Francotyp-Postalia Holding AGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023GESCHÄFTSBERICHT 2023VorwortSehr geehrte Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner,sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,mit diesem Bericht informieren wir Sie wie gewohnt über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023. Gleichzeitig möchten wir mit Ihnen in die Zukunft von FP blicken, denn wir glauben, dass FP mit seiner 100-jährigen Unternehmensgeschichte über gute Voraussetzungen verfügt, auch die Herausforderungen einer immer digitaleren Welt erfolgreich zu meistern und mitzugestalten. Nach dem starken Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2022, der maßgeblich durch verschiedene Einmaleffekte geprägt war, hatte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 geplant, einen Umsatz in einer Bandbreite zwischen 245 und 255 Mio. Euro zu erwirtschaften. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sollte eine Bandbreite zwischen 28 und 31 Mio. Euro erreichen. Wie üblich gingen diese Prognosen von stabilen Wechselkursen aus, die im Jahresverlauf positive oder negative Effekte entwickeln können. Mit einem Umsatz von 241,8 Mio. Euro und unter Berücksichtigung von negativen FX-Effekten in Höhe von 4,1 Mio. Euro wurde das Umsatzziel am unteren Rand der Erwartungen erreicht. Das EBITDA entwickelte sich - auch aufgrund von Einmaleffekten - etwas positiver als erwartet und erreichte 31,0 Mio. Euro, auf Basis konstanter Wechselkurse sogar 33,4 Mio. Euro. Mit Blick auf diese Zahlen kann man das Geschäftsjahr insgesamt als zufriedenstellend bezeichnen. Die Geschäftsbereiche mussten sich 2023 in unterschiedlicher Weise mit den Herausforderungen aus dem schwierigen konjunkturellen Umfeld, dem gestiegenen Zinsniveau und der starken Inflation auseinandersetzen. Der Bereich Mailing, Shipping & Office Solutions hatte im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Umsatzrückgang zu verzeichnen. Unter Berücksichtigung des Sondereffekts aus der Portoerhöhung im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich eine stabile Entwicklung. Dies zeigt, dass sich FP mit seiner aktuellen Produktpalette erfolgreich in diesem ansonsten eher rückläufigen Markt behaupten kann. Im Bereich Digital Business Solutions war ebenfalls ein leichter Umsatzrückgang zu verzeichnen. Hier konnte die erfreuliche Entwicklung in den meisten Produktbereichen den Verlust eines Großkunden im Outputmanagement nicht kompensieren. Und im Bereich Mail Services wiederholten sich erwartungsgemäß pandemiebedingte Sonderaussendungen von 2022 nicht, so dass auch hier ein Umsatzrückgang zu verzeichnen war. Zusammenfassend können wir feststellen, dass sich der Geschäftsverlauf im weitesten Sinne wie erwartet entwickelte. FP befindet sich in einem Transformationsprozess. Mit dem Ausbau der digitalen Produktbereiche soll die Grundlage geschaffen werden, um das zukünftig voraussichtlich weiter rückläufige Geschäft mit Frankiermaschinen nicht nur zu kompensieren, sondern zusätzliche Wachstumspotenziale für die Zukunft zu erschließen. Mit der Weiterentwicklung des Produktportfolios in diesem Bereich wurde bereits eine Ausgangsbasis geschaffen, die nun zügig und zielgerichtet ausgebaut werden muss. Als neues Vorstandsteam werden wir die notwendigen Transformationsprojekte in ein Framework integrieren, das eine zentrale Steuerung ermöglicht. Der Fokus liegt auf den entscheidenden Werttreiber (Key Value Drivers) für die positive Entwicklung der jeweiligen Geschäftsbereiche. Durch die Konzentration auf diese Werttreiber können wir Ressourcen gezielter einsetzen und Aktivitäten priorisieren, um so die Umsetzung der Transformationsprojekte und damit eine Wertsteigerung und nachhaltiges Wirtschaften gemeinsam mit dem Team zu erreichen. Das Geschäftsmodell bietet eine solide Grundlage für die geplante Transformation. Während im Geschäft mit Frankiermaschinen und im Bereich Mail Services auf Stabilisierung der Topline, Verbesserung der Kostenstruktur und einer nachhaltigeren Produktpalette durch verstärkte Verwendung recycelter Bauteile und generalüberholter Maschinen liegt (circular economy), ist der Fokus im Digitalbereich auf Wachstum, wozu viele der Produkte bereits in 2023 maßgeblich modernisiert wurden. Wir sind bereit und motiviert, die Transformation von FP fortzusetzen und die 100-jährige Unternehmensgeschichte fortzuschreiben. Im Frühjahr 2024 endete die Amtszeit von Carsten Lind als Vorsitzender des Vorstands. Wir danken ihm für seine Weichenstellungen in einer herausfordernden Zeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Friedrich G. Conzen übernimmt als neuer CEO und wird den Erfolg von FP in den kommenden Jahren mitgestalten. Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle darüber hinaus allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Engagement und ihrer Identifikation mit den gemeinsamen Zielen den Fortschritt von FP möglich machen. Das Team ist gut aufgestellt und wird die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern. Wir würden uns freuen, wenn Sie und auf diesem Weg weiter begleiten und freuen uns auf den gemeinsamen Dialog mit Ihnen.
Ihr Vorstand Friedrich G. Conzen, CEO Ralf Spielberger, CFO Bericht des Aufsichtsratsder Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern)Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,sehr geehrte Geschäftspartner,auch das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 stand ganz im Zeichen zunehmender Digitalisierung. Das Briefvolumen ist in vielen großen Märkten weiter rückläufig, was sowohl im Frankiermaschinengeschäft als auch im Bereich Mail Services (freesort) spürbar ist. Die notwendige Transformation zeigt erste Resultate, denn die Umsätze und Ergebnisbeiträge der digitalen Produkte steigen. Zusammenarbeit von Aufsichtsrat undVorstandDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informations- und Berichtspflichten in vollem Umfang nachgekommen. Er hat uns regelmäßig, zeitnah und ausführlich in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und die Gruppe relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung einschließlich der Entwicklung vereinbarter ESG-Kennzahlen. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorsitzenden des Vorstands sowie dem gesamten Vorstand statt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Der Aufsichtsrat war insbesondere in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Zielen des Unternehmens, der Risikosituation, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. In diesem Zuge wurden dem Aufsichtsrat auch kritische operative Themen zur Beratung vorgelegt. Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands aufgrund von Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats diese nach intensiver Prüfung und Erörterung gebilligt. Sitzungen des AufsichtsratsIm Berichtsjahr fanden acht Sitzungen des Aufsichtsrats statt, die teilweise in Präsenz und bedarfsorientiert auch als Video- bzw. Telefonkonferenzen abgehalten wurden. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Francotyp-Postalia Holding AG und des Konzerns sowie die Finanz- und Ertragslage. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat mit der fortschreitenden Integration der in 2022 erworbenen operativen Einheiten der Azolver-Gruppe beschäftigt. Ein weiteres Thema der Sitzungen war die Einführung einer neuen ERP/CRM-Software. Die erfolgreiche Weiterentwicklung der IT-Landschaft wird eine der wesentlichen Herausforderungen des kommenden Geschäftsjahres sein. Ferner konnten die Fortschritte in der Umsetzung sowie die Durchführung des Aktienrückkaufprogramms. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2022 samt zusammengefasstem Lagebericht, einschließlich der separaten nichtfinanziellen Erklärung sowie der zusammengefassten Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Unternehmensführung. Die Quartalsmitteilungen und der Halbjahresbericht wurden vor ihrer jeweiligen Veröffentlichung ausführlich mit dem Vorstand erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich auch mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie mit Fragen der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und dessen Weiterentwicklung, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie des Compliance Managements und der Entwicklung der strategischen Compliance-Maßnahmen des FP-Konzerns befasst. Zudem hat sich der Aufsichtsrat mit den Prüfungsergebnissen, den Prüfungsprozessen und der Prüfungsplanung der Internen Revision für das Geschäftsjahr 2023 auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang hat der Aufsichtsrat auch eigene Aufträge an die interne Revision erteilt und sich so von der Angemessenheit und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems überzeugt. Ein weiteres Schwerpunktthema war der aktuelle Umsetzungsstand des Programmes FUTURE@FP. Des Weiteren erörterte der Aufsichtsrat die Vorbereitung der Hauptversammlung am 14. Juni 2023. Der Aufsichtsrat stimmte den Entscheidungen des Vorstands zur Durchführung als Präsenzveranstaltung zu. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat die Unternehmens- und Investitionsplanung für das Geschäftsjahr 2023 und legte die Zielgrößen (KPIs) für die variablen Vergütungsbestandteile (Jahresbonus) der Vorstandsmitglieder fest. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand den Vergütungsbericht nach § 162 AktG für das Geschäftsjahr 2023 erstellt und wird diesen der Hauptversammlung 2024 zur Billigung vorlegen. Darüber hinaus lag der Fokus auf der Corporate Governance sowie dem Internen Kontrollsystem (IKS) und dem Thema Compliance. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand im Geschäftsjahr 2023 nach Prüfung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner gültigen Fassung die Abgabe und Veröffentlichung der Entsprechenserklärung beschlossen. Die aktuelle, zum 17. Januar 2024 abgegebene Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist auf der Website des FP-Konzerns abrufbar. Darüber hinaus berichten Vorstand und Aufsichtsrat in der Erklärung zur Unternehmensführung über die Corporate Governance beim FP-Konzern. Im Berichtsjahr hat es keine zustimmungs- oder veröffentlichungspflichtigen Geschäfte mit nahestehenden Personen gegeben. Ebenfalls traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern auf, die dem Aufsichtsrat offenzulegen gewesen wären. Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats lag bei 100 Prozent. Die Mitglieder des Vorstands haben an Aufsichtsratssitzungen teilgenommen; regelmäßig tagte der Aufsichtsrat zeitweise auch ohne den Vorstand. Dabei wurden Tagesordnungspunkte behandelt, die entweder den Vorstand selbst oder interne Aufsichtsratsangelegenheiten betrafen. Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und zu neuen Technologien, nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft unterstützt. Zur gezielten Weiterbildung wird bei Bedarf an Informationsveranstaltungen teilgenommen. Aufgrund der durch die Satzung festgelegten Anzahl von drei Mitgliedern des Aufsichtsrats wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. In Übereinstimmung mit § 107 Abs. 4 AktG ist der Aufsichtsrat zugleich der Prüfungsausschuss. Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurde der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, von der Hauptversammlung am 14. Juni 2023 gewählt. Der Aufsichtsrat erteilte den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 und legte dessen Honorar fest. Zuvor prüfte und bewertete er die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen und befasste sich mit der Überprüfung der Qualität der Abschlussprüfung. Während der Prüfung stand der Aufsichtsrat in einem regelmäßigen Informationsaustausch mit den Abschlussprüfern. Der Konzernabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht des FP-Konzerns, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, wurden gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Sowohl der Konzernabschluss als auch der zusammengefasste Lagebericht erhielten einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der KPMG. Als für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Jack Cheung seit dem Geschäftsjahr 2023 und Sascha Klein seit dem Geschäftsjahr 2020. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU- Abschlussprüferverordnung durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA). Der Abschlussprüfer hat ferner festgestellt, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konzeption und Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Abschlussunterlagen und die Erkenntnisse aus der Prüfung für das Geschäftsjahr 2023 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. April 2024 umfassend diskutiert. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und insbesondere über die im jeweiligen Bestätigungsvermerk beschriebenen von ihm ausgewählten besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen. Er informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess sowie das Risikofrüherkennungssystem und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach der Prüfung und umfassenden Diskussion des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Aufsichtsrat waren keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Konzernabschluss aufgestellt. Der Aufsichtsrat hat am 30. April 2024 den Konzernabschluss gebilligt. Gleiches gilt für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der Abschlussprüfer hat außerdem auftragsgemäß den gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat erstellten Vergütungsbericht nach § 162 AktG einer Prüfung unterzogen. Nach seiner Beurteilung sind im Vergütungsbericht in allen wesentlichen Belangen die Angaben nach § 162 Abs. 1 und 2 AktG gemacht worden. Die Dividendenpolitik der Francotyp-Postalia Holding AG hat grundsätzlich unverändert Bestand. Das Ziel ist es, die Aktionäre an einer positiven Entwicklung des Unternehmens zu beteiligen. Aufgrund der laufenden Transformation hat der Vorstand dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2023 erneut keine Dividende auszuschütten und den Bilanzgewinn der Francotyp-Postalia Holding AG in Höhe von 41,0 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat hat sich diesem Vorschlag angeschlossen. Personelle Veränderungen im Vorstand und AufsichtsratSeit November 2020 gehörte Lars Wittan dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an. Als Chief Investment Officer der Obotritia Capital KGaA ging seine Mitgliedschaft auf einen Vorschlag der Großaktionärin Obotritia Capital KGaA zurück, die 28,01% der Anteile an der Gesellschaft hielt. Obotritia hat ihre Anteile im März 2023 veräußert und Herr Wittan hat sein Amt mit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung 2023 niedergelegt. Vorstand und Aufsichtsrat danken Herrn Wittan für sein Engagement. Auf der Hauptversammlung im Juni 2023 wurde Johannes Boot zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats bis zur ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 gewählt. Das entspricht der Restdauer der regulären Amtszeit. Herr Boot ist Investment Officer der Beteiligungsverwaltung Lotus Investment Management und repräsentiert damit die neue Großaktionärin Olive Tree Invest GmbH. Im Februar 2024 hat Herr Boot zusätzlich den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen. Vorstand und Aufsichtsrat danken Dr. Alexander Granderath, der seit 2020 den Vorsitz inne hatte. Zum 1. März 2024 hat der Aufsichtsrat Friedrich G. Conzen zum Mitglied des Vorstands und gleichzeitig zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Herr Conzen folgt auf Carsten Lind, der zeitgleich aus dem Vorstand ausscheidet. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Lind, der mit seiner Tatkraft und seinem Weitblick maßgeblich zum Wachstum des digitalen Geschäfts und zu der Transformation von FP beigetragen hat, und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Francotyp-Postalia Holding AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Berlin, 30. April 2024 Für den Aufsichtsrat Johannes Boot, Vorsitzender Nachtrag zum Bericht des Aufsichtsrats der Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern)KPMG hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht der Francotyp-Postalia Holding AG, der mit dem Lagebericht des FP-Konzerns zusammengefasst ist, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Als für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Jack Cheung seit dem Geschäftsjahr 2022 und Sascha Klein seit dem Geschäftsjahr 2020. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 8. Mai 2024 umfassend diskutiert. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und insbesondere über den im Bestätigungsvermerk beschriebenen von ihm ausgewählten besonders wichtigen Prüfungssachverhalt (Key Audit Matter) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen. Er stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach der Prüfung und umfassenden Diskussion des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts im Aufsichtsrat waren keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat am 8. Mai 2024 den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG ist damit festgestellt.
Berlin, 8. Mai 2024 Für den Aufsichtsrat Johannes Boot, Vorsitzender Die AktieAktienmärkte mit hoher VolatilitätDie weltweiten Aktienmärkte waren im Jahr 2023 von erheblichen Schwankungen geprägt. Während die Kurse zu Beginn des Jahres deutlich stiegen, sorgten negative Meldungen aus dem Bankensektor in den USA und Europa für einen kurzzeitigen Kursrückgang. Die Märkte erholten sich und zeigten anschließend eine positive Entwicklung bis zum Sommer, ehe eine mehrmonatige Korrektur an den Märkten folgte. Neben der Inflation und der Geldpolitik der Notenbanken belasteten Rezessionssorgen, unsichere Unternehmensausblicke sowie der andauernde Krieg in der Ukraine, der Nahostkonflikt und weitere internationalen Spannungen das Kursgeschehen. Zum Jahresende kletterten die Kurse wieder und die Indizes erreichten auf Jahressicht solide Kursgewinne. Der Euro Stoxx 50, der US-amerikanische S&P 500 und der US-Leitindex Dow Jones beendeten das Jahr 2023 im Plus, wobei Tech-Aktien besonders gefragt waren. Der US-Technologieindex Nasdaq 100 stieg um rund 50 %. Auch in Deutschland stiegen die Aktienkurse auf Jahressicht. Der Deutsche Aktienindex DAX verzeichnete den Jahrestiefstand zu Beginn des Jahres bei 14.069 Punkten. Nach einem Anstieg um rund 1500 Zähler sorgten im März negative Meldungen für einen Kursrückgang beim deutschen Leitindex. In der Folge erholte sich der DAX und stieg bis Ende Juli trotz steigender Leitzinsen auf ein zwischenzeitliches Jahreshoch von 16.470 Zählern. Im September 2023 hatte die europäische Zentralbank zum zehnten Mal in Folge den Leitzins erhöht, um der steigenden Inflation entgegenzuwirken. Der DAX verlor deutlich und erreichte Ende Oktober ein ähnlich tiefes Niveau wie im Frühjahr bei rund 14.700 Punkten. Die letzten Wochen des Jahres 2023 verliefen sehr positiv, der Leitindex verbuchte im November und Dezember deutliche Kursgewinne und schloss das Jahr bei 16.752 Punkten ab. Auf Jahressicht entspricht das einem Plus von 20 %. Die Entwicklung des SmallCap-Index SDAX war im Börsenjahr 2023 ebenfalls positiv, der Zuwachs war mit einem Plus von 17 % allerdings etwas geringer als beim Leitindex. Der SDAX startete zu Jahresbeginn bei einem Stand von 12.085 Punkten, gewann weiter an Wert und entwickelte sich in der Folgezeit ähnlich volatil wie die anderen Indizes. Ende Oktober markierte er sein Jahrestief bei 12.076 Zählern, ehe in den beiden Folgemonaten deutliche Kurssteigerungen einsetzten. Der Kleinwerteindex markierte seinen Jahreshöchststand am letzten Handelstag des Jahres bei 13.960 Punkten. FP-Aktie mit schwachem KursverlaufDie FP-Aktie startete mit einem Kurs von 3,44 Euro in das Börsenjahr 2023. Im Januar stieg der Kurs an und erreichte Anfang Februar seinen Jahreshöchststand von 3,71 Euro auf Schlusskursbasis. In der Folgezeit gab der Kurs über das Jahr nach und verzeichnete Kursrückgänge. Ende Dezember markierte das Papier sein Jahrestief bei 2,74 Euro. Die FP-Aktie beendete das Jahr mit einem Stand von 2,84 Euro. Das entspricht auf Jahressicht einem Minus von rund 18 % im Vergleich zum Jahresendstand 2022. Die Papiere der beiden börsennotierten Wettbewerber aus Europa und den USA entwickelten sich positiv. Beide Titel verzeichneten auf Jahressicht zweistellige Kursgewinne. Auf Jahressicht hat sich die FP-Aktie damit schlechter entwickelt als die Peer Group. Dies ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass sich FP weiter in einem Transformationsprozess befindet und viele Investoren zurückhaltend agieren. FP wird daher in der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt den Schwerpunkt darauf legen, das Potenzial aus dem fortschreitenden Transformationsprozess aufzuzeigen. Das Unternehmen setzt alles daran, nachhaltig erfolgreich zu wirtschaften, damit sich die Resultate auch mittelfristig im Aktienkurs widerspiegeln. Angesichts des Kursrückgangs war auch der Handel mit FP-Aktien eher gering. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Handelsvolumen der FP-Aktie auf täglich durchschnittlich 4.045 Aktien auf der Xetra-Plattform (Vorjahr: 8.723). Der Höchstwert wurde am 6. Dezember mit 43.428 gehandelten Stück an einem Handelstag erreicht. Auf Tradegate wurden im Durchschnitt täglich 3.732 Aktien gehandelt (Vorjahr: 4.626). Aktienanalysten empfehlen FP-Aktie zum KaufDie FP-Aktie wurde auch im Jahr 2023 von den folgenden drei Analystenhäusern begleitet: Baader Bank, Warburg Research und GSC Research. Alle Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf mit einem durchschnittlichen Kursziel von 5,83 Euro. Im Vergleich zum aktuellen Kurs wird das hohe Kurspotenzial der Aktie weiter bestätigt. Zwei Analysten haben zum Jahresende ihre Kursziele auf 6,30 Euro bzw. 6,20 Euro angepasst. Ein Analyst sieht das Kursziel bei 5,00 Euro. Die Gesamtzahl der Stimmrechte beträgt zum Ende des Geschäftsjahres unverändert 16.301.456 Stück. FP führte vom 2. November 2022 bis einschließlich 1. November 2023 ein Aktienrückkaufprogramm durch. Das Gesamtvolumen der im Rahmen dieses Aktienrückkaufs erworbenen Aktien beläuft sich auf 420.210 Aktien. Dies entspricht einem rechnerischen Anteil von 2,58 % des Grundkapitals der Francotyp-Postalia Holding AG. Der Kaufpreis je Aktie betrug durchschnittlich 3,35 Euro. Insgesamt wurden Aktien zu einem Gesamtpreis von 1.407.708,89 Euro zurückgekauft. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 273.696 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 3,41 Euro erworben. In 2022 hatte FP 146.514 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 3,24 Euro gekauft. Das Unternehmen hielt damit zum Jahresende insgesamt 677.603 Aktien bzw. 4,16 % selbst. Die institutionellen Anleger stammen im Wesentlichen aus Deutschland und Luxemburg. Ende 2023 lagen von folgenden institutionellen Anlegern Mitteilungen gemäß § 40 Abs. 1 WpHG vor: MITTEILUNGEN GEMÄß § 40 ABS. 1 WPHGscrollen
Die Obotritia Capital KGaA hat mit Wirkung vom 7. März 2023 ihre Aktien (vormals 28,01 %) vollständig veräußert. Neue Großaktionärin ist die Olive Tree Invest GmbH, die nun 25,34 % der Anteile an der Gesellschaft hält. Am 31. Dezember 2023 befanden sich 60,2 % der Aktien im Streubesitz. Demnach ergibt sich zum 31.12.2023 folgende Aktionärsstruktur: AKTIONÄRSSTRUKTUR (in %)
FP-HauptversammlungEinmal pro Jahr ermöglicht die Hauptversammlung allen Eigentümern des FP-Konzerns einen direkten Dialog mit dem Management des Unternehmens. Die ordentliche Hauptversammlung von FP fand im Jahr 2023 zum ersten Mal seit 2020 wieder als Präsenzveranstaltung statt. Bei der Hauptversammlung am 14. Juni 2023 in Berlin waren 44,3 % des stimmberechtigten Aktienkapitals vertreten. Allen Tagesordnungspunkten wurde mit großer Mehrheit zugestimmt. Auf der Hauptversammlung wurde Johannes Boot mit 90,5 % der vertretenen Stimmen zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats bis zur ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 gewählt. Das entspricht der Restdauer der regulären Amtszeit der Mitglieder, die von der ordentlichen Hauptversammlung im Juni 2021 gewählt wurden. Eine Nachwahl war erforderlich, da Lars Wittan sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats zum Ablauf der Hauptversammlung niedergelegt hatte. In der Aufsichtsratssitzung am 6. Februar 2024 wurde Johannes Boot zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Investorengespräche intensivierenIm Geschäftsjahr 2023 hat der FP-Konzern seine IR-Aktivitäten weiter gepflegt. Wie bereits in Vorjahren fanden Investorengespräche physisch, digital oder telefonisch statt. Den Kapitalmarktteilnehmern wurde ein offener, transparenter und regelmäßiger Austausch mit dem FP-Konzern ermöglicht. Der Vorstand und das Investor Relations-Team von FP haben Einzelgespräche und Investorenkonferenzen genutzt, um das Unternehmen zu präsentieren. Das Team nahm in Frankfurt am 15. und 16. Mai 2023 an der Frühjahrskonferenz (Equity Forum) und am 28. November 2023 am jährlich stattfindenden Deutschen Eigenkapitalforum (EKF) teil. Vorstand und Investor Relations präsentierten FP vor zahlreichen nationalen und internationalen Investoren. Das EKF ist die europaweit wichtigste Plattform für die Eigenkapitalfinanzierung mittelständischer Unternehmen. Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen nutzte der FP-Konzern erneut Telefonkonferenzen, um einen Austausch mit den Investoren zu ermöglichen. Die entsprechenden Präsentationen stellt das Unternehmen auf seiner Website allen Interessierten zur Verfügung. Auf der unternehmenseigenen Homepage (www.fp-francotyp.com) finden Besucher und Kapitalmarktteilnehmer alle weiteren relevanten Informationen. Dort stehen neben den Geschäfts- und Halbjahresfinanzberichten auch die Quartalsmitteilungen, Finanzpräsentationen und Pressemitteilungen über den FP-Konzern bereit. Alle aktuellen Entwicklungen, wie beispielsweise Stimmrechtsmitteilungen oder Directors' Dealings, sind dort ebenfalls zu finden. Im Geschäftsjahr 2024 wird der Fokus der IR-Aktivitäten darauf liegen, das Geschäftsmodell, die Strategie und Umsetzungsaktivitäten detailliert zu erläutern, um das Potenzial von FP aufzuzeigen. Bei Fragen steht das Investor Relations-Team per E-Mail (ir@francotyp.com) oder unter Tel. +49 30 220660-410 gerne zur Verfügung. KENNZAHLEN ZUR FP-AKTIEscrollen
ENTWICKLUNG DER FRANCOTYP-POSTALIA AKTIE (01.01.2023-31.12.2023)
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTder Francotyp-Postalia Holding AGfür das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns1.1 Allgemeine InformationDie Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend "FP Holding", "Gesellschaft", "Mutterunternehmen" bzw. "Muttergesellschaft") ist eingetragen im Handelsregister Charlottenburg des Amtsgerichts in Berlin (Registernummer: HRB 169096 B). Die Geschäftsadresse der Francotyp-Postalia Holding AG ist in der Prenzlauer Promenade 28, 13089 Berlin, Deutschland. Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die Muttergesellschaft von unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als "FP-Konzern", "FP", "Francotyp-Postalia" bzw. "das Unternehmen" bezeichnet). Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Dieser Bericht fasst den Konzernlagebericht des FP-Konzerns mit dem Lagebericht der Francotyp-Postalia Holding AG zusammen. Er sollte im Kontext mit dem Konzernabschluss und dem Jahresabschluss einschließlich der Anhangangaben gelesen werden. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss basieren auf einer Reihe von Annahmen sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die detaillierter im Konzernanhang sowie im Anhang dargestellt sind. Der Konzernabschluss wurde nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Jahresabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellt. Der zusammengefasste Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Die Francotyp-Postalia Holding AG übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wird in Euro (EUR), der funktionalen Währung der Francotyp-Postalia Holding AG, aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden alle Werte kaufmännisch auf Millionen Euro (Mio. Euro) mit einer Dezimalstelle gerundet, so dass Rundungsdifferenzen auftreten können und die dargestellten Prozentangaben nicht genau die Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Der zusammengefasste Lagebericht ist für den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 aufgestellt. 1.2 GeschäftstätigkeitDer FP-Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Lösungen, die das Büro- und Arbeitsleben leichter machen. Neben Lösungen zur effizienten Postverarbeitung sind dies digitale Lösungen für Kommunikations- und Geschäftsprozesse von Geschäftskunden. Das Unternehmen unterteilte seine Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 in drei Geschäftsbereiche: (1) Mailing, Shipping & Office Solutions, (2) Digital Business Solutions sowie (3) Mail Services. FP ist in 15 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften präsent und mit einem Händlernetz in vielen weiteren Ländern vertreten. Das Unternehmen wurde 1923 gegründet und feierte 2023 sein 100-jähriges Jubiläum. Die Muttergesellschaft nimmt im Wesentlichen die Aufgaben einer klassischen Management-Holding wahr. Da sie selbst kein operatives Geschäft ausübt, ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Wesentlichen abhängig von den Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften. 1.2.1 GeschäftsbereicheMailing, Shipping & Office SolutionsIm Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions entwickelt der FP-Konzern Frankiersysteme. FP produziert und verkauft oder vermietet diese und bietet Kunden darüber hinaus ein umfassendes Produkt-, Dienstleistungs- und Serviceangebot. Dazu gehört auch die Abwicklung und Abrechnung von Porto, das die Kunden über die Frankiermaschinen verbrauchen (Teleporto). Für Kunden in diesem Geschäftsbereich bietet FP nicht nur Frankiermaschinen und verwandte Hardware, sondern auch anderen Bürobedarf sowie Lösungen aus dem digitalen Produktspektrum. Einen wesentlichen Anteil repräsentieren wiederkehrende Erlöse, unter anderem aus dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien, Servicedienstleistungen sowie Teleporto. Umsätze und Ergebnisse mit digitalen Lösungen und Produkten werden dem Geschäftsbereich Digital Business Solutions zugeordnet. Der Geschäftsbereich wird in der Segmentberichterstattung im Segment Mailing, Shipping & Office Solutions widergespiegelt, das nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften berichtet. Digital Business SolutionsDer Geschäftsbereich Digital Business Solutions umfasst alle digitalen Aktivitäten, mit denen FP sein Geschäftsmodell wachstumsorientiert erweitert. Hierzu zählt im Bereiche Document Workflow Management das Input- und Outputmanagement, mit dem Kunden effizient ihren Postein- und -ausgang managen können. Im Inputmanagement werden eingehende physische und digitale Dokumente erfasst, nach kundenspezifischen Kriterien analysiert, ausgewertet und anschließend dem Daten- oder Dokumentensystem des Kunden in elektronischer Form zugeführt. Im Outputmanagement übernimmt FP den Druck, das Kuvertieren, das Frankieren sowie die Übergabe an Zustelldienste oder die Zustellung in digitaler Form. Der Bereich Business Process Management & Automation umfasst die Produkte und Lösungen für effiziente und automatisierte Prozess-Workflows der Kunden. Hierzu zählen neben digitalen Signaturen auch die Lösungen für den elektronischen Rechtsverkehr. Der Bereich Shipping- & Logistics umfasst sowohl die SaaS-basierte FP Parcel Shipping Software für den Paketversand als auch die FP TRAXsuite Softwarelösungen für das Paketeingangsmanagement, das Asset-Tracking und interne Logistik. Umsätze und Ergebnisse digitaler Lösungen wie z. B. FP Parcel Shipping, die über den Vertriebskanal MSO vertrieben werden, werden im Geschäftsbereich Digital Business Solutions ausgewiesen. Der Geschäftsbereich wird in der Segmentberichterstattung im Segment Digital Business Solutions widergespiegelt, das nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften berichtet. Mail ServicesDer Geschäftsbereich Mail Services umfasst den Frankierservice - die Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme der Frankierung - sowie den Konsolidierungsservice - die Abholung frankierter Post, die Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post AG oder alternativen Postzustellern. Das Abholen, portooptimierte Sortieren und die Auslieferung an Postdienstleister entlastet Unternehmen mit mittleren und hohen Briefvolumina und hilft, die damit verbundenen Kosten zu reduzieren. Das entsprechende Geschäft betreibt der FP-Konzern an acht Standorten im Bundesgebiet und ist damit einer der führenden Konsolidierer von Geschäftspost im deutschen Markt. Der Geschäftsbereich wird in der Segmentberichterstattung im Segment Mail Services widergespiegelt, das nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften berichtet. 1.2.2 Wesentliche Absatzmärkte und WettbewerbspositionIm Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions ist der FP-Konzern mit seinen Frankiersystemen weltweit in wichtigen Märkten vertreten, darunter Deutschland, USA, Großbritannien und Frankreich. Auf Basis von mehr als 250.000 installierten Frankiersystemen ist der FP-Konzern weltweit der drittgrößte Anbieter. In Deutschland, Österreich, Skandinavien und Italien ist das Unternehmen Marktführer. Der weltweite Vertrieb erfolgt über Tochtergesellschaften in den zwei Regionen Nordamerika und Europa sowie über ein internationales Händlernetzwerk. In vielen Märkten sinkt das Briefvolumen als Folge der Digitalisierung und der FP-Konzern beobachtete auch im Geschäftsjahr 2023 einen anhaltenden Trend hin zu kleineren Frankiersystemen. Auf dieses Marktsegment konzentriert sich der FP-Konzern traditionell. Er verfügt mit der PostBase- und PostBase Vision-Familie über Frankiersysteme insbesondere für kleinere und mittlere Briefaufkommen. Im Geschäftsbereich Digital Business Solutions liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten derzeit noch in Deutschland. Im Bereich Input- sowie Outputmanagement arbeitet das Unternehmen in einem fragmentierten Wettbewerbsumfeld. Für das Outputmanagement verfügt der FP-Konzern über ein eigenes Druck- und Scanzentrum in Berlin. Darüber hinaus gibt es einen Druckstandort bei der österreichischen Konzerngesellschaft. Im Bereich des elektronischen Rechtsverkehrs ist FP nur in Deutschland aktiv und ist einer der wenigen zertifizierten Anbieter im Markt. Mit der Signaturlösung FP Sign adressiert FP einen stark wachsenden Markt mit einigen großen Wettbewerbern. FP verfolgt hier einen besonderen Ansatz und arbeitet neben der Markterschließung in Deutschland auch an einem Rollout in andere Länder, z.B. nach Großbritannien und in die skandinavischen Länder. Mit der Lösung FP Parcel Shipping ist FP in dem wachstumsstarken Paketmarkt aktiv. Die Anwendung wird derzeit in den USA, Norwegen, den Niederlanden und Großbritannien angeboten. FP TRAXsuite konzentriert sich auf eingehende Paketsendungen und die interne Logistik. Aktuell wird die Lösung überwiegend in Skandinavien angeboten, zukünftig sollen auch Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich erschlossen werden. Der Markt von Anbietern ähnlicher Lösungen ist stark fragmentiert. FP hat sich auf einen Anwendungsbereich spezialisiert, in dem der Wettbewerb weniger intensiv ist. Im Geschäftsbereich Mail Services kann der FP-Konzern dank einer bundesweiten Struktur mit acht Standorten in Langenfeld, Hamburg, Hannover, Berlin, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart und München eine flächendeckende Abholung der Geschäftspost garantieren und hat sich damit als unabhängiger Konsolidierer im deutschen Markt etabliert. 1.3 Strategie und ZieleNachhaltiges Wachstum und verbesserte ProfitabilitätDie Transformation des FP-Konzerns stand auch im Geschäftsjahr 2023 im Fokus. Neben dem Frankiermaschinengeschäft wurden verstärkt digitale Geschäftsbereiche erschlossen und ausgebaut, die der Unternehmensgruppe weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis ermöglichen sollen. So wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die Profitabilität des FP-Konzerns zukünftig nachhaltig zu verbessern. Eine starke Basis in den digitalen Geschäftsmodellen ist für die Zukunft erforderlich, nicht nur, um die langfristig aufgrund des rückläufigen Gesamtmarktes möglicherweise rückläufigen Umsätze im traditionellen Geschäftsbereich, dem Frankieren und Kuvertieren, zu kompensieren, sondern auch, um das Unternehmen in Geschäftsbereiche zu lenken, die auch in den nächsten Jahren Wachstum und eine verbesserte Profitabilität erwarten lassen. Ziele und Umsetzung der StrategieMit dem im Jahr 2021 gestarteten Transformationsprogramm FUTURE@FP wurde unter anderem mit einem neuen Operating Model die Voraussetzung geschaffen, das geplante Wachstum mit einer überdurchschnittlichen Steigerung der Profitabilität zu verbinden. FP setzte im Geschäftsjahr 2023 diesen Kurs fort und erzielte operative Verbesserungen in den Geschäftsbereichen. Der Markt für Frankiermaschinen entwickelt sich insgesamt rückläufig. Diese allgemeine Marktentwicklung, der sich auch FP ausgesetzt sieht, soll mit komplementären Produkten und digitalen Lösungen mehr als kompensiert werden. Der Geschäftsbereich Mail Services ist ein wettbewerbsintensives Geschäft, das ebenfalls von dem allgemein rückläufigen Briefvolumen betroffen ist. Dem wird entgegenwirkt, indem die Chancen aus der Marktkonsolidierung genutzt werden. Im Geschäftsbereich Digital Business Solutions sind alle digitalen Aktivitäten des Konzerns gebündelt. Sie repräsentieren das größte Wachstumspotenzial für die Zukunft, wenngleich die Umsatz- und Ergebnisbeiträge derzeit noch eher gering sind. FP hat das Potenzial und die Finanzkraft, um die digitalen Geschäftsbereiche dynamisch auszubauen. Dazu gehören auch gezielte M&A-Aktivitäten, die das neue Geschäftsmodell unterstützen und begleiten können. Gleichzeitig soll sich die Profitabilität durch die neuen Geschäftsaktivitäten verbessern, da diese Bereiche tendenziell höhere Margen erwirtschaften als die Bereiche Mail Services und Input-/Outputmanagement. Als wesentliche Schritte bei der Umsetzung der Strategie konnten 2023 folgende Punkte erreicht werden: Das Unternehmen hat 2023 zwei neue Frankiersysteme der PostBase-Vision-Modellfamilie eingeführt. Im Frühjahr wurde die A120 zunächst auf dem deutschen Markt und dann skuzessive in weiteren Ländern eingeführt. Ende des Jahres wurde die PostBase Vision M2 als Nachfolger der PostBase Mini für kleinere Briefvolumina in Großbritannien eingeführt. Weitere Ländervarianten werden 2024 folgen. FP hat mit den Investitionen in den Frankiermaschinenbereich die Voraussetzungen geschaffen, um in dem Markt mit einem kundenorientierten Produktportfolio weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. Durch die Akquisition der operativen Azolver-Gesellschaften im Jahr 2022 wurde die Marktposition von FP im Bereich MSO gestärkt und mit der Umstellung der Frankiermaschinen von fremden Dritten auf FP-Maschinen wurde für die nächsten Jahre der sinkenden Marktentwicklung entgegen gewirkt. Im Bereich Digital Business Solutions wurde in die weitere Entwicklung der Produkte und Lösungen investiert, sowie die Vertriebs- und Marketingaktivitäten ausgebaut. FP hat die Plattform, die die Basis für das digitale Geschäftsmodell mit SaaS-basierten Lösungen wie FP Sign und FP Parcel Shipping bildet, weiter ausgebaut. Im Bereich Document Workflow Management wurde in neue Software und Hardware investiert, um das Angebot im Input- und Outputmanagement auf ein stärker datenbasiertes Dienstleistungsmodell umzustellen. Im Bereich Business Process Management & Automation wurde das Angebot von FP Sign deutlich ausgebaut. Neben der Aktualisierung der Back-end Infrastruktur wurden vor allem weitere Funktionalitäten im Enterprise-Segment entwickelt und die weitere Internationalisierung vorbereitet. Im Bereich elektronischer Rechtsverkehr wurde das Angebot mit dem elektronischen Bürger- und Organisationspostfach um Lösungen für die Zielgruppe von Unternehmen erweitert, die auf elektronischem Weg mit Gerichten kommunizieren müssen. Im Bereich Shipping und Logistics wurde mit FP Parcel Shipping eine eigenständige SaaS-Lösung zunächst in Norwegen und in den Niederlanden im Frühjahr 2023 und in Großbritannien Ende 2023 eingeführt. Die ebenfalls SaaS-basierte Lösung FP TRAXsuite im Bereich Paketmanagement und interne Logistik wurde um zahlreiche Funktionalitäten erweitert. In allen rein digitalen Lösungen konnten durch fokussierte Marketing- und Vertriebsaktivitäten die Kundenbasis erweitert sowie Umsatz und Profitabilität gesteigert werden. Der Bereich Mail Services zeigt eine Verbesserung der Profitabilität, unter anderem durch die zu Beginn des Jahres 2023 von der Deutsche Post AG veränderten Rabattstrukturen. Die Implementierung des ERP/CRM-Systems wurde 2023 weiter vorangetrieben. Damit wurde das Transformationsprogramm fortgeführt, um FP langfristig in einen internationalen Technologiekonzern zu wandeln. 1.4 Organisation1.4.1 Konzernstruktur und StandorteDie rechtliche Konzernstruktur zum 31. Dezember 2023 wird in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. Für weitere Informationen hierzu wird auf den Konzernanhang, Abschnitt I. (4), verwiesen. KONZERNSTRUKTUR
Berlin ist der Hauptsitz des FP-Konzerns. In Berlin sind zentrale Unternehmensbereiche wie Finanzen, Corporate Development, Personal, Einkauf, IT, Konzernsteuerung angesiedelt. Teilaufgaben im Bereich Finanzen, Personal, IT, Vertriebs- und Kundensupport wurden in den Gesellschaften in Tallinn und Hennigsdorf abgewickelt (Shared Services). Die Entwicklung der Frankierlösungen für den Geschäftsbereich MSO ist am Hauptsitz in Berlin angesiedelt. Die DBS-Lösungen werden in Deutschland, Estland und Schweden entwickelt. Die rechtliche Konzernstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert: Die Gesellschaft FP Technology & Services OÜ, Tallinn, Estland, wurde am 01.01.2023 auf die Gesellschaft Azolver Eesti OÜ, Tallinn, Estland, verschmolzen. Die Gesellschaft Francotyp-Postalia Sverige AB, Bromma, Schweden, wurde am 01.07.2023 auf die Gesellschaft Azolver Svenska AB, Sollentuna, Schweden, verschmolzen. Die FP Produktionsgesellschaft mbH und Co. KG wurde am 19.07.2023 in eine GmbH umgewandelt. In diesem Zusammenhang wurde die Gesellschaft FP Produktionsverwaltung GmbH, Wittenberge, am 01.01.2023 auf die Gesellschaft Francotyp-Postalia GmbH, Berlin, verschmolzen. Die Gesellschaft Azolver Belgium SA, Brüssel, Belgien, hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und ist zum 17.10.2023 liquidiert worden. Im März 2022 hatte FP sämtliche Anteile und Stimmrechte an den operativen Gesellschaften der Azolver-Gruppe erworben. Die erworbenen Gesellschaften wurden dem Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions und dem Geschäftsbereich Digital Business Solutions zugeordnet. Seit 2012 stellt der FP-Konzern seine Frankiersysteme ausschließlich in der Produktion im brandenburgischen Wittenberge in Deutschland her. FP hat Tochtergesellschaften in den USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien, Österreich, Schweden, der Schweiz, Norwegen, Dänemark, Finnland und Estland. Der Vertrieb erfolgt über die Geschäftsbereiche. Zudem verfügt FP über ein weltweit dichtes Händlernetzwerk für den Vertrieb der Frankier- und Kuvertiersysteme. In dem Konzernabschluss 2023 der FP-Gruppe sind neben der Francotyp-Postalia Holding AG zehn (im Vorjahr elf) inländische und 20 (im Vorjahr 22) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. UNSERE STANDORTE WELTWEIT
1.4.2 Leitung und KontrolleDer FP-Konzern wird durch den Vorstand in eigener Verantwortung geleitet. Er besteht zum Ende des Geschäftsjahrs 2023 aus zwei Personen und wird vom Aufsichtsrat bestellt. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Für die Darstellung der Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder gemäß dem Geschäftsverteilungsplan wird auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt V. (39) Vorstand und Aufsichtsrat (Zusatzangaben nach HGB) verwiesen. Die Vorstände arbeiten eng mit einem Team von nationalen und internationalen Führungskräften zusammen. Ein dreiköpfiger Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands und berät diesen. Einzelheiten zu der Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023 finden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Erklärung zur UnternehmensführungWeitere Informationen zur Unternehmensführung und -überwachung, einschließlich der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung (https://www.fp-francotyp.com/de/erklarung-zur-unternehmensfuhrung 1 )) für die Francotyp-Postalia Holding AG und den FP-Konzern (§§ 289 f, 315 d HGB) und ebenso unter https://www.fp-francotyp.com/Corporate_Governance 2 ). Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2023 und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG sowie das geltende Vergütungssystem gemäß § 87a Abs. 1 und 2 S.1 AktG und der letzte Vergütungsbeschluss gemäß §113 Abs. 3 AktG werden unter https://www.fp-francotyp.com/VerguetungderOrgane öffentlich zugänglich gemacht 3).
1) Die Erklärung zur
Unternehmensführung ist nicht Bestandteil der
Abschlussprüfung durch KPMG AG
1.5 Steuerung1.5.1 SteuerungssystemSTEUERUNGSSYSTEM
1 Umfasst drei Jahre, wird jährlich im
Budgetprozess angepasst, ggf. auch unterjährig
Die Struktur und Organisation der weltweiten FP-Gruppe ist nach einem Target Operating Model aufgestellt. Das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in verschiedenen Industrieländern und einem dichten weltweiten Händlernetzwerk unterteilte 2023 seine Geschäftstätigkeit in drei Geschäftsbereiche: scrollen
Die Geschäftsbereiche werden in der Segmentberichterstattung in gleichnamigen Segmenten widergespiegelt, die nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften berichten. Parallel hierzu wird an der Einführung einer einheitlichen ERP-/CRM-Landschaft gearbeitet, um die Prozesse weltweit effizient zu unterstützen. 1.5.2 Finanzielle LeistungsindikatorenDie Steuerung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die folgenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren: scrollen
Als weitere Steuerungsgröße wird der Free Cashflow verwendet, der zukünftig ein stärkeres Gewicht erhalten wird. Damit stellt der FP-Konzern sicher, dass Entscheidungen das Spannungsfeld zwischen Wachstum und Profitabilität ausreichend berücksichtigen. Der Umsatz dient der Messung des Erfolgs am Markt. Mit dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA) misst der Konzern die operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftseinheiten. Das vom Konzern berichtete EBITDA entspricht in dieser Form im Sinne der ESMA (European Securities and Markets Authority) einem adjusted EBITDA. Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren für die FP Holding sind: scrollen
Im Beteiligungsergebnis sind neben den Erträgen aus Beteiligungen die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen und Aufwendungen aus Verlustübernahme enthalten. Ergebnis vor Steuern entspricht dem Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstigen Steuern. 1.5.3 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenNeben finanziellen Leistungsindikatoren nutzt der FP-Konzern auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. Im Zentrum steht die Qualität des Leistungsspektrums, gemessen an einem Qualitäts- und einem Verbesserungsindikator. Der Qualitätsindikator misst die Veränderung der Produktqualität im Bereich der Frankiermaschinen auf der Basis der jährlichen Serviceeinsätze im Verhältnis zum durchschnittlichen gewichteten Maschinenbestand. Ein niedrigerer Wert indiziert einen relativen Rückgang der Serviceeinsätze und damit eine Verbesserung der Qualität. Dabei werden auch laufende Veränderungen wie die Einführung neuer oder die Optimierung bestehender Produkte berücksichtigt. Diese Kennzahl wurde zunächst nur in Deutschland erhoben und vergleichend auf die internationalen Tochtergesellschaften angewandt, um beispielsweise bei der Kostenkalkulation zu unterstützen. Seit dem Jahr 2020 wird diese Kennzahl PQI - Deutschland genannt und durch die Kennzahl PQI - International ergänzt. Der Product Quality Indicator - International setzt sich ebenfalls aus dem durchschnittlichen Maschinenbestand und den jährlichen Serviceeinsätzen zusammen. Jedoch werden mit ihm die Daten aus Belgien, Deutschland, Italien, Kanada, den Niederlanden, Österreich, Schweden und den USA vereint betrachtet. Dabei handelt es sich um die Länder, die den FP-Konzern mit Daten zu Serviceeinsätzen bei der Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten unterstützen. Da sich der Wert des PQI - International anders berechnet als der des PQI - Deutschland, lassen sich die beiden Kennzahlen nicht miteinander vergleichen. Beide PQIs betrachten (seit 2019) nur Produkte, die aktuell in Wittenberge produziert werden. Seit 2020 fließen die Werte der PostBase Vision in die Kennzahl ein. Durch die Neuentwicklung der PostBase Frankiersysteme konnte FP in den vergangenen Jahren die Qualität deutlich steigern. Auch der PQI-Wert-Deutschland, der verschlüsselt die Anzahl der Technikereinsätze je Maschine angibt, blieb mit 9,9 % im Jahr 2023 auf einem konstant niedrigen Niveau (Vorjahr 9,9 %). Der PQI - International verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 38,1 % (Vorjahr 33,2 %) aufgrund eines vorübergehenden prozessual bedingten Anstiegs in Belgien und den Niederlanden. Für 2024 wird erwartet, dass sich der PQI - Deutschland weiterhin auf niedrigem Niveau bewegen wird. Für den PQI - International wird eine leichte Verbesserung erwartet, da aufgrund von entsprechenden Prozessumstellungen eine Normalisierung der Entwicklung insbesondere in Belgien und den Niederlanden erwartet wird. Zudem werden kontinuierlich im Rahmen von Qualitätszirkeln Verbesserungsprojekte initiiert, die die Produktqualität weiter steigern. Auch der Verbesserungsindikator (nf IQ) erfasst die Qualität der FP-Produkte und hier insbesondere die Qualität neuer Frankiersysteme. Er basierte bisher auf dem Teileaufwand für Nachbesserungen an ausgelieferten Maschinen und misst das Verhältnis der Teilekosten aus Gewährleistungen zum Gesamtumsatz mit Frankiermaschinen. Ein niedrigerer Wert indiziert einen relativen Rückgang der Teilekosten aus Gewährleistung und damit eine Verbesserung der Qualität. Der FP-Konzern erfasst die notwendigen Daten monatlich, wobei eine Analyse der vergangenen Jahre zeigt, dass der Indikator bei der Neueinführung einer neuen Generation von Frankiersystemen zunächst tendenziell ansteigt. Der 2020er Wert von 0,96 stieg daher mit der Einführung der PostBase Vision in mehreren Ländern zunächst an. In 2021 und 2022 hat sich der Wert wiederum auf 0,57 bzw. 0,59 normalisiert. In 2023 ist ein leichter Anstieg auf 0,64 zu verzeichnen, der auf die Neueinführung der PostBase Vision A120 in mehreren Ländern zurückzuführen ist. Für das Geschäftsjahr 2024 kann es zu einem leichten Anstieg aufgrund der Neueinführung in weiteren Ländern von sowohl der PostBase Vision A120 als auch der PostBase Vision M2 kommen. Der FP-Konzern verwendet diese beiden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren intern regelmäßig auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Beide nichtfinanziellen Kennzahlen messen die nachhaltige Steigerung der Produkt- und Service-Qualität. Verbesserungen beider Indikatoren dienen der Kundenzufriedenheit und dadurch dem ökonomischen Erfolg des Unternehmens. Zugleich wird auf diesem Wege auch ein schonenderer Einsatz von Ressourcen an Material und Personal erreicht. Neben den Qualitätsindikatoren finden weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Berücksichtigung, u.a. bei der Vergütung des Vorstands (z.B. jährliche ISO-Zertifizierungen und Reduktion der CO 2 -Emissionen). Diese Leistungsindikatoren werden in der nichtfinanziellen Erklärung dargestellt. Quantitative Informationen über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Muttergesellschaft werden für Steuerungszwecke derzeit nicht erhoben. FP überarbeitet aktuell im Rahmen der Umsetzung der Corporate Social Responsibility-Richtlinie (CSRD) der EU die nichtfinanzielle Berichterstattung. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden entsprechend angepasst, um der Wesentlichkeitsanalyse zu entsprechen. Hierbei wird auch die Einbeziehung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren für weitere Geschäftsbereiche geprüft. Im Hinblick auf die nichtfinanziellen Informationen und die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen im nichtfinanziellen Konzernbericht der Francotyp-Postalia Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der nichtfinanziellen Erklärung (§§ 289b, 315b HGB), im Internet unter https://www.fp-francotyp.com/Nicht_finanzielle_Berichterstattung 4 )) verwiesen. 1.6 Forschung und Entwicklung1.6.1 Darstellung und Erläuterung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten1.6.1.1 Ausrichtung und ZieleFür FP als Technologieunternehmen ist Innovation von elementarer Bedeutung und bildet die Basis für den zukünftigen Geschäftserfolg. Zentrales Ziel der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten ist die Umsetzung der Unternehmensstrategie. Sie ist darauf gerichtet, Wachstumspotenziale in digitalen Geschäftsbereichen zu erschließen und so das zukünftige Wachstum zu ermöglichen. Mit dem fortschreitenden Transformationsprogramm verschiebt sich daher der Schwerpunkt der Forschung- und Entwicklungsaktivitäten stärker hin zu Produkten und Lösungen für die digitalen Geschäftsfelder, die mittelfristig ein höheres Wachstumspotenzial versprechen. Der Fokus liegt auf der kundenzentrierten Produktentwicklung von innovativen Lösungen, Produkten und Dienstleistungen. Grundlagenforschung, die keinen primär ökonomischen Zweck verfolgt, steht nicht im Mittelpunkt der Aktivitäten. Die Verantwortung für die Forschung und Entwicklung liegt bei den jeweiligen Geschäftsbereichen, so dass eine fokussierte und effiziente Ausrichtung der Aktivitäten gewährleistet ist. Daher werden im folgenden auch die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nach Geschäftsbereichen erläutert. 1.6.1.2 Methoden und KernkompetenzenEin wesentliches Element der Transformation ist die stärkere Ausrichtung auf kundenzentrierte Produkte und Lösungen. FP nutzt in allen Projekten, bei denen es zielführend ist, agile Prozesse und Methoden wie z.B. Scrum. Diese iterative Herangehensweise ermöglichte es, schnell auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden einzugehen und innovative Lösungen zu entwickeln, die einen echten Mehrwert bieten. Mit Scrum arbeiten die Teams in kurzen, regelmäßigen Iterationen und überprüfen kontinuierlich ihre Fortschritte. Durch die regelmäßige Einbindung von Kundenfeedback, z.B. über Customer Councils, können Produkte schnell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Die agilen Methoden fördern eine enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklungsteams und Kunden, ermöglichen eine flexible Anpassung an sich ändernde Anforderungen und tragen somit maßgeblich zu einer kundenzentrierten Produktentwicklung bei. Die Kernkompetenzen der verschiedenen Entwicklungsteams unterscheiden sich entsprechend den jeweiligen Produkten und Lösungen, die im Fokus stehen. Im Bereich Mailing, Shipping & Office Solutions steht der sichere Transfer von Geldströmen im Mittelpunkt. Die Infrastruktur muss die höchsten sicherheitstechnischen Anforderungen der Postunternehmen weltweit erfüllen. Eine der Kernkompetenzen ist hierbei die Entwicklung und Programmierung von Embedded System Software für kryptographische Sicherheitsmodule. Diese Sicherheitsmodule ermöglichen die sichere Verwaltung und Abrechnung der Portogutgaben in den Frankiermaschinen. Ergänzt wird dies durch Know-how bei den Middleware-Komponenten zur Geräte- und Kundenverwaltung oder zur sicheren Anbindung von kommerziellen Backend- oder Shopsystemen. Im Geschäftsbereich Digital Business Solutions stehen überwiegend Softwarekompetenzen im Mittelpunkt, die für die Entwicklung von Software-as-a-Service Lösungen relevant sind. Neben den entsprechenden Programmiersprachen liegen die Kompetenzen in der Umsetzung cloudbasierter Lösungen und der API-Integration. Bei den Lösungen zur sicheren elektronischen Kommunikation und digitalen Signaturen wird dies durch entsprechendes Know-how zu Verschlüsselungstechnologien, Sicherheitsprotokollen und -standards ergänzt. 1.6.1.3 AktivitätenIm Einzelnen gab es 2023 die folgenden Schwerpunktaktivitäten: Mailing, Shipping & Office SolutionsDie Entwicklungsaktivitäten konzentrierten sich im Bereich Mailing, Shipping & Office Solutions auf die Neu- und Weiterentwicklung des Frankiermaschinenportfolios. Als Neuentwicklungen wurden zwei weitere Modelle der PostBase VisionFamilie entwickelt und 2023 in den Markt eingeführt. Mit der Entwicklung der PostBase Vision A120 ist das Produktangebot am oberen Ende der Produktpalette für die Bearbeitung größerer Briefmengen erweitert worden. Dabei wurden neben einer schnelleren Verarbeitung auch neue Funktionalitäten, wie dynamisches Wiegen, in die PostBase Vision integriert. In 2023 wurde neben der Markteinführung von Ländervarianten in Deutschland, Schweden, Norwegen und Finnland die Einführung in weiteren Ländern vorbereitet. Mit der PostBase Vision M2 wurde 2023 auch ein neues Modell im Bereich für kleinere Briefvolumina entwickelt und die erste Ländervariante in Großbritannien im Dezember in den Markt eingeführt. Die Entwicklung weiterer Ländervarianten wurde vorbereitet. Damit verfügt FP in seinem gesamten Portfolioschwerpunkt über ein innovatives, kundenorientiertes Produktportfolio. Neben der Neuentwicklung ist auch die Anpassung und Pflege des bestehenden Produktportfolios ein weiterer Schwerpunkt. In 2023 wurden die Umsetzung neuer Ländervarianten und -infrastruktur für die Umstellung der Azolver-Frankiermaschinen auf FP-Frankiermaschinen mit der Einführung in Finnland abgeschlossen. Bei den Anpassungen an neue Anforderungen der Postunternehmen stand die Fortführung der 2022 begonnenen Arbeiten zur Umsetzung des neuen Sicherheitsstandard FIPS 140-3 in den aktuellen Frankiermaschinenmodellen im Mittelpunkt. Des Weiteren werden internationale Portotabellen nach Bedarf neu umgesetzt und Softwareanpassungen vorgenommen. Postgesellschaften sind aufgrund flexiblerer Preisgestaltung dazu übergegangen, die Portotabellen teilweise mehrfach im Jahr zu ändern. Digital Business SolutionsIm Geschäftsbereich Digital Business Solutions steht die kontinuierliche kundenorientierte Weiterentwicklung des bestehende Produkt- und Lösungsangebot im Vordergrund. Im Bereich Outputmanagement konnte durch die Integration der Posy Outputfactory eine höhere Automatisierung erreicht werden und die Basis für weitere datengetriebene Funktionalitäten geschaffen werden. Im Bereich FP Sign wurde 2023 die FP Sign-Next-Generation-Plattform maßgeblich entwickelt, die sowohl eine erhöhte Performance aufweist als auch mit einer API-first Strategie die Voraussetzung für eine schnelle und einfache Integration von FP Sign in Drittsysteme und weitere Plattformen schafft. Zusätzlich wurden Enterprise-Funktionalitäten wie die Dokumentenmappe (Signatur multipler Dokumente) und erweiterte White-Label-Optionen entwickelt. Mit Vereinfachungen bei der qualifizierten elektronischen Signatur sowie der Zwei-Faktor-Authentifizierung wurde die Nutzerfreundlichkeit auch komplexer Prozesse verbessert. Die Lösungen zum elektronischen Geschäftsverkehr wurden mit der Markteinführung des elektronischen Bürger- und Organisationspostfachs (eBO) im Juni 2023 ergänzt. Bei der kundennahen Entwicklung standen Unternehmenskunden im Fokus, die deutliche höhere Anforderungen an eine solche Lösung haben. Im Bereich Shipping & Logistics wurde mit FP Parcel Shipping im Januar 2023 die erste stand-alone Software-as-a-Service Lösung in Norwegen in den Markt eingeführt. Auf dieser Basis wurden 2023 weitere Länderversionen entwickelt und in den Markt eingeführt: Niederlande im April und Großbritannien im Dezember. Die Einführung in verschiedenen Ländern erfordert jeweils die angepasste Entwicklung und die Anbindung andere Paketdienstleister. Daneben wurde die Lösung auch um weitere Funktionalitäten wie Rücksendungen und die Integration in E-commerce-Plattformen wie z.B. shopify erweitert. Die Software-as-a-Service-Lösung zum Management des Paketeingangs und der internen Logistik wurde mit einer Reihe von neuen Funktionalitäten weiterentwickelt. Dabei standen Funktionen, die die Anwendbarkeit (Usability) für die Kunden verbessern, im Vordergrund. So wurde die mobile App erweitert, um Kunden die Möglichkeit zu eröffnen, eigene Workflows zu kreieren und somit die Lösung selbst kundenindividuell anzupassen. Daneben wurde die Integration weiterer Paketfachanlagen vorangetrieben und so das Angebot an optionaler Hardware für die Kunden erhöht. Mit der Entwicklung der Digital Commerce Plattform wurde die gemeinsame Basis für die Software-as-a-Service Lösungen geschaffen. Dazu gehören self-onboarding, entsprechende Abrechnungssysteme (subscription & billing) sowie Single-Sign-On. Dies erleichtert auch das cross-selling der verschiedenen Lösungen und bildet die Voraussetzung für das zukünftige Ökosystem aus eigenen und potenziellen Partnerlösungen. Mail ServicesIm Bereich Mail Services waren nach den Ende 2022 erforderlichen Anpassungen auf die neuen Anforderungen der Deutsche Post AG im Zuge der Änderung der Rabattstrukturen im Geschäftsjahr 2023 keine weiteren nennenswerten Entwicklungsaktivitäten erforderlich. 1.6.1.4 Veränderungen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gegenüber dem VorjahrIm Rahmen des Transformationsprozesses seit 2021 hat sich der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten im Vergleich zu früheren Jahren deutlich verändert. Durch die Verlagerung der Verantwortung in die Geschäftsbereiche konnten Projekte und Ressourcen besser kundenorientiert priorisiert und gesteuert werden. Das hat die Konzentration auf zukunftsweisende digitale Produkte verstärkt. Dies hat sich auch im Vergleich zum Vorjahr fortgesetzt. Die Entwicklungsaktivitäten im digitalen Bereich sind nicht nur auf Deutschland beschränkt, sondern finden in verteilten internationalen Teams auch in den Gesellschaften in Estland, Schweden und Norwegen statt. 1.6.2 Quantitative Angaben zur Forschung- und EntwicklungENTWICKLUNGSKOSTEN (in Mio. EUR)
Die F&E-Quote gemessen am Konzernumsatz erhöhte sich von 4,0 % im Vorjahr auf 4,7 % im Berichtsjahr. 1.6.2.1 EntwicklungskostenDie Entwicklungskosten betrugen im Berichtsjahr 11,4 Mio. Euro nach 10,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Erhöhung um 14,0 %. Die Entwicklungskosten stiegen aufgrund der erhöhten Aktivitäten in beiden Geschäftsbereichen MSO und DBS. Im Bereich Mailing, Shipping & Office Solutions stiegen die Entwicklungskosten um 14,3 % auf 6,4 Mio. Euro, die F&E-Quote belief sich auf 4,4% im Verhältnis zum Umsatz des Geschäftsbereichs. Im Bereich Digital Business Solutions stiegen die Entwicklungskosten um 13,6 % auf 5,0 Mio. Euro und die F&E Quote erreichte 17,9 % im Verhältnis zum Umsatz des Geschäftsbereichs. Damit zeigt sich, dass der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sich im FP Konzern auf den neuen digitalen Lösungen verlagert. Die Aktivierung der Entwicklungskosten erhöhte sich von 1,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,7 Mio. Euro im Berichtsjahr. Die Aktivierungen entfallen vor allem auf die Entwicklung der neuen Frankiermaschinen (1,7 Mio. Euro) sowie im geringeren Umfang für die digitalen Lösungen (1,0 Mio. Euro). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten beliefen sich auf 3,1 Mio. Euro nach 6,1 Mio. Euro im Vorjahr; der Vorjahreswert beinhaltete außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Die Abschreibungen überstiegen damit die neu aktivierten Entwicklungsaufwendungen. ABSCHREIBUNGEN AUF AKTIVIERTE ENTWICKLUNGSKOSTEN (in Mio. EUR)
1.6.2.2 Anzahl der Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklunga. Aufteilung der Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung auf die GeschäftsbereicheDie Verteilung der Mitarbeiter auf die Geschäftsbereiche hat sich leicht zugunsten von Digital Business Solutions verschoben, die nun mit 52 % den größten Anteil verzeichnen. Auch hier zeigt sich, dass der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei den digitalen Lösungen liegt. scrollen
b. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Forschung und EntwicklungEnde 2023 waren in den Bereichen Forschung und Entwicklung des FP-Konzerns (einschließlich Tochtergesellschaften) 96 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest angestellt (im Vorjahr 102 Beschäftigte); dies entspricht 9,1 % (Vorjahr 9,2 %) der gesamten Konzernbelegschaft. Diese Relationen entsprechen annähernd dem Vorjahresniveau. Für Projekte im Bereichen MSO und DBS sowie für Projekte zur Produktpflege werden bei Bedarf zusätzliche, externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter temporär eingesetzt. 1.6.3 AusblickDie Neuausrichtung der Entwicklung im Rahmen des Transformationsprozesses hat sich bewährt. Mit dem Aufbau und der Erweiterung der Kapazitäten vor allem im digitalen Bereich wird weiterhin daran gearbeitet, dass die Produkte und Lösungen zuverlässig die Erwartungen des jeweiligen Marktes erfüllen und die mit dem Entwicklungsaufwand korrespondierenden Umsatzerwartungen realisiert werden. 2. Wirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2023 nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 5) um 3,1 % und der Anstieg war damit schwächer als in 2022, wo das Wachstum noch bei 3,4 % lag. Während in den Schwellenländern die Konjunkturerholung etwas stärker verlief, war der Anstieg des BIP in den für den FP-Konzern vor allem relevanten Industriestaaten eher moderat. In den USA, dem hinsichtlich Kundenanzahl und Umsatz größten FP-Auslandsmarkt, war 2023 ein solider Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zu beobachten. Die Wirtschaft in den Euro-Staaten entwickelte sich leicht positiv, wobei das Wirtschaftswachstum in Deutschland negativ war, wie folgende Grafik zeigt: TABELLE BIP ENTWICKLUNG IN 2023scrollen
5) IWF, Bureau of Economic Analysis, Eurostat,
Statistisches Bundesamt
Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber auch in andere Märkte, spielt das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Im Jahresverlauf 2023 gewann der Euro gegenüber dem US-Dollar kontinuierlich unter Schwankungen leicht an Wert; zum Jahresende erholte sich der Kurs und lag zum 31. Dezember 2023 bei 1,105 US-Dollar und damit mehr als 3 % über dem Vorjahresschlusskurs. Im Durchschnitt notierte der Euro gegenüber dem US-Dollar im Geschäftsjahr 2023 knapp rund 3 % über dem Niveau der Vorjahresberichtsperiode. Beim für den FP-Konzern ebenfalls wichtigen Britischen Pfund gab es 2023 eine leichte Abwärtsbewegung. Auf Jahressicht blieb der Wechselkurs mit einem Schlusskurs von 0,87 Pfund leicht unter dem Niveau von 0,89 Pfund Ende 2022. Damit notierte der Euro gegenüber dem Britischen Pfund im Geschäftsjahr 2023 rund 2 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Im Vergleich zum Kanadischen Dollar legte der Euro in 2023 ebenfalls leicht zu (+1 %). Ebenso erfolgte ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur Norwegischen Krone (+ 7 %). Gegenüber der Schwedischen Krone und der Dänischen Krone blieb der Euro hingegen nahezu unverändert (+/- 0 %). Ein stärkerer Euro-Kurs wirkt sich negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des FP-Konzerns aus, insofern Teile des Umsatzes in diesen Währungen erlöst und auf Konzernebene in Euro umgerechnet werden. Der FP-Konzern beschäftigt sich in aus- und inländischen Märkten mit der Verarbeitung von Post. Laut Statistik des Weltpostvereins 6) wurden 2022 rund 245 Milliarden Briefe weltweit versendet (Zahlen für 2023 liegen noch nicht vor). Der seit Jahren rückläufige Trend setzt sich fort mit einem Rückgang von 5 % gegenüber 2021. In den meisten Ländern hatte es bedingt durch COVID-19 2020 bis 2022 stärker schwankende Rückgänge beim Briefvolumen gegeben. In 2023 zeichnet sich nun wieder ein gleichläufiger Trend auf hohem Niveau ab. Die Rückgänge des Briefvolumens liegen zwischen 8 und 10 % für 2023. In den für FP besonders relevanten Märkten lässt sich folgende Entwicklung für 2023 festhalten 7) : In den USA, UK, Frankreich und den Niederlanden sank das Briefvolumen um rund 9 %. In Deutschland, das in den letzten Jahren noch einen moderaten Rückgang mit 2 % in 2022 verzeichnete, hat sich erstmals der Rückgang des Briefvolumens mit -7,6 % deutlich verstärkt. Das weltweite Paketvolumen lag 2022 bei rund 161 Mrd. Sendungen, ein Anstieg von 1 % gegenüber 2021 8. Konkrete Zahlen für 2023 liegen noch nicht vor. Der vor allem COVID-19-bedingte starke Anstieg in 2020 und 2021 hat sich in 2022 in den meisten Ländern deutlich abgeschwächt. Zusätzlich bremst die schwache konjunkturelle Entwicklung in den meisten Ländern das Paketwachstum deutlich. Insgesamt wird für die nächsten Jahre ein weiteres weltweites Wachstum von 6 % jährlich prognostiziert. In Deutschland stieg das Paketvolumen in 2023 Schätzungen zufolge leicht auf 4,4 Mrd. Sendungen, für die nächsten Jahre wird ein Wachstum von 3 % prognostiziert 9). Ein dynamisches Wachstum wird für den Markt der digitalen Signaturen 10) erwartet. 2022 lag das weltweite Umsatzvolumen bei 3,9 Mrd. US-Dollar. Für 2023 wird das Volumen auf 5,2 Mrd. US-Dollar geschätzt. Und für 2030 liegt die Schätzung bei 43 Mrd. US-Dollar.
6) Website des Weltpostvereins:
3. Geschäftsverlauf3.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf des KonzernsNachfolgende Tabelle zeigt den Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf mit Blick auf die finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren des FP-Konzerns. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF 2023scrollen
1) Bei gleichbleibenden Wechselkursen für
Fremdwährungen.
3.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf der FP HoldingDie Prognose sah für die FP Holding für das Geschäftsjahr 2023 eine leichte Verbesserung des Beteiligunsgergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern vor. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die FP Holding dem gegenüber ein stark gestiegenes Beteiligungsergebnis in Höhe von 30,8 Mio. Euro (im Vorjahr 2,4 Mio. Euro) und liegt damit weit über der Prognose. Die FP Holding erzielte im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Steuern von 25,1 Mio. Euro (im Vorjahr -2,6 Mio. Euro). Dies stellt ebenfalls eine deutliche Erhöhung gegenüber der Prognose und dem Vorjahr dar. Diese starke Abweichung wurde durch eine Periodenverschiebung im Beteiligungsergebnis verursacht, die auf einer nachträglichen Anpassung der Transferpreise für das Geschäftsjahr 2022 im Berichtsjahr 2023 basiert. Im Anhang des Konzernabschlusses 2023 wird der Sachverhalt als Fehlerkorrektur nach IAS 8.41.ff abgebildet, siehe dazu Abschnitt (9). 3.3 GeschäftsverlaufDer FP-Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Geschäftsverlauf, der weitgehend erwartungsgemäß verlief. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 241,8 Mio. Euro gegenüber 251,0 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Insgesamt weist FP für das Geschäftsjahr 2023 damit einen um 3,7 % gesunkenen Umsatz aus. Bei der Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass die Vorjahreszahlen durch positive Einmaleffekte beeinflusst waren, die sich 2023 erwartungsgemäß nicht wiederholt haben. Das Unternehmen verzeichnete zudem negative Währungseffekte auf den Umsatz. Ohne diese Effekte lag der Umsatz bei 245,9 Mio. Euro. Gleichzeitig arbeitete der Konzern kontinuierlich an der Umsetzung des Transformationsprogramms. Hier zeigen sich weiterhin positive Entwicklungen, vor allem im operativen Bereich. Im Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions war der Umsatz 2023 dennoch leicht im Minus. In dem Geschäftsbereich belasteten die negativen Währungseffekte. Darüber hinaus war der Umsatz im Vorjahr durch Einmaleffekte aus der Portoerhöhung in Deutschland sowie dem Umsatzbeitrag der operativen Gesellschaften von Azolver positiv beeinflusst. In einem herausfordernden Marktumfeld beweist FP damit Resilienz und passt die Geschäftsaktivitäten sowohl an die Marktdynamik als auch an die Kundenbedürfnisse an. Im Geschäftsbereich Digital Business Solutions verzeichnete FP ebenfalls einen leichten Umsatzrückgang, vor allem aus dem Bereich Document Workflow Management, der im Vorjahr durch einen Einmaleffekt leicht positiv beeinflusst war. In den rein digitalen Produkt- und Lösungsbereichen der DBS zeigte sich eine positive Umsatzentwicklung. Auch im Geschäftsbereich Mail Services ging der Umsatz erwartungsgemäß zurück, da das Vorjahr durch pandemiebedingte Einmaleffekte in Form von einem deutlich erhöhten Briefvolumen positiv beeinflusst war. Das EBITDA stieg auf 31,0 Mio. Euro gegenüber 27,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Zu dem Anstieg des EBITDA hat nicht unwesentlich die Auflösung von Rückstellungen aufgrund von Änderungen in den Restrukturierungsplänen (4,8 Mio. Euro) beigetragen. Das EBITDA war gegenläufig von negativen Währungseffekten in Höhe von 2,4 Mio. Euro betroffen. Das EBITDA im Vorjahr war ebenfalls durch positive Einmaleffekte beeinflusst. Im Vergleich zur Vorjahresperiode verzeichnete FP damit insgesamt eine positive Ergebnisentwicklung und belegt so das robuste Geschäftsmodell des FP-Konzerns. Zudem verfügte der Konzern im Berichtsjahr über ausreichend Liquidität sowie über finanzielle Flexibilität und Reserven auf der Grundlage des bestehenden Konsortialdarlehensvertrages. Die in Anspruch genommene Kreditlinie per 31.12.2023 beträgt 22,5 Mio. Euro. Zugleich wurden im Geschäftsjahr 2023 bereits Verhandlungen mit dem Bankenkonsortium zur Weiterführung des Konsortialkredits geführt, die mit Vertrag vom 26.02.2024 erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Es wird hierzu auf weitere Ausführungen unter 4.2.1 verwiesen. Im Konzernabschluss zum 31.12.2023 hat der Konzern die Vergleichsperiode 2022 angepasst. Die Anpassung betrifft die Bewertung der Steuereffekte aus innerkonzernlichen Leistungsbeziehungen in der Vergleichsperiode 2022. Die Abwicklung dieser Leistungsbeziehungen erfolgt bei FP gemäß den Grundsätzen des Drittvergleichs. Im Jahr 2022 wurde die Bewertung dieser Leistungsbeziehungen nicht auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren besten Informationen zu Erfüllung der Anforderung an die Grundsätze des Drittvergleichs durchgeführt. Dies führte in 2022 per Saldo zu einer zu hohen laufenden Steuerlast in Vertriebsgesellschaften des Konzerns im Segment Mail Shipping and Office Solutions. Die Fehlerkorrektur führt in 2022 zu einer Verringerung der laufenden Steuerverbindlichkeiten nach IAS 12.12 zum 31.12.2022 in Höhe von TEUR 1.880 sowie dem Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge nach IAS 12.34 zum 31.12.2022 in Höhe von TEUR 590. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die Anhangangabe (9) im Konzernanhang verwiesen. 4. Lage des KonzernsDer Konzernabschluss der Francotyp Postalia Holding AG wurde nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. 4.1 Ertragslage des KonzernsDie Entwicklung wesentlicher Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung war wie folgt: scrollen
4.1.1 UmsatzentwicklungIm Geschäftsjahr 2023 erzielte der FP-Konzern einen Umsatz von 241,8 Mio. Euro im Vergleich zu 251,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum (währungsbereinigt 245,9 Mio. Euro), das entspricht einem Rückgang um 3,7 % im Vorjahresvergleich. Der Umsatzrückgang liegt einerseits im Rahmen der Erwartungen, da das Geschäftsjahr 2022 von einer Reihe von Sondereffekten profitierte, die sich im Geschäftsjahr 2023 erwartungsgemäß nicht wiederholt haben. Andererseits zeigt die Entwicklung die Notwendigkeit des Transformationsprozesses, um mittel- bis langfristig die Auswirkungen sinkender Briefvolumina und damit einhergehend einen Rückgang des Frankiermaschinengeschäfts zu kompensieren. Mit 146,8 Mio. Euro realisierte das Unternehmen im größten Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz, der 1,6 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau von 148,4 Mio. Euro lag. Das Vorjahr war durch positive Effekte im Wesentlichen aus der Portoumstellung in Deutschland in Höhe von 2,9 Mio. Euro beeinflusst. Zusätzlich war der Umsatzrückgang durch negative Wechselkurseffekte beeinflusst. Basierend auf der vorhandenen Produktpalette, die vornehmlich auf das Segment kleiner Briefvolumina ausgerichtet ist, und dem hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen verfügt das Unternehmen nach wie vor über ein robustes Geschäftsmodell und ist für die Zukunft im Kerngeschäft weiterhin vergleichsweise gut aufgestellt. Dennoch konnte sich FP der weltweit rückläufigen Marktentwicklung im Frankiermaschinengeschäft 2023 nicht vollständig entziehen. Der Umsatz im Geschäftsbereich Digital Business Solutions verzeichnete im Berichtszeitraum mit 27,9 Mio. Euro einen leichten Umsatzrückgang um 3,1% gegenüber dem Vorjahr (28,8 Mio. Euro). Im Bereich Document Workflow Management zeigte sich im zweiten Halbjahr eine rückläufige Entwicklung, vor allem durch den Geschäftsrückgang eines größeren Kunden beim Outputmanagement, der kurzfristig nicht kompensiert werden konnte. Zusätzlich macht sich der stärkere Rückgang im Briefvolumen in Deutschland auch bei Bestandskunden bemerkbar, indem weniger Volumen verarbeitetet wurde. Zudem war der Vorjahresumsatz durch einen pandemiebedingten Sondereffekt von 0,4 Mio. Euro geprägt. Bei den rein digitalen Lösungen haben sich die Umsätze in 2023 positiv entwickelt. Die Signaturlösung FP Sign zeigt eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung, die sowohl von den Vertriebserfolgen des vergangenen Jahres mit wiederkehrenden Erlösen als auch einer gesteigerten Neukundenakquise profitiert. Diese innovative digitale Lösung kann eine weitere Verbesserung der Auftragspipeline vorweisen, unter anderem durch die erfolgreiche Integration in weitere ERP/CRM-Lösungen. Im Bereich elektronischer Rechtsverkehr wurden weitere Lösungen vorgestellt, wie das besondere elektronische Bürger- und Organisationenpostfach (eBO) eingeführt, die eine positive Umsatzentwicklung zeigen. Im Bereich Shipping & Logistics haben die in 2023 in Norwegen und den Niederlanden eingeführten FP Parcel Shipping-Lösungen positiv zum Umsatz beigetragen. Auch die Lösung FP TRAXsuite zum Paketeingangsmanagement verzeichnete ein Umsatzwachstum durch Onboarding von neuen Kunden. Der Umsatz im Geschäftsbereich Mail Services ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,0 % oder 6,6 Mio. Euro gesunken. Das Geschäft mit Mail Services rund um die Abholung, Frankierung und Konsolidierung von Geschäftspost profitierte im Vorjahr von pandemiebedingten Sondereffekten. Im Geschäftsjahr 2023 erreichte der Umsatz 66,8 Mio. Euro nach 73,4 Mio. Euro im Vorjahr. Das verarbeitete Briefvolumen ging insgesamt im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Größter ausländischer Markt des FP-Konzerns blieben auch im Geschäftsjahr 2023 die USA. Dort erhöhte sich der Umsatz um 1,2 % von 58,3 Mio. Euro auf 59,0 Mio. Euro. Ein wesentlicher Treiber hierfür sind die verschärften postalischen Anforderungen in den USA. Dadurch kommt es zu einer Dezertifizierung von älteren Frankiersystemen, die für FP als kleinerem Marktteilnehmer in den USA Potential für die Gewinnung von Wettbewerbskunden bietet. Währungsbereinigt stieg der Umsatz im Berichtszeitraum in den USA um 4,0 %. Die negativen Wechselkurseffekte über alle Fremdwährungen (USD, CAD, GBP, NOR und SEK) summierten sich im Berichtsjahr auf insgesamt 4,1 Mio. Euro bezogen auf den Gesamtumsatz (im Vorjahr positive Wechselkurseffekte in Höhe von 6,2 Mio. Euro). Die Umsatzentwicklung (in Mio. Euro) war wie folgt: UMSATZ NACH GESCHÄFTSBEREICHEN (in Mio. EUR)
UMSATZENTWICKLUNG REGIONEN (in Mio. EUR)
UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGENscrollen
Im Servicegeschäft war ein Rückgang um -5,8 % im Vergleich mit der Vorjahresperiode im Wesentlichen durch im Vorjahr erzielte Rate-Change-Umsätze zu verzeichnen. Der leichte Rückgang der Erlöse aus Produktverkäufen im Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions im Geschäftsjahr 2023 resultiert im Wesentlichen aus geringeren Umsätzen in einigen europäischen Ländern. Das Geschäft mit Verbrauchsmaterial verzeichnete einen Rückgang um 8,3 %; hier macht sich das in vielen Ländern rückläufige Briefvolumen bemerkbar. Die Umsatzerlöse aus dem Leasinggeschäft erhöhten sich hingegen im Geschäftsjahr um 8,0 % im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. Ein Umsatzrückgang war auch in den Produktkategorien Software/Digital um 5,7 % und Mail Services um 9,0 % zu verzeichnen. Hierbei sanken vor allem die Umsätze bei der Produktkategorie Outputmanagement, Mail Services hatte im Vorjahr von pandemiebedingten Sonderaussendungen profitiert. 4.1.2 Aktivierte EigenleistungenDie aktivierten Eigenleistungen verzeichneten im Geschäftsjahr 2023 einen Anstieg auf 8,5 Mio. Euro (+10,4 % gegenüber dem Vorjahr). Die in den aktivierten Eigenleistungen enthaltenen Entwicklungskosten erhöhten sich gegenüber 2022 um 1,6 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro. Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten für die Produktentwicklung im Frankierbereich in Höhe von 1,7 Mio. Euro und im digitalen Geschäftsbereich in Höhe von 1,0 Mio. Euro aktiviert. Im Vorjahr wurden im Wesentlichen Entwicklungskosten im Frankierbereich aktiviert. Der Anteil der enthaltenen Zugänge an vermieteten Erzeugnissen - als fester Bestandteil des Kerngeschäfts im Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions - verringerte sich im Berichtsjahr auf 5,8 Mio. Euro gegenüber 6,6 Mio. Euro im Vorjahr. 4.1.3 Sonstige betriebliche ErträgeDer Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtsjahr von 2,1 Mio. Euro auf 2,4 Mio. Euro ist auf die weitere Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten aus Teleportogeldern in Höhe von 0,1 Mio. Euro, sowie auf Ausbuchungen von sonstigen vertraglichen Verpflichtungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro zurückzuführen. Die periodenfremden Erträge resultieren überwiegend aus Rechnungsgutschriften. 4.1.4 MaterialaufwandIm Geschäftsjahr 2023 verminderte sich der Materialaufwand des FP-Konzerns um 9,5 % auf 112,8 Mio. Euro gegenüber 124,7 Mio. Euro im Vorjahr. Die Minderung korrespondiert mit dem Rückgang der Umsatzerlöse vor allem im Bereich Mail Services, Preisänderungen spielten dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Die Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe verringerten sich im Berichtsjahr auf 40,5 Mio. Euro im Vergleich zu 43,8 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen, die überwiegend auf das Segment Mail Services entfallen, verminderten sich ebenfalls um 8,6 Mio. Euro auf 72,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresniveau in Höhe von 80,9 Mio. Euro. Die Aufwendungen für bezogenes Porto lagen mit 63,4 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau von 72,7 Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote, der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz, verminderte sich im Berichtsjahr auf 46,6 % (im Vorjahr 49,7 %). 4.1.5 PersonalaufwandDer Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf 66,2 Mio. Euro (im Vorjahr 65,7 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote, der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz, erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 27,4 % gegenüber 26,2 % im Vorjahr. Die Erhöhung ist auf das gestiegene Gehaltsniveau im Konzern, teilweise als Inflationsausgleich, zurückzuführen, die die positiven Effekte aus der Fortsetzung des Transformationsprogramms teilweise kompensierten. 4.1.6 Aufwendungen aus Wertminderungen und Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Verringerung der Aufwendungen aus Wertminderungen auf 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr 2,8 Mio. Euro) resultiert hauptsächlich sowohl aus niedrigeren Einzelausfallrisiken als auch aus verminderten Aufwendungen für tatsächliche Forderungsausfälle. 4.1.7 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich im Geschäftsjahr 2023 um 3,5 % von 40,3 Mio. Euro auf 38,9 Mio. Euro. Der Erhöhung verschiedener Aufwandsarten steht ein Einmaleffekt aus der Auflösung eines erheblichen Anteils der Restrukturierungsrückstellung von insgesamt 4,8 Mio. Euro gegenüber. Im FP-Konzern wurden bei der weiteren Umsetzung des Transformationsprogramms wesentlich weniger Aufwendungen benötigt als in den Vorjahren kalkuliert. Andere Aufwendungen haben sich demgegenüber erhöht. Durch die Fortsetzung des Projektes zur Einführung der neuen ERP-Lösung stiegen die Aufwendungen für EDV-Fremdleistungen und Lizenzen um 0,5 Mio. Euro. Die Erhöhung der Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen resultiert im wesentlichen aus der Zuführung für Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Lieferantenverträgen in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Weitere Aufwandsminderungen gegenüber dem Vorjahr wurden bei Kosten für Fracht und Verpackung um 0,8 Mio. Euro sowie bei Sonstigen Steuern um 0,3 Mio. Euro erreicht. 4.1.8 EBITDAIm Geschäftsjahr 2023 erzielte der FP-Konzern ein EBITDA von 31,0 Mio. Euro gegenüber 27,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns verbesserte sich auf 12,8 % nach 11,0 % im Vorjahr. Diese Veränderung ist durch gegenläufige Faktoren beeinflusst. Dem positiven Effekt aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 4,8 Mio. Euro und den gestiegenen aktivierten Eigenleistungen in Höhe 8,5 Mio. Euro stehen negative Effekte aus Wechselkursänderungen in Höhe von 2,4 Mio. Euro gegenüber. 4.1.9 Abschreibungen und WertminderungenIm Geschäftsjahr 2023 verringerten sich die Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber dem Vorjahr um 14,3 % von 21,0 Mio. Euro auf 18,0 Mio. Euro. Dies resultiert in erster Linie aus den gesunkenen Wertberichtigungen auf eigenerstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,7 Mio. Euro. Durch fortschreitende Entwicklungsaktivitäten ist davon auszugehen, dass die Abschreibungen in den Folgejahren wieder steigen. Als gegenläufiger Effekt wurden außerplanmäßige Wertminderungen auf Kundenbeziehungen und Firmenwerte in Höhe von 0,2 Mio Euro erfasst. (Im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten von IoT-Projekten in Höhe von 1,0 Mio. Euro). Im Umlaufvermögen wurden aktivische Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 0,5 Mio. Euro aufgelöst. Es handelt sich dabei um aktive Rechnungsabgrenzungen für ERP-Lizenzen, die im operativen Geschäft des Konzerns nicht vollumfänglich genutzt werden können. 4.1.10 ZinsergebnisDer Rückgang des Zinsergebnisses im Geschäftsjahr 2023 um 1,0 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro resultierte hauptsächlich aus erhöhten Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten, aus sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie Pensionsrückstellungen als Folge des allgemein gestiegenen Zinsniveaus. 4.1.11 Sonstiges FinanzergebnisDer FP-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein negatives sonstiges Finanzergebnis in Höhe von 0,6 Mio. Euro (im Vorjahr positiv 0,4 Mio. Euro). Die Entwicklung im sonstigen Finanzergebnis beruht maßgeblich auf Wechselkurseffekten aus Fremdwährungsumrechnungen, insbesondere der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzposten, sowie auf Aufwendungen und Erträge aus den Entwicklungen von Währungssicherungen. 4.1.12 ErtragsteuernDie Aufwendungen aus Ertragsteuern betragen im Geschäftsjahr 2023 2,4 Mio. Euro (im Vorjahr 0,5 Euro). Dies entspricht einer Steuerquote von 19,0 % (im Vorjahr 6,6 %). Die Steuerquote wird in 2023 durch das laufende Ergebnis und insbesondere durch einer Periodenverschiebung im Zusammenhang mit der Fehlerkorrektur gemäß IAS 8 bestimmt. 4.1.13 KonzernergebnisKONZERNERGEBNIS (in Mio. EUR und EPS (unverwässert) in EUR)
Das Konzernergebnis verbesserte sich folglich im Geschäftsjahr 2023 leicht auf 10,5 Mio. Euro im Vergleich zu 8,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dies ist im Wesentlichen einerseits auf die Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen im Rahmen von Anpassungen des Transformationsprogramms sowie andererseits auf negative Währungseffekte zurückzuführen. 4.1.14 Zusammenfassung der Ergebnisse pro SegmentDie Segmente berichten nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften. In der folgenden Tabelle werden Umsatz und EBITDA der Segmente dargestellt: ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENTscrollen
1) Umsatzerlöse mit externen Dritten und
EBITDA nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften
4.2 Finanzlage des Konzerns4.2.1 Grundsätze und Ziele des FinanzmanagementsZentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität des FP-Konzerns zu sichern. Der FP-Konzern erreicht dieses Ziel durch den Einsatz verschiedener Finanzierungsinstrumente. Bei deren Auswahl werden die Flexibilität, die Art der Kreditauflagen, das bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der Finanzierung berücksichtigt. Die längerfristige Liquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativen Planung. Grundsätzlich stammt ein wesentlicher Teil der Liquidität des FP-Konzerns aus der operativen Geschäftstätigkeit der Segmente mit dem daraus resultierenden Mittelzufluss. Ergänzend nutzt das Unternehmen Kredite von Finanzinstituten und Finanzierungsleasing. 4.2.2 Dividendenberechtigter Bilanzgewinn und DividendeAuch im Rahmen der Umsetzung der aktuellen Strategie hat die Dividendenpolitik des FP-Konzerns grundsätzlich Bestand. Das Unternehmen legt den Fokus derzeit aber auf die Sicherstellung und den Ausbau der vorhandenen Konzernliquidität, um die strategischen und operativen Ziele des FP-Konzerns nachhaltig abzusichern. Aufgrund des Transformationsprozesses von FP und der Sicherung der nachhaltigen Profitabilität hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, für das Geschäftsjahr 2023 erneut keine Dividende auszuschütten. 4.2.3 FinanzierungsanalyseFINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. EUR)
Zum Beginn des Geschäftsjahres stand dem FP Konzern ein Kreditvolumen bis zu 90 Mio. Euro, davon 30 Mio. Euro als Fälligkeitskredit, zur Verfügung. Im September 2023 hat FP 7,5 Mio. Euro des Fälligkeitskredites getilgt. Damit standen dem FP-Konzern zum Bilanzstichtag bis zu 67,5 Mio. Euro zur Verfügung. Das Konsortialdarlehen bestand zum Stichtag aus einer endfälligen Kreditfazilität (Term Facility) in Höhe von 22,5 Mio. Euro und einer revolvierenden Kreditfazilität (Revolving Facility) in Höhe von 45 Mio. Euro. Der FP-Konzern hat den seit 2016 bestehenden Konsortialkreditvertrag mit dem bewährten Bankenkonsortium bestehend aus der Landesbank Baden-Württemberg als Facility Agent sowie der Deutschen Bank AG und der UniCredit Bank GmbH mit Wirkung zum 26. Februar 2024 verlängert. Der Konsortialkreditvertrag hat ein Volumen von insgesamt 55 Mio. Euro bis zum Februar 2027. Die Verbindlichkeiten aus dem Konsortialdarlehensvertrag sind durch ein Garantenkonzept besichert, demgemäß die größten zehn Gesellschaften des FP-Konzern Garanten zum Vertrag sind. Die Garanten stehen mit ihren Vermögenswerten für mögliche Zahlungsausfälle/Liquiditätsschwierigkeiten der FP Holding AG als Darlehensnehmerin ein. Der Kreditvertrag dient weiterhin der Finanzierungssicherheit für Akquisitionen. Zudem verfügt der FP-Konzern über unternehmerische Freiräume, um weitere finanzielle Verpflichtungen einzugehen. Insgesamt bildet der Konsortialdarlehensvertrag eine zukunftsweisende Grundlage für die finanzielle Stabilität und Flexibilität des FP-Konzerns. Der FP Konzern hat darüber hinaus außerhalb des Konsortialdarlehens Avalkredite in Höhe von 1,4 Mio. Euro in Anspruch genommen. Angaben zu Veränderungen im Geschäftsjahr 2023 im Eigenkapital des Unternehmens finden sich im Abschnitt 4.3.2 Eigenkapital. 4.2.4 InvestitionsanalyseINVESTITIONEN (in Mio. EUR)
Der FP-Konzern investierte auch im Geschäftsjahr 2023 erneut in künftiges Wachstum und hierbei sowohl in Frankiersysteme für Mietmärkte und damit in den Ausbau der Marktposition im Geschäftsbereich MSO als auch in neue Produkte und Lösungen im Geschäftsbereich DBS. Ebenso wurde in die Produktion und andere Kern- und Unterstützungsprozesse investiert. Das Unternehmen hat sich erneut auf die Kostenkontrolle und das Liquiditätsmanagement konzentriert. Dabei lagen die Investitionen im Gesamtjahr 2023 mit 14,5 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 14,3 Mio. Euro. Bei den aktivierten Entwicklungskosten ist eine deutliche Erhöhung zu verzeichnen, von 1,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,7 Mio. Euro im Berichtsjahr. Im Vorjahr waren die Investition wesentlich geprägt durch den Erwerb der operativen Azolver-Gesellschaften am 23. März 2022 (4,3 Mio. Euro unter Berücksichtgung von erworbenen Zahlungsmitteln in Höhe von 8,1 Mio. Euro). Die Investitionen in vermietete Erzeugnisse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt auf 9,1 Mio. Euro (im Vorjahr 7,5 Mio. Euro). 4.2.5 LiquiditätsanalyseLIQUIDITÄTSANALYSE (IN MIO. EUR)scrollen
Der FP-Konzern hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich auf die Kostenkontrolle und das Liquiditätsmanagement konzentriert. Mit 23,6 Mio. Euro lag der operative Cashflow im Jahr 2023 über dem Vorjahresniveau (im Vorjahr 22,4 Mio. Euro). Hauptsächlich trug das verbesserte Konzernergebnis mit einem Anstieg um 2,4 Mio. Euro bei. Gegenläufig wirkten die Veränderung der zahlungswirksamen Zinsen (-0,7 Mio. Euro) und Steuern (-1,0 Mio. Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls leicht erhöht. Der Anstieg des Cashflows aus Investitionstätigkeit auf 14,5 Mio. Euro gegenüber 14,3 Mio. Euro im Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der um 1,6 Mio. Euro gestiegenen Aktivierung von Entwicklungskostsen sowie höheren Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens um 2,8 Mio. Euro. Im Vorjahr wurden Auszahlungen für den Erwerb der Azolver-Gesellschaften (4,3 Mio. Euro) getätigt. Bezüglich weiterer Veränderung wird auf den Abschnitt 4.2.4 Investitionsanalyse verwiesen. Aufgrund des verbesserten operativen Cashflows erhöhte sich der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2023 trotz der höheren Investitionen auf 9,1 Mio. Euro (im Vorjahr 8,1 Mio. Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 enthält Auszahlungen zur Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 7,5 Mio. Euro (im Vorjahr 2,8 Mio. Euro). Die Auszahlungen aus dem Aktienrückkaufprogramm stiegen auf 1,0 Mio. Euro gegenüber 0,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die Auszahlungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten haben sich um 0,1 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. ZUGESAGTE, ABER NICHT AUSGENUTZTE KREDITLINIEN (in Mio. EUR)
Gemäß Konsortialdarlehensvertrag ist der FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten:
Vereinbarungsgemäß werden nach einem vereinfachten Verfahren Einmaleffekte für die Berechnung der Covenants (teilweise) bereinigt. Sämtliche Kreditbedingungen wurden im Berichtsjahr durchgängig an den vereinbarten Stichtagen eingehalten. Der FP-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2023 seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. 4.3 Vermögenslage des KonzernsBILANZSTRUKTURGRAFIK (in Mio. EUR)
Die Bilanzsumme des FP-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 2,9 Mio. Euro erhöht. 4.3.1 Lang- und kurzfristige VermögenswerteLANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTEscrollen
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 2,0 Mio. Euro auf 78,5 Mio. Euro. Die Verminderung der immateriellen Vermögenswerte von 19,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 17,9 Mio. Euro im Berichtsjahr resultiert daraus, dass die Abschreibungen mit 4,8 Mio. Euro die Investitionen überstiegen. Im Berichtsjahr sind Zugänge unter dem Posten eigenerstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,7 Mio. Euro aktiviert worden. Die Zugänge noch nicht abgeschlossener Entwicklungsprojekte wurden in Höhe von 2,4 Mio. Euro erfasst. Die Erhöhung der Sachanlagen um 1,8 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg bei den vermieteten Erzeugnissen um 1,9 Mio. Euro. Die Erhöhung der latenten Steuern um 2,0 Mio. Euro resultiert im wesentlichen aus dem erstmaligen Ansatz der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich geringfügig von 96,8 Mio. Euro um 0,8 Mio. Euro auf 97,6 Mio. Euro. Im Bereich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente steht eine Erhöhung der verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel (Teleportogelder) in Höhe von 7,8 Mio. Euro einer Minderung der frei verfügbaren Mittel von 3,7 Mio. Euro gegenüber. Die Verminderung des Vorratsvermögens um 1,6 Mio. Euro ist vor allem durch gestiegene Abwertungen in Höhe von 3,7 Mio. Euro gegenüber 2,5 Mio. Euro im Vorjahr bedingt. Außerdem ist insbesondere in den USA ein Rückgang der während der Corona-Pandemie aufgebauten Lagerbestände zu verzeichnen. 4.3.2 EigenkapitalZum 31. Dezember 2023 betrug das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG unverändert 16,3 Mio. Euro, eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag. Zum 31. Dezember 2023 hielt das Unternehmen 677.603 eigene Aktien (im Vorjahr: 403.907) bzw. 4,16 % am Grundkapital (im Vorjahr: 2,5 %). FP führte im Zeitraum von November 2022 bis November 2023 ein Aktienrückkaufprogramm durch und erwarb im Berichtsjahr weitere 273.696 Aktien. Der Durchschnittskurs des gesamten Aktienrückkaufs beläuft sich auf 3,35 Euro pro Aktie. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile wird offen vom Grundkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag zum Kaufpreis wird im Jahresabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG mit dem Bilanzgewinn verrechnet. Zusätzliche Angaben zu den eigenen Aktien befinden sich im Konzernanhang, Abschnitt IV. (27). Weitere Angaben zum genehmigten und zum bedingten Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechten können dem erläuternden Bericht des Vorstands gemäß §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB im Abschnitt 9 des zusammengefassten Lageberichtes entnommen werden. Das Eigenkapital des Konzerns hat sich von 25,0 Mio. Euro um 9,4 Mio. Euro auf 34,4 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg ist hauptsächlich auf das positive Jahresergebnis des Berichtszeitraumsin Höhe von 10,5 Mio. Euro zurückzuführen. Angaben zur Anpassung des Vorjahreswertes sind im Abschnitt (9) des Konzernanhangs zur Fehlerkorrektur gem. IAS 8.41 ff. erläutert. 4.3.3 Lang- und kurzfristige SchuldenLANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDENscrollen
Die langfristigen Schulden reduzierten sich leicht von 50,6 Mio. Euro um 0,8 Mio. Euro auf 49,8 Mio. Euro. Dabei stehen dem Anstieg der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 0,7 Mio. Euro ein Rückgang der latenten Steuerverbindlichkeiten um 0,7 Mio. Euro aufgrund höherer Saldierung mit Steuererstattungsansprüchen und die Verminderung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen bedingt durch gestiegene Zinsen in Höhe von 0,5 Mio. Euro gegenüber. Die kurzfristigen Schulden verminderten sich von 97,6 Mio. Euro um 5,6 Mio. Euro auf 92,0 Mio. Euro. Dies resultiert einerseits aus der Verminderung der Finanzverbindlichkeiten um 8,1 Mio. Euro, die die Tilgung des im Geschäftsjahr 2023 fälligen Kreditbetrages in Höhe von 7,5 Mio. Euro enthält. Die sonstigen Rückstellungen sanken um 4,8 Mio. Euro infolge des Verbrauchs und der Auflösung der Rückstellungen für Restrukturierung. Andererseits war die Zunahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 4,4 Mio. Euro hauptsächlich bedingt durch gestiegene Teleportogelder in Italien in Höhe von 8,1 Mio. Euro. Gegenläufig wirkten gesunkene Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 1,1 Mio. Euro sowie die Verminderung der debitorischen Kreditoren und der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,7 Mio. Euro sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 0,5 Mio. Euro und die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 0,8 Mio. Euro aufgrund eines Anstiegs der abgegrenzten Zahlungen. Eine ergänzende Kennziffer für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und wird laufend überprüft. ENTWICKLUNG DER NETTOSCHULDEN (in Mio. EUR)
Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Finanzmittel. Zu den Finanzverbindlichkeiten zählen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Leasingverbindlichkeiten. In die Finanzmittel werden die liquiden Mittel abzüglich verfügungsbeschränkter flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden) einbezogen. Diese Darstellung gilt sowohl im Hinblick auf die Bestimmung des Nettoverschuldungsgrades als Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns als auch in Bezug auf den Ausweis in der Kapitalflussrechnung. Aufgrund der Kredittilgung, des erzielten Konzernergebnisses sowie den Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum Liquiditätsmanagement verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns von 18,1 Mio. Euro auf 14,4 Mio. Euro. Der Verschuldungsgrad sank damit um 31 Prozentpunkte von 73 % auf 42 %. Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 auf 34,4 Mio. Euro; dies entspricht einer Erhöhung um 9,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (25,0 Mio. Euro). 4.3.4 LeasingDer FP-Konzern betreibt als Leasinggeber sowohl Operating Leasing als auch Finanzierungsleasing. Diese Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens. Im Anlagevermögen sind zum 31. Dezember 2023 unter dem Posten "Vermietete Erzeugnisse" Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von 22,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 20,4 Mio. Euro) bilanziert, die im Wesentlichen im Rahmen von Operating Leasingvereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die Finanzierungsleasingvereinbarungen mit Kunden finden sich unter "Forderungen aus Finanzierungsleasing" und belaufen sich zum Bilanzstichtag im langfristigen und kurzfristigen Bereich in Summe auf 23,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 23,1 Mio. Euro). 4.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KonzernsDas Geschäftsjahr 2023 verlief insgesamt weitgehend erwartungsgemäß. Der Umsatz lag mit 241,8 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Vorjahreszahlen durch positive Einmaleffekte beeinflusst waren. Zudem verzeichnete das Unternehmen im Jahr 2023 negative Währungseffekte in Höhe von 4,1 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der Währungseffekte lag der Umsatz bei 245,9 Mio. Euro und damit im Rahmen der Guidance. Für das Geschäftsjahr 2023 war unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse ein Umsatz in der Bandbreite von 245 bis 255 Mio. Euro erwartet worden. Das EBITDA erreichte hingegen 31,0 Mio. Euro (währungbereinigt: 33,4 Mio. Euro). Damit wurde die Prognose sogar leicht übertroffen, denn das EBITDA war in einer Spanne von 28 bis 31 Mio. Euro erwartet worden. Trotz des herausfordernden Marktumfelds im Frankiergeschäft zeigte FP eine solide Geschäftsentwicklung und arbeitete weiter am Transformationsprogramm. Das neue Operating Model von FP ist ein wichtiger Bestandteil der Vereinfachung und Digitalisierung von internen sowie kunden- und partnerorientierten Prozessen. Das Transformationsprogramm zeigt weiterhin mit einer Verbesserung der Kostenstrukturen positive Effekte. So steigerte FP die Profitabilität leicht, auch wenn hier Einmaleffekte beim Ergebnis zu berücksichtigen sind. Ziel ist es, das Unternehmen langfristig in einen nachhaltig profitablen, internationalen Technologiekonzern zu wandeln. Insgesamt hat FP die Ziele für das Gesamtjahr erreicht. Angesichts der Entwicklung in den ersten neun Monaten 2023 hatte der Vorstand die Prognose zuletzt präzisiert und bestätigt. Das erwartete Umsatzniveau wurde auf den unteren Rand der Prognose konkretisiert. Diese Erwartungen für den Umsatz wurden letztlich nahezu getroffen. Beim EBITDA wurde die ursprüngliche Prognose sogar leicht übertroffen. Der Vorstand beurteilt den Verlauf der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 deshalb insgesamt als zufriedenstellend. 5. Lage der GesellschaftDer Jahresabschluss der FP Holding wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS). Daraus resultieren Unterschiede bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem immaterielle Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Finanzinstrumente, Leasinggeschäfte und latente Steuern. 5.1 Ertragslage der Gesellschaftscrollen
5.1.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse sind im Berichsjahr auf Vorjahresniveau bei unveränderten Dienstleistungsfunktionen der FP Holding. 5.1.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 5.1.3 MaterialaufwandDie Erhöhung des Materialaufwandes aus bezogenen Leistungen im Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahr erhöhten weiterbelasteten Werbungskosten und übrigen Personalkosten. 5.1.4 PersonalaufwandDer Rückgang im Personalaufwand um 1,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 ist im Wesentlichen auf niedrigere Prämienrückstellungen zurückzuführen. Weiterhin verringerte sich die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer und ging auf 28 zurück (im Vorjahr 30). 5.1.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie AbschreibungenHierin enthalten sind im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen aus Konzernumlagen. Der Gesamtbetrag der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Berichtsjahr um 1,8 Mio. Euro gestiegen. Dies ist im Wesentlichen verursacht durch die Wertberichtigung einer Finanzforderung gegen eine Tochtergesellschaft in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Die Rechts- und Beratungskosten stiegen um 0,5 Mio. Euro, während die IT-Dienstleistungskosten um 0,1 Mio. Euro zurück gegangen sind. 5.1.6 BeteiligungsergebnisDer deutliche Anstieg des Beteiligungsergebnisses von 2,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 30,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 beruht im Wesentlichen auf einer Periodenverschiebung aufgrund einer nachträglichen Anpassung der Transferpreise für das Wirtschaftsjahr 2022 im Berichtsjahr 2023 (siehe auch Erläuterungen in Abschnitt 3.2). 5.1.7 ZinsergebnisDie Zinsaufwendungen sind mit 2,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. Euro gestiegen; sie resultieren primär aus der Verzinsung des Bankkredits, die im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Darüber hinaus erhöhte sich der Zinsaufwand verbundener Unternehmen um 0,5 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR. Die Zinserträge resultieren im Wesentlichen aus Ausleihungen sowie kurzfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Erhöhung des Zinsergebnisses um 0,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 resultiert zum einen aus einer höheren Verzinsung des Bankkredits sowie aus gestiegenen Zinserträgen aus Ausleihungen und Forderungen an verbundene Unternehmen. 5.1.8 Steuern vom Einkommen und ErtragDer Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,5 Mio. Euro resultiert überwiegend aus den laufenden Steuern für das Berichtsjahr. (im Vorjahr Steuerertrag 0,5 Mio. Euro, im Wesentlichen aus Steuererstattungen der Vorjahre). 5.1.9 JahresergebnisIm Wesentlichen aufgrund des deutlich gestiegenen Beteiligungsergebnisses erzielte die FP Holding im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 24,5 Mio. Euro (im Vorjahr Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,1 Mio. Euro). 5.2 Finanzlage der GesellschaftLIQUIDITÄTSANALYSE (IN MIO. EUR)scrollen
Der Anstieg des Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 beruht im Wesentlichen auf dem positiven Ergebnis sowie teilweise kompensierenden Effekten durch gestiegene Forderungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 enthält Auszahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 7,5 Mio. Euro sowie Auszahlungen aus dem Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 0,9 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2023 verfügte die FP Holding über freie Kreditlinien in Höhe von 45,0 Mio. Euro (im Vorjahr 58,6 Mio. Euro). Die FP Holding konnte im Geschäftsjahr 2023 zu jedem Zeitpunkt ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. 5.3 Vermögenslage der GesellschaftVERKÜRZTE BILANZ DER FP HOLDING (IN MIO.EUR)scrollen
5.3.1 AnlagevermögenDas Anlagevermögen lag im Geschäftsjahr 2023 leicht über Vorjahresniveau. 5.3.2 UmlaufvermögenDer Anstieg des Umlaufvermögens im Berichtsjahr um 8,6 Mio. Euro resultiert insbesondere aus der Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 8,3 Mio. Euro, bedingt durch gestiegene Forderungen aus Gewinnabführungen. 5.3.3 EigenkapitalDas Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des positven Jahresergebnisses in Höhe von 24,5 Mio. Euro sowie des Rückkaufs eigener Anteile (Minderung des ausgegebenen Kapitals sowie des Bilanzgewinns von zusammen 1,0 Mio. Euro) um insgesamt 23,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote der FP Holding stieg im Berichtsjahr von 58,8 % auf 72,2 %. 5.3.4 RückstellungenDie Rückstellungen sind im Geschäftsjahr 2023 insgesamt um 0,7 Mio. Euro gesunken. Dies beruht im Wesentlichen auf der Verringerung sonstiger Rückstellungen von 3,8 Mio. Euro um 1,1 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro aufgrund gesunkener Prämien in Höhe von 0,9 Mio. Euro. 5.3.5 VerbindlichkeitenDie Abnahme der Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 13,1 Mio. Euro auf 31,3 Mio. Euro beruht im Wesentlichen auf einer Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 5,4 Mio. Euro sowie gesunkener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 7,5 Mio. Euro. 5.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der GesellschaftDas Geschäftsjahr 2023 war neben den operativen Einflüssen im Wesentlichen durch die Effekte aus der Korrektur der Transferpreise für das Geschäftsjahr 2022 geprägt. Die Finanzlage war darüber hinaus durch die Tilgung von Bankkrediten beeinflusst. Die starke Abweichung von der Prognose wurde durch eine Periodenverschiebung im Beteiligungsergebnis verursacht. Im Hinblick auf die operative Lage beurteilt der Vorstand den Verlauf der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr insgesamt als zufriedenstellend. 6. Risiko- und ChancenberichtChancen und Risiken in der folgenden Darstellung sind zu verstehen als Einflüsse oder Ereignisse, die geeignet sind, dass die Zielsetzung des Managements bezüglich der kurz- und mittelfristigen Unternehmensentwicklung übertroffen oder unterschritten wird. Ziel des Chancenmanagements ist es, solche Opportunitäten frühzeitig zu erkennen und gezielt zu verfolgen. Das Risikomanagement hingegen soll sicherstellen, dass Risiken nicht nur rechtzeitig erkannt, sondern zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, um den Einfluss auf das Unternehmen zu kontrollieren und ggf. zu minimieren. 6.1 Risiko- und ChancenmanagementsystemDie Francotyp-Postalia Holding AG und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Gesamtverantwortung für das Risiko- und Chancenmanagementsystem des FP-Konzerns liegt beim Vorstand. Das Risiko- und Chancenmanagement ist mit dem Compliance-Management eng verzahnt und integrierter Bestandteil der Unternehmensführung. Der Vorstand hat darüber hinaus mit Blick auf den Umfang der Geschäftstätigkeit und die Risikolage ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Dem Vorstand sind keine Tatsachen bekannt, dass das interne Kontrollsystem in wesentlichen Belangen nicht angemessen oder nicht wirksam ist unter Berücksichtigung, dass korrektive Maßnahmen für bekannte Sachverhalte eingeleitet worden sind 11).
11) Nicht Bestandteil der Abschlussprüfung
durch KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Im Rahmen des Risikomanagements wird die Risiko- und Compliance-Situation regelmäßig analysiert und die identifizierten Risiken bewertet, gesteuert und kontrolliert. Dieses System dient nicht nur der Früherkennung potentiell bestandsgefährdender Risiken. Der Chancenerkennung dienen unter anderem detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen und Prognoseszenarien sowie die intensive Auseinandersetzung mit relevanten Wert- und Kostentreibern. Ziele und StrategieWichtigstes Ziel des Risiko- und Compliance-Managements ist es, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf zuverlässig einzuschätzen, sie zu steuern und, soweit möglich, sinnvoll zu begrenzen. Gleichzeitig sollen Erfolgschancen gewahrt werden, soweit deren Risikogehalt ein angemessenes Maß nicht überschreitet. Auf dieser Basis werden die Risiken durch angemessene Maßnahmen im Einklang mit der Unternehmensstrategie gesteuert. Je nach Bewertung der Risiken werden unterschiedliche Strategien verfolgt. Risiken, die gravierende Nachteile für die Unternehmensentwicklung haben können oder sogar den Bestand gefährden würden, werden weitestmöglich und konsequent vermieden. Weniger bedeutende Risiken werden in ihrer Auswirkung begrenzt. Hierfür werden beispielsweise bestimmte Maximalwerte vorgegeben, regelmäßig und systematisch Kontrollen durchgeführt und/oder es wird auf konsequente Funktionstrennung geachtet. Wo möglich oder sinnvoll, werden Risiken ausgelagert, beispielsweise auf Versicherungen oder Zulieferer. Risiken, die untrennbar mit den geschäftlichen Aktivitäten verbunden sind, werden bewusst und kontrolliert eingegangen. Die Risikostrategie des FP-Konzerns sieht vor, im Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions und Mail Services zwar innovativ, aber dennoch risikoavers zu agieren, während in dem seine Zukunftsvision tragenden, wachsenden Geschäftsbereich Digital Business Solution risikoaffin investiert wird. Strukturen und ProzesseDie Strukturen und Prozesse des Risikomanagements sind konzernweit standardisiert und werden durch die Nutzung einer Risikomanagementsoftware unterstützt. Die bestehende Risikoberichterstattung basiert auf einem Risikokatalog, der in mehrere Risikobereiche unterteilt ist: Makroumwelt/Länderrisiken, Markt/Wettbewerb, Strategie, unterstützende Prozesse/IT, Leistungswirtschaft, Personal, Finanzwirtschaft und Compliance. Die Risikoverantwortlichen (Risk Owner) in den Tochtergesellschaften und die Bereichsleiter der Zentralabteilungen sind in dieses Frühwarnsystem eingebunden und melden halbjährlich neu erkannte, bestehende sowie beseitigte Risiken. Des Weiteren erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Risikomanagementbeauftragten und die Unternehmensleitung bei Identifizierung wesentlicher bzw. kritischer Risiken oder bei wesentlichen Veränderungen bereits identifizierter Risiken. Das interne Risikomanagement aggregiert sämtliche Risiken, die im Rahmen des Risikobewertungsprozesses identifiziert wurden, mittels einer Monte-Carlo-Simulation, um das Gesamtrisikopotential der FP-Gruppe zu ermitteln. Die entsprechenden Ergebnisse werden analysiert und dem Vorstand berichtet. Der Vorstand beurteilt die Risikosituation regelmäßig und berücksichtigt bei seiner Entscheidungsfindung das Verhältnis zwischen der aggregierten Risikoposition der FP-Gruppe sowie der Risikotragfähigkeit . Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden sowohl das Brutto- als auch das Nettorisiko von den jeweiligen Berichtseinheiten angegeben. Das Bruttorisiko beschreibt das maximale Verlustpotenzial ohne Berücksichtigung von Sicherungs- und Risikominderungsmaßnahmen. Nach Gegensteuerungsmaßnahmen ergibt sich das residuale Risiko in Form des Nettorisikos. Um zu ermitteln, welche Risiken einen bestandsgefährdenden Charakter haben, werden sie gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes klassifiziert. Um die relevanten Risiken durch geeignete Steuerungsmaßnahmen aktiv zu begrenzen und die festgelegten Kontrollaktivitäten regelmäßig auf Angemessenheit und Wirksamkeit zu überprüfen, wird das Risikomanagement von einem Internen Kontrollsystem (IKS) ergänzt. Der Umfang und die Wirksamkeit des Systems werden regelmäßig überwacht. So erfolgen in regelmäßigen Abständen interne Kontrollen der Rechnungslegung der Konzerngesellschaften sowie dezentrale Compliance-Audits. Wo notwendig, wird das System durch neue Steuerungsmaßnahmen erweitert, z. B. in Form von Richtlinien oder Prozessanweisungen. Die Verantwortung für das IKS trägt der Vorstand. Er beurteilt, die Angemessenheit und Wirksamkeit des Systems. Im Rahmen der Abschlussprüfung wird das Risikofrüherkennungssystem vom Abschlussprüfer evaluiert, um zu beurteilen, dass das System geeignet ist, mit hinreichender Wahrscheinlichkeit alle potenziell den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken rechtzeitig zu erfassen, zu bewerten und zu kommunizieren. Compliance-ManagementsystemDer Vorstand hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Fragen der Compliance sind regelmäßig Gegenstand der Beratung zwischen dem Aufsichtsrat bzw. Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand. Die Unternehmenskultur des FP-Konzerns ist von Vertrauen und gegenseitigem Respekt sowie dem Willen zur strikten Einhaltung von Gesetzen und internen Regelungen geprägt. Dennoch sind Rechtsverstöße durch individuelles Fehlverhalten nie ganz auszuschließen. Beschäftigte und Dritte haben die Möglichkeit, Fehlverhalten im Unternehmen dem Compliance Officer zu melden. Auch anonymen Hinweisen wird nachgegangen. Dem Unternehmen ist sehr daran gelegen, das Risiko von Compliance-Verstößen zu minimieren, Fehlverhalten aufzudecken und konsequent zu verfolgen. Regeln und Grundsätze sind, wie auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Insiderinformationen, im Verhaltenskodex festgeschrieben. Allen Mitarbeitern dient er zur Orientierung für ein integres Verhalten im Geschäftsverkehr. Führungskräfte und Mitarbeiter werden zum Verhaltenskodex geschult. In Zweifelsfällen können und sollen sie jederzeit den Compliance Officer konsultieren. Die Interne Revision nimmt risikoorientierte Prüfungen der Regeleinhaltung vor. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) ist integraler Bestandteil des umfassenden unternehmensweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sein Ziel ist die Sicherstellung der Zuverlässigkeit und Transparenz der Finanzberichterstattung. Um dieses Ziel zu erreichen, hat FP entsprechende Strukturen, Prozesse und Kontrollen implementiert. Sie sollen gewährleisten, dass die Ergebnisse des Rechnungslegungsprozesses frei von wesentlichen Fehlern sind und fristgerecht vorliegen. Das rechnungslegungsbezogene IKS des FP-Konzerns stützt sich überwiegend auf prozessintegrierte, organisatorische Sicherungsmaßnahmen, wie beispielsweise Funktionstrennung mit entsprechenden Zugriffsbeschränkungen im IT-Bereich oder Zahlungsrichtlinien. Prozessintegrierte Kontrollen vermindern die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fehlern bzw. unterstützen das Aufdecken von aufgetretenen Fehlern. Das rechnungslegungsbezogene IKS wird vom Vorstand ausgestaltet und seine Wirksamkeit vom Aufsichtsrat überwacht. Die Francotyp-Postalia Holding AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss des FP-Konzerns auf. Diesem Prozess vorgelagert ist die Finanzberichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften. Beide Prozesse werden durch ein stringentes internes Kontrollsystem überwacht, das sowohl die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung als auch die Einhaltung der relevanten gesetzlichen Bestimmungen sichert. Die bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert, während die Gesellschaften des Konzerns ihre Abschlüsse teilweise dezentral und gemäß den lokalen gesetzlichen Anforderungen erstellen. Alle Jahresabschlüsse von wesentlichen Konzerngesellschaften, die Eingang in die Konzernkonsolidierung finden, unterliegen der Prüfung durch einen Abschlussprüfer. Wesentliche Regelungen und Instrumentarien bei der Erstellung des Konzernabschlusses sind: scrollen
Durch die Verpflichtung aller Tochtergesellschaften, ihre Geschäftszahlen monatlich bzw. quartalsweise in einem jeweils standardisierten Reporting-Format an die Francotyp-Postalia Holding AG zu berichten, werden unterjährige Soll-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt, um kurzfristig darauf reagieren zu können. Risikomanagementsystem im Hinblick auf FinanzinstrumenteDer FP-Konzern verfügt über ein zentrales Finanzmanagement, wobei die FP Holding den Konzernfinanzbedarf koordiniert, die Liquidität sichert und die Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken konzernweit überwacht und steuert. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, finanzwirtschaftliche Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen durch finanzorientierte Aktivitäten zu begrenzen. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zum Zweck der Sicherung von Grundgeschäften genutzt. Währungsbedingte Risiken resultieren aus den internationalen Aktivitäten des Konzerns, insbesondere in den USA, Kanada, Großbritannien und Skandinavien. Die FP Holding identifiziert diese Risiken in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Konzerngesellschaften und steuert sie mit geeigneten Maßnahmen, zum Beispiel dem Abschluss von Devisentermingeschäften. Zinsrisiken resultieren aus den mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Liquiditätsplanung dient dazu, Liquiditätsrisiken frühzeitig zu erkennen und konzernweit systematisch zu minimieren. Der Liquiditätssteuerung und -überwachung dient ein monatlich rollierender Liquiditäts-Forecast. Für weitere Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten, darunter Währungs- und Zinsrisiken, sowie den entsprechenden Sicherungsaktivitäten verweisen wir auf Kapitel 6.1.2. dieses Risikoberichts sowie auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt IV. Textziffer (32) Finanzinstrumente. RisikobewertungDas zentrale Risikomanagement gewährleistet die Implementierung einer einheitlichen Risikostrategie und Methodik der Identifikation, Analyse und Bewertung von Chancen und Risiken sowie die anschließende Risikobehandlung. Berichtet wird hier, ebenso wie intern, über alle Risiken mit einem Schadenspotential von mindestens 8 % des für 2024 budgetierten Konzern-EBITDA. 6.2 Risikomatrix des FP-KonzernsErläuterung der Klassen von Eintrittswahrscheinlichkeit und SchadenshöheDie Bewertung von Risiken erfolgt anhand einer unternehmensspezifischen Bewertungsmatrix, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenzielle Schadenshöhen von möglichen Ereignissen betrachtet und daraus Prioritäten ableitet. Um die Präventionsressourcen des FP-Konzerns effizient zu allokieren, werden Risiken der geringsten Wahrscheinlichkeitsklassen differenziert betrachtet und in die Klassen 0-5 %, 5-10 % und 10-20 % eingeteilt. Gleichzeitig findet oberhalb von 60 % Eintrittswahrscheinlichkeit keine Unterteilung mehr statt, da Ereignissen, deren Eintreten überwiegend wahrscheinlich ist, bereits höchste Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die dazwischen liegenden Wahrscheinlichkeitsklassen reflektieren diese Gedanken, indem sie sich von unten nach oben vergrößern: BEWERTUNGSMETRIK EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT
Die Bewertung des Schadenspotentials orientiert sich an der Auswirkung eines Risikoeintritts auf das budgetierte Konzern-EBITDA. Die Schadensklassen sind unterschiedlich groß. Die Klassengrenzen bilden differenziert ab, ob bei Eintritt des Risikos der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. BEWERTUNGSMETRIK SCHADENSPOTENZIAL - JEWEILS IN PROZENT DES BUDGETIERTEN EBITDA
Diese Differenzierung ermöglicht es FP, das Risikomanagement auf die Steuerung der wesentlichen bis bestandsgefährdenden Risiken zu konzentrieren. Ereignisse mit einem niedrigen Schadenspotential, deren Eintritt fast sicher ist, werden hingegen aktiv durch die jeweils zuständige Fachabteilung gesteuert. Bewertungsmetrik
Der Zeitbezug für die Bewertung der Risiken beträgt grundsätzlich ein Jahr ab Bilanzstichtag. Der FP-Konzern verwendet zur Risikoklassifizierung ein vierstufiges Ampelsystem (grün, gelb, orange, rot). Es findet die folgende Nomenklatur Anwendung: Risikoklassifizierung
Der Ampel-Logik folgend erhalten rote und orange Risiken eine besonders hohe Aufmerksamkeit im Risikomanagement; sie werden als wesentlich betrachtet, rote gar als bestandsgefährdend. Auch gelbe und grüne Risiken werden aktiv weiter reduziert, wo dies wirtschaftlich sinnvoll ist, d.h. die Kosten der weiteren Risikoreduktion die Absenkung des Schadenserwartungswerts voraussichtlich nicht übersteigen. 6.3 Risiken des FP-KonzernsBerichtete RisikenIm Folgenden werden für FP als relevant identifizierte Risiken berichtet. Bei der Einschätzung zum Schadenspotential wird auf die Auswirkungen auf das für 2024 budgetierte EBITDA bezug genommen. Die Bewertung erfolgt "netto", d.h. unter Berücksichtigung bereits implementierter risikoreduzierender Maßnahmen. Wenn nicht explizit genannt, treffen die Risiken für alle unsere Geschäftsbereiche bzw. Segmente zu. 6.3.1 Marktbezogene Risiken Gesamtwirtschaftliche RisikenAufgrund der aktuellen geopolitischen Lage ist der FP-Konzern verschiedenen Risiken in Bezug auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld ausgesetzt. So beeinflussen die Rahmenbedingungen beispielsweise die Kunden, die teilweise eine Verschlechterung ihrer Geschäfte, ihrer Cashflows und ihrer Finanzierungsmöglichkeiten zu verzeichnen haben. Infolgedessen verschieben oder stornierten Kunden ihre Investitionsabsichten. Zulieferer sind in einer ähnlichen Situation, was dazu führen kann, dass sie Aufträge nicht erfüllen oder die vereinbarten Service- und Qualitätsstandards nicht einhalten. Wenn sich die konjunkturellen Bedingungen im Geschäftsjahr 2024, insbesondere auch unter dem Eindruck der geopolitischen Spannungen und der weltweiten Wirtschaftssanktionen gegen Russland, weiter verschlechtern, kann dies die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erheblich beeinträchtigen, auch durch zusätzliche Wertminderungsaufwendungen auf Geschäfts- und Firmenwerte oder andere Vermögenswerte. WettbewerbsumfeldDie Branche der Frankiermaschinenhersteller hat sich in den letzten Jahren zunehmend konzentriert und globalisiert, und die Hauptwettbewerber von FP verfügen nach unserer Ansicht über erhebliche finanzielle Ressourcen und technologische Fähigkeiten. In einigen Bereichen konkurrieren diese Wettbewerber in erster Linie über den Preis. Sie könnten spezielle Marktgegebenheiten nutzen, ihren Marktanteil auszuweiten oder das Händlernetzwerk von FP anzugreifen. Es ist nicht garantiert, dass FP immer in der Lage sein wird, sich erfolgreich gegen Wettbewerber zu behaupten. Ein verstärkter Wettbewerb kann zu geringeren Gewinnspannen oder dem Verlust von Marktanteilen führen, was die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich nachteilig beeinflussen könnte. Die konkreten Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen und Wettbewerbsumfelds auf FP lassen sich nur sehr unzuverlässig quantifizieren, weshalb wir hier darauf verzichten. Änderungen des Kundenbedarfs aufgrund der digitalen Transformation
Als Folge der Digitalisierung sinken seit vielen Jahren die Volumina der Briefpost in den meisten Märkten um 5 bis 10 % p.a. und die Wettbewerbsintensität steigt. Diese rückläufige Entwicklung im Kerngeschäft kann sich belastend auf den Umsatz und damit das EBITDA auswirken. FP hat durch das fortlaufende Transformationsprogramm das Geschäftsmodell stärker auf digitale Produkte ausgerichtet, die zumindest mittelfristig dazu beitragen sollen, einen Rückgang im Geschäft mit Frankiermaschinen zu kompensieren. Zudem hat sich der Rückgang des Briefvolumens in den meisten Ländern zuletzt nicht über ein erwartbares Maß hinaus beschleunigt, so dass sich die Risikoeinschätzung im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert hat. 6.3.2 Operationelle RisikenUmsetzung strategischer und operativer Projekte und Maßnahmen
Um die Strukturen von FP auf die Veränderungen im Geschäftsmodell anzupassen, werden Prozesse neu definiert und organisatorisch und technologisch neu ausgerichtet. Diese Projekte und Maßnahmen können das Tagesgeschäft belasten, sie können zeitlich und budgetär den geplanten Rahmen verlassen. Planverfehlungen könnten sich ebenso im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes auswirken. Ebenso könnte es im Rahmen von F&E-Aktivitäten zu Fehlentwicklungen kommen, die entsprechende Abschreibungsaufwendungen nach sich ziehen könnten. Konkret zu nennen ist hier insbesondere die Einführung eines neuen ERP- und CRM-Systems. Die Entscheidungen, sowohl auf technologischer wie auf personeller Ebene, haben zwar dazu beigetragen, das Risiko zu senken. Dennoch sind einige komplexe Projekte zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch nicht abgeschlossen. Die Komplexität hat sich im Vergleich zum Vorjahr eher noch erhöht, deshalb bestehen die mit ihnen verbundenen Risiken weiterhin. Das Schadenspotenzial konnte hingegen aufgrund der bisherigen Fortschritte gesenkt werden. Akquisitionen / M&A
Das Management prüft regelmäßig mögliche Akquisitionen von Unternehmen oder Technologien, die das Potenzial haben, die Marktposition zu stärken. Aus Akquisitionen von Unternehmen kann ein Geschäfts- und Firmenwert resultieren, der als immaterieller Vermögenswert bilanziell erfasst wird. Derartige Transaktionen sind risikobehaftet. Beschaffungs- und Qualitätsrisiken
FP bezieht Komponenten für die Produktpalette von Dritten. Aufgrund der geopolitischen Entwicklungen hat sich die Verfügbarkeit von Schlüsselkomponenten im Verlauf der letzten Jahre weiter zugespitzt. Lieferzeiten sind in verschiedenen Bereichen deutlich länger geworden, die Beschaffungspreise sind auch aufgrund der erhöhten Rohstoff- und Energiekosten teilweise deutlich gestiegen. Ursächlich hierfür sind auch die allgemeinen Störungen in den Lieferketten, die z.B. im Bereich von Halbleitern zahlreiche Sektoren der Industrie betreffen. Die Risiken resultieren aktuell ebenfalls aus Unsicherheiten hinsichtlich der Preisstabilität und der verfügbaren Liefermengen. Zudem sind Störungen der Supply Chain in Produktion oder Logistik möglich. Sie betreffen auch Produkte wie Toner, Spezialpapiere und Spezialwerkzeuge. Teilweise ist es nicht möglich, schnell und unkompliziert auf andere Lieferanten umzustellen. Diese Risiken betreffen daher nicht nur Komponenten der Frankiermaschinen, sondern auch Verbrauchsmaterialien. Zusätzlich können Qualitätsprobleme in Vorprozessen oder Vorprodukten des FP-Konzerns oder in der Supply Chain zu Störungen im Ablauf führen, die Mehrkosten verursachen und letztlich auch einen Reputations- und Umsatzverlust zur Folge haben können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit hat sich insgesamt bedingt durch die geopolitische Lage im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht. Der strategische Einkauf von FP sichert die Verfügbarkeit des Bedarfs in enger Abstimmung mit der Produktion und der Entwicklungsabteilung und in angemessenem Umfang ab. Dazu gehören neben dem Aufbau von Pufferbeständen auch vertragliche Verpflichtungen der Lieferanten, ein Monitoring ihrer finanziellen Stabilität, die Analyse von Alternativherstellern sowie des voraussichtlichen Zeitaufwands, diese zu qualifizieren. Vertragsstrafen
In dem wettbewerbsintensiven Markt Mail Services, insbesondere bei Kunden der öffentlichen Hand, ist eine Vertragsstrafe üblicher Bestandteil der Ausschreibungsbedingungen. Diese Strafen übersteigen in der Regel die mit den Verträgen einhergehenden Margenbeiträge deutlich. Sollte ein Schadensfall eintreten, der eine entsprechende Vertragsstrafe zur Folge hätte, wären die Auswirkungen für die Ertragslage entsprechend schwerwiegend. Die gezeigte Risikobewertung bildet den Fall ab, dass infolge technischer Störungen mehrere Vertragsstrafen gleichzeitig anfielen. Allgemeine Risiken im Bereich Human Resources
Durch die Transformation von FP hat sich in verschiedenen Bereichen das Profil der benötigten Arbeitskräfte verändert. Es erweist sich teilweise als schwierig, diese auf einem angespannten Fachkräftemarkt zu vertretbaren Konditionen zu rekrutieren. Bleiben Schlüsselpositionen länger unbesetzt, kann sich dies negativ auf die Umsetzung verschiedener Projekte, nicht nur in der IT, auswirken. Veränderungen im beruflichen Umfeld können bei den Beschäftigten Unsicherheit auslösen. Damit verbunden ist das Risiko eines Motivationsverlusts, der sich negativ auf die Produktivität auswirken kann. Außerdem kann es dazu führen, dass Mitarbeiter, deren Erfahrung und Know-how wertvoll für das Unternehmen sind, FP verlassen. FP bemüht sich, klar und frühzeitig zu kommunizieren, welche Veränderungen konkret geplant sind, um so den Mitarbeitern Planungssicherheit zu geben. Zudem konnten wesentliche Schlüsselpositionen besetzt und durch diverse Prozessoptimierungen der Wissenstransfer gefördert werden. Aus diesem Grund konnte die Eintrittswahrscheinlichkeit für diese Risiken reduziert werden. Risiken aus Regulierung, Recht und Compliance
FP entwickelt eine Vielzahl neuer digitaler Produkte, um das Geschäftsmodell gezielt auszubauen. Es ist trotz gründlicher Prüfungen nicht auszuschließen, dass die neuen Produkte Schutzrechte Dritter berühren oder verletzen. Durch den Wegfall eines Risikos aufgrund der Aufgabe eines Tätigkeitsfelds hat sich die Einschätzung des Risikos entsprechend verändert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der verbleibenden Risiken liegt bei 20-30%, das Schadenspotential bei <8%. IT-Risiken
Als Dienstleister für IT-Leistungen und aufgrund der IT-gestützten Geschäftsprozesse ist FP IT-Risiken wie Systemausfällen, mangelnder Datensicherheit (und damit verbundenem Datenverlust), Cyberangriffen, der Einstellung von Updates externer Softwareanbieter etc. ausgesetzt. Um dem entgegenzutreten, hat FP ein umfangreichen IT-Risikomanagement implementiert. Mit dem Ziel, die IT-Risiken zu reduzieren, wurden außerdem umfangreiche Sicherheitssysteme implementiert, die Mitarbeiter/innen werden standardmäßig geschult und die IT-Landschaft regelmäßig durch interne und externe Audits einer Prüfung unterzogen. Dennoch ist aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage nicht auszuschließen, dass es zu Cyberangriffen auf die IT-Landschaft des FP-Konzerns kommen kann und es aufgrund von Systemausfällen zu Umsatzeinbußen kommen kann. Dies führt zu der aktuell hohen Risikoeinschätzung. 6.3.3 FinanzrisikenChange of Control-Risiken
Der FP-Konzern nutzt Kreditfazilitäten zur Unternehmensfinanzierung, die zum Jahresende 2023 mit 22,5 Mio. Euro in Anspruch genommen sind. Die aktuellen Bedingungen des Konsortialkredits enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Danach haben die kreditgebenden Banken das Recht, alle ausstehenden Inanspruchnahmen der syndizierten Kreditfazilität zu kündigen, sobald ein Aktionär einen Anteil von 30 % der Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG überschreitet. Financial Covenants-Risiken
FP hat mit seinen Konsortialkreditgebern, wie allgemein üblich, Finanzkennzahlen (Financial Covenants) und Grenzwerte für diese vereinbart, bei deren Über- bzw. Unterschreiten der Kredit fällig gestellt werden kann. Auf der Basis einer verbesserten Profitabilität und eines gezielten Net Debt Managements über das Forderungsmanagement, Cash-Management, einer optimierten Liquiditätsplanung und einem konstruktiven Dialog mit den Kreditgebern bleibt die Bewertung des Vorjahres weiterhin bestehen. Forderungsausfälle
Es muss grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass eine schwierigere konjunkturelle Situation zu einem Anstieg von Forderungsausfällen führen kann. Im herausfordernden Umfeld des Geschäftsjahres 2023 war zwar ein leichter Rückgang der Forderungsausfälle zu verzeichnen, für das Geschäftsjahr 2024 wird das Schadenspotential dennoch ähnlich hoch wie im Vorjahr eingeschätzt. Die Kundenstruktur von FP ist eher von vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt. Durch gezieltes Forderungsmanagement wird auch diesem inhärenten Risiko begegnet. Die Risikobewertung hat sich demzufolge gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Steuerliche Risiken
Mit der voranschreitenden Neuausrichtung des FP-Konzerns sind diverse steuerliche Risiken verbunden, beispielsweise aus einer versehentlichen Fehlanwendung des Steuerrechts oder aus einer späteren abweichenden Bewertung durch die Finanzbehörden. So haben beispielsweise die dokumentationspflichtigen Intercompany Beziehungen zugenommen. Werden Leistungen nicht richtig bepreist und nicht zutreffend dokumentiert, kann dies zu späteren Gewinnanpassungen in Verbindung mit den entsprechenden Steuerfolgen führen. Der Zeithorizont für die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt hier aufgrund der Fristen und Abläufe bis zu 10 Jahre. FP begegnet diesem Risiko unter anderem mit einer engen Verzahnung der Prozesse von Controlling/Group Accounting und Group Tax zur Sicherstellung der Transparenz bei neuen oder modifizierten Intercompany-Sachverhalten und einer Verstärkung der internen Kontrollen, auch unter Zuhilfenahme von externen Beratern bzw. der Vor-Abstimmung mit den Finanzbehörden (verbindliche Auskunft). So werden die Intercompany-Beziehungen einer regelmäßigen retrograden Bewertung und Anpassung unterzogen, um steuerlichen Anforderungen zu genügen, sowie die Dokumentationen mit externen Partner aktualisiert. Aufgrund der Akquisition von Azolver hat sich die Risikoeinschätzung im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. LiquiditätsrisikoUnter dem Liquiditätsrisiko versteht FP das Risiko, dass der FP Konzern zahlungsunfähig wird. FP unterzieht die Liquiditätslage des Konzerns laufend Stresstests. Hierbei werden verschiedene Szenarien durchgespielt. In diesen Szenarien ergibt sich für FP - ebenso wie im Vorjahr - bis zum Jahresende 2024 auch ohne die Aufnahme zusätzlicher Kreditmittel kein Liquiditätsengpass. Aufgrund der positiven Entwicklung des Liquiditätsbedarfs bzw. der Reduzierung der Nettoverschuldung wird das Risiko im Vergleich zum Vorjahr weiter heruntergestuft. Zur Beurteilung des Risikos verweisen wir auf den Anhangabschnitt 32 Finanzinstrumente, Abs. 4 Liquiditätsrisiken im Konzernanhang. Risiken aus FinanzinstrumentenFP nutzt Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken. Insoweit resultieren aus der Verwendung von Finanzinstrumenten für FP keine Risiken, da stets Gegenpositionen mit gegenläufigen Wertentwicklungen existieren. Bei FP bestehen ferner Risiken, die einer Absicherung über Finanzinstrumente zugänglich sind. Namentlich sind dies Wechselkursrisiken aus Umsätzen in USD, GBP, SEK, NOK, DKK und CAD. Daneben bestehen Zinsrisiken aus der Inanspruchnahme von Krediten sowie im Zusammenhang mit der Blianzierung von Pensionen und Leasingsachverhalten. Ebenso bestehen Marktpreisrisiken aus dem Einkauf von aus Kunststoff-Commodities gefertigten Teilen, deren Lieferanten gestiegene Rohstoffpreise an FP weitergeben könnten und dürften. 6.3.4 Risiken im Zusammenhang mit geopolitischen EntwicklungenZum Zeitpunkt der Berichterstellung sind die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine sowie dem Gaza-Konflikt besser einzuschätzen. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft sind mittlerweile greifbar geworden, sie hatten jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf von FP. Die Entwicklung wird weiter sorgfältig in den Geschäftsbereichen beobachtet und in der Risikobetrachtung berücksichtigt. In der Vergangenheit haben sich konjunkturelle Veränderungen nur eingeschränkt auf die Geschäftsentwicklung des FP-Konzerns ausgewirkt. Es ist derzeit jedoch nicht auszuschließen, dass dies zukünftig anders sein könnte. 6.3.5 Sonstige RisikenDas Risikoassessment hat in den Bereichen scrollen
keine signifikanten Risikopotenziale identifiziert, über die in diesem Bericht zu informieren wäre. 6.3.6 Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsZusammenfassend stellt nachfolgende tabellarische Übersicht die Risikosituation des FP-Konzerns zum Bilanzstichtag sowie die Entwicklung der Risiken gegenüber dem Vorjahr dar. Die folgenden zwölf Risiken sind aus heutiger Sicht berichtenswerte Risiken des FP-Konzerns: ÜBERBLICK ÜBER DIE RISIKEN DES FP-KONZERNS
1) Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezieht sich
auf einen Zeithorizont von 12 Monaten.
Gegenüber dem Vorjahr haben sich die strategischen und operativen Risiken insgesamt nur unwesentlich verändert. Von steigender bzw. erhöhter Relevanz sind Risiken im Bereich der Beschaffung und der IT. Die bereits angespannte Lage in den Lieferketten kann sich im Zuge der geopolitischen Verwerfungen weiter verschärfen. IT-Risiken wie insbesondere Cyberangriffe nehmen zu. Diese wesentlichen Risiken können den Geschäftserfolg und den Transformationsprozess beeinträchtigen. Darüber hinaus ist der FP-Konzern zum Zeitpunkt der Berichterstellung und für die aktuelle Planungsperiode einer Vielzahl von weiteren Risiken ausgesetzt. Die auf einer Monte-Carlo-Simulation basierende Risikoaggregation ergab, dass das Gesamtrisiko die Risikotragfähigkeit der FP-Gruppe mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 % nicht überschreitet. Nach Einschätzung des Vorstands sind die Risiken folglich beherrschbar und der Vorstand sieht den Fortbestand der Unternehmensgruppe im Planungszeitraum in keiner Weise als gefährdet an. Trotz der umfassenden Analyse von Risiken kann deren Eintreten aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. 6.4 Chancen des FP-KonzernsWesentliche Chancen, über die nachfolgend berichtet wird, definiert der Vorstand als solche möglichen künftigen Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen wesentlichen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Strategische ChancenAus verschiedenen Gründen geht der FP-Konzern aktuell von einem insgesamt schrumpfenden Briefvolumen und folglich auch schrumpfenden Markt im Bereich der Frankiermaschinen aus. Dieses Szenario könnte sich punktuell als zu defensiv herausstellen, denn in vielen Bereichen ist die Briefpost nach wie vor der bevorzugte Weg, um vertrauliche oder verbindliche Dokumente auszutauschen. Durch die Konzentration auf Frankiermaschinen für kleinere Briefvolumina könnte ein rückläufiges Briefvolumen sich für die FP-Produktpalette sogar als vorteilhaft erweisen, da sie größere Maschinen substituieren kann und damit Wettbewerbsvorteile hat. Darüber hinaus verfügt FP in verschiedenen Ländern noch nicht über eine große installierte Basis und könnte hier die Präsenz noch deutlich ausbauen. Ein Bestandteil der Wachstumsstrategie ist es, geeignete Optionen zu nutzen, um Unternehmen oder Technologien zu akquirieren und so die digitalen Geschäftsfelder auszubauen. Sollten entsprechende Akquisitionsziele schneller als erwartet identifiziert und übernommen werden, könnte dies dazu führen, dass die geplante Geschäftsentwicklung übertroffen wird. Die Erschließung der digitalen Geschäftsfelder wird mit Hochdruck vorangetrieben. Sollten sich in diesem Bereich Geschäftschancen eröffnen, die die Erwartungen deutlich übertreffen oder die deutlich schneller als erwartet zu realisieren sind, könnte dies ebenfalls zu einer positiven Abweichung bezüglich der Prognosen führen. Operative ChancenIm Rahmen der Transformation wurden zahlreiche Prozesse neugestaltet und klare, auf Kunden- und Marktbedürfnisse zugeschnittene Geschäftsbereiche geschaffen, die von der kundenorientierten Entwicklung bis hin zum Vertrieb der Lösungen verantwortlich sind. Damit können innerhalb der Geschäftsbereiche mit einem breiteren Angebot und fokussiertem Vertriebsansatz Kundenpotenziale stärker ausgeschöpft werden. Mit der Akquisition der Azolver-Gesellschaften hat sich das digitale Lösungsspektrum der FP Gruppe rund um Parcel Shipping, Paketeingangsmanagement und interne Logistik erweitert. Sollte die Weiterentwicklung und Internationalisierung dieser Lösungen schneller vorankommen als geplant, können sich hieraus zusätzliche Cross und up-Sell-Möglichkeiten in allen Geschäftsbereichen ergeben. Dies gilt ebenso für den weiteren Ausbau und die Internationalisierung der bereits bestehenden digitalen Lösungen. Der Vertrieb der digitalen Signaturlösungen erfolgt in Deutschland zunehmend auch über die Integration in ERP/CRM und ähnliche Systeme. Sollte dies auch im Rahmen der Internationalisierung stärker möglich sein, könnten sich hieraus zusätzliche Chancen ergeben. Im Bereich Mailing, Shipping und Office-Solutions ebenso wie bei den Lösungen für den Paketversand können veränderte Anforderungen der Postgesellschaften sowie regulatorische Entscheidungen zusätzliche Potenziale eröffnen. 6.5 Gesamtaussage zurChancensituationDer FP-Konzern ist gut positioniert, um mit seinen Produkten und Lösungen sowie den internen Maßnahmen die Chancen in den zukünftigen Märkten für die Unternehmensgruppe systematisch zu nutzen. Während das Unternehmen einerseits gezielt daran arbeitet, sich diese Chancen zu erschließen, ist es andererseits eher unwahrscheinlich, dass hier kurzfristige unerwartete Erfolge verbucht werden können. 6.6 Risiken und Chancen der GesellschaftDie Geschäftsentwicklung der FP Holding unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des FP-Konzerns. An den Risiken ihrer Tochterunternehmen partizipiert die FP Holding grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Risiken und Chancen sind im »Risiko- und Chancenbericht« dargestellt. Aus den Beziehungen zu den Beteiligungen können zusätzlich aus gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsverhältnissen (insbesondere Finanzierungen) Belastungen resultieren. 7. PrognoseberichtDie Prognose der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen basiert auf Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des deutschen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Sachverständigenrat). Das Unternehmen weist darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen beruhen. Die künftigen tatsächlichen Entwicklungen und tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Annahmen und Schätzungen erheblich abweichen. 7.1 Erwartete Gesamt- und branchenwirtschaftliche RahmenbedingungenDas konjunkturelle Umfeld beeinflusst die künftige Branchenentwicklung und damit auch den künftigen Geschäftsverlauf des FP-Konzerns. Der Internationale Währungsfonds (IWF) 12) hat seine Prognose für das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Jahr 2024 zu Beginn des Jahres leicht angehoben. Es liegt nun 0,2 Prozentpunkte höher als noch im Oktober 2023 13) prognostiziert. Mit einem Plus von 3,1 % liegt es aber unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Weltwirtschaft wird weiter von den erhöhten Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und der Reduzierung der fiskalischen Hilfen angesichts der hohen Verschuldung vieler Länder belastet. Für die für FP relevantesten Volkswirtschaften hat der IWF seine Prognose für das Wachstum des realen BIP ebenfalls leicht angehoben, die Wachstumsaussichten sind aber weiterhin eher moderat (USA 2,1 %; Großbritannien 0,6 %; Frankreich 1.0 %). Der IWF 14) rechnet weiter mit hohen Teuerungsraten, die aber stetig zurückgehen sollen, was auf eine straffere Geldpolitik zurückzuführen ist, die durch niedrigere internationale Rohstoffpreise unterstützt wird. Die globale Inflation soll voraussichtlich von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 und 4,4 % im Jahr 2025 sinken. Der Sachverständigenrat 15) zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet für 2024 mit einer etwas besseren wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Das geht aus der im November 2023 veröffentlichten Konjunkturprognose hervor. Das Gremium erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr 2024 um 0,7 % wachsen wird. Die unerwartet schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, dürfte sich fortsetzen und auch im Jahr 2024 die deutschen Exporte bremsen, so der Sachverständigenrat. Im Jahresdurchschnitt rechnen die Experten für dieses Jahr mit einer Inflationsrate von 2,6 %. Pessimistischer sind hingegen die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. In ihrem Frühjahrsgutachten 16) vom 27. März 2024 revidierten sie ihre Prognose für das laufende Jahr 2024 deutlich nach unten und erwarten nun nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,1 %. Die Wirtschaft in Deutschland ist den Experten zufolge angeschlagen. Eine bis zuletzt zähe konjunkturelle Schwächephase gehe mit schwindenden Wachstumskräften einher. In der lahmenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung überlagern sich somit konjunkturelle und strukturelle Faktoren. Zwar dürfte ab dem Frühjahr eine Erholung einsetzen, die Dynamik wird aber insgesamt nicht allzu groß ausfallen, so die Einschätzung im Gutachten. Die Europäische Zentralbank (EZB) 17) hat den Leitzins für den Euroraum 2023 mehrmals angehoben. Im September 2023 stieg der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte zuletzt um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 %. Die Euro-Währungshüter wollen damit der anhaltend hohen Teuerungsrate entgegenwirken. Für 2024 erwarten Experten indes Zinssenkungen in Europa und in den USA. Die US-Notenbank Fed 18) hat ihren Leitzins zuletzt unverändert in einer Spanne von 5,25 bis 5,5 % gelassen. Im Kampf gegen die hohe Inflation hatten die US-Währungshüter den Leitzins ebenfalls mehrmals angehoben - zuletzt im Juli 2023 um 0,25 Prozentpunkte. Zugleich hat die Notenbank ihre BIP-Schätzung für 2024 leicht gesenkt. Die Fed 19) geht davon aus, dass die US-amerikanische Wirtschaft in 2024 um 1,4 % wachsen wird. Das wären 0,1 Prozentpunkte weniger als noch im September 2023 prognostiziert.
12) IWF, World Economic Outlook Update, Januar
2024
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/w
orld-economic-outlook-update-january-2024
7.2 Erwartete Geschäftsentwicklung des FP-KonzernsDie Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 wird einerseits durch die dargestellten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andererseits durch die ergriffenen Maßnahmen, um die Geschäftsentwicklung weiter zu verbessern, determiniert. In den Geschäfts- und Produktbereichen, die vom Briefvolumen abhängig sind, wie Mailing Shipping & Office Solutions, Mail Services und im Bereich DBS das Input- und Outputmanagement, wirkt sich vor allem das zunehmend rückläufige Briefvolumen aus. Im Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office Solutions rechnet der FP-Konzern insgesamt mit einem leicht rückläufigen Umsatz und EBITDA. Hier macht sich das herausfordernde konjunkturelle und geschäftsspezifische Umfeld bemerkbar. Es wird allerdings erwartet, dass die Umsatzentwicklung besser als die Gesamtmarktenwicklung ist. Im Geschäftsbereich Digital Business Solutions hat FP die Voraussetzungen geschaffen, um diesen zu einem substanziellen Bereich des Unternehmens auszubauen. Dies wird sich in 2024 positiv auf Umsatz und EBITDA auswirken, für die jeweils ein leichter Anstieg erwartet wird. Ein zusätzlicher Beitrag wird vom Ausbau und der Internationalisierung der digitalen Lösungen erwartet. Eine wesentliche Weichenstellung ist die Konzentration auf Lösungen, die den Kunden schnell und effizient Nutzen bieten. Um den Ausbau in diesem Bereich zu beschleunigen, können auch gezielte anorganische Erweiterungen dazu beitragen. Das Ziel ist es, hier mittelfristig margenstarke Geschäftsbereiche zu erschließen, die die Profitabilität des Konzerns nachhaltig positiv beeinflussen. Der Geschäftsbereich Mail Services wird auch von dem in Deutschland zunehmend rückläufigen Briefvolumen betroffen sein. Daher wird für das Geschäftsjahr 2024 trotz einiger Kundenzuwächse insgesamt ein stabiler bis leicht rückläufiger Umsatz und EBITDA erwartet. 7.3 Erwartete Entwicklung der Leistungsindikatorenscrollen
Die Geschäftsentwicklung 2024 wird unverändert von den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst. Weiterhin herrscht große Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Konjunktur in wichtigen Märkten aufgrund der weiter hohen Inflation, der gestiegenen Zinsen sowie möglichen geopolitischen Risiken und deren möglichem Einfluss auf den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024. Zusätzlich sind die marktspezifischen Entwicklungen im Postmarkt weiterhin herausfordernd. Der Vorstand erwartet daher für das Geschäftsjahr 2024 für den Konzern einen Umsatz und ein EBITDA auf Vorjahresniveau oder leicht darunter. Der Konzernumsatz lag in 2023 bei 241,8 Mio. Euro und das EBITDA bei 31,0 Mio. Euro. Die erwartete Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2024 steht grundsätzlich unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurse. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird erwartet, dass der PQI - Deutschland (Qualitätsindikator) stabil bleibt, während sich der PQI - international leicht verbessern wird und damit der Wert leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Hier kompensiert die erwartete Verbesserung in Belgien und den Niederlanden die leichte Verschlechterung durch die Einführung der PostBase Vision 120 und PostBase Vision M2. Bei der Einführung von Neu- und Weiterentwicklungen verschlechtert sich aufgrund von Anfangsproblemen zunächst der Qualitätsindikator vorübergehend. Für das Geschäftsjahr 2024 wird daher auch eine leichte Verschlechterung des Verbesserungsindikators nf IQ und damit ein Wert leicht über dem Vorjahresniveau erwartet. Auch dieser Wert wird durch die neue Produkteinführung beeinflusst. FP überarbeitet aktuell im Rahmen der Umsetzung der Corporate Social Responsibility-Richtlinie (CSRD) der EU die nichtfinanzielle Berichterstattung. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden entsprechend angepasst, um der Wesentlichkeitsanalyse zu entsprechen. Hierbei wird auch die Einbeziehung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren für die digitalen Geschäftsbereiche geprüft. 7.4 Prognosebericht der GesellschaftAufgrund der Verflechtungen der FP Holding mit den Konzerngesellschaften verweisen wir auf unsere Aussagen im Prognosebericht des Konzernlageberichts, die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 trägt den jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit den genannten Rahmenbedingungen Rechnung. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die FP Holding aufgrund des Sondereffektes im Geschäftsjahr 2023 einen deutlichen Rückgang und damit eine Normalisierung des Beteiligungsergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen beruhen. Die künftigen tatsächlichen Entwicklungen und tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Annahmen und Schätzungen erheblich abweichen. 8. Übernahmerelevante Angaben8.1 Erläuternder Bericht des Vorstands zu den Angaben §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB1. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDie Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals wird im Abschnitt (27) des Konzernanhangs dargestellt. Alle Aktien gewähren identische Rechte gemäß Aktiengesetz. 2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenJede Aktie berechtigt zur Abgabe einer Stimme in der Hauptversammlung. Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffen, bestehen nicht. 3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreitenAngaben zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10 von Hundert der Stimmrechte überschreiten, finden sich im Abschnitt (40) im Konzernanhang. 4. Aktien mit SonderrechtenDie Francotyp-Postalia Holding AG hat keine Aktien mit Sonderrechten ausgegeben. 5. Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmerbeteiligungEs existieren keine Stimmrechtskontrollen. 6. Gesetzliche Bestimmung der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungGemäß Ziffer 6 Abs. 2 der Satzung der Francotyp-Postalia Holding AG erfolgen die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, deren Bestellung sowie der Widerruf ihrer Bestellung durch den Aufsichtsrat. Nach Ziffer 6 Abs. 3 der Satzung kann der Aufsichtsrat einem Aufsichtsratsausschuss den Abschluss, die Änderung und Beendigung von Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder übertragen. Die Satzung schreibt in Ziffer 23 Abs. 1 vor, dass die Hauptversammlung ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals fasst, falls das Gesetz oder die Satzung nicht zwingend eine größere Mehrheit vorschreiben. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 15 Abs. 2 der Satzung Satzungsänderungen vornehmen, die nur die Fassung betreffen. 7. Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien zurückzukaufenDie Hauptversammlung hat die Gesellschaft am 10. November 2020 ermächtigt, bis zum 9. November 2025 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen daran, angeboten und auf diese übertragen werden, sofern der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und sofern der für die eigenen Aktien zu erbringende Gegenwert nicht unangemessen niedrig ist. Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Bareinlagen ausgegeben werden, um die Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse einzuführen, an denen die Aktien bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien veräußert werden, den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Insgesamt dürfen die aufgrund der Ermächtigungen unter dieser Ziffer verwendeten Aktien, die in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz (unter Bezugsrechtsausschluss gegen Bareinlagen nahe am Börsenpreis) ausgegeben wurden, 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung dieser Vorschrift während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zu diesem Zeitpunkt ausgegeben oder veräußert wurden. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen (einschließlich Genussrechten) mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen bzw. Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz ausgegeben werden. Die eigenen Aktien können vom Aufsichtsrat dazu verwendet werden, Mitgliedern des Vorstands anstelle der von der Gesellschaft geschuldeten Barvergütung eigene Aktien anzubieten. Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats dazu verwendet werden, Bezugsrechte, die unter dem Aktienoptionsplan 2015 (Tagesordnungspunkt 11 der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015) der Gesellschaft ordnungsgemäß ausgegeben und ausgeübt wurden, zu bedienen. Darüber hinaus wird auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss der FP Holding AG hinsichtlich des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verwiesen. 8. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft und des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarung der Gesellschaft und des Mutterunternehmens für den Fall eines ÜbernahmeangebotsEine wesentliche Vereinbarung der Konzernmuttergesellschaft Francotyp-Postalia Holding AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht, ist der aktuelle Konsortialdarlehensvertrag, der ein Kündigungsrecht im Fall von "Change of Control" vorsieht. Sollte dieser Fall eintreten, müsste FP möglicherweise neue Finanzierungsvereinbarungen zu schlechteren Konditionen abschließen. Weitere Vereinbarungen wurden weder mit Dritten noch mit Tochterunternehmen getroffen. 9. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines ÜbernahmeangebotsMit den Mitgliedern des Vorstands bestehen Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels.
Berlin, 30. April 2024 Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Friedrich G. Conzen, CEO Ralf Spielberger, CFO 9. Nichtfinanzielle ErklärungIm Hinblick auf die nichtfinanziellen Informationen wird auf die Ausführungen in dem nicht-finanziellen Konzernbericht der Francotyp-Postalia Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der nichtfinanziellen Erklärung 20) (§§ 289b, 315b HGB), im Internet unter https://www.fp-francotyp.com/Nicht_finanzielle_Berichterstattung, verwiesen.
Berlin, 30. April 2024 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Friedrich G. Conzen, CEO Ralf Spielberger, CFO VERGÜTUNGSBERICHTder Francotyp-Postalia Holding AG für das Geschäftsjahr 2023Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Im nachfolgenden Vergütungsbericht, der gemeinsam durch den Vorstand und den Aufsichtsrat nach den gesetzlichen Regelungen des § 162 Aktiengesetz (AktG) erstellt wurde, werden die Vergütungen der gegenwärtigen und früheren Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Francotyp-Postalia Holding AG im Geschäftsjahr 2023 dargestellt und erläutert. Um das Verständnis zu fördern, wird auch das auf der Hauptversammlung am 16. Juni 2021 beschlossene Vergütungssystem für den Vorstand und das auf der Hauptversammlung am 15. Juni 2022 beschlossene Vergütungssystem für den Aufsichtsrat in seinen Grundzügen dargestellt. Der Vergütungsbericht wird vom Wirtschaftsprüfer gemäß § 162 Abs. 3 AktG formell geprüft. Ziel dieses Berichtes soll es sein, den Zusammenhang zwischen der übergeordneten Unternehmensstrategie und der Ausgestaltung des Vergütungssystems deutlich zu machen und gleichzeitig die konkrete Wirkungsweise des Vergütungssystems - das Pay for Performance - nachvollziehbar zu machen. Dieser Bericht soll der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2023 beschließt, zur Billigung vorgelegt werden. 1. Vergütungssystem des VorstandsBeschlussfassung über die Billigung des Vergütungssystems für die VorstandsmitgliederDas aktuelle System der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG wurde vom Aufsichtsrat - unter Zuhilfenahme fachlicher externer Unterstützung - in Übereinstimmung mit §§ 87 Abs. 1, 87a Abs. 1 AktG am 27. April 2021 beschlossen und von der Hauptversammlung am 16. Juni 2021 mit einer Mehrheit von 97,4 Prozent des vertretenen Kapitals gebilligt. Der Vergütungsbericht zum Geschäftsjahr 2022 wurde auf der Hauptversammlung 2023 mit einer Mehrheit von 90,6 Prozent des vertretenen Kapitals gebilligt. Es bestand daher kein Anlass, die Berichterstattung oder die Anwendung des Vergütungssystems zu hinterfragen bzw. Anpassungen vorzunehmen. Das Vergütungssystem entspricht den Anforderungen des Aktiengesetzes, insbesondere den Anforderungen des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II), und orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022. Zusammenfassung wesentlicher Aspekte des Geschäftsjahrs 2023 aus Sicht der VergütungDas Geschäftsjahr 2023 war aus Vergütungssicht nicht erfolgreich. Die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow hat dazu geführt, dass die für den Kurzfristbonus festgesetzten Ziele nicht erreicht wurden. Da sich die Geschäftsentwicklung der letzten Jahre nicht auf den Kursverlauf der FP-Aktie ausgewirkt hat, wurde kein Vorteil aus den langfristigen Incentivierungen (LTI 1), die an die Kursentwicklung gekoppelt sind, erzielt. Der auf Nachhaltigkeitsziele abgestellte LTI 2 wird während der Laufzeit nicht unterjährig überprüft. Die Ausgestaltung der Incentivierung setzt nach Ansicht des Aufsichtsrats auf ein ausgewogenes Gewicht zwischen kurzfristigen, jährlichen Erfolgen und der mehrjährigen nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft. Über die erste Komponente des LTI, virtuelle Aktienoptionen, die frühestens nach vier Jahren ausgeübt werden können, partizipiert das Vorstandsmitglied an der Steigerung des Aktienkurses. Die zweite Komponente des LTI bezieht sich auf Nachhaltigkeitskriterien und berücksichtigt damit die wachsende Bedeutung von Environment, Social and Governance ("ESG)-Kriterien bei der Unternehmensführung. Anwendung des Vorstandsvergütungssystems im Geschäftsjahr 2023Seit der Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat wird das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand von der Gesellschaft beim Neuabschluss und bei Verlängerungen von Vorstandsdienstverträgen berücksichtigt. Das Vergütungssystem fand keine Anwendung auf die Vergütung der im Geschäftsjahr 2021 bestellten Mitglieder des Vorstands, da ihre Verträge vor der Beschlussfassung über das neue Vergütungssystem abgeschlossen wurden. Sofern Vorstandsmitgliedern im Sinne des § 162 AktG im Geschäftsjahr 2023 einzelne Vergütungen gewährt wurden, die in früheren Geschäftsjahren unter dem seinerzeit geltenden Vergütungssystem zugesagt worden waren, werden diese ebenfalls dargestellt und erläutert. Das Vergütungssystem für Vorstände der Francotyp-Postalia Holding AG wird gemäß § 120a AktG durch den Aufsichtsrat überprüft, insbesondere im Rahmen von Vertragsverhandlungen mit bestehenden oder zukünftigen Mitgliedern des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann - entsprechend den gesetzlichen Vorgaben in § 87a Abs. 2 Satz 2 AktG - vorübergehend von dem Vergütungssystem abweichen, wenn dies im Interesse des langfristigen Wohlergehens der Gesellschaft notwendig ist. Es soll eine regelmäßige Überprüfung stattfinden, wobei eine kalendarische Festlegung nicht erfolgte. Angaben zu den VergütungsbestandteilenDie folgende Darstellung bezieht sich auf das durch die Hauptversammlung 2021 gebilligte Vergütungssystem des Vorstands. Sofern die Vergütung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2023 von diesen Erläuterungen abweicht, wird dies bei der individuellen Darstellung der konkreten Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr erläutert. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten zusammen. Indem die Vergütung sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt ist, soll eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung unterstützt werden. Durch die Wahl geeigneter Leistungskriterien werden gleichzeitig wichtige Anreize für die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung der Gruppe gesetzt. Als erfolgsunabhängige Festvergütung erhalten die Mitglieder des Vorstands ein Jahresfixgehalt in zwölf gleichen monatlichen Raten. Dies stellt gemäß Auffassung des Aufsichtsrates ein sicheres und planbares Einkommen dar. Zusätzlich erhalten sie Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, beispielsweise einen Dienstwagen und Versicherungsprämien. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile setzen sich aus der kurzfristigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive, "STI) und der langfristigen variablen Vergütung (Long Term Incentive, "LTI) zusammen. Die kurzfristige Komponente hat einen Bemessungszeitraum von einem Jahr und steht im Zusammenhang mit zwei bis vier Kennzahlen auf der Basis des vom Aufsichtsrat gebilligten Budgets des jeweiligen Geschäftsjahres. Die langfristige Komponente (LTI) besteht aus zwei Bestandteilen und hat einen Bemessungszeitraum von vier Jahren, um eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern. Die erste Komponente des LTI sind virtuelle Aktienoptionen, die dem Vorstandsmitglied zu einem Basispreis zugeteilt werden und die mit einem prozentualen Anteil selbst erworbener und gehaltener Aktien verbunden sein können. Die virtuellen Aktienoptionen können frühestens nach vier Jahren ausgeübt werden (Vesting), sodass das Vorstandsmitglied entsprechend über die Differenz zwischen Basispreis und Ausübungspreis an der Steigerung des Aktienkurses partizipiert. Die zweite Komponente des LTI bezieht sich auf zwei gleichwertig vereinbarte Nachhaltigkeitskriterien. Die Erfüllung dieser Komponente wird in bar vergütet. Das erste Kriterium ist die erfolgreiche Aufrechterhaltung bzw. Re-Zertifizierung von fünf ISO-Zertifizierungen über den gesamten Zeitraum. Das zweite Kriterium ist die Reduktion der CO 2-Emissionen um bestimmte Zielwerte, im Vergleich zu Beginn und Ende des Bonuszeitraums, die vertraglich vereinbart wurden. Die Mitglieder des Vorstands erhalten auf diese zweite LTI-Komponente Abschlagszahlungen, die nach dem Bemessungszeitraum verrechnet werden. Der Aufsichtsrat legt für die Vorstandsmitglieder die konkrete Zielvergütung sowie die Leistungskriterien für die im Vergütungssystem vorgesehenen variablen Vergütungsbestandteile für das jeweils bevorstehende Geschäftsjahr fest. Mindestens 80 Prozent der geplanten Zielgrößen müssen erreicht werden, um einen Anspruch auf die vereinbarten Bonuskomponenten zu haben. Eine Zielerreichung von 120 Prozent bildet die Obergrenze (Cap). Der Anteil der langfristigen variablen Vergütung übersteigt den Anteil der kurzfristigen variablen Vergütung an der Zielgesamtvergütung. GESAMTÜBERSICHT VERGÜTUNGSBESTANDTEILEscrollen
Festsetzung der ZielvergütungZIELGESAMTVERGÜTUNG
Der Anteil der erfolgsunabhängigen Vergütung soll gemäß gebilligtem Vergütungssystem ca. 30-50 Prozent der Zielgesamtvergütung ausmachen. Die Festvergütung trägt ca. 26-48 Prozent zur Zielgesamtvergütung bei und die regulären Nebenleistungen im Normalfall ca. 2-4 Prozent. Die erfolgsabhängige Vergütung soll insgesamt ca. 50-70 Prozent der Zielgesamtvergütung ausmachen, womit unmittelbar dem Pay-for-Performance-Ansatz Rechnung getragen wird. Der Anteil des Zielbetrags des STI an der Zielgesamtvergütung beläuft sich dabei auf etwa 15-20 Prozent, während rund 30-55 Prozent der Zielgesamtvergütung auf den Zielbetrag des LTI entfallen. Hiermit wird sichergestellt, dass die variable Vergütung, die sich aus dem Erreichen langfristig orientierter Ziele ergibt, den Anteil übersteigt, der sich aus kurzfristig orientierten Zielen ergibt. Die vorgesehene Zielvergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2023 und den jeweiligen Anteil der Vergütungskomponenten an der Gesamtvergütung zeigt die folgende Tabelle: ZIELVERGÜTUNG DES VORSTANDSscrollen
Bei der Festlegung der Zielvergütung wurde eine 100prozentige Zielerreichung der variablen Vergütungsbestandteile zugrunde gelegt. Die aktuellen Mitglieder des Vorstands haben keine Versorgungszusagen erhalten. Angaben zu Aktien und AktienoptionenDie Mitglieder des Vorstands erhalten keine Vergütungskomponenten in Form von Aktien oder Optionen auf Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG. Die langfristige variable Vergütung des Vorstands steht über virtuelle Aktienoptionen im Zusammenhang mit der Aktienkursentwicklung der Francotyp-Postalia Holding AG. Als Bestandteil der Vergütungskomponente LTI 1 besteht für Herrn Lind und Herrn Spielberger die Verpflichtung, 8 Prozent der zugeteilten virtuellen Aktienoptionen als Aktien der Gesellschaft zu erwerben und ab dem Erwerb für 4 Jahre zu halten (Share Ownership Guidelines). AKTIENBESITZ DER VORSTANDSMITGLIEDERscrollen
Angaben zur Rückforderung variabler VergütungsbestandteileDie Vergütung der Vorstandsmitglieder stellt sicher, dass besondere Leistungen gemäß Auffassung des Aufsichtsrats angemessen honoriert werden und Zielverfehlungen zu einer spürbaren Verringerung der Vergütung führen. Darüber hinaus sehen die Dienstverträge der aktuellen Vorstandsmitglieder vor, dass ihnen im Falle der vorzeitigen Beendigung aufgrund einer schwerwiegenden Pflichtverletzung kein Langfristbonus zusteht und hierauf eventuell erhaltene Abschlagszahlungen zurückerstattet werden müssen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine variablen Vergütungsbestandteile zurückgefordert oder einbehalten. Angaben zu Abweichungen vom Vergütungssystem 2023Die Gesellschaft hat mit Carsten Lind einen Dienstvertrag geschlossen, bevor das aktuelle Vergütungssystem beschlossen wurde. Es findet folglich nicht in jeder Hinsicht Anwendung auf diesen Vertrag. So ist es dem Aufsichtsrat beispielsweise möglich, Effekte auf den Langfristbonus aus Kapitalmaßnahmen, die im Bemessungszeitraum durchgeführt werden, auszugleichen. Angaben zur Umsetzung des Beschlusses der HauptversammlungDas Vergütungssystem für den Vorstand wird beim Neuabschluss und bei Verlängerungen von Vorstandsdienstverträgen, welche mit der Gesellschaft abgeschlossen werden, berücksichtigt. Auf die Vergütung von Carsten Lind findet es daher noch keine vollständige Anwendung. Gewährte und geschuldete VergütungDie den jeweiligen Vorständen der Gesellschaft gewährte und geschuldete Vergütung stellt sich für die einzelnen Komponenten wie folgt dar. Da die gewährte und geschuldete Vergütung nicht immer mit einer Zahlung in dem jeweiligen Geschäftsjahr einhergeht, wird der STI für das Geschäftsjahr berichtet, indem die der Vergütung zugrunde liegende Tätigkeit vollständig erbracht wurde. Der LTI 1, also die virtuellen Aktienoptionen werden im Jahr der Ausgabe mit einem rein rechnerischen Wert aus der Anzahl der ausgegebenen virtuellen Optionen multipliziert mit dem beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt angegeben. Der LTI 2 wird mit den jährlichen Abschlagszahlungen berichtet, und nach Erreichen des vierjährigen Bonuszeitraums wird die Differenz über die tatsächliche Zielerreichung abzüglich der bereits geleisteten Abschlagszahlungen berichtet. VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRT UND GESCHULDET)scrollen
Angaben zur Einhaltung der MaximalvergütungDer Aufsichtsrat hat gemäß § 87a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AktG eine Maximalvergütung festgelegt, welche den tatsächlich zufließenden Gesamtbetrag der für ein bestimmtes Geschäftsjahr gewährten Vergütung (Festvergütung + Nebenleistungen + Auszahlung aus STI + Auszahlung aus LTI) beschränkt. Für den Vorstandsvorsitzenden beläuft sich die jährliche Maximalvergütung auf 2.500.000,- Euro brutto, für die ordentlichen Vorstandsmitglieder auf je 1.900.000,-Euro brutto. Die Überprüfung der Einhaltung der Maximalvergütung ist nicht möglich, wenn sie noch vom Zufluss variabler Vergütungsbestanteile in zukünftigen Jahren abhängt. Über die Einhaltung der Maximalvergütung im Geschäftsjahr 2023 kann deshalb über keines der gegenwärtig aktiven Vorstandsmitglieder berichtet werden. Erläuterungen zu den variablen VergütungsbestandteilenI. Carsten Lind, Vorsitzender des Vorstands Der Aufsichtsrat hat mit Herrn Lind Ziele für den Jahresbonus für das Geschäftsjahr 2023 vereinbart, die sich auf den Konzernumsatz und das EBITDA beziehen. Voraussetzung für den Jahresbonus ist eine Zielerreichung von mehr als 80 Prozent. Bei einer Zielerreichung von 100 Prozent beträgt der Jahresbonus 180.000 Euro. Das Cap (120-prozentige Zielerreichung) liegt bei einem Bonusbetrag von 360.000 Euro. Die Auszahlung der Jahresboni erfolgt in dem Monat, der auf die Beschlussfassung der Hauptversammlung über den Jahresabschluss folgt und ist folglich in die Tabelle als "gewährt" eingeflossen. Die Berechnung des Bonus erfolgte gemäß folgender Darstellung: BERECHNUNG DES BONUS | CARSTEN LINDscrollen
Herrn Lind wurden als LTI, erste Komponente, zu Beginn des vierjährigen Bonuszeitraums am 1. Juni 2020 insgesamt 350.000 virtuelle Aktienoptionen zu einem Basispreis von 3,60 Euro zugeteilt. Jeweils ein Viertel der virtuellen Aktienoptionen wird nach 12, 24, 36 und 48 Monaten unverfallbar. In Abhängigkeit vom Ausübungspreis, der keine Mindesthürde erfüllen muss, und dem Zeitpunkt der Ausübungserklärung ist eine Feststellung der Höhe des LTI erst später möglich. Der Betrag ist auf 15 Euro je virtueller Aktienoption begrenzt (Cap). Die Aktienoptionen wurden im Geschäftsjahr 2020 zu einem beizulegenden Zeitwert (fair value at grant) in Höhe von 221 TEUR zugeteilt. Die Neubewertung gem. IFRS 2.30 zum Abschlussstichtag ergab einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 121 TEUR. Die Bewertungsänderung wurde erfolgswirksam erfasst. Gleichzeitig wurde im Jahresabschluss 2023 die entsprechende Rückstellung um 30 TEUR aufwandswirksam erhöht. Ferner wurden weitere 50.000 virtuelle Aktienoptionen zugesagt, die mit dem Ausbau des digitalen Geschäfts im Verhältnis zu den Gesamtumsätzen verknüpft waren. Dieses Ziel wurde verfehlt, so dass die endgültige Zuteilung der virtuellen Aktienoptionen nicht erfolgte. Des Weiteren wurden mit Herrn Lind Nachhaltigkeitsziele vereinbart. Diese ESG-Kriterien beziehen sich zur Hälfte auf die erfolgreiche Re-Zertifizierung von fünf ISO-Zertifizierungen und zur Hälfte auf die Reduktion der CO 2 -Emissionen. Auf die vereinbarten LTI-Ziele dieser zweiten Komponente (ESG) erhält Herr Lind jährliche Abschlagszahlungen in Höhe von 40.000 Euro, die am Ende des Bemessungszeitraums von vier Jahren verrechnet werden. Voraussetzung ist eine Zielerreichung von mehr als 80 Prozent. Bei einer Zielerreichung von 100 Prozent beträgt dieser LTI 280.000 Euro. Das Cap (120-prozentige Zielerreichung) liegt bei einem Bonusbetrag von 560.000 Euro. Die Auszahlung erfolgt in dem Monat, nachdem der Bonuszeitraum abgelaufen ist und die Erreichung der vereinbarten Ziele ermittelt werden konnte, voraussichtlich also im Geschäftsjahr 2025. Der Aufsichtsrat hat also die Vergütung sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt, so dass sie eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung unterstützt. Durch die nach Auffassung des Aufsichtsrates getroffene Auswahl geeigneter Leistungskriterien wurden gleichzeitig wichtige Anreize für die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung der Gruppe gesetzt. Durch die Verknüpfung des LTI 1 mit der Entwicklung des Aktienkurses ist außerdem eine hohe Übereinstimmung des Interesses mit dem der Aktionäre gegeben. II. Ralf Spielberger, FinanzvorstandDer Aufsichtsrat hat mit Herrn Spielberger Ziele für den Jahresbonus für das Geschäftsjahr 2023 vereinbart, die sich auf den Konzernumsatz, das EBITDA, den Free Cashflow sowie auf individuelle Ziele betreffend die budget- und zeitplangerechte Umsetzung des "One ERP/CRM-Projektes" beziehen. Voraussetzung für diesen Jahresbonus ist eine Zielerreichung verschiedener vereinbarter KPIs von kumuliert mehr als 80 Prozent. Bei einer Zielerreichung von 100 Prozent beträgt der Jahresbonus 125.000 Euro. Das Cap (120prozentige Zielerreichung) entspricht einem Bonusbetrag von 150.000 Euro. Die Auszahlung des Jahresbonus bzw. des anteiligen Jahresbonus erfolgt in dem Monat, der auf die Beschlussfassung der Hauptversammlung über den Jahresabschluss folgt und ist folglich in die Tabelle als "gewährt" eingeflossen. Herrn Spielberger wurden als LTI, erste Komponente, zu Beginn des vierjährigen Bonuszeitraums am 1. Oktober 2022 insgesamt 240.000 virtuelle Aktienoptionen zu einem Basispreis von 3,10 Euro zugeteilt. Jeweils ein Viertel der virtuellen Aktienoptionen wird nach 12, 24, 36 und 48 Monaten unverfallbar. In Abhängigkeit vom Ausübungspreis, der keine Mindesthürde erfüllen muss, und dem Zeitpunkt der Ausübungserklärung ist eine Feststellung der Höhe des LTI erst später möglich. Der Betrag ist auf 15 Euro je virtueller Aktienoption begrenzt (Cap). Die Aktienoptionen wurden im Geschäftsjahr 2022 zu einem beizulegenden Zeitwert (fair value at grant) in Höhe von 197 TEUR zugeteilt. Die Neubewertung gem. IFRS 2.30 zum Abschlussstichtag ergab einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 153 TEUR. Die Bewertungsänderung wurde erfolgswirksam erfasst. Zugleich wurde die entsprechende Rückstellung im Jahresabschluss 2023 aufwandswirksam um 38 TEUR erhöht. Des Weiteren wurden mit Herrn Spielberger Nachhaltigkeitsziele vereinbart. Diese ESG-Kriterien beziehen sich zur Hälfte auf die erfolgreiche Re-Zertifizierung von fünf ISO-Zertifizierungen und zur Hälfte auf die Reduktion der CO 2 -Emissionen. Auf die vereinbarten LTI-Ziele dieser zweiten Komponente (ESG) erhält Herr Spielberger jährliche Abschlagszahlungen in Höhe von 28.000 Euro, die am Ende des Bemessungszeitraums von vier Jahren verrechnet werden. Voraussetzung ist eine Zielerreichung von mehr als 80 Prozent. Bei einer Zielerreichung von 100 Prozent beträgt dieser LTI 195.000 Euro. Das Cap (120-prozentige Zielerreichung) liegt bei einem Bonusbetrag von 234.000 Euro. Die Auszahlung erfolgt in dem Monat, nachdem der Bonuszeitraum abgelaufen ist und die Erreichung der vereinbarten Ziele ermittelt werden konnte, voraussichtlich also im Geschäftsjahr 2026. Der Aufsichtsrat hat also die Vergütung sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt, so dass sie eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung unterstützt. Durch die nach Auffassung des Aufsichtrates getroffene Auswahl geeigneter Leistungskriterien wurden gleichzeitig wichtige Anreize für die Umsetzung der Unternehmensstrategie der Gruppe gesetzt. Durch die Verknüpfung des LTI 1 mit der Entwicklung des Aktienkurses ist außerdem eine hohe Übereinstimmung des Interesses mit dem der Aktionäre gegeben. BERECHNUNG DES BONUS | RALF SPIELBERGERscrollen
Erläuterung der Angaben zu ausgeschiedenen Mitgliedern des VorstandesIm Geschäftsjahr 2023 wurden an ehemalige Mitglieder des Vorstands Rentenzahlungen in Höhe von 64 TEUR (im Vorjahr 45 TEUR) gewährt. Leistungszusagen von DrittenDie Mitglieder des Vorstands haben keine Leistungszusagen von Dritten erhalten, weder konzernintern noch konzernextern, die im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Vorstandsmitglieder der Francotyp-Postalia Holding AG stehen. Leistungen im Fall der vorzeitigen BeendigungBeruht der Widerruf der Bestellung zum Vorstand auf einem wichtigen Grund, der nicht zugleich ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB für die fristlose Kündigung des Dienstvertrages ist, hat das Vorstandsmitglied Anspruch auf eine pauschale, am Tage der rechtlichen Beendigung fällige Abfindung. Die Höhe der dann fälligen Abfindung entspricht einem prozentualen Anteil der letzten Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, bestehend aus Festgehalt und STI ohne LTI und ohne sonstige Entgeltkomponenten. Dieser entspricht in jedem Fall jedoch maximal insgesamt der Höhe der Festvergütungsansprüche für die restliche Vertragslaufzeit. Im Falle einer sonstigen vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrages ohne wichtigen Grund nach § 626 BGB können die Gesellschaft und das Vorstandsmitglied gesonderte Regelungen treffen; dabei dürfen Zahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich Nebenleistungen den Wert einer Jahresvergütung nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungsanspruchs und des Abfindungs-Caps ist auf die Gesamtvergütung des letzten abgelaufenen Geschäftsjahres abzustellen; vor Ablauf des ersten Geschäftsjahres wird auf das laufende Geschäftsjahr (pro-rata) abgestellt. Scheidet ein Vorstandsmitglied aufgrund einer schwerwiegenden Pflichtverletzung aus seinem Dienstverhältnis aus ("Bad-Leaver-Situation"), können auch die unverfallbaren sowie die bereits zur Ausübung fälligen virtuellen Aktienoptionen nicht mehr ausgeübt werden. Sämtliche virtuelle Aktienoptionen verfallen ersatzlos. Sollte zukünftig ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot mit einem Mitglied des Vorstands vereinbart werden, würde die Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung angerechnet werden. Erfolgt ein Widerruf der Bestellung gemäß § 84 Abs. 3 AktG innerhalb von drei Monaten nach dem Bekanntwerden eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) auf Betreiben des neuen Mehrheitsgesellschafters und beruht der Widerruf nicht auf einem wichtigen Grund gemäß § 626 BGB, so erhöht sich der Abfindungsanspruch auf den Betrag der Jahresgesamtvergütung des letzten abgelaufenen Geschäftsjahres, maximal jedoch auf die Höhe der Vergütungsansprüche für die restliche Vertragslaufzeit. Leistungen im Fall der regulären BeendigungFür den Fall der regulären Beendigung eines Vorstandsvertrags wurden keine separaten Regelungen vorgesehen und keine diesbezüglichen Vereinbarungen getroffen. Insbesondere wurden keine Leistungen der Gesellschaft für eine Altersversorgung zugesagt. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 aus VergütungssichtDer Aufsichtsrat hat keine Anpassungen der Vergütungshöhen oder Änderungen im Vergütungssystem beschlossen. 2. Vergütungssystem des AufsichtsratsBeschlussfassung über das Vergütungssystem für die Mitglieder des AufsichtsratsÜber die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschließt die Hauptversammlung. Die Vergütung ist in § 17 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat überprüfen die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder regelmäßig. Kommen sie zu dem Ergebnis, dass eine Anpassung notwendig ist, schlagen sie sie der Hauptversammlung vor. Die letzte Änderung des Vergütungssystems wurde auf der Hauptversammlung 2022 mit einer Mehrheit von 99,69 Prozent des vertretenen Kapitals beschlossen. Ausgestaltung und Anwendung des Vergütungssystems für den AufsichtsratDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat ist in der Satzung geregelt und gibt sowohl den abstrakten als auch den konkreten Rahmen für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder vor. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder stets dem von der Hauptversammlung beschlossenen Vergütungssystem entspricht. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats besteht aus einer Grundvergütung sowie Zuschlägen, die für die Übernahme bestimmter Funktionen angesichts des damit zusätzlichen Arbeitsaufwands gewährt werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste jährliche Vergütung von 40.000 Euro (VJ: 40.000 Euro) für jedes volle Geschäftsjahr in diesem Amt. Für den Vorsitzenden beträgt die feste Vergütung 200 Prozent (VJ: 200 Prozent) der Vergütung der übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats. Der stellvertretende Vorsitzende erhält wie im Vorjahr keinen Zuschlag auf die Grundvergütung. Aufgrund des damit regelmäßig verbundenen erhöhten Vorbereitungs- und Arbeitsaufwands und entsprechend der Empfehlung G.17 DCGK erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats je Mitgliedschaft in einem Ausschuss eine zusätzliche jährliche Vergütung von 10 Prozent der Grundvergütung, sofern ein solcher in dem betreffenden Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Derzeit hat der Aufsichtsrat angesichts seiner Zahl von drei Mitgliedern keine Ausschüsse eingerichtet. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben oder jeweils den Vorsitz oder den stellvertretenden Vorsitz des Aufsichtsrats nicht während eines vollen Geschäftsjahres innegehabt haben, erhalten die Vergütung zeitanteilig unter Aufrundung auf volle Monate. Die Vergütung wird im letzten Monat des jeweiligen Geschäftsjahrs ausgezahlt. Die Gesellschaft stellt den Mitgliedern des Aufsichtsrats Versicherungsschutz in einem für die Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit angemessenen Umfang zur Verfügung und entrichtet die hierfür fälligen Prämien. Außerdem erstattet die Gesellschaft jedem Aufsichtsratsmitglied die ihm bei der Ausübung seines Amtes entstandenen angemessen und nachgewiesenen Auslagen sowie die auf die Vergütung gegebenenfalls entfallende Umsatzsteuer. Eine variable Vergütung, die vom Erreichen bestimmter Erfolge bzw. Ziele abhängt, ist für die Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat kann damit seine Entscheidungen zum Wohle der Gesellschaft und damit an einer langfristigen Geschäftsstrategie und einer nachhaltigen Entwicklung ausrichten, ohne dabei anderweitige Motive zu verfolgen. Aufgrund der besonderen Art der Aufsichtsratsvergütung, welche sich wegen des aufsichtsrechtlichen Charakters grundlegend von der Tätigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Gesellschaft unterscheidet, erfolgt kein sogenannter vertikaler Vergleich mit der Arbeitnehmervergütung. Die Hauptversammlung wird zukünftig mindestens alle vier Jahre über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschließen. Der Aufsichtsrat wird daher künftig mindestens alle vier Jahre eine Analyse seiner Vergütung vornehmen, um der Hauptversammlung gemeinsam mit dem Vorstand einen entsprechenden Beschlussvorschlag zu unterbreiten. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat in allen Aspekten, wie in dem neu gefassten § 17 der Satzung der Gesellschaft geregelt, angewendet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere keine Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden darüber hinaus weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen. Individualisierte Offenlegung der Vergütung des AufsichtsratsDie folgende Tabelle stellt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im abgelaufenen Geschäftsjahr nach § 162 AktG dar, wobei die Vergütung dem Geschäftsjahr zugerechnet wird, in dem die zugrunde liegende Tätigkeit vollständig erbracht worden ist ("erdienungsorientierte Sichtweise"): VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS (GEWÄHRT UND GESCHULDET)scrollen
Vergleichende Darstellung der Vergütungs- und ErtragsentwicklungDie folgende vergleichende Darstellung stellt die jährliche Veränderung der Vergütung der gegenwärtigen und früheren Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, der Ertragsentwicklung der Gesellschaft und der Vergütung von Arbeitnehmern auf Vollzeitäquivalenzbasis dar. Die durchschnittliche Vergütung der Arbeitnehmer umfasst den Personalaufwand für Löhne und Gehälter, für Nebenleistungen, für Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung sowie für jegliche dem Geschäftsjahr zuzurechnenden kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteile. So entspricht auch die Vergütung der Arbeitnehmer - im Einklang mit der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats - im Grundsatz der gewährten und geschuldeten Vergütung im Sinne von § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG. Für die Vergütung der Arbeitnehmer (ohne Auszubildende und Aushilfen) wurde auf die durchschnittlichen Löhne und Gehälter der Mitarbeiter der Gruppe in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr abgestellt. scrollen
Die Angaben zur Vergütung der Vorstandsmitglieder stellen auf die gewährte und geschuldete Vergütung ab. Lars Wittan ist im Geschäftsjahr 2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Johannes Boot ist neues Mitglied des Aufsichtsrats.
Berlin, den 30. April 2024 Friedrich G. Conzen, CEO Ralf Spielberger, Vorstand Johannes Boot, Vorsitzender des Aufsichtsrats Klaus Röhrig, Aufsichtsrat Dr. Alexander Granderath, Aufsichtsrat Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Vergütungsberichts nach § 162 Abs. 3 AktGAn die Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin, PrüfungsurteilWir haben den Vergütungsbericht der Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 daraufhin formell geprüft, ob die Angaben nach § 162 Abs. 1 und 2 AktG im Vergütungsbericht gemacht wurden. In Einklang mit § 162 Abs. 3 AktG haben wir den Vergütungsbericht nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung sind im beigefügten Vergütungsbericht in allen wesentlichen Belangen die Angaben nach § 162 Abs. 1 und 2 AktG gemacht worden. Unser Prüfungsurteil erstreckt sich nicht auf den Inhalt des Vergütungsberichts. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung des Vergütungsberichts in Übereinstimmung mit § 162 Abs. 3 AktG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Die Prüfung des Vergütungsberichts nach § 162 Abs. 3 AktG (IDW PS 870 (09.2023)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach dieser Vorschrift und diesem Standard ist im Abschnitt "Verantwortung des Wirtschaftsprüfers" unseres Vermerks weitergehend beschrieben. Wir haben als Wirtschaftsprüferpraxis die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) angewendet. Die Berufspflichten gemäß der Wirtschaftsprüferordnung und der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer / vereidigte Buchprüfer einschließlich der Anforderungen an die Unabhängigkeit haben wir eingehalten. Verantwortung des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vorstand und der Aufsichtsrat sind verantwortlich für die Aufstellung des Vergütungsberichts, einschließlich der dazugehörigen Angaben, der den Anforderungen des § 162 AktG entspricht. Ferner sind sie verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Vergütungsberichts, einschließlich der dazugehörigen Angaben, zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Verantwortung des WirtschaftsprüfersUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob im Vergütungsbericht in allen wesentlichen Belangen die Angaben nach § 162 Abs. 1 und 2 AktG gemacht worden sind, und hierüber ein Prüfungsurteil in einem Vermerk abzugeben. Wir haben unsere Prüfung so geplant und durchgeführt, dass wir durch einen Vergleich der im Vergütungsbericht gemachten Angaben mit den in § 162 Abs. 1 und 2 AktG geforderten Angaben die formelle Vollständigkeit des Vergütungsberichts feststellen können. In Einklang mit § 162 Abs. 3 AktG haben wir die inhaltliche Richtigkeit der Angaben, die inhaltliche Vollständigkeit der einzelnen Angaben oder die angemessene Darstellung des Vergütungsberichts nicht geprüft.
Berlin, den 30. April 2024 KPMG
AG
Cheung, Wirtschaftsprüfer Klein, Wirtschaftsprüfer KONZERNABSCHLUSSder Francotyp-Postalia Holding AGfür das Geschäftsjahr 2023Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scrollen
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA scrollen
1) Erläuterungen der Anpassung der Bilanz
zum 31.12.2022: siehe unter Konzernanhang Angabe (9)
Fehlerkorrektur gemäß IAS 8.
PASSIVA scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scrollen
1) Aus den Finanzmitteln sowie den Sonstigen
Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die von der
FP-Gruppe verwaltet werden, in Höhe von TEUR 19.380
(im Vorjahr TEUR 11.541), herausgerechnet.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scrollen
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KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen(1) Allgemeine AngabenDie Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin (nachfolgend auch "FP Holding", "Gesellschaft", "Mutterunternehmen" oder "Muttergesellschaft" genannt), ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 169096 B eingetragen. Der Sitz der Francotyp-Postalia Holding AG ist in der Prenzlauer Promenade 28, 13089 Berlin, Deutschland. Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die Muttergesellschaft von unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als "FP-Konzern", "FP-Gruppe", "FP", "Francotyp-Postalia" oder "das Unternehmen" bezeichnet). Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des international agierenden FP-Konzerns mit seiner fast 100-jährigen Geschichte liegt bei Produkten und Dienstleistungen zur effizienten Postverarbeitung, Konsolidierung von Geschäftspost und digitalen Lösungen für Unternehmen und Behörden. Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat den Konzernabschluss am 30. April 2024 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er diesen billigt. (2) Grundlagen der RechnungslegungAllgemeine InformationenDie Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der die FP-Gruppe konsolidiert wird. Die Geschäftsjahre entsprechen für sämtliche Konzerngesellschaften dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FP Holding zum 31. Dezember 2023 werden beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht und veröffentlicht. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. ÜbereinstimmungserklärungDie FP Holding hat ihren Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden konsistent - abgesehen von den in Anhangangabe 9 dargestellten Ausnahmen - in allen dargestellten Zeiträumen angewandt. Sie werden in der Anhangangabe 7 erläutert. Darüber hinaus hat der Konzern im Geschäftsjahr 2023 die in Anhangangabe 3 dargestellten IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen erstmalig angewendet. (3) Anwendung neuer und überarbeiteter IFRS-VorschriftenErstmalig angewendete IFRS-Standards und IFRS-InterpretationenDer Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 die folgenden neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen, welche durch die EU bereits verabschiedet wurden und die für am 1. Januar 2023 beginnende Geschäftsjahre verbindlich anzuwenden sind, erstmals angewandt: scrollen
Diese neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen hatten keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Nicht verpflichtend anzuwendende IFRS-Standards und IFRS-InterpretationenDie folgenden neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen, die in der Berichtsperiode noch nicht verpflichtend anzuwenden waren oder noch nicht von der Europäischen Union übernommen wurden, werden nicht vorzeitig angewandt. Der Konzern beabsichtigt diese Standards anzuwenden, wenn sie in der EU erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. scrollen
(4) KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der FP Holding und ihrer direkt und indirekt beherrschten Tochterunternehmen. Die FP Holding beherrscht ein Unternehmen, wenn sie schwankenden Renditen aus dem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Endet die Möglichkeit der Beherrschung, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus. In den Konzernabschluss 2023 der FP-Gruppe sind neben der Francotyp-Postalia Holding AG zehn (im Vorjahr elf) inländische und 20 (im Vorjahr 22) ausländische Tochterunternehmen einbezogen (siehe nachfolgende Tabelle). ANTEILSBESITZLISTE NACH § 313 HGB 1scrollen
1) Für die Francotyp-Postalia GmbH, die FP
Shared Service Europe GmbH, die Francotyp-Postalia Vertrieb
und Service GmbH, die FP InovoLabs GmbH, die FP Digital
Business Solutions GmbH, die freesort GmbH, die Hefter
Systemform GmbH sowie die FP NeoMonitor GmbH wurde
beschlossen, die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs.
3 HGB i.V.m. § 325 vollumfänglich in Anspruch zu
nehmen. Die FP Produktionsgesellschaft mbH (vormals: FP
Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG) hat von den
Befreiungsvorschriften des § 264b HGB i. V. m. §
325 Gebrauch gemacht. Die genannten Gesellschaften sind
zugleich auch von der Verpflichtung zur Aufstellung eines
Lageberichts 2023 gemäß § 264 Abs. 3 HGB
i.V.m. § 289 HGB bzw. § 264b HGB befreit. Die
entsprechenden Beschlüsse wurden beim Betreiber des
Bundesanzeigers elektronisch eingereicht, die jeweilige
Bekanntmachung wurde veranlasst.
Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2023Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert. Die Gesellschaft FP Technology & Services OÜ, Tallinn, Estland, wurde am 30.01.2023 auf die Gesellschaft Azolver Eesti OÜ, Tallinn, Estland, verschmolzen. Die Gesellschaft Francotyp-Postalia Sverige AB, Bromma, Schweden, wurde am 01.07.2023 auf die Gesellschaft Azolver Svenska AB, Sollentuna, Schweden, verschmolzen. Die Gesellschaft FP Produktionsverwaltung GmbH, Wittenberge, wurde am 19.07.2023 auf die Gesellschaft Francotyp-Postalia GmbH, Berlin, verschmolzen. Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2022Im Vorjahr hat der FP-Konzern zwei Erwerbstransaktionen durchgeführt und abgeschlossen: scrollen
Detaillierte Informationen zu den Veränderungen können dem Geschäftsbericht 2022 entnommen werden. (5) KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Unternehmenszusammenschlüsse werden nach IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten, die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben werden, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Die Anschaffungskosten der Beteiligungen werden sodann gegen das neu bewertete, anteilige Eigenkapital verrechnet. Darüber hinausgehende Beträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. (6) WährungsumrechnungDie funktionale Währung der FP Holding ist der Euro (EUR). Fremdwährungsgeschäfte werden jeweils mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Stichtagskurses angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden jeweils in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der betroffenen Konzerngesellschaft erfolgswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die zum FP-Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften sind selbständige Teileinheiten und stellen ihre Jahresabschlüsse jeweils in Landeswährung auf. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung werden Vermögenswerte und Schulden der nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen mit dem Stichtagskurs, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs und die Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen, die sich aus unterschiedlichen Umrechnungskursen für Bilanzposten und für Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ergeben, werden ins sonstige Ergebnis gebucht. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst. Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe darstellen, werden auf Konzernebene nach IAS 21 im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Falle einer späteren Veräußerung der jeweiligen Nettoinvestition bzw. der Tilgung der Darlehen werden die betreffenden Eigenkapitalbeträge über das Periodenergebnis gebucht. scrollen
(7) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeBei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2023 ging der Vorstand von der Unternehmensfortführung sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften aus. UmsatzerlöseDer FP-Konzern erfasst Umsatzerlöse nach IFRS 15 aus Verträgen mit Kunden und nach IFRS 16 als Leasinggeber im Rahmen der Übertragung von Nutzungsrechten. Für die Erfassung von Umsatzerlösen als Leasinggeber siehe die Erläuterungen zu Leasingverhältnissen. Umsatzerlöse nach IFRS 15Verträge, die nicht die Übertragung eines Nutzungsrechts enthaltenDer FP-Konzern erwirtschaftet Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden in den Segmenten Mailing, Shipping & Office Solutions, Digital Business Solutions sowie Mail Services. Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IFRS 15 erfasst, wenn der Kunde Kontrolle über die Güter und Leistungen erlangt hat, die der FP-Konzern verpflichtet ist, zu erbringen. Kontrolle wird entweder zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum übertragen. Der FP-Konzern erbringt Verkaufs- und Serviceleistungen. Die Verkäufe betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Frankier- und Kuvertiermaschinen sowie Verbrauchsmaterial. Die Serviceleistungen betreffen Kundendienst und Teleportoleistungen bezüglich verkaufter oder verleaster Frankier- oder Kuvertiermaschinen, Dienstleistungen zur Konsolidierung von Geschäftspost sowie Software-Dienstleistungen für Unternehmen und Behörden. Servicedienstleistungen können jeweils einzeln bestellt werden oder durch Serviceverträge mit fester Laufzeit. Serviceverträge haben grundsätzlich originäre Laufzeiten von 12 Monaten und verlängern sich, wenn der Kunde nicht fristgerecht kündigt. Innerhalb der Serviceverträge können verschiedene Serviceleistungen, wie z.B. Kundendienste, Portoaufladung oder Aktualisierung der Portotabellen, enthalten sein. Pro Verkauf einzelner Serviceleistung handelt es sich um eigenständige Leistungsverpflichtungen. Der Umsatz für Verkäufe sowie einzeln bestellte Serviceleistungen wird mit Lieferung bzw. Erbringung der Leistung erfasst. Der Umsatz für Serviceleistungen aus Serviceverträgen mit fester Laufzeit wird gleichmäßig über die Laufzeit der Vereinbarung erfasst. Die gleichmäßige Erfassung über die Laufzeit dieser Verträge spiegelt die gleichmäßige Bereitstellung der Leistungen unmittelbar wider und ist daher eine angemessene Abbildung der Umsatzerfassung über einen Zeitraum. Je nach Zahlungsvereinbarung leisten Kunden Vorauszahlungen für Servicezeiträume der Folgemonate. Insoweit werden Vertragsverbindlichkeiten erfasst. Grundsätzlich liegen damit Leistungserbringung und Zahlungseingang maximal wenige Monate auseinander. Daher erfolgt keine Anpassung des Transaktionspreises um den Zeitwert des Geldes. Soweit der FP-Konzern Vorleistungen erbringt, werden Vertragsvermögenswerte angesetzt. Der Höhe nach ergibt sich der Umsatz aus vertraglich festgelegten Fixpreisen abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten. Die Allokation des Transaktionspreises auf verschiedene Leistungsverpflichtungen eines Vertrages erfolgt nach dem Verhältnis der Einzelveräußerungspreise. Bei der Bestimmung der Einzelveräußerungspreise zum Zwecke der Allokation auf Leistungsverpflichtungen greift der FP-Konzern auf beobachtbare Preise sowie auf Schätzungen zurück. Hierbei ist Ermessen notwendig. Bei der Schätzung berücksichtigt FP einerseits Marktdaten und andererseits Kosteninformationen. Es gelten Zahlungsziele von im Mittel 30 Tagen. Die Gewährleistung umfasst grundsätzlich die Zusicherung der Fehlerfreiheit über die gesetzliche Laufzeit. Verträge, die die Übertragung eines Nutzungsrechts enthaltenLeistungsverpflichtungen, die nach IFRS 15 zu bilanzieren sind, treten im FP-Konzern auch in Leasingverträgen auf, die den Kunden Nutzungsrechte an Frankier- oder Kuvertiermaschinen einräumen. Die Bilanzierung der in diesen Verträgen enthaltenen Komponente Nutzungsrecht und der Komponenten, die kein Nutzungsrecht darstellen, erfolgt getrennt. Das Nutzungsrecht wird nach IFRS 16 bilanziert, während die anderen Komponenten in den Anwendungsbereich von IFRS 15 fallen. Die Aufteilung der Gegenleistung des Gesamtvertrages auf die enthaltenen Komponenten und Leistungsverpflichtungen erfolgt auch hier im Verhältnis der Einzelveräußerungspreise. Sonstige betriebliche ErträgeDie Erfassung von sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt dann, wenn die Leistung erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d.h. der Gefahrenübergang auf den Abnehmer stattgefunden hat. Zinserträge und ZinsaufwendungenZinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Konzern zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinsaufwendungen werden unter Berücksichtigung etwaiger Transaktionskosten und Disagien nach der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst. EBITDADas vom Konzern berichtete EBITDA entspricht in dieser Form im Sinne der ESMA (European Securities and Markets Authority) einem adjusted EBITDA. Geschäfts- oder FirmenwertDie Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Zudem wird immer dann, wenn es einen Anhaltspunkt gibt, dass die Zahlungsmittel generierende Einheit wertgemindert sein könnte, ein Wertminderungstest durchgeführt. Die Werthaltigkeitstests werden auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen. Immaterielle VermögenswerteDie Werthaltigkeit entgeltlich erworbener immaterieller Vermögenswerte wird nach IAS 36 überprüft. Grundsätzlich wird der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegender Zeitwert herangezogen. Hierbei wird der Barwert der Cashflows, die allein auf den zu bewertenden Vermögenswert zurückzuführen sind, ermittelt. Der Diskontierungszinssatz für die Cashflows basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (sog. weighted average cost of capital - WACC) nach Steuern. Die Bewertung von im Rahmen von Kaufpreisallokationen aktivierten Kundenbeziehungen erfolgt durch einen ertragsorientierten Ansatz, wobei der Wert der Kundenbeziehungen durch Diskontierung der aus ihnen resultierenden Cashflows dargestellt wird. Von den durch Kundenbeziehungen erwarteten Umsätzen werden die mit der Umsatzerbringung verbundenen Kosten in Abzug gebracht. Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierungsfähigen Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, sofern die Herstellung dieser Produkte technisch soweit realisiert werden kann, dass diese genutzt oder verkauft werden können, der Konzern die Absicht hat, den Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, der FP-Konzern fähig ist, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen bzw. zu verkaufen, die Art des Nutzenzuflusses nachgewiesen werden kann, die technischen und finanziellen Ressourcen zur Fertigstellung zur Verfügung stehen und die während der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich bewertet werden können. Die Entwicklungskosten umfassen alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten. Erhaltene Zuschüsse zu Entwicklungskosten werden aktivisch abgesetzt. Fremdkapitalkosten, die direkt einem Entwicklungsprojekt, das ein qualifizierter Vermögenswert im Sinne von IAS 23 ist, zugeordnet werden können, werden für den Zeitraum der Herstellung als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Sie werden ausschließlich im Zusammenhang mit aktivierten Entwicklungskosten angesetzt. Der Betrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wird aus dem gewogenen Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für die von Fremdkapitalgebern gewährten Kredite ermittelt. Aktivierte Entwicklungskosten werden mit Beginn der kommerziellen Fertigung der entsprechenden Produkte linear über die Zeit ihres erwarteten Nutzens abgeschrieben. Für in der Entwicklungsphase befindliche immaterielle Vermögenswerte wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Für fertig gestellte immaterielle Vermögenswerte wird ein Werthaltigkeitstest bei Vorliegen von Anzeichen für eine mögliche Wertminderung durchgeführt. Nicht mehr werthaltige aktivierte Entwicklungen werden außerplanmäßig abgeschrieben. Den planmäßigen, linearen Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte liegen wie auch im Vorjahr im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde. scrollen
SachanlagenDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen sowie Wertminderungen, bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden einbezogen, soweit qualifizierte Vermögenswerte vorliegen. Kosten für Wartung und Reparatur von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Aufwand verrechnet. Aufbereitungskosten von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden nach den Kriterien des IAS 16.12ff. als nachträgliche Herstellungskosten erfasst, wenn durch diese Kosten der zukünftige Nutzen der Sachanlage erhöht wird (IAS 16.10). Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige lineare Abschreibungen verrechnet. Wenn vermietete Erzeugnisse verkauft werden, werden Umsatz und Materialaufwand in Höhe des Restbuchwertes erfasst. Wenn andere Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Den planmäßigen, linearen Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde. scrollen
Wertminderungen auf Sachanlagen werden nach IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag, d.h. der höhere Wert aus Nutzungswert des betroffenen Vermögenswertes und beizulegender Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, unter den Buchwert gesunken ist. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Der Abgleich zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert wird dann ebenfalls auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. VorräteBei der Bewertung der Vorräte wurde von Bewertungsvereinfachungsmethoden in Form von Durchschnittspreisbewertungen Gebrauch gemacht. Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren enthalten den Anschaffungspreis und die Nebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter der Annahme einer Normalauslastung. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden nicht einbezogen, weil qualifizierte Vermögenswerte nicht vorliegen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der noch notwendigen Fertigstellungskosten sowie der Veräußerungskosten. Wertminderungen des Vorratsvermögens werden für Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Materialaufwand und für fertige und unfertige Erzeugnisse in den Bestandsveränderungen gezeigt. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu gehören einerseits originäre Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und -verbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen bzw. Zinsen eingesetzt werden. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden ab dem Zeitpunkt in der Konzernbilanz berücksichtigt, zu welchem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Finanzielle VermögenswerteKlassifizierungDer FP-Konzern stuft seine finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Bewertungskategorien ein: scrollen
Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten basiert auf dem Geschäftsmodell, in welchem die finanziellen Vermögenswerte gehalten werden, sowie der Zusammensetzung der vertraglichen Zahlungsströme. Die Festlegung des Geschäftsmodells erfolgt auf Portfolioebene und richtet sich nach der Intention des Managements sowie den Transaktionsmustern der Vergangenheit. Die Prüfung der Zahlungsströme erfolgt auf Basis der einzelnen Instrumente. Bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten werden die Gewinne und Verluste entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral erfasst. Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, ist dies abhängig davon, ob sich der Konzern zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes unwiderruflich dafür entschieden hat, die Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Der Konzern klassifiziert Schuldinstrumente nur dann um, wenn sich das Geschäftsmodell zur Steuerung solcher Vermögenswerte ändert. Dies überprüft das Management zu jedem Stichtag. AnsatzEin marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten wird zum Handelstag angesetzt, d.h. zu dem Tag, an der sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche auf den Erhalt von Zahlungsströmen aus den finanziellen Vermögenswerten ausgelaufen oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat. BewertungBeim erstmaligen Ansatz bewertet der Konzern einen finanziellen Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich - im Falle eines in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerts - der direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswerts entfallenden Transaktionskosten. Transaktionskosten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden als Aufwand erfasst. Finanzielle Vermögenswerte mit eingebetteten Derivaten werden in ihrer Gesamtheit betrachtet, wenn ermittelt wird, ob ihre Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen. Die Folgebewertung von Schuldinstrumenten ist abhängig vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung des Vermögenswerts und den Zahlungsstrommerkmalen des Vermögenswerts. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wurden alle Schuldinstrumente des Konzerns zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, und - zusammen mit den Fremdwährungsgewinnen und -verlusten - unter den sonstigen Finanzerträgen/ sonstigen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Der Konzern bewertet alle gehaltenen Eigenkapitalinstrumente in der Folge erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL). Dividenden aus solchen Instrumenten werden im Finanzergebnis erfasst, wenn der Anspruch des FP-Konzerns auf den Erhalt von Zahlungen begründet wird. WertminderungDer FP-Konzern beurteilt auf zukunftsgerichteter Basis die mit den Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, verbundenen erwarteten Kreditverluste. Die Wertminderungsmethode ist abhängig davon, ob eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos vorliegt. Der Ansatz der erwarteten Kreditverluste (expected credit losses) nutzt ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation von Wertberichtigungen: Stufe 1: Erwartete Kreditverluste innerhalb der nächsten zwölf Monate. Stufe 1 beinhaltet alle Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung und beinhaltet regelmäßig neue Verträge und solche, deren Zahlungen weniger als 31 Tage überfällig sind. Der Anteil an den erwarteten Kreditverlusten über die Laufzeit des Instruments, welcher auf einen Ausfall innerhalb der nächsten zwölf Monate zurückzuführen ist, wird erfasst. Stufe 2: Erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - keine beeinträchtigte Bonität. Wenn ein finanzieller Vermögenswert nach seiner erstmaligen Erfassung eine signifikante Steigerung des Kreditrisikos erfahren hat, allerdings nicht in seiner Bonität beeinträchtigt ist, wird er der Stufe 2 zugeordnet. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste erfasst, welche über mögliche Zahlungsausfälle über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts bemessen werden. Stufe 3: Erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - bonitätsbeeinträchtigt Wenn ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt oder ausgefallen ist, wird er der Stufe 3 zugeordnet. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst. Objektive Hinweise darauf, dass ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt ist, umfassen eine Überfälligkeit ab 91 Tagen sowie weitere Informationen über wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners. Die Festlegung, ob ein finanzieller Vermögenswert eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos erfahren hat, basiert auf einer mindestens quartalsweise durchgeführten Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, welche sowohl externe Ratinginformationen als auch interne Informationen über die Kreditqualität des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigen. Für Schuldinstrumente, die nicht Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind, wird eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos maßgeblich anhand von Überfälligkeitsinformationen oder Ausfallwahrscheinlichkeiten festgestellt. Erwartete Kreditverluste werden unter Zugrundelegung der folgenden Faktoren berechnet: scrollen
Erwartete Kreditverluste werden berechnet als wahrscheinlichkeitsgewichteter Barwert aller Zahlungsausfälle über die erwartete Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts. Die Schätzung dieser Risikoparameter bezieht sämtliche öffentlich zur Verfügung stehenden relevanten Informationen mit ein. Neben historischen und aktuellen Informationen über Verluste werden ebenfalls angemessene und belastbare zukunftsgerichtete Informationen über Faktoren einbezogen. Diese Informationen umfassen makroökonomische Faktoren (z.B. Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Arbeitslosenquote) und Prognosen über zukünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz angewandt, wonach diese Forderungen bereits bei der erstmaligen Erfassung der Stufe 2 zugeordnet werden. Die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste werden ab dem erstmaligen Ansatz der Forderungen erfasst. Zu weiteren Einzelheiten siehe Anhangangabe 24. Eine Wertberichtigung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Einzelbasis wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeiträge nicht vollständig einbringlich sind (z.B. Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder erhebliche Zahlungsverzögerungen beim Schuldner). Wertminderungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie liquide Mittel sind für den Konzern von unwesentlicher Bedeutung. AusbuchungEin finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass er ganz oder teilweise realisierbar ist, z.B. nach Beendigung des Insolvenzverfahrens oder nach gerichtlichen Entscheidungen. Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Betriebsergebnis als Wertminderungsaufwendungen, netto, dargestellt. In Folgeperioden erzielte, früher bereits abgeschriebene Beträge, werden im gleichen Posten erfasst. Derivate und SicherungsbeziehungenDer wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wird in der Rücklage für Cashflow-Hedges als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der Gewinn oder Verlust, der den als Sicherungskosten bestimmten Anteil betrifft, wird im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für die Kosten der Absicherung als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Das Volumen des tatsächlich abgesicherten Grundgeschäfts stimmt mit dem Volumen des entsprechenden Sicherungsinstruments überein. Die Sicherungsquote beträgt daher 100 %. Ineffektivitäten können im Rahmen der designierten Sicherungsbeziehungen aus zeitlichen Verschiebungen der abgesicherten Grundgeschäfte sowie Auswirkungen des Kreditausfallrisikos auf den beizulegenden Zeitwert der Sicherungsinstrumente entstehen. In der Gesamtergebnisrechnung werden etwaige Ineffektivitäten in der Position "Sonstiges Finanzergebnis" erfasst. Wenn Optionen zur Absicherung erwarteter Transaktionen eingesetzt werden, designiert der FP-Konzern nur den inneren Wert der Optionen als Sicherungsinstrument. Gewinne oder Verluste aus dem wirksamen Teil der Änderung des inneren Werts der Optionen werden in der Rücklage für Cashflow Hedges als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen. Änderungen des Zeitwerts von Optionen, die sich auf das gesicherte Grundgeschäft beziehen werden im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für die Kosten der Absicherung als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Werden Termingeschäfte zur Absicherung erwarteter Transaktionen eingesetzt, designiert der FP-Konzern grundsätzlich nur die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Termingeschäfts aus der Kassakomponente als Sicherungsinstrument. Die Kassakomponente wird anhand der maßgeblichen Kassa-Wechselkurse ermittelt. Die Differenz zwischen dem vertraglich festgelegten Terminkurs und dem Kassa-Wechselkurs wird als Terminkomponente definiert und - sofern wesentlich - abgezinst. Gewinne und Verluste aus dem wirksamen Teil der Änderung der Kassakomponente des Termingeschäfts werden in der Rücklage für Cashflow-Hedges als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Änderung der Terminkomponente des Sicherungsinstruments, die sich auf das gesicherte Grundgeschäft bezieht, wird im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für die Kosten der Absicherung als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Im Eigenkapital erfasste kumulierte Beträge werden in den Perioden umgegliedert, in denen das gesicherte Grundgeschäft Auswirkungen auf den Gewinn oder Verlust hat. In der Gesamtergebnisrechnung wird die Umgliederung in der Position des sonstigen Ergebnisses "Absicherung von Zahlungsströmen - Umgegliedert in den Gewinn oder Verlust" bzw. in der Position "Umsatzerlöse" erfasst. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft oder beendet wird oder die Sicherungsbeziehung nicht länger die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllt, verbleiben etwaige zu diesem Zeitpunkt kumulierte abgegrenzte Sicherungsgewinne oder -verluste und die abgegrenzten Sicherungskosten im Eigenkapital, bis die erwartete Transaktion eintritt. Wenn der Eintritt der Transaktion nicht mehr erwartet wird, werden die kumulierten Sicherungsgewinne und -verluste und die abgegrenzten Sicherungskosten, die im Eigenkapital ausgewiesen wurden, unmittelbar in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten werden in die folgenden Kategorien unterteilt: scrollen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Darlehen werden im Konzern stets zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert. Für die Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten wird die Effektivzinsmethode zugrunde gelegt. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Unter den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden auch die Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften gezeigt. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital entspricht der Anzahl der ausgegebenen Aktien. In der Kapitalrücklage wird der Betrag von Zuzahlungen in das Eigenkapital ausgewiesen, die Anteilseigner geleistet haben. Kosten, die direkt der Ausgabe neuer Aktien im Rahmen des früheren Börsengangs der FP Holding angefallen waren, werden gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile vom Eigenkapital abgezogen. Die Stock-Options-Rücklage weist im Personalaufwand erfasste Beträge aus den Aktienoptionsprogrammen 2010 und 2015 aus. Maßgabe hierbei ist der beizulegende Zeitwert der voraussichtlich ausübbaren Aktienoptionen, der periodisch verteilt wird. Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese direkt vom Eigenkapital abgezogen. Der Wert der eigenen Anteile wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf sowie die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen berühren nicht das Konzernergebnis. RückstellungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) auf der Basis versicherungsmathematischer Grundsätze gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Abschlussstichtag bestehenden Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Diese im Austausch für erbrachte Arbeitsleistungen erdienten Versorgungsleistungen werden mit dem am Periodenende zugrunde liegenden Zinssatz diskontiert. Von diesem Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtungen wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Hieraus ergibt sich die als Rückstellung anzusetzende Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen. Für die Ermittlung der Nettoschuld werden für jeden Abschlussstichtag versicherungsmathematische Gutachten von qualifizierten Gutachtern zugrunde gelegt. Der Zinssatz wird auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am jeweiligen Stichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Für die Auswahl der zugrunde liegenden Anleihen werden die Währungen und Laufzeiten berücksichtigt, die den Währungen und voraussichtlichen Fristigkeiten der zu erfüllenden Versorgungsverpflichtungen entsprechen. Pensionspläne, die der FP-Konzern über Versicherungsverträge durchführt, werden als leistungsorientierte Pläne bilanziert, soweit die erdienten Ansprüche nicht durch die Versicherungsbeiträge gedeckt sind. Beiträge im Rahmen von beitragsorientierten Plänen sind Aufwendungen der Periode, in der die betreffenden Leistungen erbracht werden. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gewährt, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden oder wenn er nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten hat. Rückstellungen für Altersteilzeit werden mit den jeweiligen Barwerten der Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge (ratierliche Ansammlung im Erdienungszeitraum) bewertet und mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen in der Form einer zur Rückdeckung von Altersteilzeitzusagen eingesetzten Versicherung saldiert. Der Konzern passiviert eine Rückstellung für Gewinnbeteiligungen und Boni in den Fällen, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt. Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der besten Einschätzung des Managements hinsichtlich der Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt. Bilanzierung von Leasingverhältnissen, bei denen Francotyp-Postalia als Leasinggeber auftrittDer FP-Konzern vermietet Frankier- und Kuvertiermaschinen im Segment Mailing, Shipping & Office Solutions. Die Leasingverträge haben grundsätzlich feste Laufzeiten zwischen 2 und 6 Jahren. Soweit die Kunden nicht rechtzeitig kündigen, verlängern sich die Leasingverträge in der Regel für ein Jahr automatisch. Die Leasingverträge können neben der Übertragung des Nutzungsrechts auch Servicekomponenten enthalten. Die in den Leasingverträgen enthaltenen Leasingkomponenten werden nach IFRS 16 bilanziert. Die Bilanzierung der Servicekomponenten erfolgt nach IFRS 15. Die Aufteilung der Gegenleistung des Gesamtvertrages auf die enthaltenen Komponenten und Leistungsverpflichtungen erfolgt gemäß IFRS 15 im Verhältnis der Einzelveräußerungspreise. Nach IFRS 16 ist ein Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing oder Operating Leasing zu klassifizieren. Ein Finanzierungsleasing liegt vor, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer übergehen. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Anhangangabe 8 "Klassifizierung von Leasingverhältnissen, bei denen Francotyp-Postalia als Leasinggeber auftritt". Für Leasingverhältnisse, die als Finanzierungsleasing klassifiziert werden, wird zu Vertragsbeginn eine Forderung und Umsatz in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die in der Folge zugehenden Leasingraten werden in einen Tilgungs- und einen Zinsanteil aufgeteilt. Der Tilgungsanteil vermindert ergebnisneutral den Forderungsbestand. Der Zinsanteil wird erfolgswirksam vereinnahmt. Es wird der dem jeweiligen Leasing innewohnende Zinssatz verwendet. Für Operating-Leasingverträge werden die dem Vertrag zu Grunde liegenden Maschinen als vermietete Erzeugnisse unter den langfristigen Vermögenswerten im Sachanlagevermögen und die Leasingraten als Umsatz ausgewiesen. Je nach Zahlungsvereinbarung leisten Kunden Vorauszahlungen für Leasingzeiträume der Folgemonate. Soweit sie nicht Umsatz des Geschäftsjahres darstellen, werden sie als Verbindlichkeiten aus abgegrenzten Zahlungen ausgewiesen. Der FP-Konzern bezahlt Provisionen an Händler für die Vermittlung von Leasingverträgen. Die für einen Vertrag gezahlte Provision kann auf unterschiedlichen Komponenten im Anwendungsbereich von IFRS 16 als auch von IFRS 15 liegen. Dementsprechend werden die Provisionen wie folgt aufgeteilt: scrollen
Bilanzierung von Leasingverhältnissen, bei denen Francotyp-Postalia als Leasingnehmer auftritt Gemäß IFRS 16 erfasst der FP-Konzern die Leasingverhältnisse, in denen er Leasingnehmer ist, in der Bilanz. Danach wird auf der Aktivseite ein Nutzungsrecht und auf der Passivseite eine Leasingverbindlichkeit (unter Finanzverbindlichkeiten) angesetzt. Die Zugangsbewertung des Nutzungsrechts erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem Barwert der Leasingverbindlichkeit zuzüglich eventueller anfänglicher direkter Kosten, Zahlungen vor Laufzeitbeginn und geschätzter Rückbauverpflichtungen sowie abzüglich eventueller Anreizzahlungen des Leasinggebers an den Konzern entsprechen. In der Folge wird das Nutzungsrecht um planmäßige (und ggf. außerplanmäßige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Sofern das Eigentum an dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswert am Ende der Leasinglaufzeit auf den FP-Konzern übergeht, wird das Nutzungsrecht linear über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben. Im Falle von Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit erfolgt auch eine entsprechende Anpassung des Nutzungsrechts. Die Leasingverbindlichkeit wird bei Zugang mit dem Barwert der Leasingzahlungen passiviert. In der Folgebilanzierung wird sie unter Anwendung des jeweiligen Grenzfremdkapitalzinssatzes des Konzerns aufgezinst sowie um die Zahlung der Leasingrate vermindert. Leasingverträge mit einer Laufzeit bis zu zwölf Monaten sowie Verträge mit einem wertmäßig geringen Volumen werden nicht in der Bilanz angesetzt, sondern die Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Das Gleiche gilt für Leasingverträge von immateriellen Vermögenswerten. (8) Ermessensentscheidungen und SchätzungenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert bei verschiedenen Posten, dass für Ansatz, Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Die wesentlichen Ermessensspielräume und Schätzungen resultieren aus den folgenden Sachverhalten. UmsatzerlöseHinsichtlich der Anwendung von Ermessen im Rahmen der Allokation der Transaktionspreise wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen in Anhangangabe 7 verwiesen. Klassifizierung von Leasingverhältnissen, bei denen Francotyp-Postalia als Leasinggeber auftritt Eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing liegt im FP-Konzern u.a. dann vor, wenn die Laufzeit des Leasingverhältnisses dem überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswertes umfasst (Nutzungsdauertest) oder der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen im Wesentlichen mindestens dem beizulegenden Zeitwert des Leasingvermögenswertes entspricht (Barwertkriterium). Der FP-Konzern hat den "überwiegenden Teil" mit 75 % und "im Wesentlichen" mit 90 % ausgelegt. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeit berücksichtigt der FP-Konzern die Wahrscheinlichkeit von automatischen Verlängerungen der Verträge. Aktive latente SteuernAktive latente Steuern werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen der IFRS-Konzernbilanz in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass diese zukünftig durch positives zu versteuerndes Ergebnis tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftigen zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Steuerforderungen und -verbindlichkeitenDie Beurteilung und Bewertung von Steuerforderungen und -verbindlichkeiten ist aufgrund der Komplexität von Rechtsvorschriften und einer unterschiedlichen Praxis der zuständigen Finanzverwaltungen, insbesondere im Kontext grenzüberschreitender Transaktionen, im erheblichen Maße mit Ermessenseinschätzungen des Managements verbunden. Die Bilanzierung eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einer Steuerrisikoposition erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12, wenn eine Zahlung oder eine Erstattung bezüglich der Rechtsunsicherheit wahrscheinlich ist. Die Bewertung der unsicheren Steueransprüche und Steuerschulden erfolgt gemäß IFRIC 23 mit dem wahrscheinlichsten Wert. Wesentliche Annahmen im Rahmen der Schätzungen und Quellen für Schätzunsicherheiten sindWertberichtigungenDer Konzern bemisst die erwarteten Kreditverluste für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anhand der über die Laufzeit insgesamt erwarteten Kreditverluste. EntwicklungskostenSchätzungen sind erforderlich, wenn ein Entwicklungsprojekt bestimmte Meilensteine in einem bestehenden Projekt erreicht. Für Zwecke der Beurteilung der Werthaltigkeit der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der aus Vermögenswerten zu erwartenden Cashflows, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von zu erwartenden zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren. Neubewertung immaterieller Vermögenswerte bei der Abbildung von UnternehmenszusammenschlüssenSchätzungen sind erforderlich bei der Bestimmung beizulegender Zeitwerte im Rahmen der Neubewertung immaterieller Vermögenswerte bei der Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3. Im Rahmen von Kaufpreisallokationen sind immaterielle Vermögenswerte bei den erworbenen Unternehmen zu identifizieren und zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen; von einem etwaigen (negativen) Geschäfts- oder Firmenwert werden sie separiert. Geschäfts- oder FirmenwertZur Feststellung eines eventuellen Wertminderungsbedarfs des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert bzw. den beizulegenden Zeitwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu ermitteln. Die Ermittlung bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Der erzielbare Betrag aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem Geschäfts- und Firmenwert wird auf Basis des zugehörigen Nutzungswertes abgeleitet. Sofern dieser bereits über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegt, wurde auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten verzichtet. Der Nutzungswert wird auf Basis diskontierter Cashflows ermittelt. Grundlage sind Cashflow-Prognosen, die auf den Finanzplänen des Managements beruhen. Die hierbei berücksichtigten Werte für diese Annahmen beruhen auf externen Untersuchungen zum Postmarkt (u.a. erwartete Portoerhöhungen durch die Deutsche Post AG) und auf Erfahrungswerten des Managements. Die Finanzplanungen bestehen grundsätzlich aus Erfolgsplanung, Bilanz und Kapitalflussrechnung und werden für die ersten drei Jahre detailliert auf Basis der Absatzplanung abgeleitet und unter pauschalierten Annahmen für die beiden folgenden Planjahre weiterentwickelt. Nach dem fünften Planjahr wird jeweils von einer ewigen Rente ausgegangen. Die Diskontierungssätze wurden gemäß den Vorgaben des IAS 36 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate für die Cashflows nach Ende des fünfjährigen Planungszeitraums abgeleitet. Die Diskontierungssätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC). Die Ableitung des erzielbaren Betrags basiert zunächst auf einer Diskontierung der Cashflows mit den Kapitalkosten nach Steuern. Im Anschluss werden die Kapitalkosten vor Steuern iterativ ermittelt. Bei den Grundannahmen, die der Berechnung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu Grunde liegen, bestehen Schätzungsunsicherheiten mit Auswirkungen auf das EBIT und damit der zu diskontierenden Cashflows bzw. des Diskontierungssatzes. Die angesetzten Bruttogewinnmargen basieren auf den aktuell realisierbaren Werten und den Erfahrungen des Managements. Für die Ermittlung des Diskontierungssatzes werden Annahmen zu den einzelnen Bestandteilen des WACC sowie der nachhaltigen Wachstumsrate getroffen. Pensionen und Leistungen nach Beendigung von ArbeitsverhältnissenDie versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Zinssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. RückstellungenDie Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten und Restrukturierungen ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen des Managements verbunden. Aufwendungen für Gewährleistungen fallen im Zusammenhang mit Nachbesserungen an. Rechtsstreitigkeiten liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zugrunde, weshalb sie mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Die Schätzung voraussichtlicher Aufwendungen beinhaltet auch die zu erwartenden Prozesskosten. Der FP Konzern beurteilt den jeweiligen Stand des Verfahrens regelmäßig auch unter Einbeziehung unternehmensexterner Anwälte. Für Restrukturierungsmaßnahmen werden die erwarteten direkten Aufwendungen zurückgestellt. Den erwarteten internen und externen Kosten im Zusammenhang mit den noch offenen Betriebsprüfungszyklen der FP- Gruppengesellschaften bzw. Rechtsbehelfsverfahren im Nachgang zu Betriebsprüfungen im In- und Ausland wird durch Passivierung entsprechender Rückstellungen, welche die Komplexität der Sachverhalte u.a. im grenzüberschreitenden Kontext berücksichtigen, Rechnung getragen. Bestimmung der beizulegenden ZeitwerteEine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet: scrollen
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in der Anhangangabe 32 enthalten. (9) Fehlerkorrektur gemäß IAS 8Im Konzernabschluss zum 31.12.2023 hat der Konzern die Vergleichsperiode 2022 angepasst. Die Anpassung betrifft die Bewertung der Steuereffekte aus innerkonzernlichen Leistungsbeziehungen in der Vergleichsperiode 2022. Die Abwicklung dieser Leistungsbeziehungen erfolgt bei FP gemäß den Grundsätzen des Drittvergleichs. Im Jahr 2022 wurde die Bewertung dieser Leistungsbeziehungen nicht auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren besten Informationen zu Erfüllung der Anforderung an die Grundsätze des Drittvergleichs durchgeführt. Dies führte in 2022 per Saldo zu einer zu hohen laufenden Steuerlast in Vertriebsgesellschaften des Konzerns im Segment Mail Shipping and Office Solutions. Die Fehlerkorrektur führt zu folgenden Effekten in 2022: (i) Verringerung der laufendenSteuerverbindlichkeiten nach IAS 12.12 zum 31.12.2022 in Höhe von TEUR 1.880. Dies resultiert aus der Verringerung der zu versteuernden Einkommen der Vertriebsgesellschaften gegenüber der ursprünglich ermittelten Steuerbasis, da sich durch die zu korrigierende Bewertung der Leistungsbeziehungen der zu erfassende steuerlich wirksame Aufwand der Vertriebsgesellschaften erhöhte. (ii) Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge nach IAS 12.34 zum 31.12.2022 in Höhe von TEUR 590. Hierbei handelt es sich um einen Folgeeffekt aus (i). Die im Rahmen der Fehlerkorrektur nachgeholte Belastung der Vertriebsgesellschaften führt auf der Ebene des relevanten Steuersubjekts zu einem erhöhten zu versteuernden Einkommen. Dies wiederum führte zu einem Verlassen der Verlusthistorie in kumulierter Betrachtung der letzten drei Jahre (2020, 2021 und 2022), so dass zum 31. Dezember 2022 erstmals Aktive Latenten Steuern auf Verlustvorträge anzusetzen waren. Die nachfolgenden Tabellen fassen die Auswirkungen auf den Konzernabschluss zusammen: 1. KonzerngesamtergebnisrechnungKonzerngesamtergebnisrechnung vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022scrollen
Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktiescrollen
2. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022scrollen
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3. Konzernkapitalflussrechnung vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022scrollen
Weitere Anpassungseffekte in der Kapitalflussrechnung haben sich nicht ergeben. II. SegmentberichterstattungIm Interesse der effektiven Steuerung des Konzerns basierend auf der Geschäftsstrategie wurde die Definition der Geschäftsbereiche im Geschäftsjahr 2023 und folglich das interne Reporting und die Segmentberichterstattung entsprechend verändert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde zur Identifizierung der berichtspflichtigen Segmente eine Kombination der Faktoren aus Organisationsstruktur sowie Unterschiede zwischen Produkten und Dienstleistungen herangezogen. Der Konzern ist, basierend auf der Unterteilung für Zwecke der internen Steuerung, in die drei Segmente Mailing, Shipping & Office Solutions (MSO), Mail Services und Digital Business Solutions (DBS) aufgeteilt. Das Segment Mailing, Shipping & Office Solutions fokussiert sich weitestgehend auf das Frankiermaschinengeschäft. In diesem Segment entwickelt der FP-Konzern Frankiersysteme. FP produziert und verkauft oder vermietet diese und bietet Kunden darüber hinaus ein umfassendes Produkt-, Dienstleistungs- und Serviceangebot. Für Kunden in diesem Segment bietet FP nicht nur Frankiermaschinen und verwandte Hardware an, sondern auch anderen Bürobedarf sowie Lösungen aus dem digitalen Produktspektrum. Umsätze und Ergebnisse mit digitalen Lösungen und Produkten werden im Geschäftsjahr 2023 dem Segment Digital Business Solutions zugeordnet. Daraus ergeben sich folgende Änderungen der Segmentberichterstattung. Im Vorjahr wurde der Bereich Mailing, Shipping & Office Solutions (MSO) noch in zwei Segmenten berichtet: Mailing, Shipping & Office Solutions - Europa und Mailing, Shipping & Office Solutions - Nordamerika werden nun zusammengefasst dargestellt. Die Umsätze und Ergebnisse der Gesellschaften, die in der Vergangenheit unter den Segmenten Mailing, Shipping & Office Solutions - Europa und Mailing, Shipping & Office Solutions - Nordamerika berichtet wurden, fließen zum größten Teil in das Segment Mailing, Shipping & Office Solutions ein. Dazu werden in diesem Segment die Umsätze und Ergebnisse der FP Produktionsgesellschaft mbH und FP InovoLabs GmbH dargestellt. Das Segment Mail Services umfasst den Frankierservice - die Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme der Frankierung - sowie den Konsolidierungsservice - die Abholung frankierter Post, die Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post AG oder alternativen Postzustellern. Das Segment Digital Business Solutions umfasst alle digitalen Aktivitäten, mit denen FP sein Geschäftsmodell wachstumsorientiert erweitert. Hierzu zählt im Bereich Document Workflow Management das Input- und Outputmanagement, mit dem Kunden effizient ihren Postein- und -ausgang managen können. Der Bereich Business Process Management & Automation umfasst die Produkte und Lösungen für effiziente und automatisierte Prozess-Workflows der Kunden. Der Bereich Shipping & Logistics umfasst sowohl die SaaS-basierte Parcel Shipping Software für den Paketversand als auch Softwarelösungen für das Paketeingangsmanagement, das Asset-Tracking und interne Logistik. Umsätze und Ergebnisse digitaler Lösungen wie z. B. Parcel Shipping, die über den Vertriebskanal MSO vertrieben werden, werden im Segment Digital Business Solutions ausgewiesen. Die Segmente berichten nach den jeweiligen lokalen Rechnungslegungsvorschriften der dem Segment zugehörigen Konzerngesellschaften. Die Segmentinformationen für das Geschäftsjahr 2022 wurden entsprechend angepasst, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Während die Umsätze und Materialaufwendungen der Tochtergesellschaft Francotyp-Postalia GmbH dem Segment Mailing, Shipping & Office Solutions zugeordnet werden, werden übrige Erträge und Aufwendungen dieser Gesellschaft keinem Segment zugeordnet. Die Umsatzerlöse mit externen Dritten der Segmente Mail Services und Digital Business Solutions enthalten die konzernintern weiterberechneten Rabatte der Deutschen Post AG. Die Vergleichbarkeit der im Geschäftsjahr 2023 dargestellten Segmente mit der Vorperiode wird durch den Erwerb der operativen Azolver-Gesellschaften am 23. März 2022 beeinträchtigt, da die operativen Gesellschaften der Azolver-Gruppe im Vorjahr nur für neun Monate enthalten sind. SEGMENTINFORMATIONEN 2023scrollen
SEGMENTINFORMATIONEN 2022scrollen
ÜBERLEITUNG DER UMSATZERLÖSEscrollen
ÜBERLEITUNG DES SEGMENT-EBITDA ZUM KONZERN-EBTscrollen
UMSATZ NACH REGIONENscrollen
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 1 NACH REGIONENscrollen
III. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung(10) UmsatzerlöseDie folgenden Tabellen zeigen die Umsatzerlöse disaggregiert nach Leistungsarten. Es werden sowohl die Umsatzerlöse im Anwendungsbereich von IFRS 15 als auch IFRS 16 dargestellt. Zudem enthalten die Tabellen die Überleitung zu den Umsätzen der Segmentberichterstattung. scrollen
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In der Überleitung vom IFRS-Umsatz zum Segment-Umsatz ergibt sich eine Erhöhung des Segment-Umsatzes um TEUR 1.108 (im Vorjahr Erhöhung um TEUR 1.640). Der Effekt betrifft im Wesentlichen die Umsatzerlöse aus Leasing- und Serviceverträgen nach IFRS 15 & 16 im Bereich MSO in Höhe von TEUR 1.961 (im Vorjahr TEUR 1.778). Gegenläufig wirkten (i) ein IFRS 15 bedingter Ausweiß von digitalem Umsatz im MSO Segment- TEUR - 849; (im Vorjahr-TEUR -369), sowie (ii) Währungseffekte aus Hedge Accounting in Höhe von TEUR 334 (im Vorjahr TEUR 632). Keinem Segment waren Umsätze in Höhe von TEUR 338 (im Vorjahr TEUR 402) zugeordnet. Aufgrund der Allokation der Transaktionspreise nach IFRS 15 bzw. der Gegenleistungen nach IFRS 16 in Verbindung mit IFRS 15 ergeben sich unter IFRS zwischen den einzelnen Leistungsarten Verschiebungen, die in der Überleitung zum Segment-Umsatz eliminiert werden. scrollen
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Die folgende Tabelle zeigt die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten. Diese werden in der Bilanz unter den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. scrollen
Die Vertragsverbindlichkeiten resultieren aus abrechnungsbedingten Vorauszahlungen auf künftige Serviceleistungen in Folgemonaten. Da die originären Laufzeiten der Serviceverträge im FP-Konzern grundsätzlich nicht mehr als ein Jahr betragen, macht FP von der Erleichterungsvorschrift nach IFRS 15.121(a) Gebrauch. Der Transaktionspreis, der auf Leistungsverpflichtungen eines Vertrags entfällt, die zum Stichtag noch nicht erfüllt sind, wird daher nicht angegeben. Im Vorjahr unter den kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesene Beträge wurden im Berichtsjahr 2023 in voller Höhe realisiert. (11) Aktivierte Eigenleistungenscrollen
Die aktivierten Entwicklungskosten beinhalten im Wesentlichen die Entwicklung neuer Produkte im Geschäftsbereich MSO (TEUR 1.737, im Vorjahr TEUR 1.068) und im Geschäftsbereich DBS (TEUR 937; im Vorjahr TEUR 0). Aktivierte Eigenleistungen auf Mietmaschinen betreffen selbsterstellte vermietete Erzeugnisse. Der Posten "Sonstiges" enthält in Höhe von TEUR 99 (im Vorjahr TEUR 65) Frankiermaschinen, die in einer Konzerngesellschaft betrieblich genutzt werden. (12) Sonstige betriebliche Erträgescrollen
Die Ausbuchung von Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen verjährte Teleportoverpflichtungen in Höhe von TEUR 573 (im Vorjahr TEUR 430) sowie Ausbuchungen von sonstigen vertraglichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 226. Die periodenfremden Erträge resultieren überwiegend aus Rechnungsgutschriften. (13) Materialaufwandscrollen
(14) Personalaufwandscrollen
Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % auf TEUR 66.187 (im Vorjahr TEUR 65.740). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter fiel von 1.069 im Geschäftsjahr 2022 auf 1.025 im Berichtsjahr. Die Personalaufwandsquote, der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz, stieg im Geschäftsjahr 2023 leicht auf 27,4 % gegenüber 26,2 % im Vorjahr. Die Erhöhung ist auf das gestiegende Gehaltsniveau im Konzern, teilweise als Inflationsausgleich, zurückzuführen, das die postiven Effekte aus der Fortsetzung des Transformationsprogramms teilweise kompensiert. (15) Aufwendungen aus Wertminderungen abzgl. Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiges Umlaufvermögenscrollen
Der Aufwand aus der Bildung von Wertberichtigungen im Berichtsjahr beruht im Wesentlichen auf der Bewertung von Einzelausfallrisiken. Weiterhin wurden im Berichtsjahr aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 478 aufgelöst. Es handelt sich dabei um aktive Rechnungsabgrenzungen für Lizenzen, die im operativen Geschäft des Konzerns nicht vollumfänglich genutzt werden konnten. (16) Sonstige betriebliche Aufwendungenscrollen
Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Ausweis der Aufwendungen, die mit der IT-technischen Infrastruktur in Zusammenhang stehen, in einem Posten zusammengefasst. Dies ist der richtigungsweisenden Änderung der Verträge mit IT-Dienstleistern hin zu SaaS-Verträgen geschuldet. Diese beinhalten in der Regel neben Nutzungsrechten (Lizenzaufwendungen) auch Support Dienstleistungen. Die Position EDV-Fremdleistungen und Lizenzen enthält daher Aufwendungen für externe Unterstützung für den Support und Pflege aller im Betrieb befindlichen Systeme, externe Unterstützung bei der Implementierung des neuen ERP-Systems sowie Lizenzkosten. Die Vorjahreswerte wurden auf diese Struktur angeglichen. Der Anstieg dieser Aufwendungen von TEUR 9.334 auf TEUR 9.848 resultiert im Wesentlichen aus dem Projektforschritt bei der Implementierung des neuen ERP-Systems. Die Rechts- und Beratungskosten beziehen sich im Wesentlichen auf Rechtsberatung und Managementberatung. Die Aufwendungen für personalbezogene Kosten in Höhe von TEUR -1.442 (im Vorjahr TEUR 1.275) enthalten im Berichtsjahr die erfolgswirksame Auflösung der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 4.833. Die Erhöhung der Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen resultiert aus der Zuführung für Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Lieferantenverträgen in Höhe von TEUR 1.389. Die Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen resultieren hauptsächlich aus dem Abgang von Sachanlagen. (17) Zinsergebnis und Sonstiges Finanzergebnisscrollen
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen von Dritten sind im Vorjahr Erträge aus Erstattungen im Zusammenhang mit dem Abschluss von Betriebsprüfungen für den Zeitraum 2013 bis 2015 enthalten. Der Rückgang im Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem generell gestiegenen Zinsniveau. Die sonstigen Finanzerträge und sonstigen Finanzaufwendungen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Fremdwährungsumrechnungen, insbesondere der stichtagsbezogenen Bewertung von Bilanzposten. Des Weiteren sind darin Aufwendungen und Erträge aus den Entwicklungen der Währungssicherungen enthalten: Erträge in Höhe von TEUR 1.123 aus der Marktbewertung der Devisenswaps (im Vorjahr TEUR 425) sowie Aufwendungen aus Single Derivaten in Höhe von TEUR 970 (im Vorjahr TEUR 36). (18) Ertragsteuernscrollen
Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden die am Abschlussstichtag gültigen bzw. beschlossenen geänderten Steuersätze und Steuervorschriften herangezogen. Für die deutschen Tochtergesellschaften wurden zusammengefasste Ertragsteuersätze aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer berücksichtigt. Die deutschen Steuersätze bewegten sich leicht verändert zum Vorjahr aufgrund der erwarteten Gewerbesteuerzerlegung in einer Spanne zwischen 29,13 % bis 30,24 % (Vorjahr: 27,13 % bis 30,27 %). Bei den ausländischen Gesellschaften wurden länderspezifische Steuersätze von 20,00 % bis 26,60 % (im Vorjahr 19,00 % bis 26,60 %) ermittelt. Aus den Steuersatzanpassungen ergaben sich nur unwesentliche Abweichungen auf die latenten Steuern. scrollen
(19) Ergebnis je AktieZum 31. Dezember 2023 hielt der Konzern 677.603 (im Vorjahr 403.907) eigene Aktien. Dies entspricht 4,2 % (im Vorjahr 2,5 %) des Grundkapitals. scrollen
IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz(20) Immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist in den folgenden Tabellen dargestellt. ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE 2023scrollen
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ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE 2022scrollen
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Die Zugänge zu den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten sowie den noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten und Anzahlungen betrugen insgesamt TEUR 2.674 (im Vorjahr TEUR 1.276). Im Berichtsjahr wurde eine planmäßige Abschreibung auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 3.122 erfasst (im Vorjahr TEUR 5.101). Mit Fertigstellung der im Bau befindlichen Entwicklungsprojekte werden sich die planmäßigen Abschreibungen voraussichtlich wieder erhöhen. In den Abschreibungen des Postens Kundenbeziehungen und entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 185 enthalten. Diese sind geboten für Kundenbeziehungen einer Tochtergesellschaft im Segment Mailing, Shipping & Office Solutions als Folgeeffekt aus der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes (siehe unten zu Geschäfts- oder Firmenwerte). In den Zugängen der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Kundenbeziehungen von insgesamt TEUR 419 (im Vorjahr TEUR 165) ist haupsächlich der Erwerb von Software und Lizenzen enthalten. Hinsichtlich des Erwerbes durch Unternehmenszusammenschlüsse im Vorjahr verweisen wir auf die Angabe (4) Konsolidierungskreis des Konzernanhanges für das Geschäftsjahr 2022. Geschäfts- oder FirmenwerteDer Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 4.320 (im Vorjahr TEUR 4.408) entfällt mit TEUR 2.643 (im Vorjahr TEUR 2.643) auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit IAB (Segment Digital Business Solutions), mit TEUR 1.317 (im Vorjahr TEUR 1.363) auf die PostageInk.com LLC (Zahlungsmittelgenerierende Einheit Francotyp-Postalia Inc. im Segment Mailing, Shipping & Office Solutions) sowie mit TEUR 360 (im Vorjahr TEUR 402) auf die Gruppe (mehrere Einheiten ohne signifikanten Geschäfts- oder Firmenwert) der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der operativen Azolver-Gesellschaften im Segment Mailing, Shipping & Office Solutions. Aufgrund des Impairment-Tests nach IAS 36 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 40 auf eine Einheit der Azolvergesellschaften. Die weiteren geringfügigen Änderungen zum Vorjahr resultieren aus Kursdifferenzen und dem Abgang der Azolver Belgium SA i.L. in Höhe von TEUR 1. Die folgenden Tabellen zeigen die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden: 2023scrollen
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Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen, u.a. hinsichtlich der erwarteten Geschäftsentwicklung und regulatorischer Rahmenbedingungen. Entwicklungskostenscrollen
Im Interesse größerer Transparenz über die Umsetzung der Konzernstrategie wird im Geschäftsjahr 2023 die Darstellung der Entwicklungskosten dahingehend verändert, dass nunmehr die Aktivitäten nach den Segmenten aufgegliedert und erläutert werden. Die Vorjahreswerte wurden auf die veränderte Struktur des Ausweises angepasst. Mit dem fortschreitenden Transformationsprogramm verschiebt sich daher der Schwerpunkt der Forschung- und Entwicklungsaktivitäten stärker hin zu Produkten und Lösungen für die digitalen Geschäftsfelder, die mittelfristig ein höheres Wachstumspotenzial versprechen. Die Entwicklungskosten stiegen aufgrund der erhöhten Aktivitäten in beiden Geschäftsbereichen. Im Bereich Mailing, Shipping & Office Solutions stiegen die Entwicklungskosten um 13,3 %, die F&E-Quote belief sich auf 4,3 % im Verhältnis zum Umsatz des Geschäftsbereichs. Im Bereich Digital Business Solutions stiegen die Entwicklungskosten um 14,7 % und die F&E -Quote erreichte 18,0 % im Verhältnis zum Umsatz des Geschäftsbereichs. Damit zeigt sich deutlich, dass der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im FP Konzern auf den neuen digitalen Lösungen liegt. In der Berichtsperiode wurden TEUR 95 (im Vorjahr TEUR 14) Fremdkapitalkosten aktiviert. Dabei kam ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatz von 5,14 % (im Vorjahr 2,59 %) zur Anwendung. (21) SachanlagenDie Entwicklung der Sachanlagen wird in den folgenden Tabellen dargestellt. ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN 2023scrollen
ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN 2022scrollen
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Die dargestellten Zugänge der vermieteten Erzeugnisse von insgesamt TEUR 9.094 (im Vorjahr TEUR 7.526) enthalten vermietete Frankiermaschinen sowie aktivierte Vertragserlangungskosten und beziehen sich auf das Segment Mailing, Shipping & Office Solutions. In den Herstellungskosten des Anlagevermögens sind in der Berichtsperiode aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 8.548 erfasst worden (im Vorjahr TEUR 7.738). (22) Forderungen aus Finanzierungsleasing (FP als Leasinggeber)Die Nettoinvestitionen in die Leasingverhältnisse betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 22.974 (im Vorjahr TEUR 23.050). Die Veränderung in Höhe von TEUR -76 setzt sich wie folgt zusammen: VERÄNDERUNG DER NETTOINVESTITIONEN IN DIE LEASINGVERHÄLTNISSEscrollen
Der Rückgang der Forderungen aus Finanzierungsleasing beruht auf folgenden zwei gegenläufigen Effekten: a) Anstieg in den USA und Kanada infolge einer Erhöhung der Vertragspopulation. b) Realisierung der im Rahmen der ppa erworbenen Forderungen aus Finanzierungsleasing der Azolver-Gesellschaften. Der Verkaufserlös aus Finanzierungsleasingverträgen (selling profit) beträgt im Berichtsjahr TEUR 8.463 (im Vorjahr TEUR 7.228). Der Anstieg beruht im Wesentlichen sowohl auf gestiegenen Umsätzen aus Finanzierungsleasing in den USA als auch auf der Einbeziehung der Azolver Gesellschaften für Zwölf Monate. Im Vorjahr erfolgte die Berücksichtigung der Erlöse im FP-Konzern aufgrund des unterjährigen Erwerbs nur für Neun Monate. Die Zinserträge aus der Aufzinsung der Forderungen aus Finanzierungsleasing betragen im Berichtsjahr TEUR 2.383 (im Vorjahr TEUR 2.679). Die Verminderung um TEUR 296 im Berichtsjahr resultiert aus der veränderten Alterstruktur der im Bestand befindlichen Finance-Lease-Verträge. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der Zahlungen aus den zum 31. Dezember 2023 sowie zum 31. Dezember 2022 bestehenden Finanzierungsleasingverträgen mit FP als Leasinggeber. Angegeben werden die vertraglich vereinbarten Zahlungen, soweit sie auf die Leasingkomponenten zu allokieren sind. scrollen
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Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der Zahlungen aus den zum 31. Dezember 2023 sowie zum 31. Dezember 2022 bestehenden Operating Leasingverträgen mit FP als Leasinggeber. Angegeben werden die vertraglich vereinbarten Zahlungen ohne Abtrennung eventueller Anteile für Nichtleasingkomponenten. Die Trennung nach Leasing- und Nichtleasingkomponenten erfolgt in der jeweiligen Periode der Umsatzerfassung. scrollen
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(23) Vorrätescrollen
Die Wertminderungen auf das Vorratsvermögen betragen TEUR 3.666 (im Vorjahr TEUR 2.476) und wurden zum Zeitpunkt der Wertminderung in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Materialaufwand" ausgewiesen. Der Verbrauch der Vorräte hat die Konzern-Gesamtergebnisrechnung in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 40.478 (im Vorjahr TEUR 43.829) beeinflusst. (24) Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscrollen
WERTBERICHTIGUNGENscrollen
WertberichtigungenDer Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu bemessen. Demzufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Gemäß der Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhält der FP-Konzern bei Ausfall von Forderungen aus Finanzierungsleasing die verleasten Maschinen zurück. Die Marktpreise der Vermögenswerte abzüglich Rückführungskosten übersteigen die ausgefallenen Forderungen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf den Zahlungsprofilen der Umsätze über vier Jahre und den entsprechenden historischen Ausfällen. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Der Konzern hat das Bruttoinlandsprodukt und die Arbeitslosenquote der Länder, in denen er Produkte und Dienstleistungen verkauft, als relevanteste Faktoren identifiziert und passt die historischen Verlustquoten aufgrund der erwarteten Veränderungen bei diesen Faktoren an. Auf dieser Grundlage wurde die Wertberichtigung im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 sowie zum 31. Dezember 2022 wie folgt ermittelt. scrollen
(25) Sonstige Vermögenswertescrollen
Die Vertragserlangungskosten enthalten Provisionen an Händler des FP-Konzerns für den Abschluss von Verträgen mit Kunden, die Nichtleasingkomponenten in den Mehrkomponenten-Leasingverträgen betreffen. Die Kosten werden über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverträge gleichmäßig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 955 auf Vertragserlangungskosten amortisiert (im Vorjahr TEUR 1.092). Die übrigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Kautionen in Höhe von TEUR 846 (im Vorjahr TEUR 1.155). (26) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalentescrollen
Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegen TEUR 19.380 (im Vorjahr TEUR 11.541) einer eingeschränkten Verfügbarkeit. Es handelt sich dabei um von Kunden eingenommene Teleportogelder, die von den Kunden jederzeit abgerufen werden können. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein gegenüberstehender Betrag als Verbindlichkeiten aus Teleportogeldern in Höhe von TEUR 32.479 (im Vorjahr TEUR 25.072) enthalten. Die Erhöhung der Beträge von Guthaben mit der eingeschränkten Verfügbarkeit sowie von Verbindlichkeiten aus Teleportogeldern resultiert maßgeblich aus der Einbeziehung von verfügungsbeschränkten Zahlungsmitteln (Teleportogelder) eines Tochterunternehmens in Italien in Höhe von TEUR 8.132. In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ist ein gegenüberstehender Betrag als Verbindlichkeiten aus Teleportogeldern in gleicher Höhe enthalten. (27) EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag und mit anteiliger Berechtigung am Gewinn der Gesellschaft. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der Gesellschaft und dem Inhaber der Aktie jeweils eine Dividendenberechtigung. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Eigene AktienDer Vorstand wurde auf der Hauptversammlung am 11. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt dieser Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß den §§ 71d und 71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die Ermächtigung galt bis zum 10. Juni 2020. Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 9. Oktober 2017 auf Grundlage des o.g. Ermächtigungsbeschlusses die Durchführung eines Programms zum Rückkauf von Aktien der Gesellschaft beschlossen (»Aktienrückkaufprogramm 2017«). Der Erwerb erfolgte zu dem Zweck, die erworbenen Aktien zur Bedienung von Bezugsrechten einzusetzen, die unter Aktienoptionsplänen ausgegeben wurden oder werden. Das Rückkaufprogramm startete am 13. Oktober 2017 und lief bis zum 12. Januar 2018. Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Francotyp-Postalia Holding AG vom 10. November 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt dieser Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß den §§71d und 71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 19. November 2025. Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 28. Oktober 2022 beschlossen, unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 10. November 2020 erteilten Ermächtigung ein Aktienrückkaufprogramm aufzulegen (»Aktienrückkaufprogramm 2022«). Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2022 sollen über die Börse bis zu insgesamt 557.680 eigene Aktien (dies entspricht bis zu ca. 3,4 % des zum Zeitpunkt des Beschlusses bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft) zu einem Gesamtkaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) von maximal 2,0 Mio. Euro zurückgekauft werden, um sie zu allen nach den aktienrechtlichen Regelungen zulässigen Zwecken zu verwenden. Insgesamt wurden bis zum Bilanzstichtag aus den beiden zuvor genannten Aktienrückkaufprogrammen 818.703 eigene Aktien erworben. Davon wurden zur Bedienung von Stock Options in 2017 1.100 sowie zur Bedienung von Stock Options in 2020 140.000 Aktien eingesetzt. Zum 31. Dezember 2023 hält die Francotyp-Postalia Holding AG somit 677.603 eigene Aktien (im Vorjahr 403.907). Das entspricht 4,2 % (im Vorjahr 2,5 %) des Grundkapitals. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 und 2 HGB. Die Kapitalrücklage besteht mit TEUR 34.296 unverändert fort. KAPITALGENEHMIGUNGEN FÜR GENEHMIGTES UND BEDINGTES KAPITALscrollen
Bedingtes Kapital 2010 / IAm 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung die Anpassung des Bedingten Kapitals 2010 / I beschlossen. Das Bedingte Kapital wurde von EUR 1.045.000 um EUR 388.500 auf EUR 656.500 gemindert, da der Aktienoptionsplan 2010 um 388.500 Optionen auf 656.500 Optionen gekürzt wurde. Ziffer 4 Absatz 5 der Satzung zum Bedingten Kapital 2010 wurde wie folgt geändert: "Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 656.500 Euro bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 656.500 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien." Bedingtes Kapital 2015 / IIAm 11. Juni 2015 hat die Hauptversammlung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 959.500 durch Ausgabe von bis zu 959.500 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung diente ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die bis zum 10. Juni 2020 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 gemäß dem Aktienoptionsplan 2015 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. SchuldverschreibungenDer Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. November 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. November 2025 einmalig oder mehrmalig, insgesamt oder in Teilbeträgen, Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 50.000.000 zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern (zusammen im Folgenden "Inhaber") der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf den Erwerb von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 6.464.000 nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren und entsprechende Options- oder Wandlungspflichten zu begründen. Die Schuldverschreibungen sowie die Wandlungs- und Optionsrechte bzw. -pflichten dürfen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren oder ohne Laufzeitbegrenzung begeben werden. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann insgesamt oder teilweise auch gegen Erbringung einer Sachleistung erfolgen. Die einzelnen Emissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen. Genehmigtes Kapital 2020 / IDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. November 2020 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. November 2025 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu EUR 8.150.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020 / I). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem Konsortium aus Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, einmalig oder mehrmalig mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Das Genehmigte Kapital 2020/I dient dem Erhalt der bisherigen Handlungsmöglichkeiten der Verwaltung, da das der Verwaltung zur Verfügung stehende genehmigte Kapital gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Juni 2015 (Genehmigtes Kapital 2015/I) am 10. Juni 2020 auslief. Es dient der Verbreiterung der Eigenkapitalbasis der Gesellschaft und soll der Verwaltung die Möglichkeit geben, angemessen auf künftige Entwicklungen reagieren zu können. Bedingtes Kapital 2020 / IDas Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. November 2020 um bis zu EUR 6.464.000 durch Ausgabe von bis zu 6.464.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einem auf jede Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020 / I). Das bedingte Kapital 2020/I dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 9. November 2025 von der Gesellschaft oder durch ein unmittelbares oder mittelbares Konzernunternehmen der Gesellschaft im Sinne des §18 AktG begeben werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Options- oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Die von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 11. Juni 2015 beschlossene Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen (Bedingtes Kapital 2015/I) wurde vorsorglich aufgehoben. Aktienoptionsplan 2010Der Aktienoptionsplan 2010 sieht vor, an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG und an Führungskräfte der FP Gruppe Bezugsrechte auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, insgesamt maximal 1.045.000 Aktien gegen Zahlung des Ausübungspreises zu beziehen. Der Aktienoptionsplan sieht ausschließlich den Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten vor, und zwar vorrangig durch den Einsatz eigener Aktien, nachrangig im Wege einer bedingten Kapitalerhöhung. Auf der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 wurde beschlossen, dass 200.000 Optionen des Aktienoptionsplans 2010 nicht mehr ausgegeben werden. Aktienoptionsplan 2015Der Aktienoptionsplan 2015 sieht vor, an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG und an Führungskräfte der FP Gruppe Bezugsrechte auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, insgesamt maximal 959.000 Aktien gegen Zahlung des Ausübungspreises zu beziehen. Die Gesellschaft kann wahlweise zur Bedienung der Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan 2015 anstelle neuer Aktien eigene Aktien einsetzen, soweit dies von einem gesonderten Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung gedeckt ist. AktienoptionspläneZweck beider Aktienoptionspläne ist gemäß Ziffer 1.3 des jeweiligen Aktienoptionsplans "die nachhaltige Verknüpfung der Interessen der Unternehmensführung und der Führungskräfte mit den Interessen der Aktionäre an der langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes." Jede einzelne Aktienoption berechtigt gemäß Ziffer 2.2 des jeweiligen Aktienoptionsplans zum Erwerb einer Aktie der Francotyp-Postalia Holding AG. Am Abschlussstichtag bestehen daraus nicht ausgeübte Bezugsrechte wie folgt: scrollen
Für die Ausübung der Optionen müssen folgende in den Aktienoptionsplänen 2010 und 2015 genannten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein: scrollen
In der nachfolgenden Übersicht sind die beizulegenden Zeitwerte der Optionen der einzelnen Tranchen für Aktienoptionspläne 2010 und 2015 sowie die zugrundeliegenden Bewertungskriterien dargestellt. Die Bewertung erfolgte mit Hilfe eines Black-Scholes-Optionspreismodells, da ein öffentlicher Handel von Optionen auf Francotyp-Postalia-Aktien mit gleichen Ausstattungsmerkmalen nicht existiert. scrollen
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1) Der Ausübungspreis einer Option
entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs
(Schlusskurs) der Inhaber-Stückaktien der Gesellschaft
im elektronischen Xetra-Handel der Deutsche Börse AG
in Frankfurt am Main oder einem vergleichbaren
Nachfolgesystem an den letzten 90 Kalendertagen vor
Gewährung des Bezugsrechts, mindestens aber der auf
eine Aktie entfallende Anteil am Grundkapital. Bei
Optionsausübung ist der Ausübungspreis je Aktie
von dem jeweiligen Optionsinhaber zu entrichten. Für
Mitglieder des Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG
gibt es eine Begrenzung. Punkt 9 des Aktienoptionsplans
bestimmt: "Für den Vorstand muss der Aufsichtsrat eine
maximale Jahresgesamtvergütung (Kappungsgrenze) nach
Maßgabe von Ziffer 4.2.3 des Corporate Governance
Kodex vorsehen. Die entsprechende Vereinbarung erfolgt in
einer Ergänzungsvereinbarung zum Dienstvertrag der
Vorstandsmitglieder vor Zuteilung der Optionen."
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Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden - aus den Aktienoptionsplänen resultierend - keine Aufwendungen erfasst. Sonstiges ErgebnisUnterschiedsbetrag aus der WährungsumrechnungIm Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung werden die Effekte aus der Währungsumrechnung ausländischer Abschlüsse erfasst. Im Berichtsjahr betrug der Effekt TEUR -472 (im Vorjahr TEUR 393). Unterschiedsbetrag aus der Anpassung IAS 19Der Unterschiedsbetrag aus der Anpassung IAS 19 betrifft die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Änderung des Postens im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 165 (im Vorjahr TEUR 2.636) ist im Wesentlichen auf versicherungsmathematische Verluste aus der Veränderung der Diskontierungszinssätze zurückzuführen. Rücklage für Cashflow-HedgesDie Rücklage für Cash Flow Hedges umfasst den wirksamen Teil der kumulierten Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von zur Absicherung von Zahlungsströmen verwendeten Sicherungsinstrumenten bis zur späteren Erfassung im Gewinn oder Verlust oder der direkten Erfassung in den Anschaffungskosten oder dem Buchwert eines nicht finanziellen Vermögenswertes oder einer nicht finanziellen Schuld. Demnach enthält die Rücklage für Cashflow Hedges im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderungen der Kassakomponente von Devisentermingeschäften als auch Veränderungen des inneren Wertes von FX-Optionen und beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR -115 (im Vorjahr TEUR -316). Rücklage für Kosten der AbsicherungDie Rücklage für Kosten der Absicherung zeigt Gewinne und Verluste des Anteils, der von dem designierten Sicherungsgeschäft ausgeschlossen ist, das sich auf das Forward-Element eines Devisentermingeschäfts bzw. auf den Zeitwert eines Optionsgeschäfts bezieht. Diese werden zunächst als sonstiges Ergebnis erfasst und ähnlich wie die Gewinne und Verluste in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften bilanziert. Die Rücklage für Kosten der Absicherung umfasst im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderungen der Terminkomponente von Devisentermingeschäften als auch Veränderungen des Zeitwertes der FX-Optionen und beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 112 (im Vorjahr TEUR 64). Ausschüttung einer DividendeIn den Berichtsjahren 2023 und 2022 erfolgte keine Dividendenausschüttung. (28) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenFür die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern in Deutschland sowie in Österreich, Frankreich, Niederland, Italien und Schweiz bestehen teilweise leistungsorientierte Versorgungszusagen. Gemäß einer die inländischen Gesellschaften betreffenden Betriebsvereinbarung vom 9. Juli 1996 gehören alle Mitarbeiter zum Kreis der Begünstigten, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Januar 1995 begonnen hat. Die Versorgungsleistungen in Form von Pensionen, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung werden den Mitarbeitern nach Vollendung von zehn anrechnungsfähigen Dienstjahren gewährt. Die Höhe der Versorgungszusagen basiert auf Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter. Weiterhin haben auch übertarifliche Angestellte nach Maßgabe der "Richtlinien für die Zahlung von Ruhegehalt an übertarifliche Angestellte" in der Fassung vom Januar 1986 einen Anspruch auf Pensionen, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung. Die Begünstigten müssen bereits vor dem 1.1.1994 im Anstellungsverhältnis gewesen sein und mindestens zehn Dienstjahre vollendet haben. Die Höhe der Versorgungszusagen orientiert sich an Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter. Sterbegeldverpflichtungen gegenüber den Hinterbliebenen von Mitarbeitern bestehen auf der Grundlage der Manteltarifverträge für Angestellte und Mitarbeiter sowie der Betriebsvereinbarung vom 30. Dezember 1975. Die Leistungen sind abhängig von Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt und werden als Festbetrag gewährt. Darüber hinaus besteht bei den europäischen Tochtergesellschaften zum Teil die rechtliche Verpflichtung, Versorgungspläne einzurichten. Diese Pläne sehen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Einmalzahlung vor. Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgelt der Mitarbeiter. In den Niederlanden besteht ein leistungsorientierter Plan, bei dem die auf die Jahre entfallenden Verpflichtungszuwächse durch den jährlichen Kauf von Versicherungen erfüllt werden. In der Azolver Schweiz AG besteht die gesetzliche Verpflichtung zur betrieblichen Altersvorsorge durch betriebliche Pensionskassen. Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Versorgungszusagen bestehen insbesondere versicherungsmathematische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko oder Zinsänderungsrisiken. Es wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen, die bei der Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungsverpflichtung zum Stichtag zugrunde liegen: scrollen
Die biometrischen Rechnungsgrundlagen, wie Sterblichkeit und Invalidität, basieren für die Pensionen in Deutschland auf den erneuerten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, die zur Bewertung von betrieblichen Versorgungsverpflichtungen allgemein anerkannt sind. In Italien und Österreich wird analog verfahren. Für den leistungsorientierten Pensionsplan in den Niederlanden wurden die Richttafeln der Dutch Actuarial Society's (AG 2022) verwendet. In der Schweiz basieren die biometrischen Rechnungsgrundlagen auf Datenbanken der BVG Sammelstiftung Swiss Life. RÜCKSTELLUNG FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHEN VERPFLICHTUNGEN UND ANWARTSCHAFTSBARWERT DER VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG IN TEURscrollen
ANWARTSCHAFTSBARWERT DER VERSORGUNGSVERPFLICHTUNGscrollen
Sämtliche Versorgungszusagen sind unverfallbar.Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 11,9 Jahre (im Vorjahr 11,8 Jahre). FÄLLIGKEIT DER NICHT DISKONTIERTEN VERSORGUNGSVERPFLICHTUNGENscrollen
In der nachfolgenden Tabelle wird der Effekt der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf den Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 dargestellt: SENSITIVITÄTSANALYSE ZUM 31.12.2023scrollen
Die Sensitivitätsanalyse wurde für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen auf den zum 31. Dezember 2023 berechneten Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtung separat aufzuzeigen. (29) Steueransprüche und -schuldenAuf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: scrollen
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Die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge beruhen auf der Erwartung, dass die Verlustvorträge mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen verrechnet werden können. Die den nicht aktivierten latenten Steuern zugrunde liegenden Verlustvorträge betragen TEUR 19.476 (im Vorjahr TEUR 42.178). Ferner wurden auf temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 4.398 (im Vorjahr TEUR 270) keine latenten Steuern angesetzt. Dies betrifft neben den deutschen Gesellschaften insbesondere die Tochtergesellschaften in Italien, Frankreich und Norwegen. Insgesamt bestehen im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 16.379 (im Vorjahr TEUR 26.459), vortragsfähige Gewerbeverluste in Höhe von TEUR 16.940 (im Vorjahr TEUR 29.339) und ausländische steuerliche Verluste in Höhe von TEUR 9.015 (im Vorjahr TEUR 15.457). Zum Bilanzstichtag bestehen passive latente Steuern auf Outside Basis Differences in Höhe von TEUR 87 (im Vorjahr TEUR 225), welche aus temporären Differenzen in Höhe von TEUR 292 (im Vorjahr TEUR 736) resultieren, welche nicht gesondert bilanziert wurden, da die Voraussetzungen nach IAS 12.39 vorliegen. Gegen die im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2009-2012 vorgenommenen signifikanten Verrechnungspreiskorrekturen für Warenlieferungen der Organgesellschaft Francotyp-Postalia GmbH an deren ausländische Vertriebsgesellschaften in den USA wurden internationale Verständigungsverfahren zur Vermeidung der Doppelbesteuerung durchgeführt. Im Januar 2021 hat das Bundeszentralamt für Steuern bestätigt, das eine Einigung im beantragten Verständigungsverfahren nach dem deutsch-amerikanischen Doppelbesteuerungsabkommen gefunden wurde, welche im Wesentlichen dem gestellten Antrag entspricht. Hieraus entstanden Steuererstattungsansprüche auf Ebene der Francotyp-Postalia Inc. Sowohl aus den internationalen Verständigungen erwartete Erstattungsansprüche im In- und Ausland als auch aus Überzahlungen von tatsächlichen Steuern im laufenden Jahr sind kurzfristige Steuerforderungen in Höhe von TEUR 4.328 (im Vorjahr TEUR 4.288) entstanden. Bei der Bewertung der Steuerforderung im Rahmen des Ermessens des Managements wurde das zum Bilanzstichtag wahrscheinlichste Ergebnis der Realisierung der Forderung der Schätzung zugrunde gelegt. (30) Sonstige Rückstellungenscrollen
Die Rückstellungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen, Jubiläumsrückstellungen, Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (ATZ) sowie Prämien und Tantiemen. Die Restrukturierungsrückstellung betrifft neben Maßnahmen in Deutschland auch sämtliche Tochtergesellschaften im In- und Ausland und beinhaltet Kosten für Vertragsbeendigungen und Beratungskosten. Die Maßnahmen wurden den betroffenen Mitarbeitern bzw. der zuständigen Arbeitnehmervertretung mitgeteilt. Die Umsetzung der Maßnahmen wurde im Geschäftsjahr 2021 begonnen und im Geschäftsjahr 2022 sowie 2023 fortgeführt. Die geschätzten Kosten basierten auf den Bedingungen der entsprechenden Verträge. Zudem wurden für die Wertbestimmung wahrscheinlichkeitsgewichtete Annahmen insbesondere im Bereich der Ermittlung der Personalaufwendungen und der geschätzten Annahmequoten unterstellt. Im Verlauf der Umsetzung des Transformationsprogramms ergaben sich neue Entwicklungen hinsichtlich der betroffenen Bereiche und der betroffenen Mitarbeiter. Dies steht auch im Zusammenhang mit zeitlichen Verzögerungen bei der Implementierung eines einheitlichen ERP/CRM-Systems im FP-Konzern. Das hat dazu geführt, dass weniger Kosten angefallen sind und daher in diesem Geschäftsjahr die Schätzung für die zukünftigen Aufwendungen deutlich reduziert wurde. Im Ergebnis konnten daher Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.833 (im Vorjahr TEUR 1.407) erfolgswirksam aufgelöst werden. Zugleich wurden TEUR 90 für Maßnahmen in Tochtergesellschaften zugeführt, die ursprünglich nicht Bestandteil des Transformationsprogramms waren. Die Rückstellung für Drohverluste in Höhe von TEUR 1.389 (im Vorjahr TEUR 1) basiert auf schwebenden Beschaffungsgeschäften. Es handelt sich um Abnahmeverpflichtungen, bei denen teilweise eine eingeschränke Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeit der Güter und Dienstleistungen besteht. In den übrigen Rückstellungen sind unter anderem Risiken für sonstige Steuern und Zinsen aus Betriebsprüfungen in Höhe von TEUR 216 (im Vorjahr TEUR 633) berücksichtigt. Die Minderung durch Verbrauch und Auflösung steht im Zusammenhang mit dem Abschluss der Betriebsprüfung für die Veranlagunsgzeiträume 2012 bis 2015. Für die Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von TEUR 26 (im Vorjahr TEUR 78) wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen: scrollen
Für die Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 163 (im Vorjahr TEUR 179) wird von folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgegangen: scrollen
Die biometrischen Rechnungsgrundlagen, wie Sterblichkeit und Invalidität, basieren für die Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie für die Jubiläumsrückstellungen in Deutschland auf den aktualisierten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und in Österreich auf den aktualisierten Richttafeln Pagler & Pagler (AVÖ 2018 P). Die Rückstellungen für Prozesskosten beziehen sich im Wesentlichen auf erwartete Kosten anhängiger Rechtsstreitigkeiten. Rückstellungen für Gewährleistungen werden für veräußerte Produkte auf Basis der Erfahrungswerte aus der Vergangenheit gebildet. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.974 (im Vorjahr TEUR 2.203) betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 4.833 (im Vorjahr TEUR 1.407). Die Restlaufzeiten der sonstigen Rückstellungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt. scrollen
(31) Verbindlichkeitenscrollen
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Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 22.496 (im Vorjahr TEUR 29.761) bestehen TEUR 22.489 (im Vorjahr TEUR 29.750) gegenüber einem internationalen Bankenkonsortium. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 32 4. Liquiditätsrisiken sowie Anhangangabe 33 für Sicherheiten. Gemäß dem am 31. Dezember 2023 bestehenden Konsortialdarlehensvertrag ist für die einzelnen Darlehen ein an den EURIBOR gekoppelter Zins festgelegt. Aufgrund der Erhöhung der 3-Monats-EURIBOR- bzw. 6-Monats-EURIBOR-Sätze wurde im Geschäftsjahr 2022 eine Zinssicherung über 24 Monate abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten aus Teleporto betreffen treuhänderisch verwaltete Kundengelder. Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die aus Zahlungseingängen abgegrenzten Umsatzerlöse nach IFRS 15. Die abgegrenzten Zahlungen beinhalten hauptsächlich die aus Zahlungseingängen abgegrenzten Umsatzerlöse nach IFRS 16. (32) FinanzinstrumenteKlassen von FinanzinstrumentenDie nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Finanzinstrumente, welche im Konzernabschluss enthalten sind, sowie deren Bewertungskategorie nach IFRS 9. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITENscrollen
1) AC - Amortized cost (zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet-, FV - Fair Value (zum
beizulegenden Zeitwert bewertet)
Der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen finanziellen Vermögenswerte (kurzfristig), der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristig) hat kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die Buchwerte dieser Finanzinstrumente näherungsweise ihren beizulegenden Zeitwerten zum Abschlussstichtag. Der Buchwert der langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert, da diese variabel verzinst sind oder es seit dem erstmaligen Ansatz dieser Finanzinstrumente keine wesentlichen Änderungen in den anwendbaren Bewertungsparametern gab. Die nachstehende Tabelle enthält Informationen zur Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie. scrollen
Zum Ende der Berichtsperiode wird überprüft, ob Umgruppierungen zwischen den Bewertungshierarchien vorzunehmen sind. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. RisikomanagementIm Rahmen der operativen Tätigkeit ist der FP-Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken. Das übergeordnete Risikomanagementsystem des Konzerns berücksichtigt die Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkte und ist darauf ausgerichtet, negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns zu minimieren. Zur Erreichung dieses Zieles bedient sich der Konzern bestimmter Finanzinstrumente. Zu weiteren Informationen hinsichtlich qualitativer Angaben zum Risikomanagement und zu den Finanzrisiken verweisen wir auf den Risikobericht im Konzernlagebericht. Weitere wesentliche Risikokonzentrationen in Bezug auf die Finanzinstrumente sind nicht erkennbar. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind durch konzerninterne Regelungen festgelegt. Hierzu gehört eine Funktionstrennung zwischen Erfassung und Kontrolle der Finanzinstrumente. Die Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken des FP-Konzerns werden zentral gestet. 1. FremdwährungsrisikenAufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist der FP-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzposten und aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen sowie aus allen Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen in Fremdwährungen. Um diese Risiken zu begrenzen, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. TranslationsrisikenIm Berichtsjahr wurden im Finanzergebnis Erträge aus Währungsumrechnungen und -sicherungen in Höhe von TEUR 1.479 (im Vorjahr TEUR 2.504) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.748 (im Vorjahr TEUR 2.054) erfasst. TransaktionsrisikenDer Konzern reduziert das Risiko, indem es Geschäftstransaktionen (Verkäufe und Zukäufe von Produkten und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten) hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abrechnet. Außerdem gleicht es das Fremdwährungsrisiko zum Teil dadurch aus, dass es Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft. Den operativen Einheiten ist es untersagt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen und/ oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung durchgeführt. Die Unternehmensfinanzierung wird von der FP Holding sowie der Francotyp-Postalia GmbH organisiert und durchgeführt. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Konzerneigenkapitals in Abhängigkeit von möglichen Änderungen von für die FP-Gruppe relevanten Wechselkursen (GBP, USD, CAD, SEK) ceteris paribus. Als Bezugsgröße für die ermittelten Sensitivitäten wurden die in den jeweiligen Währungen ungesicherten Geschäfte (Nettorisikoposition) sowie die bestehenden derivativen Finanzinstrumente und die Net Investments nach IAS 21 verwendet. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN GBPscrollen
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN USDscrollen
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN CADscrollen
NETTORISIKOPOSITION IN GBPscrollen
NETTORISIKOPOSITION IN USDscrollen
NETTORISIKOPOSITION IN CADscrollen
NETTORISIKOPOSITION IN SEKscrollen
NET INVESTMENTS IN CADscrollen
Der Konzern nutzt Devisentermingeschäfte und Fremdwährungs-Optionen um die Fremdwährungsrisiken aus den künftig erwarteten Zahlungseingängen in US-Dollar (USD), Canada-Dollar (CAD) sowie Britischen Pfund (GBP) abzusichern. Gemäß der Richtlinie des Konzerns müssen die wesentlichen Vertragsbedingungen der Termingeschäfte und Optionen mit den gesicherten Grundgeschäften übereinstimmen. Der FP-Konzern erfasst die gesamten Änderungen (einschließlich der Terminkomponente als Sicherungskosten) des beizulegenden Zeitwerts von Devisenterminkontrakten und Fremdwährungs-Optionen im Eigenkapital. Gemäß IFRS 9 werden Änderungen der Terminkomponente von Devisentermingeschäften und des Zeitwerts von Optionen, die sich auf die gesicherten Grundgeschäfte beziehen, in der Rücklage für die Kosten der Absicherung abgegrenzt. Zur Minimierung von Ergebnisschwankungen wurden Sicherungsgeschäfte zusammen mit den jeweiligen Grundgeschäften zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in eine Sicherungseinheit unter Berücksichtigung der Regelungen des IFRS 9 eingebracht. ÜBERSICHT DER SICHERUNGSBEZIEHUNGEN MIT HEDGE ACCOUNTING ZUM 31.12.2023scrollen
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ÜBERSICHT DER SICHERUNGSBEZIEHUNGEN MIT HEDGE ACCOUNTING ZUM 31.12.2022 scrollen
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Der FP-Konzern erwartet aus der operativen Geschäftstätigkeit der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Cashflows in US-Dollar im Jahr 2023 in Höhe von TUSD 34.700 (im Vorjahr TUSD 33.000). In Höhe von TUSD 15.600 (im Vorjahr TUSD 15.600) wurden per Ende Dezember 2023 Devisentermingeschäfte und FX-Optionsgeschäfte mit fester Fälligkeit abgeschlossen. Der FP-Konzern erwartet aus der operativen Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft in Großbritannien Cashflows in GBP im Jahr 2023 in Höhe von TGBP 3.600 (im Vorjahr TGBP 5.400). In Höhe von TGBP 960 (im Vorjahr TGBP 1.920) wurden per Ende Dezember 2023 Devisentermingeschäfte mit fester Fälligkeit abgeschlossen. Der FP-Konzern erwartet aus der operativen Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft in Kanada Cashflows in CAD im Jahr 2023 in Höhe von TCAD 3.120 (im Vorjahr TCAD 3.600). Per Ende Dezember 2023 wurden Devisentermingeschäfte Höhe von TCAD 900 (im Vorjahr TCAD 900) mit fester Fälligkeit abgeschlossen. Unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Währungssicherungen ergeben sich die folgenden Nettorisikopositionen. NETTORISIKOPOSITION ZUM 31.12.2023in Tausend scrollen
NETTORISIKOPOSITION ZUM 31.12.2022in Tausend scrollen
Im Vorjahr wurden weitere Absicherungen von Währungsrisiken im Rahmen von sog. Einzelderivatgeschäften abgeschlossen, die nach IFRS 9 keine Hedge-Accounting-fähige Sicherungsbeziehung definieren. Im Berichtsjahr sind diese ausgelaufen und es wurden keine weiteren abgeschlossen. Bei den ausgelaufenen Sicherungsbeziehungen handelte es sich um die in der folgenden Tabelle dargestellten Geschäfte. in Tausend scrollen
2. ZinsrisikenDas Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der FP-Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Der Finanzbereich des Konzerns steuert die Zinsrisiken mit dem Ziel, das Zinsergebnis des Konzerns zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Der Finanzierungsbedarf von Unternehmen des FP-Konzerns wird über konzerninterne Darlehen bzw. konzerninterne Verrechnungskonten gedeckt. Der im Juni 2016 abgeschlossene, im September 2018 modifizierte und im September 2022 prolongierte Kreditvertrag sieht eine Verzinsung auf Basis eines variablen Referenzzinssatzes (3-Monats-EURIBOR oder 6-Monats-EURIBOR) zzgl. einer Kreditmarge vor. Aufgrund der Marktzinsentwicklung seit 2022 wurden Zinssicherungsgeschäfte - Interest Rate-Swaps - zur Absicherung der zukünftigen Zinskosten des in Anspruch genommenen Kredits abgeschlossen. Der FP-Konzern erfasst die gesamten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Interest Rate Swaps (IRS) im Eigenkapital. Zur Minimierung von Ergebnisschwankungen wurden Sicherungsgeschäfte zusammen mit den jeweiligen Grundgeschäften zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in eine Sicherungseinheit unter Berücksichtigung der Regelungen des IFRS 9 eingebracht. ÜBERSICHT DER SICHERUNGSBEZIEHUNGEN MIT HEDGE ACCOUNTING ZUM 31.12.2023scrollen
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Variabel verzinsliche Finanzinstrumente bestehen ausschließlich in Form der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des kumulierten übrigen Eigenkapitals gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Als Bezugsgröße für die Sensitivität wurde der Darlehensbestand zum Jahresendeverwendet. scrollen
3. AusfallrisikenDie bilanzierte Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko für den Fall wieder, dass Kontrahenten ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Für alle den originären Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Leistungsbeziehungen gilt, dass zur Minimierung der Ausfallrisiken in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten verlangt werden, Kreditauskünfte/ Referenzen eingeholt werden oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung (etwa Betrachtung des Zahlungsverhaltens) zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Francotyp-Postalia besteht bei Kauf ein Eigentumsvorbehalt an der Kaufsache bis zum Eingang aller Zahlungen. Befindet sich bei einer Vermietung einer Maschine ein Kunde in Zahlungsverzug oder verweigert ein Mieter trotz Fristsetzung die Durchführung des Mietvertrags, so ist der Kunde neben der Zahlung eines Schadensersatzes verpflichtet, den Mietgegenstand an Francotyp-Postalia bei Vertragskündigung zurückzugeben. Das Ausfallrisiko des FP-Konzerns wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden beeinflusst. Allerdings berücksichtigt das Management auch die Merkmale der gesamten Kundenbasis, einschließlich des Ausfallrisikos der Branche und der Länder, in denen die Kunden tätig sind, da diese Faktoren das Ausfallrisiko ebenfalls beeinflussen können. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (wie Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente und derivative Finanzinstrumente) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem jeweils ausgewiesenen Buchwert. Die FP-Gruppe schließt derivative Finanzinstrumente unter Netting-Vereinbarungen ab. Im Allgemeinen werden bei diesen Vereinbarungen die geschuldeten Beträge aus allen Transaktionen der jeweiligen Vertragspartner an einem jeweiligen einzelnen Tag innerhalb einer Währung miteinander verrechnet und von einem Vertragspartner zum anderen Vertragspartner als Summe gezahlt. In speziellen Umständen, zum Beispiel bei Eintritt eines Kreditereignisses wie einem Zahlungsausfall, werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet und ein Gesamtbetrag durch Verrechnung aller Transaktionen ermittelt, der als Gesamtbetrag zahlbar ist. Diese Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für das Verrechnen der Transaktionen in der Bilanz. Dies ist der Fall, da Francotyp-Postalia keine rechtlichen Mittel hat, diese Transaktionen im Normalfall miteinander zu verrechnen. Eine Verrechnung ist rechtlich nur möglich im Falle eines zukünftigen Ereignisses wie Zahlungsausfall bei Verbindlichkeiten oder ähnlichem. Die folgenden Tabellen stellen die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die einer solchen Vereinbarung unterliegen. 31.12.2023scrollen
31.12.2022scrollen
4. LiquiditätsrisikenDie Liquiditätsrisiken des Konzerns bestehen darin, dass möglicherweise finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen werden kann (etwa die erwartete Tilgung von Finanzschulden, Bezahlung von Zulieferern oder die Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing). Der FP-Konzern begrenzt diese Risiken durch ein Working-Capital- sowie Cash-Management. Den Liquiditätsrisiken wird mit einer Liquiditätsvorschau für den gesamten Konzern begegnet. Ergänzend zu den oben genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt der FP-Konzern kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten. Zentrales Ziel dabei ist, die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und Finanzierungsrisiken zu begrenzen. Zur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie bestehende bzw. unterjährig angepasste Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten und Finanzierungsleasingvereinbarungen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der seit 2016 bestehende und im 2018 modifizierte Konsortialdarlehensvertrag angepasst. Die Verringerung der Gesamtkreditlinie von TEUR 150.000 auf TEUR 90.000 ist aus Kosten-/Nutzengründen erfolgt. Nach der Prolongation des bestehenden Konsortialdarlehensvertrages im Geschäftsjahr 2022 standen dem Konzern TEUR 90.000 bis zum September 2023, bzw. TEUR 67.500 bis zum September 2024 zur Verfügung. Mit Wirkung zum 26. Februar 2024 wurde der Konsortialkreditvertrag um drei Jahre bis Februar 2027 mit dem bewährten Bankenkonsortium bestehend aus der Landesbank Baden-Württemberg als Facility Agent sowie der Deutschen Bank AG und der UniCredit Bank GmbH prolongiert. Damit stehen der Gesellschaft 55 Mio. EUR bis zum Februar 2024 zur Verfügung. Die Verbindlichkeiten aus dem Konsortialdarlehensvertrag sind durch ein Garantenkonzept besichert, demgemäß die größten neun Gesellschaften des FP-Konzern Garanten zum Vertrag sind. Die Garanten stehen mit ihren Vermögenswerten für mögliche Zahlungsausfälle/Liquiditätsschwierigkeiten der FP Holding AG als Darlehensnehmerin ein. Zum 31. Dezember 2023 verfügt der FP-Konzern über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 45.000 (im Vorjahr TEUR 58.563). Der FP-Konzern ist gemäß des neuen Konsortialdarlehensvertrags verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen (Financial Covenants) einzuhalten:
Gemäß der bestehenden Change of Control Klausel des Konsortialdarlehensvertrages liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn eine Person oder eine Gruppe von gemeinsam handelnden Personen direkt oder indirekt über 30 % der Stimmrechte oder Aktien an der Francotyp-Postalia Holding AG halten. Bei Vorliegen eines Kontrollwechsels und nach schriftlichem Verlangen eines Kreditgebers werden sämtliche Kredite (Inkl. anfallender Zinsen) in Bezug auf den Kreditgeber innerhalb von 30 Tagen zur Rückzahlung fällig. Der Kreditvertrag dient weiterhin der Finanzierungssicherheit für Akquisitionen. Zudem hat der FP-Konzern zukünftig unternehmerische Freiräume zur Eingehung weiterer finanzieller Verpflichtungen. Durch den Konsortialdarlehensvertrag hat der FP-Konzern insgesamt eine deutliche finanzielle Stabilität und Flexibilität. Sämtliche Kreditbedingungen wurden im Berichtsjahr durchgängig eingehalten. Der FP-Konzern konnte zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der FP Konzern hat darüber hinaus außerhalb des Konsortialdarlehens Avalkredite in Höhe von 1,4 Mio. Euro in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten stammen hauptsächlich aus der Finanzierung von in den fortgeführten Aktivitäten genutzten operativen Vermögenswerten (etwa Sachanlagen) und aus Investitionen innerhalb des Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Der Konzern berücksichtigt diese Vermögenswerte bei der effektiven Steuerung des gesamten Liquiditätsrisikos. Cashflows einschließlich geschätzter Zinszahlungen sowie die Zahlungen aus den bestehenden derivativen Finanzinstrumenten mit negativem Zeitwert. Neben dem genannten Konsortialdarlehen in Höhe von TEUR 22.489 (im Vorjahr TEUR 29.750) bestanden weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7 (im Vorjahr TEUR 11). Die folgenden Tabellen zeigen die undiskontierten, vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten. Dies umfasst u.a. die aus dem Konsortialdarlehensvertrag resultierenden FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN PER 31.12.2023scrollen
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN PER 31.12.2022scrollen
Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten nach BewertungskategorieNETTOERGEBNIS IFRS 9scrollen
1) Fair Value Änderungen
KapitalsteuerungMaßgeblich für die Kapitalsteuerung des Konzerns ist die Kapitalstruktur. Die Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur ist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis der Netto-Schulden zum Eigenkapital. Der Nettoverschuldungsgrad wird fortlaufend überwacht. scrollen
Mit der Kapitalsteuerung wird ein möglichst hohes Bonitätsrating angestrebt. Zudem soll der Going Concern sichergestellt werden. Durch die Erhöhung des Eigenkapitals um 37,3 % konnte der FP-Konzern den Nettoverschuldungsgrad weiter senken. Im Berichtsjahr 2023 wurden keine Änderungen an den Zielen, Richtlinien und Verfahren für die Kapitalsteuerung vorgenommen. Finanzielle SteuerungsgrößenDie Steuerung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die folgenden finanziellen Kennzahlen: Umsatz, EBITDA. (33) Sicherheitenscrollen
Die Bürgschaftsverpflichtungen beinhalten Mietbürgschaften für Maschinen und Portogebühren. Alle gegenwärtigen, bedingten und künftigen Forderungen der Finanzierungsparteien des Konsortialdarlehensvertrages aus oder im Zusammenhang mit diesem Darlehensvertrag, einer Abzweiglinienvereinbarung oder den weiteren Finanzierungsdokumenten sind in Form von Garantien besichert. Jeder Garant garantiert selbständig und unabhängig gegenüber den Finanzierungsparteien unwiderruflich und unbedingt die Zahlung aller nach dem Darlehensvertrag oder einem anderen Finanzierungsdokument von den Darlehensnehmern geschuldete Beträge, sofern diese nicht rechtzeitig oder nicht in voller Höhe beglichen werden. Die Garanten verpflichteten sich, jede Zahlung unter dieser Garantie frei von Abzügen oder Einbehalten zu leisten. Garanten zum Stichtag sind neben der Darlehensnehmerin FP Holding auch die Francotyp-Postalia GmbH, die freesort GmbH, die Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH, die FP Produktionsgesellschaft mbH, die FP Digital Business Solutions GmbH, die Francotyp-Postalia Inc. (USA), die Francotyp-Postalia Ltd. (UK) sowie die Francotyp-Postalia Canada Inc. (Kanada). Per 31. Dezember 2023 beträgt der in Anspruch genommene Kredit TEUR 22.500 (im Vorjahr TEUR 31.437). Erhaltene Sicherheiten haben einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.821 (im Vorjahr TEUR 1.900) und stehen dem FP-Konzern im Berichtsjahr ausschließlich kurzfristig zur Verfügung (unverändert zum Vorjahr). Die Sicherheiten bestehen im Wesentlichen aus Mietkautionsbürgschaften und Bürgschaften für Warenlieferungen und Dienstleistungen. (34) Sonstige finanzielle VerpflichtungenNOMINALWERTE DER SONSTIGEN FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN ZUM 31.12.2023scrollen
NOMINALWERTE DER SONSTIGEN FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN ZUM 31.12.2022scrollen
Die Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen zum 31. Dezember 2023 betreffen: (i) Verpflichtungen aus kurzfristigen Verträgen oder Verträgen mit wertmäßig geringem Volumen, die aufgrund der Ausübung von Wahlrechten des IFRS 16 nicht in der Bilanz angesetzt worden sind. (ii) Verpflichtungen für Vertragsbestandteile mit Dienstleistungscharakter. Das Entgelt, das auf diese Leistungen entfällt, wird nicht als Teil des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit erfasst. Insoweit bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die Bestellobligos betreffen überwiegend den Erwerb von Materialien und sonstigen Dienstleistungen. (35) Angaben zu Leasingverhältnissen für den FP-Konzern als LeasingnehmerAls Leasingnehmer tritt der Konzern hauptsächlich bei der Anmietung von Immobilien (Büro- und Lagerflächen), aber auch von Kraftfahrzeugen, Maschinen und sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung auf. Die Konditionen der Leasingverträge sind gerade bei den Immobilienmietverträgen, die den wesentlichen Teil des Leasings im Konzern ausmachen, sehr unterschiedlich. Das gilt sowohl für die Laufzeit als auch für die Vereinbarung von Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen und die Preisgestaltung. Zu Leasingverhältnissen, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist, lassen sich folgende Angaben machen. Nutzungsrechte und LeasingverbindlichkeitenDer Bilanzausweis der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen erfolgt in dem separaten Posten "Nutzungsrechte" in den "Langfristigen Vermögenswerten". Die bilanzierten Nutzungsrechte entwickelten sich wie folgt: NUTZUNGSRECHTEscrollen
Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Bilanz unter den "Langfristigen Schulden" wie auch unter den "Kurzfristigen Schulden" innerhalb der Position "Finanzverbindlichkeiten" ausgewiesen und haben zum Abschlussstichtag die folgenden Fälligkeiten. FÄLLIGKEITEN DER LEASINGVERBINDLICHKEITENscrollen
Aufwendungen und Erträge aus LeasingverhältnissenIn der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die folgenden Beträge aus Leasingverhältnissen erfasst: AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE AUS LEASINGscrollen
Zahlungen aus LeasingverhältnissenIm Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Zahlungen in Höhe von TEUR 4.852 (im Vorjahr TEUR 4.526) für Leasingverhältnisse getätigt. (36) EventualforderungenEventualforderungenIm Geschäftsjahr 2017 wurde über Unregelmäßigkeiten bei der internen Erfassung und Abrechnung von Briefmengen berichtet. In dem unter engen zeitlichen Vorgaben stehenden Konsolidierungsgeschäft hat der FP-Konzern festgestellt, dass er durch Pflichtverletzungen einzelner Personen finanziell geschädigt wurde. In der Folge hat FP im Rahmen von derzeit noch laufenden Kündigungsschutzprozessen am 14. Februar 2018 Schadenersatzansprüche gegen Mitarbeitende in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro geltend gemacht. Die Vertrauensschadenversicherung wurde über die Verletzungshandlungen und den entstandenen Schaden informiert. Im Fall der Durchsetzung der Ansprüche könnte sich dies einmalig positiv auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns auswirken und dazu führen, dass FP die Prognose für 2024 übertreffen kann. III. Sonstige Angaben(37) Erläuterungen zur KapitalflussrechnungIn die Finanzmittel des FP-Konzerns werden liquide Mittel abzüglich verfügungsbeschränkter flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden) einbezogen. scrollen
Die Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit hat sich wie folgt entwickelt: scrollen
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(38) MitarbeiterDURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER JE LANDscrollen
DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER JE SEGMENTscrollen
DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER NACH GESCHLECHTscrollen
DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER AUFGETEILT NACH GRUPPENscrollen
Die Angaben zu den Mitarbeiterzahlen erfolgen nach § 314 HGB als Jahresdurchschnitt. In 2022 sind die Mitarbeiter der akquirierten Gesellschaften Azolver und pakadoo jeweils anteilig berücksichtigt. Die Zuordnung der Mitarbeiter zu den Segmenten erfolgt nach "legal entities". In einigen Fällen arbeiten Mitarbeiter an DBS-Aktivitäten, sind aber bei MSO-Gesellschaften angestellt. Diese Personalkosten werden intern weiterverrechnet. In den Angaben zu den Führungskräften sind die erste und zweite Führungsebene unter dem Vorstand einbezogen. (39) Vorstand und Aufsichtsrat (Zusatzangaben nach HGB)Dem Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG nach stellen sich die Positionen und Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder entsprechend dem aktuell geltenden Geschäftsverteilungsplan gemäß der nachfolgenden Tabelle dar: scrollen
Folgende Übersicht zeigt die Mitglieder des Aufsichtsrats der Francotyp-Postalia Holding AG mit ihren Tätigkeiten außerhalb der Gesellschaft und mit sonstigen Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandaten bzw. Mandaten bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen. scrollen
(40) Aktionärsstruktur (Zusatzangaben nach HGB)Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2023 von ihren Anteilseignern gemäß § 33 Abs. 1 WpHG folgende Mitteilungen erhalten und gemäß § 40 Abs. 1 WpHG und § 41 WpHG veröffentlicht: scrollen
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Ferner bestehen noch folgende bedeutende Stimmrechte zum 31. Dezember 2023: scrollen
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Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2023 von ihren Organmitgliedern gemäß Art. 19 Abs. 1 MAR keine Mitteilungen bezüglich der Aktie mit der ISIN DE000FPH9000 erhalten und veröffentlicht. Die Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2023 keine Änderungen der Gesamtstimmrechte gemäß § 41 WpHG veröffentlicht. In Vorjahren gab es folgende Änderungen: scrollen
(41) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNahestehende Unternehmen und Personen sind Gesellschafter mit maßgeblichem Einfluss auf den FP-Konzern, nicht konsolidierte Tochtergesellschaften und Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns haben. Personen mit maßgeblichem Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns umfassen sämtliche Personen in Schlüsselpositionen und deren nahestehende Familienangehörige. Innerhalb des FP-Konzerns trifft dies auf die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Francotyp-Postalia Holding AG zu. Transaktionen mit Gesellschaftern mit maßgeblichem EinflussIm Vorjahr war der Gesellschafter mit maßgeblichem Einfluss die Obotritia Capital KGaA, Potsdam, die zum 31. Dezember 2023 28,7 % der Stimmrechte an der FP Holding hielt (unter Berücksichtigung der im Umlauf befindlichen Aktien). Die Obotritia Capital KGaA, Potsdam, hat mit Wirkung zum 7. März 2023 ihre Aktien an der FP Holding AG veräußert. Neue Gesellschafterin mit maßgeblichem Einfluss wurde die OSP Alpha Management Limited, Eden Insel SC Mahe, die bis zum 25. April 2023 25,34 % der Anteile an der Gesellschaft hielt. Mit Wirkung zum 25. April 2023 ist die Olive Tree Invest GmbH, Grünwald, mit 25,34 % (bzw. 26,44 % unter Berücksichtigung der im Umlauf befindlichen Aktien) der Stimmrechte die neue Gesellschafterin mit maßgeblichem Einfluss geworden. Hinter der Olive Tree Invest GmbH steht die LOTUS FamilyInvest AG, Innsbruck, Österreich. Weitere Informationen zur Änderung der bedeutenden Stimmrechte finden sich unter https://www.fp-francotyp.com/de/stimmrechtsmitteilungen/c8b5f191 a4415969. Es wird auf die Angaben im Abschnitt 8 im zusammengefassten Lagebericht (Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten) verwiesen. Der Erwerb der Aktien im Geschäftsjahr 2020 durch die Obotritia Capital KGaA sowie im Geschäftsjahr 2023 durch die OSP Alpha Management Limited und durch die Olive Tree Invest GmbH sind in Angabe 40 Aktionärsstruktur dargestellt. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wurden keine anderen Transaktionen mit der Obotritia Capital KGaA, OSP Alpha Management Limited und Olive Tree Invest GmbH durchgeführt. Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen Die Erwerbe der Aktien in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 durch Personen in Schlüsselpositionen sind in Angabe 40 Aktionärsstruktur erläutert. Vergütung der Personen in SchlüsselpositionenDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß IAS 24.17 stellt sich wie folgt dar: scrollen
Am Stichtag bestanden gegenüber Vorstandmitgliedern Rückstellungen aus anteilsbasierter Vergütung mit Barausgleich und ähnliche Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 257 (im Vorjahr TEUR 327). Die Gesamtvergütung für die aktiven Mitglieder des Vorstands gemäß § 314 (1) Nr. 6 HGB betrug im Berichtsjahr TEUR 806 (im Vorjahr TEUR 1.757), für ehemalige Mitglieder der Vorstandes TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 212). Die den Mitgliedern des Vorstands gewährten Abschlagszahlungen auf Langfristboni belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 156 (im Vorjahr TEUR 88). Im Geschäftsjahr 2023 wurden an Mitglieder des Vorstandes Abschlagszahlungen auf langfristige variable Vergütung in Höhe von TEUR 68 (im Vorjahr TEUR 47) ausgezahlt. Die Abschlagszahlungen für langfristige Vergütungsbestandteile werden am Ende des Bemessungszeitraumes auf Basis der tatsächlichen Zielerreichung verrechnet. Die im Geschäftsjahr 2023 verbliebenen Rückstellungen im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Vorständen in Höhe von TEUR 331 wurden im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 291 verbraucht und in Höhe von TEUR 40 aufgelöst. Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstandes. Die Bezüge des Aufsichtsrates der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochtergesellschaften beliefen sich auf TEUR 160 (im Vorjahr TEUR 160). Von den im Geschäftsjahr 2015 und 2016 gewährten Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2015 entfielen auf den Vorstand insgesamt 180.000 Optionen. Eine Option berechtigt zum Bezug einer nennwertlosen Inhaberaktie (Stückaktie) der Francotyp-Postalia Holding AG. Im Berichtsjahr wurden keine weiteren Optionen aus dem Aktienoptionsplan 2015 gewährt. Die Möglichkeit der Ausübung der gewährten Optionen begann im Geschäftsjahr 2019 (Ausgabe 2015) bzw. 2020 (Ausgabe 2016) und endet im Geschäftsjahr 2024 (Ausgabe 2015) bzw. 2025 (Ausgabe 2016). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.460 zurückgestellt (im Vorjahr TEUR 1.565). Den Rückstellungen wurden im Berichtsjahr 2023 TEUR 48 (im Vorjahr TEUR 18) zugeführt. Davon entfallen TEUR 0 auf Service Cost und TEUR 48 auf Interest Cost. Virtuelle Aktien und AktienoptionenIm Rahmen von individuellen Vorstandszusagen wurden im Geschäftsjahr keine weiteren virtuellen Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG an die aktiven Vorstandsmitglieder gewährt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 50.000 virtuelle Optionen verwirkt, da die endgültige Zuteilung dieser Zusatzoptionen an die Entwicklung des digitalen Geschäftes in 2023 gebunden waren. Die vorgegebenen Ziele wurden nicht erreicht. Bei Ausübung werden die Optionsrechte durch Barvergütung erfüllt (Cash Settlement). Voraussetzung für die volle Zuteilung ist ein Eigeninvestment. Die Vorstandsmitglieder haben demnach Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG Aktien in Höhe von 8 % bzw. 15 % der Anzahl der ihnen zugeteilten virtuellen Aktien zu erwerben und für die Dauer von vier Jahren ab dem jeweiligen Erwerb zu halten (Sperrfrist). Die Ausübung kann durch die Vorstandsmitglieder zu einem beliebigen Zeitpunkt nach Ablauf der Sperrfrist binnen weiterer vier Jahre erfolgen. Für den Ausübungspreis maßgeblich ist das arithmetische Mittel der Aktienkurse der letzten 90 Handelstage zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Werthaltigkeit der Optionsrechte richtet sich nach der Kursentwicklung zwischen der Gewährung und der Ausübung. Die Optionsrechte sind werthaltig, wenn der Ausübungspreis gegenüber dem Basispreis bei der Gewährung der Optionsrechte um mindestens 10 % gestiegen ist (absolute Hürde). Ist diese Hürde nicht erreicht, verfällt das damit verbundene Recht. Der Wert der Optionsrechte ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Basispreis, multipliziert mit der Stückzahl der virtuellen Aktien der jeweiligen Tranche. Der Wert ist auf TEUR 300 je Tranche begrenzt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Gegenleistung aus virtuellen Aktienoptionsrechten erfolgt anhand des Black-Scholes Optionspreismodells. Der Bewertung liegt eine erwartete vierjährige Haltedauer zugrunde. Korrespondierend hierzu werden die bewertungsrelevanten Parameter (risikofreier Zinssatz, Volatilität) aus Kapitalmarktdaten über einen Vierjahreszeitraum abgeleitet. Der Ausübungspreis ergibt sich als arithmetisches Mittel der Xetra-Tagesschlusskurse der letzten 90 Handelstage vor Zuteilungsdatum. Vertragliche Besonderheiten wie Ausübungshürde und Auszahlungskappung wurde durch eine Kombination dreier Teil-Optionen Rechnung getragen. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurde der beizulegende Zeitwert aller in den Jahren 2018 bis 2022 an Vorstandsmitglieder gewährten virtuellen Anteile anhand des Black- Scholes Optionspreismodells ermittelt. Im Ergebnis wurde die entsprechende Rückstellung in Höhe von TEUR 139 erfolgswirksam aufgelöst. Zuteilungszeitpunktscrollen
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Zum 31. Dezember 2023 wurden TEUR 68 (im Vorjahr TEUR 75) als Personalaufwand erfasst mit Gegenbuchung in den Rückstellungen. Transaktionen mit den nicht konsolidierten TochtergesellschaftenParteien werden als nahestehend bezeichnet, wenn sie unter gemeinsamer Beherrschung sind oder wenn eine Partei die Fähigkeit hat, die andere Partei zu beherrschen, einen maßgeblichen Einfluss oder einen gemeinschaftlich beherrschenden Einfluss auf die finanziellen und operativen Entscheidungen der anderen Partei auszuüben. Bei der Betrachtung aller möglichen Beziehungen zwischen nahestehenden Parteien wird der Fokus auf die wirtschaftliche Substanz der Beziehung und nicht auf die rechtliche Form gelegt. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wurden keine Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften durchgeführt. (42) AbschlussprüferhonorarDie Hauptversammlung hat, basierend auf einer Empfehlung des Aufsichtsrats, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Das für Dienstleistungen des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird in der folgenden Tabelle dargestellt. scrollen
Von dem im Berichtsjahr 2023 berechneten Honorar für Abschlussprüfungsleistungen entfallen TEUR 83 periodenfremd auf das Vorjahr. Sonstige Leistungen betreffen im Wesentlichen vereinbarte Untersuchungshandlungen im Zusammenhang mit der Einhaltung von Debt Covenants sowie Beratungsleistungen in Verbindung mit IT-Migrationsprozessen. Die ermittelten Angaben umfassen nur die rechtlich selbständige Einheit des bestellten Abschlussprüfers. Alle Nicht-Prüfungsleistungen wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. (43) Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des FP-Konzerns gehabt hätten. (44) Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat der Francotyp-Postalia Holding AG haben eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG abgegeben und diese Erklärung auf der Internetseite der Gesellschaft (https://www.fp-francotyp.com/Entsprechenserklaerung 21) ) dauerhaft zugänglich gemacht.
Berlin, 30. April 2024 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Friedrich G. Conzen, CEO Ralf Spielberger, CFO VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERder Francotyp-Postalia Holding AGfür die Periode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023V. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FP-Konzern vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Francotyp-Postalia Holding AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass jeweils ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind 22).
Berlin, 30. April 2024 Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG Friedrich G. Conzen, CEO Ralf Spielberger, CFO Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Francotyp-Postalia Holding AG, BerlinVermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Francotyp-Postalia Holding AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der Francotyp-Postalia Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Der zusammengefasste Lagebericht enthält als ungeprüft gekennzeichnete, nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise. Diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse scrollen
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU- Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit des Geschäfts- oder FirmenwertsZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den verwendeten Annahmen verweisen wir auf den Konzernanhang Ziffer 7. Angaben zur Höhe der Geschäfts- oder Firmenwerte finden sich im Konzernanhang unter Ziffer 20 und Angaben zur wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftssegmente im Konzernlagebericht im Abschnitt 4 DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSSDie Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2023 EUR 4,3 Mio und haben mit 12,6 % des Konzerneigenkapitals eine erhebliche Bedeutung für die Vermögenslage. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich anlassunabhängig auf Ebene der relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) überprüft. Ergeben sich unterjährig Impairment-Trigger, wird zudem unterjährig ein anlassbezogener Goodwill-Impairment-Test durchgeführt. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit ermittelt die Gesellschaft primär den Nutzungswert und vergleicht diesen mit dem jeweiligen Buchwert. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung ist der 30. September 2023. Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der ZGE für die nächsten fünf Jahre, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und der verwendete Abzinsungssatz. Im Geschäftsjahr 2023 kam es gegenüber Vorjahren zu einem Anstieg des allgemeinen Marktzinsniveaus. Zudem ergab sich ein Rückgang der Marktkapitalisierung. Als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen hat die FP Holding einen Wertminderungsbedarf bei einer ZGE der Azolver-Gesellschaften festgestellt. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die bestehende Wertminderung nicht in angemessener Höhe erfasst wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben nicht sachgerecht sind. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNGWir haben unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für steuerliche Zwecke, und dem von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Budget vorgenommen. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Wir haben unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Daten, insb. den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus die Auswirkungen möglicher Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes, der erwarteten Zahlungsströme bzw. der langfristigen Wachstumsrate auf den erzielbaren Betrag untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse). Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit der verwendeten Bewertungsmethode haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. Außerdem haben wir uns kritisch mit der Begründung der Gesellschaft, warum die Summe der erzielbaren Beträge oberhalb des Marktwerts der Gesellschaft liegt, auseinandergesetzt. Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sachgerecht sind. UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGENDie der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Daten der Gesellschaft sind angemessen. Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts: scrollen
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen scrollen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffen- des Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenErklärung der Nichtabgabe eines Prüfungsurteils zu den für Zwecke der Offenlegung zu erstellenden elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGBWir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei "Francotyp-Postalia_Holding_AG_KA_DE-2023-12-31.zip" (SHA256-Hashwert: 849f0b6a7bb0ce25f9fcd233e9c948dd0f1f749c3268 6b67f981140cb608 d765) , enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen. Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab. Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist nachstehend weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) angewendet. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 14. Juni 2023 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der Francotyp-Postalia Holding AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Konzernabschluss oder im zusammengefassten Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Gesellschaft und ihre beherrschten Unternehmen erbracht: Neben dem Konzernabschluss haben wir den Jahresabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht der Francotyp-Postalia Holding AG geprüft und führen verschiedene Jahresabschlussprüfungen bei Tochterunternehmen durch. Ferner wurden andere gesetzliche oder vertragliche Prüfungen vorgenommen, wie die Prüfung des Vergütungsberichts sowie vereinbarte Untersuchungshandlungen bzgl. der Einhaltung von Debt Covenants. Zudem haben wir Beratungsleistungen in Verbindung mit der Einhaltung regulatorischer Anforderungen sowie im IT-Bereich durchgeführt. Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des BestätigungsvermerksUnser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar. Hinweis zur NachtragsprüfungDiesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht sowie zu den erstmals zur Prüfung vorgelegten, in der bereitgestellten Datei "Francotyp-Postalia_Holding_AG_KA_DE-2023-12-31.zip" (SHA256-Hashwert:849f0b6a7bb0ce25f9fcd233e9c948dd0f1f749c3268 6b67f981140cb608d765) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 30. April 2023 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 13. Mai 2023 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die erstmalige Vorlage der ESEF-Unterlagen bezog. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jack Cheung.
Berlin, den 30. April 2024 / begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannte Prüfung der ESEF-Unterlagen: 13. Mai 2024 KPMG
AG
Cheung, Wirtschaftsprüfer Klein, Wirtschaftsprüfer GlossarAAgile MethodenAgile Methoden sind prinzipiengesteuerte Verfahren für höhere Effizienz in der Softwareentwicklung. APIAPI steht für "Application Programming Interface" und bezeichnet eine Schnittstelle, die es verschiedenen Softwareanwendungen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren. Sie erleichtern bei der Softwareentwicklung die Integration in verschiedene Systeme und beschleunigen die Entwicklung von Anwendungen. AppProgramm für Smartphones und Tablet-Computer. A-SegmentBezeichnung für das Frankiermaschinensegment von Kunden mit geringem Postaufkommen (bis zu 200 Briefe am Tag). BbeBPoDas besondere elektronische Behördenpostfach (beBPo) dient dem sicheren elektronischen Austausch von Dokumenten zwischen Behörden und Gerichten. Es basiert auf dem EGVP-Standard. B-SegmentBezeichnung für das Frankiermaschinensegment von Kunden mit mittlerem Postaufkommen (200-2.000 Briefe am Tag). BSIBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.CCDS-SpreadsCredit Default Swap (CDS) ist ein Kreditderivat, das es erlaubt, Ausfallrisiken von Krediten oder Anleihen zu handeln. Spread ist die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufsgeboten. CGUEine Cash Generating Unit (CGU) ist nach den Standards internationaler Rechnungslegung (IFRS) die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflusse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind (IAS 36.6). Cloud-ServicesBereitstellung von IT-Infrastruktur wie, Rechenleistung, Speicherplatz oder Anwendungssoftware als Dienstleistung über das Internet. Concept of OperationEin Betriebskonzept, dass die Merkmale eines Systems aus der Sicht eines Anwenders beschreibt. CRMCustomer-Relationship-Management System (dt. System zur Kundenpflege). Software-Lösung zur systematischen Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse. CrosssellingBestreben, dem Kunden den Verkauf von sich ergänzenden Produkten oder Dienstleistungen anzubieten. C-SegmentBezeichnung des Frankiermaschinensegments für Kunden mit hohem Postaufkommen (mehr als 2.000 Briefe am Tag). Cyber-AngriffGezielter Angriff auf größere, für eine spezifische Infrastruktur wichtige Rechnernetze von außen. DDevisenswapBei einem Devisenswap tauschen zwei Vertragspartner zwei Währungen zum aktuellen Kurs und tauschen diese dann zum selben Kurs zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt wieder zurück. EeBO (besonderes elektronisches Bürger- und Organisationspostfach)Das elektronische Bürger- und Organisationspostfach dient dem sicheren elektronischen Austausch von Dokumenten zwischen Unternehmen, Bürgern und weiteren Verfahrensbeteiligten, wie Dolmetschern oder Sachverständigen mit Gerichten. Es basiert auf dem EGVP-Standard. EGVP-StandardDer EGVP-Standard steht für "Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach" und ist ein von der deutschen Justiz entwickelter Standard für die elektronische Kommunikation im Bereich der Justiz und Verwaltung. Er definiert technische Spezifikationen und Sicherheitsstandards für den sicheren elektronischen Austausch von Dokumenten zwischen Gerichten, Behörden, Anwälten und anderen Beteiligten. eIDASEuropäische Verordnung über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen. Elektronische Signatur (E-Signatur)Datensatz, der die Identität des Absenders zum Beispiel einer E-Mail sowie die Unverändertheit der Nachricht bestätigt. Rechtlich verbindlich durch die eIDAS Verordnung sowie nachgeordnete deutsche Verordnungen in der Form der fortgeschrittenen und qualifizierten elektronischen Signatur. Elektronischer RechtsverkehrElektronischer Rechtsverkehr bezeichnet den sicheren, rechtlich wirksamen Austausch elektronischer Dokumente zwischen Unternehmen, Bürgern, Rechtsanwälten, Notaren, Gerichten und Behörden. Dazu stehen für die unterschiedlichen Gruppen verschiedene Postfächer zur Verfügung, die auf dem EGVP-Standard basieren (siehe eBO, bebPO). Embedded SoftwareSoftware, die innerhalb eines technischen Apparates wie z. B. in einer Frankiermaschine bestimmte Steuerungs-, Überwachungs- und Korrekturfunktionen übernimmt. EMVElektromagnetische Verträglichkeit. Eigenschaft eines elektronischen Gerätes, andere nicht durch Elektromagnetismus zu stören. ERPEnterprise Ressource Planning (dt. Unternehmensressourcenplanung). ERP-Systeme unterstützen die Planung von Unternehmensressourcen wie Finanzen, Personal, Waren etc. ERP verbindet unterschiedliche Back-Office-Systeme wie zum Beispiel Produktions-, Finanz-, Personal-, Vertriebs- und Materialwirtschaftssysteme. ESDElectroStatical Discharge (dt. elektrostatische Entladung). FFinanzierungsleasingEin Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing (Finance Lease) klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Mietleasingverhältnis (Operating Leasing) klassifiziert. Die Klassifizierung wird zu Beginn des Leasingverhältnisses vorgenommen. Financial CovenantsSammelbegriff für zusätzliche Vertragsklauseln oder Nebenabreden in Kredit- und Anleihevertragen mit Unternehmen. ForfaitierungDer Ankauf von Forderungen - üblicherweise ohne Rückgriffsrecht gegen den Verkäufer bei Zahlungsausfall. FP InputmanagementMit FP Inputmanagement werden strukturierte Posteingangsverarbeitung der gesamten eingehenden Post inklusive digitaler Ablage der eingescannten Dokumente übernommen. FP OutputmanagementMit FP Outputmanagement werden von den Kunden Datenströme übernommen. FP kümmert sich um den gesamten Herstellungsprozess von der Aufbereitung der Daten, Drucken, Kuvertieren, Frankieren und der Übergabe der Briefe an den Zustelldienst oder alternativ der digitalen Zustellung. FP Parcel ShippingEine neue FP-Lösung für den Paketversand mit Multicarrier-Auswahl, der Frankierung und der Nachverfolgung von Paketen. FP SignFP Sign ist eine cloudbasierte Software-Lösung für den sicheren, vertraulichen und rechtsverbindlichen digitalen Abschluss und Austausch von Verträgen und Dokumenten. FP Trax SuiteFP Trax Suite ist eine cloudbasierte Lösung für das Paketeingangsmanagement und die interne Logistik. Damit lassen sich einfach und transparent Pakete, Dokumente, Waren und andere Assets regsitrieren und nachverfolgen. TransACTmailOnline-Briefversand für Privatkunden. Der Nutzer übermittelt mittels einer browserbasierten App seinen Text an FP, das den Brief ausdruckt, kuvertiert und versendet. Der Service ist bereits ab nur einem Brief erhältlich. Freedom-to-Operate RecherchePrüfung, ob bei der Entwicklung, Herstellung und der Markteinführung eines neuen Produktes bereits bestehende Schutzrechte Dritter vorhanden sind. GGatewayKomponente (Hard- und/oder Software), welche zwischen zwei Systemen eine Verbindung herstellt. Going ConcernPositive Fortführungsprogonse für das nächste Geschäftsjahr. HHardware SicherheitsmodulExternes oder internes Computer-Zubehör zur Ver- und Entschlüsselung sensibler Daten. Hybrid-Mail ServicesHybrid-Mail Services verwandeln Daten in versandfertige Briefe und umgekehrt. IInfrastrukturrabattDer Infrastrukturrabatt ersetzt seit dem 1.1.2018 den Mengenrabatt der Deutschen Post AG. Hierfür müssen besondere Voraussetzungen erfüllt sein, u. a. bei den maschinenlesbaren Freimachungsvermerken. Intellectual PropertyDas Recht am geistigen Eigentum. KKonnektivitätDie Fahigkeit von Systemen, eine Verbindung zu anderen Systemen herzustellen. KreditfazilitätGesamtheit aller Kreditmöglichkeiten, die einem Kunden zur Deckung eines Kreditbedarfs bei einer oder mehreren Banken zur Verfügung stehen (zumeist gegen Stellen von Sicherheiten) und die der Kunde nach Bedarf in Anspruch nehmen kann. MMail ServicesDer Produktbereich Mail Services umfasst den Frankierservice - die Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme der Frankierung - und den Konsolidierungsservice - die Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post AG oder alternativen Postzustellern. OOperating LeasingEin Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing (Finance Lease) klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Mietleasingverhältnis (Operating Leasing) klassifiziert. Die Klassifizierung wird zu Beginn des Leasingverhältnisses vorgenommen. PPKIPublic-Key-Infrastruktur bezeichnet in der Kryptologie ein System, das digitale Zertifikate ausstellen, verteilen und prüfen kann. PostBase OneDie PostBase One löste im Frühjahr 2016 die CentorMail ab und ist ein System der PostBase-Produktfamilie in der oberen Leistungsklasse. Die PostBase One ermöglicht das Frankieren mittlerer und größerer Postvolumen. PostBase Vision FrankiersystemeDie seit 2019 sukzessive eingeführten PostBase Vision Frankiersysteme sind die konsequente Weiterentwicklung des 2012 eingeführten PostBase "Classic"-Frankiersystems. Mit der Markteinführung der PostBase Vision A120 und Post Base M2 wurde die Produktpalette jeweils für größere und kleinere Briefvolumina in 2023 ergänzt. PostBase100Die PostBase 100 ist ein System der PostBase-Produktfamilie. Eine Besonderheit ist die dynamische Waage, mit der Kunden Stapel gleichförmiger Mischpost bequem verarbeiten können. Proof of ConceptMachbarkeitsnachweise. SSale-and-Lease-BackVerkauf von Vermögensgegenstanden, die anschließend auf dem Wege von Miete oder Leasing weiter genutzt werden. Shared Service Center (SSC)Zusammenfassung der internen Service-Leistungen einer Organisation mit dem Ziel, durch Synergieeffekte höhere Effizienz zu erreichen. SignaturRechtsverbindliche Unterschrift. Eine elektronische Signatur, auch E-Signatur genannt, kann die handschriftliche Unterschrift ersetzen. FP-Sign ist ein rechtskonformer Dienst zum Unterschreiben digitaler Dokumente. Software-as-a-Service Lösungen (SaaS-Lösungen)SaaS steht für "Software as a Service" und bezieht sich auf eine Form der Bereitstellung von Softwareanwendungen, bei der die Software über das Internet zur Verfügung gestellt und als Service abonniert wird, anstatt dass sie auf lokalen Computern installiert wird. SaaS-basierte Lösungen ermöglichen es Benutzern, auf die Anwendungen über das Internet zuzugreifen, ohne dass sie die Software selbst installieren, aktualisieren oder warten müssen. StartupNeu gegründetes Unternehmen. Strategic ControllerStrategische Kontrolle wird verwendet, um den Prozess zu beschreiben, der von Unternehmen zur Kontrolle der Erstellung und Ausführung strategischer Pläne verwendet wird. TTarget Operating ModelZielbetriebsmodell, welche die Beschreibung des gewünschten Zustands des Betriebsmodells einer Organisation darstellt. TeilleistungsrabattDer Teilleistungsrabatt wird im Rahmen von Teilleistungsvertragen der Deutschen Post gewährt, wenn Briefsendungen konsolidiert und vorsortiert in einem Briefzentrum der Deutsche Post AG zur Zustellung eingeliefert werden. time to PoCZeit bis zum Proof of Concept (PoC). Wichtiger Meilenstein in der Projektentwicklung. Grundlage für die weitere Arbeit, indem er das Projektkonzept bestätigt. Er dient so als Entscheidungsbasis für weiteren Projektverlauf und ermöglicht, Risiken zu erkennen und zu minimieren. TransformationDie betriebliche Transformation ist ein Prozess wesentlicher Veränderung. Das Ziel sind häufig neue Technologien, Produkt- oder Finanzinnovationen. Betriebliche Veränderungen können durch Anpassungen an externe (z.B. aufgrund geänderter Marktdaten) oder an interne Umwelteinflüsse (z.B. Technologietransfer) ausgelöst werden. Für FP steht die Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsfelder im Mittelpunkt der Transformation. Triggering EventAnlassgebendes Ereignis für einen Wertminderungstest. UUpsellingBestreben, dem Kunden im nächsten Schritt höherwertige Produkte und Dienstleistungen anzubieten. VVision 360Ein Portal, das in Verbindung mit der PostBase Vision Produktfamilie den Kunden den Überblick über die relevanten Systemdaten der Frankiersysteme ermöglicht. Es enthält ein Hilfe-Center und die Option, Rechnungen, Bestellungen und Verträge einzusehen sowie Serviceanfragen zu verfolgen. WWhite Spot"Weiße Flecken", in der Wirtschaft Marktbereiche, welche noch nicht oder erst wenig von aktuellen Angeboten bedient werden (auch "ungenutztes Marktpotential" oder "Identifikation von Innovationsmöglichkeiten"). Wiederkehrende UmsätzeUnter wiederkehrenden Umsätzen verstehen wir Umsätze aus Miet- und Leasingverträgen, aber auch z.B. durch Services und Verbrauchsmaterialien im Zusammenhang mit der installierten Basis. Sie fallen über die Laufzeit der Maschinen an und sind damit unabhängiger von eventuellen zyklischen Schwankungen beim Absatz von Neumaschinen. WIFI (WLAN)Wireless Local Area Network (dt. drahtloses lokales Netzwerk). Lokales Datenübertragungsnetz auf Funkbasis mit kurzer Reichweite. International zumeist als WiFi bezeichnet. FinanzkalenderFINANZKALENDERscrollen
Da wir Terminverschiebungen nicht ausschließen können, empfehlen wir Ihnen, den aktuellen Stand kurzfristig unter http://www.fp-francotyp.com im Bereich Termine abzufragen. ImpressumRedaktion und KontaktFrancotyp-Postalia Holding AG Investor Relations Prenzlauer Promenade 28 13089 Berlin Deutschland Telefon: +49 (0)30 220 660 410 Telefax: +49 (0)30 220 660 425 E-Mail: ir@francotyp.com Internet: www.fp-francotyp.com Nachhaltigkeitsbericht in Form einer nichtfinanziellen ErklärungNachhaltigkeit ist in unserem Unternehmen seit Langem auf vielen Ebenen verankert. Nachhaltig zu wachsen ist Teil unserer Verantwortung als weltweit agierender Konzern: gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, gegenüber unseren Kunden und Lieferanten, gegenüber unseren Anteilseignern, gegenüber unserer sozialen und natürlichen Umwelt. Indem wir wachsen, bleiben wir in der Lage, dieser Verantwortung immer besser gerecht zu werden. Unser gesonderter nichtfinanzieller Bericht beschreibt, wie wir diese Verantwortung wahrnehmen. Er steht auf unserer Internetseite unter dem Link https://www.fp-francotyp.com/Nicht_finanzielle_Berichterstattung bereit. Zukunftsbezogene AussagenDieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Francotyp-Postalia Holding AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen in der Branche gehören. Die Francotyp-Postalia Holding AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Es ist von der Francotyp-Postalia Holding AG weder beabsichtigt, noch übernimmt die Francotyp-Postalia Holding AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen. Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor und steht in beiden Sprachen im Internet unter www.fp-francotyp.com) zum Download bereit. Bei Abweichungen hat die deutsche Fassung des Geschäftsberichts Vorrang gegenüber der englischen Übersetzung. MehrjahresübersichtWERTE GEMÄSS KONZERNABSCHLUSS (IN MIO. EUR)scrollen
1) Vergleichswerte in 2022 angepasst
KennzahlenWERTE GEMÄSS KONZERNABSCHLUSS (IN MIO. EUR)scrollen
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Francotyp-Postalia Holding AG Prenzlauer Promenade 28, 13089 Berlin Tel: +49 (0) 30 220 660 410 • Mail: ir@francotyp.com |
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