Francotyp-Postalia Holding AGBerlinHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024KennzahlenUMSATZ NACH QUARTALEN (IN TEUR)
KONZERNKENNZAHLEN (IN TEUR)scrollen
FP mit rückläufiger Entwicklung beim Umsatz und EBITDA im ersten Halbjahr 2024Gesamtumsatz in den ersten sechs Monaten 2024 sinkt um
6,8 % auf 116,2 Mio. Euro im Vergleich zu 124,6 Mio. Euro
im Vorjahreszeitraum
Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office
Solutions: Umsatz sinkt um 4,1 % auf 72,3 Mio. Euro,
rückläufiger Gesamtmarkt prägt Entwicklung
Geschäftsbereich Mail Services: Umsatz sinkt
erwartungsgemäß um 9,3 % auf 30,8 Mio. Euro,
rückläufiges Briefvolumen in Deutschland
beeinflusst Kundennachfrage
Geschäftsbereich Digital Business Solutions: Umsatz
sinkt um 13,2 % auf 13,0 Mio. Euro, weiterhin
rückläufige Entwicklung im Outputmanagement;
Umsatz mit SaaS-Lösungen wächst um 29,9 %;
Ausweitung des Vertriebs und Internationalisierung soll
Skalierung forcieren
EBITDA sinkt auf 14,1 Mio. Euro nach 15,3 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum; die EBITDA-Marge bleibt stabil bei 12,1
% gegenüber 12,3 % im Jahr zuvor
Prognose für 2024 gesenkt: Umsatzrückgang um
bis zu 6 % und Rückgang des EBITDA um bis zu 12 %
für das Geschäftsjahr 2024 erwartet
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner!Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2024
war schwächer als ursprünglich erwartet. Der
Umsatz erreichte 116,2 Mio. Euro nach 124,6 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum. Ursächlich für den
Rückgang war erneut das niedrigere Briefvolumen, das
sich sowohl im Geschäftsbereich Mailing, Shipping
& Office Solutions (MSO) als auch im Bereich Mail
Services auswirkte. Die bereits ergriffenen Maßnahmen
zur Kostenreduktion haben dazu beigetragen, dass das EBITDA
trotzdem 14,1 Mio. Euro erreichte und die EBITDA-Marge mit
12,1 % annähernd stabil blieb.
Angesichts dieses Geschäftsverlaufs haben wir
unsere Prognose für das Gesamtjahr angepasst und
erwarten nun einen Umsatzrückgang um bis zu 6 % und
einen Rückgang des EBITDA um bis zu 12 %.
Ursprünglich waren wir von einer stabilen bis leicht
rückläufigen Entwicklung ausgegangen.
Die Zahlen zeigen einmal mehr, dass der
Transformationsprozess von FP mit Nachdruck vorangetrieben
werden muss. Auf der Hauptversammlung hatten wir bereits
Gelegenheit, einige Maßnahmen und Projekte zu
skizzieren, die wir vorrangig umsetzen werden.
Francotyp-Postalia ist ein über 100 Jahre altes
deutsches Traditionsunternehmen mit mehr als 900
Mitarbeitern in 15 Ländern. Das Unternehmen ist
längst mehr als nur ein Hersteller von
Frankiermaschinen. In den letzten Jahren wurde begonnen,
ein noch sehr kleines, aber attraktives Produktportfolio an
digitalen Lösungen aufzubauen. Dazu gehört die
Signaturlösung FP Sign, die Paketlösungen FP
TRAXsuite und FP Parcel Shipping sowie Produkte für
den elektronischen Rechtsverkehr, wie das elektronische
Bürger- und Organisationenpostfach eBO und das
besondere elektronische Behördenpostfach.
Neben den Fortschritten bei der Produktentwicklung gab
es zuletzt auch erste Vertriebserfolge, die sich noch nicht
in den Geschäftszahlen widerspiegeln. Um diese
Produkte jedoch tatsächlich national und international
zu skalieren, bedarf es einiger Anstrengungen. Dazu
gehört nicht nur die Lokalisierung der Lösungen,
also die sprachliche Anpassung an die verschiedenen
Länder, sondern auch ein stringenter Marketing- und
Vertriebsplan, in den die ausländischen
Tochtergesellschaften umfassend eingebunden sind.
Das traditionelle Kerngeschäft von FP rund um die
Frankiermaschinen bietet eine solide Grundlage, auf der die
Weiterentwicklung des Unternehmens vorangetrieben werden
kann. Hier besteht Optimierungspotenzial. Die
Gesellschaften in den verschiedenen Ländern werden
ihren Austausch intensivieren und "best practices" leben.
Besonders der nordamerikanische Markt wird hier als
positives Beispiel dienen. Der Fokus liegt darauf, dem
schrumpfenden Markttrend entgegenzuwirken, die Umsätze
auf möglichst gleichem Level zu halten und durch
gesteigerte Effizienz zusätzlichen Cash zu generieren.
Eine Maßnahme ist zum Beispiel der verstärkte
Verkauf von überarbeiteten Frankiermaschinen, was
nicht nur dem Ergebnis, sondern auch der Umwelt helfen
wird.
Und nicht zuletzt werden wir in allen Bereichen die
Komplexität reduzieren. Wir werden die Zahl der
Tochtergesellschaften reduzieren, Prozesse vereinfachen,
harmonisieren oder gar beenden. Um die Transformation zu
erreichen, laufen aktuell rund 25 Projekte, die Teil eines
einheitlichen Key Value Driver Frameworks sind. Wir
identifizieren jeweils die entscheidenden Werttreiber und
treiben sie voran. Gesteuert werden die Projekte über
ein zentrales Execution Office.
Wir haben außerdem entschieden, Projekte zu
stoppen, die in der aktuellen Situation keinen
unmittelbaren Mehrwert bringen. Dazu gehört die
Einführung eines einheitlichen ERP/CRM-Systems. Zu
viele Ressourcen hat dieses Großprojekt bereits
verschlungen, ohne dass die erfolgreiche Umsetzung in
Reichweite wäre. Deshalb verfolgen wir es nicht weiter
und optimieren die vorhandenen Systeme und Prozesse
ressourcenschonend. Sehr spät konzentrieren wir uns
auf das Wesentliche, nämlich auf die für die
Transformation kritischen Projekte.
Wir sind zuversichtlich, dass sich die Anstrengungen
lohnen werden. FP ist ein Traditionsunternehmen, das eine
erfolgreiche Zukunft vor sich hat.
Wir werden Sie auch zukünftig wie gewohnt über
die Entwicklung des Unternehmens informieren und freuen
uns, wenn Sie uns weiterhin auf diesem Weg konstruktiv
begleiten.
Ihr Vorstand
scrollen
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT der Francotyp-Postalia Holding AG für die Periode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den
sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten,
Prozentangaben usw.) auftreten können.
Grundlagen des KonzernsDie Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin
(nachfolgend auch "FP Holding", "Gesellschaft",
"Mutterunternehmen" oder "Muttergesellschaft" genannt) ist
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts
Charlottenburg in Berlin (Registernummer: HRB 169096 B).
Die Geschäftsadresse ist Prenzlauer Promenade 28,
13089 Berlin, Deutschland.
Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die
Muttergesellschaft von unmittelbar und mittelbar gehaltenen
Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als "FP-Konzern",
"FP", "Francotyp-Postalia" oder "das Unternehmen"
bezeichnet).
Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum
Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit
zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter
Wertpapierbörse zugelassen.
Dieser Zwischenlagebericht sollte im Kontext mit dem
verkürzten Konzernzwischenabschluss
einschließlich des Anhangs zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss gelesen werden. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss basiert auf einer Reihe von
Annahmen sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die
detaillierter im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.
Dezember 2023 dargestellt sind. Die zum 30. Juni 2024
verpflichtend anzuwendenden neuen oder überarbeiteten
IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen haben keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des
FP-Konzerns.
Der Zwischenlagebericht enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen über das Geschäft, die
finanzielle Entwicklung und die Erträge. Diesen
Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf
gegenwärtig verfügbaren Informationen und
aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer
Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der
tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher
wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.
Francotyp-Postalia Holding AG übernimmt über die
gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in
die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.
Der Zwischenlagebericht für die Periode 1. Januar
bis 30. Juni 2024 wird in Euro (EUR), der funktionalen
Währung der Francotyp-Postalia Holding AG,
aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden alle
Werte kaufmännisch auf Millionen Euro (Mio. Euro) mit
einer Dezimalstelle gerundet, so dass Rundungsdifferenzen
auftreten können. Die dargestellten Prozentangaben
beziehen sich auf die ungerundeten Zahlen. Der
Zwischenlagebericht ist für den Berichtszeitraum vom
1. Januar bis zum 30. Juni 2024 aufgestellt (H1 2024).
Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich
Vergleichswerte der Bilanz auf den 31. Dezember 2023 und
Vergleichswerte der Gesamtergebnisrechnung sowie der
Kapitalflussrechnung auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum
30. Juni 2023 (H1 2023). Für die
Gesamtergebnisrechnung werden zusätzlich die
Quartalszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum
30. Juni 2024 (Q2 2024) und die entsprechenden
Vergleichszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum
30. Juni 2023 (Q2 2023) angegeben.
Die im zusammengefassten Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2023 getroffenen grundsätzlichen
Aussagen bezüglich der Geschäftstätigkeit,
der Konzernstruktur, der Strategie des Konzerns, des
Steuerungssystems sowie hinsichtlich des Bereichs Forschung
und Entwicklung gelten weitestgehend unverändert. Im
Interesse der effektiven Steuerung des Konzerns basierend
auf der Geschäftsstrategie wurde im ersten Halbjahr
2023 die Definition der Geschäftsbereiche und folglich
das interne Reporting sowie die Segmentberichterstattung
entsprechend verändert.
Der Konzern mit Tochtergesellschaften in verschiedenen
Industrieländern und einem dichten weltweiten
Händlernetzwerk unterteilte seine
Geschäftstätigkeit in drei
Geschäftsbereiche:
scrollen
Mailing, Shipping & Office SolutionsIm Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office
Solutions entwickelt der FP-Konzern Frankiersysteme. FP
produziert und verkauft oder vermietet diese und bietet
Kunden darüber hinaus ein umfassendes Produkt-,
Dienstleistungs- und Serviceangebot. Für Kunden in
diesem Geschäftsbereich bietet FP nicht nur
Frankiermaschinen und verwandte Hardware, sondern auch
anderen Bürobedarf sowie Lösungen aus dem
digitalen Produktspektrum.
Umsätze und Ergebnisse mit überwiegend
digitalen Lösungen und Produkten werden dem
Geschäftsbereich Digital Business Solutions
zugeordnet.
Der Geschäftsbereich wird in der
Segmentberichterstattung im Segment Mailing, Shipping &
Office Solutions widergespiegelt, das nach lokalen
Rechnungslegungsvorschriften berichtet.
Mail ServicesDer Geschäftsbereich Mail Services umfasst den
Frankierservice - die Abholung unfrankierter Ausgangspost
und Übernahme der Frankierung - sowie den
Konsolidierungsservice - die Abholung frankierter Post, die
Sortierung nach Postleitzahlen und die Einlieferung bei
einem Briefzentrum der Deutschen Post AG oder alternativen
Postzustellern. Das Abholen, portooptimierte Sortieren und
die Auslieferung an Postdienstleister entlastet Unternehmen
mit mittleren und hohen Briefvolumina und hilft, die damit
verbundenen Kosten zu reduzieren.
Der Geschäftsbereich wird in der
Segmentberichterstattung im Segment Mail Services
widergespiegelt, das nach lokalen
Rechnungslegungsvorschriften berichtet.
Digital Business SolutionsDer Geschäftsbereich Digital Business Solutions
umfasst alle digitalen Aktivitäten, mit denen FP sein
Geschäftsmodell wachstumsorientiert erweitert. Hierzu
zählt im Bereich Document Workflow Management das
Input- und Outputmanagement, mit dem Kunden effizient ihren
Postein- und -ausgang managen können. Im
Inputmanagement werden eingehende physische und digitale
Dokumente erfasst, nach kundenspezifischen Kriterien
analysiert, ausgewertet und anschließend dem Daten-
oder Dokumentensystem des Kunden in elektronischer Form
zugeführt. Im Outputmanagement übernimmt FP den
Druck, das Kuvertieren, das Frankieren sowie die
Übergabe an Zustelldienste oder die Zustellung in
digitaler Form. Der Bereich Business Process Management
& Automation umfasst die Produkte und Lösungen
für effiziente und automatisierte Prozess-Workflows
der Kunden. Hierzu zählen neben digitalen Signaturen
auch die Lösungen für den elektronischen
Rechtsverkehr. Der Bereich Shipping & Logistics umfasst
sowohl die SaaS-basierte Parcel Shipping Software für
den Paketversand als auch Softwarelösungen für
das Paketeingangsmanagement, das Asset-Tracking und interne
Logistik.
Umsätze und Ergebnisse mit überwiegend
digitalen Lösungen, die über den Vertriebskanal
MSO vertrieben werden, werden im Geschäftsbereich
Digital Business Solutions ausgewiesen.
Der Geschäftsbereich wird in der
Segmentberichterstattung im Segment Digital Business
Solutions widergespiegelt, das nach lokalen
Rechnungslegungsvorschriften berichtet.
2. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie makroökonomischen Rahmenbedingungen haben sich
im ersten Halbjahr 2024 weltweit erneut unterschiedlich
entwickelt. Das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP)
der Euro-Zone legte laut Eurostat
1 zwischen April und Juni gegenüber dem
Vorquartal um 0,3 % zu. Im ersten Quartal 2024 war das BIP
im Euroraum ebenfalls um 0,3 % gewachsen. Die deutsche
Wirtschaft ist hingegen nicht gewachsen. Im zweiten Quartal
2024 ging das BIP laut dem Statistischen Bundesamt
2 im Vergleich zum ersten Quartal preis-,
saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % zurück. Im
ersten Quartal war es leicht um 0,2 % gestiegen. Im
Vorjahresvergleich war das BIP im zweiten Quartal 2024
preis- und kalenderbereinigt um 0,1 % niedriger als im
Vorjahresquartal. Die US-Wirtschaft befindet sich dagegen
weiter im Aufschwung. Das BIP
3 stieg im zweiten Quartal auf das Jahr
hochgerechnet um 2,8 %. Die Wirtschaftstätigkeit in
den USA war im zweiten Quartal deutlich stärker als
erwartet. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung um
1,4 % gestiegen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF)
4 hat im Juli seine weltweite Wachstumsprognose
für 2024 bestätigt. Die Experten rechnen mit
einem weltweiten Wachstum von 3,2 %. Die EU-Kommission
erwartet für die EU ein Wachstum des BIP in 2024 von
1,0 %. Für Deutschland haben die
Wirtschaftsforschungexperten ihre Prognose ebenfalls
beibehalten; sie erwarten einen BIP-Anstieg um 0,2 %.
1 Eurostat:
https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/2-14082024-ap
Für den Export des FP-Konzerns in die USA, aber
auch in andere Märkte, spielt das
Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine
wichtige Rolle. Im ersten Halbjahr 2024 unterlag der Euro
gegenüber dem US-Dollar bei der Stichtagsbetrachtung
einer leichten Abwertung; der Durchschnittskurs lag mit
rund 1,081 US-Dollar auf dem Vorjahresniveau von 1,081
US-Dollar (0,0 %). Beim Britischen Pfund gab es im ersten
Halbjahr 2024 bezüglich des durchschnittlichen Kurses
eine leichte Veränderung im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum. Der Durchschnittskurs liegt mit 0,855
Pfund unter dem Vorjahresniveau von 0,878 Pfund (-2,6 %).
Auch gegenüber dem Kanadischen Dollar verzeichnete der
Euro-Durchschnittskurs im Halbjahresvergleich eine leichte
Veränderung (+0,9 %). Im Vergleich zur Schwedischen
Krone nahm der Euro leicht zu (+0,8 %), ebenfalls im
Vergleich zur Norwegischen Krone (+2,0 %). Ein höherer
Euro-Kurs wirkt sich negativ auf die Umsatz- und
Ergebnisentwicklung des FP-Konzerns aus, insofern Teile des
Umsatzes in diesen Währungen erlöst und auf
Konzernebene in Euro umgerechnet werden.
Der FP-Konzern beschäftigt sich in aus- und
inländischen Märkten mit der Verarbeitung von
Post. Laut Statistik des Weltpostvereins
5 werden jährlich weltweit rund 245
Milliarden Briefe weltweit versendet (Zahlen aus 2022). In
den meisten Ländern hatte es COVID-19 bedingt 2020 bis
2022 stärkere Schwankungen bei den
Rückgängen des Briefvolumens gegeben. In 2023
zeichnet sich nun wieder ein gleichbleibend negativer Trend
zwischen 8 % und 10 % ab. In den für FP besonders
relevanten Märkten lässt sich folgende
Entwicklung für 2023 festhalten: In den USA, UK,
Frankreich und den Niederlanden sank das Briefvolumen um
rund 9 %. In Deutschland, das in den letzten Jahren noch
einen moderaten Rückgang mit 2 % in 2022 verzeichnete,
hat sich erstmals der Rückgang des Briefvolumens mit
-7,6 % in 2023 deutlich verstärkt.
Das weltweite Paketvolumen
6 lag 2022 bei rund 161 Mrd. Sendungen. Der vor
allem COVID-19 bedingte starke Anstieg hat sich in 2022 und
2023 in den meisten Ländern deutlich
abgeschwächt. Zusätzlich bremst die schwache
konjunkturelle Entwicklung in den meisten Ländern das
Paketwachstum deutlich. Insgesamt wird für die
nächsten Jahre ein weiteres weltweites Wachstum von 6
% jährlich prognostiziert. In den USA ging das
Paketvolumen in 2023 erstmals leicht um 1 % zurück. In
Deutschland stieg das Paketvolumen in 2023 zufolge leicht
um 0,6 % auf 4,2 Mrd. Sendungen, Für die nächsten
Jahre wird in Deutschland ein Wachstum von 2,3 %
prognostiziert
7 und in den USA
8 ein jährliches Wachstum der
Paketsendungen von 5 % erwartet.
3. GeschäftsverlaufDer FP-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2024
einen Geschäftsverlauf, der nicht den Erwartungen
entsprach. In den ersten sechs Monaten 2024 erzielte das
Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 116,2 Mio. Euro
gegenüber 124,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.
Dabei fielen negative Wechselkurseffekte in Höhe von
0,1 Mio. Euro an.
Der Umsatzrückgang im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum zeigt sich überwiegend in den beiden
Geschäftsbereichen Mailing, Shipping & Office
Solutions (MSO) und Mail Services, die direkt mit dem Markt
für Briefpost korrelieren. Dieser
rückläufigen Marktentwicklung kann sich FP nicht
entziehen. Das Gleiche gilt für den Bereich
Outputmanagement im Geschäftsbereich Digital Business
Solutions (DBS), der für die insgesamt
rückläufige Entwicklung in diesem
Geschäftsbereich verantwortlich ist.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Mailing, Shipping
& Office Solutions liegt mit 72,3 Mio. Euro unter dem
Vorjahresniveau (75,4 Mio. Euro). Das Umfeld bleibt
angesichts weltweit rückläufiger Briefvolumina
herausfordernd. Der Geschäftsbereich Digital Business
Solutions zeigte insgesamt ebenfalls eine
rückläufige Entwicklung mit dem erzielten Umsatz
in Höhe von 13,0 Mio. Euro gegenüber 15,0 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum. Bei den darin enthaltenen
SaaS-Lösungen konnte ein Wachstum von 29,9 % erzielt
werden. Im Geschäftsbereich Mail Services sank der
Umsatz auf 30,8 Mio. Euro wie erwartet im Vergleich zum
Jahr zuvor (34,0 Mio. Euro). In diesem
Geschäftsbereich rund um die Abholung, Frankierung und
Konsolidierung von Geschäftspost wirken sich die in
Deutschland zunehmend rückläufigen Briefvolumina
aus.
Das EBITDA erreichte 14,1 Mio. Euro gegenüber 15,3
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. FP zeigt damit eine
Geschäftsentwicklung unterhalb der Planungen und
Erwartungen. Deshalb wurde die Prognose für das
gesamte Geschäftsjahr angepasst. Statt eines
gleichbleibenden oder leicht sinkenden Umsatzes und EBITDA
wird nun ein Rückgang des Umsatzes von bis zu 6 % und
eine Reduzierung des EBITDA um bis zu 12 % erwartet.
5 Weltpostverein:
Weitere Informationen dazu finden sich im
Prognosebericht.
Trotz der rückläufigen Entwicklung im Umsatz
und EBITDA stieg der Free Cashflow auf 10,7 Mio. Euro
gegenüber 5,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2023.
Die Entwicklung im ersten Halbjahr zeigt erneut, dass FP
die Transformation mit Nachdruck vorantreiben muss. Der
Fokus liegt auf der Stärkung der Werttreiber in den
Geschäftsbereichen, flankiert von der Anpassung der
Kostenstrukturen und einer strikten Steuerung des
Cashflows.
Im Geschäft mit Frankiermaschinen und im Bereich
Mail Services konzentriert sich FP auf die Stabilisierung
der Topline und auf eine nachhaltigere Produktpalette durch
den zunehmenden Einsatz von recycelten Bauteilen oder
generalüberholten Maschinen (circular economy).
Im Digitalbereich setzt das Unternehmen auf
künftiges Wachstum, denn viele der Produkte wurden
bereits 2023 maßgeblich erweitert und der Umsatz mit
den SaaS-Lösungen wächst. Mit dem vorhandenen
digitalen Lösungsportfolio gibt es eine gute
Ausgangsbasis für zukünftiges Wachstum im
Geschäftsbereich DBS, wenngleich die absoluten Zahlen
noch gering sind. Um die weitere Entwicklung zu verbessern,
sollen neue Kunden gewonnen werden, zusätzliche
Vertriebskanäle genutzt und die Anwendungen für
den Einsatz in einzelnen internationalen Märkten
vorbereitet werden. Die wachsende Salespipeline, auch im
Outputmanagement macht durchaus zuversichtlich, dass die
Umsätze hier in den nächsten Quartalen wieder
zulegen werden.
Die Francotyp-Postalia Holding AG hat am 25. Juni 2024
in Berlin ihre ordentliche Hauptversammlung abgehalten. Wie
im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung in
Präsenzform statt. Dr. Dirk Markus, Paul Owsianowski
und Dr. Martin Schoefer wurden zu neuen Mitgliedern des
Aufsichtsrats bis zur nächsten ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2025 gewählt.
4. Lage des Konzerns4.1 Ertragslage des KonzernsDie Entwicklung wesentlicher Posten der
Konzern-Gesamtergebnisrechnung war wie folgt:
scrollen
4.1.1 Entwicklung des KonzernumsatzesUMSATZ NACH GESCHÄFTSBEREICHEN (in Mio. EUR)
UMSATZENTWICKLUNG REGIONEN (in Mio. EUR)
Das erste Halbjahr 2024 stand unter herausfordernden
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die
Geschäftsentwicklung zeigt, dass der
Transformationsprozess mit Nachdruck vorangetrieben werden
muss.
Der Umsatz im größten Geschäftsbereich
Mailing, Shipping & Office Solutions sank in den ersten
sechs Monaten 2024 um 4,1 % auf 72,3 Mio. Euro (im Vorjahr
75,4 Mio. Euro). Negative Währungseffekte waren in
Höhe von 0,1 Mio. Euro zu verzeichnen.
Im größten Auslandsmarkt, den USA, konnte FP
den Umsatz auf 31,0 Mio Euro (im Vorjahr 28,5 Mio. Euro)
steigern. In den meisten europäischen Ländern war
die Umsatzentwicklung rückläufig.
Angesichts weltweit rückläufiger Briefvolumina
bleibt das Umfeld herausfordernd. Basierend auf der
vorhandenen Produktpalette, die auf den Sektor kleiner
Briefvolumina ausgerichtet ist, und auf dem hohen Anteil an
wiederkehrenden Umsätzen verfügt das Unternehmen
nach wie vor über ein relativ robustes
Geschäftsmodell und ist für die Zukunft in diesem
Marktsegment vergleichsweise gut aufgestellt.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Mail Services ist in
der ersten Jahreshälfte 2024 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum von 34,0 Mio. Euro auf 30,8 Mio. Euro
zurückgegangen. Auch hier wirken sich die in
Deutschland zunehmend rückläufigen Briefvolumina
aus. Verstärkte Bemühungen im Vetrieb sollten
diese Entwicklung wieder verbessern.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Digital Business
Solutions (DBS) verzeichnete im Berichtszeitraum ebenfalls
einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum
von 15,0 Mio. Euro auf 13,0 Mio. Euro. Dies betraf wie in
den Vorquartalen insbesondere das Outputmanagement, das
auch von rückläufigen Briefvolumina betroffen
war. Durch die Ende 2023 abgeschlossene Implementierung
neuer Hard- und Software konnte das Leistungsspektrum mit
einer stärkeren Automatisierung und Digitalisierung
der Kundenprozesse erweitert werden. Dies zeigt sich in
einer steigenden Vertriebspipeline, die sich im Laufe des
Jahres auch umsatzseitig auswirken soll. Die SaaS-basierten
Lösungen verzeichneten demgegenüber ein
deutliches Wachstum von 29,9 % gegenüber dem
Vorjahreszeitraum. Neben FP Sign und den
e-Justice-Lösungen tragen auch FP Parcel Shipping, das
mittlerweile in vier Ländern eingeführt ist (USA,
Norwegen, Niederlande und UK) und FP TRAXsuite zur
positiven Geschäftsentwicklung bei. Besonders die
kontinuierliche Entwicklung neuer Features in allen
Lösungen und die flexiblen
Anpassungsmöglichkeiten an Kundenbedürfnisse
machen die Produkte für Kunden attraktiv und zeigen
das Potenzial, das mit ihnen verbunden ist.
UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGENscrollen
Die Erlöse aus Produktverkäufen der Kategorie
Frankieren & Kuvertieren erhöhten sich im
Vergleich zur Vorperiode auf 18,5 Mio. Euro (im Vorjahr
17,7 Mio. Euro). Die Umsätze im
After-Sales-Geschäft aus Service, Verbrauchsmaterial
und Teleporto sanken demgegenüber im Vergleich zum
Vorjahr, vor allem bedingt durch das geringere
Briefvolumen. Die Umsatzerlöse aus dem
Leasinggeschäft verzeichneten einen Rückgang um
6,9 % gegenüber dem Vorjahresniveau. In der
Produktkategorie Mail Services sanken die Umsätze auf
30,8 Mio. Euro (im Vorjahr 34,0 Mio. Euro) Die Erlöse
aus Software / Digital verringerten sich um 13,5 % auf 13,6
Mio. Euro nach 15,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
4.1.2 Aktivierte EigenleistungenDie aktivierten Eigenleistungen verzeichneten im ersten
Halbjahr 2024 einen Rückgang auf 3,1 Mio. Euro (-19,5
% gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Sie entfallen im
Wesentlichen auf vermietete Erzeugnisse in Höhe von
2,3 Mio. Euro, auf die Entwicklung von neuen Produkten im
Geschäftsbereich MSO in Höhe von 0,5 Mio. Euro
sowie im Geschäftsbereich DBS von 0,3 Mio. Euro.
4.1.3 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge sanken im
ersten Halbjahr 2024 um 0,2 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro. Im
Vorjahr waren Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio.
Euro ausgebucht worden.
4.1.4 MaterialaufwandIm ersten Halbjahr 2024 fiel der Materialaufwand des
FP-Konzerns um 7,5 % auf 54,1 Mio. Euro gegenüber 58,5
Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Ursächlich
hierfür waren die verringerten Aktivitäten im
Geschäftsbereich Mail Services sowie der Produktmix in
der Berichtsperiode. Die Aufwendungen für Roh, Hilfs-
und Betriebsstoffe sanken auf 21,3 Mio. Euro im Vergleich
zu 22,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Aufwendungen
für bezogene Leistungen in Höhe von 32,9 Mio.
Euro verminderten sich deutlich, vor allem entsprechend des
Umsatzrückgangs im Mail Service-Geschäft
gegenüber der Vorjahresperiode (36,5 Mio. Euro). Die
Materialaufwandsquote, der Materialaufwand im
Verhältnis zum Umsatz, verbesserte sich in der
Berichtsperiode leicht und belief sich auf 46,6 % (im
Vorjahr 47,0 %).
4.1.5 PersonalaufwandDer Personalaufwand sank im ersten Halbjahr 2024 um 3,6
% auf 32,6 Mio. Euro (im Vorjahr 33,8 Mio. Euro). Der
Rückgang ist auch eine Folge der eingeleiteten
Maßnahmen zu Kosteneinsparungen, er wurde teilweise
durch Gehaltserhöhungen gemindert. Die
Personalaufwandsquote, der Personalaufwand im
Verhältnis zum Umsatz, erhöhte sich von 27,1 %
auf 28,0 %.
4.1.6 Aufwendungen aus Wertminderungen abzüglich Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Aufwendungen aus Wertminderungen abzüglich der
Erträge aus Wertaufholungen auf Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen liegen mit 1,3 Mio. Euro leicht
über dem Vorjahresniveau (1,1 Mio. Euro).
4.1.7 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten
sich im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zur
Vorjahresperiode um 12,0 % von 20,9 Mio. Euro auf 18,4 Mio.
Euro. Wesentlichen Anteil am Rückgang hatten
personalbezogene Kosten sowie Rechts- und Beratungskosten.
4.1.8 EBITDAIm ersten Halbjahr 2024 erzielte der FP-Konzern ein
EBITDA von 14,1 Mio. Euro (-7,6 % im Vergleich zur
Vorjahresperiode). Die EBITDA-Marge des FP-Konzerns
beträgt 12,1 % nach 12,3 % in der Vorjahresperiode.
Das EBITDA wurde im Wesentlichen durch die verminderten
Umsatzerlöse einerseits und die Kostenreduktionen
andererseits beeinflusst.
4.1.9 Abschreibungen und WertminderungenIm ersten Halbjahr 2024 erhöhten sich die
Abschreibungen und Wertminderungen gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 22,4 % von 8,8 Mio. Euro auf 10,7 Mio.
Euro. Während sich die planmäßigen
Abschreibungen reduzierten, ergibt sich der Anstieg aus
außerplanmäßigen Abschreibungen auf
aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2,6 Mio.
Euro.
4.1.10 ZinsergebnisDas Zinsergebnis erhöhte sich im Vergleich zum
ersten Halbjahr 2023 um 0,7 Mio. Euro auf 0,9 Mio. Euro.
Dies resultierte im wesentlichen aus Zinserträgen aus
Steuererstattungen.
4.1.11 Sonstiges FinanzergebnisDer FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2024 ein
sonstiges Finanzergebnis in Höhe von 0,7 Mio. Euro (im
Vorjahr -0,3 Mio. Euro). Die Entwicklung im sonstigen
Finanzergebnis beruht maßgeblich auf
Wechselkurseffekten bei der stichtagsbezogenen Bewertung
von konzerninternen Bilanzposten.
4.1.12 ErtragsteuernDie Aufwendungen aus Ertragsteuern betragen im ersten
Halbjahr 2024 2,1 Mio. Euro (im Vorjahr 5,4 Mio. Euro).
Dies entspricht einer Steuerquote von 42,8 % (im Vorjahr
86,1 %). Der Rückgang der Steuerquote resultiert im
Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen von
Ertragssteuern sowie nicht angesetzten aktiven latenten
Steuern auf Verlustvorträge.
4.1.13 KonzernergebnisKONZERNERGEBNIS (in Mio. EUR und EPS (unverwässert/verwässert) in EUR)
Das Konzernergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr
2024 auf 2,8 Mio. Euro nach 0,9 Mio. Euro im ersten
Halbjahr 2023. Dabei wird der Einfluss der EBITDA-Minderung
und der Erhöhung der Abschreibungen durch das stark
verbesserte Zins-, Finanz- und Ertragsteuerergebnis um 1,9
Mio. Euro überkompensiert.
Die Vorjahreswerte der Vergleichsperiode H1 2023 wurden
im Zusammenhang mit einer Korrektur gemäß IAS
8.41ff. angepasst. (Die Änderung ist unter Angabe (9)
des Konzernanhangs zum Konzernabschluss 2023
erläutert.)
Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2024 ein
Ergebnis pro Aktie (EPS) von 0,18 Euro (unverwässert /
verwässert) nach angepasstem Wert von 0,05 Euro
(unverwässert / verwässert) im ersten Halbjahr
2023.
4.1.14 Zusammenfassung der Ergebnisse pro SegmentDie Segmente berichten nach lokalen
Rechnungslegungsvorschriften. Für weitere
Informationen verweisen wir auf den Abschnitt II
Segmentberichterstattung im Anhang zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss. In der folgenden Tabelle werden
Umsatz und EBITDA der Segmente dargestellt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE PRO SEGMENTscrollen
scrollen
1) Umsatzerlöse mit externen Dritten und
EBITDA nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften
4.2 Finanzlage des Konzerns4.2.1 Grundsätze und Ziele des FinanzmanagementsZentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielle
Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität
des FP-Konzerns zu sichern. Das Unternehmen erreicht dieses
Ziel durch den Einsatz verschiedener
Finanzierungsinstrumente. Bei deren Auswahl werden die
Flexibilität, die Art der Kreditauflagen, das
bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der
Finanzierung berücksichtigt. Die längerfristige
Liquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativen
Planung. Grundsätzlich stammt ein wesentlicher Teil
der Liquidität des FP-Konzerns aus der operativen
Geschäftstätigkeit der Segmente mit dem daraus
resultierenden Mittelzufluss. Ergänzend nutzt das
Unternehmen Kredite von Finanzinstituten und
Finanzierungsleasing.
4.2.2 Dividendenberechtigter Bilanzgewinn und DividendeAuch im Rahmen der Umsetzung der geschärften
Strategie hat die Dividendenpolitik des FP-Konzerns
weiterhin Bestand. Das Ziel ist es, die Aktionäre
grundsätzlich an einer positiven Entwicklung des
Unternehmens zu beteiligen. Das Unternehmen legt den Fokus
derzeit aber auf die Sicherstellung und den Ausbau der
vorhandenen Konzernliquidität, um die strategischen
und operativen Ziele des FP-Konzerns nachhaltig
abzusichern. Aufgrund des Transformationsprozesses von FP
und der Sicherung der nachhaltigen Profitabilität
hatte der Vorstand dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, für
das Geschäftsjahr 2023 erneut keine Dividende
auszuschütten und den Bilanzgewinn der
Francotyp-Postalia Holding AG auf neue Rechnung
vorzutragen. Der Aufsichtsrat hatte sich diesem Vorschlag
angeschlossen und die Hauptversammlung hat diesem
Tagesordnungspunkt zugestimmt.
4.2.3 FinanzierungsanalyseZur Finanzierung nutzt der FP-Konzern in erster Linie
den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
sowie bestehende Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten
und Finanzierungsleasingvereinbarungen.
FINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. EUR)
Der Rückgang der Finanzverbindlichkeiten beruht
hauptsächlich auf einer weiteren Tilgung des
Konsortialkreditvertrags im Februar 2024 in Höhe von
8,5 Mio. Euro.
4.2.4 InvestitionsanalyseINVESTITIONEN (in Mio. EUR)
Der FP-Konzern investierte auch im ersten Halbjahr 2024
in künftiges Wachstum. Dabei lagen die Investitionen
im ersten Halbjahr 2024 mit 4,5 Mio. Euro unter dem
Vorjahresniveau von 6,1 Mio. Euro.
Die Investitionen in vermietete Erzeugnisse, im
Wesentlichen in den USA, Großbritannien, Kanada,
Frankreich und Niederlande, bewegen sich im ersten Halbjahr
2024 leicht unter Vorjahresniveau (2,9 Mio. Euro im
Vergleich zu 3,5 Mio. Euro im Vorjahr). Die Investitionen
in Sachanlagen (ohne vermietete Erzeugnisse) verringerten
sich auf 0,5 Mio. Euro (im Vorjahr 1,3 Mio. Euro). Dies ist
hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im
Vorjahr erhebliche Investitionen im Zusammenhang mit der
Einführung des neuen Produkts PostBase Vision A120 und
der Erneuerung der Hardware-Basis im Rahmen des
konzernweiten ERP-Projekts getätigt wurden.
Die Investitionen in aktivierte Entwicklungskosten
betrugen im ersten Halbjahr 2024 insgesamt 0,8 Mio. Euro
(im Vorjahr 0,9 Mio. Euro). Hierbei wurde sowohl in neue
Produkte im Bereich MSO als auch im Geschäftsbereich
Digital Business Solutions investiert.
4.2.5 LiquiditätsanalyseLIQUIDITÄTSANALYSE (IN MIO. EUR)scrollen
Mit 15,1 Mio. Euro lag der operative Cashflow nach sechs
Monaten 2024 deutlich über dem Vorjahresniveau von
11,7 Mio. Euro, was im Wesentlichen durch erhaltene
Ertragsteuern und darauf entfallende Zinsen begründet
ist. Der FP-Konzern hat sich zudem kontinuierlich und
erfolgreich auf die Kostenkontrolle und das
Liquiditätsmanagement konzentriert.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im
ersten Halbjahr 2024 -4,5 Mio. Euro und war geringer im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum (- 6,1 Mio. Euro).
Wesentlicher Grund sind gesunkene Auszahlungen für
Investitionen in Sachanlagen.
Der Free Cashflow erhöhte sich angesichts des
Anstiegs des operativen Cashflows und aufgrund niedrigerer
Investitionen im ersten Halbjahr 2024 auf 10,7 Mio. Euro
(im Vorjahr 5,5 Mio. Euro).
Die Cashflows aus Finanzierungstätigkeit im ersten
Halbjahr 2024 enthalten im Wesentlichen die Auszahlungen
aus der Tilgung des Konsortialkredits (8,5 Mio. Euro).
ZUGESAGTE, ABER NICHT AUSGENUTZTE KREDITLINIEN ZUM 30 .06.2024 (in Mio. EUR)
Gemäß Konsortialdarlehensvertrag ist der
FP-Konzern verpflichtet, zwei definierte Finanzkennzahlen
(Financial Covenants) einzuhalten:
Vereinbarungsgemäß werden Einmaleffekte
für die Berechnung der Covenants nach einem
vereinfachten Berechnungsschema (teilweise) bereinigt.
Sämtliche Kreditbedingungen wurden im ersten Halbjahr
2024 wie auch im Vorjahr 2023 durchgängig eingehalten.
Der FP-Konzern konnte sowohl im ersten Halbjahr 2024 als
auch im Vergleichszeitraum 2023 zu jedem Zeitpunkt seinen
Zahlungsverpflichtungen nachkommen.
4.3 Vermögenslage des KonzernsBILANZSTRUKTURGRAFIK (in Mio. EUR)
Die Bilanzsumme des FP-Konzerns hat sich im ersten
Halbjahr 2024 um 7,1 Mio. Euro vermindert. Die
Bilanzverkürzung resultiert auf der Aktivseite
maßgeblich aus der Verringerung der immateriellen
Vermögenswerte und dem Rückgang der sonstigen
kurzfristigen nichtfinanziellen Vermögenswerte und auf
der Passivseite vorrangig aus der Verminderung der
langfristigen Schulden.
4.3.1 Lang- und kurzfristige VermögenswerteLANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTEscrollen
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich
im ersten Halbjahr 2024 leicht auf 77,0 Mio. Euro im
Vergleich zu 78,5 Mio. Euro zum Jahresende 2023.
Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte
um 3,8 Mio. Euro ist hauptsächlich auf die
außerplanmäßigen Abschreibungen bei den
selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten
zurückzuführen. Zudem gab es einen Rückgang
bei den noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten.
Die Nutzungsrechte verminderten sich um 1,4 Mio. Euro
unter anderem durch Reduzierung der Mietflächen. Die
langfristigen finanziellen Vermögenswerte
erhöhten sich dagegen um 1,3 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich
im ersten Halbjahr 2024 von 97,6 Mio. Euro um 5,5 Mio. Euro
auf 92,1 Mio. Euro. Dies resultiert überwiegend aus
der Abnahme des Vorratsvermögens um 1,3 Mio. Euro und
der Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern um 3,7 Mio.
Euro. Zudem sanken die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen um 0,8 Mio. Euro.
Insgesamt beträgt die Abnahme der lang- und
kurzfristigen Vermögenswerte 7,1 Mio. Euro.
4.3.2 EigenkapitalZum 30. Juni 2024 betrug das Grundkapital der
Francotyp-Postalia Holding AG 16,3 Mio. Euro, eingeteilt in
16.301.456 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne
Nennbetrag (im Vorjahr 16.301.456).
Zum 30. Juni 2024 hielt das Unternehmen 677.603 eigene
Aktien (Ende 2023: 677.603). Das entspricht 4,2 % vom
Grundkapital. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile
wird offen vom Eigenkapital abgesetzt. Der Differenzbetrag
zum Kaufpreis wird mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Das Eigenkapital des Konzerns hat sich von 34,4 Mio.
Euro zum 31. Dezember 2023 um 3,1 Mio. Euro auf 37,5 Mio.
Euro zum 30. Juni 2024 erhöht. Der Anstieg resultiert
aus der Veränderung des Konzernergebnisses für
das erste Halbjahr 2024.
4.3.3 Lang- und kurzfristige SchuldenLANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDENscrollen
Die langfristigen Schulden verminderten sich von 49,8
Mio. Euro um 9,6 Mio. Euro auf 40,2 Mio. Euro. Dies ist im
Wesentlichen auf die Abnahme der Finanzverbindlichkeiten in
Höhe von 10,1 Mio. Euro, während andere
Positionen sich nur unwesentlich veränderten.
Die kurzfristigen Schulden verminderten sich leicht von
92,0 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro auf 91,4 Mio. Euro. Grund
hierfür ist im Wesentlichen eine Abnahme der sonstigen
Rückstellungen sowie der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen.
Eine ergänzende Kennziffer für die
Kapitalstruktur des FP-Konzerns ist der
Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem
Verhältnis von Nettoverschuldung und Eigenkapital und
wird laufend überprüft.
ENTWICKLUNG DER NETTOSCHULDEN (in Mio. EUR)
Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den
Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Finanzmittel. Zu
den Finanzverbindlichkeiten zählen die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie
Leasingverbindlichkeiten. In die Finanzmittel werden die
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich verfügungsbeschränkter
flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern
verwaltet werden) einbezogen. Diese Darstellung gilt sowohl
im Hinblick auf die Bestimmung des Nettoverschuldungsgrades
als Steuerungsgröße für die Kapitalstruktur
des FP-Konzerns als auch in Bezug auf den Ausweis in der
Kapitalflussrechnung.
scrollen
Aufgrund der Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum
Liquiditätsmanagement verminderte sich im Verlauf des
ersten Halbjahrs 2024 die Nettoverschuldung des FP-Konzerns
deutlich von 14,4 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro.
4.3.4 FP als LeasinggeberDer FP-Konzern betreibt als Leasinggeber sowohl
Operating Leasing als auch Finanzierungsleasing. Diese
Geschäftsmodelle beeinflussen die Bilanz und die
Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens. Im
Anlagevermögen sind zum 30. Juni 2024 unter dem Posten
"Vermietete Erzeugnisse" Vermögenswerte mit einem
Buchwert in Höhe von 22,5 Mio. Euro (im Vorjahr 22,3
Mio. Euro) bilanziert, die im Rahmen von Operating
Leasing-Vereinbarungen an Kunden vermietet werden. Die
Finanzierungsleasing-Vereinbarungen mit Kunden sind in den
"Forderungen aus Finanzierungsleasing" abgebildet und
belaufen sich zum Bilanzstichtag im langfristigen und
kurzfristigen Bereich in Summe auf 24,1 Mio. Euro (im
Vorjahr 23,0 Mio. Euro).
4.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KonzernsDas erste Halbjahr 2024 verlief für FP insgesamt
schwächer als erwartet. Der Umsatz lag mit 116,2 Mio.
Euro unter dem Vorjahresniveau. Das EBITDA erreichte in den
ersten sechs Monaten 14,1 Mio. Euro.
Die Zahlen belegen, dass die Transformation mit
Nachdruck vorangetrieben werden muss, um die Auswirkungen
aus der rückläufigen Marktentwicklung im Bereich
Frankieren zu kompensieren und im digitalen Bereich
nachhaltig zu wachsen.
In 2024 wird FP weiterhin in seine Produkte und
Lösungen investieren und die Internationalisierung vor
allem im digitalen Bereich vorantreiben.
Der Vorstand beurteilt den Verlauf der
Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2024 insgesamt
als nicht zufriedenstellend.
5. Risiko- und ChancenberichtIm zusammengefassten Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2023 sind die Risiken und Chancen
für den Konzern ausführlich erläutert.
Wesentliche Änderungen der dort beschriebenen Chancen
und Risiken haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben.
6. Prognosebericht6.1 Erwartete Entwicklung der LeistungsindikatorenDie Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 wird
weiterhin von den schwierigen gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen beeinflusst. Trotz Entspannung bei
Inflation und deutlichen Wachstumsimpulsen in den USA ist
das Wachstum in der EU und insbesondere in Deutschland
weiterhin auf niedrigem Niveau. Die geopoliitschen Risiken
führen zu weiteren Unsicherheiten bezüglich der
Konjunkturerwartungen, was entsprechende Effekte auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FP-Konzerns
haben könnte. Zusätzlich sind die
marktspezifischen Entwicklungen im Postmarkt weiterhin
herausfordernd. Der FP-Konzern ist mit seinem
traditionellen Kerngeschäft rund um die
Frankiermaschinen stabil aufgestellt und wird 2024 die
Transformation weiter vorantreiben. Dennoch zeigt die
Entwicklung des ersten Halbjahres, dass das Unternehmen vor
einem herausfordernden Jahr steht.
Auf der Basis vorläufiger Zahlen für das erste
Halbjahr 2024 hat der Vorstand am 2. August 2024
festgestellt, dass die Geschäftsentwicklung nicht mit
der Konzernplanung für das Geschäftsjahr im
Einklang steht. Deshalb wurde entschieden, die Prognose
anzupassen. Statt eines Umsatzniveaus in der
Größenordnung des Vorjahres oder leicht darunter
wird nunmehr ein Umsatzrückgang von bis zu 6 %
erwartet. Trotz der bereits ergriffenen Maßnahmen
wird sich auch die Profitabilität nicht wie
ursprünglich erwartet entwickeln. Deshalb wird nun
erwartet, dass das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und
Steuern (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr nicht nur leicht,
sondern um bis zu 12 % sinken wird. Im Geschäftsjahr
2023 hatte FP einen Umsatz in Höhe von 241,8 Mio. Euro
und ein EBITDA von 31,0 Mio. Euro erwirtschaftet.
Im Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office
Solutions rechnet der FP-Konzern insgesamt mit einem
rückläufigen Umsatz. Hier macht sich das
herausfordernde konjunkturelle und
geschäftsspezifische Umfeld bemerkbar. Mit den bereits
eingeleiteten Maßnahmen wird die Entwicklung beim
EBITDA im Vergleich zum Umsatz positiver eingeschätzt.
Im Geschäftsbereich Digital Business Solutions
arbeitet FP daran, die Voraussetzungen zu schaffen, um mit
den digitalen Lösungen diesen zu einem substanziellen
Bereich des Unternehmens auszubauen. Hier wird das
Umsatzwachstum bei den SaaS-Lösungen in 2024 nicht den
Umsatzrückgang im Bereich Outputmanagment aufwiegen
können. Mit dem Ausbau des Vertriebs und der gezielten
Internationalisierung der digitalen Lösungen wird
zukünftig eine Verbesserung bei Umsatz und EBITDA
erwartet.
Der Geschäftsbereich Mail Services wird im
laufenden Geschäftsjahr auch von dem in Deutschland
zunehmend rückläufigen Briefvolumen betroffen
sein. Daher wird für das Geschäftsjahr 2024 trotz
einiger Kundenzuwächse insgesamt eine
rückläufige Entwicklung bei Umsatz und EBITDA
erwartet.
Die erwartete Entwicklung der finanziellen
Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2024
steht grundsätzlich unter der Prämisse
gleichbleibender Wechselkurse.
Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird
erwartet, dass der PQI - Deutschland
(Qualitätsindikator) stabil bleibt, während sich
der PQI - international leicht verbessern wird und damit
der Wert leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine leichte
Verschlechterung des Verbesserungsindikators nf IQ und
damit ein Wert leicht über dem Vorjahresniveau
erwartet.
Berlin, 29. August 2024
Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG
scrollen
VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS der Francotyp-Postalia Holding AG für die Periode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den
sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten,
Prozentangaben usw.) auftreten können.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024scrollen
scrollen
Konzernzwischenbilanz zum 30. Juni 2024AKTIVAscrollen
In den Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten sind Portoguthaben, die vom
FP-Konzern verwaltet werden, in Höhe von TEUR 19.428
(im Vorjahr TEUR 19.380) enthalten.
PASSIVAscrollen
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024scrollen
1) Aus den Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Sonstigen
Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die von der
FP-Gruppe verwaltet werden, in Höhe von TEUR 19.428
(im Vorjahr TEUR 21.238), herausgerechnet.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024scrollen
scrollen
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VERKÜRZTER KONZERNANHANG der Francotyp-Postalia Holding AG für die Periode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024I. Grundlagen(1) Informationen zum UnternehmenDie Francotyp-Postalia Holding AG mit Sitz in Berlin
(nachfolgend auch "FP Holding", "Gesellschaft",
"Mutterunternehmen" oder "Muttergesellschaft" genannt) ist
im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg in
Berlin unter HRB 169096 B eingetragen. Der Sitz der
Francotyp-Postalia Holding AG ist Berlin;
Geschäftsadresse ist die Prenzlauer Promenade 28,
13089 Berlin, Deutschland.
Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die
Muttergesellschaft von unmittelbar und mittelbar gehaltenen
Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als "FP-Konzern",
"FP-Gruppe", "FP", "Francotyp-Postalia" oder "das
Unternehmen" bezeichnet).
Die Aktien der Francotyp-Postalia Holding AG sind zum
Handel im Prime Standard (reguliertes Marktsegment mit
zusätzlichen Folgepflichten) der Frankfurter
Wertpapierbörse zugelassen.
Der FP-Konzern entwickelt, produziert und vertreibt
Produkte und Lösungen zur effizienten Postverarbeitung
und der Konsolidierung von Geschäftspost. Von
zunehmender Bedeutung sind auch digitale Lösungen , zu
denen Anwendungen im Bereich Document Workflow Management,
Business Process Management & Automation and Shipping
& Logistics für Unternehmen und Behörden
gehören. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in
verschiedenen Industrieländern und ein dichtes
weltweites Händlernetzwerk.
(2) Grundlagen der RechnungslegungGrundlagen der AufstellungDie Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als
Konzernobergesellschaft, unter der die FP-Gruppe
konsolidiert wird.
Der Konzernzwischenabschluss ist aufgestellt für
den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024 (H1 2024).
Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die
Vergleichswerte der Bilanz auf den 31. Dezember 2023 und
die Vergleichswerte der Gesamtergebnisrechnung, der
Kapitalflussrechnung sowie der
Eigenkapitalveränderungsrechnung auf den Zeitraum vom
1. Januar bis zum 30. Juni 2023 (H1 2023). Für die
Gesamtergebnisrechnung werden zusätzlich die
Quartalszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum
30. Juni 2024 (Q2 2024) und die entsprechenden
Vergleichszahlen für den Zeitraum vom 1. April bis zum
30. Juni 2023 (Q2 2023) angegeben.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle
Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - zum
Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit
grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch
kaufmännische Rundungen von Einzelpositionen und
Prozentangaben kann es zu geringfügigen
Rechendifferenzen kommen.
Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist
grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse
geprägt. In Bezug auf die für die
Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der
Zwischenberichtsperiode relevanten Konjunktureinflüsse
wird auf die Ausführungen im
Konzern-Zwischenlagebericht verwiesen.
ÜbereinstimmungserklärungDer ungeprüfte verkürzte
Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1.
Januar bis zum 30. Juni 2024 entspricht den Anforderungen
des IAS 34 (Zwischenberichterstattung) der am
Abschlussstichtag für Zwischenberichte geltenden und
von der Europäischen Union (EU) anerkannten
International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser
verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte im Kontext
mit dem Konzernzwischenlagebericht gelesen werden.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält
nicht alle Informationen und Anhangsangaben, die im
Konzernjahresabschluss erforderlich sind und sollte daher
in Verbindung mit dem Konzernjahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 (Konzernabschluss 2023) gelesen werden.
Dieser Konzernjahresabschluss wurde in Übereinstimmung
mit den von der EU anerkannten IFRS des International
Accounting Standards Board (IASB) sowie den vom IASB
gebilligten Interpretationen des IFRS Interpretations
Committee (IFRS IC) erstellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Anwendung
neuer Rechnungslegungsstandards Die im Konzernabschluss zum
31. Dezember 2023 angewandten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sind grundsätzlich
unverändert.
Die zum 30. Juni 2024 verpflichtend anzuwendenden neuen
oder überarbeiteten IFRS-Standards und
IFRS-Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Berichterstattung des FP-Konzerns.
(3) KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der FP
Holding und ihrer direkt und indirekt beherrschten
Tochterunternehmen.
Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum
Vorjahr wie folgt verändert.
Die Gesellschaft FP Shared Service Europe GmbH wurde am
01.01.2024 auf die Gesellschaft Francotyp-Postalia GmbH
verschmolzen.
Die Gesellschaft Hefter Systemform GmbH wurde am
01.01.2024 auf die Gesellschaft Francotyp-Postalia Vertrieb
und Service GmbH verschmolzen.
(4) WährungsumrechnungDer Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden
Wechselkurse zugrunde:
scrollen
(5) Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfordert
bei verschiedenen Positionen, dass für Ansatz,
Bewertung und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und
Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen
Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen
vorgenommen werden. Den Annahmen und Schätzungen
liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils
aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden
bezüglich der erwarteten künftigen
Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung
des Konzernzwischenabschlusses vorliegenden Umstände
ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige
Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu
Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und
außerhalb des Einflussbereichs des Managements
liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können
die sich einstellenden Beträge von den
ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten
abweicht, werden die Prämissen und, falls
erforderlich, die Buchwerte der betreffenden
Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Die Verwendung von Ermessensentscheidungen,
Schätzungen und Annahmen wird im Konzernabschluss 2023
erläutert.
II. SegmentberichterstattungDas Segment Mailing, Shipping & Office Solutions
fokussiert sich weitestgehend auf das
Frankiermaschinengeschäft. In diesem Segment
entwickelt der FP-Konzern Frankiersysteme. FP produziert
und verkauft oder vermietet diese und bietet Kunden
darüber hinaus ein umfassendes Produkt-,
Dienstleistungs- und Serviceangebot. Für Kunden in
diesem Segment bietet FP nicht nur Frankiermaschinen und
verwandte Hardware an, sondern auch anderen Bürobedarf
sowie Lösungen aus dem digitalen Produktspektrum.
Umsätze und Ergebnisse mit überwiegend digitalen
Lösungen und Produkten werden dem Segment Digital
Business Solutions zugeordnet.
Das Segment Mail Services umfasst den Frankierservice -
die Abholung unfrankierter Ausgangspost und Übernahme
der Frankierung - sowie den Konsolidierungsservice - die
Abholung frankierter Post, die Sortierung nach
Postleitzahlen und die Einlieferung bei einem Briefzentrum
der Deutschen Post AG oder alternativen Postzustellern.
Das Segment Digital Business Solutions umfasst alle
digitalen Aktivitäten, mit denen FP sein
Geschäftsmodell wachstumsorientiert erweitert. Hierzu
zählt im Bereich Document Workflow Management das
Input- und Outputmanagement, mit dem Kunden effizient ihren
Postein- und -ausgang managen können. Der Bereich
Business Process Management & Automation umfasst die
Produkte und Lösungen für effiziente und
automatisierte Prozess-Workflows der Kunden. Der Bereich
Shipping & Logistics umfasst sowohl die SaaS-basierte
Parcel Shipping Software für den Paketversand als auch
Softwarelösungen für das Paketeingangsmanagement,
das Asset-Tracking und interne Logistik. Umsätze und
Ergebnisse mit überwiegend digitalen Lösungen,
die über den Vertriebskanal MSO vertrieben werden,
werden im Segment Digital Business Solutions ausgewiesen.
Die Segmente berichten nach den jeweiligen lokalen
Rechnungslegungsvorschriften der dem Segment
zugehörigen Konzerngesellschaften.
Während die Umsätze und Materialaufwendungen
der Tochtergesellschaft Francotyp-Postalia GmbH dem Segment
Mailing, Shipping & Office Solutions zugeordnet werden,
werden übrige Erträge und Aufwendungen dieser
Gesellschaft keinem Segment zugeordnet. Die
Umsatzerlöse mit externen Dritten der Segmente Mail
Services und Digital Business Solutions enthalten die
konzernintern weiterberechneten Rabatte der Deutschen Post
AG. Etwaige konzerninterne Anpassungen der Transferpreise
werden in der Segmentberichterstattung nicht
berücksichtigt.
SEGMENTINFORMATIONEN H1 2024scrollen
SEGMENTINFORMATIONEN H1 2023scrollen
ÜBERLEITUNG DER UMSATZERLÖSEscrollen
ÜBERLEITUNG DES SEGMENT-EBITDA ZUM KONZERN-EBITDAscrollen
III. Erläuternde Angaben(6) UmsatzerlöseDie folgenden Tabellen zeigen die Umsatzerlöse
disaggregiert nach Leistungsarten. Es werden sowohl die
Umsatzerlöse im Anwendungsbereich von IFRS 15 als auch
IFRS 16 dargestellt. Zudem enthalten die Tabellen die
Überleitung zu den Umsätzen der
Segmentberichterstattung.
scrollen
scrollen
scrollen
Die Umsätze des Segments Mail Services enthalten im
Wesentlichen weiterberechnete Portogebühren.
In der Überleitung vom IFRS-Umsatz zum
Segment-Umsatz ergibt sich eine Erhöhung des
Segment-Umsatzes um TEUR 106 (im Vorjahr Erhöhung um
TEUR 553). Der Effekt betrifft im Wesentlichen die
Umsatzerlöse aus Leasing- und Serviceverträgen
nach IFRS 15 & 16 im Bereich MSO in Höhe von TEUR
653 (im Vorjahr TEUR 998). Gegenläufig wirkten (i) ein
IFRS 15 bedingter Ausweis von digitalem Umsatz im MSO
Segment TEUR -639 (im Vorjahr TEUR -349), sowie (ii)
Währungseffekte aus Hedge Accounting in Höhe von
TEUR 137 (im Vorjahr TEUR 208). Keinem Segment waren
Umsätze in Höhe von TEUR 45 (im Vorjahr TEUR 305)
zugeordnet.
Aufgrund der Allokation der Transaktionspreise nach IFRS
15 bzw. der Gegenleistungen nach IFRS 16 in Verbindung mit
IFRS 15 ergeben sich nach IFRS zwischen den einzelnen
Leistungsarten Verschiebungen, die in der Überleitung
zum Segment-Umsatz eliminiert werden.
scrollen
scrollen
scrollen
Die folgende Tabelle zeigt die
Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten.
Diese werden in der Bilanz unter den sonstigen nicht
finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen nicht
finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
scrollen
(7) SteuernIm ersten Halbjahr 2024 belief sich der
Ertragsteueraufwand des FP-Konzerns auf TEUR 2.107 (im
Vorjahr angepasst TEUR 5.477). Der Rückgang der
Steuerquote resultiert im Wesentlichen aus periodenfremden
Aufwendungen von Ertragsteuern sowie nicht angesetzten
aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge.
(8) Immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
ist in den folgenden Tabellen dargestellt.
ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE H1 2024scrollen
ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE H1 2023scrollen
Die Zugänge zu den selbsterstellten immateriellen
Vermögenswerten sowie den noch nicht abgeschlossenen
Entwicklungsprojekten und Anzahlungen betrugen insgesamt
TEUR 811 (im Vorjahr TEUR 926). Im ersten Halbjahr 2024
wurde eine planmäßige Abschreibung auf
selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in
Höhe von TEUR 1.501 erfasst (im Vorjahr TEUR 1.607).
Außerdem wurden außerplanmäßige
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten bereits
abgeschlossener und noch nicht fertiggestellter
MSO-Projekte in Höhe von TEUR 2.597 vorgenommen.
In den Zugängen der entgeltlich erworbenen
immateriellen Vermögenswerte von insgesamt TEUR 178
(im Vorjahr TEUR 385) ist hauptsächlich der Erwerb von
Software und Lizenzen enthalten. Im ersten Halbjahr 2024
wurde eine planmäßige Abschreibung auf
entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte in
Höhe von TEUR 258 (im Vorjahr TEUR 258) und
Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 365 (im Vorjahr
TEUR 462) erfasst.
(9) SachanlagenDie Entwicklung der Sachanlagen wird in den folgenden
Tabellen dargestellt.
ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN H1 2024scrollen
ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN H1 2023scrollen
Die dargestellten Zugänge der vermieteten
Erzeugnisse von insgesamt TEUR 2.938 (im Vorjahr TEUR
3.524) enthalten vermietete Frankiermaschinen sowie
aktivierte Vertragserlangungskosten und beziehen sich auf
das Segment Mailing, Shipping & Office Solutions.
(10) VorräteDie Wertminderungen auf das Vorratsvermögen
betragen zum 30. Juni 2024 TEUR 3.991 (im Vorjahr TEUR
3.666) und wurden zum Zeitpunkt der Wertminderung in der
Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position
"Materialaufwand" erfasst. Der Verbrauch der Vorräte
hat die Konzern-Gesamtergebnisrechnung in der
Berichtsperiode in Höhe von TEUR 21.056 (im Vorjahr
TEUR 22.074) beeinflusst.
(11) Rückstellungen für RestrukturierungVon den zum 31. Dezember 2023 gebildeten
Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe
von TEUR 2.270 wurden im ersten Halbjahr 2024 TEUR 731
verbraucht, TEUR 200 aufgelöst und TEUR 118
zugeführt, sodass die Rückstellungen für
Restrukturierung zum 30. Juni 2024 TEUR 1.458 betragen.
(12) FinanzinstrumenteKlassen von FinanzinstrumentenDie nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller
Finanzinstrumente, welche im Konzernabschluss enthalten
sind sowie deren Bewertungskategorie nach IFRS 9.
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITENscrollen
1) AC - Amortized cost (zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet), FV - Fair Value (zum
beizulegenden Zeitwert bewertet)
Der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, der sonstigen finanziellen Vermögenswerte
(kurzfristig), der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente, der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, der kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten und der sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten (kurzfristig) hat kurze Restlaufzeiten.
Daher entsprechen die Buchwerte dieser Finanzinstrumente
näherungsweise ihren beizulegenden Zeitwerten zum
Abschlussstichtag.
Der Buchwert der langfristigen finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der
langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden,
entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert, da
diese variabel verzinst sind oder es seit dem erstmaligen
Ansatz dieser Finanzinstrumente keine wesentlichen
Änderungen in den anwendbaren Bewertungsparametern
gab.
Die nachstehende Tabelle enthält Informationen zur
Bewertung der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der
Fair Value Hierarchie.
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Zum Ende der Berichtsperiode wird überprüft,
ob Umgruppierungen zwischen den Bewertungshierarchien
vorzunehmen sind. Im ersten Halbjahr 2024 und 2023 wurden
keine Umgruppierungen vorgenommen.
(13) Erläuterungen zur KapitalflussrechnungIn die Finanzmittel des FP-Konzerns werden
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich verfügungsbeschränkter
flüssiger Mittel (Portoguthaben, die vom FP-Konzern
verwaltet werden) einbezogen.
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(14) Eventualforderungen und EventualverbindlichkeitenBezüglich der Angaben zu Eventualforderungen und
Eventualverbindlichkeiten verweisen wir an dieser Stelle
auf die Ausführungen im Konzernabschluss 2023.
(15) Beziehungen zu nahestehendenUnternehmen und PersonenNahestehende Unternehmen und Personen sind
Gesellschafter mit maßgeblichem Einfluss auf den
FP-Konzern, das assoziierte Unternehmen, nicht
konsolidierte Tochtergesellschaften und Personen, die einen
maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und
Geschäftspolitik des Konzerns haben. Personen mit
maßgeblichem Einfluss auf die Finanz- und
Geschäftspolitik des Konzerns umfassen sämtliche
Personen in Schlüsselpositionen und deren nahestehende
Familienangehörige. Innerhalb des FP-Konzerns trifft
dies auf die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
der Francotyp-Postalia Holding AG zu.
Transaktionen mit Gesellschaftern mit maßgeblichem EinflussDie Olive Tree Invest GmbH, Grünwald, Deutschland
ist Gesellschafterin mit maßgeblichem Einfluss. Sie
hielt am 30. Juni 2024 unverändert zum 31.12.2023
25,34 % der Stimmrechte. Im ersten Halbjahr 2024 wurden
keine Transaktionen mit der Olive Tree Invest GmbH
durchgeführt.
Weitere Informationen zur Änderung der bedeutenden
Stimmrechte finden sich unter
https://www.fp-francotyp.com/de/stimmrechtsmitteilungen/c8b5f
191a4415969.
Transaktionen mit Personen in SchlüsselpositionenIm ersten Halbjahr 2024 gab es keine neuen Transaktionen
mit Personen in Schlüsselpositionen.
(16) Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte
Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder
Ertragslage des FP-Konzerns gehabt hätten.
(17) Genehmigung des Abschlusses zur VeröffentlichungDer Vorstand genehmigte die Veröffentlichung des
verkürzten Konzernabschlusses am 29. August 2024.
Berlin, 29. August 2024
Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG
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VERSICHERUNG
DER GESETZLICHEN VERTRETER
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| Friedrich G. Conzen | Ralf Spielberger |
| CEO | CFO |
| Ergebnisse für das 1. Quartal 2024 | 07. Juni 2024 |
| Hauptversammlung, Berlin | 25. Juni 2024 |
| Halbjahresbericht 2024 | 29. August 2024 |
| Ergebnisse für das 3. Quartal 2024 | 21. November 2024 |
Die börsennotierte Francotyp-Postalia Holding AG
mit Sitz in Berlin ist die Holdinggesellschaft der weltweit
tätigen FP-Gruppe (FP). FP ist ein Experte für
Lösungen, die das Büro- und Arbeitsleben
einfacher und effizienter machen. FP hat die folgenden
Geschäftsbereiche: Digital Business Solutions,
Mailing, Shipping & Office Solutions sowie Mail
Services. Im Geschäftsbereich Digital Business
Solutions optimiert FP die Geschäftsprozesse der
Kunden und bietet Lösungen wie elektronische
Signaturen, Hybrid-Mail, Input/Output-Management für
physische und digitale Dokumente sowie die datengetriebene
Automatisierung komplexer Geschäftsprozesse. Im
Geschäftsbereich Mailing, Shipping & Office
Solutions ist FP der weltweit drittgrößte
Anbieter von Mailingsystemen und Marktführer in
Deutschland, Österreich, Skandinavien und Italien. FP
ist in 15 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften
und in vielen weiteren Ländern mit einem eigenen
Händlernetz vertreten. Im Geschäftsbereich Mail
Services bietet FP die Konsolidierung von
Geschäftspost an und gehört zu den führenden
Anbietern in Deutschland. Im Jahr 2023 erwirtschaftete FP
einen Umsatz von mehr als 240 Mio. Euro.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.fp-francotyp.com.
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