Fresenius Medical Care AG

Hof

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

Die Zukunft der Nierenbehandlung gestalten

Zwischenlagebericht

In dem vorliegenden Bericht beziehen sich die Begriffe "FME AG", "die Gesellschaft", "der Konzern", "wir", "uns" oder "unser" in Abhängigkeit vom Kontext auf die Fresenius Medical Care AG oder auf die Fresenius Medical Care AG und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis. Die folgende Darstellung und Analyse des Zwischenlageberichts der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften sollte in Verbindung mit unserem Konzernzwischenabschluss und dem zugehörigen Konzernanhang gelesen werden, die sich an anderer Stelle dieses Berichts befinden. Zudem sollten in diesem Zusammenhang auch die enthaltenen Angaben und Erläuterungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023 gemäß § 315 HGB und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2023) berücksichtigt werden.

Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Enablement, das im Wesentlichen mit dem Vertrieb von Produkten und Anlagen beschäftigt ist und Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und Qualitätsmanagement beinhaltet. Die Bezeichnung "Care Delivery" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Delivery, das sich in erster Linie mit der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von chronischem Nierenversagen (Chronic Kidney Disease, CKD), terminaler Niereninsuffizienz (End-Stage Renal Disease, ESRD) und anderen extrakorporalen Therapien beschäftigt, einschließlich wert- und risikobasierter Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst auch das Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. (VFMCRP), die in unseren Kliniken für die Gesundheitsversorgung unserer Patient*innen eingesetzt werden. Die Geschäftssegmente ergeben sich aus der Art, wie die Gesellschaft nach der Zuständigkeit für Produkte und Dienstleistungen ihre Geschäfte steuert und die Ressourcen allokiert, und sind auf die Finanzinformationen abgestimmt, die der verantwortlichen Unternehmensinstanz vierteljährlich vorgelegt werden.

Unser Global Medical Office, das zur Aufgabe hat, medizinische Behandlungen und klinische Prozesse im Unternehmen zu optimieren und sowohl Care Delivery als auch Care Enablement unterstützt, wird zentral verwaltet und sein Gewinn oder Verlust werden den Segmenten zugewiesen. In ähnlicher Weise ordnen wir Kosten zu, die in erster Linie als Gemeinkosten der Konzernzentrale anzusehen sind, einschließlich Buchhaltungs- und Finanzkosten sowie bestimmter Personal-, Rechts- und IT-Kosten, da wir der Ansicht sind, dass diese Kosten den Segmenten zurechenbar sind und bei der Allokation von Ressourcen für Care Delivery und Care Enablement verwendet werden. Diese Kosten werden zu budgetierten Beträgen allokiert, wobei die Differenz zwischen budgetierten und tatsächlichen Werten in den Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten, Managementaktivitäten, die globale interne Revision und die Neubewertung von bestimmten Investitionen beziehen, werden jedoch nicht einem Segment zugeordnet, sondern als Konzernkosten ausgewiesen. Diese Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen für den Ausweis als Geschäftssegment gemäß IFRS 8, Geschäftssegmente und werden auch separat als Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche). Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen. Für weitere Informationen zu unseren Geschäftssegmenten siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juli 2023 haben die Aktionäre der Gesellschaft dem Vorschlag zugestimmt, die Rechtsform der Gesellschaft von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) zu ändern (Rechtsformwechsel). Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels, das mit Eintragung des Rechtsformwechsels in das zuständige Handelsregister am 30. November 2023 eintrat, ist die vorherige persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft aus der Gesellschaft ausgeschieden, die Fresenius SE & Co. KGaA (Fresenius SE) beherrscht die Gesellschaft nicht mehr (im Sinne von IFRS 10, Konzernabschlüsse) und die Gesellschaft schied aus dem Konsolidierungskreis der Fresenius SE aus.

Die Bezeichnung "zu konstanten Wechselkursen" bedeutet, dass wir die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) und andere Positionen der laufenden Berichtsperiode mit dem Durchschnittskurs des Vorjahres umrechnen, um, wie im Kapitel "Wirtschaftsbericht" in Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS®-Kennzahlen" beschrieben, einen Periodenvergleich ohne den Einfluss von Wechselkursschwankungen der Umrechnung zu ermöglichen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. In diesem Bericht wird mit der Verwendung der Worte "Ausblick", "erwartet", "geht davon aus", "beabsichtigt", "plant", "ist der Überzeugung", "strebt an", "schätzt", "Ausrichtung", "Ziel" und ähnlicher Ausdrücke beabsichtigt, zukunftsbezogene Aussagen kenntlich zu machen. Obwohl wir davon überzeugt sind, dass die in solchen zukunftsbezogenen Aussagen widergespiegelten Annahmen und Erwartungen plausibel sind, unterliegen zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten, von denen viele nicht genau vorhergesagt werden können und einige möglicherweise überhaupt nicht vorhergesehen werden können. Darüber hinaus sind spätere Ereignisse und tatsächliche Ergebnisse, finanzieller und anderer Art, in der Vergangenheit anders ausgefallen und können in der Zukunft wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen, die an anderer Stelle in diesem Bericht dargestellt oder in Betracht gezogen werden, abweichen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen wurden auf der Grundlage von aktuellen Annahmen und Einschätzungen formuliert, die wir nach bestem Wissen getroffen haben. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich unserer Finanzlage und unserer Profitabilität wesentlich sowohl positiv als auch negativ von denjenigen Ergebnissen abweichen können, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Des Weiteren können sich in die Zukunft gerichtete Schätzungen und Voraussagen, die auf Gutachten oder Informationen Dritter basieren, als unrichtig herausstellen. Daher können wir keine Zusicherungen hinsichtlich der zukünftigen Richtigkeit der in diesem Bericht dargestellten Meinungen oder hinsichtlich des tatsächlichen Eintretens der hier beschriebenen Entwicklungen machen. Auch sind unsere zukünftigen Ergebnisse, selbst wenn sie den hier dargestellten Erwartungen entsprechen sollten, nicht notwendigerweise indikativ für unsere Leistung in zukünftigen Geschäftsjahren.

Zu den Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, einschließlich der damit verbundenen Kosten, welche unsere tatsächlichen Ergebnisse von den geschätzten abweichen lassen könnten, gehören insbesondere:

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Änderungen in Erstattungen von staatlichen Stellen und privaten Versicherern für unser gesamtes Produkt- und Dienstleistungsangebot, einschließlich des Medicare-Erstattungssystems für Dialysedienstleistungen und andere Gesundheitsdienstleistungen in den USA. Dies umfasst auch potenziell signifikante Änderungen des "Patient Protection and Affordable Care Act - Gesetzes" aus dem Jahr 2010 (Pub. L. 111-148) in seiner durch das "Health Care and Education Reconciliation Act - Gesetz" (Pub. L. 111-152) geänderten Fassung (zusammen ACA), die sich aufgrund zukünftiger Bemühungen um Überarbeitung, Aufhebung oder Ablösung des ACA ergeben können, und Änderungen der Aufsichtsbehörden an bestimmten Erstattungsmodellen, wie zum Beispiel dem "ESRD Treatment Choices-Modell" (ETC) und dem "Comprehensive Kidney Care Contracting-Modell" (CKCC), die die Leistung im Rahmen dieser Modelle auf unvorhergesehene Weise erheblich beeinflussen könnten;

unsere Fähigkeit zur genauen Interpretation und Einhaltung der komplexen gegenwärtigen und zukünftigen staatlichen Regelungen, die Anwendung auf unser Geschäft finden, einschließlich der Einhaltung von Sanktionen und Gesetzen beziehungsweise Vorschriften zur Ausfuhrkontrolle, Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance sowie Auswirkungen von Gesundheits-, Steuer- und Handelsrechtreformen und -vorschriften, insbesondere die Initiativen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Umverteilung von Besteuerungsrechten an Marktstaaten (erste Säule) und zur Einführung einer globalen Mindeststeuer (zweite Säule) sowie eine mögliche US-Steuerreform, Kartell- und Wettbewerbsgesetze in den Ländern und Orten, in denen wir tätig sind, und andere staatliche Regulierung; diese Regelungen schließen in den USA das Bundesgesetz über Medicare- und Medicaid-Betrug und -Missbrauch von 1977 in seiner geänderten Fassung (den Anti-Kickback Statute), den False Claims Act, das Bundesgesetz über die Selbstüberweisung von ärztlichem Fachpersonal (das Stark Law), das Civil Monetary Penalty Law, den Health Insurance Portability and Accountability Act, den Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act, den Foreign Corrupt Practices Act (FCPA), die Regel der Federal Trade Commission über Wettbewerbsverbote (falls und sobald diese in Kraft tritt) und andere ähnliche staatliche Gesetze und den Food, Drug and Cosmetic Act sowie die Vorschriften der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zu klimabezogenen Angaben (falls und sobald sie in Kraft treten) und, außerhalb der USA, unter anderem die Verordnung der Europäischen Union (EU) über Medizinprodukte, die EU-Datenschutz-Grundverordnung, die EU-Taxonomieverordnung, die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, das EU-Gesetz über künstliche Intelligenz, die NIS-2-Richtlinie (EU-Richtlinie 2022/​2555), das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, die EU-Lieferkettenrichtlinie, das Zwei-Rechnungen-System, die "Buy China"-Politik, volumenbasierte Beschaffungspolitik sowie das Ausschreibungs- und Bieterverfahrensgesetz (Tendering and Bidding Law) in China und entsprechende Landesgesetzgebung sowie vergleichbare aufsichtsrechtliche Regelwerke in vielen der Länder, in denen wir Gesundheitsdienstleistungen oder Produkte anbieten, ein.

In den USA könnten die Auslegung dieser Gesetze und die Gültigkeit bestehender Auslegungen durch die Behörden, die diese Gesetze verwalten, infolge des Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA in den Rechtssachen Loper Bright Enterprises v. Raimondo and Relentless v. Department of Commerce, 603 U.S. (2024) (Loper) im Juni 2024 einer erhöhten Unsicherheit unterliegen. Mit Loper wurde die so genannte Chevron-Doktrin aufgehoben, nach der den Verwaltungsbehörden bei der Auslegung der von ihnen verwalteten Gesetze ein erheblicher Spielraum eingeräumt wurde. In der Loper-Entscheidung wurde festgelegt, dass das US-Verwaltungsverfahrensgesetz die Gerichte verpflichtet, "zu einem unabhängigen Urteil zu kommen, ob eine Behörde innerhalb ihrer gesetzlichen Befugnisse gehandelt hat". Die Auswirkungen der Loper-Entscheidung werden sich erst in den kommenden Monaten und Jahren zeigen. Es ist jedoch möglich, dass die Entscheidung zu weiteren Rechtsstreitigkeiten führen könnte, in denen die Vorschriften, Richtlinien und Entscheidungen von Behörden wie der U.S. Food and Drug Administration und den Centers for Medicare and Medicaid (CMS) angefochten werden. Weiterhin könnte die Entscheidung zu Unsicherheit hinsichtlich der Durchsetzbarkeit solcher Verordnungen bis zu ihrer gerichtlichen Prüfung, zu Anfechtungen der CMS-Richtlinien in Bereichen wie Abrechnungsanforderungen, Kodierungsentscheidungen, Zuschlagszahlungen und Verfahrenskategorisierung und dem Medicaid Drug Rebate Program sowie der Gültigkeit von durch das Büro des Generalinspekteurs des US-Gesundheitsministeriums gemäß dem Anti-Kickback Statute herausgegebenen Gutachten und Safe-Harbor-Verordnungen führen. Solche zusätzlichen Rechtsstreitigkeiten könnten aufgrund widersprüchlicher Auslegungen und Entscheidungen von Gerichten in verschiedenen Gerichtsbarkeiten auch zu zusätzlicher Unsicherheit in Bezug auf solche Vorschriften und Auslegungen führen. Angesichts der durch die Loper-Entscheidung geschaffenen Ungewissheit können wir die möglichen Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehen;

der Einfluss privater Versicherer (einschließlich Integrated Care-Organisationen, privater Versicherungen und Plänen gemäß Medicare Advantage, auch bekannt als Medicare Teil C, die von privaten Krankenversicherern angeboten werden, denen von den CMS die Genehmigung erteilt wurde, ihre Mitglieder mit Medicare-Leistungen gemäß Teil A, Teil B und in der Regel Teil D zu versorgen (Medicare-Advantage-Pläne)) sowie die Bemühungen dieser Organisationen, Kosten durch die Beschränkung von Gesundheitsleistungen, das Einengen ihrer Netzwerke, die Reduzierung der Erstattung an die Anbieter, die Einführung einer Vorabgenehmigung beziehungsweise die Einschränkung von Optionen für Patient*innen zur Finanzierung von Krankenversicherungsprämien zu steuern, einschließlich der potenziellen Bemühungen von betrieblichen Gesundheitsplänen und privaten Versicherern, die Erstattung für Dialyseleistungen außerhalb des Netzwerks infolge des Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA in der Rechtssache Marietta Memorial Hospital Employee Health Benefit Plan, et al. v. DaVita Inc.,142 S. Ct. 1968 (2022) (Marietta), zu einem niedrigeren Satz zu leisten, insbesondere falls der US-Kongress die Rechtsvorschriften zur Rückgängigmachung der potenziellen Auswirkungen dieser Entscheidung nicht verabschiedet;

die Auswirkungen von weltweiten Pandemien (zum Beispiel des schweren akuten Atemwegsyndroms Coronavirus 2 und der damit verbundenen Coronavirus-Erkrankung (Covid-19)), darunter eine signifikante Zunahme der Sterblichkeit von Patient*innen mit chronischen Nierenerkrankungen sowie eine Zunahme von Personen mit Nierenversagen, die Auswirkungen von globalen Viruserkrankungen auf unsere Patient*innen, Pflegekräfte, Beschäftigte, Lieferanten, Lieferkette, Geschäftstätigkeit und Betrieb und die Folgen von Konjunktureinbrüchen aufgrund von globalen Pandemien;

unsere Fähigkeit, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und langfristig zu binden, und Risiken, dass Personalengpässe und Konkurrenz um Arbeitskräfte, hohe Fluktuationsraten und deutlich gestiegene Personalkosten sowie Gesetzgebungs-, Gewerkschafts- oder andere, den Arbeitsmarkt betreffende Aktivitäten beziehungsweise Veränderungen zu einem signifikanten Anstieg unserer betrieblichen Aufwendungen, zu einem signifikanten Rückgang der Produktivität und teilweisen Betriebsunterbrechungen geführt haben und weiterhin führen werden und unsere Fähigkeit beeinträchtigen, zusätzliche Behandlungen und erneutes Wachstum zu generieren;

der Anstieg der Rohmaterial-, Energie-, Arbeits- und sonstigen Kosten (einschließlich der Auswirkungen dieser Kostensteigerungen auf unsere Initiativen zur Kostensenkung und Erhöhungen aufgrund geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen (zum Beispiel Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine (Ukraine-Krieg)) sowie die potenziellen Auswirkungen der Inflation auf eine mögliche Wertminderung unseres Firmenwerts, unserer Beteiligungen oder sonstiger Vermögenswerte (siehe oben);

das Ergebnis staatlicher und interner Ermittlungen sowie Rechtsstreitigkeiten;

die Einführung neuer Technologien, die Einführung von Generika oder neuen Medikamenten und medizinischen Produkten, die mit unseren Produkten oder Dienstleistungen konkurrieren, Fortschritte bei medizinischen Therapien, einschließlich der verstärkten Nutzung von Medikamenten, die das Fortschreiten von chronischem Nierenversagen und dessen Vorstufen reduzieren, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Xenotransplantation und neue Marktteilnehmer, die mit unseren Geschäftsaktivitäten konkurrieren (für weitere Informationen zu den Auswirkungen bestimmter Medikamente, die das Fortschreiten von chronischem Nierenversagen reduzieren, sowie unserer Analyse zu deren Auswirkungen auf unsere Cash-Flow-Prognosen und Goodwill-Sensitivitätsbewertungen siehe Anmerkung 1 im Konzernanhang);

Produkthaftungsrisiken und das Risiko eines Rückrufs unserer Produkte durch Behörden;

unsere Fähigkeit, in unserem Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und -produkten weiterhin organisch und durch Akquisitionen zu wachsen, einschließlich der Auswirkungen einer verstärkten Durchsetzung von Kartell- und Wettbewerbsgesetzen im Hinblick auf Akquisitionen, und unsere Strategie umzusetzen;

die Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinsschwankungen, einschließlich des erhöhten Risikos von Schwankungen infolge geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen, die Auswirkungen des gegenwärtig gesamtwirtschaftlich inflationären Umfelds auf die Zinssätze und die damit verbundenen Auswirkungen auf unsere Finanzierungskosten;

Volatilität der Bewertung von Finanzinstrumenten, die an Energiepreise oder Energieproduktionsmengen gekoppelt sind (z. B. virtuelle Stromabnahmeverträge (vPPAs)), einschließlich des erhöhten Volatilitätsrisikos infolge geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen;

möglicher Wertminderungsaufwand auf unseren Firmenwert, Investitionen oder andere Vermögenswerte aufgrund von Verringerungen des erzielbaren Betrags dieser Vermögenswerte gegenüber ihrem Buchwert, insbesondere infolge von Herabstufungen durch unabhängige Ratingagenturen, gepaart mit einem wirtschaftlichen Abschwung in verschiedenen Regionen oder infolge geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen;

unsere Fähigkeit, Informationstechnologie-Systeme und geschützte Gesundheitsinformationen gegen Cyber-Attacken zu schützen und andere Verletzungen von Datenschutz oder -sicherheit bezüglich unserer Daten (einschließlich der Daten im Besitz von durch uns beauftragten Dritten) zu verhindern, mögliche Rechtsstreitigkeiten aufgrund von Verstößen gegen die Cybersicherheit und die möglichen Auswirkungen von Cybersecurity-Vorfällen, die uns oder unseren Dienstleistern zustoßen können, auf unseren Ruf, unsere Kunden- oder Lieferantenbeziehungen, unseren Geschäftsbetrieb oder unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie unsere Fähigkeit, Effizienzziele effektiv zu messen und vertragliche und sonstige Anforderungen im Zusammenhang mit Aktivitäten zur Auslagerung von Daten in andere Länder zu erfüllen;

Änderungen der Beschaffungskosten und des Verordnungsumfelds für Medikamente und unsere anderen Gesundheitsprodukte und Verbrauchsmaterialien, mangelnde Beschaffungsmöglichkeiten für Rohmaterialien oder Störungen in unserer Lieferkette;

potenzielle Zollerhöhungen und Handelshemmnisse, die sich aus dem Rückzug einzelner oder mehrerer Länder aus multilateralen Handelsabkommen oder der Einführung von Sanktionen, Vergeltungszöllen und anderen Gegenmaßnahmen im Zuge von Handelsstreitigkeiten und geopolitischen Konflikten in bestimmten Regionen ergeben könnten;

die Einbringlichkeit unserer Forderungen, die hauptsächlich von der Wirksamkeit unserer Abrechnungspraxis, der finanziellen Stabilität und Liquidität staatlicher und privater Versicherungsträger, den Dienstleistungen von externen Abrechnungsstellen und den Strategien der Versicherungsträger zur Verzögerung, Anfechtung oder Vereitelung der Forderungseinziehung abhängt;

unsere Fähigkeit, Verträge zu sichern und im Rahmen unseres wertbasierten Versorgungsgeschäfts und anderer Gesundheitsrisikomanagementprogramme, an denen wir teilnehmen oder beabsichtigen teilzunehmen, Kosteneinsparungen und gewünschte klinische Ergebnisse zu erzielen;

die Größe, Marktmacht, Erfahrung und das Produktangebot von bestimmten Wettbewerbern in bestimmten geographischen Regionen und Geschäftsfeldern;

die Verwendung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen, und Beurteilungen sowie die Interpretation von Rechnungslegungsgrundsätzen in unserem Konzernabschluss;

unsere Fähigkeit, die geplanten Kosteneinsparungen innerhalb des vorgesehenen Zeitraums im Rahmen der zuvor angekündigten Transformation unserer Betriebsstruktur und der Schritte zur Erzielung von Kosteneinsparungen (Programm FME25) zu erreichen, sowie die Möglichkeit, dass eine Änderung oder Ausweitung der Aufgabengebiete unserer Beschäftigten aufgrund dieser Transformation kurzfristig zusätzliche Ressourcen erfordern könnten;

unsere Fähigkeit, unsere finanzielle Leistung durch die Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden oder margenverwässernden Geschäftsbereichen zu verbessern; und

unsere Fähigkeit, die prognostizierten Preiserhöhungen für unsere Produkte und entsprechende Dienstleistungen zu erzielen.

Wichtige Faktoren, die zu derartigen Abweichungen beitragen können, sind im Kapitel "Wirtschaftsbericht", Abschnitt I. "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen", in Anmerkung 11 im Konzernanhang sowie im Geschäftsbericht 2023 in Anmerkung 25 im Konzernanhang und im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Risiken" des Konzernlageberichts beschrieben. Weitere Informationen zu unseren Bemühungen, verschiedene Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen anzugehen, finden Sie in unserem nichtfinanziellen Konzernbericht unter www.freseniusmedicalcare.com/​de/​investoren/​ueberblick-investoren/​. Durch den Verweis auf unseren nichtfinanziellen Konzernbericht und die Bereitstellung dieser Website-Adresse in diesem Bericht beabsichtigen wir jedoch nicht, Inhalte aus unserem nichtfinanziellen Konzernbericht oder Informationen auf unserer Website in diesen Bericht aufzunehmen, und, soweit nicht ausdrücklich hierin angegeben, sind Informationen in unserem nichtfinanziellen Konzernbericht und auf unserer Website nicht als Bestandteil dieses Berichts zu betrachten.

Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt darüber hinaus weiteren Risiken und Unsicherheiten, die wir in den regelmäßig veröffentlichten Berichten darstellen. Veränderungen in jedem dieser Bereiche könnten dazu führen, dass unsere Ergebnisse wesentlich von den Ergebnissen abweichen, die wir oder andere vorhergesagt haben oder vorhersagen werden.

Die tatsächlich angewandten Rechnungslegungsgrundsätze, die Beurteilungen im Rahmen der Auswahl und Anwendung dieser Grundsätze sowie die Sensitivität der berichteten Ergebnisse in Bezug auf Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen, Annahmen und Schätzungen stellen zusätzliche Faktoren dar, in deren Kontext der vorliegende Konzernzwischenabschluss und die im Folgenden unter III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" dargestellten Ausführungen zu betrachten sind. Eine Erläuterung unserer wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze ist im Geschäftsbericht 2023 in Anmerkung 2 im Konzernanhang zu finden.

Aufgrund von Rundung geben Zahlen und Prozentsätze, die in diesem oder anderen Berichten dargestellt werden, die absoluten Zahlen eventuell nicht präzise wieder. Einige Zahlen (einschließlich Prozentsätze) in diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. In einigen Fällen summieren sich solche gerundeten Zahlen und Prozentsätze möglicherweise nicht zu 100% oder zu den in diesem Bericht enthaltenen Summen oder Zwischensummen. Darüber hinaus können Summen und Zwischensummen in Tabellen aufgrund von kaufmännischen Rundungen geringfügig von den in diesem Bericht enthaltenen ungerundeten Zahlen abweichen. Ein Bindestrich (-) zeigt an, dass für eine bestimmte Position im betreffenden Geschäftsjahr oder Zeitraum keine Daten gemeldet wurden, während eine Null (0) verwendet wird, wenn der relevante Wert gerundet Null beträgt.

Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick

Wir sind weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen (auf Basis der veröffentlichten Umsatzerlöse und der Anzahl der behandelten Patient*innen). Wir bieten Dialyse und damit verbundene Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen sowie andere Gesundheitsdienstleistungen an. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben zudem eine breite Palette an Gesundheitsprodukten. Unsere Gesundheitsprodukte umfassen Hämodialysegeräte, Cycler für die Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie Granulate für die Hämodialyse, Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen sowie Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen und für die Apherese-Therapie. Wir versorgen Dialysekliniken, die wir besitzen, betreiben oder leiten, mit einer breiten Produktpalette und verkaufen zudem Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Wir verkaufen unsere Gesundheitsprodukte an Kunden in rund 140 Ländern und setzen sie auch bei unseren eigenen Gesundheitsdienstleistungen ein. Unser Dialysegeschäft ist folglich vertikal integriert. Unsere anderen Gesundheitsdienstleistungen beinhalten wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme, die Distribution verschreibungspflichtiger Arzneimittel, Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in ambulanten Operationszentren, nephrologische Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches Fachpersonal und ambulante Behandlungen. Wir schätzen, dass die Bereitstellung von Dialysedienstleistungen und der Vertrieb von Dialyseprodukten einen weltweiten Markt von etwa 81 MRD € im Geschäftsjahr 2023 darstellte. Der Zuwachs von Dialysepatient*innen wird durch Faktoren wie die demographischen Veränderungen und die steigende Lebenserwartung sowie den Mangel an Spenderorganen für Nierentransplantationen verursacht. Darüber hinaus tragen ein steigendes Aufkommen von Niereninsuffizienz, Diabetes, Bluthochdruck und anderen Krankheiten, welche häufig zu einem chronischen Nierenversagen führen, zu einem steigenden Patientenaufkommen bei. Auch eine bessere Behandlung und eine höhere Überlebensrate der von diesen Erkrankungen betroffenen Patient*innen, Verbesserungen bei der Behandlungsqualität, neue Medikamente und Produkttechnologien, durch die das Leben der Behandelten verlängert wird, und die sich verbessernden Lebensstandards in den Entwicklungsländern, durch die lebensrettende Dialysebehandlungen verfügbar werden, haben einen Einfluss auf das Patientenwachstum. Zudem engagieren wir uns in verschiedenen Bereichen der Forschung zu therapeutischen Gesundheitsprodukten.

Als globales Unternehmen für Gesundheitsdienstleistungen und -produkte stehen wir vor der Herausforderung, den Bedürfnissen einer großen Bandbreite an Interessengruppen wie Patient*innen, Kunden, Versicherern, Aufsichtsbehörden und Gesetzgebern in vielen unterschiedlichen wirtschaftlichen Umfeldern und Gesundheitssystemen gerecht zu werden. Im Allgemeinen kommen staatlich finanzierte Programme (in manchen Ländern in Kooperation mit privaten Versicherern) für bestimmte an ihre Bürger erbrachte Gesundheitsleistungen und -dienstleistungen auf. Nicht alle Gesundheitssysteme decken die Zahlungen für Dialysebehandlungen ab. Daher beeinflussen die Erstattungssysteme sowie das Umfeld für die Verordnung von Zusatzdienstleistungen verschiedener Länder unser Geschäft erheblich.

Unser Geschäft ist Konjunkturzyklen in relativ geringem Maße unterworfen. Dadurch unterscheiden wir uns beispielsweise von Konsumgüterherstellern, die einer eher zyklischen Produktnachfrage unterliegen. Beeinflusst wird unser Geschäft vielmehr von staatlich festgelegten Vergütungssystemen und Erstattungssätzen. Die Dialyse ist eine lebensnotwendige medizinische Dienstleistung, deren Kosten deshalb in der Regel vom zuständigen Gesundheitssystem getragen werden.

Wesentliche Erstattungsentwicklungen in den USA

Ein Großteil der von uns erbrachten Gesundheitsdienstleistungen wird von staatlichen Institutionen bezahlt. Etwa 26% der Umsatzerlöse des Konzerns im 1. Halbjahr 2024 resultierten aus den Erstattungen von staatlich finanzierten US-Gesundheitsprogrammen wie Medicare und Medicaid, deren Erstattungssätze durch die CMS festgelegt werden. Gesetzesänderungen können die Erstattungssätze für einen erheblichen Teil unserer Dienstleistungen betreffen. Beeinflusst wurde die Stabilität der Erstattungssätze in den USA durch (i) ein Pauschalvergütungssystem für Patient*innen mit terminaler Niereninsuffizienz (PVS), (ii) die pauschalen Ausgabenkürzungen des US-Haushalts bezüglich der Zahlungen an Medicare-Dienstleister, im Folgenden die "Kürzungen des US-Haushalts" und (iii) die stufenweise Kürzung des PVS-Erstattungssatzes zur Berücksichtigung der gesunkenen Verordnungen bestimmter Medikamente und Biopharmazeutika für Dialysebehandlungen durch das "American Taxpayer Relief Act of 2012-Gesetz" (ATRA) einschließlich der späteren Änderungen durch das "Protecting Access to Medicare Act of 2014-Gesetz" (PAMA). Nachstehend werden diese und weitere Entwicklungen im Bereich der Gesetzgebung ausführlicher dargestellt:

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Nach dem "Medicare Improvements for Patients and Providers Act of 2008-Gesetz" (MIPPA) werden für Medicare-Patient*innen alle Dialysebehandlungen aufgrund von terminaler Niereninsuffizienz mit einem einzigen festen, pauschalen Vergütungssatz, dem PVS, vergütet, der im Wesentlichen sämtliche während der Dialysebehandlung verwendeten Produkte und erbrachten Dienstleistungen abdeckt. Zusätzlich wurde mit dem MIPPA auch das ESRD-Qualitätsverbesserungsprogramm (Quality Incentive Program, QIP) eingeführt, das für Dialysekliniken in den USA, die die von den CMS festgelegten jährlichen Qualitätsstandards nicht erreichen, Basis-Erstattungskürzungen um bis zu 2% in einem Folgejahr nach sich ziehen kann.

Darüber hinaus schrieb das "Budget Control Act of 2011-Gesetz" (BCA) eine Reduzierung des Defizits um 1,2 BIO US$ bis 2021 vor. Sollte sich der Kongress nicht auf Vorschläge zur Erreichung dieses Ziels einigen können, würden Sequestrierung oder allgemeine Ausgabenkürzungen in Kraft treten (U.S. Sequestration). Am 1. April 2013 trat eine 2%ige Kürzung der Medicare-Zahlungen in Kraft, die weiterhin gilt. Darüber hinaus schreibt das "Statutory Pay-As-You-Go Act of 2010-Gesetz" (Statutory PAYGO) vor, dass eine Kürzung der Medicare-Zahlungen um 4% in Kraft tritt, wenn das Haushaltsbüro des Kongresses (Congressional Budget Office) feststellt, dass der Kongress ein Gesetz verabschiedet hat, das das Defizit des Bundeshaushalts erhöht. Bislang hat der Kongress nach der Verabschiedung des PAYGO-Gesetzes mehrfach Gesetze zur Erhöhung des Bundesdefizits verabschiedet, aber immer verhindert, dass eine solche Kürzung in Kraft tritt. Die Ausgabenkürzungen des US-Haushalts haben sich in der Vergangenheit negativ auf unsere Ertragslage ausgewirkt und werden dies auch weiterhin tun. Darüber hinaus wurden von Zeit zu Zeit Möglichkeiten zur Umstrukturierung des Medicare-Programms in Richtung eines beitragsorientierten Prämienunterstützungsmodells und zur Umstellung der Medicaid-Finanzierung auf einen Pauschalzuschuss oder eine Pro-Kopf-Regelung mit größerer Flexibilität für die Bundesstaaten vorgeschlagen oder erwogen. Änderungen der Zahlungsmethoden und der Finanzierungs- oder Zahlungsvorschriften unter anderem des PVS-Vergütungssatzes, der Gebührenordnung für ärztliches Fachpersonal, der Gebührenordnung für klinische Labore und des Zahlungssystems für ambulante chirurgische Zentren können wesentliche Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben. Wir können auch mit Änderungen der Auslegung von staatlichen Vorschriften durch die Gerichte konfrontiert werden. Unsere Möglichkeiten, das Ausmaß vieler dieser Änderungen zu beeinflussen oder vorherzusagen, sind sehr begrenzt.

Am 27. Juni 2024 haben die CMS einen Regelungsentwurf zum PVS-Vergütungssatz für das Kalenderjahr 2025 veröffentlicht, der laut den CMS zu einer Erhöhung der Gesamtzahlungen an ESRD-Einrichtungen um 2,1% führen wird. Die Erhöhung um 2,1% spiegelt eine vorgeschlagene Erhöhung des Basis-Pauschalvergütungssatzes je Behandlung um 0,8% auf 273,20 US$ wider, zuzüglich zusätzlicher Anpassungen für Inflation und Produktivität (wie vom ACA vorgeschrieben) und budgetneutraler Lohnindexanpassungen. Die CMS merken an, dass das Ziel von 1,0% an ESRD-Ausreißerzahlungen im Kalenderjahr 2024 erreicht wurde und erwarten, dass diese Zahlungen im Kalenderjahr 2025 etwa 1% der Gesamtzahlungen ausmachen werden. Darüber hinaus schlagen die CMS vor, den Basis-Pauschalvergütungssatz um zusätzliche 0,4047 US$ zu erhöhen, um KorsuvaTM zu berücksichtigen. Bei Korsuva handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem Juckreiz im Zusammenhang mit chronischem Nierenversagen bei Erwachsenen, die sich einer Hämodialyse unterziehen. Der vorgeschlagene Erstattungssatz für akute Nierenverletzungen für das Kalenderjahr 2025 entspricht dem vorgeschlagenen PVS-Vergütungssatz für das Kalenderjahr 2025. Darüber hinaus wurde im Regelungsentwurf bestätigt, dass ab dem 1. Januar 2025 rein orale Arzneimittel (einschließlich Phosphatbinder) im Rahmen des PVS-Vergütungssatzes auf Basis des TDAPA (Transitional Drug Add-On Payment Adjustment) erstattet werden, wie in der finalen Regelung zum PVS-Vergütungssatz für das Kalenderjahr 2016 (80 FR 69027) und nachfolgenden Regeln beschrieben, und nicht mehr im Rahmen von Medicare Teil D bezahlt werden. Dies könnte in zukünftigen Perioden negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben.

Die CMS bewerten im Rahmen des QIP die Gesamtleistung jeder Einrichtung anhand einer Reihe von jeweils für ein Zahlungsjahr festgelegten Kenngrößen mit Qualitätsbezug und nehmen für Einrichtungen, die einen für die Gesamtleistung (Total Performance Score - TPS) festgelegten Mindestwert nicht erreichen, eine Zahlungskürzung von bis zu 2% vor. Im Regelungsentwurf für das Kalenderjahr 2025 schlagen die CMS vor, die umfassende klinische Kt/​V-Dialyseeffektivitätskenngröße mit einer Gruppe von Kt/​V-Dialyseeffektivitätskenngrößen zu ersetzen, welches sich aus vier einzelnen Kt/​V-Kenngrößen zusammensetzt und auf der Grundlage eines separaten Pakets von Leistungsstandards für jede dieser Kenngrößen bewertet werden soll. Die CMS schlagen außerdem vor, die Berichtskenngröße "National Healthcare Safety Network Dialysis Event" ab dem Jahr 2027 aus den ESRD-QIP-Kenngrößen zu streichen.

Am 10. Juli 2024 haben die CMS den Regelungsentwurf zu Erstattungssystemen für ambulante Kliniken und Operationszentren ("Ambulatory Surgical Center" - ASC) für das Kalenderjahr 2025 bekannt gegeben. Der Regelungsentwurf zur Aktualisierung des ASC-Erstattungssystems für das Kalenderjahr 2025 beinhaltet eine allgemeine Erhöhung der Erstattungssätze für das in einem ASC verfügbare Leistungsspektrum. Die vorgeschlagene durchschnittliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahr beträgt 2,6%. Am 10. Juli 2024 haben die CMS darüber hinaus den Entwurf der ärztlichen Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2025 veröffentlicht. Der vorgeschlagene Umrechnungsfaktor für die ärztliche Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2025 beträgt 32,36 US$, was einer Verringerung um 0,93 US$ (oder 2,8%) gegenüber dem Umrechnungsfaktor für die ärztliche Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2024 in Höhe von 33,29 US$ entspricht.

Am 29. April 2022 veröffentlichten die CMS eine finale Regelung für das Kalenderjahr 2023 für Medicare-Advantage-Pläne. Darin legten die CMS die Anforderung fest, dass die Grenze des maximalen Eigenanteils (maximum out-of-pocket - MOOP) (oberhalb welcher der Plan 100% der Medicare-Advantage-Kosten übernimmt) im Rahmen von Medicare-Advantage-Plänen auf der Grundlage der insgesamt aufgelaufenen Medicare-Kostenbeteiligung an der Planleistung berechnet werden muss, unabhängig davon, ob diese Medicare-Kostenbeteiligung vom Begünstigten, von Medicaid oder einer anderen Zweitversicherung gezahlt wird oder unbezahlt bleibt (einschließlich aufgrund bundesstaatlicher Begrenzung der Beträge für die Medicare-Kostenbeteiligung oder der Befreiung doppelt anspruchsberechtigter Personen (d. h. Personen, die Anspruch sowohl auf Medicare Teil A und /​ oder Teil B als auch auf irgendeine Form von Medicaid-Leistungen haben) von der Medicare-Kostenbeteiligung nicht gezahlter Kostenbeteiligungen). Während einige Kostenträger die MOOP bereits auf diese Weise berechneten, begrenzt die Regeländerung potenziell die Höhe der Kostenbeteiligung, die uns für doppelt berechtigte Patient*innen entgehen wird, seit dem Jahr 2023. Die CMS gehen davon aus, dass aufgrund der Änderung die bundesstaatlichen Medicaid-Behörden über einen Zeitraum von zehn Jahren 2 MRD US$ (2 MRD € zum Zeitpunkt der Schätzung) einsparen und die Zahlungen an Gesundheitsdienstleister, einschließlich Dialyseanbieter, die doppelt anspruchsberechtigte Patient*innen versorgen, über einen Zeitraum von zehn Jahren um 8 MRD US$ (8 MRD € zum Zeitpunkt der Schätzung) steigen werden. Wir haben mit zahlreichen Medicare-Advantage- und privaten Versicherungsplänen Managed-Care-Verträge zur Erbringung von Dienstleistungen als In-Network-Anbieter abgeschlossen. Medicare-Advantage-Pläne sind verpflichtet, ihren Anbietern außerhalb des Netzwerks mindestens den Satz zu zahlen, der für das traditionelle Medicare-Leistungsvergütungsprogramm gilt. Daher werden Medicare-Advantage-Pläne, mit denen wir keinen Vertrag haben, mindestens 80% des künftigen Zahlungsbetrags für die PVS-Artikel und -Dienstleistungen zahlen, mit denen wir ihre Mitglieder versorgen. Am 22. Mai 2020 erließen die CMS eine Verordnung, mit der die ambulante Dialyse aus der Liste der Spezialdienstleistungen gestrichen wurde, für die bestimmte Zeit- und Entfernungsstandards hinsichtlich der Angemessenheit des Medicare-Advantage-Netzwerks gelten. Obwohl wir bisher keine wesentlichen Auswirkungen feststellen konnten, könnte diese Regelung die Möglichkeiten der Gesellschaft zur Teilnahme an Medicare-Advantage-Plan-Netzwerken in Zukunft beeinträchtigen.

Derzeit bestehen beträchtliche Unsicherheiten hinsichtlich möglicher zukünftiger Änderungen der Regulierung des Gesundheitswesens, auch in Bezug auf die Regulierung der Erstattung für Dialysedienstleistungen. Infolge des Drucks zur Senkung der Gesundheitskosten sind die staatlichen Erstattungssätze in den USA in der Vergangenheit nur in begrenztem Umfang gestiegen, und es wird erwartet, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird. Ein erheblicher Rückgang der Erstattungen im Rahmen von Medicare, privaten Versicherungen oder Medicare-Advantage-Plänen oder beim Zugang von Patient*innen zu Versicherungsplänen privater Versicherer oder Medicare-Advantage-Plänen könnte jedoch wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und, da die Nachfrage nach Dialyseprodukten von der Medicare-Erstattung beeinflusst wird, auf unser Produktgeschäft haben. Soweit Erhöhungen der Betriebskosten, die von der Inflation betroffen sind, wie zum Beispiel Lohn- und Beschaffungskosten, nicht vollständig durch eine entsprechende Erhöhung der Erstattungssätze ausgeglichen würden, hätte dies nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Ertragslage. Darüber hinaus erleichtert das Marietta-Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA es den Gesundheitsplänen, die Leistungen für Medicare-berechtigte Patient*innen mit terminaler Niereninsuffizienz so zu gestalten, dass private Krankenversicherungen für Personen mit terminaler Niereninsuffizienz vergleichsweise unattraktiver und Medicare vergleichsweise attraktiver werden. Das Marietta-Urteil könnte auch dazu führen, dass bestimmte betriebliche Gesundheitspläne die Leistungen für die Dialyse reduzieren, was, je nach Anzahl der betroffenen Patient*innen, wesentliche und nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben könnte. Im Dezember 2023 brachte eine parteiübergreifende Gruppe von sechs Mitgliedern des Repräsentantenhauses erneut das "Restore Protections for Dialysis Patients Act-Gesetz" (H.R. 6860) ein, das sich mit der Marietta-Entscheidung befasst. Der Gesetzentwurf enthält aktualisierte Formulierungen, die das Verständnis des Medicare-Zusatzzahler-Gesetzes (Medicare Secondary Payer Act) vor der Marietta-Entscheidung wiederherstellen und sicherstellen würden, dass Patient*innen nicht aufgrund ihrer Dialysebedürftigkeit diskriminiert werden können. Da die Erstattungssätze von Medicare und Medicaid in der Regel geringer sind als die Erstattungssätze, die von privaten Versicherern gezahlt werden, könnte eine Verlagerung von privat versicherten Patient*innen zu Medicare und Medicaid im Jahr 2024 und darüber hinaus wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben. Es kann nicht garantiert werden, dass dieser Vorschlag oder ein anderes Gesetz bezüglich der Marietta-Entscheidung verabschiedet werden. Weitergehende Informationen zu aufsichtsrechtlichen Angelegenheiten sind im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Gesundheitsreformen" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023 enthalten.

Zusätzliche Informationen sind außerdem im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Risiken" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023 enthalten.

Prämien-Hilfsprogramm

Das Betreiben wohltätiger Prämien-Hilfsprogramme, wie das des American Kidney Fund (AKF), hat in den vergangenen Jahren zunehmende Aufmerksamkeit der CMS und der Versicherungsaufsicht und Gesetzgeber auf Bundesstaatenebene erhalten. Das Ergebnis dessen könnte ein regulatorischer Rechtsrahmen sein, der sich vom derzeitigen Rahmen unterscheidet oder von Bundesstaat zu Bundesstaat variiert. Auch wenn die CMS oder staatliche Regierungsbehörden und Gesetzgeber keine Maßnahmen ergreifen, um den Zugang der Patient*innen zu Prämien-Hilfsprogrammen einzuschränken, könnten Versicherer wahrscheinlich ihre Bemühungen fortsetzen, Prämienzahlungen durch Prämien-Hilfsprogramme an unsere Patient*innen einzuschränken. Sollte dies in einem für unsere US-Geschäftstätigkeit wesentlichen Bereich oder Umfang gelingen, hätte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Ertragslage.

Mit AB290 wurde in Kalifornien (USA) eine solche Verordnung erlassen. Nach der Verabschiedung haben wir zusammen mit anderen Anbietern und dem AKF die Gültigkeit des Gesetzes gerichtlich angefochten. Jane Doe, et al. v. Xavier Becerra, et al., 8:19-cv-02105, U.S. District Court for the Central District of California, Southern Division. Im Dezember 2019 erließ das Gericht eine einstweilige Verfügung zur Aussetzung der Umsetzung des Gesetzes. Am 9. Januar 2024 erließ das Gericht ein Urteil im Schnellverfahren, in dem es unter anderem die Bestimmungen bestätigte, die die Erstattung an Anbieter, die an den AKF spenden, einschränken, wenn sich diese Erstattung auf Dienstleistungen für Patient*innen bezieht, die vom AKF unterstützt werden. Am 9. Mai 2024 erließ das Gericht ein endgültiges Urteil, setzte dessen Vollstreckung jedoch aus, während die Parteien Berufung einlegten.

"Executive Order" für neue Erstattungsmodelle

Am 10. Juli 2019 wurde in den USA eine Verordnung (Executive Order) zur Förderung der Nierengesundheit unterzeichnet. Die Verordnung sieht unter anderem die Entwicklung neuer Medicare-Erstattungsmodelle durch den US-Gesundheitsminister vor, welche eine frühere Erkennung und Behandlung von Nierenerkrankungen sowie den Ausbau von Heimdialysebehandlungen und Transplantationen fördern sollen. Eines dieser Modelle, das ETC-Modell, ist ein verpflichtendes Modell, das finanzielle Anreize für Heimdialysebehandlung und Nierentransplantationen schafft. Die Regelung für dieses Modell, die am 29. September 2020 finalisiert wurde, sieht für das Modell eine Laufzeit bis Juni 2027 vor, mit Start im Januar 2021. Im Rahmen des Modells werden für einen Zeitraum von sechseinhalb Jahren sowohl positive wie negative Anpassungen von durch ärztliches Fachpersonal und Dialyseeinrichtungen beantragten Erstattungen für bestimmte Medicare-Heimdialysebehandlungen vorgenommen. Die Teilnehmer an diesem Modell basieren auf einer zufälligen Auswahl von 30% der Versorgungsgebiete der Krankenhäuser. Zum 30. Juni 2024 gehören 981 unserer US-Dialyseeinrichtungen (etwa 35% unserer US-Dialyseeinrichtungen) zur zufälligen Auswahl der Versorgungsgebiete der Krankenhäuser und befinden sich damit in den Bereichen, die für die Teilnahme an dem Modell ausgewählt wurden. Seit Januar 2021 werden für die ersten drei Jahre des Modells ausschließlich Zuschlagszahlungen für Heimdialysebehandlungen (Home Dialysis Payment Adjustment - HDPA) geleistet. Diese verringern sich von anfänglich 3% im ersten HDPA-Zahlungsjahr auf 2% im zweiten HDPA-Zahlungsjahr sowie 1% im letzten HDPA-Zahlungsjahr. Zudem beinhaltet das Modell ab Juli 2022 eine leistungsabhängige Erstattungsanpassung (Performance Payment Adjustment - PPA). Die PPA-Zahlungen ergeben sich aus einer kombinierten Berechnung aus Heimdialyse- (Heimdialyse, Selbstdialyse und nächtliche stationäre Dialyse) und Transplantationsquoten (Lebendspender-Transplantationen und Warteliste für Transplantate) auf der Grundlage der historischen Leistung eines Teilnehmers beziehungsweise von zunehmend gewichteten Vergleichsdaten aus geographisch ähnlichen Gebieten. Die CMS verwenden bei der PPA-Bewertung einen zweistufigen Ansatz zur Schichtung von Teilnehmern mit einem hohen Anteil an Leistungsempfängern, die doppelt anspruchsberechtigt, sowohl für Medicare als auch für Medicaid, oder Bezieher von Niedrigeinkommenssubventionen sind. Mögliche PPA-Zahlungen erhöhen sich im Zeitablauf und werden im ersten PPA-Erstattungsjahr (beginnend ab Juli 2022) zwischen (5%) und 4% für ärztliches Fachpersonal und Einrichtungen betragen und im letzten PPA-Erstattungsjahr (endend im Juni 2027) auf zwischen (9%) und 8% für ärztliches Fachpersonal sowie auf zwischen (10%) und 8% für Einrichtungen steigen.

Am 31. Oktober 2022 finalisierten die CMS Verbesserungen des ETC-Modells. Diese beinhalten unter anderem eine Änderung zur Verbesserung der Bewertungsmethodik und eine Änderung der Anforderungen in Bezug auf die Flexibilität bei der Erbringung und Abrechnung von Patientenschulungsleistungen für Nierenerkrankungen im Rahmen des ETC-Modells. Die CMS haben zudem ihre Absicht erörtert, Leistungsdaten auf Teilnehmerebene zu veröffentlichen. Diese Änderungen führten nicht zu zusätzlichen geschätzten Einsparungen für das Medicare-Programm. Zum jetzigen Zeitpunkt haben unsere Erstattungsanpassungen im Rahmen des ETC-Modells zu einer positiven Nettoanpassung geführt.

Gemäß der Verordnung kündigte der Gesundheitsminister zudem die freiwilligen Erstattungsmodelle "Kidney Care First" (KCF) und CKCC ("graduated", "professional" und "global"), die auf dem bestehenden UV-Modell aufbauen sollen, an. Diese freiwilligen Modelle schaffen finanzielle Anreize für Gesundheitsdienstleister, die Versorgung von Medicare-Leistungsempfängern mit chronischen Nierenerkrankungen der Stufen 4 und 5 oder mit chronischem Nierenversagen zu koordinieren, den Dialysebeginn hinauszuzögern, und Anreize für Nierentransplantationen zu bieten. Bei den freiwilligen Modellen können Gesundheitsdienstleister durch die Bildung einer sogenannten Kidney Care Entity (KCE) unterschiedliche finanzielle Risikoumfänge eingehen. Zwei Optionen, das "global" und das "professional" CKCC-Modell, erlauben es Gesundheitsdienstleistern im Bereich der Nierengesundheit, ein Risiko sowohl positiver als auch negativer finanzieller Abweichungen einzugehen. Eine dritte Option, das "graduated" CKCC-Modell, ist auf die Annahme potenzieller positiver Abweichungen beschränkt, steht KCEs, denen große Dialyseorganisationen wie die Gesellschaft angehören, jedoch nicht zur Verfügung. Im Rahmen des "global" Modells trägt die KCE das Risiko für 100% der Gesamtversorgungskosten von Medicare-Teil-A- und B-Leistungen für entsprechende Leistungsempfänger. Im "professional" Modell übernimmt die KCE das Risiko für 50% dieser Gesamtkosten. Die Anträge für die freiwilligen Modelle wurden im Januar 2020 eingereicht. Wir haben 25 CKCC-Anträge zur Teilnahme am "professional" Modell eingereicht und waren in vier weiteren CKCC-Anträgen von Nephrologen vertreten. Alle 29 KCE-Anträge wurden im Juni 2020 angenommen. Von den 29 angenommenen Anträgen haben 28 KCEs beschlossen, an der am 15. Oktober 2020 gestarteten Implementierungsphase teilzunehmen, welche eine Anlaufphase bot, in der die KCE keinem finanziellen Risiko ausgesetzt ist. Wir haben am 1. Januar 2022 mit der Teilnahme am ersten Leistungsjahr des CKCC-Modells begonnen; ab diesem Zeitpunkt übernimmt jedes teilnehmende Unternehmen das finanzielle Risiko. Von den 28 KCEs, die innerhalb der Umsetzungsfrist teilnahmen, haben wir 20 KCEs im ersten Leistungsjahr weitergeführt. Das CKCC-Modell wird voraussichtlich bis 2026 in Kraft bleiben. Für das zweite Leistungsjahr im CKCC-Modell haben wir 4 zusätzliche CKCC-Anträge eingereicht (3 im Rahmen der Option "professional" und ein Antrag im Rahmen der Option "global") und waren auch in einem weiteren CKCC-Antrag vertreten, der von Nephrologen im Rahmen der Option "global" eingereicht wurde. Alle 5 Anträge wurden angenommen, wenngleich wir den CMS mitgeteilt haben, dass wir einen dieser Anträge nicht weiterverfolgen werden. Diese neu akzeptierten KCEs übernahmen ab dem 1. Januar 2023 ein finanzielles Risiko. Stand Juni 2024 waren etwa 56.000 Patient*innen auf KCEs ausgerichtet, an denen wir beteiligt waren.

Konzernstruktur

Für eine Beschreibung unserer Struktur, insbesondere in Bezug auf unsere Geschäftssegmente, siehe unsere obigen Erläuterungen sowie Anmerkung 13 im Konzernanhang.

II. Erläuterung von Kennzahlen

Nicht-IFRS-Kennzahlen

Bestimmte der nachfolgend dargestellten finanziellen Kenngrößen und andere in diesem Bericht verwendete finanzielle Informationen sowie Erläuterungen und Analysen enthalten Kenngrößen, die nicht gemäß IFRS®-Rechnungslegungsstandards definiert sind (Nicht-IFRS-Kennzahlen). Wir halten diese Informationen, neben vergleichbaren finanziellen IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kenngrößen, für unsere Investoren für nützlich, da sie eine Grundlage für die Messung unserer Leistung, Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der erfolgsabhängigen Vergütung, der Einhaltung von Auflagen und verbesserten Transparenz sowie Vergleichbarkeit unserer Ergebnisse darstellen. Diese Nicht-IFRS-Kennzahlen sollen nicht als Ersatz für nach IFRS-Rechnungslegungsstandards dargestellte Finanzinformationen betrachtet oder interpretiert werden.

Konstante Wechselkurse (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Unsere Darstellung von manchen in diesem Bericht verwendeten finanziellen Kenngrößen, etwa die Entwicklung der Umsatzerlöse, des operativen Ergebnisses und des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt), wird durch die Entwicklung der Wechselkurse beeinflusst. In unseren Veröffentlichungen berechnen und präsentieren wir diese Finanzkennzahlen sowohl nach IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten Wechselkursen, um die Entwicklung dieser Kenngrößen und anderer Positionen ohne periodische Wechselkursschwankungen darzustellen. Gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards werden die in lokaler (das heißt Nicht-Euro-)Währung generierten Beträge zum Durchschnittskurs der jeweiligen Berichtsperiode in Euro umgerechnet. Nach der Umrechnung zu konstanten Wechselkursen berechnen wir dann die Veränderung in Prozent aus den Beträgen der laufenden Periode zu Wechselkursen des Vorjahres im Vergleich zu den Beträgen des Vorjahres. Dieser Prozentsatz ist eine Nicht-IFRS-Finanzkennzahl, die sich auf die Änderung als einen Prozentsatz zu konstanten Wechselkursen bezieht. Die währungsbereinigten Finanzkennzahlen werden mit dem Begriff "zu konstanten Wechselkursen" kenntlich gemacht.

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden sowohl gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten Wechselkursen dargestellt. Jeder dieser Indikatoren, die zu konstanten Wechselkursen dargestellt werden, wird als Nicht-IFRS-Kennzahl betrachtet. Im Rahmen der Vorstandsvergütung werden diese Kenngrößen auch mit den bei der Festlegung der Vergütungsziele mit Anreizwirkung verwendeten Wechselkursen bewertet.

Wir sind der Ansicht, dass Kennzahlen zu konstanten Wechselkursen für Investoren, Kreditgeber und andere Gläubiger von Nutzen sind, da diese Informationen ihnen ermöglichen, den Einfluss von Wechselkursschwankungen auf unsere Umsatzerlöse, unser operatives Ergebnis, das Konzernergebnis und auf andere Positionen im Periodenvergleich zu beurteilen. Darüber hinaus wird für unsere Vergütungspläne mit langfristiger Anreizwirkung die Erreichung bestimmter Zielvorgaben anhand des zu konstanten Wechselkursen ermittelten Wachstums der Umsatzerlöse und des Konzernergebnisses gemessen. Wir verwenden die Entwicklung zu konstanten Wechselkursen im Periodenvergleich dennoch nur als Maß für den Einfluss von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung fremder Währung in Euro. Wir bewerten unsere Ergebnisse und Leistungen immer unter Einbeziehung:

1. der Entwicklung der Werte für die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das Konzernergebnis und andere Positionen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards gegenüber dem Vergleichszeitraum sowie

2. der Entwicklung der entsprechend ermittelten Werte zu konstanten Wechselkursen.

Wir empfehlen den Leser*innen des Berichts, diese Kennzahlen nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit den Veränderungen der Umsatzerlöse, des operativen Ergebnisses, des Konzernergebnisses und anderer Positionen, die gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelt wurden, zu würdigen. Wir stellen die jeweilige Wachstumsrate der entsprechenden Nicht-IFRS-Kennzahlen der jeweiligen Wachstumsrate von IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahlen wie Umsatzerlöse, operatives Ergebnis, Konzernergebnis und andere Positionen gegenüber. Da die Überleitung der Nicht-IFRS-Finanzkennzahlen zu den gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelten Finanzkennzahlen im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" enthalten ist, sind wir der Meinung, dass eine separate Überleitungsrechnung keinen zusätzlichen Nutzen bieten würde.

Kenngrößen auf Basis des Ausblicks

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen. Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen in der externen Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu erhöhen. Sondereffekte sind Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren beziehungsweise deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Bei der Darstellung der erwarteten Geschäftsentwicklung in unserem Ausblick werden Sondereffekte daher nicht berücksichtigt. Die Darstellung unserer Ergebnisse ohne Sondereffekte gewährleistet die Vergleichbarkeit der dargestellten Zahlen mit den finanziellen Zielen der Gesellschaft, die ohne Sondereffekte definiert wurden.

Im 1. Halbjahr 2024 und 2023 haben wir die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertungen von Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten sowie die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios (jeweils unten definiert) als Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Leser*innen weitere für die Beurteilung unserer operativen Entwicklung nützliche Zusatzinformationen bietet. Diese Ergebnisse zu konstanten Wechselkursen auf Basis des Ausblicks werden im Rahmen der Erläuterung zur Ertragslage ebenso wie Überleitungen der Kenngrößen für den Konzernabschluss gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards auf die Kenngrößen zu konstanten Wechselkursen auf Basis des Ausblicks dargestellt. Diese Ergebnisse zu konstanten Wechselkursen auf Basis des Ausblicks sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu betrachten.

Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Die Rendite auf das investierte Kapital (Return on Invested Capital, ROIC) bezieht das operative Ergebnis der letzten zwölf Monate nach angepassten Ertragsteuern (Net Operating Profit After Tax, NOPAT) auf das durchschnittlich investierte Kapital der letzten fünf Quartalsstichtage, jeweils angepasst um in den letzten zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt, im Einklang mit den jeweiligen Anpassungen, die wie unten beschrieben bei der Ermittlung des angepassten EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization - Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vorgenommen wurden (siehe "Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)"). Darüber hinaus bereinigen wir den ROIC um die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios, die in den letzten zwölf Monaten entstanden sind, um die Vergleichbarkeit der Finanzzahlen, die bestimmten Leistungszielen für die Vorstandsvergütung zugrunde liegen, mit der operativen Leistung der Gesellschaft zu erhöhen und die tatsächliche Leistung der Vorstandsmitglieder angemessen zu würdigen. Der ROIC gibt Auskunft darüber, wie effizient wir mit dem zur Verfügung stehenden Kapital arbeiten beziehungsweise wie effizient der Kapitaleinsatz für Investitionsvorhaben ist.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals ausgehend von der Summe der Vermögenswerte, die wir als vergleichbarste IFRS-Rechnungslegungsstandards-Finanzkennzahl ansehen, sowie die Ermittlung des ROIC:

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)
in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 30. Juni 2024 31. März 2024 31. Dezember 2023 30. September 2023 30. Juni 2023
Summe Vermögenswerte 33.896 34.336 33.930 35.635 34.960
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 565 519 629 703 644
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.112) (1.192) (1.427) (1.574) (1.363)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (281) (279) (292) (304) (314)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (793) (748) (775) (762) (721)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (100) (110) (123) (119) (140)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (3.062) (3.026) (2.936) (3.235) (3.018)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (189) (280) (231) (263) (230)
Investiertes Kapital 28.924 29.220 28.775 30.081 29.818
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 30. Juni 2024 29.364
Operatives Ergebnis 1.423
Ertragsteuern (3) (488)
NOPAT 935

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC
in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 30. Juni 2024 31. März 2024 (4) 31. Dezember 2023 (4) 30. September 2023 (4) 30. Juni 2023 (4)
Summe Vermögenswerte - (568) (656) (1.022) (1.002)
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand - (47) (82) (84) (86)
Minus: Flüssige Mittel - 16 24 33 32
Minus: Aktive latente Steuern - 1 7 13 13
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten - 11 11 18 13
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - 1 1 1 1
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) - 20 30 47 49
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (2) - 1 3 3 2
Investiertes Kapital - (565) (662) (991) (978)
Anpassung durchschnittlich investiertes Kapital zum 30. Juni 2024 (639)
Anpassung Operatives Ergebnis (4) 98
Anpassung Ertragsteuern (4) (34)
Anpassung NOPAT 64

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)
in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 30. Juni 2024 31. März 2024 (4) 31. Dezember 2023 (4) 30. September 2023 (4) 30. Juni 2023 (4)
Summe Vermögenswerte 33.896 33.768 33.274 34.613 33.958
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 565 472 547 619 558
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.112) (1.176) (1.403) (1.541) (1.331)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (281) (278) (285) (291) (301)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (793) (737) (764) (744) (708)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (100) (109) (122) (118) (139)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (3.062) (3.006) (2.906) (3.188) (2.969)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (189) (279) (228) (260) (228)
Investiertes Kapital 28.924 28.655 28.113 29.090 28.840
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 30. Juni 2024 28.724
Operatives Ergebnis (4) 1.521
Ertragsteuern (3), (4) (522)
NOPAT 999
ROIC in % 3,5

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)
in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 30. Juni 2024
Anpassung Operatives Ergebnis 147
Anpassung Ertragsteuern 46
Anpassung NOPAT 193

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)
in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 30. Juni 2024 31. März 2024 (4) 31. Dezember 2023 (4) 30. September 2023 (4) 30. Juni 2023 (4)
Summe Vermögenswerte 33.896 33.768 33.274 34.613 33.958
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 565 472 547 619 558
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.112) (1.176) (1.403) (1.541) (1.331)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (281) (278) (285) (291) (301)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (793) (737) (764) (744) (708)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (100) (109) (122) (118) (139)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (3.062) (3.006) (2.906) (3.188) (2.969)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (189) (279) (228) (260) (228)
Investiertes Kapital 28.924 28.655 28.113 29.090 28.840
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 30. Juni 2024 28.724
Operatives Ergebnis (4) 1.668
Ertragsteuern (3), (4) (476)
NOPAT 1.192
ROIC in % (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) 4,1

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)
in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2023 31. Dezember 2023 30. September 2023 30. Juni 2023 31. März 2023 31. Dezember 2022
Summe Vermögenswerte 33.930 35.635 34.960 35.501 35.754
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 629 703 644 640 645
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.427) (1.574) (1.363) (1.224) (1.274)
Minus: Darlehen an nahestehende Unternehmen - - - - (1)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (292) (304) (314) (307) (313)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (775) (762) (721) (822) (813)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (123) (119) (140) (111) (138)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (2.936) (3.235) (3.018) (3.007) (3.008)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (231) (263) (230) (215) (171)
Investiertes Kapital 28.775 30.081 29.818 30.455 30.681
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. Dezember 2023 29.962
Operatives Ergebnis 1.369
Ertragsteuern (3) (508)
NOPAT 861

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC
in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2023 31. Dezember 2023 30. September 2023 (4) 30. Juni 2023 (4) 31. März 2023 (4) 31. Dezember 2022 (4)
Summe Vermögenswerte - (370) (361) (361) (368)
Minus: Flüssige Mittel - 20 20 20 20
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten - 5 5 5 5
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) - 16 16 16 16
Investiertes Kapital - (329) (320) (320) (327)
Anpassung durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. Dezember 2023 (259)
Anpassung Operatives Ergebnis (4) (32)
Anpassung Ertragsteuern (4) 12
Anpassung NOPAT (20)

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)
in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2023 31. Dezember 2023 30. September 2023 (4) 30. Juni 2023 (4) 31. März 2023 (4) 31. Dezember 2022 (4)
Summe Vermögenswerte 33.930 35.265 34.599 35.140 35.386
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 629 703 644 640 645
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.427) (1.554) (1.343) (1.204) (1.254)
Minus: Darlehen an nahestehende Unternehmen - - - - (1)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (292) (304) (314) (307) (313)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (775) (757) (716) (817) (808)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (123) (119) (140) (111) (138)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (2.936) (3.219) (3.002) (2.991) (2.992)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (231) (263) (230) (215) (171)
Investiertes Kapital 28.775 29.752 29.498 30.135 30.354
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. Dezember 2023 29.703
Operatives Ergebnis (4) 1.337
Ertragsteuern (3), (4) (496)
NOPAT 841
ROIC in % 2,8

(1) Enthält Beträge im Zusammenhang mit Vermögenswerten und zugehörigen Verbindlichkeiten, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden (siehe Anmerkung 2 im Konzernanhang).
(2) Enthalten sind langfristige Rückstellungen, langfristige Personalverbindlichkeiten und ausstehende variable Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen, nicht enthalten sind Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten aus Put-Optionen.
(3) Bereinigt um nicht beherrschende Anteile von Personengesellschaften.
(4) Beinhaltet Anpassungen für in den letzten 12 Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt.

Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse

Unsere Konzern-Kapitalflussrechnung ermöglicht einen Einblick, auf welche Weise wir Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Cash Flow) erwirtschaftet und wie wir diese verwendet haben. In Verbindung mit unseren übrigen Hauptbestandteilen des Konzernzwischenabschlusses liefert die Konzern-Kapitalflussrechnung Informationen, die helfen, die Änderungen unseres Reinvermögens und unserer Finanzstruktur (einschließlich Liquidität und Solvenz) bewerten zu können. Anhand des Cash Flows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit kann beurteilt werden, ob ein Unternehmen die finanziellen Mittel eigenständig erwirtschaften kann, die zur Finanzierung von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen benötigt werden. Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird durch die Rentabilität unseres Geschäfts und die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, insbesondere des Forderungsbestands, beeinflusst. Aus der Kennzahl Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse lässt sich erkennen, wie viel Prozent der Umsatzerlöse in Form von finanziellen Mitteln zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl ist ein Indikator für die operative Finanzierungskraft unseres Konzerns.

Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Der Free Cash Flow (den wir als Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit nach Investitionen in Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten, vor Akquisitionen und Beteiligungen definieren) ist der frei verfügbare Cash Flow, einschließlich des Cash Flows, der gewissen Restriktionen des Verwendungszwecks unterliegen mag. Der Free Cash Flow in Prozent der Umsatzerlöse ist ein Indikator, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für Akquisitionen und Beteiligungen, für die Dividenden an die Aktionäre, für die Schuldentilgung und Verringerung der Fremdfinanzierung oder für Aktienrückkäufe zur Verfügung stehen.

Die Darstellung der Cash Flow bezogenen finanziellen Leistungsindikatoren im 1. Halbjahr 2024 und 2023 und eine Überleitung des Free Cash Flows beziehungsweise des Free Cash Flows in Prozent der Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse sind im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Finanzlage -Liquiditätsquellen" zu finden.

Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Der Netto-Verschuldungsgrad ist ein finanzieller Leistungsindikator für das Kapitalmanagement. Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen Mittel (Netto-Verschuldung beziehungsweise Net Debt) und EBITDA werden zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so den Netto-Verschuldungsgrad zu bestimmen. Dabei wird das EBITDA um folgende Sachverhalte angepasst:

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Effekte von innerhalb der letzten zwölf Monate getätigten Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in unserer syndizierten revolvierenden Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in Höhe von 2 MRD € (syndizierte Kreditlinie) festgelegte Größenordnung von 50 MIO € übersteigt (siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang),

nicht zahlungswirksame Aufwendungen,

Wertminderungen (einschließlich etwaiger Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25 und der Optimierung des Bestandsportfolios, wie unten definiert) und

Sondereffekte, einschließlich

i. der Aufwendungen für das Programm FME25,

ii. der Auswirkungen der Neubewertung unseres Anteils an Humacyte, Inc. und von Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch haben (Neubewertungen von Humacyte),

iii. bestimmter Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel, vor allem in Bezug auf die erforderliche Umregistrierung unserer Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen für externe Berater und die Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen Verwaltungsfunktionen, die für das Management bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die in der Vergangenheit auf der Ebene des Fresenius SE-Konzerns ausgeführt und an die Gesellschaft belastet werden (Rechtsformwechsel-Kosten), sowie

iv. der Auswirkungen aus strategischen Veräußerungen, die bei der Überprüfung unseres Geschäftsportfolios identifiziert werden, hauptsächlich aufgrund des Ausstiegs aus nicht nachhaltigen Märkten und der Veräußerung von Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie der Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche in unserem Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird (Optimierung des Bestandsportfolios). Im 1. Halbjahr 2024 sind diese Auswirkungen hauptsächlich auf Wertminderungsverluste aus der Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (siehe Anmerkung 2 im Konzernanhang) sowie Gewinne und Verluste aus Veräußerungen zurückzuführen.

Das Verhältnis ist ein Indikator dafür, wie lange es dauert, die Netto-Verschuldung aus eigenen Mitteln zu tilgen. Nach unserer Auffassung liefert der Netto-Verschuldungsgrad, ergänzend zur absoluten Höhe unserer Verschuldung, alternative Informationen, die der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin als nützlich erachtet, um zu beurteilen, ob wir in der Lage sind, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Wir haben eine starke Marktposition in globalen, wachsenden und größtenteils nichtzyklischen Märkten. Zudem verfügen die meisten Kunden über eine hohe Kreditqualität, da die Dialysebranche durch stabile Cash Flows gekennzeichnet ist. Wir sind der Meinung, dass wir dadurch mit einem angemessenen Anteil an Fremdkapital arbeiten können.

Für unsere selbst gesetzte Zielspanne und für die Berechnung des Netto-Verschuldungsgrads zum 30. Juni 2024 und 31. Dezember 2023 siehe im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Finanzlage - Liquiditätsquellen".

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Wesentliche Ereignisse

Die folgenden Sachverhalte stellen bemerkenswerte Auswirkungen oder Trends in unserem Geschäft und /​ oder unserer Branche im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2024 dar:

Optimierung des Bestandsportfolios

Wie oben dargestellt überprüfen wir derzeit unser Geschäftsportfolio, insbesondere im Hinblick auf den Ausstieg aus nicht nachhaltigen Märkten und der Veräußerung von Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie die Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine stringente Kapitalallokation auf Bereiche in unserem Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird. Im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2024 umfassen die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios hauptsächlich die Bestandteile, die oben in Punkt iv. unter "Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)" beschrieben sind (siehe Anmerkung 2 im Konzernanhang).

Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios resultierten in einem negativen Effekt auf das operative Ergebnis; der Effekt beläuft sich auf 15 MIO € im 2. Quartal 2024 (2. Quartal 2023: 10 MIO €) und 158 MIO € im 1. Halbjahr 2024 (im 1. Halbjahr 2023: 94 MIO €).

Programm FME25

Die Aufwendungen für das Programm FME25 wirkten sich negativ auf das operative Ergebnis aus; der Effekt beläuft sich auf 40 MIO € im 2. Quartal 2024 (2. Quartal 2023: 25 MIO €) und 67 MIO € im 1. Halbjahr 2024 (im 1. Halbjahr 2023: 51 MIO €). Die wiederkehrenden Einsparungen aus dem Programm FME25 beliefen sich im 2. Quartal 2024 auf 132 MIO € (2. Quartal 2023: 75 MIO €) und 244 MIO € im 1. Halbjahr 2024 (im 1. Halbjahr 2023: 136 MIO €).

In der nachstehenden Erläuterung unserer Ergebnisse für das 2. Quartal 2024 im Vergleich zum 2. Quartal 2023 und für das 1. Halbjahr 2024 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 werden die Auswirkungen der Kosten und Einsparungen aus dem Programm FME25 netto dargestellt.

Verzögerungen bei der Bearbeitung von Forderungen

Am 21. Februar 2024 wurde einer unserer externen Dienstleister Opfer eines Cyberangriffs, der zur Abschaltung seiner Systeme führte (externer Cyber-Vorfall). Wir haben mit dieser Drittpartei einen Vertrag über eine Reihe von finanziellen Abrechnungsdienstleistungen abgeschlossen und seit Anfang März 2024 ergaben sich Verzögerungen im Rahmen der Geltendmachung von Forderungen bei bestimmten Kostenträgern. Wir waren im 2. Quartal 2024 weiterhin von Verzögerungen bei der Zahlungsabwicklung betroffen, in erster Linie aufgrund von mitigierenden Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um unsere neuen Dienstleister bei den Kostenträgern anzumelden. Wir haben Vorauszahlungen erhalten, die von den CMS und dem Drittanbieter im Zusammenhang mit der verzögerten Bearbeitung von Forderungen zur Verfügung gestellt wurden, wobei erstere im 2. Quartal 2024 teilweise wieder zurückgefordert beziehungsweise angerechnet wurden. Der externe Cyber-Vorfall führte im 1. Halbjahr 2024 insgesamt zu einer negativen Auswirkung auf die Mittelzuflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Höhe von 464 MIO €. Wir haben kurzfristig alternative Anbieter mit der Abrechnung beauftragt, die oben genannten Vorauszahlungen erhalten und die Kreditaufnahme erhöht, um die Auswirkungen auf den Cash Flow insgesamt auszugleichen. Für weitere Informationen siehe unten "Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit" und Anmerkung 1 im Konzernanhang.

Andere Trends

Wir sind weiterhin mit signifikanten Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert, die zu deutlich höheren Kosten führten. Zwar gibt es Anzeichen für eine Stabilisierung des Arbeitsmarkts, doch werden diese Herausforderungen voraussichtlich auch im Jahr 2024 anhalten, auch wenn wir Investitionen in unsere Beschäftigten tätigen. Außerdem sank die Anzahl der Behandlungen im 1. Halbjahr 2024 insgesamt im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023, im Wesentlichen da sich die Veräußerungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios negativ auf die Gesamtbehandlungszahlen auswirkten. Speziell in den USA wurden die Behandlungsvolumina durch die Kündigung weniger profitabler Verträge in der Akutversorgung negativ beeinflusst, was im 1. Halbjahr 2024 zu einem Rückgang des organischen Behandlungswachstums (wie unten definiert) um 0,3% beitrug, zusätzlich zu den oben genannten Auswirkungen der Veräußerungen, wie in den Erläuterungen zu unseren konsolidierten Umsatzerlösen und operativen Segmentergebnissen sowie in den Tabellen unter "Bedeutsamste finanzielle Kenngrößen" unten angegeben.

Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios und die Aufwendungen für das Programm FME25 werden als Sondereffekte behandelt.

Die folgenden Abschnitte fassen unsere konsolidierte Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie die Steuerungsgrößen nach Berichtssegment und Zentralbereichen für die angegebenen Zeiträume zusammen. Wir haben die Informationen in der gleichen Art und Weise und auf der gleichen Basis aufbereitet, wie unser Management intern finanzielle Informationen zur Unterstützung operativer Entscheidungen und zur Beurteilung der Leistung der Unternehmensführung verarbeitet.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis, die in Ländern außerhalb der Eurozone erwirtschaftet werden, unterliegen Währungsschwankungen. Da ein erheblicher Teil unserer Geschäftstätigkeit auf unser US-Geschäft entfällt, kann die Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben und Wechselkurseffekte und Währungsumrechnungseffekte sind in der nachstehenden Erörterung unserer bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen und wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren enthalten.

2. Quartal 2024 im Vergleich zum 2. Quartal 2023

Ertragslage
in MIO €

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2. Quartal
2024 2023
Umsatzerlöse 4.766 4.825
Umsatzkosten (3.600) (3.628)
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten (771) (775)
Forschung und Entwicklung (46) (57)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 33 48
Sonstige betriebliche Erträge 228 76
Sonstige betriebliche Aufwendungen (185) (132)
Operatives Ergebnis 425 357
Operative Marge 8,9 7,4
Zinserträge 18 24
Zinsaufwendungen (103) (105)
Ertragsteuern (99) (81)
Ergebnis nach Ertragsteuern 241 195
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis (54) (55)
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 187 140
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert)
in € 0,64 0,48
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Veränderung
in %
Wie berichtet Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1)
Umsatzerlöse (1) 1 (2)
Umsatzkosten (1) 0 (1)
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 0 (1) (1)
Forschung und Entwicklung (20) (1) (21)
Ergebnis assoziierter Unternehmen (32) 0 (32)
Sonstige betriebliche Erträge 201 0 201
Sonstige betriebliche Aufwendungen 40 (5) 35
Operatives Ergebnis 19 (2) 21
Operative Marge
Zinserträge (26) 0 (26)
Zinsaufwendungen (2) (1) (3)
Ertragsteuern 22 6 28
Ergebnis nach Ertragsteuern 23 (1) 24
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis (2) (1) (3)
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 33 (1) 34
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert)
in € 33 (1) 34

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Bedeutsamste finanzielle Kenngrößen

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf unsere beiden Geschäfts- und Berichtssegmente und auf die Zielgrößen, welche wir der Steuerung der Segmente zugrunde legen. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Umsatzerlöse
in MIO €, außer Angaben zu Dialysebehandlungen, Patient*innen und Kliniken

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Veränderung
in %
2. Quartal Wie berichtet Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1) Organisches Wachstum
2024 2023
Umsatzerlöse 4.766 4.825 (1) 1 (2) 2
Segment Care Delivery 3.771 3.873 (3) 0 (3) 2
davon: U.S. 3.157 3.120 1 1 0 1
davon: International 614 753 (18) 0 (18) 3
Segment Care Enablement 1.363 1.325 3 0 3 3
Eliminierungen zwischen den Segmenten (368) (373) (1) 1 (2)
Dialysebehandlungen 11.842.159 12.969.414 (9)
Patient*innen 311.037 344.086 (10)
Kliniken 3.757 4.050 (7)
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Veränderung
in %
Organisches Behandlungswachstum (2)
Umsatzerlöse
Segment Care Delivery 0,4
davon: U.S. (0,3)
davon: International 1,9
Segment Care Enablement
Eliminierungen zwischen den Segmenten
Dialysebehandlungen
Patient*innen
Kliniken

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".
(2) Das organische Behandlungswachstum entspricht dem Wachstum der Anzahl der Dialysebehandlungen, bereinigt um bestimmte Effekte, u. a. um Behandlungen aus Akquisitionen, Klinikverkäufen und -schließungen und Abweichungen in den Behandlungstagen.

Konzern

Die Umsatzerlöse gingen im Vergleich zum 2. Quartal 2023 im Wesentlichen aufgrund von einem Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) zurück. Gegenläufig wirkten organisches Wachstum sowohl in Care Delivery als auch in Care Enablement und ein positiver Währungsumrechnungseffekt.

Care Delivery

Der Rückgang der Umsatzerlöse in Care Delivery im Vergleich zum 2. Quartal 2023 ergab sich aus einem Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios). Gegenläufig wirkte organisches Wachstum. Das organische Wachstum wurde durch die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene Erstattungssätze und einen vorteilhaften Kostenträger-Mix unterstützt. Zum 30. Juni 2024 sank die Anzahl der Patient*innen, die in Kliniken behandelt wurden, die wir besitzen oder betreiben, in Care Delivery im Vergleich zum 30. Juni 2023, im Wesentlichen aufgrund von Veräußerungen in Verbindung mit der Optimierung des Bestandsportfolios. Die Anzahl der Dialysebehandlungen im Segment Care Delivery sank im Vergleich zum 2. Quartal 2023, im Wesentlichen aufgrund von Klinikverkäufen und -schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios). Gegenläufig wirkte organisches Behandlungswachstum. Im 2. Quartal 2024 eröffneten wir 13 Dialysekliniken und konsolidierten, schlossen oder verkauften 118 Kliniken.

U.S.

In den USA war der Anstieg der Umsatzerlöse auf organisches Wachstum und einen positiven Währungsumrechnungseffekt zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios). Das organische Wachstum in den USA wurde durch die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene Erstattungssätze und einen vorteilhaften Kostenträger-Mix unterstützt. In den USA blieb die Anzahl der Patient*innen, die in Dialysekliniken behandelt wurden, die wir besitzen oder betreiben, mit 206.306 relativ stabil (30. Juni 2023: 206.692). Die Anzahl der Behandlungen blieb im 2. Quartal 2024 mit 7.782.535 im Vergleich zu 7.815.213 im 2. Quartal 2023 relativ stabil, im Wesentlichen aufgrund einer Begrenzung des organischen Behandlungswachstums durch die Kündigung weniger profitabler Verträge in der Akutversorgung (-0,2%). In den USA besaßen oder betrieben wir zum 30. Juni 2024 2.628 Dialysekliniken (30. Juni 2023: 2.634). Im 2. Quartal 2024 eröffneten wir 12 Dialysekliniken und konsolidierten, schlossen oder verkauften 1 Klinik.

International

In unserem Geschäft außerhalb der USA (International) war der Rückgang der Umsatzerlöse auf einen Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) zurückzuführen. Gegenläufig wirkte organisches Wachstum. In den Dialysekliniken, die wir in International besitzen oder betreiben, wurden 104.731 Patient*innen behandelt, was einem Rückgang von 24% (30. Juni 2023: 137.394) entspricht. Die Anzahl der Behandlungen in International verringerte sich im 2. Quartal 2024 um 21% auf 4.059.624 im Vergleich zu 5.154.201 im 2. Quartal 2023, was auf Klinikverkäufe und -schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) zurückzuführen war, die teilweise durch organisches Behandlungswachstum ausgeglichen wurden. International besaßen oder betrieben wir zum 30. Juni 2024 1.129 Dialysekliniken (30. Juni 2023: 1.416). Im 2. Quartal 2024 eröffneten wir 1 Dialyseklinik und konsolidierten, schlossen oder verkauften 117 Kliniken.

Care Enablement

Die Umsatzerlöse in Care Enablement stiegen im Vergleich zum 2. Quartal 2023 im Wesentlichen aufgrund von höheren Umsatzerlösen aus Einwegprodukten für die Zentrumsdialyse, Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen, Produkten für die Heimhämodialyse und Peritonealdialyseprodukten. Die Entwicklung war überwiegend auf einen Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise für unsere Produkte zurückzuführen.

Operatives Ergebnis
in MIO €

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Veränderung
in %
2. Quartal Wie berichtet
2024 2023
Operatives Ergebnis 425 357 19
Segment Care Delivery 332 384 (14)
Segment Care Enablement 68 2 4309
Eliminierungen zwischen den Segmenten (5) (4) 37
Zentralbereiche 30 (25) n.a.
Operative Marge 8,9 7,4
Segment Care Delivery 8,8 9,9
Segment Care Enablement 5,0 0,1
scrollen
Veränderung
in %
Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1)
Operatives Ergebnis (2) 21
Segment Care Delivery (1) (13)
Segment Care Enablement 31 4278
Eliminierungen zwischen den Segmenten (4) 33
Zentralbereiche n.a.
Operative Marge
Segment Care Delivery
Segment Care Enablement

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Konzern

Der Anstieg unseres operativen Ergebnisses war weitgehend auf einen günstigen Effekt aus Geschäftswachstum, einen positiven Effekt aus den Neubewertungen von Humacyte und Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 zurückzuführen. Gegenläufig wirkten ein höherer Personalaufwand und inflationsbedingte Kostensteigerungen.

Care Delivery

Das operative Ergebnis in Care Delivery verringerte sich im Wesentlichen aufgrund höheren Personalaufwands, inflationsbedingter Kostensteigerungen und eines negativen Effekts aus der Optimierung des Bestandsportfolios. Gegenläufig wirkten Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25, ein günstiger Effekt aus Geschäftswachstum und höhere Einnahmen im Zusammenhang mit einer Vereinbarung für bestimmte Medikamente.

Care Enablement

Das operative Ergebnis in Care Enablement stieg im Wesentlichen aufgrund eines günstigen Effekts aus Geschäftswachstum (aufgrund von Preiseffekten) und von Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25. Gegenläufig wirkten inflationsbedingte Kostensteigerungen.

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren und andere Faktoren, die zum Konzernergebnis beitragen

Die Umsatzkosten gingen im Vergleich zum 2. Quartal 2023 leicht zurück, da geringere Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum, der Wegfall der Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen der Optimierung des Bestandsportfolios veräußerten Geschäftsbereiche im Jahr 2024 und Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 weitgehend von höheren Ausgaben für wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme (hauptsächlich im Zusammenhang mit gestiegenen Mitgliederzahlen, höherem Personalaufwand, inflationsbedingten Kostensteigerungen und einem negativen Währungsumrechnungseffekt ausgeglichen wurden.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten blieben im 2. Quartal 2024 im Vergleich zum 2. Quartal 2023 relativ stabil, da geringere Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum von höheren Kosten im Zusammenhang mit bestimmten globalen Funktionen weitgehend ausgeglichen wurden.

Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten war weitestgehend auf geringere Kosten im Zusammenhang mit Aktivitäten auf dem Gebiet der regenerativen Medizin, geringere Personalkosten für Forschungs- und Entwicklungsprojekte und eine höhere Aktivierung von Entwicklungskosten zurückzuführen.

Der Rückgang des Ergebnisses assoziierter Unternehmen war im Wesentlichen auf geringere Erträge von VFMCRP zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge war im Wesentlichen auf die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios und einen positiven Effekt aus den Neubewertungen von Humacyte zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruhte im Wesentlichen auf den Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios. Gegenläufig wirkten geringere Verluste aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen und geringere Wechselkursverluste.

Der Netto-Zinsaufwand stieg um 6% von 81 MIO € auf 85 MIO €. Der Anstieg entstand im Wesentlichen aus geringeren Zinserträgen aus Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch haben, und den negativen Auswirkungen des externen Cyber-Vorfalls.

Der effektive Steuersatz sank leicht auf 29,2% im 2. Quartal 2024 im Vergleich zu 29,4% im 2. Quartal 2023. Der Rückgang entstand im Wesentlichen aus geringeren Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit Änderungen der Steuergesetze. Gegenläufig wirkten ein negativer Effekt aus der Optimierung des Bestandsportfolios und ein geringerer Anteil an steuerfreien Erträgen, die den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind, im Vergleich zum Ergebnis vor Ertragsteuern.

Das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnis im 2. Quartal 2024 blieb im Vergleich zum 2. Quartal 2023 relativ stabil.

Der Anstieg des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) war der Gesamteffekt der zuvor erläuterten Positionen.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg im 2. Quartal 2024 im Vergleich zum 2. Quartal 2023, im Wesentlichen aufgrund des zuvor beschriebenen Anstiegs des Konzernergebnisses. Die Zahl der durchschnittlich im Berichtszeitraum ausstehenden Aktien blieb zum 30. Juni 2024 mit 293,4 MIO (30. Juni 2023: 293,4 MIO) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil.

Zum 30. Juni 2024 beschäftigten wir 113.639 Personen (auf Basis der Gesamtbeschäftigtenzahl) (30. Juni 2023: 124.295). Dieser Rückgang in Höhe von 9% beruhte im Wesentlichen auf der Veräußerung bestimmter Geschäftsbereiche im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios.

Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen. Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen in der externen Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu erhöhen.

Wir sind der Ansicht, dass die folgenden Ergebnisse auf Basis des Ausblicks nur in Verbindung mit den oben dargestellten Ergebnissen analysiert werden sollten. Im 2. Quartal 2024 und 2023 haben wir die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertungen von Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten sowie die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios als Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Leser*innen weitere für die Beurteilung unserer operativen Entwicklung im Vergleich zu den finanziellen Zielen nützliche Zusatzinformationen bietet. Um die Vergleichbarkeit des Ausblicks für 2024 zu gewährleisten, wurde die Vorjahresbasis zudem um die Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf die Geschäftstätigkeit und den Tricare-Vergleich im 4. Quartal 2023 entsprechend angepasst.

Zum Zweck der Vergleichbarkeit mit unseren im Ausblick dargestellten finanziellen Zielen zeigt die folgende Tabelle eine Überleitung der Leistungsindikatoren für den Konzernzwischenabschluss gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU angewendet werden, auf die Leistungsindikatoren auf Basis des Ausblicks. Diese Ergebnisse auf Basis des Ausblicks sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu betrachten.

Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern 1 in MIO €

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2. Quartal
Sondereffekte
Ergebnisse 2024 Programm FME25 Neubewertungen von Humacyte Rechtsformwechsel-Kosten Optimierung des Bestandsportfolios Ergebnisse 2024 ohne Sondereffekte
Umsatzerlöse 4.766 - - - - 4.766
Operatives Ergebnis 425 40 (46) 2 15 436
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2. Quartal Veränderung in % (auf Basis des Ausblicks)
Währungsumrechnungseffekte Ergebnisse 2024 zu konstanten Wechselkursen auf Basis des Ausblicks Zu Wechselkursen der Berichtsperiode Zu konstanten Wechselkursen (1)
Umsatzerlöse (23) 4.743 1 0
Operatives Ergebnis (3) 433 9 8

Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern 1
in MIO €

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2. Quartal
Sondereffekte
Ergebnisse 2023 Programm FME25 Neubewertungen von Humacyte Rechtsformwechsel-Kosten Optimierung des Bestandsportfolios Veräußerungen (2)
Umsatzerlöse 4.825 - - - - (84)
Operatives Ergebnis 357 25 4 5 10 (1)
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2. Quartal
Ergebnisse 2023 auf Basis des Ausblicks
Umsatzerlöse 4.741
Operatives Ergebnis 400

(1) Auf Basis des Ausblicks bezieht sich auf den Ausblick 2024, damit erfolgt die Darstellung zu konstanten Wechselkursen sowie ohne Sondereffekte, die Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf die Geschäftstätigkeit und den Tricare-Vergleich im 4. Quartal 2023. Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".
(2) Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf die Geschäftstätigkeit.

1. Halbjahr 2024 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023

Ertragslage
in MIO €

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1. Halbjahr Veränderung
in %
2024 2023 Wie berichtet
Umsatzerlöse 9.491 9.529 0
Umsatzkosten (7.151) (7.183) 0
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten (1.547) (1.557) (1)
Forschung und Entwicklung (93) (113) (17)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 61 76 (19)
Sonstige betriebliche Erträge 341 193 77
Sonstige betriebliche Aufwendungen (431) (327) 32
Operatives Ergebnis 671 618 9
Operative Marge 7,1 6,5
Zinserträge 33 36 (8)
Zinsaufwendungen (207) (199) 4
Ertragsteuern (139) (126) 10
Ergebnis nach Ertragsteuern 358 329 9
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis (100) (102) (1)
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 258 227 14
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € 0,88 0,77 14
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Veränderung
in %
Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1)
Umsatzerlöse 0 0
Umsatzkosten 0 0
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 1 0
Forschung und Entwicklung 0 (17)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 0 (19)
Sonstige betriebliche Erträge 0 77
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 32
Operatives Ergebnis (1) 10
Operative Marge
Zinserträge (3) (5)
Zinsaufwendungen 1 5
Ertragsteuern 4 14
Ergebnis nach Ertragsteuern (1) 10
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 0 (1)
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) (1) 15
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € (1) 15

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Bedeutsamste finanzielle Kenngrößen

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf unsere beiden Geschäfts- und Berichtssegmente und auf die Zielgrößen, welche wir der Steuerung der Segmente zugrunde legen. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Umsatzerlöse
in MIO €, außer Angaben zu Dialysebehandlungen

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Veränderung
in %
1. Halbjahr Wie berichtet Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1) Organisches Wachstum
2024 2023
Umsatzerlöse 9.491 9.529 0 0 0 3
Segment Care Delivery 7.559 7.628 (1) (1) 0 4
davon: U.S. 6.259 6.123 2 0 2 4
davon: International 1.300 1.505 (14) (3) (11) 3
Segment Care Enablement 2.660 2.635 1 (1) 2 2
Eliminierungen zwischen den Segmenten (728) (734) (1) (1) 0
Dialysebehandlungen 24.119.809 25.812.988 (7)
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Veränderung
in %
Organisches Behandlungswachstum (2)
Umsatzerlöse
Segment Care Delivery 0,1
davon: U.S. (0,5)
davon: International 1,3
Segment Care Enablement
Eliminierungen zwischen den Segmenten
Dialysebehandlungen

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".
(2) Das organische Behandlungswachstum entspricht dem Wachstum der Anzahl der Dialysebehandlungen, bereinigt um bestimmte Effekte, u. a. um Behandlungen aus Akquisitionen, Klinikverkäufen und -schließungen und Abweichungen in den Behandlungstagen.

Konzern

Die Umsatzerlöse blieben im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 relativ stabil, da organisches Wachstum sowohl in Care Delivery als auch in Care Enablement von einem Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) ausgeglichen wurde.

Care Delivery

Der Rückgang der Umsatzerlöse in Care Delivery im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 ergab sich aus einem Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einem negativen Währungsumrechnungseffekt. Gegenläufig wirkte organisches Wachstum. Das organische Wachstum wurde durch die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene Erstattungssätze und einen vorteilhaften Kostenträger-Mix unterstützt. Die Anzahl der Dialysebehandlungen im Segment Care Delivery sank im 1. Halbjahr 2024 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023, im Wesentlichen aufgrund von Klinikverkäufen und -schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios). Gegenläufig wirkte organisches Behandlungswachstum.

U.S.

In den USA war der Anstieg der Umsatzerlöse auf organisches Wachstum zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios). Das organische Wachstum in den USA wurde durch die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene Erstattungssätze und einen vorteilhaften Kostenträger-Mix unterstützt. Die Anzahl der Behandlungen in den USA sank im 1. Halbjahr 2024 leicht um 1% auf 15.412.884 im Vergleich zu 15.525.016 im 1. Halbjahr 2023, im Wesentlichen aufgrund einer Begrenzung des organischen Behandlungswachstums durch die Kündigung weniger profitabler Verträge in der Akutversorgung (-0,3%).

International

In unserem Geschäft außerhalb der USA (International) war der Rückgang der Umsatzerlöse auf einen Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einen negativen Währungsumrechnungseffekt zurückzuführen. Gegenläufig wirkte organisches Wachstum. Die Anzahl der Behandlungen in International verringerte sich im 1. Halbjahr 2024 um 15% auf 8.706.925 im Vergleich zu 10.287.972 im 1. Halbjahr 2023, was auf Klinikverkäufe und -schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) zurückzuführen war, die teilweise durch einen Anstieg der Behandlungstage und organisches Behandlungswachstum ausgeglichen wurden.

Care Enablement

Die Umsatzerlöse in Care Enablement sanken im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 im Wesentlichen aufgrund von höheren Umsatzerlösen aus Einwegprodukten für die Zentrumsdialyse, Produkten für die Heimhämodialyse, Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen und Produkten für die Akutdialyse. Gegenläufig wirkten ein negativer Währungsumrechnungseffekt und ein geringerer Absatz von Produkten für akutes Herz-Lungen-Versagen. Die Entwicklung war überwiegend auf einen Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise für unsere Produkte zurückzuführen.

Operatives Ergebnis
in MIO €

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Veränderung
in %
1. Halbjahr Wie berichtet
2024 2023
Operatives Ergebnis 671 618 9
Segment Care Delivery 521 669 (22)
Segment Care Enablement 138 (23) n.a.
Eliminierungen zwischen den Segmenten (5) (13) (66)
Zentralbereiche 17 (15) n.a.
Operative Marge 7,1 6,5
Segment Care Delivery 6,9 8,8
Segment Care Enablement 5,2 (0,9)
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Veränderung
in %
Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1)
Operatives Ergebnis (1) 10
Segment Care Delivery 0 (22)
Segment Care Enablement n.a.
Eliminierungen zwischen den Segmenten (11) (77)
Zentralbereiche n.a.
Operative Marge
Segment Care Delivery
Segment Care Enablement

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Konzern

Der Anstieg unseres operativen Ergebnisses war weitgehend auf einen günstigen Effekt aus Geschäftswachstum, Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25, einen positiven Effekt aus den wert- und risikobasierten Versorgungsprogrammen und einen positiven Effekt aus den Neubewertungen von Humacyte zurückzuführen. Gegenläufig wirkten einen höherer Personalaufwand, inflationsbedingte Kostensteigerungen, ein negativer Effekt aus der Optimierung des Bestandsportfolios, der Wegfall der Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen der Optimierung des Bestandsportfolios veräußerten Geschäftsbereiche im Jahr 2024 und ungünstige Wechselkurseffekte.

Care Delivery

Das operative Ergebnis in Care Delivery verringerte sich im Wesentlichen aufgrund eines negativen Effekts aus der Optimierung des Bestandsportfolios, höheren Personalaufwands, inflationsbedingter Kostensteigerungen und des Wegfalls der Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen der Optimierung des Bestandsportfolios veräußerten Geschäftsbereiche im Jahr 2024. Gegenläufig wirkten ein günstiger Effekt aus Geschäftswachstum, ein positiver Effekt aus den wert- und risikobasierten Versorgungsprogrammen und Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25.

Care Enablement

Im 1. Halbjahr 2024 verzeichnete Care Enablement einen Gewinn im Rahmen des operativen Ergebnisses im Vergleich zu einem Verlust im 1. Halbjahr 2023. Dies war im Wesentlichen auf einen günstigen Effekt aus der Optimierung des Bestandsportfolios, Geschäftswachstum (aufgrund von Preiseffekten) und Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 zurückzuführen. Gegenläufig wirkten inflationsbedingte Kostensteigerungen und ungünstige Wechselkurseffekte.

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren und andere Faktoren, die zu Gewinn und Verlust beitragen

Die Umsatzkosten blieben im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 relativ stabil, da der Wegfall der Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen der Optimierung des Bestandsportfolios veräußerten Geschäftsbereiche im Jahr 2024, geringere Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum, Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 und ein positiver Währungsumrechnungseffekt von höheren Ausgaben für wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme (hauptsächlich im Zusammenhang mit gestiegenen Mitgliederzahlen), höherem Personalaufwand und inflationsbedingten Kostensteigerungen ausgeglichen wurden.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sanken im 1. Halbjahr 2024 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 im Wesentlichen leicht aufgrund von geringeren Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum. Gegenläufig wirkten höhere Kosten im Zusammenhang mit bestimmten globalen Funktionen.

Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten im 1. Halbjahr 2024 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 war weitestgehend auf geringere Kosten im Zusammenhang mit Aktivitäten auf dem Gebiet der regenerativen Medizin, geringere Personalkosten für Forschungs- und Entwicklungsprojekte und eine höhere Aktivierung von Entwicklungskosten zurückzuführen.

Der Rückgang des Ergebnisses assoziierter Unternehmen war im Wesentlichen auf geringere Erträge von VFMCRP zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge war im Wesentlichen auf die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios und einen positiven Effekt aus den Neubewertungen von Humacyte zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruhte im Wesentlichen auf den Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios. Gegenläufig wirkten geringere Wechselkursverluste.

Der Netto-Zinsaufwand stieg um 6% von 163 MIO € auf 174 MIO €. Der Anstieg entstand im Wesentlichen aus geringeren Zinserträgen aus Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch haben, den negativen Auswirkungen des externen Cyber-Vorfalls, höheren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen und geringeren Zinserträgen im Zusammenhang mit Schuldverschreibungen und bestimmten anderen Investments.

Der effektive Steuersatz stieg leicht von 27,6% im 1. Halbjahr 2023 auf 27,9% im 1. Halbjahr 2024. Der Anstieg war im Wesentlichen auf einen negativen Effekt aus der Optimierung des Bestandsportfolios zurückzuführen. Gegenläufig wirkten geringere Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit Änderungen der Steuergesetze.

Das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnis im 1. Halbjahr 2024 blieb im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 relativ stabil.

Der Anstieg des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) war der Gesamteffekt der zuvor erläuterten Positionen.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg im 1. Halbjahr 2024 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023, im Wesentlichen aufgrund des zuvor beschriebenen Anstiegs des Konzernergebnisses. Die Zahl der durchschnittlich im Berichtszeitraum ausstehenden Aktien blieb zum 30. Juni 2024 mit 293,4 MIO (30. Juni 2023: 293,4 MIO) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil.

Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen. Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen in der externen Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu erhöhen.

Wir sind der Ansicht, dass die folgenden Ergebnisse auf Basis des Ausblicks nur in Verbindung mit den oben dargestellten Ergebnissen analysiert werden sollten. Im 1. Halbjahr 2024 und 2023 haben wir die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertungen von Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten sowie die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios als Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Leser*innen weitere für die Beurteilung unserer operativen Entwicklung im Vergleich zu den finanziellen Zielen nützliche Zusatzinformationen bietet. Um die Vergleichbarkeit des Ausblicks für 2024 zu gewährleisten, wurde die Vorjahresbasis zudem um die Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf die Geschäftstätigkeit und den Tricare-Vergleich im 4. Quartal 2023 entsprechend angepasst.

Zum Zweck der Vergleichbarkeit mit unseren im Ausblick dargestellten finanziellen Zielen zeigt die folgende Tabelle eine Überleitung der Leistungsindikatoren für den Konzernzwischenabschluss gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU angewendet werden, auf die Leistungsindikatoren auf Basis des Ausblicks. Diese Ergebnisse auf Basis des Ausblicks sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu betrachten.

Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern 1 in MIO €

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1. Halbjahr
Sondereffekte
Ergebnisse 2024 Programm FME25 Neubewertungen von Humacyte Rechtsformwechsel-Kosten Optimierung des Bestandsportfolios Ergebnisse 2024 ohne Sondereffekte
Umsatzerlöse 9.491 - - - - 9.491
Operatives Ergebnis 671 67 (61) 3 158 838
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1. Halbjahr Veränderung in % (auf Basis des Ausblicks)
Währungsumrechnungseffekte Ergebnisse 2024 zu konstanten Wechselkursen auf Basis des Ausblicks Zu Wechselkursen der Berichtsperiode Zu konstanten Wechselkursen (1)
Umsatzerlöse 74 9.565 1 2
Operatives Ergebnis 11 849 14 15

Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern 1 in MIO €

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1. Halbjahr
Sondereffekte
Ergebnisse 2023 Programm FME25 Neubewertungen von Humacyte Rechtsformwechsel-Kosten Optimierung des Bestandsportfolios Veräußerungen (2)
Umsatzerlöse 9.529 - - - - (169)
Operatives Ergebnis 618 51 (15) 7 94 (17)
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1. Halbjahr
Ergebnisse 2023 auf Basis des Ausblicks
Umsatzerlöse 9.360
Operatives Ergebnis 738

(1) Auf Basis des Ausblicks bezieht sich auf den Ausblick 2024, damit erfolgt die Darstellung zu konstanten Wechselkursen sowie ohne Sondereffekte, die Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf die Geschäftstätigkeit und den Tricare-Vergleich im 4. Quartal 2023. Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".
(2) Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf die Geschäftstätigkeit.

Finanzlage

Liquiditätsquellen

Wesentliche Quellen der Liquidität sind der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, die Erlöse aus der Ausgabe langfristiger Verbindlichkeiten sowie Desinvestitionen. Wir benötigen diese Liquidität vornehmlich zur Finanzierung des Netto-Umlaufvermögens, des Programms FME25 sowie von Akquisitionen und für den Betrieb der Kliniken, für die Entwicklung eigenständiger Dialysekliniken und anderer Gesundheitseinrichtungen, zur Anschaffung von Ausrüstung für bestehende oder neue Dialysekliniken und Produktionsstätten. Weiterhin benötigen wir sie zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für Dividendenausschüttungen (siehe hierzu die Abschnitte "Cash Flow aus Investitionstätigkeit" und "Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit") und zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Put-Optionen gegenüber Inhabern von Minderheitsanteilen an unseren Tochtergesellschaften.

Zum 30. Juni 2024 betrug unser finanzieller Spielraum aus nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien etwa 3,4 MRD €, einschließlich 2,0 MRD € aus der syndizierten Kreditlinie, die wir als zusätzliche Liquiditäts-Absicherung für allgemeine Unternehmenszwecke halten (siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang).

In unserem langfristigen Kapitalmanagement orientieren wir uns in erster Linie am Netto-Verschuldungsgrad, einer Nicht-IFRS-Kennzahl (siehe hierzu den Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)"). Unser selbst gesetztes Ziel für den Netto-Verschuldungsgrad liegt bei 3,0 bis 3,5x, was vom Management als der Gesellschaft angemessen angesehen wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Netto-Verschuldung und des angepassten EBITDA sowie die Berechnung des NettoVerschuldungsgrads zum 30. Juni 2024 und 31. Dezember 2023.

Überleitung angepasstes EBITDA und Netto-Verschuldungsgrad zur am ehesten vergleichbaren IFRS®-Kennzahl
in MIO €, ausgenommen Netto-Verschuldungsgrad

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30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Verschuldung (1) 11.770 12.187
Minus: Flüssige Mittel (2) (1.112) (1.427)
Netto-Verschuldung 10.658 10.760
Ergebnis nach Ertragsteuern (3) 762 732
Ertragsteuern (3) 314 301
Zinserträge (3) (85) (88)
Zinsaufwendungen (3) 432 424
Abschreibungen (3) 1.566 1.613
Anpassungen (3), (4) 423 409
Angepasstes EBITDA 3.412 3.391
Netto-Verschuldungsgrad 3,1 3,2

(1) Beinhaltet Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, die in den Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten sind.
(2) Beinhaltet flüssige Mittel, die in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten sind (siehe Anmerkung 2 im Konzernanhang).
(3) Letzte 12 Monate.
(4) Anpassungen um in den letzten zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in der syndizierten Kreditlinie festgelegte Größenordnung von 50 MIO € übersteigt (2024: -49 MIO €; 2023: -35 MIO €), nicht zahlungswirksame Aufwendungen, im Wesentlichen aus Pensionsaufwand (2024: 57 MIO €; 2023: 56 MIO €), Wertminderung (2024: 213 MIO €; 2023: 139 MIO €) und Sondereffekte, einschließlich der Aufwendungen für das Programm FME25 (2024: 128 MIO €; 2023: 106 MIO €), der Rechtsformwechsel-Kosten (2024: 27 MIO €; 2023: 30 MIO €), der Optimierung des Bestandsportfolios (2024: 108 MIO €; 2023: 128 MIO €) und der Neubewertungen von Humacyte (2024: -61 MIO €; 2023: -15 MIO €). Siehe hierzu den Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)".

Zum 30. Juni 2024 verfügten wir über flüssige Mittel in Höhe von 1.090 MIO € (31. Dezember 2023: 1.403 MIO €).

Der Free Cash Flow (Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit nach Investitionen in Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten, vor Akquisitionen und Beteiligungen) ist eine Nicht-IFRS-Kennzahl, der zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, der am ehesten vergleichbaren IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahl, übergeleitet wird. Weitere Erläuterungen sind im Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse" und "- Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu finden.

Die folgende Tabelle zeigt die Cash Flow bezogenen finanziellen Leistungsindikatoren im 1. Halbjahr 2024 und 2023 und eine Überleitung des Free Cash Flow beziehungsweise des Free Cash Flow in Prozent der Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse:

Cash Flow bezogene finanzielle Leistungsindikatoren
in MIO €

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1. Halbjahr
2024 2023
Umsatzerlöse 9.491 9.529
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 570 1.150
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten (293) (298)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 10 2
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten, netto (283) (296)
Free Cash Flow 287 854
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse 6,0 12,1
Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse 3,0 9,0

Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird durch die Rentabilität unseres Geschäfts, die Entwicklung unseres Netto-Umlaufvermögens, insbesondere des Vorratsbestands und des Forderungsbestands, sowie durch Mittelabflüsse aufgrund verschiedener nachstehend erläuterter Einzelsachverhalte beeinflusst. Der Rückgang des Cash Flows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023 wurde durch Verzögerungen bei der Zahlungsabwicklung im Jahr 2024 im Zusammenhang mit dem externen Cyber-Vorfall beeinflusst, die in erster Linie auf die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um unsere neuen Dienstleister bei den Kostenträgern anzumelden, zurückzuführen sind. Diese Auswirkungen beinhalteten eine Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen gegen konzernfremde Dritte. Gegenläufig wirkten Vorauszahlungen der CMS, die Anbietern zur Verfügung gestellt wurden, bei denen es im Zusammenhang mit dem Vorfall zu Unterbrechungen bei der Geltendmachung von Ansprüchen kam, sowie eine zinslose Vorauszahlung, die sie direkt von dem betreffenden Drittanbieter erhielten. Darüber hinaus ergab sich der Rückgang auch aus der schrittweisen Zahlung von Einkommenssteuern für die laufende Periode und die Vorperioden (insbesondere in den USA).

Die Rentabilität unseres Geschäfts hängt wesentlich von den Erstattungssätzen für unsere Dienstleistungen ab. Im 1. Halbjahr 2024 erzielten wir etwa 79% unserer Umsatzerlöse mit Gesundheitsdienstleistungen, von denen ein erheblicher Anteil entweder von staatlichen Gesundheitsorganisationen oder von privaten Versicherern erstattet wird. Im 1. Halbjahr 2024 entfielen etwa 26% der Umsatzerlöse des Konzerns auf Erstattungen durch staatliche US-Gesundheitsprogramme wie Medicare und Medicaid. Gesetzesänderungen könnten sowohl die Medicare-Erstattungssätze für einen erheblichen Teil unserer Dienstleistungen als auch den Umfang der Medicare-Leistungen betreffen. Eine Senkung der Erstattungssätze oder eine Verringerung des Leistungsumfangs könnte wesentliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Finanz- und Ertragslage haben und damit auf unsere Fähigkeit, Cash Flow zu generieren. Siehe die obigen Abschnitte "Zukunftsbezogene Aussagen" und I. "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen".

Wir beabsichtigen, unseren gegenwärtigen Bedarf an flüssigen Mitteln und Finanzierungen auch weiterhin aus dem Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, Ausgaben im Rahmen unseres Commercial Paper Programms (siehe Anmerkung 7 im Konzernanhang) sowie der Nutzung unserer bilateralen Kreditlinien zu bestreiten. Wir gehen davon aus, dass uns angemessene Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen werden. Zudem steht unsere syndizierte Kreditlinie als zusätzliche Liquiditätsabsicherung zur Verfügung. Zusätzlich gehen wir davon aus, die für Akquisitionen oder für sonstige Zwecke benötigten Mittel durch die Inanspruchnahme langfristiger Finanzierungen sichern zu können, etwa durch die Ausgabe von Anleihen (siehe unten "Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit").

Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hängt auch von der Einziehung der Forderungen ab. Kommerzielle Kunden und staatliche Einrichtungen haben im Allgemeinen unterschiedliche Zahlungszyklen. Eine Verlängerung dieser Zahlungszyklen könnte einen wesentlichen negativen Effekt auf unsere Fähigkeit haben, Cash Flow zu generieren. Des Weiteren könnten wir bei der Durchsetzung und Einziehung der Forderungen aufgrund der Rechtssysteme und der wirtschaftlichen Lage in einigen Ländern auf Schwierigkeiten stoßen. Die Forderungslaufzeiten (Days Sales Outstanding, DSO) (Nicht-IFRS-Kennzahl) bezogen auf den Forderungsbestand nach Wertberichtigungen zum 30. Juni 2024 betrugen etwa 76 Tage (31. Dezember 2023: 67 Tage).

Zur Berechnung der DSO nach Segmenten werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte (einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) abzüglich Vertragsverbindlichkeiten des Segments mit dem Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro umgerechnet und durch die durchschnittlichen Tagesumsätze dieses Segments der vorangegangenen zwölf Monate, einschließlich Umsatzsteuer, - ebenfalls zum Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro umgerechnet - dividiert. Um die Vergleichbarkeit der in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Positionen zu gewährleisten, wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte (einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) sowie die Vertragsverbindlichkeiten zum 30. Juni 2024 um einen Rückgang in Höhe von 16,3 MIO € beziehungsweise 0,4 MIO € bereinigt (31. Dezember 2023: um einen Anstieg um 65,2 MIO € beziehungsweise 2,0 MIO €), was den Auswirkungen der Währungsumrechnung auf diese Positionen entspricht. Darüber hinaus wurden die Tagesumsätze für die zwölf Monate bis zum 30. Juni 2024 beziehungsweise 31. Dezember 2023 um Effekte in Höhe von (1,0) MIO € und (0,4) MIO € aus in der Berichtsperiode getätigten Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt, angepasst, um die Konsistenz mit den jeweiligen Anpassungen bei der Ermittlung des angepassten EBITDA (siehe Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - NettoVerschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu erhöhen; zudem wurden die Tagesumsätze für die zwölf Monate bis zum 30. Juni 2024 beziehungsweise 31. Dezember 2023 zur Einbeziehung der Umsatzsteuer und anderer kleiner Effekte in Höhe von 0,8 MIO € und 0,9 MIO € angepasst.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Forderungslaufzeiten nach Segmenten:

Entwicklung der Forderungslaufzeiten
in Tagen

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30. Juni 2024 31. Dezember 2023 Erläuterung der Entwicklung
Care Delivery 72 59 die Auswirkungen des externen Cyber-Vorfalls
Care Enablement 94 97 verbesserte Zahlungseingänge in bestimmten Regionen
FME AG 76 67

Da wir einen Großteil unserer Erstattungen von staatlichen Gesundheitsorganisationen und privaten Versicherern erhalten, gehen wir davon aus, dass die meisten unserer Forderungen einbringlich sind.

Informationen zum Risiko von Rechtsstreitigkeiten sowie zu laufenden und künftigen steuerlichen Betriebsprüfungen finden Sie in Anmerkung 11 im Konzernanhang.

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2024 netto 254 MIO €, wohingegen wir im 1. Halbjahr 2023 Mittel in Höhe von 297 MIO verwendeten. Die folgende Tabelle zeigt einen Aufriss unserer Investitionstätigkeit im 1. Halbjahr 2024 und 2023:

Cash Flow aus Investitionstätigkeit
in MIO €

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Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten, netto Akquisitionen, Beteiligungen, Erwerb immaterieller Vermögenswerte sowie Investitionen in Fremdkapitalinstrumente Erlöse aus Desinvestitionen und aus der Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten
1. Halbjahr
2024 2023 2024 2023 2024 2023
Care Delivery 161 152 3 41 516 48
Care Enablement 122 144 3 36 27 28
Gesamt 283 296 6 77 543 76

Der größte Teil der Investitionen in Sachanlagen im 1. Halbjahr 2024 entfiel auf die Instandhaltung bestehender Kliniken und Zentren, die Ausrüstung neuer Kliniken und Zentren, die Ausweitung der Produktionskapazitäten, auf Dialysegeräte, die an unsere Kunden vermietet wurden und auf aktivierungsfähige Entwicklungskosten. Die Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten in Prozent der Umsatzerlöse lagen im 1. Halbjahr 2024 und 2023 bei etwa 3%.

Veräußerungen im 1. Halbjahr 2024 entfielen hauptsächlich auf die Veräußerung von Eigenkapital- (einschließlich der Veräußerungen im Rahmen unseres Programms zur Optimierung des Bestandsportfolios) und Fremdkapitalinstrumenten.

Die übrigen Investitionen im 1. Halbjahr 2023 entfielen hauptsächlich auf den Erwerb von Fremdkapitalinstrumenten. Veräußerungen im 1. Halbjahr 2023 entfielen hauptsächlich auf die Veräußerung von Fremd- und Eigenkapitalinstrumenten sowie von Kliniken und Zentren. Im 1. Halbjahr 2023 wurden Akquisitionen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Dialysekliniken getätigt.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von etwa 0,8 MRD € sowie die Ausgaben für Akquisitionen und Beteiligungen zu begrenzen, während wir uns auf das organische Wachstum unseres Geschäfts konzentrieren. Unsere voraussichtlichen Investitionsausgaben werden von der Notwendigkeit bestimmt, uns gut zu positionieren, um Wachstumschancen zu nutzen sowie das Qualitätsniveau und die Patientenerfahrung aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus planen wir beschleunigte Investitionen in neue Produktionsanlagen sowie in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für ein stärker globalisiertes Produktportfolio.

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

Im 1. Halbjahr 2024 verwendeten wir für die Finanzierungstätigkeit 1.127 MIO €, wohingegen der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit im 1. Halbjahr 2023 701 MIO € betrug.

Im 1. Halbjahr 2024 wurden Mittel hauptsächlich für die Rückzahlung von Verbindlichkeiten (einschließlich von kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, des Forderungsverkaufsprogramms sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen), Dividendenzahlungen und Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile verwendet. Dies wurde teilweise durch die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgeglichen.

Im 1. Halbjahr 2023 wurden Mittel hauptsächlich für die Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen im Rahmen des Commercial Paper Programms und kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen), die Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (einschließlich Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen), Dividendenzahlungen und Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile verwendet. Dies wurde teilweise durch die Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen im Rahmen des Commercial Paper Programms und von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen) ausgeglichen. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang.

Am 22. Mai 2024 wurde eine Dividende für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 1,19 € je Aktie gezahlt (2023 gezahlt für 2022: 1,12 € je Aktie). Die Dividendenzahlung liegt insgesamt bei 349 MIO € (2023: 329 MIO €).

Vermögenslage

Die Konzern-Bilanzsumme blieb mit 33,9 MRD € zum 30. Juni 2024 im Vergleich zu 33,9 MRD € zum 31. Dezember 2023 stabil. Ohne einen positiven Effekt aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2% verminderte sich die Konzern-Bilanzsumme auf 33,2 MRD €, im Wesentlichen durch einen Rückgang der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Vermögenswerte aufgrund von Veräußerungen in Verbindung mit der Optimierung des Bestandsportfolios. Gegenläufig wirkten die anhaltenden Auswirkungen des externen Cyber-Vorfalls, einschließlich eines Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte und eines entsprechenden Rückgangs der flüssigen Mittel, da Verzögerungen bei der Zahlungsabwicklung andauern.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme blieb mit 26% zum 30. Juni 2024 im Vergleich zum 31. Dezember 2023 stabil, im Wesentlichen durch einen Rückgang der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Vermögenswerte aufgrund von Veräußerungen in Verbindung mit der Optimierung des Bestandsportfolios und den anhaltenden Auswirkungen des externen Cyber-Vorfalls, wie oben beschrieben. Die Eigenkapitalquote stieg auf 45% zum 30. Juni 2024 im Vergleich zu 44% zum 31. Dezember 2023, im Wesentlichen aufgrund eines Anstiegs des Eigenkapitals durch einen positiven Effekt aus der Währungsumrechnung und des Konzernergebnisses. Gegenläufig wirkte die Dividendenausschüttung im Mai 2024. Der ROIC stieg von 2,8% zum 31. Dezember 2023 auf 3,5% zum 30. Juni 2024, im Wesentlichen durch einen Anstieg des operativen Ergebnisses in den letzten zwölf Monaten, einschließlich von Anpassungen für Akquisitionen und Veräußerungen, die in den letzten zwölf Monaten mit einem Kaufpreis über der Schwelle von 50 MIO € getätigt wurden. Der ROIC ohne Berücksichtigung der Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios stieg auf 4,1% zum 30. Juni 2024. Bei der Berechnung des ROIC ist in der Position "Investiertes Kapital" der Firmenwert die maßgebliche Einflussgröße. Der durchschnittliche Gesamtkapitalkostensatz (WACC), einschließlich gewichteter Risikoaufschläge für Länderrisiken, betrug 7,8%. Für weitere Informationen zum ROIC, siehe das obige Kapitel II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)".

Gesamtaussage der Unternehmensleitung

Auch im 2. Quartal 2024 konnten wir unsere Finanzergebnisse verbessern und somit konsequent an der Umsetzung der Strategie und der Transformation unseres Unternehmens arbeiten. Das 2. Quartal 2024 ist ein weiterer Beleg für die operative Trendwende. Gleichzeitig konzentrieren wir uns weiterhin darauf, unsere Ziele entlang unseres strategischen Plans konsequent umzusetzen. Die operative Ergebnismarge näherte sich noch weiter dem für 2025 definierten Margenziel an, da Care Enablement seine Profitabilität steigern konnte. In Care Delivery stieg das organische Behandlungswachstum in den USA im Vergleich zum Vorquartal an. Unsere beiden globalen Segmente erzielten im beschleunigtem Maße zusätzliche Einsparungen aus dem Programm FME25. Das hat zur Folge, dass wir auf Kurs sind, das obere Ende des Zielkorridors an FME25-Einsparungen für das Gesamtjahr 2024 zu erreichen. Angesichts dieser Entwicklungen im 1. Halbjahr 2024 bestätigen wir unseren Ausblick für das laufende Gesamtjahr 2024.

Nachtragsbericht

Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Anmerkung 14 im Konzernanhang.

Prognosebericht

Der Vorstand steuert unser Unternehmen anhand von strategischen und operativen Vorgaben sowie verschiedenen finanziellen Kenngrößen, die auf Basis der IFRS-Rechnungslegungsstandards in Euro ermittelt werden, sowie anderen Kenngrößen, wie im Kapitel "Grundlagen des Konzerns", Abschnitt "Steuerungssystem" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023 beschrieben.

Wir bestätigen den Ausblick 2024. Der Ausblick 2024 beruht auf den im Kapitel "Prognosebericht" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023 genannten Annahmen, basiert auf konstanten Wechselkursen und berücksichtigt keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertungen von Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten, die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren beziehungsweise deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Basierend auf dem organischen Behandlungswachstum in den USA, bereinigt um den Ausstieg aus weniger profitablen Verträgen in der Akutversorgung im 1. Halbjahr 2024 (-0,2%), passen wir unsere Annahme zum organischen Behandlungswachstum in den USA auf unverändert bis +0,5% im Jahr 2024 an (bisher: +0,5% bis +2%).

Die Wachstumsraten basieren auf den Ergebnissen 2023 ohne Sondereffekte. Um die Vergleichbarkeit des Ausblicks für 2024 zu gewährleisten, wurde die Vorjahresbasis zudem um den Tricare-Vergleich und die Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf die Geschäftstätigkeit angepasst.

Ausblick für die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen 2024

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Ausblick 2024 (zu konstanten Wechselkursen)
Umsatzerlöse (1) Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich
Operatives Ergebnis (1) Wachstum im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich

(1) Ausblick 2024 basiert auf den im Kapitel "Prognosebericht" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023 genannten Annahmen und ist ohne Sondereffekte. Sondereffekte umfassen die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertungen von Humacyte, Rechtsformwechsel-Kosten, die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Die Wachstumsraten basieren auf den Ergebnissen 2023 ohne Sondereffekte. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse 2023 um den Tricare-Vergleich und die Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf die Geschäftstätigkeit angepasst. Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen" im Kapitel "Wirtschaftsbericht".

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Informationen zu unseren Risiken sind in den Anmerkungen 11 und 12 im Konzernanhang sowie im Zwischenlagebericht unter den Abschnitten "Zukunftsbezogene Aussagen" und "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" dargestellt. Für weitere Informationen kann das Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" auf Seite 73-91 im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023 eingesehen werden.

Chancenbericht

Im 1. Halbjahr 2024 haben sich im Vergleich zu den in unserem Geschäftsbericht 2023 unter dem Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" auf Seite 92-96 im Konzernlagebericht veröffentlichten Informationen keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der FME AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Die Gesellschaft hat die Erklärung auf ihrer Internetseite dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht:

https:/​/​www.freseniusmedicalcare.com/​de/​investoren/​corporate-governance/​entsprechenserklaerung/​.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie

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2. Quartal
Ziffer 2024 2023
Umsatzerlöse
Gesundheitsdienstleistungen 3a 3.722.138 3.828.628
Gesundheitsprodukte 3a 1.044.300 996.648
4.766.438 4.825.276
Umsatzkosten
Gesundheitsdienstleistungen 2.991.602 3.036.784
Gesundheitsprodukte 608.347 591.281
3.599.949 3.628.065
Betriebliche (Erträge) Aufwendungen
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 3b 771.466 775.235
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 3c 45.585 57.184
Ergebnis assoziierter Unternehmen 13 (32.639) (48.270)
Sonstige betriebliche Erträge 3d (227.929) (75.830)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3d 185.217 132.265
Operatives Ergebnis 424.789 356.627
Zinsergebnis
Zinserträge (17.745) (24.130)
Zinsaufwendungen 103.076 104.673
Ergebnis vor Ertragsteuern 339.458 276.084
Ertragsteuern 99.013 81.138
Ergebnis nach Ertragsteuern 240.445 194.946
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 53.417 54.587
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 187.028 140.359
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 3e 0,64 0,48
Ergebnis je Aktie (verwässert) 3e 0,64 0,48
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1. Halbjahr
2024 2023
Umsatzerlöse
Gesundheitsdienstleistungen 7.470.402 7.541.359
Gesundheitsprodukte 2.020.558 1.988.135
9.490.960 9.529.494
Umsatzkosten
Gesundheitsdienstleistungen 6.019.058 6.058.823
Gesundheitsprodukte 1.131.762 1.124.318
7.150.820 7.183.141
Betriebliche (Erträge) Aufwendungen
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 1.547.110 1.557.389
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 93.386 112.944
Ergebnis assoziierter Unternehmen (61.482) (75.784)
Sonstige betriebliche Erträge (341.428) (193.301)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 431.752 327.541
Operatives Ergebnis 670.802 617.564
Zinsergebnis
Zinserträge (33.408) (36.211)
Zinsaufwendungen 206.926 199.326
Ergebnis vor Ertragsteuern 497.284 454.449
Ertragsteuern 138.524 125.650
Ergebnis nach Ertragsteuern 358.760 328.799
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 100.773 102.078
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 257.987 226.721
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,88 0,77
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,88 0,77

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung
in TSD €

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2. Quartal 1. Halbjahr
2024 2023 2024 2023
Ergebnis nach Ertragsteuern 240.445 194.946 358.760 328.799
Übriges Comprehensive Income (Loss)
Komponenten, die nicht in das Ergebnis umgebucht werden:
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente - 13.647 (4.273) 13.647
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus leistungsorientierten Pensionsplänen 26.014 (15.430) 49.218 (15.792)
Ertragsteuern auf Komponenten des übrigen Comprehensive Income (Loss), die nicht umgebucht werden (7.769) 4.814 (14.350) 4.908
18.245 3.031 30.595 2.763
Komponenten, die in Folgeperioden in das Ergebnis umgebucht werden:
Gewinne (Verluste) aus Währungsumrechnungsdifferenzen 174.101 (97.462) 366.429 (424.303)
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente (525) (4.703) (2.210) 3.286
Gewinne (Verluste) aus Cash Flow Hedges (3.372) 2.646 (7.212) 3.244
Hedgingkosten 449 (430) 2.028 277
Ertragsteuern auf Komponenten des übrigen Comprehensive Income (Loss), die umgebucht werden 363 131 1.377 (1.644)
171.016 (99.818) 360.412 (419.140)
Übriges Comprehensive Income (Loss), netto 189.261 (96.787) 391.007 (416.377)
Gesamtergebnis 429.706 98.159 749.767 (87.578)
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 64.364 55.324 137.070 76.777
Auf die Anteilseigner der FME AG entfallendes Gesamtergebnis 365.342 42.835 612.697 (164.355)

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzern-Bilanz

in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahl

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Ziffer 30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Vermögenswerte
Flüssige Mittel 1.090.214 1.403.492
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte 4.024.825 3.471.213
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 4 37.430 165.299
Vorräte 6 2.227.448 2.179.175
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 726.528 730.460
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 318.303 244.172
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2 265.184 507.600
Summe kurzfristige Vermögenswerte 8.689.932 8.701.411
Sachanlagen 3.649.617 3.782.780
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 3.612.220 3.671.241
Immaterielle Vermögenswerte 1.354.525 1.362.327
Firmenwerte 14.807.304 14.650.008
Latente Steuern 278.064 283.953
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 13 647.964 642.928
Sonstige langfristige Vermögenswerte 131.490 223.576
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 725.088 611.584
Summe langfristige Vermögenswerte 25.206.272 25.228.397
Summe Vermögenswerte 33.896.204 33.929.808
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten 783.679 762.068
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 4 127.085 123.081
Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.541.986 1.617.434
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.859.700 1.675.556
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten 7 321.974 456.904
Kurzfristig fälliger Anteil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 8 480.828 487.699
Kurzfristig fälliger Anteil der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber konzernfremden Dritten 592.069 593.033
Kurzfristig fälliger Anteil der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen 4 24.803 23.926
Verbindlichkeiten für Ertragsteuern 139.390 191.265
Verbindlichkeiten i. Zshg. m. zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 2 64.410 180.624
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 5.935.924 6.111.590
Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 8 6.853.650 6.959.863
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber konzernfremden Dritten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 3.378.234 3.419.338
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 4 100.528 109.649
Rückstellungen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten 362.610 332.813
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 708.341 715.660
Pensionsrückstellungen 629.916 664.327
Verbindlichkeiten für Ertragsteuern 45.324 39.747
Latente Steuern 694.322 750.286
Summe langfristige Verbindlichkeiten 12.772.925 12.991.683
Summe Verbindlichkeiten 18.708.849 19.103.273

Konzern-Bilanz (fortgesetzt)
in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahl

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Ziffer 30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Eigenkapital
Stammaktien, ohne Nennwert, Nominalwert 1,00 €, 362.370.124 Aktien genehmigt, 293.413.449 ausgegeben und in Umlauf am 30. Juni 2024 (31. Dezember 2023: 293.413.449) 293.413 293.413
Kapitalrücklage 3.386.693 3.380.331
Gewinnrücklagen 10.871.955 10.921.686
Kumuliertes übriges Comprehensive Income (Loss) (620.459) (975.169)
Summe Eigenkapital der Anteilseigner der FME AG 13.931.602 13.620.261
Nicht beherrschende Anteile 1.255.753 1.206.274
Summe Eigenkapital 15.187.355 14.826.535
Summe Verbindlichkeiten und Eigenkapital 33.896.204 33.929.808

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung
in TSD €

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1. Halbjahr
Ziffer 2024 2023
Betriebliche Geschäftstätigkeit
Ergebnis nach Ertragsteuern 358.760 328.799
Überleitung vom Ergebnis nach Ertragsteuern auf den Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderung 13 899.462 872.005
Veränderung der latenten Steuern (90.526) (58.535)
(Gewinn) Verlust aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Nutzungsrechten, Finanzanlagen und aus Desinvestitionen (5.242) (29.205)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 13 (61.482) (75.784)
Zinsaufwendungen, netto 173.518 163.115
Veränderungen bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ohne Auswirkungen aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte (692.296) (80.313)
Vorräte (56.154) (110.681)
Sonstige Vermögenswerte (78.971) 59.636
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 128.707 52.288
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 2.026 (17.451)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten, Rückstellungen und sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 196.684 (10.509)
Veränderung der Steuerverbindlichkeiten 192.766 217.774
Erhaltene Dividenden aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.663 144.495
Gezahlte Zinsen (196.973) (186.462)
Erhaltene Zinsen 32.849 35.639
Gezahlte Ertragsteuern (235.060) (154.832)
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 569.731 1.149.979
Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten (293.317) (297.538)
Akquisitionen, Beteiligungen und Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (5.770) (14.256)
Investitionen in Fremdkapitalinstrumente (491) (62.472)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 10.716 1.701
Erlöse aus Desinvestitionen, abzüglich veräußerter flüssiger Mittel 500.985 25.319
Erlöse aus der Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten 42.064 50.624
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 254.187 (296.622)
Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten 192.481 729.964
Tilgung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten (330.356) (488.646)
Einzahlungen aus kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - 10.204
Tilgung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - (11.204)
Einzahlungen aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten 24.860 9.514
Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten (231.028) (24.397)
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber konzernfremden Dritten (321.385) (356.842)
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen (12.435) (13.125)
Anstieg (Rückgang) des Forderungsverkaufsprogramms (23.120) (92.536)
Dividendenzahlungen (349.162) (328.623)
Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile (87.719) (156.001)
Kapitaleinlagen von nicht beherrschenden Anteilen 10.834 21.147
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (1.127.030) (700.545)
Wechselkursbedingte Veränderung der flüssigen Mittel (12.234) (65.301)
Flüssige Mittel
Nettoerhöhung (-verminderung) der flüssigen Mittel (315.346) 87.511
Flüssige Mittel am Anfang des Jahres 1.427.225 1.273.787
Flüssige Mittel am Ende der Periode 1.111.879 1.361.298
Davon: Flüssige Mittel innerhalb der Veräußerungsgruppen 2 21.665 -

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
in TSD €, mit Ausnahme der Anzahl der Aktien

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Stammaktien
Ziffer Anzahl der Aktien Betrag Kapitalrücklage
Stand am 31. Dezember 2022 293.413.449 293.413 3.372.799
Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen und Steuereffekte - - (1.190)
Dividendenzahlungen - - -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - - (481)
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises - - -
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - - -
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 12 - - -
Ergebnis nach Ertragsteuern - - -
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus: Währungsumrechnungsdifferenzen - - -
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten - - -
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - - -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - - -
Gesamtergebnis - - -
Stand am 30. Juni 2023 293.413.449 293.413 3.371.128
Stand am 31. Dezember 2023 293.413.449 293.413 3.380.331
Dividendenzahlungen - - -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - - 6.362
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises - - -
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - - -
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 12 - - -
Ergebnis nach Ertragsteuern - - -
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus:
Währungsumrechnungsdifferenzen - - -
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten - - -
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - - -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - - -
Gesamtergebnis - - -
Stand am 30. Juni 2024 293.413.449 293.413 3.386.693
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Kumuliertes übriges Comprehensive Income (Loss)
Gewinnrücklagen Währungsumrechnungsdifferenzen
Stand am 31. Dezember 2022 10.711.709 (207.210)
Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen und Steuereffekte - -
Dividendenzahlungen (328.623) -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - -
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises - -
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - -
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 33.413 -
Ergebnis nach Ertragsteuern 226.721 -
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus: Währungsumrechnungsdifferenzen - (401.751)
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten - -
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - -
Gesamtergebnis - -
Stand am 30. Juni 2023 10.643.220 (608.961)
Stand am 31. Dezember 2023 10.921.686 (765.581)
Dividendenzahlungen (349.162) -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - -
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises - -
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - -
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 41.444 -
Ergebnis nach Ertragsteuern 257.987 -
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus:
Währungsumrechnungsdifferenzen - 388.680
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten - -
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - -
Gesamtergebnis - -
Stand am 30. Juni 2024 10.871.955 (376.901)
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Kumuliertes übriges Comprehensive Income (Loss)
Cash Flow Hedges Pensionen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts Summe Eigenkapital der Anteilseigner der FME AG Nicht beherrschende Anteile
Stand am 31. Dezember 2022 (627) (155.526) (25.105) 13.989.453 1.459.726
Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen und Steuereffekte - - - (1.190) -
Dividendenzahlungen - - - (328.623) -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - - - (481) (10.996)
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises - - - - (12.272)
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - - - - (111.266)
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - - 33.413 -
Ergebnis nach Ertragsteuern - - - 226.721 102.078
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus: Währungsumrechnungsdifferenzen (314) 2.708 355 (399.002) (25.301)
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten 2.619 - - 2.619 -
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - (10.677) - (10.677) -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - - 15.984 15.984 -
Gesamtergebnis - - - (164.355) 76.777
Stand am 30. Juni 2023 1.678 (163.495) (8.766) 13.528.217 1.401.969
Stand am 31. Dezember 2023 (4.585) (192.490) (12.513) 13.620.261 1.206.274
Dividendenzahlungen - - - (349.162) -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - - - 6.362 2.448
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises - - - - (10.431)
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - - - - (79.608)
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - - 41.444 -
Ergebnis nach Ertragsteuern - - - 257.987 100.773
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus:
Währungsumrechnungsdifferenzen (140) (4.382) (54.026) 330.132 36.297
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten (4.389) - - (4.389) -
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - 34.868 - 34.868 -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - - (5.901) (5.901) -
Gesamtergebnis - - - 612.697 137.070
Stand am 30. Juni 2024 (9.114) (162.004) (72.440) 13.931.602 1.255.753
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Summe
Stand am 31. Dezember 2022 15.449.179
Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen und Steuereffekte (1.190)
Dividendenzahlungen (328.623)
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust (11.477)
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises (12.272)
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile (111.266)
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 33.413
Ergebnis nach Ertragsteuern 328.799
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus: Währungsumrechnungsdifferenzen (424.303)
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten 2.619
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten (10.677)
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten 15.984
Gesamtergebnis (87.578)
Stand am 30. Juni 2023 14.930.186
Stand am 31. Dezember 2023 14.826.535
Dividendenzahlungen (349.162)
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust 8.810
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises (10.431)
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile (79.608)
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 41.444
Ergebnis nach Ertragsteuern 358.760
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus:
Währungsumrechnungsdifferenzen 366.429
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten (4.389)
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten 34.868
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten (5.901)
Gesamtergebnis 749.767
Stand am 30. Juni 2024 15.187.355

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzernanhang

In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

1. Die Gesellschaft und Grundlage der Darstellung

Die Gesellschaft

Die Fresenius Medical Care AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft (AG) mit Sitz in Hof (Saale), Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 6841, geschäftsansässig Else-Kröner-Str. 1, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe, Deutschland (FME AG oder die Gesellschaft). Die Gesellschaft ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen (auf Basis der veröffentlichten Umsatzerlöse und der Anzahl der behandelten Patient*innen). Die Gesellschaft bietet Dialyse und damit verbundene Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen sowie andere Gesundheitsdienstleistungen an. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt zudem eine breite Palette an Gesundheitsprodukten. Die Gesundheitsprodukte der Gesellschaft umfassen Hämodialysegeräte, Cycler für die Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie Granulate für die Hämodialyse, Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen sowie Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen und für die Apherese-Therapie. Die Gesellschaft versorgt Dialysekliniken, die sie besitzt, betreibt oder leitet, mit einer weiten Produktpalette und verkauft zudem Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Die anderen Gesundheitsdienstleistungen der Gesellschaft beinhalten wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme, die Distribution verschreibungspflichtiger Arzneimittel, Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in ambulanten Operationszentren, nephrologische Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches Fachpersonal und ambulante Behandlungen.

Im vorliegenden Konzernanhang beziehen sich die Begriffe FME AG oder die Gesellschaft in Abhängigkeit vom Kontext auf die Fresenius Medical Care AG oder auf die Fresenius Medical Care AG und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis. Die Begriffe Fresenius SE und Fresenius SE & Co. KGaA beziehen sich auf die Fresenius SE & Co. KGaA. Der Begriff Vorstand bezieht sich auf die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft während sich der Begriff Aufsichtsrat auf die Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft bezieht.

Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Enablement und die Bezeichnung "Care Delivery" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Delivery. Für weitere Informationen zu den Geschäfts- und Berichtssegmenten der Gesellschaft siehe Anmerkung 13.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juli 2023 haben die Aktionäre der Gesellschaft dem Vorschlag zugestimmt, die Rechtsform der Gesellschaft von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine AG zu ändern (Rechtsformwechsel). Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels, das mit Eintragung des Rechtsformwechsels in das zuständige Handelsregister am 30. November 2023 eintrat, ist die vorherige persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft aus der Gesellschaft ausgeschieden, die Fresenius SE beherrscht die Gesellschaft nicht mehr (im Sinne von IFRS 10, Konzernabschlüsse) und die Gesellschaft schied aus dem Konsolidierungskreis der Fresenius SE aus. Die Fresenius SE hat weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft.

Grundlage der Darstellung

Die Gesellschaft erfüllt als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) ihre Pflicht, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), den IFRS®-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Anwendung von § 315e Handelsgesetzbuch (HGB), unter Heranziehung des Euro als Berichts- und funktionale Währung, aufzustellen und zu veröffentlichen.

Der Zwischenbericht entspricht den Vorschriften des International Accounting Standard IAS 34, Interim Financial Reporting und enthält einen verkürzten Abschluss, da er ausgewählte erläuternde Anmerkungen und nicht alle Anmerkungen enthält, die in einem vollständigen Abschluss erforderlich wären. Die primären Abschlussbestandteile werden jedoch in einem Format, das mit dem des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2023) gemäß IAS 1 übereinstimmt, dargestellt.

Weiterhin erstellt die Gesellschaft einen Konzernzwischenabschluss nach IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, der als Bestandteil des Form 6-K bei der US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission - SEC) eingereicht wird.

Der in diesem Bericht dargelegte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 sowie für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 und 2023 wurde vom Abschlussprüfer der Gesellschaft, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Konzernzwischenabschluss sollte im Zusammenhang mit dem nach IFRS-Rechnungslegungsstandards erstellten Konzernabschluss gemäß § 315e HGB zum 31. Dezember 2023 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2023) gelesen werden. Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses nach IFRS-Rechnungslegungsstandards macht Schätzungen und Annahmen durch die Unternehmensleitung erforderlich, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Höhe der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Der Konzernzwischenabschluss gibt alle Anpassungen wieder, die nach Ansicht der Unternehmensleitung für eine sachgerechte Darstellung der Ergebnisse für die aufgeführten Zeiträume erforderlich sind. Dabei handelt es sich in allen Fällen um normale, wiederkehrende Anpassungen.

Am 21. Februar 2024 wurde einer der externen Dienstleister der Gesellschaft Opfer eines Cyberangriffs, der zur Abschaltung seiner Systeme führte. Da diese Drittpartei der Gesellschaft eine Reihe von finanziellen Abrechnungsdienstleistungen zur Verfügung stellt, führte der Cyberangriff auf ihre Systeme zu bestimmten Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft, da die Gesellschaft im März 2024 nicht in der Lage war, die erhaltenen flüssigen Mittel ihren Forderungen zuzuordnen oder sich im Rahmen der Geltendmachung von Forderungen bei bestimmten Kostenträgern Verzögerungen ergeben haben. Die Gesellschaft war im 2. Quartal 2024 weiterhin von Verzögerungen bei der Zahlungsabwicklung betroffen, in erster Linie aufgrund von mitigierenden Maßnahmen, die die Gesellschaft ergriffen hat, um neue Dienstleister bei den Kostenträgern anzumelden. Zum 30. Juni 2024 wurden erhaltene flüssige Mittel in Höhe von 209.700 US$ (195.890 €), die noch nicht direkt den Kundenforderungen zugeordnet wurden, als Gegenposition zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte verbucht. Darüber hinaus sind zum 30. Juni 2024 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte in Höhe von ca. 707.300 US$ (660.719 €) von der bereits erwähnten Verzögerung bei der Geltendmachung von Forderungen betroffen. Da dieser Cyberangriff die gesamte Gesundheitsbranche betraf, stellten die U.S. Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) bestimmte beschleunigte Zahlungen an Anbieter zur Verfügung, bei denen es im Zusammenhang mit dem Vorfall zu Unterbrechungen bei der Einreichung von Forderungen kam. Während die Gesellschaft ursprünglich Vorauszahlungen in Höhe von 175.214 US$ (162.070 €) erhielt, begannen die CMS im 2. Quartal 2024 mit der Rückforderung beziehungsweise Anrechnung der Zahlungen. Der verbleibende Betrag der Vorauszahlungen, der zum 30. Juni 2024 noch nicht zurückgefordert beziehungsweise angerechnet wurde, belief sich auf 79.360 US$ (74.134 €), die als Vertragsverbindlichkeiten in der Position Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten erfasst wurden. Darüber hinaus erklärte sich der externe Dienstleister bereit, der Gesellschaft im 1. und 2. Quartal 2024 zinslose Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 126.197 US$ (117.886 €), abzüglich jeglicher Rückzahlungen, zu gewähren. Die Gesellschaft hat mit der Drittpartei vereinbart, diese Vorauszahlungen im 3. Quartal 2024 zurückzuzahlen. Dementsprechend ist diese Zahlung in der Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2024 in der Position sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen. Infolge des Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der oben genannten Verbindlichkeiten belief sich der verbleibende Rückgang der flüssigen Mittel aufgrund des Vorfalls auf 502.028 US$ (468.966 €) zum 30. Juni 2024.

Wie in Anmerkung 2 des Konzernanhangs im Geschäftsbericht der Gesellschaft aus dem Jahr 2023 dargelegt, werden wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen vorgenommen, insbesondere in Bezug auf Umsatzrealisierung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte sowie erwartete Kreditverluste. Die Gesellschaft hat die zur Schätzung der expliziten und impliziten Preiszugeständnisse verwendeten Parameter im 1. Halbjahr 2024 aktualisiert. Die Änderungen der Inputs im Zusammenhang mit dem Anstieg der erhaltenen Barmittel, die noch nicht direkt den Kundenforderungen zugeordnet wurden, und der Forderungen mit einem Alter von drei Monaten oder weniger, die sich aus dem Ausfall der Abrechnungsstelle ergaben, basieren auf den besten Informationen, die der Gesellschaft zur Verfügung stehen, und führten nicht zu einer wesentlichen Änderung der Schätzung der expliziten und impliziten Preiszugeständnisse durch die Gesellschaft. Im Fall des oben erwähnten Drittanbieters hat die Gesellschaft kurzfristig alternative Optionen für Abrechnungsstellen in Anspruch genommen.

Aufgrund der Inflationsentwicklung im Libanon und in der Türkei wendet die Gesellschaft in ihren dort operierenden Tochtergesellschaften IAS 29, Rechnungslegung in Hochinflationsländern, (IAS 29) an. In der folgenden Tabelle sind das Datum der erstmaligen Anwendung von IAS 29 und die spezifischen Inputs aufgeführt, die zur Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Nettoposition der monetären Posten auf länderspezifischer Basis für das 1. Halbjahr 2024 verwendet werden. Die laufenden Umrechnungseffekte aus der Hyperinflationsbilanzierung und deren Effekte auf Vergleichsbeträge werden im Konzernzwischenabschluss der Gesellschaft im übrigen Comprehensive Income (Loss) erfasst. Die sich daraus ergebenden Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition der monetären Posten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise sonstigen betrieblichen Aufwendungen und in der Konzern-Kapitalflussrechnung der Gesellschaft in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Inputs zur Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Nettoposition der monetären Posten

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Libanon Türkei
Datum der erstmaligen Anwendung von IAS 29 31. Dezember 2020 30. Juni 2022
Verbraucherpreisindex Central Administration of Statistics Turkish Statistical Institute
Index zum 30. Juni 2024 6.450,2 2.319,3
Anstieg im Kalenderjahr 8% 25%
(Gewinn) Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten in TSD € 4 5.694

Der effektive Steuersatz von 29,2% für das 2. Quartal und 27,9% für das 1. Halbjahr 2024 (29,4% für das 2. Quartal und 27,6% für das 1. Halbjahr 2023) ermittelt sich auf Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes, der für das Gesamtjahr erwartet und auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Zwischenabschlusses angewendet wird. Aufgrund des Umfangs der Umsatzerlöse der Gesellschaft fällt diese in den Anwendungsbereich des Inclusive Framework on Base Erosion Profit Shifting (BEPS) Global Anti-Base Erosion Model Rules (GloBE) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Globale Mindestbesteuerung (zweite Säule). Die Gesetzgebung wurde am 15. Dezember 2023 in Deutschland, dem Land, in dem die Gesellschaft ansässig ist, verabschiedet und trat am 1. Januar 2024 in Kraft. Die Gesellschaft wendet die Ausnahmeregelung an, keine latenten Steuern im Zusammenhang mit den Ertragssteuern der zweiten Säule zu erfassen oder auszuweisen. Der Ertragsteueraufwand im Zusammenhang mit den Ertragsteuern der zweiten Säule ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft in der Position Ertragsteueraufwand ausgewiesen.

Aus dem operativen Ergebnis für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 kann nicht notwendigerweise auf das operative Ergebnis für das zum 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr geschlossen werden.

Der Firmenwert zum 30. Juni 2024 betrug 14.807.304 € (31. Dezember 2023: 14.650.008 €), davon entfielen 12.685.411 € (31. Dezember 2023: 12.573.423 €) auf Care Delivery und 2.121.893 € (31. Dezember 2023: 2.076.585 €) auf Care Enablement.

Im 1. Halbjahr 2024 sank die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 um 6% auf 10.492.465 € (31. Dezember 2023: 11.137.975 €) und bleibt unterhalb des Eigenkapitals der Anteilseigner der FME AG, welches zum 30. Juni 2024 um 2% auf 13.931.602 € im Vergleich von 13.620.261 € zum 31. Dezember 2023 anstieg.

In Anbetracht dessen, dass der Buchwert des Nettovermögens die Marktkapitalisierung der Gesellschaft übersteigt, eines anhaltend höheren Zinsniveaus und anhaltender Unsicherheit im makroökonomischen Umfeld, hat die Gesellschaft die Auswirkungen auf den Impairment Test zum 31. Dezember 2023 überprüft. Darüber hinaus wurde im Jahr 2023 eine Studie zu Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1)-Rezeptoragonisten hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei der Behandlung von chronischem Nierenversagen bei Diabetikern vorzeitig beendet, da die Studie bestimmte vorgegebene klinische Endpunkte erreicht hatte. Die Fähigkeit, das Fortschreiten von chronischem Nierenversagen oder terminaler Niereninsuffizienz zu verzögern und die kardiovaskuläre Mortalität durch die Anwendung dieser und anderer Arzneimittel oder Behandlungsmethoden zu verbessern, könnte in Zukunft Auswirkungen auf die Patientenpopulation haben und wurde bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Firmenwerts berücksichtigt.

Die Gesellschaft erweiterte im 2. Quartal 2024 die Analyse, die im Zusammenhang mit dem jährlichen Impairment Test des Firmenwerts zum 1. Oktober 2023 im 4. Quartal 2023 durchgeführt wurde und in Anmerkung 2 a) des Konzernanhangs im Geschäftsbericht 2023 beschrieben ist. Die Analyse der Gesellschaft umfasste Projektionen hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen von GLP-1-Rezeptoragonisten und wurde erweitert, um die potenziellen Auswirkungen von Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Inhibitoren (SGLT2) auf die Patientenpopulationen mit chronischem Nierenversagen oder terminaler Niereninsuffizienz, insbesondere in Bezug auf Cash-Flow-Projektionen und Sensitivitätsbewertungen des Firmenwerts, miteinzubeziehen. In der von der Gesellschaft durchgeführten Analyse als Populationswirkungsmodell (Population Impact Model - ein computergestütztes Instrument zur Vorhersage der Größe und Altersverteilung der zukünftigen Patientenpopulation mit Nierenerkrankungen für das kommende Jahrzehnt auf der Grundlage verschiedener Szenarien des öffentlichen Gesundheitswesens) deuten die Sensitivitätsbänder der verschiedenen Szenarien für den Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Inhibitoren in der Patientenpopulation mit chronischem Nierenversagen auf einen Trend hin, der zu einem leichten Anstieg der gesamten Patientenpopulation mit chronischem Nierenversagen und einem leichten Rückgang der Patientenpopulation mit terminaler Niereninsuffizienz führt, was im Wesentlichen mit den Prognosen für die Patientenpopulation übereinstimmt, in denen der Einsatz dieser Medikamente nicht enthalten ist.

Die Gesellschaft verglich im 2. Quartal 2024 die Buchwerte ihrer Gruppen von CGUs, Care Delivery und Care Enablement, mit dem Nutzungswert der jeweiligen Gruppe von CGUs, wobei die Free Cash Flows der bei der Werthaltigkeitsprüfung berücksichtigten Gruppen von CGUs zum 31. Dezember 2023 herangezogen wurden. Die Gesellschaft hat ihre Prognosen für die Free Cash Flows anhand der Ergebnisse der letzten verfügbaren Bewertungen aktualisiert. Die Cash-Flow-Prognosen wurden aktualisiert, um sowohl die Auswirkungen von Veräußerungen und der Klassifizierung bestimmter Einheiten als zur Veräußerung gehalten im 1. Halbjahr 2024 (siehe Anmerkung 2) als auch der laufenden Initiativen widerzuspiegeln, ohne Berücksichtigung von Wachstum und Verbesserungen durch Initiativen im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Betriebsstruktur der Gesellschaft und Maßnahmen zur Erzielung von Kosteneinsparungen (Programm FME25), die zum 30. Juni 2024 noch nicht angelaufen waren.

Die folgende Tabelle zeigt die Hauptannahmen der Berechnung der Nutzungswerte, die auf der Grundlage der zum 30. Juni 2024 und 31. Dezember 2023 durchgeführten Impairment Tests dargestellt werden.

Hauptannahmen
in %

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Care Delivery Care Enablement
30. Juni 2024 31. Dezember 2023 30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Durchschnittliches Umsatzwachstum über den Zehnjahres-Planungshorizont mittlerer einstelliger Bereich mittlerer einstelliger Bereich mittlerer einstelliger Bereich mittlerer einstelliger Bereich
Durchschnittliches Wachstum des operativen Ergebnisses über den Zehnjahres-Planungshorizont hoher einstelliger Bereich hoher einstelliger Bereich niedriger zweistelliger Bereich niedriger zweistelliger Bereich
Wachstumsrate in der ewigen Rente 1,00 1,00 1,00 1,00
Vor-Steuer WACC 10,15 10,53 9,31 8,41
Nach-Steuer WACC 7,85 8,09 7,51 6,54

Für eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise beim Impairment Test siehe Anmerkungen 1 g) und 2 a) im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2023. Zum 30. Juni 2024 wurde der Impairment Test für die Geschäftssegmente (Care Delivery und Care Enablement) durchgeführt. Die Bewertung ergab keinen Hinweis auf eine Wertminderung zum 30. Juni 2024. Das Management beobachtet die Situation weiterhin.

Zum 30. Juni 2024 überstieg der erzielbare Betrag der Gruppe von CGUs Care Delivery den Buchwert um 6.622.405 € (31. Dezember 2023: 4.740.257 €). Der erzielbare Betrag für die Gruppe von CGUs Care Enablement überstieg den Buchwert um 3.435.019 € (31. Dezember 2023: 3.285.391 €).

Die folgende Tabelle zeigt die entsprechenden Beträge, um die sich die Hauptannahmen individuell ändern müssten, damit der erzielbare Betrag dem Buchwert entspricht:

Sensitivitätsanalyse 1
Veränderung in Prozentpunkten

(1) Die Sensitivitätsanalyse basiert auf den zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023 durchgeführten Impairment Tests.

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Care Delivery Care Enablement
30. Juni 2024 31. Dezember 2023 30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Vor-Steuer WACC 2,70 2,10 2,32 2,27
Nach-Steuer WACC 2,04 1,60 1,72 1,66
Wachstumsrate in der ewigen Rente (9,76) (7,26) (5,69) (5,57)
Operative Marge in jedem Planungsjahr (3,09) (2,35) (3,15) (3,02)

Am 30. Juli 2024 genehmigte der Vorstand die Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses der Gesellschaft.

Neue Verlautbarungen

Neu angewendete Rechnungslegungsverlautbarungen

Im 1. Halbjahr 2024 wurden die IFRS-Rechnungslegungsstandards zugrunde gelegt, die für die Zwischenberichterstattungen anzuwenden sind, die am 1. Januar 2024 beginnen. Im 1. Halbjahr 2024 gab es keine neu angewendeten Rechnungslegungsverlautbarungen, die sich wesentlich auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken.

Noch nicht angewendete neue Rechnungslegungsverlautbarungen

Das IASB hat den folgenden für die Gesellschaft relevanten neuen Standard herausgegeben:

IFRS 18, Darstellung und Angaben im Abschluss

Am 9. April 2024 veröffentlichte das IASB IFRS 18, Darstellung und Angaben im Abschluss (IFRS 18). IFRS 18 zielt darauf ab, die Übermittlung von Informationen in Abschlüssen zu verbessern, um Investoren eine vergleichbarere Grundlage für die Analyse der Leistung von Unternehmen zu geben. Der Standard führt drei Sets von neuen Anforderungen ein: neue Kategorien und Zwischensummen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Angaben zu vom Management definierten Leistungskennzahlen und Leitlinien für die Aggregation und Disaggregation bestimmter Informationen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird in drei neu definierte Kategorien (betrieblicher Bereich, Investitions- und Finanzierungsbereich) unterteilt und enthält zwei neu definierte Zwischensummen (Betriebsergebnis und Ergebnis vor Finanzierung und Ertragsteuern). Vom Management definierte Leistungskennzahlen sind Zwischensummen von Erträgen und Aufwendungen, die in der externen Kommunikation außerhalb des Konzernabschlusses verwendet werden und die Sicht des Managements auf bestimmte Aspekte der Unternehmensleistung vermitteln. Solche Kennzahlen müssen klar und verständlich in einer eigenständigen Anhangangabe beschrieben werden, in der erklärt wird, wie die Kennzahl berechnet wird, warum sie nützlich ist, eine Überleitung zu der am direktesten vergleichbaren Zwischensumme, die zuvor erläutert wurde, die Auswirkung der Steuern vom Einkommen und Ertrag und die Auswirkung auf die nicht beherrschenden Anteile für jede in der Überleitungsrechnung ausgewiesenen Position und wie die Auswirkung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ermittelt wurde. Schließlich müssen die Unternehmen die Positionen aufschlüsseln, wenn diese Informationen wesentlich sind, und die Bezeichnung "Sonstiges" in den Konzernabschlüssen vermeiden. Bestimmte zusätzliche Angaben zu Abschreibungen, Wertminderungen und anderen Aufwandskategorien können erforderlich sein. IFRS 18 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Es wird erwartet, dass sich der Standard nach seiner Umsetzung auf die Darstellung der Positionen im Konzernabschluss und die Anhangangaben der Gesellschaft auswirken wird, während der Standard die Art und Weise, wie die Gesellschaft Positionen in ihrem Konzernabschluss erfasst oder bewertet, voraussichtlich nicht verändern wird.

Keine weiteren vom IASB veröffentlichten neuen Verlautbarungen haben nach Einschätzung der Gesellschaft einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.

2. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Veräußerungsgruppen

Zum 30. Juni 2024 beschloss das Management der Gesellschaft im Zusammenhang mit seinem Programm zur Optimierung des Bestandsportfolios (wie unten definiert) einen Plan zum Verkauf ihrer Dialyseeinrichtungen beziehungsweise Dialyseklinik-Netzwerke in Guatemala, Curaçao, Peru, Brasilien und Kolumbien, die aktuell jeweils Teil des Segments Care Delivery der Gesellschaft sind. Am 2. Juli 2024 veräußerte die Gesellschaft ihr Geschäft in Guatemala, Curaçao und Peru.

Transaktionen, die zum Zeitpunkt dieses Berichts noch nicht abgeschlossen waren, bedürfen noch behördlicher Genehmigungen, werden aber voraussichtlich innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte abgeschlossen sein. Für die vereinbarten Veräußerungen wurde unmittelbar vor der Klassifizierung dieser Veräußerungen als zur Veräußerung gehalten Wertminderungsaufwand erfasst, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist (für weitere Informationen siehe Anmerkung 3). Die Buchwerte der Vermögenswerte in der Veräußerungsgruppe für die geplante Veräußerung der Einrichtungen in Guatemala, Curaçao, Peru, Brasilien und Kolumbien werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten erfasst. Der der Gesellschaft und ihren Anteilseignern zuzurechnende beizulegende Zeitwert beträgt insgesamt 162.808 € für diese Transaktionen, wurde für die nicht wiederkehrende Bewertung unter Verwendung des vorläufigen Kaufpreises bestimmt und als Level 3 der Fair Value Hierarchie eingeordnet. Zum 30. Juni 2024 und 31. Dezember 2023 wurden die folgenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als zur Veräußerung gehalten klassifiziert:

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen
in TSD €

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30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Flüssige Mittel 21.665 23.733
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte 73.211 27.535
Sachanlagen 25.470 42.710
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 11.305 114.602
Firmenwert (1) 108.626 274.543
Sonstige 24.907 24.477
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 265.184 507.600
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten 9.246 12.880
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 13.219 128.653
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 41.945 39.091
Verbindlichkeiten i. Zshg. m. zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 64.410 180.624

(1) Der Firmenwert wurde den Veräußerungsgruppen auf Basis des relativen beizulegenden Zeitwerts zugeordnet.

Zum 30. Juni 2024 beliefen sich die im übrigen Comprehensive Income erfassten kumulierten Währungsumrechnungsverluste im Zusammenhang mit den Veräußerungsgruppen auf 68.024 €.

3. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Die Gesellschaft hat die nachstehenden Finanzinformationen des Vorjahres angepasst, um zusätzliche Verträge einzubeziehen, die im Laufe des Geschäftsjahres 2023 identifiziert wurden und für die bestimmte Angaben gemäß IFRS 17 erforderlich waren.

Die Gesellschaft hat in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2024 und 2023 folgende Umsatzerlöse ausgewiesen:

Umsatzerlöse
in TSD €

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Umsatzerlöse aus Versicherungs-Verträgen Umsatzerlöse aus Leasingverträgen Summe
2. Quartal 2024
Gesundheitsdienstleistungen 3.329.017 393.121 - 3.722.138
Gesundheitsprodukte 1.024.683 - 19.617 1.044.300
Gesamt 4.353.700 393.121 19.617 4.766.438
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Umsatzerlöse aus Versicherungs-Verträgen Umsatzerlöse aus Leasingverträgen Summe
2. Quartal 2023
Gesundheitsdienstleistungen 3.504.864 323.764 - 3.828.628
Gesundheitsprodukte 987.464 - 9.184 996.648
Gesamt 4.492.328 323.764 9.184 4.825.276
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Umsatzerlöse aus Versicherungs-Verträgen Umsatzerlöse aus Leasingverträgen Summe
1. Halbjahr 2024
Gesundheitsdienstleistungen 6.694.351 776.051 - 7.470.402
Gesundheitsprodukte 1.978.767 - 41.791 2.020.558
Gesamt 8.673.118 776.051 41.791 9.490.960
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Umsatzerlöse aus Versicherungs-Verträgen Umsatzerlöse aus Leasingverträgen Summe
1. Halbjahr 2023
Gesundheitsdienstleistungen 6.970.732 570.627 - 7.541.359
Gesundheitsprodukte 1.964.033 - 24.102 1.988.135
Gesamt 8.934.765 570.627 24.102 9.529.494

Die folgende Tabelle stellt eine Aufgliederung von Umsatzerlösen nach Kategorien für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 und 2023 dar:

Aufgliederung von Umsatzerlösen nach Kategorien
in TSD €

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2. Quartal 1. Halbjahr
2024 2023 2024 2023
Care Delivery
US 3.157.316 3.119.875 6.259.075 6.122.591
International 613.984 752.667 1.300.379 1.505.498
Gesamt (1) 3.771.300 3.872.542 7.559.454 7.628.089
Care Enablement
Gesamt (einschließlich Umsatzerlösen zwischen den Segmenten) (1) 1.363.370 1.324.740 2.660.428 2.635.269
Eliminierungen zwischen den Segmenten (368.232) (372.006) (728.922) (733.864)
Gesamt Care Enablement Umsatzerlöse mit Dritten 995.138 952.734 1.931.506 1.901.405
Gesamt 4.766.438 4.825.276 9.490.960 9.529.494

(1) Für weitere Informationen zu den Segmentumsätzen siehe Anmerkung 13.

b) Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten umfassen sowohl die Vertriebskosten als auch die allgemeinen Verwaltungskosten. Vertriebskosten fallen in den Bereichen Verkauf, Marketing und Lagerhaltung der Gesellschaft an und sind nicht der Produktion oder Forschung und Entwicklung zuzuordnen. Die allgemeinen Verwaltungskosten fallen in der Verwaltungsfunktion der Gesellschaft an und sind nicht dem Vertrieb, der Produktion oder der Forschung und Entwicklung zuzuordnen.

Die folgende Tabelle zeigt die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten der Gesellschaft für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 und 2023:

Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten
in TSD €

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2. Quartal 1. Halbjahr
2024 2023 2024 2023
Vertriebskosten 190.974 199.552 381.536 402.830
Allgemeine Verwaltungskosten 580.492 575.683 1.165.574 1.154.559
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 771.466 775.235 1.547.110 1.557.389

c) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im 1. Halbjahr 2024 in Höhe von 93.386 € (im 1. Halbjahr 2023: 112.944 €) sind Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten enthalten.

d) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Beträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 und 2023 dar:

Sonstige betriebliche Erträge
in TSD €

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2. Quartal 1. Halbjahr
2024 2023 2024 2023
Wechselkursgewinne 58.034 53.842 119.710 125.981
Gewinne aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen 3.676 11.949 6.821 25.574
Neubewertung bestimmter Beteiligungen 45.886 (4.318) 61.083 14.968
Erträge aus strategischen Transaktionen und Programmen 84.391 - 87.497 -
Sonstige 35.942 14.357 66.317 26.778
Sonstige betriebliche Erträge 227.929 75.830 341.428 193.301

Sonstige betriebliche Aufwendungen
in TSD €

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2. Quartal 1. Halbjahr
2024 2023 2024 2023
Wechselkursverluste 64.807 70.011 135.223 154.413
Verluste aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen 1.006 8.130 3.070 18.669
Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen 107.475 32.015 262.430 115.454
Sonstige 11.929 22.109 31.029 39.005
Sonstige betriebliche Aufwendungen 185.217 132.265 431.752 327.541

In der Position "Erträge aus strategischen Transaktionen und Programmen" der sonstigen betrieblichen Erträge sind die Gewinne aus der Veräußerung bestimmter Geschäfte im Zusammenhang mit strategischen Programmen wie der unten definierten Optimierung des Bestandsportfolios und dem Programm FME25 enthalten. Der für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 gezeigte Betrag bezieht sich hauptsächlich auf die Veräußerung der Cura Day Hospitals Group in Australien im Rahmen der Optimierung des Bestandsportfolios.

In der Position "Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen" innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die geplanten Veräußerungen (einschließlich der damit verbundenen Wertminderungen) bestimmter Geschäftsbereiche im Zusammenhang mit strategischen Programmen wie der Optimierung des Bestandsportfolios (unten definiert) und dem Programm FME25 enthalten. Für weitere Informationen zu den geplanten Veräußerungen und den damit verbundenen Wertminderungen siehe Anmerkung 2. In Übereinstimmung mit der Vorgehensweise der Gesellschaft, Wertminderungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisen, werden diese Aufwendungen, die sich auf die Umsatzkosten, die Vertriebs- und Verwaltungskosten oder die Forschungs- und Entwicklungskosten beziehen, in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die "Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen" bestehen hauptsächlich aus:

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Aufwendungen im Zusammenhang mit strategischen Veräußerungen, die bei der Überprüfung des Geschäftsportfolios der Gesellschaft identifiziert wurden, hauptsächlich aufgrund des Ausstiegs aus nicht nachhaltigen Märkten und der Veräußerung von Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie der Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche im Kerngeschäft der Gesellschaft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird, einschließlich der gemäß Anmerkung 2 identifizierten geplanten Veräußerungen, der Einstellung eines Entwicklungsprogramms für einen Dialysecycler sowie der Veräußerung des Dienstleistungsgeschäfts der Gesellschaft in Chile, in Ecuador, im südlichen Afrika, in der Türkei und der Cura Day Hospital Group in Australien (Optimierung des Bestandsportfolios), mitsamt der damit verbundenen Anpassungen zur Umgliederung der Währungsumrechnung, die zuvor im übrigen Comprehensive Income in Höhe von 11.936 € und 96.976 € für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 ausgewiesen wurden (im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2023 gab es keine Anpassungen zur Umgliederung);

bestimmte Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25; und

bestimmte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel, vor allem in Bezug auf die erforderliche Umregistrierung ihrer Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen für externe Berater und die Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen Verwaltungsfunktionen, die für das Management bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die in der Vergangenheit auf der Ebene des Fresenius SE-Konzerns ausgeführt und an die Gesellschaft belastet werden (Rechtsformwechsel-Kosten).

Die Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen setzten sich im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2024 und 2023 wie folgt zusammen:

Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen
in TSD €

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2. Quartal 1. Halbjahr
2024 2023 2024 2023
Ausbuchung von aktivierten Entwicklungskosten und Abwicklungskosten (1) - (826) - 58.287
Optimierung des Bestandsportfolios - (826) - 58.287
Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (2) 1.417 13.122 2.464 37.448
Optimierung des Bestandsportfolios - 10.724 - 35.050
Programm FME25 1.417 2.398 2.464 2.398
Wertminderung aus der Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (3.375) 11.892 120.177 11.892
Optimierung des Bestandsportfolios (3.375) 11.892 120.177 11.892
Verlust aus Veräußerungen 84.059 - 109.047 -
Optimierung des Bestandsportfolios 84.059 - 109.047 -
Sonstige (3) 25.374 7.827 30.742 7.827
Optimierung des Bestandsportfolios 23.321 1.124 27.473 1.124
Rechtsformwechselkosten 2.053 6.703 3.269 6.703
Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen 107.475 32.015 262.430 115.454

(1) Hauptsächlich Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.
(2) Für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 beziehen sich die Beträge in erster Linie auf Umsatzkosten und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2023 beziehen sich die Beträge in erster Linie auf Umsatzkosten und Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.
(3) Hauptsächlich Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.

Für weitere Informationen zu als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Veräußerungsgruppen siehe Anmerkung 2.

e) Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Zähler und Nenner für die Ermittlung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2024 und 2023 dar:

Überleitung Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert)
in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

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2. Quartal 1. Halbjahr
2024 2023 2024 2023
Zähler
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 187.028 140.359 257.987 226.721
Nenner
Durchschnittlich ausstehende Aktien 293.413.449 293.413.449 293.413.449 293.413.449
Potenziell verwässernde Aktien - - - -
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,64 0,48 0,88 0,77
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,64 0,48 0,88 0,77

4. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Fresenius SE ist mit einer Beteiligung von 32,2% der Anteile der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 deren größte Anteilseignerin. Gemäß der Satzung der Gesellschaft hat die Fresenius SE das Recht, zwei der sechs Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu bestellen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist die alleinige Anteilseignerin der Fresenius Management SE, persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE, und hat die alleinige Befugnis, den Aufsichtsrat der Fresenius Management SE zu wählen. Die Gesellschaft hat verschiedene Vereinbarungen in Bezug auf den Kauf und Verkauf von Dienstleistungen und Produkten mit der Fresenius SE, Tochtergesellschaften der Fresenius SE und mit assoziierten Unternehmen der Gesellschaft geschlossen. Diese Vereinbarungen werden im Abschnitt a) beschrieben. Im Abschnitt b) werden die Leasingverhältnisse mit der Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften erläutert. Die Konditionen für Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus diesem Kauf und Verkauf von Produkten, Leasingverhältnissen sowie diesen Dienstleistungsvereinbarungen entsprechen grundsätzlich den gewöhnlichen Geschäftsbedingungen der Gesellschaft mit Dritten und die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass diese Vereinbarungen marktübliche Bedingungen widerspiegeln. Die Gesellschaft weist die wirtschaftliche Angemessenheit ihrer Vereinbarungen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften mithilfe verschiedener Methoden nach. Die Konditionen für Darlehen und Anleihen mit bestimmten assoziierten Unternehmen, wie in dem folgenden Abschnitt c) beschrieben, werden zum Zeitpunkt, an dem die Transaktion geschlossen wurde, festgelegt und entsprechen dem aktuellen Marktzinssatz zum Zeitpunkt der Transaktion. Im Abschnitt d) werden die Beziehungen der Gesellschaft zu Personen und Unternehmen in einer Schlüsselposition im Management erläutert.

a) Dienstleistungsvereinbarungen und Produkte

Vor dem Rechtsformwechsel hatte die Gesellschaft mit der Fresenius SE und einigen Tochtergesellschaften der Fresenius SE (zusammen Fresenius SE-Gesellschaften) Dienstleistungsvereinbarungen geschlossen. Sie umfassen unter anderem Verwaltungsdienstleistungen, Management-Informationsdienstleistungen, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Versicherungen, IT-Dienstleistungen und Steuer- und Finanzdienstleistungen. Die oben genannten Vereinbarungen hatten in der Regel eine Laufzeit von einem bis fünf Jahren und wurden im Bedarfsfall bei jeweiliger Fälligkeit neu verhandelt.

Im Zusammenhang mit und nach dem Rechtsformwechsel schloss die Gesellschaft mit den Fresenius SE-Gesellschaften übergangsweise Dienstleistungsverträge ab, um Dienstleistungen zu erhalten, einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Verwaltungs- und Gebäudemanagementdienstleistungen, Verwaltung von Sozialleistungen, Versicherungsgeschäft, Informationstechnologie, geistiges Eigentum und bestimmte Treasury-Dienstleistungen. Diese Verträge mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden in der Regel für einen Übergangszeitraum von einigen Monaten bis zu 2 Jahren abgeschlossen (in einigen Fällen mit Verlängerungsoptionen). Darüber hinaus hat die Gesellschaft verschiedene Dienstleistungsverträge mit Gesellschaften der Fresenius SE abgeschlossen, um Dienstleistungen zu erbringen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Dienstleistungen im Bereich der Anlagenbuchhaltung sowie IT- und kommunikationsbezogene Dienstleistungen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr.

Für ein assoziiertes Unternehmen führt die Gesellschaft administrative Tätigkeiten aus.

Die Gesellschaft verkauft auch Produkte an die Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften und bezieht Produkte bei Tochtergesellschaften der Fresenius SE und assoziierten Unternehmen. Im Zusammenhang mit und nach dem Rechtsformwechsel hat die Gesellschaft in begrenztem Umfang gemeinsame Beschaffungsverträge mit Gesellschaften der Fresenius SE über den Bezug von Produkten von Dritten abgeschlossen.

Im Dezember 2010 gründete die Gesellschaft mit Galenica Ltd. (jetzt bekannt als CSL Vifor) das pharmazeutische Unternehmen Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., ein assoziiertes Unternehmen, an dem die Gesellschaft 45% der Anteile hält. Die Gesellschaft hat exklusive Liefervereinbarungen über den Einkauf von bestimmten Pharmazeutika sowie bestimmte exklusive Vertriebsvereinbarungen mit Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. abgeschlossen.

Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen, einschließlich der daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten:

Dienstleistungsvereinbarungen und Produkte mit nahestehenden Unternehmen
in TSD €

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1. Halbjahr 2024 1. Halbjahr 2023 30. Juni 2024
Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen Verbindlichkeiten
Dienstleistungsvereinbarungen (1)
Fresenius SE 10 10.970 73 20.196 21 109
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 264 43.498 5.972 34.602 137 7.950
Assoziierte Unternehmen (2) 2.909 - 3.121 - 21.423 -
Gesamt 3.183 54.468 9.166 54.798 21.581 8.059
Produkte
Tochtergesellschaften der Fresenius SE (2) 34.124 11.488 35.641 12.552 15.849 6.350
Assoziierte Unternehmen - 204.921 - 245.697 - 85.973
Gesamt 34.124 216.409 35.641 258.249 15.849 92.323
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31. Dezember 2023
Forderungen Verbindlichkeiten
Dienstleistungsvereinbarungen (1)
Fresenius SE 10 1.778
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 589 14.299
Assoziierte Unternehmen (2) 51.442 -
Gesamt 52.041 16.077
Produkte
Tochtergesellschaften der Fresenius SE (2) 23.535 9.585
Assoziierte Unternehmen - 67.403
Gesamt 23.535 76.988

(1) Zusätzlich zu den oben dargestellten Verbindlichkeiten beliefen sich die Rückstellungen für Dienstleistungsvereinbarungen mit nahestehenden Unternehmen zum 30. Juni 2024 auf 16.274 € (31. Dezember 2023: 5.172 €).
(2) Die erbrachten Leistungen im Zusammenhang mit assoziierten Unternehmen für das 1. Halbjahr 2023 in Höhe von 4.334 € sowie die empfangenen Lieferungen im Zusammenhang mit den Tochtergesellschaften der Fresenius SE für das 1. Halbjahr 2023 in Höhe von (8.862) € wurden angepasst, um einen Fehler in der Darstellung zu korrigieren. Die Anpassung hat keine Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft für die dargestellten Zeiträume.

b) Mietverträge

Zusätzlich zu den oben angeführten Dienstleistungsvereinbarungen und Produkten mit nahestehenden Unternehmen hat die Gesellschaft Mietverträge für Immobilien mit der Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen, die vorwiegend die Konzernzentrale in Bad Homburg v. d. Höhe (Deutschland) und die Produktionsstandorte Schweinfurt und St. Wendel (Deutschland) beinhalten. Die Mietverträge haben Laufzeiten bis zum Ende des Jahres 2032.

Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten Leasingverhältnisse mit nahestehenden Unternehmen.

Mietverträge mit nahestehenden Unternehmen
in TSD €

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1. Halbjahr 2024 1. Halbjahr 2023
Abschreibung Zinsaufwand Mietaufwand (1) Abschreibung Zinsaufwand Mietaufwand (1)
Fresenius SE 3.297 944 51 4.457 704 200
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 9.207 213 - 8.906 654 -
Gesamt 12.504 1.157 51 13.363 1.358 200
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30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
Fresenius SE 26.697 29.167 29.214 29.017
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 96.194 96.164 102.029 104.558
Gesamt 122.891 125.331 131.243 133.575

(1) Kurzfristige Leasingverhältnisse und Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen sowie Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte sind von der bilanziellen Erfassung ausgenommen.

c) Finanzierung

Zum 30. Juni 2024 hatte die Gesellschaft ausstehende Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit einem Cash Pooling Programm mit einigen ihrer assoziierten Unternehmen in Höhe von 26.703 € (31. Dezember 2023: 26.875 €). Die Verzinsung für diese Cash Management Transaktionen wurde täglich angepasst und basierte für die entsprechende Währung auf den jeweiligen Referenzsätzen, mit einer Untergrenze von Null, für täglich fällige Geldeinlagen.

d) Personen und Unternehmen in einer Schlüsselposition im Management

Aufgrund der bisherigen Rechtsform der Gesellschaft als KGaA bis zum Wirksamwerden des Rechtsformwechsels bekleidete die Fresenius Medical Care Management AG (Management AG) als frühere persönlich haftende Gesellschafterin (persönlich haftende Gesellschafterin) eine Schlüsselposition im Management der Gesellschaft. Daneben standen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Management AG als Inhaber von Schlüsselpositionen im Management sowie deren enge Familienangehörige der Gesellschaft nahe. Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels ist die persönlich haftende Gesellschafterin aus der Gesellschaft ausgeschieden und hat keinen Anspruch mehr auf Erstattung der Vergütung ihrer Organmitglieder (mit Ausnahme etwaiger ausstehender Beträge für Tätigkeiten vor dem Wirksamwerden des Rechtsformwechsels, wie nachstehend dargestellt). Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des neu geschaffenen Vorstands als Personen in einer Schlüsselposition im Management, sowie deren nahe Angehörige gelten als nahestehende Personen der Gesellschaft. Ebenfalls mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels sind die bestehenden Dienstverträge zwischen der persönlich haftenden Gesellschafterin und den Mitgliedern des Vorstands der Management AG auf die FME AG übergegangen. Die Gesellschaft hat auch Dienstverträge mit neuen Vorstandsmitgliedern abgeschlossen, die nach dem Rechtsformwechsel in die Gesellschaft eingetreten sind. Die vor dem Rechtsformwechsel aufgelegten Long Term Incentive Pläne der Management AG für die ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Management AG wurden vom Aufsichtsrat als Vergütungspläne der Gesellschaft übernommen. Für weitere Informationen zum Rechtsformwechsel siehe Anmerkung 1.

Vor dem Rechtsformwechsel sah die Satzung der Gesellschaft vor, dass der Management AG als persönlich haftende Gesellschafterin alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeit einschließlich der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Management AG erstattet werden. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhielt die Management AG im 1. Halbjahr 2023 16.046 €. Zum 30. Juni 2024 hatte die Gesellschaft keine Forderungen gegen die Management AG und keine Verbindlichkeiten gegenüber der Management AG. Zum 31. Dezember 2023 hatte die Gesellschaft Forderungen gegen die Management AG in Höhe von 89.723 € und Verbindlichkeiten gegenüber der Management AG in Höhe von 3.141 €.

5. Versicherungsverträge

Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Portfolios an Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen der Gesellschaft, die die Veränderungen der Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023 gemäß IFRS 17 zeigt. Zum 30. Juni 2024 werden diese Forderungen (Verbindlichkeiten) in der Konzern-Bilanz innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten) ausgewiesen, die zuvor auf Nettobasis unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegenüber konzernfremden Dritten zum 31. Dezember 2023 ausgewiesen waren.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsverträgen
in TSD €

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2024 2023
Barwert der künftigen Cash Flows Risikoanpassung für nichtfinanzielles Risiko Gesamt Barwert der künftigen Cash Flows Risikoanpassung für nichtfinanzielles Risiko Gesamt
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Rückversicherungsverträgen zu Beginn der Berichtsperiode 53.137 (931) 52.206 23.925 (1.801) 22.124
Eingetretene Schadenereignisse und andere direkt zurechenbare Kosten (202.285) 235 (202.050) (166.161) 825 (165.336)
Änderungen, die sich auf vergangene Leistungen beziehen - Änderungen der Erfüllungs-Cash Flows in Bezug auf LIC (1) (40.855) - (40.855) 1.544 - 1.544
Bezahlte Schadensansprüche und andere direkt zurechenbare Kosten (167.589) - (167.589) (387.949) - (387.949)
Erhaltene Prämien 387.333 - 387.333 583.269 - 583.269
Fremdwährungsumrechnung und sonstige Veränderungen 1.477 (28) 1.449 (1.491) 45 (1.446)
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Rückversicherungsverträgen zum Ende der Berichtsperiode 31.218 (724) 30.494 53.137 (931) 52.206

(1) Beinhaltet zum 30. Juni 2024 erhaltene Prämien für vergangene Leistungsjahre in Höhe von 3.662 € (31. Dezember 2023: 9.038 €).

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen
in TSD €

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2024 2023
Barwert der künftigen Cash Flows Risikoanpassung für nichtfinanzielles Risiko Gesamt Barwert der künftigen Cash Flows Risikoanpassung für nichtfinanzielles Risiko Gesamt
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen zu Beginn der Berichtsperiode 27.389 (553) 26.836 20.669 (254) 20.415
Eingetretene Schadenereignisse und andere direkt zurechenbare Kosten (200.126) (40) (200.166) (208.884) (314) (209.198)
Änderungen, die sich auf vergangene Leistungen beziehen - Änderungen der Erfüllungs-Cash Flows in Bezug auf LIC (1) (872) - (872) (2.666) - (2.666)
Bezahlte Schadensansprüche und andere direkt zurechenbare Kosten (174.136) - (174.136) (423.377) - (423.377)
Erhaltene Prämien 389.869 - 389.869 642.529 - 642.529
Fremdwährungsumrechnung und sonstige Veränderungen 1.032 (19) 1.013 (882) 15 (867)
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen zum Ende der Berichtsperiode 43.156 (612) 42.544 27.389 (553) 26.836

(1) Beinhaltet zum 30. Juni 2024 eine Verringerung der erhaltenen Prämien für vergangene Leistungsjahre in Höhe von 4.812 € (31. Dezember 2023: 7.696 €).

6. Vorräte

Zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023 setzten sich die Vorräte wie folgt zusammen:

Vorräte
in TSD €

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30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Fertige Erzeugnisse 1.257.011 1.232.702
Verbrauchsmaterialien 463.769 451.316
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 351.341 361.804
Unfertige Erzeugnisse 155.327 133.353
Vorräte 2.227.448 2.179.175

7. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023 setzten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
in TSD €

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30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Commercial Paper Programm 192.022 399.078
Kurzfristige Darlehen 129.782 57.754
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 170 72
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 321.974 456.904

Die Gesellschaft und einige Tochtergesellschaften verfügen über ein Cash Management System mit einem währungsübergreifenden Notional Pooling. Hierbei werden sowohl Euro als auch Fremdwährungsbeträge innerhalb des Cash Pools gegeneinander aufgerechnet, ohne physisch auf ein Cash Pool Konto transferiert zu werden. Der Cash Pool dient hierbei der effizienten Verwendung von Mitteln innerhalb des Konzerns. Die Voraussetzungen für eine Saldierung innerhalb dieses Cash Management Systems wurden erfüllt. Zum 30. Juni 2024 saldierte die Gesellschaft 237.339 € (31. Dezember 2023: 126.836 €) flüssige Mittel mit kurzfristigen Darlehen. Vor Saldierung betrugen die flüssigen Mittel zum 30. Juni 2024 1.327.553 € (31. Dezember 2023: 1.530.328 €) und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 559.313 € (31. Dezember 2023: 583.740 €).

Commercial Paper Programm

Die Gesellschaft verfügt über ein Commercial Paper Programm, in dessen Rahmen kurzfristige Schuldtitel von bis zu 1.500.000 € ausgegeben werden können. Zum 30. Juni 2024 hatte die Gesellschaft Commercial Paper in Höhe von 192.500 € (31. Dezember 2023: 400.000 €) begeben.

8. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023 setzten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten
in TSD €

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30. Juni 2024 31. Dezember 2023
Schuldscheindarlehen 228.702 228.759
Anleihen 6.794.946 6.676.465
Forderungsverkaufsprogramm - 22.857
Sonstige 310.830 519.481
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7.334.478 7.447.562
Kurzfristig fälliger Anteil (480.828) (487.699)
Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 6.853.650 6.959.863

Forderungsverkaufsprogramm

Die Gesellschaft verfügte über ein Forderungsverkaufsprogramm mit einem maximal abrufbaren Betrag in Höhe von 900.000 US$ (768.049 € zum Zeitpunkt der Ausführung) und einer Laufzeit bis zum 11. August 2024. Am 31. Mai 2024 hat die Gesellschaft das Forderungsverkaufsprogramm freiwillig gekündigt.

Die folgende Tabelle zeigt die zur Verfügung stehenden Fazilitäten und die Inanspruchnahmen aus dem Forderungsverkaufsprogramm zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023:

Forderungsverkaufsprogramm - Verfügbare und in Anspruch genommene Fazilitäten
in TSD

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Kreditfazilitäten (1) Inanspruchnahmen (2)
30. Juni 2024 30. Juni 2024
Forderungsverkaufsprogramm $ - € - $ - € -
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Kreditfazilitäten (1) Inanspruchnahmen (2)
31. Dezember 2023 31. Dezember 2023
Forderungsverkaufsprogramm $ 900.000 € 814.482 $ 25.000 € 22.624

(1) Vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Forderungen, die die vertraglichen Bestimmungen erfüllen.
(2) Finanzierungskosten sind in den angegebenen Beträgen nicht berücksichtigt.

Weiterhin nutzte die Gesellschaft im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms zum 31. Dezember 2023 Letters of Credit in Höhe von 28.332 US$ beziehungsweise 25.640 €. Die Letters of Credit sind nicht in den oben genannten Inanspruchnahmen zu diesen Zeitpunkten enthalten, reduzierten jedoch die zur Verfügung stehenden Beträge des Forderungsverkaufsprogramms entsprechend.

Syndizierte Kreditlinie

Die Gesellschaft hat im Juli 2021 eine syndizierte revolvierende Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in Höhe von 2.000.000 € abgeschlossen (syndizierte Kreditlinie), die als zusätzliche Liquiditäts-Absicherung für allgemeine Unternehmenszwecke dient und zum 30. Juni 2024 nicht in Anspruch genommen war. Am 2. Juni 2023 wurde die syndizierte Kreditlinie um ein weiteres Jahr bis zum 1. Juli 2028 verlängert, wobei das Volumen der Kreditfazilität im letzten Jahr 1.918.367 € beträgt.

9. Kapitalmanagement

Zum 30. Juni 2024 betrug die Eigenkapitalquote 44,8% (31. Dezember 2023: 43,7%), und das Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (einschließlich Beträge in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) zur Bilanzsumme belief sich auf 34,7% (31. Dezember 2023: 35,9%).

Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator auf Konzernebene ist der Netto-Verschuldungsgrad, der sich aus dem Net Debt/​EBITDA-Verhältnis berechnet. Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen Mittel (Netto-Verschuldung oder Net Debt) und EBITDA werden zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so den Netto-Verschuldungsgrad zu bestimmen. Dabei wird das EBITDA um in den letzten zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in der syndizierten Kreditlinie festgelegte Größenordnung von 50.000 € übersteigt, sowie um nicht zahlungswirksame Aufwendungen, Wertminderungen und Sondereffekte, einschließlich

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der Aufwendungen für das Programm FME25,

der Auswirkungen der Neubewertung des Anteils der Gesellschaft an Humacyte, Inc. und von Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die die Gesellschaft aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch hat,

der Rechtsformwechsel-Kosten, sowie

der Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios

angepasst. Das selbst gesetzte Ziel für den Netto-Verschuldungsgrad liegt bei 3,0 bis 3,5x, was vom Management als der Gesellschaft angemessen angesehen wird. Der Netto-Verschuldungsgrad betrug zum 30. Juni 2024 3,1 (31. Dezember 2023: 3,2). Damit lag der Netto-Verschuldungsgrad im Rahmen des selbst gesetzten Ziels. Der Rückgang des Netto-Verschuldungsgrads ergab sich aus einem Rückgang der Netto-Verschuldung und einem leichten Anstieg des EBITDA. Zu Zielen des Kapitalmanagements und weiteren Informationen wird auf den im Geschäftsbericht 2023 enthaltenen Konzernabschluss verwiesen.

Die Finanzierungsstruktur und das Geschäftsmodell der Gesellschaft spiegeln sich in ihrem Rating wider. Die Gesellschaft wird von Standard & Poor's, Moody's und Fitch mit Investment-Grade bewertet. Am 17. Mai 2024 bestätigte Moody's das Unternehmensrating Baa3 und änderte den Ausblick von negativ auf stabil. Am 23. Mai 2024 bestätigte Standard & Poor's das Unternehmensrating BBB- und änderte den Ausblick von negativ auf stabil.

Die aktuellen Unternehmensratings und Ausblicke der Ratingagenturen für die Gesellschaft sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

Kreditrating 1

(1) Ein Rating ist keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Wertpapieren der Gesellschaft und kann von der Ratingagentur jederzeit ausgesetzt, geändert oder widerrufen werden.

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Standard & Poor's Moody's Fitch
Unternehmensrating BBB- Baa3 BBB-
Ausblick stabil stabil negativ

10. Aktienbasierte Vergütungspläne

Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde der Fresenius Medical Care Management Board Long-Term Incentive Plan 2024+ (MB LTIP 2024+) als neuer Vergütungsplan mit langfristiger Anreizwirkung für die Mitglieder des Vorstands eingeführt. Der MB LTIP 2024+ folgt auf den Fresenius Medical Care Management Board Long Term Incentive Plan 2020 (MB LTIP 2020), unter dem seit dem 1. Januar 2024 keine Zuteilungen mehr erfolgen. Durch diesen mehrjährigen Vergütungsplan werden die Teilnehmer auch weiterhin am langfristigen und nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft beteiligt.

Bei dem MB LTIP 2024+ handelt es sich um einen variablen Vergütungsplan mit langfristiger Anreizwirkung. Planteilnehmern des MB LTIP 2024+ können sogenannte Performance Shares zugeteilt werden. Performance Shares sind Vergütungsinstrumente, die in Abhängigkeit von der Erreichung vordefinierter, nachstehend im Einzelnen beschriebener Erfolgsziele sowie von der Entwicklung des Kurses der Aktie der Gesellschaft während des Erdienungszeitraums Ansprüche auf Barzahlung oder Ausgleich in Aktien der Gesellschaft vermitteln können. Der Aufsichtsrat kann vor jeder Zuteilung entscheiden, ob eine bestimmte Zuteilung in bar oder in Aktien der Gesellschaft erfüllt werden wird.

Für die Planteilnehmer des MB LTIP 2024+ erfolgt die Festlegung des Zuteilungsbetrages durch den Aufsichtsrat. Der Zuteilungswert wird in der Währung festgelegt, in welcher der jeweilige Planteilnehmer zum Zeitpunkt der Zuteilung sein Grundgehalt bezieht. Nicht auf Euro lautende Zuteilungswerte werden anhand eines fixierten Wechselkurses in Euro umgerechnet. Um die Anzahl der den einzelnen Planteilnehmern zuzuteilenden Performance Shares aus dem Zuteilungswert zu ermitteln, wird deren jeweiliger Zuteilungswert durch den Wert je Performance Share - unter Zugrundelegung des Durchschnittskurses der Aktie der Gesellschaft während des Zeitraums von dreißig Kalendertagen vor der Zuteilung sowie unter der Annahme einer Zielerreichung von 100% für das unten beschriebene Erfolgsziel Gesamtrendite für Aktionär*innen im Vergleich zu Wettbewerbern (Relativer Total Shareholder Return (TSR)) - zum Zeitpunkt der Zuteilung dividiert. Die Anzahl der zugeteilten Performance Shares kann sich über den dreijährigen Bemessungszeitraum in Abhängigkeit vom Grad der Erreichung der drei Erfolgsziele verändern.

Für Zuteilungen im Geschäftsjahr 2024 lauten die Erfolgsziele wie folgt: (i) Rendite auf das investierte Kapital (Return on Invested Capital (ROIC)), (ii) Relativer TSR und (iii) Nachhaltigkeit gemessen an der Reduktion von Emissionen in CO 2 -Äquivalenten (Reduktion der CO 2 e-Emissionen (Englisch: CO 2 equivalents)). Die Reduktion der CO 2 e-Emissionen spiegelt das von der Gesellschaft verkündete Ziel, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 2020 um 50% zu reduzieren und bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden, wider. Für alle drei Erfolgsziele hat der Aufsichtsrat konkrete Zielerreichungskorridore festgelegt, die zur Berechnung der jeweiligen Zielerreichung zugrunde gelegt werden.

Das Profitabilitätsziel ROIC fließt zu 40% in die Berechnung des Grades der Gesamtzielerreichung ein und basiert auf den ausgewiesenen und geprüften Zahlen in Euro bei einem nach IFRS erstellten Konzernabschluss der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den jeweiligen Planbedingungen. Für Zuteilungen im Geschäftsjahr 2024 wird die Zielerreichung des Erfolgsziels ROIC auf Basis des Durchschnitts der drei jährlichen ROIC-Werte während des Bemessungszeitraums hinweg ermittelt.

Das Erfolgsziel Relativer TSR wird anhand der Gesamtrendite für Aktionär*innen im Vergleich zu europäischen sowie US-amerikanischen Wettbewerbsunternehmen ermittelt. Die Berechnung der Zielerreichung für das Erfolgsziel Relativer TSR erfolgt mit der "Perzentil-Ranking-Methode". Hierzu werden die TSR-Werte der Vergleichsunternehmen innerhalb der jeweiligen Vergleichsgruppen über den gesamten Bemessungszeitraum in Rangreihen gebracht und die relative Positionierung der Gesellschaft innerhalb der jeweiligen Vergleichsgruppe anhand des erreichten Perzentils bestimmt. Das Erfolgsziel Relativer TSR fließt mit einer Gewichtung in Höhe von 40% in die Berechnung des Grades der Gesamtzielerreichung ein.

Die Erreichung des Nachhaltigkeitsziels Reduktion der CO 2 e-Emissionen basiert auf den nichtfinanziellen Konzernberichten (oder entsprechenden, ihnen nachfolgenden Nachhaltigkeitsberichterstattungen), die einer prüferischen Durchsicht durch einen unabhängigen Prüfer unterzogen werden, und wird anhand der Reduktion von Emissionen in CO 2 -Äquivalenten im Vergleich zum Basisjahr 2020 gemessen. Diese Reduktion wird in Prozent ausgedrückt. Das Nachhaltigkeitsziel hat eine Gewichtung von 20%, mit welcher es in die Berechnung des Grades der Gesamtzielerreichung einfließt. Die maßgeblichen Zielerreichung dieses Nachhaltigkeitsziels wird durch die durchschnittliche jährliche Zielerreichung für die Reduktion der CO 2 e-Emissionen im Bemessungszeitraum bestimmt. Für jedes Jahr wird dabei die Zielerreichung gleich gewichtet (je 1/​3).

Die Anzahl der den Planteilnehmern zu Beginn des Bemessungszeitraums zugeteilten Performance Shares wird mit dem Grad der Gesamtzielerreichung multipliziert, um die endgültige Anzahl an Performance Shares zu ermitteln.

Die endgültige Anzahl an Performance Shares ist unter dem MB LTIP 2024+ prinzipiell vier Jahre nach dem Tag der jeweiligen Zuteilung als erdient. Es finden bestimmte Auszahlungsbedingungen, wie z. B. das Fortbestehen des Dienstverhältnisses (mit Ausnahmen für z. B. Berufsunfähigkeit oder Ruhestand), Anwendung. Die Anzahl der erdienten Performance Shares wird dann mit dem Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft während eines Zeitraums von 30 Tagen vor Ablauf des Erdienungszeitraums multipliziert. Der sich hieraus ergebende Betrag, der auf 400% des dem Planteilnehmer zugeteilten Zuteilungswertes begrenzt ist, wird den Planteilnehmern dann als Barvergütung ausbezahlt oder in Aktien der Gesellschaft bedient.

Die erste Zuteilung unter dem MB LTIP 2024+ wurde während des 2. Quartals 2024 rückwirkend zum 1. März 2024 vorgenommen, und eine weitere Zuteilung wurde am 1. Juni 2024 vorgenommen, als ein neues Mitglied des Vorstands eintrat. Für beide Zuteilungen läuft der Bemessungszeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2026. Unter dem MB LTIP 2024+ wurden 266.497 Performance Shares mit einem Gesamtmarktwert nach IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung, (IFRS 2) von 5.100 € an die Mitglieder des Vorstands zugeteilt. Dieser Betrag wird über den Erdienungszeitraum verteilt, wobei er im Falle einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts neu bewertet wird. Der durchschnittliche gewichtete beizulegende Zeitwert pro Performance Share betrug zum Tag der Zuteilung 19,14 € und spiegelt gemäß IFRS 2 alle Marktbedingungen wie beispielsweise die aktuelle Zielerreichung für das Erfolgsziel Relativer TSR zum jeweiligen Zeitpunkt der Zuteilung wider. Für beide Zuteilungen hat die Gesellschaft zum aktuellen Zeitpunkt gemäß den Planbedingungen eine gegenwärtige Verpflichtung zum Barausgleich, weshalb sie diese Zuteilungen als Vergütung mit Barausgleich bilanziert.

11. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Rechtliche und behördliche Angelegenheiten

Die Gesellschaft ist regelmäßig in Klagen, Rechtsstreitigkeiten, behördliche und steuerbehördliche Prüfungen, Ermittlungen und sonstige Rechtsangelegenheiten involviert, die sich größtenteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Erbringung von Dienstleistungen und Lieferung von Produkten im Gesundheitswesen ergeben. Im Folgenden werden solche rechtlichen Angelegenheiten beschrieben, die die Gesellschaft derzeit als wesentlich oder beachtenswert erachtet. Die Gesellschaft bildet ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten für bestimmte Gerichtsverfahren und regulatorische Angelegenheiten, soweit die Gesellschaft feststellt, dass ein ungünstiger Ausgang wahrscheinlich ist und die Höhe des Verlusts vernünftig geschätzt werden kann. Für die übrigen, im Folgenden beschriebenen Angelegenheiten erachtet die Gesellschaft den Schadenseintritt als unwahrscheinlich und /​ oder kann den Schaden oder den Rahmen des möglichen Schadens vernünftigerweise nicht zum jetzigen Zeitpunkt abschätzen. Der genaue Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und anderen Rechtsangelegenheiten kann stets nur schwer vorhergesagt werden, und es können sich Resultate ergeben, die von der Einschätzung der Gesellschaft abweichen. Die Gesellschaft ist überzeugt, stichhaltige Einwände gegen die in anhängigen Rechtsangelegenheiten geltend gemachten Ansprüche oder Vorwürfe zu besitzen und wird sich vehement verteidigen. Dennoch ist es möglich, dass die Entscheidung einer oder mehrerer derzeit anhängiger oder drohender rechtlicher Angelegenheiten wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben könnte.

Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2012 bestimmte Mitteilungen erhalten, die das Vorliegen von Verhaltensweisen in Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten behaupten, die gegen den U.S. Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) oder andere Anti-Korruptionsgesetze verstoßen könnten. Die Gesellschaft führte unter Mitwirkung von externen Anwälten Untersuchungen durch und hat, in einem fortwährenden Dialog, die Securities and Exchange Commission (SEC) sowie das United States Department of Justice (DOJ) über diese Untersuchungen informiert. Das DOJ und die SEC führten ebenfalls eigene Untersuchungen durch, bei denen die Gesellschaft kooperiert hat.

Im Laufe dieses Dialoges hat die Gesellschaft Verhalten ermittelt und an das DOJ und die SEC berichtet, welches zur Folge hatte, dass das DOJ und die SEC die Verhängung von Geldstrafen, einschließlich der Abschöpfung von Gewinnen, und andere Abhilfemaßnahmen gegen die Gesellschaft anstrebten. Die Gesellschaft hat bezüglich dieses Verhaltens Abhilfemaßnahmen ergriffen. Dieses Verhalten drehte sich im Wesentlichen um das Produktgeschäft der Gesellschaft in Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten. Zu den Abhilfemaßnahmen der Gesellschaft gehörte die Trennung von den Beschäftigten, die für das oben genannte Verhalten verantwortlich sind. Am 29. März 2019 ist die Gesellschaft ein Non-Prosecution-Agreement (NPA) mit dem DOJ sowie eine separate Vereinbarung mit der SEC (SEC Order) eingegangen mit dem Ziel, vollständig und abschließend die aus der Untersuchung resultierenden Vorwürfe der US Regierung gegen die Gesellschaft beizulegen. Dies umfasste Bestimmungen für Strafzahlungen und Gewinnabschöpfung, die Verpflichtung zur Selbstberichterstattung und die Beiziehung eines unabhängigen Compliance-Monitors, dessen Zertifizierung der Umsetzung eines wirksamen Compliance-Programms zur Korruptionsbekämpfung durch die Gesellschaft im Januar 2023 abgeschlossen wurde. Das DOJ und die SEC nahmen die Zertifizierung des Monitors an und das NPA und die SEC-Order sind am 1. März 2023 beziehungsweise 29. März 2023 ausgelaufen.

Im Jahr 2015 berichtete die Gesellschaft selbst der deutschen Staatsanwaltschaft im Bundesland Hessen über bestimmtes Verhalten in der Vergangenheit mit einem potenziellen Bezug zu Deutschland und kooperiert weiterhin mit Regierungsbehörden in Deutschland bei deren Prüfung des Verhaltens, welches die Untersuchungen der Gesellschaft und der Regierung der Vereinigten Staaten veranlasst hat. Im September 2023 eröffnete die hessische Staatsanwaltschaft ein selbständiges Einziehungsverfahren gegen eine deutsche Tochtergesellschaft der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem oben genannten Verhalten in Westafrika.

Seit 2012 hat die Gesellschaft weitere bedeutende Investitionen in ihre Compliance- und Finanzkontrollen sowie in ihre Compliance-, Rechts- und Finanzorganisationen getätigt und die Gesellschaft arbeitet weiter an der Umsetzung ihres Compliance-Programms in Verbindung mit der Vereinbarung mit dem DOJ und der SEC. Die Gesellschaft reagiert weiterhin auf verschiedenen Ebenen auf Überprüfungsfragen im Nachgang zur FCPA-Untersuchung. Die Gesellschaft bekennt sich auch weiterhin vollumfänglich zur Einhaltung des FCPA und anderer anwendbarer Anti-Korruptionsgesetze.

Im August 2014 erhielt FMCH eine Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft (United States Attorney's Office -USAO) des District of Maryland, mit der Informationen zu vertraglichen Vereinbarungen von FMCH mit Krankenhäusern und ärztlichem Fachpersonal bezüglich des Managements von stationären Akutdialyse-Dienstleistungen abgefragt werden. Anschließend hat die USAO Ermittlungen durchgeführt, bei denen FMCH kooperiert hat, und abgelehnt, in dieser Angelegenheit einzuschreiten. Nachdem der United States District Court of Maryland eine sogenannte Qui-Tam-Beschwerde eines Beschwerdeführers aus dem Jahr 2014 entsiegelte, die Anlass zu der Untersuchung gab, stellte der Beschwerdeführer die Beschwerde zu und verfolgte die Angelegenheit alleine weiter, indem er eine geänderte Klage einreichte, gegen die FMCH aus mehreren Gründen Schritte auf Abweisung eingeleitet hat. Am 5. Oktober 2021 übertrug der District Court of Maryland auf Antrag von FMCH den Fall an das US-Bezirksgericht für Massachusetts. Flanagan v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc., 1:21-cv-11627 (Flanagan). Am 5. Dezember 2022 gab der District Court von Massachusetts dem Antrag von FMCH statt und wies den Fall ab. Der Kläger hat Berufung eingelegt.

Am 19. Oktober 2023 wurde einer Tochtergesellschaft der Gesellschaft eine Beschwerde zugestellt, in der behauptet wird, dass einem Mitarbeiter als Vergeltungsmaßnahme gekündigt wurde, weil er Bedenken geäußert hatte, die denen in dem Flanagan-Rechtsstreit ähnelten. Rowe v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc. et al, 3:23-cv-00331, United States District Court for the Eastern District of Tennessee. FMCH wird sich in diesem Rechtsstreit verteidigen.

Im Jahr 2014 reichten zwei New Yorker Ärzte eine versiegelte Qui-Tam-Klage beim United States District Court for the Eastern District of New York (Brooklyn) ein, in der sie Verstöße gegen den False Claims Act (Gesetz gegen betrügerische Zahlungsanforderungen) im Zusammenhang mit dem Geschäftszweig Vascular Access von FMCH geltend machten. Wie bereits bekannt gegeben, hat der Staatsanwalt der Vereinigten Staaten für den östlichen Bezirk von New York (Brooklyn) am 6. Oktober 2015 Vorladungen an FMCH gerichtet, die darauf hindeuten, dass seine Ermittlungen nun im Zusammenhang mit der Klage der beiden Kläger stehen.

FMCH kooperierte bei der Untersuchung in Brooklyn, die getrennt von den 2015 in Connecticut, Florida und Rhode Island abgeschlossenen Vergleichen zu den Vorwürfen gegen American Access Care LLC (AAC) nach der Übernahme von AAC durch FMCH im Jahr 2011 betrachtet wurde.

Am 12. Juli 2022, nachdem das Gericht die Anträge der USAO auf Erneuerung der Versiegelung der Beschwerde der Kläger abgelehnt hatte, reichte die USAO eine Beschwerde als Streithelfer ein. United States ex rel. Pepe and Sherman v. Fresenius Vascular Care, Inc. et al, 1:14-cv-3505. Am 3. Oktober 2023 reichten die Bundesstaaten New York, New Jersey und Georgia eine gemeinsame Beschwerde als Streithelfer ein. In der Klage der Vereinigten Staaten, dreier Bundesstaaten sowie der Beschwerdeführer wird behauptet, dass die Beklagten staatliche Zahlungen für medizinisch nicht notwendige Operationen in Rechnung gestellt und erhalten haben. FMCH wird sich gegen die Vorwürfe, die in diesem jetzt laufenden Verfahren erhoben werden, verteidigen.

Am 18. November 2016 erhielt FMCH eine Vorlageverfügung unter dem False Claims Act der US-Bundesanwaltschaft für den Eastern District of New York (Brooklyn), mit der Unterlagen und Informationen bezüglich der Geschäftstätigkeit der im Oktober 2013 von der FMCH erworbenen Shiel Medical Laboratory, Inc. (Shiel) angefragt wurden. FMCH informierte die USAO, dass es aufgrund der Verkaufsbedingungen im Rahmen der Übernahme von Shiel im Jahr 2013 nicht für das Verhalten von Shiel vor dem Zeitpunkt der Übernahme verantwortlich sei. Am 12. Dezember 2017 verkaufte FMCH bestimmte Geschäftsbereiche von Shiel an Quest Diagnostics. Dennoch kooperierte FMCH bei der Ermittlung der USAO in Brooklyn.

Am 14. Juni 2022 lehnte die Brooklyn USAO es ab, zwei Anzeigen beizutreten, die den Ermittlungen zugrunde lagen. Die Kläger führten auf eigene Kosten einen Rechtsstreit gegen Geschäftseinheiten von Shiel und FMCH und behaupteten, dass die Beklagten die staatlichen Kostenträger zu Unrecht veranlasst haben, für Labortests zu zahlen, die falsch oder nicht ordnungsgemäß in Rechnung gestellt wurden, und dass sie Vergeltungsmaßnahmen gegen die Kläger ergriffen haben, weil diese gegen das angebliche Fehlverhalten Einspruch erhoben haben. Relator v. Shiel Medical Laboratory, 1:16-cv-01090 (E.D.N.Y. 2016); Relator v. Shiel Holdings, 1:17-cv-02732 (E.D.N.Y. 2017). FMCH erzielte einen Vergleich in der Sache Relator v. Shiel Holdings, 1:17-cv-02732, und die Angelegenheit wurde abschließend eingestellt. FMCH wird sich gegen Anschuldigungen, die sich gegen von FMCH kontrollierte Unternehmen in der verbleibenden Angelegenheit richten, verteidigen.

Im Februar 2022 erhielt die Gesellschaft ein förmliches Auskunftsersuchen des Hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (HBDI). Das Auskunftsersuchen bezieht sich auf bestimmte Datenverarbeitungsfunktionen einiger Peritonealdialysegeräte der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist bestrebt, dem Ersuchen des HBDI nach bestem Wissen nachzukommen und mit ihm zu kooperieren, und arbeitet daran, die entsprechenden Informationen bereitzustellen. Darüber hinaus verpflichtet sich die Gesellschaft, die Privatsphäre der Patient*innen gemäß den geltenden Gesetzen und den Standards zum Schutz der Privatsphäre zu wahren und zu schützen sowie die Geräte unter Berücksichtigung der technischen, rechtlichen und datenschutzrechtlichen Anforderungen kontinuierlich zu verbessern.

Am 3. Januar 2023 erhielt die FMCH eine Vorlageverfügung des Generalstaatsanwalts für den District of Columbia, die sich auf die Aktivitäten der American Kidney Foundation (AKF) bezog und mit kartellrechtlichen Bedenken, einschließlich der Marktaufteilung im District of Columbia, begründet wurde. Die Beziehung zwischen FMCH und der AKF war Gegenstand einer früheren Untersuchung durch US-Behörden und eines Rechtsstreits mit United Healthcare, die beigelegt worden sind. FMCH kooperiert bei den District of Columbia-Ermittlungen.

Am 20. Februar 2023 erhielt die Gesellschaft vom Internationalen Schiedsgerichtshof London (LCIA) eine Klageschrift ihres ehemaligen Vertriebshändlers im Irak zugestellt. Die Gesellschaft hatte die Vertriebsvereinbarung im Jahr 2018 gekündigt. Der ehemalige Vertriebshändler fordert unter anderem eine Entschädigung für die angeblich unrechtmäßige Kündigung und "Qualitätsprobleme" sowie Schadenersatz für entgangene Gewinne. Einige der Forderungen wurden von dem ehemaligen Vertriebshändler noch nicht beziffert, da weitere Informationen von der Gesellschaft angefordert werden. Die Gesellschaft hat die Vorwürfe zurückgewiesen und eine Widerklage wegen Schlechtleistung im Rahmen der Vertriebsvereinbarung eingereicht. Die Parteien haben in mehreren Runden Schriftsätze ausgetauscht, und eine mündliche Verhandlung in diesem Fall wird Ende 2024 stattfinden. Eine Entscheidung des Schiedsgerichts wird für das Jahr 2025 erwartet.

Am 10. August 2023 reichten Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. und Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma France S.A.S. (zusammen VFMCRP) (siehe Anmerkung 4) eine Klage wegen Patentverletzung gegen Aurobindo Pharma Ltd. und Aurobindo Pharma USA, Inc. (zusammen Aurobindo) beim U.S. District Court for the District of Delaware ein (Fall 1:23-cv-00877-MN). Die Patentverletzungsklage ist eine Reaktion auf die Einreichung eines abgekürzten neuen Arzneimittelantrags (Abbreviated New Drug Applications, ANDA) durch Aurobindo bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für generische Versionen von Velphoro®. Velphoro® ist durch Patente geschützt, die in der Liste der zugelassenen Arzneimittel mit therapeutischer Äquivalenzbewertung der FDA, auch bekannt als Orange Book, aufgeführt sind. Die Klage wurde innerhalb der 45-Tage-Frist eingereicht, die im Rahmen des Drug Price Competition and Patent Term Restoration Act (Public Law 98-417), informell bekannt als Hatch-Waxman Act, vorgesehen ist, und löste eine Aussetzung der FDA-Zulassung des ANDA für 30 Monate aus. Der Fall wurde zwischen den Parteien beigelegt, so dass das Gerichtsverfahren am 3. Januar 2024 beendet wurde.

Vier Kläger haben zwei Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen den auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juli 2023 gefassten Beschluss über den Rechtsformwechsel erhoben. Auf der Grundlage der von den Klägern gestellten Anträge ist unklar, ob eine dieser Klagen daneben auch gegen die Beschlussfassung der außerordentlichen Hauptversammlung über die Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care AG gerichtet ist. Aufgrund dieser Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen konnte der Rechtsformwechsel nicht sofort in das Handelsregister eingetragen und wirksam werden. Diese Eintragungssperre wurde durch Freigabebeschlüsse des für das Freigabeverfahren zuständigen Gerichts vom 25. Oktober 2023 und vom 28. November 2023 überwunden, welches in allen Punkten zugunsten der Gesellschaft entschied. Damit konnte der Rechtsformwechsel der Gesellschaft in das Handelsregister eingetragen werden und wurde damit zum 30. November 2023 wirksam. Ungeachtet der Freigabebeschlüsse und der Wirksamkeit des Rechtsformwechsels werden die Verfahren über die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen fortgesetzt. Die zwischenzeitlich vom zuständigen Gericht verbundenen Verfahren über die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen können in der ersten Instanz ein bis mehrere Jahre bis zur Entscheidung dauern und jeweils ein bis mehrere weitere Jahre in der zweiten Instanz beim Berufungsgericht und in der dritten Instanz beim Bundesgerichtshof, wenn eine Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen wird. Die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen können auch jederzeit durch eine Einigung mit den Klägern beigelegt werden. Allerdings wird der Rechtsformwechsel im Rahmen dieser Verfahren nicht rückgängig gemacht, selbst wenn eine oder mehrere Klagen erfolgreich sein sollten. Stattdessen würden sich die Ansprüche der Kläger auf Schadensersatz beschränken, der nach Ansicht der Gesellschaft wahrscheinlich keinen nennenswerten Wert hätte.

Am 5. April 2024 erhielt Fresenius Medical Care Holdings, Inc. zwei zivilrechtliche Ermittlungsaufforderungen (civil investigative demands, CIDs) von der U.S. Federal Trade Commission (FTC), in denen diese angibt, dass sie untersucht, ob FMCH, neben anderen Unternehmen der Branche, ein unlauteres oder ausschließendes Verhalten in Verletzung von Abschnitt 5 des FTC-Gesetzes bei der Übernahme von Dienstleistungen leitender Ärzte oder der Erbringung von Dialysedienstleistungen an den Tag gelegt hat. In den CIDs wird angegeben, dass diese sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis heute beziehen, und es werden im Allgemeinen Informationen im Zusammenhang mit den Dialysedienstleistungen von FMCH angefordert, einschließlich Informationen über wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, wie beispielsweise Wettbewerbsverbote mit Ärzten. Die Gesellschaft kooperiert bei der Untersuchung.

Die Gesellschaft ist im normalen Geschäftsverlauf Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und Ermittlungen oder kann von solchen bedroht werden. Die Gesellschaft analysiert regelmäßig entsprechende Informationen einschließlich, sofern zutreffend, ihre Verteidigungsmaßnahmen und ihren Versicherungsschutz, und bildet die erforderlichen Rückstellungen für wesentliche aus solchen Verfahren resultierende Verbindlichkeiten.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unterliegt, wie die anderer Gesundheitsdienstleister, Krankenversicherer und Lieferanten, strengen staatlichen Regulierungen und Kontrollen. Die Gesellschaft muss Vorschriften und Auflagen einhalten, die sich auf die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte, auf das Marketing und den Vertrieb solcher Produkte, den Betrieb von Produktionsanlagen, Laboren, Dialysekliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen sowie auf den Umwelt- und Arbeitsschutz beziehen. Im Hinblick auf Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb medizinischer Produkte kann die Gesellschaft bei Nichtbeachtung der einschlägigen Vorschriften zum Gegenstand erheblicher nachteiliger regulatorischer Maßnahmen der FDA und vergleichbarer Behörden außerhalb der USA werden. Derartige regulatorische Maßnahmen können Warning Letters oder andere Mitteilungen der FDA und /​ oder vergleichbarer ausländischer Behörden umfassen, wodurch die Gesellschaft gezwungen werden könnte, erhebliche Zeit und Ressourcen aufzuwenden, um geeignete Korrekturmaßnahmen zu implementieren. Falls die Gesellschaft im Hinblick auf die in Warning Letters oder anderen Mitteilungen adressierten Punkte nicht zur Zufriedenheit der FDA und /​ oder vergleichbarer ausländischer Behörden für Abhilfe sorgt, können diese Behörden weitere Maßnahmen einleiten, einschließlich Produktrückrufe, Vertriebsverbote für Produkte oder Verbote des Betriebs von Produktionsstätten, Zivilstrafen, Beschlagnahmungen von Produkten der Gesellschaft und /​ oder Strafverfolgung. FMCH hat Abhilfemaßnahmen im Zusammenhang mit einem Warning Letter der FDA aus dem Jahr 2011 abgeschlossen und wartet auf Bestätigung, ob diese Angelegenheit damit abgeschlossen ist. FMCH hat auf ein zweites Warnschreiben vom Dezember 2023 geantwortet und hat die FDA über die laufenden Abhilfemaßnahmen im Rahmen dieses Schreibens informiert. Die Gesellschaft muss ebenfalls die US-Bundesgesetze über das Verbot illegaler Provisionen (Anti-Kickback Statute), gegen betrügerische Zahlungsanforderungen an staatliche Einrichtungen (False Claims Act), das Stark Law, das Gesetz über zivilrechtliche Geldstrafen (Civil Monetary Penalties Law) sowie Vorschriften gegen Korruption im Ausland (Foreign Corrupt Practices Act) und andere US-Bundes- und Staatsgesetze gegen Betrug und Missbrauch einhalten. In Deutschland, wo Kapitalgesellschaften als solche nicht dem Strafrecht unterliegen, muss die Geschäftsleitung eines Unternehmens sicherstellen, dass der Geschäftsbetrieb nicht gegen die Antikorruptionsbestimmungen des Strafgesetzbuchs (§§ 331 ff.) verstößt; Verstöße von Einzelpersonen, die eine geschäftliche Tätigkeit ausüben, werden strafrechtlich verfolgt und können zu Geldbußen und /​ oder Anordnungen zur Gewinnabschöpfung führen. Die zu beachtenden Gesetze und Regulierungen können geändert werden oder Kontrollbehörden oder Gerichte können die Vorschriften oder geschäftliche Tätigkeiten anders auslegen als die Gesellschaft. In den USA hat die Durchsetzung der Vorschriften für die amerikanische Bundesregierung und für einige Bundesstaaten eine hohe Priorität erlangt. Außerdem ermuntern die Bestimmungen des False Claims Act, die dem Anzeigenden eine Beteiligung an den verhängten Bußgeldern zusichern, private Kläger, Whistleblower-Aktionen einzuleiten. Angesichts dieses von Regulierungen geprägten Umfeldes sind die geschäftlichen Aktivitäten und Praktiken der Gesellschaft Gegenstand intensiver Überprüfungen durch Regulierungsbehörden und Dritte sowie von Untersuchungsverlangen, Vorlageverfügungen, anderen Anfragen, Rechtsansprüchen und Gerichtsverfahren, die sich auf die Einhaltung der relevanten Gesetze und Regulierungen beziehen. Die Gesellschaft wird nicht in jedem Falle von vornherein wissen, dass Untersuchungen oder Aktionen gegen sie angelaufen sind; das gilt insbesondere für Whistleblower-Aktionen, die von den Gerichten zunächst vertraulich behandelt werden.

Die Gesellschaft betreibt eine große Anzahl von Betriebsstätten, hat Umgang mit persönlichen Daten von Patient*innen und Versicherten in allen Teilen der USA und in anderen Ländern und arbeitet mit Geschäftspartnern zusammen, die sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten im Gesundheitswesen unterstützen. Die Gesellschaft verpflichtet sich zwar, ihre Beschäftigten und Geschäftspartner in den geltenden Gesetzen und Verfahren zu schulen, Bedenken und Vorfälle zeitnah zu untersuchen und gegebenenfalls Abhilfe- und Korrekturmaßnahmen (einschließlich disziplinarischer Maßnahmen) zu ergreifen. In einem derart weit ausgebreiteten, globalen System kann es jedoch schwierig sein, das wünschenswerte Maß an Aufsicht und Kontrolle über Tausende von Beschäftigten sicherzustellen, die bei der Gesellschaft, bei einer Vielzahl von verbundenen Unternehmen und bei ihren Dienstleistungsanbietern oder Geschäftspartnern beschäftigt sind. Die Gesellschaft ist sich der Tatsache bewusst, dass sich die Gesetze, Vorschriften und Auslegungsrichtlinien zum Datenschutz weiterentwickeln, ebenso wie potenzielle Prozess- und Durchsetzungsrisiken, und sie überprüft ihre Prozesse kontinuierlich, um sich an diese Veränderungen anzupassen. Gelegentlich können die Gesellschaft oder ihre Geschäftspartner Verstöße gegen Datenschutz- und Datensicherheitsvorschriften unter dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA), der Datenschutzgrundverordnung der EU oder weiterer ähnlicher Gesetze (Datenschutzgesetze) feststellen, die eine bestimmte unzulässige Nutzung, Zugang oder Zugänglichmachen ungesicherter persönlicher Daten von Patient*innen, Beschäftigten, Begünstigten oder anderen beinhalten können. In solchen Fällen sind die Gesellschaft und ihre Geschäftspartner entschlossen, in Übereinstimmung mit anwendbaren Meldepflichten und /​ oder Berichtspflichten zu handeln und geeignete Abhilfe- und Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Zu den Meldepflichten der Gesellschaft gehören auch neue Vorschriften der SEC, die seit Dezember 2023 vorschreiben, dass die Gesellschaft das Auftreten wesentlicher Cybersicherheitsvorfälle in einem Bericht als Form 6-K melden muss. Eine solche Meldung könnte einen Rechtsstreit auslösen, der sich aus dem Vorfall ergibt. Am 29. September 2023 stellte Cardiovascular Consultants, Ltd. (CCL), eine ehemalige Tochtergesellschaft der Gesellschaft mit Sitz in den USA, fest, dass einige ihrer Computersysteme in den USA von einem Sicherheitsvorfall betroffen waren. Die Gesellschaft hat Informationen bezüglich dieser Sicherheitsverletzung in einem an die SEC übermittelten Formular 6-K öffentlich bekannt gegeben und darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft nicht davon ausgeht, dass der Vorfall wesentliche Auswirkungen auf ihre Finanz- und Ertragslage haben wird. Daraufhin stellte Fresenius Vascular Care, Inc. d/​b/​a Azura Vascular Care (Azura), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Gesellschaft in den USA, fest, dass einige ihrer Dateien von demselben Sicherheitsvorfall betroffen waren. Im Zusammenhang mit diesem Vorfall sind drei mutmaßliche Sammelklagen anhängig: eine gegen CCL vor einem Gericht in Arizona und zwei gegen Azura vor einem Bundesgericht in Pennsylvania. Ursprünglich wurden vier mutmaßliche Sammelklagen auf Bundesebene gegen CCL in Arizona eingereicht, aber alle vier Fälle wurden einvernehmlich abgewiesen und mit dem anhängigen Verfahren vor dem einzelstaatlichen Gericht zusammengelegt. In den Klagen wird behauptet, dass CCL und Azura verschiedene Pflichten im Zusammenhang mit dem Schutz vertraulicher Patientendaten verletzt haben, und es werden Unterlassungsansprüche geltend gemacht, die CCL und Azura zur Einführung verschiedener Datenschutzverfahren verpflichten, sowie ein nicht näher bezifferter Schadenersatz. Keine der Klagen wurde als Sammelklage zugelassen. Gemäß der Vereinbarung über den Verkauf von CCL behält die Gesellschaft die Verantwortung für die Verteidigung gegen diese Fälle. Darüber hinaus kooperiert die Gesellschaft weiterhin mit dem Büro für Bürgerrechte des US-Gesundheitsministeriums (U.S. Department of Health & Human Services) und den staatlichen Aufsichtsbehörden, die in dieser Angelegenheit Informationen anfordern.

Bei der Führung, dem Management und der Kontrolle ihrer Beschäftigten verlässt sich die Gesellschaft auf ihre Führungsstruktur, ihre Ressourcen in den Bereichen Regulatory und Recht sowie auf das wirksame Funktionieren ihres Compliance-Programms. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass die Gesellschaft feststellen muss, dass ihre Beschäftigten oder Vertreter absichtlich, sorglos oder versehentlich die Gesellschaftsrichtlinien missachten oder gegen das Gesetz verstoßen. In solchen Fällen wird die Gesellschaft angemessene Korrektur- und /​ oder Disziplinarmaßnahmen ergreifen. Dieses Verhalten jener Beschäftigter kann zur Haftung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften führen, unter anderem nach der Anti-Kickback Statute, dem Stark Law, dem False Claims Act, den Datenschutzgesetzen, dem Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act sowie dem FCPA oder anderen Rechtsvorschriften und vergleichbaren Gesetzen auf Ebene der Bundesstaaten und in anderen Ländern.

Es werden auch Prozesse gegen ärztliches Fachpersonal, Krankenhäuser und andere Akteure des Gesundheitswesens wegen der Verletzung von Berufspflichten, Behandlungsfehlern, Produkthaftung, Mitarbeiterentschädigungs- und ähnlicher Ansprüche angestrengt, von denen viele zu hohen Schadensersatzforderungen und zu erheblichen Anwaltskosten führen. Gegen die Gesellschaft sind auf Grund der Art ihres Geschäfts solche Prozesse geführt worden und werden gegenwärtig geführt, und es ist damit zu rechnen, dass auch in Zukunft solche Verfahren angestrengt werden. Obwohl die Gesellschaft in angemessenem Umfang versichert ist, kann sie nicht garantieren, dass die Obergrenzen des Versicherungsschutzes immer ausreichend sein werden oder dass alle geltend gemachten Ansprüche durch die Versicherungen abgedeckt sind. Ein erfolgreich durchgesetzter Schadensersatzanspruch gegen die Gesellschaft oder gegen irgendeine ihrer Tochtergesellschaften, der den Versicherungsschutz übersteigt, könnte eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Gegen die Gesellschaft sind auch Schadensersatzansprüche geltend gemacht und Klage erhoben worden, die sich auf angebliche Patentrechtsverletzungen oder von der Gesellschaft erworbene oder veräußerte Unternehmen beziehen. Diese Ansprüche und Verfahren beziehen sich sowohl auf den Geschäftsbetrieb als auch auf Akquisitionen oder Veräußerungen. Die Gesellschaft hat eigene Ansprüche geltend gemacht, sofern dies angebracht war. Eine erfolgreiche Klage gegen die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Die Gesellschaft unterliegt im gewöhnlichen Geschäftsverlauf derzeit und in der Zukunft steuerlichen Betriebsprüfungen in den USA, in Deutschland sowie in weiteren Ländern. Die Steuerbehörden nehmen routinemäßige Anpassungen der Steuererklärungen vor und erkennen geltend gemachte Steuerabzüge nicht an. Sofern angemessen, fechtet die Gesellschaft diese Anpassungen und Nichtanerkennungen an und macht eigene Rechtsansprüche geltend. Eine erfolgreiche Klage im Zusammenhang mit Steuerrechtsstreitigkeiten gegen die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsfähigkeit sowie auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Die deutschen Finanzbehörden haben eine Umqualifizierung der in den Jahren 2006 bis 2013 erhaltenen Dividenden im Zusammenhang mit Vorzugsaktien in voll steuerpflichtige Zinszahlungen vorgenommen, was zu zusätzlichen Steuerzahlungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich führen könnte. Darüber hinaus haben die deutschen Steuerbehörden die Steuererklärungen der Gesellschaft beanstandet und die Auffassung vertreten, dass die Einkünfte einer der Finanzgesellschaften der Gesellschaft für die Jahre ab 2017 der Hinzurechnungsbesteuerung (German Controlled Foreign Corporation Taxation) unterliegen sollten, was zu möglichen zusätzlichen Steuerzahlungen im sehr niedrigen dreistelligen Millionenbereich führen könnte. In beiden Fällen wird die Gesellschaft alle geeigneten rechtlichen Schritte nutzen, um ihre Position zu verteidigen.

Die Gesellschaft unterliegt in bestimmten Leasingverträgen, hauptsächlich Verträge über Immobilien, bei denen sie der Leasingnehmer ist, Restwertgarantien in Höhe von 980.121 US$ (915.570 €). Zum 30. Juni 2024 überstieg der geschätzte Marktwert der zugrundeliegenden geleasten Vermögenswerte die Restwertgarantien, so dass die Gesellschaft keinem Risiko im Zusammenhang mit diesen Garantien ausgesetzt war.

Über die oben genannten Eventualverbindlichkeiten hinaus ist der gegenwärtige geschätzte Umfang der sonstigen bekannten einzelnen Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft unbedeutend.

12. Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023:

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
in TSD €

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30. Juni 2024 30. Juni 2024
Buchwert Beizulegender Zeitwert
Fortgeführte Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Nicht klassifiziert Gesamt Level 1
Flüssige Mittel 980.404 109.810 - - 1.090.214 109.810
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte (1) 3.852.546 - - 82.705 3.935.251 -
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 37.430 - - - 37.430 -
Derivate - Cash Flow Hedges - - - 2.720 2.720 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 13.873 - - 13.873 -
In virtuelle Stromabnahmeverträge (vPPAs) eingebettete Derivate - 5.896 - - 5.896 -
Eigenkapitalinstrumente - 124.326 67.776 - 192.102 83.152
Fremdkapitalinstrumente - 87.067 308.445 - 395.512 395.512
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (2) 171.622 156.960 - 104.706 433.288 -
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte 171.622 388.122 376.221 107.426 1.043.391 -
Finanzielle Vermögenswerte 5.042.002 497.932 376.221 190.131 6.106.286 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) 767.143 - - - 767.143 -
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 127.085 - - - 127.085 -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 321.974 - - - 321.974 -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7.334.478 - - - 7.334.478 6.134.645
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - - - 4.095.634 4.095.634 -
Derivate - Cash Flow Hedges - - - 8.435 8.435 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 25.442 - - 25.442 -
In vPPAs eingebettete Derivate - - - - - -
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen - 14.113 - - 14.113 -
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - - 1.374.369 1.374.369 -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (3) 1.145.682 - - - 1.145.682 -
Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 1.145.682 39.555 - 1.382.804 2.568.041 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 9.696.362 39.555 - 5.478.438 15.214.355 -
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30. Juni 2024
Beizulegender Zeitwert
Level 2 Level 3
Flüssige Mittel - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte (1) - -
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen - -
Derivate - Cash Flow Hedges 2.720 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert 13.873 -
In virtuelle Stromabnahmeverträge (vPPAs) eingebettete Derivate - 5.896
Eigenkapitalinstrumente 68.956 39.994
Fremdkapitalinstrumente - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (2) - 156.960
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte - -
Finanzielle Vermögenswerte - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) - -
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten - -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 536.365 -
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - -
Derivate - Cash Flow Hedges 8.435 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert 25.442 -
In vPPAs eingebettete Derivate - -
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen - 14.113
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - 1.374.369
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (3) - -
Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten - -
Finanzielle Verbindlichkeiten - -

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
in TSD €

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31. Dezember 2023 31. Dezember 2023
Buchwert Beizulegender Zeitwert
Fortgeführte Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Nicht klassifiziert Gesamt Level 1
Flüssige Mittel 1.205.030 198.462 - - 1.403.492 198.462
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte 3.389.314 - - 81.899 3.471.213 -
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 165.299 - - - 165.299 -
Derivate - Cash Flow Hedges - - - 1.990 1.990 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 20.295 - - 20.295 -
Eigenkapitalinstrumente - 82.072 71.110 - 153.182 48.888
Fremdkapitalinstrumente - 80.145 341.074 - 421.219 421.219
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (2) 146.748 - - 112.322 259.070 -
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte 146.748 182.512 412.184 114.312 855.756 -
Finanzielle Vermögenswerte 4.906.391 380.974 412.184 196.211 5.895.760 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten 762.068 - - - 762.068 -
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 123.081 - - - 123.081 -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 456.904 - - - 456.904 -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7.447.562 - - - 7.447.562 5.972.767
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - - - 4.145.946 4.145.946 -
Derivate - Cash Flow Hedges - - - 4.315 4.315 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 4.890 - - 4.890 -
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen - 35.751 - - 35.751 -
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - - 1.372.008 1.372.008 -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (3) 974.252 - - - 974.252 -
Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 974.252 40.641 - 1.376.323 2.391.216 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 9.763.867 40.641 - 5.522.269 15.326.777 -
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31. Dezember 2023
Beizulegender Zeitwert
Level 2 Level 3
Flüssige Mittel - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte - -
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen - -
Derivate - Cash Flow Hedges 1.990 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert 20.295 -
Eigenkapitalinstrumente 72.292 32.002
Fremdkapitalinstrumente - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (2) - -
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte - -
Finanzielle Vermögenswerte - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten - -
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten - -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 767.328 -
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - -
Derivate - Cash Flow Hedges 4.315 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert 4.890 -
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen - 35.751
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - 1.372.008
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (3) - -
Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten - -
Finanzielle Verbindlichkeiten - -

(1) Im Jahr 2024 enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten keine Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen mehr, die gemäß IFRS 17, Versicherungsverträge, erfasst werden und in Anmerkung 5 dargestellt sind, da diese Forderungen und Verbindlichkeiten nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, fallen.
(2) Zum 30. Juni 2024 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Forderungen aus Lizenzgebühren aus einer der Beteiligungen der Gesellschaft, Leasingforderungen, Forderungen gegen Dritte aus dem Verkauf von Beteiligungen, Mietkautionen, Garantien, Sicherungseinlagen, Schuldscheinforderungen und Forderungen aus Lieferantenrabatten. Zum 31. Dezember 2023 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Leasingforderungen, Mietkautionen, Garantien, Sicherungseinlagen, Forderungen gegen Dritte aus dem Verkauf von Beteiligungen, Forderungen aus Lieferantenrabatten und Schuldscheinforderungen.
(3) Zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023 beinhalten die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen kreditorische Debitoren und Verbindlichkeiten für erhaltene Güter und Leistungen.

Derivative und nicht derivative Finanzinstrumente werden entsprechend der im Folgenden beschriebenen, dreistufigen Fair Value Hierarchie aufgeteilt. Die Aufgliederung erfolgt basierend auf den Daten, die für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen werden. Level 1 umfasst quotierte Marktpreise für gleichartige Finanzinstrumente an aktiven Märkten. Level 2 beinhaltet die Nutzung von Bewertungsmodellen (d. h. Mark-to-Model) mit Inputfaktoren, zu denen alle am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Preisdaten zugeordnet werden, die nicht quotierte Marktpreise in aktiven Märkten darstellen. Level 3 beinhaltet die Nutzung von Bewertungsmodellen (d. h. Mark-to-Model) mit Inputfaktoren, zu denen alle nicht-beobachtbaren Werte gehören, für die keine oder nur wenige Marktdaten zur Verfügung stehen und die deshalb die Entwicklung von unternehmenseigenen Angaben erforderlich machen. Es wird kein beizulegender Zeitwert für Finanzinstrumente angegeben, sofern der Buchwert, aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Instrumente eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts darstellt. Dies gilt für flüssige Mittel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte, Forderungen gegen nahestehende Unternehmen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten. Zum 30. Juni 2024 beziehungsweise 31. Dezember 2023 wurden keine Transfers zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value Hierarchie vorgenommen. Die Gesellschaft nimmt Umgruppierungen grundsätzlich am Ende der Berichtsperiode vor.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Steuerung der Zins- und Währungsrisiken tritt die Gesellschaft im Rahmen der durch das Management festgelegten Limite in verschiedene Sicherungsgeschäfte mit Banken mit einem hohen Rating (im Allgemeinen Investment-Grade-Status) ein. Die Gesellschaft tätigt überwiegend Devisentermingeschäfte. In gewissen Fällen schließt die Gesellschaft Derivate ab, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, die jedoch zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt werden (economic hedges). Die Gesellschaft verwendet Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke.

Im April 2024 unterzeichnete die Gesellschaft mehrere vPPAs mit Wind- und Solarenergie-Projektentwicklern in Deutschland und den USA mit Laufzeiten von bis zu 15 Jahren. Die deutschen vPPA-Verträge wurden mit zwei Entwicklern für eine erwartete jährliche Gesamtstromproduktion von 124 Gigawattstunden (GWh) unterzeichnet, was etwa 75% des Stromverbrauchs der Gesellschaft in der EU im Jahr 2023 entspricht. Der vPPA-Vertrag für die USA wurde mit einem Projektentwickler abgeschlossen. Die prognostizierte jährliche Stromproduktion beläuft sich auf 458 GWh, was etwa 60% des Stromverbrauchs der Gesellschaft in den USA im Jahr 2023 entspricht. Die Wind- und Solarparks sollen 2024 und 2025 in Betrieb genommen werden. Die Gesellschaft hat weder die Kontrolle noch andere Rechte in Bezug auf die Nutzung der Energieerzeugungsanlagen. Alle Verträge sind als Verträge ohne physische Lieferung des erzeugten Stroms konzipiert und sehen die Lieferung von Energieattribut-Zertifikaten vor, die in den USA und Deutschland gemeinhin als Zertifikate für erneuerbare Energien beziehungsweise Herkunftsnachweise bekannt sind. Alle Verträge werden als physische Basisverträge für den Kauf der Zertifikate und als trennbare eingebettete Stromswaps analysiert, wobei ein fester Preis für den erzeugten Strom gezahlt und ein variabler Spot-Energiepreis in den jeweiligen Regionen erhalten wird. Die Basisverträge erfüllen die Kriterien des Eigenverbrauchs gemäß IFRS 9, Finanzinstrumente (IFRS 9). Eingebettete Derivate mit positivem beizulegendem Zeitwert werden in der Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Eingebettete Derivate mit negativem beizulegendem Zeitwert werden in der Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die in den vPPAs eingebetteten Derivate werden separat erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der dem Level 3 zugeordnete beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem Barwert der erwarteten Zahlungsströme aus den Derivaten. Zu den wichtigsten Bewertungsparametern gehören signifikante nicht beobachtbare Inputs wie zukünftige Strompreiskurven und erwartete Stromproduktionsmengen. Eine Änderung der wesentlichen Bewertungsparameter zum 30. Juni 2024 hätte den beizulegenden Zeitwert der in den vPPAs eingebetteten Derivate wie folgt beeinflusst:

Sensitivitäten der in vPPAs eingebetteten Derivate gegenüber Änderungen nicht beobachtbarer Parameter
in TSD €

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Änderung der erwarteten Strompreise Änderung der erwarteten Produktionsmengen
10% Anstieg 10% Rückgang 10% Anstieg 10% Rückgang
28.398 (28.669) 590 (590)

Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der in den vPPAs eingebetteten Derivate werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund des volatilen Charakters solcher Instrumente, die als spekulativ angesehen werden können, ist es schwierig, genau vorherzusagen, welche Auswirkungen die Volatilität der nicht beobachtbaren Parameter, wie zum Beispiel Änderungen der erwarteten Energiepreise oder Produktionsmengen, auf die Bewertung solcher Instrumente in der Zukunft haben könnte. Die geschätzten beizulegenden Zeitwerte dieser derivativen Instrumente können von Quartal zu Quartal erheblich schwanken, und der Preis, zu dem diese Derivate letztendlich abgerechnet werden, kann je nach Marktbedingungen erheblich von den aktuellen Schätzungen der Gesellschaft abweichen.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in die vPPAs eingebetteten Derivate zum 30. Juni 2024:

Überleitung der in vPPAs eingebetteten Derivate
in TSD €

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2024
In vPPAs eingebettete Derivate - Vermögenswerte
Anfangsstand 1. Januar -
Zahlungen -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne /​ (Verluste) (1) 5.871
Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen 25
Endstand 30. Juni 5.896

(1) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte Gewinne /​ Verluste.

Nicht-derivative Finanzinstrumente

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von nicht-derivativen Finanzinstrumenten erläutert.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsmodell sowie das Zahlungsstromkriterium der finanziellen Vermögenswerte analysiert. Der Großteil der nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte wird zur Vereinnahmung von vertraglichen Cash Flows gehalten. Die Vertragsbedingungen der finanziellen Vermögenswerte lassen den Rückschluss zu, dass es sich bei den Cash Flows ausschließlich um Tilgungs- und Zinszahlungen handelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte (einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit dem ehemaligen Forderungsverkaufsprogramm, siehe Anmerkung 8), Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden folglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Flüssige Mittel enthalten Barmittel und kurzfristige Finanzinvestitionen. Barmittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die kurzfristigen Finanzinvestitionen sind äußerst liquide und können leicht in einen festgelegten Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden. Kurzfristige Finanzinvestitionen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das Risiko von Wertschwankungen ist unwesentlich.

Eigenkapitalinstrumente werden nicht zu Handelszwecken gehalten. Beim erstmaligen Ansatz hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ausgewählter strategischer Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral im übrigen Comprehensive Income (OCI) zu erfassen. Beizulegende Zeitwerte von Eigenkapitalinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, basieren auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Falls erforderlich, zieht die Gesellschaft externe Unternehmen für die Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, die als Level 3 der Fair Value Hierarchie eingestuft sind, hinzu. Die externe Bewertung verwendet ein Discounted-Cash Flow Modell, das auf signifikanten, nicht beobachtbaren Einflussfaktoren wie zum Beispiel beteiligungsspezifischen, erwarteten Finanzdaten und einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz, der die aktuelle Markteinschätzung widerspiegelt sowie auf einer ewigen Wachstumsrate beruht.

Der Großteil der Fremdkapitalinstrumente wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung der vertraglich festgelegten Cash Flows und der Verkauf von Instrumenten ist. Die marktüblichen Anleihen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Folglich werden diese finanziellen Vermögenswerte als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im OCI klassifiziert. Ein kleiner Teil der Fremdkapitalinstrumente führt nicht zu Cash Flows, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen. Die Bewertung erfolgt daher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Grundsätzlich wird die Mehrheit dieser Fremdkapitalinstrumente auf einem aktiven Markt gehandelt.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden erstmalig mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden anhand vorhandener Marktinformationen ermittelt. Finanzverbindlichkeiten, für die Kursnotierungen verfügbar sind, werden mit diesen Kursnotierungen bewertet. Der beizulegende Zeitwert der anderen langfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der entsprechenden zukünftigen Cash Flows. Für die Ermittlung dieser Barwerte werden die am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Kreditmargen der Gesellschaft berücksichtigt.

Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Schätzungen der jeweiligen beizulegenden Zeitwerte basieren auf den vertraglich festgelegten Einflussfaktoren, die die künftigen Zahlungen bedingen, sowie der Erwartungshaltung, die die Gesellschaft für diese Werte hat. Die Gesellschaft beurteilt die Wahrscheinlichkeit im Hinblick auf die Erreichung der festgelegten Zielgrößen und dessen Zeitpunkt. Die getroffenen Annahmen werden in regelmäßigen Abständen überprüft.

Verbindlichkeiten aus Put-Optionen werden zu dem Barwert des Ausübungspreises der Option angesetzt. Der Ausübungspreis der Option basiert auf beizulegenden Zeitwerten und kann in bestimmten, begrenzten Fällen einen festen Mindestpreis enthalten. Zur Schätzung dieser beizulegenden Zeitwerte setzt die Gesellschaft den höheren Wert aus Netto-Buchwert der Verbindlichkeit und Gewinnmultiplikatoren an, wobei die Gewinnmultiplikatoren auf historischen Gewinnen, dem Entwicklungsstadium des zugrunde liegenden Geschäftes und anderen Faktoren beruhen. Die Gesellschaft beauftragt gelegentlich ein externes Unternehmen zur Unterstützung bei der Bewertung von bestimmten Put-Optionen. Die externe Bewertung unterstützt die Gesellschaft bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte mittels einer Kombination aus Discounted-Cash Flow und Gewinn- und /​ oder Umsatzmultiplikatoren. Unter diesen begrenzten Umständen, unter denen die Put-Option einen festen Basispreis enthalten könnte, kann das externe Unternehmen die Gesellschaft bei der Bewertung unterstützen, indem sie eine Monte-Carlo-Simulationsanalyse durchführt, um den Ausübungspreis zu simulieren. Die Verbindlichkeiten aus Put-Optionen werden zu einem Diskontierungssatz vor Steuern abgezinst. Dieser spiegelt die Marktbewertung des Zinseffektes und das spezifische Risiko der Verbindlichkeit wider. In Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten können die geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen schwanken und die Discounted-Cash Flows und Gewinn- und /​ oder Umsatzmultiplikatoren der finalen Kaufpreisverpflichtungen für die Verbindlichkeit erheblich von den derzeitigen Schätzungen abweichen. Zur Analyse der Auswirkungen von Änderungen nicht beobachtbarer Inputfaktoren auf die Marktbewertung von Verbindlichkeiten aus Put-Optionen unterstellt die Gesellschaft einen Anstieg der Gewinne (beziehungsweise gegebenenfalls des Unternehmenswerts) um 10% gegenüber der tatsächlich verwendeten Schätzung am Berichtsstichtag. Die daraus folgende Erhöhung der Marktbewertung um 97.171 € wird zu der Summe der Verbindlichkeiten und zu dem Konzern-Eigenkapital ins Verhältnis gesetzt. Diese Analyse ergibt, dass ein Anstieg der relevanten Gewinne (beziehungsweise gegebenenfalls des Unternehmenswerts) um 10% einen Einfluss auf die Summe der Verbindlichkeiten und das Konzern-Eigenkapital von jeweils weniger als 1% hätte.

Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente, ohne die oben dargestellten vPPAs, zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023:

Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente
in TSD €

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2024
Eigenkapitalinstrumente Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen Verbindlichkeiten aus Put-Optionen Sonstige finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (1)
Anfangsstand 1. Januar 32.002 35.751 1.372.008 -
Zugänge 1.095 45 1.295 41.229
Abgänge - (20.056) (3.888) -
Reklassifizierungen - - - 90,457 (2)
Erfolgswirksam erfasste Gewinne /​ (Verluste) (3) 5.796 (1.906) - 22.093
Erfolgsneutral erfasste Gewinne /​ (Verluste) - - (38.851) -
Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen 1.101 279 43.805 3.181
Endstand 30. Juni und 31. Dezember 39.994 14.113 1.374.369 156.960
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2023
Eigenkapitalinstrumente Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen
Anfangsstand 1. Januar 42.793 37.846
Zugänge 4.833 5.232
Abgänge - (3.603)
Reklassifizierungen - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne /​ (Verluste) (3) (14.340) (3.366)
Erfolgsneutral erfasste Gewinne /​ (Verluste) - -
Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen (1.284) (358)
Endstand 30. Juni und 31. Dezember 32.002 35.751
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2023
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen
Anfangsstand 1. Januar 1.468.517
Zugänge 31.050
Abgänge (42.490)
Reklassifizierungen -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne /​ (Verluste) (3) -
Erfolgsneutral erfasste Gewinne /​ (Verluste) (28.034)
Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen (57.035)
Endstand 30. Juni und 31. Dezember 1.372.008

(1) Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, handelt es sich um Forderungen aus Lizenzverträgen und Forderungen aus dem Verkauf von Beteiligungen.
(2) Forderungen aus Lizenzgebühren aus einer der Beteiligungen der Gesellschaft wurden früher als nichtfinanzieller Vermögenswert ausgewiesen und zum 31. März 2024 bereinigt.
(3) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte Gewinne /​ Verluste.

13. Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichen

Die Geschäftssegmente der Gesellschaft ergeben sich aus der Art, wie die Gesellschaft nach der Zuständigkeit für Produkte und Dienstleistungen ihre Geschäfte steuert und die Ressourcen allokiert, und sind auf die Finanzinformationen abgestimmt, die der verantwortlichen Unternehmensinstanz vierteljährlich vorgelegt werden. Das Segment Care Enablement ist im Wesentlichen mit dem Vertrieb von Produkten und Anlagen, einschließlich Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und Qualitätsmanagement beschäftigt. Das Segment Care Delivery ist in erster Linie mit der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von chronischem Nierenversagen, terminaler Niereninsuffizienz und anderen extrakorporalen Therapien beschäftigt, einschließlich wert- und risikobasierter Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst auch das Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., die in den Kliniken der Gesellschaft für die Gesundheitsversorgung ihrer Patient*innen eingesetzt werden.

Das Global Medical Office der Gesellschaft, das zur Aufgabe hat, medizinische Behandlungen und klinische Prozesse im Unternehmen zu optimieren und sowohl Care Delivery als auch Care Enablement unterstützt, wird zentral verwaltet und seine Gewinne und Verluste werden den Segmenten zugewiesen. Ebenso ordnet die Gesellschaft Kosten zu, die in erster Linie als Gemeinkosten der Konzernzentrale anzusehen sind, einschließlich Buchhaltungs- und Finanzkosten sowie bestimmter Personal-, Rechts- und IT-Kosten, da die Gesellschaft der Ansicht ist, dass diese Kosten den Segmenten zurechenbar sind und bei der Allokation von Ressourcen für Care Delivery und Care Enablement verwendet werden. Diese Kosten werden zu budgetierten Beträgen allokiert, wobei die Differenz zwischen budgetierten und tatsächlichen Werten in den Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten, Managementaktivitäten, die globale interne Revision und die Neubewertung von bestimmten Investitionen beziehen, werden jedoch nicht einem Segment zugeordnet, sondern als Konzernkosten ausgewiesen. Diese Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen für den Ausweis als Geschäftssegment gemäß IFRS 8, Geschäftssegmente und werden separat als Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche). Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen.

Die Zielgrößen, an denen die Geschäftssegmente vom Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin gemessen werden, sind so gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin ist davon überzeugt, dass die dafür am besten geeigneten Kennzahlen die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis sind. Die Gesellschaft transferiert Produkte zwischen den Geschäftssegmenten zum beizulegenden Zeitwert. Die damit verbundenen internen Umsätze und Aufwendungen sowie ein verbleibender intern erwirtschafteter Gewinn oder Verlust für die Produkttransfers werden zunächst innerhalb der Geschäftssegmente erfasst, im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene eliminiert und in der Position "Eliminierungen zwischen den Segmenten" ausgewiesen. Investitionen in die Produktion erfolgen unter Berücksichtigung der erwarteten Nachfrage durch die Geschäftssegmente und konsolidierter Rentabilitätsüberlegungen.

Angaben über die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2024 und 2023 nach Segmenten und Zentralbereichen enthält die folgende Tabelle:

Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichen
in TSD €

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Care Delivery Care Enablement Summe Segmente Eliminierungen zwischen den Segmenten Zentralbereiche Gesamt
2. Quartal 2024
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 3.329.017 - 3.329.017 - - 3.329.017
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 49.162 975.521 1.024.683 - - 1.024.683
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 3.378.179 975.521 4.353.700 - - 4.353.700
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 393.121 - 393.121 - - 393.121
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) - 19.617 19.617 - - 19.617
Umsatzerlöse mit Dritten 3.771.300 995.138 4.766.438 - - 4.766.438
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten - 368.232 368.232 (368.232) - -
Umsatzerlöse 3.771.300 1.363.370 5.134.670 (368.232) - 4.766.438
Operatives Ergebnis 332.200 67.734 399.934 (5.313) 30.168 424.789
Zinsergebnis (85.331)
Ergebnis vor Ertragsteuern 339.458
Abschreibungen (262.600) (114.356) (376.956) 11.167 (17.973) (383.762)
Wertminderung 11.412 (14.669) (3.257) - - (3.257)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 32.639 - 32.639 - - 32.639
Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) 217.385 94.791 312.176 (17.271) 5.707 300.612
2. Quartal 2023
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 3.504.864 - 3.504.864 - - 3.504.864
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 43.914 943.550 987.464 - - 987.464
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 3.548.778 943.550 4.492.328 - - 4.492.328
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 323.764 - 323.764 - - 323.764
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) - 9.184 9.184 - - 9.184
Umsatzerlöse mit Dritten 3.872.542 952.734 4.825.276 - - 4.825.276
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten - 372.006 372.006 (372.006) - -
Umsatzerlöse 3.872.542 1.324.740 5.197.282 (372.006) - 4.825.276
Operatives Ergebnis 384.254 1.536 385.790 (3.880) (25.283) 356.627
Zinsergebnis (80.543)
Ergebnis vor Ertragsteuern 276.084
Abschreibungen (283.026) (115.438) (398.464) 9.866 (17.466) (406.064)
Wertminderung (20.189) (7.938) (28.127) - - (28.127)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 45.550 2.720 48.270 - - 48.270
Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) 197.342 107.594 304.936 - 10.781 315.717
1. Halbjahr 2024
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 6.694.351 - 6.694.351 - - 6.694.351
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 89.052 1.889.715 1.978.767 - - 1.978.767
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 6.783.403 1.889.715 8.673.118 - - 8.673.118
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 776.051 - 776.051 - - 776.051
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) - 41.791 41.791 - - 41.791
Umsatzerlöse mit Dritten 7.559.454 1.931.506 9.490.960 - - 9.490.960
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten - 728.922 728.922 (728.922) - -
Umsatzerlöse 7.559.454 2.660.428 10.219.882 (728.922) - 9.490.960
Operatives Ergebnis 520.749 137.949 658.698 (4.475) 16.579 670.802
Zinsergebnis (173.518)
Ergebnis vor Ertragsteuern 497.284
Abschreibungen (527.254) (229.721) (756.975) 21.499 (36.021) (771.497)
Wertminderung (112.249) (15.716) (127.965) - - (127.965)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 61.482 - 61.482 - - 61.482
Summe Vermögenswerte (1) 46.098.375 15.522.741 61.621.116 (40.179.311) 12.454.399 33.896.204
davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (1) 647.964 - 647.964 - - 647.964
Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) 406.335 180.637 586.972 (27.449) 26.127 585.650
1. Halbjahr 2023
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 6.970.732 - 6.970.732 - - 6.970.732
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 86.730 1.877.303 1.964.033 - - 1.964.033
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 7.057.462 1.877.303 8.934.765 - - 8.934.765
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 570.627 - 570.627 - - 570.627
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) - 24.102 24.102 - - 24.102
Umsatzerlöse mit Dritten 7.628.089 1.901.405 9.529.494 - - 9.529.494
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten - 733.864 733.864 (733.864) - -
Umsatzerlöse 7.628.089 2.635.269 10.263.358 (733.864) - 9.529.494
Operatives Ergebnis 668.739 (22.939) 645.800 (13.132) (15.104) 617.564
Zinsergebnis (163.115)
Ergebnis vor Ertragsteuern 454.449
Abschreibungen (571.255) (230.473) (801.728) 19.582 (35.523) (817.669)
Wertminderung (22.105) (32.231) (54.336) - - (54.336)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 71.651 4.133 75.784 - - 75.784
Summe Vermögenswerte (1) 40.909.915 14.883.693 55.793.608 (30.077.381) 9.243.911 34.960.138
davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (1) 360.550 335.838 696.388 - - 696.388
Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) 385.828 216.883 602.711 - 23.593 626.304

(1) Diese Positionen sind enthalten, um die Anforderungen von IFRS 8 und IFRS 15 zu erfüllen, oder werden auf freiwilliger Basis bereitgestellt, sind aber nicht in den Informationen enthalten, die regelmäßig von der verantwortlichen Unternehmensinstanz überprüft werden. Die Gesellschaft hat außerdem die Finanzinformationen des Vorjahres angepasst, um zusätzliche Verträge einzubeziehen, die im Laufe des Geschäftsjahres 2023 identifiziert wurden und für die bestimmte Angaben gemäß IFRS 17 erforderlich waren.

14. Wesentliche Ereignisse seit Ende des 1. Halbjahrs 2024

Im Juli 2024 beschloss der Vorstand die Einführung des Fresenius Medical Care Long-Term Incentive Plan 2024+ (LTIP 2024+) als Nachfolgeplan des Fresenius Medical Care Long-Term Incentive Plan 2022+ (LTIP 2022+). Die Ausgestaltung des Plans ist vergleichbar mit dem des LTIP 2022+, so können den Teilnehmern beispielsweise Performance Shares mit Barausgleich zugeteilt werden, die nach drei Jahren erdient sind. Für die Zuteilung im Jahr 2024 sind die Ziele des LTIP 2024+ an die Ziele des MB LTIP 2024+ (ROIC, Relativer TSR, CO 2 e-Reduktion) angeglichen. Für eine Beschreibung dieser Ziele siehe Anmerkung 10.

Die erste Zuteilung im Rahmen des LTIP 2024+ erfolgte am 29. Juli 2024 und der zugeteilte Betrag unterscheidet sich nicht wesentlich von dem, der in den Vorjahren im Rahmen des LTIP 2022+ zugeteilt wurde. Der beizulegende Zeitwert der zugeteilten Performance Shares gemäß IFRS 2 hängt von verschiedenen Marktbedingungen wie dem Aktienkurs der Gesellschaft am Zuteilungsdatum oder dem aktuellen Zielerreichungsgrad des Relativen TSR ab und kann derzeit nicht zuverlässig geschätzt werden.

Seit Ende des 1. Halbjahrs 2024 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die die ausgewiesenen Kennzahlen und Geschäftsergebnisse in irgendeiner Form nennenswert beeinflussen. Derzeit sind keine wesentlichen Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform der Gesellschaft oder im Personalbereich vorgesehen.

 

Hof (Saale), den 30. Juli 2024

Fresenius Medical Care AG

Der Vorstand

H. Giza

C. Cordola, Ed.D.

M. Fischer

Dr. J. Häring

F. W. Maddux, M.D.

Dr. K. Mazur-Hofsäß

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Fresenius Medical Care AG, Hof (Saale)

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Fresenius Medical Care AG, Hof (Saale), für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

 

Frankfurt am Main, den 30. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Kartscher, Wirtschaftsprüfer

Dominik Höhler, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."

 

Hof (Saale), den 30. Juli 2024

Fresenius Medical Care AG

Der Vorstand

H. Giza

C. Cordola, Ed.D.

M. Fischer

Dr. J. Häring

F. W. Maddux, M.D.

Dr. K. Mazur-Hofsäß

FRESENIUS MEDICAL CARE AG

Else-Kroener-Str. 1

61352 Bad Homburg v. d. H. Deutschland

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www.freseniusmedicalcare.com/​de