Francotyp-Postalia Holding AGBerlinHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2021Kennzahlen
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Solides erstes Halbjahr 2021 mit unerwartet guter Geschäftsentwicklung Gesamtumsatz in den ersten sechs Monaten 2021 erreicht 99,5 Mio. Euro im Vergleich zu 99,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode Umsatz im Geschäftsbereich Frankieren & Office-Lösungen geht um 3,1 % auf 60,4 Mio. Euro zurück; FP profitiert in einem herausfordernden Umfeld von wiederkehrenden Erlösen Umsatz im Geschäftsbereich Mail Services in den ersten sechs Monaten gestiegen um 4,3 % auf 30,5 Mio. Euro; Konsolidierung von Geschäftspost läuft stärker als erwartet Umsatz im Geschäftsbereich Software & BPA und IoT steigt um 6,3 % auf 8,7 Mio. Euro, weiterhin Fokus auf Lösungen mit klarem Kundenwerteversprechen Fremdwährungsentwicklung führte zu einem negativen Umsatzeffekt i.H.v. 2,3 Mio. Euro (in der Vorjahresperiode positiver Effekt i.H.v. 0,4 Mio. Euro) EBITDA erreicht 8,8 Mio. Euro nach 13,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum; EBITDA-Marge erreicht 8,9 %. Normalisiertes EBITDA erreicht 7,4 Mio. Euro und liegt über dem Vorjahreswert von 6,6 Mio. Euro. Free Cashflow solide mit 4,0 Mio. Euro im Vergleich zu 5,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode in den ersten sechs Monaten 2021 Prognose für 2021 erhöht: Umsatz von 192 Mio. Euro bis 200 Mio. Euro sowie ein EBITDA von 12 Mio. Euro bis 16 Mio. Euro (EBITDA-Marge von 6 % bis 8 %) erwartet Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner! Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2021 war besser als erwartet. Wie im Vorjahr waren die ersten sechs Monate zwar teilweise noch von der Corona-Pandemie geprägt, aber der Umsatz erreichte im ersten Halbjahr 2021 trotzdem 99,5 Mio. Euro und damit fast das Vorjahresniveau (99,7 Mio. Euro). Positiv dazu beigetragen haben insbesondere die Geschäftsbereiche Mail Services und Software & BPA und IoT. Auch die Profitabilität entwickelte sich positiv. Das EBITDA erreichte 8,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2021 nach 13,1 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Vorjahreszahl war positiv beeinflusst durch eine höhere Aktivierung von Eigenleistungen (5,9 Mio. Euro im Vorjahr, 3,0 Mio. Euro im aktuellen Jahr), positive Währungseffekte (positiver Effekt von 0,2 Mio. Euro im Vorjahr, negativer Effekt von 1,6 Mio. Euro im aktuellen Jahr) und staatliche Corona-Hilfen (0,4 Mio. Euro im Vorjahr), so dass sich auf normalisierter Basis sogar eine Verbesserung von 6,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 7,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2021 ergibt. Parallel konnten wir ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung des Cashflows verzeichnen. Der Free Cashflow erreichte nach sechs Monaten 2021 4,0 Mio. Euro nach 5,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Bankverbindlichkeiten konnten durch Tilgung um 6,9 Mio. Euro reduziert werden und die Finanzmittel belaufen sich zur Jahresmitte auf 18,7 Mio. Euro. Das ist mehr als ausreichend, um das operative Geschäft und die notwendigen Investitionen, die insbesondere im zweiten Halbjahr 2021 anfallen werden, zu finanzieren. In Anbetracht des Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr 2021 und unter Berücksichtigung der erwarteten Entwicklung im zweiten Halbjahr 2021 gehen wir nun nicht mehr davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Deshalb haben wir uns entschieden, die Guidance für das Gesamtjahr zu erhöhen. Der Vorstand rechnet nunmehr mit einem Umsatz zwischen 192 und 200 Mio. Euro, einem EBITDA zwischen 12 und 16 Mio. Euro und einer EBITDA-Marge von 6% bis 8% (vorher: Umsatz 185-196 Mio. Euro, EBITDA 6-12 Mio. Euro und EBITDA-Marge von 3 % bis 6 %). Der Erfolg von FP im Geschäftsjahr 2021 und die weitere Entwicklung wird maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung des Transformationsprogramms FUTURE@FP abhängen. Ziel der verschiedenen Maßnahmen ist es, das Unternehmen langfristig in einen nachhaltig profitablen, internationalen Technologiekonzern zu wandeln. Wir erwarten zwar, dass das Geschäft mit Frankiermaschinen auf absehbare Zeit ein wichtiges Standbein des Konzerns bleiben wird, aber die digitalen Lösungen sollen weiter weiter ausgebaut werden. Dies ist erforderlich, um die Effekte des langfristig schrumpfenden Marktes für Frankiermaschinen mindestens zu kompensieren und es FP zu ermöglichen, wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Bei der Umsetzung des Programms konnten wir im ersten Halbjahr 2021 bereits Fortschritte erzielen. Um die Kostenstrukturen mit dem erwarteten Geschäftsvolumen in Einklang zu bringen und eine schlanke Unternehmenszentrale zu schaffen, wurden unter anderem bereits verschiedene Personalanpassungen umgesetzt. Hier erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 bereits Einsparungen in Höhe von über 5 Mio. Euro. In diesem Zusammenhang wird auch ein Konzept erarbeitet, um Supportfunktionen ins benachbarte Ausland zu verlagern. Um die Geschäftsbereiche stärker auf Kunden- und Marktbedürfnisse zu fokussieren, wurde die Organisation in den vergangenen Monaten gestrafft und neu aufgestellt. Mit den Geschäftsbereichen Frankieren & Office-Lösungen, Software & BPA und IoT und Mail Services verfügt FP über ein Organisationsmodell, in dem die Verantwortlichkeiten klar geregelt sind - nicht nur für Umsatz und Ergebnis, sondern auch für die kundenorientierte Entwicklung und den Vertrieb der jeweiligen Lösungen. Diese Struktur spiegelt sich nun auch in der Segmentberichterstattung wider, die entsprechend angepasst wurde und so die Transparenz deutlich erhöht. Die Vorbereitungen zur Einführung eines einheitlichen ERP/CRM-Systems laufen ebenfalls planmäßig. Der Projektplan mit Zuständigkeiten und Terminen wurde beschlossen und wird in den nächsten Monaten umgesetzt. Diese einheitliche Infrastruktur wird später nicht nur die Grundlage für zukünftige Geschäftsprozesse, sondern ermöglicht auch die effiziente Steuerung des Unternehmens nach definierten Kennziffern (KPIs). Um Kunden schnell und unkompliziert Zugang zu verschiedenen digitalen Lösungen zu verschaffen, beispielsweise für die Anmeldung und Abrechnung, entwickelt FP aktuell die Grundlagen für erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle, die dem Geschäftsbereich Software & BPA zugeordnet sind. Dazu zählen beispielsweise FP Parcel Shipping, eine Paketversandlösung mit der Kunden die Tarife verschiedener Anbieter vergleichen, Anbieter auswählen und Paketlabel erstellen können, Vision 360 zur Überwachung, Verwaltung und Kontrolle der Porto-Ausgaben oder FP Sign, die digitale Signaturlösung, die kontinuierlich um weitere Funktionen ergänzt wird. Im Input-Management haben wir das Angebot ausgebaut und konnten zuletzt mehrere Aufträge gewinnen. Damit verstärken wir unser Lösungsportfolio sukzessive auf die gesamte Prozesskette im Back-office und Front-office-Bereich beim Kunden. Wir haben außerdem für das IoT-Geschäft ein neues Wertversprechen mit Fokus auf das Lösungsgeschäft entwickelt und wollen mit Platform as a Service (PaaS)- und Software as a Service (SaaS)-Angeboten zum Beispiel für das Immobilienmanagement klare Werte für die Kunden schaffen. Die Fortschritte und Erfolge bei der Umsetzung des Transformationsprogramms stimmen uns zuversichtlich, dass wir die hiermit verbundenen Ziele erreichen werden. Wir freuen uns, wenn Sie, als Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner oder als Aktionärinnen und Aktionäre, auch den weiteren Weg von FP konstruktiv begleiten.
Berlin, 31. August 2021 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Carsten Lind, Vorsitzender Martin Geisel, CFO KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT für die Periode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 20217 Grundlagen des Konzerns 7 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 8 Geschäftsverlauf 8 Ertragslage des Konzerns 13 Finanzlage des Konzerns 16 Vermögenslage des Konzerns 19 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns 19 Risiko- und Chancenbericht 19 Prognosebericht 1. Grundlagen des Konzerns Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding", "Gesellschaft", "Mutterunternehmen" oder "Muttergesellschaft" genannt) ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg in Berlin (Registernummer: HRB 169096 B). Der Sitz der Francotyp-Postalia Holding AG ist in der Prenzlauer Promenade 28, 13089 Berlin, Deutschland. Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die Muttergesellschaft von unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als "FP-Konzern", "FP", "Francotyp-Postalia" oder "das Unternehmen" bezeichnet). Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Dieser Zwischenlagebericht sollte im Kontext mit dem verkürzten Konzernzwischenabschluss einschließlich des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss gelesen werden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss basiert auf einer Reihe von Annahmen sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die detaillierter im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.Dezember 2020 dargestellt sind. Die zum 30. Juni 2021 verpflichtend anzuwendenden neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des FP-Konzerns. Der Zwischenlagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Francotyp-Postalia Holding AG übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Der Zwischenlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 wird in Euro (EUR), der funktionalen Währung der Francotyp-Postalia Holding AG, aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden alle Werte kaufmännisch auf Millionen Euro (Mio. Euro) mit einer Dezimalstelle gerundet, so dass Rundungsdifferenzen auftreten können und die dargestellten Prozentangaben nicht genau die Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Der Zwischenlagebericht ist für den Berichtszeitraum vom 1.Januar bis zum 30. Juni 2021 aufgestellt (H1 2021). Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich Vergleichswerte der Bilanz auf den 31. Dezember 2020 und Vergleichswerte der Gesamtergebnisrechnung sowie der Kapitalflussrechnung auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 (H1 2020). Für die Gesamtergebnisrechnung werden zusätzlich die Quartalszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2021 (Q2 2021) und die entsprechenden Vergleichszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 (Q2 2020) angegeben. Die im zusammengefassten Lagebericht für das Jahr 2020 getroffenen grundsätzlichen Aussagen bezüglich der Geschäftstätigkeit, der Konzernstruktur, der Strategie des Konzerns, des Steuerungssystems sowie hinsichtlich des Bereichs Forschung und Entwicklung gelten weitestgehend unverändert. Die im ersten Halbjahr 2021 erfolgten Veränderungen des Konsolidierungskreises und des Kreises assoziierter Unternehmen sind in der Angabe 3 des verkürzten Konzernanhangs dargestellt. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Erholung der weltweiten Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2021 fortgesetzt. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie deutlich zurückging, prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem jüngsten Ausblick für die Weltwirtschaft ein Wachstum von 6,0 % im Jahr 2021. Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber auch in andere Märkte, spielt das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Im ersten Halbjahr 2021 hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich aufgewertet; der Durchschnittskurs lag bei rund 1,205 US-Dollar und damit über dem Vorjahresniveau von 1,102 US-Dollar (+9,4%). Diese Veränderung führte zu einem wesentlichen Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns. Beim Britischen Pfund gab es im ersten Halbjahr 2021 bezüglich des durchschnittlichen Kurses nur eine geringe Veränderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Durchschnittskurs lag mit 0,868 Pfund leicht unter dem Vorjahresniveau von 0,874 Pfund (-0,7%). Auch gegenüber dem Kanadischen Dollar verzeichnete der Euro-Durchschnittskurs im Halbjahresvergleich kaum eine Veränderung (+0,05%). Im Vergleich zur Schwedischen Krone gab der Euro nach (-5,0%). Ein stärkerer Euro-Kurs wirkt sich negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des FP-Konzerns aus, insofern Teile des Umsatzes in diesen Währungen erlöst und auf Konzernebene in Euro umgerechnet werden. Der FP-Konzern beschäftigt sich in aus- und inländischen Märkten mit der Verarbeitung von Post. Nach wie vor werden laut Statistik des Weltpostvereins mehr als 285 Milliarden Briefe weltweit versendet, mit rückläufigem Trend (2019; weltweite Zahlen für 2020 liegen noch nicht vor; es wird mit einem Rückgang von 4,1 % gerechnet). Wie stark die Rückgänge des Briefvolumens durch die SARS-CoV-2-Pandemie mittelfristig beeinflusst werden, lässt sich weiterhin noch nicht quantifizieren. Es wird aber damit gerechnet, dass sich der Rückgang des Briefvolumens verstärken kann. Zum einen ist im Zuge der Krise ein deutlicher Digitalisierungsschub zu erwarten. Zum anderen können auch mögliche negative Konjunkturentwicklungen belastend auf das Briefvolumen wirken. Für den Paketmarkt wird zumindest vorübergehend eine stärkere Zunahme erwartet. 3. Geschäftsverlauf Der FP-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2021 einen Geschäftsverlauf, der besser als erwartet ausfiel. In den ersten sechs Monaten 2021 erzielte das Unternehmen erfreulicherweise einen starken Umsatz in Höhe von 99,5 Mio. Euro gegenüber 99,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Insgesamt weist FP für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021 damit einen um nur 0,2 % leicht rückläufigen Umsatz aus. Die negativen Effekte der Corona-Pandemie in Form rückläufiger Umsatzerlöse und daraus resultierender Ergebnisbeiträge wirkten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 vor allem im Geschäftsbereich Frankieren & Office-Lösungen aus. Zur Kompensation der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie hatte der FP-Konzern frühzeitig ein strenges Kosten- und Liquiditätsmanagement implementiert. Der Umsatz in den Bereichen Mail Services und Software & BPA und IoT ist hingegen gestiegen. Zudem wirkten erste Kosteneinsparungen aus den Restrukturierungsmaßnahmen. 4. Lage des Konzerns 4.1 Ertragslage des Konzerns Die Entwicklung wesentlicher Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung war wie folgt: Das EBITDA erreichte 8,8 Mio. Euro gegenüber 13,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Free Cashflow erreichte 4,0 Mio. Euro gegenüber 5,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2020. Im Vergleich zur Vorjahresperiode verzeichnete FP damit eine stabile Entwicklung und belegt so das robuste Geschäftsmodell des FP-Konzerns. Zudem verfügt das Unternehmen über ausreichend Liquidität sowie über finanzielle Flexibilität und Reserven auf der Grundlage des bestehenden Konsortialdarlehensvertrages. Aufgrund der robusten Geschäftsentwicklung hat FP die Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben angepasst. Weitere Informationen dazu finden sich im Prognosebericht. Das Unternehmen arbeitete im ersten Halbjahr 2021 am Transformationsprogramm FUTURE@FP, welches der Vorstand im April 2021 präsentierte. Ziel ist es, das Unternehmen langfristig in einen nachhaltig profitablen, internationalen Technologiekonzern zu wandeln. Die Eckpfeiler des Transformationsprogramms FUTURE@FP sind eine gleichzeitige Anpassung der Kostenbasis an den Umsatz, die Einführung eines neuen einheitlichen ERP/CRM-Systems, eine fokussierte Marktbearbeitung durch Business Units und eine Neuausrichtung der digitalen Angebote von FP. Am 11. Januar 2021 gab Francotyp-Postalia Veränderungen im Vorstand bekannt. Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 11. Januar 2021 als weiteres Mitglied des Vorstands Herrn Martin Geisel bestellt, der die Funktion des Chief Financial Officer (CFO) bei der FP wahrnimmt. Herr Sven Meise hat am 11. Januar 2021 sein Amt als Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat und auf eigenen Wunsch niedergelegt. Die Ende Mai 2021 endende Vorstandsbestellung von Herrn Patricius de Gruyter wurde nicht verlängert. scrollen
4.1.1 Entwicklung des Konzernumsatzes
Das erste Halbjahr 2021 stand teilweise im Zeichen der Coronakrise. Trotzdem konnte sich FP in einem schwierigen Marktumfeld vergleichsweise gut behaupten und insgesamt solide Umsätze verzeichnen, was die Robustheit des Geschäftsmodells belegt. Dies gilt vor allem für die strategisch wichtigen Märkte USA und Frankreich. Hier konnte sich FP in der Berichtsperiode behaupten. Der Umsatz im Geschäftsbereich Frankieren & Office-Lösungen ging in den ersten sechs Monaten 2021 um 3,1% auf 60,4 Mio. Euro zurück (im Vorjahr 62,3 Mio. Euro). Basis in diesem Bereich ist die PostBase-Produktfamilie. Die Umsatzentwicklung spiegelt einerseits die Auswirkungen der Corona-Pandemie wider, andererseits waren negative Währungseffekte in Höhe von -2,3 Mio. Euro zu verzeichnen (im Vorjahr positiver Effekt i.H.v. 0,4 Mio. Euro). Aufgrund der Corona-Infektionslage in wichtigen Märkten und den daraus resultierenden Einschränkungen hat sich der Geschäftsverlauf noch nicht wieder vollständig normalisiert. Basierend auf der vorhandenen Produktpalette, die auf den Sektor kleiner Briefvolumina ausgerichtet ist, und des hohen Anteils an wiederkehrenden Umsätzen verfügt das Unternehmen allerdings nach wie vor über ein robustes Geschäftsmodell und ist für die Zukunft im Geschäftsbereich vergleichsweise gut aufgestellt. Dennoch zeigt sich die weltweit rückläufige Marktentwicklung im Frankiermaschinengeschäft auch im ersten Halbjahr 2021 in den Umsatzzahlen des FP-Konzerns. Im deutschen Heimatmarkt stieg der Umsatz des FP-Konzerns im ersten Halbjahr 2021 gegenüber der Vorjahresperiode um 3,3 % auf 56,4 Mio. Euro. Im Produktbereich Frankieren & Office-Lösungen realisierte das Unternehmen in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatz von 17,3 Mio. Euro und blieb damit auf dem Vorjahresniveau (17,3 Mio. Euro). Hierin enthalten ist ein deutlich erhöhter Umsatzanteil für HEFTER Systemform GmbH von 2,4 Mio. Euro gegenüber 1,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Größter ausländischer Markt des FP-Konzerns blieb auch im ersten Halbjahr 2021 die USA. Dort reduzierte sich der Umsatz um 4,7 % von 25,5 Mio. Euro auf 24,3 Mio. Euro. Währungsbereinigt stieg der Umsatz im Berichtszeitraum in den USA um 4,5 %. Der FP-Konzern steigerte in den ersten sechs Monaten 2021 den Umsatz in Großbritannien um 1,8 % von 5,7 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro. Währungsbereinigt stieg der Umsatz im Berichtszeitraum in Großbritannien um 1,7 %. Die negativen Wechselkurseffekte auf den Umsatz über alle Fremdwährungen summierten sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 2,3 Mio. Euro. Währungsbereinigt erzielte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2021 im Ausland einen Umsatz von 45,4 Mio. Euro. Das Geschäft mit Mail Services rund um die Abholung, Frankierung und Konsolidierung von Geschäftspost entwickelte sich positiv. Im ersten Halbjahr 2021 stieg der Umsatz um 4,3 % auf 30,5 Mio. Euro nach 29,3 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Dennoch waren auch in diesem Produktbereich die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin zu spüren. Der Umsatz im Produktbereich Software & BPA und IoT verzeichnete im Berichtszeitraum mit 8,7 Mio. Euro einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,3 %. Während im Geschäft mit Input- und Output-Management die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie weiter spürbar sind und Projekte im Bereich des Internet of Things (IoT) teils weiter verschoben wurden, verzeichneten unsere Digitalprodukte - u.a. unsere Signaturlösung FP Sign - eine positive Umsatzentwicklung. Diese innovative digitale Lösung kann durch die veränderten Arbeitsbedingungen infolge der Pandemie eine signifikante Verbesserung der Umsatzerlöse und Auftragspipeline vorweisen. Die im April 2021 abgeschlossene Partnerschaft mit der DATEV eG, dem drittgrößten Anbieter für Business-Software in Deutschland und einer der großen europäischen IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte, ist ebenfalls positiv zu werten und ein wichtiger Meilenstein im Rahmen des neuen FUTURE@FP Programms. So liegt der Fokus zunächst auf einigen wenigen Zielbranchen, die mit einem kundenzentrierten fokussierten Marketing- und Vertriebsansatz bearbeitet werden - wie etwa die Steuerberaterbranche. Der Produktbereich Software & BPA und IoT befindet sich im Rahmen der Transformation in der Validierung mit Fokus auf Geschäftsmodelle mit einem klaren Werteversprechen für die Kunden und deutlichem Skalierungspotential für FP. UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN scrollen
Die Erlöse aus Produktverkäufen der Kategorie Frankieren & Kuvertieren blieben im ersten Halbjahr 2021 leicht unter dem Vorjahresniveau. Im Servicegeschäft war ein Rückgang um 12,4% zu verzeichnen. Das Geschäft mit Verbrauchsmaterial entwickelte sich im Berichtszeitraum trotz Corona- bedingt spürbarer Rückgänge vergleichsweise robust. Die Umsatzerlöse im Anwendungsbereich von IFRS 16 entwickelten sich in den ersten sechs Monaten 2021 leicht unter dem Vorjahresniveau. Deutlich rückläufigen Umsatzerlösen aus Service- und Teleportogeschäft, stand der positive Effekt aus der Umsatzsteigerung in den Produktkategorien Software / Digital um 12,9 % und Mail Services um 4,4 % gegenüber. 4.1.2 Aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen verzeichneten im ersten Halbjahr 2021 planmäßig einen deutlichen Rückgang auf 3,0 Mio. Euro (- 49,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Die aktivierten Eigenleistungen entfallen mit 2,6 Mio. Euro im Wesentlichen auf Zugänge an vermieteten Erzeugnissen. 4.1.3 Sonstige betriebliche Erträge Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge im ersten Halbjahr 2021 uni 0,6 Mio.Euro auf 0,7 Mio. Euro ist überwiegend auf die um 0,4 Mio. Euro gesunkenen Erträge aus staatlichen Corona-Hilfen zurückzuführen. 4.1.4 Materialaufwand Im ersten Halbjahr 2021 erhöhte sich der Materialaufwand des FP-Konzerns um 1,8 Mio. Euro auf 49,8 Mio. Euro gegenüber 48,0 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Ursächlich hierfür waren die erhöhten Aktivitäten im Bereich Mail Services sowie der Produktmix in der Berichtsperiode. Die Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe erhöhten sich in der Berichtsperiode auf 18,8 Mio. Euro im Vergleich zu 16,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Diese Erhöhung bei gleichzeitig leicht gesunkenem Umsatz ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass aufgrund begrenzter Transportkapazitäten nach Übersee, die der Corona-Pandemie geschuldet sind, die Lagerbestände in den USA bewusst aufgebaut wurden. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 31,0 Mio. Euro verringerten sich geringfügig gegenüber der Vorjahresperiode (31,1 Mio. Euro). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich in der Berichtsperiode auf 50,0 % (im Vorjahr 48,2 %). 4.1.5 Personalaufwand Der Personalaufwand verringerte sich im ersten Halbjahr 2021 um 5,4 % auf 29,5 Mio. Euro (im Vorjahr 31,2 Mio. Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf erste Personalmaßnahmen als Folge der Umsetzung konzernweiter Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote verringerte sich deutlich von 31,3 % auf 29,7 %. 4.1.6 Aufwendungen aus Wertminderungen und Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Aufwendungen aus Wertminderungen abzüglich Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro blieben im ersten Halbjahr 2021 auf dem Vorjahresniveau. 4.1.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,9 Mio. Euro von 15,4 Mio. Euro auf 16,3 Mio. Euro. Personalbezogene Kosten stiegen um 1,4 Mio. Euro und die Kosten für Verpackung und Fracht um 0,5 Mio. Euro, während die Kosten für Marketing um 0,4 Mio. Euro und die Reisekosten um 0,4 Mio. Euro sanken. 4.1.8 EBITDA
Im ersten Halbjahr 2021 erzielte der FP-Konzern ein EBITDA von 8,8 Mio. Euro (-32,6 % im Vergleich zur Vorjahresperiode). Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns verminderte sich auf 8,9 % nach 13,1 % in der Vorjahresperiode. Das EBITDA wurde im Wesentlichen durch die geringeren aktivierten Entwicklungskosten und durch die im Verhältnis zu den Umsatzerlösen gestiegenen Materialaufwendungen sowie der entstandenen Währungsverluste negativ beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich die erzielten Einsparungen - vor allem im Personalbereich - positiv aus, da die Führungsstrukturen deutlich verschlankt wurden. Das normalisierte EBITDA hat sich von 6,6 Mio. Euro deutlich auf 7,4 Mio. Euro verbessert. Hierbei entspricht das normalisierte EBITDA dem EBITDA abzgl. aktivierter Eigenleistungen (3,0 Mio. EUR; im Vorjahr 5,9 Mio. Euro), Währungseffekten (- 1,6 Mio. Euro; im Vorjahr 0,2 Mio. Euro) und staatlicher Corona-Hilfen aus Europa und Kanada in der Vorjahresperiode in Höhe von 0,4 Mio. Euro. 4.1.9 Abschreibungen und Wertminderungen Im ersten Halbjahr 2021 verminderten sich die Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,8 % von 11,2 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro. Dies war in erster Linie eine Folge der bilanziellen Sondereffekte zum Jahresende 2020. Dadurch verringerten sich die Abschreibungen auf Sachanlagen um 1,2 Mio. Euro. Zudem wurde in der Vorjahresperiode eine Wertminderung auf die aktivierten Entwicklungskosten der Signaturlösung FP Sign in Höhe von 0,6 Mio. Euro erfasst. 4.1.10 Zinsergebnis Das Zinsergebnis sank im ersten Halbjahr 2021 leicht um 0,1 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro. Dies resultierte primär aus um 0,1 Mio. Euro höheren Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten. 4.1.11 Sonstiges Finanzergebnis Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2021 ein sonstiges Finanzergebnis in Höhe von 0,5 Mio. Euro (im Vorjahr 0,1 Mio. Euro). Die Entwicklung im sonstigen Finanzergebnis beruht maßgeblich auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzposten. 4.1.12 Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden Im ersten Halbjahr 2021 realisierte der FP-Konzern aus der anteilsmäßig (at equity) in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligung an der Juconn GmbH einen anteiligen Gewinn in Höhe von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,0 Mio. Euro). Der Gewinn resultiert aus der Veräußerung der Beteiligung an der Juconn GmbH im April 2021. 4.1.13 Ertragsteuern Die Aufwendungen aus Ertragsteuern betragen im ersten Halbjahr 2021 0,3 Mio. Euro (im Vorjahr 0,9 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steuerquote von 35,0 % (im Vorjahr 32,9 %). 4.1.14 Konzernergebnis
Das Konzernergebnis verminderte sich im ersten Halbjahr 2021 auf 0,6 Mio. Euro nach 1,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2020 im Wesentlichen infolge der Verringerung des EBITDA und der rückläufigen Abschreibungen und Wertminderungen. Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2021 ein Ergebnis pro Aktie (EPS) von 0,04 Euro (unverwässert / verwässert) nach 0,11 Euro (unverwässert / verwässert) im ersten Halbjahr 2020. 4.1.15 Zusammenfassung der Ergebnisse pro Segment Die Segmente berichten nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Für weitere Informationen sowie die Änderung der Segmente im Geschäftsjahr 2021 verweisen wir auf den Abschnitt II Segmentberichterstattung im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss. In der folgenden Tabelle werden Umsatz und EBITDA der Segmente dargestellt. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENT scrollen
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1) Umsatzerlöse mit externen Dritten und
EBITDA nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften
4.2 Finanzlage des Konzerns 4.2.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität des FP-Konzerns zu sichern. Das Unternehmen erreicht dieses Ziel durch den Einsatz verschiedener Finanzierungsinstrumente. Bei deren Auswahl werden die Flexibilität, die Art der Kreditauflagen, das bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der Finanzierung berücksichtigt. Die längerfristige Liquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativen Planung. Grundsätzlich stammt ein wesentlicher Teil der Liquidität des FP-Konzerns aus der operativen Geschäftstätigkeit der Segmente mit dem daraus resultierenden Mittelzufluss. Ergänzend nutzt das Unternehmen Kredite von Finanzinstituten und Finanzierungsleasing. 4.2.2 Dividendenberechtigter Bilanzgewinn und Dividende Auch im Rahmen der Umsetzung des aktuellen Transformationsprogrammes hat die Dividendenpolitik des FP-Konzerns grundsätzlich Bestand. Aufgrund der Coronakrise legt das Unternehmen den Fokus auf die Sicherstellung und den Ausbau der vorhandenen Konzernliquidität, um die strategischen und operativen Ziele des FP-Konzerns nachhaltig abzusichern. Angesichts der Belastungen im Geschäftsjahr 2020 und des daraus resultierenden negativen Konzernergebnisses sowie der erforderlichen Investitionen in den Umbau des Konzerns wurde in 2021 keine Dividende für 2020 gezahlt. 4.2.3 Finanzierungsanalyse Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie bestehende Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten und Finanzierungsleasingvereinbarungen.
4.2.4 Investitionsanalyse
Der FP-Konzern investierte auch im ersten Halbjahr 2021 in künftiges Wachstum - jedoch eher auf einem normalen Niveau. Dabei lagen die Investitionen im ersten Halbjahr 2021 mit 3,3 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau von 8,6 Mio. Euro. Für das zweite Halbjahr 2021 ist mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen. Die Investitionen in vermietete Erzeugnisse, im Wesentlichen in den USA, Großbritannien, Kanada und Niederlande, erhöhten sich im ersten Halbjahr 2021 auf 2,6 Mio. Euro (im Vorjahr 1,7 Mio. Euro). Die Investitionen in aktivierte Entwicklungskosten betrugen im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 4,1 Mio. Euro). Im Vorjahreszeitraum investierte der FP-Konzern 1,3 Mio. Euro in den Erwerb des Geschäftsbetriebes der HEFTER Systemform GmbH und hat damit den Geschäftsbereich Frankieren und Office-Lösungen weiter gestärkt und das Produktportfolio ausgebaut. 4.2.5 Liquiditätsanalyse LIQUIDITÄTSANALYSE (IN MIO. EUR) scrollen
Der FP-Konzern hat sich vor dem Hintergrund der Pandemie seit dem ersten Quartal 2020 kontinuierlich und erfolgreich auf die Kostenkontrolle und das Liquiditätsmanagement konzentriert. Mit 7,2 Mio. Euro lag der operative Cashflow nach sechs Monaten 2021 zwar deutlich unter dem Vorjahresniveau von 14,6 Mio. Euro. Aber im ersten Halbjahr 2021 wurden wesentliche Einmalzahlungen getätigt, die es in der Vorjahresperiode nicht gab. In den Folgequartalen wird sich dies im Wesentlichen ausgleichen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2021 -3,3 Mio. Euro und war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (-8,6 Mio. Euro) infolge der verstärkt eingeleiteten Gegenmaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie und veränderter Investitionsschwerpunkte stark rückläufig. Bezüglich weiterer Ausführungen hierzu wird auf den Abschnitt 4.2.4 Investitionsanalyse verwiesen. Der Free Cashflow sank zwar aufgrund des niedrigeren operativen Cashflows und trotz der geringeren Investitionen im ersten Halbjahr 2021, blieb mit 4,0 Mio. Euro (im Vorjahr 5,9 Mio. Euro) aber weiterhin positiv. Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2021 ist im Wesentlichen auf Auszahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 6,9 Mio. Euro (im Vorjahr 2,5 Mio. Euro) sowie auf Auszahlungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr 1,9 Mio. Euro) zurückzuführen.
Gemäß Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten: Leverage = Nettoverschuldung (Total Net Debt) / Adjusted
EBITDA (ggf. bereinigt um Sondereffekte) ≤ 3,0 X
Adjusted EBITDA (ggf. bereinigt um Sondereffekte) Interest Cover = > 5,0 x Zinsergebnis (bereinigt um IAS 23 Fremdkapitalkosten) Vereinbarungsgemäß werden Einmaleffekte für die Berechnung der Covenants nach einem vereinfachten Berechnungsschema (teilweise) bereinigt. Sämtliche Kreditbedingungen wurden im ersten Halbjahr 2021 und 2020 durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern konnte zu jedem Zeitpunkt im ersten Halbjahr 2021 und 2020 seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. 4.3 Vermögenslage des Konzerns
Die Bilanz des FP-Konzerns zum 30. Juni 2021 wird geprägt durch die Umsetzung des Transformationsprogrammes FUTURE@FP sowie 4.3.1 Lang- und kurzfristige Vermögenswerte scrollen
Die langfristigen Vermögenswerte sanken im ersten Halbjahr 2021 von 82,2 Mio. Euro auf 77,7 Mio. Euro. Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte um 3,3 Mio. Euro ist hauptsächlich auf planmäßige durch die operative Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2021 unter dem Einfluss der Corona- Pandemie. Abschreibungen auf selbst erstellte (2,8 Mio. Euro) und entgeltlich erworbene (0,7 Mio. Euro) immaterielle Vermögenswerte bei gleichzeitig sehr geringen Neuinvestitionen zurückzuführen. Die Verringerung der Sachanlagen um 0,6 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen der vermieteten Erzeugnisse (2,2 Mio. Euro) sowie der technischen Anlagen und Maschinen und anderer Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung (1,2 Mio. Euro), die durch Zugänge der vermieteten Erzeugnisse (2,6 Mio. Euro) teilweise kompensiert wurden. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich im ersten Halbjahr 2021 von 91,8 Mio. Euro um 3,1 Mio. Euro auf 88,7 Mio. Euro. Dies resultiert überwiegend aus der Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 4,5 Mio. Euro und der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte um 2,2 Mio. Euro. Einen gegenläufigen Effekt hatte der Anstieg des Vorratsvermögens um 2,4 Mio. Euro zur Sicherung der Lieferfähigkeit sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,7 Mio. Euro. 4.3.2 Eigenkapital Zum 30. Juni 2021 betrug das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG 16,3 Mio. Euro, eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag (im Vorjahr 16.301.456). Zum 30. Juni 2021 hielt das Unternehmen 257.393 eigene Aktien (im Vorjahr 257.393). Das entspricht 1,6% am Grundkapital. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag zum Kaufpreis wird mit der Kapitalrücklage verrechnet. Das Eigenkapital des Konzerns hat sich von 13,7 Mio. Euro um 1,0 Mio. Euro auf 14,6 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg ist hauptsächlich auf das positive Gesamtergebnis in Höhe von 1,0 Mio. Euro zurückzuführen. 4.3.3 Lang- und kurzfristige Schulden LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN scrollen
Die langfristigen Schulden verminderten sich von 74,2 Mio. Euro um 8,6 Mio. Euro auf 65,6 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 6,9 Mio. Euro und die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,3 Mio. Euro zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden in Höhe von 86,1 Mio. Euro blieben auf dem Vorjahresniveau. Die Abnahme der kurzfristigen Personalrückstellungen um 2,9 Mio. Euro und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,2 Mio. Euro wurde größtenteils durch den Anstieg der kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten um 1,6 Mio. Euro, der Steuerschulden um 1,3 Mio. Euro und der Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern um 1,2 Mio. Euro kompensiert. Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird laufend überprüft.
Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Finanzmittel. Zu den Finanzverbindlichkeiten zählen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Leasingverbindlichkeiten. In die Finanzmittel werden die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich verfügungsbeschränkter flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden) einbezogen. Diese Darstellung gilt sowohl im Hinblick auf die Bestimmung des Nettoverschuldungsgrades als Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns als auch in Bezug auf den Ausweis in der Kapitalflussrechnung. scrollen
Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum Liquiditätsmanagement verminderte sich im ersten Halbjahr 2021 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns deutlich (- 16,8 %). 4.3.4 FP als Leasinggeber Der FP-Konzern betreibt als Leasinggeber sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens. Im Anlagevermögen sind zum 30. Juni 2021 unter dem Posten "Vermietete Erzeugnisse" Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von 15,9 Mio. Euro (im Vorjahr 15,5 Mio. Euro) bilanziert, die im Wesentlichen im Rahmen von Operate Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die Finance Lease-Vereinbarungen mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing" und belaufen sich zum Bilanzstichtag im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 23,1 Mio. Euro (im Vorjahr 22,3 Mio. Euro). 4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns Das erste Halbjahr 2021 verlief schlechter als die Vorjahresperiode aber insgesamt positiv für FP. Der Umsatz lag mit 99,5 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Das EBITDA erreichte in den ersten sechs Monaten 8,8 Mio. Euro. Neben der guten Umsatzentwicklung wurden erste positive Effekte der Kosteneinsparungen sichtbar. Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des weiterhin herausfordernden Marktumfelds im Frankiergeschäft zeigte FP in den ersten sechs Monaten 2021 eine robuste Geschäftsentwicklung und arbeitete zugleicham Transformationsprogramm FUTURE@FP, welches der Vorstand im April 2021 präsentierte. Ziel ist es, das Unternehmen langfristig in einen nachhaltig profitablen, internationalen Technologiekonzern zu wandeln. Das Transformationsprogramm zeigt bereits erste positive Effekte, da FP die Kostenstrukturen deutlich verbesserte. Das Unternehmen liegt aber auch umsatzmäßig besser als erwartet, so dass die Prognose für Umsatz und EBITDA erhöht wurde. Der Vorstand beurteilt den Verlauf der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2021 insgesamt als zufriedenstellend. 5. Risiko- und Chancenbericht Chancen und Risiken sind Einflüsse oder Ereignisse, die dazu geeignet sind, dass die Zielsetzung des Managements bezüglich der kurz- und mittelfristigen Unternehmensentwicklung übertroffen oder unterschritten wird. Ziel des Chancenmanagements ist es, solche Opportunitäten frühzeitig zu erkennen und gezielt zu verfolgen. Das Risikomanagement hingegen soll sicherstellen, dass Risiken nicht nur rechtzeitig erkannt, sondern zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, um den Einfluss auf das Unternehmen zu kontrollieren und ggf. zu minimieren. Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 hat der FP-Konzern die Risiken, auch im Hinblick auf die Auswirkungen von COVID-19, und die Chancen ausführlich erläutert. Der Geschäftsbericht 2020 ist im Internet unter https://www.fp-francotyp.com verfügbar. Im Berichtszeitraum haben sich gegenüber den im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 beschriebenen Chancen und Risiken keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie unterliegt jedoch sowohl hinsichtlich ihrer Dauer als auch in ihren Auswirkungen erhöhten Unsicherheiten, die im Geschäftsjahr 2021 und darüber hinaus belastenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns haben können. gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Sachverständigenrat). Das Unternehmen weist darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen beruhen. Die künftigen tatsächlichen Entwicklungen und tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Annahmen und Schätzungen erheblich abweichen. 6. Prognosebericht Die Prognose der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der SARS-CoV-2-Pandemie basiert auf Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des deutschen Sachverständigenrat zur Begutachtung der herausfordernden Marktumfelds im Frankiergeschäft zeigte FP in den ersten sechs Monaten 2021 eine robuste Geschäftsentwicklung und arbeitete zugleich am Transformationsprogramm FUTURE@FP, welches der Vorstand im April 2021 präsentierte. Ziel ist es, das Unternehmen langfristig in einen nachhaltig profitablen, internationalen Technologiekonzern zu wandeln. Das Transformationsprogramm zeigt bereits erste positive Effekte, da FP die Kostenstrukturen deutlich verbesserte. Das Unternehmen liegt aber auch umsatzmäßig besser als erwartet, so dass die Prognose für Umsatz und EBITDA erhöht wurde. Der Vorstand beurteilt den Verlauf der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2021 insgesamt als zufriedenstellend. 6.1 Erwartete Entwicklung der Leistungsindikatoren scrollen
Die Geschäftsentwicklung 2021 profitiert einerseits von den zunehmend positiveren konjunkturellen Rahmenbedingungen. Andererseits herrscht weiterhin Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und ihren möglichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf im aktuellen Geschäftsjahr 2021. Aufgrund der unerwartet guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2021, der nunmehr zu erwartenden Entwicklung im zweiten Halbjahr 2021 und der bereits umgesetzten Maßnahmen im Rahmen von FUTURE@FP hat der Vorstand beschlossen, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben anzupassen. Für das Gesamtjahr 2021 geht der Vorstand nunmehr von einem Umsatz in einer Bandbreite zwischen 192 Mio. Euro und 200 Mio. Euro aus. Bislang war ein Umsatz von 185 Mio. Euro bis 196 Mio. Euro prognostiziert worden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird in einer Bandbreite von 12 Mio. Euro bis 16 Mio. Euro (EBITDA-Marge von 6 % bis 8 %) erwartet. Die bisherige Prognose lag zwischen 6 Mio. Euro und 12 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2020 erreichte der Umsatz des FP-Konzerns 195,9 Mio. Euro und das EBITDA erreichte 9,8 Mio. Euro, das entspricht einer EBITDA-Marge von 9,9 %. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren dürften sich 2021 leicht verbessern. Sowohl für den Qualitätsindikator als auch für den Verbesserungsindikator ist eine leicht positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahreswert geplant. Dies liegt insbesondere an stabilen und tendenziell sinkenden Gewährleistungskosten sowie Serviceeinsätzen.
Berlin, 31. August 2021 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Carsten Lind, Vorsitzender Martin Geisel, CFO VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS der Francotyp-Postalia Holding AG für die Periode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 23 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 25 Konzernzwischenbilanz 27 Konzern-Kapitalflussrechnung 29 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 31 Verkürzter Konzernanhang Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021scrollen
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Konzernzwischenbilanz zum 30. Juni 2021AKTIVA scrollen
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Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021scrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021scrollen
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VERKÜRZTERKONZERN -ANHANG32 Grundlagen 33 Segmentberichterstattung 37 Erläuternde Angaben I. Grundlagen (1) Informationen zum Unternehmen Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding", "Gesellschaft", "Mutterunternehmen" oder "Muttergesellschaft" genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg in Berlin unter HRB 169096 B eingetragen. Der Sitz der Francotyp-Postalia Holding AG ist in der Prenzlauer Promenade 28, 13089 Berlin, Deutschland. Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die Muttergesellschaft von unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als "FP-Konzern", "FP-Gruppe", "FP", "Francotyp-Postalia" oder "das Unternehmen" bezeichnet). Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des international agierenden FP-Konzerns mit einer fast 100-jährigen Unternehmensgeschichte liegt bei Produkten und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und Digitalen Lösungen für Unternehmen und Behörden. Im Digitalbereich verfügt der FP-Konzern über hochsichere Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) sowie für digitale Signaturen von Dokumenten. (2) Grundlagen der Rechnungslegung Grundlagen der Aufstellung Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der die FP-Gruppe konsolidiert wird. Der Konzernzwischenabschluss ist aufgestellt für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 (H1 2021). Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Vergleichswerte der Bilanz auf den 31. Dezember 2020 und die Vergleichswerte der Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 (Hl 2020). Für die Gesamtergebnisrechnung werden zusätzlich die Quartalszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2021 (Q2 2021) und die entsprechenden Vergleichszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 (Q2 2020) angegeben. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse geprägt. In Bezug auf die für die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode relevanten Konjunktureinflüsse wird auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht verwiesen. Übereinstimmungserklärung Der ungeprüfte verkürzte Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 entspricht den Anforderungen des IAS 34 (Zwischenberichterstattung) der am Abschlussstichtag für Zwischenberichte geltenden und von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte im Kontext mit dem Konzernzwischenlagebericht gelesen werden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle Informationen und Anhangsangaben, die im Konzernjahresabschluss erforderlich sind und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2020 (Konzernabschluss 2020) gelesen werden. Dieser Konzernjahresabschluss wurde in Übereinstimmung mit den von der EU anerkannten IFRS des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den vom IASB gebilligten Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind grundsätzlich unverändert. Die zum 30. Juni 2021 verpflichtend anzuwendenden neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des FP-Konzerns. (3) Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der FP Holding und ihrer direkt und indirekt beherrschten Tochterunternehmen. Der Konsolidierungskreis und der Kreis der assoziierten Unternehmen veränderten sich im ersten Halbjahr 2021 wie folgt: Im Rahmen des FP Transformationsprogramms FUTURE@FP wurde im April 2021 die Konzerngesellschaft FP NeoMonitor GmbH, Berlin, neu gegründet. Die FP NeoMonitor GmbH ist eine 100%ige Tochter der Francotyp-Postalia Holding AG und soll das neue Software-as-a-Service-Geschäft im Bereich IoT aufbauen. Im Mai 2021 wurde die FP Finance B.V., Zoetermeer, Niederlande, liquidiert und ist somit aus dem Konzern ausgeschieden. Die gehaltenen Anteile am assoziierten Unternehmen Juconn GmbH, Unterföhring, wurden im April 2021 veräußert. (4) Währungsumrechnung Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde: scrollen
(5) Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfordert bei verschiedenen Positionen, dass für Ansatz, Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Die Verwendung von Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen wird im Konzernabschluss 2020 erläutert. Auswirkungen der Corona-Pandemie Aufgrund der immer noch nicht absehbaren weltweiten Folgen der Corona-Pandemie unterliegen Schätzungen und Ermessensentscheidungen derzeit einer erhöhten Unsicherheit. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt. Diese Informationen wurden auch bei der Untersuchung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte einbezogen. II. Segmentberichterstattung Die Struktur und Organisation der weltweiten FP-Gruppe sowie die Segmentierungsgrundlage wurde im Geschäftsjahr 2021 geändert und nach einem neuen Target Operating Model optimiert. In der Vergangenheit gliederte der FP-Konzern seine betriebliche Tätigkeit in die vier Segmente Produktion, Vertrieb Deutschland, Vertrieb International sowie Zentrale Funktionen. Seit dem Geschäftsjahr 2021 ist der Konzern, basierend auf der Unterteilung für Zwecke der aktuellen internen Steuerung, in die vier berichtspflichtigen Segmente Frankieren & Office- Lösungen, Software & BPA und IoT, Mail Services sowie Zentrale Funktionen aufgeteilt. Die Segmente berichten nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Die Segmentinformationen für das erste Halbjahr 2020 wurden angepasst. Für Kunden im Segment Frankieren & Office-Lösungen bietet FP nicht nur Frankiermaschinen und verwandte Hardware, sondern auch anderen Bürobedarf sowie Lösungen aus dem digitalen Produktspektrum. Mit Parcel Shipping und Vision360 sind erste Weichen in diese Richtung gestellt worden. Das Ziel ist es, den Kunden eine umfassende Lösung für ihr Office zu bieten. Großes Potenzial für diese Angebote sind in Europa und den USA vorhanden. Dieses Segment erwirtschaftet einen hohen Anteil wiederkehrender Umsätze. Die Lösungen im Segment Software & BPA und IoT ermöglichen effiziente Kommunikation und automatisierte Prozess-Workflows für Kunden. Zu den Produkten zählen Hybrid Mail, transACTmail, Backoffice- und Frontoffice-Automatisierung, DE-Mail, FP Sign und Parcel Shipping sowie Produkte von Drittanbietern. Mit diesem Segment adressiert FP den stark wachsenden Markt der Prozessautomatisierung. Durch strategische Ergänzungen soll das Lösungsportfolio zum Beispiel im Bereich von Cloudanwendungen erweitert werden, um Kunden sichere und effiziente Prozesse anzubieten. FP verfügt über die Technologie, um Kunden spezielle IoT-Lösungen aus einer Hand anzubieten. Die Märkte, die im Fokus sind, wie Immobilienmanagement, Abfallwirtschaft und Energie, sollen zukünftig End-to-End Komplettlösungen aus Hard- und Software erhalten, um die Technologie schnell und unkompliziert zu nutzen. Das Portal NeoMonitor zum Beispiel macht das Onboarding von Kunden extrem einfach. Das Ziel ist es, dem Kunden eine effiziente Analytik, Steuerung und automatisiertes Servicemanagement seiner Anlagen von Gebäuden zu ermöglichen. Das Segment Mail Services hat sich auf die Konsolidierung großer Briefmengen spezialisiert. Das Abholen, portooptimierte Sortieren und die Auslieferung an Postdienstleister entlastet Unternehmen mit hohen Briefvolumina und hilft, die damit verbundenen Kosten zu reduzieren. Unter das Segment Zentrale Funktionen fallen die Francotyp-Postalia Holding AG sowie die FP Shared Service Europe GmbH. Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr aus Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften generiert. In der Spalte "Überleitung Konzern" werden Inter- und Intrasegment-Beziehungen eliminiert sowie Anpassungen der lokalen Bilanzierung an die Bilanzierung nach IFRS ausgewiesen. SEGMENTINFORMATIONEN H1 2021 scrollen
SEGMENTINFORMATIONEN H1 2020 scrollen
ÜBERLEITUNG DER UMSATZERLÖSE scrollen
ÜBERLEITUNG DES KONZERNERGEBNISSES scrollen
ÜBERLEITUNG DER VERMÖGENSWERTE scrollen
ÜBERLEITUNG DER SCHULDEN scrollen
Der FP-Konzern realisiert Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einer sehr breiten Kundenbasis. Dabei liegt im ersten Halbjahr 2021 und im ersten Halbjahr 2020 der Umsatzanteil von jedem externen Kunden oder jeder Gruppe von Unternehmen, die als einziger externer Kunde anzusehen ist, unterhalb von 10% der Umsatzerlöse vom FP-Konzern. III. Erläuternde Angaben (6) Umsatzerlöse Die folgenden Tabellen zeigen die Umsatzerlöse disaggregiert nach Leistungsarten. Es werden sowohl die Umsatzerlöse im Anwendungsbereich von IFRS 15 als auch IFRS 16 dargestellt. Zudem enthalten die Tabellen die Überleitung zu den Umsätzen der Segmentberichterstattung. scrollen
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In der Überleitung vom IFRS-Umsatz zum Segment-Umsatz ergibt sich eine Erhöhung um TEUR 681 (im Vorjahr Reduktion um TEUR 701). Der Effekt betrifft im Wesentlichen die Umsatzerlöse aus Leasing- und Serviceverträgen nach IFRS in Höhe von TEUR 595 (im Vorjahr TEUR -941) sowie Währungseffekte aus Hedge Accounting in Höhe von TEUR 86 (im Vorjahr TEUR 241). Aufgrund der Allokation der Transaktionspreise nach IFRS 15 bzw. der Gegenleistungen nach IFRS 16 in Verbindung mit IFRS 15 ergeben sich nach IFRS zwischen den einzelnen Leistungsarten Verschiebungen, die in der Überleitung zum Segment-Umsatz eliminiert werden. scrollen
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Die folgende Tabelle zeigt die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten. Diese werden in der Bilanz unter den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. (7) Steuern Im ersten Halbjahr 2021 belief sich der Ertragsteueraufwand des FP-Konzerns auf TEUR 340 (im Vorjahr TEUR 867). Die Plansteuerquote beträgt 35,0% (im Vorjahr 32,9%) und ist damit etwas höher als im Vorjahr. scrollen
(8) Immaterielle Vermögenswerte Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist in den folgenden Tabellen dargestellt. ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE H1 2021 scrollen
ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE H1 2020 scrollen
Die Zugänge zu den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten sowie den noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten und Anzahlungen betrugen insgesamt TEUR 77 (im Vorjahr TEUR 4.214). Im ersten Halbjahr 2021 wurde eine planmäßige Abschreibung auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.834 erfasst (im Vorjahr TEUR 2.828). Zudem wurde in der Vorjahresperiode im Segment Software & BPA und IoT eine Wertminderung auf die aktivierten Entwicklungskosten des noch nicht abgeschlossenen Projektes FP Sign in Höhe von TEUR 566 erfasst. In den Zugängen der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Kundenlisten von insgesamt TEUR 72 (im Vorjahr TEUR 396) ist hauptsächlich der Erwerb von Software und Lizenzen enthalten. Im ersten Halbjahr 2021 wurde eine planmäßige Abschreibung auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 296 (im Vorjahr TEUR 665) und Kundenlisten in Höhe von TEUR 376 (im Vorjahr TEUR 342) erfasst. (9) Sachanlagen Die Entwicklung der Sachanlagen wird in den folgenden Tabellen dargestellt. ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN H1 2021 scrollen
ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN H1 2020 scrollen
Die dargestellten Zugänge der vermieteten Erzeugnisse von insgesamt TEUR 2.619 (im Vorjahr TEUR 1.657) beziehen sich hauptsachlich auf das Segment Frankieren & Office-Lösungen. In den Herstellungskosten der selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind in der Berichtsperiode aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 2.959 erfasst worden (im Vorjahr TEUR 5.857). (10) Vorräte Die Wertminderungen auf das Vorratsvermögen betragen zum 30. Juni 2021 TEUR 2.397 (im Vorjahr TEUR 1.930) und wurden zum Zeitpunkt der Wertminderung in der Konzern- Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Materialaufwand" erfasst. Der Verbrauch der Vorräte hat die Konzern-Gesamtergebnisrechnung in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 18.795 (im Vorjahr TEUR 16.916) beeinflusst. (11) Rückstellungen für Restrukturierung Von den zum 31. Dezember 2020 gebildeten Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 7.250 wurden im ersten Halbjahr 2021 TEUR227 verbraucht. Außerdem wurde eine Zuführung in Höhe von TEUR 975 erfasst, so dass die Rückstellungen für Restrukturierung zum 30. Juni 2021 TEUR 7.999 betragen. (12) Finanzinstrumente Klassen von Finanzinstrumenten Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Finanzinstrumente, welche im Konzernabschluss enthalten sind sowie deren Bewertungskategorie nach IFRS 9. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN scrollen
1) AC - Amortized cost (zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet), FV - Fair Value (zum
beizulegenden Zeitwert bewertet)
Der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen finanziellen Vermögenswerte (kurzfristig), der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristig) hat kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die Buchwerte dieser Finanzinstrumente näherungsweise ihren beizulegenden Zeitwerten zum Abschlussstichtag. Der Buchwert der langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert, da diese variabel verzinst sind oder es seit dem erstmaligen Ansatz dieser Finanzinstrumente keine wesentlichen Änderungen in den anwendbaren Bewertungsparametern gab. Die nachstehende Tabelle enthält Informationen zur Bewertung der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value Hierarchie. scrollen
Zum Ende der Berichtsperiode wird überprüft, ob Umgruppierungen zwischen den Bewertungshierarchien vorzunehmen sind. Im ersten Halbjahr 2021 und 2020 wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. (13) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung In die Finanzmittel des FP-Konzerns werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich verfügungsbeschränkter flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden) einbezogen. scrollen
(14) Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten Bezüglich der Angaben zu Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen im Konzernabschluss 2020. (15) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen sind Gesellschafter mit maßgeblichem Einfluss auf den FP-Konzern, das assoziierte Unternehmen, nicht konsolidierte Tochtergesellschaften und Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns haben. Personen mit maßgeblichem Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns umfassen sämtliche Personen in Schlüsselpositionen und deren nahestehende Familienangehörige. Innerhalb des FP-Konzerns trifft dies auf die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Francotyp-Postalia Holding AG zu. Transaktionen mit Gesellschaftern mit maßgeblichem Einfluss Der Gesellschafter mit maßgeblichem Einfluss ist die Obotritia Capital KGaA, Potsdam, die am 30. Juni 2021 unverändert zum 31. Dezember 2020 28,5% der Stimmrechte an der FP Holding hielt. Auf der Hauptversammlung am 16. Juni 2021 waren 48,9% des Grundkapitals vertreten. Somit hatte die Obotritia Capital KGaA auf der Hauptversammlung "de-facto"-Kontrolle (Präsenzmehrheit) über die Francotyp-Postalia Holding AG. Die Anteile der Obotritia Capital KGaA werden deren Gesellschafter, Herrn Rolf Elgeti, zugerechnet. Im ersten Halbjahr 2021 sowie 2020 wurden keine Transaktionen mit der Obotritia Capital KGaA bzw. mit Herrn Elgeti durchgeführt. Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen Am 15. Januar 2021 kaufte Patricius de Gruyter (damals Mitglied des Vorstands) Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG mit einem Volumen von EUR 11.198 für EUR 3,20 je Aktie. Am 24. Februar 2021 kaufte Carsten Lind (Vorstandsvorsitzender) Aktien der Francotyp- Postalia Holding AG mit einem Volumen von EUR 6.240 für EUR 3,12 je Aktie. Am 25. Februar 2021 kaufte Martin Geisel (Mitglied des Vorstands) Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG mit einem Volumen von EUR 63.097 für EUR 3,15 je Aktie. Am 19. Mai 2021 kaufte Carsten Lind (Vorstandsvorsitzender) Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG mit einem Volumen von EUR 5.520 für EUR 2,76 je Aktie. Am 20. Mai 2021 kaufte Carsten Lind (Vorstandsvorsitzender) Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG mit einem Volumen von EUR 2.700 für EUR 2,70 je Aktie. Am 27. Mai 2021 kaufte Martin Geisel (Mitglied des Vorstands) Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG mit einem Volumen von EUR 8.826 für EUR 2,94 je Aktie. Am 18. Juni 2021 kaufte die Rat und Vermögen GmbH, die in enger Beziehung zum Aufsichtsratsmitglied Dr. Alexander Granderath steht, Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG mit einem Volumen von EUR 92.867,07 für EUR 3,10 je Aktie. Im ersten Halbjahr 2020 fanden keine Aktienkäufe seitens Personen in Schlüsselpositionen statt. (16) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des FP-Konzerns gehabt hätten. (17) Genehmigung des Abschlusses zur Veröffentlichung Der Vorstand genehmigte die Veröffentlichung des verkürzten Konzernabschlusses am 31. August 2021.
Berlin, 31. August 2021 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Carsten Lind, Vorsitzender Martin Geisel, CFO VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER der Francotyp-Postalia Holding AG für die Periode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass jeweils ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, 31. August 2021 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Carsten Lind, Vorsitzender Martin Geisel, CFO Weitere Informationen Informationen über das Unternehmen Der international agierende börsennotierte FP-Konzern mit Hauptsitz in Berlin ist Experte für Lösungen, die das Büro- und Arbeitsleben einfacher und effizienter machen. Als Marktführer in Deutschland und Österreich sowie weltweit drittgrößter Anbieter von Frankiersystemen ist der Konzern mit seiner fast 100jährigen Unternehmensgeschichte eine feste Größe. Das Unternehmen ist in zehn Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und über ein Händlernetz in 40 weiteren Ländern vertreten. Im Bereich Mail Services bietet FP die Konsolidierung von Geschäftspost und zählt zu den führenden Anbietern in Deutschland. Im Geschäftsbereich Software & BPA optimiert FP die Geschäftsprozesse der Kunden und bietet Lösungen wie etwa elektronische Signaturlösungen, Hybrid Mail, Input-Output-Management für physische und digitale Dokumente bis hin zur datengesteuerten Automatisierung von komplexen Geschäftsprozessen. Im Bereich des Internet of Things (IoT) entwickelt das Unternehmen Plattform- und Software-as-a-Service-Lösungen. Der Konzern erzielte 2020 einen Umsatz von rund 196 Mio. Euro. Weitere Informationen finden Sie unter www.fp-francotyp.com. Impressum Redaktion und Kontakt Francotyp-Postalia Holding AG Investor Relations Prenzlauer Promenade 28 13089 Berlin Deutschland Telefon: +49 (0)30 220 660 410 Telefax: +49 (0)30 220 660 425 E-Mail: ir@francotyp.com Internet: www.fp-francotyp.com |
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