Ad-hoc | 19 January 2000 18:10
Ad hoc-Service: Fresenius Medical Care
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Fresenius Medical Care schließt Vergleich mit U.S.-Regierung
Vierjähriges Untersuchungsverfahren beendet
Abschließender Vergleich im Rahmen der im November getroffenen
vorläufigen Vereinbarung
Die Fresenius Medical Care AG hat mit der U.S.-Regierung einen
Vergleich zur Beilegung der Untersuchungen des Office of the
Inspector General of the U.S. Department of Health and Human
Services (OIG) gegen National Medical Care (NMC) und deren
Tochtergesellschaften geschlossen. Das Zustandekommen der
Vereinbarung wurde heute von der Regierung bekannt gegeben und
bedarf nur noch der Zustimmung des Gerichts. Die Untersuchungen
bezogen sich auf Geschäftspraktiken von NMC ausschließlich vor der
Übernahme durch Fresenius und der Gründung von Fresenius Medical
Care, die jeweils im September 1996 erfolgten. Nach der Gründung
des neuen Unternehmens Fresenius Medical Care wurde ein neues
Management eingesetzt, das Unternehmens-Leitlinien zur Einhaltung
der staatlichen Vorgaben entwickelte und erfolgreich umsetzte.
Die endgültige Vereinbarung sieht vor, dass NMC und die
betroffenen Tochtergesellschaften eine Zahlung von netto 427
Millionen Dollar an die US-Regierung leisten. Dieser Nettobetrag
entspricht einer ursprünglichen Summe von rund 486 Millionen
Dollar zur Abgeltung der zivilrechtlichen Ansprüche und Bußgelder
abzüglich 59 Millionen Dollar, die National Medical Care von der
U.S.-Regierung (Medicare) für alle bis zum 31. Dezember 1999
durchgeführten speziellen IDPN-Ernährungstherapien
(intradialytische parenterale Ernährung) für mangelernährte
Dialysepatienten erhält.
Der Netto-Mittelabfluss wird sich auf 266 Millionen Dollar
belaufen. Dieser Betrag resultiert aus außerordentlichen
Aufwendungen vor Steuern von insgesamt 601 Millionen Dollar
abzüglich der IDPN-Forderungen der Gesellschaft von 153 Millionen
Dollar (59 Millionen Dollar erhaltene Zahlungen; 94 Millionen
Dollar Wertberichtigungen) sowie der auf die außerordentlichen
Aufwendungen entfallenden Steuerminderungen von 182 Millionen
Dollar. Der Mittelabfluss erfolgt in einer Einmalzahlung nach
Zustimmung des Gerichts und weiteren Zahlungen über die
darauffolgenden 18 Monate. Die genannten Steuerminderungen werden
voraussichtlich in den kommenden 18 Monaten realisiert.
Bereits im 3. Quartal 1999 wurden die oben genannten
außerordentlichen Aufwendungen vor Steuern in Höhe von 590
Millionen Dollar (412 Millionen Dollar nach Steuern) gebucht.
Eine zusätzliche Wertberichtigung der IDPN-Forderungen in Höhe von
11 Millionen Dollar wurde im vierten Quartal 1999 gebucht, um der
geringeren Zahlung der Regierung Rechnung zu tragen. Der
Gesamtbetrag der außerordentlichen Aufwendungen vor Steuern
beläuft sich nunmehr auf 601 Millionen Dollar (419 Millionen
Dollar nach Steuern).
Das Unternehmen hat mit der US-Regierung auch eine Einigung über
die Anfechtung von in 1996 auferlegten Restriktionen für
Ernährungstherapien erzielt. Für die künftige Regelung, in welchen
Fällen der Staat diese lebenserhaltende Therapie vergütet, wird
Fresenius Medical Care mit der US-Regierung zusammenarbeiten.
An der Fresenius Medical Care AG ist die Fresenius AG (WKN 578
560, 578 563) mehrheitlich beteiligt.
Fresenius Medical Care AG
Der Vorstand
Bad Homburg v.d.H., den 19. Januar 2000
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