Francotyp-Postalia Holding AGBerlinHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2020Kennzahlen UMSATZ NACH QUARTALEN (in TEUR)
WERTE GEMÄSS KONZERNABSCHLUSS (wie berichtet) scrollen
Francotyp-Postalia trotzt Coronakrise mit robustem Ergebnis im ersten Halbjahr 2020: Das erste Halbjahr 2020 stand im Zeichen der Corona-Pandemie. Trotz dieser besonderen Rahmenbedingungen konnte FP den Umsatz leicht und das EBITDA deutlich steigern. Durch aktives Kosten- und Liquiditätsmanagement erzielte der FP-Konzern in den ersten sechs Monaten einen positiven Free Cashflow. Gerade in dieser Zeit beweist sich die Robustheit des Geschäftsmodells. Im zweiten Quartal 2020 hat FP - wie nahezu alle Unternehmen - die Auswirkungen der Corona-Pandemie gespürt, was zu einem erwarteten Rückgang in einzelnen Produktbereichen des Unternehmens führte. Dadurch zeigte sich die Entwicklung von Umsatz und EBITDA im zweiten Quartal schwächer. Im Kerngeschäft Frankieren und Kuvertieren zeigte FP trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie eine robuste Entwicklung und konnte sich im Branchenvergleich gut schlagen; das Unternehmen erhöht seit 2016 kontinuierlich seinen Marktanteil; dieser liegt weltweit bei 12,4 %. Der Umsatz im Bereich Mail Services stieg zweistellig. Die Ende 2018 eingeleitete Neuausrichtung mit Fokus auf profitablen Umsatz zeigt ihre Wirkung. Zudem hat die Portoerhöhung der Deutschen Post AG im Vorjahr ebenfalls zu einer positiven Entwicklung beigetragen. Im Software/Digital-Geschäft gab es dagegen im ersten Halbjahr 2020 einen Rückgang. Corona-bedingt kam es zu etlichen Verzögerungen in Kundenprojekten, da persönliche Beratungen aufgrund von Zugangsrestriktionen nur eingeschränkt stattfinden konnten und Installationen nicht möglich waren. Das Interesse an den FP-Lösungen ist zuletzt wieder gestiegen. Das Unternehmen ist daher weiter positiv für diesen neuen Produktbereich gestimmt. Die digitale Transformation wird durch die veränderten Arbeitsbedingungen beschleunigt und bietet ein positives Umfeld für sichere digitale Lösungen. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten 2020 um 0,7 % auf 99,7 Mio. Euro. Im Kerngeschäft Frankieren und Kuvertieren lag der Umsatz mit 62,3 Mio. Euro 2,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Damit hat sich das Kerngeschäft im Corona-Umfeld als erfreulich stabil erwiesen. Der Umsatz im Bereich Mail Services entwickelte sich erneut positiv. Er stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 11,8% auf 29,3 Mio. Euro. Die strategische Neuausrichtung mit dem Fokus auf profitablen Umsatz zeigt damit zunehmend Wirkung. Der Umsatz im Software /Digital-Geschäft konnte hingegen mit einem Rückgang von 8,5 % auf 8,1 Mio. Euro die Erwartungen nicht erfüllen. Neben einer rückläufigen Entwicklung im Geschäft mit Hybrid Mail Services infolge der Corona-Pandemie fehlten weiterhin erwartete Umsatzbeiträge von FP Sign und aus dem Bereich Internet of Things (IoT). Gegenüber dem Vorjahreswert wurde das EBDITA deutlich verbessert. Es erreichte 13,1 Mio. Euro nach 11,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2019. Dazu beigetragen hat insbesondere der Bereich Mail Services, der einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag leistete. Auch das ACT-Projekt JUMP liefert, wie erwartet, zunehmend wiederkehrende positive Einspareffekte. Der bereinigte Free Cashflow erreichte 9,9 Mio. Euro gegenüber 4,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Hier wirkten sich insbesondere die Maßnahmen zum Kosten- und Liquiditätsmanagement, die ab März umgesetzt wurden, positiv aus. Prognose für 2020: Auf Basis der Halbjahreszahlen und der Einschätzungen zum weiteren Verlauf der Pandemie konkretisiert der Vorstand seine Prognose (unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse). Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet der FP-Konzern einen Umsatzrückgang auf 195 Mio. Euro bis 203 Mio. Euro und ein EBITDA in einer Bandbreite von 24 Mio. Euro und 28 Mio. Euro. Diese Prognose steht unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Pandemie und berücksichtigt keine erneuten Maßnahmen zum Infektionsschutz im zweiten Halbjahr. 2. Quartal 2020 HIGHLIGHTS MAI FP und Deutsche Telekom vereinbaren Partnerschaft Die FP InovoLabes GmbH, ein 100%-iges Tochterunternehmen der Francotyp-Postalia Holding AG, ist offizieller Vertriebspartner der Deutsche Telekom im Zukunftsmarkt der lot-Kommunikation. Mit dieser Kooperation verbessern beide Partner ihr Kundenangebot: Die IoT-Gateways von FP ergänzen das Telekom IoT-Portfolio um eine weitere Sicherheitskomponente und schützt Kundenprojekte vor unberechtigtem Zugriff im Industriellen Internet der Dinge. Im Gegenzug nutzt die FP InovoLabs die IoT-SaaS-Plattform Cloud of Things der Telekom für den eigenen Bedarf und für Kundenprojekte. JUNI FP IAB bietet gemeinsam mit starkem Partner neue Lösung für die Wohnungswirtschaft Die FP IAB Communications GmbH, eine Tochter der Francotyp-Postalia Holding AG, und die PROMOS consult GmbH, ein Softwarespezialist für die Wohnungs-, Bau- und Immobilienwirtschaft, bieten eine ganzheitliche Lösung für Immobilienunternehmen zur Verbesserung der Mieterkommunikation. Das neue Angebotspaket beider Experten optimiert die Postbearbeitung in der Wohnungswirtschaft sowohl digital als auch physisch. Mit Künstlicher Intelligenz und Robotic Process Automation ergeben sich effektive Kommunikationslösungen, die vor allem die Arbeit für die zuständigen Mitarbeiter deutlich vereinfachen und gleichzeitig Kosten sparen. JULI Hochsichere Softwarelösung für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Das Unternehmen 5FSoftware integriert zukünftig FP Sign in ihre Collaboration Cloud für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Die digitale Signatur der FP Mentana-Claimsoft GmbH, einer Tochtergesellschaft der Francotyp-Postalia Holding AG, erspart damit nicht nur Mandanten, für ihre eigenhändige Unterschrift extra persönlich erscheinen zu müssen, sondern erleichtert jeden Workflow, dessen Fortschritt von Unterschriften abhängig ist. FP Sign ermöglicht es, Dokumente mit einer rechtskonformen elektronischen Signatur zu versehen. Das Spektrum reicht dabei von der Unterschrift unter Geschäftskorrespondenz bis hin zur Signatur für Steuererklärungen oder Prüfungsberichte. "Nach dem guten Start in das Geschäftsjahr 2020 wirkte sich die Corona-Pandemie im zweiten Quartal spürbar aus. Die Zahlen des ersten Halbjahres zeigen, dass FP ein solides Geschäftsmodell hat und gut für die Zukunft aufgestellt ist. Mit unserer komfortablen Liquiditätsausstattung werden wir FP weiterhin sicher durch diese herausfordernden Zeiten steuern." Rüdiger Andreas Günther, CEO/CFO "FP wird sich zu einem internationalen Technologiekonzern entwickeln. Die digitalen Geschäftsmodelle und die Neuausrichtung unserer Innovationen auf die Wertschöpfung unserer Kunden sind die Basis für den zukünftigen Erfolg. FP hat Chancen in den Bereichen IoT, digitale Signaturen sowie im Dokumentenmanagement. Darüber hinaus ist die Monetarisierung unserer installierten Frankiermaschinenbasis mit softwarebasierten Dienstleistungen für hybride und digitale Poststellen eine Chance." Carsten Lind, Mitglied des Vorstands "Unser Kerngeschäft zeigte sich im ersten Halbjahr 2020 sehr robust. Unsere PostBase Vision ist der Garant für stabile Umsätze. Unser weltweiter Anteil im Frankierbereich liegt nun bei 12,4%. Wir sind Technologieführer und wollen auf unseren Kernmärkten weiter Marktanteile hinzugewinnen. In unseren wichtigsten strategischen Ländern USA, Deutschland und Frankreich sind wir gut unterwegs." Patricius de Gruyter, CSO "Der Umsatzrückgang im Software/Digital-Bereich im ersten Halbjahr ist nur vorübergehend. Viele Kundenprojekte haben sich aufgrund der Coronakrise verzögert. Die langfristigen Aussichten in diesem Bereich sind weiterhin sehr vielversprechend. Mit FP Sign und unseren IoT-Gateways bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden." Sven Meise, CDO/COO KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT9 Grundlagen des Konzerns 10 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 11 Ertragslage 17 Finanzlage 21 Vermögenslage 24 Risiko- und Chancenbericht 24 Prognosebericht Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheit, Prozentangaben usw.) auftreten können. 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftstätigkeit Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern, FP, Francotyp-Postalia oder das Unternehmen) hat ihren Hauptsitz in Berlin und blickt zurück auf eine 97-jährige Geschichte. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns liegt bei Produkten und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und digitalen Lösungen sowie Anwendungen im Bereich des "Internet of Things" (IoT) für Unternehmen und Behörden. Das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in verschiedenen Industrieländern und einem dichten weltweiten Händlernetzwerk unterteilt seine Geschäftstätigkeit in drei Produktbereiche: Frankieren und Kuvertieren, Mail Services sowie Software/ Digital. Im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren entwickelt der FP-Konzern Frankier- und Kuvertiersysteme. FP verkauft und vermietet diese und bietet Kunden darüber hinaus ein umfassendes Dienstleistungs- und Serviceangebot. Diese können mit den Frankiersystemen ihre Post in kurzer Zeit automatisiert frankieren, dadurch ihren Büroalltag vereinfachen und die Portokosten reduzieren. Wesentliche Umsatzträger mit wiederkehrenden Erlösbeiträgen resultieren aus der Vermietung von Frankiersystemen, dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien wie Farbbandkassetten und Tintenkartuschen sowie von Servicedienstleistungen, Softwarelösungen für die Kostenstellenverwaltung, FP Parcel Shipping sowie Teleporto-Leistungen. Der Produktbereich Mail Services umfasst den Frankierservice - die Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme der Frankierung - sowie den Konsolidierungsservice - die Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post AG oder alternativen Postzustellern. Das entsprechende Geschäft betreibt der FP-Konzern mit acht Sortierzentren im Bundesgebiet und ist damit der führende unabhängige Konsolidierer von Geschäftspost am deutschen Markt. Der Produktbereich Software/Digital umfasst das Geschäft mit Hybrid-Mail Services sowie Lösungen rund um die sichere digitale Kommunikation. Bei den Hybrid-Mail Services bietet der FP-Konzern seinen Kunden universelle Komplettlösungen zur Posteingangsverarbeitung (FP Input). Dabei wird die gesamte eingehende Post digitalisiert, nach kundenspezifischen Kriterien analysiert, ausgewertet und anschließend dem Daten- oder Dokumentensystem des Kunden in elektronischer Form zugeführt. Ergänzend übernimmt FP auch das Output-Management (FP Output), das heißt den Druck, das Kuvertieren, das Frankieren sowie die Übergabe an Zustelldienste. Die Dienstleistungen der sicheren digitalen Kommunikation des FP-Konzerns umfassen vor allem Produkte zur Langzeitspeicherung und zur Absicherung elektronischer Dokumente durch Verschlüsselungs- und Signatursoftware wie beispielsweise mit FP Sign, einer cloudbasierten elektronischen Signaturlösung für den rechtssicheren digitalen Abschluss und Austausch von Verträgen und Dokumenten. Der Produktbereich umfasst auch das Angebot des FP-Konzerns an Produkten und Lösungen für das Internet of Things (IoT). Aus der seit Jahrzehnten bewährten Technologie der Frankiermaschinen wurden hochsichere Edge-Gateways entwickelt, eine der Schlüsselkomponenten des Internet of Things. FP bietet seinen Kunden heute maßgeschneiderte Cloud-basierte End-to-End-Lösungen für die sichere Übertragung, Steuerung und Auswertung von Daten im Bereich des Internet of Things. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Wie erwartet, ist die Wirtschaft infolge der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 massiv eingebrochen. Für 2020 rechnet der IWF in seinem jüngsten Bericht mit einem Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,9 % und damit nochmals um 1,9 Prozentpunkte gravierender als in der April-Prognose. Auch die Wirtschaftsleistung in Deutschland sank im besonders von Corona betroffenen zweiten Quartal 2020 rapide. Dem Statistischen Bundesamt nach belief sich der Rückgang des deutschen BIP auf 10,1 % im Vergleich zum Vorquartal - ein beispielloser Einbruch, der das Minus der Finanzkrise 2008/2009 von 4,7 % deutlich übertrifft. Das europäische Statistikamt Eurostat meldete ebenfalls einen heftigen Einbruch. Nach 3,6 % im ersten Quartal 2020 sank das BIP in der Eurozone im zweiten Quartal um 12,1 %. Auch in den USA ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal trotz enormer Konjunkturprogramme eingebrochen. Von April bis einschließlich Juni schrumpfte das BIP auf das Jahr hochgerechnet um 32,9 %, wie die US-Regierung in einer ersten Schätzung mitteilte. Das entspricht einem Rückgang im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 10 %. Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber auch in andere Märkte, spielt das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Im ersten Halbjahr 2020 gab die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar zwischenzeitlich deutlich nach; nach einem Tiefstand im März bei 1,07 US-Dollar notierte der Euro zum 30. Juni 2020 jedoch wieder bei 1,12 US-Dollar und damit auf dem Niveau des Vorjahresschlusskurses. Im Durchschnitt handelte der Euro gegenüber dem US-Dollar im ersten Halbjahr 2020 2,5% unter dem Niveau der Vorjahresberichtsperiode. Die Entwicklung des Britischen Pfunds war in der ersten Jahreshälfte 2020 angesichts der Corona-Pandemie ebenfalls sehr volatil. Zum Ende des ersten Halbjahres 2020 lag der Kurs bei 0,91 Pfund und damit 7,5 % über dem Vorjahresschlusskurs. Im Durchschnitt notierte der Euro gegenüber dem Britischen Pfund in den ersten sechs Monaten 2020 nahezu unverändert im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode. Der FP-Konzern beschäftigt sich in aus- und inländischen Märkten mit der Verarbeitung von Post. Nach wie vor werden laut Statistik des Weltpostvereins jährlich fast 300 Milliarden Briefe weltweit versendet mit rückläufigem Trend (2018; weltweite Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor). In den USA, welche die Hälfte des weltweiten Briefvolumens abwickeln, ist der Rückgang in 2019 mit 2,6 % moderat, in Deutschland blieb das Briefvolumen in 2019 stabil. In anderen Ländern (Großbritannien, Frankreich) ist der Rückgang mit 7 bis 8 Prozent in 2019 deutlich stärker. Diese Rückgänge liegen im prognostizierten Trend für die nächsten Jahre. Der Paketmarkt zeichnet sich demgegenüber durch starke Wachstumsraten aus, in den letzten Jahren ist das Paketvolumen jährlich um ca. 17 % gewachsen und liegt bei ca. 87 Mrd. Sendungen in 2018. Wie stark der Rückgang des Briefvolumens durch die Corona-Pandemie mittelfristig beeinflusst wird, lässt sich derzeit noch nicht quantifizieren. Kurzfristig ist im zweiten Quartal 2020 in den meisten Ländern das Briefvolumen deutlich zurückgegangen, vor allem im Bereich der Werbesendungen und in den Ländern mit strengem Lockdown wie Frankreich, Italien und UK (über 30 %). Mit dem Wiederaufleben der Wirtschaft im dritten Quartal ist allerdings eine Erholung beim Briefvolumen zu verzeichnen. Insgesamt wird in 2020 mit einem stärkeren Rückgang gerechnet als ursprünglich prognostiziert (im Bereich von 2 bis 4 Prozentpunkten). In 2021 wird es einerseits weitere Aufholeffekte geben, auch abhängig von der Konjunkturentwicklung. Im Zuge der Krise ist allerdings ein deutlicher Digitalisierungsschub zu erwarten, so dass mittelfristig von einer etwas stärkeren Beschleunigung beim Rückgang des Briefvolumens ausgegangen wird. Für den Paketmarkt ist 2020 in den meisten Ländern eine deutliche Steigerung im Zuge der Corona-Pandemie zu verzeichnen, die sich auch mittelfristig positiv auf den Paketmarkt auswirken wird. 3. Ertragslage 3.1 Entwicklung wesentlicher Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung Bei der Erläuterung der Ertragslage werden die Vergleichsperioden H1 2019 und Q2 2019 in der angepassten Fassung dargestellt. Zu den Gründen und Effekten der Anpassung wird auf den Konzernanhang Abschnitt 1.2.6. des Zwischenabschlusses verwiesen. scrollen
3.1.1 Umsatzentwicklung KONZERNUMSATZ (in Mio. EUR)
Im ersten Halbjahr 2020 erzielte der FP-Konzern einen Umsatz in Höhe von 99,7 Mio. Euro gegenüber 99,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die ersten sechs Monate standen dabei ganz im Zeichen der Coronakrise. Trotzdem konnte FP den Umsatz steigern, was die Robustheit des Geschäftsmodells belegt. Der Umsatz im traditionellen Geschäft Frankieren und Kuvertieren lag im ersten Halbjahr 2020 bei 62,3 Mio. Euro gegenüber 64,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum (-2,6 %). Darin enthalten sind Umsatzbeiträge aus der Akquisition von Hefter Systemform (1,7 Mio. Euro), der Effekt aus der Neueinschätzung der Nutzungsdauer vermieteter Erzeugnisse aus 2019 (1,6 Mio. Euro) sowie positive Währungseffekte (0,4 Mio Euro). Trotz der rückläufigen Umsatzentwicklung konnte FP im Berichtszeitraum in einem schwierigen Marktumfeld gegenüber dem Wettbewerb erneut Marktanteile hinzugewinnen. Der weltweite Marktanteil von FP stieg leicht auf 12,4 %. Im deutschen Heimatmarkt steigerte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2020 den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,3 % auf 54,6 Mio. Euro. Im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren erzielte das Unternehmen in Deutschland dabei einen um 2,1 % höheren Umsatz von insgesamt 17,5 Mio. Euro. Belastend auf das Kerngeschäft in Deutschland wirkten die deutlich spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal. Der leichte Umsatzanstieg in den ersten sechs Monaten 2020 resultierte aus den Umsatzbeiträgen der Hefter-Akquisition. Der Umsatz im Produktbereich Mail Services stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,8 % auf 29,3 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2020 verminderte sich das verarbeitete Briefvolumen infolge der starken Corona-Effekte im zweiten Quartal leicht. Die Ende 2018 eingeleitete Neuausrichtung mit Fokus auf profitablen Umsatz zeigt dennoch Wirkung. Zudem hat die Portoerhöhung der Deutschen Post AG im Vorjahr ebenfalls zu einer insgesamt positiven Entwicklung beigetragen. Der Umsatz im Software/Digital-Geschäft verzeichnete hingegen im ersten Halbjahr 2020 mit 8,1 Mio. Euro einen Rückgang um 8,5 %. Neben einer rückläufigen Entwicklung im Geschäft mit Hybrid Mail Services infolge der Corona-Pandemie fehlten weiterhin erwartete Umsatzbeiträge von FP Sign und aus dem Bereich Internet of Things (IoT). Corona-bedingt kam es in den ersten sechs Monaten 2020 zu etlichen Verzögerungen in Kundenprojekten, da persönliche Beratungen aufgrund von Zugangsrestriktionen nur eingeschränkt stattfinden konnten. Das Interesse an den FP-Lösungen ist zuletzt wieder gestiegen. Das Unternehmen ist daher weiter positiv für diesen neuen Produktbereich gestimmt. Die digitale Transformation wird durch die veränderten Arbeitsbedingungen beschleunigt und bietet ein positives Umfeld für sichere digitale Lösungen. Im Ausland erzielte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2020 infolge der Pandemie einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum verminderten Umsatz von 45,1 Mio. Euro (-4,3 %). Währungsbereinigt verminderten sich die Umsätze im Ausland um 5,1 %. Im größten Auslandsmarkt, den USA, verlief das Geschäft in den ersten sechs Monaten 2020 vergleichsweise robust. Währungsbereinigt sowie vor dem Effekt aus der Neueinschätzung der Nutzungsdauer vermieteter Erzeugnisse aus 2019 sank der Umsatz im Berichtszeitraum in den USA mit -1,1 % nur leicht. Im europäischen Ausland war das Geschäft von den negativen Auswirkungen der Coronakrise besonders stark in Großbritannien und Italien betroffen. UMSATZERLÖSE nach Produkten und Dienstleistungen scrollen
Der leichte Anstieg der Umsatzerlöse nach IFRS 15 im ersten Halbjahr 2020 resultierte im Wesentlichen aus den steigenden Umsätzen im Produktbereich Mail Services. Im Kerngeschäft führten die weltweiten Einschränkungen im Zuge der Gegenmaßnahmen zum Infektionsschutz zu deutlich rückläufigen Erlösen aus Produktverkäufen (-15,5 %). Im Servicegeschäft zeigte sich in der Corona-Pandemie die Robustheit des Geschäftsmodells, zudem konnte FP mit kostenpflichtigen Software-Updates im Zusammenhang mit Portoänderungen insbesondere in Österreich höhere Erlöse realisieren. Das Geschäft mit Verbrauchsmaterial entwickelte sich im Berichtszeitraum trotz Corona-bedingt spürbarer Rückgänge im zweiten Quartal zumindest auf Vorjahresniveau. Die Umsatzerlöse im Anwendungsbereich von IFRS 16 entwickelten sich in den ersten sechs Monaten 2020 auf Vorjahresniveau. Deutlich rückläufigen Umsatzerlösen aus Leasingverhältnissen im Zuge der Pandemie insbesondere in Großbritannien stand der positive Effekt aus der Neueinschätzung der Nutzungsdauer vermieteter Erzeugnisse aus 2019 gegenüber. 3.1.2 Andere aktivierte Eigenleistungen Der deutliche Rückgang der aktivierten Eigenleistungen im ersten Halbjahr 2020 (-28,5 % % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) ist in erster Linie eine Folge geplant rückläufiger Investitionen in neue Produkte und Corona-bedingt geringere Investitionen in die weltweite Einführung einer einheitlichen ERP/CRM-Landschaft. Die in den aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Entwicklungsleistungen verminderten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 deutlich um 1,5 Mio. Euro auf 4,1 Mio. Euro - im Vorjahreszeitraum erfolgten im Berichtszeitraum insbesondere noch Investitionen in die Entwicklung der neuen PostBase Vision mit dem Kundenportal discoverFP. Der Anteil der enthaltenen Zugänge an vermieteten Erzeugnissen verminderte sich in den ersten sechs Monaten 2020 im Wesentlichen infolge der Pandemie auf 1,7 Mio. Euro gegenüber 2,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. 3.1.3 Sonstige Erträge Der Anstieg der sonstigen Erträge im Berichtszeitraum in Höhe von 0,5 Mio. Euro ist überwiegend auf Erträge aus staatlichen Corona-Hilfen in Deutschland, Europa und Kanada zurückzuführen. Die Erträge aus verjährten Verbindlichkeiten blieben mit 0,4 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. 3.1.4 Materialaufwand Insbesondere infolge des Umsatzrückgangs im Produktbereich Frankieren und Kuvertieren verringerte sich der Materialaufwand des FP-Konzerns im ersten Halbjahr 2020 um 0,9 Mio. Euro auf 48,0 Mio. Euro gegenüber 48,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Materialaufwandsquote lag mit 48,2 % leicht unter dem Vorjahresniveau. 3.1.5 Personalaufwand Der leichte Anstieg des Personalaufwands in den ersten sechs Monaten 2020 um 2,3 % auf 31,2 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die Hefter-Akquisition zurückzuführen. Aufgrund der im zweiten Quartal infolge der Corona-Pandemie verstärkt eingeleiteten Maßnahmen konnten die Personalkosten im ersten Halbjahr 2020 u.a. durch die Nutzung von Kurzarbeit und ähnlichen Instrumenten leicht entlastet werden. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich leicht auf 31,3 % nach 30,8 % im Vorjahreszeitraum. 3.1.6 Aufwendungen aus Wertminderungen und Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Der Rückgang der Aufwendungen aus Wertminderungen und Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum in Höhe von 0,4 Mio. Euro beruht auf verminderten Einzelausfallrisiken. 3.1.7 Andere Aufwendungen Die anderen Aufwendungen verminderten sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit -12,7 % deutlich auf 15,4 Mio. Euro. Ursächlich waren primär stark gesunkene Aufwendungen für Beratungsleistungen im ACT-Projekt JUMP in Höhe von 0,7 Mio. Euro (H1 2019: 2,1 Mio. Euro). 3.1.8 EBITDA EBITDA in Mio. Euro
Im ersten Halbjahr 2020 erzielte der FP-Konzern ein EBITDA von 13,1 Mio. Euro (+11,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns erhöhte sich auf 13,1 % nach 11,9 % im Vorjahr. Dazu beigetragen hat insbesondere der Bereich Mail Services, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag leistete. Auch das ACT-Projekt JUMP liefert, wie erwartet, zunehmend wiederkehrende positive Einsparungseffekte. Im Zuge der weiteren Umsetzung wurden im ersten Halbjahr 2020 wiederkehrende Einsparungen in Höhe von 2,2 Mio. Euro erzielt (H1 2020: 0,5 Mio. Euro). Währungseffekte hatten im Berichtszeitraum keinen maßgeblichen Einfluss auf das EBITDA des FP-Konzerns. 3.1.9 Abschreibungen und Wertminderungen Im ersten Halbjahr 2020 erhöhten sich die Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 2,5 %. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf der außerplanmäßigen Wertberichtigung auf aktivierte Entwicklungskosten der Signaturlösung FP Sign in Höhe von 0,6 Mio. Euro. 3.1.10 EBIT Das EBIT des FP-Konzerns für das erste Halbjahr 2020 erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode aufgrund des stärkeren EBITDA und trotz der leicht gestiegenen Abschreibungen und Wertminderungen deutlich auf 1,9 Mio. Euro (H1 2019: 0,8 Mio. Euro). 3.1.11 Zinsergebnis Der Anstieg des Zinsergebnisses im ersten Halbjahr 2020 (+85,4 %) resultierte primär aus den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht erhöhten Zinserträgen aus Finanzierungsleasing infolge der Neueinschätzung der Nutzungsdauer vermieteter Erzeugnisse in 2019. 3.1.12 Sonstiges Finanzergebnis Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein leicht positives sonstiges Finanzergebnis in Höhe von 0,1 Mio. Euro (H1 2019: -0,1 Mio. Euro). Die Entwicklung im sonstigen Finanzergebnis beruht maßgeblich auf Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzpositionen. 3.1.13 Ertragsteuern Die Ertragsteuern summierten sich in den ersten sechs Monaten 2020 auf -0,9 Mio. Euro (H1 2019: -0,3 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steuerquote von 32,9 % (im Vorjahr 28,8 %). 3.1.14 Konzernergebnis KONZERNERGEBNIS (in Mio. EUR und EPS (unverwässert) in EUR)
Das Konzernergebnis erhöhte sich im ersten Halbjahr 2020 aufgrund des verbesserten Ergebnisses vor Steuern deutlich. Infolgedessen stieg das Ergebnis pro Aktie (EPS) in den ersten sechs Monaten 2020 auf 0,11 Euro (un-/verwässert) nach 0,04 Euro (un-/verwässert) im Vorjahreszeitraum. 3.1.15 Zusammenfassung der Ergebnisse pro Segment Die Segmente berichten nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften. In der folgenden Tabelle werden Umsatz und EBITDA der Segmente dargestellt. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENT scrollen
scrollen
scrollen
scrollen
1) Umsatzerlöse mit externen Dritten und
EBITDA, nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften.
4. Finanzlage 4.1 Finanzierungsanalyse FINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. EUR)
Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie bestehende bzw. unterjährig angepasste Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten und Leasingvereinbarungen. KONSORTIALDARLEHEN (in Mio. EUR)
Der mit einem starken, international agierenden Bankenkonsortium seit 2016 bestehende und im Geschäftsjahr 2018 vorzeitig verlängerte und erweiterte Konsortialdarlehensvertrag über ein Finanzierungsvolumen in Höhe von insgesamt 150 Mio. Euro hat eine Laufzeit bis zum 28. September 2023. Die Finanzierungsdokumentation auf Basis der britischen Loan Market Association (LMA) ist verbunden mit einer Erhöhungsoption von 50 Mio. Euro. Weitere wesentliche Konditionen des Konsortialdarlehensvertrages umfassen weiterhin die Möglichkeit, Teile des Kreditrahmens in Fremdwährung ausnutzen zu können. Zudem verfügt der FP-Konzern über unternehmerische Freiräume zur Eingehung weiterer finanzieller Verpflichtungen. Insgesamt bildet der Konsortialdarlehensvertrag eine zukunftsweisende Grundlage für die finanzielle Stabilität und Flexibilität des FP-Konzerns. Angaben zu Veränderungen im ersten Halbjahr 2020 im Eigenkapital des Unternehmens finden Sie im Abschnitt 5.2 Eigenkapitel. 4.2 Investitionsanalyse INVESTITIONEN (in Mio. EUR)
Der FP-Konzern investierte auch im ersten Halbjahr 2020 auf Basis der ACT-Strategie weiterhin in künftiges Wachstum und hierbei unter anderem insbesondere in die Produktentwicklung, die Produktion und andere Kern- und Unterstützungsprozesse sowie in M&A und in Frankiersysteme für Mietmärkte. Beeinflusst durch die im zweiten Quartal infolge der Corona-Pandemie verstärkt eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum Liquiditätsmanagement lagen die Investitionen in den ersten sechs Monaten 2020 mit 8,6 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Rahmen der Umsetzung der ACT-Strategie investierte der FP-Konzern dabei erneut in die Entwicklung neuer Produkte (3,1 Mio. Euro gegenüber 3,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum). Die Investitionen in die Aktivierung von Entwicklungskosten von insgesamt 4,1 Mio. Euro beinhalten zudem Investitionen in Höhe von 0,9 Mio. Euro in die weltweite Einführung einer einheitlichen ERP/CRM-Landschaft. Des Weiteren investierte der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2020 1,3 Mio. Euro in den Erwerb des Geschäftsbetriebes der Hefter Systemform und hat damit das Kerngeschäft weiter gestärkt und das Produktportfolio ausgebaut. Die Investitionen in vermietete Erzeugnisse verminderten sich im ersten Halbjahr 2020 um 0,8 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro. 4.3 Liquiditätsanalyse LIQUIDITÄTSANALYSE scrollen
LIQUIDITÄTSANALYSE (in Mio. EUR)
Unter dem Einfluss der Corona-Pandemie wirkten auf den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2020 insbesondere die Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum Liquiditätsmanagement. Er stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,1 Mio. Euro auf 14,6 Mio. Euro. Der leichte Anstieg des Net Working Capitals um 1,8 Mio. Euro, hier in erster Linie im Bereich des Vorratsvermögens, diente der Sicherstellung der Lieferfähigkeit. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum hingegen rückläufig, nach -11,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum belief er sich noch auf -8,6 Mio. Euro. Bezüglich weiterer Veränderung wird auf den Abschnitt 4.2 Investitionsanalyse verwiesen. Aufgrund des verbesserten operativen Cashflows und den geringeren Investitionen stieg der Free Cashflow in den ersten sechs Monaten 2020 auf 5,9 Mio. Euro. Bereinigt um Investitionen in Finance Lease Assets in Höhe von 0,3 Mio. Euro (im Vorjahr -0,9 Mio. Euro), Auszahlungen in M&A in Höhe von -1,7 Mio. Euro (im Vorjahr -1,0 Mio. Euro) sowie um Auszahlungen für das ACT Projekt JUMP in Höhe von -2,5 Mio. Euro (im Vorjahr -3,3 Mio. Euro) erzielte der FP-Konzern einen bereinigten Free Cashflow in Höhe von 9,9 Mio. Euro (im Vorjahr 4,0 Mio. Euro). Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2020 ist im Wesentlichen auf Auszahlungen zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von -2,5 Mio. Euro sowie zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von -1,9 Mio. Euro zurückzuführen. ZUGESAGTE, ABER NICHT AUSGENUTZTE KREDITLINIEN (in Mio. EUR)
Gemäß dem Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten. Sämtliche Kreditbedingungen wurden im Berichtszeitraum durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern konnte zu jedem Zeitpunkt im ersten Halbjahr 2020 seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. 5. Vermögenslage BILANZSTRUKTUR (in Mio. EUR)
Die Wachstumsstrategie ACT und die operative Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2020 unter dem Einfluss der Corona-Pandemie prägen die Bilanz des FP-Konzerns zum 30. Juni 2020. 5.1 Lang- und kurzfristige Vermögenswerte LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE scrollen
5.2 Eigenkapital Zum 30. Juni 2020 betrug das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG 16,3 Mio. Euro, eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag (31. Dezember 2019: 16.301.456). Zum 30. Juni 2020 hielt das Unternehmen 332.393 eigene Aktien bzw. 2,0 % am Grundkapital (31. Dezember 2019: 397.393 Aktien bzw. 2,4 % des Grundkapitals). Der rechnerische Wert der eigenen Anteile wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag zum Kaufpreis wird mit der Kapitalrücklage verrechnet. Weitere Angaben zum genehmigten und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechten können dem Geschäftsbericht 2019 entnommen werden. 5.3 Lang- und kurzfristige Schulden LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN scrollen
Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad. Diese ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird laufend überprüft. NETTOVERSCHULDUNG Aufgrund der frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum Liquiditätsmanagement infolge der Corona-Pandemie verminderte sich im ersten Halbjahr 2020 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns deutlich (-16,1 %). Das Eigenkapital steigerte sich zum 30. Juni 2020 leicht um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens lag zum Bilanzstichtag bei 80 % (31. Dezember 2019: 99 %). scrollen
5.4 Leasing Der FP-Konzern betreibt sowohl Operate Lease als auch Finance Lease. Diese Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz des Unternehmens. Im Anlagevermögen sind zum 30. Juni 2020 unter dem Posten "Vermietete Erzeugnisse" Vermögensgegenstände mit einem Buchwert in Höhe von 16,2 Mio. Euro (zum 31. Dezember 2019: 18,3 Mio. Euro) bilanziert, die im Wesentlichen im Rahmen von Operate Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die Finance Lease-Vereinbarungen mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing" und belaufen sich zum Bilanzstichtag im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 23,8 Mio. Euro (zum 31. Dezember 2019: 24.1 Mio. Euro). Ohne die genannten Geschäftsmodelle würde sich die Summe der Aktiva auf 146,1 Mio. Euro statt auf 186.1 Mio. Euro belaufen. 6. Risiko- und Chancenbericht Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 hat der FP-Konzern die Risiken, auch im Hinblick auf die Auswirkungen von COVID-19, und die Chancen ausführlich erläutert. Im Berichtszeitraum haben sich gegenüber den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 beschriebenen Chancen- und Risiken keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie unterliegt jedoch sowohl hinsichtlich ihrer Dauer als auch in ihren Auswirkungen erhöhten Unsicherheiten, die im Geschäftsjahr 2020 und darüber hinaus belastenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns haben können. 7. Prognosebericht Die robuste Entwicklung im ersten Halbjahr 2020 bestärkt das Management darin, mit ACT langfristig die richtigen strategischen Weichen für den FP-Konzern gestellt zu haben. Im Kerngeschäft ist das Unternehmen gut positioniert, die digitalen Produkte bergen erhebliches Potenzial für die Zukunft. Aufgrund der ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie geht der FP-Konzern unverändert für das Geschäftsjahr 2020 von einem Rückgang bei Umsatz, EBITDA und bereinigtem Free Cashflow gegenüber dem Vorjahr aus. Auf Basis der Halbjahreszahlen und der Einschätzungen zum weiteren Verlauf der Pandemie konkretisiert der Vorstand seine Prognose. So erwartet FP für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzrückgang auf 195 Mio. Euro bis 203 Mio. Euro und ein EBITDA in einer Bandbreite von 24 Mio. Euro und 28 Mio. Euro. Beim bereinigten Free Cashflow rechnet FP weiterhin mit einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Die erwartete Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren steht grundsätzlich unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen beruhen. Die künftigen tatsächlichen Entwicklungen und tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Annahmen und Schätzungen erheblich abweichen. KONZERNZWISCHENABSCHLUSS 26 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 28 Konzernbilanz 30 Konzern-Kapitalflussrechnung 32 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020scrollen
1) Erläuterungen der Anpassung der
Vergleichsperioden wegen Fehlerkorrektur (IAS 8) und
Ausweisänderung (IAS 1) siehe Anhang Abschnitt 1.2.6.
scrollen
Konzernbilanz zum 30. Juni 2020AKTIVA scrollen
PASSIVA scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020scrollen
1) Aus den Liquiden Mitteln sowie den Sonstigen
Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die von der
FP-Gruppe verwaltet werden, in Höhe von TEUR 11.701
(i.Vj. TEUR 10.177), herausgerechnet. In die Finanzmittel
einbezogen werden die Wertpapiere des Umlaufvermögens
in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 674).
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020scrollen
scrollen
scrollen
scrollen
1) Erläuterungen der Anpassung der
Vergleichsperioden wegen Fehlerkorrektur (IAS 8) und
Ausweisänderung (IAS 1) siehe Anhang Abschnitt 1.2.6.
KONZERNANHANG35 Allgemeine Grundlagen 42 Entwicklungen im Berichtszeitraum 44 Segmentinformationen 48 Erläuternde Angaben 51 Versicherung der gesetzlichen Vertreter I. Allgemeine Grundlagen 1. Allgemeine Angaben Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding" genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 169096 B eingetragen. Der Zwischenabschluss der FP Holding für den zum 30. Juni 2020 endenden Berichtszeitraum umfasst die FP Holding und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "FP-Konzern"; FP oder "Francotyp" genannt). Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des international agierenden FP-Konzerns mit einer 97-jährigen Geschichte liegt bei Produkten und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und Digitalen Lösungen für Unternehmen und Behörden. Im Digitalbereich verfügt der FP-Konzern über hochsichere Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) sowie für digitale Signaturen von Dokumenten. Der Vorstand der FP Holding hat den Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht 2019 am 13. Mai 2020 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft und am 17. Mai 2020 gebilligt. Am 18. Mai 2020 wurden der Konzernabschluss und zusammengefasste Konzernlagebericht 2019 der Francotyp-Postalia Holding AG veröffentlicht. Es handelt sich bei dem vorliegenden Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2020 um einen verkürzten Abschluss in Übereinstimmung mit IAS 34. Dieser Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht sämtliche Angaben, welche im Zusammenhang mit vollständigen Abschlüssen nach IAS 1 stehen. Der Abschluss wurde am 10. September 2020 vom Vorstand der FP Holding zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Grundlagen der Rechnungslegung 2.1 Grundlagen zur Aufstellung des Abschlusses Der Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben - der FP Holding für den Zeitraum 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Es handelt sich um einen verkürzten Zwischenabschluss in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) für die Zwischenberichtsperiode 1. Januar bis zum 30. Juni 2020. Bei der Aufstellung dieses Zwischenabschlusses kamen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung wie bei der Aufstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019. Der Konzernzwischenabschluss sollte im Zusammenhang mit dem geprüften Abschluss 2019 gelesen werden. Der Konzernzwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung von IAS 1 nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Bilanzposten werden deshalb in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden dann als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2.2 Anpassungen der Rechnungslegungsmethoden sowie neue Standards und Interpretationen Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber denen am Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 unverändert. Die zum 30. Juni 2020 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des FP-Konzerns. Das International Accounting Standards Board hat im zweiten Quartal 2020 eine Änderung an IFRS 16 ("Auf die COVID-19-Pandemie bezogene Mietkonzessionen") veröffentlicht, mit der Leasingnehmern eine praktische Erleichterung bei der Bilanzierung von Mietkonzessionen infolge der COVID-19-Pandemie eingeräumt werden soll. Diese Änderung ist derzeit in der Europäischen Union noch nicht anzuwenden. 2.3 Konzernkreis Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der der FP-Konzern konsolidiert wird. In den Konzernabschluss der FP Holding werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Tochterunternehmen). Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die FP Holding die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus. Veränderung des Konsolidierungskreises Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 kam es im Berichtszeitraum zu folgender Veränderung im Konzernkreis: Die vollkonsolidierte Tochtergesellschaft Francotyp-Postalia GmbH hat am 29. Januar 2020 100% der Anteile an der Kurfürst 1675 GmbH, Berlin erworben und in FP Service Süd GmbH umfirmiert. Mit Kaufvertrag vom 05. Februar 2020 hat die FP Service Süd GmbH von der in Liquidation befindlichen HEFTER Systemform GmbH im Rahmen eines asset deals Vermögenswerte des Anlage- und Umlaufvermögens, Kunden- und Lieferantenverträge erworben sowie 28 Mitarbeiter übernommen. Es handelt sich um einen Unternehmenszusammenschluss gem. IFRS 3, der am 12. Februar 2020 wirksam wurde. Am 14. Februar 2020 erfolgte die Umfirmierung der FP Service Süd GmbH in Hefter Systemform GmbH und die Sitzverlegung der Gesellschaft nach Prien a. Chiemsee. Die Eintragung in das Handelsregister B Traunstein erfolgte am 25. Februar 2020. Die Gesellschaft hat ein Stammkapital von TEUR 25. Mit dem Unternehmenszusammenschluss beabsichtigt FP den Ausbau des klassischen Vertriebsgeschäftes im Bereich Wettbewerbskunden. HEFTER vertreibt seit rund 50 Jahren Postbearbeitungsmaschinen wie etwa Kuvertier- und Falzmaschinen. Das Unternehmen ist in der Branche für sein hohes Qualitäts- und Serviceniveau bekannt. FP übernimmt den traditionsreichen Markennamen. FP erwartet deutliche Synergieeffekte bei der Erweiterung der Produktpalette, der Optimierung der Servicedienstleistungen sowie dem Ausbau und der Optimierung der Neu- und Wettbewerbsakquise. Die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses wurde bislang zu vorläufigen Werten durchgeführt, da noch nicht alle für Ansatz und Bewertung zum Erwerbszeitpunkt erforderlichen Informationen vorliegen. Die Gegenleistung für den Erwerb im Rahmen des asset deals betrug TEUR 1.248. Das erworbene Nettovermögen wurde ebenfalls mit TEUR 1.248 bewertet. Es setzt sich zusammen aus Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 10 und Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 1.238. Ein Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung sowie dem übernommenen Nettovermögen hat sich daher auf Basis der Bilanzierung zu vorläufigen Werten nicht ergeben. Die Vorläufigkeit betrifft insbesondere Ansatz und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten, Vorratsvermögen sowie Verpflichtungen aus übernommen Verträgen. Die im Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 enthaltenen Umsatzerlöse aus dem übernommenen Geschäft betrugen seit Erwerbsdatum TEUR 1.672. Das in diesem Zeitraum erwirtschaftete Gesamtergebnis des übernommenen Geschäfts betrug TEUR -141. Die Angaben zu Umsatzerlösen und Gesamtergebnis des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 unter der Annahme, dass der Erwerb des übernommenen Geschäfts zum 1. Januar 2020 stattgefunden hätte, unterbleiben. Eine für diese Angaben zunächst erforderliche Ergebnisrechnung nur in Bezug auf die im Rahmen des asset deals übernommenen Vermögenswerte und Mitarbeiter ist für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis zum Erwerbszeitpunkt 12. Februar nicht erfolgt. Der Aufwand für eine solche Ermittlung und nachfolgende zusätzlich erforderliche Konsolidierung des Zahlenwerks ist bei Betrachtung des geringen Zeitraums von ca. einem Monat sowie der insgesamt geringen Höhe des erworbenen Geschäftsvolumens unverhältnismäßig. Änderung bedingter Kaufpreisverpflichtung in 2020 in Bezug auf Erwerb eines assoziierten Unternehmens in 2019 Mit Wirkung zum 01. Januar 2019 erwarb die vollkonsolidierte Tochtergesellschaft FP Inovolabs GmbH 15 % der Geschäftsanteile an der Juconn GmbH, Unterföhring. Der Anteil wird als assoziiertes Unternehmen nach der equity-Methode konsolidiert. Im Kaufpreis für den erworbenen Anteil von insgesamt TEUR 2.000 war eine bedingte Verpflichtung in Höhe von TEUR 1.000 enthalten, die im FP-Konzern passiviert wurde. Vor dem Hintergrund einer gegenüber den ursprünglichen Erwartungen bei Anteilserwerb verzögerten Geschäftsentwicklung und Skalierung hat der FP-Konzern im dritten Quartal 2019 innerhalb des Bewertungszeitraumes den zum Erwerbszeitpunkt provisorisch angesetzten Buchwert der bedingten Verpflichtung erfolgsneutral gegen den Beteiligungsbuchwert um TEUR 400 reduziert und so auf TEUR 600 angepasst. Am 26. Februar 2020 einigten sich die Parteien final auf eine verbleibende Zahlung in Höhe von TEUR 410, die im ersten Halbjahr 2020 von FP auch geleistet wurde. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 190 wurde erfolgswirksam im Konzernergebnis erfasst. Ebenfalls mit Vereinbarung vom 26. Februar 2020 erwarb der FP-Konzern von der Juconn GmbH gegen Zahlung von TEUR 70 eine Option auf den Erwerb eines weiteren Anteils an der Gesellschaft in Höhe von 8,5 Prozent. Die Option kann bis zum 30. Juni 2022 unter der Voraussetzung ausgeübt werden, dass die Gesellschaft bis zum 30. Juni 2022 mindestens in einem Geschäftsjahr einen kumulierten Auftragseingang von mindestens TEUR 500 erreicht hat. 2.4 Währungsumrechnung Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde: scrollen
2.5 Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfordert bei verschiedenen Positionen, dass für Ansatz, Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum 31. Dezember 2019 hat der FP-Konzern mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2019 die Nutzungsdauer der Frankiermaschinen sowohl für Zwecke der Leasinggeberbilanzierung nach IFRS 16.63(c) (economic life) als auch für Zwecke der Abschreibungsdauer nach IAS 16.50 (useful life) konzernweit auf 7 Jahre vereinheitlicht (siehe auch Abschnitt I. (9), Sachanlagen des Geschäftsberichts zum 31. Dezember 2019). Die Festlegung auf 7 Jahre gilt für die aktuelle Generation der Frankiermaschinen. Sie berücksichtigt einerseits die Erfahrungen aus einem absolvierten kompletten Lebenszyklus sowie andererseits den Druck digitaler Transformation auf den Markt mit Frankiermaschinen. Da die Schätzungsänderungen erst zum 31. Dezember 2019 mit Wirkung für das gesamte Geschäftsjahr 2019 vorgenommen wurden, enthalten die in 2019 berichteten Zwischenabschlüsse die daraus resultierenden Effekte nicht. Hingegen sind die Zwischenberichtsperioden 2020 unter Berücksichtigung der Schätzungsänderungen aufgestellt. Insofern sind die Vergleichsperioden 2019 nicht unmittelbar vergleichbar. Im Folgenden werden die Effekte auf das Geschäftsjahr 2019 insgesamt wiedergeben (siehe auch Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019). Die Änderung im Rahmen von IFRS 16.63(c) hatte folgende Effekte auf das Geschäftsjahr 2019: scrollen
Die Anpassung der economic life im Sinne von IFRS 16 führte zu einer Erhöhung des Mengengerüsts an Verträgen, die als finance lease zu klassifizieren waren. Das führte zum o.g. Effekt beim Umsatz und Folgeeffekten in den o.g. weiteren Posten. Der Effekt wird auch für die Folgejahre erwartet. Gegenläufig werden die Finance Lease-Klassifizierungen der Vorjahre wirken. Der Konzern erwartet, dass sich die Effekte etwa nach 5 Jahren ausgeglichen haben werden (positiver Effekt aus Neuklassifizierungen vs. gegenläufiger Effekt aus der Klassifizierung der Vorjahre). Die Änderungen der Nutzungsdauern nach IAS 16 führte im Geschäftsjahr 2019 zu einer Verringerung der Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.125. Es wird erwartet, dass die Abschreibungseffekte ceteris paribus pro Jahr etwa gleich bleiben. Schätzungen und Ermessensentscheidungen aufgrund der Corona-Pandemie Schätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Stichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode haben. Aufgrund der derzeit letztlich unabsehbaren weltweiten Folgen der Corona-Pandemie unterliegen diese Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt. Diese Informationen wurden bei der Untersuchung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte einbezogen. 2.6 Anpassung der Vergleichsperioden H1/2019 sowie Q2/2019 wegen Fehlerkorrektur und Ausweisänderung Der FP-Konzern hat die beiden Vergleichsperioden vom 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019 (im Folgenden H1/2019) sowie vom 1. April 2019 bis 30. Juni 2019 (im Folgenden Q2/2019) angepasst. Dies betrifft zwei Sachverhalte: scrollen
Im Folgenden werden die Auswirkungen der Anpassungen auf die Vergleichsperioden H1/2019 sowie Q2/2019 in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt: Tabelle 1: Auswirkungen der Fehlerkorrektur und Ausweisänderung auf die Konzerngesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019 scrollen
Tabelle 2: Auswirkungen der Fehlerkorrektur und Ausweisänderung auf die Konzerngesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. April 2019 bis 30. Juni 2019 scrollen
Tabelle 3: Auswirkungen der Fehlerkorrektur auf die Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019 scrollen
II. Entwicklungen im Berichtszeitraum Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse geprägt. In Bezug auf die für die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode erheblichen Konjunktureinflüsse wird auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht verwiesen. Auch im Rahmen der Umsetzung der ACT-Strategie hat die Dividendenpolitik des FP-Konzerns grundsätzlich Bestand. Aufgrund der Entwicklungen und Risiken im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona Virus SARS-CoV-2 legt das Unternehmen den Fokus auf die Sicherstellung und den Ausbau der vorhandenen Konzernliquidität, um die strategischen und operativen Ziele des FP-Konzerns nachhaltig abzusichern. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung deshalb vor, für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende auszuschütten und den Bilanzgewinn der FP Holding AG von 13.672.283,57 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Die Hauptversammlung ist auf den 29. September 2020 terminiert. Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Im Vorjahr hatte der FP-Konzern eine Dividende in Höhe von TEUR 477 gezahlt. Von den Zugängen zu eigenerstellten immateriellen Wirtschaftsgütern und noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten in Höhe von insgesamt TEUR 4.128 wurden im ersten Halbjahr 2020 im Segment Vertrieb Deutschland TEUR 566 auf das Projekt FP Sign außerplanmäßig abgeschrieben. Corona Virus SARS-CoV-2 Im Berichtszeitraum hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus nunmehr als Pandemie ein. Zu den Auswirkungen der Pandemie auf die Erstellung des Zwischenabschlusses siehe Abschnitt I.2.5. Der weitere Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und die Folgen auf den Geschäftsverlauf des FP-Konzerns werden laufend überwacht. Die ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie sind in ihrer gesamten Tragweite weiterhin noch nicht absehbar. Der FP-Konzern hat im Berichtszeitraum frühzeitig Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum Liquiditätsmanagement veranlasst, um den wirtschaftlichen Risiken der Pandemie zu begegnen. Darüber hinaus hat der FP-Konzern verschiedene staatliche Unterstützungsmaßnahmen wie beispielsweise die Nutzung von Kurzarbeit und ähnlichen Instrumenten, Zuschüsse zu Personalkosten, Erstattung von Beiträgen zur Sozialversicherung und die Nutzung von Finanzhilfen (US Paycheck Protection Progam) in Anspruch genommen. FP hat angesichts der Corona-Krise frühzeitig auch die zukünftige Liquiditätslage des Konzerns einem Stresstest unterzogen. Das unterstellte Szenario ging dabei von einer Aufhebung des Lockdowns erst zum 1. September 2020 und einem danach nur schrittweisen Umsatzanstieg aus. Ende 2020 erreicht der Umsatz in diesem Szenario noch nicht das Vorkrisenniveau. In besagtem Szenario ergibt sich für FP bis Jahresende 2020 auf Basis der vereinbarten Konzernfinanzierung kein Liquiditätsengpass. Seit Aufstellung dieses Szenarios haben sich die Rahmenbedingungen im positiven Sinne verbessert, da der Lockdown bereits deutlich vor dem September 2020 aufgehoben wurde. Trotz dieser Aufhellung erwartet der FP-Konzern nicht, dass die Geschäftsentwicklung noch vor Ende 2020 das Vorkrisenniveau erreicht. Dennoch geht das Management unter Zugrundlegung der aktuell vorliegenden Kenntnisse derzeit insgesamt nicht davon aus, dass die Corona-Pandemie die Unternehmensfortführung des FP-Konzerns gefährdet. III. Segmentinformationen Die Segmentberichterstattung basiert auf Abschlüssen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften (HB-I-Abschlüssen). Die Zahlen aus den einzelnen HB-I-Abschlüssen werden zu Segmentbeträgen aufsummiert und enthalten auch Intrasegmentzahlen sowie Zwischengewinne. Die Konsolidierung und Überleitung auf den Konzernzwischenabschluss erfolgt mittels Überleitungsspalte, in der auch die Anpassungsbuchungen nach IFRS enthalten sind. Die folgende Tabelle zeigt Bestandteile der Gesamtergebnisrechnung sowie des Vermögens der Segmente für die Zwischengewinnperiode vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020. scrollen
Die folgende Tabelle zeigt Bestandteile der Gesamtergebnisrechnung sowie des Vermögens der Segmente für die Zwischengewinnperiode vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019. scrollen
Zwischen der Francotyp-Postalia GmbH (Segment Produktion) und den Vertriebsgesellschaften erfolgt regelmäßig eine Überprüfung der konzerninternen Verrechnungspreise. Anpassungen der Verrechnungspreise haben Auswirkungen auf die dargestellten intersegmentalen Segmentumsätze und Segment-EBITDA/-Nettoeinkommen. Auf Basis der berichteten Ergebnismargen der Vertriebsgesellschaften zum 30. Juni 2020 und unter Berücksichtigung der vorliegenden Fremdvergleichsstudien würde sich der Umsatz und das EBITDA des Segments Produktion für den Berichtszeitraum 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 in Folge von danach erforderlichen Verrechnungspreisanpassungen um TEUR 3.797 (i. Vj. TEUR 3.003) erhöhen. Das EBITDA des Segments Vertrieb Deutschland würde sich um TEUR 1.715 (i. Vj. TEUR 1.467) und des Segments Vertrieb International um TEUR 2.783 (i. Vj. TEUR 1.536) vermindern. Das EBITDA des Segments Zentrale Funktionen würde sich um TEUR 700 (i. Vj. o) erhöhen. Überleitungen in TEUR UMSATZERLÖSE scrollen
EBITDA scrollen
1) Für 2019 inkl. der Effekte aus
Fehlerkorrektur, siehe Abschnitt 1.2.6.
VERMÖGEN scrollen
1) Per 30.06.2019 inkl. der Effekte aus
Fehlerkorrektur, siehe Abschnitt 1.2.6.
VERMÖGEN NACH REGIONEN scrollen
1) Per 30.06.2019 inkl. der Effekte aus
Fehlerkorrektur, siehe Abschnitt 1.2.6.
IV. Erläuternde Angaben 1. Erläuterungen zu Umsatzerlösen Die folgende Tabelle zeigt die Umsatzerlöse disaggregiert nach Leistungsarten. Es werden sowohl die Umsatzerlöse im Anwendungsbereich von IFRS 15 als auch IFRS 16 dargestellt. Zudem enthält die Tabelle die Überleitung zu den Umsätzen nach der Segmentberichterstattung. Disaggregation für die Berichtsperiode 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020: scrollen
scrollen
scrollen
Disaggregation für die Vergleichsperiode 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019: scrollen
scrollen
scrollen
2. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung des FP-Konzerns weist die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Finanzmittel ermitteln sich wie folgt: scrollen
3. Eventualforderungen und -verbindlichkeiten Bezüglich der Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019. 3. Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag Nach dem Zwischenberichtsstichtag (30. Juni 2020) sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des FP-Konzerns gehabt hätten. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass jeweils ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, 10. September 2020 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Rüdiger Andreas Günther, Vorsitzender Carsten Lind Patricius de Gruyter Sven Meise Weitere Informationen Informationen über das Unternehmen Der international agierende börsennotierte FP-Konzern mit Hauptsitz in Berlin ist Experte für sicheres Mail-Business und sichere digitale Kommunikationsprozesse. Als Marktführer in Deutschland und Österreich bietet der FP-Konzern mit den Produktbereichen "Software", Mail Services" und "Frankieren/Kuvertieren", sowohl digitale Lösungen als auch Produkte und Dienstleistungen zur Konsolidierung von Geschäftspost und effizienten Postverarbeitung für Unternehmen und Behörden. Der Konzern erzielte 2019 einen Umsatz von rund 210 Mio. Euro. Francotyp-Postalia ist in zehn Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und über ein eigenes Händlernetz in 40 weiteren Ländern vertreten. Aus ihrer fast 100jährigen Unternehmensgeschichte heraus verfügt FP über eine einzigartige DNA in den Bereichen Aktorik, Sensorik, Kryptografie und Konnektivität. Bei Frankiersystemen hat FP einen weltweiten Marktanteil von mehr als zwölf Prozent. Weitere Informationen finden Sie unter www.fp-francotyp.com. Impressum Redaktion und Kontakt Francotyp-Postalia Holding AG Corporate Communications / Investor Relations Prenzlauer Promenade 28 13089 Berlin Deutschland Telefon: +49 (0)30 220 660 410 Telefax: +49 (0)30 220 660 425 E-Mail: ir@francotyp.com Internet: www.fp-francotyp.com Realisation Groothuis. Gesellschaft der Ideen und Passionen mbH für Kommunikation und Medien, Marketing und Gestaltung www.groothuis.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||