Francotyp-Postalia Holding AGBerlinHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023
H1/2023
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| 2022/Q2 | 2022/Q3 | 2022/Q4 | 2023/Q1 | 2023/Q2 | |
| Umsatzerlöse | 62.355 | 61.176 | 62.208 | 63.825 | 60.824 |
| EBITDA | 5.964 | 6.079 | 5.226 | 8.668 | 6.603 |
| in Prozent der Umsatzerlöse | 9,6 | 9,9 | 8,4 | 13,6 | 10,9 |
| Konzernergebnis | -123 | 934 | -586 | 2.357 | 992 |
| in Prozent der Umsatzerlöse | NA | 1,5 | NA | 3,7 | 1,6 |
| Eigenkapital | 20.973 | 23.250 | 22.552 | 27.782 | 25.129 |
| Eigenkapitalquote in Prozent | 11,3 | 12,6 | 13,1 | 15,3 | 13,6 |
| Nettoverschuldung | 15.966 | 17.376 | 18.142 | 15.254 | 14.859 |
| Nettoverschuldungsgrad in Prozent | 76 | 75 | 80 | 55 | 59 |
| Aktienkurs zum Periodenende (in Euro) | 3,23 | 3,02 | 3,45 | 3,61 | 3,32 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) (unverwässert) | -0,01 | 0,06 | -0,04 | 0,15 | 0,06 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) (verwässert) | -0,01 | 0,06 | -0,04 | 0,15 | 0,06 |
Gesamtumsatz in den ersten sechs Monaten 2023 sinkt um
2,3 % auf 124,6 Mio. Euro im Vergleich zu 127,6 Mio. Euro
im Vorjahreszeitraum
| ― |
Umsatz steigt um 9,6 % auf 15,7 Mio. Euro |
| ― |
Wachstum in allen Bereichen und Umsatzbeitrag von Produkten aus Akquisitionen |
| ― |
Fokus auf Lösungen mit klarem Werteversprechen für Kunden zahlt sich weiterhin aus |
| ― |
Umsatz steigt um 2,4 % auf 75,0 Mio. Euro |
| ― |
FP profitiert von wiederkehrenden Erlösen und Umsatzbeitrag von integrierten Azolver-Gesellschaften |
| ― |
Negative Wechselkurseffekte in Höhe von 1,0 Mio. Euro |
| ― |
Vorjahreszeitraum durch positive Sondereffekte aus Portoerhöhung in Deutschland beeinflusst |
| ― |
Umsatz sinkt erwartungsgemäß um 15,0 % auf 34,0 Mio. Euro |
| ― |
Vorjahreszeitraum durch pandemiebedingten Sondereffekte beeinflusst |
EBITDA sinkt um 6,3 % auf 15,3 Mio. Euro nach 16,3 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum; EBITDA-Marge erreicht 12,3 %
Prognose für 2023 bestätigt: Umsatz von 245
bis 255 Mio. Euro sowie ein EBITDA zwischen 28 und 31 Mio.
Euro erwartet (EBITDA-Marge von 11,4 % bis 12,2 %)
Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2023
entsprach unseren Erwartungen. Mit einem Umsatz von 124,6
Mio. Euro bleibt dieser unter der Vorjahreshöhe von
127,6 Mio. Euro. Verschiedene positive Sondereffekte wie
die Portoerhöhung der Deutschen Post und erhöhte
Aussendungen im Zusammenhang mit Corona hatten den
Vorjahreszeitraum geprägt. Diese Sondereffekte haben
sich erwartungsgemäß im laufenden
Geschäftsjahr nicht wiederholt. Auf normalisierter
Basis bleibt vielmehr ein solides Wachstum gegenüber
dem Vorjahr.
Auch die Profitabilität entwickelte sich
entsprechend zufriedenstellend. Das EBITDA erreichte 15,3
Mio. Euro gegenüber 16,3 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum und spiegelt damit ebenfalls die
Sondereffekte im Vorjahreszeitraum wider. Folglich betrug
die EBITDA-Marge des FP-Konzerns 12,3 %.
Insgesamt entspricht der Geschäftsverlauf unseren
Erwartungen, so dass wir die Guidance für das
Geschäftsjahr - einen Umsatz in der
Größenordnung zwischen 245 und 255 Mio. Euro und
ein EBITDA zwischen 28 und 31 Mio. Euro -bestätigen.
Wir sind davon überzeugt, dass sich Umsatz und
Ergebnis mit der fortschreitenden Umsetzung unseres
Transformatiosprogramms FUTURE@FP weiter steigern werden.
Im ersten Halbjahr 2023 haben wir viele
Weichenstellungen vorgenommen, die die zukünftige
Entwicklung des Konzerns positiv beeinflussen werden. Dazu
gehört nicht nur die gestraffte
Segmentberichterstattung, die die Entwicklung der nunmehr
drei Geschäftsbereiche prägnanter vermittelt.
Mittlerweile sind die im letzten Jahr akquirierten
operativen Gesellschaften von Azolver vollständig in
den FP-Konzern integriert. Sie verstärken unsere
Marktpräsenz in mehreren europäischen
Märkten, besonders in den nordischen Ländern.
Sukzessive erhielten wir die notwendigen Zertifizierungen
für unsere Frankiermaschinen für den vorgesehenen
Austausch der installierten Basis in diesen Märkten.
Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Monaten
erneut in unsere Produktpalette investiert, sowohl im
Bereich der Frankiermaschinen als auch bei den digitalen
Lösungen. Mit der PostBase Vision A120 haben wir zum
100-jährigen Firmenjubiläum von FP eine neue
Frankiermaschine eingeführt, die unser Angebot
für mittlere und größere Briefvolumina
abrundet.
Im Bereich unserer digitalen Lösungen stehen die
Zeichen auf Expansion. Wir haben die Plattform, die die
Basis für unser digitales Geschäftsmodell mit
SaaS-basierten Lösungen wie FP Sign und FP Parcel
Shipping bildet, weiter ausgebaut.
Mit FP Parcel Shipping verfügen wir über eine
eigenständige SaaS-Lösung. Ein wichtiger
Meilenstein war die Markteinführung in Norwegen im
ersten Quartal 2023 und in den Niederlanden im April 2023.
Weitere Märkte werden folgen.
Die im Zuge von Akquisitionen hinzugewonnenen
Lösungen für interne Logistik und Paketmanagement
- Trax und pakadoo - haben wir in den Geschäftsbereich
Digital Business Solutions integriert, wo sie fokussiert
weiterentwickelt werden. Wir haben eine Reihe von Kunden
wie Universitäten und Krankenhäuser für
diese Lösung international gewonnen.
Bei FP Sign zeigt sich zunehmend, dass wir mit der
Kombination aus Funktionalitäten, Preis und
kundennaher Entwicklung Erfolg haben. Hier haben wir neue
Leistungsmerkmale eingeführt und das Produkt in neue
Partnerlösungen, wie z. B. in SharePoint und ELO
ECM-System, integriert. Auch im Input- und Outputmanagement
erweitern wir unsere Lösungen. Wir haben die
Implementierung neuer Hard- und Software fortgeführt,
um unser Angebot im Bereich Input- und Outputmanagement
weiter auszubauen.
Nicht zuletzt haben wir es geschafft, den Bereich Mail
Services profitabler zu machen, obwohl die Vorjahresperiode
von positiven Sondereffekten geprägt war.
Darüber hinaus haben wir mit dem Go-Live des neuen
ERP/CRM-Systems in unseren ersten operativen Einheiten
einen wichtigen Meilenstein in unserem FUTURE@FP-Programm
erreicht und setzen die weitere Implementierung mit
Hochdruck fort.
Es gibt sicher noch viel zu tun, aber wir können
heute feststellen, dass sich die Anstrengungen der letzten
Jahre gelohnt haben. FP ist auf dem Weg, ein
internationaler Technologiekonzern zu werden, wie es
geplant war. Nach wie vor spiegelt sich dies aber noch
nicht in der Bewertung des Unternehmens am Kapitalmarkt
wider.
Auf der diesjährigen Hauptversammlung am 14. Juni
2023 hatten wir Gelegenheit, uns mit interessierten
Investoren auszutauschen. Dieser Dialog ist uns sehr
wichtig, deshalb haben wir uns auch für die
Durchführung als Präsenzveranstaltung
entschieden. Und es war natürlich eine positive
Bestätigung, dass allen Tagesordnungspunkten mit
großer Mehrheit zugestimmt wurde.
Wir werden Sie auch zukünftig wie gewohnt über
die Entwicklung des Unternehmens informieren und freuen
uns, wenn Sie uns weiterhin auf diesem Weg konstruktiv
begleiten.
Ihr Vorstand
| Carsten Lind | Ralf Spielberger |
| CEO | CFO |
Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den
sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten,
Prozentangaben usw.) auftreten können.
Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin
(nachfolgend auch "FP Holding", "Gesellschaft",
"Mutterunternehmen" oder "Muttergesellschaft" genannt) ist
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts
Charlottenburg in Berlin (Registernummer: HRB 169096 B).
Die Geschäftsadresse ist Prenzlauer Promenade 28,
13089 Berlin, Deutschland.
Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die
Muttergesellschaft von unmittelbar und mittelbar gehaltenen
Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als "FP-Konzern",
"FP", "Francotyp-Postalia" oder "das Unternehmen"
bezeichnet).
Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum
Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit
zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter
Wertpapierbörse zugelassen.
Dieser Zwischenlagebericht sollte im Kontext mit dem
verkürzten Konzernzwischenabschluss
einschließlich des Anhangs zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss gelesen werden. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss basiert auf einer Reihe von
Annahmen sowie Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden, die
detaillierter im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.
Dezember 2022 dargestellt sind. Die zum 30. Juni 2023
verpflichtend anzuwendenden neuen oder überarbeiteten
IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen haben keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des
FP-Konzerns.
Der Zwischenlagebericht enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen über das Geschäft, die
finanzielle Entwicklung und die Erträge. Diesen
Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf
gegenwärtig verfügbaren Informationen und
aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer
Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der
tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher
wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.
Francotyp-Postalia Holding AG übernimmt über die
gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in
die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.
Der Zwischenlagebericht für die Periode 1. Januar
bis 30. Juni 2023 wird in Euro (EUR), der funktionalen
Währung der Francotyp-Postalia Holding AG,
aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden alle
Werte kaufmännisch auf Millionen Euro (Mio. Euro) mit
einer Dezimalstelle gerundet, so dass Rundungsdifferenzen
auftreten können und die dargestellten Prozentangaben
nicht genau die Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich
beziehen. Der Zwischenlagebericht ist für den
Berichtszeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023
aufgestellt (H1 2023). Sofern nicht anders angegeben,
beziehen sich Vergleichswerte der Bilanz auf den 31.
Dezember 2022 und Vergleichswerte der
Gesamtergebnisrechnung sowie der Kapitalflussrechnung auf
den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022 (H1 2022).
Für die Gesamtergebnisrechnung werden zusätzlich
die Quartalszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis
zum 30. Juni 2023 (Q2 2023) und die entsprechenden
Vergleichszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum
30. Juni 2022 (Q2 2022) angegeben.
Die im zusammengefassten Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2022 getroffenen grundsätzlichen
Aussagen bezüglich der Geschäftstätigkeit,
der Konzernstruktur, der Strategie des Konzerns, des
Steuerungssystems sowie hinsichtlich des Bereichs Forschung
und Entwicklung gelten weitestgehend unverändert. Im
Interesse der effektiven Steuerung des Konzerns basierend
auf der Geschäftsstrategie wurde im ersten Halbjahr
2023 die Definition der Geschäftsbereiche und folglich
das interne Reporting sowie die Segmentberichterstattung
entsprechend verändert.
Das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in
verschiedenen Industrieländern und einem dichten
weltweiten Händlernetzwerk unterteilte seine
Geschäftstätigkeit in drei
Geschäftsbereiche:
| ― |
Mailing, Shipping & Office Solutions (MSO), |
| ― |
Mail Services, |
| ― |
Digital Business Solutions (DBS). |
Im Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office
Solutions entwickelt der FP-Konzern Frankiersysteme. FP
produziert und verkauft oder vermietet diese und bietet
Kunden darüber hinaus ein umfassendes Produkt-,
Dienstleistungs- und Serviceangebot. Für Kunden in
diesem Geschäftsbereich bietet FP nicht nur
Frankiermaschinen und verwandte Hardware, sondern auch
anderen Bürobedarf sowie Lösungen aus dem
digitalen Produktspektrum.
Umsätze und Ergebnisse mit digitalen Lösungen
und Produkten werden dem Geschäftsbereich Digital
Business Solutions zugeordnet.
Der Geschäftsbereich wird in der
Segmentberichterstattung im Segment Mailing, Shipping &
Office Solutions widergespiegelt, das nach lokalen
Rechnungslegungsvorschriften berichtet.
Der Geschäftsbereich Mail Services umfasst den
Frankierservice - die Abholung unfrankierter Ausgangspost
und Übernahme der Frankierung -sowie den
Konsolidierungsservice - die Abholung frankierter Post, die
Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei
einem Briefzentrum der Deutschen Post AG oder alternativen
Postzustellern. Das Abholen, portooptimierte Sortieren und
die Auslieferung an Postdienstleister entlastet Unternehmen
mit mittleren und hohen Briefvolumina und hilft, die damit
verbundenen Kosten zu reduzieren.
Der Geschäftsbereich wird in der
Segmentberichterstattung im Segment Mail Services
widergespiegelt, das nach lokalen
Rechnungslegungsvorschriften berichtet.
Der Geschäftsbereich Digital Business Solutions
umfasst alle digitalen Aktivitäten, mit denen FP sein
Geschäftsmodell wachstumsorientiert erweitert. Hierzu
zählt im Bereich Document Workflow Management das
Input- und Outputmanagement, mit dem Kunden effizient ihren
Postein- und -ausgang managen können. Im
Inputmanagement werden eingehende physische und digitale
Dokumente erfasst, nach kundenspezifischen Kriterien
analysiert, ausgewertet und anschließend dem Daten-
oder Dokumentensystem des Kunden in elektronischer Form
zugeführt. Im Outputmanagement übernimmt FP den
Druck, das Kuvertieren, das Frankieren sowie die
Übergabe an Zustelldienste oder die Zustellung in
digitaler Form. Der Bereich Business Process Management
& Automation umfasst die Produkte und Lösungen
für effiziente und automatisierte Prozess-Workflows
der Kunden. Hierzu zählen neben digitalen Signaturen
auch die Lösungen für den elektronischen
Rechtsverkehr. Der Bereich Shipping- & Logistics
umfasst sowohl die SaaS-basierte Parcel Shipping Software
für den Paketversand als auch Softwarelösungen
für das Paketeingangsmanagement, das Asset-Tracking
und interne Logistik.
Umsätze und Ergebnisse digitaler Lösungen wie
z. B. Parcel Shipping, die über den Vertriebskanal MSO
vertrieben werden, werden im Geschäftsbereich Digital
Business Solutions ausgewiesen.
Der Geschäftsbereich wird in der
Segmentberichterstattung im Segment Digital Business
Solutions widergespiegelt, das nach lokalen
Rechnungslegungsvorschriften berichtet.
Die makroökonomischen Rahmenbedingungen haben sich
im ersten Halbjahr 2023 weltweit unterschiedlich
entwickelt. Das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP)
der Euro-Zone legte laut Eurostat
1 zwischen April und Juni gegenüber dem
Vorquartal um 0,3 % zu. Im ersten Quartal 2023 war das BIP
im Euroraum unverändert geblieben. Die deutsche
Wirtschaft ist nicht gewachsen. Im zweiten Quartal 2023
blieb das BIP laut dem Statistischen Bundesamt
2 im Vergleich zum ersten Quartal
unverändert. Im ersten Quartal war es um 0,1 %
gesunken. Die US-Wirtschaft befindet sich dagegen im
Aufschwung. Das BIP
3 stieg im zweiten Quartal auf das Jahr
hochgerechnet um 2,4 %. Im ersten Quartal war die
Wirtschaftsleistung bereits um 2,0 % gestiegen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Juli
seine weltweite Wachstumsprognose für 2023 leicht
erhöht. Die Experten rechnen mit einem weltweiten
Wachstum von 3,0 %. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als bei
der Prognose im April. Für Deutschland haben die
Wirtschaftsforschungsinstitute allerdings ihre Prognose
nach unten korrigiert; sie erwarten einen BIP-Rückgang
um 0,3 %.
Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber
auch in andere Märkte, spielt das
Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine
wichtige Rolle. Im ersten Halbjahr 2023 unterlag der Euro
gegenüber dem US-Dollar einer leichten Abwertung; der
Durchschnittskurs lag bei rund 1,081 US-Dollar und damit
unter dem Vorjahresniveau von 1,094 US-Dollar (-1,2 %).
Diese Veränderung führte zu einem positiven
Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns.
Beim Britischen Pfund gab es im ersten Halbjahr 2023
bezüglich des durchschnittlichen Kurses eine deutliche
Veränderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der
Durchschnittskurs lag mit 0,878 Pfund über dem
Vorjahresniveau von 0,842 Pfund (+4,2 %). Auch
gegenüber dem Kanadischen Dollar verzeichnete der
Euro-Durchschnittskurs im Halbjahresvergleich eine
deutliche Veränderung (+4,6 %). Im Vergleich zur
Schwedischen Krone nahm der Euro deutlich zu (+7,8 %),
ebenfalls im Vergleich zur Norwegischen Krone (+12,9 %).
Ein höherer Euro-Kurs wirkt sich negativ auf die
Umsatz- und Ergebnisentwicklung des FP-Konzerns aus,
insofern Teile des Umsatzes in diesen Währungen
erlöst und auf Konzernebene in Euro umgerechnet
werden.
1 Eurostat:
https://ec.europa.eu/eurostat/en/web/products-euro-indicators/w/2-16082023-ap
2 Statistisches
Bundesamt:https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/07/PD23_299_811.ht
ml
BEA:
https://www.bea.gov/news/2023/gross-domestic-product-second-quarter-2023-advance-estimate
Der FP-Konzern beschäftigt sich in aus- und
inländischen Märkten mit der Verarbeitung von
Post. Nach wie vor werden laut Statistik des
Weltpostvereins
4 jährlich rund 260 Milliarden Briefe
weltweit versendet mit rückläufigem Trend (Zahlen
für 2022 liegen noch nicht vor). In den meisten
Ländern hatte es durch COVID-19 bedingt erhebliche
Rückgänge im Briefvolumen gegeben, insbesondere
in 2020, die deutlich über dem zuvor prognostizierten
Trend für die nächsten Jahre lagen. In den
meisten Ländern werden sich in den nächsten
Jahren die prognostizierten Trends wieder dem
Vor-COVID-19-Trend annähern. Die aktuellen
Rückgänge in den einzelnen Ländern
5 variieren zwischen 2-3 % (z. B. USA) und 7-9 %
(z. B. Frankreich, Schweden). Der Paketmarkt zeichnet sich
demgegenüber durch sein starkes Wachstum aus, das
durch COVID-19 bedingt nochmals einen Schub erhalten hat.
Das weltweite Paketvolumen
6 lag 2022 bei weltweit rund 161 Mrd. Sendungen,
ein Anstieg von 1 % gegenüber 2021. Der vor allem
COVID-19-bedingte starke Anstieg in 2020 und 2021 hat sich
in 2022 in den meisten Ländern abgeschwächt, was
sich auch in der geringen Wachstumsrate für 2022
zeigt. Zusätzlich macht sich die schwächere
Konjunktur bemerkbar. Für die nächsten Jahre
dürfte sich der Trend wieder auf die vor-COVID-19
Raten einpendeln. Für das weltweite Volumen wird ein
jährliches Wachstum (CAGR) von 6 % bis 2028 erwartet.
Für Deutschland
7 wird aktuell ein Trend von 3-4 % und in den
USA
8 von 3 % für das jährliche Wachstum
(CAGR) der Paketsendungen erwartet.
Der FP-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2023
einen Geschäftsverlauf, der den Erwartungen entsprach.
In den ersten sechs Monaten 2023 erzielte das Unternehmen
einen Umsatz in Höhe von 124,6 Mio. Euro
gegenüber 127,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.
Dabei fielen negative Wechselkurseffekte in Höhe von
1,1 Mio. Euro an. Die positiven Sondereffekte des Vorjahres
wie die Portoerhöhung im Frankiergeschäft in
Deutschland (2,9 Mio. Euro) und einmalige
Kundenaufträge im Konsolidierungsgeschäft (10,0
Mio. Euro) wiederholten sich erwartungsgemäß
nicht. Ohne Berücksichtigung dieser Sondereffekte
weist FP für die ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2023 damit einen Umsatzanstieg im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Die positiven Effekte
des Transformationsprogramms FUTURE@FP wirkten sich im
ersten Halbjahr des Geschäftsjahres in allen drei
Segmenten aus.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Mailing, Shipping
& Office Solutions liegt mit 75,0 Mio. Euro leicht
über dem Vorjahresniveau. Die operativen
Azolver-Gesellschaften, die Ende März 2022 akquiriert
wurden und die mittlerweile vollständig integriert
sind, leisteten einen positiven Beitrag und stärken
die Marktposition von FP, insbesondere in den nordischen
Ländern. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass das
erste Halbjahr 2022 im Zuge der Portoumstellung in
Deutschland in Höhe von 2,9 Mio. Euro positiv
beeinflusst war. Gleichzeitig bleibt das Umfeld angesichts
weltweit rückläufiger Briefvolumina
herausfordernd. Der
Geschäftsbereich Digital Business Solutions zeigte
weiterhin eine positive Entwicklung und Wachstum mit dem
erzielten Umsatz in Höhe von 15,7 Mio. Euro
gegenüber 14,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das
Unternehmen baut die Kapazitäten für die
Softwareentwicklung aus, forciert den internationalen
Roll-out der Lösungen und richtet die internen
Prozesse noch stärker auf eine kundenorientierte
Entwicklung aus. Im Geschäftsbereich Mail Services
sank der Umsatz auf 34,0 Mio. Euro wie erwartet im
Vergleich zum Jahr zuvor (40,0 Mio. Euro). Im ersten
Halbjahr 2022 war der Umsatz durch Einmaleffekte aufgrund
von Corona-bedingten Personalausfällen bei den Kunden
und einmaligen Aussendungen höher als üblich.
Diese Einmaleffekte lagen im ersten Halbjahr 2022 bei 10,0
Mio. Euro.
4
Weltpostverein:https://www.upu.int/en/Universal-Postal-Union/Activities/Research-Publications/Postal-Statistics
5 USA:https://facts.usps.com/table-facts/;
Frankreich:
https://www.lapostegroupe.com/en/investors/hub-investors
6 Parcel Shipping Index:
https://www.pitneybowes.com/us/shipping-index.html
7 BIEK KEP-Studie 2023:
https://www.biek.de/publikationen/studien.html
8
https://www.pitneybowes.com/us/shipping-index.html
Das EBITDA erreichte 15,3 Mio. Euro gegenüber 16,3
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Free Cashflow erreichte
5,5 Mio. Euro gegenüber 7,4 Mio. Euro im ersten
Halbjahr 2022. FP zeigt damit eine solide Entwicklung und
belegt so das robuste Geschäftsmodell des Konzerns.
Zudem verfügt das Unternehmen über ausreichend
Liquidität sowie über finanzielle
Flexibilität und Reserven auf der Grundlage des
bestehenden Konsortialdarlehensvertrages. Angesichts der
Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2023
bestätigt FP die Prognose für das gesamte
Geschäftsjahr. Weitere Informationen dazu finden sich
im Prognosebericht.
Das Unternehmen arbeitete im ersten Halbjahr 2023 weiter
am Transformationsprogramm FUTURE@FP, welches der Vorstand
im April 2021 präsentiert hatte. Ziel ist es, das
Unternehmen langfristig in einen nachhaltig profitablen,
internationalen Technologiekonzern zu wandeln. Die
Eckpfeiler des Transformationsprogramms FUTURE@FP sind eine
gleichzeitige Anpassung der Kostenbasis an den Umsatz, die
Einführung eines neuen einheitlichen ERP/CRM-Systems,
eine fokussierte Marktbearbeitung und eine Neuausrichtung
der digitalen Angebote von FP. Das Unternehmen investiert
auch weiterhin in das Produktportfolio der
Frankiermaschinen - sowohl in die Hardware als auch in die
zugehörigen Softwarelösungen. Im Segment Digital
Business Solutions bietet FP neben den
Signaturlösungen verschiedene Anwendungen für die
sichere elektronische Kommunikation an. 2023 hat der
Konzern mit Parcel Shipping eine FP-eigene SaaS-Lösung
in den niederländischen und norwegischen Markt
eingeführt.
Am 14 Juni 2023 wurde Herr Johannes Boot mit 90,5 % der
auf der Hauptversammlung vertretenen Stimmen zum neuen
Mitglied des Aufsichtsrats bis zur ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2025 gewählt. Das entspricht
der Restdauer der regulären Amtszeit der Mitglieder,
die von der ordentlichen Hauptversammlung im Juni 2021
gewählt wurden. Eine Nachwahl war erforderlich, da
Herr Lars Wittan sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats
zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
niedergelegt hatte.
Am 14. März 2023 wurde die Francotyp-Postalia
Holding AG informiert, dass die Obotritia Capital KGaA,
Potsdam, mit Wirkung vom 7. März 2023 ihre Aktien
(vormals 28,01 %) an der Francotyp-Postalia Holding AG
vollständig veräußert hat. Neue
Großaktionärin wurde die OSP Alpha Management
Limited, Eden Insel SC Mahe, die 25,34 % der Anteile an der
Gesellschaft hielt. Hinter OSP Alpha Management steht Dr.
Dirk Markus. Mit Wirkung zum 25. April 2023
veräußerte die OSP Alpha Management Limited
vollständig die Anteile an die Olive Tree Invest GmbH,
Grünwald. Hinter der Olive Tree Invest GmbH, die nun
25,34 % der Anteile an der Gesellschaft hält, steht
die LOTUS FamilyInvest AG, Innsbruck, Österreich.
Die Entwicklung wesentlicher Posten der
KonzernGesamtergebnisrechnung war wie folgt:
| in Mio. EUR | H1 2023 | H1 2022 | Q2 2023 | Q2 2022 |
| Umsatzerlöse | 124,6 | 127,6 | 60,8 | 62,4 |
| Bestandsveränderung | -0,1 | 0,5 | -0,4 | -0,2 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 3,9 | 3,2 | 1,8 | 1,4 |
| Gesamtleistung | 128,5 | 131,3 | 62,3 | 63,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1,0 | 0,9 | 0,4 | 0,6 |
| Materialaufwand | 58,5 | 64,6 | 28,2 | 30,7 |
| Personalaufwand | 33,8 | 31,0 | 16,7 | 16,8 |
| Aufwendungen aus
Wertminderungen abzüglich
Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1,1 | 1,2 | 0,6 | 0,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 20,9 | 19,1 | 10,6 | 10,5 |
| EBITDA | 15,3 | 16,3 | 6,6 | 6,0 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 8,8 | 9,9 | 4,3 | 4,9 |
| Zinsergebnis | 0,2 | 0,8 | 0,4 | 0,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -0,3 | 1,0 | 0,1 | 0,7 |
| Ertragsteuern | -3,0 | -3,0 | -1,8 | -2,2 |
| Konzernergebnis | 3,3 | 5,2 | 1,0 | -0,1 |
Das erste Halbjahr 2023 stand unter herausfordernden
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Trotzdem konnte sich FP
in diesem Marktumfeld gut behaupten und insgesamt eine
solide Entwicklung verzeichnen, was die Robustheit des
Geschäftsmodells belegt.
Der Umsatz im größten Geschäftsbereich
Mailing, Shipping & Office Solutions stieg in den
ersten sechs Monaten 2023 um 2,4 % auf 75,0 Mio. Euro (im
Vorjahr 73,3 Mio. Euro). Negative Währungseffekte sind
in Höhe von 1,0 Mio. Euro zu verzeichnen. Dominierend
in diesem Bereich ist die PostBase-Produktfamilie. Die
Umsatzentwicklung spiegelt die positiven Effekte des
Transformationsprogramms wider.
Im größten Auslandsmarkt, den USA, konnte FP
den Umsatz auf 28,5 Mio Euro (im Vorjahr 27,1 Mio. Euro)
steigern. In den meisten europäischen Ländern
blieb die
Umsatzentwicklung stabil bzw. leicht
rückläufig. In Deutschland war das erste Halbjahr
2022 durch positive Effekte im Zuge der Portoumstellung in
Deutschland in Höhe von 2,9 Mio. Euro beeinflusst. In
Deutschland war der Umsatz daher leicht
rückläufig.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld angesichts weltweit
rückläufiger Briefvolumina herausfordernd.
Basierend auf der vorhandenen Produktpalette, die auf den
Sektor kleiner Briefvolumina ausgerichtet ist, und des
hohen Anteils an wiederkehrenden Umsätzen verfügt
das Unternehmen nach wie vor über ein robustes
Geschäftsmodell und ist für die Zukunft in diesem
Marktsegment vergleichsweise gut aufgestellt. Dennoch ist
die weltweite Marktentwicklung im
Frankiermaschinengeschäft rückläufig. Umso
positiver ist deshalb, dass FP auch ein organisches
Wachstum im ersten Halbjahr 2023 erzielen konnte.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Mail Services ist in
der ersten Jahreshälfte 2023 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum von 40,0 Mio. Euro auf 34,0 Mio. Euro
zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2022 war der Umsatz
durch Einmaleffekte aufgrund von Corona-bedingten
Personalausfällen bei den Kunden und einmaligen
Aussendungen höher als üblich. Diese
Einmaleffekte lagen im ersten Halbjahr 2022 bei 10,0 Mio.
Euro. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte im
Vorjahr wurde im ersten Halbjahr 2023 ein Umsatzwachstum
erzielt. Nach den positiven Erfahrungen mit der Pandemie
lagern die Kunden den Frankierservice weiter aus, was zu
einem höheren Anteil an Frankiervolumen im ersten
Halbjahr 2023 führte.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Digital Business
Solutions (DBS) verzeichnete im Berichtszeitraum einen
Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 14,3 Mio.
Euro auf 15,7 Mio. Euro. Im Geschäftsbereich DBS
erweitert FP die Lösungen und hat im März 2023
mit der Implementierung neuer Hardware und Software
begonnen, die im zweiten Quartal fortgeführt wurde.
Damit baut das Unternehmen sein Angebot im Input- und
Outputmanagement Richtung datenbasierter Dienstleistungen
aus. Des Weiteren ist FP Sign einer der Umsatztreiber. Hier
kann sich FP mit einer Kombination aus Funktionen und
Preis, vor allem aber dem Ansatz, wie mit den Kunden
zusammengearbeitet wird, im Markt gut behaupten:
| ― |
ein einfach zu bedienendes Produkt, das den Großteil der üblichen Signatur-Funktionalitäten abdeckt, |
| ― |
einfach zu installierende Zusatzdienste wie z. B. White Labeling, die eine kundenindividuelle Anpassung erlauben, |
| ― |
eine enge Einbindung der Kunden in die Produktentwicklung, z. B. durch Customer Councils und einem hohen Beratungsanspruch. |
FP hat im ersten Halbjahr auch weitere Integrationen
realisieren können, z. B. in ELO Digital Office, einem
etablierten ECM-System.
Bei der sicheren elektronischen Kommunikation bietet FP
bereits seit 2022 das besondere elektronische
Behördenpostfach (beBPo) an. Ab Januar 2024
müssen auch alle Unternehmen und Berufsgruppen wie
Sachverständige, Dolmetscher, Gutachter auf die
digitale Kommunikation mit Gerichten umsteigen. Dies
erfolgt über das elektronische Bürger- und
Organisationspostfach (eBO), das FP im Juni 2023 in den
Markt eingeführt hat.
Im Bereich Shipping&Logistics hat FP mit der
Markteinführung von FP Parcel Shipping in Norwegen im
ersten Quartal 2023 und in den Niederlanden im zweiten
Quartal 2023 wichtige Meilensteine erreicht: die ersten
internationalen Markteinführungen einer FP-eigenen
SaaS-Lösung. Weitere Märkte werden folgen. Bei
den Lösungen zur internen Logistik und zum
Paketeingangsmanagement konnte FP im zweiten Quartal
weitere Kunden wie Universitäten und
Krankenhäuser vor allem auf internationaler Ebene
gewinnen.
| in Mio. EUR | H1 2023 | H1 2022 | Veränderung in % | Q2 2023 | Q2 2022 |
| Erlöse aus
Produktverkäufen
(Frankieren & Kuvertieren) |
17,7 | 17,9 | -0,9 | 8,7 | 9,4 |
| Service / Kundendienst | 15,7 | 16,5 | -4,7 | 7,7 | 8,5 |
| Verbrauchsmaterial | 14,1 | 12,8 | 10,5 | 6,7 | 5,8 |
| Teleporto | 4,7 | 4,7 | 0,7 | 2,5 | 2,8 |
| Mail Services | 34,0 | 40,0 | -15,0 | 16,8 | 17,5 |
| Software / Digital | 15,7 | 14,3 | 9,6 | 7,2 | 6,6 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 15 | 101,9 | 106,1 | -4,0 | 49,6 | 50,7 |
| Finance Lease | 7,9 | 5,8 | 38,1 | 4,2 | 3,2 |
| Operating Lease | 15,0 | 15,9 | -5,5 | 7,3 | 8,5 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 16 | 23,0 | 21,6 | 6,1 | 11,5 | 11,8 |
| Umsatzminderung durch
Währungseffekte aus Hedge Accounting |
-0,2 | -0,2 | 23,0 | -0,2 | -0,1 |
| Umsatzerlöse gesamt | 124,6 | 127,6 | -2,3 | 60,8 | 62,4 |
| Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse | 34% | 32% | 34% | 36% | |
| Wiederkehrende Umsatzerlöse | 67% | 68% | 66% | 64% |
Im Servicegeschäft sanken die Umsätze im
Vergleich zur Vorperiode leicht auf 15,7 Mio. Euro (im
Vorjahr 16,5 Mio. Euro) . Die Erlöse aus
Produktverkäufen der Kategorie Frankieren &
Kuvertieren blieben im Vergleich zur Vorperiode stabil bei
17,7 Mio. Euro (im Vorjahr 17,9 Mio. Euro). Die
Umsatzerlöse aus dem Leasinggeschäft stiegen in
den ersten sechs Monaten 2023 um 6,1 % gegenüber dem
Vorjahresniveau. In der Produktkategorie Mail Services ist
aufgrund der Sondereffekte im Vorjahr ein deutlicher
Rückgang um 15,0 % zu verzeichnen, während
Software / Digital um 9,6 % stieg.
Die aktivierten Eigenleistungen verzeichneten im ersten
Halbjahr 2023 eine Erhöhung auf 3,9 Mio. Euro (+20,3 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und entfallen im
Wesentlichen auf vermietete Erzeugnisse und die
verstärkte Entwicklung von neuen Produkten.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge im
ersten Halbjahr 2023 um 0,2 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro ist
überwiegend auf die Ausbuchung von Verbindlichkeiten
in Höhe von 0,3 Mio. Euro zurückzuführen.
Im ersten Halbjahr 2023 fiel der Materialaufwand des
FP-Konzerns um 9,4 % auf 58,5 Mio. Euro gegenüber 64,6
Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Ursächlich
hierfür waren die verringerten Aktivitäten im
Geschäftsbereich Mail Services sowie der Produktmix in
der Berichtsperiode. Die Aufwendungen für Roh, Hilfs-
und Betriebsstoffe erhöhten sich auf 22,1 Mio. Euro im
Vergleich zu 21,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die
allgemein gestiegenen Kosten von Komponenten für
Frankiermaschinen trugen zur Erhöhung bei. Die
Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von
36,5 Mio. Euro verminderten sich deutlich vor allem
entsprechend des Umsatzrückgangs im Mail
Service-Geschäft gegenüber der Vorjahresperiode
(42,9 Mio. Euro). Die Materialaufwandsquote, der
Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte
sich in der Berichtsperiode auf 47,0 % (im Vorjahr 50,6 %).
Der Personalaufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr
2023 um 8,9 % auf 33,8 Mio. Euro (im Vorjahr 31,0 Mio.
Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die
Übernahme der operativen Azolver Gesellschaften aber
auch dem Ausbau der Kapazitäten in der
Softwareentwicklung zurückzuführen. Die
Personalaufwandsquote, der Personalaufwand im
Verhältnis zum Umsatz, erhöhte sich von 24,3 %
auf 27,1 %.
Die Aufwendungen aus Wertminderungen abzüglich der
Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen liegen mit 1,1 Mio. Euro leicht
unter dem Vorjahresniveau (1,2 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zur
Vorjahresperiode um 1,8 Mio. Euro von 19,1 Mio. Euro auf
20,9 Mio. Euro. Gestiegen sind hauptsächlich die
personalbezogenen Kosten (0,7 Mio. Euro),
EDV-Fremdleistungen (0,6 Mio. Euro) und Kosten für
Reparaturen und Instandhaltung (0,5 Mio. Euro).
Im ersten Halbjahr 2023 erzielte der FP-Konzern ein
EBITDA von 15,3 Mio. Euro (-6,3 % im Vergleich zur
Vorjahresperiode). Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns
beträgt 12,3 % nach 12,8 % in der Vorjahresperiode.
Das EBITDA wurde im Wesentlichen durch die verminderten
Umsatzerlöse beeinflusst. Zudem ist zu
berücksichtigen, dass der Vorjahreszeitraum durch
positive Einmaleffekte sowohl beim Umsatz wie auch beim
EBITDA gekennzeichnet war.
Im ersten Halbjahr 2023 verminderten sich die
Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 11,4 % von 9,9 Mio. Euro auf 8,8 Mio.
Euro. Dies resultiert in erster Linie aus geringeren
planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte. Im Vorjahreszeitraum waren
Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten von
IoT-Projekten in Höhe von 0,4 Mio. Euro erfasst
worden.
Das Zinsergebnis verminderte sich im ersten Halbjahr
2023 um 0,6 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro. Dies resultierte
aus erhöhten Zinsaufwendungen gegenüber
Kreditinstituten sowie aus sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten als Folge des allgemein gestiegenen
Zinsniveaus.
Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2023 ein
sonstiges Finanzergebnis in Höhe von - 0,3 Mio. Euro
(im Vorjahr 1,0 Mio. Euro). Die Entwicklung im sonstigen
Finanzergebnis beruht maßgeblich auf
Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung
von konzerninternen Bilanzposten.
Die Aufwendungen aus Ertragsteuern betragen im ersten
Halbjahr 2023 3,0 Mio. Euro (im Vorjahr 3,0 Mio. Euro).
Dies entspricht einer Steuerquote von 47,1 % (im Vorjahr
36,9 %). Der Anstieg der Steuerquote resultiert im
Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen von
Ertragssteuern sowie nicht angesetzten aktiven latenten
Steuern auf Verlustvorträge.
Das Konzernergebnis verminderte sich im ersten Halbjahr
2023 auf 3,3 Mio. Euro nach 5,2 Mio. Euro im ersten
Halbjahr 2022. Dabei ist der Einfluss des Zins- und
Finanzergebnisses auf den Ergebnisrückgang höher
als der Rückgang des EBITDA. Der FP-Konzern erzielte
im ersten Halbjahr 2023 ein Ergebnis pro Aktie (EPS) von
0,21 Euro (unverwässert / verwässert) nach 0,32
Euro (unverwässert / verwässert) im ersten
Halbjahr 2022.
Die Segmente berichten nach lokalen
Rechnungslegungsvorschriften. Für weitere
Informationen verweisen wir auf den Abschnitt II
Segmentberichterstattung im Anhang zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss. In der folgenden Tabelle werden
Umsatz und EBITDA der Segmente dargestellt. Aufgrund der
Veränderung der Segmentstruktur im ersten Halbjahr
2023 wurden die Vorjahreswerte im Interesse einer besseren
Vergleichbarkeit angepasst.
| Umsatz | EBITDA | |||||
| in Mio. EUR | H1 2023 | H1 2022 | Veränderung
in % |
H1 2023 | H1 2022 | Veränderung
in % |
| Mailing, Shipping & Office Solutions 1) | 76,2 | 74,1 | 2,9 | 16,3 | 21,0 | -22,5 |
| Mail Services 1) | 34,0 | 40,0 | -15,0 | 1,5 | 1,4 | 2,7 |
| Digital Business Solutions 1) | 15,0 | 14,1 | 6,5 | 0,5 | 0,3 | 62,6 |
| keinem Segment zugeordnet | 0,3 | 0,1 | 382,2 | -5,7 | -3,1 | 85,3 |
| Überleitung Konzern | -0,9 | -0,6 | 36,3 | 2,7 | -3,4 | -179,4 |
| Konzern | 124,6 | 127,6 | -2,3 | 15,3 | 16,3 | -6,3 |
| Umsatz | EBITDA | |||||
| in Mio. EUR | Q2 2023 | Q2 2022 | Veränderung
in % |
Q2 2023 | Q2 2022 | Veränderung
in % |
| Mailing, Shipping & Office Solutions 1) | 37,5 | 38,7 | -3,1 | 7,2 | 9,7 | -25,6 |
| Mail Services 1) | 16,8 | 17,5 | -4,2 | 0,6 | 0,4 | 46,0 |
| Digital Business Solutions 1) | 6,9 | 6,5 | 5,5 | -0,2 | -0,3 | -34,9 |
| keinem Segment zugeordnet | 0,2 | 0,0 | n/a | -2,7 | -2,0 | 37,5 |
| Überleitung Konzern | -0,5 | -0,4 | 17,1 | 1,7 | -1,9 | n/a |
| Konzern | 60,8 | 62,4 | -2,5 | 6,6 | 6,0 | 10,7 |
1) Umsatzerlöse mit externen Dritten und
EBITDA nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften
Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielle
Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität
des FP-Konzerns zu sichern. Das Unternehmen erreicht dieses
Ziel durch den Einsatz verschiedener
Finanzierungsinstrumente. Bei deren Auswahl werden die
Flexibilität, die Art der Kreditauflagen, das
bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der
Finanzierung berücksichtigt. Die längerfristige
Liquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativen
Planung. Grundsätzlich stammt ein wesentlicher Teil
der Liquidität des FP-Konzerns aus der operativen
Geschäftstätigkeit der Segmente mit dem daraus
resultierenden Mittelzufluss. Ergänzend nutzt das
Unternehmen Kredite von Finanzinstituten und
Finanzierungsleasing.
Auch im Rahmen der Umsetzung der neuen Strategie hat die
Dividendenpolitik des FP-Konzerns weiterhin Bestand. Das
Ziel ist es, die Aktionäre grundsätzlich an einer
positiven Entwicklung des Unternehmens zu beteiligen. Das
Unternehmen legt den Fokus derzeit aber auf die
Sicherstellung und den Ausbau der vorhandenen
Konzernliquidität, um die strategischen und operativen
Ziele des FP-Konzerns nachhaltig abzusichern. Aufgrund des
Transformationsprozesses von FP und der Sicherung der
nachhaltigen Profitabilität sowie der
Azolver-Akquisition im Geschäftsjahr 2022 hatte der
Vorstand dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, für das
Geschäftsjahr 2022 erneut keine Dividende
auszuschütten und den Bilanzgewinn der
Francotyp-Postalia Holding AG auf neue Rechnung
vorzutragen. Der Aufsichtsrat hatte sich diesem Vorschlag
angeschlossen und die Aktionärsversammlung hat diesem
ebenso zugestimmt.
Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie
den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
sowie bestehende Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten
und Finanzierungsleasingvereinbarungen.
Der FP-Konzern investierte auch im ersten Halbjahr 2023
in künftiges Wachstum. Dabei lagen die Investitionen
im ersten Halbjahr 2023 mit 6,1 Mio. Euro unter dem
Vorjahresniveau von 8,2 Mio. Euro. Ursächlich für
diese Entwicklung ist die Investition in die operativen
Azolver Gesellschaften im März 2022 (4,1 Mio. Euro).
Die Investitionen in vermietete Erzeugnisse, im
Wesentlichen in den USA, Großbritannien, Kanada,
Frankreich und Niederlande, bewegen sich im ersten Halbjahr
2023 auf Vorjahresniveau (3,5 Mio. Euro im Vergleich zu 3,6
Mio. Euro im Vorjahr). Die Investitionen in Sachanlagen
(ohne vermietete Erzeugnisse) erhöhten sich auf 1,3
Mio. Euro (im Vorjahr 0,3 Mio. Euro) insbesondere aufgrund
von Investitionen im Zusammenhang mit der Einführung
des neuen Produktes PostBase Vision A120 sowie der
Erneuerung der Hardware-Basis in Verbindung mit dem
konzernweiten ERP Projekt.
Die Investitionen in aktivierte Entwicklungskosten
betrugen im ersten Halbjahr 2023 insgesamt 0,9 Mio. Euro
(im Vorjahr 0,3 Mio. Euro). Hierbei wurde sowohl in neue
Produkte im Geschäftsbereich MSO als auch im
Geschäftsbereich Digital Business Solutions
investiert.
| H1 2023 | H1 2022 | |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 11,7 | 15,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -6,1 | -8,2 |
| Free Cashflow | 5,5 | 7,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -2,9 | -0,2 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel | 2,6 | 7,2 |
| Wechselkursbedingte Änderung der Finanzmittel | 0,0 | 0,2 |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | 22,8 | 19,7 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | 25,4 | 27,1 |
Mit 11,7 Mio. Euro lag der operative Cashflow nach sechs
Monaten 2023 unter dem Vorjahresniveau von 15,6 Mio. Euro,
was im Wesentlichen durch den Rückgang im
Konzernergebnis begründet ist. Der FP-Konzern hat sich
zudem kontinuierlich und erfolgreich auf die
Kostenkontrolle und das Liquiditätsmanagement
konzentriert.
Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit
betrug im ersten Halbjahr 2023 6,1 Mio. Euro und war
geringer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (8,2 Mio.
Euro). Wesentlicher Indikator für die Abweichung ist
die im Vorjahr vorgenommene Erwerbstransaktion der Azolver
Gesellschaften. Bezüglich weiterer Ausführungen
hierzu wird auf den Abschnitt 4.2.4 Investitionsanalyse
verwiesen.
Der Free Cashflow war trotz des Rückganges des
operativen Cashflows und wegen niedrigerer Investitionen im
ersten Halbjahr 2023 mit 5,5 Mio. Euro (im Vorjahr 7,4 Mio.
Euro) positiv.
Die Cashflows aus Finanzierungstätigkeit im ersten
Halbjahr 2023 enthalten im Wesentlichen die Auszahlungen
zur Tilgung von
Leasingverbindlichkeiten (2,3 Mio. Euro) und
Auszahlungen aus dem Aktienrückkaufprogramm (0,7 Mio.
Euro).
Gemäß Konsortialdarlehensvertrag ist der
FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen
(Financial Covenants) einzuhalten:
Leverage = Nettoverschuldung (Total Net Debt) / Adjusted
EBITDA (ggf. bereinigt um Sondereffekte) ≤ 3,0 x
Interest Cover = Adjusted EBITDA (ggf. bereinigt um
Sondereffekte) / Zinsergebnis (bereinigt um IAS 23
Fremdkapitalkosten) ≥ 5,0 x
Vereinbarungsgemäß werden Einmaleffekte
für die Berechnung der Covenants nach einem
vereinfachten Berechnungsschema (teilweise) bereinigt.
Sämtliche Kreditbedingungen wurden im ersten Halbjahr
2023 wie auch im Vorjahr 2022 durchgängig eingehalten.
Der FP-Konzern konnte sowohl im ersten Halbjahr 2023 als
auch im Vergleichszeitraum 2022 zu jedem Zeitpunkt seinen
Zahlungsverpflichtungen nachkommen.
Die Bilanzsumme des FP-Konzerns hat sich im ersten
Halbjahr 2023 um 12,7 Mio. Euro erhöht. Die
Bilanzverlängerung resultiert maßgeblich aus der
Einbeziehung von verfügungsbeschränkten
Zahlungsmitteln (Teleportogelder) eines Tochterunternehmens
in Italien in Höhe von 9,2 Mio. Euro. In den sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten ist ein
gegenüberstehender Betrag als Verbindlichkeiten aus
Teleportogeldern in gleicher Höhe enthalten.
| in Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 18,5 | 19,8 |
| Sachanlagen | 27,1 | 26,9 |
| Nutzungsrechte | 10,1 | 11,0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 16,6 | 15,8 |
| Langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 1,4 | 1,4 |
| Latente Steueransprüche | 1,2 | 1,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 75,0 | 75,9 |
| Vorratsvermögen | 19,3 | 19,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21,5 | 20,7 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 14,5 | 13,8 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 8,5 | 8,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 46,7 | 34,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 110,4 | 96,8 |
| Gesamt | 185,4 | 172,7 |
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich
im ersten Halbjahr 2023 leicht auf 75,0 Mio. Euro im
Vergleich zu 75,9 Mio. Euro zum Jahresende 2022.
Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte
um 1,3 Mio. Euro ist hauptsächlich auf die
planmäßigen Abschreibungen bei den
selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten
zurückzuführen.
Die Erhöhung der Sachanlagen um 0,3 Mio. Euro
resultiert im Wesentlichen aus den Neuinvestitionen im
Zusammenhang mit der Einführung des Produktes PostBase
Vision A120 sowie der Erneuerung der Hardware-Basis im
Rahmen des konzernweiten ERP/CRM Projektes.
Die Nutzungsrechte verminderten sich um 0,9 Mio. Euro.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte
erhöhten sich dagegen um 0,8 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich
im ersten Halbjahr 2023 von 96,8 Mio. Euro um 13,6 Mio.
Euro auf 110,4 Mio. Euro. Dies resultiert überwiegend
aus der Zunahme der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente um 12,3 Mio. Euro. Dabei ist
einerseits eine Erhöhung des Cash Bestandes im Konzern
um 2,6 Mio. Euro zu verzeichnen. Andererseits erhöhten
sich die verfügungsbeschränkten Finanzmittel
(Teleportogelder) um 9,7 Mio. Euro hauptsächlich durch
die Aufnahme der Teleportogelder eines Tochterunternehmens
in Italien. Zudem stiegen die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen um 0,8 Mio. Euro sowie die sonstigen
kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte um 0,8 Mio.
Euro.
Insgesamt beträgt die Zunahme der lang- und
kurzfristigen Vermögenswerte 12,7 Mio. Euro.
Zum 30. Juni 2023 betrug das Grundkapital der
Francotyp-Postalia Holding AG 16,3 Mio. Euro, eingeteilt in
16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne
Nennbetrag (im Vorjahr 16.301.456).
Zum 30. Juni 2023 hielt das Unternehmen 593.305 eigene
Aktien (Ende 2022: 403.907). Das entspricht 3,6 % am
Grundkapital. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile
wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag
zum Kaufpreis wird mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Das Eigenkapital des Konzerns hat sich von 22,6 Mio.
Euro zum 31. Dezember 2022 um 2,6 Mio. Euro auf 25,1 Mio.
Euro zum 30. Juni 2023 erhöht. Der Anstieg resultiert
aus der Veränderung der eigenen Anteile sowie dem
Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2023.
| in Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 14,5 | 14,6 |
| Sonstige Rückstellungen und latente Steuerverbindlichkeiten | 4,6 | 5,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 28,7 | 29,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0,6 | 0,4 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 1,1 | 1,1 |
| Langfristige Schulden | 49,5 | 50,6 |
| Steuerschulden | 4,6 | 4,3 |
| Sonstige Rückstellungen | 12,5 | 13,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | 11,6 | 11,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13,1 | 13,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 44,1 | 34,6 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 24,8 | 21,5 |
| Kurzfristige Schulden | 110,8 | 99,5 |
| Gesamt | 160,2 | 150,1 |
Die langfristigen Schulden verminderten sich von 50,6
Mio. Euro um 1,1 Mio. Euro auf 49,5 Mio. Euro. Dies ist im
Wesentlichen auf die Abnahme der Finanzverbindlichkeiten in
Höhe von 0,8 Mio. Euro und der sonstigen
Rückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro
zurückzuführen.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich deutlich
von 99,5 Mio. Euro um 11,3 Mio. Euro auf 110,8 Mio. Euro.
Grund hierfür ist im Wesentlichen eine Zunahme der
sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 9,5 Mio. Euro
bedingt hauptsächlich durch gestiegene Teleportogelder
in Italien.
Eine ergänzende Kennziffer für die
Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der
Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem
Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und
wird laufend überprüft.
Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den
Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Finanzmittel. Zu
den Finanzverbindlichkeiten zählen die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie
Leasingverbindlichkeiten. In die Finanzmittel werden die
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich verfügungsbeschränkter
flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern
verwaltet werden) einbezogen. Diese Darstellung gilt sowohl
im Hinblick auf die Bestimmung des Nettoverschuldungsgrades
als Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur
des FP-Konzerns als auch in Bezug auf den Ausweis in der
Kapitalflussrechnung.
| in Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Finanzverbindlichkeiten | 40,3 | 41,0 |
| Finanzmittel | 25,4 | 22,8 |
| Nettoverschuldung | 14,9 | 18,1 |
| Eigenkapital | 25,1 | 22,6 |
| Nettoverschuldungsgrad | 59% | 80% |
Aufgrund der Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum
Liquiditätsmanagement verminderte sich im Verlauf des
ersten Halbjahrs 2023 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns
deutlich von 18,1 Mio. Euro auf 14,9 Mio. Euro.
Der FP-Konzern betreibt als Leasinggeber sowohl
Operating Lease als auch Finance Lease. Diese
Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz und die
Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens. Im
Anlagevermögen sind zum 30. Juni 2023 unter dem Posten
"Vermietete Erzeugnisse" Vermögenswerte mit einem
Buchwert in Höhe von 20,5 Mio. Euro (im Vorjahr 20,4
Mio. Euro) bilanziert, die im Rahmen von Operating
Lease-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die
Finance Lease-Vereinbarungen mit Kunden sind in den
"Forderungen aus Finanzierungsleasing" abgebildet und
belaufen sich zum Bilanzstichtag im langfristigen und
kurzfristigen Bereich in Summe auf 23,6 Mio. Euro (im
Vorjahr 23,1 Mio. Euro).
Das erste Halbjahr 2023 verlief insgesamt positiv
für FP. Der Umsatz lag mit 124,6 Mio. Euro unter dem
Vorjahresniveau, das von einmaligen Sondereffekten (Rate
Change in Deutschland, erhöhtes Briefvolumen im
Bereich Mail Services) geprägt war. Das EBITDA
erreichte in den ersten sechs Monaten 15,3 Mio. Euro. Trotz
des weiterhin herausfordernden Marktumfelds im
Frankiergeschäft zeigte FP in den ersten sechs
Monaten 2023 eine robuste Geschäftsentwicklung und
arbeitete zugleich weiter am Transformationsprogramm
FUTURE@FP, welches der Vorstand im April 2021
präsentiert hatte. Ziel ist es, das Unternehmen
langfristig in einen nachhaltig profitablen,
internationalen Technologiekonzern zu wandeln.
Das Transformationsprogramm zeigt weiter positive
Effekte. Die Zahlen des Unternehmens liegen - unter
Berücksichtigung der negativen Währungseffekte
sowie der einmaligen Sondereffekte im Vorjahr - umsatz- und
ergebnismäßig besser als in 2022.
In 2023 wird FP weiterhin in seine Produkte und
Lösungen investieren und die Internationalisierung vor
allem im digitalen Bereich vorantreiben.
Der Vorstand beurteilt den Verlauf der
Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2023 insgesamt
als zufriedenstellend.
Im zusammengefassten Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2022 sind die Risiken und Chancen
für den Konzern ausführlich erläutert.
Wesentliche Änderungen der dort beschriebenen Chancen
und Risiken haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben.
| Prognose | |
| 2023 | |
| Umsatz | 245-255 |
| EBITDA | 28-31 |
| EBITDA-Marge | 11,4-12,2 |
| Qualitätsindikator - Deutschland und International | 34.2 |
| Verbesserungsindikator | 0.6 |
Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wird
einerseits durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und
andererseits durch die ergriffenen Maßnahmen, um die
Geschäftsentwicklung und die Profitabilität
weiter zu verbessern, determiniert. Die konjunkturelle
Entwicklung ist derzeit mit Unsicherheiten verbunden.
Insbesondere soll sich das Wachstum in Ländern wie
Deutschland und anderen europäischen Ländern
abschwächen. Die internationalen Finanzmärkte
stehen zudem unter Druck. Diese aktuell hohe Unsicherheit
schlägt sich auch in den Konjunkturerwartungen nieder,
was entsprechende Effekte auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des FP-Konzerns haben könnte.
Der FP-Konzern ist gut aufgestellt und wird 2023 die
Transformation weiter vorantreiben. Die derzeitige
Entwicklung bestätigt das Unternehmen, dass mit dem
Programm FUTURE@FP die richtige Richtung eingeschlagen
wurde.
Der Vorstand bestätigt die Prognose für das
Gesamtjahr 2023 und erwartet einen Umsatz in einer
Größenordnung von 245 bis 255 Mio. Euro nach
251,0 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der
Profitabilität werden auch im Geschäftsjahr 2023
ihre Wirkung entfalten. In Abhängigkeit von der
Umsatzentwicklung erwartet der Vorstand deshalb ein EBITDA
zwischen 28 bis 31 Mio. Euro, was einer EBITDA-Marge
zwischen 11,4 % und 12,2 % entspricht. In dieser Prognose
sind wie zuvor keine Wechselkurseffekte
berücksichtigt.
Im Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office
Solutions rechnet der FP-Konzern insgesamt mit einem
leichten Umsatzwachstum, einem leicht steigenden EBITDA
sowie einer leicht steigenden EBITDA-Marge, nicht zuletzt
bedingt durch die Maßnahmen im Rahmen von FUTURE@FP
und der erfolgreichen Integration der
Azolver-Gesellschaften.
Im Geschäftsbereich Digital Business Solutions hat
FP durch eine neue Aufstellung die Voraussetzungen
geschaffen, um diese erfolgreich zu einem substanziellen
Bereich des Unternehmens auszubauen. Dies wird sich in 2023
positiv auf Umsatz, EBITDA und EBITDA-Marge auswirken,
für die jeweils ein leichter Anstieg erwartet wird.
Der Geschäftsbereich Mail Services wird auch
weiterhin von dem allgemein rückläufigen
Briefvolumen betroffen sein. Zudem war das Vorjahr von
positiven Sondereffekten gekennzeichnet, die sich 2023
nicht wiederholen werden. Daher wird für das
Geschäftsjahr 2023 trotz einiger Kundenzuwächse
insgesamt ein Rückgang im Umsatz bei stabiler
EBITDA-Marge erwartet.
Die erwartete Entwicklung der finanziellen
Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023
steht grundsätzlich unter der Prämisse
gleichbleibender Wechselkurse.
Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird
sowohl beim Product Quality Index wie auch beim
Verbesserungsindikator von einer leichten Verschlechterung
in 2023 bedingt durch die Anlaufphase der neuen PostBase
Vision A120 ausgegangen.
Berlin, 31. August 2023
Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG
| Carsten Lind | Ralf Spielberger |
| Vorsitzender | CFO |
Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den
sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten,
Prozentangaben usw.) auftreten können.
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 | Q2 2023 | Q2 2022 |
| Umsatzerlöse | 124.649 | 127.566 | 60.824 | 62.355 |
| Bestandsveränderung | -58 | 502 | -366 | -176 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 3.905 | 3.247 | 1.847 | 1.412 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.034 | 871 | 421 | 561 |
| Materialaufwand | 58.546 | 64.606 | 28.197 | 30.691 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 22.074 | 21.702 | 10.440 | 11.710 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 36.472 | 42.904 | 17.757 | 18.981 |
| Personalaufwand | 33.789 | 31.036 | 16.741 | 16.839 |
| a) Löhne und Gehälter | 28.341 | 26.104 | 14.044 | 14.018 |
| b) Soziale Abgaben | 4.845 | 4.483 | 2.610 | 2.497 |
| c) Aufwendungen für
Altersversorgung
und Unterstützung |
603 | 450 | 88 | 325 |
| Aufwendungen aus
Wertminderungen abzüglich
Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.061 | 1.180 | 626 | 194 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 20.865 | 19.068 | 10.559 | 10.464 |
| Ergebnis vor Zinsen,
Ertragsteuern,
Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA) |
15.271 | 16.297 | 6.603 | 5.964 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 8.756 | 9.887 | 4.350 | 4.943 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 6.515 | 6.410 | 2.253 | 1.020 |
| Zinsergebnis | 156 | 769 | 391 | 404 |
| a) Zinsen und ähnliche Erträge | 1.389 | 1.365 | 731 | 685 |
| b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.233 | 596 | 339 | 282 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -345 | 1.039 | 114 | 686 |
| Ertragsteuern | -2.977 | -3.031 | -1.767 | -2.233 |
| Konzernergebnis | 3.348 | 5.186 | 992 | -123 |
| Sonstiges Ergebnis | ||||
| Anpassung der
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
-166 | -206 | -87 | -103 |
| davon Steuern | 50 | 58 | 21 | 29 |
| Sonstiges Ergebnis, das
in Folgeperioden
nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird |
-166 | -206 | -87 | -103 |
|
Fremdwährungsumrechnung von
Abschlüssen ausländischer Teileinheiten |
-151 | 1.951 | -3.333 | 1.489 |
| Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe | 0 | 39 | 0 | 19 |
| davon Steuern | 0 | -17 | 0 | -8 |
| Absicherung von
Zahlungsströmen
- Wirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes |
85 | -763 | 103 | -565 |
| davon Steuern | -37 | 329 | -44 | 243 |
| Absicherung von
Zahlungsströmen
- Kosten der Absicherung |
-2 | 167 | -38 | 102 |
| davon Steuern | 1 | -72 | 16 | -44 |
| Absicherung von
Zahlungsströmen
- Umgegliedert in den Gewinn oder Verlust |
143 | 118 | 42 | 72 |
| davon Steuern | -62 | -51 | -18 | -31 |
| Sonstiges Ergebnis, das
in Folgeperioden
in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird |
76 | 1.512 | -3.227 | 1.117 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -90 | 1.306 | -3.314 | 1.014 |
| Gesamtergebnis | 3.259 | 6.492 | -2.322 | 891 |
| Konzernergebnis | 3.348 | 5.186 | 992 | -123 |
| davon auf die
Anteilseigner der FP-Holding
entfallendes Konzernergebnis |
3.348 | 5.186 | 992 | -123 |
| Gesamtergebnis | 3.259 | 6.492 | -2.322 | 891 |
| davon auf die
Anteilseigner der FP-Holding
entfallendes Gesamtergebnis |
3.259 | 6.492 | -2.322 | 891 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert, in EUR) | 0,21 | 0,32 | 0,06 | -0,01 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert, in EUR) | 0,21 | 0,32 | 0,06 | -0,01 |
| in TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 74.954 | 75.887 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 18.477 | 19.780 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 5.679 | 7.221 |
| Kundenbeziehungen und
andere entgeltlich
erworbene immaterielle Vermögenswerte |
6.290 | 6.878 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 4.384 | 4.408 |
| Noch nicht
abgeschlossene Entwicklungsprojekte
und Anzahlungen |
2.124 | 1.273 |
| Sachanlagen | 27.147 | 26.896 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 1.987 | 2.091 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.446 | 1.572 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.052 | 2.518 |
| Vermietete Erzeugnisse | 20.456 | 20.444 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 206 | 270 |
| Nutzungsrechte | 10.119 | 10.981 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 16.641 | 15.813 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 16.226 | 15.571 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 415 | 242 |
| Langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.398 | 1.363 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.398 | 1.363 |
| Latente Steueransprüche | 1.172 | 1.055 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 110.419 | 96.765 |
| Vorratsvermögen | 19.275 | 19.492 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.883 | 6.781 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 360 | 277 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 12.032 | 12.434 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.543 | 20.710 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 14.458 | 13.771 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 7.367 | 7.479 |
| Derivative Finanzinstrumente | 96 | 94 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.994 | 6.197 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 8.485 | 8.405 |
| Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 4.158 | 4.288 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 4.326 | 4.116 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1) | 46.659 | 34.387 |
| Aktiva | 185.374 | 172.651 |
| in TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| EIGENKAPITAL | 25.129 | 22.552 |
| Gezeichnetes Kapital | 16.301 | 16.301 |
| Kapitalrücklage | 34.296 | 34.296 |
| Stock-Options-Rücklage | 1.544 | 1.544 |
| Eigene Anteile | -2.241 | -1.559 |
| Verlustvortrag | -24.947 | -30.482 |
| Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen | 3.348 | 5.535 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -3.173 | -3.083 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 49.452 | 50.631 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 14.521 | 14.640 |
| Sonstige Rückstellungen | 854 | 1.087 |
| Finanzverbindlichkeiten | 28.702 | 29.487 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 609 | 385 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 1.065 | 1.118 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 3.700 | 3.914 |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 110.793 | 99.469 |
| Steuerschulden | 4.637 | 4.330 |
| Sonstige Rückstellungen | 12.496 | 13.914 |
| Finanzverbindlichkeiten | 11.578 | 11.502 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.131 | 13.583 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 44.117 | 34.595 |
| davon Teleportogelder | 35.303 | 25.072 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 24.834 | 21.545 |
| Passiva | 185.374 | 172.651 |
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 |
| 1. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis | 3.348 | 5.186 |
| Erfolgswirksam erfasste Ertragsteuern | 2.977 | 3.031 |
| Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis | -156 | -769 |
| Zu- und Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 8.756 | 9.886 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen und Steuerschulden | -4.846 | -3.504 |
| Verluste (+) / Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 167 | 0 |
| Abnahme (+) / Zunahme
(-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und
Leistungen sowie anderer Aktiva |
-1.741 | -3.424 |
| Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen aus Finanzierungsleasing | -544 | -207 |
| Abnahme (-) / Zunahme
(+) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
sowie anderer Passiva |
3.059 | 3.557 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) | 569 | 576 |
| Erhaltene Zinsen | 1.389 | 1.365 |
| Gezahlte Zinsen | -1.010 | -513 |
| Gezahlte Ertragsteuern (Erstattung (+), Zahlung (-)) | -313 | 427 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 11.654 | 15.613 |
| 2. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten | -927 | -283 |
| Einzahlungen/Auszahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 8 | 47 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -385 | -69 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -4.840 | -3.840 |
| Auszahlungen für Investitionen in den Erwerb von Geschäftsbetrieben | 0 | -4.077 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -6.144 | -8.222 |
| 3. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -4 | -960 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -2.338 | -2.026 |
| Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Anteile | -682 | 0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 93 | 2.774 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -2.930 | -212 |
| Finanzmittelbestand 1) | ||
| Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel | 2.580 | 7.179 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Finanzmittel | -5 | 156 |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | 22.846 | 19.721 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | 25.421 | 27.055 |
| in TEUR | Gezeichnetes
Kapital |
Kapital-
rücklage |
Stock-Options-
Rücklage |
Eigene
Anteile |
Bilanz-
ergebnis |
| Angepasster 1) Stand am 01.01.2022 | 16.301 | 34.296 | 1.544 | -1.066 | -30.482 |
| Konzernergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.186 |
|
Fremdwährungsumrechnung von
Abschlüssen ausländischer Teileinheiten |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anpassung der
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstiges Ergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.186 |
| Angepasster 11 Stand am 30.06.2022 | 16.301 | 34.296 | 1.544 | -1.066 | -25.296 |
| Eigenkapital am 01.01.2023 | 16.301 | 34.296 | 1.544 | -1.559 | -24.947 |
| Konzernergebnis 01.01. - 30.06.2023 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.348 |
|
Fremdwährungsumrechnung von
Abschlüssen ausländischer Teileinheiten |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anpassung der
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01. - 30.06.2023 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2023 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.348 |
| Rückkauf eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | -682 | 0 |
| Eigenkapital am 30.06.2023 | 16.301 | 34.296 | 1.544 | -2.241 | -21.598 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| in TEUR | Unterschieds-
betrag aus der Währungs- umrechnung |
Nettoinvestitionen
in ausländische Geschäftsbetriebe |
Unterschiedsbetrag
aus der Anpassung IAS 19 |
Unterschiedsbetrag
aus Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter |
Rücklage
für Cash flow hedges |
Rücklage
für die Kosten der Absicherung |
| Angepasster 1) Stand am 01.01.2022 | -99 | 21 | -5.358 | -439 | -160 | -79 |
| Konzernergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
Fremdwährungsumrechnung von
Abschlüssen ausländischer Teileinheiten |
1.951 | 39 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anpassung der
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
0 | 0 | -206 | 0 | 0 | 0 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 0 | 0 | 0 | 0 | -644 | 167 |
| sonstiges Ergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 1.951 | 39 | -206 | 0 | -644 | 167 |
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 1.951 | 39 | -206 | 0 | -644 | 167 |
| Angepasster 11 Stand am 30.06.2022 | 1.853 | 60 | -5.564 | -439 | -805 | 88 |
| Eigenkapital am 01.01.2023 | 393 | 0 | -2.722 | -438 | -380 | 64 |
| Konzernergebnis 01.01. - 30.06.2023 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
Fremdwährungsumrechnung von
Abschlüssen ausländischer Teileinheiten |
-151 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anpassung der
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
0 | 0 | -166 | 0 | 0 | 0 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 228 | -2 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01. - 30.06.2023 | -151 | 0 | -166 | 0 | 228 | -2 |
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2023 | -151 | 0 | -166 | 0 | 228 | -2 |
| Rückkauf eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapital am 30.06.2023 | 242 | 0 | -2.888 | -438 | -151 | 62 |
| in TEUR | Anteilseignern
der FP Holding zuzurechnendes Eigenkapital |
Eigenkapital
gesamt |
| Angepasster 1) Stand am 01.01.2022 | 14.480 | 14.480 |
| Konzernergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 5.186 | 5.186 |
|
Fremdwährungsumrechnung von
Abschlüssen ausländischer Teileinheiten |
1.989 | 1.989 |
| Anpassung der
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
-206 | -206 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | -478 | -478 |
| sonstiges Ergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 1.306 | 1.306 |
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2022 | 6.492 | 6.492 |
| Angepasster 11 Stand am 30.06.2022 | 20.972 | 20.972 |
| Eigenkapital am 01.01.2023 | 22.552 | 22.552 |
| Konzernergebnis 01.01. - 30.06.2023 | 3.348 | 3.348 |
|
Fremdwährungsumrechnung von
Abschlüssen ausländischer Teileinheiten |
-151 | -151 |
| Anpassung der
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
-166 | -166 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 227 | 227 |
| Sonstiges Ergebnis 01.01. - 30.06.2023 | -90 | -90 |
| Gesamtergebnis 01.01. - 30.06.2023 | 3.259 | 3.259 |
| Rückkauf eigener Aktien | -682 | -682 |
| Eigenkapital am 30.06.2023 | 25.129 | 25.129 |
Die Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin
(nachfolgend auch "FP Holding", "Gesellschaft",
"Mutterunternehmen" oder "Muttergesellschaft" genannt) ist
im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg in
Berlin unter HRB 169096 B eingetragen. Der Sitz der
Francotyp-Postalia Holding AG ist Berlin;
Geschäftsadresse ist die Prenzlauer Promenade 28,
13089 Berlin, Deutschland.
Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die
Muttergesellschaft von unmittelbar und mittelbar gehaltenen
Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als "FP-Konzern",
"FP-Gruppe", "FP", "Francotyp-Postalia" oder "das
Unternehmen" bezeichnet).
Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum
Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit
zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter
Wertpapierbörse zugelassen.
Der FP-Konzern entwickelt, produziert und vertreibt
Produkte und Lösungen zur effizienten Postverarbeitung
und der Konsolidierung von Geschäftspost. Von
zunehmender Bedeutung sind auch digitale Lösungen, zu
denen Anwendungen im Bereich Document Workflow Management,
Business Process Management & Automation and Shipping
& Logistics für Unternehmen und Behörden
gehören. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in
verschiedenen Industrieländern und ein dichtes
weltweites Händlernetzwerk.
Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als
Konzernobergesellschaft, unter der die FP-Gruppe
konsolidiert wird.
Der Konzernzwischenabschluss ist aufgestellt für
den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023 (H1 2023).
Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die
Vergleichswerte der Bilanz auf den 31. Dezember 2022 und
die Vergleichswerte der Gesamtergebnisrechnung, der
Kapitalflussrechnung sowie der
Eigenkapitalveränderungsrechnung auf den Zeitraum vom
1. Januar bis zum 30. Juni 2022 (H1 2022). Für die
Gesamtergebnisrechnung werden zusätzlich die
Quartalszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum
30. Juni 2023 (Q2 2023) und die entsprechenden
Vergleichszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum
30. Juni 2022 (Q2 2022) angegeben.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle
Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt -zum
Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit
grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch
kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen und
Prozentangaben kann es zu geringfügigen
Rechendifferenzen kommen.
Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist
grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse
geprägt. In Bezug auf die für die
Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der
Zwischenberichtsperiode relevanten Konjunktureinflüsse
wird auf die Ausführungen im
Konzern-Zwischenlagebericht verwiesen.
Der ungeprüfte verkürzte
Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1.
Januar bis zum 30. Juni 2023 entspricht den Anforderungen
des IAS 34 (Zwischenberichterstattung) der am
Abschlussstichtag für Zwischenberichte geltenden und
von der Europäischen Union (EU) anerkannten
International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser
verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte im Kontext
mit dem Konzernzwischenlagebericht gelesen werden.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält
nicht alle Informationen und Anhangsangaben, die im
Konzernjahresabschluss erforderlich sind und sollte daher
in Verbindung mit dem Konzernjahresabschluss zum 31.
Dezember 2022 (Konzernabschluss 2022) gelesen werden.
Dieser Konzernjahresabschluss wurde in
Übereinstimmung mit den von der EU anerkannten IFRS
des International Accounting Standards Board (IASB) sowie
den vom IASB gebilligten Interpretationen des IFRS
Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt.
Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind
grundsätzlich unverändert.
Die zum 30. Juni 2023 verpflichtend anzuwendenden neuen
oder überarbeiteten IFRS-Standards und
IFRS-Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Berichterstattung des FP-Konzerns.
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der FP
Holding und ihrer direkt und indirekt beherrschten
Tochterunternehmen.
Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum
Vorjahr wie folgt verändert.
Die Gesellschaft FP Technology & Services OÜ
wurde am 30.01.2023 auf die Gesellschaft Azolver Eesti
OÜ verschmolzen.
Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden
Wechselkurse zugrunde:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
| 1 EURO= | 30.06.2023 | 31.12.2022 | H1 2023 | H1 2022 |
| CAD | 1,44150 | 1,44390 | 1,45525 | 1,39086 |
| CHF | 0,97880 | 0,98505 | 0,98790 | 1,03226 |
| DKK | 7,44740 | 7,43645 | 7,44560 | 7,44021 |
| GBP | 0,85830 | 0,88685 | 0,87765 | 0,84229 |
| NOK | 11,70400 | 10,50325 | 11,26569 | 9,97865 |
| SEK | 11,80550 | 11,07815 | 11,29652 | 10,47746 |
| USD | 1,08660 | 1,06765 | 1,08133 | 1,09418 |
Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfordert
bei verschiedenen Positionen, dass für Ansatz,
Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und
Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen
Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen
vorgenommen werden. Den Annahmen und Schätzungen
liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils
aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden
bezüglich der erwarteten künftigen
Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung
des Konzernzwischenabschlusses vorliegenden Umstände
ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige
Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu
Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und
außerhalb des Einflussbereichs des Managements
liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können
die sich einstellenden Beträge von den
ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten
abweicht, werden die Prämissen und, falls
erforderlich, die Buchwerte der betreffenden
Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Die Verwendung von Ermessensentscheidungen,
Schätzungen und Annahmen wird im Konzernabschluss 2022
erläutert.
Die konjunkturelle Entwicklung ist derzeit mit
Unsicherheiten verbunden. Insbesondere soll sich das
Wachstum in Ländern wie Deutschland und den USA
abschwächen. Die internationalen Finanzmärkte
stehen zudem unter Druck. Diese aktuell hohe Unsicherheit
schlägt sich auch in den Konjunkturerwartungen nieder,
was entsprechende Effekte auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des FP-Konzerns haben könnte.
Im Interesse der effektiven Steuerung des Konzerns
basierend auf der Geschäftsstrategie wurde die
Definition der Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr
2023 und folglich das interne Reporting und die
Segmentberichterstattung entsprechend verändert. Im
ersten Halbjahr 2023 wurde zur Identifizierung der
berichtspflichtigen Segmente eine Kombination der Faktoren
aus Organisationsstruktur sowie Unterschiede zwischen
Produkten und Dienstleistungen herangezogen. Der Konzern
ist, basierend auf der Unterteilung für Zwecke der
internen Steuerung, in die drei Segmente Mailing, Shipping
& Office Solutions, Mail Services und Digital Business
Solutions aufgeteilt.
Das Segment Mailing, Shipping & Office Solutions
fokussiert sich weitestgehend auf das
Frankiermaschinengeschäft. In diesem Segment
entwickelt der FP-Konzern Frankiersysteme. FP produziert
und verkauft oder vermietet diese und bietet Kunden
darüber hinaus ein umfassendes Produkt-,
Dienstleistungs- und Serviceangebot. Für Kunden in
diesem Segment bietet FP nicht nur Frankiermaschinen und
verwandte Hardware an, sondern auch anderen Bürobedarf
sowie Lösungen aus dem digitalen Produktspektrum.
Umsätze und Ergebnisse mit digitalen Lösungen und
Produkten werden im ersten Halbjahr 2023 dem Segment
Digital Business Solutions zugeordnet.
Daraus ergeben sich folgende Änderungen der
Segmentberichterstattung. Die Umsätze und Ergebnisse
der Gesellschaften, die in der Vergangenheit unter den
Segmenten Mailing, Shipping & Office Solutions - Europa
und Mailing, Shipping & Office Solutions - Nordamerika
berichtet wurden, fließen teilweise in das Segment
Mailing, Shipping & Office Solutions ein. Dazu werden
im diesem Segment die Umsätze und Ergebnisse der FP
Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG und FP InovoLabs
GmbH dargestellt.
Das Segment Mail Services umfasst den Frankierservice -
die Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme
der Frankierung -sowie den Konsolidierungsservice - die
Abholung frankierter Post, die Sortierung nach
Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum
der Deutschen Post AG oder alternativen Postzustellern.
Das Segment Digital Business Solutions umfasst alle
digitalen Aktivitäten, mit denen FP sein
Geschäftsmodell wachstumsorientiert erweitert. Hierzu
zählt im Bereich Document Workflow Management das
Input- und Outputmanagement, mit dem Kunden effizient ihren
Postein- und -ausgang managen können. Der Bereich
Business Process Management & Automation umfasst die
Produkte und Lösungen für effiziente und
automatisierte Prozess-Workflows der Kunden. Der Bereich
Shipping- & Logistics umfasst sowohl die SaaS-basierte
Parcel Shipping Software für den Paketversand als auch
Softwarelösungen für das
Paketeingangs-management, das Asset-Tracking und interne
Logistik. Umsätze und Ergebnisse digitaler
Lösungen wie z. B. Parcel Shipping, die über den
Vertriebskanal MSO vertrieben werden, werden im Segment
Digital Business Solutions ausgewiesen.
Die Segmente berichten nach den jeweiligen lokalen
Rechnungslegungsvorschriften der dem Segment
zugehörigen Konzerngesellschaften. Die
Segmentinformationen für das erste Halbjahr 2022
wurden entsprechend angepasst, um eine Vergleichbarkeit zu
gewährleisten.
Während die Umsätze und Materialaufwendungen
der Tochtergesellschaft Francotyp-Postalia GmbH dem Segment
Mailing, Shipping & Office Solutions zugeordnet werden,
werden übrige Erträge und Aufwendungen dieser
Gesellschaft keinem Segment zugeordnet. Die
Umsatzerlöse mit externen Dritten der Segmente Mail
Services und Digital Business Solutions enthalten die
konzernintern weiterberechneten Rabatte der Deutschen Post
AG. Etwaige konzerninterne Anpassungen der Transferpreise
werden in der Segmentberichterstattung nicht
berücksichtigt.
Die Vergleichbarkeit der im ersten Halbjahr 2023
dargestellten Segmente mit der Vorperiode wird durch den
Erwerb der operativen Azolver-Gesellschaften am 23.
März 2022 beeinträchtigt. Die operativen
Gesellschaften der Azolver-Gruppe sind im ersten Halbjahr
2023 und im zweiten Quartal 2022 den Segmenten Mailing,
Shipping & Office Solutions und Digital Business
Solutions zugeordnet.
| in TEUR | Mailing,
Shipping & Office Solutions |
Mail Services |
Digital
Business Solutions |
Gesamt |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 76.222 | 33.961 | 15.019 | 125.202 |
| Intersegmentäre Umsätze | 911 | 0 | 643 | 1.554 |
| Segmentumsatzerlöse | 77.133 | 33.961 | 15.662 | 126.756 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.193 | 65 | 151 | 2.410 |
| Materialaufwand | 21.740 | 28.591 | 9.355 | 59.686 |
| Personalaufwand | 21.502 | 2.371 | 3.687 | 27.561 |
| Aufwendungen aus
Wertminderungen
abzüglich Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.052 |
4 |
-7 |
1.049 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 19.113 | 1.601 | 2.229 | 22.944 |
| Segment-EBITDA | 16.298 | 1.459 | 548 | 18.305 |
| in TEUR | Mailing,
Shipping & Office Solutions |
Mail Services |
Digital
Business Solutions |
Gesamt |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 74.051 | 39.973 | 14.109 | 128.132 |
| Intersegmentäre Umsätze | 1.187 | 0 | 194 | 1.381 |
| Segmentumsatzerlöse | 75.238 | 39.973 | 14.302 | 129.513 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.523 | 66 | 149 | 1.738 |
| Materialaufwand | 19.619 | 35.101 | 8.889 | 63.608 |
| Personalaufwand | 19.692 | 1.969 | 3.152 | 24.813 |
| Aufwendungen aus
Wertminderungen
abzüglich Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
754 |
61 |
348 |
1.163 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 15.920 | 1.487 | 1.724 | 19.132 |
| Segment-EBITDA | 21.030 | 1.421 | 337 | 22.788 |
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 |
| Segmentumsatzerlöse | 126.756 | 129.513 |
| Umsatzerlöse der übrigen Konzerngesellschaften | 1.326 | 1.821 |
| Effekte aus Anpassung IFRS 15 und IFRS 16 | -650 | -460 |
| Effekte aus übrigen Umsatzkorrekturen | -208 | -169 |
| Effekte aus Konsolidierung | -2.576 | -3.139 |
| Umsatzerlöse des Konzerns | 124.649 | 127.566 |
Die folgenden Tabellen zeigen die Umsatzerlöse
disaggregiert nach Leistungsarten. Es werden sowohl die
Umsatzerlöse im Anwendungsbereich von IFRS 15 als auch
IFRS 16 dargestellt. Zudem enthalten die Tabellen die
Überleitung zu den Umsätzen der
Segmentberichterstattung.
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 |
| Segment-EBITDA | 18.305 | 22.788 |
| Ergebnis, das keinem Segments zugeordnet ist | -5.732 | -3.092 |
| Effekte aus Umbewertung nach IFRS | ||
| Leasingnehmerbewertung nach IFRS 16 | 2.480 | 2.509 |
| Effekte aus der
Aktivierung der selbsterstellten
immaterielle Vermögenswerte |
1.003 | 234 |
| Effekte aus der
Anpassung der Umsätze aus
IFRS 15/16 |
-650 | -460 |
| Effekte aus der
Anpassung des Material-
aufwandes nach IFRS 15/16 |
-215 | -343 |
| Umsatzanpassung durch
Währungseffekte
aus hedge accounting |
-208 | -169 |
|
Vertragserlangungskosten-anpassung
nach IFRS 15/16 |
518 | 544 |
| Sonstige IFRS-Buchungen | 890 | 483 |
| Effekte auf
Konsolidierungsebene (u .a. Aufwands-
und Ertragskonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung) |
-1.122 | -6.197 |
| Konzern-EBITDA | 15.271 | 16.297 |
| H1 2023 | IFRS Umsatz | ||||
| in TEUR | Mailing,
Shipping & Office Solutions |
Mail Services |
Digital
Business Solutions |
keinem
Segment zugeordnet |
Gesamt |
| Erlöse aus
Produktverkäufen
(Frankieren & Kuvertieren) |
17.718 | 0 | 0 | 16 | 17.734 |
| Service/Kundendienst | 15.722 | 0 | 0 | 0 | 15.722 |
| Verbrauchsmaterial | 14.127 | 0 | 0 | 0 | 14.127 |
| Teleporto | 4.706 | 0 | 0 | 0 | 4.706 |
| Mail Services | 0 | 33.961 | 0 | 0 | 33.961 |
| Software/Digital | 0 | 0 | 15.368 | 289 | 15.657 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 15 | 52.273 | 33.961 | 15.368 | 305 | 101.906 |
| Finance Lease | 7.946 | 0 | 0 | 0 | 7.946 |
| Operating Lease | 15.004 | 0 | 0 | 0 | 15.004 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 16 | 22.951 | 0 | 0 | 0 | 22.951 |
| Umsatzminderung durch
Währungs-
effekte aus Hedge Accounting |
-208 | 0 | 0 | 0 | -208 |
| Umsatzerlöse gesamt | 75.015 | 33.961 | 15.368 | 305 | 124.649 |
| H1 2023 | Überleitung zum Segment-Umsatz | Segment-Umsatz | ||||
| in TEUR | Mailing, Shipping & Office Solutions | Digital Business Solutions | keinem Segment zugeordnet | Gesamt | Mailing,
Shipping & Office Solutions |
Mail Services |
| Erlöse aus
Produktverkäufen
(Frankieren & Kuvertieren) |
0 | 0 | -16 | -16 | 17.718 | 0 |
| Service/Kundendienst | -1.283 | 0 | 0 | -1.283 | 14.439 | 0 |
| Verbrauchsmaterial | -282 | 0 | 0 | -282 | 13.845 | 0 |
| Teleporto | -198 | 0 | 0 | -198 | 4.508 | 0 |
| Mail Services | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 33.961 |
| Software/Digital | 0 | -349 | -289 | -638 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 15 | -1.763 | -349 | -305 | -2.416 | 50.510 | 33.961 |
| Finance Lease | -1.391 | 0 | 0 | -1.391 | 6.556 | 0 |
| Operating Lease | 4.152 | 0 | 0 | 4.152 | 19.156 | 0 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 16 | 2.761 | 0 | 0 | 2.761 | 25.712 | 0 |
| Umsatzminderung durch
Währungs-
effekte aus Hedge Accounting |
208 | 0 | 0 | 208 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.206 | -349 | -305 | 553 | I 76.222 | 33.961 |
| H1 2023 | Segment-Umsatz | |
| in TEUR | Digital
Business Solutions |
Gesamt |
| Erlöse aus
Produktverkäufen
(Frankieren & Kuvertieren) |
0 | 17.718 |
| Service/Kundendienst | 0 | 14.439 |
| Verbrauchsmaterial | 0 | 13.845 |
| Teleporto | 0 | 4.508 |
| Mail Services | 0 | 33.961 |
| Software/Digital | 15.019 | 15.019 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 15 | 15.019 | 99.490 |
| Finance Lease | 0 | 6.556 |
| Operating Lease | 0 | 19.156 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 16 | 0 | 25.712 |
| Umsatzminderung durch
Währungs-
effekte aus Hedge Accounting |
0 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 15.019 | 125.202 |
Die Umsätze des Segments Mail Services enthalten im
Wesentlichen weiterberechnete Portogebühren.
In der Überleitung vom IFRS-Umsatz zum
Segment-Umsatz ergibt sich eine Erhöhung um TEUR 553
(im Vorjahr Erhöhung um TEUR 61 3). Der Effekt
betrifft im Wesentlichen die Umsatzerlöse aus Leasing-
und Serviceverträgen nach IFRS in Höhe von TEUR
650 (im Vorjahr TEUR 460) sowie Währungseffekte aus
Hedge Accounting in Höhe von TEUR 208 (im Vorjahr TEUR
169. Keinem Segment waren Umsätze in Höhe von
TEUR 305 (im Vorjahr TEUR 63).
Aufgrund der Allokation der Transaktionspreise nach IFRS
15 bzw. der Gegenleistungen nach IFRS 16 in Verbindung mit
IFRS 15 ergeben sich nach IFRS zwischen den einzelnen
Leistungsarten Verschiebungen, die in der Überleitung
zum Segment-Umsatz eliminiert werden.
| H1 2022 | IFRS Umsatz | ||||
| in TEUR | Mailing,
Shipping & Office Solutions |
Mail Services | Digital
Business Solutions |
keinem
Segment zugeordnet |
Gesamt |
| Erlöse aus
Produktverkäufen
(Frankieren & Kuvertieren) |
17.892 | 0 | 0 | 0 | 17.892 |
| Service/Kundendienst | 16.497 | 0 | 0 | 0 | 16.497 |
| Verbrauchsmaterial | 12.781 | 0 | 0 | 0 | 12.781 |
| Teleporto | 4.673 | 0 | 0 | 0 | 4.673 |
| Mail Services | 0 | 39.973 | 0 | 0 | 39.973 |
| Software/Digital | 0 | 0 | 14.228 | 63 | 14.292 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 15 | 51.844 | 39.973 | 14.228 | 63 | 106.109 |
| Finance Lease | 5.754 | 0 | 0 | 0 | 5.754 |
| Operating Lease | 15.873 | 0 | 0 | 0 | 15.873 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 16 | 21.627 | 0 | 0 | 0 | 21.627 |
| Umsatzminderung durch
Währungs-
effekte aus Hedge Accounting |
-169 | 0 | 0 | 0 | -169 |
| Umsatzerlöse gesamt | 73.301 | 39.973 | 14.228 | 63 | 127.566 |
| H1 2022 | Überleitung zum Segment-Umsatz | Segment-Umsatz | ||||
| in TEUR | Mailing,
Shipping & Office Solutions |
Digital
Business Solutions |
keinem
Segment zugeordnet |
Gesamt | Mailing,
Shipping & Office Solutions |
Mail
Services |
| Erlöse aus
Produktverkäufen
(Frankieren & Kuvertieren) |
-1 | 0 | 0 | -1 | 17.892 | 0 |
| Service/Kundendienst | -1.072 | 0 | 0 | -1.072 | 15.425 | 0 |
| Verbrauchsmaterial | -179 | 0 | 0 | -179 | 12.602 | 0 |
| Teleporto | -155 | 0 | 0 | -155 | 4.518 | 0 |
| Mail Services | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 39.973 |
| Software/Digital | 0 | -120 | -63 | -183 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 15 | -1.407 | -120 | -63 | -1.590 | 50.437 | 39.973 |
| Finance Lease | -1.274 | 0 | 0 | -1.274 | 4.479 | 0 |
| Operating Lease | 3.261 | 0 | 0 | 3.261 | 19.134 | 0 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 16 | 1.987 | 0 | 0 | 1.987 | 23.613 | 0 |
| Umsatzminderung durch
Währungs-
effekte aus Hedge Accounting |
169 | 0 | 0 | 169 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 749 | -120 | -63 | 566 | 74.051 | 39.973 |
| H1 2022 | Segment-Umsatz | |
| in TEUR | Digital
Business Solutions |
Gesamt |
| Erlöse aus
Produktverkäufen
(Frankieren & Kuvertieren) |
0 | 17.892 |
| Service/Kundendienst | 0 | 15.425 |
| Verbrauchsmaterial | 0 | 12.602 |
| Teleporto | 0 | 4.518 |
| Mail Services | 0 | 39.973 |
| Software/Digital | 14.109 | 14.109 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 15 | 14.109 | 104.519 |
| Finance Lease | 0 | 4.479 |
| Operating Lease | 0 | 19.134 |
| Umsatzerlöse nach IFRS 16 | 0 | 23.613 |
| Umsatzminderung durch
Währungs-
effekte aus Hedge Accounting |
0 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 14.109 | 128.132 |
Die folgende Tabelle zeigt die
Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten.
Diese werden in der Bilanz unter den sonstigen nicht
finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen nicht
finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
| in TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Vertragsvermögenswerte | 525 | 387 |
| davon langfristig | 342 | 290 |
| davon kurzfristig | 184 | 97 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 12.027 | 9.593 |
| davon langfristig | 1.065 | 1.118 |
| davon kurzfristig | 10.962 | 8.475 |
Im ersten Halbjahr 2023 belief sich der
Ertragsteueraufwand des FP-Konzerns auf TEUR 2.977 (im
Vorjahr TEUR 3.031). Der Anstieg der Steuerquote resultiert
im Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen von
Ertragssteuern sowie nicht angesetzten aktiven latenten
Steuern auf Verlustvorträge.
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
ist in den folgenden Tabellen dargestellt.
| in TEUR |
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte |
Kunden- beziehungen und andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte |
Geschäfts- oder Firmenwert |
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungs- projekte und Anzahlungen |
Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.01.2023 | 76.648 | 84.177 | 25.390 | 1.273 | 187.488 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -649 | -23 | -1 | -673 |
| Zugänge | 64 | 385 | 0 | 862 | 1.312 |
| Abgänge | 0 | -311 | 0 | -11 | -321 |
| Stand 30.06.2023 | 76.713 | 83.602 | 25.367 | 2.124 | 187.806 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| Stand 01.01.2023 | 69.427 | 77.299 | 20.982 | 0 | 167.708 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -395 | 0 | 0 | -394 |
| Zugänge | 1.607 | 719 | 0 | 0 | 2.326 |
| Abgänge | 0 | -311 | 0 | 0 | -311 |
| Stand 30.06.2023 | 71.034 | 77.312 | 20.983 | 0 | 169.329 |
| Buchwert 01.01.2023 | 7.221I | 6.8781 | 4.408 | 1.273 | 19.780 |
| Buchwert 30.06.2023 | 5.679I | 6.290I | 4.384 | 2.124 | 18.477 |
| in TEUR |
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte |
Kunden-
beziehungen und andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte |
Geschäfts- oder Firmenwert |
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte und Anzahlungen |
Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.01.2022 | 76.012 | 89.207 | 24.912 | 278 | 190.409 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -164 | 133 | 0 | -32 |
| Erwerb durch Unternehmenszusammenschluss | 0 | 405 | 5.007 | 158 | 5.571 |
| Zugänge | 0 | 69 | 0 | 283 | 352 |
| Abgänge | 0 | -12 | 0 | 0 | -12 |
| Umbuchungen | 221 | 0 | 0 | -221 | 0 |
| Stand 30.06.2022 | 76.233 | 89.505 | 30.052 | 498 | 196.288 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| Stand 01.01.2022 | 62.926 | 86.710 | 20.983 | 61 | 170.680 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -142 | 20 | 0 | -122 |
| Zugänge | 3.001 | 522 | 0 | 0 | 3.522 |
| Abgänge | 0 | -12 | 0 | 0 | -12 |
| Stand 30.06.2022 | 65.927 | 87.077 | 21.002 | 61 | 174.068 |
| Buchwert 01.01.2022 | 13.086 | 2.497 | 3.929 | 217 | 19.729 |
| Buchwert 30.06.2022 | 10.306 | 2.427 | 9.049 | 437 | 22.220 |
Die Zugänge zu den selbsterstellten immateriellen
Vermögenswerten sowie den noch nicht abgeschlossenen
Entwicklungsprojekten und Anzahlungen betrugen insgesamt
TEUR 926 (im Vorjahr TEUR 283). Im ersten Halbjahr 2023
wurde eine planmäßige Abschreibung auf
selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in
Höhe von TEUR 1.607 erfasst (im Vorjahr TEUR 2.599).
Zudem wurde im Vorjahr eine Wertminderung auf die
aktivierten Entwicklungskosten bereits abgeschlossener
IoT-Projekte in Höhe von TEUR 402 erfasst.
In den Zugängen der Kundenbeziehungen und anderen
entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte
von insgesamt TEUR 385 (im Vorjahr TEUR 69) ist
hauptsächlich der Erwerb von Software und Lizenzen
enthalten. Im ersten Halbjahr 2023 wurde eine
planmäßige Abschreibung auf entgeltlich
erworbene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von
TEUR 258 (im Vorjahr TEUR 232) und Kundenbeziehungen in
Höhe von TEUR 462 (im Vorjahr TEUR 290) erfasst.
Die Erhöhung der planmäßigen
Abschreibungen auf Kundenbeziehungen resultiert aus den
Zugängen im Zusammenhang mit dem Erwerb aus
Unternehmenszusammenschluss der Azolver-Gesellschaften im
Vorjahr.
Die Entwicklung der Sachanlagen wird in den folgenden
Tabellen dargestellt.
| in TEUR |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen
und Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Vermietete Erzeugnisse |
Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
| Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten |
|||||
| Stand 01.01.2023 | 4.644 | 11.653 | 29.961 | 80.983 | 270 |
| Währungsdifferenzen | 16 | -1 | 46 | -688 | 0 |
| Zugänge | 14 | 213 | 1.041 | 3.524 | 48 |
| Abgänge | 0 | -455 | -258 | -1.634 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 112 | 0 | -112 |
| Stand 30.06.2023 | 4.673 | 11.409 | 30.901 | 82.186 | 206 |
| Abschreibungen und
Wertminderungen |
|||||
| Stand 01.01.2023 | 2.553 | 10.081 | 27.443 | 60.539 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 16 | -1 | 50 | -502 | 0 |
| Zugänge | 119 | 336 | 605 | 3.002 | 0 |
| Abgänge | 0 | -453 | -249 | -1.309 | 0 |
| Stand 30.06.2023 | 2.687 | 9.963 | 27.849 | 61.731 | 0 |
| Buchwert 01.01.2023 | 2.091I | 1.572 | 2.519 | 20.444I | 270 |
| Buchwert 30.06.2023 | 1.987I | 1.446 | 3.052 | 20.4561 | 206 |
| in TEUR | Gesamt |
| Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten |
|
| Stand 01.01.2023 | 127.512 |
| Währungsdifferenzen | -628 |
| Zugänge | 4.840 |
| Abgänge | -2.347 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.06.2023 | 129.376 |
| Abschreibungen und
Wertminderungen |
|
| Stand 01.01.2023 | 100.616 |
| Währungsdifferenzen | -436 |
| Zugänge | 4.061 |
| Abgänge | -2.011 |
| Stand 30.06.2023 | 102.229 |
| Buchwert 01.01.2023 | 26.896 |
| Buchwert 30.06.2023 | 27.147 |
| in TEUR | Grundstücke,
grundstücks- gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen
und Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Vermietete Erzeugnisse |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||
| Stand 01.01.2022 | 4.672 | 11.686 | 29.638 | 73.682 | 150 | 119.828 |
| Währungsdifferenzen | -11 | 6 | 302 | 4.972 | 0 | 5.269 |
| Erwerb durch Unternehmenszusammenschluss | 43 | 0 | 85 | 482 | 0 | 610 |
| Zugänge | 0 | 67 | 184 | 3.588 | 0 | 3.840 |
| Abgänge | 0 | -115 | -110 | -1.387 | 0 | -1.612 |
| Umbuchungen | 0 | -18 | 20 | 0 | -2 | 0 |
| Stand 30.06.2022 | 4.704 | 11.626 | 30.120 | 81.337 | 148 | 127.935 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | ||||||
| Stand 01.01.2022 | 2.331 | 9.283 | 26.906 | 55.388 | 0 | 93.908 |
| Währungsdifferenzen | -11 | 5 | 275 | 3.912 | 0 | 4.182 |
| Zugänge | 135 | 472 | 572 | 3.110 | 0 | 4.288 |
| Abgänge | 0 | -99 | -110 | -1.280 | 0 | -1.489 |
| Stand 30.06.2022 | 2.455 | 9.661 | 27.642 | 61.130 | 0 | 100.889 |
| Buchwert 01.01.2022 | 2.341 | 2.403 | 2.733 | 18.294 | 150 | 25.920 |
| Buchwert 30.06.2022 | 2.249 | 1.965 | 2.477 | 20.207 | 148 | 27.046 |
Die dargestellten Zugänge der vermieteten
Erzeugnisse von insgesamt TEUR 3.524 (im Vorjahr TEUR
4.070) enthalten vermietete Frankiermaschinen sowie
aktivierte Vertragserlangungskosten und beziehen sich
hauptsachlich auf das Segment Mailing, Shipping &
Office Solutions.
Die Wertminderungen auf das Vorratsvermögen
betragen zum 30. Juni 2023 TEUR 2.460 (im Vorjahr TEUR
2.476) und wurden zum Zeitpunkt der Wertminderung in der
Konzern Gesamtergebnisrechnung unter der Position
"Materialaufwand" erfasst. Der Verbrauch der Vorräte
hat die Konzern-Gesamtergebnisrechnung in der
Berichtsperiode in Höhe von TEUR 22.074 (im Vorjahr
TEUR 21.702) beeinflusst.
Von den zum 31. Dezember 2022 gebildeten
Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe
von TEUR 7.463 wurden im ersten Halbjahr 2023 TEUR 240
verbraucht, so dass die Rückstellungen für
Restrukturierung zum 30. Juni 2023 TEUR 7.223 betragen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller
Finanzinstrumente, welche im Konzernabschluss enthalten
sind sowie deren Bewertungskategorie nach IFRS 9.
| in TEUR | Buchwert | ||
| Bilanzposition | Bewertet zu 1) | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing (langfristig) | n/a 2) | 16.226 | 15.571 |
| Derivate Finanzinstrumente mit hedge Beziehung (langfristig) | FV | 360 | 186 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC | 55 | 56 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 16.641 | 15.813 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 21.543 | 20.710 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing (kurzfristig) | n/a 2) | 7.367 | 7.479 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge Beziehung (kurzfristig) | FV | 96 | 94 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | AC | 6.994 | 6.197 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 14.458 | 13.771 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 46.659 | 34.387 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) | AC | 22.486 | 22.483 |
| Leasingverbindlichkeiten (langfristig) | n/a 2) | 6.216 | 7.003 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 28.702 | 29.487 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | AC | 609 | 385 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 609 | 385 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) | AC | 7.364 | 7.278 |
| Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) | n/a 2) | 4.214 | 4.223 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) | AC | 0 | 1 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 11.578 | 11.502 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 13.131 | 13.583 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge Beziehung (kurzfristig) | FV | 59 | 1 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge Beziehung (kurzfristig) | FV | 942 | 1.123 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | AC | 43.116 | 33.472 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 44.117 | 34.595 | |
| Davon nach Bewertungskategorien des IFRS 9 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FAAC) | 75.251 | 61.350 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte in Sicherungsbeziehung | 456 | 281 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLAC) | 86.707 | 77.202 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FLFV) | 942 | 1.123 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten in Sicherungsbeziehung | 59 | 1 | |
1) AC - Amortized cost (zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet), FV - Fair Value (zum
beizulegenden Zeitwert bewertet)
2) Die Forderungen aus Finanzierungsleasing und
die Leasingverbindlichkeiten fallen in den
Anwendungsbereich des IFRS 16 und sind daher keiner der
unter IFRS 9 gebildeten Bewertungskategorien zuzuordnen.
Der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, der sonstigen finanziellen Vermögenswerte
(kurzfristig), der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente, der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, der kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten und der sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten (kurzfristig) hat kurze Restlaufzeiten.
Daher entsprechen die Buchwerte dieser Finanzinstrumente
näherungsweise ihren beizulegenden Zeitwerten zum
Abschlussstichtag.
Der Buchwert der langfristigen finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der
langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden,
entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert, da
diese variabel verzinst sind oder es seit dem erstmaligen
Ansatz dieser Finanzinstrumente keine wesentlichen
Änderungen in den anwendbaren Bewertungsparametern
gab.
Die nachstehende Tabelle enthält Informationen zur
Bewertung der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der
Fair Value Hierarchie.
| Finanzinstrumente | Beizulegende
Zeitwerte |
Beizulegende
Zeitwerte |
Bewertungstechnik | Wesentliche
nicht beobachtbare Inputfaktoren |
Hierarchie |
| Werte in TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten | 456 | 281 |
Marktvergleichsverfahren: Die
beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Brokern |
nicht
anwendbar |
Stufe 2 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten | 1.001 | 1.124 |
Marktvergleichsverfahren: Die
beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Brokern |
nicht
anwendbar |
Stufe 2 |
Zum Ende der Berichtsperiode wird überprüft,
ob Umgruppierungen zwischen den Bewertungshierarchien
vorzunehmen sind. Im ersten Halbjahr 2023 und 2022 wurden
keine Umgruppierungen vorgenommen.
In die Finanzmittel des FP-Konzerns werden
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich verfügungsbeschränkter
flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern
verwaltet werden) einbezogen.
| in TEUR | 30.06.2023 | 30.06.2022 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz | 46.659 | 38.180 |
| abzgl. verfügungsbeschränkte flüssige Mittel (verwaltete Portoguthaben) | -21.238 | -11.124 |
| Finanzmittel in der Konzern-Kapitalflussrechnung | 25.421 | 27.055 |
Bezüglich der Angaben zu Eventualforderungen und
Eventualverbindlichkeiten verweisen wir an dieser Stelle
auf die Ausführungen im Konzernabschluss 2022.
Nahestehende Unternehmen und Personen sind
Gesellschafter mit maßgeblichem Einfluss auf den
FP-Konzern, das assoziierte Unternehmen, nicht
konsolidierte Tochtergesellschaften und Personen, die einen
maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und
Geschäftspolitik des Konzerns haben. Personen mit
maßgeblichem Einfluss auf die Finanz- und
Geschäftspolitik des Konzerns umfassen sämtliche
Personen in Schlüsselpositionen und deren nahestehende
Familienangehörige. Innerhalb des FP-Konzerns trifft
dies auf die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
der Francotyp-Postalia Holding AG zu.
Die Obotritia Capital KGaA, Potsdam, hat mit Wirkung vom
07. März 2023 ihre Aktien (vormals 28,01 % der
Stimmrechte) an der FP Holding AG veräußert.
Neue Gesellschafterin mit maßgeblichem Einfluss
wurde die OSP Alpha Management Limited, Eden Insel SC Mahe,
die bis zum 25. April 2023 25,34 % der Anteile an der
Gesellschaft hielt. Hinter OSP Alpha Management steht Dr.
Dirk Markus.
Mit Wirkung zum 25. April 2023 ist die Olive Tree Invest
GmbH, Grünwald, Deutschland mit 25,34 % der
Stimmrechte die neue Gesellschafterin mit
maßgeblichem Einfluss geworden. Hinter der Olive Tree
Invest GmbH steht die LOTUS FamilyInvest AG, Innsbruck,
Österreich.
Weitere Informationen zur Änderung der bedeutenden
Stimmrechte finden sich unter
https://www.fp-francotyp.com/de/stimmrechtsmitteilungen/c8b5f
191a4415969.
Im ersten Halbjahr 2023 gab es keine wesentlichen neuen
Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte
Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder
Ertragslage des FP-Konzerns gehabt hätten.
Der Vorstand genehmigte die Veröffentlichung des
verkürzten Konzernabschlusses am 31. August 2023.
Berlin, 31. August 2023
Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG
| Carsten Lind | Ralf Spielberger |
| Vorsitzender | CFO |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der verkürzte
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass jeweils ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben
sind.
Berlin, 31. August 2023
Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG
| Carsten Lind | Ralf Spielberger |
| Vorsitzender | CFO |
| Ergebnisse für das 1. Quartal 2023 | 25. Mai 2023 |
| Hauptversammlung, Berlin | 14. Juni 2023 |
| Halbjahresbericht 2023 | 31. August 2023 |
| Ergebnisse für das 3. Quartal 2023 | 23. November 2023 |
Die börsennotierte Francotyp-Postalia Holding AG
mit Sitz in Berlin ist die Holdinggesellschaft der weltweit
tätigen FP-Gruppe (FP). FP ist ein Experte für
Lösungen, die das Büro- und Arbeitsleben
einfacher und effizienter machen. FP hat die folgenden
Geschäftsbereiche: Digital Business Solutions,
Mailing, Shipping & Office Solutions sowie Mail
Services. Im Geschäftsbereich Digital Business
Solutions optimiert FP die Geschäftsprozesse der
Kunden und bietet Lösungen wie elektronische
Signaturen, Hybrid-Mail, Input/Output-Management für
physische und digitale Dokumente sowie die datengetriebene
Automatisierung komplexer Geschäftsprozesse. Im
Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office
Solutions ist FP der weltweit drittgrößte
Anbieter von Mailingsystemen und Marktführer in
Deutschland, Österreich, Skandinavien und Italien. FP
ist in 15 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften
und in vielen weiteren Ländern mit einem eigenen
Händlernetz vertreten. Im Geschäftsbereich Mail
Services bietet FP die Konsolidierung von
Geschäftspost an und gehört zu den führenden
Anbietern in Deutschland. Im Jahr 2022 erwirtschaftete FP
einen Umsatz von mehr als 250 Mio. Euro.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.fp-francotyp.com.
Francotyp-Postalia Holding AG
Investor Relations
Prenzlauer Promenade 28
13089 Berlin Deutschland
Telefon: +49 (0)30 220 660 410
Telefax: +49 (0)30 220 660 425
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