![]() Francotyp-Postalia Holding AGBerlinHalbjahresfinanzbericht H1 20192019 HalbjahresfinanzberichtKennzahlenWERTE GEMÄSS KONZERNABSCHLUSS (in TEUR)scroll
scroll
*
Bereinigt um Währungseffekte und JUMP-Aufwendungen Erstes Halbjahr 2019 im Zeichen von ACT - Umsatzprognose für Gesamtjahr angepasst:
Das erste Halbjahr 2019 stand ganz im Zeichen des anhaltenden Transformationsprozesses
sowie der weiteren Umsetzung der ACT-Strategie und des zugehörigen JUMP-Projekts.
FP hat in den ersten sechs Monaten in nahezu allen Bereichen entlang der Gesamtstrategie
ACT neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt gebracht. Im Bereich Frankieren wurde im Berichtszeitraum das neue Frankiersystem PostBase Vision
in Verbindung mit dem Kundenportal discoverFP im US-Markt eingeführt. Im stark wachsenden
Software/Digital-Bereich wurde das internationale Produktangebot unter anderem mit
der elektronischen Signaturlösung FP Sign gestärkt und die Vertriebsstrategie entsprechend
ausgerichtet. Der Bereich Mail Services stand - wie bereits im ersten Quartal 2019
- weiterhin unter dem Einfluss einer aktiven ergebnisorientierten Steuerung des Kundenportfolios
und einem generellen Rückgang des Briefvolumens. Im Hinblick auf die zwischenzeitlich
angekündigte Portoerhöhung der Deutschen Post AG zum 1. Juli 2019 wurden im Bereich
Mail Services Veränderungen im Vertrieb und der Kunden- und Organisationsstruktur
vorgenommen, um an positiven Effekten aus der Portoerhöhung zu partizipieren. FP wird auch im zweiten Halbjahr 2019 die Umsetzung der Wachstumsstrategie ACT konsequent
fortsetzen. Dabei erwartet das Unternehmen im weiteren Jahresverlauf zusätzliche Impulse
aus den neuen Produkten und Dienstleistungen sowie der Portoerhöhung. Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2019 erreicht 99,0 Mio. Euro im Vergleich zu 104,8
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Umsatz im Kerngeschäft Frankieren mit rund 64,0 Mio. Euro leicht unter dem Niveau
des Vorjahres von 65,3 Mio. Euro. Die Ankündigung des Vertriebs der neuen PostBase
Vision ab Juni 2019 dürfte hier teilweise zu einer Umsatzverschiebung in das zweite
Halbjahr geführt haben. In den Umsätzen sind positive Währungseffekte in Höhe von
1,7 Mio. Euro enthalten. Umsatz im Software/Digital-Geschäft steigt deutlich um 20,6% auf 8,9 Mio. Euro, bleibt
im Geschäftsjahr 2019 aber noch hinter den Erwartungen zurück. Umsatz im Mail Services-Geschäft geht gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Mio. Euro (-18,3%)
auf 26,2 Mio. Euro zurück, unter anderem bedingt durch eine aktive ergebnisorientierte
Steuerung des Kundenportfolios sowie einen Rückgang des Briefvolumens. Die geplanten
Maßnahmen werden nicht zu der ursprünglich im Gesamtjahr 2019 prognostizierten Umsatzsteigerung
führen. EBITDA liegt bereinigt um positive Währungseffekte und Aufwendungen für das ACT-Projekt
JUMP bei 13,1 Mio. Euro gegenüber 13,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigter Free Cashflow erreicht 4,0 Mio. Euro gegenüber 3,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Umsatzprognose am 22. August 2019 angepasst: für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der
FP-Konzern einen leicht über Vorjahresniveau liegenden Umsatz. Gleichzeitig bestätigt
das Unternehmen für das Gesamtjahr seine Prognose für das EBITDA und den bereinigten
Free Cashflow. 2. Quartal 2019
HighlightsMAIVorstandsvertrag von Rüdiger Andreas Günther bis Ende 2022 verlängert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstandsvertrag von Rüdiger Andreas Günther als CEO und
CFO der Francotyp-Postalia Ende Mai 2019 für weitere drei Jahre bis Ende 2022 verlängert.
Der Aufsichtsrat hat damit nicht nur erneut sein Vertrauen in Rüdiger Andreas Günther
zum Ausdruck gebracht, sondern stellt sich damit auch hinter die von Günther im Rahmen
der ACT-Strategie initiierte strategische Neuausrichtung des FP-Konzerns. JUNIFP loT-Gateways für die EnergiebrancheFP beliefert nun auch das Energieunternehmen E.ON mit loT-Gateways und trägt damit
aktiv zur Energiewende und einer effizienten, nachhaltigen und sauberen Energieversorgung
von Morgen bei. Das DAX-Unternehmen nutzt die intelligenten und sicheren Gateways
für die Vernetzung und Steuerung von dezentralen Erzeugeranlagen wie Photovoltaik-
oder Windkraftanlagen im Rahmen so genannter "virtueller Kraftwerke". Bereits seit
zwei Jahren setzt der Energiedienstleister GETEC auf die loT-Gateways von FP, um kleinere
und mittlere Heizanlagen zu steuern, wie sie beispielsweise in Mehrfamilienhäusern
und Einkaufszentren zu finden sind. In den kommenden drei Jahren wird FP 3.500 Gateways
liefern. JUNI/JULIVertriebsstart der PostBase Vision in den USAIm Juni ist wie geplant der Vertrieb des neuen Frankiersystems PostBase Vision in
den USA gestartet. Die PostBase Vision ist die nächste Generation der Frankiermaschine
aus der erfolgreichen PostBase-Serie von FP und setzt sowohl im Design als auch in
ihren Funktionen neue Maßstäbe. So ermöglicht die PostBase Vision über das Kundenportal
discoverFP den Kunden die vollständige Online-Verwaltung und Kostenabrechnung ihres
postalischen Versands und bietet Zugriff auf zahlreiche weitere neue digitale Produkte
und Dienstleistungen von FP. Dazu zählt unter anderem auch FP Parcel Shipping, das
FP im zweiten Halbjahr 2019 in den USA einführen wird. Hier können Kunden über das
Portal ihren Paketversand steuern und Lieferzeiten und Preise verschiedener Anbieter
direkt vergleichen und buchen. Der Vertriebsstart der PostBase Vision ist positiv
angelaufen, für das zweite Halbjahr plant FP den Vertriebsstart in Deutschland, Frankreich
und Großbritannien. AUGUSTNeuer Großkunde für FP SignIm August konnte FP einen neuen Großkunden mit über 70.000 Mitarbeitern weltweit für
seine elektronische Signaturlösung FP Sign gewinnen. Für das zweite Halbjahr plant
FP das innovative Produkt auch auf dem US-amerikanischen Markt einzuführen. Dabei
setzt FP zunächst auf bestehende Kunden im klassischen Frankiergeschäft und wird den
Vertrieb von FP Sign von dieser Basis aus weiter ausbauen. "Nur 18 Monate nach dem Start unseres loT-Geschäfts können wir heute bereits maßgeschneiderte
End-to-End Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Unser digitales Können überzeugte
im Berichtszeitraum mit E.ON einen weiteren renommierten Kunden. Den zweistelligen
Zuwachs im Software/ Digital-Bereich werden wir durch einen Fokus auf zentrale und
wachstumsstarke loT-Segmente weiter forcieren." Sven Meise, CDO/COO "Mit dem ersten Halbjahr sind wir nicht zufrieden. Wir fokussieren uns stärker und
werden im zweiten Halbjahr 2019 unsere ACT-Strategie weiter konsequent und mit vollem
Engagement umsetzen. In den kommenden Monaten erwarten wir uns von neuen innovativen
Produkten und Dienstleistungen weitere Impulse. Wir werden unseren profitablen Wachstumskurs
fortsetzen und uns als der relevante Experte für sichere digitale Kommunikation etablieren." Rüdiger Andreas Günther, CEO/CFO "Im Juni ist der Vertrieb unserer PostBase Vision gestartet. Mit ihr stärken wir unsere
Position als Technologieführer und werden auf unseren Kernmärkten weitere Marktanteile
hinzugewinnen. Mit ihrer Anbindung an unsere webbasierten digitalen Produkte über
das Portal discoverFP ist die PostBase Vision für unsere Kunden das Tor zur neuen
digitalen Welt von FP." Patricius de Gruyter, CSO KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTWir weisen daraufhin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden
Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. 1. Grundlagen des Konzerns1.1 GeschäftstätigkeitDie Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern, FP, Francotyp-Postalia oder das Unternehmen)
mit Hauptsitz in Berlin und einer 96-jährigen Geschichte ist Experte für sichere digitale
Kommunikation. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns liegt bei Produkten
und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost
und digitalen Lösungen sowie Anwendungen im Bereich des "Internet of Things" (IoT)
für Unternehmen und Behörden. Das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in verschiedenen
Industrieländern und einem dichten Händlernetzwerk unterteilt seine Geschäftstätigkeit
in drei Produktbereiche: Frankieren und Kuvertieren, Mail Services sowie Software/Digital. Im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren entwickelt der FP-Konzern Frankier- und
Kuvertiersysteme. FP verkauft und vermietet diese und bietet Kunden darüber hinaus
ein umfassendes Dienstleistungs- und Serviceangebot. Diese können mit den Frankiersystemen
ihre Post in kurzer Zeit automatisiert frankieren, dadurch ihren Büroalltag vereinfachen
und die Portokosten reduzieren. Wichtigster Umsatzträger ist das After-Sales-Geschäft
mit seinen wiederkehrenden Umsätzen aus der Vermietung von Frankiersystemen, dem Verkauf
von Verbrauchsmaterialien wie Farbbandkassetten und Tintenkartuschen, Servicedienstleistungen,
Softwarelösungen für die Kostenstellenverwaltung sowie Teleporto. Der Produktbereich Mail Services umfasst den Frankierservice - die Abholung unfrankierter
Ausgangspost und Übernahme der Frankierung - sowie den Konsolidierungsservice -die
Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen
Post AG oder alternativen Postzustellern. Das entsprechende Geschäft betreibt der
FP-Konzern mit acht Sortierzentren im Bundesgebiet und ist damit der führende unabhängige
Konsolidierer von Geschäftspost am deutschen Markt. Der Produktbereich Software/Digital umfasst das Geschäft mit Hybrid-Mail Services
sowie Lösungen rund um die sichere digitale Kommunikation. Bei den Hybrid-Mail Services
bietet der FP-Konzern seinen Kunden universelle Komplettlösungen zur Posteingangsverarbeitung
(FP Input). Dabei wird die gesamte eingehende Post digitalisiert, nach kundenspezifischen
Kriterien analysiert, ausgewertet und anschließend dem Daten- oder Dokumentensystem
des Kunden in elektronischer Form zugeführt. Ergänzend übernimmt FP auch das Output-Management
(FP Output), das heißt den Druck, das Kuvertieren, das Frankieren sowie die Übergabe
an Zustelldienste. Die Dienstleistungen der sicheren digitalen Kommunikation des FP-Konzerns
umfassen vor allem Produkte zur Langzeitspeicherung und zur Absicherung elektronischer
Dokumente durch Verschlüsselungs- und Signatursoftware wie beispielsweise mit FP Sign,
einer cloudbasierten elektronischen Signaturlösung für den rechtssicheren digitalen
Abschluss und Austausch von Verträgen und Dokumenten. Der Produktbereich Software/Digital
umfasst auch das Angebot des FP-Konzerns an Produkten und Lösungen für das Internet
of Things (IoT). Aus der seit Jahrzehnten bewährten Technologie der Frankiermaschinen
wurden hochsichere Edge-Gateways entwickelt, eine der Schlüsselkomponenten des Internet
of Things. FP bietet seinen Kunden heute maßgeschneiderte Cloud-basierte End-to-End-Lösungen
für die sichere Übertragung, Steuerung und Auswertung von Daten im Bereich des Internet
of Things. 1.2 Forschung und EntwicklungIm ersten Halbjahr 2019 haben sich die Forschungs- und Entwicklungskosten gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 8,2 % auf 5,6 Mio. Euro erhöht. Der Anteil der aktivierten
Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Periode
(Aktivierungsquote) hat sich im Berichtszeitraum von 65,7 % auf 62,8 % leicht vermindert. Wie geplant, lagen die Schwerpunkte der Entwicklungsarbeiten im Rahmen der Umsetzung
der ACT-Strategie im ersten Halbjahr 2019 auf der Entwicklung der PostBase Vision
mit dem Kundenportal discoverFP sowie auf der Weiterentwicklung von FP Sign. 1.3 MitarbeiterDer Anstieg der Beschäftigten im ersten Halbjahr 2019 im Segment Produktion ist im
Wesentlichen auf den Ausbau des IoT-Bereichs zurückzuführen. Im Segment Vertrieb International
beruhte der Rückgang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten
2019 im Wesentlichen bereits auf der Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des ACT-Projektes
JUMP. 2. Wirtschaftliche RahmenbedingungenIm deutschen Heimatmarkt trübte sich das wirtschaftliche Umfeld im ersten Halbjahr
2019 ein. Im zweiten Quartal 2019 verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
im Vergleich zum Vorquartal um 0,1%, nachdem die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal
2019 noch um 0,4% gewachsen war. Vor allem die exportorientierte Industrie steckt
im Abschwung. Auch die US-Konjunktur konnte das Wachstumstempo der vergangenen Quartale nicht wiederholen
und verlor spürbar an Dynamik. Im größten Auslandsmarkt des FP-Konzerns stieg das
BIP im zweiten Quartal 2019 nach vorläufigen Angaben auf das Jahr hochgerechnet dennoch
um 2,1 %. Gleichwohl lag das Wachstum damit um rund einen Prozentpunkt niedriger als
noch im ersten Quartal 2019; im zweiten Quartal 2018 wurde sogar noch ein Wachstum
mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von über 4% festgestellt. Insgesamt haben sich weltweit die Konjunkturaussichten im Berichtszeitraum weiter
eingetrübt und die wirtschaftlichen Unsicherheiten entsprechend erhöht. Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber auch in andere Märkte, spielt das
Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Im ersten Halbjahr
2019 gab die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar leicht nach;
nach einem Tiefstand Ende Mai bei 1,11 US-Dollar notierte der Euro zum 30. Juni 2019
bei 1,14 US-Dollar und damit 1 Cent bzw. 0,6 % unter dem Vorjahresschlusskurs von
1,15 US-Dollar. Im Durchschnitt handelte der Euro gegenüber dem US-Dollar im ersten
Halbjahr 2019 jedoch rund 6,7% unter dem Niveau der Vorjahresberichtsperiode. Die
Entwicklung des Britischen Pfunds war in der ersten Jahreshälfte 2019 im Zuge des
weiterhin ungeklärten Brexit sehr volatil. Zum Ende des ersten Halbjahres 2019 lag
der Kurs mit 0,90 Pfund jedoch nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahresschlusskurses.
Im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode verlor der der Euro gegenüber dem Britischen
Pfund im ersten Halbjahr 2019 leicht (-1%). Die branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Kerngeschäft sind weiterhin herausfordernd,
aber FP sieht dennoch gute Wachstumschancen. Nach wie vor werden Poststatistiken zufolge
pro Jahr weltweit mehr als 300 Milliarden Briefe vor allem in Europa und Nordamerika
befördert. Gleichwohl ist der Gesamtmarkt weltweit rückläufig, wobei große regionale
Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung bestehen. FP konzentriert sich auf die Märkte,
in denen das Briefgeschäft stabil oder nur leicht rückläufig ist. Gleichzeitig liegt
der Schwerpunkt des Frankiergeschäfts von FP ohnehin im A- und das B-Segment für kleinere
und mittlere Briefaufkommen; FP profitiert damit auch von dem anhaltenden Trend hin
zu kleineren Frankiersystemen. 3. Ertragslage3.1 Entwicklung wesentlicher Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Erstanwendung IFRS 16 "Leasingverhältnisse"Seit dem i. Januar 2019 wendet der FP-Konzern den neuen Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
an. Aufgrund dessen wurden - ausgehend vom Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018
- einzelne Positionen der Eröffnungskonzernbilanz zum 1. Januar 2019 angepasst. Die
erstmalige Anwendung des IFRS 16 führte in der zum 1. Januar 2019 angepassten Eröffnungskonzernbilanz
zu einer Erhöhung der Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 12,0
Mio EUR. Der FP-Konzern hat den neuen Standard IFRS 16 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven
Methode erstmalig angewendet. Aus diesem Grund wurde der kumulative Effekt aus der
Anwendung von IF RS 16 als eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte zum 1. Januar
2019 erfasst. Vergleichsinformationen werden nicht angepasst. Der FP-Konzern hat die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition
eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung genutzt. Dies bedeutet, dass der FP-Konzern
IFRS 16 auf alle Verträge anwendet, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden
sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind. Weitere Informationen können dem Konzernanhang in Abschnitt I. entnommen werden. 3.1.1 UmsatzentwicklungIm ersten Halbjahr 2019 erzielte der FP-Konzern einen Umsatz in Höhe von 99,0 Mio.
Euro gegenüber 104,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die ersten sechs Monate standen
dabei ganz im Zeichen des anhaltenden Transformationsprozesses und der weiteren Umsetzung
der ACT-Strategie und des zugehörigen JUMP-Projekts. Der Umsatz im traditionellen Geschäft Frankieren und Kuvertieren lag im ersten Halbjahr
2019 bei 64,0 Mio. Euro gegenüber 65,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum (2,1%). Darin
enthalten waren positive Währungseffekte von 1,7 Mio. Euro. Währungsbereinigt verminderte
sich der Umsatz im Kerngeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 %. Hintergrund dieser
Entwicklung ist, neben einer Eintrübung der weltweiten Konjunkturaussichten, unter
anderem eine teilweise Umsatzverschiebung in das zweite Halbjahr 2019 aufgrund des
für Mitte des Jahres 2019 vorangekündigten Vertriebsstarts der neuen Frankiermaschine
PostBase Vision und einer entsprechenden Kaufzurückhaltung bei Kunden im ersten Halbjahr
2019. Trotz der rückläufigen Umsatzentwicklung konnte FP im Berichtszeitraum in einem
schwierigen Marktumfeld gegenüber dem Wettbewerb erneut Marktanteile hinzugewinnen.
Der weltweite Marktanteil von FP stieg leicht auf 11,8 %. Im deutschen Heimatmarkt reduzierte sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 10,7 % auf 51,9 Mio. Euro. Im Produktbereich Frankieren und
Kuvertieren erzielte das Unternehmen in Deutschland dabei im Vergleich zum ungewöhnlich
starken Vorjahreszeitraum einen um 8,5% niedrigeren Umsatz von insgesamt 17,1 Mio.
Euro. Der Umsatz im Produktbereich Mail Services sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 18,3 % auf 26,2 Mio. Euro. Hier wirkte sich neben einem generell geringeren Briefvolumen
auch die weitere aktive Umstrukturierung des Bereichs mit einer stärker ergebnisorientierten
Steuerung des Kundenportfolios negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Mit der Portoerhöhung
durch die Deutsche Post AG zum 1. Juli 2019 sowie strategischen Veränderungen durch
das neue Management erwartet FP im Bereich Mail Services im zweiten Halbjahr 2019
positive Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Im Produktbereich Software/Digital konnte der
FP-Konzern den Umsatz in den ersten sechs Monaten 2019 weiter deutlich um 20,6 % auf
8,9 Mio. Euro steigern. FP hat in diesem Geschäftsfeld im Zuge der ACT-Strategie das
Leistungsspektrum kontinuierlich ausgebaut und profitiert nun davon. Zu dieser positiven
Entwicklung haben sowohl die Hybrid-Mail Services sowie die Lösungen rund um die sichere
volldigitale Kommunikation und für das Internet of Things (IoT) beigetragen. Damit
treibt FP die Transformation vom Frankiermaschinenhersteller hin zu einem Anbieter
für sichere digitale Kommunikation weiter voran, auch wenn die Erlöse im Geschäftsjahr
2019 noch hinter den geplanten Erwartungen zurückbleiben werden. Im Ausland erzielte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2019 einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum
leicht erhöhten Umsatz von 47,2 Mio. Euro (+1,0%). Dabei konnte FP insbesondere in
den strategisch wichtigen Märkten USA und Frankreich den Bestand seiner Frankiersysteme
weiter erhöhen. Währungsbereinigt verminderten sich die Umsätze im Ausland um 2,5
%. Im größten Auslandsmarkt, den USA, konnte FP den Umsatz im Berichtszeitraum währungsbereinigt
um 3,0% steigern. Nicht nur in diesem Markt spürte das Unternehmen im ersten Halbjahr
2019 dennoch eine leichte Zurückhaltung der Kunden, da einige ihre Investitionsentscheidung
im Hinblick auf die Einführung der neuen PostBase Vision verschoben haben dürften.
Der Vertriebsstart der PostBase Vision hat auf dem US-Markt wie geplant im Juni 2019
begonnen und wird im weiteren Jahresverlauf auf die Kernmärkte Deutschland, Frankreich
und Großbritannien ausgeweitet. Der deutliche Rückgang der Umsatzerlöse nach IFRS 15 im ersten Halbjahr 2019 resultierte
im Wesentlichen aus den rückläufigen Umsätzen im Produktbereich Mail Services. Im
Kerngeschäft führte die vergleichsweise schwächere Nachfrage im Vorfeld der Markteinführung
des neuen Frankiersystems PostBase Vision zu rückläufigen Erlösen aus Produktverkäufen.
Im Servicegeschäft konnte das Unternehmen im Vorjahreszeitraum zudem mit kostenpflichtigen
Software-Updates im Zusammenhang mit Portoänderungen insbesondere in Schweden und
Osterreich höhere Erlöse realisieren. Positiv entwickelte sich im Berichtszeitraum
das Geschäft mit Verbrauchsmaterial. Der Anstieg der Umsatzerlöse nach IF RS 16 beruht
im Wesentlichen auf den Vertriebserfolgen im Mietmarkt USA. UMSATZERLÖSE nach Produkten und Dienstleistungenscroll
3.1.2 Andere aktivierte EigenleistungenDer starke Anstieg der aktivierten Eigenleistungen im ersten Halbjahr 2019 (+ 19,8
% gegenüber dem Vorjahreszeitraum) ist im Wesentlichen eine Folge der geplanten Investitionen
in neue Produkte sowie in die weltweite Einführung einer einheitlichen ERP/CRM-Landschaft.
Die in den aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Entwicklungsleistungen erhöhten
sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 deutlich um 2,3 Mio. Euro auf 5,7 Mio. Euro
- im Wesentlichen aufgrund der Investitionen in ERP/CRM und in die Entwicklung der
neuen PostBase Vision mit dem Kundenportal discoverFP. Der Anteil der enthaltenen
Zugänge an vermieteten Erzeugnissen verminderte sich in den ersten sechs Monaten 2019
auf 2,5 Mio. Euro gegenüber 3,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. 3.1.3 Sonstige ErträgeDer Rückgang der sonstigen Erträge im Berichtszeitraum in Höhe von 0,8 Mio. Euro ist
überwiegend auf verminderte periodenfremde Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum
zurückzuführen. Die Erträge aus verjährten Verbindlichkeiten blieben mit 0,4 Mio.
Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. 3.1.4 MaterialaufwandInsbesondere infolge des Umsatzrückgangs im Produktbereich Mail Services verringerte
sich der Materialaufwand des FP-Konzerns im ersten Halbjahr 2019 auf 48,9 Mio. Euro
gegenüber 52,3 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Materialaufwandsquote lag mit
49,4% leicht unter dem Vorjahresniveau. 3.1.5 PersonalaufwandAuf den Personalaufwand des FP-Konzerns wirkten im ersten Halbjahr 2019 unterschiedliche
Einflussfaktoren, die im Ergebnis zu einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum
in Höhe von 0,3 Mio. Euro führten. Neben dem Personalausbau im Rahmen der ACT-Strategie
beeinflussten auch belastende Wechselkurseffekte in Höhe von 0,3 Mio. Euro die Personalaufwendungen.
Entlastend auf den Personalaufwand der ersten sechs Monate 2019 wirkten Einsparungen
im Zuge der Umsetzung des ACT-Projektes JUMP in Höhe von 0,5 Mio. Euro sowie die Auflösung
von Personalrückstellungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro. Die Personalaufwandsquote erhöhte
sich leicht auf 31,0% nach 29,6% im Vorjahreszeitraum. 3.1.6 Andere AufwendungenDie anderen Aufwendungen erhöhten sich im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 5,7 % auf 18,7 Mio. Euro. Ursächlich waren primär erhöhte Aufwendungen für Beratungsleistungen
im ACT-Projekt JUMP in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Hi 2018: 0,4 Mio. Euro), höhere EDV-Fremd-leistungen
in Höhe von 1,3 Mio. Euro (Hi 2018: 0,4 Mio. Euro), einschließlich Beratungsleistungen
im Zusammenhang mit der weltweiten Einführung einer einheitlichen ERP/CRM-Landschaft
in Höhe von 0,3 Mio. Euro, sowie gestiegene Aufwendungen für Reparatur und Instandhaltung
in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Hi 2018:1,2 Mio. Euro). Durch die geänderte Erfassung von
Leasingaufwendungen nach IFRS 16 verminderten sich die anderen Aufwendungen in den
ersten sechs Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Mio. Euro. 3.1.7 EBITDAIm ersten Halbjahr 2019 erzielte der FP-Konzern ein EBITDA von 11,6 Mio. Euro (-9,3%
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns verminderte
sich auf 11,7 % nach 12,2 % im Vorjahr. Wie geplant, wurde das Ergebnis in den ersten
sechs Monaten 2019 dabei durch das ACT-Projekt JUMP belastet. Das EBITDA enthält Sonderaufwendungen
für das Projekt in Höhe von insgesamt 2,2 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 0,9 Mio.
Euro). Im Zuge der weiteren Umsetzung wurden im ersten Halbjahr 2019 wiederkehrende
Einsparungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro erzielt. Positiv wirkten im Berichtszeitraum
Effekte aus der erstmaligen Anwendung des neuen Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
in Höhe von 1,8 Mio. Euro sowie Währungseffekte, insbesondere aus der Entwicklung
des Euro zum US-Dollar, in Höhe von insgesamt 0,8 Mio. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte und die Aufwendungen für das ACT-Projekt JUMP lag
das EBITDA im ersten Halbjahr 2019 mit 13,1 Mio. Euro um rund 4,6 % unter dem um JUMP-Aufwendungen
bereinigten EBITDA des Vorjahreszeitraums (entsprechend 13,4% EBITDA-Marge nach 13,1%
im Vorjahreszeitraum). 3.1.8 Abschreibungen und WertminderungenIm ersten Halbjahr 2019 erhöhten sich die Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 27,4 % auf 10,9 Mio. Euro deutlich. Die Entwicklung beruht
im Wesentlichen auf der erstmaligen Anwendung des neuen Standards IFRS 16 (+1,8 Mio.
Euro). Zudem steigerten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte um
1,0 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro, während die Abschreibungen auf vermietete Erzeugnisse
um 0,3 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro zurückgingen. 3.1.9 EBITDas EBIT des FP-Konzerns für das erste Halbjahr 2019 verminderte sich im Vergleich
zur Vorjahresberichtsperiode aufgrund des schwächeren EBITDA und der höheren Abschreibungen
deutlich auf 0,7 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum 4,2 Mio. Euro). 3.1.10 ZinsergebnisDer Anstieg des Zinsergebnisses im ersten Halbjahr 2019 resultierte im Wesentlichen
aus Einmaleffekten aus steuerlich bedingten Zinsaufwänden in der Vorjahresberichtsperiode
(Zinsaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro infolge von Betriebsprüfungen). Im Zuge
der erstmaligen Anwendung des neuen Standards IFRS 16 wurde das Zinsergebnis im Berichtszeitraum
durch Zinsaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro beeinflusst. 3.1.11 Sonstiges FinanzergebnisDer FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2019 ein leicht negatives sonstiges Finanzergebnis
in Höhe von -0,1 Mio. Euro gegenüber einem positiven Ergebnis in Höhe von 0,3 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung im sonstigen Finanzergebnis beruht maßgeblich
auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzpositionen. 3.1.12 ErtragsteuernDie Ertragsteuern summierten sich im ersten Halbjahr 2019 auf-0,3 Mio. Euro nach -1,7
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einer Steuerquote von 33,4% (im Vorjahr
34.5 %). 3.1.13 KonzernergebnisDas Konzernergebnis verminderte sich im ersten Halbjahr 2019 in Folge des geringeren
Ergebnisses vor Steuern bei teilweiser Kompensation durch im Vorjahresvergleich niedrigere
Ertragsteuern. Infolgedessen sank das Ergebnis pro Aktie (EPS) in den ersten sechs
Monaten 2019 auf 0,04 Euro (un-/verwässert) nach 0,20 Euro (un-/ verwässert) im Vorjahreszeitraum. 3.1.14 Zusammenfassung der Ergebnisse pro SegmentZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENTscroll
scroll
1)
Umsatzerlöse mit externen Dritten. 4. Finanzlage4.1 FinanzierungsanalyseZur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit sowie bestehende bzw. unterjährig angepasste Kreditvereinbarungen
mit Finanzinstituten und Leasingvereinbarungen. Der mit einem starken, international agierenden Bankenkonsortium seit 2016 bestehende
und im Geschäftsjahr 2018 vorzeitig verlängerte und erweiterte Konsortialdarlehensvertrag
über ein Finanzierungsvolumen in Höhe von insgesamt 150 Mio. Euro hat eine Laufzeit
bis zum 28. September 2023. Die Finanzierungsdokumentation auf Basis der britischen
Loan Market Association (LMA) ist verbunden mit einer Erhöhungsoption von 50 Mio.
Euro. Weitere wesentliche Konditionen des Konsortialdarlehensvertrages umfassen weiterhin
die Möglichkeit, Teile des Kreditrahmens in Fremdwährung ausnutzen zu können. Zudem
verfügt der FP-Konzern über unternehmerische Freiräume zur Eingehung weiterer finanzieller
Verpflichtungen. Insgesamt bildet der Konsortialdarlehensvertrag eine zukunftsweisende
Grundlage für die finanzielle Stabilität und Flexibilität des FP-Konzerns. Angaben zu Veränderungen im ersten Halbjahr 2019 im Eigenkapital des Unternehmens
finden Sie im Abschnitt 5.2 Eigenkapital. 4.2 InvestitionsanalyseDer FP-Konzern investierte auch im ersten Halbjahr 2019 auf Basis der ACT-Strategie
weiterhin stark in künftiges Wachstum und hierbei unter anderem insbesondere in die
Produktentwicklung, die Produktion und andere Kern- und Unterstützungsprozesse sowie
in Frankiersysteme für Mietmärkte. Die Investitionen in den ersten sechs Monaten 2019 lagen mit 11,7 Mio. Euro deutlich
über dem Niveau des ersten Halbjahres 2018 (10,0 Mio. Euro). Im Rahmen der Umsetzung
der ACT-Strategie investierte der FP-Konzern dabei erneut in die Entwicklung neuer
Produkte (3,5 Mio. Euro gegenüber 3.4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum). Die Investitionen
in die Aktivierung von Entwicklungskosten von insgesamt 5,7 Mio. Euro beinhalten zudem
Investitionen in Höhe von 2,1 Mio. Euro in die weltweite Einführung einer einheitlichen
ERP/ CRM-Landschaft. Des Weiteren investierte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2019
2,0 Mio. Euro in den Erwerb von 15 % der Anteile an der Juconn GmbH und baute damit
sein Angebot im IoT-Bereich weiter aus. Die Investitionen in vermietete Erzeugnisse im Wesentlichen in den USA, Großbritannien,
Kanada und Frankreich verminderten sich im ersten Halbjahr 2019 um 1,1 Mio. Euro auf
2.5 Mio. Euro. 4.3 LiquiditätsanalyseLIQUIDITÄTSANALYSEscroll
Auf den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wirkten im ersten Halbjahr 2019
unterschiedliche Einflussfaktoren. Belastend haben sich das geringere EBITDA, ein
unterjährig leicht steigendes Working Capital sowie die Auszahlungen für das ACT-Projekt
JUMP in Höhe von 3,3 Mio. Euro ausgewirkt. Positiv wurde der Cashflow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit durch Effekte aus der erstmaligen Anwendung des neuen Standards
IFRS 16 "Leasingverhältnisse" beeinflusst. Nach IFRS 16 wird der Tilgungsanteil der
Leasingzahlungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
berücksichtigt. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit stieg im ersten Halbjahr 2019 im Wesentlichen
aufgrund der Investitionen in die weltweite Einführung einer einheitlichen ERP/ CRM-Landschaft.
Bezüglich weiterer Veränderungen wird auf den Punkt "Investitionsanalyse" verwiesen. Angesichts der hohen Investitionen und Auszahlungen für das ACT-Projekt JUMP lag der
Free Cashflow in den ersten sechs Monaten 2019 bei -1,3 Mio. Euro im Vergleich zu
0,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Investitionen in Finance Lease Assets
in Höhe von 0,9 Mio. Euro (im Vorjahr 1,8 Mio. Euro), Auszahlungen für M&A in Höhe
von 1,0 Mio. Euro (im Vorjahr 1,4 Mio. Euro) sowie um Auszahlungen für das ACT Projekt
JUMP in Höhe von 3,3 Mio. Euro erzielte der FP-Konzern einen bereinigten Free Cashflow
in Höhe von 4,0 Mio. Euro (im Vorjahr 3,5 Mio. Euro). Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2019 ist
im Wesentlichen auf Auszahlungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe
von 1,8 Mio. Euro sowie auf Auszahlungen für Gewinnausschüttungen an Aktionäre in
Höhe von 0,5 Mio. Euro (im Vorjahr -1,9 Mio. Euro) zurückzuführen. Gemäß dem Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte
Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten. Sämtliche Kreditbedingungen wurden
im Berichtszeitraum durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern war im ersten Halbjahr
2019 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 5. VermögenslageDie Wachstumsstrategie ACT und die operative Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr
2019 prägen auch die Bilanz des FP-Konzerns zum 30. Juni 2019. Zudem beeinflusste
auch der neue Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" die Konzernbilanz des Unternehmens.
Die erstmalige Anwendung des IFRS 16 führte in der zum 1. Januar 2019 angepassten
Eröffnungskonzernbilanz zu einer Erhöhung der Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
in Höhe von 12,o Mio. EUR. 5.1 Lang- und kurzfristige VermögenswerteLANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
5.2 EigenkapitalZum 30. Juni 2019 betrug das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG 16,3 Mio.
Euro, eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag
(31. Dezember 2018: 16.301.456). Der Beschluss der Hauptversammlung 2018 vom 28. Mai 2019 zur Dividende für das Geschäftsjahr
2018 wurde Anfang Juni 2019 umgesetzt und eine Dividende in Höhe von 0,5 Mio. Euro
an die Aktionäre des Unternehmens gezahlt. Das Unternehmen führte im Zeitraum vom 13. Oktober 2017 bis zum 12. Januar 2018 ein
durch Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenes Aktienrückkaufprogramm durch. Zum 30.
Juni 2019 hielt das Unternehmen 398.493 eigene Aktien bzw. 2,4 % am Grundkapital (31.
Dezember 2018: 398.493 Aktien bzw. 2,4 % des Grundkapitals). Der rechnerische Wert
der eigenen Anteile wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag zum
Kaufpreis wird mit der Kapitalrücklage verrechnet. Weitere Angaben zum genehmigten
und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechten können dem Geschäftsbericht
2018 entnommen werden. 5.3 Lang- und kurzfristige SchuldenLANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDENscroll
Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad.
Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird
laufend überprüft. Nettoverschuldung
scroll
*
In 2019 inkl. erstmaliger Anwendung des neuen Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Bei hohen Investitionen und Auszahlungen für das ACT-Projekt JUMP sowie insbesondere
unter Berücksichtigung der Effekte der erstmaligen Anwendung des neuen Standards IFRS
16 "Leasingverhältnisse" erhöhte sich im ersten Halbjahr 2019 die Nettoverschuldung
des FP-Konzerns deutlich. Das Eigenkapital steigerte sich zum 30. Juni 2019 leicht
um 1,8% gegenüber dem Vorjahr. Der Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens lag zum
Bilanzstichtag bei 98 % (31. Dezember 2018: 54%). 5.4 LeasingDer FP-Konzern betreibt sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle
beeinflussen die Bilanz des Unternehmens. Im Anlagevermögen sind zum 30. Juni 2019
unter dem Posten "Vermietete Erzeugnisse" Vermögensgegenstände mit einem Buchwert
in Höhe von 16,4 Mio. Euro (zum 31. Dezember 2018: 17,6 Mio. Euro) bilanziert, die
im Wesentlichen im Rahmen von Operate Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden.
Die Finance Lease-Vereinbarungen mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing"
und belaufen sich zum Bilanzstichtag im langfristigen und kurzfristigen Bereich in
Summe auf 19,1 Mio. Euro (zum 31. Dezember 2018: 18,2 Mio Euro). Ohne die genannten
Geschäftsmodelle würde sich die Summe der Aktiva auf 146,5 Mio. Euro statt auf 182,1
Mio. Euro belaufen. 6. Risiko- und ChancenberichtIm Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 hat der FP-Konzern Risiken und Chancen ausführlich
erläutert. Im Berichtszeitraum haben sich gegenüber den im Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2018 beschriebenen Chancen- und Risiken keine wesentlichen Veränderungen
ergeben. 7. PrognoseberichtVor dem Hintergrund der konjunkturellen Abschwächung, dem deutlichen Umsatzrückgang
im margenschwachen Produktbereich Mail Services, einer teilweisen Umsatzverschiebung
im Kerngeschäft Frankieren sowie einer positiven, aber dennoch hinter der Planung
liegenden Umsatzentwicklung im Bereich Software/Digital, hat der FP-Konzern die Umsatzprognose
für das Geschäftsjahr 2019 angepasst. Demnach erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr
2019 einen leicht über Vorjahresniveau liegenden Umsatz. Ursprünglich war für das Jahr 2019 ein stark steigender Umsatz prognostiziert worden.
Gleichzeitig bestätigt der FP-Konzern seine EBITDA-Prognose und erwartet bereinigt
um Aufwendungen für das Projekt JUMP über das Gesamtjahr 2019 weiterhin eine starke
Steigerung. Zudem bestätigt das Unternehmen die Prognose für den bereinigten Free Cashflow. Vor
dem Hintergrund weiterer Investitionen in ACT sowie in neue Produkte und Dienstleistungen
geht FP für das Gesamtjahr 2019 unverändert von einem positiven, deutlich unter Vorjahresniveau
liegenden bereinigten Free Cashflow aus. Die erwartete Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren steht grundsätzlich
unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf
Annahmen und Schätzungen beruhen. Die künftigen tatsächlichen Entwicklungen und tatsächlichen
Ergebnisse können von diesen Annahmen und Schätzungen erheblich abweichen. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019scroll
scroll
Konzernbilanz zum 30. Juni 2019AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019scroll
scroll
scroll
KONZERNANHANGI. Allgemeine Grundlagen1. Allgemeine AngabenDie Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding"
genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 169096 B
eingetragen . Der Zwischenabschluss der F P Holding für den zum 30. Juni 2019 endenden
Berichtszeitraum umfasst die FP Holding und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend
auch "FP-Konzern"; FP oder "Francotyp" genannt). Der FP-Konzern ist Experte für sicheres Mail-Business und sichere digitale Kommunikationsprozesse.
Als Marktführer in Deutschland und Osterreich bietet der FP-Konzern mit den Produktbereichen
"Frankieren und Kuvertieren", "Mail Services" und "Software/Digital"" Produkte und
Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost
und digitale Lösungen für Unternehmen und Behörden. Francotyp-Postalia ist in zehn
Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und über ein eigenes Händlernetz in 40 weiteren
Ländern vertreten. Aus seiner mehr als 96 jährigen Unternehmensgeschichte heraus verfügt
FP über eine einzigartige DNA in den Bereichen Aktorik, Sensorik, Kryptografie und
Konnektivität. Bei Frankiersystemen hat FP einen weltweiten Marktanteil von mehr als
elf Prozent. Der Vorstand der FP Holding hat den Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht
2018 am 22. März 2019 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat
hat den Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft und am 28.
März 2019 gebilligt. Am selben Tag wurden der Konzernabschluss und zusammengefasste
Konzernlagebericht 2018 der Francotyp-Postalia Holding AG veröffentlicht. Es handelt sich bei dem vorliegenden Zwischenabschluss für den Zeitraum 1. Januar
bis 30. Juni 2019 um einen verkürzten Abschluss in Übereinstimmung mit dem IAS 34.
Dieser Zwischenabschluss beinhaltet nicht sämtliche Angaben, welche im Zusammenhang
mit vollständigen Abschlüssen nach IAS 1 stehen. Der Abschluss wurde am 29. August
2019 vom Vorstand der FP Holding zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Grundlagen der Rechnungslegung2.1 Grundlagen zur Aufstellung des AbschlussesDer Zwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung,
Eigenkapitalveränderungsrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben - der
F P Holding für den Zeitraum 1. Januar bis zum 30. Juni 2019 wird beim elektronischen
Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Es handelt sich um einen verkürzten
Zwischenabschluss in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) für die
Zwischenberichtsperiode 1. Januar bis zum 30. Juni 2019. Bei der Aufstellung dieses
Zwischenabschlusses kamen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
zur Anwendung wie bei der Aufstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr
2018. Der Zwischenabschluss sollte im Zusammenhang mit dem geprüften Abschluss 2018
gelesen werden. Der Zwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht
anders dargestellt - zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich
in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen
und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung von IAS 1 nach dem Prinzip der
Fristigkeit. Die Bilanzposten werden deshalb in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte
bzw. Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als
kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden
Vermögenswerte und Schulden dann als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als
ein Jahr im Unternehmen verbleiben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2.2 Anpassungen der Rechnungslegungsmethoden sowie neue Standards und InterpretationenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind - abgesehen von den dargestellten,
folgenden Ausnahmen - gegenüber denen am Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 unverändert. Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 auf den
Zwischenabschluss des FP-Konzerns erläutert und die neu ab dem 1. Januar 2019 angewendeten
Rechnungslegungsgrundsätze, soweit sie von den bisher angewendeten abweichen, beschrieben. Alle anderen zum 30. Juni 2019 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen
haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des FP-Konzerns. Vergleichbarkeit von Angaben: Anwendung IFRS 1 6 "Leasingverhältnisse"Der Konzern wendet seit 1. Januar 2019 IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Aufgrund
dessen wurden - ausgehend vom FP-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 - einzelne
Positionen der Eröffnungskonzernbilanz zum 1. Januar 2019 angepasst. Die erstmalige Anwendung des IFRS 16 führte in der zum 1. Januar 2019 angepassten
Eröffnungskonzernbilanz im Wesentlichen zu einer Erhöhung (+) bzw. Verminderung (-)
von TEUR in folgenden Bilanzpositionen: ANPASSUNGSEFFEKTE IFRS 16scroll
i. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasingnehmer istDer Konzern setzt unter Anwendung von IFRS 16 nunmehr neue Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
für seine bisherigen Operating-Leasingverhältnisse an. Damit wird auch der Ausweis
der Aufwendungen geändert, da der Konzern nun Abschreibungen für Nutzungsrechte (right-of-use
assets) sowie Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten ansetzt. Bislang hat der Konzern Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen linear über
die Leasinglaufzeit erfasst und Vermögenswerte und Schulden nur in der Höhe erfasst,
in der es eine zeitliche Differenz zwischen den tatsächlichen Leasingzahlungen und
den erfassten Aufwendungen gab. Es sind insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernergebnisrechnung
eingetreten. ii. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber istFür die Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, sind keine signifikanten
Änderungen eingetreten. iii. ÜbergangDer Konzern hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert
retrospektiven Methode angewendet. Aus diesem Grund wurde der kumulative Effekt aus
der Anwendung von IFRS 16 als eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte im Ergebnisvortrag
zum 1. Januar 2019 erfasst. Vergleichsinformationen zu Vorperioden werden nicht angepasst. Der Konzern hat die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition
eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung genutzt. Dies bedeutet, dass der Konzern
IFRS 16 auf alle Verträge anwendet, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden
sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind. Das Wahlrecht für die Nichtanwendung des neuen Standards für Leasingverhältnisse,
die zum 1. Januar 2019 eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten aufwiesen, wurde
nicht genutzt (IFRS 16.5 a). Die Grenzfremdkapitalzinssätze zur Diskontierung auf den Barwert wurden länderspezifisch
ermittelt gemäß IFRS 16.26 und bewegen sich in der Bandbreite von 0,83 bis 3,95 Prozent.
Vertragskosten für Altverträge wurden aus Erleichterungsgründen vernachlässigt. Eine
Verlängerungsoption wird in den Fällen berücksichtigt, falls hinreichend wahrscheinlich
und sicher. a) Rights-of-Use Assets (RoU)Der Ansatz der Nutzungsrechte erfolgt im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten,
in der Folge vermindert um planmäßige (und ggf. außerplanmäßige) Abschreibungen. Die
Anschaffungskosten werden ermittelt als Zugangswert der Leasingverbindlichkeit, bzw.
als Barwert der künftigen Leasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen über die Laufzeit
des Mietvertrages. Der Bilanzausweis der RoUs erfolgt in der Position "Nutzungsrechte"
in den "Langfristigen Vermögenswerten". Die angesetzten Nutzungsrechte entwickelten sich vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019
wie folgt (in TEUR): ENTWICKLUNG Rights-of-Use Assets (RoU) IM ERSTEN HALBJAHR 2019scroll
b) Finanzverbindlichkeit (Leistungsverbindlichkeit Leasingnehmer)Die Finanzverbindlichkeiten werden bei Zugang mit dem Barwert der Leasingzahlungen
passiviert und in der Folge mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz vermindert um die Tilgungsbeträge
aufgezinst. Der Zinsaufwand wird in der Position "Zinsergebnis" der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
gezeigt. 2.3 KonzernkreisDie Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der
der FP-Konzern konsolidiert wird. In den Konzernabschluss der FP Holding werden alle
Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik
zu beherrschen (Tochterunternehmen). Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in
den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die FP Holding die Möglichkeit der Beherrschung
erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem
Konsolidierungskreis aus. Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 kam es im Berichtszeitraum zu
folgender Veränderung im Konzernkreis: Im ersten Quartal 2019 erwarb der FP Konzern über eine Tochtergesellschaft eine Beteiligung
von 15 % an der Juconn GmbH. Die Gesellschaft wird ab dem Erwerbszeitpunkt anteilsmäßig
(at equity) in den Konzernabschluss einbezogen. Für die Angaben nach IFRS 3.59 verweisen
wir auf Abschnitt III. 2.4 WährungsumrechnungDer Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde: scroll
2.5 Schätzungen und Ermessensspielräume des ManagementsDie Aufstellung des Zwischenabschlusses erfordert bei verschiedenen Positionen, dass
für Ansatz, Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden sowie Erträgen
und Aufwendungen Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden.
Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen
Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung
die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Zwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso
wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen
Umfelds zu Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs
des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden
Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche
Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich,
die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. II. Entwicklungen im BerichtszeitraumDie Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse
geprägt. In Bezug auf für die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode
erheblichen Konjunktureinflüsse wird auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht
verwiesen. Die Hauptversammlung hat am 28. Mai 2019 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2018 eine
Dividende von 0,03 Euro je Aktie auszuschütten. Die Gesamtsumme der Ausschüttung für
die dividendenberechtigten Aktien belief sich auf TEUR 477 und wurde im zweiten Quartal
2019 gezahlt. Der verbleibende Bilanzgewinn wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Im
Vorjahr hatte der FP-Konzern eine Dividende in Höhe von TEUR 1.908 gezahlt. Im ersten Halbjahr 2019 belief sich der Ertragsteueraufwand des FP-Konzerns auf TEUR
286. Die Plansteuerquote beträgt 33,4 % und liegt damit annähernd auf dem Vorjahresniveau. Sonstige EntwicklungenIm Hinblick auf die sonstigen Entwicklungen beim FP-Konzern verweisen wir an dieser
Stelle auf unsere Ausführungen im Abschnitt IV. Eventualschulden und Forderungen sowie
im Konzern-Zwischenlagebericht. III. SegmentinformationenDie Segmentberichterstattung basiert auf Abschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften
(HB-I-Abschlüssen). Die Zahlen aus den einzelnen HB-I-Abschlüssen werden zu Segmentbeträgen
aufsummiert und enthalten auch Intersegmentzahlen sowie Zwischengewinne. Die Konsolidierung
und Überleitung auf den Zwischenabschluss erfolgt mittels Überleitungsspalte, in der
auch die Anpassungsbuchungen nach IFRS enthalten sind. scroll
scroll
Zwischen der Francotyp-Postalia GmbH (Segment Produktion) und den Vertriebsgesellschaften
erfolgt spätestens am Jahresende eine Überprüfung der konzerninternen Verrechnungspreise.
Anpassungen der Verrechnungspreise haben Auswirkungen auf die dargestellten intersegmentalen
Segmentumsätze und Segment-EBITDA/-Nettoeinkommen. Basierend auf den aktuellen Ergebnismargen
der Vertriebsgesellschaften würde sich der Umsatz und das EBITDA des Segments Produktion
für den Berichtszeitraum 1.1.2019 bis 30.06.2019 um TEUR 3.003 (i. Vj. TEUR 2.761)
erhöhen. Das EBITDA des Segments Vertrieb Deutschland würde sich um TEUR -1.467 (i.
Vj. TEUR -1.829) vermindern und des Segments Vertrieb International um TEUR -1.536
(i.Vj. TEUR -932) vermindern. scroll
Überleitungen in TEURUMSATZERLÖSEscroll
EBITDAscroll
Um den Kunden die komplette IoT-Wertschöpfungskette anbieten zu können, hat die FP
InovoLabs GmbH mit Handelsregistereintrag vom 17. Januar 2019 im Wege einer Kapitalerhöhung
15 % der Anteile an der Juconn GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 1.000 erworben. Ein
weiteres Aufgeld in Höhe von TEUR 1.000 ist an die Erreichung bestimmter vereinbarter
Ziele geknüpft. Die Bilanzierung erfolgt erstmalig im Geschäftsjahr 2019 nach der
Equity-Methode gemäß IAS 28. VERMÖGEN
scroll
VERMÖGEN NACH REGIONENscroll
Die Juconn hatte zum Erwerbszeitpunkt keine stillen Reserven oder Lasten in ihren
Vermögens- und Schuldposten, so dass für die Nebenrechnung die Zuzahlung der InnovoLabs
in die Kapitalrücklage in nahezu voller Höhe auf einen Goodwill entfällt. Im Finanzergebnis
für das erste Halbjahr 2019 ist ein anteiliger Fehlbetrag von TEUR -34 enthalten. IV. Erläuternde Angaben1. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung des FP-Konzerns weist die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse
aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Finanzmittel ermitteln sich wie folgt: scroll
Aus der Erstanwendung des IFRS 16 ergaben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen
Auswirkungen. 2. Eventualschulden und -forderungenBezüglich der Angaben zu Eventualforderungen und -Verbindlichkeiten verweisen wir
an dieser Stelle auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2018. 3. Wesentliche Ereignisse nach dem StichtagMit einer ad-hoc-Meldung gemäß Artikel 17 der Marktmissbrauchsverordnung vom 22. August
2019 hat die Francotyp-Postalia Holding AG ihre vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr
2019 veröffentlicht und die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2019 angepasst. Gleichzeitig
bestätigt FP die EBITDA-Prognose sowie die Erwartungen an den bereinigten Free Cashflow.
Darüber hinaus sind nach dem Zwischenberichtsstichtag (30. Juni 2019) keine weiteren
Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf
die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des FP-Konzerns gehabt hätten. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Grundsätzen ordnungsmäßiger
Konzernzwischenberichterstattung der Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns vermittelt,
der Konzern-Zwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und der Lage des FP-Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des FP-Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
sind. Berlin, 29. August 2019 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG scroll
Weitere InformationenInformationen über das UnternehmenDer international agierende börsennotierte FP-Konzern mit Hauptsitz in Berlin ist
Experte für sicheres Mail-Business und sichere digitale Kommunikationsprozesse. Als
Marktführer in Deutschland und Osterreich bietet der FP-Konzern mit den Produktbereichen
"Frankieren und Kuvertieren", "Mail Services" und "Software" Produkte und Dienstleistungen
zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und digitale Lösungen
für Unternehmen und Behörden. Der Konzern erzielte 2018 einen Umsatz von über 200
Mio. Euro. Francotyp-Postalia ist in zehn Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften
und über ein eigenes Händlernetz in 40 weiteren Ländern vertreten. Aus seiner mehr
als 96jährigen Unternehmensgeschichte heraus verfügt FP über eine einzigartige DNA
in den Bereichen Aktorik, Sensorik, Kryptografie und Konnektivität. Bei Frankiersystemen
hat FP einen weltweiten Marktanteil von mehr als elf Prozent. Weitere Informationen finden Sie unter www.fp-francotyp.com. ImpressumRedaktion und KontaktFrancotyp-Postalia Holding AG Telefon: +49 (0)30 220 660 410 RealisationGroothuis. Gesellschaft der Ideen und Passionen mbH für Kommunikation und Medien,
Marketing und Gestaltung www.groothuis.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||