![]() SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AktiengesellschaftLudwigshafen a. Rh.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011Geschäftsverlauf und RahmenbedingungenUnternehmensstruktur Die Geschäftsanteile der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG werden von der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland in Aachen zu 99,91 % direkt gehalten. Die verbleibenden Aktien befinden sich in Streubesitz. Der Saint-Gobain-Konzern gehört zu den hundert größten Industriegruppen der Welt. In den Hauptsparten innovative Werkstoffe, Baufachhandel, Bauprodukte und Verpackung spielt der Konzern eine führende Rolle. Bei den Produkten aus diesen Bereichen ist Saint-Gobain Weltmarktführer oder europäischer Marktführer. Der Bereich Bauprodukte, zu dem auch die Dämmstoffsparte gehört, ist mit einem Umsatzanteil von ca. 25 % ein signifikanter Bestandteil des Konzerns. Saint-Gobain ist mit rund 190.000 Mitarbeitern in 64 Ländern auf allen Kontinenten tätig. Die Wurzeln von Saint-Gobain reichen fast 350 Jahre zurück. Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG ist ein bedeutender Anbieter von Dämmstoffen für Anwendungen im Hochbau, der Technischen Isolierung und in diversen Spezialanwendungen. In Deutschland verfügt SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG über mehr als 130 Jahre Erfahrung. Von der Zugehörigkeit zur Saint-Gobain-Gruppe profitiert die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG durch technologische Unterstützung des Konzerns und die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Systemen. Geschäftsentwicklung Der konjunkturelle Aufschwung hat sich in Deutschland im Jahr 2011 fortgesetzt. Nach einem realen Wachstum des BIP von 3,7 % in 2010 wurde nach neuesten Prognosen die Wirtschaftsleistung in 2011 um bis zu 3 % gesteigert. Damit hat sich Deutschland trotz Finanz- und Börsenkrise weitgehend krisenresistent gezeigt und ist zum Wachstumsmotor der EU geworden. Davon konnte vor allem der Arbeitsmarkt profitieren, der mit weniger als 3 Mio. Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren verzeichnete und so auch sicherlich die Konsumbereitschaft positiv beeinflusste. Eine der tragenden Säulen der guten Konjunktur war 2011 neben dem Export wieder der Bausektor mit einem derzeit erwarteten Zuwachs der gesamten Bauinvestitionen von 5,4 %. Die Wohnbauinvestitionen haben sich dabei mit einem Plus von knapp 6 % mit am Besten entwickelt. Auch im gewerblichen Hochbau rechnet man mit einer Wachstumsrate von 6 %. Lediglich im öffentlichen Hochbau geht man nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme von einem deutlichen Rückgang von rund 5 % (Vorjahr +9,6 %) aus. Der Wohnungsneubau hat offensichtlich endgültig die Talsohle durchschritten. Nach einem langjährigen Rückgang der Baufertigstellungen seit Mitte der 90er Jahre wird für 2011 erstmals wieder eine deutliche Zunahme erwartet. Die Prognosen für die Anzahl der insgesamt fertig gestellten Wohnungen bewegen sich für 2011 in der Größenordnung von 180.000 Einheiten. Das entspricht im Vergleich zum Jahr 2010 einem Zuwachs von rund 20.000 Wohnungen bzw. rund +12 %. Das ist sicherlich zum Teil auch ausgelöst durch die Unsicherheiten an den Finanzmärkten, die die Bevölkerung verstärkt zur Flucht in die Sachwerte bewegt haben. Zusätzlich haben sich die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten mit einem historisch tiefen Hypothekenzinsniveau auf die Baubereitschaft ausgewirkt. Von der positiven Entwicklung im Wohnungsneubau profitieren die Ein-/Zweifamilienhäuser und der Mehrfamilienhausbau gleichermaßen. Trotz guter Konjunkturentwicklung war der Neubau von Nichtwohngebäuden im Jahr 2010 nochmals kräftig rückläufig, obwohl die Baugenehmigungen bereits leicht gestiegen waren. Der anhaltende konjunkturelle Aufschwung hat aber nun doch auch in diesem Marktsegment die Trendwende eingeleitet. Das Jahr 2011 könnte beim fertiggestellten umbauten Raum des Nichtwohnbaus insgesamt einen Zuwachs von rund 5 % bringen. Bei den Industriegebäuden gehen die Institute sogar von einem zweistelligen Zuwachs aus. Der Modernisierungsmarkt als größtes Marktsegment hat im Jahr 2011 nur moderat zugenommen. Aufgrund der bekannt hohen Abhängigkeit von Förderprogrammen aus Bund, Ländern und Gemeinden (die in 2011 teilweise drastisch zurückgefahren wurden) war das allgemeine Wachstum geringer als in den Vorjahren. Die Kreditzusagen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem Gebäudesanierungsprogramm haben sich in 2011 gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Der Dämmstoffmarkt hat 2011 von der überraschend guten Entwicklung im Bausektor profitiert und ist nach ersten Einschätzungen in der Größenordnung von rund 5 % gewachsen. Der größte Impuls kam aus dem Wohnungsneubau, bei dem der Dämmstoffbedarf zweistellig zugenommen haben dürfte. Tragende Säule ist und bleibt für uns aber die Modernisierung, die trotz Kürzung der KfW-Fördermittel in 2011 weiter leicht gewachsen ist. Das Klima-, Umwelt- und Energiebewusstsein der Bevölkerung hat sich offensichtlich verstärkt und zu generell vermehrtem Einsatz von Dämmstoffen geführt. Nicht zuletzt haben sich sicherlich auch die weiter gestiegenen Energiepreise stimulierend auf die Bauherren und Modernisierer ausgewirkt. Der Trend zu höherwertigen Dämmstoffen hat sich im Markt verstärkt und zu einer deutlichen Zunahme von Produkten mit besseren Dämmwerten geführt. Die noch vor einigen Jahren dominierende Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040 ist bei der Mineralwolle unbedeutend geworden. Unsere Produkte der Wärmeleitstufe 032 verzeichneten auch 2011 wieder die größten Zuwachsraten. Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG hat von dem Marktwachstum profitiert. Die Verkaufsmengen konnten gesteigert werden und die Mengenziele 2011 wurden erreicht. Unser Glaswollewerk in Bergisch Gladbach blickte im November auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurück und feierte seinen 80. Geburtstag. Mit der Glaswolle Produktlinie „ISOVER family®“ wurde ein eigenständiges, zielgruppenorientiertes Sortiment für den DIY-Bereich im Markt eingeführt. Der im Jahr 1986 von G+H ISOVER erfundene Klemmfilz, die „Platte von der Rolle“ wurde 25 Jahre alt und löste das damals schon zum Gattungsbegriff im Markt gewordene Rollisol für die Steildachdämmung sukzessive und erfolgreich ab. Heute ist der Klemmfilz eines der wichtigsten Produkte im Dämmstoffmarkt. Umwelt und Arbeitssicherheit Am 05.05.2011 erreichte die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG erstmalig ein Jahr ohne einen meldepflichtigen Unfall. Leider ereigneten sich nach 15 Monaten (ab August 2011) wieder drei meldepflichtige Unfälle (TF1). Dennoch gelang es bezogen auf das gesamte Jahr, bei vergleichbarer Struktur, die Anzahl der Unfälle mit Arbeitszeitausfall (TF1 und TF2 Unfälle) um 10 % zu senken. In 2011 wurden erstmals auch Unfälle von Leiharbeitnehmern/-innen in die interne Statistik integriert. Eine personen- und arbeitsplatzbezogene Expositionsmessung sowie die Risikobewertung von Arbeitsplätzen wurde im Berichtsjahr gemäß den Richtlinien der Saint-Gobain Gruppe durchgeführt. Die Rezertifizierung unseres IMS-Managementsystems nach DIN ISO 9001/14001/18001 wurde im November/Dezember 2011 erfolgreich abgeschlossen und erstmalig auch in einem Zertifizierungsaudit nach DIN ISO 16001 „Energiemanagement“ bestanden. Die Verifizierung der Berichterstattung zum CO2-Emissionshandels wurde für das Jahr 2011 begonnen, parallel zur Datenerhebung für die 3. Handelsperiode (ab 2013). Technik – Forschung und Entwicklung Im Februar wurde am Standort Ladenburg das gemeinsame Entwicklungszentrum von ISOVER G+H und Rigips (Ladenburg Development Center; kurz: LDC) eingeweiht. An diesem gemeinsamen Forschungsstandort werden die Anstrengungen konzentriert, um nach weiteren zukunftsträchtigen Synergien zwischen Dämmstoffen und Gipsprodukten zu suchen. Für das LDC Insulation und die Entwicklungsarbeit in den Werken stand das Jahr 2011 im Zeichen der Einführung der neuen Glaswolle-Generation G3 touch. In enger Zusammenarbeit mit den beiden großen Glaswollewerken Speyer und Bergisch Gladbach konnte das Bindemittel an die spezifischen Gegebenheiten der deutschen Werke und an die geforderten Produkteigenschaften des Marktes angepasst werden. Im Vordergrund stand die konsequente Weiterentwicklung der Zerfaserung, um gute mechanische Eigenschaften mit der gewünschten angenehmen Wolleverarbeitung ohne Qualitätsverlust zu verbinden. Daneben wurden zahlreiche weitere Projekte bearbeitet und abgeschlossen. Diese umfassten u.a. die Produktentwicklung von kleinen, kompakten Verpackungseinheiten sowie die Erweiterung der Produktlinie VIP-Vacuumpanel. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG erzielte im Geschäftjahr 2011 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 20,0 Mio. € (i.V. 34,3 Mio. €), das im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeführt wurde. Der Umsatz stieg auf 374,6 Mio. € (i.V. 354,3 Mio. €), was insbesondere auf eine erhöhte Absatzmenge zurückzuführen ist, und erreichte damit eine angemessene Steigerung in einem gewachsenen Dämmstoffmarkt. Die Verkaufspreise standen wie schon in den Vorjahren stark unter Druck und sind als Folge der nach wie vor im Markt vorhandenen Überkapazitäten weiter gefallen. Trotz eines gestiegenen Umsatzes und eines weiteren Bestandsaufbaus um 5,5 Mio. €, sank das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um 15,0 Mio. € (- 7,0 %) auf jetzt 189,5 Mio. €. Der Bestandsaufbau von 1,1 Mio. € auf 6,6 Mio. € war im Wesentlichen auf die Erhöhung der Produktionsmenge von Steinwolle und deren Bevorratung zurückzuführen, um die Lieferfähigkeit der Steinwolle während des geplanten Produktionsstillstandes auf Grund von Umbaumaßnahmen im Werk Ladenburg Anfang des Jahres 2012 zu gewährleisten. Ursachen des sowohl absolut als auch relativ schwächeren Rohertrags waren die deutlich gestiegenen Materialaufwendungen (+35,2 Mio. €; 19,8 %) sowie niedrigere sonstige betriebliche Erträge. In dem Anstieg der absoluten Materialaufwendungen sowie in der um 6,7 Prozentpunkte auf 57,0 % gestiegenen Materialaufwandsquote spiegelt sich der deutliche Preisanstieg für Energie, Rohstoffe und Handelswaren wider. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 5,4 Mio. € (20,0 %) gegenüber dem Vorjahr wurde hauptsächlich dadurch ausgelöst, dass die Gesellschaft den IT-Bereich, in dem sie auch als Dienstleister für weitere verbundene Unternehmen tätig war, in 2010 auf eine eigenständige Gesellschaft ausgegliedert hatte und somit in 2011 keine Erträge aus IT-Dienstleistungen erzielt werden konnten. Darüber hinaus war das Vorjahr positiv durch einen Ertrag von 4,3 Mio. € aus der Anpassung der Berechnungsparameter für die Pensionsrückstellungen geprägt. Teilkompensiert wurden diese rückläufigen Effekte durch um 3,3 Mio. € höhere Erträge aus Schadenersatzleistungen aus Versicherungsfällen, denen jedoch erhöhte Materialaufwendungen und erhöhte Aufwendungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens gegenüberstehen. Zusätzlich konnte ein um 2,3 Mio. € höherer Ertrag aus der Auflösung der sonstigen Rückstellungen erwirtschaftet werden. Darüber hinaus konnten aus der Erweiterung der für verbundene Unternehmen erbrachte Shared-Service-Center-Leistungen im Bereich Finanzbuchhaltung und Einkauf um 0,8 Mio. € höhere Erträge aus Weiterbelastungen an diese erzielt werden. Der Personalaufwand sank um 2,3 Mio. € auf jetzt 76,4 Mio. €. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die bereits erwähnte Ausgliederung des IT Bereiches zurückzuführen und des damit verbundenen Übergangs der Mitarbeiter auf die IT-Dienstleistungsgesellschaft. Ein geringerer Rückstellungsbedarf für Gewährleistungen sowie Rechts- und Patentstreitigkeiten führte hauptsächlich zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,3 Mio. € auf 75,9 Mio. €. Transportkostenerhöhungen durch ein höheres Verkaufsvolumen und verstärkte Marketingaktivitäten mit höheren Werbeausgaben konnten durch geringere Ausgaben aus dem ausgegliederten IT Bereich ausgeglichen werden. Zusätzlich führten die Veränderungen im Anlagevermögen einerseits zu höheren Aufwendungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens, andererseits zu 0,7 Mio. € niedrigeren Abschreibungen. Die Erträge aus Beteiligungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Mio. € auf jetzt 0,6 Mio. €. Dies ist zum einen eine Folge der um 3,5 Mio. € gesunkenen Dividende der Saint-Gobain Isover A/S, Dänemark, sowie zum anderen eine Folge der erfolgten Beteiligungsverkäufe und dem damit verbundenen Ausbleiben der auf die veräußerten Beteiligungen entfallenden Dividenden. Die Zinserträge fielen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus um 0,6 Mio. € höher als im Vorjahr aus. Die Zinsaufwendungen sind insgesamt um 0,5 Mio. € gesunken, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass in 2010 Zinsen auf Steuern aus der Betriebsprüfung in Höhe von 0,4 Mio. € enthalten waren. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 19,2 Mio. € und liegt aufgrund der beschriebenen Effekte um 13,9 Mio. € unter dem des Vorjahres. Das außerordentliche Ergebnis reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. € auf 6,1 Mio. €. Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 8,7 Mio. € stehen ausschließlich im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an der Saint-Gobain Isover CZ s.r.o. Den außerordentlichen Erträgen stehen Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen aus der Anpassung im Zusammenhang mit der Erstanwendung des BilMoG von 2,6 Mio. € gegenüber. Vermögens- und Finanzlage
Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2011 unverändert 93,4 Mio. €. Auf Grund einer um 3,7 Mio. € (1,2 %) verringerten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote leicht von 30,2 % auf 30,5 %. Die Position „Finanzmittel“ beinhaltet mit 127,0 Mio. € hauptsächlich den zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe der zur Optimierung der kurzfristigen Geldmittel dient. Dieser Geldpool wird von der Saint-Gobain Benelux SA, Wavre/Belgien geführt und ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Die Verzinsung erfolgte zu banküblichen Konditionen. Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird vollständig über den zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe gedeckt. Die Gesellschaft konnte zu jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Das Absinken der Bilanzsumme auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Finanzmittelbestandes um 8,2 Mio. € (6,1 %), was einhergeht mit der Erhöhung des Vorratsbestandes um 7,3 Mio. € (22,2 %) und des damit verbundenen erhöhten Finanzbedarfs. Des Weiteren sind die Finanzanlagen von 36,4 Mio. € auf 27,3 Mio. € gesunken. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Abgang des Beteiligungsbuchwertes der Anteile an der Saint-Gobain Isover CZ s.r.o., Castolovice (Tschechische Republik) von 9,0 Mio. € im Rahmen des Verkaufs an ein verbundenes Unternehmen. Das Absinken der Passivseite der Bilanz ist zum Großteil auf die um 14,5 Mio. € reduzierten Verbindlichkeiten aus dem Poolkonto mit der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen zurückführen, welches in dem kurz- und mittelfristigen Fremdkapital enthalten ist. Gegenläufig wirkt sich der Anstieg des langfristigen Fremdkapitals aus, was hauptsächlich auf den Anstieg der hierin enthaltenden Pensionsrückstellungen um 6,0 Mio. € zurückzuführen ist. Investitionen In 2011 wurden insgesamt 23,3 Mio. € (i.V. 8,8 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Der Schwerpunkt der Ausgaben lag mit rund 13 Mio. € im Bereich der Schmelztechnik für die Werke Ladenburg und Bergisch Gladbach. Mit dem Neubau der Ofenhalle und einer neuen, vergrößerten Schmelzwanne am Standort Ladenburg wird die Grundlage für eine energetisch verbesserte Technik und Kostenposition geschaffen. In Bergisch Gladbach wurde mit einer Zwischenreparatur der Schmelzwanne die Basis für eine verlängerte Wannenreise gelegt. Parallel dazu wurden verschiedene Investitionen zur weiteren Reduzierung des Produktvolumens getätigt. Führend ist hierbei eine neue Verpackungsanlage in Lübz zu nennen. Die wesentlichen Investitionsverpflichtungen setzen sich zum Stichtag aus dem Bestellobligo für die Investitionsaufträge zusammen. Die Finanzierung der Investitionsverpflichtungen erfolgt über den zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe. NachtragsberichtBesondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die die Einschätzung der Lage wesentlich verändern, sind nicht eingetreten. MitarbeiterDie Gesamtzahl der Arbeitsverhältnisse (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse und Auszubildende) umfasste zum Jahresende 2011 unverändert 1.149 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt waren 560 Angestellte (i.V. 593) und 590 gewerbliche Mitarbeiter (i.V. 592) beschäftigt. Mit insgesamt 43 Auszubildenden in neun verschiedenen Berufen konnte die Ausbildungsquote mit 3,7 % (i.V. 3,8 %) fast unverändert hoch gehalten werden. Interne Beförderungsmöglichkeiten wurden wie in den Vorjahren genutzt um qualifizierte Nachwuchskräfte in frei werdende Fach- und Führungsfunktionen zu versetzen. Chancen- und RisikoberichtEntsprechend der Risikomanagementrichtlinie wurden auch im Geschäftsjahr 2011 alle wesentlichen Risiken des Unternehmens systematisch erfasst, analysiert, bewertet und verfolgt. An der Erfassung und Erstellung der Risiken bzw. des Berichtes waren wie in den Vorjahren alle Unternehmensbereiche beteiligt. Unmittelbar bestandsgefährdende Risiken ergaben sich nicht. Teil unseres Risikomanagements ist es ebenfalls, die bereits identifizierten Risiken sowohl auf der Markt- als auch auf der Kostenseite kontinuierlich zu beobachten und ebenso eventuell neu auftretende Risiken zeitnah in unsere Planungs- und Anpassungsprozesse einzubeziehen. Ein Risiko geht von den erfolgten Kapazitätserhöhungen des Wettbewerbs aus. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass die auf dem Markt verfügbaren Kapazitäten die Nachfrage übersteigen werden und der starke Druck auf die Verkaufspreise somit anhalten wird. Ein Risiko sehen wir in der Preisentwicklung für Dämmstoffe am Markt einerseits und der Kostenentwicklung andererseits. Hier ist die Schere schon in 2011 weiter auseinander gegangen. Für 2012 stehen uns weitere deutliche Kostensteigerungen insbesondere bei den Energien und den Rohstoffen bevor. Der Spagat zwischen Marktposition und Auslastung unserer Werke einerseits und Verbesserung der Ertragssituation durch Ausgleich der Kostensteigerungen andererseits wird die Herausforderung für 2012. Die bereits in den Vorjahren praktizierte Kostendisziplin werden wir fortsetzen und dadurch einen Teil der Risiken intern kompensieren. Dies betrifft alle Bereiche des Unternehmens von der Produktion über die Verwaltung bis zum Vertrieb. Chancen sehen wir in den staatlichen Förderprogrammen zur CO2-Reduzierung, die Anreize zur Sanierung von Gebäude-Altbeständen bieten sollten. PrognoseberichtDie anhaltende Finanzkrise in der EU wird nach Einschätzung der Experten auch 2012 in der deutschen Wirtschaft ihre Spuren hinterlassen. Das deutsche konjunkturelle Umfeld wird sich aber 2012 wahrscheinlich weiter positiv entwickeln, wenn auch die Zuwachsraten geringer eingeschätzt werden. Der Baumarkt wird wieder ein wesentlicher Faktor für das Wirtschaftswachstum sein. Vor allem der Wohnungsneubau wird sich auf Grund der von Inflationsängsten im Zusammenhang mit der Finanzkrise weiter erholen und zunehmen. Die Baugenehmigungen 2011 als wichtigster Frühindikator für das Baugeschehen 2012 lagen Januar bis November 19 % über dem Vorjahr, also beste Voraussetzungen, dass auch die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen in 2012 zweistellig zunehmen kann. Der Nichtwohnbau dürfte weiter von der positiven Konjunktur profitieren und nach dem Durchschreiten der Talsohle ebenfalls leicht wachsen. Auch in diesem Marktsegment gehen wir aufgrund der guten Baugenehmigungen in 2011 (+8 % insgesamt und +18 % bei den Industriegebäuden) für das Jahr 2012 von einer Zunahme der Fertigstellungen aus. Im Modernisierungsmarkt dürfte sich die beschlossene Erhöhung der Fördermittel für das KfW-Gebäudemodernisierungs-Programm ab 2012 um mehr als 50 % gegenüber 2011 positiv auswirken. Offen ist politisch derzeit noch, ob es zusätzlich eine Steuervergünstigung für energetische Modernisierungen von Eigenheimen geben wird. Zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung wird man um zusätzliche Fördermaßnahmen nicht herum kommen, denn die sogenannte Modernisierungsquote liegt jährlich derzeit nur bei rund 1 %, während etwa 3 % zur Zielerreichung erforderlich wären. In Summe haben wir für den Dämmstoffbedarf in 2012 aus heutiger Sicht gute Rahmenbedingungen, die ein Marktwachstum in ähnlicher Größenordnung wie in 2011 ermöglichen müssten. Für das kommende Jahr erwarten wir eine steigende Nachfrage nach Dämmstoffen. Motor dieser Entwicklung wird wie schon in den Vorjahren der Modernisierungsmarkt sein, nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Energiepreise. Wir haben uns bei unseren Planungen für 2012 und 2013 auf diese Rahmenbedingungen eingestellt, entsprechende Zielsetzungen formuliert und arbeiten in allen Unternehmensbereichen an deren Umsetzung. Mit der schon lange praktizierten Kostendisziplin in allen Unternehmensbereichen und einem intelligenten und sehr sensiblen Preisverhalten am Markt sind wir zuversichtlich, ohne Sondereffekte aus dem Verkauf der Beteiligung, im Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis zu erzielen, das leicht über dem Niveau das Jahres 2011 liegt. Für das Jahr 2013 gehen wir von einer Steigerung des Jahresergebnisses vor Gewinnabführung gegenüber 2012 aus. Wesentliche Änderungen der zu Grunde gelegten Prämissen können jedoch zu deutlichen Abweichungen von diesen Prognosen führen.
Ludwigshafen am Rhein, 13. Februar 2012 Der Vorstand BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 2011der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AGZur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. (1) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer ermittelt. Für Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen 150,00 € und 1.000,00 € wurde in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 unter Beachtung der steuerlichen Regelung ein Sammelposten gebildet und über fünf Jahre abgeschrieben. Seit 2010 werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 410,00 € in voller Höhe im Geschäftsjahr abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von unter 150,00 € werden im Geschäftsjahr der Anschaffung vollständig aufwandswirksam erfasst. Der Wertverzehr an Edelmetallen im Fertigungsbereich wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und unter den Abgängen erfasst. Für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Ausleihungen werden verzinst und sind deshalb mit den Nominalbeträgen aktiviert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Gemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Auf Ersatzteile für die seit mindestens vier Jahren kein Verbrauch verzeichnet wurde, ist eine 100 %ige Einzelwertberichtigung gebildet worden. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Risiken werden in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG wird mit dem Barwert angesetzt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Der Sonderposten umfasst Sonderposten mit Rücklageanteil und Sonderposten für Investitionszuschüsse. Im Sonderposten mit Rücklageanteil sind Wertberichtigungen des Anlagevermögens aufgrund von steuerlich zulässigen Sonderabschreibungen gemäß § 6 b EStG, R 6.6. EStR und § 4 FördergebietsG enthalten. Auf Grund der Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 3 EGHGB werden die bis zum 1. Januar 2010 gebildeten Sonderposten mit Rücklagenanteile beibehalten. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt analog den Abschreibungen auf die angeschafften Vermögensgegenstände. Die Rückstellungen für Pensionen werden wie im Vorjahr versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten („Richttafeln RT 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden durch einen Gehaltstrend von 2,4 % p.a. sowie durch einen Rententrend von 1,5 % p.a. bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Es wird eine alters- und geschlechtsabhängig durchschnittliche Fluktuation von 3 % p.a. angenommen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB beläuft sich auf 5,13 % (i.V. 5,13 %); es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Infolge der Anwendung der Vorschriften des HGB n.F. und der damit verbundenen Änderung der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab sich zum 1.1.2010 ein Differenzbetrag in Höhe von 25,9 Mio. €. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch und führt den Differenzbetrag über einen Zeitraum von 10 Jahren zu. Demnach wurden im Berichtsjahr 10 % (2,6 Mio. €; i.V. 2,6 Mio. €) als Zuführung zur Rückstellung für Pensionen aufwandswirksam im außerordentlichen Aufwand erfasst. Der verbleibende Betrag wird in den nächsten Jahren zugeführt. Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 5,13 % p.a., i.V. 5,13 %) unter Berücksichtigung der Fluktuation ermittelt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 5,13 % p.a., i.V. 5,13 %) ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Verpflichtungen gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein a.G. aus unverfallbaren Anwartschaften wurden mit einer Abzinsung von 3,0 % berücksichtigt. Weiterhin wurden erwartete Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt und bei Laufzeiten größer als 1 Jahr gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahr abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Auf den mathematisch originär ermittelten Betrag für Rückstellungen für Kundenboni wurde im Geschäftsjahr ein Abschlag auf Basis von Erfahrungswerten zur Vermeidung von Abweichungen zwischen tatsächlich ausgezahlten und kalkulierten Kundenboni vorgenommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags der Geschäftsvorfälle erfasst. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen in fremden Währungen erfolgte zum maßgeblichen Kurs am Bilanzstichtag. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Bei Kursgewinnen aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten von einer Laufzeit von bis zu einem Jahr kommt § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung. (2) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens (in T €)
Aufstellung des Anteilsbesitzes
*)
Die Angaben betreffen den letzten festgestellten Jahresabschuss 2010 (3) Vorräte
(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Mitzugehörigkeit der „Forderungen gegen verbundene Unternehmen“ zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen zum Stichtag nicht. (5) Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt 82.000 T € und ist eingeteilt in 3.200.000 Stückaktien. (6) Kapitalrücklage und GewinnrücklagenDie Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf 11.124 T €. Die Gewinnrücklagen betragen 302 T €, davon betreffen 167 T € die gesetzliche Rücklage. Anlässlich der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen zum 01.01.2010 wurden 135 T € durch die erstmalige Anwendung von BilMoG in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (7) Sonderposten
Die Erträge aus der Auflösung der Sonderposten (833 T €, i.V. 603 T €) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. (8) Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen zum 1.1.2010 bei Anwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG betrug 25.907 T € (zum 31.12.2011 20.725 T €) und wird jährlich mit 1/10 des Unterschiedsbetrags im außerordentlichen Aufwand berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Umsatzboni, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen und dem Pensions-Sicherungs-Verein aG, ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungen. (9) Verbindlichkeiten
Die „Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber Saint-Gobain Isover S. A., Paris (Frankreich) und gegenüber der Gesellschafterin Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen 18.378 T€ (i.V. 34.518 T€) Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 835 T € (i.V. 958 T €). Es wurden keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gewährt. Die Aufgliederung der Vergleichszahlen des Vorjahres ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:
Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Die Cash Pool-Verbindlichkeit besteht gegenüber der Gesellschafterin Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen. (10) Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 8.569 T € (i.V. 11.455 T €), hiervon entfallen 77 T € (i.V. 66 T €) auf verbundene Unternehmen. Dabei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge. Für Investitionsaufträge bestand zum 31.12.2011 ein Bestellobligo von 3.760 T € (i.V. 1.646 T €). (11) Latente SteuernAuf Grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und der steuerlichen Organschaft wird mit Hinweis auf DRS 18 auf die Angaben zu den Latenten Steuern im Anhang verzichtet. (12) UmsatzerlöseDie „Umsatzerlöse“ umfassen die Lieferungen von Eigenerzeugnissen in Höhe von 297,1 Mio. € (i.V. 289,1 Mio. €) und Handelswaren von 77,5 Mio. € (i.V. 65,2 Mio. €). Nach geographischen Gesichtspunkten geordnet, betrugen die Umsätze im Inland 347,4 Mio. € (i.V. 330,1 Mio. €) und die Lieferungen in das Ausland 27,2 Mio. € (i.V. 24,2 Mio. €). (13) Sonstige betriebliche ErträgeUnter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 21.667 T € (i.V. 27.093 T €) sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten und der Auflösung von Rückstellungen, Lizenzeinnahmen, Erlöse aus berechneten Leistungen an verbundene Unternehmen und fremde Dritte, Mieterträge, Versicherungsentschädigungen sowie verschiedene sonstige Erträge ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremden Erträge in Höhe von 4.918 T € (i.V. 6.511 T €) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 158 T € (i.V. 178 T €) enthalten. (14) Materialaufwand
Von den Materialaufwendungen sind 161 T € (i.V. 952 T €) periodenfremd. (15) Personalaufwand / Mitarbeiter
Im Personalaufwand sind 74 T € (i.V. 0 T €) periodenfremde Aufwendungen enthalten. Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug bei den Angestellten 560 (i.V. 593) und bei den gewerblichen Mitarbeitern 590 (i.V. 592). (16) Abschreibungen
(17) Sonstige betriebliche AufwendungenUnter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 75.907 T € (i.V. 77.242 T €) sind insbesondere Vertriebs- und Verwaltungskosten, Fremdleistungen und Instandhaltungsaufwendungen im Gemeinkostenbereich, Aufwendungen für Haftungs-, Prozess- und Gewährleistungsrisiken, Aufwendungen für Lizenzen und Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sowie Aufwendungen für Versicherungsprämien enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.297 T € (i.V. 400 T €) die im Wesentlichen Buchverluste aus Abgängen des Sachanlagevermögens enthalten und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 158 T € (i.V. 187 T €) enthalten. (18) Erträge aus BeteiligungenBei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Dividendenerträge für das Geschäftsjahr 2010 von verbundenen Unternehmen. (19) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(20) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(21) Außerordentliches Ergebnis
Die außerordentlichen Erträge stehen im Wesentlichen mit 8.670 T € im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an der Saint-Gobain Isover CZ s.r.o., Castolovice (Tschechische Republik). Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen die Anpassung der Pensionsrückstellungen aus der Erstanwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG. (22) Steuern
(24) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter GewinnDas Jahresergebnis wurde aufgrund des mit der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführt. (24) Organe der GesellschaftMitglieder des Vorstands
Mitglieder des Aufsichtsrats
(25) Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGBDie Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr werden aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im Geschäftsjahr beliefen sich auf 50 T €. Für die früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen wurden 182 T € geleistet. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind 3.726 T € zurückgestellt. Von dem 31.12.2011 noch ausstehenden Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen aufgrund der geänderten Bewertungsmethodik durch BilMoG entfallen 377 T € auf Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands und 595 T € auf ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebenen. (26) Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGBDer Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG einbezogen ist, wird von der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, erstellt. Als Ort der Offenlegung wird angegeben:
Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain wird in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Der Konzernabschluss wird nach IFRS Rechnungslegungsvorschriften erstellt. (29) Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGBDas von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich für Abschlussprüfungsleistungen auf 102 T € (i.V. 107 T €) und für andere Bestätigungsleistungen auf 7 T € (i.V 3 T €).
Ludwigshafen am Rhein, 13. Februar 2012 Michael Wörtler Michael Wiessner Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 13. Februar 2012 KPMG AG Riedmann, Wirtschaftsprüfer Schneider, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während des Geschäftsjahres 2011 durch mündliche und schriftliche Berichte fortlaufend detailliert informiert über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Risiken der Gesellschaft, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere in den Bereichen der Finanz-, Investitions-, Personal-, Kosten- und Absatzplanung. Auf der Grundlage dieser Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2011 die ihm aufgrund Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden weiteren Pflichten wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2011 haben drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Der Personalausschuss hat eine Sitzung abgehalten. Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren u. a. die Bewertung von Risiken auf Basis der Erkenntnisse des Risikomanagementsystems und die Ausgliederung des IT-Bereiches in eine eigenständige Gesellschaft, sowie die Planung und Einführung des Multi-Komfort-Konzepts. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 31. Mai 2011 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten gesetzlichen Bestätigungsvermerk versehen worden. Dieser Jahresabschluss und Lagebericht sowie der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden vom Aufsichtsrat in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und dem Aufsichtsrat Erläuterungen gab, eingehend erörtert und geprüft. Die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat ergab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer fanden somit die uneingeschränkte Billigung des Aufsichtsrats. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 Aktiengesetz festgestellt. Aufgrund der seit Mai 2003 erloschenen Börsennotierung der Aktien der Gesellschaft ergibt sich keine Pflicht zur Abgabe der Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2011.
Ludwigshafen am Rhein März 2012 DER AUFSICHTSRAT Paul Neeteson, Vorsitzender |
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