Ad-hoc | 23 November 1999 00:31
Ad hoc-Service: Fresenius Medical Care
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Fresenius Medical Care veröffentlicht nach vorläufiger
Vereinbarung mit U.S.-Regierung endgültige Zahlen für
das 3. Quartal 1999
Gewinn pro Aktie vor außerordentlichen Aufwendungen
steigt im 3. Quartal 1999 um 36%
Die Fresenius Medical Care AG hat mit der U.S.-
Regierung eine vorläufige Vereinbarung zur Beilegung
der Untersuchungen des Office of the Inspector General
of the U.S. Department of Health and Human Services
(OIG) gegen National Medical Care (NMC) und deren
Tochtergesellschaften geschlossen. Das Zustandekommen
der Vereinbarung setzt die Einigung über die
endgültigen Bestimmungen sowie die Zustimmung des
Gerichts voraus. Die Untersuchungen bezogen sich auf
Geschäftspraktiken von NMC ausschließlich vor der
Übernahme durch Fresenius und der Gründung von
Fresenius Medical Care, die jeweils im September 1996
erfolgten. Nach der Gründung des neuen Unternehmens
Fresenius Medical Care wurde ein neues Management
eingesetzt, das Unternehmens-Leitlinien zur Einhaltung
der staatlichen Vorgaben entwickelte und erfolgreich
umsetzte.
Die vorläufige Vereinbarung sieht vor, dass NMC und die
betroffenen Tochtergesellschaften sich mit der US-
Regierung auf die Zahlung von netto 415 Millionen
Dollar einigen. Dieser Nettobetrag entspricht einer
ursprünglichen Summe von rund 485 Millionen Dollar zur
Abgeltung der zivilrechtlichen Ansprüche und Bußgelder
abzüglich rund 70 Millionen Dollar, die National
Medical Care von der U.S.-Regierung (Medicare) für alle
bis zum 31. Dezember 1998 durchgeführten speziellen
IDPN-Ernährungstherapien (intradialytische parenterale
Ernährung) für mangelernährte Dialysepatienten erhält.
Das Unternehmen setzt die Verhandlungen mit der US-
Regierung über die ausstehenden Zahlungen für die nach
dem 31. Dezember 1998 durchgeführten
Ernährungstherapien sowie die zukünftige Regelung für
die bestmögliche Versorgung von mangelernährten
Dialysepatienten fort.
Als Ergebnis der vorläufigen Vereinbarung erwartet
Fresenius Medical Care einen Netto-Mittelabfluss in
Höhe von rund 260 Millionen Dollar. Dieser Betrag
resultiert aus außerordentlichen Aufwendungen vor
Steuern von insgesamt rund 590 Millionen Dollar
abzüglich der IDPN-Forderungen der Gesellschaft von
rund 150 Millionen Dollar (rund 70 Millionen Dollar
erhaltene Zahlungen; rund 80 Millionen Dollar
Wertberichtigungen) sowie der auf die außerordentlichen
Aufwendungen entfallenden Steuerminderungen von rund
178 Millionen Dollar. Die Steuerminderungen werden
zahlungswirksam in Abhängigkeit von dem jeweiligen
Zeitpunkt der Zahlungen an die U.S.-Regierung sowie dem
Zeitpunkt der Zahlungen für andere mit der vorläufigen
Vereinbarung in Zusammenhang stehenden Kosten.
In Folge der vorläufigen Vereinbarung wurden im 3.
Quartal 1999 die oben genannten außerordentlichen
Aufwendungen vor Steuern in Höhe von rund 590 Millionen
Dollar (412 Millionen Dollar nach Steuern) gebucht.
Diese außerordentlichen Aufwendungen schließen den
Gesamtbetrag der vorläufigen Vereinbarung von rund 485
Millionen Dollar, die Abschreibung der IDPN-Forderungen
von rund 80 Millionen Dollar sowie eine Rückstellung
von 25 Millionen Dollar für erwartete Kosten in
Zusammenhang mit der vorläufigen Vereinbarung ein.
Sollte die Vereinbarung nicht zustande kommen und eine
gerichtliche Entscheidung erforderlich werden, erwartet
das Unternehmen, dass die im 3. Quartal 1999 gebuchten
Rückstellungen ausreichend sind.
Dr. Ben Lipps, Vorsitzender des Vorstands der Fresenius
Medical Care AG: Fresenius Medical Care hat einen
wichtigen Schritt vollzogen, um den Vorgang endgültig
abzuschließen und wird sich künftig auf das Wesentliche
konzentrieren: die Gesundheit ihrer Patienten. Wir sind
davon überzeugt, dass wir mit dieser Vereinbarung im
Interesse unseres Unternehmens, unserer Patienten und
unserer Aktionäre gehandelt haben. Die Vereinbarung ist
eine hervorragende Basis für zukünftiges Wachstum und
ermöglicht uns den weiteren Ausbau unserer Position als
weltweit führendes Dialyse-Unternehmen.
Darüber hinaus ist es Fresenius Medical Care im dritten
Quartal gelungen, eine Untersuchung, die sich auf
Blutschlauchsysteme bezog, die vor Gründung der
Gesellschaft von NMC vertrieben wurden, mit einem
Vergleich in Höhe von 3,8 Millionen Dollar
abzuschließen. Aufgrund vorhandener Rückstellungen wird
das Quartalsergebnis von diesem Vergleich nicht
beeinflusst.
Der Umsatz belief sich im 3. Quartal 1999 auf 969
Millionen Dollar und lag damit wechselkursbereinigt um
10% über dem Umsatz im 3. Quartal 1998.
Das Ergebnis nach Steuern stieg im 3. Quartal 1999 vor
außerordentlichen Aufwendungen um 36% auf 46 Millionen
Dollar nach 34 Millionen Dollar im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum. Damit stieg der Gewinn pro
Stammaktie im 3. Quartal 1999 vor außerordentlichen
Aufwendungen um 36% auf 0,57 Dollar. Nach
außerordentlichen Aufwendungen beträgt das Ergebnis
nach Steuern im 3. Quartal -366 Millionen Dollar und
das Ergebnis je Stammaktie -4,64 Dollar.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen des 3.
Quartals 1999 sind auf der Homepage des Unternehmens
unter www.fmc-ag.com/press/news.htm abrufbar.
An der Fresenius Medical Care AG ist die Fresenius AG
(WKN 578 560, 578 562, 578 563) mehrheitlich beteiligt.
Fresenius Medical Care AG
Der Vorstand
Bad Homburg v.d.H., den 22. November 1999
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