Fresenius Medical Care AGBad HomburgZwischenbericht nach IFRS Q3/2024Die Zukunft der Nierenbehandlung gestaltenFresenius Medical Gare AG, Hof (Saale), DeutschlandZwischenlageberichtIn dem vorliegenden Bericht beziehen sich die Begriffe
"FME AG", "die Gesellschaft", "der Konzern", "wir", "uns"
oder "unser" in Abhängigkeit vom Kontext auf die
Fresenius Medical Care AG oder auf die Fresenius Medical
Care AG und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter
Basis. Die folgende Darstellung und Analyse des
Zwischenlageberichts der Gesellschaft und ihrer
Tochtergesellschaften sollte in Verbindung mit unserem
Konzernzwischenabschluss und dem zugehörigen
Konzernanhang gelesen werden, die sich an anderer Stelle
dieses Berichts befinden. Zudem sollten in diesem
Zusammenhang auch die enthaltenen Angaben und
Erläuterungen im Konzernabschluss und im
Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023 gemäß
§ 315 HGB und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard
Nr. 20 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2023)
berücksichtigt werden.
Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das
Geschäftssegment Care Enablement, das im Wesentlichen
mit dem Vertrieb von Produkten und Anlagen beschäftigt
ist und Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik,
Vermarktung und Vertrieb sowie unterstützende
Funktionen wie Regulierungs- und Qualitätsmanagement
beinhaltet. Die Bezeichnung "Care Delivery" bezieht sich
auf das Geschäftssegment Care Delivery, das sich in
erster Linie mit der Erbringung von
Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von
chronischem Nierenversagen (Chronic Kidney Disease, CKD),
terminaler Niereninsuffizienz (End-Stage Renal Disease,
ESRD) und anderen extrakorporalen Therapien
beschäftigt, einschließlich wert- und
risikobasierter Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst
auch das Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und
das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter
Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen
von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd.
(VFMCRP), die in unseren Kliniken für die
Gesundheitsversorgung unserer Patient*innen eingesetzt
werden. Die Geschäftssegmente ergeben sich aus der
Art, wie die Gesellschaft nach der Zuständigkeit
für Produkte und Dienstleistungen ihre Geschäfte
steuert und die Ressourcen allokiert, und sind auf die
Finanzinformationen abgestimmt, die der verantwortlichen
Unternehmensinstanz vierteljährlich vorgelegt werden.
Unser Global Medical Office, das zur Aufgabe hat,
medizinische Behandlungen und klinische Prozesse im
Unternehmen zu optimieren und sowohl Care Delivery als auch
Care Enablement unterstützt, wird zentral verwaltet
und sein Gewinn oder Verlust werden den Segmenten
zugewiesen. In ähnlicher Weise ordnen wir Kosten zu,
die in erster Linie als Gemeinkosten der Konzernzentrale
anzusehen sind, einschließlich Buchhaltungs- und
Finanzkosten sowie bestimmter Personal-, Rechts- und
IT-Kosten, da wir der Ansicht sind, dass diese Kosten den
Segmenten zurechenbar sind und bei der Allokation von
Ressourcen für Care Delivery und Care Enablement
verwendet werden. Diese Kosten werden zu budgetierten
Beträgen allokiert, wobei die Differenz zwischen
budgetierten und tatsächlichen Werten in den
Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich
hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten,
Managementaktivitäten, die globale interne Revision
und die Neubewertung von bestimmten Investitionen und
virtuellen Stromabnahmeverträgen beziehen, werden
jedoch nicht einem Segment zugeordnet, sondern als
Konzernkosten ausgewiesen. Diese Aktivitäten
erfüllen nicht die Voraussetzungen für den
Ausweis als Geschäftssegment gemäß IFRS 8,
Geschäftssegmente und werden auch separat als
Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche). Finanzierung
ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der
Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen
Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die
Zielgröße für ein Geschäftssegment
ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in
die Zielgröße für ein Geschäftssegment
ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der
Geschäftssegmente liegen. Für weitere
Informationen zu unseren Geschäftssegmenten siehe
Anmerkung 13 im Konzernanhang.
Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der
Gesellschaft am 14. Juli 2023 haben die Aktionäre der
Gesellschaft dem Vorschlag zugestimmt, die Rechtsform der
Gesellschaft von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien
(KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) zu ändern
(Rechtsformwechsel). Mit Wirksamwerden des
Rechtsformwechsels, das mit Eintragung des
Rechtsformwechsels in das zuständige Handelsregister
am 30. November 2023 eintrat, ist die vorherige
persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft
aus der Gesellschaft ausgeschieden, die Fresenius SE &
Co. KGaA (Fresenius SE) beherrscht die Gesellschaft nicht
mehr (im Sinne von IFRS 10, Konzernabschlüsse) und die
Gesellschaft schied aus dem Konsolidierungskreis der
Fresenius SE aus.
Die Bezeichnung "zu konstanten Wechselkursen" bedeutet,
dass wir die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der
FME AG entfällt) und andere Positionen der laufenden
Berichtsperiode mit dem Durchschnittskurs des Vorjahres
umrechnen, um, wie im Kapitel "Wirtschaftsbericht" in
Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen -
Nicht-IFRS®-Kennzahlen" beschrieben, einen
Periodenvergleich ohne den Einfluss von
Wechselkursschwankungen der Umrechnung zu ermöglichen.
Zukunftsbezogene AussagenDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen.
In diesem Bericht wird mit der Verwendung der Worte
"Ausblick", "erwartet", "geht davon aus", "beabsichtigt",
"plant", "ist der Überzeugung", "strebt an",
"schätzt", "Ausrichtung", "Ziel" und ähnlicher
Ausdrücke beabsichtigt, zukunftsbezogene Aussagen
kenntlich zu machen. Obwohl wir davon überzeugt sind,
dass die in solchen zukunftsbezogenen Aussagen
widergespiegelten Annahmen und Erwartungen plausibel sind,
unterliegen zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß
Risiken und Unsicherheiten, von denen viele nicht genau
vorhergesagt werden können und einige
möglicherweise überhaupt nicht vorhergesehen
werden können. Darüber hinaus sind spätere
Ereignisse und tatsächliche Ergebnisse, finanzieller
und anderer Art, in der Vergangenheit anders ausgefallen
und können in der Zukunft wesentlich von den
zukunftsbezogenen Aussagen, die an anderer Stelle in diesem
Bericht dargestellt oder in Betracht gezogen werden,
abweichen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen wurden auf der
Grundlage von aktuellen Annahmen und Einschätzungen
formuliert, die wir nach bestem Wissen getroffen haben.
Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen
naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und
anderen Faktoren, die dazu führen können, dass
die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich
unserer Finanzlage und unserer Profitabilität
wesentlich sowohl positiv als auch negativ von denjenigen
Ergebnissen abweichen können, die in diesen Aussagen
ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben
werden. Des Weiteren können sich in die Zukunft
gerichtete Schätzungen und Voraussagen, die auf
Gutachten oder Informationen Dritter basieren, als
unrichtig herausstellen. Daher können wir keine
Zusicherungen hinsichtlich der zukünftigen Richtigkeit
der in diesem Bericht dargestellten Meinungen oder
hinsichtlich des tatsächlichen Eintretens der hier
beschriebenen Entwicklungen machen. Auch sind unsere
zukünftigen Ergebnisse, selbst wenn sie den hier
dargestellten Erwartungen entsprechen sollten, nicht
notwendigerweise indikativ für unsere Leistung in
zukünftigen Geschäftsjahren.
Zu den Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen
Faktoren, einschließlich der damit verbundenen
Kosten, welche unsere tatsächlichen Ergebnisse von den
geschätzten abweichen lassen könnten,
gehören insbesondere:
scrollen
Wichtige Faktoren, die zu derartigen Abweichungen
beitragen können, sind im Kapitel
"Wirtschaftsbericht", Abschnitt I. "Gesamtwirtschaftliche
und branchenbezogene Rahmenbedingungen", in Anmerkung 11 im
Konzernanhang sowie im Geschäftsbericht 2023 in
Anmerkung 25 im Konzernanhang und im Kapitel "Risiko- und
Chancenbericht", Abschnitt "Risiken" des
Konzernlageberichts beschrieben. Weitere Informationen zu
unseren Bemühungen, verschiedene Umwelt-, Sozial- und
Governance-Themen anzugehen, finden Sie in unserem
nichtfinanziellen Konzernbericht unter
www.freseniusmedicalcare.com/de/investoren/ueberblick-investoren/.
Durch den Verweis auf unseren nichtfinanziellen
Konzernbericht und die Bereitstellung dieser
Website-Adresse in diesem Bericht beabsichtigen wir jedoch
nicht, Inhalte aus unserem nichtfinanziellen Konzernbericht
oder Informationen auf unserer Website in diesen Bericht
aufzunehmen, und, soweit nicht ausdrücklich hierin
angegeben, sind Informationen in unserem nichtfinanziellen
Konzernbericht und auf unserer Website nicht als
Bestandteil dieses Berichts zu betrachten.
Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt
darüber hinaus weiteren Risiken und Unsicherheiten,
die wir in den regelmäßig veröffentlichten
Berichten darstellen. Veränderungen in jedem dieser
Bereiche könnten dazu führen, dass unsere
Ergebnisse wesentlich von den Ergebnissen abweichen, die
wir oder andere vorhergesagt haben oder vorhersagen werden.
Die tatsächlich angewandten
Rechnungslegungsgrundsätze, die Beurteilungen im
Rahmen der Auswahl und Anwendung dieser Grundsätze
sowie die Sensitivität der berichteten Ergebnisse in
Bezug auf Änderungen in den
Rechnungslegungsgrundsätzen, Annahmen und
Schätzungen stellen zusätzliche Faktoren dar, in
deren Kontext der vorliegende Konzernzwischenabschluss und
die im Folgenden unter III. "Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage" dargestellten Ausführungen zu
betrachten sind. Eine Erläuterung unserer wesentlichen
Bilanzierungsgrundsätze ist im Geschäftsbericht
2023 in Anmerkung 2 im Konzernanhang zu finden.
Aufgrund von Rundung geben Zahlen und Prozentsätze,
die in diesem oder anderen Berichten dargestellt werden,
die absoluten Zahlen eventuell nicht präzise wieder.
Einige Zahlen (einschließlich Prozentsätze) in
diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. In
einigen Fällen summieren sich solche gerundeten Zahlen
und Prozentsätze möglicherweise nicht zu 100%
oder zu den in diesem Bericht enthaltenen Summen oder
Zwischensummen. Darüber hinaus können Summen und
Zwischensummen in Tabellen aufgrund von kaufmännischen
Rundungen geringfügig von den in diesem Bericht
enthaltenen ungerundeten Zahlen abweichen. Ein Bindestrich
(-) zeigt an, dass für eine bestimmte Position im
betreffenden Geschäftsjahr oder Zeitraum keine Daten
gemeldet wurden, während eine Null (0) verwendet wird,
wenn der relevante Wert gerundet Null beträgt.
WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenÜberblickWir sind weltweit führender Anbieter von Produkten
und Dienstleistungen für Menschen mit
Nierenerkrankungen (auf Basis der veröffentlichten
Umsatzerlöse und der Anzahl der behandelten
Patient*innen). Wir bieten Dialyse und damit verbundene
Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen
sowie andere Gesundheitsdienstleistungen an. Wir
entwickeln, produzieren und vertreiben zudem eine breite
Palette an Gesundheitsprodukten. Unsere Gesundheitsprodukte
umfassen Hämodialysegeräte, Cycler für die
Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die
Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie
Granulate für die Hämodialyse,
Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von
chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen
sowie Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen und
für die Apherese-Therapie. Wir versorgen
Dialysekliniken, die wir besitzen, betreiben oder leiten,
mit einer breiten Produktpalette und verkaufen zudem
Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Wir
verkaufen unsere Gesundheitsprodukte an Kunden in rund 140
Ländern und setzen sie auch bei unseren eigenen
Gesundheitsdienstleistungen ein. Unser Dialysegeschäft
ist folglich vertikal integriert. Unsere anderen
Gesundheitsdienstleistungen beinhalten wert- und
risikobasierte Versorgungsprogramme, die Distribution
verschreibungspflichtiger Arzneimittel,
Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der
Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in
ambulanten Operationszentren, nephrologische
Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches
Fachpersonal und ambulante Behandlungen. Wir schätzen,
dass die Bereitstellung von Dialysedienstleistungen und der
Vertrieb von Dialyseprodukten einen weltweiten Markt von
etwa 81 MRD € im Geschäftsjahr 2023 darstellte.
Der Zuwachs von Dialysepatient*innen wird durch Faktoren
wie die demographischen Veränderungen und die
steigende Lebenserwartung sowie den Mangel an
Spenderorganen für Nierentransplantationen verursacht.
Darüber hinaus tragen ein steigendes Aufkommen von
Niereninsuffizienz, Diabetes, Bluthochdruck und anderen
Krankheiten, welche häufig zu einem chronischen
Nierenversagen führen, zu einem steigenden
Patientenaufkommen bei. Auch eine bessere Behandlung und
eine höhere Überlebensrate der von diesen
Erkrankungen betroffenen Patient*innen, Verbesserungen bei
der Behandlungsqualität, neue Medikamente und
Produkttechnologien, durch die das Leben der Behandelten
verlängert wird, und die sich verbessernden
Lebensstandards in den Entwicklungsländern, durch die
lebensrettende Dialysebehandlungen verfügbar werden,
haben einen Einfluss auf das Patientenwachstum. Zudem
engagieren wir uns in verschiedenen Bereichen der Forschung
zu therapeutischen Gesundheitsprodukten.
Als globales Unternehmen für
Gesundheitsdienstleistungen und -produkte stehen wir vor
der Herausforderung, den Bedürfnissen einer
großen Bandbreite an Interessengruppen wie
Patient*innen, Kunden, Versicherern, Aufsichtsbehörden
und Gesetzgebern in vielen unterschiedlichen
wirtschaftlichen Umfeldern und Gesundheitssystemen gerecht
zu werden. Im Allgemeinen kommen staatlich finanzierte
Programme (in manchen Ländern in Kooperation mit
privaten Versicherern) für bestimmte an ihre
Bürger erbrachte Gesundheitsleistungen und
-dienstleistungen auf. Nicht alle Gesundheitssysteme decken
die Zahlungen für Dialysebehandlungen ab. Daher
beeinflussen die Erstattungssysteme sowie das Umfeld
für die Verordnung von Zusatzdienstleistungen
verschiedener Länder unser Geschäft erheblich.
Unser Geschäft ist Konjunkturzyklen in relativ
geringem Maße unterworfen. Dadurch unterscheiden wir
uns beispielsweise von Konsumgüterherstellern, die
einer eher zyklischen Produktnachfrage unterliegen.
Beeinflusst wird unser Geschäft vielmehr von staatlich
festgelegten Vergütungssystemen und
Erstattungssätzen. Die Dialyse ist eine
lebensnotwendige medizinische Dienstleistung, deren Kosten
deshalb in der Regel vom zuständigen Gesundheitssystem
getragen werden.
Wesentliche Erstattungsentwicklungen in den USAEin Großteil der von uns erbrachten
Gesundheitsdienstleistungen wird von staatlichen
Institutionen bezahlt. Etwa 26% der Umsatzerlöse des
Konzerns in den ersten neun Monaten 2024 resultierten aus
den Erstattungen von staatlich finanzierten
US-Gesundheitsprogrammen wie Medicare und Medicaid, deren
Erstattungssätze durch die CMS festgelegt werden.
Gesetzesänderungen können die
Erstattungssätze für einen erheblichen Teil
unserer Dienstleistungen betreffen. Beeinflusst wurde die
Stabilität der Erstattungssätze in den USA durch
(i) ein Pauschalvergütungssystem für
Patient*innen mit terminaler Niereninsuffizienz (PVS), (ii)
die pauschalen Ausgabenkürzungen des US-Haushalts
bezüglich der Zahlungen an Medicare-Dienstleister, im
Folgenden die "Kürzungen des US-Haushalts" und (iii)
die stufenweise Kürzung des PVS-Erstattungssatzes zur
Berücksichtigung der gesunkenen Verordnungen
bestimmter Medikamente und Biopharmazeutika für
Dialysebehandlungen durch das "American Taxpayer Relief Act
of 2012-Gesetz" (ATRA) einschließlich der
späteren Änderungen durch das "Protecting Access
to Medicare Act of 2014-Gesetz" (PAMA). Nachstehend werden
diese und weitere Entwicklungen im Bereich der Gesetzgebung
ausführlicher dargestellt:
scrollen
Derzeit bestehen beträchtliche Unsicherheiten
hinsichtlich möglicher zukünftiger
Änderungen der Regulierung des Gesundheitswesens, auch
in Bezug auf die Regulierung der Erstattung für
Dialysedienstleistungen. Infolge des Drucks zur Senkung der
Gesundheitskosten sind die staatlichen
Erstattungssätze in den USA in der Vergangenheit nur
in begrenztem Umfang gestiegen, und es wird erwartet, dass
dies auch weiterhin der Fall sein wird. Ein erheblicher
Rückgang der Erstattungen im Rahmen von Medicare,
privaten Versicherungen oder Medicare-Advantage-Plänen
oder beim Zugang von Patient*innen zu
Versicherungsplänen privater Versicherer oder
Medicare-Advantage-Plänen könnte jedoch
wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unser
Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und, da die
Nachfrage nach Dialyseprodukten von der Medicare-Erstattung
beeinflusst wird, auf unser Produktgeschäft haben.
Soweit Erhöhungen der Betriebskosten, die von der
Inflation betroffen sind, wie zum Beispiel Lohn- und
Beschaffungskosten, nicht vollständig durch eine
entsprechende Erhöhung der Erstattungssätze
ausgeglichen würden, hätte dies nachteilige
Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere
Ertragslage. Darüber hinaus erleichtert das
Marietta-Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA es den
Gesundheitsplänen, die Leistungen für
Medicare-berechtigte Patient*innen mit terminaler
Niereninsuffizienz so zu gestalten, dass private
Krankenversicherungen für Personen mit terminaler
Niereninsuffizienz vergleichsweise unattraktiver und
Medicare vergleichsweise attraktiver werden. Das
Marietta-Urteil könnte auch dazu führen, dass
bestimmte betriebliche Gesundheitspläne die Leistungen
für die Dialyse reduzieren, was, je nach Anzahl der
betroffenen Patient*innen, wesentliche und nachteilige
Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und
Ertragslage haben könnte. Im Dezember 2023 brachte
eine parteiübergreifende Gruppe von sechs Mitgliedern
des Repräsentantenhauses erneut das "Restore
Protections for Dialysis Patients Act-Gesetz" (H.R. 6860)
ein, das sich mit der Marietta-Entscheidung befasst. Der
Gesetzentwurf enthält aktualisierte Formulierungen,
die das Verständnis des Medicare-Zusatzzahler-Gesetzes
(Medicare Secondary Payer Act) vor der
Marietta-Entscheidung wiederherstellen und sicherstellen
würden, dass Patient*innen nicht aufgrund ihrer
Dialysebedürftigkeit diskriminiert werden können.
Im September 2024 wurde ein entsprechender Gesetzentwurf
auf parteiübergreifender Basis in den US-Senat
eingebracht (S. 5018). Da die Erstattungssätze von
Medicare und Medicaid in der Regel geringer sind als die
Erstattungssätze, die von privaten Versicherern
gezahlt werden, könnte eine Verlagerung von privat
versicherten Patient*innen zu Medicare und Medicaid im Jahr
2024 und darüber hinaus wesentliche nachteilige
Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und
Ertragslage haben. Es kann nicht garantiert werden, dass
dieser Vorschlag oder ein anderes Gesetz bezüglich der
Marietta-Entscheidung verabschiedet werden. Weitergehende
Informationen zu aufsichtsrechtlichen Angelegenheiten sind
im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt
"Gesundheitsreformen" im Konzernlagebericht des
Geschäftsberichts 2023 enthalten.
Zusätzliche Informationen sind außerdem im
Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Risiken"
im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023
enthalten.
Prämien-HilfsprogrammDas Betreiben wohltätiger
Prämien-Hilfsprogramme, wie das des American Kidney
Fund (AKF), hat in den vergangenen Jahren zunehmende
Aufmerksamkeit der CMS und der Versicherungsaufsicht und
Gesetzgeber auf Bundesstaatenebene erhalten. Das Ergebnis
dessen könnte ein regulatorischer Rechtsrahmen sein,
der sich vom derzeitigen Rahmen unterscheidet oder von
Bundesstaat zu Bundesstaat variiert. Auch wenn die CMS oder
staatliche Regierungsbehörden und Gesetzgeber keine
Maßnahmen ergreifen, um den Zugang der Patient*innen
zu Prämien-Hilfsprogrammen einzuschränken,
könnten Versicherer wahrscheinlich ihre
Bemühungen fortsetzen, Prämienzahlungen durch
Prämien-Hilfsprogramme an unsere Patient*innen
einzuschränken. Sollte dies in einem für unsere
US-Geschäftstätigkeit wesentlichen Bereich oder
Umfang gelingen, hätte dies wesentliche nachteilige
Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere
Ertragslage.
Mit AB290 wurde in Kalifornien (USA) ein solches Gesetz
erlassen. Nach der Verabschiedung haben wir zusammen mit
anderen Anbietern und dem AKF die Gültigkeit des
Gesetzes gerichtlich angefochten. Jane Doe, et al. v.
Xavier Becerra, et al., 8:19-cv-02105, U.S. District Court
for the Central District of California, Southern Division.
Im Dezember 2019 erließ das Gericht eine einstweilige
Verfügung zur Aussetzung der Umsetzung des Gesetzes.
Am 9. Januar 2024 erließ das Gericht ein Urteil im
Schnellverfahren, in dem es unter anderem die Bestimmungen
bestätigte, die die Erstattung an Anbieter, die an den
AKF spenden, einschränken, wenn sich diese Erstattung
auf Dienstleistungen für Patient*innen bezieht, die
vom AKF unterstützt werden. Am 9. Mai 2024
erließ das Gericht ein endgültiges Urteil,
setzte dessen Vollstreckung jedoch aus, während die
Parteien Berufung einlegten.
"Executive Order" für neue ErstattungsmodelleAm 10. Juli 2019 wurde in den USA eine Verordnung
(Executive Order) zur Förderung der Nierengesundheit
unterzeichnet. Die Verordnung sieht unter anderem die
Entwicklung neuer Medicare-Erstattungsmodelle durch den
US-Gesundheitsminister vor, welche eine frühere
Erkennung und Behandlung von Nierenerkrankungen sowie den
Ausbau von Heimdialysebehandlungen und Transplantationen
fördern sollen. Eines dieser Modelle, das ETC-Modell,
ist ein verpflichtendes Modell, das finanzielle Anreize
für Heimdialysebehandlung und Nierentransplantationen
schafft. Die Regelung für dieses Modell, die am 29.
September 2020 finalisiert wurde, sieht für das Modell
eine Laufzeit bis Juni 2027 vor, mit Start im Januar 2021.
Im Rahmen des Modells werden für einen Zeitraum von
sechseinhalb Jahren sowohl positive wie negative
Anpassungen von durch ärztliches Fachpersonal und
Dialyseeinrichtungen beantragten Erstattungen für
bestimmte Medicare-Heimdialysebehandlungen vorgenommen. Die
Teilnehmer an diesem Modell basieren auf einer
zufälligen Auswahl von 30% der Versorgungsgebiete der
Krankenhäuser. Zum 30. September 2024 gehören 979
unserer US-Dialyseeinrichtungen (etwa 35% unserer
US-Dialyseeinrichtungen) zur zufälligen Auswahl der
Versorgungsgebiete der Krankenhäuser und befinden sich
damit in den Bereichen, die für die Teilnahme an dem
Modell ausgewählt wurden. Seit Januar 2021 wurden
für die ersten drei Jahre des Modells
ausschließlich Zuschlagszahlungen für
Heimdialysebehandlungen (Home Dialysis Payment Adjustment -
HDPA) geleistet. Diese verringern sich von anfänglich
3% im ersten HDPA-Zahlungsjahr auf 2% im zweiten
HDPA-Zahlungsjahr sowie 1% im letzten HDPA-Zahlungsjahr.
Zudem beinhaltet das Modell ab Juli 2022 eine
leistungsabhängige Erstattungsanpassung (Performance
Payment Adjustment - PPA). Die PPA-Zahlungen ergeben sich
aus einer kombinierten Berechnung aus Heimdialyse-
(Heimdialyse, Selbstdialyse und nächtliche
stationäre Dialyse) und Transplantationsquoten
(Lebendspender-Transplantationen und Warteliste für
Transplantate) auf der Grundlage der historischen Leistung
eines Teilnehmers beziehungsweise von zunehmend gewichteten
Vergleichsdaten aus geographisch ähnlichen Gebieten.
Die CMS verwenden bei der PPA-Bewertung einen zweistufigen
Ansatz zur Schichtung von Teilnehmern mit einem hohen
Anteil an Leistungsempfängern, die doppelt
anspruchsberechtigt, sowohl für Medicare als auch
für Medicaid, oder Bezieher von
Niedrigeinkommenssubventionen sind. Mögliche
PPA-Zahlungen erhöhen sich im Zeitablauf und werden im
ersten PPA-Erstattungsjahr (beginnend ab Juli 2022)
zwischen (5%) und 4% für ärztliches Fachpersonal
und Einrichtungen betragen und im letzten
PPA-Erstattungsjahr (endend im Juni 2027) auf zwischen (9%)
und 8% für ärztliches Fachpersonal sowie auf
zwischen (10%) und 8% für Einrichtungen steigen.
Am 31. Oktober 2022 finalisierten die CMS Verbesserungen
des ETC-Modells. Diese beinhalten unter anderem eine
Änderung zur Verbesserung der Bewertungsmethodik und
eine Änderung der Anforderungen in Bezug auf die
Flexibilität bei der Erbringung und Abrechnung von
Patientenschulungsleistungen für Nierenerkrankungen im
Rahmen des ETC-Modells. Die CMS haben zudem ihre Absicht
erörtert, Leistungsdaten auf Teilnehmerebene zu
veröffentlichen. Diese Änderungen führten
nicht zu zusätzlichen geschätzten Einsparungen
für das Medicare-Programm. Zum jetzigen Zeitpunkt
haben unsere Erstattungsanpassungen im Rahmen des
ETC-Modells zu einer positiven Nettoanpassung geführt.
Im Oktober 2024 veröffentlichten die CMS die
Leistungsergebnisse für die Teilnehmer im Jahr 2022,
nach denen sich die von Interwell Health, unserer
Tochtergesellschaft für wert- und risikobasierte
Versorgung, organisierten KCEs mehrheitlich bei
verschiedenen Qualitätskennzahlen als besonders
leistungsfähig qualifizierten.
Gemäß der Verordnung kündigte der
Gesundheitsminister zudem die freiwilligen
Erstattungsmodelle "Kidney Care First" (KCF) und CKCC
("graduated", "professional" und "global"), die auf dem
bestehenden UV-Modell aufbauen sollen, an. Diese
freiwilligen Modelle schaffen finanzielle Anreize für
Gesundheitsdienstleister, die Versorgung von
Medicare-Leistungsempfängern mit chronischen
Nierenerkrankungen der Stufen 4 und 5 oder mit chronischem
Nierenversagen zu koordinieren, den Dialysebeginn
hinauszuzögern, und Anreize für
Nierentransplantationen zu bieten. Bei den freiwilligen
Modellen können Gesundheitsdienstleister durch die
Bildung einer sogenannten Kidney Care Entity (KCE)
unterschiedliche finanzielle Risikoumfänge eingehen.
Zwei Optionen, das "global" und das "professional"
CKCC-Modell, erlauben es Gesundheitsdienstleistern im
Bereich der Nierengesundheit, ein Risiko sowohl positiver
als auch negativer finanzieller Abweichungen einzugehen.
Eine dritte Option, das "graduated" CKCC-Modell, ist auf
die Annahme potenzieller positiver Abweichungen
beschränkt, steht KCEs, denen große
Dialyseorganisationen wie die Gesellschaft angehören,
jedoch nicht zur Verfügung. Im Rahmen des "global"
Modells trägt die KCE das Risiko für 100% der
Gesamtversorgungskosten von Medicare-Teil-A- und
B-Leistungen für entsprechende
Leistungsempfänger. Im "professional" Modell
übernimmt die KCE das Risiko für 50% dieser
Gesamtkosten. Die Anträge für die freiwilligen
Modelle wurden im Januar 2020 eingereicht. Wir haben 25
CKCC-Anträge zur Teilnahme am "professional" Modell
eingereicht und waren in vier weiteren CKCC-Anträgen
von Nephrologen vertreten. Alle 29 KCE-Anträge wurden
im Juni 2020 angenommen. Von den 29 angenommenen
Anträgen haben 28 KCEs beschlossen, an der am 15.
Oktober 2020 gestarteten Implementierungsphase
teilzunehmen, welche eine Anlaufphase bot, in der die KCE
keinem finanziellen Risiko ausgesetzt ist. Wir haben am 1.
Januar 2022 mit der Teilnahme am ersten Leistungsjahr des
CKCC-Modells begonnen; ab diesem Zeitpunkt übernimmt
jedes teilnehmende Unternehmen das finanzielle Risiko. Von
den 28 KCEs, die innerhalb der Umsetzungsfrist teilnahmen,
haben wir 20 KCEs im ersten Leistungsjahr
weitergeführt. Das CKCC-Modell wird voraussichtlich
bis 2026 in Kraft bleiben. Für das zweite
Leistungsjahr im CKCC-Modell haben wir 4 zusätzliche
CKCC-Anträge eingereicht (3 im Rahmen der Option
"professional" und ein Antrag im Rahmen der Option
"global") und waren auch in einem weiteren CKCC-Antrag
vertreten, der von Nephrologen im Rahmen der Option
"global" eingereicht wurde. Alle 5 Anträge wurden
angenommen, wenngleich wir den CMS mitgeteilt haben, dass
wir einen dieser Anträge nicht weiterverfolgen werden.
Diese neu akzeptierten KCEs übernahmen ab dem 1.
Januar 2023 ein finanzielles Risiko. Stand September 2024
waren etwa 54.000 Patient*innen auf KCEs ausgerichtet, an
denen wir beteiligt waren.
KonzernstrukturFür eine Beschreibung unserer Struktur,
insbesondere in Bezug auf unsere Geschäftssegmente,
siehe unsere obigen Erläuterungen sowie Anmerkung 13
im Konzernanhang.
II. Erläuterung von KennzahlenNicht-IFRS-KennzahlenBestimmte der nachfolgend dargestellten finanziellen
Kenngrößen und andere in diesem Bericht
verwendete finanzielle Informationen sowie
Erläuterungen und Analysen enthalten
Kenngrößen, die nicht gemäß
IFRS®-Rechnungslegungsstandards definiert sind
(Nicht-IFRS-Kennzahlen). Wir halten diese Informationen,
neben vergleichbaren finanziellen
IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kenngrößen,
für unsere Investoren für nützlich, da sie
eine Grundlage für die Messung unserer Leistung,
Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der
erfolgsabhängigen Vergütung, der Einhaltung von
Auflagen und verbesserten Transparenz sowie
Vergleichbarkeit unserer Ergebnisse darstellen. Diese
Nicht-IFRS-Kennzahlen sollen nicht als Ersatz für nach
IFRS-Rechnungslegungsstandards dargestellte
Finanzinformationen betrachtet oder interpretiert werden.
Konstante Wechselkurse (Nicht-IFRS-Kennzahl)Unsere Darstellung von manchen in diesem Bericht
verwendeten finanziellen Kenngrößen, etwa die
Entwicklung der Umsatzerlöse, des operativen
Ergebnisses und des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf
die Anteilseigner der FME AG entfällt), wird durch die
Entwicklung der Wechselkurse beeinflusst. In unseren
Veröffentlichungen berechnen und präsentieren wir
diese Finanzkennzahlen sowohl nach
IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten
Wechselkursen, um die Entwicklung dieser
Kenngrößen und anderer Positionen ohne
periodische Wechselkursschwankungen darzustellen.
Gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards werden die
in lokaler (das heißt Nicht-Euro-)Währung
generierten Beträge zum Durchschnittskurs der
jeweiligen Berichtsperiode in Euro umgerechnet. Nach der
Umrechnung zu konstanten Wechselkursen berechnen wir dann
die Veränderung in Prozent aus den Beträgen der
laufenden Periode zu Wechselkursen des Vorjahres im
Vergleich zu den Beträgen des Vorjahres. Dieser
Prozentsatz ist eine Nicht-IFRS-Finanzkennzahl, die sich
auf die Änderung als einen Prozentsatz zu konstanten
Wechselkursen bezieht. Die währungsbereinigten
Finanzkennzahlen werden mit dem Begriff "zu konstanten
Wechselkursen" kenntlich gemacht.
Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen
werden sowohl gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten
Wechselkursen dargestellt. Jeder dieser Indikatoren, die zu
konstanten Wechselkursen dargestellt werden, wird als
Nicht-IFRS-Kennzahl betrachtet. Im Rahmen der
Vorstandsvergütung werden diese Kenngrößen
auch mit den bei der Festlegung der Vergütungsziele
mit Anreizwirkung verwendeten Wechselkursen bewertet.
Wir sind der Ansicht, dass Kennzahlen zu konstanten
Wechselkursen für Investoren, Kreditgeber und andere
Gläubiger von Nutzen sind, da diese Informationen
ihnen ermöglichen, den Einfluss von
Wechselkursschwankungen auf unsere Umsatzerlöse, unser
operatives Ergebnis, das Konzernergebnis und auf andere
Positionen im Periodenvergleich zu beurteilen. Darüber
hinaus wird für unsere Vergütungspläne mit
langfristiger Anreizwirkung die Erreichung bestimmter
Zielvorgaben anhand des zu konstanten Wechselkursen
ermittelten Wachstums der Umsatzerlöse und des
Konzernergebnisses gemessen. Wir verwenden die Entwicklung
zu konstanten Wechselkursen im Periodenvergleich dennoch
nur als Maß für den Einfluss von
Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung fremder
Währung in Euro. Wir bewerten unsere Ergebnisse und
Leistungen immer unter Einbeziehung:
1. der Entwicklung der Werte für die
Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das
Konzernergebnis und andere Positionen gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards gegenüber dem
Vergleichszeitraum sowie
2. der Entwicklung der entsprechend ermittelten Werte zu
konstanten Wechselkursen.
Wir empfehlen den Leser*innen des Berichts, diese
Kennzahlen nicht isoliert zu betrachten, sondern im
Zusammenhang mit den Veränderungen der
Umsatzerlöse, des operativen Ergebnisses, des
Konzernergebnisses und anderer Positionen, die
gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelt
wurden, zu würdigen. Wir stellen die jeweilige
Wachstumsrate der entsprechenden Nicht-IFRS-Kennzahlen der
jeweiligen Wachstumsrate von
IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahlen wie
Umsatzerlöse, operatives Ergebnis, Konzernergebnis und
andere Positionen gegenüber. Da die Überleitung
der Nicht-IFRS-Finanzkennzahlen zu den gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelten Finanzkennzahlen
im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage" enthalten ist, sind wir der Meinung,
dass eine separate Überleitungsrechnung keinen
zusätzlichen Nutzen bieten würde.
Kenngrößen auf Basis des AusblicksDie bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen
werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens,
einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu
konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen.
Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten
finanziellen Kenngrößen in der externen
Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen
ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die
Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu
erhöhen. Sondereffekte sind Effekte, die in ihrer Art
ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung
des Ausblicks nicht vorhersehbar waren beziehungsweise
deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.
Bei der Darstellung der erwarteten
Geschäftsentwicklung in unserem Ausblick werden
Sondereffekte daher nicht berücksichtigt. Die
Darstellung unserer Ergebnisse ohne Sondereffekte
gewährleistet die Vergleichbarkeit der dargestellten
Zahlen mit den finanziellen Zielen der Gesellschaft, die
ohne Sondereffekte definiert wurden.
In den ersten neun Monaten 2024 und 2023 haben wir die
Aufwendungen für das Programm FME25, die
Neubewertungen von Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten
sowie die Auswirkungen der Optimierung des
Bestandsportfolios (jeweils unten definiert) als
Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den
dargestellten Kennzahlen den Leser*innen weitere für
die Beurteilung unserer operativen Entwicklung
nützliche Zusatzinformationen bietet. Diese Ergebnisse
zu konstanten Wechselkursen auf Basis des Ausblicks werden
im Rahmen der Erläuterung zur Ertragslage ebenso wie
Überleitungen der Kenngrößen für den
Konzernabschluss gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards auf die
Kenngrößen zu konstanten Wechselkursen auf Basis
des Ausblicks dargestellt. Diese Ergebnisse zu konstanten
Wechselkursen auf Basis des Ausblicks sind lediglich als
Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen
gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu
betrachten.
Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)Die Rendite auf das investierte Kapital (Return on
Invested Capital, ROIC) bezieht das operative Ergebnis der
letzten zwölf Monate nach angepassten Ertragsteuern
(Net Operating Profit After Tax, NOPAT) auf das
durchschnittlich investierte Kapital der letzten fünf
Quartalsstichtage, jeweils angepasst um in den letzten
zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und
Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO
€ übersteigt, im Einklang mit den jeweiligen
Anpassungen, die wie unten beschrieben bei der Ermittlung
des angepassten EBITDA (Earnings before Interest, Taxes,
Depreciation and Amortization - Ergebnis vor Zinsen,
Ertragsteuern und Abschreibungen) vorgenommen wurden (siehe
"Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)").
Darüber hinaus bereinigen wir den ROIC um die
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung des
Bestandsportfolios, die in den letzten zwölf Monaten
entstanden sind, um die Vergleichbarkeit der Finanzzahlen,
die bestimmten Leistungszielen für die
Vorstandsvergütung zugrunde liegen, mit der operativen
Leistung der Gesellschaft zu erhöhen und die
tatsächliche Leistung der Vorstandsmitglieder
angemessen zu würdigen. Der ROIC gibt Auskunft
darüber, wie effizient wir mit dem zur Verfügung
stehenden Kapital arbeiten beziehungsweise wie effizient
der Kapitaleinsatz für Investitionsvorhaben ist.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Überleitung
des durchschnittlich investierten Kapitals ausgehend von
der Summe der Vermögenswerte, die wir als
vergleichbarste
IFRS-Rechnungslegungsstandards-Finanzkennzahl ansehen,
sowie die Ermittlung des ROIC:
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)scrollen
Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROICscrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)scrollen
Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)scrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)scrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)scrollen
Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROICscrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)scrollen
(1) Enthält Beträge im Zusammenhang
mit Vermögenswerten und zugehörigen
Verbindlichkeiten, die als zur Veräußerung
gehalten klassifiziert werden (siehe Anmerkung 2 im
Konzernanhang).
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der UmsatzerlöseUnsere Konzern-Kapitalflussrechnung ermöglicht
einen Einblick, auf welche Weise wir Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente (Cash Flow) erwirtschaftet
und wie wir diese verwendet haben. In Verbindung mit
unseren übrigen Hauptbestandteilen des
Konzernzwischenabschlusses liefert die
Konzern-Kapitalflussrechnung Informationen, die helfen, die
Änderungen unseres Reinvermögens und unserer
Finanzstruktur (einschließlich Liquidität und
Solvenz) bewerten zu können. Anhand des Cash Flows aus
betrieblicher Geschäftstätigkeit kann beurteilt
werden, ob ein Unternehmen die finanziellen Mittel
eigenständig erwirtschaften kann, die zur Finanzierung
von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen benötigt
werden. Der Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit wird durch die
Rentabilität unseres Geschäfts und die
Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, insbesondere des
Forderungsbestands, beeinflusst. Aus der Kennzahl Cash Flow
aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent
der Umsatzerlöse lässt sich erkennen, wie viel
Prozent der Umsatzerlöse in Form von finanziellen
Mitteln zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl ist ein
Indikator für die operative Finanzierungskraft unseres
Konzerns.
Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)Der Free Cash Flow (den wir als Cash Flow aus
betrieblicher Geschäftstätigkeit nach
Investitionen in Sachanlagen und aktivierten
Entwicklungskosten, vor Akquisitionen und Beteiligungen
definieren) ist der frei verfügbare Cash Flow,
einschließlich des Cash Flows, der gewissen
Restriktionen des Verwendungszwecks unterliegen mag. Der
Free Cash Flow in Prozent der Umsatzerlöse ist ein
Indikator, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für
Akquisitionen und Beteiligungen, für die Dividenden an
die Aktionäre, für die Schuldentilgung und
Verringerung der Fremdfinanzierung oder für
Aktienrückkäufe zur Verfügung stehen.
Die Darstellung der Cash Flow bezogenen finanziellen
Leistungsindikatoren in den ersten neun Monaten 2024 und
2023 und eine Überleitung des Free Cash Flows
beziehungsweise des Free Cash Flows in Prozent der
Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow
aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent
der Umsatzerlöse sind im Abschnitt III. "Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage - Finanzlage -
Liquiditätsquellen" zu finden.
Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)Der Netto-Verschuldungsgrad ist ein finanzieller
Leistungsindikator für das Kapitalmanagement.
Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen
Mittel (Netto-Verschuldung beziehungsweise Net Debt) und
EBITDA werden zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so
den Netto-Verschuldungsgrad zu bestimmen. Dabei wird das
EBITDA um folgende Sachverhalte angepasst:
scrollen
Das Verhältnis ist ein Indikator dafür, wie
lange es dauert, die Netto-Verschuldung aus eigenen Mitteln
zu tilgen. Nach unserer Auffassung liefert der
Netto-Verschuldungsgrad, ergänzend zur absoluten
Höhe unserer Verschuldung, alternative Informationen,
die der Vorstand der persönlich haftenden
Gesellschafterin als nützlich erachtet, um zu
beurteilen, ob wir in der Lage sind, unseren
Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Wir haben eine starke
Marktposition in globalen, wachsenden und
größtenteils nichtzyklischen Märkten. Zudem
verfügen die meisten Kunden über eine hohe
Kreditqualität, da die Dialysebranche durch stabile
Cash Flows gekennzeichnet ist. Wir sind der Meinung, dass
wir dadurch mit einem angemessenen Anteil an Fremdkapital
arbeiten können.
Für unsere selbst gesetzte Zielspanne und für
die Berechnung des Netto-Verschuldungsgrads zum 30.
September 2024 und 31. Dezember 2023 siehe im Abschnitt
III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Finanzlage
- Liquiditätsquellen".
III. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageWesentliche EreignisseDie folgenden Sachverhalte stellen bemerkenswerte
Auswirkungen oder Trends in unserem Geschäft und /
oder unserer Branche im 3. Quartal und in den ersten neun
Monaten 2024 dar:
Optimierung des BestandsportfoliosWie oben dargestellt überprüfen wir derzeit
unser Geschäftsportfolio, insbesondere im Hinblick auf
den Ausstieg aus nicht nachhaltigen Märkten und der
Veräußerung von
Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie die Einstellung
bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine
stringente Kapitalallokation auf Bereiche in unserem
Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein
höheres profitables Wachstum erwartet wird. Im 3.
Quartal und in den ersten neun Monaten 2024 umfassen die
Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios
hauptsächlich die Bestandteile, die oben in Punkt iv.
unter "Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)"
beschrieben sind (siehe Anmerkung 2 im Konzernanhang).
Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios
resultierten in einem positiven Effekt auf das operative
Ergebnis in Höhe von 17 MIO € im 3. Quartal 2024
(3. Quartal 2023: negativer Effekt in Höhe von 53 MIO
€) und in einem negativen Effekt auf das operative
Ergebnis in Höhe von 141 MIO € in den ersten neun
Monaten 2024 (in den ersten neun Monaten 2023: negativer
Effekt in Höhe von 147 MIO €).
Programm FME25Die Aufwendungen für das Programm FME25 wirkten
sich negativ auf das operative Ergebnis aus; der Effekt
beläuft sich auf 39 MIO € im 3. Quartal 2024 (3.
Quartal 2023: 49 MIO €) und 107 MIO € in den
ersten neun Monaten 2024 (in den ersten neun Monaten 2023:
100 MIO €). Die wiederkehrenden Einsparungen aus dem
Programm FME25 beliefen sich im 3. Quartal 2024 auf 161 MIO
€ (3. Quartal 2023: 97 MIO €) und 405 MIO €
in den ersten neun Monaten 2024 (in den ersten neun Monaten
2023: 232 MIO €).
In der nachstehenden Erläuterung unserer Ergebnisse
für das 3. Quartal 2024 im Vergleich zum 3. Quartal
2023 und für die ersten neun Monate 2024 im Vergleich
zu den ersten neun Monaten 2023 werden die Auswirkungen der
Kosten und Einsparungen aus dem Programm FME25 netto
dargestellt.
Externer Cyber-VorfallAm 21. Februar 2024 wurde einer unserer externen
Dienstleister Opfer eines Cyberangriffs, der zur
Abschaltung seiner Systeme führte (externer
Cyber-Vorfall). Da dieser externe Dienstleister eine Reihe
von finanziellen Abrechnungsdienstleistungen für uns
erbrachte, führte der Cyberangriff auf seine Systeme
zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von Forderungen,
die sich auf unseren Konzernabschluss auswirkten und in
erster Linie den Forderungsbestand und den Cash Flow
beeinträchtigten. Zum 30. September 2024 sind die
Auswirkungen des externen Cyber-Vorfalls weitestgehend
ausgeklungen und nicht mehr wesentlich. Für weitere
Informationen siehe Anmerkung 1 im Konzernanhang.
Andere TrendsWir sind weiterhin mit signifikanten Herausforderungen
auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert, die zu deutlich
höheren Kosten führten. Zwar gibt es Anzeichen
für eine Stabilisierung des Arbeitsmarkts, doch werden
diese Herausforderungen voraussichtlich auch im Jahr 2024
anhalten, auch wenn wir Investitionen in unsere
Beschäftigten tätigen. Außerdem sank die
Anzahl der Behandlungen in den ersten neun Monaten 2024
insgesamt im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2023, im
Wesentlichen da sich die Veräußerungen im
Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios
negativ auf die Gesamtbehandlungszahlen auswirkten.
Speziell in den USA wurden die Behandlungsvolumina durch
die Kündigung weniger profitabler Verträge in der
Akutversorgung negativ beeinflusst, was im 3. Quartal und
in den ersten neun Monaten 2024 zu einem Rückgang des
organischen Behandlungswachstums (wie unten definiert) um
jeweils 0,2% beitrug, zusätzlich zu den oben genannten
Auswirkungen der Veräußerungen, wie in den
Erläuterungen zu unseren konsolidierten
Umsatzerlösen und operativen Segmentergebnissen sowie
in den Tabellen unter "Bedeutsamste finanzielle
Kenngrößen" unten angegeben.
Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios
und die Aufwendungen für das Programm FME25 werden als
Sondereffekte behandelt.
Die folgenden Abschnitte fassen unsere konsolidierte
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie die
Steuerungsgrößen nach Berichtssegment und
Zentralbereichen für die angegebenen Zeiträume
zusammen. Wir haben die Informationen in der gleichen Art
und Weise und auf der gleichen Basis aufbereitet, wie unser
Management intern finanzielle Informationen zur
Unterstützung operativer Entscheidungen und zur
Beurteilung der Leistung der Unternehmensführung
verarbeitet.
ErtragslageDie Umsatzerlöse und das operative Ergebnis, die in
Ländern außerhalb der Eurozone erwirtschaftet
werden, unterliegen Währungsschwankungen. Da ein
erheblicher Teil unserer Geschäftstätigkeit auf
unser US-Geschäft entfällt, kann die Entwicklung
des Euro gegenüber dem US-Dollar einen wesentlichen
Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage haben und Wechselkurseffekte und
Währungsumrechnungseffekte sind in der nachstehenden
Erörterung unserer bedeutsamsten finanziellen
Kenngrößen und wichtigen finanziellen
Leistungsindikatoren enthalten.
3. Quartal 2024 im Vergleich zum 3. Quartal 2023Ertragslagescrollen
Bedeutsamste finanzielle KenngrößenDie folgenden Erläuterungen beziehen sich auf
unsere beiden Geschäfts- und Berichtssegmente und auf
die Zielgrößen, welche wir der Steuerung der
Segmente zugrunde legen. Für weitere Informationen
siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.
Umsatzerlösescrollen
scrollen
(1) Für weitere Informationen zu konstanten
Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".
KonzernDie Umsatzerlöse gingen im Vergleich zum 3. Quartal
2023 im Wesentlichen aufgrund eines Effekts aus
geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen
(hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des
Bestandsportfolios) und eines negativen
Währungsumrechnungseffekts zurück.
Gegenläufig wirkte organisches Wachstum sowohl in Care
Delivery als auch in Care Enablement.
Care DeliveryDer Rückgang der Umsatzerlöse in Care Delivery
im Vergleich zum 3. Quartal 2023 ergab sich aus einem
Effekt aus geschlossenen oder verkauften
Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang
mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einem
negativen Währungsumrechnungseffekt. Gegenläufig
wirkte organisches Wachstum. Das organische Wachstum wurde
durch die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme,
gestiegene Erstattungssätze und einen vorteilhaften
Kostenträger-Mix unterstützt. Gegenläufig
wirkten implizite Preiszugeständnisse. Zum 30.
September 2024 sank die Anzahl der Patient*innen, die in
Kliniken behandelt wurden, die wir besitzen oder betreiben,
in Care Delivery im Vergleich zum 30. September 2023, im
Wesentlichen aufgrund von Veräußerungen in
Verbindung mit der Optimierung des Bestandsportfolios. Die
Anzahl der Dialysebehandlungen im Segment Care Delivery
sank im Vergleich zum 3. Quartal 2023, im Wesentlichen
aufgrund von Klinikverkäufen und -schließungen
(hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des
Bestandsportfolios). Gegenläufig wirkte organisches
Behandlungswachstum. Im 3. Quartal 2024 eröffneten wir
9 Dialysekliniken und konsolidierten, schlossen oder
verkauften 34 Kliniken.
U.S.In den USA war der Rückgang der Umsatzerlöse
auf einen Effekt aus geschlossenen oder verkauften
Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang
mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einen
negativen Währungsumrechnungseffekt
zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein
Anstieg der Behandlungstage. Das organische Wachstum in den
USA wurde durch die wert- und risikobasierten
Versorgungsprogramme, einen allgemeinen Anstieg der
Behandlungsvolumina, gestiegene Erstattungssätze und
einen vorteilhaften Kostenträger-Mix unterstützt.
Gegenläufig wirkten höhere implizite
Preiszugeständnisse. In den USA stieg die Anzahl der
Patient*innen, die in Dialysekliniken behandelt wurden, die
wir besitzen oder betreiben, leicht auf 205.942 (30.
September 2023: 205.887). Die Anzahl der Behandlungen stieg
im 3. Quartal 2024 leicht auf 7.886.577 im Vergleich zu
7.855.731 im 3. Quartal 2023, da das organische
Behandlungswachstum durch die Kündigung weniger
profitabler Verträge in der Akutversorgung (-0,2%)
begrenzt wurde. In den USA besaßen oder betrieben wir
zum 30. September 2024 2.629 Dialysekliniken (30. September
2023: 2.617). Im 3. Quartal 2024 eröffneten wir 6
Dialysekliniken und konsolidierten, schlossen oder
verkauften 5 Kliniken.
InternationalIn unserem Geschäft außerhalb der USA
(International) war der Rückgang der Umsatzerlöse
auf einen Effekt aus geschlossenen oder verkauften
Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang
mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einen
negativen Währungsumrechnungseffekt
zurückzuführen. Gegenläufig wirkte
organisches Wachstum. In den Dialysekliniken, die wir in
International besitzen oder betreiben, wurden 102.274
Patient*innen behandelt, was einem Rückgang von 25%
(30. September 2023: 135.906) entspricht, im Wesentlichen
aufgrund von Veräußerungen im Zusammenhang mit
der Optimierung des Bestandsportfolios. Die Anzahl der
Behandlungen in International verringerte sich im 3.
Quartal 2024 um 23% auf 3.944.318 im Vergleich zu 5.138.460
im 3. Quartal 2023, was auf Klinikverkäufe und
-schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit
der Optimierung des Bestandsportfolios)
zurückzuführen war, die teilweise durch
organisches Behandlungswachstum ausgeglichen wurden.
International besaßen oder betrieben wir zum 30.
September 2024 1.103 Dialysekliniken (30. September 2023:
1.397). Im 3. Quartal 2024 eröffneten wir 3
Dialysekliniken und konsolidierten, schlossen oder
verkauften 29 Kliniken.
Care EnablementDie Umsatzerlöse in Care Enablement stiegen im
Vergleich zum 3. Quartal 2023 im Wesentlichen aufgrund von
höheren Umsatzerlösen aus Einwegprodukten
für die Zentrumsdialyse, Produkten für die
Akutdialyse, Produkten für die Heimhämodialyse
und Produkten für akutes Herz-Lungen-Versagen.
Gegenläufig wirkte ein negativer
Währungsumrechnungseffekt. Die Entwicklung war
überwiegend auf einen Anstieg der Absatzmengen
für unsere Produkte in allen unseren geographischen
Regionen zurückzuführen. Die Preisdynamik
außerhalb Chinas blieb positiv. In China wurde die
Preisgestaltung durch die Einführung der
mengenbasierten Beschaffung beeinträchtigt.
Operatives Ergebnisscrollen
KonzernDer Anstieg unseres operativen Ergebnisses war
weitgehend auf einen positiven Effekt aus
Geschäftswachstum, einen günstigen Effekt aus
Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25, einen positiven
Effekt aus der Optimierung des Bestandsportfolios und einen
günstigen Effekt aus dem Zeitpunkt von Einnahmen im
Zusammenhang mit einer Vereinbarung für bestimmte
Medikamente zurückzuführen. Gegenläufig
wirkten ein höherer Personalaufwand, ein negativer
Effekt aus wert- und risikobasierten Versorgungsprogrammen,
ungünstige Wechselkurseffekte, ein ungünstiger
Effekt aus der Bewertung von vPPAs und inflationsbedingte
Kostensteigerungen.
Care DeliveryDas operative Ergebnis in Care Delivery stieg im
Wesentlichen aufgrund eines positiven Effekts aus der
Optimierung des Bestandsportfolios, eines positiven Effekts
aus Geschäftswachstum und eines günstigen Effekts
aus dem Zeitpunkt von Einnahmen im Zusammenhang mit einer
Vereinbarung für bestimmte Medikamente.
Gegenläufig wirkten ein höherer Personalaufwand
und ein negativer Effekt aus wert- und risikobasierten
Versorgungsprogrammen.
Care EnablementDas operative Ergebnis in Care Enablement stieg im
Wesentlichen aufgrund von Nettoeinsparungen aus dem
Programm FME25 und eines positiven Effekts aus
Geschäftswachstum (bedingt durch positive Mengen- und
Preisentwicklungen, die teilweise durch die Einführung
der mengenbasierten Beschaffung in China ausgeglichen
wurden). Gegenläufig wirkten inflationsbedingte
Kostensteigerungen und ungünstige Wechselkurseffekte.
Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren und andere Faktoren, die zum Konzernergebnis beitragenDie Umsatzkosten gingen im Vergleich zum 3. Quartal 2023
zurück, im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls der
Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen der
Optimierung des Bestandsportfolios veräußerten
Geschäftsbereiche im Jahr 2024, geringerer Kosten im
Zusammenhang mit Geschäftswachstum, eines positiven
Währungsumrechnungseffekts und Nettoeinsparungen aus
dem Programm FME25. Gegenläufig wirkten höhere
Ausgaben für wert- und risikobasierte
Versorgungsprogramme (hauptsächlich im Zusammenhang
mit gestiegenen Mitgliederzahlen), höherer
Personalaufwand und inflationsbedingte Kostensteigerungen.
Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sanken
im 3. Quartal 2024 im Vergleich zum 3. Quartal 2023, im
Wesentlichen aufgrund von Nettoeinsparungen aus dem
Programm FME25.
Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten
war weitestgehend auf geringere Personalkosten für
Forschungs- und Entwicklungsprojekte und eine höhere
Aktivierung von Entwicklungskosten
zurückzuführen. Gegenläufig wirkten
verstärkte Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten.
Der Anstieg des Ergebnisses assoziierter Unternehmen war
im Wesentlichen auf höhere Erträge von VFMCRP
zurückzuführen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge war
im Wesentlichen auf einen günstigen Effekt aus dem
Zeitpunkt von Einnahmen im Zusammenhang mit einer
Vereinbarung für bestimmte Medikamente, höhere
Wechselkursgewinne, einen positiven Effekt aus den
Neubewertungen von Humacyte und die Auswirkungen der
Optimierung des Bestandsportfolios
zurückzuführen.
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen beruhte im Wesentlichen auf den günstigen
Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios und dem
Wegfall der Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen
der Optimierung des Bestandsportfolios
veräußerten Geschäftsbereiche im Jahr 2024.
Gegenläufig wirkten höhere Wechselkursverluste
und ein ungünstiger Effekt aus der Bewertung von
vPPAs.
Der Netto-Zinsaufwand sank um 7% von 89 MIO € auf
82 MIO €. Der Rückgang entstand im Wesentlichen
aus günstigen Effekten aus
Devisentermingeschäften und
Refinanzierungsaktivitäten. Gegenläufig wirkten
geringere Zinserträge aus Forderungen im Zusammenhang
mit Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund von
Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch
haben, und die negativen Auswirkungen des externen
Cyber-Vorfalls.
Der effektive Steuersatz sank auf 30,6% im 3. Quartal
2024 im Vergleich zu 37,6% im 3. Quartal 2023. Der
Rückgang entstand im Wesentlichen aus geringeren
Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit der
Auflösung bestimmter Wertminderungen und
Änderungen der Steuergesetze. Gegenläufig wirkten
ein negativer Effekt aus der Optimierung des
Bestandsportfolios und ein geringerer Anteil an
steuerfreien Erträgen, die den nicht beherrschenden
Anteilen zuzurechnen sind, im Vergleich zum Ergebnis vor
Ertragsteuern.
Das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnis
sank im 3. Quartal 2024 im Vergleich zum 3. Quartal 2023,
im Wesentlichen aufgrund von geringeren Erträgen von
Unternehmen, an denen wir zu weniger als 100% beteiligt
sind. Gegenläufig wirkten ein günstiger Effekt
aus der Optimierung des Bestandsportfolios und ein
positiver Währungsumrechnungseffekt.
Der Anstieg des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf
die Anteilseigner der FME AG entfällt) war der
Gesamteffekt der zuvor erläuterten Positionen.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg im 3.
Quartal 2024 im Vergleich zum 3. Quartal 2023 aufgrund des
zuvor beschriebenen Anstiegs des Konzernergebnisses. Die
Zahl der durchschnittlich im Berichtszeitraum ausstehenden
Aktien war zum 30. September 2024 mit 293,4 MIO im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert.
Zum 30. September 2024 beschäftigten wir 113.079
Personen (auf Basis der Gesamtbeschäftigtenzahl) (30.
September 2023: 123.106). Dieser Rückgang in Höhe
von 8% beruhte im Wesentlichen auf der
Veräußerung bestimmter Geschäftsbereiche im
Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios.
Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den KonzernDie bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen
werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens,
einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu
konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen.
Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten
finanziellen Kenngrößen in der externen
Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen
ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die
Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu
erhöhen.
Wir sind der Ansicht, dass die folgenden Ergebnisse auf
Basis des Ausblicks nur in Verbindung mit den oben
dargestellten Ergebnissen analysiert werden sollten. Im 3.
Quartal 2024 und 2023 haben wir die Aufwendungen für
das Programm FME25, die Neubewertungen von Humacyte, die
Rechtsformwechsel-Kosten sowie die Auswirkungen der
Optimierung des Bestandsportfolios als Sondereffekte
identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten
Kennzahlen den Leser*innen weitere für die Beurteilung
unserer operativen Entwicklung im Vergleich zu den
finanziellen Zielen nützliche Zusatzinformationen
bietet. Um die Vergleichbarkeit des Ausblicks für 2024
zu gewährleisten, wurde die Vorjahresbasis zudem um
die Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen
Veräußerungen auf die
Geschäftstätigkeit und den Tricare-Vergleich im
4. Quartal 2023 entsprechend angepasst.
Zum Zweck der Vergleichbarkeit mit unseren im Ausblick
dargestellten finanziellen Zielen zeigt die folgende
Tabelle eine Überleitung der Leistungsindikatoren
für den Konzernzwischenabschluss gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU
angewendet werden, auf die Leistungsindikatoren auf Basis
des Ausblicks. Diese Ergebnisse auf Basis des Ausblicks
sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten
Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards
zu betrachten.
Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern (1)scrollen
scrollen
Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern (1)scrollen
scrollen
(1) Auf Basis des Ausblicks bezieht sich auf den
Ausblick 2024, damit erfolgt die Darstellung zu konstanten
Wechselkursen sowie ohne Sondereffekte, die Auswirkungen
der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf
die Geschäftstätigkeit und den Tricare-Vergleich
im 4. Quartal 2023. Für weitere Informationen zu
konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".
Die ersten neun Monate 2024 im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2023Ertragslagescrollen
Bedeutsamste finanzielle KenngrößenDie folgenden Erläuterungen beziehen sich auf
unsere beiden Geschäfts- und Berichtssegmente und auf
die Zielgrößen, welche wir der Steuerung der
Segmente zugrunde legen. Für weitere Informationen
siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.
Umsatzerlösescrollen
scrollen
(1) Für weitere Informationen zu konstanten
Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".
KonzernDie Umsatzerlöse sanken im Vergleich zu den ersten
neun Monaten 2023 im Wesentlichen aufgrund des Effekts aus
geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen
(hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des
Bestandsportfolios). Gegenläufig wirkte organisches
Wachstum sowohl in Care Delivery als auch in Care
Enablement.
Care DeliveryDer Rückgang der Umsatzerlöse in Care Delivery
im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2023 ergab sich aus
einem Effekt aus geschlossenen oder verkauften
Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang
mit der Optimierung des Bestandsportfolios).
Gegenläufig wirkte organisches Wachstum. Das
organische Wachstum wurde durch die wert- und
risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene
Erstattungssätze und einen vorteilhaften
Kostenträger-Mix unterstützt. Gegenläufig
wirkten höhere implizite Preiszugeständnisse. Die
Anzahl der Dialysebehandlungen im Segment Care Delivery
sank in den ersten neun Monaten 2024 im Vergleich zu den
ersten neun Monaten 2023, im Wesentlichen aufgrund von
Klinikverkäufen und -schließungen
(hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des
Bestandsportfolios). Gegenläufig wirkte ein Anstieg
der Behandlungstage.
U.S.In den USA war der Anstieg der Umsatzerlöse auf
organisches Wachstum zurückzuführen.
Gegenläufig wirkte ein Effekt aus geschlossenen oder
verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im
Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios).
Das organische Wachstum in den USA wurde durch die wert-
und risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene
Erstattungssätze und einen vorteilhaften
Kostenträger-Mix unterstützt. Gegenläufig
wirkten höhere implizite Preiszugeständnisse. Die
Anzahl der Behandlungen in den USA blieb in den ersten neun
Monaten 2024 mit 23.299.461 im Vergleich zu 23.380.747 in
den ersten neun Monaten 2023 relativ stabil, im
Wesentlichen aufgrund einer Begrenzung des organischen
Behandlungswachstums durch die Kündigung weniger
profitabler Verträge in der Akutversorgung (-0,2%).
InternationalInternational war der Rückgang der
Umsatzerlöse auf einen Effekt aus geschlossenen oder
verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im
Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)
und einen negativen Währungsumrechnungseffekt
zurückzuführen. Gegenläufig wirkten
organisches Wachstum und ein Anstieg der Behandlungstage.
Die Anzahl der Behandlungen in International verringerte
sich in den ersten neun Monaten 2024 um 18% auf 12.651.243
im Vergleich zu 15.426.432 in den ersten neun Monaten 2023,
was auf Klinikverkäufe und -schließungen
(hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des
Bestandsportfolios) zurückzuführen war.
Gegenläufig wirkte organisches Behandlungswachstum.
Care EnablementDie Umsatzerlöse in Care Enablement stiegen im
Vergleich zu den ersten neun Monaten 2023 im Wesentlichen
aufgrund von höheren Umsatzerlösen aus
Einwegprodukten für die Zentrumsdialyse, Produkten
für die Heimhämodialyse, Produkten für die
Akutdialyse und Dialysegeräten für die Behandlung
chronischer Erkrankungen. Gegenläufig wirkten ein
negativer Währungsumrechnungseffekt und ein geringerer
Absatz von Peritonealdialyseprodukten. Die Entwicklung war
auf einen Anstieg der Absatzmengen für unsere Produkte
in allen unseren geographischen Regionen
zurückzuführen. Darüber hinaus blieb die
Preisdynamik außerhalb Chinas positiv. In China wurde
die Preisgestaltung durch die Einführung der
mengenbasierten Beschaffung beeinträchtigt.
Operatives Ergebnisscrollen
KonzernDer Anstieg unseres operativen Ergebnisses war
weitgehend auf einen positiven Effekt aus
Geschäftswachstum, Nettoeinsparungen aus dem Programm
FME25, einen positiven Effekt aus den Neubewertungen von
Humacyte und einen günstigen Effekt aus dem Zeitpunkt
von Einnahmen im Zusammenhang mit einer Vereinbarung
für bestimmte Medikamente zurückzuführen.
Gegenläufig wirkten ein höherer Personalaufwand,
inflationsbedingte Kostensteigerungen, ungünstige
Wechselkurseffekte und ein ungünstiger Effekt aus der
Bewertung von vPPAs.
Care DeliveryDas operative Ergebnis in Care Delivery verringerte sich
im Wesentlichen aufgrund höheren Personalaufwands, der
Optimierung des Bestandsportfolios, inflationsbedingter
Kostensteigerungen und des Wegfalls der
Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen der
Optimierung des Bestandsportfolios veräußerten
Geschäftsbereiche im Jahr 2024. Gegenläufig
wirkten ein positiver Effekt aus Geschäftswachstum,
ein günstiger Effekt aus dem Zeitpunkt von Einnahmen
im Zusammenhang mit einer Vereinbarung für bestimmte
Medikamente und Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25.
Care EnablementIn den ersten neun Monaten 2024 verzeichnete Care
Enablement einen Gewinn im Rahmen des operativen
Ergebnisses im Vergleich zu einem Verlust in den ersten
neun Monaten 2023. Dies war im Wesentlichen auf
Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25, einen
günstigen Effekt aus der Optimierung des
Bestandsportfolios, Geschäftswachstum (bedingt durch
positive Mengen- und Preisentwicklungen, die teilweise
durch die Einführung der mengenbasierten Beschaffung
in China ausgeglichen wurden) und einen positiven Effekt
aus den Neubewertungen von Humacyte
zurückzuführen. Gegenläufig wirkten
inflationsbedingte Kostensteigerungen und ungünstige
Wechselkurseffekte.
Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren und andere Faktoren, die zu Gewinn und Verlust beitragenDie Umsatzkosten sanken im Vergleich zu den ersten neun
Monaten 2023 im Wesentlichen aufgrund geringerer Kosten im
Zusammenhang mit Geschäftswachstum, des Wegfalls der
Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen der
Optimierung des Bestandsportfolios veräußerten
Geschäftsbereiche im Jahr 2024, Nettoeinsparungen aus
dem Programm FME25 und eines positiven
Währungsumrechnungseffekts. Gegenläufig wirkten
höhere Ausgaben für wert- und risikobasierte
Versorgungsprogramme (hauptsächlich im Zusammenhang
mit gestiegenen Mitgliederzahlen), höherer
Personalaufwand und inflationsbedingte Kostensteigerungen.
Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sanken
in den ersten neun Monaten 2024 im Vergleich zu den ersten
neun Monaten 2023 im Wesentlichen aufgrund von
Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25.
Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten
in den ersten neun Monaten 2024 im Vergleich zu den ersten
neun Monaten 2023 war weitestgehend auf geringere
Personalkosten für Forschungs- und
Entwicklungsprojekte, eine höhere Aktivierung von
Entwicklungskosten und geringere Kosten im Zusammenhang mit
Aktivitäten auf dem Gebiet der regenerativen Medizin
zurückzuführen. Gegenläufig wirkten
verstärkte Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten.
Der Anstieg des Ergebnisses assoziierter Unternehmen war
im Wesentlichen auf höhere Erträge von VFMCRP
zurückzuführen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge war
im Wesentlichen auf die Auswirkungen der Optimierung des
Bestandsportfolios, einen positiven Effekt aus den
Neubewertungen von Humacyte und einen günstigen Effekt
aus dem Zeitpunkt von Einnahmen im Zusammenhang mit einer
Vereinbarung für bestimmte Medikamente
zurückzuführen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
beruhte im Wesentlichen auf den Auswirkungen der
Optimierung des Bestandsportfolios und einem
ungünstigen Effekt aus der Bewertung von vPPAs.
Gegenläufig wirkte der Wegfall der
Geschäftsergebnisse der zuvor im Rahmen der
Optimierung des Bestandsportfolios veräußerten
Geschäftsbereiche im Jahr 2024.
Der Netto-Zinsaufwand stieg um 2% von 252 MIO € auf
256 MIO €. Der Anstieg entstand im Wesentlichen aus
geringeren Zinserträgen aus Forderungen im
Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund
von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch
haben und den negativen Auswirkungen des externen
Cyber-Vorfalls. Gegenläufig wirkten günstige
Effekte aus Devisentermingeschäften.
Der effektive Steuersatz sank von 31,0% in den ersten
neun Monaten 2023 auf 29,1% in den ersten neun Monaten
2024. Der Rückgang war im Wesentlichen auf geringere
Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit der
Auflösung bestimmter Wertberichtigungen und
Änderungen der Steuergesetze zurückzuführen.
Gegenläufig wirkten ein negativer Effekt aus der
Optimierung des Bestandsportfolios und ein geringerer
Anteil an steuerfreien Erträgen, die den nicht
beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind, im Vergleich zum
Ergebnis vor Ertragsteuern.
Das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnis
in den ersten neun Monaten 2024 sank im Vergleich zu den
ersten neun Monaten 2023 im Wesentlichen aufgrund von
geringeren Erträgen von Unternehmen, an denen wir zu
weniger als 100% beteiligt sind, und eines negativen
Währungsumrechnungseffekts. Gegenläufig wirkte
ein günstiger Effekt aus der Optimierung des
Bestandsportfolios.
Der Anstieg des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf
die Anteilseigner der FME AG entfällt) war der
Gesamteffekt der zuvor erläuterten Positionen.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg in den
ersten neun Monaten 2024 im Vergleich zu den ersten neun
Monaten 2023 aufgrund des zuvor beschriebenen Anstiegs des
Konzernergebnisses. Die Zahl der durchschnittlich im
Berichtszeitraum ausstehenden Aktien war zum 30. September
2024 mit 293,4 MIO im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
unverändert.
Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den KonzernDie bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen
werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens,
einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu
konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen.
Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten
finanziellen Kenngrößen in der externen
Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen
ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die
Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu
erhöhen.
Wir sind der Ansicht, dass die folgenden Ergebnisse auf
Basis des Ausblicks nur in Verbindung mit den oben
dargestellten Ergebnissen analysiert werden sollten. In den
ersten neun Monaten 2024 und 2023 haben wir die
Aufwendungen für das Programm FME25, die
Neubewertungen von Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten
sowie die Auswirkungen der Optimierung des
Bestandsportfolios als Sondereffekte identifiziert, deren
Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Leser*innen
weitere für die Beurteilung unserer operativen
Entwicklung im Vergleich zu den finanziellen Zielen
nützliche Zusatzinformationen bietet. Um die
Vergleichbarkeit des Ausblicks für 2024 zu
gewährleisten, wurde die Vorjahresbasis zudem um die
Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen
Veräußerungen auf die
Geschäftstätigkeit und den Tricare-Vergleich im
4. Quartal 2023 entsprechend angepasst.
Zum Zweck der Vergleichbarkeit mit unseren im Ausblick
dargestellten finanziellen Zielen zeigt die folgende
Tabelle eine Überleitung der Leistungsindikatoren
für den Konzernzwischenabschluss gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU
angewendet werden, auf die Leistungsindikatoren auf Basis
des Ausblicks. Diese Ergebnisse auf Basis des Ausblicks
sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten
Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards
zu betrachten.
Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern (1)scrollen
scrollen
Operative Entwicklung auf Basis des Ausblicks für den Konzern (1)scrollen
scrollen
(1) Auf Basis des Ausblicks bezieht sich auf den
Ausblick 2024, damit erfolgt die Darstellung zu konstanten
Wechselkursen sowie ohne Sondereffekte, die Auswirkungen
der in 2023 abgeschlossenen Veräußerungen auf
die Geschäftstätigkeit und den Tricare-Vergleich
im 4. Quartal 2023. Für weitere Informationen zu
konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".
FinanzlageLiquiditätsquellenWesentliche Quellen der Liquidität sind der Cash
Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit,
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, die Erlöse aus
der Ausgabe langfristiger Verbindlichkeiten sowie
Desinvestitionen. Wir benötigen diese Liquidität
vornehmlich zur Finanzierung des
Netto-Umlaufvermögens, des Programms FME25 sowie von
Akquisitionen und für den Betrieb der Kliniken,
für die Entwicklung eigenständiger
Dialysekliniken und anderer Gesundheitseinrichtungen, zur
Anschaffung von Ausrüstung für bestehende oder
neue Dialysekliniken und Produktionsstätten. Weiterhin
benötigen wir sie zur Rückzahlung von
Finanzverbindlichkeiten und für
Dividendenausschüttungen (siehe hierzu die Abschnitte
"Cash Flow aus Investitionstätigkeit" und "Cash Flow
aus Finanzierungstätigkeit") und zur Erfüllung
von Verpflichtungen aus Put-Optionen gegenüber
Inhabern von Minderheitsanteilen an unseren
Tochtergesellschaften.
Zum 30. September 2024 betrug unser finanzieller
Spielraum aus nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien
etwa 3,5 MRD €, einschließlich 2,0 MRD €
aus der syndizierten Kreditlinie, die wir als
zusätzliche Liquiditäts-Absicherung für
allgemeine Unternehmenszwecke halten (siehe Anmerkung 8 im
Konzernanhang).
In unserem langfristigen Kapitalmanagement orientieren
wir uns in erster Linie am Netto-Verschuldungsgrad, einer
Nicht-IFRS-Kennzahl (siehe hierzu den Abschnitt II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen -
Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)"). Unser
selbst gesetztes Ziel für den Netto-Verschuldungsgrad
liegt bei 3,0 bis 3,5x, was vom Management als der
Gesellschaft angemessen angesehen wird. Die nachfolgende
Tabelle zeigt die Überleitung der Netto-Verschuldung
und des angepassten EBITDA sowie die Berechnung des
Netto-Verschuldungsgrads zum 30. September 2024 und 31.
Dezember 2023.
Überleitung angepasstes EBITDA und Netto-Verschuldungsgrad zur am ehesten vergleichbaren IFRS®-Kennzahlscrollen
(1) Beinhaltet Finanzverbindlichkeiten sowie
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie
Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen, die in den Verbindlichkeiten in
direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten enthalten sind.
Zum 30. September 2024 verfügten wir über
flüssige Mittel in Höhe von 1.371 MIO € (31.
Dezember 2023: 1.403 MIO €).
Der Free Cash Flow (Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit nach Investitionen in
Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten, vor
Akquisitionen und Beteiligungen) ist eine
Nicht-IFRS-Kennzahl, der zum Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit, der am ehesten vergleichbaren
IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahl, übergeleitet
wird. Weitere Erläuterungen sind im Abschnitt II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen -
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in
% der Umsatzerlöse" und "- Free Cash Flow in % der
Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu finden.
Die folgende Tabelle zeigt die Cash Flow bezogenen
finanziellen Leistungsindikatoren in den ersten neun
Monaten 2024 und 2023 und eine Überleitung des Free
Cash Flow beziehungsweise des Free Cash Flow in Prozent der
Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow
aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent
der Umsatzerlöse:
Cash Flow bezogene finanzielle Leistungsindikatorenscrollen
Cash Flow aus betrieblicher GeschäftstätigkeitDer Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit wird durch die
Rentabilität unseres Geschäfts, die Entwicklung
unseres Netto-Umlaufvermögens, insbesondere des
Vorratsbestands und des Forderungsbestands, sowie durch
Mittelabflüsse aufgrund verschiedener nachstehend
erläuterter Einzelsachverhalte beeinflusst. Der
Rückgang des Cash Flows aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit in Prozent der
Umsatzerlöse im Vergleich zu den ersten neun Monaten
2023 ist auf einen negativen Effekt aus dem Zeitpunkt von
Dividendenzahlungen aus Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen sowie der Zahlung von Einkommenssteuern
für die laufende Periode und Vorperioden (insbesondere
in den USA) zurückzuführen. Die
Verzögerungen bei der Einziehung von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen
konzernfremde Dritte wurden teilweise durch das
weitestgehende Ausklingen der Auswirkungen des externen
Cyber-Vorfalls zum 30. September 2024 gemildert.
Die Rentabilität unseres Geschäfts hängt
wesentlich von den Erstattungssätzen für unsere
Dienstleistungen ab. In den ersten neun Monaten 2024
erzielten wir etwa 79% unserer Umsatzerlöse mit
Gesundheitsdienstleistungen, von denen ein erheblicher
Anteil entweder von staatlichen Gesundheitsorganisationen
oder von privaten Versicherern erstattet wird. In den
ersten neun Monaten 2024 entfielen etwa 26% der
Umsatzerlöse des Konzerns auf Erstattungen durch
staatliche US-Gesundheitsprogramme wie Medicare und
Medicaid. Gesetzesänderungen könnten sowohl die
Medicare-Erstattungssätze für einen erheblichen
Teil unserer Dienstleistungen als auch den Umfang der
Medicare-Leistungen betreffen. Eine Senkung der
Erstattungssätze oder eine Verringerung des
Leistungsumfangs könnte wesentliche negative
Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Finanz- und
Ertragslage haben und damit auf unsere Fähigkeit, Cash
Flow zu generieren. Siehe die obigen Abschnitte
"Zukunftsbezogene Aussagen" und I. "Gesamtwirtschaftliche
und branchenbezogene Rahmenbedingungen".
Wir beabsichtigen, unseren gegenwärtigen Bedarf an
flüssigen Mitteln und Finanzierungen auch weiterhin
aus dem Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit, Ausgaben im Rahmen unseres
Commercial Paper Programms (siehe Anmerkung 7 im
Konzernanhang) sowie der Nutzung unserer bilateralen
Kreditlinien zu bestreiten. Wir gehen davon aus, dass uns
angemessene Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen
werden. Zudem steht unsere syndizierte Kreditlinie als
zusätzliche Liquiditätsabsicherung zur
Verfügung. Zusätzlich gehen wir davon aus, die
für Akquisitionen oder für sonstige Zwecke
benötigten Mittel durch die Inanspruchnahme
langfristiger Finanzierungen sichern zu können, etwa
durch die Ausgabe von Anleihen (siehe unten "Cash Flow aus
Finanzierungstätigkeit").
Der Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit hängt auch von der
Einziehung der Forderungen ab. Kommerzielle Kunden und
staatliche Einrichtungen haben im Allgemeinen
unterschiedliche Zahlungszyklen. Eine Verlängerung
dieser Zahlungszyklen könnte einen wesentlichen
negativen Effekt auf unsere Fähigkeit haben, Cash Flow
zu generieren. Des Weiteren könnten wir bei der
Durchsetzung und Einziehung der Forderungen aufgrund der
Rechtssysteme und der wirtschaftlichen Lage in einigen
Ländern auf Schwierigkeiten stoßen. Die
Forderungslaufzeiten (Days Sales Outstanding, DSO)
(Nicht-IFRS-Kennzahl) bezogen auf den Forderungsbestand
nach Wertberichtigungen zum 30. September 2024 betrugen
etwa 65 Tage (31. Dezember 2023: 67 Tage).
Zur Berechnung der DSO nach Segmenten werden die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die
sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte
(einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten)
abzüglich Vertragsverbindlichkeiten des Segments mit
dem Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro
umgerechnet und durch die durchschnittlichen
Tagesumsätze dieses Segments der vorangegangenen
zwölf Monate, einschließlich Umsatzsteuer, -
ebenfalls zum Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro
umgerechnet - dividiert. Um die Vergleichbarkeit der in der
Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
enthaltenen Positionen zu gewährleisten, wurden die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die
sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte
(einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten)
sowie die Vertragsverbindlichkeiten zum 30. September 2024
um einen Anstieg in Höhe von 67,1 MIO €
beziehungsweise 0,8 MIO € bereinigt (31. Dezember
2023: um einen Anstieg um 65,2 MIO € beziehungsweise
2,0 MIO €), was den Auswirkungen der
Währungsumrechnung auf diese Positionen entspricht.
Darüber hinaus wurden die Tagesumsätze für
die zwölf Monate bis zum 30. September 2024
beziehungsweise 31. Dezember 2023 um Effekte in Höhe
von (0,6) MIO € und (0,4) MIO € aus in der
Berichtsperiode getätigten Akquisitionen und
Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO
€ übersteigt, angepasst, um die Konsistenz mit
den jeweiligen Anpassungen bei der Ermittlung des
angepassten EBITDA (siehe Abschnitt II. "Erläuterung
von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen -
Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu
erhöhen; zudem wurden die Tagesumsätze für
die zwölf Monate bis zum 30. September 2024
beziehungsweise 31. Dezember 2023 zur Einbeziehung der
Umsatzsteuer und anderer kleiner Effekte in Höhe von
0,9 MIO € und 0,9 MIO € angepasst.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der
Forderungslaufzeiten nach Segmenten:
Entwicklung der Forderungslaufzeitenscrollen
Da wir einen Großteil unserer Erstattungen von
staatlichen Gesundheitsorganisationen und privaten
Versicherern erhalten, gehen wir davon aus, dass die
meisten unserer Forderungen einbringlich sind.
Informationen zum Risiko von Rechtsstreitigkeiten sowie
zu laufenden und künftigen steuerlichen
Betriebsprüfungen finden Sie in Anmerkung 11 im
Konzernanhang.
Cash Flow aus InvestitionstätigkeitDer Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug in
den ersten neun Monaten 2024 netto 34 MIO €,
wohingegen wir in den ersten neun Monaten 2023 Mittel in
Höhe von 448 MIO verwendeten. Die folgende Tabelle
zeigt einen Aufriss unserer Investitionstätigkeit in
den ersten neun Monaten 2024 und 2023:
Cash Flow aus Investitionstätigkeitscrollen
Der größte Teil der Investitionen in
Sachanlagen in den ersten neun Monaten 2024 entfiel auf die
Instandhaltung bestehender Kliniken und Zentren, auf
Dialysegeräte, die an unsere Kunden vermietet wurden,
die Ausweitung der Produktionskapazitäten, auf
aktivierungsfähige Entwicklungskosten und die
Ausrüstung neuer Kliniken und Zentren. Die
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte
Entwicklungskosten in Prozent der Umsatzerlöse lagen
in den ersten neun Monaten 2024 und 2023 bei etwa 3%.
Die übrigen Investitionen in den ersten neun
Monaten 2024 entfielen hauptsächlich auf den Erwerb
von Fremd- und Eigenkapitalinstrumenten.
Veräußerungen in den ersten neun Monaten 2024
entfielen hauptsächlich auf die Veräußerung
von Eigenkapital- (einschließlich der
Veräußerungen im Rahmen unseres Programms zur
Optimierung des Bestandsportfolios) und
Fremdkapitalinstrumenten.
Die übrigen Investitionen in den ersten neun
Monaten 2023 entfielen hauptsächlich auf den Erwerb
von Fremdkapitalinstrumenten. Veräußerungen in
den ersten neun Monaten 2023 entfielen hauptsächlich
auf die Veräußerung von Fremd- und
Eigenkapitalinstrumenten sowie von Kliniken und Zentren. In
den ersten neun Monaten 2023 wurden Akquisitionen im
Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb von
Dialysekliniken getätigt.
Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte
Entwicklungskosten in Höhe von etwa 0,8 MRD €
sowie die Ausgaben für Akquisitionen und Beteiligungen
zu begrenzen, während wir uns auf das organische
Wachstum unseres Geschäfts konzentrieren. Unsere
voraussichtlichen Investitionsausgaben werden von der
Notwendigkeit bestimmt, uns gut zu positionieren, um
Wachstumschancen zu nutzen sowie das Qualitätsniveau
und die Patientenerfahrung aufrechtzuerhalten. Darüber
hinaus planen wir beschleunigte Investitionen in neue
Produktionsanlagen sowie in Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten für ein stärker
globalisiertes Produktportfolio.
Cash Flow aus FinanzierungstätigkeitIn den ersten neun Monaten 2024 verwendeten wir für
die Finanzierungstätigkeit 1.604 MIO €,
wohingegen der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in
den ersten neun Monaten 2023 1.113 MIO € betrug.
In den ersten neun Monaten 2024 wurden Mittel
hauptsächlich für die Rückzahlung von
Verbindlichkeiten (einschließlich von kurz- und
langfristigen Finanzverbindlichkeiten, des
Forderungsverkaufsprogramms sowie Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen), Dividendenzahlungen und
Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
verwendet. Dies wurde teilweise durch die Aufnahme von
kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten
ausgeglichen.
In den ersten neun Monaten 2023 wurden Mittel
hauptsächlich für die Rückzahlung von
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
(einschließlich Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden
Unternehmen), die Rückzahlung kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen
im Rahmen des Commercial Paper Programms und kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehende
Unternehmen), Dividendenzahlungen und Ausschüttungen
an nicht beherrschende Anteile verwendet. Dies wurde
teilweise durch die Aufnahme kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen
im Rahmen des Commercial Paper Programms und von
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber
nahestehende Unternehmen) und langfristiger
Finanzverbindlichkeiten ausgeglichen.
Für weitere Informationen siehe Anmerkung 8 im
Konzernanhang.
Am 22. Mai 2024 wurde eine Dividende für das
Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 1,19 € je
Aktie gezahlt (2023 gezahlt für 2022: 1,12 € je
Aktie). Die Dividendenzahlung liegt insgesamt bei 349 MIO
€ (2023: 329 MIO €).
VermögenslageDie Konzern-Bilanzsumme sank von 33,9 MRD € zum 31.
Dezember 2023 auf 32,5 MRD € zum 30. September 2024.
Ohne einen negativen Effekt aus der Währungsumrechnung
in Höhe von 1% verminderte sich die
Konzern-Bilanzsumme auf 32,9 MRD €, im Wesentlichen
durch einen Rückgang der als zur
Veräußerung gehalten klassifizierten
Vermögenswerte infolge von Veräußerungen im
Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios,
des Firmenwerts und der Sachanlagen, sowie durch einen
Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstigen Forderungen gegen konzernfremde
Dritte.
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der
Bilanzsumme sank auf 25% zum 30. September 2024 im
Vergleich zu 26% zum 31. Dezember 2023, im Wesentlichen
durch einen Rückgang der als zur
Veräußerung gehalten klassifizierten
Vermögenswerte aufgrund von Veräußerungen
in Verbindung mit der Optimierung des Bestandsportfolios
und durch einen Rückgang der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen
konzernfremde Dritte. Gegenläufig wirkte ein
Rückgang der langfristigen Vermögenswerte, der in
erster Linie auf Veräußerungen und die
Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Optimierung des
Bestandsportfolios zurückzuführen ist. Die
Eigenkapitalquote stieg auf 45% zum 30. September 2024 im
Vergleich zu 44% zum 31. Dezember 2023, im Wesentlichen
aufgrund eines Rückgangs der Finanzverbindlichkeiten.
Der ROIC stieg von 2,8% zum 31. Dezember 2023 auf 3,7% zum
30. September 2024, im Wesentlichen durch einen Anstieg des
operativen Ergebnisses in den letzten zwölf Monaten,
einschließlich von Anpassungen für Akquisitionen
und Veräußerungen, die in den letzten zwölf
Monaten mit einem Kaufpreis über der Schwelle von 50
MIO € getätigt wurden. Der ROIC ohne
Berücksichtigung der Kosten im Zusammenhang mit der
Optimierung des Bestandsportfolios betrug 4,4% zum 30.
September 2024. Bei der Berechnung des ROIC ist in der
Position "Investiertes Kapital" der Firmenwert die
maßgebliche Einflussgröße. Der
durchschnittliche Gesamtkapitalkostensatz (WACC),
einschließlich gewichteter Risikoaufschläge
für Länderrisiken, betrug 7,5%. Für weitere
Informationen zum ROIC, siehe das obige Kapitel II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen -
Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)".
Gesamtaussage der UnternehmensleitungIm 3. Quartal 2024 konnten wir unsere finanziellen
Ergebnisse weiter verbessern und erzielten einen deutlichen
Anstieg in unserer operativen Ergebnismarge in Richtung
unserer Margenziele für 2025. Die Marge im Segment
Care Delivery hat sich weiter verbessert und reichte
deutlich in den Zielkorridor für 2025. Das Segment
Care Enablement behielt die erheblichen Margenfortschritte
aus dem ersten Halbjahr 2024 bei. Unser klarer Fokus auf
die operative Leistungsverbesserung sowie die anhaltende
Dynamik bei der Umsetzung von FME25-Einsparungen haben zu
den Fortschritten im 3. Quartal 2024 beigetragen. Im
Segment Care Delivery hat sich das zugrundeliegende
organische Behandlungswachstum in den USA ins Positive
gedreht. Das ist ein wichtiger Meilenstein, der uns
bestärkt. Das Segment Care Enablement verzeichnete ein
solides Mengenwachstum und eine anhaltend positive
Preisdynamik außerhalb von China. Angesichts der
Entwicklungen in den ersten neun Monaten 2024
bestätigen wir unseren Ausblick für das
Umsatzwachstum und grenzen unsere Wachstumsprognose des
operativen Ergebnisses für das Gesamtjahr 2024 mit 16%
bis 18% auf das obere Ende der ursprünglichen Spanne
ein.
NachtragsberichtWir verweisen auf unsere Ausführungen in Anmerkung
14 im Konzernanhang.
PrognoseberichtDer Vorstand steuert unser Unternehmen anhand von
strategischen und operativen Vorgaben sowie verschiedenen
finanziellen Kenngrößen, die auf Basis der
IFRS-Rechnungslegungsstandards in Euro ermittelt werden,
sowie anderen Kenngrößen, wie im Kapitel
"Grundlagen des Konzerns", Abschnitt "Steuerungssystem" im
Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023
beschrieben.
Wir bestätigen den Ausblick 2024 für die
Umsatzerlöse und grenzen unsere Wachstumsprognose des
operativen Ergebnisses für das Gesamtjahr 2024 ein.
Aufgrund der Entwicklungen in den ersten neun Monaten 2024
rechnen wir nun mit einem Anstieg des operativen
Ergebnisses um 16% bis 18% gegenüber dem Vorjahr.
Zuvor waren wir von einem Wachstum des operativen
Ergebnisses im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich
gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Der Ausblick 2024
beruht auf den im Kapitel "Prognosebericht" im
Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2023
genannten Annahmen, basiert auf konstanten Wechselkursen
und berücksichtigt keine Sondereffekte. Sondereffekte
umfassen die Aufwendungen für das Programm FME25, die
Neubewertungen von Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten,
die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios
sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich
sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks
nicht vorhersehbar waren beziehungsweise deren Umfang oder
Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Basierend auf dem
organischen Behandlungswachstum in den USA, bereinigt um
den Ausstieg aus weniger profitablen Verträgen in der
Akutversorgung im 1. Halbjahr 2024 (-0,2%), haben wir
unsere Annahme zum organischen Behandlungswachstum in den
USA auf unverändert bis +0,5% im Jahr 2024 angepasst
(bisher: +0,5% bis +2%).
Die Wachstumsraten basieren auf den Ergebnissen 2023
ohne Sondereffekte. Um die Vergleichbarkeit des Ausblicks
für 2024 zu gewährleisten, wurde die
Vorjahresbasis zudem um den Tricare-Vergleich und die
Auswirkungen der in 2023 abgeschlossenen
Veräußerungen auf die
Geschäftstätigkeit angepasst.
Ausblick für die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen 2024scrollen
Risiko- und ChancenberichtRisikoberichtInformationen zu unseren Risiken sind in den Anmerkungen
11 und 12 im Konzernanhang sowie im Zwischenlagebericht
unter den Abschnitten "Zukunftsbezogene Aussagen" und
"Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen" dargestellt. Für weitere
Informationen kann das Kapitel "Risiko- und Chancenbericht"
auf Seite 73-91 im Konzernlagebericht des
Geschäftsberichts 2023 eingesehen werden.
ChancenberichtIn den ersten neun Monaten 2024 haben sich im Vergleich
zu den in unserem Geschäftsbericht 2023 unter dem
Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" auf Seite 92-96 im
Konzernlagebericht veröffentlichten Informationen
keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Corporate GovernanceDer Vorstand und der Aufsichtsrat der FME AG haben die
nach § 161 AktG vorgeschriebene
Entsprechenserklärung abgegeben. Die Gesellschaft hat
die Erklärung auf ihrer Internetseite dauerhaft
öffentlich zugänglich gemacht:
KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (ungeprüft)Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzern-Bilanz (ungeprüft)Konzern-Bilanzscrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzern-Kapitalflussrechnung (ungeprüft)Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (ungeprüft)Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzernanhang
(ungeprüft)
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Libanon | Türkei | |
| Datum der erstmaligen Anwendung von IAS 29 | 31. Dezember 2020 | 30. Juni 2022 |
| Verbraucherpreisindex | Central Administration of Statistics | Turkish Statistical Institute |
| Index zum 30. September 2024 | 6.608,0 | 2.526,2 |
| Anstieg im Kalenderjahr | 11% | 36% |
| (Gewinn) Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten in TSD € | (63) | 8.975 |
Der effektive Steuersatz von 30,6% für das 3.
Quartal und 29,1% für die ersten neun Monate 2024
(37,6% für das 3. Quartal und 31,0% für die
ersten neun Monate 2023) ermittelt sich auf Grundlage der
besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen
jährlichen Ertragssteuersatzes, der für das
Gesamtjahr erwartet und auf das Ergebnis vor Ertragsteuern
des Zwischenabschlusses angewendet wird. Aufgrund des
Umfangs der Umsatzerlöse der Gesellschaft fällt
diese in den Anwendungsbereich des Inclusive Framework on
Base Erosion Profit Shifting (BEPS) Global Anti-Base
Erosion Model Rules (GloBE) der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Globale
Mindestbesteuerung (zweite Säule). Die Gesetzgebung
wurde am 15. Dezember 2023 in Deutschland, dem Land, in dem
die Gesellschaft ansässig ist, verabschiedet und trat
am 1. Januar 2024 in Kraft. Die Gesellschaft wendet die
Ausnahmeregelung an, keine latenten Steuern im Zusammenhang
mit den Ertragssteuern der zweiten Säule zu erfassen
oder auszuweisen. Der geschätzte Ertragsteueraufwand
im Zusammenhang mit den Ertragsteuern der zweiten
Säule ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der Gesellschaft in der Position Ertragsteueraufwand
ausgewiesen und hat keinen wesentlichen Einfluss auf den
Konzernzwischenabschluss der Gesellschaft.
Aus dem operativen Ergebnis für das 3. Quartal und
die ersten neun Monate 2024 kann nicht notwendigerweise auf
das operative Ergebnis für das zum 31. Dezember 2024
endende Geschäftsjahr geschlossen werden.
Der Firmenwert zum 30. September 2024 betrug 14.227.152
€ (31. Dezember 2023: 14.650.008 €), davon
entfielen 12.171.616 € (31. Dezember 2023: 12.573.423
€) auf Care Delivery und 2.055.536 € (31.
Dezember 2023: 2.076.585 €) auf Care Enablement.
In den ersten neun Monaten 2024 stieg die
Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 30. September
2024 um 1% auf 11.205.460 € (31. Dezember 2023:
11.137.975 €) und bleibt unterhalb des Eigenkapitals
der Anteilseigner der FME AG, welches zum 30. September
2024 mit 13.622.475 € im Vergleich zu 13.620.261
€ zum 31. Dezember 2023 relativ stabil blieb.
In Anbetracht dessen, dass der Buchwert des
Nettovermögens die Marktkapitalisierung der
Gesellschaft übersteigt, eines anhaltend höheren
Zinsniveaus und anhaltender Unsicherheit im
makroökonomischen Umfeld, hat die Gesellschaft die
Auswirkungen auf den Impairment Test zum 31. Dezember 2023
überprüft. Darüber hinaus wurde im Jahr 2023
eine Studie zu Glucagon-like Peptide 1
(GLP-1)-Rezeptoragonisten hinsichtlich ihrer Wirksamkeit
bei der Behandlung von chronischem Nierenversagen bei
Diabetikern vorzeitig beendet, da die Studie bestimmte
vorgegebene klinische Endpunkte erreicht hatte. Die
Fähigkeit, das Fortschreiten von chronischem
Nierenversagen oder terminaler Niereninsuffizienz zu
verzögern und die kardiovaskuläre Mortalität
durch die Anwendung dieser und anderer Arzneimittel oder
Behandlungsmethoden zu verbessern, könnte in Zukunft
Auswirkungen auf die Patientenpopulation haben und wurde
bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des
Firmenwerts berücksichtigt.
Die Gesellschaft erweiterte im Jahr 2024 die Analyse,
die im Zusammenhang mit dem jährlichen Impairment Test
des Firmenwerts zum 1. Oktober 2023 im 4. Quartal 2023
durchgeführt wurde und in Anmerkung 2 a) des
Konzernanhangs im Geschäftsbericht 2023 beschrieben
ist. Die Analyse der Gesellschaft umfasste Projektionen
hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen von
GLP-1-Rezeptoragonisten und wurde erweitert, um die
potenziellen Auswirkungen von
Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Inhibitoren (SGLT2) auf die
Patientenpopulationen mit chronischem Nierenversagen oder
terminaler Niereninsuffizienz, insbesondere in Bezug auf
Cash-Flow-Projektionen und Sensitivitätsbewertungen
des Firmenwerts, miteinzubeziehen. In der von der
Gesellschaft durchgeführten Analyse als
Populationswirkungsmodell (Population Impact Model - ein
computergestütztes Instrument zur Vorhersage der
Größe und Altersverteilung der zukünftigen
Patientenpopulation mit Nierenerkrankungen für das
kommende Jahrzehnt auf der Grundlage verschiedener
Szenarien des öffentlichen Gesundheitswesens) deuten
die Sensitivitätsbänder der verschiedenen
Szenarien für den Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten
und SGLT2-Inhibitoren in der Patientenpopulation mit
chronischem Nierenversagen auf einen Trend hin, der zu
einem leichten Anstieg der gesamten Patientenpopulation mit
chronischem Nierenversagen und einem leichten Rückgang
der Patientenpopulation mit terminaler Niereninsuffizienz
führt, was im Wesentlichen mit den Prognosen für
die Patientenpopulation übereinstimmt, in denen der
Einsatz dieser Medikamente nicht enthalten ist.
Die Gesellschaft verglich im 3. Quartal 2024 die
Buchwerte ihrer Gruppen von CGUs, Care Delivery und Care
Enablement, mit dem Nutzungswert der jeweiligen Gruppe von
CGUs, wobei die Free Cash Flows der bei der
Werthaltigkeitsprüfung berücksichtigten Gruppen
von CGUs zum 31. Dezember 2023 herangezogen wurden. Die
Gesellschaft hat ihre Prognosen für die Free Cash
Flows anhand der Ergebnisse der letzten verfügbaren
Bewertungen aktualisiert. Die Cash-Flow-Prognosen wurden
aktualisiert, um sowohl die Auswirkungen von
Veräußerungen und der Klassifizierung bestimmter
Einheiten als zur Veräußerung gehalten in den
ersten neun Monaten 2024 (siehe Anmerkung 2) als auch der
laufenden Initiativen widerzuspiegeln, ohne
Berücksichtigung von Wachstum und Verbesserungen durch
Initiativen im Zusammenhang mit der Umgestaltung der
Betriebsstruktur der Gesellschaft und Maßnahmen zur
Erzielung von Kosteneinsparungen (Programm FME25), die zum
30. September 2024 noch nicht angelaufen waren.
Die folgende Tabelle zeigt die Hauptannahmen der
Berechnung der Nutzungswerte, die auf der Grundlage der zum
30. September 2024 und 31. Dezember 2023
durchgeführten Impairment Tests dargestellt werden.
| in % | Care Delivery | Care Enablement | ||
| 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 | 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 | |
| Durchschnittliches Umsatzwachstum über den Zehnjahres-Planungshorizont | mittlerer einstelliger Bereich | mittlerer einstelliger Bereich | mittlerer einstelliger Bereich | mittlerer einstelliger Bereich |
| Durchschnittliches Wachstum des operativen Ergebnisses über den Zehnjahres-Planungshorizont | hoher einstelliger Bereich | hoher einstelliger Bereich | niedriger zweistelliger Bereich | niedriger zweistelliger Bereich |
| Wachstumsrate in der ewigen Rente | 1,00 | 1,00 | 1,00 | 1,00 |
| Vor-Steuer WACC | 9,91 | 10,53 | 8,99 | 8,41 |
| Nach-Steuer WACC | 7,64 | 8,09 | 7,28 | 6,54 |
Für eine detaillierte Beschreibung der
Vorgehensweise beim Impairment Test siehe Anmerkungen 1 g)
und 2 a) im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2023.
Zum 30. September 2024 wurde der Impairment Test für
die Geschäftssegmente (Care Delivery und Care
Enablement) durchgeführt. Die Bewertung ergab keinen
Hinweis auf eine Wertminderung zum 30. September 2024. Das
Management beobachtet die Situation weiterhin.
Zum 30. September 2024 überstieg der erzielbare
Betrag der Gruppe von CGUs Care Delivery den Buchwert um
5.702.457 € (31. Dezember 2023: 4.740.257 €). Der
erzielbare Betrag für die Gruppe von CGUs Care
Enablement überstieg den Buchwert um 4.216.681 €
(31. Dezember 2023: 3.285.391 €).
Die folgende Tabelle zeigt die entsprechenden
Beträge, um die sich die Hauptannahmen individuell
ändern müssten, damit der erzielbare Betrag dem
Buchwert entspricht:
| Veränderung in Prozentpunkten | Care Delivery | Care Enablement | ||
| 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 | 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 | |
| Vor-Steuer WACC | 2,36 | 2,10 | 2,74 | 2,27 |
| Nach-Steuer WACC | 1,77 | 1,60 | 2,03 | 1,66 |
| Wachstumsrate in der ewigen Rente | (7,72) | (7,26) | (6,95) | (5,57) |
| Operative Marge in jedem Planungsjahr | (2,43) | (2,35) | (3,61) | (3,02) |
Am 5. November 2024 genehmigte der Vorstand die
Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses der
Gesellschaft.
In den ersten neun Monaten 2024 wurden die
IFRS-Rechnungslegungsstandards zugrunde gelegt, die
für die Zwischenberichterstattungen anzuwenden sind,
die am 1. Januar 2024 beginnen. In den ersten neun Monaten
2024 gab es keine neu angewendeten
Rechnungslegungsverlautbarungen, die sich wesentlich auf
die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
auswirken.
Das IASB hat den folgenden für die Gesellschaft
relevanten neuen Standard herausgegeben:
Am 9. April 2024 veröffentlichte das IASB IFRS 18,
Darstellung und Angaben im Abschluss (IFRS 18). IFRS 18
zielt darauf ab, die Übermittlung von Informationen in
Abschlüssen zu verbessern, um Investoren eine
vergleichbarere Grundlage für die Analyse der Leistung
von Unternehmen zu geben. Der Standard führt drei Sets
von neuen Anforderungen ein: neue Kategorien und
Zwischensummen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,
Angaben zu vom Management definierten Leistungskennzahlen
und Leitlinien für die Aggregation und Disaggregation
bestimmter Informationen. Die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung wird in drei neu definierte Kategorien
(betrieblicher Bereich, Investitions- und
Finanzierungsbereich) unterteilt und enthält zwei neu
definierte Zwischensummen (Betriebsergebnis und Ergebnis
vor Finanzierung und Ertragsteuern). Vom Management
definierte Leistungskennzahlen sind Zwischensummen von
Erträgen und Aufwendungen, die in der externen
Kommunikation außerhalb des Konzernabschlusses
verwendet werden und die Sicht des Managements auf
bestimmte Aspekte der Unternehmensleistung vermitteln.
Solche Kennzahlen müssen klar und verständlich in
einer eigenständigen Anhangangabe beschrieben werden,
in der erklärt wird, wie die Kennzahl berechnet wird,
warum sie nützlich ist, eine Überleitung zu der
am direktesten vergleichbaren Zwischensumme, die zuvor
erläutert wurde, die Auswirkung der Steuern vom
Einkommen und Ertrag und die Auswirkung auf die nicht
beherrschenden Anteile für jede in der
Überleitungsrechnung ausgewiesenen Position und wie
die Auswirkung der Steuern vom Einkommen und Ertrag
ermittelt wurde. Schließlich müssen die
Unternehmen die Positionen aufschlüsseln, wenn diese
Informationen wesentlich sind, und die Bezeichnung
"Sonstiges" in den Konzernabschlüssen vermeiden.
Bestimmte zusätzliche Angaben zu Abschreibungen,
Wertminderungen und anderen Aufwandskategorien können
erforderlich sein. IFRS 18 ist für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen.
Eine frühere Anwendung ist zulässig. Es wird
erwartet, dass sich der Standard nach seiner Umsetzung auf
die Darstellung der Positionen im Konzernabschluss und die
Anhangangaben der Gesellschaft auswirken wird, während
der Standard die Art und Weise, wie die Gesellschaft
Positionen in ihrem Konzernabschluss erfasst oder bewertet,
voraussichtlich nicht verändern wird.
Im Juli 2024 veröffentlichte das International
Financial Reporting Interpretations Committee eine
Agenda-Entscheidung über die Angabe von Erträgen
und Aufwendungen für berichtspflichtige Segmente
gemäß IFRS 8, Geschäftssegmente. Nach IFRS
8 sind Unternehmen verpflichtet, bestimmte spezifizierte
Ertrags- und Aufwandsposten anzugeben, wenn diese Posten im
Segmentergebnis enthalten sind, das dem
Hauptentscheidungsträger vorgelegt wird,
unabhängig davon, ob diese Posten dem
Hauptentscheidungsträger separat vorgelegt werden. Die
Agenda-Entscheidung stellt ferner klar, dass
zusätzliche wesentliche Ertrags- und Aufwandsposten,
die in einem dem Hauptentscheidungsträger berichteten
Segmentergebnis enthalten sind, auf Basis des Ermessens des
Managements ebenfalls angegeben werden müssen. Die
Gesellschaft prüft derzeit, ob der Beschluss des
International Financial Reporting Interpretations Committee
Auswirkungen auf die bisherige Segmentberichterstattung
hat.
Keine weiteren vom IASB veröffentlichten neuen
Verlautbarungen haben nach Einschätzung der
Gesellschaft einen wesentlichen Einfluss auf den
Konzernabschluss der Gesellschaft.
Zum 30. September 2024 beschloss das Management der
Gesellschaft im Zusammenhang mit seinem Programm zur
Optimierung des Bestandsportfolios (wie unten definiert)
einen Plan zum Verkauf ihrer Dialyseeinrichtungen
beziehungsweise Dialyseklinik-Netzwerke in Brasilien und
Kolumbien, die aktuell jeweils Teil des Segments Care
Delivery der Gesellschaft sind.
Transaktionen, die zum Zeitpunkt dieses Berichts noch
nicht abgeschlossen waren, bedürfen noch
behördlicher Genehmigungen, werden aber
voraussichtlich innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der
Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte abgeschlossen sein. Für die
vereinbarten Veräußerungen wurde unmittelbar vor
der Klassifizierung dieser Veräußerungen als zur
Veräußerung gehalten Wertminderungsaufwand
erfasst, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in
den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist
(für weitere Informationen siehe Anmerkung 3). Die
Buchwerte der Veräußerungsgruppen für die
geplante Veräußerung der Einrichtungen in
Brasilien und Kolumbien werden zum beizulegenden Zeitwert
abzüglich der Veräußerungskosten erfasst.
Der der Gesellschaft und ihren Anteilseignern zuzurechnende
beizulegende Zeitwert beträgt insgesamt 153.266 €
für diese Transaktionen, wurde für die nicht
wiederkehrende Bewertung unter Verwendung des
vorläufigen Kaufpreises bestimmt und als Level 3 der
Fair Value Hierarchie eingeordnet.
Zum 30. September 2024 und 31. Dezember 2023 wurden die
folgenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als zur
Veräußerung gehalten klassifiziert:
| in TSD € | 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Flüssige Mittel | 16.322 | 23.733 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte | 68.570 | 27.535 |
| Sachanlagen | 24.255 | 42.710 |
| Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 10.703 | 114.602 |
| Firmenwert (1) | 89.613 | 274.543 |
| Sonstige | 19.996 | 24.477 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 229.459 | 507.600 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten | 7.820 | 12.880 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 10.407 | 128.653 |
| Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten | 36.802 | 39.091 |
| Verbindlichkeiten i. Zshg. m. zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 55.029 | 180.624 |
Zum 30. September 2024 beliefen sich die im übrigen
Comprehensive Income erfassten kumulierten
Währungsumrechnungsverluste im Zusammenhang mit den
Veräußerungsgruppen auf 68.391 €.
Die Gesellschaft hat die nachstehenden
Finanzinformationen des Vorjahres angepasst, um
zusätzliche Verträge einzubeziehen, die im Laufe
des Geschäftsjahres 2023 identifiziert wurden und
für die bestimmte Angaben gemäß IFRS 17
erforderlich waren.
Die Gesellschaft hat in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung im 3. Quartal und in den ersten neun
Monaten 2024 und 2023 folgende Umsatzerlöse
ausgewiesen:
| in TSD € | Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden |
Umsatzerlöse aus
Versicherungsverträgen |
Umsatzerlöse aus
Leasingverträgen |
Summe |
| 3. Quartal 2024 | ||||
| Gesundheitsdienstleistungen | 3.292.628 | 429.946 | - | 3.722.574 |
| Gesundheitsprodukte | 1.021.882 | - | 15.706 | 1.037.588 |
| Gesamt | 4.314.510 | 429.946 | 15.706 | 4.760.162 |
| 3. Quartal 2023 | ||||
| Gesundheitsdienstleistungen | 3.570.987 | 356.382 | - | 3.927.369 |
| Gesundheitsprodukte | 988.559 | - | 20.309 | 1.008.868 |
| Gesamt | 4.559.546 | 356.382 | 20.309 | 4.936.237 |
| 1. Januar bis 30. September 2024 | ||||
| Gesundheitsdienstleistungen | 9.986.979 | 1.205.997 | - | 11.192.976 |
| Gesundheitsprodukte | 3.000.649 | - | 57.497 | 3.058.146 |
| Gesamt | 12.987.628 | 1.205.997 | 57.497 | 14.251.122 |
| 1. Januar bis 30. September 2023 | ||||
| Gesundheitsdienstleistungen | 10.541.719 | 927.009 | - | 11.468.728 |
| Gesundheitsprodukte | 2.952.592 | - | 44.411 | 2.997.003 |
| Gesamt | 13.494.311 | 927.009 | 44.411 | 14.465.731 |
Die folgende Tabelle stellt eine Aufgliederung von
Umsatzerlösen nach Kategorien für das 3. Quartal
und die ersten neun Monate 2024 und 2023 dar:
| in TSD € | 3. Quartal | 1. Januar bis 30. September | ||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| Care Delivery | ||||
| US | 3.180.368 | 3.221.467 | 9.439.442 | 9.344.057 |
| International | 590.070 | 752.801 | 1.890.450 | 2.258.300 |
| Gesamt (1) | 3.770.438 | 3.974.268 | 11.329.892 | 11.602.357 |
| Care Enablement | ||||
| Gesamt (einschließlich Umsatzerlösen zwischen den Segmenten) (1) | 1.359.407 | 1.330.023 | 4.019.835 | 3.965.292 |
| Eliminierungen zwischen den Segmenten | (369.683) | (368.054) | (1.098.605) | (1.101.918) |
| Gesamt Care Enablement Umsatzerlöse mit Dritten | 989.724 | 961.969 | 2.921.230 | 2.863.374 |
| Gesamt | 4.760.162 | 4.936.237 | 14.251.122 | 14.465.731 |
(1) Für weitere Informationen zu den
Segmentumsätzen siehe Anmerkung 13.
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesenen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten
umfassen sowohl die Vertriebskosten als auch die
allgemeinen Verwaltungskosten. Vertriebskosten fallen in
den Bereichen Verkauf, Marketing und Lagerhaltung der
Gesellschaft an und sind nicht der Produktion oder
Forschung und Entwicklung zuzuordnen. Die allgemeinen
Verwaltungskosten fallen in der Verwaltungsfunktion der
Gesellschaft an und sind nicht dem Vertrieb, der Produktion
oder der Forschung und Entwicklung zuzuordnen.
Die folgende Tabelle zeigt die Vertriebs- und
allgemeinen Verwaltungskosten der Gesellschaft für das
3. Quartal und die ersten neun Monate 2024 und 2023:
| in TSD € | 3. Quartal | 1. Januar bis 30. September | ||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| Vertriebskosten | 200.325 | 202.256 | 581.861 | 605.086 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 555.821 | 591.534 | 1.721.395 | 1.746.093 |
| Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten | 756.146 | 793.790 | 2.303.256 | 2.351.179 |
In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in den
ersten neun Monaten 2024 in Höhe von 133.433 €
(in den ersten neun Monaten 2023: 165.985 €) sind
Forschungs- und nicht aktivierungsfähige
Entwicklungskosten enthalten.
Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der
Beträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen
und Aufwendungen für das 3. Quartal und die ersten
neun Monate 2024 und 2023 dar:
| in TSD € | 3. Quartal | 1. Januar bis 30. September | ||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| Wechselkursgewinne | 61.274 | 42.756 | 180.984 | 168.737 |
| Gewinne aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen | 14.131 | 638 | 20.952 | 26.212 |
| Neubewertung bestimmter Beteiligungen | 18.107 | 1.382 | 79.190 | 16.350 |
| Erträge resultierend aus einer Vereinbarung über entgangene Gewinne aus dem Verkauf bestimmter Medikamente an nicht verbundene Unternehmen | 62.369 | - | 62.369 | - |
| Erträge aus strategischen Transaktionen und Programmen | 16.079 | - | 103.576 | - |
| Sonstige | 19.106 | 19.836 | 85.423 | 46.614 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 191.066 | 64.612 | 532.494 | 257.913 |
| in TSD € | 3. Quartal | 1. Januar bis 30. September | ||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| Wechselkursverluste | 74.248 | 39.691 | 209.471 | 194.105 |
| Verluste aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen | 5.881 | 1.479 | 8.951 | 20.148 |
| Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen | 3.897 | 66.460 | 266.327 | 181.913 |
| Sonstige | 35.483 | 37.555 | 66.512 | 76.560 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 119.509 | 145.185 | 551.261 | 472.726 |
In der Position "Erträge aus strategischen
Transaktionen und Programmen" der sonstigen betrieblichen
Erträge sind die Gewinne aus der
Veräußerung bestimmter Geschäfte im
Zusammenhang mit strategischen Programmen wie der unten
definierten Optimierung des Bestandsportfolios und dem
Programm FME25 enthalten. Der für das 3. Quartal 2024
gezeigte Betrag bezieht sich hauptsächlich auf die
Neubewertung bestimmter Vermögenswerte, die zur
Veräußerung gehalten wurden, und die
Veräußerung bestimmter Kliniken im Rahmen der
Optimierung des Bestandsportfolios. Der für die ersten
neun Monate 2024 gezeigte Betrag bezieht sich
hauptsächlich auf die Veräußerung der Cura
Day Hospitals Group in Australien im Rahmen der Optimierung
des Bestandsportfolios.
In der Position "Aufwendungen aus strategischen
Transaktionen und Programmen" innerhalb der sonstigen
betrieblichen Aufwendungen sind die geplanten
Veräußerungen (einschließlich der damit
verbundenen Wertminderungen) bestimmter
Geschäftsbereiche im Zusammenhang mit strategischen
Programmen wie der Optimierung des Bestandsportfolios
(unten definiert) und dem Programm FME25 enthalten.
Für weitere Informationen zu den geplanten
Veräußerungen und den damit verbundenen
Wertminderungen siehe Anmerkung 2. In Übereinstimmung
mit der Vorgehensweise der Gesellschaft, Wertminderungen in
den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisen,
werden diese Aufwendungen, die sich auf die Umsatzkosten,
die Vertriebs- und Verwaltungskosten oder die Forschungs-
und Entwicklungskosten beziehen, in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die "Aufwendungen
aus strategischen Transaktionen und Programmen" bestehen
hauptsächlich aus:
| ― |
Aufwendungen im Zusammenhang mit strategischen Veräußerungen, die bei der Überprüfung des Geschäftsportfolios der Gesellschaft identifiziert wurden, hauptsächlich aufgrund des Ausstiegs aus nicht nachhaltigen Märkten und der Veräußerung von Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie der Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche im Kerngeschäft der Gesellschaft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird, einschließlich der gemäß Anmerkung 2 identifizierten geplanten Veräußerungen, der Einstellung eines Entwicklungsprogramms für einen Dialysecycler sowie der Veräußerung des Dienstleistungsgeschäfts der Gesellschaft in Chile, in Ecuador, im südlichen Afrika, in der Türkei, in Guatemala, Curaçao, Peru und der Cura Day Hospital Group in Australien (Optimierung des Bestandsportfolios), mitsamt der damit verbundenen Anpassungen zur Umgliederung der Währungsumrechnung, die zuvor im übrigen Comprehensive Income in Höhe von (14) € und 96.962 € für das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2024 ausgewiesen wurden (im 3. Quartal und in den ersten neun Monaten 2023 gab es keine Anpassungen zur Umgliederung); |
| ― |
bestimmte Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25; und |
| ― |
bestimmte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel, vor allem in Bezug auf die erforderliche Umregistrierung ihrer Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen für externe Berater und die Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen Verwaltungsfunktionen, die für das Management bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die in der Vergangenheit auf der Ebene des Fresenius SE-Konzerns ausgeführt und an die Gesellschaft belastet werden (Rechtsformwechsel-Kosten). |
Die Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und
Programmen setzten sich im 3. Quartal und in den ersten
neun Monaten 2024 und 2023 wie folgt zusammen:
| in TSD € | 3. Quartal | 1. Januar bis 30. September | ||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| Ausbuchung von aktivierten Entwicklungskosten und Abwicklungskosten (1) | - | 11 | - | 58.298 |
| Optimierung des Bestandsportfolios | - | 11 | - | 58.298 |
| Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (2) | 897 | 5.842 | 3.361 | 43.290 |
| Optimierung des Bestandsportfolios | - | (167) | - | 34.883 |
| Programm FME25 | 897 | 6.009 | 3.361 | 8.407 |
| Wertminderung aus der Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | (2.340) | 52.473 | 117.837 | 64.365 |
| Optimierung des Bestandsportfolios | (2.340) | 52.473 | 117.837 | 52.473 |
| Programm FME25 | - | - | - | 11.892 |
| Verlust aus Veräußerungen | 2.808 | - | 111.855 | - |
| Optimierung des Bestandsportfolios | 2.808 | - | 111.855 | - |
| Sonstige (3) | 2.532 | 8.134 | 33.274 | 15.960 |
| Optimierung des Bestandsportfolios | 577 | 1.775 | 28.050 | 2.899 |
| Rechtsformwechselkosten | 1.955 | 6.359 | 5.224 | 13.061 |
| Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen | 3.897 | 66.460 | 266.327 | 181.913 |
(1) Hauptsächlich Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen.
(2) Für das 3. Quartal und die ersten neun
Monate 2024 und 2023 beziehen sich die Beträge in
erster Linie auf Umsatzkosten und Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen.
(3) Für das 3. Quartal und die ersten neun
Monate 2024 und 2023 beziehen sich die Beträge in
erster Linie auf Vertriebs- und allgemeine
Verwaltungskosten.
Für weitere Informationen zu als zur
Veräußerung gehalten klassifizierte
Veräußerungsgruppen siehe Anmerkung 2.
Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der
Zähler und Nenner für die Ermittlung des
unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je
Aktie für das 3. Quartal und die ersten neun Monate
2024 und 2023 dar:
| in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien | 3. Quartal | 1. Januar bis 30. September | ||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| Zähler | ||||
| Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) | 213.027 | 84.351 | 471.014 | 311.072 |
| Nenner | ||||
| Durchschnittlich ausstehende Aktien | 293.413.449 | 293.413.449 | 293.413.449 | 293.413.449 |
| Potenziell verwässernde Aktien | - | - | - | - |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | 0,73 | 0,29 | 1,61 | 1,06 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | 0,73 | 0,29 | 1,61 | 1,06 |
Die Fresenius SE ist mit einer Beteiligung von 32,2% der
Anteile der Gesellschaft zum 30. September 2024 deren
größte Anteilseignerin. Gemäß der
Satzung der Gesellschaft hat die Fresenius SE das Recht,
zwei der sechs Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat
der Gesellschaft zu bestellen. Die Else
Kröner-Fresenius-Stiftung ist die alleinige
Anteilseignerin der Fresenius Management SE,
persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE,
und hat die alleinige Befugnis, den Aufsichtsrat der
Fresenius Management SE zu wählen. Die Gesellschaft
hat verschiedene Vereinbarungen in Bezug auf den Kauf und
Verkauf von Dienstleistungen und Produkten mit der
Fresenius SE, Tochtergesellschaften der Fresenius SE und
mit assoziierten Unternehmen der Gesellschaft geschlossen.
Diese Vereinbarungen werden im Abschnitt a) beschrieben. Im
Abschnitt b) werden die Leasingverhältnisse mit der
Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften
erläutert. Die Konditionen für Forderungen
beziehungsweise Verbindlichkeiten aus diesem Kauf und
Verkauf von Produkten, Leasingverhältnissen sowie
diesen Dienstleistungsvereinbarungen entsprechen
grundsätzlich den gewöhnlichen
Geschäftsbedingungen der Gesellschaft mit Dritten und
die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass diese
Vereinbarungen marktübliche Bedingungen widerspiegeln.
Die Gesellschaft weist die wirtschaftliche Angemessenheit
ihrer Vereinbarungen mit nahestehenden Personen und
Gesellschaften mithilfe verschiedener Methoden nach. Die
Konditionen für Darlehen und Anleihen mit bestimmten
assoziierten Unternehmen, wie in dem folgenden Abschnitt c)
beschrieben, werden zum Zeitpunkt, an dem die Transaktion
geschlossen wurde, festgelegt und entsprechen dem aktuellen
Marktzinssatz zum Zeitpunkt der Transaktion. Im Abschnitt
d) werden die Beziehungen der Gesellschaft zu Personen und
Unternehmen in einer Schlüsselposition im Management
erläutert.
Vor dem Rechtsformwechsel hatte die Gesellschaft mit der
Fresenius SE und einigen Tochtergesellschaften der
Fresenius SE (zusammen Fresenius SE-Gesellschaften)
Dienstleistungsvereinbarungen geschlossen. Sie umfassen
unter anderem Verwaltungsdienstleistungen,
Management-Informationsdienstleistungen, Lohn- und
Gehaltsabrechnung, Versicherungen, IT-Dienstleistungen und
Steuer- und Finanzdienstleistungen. Die oben genannten
Vereinbarungen hatten in der Regel eine Laufzeit von einem
bis fünf Jahren und wurden im Bedarfsfall bei
jeweiliger Fälligkeit neu verhandelt.
Im Zusammenhang mit und nach dem Rechtsformwechsel
schloss die Gesellschaft mit den Fresenius
SE-Gesellschaften übergangsweise
Dienstleistungsverträge ab, um Dienstleistungen zu
erhalten, einschließlich, aber nicht beschränkt
auf: Verwaltungs- und
Gebäudemanagementdienstleistungen, Verwaltung von
Sozialleistungen, Versicherungsgeschäft,
Informationstechnologie, geistiges Eigentum und bestimmte
Treasury-Dienstleistungen. Diese Verträge mit
nahestehenden Unternehmen und Personen wurden in der Regel
für einen Übergangszeitraum von einigen Monaten
bis zu 2 Jahren abgeschlossen (in einigen Fällen mit
Verlängerungsoptionen). Darüber hinaus hat die
Gesellschaft verschiedene Dienstleistungsverträge mit
Gesellschaften der Fresenius SE abgeschlossen, um
Dienstleistungen zu erbringen, einschließlich, aber
nicht beschränkt auf Dienstleistungen im Bereich der
Anlagenbuchhaltung sowie IT- und kommunikationsbezogene
Dienstleistungen für einen Zeitraum von bis zu einem
Jahr.
Für ein assoziiertes Unternehmen führt die
Gesellschaft administrative Tätigkeiten aus.
Die Gesellschaft verkauft auch Produkte an die Fresenius
SE und deren Tochtergesellschaften und bezieht Produkte bei
Tochtergesellschaften der Fresenius SE und assoziierten
Unternehmen. Im Zusammenhang mit und nach dem
Rechtsformwechsel hat die Gesellschaft in begrenztem Umfang
gemeinsame Beschaffungsverträge mit Gesellschaften der
Fresenius SE über den Bezug von Produkten von Dritten
abgeschlossen.
Im Dezember 2010 gründete die Gesellschaft mit
Galenica Ltd. (jetzt bekannt als CSL Vifor) das
pharmazeutische Unternehmen Vifor Fresenius Medical Care
Renal Pharma Ltd., ein assoziiertes Unternehmen, an dem die
Gesellschaft 45% der Anteile hält. Die Gesellschaft
hat exklusive Liefervereinbarungen über den Einkauf
von bestimmten Pharmazeutika sowie bestimmte exklusive
Vertriebsvereinbarungen mit Vifor Fresenius Medical Care
Renal Pharma Ltd. abgeschlossen.
Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten
Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen,
einschließlich der daraus resultierenden Forderungen
und Verbindlichkeiten:
| in TSD € | 1. Januar bis 30. September 2024 | 1. Januar bis 30. September 2023 | ||
| Erbrachte Lieferungen
und Leistungen |
Empfangene Lieferungen
und Leistungen |
Erbrachte Lieferungen
und Leistungen |
Empfangene Lieferungen
und Leistungen |
|
| Dienstleistungsvereinbarungen (1) | ||||
| Fresenius SE | 61 | 16.217 | 108 | 28.405 |
| Tochtergesellschaften der Fresenius SE | 627 | 59.813 | 2.882 | 52.224 |
| Assoziierte Unternehmen | 5.025 | - | 5.694 | 50 |
| Gesamt | 5.713 | 76.030 | 8.684 | 80.679 |
| Produkte | ||||
| Tochtergesellschaften der Fresenius SE (2) | 49.880 | 16.303 | 53.689 | 18.206 |
| Assoziierte Unternehmen | - | 290.892 | - | 337.677 |
| Gesamt | 49.880 | 307.195 | 53.689 | 355.883 |
| in TSD € | 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 | ||
| Forderungen | Verbindlichkeiten | Forderungen | Verbindlichkeiten | |
| Dienstleistungsvereinbarungen (1) | ||||
| Fresenius SE | 131 | 279 | 10 | 1.778 |
| Tochtergesellschaften der Fresenius SE | 302 | 4.432 | 589 | 14.299 |
| Assoziierte Unternehmen | 17.984 | - | 51.442 | - |
| Gesamt | 18.417 | 4.711 | 52.041 | 16.077 |
| Produkte | ||||
| Tochtergesellschaften der Fresenius SE (2) | 16.335 | 5.159 | 23.535 | 9.585 |
| Assoziierte Unternehmen | - | 63.036 | - | 67.403 |
| Gesamt | 16.335 | 68.195 | 23.535 | 76.988 |
(1) Zusätzlich zu den oben dargestellten
Verbindlichkeiten beliefen sich die Rückstellungen
für Dienstleistungsvereinbarungen mit nahestehenden
Unternehmen zum 30. September 2024 auf 23.504 € (31.
Dezember 2023: 5.172 €).
(2) Die empfangenen Lieferungen im Zusammenhang
mit den Tochtergesellschaften der Fresenius SE für die
ersten neun Monate 2023 in Höhe von (13.266) €
wurden angepasst, um einen Fehler in der Darstellung zu
korrigieren. Die Anpassung hat keine Auswirkungen auf die
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft
für die dargestellten Zeiträume.
Zusätzlich zu den oben angeführten
Dienstleistungsvereinbarungen und Produkten mit
nahestehenden Unternehmen hat die Gesellschaft
Mietverträge für Immobilien mit der Fresenius SE
und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen, die
vorwiegend die Konzernzentrale in Bad Homburg v. d.
Höhe (Deutschland) und die Produktionsstandorte
Schweinfurt und St. Wendel (Deutschland) beinhalten. Die
Mietverträge haben Laufzeiten bis zum Ende des Jahres
2032.
Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten
Leasingverhältnisse mit nahestehenden Unternehmen.
| in TSD € | 1. Januar bis 30. September 2024 | 1. Januar bis 30. September 2023 | ||||
| Abschreibung | Zinsaufwand | Mietaufwand (1) | Abschreibung | Zinsaufwand | Mietaufwand (1) | |
| Fresenius SE | 4.943 | 237 | 70 | 6.150 | 1.004 | 293 |
| Tochtergesellschaften der Fresenius SE | 13.811 | 1.460 | - | 13.361 | 1.055 | - |
| Gesamt | 18.754 | 1.697 | 70 | 19.511 | 2.059 | 293 |
| in TSD € | 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 | ||
| Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen |
Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen |
Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen |
Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen |
|
| Fresenius SE | 24.646 | 27.090 | 29.214 | 29.017 |
| Tochtergesellschaften der Fresenius SE | 91.581 | 91.986 | 102.029 | 104.558 |
| Gesamt | 116.227 | 119.076 | 131.243 | 133.575 |
Zum 30. September 2024 hatte die Gesellschaft
ausstehende Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit einem
Cash Pooling Programm mit einigen ihrer assoziierten
Unternehmen in Höhe von 23.673 € (31. Dezember
2023: 26.875 €). Die Verzinsung für diese Cash
Management Transaktionen wurde täglich angepasst und
basierte für die entsprechende Währung auf den
jeweiligen Referenzsätzen, mit einer Untergrenze von
Null, für täglich fällige Geldeinlagen.
Aufgrund der bisherigen Rechtsform der Gesellschaft als
KGaA bis zum Wirksamwerden des Rechtsformwechsels
bekleidete die Fresenius Medical Care Management AG
(Management AG) als frühere persönlich haftende
Gesellschafterin (persönlich haftende
Gesellschafterin) eine Schlüsselposition im Management
der Gesellschaft. Daneben standen die Mitglieder des
Vorstands und des Aufsichtsrats der Management AG als
Inhaber von Schlüsselpositionen im Management sowie
deren enge Familienangehörige der Gesellschaft nahe.
Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels ist die
persönlich haftende Gesellschafterin aus der
Gesellschaft ausgeschieden und hat keinen Anspruch mehr auf
Erstattung der Vergütung ihrer Organmitglieder (mit
Ausnahme etwaiger ausstehender Beträge für
Tätigkeiten vor dem Wirksamwerden des
Rechtsformwechsels, wie nachstehend dargestellt). Die
Mitglieder des Aufsichtsrats und des neu geschaffenen
Vorstands als Personen in einer Schlüsselposition im
Management, sowie deren nahe Angehörige gelten als
nahestehende Personen der Gesellschaft. Ebenfalls mit
Wirksamwerden des Rechtsformwechsels sind die bestehenden
Dienstverträge zwischen der persönlich haftenden
Gesellschafterin und den Mitgliedern des Vorstands der
Management AG auf die FME AG übergegangen. Die
Gesellschaft hat auch Dienstverträge mit neuen
Vorstandsmitgliedern abgeschlossen, die nach dem
Rechtsformwechsel in die Gesellschaft eingetreten sind. Die
vor dem Rechtsformwechsel aufgelegten Long Term Incentive
Pläne der Management AG für die ehemaligen
Mitglieder des Vorstands der Management AG wurden vom
Aufsichtsrat als Vergütungspläne der Gesellschaft
übernommen. Für weitere Informationen zum
Rechtsformwechsel siehe Anmerkung 1.
Vor dem Rechtsformwechsel sah die Satzung der
Gesellschaft vor, dass der Management AG als
persönlich haftende Gesellschafterin alle Aufwendungen
im Zusammenhang mit der
Geschäftsführungstätigkeit
einschließlich der Vergütung der Mitglieder des
Aufsichtsrats und des Vorstands der Management AG erstattet
werden. Für ihre
Geschäftsführungstätigkeit erhielt die
Management AG in den ersten neun Monaten 2023 23.574
€. Zum 30. September 2024 hatte die Gesellschaft keine
Forderungen gegen die Management AG und keine
Verbindlichkeiten gegenüber der Management AG. Zum 31.
Dezember 2023 hatte die Gesellschaft Forderungen gegen die
Management AG in Höhe von 89.723 € und
Verbindlichkeiten gegenüber der Management AG in
Höhe von 3.141 €.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung
der Portfolios an Versicherungs- und
Rückversicherungsverträgen der Gesellschaft, die
die Veränderungen der Forderungen (Verbindlichkeiten)
aus Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen
zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2023
gemäß IFRS 17 zeigt. Zum 30. September 2024
werden diese Forderungen (Verbindlichkeiten) in der
Konzern-Bilanz innerhalb der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen
konzernfremde Dritte (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten)
ausgewiesen, die zuvor auf Nettobasis unter den Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen
gegenüber konzernfremden Dritten zum 31. Dezember 2023
ausgewiesen waren.
| in TSD € | 2024 | 2023 | ||||
| Barwert der
künftigen
Cash Flows |
Risikoanpassung
für
nichtfinanzielles Risiko |
Gesamt | Barwert der
künftigen
Cash Flows |
Risikoanpassung
für
nichtfinanzielles Risiko |
Gesamt | |
| Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Rückversicherungsverträgen zu Beginn der Berichtsperiode | 53.137 | (931) | 52.206 | 23.925 | (1.801) | 22.124 |
| Eingetretene Schadenereignisse und andere direkt zurechenbare Kosten | (223.898) | 206 | (223.692) | (166.161) | 825 | (165.336) |
| Änderungen, die sich auf vergangene Leistungen beziehen - Änderungen der Erfüllungs-Cash Flows in Bezug auf LIC (1) | (40.438) | - | (40.438) | 1.544 | - | 1.544 |
| Bezahlte Schadensansprüche und andere direkt zurechenbare Kosten | (362.548) | - | (362.548) | (387.949) | - | (387.949) |
| Erhaltene Prämien | 600.813 | - | 600.813 | 583.269 | - | 583.269 |
| Fremdwährungsumrechnung und sonstige Veränderungen | 62 | 6 | 68 | (1.491) | 45 | (1.446) |
| Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Rückversicherungsverträgen zum Ende der Berichtsperiode | 27.128 | (719) | 26.409 | 53.137 | (931) | 52.206 |
| in TSD € | 2024 | 2023 | ||||
| Barwert der
künftigen
Cash Flows |
Risikoanpassung
für
nichtfinanzielles Risiko |
Gesamt | Barwert der
künftigen
Cash Flows |
Risikoanpassung
für
nichtfinanzielles Risiko |
Gesamt | |
| Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen zu Beginn der Berichtsperiode | 27.389 | (553) | 26.836 | 20.669 | (254) | 20.415 |
| Eingetretene Schadenereignisse und andere direkt zurechenbare Kosten | (225.237) | 45 | (225.192) | (208.884) | (314) | (209.198) |
| Änderungen, die sich auf vergangene Leistungen beziehen - Änderungen der Erfüllungs-Cash Flows in Bezug auf LIC (1) | 3.121 | - | 3.121 | (2.666) | - | (2.666) |
| Bezahlte Schadensansprüche und andere direkt zurechenbare Kosten | (378.459) | - | (378.459) | (423.377) | - | (423.377) |
| Erhaltene Prämien | 611.974 | - | 611.974 | 642.529 | - | 642.529 |
| Fremdwährungsumrechnung und sonstige Veränderungen | (686) | 6 | (680) | (882) | 15 | (867) |
| Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen zum Ende der Berichtsperiode | 38.102 | (502) | 37.600 | 27.389 | (553) | 26.836 |
Zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2023 setzten
sich die Vorräte wie folgt zusammen:
| in TSD € | 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Fertige Erzeugnisse | 1.211.228 | 1.232.702 |
| Verbrauchsmaterialien | 404.191 | 451.316 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 349.293 | 361.804 |
| Unfertige Erzeugnisse | 134.965 | 133.353 |
| Vorräte | 2.099.677 | 2.179.175 |
Zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2023 setzten
sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt
zusammen:
| in TSD € | 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Commercial Paper Programm | 99.749 | 399.078 |
| Kurzfristige Darlehen | 4.013 | 57.754 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 163 | 72 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 103.925 | 456.904 |
Die Gesellschaft und einige Tochtergesellschaften
verfügen über ein Cash Management System mit
einem währungsübergreifenden Notional Pooling.
Hierbei werden sowohl Euro als auch
Fremdwährungsbeträge innerhalb des Cash Pools
gegeneinander aufgerechnet, ohne physisch auf ein Cash Pool
Konto transferiert zu werden. Der Cash Pool dient hierbei
der effizienten Verwendung von Mitteln innerhalb des
Konzerns. Die Voraussetzungen für eine Saldierung
innerhalb dieses Cash Management Systems wurden
erfüllt. Zum 30. September 2024 saldierte die
Gesellschaft 251.613 € (31. Dezember 2023: 126.836
€) flüssige Mittel mit kurzfristigen Darlehen.
Vor Saldierung betrugen die flüssigen Mittel zum 30.
September 2024 1.622.503 € (31. Dezember 2023:
1.530.328 €) und die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten 355.538 € (31. Dezember 2023:
583.740 €).
Die Gesellschaft verfügt über ein Commercial
Paper Programm, in dessen Rahmen kurzfristige Schuldtitel
von bis zu 1.500.000 € ausgegeben werden können.
Zum 30. September 2024 hatte die Gesellschaft Commercial
Paper in Höhe von 100.000 € (31. Dezember 2023:
400.000 €) begeben.
Zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember 2023 setzten
sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt
zusammen:
| in TSD € | 30. September 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Schuldscheindarlehen | 225.964 | 228.759 |
| Anleihen | 6.648.399 | 6.676.465 |
| Forderungsverkaufsprogramm | - | 22.857 |
| Sonstige | 302.953 | 519.481 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 7.177.316 | 7.447.562 |
| Kurzfristig fälliger Anteil | (942.868) | (487.699) |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils | 6.234.448 | 6.959.863 |
Die Gesellschaft verfügte über ein
Forderungsverkaufsprogramm mit einem maximal abrufbaren
Betrag in Höhe von 900.000 US$ (768.049 € zum
Zeitpunkt der Ausführung) und einer Laufzeit bis zum
11. August 2024. Am 31. Mai 2024 hat die Gesellschaft das
Forderungsverkaufsprogramm freiwillig gekündigt.
Die folgende Tabelle zeigt die zur Verfügung
stehenden Fazilitäten und die Inanspruchnahmen aus dem
Forderungsverkaufsprogramm zum 30. September 2024 und zum
31. Dezember 2023:
| in TSD |
Kreditfazilitäten
30. September 2024 |
Inanspruchnahmen
30. September 2024 |
||
| Forderungsverkaufsprogramm | $ - | € - | $ - | € - |
| Kreditfazilitäten (1) 31. Dezember 2023 | Inanspruchnahmen (2) 31. Dezember 2023 | |||
| Forderungsverkaufsprogramm | $ 900.000 | € 814.482 | $ 25.000 | € 22.624 |
(1) Vorbehaltlich der Verfügbarkeit von
Forderungen, die die vertraglichen Bestimmungen
erfüllen.
(2) Finanzierungskosten sind in den angegebenen
Beträgen nicht berücksichtigt.
Weiterhin nutzte die Gesellschaft im Rahmen des
Forderungsverkaufsprogramms zum 31. Dezember 2023 Letters
of Credit in Höhe von 28.332 US$ beziehungsweise
25.640 €. Die Letters of Credit sind nicht in den oben
genannten Inanspruchnahmen zu diesen Zeitpunkten enthalten,
reduzierten jedoch die zur Verfügung stehenden
Beträge des Forderungsverkaufsprogramms entsprechend.
Die Gesellschaft hat im Juli 2021 eine syndizierte
revolvierende Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in
Höhe von 2.000.000 € abgeschlossen (syndizierte
Kreditlinie), die als zusätzliche
Liquiditäts-Absicherung für allgemeine
Unternehmenszwecke dient und zum 30. September 2024 nicht
in Anspruch genommen war. Am 2. Juni 2023 wurde die
syndizierte Kreditlinie um ein weiteres Jahr bis zum 1.
Juli 2028 verlängert, wobei das Volumen der
Kreditfazilität im letzten Jahr 1.959.184 €
beträgt.
Zum 30. September 2024 betrug die Eigenkapitalquote
45,5% (31. Dezember 2023: 43,7%), und das Verhältnis
der Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen (einschließlich
Beträge in direktem Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) zur
Bilanzsumme belief sich auf 34,5% (31. Dezember 2023:
35,9%).
Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator auf
Konzernebene ist der Netto-Verschuldungsgrad, der sich aus
dem Net Debt/EBITDA-Verhältnis berechnet.
Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen
Mittel (Netto-Verschuldung oder Net Debt) und EBITDA werden
zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so den
Netto-Verschuldungsgrad zu bestimmen. Dabei wird das EBITDA
um in den letzten zwölf Monaten getätigte
Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in
der syndizierten Kreditlinie festgelegte
Größenordnung von 50.000 € übersteigt,
sowie um nicht zahlungswirksame Aufwendungen,
Wertminderungen und Sondereffekte, einschließlich
| ― |
der Aufwendungen für das Programm FME25, |
| ― |
der Auswirkungen der Neubewertung des Anteils der Gesellschaft an Humacyte, Inc. und von Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die die Gesellschaft aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch hat, |
| ― |
der Rechtsformwechsel-Kosten, sowie |
| ― |
der Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios |
angepasst. Das selbst gesetzte Ziel für den
Netto-Verschuldungsgrad liegt bei 3,0 bis 3,5x, was vom
Management als der Gesellschaft angemessen angesehen wird.
Der Netto-Verschuldungsgrad betrug zum 30. September 2024
2,8 (31. Dezember 2023: 3,2). Damit lag der
Netto-Verschuldungsgrad unterhalb des selbst gesetzten
Ziels. Der Rückgang des Netto-Verschuldungsgrads ergab
sich aus einem Rückgang der Netto-Verschuldung und
einem leichten Anstieg des EBITDA. Zu Zielen des
Kapitalmanagements und weiteren Informationen wird auf den
im Geschäftsbericht 2023 enthaltenen Konzernabschluss
verwiesen.
Die Finanzierungsstruktur und das Geschäftsmodell
der Gesellschaft spiegeln sich in ihrem Rating wider. Die
Gesellschaft wird von Standard & Poor's, Moody's und
Fitch mit Investment-Grade bewertet. Am 17. Mai 2024
bestätigte Moody's das Unternehmensrating Baa3 und
änderte den Ausblick von negativ auf stabil. Am 23.
Mai 2024 beziehungsweise am 2. August 2024 bestätigten
Standard & Poor's beziehungsweise Fitch das
Unternehmensrating BBB- und änderte den Ausblick von
negativ auf stabil.
Die aktuellen Unternehmensratings und Ausblicke der
Ratingagenturen für die Gesellschaft sind in der
nachstehenden Tabelle aufgeführt:
| Standard & Poor´s | Moody´s | Fitch | |
| Unternehmensrating | BBB- | Baa3 | BBB- |
| Ausblick | stabil | stabil | stabil |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde der Fresenius
Medical Care Management Board Long-Term Incentive Plan
2024+ (MB LTIP 2024+) als neuer Vergütungsplan mit
langfristiger Anreizwirkung für die Mitglieder des
Vorstands eingeführt. Für Mitglieder des
Vorstands verbundener Unternehmen und andere
Führungskräfte beschloss der Vorstand ebenfalls
mit Wirkung zum 1. Januar 2024 die Einführung des
Fresenius Medical Care Long-Term Incentive Plan 2024+ (LTIP
2024+). Der MB LTIP 2024+ folgt auf den Fresenius Medical
Care Management Board Long Term Incentive Plan 2020 (MB
LTIP 2020) und der LTIP 2024+ auf den Fresenius Medical
Care Long-Term Incentive Plan 2022+ (LTIP 2022+), unter
denen seit dem 1. Januar 2024 keine Zuteilungen mehr
erfolgen. Durch diese mehrjährigen
Vergütungspläne sollen die Teilnehmer*innen auch
weiterhin am langfristigen und nachhaltigen Erfolg der
Gesellschaft beteiligt werden.
Beim MB LTIP 2024+ und beim LTIP 2024+ handelt es sich
um variable Vergütungspläne mit langfristiger
Anreizwirkung. Planteilnehmer*innen des MB LTIP 2024+ und
des LTIP 2024+ können sogenannte Performance Shares
zugeteilt werden. Performance Shares sind
Vergütungsinstrumente, die in Abhängigkeit von
der Erreichung vordefinierter, nachstehend im Einzelnen
beschriebener Erfolgsziele sowie von der Entwicklung des
Kurses der Aktie der Gesellschaft während des
Erdienungszeitraums Ansprüche auf Barzahlung
vermitteln können. Für noch nicht erfolgte
Zuteilungen unter dem MB LTIP 2024+ kann der Aufsichtsrat
stattdessen vor jeder Zuteilung einen Ausgleich in Aktien
der Fresenius Medical Care AG festlegen.
Für die Mitglieder des Vorstands erfolgt die
Festlegung des jeweiligen Zuteilungsbetrages durch den
Aufsichtsrat. Für Mitglieder des Vorstands verbundener
Unternehmen und andere Führungskräfte erfolgt die
Festlegung des jeweiligen Zuteilungsbetrages durch den
Vorstand. Der Zuteilungswert wird in der Währung
festgelegt, in welcher der*die jeweilige Planteilnehmer*in
zum Zeitpunkt der Zuteilung sein oder ihr Grundgehalt
bezieht. Nicht auf Euro lautende Zuteilungswerte werden
anhand eines fixierten Wechselkurses in Euro umgerechnet.
Um die Anzahl der den einzelnen Planteilnehmer*innen
zuzuteilenden Performance Shares aus dem Zuteilungswert zu
ermitteln, wird deren jeweiliger Zuteilungswert durch den
Wert je Performance Share - unter Zugrundelegung des
Durchschnittskurses der Aktie der Gesellschaft während
des Zeitraums von dreißig Kalendertagen vor der
jeweiligen Zuteilung sowie unter der Annahme einer
Zielerreichung von 100% für das unten beschriebene
Erfolgsziel Gesamtrendite für Aktionär*innen im
Vergleich zu Wettbewerbern (Relativer Total Shareholder
Return (TSR)) - zum Zeitpunkt der Zuteilung dividiert. Die
Anzahl der zugeteilten Performance Shares kann sich
über den Bemessungszeitraum, der für alle
Zuteilungen im Geschäftsjahr 2024 vom 1. Januar 2024
bis zum 31. Dezember 2026 läuft, in Abhängigkeit
vom Grad der Erreichung der Erfolgsziele verändern.
Für Zuteilungen im Geschäftsjahr 2024 lauten
die Erfolgsziele wie folgt: (i) Rendite auf das investierte
Kapital (Return on Invested Capital (ROIC)), (ii) Relativer
TSR und (iii) Nachhaltigkeit gemessen an der Reduktion von
Emissionen in CO
2-Äquivalenten (Reduktion der CO
2e-Emissionen (Englisch: CO
2 equivalents)). Die Reduktion der CO
2e-Emissionen spiegelt das von der Gesellschaft
verkündete Ziel, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen
bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 2020 um 50% zu
reduzieren und bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden,
wider. Für alle drei Erfolgsziele wurden konkrete
Zielerreichungskorridore festgelegt, die zur Berechnung der
jeweiligen Zielerreichung zugrunde gelegt werden. Diese
Korridore wurden für den MB LTIP 2024+ vom
Aufsichtsrat und für den LTIP 2024+ vom Vorstand
festgelegt und sind für beide Pläne gleich.
Für Zuteilungen im Geschäftsjahr 2024
fließt das Profitabilitätsziel ROIC zu 40% in
die Berechnung des Grades der Gesamtzielerreichung ein und
basiert auf den ausgewiesenen und geprüften Zahlen in
Euro bei einem nach IFRS erstellten Konzernabschluss der
Gesellschaft in Übereinstimmung mit den jeweiligen
Planbedingungen. Die Zielerreichung des Erfolgsziels ROIC
wird auf Basis des Durchschnitts der drei jährlichen
ROIC-Werte während des Bemessungszeitraums hinweg
ermittelt.
Für Zuteilungen im Geschäftsjahr 2024 wird das
Erfolgsziel Relativer TSR anhand der Gesamtrendite für
Aktionär*innen im Vergleich zu europäischen sowie
US-amerikanischen Vergleichsunternehmen ermittelt. Die
Berechnung der Zielerreichung für das Erfolgsziel
Relativer TSR erfolgt mit der "Perzentil-Ranking-Methode".
Hierzu werden die TSR-Werte der Vergleichsunternehmen
innerhalb der jeweiligen Vergleichsgruppen über den
gesamten Bemessungszeitraum in Rangreihen gebracht und die
relative Positionierung der Gesellschaft innerhalb der
jeweiligen Vergleichsgruppe anhand des erreichten
Perzentils bestimmt. Das Erfolgsziel Relativer TSR
fließt mit einer Gewichtung in Höhe von 40% in
die Berechnung des Grades der Gesamtzielerreichung ein.
Für Zuteilungen im Geschäftsjahr 2024 basiert
die Erreichung des Nachhaltigkeitsziels Reduktion der CO
2e-Emissionen auf den nichtfinanziellen
Konzernberichten (oder entsprechenden, ihnen nachfolgenden
Nachhaltigkeitsberichterstattungen), die einer
prüferischen Durchsicht durch einen unabhängigen
Prüfer unterzogen werden, und wird anhand der
Reduktion von Emissionen in CO
2-Äquivalenten im Vergleich zum Basisjahr
2020 gemessen. Diese Reduktion wird in Prozent
ausgedrückt. Das Nachhaltigkeitsziel hat eine
Gewichtung von 20%, mit welcher es in die Berechnung des
Grades der Gesamtzielerreichung einfließt. Die
maßgebliche Zielerreichung dieses
Nachhaltigkeitsziels wird durch die durchschnittliche
jährliche Zielerreichung für die Reduktion der CO
2e-Emissionen im Bemessungszeitraum bestimmt.
Für jedes Jahr wird dabei die Zielerreichung gleich
gewichtet (je 1/3).
Die Anzahl der den Planteilnehmer*innen zu Beginn des
Bemessungszeitraums zugeteilten Performance Shares wird mit
dem Grad der Gesamtzielerreichung multipliziert, um die
endgültige Anzahl an Performance Shares zu ermitteln.
Unter dem MB LTIP 2024+ ist die endgültige Anzahl
an Performance Shares prinzipiell vier Jahre nach dem Tag
der Zuteilung erdient. Es finden bestimmte
Auszahlungsbedingungen, wie z. B. das Fortbestehen des
Dienstverhältnisses (mit Ausnahmen für z. B.
Berufsunfähigkeit oder Ruhestand), Anwendung. Die
Anzahl der erdienten Performance Shares wird dann mit dem
Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft während
eines Zeitraums von 30 Tagen vor Ablauf des
Erdienungszeitraums multipliziert. Der sich hieraus
ergebende Betrag, der auf 400% des jeweiligen
Zuteilungswertes begrenzt ist, wird den
Planteilnehmer*innen dann als Barvergütung ausbezahlt
oder in Aktien der Gesellschaft bedient.
Unter dem LTIP 2024+ ist die endgültige Anzahl an
Performance Shares prinzipiell drei Jahre nach dem Tag der
Zuteilung erdient. Es finden bestimmte
Auszahlungsbedingungen, wie z. B. das Fortbestehen des
Anstellungs- bzw. Dienstverhältnisses (mit Ausnahmen
für z. B. Berufsunfähigkeit oder Ruhestand),
Anwendung. Die Anzahl der erdienten Performance Shares wird
dann mit dem Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft
während eines Zeitraums von 30 Tagen vor Ablauf des
Erdienungszeitraums multipliziert. Der sich hieraus
ergebende Betrag, der auf 400% des jeweiligen
Zuteilungswertes begrenzt ist, wird den
Planteilnehmer*innen dann als Barvergütung ausbezahlt.
Die erste Zuteilung unter dem MB LTIP 2024+ wurde
während des 2. Quartals 2024 für die Mitglieder
des Vorstands und während des 3. Quartals 2024
für ein ehemaliges Mitglied des Vorstands jeweils
rückwirkend zum 1. März 2024 vorgenommen. Eine
weitere Zuteilung wurde zum 1. Juni 2024 vorgenommen, als
ein neues Mitglied in den Vorstand eintrat. Für beide
Zuteilungen läuft der Bemessungszeitraum vom 1. Januar
2024 bis zum 31. Dezember 2026. Unter dem MB LTIP 2024+
wurden 304.043 Performance Shares mit einem Gesamtmarktwert
von 5.790 € zugeteilt (davon 266.497 Performance
Shares mit einem Gesamtmarktwert von 5.100 € an die
Mitglieder des Vorstands). Dieser Betrag wird über den
Erdienungszeitraum verteilt, wobei er im Falle einer
Änderung des beizulegenden Zeitwerts neu bewertet
wird. Der durchschnittliche gewichtete beizulegende
Zeitwert pro Performance Share betrug zum Tag der Zuteilung
19,04 € und spiegelt alle Marktbedingungen wie
beispielsweise die aktuelle Zielerreichung für das
Erfolgsziel Relativer TSR zum jeweiligen Zeitpunkt der
Zuteilung wider. Für beide Zuteilungen hat sich der
Aufsichtsrat für einen Barausgleich entschieden,
weshalb die Gesellschaft diese Zuteilungen als
Vergütung mit Barausgleich bilanziert.
Die erste Zuteilung unter dem LTIP 2024+ wurde zum 29.
Juli 2024 vorgenommen. Der Bemessungszeitraum läuft
vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2026. Unter dem
LTIP 2024+ wurden 1.805.202 Performance Shares mit einem
Gesamtmarktwert von 41.213 € an die Mitglieder des
Vorstands verbundener Unternehmen und andere
Führungskräfte zugeteilt. Dieser Betrag wird
über den Erdienungszeitraum verteilt, wobei er im
Falle einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts neu
bewertet wird. Der durchschnittliche gewichtete
beizulegende Zeitwert pro Performance Share betrug zum Tag
der Zuteilung 22,83 € und spiegelt alle
Marktbedingungen wie beispielsweise die aktuelle
Zielerreichung für das Erfolgsziel Relativer TSR zum
Zeitpunkt der Zuteilung wider.
Die Gesellschaft ist regelmäßig in Klagen,
Rechtsstreitigkeiten, behördliche und
steuerbehördliche Prüfungen, Ermittlungen und
sonstige Rechtsangelegenheiten involviert, die sich
größtenteils aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit der Erbringung von
Dienstleistungen und Lieferung von Produkten im
Gesundheitswesen ergeben. Im Folgenden werden solche
rechtlichen Angelegenheiten beschrieben, die die
Gesellschaft derzeit als wesentlich oder beachtenswert
erachtet. Die Gesellschaft bildet ihre Rückstellungen
für Rechtsstreitigkeiten für bestimmte
Gerichtsverfahren und regulatorische Angelegenheiten,
soweit die Gesellschaft feststellt, dass ein
ungünstiger Ausgang wahrscheinlich ist und die
Höhe des Verlusts vernünftig geschätzt
werden kann. Für die übrigen, im Folgenden
beschriebenen Angelegenheiten erachtet die Gesellschaft den
Schadenseintritt als unwahrscheinlich und / oder kann den
Schaden oder den Rahmen des möglichen Schadens
vernünftigerweise nicht zum jetzigen Zeitpunkt
abschätzen. Der genaue Ausgang von
Rechtsstreitigkeiten und anderen Rechtsangelegenheiten kann
stets nur schwer vorhergesagt werden, und es können
sich Resultate ergeben, die von der Einschätzung der
Gesellschaft abweichen. Die Gesellschaft ist
überzeugt, stichhaltige Einwände gegen die in
anhängigen Rechtsangelegenheiten geltend gemachten
Ansprüche oder Vorwürfe zu besitzen und wird sich
vehement verteidigen. Dennoch ist es möglich, dass die
Entscheidung einer oder mehrerer derzeit anhängiger
oder drohender rechtlicher Angelegenheiten wesentliche
nachteilige Auswirkungen auf die
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf
ihre Finanz- und Ertragslage haben könnte.
Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2012 bestimmte
Mitteilungen erhalten, die das Vorliegen von
Verhaltensweisen in Ländern außerhalb der
Vereinigten Staaten behaupten, die gegen den U.S. Foreign
Corrupt Practices Act (FCPA) oder andere
Anti-Korruptionsgesetze verstoßen könnten. Die
Gesellschaft führte unter Mitwirkung von externen
Anwälten Untersuchungen durch und hat, in einem
fortwährenden Dialog, die Securities and Exchange
Commission (SEC) sowie das United States Department of
Justice (DOJ) über diese Untersuchungen informiert.
Das DOJ und die SEC führten ebenfalls eigene
Untersuchungen durch, bei denen die Gesellschaft kooperiert
hat.
Im Laufe dieses Dialoges hat die Gesellschaft Verhalten
ermittelt und an das DOJ und die SEC berichtet, welches zur
Folge hatte, dass das DOJ und die SEC die Verhängung
von Geldstrafen, einschließlich der Abschöpfung
von Gewinnen, und andere Abhilfemaßnahmen gegen die
Gesellschaft anstrebten. Die Gesellschaft hat
bezüglich dieses Verhaltens Abhilfemaßnahmen
ergriffen. Dieses Verhalten drehte sich im Wesentlichen um
das Produktgeschäft der Gesellschaft in Ländern
außerhalb der Vereinigten Staaten. Zu den
Abhilfemaßnahmen der Gesellschaft gehörte die
Trennung von den Beschäftigten, die für das oben
genannte Verhalten verantwortlich sind. Am 29. März
2019 ist die Gesellschaft ein Non-Prosecution-Agreement
(NPA) mit dem DOJ sowie eine separate Vereinbarung mit der
SEC (SEC Order) eingegangen mit dem Ziel, vollständig
und abschließend die aus der Untersuchung
resultierenden Vorwürfe der US Regierung gegen die
Gesellschaft beizulegen. Dies umfasste Bestimmungen
für Strafzahlungen und Gewinnabschöpfung, die
Verpflichtung zur Selbstberichterstattung und die
Beiziehung eines unabhängigen Compliance-Monitors,
dessen Zertifizierung der Umsetzung eines wirksamen
Compliance-Programms zur Korruptionsbekämpfung durch
die Gesellschaft im Januar 2023 abgeschlossen wurde. Das
DOJ und die SEC nahmen die Zertifizierung des Monitors an
und das NPA und die SEC-Order sind am 1. März 2023
beziehungsweise 29. März 2023 ausgelaufen.
Im Jahr 2015 berichtete die Gesellschaft selbst der
deutschen Staatsanwaltschaft im Bundesland Hessen über
bestimmtes Verhalten in der Vergangenheit mit einem
potenziellen Bezug zu Deutschland und kooperiert weiterhin
mit Regierungsbehörden in Deutschland bei deren
Prüfung des Verhaltens, welches die Untersuchungen der
Gesellschaft und der Regierung der Vereinigten Staaten
veranlasst hat. Im September 2023 eröffnete die
hessische Staatsanwaltschaft ein selbständiges
Einziehungsverfahren gegen eine deutsche
Tochtergesellschaft der Gesellschaft im Zusammenhang mit
dem oben genannten Verhalten in Westafrika.
Seit 2012 hat die Gesellschaft weitere bedeutende
Investitionen in ihre Compliance- und Finanzkontrollen
sowie in ihre Compliance-, Rechts- und Finanzorganisationen
getätigt und die Gesellschaft arbeitet weiter an der
Umsetzung ihres Compliance-Programms in Verbindung mit der
Vereinbarung mit dem DOJ und der SEC. Die Gesellschaft
reagiert weiterhin auf verschiedenen Ebenen auf
Überprüfungsfragen im Nachgang zur
FCPA-Untersuchung. Die Gesellschaft bekennt sich auch
weiterhin vollumfänglich zur Einhaltung des FCPA und
anderer anwendbarer Anti-Korruptionsgesetze.
Im August 2014 erhielt FMCH eine Vorlageverfügung
der US-Bundesanwaltschaft (United States Attorney's Office
- USAO) des District of Maryland, mit der Informationen zu
vertraglichen Vereinbarungen von FMCH mit
Krankenhäusern und ärztlichem Fachpersonal
bezüglich des Managements von stationären
Akutdialyse-Dienstleistungen abgefragt werden.
Anschließend hat die USAO Ermittlungen
durchgeführt, bei denen FMCH kooperiert hat, und
abgelehnt, in dieser Angelegenheit einzuschreiten. Nachdem
der United States District Court of Maryland eine
sogenannte Qui-Tam-Beschwerde eines Beschwerdeführers
aus dem Jahr 2014 entsiegelte, die Anlass zu der
Untersuchung gab, stellte der Beschwerdeführer die
Beschwerde zu und verfolgte die Angelegenheit alleine
weiter, indem er eine geänderte Klage einreichte,
gegen die FMCH aus mehreren Gründen Schritte auf
Abweisung eingeleitet hat. Am 5. Oktober 2021 übertrug
der District Court of Maryland auf Antrag von FMCH den Fall
an das US-Bezirksgericht für Massachusetts. Flanagan
v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc., 1:21-cv-11627
(Flanagan). Am 5. Dezember 2022 gab der District Court von
Massachusetts dem Antrag von FMCH statt und wies den Fall
ab. Der Kläger hat Berufung eingelegt.
Am 19. Oktober 2023 wurde einer Tochtergesellschaft der
Gesellschaft eine Beschwerde zugestellt, in der behauptet
wird, dass einem Mitarbeiter als Vergeltungsmaßnahme
gekündigt wurde, weil er Bedenken geäußert
hatte, die denen in dem Flanagan-Rechtsstreit
ähnelten. Rowe v. Fresenius Medical Care Holdings,
Inc. et al, 3:23-cv-00331, United States District Court for
the Eastern District of Tennessee. FMCH wird sich in diesem
Rechtsstreit verteidigen.
Im Jahr 2014 reichten zwei New Yorker Ärzte eine
versiegelte Qui-Tam-Klage beim United States District Court
for the Eastern District of New York (Brooklyn) ein, in der
sie Verstöße gegen den False Claims Act (Gesetz
gegen betrügerische Zahlungsanforderungen) im
Zusammenhang mit dem Geschäftszweig Vascular Access
von FMCH geltend machten. Wie bereits bekannt gegeben, hat
der Staatsanwalt der Vereinigten Staaten für den
östlichen Bezirk von New York (Brooklyn) am 6. Oktober
2015 Vorladungen an FMCH gerichtet, die darauf hindeuten,
dass seine Ermittlungen nun im Zusammenhang mit der Klage
der beiden Kläger stehen.
FMCH kooperierte bei der Untersuchung in Brooklyn, die
getrennt von den 2015 in Connecticut, Florida und Rhode
Island abgeschlossenen Vergleichen zu den Vorwürfen
gegen American Access Care LLC (AAC) nach der
Übernahme von AAC durch FMCH im Jahr 2011 betrachtet
wurde.
Am 12. Juli 2022, nachdem das Gericht die Anträge
der USAO auf Erneuerung der Versiegelung der Beschwerde der
Kläger abgelehnt hatte, reichte die USAO eine
Beschwerde als Streithelfer ein. United States ex rel. Pepe
and Sherman v. Fresenius Vascular Care, Inc. et al,
1:14-cv-3505. Am 3. Oktober 2023 reichten die Bundesstaaten
New York, New Jersey und Georgia eine gemeinsame Beschwerde
als Streithelfer ein. In der Klage der Vereinigten Staaten,
dreier Bundesstaaten sowie der Beschwerdeführer wird
behauptet, dass die Beklagten staatliche Zahlungen für
medizinisch nicht notwendige Operationen in Rechnung
gestellt und erhalten haben. Am 31. Oktober 2024 gab das
Gericht dem Antrag von FMCH statt, die Klage der
Beschwerdeführer abzuweisen. FMCH verteidigt sich
gegen die Vorwürfe, die in diesem jetzt laufenden
Verfahren erhoben werden.
Am 18. November 2016 erhielt FMCH eine
Vorlageverfügung unter dem False Claims Act der
US-Bundesanwaltschaft für den Eastern District of New
York (Brooklyn), mit der Unterlagen und Informationen
bezüglich der Geschäftstätigkeit der im
Oktober 2013 von der FMCH erworbenen Shiel Medical
Laboratory, Inc. (Shiel) angefragt wurden. FMCH informierte
die USAO, dass es aufgrund der Verkaufsbedingungen im
Rahmen der Übernahme von Shiel im Jahr 2013 nicht
für das Verhalten von Shiel vor dem Zeitpunkt der
Übernahme verantwortlich sei. Am 12. Dezember 2017
verkaufte FMCH bestimmte Geschäftsbereiche von Shiel
an Quest Diagnostics. Dennoch kooperierte FMCH bei der
Ermittlung der USAO in Brooklyn.
Am 14. Juni 2022 lehnte die Brooklyn USAO es ab, zwei
Anzeigen beizutreten, die den Ermittlungen zugrunde lagen.
Die Kläger führten auf eigene Kosten einen
Rechtsstreit gegen Geschäftseinheiten von Shiel und
FMCH und behaupteten, dass die Beklagten die staatlichen
Kostenträger zu Unrecht veranlasst haben, für
Labortests zu zahlen, die falsch oder nicht
ordnungsgemäß in Rechnung gestellt wurden, und
dass sie Vergeltungsmaßnahmen gegen die Kläger
ergriffen haben, weil diese gegen das angebliche
Fehlverhalten Einspruch erhoben haben. Relator v. Shiel
Medical Laboratory, 1:16-cv-01090 (E.D.N.Y. 2016); Relator
v. Shiel Holdings, 1:17-cv-02732 (E.D.N.Y. 2017). FMCH
erzielte einen Vergleich in der Sache Relator v. Shiel
Holdings, 1:17-cv-02732, und die Angelegenheit wurde
abschließend eingestellt. FMCH verteidigt sich gegen
Anschuldigungen, die sich gegen von FMCH kontrollierte
Unternehmen in der verbleibenden Angelegenheit richten.
Im Februar 2022 erhielt die Gesellschaft ein
förmliches Auskunftsersuchen des Hessischen
Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit
(HBDI). Das Auskunftsersuchen bezieht sich auf bestimmte
Datenverarbeitungsfunktionen einiger
Peritonealdialysegeräte der Gesellschaft. Die
Gesellschaft ist bestrebt, dem Ersuchen des HBDI nach
bestem Wissen nachzukommen und mit ihm zu kooperieren, und
arbeitet daran, die entsprechenden Informationen
bereitzustellen. Darüber hinaus verpflichtet sich die
Gesellschaft, die Privatsphäre der Patient*innen
gemäß den geltenden Gesetzen und den Standards
zum Schutz der Privatsphäre zu wahren und zu
schützen sowie die Geräte unter
Berücksichtigung der technischen, rechtlichen und
datenschutzrechtlichen Anforderungen kontinuierlich zu
verbessern.
Am 3. Januar 2023 erhielt die FMCH eine
Vorlageverfügung des Generalstaatsanwalts für den
District of Columbia, die sich auf die Aktivitäten der
American Kidney Foundation (AKF) bezog und mit
kartellrechtlichen Bedenken, einschließlich der
Marktaufteilung im District of Columbia, begründet
wurde. Die Beziehung zwischen FMCH und der AKF war
Gegenstand einer früheren Untersuchung durch
US-Behörden und eines Rechtsstreits mit United
Healthcare, die beigelegt worden sind. FMCH kooperiert bei
den District of Columbia-Ermittlungen.
Am 20. Februar 2023 erhielt die Gesellschaft vom
Internationalen Schiedsgerichtshof London (LCIA) eine
Klageschrift ihres ehemaligen Vertriebshändlers im
Irak zugestellt. Die Gesellschaft hatte die
Vertriebsvereinbarung im Jahr 2018 gekündigt. Der
ehemalige Vertriebshändler fordert unter anderem eine
Entschädigung für die angeblich
unrechtmäßige Kündigung und
"Qualitätsprobleme" sowie Schadenersatz für
entgangene Gewinne. Einige der Forderungen wurden von dem
ehemaligen Vertriebshändler noch nicht beziffert, da
weitere Informationen von der Gesellschaft angefordert
werden. Die Gesellschaft hat die Vorwürfe
zurückgewiesen und eine Widerklage wegen
Schlechtleistung im Rahmen der Vertriebsvereinbarung
eingereicht. Die Parteien haben in mehreren Runden
Schriftsätze ausgetauscht, und eine mündliche
Verhandlung in diesem Fall wird Ende 2024 stattfinden. Eine
Entscheidung des Schiedsgerichts wird für das Jahr
2025 erwartet.
Vier Kläger haben zwei Anfechtungs- und
Nichtigkeitsklagen gegen den auf der
außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft
am 14. Juli 2023 gefassten Beschluss über den
Rechtsformwechsel erhoben. Auf der Grundlage der von den
Klägern gestellten Anträge ist unklar, ob eine
dieser Klagen daneben auch gegen die Beschlussfassung der
außerordentlichen Hauptversammlung über die Wahl
der Mitglieder des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care
AG gerichtet ist. Aufgrund dieser Anfechtungs- und
Nichtigkeitsklagen konnte der Rechtsformwechsel nicht
sofort in das Handelsregister eingetragen und wirksam
werden. Diese Eintragungssperre wurde durch
Freigabebeschlüsse des für das Freigabeverfahren
zuständigen Gerichts vom 25. Oktober 2023 und vom 28.
November 2023 überwunden, welches in allen Punkten
zugunsten der Gesellschaft entschied. Danach wurde der
Rechtsformwechsel der Gesellschaft in das Handelsregister
eingetragen und wurde damit zum 30. November 2023 wirksam.
Ungeachtet der Freigabebeschlüsse und der Wirksamkeit
des Rechtsformwechsels werden die Verfahren über die
Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen fortgesetzt. Die
zwischenzeitlich vom zuständigen Gericht verbundenen
Verfahren über die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen
können in der ersten Instanz ein bis mehrere Jahre bis
zur Entscheidung dauern und jeweils ein bis mehrere weitere
Jahre in der zweiten Instanz beim Berufungsgericht und in
der dritten Instanz beim Bundesgerichtshof, wenn eine
Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen wird. Die
Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen können auch
jederzeit durch eine Einigung mit den Klägern
beigelegt werden. Allerdings wird der Rechtsformwechsel im
Rahmen dieser Verfahren nicht rückgängig gemacht,
selbst wenn eine oder mehrere Klagen erfolgreich sein
sollten. Stattdessen würden sich die Ansprüche
der Kläger auf Schadensersatz in einer Höhe
beschränken, die nach Ansicht der Gesellschaft kaum
ins Gewicht fallen dürfte.
Am 5. April 2024 erhielt Fresenius Medical Care
Holdings, Inc. zwei zivilrechtliche
Ermittlungsaufforderungen (civil investigative demands,
CIDs) von der U.S. Federal Trade Commission (FTC), in denen
diese angibt, dass sie untersucht, ob FMCH, neben anderen
Unternehmen der Branche, ein unlauteres oder
ausschließendes Verhalten in Verletzung von Abschnitt
5 des FTC-Gesetzes bei der Übernahme von
Dienstleistungen leitender Ärzte oder der Erbringung
von Dialysedienstleistungen an den Tag gelegt hat. In den
CIDs wird angegeben, dass diese sich auf den Zeitraum vom
1. Januar 2016 bis heute beziehen, und es werden im
Allgemeinen Informationen im Zusammenhang mit den
Dialysedienstleistungen von FMCH angefordert,
einschließlich Informationen über
wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, wie
beispielsweise Wettbewerbsverbote mit Ärzten. Die
Gesellschaft kooperiert bei der Untersuchung.
Die Gesellschaft ist im normalen Geschäftsverlauf
Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und
Ermittlungen oder kann von solchen bedroht werden. Die
Gesellschaft analysiert regelmäßig entsprechende
Informationen einschließlich, sofern zutreffend, ihre
Verteidigungsmaßnahmen und ihren Versicherungsschutz,
und bildet die erforderlichen Rückstellungen für
wesentliche aus solchen Verfahren resultierende
Verbindlichkeiten.
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
unterliegt, wie die anderer Gesundheitsdienstleister,
Krankenversicherer und Lieferanten, strengen staatlichen
Regulierungen und Kontrollen. Die Gesellschaft muss
Vorschriften und Auflagen einhalten, die sich auf die
Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte, auf das
Marketing und den Vertrieb solcher Produkte, den Betrieb
von Produktionsanlagen, Laboren, Dialysekliniken und
anderen Gesundheitseinrichtungen sowie auf den Umwelt- und
Arbeitsschutz beziehen. Im Hinblick auf Entwicklung,
Herstellung, Marketing und Vertrieb medizinischer Produkte
kann die Gesellschaft bei Nichtbeachtung der
einschlägigen Vorschriften zum Gegenstand erheblicher
nachteiliger regulatorischer Maßnahmen der FDA und
vergleichbarer Behörden außerhalb der USA
werden. Derartige regulatorische Maßnahmen
können Warning Letters oder andere Mitteilungen der
U.S. Food and Drug Administration (FDA) und / oder
vergleichbarer ausländischer Behörden umfassen,
wodurch die Gesellschaft gezwungen werden könnte,
erhebliche Zeit und Ressourcen aufzuwenden, um geeignete
Korrekturmaßnahmen zu implementieren. Falls die
Gesellschaft im Hinblick auf die in Warning Letters oder
anderen Mitteilungen adressierten Punkte nicht zur
Zufriedenheit der FDA und / oder vergleichbarer
ausländischer Behörden für Abhilfe sorgt,
können diese Behörden weitere Maßnahmen
einleiten, einschließlich Produktrückrufe,
Vertriebsverbote für Produkte oder Verbote des
Betriebs von Produktionsstätten, Zivilstrafen,
Beschlagnahmungen von Produkten der Gesellschaft und / oder
Strafverfolgung. FMCH hat Abhilfemaßnahmen im
Zusammenhang mit einem Warning Letter der FDA aus dem Jahr
2011 abgeschlossen und wartet auf Bestätigung, ob
diese Angelegenheit damit abgeschlossen ist. FMCH hat auf
ein zweites Warnschreiben vom Dezember 2023 geantwortet und
hat die FDA über die laufenden Abhilfemaßnahmen
im Rahmen dieses Schreibens informiert. Die Gesellschaft
muss ebenfalls die US-Bundesgesetze über das Verbot
illegaler Provisionen (Anti-Kickback Statute), gegen
betrügerische Zahlungsanforderungen an staatliche
Einrichtungen (False Claims Act), das Stark Law, das Gesetz
über zivilrechtliche Geldstrafen (Civil Monetary
Penalties Law) sowie Vorschriften gegen Korruption im
Ausland (Foreign Corrupt Practices Act) und andere
US-Bundes- und Staatsgesetze gegen Betrug und Missbrauch
einhalten. In Deutschland, wo Kapitalgesellschaften als
solche nicht dem Strafrecht unterliegen, muss die
Geschäftsleitung eines Unternehmens sicherstellen,
dass der Geschäftsbetrieb nicht gegen die
Antikorruptionsbestimmungen des Strafgesetzbuchs
(§§ 331 ff.) verstößt;
Verstöße von Einzelpersonen, die eine
geschäftliche Tätigkeit ausüben, werden
strafrechtlich verfolgt und können zu Geldbußen
und / oder Anordnungen zur Gewinnabschöpfung
führen. Die zu beachtenden Gesetze und Regulierungen
können geändert werden oder Kontrollbehörden
oder Gerichte können die Vorschriften oder
geschäftliche Tätigkeiten anders auslegen als die
Gesellschaft. In den USA hat die Durchsetzung der
Vorschriften für die amerikanische Bundesregierung und
für einige Bundesstaaten eine hohe Priorität
erlangt. Außerdem ermuntern die Bestimmungen des
False Claims Act, die dem Anzeigenden eine Beteiligung an
den verhängten Bußgeldern zusichern, private
Kläger, Whistleblower-Aktionen einzuleiten. Angesichts
dieses von Regulierungen geprägten Umfeldes sind die
geschäftlichen Aktivitäten und Praktiken der
Gesellschaft Gegenstand intensiver Überprüfungen
durch Regulierungsbehörden und Dritte sowie von
Untersuchungsverlangen, Vorlageverfügungen, anderen
Anfragen, Rechtsansprüchen und Gerichtsverfahren, die
sich auf die Einhaltung der relevanten Gesetze und
Regulierungen beziehen. Die Gesellschaft wird nicht in
jedem Falle von vornherein wissen, dass Untersuchungen oder
Aktionen gegen sie angelaufen sind; das gilt insbesondere
für Whistleblower-Aktionen, die von den Gerichten
zunächst vertraulich behandelt werden.
Die Gesellschaft betreibt eine große Anzahl von
Betriebsstätten, hat Umgang mit persönlichen
Daten von Patient*innen und Versicherten in allen Teilen
der USA und in anderen Ländern und arbeitet mit
Geschäftspartnern zusammen, die sie bei der
Ausübung ihrer Tätigkeiten im Gesundheitswesen
unterstützen. Die Gesellschaft verpflichtet sich zwar,
ihre Beschäftigten und Geschäftspartner in den
geltenden Gesetzen und Verfahren zu schulen, Bedenken und
Vorfälle zeitnah zu untersuchen und gegebenenfalls
Abhilfe- und Korrekturmaßnahmen (einschließlich
disziplinarischer Maßnahmen) zu ergreifen. In einem
derart weit ausgebreiteten, globalen System kann es jedoch
schwierig sein, das wünschenswerte Maß an
Aufsicht und Kontrolle über Tausende von
Beschäftigten sicherzustellen, die bei der
Gesellschaft, bei einer Vielzahl von verbundenen
Unternehmen und bei ihren Dienstleistungsanbietern oder
Geschäftspartnern beschäftigt sind. Die
Gesellschaft ist sich der Tatsache bewusst, dass sich die
Gesetze, Vorschriften und Auslegungsrichtlinien zum
Datenschutz weiterentwickeln, ebenso wie potenzielle
Prozess- und Durchsetzungsrisiken, und sie
überprüft ihre Prozesse kontinuierlich, um sich
an diese Veränderungen anzupassen. Gelegentlich
können die Gesellschaft oder ihre
Geschäftspartner Verstöße gegen
Datenschutz- und Datensicherheitsvorschriften unter dem
Health Insurance Portability and Accountability Act
(HIPAA), der Datenschutzgrundverordnung der EU oder
weiterer ähnlicher Gesetze (Datenschutzgesetze)
feststellen, die eine bestimmte unzulässige Nutzung,
Zugang oder Zugänglichmachen ungesicherter
persönlicher Daten von Patient*innen,
Beschäftigten, Begünstigten oder anderen
beinhalten können. In solchen Fällen sind die
Gesellschaft und ihre Geschäftspartner entschlossen,
in Übereinstimmung mit anwendbaren Meldepflichten und
/ oder Berichtspflichten zu handeln und geeignete Abhilfe-
und Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Zu den
Meldepflichten der Gesellschaft gehören auch
jüngste Vorschriften der SEC, die vorschreiben, dass
die Gesellschaft das Auftreten wesentlicher
Cybersicherheitsvorfälle in einem Bericht als Form 6-K
melden muss. Eine solche Meldung könnte einen
Rechtsstreit auslösen, der sich aus dem Vorfall
ergibt. Am 29. September 2023 stellte Cardiovascular
Consultants, Ltd. (CCL), eine ehemalige Tochtergesellschaft
der Gesellschaft mit Sitz in den USA, fest, dass einige
ihrer Computersysteme in den USA von einem
Sicherheitsvorfall betroffen waren. Die Gesellschaft hat
Informationen bezüglich dieser Sicherheitsverletzung
in einem an die SEC übermittelten Formular 6-K
öffentlich bekannt gegeben und darauf hingewiesen,
dass die Gesellschaft nicht davon ausgeht, dass der Vorfall
wesentliche Auswirkungen auf ihre Finanz- und Ertragslage
haben wird. Daraufhin stellte Fresenius Vascular Care, Inc.
d/b/a Azura Vascular Care (Azura), eine hundertprozentige
Tochtergesellschaft der Gesellschaft in den USA, fest, dass
einige ihrer Dateien von demselben Sicherheitsvorfall
betroffen waren. Im Zusammenhang mit diesem Vorfall sind
zwei mutmaßliche Sammelklagen anhängig: eine
gegen CCL vor einem Gericht in Arizona und eine gegen Azura
vor einem Bundesgericht in Pennsylvania. Ursprünglich
wurden vier mutmaßliche Sammelklagen auf Bundesebene
gegen CCL in Arizona eingereicht, aber alle vier Fälle
wurden einvernehmlich abgewiesen und mit dem
anhängigen Verfahren vor dem einzelstaatlichen Gericht
zusammengelegt. Auch die beiden mutmaßlichen
Sammelklagen, die gegen Azura eingereicht wurden, wurden
später zusammengelegt. In den Klagen wird behauptet,
dass CCL und Azura verschiedene Pflichten im Zusammenhang
mit dem Schutz vertraulicher Patientendaten verletzt haben,
und es werden Unterlassungsansprüche geltend gemacht,
die CCL und Azura zur Einführung verschiedener
Datenschutzverfahren verpflichten, sowie ein nicht
näher bezifferter Schadenersatz. Keine der Klagen
wurde als Sammelklage zugelassen. Gemäß der
Vereinbarung über den Verkauf von CCL behält die
Gesellschaft die Verantwortung für die Verteidigung
gegen diese Fälle. Darüber hinaus kooperiert die
Gesellschaft weiterhin mit dem Büro für
Bürgerrechte des US-Gesundheitsministeriums (U.S.
Department of Health & Human Services) und den
staatlichen Aufsichtsbehörden, die in dieser
Angelegenheit Informationen anfordern.
Bei der Führung, dem Management und der Kontrolle
ihrer Beschäftigten verlässt sich die
Gesellschaft auf ihre Führungsstruktur, ihre
Ressourcen in den Bereichen Regulatory und Recht sowie auf
das wirksame Funktionieren ihres Compliance-Programms.
Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass die Gesellschaft
feststellen muss, dass ihre Beschäftigten oder
Vertreter absichtlich, sorglos oder versehentlich die
Gesellschaftsrichtlinien missachten oder gegen das Gesetz
verstoßen. In solchen Fällen wird die
Gesellschaft angemessene Korrektur- und / oder
Disziplinarmaßnahmen ergreifen. Dieses Verhalten
jener Beschäftigter kann zur Haftung der Gesellschaft
und ihrer Tochtergesellschaften führen, unter anderem
nach der Anti-Kickback Statute, dem Stark Law, dem False
Claims Act, den Datenschutzgesetzen, dem Health Information
Technology for Economic and Clinical Health Act sowie dem
FCPA oder anderen Rechtsvorschriften und vergleichbaren
Gesetzen auf Ebene der Bundesstaaten und in anderen
Ländern.
Es werden auch Prozesse gegen ärztliches
Fachpersonal, Krankenhäuser und andere Akteure des
Gesundheitswesens wegen der Verletzung von Berufspflichten,
Behandlungsfehlern, Produkthaftung,
Mitarbeiterentschädigungs- und ähnlicher
Ansprüche angestrengt, von denen viele zu hohen
Schadensersatzforderungen und zu erheblichen Anwaltskosten
führen. Gegen die Gesellschaft sind auf Grund der Art
ihres Geschäfts solche Prozesse geführt worden
und werden gegenwärtig geführt, und es ist damit
zu rechnen, dass auch in Zukunft solche Verfahren
angestrengt werden. Obwohl die Gesellschaft in angemessenem
Umfang versichert ist, kann sie nicht garantieren, dass die
Obergrenzen des Versicherungsschutzes immer ausreichend
sein werden oder dass alle geltend gemachten Ansprüche
durch die Versicherungen abgedeckt sind. Ein erfolgreich
durchgesetzter Schadensersatzanspruch gegen die
Gesellschaft oder gegen irgendeine ihrer
Tochtergesellschaften, der den Versicherungsschutz
übersteigt, könnte eine wesentliche nachteilige
Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben.
Jeder Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner
Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen
Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf
den Ruf und die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft haben.
Gegen die Gesellschaft sind auch
Schadensersatzansprüche geltend gemacht und Klage
erhoben worden, die sich auf angebliche
Patentrechtsverletzungen oder von der Gesellschaft
erworbene oder veräußerte Unternehmen beziehen.
Diese Ansprüche und Verfahren beziehen sich sowohl auf
den Geschäftsbetrieb als auch auf Akquisitionen oder
Veräußerungen. Die Gesellschaft hat eigene
Ansprüche geltend gemacht, sofern dies angebracht war.
Eine erfolgreiche Klage gegen die Gesellschaft oder eine
ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche
nachteilige Auswirkungen auf die
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf
ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder
Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner
Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen
Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf
den Ruf und die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft haben.
Die Gesellschaft unterliegt im gewöhnlichen
Geschäftsverlauf derzeit und in der Zukunft
steuerlichen Betriebsprüfungen in den USA, in
Deutschland sowie in weiteren Ländern. Die
Steuerbehörden nehmen routinemäßige
Anpassungen der Steuererklärungen vor und erkennen
geltend gemachte Steuerabzüge nicht an. Sofern
angemessen, fechtet die Gesellschaft diese Anpassungen und
Nichtanerkennungen an und macht eigene Rechtsansprüche
geltend. Eine erfolgreiche Klage im Zusammenhang mit
Steuerrechtsstreitigkeiten gegen die Gesellschaft oder eine
ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche
nachteilige Auswirkungen auf die
Geschäftsfähigkeit sowie auf die Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft haben.
Die deutschen Finanzbehörden haben eine
Umqualifizierung der in den Jahren 2006 bis 2013 erhaltenen
Dividenden im Zusammenhang mit Vorzugsaktien in voll
steuerpflichtige Zinszahlungen vorgenommen, was zu
zusätzlichen Steuerzahlungen im mittleren
zweistelligen Millionenbereich führen könnte.
Darüber hinaus haben die deutschen Steuerbehörden
die Steuererklärungen der Gesellschaft beanstandet und
die Auffassung vertreten, dass die Einkünfte einer der
Finanzgesellschaften der Gesellschaft für die Jahre ab
2017 der Hinzurechnungsbesteuerung (German Controlled
Foreign Corporation Taxation) unterliegen sollten, was zu
möglichen zusätzlichen Steuerzahlungen im sehr
niedrigen dreistelligen Millionenbereich führen
könnte. In beiden Fällen wird die Gesellschaft
alle geeigneten rechtlichen Schritte nutzen, um ihre
Position zu verteidigen.
Die Gesellschaft unterliegt in bestimmten
Leasingverträgen, hauptsächlich Verträge
über Immobilien, bei denen sie der Leasingnehmer ist,
Restwertgarantien in Höhe von 987.031 US$ (881.596
€). Zum 30. September 2024 überstieg der
geschätzte Marktwert der zugrundeliegenden geleasten
Vermögenswerte die Restwertgarantien, so dass die
Gesellschaft keinem Risiko im Zusammenhang mit diesen
Garantien ausgesetzt war.
Über die oben genannten Eventualverbindlichkeiten
hinaus ist der gegenwärtige geschätzte Umfang der
sonstigen bekannten einzelnen Eventualverbindlichkeiten der
Gesellschaft unbedeutend.
Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der
Gesellschaft zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember
2023:
| in TSD € | 30. September 2024 | ||||
| Buchwert | |||||
| Fortgeführte
Anschaffungskosten |
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert |
Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert |
Nicht klassifiziert | Gesamt | |
| Flüssige Mittel | 1.170.984 | 199.906 | - | - | 1.370.890 |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige
Forderungen gegen konzernfremde Dritte (1) |
3.073.467 | - | - | 86.350 | 3.159.817 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen | 34.752 | - | - | - | 34.752 |
| Derivate - Cash Flow Hedges | - | - | - | 7.463 | 7.463 |
| Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert | - | 23.440 | - | - | 23.440 |
| In virtuelle Stromabnahmeverträge (vPPAs) eingebettete Derivate | - | 6.014 | - | - | 6.014 |
| Eigenkapitalinstrumente | - | 131.991 | 77.637 | - | 209.628 |
| Fremdkapitalinstrumente | - | 91.159 | 341.676 | - | 432.835 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (2) | 197.979 | 141.969 | - | 101.201 | 441.149 |
| Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte | 197.979 | 394.573 | 419.313 | 108.664 | 1.120.529 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 4.477.182 | 594.479 | 419.313 | 195.014 | 5.685.988 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) | 751.509 | - | - | - | 751.509 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 96.579 | - | - | - | 96.579 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 103.925 | - | - | - | 103.925 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 7.177.316 | - | - | - | 7.177.316 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | - | - | - | 3.922.343 | 3.922.343 |
| Derivate - Cash Flow Hedges | - | - | - | 5.425 | 5.425 |
| Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert | - | 11.005 | - | - | 11.005 |
| In vPPAs eingebettete Derivate | - | 23.576 | - | - | 23.576 |
| Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen | - | 9.692 | - | - | 9.692 |
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen | - | - | - | 1.310.907 | 1.310.907 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (3) | 798.276 | - | - | - | 798.276 |
| Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten | 798.276 | 44.273 | - | 1.316.332 | 2.158.881 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 8.927.605 | 44.273 | - | 5.238.675 | 14.210.553 |
| in TSD € | 30. September 2024 | ||
| Beizulegender Zeitwert | |||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
| Flüssige Mittel | 199.906 | - | - |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige
Forderungen gegen konzernfremde Dritte (1) |
- | - | - |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen | - | - | - |
| Derivate - Cash Flow Hedges | - | 7.463 | - |
| Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert | - | 23.440 | - |
| In virtuelle Stromabnahmeverträge (vPPAs) eingebettete Derivate | - | - | 6.014 |
| Eigenkapitalinstrumente | 90.047 | 78.818 | 40.763 |
| Fremdkapitalinstrumente | 432.835 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (2) | - | - | 141.969 |
| Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | - | - | - |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | - | - | - |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 6.214.324 | 529.091 | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | - | - | - |
| Derivate - Cash Flow Hedges | - | 5.425 | - |
| Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert | - | 11.005 | - |
| In vPPAs eingebettete Derivate | - | - | 23.576 |
| Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen | - | - | 9.692 |
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen | - | - | 1.310.907 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (3) | - | - | - |
| Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - |
| in TSD € | 31. Dezember 2023 | ||||
| Buchwert | |||||
| Fortgeführte
Anschaffungskosten |
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert |
Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert |
Nicht klassifiziert | Gesamt | |
| Flüssige Mittel | 1.205.030 | 198.462 | - | - | 1.403.492 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte | 3.389.314 | - | - | 81.899 | 3.471.213 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen | 165.299 | - | - | - | 165.299 |
| Derivate - Cash Flow Hedges | - | - | - | 1.990 | 1.990 |
| Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert | - | 20.295 | - | - | 20.295 |
| Eigenkapitalinstrumente | - | 82.072 | 71.110 | - | 153.182 |
| Fremdkapitalinstrumente | - | 80.145 | 341.074 | - | 421.219 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (2) | 146.748 | - | - | 112.322 | 259.070 |
| Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte | 146.748 | 182.512 | 412.184 | 114.312 | 855.756 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 4.906.391 | 380.974 | 412.184 | 196.211 | 5.895.760 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten | 762.068 | - | - | - | 762.068 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 123.081 | - | - | - | 123.081 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 456.904 | - | - | - | 456.904 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 7.447.562 | - | - | - | 7.447.562 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | - | - | - | 4.145.946 | 4.145.946 |
| Derivate - Cash Flow Hedges | - | - | - | 4.315 | 4.315 |
| Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert | - | 4.890 | - | - | 4.890 |
| Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen | - | 35.751 | - | - | 35.751 |
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen | - | - | - | 1.372.008 | 1.372.008 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (3) | 974.252 | - | - | - | 974.252 |
| Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten | 974.252 | 40.641 | - | 1.376.323 | 2.391.216 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 9.763.867 | 40.641 | - | 5.522.269 | 15.326.777 |
| in TSD € | 31. Dezember 2023 | ||
| Beizulegender Zeitwert | |||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
| Flüssige Mittel | 198.462 | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte | - | - | - |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen | - | - | - |
| Derivate - Cash Flow Hedges | - | 1.990 | - |
| Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert | - | 20.295 | - |
| Eigenkapitalinstrumente | 48.888 | 72.292 | 32.002 |
| Fremdkapitalinstrumente | 421.219 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (2) | - | - | - |
| Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | - | - | - |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | - | - | - |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 5.972.767 | 767.328 | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | - | - | - |
| Derivate - Cash Flow Hedges | - | 4.315 | - |
| Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert | - | 4.890 | - |
| Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen | - | - | 35.751 |
| Verbindlichkeiten aus Put-Optionen | - | - | 1.372.008 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (3) | - | - | - |
| Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - |
(1) Im Jahr 2024 enthalten die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen
konzernfremde Dritte sowie die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden
Dritten keine Forderungen (Verbindlichkeiten) aus
Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen
mehr, die gemäß IFRS 17,
Versicherungsverträge, erfasst werden und in Anmerkung
5 dargestellt sind, da diese Forderungen und
Verbindlichkeiten nicht in den Anwendungsbereich von IFRS
7, Finanzinstrumente: Angaben, fallen.
(2) Zum 30. September 2024 beinhalten die
sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen
Forderungen aus Lizenzgebühren aus einer der
Beteiligungen der Gesellschaft, Leasingforderungen,
Forderungen gegen Dritte aus dem Verkauf von Beteiligungen,
Mietkautionen, Garantien, Sicherungseinlagen,
Schuldscheinforderungen und Forderungen aus
Lieferantenrabatten. Zum 31. Dezember 2023 beinhalten die
sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen
Leasingforderungen, Mietkautionen, Garantien,
Sicherungseinlagen, Forderungen gegen Dritte aus dem
Verkauf von Beteiligungen, Forderungen aus
Lieferantenrabatten und Schuldscheinforderungen.
(3) Zum 30. September 2024 und zum 31. Dezember
2023 beinhalten die sonstigen kurzfristigen finanziellen
Verbindlichkeiten im Wesentlichen kreditorische Debitoren
und Verbindlichkeiten für erhaltene Güter und
Leistungen.
Derivative und nicht derivative Finanzinstrumente werden
entsprechend der im Folgenden beschriebenen, dreistufigen
Fair Value Hierarchie aufgeteilt. Die Aufgliederung erfolgt
basierend auf den Daten, die für die Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts herangezogen werden. Level 1
umfasst quotierte Marktpreise für gleichartige
Finanzinstrumente an aktiven Märkten. Level 2
beinhaltet die Nutzung von Bewertungsmodellen (d. h.
Mark-to-Model) mit Inputfaktoren, zu denen alle am Markt
direkt oder indirekt beobachtbaren Preisdaten zugeordnet
werden, die nicht quotierte Marktpreise in aktiven
Märkten darstellen. Level 3 beinhaltet die Nutzung von
Bewertungsmodellen (d. h. Mark-to-Model) mit Inputfaktoren,
zu denen alle nicht-beobachtbaren Werte gehören,
für die keine oder nur wenige Marktdaten zur
Verfügung stehen und die deshalb die Entwicklung von
unternehmenseigenen Angaben erforderlich machen. Es wird
kein beizulegender Zeitwert für Finanzinstrumente
angegeben, sofern der Buchwert, aufgrund der kurzen
Laufzeit dieser Instrumente eine angemessene Schätzung
des beizulegenden Zeitwerts darstellt. Dies gilt für
flüssige Mittel, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen
konzernfremde Dritte, Forderungen gegen nahestehende
Unternehmen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie
für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber konzernfremden Dritten, Verbindlichkeiten
gegenüber nahestehenden Unternehmen, kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten und sonstige kurzfristige
finanzielle Verbindlichkeiten. Zum 30. September 2024
beziehungsweise 31. Dezember 2023 wurden keine Transfers
zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value Hierarchie
vorgenommen. Die Gesellschaft nimmt Umgruppierungen
grundsätzlich am Ende der Berichtsperiode vor.
Zur Steuerung der Zins- und Währungsrisiken tritt
die Gesellschaft im Rahmen der durch das Management
festgelegten Limite in verschiedene
Sicherungsgeschäfte mit Banken mit einem hohen Rating
(im Allgemeinen Investment-Grade-Status) ein. Die
Gesellschaft tätigt überwiegend
Devisentermingeschäfte. In gewissen Fällen
schließt die Gesellschaft Derivate ab, für die
kein Hedge Accounting angewandt wird, die jedoch zur
Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt werden
(economic hedges). Die Gesellschaft verwendet
Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke.
Im April 2024 unterzeichnete die Gesellschaft mehrere
vPPAs mit Wind- und Solarenergie-Projektentwicklern in
Deutschland und den USA mit Laufzeiten von bis zu 15
Jahren. Die deutschen vPPA-Verträge wurden mit zwei
Entwicklern für eine erwartete jährliche
Gesamtstromproduktion von 124 Gigawattstunden (GWh)
unterzeichnet, was etwa 75% des Stromverbrauchs der
Gesellschaft in der EU im Jahr 2023 entspricht. Der
vPPA-Vertrag für die USA wurde mit einem
Projektentwickler abgeschlossen. Die prognostizierte
jährliche Stromproduktion beläuft sich auf 458
GWh, was etwa 60% des Stromverbrauchs der Gesellschaft in
den USA im Jahr 2023 entspricht. Die Wind- und Solarparks
sollen 2024 und 2025 in Betrieb genommen werden. Die
Gesellschaft hat weder die Kontrolle noch andere Rechte in
Bezug auf die Nutzung der Energieerzeugungsanlagen. Alle
Verträge sind als Verträge ohne physische
Lieferung des erzeugten Stroms konzipiert und sehen die
Lieferung von Energieattribut-Zertifikaten vor, die in den
USA und Deutschland gemeinhin als Zertifikate für
erneuerbare Energien beziehungsweise Herkunftsnachweise
bekannt sind. Alle Verträge werden als physische
Basisverträge für den Kauf der Zertifikate und
als trennbare eingebettete Stromswaps analysiert, wobei ein
fester Preis für den erzeugten Strom gezahlt und ein
variabler Spot-Energiepreis in den jeweiligen Ländern
erhalten wird. Die Basisverträge erfüllen die
Kriterien des Eigenverbrauchs gemäß IFRS 9,
Finanzinstrumente (IFRS 9). Eingebettete Derivate mit
positivem beizulegendem Zeitwert werden in der
Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen
finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Eingebettete
Derivate mit negativem beizulegendem Zeitwert werden in der
Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die in den
vPPAs eingebetteten Derivate werden separat erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der dem Level 3
zugeordnete beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem
Barwert der erwarteten Zahlungsströme aus den
Derivaten. Zu den wichtigsten Bewertungsparametern
gehören signifikante nicht beobachtbare Inputs wie
zukünftige Strompreiskurven und erwartete
Stromproduktionsmengen. Eine Änderung der wesentlichen
Bewertungsparameter zum 30. September 2024 hätte den
beizulegenden Zeitwert der in den vPPAs eingebetteten
Derivate wie folgt beeinflusst:
| in TSD € | |||
| Änderung der erwarteten Strompreise | Änderung der erwarteten Produktionsmengen | ||
| 10% Anstieg | 10% Rückgang | 10% Anstieg | 10% Rückgang |
| 26.519 | (26.506) | (1.756) | 1.756 |
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der in den
vPPAs eingebetteten Derivate werden in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen beziehungsweise den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund des volatilen Charakters
solcher Instrumente, die als spekulativ angesehen werden
können, ist es schwierig, genau vorherzusagen, welche
Auswirkungen die Volatilität der nicht beobachtbaren
Parameter, wie zum Beispiel Änderungen der erwarteten
Energiepreise oder Produktionsmengen, auf die Bewertung
solcher Instrumente in der Zukunft haben könnte. Die
geschätzten beizulegenden Zeitwerte dieser derivativen
Instrumente können von Quartal zu Quartal erheblich
schwanken, und der Preis, zu dem diese Derivate
letztendlich abgerechnet werden, kann je nach
Marktbedingungen erheblich von den aktuellen
Schätzungen der Gesellschaft abweichen.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in
die vPPAs eingebetteten Derivate zum 30. September 2024:
| in TSD € | 2024 | |
| In vPPAs eingebettete
Derivate - Vermögenswerte |
In vPPAs eingebettete
Derivate - Verbindlichkeiten |
|
| Anfangsstand 1. Januar | - | - |
| Zahlungen | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne / (Verluste) (1) | 6.014 | (24.279) |
| Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen | - | 703 |
| Endstand 30. September | 6.014 | (23.576) |
(1) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte
Gewinne / Verluste.
Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und
Annahmen hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von
nicht-derivativen Finanzinstrumenten erläutert.
Die Gesellschaft hat das Geschäftsmodell sowie das
Zahlungsstromkriterium der finanziellen Vermögenswerte
analysiert. Der Großteil der nicht-derivativen
finanziellen Vermögenswerte wird zur Vereinnahmung von
vertraglichen Cash Flows gehalten. Die Vertragsbedingungen
der finanziellen Vermögenswerte lassen den
Rückschluss zu, dass es sich bei den Cash Flows
ausschließlich um Tilgungs- und Zinszahlungen
handelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte
(einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit dem
ehemaligen Forderungsverkaufsprogramm, siehe Anmerkung 8),
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und sonstige
finanzielle Vermögenswerte werden folglich zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Flüssige Mittel enthalten Barmittel und
kurzfristige Finanzinvestitionen. Barmittel werden zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die
kurzfristigen Finanzinvestitionen sind äußerst
liquide und können leicht in einen festgelegten
Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden. Kurzfristige
Finanzinvestitionen werden erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Das Risiko von Wertschwankungen ist
unwesentlich.
Eigenkapitalinstrumente werden nicht zu Handelszwecken
gehalten. Beim erstmaligen Ansatz hat die Gesellschaft von
dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts ausgewählter strategischer
Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral im übrigen
Comprehensive Income (OCI) zu erfassen. Beizulegende
Zeitwerte von Eigenkapitalinstrumenten, die auf einem
aktiven Markt gehandelt werden, basieren auf den
Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Falls erforderlich,
zieht die Gesellschaft externe Unternehmen für die
Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, die als
Level 3 der Fair Value Hierarchie eingestuft sind, hinzu.
Die externe Bewertung verwendet ein Discounted-Cash Flow
Modell, das auf signifikanten, nicht beobachtbaren
Einflussfaktoren wie zum Beispiel beteiligungsspezifischen,
erwarteten Finanzdaten und einem gewichteten
durchschnittlichen Kapitalkostensatz, der die aktuelle
Markteinschätzung widerspiegelt sowie auf einer ewigen
Wachstumsrate beruht.
Der Großteil der Fremdkapitalinstrumente wird in
einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung die
Vereinnahmung der vertraglich festgelegten Cash Flows und
der Verkauf von Instrumenten ist. Die marktüblichen
Anleihen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu
Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs-
und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag
darstellen. Folglich werden diese finanziellen
Vermögenswerte als erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert im OCI klassifiziert. Ein kleiner Teil der
Fremdkapitalinstrumente führt nicht zu Cash Flows, die
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen
darstellen. Die Bewertung erfolgt daher erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert. Grundsätzlich wird die
Mehrheit dieser Fremdkapitalinstrumente auf einem aktiven
Markt gehandelt.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden
erstmalig mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in
der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen
langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden anhand
vorhandener Marktinformationen ermittelt.
Finanzverbindlichkeiten, für die Kursnotierungen
verfügbar sind, werden mit diesen Kursnotierungen
bewertet. Der beizulegende Zeitwert der anderen
langfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als
Barwert der entsprechenden zukünftigen Cash Flows.
Für die Ermittlung dieser Barwerte werden die am
Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und
Kreditmargen der Gesellschaft berücksichtigt.
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen werden mit dem
beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Schätzungen der
jeweiligen beizulegenden Zeitwerte basieren auf den
vertraglich festgelegten Einflussfaktoren, die die
künftigen Zahlungen bedingen, sowie der
Erwartungshaltung, die die Gesellschaft für diese
Werte hat. Die Gesellschaft beurteilt die
Wahrscheinlichkeit im Hinblick auf die Erreichung der
festgelegten Zielgrößen und dessen Zeitpunkt.
Die getroffenen Annahmen werden in regelmäßigen
Abständen überprüft.
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen werden zu dem Barwert
des Ausübungspreises der Option angesetzt. Der
Ausübungspreis der Option basiert auf beizulegenden
Zeitwerten und kann in bestimmten, begrenzten Fällen
einen festen Mindestpreis enthalten. Zur Schätzung
dieser beizulegenden Zeitwerte setzt die Gesellschaft den
höheren Wert aus Netto-Buchwert der Verbindlichkeit
und Gewinnmultiplikatoren an, wobei die
Gewinnmultiplikatoren auf historischen Gewinnen, dem
Entwicklungsstadium des zugrunde liegenden Geschäftes
und anderen Faktoren beruhen. Die Gesellschaft beauftragt
gelegentlich ein externes Unternehmen zur
Unterstützung bei der Bewertung von bestimmten
Put-Optionen. Die externe Bewertung unterstützt die
Gesellschaft bei der Schätzung der beizulegenden
Zeitwerte mittels einer Kombination aus Discounted-Cash
Flow und Gewinn- und / oder Umsatzmultiplikatoren. Unter
diesen begrenzten Umständen, unter denen die
Put-Option einen festen Basispreis enthalten könnte,
kann das externe Unternehmen die Gesellschaft bei der
Bewertung unterstützen, indem sie eine
Monte-Carlo-Simulationsanalyse durchführt, um den
Ausübungspreis zu simulieren. Die Verbindlichkeiten
aus Put-Optionen werden zu einem Diskontierungssatz vor
Steuern abgezinst. Dieser spiegelt die Marktbewertung des
Zinseffektes und das spezifische Risiko der Verbindlichkeit
wider. In Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten
können die geschätzten beizulegenden Zeitwerte
der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen schwanken und die
Discounted-Cash Flows und Gewinn- und / oder
Umsatzmultiplikatoren der finalen Kaufpreisverpflichtungen
für die Verbindlichkeit erheblich von den derzeitigen
Schätzungen abweichen. Zur Analyse der Auswirkungen
von Änderungen nicht beobachtbarer Inputfaktoren auf
die Marktbewertung von Verbindlichkeiten aus Put-Optionen
unterstellt die Gesellschaft einen Anstieg der Gewinne
(beziehungsweise gegebenenfalls des Unternehmenswerts) um
10% gegenüber der tatsächlich verwendeten
Schätzung am Berichtsstichtag. Die daraus folgende
Erhöhung der Marktbewertung um 92.021 € wird zu
der Summe der Verbindlichkeiten und zu dem
Konzern-Eigenkapital ins Verhältnis gesetzt. Diese
Analyse ergibt, dass ein Anstieg der relevanten Gewinne
(beziehungsweise gegebenenfalls des Unternehmenswerts) um
10% einen Einfluss auf die Summe der Verbindlichkeiten und
das Konzern-Eigenkapital von jeweils weniger als 1%
hätte.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung
der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente, ohne die
oben dargestellten vPPAs, zum 30. September 2024 und zum
31. Dezember 2023:
| in TSD € | 2024 | |||
| Eigenkapitalinstrumente | Ausstehende variable
Kaufpreiszahlungen |
Verbindlichkeiten
aus Put-Optionen |
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (1) |
|
| Anfangsstand 1. Januar | 32.002 | 35.751 | 1.372.008 | - |
| Zugänge | 1.900 | 66 | 5.051 | 41.207 |
| Abgänge | - | (23.465) | (10.971) | (2.291) |
| Reklassifizierungen | - | - | - | 90,457 (2) |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne / (Verluste) (3) | 7.552 | (2.028) | - | 14.657 |
| Erfolgsneutral erfasste Gewinne / (Verluste) | - | - | (40.534) | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen | (691) | (632) | (14.647) | (2.061) |
| Endstand 30. September und 31. Dezember | 40.763 | 9.692 | 1.310.907 | 141.969 |
| in TSD € | 2023 | ||
| Eigenkapitalinstrumente | Ausstehende variable
Kaufpreiszahlungen |
Verbindlichkeiten
aus Put-Optionen |
|
| Anfangsstand 1. Januar | 42.793 | 37.846 | 1.468.517 |
| Zugänge | 4.833 | 5.232 | 31.050 |
| Abgänge | - | (3.603) | (42.490) |
| Reklassifizierungen | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne / (Verluste) (3) | (14.340) | (3.366) | - |
| Erfolgsneutral erfasste Gewinne / (Verluste) | - | - | (28.034) |
| Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen | (1.284) | (358) | (57.035) |
| Endstand 30. September und 31. Dezember | 32.002 | 35.751 | 1.372.008 |
(1) Bei den sonstigen finanziellen
Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden, handelt es sich um Forderungen
aus Lizenzverträgen und Forderungen aus dem Verkauf
von Beteiligungen.
(2) Forderungen aus Lizenzgebühren aus
einer der Beteiligungen der Gesellschaft wurden früher
als nichtfinanzieller Vermögenswert ausgewiesen und
zum 31. März 2024 bereinigt.
(3) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte
Gewinne / Verluste.
Die Geschäftssegmente der Gesellschaft ergeben sich
aus der Art, wie die Gesellschaft nach der
Zuständigkeit für Produkte und Dienstleistungen
ihre Geschäfte steuert und die Ressourcen allokiert,
und sind auf die Finanzinformationen abgestimmt, die der
verantwortlichen Unternehmensinstanz vierteljährlich
vorgelegt werden. Das Segment Care Enablement ist im
Wesentlichen mit dem Vertrieb von Produkten und Anlagen,
einschließlich Forschung und Entwicklung, Produktion,
Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie
unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und
Qualitätsmanagement beschäftigt. Das Segment Care
Delivery ist in erster Linie mit der Erbringung von
Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von
chronischem Nierenversagen, terminaler Niereninsuffizienz
und anderen extrakorporalen Therapien beschäftigt,
einschließlich wert- und risikobasierter
Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst auch das
Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und das
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter
Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen
von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., die in
den Kliniken der Gesellschaft für die
Gesundheitsversorgung ihrer Patient*innen eingesetzt
werden.
Das Global Medical Office der Gesellschaft, das zur
Aufgabe hat, medizinische Behandlungen und klinische
Prozesse im Unternehmen zu optimieren und sowohl Care
Delivery als auch Care Enablement unterstützt, wird
zentral verwaltet und seine Gewinne und Verluste werden den
Segmenten zugewiesen. Ebenso ordnet die Gesellschaft Kosten
zu, die in erster Linie als Gemeinkosten der
Konzernzentrale anzusehen sind, einschließlich
Buchhaltungs- und Finanzkosten sowie bestimmter Personal-,
Rechts- und IT-Kosten, da die Gesellschaft der Ansicht ist,
dass diese Kosten den Segmenten zurechenbar sind und bei
der Allokation von Ressourcen für Care Delivery und
Care Enablement verwendet werden. Diese Kosten werden zu
budgetierten Beträgen allokiert, wobei die Differenz
zwischen budgetierten und tatsächlichen Werten in den
Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich
hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten,
Managementaktivitäten, die globale interne Revision
und die Neubewertung von bestimmten Investitionen und, im
3. Quartal 2024, vPPAs beziehen, werden jedoch nicht einem
Segment zugeordnet, sondern als Konzernkosten ausgewiesen.
Diese Aktivitäten erfüllen nicht die
Voraussetzungen für den Ausweis als
Geschäftssegment gemäß IFRS 8,
Geschäftssegmente und werden separat als
Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche). Finanzierung
ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der
Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen
Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die
Zielgröße für ein Geschäftssegment
ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in
die Zielgröße für ein Geschäftssegment
ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der
Geschäftssegmente liegen.
Die Zielgrößen, an denen die
Geschäftssegmente vom Vorstand der persönlich
haftenden Gesellschafterin gemessen werden, sind so
gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen
beinhalten, die im Entscheidungsbereich der
Geschäftssegmente liegen. Der Vorstand der
persönlich haftenden Gesellschafterin ist davon
überzeugt, dass die dafür am besten geeigneten
Kennzahlen die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis
sind. Die Gesellschaft transferiert Produkte zwischen den
Geschäftssegmenten zum beizulegenden Zeitwert. Die
damit verbundenen internen Umsätze und Aufwendungen
sowie ein verbleibender intern erwirtschafteter Gewinn oder
Verlust für die Produkttransfers werden zunächst
innerhalb der Geschäftssegmente erfasst, im Rahmen der
Konsolidierung auf Konzernebene eliminiert und in der
Position "Eliminierungen zwischen den Segmenten"
ausgewiesen. Investitionen in die Produktion erfolgen unter
Berücksichtigung der erwarteten Nachfrage durch die
Geschäftssegmente und konsolidierter
Rentabilitätsüberlegungen.
Angaben über die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft im 3. Quartal und in den ersten neun Monaten
2024 und 2023 nach Segmenten und Zentralbereichen
enthält die folgende Tabelle:
| in TSD € | Care Delivery | Care Enablement | Summe Segmente | Eliminierungen zwischen den Segmenten | Zentralbereiche | Gesamt |
| 3. Quartal 2024 | ||||||
| Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) | 3.292.628 | - | 3.292.628 | - | - | 3.292.628 |
| Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) | 47.864 | 974.018 | 1.021.882 | - | - | 1.021.882 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) | 3.340.492 | 974.018 | 4.314.510 | - | - | 4.314.510 |
| Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) | 429.946 | - | 429.946 | - | - | 429.946 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) | - | 15.706 | 15.706 | - | - | 15.706 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 3.770.438 | 989.724 | 4.760.162 | - | - | 4.760.162 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | - | 369.683 | 369.683 | (369.683) | - | - |
| Umsatzerlöse | 3.770.438 | 1.359.407 | 5.129.845 | (369.683) | - | 4.760.162 |
| Operatives Ergebnis | 419.447 | 60.802 | 480.249 | (4.205) | (13.348) | 462.696 |
| Zinsergebnis | (82.170) | |||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 380.526 | |||||
| Abschreibungen | (254.304) | (111.015) | (365.319) | 10.787 | (17.561) | (372.093) |
| Wertminderung | 7.712 | (1.413) | 6.299 | - | - | 6.299 |
| Ergebnis assoziierter Unternehmen | 41.248 | - | 41.248 | - | - | 41.248 |
| Zugänge
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte
und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) |
215.996 | 118.266 | 334.262 | (12.063) | 9.133 | 331.332 |
| 3. Quartal 2023 | ||||||
| Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) | 3.570.987 | - | 3.570.987 | - | - | 3.570.987 |
| Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) | 46.899 | 941.660 | 988.559 | - | - | 988.559 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) | 3.617.886 | 941.660 | 4.559.546 | - | - | 4.559.546 |
| Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) | 356.382 | - | 356.382 | - | - | 356.382 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) | - | 20.309 | 20.309 | - | - | 20.309 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 3.974.268 | 961.969 | 4.936.237 | - | - | 4.936.237 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | - | 368.054 | 368.054 | (368.054) | - | - |
| Umsatzerlöse | 3.974.268 | 1.330.023 | 5.304.291 | (368.054) | - | 4.936.237 |
| Operatives Ergebnis | 332.143 | (1.261) | 330.882 | 1.358 | (8.012) | 324.228 |
| Zinsergebnis | (88.717) | |||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 235.511 | |||||
| Abschreibungen | (273.295) | (113.424) | (386.719) | 11.399 | (17.318) | (392.638) |
| Wertminderung | (55.212) | (6.086) | (61.298) | - | (96) | (61.394) |
| Ergebnis assoziierter Unternehmen | 20.337 | 2.298 | 22.635 | - | - | 22.635 |
| Zugänge
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte
und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) |
163.945 | 88.018 | 251.963 | (6.891) | 5.454 | 250.526 |
| in TSD € | Care Delivery | Care Enablement | Summe Segmente | Eliminierungen zwischen den Segmenten | Zentralbereiche | Gesamt |
| Die ersten neun Monate 2024 | ||||||
| Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) | 9.986.979 | - | 9.986.979 | - | - | 9.986.979 |
| Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) | 136.916 | 2.863.733 | 3.000.649 | - | - | 3.000.649 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) | 10.123.895 | 2.863.733 | 12.987.628 | - | - | 12.987.628 |
| Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) | 1.205.997 | - | 1.205.997 | - | - | 1.205.997 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) | - | 57.497 | 57.497 | - | - | 57.497 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 11.329.892 | 2.921.230 | 14.251.122 | - | - | 14.251.122 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | - | 1.098.605 | 1.098.605 | (1.098.605) | - | - |
| Umsatzerlöse | 11.329.892 | 4.019.835 | 15.349.727 | (1.098.605) | - | 14.251.122 |
| Operatives Ergebnis | 936.779 | 196.296 | 1.133.075 | (8.680) | 9.103 | 1.133.498 |
| Zinsergebnis | (255.688) | |||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 877.810 | |||||
| Abschreibungen | (781.558) | (340.736) | (1.122.294) | 32.286 | (53.582) | (1.143.590) |
| Wertminderung | (104.537) | (17.129) | (121.666) | - | - | (121.666) |
| Ergebnis assoziierter Unternehmen | 102.730 | - | 102.730 | - | - | 102.730 |
| Summe Vermögenswerte (1) | 43.296.775 | 15.501.825 | 58.798.600 | (37.315.733) | 11.027.934 | 32.510.801 |
| davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (1) | 690.794 | - | 690.794 | - | - | 690.794 |
| Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) | 622.331 | 298.903 | 921.234 | (39.512) | 35.260 | 916.982 |
| Die ersten neun Monate 2023 | ||||||
| Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) | 10.541.719 | - | 10.541.719 | - | - | 10.541.719 |
| Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) | 133.629 | 2.818.963 | 2.952.592 | - | - | 2.952.592 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) | 10.675.348 | 2.818.963 | 13.494.311 | - | - | 13.494.311 |
| Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) | 927.009 | - | 927.009 | - | - | 927.009 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) | - | 44.411 | 44.411 | - | - | 44.411 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 11.602.357 | 2.863.374 | 14.465.731 | - | - | 14.465.731 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | - | 1.101.918 | 1.101.918 | (1.101.918) | - | - |
| Umsatzerlöse | 11.602.357 | 3.965.292 | 15.567.649 | (1.101.918) | - | 14.465.731 |
| Operatives Ergebnis | 1.000.882 | (24.200) | 976.682 | (11.774) | (23.116) | 941.792 |
| Zinsergebnis | (251.832) | |||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 689.960 | |||||
| Abschreibungen | (844.550) | (343.897) | (1.188.447) | 30.981 | (52.841) | (1.210.307) |
| Wertminderung | (77.317) | (38.317) | (115.634) | - | (96) | (115.730) |
| Ergebnis assoziierter Unternehmen | 91.988 | 6.431 | 98.419 | - | - | 98.419 |
| Summe Vermögenswerte (1) | 42.737.970 | 15.342.444 | 58.080.414 | (32.212.530) | 9.766.812 | 35.634.696 |
| davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (1) | 366.925 | 338.177 | 705.102 | - | - | 705.102 |
| Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) | 567.037 | 304.901 | 871.938 | (24.155) | 29.047 | 876.830 |
Am 15. Oktober 2024 hat die Fresenius Medical Care US
Finance II, Inc. Anleihen im Gesamtnennbetrag von 400.000
US$ (314.046 € zum Zeitpunkt der Emission am 29.
Oktober 2014) bei Fälligkeit zurückgezahlt.
Seit Ende der ersten neun Monate 2024 sind keine
weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die die
ausgewiesenen Kennzahlen und Geschäftsergebnisse in
irgendeiner Form nennenswert beeinflussen. Derzeit sind
keine wesentlichen Veränderungen in der Struktur,
Verwaltung oder Rechtsform der Gesellschaft oder im
Personalbereich vorgesehen.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2024 und
der Zwischenlagebericht für das 3. Quartal und die
ersten neun Monate 2024 wurden weder geprüft noch
einer prüferischen Durchsicht durch den
Abschlussprüfer unterzogen.
FRESENIUS MEDICAL CARE AG
Else-Kroener-Str. 1
61352 Bad Homburg v. d. H. Deutschland
Erfahren Sie mehr
www.freseniusmedicalcare.com/de
fmc_ag
freseniusmedicalcare.corporate
freseniusmedicalcare