SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft

Ludwigshafen a. Rh.

Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2009

Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2009

Geschäftsentwicklung

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich im Zuge der weltweiten Finanzkrise auch in Deutschland drastisch verschlechtert. 2009 wird als das Jahr mit der bisher tiefsten Rezession der Nachkriegszeit in die Geschichte der Bundesrepublik eingehen. Wenn auch der Tiefpunkt des Konjunktureinbruchs offensichtlich im 2. Halbjahr 2009 durchschritten wurde, so hat sich das Bruttoinlandsprodukt bis einschließlich dem 4. Quartal noch unter dem Vorjahr bewegt. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag das Bruttoinlandprodukt in 2009 real 5,0 % unter dem Vorjahr. Trotz des kräftigen Wirtschaftseinbruchs hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt als relativ robust erwiesen. Die geringeren Kapazitätsauslastungen wurden von vielen Unternehmen über den Abbau von Zeitarbeitskonten und Kurzarbeit geregelt. Die Arbeitslosenquote stieg 2009 daher nur moderat auf 8,2 % (Vorjahr 7,8 %). Die Inflationsrate hat sich im Jahresdurchschnitt 2009 auf +0,4 % verringert. Hauptursache dafür waren vor allem die gesunkenen Energiepreise. Im 2. Halbjahr herrschte quasi Preisstabilität in Deutschland.

Den Bausektor hat es in der Summe nicht so stark getroffen. Nach neuesten Schätzungen des Ifo Instituts gingen die gesamten Bauinvestitionen in 2009 nur um 0,4 % zurück. Dies ist zum einen auf einen hohen Überhang an Bauobjekten aus den Jahren 2007/2008 zurückzuführen, die erst in 2009 abgeschlossen wurden. Zum anderen haben die Konjunkturpakete I und II zu deutlichen Zuwächsen geführt (öffentlicher Bau mehr als +5 %) und so den Bausektor insgesamt gestützt.

Im Wohnungsneubau hat sich der Rückgang der letzten Jahre erwartungsgemäß fortgesetzt. Die Anzahl der fertig gestellten Wohnungen wird von den Instituten nur noch bei rund 160.000 Einheiten gesehen. Das entspricht einem Rückgang von knapp 10 %. Besonders betroffen war der Neubau von Ein-/Zweifamilienhäusern, der auf nur noch rund 85.000 Wohnungen zurückgegangen ist. Noch vor wenigen Jahren lagen die Fertigstellungen in der Größenordnung von 140.000 Wohnungen.

Der Neubau von Nichtwohngebäuden hat 2009 ebenfalls unter der Wirtschaftskrise gelitten. Hier gehen wir wie im Wohnungsneubau von einem Minus von rund 10 % aus.

Der Modernisierungsmarkt hat 2009 seine Bedeutung als wichtiges Segment im Bausektor weiter ausgebaut. Einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Modernisierung haben seit Jahren die staatlichen Förderprogramme. Die von der Bundesregierung neu aufgelegten Konjunkturpakete I und II haben die Modernisierung im Wohnungsbestand und vor allem auch bei den öffentlichen Gebäuden 2009 merklich stimuliert. Wegen der hohen Nachfrage nach Fördergeldern für die Gebäudesanierung wurden die staatlichen Mittel im 2. Halbjahr 2009 um Mio. € 750 aufgestockt. Die KfW konnte daher zum Jahresende 2009 für die Programme „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“ einen Förderrekord vermelden. Mit knapp Mrd. € 9 Fördervolumen wurde die Verbesserung der Energieeffizienz in fast 550.000 Wohnungen angestoßen. Rund Mrd. € 5,8 (+38%) flossen in die Modernisierung bestehender Wohngebäude. Mit Mrd. € 3 (+30%) wurden besonders energieeffiziente neue Wohngebäude gefördert. Die neuen KfW-Programme haben sich mittlerweile zu einer wahren Erfolgsstory entwickelt.

Der Dämmstoffmarkt ist 2009 mit einem „blauen Auge“ davon gekommen. Die kräftigen Rückgänge im Neubaubedarf konnten durch die zunehmende Modernisierung weitgehend ausgeglichen werden. Vor allem im 2. Halbjahr haben wiederum die Konjunkturprogramme zu einer Zunahme des Bedarfs geführt. In Summe dürfte nach unseren ersten Einschätzungen der gesamte Dämmstoffmarkt 2009 etwa auf dem Niveau von 2008 gelegen haben. Besonders positiv hat sich dabei der Bereich Fassadenisolierung mit Wärmedämmverbundsystemen entwickelt, der sehr stark vom Konjunkturpaket II für die energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden profitiert hat.

Für die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG war das Jahr 2009 trotz Umsatzrückgang und einem geringeren operativen Jahresergebnis ein erfolgreiches Jahr. In einem schwierigen Marktumfeld konnte mengenmäßig die gute Marktposition gehalten werden. Der Gesamtumsatz ging allerdings um 5 % zurück.

Der Start in das Jahr 2009 war gelungen. Auf der größten deutschen Baufachmesse, der BAU in München, wurde ISOVER G+H der 14. „baustoffmarkt Oskar“ für hervorragende Kundenorientierung, Produktqualität und Marktentwicklung verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung des Deutschen Baustoff-Fachhandels für seine Industriepartner. Unter dem Motto „Kompromisslos besser dämmen“ wurde auf der Messe vor allem die neue Mineralwolle Generation 032 präsentiert.

Weitere Highlights in 2009 waren die Auszeichnung des neuen Klemmfilzes der Generation 032 mit der Ökotest Bestnote „sehr gut“ sowie die Verleihung des neuen „Blauen Engels“ für Wärmedämmstoffe zur Innendämmung an ISOVER G+H als erstem Hersteller von Mineralwolledämmstoffen.

Ertragslage

SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG erzielte im Geschäftjahr 2009 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von Mio. € 175,1 (i.V. Mio. € 146,3), das im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeführt wurde. Beim Vergleich zum Vorjahr ist ein in 2009 um Mio. € 84,6 höheres außerordentliches Ergebnis zu berücksichtigen. Dieses ist auf den Verkauf von Beteiligungen an der Saint-Gobain Construction Products Nederland B.V. und der Saint-Gobain Isover S.A. (Schweiz) zurückzuführen.

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 379,4 auf Mio. € 362,1 zurück. Der Rückgang ist vor allem im Zusammenhang mit einem niedrigeren Preisniveau infolge des allgemein sinkenden Marktpreisniveaus bei deutlichen Überkapazitäten im Markt sowie Sortimentsverschiebungen und eines Mengenrückganges zu sehen.

Das Rohergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 9,8 auf jetzt Mio. € 204,6 und lag damit prozentual auf dem gleichen Niveau wie 2008. Die Tendenz zu höherwertigen Produkten mit einem höheren Materialaufwand konnte durch günstigere Einkaufspreise insbesondere für Rohstoffe und für Gas kompensiert werden. Die Bestandsveränderungen, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträge lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Obwohl der Mitarbeiterstand im Vergleich zum Vorjahr per Saldo um 44 Personen sank, erhöhte sich der Personalaufwand auf Mio. € 86,6 in 2009 (Vorjahr Mio. € 82,8). Diese Erhöhung hatte drei Gründe: die jährliche Tariferhöhung (die die Kosteneinsparung durch die Reduzierung des Personals weitgehend kompensierte), die höhere Zuführung zur Pensionsrückstellung (Mio. € +2,3 im Vergleich zum Vorjahr) sowie die Erhöhung der Beiträge an den Pensionssicherungsverein (+1,1 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr). Die Abschreibungen erhöhten sich trotz eines geringeren Investitionsniveaus (Mio. € 0,9 gegenüber Vorjahr), was wesentlich auf die Erneuerung der Schmelzwanne im Werk Speyer zurückzuführen ist. Bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gelang es, die höhere Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit (Mio. € +2,4) sowie höhere Lizenzzahlungen an die Muttergesellschaft (Mio. € +1,2) durch Einsparungsmaßnahmen zu kompensieren, so dass das Niveau des Vorjahres gehalten werden konnte.

Trotz der moderaten Kostensteigerungen liegt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Mio. € 51,5 sehr deutlich unter dem des Vorjahres (Mio. € 110,3). Diese Verschlechterung resultierte maßgeblich aus den stark gesunkenen Beteiligungserträgen/Dividenden (Mio. € 28,6, i.V. Mio. € 72,8), was zum einen auf den in 2008 erfolgten Verkauf einer Beteiligung zurückzuführen ist und zum anderen auf die Abkühlung der Konjunktur auf dem europäischen Dämmstoffmarkt nach dem außergewöhnlich erfolgreichen Jahr 2007.

Bei dem relativ geringen Ertragsteueraufwand von Mio. € 8,2 ist zu berücksichtigen, dass die Beteiligungserträge und der Ertrag aus dem Anteilsverkauf lediglich mit 5 % versteuert werden.

Vermögens- und Finanzlage

(in Mio. €) 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
Anlagevermögen 134,2 228,2 - 94,0
Vorräte 30,6 34,5 - 3,9
Forderungen 12,8 11,8 + 1,0
Finanzmittel 88,1 0,0 + 88,1
Eigenkapital 93,3 93,3 -
Sonderposten 4,7 5,3 - 0,6
Langfristiges Fremdkapital 82,6 77,8 + 4,8
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 85,1 98,1 - 13,0
Bilanzsumme 265,7 274,5 - 8,8

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2009 unverändert Mio. € 93,3; die Eigenkapitalquote dagegen stieg mit der gesunkenen Bilanzsumme von 34,0 % auf 35,1%.

Die reduzierte Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf das niedrigere Anlagevermögen und die Vorräte zurückzuführen. Innerhalb des Anlagevermögens wirkten sich die Beteiligungsabgänge von Saint-Gobain Construction Products Nederland B.V. und Saint-Gobain Isover SA am stärksten aus.

Die Position „Finanzmittel“ beinhaltet den zentralen Geldpool der deutschen Saint-Gobain-Gruppe, der zur Optimierung der kurzfristigen Geldmittel dient. Dieser Geldpool wird von der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen geführt. Die Verzinsung erfolgte zu banküblichen Konditionen.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2009 betrugen Mio. € 16,7 (i.V. Mio. € 22,6). Ein Highlight in Umfang, Ausführung und erfolgreichem Wiederanfahren stellte die Erneuerung der Schmelzwanne im Glaswollewerk Speyer dar.

Weitere Schwerpunkte lagen in der Einführung neuester Produktionstechniken wie beispielsweise die von Drahtnetzmatten im Werk Lübz auf der Basis von ULTIMATE.

Im Werk Bergisch Gladbach lag der Fokus in der Modifikation der bestehenden Anlagentechnik zur industriellen Fertigung der Dämmstoffe der neuen Generation 032.

Zusätzlich ist es durch die Aktualisierung bestehender Anlagentechnik an allen Standorten gelungen, diese auf den neuesten fertigungstechnischen Stand zu bringen und dadurch in nahezu allen Fertigungsbereichen die Produktivität weiter zu verbessern und die Fertigungsflexibilität zu erhöhen.

Technik – Forschung und Entwicklung

Das Budget für Forschung und Entwicklung blieb trotz Wirtschaftskrise konstant. Im Fokus der Produktentwicklung stand, neben der Weiterentwicklung des Produktportfolios, insbesondere die Entwicklung der neuen Glaswolle-Generation. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur noch 032mW/(mK) stellt diese ein Novum auf dem deutschen Mineralwollemarkt dar. Innerhalb des gesetzten Zeitplans wurde diese Entwicklung im Januar auf der BAU in München vorgestellt und termingerecht im Frühjahr in den Markt eingeführt.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum CRIR des Lizenzgebers SAINT-GOBAIN ISOVER, Paris, und dem zentralen Forschungszentrum der Compagnie de Saint-Gobain, SGR in Aubervilliers, wurden zahlreiche Projekte erfolgreich abgeschlossen. Unter anderem:

Optimierung des Gemenges in Lübz,

Verbesserte Bindemittelrezepturen für die Glaswolleherstellung

Glasentwicklung für Steinwolle

Durch konsequente Umsetzung von Prozess- und Produktverbesserungen ist es weiterhin gelungen, die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit unserer Produkte weiter zu verbessern. Für die Glaswolle und Steinwolle sowie ULTIMATE konnte auf dieser Basis und in Zusammenarbeit mit der Qualitätsabteilung die Erteilung der Zertifikate „Umwelt-Produktdeklarationen“ und das Umweltzeichen „Blauer Engel – weil emissionsarm“ erfolgreich abgeschlossen werden.

Umwelt und Arbeitssicherheit

Im Jahr 2009 ist die Anzahl der Unfälle mit Arbeitszeitausfall (TF1 und TF2-Unfälle) um 30 % gesunken. Allerdings war ein Anstieg an Arbeitsunfällen TF1 (Arbeitsausfall von mehr als 24 Stunden) in zwei Werken zu verzeichnen.

An allen Standorten wurden Arbeitssicherheits- und Gesundheitstage zur Prävention und Verbesserung der Verhaltensweisen durchgeführt, die in diesem Jahr unter anderem unter dem Motto der „Lärmprävention“ standen.

Im Dezember 2009 wurde die Zertifizierung unseres integrierten Managementsystems (Qualität und Umwelt) für weitere 3 Jahre und zusätzlich die Konformität nach OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit) bestätigt.

Die notwendige Verifizierung der Berichterstattung im CO2-Emissionshandel für das Jahr 2009 wurde im Dezember begonnen. Über- und Unterdeckungen können in der Gruppe ohne externe Zukäufe ausgeglichen werden. Die offizielle Meldung an die Behörde erfolgt im 1. Quartal 2010.

Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse und Auszubildende) nahm von 1.264 auf 1.220 Mitarbeiter zum Jahresende 2009 ab. Im Jahresdurchschnitt waren 622 Angestellte (i.V. 610) und 629 gewerbliche Mitarbeiter (i.V. 675) beschäftigt. Mit insgesamt 50 Auszubildenden in neun verschiedenen Berufen betrug die Ausbildungsquote im Unternehmen 4,1 %.

Entsprechend dem geringeren Auftrags- und Produktionsvolumen musste die Zahl der Produktionsmitarbeiter insgesamt reduziert werden; insbesondere wurden befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Frei werdende Stellen wurden nur vereinzelt wieder besetzt. Im Werk Lübz wurden wegen des Auftragsrückgangs Werksstillstände und Kurzarbeit eingeführt.

Risikofrüherkennung sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Für das kommende Jahr erwarten wir vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation eine stabile Nachfrage nach Dämmstoffen. Dabei wird die Entwicklung zweigeteilt sein: während das Marktsegment Neubau voraussichtlich deutliche Rückgänge verzeichnen wird, gehen wir im Segment Modernisierung nicht zuletzt aufgrund der Förderprogramme der Bundesregierung von leicht steigender Nachfrage aus.

Ein deutliches Risiko geht von den bereits erfolgten bzw. geplanten Kapazitätserhöhungen des Wettbewerbs aus. Es ist davon auszugehen, dass die auf dem Markt verfügbaren Kapazitäten die Nachfrage weit übersteigen werden. Dies wird zu einem starken Verkaufspreisdruck führen.

Chancen sehen wir zum einen in den staatlichen Förderprogrammen, die Entscheidungen zur Renovierung öffentlicher Bauten beschleunigen dürften und zum anderen in der Kooperation mit anderen Saint-Gobain-Aktivitäten, durch die dem Kunden komplette Systemlösungen angeboten werden können.

Die bereits angestoßenen Sparprogramme werden wir konsequent fortsetzen und dadurch einen Teil der Risiken intern kompensieren. Dies betrifft alle Bereiche des Unternehmens von der Produktion über die Verwaltung bis zum Vertrieb.

Entsprechend der Risikomanagementrichtlinie wurden auch im Geschäftsjahr 2009 alle wesentlichen Risiken des Unternehmens systematisch erfasst, analysiert, bewertet und verfolgt. An der Erfassung und Erstellung der Risiken bzw. des Berichtes waren wie in den Vorjahren alle Unternehmensbereiche beteiligt. Unmittelbar bestandsgefährdende Risiken weist der Bericht nicht auf.

Teil unseres Risikomanagements ist es ebenfalls, die bereits identifizierten Risiken sowohl auf der Markt- als auch auf der Kostenseite kontinuierlich zu beobachten und ebenso wie eventuell neu auftretende Risiken zeitnah in unsere Planungs- und Anpassungsprozesse einzubeziehen.

In Darmstadt besteht eine Zweigniederlassung.

Ausblick 2010

Der Konjunkturhimmel hat sich gegen Ende 2009 wieder etwas aufgehellt. Die Prognosen aller Institute bewegen sich für 2010 mittlerweile im positiven Bereich. Allgemein wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zwischen 1 % und 2 % erwartet. Generell ist heute aber nur von einer langsamen konjunkturellen Erholung auszugehen. Das heißt, der wirtschaftliche Einbruch 2009 wird Deutschland noch die nächsten Jahre beschäftigen. Bis die rund -5 % Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 2009 aufgeholt sind und Deutschland wieder die Wirtschaftskraft von 2008 erreicht, werden wir wahrscheinlich das Jahr 2013 oder sogar 2014 schreiben.

Die ebenfalls leichte positive Hoffnung der Wirtschaftsforscher für den Bausektor in 2010 beruht vor allem auf der weiteren Umsetzung des Konjunkturpakets II, von dem nach allgemeiner Einschätzung rund 60 % der verfügbaren Mittel in 2010 wirksam werden.

Auch für den Wohnungsneubau gibt es erste positive Anzeichen, dass der Tiefpunkt durchschritten ist und es 2010 wieder aufwärts gehen könnte. Der wesentliche Frühindikator dafür, die Baugenehmigungen 2009 stützen zumindest diese Annahme. Bei den genehmigten Ein-/Zweifamilienhäusern zeichnete sich im Jahresverlauf 2009 – ausgehend von einem extrem tiefen Niveau – eine kontinuierliche leichte Aufwärtsbewegung ab. Kumuliert bis Ende November 2009 lag die Anzahl der genehmigten Wohnungen in Eigenheimen über dem Niveau von 2008. Das zweite Halbjahr verzeichnete dabei ein zweistelliges Plus, so dass für das Jahr 2009 insgesamt von einem leichten Zuwachs ausgegangen wird, der sich 2010 fortsetzt und sich dann auch in den Baufertigstellungen wiederfinden kann.

Problematisch wird die weitere Entwicklung des Neubaus im Nichtwohnbau gesehen. Hier lagen die Baugenehmigungen in 2009 rund -25 % unter dem Vorjahr. Für die Baufertigstellungen 2010 rechnen wir daher mit einem weiteren Einbruch von mindestens 10 %.

Die Modernisierung wird sowohl im Wohnbau als auch im Nichtwohnbau auf hohem Niveau gesehen und die erwarteten Bedarfsrückgänge des Neubaus wahrscheinlich ausgleichen können. In Summe gibt es aus heutiger Sicht gute Chancen, dass der Dämmstoffmarkt 2010 nicht zurückgehen wird.

Das Marktumfeld wird 2010 für ISOVER G+H schwieriger werden. Der Wettbewerb hat große neue Produktionskapazitäten aufgebaut, die über dem Marktbedarf liegen. Diese Überkapazitäten werden schon derzeit mit Kampfpreisen in den Markt gedrückt. Dagegen haben wir uns mit innovativen Produkten und Systemen gut gerüstet. Ein begrenztes Mengen- und Preisrisiko bleibt für uns aber dennoch bestehen.

Wir haben uns daher kostenmäßig auf ein nicht einfaches Jahr 2010 eingestellt. Die laufenden Kostensenkungsprogramme werden sehr zielstrebig weitergeführt. Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Themen Arbeitssicherheit und Produktqualität auf keinen Fall aus Kostengründen vernachlässigt werden. Diese stehen unverändert an erster Stelle unserer Unternehmensziele, auch in 2010.

Bei den Investitionen wird der Schwerpunkt in 2010 in der Sicherung der heutigen Standards sowie der Umsetzung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitssicherheits- und Umweltschutzstandards liegen.

Besondere Ereignisse im neuen Geschäftsjahr sind nicht eingetreten. In Summe erwarten wir trotz des schwierigen Markt- und Wettbewerbsumfelds für 2010 ein positives Ergebnis.

 

Ludwigshafen am Rhein, 4. Februar 2010

Der Vorstand

  

Bilanz
zum 31. Dezember 2009

AKTIVA


Anhang
31.12.2009
T€
31.12.2008
T€
ANLAGEVERMÖGEN (2)
Immaterielle Vermögensgegenstände 620 541
Sachanlagen 97.191 95.715
Finanzanlagen 36.341 131.925
134.152 228.181
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte (3) 30.608 34.496
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (4) 100.528 11.159
Wertpapiere (5) 36 36
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 90 81
131.262 45.772
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN (5) 302 576
SUMME AKTIVA 265.716 274.529

PASSIVA


Anhang
31.12.2009
T€
31.12.2008
T€
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital (6) 82.000 82.000
Kapitalrücklage (7) 11.124 11.124
Gewinnrücklagen (7) 167 167
93.291 93.291
SONDERPOSTEN (8) 4.664 5.307
RÜCKSTELLUNGEN (9) 141.744 132.717
VERBINDLICHKEITEN (10) 26.017 42.981
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0 233
SUMME PASSIVA 265.716 274.529

  

Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr 2009


Anhang
2009
T€
2008
T€
Umsatzerlöse (12) 362.052 379.422
Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 3.122 - 3.322
Andere aktivierte Eigenleistungen 105 6
Sonstige betriebliche Erträge (13) 23.787 23.788
Materialaufwand (14) - 178.221 - 185.508
Rohergebnis 204.601 214.386
Personalaufwand (15) - 86.585 - 82.779
Abschreibungen (16) - 14.340 - 13.399
Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) - 80.629 - 80.632
Erträge aus Beteiligungen (18) 28.602 72.813
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (18) 85 827
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (18) - 224 - 938
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 51.510 110.278
Außerordentliches Ergebnis (19) 132.304 47.702
Steuern (20) - 8.731 - 11.690
Ausgleichszahlungen gem. § 304 AktG - 14 - 14
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (21) - 175.069 - 146.276
Jahresüberschuss / Bilanzgewinn 0 0

  

Anhang
für das Geschäftsjahr 2009

der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert (Tabellenangaben erfolgen in T€).

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Alle Bilanzposten wurden unter Beachtung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Grundsätze und in Übereinstimmung mit den steuerlich zulässigen Möglichkeiten vorsichtig bewertet. Die Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen und steuerlich zulässiger Sonderabschreibungen bewertet. Für die Gebäudeabschreibungen gelten die Grundsätze des § 7 EStG. Bei Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von € 150,00 bis € 999,99 erfolgt eine lineare Abschreibung über 5 Jahre.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer ermittelt. Soweit steuerlich zulässig, wird von der degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt.

Der Wertverzehr an Edelmetallen im Fertigungsbereich wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und unter den Abgängen erfasst.

Die Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und den Normalabschreibungen werden als Sonderposten mit Rücklageanteil passiviert und während der Nutzungsdauer der Anlagegüter aufgelöst.

Für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Ausleihungen werden verzinst und sind deshalb mit den Nominalbeträgen aktiviert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Gemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen nach Maßgabe der steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Auf Ersatzteile für die seit mindestens vier Jahren kein Verbrauch verzeichnet wurde, ist eine 100%ige Einzelwertberichtigung gebildet worden.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Dem Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen zu Forderungen Rechnung getragen.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Als Sonderposten werden Sonderposten mit Rücklageanteil und Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen. In dem Sonderposten mit Rücklageanteil sind Wertberichtigungen zum Anlagevermögen aufgrund von steuerlich zulässigen Sonderabschreibungen gemäß § 6 b EStG, R 6.6 EStR und § 4 FördergebietsG enthalten. Die Auflösung der Wertberichtigungen erfolgt analog den Abschreibungen auf die angeschafften Vermögensgegenstände.

Die Rückstellungen für Pensionen werden gemäß § 6 a EStG nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie eines Zinssatzes von 6 % p.a. mit ihrem Teilwert erfasst. Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 5,5 % p.a.) unter Berücksichtigung der Fluktuation ermittelt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 5,5 % p.a.) ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverpflichtungen sind mit dem vollen Verpflichtungswert in allen Fällen berücksichtigt. Die Verpflichtungen gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein a.G. aus unverfallbaren Anwartschaften wurden mit einer Abzinsung von 3,0 % berücksichtigt. Weiterhin wurden erwartete Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen passiviert. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen in fremden Währungen erfolgte zum Anschaffungskurs oder unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips zum maßgeblichen Kurs am Bilanzstichtag.

(2) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Entwicklung des Anlagevermögens in Tausend Euro

Anschaffungs-
und
Herstellkosten
Stand
1.1.2009
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.063 219 14 29
Geleistete Anzahlungen 25 121 - - 25
Immaterielle Vermögens-gegenstände 4.088 340 14 4
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 134.323 443 380 93
Technische Anlagen und Maschinen 255.784 10.161 10.747 4.904
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung 44.803 604 1.951 337
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 6.258 5.125 230 - 5.338
Sachanlagen 441.168 16.333 13.308 - 4
Anteile an verbundenen Unternehmen 131.907 15 95.587 -
Sonstige Beteiligungen 3 - - -
Sonstige Ausleihungen 40 - 37 -
Finanzanlagen 131.950 15 95.624 -
Insgesamt 577.206 16.688 108.946 -
kumulierte
Abschreibungen
Buchwerte
31.12.2009
Buchwerte
31.12.2008
Abschrei-
bungen
des
Geschäfts-
jahres
2009
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.798 499 516 265
Geleistete Anzahlungen - 121 25 -
Immaterielle Vermögens-gegenstände 3.798 620 541 265
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.048 25.431 27.381 2.459
Technische Anlagen und Maschinen 198.979 61.123 56.984 10.422
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung 38.971 4.822 5.093 1.194
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau - 5.815 6.257 -
Sachanlagen 346.998 97.191 95.715 14.075
Anteile an verbundenen Unternehmen - 36.335 131.907 -
Sonstige Beteiligungen - 3 3 -
Sonstige Ausleihungen - 3 15 -
Finanzanlagen - 36.341 131.925 -
Insgesamt 350.796 134.152 228.181 14.340

  

(2) Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name und Sitz der Gesellschaft Anteile
am Kapital
in %

Eigenkapital
T€

Jahresergebnis
T€
Saint-Gobain Isover A/S, Vamdrup (Dänemark) *) 100,00 37.930 3.800
über Saint-Gobain Isover a/s
Glasuld Ireland Ltd. 100,00 - -
Glasuld Norge a/s 100,00 - -
Saint-Gobain UK Ltd. 1,23 - -
Saint-Gobain Orsil s.r.o., Castolovice (Tschechien) 25,75 x x
Grünzweig+Hartmann-Fürsorge-GmbH Unterstützungskasse, Ludwigshafen 100,00 26 0
EnergieSparNetzwerk ESN GmbH, Ludwigshafen **) 33,33 45 -
Energieeffizienzagentur Rhein-Neckar-Dreieck gGmbH, Ludwigshafen 4,50 104 0

x Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 HGB
* Die Angaben betreffen den letzten festgestellten Jahresabschuss 2008
** Gründung in 2009

(3) Vorräte

31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.410 15.262
Unfertige Erzeugnisse 399 445
Fertige Erzeugnisse 10.060 13.136
Waren 4.739 5.653
Insgesamt 30.608 34.496

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2009 davon Restlaufzeit
über 1 Jahr
31.12.2008 davon Restlaufzeit
über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.658 - 5.001 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 92.011 - 2.920 -
Sonstige Vermögensgegenstände 2.859 - 3.238 -
Insgesamt 100.528 - 11.159 -

Bei den "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" geht die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz aus der folgenden Übersicht hervor:

31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.304 3.787
Sonstige Vermögensgegenstände 88.385 627
abzüglich verrechnete Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 678 - 1.494
Insgesamt 92.011 2.920

(5) Wertpapiere / Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich um "Sonstige Wertpapiere" bzw. „Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten“.

(6) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt T € 82.000 und ist eingeteilt in 3.200.000 Stückaktien.

(7) Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen

Die "Kapitalrücklage" beläuft sich unverändert auf T € 11.124.

Die "Gewinnrücklagen" betragen unverändert T € 167 und betreffen ausschließlich die "Gesetzliche Rücklage".

(8) Sonderposten

Stand
1.1.2009

Zuführung

Auflösung
Stand
31.12.2009
Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 281 Abs. 1 HGB
Wertberichtigung zum Anlagevermögen gemäß
- § 6 b EStG 2.057 0 271 1.786
- R 6.6 EStR 501 0 112 389
- § 4 FördergebietsG 1.004 0 119 885
3.562 0 502 3.060
Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.745 1 142 1.604
Insgesamt 5.307 1 644 4.664

(9) Rückstellungen

31.12.2009 31.12.2008
Rückstellungen für Pensionen 80.792 75.940
Steuerrückstellungen 83 83
Sonstige Rückstellungen 60.869 56.694
Insgesamt 141.744 132.717

Der Posten "Sonstige Rückstellungen" betrifft insbesondere Treuerabatte, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Pensions-Sicherungs-Verein aG, Sozialplankosten, ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen im Personalbereich und Drohverlustrückstellungen aus Mietverträgen, Patentrechtsverletzungen, Gewährleistungen sowie Prozessrisiken.

(10) Verbindlichkeiten

bis 1 Jahr Restlaufzeit
1 – 5 Jahre
über 5 Jahre INSGESAMT
31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11 0 0 11
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.637 0 0 1.637
Insgesamt 25.982 35 0 26.017

Die "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" bestehen hauptsächlich gegenüber der Saint-Gobain Rigips GmbH und der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen.

Der Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" enthält Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T € 1.579 (i.V. T € 879) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T € 0 (i.V. T € 0).

Es wurden keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gewährt.

Die Aufgliederung der Vergleichszahlen des Vorjahres ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:

bis 1 Jahr Restlaufzeit
1 – 5 Jahre
über 5 Jahre INSGESAMT
31.12.2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 690 0 0 690
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.286 227 20 20.533
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.035 0 0 19.035
Sonstige Verbindlichkeiten 2.723 0 0 2.723
Insgesamt 42.734 227 20 42.981

Bei den "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" geht die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz aus der folgenden Übersicht hervor:

31.12.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.388 4.067
Sonstige Verbindlichkeiten 1.744 15.555
abzüglich verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 1.495 - 580
Sonstige Vermögensgegenstände 0 - 7
Insgesamt 1.637 19.035

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T € 9.221 (i.V. T € 10.859). Dabei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge.

Für Investitionsaufträge bestand zum 31.12.2009 ein Bestellobligo von T € 1.048 (i.V. T € 2.425).

(12) Umsatzerlöse

Die "Umsatzerlöse" umfassen im Wesentlichen die Lieferungen von Eigenerzeugnissen in Höhe von Mio. € 295,1 (i.V. Mio. € 310,4) und Handelswaren von Mio. € 67,0 (i.V. Mio. € 69,0).

Nach geographischen Gesichtspunkten geordnet, betrugen die Umsätze im Inland Mio. € 339,9 (i.V. Mio. € 357,5) und die Lieferungen in das Ausland Mio. € 22,2 (i.V. Mio. € 21,9).

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Aufwendungen für Bonigutschriften von Mio. € 2,6 enthalten.

(13) Sonstige betriebliche Erträge

Unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von T € 23.787 (i.V. T € 23.788) sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten und der Auflösung von Rückstellungen, Lizenzeinnahmen, Erlöse aus berechneten Leistungen an verbundene Unternehmen und fremde Dritte, Mieterträge, Versicherungsentschädigungen sowie verschiedene sonstige Erträge ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge betrugen T € 2.565 (i.V. T € 4.198).

(14) Materialaufwand

2009 2008
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 160.899 168.237
Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.322 17.271
Insgesamt 178.221 185.508

Von den Materialaufwendungen sind T € 67 (i.V. T € 80) periodenfremd.

(15) Personalaufwand / Mitarbeiter

2009 2008
Löhne und Gehälter 65.087 64.672
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 13.361 12.393
Aufwendungen für Altersversorgung 8.137 5.714
Insgesamt 86.585 82.779

Von den Personalaufwendungen sind T € 17 (i.V. T € 23) periodenfremd.

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug bei den Angestellten 622 (i.V. 610) und bei den gewerblichen Mitarbeitern 629 (i.V. 675).

(16) Abschreibungen

2009 2008
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
- planmäßige Abschreibungen
14.340 13.338
- außerplanmäßige Abschreibungen 0 61
Insgesamt 14.340 13.399

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von T € 80.629 (i.V. T € 80.632) sind insbesondere Vertriebs- und Verwaltungskosten, Fremdleistungen und Instandhaltungsaufwendungen im Gemeinkostenbereich, Aufwendungen für Haftungs-, Prozess- und Gewährleistungsrisiken, Aufwendungen für Lizenzen und Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sowie Aufwendungen für Versicherungsprämien und die Einstellung in Sonderposten mit Rücklageanteil enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen beliefen sich auf T € 1.135 (i.V. T € 901)

(18) Aufwendungen an bzw. Erträge aus verbundene(n) Unternehmen

2009 2008
Erträge aus Beteiligungen 28.602 72.813
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85 825
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 196 896

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um Dividendenerträge für das Geschäftsjahr 2008 von verbundenen Unternehmen.

(19) Außerordentliches Ergebnis

2009 2008
Außerordentliche Erträge 137.514 47.702
Außerordentliche Aufwendungen - 5.210 0
Außerordentliches Ergebnis 132.304 47.702

Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von T € 137.514 stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an der Saint-Gobain Construction Products Nederland B.V. (vorher Saint-Gobain Isover Benelux B.V.), Etten-Leur (Niederlande) und an der Saint-Gobain Isover S.A., Lucens (Schweiz).

Außerordentliche Aufwendungen

Bei den T € 5.210 handelt es sich um eine Anpassung des Verkaufserlöses für die im Vorjahr verkauften Anteile an der Saint-Gobain Isover Austria GmbH, Stockerau (Österreich).

(20) Steuern

2009 2008
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 2
Vom Organträger für das laufende Jahr belastet 8.212 11.148
Vom Organträger für Vorjahre belastet - -
Aufwand für Ertragsteuern 8.215 11.150
Sonstige Steuern 424 431
Vom Organträger belastet 92 109
Aufwand für Sonstige Steuern 516 540
Insgesamt 8.731 11.690

(21) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Das Jahresergebnis wurde aufgrund des mit der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführt.

(22) Organe der Gesellschaft

 

Mitglieder des Vorstands

 

Michael Wörtler

 

Vorsitzender

 

Jürgen Hohmeier

 

Vorstand Vertrieb (bis 31. März 2009)

 

Michael Wiessner

 

Vorstand Vertrieb (ab 1. Februar 2009)

 

Mitglieder des Aufsichtsrats

 

Paul Neeteson (Vorsitzender)

 

Generaldelegierter der Compagnie de Saint-Gobain für Mittel- und Nordeuropa

 

Wolfgang Minges (stellvertretender Vorsitzender)

 

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats

 

Doris Barnett

 

Mitglied des Deutschen Bundestages

 

Andreas Engelhardt

 

Vorsitzender der Geschäftsführung William Prym GmbH & Co. KG

 

Jean-Dominique Grégoire

 

Finanzdirektor der Generaldelegation

 

der Compagnie de Saint-Gobain für Mittel- und Nordeuropa (ab 18. Mai 2009)

 

Caspar von Hauenschild

 

Berater

 

Hans Jürgen Kolbenschlag

 

Sachbearbeiter Logistik

 

Suat-Imam Özmen

 

Maschinenführer

 

Matthias Zenner

 

Leiter der Rechtsdirektion der Generaldelegation

 

der Compagnie de Saint-Gobain für Mittel- und Nordeuropa (ab 18. Mai 2009)

(23) Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr betrugen T € 614, die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im Geschäftsjahr beliefen sich auf T € 50.

Für die früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen wurden T € 155 geleistet. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind T € 3.038 zurückgestellt.

(24) Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr belief sich auf T € 120 für Abschlussprüferleistungen und T € 3 für andere Bestätigungsleistungen jeweils einschließlich Auslagen.

(25) Angaben gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Im Geschäftsjahr sind Zessionslieferungen (Verkäufe) über 34.180 T € und Einkäufe über 27.242 T € mit nahestehenden Unternehmen zu konzerneinheitlichen Bedingungen getätigt worden.

(26) Konzernabschluss

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG einbezogen ist, wird von der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, erstellt. Als Ort der Offenlegung wird angegeben:

 

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre

 

64, rue du 8 mai 1945

 

F 92025 Nanterre Cedex

 

RCS Nanterre B 542 039 532

Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichtes wurde gemäß § 291 Abs. 1 HGB verzichtet, da die ausländische Konzernleitung, die Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, einen nach § 291 Abs. 2 HGB aufgestellten, von Wirtschaftsprüfern geprüften Konzernabschluss und Konzernlagebericht offenlegen wird.

Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain wird in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Der befreiende Konzernabschluss wird nach IFRS Rechnungslegungsvorschriften erstellt.

 

Ludwigshafen am Rhein, 4. Februar 2010

Michael Wörtler

Michael Wiessner

  

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 5. Februar 2010

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jenal, Wirtschaftsprüfer

Liebig, Wirtschaftsprüfer

  

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während des Geschäftsjahres 2009 durch mündliche und schriftliche Berichte fortlaufend detailliert informiert über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Risiken der Gesellschaft, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere in den Bereichen der Finanz-, Investitions-, Personal-, Kosten- und Absatzplanung. Auf der Grundlage dieser Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2009 die ihm aufgrund Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden weiteren Pflichten wahrgenommen.

Im Geschäftsjahr 2009 haben drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Der Personalausschuss hat eine Sitzung abgehalten. Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren u. a. die Bewertung von Risiken auf Basis der Erkenntnisse des Risikomanagementsystems, die Markteinführung der neuen Mineralwollegeneration 032, der Start der Energieeffizienzoffensive sowie die Durchführung der Wannenreparatur in unserem Werk Speyer.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 18. Mai 2009 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten gesetzlichen Bestätigungsvermerk versehen worden.

Dieser Jahresabschluss und Lagebericht sowie der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden vom Aufsichtsrat in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und dem Aufsichtsrat Erläuterungen gab, eingehend erörtert und geprüft. Die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat ergab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer fanden somit die uneingeschränkte Billigung des Aufsichtsrats. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 Aktiengesetz festgestellt.

Aufgrund der seit Mai 2003 erloschenen Börsennotierung der Aktien der Gesellschaft ergibt sich keine Pflicht zur Abgabe der Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2009.

Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Veränderungen im Aufsichtsrat: Die Herren Jean-Dominique Grégoire und Matthias Zenner wurden in der Hauptversammlung am 18. Mai 2009 für die restliche Amtszeit der im Vorjahr ausgeschiedenen Herren Edouard Koeune und Claude-Alain Tardy in den Aufsichtsrat gewählt.

 

Ludwigshafen am Rhein, März 2010

DER AUFSICHTSRAT

Paul Neeteson, Vorsitzender