SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft

Ludwigshafen a. Rh.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

A. Unternehmens- und Konzerngrundlagen

1. Geschäftsmodell und Struktur

Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft ist Teil des weltweit agierenden Konzerns Saint-Gobain und befindet sich im unmittelbaren Besitz der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland in Aachen. Diese hält 99,91 % der Geschäftsanteile, alle verbleibenden Aktien befinden sich in Streubesitz.

Der Saint-Gobain-Konzern ist eine der hundert innovativsten Industriegruppen der Welt mit mehr als 170.000 Mitarbeitern und in 66 Ländern auf allen Kontinenten tätig. Die Wurzeln des französischen Konzerns Saint-Gobain reichen 350 Jahre zurück. In den Sektoren Innovative Werkstoffe, Baufachhandel und Bauprodukte ist Saint-Gobain mit seinen Produkten Weltmarktführer bzw. europäischer Marktführer. Der Sektor Bauprodukte, zu dem auch die Dämmstoffsparte gehört, ist mit einem Umsatzanteil von ca. 28% (2015) einer der wesentlichen Bausteine der Strategie. Im Geschäftsmodell des Konzerns sind es vor allem Produkte und Dienstleistungen zur komfortablen Lebensraumgestaltung (Multi-Komfort), denen eine zentrale Rolle eingeräumt wird. Hierzu zählen insbesondere die Produkte aus dem Dämmstoffbereich.

Als der bedeutende Anbieter von Dämmstoffen in Deutschland passt die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG perfekt in das Geschäftsmodell des Konzerns. Mit einer über 135 jährigen Erfahrung in der Dämmtechnik ist das Unternehmen führend im Marktsegment Hochbau sowie maßgeblich in der technischen Isolierung und in diversen Spezialanwendungen vertreten.

An vier Standorten wird in einem vollkontinuierlichen Prozess Glaswolle, Steinwolle und Ultimate hergestellt. Die aus diesem Prozess entstehende Wolle wird in Form von Rollen, Platten, Rohrschalen oder Zuschnitten an den Baustoffhandel, Baumärkte, den Technischen Handel, die verschiedenen Verarbeiter und die Industrie (OEM) verkauft. Neben den selbst erstellten Produkten werden zur Komplettierung des Angebotes auch Schäume und Luftdicht- und Feuchteschutzsysteme sowie Kombinationsprodukte und Systeme aus dem Konzernverbund Baustoffe an den vorgenannten Kundenkreis verkauft. Die Anwendungsgebiete reichen von Wärme-, Kälte- und Schallschutz im Bausektor bis zu den unterschiedlichsten Anwendungen in der technischen Isolierung und der Haushaltsindustrie.

Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft hat unter gleicher Firma mit Zusatz, SUPERGLASS Dämmstoffe, Zweigniederlassung der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, eine Zweigniederlassung in Darmstadt eingerichtet.

Gemäß Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24.04.2015 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 17.11.2015 für den Aufsichtsrat eine Zielgröße von 11% bis zum 30.06.2017 festgelegt. Für den Vorstand wurde beschlossen, den Status quo beizubehalten.

2. Technik - Forschung und Entwicklung

Der Saint-Gobain-Konzern betreibt weltweit sieben Forschungs- und Entwicklungszentren, die allesamt zentral von der Muttergesellschaft gesteuert werden. Zu deren zentralen Aufgaben gehören das Entwickeln, die Industrialisierung und das Optimieren von neuen Produkten.

Die Gesellschaft selbst betreibt am Standort Ladenburg ein Entwicklungszentrum für die Gruppe. Dieses ist eng an das französische Konzernentwicklungszentrum CRIR angebunden, betreibt aber auch eigene Entwicklungsarbeit für die deutschen Unternehmen des Sektors Bauprodukte.

Die Zugehörigkeit zur Saint-Gobain-Gruppe bietet für die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG vielfältige Synergien, u. a. die technologische Unterstützung des Konzerns sowie die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Systemen und Leistungen.

Das Ladenburg Development Center (LDC) deckt dabei, als Teil der Konzernentwicklungszentren, alle Fragestellungen vom Wärme- und Feuchtemanagement über die Akustik bis hin zum Feuerwiderstand von Gebäudekomponenten ab.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung blieben mit 1,8% der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat 2016 mit einem soliden Aufschwung abgeschlossen. Nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes wurde preisbereinigt eine reale BIP Zunahme von +1,9% (Vorjahr +1,7%) erreicht (Quelle: ifo Institut). Wichtiger Wachstumsmotor waren, wie bereits im Vorjahr, die Konsumausgaben der Privathaushalte, die nach aktuellen Prognosen um +2% zulegten. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit +4,2% sogar noch stärker.

Auch der Arbeitsmarkt profitierte 2016 erneut von der guten Konjunktur. Die Anzahl der Erwerbstätigen hat den Hochrechnungen nach um +1% zugelegt. Die Arbeitslosenzahl sank im Jahresdurchschnitt mit rund 2,7 Mio. Menschen auf den niedrigsten Wert seit 25 Jahren. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,1%.

Nach ersten Berechnungen stieg die Inflationsrate in Deutschland 2016 mit +0,5% etwas stärker an als im Vorjahr (2015: +0,3%). Zwar verbilligten sich Mineralölprodukte 2016 aufgrund nachgebender Ölpreise erneut, Nahrungsmittel und die Preise für Gesundheitspflege verteuerten sich aber teils deutlich.

Auch die für unser Geschäft wichtigen Bauinvestitionen legten mit einer Zuwachsrate von +3,1% kräftig zu (2015: +0,3%). Vor allem der Wohnungsbau hat 2016 mit einem Plus von 4,3% deutlich zugenommen (Quelle: Stat. Bundesamt). Aber auch der Nichtwohnbau kann nach einem Rückgang im vergangenen Jahr einen Zuwachs verzeichnen. Vor allem der öffentliche Hochbau zog an (+2,4%), wogegen für den gewerblichen Hochbau nur ein schwaches Plus von 0,4% verzeichnet werden konnte.

Der positive Trend im Wohnungsneubau hat sich auch im Jahr 2016 weiter fortgesetzt. Steigender Wohnungsbedarf aufgrund des anhaltenden Urbanisierungstrends führte zu verstärkten Wohnungsengpässen, vor allem in attraktiven Städten und Ballungsgebieten. Hinzu kommt der enorme zusätzliche Wohnungsbedarf aufgrund der starken Zuwanderungen in 2015. Der „Wanderungssaldo“, also die Nettozuwanderung nach Abzug der Abwanderungen lag 2015 bei rund 1,1 Mio. ausländischen Personen. Der Zustrom an Flüchtenden geht jedoch bereits seit Ende 2015 deutlich zurück, so dass für 2016 mit einer deutlich geringeren Zuwanderung gerechnet werden kann als im Vorjahr.

Nachdem bei den fertiggestellten Wohnungen 2015 nur ein schwacher Zuwachs zu verzeichnen war, wird 2016 mit erheblichen Zunahmen bei den Fertigstellungen gerechnet. Die offiziellen Baufertigstellungsdaten für 2016 werden zwar erst Mitte des Jahres vorliegen, aber nach aktueller Einschätzung der Institute wurden 2016 rund 280.000 Wohnungen gebaut. Der Zuwachs kommt maßgeblich aus dem Bau von Mehrfamilienhäusern und Wohnheimen (Schätzung: +19% Fertigstellungen). Aber auch der Eigenheimsektor hat sich in 2016 positiv entwickelt (Schätzung: +7% Fertigstellungen).

Im Modernisierungssektor konnte auch in 2016 keine Belebung verzeichnet werden. Die begrenzten Baukapazitäten waren nach wie vor auf den boomenden Wohnungsneubau fokussiert. Auch die allgemeine Renovationsbereitschaft ist 2016 nicht gestiegen. Vor allem die energetische Modernisierung ist weiter zurückgegangen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. In erster Linie sind die 2016 weiterhin rückläufigen Heizölpreise zu sehen, die sich im Jahresdurchschnitt um rund 16% im Vergleich zum Vorjahr reduziert haben. Damit hat der Hauptfaktor „Kosteneinsparung“ für viele modernisierungswillige Hausbesitzer noch weiter an Wichtigkeit eingebüßt. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor sind fehlende zusätzliche politische Impulse. Dies führte dazu, dass die sogenannte Modernisierungsquote, also der Anteil der jährlich energetisch verbesserten Wohnungen vom Gesamtstand, weiterhin deutlich unterhalb des politisch angestrebten und erforderlichen Niveaus von 2% bis 3% lag.

Getrieben durch die starken Zuwächse im Neubau ist aber davon auszugehen, dass der Dämmstoffbedarf in 2016 leicht zugenommen hat, trotz rückläufiger energetischer Modernisierungsaktivitäten.

2. Geschäftsentwicklung

Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG konnte im Geschäftsjahr 2016 ihre Position im Dämmstoffmarkt behaupten. Auch im vergangenen Jahr hielt die verstärkte Nachfrage nach Wärmedämmverbundsystemen aus Mineralwolledämmstoffen an. Hier konnten Sillatherm Platten aus Steinwolle erneut kräftig zulegen. Auch in unserer Hauptaktivität Glaswolle konnte ein Absatzplus erzielt und der Einfluss der rückläufigen energetischen Sanierung begrenzt werden. Andererseits führte in 2016 die rege Neubautätigkeit zwar zu einer nur eingeschränkt stärkeren Dämmstoffnachfrage, ohne aber die am Markt existierenden Kapazitäten auch nur annährend auszulasten.

Der Auftritt auf den Messen Dach+Holz (Holzbau und Ausbau) sowie der IEX (Dämmstoffe und Isoliertechnik) im Februar bzw. im Mai des Jahres 2016 gehörten zu den Highlights unserer Marketingaktivitäten im Jahr 2016. Ein Fokus der Messeauftritte lag auf den Präsentationen zum Thema ISOVER als Lösungsanbieter. Hier konnte eine Produktneuheit auf dem deutschen Markt mit einem flexiblen, selbsttragenden Klimakanal präsentiert werden.

Vom international tätigen Research Institute CRF wurden wir im Bereich Personal erneut als „TOP Arbeitgeber Deutschland“ sowie auch als "TOP Employer Europe" zertifiziert. Die Auszeichnung Top Arbeitgeber bewertet die Kategorien Karrieremöglichkeiten, primäre und sekundäre Benefits sowie Work-Life-Balance, Training & Entwicklung des Unternehmens ISOVER.

Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse und Auszubildende) sank zum Jahresende 2016 auf 995 Mitarbeiter (i.V. 1.045). Im Jahresdurchschnitt waren 480 Angestellte (i.V. 489) und 540 gewerbliche Mitarbeiter (i.V. 556) beschäftigt. Mit insgesamt 50 Auszubildenden in 10 verschiedenen Berufen wurde eine Ausbildungsquote von 5,0% (i.V. 5,0%) erreicht.

Auch die Arbeitssicherheitszahlen konnten erneut verbessert werden. Die Anzahl der Unfälle reduzierte sich um 19% und ermöglicht so die Erreichung der angestrebten TF2-Rate, die als vorrangige Leistungskennziffer für die Arbeitssicherheit definiert wurde. Mit der Leistungskennziffer TF2 (Summe der unfallbedingten Ausfallzeiten pro 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden) werden wir ab 2016 alle betriebsbedingten Unfälle mit Ausfallzeiten, die sowohl die gesetzlichen als auch die darüber hinausgehenden Unfälle umfassen, berücksichtigen, einschließlich der Unfälle von Leiharbeitnehmern.

Im Bereich Qualität und Zertifizierung konnte das Integrierte Management System (IMS) für die Bereiche Arbeitssicherheit, Qualität, Umweltschutz und Energiemanagement erfolgreich geprüft werden. Das Überwachungsaudit nach DIN ISO 9001/14001 und OHSAS 18001 sowie die in 2012 eingeführten DIN ISO 50001 wurden bestanden und die Einhaltung der Normen bestätigt.

3. Ertragslage

Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von +11,6 Mio. € (i.V. -14,6 Mio. €), welches im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen abgeführt wurde.

Damit wurde das Ergebnisziel aus dem Vorjahr, ein positives Ergebnis nach Steuern zu erzielen, erreicht und die Erwartungen trotz weiterhin schwieriger Marktverhältnisse übertroffen.

Um den Auswirkungen aus dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) Rechnung zu tragen, wurden die Vorjahreswerte in der Ertragslagendarstellung entsprechend angepasst.

Der Umsatz lag mit 359,3 Mio. € um 1% über den gemäß BilRUG angepassten Umsatzahlen des Vorjahres (354,3 Mio. €). Die rückläufige Entwicklung der letzten Jahre konnte damit erfolgreich gestoppt werden. Einem Absatzzuwachs im Inland von 4% und einem Auslandanstieg von 49% gegenüber dem Vorjahr konnte der Umsatz nicht folgen. Weiter gefallene Verkaufspreise, ein ungünstigeres Verkaufssortiment sowie geringere Erlöse aus Dienstleistungen verhinderten dies. Wesentlich für die Verkaufspreissituation war, dass sich an den Überkapazitäten im Markt und dem damit vorhandenen Druck auf die Verkaufspreise auch im Jahre 2016 nichts änderte.

Die Lagerbestände konnten wir erneut gegenüber dem Vorjahr reduzieren. Nachdem dies bereits im Vorjahr mit einem Abbau von -6,1 Mio. € gelang, konnte der Bestand in 2016 um weitere -3,3 Mio. € reduziert werden. Der Bestandsabbau einerseits und die gestiegenen Umsätze anderseits führten zu einer Verbesserung der Betriebsleistung um 7,6 Mio. € oder 2% auf jetzt 356,0 Mio. €.

Daneben fielen die sonstigen betrieblichen Erträge (3,6 Mio. €), aufgrund erhöhter Erträge aus Rückstellungsauflösung, um 1,0 Mio. € höher aus als im Vorjahr.

Trotz gestiegener Produktionsmengen lag der Materialaufwand mit 173,5 Mio. € oder 48,7% der Betriebsleistung sowohl absolut als auch relativ unter dem Vorjahr (176,3 Mio. € oder 50,6%). Wesentliche Ursache war neben Einsparungen und Produktivitätsverbesserungen der weiter gesunkene Gaspreis.

Der Personalaufwand lag mit 68,6 Mio. € um 25,4 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Dieser enorme Rückgang ist auf die von 7 auf 10 Jahre verlängerte Abzinsungsregel zurückzuführen. Zum einen sank der Aufwand für Pensionsverpflichtungen um 18,1 Mio. €, zum anderen war im Vorjahr ein Nachschussbeitrag in Höhe von 7,9 Mio. € enthalten. Mehrkosten aus der Tariferhöhung konnten durch eine im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Anzahl an Mitarbeitern weitgehend kompensiert werden.

Die Abschreibungen lagen aufgrund eines in den letzten drei Jahren deutlich erhöhten Investitionsvolumens um 0,9 Mio. € über dem Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 6,6 Mio. € auf jetzt 82,8 Mio. €. Ursache für diesen Anstieg ist der geänderte Verteilzeitraum für die Anpassung der Pensionsrückstellungen gemäß Art. 67 EGHGB. Hieraus resultiert ein Effekt in Höhe von 7,7 Mio. €. Die Anpassung für den kompletten Restzeitraum von 4 Jahren erfolgte in 2016 in einer Summe (10,4 Mio. €). Höhere Frachtkosten konnten durch Einsparungen und geringere Rückstellungen für strukturelle Anpassungen mehr als kompensiert werden.

Die Beteiligungserträge von Saint-Gobain Denmark A/S stiegen auf 1,8 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €).

Die gemäß BilRUG geänderte Gewinn- und Verlustrechnung hat uns dazu veranlasst, die Ergebniszeile EBIT zur besseren Vergleichbarkeit einzufügen. Gleichzeitig ersetzt das EBIT zukünftig unsere Leistungskennziffer EBITDA.

In Summe ergibt sich für 2016 ein EBITDA von 36,5 Mio. € und ein EBIT von 21,9 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. € bzw. -8,2 Mio. €). Die verbesserte Betriebsleistung und der geringere Personalaufwand sind die wesentlichen Ursachen für den deutlichen Anstieg des EBIT. Beim EBITDA wirkten sich zusätzlich die um 0,8 Mio. € gestiegenen Abschreibungen positiv aus.

Während sich die Zinserträge auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Vorjahr bewegen, sank der Zinsaufwand aufgrund von geringeren Aufzinsungseffekten für Pensionsrückstellungen um 0,3 Mio. €.

4. Vermögens- und Finanzlage

(in Mio. €) 31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
Anlagevermögen 133,2 131,7 1,5
Vorräte 33,9 37,2 -3,3
Forderungen, sonstige Vermögensgegen- stände und aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 10,7 9,5 1,2
Finanzmittel 153,9 143,5 10,4
Eigenkapital 93,4 93,4 0,0
Sonderposten 2,2 2,7 -0,5
Langfristiges Fremdkapital 141,6 136,1 5,5
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital sowie passiver Rechnungsabgrenzungsposten 94,5 89,7 4,8
Bilanzsumme 331,7 321,9 9,8

Der Anstieg der Bilanzsumme um 9,8 Mio. € in 2016 auf 331,7 Mio. € ist auf den Anstieg des langfristigen Fremdkapital um 5,5 Mio. € (4,1%) sowie des kurz- und mittelfristigen Fremdkapitals um 4,8 Mio. € zurückzuführen.

Ursache für den Anstieg des langfristigen Fremdkapital um 5,5 Mio. € sind die Pensionsrückstellungen. Dieser resultiert vor allem aus der Zuführung des verbleibenden Differenzbetrages aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen auf BilMoG. Gegenläufig ergab sich ein Zinsänderungseffekt aufgrund der durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften geänderten Regelungen.

Der Anstieg der Finanzmittel (+10,4 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Guthabens bei dem zentralen Geldpool und enthält mit 104,1 Mio. € die Geldanlage bei der Compagnie de Saint-Gobain, Paris/Frankreich. Der zentrale Geldpool wird von der Saint-Gobain Benelux SA, Wavre/Belgien, geführt und unterliegt hinsichtlich der Verzinsung den banküblichen Konditionen. Er dient der Optimierung der kurzfristigen Geldmittel und ist in der Bilanz unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird vollständig über diesen zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe gedeckt. Die Gesellschaft konnte zu jeder Zeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen.

Das Eigenkapital betrug unverändert 93,4 Mio. €. Auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote leicht von 29,0% auf 28,2%.

5. Investitionen

In 2016 wurden insgesamt 16,6 Mio. € (i.V. 19 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Der Schwerpunkt der Ausgaben lag neben Investitionen zur Verbesserung der Produktivität in der Umsetzung der zum Jahreswechsel 2016/2017 durchgeführten Wannenreparatur in Lübz. Am Werksstandort Lübz wurde die Gelegenheit genutzt, um mit verschiedenen Verbesserungen in der Prozessführung den Herstellungsprozess insbesondere vor dem Hintergrund des notwendigen Energieeinsatzes weiter zu optimieren.

An den Standorten in Bergisch Gladbach und Speyer wurden zahlreiche Detailmaßnahmen zur Verbesserung von Energieeffizienz, Produktivität und Umweltschutz umgesetzt. In Speyer lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Erarbeitung eines Konzeptes für die in den nächsten Jahren anstehende Wannenreparatur.

In Ladenburg ist es gelungen, nach der routinemäßigen Erneuerung des Zerfaserungsfeeders durch die konsequente Umsetzung unterschiedlicher Verbesserungsmaßnahmen die kontinuierlich steigende Nachfrage an Steinwolleprodukten zu erfüllen.

An allen Standorten wurde die eingeführte WCM (World Class Manufacturing) Methodik weiter ausgebaut. Mit der Einführung eines internationalen Auditsystems werden die Werke Ladenburg und Speyer gezielt auf die erste Zertifizierung in 2018/2019 herangeführt.

Die wesentlichen Investitionsverpflichtungen setzen sich zum Stichtag aus dem Bestellobligo für die Investitionsaufträge zusammen. Die Finanzierung der Investitionsverpflichtungen erfolgt über den zentralen Geldpool der Saint-Gobain-Gruppe.

6. Außerbilanzielle Verpflichtungen

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen nicht. Für bekannte Gewährleistungsfälle wurden jeweils Rückstellungen gebildet. Die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen ist im Anhang unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegeben.

7. Leistungskennziffern und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Leistungskennziffern 2016 2015
Eigenkapitalquote 28,2 % 29,0 %
Umsatz in Mio. € 359,3 354,3
Umsatz neue Produkte in Mio. € 84,1 138,9
Betriebsleistung in Mio. € 356,0 348,3
EBIT in Mio. € 21,9 -8,2
EBIT in % vom Umsatz 6,1 % -2,3 %
Mitarbeiter (Durchschnitt) 1.020 1.045
TF2 Arbeitsunfälle pro 1 Mio. gearbeitete Stunden 3,0 3,6

Die vorgenannten Leistungskennziffern fassen die wesentlichen Steuerungsindikatoren des Unternehmens zusammen und dienen der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage.

Die deutliche Ergebnisverbesserung in 2016 ist auf die gestiegene Betriebsleistung und die stark rückläufigen Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die Gesamtentwicklung lag über den Erwartungen.

C. Chancen- und Risikobericht

Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG ist als Mitglied der Saint-Gobain-Gruppe in das umfassende Risikomanagementsystem der Gruppe eingebunden. Das bedeutet, dass die Bestandteile des Systems umgesetzt werden, die sich aus einer eigenen Risikoanalyse und den umfangreichen Planungs-, Genehmigungs-, Berichterstattungs- und Frühwarnsystemen des Konzerns zusammensetzen. Ziel ist es, Risiken aller Art und in jedem Bereich des Unternehmens aufzudecken, zu bewerten, zu überwachen, durch geeignete Maßnahmen zu beherrschen und die Funktionstüchtigkeit der Maßnahmen zu kontrollieren. Das System ist sowohl zentral als auch dezentral in den Standorten und Werken angesiedelt. Es ist dokumentiert und wird regelmäßig durch die interne Revision und das Management auf Angemessenheit, Funktionsfähigkeit und Effizienz überprüft.

Nachfolgend genannte Chancen und Risiken bedürfen der weiteren Beobachtung:

Risiken des Marktes und des Marktumfeldes

Ein Risiko geht weiterhin von den auf dem Markt verfügbaren Kapazitäten aus. Trotz der Belebung der Bautätigkeit ist davon auszugehen, dass das Angebot die Nachfrage auch in Zukunft übersteigen und der Druck auf die Verkaufspreise Bestand haben wird. Auch die derzeit immer noch vergleichsweise niedrigen Ölpreise fördern die Modernisierungsneigung der Hausbesitzer nicht. Dies wird sich weiterhin negativ auf den Dämmstoffverbrauch im Modernisierungssektor auswirken.

Problemkind bleibt auch in 2017 die Modernisierung. Es gibt trotz klarem Bekenntnis zu den Energie- und CO2-Einsparzielen seitens der Bundesregierung keine Ansätze, wie das enorm große Einsparpotenzial im Wohnungsbestand aktiviert werden kann.

Risiken des Beschaffungsmarktes, der Leistungserstellung und angrenzender Bereiche

Auf der Kostenseite erwarten wir Erhöhungen insbesondere bei den Transporten, bei der Energie und den Rohstoffen. In den letzten Jahren ist es uns nicht gelungen, diese Kostensteigerungen in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben. Die Schere zwischen der Entwicklung der Verkaufspreise und der Kostenentwicklung ist dadurch auseinandergegangen. Dieser Herausforderung werden wir uns auch in 2017 stellen müssen.

Chancen des Beschaffungsmarktes, der Leistungserstellung und angrenzender Bereiche

In Verbindung mit dem Programm WCM (World Class Manufacturing) streben wir, wie im Vorjahr, über Produktivitätsverbesserungen Einsparungen von mindestens 3% in den Herstellungskosten an, was zur Ergebnisverbesserung beitragen sollte. Daneben stellt ein niedrigerer Ölpreis als erwartet, zumindest für das erste Quartal des Jahres 2017, eine Chance zu niedrigeren Energiekosten dar, ohne größere Auswirkungen auf die angestrebte Verkaufspreiserhöhung.

Darüber hinaus setzen wir die bereits in den Vorjahren praktizierte Kostendisziplin fort mit dem Ziel, auch hierüber einen Teil der Risiken zu kompensieren. Die Kostendisziplin betrifft alle Bereiche des Unternehmens, von der Produktion über die Verwaltung bis zum Vertrieb.

Unmittelbar bestandsgefährdende Risiken ergeben sich aus der Analyse der Risiken auch in 2017 nicht. Unter der Berücksichtigung der vorgenannten Chancen werden die Risiken mindestens begrenzt.

D. Prognosebericht

Die Prognosen der Wirtschaftsinstitute gehen von einer Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs in Deutschland aus. Für 2017 wird ein BIP-Wachstums von +1,5% prognostiziert.

Im Bausektor ist für 2017 davon auszugehen, dass sich die positive Dynamik aus 2016 fortsetzen wird. In aktuellen Prognosen wird ein Anstieg der Bauinvestitionen in 2017 von rund 1,8% erwartet. Tragende Säule wird unverändert der Wohnungsbau sein, für den 2017 ein Zuwachs von +2,8% erwartet wird.

Bekanntlich sind die Baugenehmigungen ein sehr wichtiger Frühindikator für die Baufertigstellungen im Folgejahr. Die Anzahl der genehmigten Wohnungen hat in 2016 (Januar – November) um +20,8% zugenommen. Aus diesem Grunde ist anzunehmen, dass die Baufertigstellungen in 2017 weiter ansteigen werden.

Generell ist davon auszugehen, dass der Wohnungsbedarf, auch getrieben durch die starke Zuwanderung in 2015, bis mindestens 2020 hoch bleiben wird. Gebraucht werden vor allem bezahlbare Miet- und Sozialwohnungen in wirtschaftlich attraktiven Regionen. Wie sich diese hohen Bedarfszahlen in der Umsetzung der nächsten Jahre wiederspiegeln werden, ist schwer absehbar. Schon alleine aufgrund von Kapazitätsengpässen im Baugewerbe ist aber davon auszugehen, dass der Wohnungsbedarf auch in den kommenden Jahren die Fertigstellungszahlen weiterhin übersteigen wird.

Auch für den Neubau im Nichtwohnbau ist in 2016 eine sehr positive Genehmigungsentwicklung abzulesen. Die Baugenehmigungen liegen im Zeitraum Januar – November 2016 um +15,6 % (m3 umbauter Raum) über dem Niveau der Vorjahresperiode. Für 2017 wird mit einer Belebung der Fertigstellungsdynamik in diesem Sektor gerechnet.

Wir als SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG gehen für 2017 insgesamt von einer leichten Belebung der Marktlage für Dämmstoffe aus, die hauptsächlich vom Wohnungsneubau befeuert werden wird.

Für die Umsatzentwicklung erwarten wir unter den vorgenannten Annahmen ein leichtes Wachstum, ausgelöst durch den Wohnungsneubau, der die Renovierungsschwäche überkompensieren sollte. Auf dieser Hypothese ist auch ein Anstieg der Betriebsleistung zu erwarten, ohne dass sich Bestände dabei groß erhöhen werden.

Das erwartete EBIT Ergebnis 2017 sollte das Niveau des Jahres 2016 erreichen bzw. leicht darüber liegen, abhängig davon, wie gut es uns gelingen wird, zu wachsen und unsere Kostensteigerungen im Griff zu behalten.

Wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Prämissen können in 2017 zu deutlichen Abweichungen von unseren Prognosen führen.

 

Ludwigshafen am Rhein, den 24. Februar 2017

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

Anhang 31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (3) 835 517
II. Sachanlagen (3) 105.015 103.896
III. Finanzanlagen (3) 27.326 27.336
    133.176 131.749
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte (4) 33.856 37.245
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5) 164.117 152.578
III. Wertpapiere   36 36
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   1 3
    198.010 189.862
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   493 297
SUMME AKTIVA   331.679 321.908
       

PASSIVA

Anhang 31.12.2016 31.12.2015
    TEUR TEUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital (6) 82.000 82.000
II. Kapitalrücklage (7) 11.124 11.124
III. Gewinnrücklagen   302 302
    93.426 93.426
B. SONDERPOSTEN (8) 2.191 2.692
C. RÜCKSTELLUNGEN (9) 193.620 186.017
D. VERBINDLICHKEITEN (10) 42.112 39.773
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   330 0
SUMME PASSIVA   331.679 321.908

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016

Anhang 2016 2015
TEUR TEUR
Umsatzerlöse (13) 359.282 354.290
Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -3.315 -6.070
Andere aktivierte Eigenleistungen   6 106
BETRIEBSLEISTUNG   355.973 348.326
Sonstige betriebliche Erträge (14) 3.599 2.578
Materialaufwand (15) -173.464 -176.293
Personalaufwand (16) -68.599 -94.023
Abschreibungen (17) -14.603 -13.711
Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) -82.830 -76.275
Erträge aus Beteiligungen (19) 1.788 1.207
EBIT   21.864 -8.191
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (20) 18 12
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (21) -5.624 -5.942
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -4.680 -541
Ergebnis nach Steuern   11.578 -14.662
Sonstige Steuern (22) -633 -608
Ausgleichszahlungen gem. § 304 AktG   -13 -13
Erträge aus Verlustübernahme     15.283
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (23) -10.932  
Jahresüberschuss / Bilanzgewinn   0 0

Anhang der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG für das Geschäftsjahr 2016

(1) Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 wurde unter Beachtung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Grundsätze (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses fanden erstmals die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Vorschriften Anwendung.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Durch die erstmalige Anwendung der, durch das BilRUG sowie durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften geänderten, Regelungen ergeben sich Veränderungen insbesondere in Bezug auf die Umsatzerlöse, die sonstigen betrieblichen Erträge und die Pensionsrückstellungen. Zudem entfällt das außerordentliche Ergebnis. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 410,00 € werden in voller Höhe im Geschäftsjahr abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von unter 150,00 € werden im Geschäftsjahr der Anschaffung vollständig aufwandswirksam erfasst.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst wurde, sowie Teile der allgemeinen Verwaltungskosten.

Der Wertverzehr an Edelmetallen im Fertigungsbereich wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und unter den Abgängen erfasst.

Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde:

Jahre
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 25

Für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ausleihungen werden verzinst und sind deshalb mit den Nominalbeträgen aktiviert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens und Teile der allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Für ungängige und veraltete Vorräte werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Auf Ersatzteile, für die seit mindestens vier Jahren kein Verbrauch verzeichnet wurde, ist eine 100%ige Einzelwertberichtigung gebildet worden.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Risiken werden in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Das in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG wird mit dem Barwert angesetzt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Sonderposten umfasst Sonderposten mit Rücklageanteil und Sonderposten für Investitionszuschüsse. In den Sonderposten mit Rücklageanteil sind Wertberichtigungen des Anlagevermögens aufgrund von steuerlich zulässigen Sonderabschreibungen gemäß § 6 b EStG, R 6.6. EStR und § 4 FördergebietsG enthalten.

Auf Grund der Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 3 EGHGB werden die bis zum 1. Januar 2010 gebildeten Sonderposten mit Rücklageanteil beibehalten.

Die Rückstellungen für Pensionen werden, wie im Vorjahr, versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten („Richttafeln RT 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden durch einen Gehaltstrend von 2,10% p.a. sowie durch einen Rententrend von 1,40% p.a. bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Es wird eine alters- und geschlechtsabhängig durchschnittliche Fluktuation von 3,00% p.a. angenommen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB beläuft sich auf 4,00% für 10 Jahre (i.V. 3,89% für 7 Jahre); dieser wurde in Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Hierbei handelt es sich um eine Änderung in der Bewertungsmethode, denn bis 31.12.2015 wurde der durchschnittliche Marktzinssatz auf Grund der letzten sieben Jahre gerechnet. Durch Artikel 7 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 (BGBl. I S. 396) wurde der handelsrechtliche Ansatz von Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nach § 253 Abs. 2 S2 HGB geändert.

Infolge der Anwendung der Vorschriften des HGB und der damit verbundenen Änderung der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab sich zum 1.1.2010 eine Unterdeckung in Höhe von 25,9 Mio. €. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch.

Demnach wurde der Unterschiedsbetrag aus der geänderten Bewertungsmethodik durch BilMoG in den Vorjahren zu jeweils 1/10 zugeführt. Im Berichtsjahr erfolgte die aufwandswirksame Zuführung der restlichen 4/10 in voller Höhe.

Abweichend zu den Vorjahren, in welchen der Zuführungsbetrag gem. BilMoG als außerordentlicher Aufwand dargestellt wurde, wird er im Geschäftsjahr 2016 gesondert bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB" erfasst.

Aufgrund der auch für das Vorjahr durch das BilRUG angepassten Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die ratierliche Zuführung im Vorjahr ebenfalls in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegliedert.

Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 3,22% p.a., i.V. 3,89%) unter Berücksichtigung der Fluktuation ermittelt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 3,22% p.a., i.V. 3,89%) ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt und bei Laufzeiten größer als 1 Jahr gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Weiterhin wurden erwartete Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen angesetzt.

Die Verpflichtungen gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein a.G. aus unverfallbaren Anwartschaften wurden mit einer Abzinsung von 2,18% berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags der Geschäftsvorfälle erfasst. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen in fremden Währungen erfolgte zum maßgeblichen Kurs am Bilanzstichtag. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Bei Kursgewinnen aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten von einer Laufzeit von bis zu einem Jahr kommt § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen und Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

(3) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name und Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% T€ T€
Saint-Gobain Denmark A/S, Videbæk (Dänemark) 33 18.882 7.261
Energieeffizienzagentur Rhein-Neckar gGmbH, Ludwigshafen am Rhein 4,6 194 -60

Die Angaben betreffen den letzten festgestellten Jahresabschluss 2015.

(4) Vorräte

31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.350 16.594
Unfertige Erzeugnisse 462 559
Fertige Erzeugnisse 12.154 15.372
Waren 4.890 4.720
Insgesamt 33.856 37.245

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2016
T €
davon davon
Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2015
T €
Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Fremde 4.471 0 2.491 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 156.856 0 147.827 0
Sonstige Vermögensgegenstände 2.789 0 2.260 0
Insgesamt 164.116 0 152.578 0

Die Abweichung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Vorjahr an Fremde i.H. von T€ 42 resultiert aus einer bilanziellen Umgliederung der Position Forderungen aus sonstigen Leistungen aus den sonstigen Vermögensgegenständen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Mitzugehörigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:

31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.390 5.278
Cash Pool 49.915 142.773
Sonstige Vermögensgegenstände 104.093 735
abzüglich verrechnete Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.542 -960
Insgesamt 156.856 147.826

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auch Forderungen an die Gesellschafterin in Höhe von 0 T € (i.V. 15.856 T €) enthalten.

(6) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 82.000 T € und ist eingeteilt in 3.200.000 Stückaktien.

(7) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf 11.124 T € .

Die Gewinnrücklagen betragen 302 T €, davon betreffen 167 T € die gesetzliche Rücklage.

(8) Sonderposten mit Rücklageanteil

Stand 01.01.2016 Zuführung Auflösung Stand 31.12.2016
T€ T€ T€ T€
Wertberichtigung zum Anlagevermögen gemäß        
- § 6 b EStG 637 0 116 520
- R 6.6 EStR 24 0 9 16
- § 4 FördergebietsG 245 0 84 161
  906 0 209 697
Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.786 0 292 1.494
Insgesamt 2.692 0 501 2.191

Die Erträge aus der Auflösung der Sonderposten (501 T €, i.V. 522 T €) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

(9) Rückstellungen

31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
Rückstellungen für Pensionen 139.455 133.992
Sonstige Rückstellungen 54.166 52.025
Insgesamt 193.621 186.017

Der Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen zum 1.1.2010 betrug 25.907 T € (zum 31.12.2016 0 T €).

Unterschiedsbetrag Pensionsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB

31.12.2016
T€
Rückstellungen entsprechend der obigen Herleitung unter Verwendung des 10- Jahres-Durchschnittszinssatzes 139.455
Zum Vergleich: Rückstellungen unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes 156.501
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB 17.046

Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden, frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrags oder abzüglich des Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Umsatzboni, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Verpflichtungen gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein aG, Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen, Verpflichtungen aus Skonti, ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungen.

(10) Verbindlichkeiten

Restlaufzeit INSGESAMT
bis 1 Jahr 1 — 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2016
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.966 0 0 21.966
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.240 0 0 16.240
Sonstige Verbindlichkeiten 3.904 0 0 3.904
Insgesamt 42.111 0 0 42.111

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 996 T € (i.V. 906 T €).

Die Aufgliederung der Vergleichszahlen des Vorjahres ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:

Restlaufzeit INSGESAMT
bis 1 Jahr 1 — 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2015
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.323 6 0 22.329
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.654 0 0 1.654
Sonstige Verbindlichkeiten 15.789 0 0 15.789
Insgesamt 39.766 6 0 39.772

Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:

31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.648 1.334
Cash Pool 14.856 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.110 1.528
abzüglich verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.374 -1.027
Sonstige Vermögensgegenstände 0 -181
Insgesamt 16.240 1.654

Es wurden keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gewährt.

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 14.747 T € (i.V. 12.582 T €), hiervon entfallen 106 T € (i.V. 94 T €) auf verbundene Unternehmen. Dabei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge. Davon im Folgejahr fällig sind 3.911 T€.

Für Investitionsaufträge bestand zum 31.12.2016 ein Bestellobligo von 5.628 T € (i.V. 5.784 T €).

(12) Latente Steuern

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und der steuerlichen Organschaft erfolgt auf Ebene der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG keine Bilanzierung latenter Steuern.

(13) Umsatzerlöse 2016

2016 2015
T€ T€
Eigenerzeugnisse 281.422 274.560
Handelsware 69.784 70.699
Leistungen (nach BilRUG) 8.076 9.031
Insgesamt 359.282 354.290
nach geographischen Gesichtspunkten:    
Inland 321.411 318.418
Ausland 37.871 35.872
Insgesamt 359.282 354.290

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Anpassung an die Neufassung von §277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht mit dem Vorjahresabschluss vergleichbar. Bei Anwendung des HGB in alter Fassung hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 345.259 T€ ergeben.

(14) Sonstige betriebliche Erträge

2016 2015
T€ T€
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 3.599 2.578
sind vor allem Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil, sowie verschiedene sonstige Erträge ausgewiesen.    
davon periodenfremde Erträge (im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Zuschreibungen auf das Anlagevermögen) 2.231 2.299
davon Erträge aus Währungsumrechnung 39 36

Die Vorjahreszahlen der sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund der Anpassung an die Neufassung von §277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht mit dem Vorjahresabschluss vergleichbar. Bei Anwendung des HGB in alter Fassung hätten sich für das Vorjahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 11.610 ergeben. Die Abweichung zu den Vorjahresangaben resultiert aus der Umgliederung der Erlöse aus Dienstleistungen und Weiterberechnung von Personalkosten (T€ 7.399), der Mieteinnahmen (T€ 700) und der Lizenzeinnahmen (T€ 933) gem. BilRUG.

(15) Materialaufwand

2016 2015
T€ T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 159.762 173.254
Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.532 15.802
Insgesamt 176.294 189.056

Von den Materialaufwendungen sind 0 T € (i.V. 68 T €) periodenfremd.

(16) Personalaufwand / Mitarbeiter

2016 2015
T€ T€
Löhne und Gehälter 62.183 61.357
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 11.128 11.423
Aufwendungen für Altersversorgung -4.712 21.243
Insgesamt 68.599 94.023

Im Personalaufwand sind 12 T € (i.V. 0 T €) periodenfremd.

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug bei den Angestellten 480 (i.V. 489).

Die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 540 (i.V. 556).

(17) Abschreibungen

2016 2015
T€ T€
planmäßige Abschreibungen auf immat. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.711 12.864
Insgesamt 13.711 12.864

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

   
  2016 2015
  T€ T€
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 82.830 76.275
sind insbesondere Vertriebs- und Verwaltungskosten, Fremdleistungen und Instandhaltungsaufwendungen im Gemeinkostenbereich, Aufwendungen für Restrukturierung, Aufwendungen für Lizenzen und Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sowie die letztmalige Anpassung des Unterschiedsbetrages aus der Bewertung der Pensionsrückstellung gem. BilMoG (T€ 10.363 für 4 Jahre) und Aufwendungen für Versicherungsprämien enthalten.    
davon betragen Periodenfremde Aufwendungen und enthalten im Wesentlichen Buchverluste aus Abgängen des Sachanlagevermögens und allgemeine Aufwendungen der Vorjahre 780 2.205
davon betragen die Aufwendungen aus Währungsumrechnung 57 27
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende außergewöhnliche Aufwendungen enthalten: 10.363 2.591
davon betragen Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 EGHGB und Artikel 67 Absatz 2 EGHGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung), die in Vorjahren als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen wurden in Höhe von 10.363 2.591

Die Vorjahreszahlen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund der Anpassungen an die Neufassung von §277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht mit dem Vorjahresabschluss vergleichbar. Bei Anwendung des HGB in alter Fassung hätten sich für das Vorjahr sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 73.685 ergeben. Die Abweichung zu den Vorjahresangaben entspricht dem Aufstockungsbetrag aus der Pensionsrückstellung, welcher aus den außerordentlichen Aufwendungen in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert wurde.

(19) Erträge aus Beteiligungen

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Dividendenerträge für das Geschäftsjahr 2015 von verbundenen Unternehmen.

(20) Zinsen und ähnliche Erträge

2016 2015
T€ T€
- aus Abzinsungen 18 10
- aus verbundenen Unternehmen 0 2
Insgesamt 18 12

(21) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

   
  2016 2015
  T€ T€
- aus Aufzinsungen von Rückstellungen 5.603 5.925
- an verbundene Unternehmen 1 2
- andere 20 15
Insgesamt 5.624 5.942

(22) Steuern

2016 2015
T€ T€
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 2
Vom Organträger für das laufende Jahr belastet 4.677 538
Aufwand für Ertragsteuern 4.679 540
Sonstige Steuern 488 476
Vom Organträger belastet 145 132
Aufwand für Sonstige Steuern 633 608
Insgesamt 5.312 1.148

(23) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Über das Jahresergebnis besteht mit der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen ein abgeschlossener Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

(24) Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

(25) Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Vorstands

Michael Wörtler Vorsitzender

Michael Wiessner (bis zum 31. Januar 2017) Vorstand Vertrieb

Mitglieder des Aufsichtsrats

Benott d'Iribarne, Aachen

(Vorsitzender seit 30.03.2016) Generaldelegierter der Compagnie de Saint-Gobain für Mitteleuropa, seit 22.01.2016

Wolfgang Minges, Ludwigshafen (stellvertretender Vorsitzender)

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats

Doris Barnett, Ludwigshafen

Mitglied des Deutschen Bundestages

Andreas Engelhardt, Bielefeld

Geschäftsführer, persönlich haftender Gesellschafter Schüco International KG

Caspar von Hauenschild, München Berater

Hans Jürgen Kolbenschlag, Limburgerhof Sachbearbeiter Logistik

Emmanuel Normant, Sèvres/Frankreich

Direktor für nachhaltige Entwicklung der Compagnie de Saint Gobain

Suat-Imam Özmen, Bergisch Gladbach Wannenmaschinenführer

Matthias Zenner, Aachen

Syndikusrechtsanwalt, Leiter der Direktion Recht der Generaldelegation der Compagnie de Saint-Gobain für Mitteleuropa

(26) Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im Geschäftsjahr beliefen sich auf 50 T €.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr werden aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Für die früheren Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden 286 T € geleistet. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind 4.153 T € zurückgestellt.

(27) Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG einbezogen ist, wird von der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, erstellt.

Als Ort der Offenlegung wird angegeben:

 

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre

 

64, rue du 8 mai 1945

 

F 92025 Nanterre Cedex

 

RCS Nanterre B 542 039 532

Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain wird in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

(28) Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich für die Abschlussprüfungsleistungen auf 73 T € (i.V. 95 T €).

 

Ludwigshafen am Rhein, den 24. Februar 2017

(Michael Wörtler)

(ppa. Ingolf Meschke)

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in € 1.1.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.736.325,08 116.973,92 129.804,08 250.500,00 3.973.994,92
Geleistete Anzahlungen 320.268,76 359.514,20 0,00 - 250.500,00 429.282,96
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.056.593,84 476.488,12 129.804,08 0,00 4.403.277,88
Grundstücke und Bauten 133.759.752,72 1.110.166,41 596.414,66 121.748,09 134.395.252,56
Technische Anlagen und Maschinen 291.447.626,34 3.492.466,45 18.357.014,27 6.374.803,47 282.957.881,99
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.049.962,71 708.673,08 1.360.423,79 582.451,11 37.980.663,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.227.705,24 10.839.850,01 0,00 - 7.079.002,67 10.988.552,58
Sachanlagen 470.485.047,01 16.151.155,95 20.313.852,72 0,00 466.322.350,24
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.313.925,83 0,00 15.059,50 0,00 27.298.866,33
Beteiligungen 2.500,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
Sonstige Ausleihungen 19.119,11 35.700,00 30.021,04 0,00 24.798,07
Finanzanlagen 27.335.544,94 35.700,00 45.080,54 0,00 27.326.164,40
Insgesamt 501.877.185,79 16.663.344,07 20.488.737,34 0,00 498.051.792,52
Kumulierte Abschreibungen
in € 1.1.2016 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.539.769,07 158.899,74 129.804,08 0,00 3.568.864,73
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.539.769,07 158.899,74 129.804,08 0,00 3.568.864,73
Grundstücke und Bauten 114.225.624,33 1.303.064,73 596.414,66 7.794,64 114.940.069,04
Technische Anlagen und Maschinen 219.150.241,90 12.166.286,53 17.768.341,79 269,94 213.548.456,58
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.212.063,82 974.278,14 1.359.776,27 - 8.064,58 32.818.501,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 366.587.930,05 14.443.629,40 19.724.532,72 0,00 361.307.026,73
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 370.127.699,12 14.602.529,14 19.854.336,80 0,00 364.875.891,46
Buchwerte
in € 31.12.2016 31.12.2015
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 405.130,19 196.556,01
Geleistete Anzahlungen 429.282,96 320.268,76
Immaterielle Vermögensgegenstände 834.413,15 516.824,77
Grundstücke und Bauten 19.455.183,52 19.534.128,39
Technische Anlagen und Maschinen 69.409.425,41 72.297.384,44
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.162.162,00 4.837.898,89
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.988.552,58 7.227.705,24
Sachanlagen 105.015.323,51 103.897.116,96
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.298.866,33 27.313.925,83
Beteiligungen 2.500,00 2.500,00
Sonstige Ausleihungen 24.798,07 19.119,11
Finanzanlagen 27.326.164,40 27.335.544,94
Insgesamt 133.175.901,06 131.749.486,67

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Mannheim, den 24. Februar 2017

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rataj, Wirtschaftsprüfer

Sprinz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während des Geschäftsjahres 2016 durch mündliche und schriftliche Berichte fortlaufend detailliert informiert über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Risiken der Gesellschaft, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere in den Bereichen der Finanz-, Investitions-, Personal-, Kosten- und Absatzplanung. Auf der Grundlage dieser Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2016 die ihm aufgrund Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden weiteren Pflichten wahrgenommen.

Im Geschäftsjahr 2016 haben drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren u. a. die Bewertung von Risiken auf Basis der Erkenntnisse des Risikomanagementsystems und der Wannenneubau ULTIMATE im Werk Lübz.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Mai 2016 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten gesetzlichen Bestätigungsvermerk versehen worden.

Dieser Jahresabschluss und Lagebericht sowie der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden vom Aufsichtsrat in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und dem Aufsichtsrat Erläuterungen gab, eingehend erörtert und geprüft. Die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat ergab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer fanden somit die uneingeschränkte Billigung des Aufsichtsrats. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 Aktiengesetz festgestellt.

Aufgrund der seit Mai 2003 erloschenen Börsennotierung der Aktien der Gesellschaft ergibt sich keine Pflicht zur Abgabe der Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2016.

Im Vorstand kam es zu folgender Veränderung: Herr Michael Wiessner, im Vorstand zuständig für das Ressort Vertrieb und Marketing, hat das Unternehmen zum 31.01.2017 auf eigenen Wunsch verlassen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Wiessner für seine erfolgreiche Tätigkeit.

 

Ludwigshafen am Rhein
April 2017

DER AUFSICHTSRAT

Benoît d’Iribarne, Vorsitzender