SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AktiengesellschaftLudwigshafen a. Rh.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012Geschäftsverlauf und RahmenbedingungenUnternehmensstruktur Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG ist im direkten Besitz der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland in Aachen, die Geschäftsanteile von 99,91 % hält. Die verbleibenden Aktien befinden sich in Streubesitz. Der Saint-Gobain-Konzern ist eine der hundert größten Industriegruppen der Welt. In den Hauptsparten innovative Werkstoffe, Baufachhandel, Bauprodukte und Verpackung ist Saint-Gobain mit seinen Produkten Weltmarktführer oder europäischer Marktführer. Der Sektor Bauprodukte, zu dem auch die Dämmstoffsparte gehört, ist mit einem Umsatzanteil von ca. 31 % ein bedeutender Bestandteil des Konzerns. Saint-Gobain ist mit rund 195.000 Mitarbeitern in 64 Ländern auf allen Kontinenten tätig. Die Wurzeln des französischen Konzerns Saint-Gobain reichen fast 350 Jahre zurück. Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG ist ein bedeutender Anbieter von Dämmstoffen in den Marktsegmenten Hochbau, der Technischen Isolierung und in diversen Spezialanwendungen. In Deutschland verfügt SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG über 134 Jahre Erfahrung in der Dämmtechnik. Aus der Zugehörigkeit zur Saint-Gobain-Gruppe ergeben sich für die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG vielfältige Synergien, u. a. durch die technologische Unterstützung des Konzerns sowie die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Systemen. Geschäftsentwicklung Die konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich 2012 im Umfeld der europäischen Finanzkrise verschlechtert. Deutschland als Exportland hat zwangsläufig darunter gelitten, dass sich die Konjunktur von wichtigen Handelspartnern ungünstiger entwickelt hat. Während die Exporte im Jahr 2011 preisbereinigt noch um 7,8 % zulegten, halbierte sich die Rate in 2012 nahezu auf 4,1 %. Dies führte u. a. dazu, dass das Bruttoinlandsprodukt 2012 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts vom Januar 2013 real nur noch um rund 0,7 % zugenommen hat (Vorjahr +3,0 %). Trotz dieser schwachen Entwicklung hat sich Deutschland in der Führungsrolle als Konjunkturlokomotive in Europa behauptet. Für die Eurozone wird insgesamt von einem leichten Konjunkturrückgang ausgegangen. Gewinner im Jahr 2012 war zweifelsfrei der Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Anzahl der Arbeitslosen ist erstmals seit 1991 wieder unter die Marke von 2,9 Mio. und die Arbeitslosenquote auf historisch niedrige 6,8 % gefallen. Dadurch hat auch der private Konsum weiter zugenommen (+0,8 %). Trotz deutlich gestiegener Energiepreise hat sich die Inflationsrate von 2,3 % in 2011 auf 2,0 % in 2012 leicht abgeschwächt. In dem für unser Geschäft wichtigen Bausektor waren die ursprünglichen Ausgangsbedingungen für 2012 gut. Dennoch sind die Bauinvestitionen nach derzeitigen vorläufigen Berechnungen 2012 um 1,1 % zurückgegangen. Hauptursache dafür ist das außerordentlich kräftige Minus im Öffentlichen Hochbau von 15 %, der nach dem Auslaufen der staatlichen Konjunkturpakete regelrecht eingebrochen ist. Der gewerbliche Hochbau ist nur leicht um 1,4 % zurückgegangen. Positiv hat sich der Wohnungsbau entwickelt. Nach einem Plus der Wohnbauinvestitionen schon im Jahr 2011 von 6,3 % legten diese in 2012 nochmals um 1,5 % zu. Treibende Kraft war der Wohnungsneubau, der sich 2011 offensichtlich aus der Talsohle gelöst und mit einem Plus von 14 % bei den fertig gestellten Wohnungen die Trendwende endgültig geschafft hat. Für das Jahr 2012 gehen die Institute nochmals von einer ähnlichen Steigerungsrate aus, was einem Niveau von rund 210.000 bis 215.000 Wohnungen entspricht. Größter Teilbereich werden unverändert die Ein-/Zweifamilienhäuser sein, bei denen eine Steigerung von rund 10.000 Wohnungen und damit ein Fertigstellungsniveau von knapp 110.000 Wohnungen prognostiziert wird. Aufgrund der unsicheren Situation auf den Kapitalmärkten setzt sich die Flucht in das sogenannte „Betongold“ weiter fort. Mit einem Plus von mehr als 20 % verzeichnen die Mehrfamilienhäuser 2012 die größte Steigerungsrate. Der Geschosswohnungsbau profitiert ebenfalls von dem generellen Trend zu Immobilien. Zusätzlich dürfte sich die Zunahme des Wohnungsbedarfs aufgrund der hohen Zuwanderungen positiv auf den Neubau ausgewirkt haben. Vor allem in den großen Ballungsräumen ist Wohnraum knapp und teuer geworden. Auch der Neubau von Nichtwohngebäuden dürfte nach unserer Einschätzung im Jahr 2012 zugenommen haben. Zumindest spricht die hohe Steigerung der Baugenehmigungen im Vorjahr von +11 % dafür. Wie viel davon allerdings in die Realität umgesetzt wurde, ist aufgrund der eher schwachen konjunkturellen Entwicklung offen. Die Prognosen der Marktforschungsinstitute liegen hier mit Erwartungen zwischen +2 % und +8 sehr weit auseinander. Wir tendieren zu einem eher schwachen Wachstum. Der Modernisierungsmarkt hat innerhalb des Bausektors die größte Bedeutung. Mehr als zwei Drittel der gesamten Bauinvestitionen entfallen auf dieses Segment. Umso wichtiger ist die Entwicklung in diesem Sektor für die gesamte Baubranche. Nach einem schon eher schwachen Jahr 2011 dürfte dieser Markt auch in 2012 erneut nur leicht gewachsen sein. Bremsend wirkte hier vor allem die Modernisierung im Bereich Nichtwohnbau, die nach dem Auslaufen der Konjunkturpakete der Bundesregierung extrem stark zurückging. Im Wohnbau hat die eher bescheidene Erhöhung der Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Gebäudesanierung auch nicht die erhofften zusätzlichen großen Impulse gebracht. Der gesamte Dämmstoffmarkt dürfte 2012 nach heutiger Einschätzung um 2 % zugenommen haben, was aufgrund der ursprünglich sehr positiven Rahmenbedingungen im Neubau und der Modernisierung ein enttäuschendes Ergebnis darstellt. Dieses Wachstum resultiert nahezu ausschließlich aus dem Wohnungsneubau. Die energetische Modernisierung legte kaum zu. Grund dafür ist aus unserer Sicht vor allem die monatelange Hängepartie im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat bezüglich der Finanzierung einer zusätzlichen steuerlichen Förderung für energiesparende Maßnahmen in bestehenden Eigenheimen. Dies hat zu großer Verunsicherung der Hausbesitzer geführt. Viele geplante Dämmmaßnahmen wurden in Erwartung einer kommenden Förderung zurückgestellt. Die etwas höheren KfW-Mittel aus dem bestehenden Gebäudesanierungsprogramm wurden wohl komplett vergeben, konnten die Zurückhaltung aber nicht ausgleichen. Der generelle Trend zu höherwertigen Dämmstoffen hat sich auch 2012 fortgesetzt. Besonders gestiegen sind wiederum die Produkte mit der Wärmeleitstufe 032. Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG konnte 2012 nicht am Marktwachstum partizipieren. Die Verkaufsmengen bewegten sich leicht unter dem Vorjahresniveau. Das ist vor allem im Zusammenhang mit dem verschärften Wettbewerb und einer negativen Marktpreisentwicklung zu sehen, der wir aus Rentabilitätsgründen nicht immer gefolgt sind. Zum anderen konnten wir aufgrund eines mehrwöchigen Produktionsausfalls in unserem Steinwollewerk Ladenburg unsere Kunden nicht in dem gewünschten Umfang bedienen, was uns ebenfalls im ersten Halbjahr Marktanteile gekostet hat. Auch im Jahr 2012 haben wir unsere klare Ausrichtung auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit unter Beweis gestellt. Im Rahmen der Aktion „Bäume für Deutschland“ pflanzen wir 100.000 Bäume in Kooperation mit unseren DämmstoffProfiKunden. Start war am 25. April 2012, dem Tag des Baumes, in Schallstadt bei Freiburg. Die Marktausrichtung mit modernsten Kommunikationsmitteln haben wir 2012 weiter verbessert. Mit ISOVER live haben wir ab Mitte Juni ein einzigartiges Marketinginstrument auf den Weg gebracht, mit dem wir alle zwei Wochen eine Live-Verlegung aus unserem Studio über das Internet TV mit der Möglichkeit senden, dass Kunden im Direkt-Chat Fragen stellen, die dann unmittelbar in der Live Sendung mit Lösungsansätzen beantwortet werden können. Im Jahr 2012 haben wir unser Unternehmensleitbild aus dem Jahr 2004 überarbeitet und unsere Grundwerte neu definiert. Die Nachhaltigkeit ist dabei ein tragendes Element. Trotz dieser im Geschäftsjahr 2012 gestarteten Initiativen ist die Geschäftsentwicklung der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG insgesamt hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Umwelt und Arbeitssicherheit Im Jahr 2012 ereigneten sich ebenso wie im Vorjahr drei TF1-Unfälle. Bezogen auf das gesamte Jahr, bei vergleichbarer Struktur (inkl. Zeitarbeitnehmer), ist die Anzahl der Unfälle mit Arbeitszeitausfall (TF1 und TF2 Unfälle) um mehr als 22 % gesunken (Rückgang um 2 Unfälle). Die personen- und arbeitsplatzbezogenen Expositionsmessungen sowie die Risikobewertung von Arbeitsplätzen wurden im Berichtsjahr gemäß den Richtlinien der Saint-Gobain-Gruppe durchgeführt. Speziell im Bereich der Gefahrstoffe wurde eine neue Software eingeführt, die die Werke im Bereich der Risikobewertung im Umgang mit Gefahrstoffen unterstützt. Die Rezertifizierung unseres IMS Managementsystems nach DIN ISO 9001/14001 und OHSAS 18001 wurde im November/Dezember 2012 erfolgreich abgeschlossen. Das im Jahr 2011 eingeführte „Energiemanagement“ konnte parallel dazu auf die DIN ISO 50001 umgestellt werden (DIN ISO 50001 löste am 24.04.2012 die DIN ISO 16001 ab). Technik – Forschung und Entwicklung Innerhalb des Saint-Gobain-Konzerns ist das Ladenburg Development Center (LDC) inzwischen ein in der Praxis bewährtes, gemeinsames Entwicklungszentrum für die deutschen Unternehmen des Sektors Bauprodukte. Neben den Unternehmen SG ISOVER G+H und SG Rigips findet inzwischen auch eine stärkere Einbindung und Abstimmung mit SG Weber statt. Über das strategische Projekt „Multi-Komfort“ der Compagnie de Saint-Gobain entstanden ebenso engere Verflechtungen mit den Aktivitäten außerhalb des Sektors Bauprodukte. Diese helfen wiederum in der Produktentwicklung weitere zukunftsträchtige Synergien zu schaffen. Das Jahr 2012 stand für die Produktentwicklung im LDC-I (ISOVER) im Zeichen der BAU 2013, der größten europäischen Messe für Bauprodukte. Wiederum ist es gelungen, hierfür innovative Neuerungen vorzubereiten, die für noch bessere Wärmeisolierung und weiter verbesserten Brandschutz sorgen. In einem umfangreichen Prüfprogramm wurden verschiedene Lösungen für den Brandschutz von Lüftungsleitungen in der Produktreihe Ultimate entwickelt, die nun auch in Deutschland zu den entsprechenden allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen geführt haben. Durch konsequente Prozessweiterentwicklung wurde für verschiedene Produktreihen die Kompression gesteigert, um diese Produkte bei gleichbleibender Qualität für den Endkunden attraktiver zu machen. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG erzielte im Geschäftjahr 2012 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1,3 Mio. € (i.V. 20,0 Mio. €), das im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeführt wurde. Der Umsatz lag mit 366,3 Mio. € um 2 % unter dem des Vorjahres (374,6 Mio. €). Der Rückgang ist überwiegend auf eine geringere Absatzmenge zurückzuführen. Zudem standen, als Folge der nach wie vor im Markt vorhandenen Überkapazitäten, auch die Verkaufspreise wie schon in den Vorjahren stark unter Druck und sind trotz gestiegener Energie- und Rohstoffkosten weiter gefallen. Die Produktionsleistung lag aufgrund der dreimonatigen Reparatur der Schmelzwanne im Werk Ladenburg deutlich unter der Verkaufsmenge des Jahres. Der damit verbundene und durchaus beabsichtigte Abbau des Ende 2011 aufgebauten Überbrückungsbestandes um 9,9 Mio. € führte in Zusammenhang mit dem gesunkenen Umsatz zu einer deutlich reduzierten Betriebsleistung. Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen um 1,8 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr (i.V. 21,7 Mio. €). Ursache hierfür waren niedrigere Erträge aus Schadensersatzleistungen und geringere Auflösungen von Rückstellungen. Der Materialaufwand in Höhe von 203,2 Mio € folgte trotz der eingetretenen Energie- und Rohstoffkostensteigerungen der reduzierten Betriebsleistung. Erreicht werden konnte dies durch Einsparungen und Produktivitätsverbesserungen. Der aus der niedrigeren Betriebsleistung*) resultierende Rohertrag lag bei 179,0 Mio. € gegenüber 189,5 Mio. € im Vorjahr. Dieser Rohertragsrückgang in Höhe von 5,6 % entspricht dem der Betriebsleistung, die um 4,9 % zurückging. *) Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen, aktivierten Eigenleistungen und den sonstigen betrieblichen Erträgen Allerdings stieg der Personalaufwand bei einer im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich konstanten Anzahl von Mitarbeitern um 5,1 Mio. € auf jetzt 81,5 Mio. €. Der Anstieg ist neben den Anpassungen zur Altersversorgung auch auf Tariferhöhungen zurückzuführen. Die Abschreibungen gingen aufgrund des reduzierten Investitionsvolumens leicht zurück. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen mit 74,3 Mio. € um 1,6 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr. Ursache für den Rückgang sind die parallel zur geringeren Verkaufsmenge gesunkenen Transportkosten. Einmalkosten für Anpassungen im Verwaltungsbereich konnten durch Einsparungen bei den Werbekosten kompensiert werden. Die Erträge aus Beteiligungen stiegen aufgrund einer höheren Dividende der Saint-Gobain Isover A/S gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. € auf jetzt 1,5 Mio. €. Bei den Zinserträgen führte das gesunkene Zinsniveau zu einem Rückgang von 0,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die Zinsaufwendungen blieben konstant. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reduzierte sich aufgrund der vorgenannten Ursachen auf 5,5 Mio. € und fiel damit um 13,7 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr. Das negative außerordentliche Ergebnis in Höhe von 2,6 Mio € resultiert aus der auf 10 Jahre verteilten Anpassung von Pensionsrückstellungen, die nicht wie im Vorjahr durch den Verkauf von Beteiligungen überkompensiert werden konnte. Vermögens- und Finanzlage
Zum 31.12.2012 war eine Veränderung der Bilanzsumme von -13,4 Mio. € zu verzeichnen. Dies ist hauptsächlich durch den Rückgang des Finanzmittelbestandes um 10,6 Mio. € (8,3 %) und des Abbaus der Vorräte um 3,4 Mio. € (8,5 %) begründet. Im Vorjahr wurde der Bestand an Fertigerzeugnissen aufgebaut, um die Lieferfähigkeit der Steinwolle während der Umbaumaßnahmen Anfang 2012 im Werk Ladenburg zu gewährleisten. Die Position „Finanzmittel“ beinhaltet mit 116,6 Mio. € hauptsächlich den zentralen Geldpool, der zur Optimierung der kurzfristigen Geldmittel dient. Dieser Geldpool wird von der Saint-Gobain Benelux SA, Wavre/Belgien, geführt und ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Die Verzinsung erfolgt zu banküblichen Konditionen. Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird vollständig über den zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe gedeckt. Die Gesellschaft konnte zu jeder Zeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Das Eigenkapital betrug unverändert 93,4 Mio. €. Auf Grund der verringerten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 30,5 % auf 31,9 %. Das Absinken der Bilanzsumme ist auf die Reduzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 23,5 Mio. € (20,0 %) zurückzuführen. Als größter Posten ist hier die geringere Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen um 18,3 Mio. € zu nennen. Durch die Tilgung einer Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland in Höhe von 19,2 Mio € aus dem zentralen Geldpool ergab sich im Wesentlichen die Verringerung. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg des langfristigen Fremdkapitals aus, was hauptsächlich auf den Anstieg der hierin enthaltenden Pensionsrückstellungen um 10,5 Mio. € zurückzuführen ist, begründet durch einen höheren Bestand an Pensionsanwärtern und durch die jährliche Zuführung des Differenzbetrages aus der Anwendung der Vorschriften des HGB. Investitionen In 2012 wurden insgesamt 14,5 Mio. € (i.V. 23,3 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Der Schwerpunkt der Ausgaben lag mit rd. 5 Mio. € in der Erneuerung der Schmelzwannen der Werke Ladenburg, Lübz und Bergisch Gladbach. Dort wurde mit der Fertigstellung der bereits im Vorjahr begonnenen Projekte der Grundstein für eine stabile und energetisch hocheffiziente Schmelztechnik gelegt. Durch die Installation einer neuen Kaschieranlage an den Schalenlinien der ULTIMATE-Produktion im Werk Bergisch Gladbach wurde neben einer erhöhten Flexibilität auch ein deutlicher Kostenvorteil erreicht. Im Werk Speyer lag der Schwerpunkt der Investitionen auf diversen Einzelmaßnahmen an den Fertigungslinien, die im Zusammenhang mit der Industrialisierung des Verfahrens zur Herstellung der Produkte mit niedrigem Lambda (Gruppe 032) erforderlich wurden. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Verpackungsanlage im Werk Lübz ist es möglich, heute Produkte mit deutlich erhöhter Kompression auszuliefern, wodurch eine wesentliche Reduktion der Frachtkosten erreicht wurde. Die wesentlichen Investitionsverpflichtungen setzen sich zum Stichtag aus dem Bestellobligo für die Investitionsaufträge zusammen. Die Finanzierung der Investitionsverpflichtungen erfolgt über den zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe. NachtragsberichtBesondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die die Einschätzung der Lage wesentlich verändern, sind nicht eingetreten. MitarbeiterDie Gesamtzahl der Arbeitsverhältnisse (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse und Auszubildende) sank zum Jahresende 2012 auf 1.131 Mitarbeiter (i.V. 1.149). Im Jahresdurchschnitt waren 568 Angestellte (i.V. 560) und 580 gewerbliche Mitarbeiter (i.V. 590) beschäftigt. Mit insgesamt 49 Auszubildenden in neun verschiedenen Berufen konnte die Ausbildungsquote auf 4,3 % (i.V. 3,7 %) erhöht werden. Interne Beförderungsmöglichkeiten wurden wie in den Vorjahren genutzt, um qualifizierte Nachwuchskräfte in frei werdende Fach- und Führungsfunktionen zu versetzen. Chancen- und RisikoberichtEntsprechend der Risikomanagementrichtlinie wurden auch im Geschäftsjahr 2012 alle wesentlichen Risiken des Unternehmens systematisch erfasst, analysiert, bewertet und verfolgt. An der Erfassung und Erstellung der Risiken bzw. des Berichtes waren alle Unternehmensbereiche beteiligt. Unmittelbar bestandsgefährdende Risiken ergaben sich nicht. Teil unseres Risikomanagements ist es, die bereits identifizierten Risiken sowohl auf der Markt- als auch auf der Kostenseite kontinuierlich zu beobachten und eventuell neu auftretende Risiken zeitnah in unsere Planungs- und Anpassungsprozesse einzubeziehen. Ein Risiko geht von den erfolgten Kapazitätserhöhungen des Wettbewerbs in der Mineralwolle aus. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass die auf dem Markt verfügbaren Kapazitäten die Nachfrage übersteigen werden und der starke Druck auf die Verkaufspreise somit anhalten wird. Abzuwarten bleibt, wie sich die Übernahmeaktivitäten unseres Wettbewerbes in der Mineralwolle auswirken werden. Auf der Kostenseite erwarten wir weitere Erhöhungen sowohl bei den Energiekosten als auch bei den Rohstoffen. In den letzten Jahren ist es uns nicht gelungen, diese Kostensteigerungen in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben. Die Schere zwischen der Entwicklung der Verkaufspreise und der Kostenentwicklung ist dadurch auseinandergegangen. Dieser Herausforderung werden wir uns auch in 2013 stellen müssen. Die bereits in den Vorjahren praktizierte Kostendisziplin werden wir fortsetzen und dadurch einen Teil der Risiken intern kompensieren. Dies betrifft alle Bereiche des Unternehmens von der Produktion über die Verwaltung bis zum Vertrieb. Chancen sehen wir in einem voraussichtlich wachsenden Markt, der unserer Einschätzung nach sowohl in der Modernisierung als auch im Neubau wächst. Einen weiteren Anreiz könnten die im Dezember 2012 beschlossenen staatlichen Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung bieten, wenn diese auch hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück bleiben. PrognoseberichtDie Grundstimmung für das Jahr 2013 ist zum Jahresbeginn gut. Der Ifo Geschäftsklimaindex befindet sich seit 3 Monaten wieder im Aufwärtstrend. Die konjunkturelle Entwicklung wird von nahezu allen Instituten positiv gesehen. Das reale Wirtschaftswachstum wird real in einer Größenordnung von +0,3 % bis +0,8 % prognostiziert. Dies dürfte zu einer weiteren Zunahme der Beschäftigung und auch einer positiven Entwicklung des privaten Konsums führen. Auch der Bausektor ist im Jahr 2013 wieder eine der wichtigen Stützen der Gesamtkonjunktur. Bei den gesamten Bauinvestitionen wird mit einer Zunahme von 2,5 % gerechnet. Wie im Vorjahr wird dieses Plus vor allem vom Wohnungsbau getragen, der nach Einschätzung des Ifo Instituts real in der Größenordnung von +3,5 % zunehmen kann. Die vorliegenden Baugenehmigungszahlen für den Wohnungsbau von Januar bis November 2012 als wichtiger Frühindikator für das Neubaugeschehen in 2013 bestätigen mit einem Plus von 7 % diese Erwartungen. Vor allem dem Mehrfamilienhausbau (+20 % bei den Genehmigungen) wird noch ein großes Steigerungspotenzial zugeschrieben. Für den Nichtwohnbau wird 2013 vor dem Hintergrund einer weiter zunehmenden Konjunktur ebenfalls ein Wachstum der Bauinvestitionen, wenn auch nur in bescheidener Höhe von rund 1 % gesehen. Die Baugenehmigungen für Neubauten lagen 2012 rund 1 % über dem Vorjahr. Aus dem Modernisierungsmarkt erwarten wir in 2013 keine großen Impulse. Das KfW Gebäudesanierungsprogramm wird mit 1,5 Mrd. € Fördermitteln in gleicher Höhe wie 2012 weiterlaufen. Die zusätzlich geplante steuerliche Förderung von energiesparenden Maßnahmen in Eigenheimen ist im Vermittlungsausschuss Mitte Dezember 2012 endgültig gescheitert. Vom Bundestag wurde als Ausgleich ein bundeseigenes Programm beschlossen. Beginnend in 2013 sollen in den nächsten 8 Jahren zusätzlich jährlich 300 Mio. € über die KfW als Zuschüsse für die energetische Gebäudesanierung von Eigenheimen bereitgestellt werden. Die Wirkung dieses neuen Programms wird allerdings wesentlich geringer eingeschätzt als die ursprüngliche steuerliche Variante; vor allem wegen der geringen jährlichen Höhe und des Zuschusses von nur 10 % für Einzelmaßnahmen bzw. 25 % für umfassende Modernisierungen. Für den Dämmstoffmarkt in Deutschland gehen wir vor dem Hintergrund der genannten Rahmenbedingungen davon aus, dass die Nachfrage in 2013 nur in einem bescheidenen Umfang zunimmt. Tragende Säule wird wie bereits in 2012 der Wohnungsneubau sein. Der Wettbewerb wird sich weiter verschärfen. Wir haben uns mit unseren Zielen und Maßnahmen darauf eingestellt, um mit innovativen Produkten und unterstützenden Marketingmaßnahmen unsere Marktposition zu verteidigen. Eine besondere Herausforderung wird es für uns sein, die Kosten in allen Unternehmensbereichen zu senken und die Verkaufspreise zu verbessern, um die anstehenden Energiekostensteigerungen auszugleichen und die Rentabilität des Unternehmens zu sichern. Im Geschäftsjahr 2013 sind wir zuversichtlich, ein Ergebnis über dem Niveau des Jahres 2012 zu erzielen. Für das Jahr 2014 gehen wir von einem weiteren Marktwachstum aus. Auf dieser Basis erwarten wir ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung, das über dem Niveau des Jahres 2013 liegen sollte. Wesentliche Veränderungen der zugrunde gelegten Prämissen können im Jahresverlauf zu deutlichen Abweichungen von diesen Prognosen führen.
Ludwigshafen am Rhein, den 12. Februar 2013
Der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2012AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012
Anhang für das Geschäftsjahr 2012der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AGZur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. (1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Für Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen 150,00 € und 1.000,00 € wurde in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 unter Beachtung der steuerlichen Regelung ein Sammelposten gebildet und über fünf Jahre abgeschrieben. Seit 2010 werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 410,00 € in voller Höhe im Geschäftsjahr abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von unter 150,00 € werden im Geschäftsjahr der Anschaffung vollständig aufwandswirksam erfasst. Der Wertverzehr an Edelmetallen im Fertigungsbereich wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und unter den Abgängen erfasst. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde:
Für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Ausleihungen werden verzinst und sind deshalb mit den Nominalbeträgen aktiviert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Gemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Auf Ersatzteile, für die seit mindestens vier Jahren kein Verbrauch verzeichnet wurde, ist eine 100 %ige Einzelwertberichtigung gebildet worden. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Risiken werden in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG wird mit dem Barwert angesetzt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten umfasst Sonderposten mit Rücklagenanteil und Sonderposten für Investitionszuschüsse. Im Sonderposten mit Rücklageanteil sind Wertberichtigungen des Anlagevermögens aufgrund von steuerlich zulässigen Sonderabschreibungen gemäß § 6 b EStG, R 6.6. EStR und § 4 FördergebietsG enthalten. Auf Grund der Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 3 EGHGB werden die bis zum 1. Januar 2010 gebildeten Sonderposten mit Rücklagenanteil beibehalten. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt analog den Abschreibungen auf die angeschafften Vermögensgegenstände. Die Rückstellungen für Pensionen werden wie im Vorjahr versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten („Richttafeln RT 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden durch einen Gehaltstrend von 2,4 % p.a. sowie durch einen Rententrend von 1,75 % p.a. bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Es wird eine alters- und geschlechtsabhängig durchschnittliche Fluktuation von 3 % p.a. angenommen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB beläuft sich auf 5,05 % (i.V. 5,13 %); es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Infolge der Anwendung der Vorschriften des HGB und der damit verbundenen Änderung der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab sich zum 1.1.2010 eine Unterdeckung in Höhe von 25,9 Mio. €. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch und führt den Differenzbetrag über einen Zeitraum von 10 Jahren zu. Demnach wurden im Berichtsjahr weitere 10 % (2,6 Mio. €; i.V. 2,6 Mio. €) als Zuführung zur Rückstellung für Pensionen aufwandswirksam im außerordentlicher Aufwand erfasst. Der verbleibende Betrag wird in den nächsten sieben Jahren zugeführt. Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 5,05 % p.a., i.V. 5,13 %) unter Berücksichtigung der Fluktuation ermittelt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 5,05 % p.a., i.V. 5,13 %) ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Verpflichtungen gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein a.G. aus unverfallbaren Anwartschaften wurden mit einer Abzinsung von 3,0 % berücksichtigt. Weiterhin wurden erwartete Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt und bei Laufzeiten größer als 1 Jahr gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Auf den mathematisch originär ermittelten Betrag für Rückstellungen für Kundenboni wurde im Geschäftsjahr ein Abschlag auf Basis von Erfahrungswerten zur Vermeidung von Abweichungen zwischen tatsächlich in Anspruch genommenen und kalkulierten Kundenboni vorgenommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags der Geschäftsvorfälle erfasst. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen in fremden Währungen erfolgte zum maßgeblichen Kurs am Bilanzstichtag. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Bei Kursgewinnen aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten von einer Laufzeit von bis zu einem Jahr kommt § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung. (2) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens
Aufstellung des Anteilsbesitzes
*) Die Angaben betreffen den letzten festgestellten Jahresabschluss 2011 (3) Vorräte
(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Mitzugehörigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen zum Stichtag nicht. (5) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt 82.000 T€ und ist eingeteilt in 3.200.000 Stückaktien. (6) Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf 11.124 T€. Die Gewinnrücklagen betragen 302 T€, davon betreffen 167 T€ die gesetzliche Rücklage. Anlässlich der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen zum 01.01.2010 wurden 135 T€ durch die erstmalige Anwendung von BilMoG in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (7) Sonderposten
Die Erträge aus der Auflösung der Sonderposten (814 T€, i.V. 833 T€) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. (8) Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen zum 1.1.2010 bei Anwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG betrug 25.907 T€ (zum 31.12.2012 18.135 T€) und wird jährlich mit 1/10 des Unterschiedsbetrags im außerordentlichen Aufwand berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Umsatzboni, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen und dem Pensions-Sicherungs-Verein aG, Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen, Verpflichtungen aus der Rückgabe von CO2-Zertifikaten, Verpflichtungen aus Sozialplan, Verpflichtungen aus Skonti, ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungen. (9) Verbindlichkeiten
Die „Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber Saint-Gobain Isover S. A., Paris (Frankreich). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen betragen 0 T€ (i.V. 18.378 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.093 T€ (i.V. 835 T€). Es wurden keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gewährt. Die Aufgliederung der Vergleichszahlen des Vorjahres ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:
Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Die Cash Pool-Verbindlichkeit im Vorjahr bestand gegenüber der Gesellschafterin Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen. (10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 9.896 T€ (i.V. 8.569 T€), hiervon entfallen 94 T€ (i.V. 77 T€) auf verbundene Unternehmen. Dabei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge. Für Investitionsaufträge bestand zum 31.12.2012 ein Bestellobligo von 1.821 T€ (i.V. 3.760 T€). (11) Latente Steuern Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und der steuerlichen Organschaft wird mit Hinweis auf DRS 18 auf die Angaben zu den latenten Steuern im Anhang verzichtet. (12) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen die Lieferungen von Eigenerzeugnissen in Höhe von 292,2 Mio. € (i.V. 297,1 Mio. €) und Handelswaren von 74,2 Mio. € (i.V. 77,5 Mio. €). Nach geographischen Gesichtspunkten geordnet, betrugen die Umsätze im Inland 339,8 Mio. € (i.V. 347,4 Mio. €) und die Lieferungen in das Ausland 26,5 Mio. € (i.V. 27,2 Mio. €). (13) Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 19.888 T€ (i.V. 21.667 T€) sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten und der Auflösung von Rückstellungen, Lizenzeinnahmen, Erlöse aus berechneten Leistungen an verbundene Unternehmen und fremde Dritte, Mieterträge, Versicherungsentschädigungen sowie verschiedene sonstige Erträge ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 3.442 T€ (i.V. 4.918 T€) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 123 T€ (i.V. 158 T€) enthalten. (14) Materialaufwand
Von den Materialaufwendungen sind 10 T€ (i.V. 161 T€) periodenfremd. (15) Personalaufwand / Mitarbeiter
Im Personalaufwand sind 70 T€ (i.V. 74 T€) periodenfremde Aufwendungen enthalten. Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug bei den Angestellten 568 (i.V. 560) und bei den gewerblichen Mitarbeitern 580 (i.V. 590). (16) Abschreibungen
(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 74.293 T€ (i.V. 75.907 T€) sind insbesondere Vertriebs- und Verwaltungskosten, Fremdleistungen und Instandhaltungsaufwendungen im Gemeinkostenbereich, Aufwendungen für Restrukturierung, Aufwendungen für Lizenzen und Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sowie Aufwendungen für Versicherungsprämien enthalten. Im Berichtsjahr kamen zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 111 T€ (i.V. 123 T€) hinzu. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.273 T€ (i.V. 1.297 T€) die im Wesentlichen Buchverluste aus Abgängen des Sachanlagevermögens enthalten. (18) Erträge aus Beteiligungen Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Dividendenerträge für das Geschäftsjahr 2011 von verbundenen Unternehmen. (19) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(20) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(21) Außerordentliches Ergebnis
Die außerordentlichen Erträge des Vorjahres standen im Wesentlichen mit 8.670 T€ im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Beteiligung. Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen die Anpassung der Pensionsrückstellungen aus der Erstanwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG. (22) Steuern
(23) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Das Jahresergebnis wurde aufgrund des mit der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführt. (24) Organe der Gesellschaft Mitglieder des Vorstands
Mitglieder des Aufsichtsrats
(25) Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr werden aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im Geschäftsjahr beliefen sich auf 50 T€. Für die früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen wurden 183 T€ geleistet. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind 3.466 T€ zurückgestellt. Von dem am 31.12.2012 noch ausstehenden Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen aufgrund der geänderten Bewertungsmethodik durch BilMoG entfallen 330 T€ auf Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands und 520 T€ auf ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebenen. (26) Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG einbezogen ist, wird von der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, erstellt. Als Ort der Offenlegung wird angegeben:
Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain wird in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Der Konzernabschluss wird nach IFRS Rechnungslegungsvorschriften erstellt. (27) Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich für Abschlussprüfungsleistungen auf 97 T€ (i.Vj. 102 T€) und für andere Bestätigungsleistungen auf 0 T€ (i.Vj. 7 T€).
Ludwigshafen am Rhein, den 12. Februar 2013
Michael Wörtler Michael Wiessner Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 12. Februar 2013 KPMG AG Riedmann, Wirtschaftsprüfer Lohmann, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während des Geschäftsjahres 2012 durch mündliche und schriftliche Berichte fortlaufend detailliert informiert über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Risiken der Gesellschaft, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere in den Bereichen der Finanz-, Investitions-, Personal-, Kosten- und Absatzplanung. Auf der Grundlage dieser Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2012 die ihm aufgrund Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden weiteren Pflichten wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2012 haben drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren u. a. die Bewertung von Risiken auf Basis der Erkenntnisse des Risikomanagementsystems, die bessere Positionierung in einem schwierigen Marktumfeld, die Diskussion der Preis- und Mengenstrategie und die Unterbreitung des Vorschlags, die Geschäftsfelder detailliert zu überprüfen und auf ihre Profitabilität zu untersuchen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 15. Mai 2012 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten gesetzlichen Bestätigungsvermerk versehen worden. Dieser Jahresabschluss und Lagebericht sowie der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden vom Aufsichtsrat in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und dem Aufsichtsrat Erläuterungen gab, eingehend erörtert und geprüft. Die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat ergab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer fanden somit die uneingeschränkte Billigung des Aufsichtsrats. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 Aktiengesetz festgestellt. Aufgrund der seit Mai 2003 erloschenen Börsennotierung der Aktien der Gesellschaft ergibt sich keine Pflicht zur Abgabe der Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2012.
Ludwigshafen am Rhein, April 2013
DER AUFSICHTSRAT Paul Neeteson, Vorsitzender |
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