![]() SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AktiengesellschaftLudwigshafen am RheinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014A. Unternehmens- und Konzerngrundlagen 1. Geschäftsmodell und Struktur Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG ist im direkten Besitz der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland in Aachen, die Geschäftsanteile von 99,91% hält. Die verbleibenden Aktien befinden sich in Streubesitz. Der Saint-Gobain-Konzern ist eine der hundert größten Industriegruppen der Welt mit mehr als 190.000 Mitarbeitern und in 64 Ländern auf allen Kontinenten tätig. Die Wurzeln des französischen Konzerns Saint-Gobain reichen 350 Jahre zurück. In den Hauptsparten Innovative Werkstoffe, Baufachhandel, Bauprodukte und Verpackung ist Saint-Gobain mit seinen Produkten Weltmarktführer bzw. europäischer Marktführer. Der Sektor Bauprodukte, zu dem auch die Dämmstoffsparte gehört, ist mit einem Umsatzanteil von ca. 26% (2013) und auch innerhalb der Strategie ein wichtiger Baustein. Im Konzerngeschäftsmodell, mit Produkten und Dienstleistungen zur komfortablen Lebensraumgestaltung (Multi-Komfort) beizutragen, spielt der Bereich der Dämmstoffe eine zentrale Rolle. Als ein bedeutender Anbieter von Dämmstoffen passt die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG perfekt in das Geschäftsmodell des Saint-Gobain-Konzerns. In Deutschland verfügt das Unternehmen über 135 Jahre Erfahrung in der Dämmtechnik und ist maßgeblich in den Marktsegmenten Hochbau, Technische Isolierung und in diversen Spezialanwendungen vertreten. An vier Standorten wird in einem vollkontinuierlichen Prozess Glaswolle, Steinwolle und Ultimate hergestellt. Die aus diesem Prozess entstehende Wolle wird in Form von Rollen, Platten, Rohrschalen oder Zuschnitten an den Baustoffhandel, Baumärkte, den Technischen Handel, die verschiedenen Verarbeiter und die Industrie (OEM) verkauft. Neben den selbst erstellten Produkten werden zur Komplettierung des Angebotes auch Schäume und Luftdicht- und Feuchteschutzsysteme sowie Kombinationsprodukte und Systeme aus dem Konzernverbund Baustoffe an den vorgenannten Kundenkreis verkauft. Die Anwendungsgebiete reichen von Wärme-, Kälte- und Schallschutz im Bausektor bis zu den unterschiedlichsten Anwendungen in der technischen Isolierung und der Haushaltsindustrie. 2. Technik – Forschung und Entwicklung Der Saint-Gobain-Konzern betreibt weltweit sieben Forschungs- und Entwicklungszentren, die allesamt zentral von der Muttergesellschaft gesteuert werden. Zu deren zentralen Aufgaben gehören das Entwickeln, die Industrialisierung und das Optimieren von neuen Produkten. Die Gesellschaft selbst betreibt am Standort Ladenburg ein Entwicklungszentrum für die Gruppe. Dieses ist eng an das französische Konzernentwicklungszentrum CRIR angebunden, betreibt aber auch eigene Entwicklungsarbeit für die deutschen Unternehmen des Sektors Bauprodukte. Die Zugehörigkeit zur Saint-Gobain-Gruppe bietet für die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG vielfältige Synergien, u. a. die technologische Unterstützung des Konzerns sowie die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Systemen und Leistungen. Im Ladenburg Development Center (LDC) konnte im Juli 2014 ein eigenes Fire Competence Center seiner Bestimmung übergeben werden. Die bereits seit 10 Jahren vorhandene Prüf- und Beratungskompetenz konnte damit entscheidend in ihrer Reaktionszeit, für alle Aktivitäten der Gruppe, verkürzt werden. Der Bereich Bauphysik wurde personell aufgestockt und stärkt damit auch die internationale Expertise des Konzerns. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Konjunktur konnte sich 2014 in einem eher schwierigen Umfeld mit weltweit großen politischen und wirtschaftlichen Risiken gut behaupten. Das gesamte Wirtschaftswachstum erreichte nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden überraschend eine reale BIP Zunahme von rund +1,5% (Vorjahr +0,1%). Wichtigster Wachstumsmotor war nach Aussagen der Statistiker aus Wiesbaden der private Konsum, der um +1,1% zulegte. Getragen wurde die positive Entwicklung aber auch von wieder stärker steigenden Exporten (+3,7%) und zunehmenden Bauinvestitionen (+3,4%). Die Verbraucherpreise haben sich dank sinkender Energiepreise im Jahresverlauf abgeschwächt und lagen zum Jahresende nur noch bei +0,2% gegen-über dem Vorjahr. Das Gesamtjahr 2014 endete nach vorläufigen Berechnungen mit einer Inflationsrate von +0,9%. Auch beschäftigungspolitisch war 2014 ein gutes Jahr. Der Arbeitsmarkt profitierte von der besseren Konjunktur. Die Anzahl der Erwerbstätigen erreichte mit 42,6 Mio. einen neuen Höchststand und die Arbeitslosenzahl ging im Jahresdurchschnitt auf unter 2,9 Mio. weiter zurück. Der Bausektor war im Jahr 2014 wieder eine wichtige Stütze der Konjunktur. Die Bauinvestitionen nahmen nach aktuellen Schätzungen preisbereinigt insgesamt um 3,4% zu, nachdem das Vorjahr noch mit einem leichten Minus von 0,1% abschloss. Dabei haben sich 2014 auch die außerordentlich milden Witterungsverhältnisse zum Jahresbeginn positiv ausgewirkt. Im Jahr 2013 war bekanntlich die Situation genau umgekehrt, nachdem ein extremer Wintereinbruch die Baustellen im Norden und Nordosten wochenlang stillgelegt hatte. Das Wachstum kommt aus allen Baubereichen. Der Wohnungsbau legte – getragen vom Neubausektor – um +3,7% (Vorjahr +0,6%) zu. Der gewerbliche Hochbau profitierte mit +2,8% (Vorjahr -1,9%) von der besseren Konjunktur. Auch der öffentliche Bau nahm um 3,4% zu, getragen allerdings ausschließlich von einem kräftigen Wachstum im Tiefbau mit +6,8%. Der öffentliche Hochbau war nach diesen ersten Berechnungen um -2,1% rückläufig. Der positive Trend im Wohnungsneubau hat sich im Jahr 2014 ebenfalls fortgesetzt. Ursache dafür ist verstärkt der weiter steigende Wohnungsbedarf, ausgelöst durch die wieder wachsende Bevölkerung. Die Zunahme basiert auf den kräftig steigenden Zuwanderungszahlen, die bereits in 2013 bei 1,2 Mio. Personen lag und für 2014 noch höher erwartet wird. Damit nähern wir uns wieder den Rekordzuwanderungen nach der Wiedervereinigung, die den Höhepunkt 1992 mit 1,5 Mio. Personen erreichte. Der sog. „Wande-rungssaldo“, also die Nettozuwanderung nach Anzug der Abwanderungen lag 2013 bei rund 437.000 Personen, für die Wohnungen oder Unterkünfte bereitgestellt werden müssen. Die Anzahl der fertig gestellten Wohnungen hat nach jahrelangem Rückgang und dem Tiefpunkt in 2009 mit nur noch 159.000 Einheiten seit 2011 wieder merklich zugenommen. In 2013 wurden bereits wieder rund 215.000 Wohnungen erstellt. Die Erwartungen der Wirtschaftsinstitute gehen für 2014 von rund 245.000 fertiggestellten Wohnungen aus, was einem erneuten Zuwachs von rund +14% entspricht. Die Zunahme kommt überwiegend aus dem Mehrfamilienhaussektor mit rund +25%. Bei den Eigenheimen wird nur ein leichtes Wachstum von etwa +3% prognostiziert. Beim Neubau von Nichtwohngebäuden geht man nur von einer bescheidenen Zunahme von +1% bis +2% aus. Wie bereits in den beiden Vorjahren war auch 2014 die Modernisierung das Sorgenkind des Bausektors. Vor allem die energetische Modernisierung hat unter ungünstigen Rahmenbedingungen gelitten. Die monatelange politische Diskussion über eventuelle zusätzliche steuerliche Fördermaßnahmen für energiesparende Modernisierungen in bestehenden Wohngebäuden hat viele Hausbesitzer veranlasst, geplante Maßnahmen zunächst zurückzustellen. Darüber hinaus haben zahlreiche kritische Presse- und Fernsehbeiträge über eine fragwürdige und mangelnde Rentabilität von Dämm-Maßnahmen sowie Brandrisiken in der Fassadendämmung zur Verunsicherung der Hausbesitzer, aber auch bei Planern und Verarbeitern beigetragen. Nicht zuletzt haben der „warme“ Winter im 1. Quartal 2014 mit geringerem Energieverbrauch und die drastisch fallenden Energiepreise nicht gerade den Anreiz zum Energiesparen gefördert. Das alles zusammen führte dazu, dass der Dämmstoffbedarf in der Modernisierung auch 2014 weiter zurückgegangen ist. Die Zunahme im Neubau konnte den Rückgang aus der Modernisierung nicht ausgleichen. In Summe gehen wir heute davon aus, dass der gesamte Dämmstoffbedarf im Jahr 2014 erneut leicht rückläufig war. 2. Geschäftsentwicklung Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG hat sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt etwa im Rahmen der allgemeinen Marktentwicklung für Dämmstoffe bewegt. Von der kräftigen Bedarfszunahme im Neubausektor haben wir mit unseren typischen Neubauprodukten, z.B. den Kerndämmplatten für das zweischalige Mauerwerk profitiert. Die Brandschutzdiskussion von EPS Fassaden hat zu einer verstärkten Nachfrage von Mineralwolledämmstoffen in der WDVS Fassade geführt. Hier konnten wir mit unseren Sillatherm Platten aus Steinwolle gegen den allgemeinen Markttrend kräftig zulegen. Der Rückgang im Modernisierungssektor hat jedoch insgesamt auch unsere Verkäufe negativ beeinflusst. Darüber hinaus hat sich der Wettbewerb weiter verschärft und in wichtigen Anwendungsgebieten teilweise zu fallenden Marktpreisen geführt. Aufgrund der negativen Gesamtmarktentwicklung, insbesondere der Modernisierung und der Preissituation, konnten wir unsere ursprünglichen Umsatz- und Mengenziele nicht erreichen. Im Rahmen unserer Marketingaktivitäten haben wir unsere Ausrichtung auf die veränderten Informationsbedürfnisse unserer Zielgruppen im Jahr 2014 weiter verbessert. Als Schwerpunktthemen wurden neue Web Portale, wie das DPF 5 Sterne Portal, ISOVER Scout und ISOVER LIVE eingeführt bzw. weiterentwickelt. Die Baufachmesse Dach+Holz in Köln nutzen wir wieder, um unsere Kompetenz im Innenausbau zu vermitteln. Dass ISOVER unverändert für höchste Produktqualität und besonderen Service steht, beweisen die Auszeichnungen vom Baustoff-Fachhandel und den Architekten. So wurde ISOVER erneut von der Fachgruppe Dach und Fassade der Eurobaustoff als „Top Lieferant 2014“ für Dämmstoffe ausgezeichnet. Mit der Verleihung des „Architects Darling“ für Dämmstoffe ist es uns nun das zweite Mal gelungen, diese in der Bauindustrie sehr begehrte Trophäe zu erhalten. Auf Basis unserer vielfältigen Aktivitäten im Bereich Personal wurden wir in 2014 erneut als „TOP Arbeitgeber Deutschland“ sowie im Verbund mit weiteren Konzernunternehmen erstmalig auch zum "TOP Employer Europe" von dem international tätigen Research Institute CRF zertifiziert. Die Auszeichnung Top Arbeitgeber bewertet die Kategorien Karrieremöglichkeiten, Primäre Benefits, Sekundäre Benefits & Work-Life-Balance, Training & Entwicklung des Unternehmens ISOVER. Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse und Auszubildende) sank zum Jahresende 2014 auf 1.051 Mitarbeiter (i.V. 1.129). Im Jahresdurchschnitt waren 487 Angestellte (i.V. 561) und 565 gewerbliche Mitarbeiter (i.V. 567) beschäftigt. Der Rückgang bei den Angestellten resultiert insbesondere aus dem Betriebsteilübergang der Abteilungen Finanzbuchhaltung und Einkauf auf die Saint-Gobain Services Construction Products GmbH zum 01.01.2014. Mit insgesamt 51 Auszubildenden in 10 verschiedenen Berufen konnte die Ausbildungsquote auf 4,8% (i.V. 4,5%) erhöht werden. Zu den Arbeitssicherheit- und Umweltmaßnahmen des Jahres gehörten die personen- und arbeitsplatzbezogenen Expositionsmessungen sowie die Risikobewertung von Arbeitsplätzen, die jährlich gemäß den Richtlinien der Saint-Gobain-Gruppe durchgeführt wurden. Im Jahr 2014 konnten die Arbeitssicherheitsziele mit einer Reduzierung der Summe der TF1 und TF2 Unfälle knapp erreicht werden. Für das Jahr 2015 streben wir eine weitere Reduzierung der Unfallzahlen an, wollen aber möglichst an allen Standorten unfallfrei bleiben. Erstmalig wurden in 2014 auch Umweltinspektionen gemäß der europäischen Industrieemissionsrichtlinie durchgeführt. Im Bereich Qualität und Zertifizierung konnte das Integrierte Management System (IMS) für die Bereiche Arbeitssicherheit, Qualität, Umweltschutz und Energiemanagement erfolgreich rezertifiziert werden. Das Überwachungsaudit nach DIN ISO 9001/14001 und OHSAS 18001 sowie die in 2012 eingeführten DIN ISO 50001 wurden bestanden und die Einhaltung der Normen bestätigt. 3. Ertragslage Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 5,9 Mio. € (i.V. 4,2 Mio. €), das im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen abgeführt wurde. Der Umsatz lag mit 353,0 Mio. € um 3% unter dem des Vorjahres (362,7 Mio. €). Im Inland betrug der Umsatzverlust knapp 4%, während sich der Auslandsumsatz um 10% erhöhte. Die zurückgehende inländische Absatzmenge sowie die stark unter Druck stehenden Verkaufspreise waren maßgeblich für den Rückgang. Ursache sind die seit Jahren im Markt existierenden Überkapazitäten sowie Marktverschiebungen, in deren Folge die Preise gegenüber dem Vorjahr fielen. Ein höherwertiges Verkaufssortiment konnte nur zum Teil die negativen Effekte ausgleichen. Der starke Aufbau der Lagerbestände (+7,1 Mio. €) zum Jahresende dient dazu, die Lieferfähigkeit der Glaswollewerke in den ersten Monaten des Jahres 2015 zu gewährleisten. Damit werden Produktionsstillstände in den beiden Werken Speyer und Bergisch Gladbach aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen überbrückt. Der Rückgang der Betriebsleistung konnte damit auf knapp 1% begrenzt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge (15,3 Mio. €) fielen um 0,9 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr. Ursache hierfür war die Ausgliederung der Shared Service Center Finanzen und Einkauf in die Saint-Gobain Services Construction Products GmbH zum 01.01.2014. Damit fehlten im laufenden Jahr einerseits die Weiterbelastungen an die Schwesterunternehmen, andererseits stiegen die Erträge aus Schadensersatzleistungen deutlich an. Der Materialaufwand lag mit 189,1 Mio. € oder 52,5% der Betriebsleistung sowohl absolut als auch relativ unter dem Vorjahr (194,3 Mio. € oder 53,5%). Wesentliche Ursache waren die gesunkenen Kosten für Erdgas. Einsparungen und Produktivitätsverbesserungen trugen gleichzeitig dazu bei, sodass leicht steigende Rohstoffpreise kompensiert werden konnten. Der Personalaufwand lag mit 80,9 Mio. € um 0,8 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist maßgeblich auf die Ausgliederung der Shared Service Center Finanzen und Einkauf zurückzuführen mit einer unmittelbaren Auswirkung über die Reduzierung um etwa 70 Mitarbeiter. Dem gegenüber standen die Tariferhöhung und die Erhöhung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 72,6 Mio. € auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr, höhere Aufwendungen konnten durch Einsparungen kompensiert werden. Die Beteiligungserträge von Saint-Gobain Isover A/S stiegen aufgrund einer positiven Marktentwicklung in Dänemark auf 1,0 Mio. € gegenüber 0,2 Mio. € im Vorjahr. Insgesamt konnte die EBITDA Verbesserung in einer schwierigen Marktsituation bei gesunkenem Umsatz nur durch Einsparungen und den gesunkenen Energiepreis erreicht werden. Damit wurde das Ziel aus dem Vorjahr, ein Ergebnis deutlich über dem Niveau von 2013 zu erzielen, mit einer Verbesserung von 2,4 Mio. € nur knapp erreicht. Die Abschreibungen lagen trotz eines deutlich erhöhten Investitionsvolumen um 1,1 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Auch das Zinsergebnis fiel um 0,3 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr. Während die Zinserträge auf dem gleichen Niveau lagen, stieg der Zinsaufwand aufgrund von höheren Zinsen für Pensionsrückstellungen und aufgrund von Zinsen auf nachzuzahlende Steuern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg aufgrund der vorgenannten Ursachen erfreulicherweise auf 14,9 Mio. € und fiel damit um 3,2 Mio. € höher aus als im Vorjahr. Wie im Vorjahr resultierte das außerordentliche Ergebnis in Höhe von 2,6 Mio. € aus der auf 10 Jahre verteilten Anpassung von Pensionsrückstellungen. 4. Vermögens- und Finanzlage
Der Anstieg der Bilanzsumme um 23,9 Mio. € in 2014 auf 327,1 Mio. € ist auf die Erhöhung der Finanzmittel um 10,7 Mio. € (7,8%) zurückzuführen. Ermöglicht wurde dies durch den Rückgang der Forderungen in Verbindung mit dem Anstieg des langfristigen Fremdkapitals. Der Forderungsrückgang ist einerseits durch die Feiertage in der zweiten Dezemberhälfte, sowie der bereits erhaltenen Kundenzahlungen zurückzuführen. Der Anstieg des langfristigen Fremdkapitals geht ursächlich auf die hierin enthaltenden Pensionsrückstellungen zurück, die um 8,9 Mio. € stiegen. Ein höherer Bestand an Pensionsanwärtern und die jährliche Zuführung des Differenzbetrages aus der Anwendung der Verteilvorschriften des HGB führten zu diesem Anstieg. Die Position „Finanzmittel“ enthält mit 147,6 Mio. € die Geldanlage bei der Compagnie de Saint-Gobain, Paris/Frankreich. Der zentrale Geldpool wird von der Saint-Gobain Benelux SA, Wavre/Belgien, geführt und unterliegt hinsichtlich der Verzinsung den banküblichen Konditionen. Er dient der Optimierung der kurzfristigen Geldmittel und ist in der Bilanz unter den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird vollständig über diesen zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe gedeckt. Die Gesellschaft konnte zu jeder Zeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Das Eigenkapital betrug unverändert 93,4 Mio. €. Auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme ging die Eigenkapitalquote leicht von 30,8% auf 28,6% zurück. 5. Investitionen In 2014 wurden insgesamt 20,5 Mio. € (i.V. 9,9 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Der Schwerpunkt der Ausgaben lag sowohl in Investitionen zur Verbesserung der Umwelttechnik als auch in Projekten zur Aufrechterhaltung und weiteren Verbesserung des bestehenden Produktionsstandards. Als führende Umwelt-Einzelinvestition ist hier die Fertigstellung des neuen Elektrofilters in Lübz zu nennen, wodurch auch künftige Emissionsvorschriften sicher erfüllt werden. Weiterhin wurde ein Großteil der Mittel in die für das 2. Quartal 2015 geplante Wannenreparatur in Bergisch Gladbach eingesetzt. Neben der Schmelzwanne selbst werden zahlreiche Nebenaggregate auf den Stand modernster Produktionstechnik gebracht. In Speyer und Ladenburg lag der Schwerpunkt auf zahlreichen Einzelinvestitionen zur Produktivitätssteigerung. Mit Abschluss der zweiten Umsetzungsphase wurde im Ladenburg Development Center das „Fire Center“ seiner Bestimmung übergeben. Hier können jetzt auch größere Systembauteile hinsichtlich ihrer brandtechnischen Eignung entwickelt und getestet werden. Die wesentlichen Investitionsverpflichtungen setzen sich zum Stichtag aus dem Bestellobligo für die Investitionsaufträge zusammen. Die Finanzierung der Investitionsverpflichtungen erfolgt über den zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe. 6. Außerbilanzielle Verpflichtungen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen nicht. Für bekannte Gewährleistungsfälle wurden jeweils Rückstellungen gebildet. Die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind im Anhang unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegeben. 7. Leistungskennziffern und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die o.g. Übersicht fasst die wesentlichen Steuerungsindikatoren des Unternehmens zusammen und dient der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. Die Ergebnisverbesserung konnte in 2014 fortgesetzt werden, trotz einer leicht zurückgehenden Betriebsleistung. Insgesamt wird die Gesamtentwicklung im Geschäftsjahr 2014 daher als zufriedenstellend bewertet. Wir gehen auch für das Jahr 2015 von einer konstanten Ergebnissituation aus, selbst wenn von den Marktverhältnissen keine deutliche Verbesserung zu erwarten ist. C. Vorgänge von besonderer Bedeutung – Nachtragsbericht Besondere Ereignisse nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die die Einschätzung der Lage im Sinne von § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB wesentlich verändern, sind nicht eingetreten. D. Chancen- und Risikobericht Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG ist als Mitglied der Saint-Gobain-Gruppe in das voll umfassende Risikomanagementsystem der Gruppe eingebunden. Das bedeutet, dass die Bestandteile des Systems, die sich aus einer eigenen Risikoanalyse und den umfangreichen Planungs-, Genehmigungs-, Berichterstattungs- und Frühwarnsystemen des Konzerns zusammensetze, umgesetzt werden. Ziel ist es, Risiken aller Art und in jedem Bereich des Unternehmens aufzudecken, zu bewerten, zu überwachen, durch geeignete Maßnahmen zu beherrschen und die Funktionstüchtigkeit der Maßnahmen zu kontrollieren. Das System ist sowohl zentral als auch dezentral in den Standorten und Werken angesiedelt. Es ist dokumentiert und wird regelmäßig durch die interne Revision und das Management auf Angemessenheit, Funktionsfähigkeit und Effizienz überprüft. Entsprechend der eigenen Risikomanagementrichtlinie wurden auch im Geschäftsjahr 2014 alle wesentlichen Risiken des Unternehmens systematisch erfasst, analysiert, bewertet und verfolgt. An der Erfassung und Erstellung der Risiken bzw. des Berichtes waren alle Unternehmensbereiche beteiligt. Teil unseres Risikomanagements ist es, die bereits identifizierten Risiken auf dem Vertriebs-, dem Beschaffungsmarkt, den Produktions- und angrenzenden Bereichen, sowie der Kostenseite kontinuierlich zu beobachten. Eventuell neu auftretende Risiken werden zeitnah in unsere Planungs- und Anpassungsprozesse einbezogen. Nachfolgend genannte Risiken bedürfen der weiteren Beobachtung: Risiken des Vertriebs / Marktes Ein Risiko geht von den auf dem Markt verfügbaren Kapazitäten aus. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass diese die Nachfrage übersteigen werden und der starke Druck auf die Verkaufspreise somit anhalten wird. Risiken des Beschaffungsmarktes, der Leistungserstellung und angrenzender Bereiche Auf der Kostenseite erwarten wir Erhöhungen insbesondere bei den Transporten und bei den Rohstoffen. In den letzten Jahren ist es uns nicht gelungen, diese Kostensteigerungen in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben. Die Schere zwischen der Entwicklung der Verkaufspreise und der Kostenentwicklung ist dadurch auseinandergegangen. Dieser Herausforderung werden wir uns auch in 2015 stellen müssen. Chancen des Vertriebs / Marktes Chancen sehen wir in einem sowohl in der Modernisierung als auch im Neubau wachsenden Markt. Im Bereich der Modernisierung eröffnet der „Nationale Aktionsplan Energieeffizienz“ (NAPE) mit einer möglichen steuerlichen Förderung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen zudem weitere Chancen. Spezifisch sollte sich dies unserer Einschätzung nach mit einem Mengenwachstum für uns auswirken. Chancen des Beschaffungsmarktes, der Leistungserstellung und angrenzender Bereiche In Verbindung mit dem Programm WCM (World Class Manufacturing) streben wir, wie im Vorjahr, über Produktivitätsverbesserungen Einsparungen von mindestens 3% in den Herstellungskosten an, was zur Ergebnisverbesserung beitragen sollte. Daneben stellt der niedrige Ölpreis, zumindest für die erste Hälfte des Jahres, eine reale Chance zu niedrigeren Energiekosten dar, ohne größere Auswirkungen auf einen bereits unter Druck stehenden Verkaufspreis. Darüber hinaus setzen wir die bereits in den Vorjahren praktizierte Kostendisziplin fort, mit dem Ziel, auch hierüber einen Teil der Risiken zu kompensieren. Die Kostendisziplin betrifft alle Bereiche des Unternehmens, von der Produktion über die Verwaltung bis zum Vertrieb. Unmittelbar bestandsgefährdende Risiken ergeben sich aus der Analyse der Risiken auch in 2015 nicht. Unter der Berücksichtigung der vorgenannten Chancen werden die Risiken mindestens begrenzt. V. Prognosebericht Der Ifo Geschäftsklimaindex als einer der mittlerweile wichtigsten Frühindikatoren verzeichnet seit November 2014 eine Trendwende zum Positiven. Der Trend geht eindeutig wieder raus aus der Abschwungphase. Mittlerweile gehen die aktuellen BIP Prognosen von einem anhaltenden Aufschwung aus, die BIP-Zuwachsrate 2015 wird mittlerweile mit +1,5% in gleicher Größenordnung wie 2014 gesehen. Im Bausektor rechnet das Ifo Institut aktuell mit einer weiteren realen Zunahme der Bauinvestitionen von 1,9%. Bei allen Hochbaubereichen – sowohl im Wohnbau als auch im gewerblichen und öffentlichen Hochbau – wird eine einheitliche Zuwachsrate von 2,0% prognostiziert. Lediglich beim Tiefbau sieht man mit +1,5% eine etwas geringere Steigerungsrate. Ein sehr wichtiger Frühindikator für den Wohnungsneubau in 2015 sind die Baugenehmigungen des Vorjahres. Diese signalisieren eine Fortsetzung des positiven Trends. Januar bis November 2014 wurden rund 260.000 Wohnungen zum Bau genehmigt, was einer Zunahme von 5% entspricht. Das Gesamtjahr dürfte bei gut 280.000 genehmigten Wohnungen enden, was einem Höchststand der letzten 11 Jahre entspricht. Unter Berücksichtigung des hohen Bauüberhangs, der extrem günstigen Hypothekenzinsen und des weiter steigenden Wohnraumbedarfs werden 2015 und 2016 auch die erstellten Wohnungen weiter zunehmen. Ausgehend von erwarteten rund 245.000 Einheiten in 2014 gehen die Prognostiker nahezu einheitlich von einem Plus in der Größenordnung von jeweils 20.000 Wohnungen sowohl in 2015 als auch noch in 2016 aus. Die Baugenehmigungen im Nichtwohnbau-Neubau waren 2014 um 4,7% (Januar – November) rückläufig. Für das Jahr 2015 sehen wir daher bei den Baufertigstellungen trotz anhaltend guter Konjunktur wenig Wachstumsspielraum. Im Markt der energetischen Modernisierung gibt es nach Rückgängen in den letzten beiden Jahren für 2015 wieder Hoffnung auf eine positive Entwicklung. Zumindest die politischen Rahmenbedingungen dürften sich verbessern. Das Bundeskabinett hat am 3. Dezember 2014 den „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“ (NAPE) verabschiedet, mit dem die klimapolitischen Ziele bis 2020 noch erreicht werden sollen. Die energetische Gebäudesanierung ist Kernziel des Pakets. Durch Steuererleichterungen soll diese verstärkt angeregt werden. Zusätzlich sollen die KFW Mittel für die Gebäudesanierung um 200 Mio. € jährlich auf dann 2 Mrd. € pro Jahr erhöht werden. Für die Steuervariante ist die Zustimmung der Bundesländer erforderlich. Diese steht derzeit noch aus. Dem stehen entgegen die mittlerweile drastisch gefallenen Energiepreise, die bei den Hausbesitzern das Bewusstsein zum Energiesparen nicht gerade fördern. In Summe sehen wir für den energetischen Modernisierungsmarkt 2015 aber durchaus gute Chancen, sich wieder zu erholen, so dass auch der gesamte Dämmstoffmarkt Wachstumspotenzial in 2015 hat. Wir haben uns mit unseren Zielen und Marketingaktivitäten auf ein leichtes Marktwachstum eingestellt. Zusätzlich sehen wir für uns gute Chancen, mit der erstmals auf der internationalen Baufachmesse BAU 2015 in München vorgestellten Ausweitung unseres Produktsortiments auf PIR Produkte für die Steildachdämmung überproportional am Markt zu partizipieren. Für den Umsatz erwarten wir unter den vorgenannten Annahmen ein leichtes Wachstum und auch das erwartete EBITDA Ergebnis 2015 sollte das Niveau des Jahres 2014 erreichen Wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Prämissen können in 2015 zu deutlichen Abweichungen von unseren Prognosen führen, insbesondere wenn die erwartete Bewilligung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zur Begrenzung der EEG Umlage ausbleiben sollte.
Ludwigshafen am Rhein, den 17. Februar 2015
Der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
Anhang der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG für das Geschäftsjahr 2014(1) Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 wurde unter Beachtung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Grundsätze (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst wurde. "Für Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen 150,00 € und 1.000,00 € wurde in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 unter Beachtung der steuerlichen Regelung ein Sammelposten gebildet und über fünf Jahre abgeschrieben. Seit 2010 werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 410,00 € in voller Höhe im Geschäftsjahr abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von unter 150,00 € werden im Geschäftsjahr der Anschaffung vollständig aufwandswirksam erfasst." Der Wertverzehr an Edelmetallen im Fertigungsbereich wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und unter den Abgängen erfasst. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde:
Für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ausleihungen werden verzinst und sind deshalb mit den Nominalbeträgen aktiviert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens und Teile der allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Für ungängige und veraltete Vorräte werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Auf Ersatzteile, für die seit mindestens vier Jahren kein Verbrauch verzeichnet wurde, ist eine 100%ige Einzelwertberichtigung gebildet worden. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Risiken werden in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG wird mit dem Barwert angesetzt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten umfasst Sonderposten mit Rücklagenanteil und Sonderposten für Investitionszuschüsse. Im Sonderposten mit Rücklageanteil sind Wertberichtigungen des Anlagevermögens aufgrund von steuerlich zulässigen Sonderabschreibungen gemäß § 6 b EStG, R 6.6. EStR und § 4 FördergebietsG enthalten. Auf Grund der Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 3 EGHGB werden die bis zum 1. Januar 2010 gebildeten Sonderposten mit Rücklagenanteil beibehalten. Die Rückstellungen für Pensionen werden, wie im Vorjahr, versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten („Richttafeln RT 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden durch einen Gehaltstrend von 2,40% p.a. sowie durch einen Rententrend von 1,80% p.a. bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Es wird eine alters- und geschlechtsabhängig durchschnittliche Fluktuation von 3,00% p.a. angenommen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB beläuft sich auf 4,54% (i.V. 4,88%); dieser wurde in Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Infolge der Anwendung der Vorschriften des HGB und der damit verbundenen Änderung der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab sich zum 1.1.2010 eine Unterdeckung in Höhe von 25,9 Mio. €. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch und führt den Differenzbetrag über einen Zeitraum von 10 Jahren zu. Demnach wurden im Berichtsjahr weitere 10% (2,6 Mio. €; i.V. 2,6 Mio. €) als Zuführung zur Rückstellung für Pensionen aufwandswirksam im außerordentlicher Aufwand erfasst. Der verbleibende Betrag wird in den nächsten fünf Jahren zugeführt. Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 4,54% p.a., i.V. 4,88%) unter Berücksichtigung der Fluktuation ermittelt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 4,54% p.a., i.V. 4,88%) ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt und bei Laufzeiten größer als 1 Jahr gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Weiterhin wurden erwartete Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen angesetzt. Auf den mathematisch originär ermittelten Betrag für Rückstellungen für Kundenboni wurde im Geschäftsjahr ein Abschlag auf Basis von Erfahrungswerten zur Vermeidung von Abweichungen zwischen tatsächlich in Anspruch genommenen und kalkulierten Kundenboni vorgenommen. Die Verpflichtungen gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein a.G. aus unverfallbaren Anwartschaften wurden mit einer Abzinsung von 3,00% berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags der Geschäftsvorfälle erfasst. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen in fremden Währungen erfolgte zum maßgeblichen Kurs am Bilanzstichtag. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Bei Kursgewinnen aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten von einer Laufzeit von bis zu einem Jahr kommt § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. (3) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Aufstellung des Anteilsbesitzes
Die Angaben betreffen den letzten festgestellten Jahresabschluss 2013. (4) Vorräte
(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Mitzugehörigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen zum Stichtag nicht. (6) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt 82.000 T € und ist eingeteilt in 3.200.000 Stückaktien. (7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf 11.124 T € . Die Gewinnrücklagen betragen 302 T €, davon betreffen 167 T € die gesetzliche Rücklage. Anlässlich der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen zum 1. Januar 2010 wurden 135 T € durch die erstmalige Anwendung von BilMoG in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (8) Sonderposten mit Rücklageanteil
Die Erträge aus der Auflösung der Sonderposten (528 T €, i.V. 704 T €) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. (9) Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen zum 1.1.2010 bei Anwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG betrug 25.907 T € (zum 31.12.2014 12.953 T €) und wird jährlich mit 1/10 des Unterschiedsbetrags im außerordentlichen Aufwand berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Umsatzboni, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen und der Pensions-Sicherungs-Verein aG, Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen, Verpflichtungen aus Skonti, ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungen. (10) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen i.H. von 11.501 T € (i.V. 6.581 T €) und gegenüber der Saint-Gobain Benelux i.H. von 8.670 T € (i.V. 0 T €). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 891 T € (i.V. 881 T €). Die Aufgliederung der Vergleichszahlen des Vorjahres ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:
Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Es wurden keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gewährt. Gegenüber der Gesellschafterin Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen bestanden im Berichtsjahr folgende Verbindlichkeiten: Aus Lieferungen und Leistungen i. H. von 219 T €, aus Cashpool i. H. von 11.317 T €, aus sonstigen Verbindlichkeiten i. H. von 963 T €, aus verrechneten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H. von 998 T €. (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 15.138 T € (i.V. 16.228 T €), hiervon entfallen 94 T € (i.V. 94 T €) auf verbundene Unternehmen. Dabei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge, davon Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 15.138 T € (i.V. 16.228 T €), hiervon entfallen 94 T € (i.V. 94 T €) auf verbundene Unternehmen. Dabei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge. Im Folgejahr sind davon 3.466 T € fällig . Für Investitionsaufträge bestand zum 31.12.2014 ein Bestellobligo von 8.746 T € (i.V. 3.259 T €). (12) Latente Steuern Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und der steuerlichen Organschaft wird mit Hinweis auf DRS 18 auf die Angaben zu den Latenten Steuern im Anhang verzichtet. (13) Umsatzerlöse
(14) Sonstige betriebliche Erträge
(15) Materialaufwand
Von den Materialaufwendungen sind 145 T € (i.V. 0 T €) periodenfremd. (16) Personalaufwand / Mitarbeiter
Im Personalaufwand sind 14 T € (i.V. 40 T €) periodenfremd. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug bei den Angestellten 487 (i.V. 561). Die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 565 (i.V. 567). (17) Abschreibungen
(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(19) Erträge aus Beteiligungen Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Dividendenerträge für das Geschäftsjahr 2013 von verbundenen Unternehmen. (20) Zinsen und ähnliche Erträge
(21) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(22) Außerordentliches Ergebnis
Das außerordentliche Ergebnis resultiert aus den außerordentlichen Aufwendungen betreffend die Anpassung der Pensionsrückstellungen aus der Erstanwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG. (23) Steuern
(24) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Das Jahresergebnis wurde aufgrund des mit der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführt. (25) Organe der Gesellschaft Mitglieder des Vorstands Michael Wörtler Vorsitzender Michael Wiessner Vorstand Vertrieb Mitglieder des Aufsichtsrats Hartmut Fischer, Aachen (Vorsitzender) Generaldelegierter der Compagnie de Saint-Gobain für Mitteleuropa Wolfgang Minges, Ludwigshafen (stellvertretender Vorsitzender) Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Doris Barnett, Ludwigshafen Mitglied des Deutschen Bundestages Andreas Engelhardt, Bielefeld Geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter Schüco International KG Caspar von Hauenschild, München Berater Hans Jürgen Kolbenschlag, Limburgerhof Sachbearbeiter Logistik Emmanuel Normant, Sèvres/Frankreich Direktor der Branche Insulation der Compagnie de Saint-Gobain Suat-Imam Özmen, Bergisch Gladbach Wannenmaschinenführer Matthias Zenner, Aachen Rechtsanwalt, Leiter der Rechtsdirektion der Generaldelegation der Compagnie de Saint-Gobain für Mitteleuropa (26) Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im Geschäftsjahr beliefen sich auf 50 T €. Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr werden aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Für die früheren Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden 273 T € geleistet. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind 3.830 T € zurückgestellt. Von dem am 31.12.2014 noch ausstehenden Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen aufgrund der geänderten Bewertungsmethodik durch BiIMoG entfallen 235 T € auf Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands und 372 T € auf ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebenen. (27) Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG einbezogen ist, wird von der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, erstellt. Als Ort der Offenlegung wird angegeben: Greife du Tribunal de Commerce de Nanterre 64, rue du 8 mai 1945 F 92025 Nanterre Cedex RCS Nanterre B 542 039 532 Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain wird in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Der befreiende Konzernabschluss wird nach IFRS Rechnungslegungsvorschriften erstellt. (28) Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich für die Abschlussprüfungsleistungen auf 97 T € (i.V. 97 T €) und für andere Beratungsleistungen auf 2 T € (i.V. 5 T €).
Ludwigshafen am Rhein, den 17. Februar 2015
Michael Wörtler Michael Wiessner Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 17. Februar 2015 KPMG AG Rataj, Wirtschaftsprüfer Armbruster, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während des Geschäftsjahres 2014 durch mündliche und schriftliche Berichte fortlaufend detailliert informiert über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Risiken der Gesellschaft, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die grundsätzlichen Fragen der Unternehmens-planung, insbesondere in den Bereichen der Finanz-, Investitions-, Personal-, Kosten- und Ab-satzplanung. Auf der Grundlage dieser Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2014 die ihm aufgrund Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden weiteren Pflichten wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2014 haben drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren u. a. die Bewertung von Risiken auf Basis der Erkenntnisse des Risikomanagementsystems, die Veränderungen des Baumarktes in Deutschland und die daraus resultierenden Analysen und Entscheidungen über Erweiterungen des Produktportfolios (PIR- und Holzweichfaserprodukte). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 27. Mai 2014 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten gesetzlichen Bestätigungsvermerk versehen worden. Dieser Jahresabschluss und Lagebericht sowie der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden vom Aufsichtsrat in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und dem Aufsichtsrat Erläuterungen gab, eingehend erörtert und geprüft. Die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat ergab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer fanden somit die uneingeschränkte Billigung des Aufsichtsrats. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 Aktiengesetz festgestellt. Aufgrund der seit Mai 2003 erloschenen Börsennotierung der Aktien der Gesellschaft ergibt sich keine Pflicht zur Abgabe der Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2014.
Ludwigshafen am Rhein März 2015
DER AUFSICHTSRAT Hartmut Fischer Vorsitzender |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||