![]() freenet AGBüdelsdorfZwischenbericht zum 31.03.2016ZWISCHENBERICHT ZUM 31. MÄRZ 2016Q1 2016KENNZAHLEN: ÜBERSICHT KONZERNOperative Entwicklung
Bilanz
Finanzen und Investitionen
Aktie
Mitarbeiter
KENNZAHLEN: ÜBERSICHT SEGMENT MOBILFUNKKundenentwicklung
Operative Entwicklung
Monatlicher Umsatz pro Kunde (ARPU)
1
Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert
um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. An unsere AktionäreBRIEF AN DIE AKTIONÄRELiebe Aktionäre, Kunden, Geschäftspartner und Freunde der freenet AG,in der jüngeren Vergangenheit hat sich die freenet AG im attraktiven Marktsegment
rund um Digital-Lifestyle neben dem traditionellen Mobilfunkgeschäft eine zweite wichtige
Erlösquelle geschaffen. Dies haben wir vor allem über organisches Wachstum erreicht
- mit innovativen Produkten und kundenorientierten Dienstleistungen insbesondere in
den Bereichen Smart Home und Security, Entertainment und Health/Fitness mit entsprechendem
Zubehör. In der Regel setzten wir dabei auf entsprechende Partnerschaften mit erstklassigen,
etablierten Anbietern wie z. B. GRAVIS, als autorisierten Apple Reseller in Deutschland. Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres standen nun ganz im Zeichen von zwei
sehr grundlegenden neuen Akquisitionen beziehungsweise Beteiligungen der freenet AG:
Mit dem Erwerb aller Anteile der Media Broadcast Gruppe sowie von knapp 25 Prozent
der EXARING AG steigen wir in das TV-Geschäft ein und gehen damit einen weiteren entscheidenden
Schritt hin zum führenden Digital-Lifestyle-Provider in Deutschland. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich derzeit in diesem Segment mit der steigenden
Bedeutung von Streaming-Angeboten und Mediatheken ein Paradigmenwechsel vollzieht
- der Fernseher zu Hause also eine neue Dimension erhält. Aktuelle Zahlen des Unterhaltungselektronikverbands
GFU belegen diesen radikalen Wandel: So steigt der Absatz von hochauflösenden UHD-Geräten
in Deutschland deutlich an, das TV avanciert immer mehr zum zentralen Gerät für Bewegtbild-Unterhaltung
und Home Automation, und der Durchschnittsdeutsche verbringt annähernd vier Stunden
täglich vor dem Fernseher. Laut Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen bezahlen
inzwischen 16 Prozent der befragten deutschen Internetnutzer für einen Videoabrufdienst
im Internet, obwohl wesentliche Anbieter noch nicht sehr lange in diesem Markt agieren.
Und nach Prognosen der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers werden die Umsätze
mit Online-Videoangeboten in Deutschland von 81 Millionen Euro im vergangenen Jahr
auf 410 Millionen Euro in 2019 steigen. Zu diesem Paradigmenwechsel können Media Broadcast und EXARING Wesentliches beitragen:
Wir sind fest davon überzeugt, für dieses einzigartige Angebot flexiblen digitalen
Fernsehens entsprechend neue Nutzer auf Basis unseres bewährten Subskriptionsmodells
begeistern zu können: mit unserer Vertriebs- und Service-Stärke über alle Kanäle hinweg,
der langjährigen Erfahrung im Mobilfunk- und DSL-Segment, aber nicht zuletzt auch
aufgrund unseres bestehenden Kundenstamms von derzeit rund 12,2 Millionen. Der Vermarktungsstart
entsprechender Produkte ist noch für das laufende Geschäftsjahr vorgesehen. Gleichwohl vernachlässigen wir angesichts dieser faszinierenden Perspektiven weder
unser traditionelles Mobilfunkgeschäft noch das organische Wachstum im Bereich Digital-Lifestyle.
So haben wir im ersten Quartal unter der Klammer "SmartCare" eine weitere neue Produktfamilie
gestartet, und zwar für den Bereich E-Health. Sie umfasst unterschiedliche digitale
Angebote zur Krankheitsprävention sowie für körperliches und mentales Wohlbefinden.
Darin enthalten sind beispielsweise:
Zudem setzten unsere einzelnen Konzernmarken im ersten Quartal wie schon im Vorjahr
mit zeitlich begrenzten Sonderaktionen in den jeweiligen Segmenten ihre Produktoffensiven
fort. Sie waren in der Regel unterlegt durch gesonderte Marketingmaßnahmen, bei der
auch "unser Grieche" mit "Costa Fast Gar Nix" im Rahmen der Frühjahrskampagne wieder
zum Einsatz kam - und zusätzlich noch Markenbekanntheit sowie Wahrnehmung von mobilcom-debitel
als Digital-Lifestyle-Provider auf neue Spitzenwerte steigerte. Im Mobilfunk lag die
Konzentration unserer Hauptmarke mobilcom-debitel dabei wie bisher auf qualitativ
hochwertigen Vertragsbeziehungen bei der Neukundengewinnung wie auch im Bestandskundenmanagement,
während die Discountmarken von freenet den No-frills-Bereich abdecken. Diese Strategie hat sich für die freenet AG einmal mehr bezahlt gemacht, wie die Zahlen
für das erste Quartal 2016 belegen:
Damit ist die erste Etappe für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 gemeistert; unsere
Ziele sind nun aufgrund der jüngsten Akquisitionen etwas höher gesteckt: Wir streben
ein EBITDA von etwas über 400 Millionen Euro und einen Free Cashflow von rund 300
Millionen Euro an - bei steigendem Konzernumsatz, fortgesetztem Kundenwachstum im
Customer-Ownership und sich weiterhin stabilisierendem Postpaid-ARPU. Wir gehen wie bisher davon aus, dass weitere rund 10 Millionen Euro an EBITDA und
etwa 30 Millionen an Free Cashflow hinzukommen, die aus unserer jüngsten Beteiligung
resultieren: Mitte März unterzeichnete die freenet AG einen Vertrag über den Erwerb
von bis zu 24,56 Prozent an der Sunrise Communications Group AG. Wir beobachten den
größten privaten Telekommunikationsanbieter der Schweiz mit über 3 Millionen Kunden
in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und digitales Fernsehen bereits seit
einiger Zeit, sehen starke Parallelen zu uns bei Geschäftsmodell, Cash-Orientierung
und Finanzprofil - und insofern in der Anteils-Übernahme eine tolle Opportunität für
freenet. Gleichzeitig haben wir im ersten Quartal das derzeit günstige Zinsumfeld genutzt und
Fremdmittel in Höhe von insgesamt bis zu 1,7 Milliarden Euro aufgenommen. Zur Finanzierung
der im Berichtsquartal kommunizierten Transaktionen und zur Refinanzierung der im
April endfälligen Unternehmensanleihe haben wir ein Schuldscheindarlehen und ein syndiziertes
Bankdarlehen aufgenommen. Das Schuldscheindarlehen in Höhe von 560,0 Millionen Euro
konnten wir Ende Februar erfolgreich bei in- und ausländischen institutionellen Investoren
platzieren - in insgesamt fünf Tranchen mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren
und zu einem durchschnittlichen Zinssatz über diese Laufzeiten von 1,12 Prozent pro
Jahr. Das syndizierte Bankdarlehen hat ein Volumen von insgesamt 1,14 Milliarden Euro
und erlaubt der Gesellschaft in drei unterschiedlichen Tranchen Mittel für mögliche
Akquisitionen und den laufenden Betrieb zu ziehen. Die beiden ersten Tranchen dienen
der Brückenfinanzierung von möglichen Akquisitionen und stellen die für die jeweilige
Akquisition benötigten Mittel zur Verfügung. Die erste Tranche hat eine Laufzeit von
12 plus 6 Monaten und ist variabel verzinslich mit einer anfänglichen Marge von 0,8
Prozent. Die zweite Tranche hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ist variabel verzinslich
mit einer anfänglichen Marge von 2,1 Prozent. Die dritte Tranche mit einem Volumen
von 100,0 Millionen Euro ist ebenfalls variabel verzinslich mit einer anfänglichen
Marge von 1,8 Prozent und speziell als Revolving Credit Facility ausgestaltet. Somit
können die Mittel während der 5-jährigen Laufzeit jederzeit gezogen und wieder zurückgezahlt
werden. Trotz gestiegener Verschuldung halten wir an den Zielgrößen unserer Finanzstrategie
im Grundsatz fest: Den selbst gesteckten Verschuldungsrahmen - also das 1- bis 2,5-fache
des EBITDA - wollen wir in absehbarer Zeit wieder erreichen, die Liquiditätsreserve
bei mindestens 100 Millionen Euro halten und die Eigenkapitalquote wieder auf 50 Prozent
steigern. Darüber hinaus zahlen wir bei Akquisitionen grundsätzlich nur ein Ertragsvielfaches
in Bezug auf das EBITDA, das unter dem von freenet von 10 liegt. So zum Beispiel auch
bei der aktuellen Akquisition von Media Broadcast; und selbstverständlich halten wir
auch weiterhin an unserer nachhaltigen, aktionärsorientierten Ausschüttungspolitik
fest. Auf Basis dieser Financial Policy, unserer bewährten Strategie rund um Mobilfunk,
mobiles Internet und Digital-Lifestyle sowie mit den aktuellen Zukäufen sind die Weichen
für eine vielversprechende Zukunft unseres Unternehmens gestellt. Wir - das Management
und die Mitarbeiter der freenet AG - werden in den kommenden Monaten und Quartalen
mit vollem Engagement und Enthusiasmus die damit verbundenen neuen Herausforderungen
angehen.
DIE FREENET AG AM KAPITALMARKTKapitalmarktumfeldNach einem verlustreichen Jahresauftakt an den internationalen Börsen zeichnete sich
bei den meisten Aktienindizes ab Mitte Februar wieder eine Trendwende ab, mit leichten
Kurserholungen im März. Die internationalen Krisenherde in der Ukraine und in Syrien und der daraus resultierende
Flüchtlingsstrom beeinflussten die Kapitalmärkte weiterhin auf geopolitischer Ebene.
Dabei erschweren divergierende Ansichten der EU-Mitgliedstaaten in Bezug auf die Verteilung
der ankommenden Flüchtlinge auf die EU-Länder nach wie vor eine gemeinsame europäische
Lösung. Weitere Einflussfaktoren auf das Kapitalmarktumfeld waren wirtschaftlicher
und finanzpolitischer Natur, wie der anhaltende Ölpreisverfall, der Förderstaaten,
Schwellenländern und Ölkonzernen gleichermaßen zu schaffen macht, sowie die spürbare
Abkühlung der Konjunktur vor allem in China und den USA. Das erste Quartal verlief auch für den deutschen Aktienmarkt ernüchternd. In den ersten
sechs Wochen verlor der DAX kontinuierlich, in der Spitze rund 17 Prozent. Aufgrund
der anhaltenden Niedrigzinspolitik in Europa gehörten vor allem die Banken und Versicherer
zu den Verlierern. Aber auch die Aktien der deutschen Automobilkonzerne verloren im
ersten Quartal deutlich an Wert. Zwar erholten sich die Kurse ab Mitte Februar wieder
leicht, alles in allem blickt das deutsche Börsenbarometer aber auf ein äußerst schwaches
Startquartal zurück: Der DAX verlor mehr als 7 Prozent und schloss am 31. März 2016
mit 9.966 Punkten knapp unter der 10.000er Marke. Der TecDAX gab um rund 11 Prozent
nach und beendete das erste Quartal mit 1.626 Punkten. Dennoch hat sich die Stimmung der institutionellen Investoren wieder etwas verbessert
- zuvor lag der Frankfurt Börse Sentiment-Index noch auf der neutralen Nulllinie.
Gegenläufig stellt sich die Stimmungslage bei den Privataktionären dar; in dieser
Anlegergruppe konnte ein Rückgang des Sentiment-Index verzeichnet werden. Damit haben
sich die Stimmungslagen der institutionellen sowie der privaten Anleger, welche zuvor
noch deutlich divergierten, wieder etwas angenähert. freenet AktieDie positive Kursentwicklung der freenet Aktie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015
konnte sich im ersten Quartal 2016 nicht fortsetzen. Das Papier startete am 2. Januar
2016 mit einem Kurs von 31,32 Euro in das neue Börsenjahr und erreichte am 23. März
2016 mit 26,00 Euro sein Quartalstief. Der durchschnittliche Xetra-Tagesschlusskurs
lag im Berichtszeitraum bei 27,92 Euro. Mit einem Kurs von 26,29 Euro ging die Aktie
zum Quartalsende aus dem Handel. Im abgelaufenen Quartal wurden über das elektronische Handelssystem Xetra insgesamt
rund 33,7 Millionen freenet Aktien gehandelt, gegenüber 24,7 Millionen im Vorquartal
und 37,1 Millionen im ersten Quartal 2015. Dies entspricht einem durchschnittlichen
Handelsvolumen von rund 519 Tausend Aktien pro Tag (Vorquartal: rund 375 Tausend Aktien).
Der Anteil des über alternative Handelsplätze ("Dark Pools") gehandelten Volumens
stieg im ersten Quartal leicht um 1 Prozent auf rund 46 Prozent des gesamten Handelsvolumens
(Vorjahresquartal: 41 Prozent). In den ersten drei Monaten des Jahres verlor die freenet Aktie in einem sehr volatilen
Marktumfeld insgesamt 16 Prozent. Damit entwickelte sie sich schwächer als der Vergleichsindex
TecDAX, der einen Rückgang um 11 Prozent verzeichnete. Auch der SXKP Index, ein europäischer
Aktienindex für Telekommunikationswerte, in dem auch die freenet AG gelistet ist,
ging in diesem Zeitraum um 6 Prozent zurück. Im 12-Monats-Vergleich fällt der Rückgang
des freenet Aktienkurses mit rund 6 Prozent geringer aus, als der des SXKP (-11 Prozent).
Der TecDAX verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von einem Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,4 Milliarden Euro gehörte die freenet Group
zum Quartalsende erneut zu den Top 5 der wertvollsten TecDAX-Unternehmen. Grafik 1: Performance der freenet Aktie in den vergangenen 12 Monaten(indexiert; 100 = Xetra-Schlusskurs am 31. März 2015)![]() AnalystenempfehlungenIm ersten Quartal 2016 bewerteten insgesamt 18 Analystenhäuser die Geschäftsentwicklung
der freenet AG. Sieben Analysten gaben eine Kaufempfehlung ab, ebenfalls sieben Analysten
bewerteten die Aktie mit dem Anlageurteil "Halten" und vier Analysten rieten zum Verkauf
des Papiers. Das durchschnittliche Kursziel für die freenet Aktie belief sich zum
Quartalsende auf 30,4 Euro. Grafik 2: Aktuelle Empfehlungen zur freenet Aktie (Kursziel in Euro)*![]() DividendeVorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 die Ausschüttung
einer Dividende in Höhe von 1,55 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie für das
Geschäftsjahr 2015 vorschlagen. Das entspricht einer Erhöhung um 0,05 Euro gegenüber
dem Vorjahr. Die Ausschüttungsquote in Höhe von rund 70 Prozent des Free Cashflows
liegt im Rahmen unserer Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung zwischen 50 und 75
Prozent des jeweils erzielten Free Cashflows vorsieht. AktionärsstrukturDas Grundkapital der freenet AG beträgt 128.061.016 Euro und ist in 128.061.016 auf
den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Der auf die einzelne Stückaktie anfallende
anteilige Betrag am Grundkapital beläuft sich auf 1,00 Euro. Die Aktionärsstruktur der freenet AG hat sich gemäß zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen
nach § 21 WpHG im Berichtszeitraum folgendermaßen verändert:
Demnach stellte sich die Aktionärsstruktur zum 31. März 2016 wie folgt dar: Grafik 3: Aktuelle Aktionärsstruktur![]() Basierend auf den uns im Berichtsquartal zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen hat
sich der Streubesitz im Vergleich zum Jahresende 2015 von 79,82 Prozent um 2,21 Prozentpunkte
auf 77,62 Prozent verringert. KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTWIRTSCHAFTSBERICHTGeschäftsverlaufDie freenet AG bedient als unabhängiger Service-Provider den Wachstumsmarkt Digital-Lifestyle
mit integrierten Produktwelten, kundenorientierten Dienstleistungen und günstigen
Mobilfunktarifen für alle deutschen Mobilfunknetze. Das Portfolio umfasst eigene Tarife
und Services sowie entsprechende Angebote der Netzbetreiber in Deutschland im traditionellen
Geschäftsfeld Mobilfunk/mobiles Internet. Darüber hinaus offeriert das Unternehmen
innovative digitale Anwendungen rund um Home Automation und Security, Health, Datensicherheit,
Enter- und Infotainment - inklusive den aktuellen Smartphones, Tablets und Notebooks
als Endgeräten plus attraktivem Zubehör. Wesentliche Zielgruppe sind dabei jeweils Privatkunden, adressiert im Rahmen einer
Mehrmarkenstrategie: Die Hauptmarke mobilcom-debitel konzentriert sich angesichts
des intensiven Wettbewerbs innerhalb der Branche vornehmlich auf qualitativ hochwertige
Vertragsbeziehungen bei der Kundengewinnung und beim Bestandskundenmanagement; zusätzlich
decken die Discountmarken von freenet den sogenannten No-frills-Bereich ab. Im ersten Quartal 2016 hat die freenet AG ihre erfolgreiche Strategie rund um Digital-Lifestyle,
Mobilfunk und mobiles Internet konsequent fortgesetzt und die Angebote und Aktivitäten
in diesen Segmenten weiter ausgebaut. Gleichzeitig vollzog das Unternehmen mit wichtigen
Beteiligungen/Akquisitionen einen weiteren strategischen Schritt hin zum führenden
Digital-Lifestyle-Provider. Akquisitionen ergänzen strategische AusrichtungIm ersten Quartal 2016 hat die freenet AG mit zwei grundlegenden Akquisitionen/Beteiligungen
den Einstieg ins digitale TV-Geschäft realisiert.
Damit hat die freenet AG zum einen die Basis gelegt, noch im laufenden Geschäftsjahr
Fernsehen in exzellenter Bildqualität mit seiner großen Handelsexpertise an Privatkunden
zu vermarkten. Zum andern adressiert freenet mit der EXARING-Beteiligung den stark
wachsenden Markt von Streaming- und Video-on-Demand-Diensten in Deutschland. Mitte März unterzeichnete die freenet AG zudem einen Vertrag über den Erwerb von bis
zu 11.051.578 Stammaktien der Sunrise Communications Group AG, Zürich; dies entspricht
einem Anteil von 24,56 Prozent am Unternehmen. Sunrise ist der größte private Telekommunikationsanbieter
der Schweiz mit über 3 Millionen Kunden in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet
und digitales Fernsehen. Neue Angebote erweitern das Digital-Lifestyle- PortfolioIn den zurückliegenden Geschäftsjahren hat mobilcom-debitel mit innovativen Lösungen
zu SmartHome neue Akzente in den Marktsegmenten Energie und Security gesetzt. Im ersten
Quartal 2016 startete mit E-Health ein weiterer Bereich mit unterschiedlichen Produkten:
Unter der Klammer "Smart-Care" sind jetzt über www.md.de/smartcare digitale Technologien
für Krankheitsprävention sowie körperliches und mentales Wohlbefinden verfügbar. Die Angebote rund ums Wohlbefinden umfassen zum einen "Withings Aura" - eine digitale
Wellnessoase mit individuell steuerbaren Licht- und Soundoptionen für entspanntes
Einschlafen und Aufwachen sowie zusätzlich buchbaren Möglichkeiten der sensorgesteuerten
Schlafüberwachung. Und zum andern den "Withings Smart Body Analyser": Die Multifunktionswaage
kontrolliert per App Gewicht, Body-Maß-Index sowie Körperfettanteil, und differenzierte
Angaben für unterschiedliche Körpertypen, automatisches Messen der Herzfrequenz sowie
Zusatzfeatures wie Raumluftqualität oder Tageswetterbericht runden das Angebot ab. Im Bereich Fitness wiederum offeriert "Gymondo" als führendes Portal für Online-Training
über 20 Programme und über 250 Kurse, mit deren Hilfe die eigenen vier Wände zum Sportstudio
avancieren. Das monatlich kündbare Abonnement kostet 8,99 Euro, bei Abschluss einer
zweijährigen Laufzeit reduziert sich die Gebühr auf 4,99 Euro im Monat. Die ideale
Ergänzung dazu stellt der Fitnesstracker Jawbone UP2 dar: Das schlanke Armband überprüft
die Fitness seines Nutzers, schlägt Aktivitätspläne vor, unterstützt eine ausgewogene
Ernährung und überzeugt mit langer Akku-Laufzeit und integriertem Wecker mit Vibrationsalarm.
Und mit "NeuroNation" schließlich lässt sich ab 8 Euro monatlich die Gehirn-Fitness
analysieren, individualisierte Übungsprogramme erstellen und mit zielgerichtetem Gedächtnistraining
Konzentration und kognitive Leistungen verbessern. Das Thema Elektromobilität nimmt in der öffentlichen Diskussion einen immer größeren
Stellenwert ein. Dazu startete die freenet.de GmbH Ende Januar die neue Internet-Plattform
www.stromschnell.de. Das für alle Displaygrößen optimierte Informationsportal bietet
topaktuelle, durch eine eigene Redaktion recherchierte Artikel rund um nachhaltige
Mobilität, mit Meldungen und Hintergründen aus den Bereichen Technik und Nachhaltigkeit,
mit Modellübersichten und Kostenanalysen. Bereits im November letzten Jahres hatte mobilcom-debitel die "Sonntagskracher" zum
günstigen Erwerb von Endgeräten gestartet. Im Rahmen dieser wöchentlichen Schnäppchenaktionen
bot das Unternehmen beispielsweise im Februar das Samsung Galaxy S6 in der 32-GByte-Ausführung
für knapp 400 Euro an - eine Ersparnis von 150 Euro zum offiziellen Verkaufspreis.
Mitte März folgte als ein weiteres Highlight das Galaxy Tab A LTE 9.7 für rund 235
Euro statt der offiziellen 340 Euro. Und als "Oster-Sonntagskracher" gab es die Online-Waage
Medisana BS 444 connect für knapp 25 Euro statt 70 Euro als UVP. Die Bluetooth-Körperanalysewaage
misst mittels hochsensibler Edelstahl-Elektroden nicht nur Gewicht, Muskelmasse, Körperfett
und -wasser, sondern erfasst auch den Body-Maß-Index sowie täglichen Kalorienbedarf
und übermittelt die Werte per App für bis zu acht verschiedene Personen. Zusätzlich bietet das Unternehmen seinen Mobilfunkkunden seit Anfang Februar "Save.TV"
mit flexiblen Laufzeiten schon ab 4,99 Euro monatlich an. Mit dem vollständig browserbasierten
Online-Videorecorder lassen sich dank zahlreicher Apps für iOS, Android, Windows,
KindleFire und SmartTV aus über 45 TV-Sendern Aufnahmen nach der jeweiligen Ausstrahlung
im Free-TV streamen oder programmieren; ohne bestehenden Mobilfunkvertrag ist Save.TV
ab 9,99 Euro monatlich erhältlich. Zum Quartalsende startete dann mit "pocketstory" ein weiteres neues Angebot von mobilcom-debitel.
Mit dem Online-Kiosk quasi für die Hosentasche erhält der Kunde Zugriff auf sorgfältig
ausgewählte Artikel, Reportagen, Essays und Analysen der wichtigsten Zeitungen und
Magazine sowie auf einzelne Kapitel aus Büchern; sie sind jeweils optimiert für mobiles
Lesen auf dem Smartphone oder Tablet. Weitere Features wie Such-, Filter- und Offline-Lesefunktion,
das Anpassen an Lesevorlieben, Speichern und Teilen sind ebenfalls verfügbar. Die
Medien-Flatrate ist in zwei Varianten für rund 5 beziehungsweise 8 Euro monatlich
buchbar. GRAVIS schließlich reduzierte Ende Januar das iPad Pro gegenüber dem UVP von Apple
um bis zu 120 Euro je nach Ausstattung. Gleichzeitig verbilligte die freenet Tochtergesellschaft
das Apple Wireless Keyboard um über 25 Prozent gegenüber anderen günstigen Händlern
auf knapp 50 Euro. Und im Februar gab es beispielsweise den Kopfhörer Bowers & Wilkins
P3 für knapp 70 Euro - damit rund 20 Prozent unter dem aktuellen Internet-Preisvergleich. Tarif-Sonderaktionen tragen zu nachhaltigem Kundenwachstum beiWie bereits im Vorjahr führte freenet im ersten Quartal 2016 weitere attraktive Tarifaktionen
bei seinen Haupt- und Discountmarken durch und kam damit einmal mehr sehr gut in den
jeweiligen Marktsegmenten an. Diese sehr günstigen Angebote waren in der Regel kurzfristig
und zeitlich begrenzt über die unternehmenseigene Handelsplattform www.crash-tarife.de
oder vergleichbare Plattformen verfügbar. Im Folgenden eine Auswahl:
mobilcom-debitel startet FrühjahrskampagneIm Geschäftsjahr 2015 hatte "Costa Fast Gar Nix" beziehungsweise "Costa Gans Wenig"
der Sommer- und der Weihnachtskampagne von mobilcom-debitel ein provokantes Gesicht
gegeben. Mit dem stark emotionalisierenden Griechen avancierten die Kampagnen zu den
effektivsten der letzten Jahre - alle relevanten Messkriterien sowie die Zuführung
neuer Kunden zu den involvierten Shops stiegen in der Folge an. Die Kampagnen umfassten
klassische Marketingmaßnahmen wie TV-Spots, Online-Kommunikation und eine Vielzahl
an Aktivitäten am PoS - unter anderem mit Angebotsflyern, Aufstellern und Schaufenster-Beklebungen. "Costa Fast Gar Nix" präsentierte dann im Rahmen der Frühjahrskampagne wiederum attraktive
Angebote rund um Digital-Lifestyle und Mobilfunk. Sie startete Anfang Februar für
drei Monate und beinhaltete zwei vierwöchige TV-Flights mit über 2.000 Spots auf reichweitenstarken
Privatsendern, Online-Werbung, vielfältige PoS-Maßnahmen, umfangreiche Promotions,
Postwurfsendungen in mehrstelliger Millionenauflage sowie Social Media und PR. Zu
den Highlights unter den Angeboten zählten beispielsweise Hardware wie das Samsung
Galaxy Grand Prime, die LED Sengled Pulse Solo, diverse Smartphone-Tarife und Digital-Lifestyle-Optionen
von Gymondo, Zattoo, mobilcom-debitel AudioBooks sowie um bis zu 50 Prozent reduziertes
Zubehör. Und anlässlich des Valentinstags kamen regionale Promotion-Aktionen mit "Watch-out-Flyern"
inklusive Gewinnspielen und weitere Spiele/Gewinnmöglichkeiten auf den Social-Media-Kanälen
von mobilcom-debitel hinzu. Aufgrund der Frühjahrskampagne erreichte die Markenbekanntheit von mobilcom-debitel
mit stabilisierten Werten von rund 80 Prozent ein Allzeithoch seit Einführung der
regelmäßigen monatlichen Messung. Darüber hinaus stieg die Wahrnehmung des Unternehmens als Digital-Lifestyle-Provider
deutlich an: Der Aussage "mobilcom-debitel hat innovative Produkte" stimmten im ersten
Quartal 2016 45 Prozent der Befragten zu, nach 13 Prozent in Q4/2015; bei der Aussage
"mobilcom-debitel bietet mehr als Mobilfunk" verbesserte sich die Zustimmung von 18
Prozent in Q4/2015 auf jetzt 50 Prozent. klarmobil relauncht Info-Portal "MIC"Die Tochtergesellschaft klarmobil GmbH hat im März ihr Informationsportal mit innovativen
Formaten und Themen sowie neuem Design und Nutzwert für die Leser aufgewertet: "MIC"
bietet neben den klassischen News, Tipps, Tricks und Tests von Hardware und Apps jetzt
als fest etablierte Serie "Extremtests" von aktuellen Gadgets. Daneben runden Bewegtbilder,
attraktive Gewinnspiele, Reportagen und eine umfassende Social-Media-Anbindung inklusive
Response-Modulen das komplexe Angebot ab. Weil rund 70 Prozent der Nutzer per Smartphone
oder Tablet auf die MIC-Inhalte zugreifen, lag ein weiterer Fokus beim Relaunch auf
der mobilen Bedienerfreundlichkeit; damit werden die Leserinnen und Leser jetzt intuitiv
durch digitale Welten, neue Anwendungen und Produkte geleitet. Wesentliche Einflussfaktoren für den GeschäftsverlaufKundenentwicklungTabelle 1: Entwicklung der Mobilfunkkunden
Auch im Jahr 2016 wird die freenet AG in der Neukundengewinnung und im Bestandskundenmanagement
ihren eingeschlagenen Weg, auf werthaltige Kundenbeziehungen zu setzen, weiter verfolgen,
um den nicht finanziellen Leistungsindikator Customer-Ownership weiter zu erhöhen.
Die Ergebnisse im Berichtszeitraum sind sehr ermutigend. Der Customer-Ownership Bestand
steigt im Vorjahresvergleich um rund 331.000 Teilnehmer oder 3,7 Prozent auf nun 9,37
Millionen. Gegenüber dem Vorquartal beträgt der Zuwachs 70.000 Teilnehmer oder 0,8
Prozent. Maßgeblich für die Erhöhung des Customer-Ownerships ist der für die strategische Geschäftsausrichtung
bedeutsame Postpaid-Kundenbestand, in welchem alle im Konzern vermarkteten Mobilfunkverträge
mit einer Laufzeit von 24 Monaten zusammengefasst sind. Der Bestand in dieser Kundengruppe
steigt im Jahresvergleich überproportional um 260.000 Teilnehmer oder 4,3 Prozent
auf 6,36 Millionen an. Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 beträgt der Anstieg noch
rund 45.000 oder 0,7 Prozent. Alle über Discount-Marken des Konzerns vertriebenen Mobilfunktarife werden im sogenannten
No-frills-Bereich zusammengefasst. Trotz der beschriebenen Fokussierung auf die Vertragskunden
ist der Kundenbestand auch in diesem Kundensegment im Vorjahresvergleich um 71.000
Teilnehmer oder 2,4 Prozent gestiegen. Mit einem Anstieg von rund 24.500 Teilnehmern
oder 0,8 Prozent konnte auch die Zahl der No-frills-Kunden des Vorquartals übertroffen
werden. Die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Prepaid-SIM-Karten, welche über die Hauptmarke
mobilcom-debitel vertrieben werden, hat sich im Verlauf des Berichtsquartals weiter
auf einen Endstand von 2,79 Millionen Karten reduziert. Dieser Rückgang resultiert
erneut aus Abschaltungen nicht genutzter SIM-Karten durch die Netzbetreiber (technischer
Churn). Durchschnittlicher monatlicher Umsatz pro Kunde (ARPU)Tabelle 2: Entwicklung des ARPU
Die sich bereits im vergangenen Geschäftsjahr abzeichnende positive Entwicklung des
Postpaid-ARPU setzt sich auch im ersten Quartal 2016 fort. Im Vorjahresvergleich steigt
der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde von 21,1 Euro um 0,4 Euro auf nun
21,5 Euro im Berichtsquartal. Auch im Vergleich zum Vorquartal ist eine Erhöhung um
0,2 Euro zu verzeichnen. Diese Entwicklung bestätigt erneut die Strategie, in der
Kundengewinnung und im Bestandskundenmanagement auf werthaltige Kundenbeziehungen
zu setzen. Der im No-frills-Kundensegment erzielte durchschnittliche monatliche Umsatz in Höhe
von 2,4 Euro liegt sowohl auf dem Niveau des vorhergehenden Quartals als auch des
Vorjahresquartals. Auch im Prepaid-Bereich übertrifft der ARPU im ersten Quartal 2016 mit 2,9 Euro das
Ergebnis des Vorjahresquartals um 0,3 Euro. Im Vergleich zum Vorquartal ist ein leichter
Rückgang um 0,2 Euro zu verzeichnen. SteuerungssystemFinanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenDer Vorstand der freenet AG orientiert sich bei der strategischen Ausrichtung des
Konzerns an den Interessen aller Stakeholder. Zur Umsetzung wird sowohl auf der Konzernebene
als auch in den einzelnen Tochterunternehmen ein einheitliches Steuerungssystem verwendet,
das sowohl an finanziellen als auch an nicht finanziellen Steuerungsgrößen anknüpft.
Als steuerungsrelevant sind hierunter insbesondere die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren
zu verstehen:
Darüber hinaus hat der Vorstand folgenden nicht finanziellen Leistungsindikator definiert:
Unter Berücksichtigung des fortschreitenden Ausbaus unserer Digital-Lifestyle-Aktivitäten
und vor dem Hintergrund der geplanten Erschließung eines neuen TV-Geschäftsfelds im
Zusammenhang mit der Akquisition der Media Broadcast Gruppe und der Beteiligung an
der EXARING AG, überprüfen wir laufend die Zusammensetzung unserer gesamten internen
Steuerungsgrößen. Sofern ein entsprechender Anpassungsbedarf identifiziert wird, werden
wir unsere internen Steuerungsgrößen gegebenenfalls anpassen. Im ersten Quartal 2016
wurden im Vergleich zum Vorjahr keine Anpassungen vorgenommen. Sonstige SteuerungsgrößenZur Steuerung des Konzerns werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen
Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen
sind im Vergleich zu den finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren
von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung sowie Gradmesser für die
Fortentwicklung der freenet Group werden hierzu vor allem folgende sonstige Steuerungsgrößen
eingesetzt:
Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich zum Ende des ersten Quartals 2016 auf 4.990 erhöht,
verglichen mit 4.367 zum Ende des Geschäftsjahres 2015 und 4.713 zum Ende des ersten
Quartals 2015. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition der Media
Broadcast Gruppe. Vermögens, Finanz- und ErtragslageUmsatz- und ErtragslageTabelle 3: Wesentliche Kennzahlen des Konzerns
Der KONZERNUMSATZ lag im ersten Quartal 2016 mit 749,2 Millionen Euro auf dem Niveau
des Vorjahres. Dabei standen dem deutlich gestiegenen Customer-Ownership-Bestand (9,37
Millionen Kunden Ende März 2016 gegenüber 9,04 Millionen Kunden Ende März 2015) bei
einem erhöhten Postpaid-ARPU (21,5 Euro in Q1/2016 im Vergleich zu 21,1 Euro in Q1/2015)
und erstmals einbezogenen Umsatzerlösen der Media Broadcast Gruppe (10,4 Millionen
Euro für die 14 Tage vom 18. März 2016 bis 31. März 2016) rückläufige Entgelte für
Prämien und Provisionen aufgrund einer geringeren Bruttoaktivierungsleistung gegenüber. Die ROHERTRAGSMARGE stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 25,7 Prozent und lag damit auf
dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals. Dies ist gleichbedeutend mit einer Steigerung
des Rohertrags gegenüber dem ersten Quartal 2015 um 0,4 Prozent auf 192,2 Millionen
Euro. Die GEMEINKOSTEN als Differenz zwischen Rohertrag und EBITDA, welche die Positionen
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRAGE, ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN, PERSONALAUFWAND,
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN SOWIE DAS ERGEBNIS DER NACH DER EQUITY-METHODE
EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN (NUR ERGEBNISANTEILE) beinhalten, verringerten sich gegenüber
Q1/2015 um 2,3 Millionen Euro. Auf der einen Seite führten verminderte Personalaufwendungen
im Zusammenhang mit der Effizienzsteigerung betrieblicher Prozesse sowie einmalige
Erträge aus der Veräußerung von Vermögenswerten aus dem Bereich "mds Repair/Service"
in Höhe von 3,3 Millionen Euro zu einem Gemeinkostenrückgang. Durch den Anstieg der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen, maßgeblich im Zusammenhang mit den Akquisitionen
sowie einem gestiegenen Anteil der Fremdbeschaffung von Dienstleistungen korrespondierend
zu den verminderten Personalaufwendungen kam es auf der anderen Seite zu einer Erhöhung
der Gemeinkosten. Das Konzernergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)
wird im Berichtsquartal 2016 mit 89,1 Millionen Euro und damit um 3,1 Millionen Euro
über dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals ausgewiesen. Die ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,2
Millionen Euro auf 21,7 Millionen Euro, im Wesentlichen aufgrund des erhöhten Bestandes
an Software, Lizenzen und Nutzungsrechten im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen
aus Unternehmenserwerben (EXARING AG, Media Broadcast Gruppe). Das ZINSERGEBNIS als Saldo der Zinserträge und -aufwendungen wurde im Berichtsquartal
mit -11,7 Millionen Euro ausgewiesen (Q1/2015: -9,5 Millionen Euro). Der Nettozinsaufwand
entfällt im Wesentlichen auf die im April 2016 endfällige Unternehmensanleihe. Die
Erhöhung des Nettozinsaufwandes im Vergleich zum ersten Quartal 2015 ist hauptsächlich
auf die Neufinanzierung im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben zurückzuführen. Aufgrund der erläuterten Effekte ergibt sich ein KONZERNGEWINN VOR STEUERN (EBT) in
Höhe von 55,5 Millionen Euro, was im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 5,5 Millionen
Euro darstellt. Im Berichtsquartal 2016 wurden Aufwendungen aus ERTRAGSTEUERN in Höhe von 4,2 Millionen
Euro (Q1/2015: 4,8 Millionen Euro) ausgewiesen. Dabei wurden laufende Steueraufwendungen
in Höhe von 5,8 Millionen Euro (Q1/2015: 8,2 Millionen Euro) mit latenten Steuererträgen,
im Wesentlichen aus der Zuschreibung auf latente Ertragsteueransprüche aus steuerlichen
Verlustvorträgen, in Höhe von 1,6 Millionen Euro (Q1/2015: 3,4 Millionen Euro) saldiert. Der im ersten Quartal 2016 ausgewiesene KONZERNGEWINN resultiert wie im Vergleichszeitraum
des Vorjahres ausschließlich aus weitergeführten Geschäftsbereichen und addiert sich
auf 51,3 Millionen Euro, was verglichen mit den im Vergleichsquartal des Vorjahres
erzielten 56,2 Millionen Euro einer Verringerung um 4,9 Millionen Euro entspricht. Vermögens- und FinanzlageTabelle 4: Ausgewählte Bilanzzahlen des KonzernsAktiva
Passiva
Die BILANZSUMME zum 31. März 2016 beträgt 4.608,3 Millionen Euro und hat sich im Zuge
der Erwerbe der Anteile an der Media Broadcast Gruppe, Köln, und Sunrise Communications
Group AG, Zürich, Schweiz, (im Folgenden als "Sunrise" bezeichnet) gegenüber dem 31.
Dezember 2015 (2.724,0 Millionen Euro) um 1.884,3 Millionen Euro bzw. 69,2 Prozent
erhöht. Die AKTIVSEITE ist durch die Zunahme des LANGFRISTIGEN VERMÖGENS um 1.667,2 Millionen
Euro auf 3.583,9 Millionen Euro geprägt. Dies ist unter anderem auf den Erwerb von
23,83 Prozent der Anteile an der Sunrise zurückzuführen. Als assoziiertes Unternehmen
wird der Anteilsbesitz an der Sunrise zu einem Buchwert von 718,0 Millionen Euro in
der Position "Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen" ausgewiesen. Anlässlich
der durchgeführten vorläufigen Kaupreisallokation im Rahmen der Übernahme von 100
Prozent der Geschäftsanteile der Media Broadcast Gruppe, Köln, erhöhten sich die immateriellen
Vermögenswerte um 548,2 Millionen Euro, der Goodwill um 220,3 Millionen Euro sowie
die Sachanlagen um 191,1 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf
Textziffer 4 der ausgewählten erläuternden Anhangangaben gemäß IAS 34. Im KURZFRISTIGEN VERMÖGEN ist zunächst der Anstieg der Flüssigen Mittel um 233,7 Millionen
Euro auf 503,4 Millionen Euro hervorzuheben. Diese Erhöhung geht einerseits auf Einzahlungen
aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von 1.266,4 Millionen Euro zurück, bedingt
durch das im Februar 2016 emittierte Schuldscheindarlehen sowie den im März 2016 unterzeichneten
Kreditvertrag ("Facilities Agreement"), andererseits auf Auszahlungen im Rahmen des
Erwerbs der Anteile an der Sunrise (716,1 Millionen Euro) sowie die Ablösung von Bank-
und Gesellschafterdarlehen der Media Broadcast Gruppe (297,2 Millionen Euro). Wir
verweisen an dieser Stelle auf die Textziffern 4, 5 und 7 der ausgewählten erläuternden
Anhangangaben. Auf der PASSIVSEITE erhöhten sich die Finanzschulden per Ende März 2016 als weiterhin
größte Position innerhalb der langfristigen und kurzfristigen Schulden. Der Anstieg
der langfristigen Finanzschulden um 1.266,5 Millionen Euro auf 1.484,9 Millionen Euro
ist hauptsächlich auf das im Februar 2016 platzierte Schuldscheindarlehen im Nominalbetrag
von 560,0 Millionen Euro (Buchwert: 556,7 Millionen Euro) sowie auf das im März 2016
gezeichnete Darlehen über einen Nominalbetrag von 720,0 Millionen Euro, das mit einem
Buchwert von 709,8 Millionen Euro ausgewiesen wird, zurückzuführen. Die im April 2016
endfällige Unternehmensanleihe in Höhe von 426,8 Millionen Euro (inklusive aufgelaufener
Zinsen) wird unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Die deutliche Erhöhung diverser anderer Positionen innerhalb der langfristigen und
kurzfristigen Schulden, wie z.B. der übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen um
404,3 Millionen Euro, der anderen Rückstellungen um 55,0 Millionen Euro, der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen um 51,4 Millionen Euro sowie der Pensionsrückstellungen
um 36,5 Millionen Euro sind überwiegend auf die erstmalige Einbeziehung der Media
Broadcast Gruppe zurückzuführen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf Textziffer
4 der ausgewählten erläuternden Anhangangaben. Die EIGENKAPITALQUOTE verringerte sich, hauptsächlich aufgrund der Neufinanzierung
im ersten Quartal, von 50,6 Prozent per Ende Dezember 2015 auf 31,0 Prozent per Ende
März 2016. Die NETTO-FINANZVERSCHULDUNG beläuft sich zum 31. März 2016 auf 1.411,3
Millionen Euro, was einen Anstieg gegenüber dem 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Stand
um 1.042,1 Millionen Euro bedeutet. LiquiditätslageTabelle 5: Wichtige Cashflow-Kennzahlen des Konzerns
Der CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT wird im ersten Quartal 2016 mit 71,9
Millionen Euro ausgewiesen, gleichbedeutend mit einem leichten Anstieg gegenüber dem
Vorjahresquartal um 1,4 Millionen Euro. Bei einem um 3,1 Millionen Euro gestiegenen
EBITDA und einer im Vergleich zu Q1/2015 gleichbleibenden Zunahme des Net Working
Capitals (jeweils Erhöhung um 5,5 Millionen Euro) erhöhten sich die geleisteten Steuerzahlungen
im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Millionen Euro. Der CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT betrug im ersten Quartal 2016 -799,3 Millionen
Euro gegenüber -8,0 Millionen Euro im ersten Quartal 2015 und ist bestimmt durch die
Auszahlungen für den Erwerb der Anteile an der Sunrise sowie der Media Broadcast Gruppe. Die Zahlungsmittelabflüsse für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens
sowie in Sachanlagen, saldiert mit den Zahlungseingängen aus dem Abgang solcher Vermögenswerte,
sind im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal 2015 um 1,3 Millionen Euro
von 8,3 Millionen Euro auf 7,0 Millionen Euro gesunken. Die zahlungswirksamen Investitionen
wurden vollständig aus Eigenmitteln finanziert und betrafen im Wesentlichen selbst
erstellte Software im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung unserer IT-Systeme, die
Erneuerung und Erweiterung der Ausstattung unserer Mobilfunk-Shops sowie Investitionen
in EDV-Hardware. Der CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT entwickelte sich im Berichtsquartal gegenüber
der Vergleichsperiode des Vorjahres von -1,5 Millionen Euro auf 961,1 Millionen Euro,
im Wesentlichen geprägt durch die im ersten Quartal 2016 erfolgten Zuflüsse aus Neufinanzierung
in Höhe von 1.266,4 Millionen Euro sowie aus der Ablösung von Gesellschafter- und
Bankdarlehen der Media Broadcast Gruppe in Höhe von 297,2 Millionen Euro. Die Zinszahlungen
in Höhe von 8,1 Millionen Euro betreffen neben Finanzierungszinsen im Wesentlichen
Zinsen auf Steuernachzahlungen. Im ersten Quartal 2016 wurde als Folge der vorstehend erläuterten Effekte ein FREE
CASHFLOW in Höhe von 64,9 Millionen Euro erzielt, was einem Anstieg gegenüber dem
Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres (62,2 Millionen Euro) um 2,6 Millionen
Euro entspricht. FinanzmanagementDie strategische Unternehmenssteuerung wird von einem fokussierten Finanzmanagement
unterstützt, welches neben der Liquiditätsentwicklung die Kapitalstruktur als Steuerungsgröße
aufweist. Die operative Umsetzung erfolgt durch ein umfassendes Treasury-Management
auf der Basis etablierter Controlling-Strukturen. Zur Steuerung der Kapitalstruktur dienen insbesondere der Verschuldungsfaktor, der
so genannte Interest Cover und die Eigenkapitalquote als finanzielle Steuerungsgrößen.
Der Verschuldungsfaktor gibt an, wie oft das aktuelle operative Ergebnis (EBITDA)
erarbeitet werden müsste, um die Nettoverschuldung (Finanzschulden abzüglich liquider
Mittel) zu tilgen. Der Interest Cover bildet das Verhältnis von EBITDA zu Zinssaldo
ab. In der folgenden Übersicht sind die Kennzahlen des Finanzmanagements mit ihrer aktuellen
Ausprägung im Vergleich zum Vorjahresquartal dargestellt. Für zeitraumbezogene Größen
wie das EBITDA und das Netto-Zinsergebnis wurden dabei jeweils die letzten 12 Monate
(also April 2015 bis März 2016 bzw. für das Vorjahr April 2014 bis März 2015) herangezogen. Tabelle 6: Kennzahlen des Finanzmanagements
Der Verschuldungsfaktor liegt mit 3,8 über dem Bereich der strategischen Bandbreite
von 1,0 und 2,5, bedingt durch die Neufinanzierung im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben.
Die Finanzschulden sind überwiegend von der im April 2016 endfälligen Unternehmensanleihe
über einen Nennwert von 400,0 Millionen Euro, den zwischen 2017 und 2026 endfälligen
Schuldscheindarlehen über einen Nennwert von insgesamt 780,0 Millionen Euro sowie
auf das im März 2016 abgeschlossene Tilgungsdarlehen (zweite Tranche der Neufinanzierung)
zu einem Nennwert von 720,0 Millionen Euro bestimmt. Der Interest Cover liegt mit 8,1, im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung des Nettozinsaufwandes
aufgrund der Neufinanzierung im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben, etwas niedriger
als in Q1/2015 (9,0) und damit nach wie vor deutlich über der Zielmarke. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. März 2016 unter der Zielmarke von 50 Prozent,
was ebenfalls im Zusammenhang mit der Neufinanzierung im ersten Quartal 2016 steht. Der Vorstand hält trotz der Neufinanzierung im Rahmen der Unternehmenserwerbe an seiner
Finanzstrategie und damit auch an den Zielen für 2016 und 2017 fest. DividendenpolitikDie zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 mit dem Aufsichtsrat abgestimmte, aktuelle
Dividendenpolitik des Vorstands sieht vor, jeweils 50 bis 75 Prozent des für das Geschäftsjahr
ausgewiesenen Free Cashflows als Dividende auszuschütten. Mit dieser Bandbreite trägt
die Gesellschaft dem Interesse der wertorientierten Anteilseigner Rechnung, am freien
Barmittelzufluss der Gesellschaft in angemessenem Maße teilzuhaben. Gleichzeitig soll
die weitere Optimierung der Kapitalstruktur für eine nachhaltige Unternehmenswertsicherung
sorgen. Auch vor dem Hintergrund der im ersten Quartal 2016 durchgeführten Akquisition
der Media Broadcast Gruppe, der Beteiligung an der EXARING AG und dem Anteilserwerb
an der Sunrise Communications Group AG bestätigt der Vorstand ausdrücklich die aktuelle
Dividendenpolitik. Auf Basis der positiven Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr 2015 beabsichtigen
Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 die Auszahlung einer
Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 1,55 Euro je dividendenberechtigter
Stückaktie aus dem Bilanzgewinn vorzuschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote
von rund 70 Prozent des Free Cashflows. Grafik 4: Kennzahlen der Dividendenpolitik![]() Zur Unterstreichung der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells beabsichtigt der Vorstand
darüber hinaus, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung im Jahr 2017 die Ausschüttung
einer Dividende in Höhe von 1,60 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie für das
Geschäftsjahr 2016 vorzuschlagen. Damit stellt der Vorstand seinen Aktionären eine Ausschüttung in Aussicht, die gegenüber
den Vorjahren und gegenüber dem Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2015 eine
kontinuierliche Erhöhung darstellt. NACHTRAGSBERICHTMit Vollzug am 14. April 2016 erwarb die freenet AG einen weiteren Anteil von 0,73
Prozent am Grundkapital der Sunrise. Die Aktien wurden zu einem Preis von 72,95 CHF
erworben und sind sofort dividendenberechtigt. Für diesen zusätzlichen Erwerb ergaben
sich Anschaffungskosten in Höhe von 22,1 Millionen Euro. Insgesamt hält die freenet AG danach einen Anteil von 24,56 Prozent am Grundkapital
der Sunrise. Am 21. April 2016 erhielt die freenet AG eine Dividendenzahlung in Höhe von 30,1 Millionen
Euro aufgrund der in der Generalversammlung der Sunrise vom 15. April 2016 beschlossenen
Ausschüttung von 3,00 CHF je Aktie. Am 20. April 2016 wurde die Unternehmensanleihe im Nominalwert von 400,0 Millionen
Euro zuzüglich aufgelaufener Zinsen von 28,5 Millionen Euro zurückgezahlt. Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTIm ersten Quartal 2016 wurden die Beteiligungen der freenet AG an der EXARING AG und
der Sunrise Communications Group AG, sowie die Akquisition der Media Broadcast Gruppe
durch die freenet AG abgeschlossen. Die Gesellschaften wurden unmittelbar in das Risikomanagement
der freenet AG integriert. Aus der ersten Bestandsaufnahme ergeben sich aus Sicht
der Gesellschaft keine großen oder wesentlichen Risiken. Es haben sich somit im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2015 ausführlich unter
"Chancen- und Risikobericht" beschriebenen Chancen und Risiken keine wesentlichen
Änderungen ergeben. Der Geschäftsbericht 2015 ist im Internet unter http://www.freenet-group.de/investor-relations/publikationen/index.html
verfügbar. PROGNOSEBERICHTAuf Basis der positiven Geschäftsergebnisse für 2015 und vor dem Hintergrund der Akquisition
der Media Broadcast Gruppe und der Beteiligung an der EXARING AG, hat der Vorstand
im März diesen Jahres die Prognose für das Geschäftsjahr 2016 angepasst. Die im Konzernlagebericht
für das Geschäftsjahr 2015 kommunizierte angepasste Prognose des Vorstands für das
Geschäftsjahr 2016 wird bestätigt. Demnach strebt die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 einen moderat steigenden
Konzernumsatz, ein EBITDA von leicht über 400 Millionen Euro und einen Free Cashflow
von etwa 300 Millionen Euro an. Wir gehen wie bisher davon aus, dass weitere rund
10 Millionen Euro an EBITDA und etwa 30 Millionen Euro an Free Cashflow hinzukommen,
die aus unserer jüngsten Beteiligung an der Sunrise resultieren. Die Zielangaben für
die Entwicklung der Leistungsindikatoren Postpaid-ARPU und Customer-Ownership im Geschäftsjahr
2016 bleiben unverändert: Die Gesellschaft rechnet weiterhin mit einer Stabilisierung
des Postpaid-ARPUs auf dem Niveau von 2015 und einer leicht steigenden Kundenzahl
im Customer-Ownership-Bereich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015. Dem allgemein konstatierten Rückgang der Endkundenpreise und dem damit einhergehenden
Trend zu rückläufigen Postpaid-ARPUs im Mobilfunkmarkt versucht die Gesellschaft weiterhin
mit ihrer strategischen Fokussierung auf den Erhalt und die Gewinnung werthaltiger
Kundenbeziehungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus trägt sie dem geänderten Nutzerverhalten
hin zur vermehrt mobilen Datennutzung mit einer verstärkten Vermarktung von Datentarifen
und aktuellen Endgeräten, wie Smartphones und Tablets Rechnung. Den im Mobilfunkmarkt
allgemein sinkenden Teilnehmerzahlen begegnet die freenet AG mit diversen Vertriebsmaßnahmen
in vergleichbarem Umfang wie in 2015. Darüber hinaus rechnet die Gesellschaft mit
der zunehmenden Erschließung neuer Erlösquellen durch die Vermarktung innovativer
Produkte und Dienstleistungen für mobile Anwendungen im Bereich Digital-Lifestyle,
unter anderem im neuen Geschäftsfeld TV. Tabelle 7: Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren
1
Gemäß Konzernlagebericht zum Konzernabschluss 2014. VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSSKonzerngewinn- und Verlustrechnungfür den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016
Konzern-Gesamtergebnisrechnungfür den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016
Konzernbilanz zum 31. März 2016Aktiva
Passiva
Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitalsfür den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016
1
Die Beträge werden mit den im sonstigen Ergebnis erfassten Ertragsteuern saldiert
dargestellt. Konzern-Kapitalflussrechnungfür den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016
Herleitung des Finanzmittelfonds
Herleitung des Free Cashflows
AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN GEMÄSS IAS 34Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze1. Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß der Verordnung
1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates nach den durch die Europäische
Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial
Reporting Standards (IFRS), in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt. Hierbei hat der
Konzern alle von der EU übernommenen und verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt.
Auf eine prüferische Durchsicht des vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses
wurde verzichtet. Der Konzern hat alle zum Berichtszeitpunkt verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
umgesetzt. Die erstmalig zum 1. Januar 2016 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
haben keinen nennenswerten Einfluss auf den vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
der freenet AG. Hierbei handelt es sich um das Annual Improvements Project 2012 bis
2014 - Verbesserungen der IFRS (IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34), um die Änderungen
des IFRS 11 (Bilanzierung von Erwerben von Anleihen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten),
des IAS 16 und IAS 38 (Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden), des IAS 16
und IAS 41 (Produzierende Pflanzen), des IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 (Investmentgesellschaften:
Anwendung der Konsolidierungsausnahme), des IAS 27 (Equity-Methode im separaten Abschluss)
sowie des IAS 1 (Disclosure-Initiative). Bei der Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses zum 31. März 2016 und
der Ermittlung der Vergleichszahlen für das Vorjahr wurden unter Beachtung der oben
genannten erstmalig angewandten Rechnungslegungsnormen sowie der in Textziffer 2 beschriebenen
Erweiterung der Aufgliederung der Gewinn- und Verlustrechnung dieselben Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 angewandt. Eine
detaillierte Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns ist
dem Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 der freenet AG zu entnehmen. 2. Mit dem Erwerb von Anteilen am assoziierten Unternehmen Sunrise Communications
Group AG, Zürich, Schweiz (im Folgenden als "Sunrise" bezeichnet) ergibt sich für
den freenet Konzern hinsichtlich der Darstellung der GuV-Position "Ergebnis der nach
der Equity Methode einbezogenen Unternehmen" eine neue Situation: erfolgte die Folgebilanzierung
für ein assoziiertes Unternehmen in der Historie unseres Konzerns bisher nur durch
Zuschreibung oder Abschreibung des Buchwerts der Beteiligung aufgrund der laufenden
Ergebnisanteile sowie ggf. die Abschreibung des Buchwerts aufgrund von Wertminderungen,
so ergaben sich aus der vorläufigen Schatten-Kaufpreisallokation zum Sunrise-Erwerb
abschreibungspflichtige immaterielle Vermögenswerte und damit ein weiterer Bestandteil
des Ergebnisses der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen. Wir verweisen
auf unsere Ausführungen zu Textziffer 5 dieser ausgewählten erläuternden Anhangangaben.
Zur besseren Nachvollziehbarkeit des Ergebnisses der nach der Equity-Methode einbezogenen
Unternehmen haben wir deshalb in unserer Gewinn- und Verlustrechnung für diese Position
ab sofort Zeilen für die entsprechenden Davon-Angaben eingefügt. In die Ermittlung unseres wesentlichen finanziellen Leistungsindikators EBITDA fließen
dabei von der Position "Ergebnis der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen"
wie in der Vergangenheit nur die Ergebnisanteile. Die Abschreibungen aus der Folgebilanzierung
der Schatten-Kaufpreisallokation belasten nicht das Konzern-EBITDA. Erhebliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle3. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde der Erwerb von 24,99 Prozent der
Geschäftsanteile und Stimmrechte an der Gesellschaft EXARING AG, München (im Folgenden
als "EXARING" bezeichnet) beschrieben. Als Stichtag der Erstkonsolidierung war der
31. Dezember 2015 gewählt worden. Von dem finalen Barkaufpreis in Höhe von 25,0 Millionen
Euro waren dem Konzern 5,0 Millionen Euro im vierten Quartal 2015 abgeflossen. Die
restlichen 20,0 Millionen Euro zahlte die Erwerberin freenet AG im ersten Quartal
2016. Da diese Zahlung durch eine Einlage in die Kapitalrücklage der bereits vollkonsolidierten
EXARING erfolgte, war aus Konzernsicht der Cashflow aus Investitionstätigkeit des
ersten Quartals 2016 hiervon nicht betroffen. Die im Konzernanhang des Konzernabschlusses
zum 31. Dezember 2015 unter Textziffer 36 dargestellte vorläufige Kaufpreisallokation
ist identisch mit der zwischenzeitlich erstellten finalen Kaufpreisallokation - insofern
haben alle dazu im erwähnten Konzernanhang erfolgten Angaben ohne Änderung Gültigkeit. Die EXARING leistete im ersten Quartal 2016 keinen Beitrag zu den Konzern-Umsatzerlösen
mit Dritten, da sie sich in der Produktvorbereitungsphase befindet. Der Beitrag der
EXARING zum Ergebnis nach Steuern des Konzerns war von unwesentlicher Größenordnung. 4. Die mobilcom-debitel GmbH, als eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der freenet
AG, hat am 3. März 2016 einen Kaufvertrag mit der Tyrol Acquisition 1 & Cie S.C.A.,
Luxemburg (Verkäuferin), über den Erwerb von 100 Prozent der Geschäftsanteile an der
Media Broadcast Gruppe unterzeichnet. Die Media Broadcast Gruppe besteht aus zwei
Holdinggesellschaften sowie der wesentlichen operativen Gesellschaft Media Broadcast
GmbH, Köln, und weiteren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Der Geschäftsbereich
Satellite der Media Broadcast Gruppe (Media Broadcast Satellite GmbH und Media Broadcast
Satellite Services GmbH) ist von der Akquisition nicht umfasst. Die Media Broadcast
Gruppe beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter. Nach erfolgter kartellrechtlicher Zustimmung wurde die Übernahme am 17. März 2016
vollzogen, wodurch der Konzern die Beherrschung über dieses Tochterunternehmen erlangte.
Ab dem 18. März 2016 (Stichtag der Erstkonsolidierung) wird die Media Broadcast Gruppe
in den Konzernabschluss der freenet AG einbezogen. Der Kaufpreis für den Erwerb der Geschäftsanteile, der keinen Anpassungen unterliegt,
beträgt 113,0 Millionen Euro. Davon flossen dem Konzern 101,7 Millionen Euro in bar
ab. In Höhe des Differenzbetrags von 11,4 Millionen Euro erwarb der Konzern Netto-Verbindlichkeiten
(übrige Forderungen in Höhe von 13,5 Millionen Euro sowie übrige Verbindlichkeiten
in Höhe von 24,9 Millionen Euro). Zusätzlich entrichtete der Konzern an die Verkäuferin einen Kaufpreis für den Erwerb
einer Darlehensforderung gegen die Media Broadcast Gruppe in Höhe von 195,0 Millionen
Euro und löste Bankverbindlichkeiten der Media Broadcast Gruppe in Höhe von 102,2
Millionen Euro ab. Bei der Media Broadcast Gruppe handelt es sich um den alleinigen kommerziellen Anbieter
von DVB-T2 und DAB+ in Deutschland. DVB-T wird aktuell in über sieben Millionen deutschen
TV-Haushalten genutzt, davon in knapp drei Millionen TV-Haushalten über mobile Geräte
wie Sticks und Dongles. Es bietet den Vorteil der kostenlosen Verfügbarkeit und einfacheren
Installation gegenüber Kabel und Satellit - jedoch mit einem eingeschränkten Senderangebot.
Durch DVB-T2-HD verbessert sich diese Ausgangslage grundlegend. Nach dem Start der
ersten Stufe von DVB-T2-HD bereits im zweiten Quartal 2016 bietet die terrestrische
Antennenübertragung der zweiten Generation ab dem ersten Quartal 2017 den Nutzern
das vollständige Senderpaket auch in Full-HD, ergänzt durch den Zugang zu Abrufdiensten
wie den jeweiligen Mediatheken der Sender. Dabei werden private Programme gegen ein
Zugangsentgelt angeboten, was das Marktumfeld für diese Technologie ändert. Die Akquisition
der Media Broadcast Gruppe stellt in Verbindung mit der vorher erworbenen Beteiligung
an der EXARING AG eine wichtige Ergänzung der strategischen Entwicklung der freenet
AG zum führenden Digital-Lifestyle-Provider in Deutschland dar. Der Einstieg in das
neue Geschäftsfeld des linearen und internetbasierten Fernsehens eröffnet dem Unternehmen
die Möglichkeit, sich im Bereich Digital-Lifestyle weiter zu diversifizieren und neue
Wachstumspotenziale und Erlösquellen zu erschließen. Die bezüglich des Erwerbs der Media Broadcast Gruppe nach IFRS 3 durchgeführte Kaufpreisallokation
hat vorläufigen Charakter. Die Bestimmung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte
und der übernommenen Verbindlichkeiten der Media Broadcast Gruppe ist aufgrund der
Größe und Komplexität der Akquisition sowie der zeitlichen Nähe des Vollzugs der Transaktion
zum Datum der Erstellung des vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses noch
nicht vollständig erfolgt. Dementsprechend sind alle in diesem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
erfassten Beträge als vorläufig zu betrachten. Über die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zu beizulegenden Zeitwerten übernommenen
Vermögenswerte und Schulden der Media Broadcast Gruppe gibt die folgende Übersicht
Auskunft: Vermögenswerte und Schulden der Media Broadcast Gruppe zum 17. März 2016 zu beizulegenden ZeitwertenAktiva
Passiva
Die Differenz zwischen den Aktiva und Passiva in Höhe von 113,0 Millionen Euro stellt
den Kaufpreis für die erworbenen Geschäftsanteile dar. Auf Basis der vorläufigen Bestimmung
der erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden rund 220 Millionen Euro als Goodwill
sowie rund 100 Millionen Euro als immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Zudem wurde
aus einem Rahmenmietvertrag ein entsprechender Vermögenswert in Höhe von rund 460
Millionen Euro sowie eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe abgeleitet.
Der Goodwill beruht insbesondere auf dem Cash Flow aus dem Aufbau des neuen Geschäftsfelds
B2C. In der Segmentberichterstattung des Konzerns freenet AG ist die Media Broadcast Gruppe
im vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschluss zunächst dem Segment "Sonstige/Holding"
zugeordnet worden, da zum Zeitpunkt der Erstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses
den Hauptentscheidungsträgern des Konzerns noch keine im Vergleich zum letzten veröffentlichten
Konzernabschluss geänderte Berichtsstruktur vorlag. Die Media Broadcast Gruppe steuerte während der 14 Tage ab dem Zeitpunkt ihrer Erstkonsolidierung
(18. März 2016 bis 31. März 2016) 10,4 Millionen Euro zu den Konzern-Umsatzerlösen
mit Dritten bei. Hätte diese Transaktion zum 1. Januar 2016 stattgefunden, wäre der
Beitrag zu den Konzernumsatzerlösen der ersten drei Monate 2016 69,0 Millionen Euro
gewesen. Der Beitrag zum Ergebnis nach Steuern des Konzerns war von unwesentlicher
Größenordnung. Dies gilt auch, wenn diese Transaktion zum 1. Januar 2016 stattgefunden
hätte. 5. Mit Vertrag vom 17. März 2016 erwarb die freenet AG einen Anteil von 23,83 Prozent
am Grundkapital der Sunrise. Der Vollzug dieser Transaktion erfolgte am 23. März 2016.
Die Aktien wurden zu einem Preis von 72,95 CHF erworben und sind sofort dividendenberechtigt.
Insgesamt ergaben sich Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten in Höhe
von 718,0 Millionen Euro. Sunrise wird als assoziiertes Unternehmen seit dem 24. März 2016 in den Konzernabschluss
der freenet AG einbezogen. Über zwei Sitze im Verwaltungsrat der Sunrise sowie einen
Stimmrechtsanteil von mehr als 20 Prozent ist die freenet AG in der Lage, maßgeblichen
Einfluss auszuüben. Sunrise ist die größte private Telekommunikationsanbieterin der Schweiz mit über 3
Millionen Kunden in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und digitales Fernsehen. Die letzten von der Sunrise veröffentlichten Finanzinformationen betreffen das Geschäftsjahr
2015. Wir geben dazu folgende Kurzübersicht: Bilanz
Ergebnisrechnung
Aufgrund der zeitlichen Nähe des Vollzugs der Transaktion zum Zeitpunkt der Erstellung
des vorliegenden verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses hat die erstellte Schatten-Kaufpreisallokation
nach IAS 28 einen vorläufigen Charakter, dementsprechend sind die im vorliegenden
Abschluss erfassten Beträge als vorläufig zu betrachten. Der Begriff "Schatten-Kaufpreisallokation"
wird verwendet, da die Kaufpreisallokation für ein assoziiertes Unternehmen nicht
direkt in die Konzernbilanz der freenet AG Eingang findet, sondern nur über die Folgeabschreibung
- hier von im Rahmen der Kaufpreisallokation in Höhe von ca. 103 Millionen Euro (Anteil
der freenet AG) aufgedeckten stillen Reserven auf immaterielle Vermögenswerte sowie
Sachanlagen. Für die 8 Tage vom Vollzug bis zum Quartalsstichtag (24. März 2016 bis 31. März 2016)
ist in der Gewinn- und Verlustrechnung ein auf die Anteile an der Sunrise entfallendes
Ergebnis der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen in Höhe von 29 Tausend
Euro ausgewiesen worden; davon 221 Tausend Euro aus Anteilen am Konzernüberschuss
der Sunrise nach Steuern (die anhand der Gesamtjahreserwartung von 10 Millionen Euro
ermittelt wurden) sowie -192 Tausend Euro aus der Folge-Abschreibung der vorläufigen
Schatten-Kaufpreisallokation. In der Segmentberichterstattung des Konzerns freenet AG sind die Anteile an der Sunrise
dem Segment "Mobilfunk" zugeordnet worden. 6. Am 11. Dezember 2015 hatten der freenet Konzern und die ProPartner IT GmbH, Osnabrück,
einen Vertrag über den Verkauf von Vermögenswerten aus dem Bereich "mds Repair/Service"
abgeschlossen. Das Geschäft des Bereiches "mds Repair/Service" besteht im Wesentlichen
aus Reparaturleistungen von Mobiltelefonen, die in Shops der mobilcom-debitel Shop
GmbH zur Reparatur angenommen wurden. Für den Verkauf war ein finaler Barkaufpreis in Höhe von 3,5 Millionen Euro vereinbart
worden, der noch im Geschäftsjahr 2015 zugeflossen war. Da der Vollzug dieser Transaktion
am 1. Januar 2016 erfolgte und erst zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über die veräußerten
Vermögenswerte auf die Erwerberin überging, wurde der sich aus der Transaktion ergebende
Gewinn (Barkaufpreis abzüglich der Restbuchwerte zum Zeitpunkt der Veräußerung) in
Höhe von 3,3 Millionen Euro in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" im ersten
Quartal 2016 erfasst. 7. Ende Februar 2016 hat die freenet AG ein Schuldscheindarlehen über ein Gesamtvolumen
von 560,0 Millionen Euro begeben. Das endfällige Finanzierungsinstrument ist in eine
fünfjährige fixe Tranche über 264,0 Millionen Euro, eine fünfjährige variable Tranche
über 179,0 Millionen Euro, eine siebenjährige fixe Tranche über 78,5 Millionen Euro,
eine siebenjährige variable Tranche über 15,0 Millionen Euro und eine zehnjährige
fixe Tranche über 23,5 Millionen Euro aufgeteilt. Die Zeichnung erfolgte über das
gesamte Volumen am unteren Ende der jeweiligen Vermarktungsspanne mit einem fixen
Kupon von 1,03% für die fixe 5-Jahres-Tranche, einem variablen Kupon, der bei 1,00%
für die ersten sechs Monate der variablen 5-Jahres-Tranche erwartet wird, einem fixen
Kupon von 1,45% für die fixe 7-Jahres-Tranche, einem variablen Kupon, der bei 1,20%
für die ersten sechs Monate der variablen 7-Jahrestranche erwartet wird und einem
fixen Kupon von 1,95% für die fixe 10-Jahres-Tranche. Durchschnittlich handelt es
sich um eine Verzinsung von 1,12% p.a. über die genannten Laufzeiten. Daneben haben die freenet AG sowie die mobilcom-debitel GmbH Anfang März 2016 einen
Kreditvertrag ("Facilities Agreement") mit einem Bankenkonsortium über einen Gesamtbetrag
von bis zu 1.140,0 Millionen Euro unterzeichnet. Der Abschluss dieses Kreditvertrags
erfolgte erstens im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Media Broadcast Gruppe
sowie der Anteile an Sunrise. Zweitens war die Endfälligkeit der Unternehmensanleihe
über nominal 400,0 Millionen Euro im April 2016 zu berücksichtigen. Drittens wurde
im Zuge des neuen Kreditvertrags auch die bisherige Revolving Facility, die sich auf
maximal 300,0 Millionen Euro belief, abgelöst. Die dritte Tranche mit einem Volumen von 100,0 Millionen Euro ist variabel verzinslich
mit einer anfänglichen Marge von 1,8 Prozent und speziell als Revolving Facility ausgestaltet,
d.h. die Mittel können während der 5-jährigen Laufzeit der Tranche jederzeit gezogen
und wieder zurückgezahlt werden. Zum 31. März 2016 wurde diese Tranche nicht in Anspruch
genommen. Die beiden ersten Tranchen dienen der Brückenfinanzierung von möglichen
Akquisitionen und stellen die für die jeweilige Akquisition benötigten Mittel zur
Verfügung. Die erste Tranche hat eine Laufzeit von 12 plus 6 Monaten und ist variabel
verzinslich mit einer anfänglichen Marge von 0,8 Prozent. Sie wurde als Kreditrahmen
von bis zu 240,0 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, bislang aber noch nicht genutzt.
Aus der zweiten Tranche, die maximal über 800,0 Millionen Euro abrufbar ist und über
3 Jahre läuft, wurden bislang für den Erwerb der Sunrise nominal 720,0 Millionen Euro
abgerufen. Die Verzinsung der zweiten Tranche ist variabel und beträgt zum 31. März
2016 2,1 Prozent. Das im Februar 2016 aufgenommene Schuldscheindarlehen sowie der im März 2016 abgeschlossene
Kreditvertrag werden gemeinsam als "Neufinanzierung" bezeichnet. In der Konzernbilanz zum 31. März 2016 sind in den Finanzschulden Schuldscheindarlehen
zu Nominalwerten von insgesamt 780,0 Millionen Euro (Darlehen über 220,0 Millionen
Euro sowie 560,0 Millionen Euro), Tilgungsdarlehen (zweite Tranche der oben beschriebenen
Neufinanzierung) zu einem Nominalwert von 720,0 Millionen Euro sowie die Unternehmensanleihe
über nominal 400,0 Millionen Euro ausgewiesen - mithin insgesamt eine Finanzierung
über nominal 1.900,0 Millionen Euro. Abzüglich bei der Begebung dieser Finanzierung
angefallener Einmalgebühren (die unter Anwendung der Effektivzinsmethode aufgezinst
werden) sowie zuzüglich aufgelaufener Zinsen ergibt sich ein zum 31. März 2016 bilanzierter
Stand der Finanzschulden in Höhe von insgesamt 1.914,7 Millionen Euro. Im Zuge der Neufinanzierung sowie der Erwerbe der Media Broadcast Gruppe sowie der
Anteile an Sunrise hat sich die Nettofinanzverschuldung zum Ende des ersten Quartals
2016 gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 1.042,1 Millionen Euro auf 1.411,3 Millionen
Euro erhöht. 8. Zum 31. März 2016 wurden aus der bestehenden Vereinbarung über das Factoring von
Handy-Optionsforderungen Forderungen in Höhe von 61,4 Millionen Euro (31. Dezember
2015: 58,5 Millionen Euro) verkauft und ausgebucht, aber noch nicht bezahlt. 9. Zwischen dem Konzern und nahestehenden Unternehmen bzw. Personen fanden folgende
wesentliche Geschäftsvorfälle statt:
Z um 31. März 2016 bestanden folgende wesentliche Forderungen gegen nahestehende Unternehmen
und Personen:
Allen Transaktionen lagen Marktpreise zugrunde. Sonstige Anhangangaben10. Ausgangsgröße der Kapitalflussrechnung ist das Ergebnis der weitergeführten und
aufgegebenen Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT). Im Folgenden ist
die Herleitung dieses Ergebnisses aus der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ersichtlich: Herleitung der Ausgangsgröße der Konzernkapitalflussrechnung
11. Zu beizulegenden Zeitwerten machen wir die folgenden Angaben: In der nachfolgenden Übersicht "Fair-Value-Hierarchie zum 31. März 2016" wird dargelegt,
auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung zum einen der zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente sowie zum anderen auch des Teils der zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente, für die ein beizulegender Zeitwert
ermittelt werden konnte, basiert. Zur Definition der einzelnen Levels gemäß IFRS 13
verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 der freenet
AG. Finanzinstrumente nach Klassen per 31. März 2016
Fair-Value-Hierarchie zum 31. März 2016
Es haben sich keine Verschiebungen hinsichtlich der Levels ergeben. Die dem Level 3 der Hierarchie zugeordneten Finanzschulden haben sich in den ersten
drei Monaten im Wesentlichen durch die Aufnahme des neuen Schuldscheindarlehens um
561,6 Millionen Euro erhöht. Die sonstigen Finanzanlagen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Soweit eine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nicht möglich ist,
erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten. Die Anteile, die zu Anschaffungskosten
bewertet werden, sind nicht börsennotiert und es besteht für sie kein aktiver Markt.
Weiterhin ist eine Veräußerung derzeit nicht vorgesehen. Soweit Hinweise auf niedrigere
beizulegende Zeitwerte bestehen, werden diese angesetzt. 12. Der Konsolidierungskreis hat sich in den ersten drei Monaten 2016, im Vergleich
zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 durch die erwähnten Unternehmenserwerbe
um die nachstehenden Gesellschaften erweitert: Vollkonsolidierte UnternehmenTaunus Beteiligungs GmbH, Köln Taunus Verwaltungs GmbH, Köln MEDIA BROADCAST GmbH, Köln MEDIA BROADCAST Services GmbH, Köln Media Broadcast TV Services GmbH, Köln At Equity bewertete UnternehmenSunrise Communications Group AG, Zürich (Schweiz) 13. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen zum 31. März 2016 resultiert im Wesentlichen
aus der Übernahme von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 31,7 Millionen Euro im Rahmen
des Erwerbs der Media Broadcast Gruppe. Zusätzlich führte die Abnahme des Rechnungszinssatzes auf 2,2 Prozent (31. Dezember
2015: 2,6 Prozent) für das freenet Programm und für die debitel Programme zur Erhöhung
der Pensionsverpflichtungen. Der aus der verringerten Abzinsung resultierende versicherungsmathematische
Verlust in Höhe von 4,8 Millionen Euro sowie die gegenläufige Erhöhung der latenten
Steueransprüche um 1,4 Millionen wurden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Per
Saldo ergab sich ein negatives sonstiges Ergebnis aus nicht die GuV umzugliedernden
Posten von 3,4 Millionen Euro. 14. Der Berechnung der laufenden und latenten Ertragsteuern wurde wie im Konzernabschluss
2015 ein Durchschnittssteuersatz von 30,10 Prozent (Vorjahresvergleichszeitraum: 30,05
Prozent) zu Grunde gelegt. 15. Zur Konzern-Kapitalflussrechnung für das erste Quartal 2016 machen wir folgende
erläuternde Angaben: Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Höhe von 76,6 Millionen
Euro betreffen den Erwerb der Media Broadcast Gruppe: dem Barabfluss für den Erwerb
der Anteile in Höhe von 101,7 Millionen Euro standen zum Vollzugstag übernommene liquide
Mittel der Media Broadcast Gruppe in Höhe von 25,0 Millionen Euro gegenüber. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von 1.266,4 Millionen
Euro betreffen das Schuldscheindarlehen (Nominalbetrag 560,0 Millionen Euro) sowie
die zweite Tranche des neuen Kreditvertrages (Nominalbetrag 720,0 Millionen Euro)
- wir verweisen auf Textziffer 7 dieser ausgewählten erläuternden Anhangangaben. Die in Höhe von 297,2 Millionen Euro ausgewiesenen Auszahlungen aus der Tilgung von
Finanzschulden fielen im Zuge des Erwerbs der Media Broadcast Gruppe an und betreffen
zu 195,0 Millionen Euro den gezahlten Kaufpreis für den Erwerb einer Darlehensforderung
gegen die Media Broadcast Gruppe sowie zu 102,2 Millionen Euro die Ablösung von Bankverbindlichkeiten
der Media Broadcast Gruppe. 16. Zu den Ereignissen von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag 31. März 2016
nehmen wir wie folgt Stellung: Mit Vollzug am 14. April 2016 erwarb die freenet einen weiteren Anteil von 0,73 Prozent
am Grundkapital der Sunrise. Die Aktien wurden zu einem Preis von 72,95 CHF erworben
und sind sofort dividendenberechtigt. Für diesen zusätzlichen Erwerb ergaben sich
Anschaffungskosten in Höhe von 22,1 Millionen Euro. Insgesamt hält die freenet AG danach einen Anteil von 24,56 Prozent am Grundkapital
der Sunrise. Am 21. April 2016 erhielt die freenet AG eine Dividendenzahlung in Höhe von 30,1 Millionen
Euro aufgrund der in der Generalversammlung der Sunrise vom 15. April 2016 beschlossenen
Ausschüttung von 3,00 CHF je Aktie. Am 20. April 2016 wurde die Unternehmensanleihe im Nominalwert von 400,0 Millionen
Euro zuzüglich aufgelaufener Zinsen von 28,5 Millionen Euro zurückgezahlt. Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben. 17. Der Vorstand organisiert und steuert das Unternehmen als Hauptentscheidungsträger
auf der Grundlage der Unterschiede zwischen den einzelnen angebotenen Produkten und
Dienstleistungen. Da der Konzern seine Geschäftstätigkeit nahezu ausschließlich in
Deutschland ausübt, erfolgt keine Organisation und Steuerung nach geografischen Bereichen.
Der Konzern war in den ersten drei Monaten 2016 in den folgenden Geschäftssegmenten
tätig:
Im Segment "Sonstige/Holding" sind neben den operativen Tätigkeiten auch übrige Geschäftsaktivitäten
zusammengefasst. Hierzu zählt im Wesentlichen die Holding-Tätigkeit der freenet AG
(mit der Erbringung von innerkonzernlichen Dienstleistungen in Zentralbereichen wie
zum Beispiel Recht, Personal und Finanzen), daneben aber auch nicht eindeutig zuordenbare
Buchungen. Die für das Segment "Sonstige/Holding" für Q1/2016 berichteten Segmentumsatzerlöse
in Höhe von 30,6 Millionen Euro (Vorjahr: 21,9 Millionen Euro) betreffen zu 29,9 Millionen
Euro (Vorjahr: 19,8 Millionen Euro) die operativen Geschäftstätigkeiten und zu 0,7
Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro) die übrigen Geschäftsaktivitäten. Der
für das Segment "Sonstige/Holding" in Q1/2016 ausgewiesene Rohertrag von 17,3 Millionen
Euro (Vorjahr: 14,2 Millionen Euro) entfällt zu 17,6 Millionen Euro (Vorjahr: 14,4
Millionen Euro) auf die operativen Tätigkeiten sowie zu -0,3 Millionen Euro (Vorjahr:
-0,2 Millionen Euro) auf die übrigen Geschäftsaktivitäten. Das für das Segment "Sonstige/Holding"
in Q1/2016 ausgewiesene EBITDA von -1,6 Millionen Euro (Vorjahr: -5,3 Millionen Euro)
wurde zu 3,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,7 Millionen Euro) mit den operativen Tätigkeiten
sowie zu -5,0 Millionen Euro (Vorjahr: -6,0 Millionen Euro) mit den übrigen Geschäftsaktivitäten
erzielt. Das für das Segment "Sonstige/Holding" für Q1/2016 berichtete EBIT in Höhe
von -8,7 Millionen Euro (Vorjahr: -8,0 Millionen Euro) betrifft zu -3,5 Millionen
Euro (Vorjahr: -1,8 Millionen Euro) die operativen Geschäftstätigkeiten sowie zu -5,2
Millionen Euro (Vorjahr: -6,2 Millionen Euro) die übrigen Geschäftsaktivitäten. Segmentbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016
Segmentbericht vom 1. Januar bis 31. März 2015
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IMPRESSUM, KONTAKT, PUBLIKATIONENfreenet AGHollerstraße 126 24782 Büdelsdorf Telefon: 0 4331/69 - 10 00 Internet: www.freenet-group.de freenet AGInvestor RelationsDeelbögenkamp 4c 22297 Hamburg Telefon: 0 40/5 13 06-7 78 Fax: 0 40/5 13 06-9 70 E-Mail: investor.relations@freenet.ag Den Geschäftsbericht und unsere Zwischenberichte finden Sie auch im Internet unter: http://www.freenet-group.de/investor-relations/publikationen Der Zwischenbericht liegt auch in englischer Fassung vor. Im Zweifelsfall ist die deutsche Fassung maßgeblich. Aktuelle Informationen zur freenet AG und zu ihrer Aktie sind für Sie auf unserer
Website unter www.freenet-group.de verfügbar. Wenn Ihr Mobiltelefon über eine QR-Code-Erkennungssoftware verfügt, so gelangen Sie
mit dem Scannen des Codes auf die Webseite der freenet Group. |
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