Francotyp-Postalia Holding AG

Berlin

Halbjahresfinanzbericht 2018

1. Halbjahr 2018
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftstätigkeit

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern, FP, Franco-typ-Postalia oder das Unternehmen) mit Hauptsitz in Berlin ist Experte für sicheres Mail-Business und sichere digitale Kommunikationsprozesse. Als Marktführer in Deutschland und Österreich bietet der FP-Konzern mit den Produktbereichen "Frankieren und Kuvertieren", "Mail Services" und "Software" Produkte und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und Digitale Lösungen für Unternehmen und Behörden. Francotyp-Postalia ist in zehn Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und über ein eigenes Händlernetz in 40 weiteren Ländern vertreten. Aus seiner mehr als 95jährigen Unternehmensgeschichte heraus verfügt FP über eine einzigartige DNA in den Bereichen Aktorik, Sensorik, Kryptografie und Konnektivität. Bei Frankiersystemen hat FP einen weltweiten Marktanteil von mehr als elf Prozent.

Der FP-Konzern konzentriert sich im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren auf die Entwicklung und Fertigung von Frankiersystemen. Mit ihrer Hilfe können die Kunden ihre Post in kurzer Zeit automatisiert frankieren. Das ist nicht nur effizient, sondern reduziert auch die Portokosten. Diese Systeme verkauft und vermietet FP ebenso wie Kuvertiersysteme, die die ausgedruckten Briefe automatisch in Kuverts verpacken. Das After-Sales-Geschäft ist der wichtigste Umsatzträger. Es erwirtschaftet wiederkehrende Umsätze aus dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien wie Farbbandkassetten und Tintenkartuschen sowie aus Servicedienstleistungen, Softwarelösungen für die Kostenstellenverwaltung und Teleporto.

Im Produktbereich Mail Services holt FP die Briefsendungen beim Kunden ab und frankieren diese auf Kundenwunsch, falls noch nicht geschehen. Alle Briefe werden nach Postleitzahlen automatisch sortiert und so konsolidiert beim jeweiligen Briefzentrum der Deutschen Post AG oder bei alternativen Postzustellern angeliefert. Mit acht Sortierzentren im Bundesgebiet ist der FP-Konzern der führende unabhängige Konsolidierer von Geschäftspost in Deutschland. Das größte FP-Zentrum für Konsolidierungen sitzt in Langenfeld bei Düsseldorf - es wird unterstützt durch sieben weitere Zentren, unter anderem in Leipzig, München, Hamburg, Frankfurt und Berlin.

Der Produktbereich Softwarelösungen umfasst Hybrid-Mail Services und Lösungen rund um die volldigitale Kommunikation. Die Kunden übermitteln ihre Briefe digital unter Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards. FP übernimmt hocheffizient den Druck, das Kuvertieren, das Frankieren und die Übergabe an Zustelldienste - alles aus einer Hand (FP Outbound). Die Empfänger erhalten dann im Normalfall einen klassischen Brief. Aber das geht auch umgekehrt: FP Inbound ergänzt das Outbound-Angebot. FP übernimmt den Posteingang. Briefe an den Kunden gehen ein, werden digitalisiert, nach kundenspezifischen Kriterien analysiert und dem Daten- oder Dokumentensystem des Kunden in elektronischer Form zugeführt. Zukunftsweisend ist im Software-Bereich das Produkt FP Sign, eine cloud-basierte Lösung für den rechtssicheren digitalen Abschluss und Austausch von Verträgen und Dokumenten. Zudem bietet der FP-Konzern seit kurzem auch Produkte für das Internet of Things an.

1.2 Forschung und Entwicklung

Im ersten Halbjahr 2018 haben sich die Forschungs- und Entwicklungskosten gegenüber dem Vorjahr um 15,2 % auf 5,2 Mio. Euro erhöht. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Periode (Aktivierungsquote) hat sich im Berichtszeitraum von 44,1 % auf 65,7 % erhöht.

Wie geplant, lagen die Schwerpunkte der Entwicklungsarbeiten im Rahmen der Umsetzung der ACT-Strategie im ersten Halbjahr 2018 auf der Entwicklung der neuen PostBase-Generation - Markteinführung geplant für Q1 2019 -, der weiteren Entwicklung des Kundenportals discoverFP sowie auf der Weiterentwicklung von FP Sign. Im Vorjahreszeitraum lag der Fokus noch auf Marktvorbau- und Machtbarkeitsstudien.

1.3 Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilte sich zum 30. Juni 2018 bzw. 2017 wie folgt auf die Segmente:

Der Anstieg der Beschäftigten im ersten Halbjahr 2018 im Segment Produktion ist im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung des IoT-Spezialisten Tixi.com im Juni 2018 sowie auf die im Vorjahr initiierte Konzentration der produktionsnahen Aktivitäten am Standort Wittenberge zurückzuführen. Im Segment Vertrieb Deutschland beruhte der Rückgang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten 2018 im Wesentlichen auf der Fortführung der Neuausrichtung des Vertriebs und Kundenservice im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren. Im Produktbereich Software waren im Vorjahr Effizienzsteigerungsmaßnahmen eingeleitet wurden, die im Vorjahresvergleich zu einer niedrigeren Beschäftigtenzahl führte.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im deutschen Heimatmarkt war das wirtschaftliche Umfeld weiterhin positiv. Im zweiten Quartal 2018 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 %, nachdem die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2018 um 0,4 % gewachsen war.

Die US-Konjunktur konnte das Wachstumstempo deutlich erhöhen. Im größten Auslandsmarkt des FP-Konzerns stieg das BIP im zweiten Quartal 2018 nach vorläufigen Angaben auf das Jahr hochgerechnet um 4,1 %. Damit ist die US-Wirtschaft im Frühjahr 2018 so stark gewachsen wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber auch in andere Märkte, spielt das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Nachdem der Euro kurz nach Jahresbeginn 2018 gegenüber dem US-Dollar zulegte, gab die europäische Gemeinschaftswährung im zweiten Quartal 2018 hingegen nach; zum 30. Juni 2018 lag der Kurs bei 1,16 US-Dollar und damit rund 3 % unter dem Vorjahres-schlusskurs. Im Durchschnitt notierte der Euro gegenüber dem US-Dollar im ersten Halbjahr 2018 jedoch rund 12 % über dem Niveau der Vorjahresberichtsperiode. Das Britische Pfund blieb in der ersten Jahreshälfte 2018 relativ stabil. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 lag der Kurs mit 0,89 Pfund etwa auf dem Niveau zum Anfang des Geschäftsjahres 2018. Im Vergleich zur Vorjahrsberichtsperiode legte der Euro gegenüber dem Britischen Pfund im ersten Halbjahr 2018 erneut um rund 2 % zu.

Die branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Kerngeschäft sind weiterhin herausfordernd, aber FP sieht dennoch gute Wachstumschancen. Nach wie vor werden Poststatistiken zufolge pro Jahr weltweit mehr als 300 Milliarden Briefe vor allem in Europa und Nordamerika befördert. Das weltweite Briefvolumen ist seit einigen Jahren rückläufig. Dieser Rückgang verändert den Markt für Frankiersysteme und führt insgesamt zu leichten Rückgängen. Eine Ausnahme bildet das A-Segment, die Domäne des FP-Konzerns. Hier kam es in den vier größten Märkten USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland seit 2010 zu Zuwächsen.

3. Ertragslage

3.1 Entwicklung wesentlicher Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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H1 H1 Q2 Q2
in Mio. Euro 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse 104,8 104,4 51,8 48,9
Bestandsveränderungen 0,6 0,5 0,5 -0,2
Andere aktivierte Eigenleistungen 6,8 5,1 3,4 3,0
Gesamtleistung 112,2 110,0 55,7 51,8
Sonstige Erträge 1,7 1,1 0,4 0,3
Materialaufwand 52,3 51,8 25,6 24,3
Personalaufwand 31,0 30,3 16,1 15,1
Andere Aufwendungen 17,7 16,3 9,1 8,3
EBITDA 12,8 12,7 5,3 4,4
Abschreibungen und Wertminderungen 8,6 9,8 4,3 5,0
EBIT 4,2 2,9 1,0 -0,6
Zinsergebnis 0,3 0,7 0,1 0,6
Sonstiges Finanzergebnis 0,3 -0,3 0,3 -0,1
Ertragsteuern -1,7 -1,1 -0,5 0,0
Konzernergebnis 3,1 2,1 1,0 -0,1

3.1.1 Umsatzentwicklung

Im ersten Halbjahr 2018 behielt der FP-Konzern seinen Wachstumskurs bei und steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,3 % auf 104,8 Mio. Euro. Auf Quartalssicht stieg der Gesamtumsatz im zweiten Quartal 2018 sogar um 5,8 % auf 51,8 Mio. Euro. Belastend auf die Umsatzentwicklung wirkte der starke Euro insbesondere gegenüber dem US-Dollar; in den ersten sechs Monaten 2018 summierten sich die negativen Wechselkurseffekte über alle Fremdwährungen beim Umsatz auf insgesamt 3,1 Mio. Euro.

Der Umsatz im traditionellen Geschäft Frankieren und Kuvertieren stieg im ersten Halbjahr 2018 trotz des starken Euro um 1,1 % auf 65,3 Mio. Euro. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte erzielte das Unternehmen im Kerngeschäft eine Wachstumsrate in Höhe von 5,9 %.

Im deutschen Heimatmarkt erhöhte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2018 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,6 % auf 58,1 Mio. Euro. Im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren erzielte das Unternehmen in Deutschland dabei einen um 11,2 % deutlich erhöhten Umsatz von 18,7 Mio. Euro. Der Umsatz im Produktbereich Mail Services ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,0 % auf 32,0 Mio. Euro gesunken. Das verarbeitete Briefvolumen im Konsolidierungsgeschäft war stabil. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen Folge der weitgehend abgeschlossenen Neuausrichtung dieses Produktbereichs sowie eines veränderten Kunden- und Produktmix. Im Produktbereich Software konnte FP den Umsatz in den ersten sechs Monaten 2018 um 9,3 % auf 7,4 Mio. Euro steigern. Dabei trug das Geschäft mit Hybrid-Mail Services nach dem Rückgang im Geschäftsjahr 2017 wieder zum Wachstum bei. Mit dem Ausbau von Vertriebspartnerschaften für die Signaturlösung FP Sign stellte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2018 wichtige Weichen für zukünftiges Wachstum im Bereich Software, wobei noch keine wesentlichen Umsätze mit dem innovativen Produkt erzielt wurden. Mit IoT-Lösungen baut der FP-Konzern das Leistungsspektrum im Produktbereich Software aus. Der Umsatzbeitrag im ersten Halbjahr 2018 nach Erstkonsolidierung des erworbenen IoT-Spezialisten Tixi im Juni 2018 war erwartungsgemäß noch nicht wesentlich.

Im Ausland verminderten sich die Umsätze im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahresberichtszeitraum aufgrund des starken Gegenwindes durch Währungseffekte um 2,3 %. Währungsbereinigt erzielte der FP-Konzern in den ersten sechs Monaten 2018 im Ausland eine Wachstumsrate in Höhe von 4,2 %. Dabei konnte FP insbesondere in den strategisch wichtigen Märkten USA und Frankreich den Bestand seiner Frankiersysteme weiter erhöhen.

UMSATZERLÖSE nach Produkten und Dienstleistungen

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in Mio. Euro H1 2018 H1 2017 Veränderung in % Q2 2018 Q2 2017
Erträge aus Produktverkäufen 22,5 21,6 3,9 11,7 10,3
Frankieren 18,1 17,2 5,5 9,7 8,2
Kuvertieren 3,6 3,8 -3,2 1,9 1,8
Sonstige 0,7 0,7 4,6 0,2 0,3
Wiederkehrende Erträge 82,3 82,8 -0,6 40,0 38,7
Vermietung 16,1 17,1 -6,0 8,2 8,5
Service / Kundendienst 10,6 9,6 10,1 5,5 4,1
Verbrauchsmaterial 11,7 11,5 1,2 5,5 5,6
Teleporto 4,5 4,7 -4,8 2,2 2,4
Mail Services 32,0 33,0 -3,0 15,0 15,2
Software 7,4 6,8 9,3 3,6 2,9
Gesamt 104,8 104,4 0,3 51,8 48,9
Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse in % 21,4 20,7
22,7 21,0
Wiederkehrende Umsatzerlöse in % 78,6 79,3
77,3 79,0

Der im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielte Anstieg der Erträge aus Produktverkäufen im Kerngeschäft geht insbesondere auf die vertrieblichen Erfolge im Heimatmarkt Deutschland sowie auf die Zuwächse im strategisch wichtigen Markt in Frankreich zurück. Währungs-bereinigt lag das Umsatzwachstum bei den Produktverkäufen in den ersten sechs Monaten 2018 sogar bei 7,9 %.

Der Rückgang der Umsätze aus der Vermietung von Frankiersystemen beruht im Wesentlichen auf dem starken Euro gegenüber dem US-Dollar; währungsbereinigt konnte der FP-Konzern die Mieterlöse gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 2,9 % weiter steigern. Der deutliche Anstieg des Servicegeschäftes ist im Wesentlichen auf kostenpflichtige Software-Updates im Zusammenhang mit Portoänderungen in Schweden, Österreich und Belgien zurückzuführen. Auch die wiederkehrenden Erträge unterlagen im Berichtszeitraum Belastungen aus Wechselkurseffekten (-2,2 Mio. Euro); bereinigt erzielte der FP-Konzern in den ersten sechs Monaten 2018 mit wiederkehrenden Umsatzerlösen ein Wachstum von 2,1 %.

3.1.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Der starke Anstieg der aktivierten Eigenleistungen im ersten Halbjahr 2018 (+ 33,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) ist im Wesentlichen eine Folge der geplanten ACT-Investitionen in neue Produkte sowie höherer Investitionen in vermietete Erzeugnisse im Wesentlichen für die Mietmärkte USA und Frankreich. Die in den aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Entwicklungsleistungen erhöhten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 deutlich um 1,4 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro - im Wesentlichen aufgrund der Entwicklung der neuen PostBase-Generation - Markteinführung geplant für Q1 2019 -, der weiteren Entwicklung des Kundenportals discoverFP sowie der Weiterentwicklung von FP Sign. Der Anteil der enthaltenen Zugänge an vermieteten Erzeugnissen lag in den ersten sechs Monaten 2018 bei 3,4 Mio. Euro gegenüber 3,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

3.1.3 Sonstige Erträge

Auf die sonstigen Erträge wirkten im ersten Halbjahr 2018 unterschiedliche Einflussfaktoren, die im Ergebnis zu einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,5 Mio. Euro führten. Dabei glichen Erträge aus verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 0,0 Mio. Euro) den Rückgang der Erträge aus Aufwandszuschüssen und Zulagen aus (0,0 Mio. Euro gegenüber 0,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017).

3.1.4 Materialaufwand

Im Zuge der Umsatzentwicklung erhöhte sich der Materialaufwand im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahresberichtszeitraum leicht um insgesamt 1,0 %. Die Materialaufwandsquote blieb mit 49,9 % etwa auf Vorjahresniveau.

3.1.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand des FP-Konzerns erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 % auf 31,0 Mio. Euro. Neben allgemeinen Entgelterhöhungen zeigten sich hier im Wesentlichen die Effekte des im Vorjahr im Zusammenhang mit der Umsetzung der ACT-Strategie durchgeführten Personalausbaus im internationalen Vertrieb sowie in den administrativen Bereichen des Konzerns. Der Personalaufwand enthält ferner personalbezogene Rückstellungen für das ACT-Projekt JUMP in Höhe von 0,4 Mio. Euro. Entlastend auf den Personalaufwand des ersten Halbjahres 2018 wirkten die im Vergleich zur Vorjahresperiode verringerte Anzahl an Beschäftigten im Segment Vertrieb Deutschland sowie Wechselkurseffekte in Höhe von 0,7 Mio. Euro. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich leicht auf 29,6 % nach 29,0 % im Vorjahreszeitraum.

3.1.6 Andere Aufwendungen

Die anderen Aufwendungen erhöhten sich im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 % auf 17,7 Mio. Euro. Neben erhöhten Aufwendungen für personalbezogene Kosten wie Personalleasing in Höhe von 1,4 Mio. Euro (im Vorjahr 0,9 Mio. Euro), gesteigerten Aufwendungen für Verpackung und Fracht in Höhe von 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 1,3 Mio. Euro), höheren Aufwendungen für Mieten und Pachten in Höhe von 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr 1,9 Mio. Euro) beeinflussten Aufwendungen für Beratungsleistungen im ACT-Projekt JUMP in Höhe von 0,4 Mio. Euro die anderen Aufwendungen in der Berichtsperiode. Im ersten Halbjahr 2017 hatte zudem die Auflösung einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. Euro aufgrund des Wegfalls der Gründe die anderen Aufwendungen entlastet.

3.1.7 EBITDA

Das EBITDA des FP-Konzerns erhöhte sich im ersten Halbjahr 2018 leicht um 0,5 % auf 12,8 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns erreichte mit 12,2 % das Niveau der Vorjahresberichtsperiode. Auf Quartalssicht stieg das EBITDA im zweiten Quartal 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 20,9 % auf 5,3 Mio. Euro.

Belastend auf das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wirkten in den ersten sechs Monaten 2018 Währungseffekte und insbesondere die Entwicklung des Euro zum US-Dollar. Die negativen Wechselkurseffekte im ersten Halbjahr 2018 summierten sich über alle Fremdwährungen beim EBITDA auf insgesamt 1,8 Mio. Euro. Daneben war das Ergebnis im ersten Halbjahr 2018 wie geplant auch durch das Projekt JUMP beeinflusst, einem wesentlichen Teilprojekt innerhalb der Wachstumsstrategie ACT. Das EBITDA enthält Gesamtaufwendungen für das Projekt JUMP in Höhe von 0,9 Mio. Euro.

Bereinigt um Wechselkurseffekte und die Aufwendungen für das ACT-Projekt JUMP stieg das EBITDA im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,1 % auf 15,5 Mio. Euro (entsprechend 14,4 % EBITDA-Marge).

3.1.8 Abschreibungen und Wertminderungen

Im ersten Halbjahr 2018 verminderten sich die Abschreibungen und Wertminderungen wie geplant gegenüber dem Vorjahreszeitraum sowohl absolut als auch in Relation zum Umsatz. Die Entwicklung beruht im Wesentlichen auf einem Rückgang der Abschreibungen auf vermietete Erzeugnisse einschließlich Anlagen in Finanzierungsleasing um 0,7 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro sowie der Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte um 0,4 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro.

3.1.9 EBIT

Das EBIT für das erste Halbjahr 2018 verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode aufgrund des leicht erhöhten EBITDA und der geringeren Abschreibungen deutlich um 46,1 % auf 4,2 Mio. Euro. Auf Quartalssicht erzielte der FP-Konzern im zweiten Quartal 2018 ein EBIT in Höhe von 1,0 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum -0,6 Mio. Euro).

3.1.10 Zinsergebnis

Das rückläufige Zinsergebnis im ersten Halbjahr 2018 resultierte im Wesentlichen aus Einmaleffekten aus steuerlich bedingten Zinserträgen in der Vorjahresberichtsperiode. Im ersten Halbjahr 2017 erzielte der FP-Konzern 0,5 Mio. Euro Zinserträge aus dem erfolgreichen Abschluss von Steuerverständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention. In den ersten sechs Monaten 2018 konnte der FP-Konzern erneut höhere Zinserträge aus Finanzierungsleasing realisieren (1,0 Mio. Euro im Vergleich zu 0,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum). Belastend wirkten sich einmalige Zinsaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro infolge von Betriebsprüfungen aus.

3.1.11 Sonstiges Finanzergebnis

Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2018 ein positives sonstiges Finanzergebnis in Höhe von 0,3 Mio. Euro gegenüber -0,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung im Finanzergebnis beruht maßgeblich auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzpositionen.

3.1.12 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern lagen im ersten Halbjahr 2018 bei -1,7 Mio. Euro gegenüber -1,1 Mio. Euro in der Vorjahresberichtsperiode. Dies entspricht einer unveränderten Steuerquote von 34,5 %.

3.1.13 Konzernergebnis

Das Konzernergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2018 in Folge des höheren Ergebnisses vor Steuern sowie der niedrigeren Ertragsteuern im Vorjahresvergleich deutlich. Infolgedessen erhöhte sich das Ergebnis pro Aktie (EPS) in den ersten sechs Monaten 2018 auf 0,20 Euro nach 0,13 Euro (unverwässert / verwässert) im Vorjahreszeitraum.

3.1.14 Zusammenfassung der Ergebnisse pro Segment

ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENT

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Umsatz1 EBITDA
in Mio. Euro H1 2018 H1 2017 Veränderung in % H1 2018 H1 2017 Veränderung in %
Produktion 2,1 2,4 -14,4 5,7 5,3 7,0
Vertrieb Deutschland 57,7 56,3 2,5 3,5 3,8 -7,8
Vertrieb International 45,0 45,7 -1,5 13,3 10,0 32,9
Zentrale Funktionen - - - -5,0 -4,1 -
Konzern2 104,8 104,4 0,3 12,8 12,7 0,5


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Umsatz1 EBITDA
in Mio. Euro Q2 2018 Q2 2017 Veränderung in % Q2 2018 Q2 2017 Veränderung in %
Produktion 1,1 1,0 8,6 2,3 3,0 -23,4
Vertrieb Deutschland 26,8 26,1 2,8 1,1 1,1 4,6
Vertrieb International 23,6 21,9 7,7 6,1 4,5 34,5
Zentrale Funktionen - - - -3,0 -2,3 -
Konzern2 51,8 48,9 5,8 5,3 4,4 20,9

1) Umsatzerlöse mit externen Dritten.
2) Weitere Informationen zur Konzernüberleitung finden sich im Konzernanhang.

4. Finanzlage

4.1 Finanzierungsanalyse

Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie bestehende bzw. unterjährig angepasste Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten und Finanzierungsleasingvereinbarungen.

Der mit einem starken, international agierenden Bankenkonsortium abgeschlossene, seit 2016 bestehende Konsortialdarlehensvertrag über 120,0 Mio. Euro hat eine ursprüngliche Laufzeit bis zum 14. Juni 2021. Die Finanzierungsdokumentation auf Basis der britischen Loan Market Association (LMA) ist verbunden mit einer Erhöhungsoption von 30,0 Mio. Euro.

Weitere wesentliche Konditionen des Konsortialdarlehensvertrages umfassen die Möglichkeit, Teile des Kreditrahmens in Fremdwährung ausnutzen zu können. Des Weiteren besteht auf Basis des Kreditvertrages auch Finanzierungssicherheit für Akquisitionen. Zudem verfügt der FP-Konzern über unternehmerische Freiräume zur Eingehung weiterer finanzieller Verpflichtungen. Insgesamt bildet der Konsortialdarlehensvertrag die Grundlage für finanzielle Stabilität und Flexibilität des FP-Konzerns.

Angaben zu Veränderungen im ersten Halbjahr 2018 im Eigenkapital des Unternehmens finden Sie im Abschnitt 5.2 Eigenkapital.

4.2 Investitionsanalyse

Der FP-Konzern investierte auch im ersten Halbjahr 2018 auf Basis der ACT-Strategie weiterhin stark in künftiges Wachstum und hierbei unter anderem in die Produktentwicklung, die Produktion und andere Kern- und Unterstützungsprozesse sowie in Frankiersysteme für Mietmärkte.

Die Investitionen in den ersten sechs Monaten 2018 lagen mit 10,0 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des ersten Halbjahres 2017 (8,0 Mio. Euro). Im Rahmen der Umsetzung der ACT-Strategie stiegen dabei die Investitionen für die Aktivierung von Entwicklungskosten um 1,4 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro. Des Weiteren investierte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2018 1,4 Mio. Euro in die Übernahme des Geschäftsbetriebes des Berliner IoT-Spezialisten Tixi.com. Im Vorjahreszeitraum investierte der FP-Konzern in gleicher Höhe in den Erwerb einer Kundenliste einschließlich vermieteter Erzeugnisse.

Die Investitionen in vermietete Erzeugnisse im Wesentlichen in den USA, Kanada, Niederlande, Großbritannien und Frankreich stiegen im ersten Halbjahr 2018 um 0,2 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro.

4.3 Liquiditätsanalyse

LIQUIDITÄTSANALYSE

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in Mio. Euro 01.01.30.6.2018 01.01.30.6.2017
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 10,0 12,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10,0 -8,0
Free Cashflow 0,0 4,0
Bereinigter Free Cashflow * 3,5 6,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4,4 -4,0
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel -4,4 0,1
Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel 0,2 -0,5
Finanzmittel am Anfang der Periode 24,1 18,7
Finanzmittel am Ende der Periode 19,9 18,2

* Bereinigt um Investitionen in Finance Lease Assets, M&A und Auszahlungen für JUMP.

Der Rückgang des Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2018 bei einem leicht erhöhten EBITDA resultierte insbesondere aus einem unterjährig erhöhten Working Capital. Zudem stiegen die Forderungen aus Finanzierungsleasing um 1,8 Mio. Euro an. Dies ist Folge des verstärkten Einsatzes von Finanzierungsleasing zur Vertriebsunterstützung sowie Kundenbindung. Im Vorjahreszeitraum hatte ein einmaliger Zahlungseingang in Höhe von 1,4 Mio. Euro aus dem erfolgreichen Abschluss von Steuerverständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit positiv beeinflusst.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit stieg im ersten Halbjahr 2018 im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Investitionen in neue Produkte sowie erhöhter Investitionen in vermietete Erzeugnisse. Bezüglich weiterer Veränderung wird auf den Punkt "Investitionsanalyse" verwiesen.

Angesichts der hohen Investitionen war der Free Cashflow in den ersten sechs Monaten 2018 rückläufig. Bereinigt um die Investitionen in Finance Lease Assets in Höhe von 1,8 Mio. Euro (im Vorjahr 1,3 Mio. Euro), Investitionen in M&A in Höhe von 1,4 Mio. Euro (im Vorjahr 1,4 Mio. Euro) sowie um erste Auszahlungen für das ACT Projekt JUMP in Höhe von 0,3 Mio. Euro erzielte der FP-Konzern mit 3,5 Mio. Euro einen Free Cashflow unter Vorjahresniveau (im Vorjahr 6,7 Mio. Euro).

Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2018 ist im Wesentlichen auf Auszahlungen für Gewinnausschüttungen an Aktionäre in Höhe von 1,9 Mio. Euro sowie auf Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,2 Mio. Euro zurückzuführen.

Gemäß Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten. Sämtliche Kreditbedingungen wurden im Berichtszeitraum durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern konnte im ersten Halbjahr 2018 zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

5. Vermögenslage

Die Wachstumsstrategie ACT und die operative Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2018 prägen auch die Bilanz des FP-Konzerns zum 30. Juni 2018.

5.1 Lang- und kurzfristige Vermögenswerte

LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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in Mio. Euro 30.06.2018 31.12.2017 Erläuterung / Veränderung
Immaterielle Vermögenswerte 36,9 35,1 Anstieg durch Erwerb Geschäftsbetrieb (1,0 Mio. Euro), davon Erhöhung Geschäfts- oder Firmenwert 0,7 Mio. Euro
Sachanlagen 31,4 31,8 Abschreibungsbedingter, leichter Rückgang der vermieteten Erzeugnisse und Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen (-0,3 Mio. Euro;
bereinigt um Währungseffekte -0,7 Mio. Euro)
Sonstige Vermögenswerte 12,5 11,6 Anstieg der Forderungen aus Finanzierungsleasing (1,1 Mio. Euro), Umgliederung sonstiger Beteiligungen in das Umlaufvermögen
(-0,2 Mio. Euro)
Steueransprüche 6,4 3,8 Deutlicher Anstieg der latenten Steueransprüche
Langfristige Vermögenswerte 87,2 82,3
Vorratsvermögen 12,2 10,6 Unterjähriger Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der fertigen
Erzeugnisse und Handelswaren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19,6 18,7 Unterjähriger Anstieg im Rahmen des Working Capital Managements
Sonstige Vermögenswerte 24,8 23,2 Anstieg der Forderungen aus Finanzierungsleasing (0,7 Mio. Euro), Anstieg sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte (1,0 Mio. Euro), davon 0,2 Mio. Euro
aus Umgliederung (s. o.)
Wertpapiere und Liquide Mittel 30,4 34,9 Rückgang der liquiden Mittel (4,2 Mio. Euro) und Rückgang der Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden (0,4 Mio. Euro)
Kurzfristige Vermögenswerte 86,9 87,5

5.2 Eigenkapital

Zum 30. Juni 2018 betrug das Grundkapital der Franco-typ-Postalia Holding AG 16,3 Mio. Euro, eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag (31. Dezember 2017: 16.301.456).

Der Beschluss der Hauptversammlung 2018 vom 29. Mai 2018 zur Dividende für das Geschäftsjahr 2017 wurde Anfang Juni 2018 umgesetzt und eine Dividende in Höhe von 1,9 Mio. Euro an die Aktionäre des Unternehmens gezahlt.

Das Unternehmen führte im Zeitraum vom 13. Oktober 2017 bis zum 12. Januar 2018 ein durch Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenes Aktienrückkaufprogramm durch. Insgesamt sollten bis zu 475.000 Aktien zu einem Gesamtkaufpreis von maximal 3,0 Mio. Euro erworben werden. Zum 30. Juni 2018 hielt das Unternehmen 398.493 eigene Aktien bzw. 2,4 % des Grundkapitals (31. Dezember 2017: 351.168 Aktien bzw. 2,2 % des Grundkapitals). Der Nennbetrag der Aktien wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag zum Kaufpreis wird mit der Kapitalrücklage verrechnet. Weitere Angaben zum genehmigten und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechten können dem Geschäftsbericht 2017 entnommen werden.

5.3 Lang- und kurzfristige Schulden

LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN

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in Mio. Euro 30.6.2018 31.12.2017 Erläuterung / Veränderung
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16,5 16,5
Sonstige Rückstellungen, latente Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 4,6 2,8 Anstieg latenter Steuerverbindlichkeiten 1,8 Mio. Euro
Finanzverbindlichkeiten 41,1 43,1 Rückgang Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-2,0 Mio. Euro)
Langfristige Schulden 62,2 62,5
Steuerschulden 6,1 5,1 Anstieg Steuerrückstellungen (1,0 Mio. Euro)
Sonstige Rückstellungen 7,7 8,0
Finanzverbindlichkeiten 0,2 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11,3 11,2
Sonstige Verbindlichkeiten (incl. Derivate für Sicherungsbeziehungen) 52,3 49,7 Unterjähriger Anstieg: Passive Rechnungsabgrenzungsposten (1,6 Mio. Euro), Steuerverbindlichkeiten aus sonstigen Steuern (0,8 Mio. Euro) und übrige sonstige Verbindlichkeiten (1,4 Mio. Euro), Rückgang Verbindlichkeiten aus Teleporto (-1,3 Mio. Euro)
Kurzfristige Schulden 77,5 74,4

Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird laufend überprüft.

NETTOVERSCHULDUNG

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in Mio. Euro 30.6.2018 31.12.2017
Finanzverbindlichkeiten 41,3 43,5
Finanzmittel 19,9 24,1
Nettoverschuldung 21,4 19,5
Eigenkapital 34,4 33,0
Nettoverschuldungsgrad in % 62 59

Aufgrund steigender Investitionen in ACT und in neue Produkte erhöhte sich im ersten Halbjahr 2018 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns. Trotz des verbesserten Eigenkapitals zum 30. Juni 2018 erhöhte sich der Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens im Vergleich zum 31. Dezember 2017 deshalb leicht.

5.4 Leasing

Der FP-Konzern betreibt sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz des Unternehmens. Im Anlagevermögen sind unter den Positionen "Vermietete Erzeugnisse" und "Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen" Vermögensgegenstände mit einem Buchwert in Höhe von 19,2 Mio. Euro (zum 31. Dezember 2017: 19,6 Mio. Euro) bilanziert, die im Wesentlichen im Rahmen von Operate Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die Finance Lease-Vereinbarungen mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing" und belaufen sich zum 30. Juni 2018 im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 17,0 Mio. Euro (zum 31. Dezember 2017: 15,3 Mio. Euro). Ohne die genannten Geschäftsmodelle würde sich die Summe der Aktiva auf 137,8 Mio. Euro statt auf 174,1 Mio. Euro belaufen.

6. Nachtragsbericht

Informationen zu wesentlichen Ereignissen nach dem Zwischenabschlussstichtag finden sich im Konzernanhang in Abschnitt IV.

7. Risiko- Und Chancenbericht

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 hat der FP-Konzern Risiken und Chancen ausführlich erläutert. Darüber hinaus sind derzeit keine weiteren Risiken und Chancen erkennbar.

8. Prognosebericht

Der FP-Konzern bestätigt seine Prognose für das Geschäftsjahr 2018. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der FP-Konzern einen leicht steigenden Umsatz.

2018 beschleunigt das Unternehmen die Umsetzung der zahlreichen ACT-Projekte und Maßnahmen und rollt zudem das ACT-Projekt JUMP aus. Damit macht FP die Organisation fit für die Zukunft, was im Geschäftsjahr 2018 zu einmaligen Aufwendungen in Höhe von 6,0 Mio. Euro bis zu 8,0 Mio. Euro führen wird. Bereinigt um diese Aufwendungen plant der FP-Konzern auch beim EBITDA eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Nach den hohen Investitionen in den US-amerikanischen Mietmarkt im Zeitraum 2012 bis 2015 erwartet der FP-Konzern für 2018 leicht rückläufige Abschreibungen. Aufgrund steigender Investitionen in ACT und neue Produkte rechnet das Unternehmen für 2018 - vor Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Projekt JUMP - mit einem um M&A und Investitionen in Finance Lease Assets bereinigten positiven, deutlich unter Vorjahresniveau liegenden Free Cashflow.

Die erwartete Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2018 steht grundsätzlich unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse.

Sämtliche hier gemachten Ausführungen basieren auf dem Kenntnisstand zum Ende des ersten Halbjahres 2018. Der FP-Konzern weist darauf hin, dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.

1. Halbjahr 2018
KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

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in TEUR H1 2018 1.1.30.6.2018 H1 2017 1.1.-30.6.2017 Q2 2018 1.4.30.6.2018 Q2 2017 1.4.-30.6.2017
Umsatzerlöse 104.767 104.421 51.789 48.941
Erhöhung / Minderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen 575 468 521 -160

105.342 104.889 52.310 48.781
Andere aktivierte Eigenleistungen 6.838 5.124 3.390 3.047
Sonstige Erträge 1.650 1.113 404 303
Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.347 18.179 9.370 8.547
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 33.979 33.606 16.249 15.728

52.325 51.785 25.619 24.275
Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 26.383 25.667 13.752 12.829
b) Soziale Abgaben 4.075 4.107 2.095 2.025
c) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 547 522 255 266

31.005 30.296 16.102 15.120
Abschreibungen und Wertminderungen 8.566 9.831 4.282 4.967
Andere Aufwendungen 17.730 16.336 9.059 8.333
Zinsergebnis



a) Zinsen und ähnliche Erträge 1.012 1.269 535 899
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 755 604 403 304

257 665 133 595
Sonstiges Finanzergebnis



a) Sonstige Finanzerträge 965 745 381 584
b) Sonstige Finanzaufwendungen 619 1.040 99 724

345 -295 281 -140
Ertragsteuern -1.659 -1.120 -502 39
Konzernergebnis 3.149 2.128 954 -70
Sonstiges Ergebnis



Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 596 -2.502 1.632 -2.267
davon Steuern 61 -4 -28 -1
Anpassungen Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 (rev. 2011) 0 -5 0 0
davon Steuern 0 0 0 5
Absicherung von Zahlungsströmen - wirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes -85 0 -56 0
davon Steuern 26 0 13 0
Absicherung von Zahlungsströmen - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust -80 249 -142 95
davon Steuern -35 -108 -8 -66
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 431 -2.258 1.434 -2.172
Gesamtergebnis 3.580 -130 2.388 -2.242
Konzernergebnis 3.149 2.128 954 -70
davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Konzernergebnis 3.149 2.128 954 -70
Gesamtergebnis 3.580 -130 2.388 -2.242
davon auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Gesamtergebnis 3.580 -130 2.388 -2.242
Ergebnis je Aktie (unverwässert in EUR) 0,20 0,13 0,06 0,00
Ergebnis je Aktie (verwässert in EUR) 0,20 0,13 0,06 0,00

Konzernbilanz zum 30. Juni 2018

AKTIVA

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in TEUR 30.6.2018 1.1.2018 angepasst 31.12.2017
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE


Immaterielle Vermögenswerte


Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 20.658
21.578 21.578
Geschäfts- oder Firmenwert 9.177
8.494 8.494
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen 7.106
5.074 5.074

36.942
35.146 35.146
Sachanlagen


Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.789
2.784 2.784
Technische Anlagen und Maschinen 4.608
4.659 4.659
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.225
4.274 4.274
Vermietete Erzeugnisse 18.697
18.384 18.384
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 550
1.208 1.208
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 511
446 446

31.380
31.755 31.755
Sonstige Vermögenswerte


Assoziierte Unternehmen 36
36 36
Sonstige Beteiligungen 0
163 163
Forderungen aus Finanzierungsleasing1 12.285
11.212 11.234
Sonstige langfristige Vermögenswerte 153
153 153

12.474
11.565 11.587
Steueransprüche


Latente Steueransprüche 3.969
1.386 1.386
Laufende Steueransprüche 2.446
2.446 2.446

6.415
3.832 3.832

87.212
82.298 82.320
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE


Vorratsvermögen


Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.586
3.892 3.892
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 785
747 747
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 6.786
5.994 5.994

12.157
10.633 10.633
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 19.555
18.643 18.684
Sonstige Vermögenswerte


Forderungen aus Finanzierungsleasing1 4.747
4.028 4.037
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 5.711
5.813 5.813
Derivative Finanzinstrumente 95
110 110
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte1 14.249
13.257 13.271

24.802
23.207 23.230
Wertpapiere 675
676 676
Liquide Mittel 29.719
34.234 34.234

86.909
87.393 87.457

174.121
169.691 169.777

1) Informationen zu den Anpassungen des Vorjahres können Abschnitt I. des Konzernanhangs entnommen werden.

PASSIVA

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in TEUR 30.6.2018 1.1.2018 angepasst 31.12.2017
EIGENKAPITAL


Gezeichnetes Kapital 16.301 16.301 16.301
Kapitalrücklage 34.743 34.746 34.746
Stock-Options-Rücklage 1.367 1.318 1.318
Eigene Anteile -1.863 -1.625 -1.625
Verlustvortrag 1 -14.816 -17.557 -17.543
Konzernergebnis 3.149 4.649 4.649
Kumuliertes übriges Eigenkapital -4.456 -4.887 -4.887

34.425 32.945 32.959
LANGFRISTIGE SCHULDEN


Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.454 16.528 16.528
Sonstige Rückstellungen 1.210 1.139 1.139
Finanzverbindlichkeiten 41.073 43.138 43.138
Sonstige Verbindlichkeiten 28 70 70
Latente Steuerverbindlichkeiten 1 3.391 1.607 1.576

62.157 62.481 62.450
KURZFRISTIGE SCHULDEN


Steuerschulden 6.084 5.091 5.091
Sonstige Rückstellungen 7.686 7.965 7.965
Finanzverbindlichkeiten 234 412 412
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.263 11.210 11.210
Sonstige Verbindlichkeiten 1 52.271 49.586 49.689
davon Teleportogelder TEUR 26.022 (i. Vj. TEUR 27.281) 77.538 74.264 74.367

174.121 169.691 169.777

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

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in TEUR 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017
1. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Konzernergebnis 3.149 2.128
Erfolgswirksam erfasstes Ertragsteuerergebnis 1.659 1.121
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis -257 -665
Zu- und Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 8.566 9.831
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen und Steuerschulden -314 -2.036
Verluste (+) / Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 64 98
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (ohne Finanzierungsleasing) -3.132 3.667
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen aus Finanzierungsleasing -1.792 -1.336
Abnahme (-) / Zunahme (+) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva1 , die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.005 62
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 95 -4
Noch nicht erhaltene öffentliche Zuwendungen 0 -381
Erhaltene Zinsen 1.012 1.269
Gezahlte Zinsen -637 -580
Erhaltene Ertragsteuer 205 1.011
Gezahlte Ertragsteuer -1.615 -2.220
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 10.007 11.964
2. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit

Auszahlungen für Aktivierung von Entwicklungskosten -3.366 -1.959
Auszahlungen für kapitalisierte Zinsen für Entwicklungskosten -41 -23
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 35 21
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -342 -1.281
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -4.896 -4.716
Auszahlungen für Investitionen in den Erwerb von Geschäftsbetrieben (IAS 7) -1.383 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.993 -7.957
3. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit

Auszahlungen aus Gewinnausschüttungen Aktionäre -1.908 -2.606
Auszahlungen aus der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -2.151 -1.015
Auszahlungen aus der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -133 -549
Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Anteile -241 0
Einzahlungen aus der Ausgabe neuer Aktien 0 212
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42 2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.391 -3.955
Finanzmittelbestand1

Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittel -4.376 52
Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel 221 -459
Finanzmittel am Anfang der Periode 24.090 18.655
Finanzmittel am Ende der Periode 19.935 18.248

1) Aus den Liquiden Mitteln sowie den Sonstigen Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die von der FP-Gruppe verwaltet werden, in Höhe von TEUR 10.459 (i. Vj. TEUR 9.541), herausgerechnet. In die Finanzmittel einbezogen werden die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 675 (i. Vj. TEUR 681).

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

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Kumuliertes übriges Eigenkapital
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Stock-Options-Rücklage Eigene Anteile Bilanzergebnis Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Stand am 1.1.2017 16.215 34.620 1.179 0 -14.937 2.954
Konzernergebnis 1.1.-30.6.2017



2.128
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 0 0 0 0 0 -2.494
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 0 0 0 0 0 0
Absicherung von Zahlungsströmen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.6.2017 0 0 0 0 0 -2.494
Gesamtergebnis 1.1.-30.6.2017 0 0 0 0 2.128 -2.494
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0 0
Bedienung Stock-Options 86 126 75 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0 0 -2.606 0
Stand am 30.6.2017 16.301 34.746 1.254 0 -15.415 460
Stand am 31.12.2017 16.301 34.746 1.318 -1.625 -12.894 -1.303
Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Erstanwendung IFRS 9 und IFRS 151



-14 -14
Stand am 1.1.2018 (angepasst) 16.301 34.746 1.318 -1.625 -12.908 -1.303
Konzernergebnis 1.1.-30.6.2018 0 0 0 0 3.149 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 0 0 0 0 0 763
Absicherung von Zahlungsströmen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.6.2018 0 0 0 0 0 763
Gesamtergebnis 1.1.-30.6.2018 0 0 0 0 3.149 763
Ausschüttungen 0 0 0 0 -1.908 0
Bedienung Stock-Options 0 -3 49 5 0 0
Rückkauf eigener Aktien 0 0 0 -243 0 0
Stand am 30.6.2018 16.301 34.743 1.367 -1.863 -11.667 -540


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Kumuliertes übriges Eigenkapital

in TEUR Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Unterschiedsbetrag aus der Anpassung IAS 19 Unterschiedsbetrag aus Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter Rücklage aus Sicherungsgeschäften FP Holding zuzurechnendes
Eigenkapital
Nicht beherrschende Anteile
Stand am 1.1.2017 132 -3.529 -439 -249 35.946 0
Konzernergebnis 1.1.-30.6.2017



2.128 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -8 0 0 0 -2.502 0
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 0 -5 0 0 -5 0
Absicherung von Zahlungsströmen 0 0 0 249 249 0
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.6.2017 -8 -5 0 249 -2.258 0
Gesamtergebnis 1.1.-30.6.2017 -8 -5 0 249 -130 0
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0 0
Bedienung Stock-Options 0 0 0 0 287 0
Ausschüttungen 0 0 0 0 -2.606 0
Stand am 30.6.2017 124 -3.534 -439 0 33.497 0
Stand am 31.12.2017 96 -3.318 -439 77 32.959 0
Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Erstanwendung IFRS 9 und IFRS 151





Stand am 1.1.2018 (angepasst) 96 -3.318 -439 77 32.945 0
Konzernergebnis 1.1.-30.6.2018 0 0 0 0 3.149 0
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -166 0 0 0 597 0
Absicherung von Zahlungsströmen 0 0 0 -166 -166 0
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.6.2018 -166 0 0 -166 431 0
Gesamtergebnis 1.1.-30.6.2018 -166 0 0 -166 3.580 0
Ausschüttungen 0 0 0 0 -1.908 0
Bedienung Stock-Options 0 0 0 0 51 0
Rückkauf eigener Aktien 0 0 0 0 -243 0
Stand am 30.6.2018 -70 -3.318 -439 -89 34.425 0


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in TEUR Summe
Stand am 1.1.2017 35.946
Konzernergebnis 1.1.-30.6.2017 2.128
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -2.502
Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ATZ gem. IAS 19 -5
Absicherung von Zahlungsströmen 249
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.6.2017 -2.258
Gesamtergebnis 1.1.-30.6.2017 -130
Kapitalerhöhung 0
Bedienung Stock-Options 287
Ausschüttungen -2.606
Stand am 30.6.2017 33.497
Stand am 31.12.2017 32.959
Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Erstanwendung IFRS 9 und IFRS 151 -14
Stand am 1.1.2018 (angepasst) 32.945
Konzernergebnis 1.1.-30.6.2018 3.149
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 597
Absicherung von Zahlungsströmen -166
Sonstiges Ergebnis 1.1.-30.6.2018 431
Gesamtergebnis 1.1.-30.6.2018 3.580
Ausschüttungen -1.908
Bedienung Stock-Options 51
Rückkauf eigener Aktien -243
Stand am 30.6.2018 34.425


1) Informationen zu den Anpassungen des Vorjahres können Abschnitt I. des Konzernanhangs entnommen werden.


1. Halbjahr 2018
KONZERNANHANG

I. Allgemeine Grundlagen

1. Allgemeine Angaben

Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding" genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 169096 B eingetragen. Der Zwischenabschluss der FP Holding für den zum 30. Juni 2018 endenden Berichtszeitraum umfasst die FP Holding und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "FP-Konzern", "FP" oder "Francotyp" genannt).

Der FP-Konzern ist Experte für sicheres Mail-Business und sichere digitale Kommunikationsprozesse. Als Marktführer in Deutschland und Österreich bietet der FP-Konzern mit den Produktbereichen "Frankieren und Kuvertieren", "Mail Services" und "Software" Produkte und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und Digitale Lösungen für Unternehmen und Behörden. Francotyp-Postalia ist in zehn Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und über ein eigenes Händlernetz in 40 weiteren Ländern vertreten. Aus seiner mehr als 95-jährigen Unternehmensgeschichte heraus verfügt FP über eine einzigartige DNA in den Bereichen Aktorik, Sensorik, Kryptografie und Konnektivität. Bei Frankiersystemen hat FP einen weltweiten Marktanteil von mehr als elf Prozent.

Der Vorstand der FP Holding hat den Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht 2017 am 21. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft und am 22. März 2018 gebilligt. Am 29. März 2018 wurden der Konzernabschluss und zusammen-gefasste Konzernlagebericht 2017 der Francotyp-Postalia Holding AG veröffentlicht.

Es handelt sich bei dem vorliegenden Zwischenabschluss für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2018 um einen verkürzten Abschluss in Übereinstimmung mit dem IAS 34. Dieser Zwischenabschluss beinhaltet nicht sämtliche Angaben, welche im Zusammenhang mit vollständigen Abschlüssen nach IAS 1 stehen. Der Abschluss wurde am 23. August 2018 vom Vorstand der FP Holding zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Grundlagen der Rechnungslegung

2.1 Grundlagen zur Aufstellung des Abschlusses

Der Zwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangsangaben - des FP-Konzerns für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2018 wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Es handelt sich um einen verkürzten Zwischenabschluss in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) für die Zwischenberichtsperiode 1. Januar bis 30. Juni 2018. Bei der Aufstellung dieses Zwischenabschlusses kamen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung wie bei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2017. Der Zwischenabschluss sollte zusammen mit dem geprüften Konzernabschluss 2017 gelesen werden.

Der Zwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung von IAS 1 nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Bilanzposten werden deshalb in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden dann als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Anpassungen der Rechnungslegungsmethoden sowie neue Standards und Interpretationen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind - abgesehen von den dargestellten, folgenden Ausnahmen - gegenüber denen am Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 unverändert.

Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 auf den Zwischenabschluss des FP-Konzerns erläutert und die neu ab dem 1. Januar 2018 angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze, soweit sie von den bisher angewendeten abweichen, beschrieben.

Alle anderen zum 30. Juni 2018 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des FP-Konzerns.

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 zum Ansatz und zur Bewertung von Finanzinstrumenten. Er enthält ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39.

Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 ab 1. Januar 2018 führte zu Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze und Anpassungen der im Abschluss erfassten Beträge. In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften nach IFRS 9 (7.2.15) und (7.2.26) wurden Vergleichszahlen nicht rückwirkend angepasst.

Der FP-Konzern wendet die vollständig retrospektive Methode an.

Am 1. Januar 2018 (dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 9) hat der Vorstand des FP-Konzerns beurteilt, welche Geschäftsmodelle für die vom FP-Konzern gehaltenen finanziellen Vermögenswerte gelten und hat die Finanzinstrumente in die jeweils angemessenen IFRS 9 Bewertungsklassen eingeordnet. Die wichtigsten Auswirkungen aus dieser Umgliederung stellen sich die folgt dar:

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Werte in TEUR Klassifizierung gem. IAS 39 Klassifizierung gem. IFRS 9 Buchwerte gem. IAS 39 Buchwerte gem. IFRS 9
Wertpapiere HfT FVPL 676 676
Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten ohne Hedge-Beziehung HfT FVOCI 0 0
Beteiligungen und assoziierte Unternehmen AfS FVPL 199 266
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR Fortgeführte Anschaffungskosten 18.684 18.643
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR Fortgeführte Anschaffungskosten 6.812 6.798
Forderungen aus Finanzierungsleasing n / a n / a 15.721 15.690
Liquide Mittel LaR Fortgeführte Anschaffungskosten 34.234 34.234
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten OL Fortgeführte Anschaffungskosten 42.847 42.847
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen OL Fortgeführte Anschaffungskosten 11.210 11.210
Sonstige finanzielle Schulden OL Fortgeführte Anschaffungskosten 32.040 32.040
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen n / a n / a 703 703
Derivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten ohne Hedge-Beziehung HfT FVPL 2.215 2.215

Erläuterungen der Abkürzungen

AfS, Available for Sale, zur Veräußerung verfügbar

HfT, Held for Trading, zu Handelszwecken gehalten

LaR, Loans and Receivables, Kredite und Forderungen

n / a, not applicable, keiner Bewertungskategorie zuzuordnen

OL, Other Liability, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten

FVPL, Fair Value through Profit and Loss

FVOCI, Fair Value through Other Comprehensive Income

i) Klassifizierung und Bewertung

Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die zuvor als "zur Veräußerung verfügbar" eingestuft wurden

Der FP-Konzern stellt Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Eigenkapitalanteile, die zuvor als "zur Veräußerung verfügbar" eingestuft wurden, im laufenden Ergebnis (FVPL) dar. Infolge dessen wurden Vermögenswerte mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 266 aus der Kategorie "AfS Available for Sale" in die Kategorie "FVPL" und zugehörige Effekte aus einem Anstieg des Fair Values in Höhe von TEUR 67 im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen.

ii) Derivate und Sicherungsgeschäfte

Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf Vorperioden

Die zum 31. Dezember 2017 bestehenden Devisenterminkontrakte erfüllen die Voraussetzungen des IFRS 9 für Cashflow-Hedges. Die Risikomanagementstrategie und die Sicherungsdokumentation sind auf die Vorschriften von IFRS 9 abgestimmt; daher gelten diese Beziehungen als fortzuführende Sicherungsbeziehungen.

Bei Devisentermingeschäften designiert der FP-Konzern die gesamte Änderung des beizulegenden Zeitwerts als Bestandteil des Cashflow-Hedges. Der unwirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten wurden vor dem 1. Januar 2017 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Seit der Übernahme von IFRS 9 erfasst der FP-Konzern die gesamten Änderungen (einschließlich der Terminkomponente) des beizulegenden Zeitwerts von Devisenterminkontrakten im Eigenkapital.

Die Übernahme von IFRS 9 führte bei den Devisentermin-kontrakten zu keiner rückwirkenden Umgliederung.

iii) Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der FP-Konzern hat drei wesentliche Arten an finanziellen Vermögenswerten, die dem neuen Modell der erwarteten Kreditverluste gemäß IFRS 9 unterliegen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Warenverkäufen und der Erbringung von Dienstleistungen,

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Sonstige finanzielle Vermögenswerte,

Forderungen aus Finanzierungsleasing.

Der FP-Konzern hat im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 für diese Kategorien an Vermögenswerten seine Wertminderungsmethodik angepasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Für Liquide Mittel hat der FP-Konzern die erwarteten Kreditverluste anhand von quotierten CDS-Spreads ermittelt. Bei Tagesgeldkonten sind diese Werte auf eine Haltedauer von einem Tag zu berechnen, indem der CDS-Spread vereinfacht durch 365 Tage dividiert wird. Bei einem unterstellten CDS von 20 Basispunkten ergibt dies unwesentliche Beträge für den FP-Konzern.

Der FP-Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen.

Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen laufende Mietverträge für Leihmaschinen und weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf. Der FP-Konzern hat daher die Schlussfolgerung gezogen, dass die erwarteten Verlustraten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen angemessenen Näherungswert der Verlustraten für Forderungen aus Finanzierungsleasing darstellen.

Auf dieser Grundlage wurde die Wertberichtigung im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum 1. Januar 2018 wie folgt ermittelt:

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1. Januar 2018 in TEUR sofort < 30 Tage 30-60 Tage 61-90 Tage > 90 Tage
Erwartete Verlustrate in % 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2
Bruttobuchwert 1.959 27.047 1.363 227 12.384
Wertberichtigung 4 54 3 0 25

Die Verlustrate ist gerundet dargestellt.

Die Wertberichtigung zum 31. Dezember 2017 wird wie folgt auf den Eröffnungsbilanzwert der Wertberichtigung zum 1. Januar 2018 übergeleitet:

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Werte in TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Finanzierungsleasing Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zum 31. Dezember 2017 - gemäß IAS 39 berechnet 1.800 0 0
Rückwirkend über den Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen angepasste Beträge 41 31 14
Eröffnungsbilanzwert der Wertberichtigung zum 1. Januar 2018 -gemäß IFRS 9 berechnet 1.841 31 14

In den sechs Monaten bis zum 30. Juni 2018 veränderten sich die Wertberichtigungen nur unwesentlich.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte werden direkt abgeschrieben, wenn ihre Realisierbarkeit nicht mehr hinreichend erwartet wird. Anhaltspunkte hierfür sind, dass der Kunde erhebliche finanzielle Schwierigkeiten aufweist oder eine erhöhte Insolvenzwahrscheinlichkeit besteht.

Die rückwirkende Anpassung der Wertminderung für die übrigen Positionen beim Übergang auf IFRS 9 infolge der Anwendung des Modells der erwarteten Verluste war unwesentlich. Der FP-Konzern erfasste jedoch zum 30. Juni 2018 keine Wertminderungen.

IFRS 9 Finanzinstrumente - ab 1. Januar 2018 angewendete Rechnungslegungsgrundsätze

i) Finanzinvestitionen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Einstufung

Ab 1. Januar 2018 stuft der FP-Konzern seine finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Bewertungskategorien ein:

solche, die in der Folge zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und

solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die Einstufung ist abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens im Hinblick auf die Steuerung der finanziellen Vermögenswerte und die vertraglichen Zahlungsströme.

Bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten werden die Gewinne und Verluste entweder erfolgsneutral oder erfolgswirksam erfasst. Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, ist dies abhängig davon, ob sich der FP-Konzern zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung unwiderruflich für die Bilanzierung des Eigenkapitalinstruments erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) entschieden hat.

Der FP-Konzern gliedert Schuldinstrumente nach der erstmaligen Kategorisierung nur dann um, wenn sich das Geschäftsmodell zur Steuerung solcher Vermögenswerte ändert.

Bewertung

Bei der erstmaligen Erfassung bewertet der FP-Konzern einen finanziellen Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich - im Falle eines in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) bewerteten finanziellen Vermögenswerts - die direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswerts entfallenden Transaktionskosten. Transaktionskosten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte mit eingebetteten Derivaten werden in ihrer Gesamtheit betrachtet, wenn ermittelt wird, dass ihre Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen.

Schuldinstrumente

Die Folgebewertung von Schuldinstrumenten ist abhängig vom Geschäftsmodell des FP-Konzerns zur Steuerung des Vermögenswerts und den Zahlungsstrommerkmalen des Vermögenswerts. Der FP-Konzern stuft seine Schuldinstrumente in drei Bewertungskategorien ein:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet: Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis ausgewiesen. Wertminderungsaufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

FVOCI: Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und zur Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden und bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Veränderungen des Buchwerts werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen, Zinserträge und Fremdwährungsgewinne und -verluste, die im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts wird der zuvor im sonstigen Ergebnis angesetzte kumulierte Gewinn oder Verlust aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis ausgewiesen. Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im sonstigen Finanzergebnis dargestellt und Wertminderungsaufwendungen sind in einem gesonderten Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

FVPL: Vermögenswerte, welche die Kriterien der Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder "FVOCI" nicht erfüllen, werden in der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" bewertet. Gewinne oder Verluste aus einem Schuldinstrument, das in der Folge zu FVPL bewertet wird, werden im Gewinn oder Verlust saldiert unter den Sonstigen Erträgen oder anderen Aufwendungen in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen.

Eigenkapitalinstrumente

Der FP-Konzern bewertet alle gehaltenen Eigenkapitalinstrumente in der Folge zum beizulegenden Zeitwert. Dividenden aus solchen Instrumenten werden weiterhin im Gewinn oder Verlust unter den sonstigen Erträgen erfasst, wenn der Anspruch des FP-Konzerns auf den Erhalt von Zahlungen begründet wird.

Für Eigenkapitalinstrumente gestattet IFRS 9 optional eine erfolgsneutrale Bewertung (FVOCI) zum beizulegenden Zeitwert. Der FP-Konzern wendet diese Option zur erfolgsneutralen Bewertung nicht an. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Erträgen und anderen Aufwendungen erfasst. Wertminderungsaufwendungen (und Wertaufholungen) der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumente werden nicht getrennt von den sonstigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ausgewiesen.

Wertminderung

Ab 1. Januar 2018 beurteilt der FP-Konzern auf zukunftsgerichteter Basis die mit ihren Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, verbundenen erwarteten Kreditverluste. Die Wertminderungsmethode ist abhängig davon, ob eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos vorliegt.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der FP-Konzern den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz an, dem zufolge die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste ab der erstmaligen Erfassung der Forderungen zu erfassen sind.

ii) Derivate und Sicherungsbeziehungen

Cashflow-Hedges, die als Sicherungsbeziehungen bilanziert werden

Der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges designiert sind, wird in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der Gewinn oder Verlust, der den unwirksamen Teil betrifft, wird unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Finanzerträgen / -aufwendungen erfasst.

Wenn Optionen zur Absicherung erwarteter Transaktionen eingesetzt werden, designiert der FP-Konzern nur den inneren Wert der Optionen als Sicherungsinstrument.

Gewinne oder Verluste aus dem wirksamen Teil der Änderung des inneren Werts der Optionen werden in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen. Änderungen des Zeitwerts von Optionen, die sich auf das gesicherte Grundgeschäft beziehen ('aligned time value') werden im sonstigen Ergebnis in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst.

Werden Termingeschäfte zur Absicherung erwarteter Transaktionen eingesetzt, designiert der FP-Konzern die gesamte Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Termingeschäfts (einschließlich der Terminkomponente) als Sicherungsinstrument. In diesen Fällen werden die Gewinne oder Verluste aus dem wirksamen Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des gesamten Termingeschäfts in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst.

Im Eigenkapital erfasste kumulierte Beträge werden in den Perioden umgegliedert, in denen das gesicherte Grundgeschäft Auswirkungen auf den Gewinn oder Verlust hat.

Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft oder beendet wird oder die Sicherungsbeziehung nicht länger die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllt, verbleiben etwaige zu diesem Zeitpunkt kumulierte abgegrenzte Sicherungsgewinne oder -verluste und die abgegrenzten Sicherungskosten im Eigenkapital, bis die erwartete Transaktion eintritt. Wenn der Eintritt der Transaktion nicht mehr erwartet wird, werden die kumulierten Sicherungsgewinne und -verluste und die abgegrenzten Sicherungskosten, die im Eigenkapital ausgewiesen wurden, unmittelbar in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Zudem enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf qualitative und quantitative Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss zu leisten sind.

Die Umsetzung von IFRS 15 erfolgte im FP-Konzern nach der modifiziert retrospektiven Methode zum 1. Januar 2018. Dabei werden die Umstellungseffekte im FP-Konzerneigenkapital erfasst und die Darstellung der Vergleichsperiode bleibt unberührt. Aufgrund dessen wurden - ausgehend vom Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 - einzelne Positionen der Eröffnungskonzernbilanz zum 1. Januar 2018 angepasst.

Die erstmalige Anwendung des IFRS 15 führte zu einer Verminderung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 103. Dabei handelt es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital erhöhte sich um TEUR 72 und die Verbindlichkeiten aus latenten Steuern um TEUR 31.

Die Anwendung des neuen Standards hatte im ersten Halbjahr 2018 keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Auch für das Gesamtjahr 2018 erwartet der FP-Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.

Für den FP-Konzern gliedern sich die Umsatzerlöse, nach den unten aufgeführten Kategorien, die den Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen widerspiegeln und konform zur Segmentberichterstattung sind, wie folgt:

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Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International
in TEUR 1.1.-30.6.18
1.1.-30.6.17 1.1.-30.6.18
1.1.-30.6.17 1.1.-30.6.18 1.1.-30.6.17
Frankieren 683 1.166 5.217 3.623 12.201 12.377
Kuvertieren 214 219 1.497 1.487 1.923 2.047
Sonstige 447 393 84 108 204 201
Erträge aus Produktverkäufen IFRS 15 1.344 1.778 6.798 5.217 14.329 14.625
Vermietung 0 0 14 122 16.083 16.995
Service / Kundendienst 28 142 4.215 4.037 6.334 5.430
Verbrauchsmaterial 620 479 3.877 3.650 7.187 7.420
Teleporto 0 0 3.431 3.479 1.061 1.239
Mail Services 0 0 32.039 33.034 0 0
Software 62 0 7.315 6.751 31 24
Wiederkehrende Erträge IFRS 15 709 621 50.877 50.950 14.613 14.112
Vermietung 0 0 14 122 16.083 16.995
Gesamt 2.053 2.399 57.689 56.289 45.025 45.733
Zeitpunktbezogen IFRS 15 2.026 2.257 50.761 49.293 21.547 22.069
Zeitraumbezogen IFRS 15 und IAS 17 28 142 6.928 6.996 23.477 23.664
Gesamt 2.053 2.399 57.689 56.289 45.025 45.733


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Gesamt
in TEUR 1.1.-30.6.18
1.1.-30.6.17
Frankieren 18.101 17.165
Kuvertieren 3.634 3.753
Sonstige 736 703
Erträge aus Produktverkäufen IFRS 15 22.471 21.621
Vermietung 16.096 17.116
Service / Kundendienst 10.577 9.609
Verbrauchsmaterial 11.685 11.549
Teleporto 4.492 4.717
Mail Services 32.039 33.034
Software 7.407 6.774
Wiederkehrende Erträge IFRS 15 66.200 65.684
Vermietung 16.096 17.116
Gesamt 104.767 104.421
Zeitpunktbezogen IFRS 15 74.334 73.619
Zeitraumbezogen IFRS 15 und IAS 17 30.433 30.802
Gesamt 104.767 104.421


Der Zwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht sind weder einer prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung entsprechend § 317 HGB unterzogen worden.

2.3 Konzernkreis

Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der der FP-Konzern konsolidiert wird. In den Konzernabschluss der FP Holding werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Tochterunternehmen). Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die FP Holding die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 kam es im Berichtszeitraum zu folgender Veränderung im Konzernkreis:

Rückwirkend zum 1. Januar 2018 wurde die FP Hanse GmbH, Hamburg, Deutschland auf ihre Muttergesellschaft Franco-typ-Postalia Vertrieb und Service GmbH, Berlin, Deutschland verschmolzen.

2.4 Währungsumrechnung

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro = 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2017 H1 2018 H1 2017
US-Dollar (USD) 1,16405 1,19885 1,1405 1,21090 1,0831
Britische Pfund (GBP) 0,88590 0,88730 0,8787 0,87982 0,8605
Kanadische Dollar (CAD) 1,54260 1,50275 1,4800 1,54628 1,4456
Schwedische Kronen (SEK) 10,44300 9,83205 9,6440 10,14870 9,5980

2.5 Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements

Die Aufstellung des Zwischenabschlusses erfordert bei verschiedenen Positionen, dass für Ansatz, Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Zwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

II. Entwicklungen im Berichtszeitraum

Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse geprägt.

In Bezug auf für die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode erhebliche Konjunktureinflüsse wird auf die Ausführungen im Konzernzwischenlagebericht verwiesen.

Die Hauptversammlung hat am 29. Mai 2018 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 0,12 Euro je Aktie auszuschütten. Die Gesamtsumme der Ausschüttung für die dividendenberechtigten Aktien belief sich auf TEUR 1.908 und wurde im zweiten Quartal 2018 gezahlt. Der verbleibende Bilanzgewinn wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Im Vorjahr hatte der FP-Konzern eine Dividende in Höhe von TEUR 2.606 gezahlt.

Im zweiten Quartal 2018 erwarb der FP-Konzern den Geschäftsbetrieb der TIXI.Com GmbH & Co. KG. Für die Angaben nach IFRS 3.59 verweisen wir auf Abschnitt IV.

Im ersten Halbjahr 2018 belief sich der Ertragsteueraufwand des FP-Konzerns auf TEUR 1.659. Die Plansteuerquote beträgt 34,5 % und liegt damit auf Vorjahresniveau.

Im Wesentlichen infolge der Umsetzung des abgeschlossenen Verständigungsverfahrens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich nach der EU-Schiedskonvention reduzierten sich die Steuerforderungen im FP-Konzern von TEUR 5.813 (Stand 31.12.2017) um TEUR 102 auf TEUR 5.711.

Sonstige Entwicklungen

Im Hinblick auf die sonstigen Entwicklungen beim FP-Konzern verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Ausführungen im Abschnitt IV. Eventualschulden und Forderungen sowie im Konzernzwischenlagebericht.

III. Segmentinformationen

Die Segmentberichterstattung basiert auf Abschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften (HB-I-Abschlüssen). Die Zahlen aus den einzelnen HB-I-Abschlüssen werden zu Segmentbeträgen aufsummiert und enthalten auch Intrasegmentzahlen sowie Zwischengewinne. Die Konsolidierung und Überleitung auf den Zwischenabschluss erfolgt mittels Überleitungsspalte, in der auch die Anpassungsbuchungen nach IFRS enthalten sind.

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01.01.-30.06.2018 A B C D

in TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
Umsatzerlöse 49.437 59.202 44.839 1.081 -49.792 104.767
mit externen Dritten 2.053 57.689 45.025 0 0 104.767
Intersegment-Umsätze 47.385 1.146 56 1.081 -49.668 0
EBITDA 5.697 3.522 13.290 -4.950 -4.789 12.771
Abschreibungen und Wertminderungen 786 1.125 7.131 164 -640 8.566
Zinsergebnis -709 -194 766 237 158 257
davon Zinsaufwand 902 205 162 587 -1.101 755
davon Zinsertrag 193 11 928 824 -943 1.012
Sonstiges Finanzergebnis 2.128 0 1 6 -1.789 346
Ertragsteuern -80 -548 -1.846 127 688 -1.659
Nettoeinkommen 6.250 1.655 5.080 -4.744 -5.092 3.149
Segmentvermögen (30.6.) 128.073 72.438 114.975 118.518 -259.884 174.121
Investitionen 4.214 1.617 5.885 220 -2.169 9.767
Segmentschulden (30.6.) 117.666 43.846 68.664 60.716 -151.196 139.696


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01.01.-30.06.2017 A B C D

in TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
Umsatzerlöse 44.005 58.993 45.570 1.075 -45.222 104.421
mit externen Dritten 2.399 56.289 45.733 0 0 104.421
Intersegment-Umsätze 41.606 2.304 83 1.075 -45.068 0
EBITDA 5.322 3.818 10.002 -4.139 -2.294 12.709
Abschreibungen und Wertminderungen 897 1.067 8.175 122 -430 9.831
Zinsergebnis -774 -171 1.057 424 129 665
davon Zinsaufwand 916 173 149 431 -1.065 604
davon Zinsertrag 142 2 1.206 855 -936 1.269
Sonstiges Finanzergebnis -509 0 -1 1 214 -295
Ertragsteuern 0 -781 -329 102 -112 -1.120
Nettoeinkommen 3.142 1.799 2.554 -3.734 -1.633 2.128
Segmentvermögen (30.6.) 114.243 68.892 113.806 111.527 -246.547 161.921
Investitionen 1.975 1.246 6.805 47 -2.095 7.978
Segmentschulden (30.6.) 109.562 40.993 69.719 46.655 -138.506 128.424

Zwischen der Francotyp-Postalia GmbH (Segment Produktion) und den Vertriebsgesellschaften erfolgt spätestens am Jahresende eine Überprüfung der konzerninternen Verrechnungspreise. Anpassungen der Verrechnungspreise haben Auswirkungen auf die dargestellten intersegmentalen Segmentumsätze und Segment-EBITDA / -Nettoeinkommen. Basierend auf den aktuellen Ergebnismargen der Vertriebsgesellschaften würde sich der Umsatz und das EBITDA des Segments Produktion für den Berichtszeitraum 1.1.2018 bis 30.06.2018 um TEUR 2.761 (i. Vj. TEUR 892) erhöhen. Das EBITDA des Segments Vertrieb Deutschland würde sich um TEUR -1.829 (i. Vj. TEUR -1.258) und des Segments Vertrieb International um TEUR -932 (i. Vj. TEUR 366) vermindern.

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A B C D

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in TEUR Produktion Vertrieb Deutschland Vertrieb International Zentrale Funktionen Überleitung Konzern Gesamt
01.01.-30.06.2018 1 166 0 22 -189 0
01.01.-30.06.2017 10 793 0 150 -952 0

Überleitungen in TEUR

UMSATZERLÖSE

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01.01.-30.06.
in TEUR 2018 2017
Umsatzerlöse der Segmente A-C 153.478 148.568
Umsatzerlöse des Segments Zentrale Funktionen 1.081 1.075
Effekte aus der Anpassung Finanzierungsleasing -125 -154

154.434 149.489
Abzüglich Intersegmentumsätze 49.667 45.068
Umsatzerlöse laut Abschluss 104.767 104.421

EBITDA

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01.01.-30.06.
in TEUR 2018 2017
EBITDA der Segmente A-C 22.509 19.142
EBITDA des Segments Zentrale Funktionen -4.950 -4.139

17.559 15.003
Bewertungseffekte aus der Überleitung IFRS -1.869 -333
Effekte auf Konsolidierungsebene -2.919 -1.962
EBITDA Konzern 12.771 12.709
Abschreibungen und Wertminderungen -8.566 -9.831
Zinsergebnis 257 665
Sonstiges Finanzergebnis 346 -295
Konzernergebnis vor Steuern 4.808 3.248
Ertragsteuern -1.659 -1.120
Konzernergebnis laut Abschluss 3.149 2.128

VERMÖGEN

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in TEUR 30.06.2018 30.06.2017
Vermögen der Segmente A-C 315.487 296.942
Vermögen des Segments Zentrale Funktionen 118.518 111.527

434.005 408.468
Aktivierung Entwicklungskosten nach IFRS 13.771 18.337
Effekte aus der Umbewertung Firmenwerte 10.472 9.691
Effekte aus Abschreibung von Kundenlisten -114 -120
Übrige Überleitungen auf IFRS 8.052 7.512

466.185 443.888
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -292.065 -281.966
Vermögen laut Abschluss 174.121 161.921

VERMÖGEN NACH REGIONEN

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in TEUR 30.06.2018 30.06.2017
Deutschland 319.029 294.662
USA und Kanada 49.944 50.999
Europa (ohne Deutschland) 65.032 62.807
Übrige Regionen 0 0

434.005 408.468
Effekte aus Umbewertung nach IFRS 32.295 35.540
Effekte aus Abschreibung von Kundenlisten -114 -120

466.185 443.888
Effekte auf Konsolidierungsebene (u. a. Schuldenkonsolidierung) -292.065 -281.966
Vermögen laut Abschluss 174.121 161.921

Am 1. Juni 2018 hat die FP InovoLabs GmbH (Segment Produktion) den Geschäftsbetrieb der TIXI.Com GmbH & Co. KG erworben. Der erworbene Geschäftsbetrieb hat eine starke Marktposition im Bereich IoT Gateways mit Focus auf Smart Metering / Energiemanagement. Mit dem Erwerb eröffnen sich für den FP-Konzern neue Marktchancen. Zudem werden aufgrund von Größen- und Synergieeffekten Kosteneinsparungen möglich.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Vermögenswerte und Schulden des Geschäftsbetriebs (einschließlich Vorräte) betragen TEUR 1.383 und enthalten in Höhe von TEUR 100 eine an Bedingungen geknüpfte Komponente. Dieser Kaufpreisbestandteil wird bis zum 30. Juni 2019 abgerechnet und ein etwaiger Zahlungsanspruch bis zum 15. Juli 2019 ausgezahlt.

Der FP-Konzern hat eine vorläufige Kaufpreisallokation vorgenommen. Die endgültige Bewertung der Vermögenswerte ist noch nicht abgeschlossen.

Zwischen dem 1. und 30. Juni 2018 trug der erworbene Geschäftsbetrieb Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 62 und einen Verlust in Höhe von TEUR 56 zum Ergebnis des FP-Konzerns bei. Hätte der Erwerb des Geschäftsbereichs bereits am 1. Januar 2018 stattgefunden, wären in der Gewinn- und Verlustrechnung des FP-Konzerns konsolidierte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 740 und ein konsolidierter Verlust nach Steuern in Höhe von TEUR 229 ausgewiesen worden.

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 9.177 (im Vorjahr TEUR 8.494) entfällt in Höhe von TEUR 8.494 auf das Segment Vertrieb Deutschland und in Höhe von TEUR 683 auf das Segment Produktion.

IV. Erläuternde Angaben

1. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des FP-Konzerns weist die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus.

Die Finanzmittel ermitteln sich wie folgt:

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in TEUR 30.06.2018 30.06.2017
Liquide Mittel 29.719 27.107
zuzüglich Wertpapiere 675 681
abzüglich verfügungsbeschränkter liquider Mittel (verwaltete Portoguthaben) -10.459 -9.541
Finanzmittel 19.935 18.247

Aus der Erstanwendung des IFRS 9 und IFRS 15 ergaben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Auswirkungen.

2. Eventualschulden und -forderungen

Im Konzernabschluss 2017 wurde über eine anhängige Sammelklage vor dem U.S. District Court for Eastern District of Missouri gegen unsere Tochtergesellschaft in den USA berichtet. Auf Grund des aktuellen Verfahrensstands gehen wir davon aus, dass die gebildete Rückstellung für anwaltliche Unterstützung in Höhe von TEUR 276 das bestehende Risiko angemessen widerspiegelt, insbesondere keine Eventual-verbindlichkeit mehr besteht. Bezüglich weiterer Angaben zu Eventualschulden und -forderungen verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2017.

3. Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag

Zum 1. August 2018 hat der FP-Konzern den Geschäftsbetrieb eines US-amerikanischen Online-Händlers für Frankiermaschinenzubehör übernommen. Im Rahmen der Wachstumsstrategie ACT verstärkt FP mit dieser Akquisition die Vertriebsaktivitäten in den USA, erweitert seine Kundenbasis und beschleunigt das Marktanteilswachstum. Der akquirierte Online-Händler erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 1,5 Mio. US-Dollar.

Nach dem Zwischenberichtsstichtag (30. Juni 2018) sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des FP-Konzerns gehabt hätten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des FP-Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des FP-Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Berlin, 23. August 2018

Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG

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Rüdiger Andreas Günther Patricius de Gruyter Sven Meise
Vorsitzender