2019 entfalten. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 strebt das Unternehmen danach einen Gewinn je Aktie (EPS) von mindestens 1,00 Euro an. In seiner Dividendenpolitik bleibt das Unternehmen konstant: Einen positiven Free Cashflow vorausgesetzt, plant das Unternehmen mit einer Ausschüttungsquote von 35 - 50 % auf das bereinigte Konzernergebnis.

1.3 ORGANISATION

1.3.1 Konzernstruktur und Standorte

Die Konzernstruktur zum 31. Dezember 2017 wird in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.

Berlin ist der Hauptsitz des Unternehmens und größter Standort des FP-Konzerns. In Berlin sind zentrale Unternehmensbereiche wie Controlling, Rechnungswesen, Steuern und Treasury, Personal, Einkauf, IT und Konzernsteuerung angesiedelt. Außerdem erfolgt dort die Entwicklung der Frankiersysteme und zahlreicher Softwarelösungen. Der weltweite Vertrieb der Frankier- und Kuvertiersysteme erfolgt über Tochtergesellschaften in den Märkten Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Österreich, Italien, Schweden, USA, Kanada und Frankreich sowie über ein dichtes Händlernetzwerk. Eine Übersicht zu den Tochtergesellschaften findet sich im Konzernanhang.

Seit 2012 stellt der FP-Konzern seine Frankiersysteme ausschließlich in einer modernen, flexiblen und hohen Qualitätsanforderungen verpflichteten Produktion im brandenburgischen Wittenberge in Deutschland her.

1.3.2 Leitung und Kontrolle

Für die Darstellung der Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder gemäß dem Geschäftsverteilungsplan wird auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt V. Vorstand und Aufsichtsrat (Zusatzangaben nach HGB) verwiesen.

Die Vorstände arbeiten eng mit einem Team von nationalen und internationalen Führungskräften zusammen.

Ein dreiköpfiger Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands und berät diesen. Innerhalb des Aufsichtsrats kam es im Geschäftsjahr 2017 zu keinen Veränderungen. Zum 31. Dezember 2017 gehörten ihm die folgenden Mitglieder an: Klaus Röhrig (Vorsitzender), Robert Feldmeier (stellvertretender Vorsitzender) und Botho Oppermann.

1.3.3 Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl nach Segmenten zum Bilanzstichtag

Der Rückgang der Beschäftigten im Jahr 2017 im Segment Vertrieb Deutschland erfolgte unter anderen infolge der bereits im Vorjahr begonnenen Neuausrichtung des Kundenservice im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren. Im Produktbereich Software wurde die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Hybrid-Mail-Services erhöht; gegenläufig wirkte ein Rückgang der Beschäftigten im Zuge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem De-Mail-Dienst des FP-Konzerns.

Der Ausbau der Vertriebsmannschaft im Jahr 2017 im Segment Vertrieb International ist Bestandteil der ACT-Maßnahmen zur zielgerichteten Gewinnung von Marktanteilen im Kerngeschäft mit Frankiersystemen.

Die Steigerung der Anzahl der Beschäftigten im Berichtsjahr im Segment Zentrale Funktionen geht auf die weitere Professionalisierung der administrativen Bereiche des FP-Konzerns im Zusammenhang mit der ACT-Strategie zurück.

1.4 STEUERUNG

1.4.1 Steuerungssystem

Der FP-Konzern gliedert seine betriebliche Tätigkeit in die vier Segmente Produktion, Vertrieb Deutschland, Vertrieb International sowie Zentrale Funktionen. Die Segmentierung entspricht dem internen Berichtswesen des Unternehmens.

1.4.2 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die folgenden finanziellen Kennzahlen:

Umsatz,

EBITDA,

Bereinigter Free Cashflow.

Damit stellt der FP-Konzern sicher, dass Entscheidungen das Spannungsfeld zwischen Wachstum, Profitabilität und Liquidität ausreichend berücksichtigen.

Der Umsatz dient der Messung des Erfolgs am Markt. Mit dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) misst der Konzern die operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftseinheiten.

Grundsätzlich wird mit der Berücksichtigung des Free Cashflows sichergestellt, dass die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleibt. Der Free Cashflow ergibt sich aus dem Saldo von Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich vorgenommener Investitionen. Der bereinigte Free Cashflow wurde als neuer finanzieller Leistungsindikator im vergangenen Geschäftsjahr und vor dem Hintergrund der ACT-Strategie eingeführt. Hierbei wird der Free Cashflow um Investitionen in Finance Lease Assets und M&A bereinigt.

1.4.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben finanziellen Leistungsindikatoren nutzt der FP-Konzern auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. Im Zentrum steht die Qualität des Leistungsspektrums, gemessen an einem Qualitäts- und einem Verbesserungsindikator.

Der Qualitätsindikator misst die Veränderung der Produktqualität auf der Basis der jährlichen Serviceeinsätze im Verhältnis zum durchschnittlichen gewichteten Maschinenbestand. Dabei werden auch laufende Veränderungen wie die Einführung neuer oder die Optimierung bestehender Produkte berücksichtigt. Diese Kennzahl wird in Deutschland erhoben, da aufgrund der hiesigen Organisationsstruktur die Erfassung und Auswertung von Serviceeinsätzen am besten möglich ist, und wird vergleichend auf die international tätigen Tochtergesellschaften angewandt, wo sie beispielsweise der Kostenkalkulation für Vertriebspartner dienen kann.

Auch der Verbesserungsindikator erfasst die Qualität der FP-Produkte und hier insbesondere die Qualität neuer Frankiersysteme. Er basiert auf dem Teileaufwand für Nachbesserungen an ausgelieferten Maschinen und misst das Verhältnis der Teilekosten aus Gewährleistungen zum Gesamtumsatz. Der FP-Konzern erfasst die notwendigen Daten monatlich, wobei eine Analyse der vergangenen Jahre zeigt, dass der Indikator bei der Neueinführung einer neuen Generation von Frankiersystemen tendenziell steigt.

Der FP-Konzern verwendet diese beiden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren intern auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Hierbei greift das Unternehmen auf die Global Reporting Initiative (GRI) zurück. Beide nichtfinanziellen Kennzahlen messen die nachhaltige Steigerung der Produkt- und Service-Qualität. Verbesserungen beider Indikatoren dienen der Kundenzufriedenheit und dadurch dem ökonomischen Erfolg des Unternehmens. Zugleich wird auf diesem Wege auch ein schonenderer Einsatz von Ressourcen an Material und Personal erreicht.

1.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

1.5.1 Forschung und Entwicklung: Ziele

Unterstützung der wesentlichen strategischen Maßnahmen der ACT Strategie zur Entwicklung neuer, innovativer Produkte und Überarbeitung bestehender Produkte im Sinn der Markt- und Technologieevaluierung

Steigerung der Effizienz und Innovationsfähigkeit durch Implementierung neuer, agiler Innovationsmethoden im Rahmen von FP FIT

Überarbeitung der bestehenden Patentstrategie

Entwicklung neuer Produkte entlang der FP-eigenen DNA

Etablierung eines Innovationsnetzwerks - Enge Kooperation mit Hochschulen und Startups

1.5.2 Neuheiten aus dem Bereich Forschung und Entwicklung (Produkte, Ländervarianten und Softwareprogramme)

Implementierung des Sicherheitsstandards IMI-PC (Intelligent Mail Indicia Performance Criteria) der USPS für US-amerikanische Frankiersysteme

Umstellung der Frankiersysteme auf die Anforderungen des Infrastrukturrabatts (ISR) der Deutsche Post AG

Entwicklung des FP Secure Gateway (Internet of Things, loT)

Entwicklung des FP Kundenportals discoverFP

Marktvorbau für die zukünftige FP Product Roadmap

Evaluierung technischer Alternativen in den Bereichen Antrieb, Drucktechnik und für den Einsatz von Webtechnologien (Embedded Software)

Entwicklung der cloudbasierten digitalen Signaturlösung FP Sign

Realisierung von elf weiteren Ländervarianten für den internationalen Rollout der FP PostBase-Familie

1.5.3 Innovationskraft der DNA von FP - Die Kernkompetenzen

Die DNA der FP prädestiniert das Unternehmen, in die Bereiche Industrie 4.0 und Internet of Things (loT) vorzudringen. Neben der Betreuung der Bestandsprodukte hat deswegen die Entwicklung neuer innovativer Produkte und Services hohe Priorität. Agile Entwicklungsmethoden sind dabei seit Jahren gelebte Praxis. Dazu kommen die Zusammenarbeit mit Hochschulen und das Partnering mit jungen und etablierten Unternehmen. Die Herausforderungen der digitalen Transformation von Unternehmen entstehen auf vielen Ebenen und bedingen Kooperationen, um das steigende Tempo von Innovationszyklen nicht nur zu halten, sondern auch deutlich zu erhöhen. Die kreative Energie der Entwicklungsingenieure des FP­Konzerns bildet die Plattform für innovative Produkte und Services.

Kryptografie (Sicherheits- und Verschlüsselungssoftware)

Seit mehr als 15 Jahren wird bei der Francotyp-Postalia das Know-How der angewendeten Kryptografie entwickelt und laufend an neue Techniken und Erfordernisse angepasst. Das Beherrschen dieser Technik ist unverzichtbar für alle FP-Produkte und stellt eine herausragende Disziplin dar. Kryptografie ist ursprünglich die Wissenschaft der Verschlüsselung von

Informationen. Heute befasst sich Kryptografie darüber hinaus mit der Konzeption, Definition und Konstruktion von Informationssystemen, die widerstandsfähig gegen Manipulation und unbefugtes Lesen sind, also dem Thema Informationssicherheit. Sie wird damit überall dort eingesetzt, wo die sichere Speicherung und Übertragung von vertraulichen Daten notwendig ist. Ergänzt werden diese Techniken um Funktionen, die es gestatten, den Absender einer Information eindeutig zu identifizieren. Im Fall der Frankiersysteme wird hiermit im Wesentlichen die hochsichere Übertragung von Geldwerten und Sensorikdaten sichergestellt.

Sensorik/Aktorik (oder Aktuatorik)

Die in den Frankiersystemen und anderen Geräte eingesetzten Sensoren erkennen äußere und innere Betriebszustände. Sie erfassen beispielsweise Temperaturen, Geschwindigkeiten oder Helligkeiten. Diese Informationen werden in den Frankiersystemen aufgezeichnet und mittels spezieller Softwareprogramme in die Steuerung von Antriebselementen, sogenannte Aktoren, umgesetzt. So kann sichergestellt werden, dass der Transport, der Druck und der Schutz der Systeme auf einem hohen Qualitätsniveau erfolgt.

SoftwareSoftware ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der weltweit eingesetzten FP-Produkte. FP konsolidiert die Software-Entwicklung zunehmend in Kompetenzzentren. Sie stellen sicher, dass FP in den unterschiedlichen Bereichen der Softwaretechnik am Puls der Zeit bleibt. Deswegen umspannt die Softwareentwicklung heute weit mehr als die „einfache" Maschinensteuerung und reicht von der PC- und Webanwendung bis hin zu den Servern zur Realisierung der Kryptografie. Der Ausbau der Kompetenzzentren wurde 2017 weiter vorangetrieben.

Konnektivität

Ein Produkt oder ein Service der FP ist heute keine isoliert arbeitende Einheit mehr. FP verfügt beispielsweise über eine installierte Basis von mehr als 120.000 PostBase, PostBase One und PostBase Mini-Systemen, die alle mit dem sogenannten FP Repository verbunden sind. Über dieses System kann eine Vielzahl von Aufträgen erteilt und ausgeführt werden. Jedes Produkt und jeder Service stellt ein komplexes System dar, das mit anderen Systemen in Verbindung steht und kommuniziert. Der Navigator für Frankiersysteme stellt eine Verbindung zu hybriden oder vollelektronischen Versandsystemen her. Über Cloud-Systeme können Paketdienste abgerufen bzw. Verträge und Dokumente auch mobil rechtsverbindlich, sicher und vertraulich ausgetauscht oder unterzeichnet werden (FP Sign). Neben der Verbindung über Produktgrenzen hinweg werden auch innerhalb eines Produktes Dienste zur Verfügung gestellt, die durch den Verbund mit anderen Teilsystemen erst möglich werden.

Entwicklungsprozesse

Entscheidend für den Erfolg im Bereich der Forschung und Entwicklung sind nicht nur die einzelnen Kompetenzen; ein großer Erfolgsfaktor sind die Prozesse. Durch den Einsatz agiler Entwicklungsmethoden, z. B. SCRUM, hat FP die Möglichkeit Produkte dynamisch an die Marktbedürfnisse anzupassen. Hierbei besteht am Anfang eines Projektes eine Vorstellung, die jedoch nicht starr im Sinne eines herkömmlichen Wasserfall-Modells durchgeführt wird, sondern durch den frühzeitigen Kontakt mit Kunden und Marketing fortwährend verbessert werden kann. Neben der agilen Umsetzung von Projekten setzt FP vermehrt auch agile Methoden in der Definitionsphase von Produkten ein. Diese Design Sprints führen zu einem schnellen Marktfeedback bereits in der Phase der Entstehung der Produktidee. Mittlerweile arbeitet FP in allen Projekten, wo es zielführend ist, nach agilen Prozessen und Methoden.

Technikum

Im Technikum der FP werden die Entwicklungsergebnisse und Lösungsansätze der verschiedenen Fachbereiche zusammengeführt. Potenzielle Funktionsprinzipien werden im Versuchslabor aufgebaut, getestet und analysiert und in der Zusammenschau wichtige Entscheidungen für das Produktdesign getroffen. Zugleich bietet das Technikum den Raum, Veränderungen in Echtzeit vorzunehmen und einer erneuten Überprüfung zu unterziehen. Deswegen ist das Technikum mit modernster Technologie ausgestattet. So wurde beispielsweise die Anzahl der verfügbaren 3D-Drucker aufgestockt, mit denen in kurzer Zeit Teile gefertigt und getestet werden können. Darüber hinaus bieten Hochgeschwindigkeitskameras und Klimaschränke Forschungsumgebungen, die lange Lebenszeiten simulieren. Damit gewinnt FP Erkenntnisse über das Langzeitverhalten der zu entwickelnden Produkte. Alternative Drucktechnologien oder simulierte Alterungsprozesse sind nur ein Auszug der Erkenntnisse, die das Technikum für die Fachgebiete Konstruktion und Elektronik hervorbringt. Weiterhin werden Softwaretechnologien, wie z. B. Webserver, auf die Tauglichkeit zum Einsatz in mechatronischen Systemen untersucht.

Neue Produkte benötigen neue Technologien. Aber auch existierende Produkte beinhalten Technologien, die sich weiterentwickeln. Im Technikum werden nicht nur neue Technologien erprobt, sondern auch deren Einsatz in Produkten bewertet. Das Zusammenspiel von Neu und Alt und die aus den Versuchen gewonnenen Erfahrungen sind der Nährboden für neue Produkte. Die Bandbreite neuer bzw. alternativer Technologien ist groß, - der Einsatz von Drucktechnologien, Kommunikationstechniken oder die - sogenannte Mensch-Maschine­Kommunikation - weit gefächert.

1.5.4 Datensicherheit steht an erster Stelle - Zulassungsbedingungen und -prozesse für Produkte und Services des FP-Konzerns

Die meisten der FP-Produkte und Services benötigen eine Betriebszulassung von einer Regulierungsbehörde. Bei den Frankiersystemen sind dies die Postbehörden, bei den Softwareprodukten häufig das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie), um nur die wichtigsten zu nennen.

Die einzelnen Regulierungsbehörden machen bereits deutlich, dass es bei den Produkten der FP nicht allein um die reibungslose und für den Verbraucher sichere Bedienung geht. Maßgebliches Kriterium für die Zulassung der Produkte und Services ist die Datensicherheit, die jederzeit gewährleistet sein muss. Der Transfer von Portogeldern in Milliardenhöhe zwischen den cloudbasierten Infrastrukturen der nationalen Postgesellschaften und den Frankiersystemen der Kunden bedingt hochsichere Kommunikationswege innerhalb des Internets. Die zwischen den Parteien transferierten Werte müssen exakt verrechnet und übertragen werden. Entsprechend verlangen die Postgesellschaften von den Herstellern den jeweils höchsten Sicherheitsstandard für jedes neue Modell. Zur Durchführung dieser Prüfungen werden akkreditierte Prüflabore eingesetzt.

Neben der initialen Genehmigung erfolgt eine regelmäßige Überprüfung durch die jeweiligen Postgesellschaften, ob die Sicherheitsanforderungen auch über die Laufzeit des Produktes zuverlässig erfüllt werden. In diesen Audits wird nicht nur der Sicherheitslevel überprüft. Wichtige Bestandteile sind auch die Prüfung und Bewertung an sich. Sicherheit auf diesem hohen Niveau kann nur durch wohldefinierte und langfristig gelebte Prozesse sichergestellt werden. Insbesondere die langjährige Konstanz und Qualität ist eine der Kernkompetenzen der Francotyp-Postalia und erklärt die hohe Barriere für Unternehmen, die in den Frankiermaschinenmarkt einsteigen wollten. Hier finden sich zudem die Schnittstellen mit exzellentem Synergiepotenzial zu den modernen Produkten, wie z. B. FP Sign. Vertraulichkeit, Sicherheit und Rechtsverbindlichkeit sind in diesem Zusammenhang unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg der Produkte und Services.

1.5.5 Innovative Produktentwicklung/Strategiefindung

Konzernweite Entscheidungskriterien zur Bewertung von Produktideen

Nicht jede Idee bringt es zu einem marktreifen Produkt. Was also macht eine Idee, ein Produkt, eine Partnerschaft erfolgreich und gibt es Möglichkeiten dies quantitativ und qualitativ zu bewerten? Genau diese Fragestellung hat das F&E-Team im letzten Jahr abteilungs- und bereichsübergreifend bewegt.

Am Anfang steht die Idee und hier gilt: Je schneller und ausgefeilter bewertet werden kann, wie gut eine Idee ist, desto schneller und risikoärmer kann diese Idee an den Markt gebracht werden. Ideen durchlaufen dabei einen mehrstufigen Prozess. Von einem ersten Pitch bei einer Expertenkommission, über einen Prototyping- und Testprozess bis hin zu einer Bewertungsmatrix, die detailliert nach Kunden-, Strategie-, Markt- & Technologiefit fragt. Hierbei verfolgt FP den nutzerzentrierten Ansatz aus dem Design Thinking. Das heißt, Ideen werden in einem iterativen Verfahren zusammen mit potenziellen Kunden begutachtet und entwickelt. Stellt sich im Laufe dieses Verfahrens heraus, dass es Änderungen bedarf, werden diese im nächsten lterationsschritt eingefügt und erneut verprobt.

Aus den Überlegungen zur Bewertung von Produktideen sind im letzten Jahr weitere Bewertungsmodelle z. B. für strategische Partnerschaften entstanden. Mit den entwickelten Bewertungskriterien setzt FP Standards zur schnellen Entscheidungsfindung.

Stage-Gate-Prozess

Strategien und Projekte sind nicht statisch. Die Welt wird dynamischer und schneller. Entscheidungsprozesse müssen in einer modernen Welt periodisch und in angemessenen Zeitabständen verifiziert und validiert werden. Um die Kundenbedürfnisse optimal zu treffen, muss FP das, was der Kunde sagt, in Entscheidungen einfließen lassen. Nur auf diese Art kann FP kundenorientierte Produkte schnell und effizient an den Markt bringen und sicherstellen, dass Ressourcen optimal genutzt werden. Im Rahmen des periodischen Stage-Gate-Prozesses findet ein systematisches, transparentes Auswahlverfahren nach dem Prinzip der konkurrierenden Projekte statt, um sich ändernden Marktanforderungen aber auch veränderten technologischen Randbedingungen Rechnung zu tragen. Der Prozess sichert ab, dass FP ein Optimum für wertvolle Entwicklungsressourcen erreicht und ist somit ein Schlüsselprozess für die Effizienz und zielgerichtete Umsetzung der ACT-Strategie.

Patente

FPs Transformationsprozess erfordert eine zukunftsorientierte, aktive Schutzrechtsstrategie. Kernelement ist die systematische Analyse von neuen, relevanten Geschäftsfeldern im Hinblick auf die bestehenden Rahmenbedingungen des Intellectual Property (IP): Welche Schutzrechte gibt es bereits, welche strategischen Felder können noch besetzt werden, wie lassen sich FPs innovative Produkte optimal und effizient schützen. Neben der klassischen „Freedom-to-Operate" Recherche und dem entwicklungsbegleitenden Schutz von neuen Produkten nimmt die zielgerichtete Erstellung von strategischen Schutzrechten einen besonderen Stellenwert ein. Grundlage für diese aktive Schutzrechtsstrategie ist die periodische Überprüfung von FPs Patentportfolio auf Werthaltigkeit. Sie bietet eine gute Ausgangsposition und sichert die Schlagkraft für zukünftige IP-Aktivitäten ab.

Mit Hilfe der 360° IP-Strategie begleitet FP den gesamten Entwicklungszyklus von Neuprodukten und erreicht damit eine Rundum-Absicherung durch frühzeitige Schutzrechtsanmeldungen. Bereits in der Ideenfindungs- und Konzeptphase werden durch systematische Analyse schutzrechtsrelevante Funktionen identifiziert und angemeldet, die bei der späteren Vermarktung zu geldwerten Wettbewerbsvorteilen führen. Die zielgerichtete Belegung von relevanten Schutzrechtsfeldern hat eine deutliche Stärkung der Marktposition von FP zum Ziel.

1.5.6 Aufbau und Mitarbeiter des Bereichs Forschung und Entwicklung

a. Bereiche Forschung und Entwicklung

b. Aufteilung der Beschäftigten zum Bilanzstichtag auf die Bereiche Forschung und Entwicklung

c. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Forschung und Entwicklung

Ende 2017 waren in den Bereichen Forschung und Entwicklung des Konzerns (einschließlich Tochtergesellschaften) 69 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest angestellt (im Vorjahr 75 Beschäftigte); dies entspricht 6,5 % (Vorjahr 7,1 %) der Konzernbelegschaft. Für bestimmte Projekte werden bei Bedarf zusätzliche, externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter temporär eingesetzt. Ende 2017 betrug deren Anteil 10,1 % der festangestellten F&E-Belegschaft.

d. Zusammenarbeit mit Universitäten

Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und anderen Bildungsträgern ist essenziell für jedes Unternehmen, das für die Zukunft gewappnet sein will. Der FP-Konzern steht daher seit langem in regem Austausch mit verschiedenen Einrichtungen. FP bietet Studenten, die an ihren Bachelor- und Masterabschlüssen arbeiten, Möglichkeiten mit erfahrenen FP-Ingenieuren und FP-Entwicklern zusammenzuarbeiten und die Labore und Werkstätten der FP für eigene Forschungen und Entwicklungen zu nutzen. Für interessierte Studenten bietet FP darüber hinaus Gelegenheiten, ein Semester in ausländischen Niederlassungen zu verbringen.

1.5.7 Ausgewählte Entwicklungsthemen Forschung und Entwicklung

a. USA: FP setzt konsequent auf den neuen IMI Standard

Im nordamerikanischen Markt haben die US Postal Services (USPS) 2013 einen neuen Standard für Frankiersysteme und andere Dienstleistungen in diesem Geschäftsfeld veröffentlicht. Der Standard ist als Intelligent Mail Indicia Performance Criteria (IMI-PC) bekannt und löst seinen bis dahin wirksamen Vorgänger Information Based Indicia Performance Criteria (IBI-PC) ab. Bei diesem Wechsel werden die neuesten Empfehlungen und Standards für kryptografische Module und Algorithmen berücksichtigt und das Sicherheitsniveau entsprechend angehoben.

FP hat als erster Hersteller von Frankiermaschinen bereits im Jahr 2015 diese hohen Sicherheitsanforderungen erstmalig in der PostBase Mini umgesetzt und ihren Kunden zur Verfügung gestellt.

Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Postbehörden und den akkreditierten Prüfinstituten mit dem Ziel, diesen Standard weiter zu verbessern und umzusetzen, ist inzwischen konsequent fortgesetzt worden. Seit 2017 ist die gesamte PostBase-Familie von FP mit allen Modellen sowie ihre begleitenden Projekte (MailOne und Infrastruktur) nach diesem neuen Standard zugelassen. FP erfüllt damit als First Mover im weltgrößten Frankiermaschinenmarkt USA die höchsten Ansprüche an Sicherheit.

b. Deutschland: Infrastrukturrabatt (ISR)

Mit dem Ziel, die Prozess-Sicherheit bei der Abwicklung von Teilleistungssendungen für Kunden und die Deutsche Post AG (DPAG) zu erhöhen, hat die DPAG im August 2017 die Einführung eines neuen Infrastruktur-Rabatts bei gleichzeitiger Absenkung der Teilleistungsrabatte zum 1. Januar 2018 angekündigt. Trotz zum Teil erst deutlich spät vorliegender Spezifikationen ist es der F&E-Abteilung des FP-Konzerns gelungen, für insgesamt drei Frankiersysteme zum geplanten Starttermin eine Freigabe durch die DPAG zu erhalten.

Damit können FP-Kunden mit den Frankiersystemen PostBase One und CentorMail seit Jahresbeginn sowie für die PostBase 100 seit Ende Januar 2018 die Reduzierung der Teilleistungsrabatte um 3 Prozentpunkte komplett durch die Nutzung des neuen Infrastrukturrabatts kompensieren. Auch in diesem Fall hat FP wieder einmal seine Innovationsfähigkeit und Agilität unter Beweis gestellt und kurzfristig auf geänderte Marktanforderungen im Interesse unserer Kunden reagiert.

c. Kundenportal discoverFP

Im ersten Quartal 2018 hat FP das Kundenportal discoverFP in den ersten Ländern (Großbritannien, Niederlande, Belgien) freigeschaltet. Der weltweite Roll-out mit Zugang zu mehrwertschaffenden Portalfunktionalitäten ist im weiteren Jahresverlauf 2018 geplant.

Ausgehend von einer Übersicht der relevanten Frankiersystemdaten für den Bestandskunden sowie mit einem integrierten Hilfecenter und der Möglichkeit, Einsicht in Rechnungen, Bestellungen und Verträge zu nehmen, ist es Ziel von discoverFP, alle jetzigen und zukünftigen Kunden bei der digitalen Transformation der eigenen Kommunikationsgeschäftsprozesse zu begleiten. Die dafür notwendigen Lösungen und Services, entsprechend der ACT-Strategie von Francotyp-Postalia, sollen sukzessive auch auf neue Kundenzielgruppen ausgerichtet werden. Eine agile Projektmethodik sorgt dafür, dass kurzfristig Kundenfeedback in die Entwicklung weiterer Portalfunktionalitäten einfließt, so dass unser Angebot einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Interesse der Kunden unterliegt.

d. FP Secure Gateway

loT, Internet of Things, wird die Gewohnheiten aller Menschen grundsätzlich verändern. Wenn vom Toaster bis zum Kraftwerk alle Dinge (Things) über das Internet verbunden sein können, eröffnet das einen großen Raum an Anwendungen, die wir heute noch nicht in der Gesamtheit erkennen. Kurz erklärt, bedeutet diese Technologie, dass ein Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, mit anderen Geräten, einer Gruppe von Geräten oder einer Gerätezentrale kommunizieren kann. Die Kommunikationsmöglichkeiten reichen von dem Übertragen einfacher Statusmeldungen, z. B. die aktuelle Temperatur, bis hin zu komplexen Steuerungen von Industrieanlagen. So unterschiedlich die Anwendungen auch sein werden, es besteht ein hohes Verlangen nach Sicherheit. Übermittelte Daten müssen integer, d. h. unverändert, vollständig und vom erwarteten Kommunikationsteilnehmer autorisiert sein. In einigen sensiblen Bereichen muss auch die Vertraulichkeit - unautorisierte Personen dürfen den Inhalt nicht lesen - sichergestellt werden. Das neueste FP-Produkt „FP Secure Gateway" ist die passgenaue Lösung für die Sicherheitsanforderungen im loT Umfeld.

Das FP Secure Gateway verfügt über eine skalierbare Anzahl von Sensoreingängen. Die von den Sensoren erfassten Informationen werden an eine Datenzentrale übermittelt, und entsprechend dem geforderten Sicherheitsniveau abgesichert. Die Kommunikationskanäle werden dem Einsatzgebiet entsprechend ausgelegt. Dabei sind das Datenvolumen und die verfügbare Netzanbindung die wesentlichen Einflussfaktoren.

Dieses neue Produkt hat, obwohl ein für FP bis dato neues Marktsegment, eine starke Resonanz bei potenziellen Kunden erzeugt. Der flexible und robuste Aufbau erlaubt den Einsatz in Industrieumgebungen. Dadurch entsteht ein Interesse bei Lösungsanbietern auf dem Feld der Industrie 4.0. Dabei sticht dieses Produkt mit seinen Sicherheitsfeatures im Vergleich zu anderen Produkten heraus.

FP loT Value Chain

Der Transfer von Milliarden geldwerter Daten pro Jahr zeigt, dass FP bereits seit vielen Jahren herausragende Datensicherheit bietet. Auf der Grundlage der Kernkompetenzen (DNA) und hergeleitet aus den Basistechnologien der traditionellen FP-Produkte, wird damit ein neues Anwendungsfeld erschlossen.

e. FP Sign

Zur CeBit 2017 haben wir unser neues Flaggschiff der Signaturlösungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Das positive Feedback aus dem Markt haben wir aufgenommen und im Laufe des Jahres weitere wesentliche Verbesserungen implementiert. Auch in 2018 werden weitere neue Funktionen insbesondere im Bereich des Workflowmanagements und Dokumentenhandlings als auch in der Integration von nationalen und internationalen Identitätsservices folgen.

FP Sign - die neue deutsche Signaturlösung

Transformation und Digitalisierung sind die wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Geschäftsprozesse müssen nicht nur schneller durchgeführt werden, in vielen Fällen braucht es komplett neue digitale Geschäftsmodelle zur Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Damit wird die Arbeitswelt digital und mobil. Smartphones, Tablets, arbeiten im Homeoffice oder von unterwegs: Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter sind es gewohnt, jederzeit das, was nötig ist, mit wenigen Klicks zu organisieren.

FP Sign - Einfach, schnell und sicher

In diesem digitalen Zeitalter verschafft FP mit FP Sign Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, in dem Dokumente online unterschrieben und innerhalb von Minuten ausgetauscht werden können - ob im Büro oder von unterwegs. Offiziell erstmals vorgestellt auf der CeBIT 2017, hat das Interesse an FP Sign zur Mitte des Jahres stark angezogen. FP Sign ist grundsätzlich branchenunabhängig einsetzbar; es zeigt sich jedoch besonders in den Bereichen der Personaldienstleister, Steuerberater, Rechtsanwälte, Versicherungen und Banken eine erhöhte Nachfrage.

Mit FP Sign signieren Unternehmen Verträge, Angebote, Formulare, Bescheinigungen etc. schnell und sicher digital und lassen diese von ihren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern gegenzeichnen. Ob Verträge, Freigaben, Bescheide, Angebotsannahmen, Vertraulichkeitsvereinbarungen - FP Sign ermöglicht transparentes und sekundenschnelles Business. Unterschiedliche Signaturlevel gewährleisten dabei die Rechtssicherheit der Dokumente. Die cloudbasierte Softwarelösung wird in BSI-zertifizierten Rechenzentren gehostet und erfüllt damit die höchsten Sicherheitsstandards in Deutschland.

Weitere Kernmerkmale von FP Sign:

elDAS-Konformität

vollständige Kontrolle und Nachvollziehbarkeit des digitalen Geschäftsprozesses

nahtlose Integration in Business-Anwendungen aufgrund modernster APIs

Mobile App zum Arbeiten von unterwegs

1.5.8 Forschungs- und Entwicklungskosten

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F&E-KOSTEN ABSCHREIBUNGEN AKTIVIERTE ENTWICKLUNGSKOSTEN
in Mio. Euro in Mio. Euro

Im Geschäftsjahr 2017 haben sich die Forschungs- und Entwicklungskosten um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr vermindert. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Periode (Aktivierungsquote) hat sich im Berichtszeitraum von 49,3 % im Vorjahr auf 56,3 % erhöht.

2. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAH­MENBEDINGUNGEN

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2017 nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um über 3 %. Höheren Zuwächsen in Schwellenländern standen niedrigere Wachstumsraten in den für den FP-Konzern vor allem relevanten Industriestaaten gegenüber. In den USA, dem größten FP-Auslandsmarkt, war 2017 ein deutliches Wachstum zu beobachten. Die Wirtschaft in den Euro-Staaten und in Deutschland entwickelte sich ebenfalls positiv, wie folgende Grafik zeigt:

Tabelle BIP Wachstum in 2017

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Welt +3,6%
USA +2,2%
Euroraum +2,1%
Deutschland +2,0%

Quellen: IWF, Bureau of Economic Analysis, Eurostat, Statistisches Bundesamt

Der Euro verzeichnete im Jahresverlauf 2017 im Vergleich zum US-Dollar eine zunehmende Aufwärtsbewegung. Nachdem der Euro Ende 2016 noch bei 1,05 US-Dollar notierte, wertete er bis zum Jahresende 2017 auf 1,20 US-Dollar auf und lag damit rund 14 % über dem Vorjahresschlusskurs. Auch wenn Fortschritte in den Brexit-Verhandlungen in den letzten Monaten für eine leichte Erholung sorgten, verlor auch das für den FP-Konzern neben dem US-Dollar ebenfalls wichtige Britische Pfund seit Jahresanfang 2017 gegenüber dem Euro weiter an Wert. Ende 2017 lag der Kurs bei 0,89 Pfund gegenüber 0,86 Pfund zum Jahresende 2016. Ein schwächerer Kurs von US-Dollar und Britischem Pfund wirkt sich dämpfend auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des FP-Konzerns aus, insofern Teile des Umsatzes in diesen Währungen erlöst und auf Konzernebene in Euro umgerechnet werden.

Der FP-Konzern beschäftigt sich in aus- und inländischen Märkten mit der Verarbeitung von Post. Nach wie vor werden verschiedenen Poststatistiken zufolge pro Jahr weltweit mehr als 300 Milliarden Briefe vor allem in Europa und Nordamerika befördert. Doch das weltweite Briefvolumen sank der Weltpostunion zufolge 2016 um 3,0 %; Zahlen für 2017 sind noch nicht veröffentlicht. Dieser Rückgang verändert den Markt für Frankiersysteme und führt insgesamt zu leichten Rückgängen. Eine Ausnahme bildet das A-Segment, die Domäne des FP-Konzerns. Hier kam es in den vier größten Märkten USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland seit 2011 zu Zuwächsen, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2011-2016

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A-Segment +2,8 %
B-Segment -0,9 %
C-Segment -9,2 %
Quelle: Poststatistiken und eigene Annahmen  

3. ERTRAGSLAGE

3.1 ENTWICKLUNG WESENTLICHER POSTEN DER KONZERN­GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Mio. Euro 2017 2016 Veränderung
%
Umsatzerlöse 206,3 203,0 1,7 %
Bestandsveränderungen 0,5 0,2 237,3 %
Andere aktivierte Eigenleistungen 10,8 11,4 -4,8 %
Gesamtleistung 217,7 214,5 1,5 %
Sonstige Erträge 4,8 3,8 26,6 %
Materialaufwand 102,9 96,5 6,6 %
Personalaufwand 59,2 57,4 3,1 %
Andere Aufwendungen 34,1 37,1 -8,3 %
EBITDA 26,3 27,2 -3,3 %
Abschreibungen und Wertminderungen 19,1 17,5 9,0 %
EBIT 7,3 9,7 -25,5 %
Zinsergebnis 0,2 -0,2 n/a
Sonstiges Finanzergebnis -0,4 0,1 n/a
Ertragsteuern -2,4 -3,4 -29,1 %
Konzernergebnis 4,6 6,2 -25,0 %

3.1.1 Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2017 behielt der FP-Konzern seinen Wachstumskurs bei und steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,7 %. Insbesondere in den strategischen Wachstumsmärkten USA und Frankreich konnte FP im Berichtsjahr weiter zulegen. Der Umsatz im traditionellen Geschäft Frankieren und Kuvertieren stieg im Geschäftsjahr 2017 trotz des starken Euro um 1,1 % auf 127,3 Mio. Euro. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 im Kerngeschäft eine Wachstumsrate in Höhe von 2,8 %.

Im deutschen Heimatmarkt erhöhte der FP-Konzern im Geschäftsjahr 2017 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 0,9 % auf 112,8 Mio. Euro.

Im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren realisierte das Unternehmen in Deutschland im Jahr 2017 einen um 2,7 % verminderten Umsatz von 33,9 Mio. Euro. Im Vorjahr konnte FP von der Dezertifizierung von technisch veralteten Frankiermaschinen durch die Deutsche Post AG profitieren; zudem realisierte das Unternehmen mit Handelspartnern höhere Verbrauchsmaterialumsätze.

Der Umsatz im Produktbereich Mail Services ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,6 % gewachsen. Dabei wirkten im Berichtsjahr unterschiedliche Einflussfaktoren auf den Umsatz. Das insgesamt verarbeitete Briefvolumen verminderte sich im Geschäftsjahr 2017 um 6,1 % auf rund 199 Mio. Sendungen. Insbesondere ab dem zweiten Quartal 2017 führte der Mengenrückgang zu einer spürbaren Verlangsamung des erzielten Wachstums. Weiterhin wurde der Umsatz im Berichtsjahr margenwirksam durch die seit Jahresbeginn von der Deutsche Post AG gekürzten Portorabatte in Höhe von 1,0 Mio. Euro belastet. Das insgesamt ausgewiesene Wachstum im Bereich Mail Services resultierte aus dem Anstieg der Umsätze aus Frankierservice mit entsprechend starker Auswirkung auf die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Trotz des seit fünf Jahren durchgehend starken Umsatzwachstums blieb der Produktbereich leider margenschwach und die Profitabilität verminderte sich im Geschäftsjahr 2017 deutlich. FP hat deshalb im Berichtsjahr den im Rahmen von ACT geplanten Umbau vorgezogen, um identifizierte Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungspotenziale konsequent und zügig zu realisieren. Dazu ist auch die Integration der Produktbereiche Mail Services und Software geplant.

Die Minderung des Umsatzes im Produktbereich Software im Geschäftsjahr 2017 (-6,5 % im Vergleich zum Vorjahr) resultierte im Wesentlichen aus einem unterjährigen Rückgang verarbeiteter Sendungsmengen mit Hybrid-Mail Services. Mit der Markteinführung von FP Sign baute der FP-Konzern das Leistungsspektrum im Bereich Software weiter aus, wobei im Geschäftsjahr 2017 noch keine wesentlichen Umsätze mit dem innovativen Produkt erzielt wurden. Das De-Mail-Geschäft entwickelte sich auch im Berichtsjahr unter den Erwartungen. Das geringe Sendungsvolumen führte weiterhin dazu, dass Kundenverträge, für die im Vorjahr eine Drohverlustrückstellung gebildet wurde, nicht profitabel sind. Aus diesem Grund wurden im Geschäftsjahr 2017 Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen verfolgt und ergänzend ein Verkauf als eine von mehreren Möglichkeiten, sich kurz- bis mittelfristig von diesen Verträgen zu trennen, geprüft.

Größter ausländischer Markt des FP-Konzerns blieben auch im Geschäftsjahr 2017 die USA; trotz des im Vorjahresvergleich stärkeren Euro wuchs der Umsatz dort um 5,9 % auf 46,1 Mio. Euro. Das Geschäft mit der PostBase entwickelte sich unverändert erfreulich; insbesondere auch im Zuge der Einführung der Frankiersysteme PostBase 100 und PostBase One. Im Wesentlichen bedingt durch den starken Euro verringerte sich hingegen der Umsatz in Großbritannien im Geschäftsjahr 2017 auf 15,5 Mio. Euro im Vergleich zu 17,2 Mio. Euro im Vorjahr. Auf Eurobasis stiegen die ausländischen Umsätze trotz des starken Gegenwindes durch Währungseffekte im Berichtsjahr um 2,6 % auf insgesamt 93,5 Mio. Euro gegenüber 91,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die negativen Wechselkurseffekte über alle Fremdwährungen summierten sich im Berichtsjahr auf insgesamt 2,1 Mio. Euro. Währungsbereinigt erzielte der FP-Konzern im Geschäftsjahr 2017 im Ausland eine Wachstumsrate in Höhe von 4,9 %.

UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN

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in Mio. Euro 2017 2016 Veränderung
%
Erträge aus Produktverkäufen 43,7 41,1 6,3 %
Frankieren 35,0 32,6 7,1 %
Kuvertieren 7,4 7,1 5,3 %
Sonstige 1,3 1,4 -9,0 %
Wiederkehrende Erträge 162,6 161,9 0,5 %
Vermietung 33,2 32,7 1,4 %
Service/Kundendienst 18,6 19,7 -5,8 %
Verbrauchsmaterial 22,8 23,4 -2,5 %
Teleporto 9,0 9,0 0,8 %
Mail Services 65,7 62,8 4,6 %
Software 13,3 14,2 -6,5 %
Gesamt 206,3 203,0 1,7 %
Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse 21,2 % 20,3 %  
Wiederkehrende Umsatzerlöse 78,8 % 79,7 %  

Der gegenüber dem Vorjahr signifikante Anstieg der Erträge aus Produktverkäufen im Kerngeschäft geht insbesondere auf die vertrieblichen Erfolge und die weiterhin hohe Nachfrage nach dem Frankiersystem PostBase in den USA und Frankreich sowie durch internationale Händler zurück. In Großbritannien ist der FP-Konzern auch Finanzierungspartner seiner Kunden und setzte auch im Geschäftsjahr 2017 verstärkt Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung ein. Im Bereich der Produktverkäufe summierten sich die negativen Währungseffekte im Berichtsjahr auf insgesamt 0,8 Mio. Euro. Währungsbereinigt erzielte der FP-Konzern im Geschäftsjahr 2017 bei den Erträgen aus Produktverkäufen eine Wachstumsrate in Höhe von 8,2 %.

Der leichte Anstieg der Umsätze aus der Vermietung von Frankiersystemen beruht im Besonderen auf den Vertriebserfolgen im Mietmarkt USA. Im Geschäftsjahr 2017 knüpfte das Unternehmen nahtlos an die positive Entwicklung der Vorjahre an. Die Umsätze mit Services und Verbrauchsmaterial waren hingegen rückgängig. Wie auch die positive Entwicklung des zur internen Steuerung des Unternehmens verwendeten nichtfinanziellen Qualitätsindikators unterstreicht, führt die hohe Qualität der PostBase-Produktfamilie im Zuge der fortgeschrittenen Erneuerung der installierten Basis zu weniger Ad-hoc-Serviceeinsätzen. Im Vorjahr hatten zudem Portoänderungen im Wesentlichen in Österreich und Belgien das Servicegeschäft angekurbelt (über alle Märkte insgesamt -0,4 Mio. Euro). Bedingt durch den Abschluss von sogenannten All-in-Verträgen in den USA kommt es weiterhin zu einer Verschiebung zwischen den Service-/Teleportoumsätzen in Richtung der Umsätze aus Vermietung. Auch die wiederkehrenden Erträge unterlagen im Berichtsjahr Belastungen aus Wechselkurseffekten (-1,3 Mio. Euro); bereinigt erzielte der FP-Konzern im Geschäftsjahr 2017 mit wiederkehrenden Umsatzerlösen ein Wachstum von 1,3 %.

3.1.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Auf die aktivierten Eigenleistungen wirkten im Berichtsjahr unterschiedliche Einflussfaktoren, die im Ergebnis zu einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,6 Mio. Euro führten. Die in den aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Zugänge an vermieteten Erzeugnissen lagen im Geschäftsjahr 2017 bei 5,5 Mio. Euro gegenüber 6,4 Mio. Euro im Vorjahr. Hintergrund des Rückgangs sind im Wesentlichen vertriebliche Veränderungen, wie der Ausbau von indirekten Vertriebskanälen oder der Einsatz von Finanzierungsleasing, und vereinzelt regional rückläufiges Mietgeschäft. Der Anteil der enthaltenen Entwicklungsleistungen erhöhte sich im Zuge der Umsetzung der ACT-Strategie im Geschäftsjahr 2017 um 0,6 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro.

3.1.3 Sonstige Erträge

Der Anstieg der sonstigen Erträge im Berichtsjahr resultierte im Wesentlichen aus erhöhten Erträgen aus verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von 2,8 Mio. Euro (im Vorjahr 1,2 Mio. Euro). Gegenläufig wirkte der planmäßige Rückgang der Erträge aus Aufwandszuschüssen und Zulagen in Höhe von 0,9 Mio. Euro (im Vorjahr 1,4 Mio. Euro).

3.1.4 Materialaufwand

Im Geschäftsjahr 2017 erhöhte sich im Wesentlichen durch die Steigerung des Geschäfts mit Frankierdienstleistungen (Frankierservice) im Bereich Mail Services der Materialaufwand um insgesamt 6,6 %. Entsprechend erhöhten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 11,2 % auf 67,6 Mio. Euro. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verminderten sich im Berichtsjahr trotz des leichten Umsatzanstiegs im Kerngeschäft Frankieren und Kuvertieren hingegen leicht auf 35,2 Mio. Euro im Vergleich zu 35,6 Mio. Euro im Vorjahr. Hierbei hat sich die Entwicklung des Euro zum Britischen Pfund und US-Dollar ausgewirkt. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Ergebnis im Geschäftsjahr 2017 um etwa zwei Prozentpunkte auf 49,9 %.

3.1.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 % auf 59,2 Mio. Euro. Neben allgemeinen Entgelterhöhungen zeigte sich hier im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Umsetzung der ACT-Strategie der Personalausbau der internationalen Vertriebsmannschaft sowie die weitere Professionalisierung der administrativen Bereiche des Konzerns (insgesamt 2,3 Mio. Euro). Entlastend auf den Personalaufwand im Berichtsjahr wirkte der Rückgang der Beschäftigten im Segment Vertrieb Deutschland in Höhe von 1,4 Mio. Euro sowie Wechselkurseffekte in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 leicht auf 28,7 % nach 28,3 % im Vorjahreszeitraum.

3.1.6 Andere Aufwendungen

Die anderen Aufwendungen verminderten sich im Berichtsjahr um 8,3 % auf 34,1 Mio. Euro - trotz Aufwendungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro für die Umsetzung von ACT-Projekten und FP FIT Maßnahmen sowie belastender Sondereinflüsse im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2017 berichteten Unregelmäßigkeiten im Produktbereich Mail Services in Höhe von 0,5 Mio. Euro und weiteren einmaligen Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro im Wesentlichen aus der Konzentration der produktionsnahen Aktivitäten am Standort Wittenberge und aus laufenden Betriebsprüfungen. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufigen Aufwendungen für Gebühren und Beratungsleistungen (-1,0 Mio. Euro), die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten aufgrund des Wegfalls der Gründe sowie im Zuge der Neubewertung der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung für De-Mail-Kundenverträge entlasteten die anderen Aufwendungen im Berichtsjahr.

3.1.7 EBITDA

Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns verminderte sich im Berichtsjahr auf 12,8 % nach 13,4 % im Vorjahr. Belastend auf das EBITDA wirkten dabei Währungseffekte und insbesondere die Entwicklung des Euro zum US-Dollar und dem Britischen Pfund. Die negativen Wechselkurseffekte im Geschäftsjahr 2017 summierten sich auf insgesamt 1,2 Mio. Euro. Daneben war das EBITDA im Geschäftsjahr 2017 auch durch Sondereinflüsse geprägt, die sich wie folgt zusammensetzen:

Aufwendungen für die Strategie ACT sowie zur Umsetzung der FP FIT Maßnahmen in Höhe von insgesamt 3,5 Mio. Euro;

Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von 2,8 Mio. Euro;

Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro im Wesentlichen aus der Konzentration der produktionsnahen Aktivitäten am Standort Wittenberge und einer Restrukturierungsmaßnahme im Segment Vertrieb Deutschland;

Aufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro im Zusammenhang mit den berichteten Unregelmäßigkeiten im Bereich Mail Services.

3.1.8 Abschreibungen und Wertminderungen

Im Geschäftsjahr 2017 erhöhten sich die Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber dem Vorjahr- wie prognostiziert. Grund hierfür sind im Wesentlichen die höheren Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5,2 Mio. Euro (im Vorjahr 4,1 Mio. Euro) in Folge der hohen Investitionen in die Modernisierung des Produktportfolios in den Vorjahren. Vor dem Hintergrund der zuletzt erfolgten Investition in Software zum Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und den Akquisitionen von Kundenlisten stiegen im Geschäftsjahr 2017 auch die Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte um 0,5 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro. Die Abschreibungen auf vermietete Erzeugnisse einschließlich Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen verminderten sich nach der erfolgreich abgeschlossenen Dezertifizierung von rund 36.000 Frankiersystemen im Mietmarkt USA im Zeitraum 2013 bis 2015 im Berichtsjahr erstmals leicht auf 9,3 Mio. Euro nach 9,4 Mio. Euro im Vorjahr.

3.1.9 EBIT

Das EBIT für das Berichtsjahr verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des geringeren EBITDA und der höheren Abschreibungen um 2,5 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro.

3.1.10 Zinsergebnis

Das im Berichtsjahr deutlich verbesserte Zinsergebnis in Höhe von 0,2 Mio. Euro (im Vorjahr -0,2 Mio. Euro) resultierte im Wesentlichen aus höheren Zinserträgen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr 1,1 Mio. Euro) sowie aus Einmaleffekten aus steuerlich bedingten Zinserträgen in Höhe von 0,5 Mio. Euro aus dem erfolgreichen Abschluss von Steuerverständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention (im Vorjahr 0,1 Mio. Euro). Belastend wirkten sich einmalige Zinsaufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro aus laufenden Betriebsprüfungen aus.

3.1.11 Sonstiges Finanzergebnis

Der FP-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein negatives Finanzergebnis in Höhe von -0,4 Mio. Euro gegenüber 0,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Entwicklung im Finanzergebnis beruht maßgeblich auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzpositionen.

3.1.12 Ertragsteuern

Der FP-Konzern hatte im Vorjahr Maßnahmen umgesetzt, die zu einem Rückgang der Steuerquote führten. Die Steuerquote im Geschäftsjahr 2017 belief sich auf 34,3 % nach 35,5 % im Vorjahr. Die Steuerreform in den USA hatte im Berichtsjahr insgesamt keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertragsteuern des FP-Konzerns.

3.1.13 Konzernergebnis

Das Konzernergebnis verminderte sich im Geschäftsjahr 2017 in Folge des geringeren Ergebnisses vor Steuern bei teilweiser Kompensation durch im Vorjahresvergleich niedrigere Ertragssteuern. Infolgedessen sank das Ergebnis pro Aktie (EPS) im Geschäftsjahr 2017 auf 0,29 Euro (unverwässert) bzw. 0,28 Euro (verwässert) nach 0,36 Euro (un-/verwässert) im Vorjahr.

3.1.14 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENT

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in Mio. Euro Umsatz 1) EBITDA
2017 2016 Veränderung in % 2017 2016 Veränderung in %
Produktion 4,9 4,9 0,7 % 11,0 7,0 56,6 %
Vertrieb Deutschland 113,3 112,2 0,9 % 4,5 8,6 -48,0 %
Vertrieb International 88,7 85,7 3,4 % 20,5 18,6 10,5 %
Zentrale Funktionen -- -- -- -8,2 -6,6 -24,5 %
Konzern 2) 206,3 203,0 1,7 % 26,3 27,2 -3,3 %

1) Umsatzerlöse mit externen Dritten
2) Weitere Informationen zur Konzernüberleitung finden sich im Konzernanhang in Abschnitt II.

4. FINANZLAGE

4.1 GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität des FP-Konzerns zu sichern. Das Unternehmen erreicht dieses Ziel durch den Einsatz verschiedener Finanzierungsinstrumente. Bei deren Auswahl werden die Flexibilität, die Art der Kreditauflagen, das bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der Finanzierung berücksichtigt. Die längerfristige Liquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativen Planung. Grundsätzlich stammt ein wesentlicher Teil der Liquidität des FP-Konzerns aus der operativen Geschäftstätigkeit der Segmente mit dem daraus resultierenden Mittelzufluss. Ergänzend nutzt das Unternehmen Kredite von Finanzinstituten und Finanzierungsleasing.

4.2 DIVIDENDENBERECHTIGTER BILANZGEWINN UND DIVIDENDE

Auch im Rahmen der Implementierung der Wachstumsstrategie ACT hält der FP-Konzern an seiner Dividendenpolitik fest. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 29. Mai 2018 vor, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 0,12 Euro je Aktie auszuschütten.

Im Gegensatz zum Vorjahr handelt es sich bei diesem Vorschlag um eine Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto i. S. d. § 27 KStG (nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen). Daher erfolgt die Auszahlung ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Die Netto-Dividende ist damit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Geschäftsjahr 2017 hatte der FP-Konzern eine Brutto-Dividende von 0,16 Euro gezahlt. Zur Ermittlung des dividendenberechtigten Bilanzgewinns wird auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt IV. verwiesen. Unter der Voraussetzung der Zustimmung zum Dividendenvorschlag durch die Hauptversammlung wird sich die Gesamtsumme der Ausschüttung für die dividendenberechtigten Aktien auf 1,9 Mio. Euro belaufen. Der Vorstand schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

4.3 FINANZIERUNGSANALYSE

Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie bestehende bzw. unterjährig angepasste Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten und Finanzierungsleasingvereinbarungen.

Der mit einem starken, international agierenden Bankenkonsortium abgeschlossene, seit 2016 bestehende Konsortialdarlehensvertrag über 120,0 Mio. Euro hat eine Laufzeit von fünf Jahren bis zum 14. Juni 2021 mit zweimaliger Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr. Die Finanzierungsdokumentation auf Basis der britischen Loan Market Association (LMA) ist verbunden mit einer Erhöhungsoption von 30,0 Mio. Euro.

Weitere wesentliche Konditionen des Konsortialdarlehensvertrages umfassen die Möglichkeit, Teile des Kreditrahmens in Fremdwährung ausnutzen zu können. Des Weiteren besteht auf Basis des Kreditvertrages auch Finanzierungssicherheit für Akquisitionen. Zudem verfügt der FP-Konzern über unternehmerische Freiräume zur Eingehung weiterer finanzieller Verpflichtungen. Insgesamt bildet der Konsortialdarlehensvertrag die Grundlage für finanzielle Stabilität und Flexibilität des FP-Konzerns.

Angaben zu Veränderungen im Geschäftsjahr 2017 im Eigenkapital des Unternehmens finden Sie im Abschnitt 5.2 EIGENKAPITAL.

4.4 INVESTITIONSANALYSE

Der FP-Konzern investierte auch im Geschäftsjahr 2017 auf Basis der ACT-Strategie weiterhin stark in künftiges Wachstum und hierbei unter anderen in die Produktentwicklung, die Produktion und andere Kern- und Unterstützungsprozesse sowie in Frankiersysteme zur Vermietung im Wesentlichen in den USA, Großbritannien, Kanada, Niederlande, Belgien und Italien.

Hintergrund des Rückgangs der Investitionen in vermietete Erzeugnisse im Berichtsjahr sind im Wesentlichen vertriebliche Veränderungen, wie der Ausbau von indirekten Vertriebskanälen oder der Einsatz von Finanzierungsleasing, und vereinzelt regional rückläufiges Mietgeschäft. Der Rückgang der Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte beruht im Wesentlichen auf dem Abschluss der im Vorjahr getätigten Investition in Software zum Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relation Management - CRM) im Kerngeschäft in Deutschland. Für den Erwerb einer Kundenliste einschließlich vermieteter Erzeugnisse investierte der FP-Konzern im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 1,4 Mio. Euro. Der Anstieg der aktivierten Entwicklungskosten basiert auf der Umsetzung der ACT Strategie im Berichtsjahr.

4.5 AUSSERBILANZIELLE FINANZINSTRUMENTE

Der FP-Konzern nutzt Operate Lease-Vereinbarungen, um zum Beispiel Geschäftsräume oder Fahrzeuge anzumieten. Des Weiteren existieren steuerlich nicht angesetzte Verlustvorträge in Höhe von 5,7 Mio. Euro (im Vorjahr 5,7 Mio. Euro).

4.6 LIQUIDITÄTSANALYSE

LIQUIDITÄTSANALYSE in Mio. Euro

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1.1.- 31.12.2017 1.1.- 31.12.2016
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 21,3 22,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -15,5 -17,6
Free Cashflow 5,8 4,6
Bereinigter Free Cashflow* 9,9 9,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1,1 -0,7
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel 6,9 3,8
Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel -1,4 -1,1
Finanzmittel am Anfang der Periode 18,7 15,9
Finanzmittel am Ende der Periode 24,1 18,7

* Bereinigt um Investitionen in Finance Lease Assets und M&A.

Der leichte Rückgang des Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr resultierte aus dem geringeren EBITDA bei einer soliden Entwicklung des Working Capital. Dabei wurde der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit durch den Einsatz von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung sowie Kundenbindung, und in der Folge erhöhter Forderungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 2,7 Mio. Euro, beeinflusst. Erneut positiv ausgewirkt haben sich im Berichtsjahr einmalige Zahlungseingänge in Höhe von 1,5 Mio. Euro aus dem erfolgreichen Abschluss von Steuerverständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention (im Vorjahr 1,7 Mio. Euro).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit profitierte im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen von den verminderten Investitionen in vermietete Erzeugnisse und immaterielle Vermögenswerte. Bezüglich weiterer Veränderung wird auf den Punkt „Investitionsanalyse" verwiesen.

Die positive Entwicklung im Jahresverlauf 2017 unterstreicht der Anstieg des Free Cashflow. Bereinigt um die Investitionen in Finance Lease Assets in Höhe von 2,7 Mio. Euro (im Vorjahr 4,1 Mio. Euro) und Investitionen in M&A in Höhe von 1,4 Mio. Euro (im Vorjahr 0,8 Mio. Euro) erzielte der FP-Konzern mit 9,9 Mio. Euro einen Free Cashflow auf verbesserten Vorjahresniveau (im Vorjahr 9,5 Mio. Euro).

Die Veränderung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf Auszahlungen aus Gewinnausschüttungen an Aktionäre in Höhe von 2,6 Mio. Euro, Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Rückkauf eigener Anteile in Höhe von 1,6 Mio. Euro, die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,2 Mio. Euro sowie auf Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 5,9 Mio. Euro zurückzuführen.

Gemäß Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten:

Sämtliche Kreditbedingungen wurden im Berichtsjahr durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern konnte zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr 2017 seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

5. VERMÖGENSLAGE

Das wachsende operative Geschäft prägt auch die Bilanz des FP-Konzerns zum 31. Dezember 2017.

5.1 LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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in Mio. Euro 2017 2016 Erläuterung Veränderung
Immaterielle Vermögenswerte 35,1 34,9 Leichter Anstieg im Zuge der Investitionen in neue Produkte und sonstige immaterielle Vermögenswerte; im Wesentlichen in eine Kundenliste in Großbritannien
Sachanlagen 31,8 39,3 Abschreibungsbedingter Rückgang der vermieteten Erzeugnisse und Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen (-7,3 Mio. Euro; bereinigt um Währungseffekte -4,4 Mio. Euro)
Sonstige Vermögenswerte 11,6 9,7 Anstieg der Forderungen aus Finanzierungsleasing (1,9 Mio. Euro)
Steueransprüche 3,8 0,9 Bilanzierung erwarteter Steuerforderungen aus angestrebten Verständigungs und Schiedsverfahren (2,4 Mio. Euro)
Langfristige Vermögenswerte 82,3 84,8  
Vorratsvermögen 10,6 11,2 Leichter Rückgang im Rahmen des Working Capital Managements
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18,7 19,0 Leichter Rückgang im Rahmen des Working Capital Managements
Sonstige Vermögenswerte 23,2 25,3 Anstieg der Forderungen aus Finanzierungsleasing (0,9 Mio. Euro), Rückgang sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte aus dem Ausgleich von Ansprüchen aus Aufwandszuschüssen und Zulagen (-1,1 Mio. Euro) und dem Rückgang von Steuererstattungsansprüchen für sonstige Steuern (-0,7 Mio. Euro)
Wertpapiere und Liquide Mittel 34,9 27,1 Deutlicher Anstieg der Finanzmittel sowie der Portoguthaben, die vom FP­Konzern verwaltet werden (2,4 Mio. Euro)
Kurzfristige Vermögenswerte 87,5 82,5  

5.2 EIGENKAPITAL

Im Geschäftsjahr 2017 hat der FP-Konzern zur Bedienung von Aktienoptionen von der Ausübung des Bedingten Kapitals 2010/1 Gebrauch gemacht und das Grundkapital um 86.100 Aktien erhöht. Infolgedessen betrug das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG zum 31. Dezember 2017 16,3 Mio. Euro, eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag (31. Dezember 2016: 16.215.356).

Das Unternehmen führte im Zeitraum vom 13. Oktober 2017 bis zum 12. Januar 2018 ein durch Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenes Aktienrückkaufprogramm durch. Insgesamt sollten bis zu 475.000 Aktien zu einem Gesamtkaufpreis von maximal 3,0 Mio. Euro erworben werden. Zum 31. Dezember 2017 hielt das Unternehmen 351.168 eigene Aktien bzw. 2,2 % am Grundkapital (im Vorjahr 0 Aktien bzw. 0,0 % des Grundkapitals). Der Nennbetrag der Aktien wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag zum Kaufpreis wird mit der Kapitalrücklage verrechnet. Weitere Angaben zum genehmigten und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechten können dem erläuternden Bericht des Vorstands gemäß §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB entnommen werden.

5.3 LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN

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in Mio. Euro 2017 2016 Erläuterung Veränderung
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16,5 17,1 Leichter Rückgang aufgrund Zinsanpassung
Sonstige Rückstellungen, latente Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 2,8 1,7  
Finanzverbindlichkeiten 43,1 37,5 Anstieg Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (5,8 Mio. Euro)
Langfristige Schulden 62,5 56,3  
Steuerschulden 5,1 3,6 Anstieg aufgrund erwarteter Steuernachzahlungen aus laufenden Betriebsprüfungen (2,9 Mio. Euro)
Sonstige Rückstellungen 8,0 8,0 Rückgang im Zuge der Inanspruchnahme/Neubewertung der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung De-Mail-Verträge (-0,7 Mio. Euro), Anstieg übriger Rückstellungen (0,6 Mio. Euro)
Finanzverbindlichkeiten 0,4 0,9  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11,2 10,6 Anstieg infolge des Ausbaus des operativen Geschäftes
Sonstige Verbindlichkeiten (incl. Derivate für Sicherungsbeziehungen) 49,7 52,0 Rückgang Verbindlichkeiten aus Teleporto (-0,8 Mio. Euro; bereinigt um Wechselkurseffekte -0,1 Mio. Euro), Rückgang Steuerverbindlichkeiten aus sonstigen Steuern (-0,7 Mio. Euro) und Rückgang übrige sonstige Verbindlichkeiten (-1,0 Mio. Euro)
Kurzfristige Schulden 74,4 75,1  

Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird laufend überprüft.

Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Finanzmittel. Zu den Finanzverbindlichkeiten zählen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. In die Finanzmittel werden die liquiden Mittel abzüglich verfügungsbeschränkter flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden) und die Wertpapiere einbezogen. Diese Darstellung gilt sowohl im Hinblick auf die Bestimmung des Nettoverschuldungsgrades als Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns als auch in Bezug auf den Ausweis in der Kapitalflussrechnung.

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in Mio. Euro 31.12.2017 31.12.2016
Finanzverbindlichkeiten 43,5 38,4
Finanzmittel 24,1 18,7
Nettoverschuldung 19,5 19,8
Eigenkapital 33,0 35,9
Nettoverschuldungsgrad 59 % 55 %

Auf Basis der positiven operativen Entwicklung und dem Rückgang der Investitionen in vermietete Erzeugnisse verminderte sich im Geschäftsjahr 2017 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns. Das Eigenkapital verminderte sich zum 31. Dezember 2017 und infolgedessen erhöhte sich der Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens zum Bilanzstichtag.

5.4 LEASING

Der FP-Konzern betreibt sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz des Unternehmens. Im Anlagevermögen sind unter den Positionen „Vermietete Erzeugnisse" und „Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen" Vermögensgegenstände mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt 19,6 Mio. Euro (im Vorjahr 26,9 Mio. Euro) bilanziert, die im Wesentlichen im Rahmen von Operate Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die Finance Lease-Vereinbarungen mit Kunden finden sich unter „Forderungen aus Finanzierungsleasing" und belaufen sich im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 15,3 Mio. Euro (im Vorjahr 12,5 Mio. Euro). Ohne die genannten Geschäftsmodelle würde sich die Summe der Aktiva auf 134,9 Mio. Euro statt auf 169,8 Mio. Euro belaufen. Auf der Passivseite sind in den Finanzverbindlichkeiten (lang- und kurzfristig) 0,0 Mio. Euro für Sale-and-Lease-Back-Geschäfte, bezogen auf die Finanzierung von zu vermietenden Frankiersystemen, enthalten. Ohne diesen Bestandteil würde sich die Summe der Passiva auf 169,7 Mio. Euro statt auf 169,8 Mio. Euro belaufen.

6. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

6.1 VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF 2017

Die unten stehende Tabelle zeigt die finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren des FP-Konzerns. Die Ist-Werte bei den finanziellen Kennzahlen Umsatz und EBITDA sind zusätzlich als wechselkursbereinigte Werte angegeben, da der FP-Konzern eine Prognose unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse für Fremdwährungen veröffentlichte.

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Prognose 2017* IST 2017 Erläuterung
Umsatz Leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (203,0 Mio. Euro) 206,3 Mio. Euro
208,4 Mio. Euro*
Wachstum im Kerngeschäft trotz negativer Währungseffekte, getrieben von höheren Produktverkäufen. Über den Erwartungen liegendes Wachstum im Produktbereich Mail Services, während der Bereich Software leicht rückläufig war.
EBITDA Leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (27,2 Mio. Euro) 26,3 Mio. Euro
27,5 Mio. Euro*
Solides Ergebnis wie geplant, trotz negativer Währungseffekte, hoher Aufwendungen zur Implementierung der Strategie ACT und belastender Sondereinflüsse. Positiv wirkten Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten.
Bereinigter Free Cashflow Auf Vorjahresniveau (im Vorjahr 9,5 Mio. Euro) 9,9 Mio. Euro Positive operative Entwicklung und geplant niedrigere Investitionen bildeten Basis für verbesserten Free Cashflow. Zusätzlich unterstützte die Einmalzahlung aus zwei Steuerverständigungsverfahren.
Qualitätsindikator Leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (im Vorjahr 24,2) 16,4 Deutliche Verbesserung im Zuge der fortgeschrittenen Erneuerung der installierten Basis durch die Frankiersysteme der PostBase-Familie.
Verbesserungsindikator Leichte Verbesserung im Vergleich zum Vor- fahr (im Vorjahr 0,09) 0,12 Anstieg im Wesentlichen infolge proaktiver Qualitätsmaßnahmen im Zuge von Produktneueinführungen.
* Bei gleichbleibenden Wechselkursen für Fremdwährungen.    

6.2 GESCHÄFTSVERLAUF 2017

Wie geplant, war das Geschäftsjahr 2017 von der Implementierung der ACT-Strategie und der FP FIT Maßnahmen geprägt, mit Kurs auf die formulierten Zwischenziele für das Geschäftsjahr 2020 erhöhte FP die Taktzahl noch einmal deutlich. Exogene und unerwartete Faktoren führten zu zusätzlichen Herausforderungen und belasteten die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung.

Im Geschäftsjahr 2017 steigerte der FP-Konzern erneut den Umsatz und erzielte bereinigt um Währungseffekte wie geplant ein leicht verbessertes EBITDA. Der bereinigte Free Cashflow übertraf das Vorjahr. Auf der Umsatzseite profitierte das Unternehmen insbesondere von Erfolgen des Frankiersystems PostBase in diversen Märkten sowie dem Ausbau des Mail Services-Geschäft im deutschen Markt. Negative Wechselkurseffekte beeinflussten sowohl den Umsatz als auch das EBITDA. Beim Free Cashflow machte sich neben der positiven operativen Entwicklung der geplante Rückgang der Investitionen in vermietete Erzeugnisse und eine solide Entwicklung beim Working Capital bemerkbar. Außerdem wurde der um Investitionen in Finance Lease Assets und M&A bereinigte Free Cashflow durch einmalige Zahlungseingänge aus dem Abschluss von zwei Steuerverständigungsverfahrens beeinflusst. Der Vorstand beurteilt den Verlauf der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017 insgesamt als positiv.

7. NACHTRAGSBERICHT

Informationen zu wesentlichen Ereignissen nach dem Abschlussstichtag finden Sie im Konzernanhang in Abschnitt V.

8. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Risiko- und Chancenmanagementsystem

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem des FP-Konzerns dient dazu, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen bzw. einzugrenzen. Grundsätzlich ist die Risiko- und Chancenpolitik des FP-Konzerns darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens nachhaltig zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.

Das Risiko- und Chancenmanagement ist in die wertorientierte Steuerung und die bestehenden Strukturen des FP-Konzerns eingebunden, um mögliche Signale frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Es ist aus den strategischen Zielen abgeleitet. Der Chancenerkennung dienen hierbei unter anderem detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen und Prognoseszenarien sowie die intensive Auseinandersetzung mit relevanten Wert- und Kostentreibern. Für die Risiken ist ein Überwachungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet. Dieses System dient auch der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Der FP-Konzern versteht das Risikomanagement als kontinuierlichen und durchgängigen Prozess.

Darüber hinaus werden unterjährig identifizierte Risiken, die eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein hohes potenzielles Schadensausmaß haben, unverzüglich im Rahmen von Berichtslinien an den Vorstand kommuniziert (Ad-hoc-Mitteilung). Das Risiko- und Chancenfrüherkennungssystem wird im Rahmen der Abschlussprüfung vom Abschlussprüfer evaluiert, um sicherzustellen, dass das System geeignet ist, alle potenziell den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken rechtzeitig zu erfassen, zu bewerten und zu kommunizieren.

Organisation

Im Auftrag des Vorstands überwacht der Risikokoordinator die Implementierung einer einheitlichen Risikostrategie und Methodik sowie die Identifikation, Analyse und Bewertung von Chancen und Risiken sowie der anschließenden Chancenrealisierung und Risikobehandlung. Er wird dabei von Berichtsempfängern unterstützt. Alle Berichtsempfänger bilden ein Gremium, das sich in regelmäßigen Abständen über die Identifikation, Analyse und Bewertung von Chancen und Risiken abstimmt. Sie evaluieren alle gemeldeten Informationen, wobei folgende Verantwortungsbereiche, unterteilt nach Risikoarten, definiert sind:

Risikoart

I.

Marktbezogene Risiken

II.

Operationelle Risiken

III.

Finanzrisiken

IV.

Regulierung, Recht und Compliance

V.

Reputations- und Markenrisiken

VI.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsrisiken

Für die Beobachtung, Bewertung und Meldung der Chancen und Risiken sind Berichtsverantwortliche benannt, die aus dem folgenden Personenkreis bestehen: Geschäftsführer der in- und ausländischen Gesellschaften, Bereichsleiter und Beauftragte innerhalb der implementierten Managementsysteme.

Die Berichtsverantwortlichen erheben für ihr Themenfeld die Chancen und Risiken und sind für die Realisierung der Chancen und Vermeidung der Risiken zuständig. Hierfür erhalten sie durch den Risikokoordinator halbjährlich eine Aufforderung zur Meldung ihrer Chancen und Risiken. Die Berichtsverantwortlichen entwickeln für ihr Themenfeld die zur Behandlung der erhobenen Risiken geeigneten Maßnahmenoptionen, die von den Berichtsempfängern ausgewertet und vom Vorstand beschlossen werden.

Die Gesamtverantwortung für das Risiko- und Chancenmanagementsystem des FP­Konzerns liegt beim Vorstand. Der Vorstand wird über die aktuelle Risikosituation des FP-Konzerns durch den Risikokoordinator informiert und ordnet gegebenenfalls weitere Maßnahmen an. Nachdem der Vorstand den Konzernrisikobericht verabschiedet hat, wird er dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Compliance-Managementsystem

Der Vorstand hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Fragen der Compliance sind regelmäßig Gegenstand der Beratung zwischen dem Aufsichtsrat bzw. Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand. Die Unternehmenskultur des FP-Konzerns ist von Vertrauen und gegenseitigem Respekt sowie dem Willen zur strikten Einhaltung von Gesetzen und internen Regelungen geprägt. Dennoch sind Rechtsverstöße durch individuelles Fehlverhalten nie ganz auszuschließen. Beschäftigte und Dritte haben die Möglichkeit, Fehlverhalten im Unternehmen zu melden. Aufgrund des organisatorischen Aufwands wird auf ein System verzichtet, das die Möglichkeit einräumt, geschützt Hinweise zu geben (Whistleblower-System). Das Unternehmen setzt alles daran, dieses Risiko so weit wie möglich zu minimieren, Fehlverhalten aufzudecken und konsequent zu verfolgen. Von zentraler Bedeutung ist die Beachtung rechtlicher und ethischer Regeln und Grundsätze. Regeln und Grundsätze sind, wie auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Insiderinformationen, in der Compliance-Richtlinie festgeschrieben. Allen Mitarbeitern dient sie zur Orientierung für ein integres Verhalten im Geschäftsverkehr. Führungskräfte und Mitarbeiter werden zur Compliance-Richtlinie geschult.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) ist integraler Bestandteil eines umfassenden unternehmensweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems. Das Ziel des IKS im Rechnungslegungsprozess ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit für die Erstellung eines regelkonformen Abschlusses zu gewährleisten. Das IKS des FP-Konzerns stützt sich dabei überwiegend auf ein funktionierendes internes Steuerungssystem auf der Basis effizienter Prozesse sowie auf prozessintegrierte, organisatorische Sicherungsmaßnahmen wie beispielsweise Zugriffsbeschränkungen im IT-Bereich oder Zahlungsrichtlinien. Prozessintegrierte Kontrollen vermindern die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fehlern bzw. unterstützen das Aufdecken von aufgetretenen Fehlern.

Der Aufsichtsrat berät über das Risikomanagement und überwacht die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems und des Rechnungslegungsprozesses sowie die Abschlussprüfung und deren Unabhängigkeit.

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Die Francotyp-Postalia Holding AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss des FP-Konzerns auf. Diesem Prozess vorgelagert ist die Finanzberichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften. Beide Prozesse werden durch ein stringentes internes Kontrollsystem überwacht, das sowohl die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung als auch die Einhaltung der relevanten gesetzlichen Bestimmungen sichert. Die bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert, wobei die einzelnen Tochtergesellschaften über ein definiertes Maß an Selbstständigkeit bei der Erstellung ihrer Abschlüsse verfügen.

Wesentliche Regelungen und Instrumentarien bei der Erstellung des Konzernabschlusses sind:

Bilanzierungsrichtlinien auf Konzernebene,

klar definierte Aufgabentrennung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten zwischen den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen,

Einbeziehung externer Sachverständiger, soweit erforderlich, wie zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen,

Verwendung geeigneter IT-Finanzsysteme und Anwendung von detaillierten Berechtigungskonzepten zur Sicherstellung aufgabengerechter Befugnisse unter Beachtung von Funktionstrennungsprinzipien,

systemseitig implementierte Kontrollen und weitere Prozesskontrollen der Rechnungslegung in den Gesellschaften, Konsolidierung im Rahmen des Konzernabschlusses sowie anderer relevanter Prozesse auf Konzern- und Gesellschaftsebene,

Berücksichtigung von im Risikomanagementsystem erfassten und bewerteten Risiken in den Jahresabschlüssen, soweit dies nach bestehenden Bilanzierungsregeln erforderlich ist.

Für die Umsetzung dieser Regelungen und die Nutzung der Instrumentarien ist in den Konzerngesellschaften der verschiedenen Länder die jeweilige Leitung des Bereichs Finanzen bzw. die Geschäftsführung verantwortlich. Der Konzernabschluss liegt in der Verantwortung des für Finanzen zuständigen Mitglieds des Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG. Das Vorstandsmitglied wird dabei unterstützt durch den Vice President Finance FP Group, den Head of Accounting & Taxes, Head of Controlling & MIS und den Head of Treasury/M&A.

Durch die Beschäftigung von qualifiziertem und spezialisiertem Fachpersonal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung sowie Beachtung des Vieraugenprinzips gewährleistet der FP-Konzern die strikte Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften im Jahres- und Konzernabschluss.

Alle Jahresabschlüsse von wesentlichen Konzerngesellschaften, die Eingang in die Konzernkonsolidierung finden, unterliegen der Prüfung durch einen Abschlussprüfer.

Durch die Verpflichtung aller Tochtergesellschaften, ihre Geschäftszahlen monatlich in einem standardisierten Reporting-Format an die Francotyp-Postalia Holding AG (FP Holding) zu berichten, werden unterjährige Soll-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt, um kurzfristig darauf reagieren zu können.

Risikomanagementsystem im Hinblick auf Finanzinstrumente

Der FP-Konzern verfügt über ein zentrales Finanzmanagement, wobei die FP Holding den Konzernfinanzbedarf koordiniert, die Liquidität sichert und die Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken konzernweit überwacht. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, finanzwirtschaftliche Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen, Wechselkursen und Zinssätzen durch finanzorientierte Aktivitäten zu begrenzen. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zum Zweck der Sicherung von Grundgeschäften genutzt. Währungsbedingte Risiken resultieren aus den internationalen Aktivitäten des Konzerns, insbesondere in den USA und Großbritannien. Die FP Holding identifiziert diese Risiken in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Konzerngesellschaften und steuert sie mit geeigneten Maßnahmen, zum Beispiel dem Abschluss von Devisentermingeschäften. Zinsrisiken resultieren aus den mittelfristigen Finanzverbindlichkeiten. Zur Steuerung der Zinsrisiken hat die FP Holding im Geschäftsjahr 2017 keine neuen Zinsderivate abgeschlossen. Die Liquiditätsplanung dient dazu, Liquiditätsrisiken frühzeitig zu erkennen und konzernweit systematisch zu minimieren. Der Liquiditätssteuerung und -überwachung dient ein monatlich rollierender Liquiditäts-Forecast. Für weitere Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten, darunter Währungs- und Zinsrisiken, sowie den entsprechenden Sicherungsaktivitäten verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt IV. Textziffer (21) Finanzinstrumente.

Risikomatrix des FP-Konzerns

Es werden zweimal im Jahr alle rechtlichen, Geschäfts-, Betriebs-, Finanz- und IT-Risiken und Chancen im FP-Konzern inventarisiert, und die gemeldeten Risiken werden von den Berichtsempfängern evaluiert.

Die erfassten Risiken werden nach Maßgabe der möglichen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit danach beurteilt, ob sie wesentlich und gegebenenfalls bestandsgefährdend sind. Diese Risiken werden gesondert festgehalten und weiter beobachtet. Um Aussagekraft darüber zu erhalten, welche Risiken wesentlich sein können, werden alle Risiken gemäß ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe des möglichen Schadens in fünf verschiedene Klassen (1 bis 5) eingeteilt.

Das Verfahren zur Risikobewertung wurde im Berichtsjahr geändert. Um das Risikomanagementsystem klarer vom Überwachungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG abzugrenzen, wurden die Risikogruppen im Berichtsjahr neu definiert. Die Risikomatrix des FP-Konzerns gliedert sich in geringe Risiken (Risikogruppe C, Risikokennzahl ≤ 3), latente Risiken (Risikogruppe B, Risikokennzahl > 3 und < 10) und wesentliche Risiken (Risikogruppe A, Risikokennzahl 10). Die wesentlichen Risiken beinhalten als Teilbereich die Schlüsselrisiken (Risikogruppe A1, Risikokennzahl 15), die bestandsgefährdend für das Unternehmen sein können. Zudem wurde im Berichtsjahr die Definition zur Einschätzung der Risiko-Eintrittswahrscheinlichkeit neu festgelegt.

Die neue Risikogruppe der wesentlichen Risiken (A) erfasst Risiken, bei denen die Eintrittswahrscheinlichkeit vor Ergreifen einer geeigneten Gegenmaßnahme mit mindestens „unwahrscheinlich (qualitativ)/20 % bis 39 % (quantitativ)" (Klassen 2 bis 5) und die mögliche Schadenshöhe mit mindestens „gering = Auswirkung des Schadens von 5 % bis 7 % des geplanten Konzern-EBITDA" (Klassen 2 bis 5) eingeschätzt wurden. Multipliziert man die Klasse der Eintrittswahrscheinlichkeit mit der Klasse der Schadenshöhe und ergibt das Produkt die Risikokennzahl 10 oder höher, handelt es sich um ein wesentliches Risiko (A). Eine Risikokennzahl von 15 oder höher definiert insbesondere ein Schlüsselrisiko (A1), das auf eine Bestandsgefährdung des Unternehmens hinweist. Über die identifizierten wesentlichen Risiken wird in diesem Bericht informiert.

Erläuterung der Klassen von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe

Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit

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2017 ALT
Klasse Beschreibung (qualitativ) Eintrittswahrscheinlichkeit (quantitativ) Beschreibung (qualitativ) Eintrittswahrscheinlichkeit (quantitativ)
1 Sehr unwahrscheinlich 0 % bis 19 % Unwahrscheinlich Im Durchschnitt höchstens alle 5 Jahre
2 Unwahrscheinlich 20 % bis 39 % Möglich Im Durchschnitt alle 3-5 Jahre
3 Wahrscheinlich 40 % bis 59 % Mittel Im Durchschnitt alle 1-2 Jahre
4 Sehr wahrscheinlich 60 % bis 79 % Wahrscheinlich Jährlich
5 Fast sicher 80 % bis 99 % Unabwendbar Monatlich

Bewertung der Schadenshöhe

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2017
Klasse Beschreibung (qualitativ) Schadenshöhe (quantitativ)
1 Sehr gering Schaden von kleiner 5% des Plan-EBITDA
2 Gering Schaden von größer 5% bis 7% des Plan-EBITDA
3 Mittel Schaden von größer 7% bis 15% des Plan-EBITDA
4 Hoch Schaden von größer 15% bis 35% des Plan-EBITDA
5 Sehr hoch Schaden von größer 35% des Plan-EBITDA

Insgesamt wurden zum Bilanzstichtag elf wesentliche Einzelrisiken (A) für den FP-Konzern identifiziert. Davon sind sieben Risiken sogenannte Schlüsselrisiken (A1), deren Eintritt den Bestand des Konzerns voraussichtlich gefährden würde.

8.1 RISIKEN DES FP-KONZERNS

8.1.1 Marktbezogene Risiken

Änderung des Kundenbedarfs aufgrund der digitalen Transformation

Seit Mitte der vergangenen Dekade sinken die Volumina der Briefpost in allen Märkten, wenn auch nicht mehr in so starkem Maße; gleichzeitig nimmt der Versand von Päckchen und Paketen zu. Sichere E-Mail-Lösungen ersetzen konventionelle Postwege und die digitale Transformation der Wirtschaft schreitet voran. Der FP-Konzern vertreibt in den Segmenten Vertrieb Deutschland und Vertrieb International Frankiersysteme und bietet Verbrauchsmaterial an. Diese Geschäftstätigkeit erzeugt damit einen wesentlichen Anteil der wiederkehrenden Umsatzerlöse. Angesichts der Änderungen im Kundenverhalten könnte die Nachfrage nach Frankiersystemen und Verbrauchsmaterialien sinken bzw. sich frühzeitiger als erwartet zu kleineren Frankiersystemen entwickeln. Der FP-Konzern begrenzt das Risiko durch intensive Marktbeobachtung und Kundenbefragungen sowie durch die Ableitung entsprechender Maßnahmen.

Wettbewerbsintensiver Markt im Bereich der Postdienstleistungen

Die Deutsche Post AG hat Anfang 2018 den sogenannten Infrastrukturrabatt eingeführt. Wer den Infrastrukturrabatt erhalten möchte, muss gewisse Voraussetzungen erfüllen. Für Kunden der Deutsche Post AG und Konsolidierer mit Teilleistungsverträgen wird zum 1. Januar 2018 der Teilleistungsrabatt um 3 Prozentpunkte abgesenkt. Im Gegenzug gewährt die Deutsche Post AG den Infrastrukturrabatt in gleicher Höhe, für den bestimmte Voraussetzungen gelten müssen. Zu diesen zählen u.a. teilleistungsfähige Briefsendungen, Layout-Anpassung (Platzierung einer Frankier-ID oberhalb der DV-Freimachungszeile) und bei Einlieferung Abgabe der Einlieferungsliste für die Teilleistung. Eine zeitnahe Umsetzung dieser Anpassungen stellt für Dienstleister und auch für die Frankiermaschinenhersteller eine Herausforderung dar. FP hat sich rechtzeitig mit dem Thema auseinandergesetzt und entsprechend die Frankiersysteme, aber auch die Software und die Maschinen im Produktbereich Mail Services und Software angepasst. Dessen ungeachtet ist noch nicht abschließend abzusehen, wie die Kunden auf die angekündigte Änderung reagieren. Der FP-Konzern begrenzt das Risiko vor allem durch eine intensive Zusammenarbeit mit seinen Kunden. Deren Wechselbereitschaft wird durch eine vertiefte Bindung ebenso reduziert wie durch eine mögliche Weitergabe der Rabattkürzung an die Kunden.

Erfolgreiche Umsetzung strategischer Projekte und Maßnahmen

Die mit ACT entwickelten Projekte und Maßnahmen sind wesentlich für die Erreichung der für 2020 und 2023 definierten Wachstumsziele. In den Jahren 2017 und 2018 setzt der FP-Konzern in allen Segmenten nicht nur definierte strategische Projekte um, sondern schafft zugleich die Basis für den Erfolg. Die Parallelisierung beider Phasen birgt aufgrund möglicherweise begrenzter Ressourcen und fehlender Priorisierung Risiken. Diesem Risiko begegnet der FP-Konzern mit einem strengen, auf Kennzahlen beruhenden Projektmanagement und einer klaren Kosten- und Effizienzüberwachung.

8.1.2 Operationelle Risiken

Länder-/Segmentübergreifende IT-Risiken

Die IT-gestützten Geschäftsprozesse des FP-Konzerns sind Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Es besteht das Risiko von Netzwerk- und Systemausfällen, beispielsweise bezüglich des FP Repository, sowie von externen Angriffen und Datenverlusten durch menschliches Versagen. Diesen möglichen IT-Risiken begegnet das Unternehmen durch den Einsatz moderner Hard- und Software, die aktuelle Sicherheitsstandards erfüllen. Um Geschäftsprozesse sicher abzuwickeln, wurde 2016 ein globales IT-Assessment durchgeführt, woraus sich die Verbesserungsmaßnahmen für die nächsten 3 Jahre ableiten, die den FP-Konzern fit für die Zukunft machen. 2017 wurde das Projekt weitergeführt und mögliche Anpassungen von IT-Systemen überprüft. Mit dem Einsatz eines Informationssicherheits­Managementsystems (ISMS) und der Sensibilisierung seiner Mitarbeiter im Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen minimiert der FP-Konzern zudem weiter diese Risiken. Darüber hinaus betreibt der FP-Konzern mehrere physisch getrennte Rechenzentren, die unterschiedliche Teile der IT-Landschaft redundant abbilden und so das Risiko eines kompletten Systemausfalls bestmöglich minimieren. Bei dem Einsatz von postalischen Server-Systemen wie FranklT, IBIP, Orchid usw. ist der IT-Bereich stets gezwungen, postalische Anforderungen in Anlehnung an verschiedene Standards wie BSI-Grundschutz, ISO 27001, NIST 800-34, COBIT 4.1 zu erfüllen. Neben dem Einsatz eines Informationssicherheits­Managementsystems ist auch die Berücksichtigung eines Business-Continuity-Management (BCM)-Prozesses zwingend erforderlich. In Anlehnung an den BSI-Standard 100-3 wurde beim Betrieb von sensiblen, postalischen Server-Systemen ein Risikomanagementprozess innerhalb der IT etabliert. Durch regelmäßige Audits und Sicherheitszertifikate dokumentiert FP gegenüber den Kunden den erreichten Sicherheitsstand.

Personalanpassungsrisiko

Der Erfolg des Unternehmens ist maßgeblich vom Engagement, der Motivation und den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter abhängig. Es besteht das Risiko der nicht ausreichenden Anpassung der Mitarbeiter an technologische oder sonstige, auch unvorhergesehene Entwicklungen. Zudem besteht am Personalmarkt eine große Nachfrage nach Spezialisten im Bereich Vertrieb sowie Forschung & Entwicklung insbesondere mit Know-how für digitale Technologien und Trends. Der FP-Konzern begrenzt diese Risiken, die alle Segmente betreffen, durch eine Professionalisierung der Bedarfsanalyse und eine umfassende interne Kommunikation. Weitere Maßnahmen bilden ein aktives Change-Management, die Stärkung der Führungskräfte und Mitarbeiter durch den gezielten Aufbau entsprechender Kompetenzen sowie die Etablierung einer Feedback- und Fehlerkultur.

Kostenrisiken aus De-Mail-Verträgen

Das De-Mail-Geschäft entwickelte sich auch im Berichtsjahr unter den Erwartungen. Das geringe Sendungsvolumen führte weiterhin dazu, dass Kundenverträge, für die im Vorjahr eine Drohverlustrückstellung gebildet wurde, nicht profitabel sind. Aus diesem Grund wurden im Jahr 2017 Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen verfolgt und ergänzend ein Verkauf als eine von mehreren Möglichkeiten, sich kurz- bis mittelfristig von diesen Verträgen zu trennen, geprüft.

Regulatorisch ist definiert, dass die gesamte technische und personelle Infrastruktur zur Bedienung von De-Mail-Kundenverträgen, die vereinzelt bis 2020 laufen, aufrechterhalten werden muss, auch wenn keine ausreichenden Ergebnisbeiträge aus laufenden oder neu verhandelten Verträgen erzielt werden. Daraus ergibt sich kurz- bis mittelfristig das Risiko, dass die damit verbundenen hohen Kosten durch den FP-Konzern getragen werden müssen. Zur Verringerung der kurz- bis mittelfristigen Risiken arbeitet der FP-Konzern mit großer Aufmerksamkeit daran, die Ertragssituation der De-Mail-Kundenverträge durch weitere geeignete Maßnahmen zu verbessern.

8.1.3 Finanzrisiken

Währungsrisiko

Die Beschaffungskosten des FP-Konzerns fallen überwiegend in Euro an, da das Unternehmen seine Produktionsstätte in Deutschland hat. Währungsrisiken ergeben sich daraus, dass Umsätze in anderen Währungen realisiert werden, wie z. B. US-Dollar und Britisches Pfund. Ein Anstieg des Euro gegenüber anderen Währungen wirkt sich deshalb nachteilig auf die in Euro ausgewiesenen Konzernumsätze, Ergebnisse und den Cashflow aus. Während der FP-Konzern die Konzernabschlüsse in Euro erstellt, bilanzieren eine Reihe von Tochtergesellschaften des FP-Konzerns in anderen Währungen, so dass die entsprechenden Positionen bei der Konsolidierung in Euro umgerechnet werden müssen. Der FP-Konzern ist daher Risiken ausgesetzt, die sich durch die Schwankung der relativen Werte der maßgeblichen Währungen, insbesondere zwischen dem Euro und dem US-Dollar, ergeben können. Der FP-Konzern begrenzt die Währungsrisiken durch den Abschluss von Währungssicherungsgeschäften sowie den Einkauf im US-Dollarraum ein. Das Währungsrisiko betrifft nicht das Segment Vertrieb Deutschland.

Abwertungsrisiken

Der FP-Konzern beurteilt jährlich, ob für die nach IAS 36 relevanten Vermögenswerte (insbesondere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) Anzeichen einer Wertminderung bestehen. Außerdem sind im FP-Konzern Prozesse zur laufenden Wertüberwachung des bilanzierten Vermögens und insbesondere zur Identifikation von Triggering Events als Basis für die Durchführung anlassabhängiger Wertminderungstests installiert. Liegen entsprechende Anzeichen vor, wird ein Wertminderungstest durchgeführt. Ergibt sich eine Wertminderung, so ist diese grundsätzlich ergebniswirksam zu erfassen. Eine Wertminderung hätte zwar keine Auswirkung auf das EBITDA des FP-Konzerns, jedoch auf das Konzernergebnis und entsprechend auf das Eigenkapital.

Im Zuge der Aufklärung der im Geschäftsjahr 2017 berichteten Unregelmäßigkeiten im Produktbereich Mail Services wurden die Planungen für das Geschäft überprüft und angepasst. Der im Rahmen des jährlichen Wertminderungstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit freesort (CGU) mit einem zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. Euro ermittelte erzielbare Betrag hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 vermindert, ist aber weiterhin größer als der Buchwert der CGU. Die vom FP-Konzern forcierte Neuausrichtung des Produktbereiches Mail Services im Rahmen von ACT stärkt die Werthaltigkeit der CGU.

Potenzielle Auswirkungen des Brexit auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Austrittsprozess von Großbritannien aus der Europäischen Union (EU) könnte aus Sicht des FP-Konzerns die Geschäfts- und Verbraucherunsicherheit erhöhen, Investitionen in Großbritannien verringern, Risiken für den Finanzmarkt darstellen und allgemein zu einer erhöhten Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft der EU führen. Ein weiterer massiver Rückgang des Vertrauens in die Wirtschaft, eine zunehmende Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen sowie eine deutliche Abwertung des Britischen Pfundes, insbesondere hervorgerufen durch ungeordnete und verzögerte Austrittsverhandlungen, könnte für die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein hohes Schadenspotential darstellen. FP beobachtet den Austrittsprozess kontinuierlich, um lokale und konzernweite Maßnahmen zu veranlassen und umzusetzen. Das Risiko betrifft nicht das Segment Vertrieb Deutschland.

8.1.4 Regulierung, Recht und Compliance

Rückzahlungsverpflichtung in Folge von Unregelmäßigkeiten im Produktbereich Mail

Services

Im zweiten Quartal 2017 stellte der FP-Konzern Abweichungen und vereinzelt auf Mitarbeiterfehlverhalten beruhende Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft fest; die Abrechnungen mit Kunden waren nicht betroffen. Auf der Basis der derzeitigen Informationen geht FP davon aus, dass eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Vergütungen besteht sowie ein künftiger Ressourcenabfluss für Beratungskosten erfolgt. In diesem Zusammenhang bilanziert der FP-Konzern zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro. Aus der derzeitig noch andauernden Klärung des Sachverhalts könnten weitere Rückzahlungsverpflichtungen für den FP-Konzern mit einem geschätzten Schadenspotential von 0,6 Mio. Euro resultieren sowie weitere rechtliche Konsequenzen. Der FP-Konzern geht gegenwärtig nicht davon aus, dass für das geschätzte Schadenspotential eine Verpflichtung besteht. Im zweiten Halbjahr 2017 hat das Unternehmen die Effizienz, Qualität und Stabilität der Prozesse im Interesse unserer Kunden und Partner im Bereich Mail Services sowie im Bereich Software auf den Prüfstand gestellt und Maßnahmen zur Vermeidung der berichteten Risiken durchgeführt.

Klageverfahren im Zusammenhang mit Werbefaxen in den USA

Vor dem U.S. District Court for the Eastern District of Missouri ist eine Klage gegen unsere Tochtergesellschaft in den USA anhängig (Case No. 4:14-cv-01161-HEA). In der Sammelklage („putative class action") wird behauptet, Francotyp-Postalia Inc. habe mit unaufgeforderten Werbefaxen den „Telephone Consumer Protection Act of 1991" verletzt. Bisher ist nicht geklärt, ob das beanstandete Vorgehen (Werbefax) von den gesetzlichen Regelungen überhaupt erfasst ist. Der U.S. District Court for the Eastern District of Missouri hat das Verfahren am 17. Februar 2015 bis zu einer Entscheidung der Federal Communications Commission und des United States Court of Appeals for the D.C. Circuit über den Geltungsbereich und die Gültigkeit des Telephone Consumer Protection Act of 1991 ausgesetzt. Diese Entscheidung liegt noch nicht vor. Der Ausgang der gegen die Francotyp-Postalia Inc. erhobenen Klage ist offen und könnte ein Schadenspotential von geschätzt bis zu 1,0 Mio. Euro haben. FP geht nicht davon aus, dass gegenwärtig eine Verpflichtung besteht. Der FP-Konzern begrenzt das Risiko durch anwaltliche Begleitung des Klageverfahrens.

8.1.5 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Zusammenfassend stellt nachfolgende tabellarische Übersicht die Risikosituation des FP-Konzerns zum Bilanzstichtag sowie die Entwicklung der Risiken gegenüber dem Vorjahr dar. Die Risiken „Patentrechtsrisiko" und „Vertragsrisiko" waren im Laufe des Geschäftsjahres 2017 nicht mehr als wesentliche Risiken einzustufen.

Unter Berücksichtigung möglicher Schadensausmaße und Eintrittswahrscheinlichkeiten sind derzeit keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften, wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des FP-Konzerns führen werden. Insgesamt sind die Risiken beherrschbar; der Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Grundlegende Änderungen der Risikolage erwartet der FP-Konzern derzeit nicht. Organisatorisch hat das Unternehmen alle Voraussetzungen dafür geschaffen, frühzeitig über mögliche neue Risikosituationen informiert zu sein und schnell reagieren zu können.

8.2 CHANCEN DES FP-KONZERNS

Der FP-Konzern hat die Chancen für das Geschäftsjahr 2017 qualitativ ermittelt; sie wurden wie im Vorjahr nicht für Steuerungszwecke quantifiziert oder in einer Chancenmatrix erhoben.

Mit der Ende 2016 veröffentlichten Strategie ACT hat der FP-Konzern seine Chancen in einem sich wandelnden Markt noch einmal grundsätzlich überprüft und neu bewertet (vgl. Kapitel Strategie).

FP kann unter Ausnutzung der zu beobachtenden Segmentverschiebung im Bereich der Frankiersysteme seine bestehende Kundenbasis von rund 200.000 Unternehmen weiter ausbauen. Zugleich ergibt sich pro bestehendem Kunden und mit jedem neuen Kunden die Chance, diesen auf dem Weg der Digitalisierung zu begleiten und ihm über die klassische Sendungsverarbeitung hinaus Produkte rund um die digitale Kommunikation anzubieten. Insgesamt führt dies zu einer stärkeren Kundenbindung und einem höheren, nachhaltig profitablen Wachstum pro Kunde.

Die ACT-Strategie berücksichtigt diese Chancen. Sie umfasst die drei Bestandteile Attack, Customer Journey und Transformation. Sie wird begleitet durch die laufenden FP FIT Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und der Umsetzungsstärke in allen Bereichen mit den vier Schwerpunkten Finanzen, Personal, Vertrieb und Digitalisierung.

Entsprechend der Entwicklung der bereits begonnenen und laufenden ACT-Projekte und FP FIT Maßnahmen wurden diese Chancen in der strategischen Konzernplanung, in der Prognose für 2018 und den mittelfristigen Zielen bis 2020 berücksichtigt. Darüber hinaus hat sich der FP-Konzern mit ACT bis 2023 langfristige Ziele gesetzt.

Um den Erwartungen an den FP-Konzern gerecht zu werden, müssen das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens vorangetrieben sowie der mit ACT verbundene eigene Wandel noch schneller umgesetzt werden, indem FP neue Chancen frühzeitig erkennt und erfolgreich nutzt.

Der nachfolgende Abschnitt konzentriert sich deshalb auf künftige Trends oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von der Prognose für 2018 und den mittelfristigen Zielen führen könnten, sofern sie sich besser entwickeln, als es die Prognose berücksichtigt.

8.2.1 Marktchancen

Trotz eines Rückgangs der zugestellten Postsendungen im globalen Durchschnitt gibt es zahlreiche Länder, in denen der Postmarkt ein Wachstumsmarkt ist. Anders als der Wettbewerb konzentriert sich der FP-Konzern auf Systeme für kleinere und mittlere Briefaufkommen und kommt damit der veränderten Nachfrage entgegen. Daraus ergeben sich für den FP­Konzern grundsätzlich Chancen, an diesem Wachstum teilzuhaben (Attack). Aber auch in etablierten Postmärkten entstehen für den FP-Konzern gerade durch die Konzentration auf das kleine und mittlere Briefvolumen Chancen. Das gilt vor allem für Märkte, in denen der FP-Konzern bislang noch nicht präsent oder stark vertreten ist. Die im Zuge der Entwicklung ACT durchgeführten Marktstudien zeigten, dass der FP-Konzern insbesondere in den Märkten USA und Frankreich große Wachstumschancen hat. So baut der FP-Konzern Schritt für Schritt seine Präsenz im Frankiermaschinenmarkt Frankreich aus und überzeugt Kunden vor allem mit der PostBase. Potenzial sieht das Unternehmen aber auch in seinen angestammten Märkten USA und Deutschland insbesondere durch die Verschiebung hin zum A-Segment. Für den FP-Konzern können sich daraus über den bereits identifizierten Handlungsrahmen hinausreichende Chancen ergeben, Frankiersysteme schneller als geplant in angestammte und neue Märkte einzuführen bzw. mehr Kunden für die Systeme der FP zu gewinnen.

In vielen Branchen schreitet die Digitalisierung voran, allerdings langsamer als von Experten erwartet. Diese Entwicklung definiert der FP-Konzern eindeutig als Marktchance und hat im Bereich der Customer Journey der ACT-Strategie entsprechende strategische Projekte gestartet. Von diesem Trend kann der FP-Konzern in etablierten Märkten und insbesondere in Deutschland profitieren, indem es die Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse beratend begleitet und auf Wunsch auch Prozesse neu gestaltet.

Zugleich setzt das Unternehmen auf digitale Technologien, um mittel- und langfristig vom Trend der zunehmenden digitalen Transformation zu profitieren. Es zeigt sich, dass das im FP-Konzern vorhandene Know-how (vgl. Kapitel Forschung und Entwicklung) auch weit jenseits der Frankiersysteme oder digitaler Produkte und Services im Sinne der Customer Journey für neue Angebote genutzt werden kann. Gemeint sind die Entwicklungen rund um das Thema Internet of Things (loT). Um die daraus neu entstehenden Chancen zu erkennen und für den FP-Konzern nutzbar zu machen, wurde eine Projektgruppe gebildet, welche die Chancen der Frankiersystem-Technologie im Bereich loT für den FP-Konzern auslotet. Erste aussichtsreiche Gespräche zeigen die Potenziale. Hier hat der FP-Konzern berechtigte Chancen, sich in einem neuen Geschäftsfeld zu etablieren, die in dieser Form noch nicht in der Prognose für 2018 oder den mittelfristigen Zielen abgebildet sind.

8.2.2 Produktchancen

Die innovativen Produkte des FP-Konzerns sind der Garant für den Erfolg des Unternehmens. Dazu tragen die ständige Weiterentwicklung der Frankiersysteme sowie neue Lösungen für den digitalen und hybriden Postversand bei. Mit der PostBase-Familie verfügt der FP-Konzern über ein modernes und leistungsfähiges Produktangebot im Kerngeschäft, das es ermöglicht, in diesem Bereich weiter wachsen zu können. Auch in dem von der Deutsche Post AG angekündigten Infrastrukturrabatt sieht der FP-Konzern Chancen für die positive Geschäftsentwicklung, da hier die FP als „First Mover" einen zusätzlichen Mehrwert für die Kunden schaffen kann.

ACT eröffnet darüber hinaus weitere Chancen in der Entwicklung neuer Produkte und Services auch im Bereich der Frankiersysteme. Innerhalb der Projekte FP Product Roadmap und FP Parcel Shipment wurden Marktchancen im Geschäftsjahr 2017 evaluiert und entsprechende Entwicklungsprojekte aufgesetzt. Sie haben das Potenzial, über die bereits festgelegten Chancen weitere Mehrwerte für den Konzern zu erzielen, insbesondere wenn sich die Märkte weiter so entwickeln wie aktuell beobachtet.

Zugleich treibt das Unternehmen die Vermarktung von Softwarelösungen wie etwa FP Sign voran, eine neue plattformbasierte Lösung für den sicheren, vertraulichen und rechtsverbindlichen digitalen Abschluss von Verträgen und den Austausch von Dokumenten. Mit dem Ausbau der Lösungskompetenz auch über Deutschland hinaus kann sich FP weitere Optionen im Markt des Digital Transaction Management sichern. Mit einem umfassenden Lösungsportfolio würde sich der FP-Konzern als Anbieter für Verschlüsselungs- und Archivierungssoftware für die elektronische Kommunikation und Optimierung sämtlicher Prozesse rund um die Ein- und Ausgangspost international etablieren können.

8.2.3 Vertriebschancen

Ein aktueller Marktanteil von rund 11 % der weltweit installierten Frankiersysteme ist eine stabile Basis für den FP-Konzern, die im Sinne der ACT-Strategie noch weiter gestärkt werden soll. Vor diesem Hintergrund wurden bereits gezielte Vertriebsmaßnahmen gestartet und umgesetzt (Marketing & Sales Plus), um die Kundenbasis zu vergrößern. Um eine hohe Anzahl von Kunden zu erreichen und die Marktpenetration zu steigern, nutzt das Unternehmen beispielsweise verstärkt Telesales und Leasing-Angebote. Als weiterer Distributionsweg wurde das Kundenportal discoverFP im Geschäftsjahr 2017 entwickelt. Der weltweite Rollout ist für das Geschäftsjahr 2018 geplant. Darüber hinaus wird es für den Vertrieb der neuen Softwareprodukte und Lösungen darauf ankommen, passende Vertriebskanäle aufzubauen, die sich weiter in Richtung der projektbegleitenden Kundenberatung entwickeln. Auf diese Weise kann das kontinuierliche Wachstum der Kundenbasis vorangetrieben und zusätzlicher Umsatz im Sinne der Customer Journey mit jedem einzelnen Kunden erwirtschaftet werden.

Wesentliche Prämisse für den Ausbau der Kundenbasis ist eine deutliche Erhöhung der Markenbekanntheit des FP-Konzerns. Aus diesem Grund wurde im Geschäftsjahr 2017 der Bereich Brand Management neu aufgebaut und mit entsprechendem Personal ausgestattet. Das Zusammenspiel verbesserter Markenbekanntheit mit der Weiterentwicklung und Stärkung des Vertriebs könnte schneller als geplant zum Erfolg führen und die derzeit der Prognose zugrundliegenden Annahmen übertreffen.

8.2.4 Chancen aus den Maßnahmen FP FIT

Schon im Geschäftsjahr 2016 hatte das Unternehmen mit verschiedenen Excellence-Maßnahmen begonnen. Hierzu zählte u.a. der Aufbau neuer Funktionen im Finanzbereich für Steuern und Treasury. Diesen Anfängen folgten im Geschäftsjahr 2017die Bildung einer globalen IT-Organisation, der Start eines Projektes zur Entwicklung einer konzernweiten ERP/CRM-Strategie, des Weiteren Maßnahmen im Personalbereich sowie die beschriebenen Maßnahmen im Bereich Marketing und Vertrieb. Im Rahmen der 2016 erfolgreich gestarteten ACT-Strategie beschleunigt der FP-Konzern die Projekte und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit des FP-Konzerns langfristig und nachhaltig zu erhöhen. Mit Kurs auf die formulierten Zwischenziele für das Geschäftsjahr 2020 erhöht FP die Taktzahl noch einmal deutlich, um alle Chancen im Sinne der Zielerreichung ausnutzen zu können. Zusätzlich zu den zahlreichen, bereits laufenden Projekten und Maßnahmen rollt der FP-Konzern das Projekt „Structure & Organisation" mit dem Ziel aus, die Komplexität im FP-Konzern zu reduzieren sowie die Schlagkraft und Agilität deutlich zu erhöhen. Dazu werden effiziente und stabile Organisationsstrukturen implementiert, um kosteneffizient die Transformation der Wachstumsstrategie ACT deutlich zu unterstützen. Die hier zugrunde liegenden Erwägungen, Annahmen und Berechnungen sind in die vorliegende Prognose für das Geschäftsjahr 2018 eingeflossen. Dieses Projekt bietet die einmalige Chance, zusätzliches, bisher noch nicht analysiertes und erhobenes Potenzial nachhaltig zu erschließen.

8.2.5 Chancen durch Währungseffekte

Durch die internationale Ausrichtung des FP-Konzerns im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben sich für das Unternehmen nicht nur Risiken, sondern auch Chancen durch Währungseffekte. Positive Fremdwährungseffekte können aus Bilanzpositionen und schwebenden Geschäften in Fremdwährungen resultieren. Positive Ergebnisse können zudem aus allen Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen entstehen, die nicht in Euro notieren.

Jede FP-Gesellschaft hat Chancen im Zusammenhang mit Wechselkursänderungen, wenn sie Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme entstehen.

Um die sich ergebenden Chancen nutzen zu können, hat der FP-Konzern einen eigenen Treasury-Bereich aufgebaut.

8.2.6 Sonstige Chancen

Geltendmachung von Schadenersatz in Folge der Unregelmäßigkeiten im Produktbereich Mail Services

Im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2017 berichteten Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen im zeitkritischen Konsolidierungsgeschäft hat der FP-Konzern festgestellt, dass er durch Pflichtverletzungen einzelner, die über den Berichtszeitraum hinausgehen, finanziell geschädigt wurde. In der Folge hat FP im Rahmen von derzeit noch laufenden Kündigungsschutzprozessen am 14. Februar 2018 Schadenersatzansprüche gegen Mitarbeitende in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro klageweise geltend gemacht. Die Vertrauensschadenversicherung wurde über die Verletzungshandlungen und den entstanden Schaden ebenfalls informiert. Im Fall der Durchsetzung der Ansprüche könnte sich dies einmalig positiv auf die Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens auswirken und dazu führen, dass FP die Prognose für 2018 bzw. die mittelfristigen Ziele übertreffen kann.

Verkauf De-Mail-Verträge

Das De-Mail-Geschäft entwickelte sich bisher unter den Erwartungen. Es besteht das kurz-bis mittelfristige Risiko, dass die hohen Kosten für die regulatorisch definierte Aufrechterhaltung der gesamten technischen und personellen Infrastruktur aufgrund vereinzelt bis Ende 2020 laufender Kundenverträge ohne ausreichende Ergebnisbeiträge aus laufenden oder neu verhandelten Verträgen durch den FP-Konzern getragen werden müssen. Zur Verringerung der kurz- bis mittelfristigen Kostenrisiken arbeitet der FP-Konzern an mehreren Handlungsoptionen, unter anderen auch an einem Verkauf der De-Mail-Kundenverträge. Im Erfolgsfall könnte sich dies positiv auf die Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns auswirken und dazu führen, dass FP seine mittelfristigen Ziele übertreffen kann.

8.2.7 Gesamtaussage zur Chancensituation

Die Chancen und Risiken stehen sich wie im Vorjahr ausgewogen gegenüber.

9. PROGNOSEBERICHT

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Prognose 2018
Umsatz Leichter Anstieg gegenüber 2017
EBITDA (bereinigt um einmalige Aufwendungen) Leichter Anstieg gegenüber 2017
Free Cashflow (bereinigt)* Positiv, deutlich unter Vorjahresniveau
Qualitätsindikator Leichte Verbesserung gegenüber 2017
Verbesserungsindikator Leichte Verbesserung gegenüber 2017

* Bereinigt um Investitionen in Finance Lease Assets und M&A.

Die Planung sowie alle nachfolgenden Ausführungen basieren auf dem Kenntnisstand am Jahresanfang 2018. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.

Die Prognose der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen basiert auf Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Darüber hinaus gelten die folgenden Prämissen, die auch wesentliche Grundannahmen der ACT Strategie sind:

Positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung in wichtigen FP-Märkten

Kontinuität der politischen, wirtschaftlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in den USA

Stabilität im europäischen Wirtschaftsraum

Reibungsloser Fortgang der Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Europäischen Union, insbesondere eine stabile Wechselkursentwicklung des Britischen Pfundes

Stabile Wechselkursentwicklung der Fremdwährungen

Moderat sinkende bzw. stagnierende Entwicklung des Briefvolumens in klassischen Briefmärkten

Gewinnung von Marktanteilen im Frankiersystemgeschäft

Ausbau des Mail Services-Geschäfts unter der Maßgabe, dass die Einführung des sogenannten Infrastrukturrabatts durch die Deutsche Post AG zum 1. Januar 2018 keinen wesentlichen Einfluss auf die Umsatzerlöse des FP-Konzerns hat

Ausbau des Softwaregeschäfts

9.1 ERWARTETE GESAMT- UND BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RAH­MENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einer robusten Entwicklung der Weltwirtschaft im laufenden Jahr aus: Er prognostiziert ein leicht höheres Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zu 2017. Für die Eurozone und Deutschland rechnet der Währungsfonds im Jahr 2018 mit soliden, aber etwas geringeren Wachstumsraten. In den USA, dem wichtigsten Auslandsmarkt des FP-Konzerns, soll das BIP-Wachstum deutlich zulegen.

Tabelle Erwartetes BIP-Wachstum in 2018 (laut IWF)

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Welt +3,9%
USA +2,3%
Euroraum +1,9%
Deutschland +1,8%

Das konjunkturelle Umfeld beeinflusst die künftige Branchenentwicklung und damit auch den künftigen Geschäftsverlauf des FP-Konzerns. Ein positives wirtschaftliches Umfeld erhöht die Investitionsneigung von Unternehmen, was sich auf das Frankier- und Kuvertiergeschäft positiv niederschlagen könnte. Bei einer robusten Konjunktur wächst zugleich die Innovationsbereitschaft von Unternehmen; dies begünstigt insbesondere das Softwaregeschäft. Dieses könnte zugleich von der anhaltenden Digitalisierung der Wirtschaft profitieren. Auch wenn sich in den kommenden Jahren die Verlagerung der Briefkommunikation in digitale Kanäle fortsetzen dürfte, bleiben Frankiersysteme ein wichtiger Bestandteil der Postverarbeitung.

9.2 ERWARTETE GESCHÄFTSENTWICKLUNG VON FRANCOTYP­POSTALIA

Die Strategie des FP-Konzerns setzt auf Wachstum im Frankiergeschäft und in den digitalen Märkten. Bei Frankiersystemen wird das Unternehmen 2018 seine Aktivitäten in den weltweit attraktivsten Märkten USA und Frankreich weiter verstärken. Zudem soll die Wettbewerbsposition insgesamt weiter verbessert werden. Der Konzern hat dafür gute Voraussetzungen geschaffen; mit der kompletten PostBase-Familie kann er im Branchenvergleich weiterhin die jüngste Produktpalette für das besonders interessante A-Segment sowie das B-Segment anbieten. Mit dem Ausbau des Leasing- und Mietgeschäfts zur Vertriebsunterstützung und Kundenbindung verbessert das Unternehmen zugleich seine Wettbewerbsposition in verschiedenen Ländern. Parallel erweitert das Unternehmen sein Portfolio im Bereich Softwarelösungen. Mit FP Sign stellte der FP-Konzern auf der CeBIT im März 2017 eines der neuen Produkte vor. Im Bereich Mail Services beginnt der Ausbau der bundesweiten Sortierzentren zu Digitalisierungs-Hubs im Bereich Eingangspost, um Logistikdienstleistungen und IT­Services zu kombinieren.

Zusätzlich zu den zahlreichen, bereits laufenden Projekten und Maßnahmen rollt der FP-Konzern 2018 das ACT-Projekt „Structure & Organisation" aus. Hierbei ist es das Ziel, die Komplexität im FP-Konzern zu reduzieren sowie die Schlagkraft und Agilität deutlich zu erhöhen. Dazu werden effiziente und stabile Organisationsstrukturen implementiert, um kosteneffizient die Transformation der Wachstumsstrategie ACT deutlich zu unterstützen. Hierfür werden umfassende Maßnahmen erforderlich sein, die zu Aufwendungen und Investitionen im Umsetzungsjahr 2018 führen. Erste positive Ergebniseffekte werden bereinigt bereits für 2018 erwartet. Dieses Projekt umfasst konzernweit unter anderem die Gesellschaftsstrukturen, die Standorte, die allgemeinen Prozesse und Abläufe ebenso wie die IT-Systeme. Diese zusätzlichen Maßnahmen bieten die einmalige Chance, bisher noch nicht analysiertes und erhobenes Potenzial nachhaltig zu erschließen.

9.3 ERWARTETE ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSINDIKATOREN

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der FP-Konzern einen leicht steigenden Umsatz. Das Unternehmen geht hierbei von einer positiven Entwicklung in allen drei Geschäftsbereichen aus.

2018 beschleunigt das Unternehmen die Umsetzung der zahlreichen ACT-Projekte und Maßnahmen und rollt zudem das Projekt „Structure & Organisation" aus. Damit macht FP die Organisation fit für die Zukunft, was im Geschäftsjahr 2018 zu einmaligen Aufwendungen in Höhe von 6,0 Mio. Euro bis zu 8,0 Mio. Euro führen wird. Bereinigt um diese Aufwendungen plant der FP-Konzern auch beim EBITDA eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Nach den hohen Investitionen in den US-amerikanischen Mietmarkt im Zeitraum 2012 bis 2015 erwartet der FP-Konzern für 2018 leicht rückläufige Abschreibungen. Aufgrund steigender Investitionen in ACT und neue Produkte rechnet das Unternehmen für 2018 - vor Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Projekt „Structure & Organisation" - mit einem um M&A und Investitionen in Finance Lease Assets bereinigten positiven, deutlich unter Vorjahresniveau liegenden Free Cashflow

Die erwartete Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2018 steht grundsätzlich unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse.

Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren dürften sich 2018 leicht verbessern. Sowohl für den Qualitätsindikator als auch für den Verbesserungsindikator ist eine leicht positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahreswert geplant.

10. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

10.1 ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS ZU DEN ANGABEN §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Jede Aktie berechtigt zur Abgabe einer Stimme in der Hauptversammlung. Beschränkungen betreffend die Stimmrechte oder deren Übertragung bestehen nicht.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Die Internationale Kapitalanlagegesellschaft mbH mit Sitz in Düsseldorf, Deutschland, hat uns am 15. Januar 2016 mitgeteilt, dass sie die Schwelle von 10 % der Stimmrechte an der Francotyp-Postalia Holding AG am 12. Januar 2016 überschritten hat. Der Internationale Kapitalanlagegesellschaft mbH standen danach an diesem Tag 10,16 % der Stimmrechte (1.641.732 Stimmrechte) zu, welche ihr nach § 22 WpHG a.F. zuzurechnen waren.

Bis zum 12. Oktober 2017 hielt 3R Investments Ltd mit Sitz auf Zypern 10,3 % am Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG. Dies entsprach 1.680.000 Aktien. Diese Stimmrechte waren der Tamlino Import & Advisory LP, Limassol, Zypern, der Tamlino Investments Ltd., Limassol, Zypern, und Klaus Röhrig jeweils gemäß § 21 Abs. 1 WpHG a.F. bzw. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG a.F. als indirekte Beteiligung zuzurechnen. Mit Meldung vom 17. Oktober 2017 hat 3R Investments die Unterschreitung der 10-Prozent-Schwelle bekanntgegeben.

Aktien mit Sonderrechten

Die Francotyp-Postalia Holding AG hat keine Aktien mit Sonderrechten ausgegeben.

Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.

Gesetzliche Bestimmung der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Gemäß Ziffer 6 Abs. 2 der Satzung der Francotyp-Postalia Holding AG erfolgen die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, deren Bestellung sowie der Widerruf ihrer Bestellung durch den Aufsichtsrat. Nach Ziffer 6 Abs. 3 der Satzung kann der Aufsichtsrat einem Aufsichtsratsausschuss den Abschluss, die Änderung und Beendigung von Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder übertragen.

Die Satzung schreibt in Ziffer 23 Abs. 1 vor, dass die Hauptversammlung ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals fasst, falls das Gesetz oder die Satzung nicht zwingend eine größere Mehrheit vorschreiben. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 15 Abs. 2 der Satzung Satzungsänderungen vornehmen, die nur die Fassung betreffen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Kapitalgenehmigungen für genehmigtes und bedingtes Kapital

Am 11. Juni 2015 sind bei der FP Holding Hauptversammlungsbeschlüsse über die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2015/1) in Höhe von 8.080.000 Euro und über die Aufhebung der bestehenden Ermächtigung des Vorstandes zur Erhöhung des Grundkapitals (Genehmigtes Kapital 2011) und entsprechender Satzungsänderung gefasst worden. Das Grundkapital der Gesellschaft kann bis zum 10. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 8.080.000 Euro erhöht werden. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Gemäß §186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem Konsortium aus Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ermächtigt, einmalig oder mehrmalig mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung außerdem beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um einen Betrag von bis zu 6.464.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.464.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf jede Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2015/1).

Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 10. Juni 2020 von der Gesellschaft oder durch ein unmittelbares oder mittelbares Konzernunternehmen der Gesellschaft im Sinne des §18 AktG begeben werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Options- oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung zu ändern.

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung die Anpassung des Bedingten Kapitals 2010/1 beschlossen. Das Bedingte Kapital wurde in Höhe von 388.500 EUR gemindert, da der Aktienoptionsplan 2010 um 388.500 Optionen auf 656.500 Optionen gekürzt wurde. Ziffer 4 Absatz 5 der Satzung zum Bedingten Kapital 2010 wurde wie folgt geändert: „Das Grundkapital

der Gesellschaft ist um bis zu 656.500 Euro bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 656.500 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien."

Am 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 959.500 Euro durch Ausgabe von bis zu 959.500 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2015/11). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die bis zum 10. Juni 2020 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 gemäß dem Aktienoptionsplan 2015 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil.

Im Jahr 2017 hat der FP-Konzern von der Ausübung des angepassten Bedingten Kapitals 2010/1 Gebrauch gemacht und das Grundkapital um 86.100 Aktien auf 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht.

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2020 einmalig oder mehrmalig, insgesamt oder in Teilbeträgen, Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern (zusammen im Folgenden „Inhaber") der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf den Erwerb von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.464.000 Euro nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren und entsprechende Options- oder Wandlungspflichten zu begründen. Die Schuldverschreibungen sowie die Wandlungs- und Optionsrechte bzw. -pflichten dürfen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren oder ohne Laufzeitbegrenzung begeben werden. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann insgesamt oder teilweise auch gegen Erbringung einer Sachleistung erfolgen.

Die einzelnen Emissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Francotyp-Postalia Holding AG vom 10. Juni 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt dieser Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß den §§71d und 71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Juni 2020. Die von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 1. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb und zur Verwendung erworbener eigener Aktien endete mit Wirksamwerden der neuen Ermächtigung.

Bedingte Kapitalerhöhung und Aktienoptionspläne 2010 und 2015

Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt IV. Textziffer (16) Eigenkapital.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Mit Datum vom 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 10. Juni 2020, eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden.

Die Aktien können unter anderem unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen daran angeboten und auf diese übertragen werden, sofern der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und sofern der für die eigenen Aktien zu erbringende Gegenwert nicht unangemessen niedrig ist. Die eigenen Aktien können auch zur Einführung an einer ausländischen Börse, an denen die Aktien bisher nicht zum Handel zugelassen war, ausgegeben oder gegen Barzahlung an Dritte veräußert oder einzelnen Mitgliedern des Vorstands anstelle einer Barvergütung angeboten werden zu einem Preis, der den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die eigenen Aktien können auch zur Bedienung des Aktienoptionsplans 2010 und 2015 verwendet oder eingezogen werden.

Am 9. Oktober 2017 hat der Vorstand die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen und mitgeteilt. Das Rückkaufprogramm startete am 13. Oktober 2017 und endete am 12. Januar 2018. Mit den eigenen Aktien sollen zukünftig Bezugsrechte bedient werden, die unter Aktienoptionsprogrammen ausgegeben und ausgeübt wurden oder werden. Damit vermeidet die Gesellschaft die Ausgabe neuer Aktien und eine Verwässerung des Aktienanteils der Aktionäre. Zweck der Aktienoptionen ist die nachhaltige Verknüpfung der Interessen der Unternehmensführung und der Führungskräfte mit den Interessen der Aktionäre an der langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Die langfristig angelegten Vergütungschancen stehen in enger Verbindung zum Unternehmenserfolg.

Der Aktienrückkauf erfolgte nach Maßgabe der Safe-Harbour-Regelungen der Artikel 5, 14 und 15 der Marktmissbrauchsverordnung in Verbindung mit den Bestimmungen der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates durch technische Regulierungsstandards für die auf Rückkaufprogramme und Stabilisierungsmaßnahmen anwendbaren Bedingungen ("Delegierte Verordnung").

Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG wurden zu Marktpreisen im Einklang mit den Handelsbedingungen gemäß Art. 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 erworben. Insbesondere wurden die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG nicht zu einem Kurs erworben, der über dem des letzten unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher gewesen sein) über dem des derzeit höchsten unabhängigen Angebots auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf stattfand, lag. Darüber hinaus hat die Francotyp-Postalia Holding AG an einem Handelstag nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes auf dem Handelsplatz, auf dem der Kauf erfolgte, erworben. Der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz wurde auf Basis des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens während der 20 Börsentage vor dem jeweiligen Kauftermin berechnet.

Die Francotyp-Postalia Holding AG beauftragte ein Kreditinstitut mit dem Erwerb von Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG. Das Kreditinstitut traf seine Entscheidungen über den Zeitpunkt des Erwerbs von Aktien entsprechend Artikel 4 Abs. 2b) der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 unabhängig und unbeeinflusst von der Francotyp-Postalia Holding AG. Die Francotyp-Postalia Holding AG hat insoweit keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Kreditinstitutes genommen. Das Kreditinstitut war insbesondere verpflichtet, die Handelsbedingungen des Artikels 3 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 und die in diesem Aktienrückkaufprogramm enthaltenen Vorgaben einzuhalten.

Bis zum 31. Dezember 2017 wurden insgesamt 351.168 Aktien zu einem Durchschnittkurs von 4,6478 Euro erworben.

Wesentliche Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Eine wesentliche Vereinbarung der Konzernmuttergesellschaft Francotyp-Postalia Holding AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht, ist der aktuelle Konsortialdarlehensvertrag, der ein Kündigungsrecht im Fall von „Change of Control" vorsieht. Weitere Vereinbarungen wurden weder mit Dritten noch mit Tochterunternehmen getroffen.

Entschädigungsvereinbarung des Mutterunternehmens für den Fall eines Übernahmeangebots

Eine solche Vereinbarung bestand zum Stichtag 31. Dezember 2017 nicht.

10.2 KONZERNERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB

Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung im FP-Konzern enthält die erforderlichen Angaben nach § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB und ist auf der Homepage des FP-Konzerns publiziert (http://www.fp-francotyp.com/FP/unternehmen/investoren/corporate-governance).

10.3 NICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG GEMÄSS § 315b HGB

Im Hinblick auf die nichtfinanziellen Informationen verweisen wir auf die Ausführungen in unserem dazu verfassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht im Internet unter https://www.fp-francotyp.com/nachhaltigkeitsbericht.

11. VERGÜTUNGSBERICHT

Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und enthält Angaben nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts. Im Vergütungsbericht werden alle Beträge zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

11.1 VERGÜTUNGSSYSTEM ALLGEMEIN

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

Monetäre Vergütungsteile (erfolgsunabhängig/-abhängig),

Versorgungszusagen,

Sonstige Zusagen im Fall der Beendigung der Tätigkeit,

Nebenleistungen.

Für ein Vorstandsmitglied umfasst die Gesamtvergütung ab dem 1. Januar 2018 als weitere Komponenten eine Bonuszusage für den Fall der nachhaltigen Entwicklung der „earnings per share" sowie eine Beteiligung über virtuelle Gesellschaftsanteile.

11.2 ERFOLGSUNABHÄNGIGE BESTANDTEILE

11.2.1 Festvergütung

Die Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Grundvergütung von Rüdiger Andreas Günther beträgt 400.000 Euro pro Jahr, die Grundvergütung von Thomas Grethe und Sven Meise beträgt 265.000 Euro pro Jahr.

11.2.2 Neuenleistungen

Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weiteren Nebenleistungen wie die Bereitstellung eines Dienstwagens, Zuschüsse zu Versicherungen, Unterkunft und Umzugskosten.

11.3 ERFOLGSABHÄNGIGE BESTANDTEILE

11.3.1 Variable Vergütung

Die kurzfristige variable Vergütungskomponente ist abhängig vom erzielten „Free Cashflow" und EBITA, und zwar jeweils nach Berücksichtigung aller von der Gesellschaft zu leistenden Bonuszahlungen. Maßgeblich für die Höhe der Bonusermittlung sind die Prozentsätze der Planerreichung und die Vorgaben aus dem jeweiligen vom Aufsichtsrat verabschiedeten geschäftsjährlichen (zwölf Monate) Budget.

Der Langfristbonus ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und wird unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Geschäftsjahre für die gesamte Vertragslaufzeit berechnet. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit wird eine Gesamtbetrachtung angestellt. Dabei werden die während der Vertragslaufzeit angefallenen Guthaben mit angefallenen Malusbeträgen verrechnet. Es kann sich kein negativer Gesamtbetrag ergeben. Bei einem negativen Gesamtbetrag ist der Langfristbonus insgesamt daher „0". Die Grundvoraussetzung für das Sammeln von Guthaben ist zunächst, dass das vom Aufsichtsrat verabschiedete geschäftsjährliche (zwölf Monate) Budget jeweils zumindest zu 90 % erreicht wird. Im Übrigen werden Guthaben und auch Malusbeträge unter Berücksichtigung der Erreichung von zwei Nachhaltigkeitszielen gesammelt. Die zu erreichenden Nachhaltigkeitsziele sind für jedes Vorstandsmitglied individuell geregelt.

Für den CEO/CFO gilt als Nachhaltigkeitsziel 1 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Wirtschaftsjahre 2016, 2017, 2018 und 2019 von mindestens 10 % bei EBIT (operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern) kumuliert über die Bereiche freesort, IAB und Mentana-Claimsoft sowie in solchen Bereichen, die während der Vertragslaufzeit in den Geschäftsbereichen Software und IT Service im Wege der Akquisition in den FP-Konzern integriert werden. Der Aufsichtsrat wird jeweils spätestens in seiner letzten Sitzung im vorhergehenden Geschäftsjahr für das kommende Geschäftsjahr für das Vorstandsmitglied Zielvorgaben für das Nachhaltigkeitsziel 2 nach billigem Ermessen festlegen.

Die Regelung für den CSO zielt auf die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Wirtschaftsjahre 2016 und 2017 von mindestens 3 % bei EBIT kumuliert über den gesamten Frankiermaschinenbereich und die laut Poststatistik installierte Anzahl der Frankiermaschinen von FP im Verhältnis zum Gesamtmarkt (Welt).

Im Falle des CDO ist als Nachhaltigkeitsziel 1 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Wirtschaftsjahre 2016 und 2017 von mindestens 10 % bei EBITDA kumuliert über die Bereiche freesort, IAB und Mentana-Claimsoft sowie in solchen Bereichen, die während der Vertragslaufzeit in den Geschäftsbereichen Software und IT Service im Wege der Akquisition in den FP-Konzern integriert werden, vereinbart. Sofern Gesellschaften aus dem Konzernverbund ausscheiden, ist dies entsprechend zu berücksichtigen. Das Nachhaltigkeitsziel 2 ist eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Wirtschaftsjahre 2016 und 2017 von mindestens 3 % bei EBIT (operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern) für den FP-Konzern.

Der saldierte Langfristbonus wird in dem Monat zur Zahlung fällig, der dem Monat folgt, in dem der Jahresabschluss über den letzten Monat der Vertragslaufzeit festgestellt wird. Auf den zu erwartenden Langfristbonus erhält jedes Vorstandsmitglied eine individuelle, jährliche Abschlagszahlung. Das Vorstandsmitglied ist verpflichtet, nach der Feststellung des endgültigen Langfristbonus eine etwaige Differenz zwischen den Abschlagszahlungen und dem festgestellten Langfristbonus unverzüglich der Gesellschaft zurückzuzahlen.

11.3.2 Langfristige aktienbasierte Vergütung

Als langfristige aktienbasierte Vergütung werden verfallbare Aktienzusagen (Stock-Options) gewährt. Die ordentliche Hauptversammlung der Francotyp-Postalia Holding AG vom 11. Juni 2015 hat beschlossen, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen im Sinne des §15 AktG und an Führungskräfte des FP-Konzerns Bezugsrechte auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, Stock-Options insgesamt maximal bis zur gesetzlichen Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals zu beziehen (Aktienoptionsplan 2015). Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt IV. Textziffer (16) Eigenkapital.

11.4 ZUSAGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DER BEENDIGUNG DER TÄTIGKEIT IM VORSTAND

Wird die Bestellung zum Vorstand nach § 84 Abs. 3 AktG widerrufen oder legt das Vorstandsmitglied das Vorstandsamt nieder, so endet auch der Dienstvertrag. Beruht der Widerruf auf einem wichtigen Grund, der nicht zugleich ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB für die fristlose Kündigung des Dienstvertrages ist, so endet der Dienstvertrag erst mit Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist nach § 622 Abs. 1, 2 BGB bzw. von drei Monaten zum Monatsende ab Zugang des Widerrufs beim Vorstandsmitglied.

Für den Vorstandsvertrag von Herrn Günther gilt zudem, dass das Vorstandsmitglied im Falle des Widerrufs Anspruch auf eine pauschale, am Tage der rechtlichen Beendigung fällige Abfindung in Höhe von eineinhalb Jahresvergütungen, maximal jedoch in Höhe der Vergütungsansprüche für die restliche Vertragslaufzeit, hat. Der Vertrag von Herrn Meise sieht im Fall des Widerrufs eine pauschale am Tage der rechtlichen Beendigung fällige Abfindung in Höhe einer halben Jahresvergütung, maximal jedoch in Höhe der Vergütungsansprüche für die restliche Vertragslaufzeit vor.

Bei vorzeitiger Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund dürfen Zahlungen einschließlich Nebenleistungen den Wert von sechs Monatsvergütungen, einer Jahresvergütung bzw. eineinhalb Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrages vergüten.

11.5 VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUF­SICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2017

11.5.1 Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Für die Darstellung der Gesamtvergütung des Vorstandes gemäß DRS 17 verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt V. Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat.

Die nachfolgenden Darstellungen der Vorstandsvergütung entsprechen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). So werden die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen und auch die Werte, die im Minimum beziehungsweise im Maximum erreicht werden können, angegeben.

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Rüdiger Andreas Günther
Vorstandsvorsitzender /Finanzvorstand
11.01.2016-31.12.2017
2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max)
Festvergütung 400 400 400 400
Nebenleistungen 45 19 19 19
Summe 445 419 419 419
Einjährige variable Vergütung 220 1) 348 1) 0 348
Mehrjährige variable Vergütung        
SOP Tranche 2015 (DCGK) 12 35 35 35
Langfristbonus 180 2) 180 2) 0 3) 180
Summe 412 563 35 563
Versorgungsaufwand 19 20 20 20
Gesamtvergütung 876 1.002 474 1.002

1) Dieser Betrag setzt sich zusammen aus geleisteten Zahlungen in Höhe von TEUR 228, einer Inanspruchnahme von Rückstellungen in Höhe von TEUR 220 und Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 340. Im Vorjahr resultierte der Wert aus der Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 220.
2) Wie im Vorjahr resultiert der Betrag aus einer Zuführung zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 180.
3) Nach Ablauf der Vertragslaufzeit wird eine Gesamtbetrachtung angestellt. Dabei werden die während der Vertragslaufzeit angefallenen Guthaben mit angefallenen Malusbeträgen verrechnet. Am Ende der Vertragslaufzeit kann sich kein negativer Gesamtbetrag ergeben. Bei einem negativen Gesamtbetrag ist der Langfristbonus insgesamt daher "0".

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Thomas Grethe
Vorstand zuständig für Vertrieb
15.06.13-31.12.17
2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max)
Festvergütung 293 265 265 265
Nebenleistungen 16 20 20 20
Summe 309 285 285 285
Einjährige variable Vergütung 10 1) 113 1) 0 113
Mehrjährige variable Vergütung        
SOP Tranche 2015 (DCGK) 14 14 14 14
Langfristbonus 11 2) 42 2) 0 3) 42
Summe 35 169 14 169
Versorgungsaufwand 21 22 22 22
Gesamtvergütung 365 476 321 476

1) Dieser Betrag setzt sich zusammen aus geleisteten Zahlungen in Höhe von TEUR 63, einer Inanspruchnahme von Rückstellungen in Höhe von TEUR 50 und Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 100. Im Vorjahr setzte sich der Wert zusammen aus einem periodenfremden Ertrag aus einer Rückstellungsauflösung in Höhe von TEUR 40 und der Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 50.
2) Dieser Betrag resultiert aus der Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 42. Im Vorjahr setzte sich der Betrag zusammen aus einem periodenfremden Ertrag aus einer Rückstellungsauflösung in Höhe von TEUR 31 und der Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 42.
3) Nach Ablauf der Vertragslaufzeit wird eine Gesamtbetrachtung angestellt. Dabei werden die während der Vertragslaufzeit angefallenen Guthaben mit angefallenen Malusbeträgen verrechnet. Am Ende der Vertragslaufzeit kann sich kein negativer Gesamtbetrag ergeben. Bei einem negativen Gesamtbetrag ist der Langfristbonus insgesamt daher "0".

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Sven Meise
Vorstand zuständig für F&E, IT und Digitale Lösungen
01.02.15-31.12.17
2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max)
Festvergütung 233 265 265 265
Nebenleistungen 26 26 26 26
Summe 259 291 291 291
Einjährige variable Vergütung 42 1) 117 1) 0 117
Mehrjährige variable Vergütung        
SOP Tranche 2015 (DCGK) 12 12 12 12
Langfristbonus 41 2) 42 2) 0 3) 42
Summe 95 171 12 171
Versorgungsaufwand 21 22 22 22
Gesamtvergütung 375 484 325 484

1) Dieser Betrag setzt sich zusammen aus geleisteten Zahlungen in Höhe von TEUR 62, einer Inanspruchnahme von Rückstellungen in Höhe von 45 TEUR und Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 100. Im Vorjahr setzte sich dieser Betrag zusammen aus einem periodenfremden Ertrag aus einer Rückstellungsauflösung in Höhe von TEUR 3 und der Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 45.
2) Wie im Vorjahr resultiert dieser Betrag aus der Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 42 (im Vorjahr TEUR 41).
3) Nach Ablauf der Vertragslaufzeit wird eine Gesamtbetrachtung angestellt. Dabei werden die während der Vertragslaufzeit angefallenen Guthaben mit angefallenen Malusbeträgen verrechnet. Am Ende der Vertragslaufzeit kann sich kein negativer Gesamtbetrag ergeben. Bei einem negativen Gesamtbetrag ist der Langfristbonus insgesamt daher "0".

FP hat keine alljährlich wiederkehrenden Aktienoptionspläne, sondern regelmäßige mehrjährige Aktienoptionspläne.

Im Zusammenhang mit der Vorstandsvergütung stehen folgende Zahlungsabflüsse:

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Rüdiger Andreas Günther Thomas Grethe
CEO & CFO CSO
11.01.2016-31.12.2017 15.06.2013-31.12.2017
2016 2017 2016 2017
Festvergütung 400 400 293 265
Nebenleistungen 45 19 16 20
Summe 445 419 309 285
Einjährige variable Vergütung 0 228 0 63
Mehrjährige variable Vergütung        
Langfristbonus 0 90 18 21
Sonstiges 0 0 0 0
Summe 0 318 18 84
Versorgungsaufwand 19 20 21 22
Gesamtvergütung 464 757 348 391

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Sven Meise
CDO
01.02.2015-31.12.2017
2016 2017
Festvergütung 233 265
Nebenleistungen 26 26
Summe 259 291
Einjährige variable Vergütung 24 62
Mehrjährige variable Vergütung    
Langfristbonus 0 21
Sonstiges 0 0
Summe 24 83
Versorgungsaufwand 21 22
Gesamtvergütung 304 396

Von den im Geschäftsjahr 2015 und 2016 gewährten aktienbasierten Vergütungen aus dem

Aktienoptionsplan 2015 entfielen auf den Vorstand insgesamt TEUR 243 (312.500 Optionen). Im Berichtsjahr wurden keine weiteren Optionen aus diesem Aktienoptionsplan 2015 gewährt. Die Ausübungszeitpunkte für die Optionen liegen im Geschäftsjahr 2019 und 2020.

Die in den obigen Tabellen als Versorgungsaufwand ausgewiesenen Beträge sind Zuschüsse zur Altersvorsorge und Teil der an die Vorstände gezahlten fixen Entgelte.

Die Nebenleistungen bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung und einer Umzugspauschale.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber den aktiven Vorstandsmitgliedern sind wie im Vorjahr nur unwesentliche Beträge zurückgestellt (2017: TEUR 4; 2016: TEUR 3).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Francotyp­Postalia Holding AG sind zum 31. Dezember 2017 TEUR 1.121 zurückgestellt (im Vorjahr TEUR 1.141). Den Rückstellungen wurden im Berichtsjahr 2017 TEUR 17 (im Vorjahr TEUR 32) zugeführt. Davon entfallen TEUR 1 auf Service Cost und TEUR 16 auf Interest Cost.

11.5.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Durch Beschluss der Hauptversammlung wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in der Satzung festgelegt. Die Aufsichtsratsvergütung trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung und berücksichtigt sowohl den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz wie auch die mögliche Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Eine erfolgsorientierte Vergütung ist dabei nicht vorgesehen.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer geschäftsjährlich eine feste im letzten Monat des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung in Höhe von TEUR 30. Für den Vorsitzenden beträgt die feste Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2009 150 % und für seinen Stellvertreter 125 % der Vergütung für das normale Aufsichtsratsmitglied.

Die Festvergütung des Aufsichtsrats betrug für das Geschäftsjahr 2017 TEUR 113 (im Vorjahr TEUR 113). Die Gesamtsumme teilt sich auf in 45 TEUR für Herrn Klaus Röhrig, 38 TEUR für Herrn Robert Feldmeier und 30 TEUR für Herrn Botho Oppermann.

11.6 AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Da der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien übersteigt, führen wir den Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat hier auf:

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Aktionär Anzahl der Aktien %
(Direkt)    
Rüdiger Andreas Günther 19.887 0,12
Sven Meise 1.916 0,01
Botho Oppermann (Aufsichtsrat) 300.000 1,84
(Indirekt)    
Klaus Röhrig (Aufsichtsrats- vorsitzender) über 3 R Investment Ltd. 130.000 0,80
Klaus Röhrig (Aufsichtsrats- vorsitzender) über Active Ownership Fund SICAV-FIS SCS 1.550.000 9,51

12. FRANCOTYP-POSTALIA HOLDING AG (KURZFASSUNG HGB)

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP Holding) ist das Mutterunternehmen des FP-Konzerns und hat ihren Sitz in Berlin, Deutschland. Die Geschäftsanschrift lautet Prenzlauer Promenade 28, 13089 Berlin.

Die FP Holding bietet indirekt über ihre Tochter- und Enkelgesellschaften als Experte für sicheres Mail-Business und digitale Kommunikationsprozesse Unternehmen und Behörden innovative Lösungen für die sichere Kommunikation an. Die FP Holding kann alle Versandkanäle rund um den Brief bedienen - vom Frankieren und Kuvertieren eines physischen Briefs über die Konsolidierung bis hin zur Hybrid-Mail und dem volldigitalen, sicheren und nachweisbaren Versand von Dokumenten.

Der Vertrieb im In- und Ausland erfolgt über Tochtergesellschaften und einem dichten Händlernetzwerk in rund 40 Ländern.

Die FP Holding nimmt im Wesentlichen Aufgaben einer klassischen Management-Holding war. Da sie selbst kein operatives Geschäft ausübt, ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft abhängig von den Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften. Relevante Kennziffern für die FP Holding sind im Wesentlichen die Kennzahlen Beteiligungsergebnis sowie der Jahresüberschuss/-fehlbetrag.

Quantitative Informationen über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden für Steuerungszwecke derzeit nicht erhoben.

Der Jahresabschluss der FP Holding wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS). Daraus resultieren Unterschiede bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem immaterielle Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Finanzinstrumente, Leasinggeschäfte und latente Steuern.

12.1 ERTRAGSLAGE

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in Mio. Euro 2017 2016 Veränderung
Umsatzerlöse 2,6 2,4 4,8 %
Sonstige betriebliche Erträge 1,4 2,3 -40,4 %
Materialaufwand 0,5 0,8 -46,1 %
Personalaufwand 6,2 4,8 29,7 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen 5,6 5,7 -1,9 %
Beteiligungsergebnis 8,6 5,3 62,8 %
Zinsergebnis 0,2 0,5 -69,2 %
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2,6 0,4 --
Ergebnis nach Steuern -2,1 -0,4 --
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -2,3 -0,4 --

12.1.1 Umsatzerlöse

Bei unveränderten Dienstleistungsfunktionen der FP Holding gegenüber den Konzerngesellschaften resultierte die Zunahme der Umsatzerlöse der FP Holding im Geschäftsjahr 2017 aus erhöhten Konzernumlagen.

12.1.2 sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und wie im Vorjahr Erträge aus dem Erhalt eines Lohnkostenzuschusses.

12.1.3 Materialaufwand

Der Rückgang des Materialaufwandes aus bezogenen Leistungen im Berichtsjahr resultierte im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahr verminderten Rechts- und Beratungskosten.

12.1.4 Personalaufwand

Der Anstieg im Personalaufwand im Geschäftsjahr 2017 ist im Wesentlichen Folge höherer Prämienrückstellungen sowie der Einstellung neuer Mitarbeiter im Zuge der weiteren Professionalisierung der FP Holding im Rahmen der ACT-Strategie des FP-Konzerns.

12.1.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen

Der leichte Rückgang im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf verminderte Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 0,3 Mio. Euro sowie geringere Sach- und Dienstleistungskosten in Höhe von 0,4 Mio. Euro zurückzuführen. Gegenläufig wirkte eine Erhöhung der Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter in Höhe von 0,1 Mio. Euro.

12.1.6 Beteiligungsergebnis

Der deutliche Anstieg des Beteiligungsergebnisses im Geschäftsjahr 2017 beruht im Wesentlichen auf höheren Ergebnisabführungen aufgrund einer im Vorjahresvergleich positiven operativen Entwicklung sowie erhöhten Gewinnausschüttungen ausländischer verbundener Unternehmen.

12.1.7 Zinsergebnis

Der Rückgang des Zinsergebnisses im Berichtsjahr resultierte im Wesentlichen aus einmaligen Zinsaufwendungen auf Steuern aus laufenden Betriebsprüfungen; entlastend wirkten gegenüber dem Vorjahr deutlich verminderte übrige Bankzinsen und zinsähnliche Aufwendungen.

12.1.8 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Aufwand aus den Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro Ertrag) resultierte im Wesentlichen aus Steuerbelastungen für Vorjahre im Zusammenhang mit laufenden Betriebsprüfungen sowie der ertragswirksamen Anpassung latenter Steuern aufgrund steuerbilanzieller Korrekturen in Vorjahren.

12.1.9 Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Im Wesentlichen aufgrund des deutlich erhöhten Aufwandes aus den Steuern vom Einkommen und Ertrag erzielte die FP Holding im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -2,3 Mio. Euro nach -0,4 Mio. Euro im Vorjahr.

12.2 FINANZLAGE

LIQUIDITÄTSANALYSE in Mio. Euro

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1.1.- 31.12.2017 1.1.- 31.12.2016
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit -2,5 -3,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit -0,3 -0,4
Free Cashflow -2,8 -4,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2,8 3,2
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel -0,1 -0,9

Die leicht positive Veränderung des Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2017 beruht im Wesentlichen aus der Zunahme von Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von 5,2 Mio. Euro.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund eines höheren Saldos aus Einzahlungen und Auszahlungen von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 5,5 Mio. Euro (im Vorjahr 4,6 Mio. Euro) bei gleichzeitig höherer Dividendenzahlung in Höhe von 2,6 Mio. Euro (im Vorjahr 1,9 Mio. Euro).

Die FP Holding konnte im Geschäftsjahr 2017 zu jedem Zeitpunkt ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

12.3 VERMÖGENSLAGE

Verkürzte Bilanz der FP Holding

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in Mio. Euro 2017 2016
Anlagevermögen 76,7 76,6
Umlaufvermögen 42,1 38,3
Rechnungsabgrenzungsposten und aktive latente Steuern 2,5 1,7
Aktiva 121,2 116,7
Eigenkapital 64,7 71,0
Rückstellungen 8,8 6,0
Verbindlichkeiten und passive latente Steuern 47,7 39,7
Passiva 121,2 116,7

12.3.1 Anlagevermögen

Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr 2017 auf etwa gleichbleibendem Niveau des Vorjahres.

12.3.2 Umlaufvermögen

Der Anstieg des Umlaufvermögens resultierte insbesondere aus der Steigerung der konzerninternen Forderungen (4,8 Mio. Euro). Dieser Anstieg steht im Zusammenhang mit der konzerninternen Finanzierung der Tochtergesellschaften.

12.3.3 Eigenkapital

Das Eigenkapital entwickelte sich im Berichtsjahr aufgrund des Jahresfehlbetrages in Höhe von -2,3 Mio. Euro sowie infolge der Dividendenzahlung (in 2017 für 2016) in Höhe von 2,6 Mio. Euro rückläufig. Im Zuge des Aktienrückkaufprogramms wurden im Geschäftsjahr 351.168 eigene Aktien erworben. Der Nennbetrag der Aktien wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag zum Kaufpreis wird mit der Kapitalrücklage verrechnet. Die Eigenkapitalquote verminderte sich von 60,9 % auf 53,4 %.

12.3.4 Rückstellungen

Der Anstieg der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2017 beruht auf um 2,0 Mio. Euro erhöhten Rückstellungen für Steuern, im Wesentlichen aufgrund erwarteter Steuernachzahlungen aus laufenden Betriebsprüfungen, und höheren sonstigen Rückstellungen (+0,8 Mio. Euro), im Wesentlichen aufgrund höherer Prämienrückstellungen.

12.3.5 Verbindlichkeiten und passive latente Steuern

Der Anstieg der Verbindlichkeiten und passiven latenten Steuern im Berichtsjahr beruht im Wesentlichen auf einer Steigerung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 5,5 Mio. Euro, welche im Wesentlichen auf der Inanspruchnahme freier Kreditlinien beruhen.

12.4 VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF DER FP HOLDING

Die Prognose sah für das Geschäftsjahr 2017 eine leichte Steigerung des Beteiligungsergebnisses und einen leicht erhöhten Jahresfehlbetrag vor. Der prognostizierte Anstieg des Jahresfehlbetrags beruhte auf höher erwarteten Erträgen aus Ergebnisabführungen bei rückläufigen sonstigen betrieblichen Erträgen und höheren Personalaufwendungen.

Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete die FP Holding ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 8,6 Mio. Euro und übertraf damit die Prognose. Der deutliche Anstieg beruht im Wesentlichen auf höheren Ergebnisabführungen aufgrund einer im Vorjahresvergleich positiven operativen Entwicklung sowie erhöhten Gewinnausschüttungen ausländischer verbundener Unternehmen. Wie erwartet, realisierte die FP Holding im Berichtsjahr im Vorjahresvergleich auch geringere sonstige Erträge sowie höhere Personalaufwendungen. Bedingt durch einen höheren als geplanten Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag erzielte die FP Holding im Berichtsjahr einen über der Prognose liegenden Jahresfehlbetrag von -2,3 Mio. Euro.

12.5 GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Wie geplant, war das Geschäftsjahr 2017 von der Implementierung der ACT-Strategie und der FP FIT Maßnahmen geprägt, mit Kurs auf die formulierten Zwischenziele für das Geschäftsjahr 2020 erhöhte FP die Taktzahl noch einmal deutlich. Exogene und unerwartete Faktoren führten zu zusätzlichen Herausforderungen und belasteten die operative Geschäfts- und Ergebnisentwicklung.

Im Zuge der FP FIT Maßnahmen zur weiteren Professionalisierung der administrativen Konzernbereiche, insbesondere zur weiteren Erhöhung der Sicherheit, Qualität und Performance in Abschluss- und Reporting-Prozessen, zum Ausbau des Steuer- und Treasury-Bereiches sowie in den Bereichen Corporate Marketing & Brand Management, Structure & Organisation und Global IT wurde die Position der FP Holding als Management-Holding im Geschäftsjahr 2017 erneut deutlich gestärkt.

12.6 RISIKEN UND CHANCEN

Die Geschäftsentwicklung der FP Holding unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des FP-Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die FP Holding grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Risiken und Chancen sind im »Risiko- und Chancenbericht« dargestellt. Aus den Beziehungen zu den Beteiligungen können zusätzlich aus gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsverhältnissen (insbesondere Finanzierungen) Belastungen resultieren.

12.7 PROGNOSEBERICHT

Aufgrund der Verflechtungen der FP Holding mit den Konzerngesellschaften verweisen wir auf unsere Aussagen im Prognosebericht des Konzernlageberichts, die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die FP Holding eine leichte Steigerung des Beteiligungsergebnisses und einen deutlich verminderten Jahresfehlbetrag. Der prognostizierte Rückgang des Jahresfehlbetrags geht bei rückläufigen sonstigen Erträgen und einem leicht erhöhten Personalaufwand im Wesentlichen auf ein verbessertes Zinsergebnis und einen deutlich verminderten Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag zurück.

Diese Planung basiert auf dem Kenntnisstand am Jahresanfang 2018. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.

13. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER NACH § 315 Abs. 1 SATZ 5 UND NACH § 289 Abs. 1 SATZ 5 HGB

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Berlin, 21. März 2018

Rüdiger Andreas Günther, Vorstandsvorsitzender

Thomas Grethe, Vorstand

Sven Meise, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschussprüfers

An die Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Konzernlagebericht der Francotyp-Postalia Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefasste Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt I. Angaben zu den durchgeführten Wertminderungstests finden sich im Konzernanhang unter Abschnitt IV Ziffer (10).

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 EUR 8,5 Mio. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich jeweils auf Ebene der beiden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten freesort (EUR 5,9 Mio.) und IAB (EUR 2,6 Mio.), welche beide dem Segment Vertrieb Deutschland zugeordnet sind, überprüft.

Dazu wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Soweit der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit über deren Buchwert liegt, verzichtet die Gesellschaft auf die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung war der 30. September 2017.

Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem das erwartete Sendungsvolumen, die erwarteten Bruttogewinnmargen, die unterstellten nachhaltigen Wachstumsraten und der verwendete Diskontierungssatz.

Im Geschäftsjahr 2017 hat sich die wirtschaftliche Situation für die zahlungsmittelgenerierende Einheit freesort verschlechtert. Die zukünftigen Geschäftsaussichten haben sich dadurch verschärft. Darüber hinaus kam es gegenüber Vorjahren zu einem Anstieg des allgemeinen Marktzinsniveaus.

Ungeachtet dessen hat die Francotyp-Postalia Holding AG als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen keinen Wertminderungsbedarf festgestellt. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben nicht sachgerecht sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Francotyp-Postalia Holding AG beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten nachhaltigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für steuerliche Zwecke, und dem vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Budget vorgenommen.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Da sich Änderungen des Diskontierungssatzes in einem wesentlichen Umfang auf die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests auswirken können, haben wir die dem Diskontierungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insb. den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.

Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.

Um der bestehenden Prognoseunsicherheit und dem vorgezogenen Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung Rechnung zu tragen, haben wir mögliche Veränderungen des Diskontierungssatzes, der Ergebnisentwicklung bzw. der nachhaltigen Wachstumsrate auf den erzielbaren Betrag untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse). Der risikoorientierte Schwerpunkt unserer Analysen lag dabei auf der zahlungsmittelgenerierenden Einheit freesort, weil sich deren zukünftige Geschäftsaussichten im Geschäftsjahr deutlich verschlechtert haben.

Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sachgerecht sind. Dies umfasste auch die Beurteilung der Angemessenheit der Anhangangaben zu Sensitivitäten.

UNSERER SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind insgesamt angemessen. Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht.

Bewertung der Steuerschulden für Ertragsteuern und Ansatz von Steuererstattungsansprüchen

Zu den Steuerschulden und Steuererstattungsansprüchen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt IV Ziffer (18).

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Francotyp-Postalia Holding AG ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit unterschiedlichen Rechtsordnungen tätig. Im Konzernabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG werden für Risiken aus steuerlichen Betriebsprüfungen zum 31. Dezember 2017 kurzfristige Ertragssteuerschulden in Höhe von EUR 5,1 Mio. passiviert. Korrespondierende Erstattungsansprüche im Ausland werden im Konzernabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG zum 31. Dezember 2017 in Höhe von EUR 5,8 Mio als kurzfristige Ertragsteuerforderungen sowie in Höhe von EUR 2,4 Mio als langfristige Ertragssteuerforderungen aktiviert. Die Anwendung der lokalen Steuervorschriften sowie der Steuererleichterungen ist komplex und mit Risiken verbunden. Die Ermittlung der Steuerschulden und der Erstattungsansprüche erfordert, dass die Francotyp-Postalia Holding AG Ermessen bei der Beurteilung von Steuersachverhalten ausübt und Schätzungen bezüglich der steuerlichen Risiken vornimmt.

Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die Steuerschulden und die Steuerforderungen über- oder unterdotiert sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Wir haben unsere eigenen auf lokales und internationales Steuerrecht spezialisierten Mitarbeiter in das Prüfungsteam eingebunden, um die Steuerberechnung einschließlich der Risikoeinschätzung der Francotyp-Postalia Holding AG zu würdigen. In Gesprächen mit der Geschäftsführung der betroffenen Konzerngesellschaften und mit Mitarbeitern des Steuerbereichs haben wir uns ein Verständnis über bestehende steuerliche Risiken verschafft. Außerdem haben wir die Korrespondenz mit den zuständigen Steuerbehörden ausgewertet und die Annahmen zur Ermittlung der Steuerschulden und zum Ansatz der Steuererstattungsansprüche auf der Grundlage unserer Kenntnisse und Erfahrungen über die derzeitige Anwendung der einschlägigen Rechtsvorschriften durch Behörden und Gerichte beurteilt.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Das Bewertungsmodell und die Annahmen der Francotyp-Postalia Holding AG zur Ermittlung der erwarteten Steuerschulden und zum Ansatz der Steuererstattungsansprüche sind sachgerecht.

Existenz der Umsatzerlöse

Zu den angewandten Bilanzierungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt I. Bezüglich der angezeigten Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Erfassung von Briefmengen verweisen wir auf die Angaben zur Risikoberichterstattung im zusammengefassten Konzernlagebericht Ziffer 8.1.4.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Umsatzerlöse betragen für das Geschäftsjahr 2017 insgesamt EUR 206,3 Mio., davon hat der Konzern EUR 65,7 Mio. im Bereich Mail Services erzielt. Letztere stellen mit 31,9 % einen erheblichen Anteil an den Konzerngesamtumsatzerlösen dar.

Die Umsatzerlöse unterliegen insgesamt angesichts der Komplexität der für die zutreffende Erfassung erforderlichen rechnungslegungsbezogenen IT Systeme im Bereich Mail Services einem besonderen Risiko. Ferner verdeutlichen die im Geschäftsjahr 2017 festgestellten Abweichungen und Unregelmäßigkeiten bei der Erfassung und Abrechnung von Briefmengen das Risiko unzutreffender Umsatzerlösrealisation im Konzernabschluss.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Wir haben ausgewählte vom Konzern eingerichtete rechnungslegungsbezogene Prozesse und Kontrollen zur Erfassung der Umsatzerlöse beurteilt.

Wir haben insbesondere Angemessenheit, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen zur Abwicklung und Realisation der Umsatzerlöse beurteilt. Für den Bereich Mail Services haben wir unter anderem kritisch die Aufarbeitung der festgestellten Abweichungen und Unregelmäßigkeiten durch die gesetzlichen Vertreter gewürdigt und die zum Einsatz kommenden rechnungslegungsbezogenen IT Systeme einschließlich der implementierten rechnungslegungsbezogenen Kontrollen für den Fall von Systemänderungen beurteilt.

Darüber hinaus haben wir die rechnungslegungsbezogenen IT Systeme zur Fakturierung der Umsatzerlöse beurteilt. Außerdem haben wir die Buchungssystematik bis zur Erfassung im Hauptbuch beurteilt und die erfassten Umsätze in Stichproben mit den Kundenrechnungen und Zahlungseingängen abgeglichen. Ferner haben wir die Existenz der Umsatzerlöse durch Einholen einer Saldenbestätigung von Dritten im Wege der bewussten Auswahl zum 31. Dezember 2017 überprüft.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Das Vorgehen zur Erfassung der Umsatzerlöse ist sachgerecht. Die gesetzlichen Vertreter haben die festgestellten Unregelmäßigkeiten im Bereich Mail Services im Hinblick auf die Rechnungslegung sachgerecht aufgearbeitet und korrigiert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der zusammengefasste Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefasste Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 7. Juni 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der Francotyp-Postalia Holding AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Patrick Waubke.

 

Berlin, den 22. März 2018

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Waubke, Wirtschaftsprüfer

Unger, Wirtschaftsprüferin

Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Francotyp­Postalia Holding AG für das Geschäftsjahr 2017 zu erheben und hat diesen gebilligt, der damit nach § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat außerdem den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Francotyp-Postalia Holding AG für das Geschäftsjahr 2017 gebilligt und nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben. Die Billigung erfolgte am 22. März 2018.