Fresenius Medical Care AG

Bad Homburg

Zwischenbericht nach IFRS Q1/​2025

Dynamik aufbauen

Zwischenlagebericht

In dem vorliegenden Bericht beziehen sich die Begriffe "FME AG", "die Gesellschaft", "der Konzern", "wir", "uns" oder "unser" in Abhängigkeit vom Kontext auf die Fresenius Medical Care AG oder auf die Fresenius Medical Care AG und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis. Die folgende Darstellung und Analyse des Zwischenlageberichts der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften sollte in Verbindung mit unserem Konzernzwischenabschluss und dem zugehörigen Konzernanhang gelesen werden, die sich an anderer Stelle dieses Berichts befinden. Zudem sollten in diesem Zusammenhang auch die enthaltenen Angaben und Erläuterungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2024 gemäß § 315 HGB und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2024) berücksichtigt werden.

Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Enablement, das im Wesentlichen mit dem Vertrieb von Gesundheitsprodukten und Anlagen beschäftigt ist und Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und Qualitätsmanagement beinhaltet. Die Bezeichnung "Care Delivery" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Delivery, das sich in erster Linie mit der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von chronischem Nierenversagen (Chronic Kidney Disease, CKD), terminaler Niereninsuffizienz (End-Stage Renal Disease, ESRD) und anderen extrakorporalen Therapien beschäftigt, einschließlich wert- und risikobasierter Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst auch das Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. (VFMCRP), die in unseren Kliniken für die Gesundheitsversorgung unserer Patienten eingesetzt werden. Die Geschäftssegmente ergeben sich aus der Art, wie wir nach der Zuständigkeit für Produkte und Dienstleistungen unsere Geschäfte steuern und die Ressourcen allokieren, und sind auf die Finanzinformationen abgestimmt, die der verantwortlichen Unternehmensinstanz vierteljährlich vorgelegt werden.

Unser Global Medical Office (GMO), das zur Aufgabe hat, medizinische Behandlungen und klinische Prozesse im Unternehmen zu optimieren und sowohl Care Delivery als auch Care Enablement unterstützt, wird zentral verwaltet und sein Gewinn oder Verlust werden den Segmenten zugewiesen. In ähnlicher Weise ordnen wir Kosten zu, die in erster Linie als Gemeinkosten der Konzernzentrale anzusehen sind, einschließlich Buchhaltungs- und Finanzkosten sowie bestimmter Personal-, Rechts- und IT-Kosten, da wir der Ansicht sind, dass diese Kosten den Segmenten zurechenbar sind und bei der Allokation von Ressourcen für Care Delivery und Care Enablement verwendet werden. Diese Kosten werden zu budgetierten Beträgen allokiert, wobei die Differenz zwischen budgetierten und tatsächlichen Werten in den Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten, Managementaktivitäten, die globale interne Revision und die Neubewertung von bestimmten Investitionen und virtuellen Stromabnahmeverträgen beziehen, werden jedoch nicht einem Segment zugeordnet, sondern als Konzernkosten ausgewiesen. Diese Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen für den Ausweis als Geschäftssegment gemäß IFRS 8, Geschäftssegmente und werden auch separat als Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche). Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen. Für weitere Informationen zu unseren Geschäftssegmenten siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Die Bezeichnung "zu konstanten Wechselkursen" bedeutet, dass wir die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) und andere Positionen der laufenden Berichtsperiode mit dem Durchschnittskurs des Vorjahres umrechnen, um, wie im Kapitel "Wirtschaftsbericht" in Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS®-Kennzahlen" beschrieben, einen Periodenvergleich ohne den Einfluss von Wechselkursschwankungen der Umrechnung zu ermöglichen.

Entsprechend unserem Verständnis von Vielfalt und Inklusion verwenden wir in diesem Bericht weitgehend eine geschlechterneutrale Sprache. An einigen Stellen haben wir uns dazu entschlossen, aus Gründen der Lesbarkeit und Verständlichkeit das generische Maskulinum zu nutzen. Die gewählten Formulierungen gelten in diesen Fällen uneingeschränkt für alle Geschlechter.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. In diesem Bericht wird mit der Verwendung der Worte "Ausblick", "erwartet", "geht davon aus", "beabsichtigt", "plant", "ist der Überzeugung", "strebt an", "schätzt", "Ausrichtung", "Ziel" und ähnlicher Ausdrücke beabsichtigt, zukunftsbezogene Aussagen kenntlich zu machen. Obwohl wir davon überzeugt sind, dass die in solchen zukunftsbezogenen Aussagen widergespiegelten Annahmen und Erwartungen plausibel sind, unterliegen zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten, von denen viele nicht genau vorhergesagt werden können und einige möglicherweise überhaupt nicht vorhergesehen werden können. Darüber hinaus sind spätere Ereignisse und tatsächliche Ergebnisse, finanzieller und anderer Art, in der Vergangenheit anders ausgefallen und können in der Zukunft wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen, die an anderer Stelle in diesem Bericht dargestellt oder in Betracht gezogen werden, abweichen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen wurden auf der Grundlage von aktuellen Annahmen und Einschätzungen formuliert, die wir nach bestem Wissen getroffen haben. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich unserer Finanzlage und unserer Profitabilität wesentlich sowohl positiv als auch negativ von denjenigen Ergebnissen abweichen können, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Des Weiteren können sich in die Zukunft gerichtete Schätzungen und Voraussagen, die auf Gutachten oder Informationen Dritter basieren, als unrichtig herausstellen. Daher können wir keine Zusicherungen hinsichtlich der zukünftigen Richtigkeit der in diesem Bericht dargestellten Meinungen oder hinsichtlich des tatsächlichen Eintretens der hier beschriebenen Entwicklungen machen. Auch sind unsere zukünftigen Ergebnisse, selbst wenn sie den hier dargestellten Erwartungen entsprechen sollten, nicht notwendigerweise indikativ für unsere Leistung in zukünftigen Geschäftsjahren.

Zu den Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, einschließlich der damit verbundenen Kosten, welche unsere tatsächlichen Ergebnisse von den geschätzten abweichen lassen könnten, gehören insbesondere:

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Änderungen in Erstattungen von staatlichen Stellen und privaten Versicherern für unser gesamtes Produkt- und Dienstleistungsangebot, einschließlich des Medicare-Erstattungssystems für Dialysedienstleistungen und andere Gesundheitsdienstleistungen in den Vereinigten Staaten (US oder USA). Dies umfasst auch potenziell signifikante Änderungen des "Patient Protection and Affordable Care Act - Gesetzes" aus dem Jahr 2010 (Pub. L. 111-148) in seiner durch das "Health Care and Education Reconciliation Act - Gesetz" (Pub. L. 111-152) geänderten Fassung (zusammen ACA), die sich aus dem Auslaufen der Versicherungsprämienzuschüsse ergeben könnten, die derzeit im Rahmen des ACA zur Verfügung stehen, oder aufgrund zukünftiger Bemühungen um Überarbeitung, Aufhebung oder Ablösung des ACA ergeben können, und Änderungen der Aufsichtsbehörden an bestimmten Erstattungsmodellen, wie zum Beispiel dem "Comprehensive Kidney Care Contracting-Modell" (CKCC), die die Leistung im Rahmen dieser Modelle auf unvorhergesehene Weise erheblich beeinflussen könnten;

unsere Fähigkeit zur genauen Interpretation und Einhaltung der komplexen gegenwärtigen und zukünftigen staatlichen Regelungen, die Anwendung auf unser Geschäft finden, einschließlich der Einhaltung von Sanktionen und Gesetzen beziehungsweise Vorschriften zur Ausfuhrkontrolle, Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance sowie Auswirkungen von Gesundheits-, Steuer- und Handelsrechtreformen und -vorschriften, insbesondere die Initiativen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development - OECD) zur Umverteilung von Besteuerungsrechten an Marktstaaten (erste Säule) und zur Einführung einer globalen Mindeststeuer (zweite Säule) sowie eine mögliche US-Steuerreform und Gegenmaßnahmen zu den OECD Global Tax Deals, Kartell- und Wettbewerbsgesetze in den Ländern und Orten, in denen wir tätig sind, und andere staatliche Regulierung; diese Regelungen schließen in den USA das Bundesgesetz über Medicare- und Medicaid-Betrug und -Missbrauch von 1977 in seiner geänderten Fassung (den Anti-Kickback Statute), den False Claims Act, das Bundesgesetz über die Selbstüberweisung von ärztlichem Fachpersonal (das Stark Law), das Civil Monetary Penalty Law, den Health Insurance Portability and Accountability Act, den Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act, den Foreign Corrupt Practices Act (FCPA), die Regel der Federal Trade Commission über Wettbewerbsverbote (die derzeit Gegenstand einer einstweiligen Verfügung gegen die Durchsetzung ist), die Vorschriften der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zu klimabezogenen Angaben (die von der SEC in Rechtsstreitigkeiten bezüglich ihrer Gültigkeit nicht mehr verteidigt werden, die im April 2025 ausgesetzt wurden) und (in jedem Fall) andere ähnliche staatliche Gesetze und den Food, Drug and Cosmetic Act sowie, außerhalb der USA, unter anderem die Verordnung der Europäischen Union (EU) über Medizinprodukte (Medical Device Regulation - MDR), die EU-Datenschutz-Grundverordnung, die EU-Taxonomieverordnung, die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, das EU-Gesetz über künstliche Intelligenz, die NIS-2-Richtlinie (EU-Richtlinie 2022/​2555), das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, die EU-Lieferkettenrichtlinie, das Zwei-Rechnungen-System, die "Buy China"-Politik, mengenbasierte Beschaffungspolitik sowie das Ausschreibungs- und Bieterverfahrensgesetz (Tendering and Bidding Law) in China und entsprechende Landesgesetzgebung sowie vergleichbare aufsichtsrechtliche Regelwerke in vielen der Länder, in denen wir Gesundheitsdienstleistungen oder Produkte anbieten, ein.
In den USA könnten die Auslegung dieser Gesetze und die Gültigkeit bestehender Auslegungen durch die Behörden, die diese Gesetze verwalten, infolge des Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA in den Rechtssachen Loper Bright Enterprises v. Raimondo and Relentless v. Department of Commerce, 603 U.S. (2024) (Loper Bright) im Juni 2024 einer erhöhten Unsicherheit unterliegen. Mit Loper Bright wurde die so genannte Chevron-Doktrin aufgehoben, nach der den Verwaltungsbehörden bei der Auslegung der von ihnen verwalteten Gesetze ein erheblicher Spielraum eingeräumt wurde. In der Loper-Bright-Entscheidung wurde festgelegt, dass das US-Verwaltungsverfahrensgesetz die Gerichte verpflichtet, "zu einem unabhängigen Urteil zu kommen, ob eine Behörde innerhalb ihrer gesetzlichen Befugnisse gehandelt hat". Die Auswirkungen der Loper-Bright-Entscheidung werden sich erst in den kommenden Monaten und Jahren zeigen. Es ist jedoch möglich, dass die Entscheidung zu weiteren Rechtsstreitigkeiten führen könnte, in denen die Vorschriften, Richtlinien und Entscheidungen von Behörden wie der U.S. Food and Drug Administration (FDA) und den Centers for Medicare and Medicaid (CMS) angefochten werden. Weiterhin könnte die Entscheidung zu Unsicherheit hinsichtlich der Durchsetzbarkeit solcher Verordnungen bis zu ihrer gerichtlichen Prüfung, zu Anfechtungen der CMS-Richtlinien in Bereichen wie Abrechnungsanforderungen, Kodierungsentscheidungen, Zuschlagszahlungen und Verfahrenskategorisierung und dem Medicaid Drug Rebate Program sowie der Gültigkeit von durch das Büro des Generalinspekteurs des US-Gesundheitsministeriums gemäß dem Anti-Kickback Statute herausgegebenen Gutachten und Safe-Harbor-Verordnungen führen. Solche zusätzlichen Rechtsstreitigkeiten könnten aufgrund widersprüchlicher Auslegungen und Entscheidungen von Gerichten in verschiedenen Gerichtsbarkeiten auch zu zusätzlicher Unsicherheit in Bezug auf solche Vorschriften und Auslegungen führen. Angesichts der durch die Loper-Bright-Entscheidung geschaffenen Ungewissheit können wir die möglichen Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehen;

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der Einfluss privater Versicherer (einschließlich Integrated Care-Organisationen, privater Versicherungen und Plänen gemäß Medicare Advantage, auch bekannt als Medicare Teil C, die von privaten Krankenversicherern angeboten werden, denen von den CMS die Genehmigung erteilt wurde, ihre Mitglieder mit Medicare-Leistungen gemäß Teil A, Teil B und in der Regel Teil D zu versorgen (Medicare-Advantage-Pläne)) sowie die Bemühungen dieser Organisationen, Kosten durch die Beschränkung von Gesundheitsleistungen, das Einengen ihrer Netzwerke, die Reduzierung der Erstattung an die Anbieter, die Einführung einer Vorabgenehmigung beziehungsweise die Einschränkung von Optionen für Patienten zur Finanzierung von Krankenversicherungsprämien zu steuern, einschließlich der Bemühungen von betrieblichen Gesundheitsplänen und privaten Versicherern, die Erstattung für Dialyseleistungen infolge des Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA in der Rechtssache Marietta Memorial Hospital Employee Health Benefit Plan, et al. v. DaVita Inc.,142 S. Ct. 1968 (2022) (Marietta), zu einem niedrigeren Satz zu leisten, insbesondere falls der US-Kongress die Rechtsvorschriften zur Rückgängigmachung der Auswirkungen dieser Entscheidung nicht verabschiedet;

die Auswirkungen von weltweiten Pandemien (zum Beispiel des schweren akuten Atemwegsyndroms Coronavirus 2 und der damit verbundenen Coronavirus-Erkrankung (Covid-19)), darunter eine signifikante Zunahme der Sterblichkeit von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen sowie eine Zunahme von Personen mit Nierenversagen, die Auswirkungen von globalen Viruserkrankungen auf unsere Patienten, Pflegekräfte, Beschäftigte, Lieferanten, Lieferkette, Geschäftstätigkeit und Betrieb und die Folgen von Konjunktureinbrüchen aufgrund von globalen Pandemien;

unsere Fähigkeit, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und langfristig zu binden, und Risiken, dass Konkurrenz um Arbeitskräfte, hohe Fluktuationsraten und deutlich gestiegene Personalkosten sowie Gesetzgebungs-, Gewerkschafts- oder andere, den Arbeitsmarkt betreffende Aktivitäten beziehungsweise Veränderungen zu einem signifikanten Anstieg unserer betrieblichen Aufwendungen, zu einem signifikanten Rückgang der Produktivität und teilweisen Betriebsunterbrechungen geführt haben und weiterhin führen werden und unsere Fähigkeit beeinträchtigen, zusätzliche Behandlungen und erneutes Wachstum zu generieren;

der Anstieg der Rohmaterial-, Energie-, Arbeits- und sonstigen Kosten (einschließlich der Auswirkungen dieser Kostensteigerungen und /​ oder der lieferkettenbezogenen Auswirkungen auf unsere Initiativen zur Kostensenkung und Erhöhungen aufgrund geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen (zum Beispiel Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine (Ukraine-Krieg)) sowie die potenziellen Auswirkungen der Inflation auf eine mögliche Wertminderung unseres Firmenwerts, unserer Beteiligungen oder sonstiger Vermögenswerte (siehe oben);

das Ergebnis von Rechtsstreitigkeiten sowie staatlicher und interner Ermittlungen;

die Einführung neuer Technologien, die Einführung von Generika oder neuen Medikamenten und medizinischen Produkten, die mit unseren Produkten oder Dienstleistungen konkurrieren, Fortschritte bei medizinischen Therapien, einschließlich der verstärkten Nutzung von Medikamenten, die das Fortschreiten von chronischem Nierenversagen und dessen Vorstufen reduzieren, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Xenotransplantation und neue Marktteilnehmer, die mit unseren Geschäftsaktivitäten konkurrieren (für weitere Informationen zu den Auswirkungen bestimmter Medikamente, die das Fortschreiten von chronischem Nierenversagen reduzieren, sowie unserer Analyse zu deren Auswirkungen auf unsere Cash-Flow-Prognosen und Goodwill-Sensitivitätsbewertungen siehe Anmerkung 1 im Konzernanhang);

Produkthaftungsrisiken und das Risiko eines Rückrufs unserer Produkte durch Behörden;

unsere Fähigkeit, in unserem Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und -produkten weiterhin organisch und durch Akquisitionen zu wachsen, einschließlich der Auswirkungen einer verstärkten Durchsetzung von Kartell- und Wettbewerbsgesetzen im Hinblick auf Akquisitionen, und unsere Strategie umzusetzen;

die Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinsschwankungen, einschließlich des erhöhten Risikos von Schwankungen infolge geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen, die Auswirkungen des gegenwärtig gesamtwirtschaftlich inflationären Umfelds auf die Zinssätze und die damit verbundenen Auswirkungen auf unsere Finanzierungskosten;

Volatilität der Bewertung von Finanzinstrumenten, die an Energiepreise oder Energieproduktionsmengen gekoppelt sind (z. B. virtuelle Stromabnahmeverträge (vPPAs)), einschließlich des erhöhten Volatilitätsrisikos infolge geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen;

möglicher Wertminderungsaufwand auf unseren Firmenwert, Investitionen oder andere Vermögenswerte aufgrund von Verringerungen des erzielbaren Betrags dieser Vermögenswerte gegenüber ihrem Buchwert, insbesondere infolge von Herabstufungen durch unabhängige Ratingagenturen, gepaart mit einem wirtschaftlichen Abschwung in verschiedenen Regionen oder infolge geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen;-

unsere Fähigkeit, Informationstechnologie-Systeme und geschützte Gesundheitsinformationen gegen Cyber-Attacken zu schützen und andere Verletzungen von Datenschutz oder -sicherheit bezüglich unserer Daten (einschließlich der Daten im Besitz unserer Drittanbieter) zu verhindern, laufende und potenzielle Rechtsstreitigkeiten aufgrund von Verstößen gegen die Cybersicherheit und die möglichen Auswirkungen von Cybersecurity-Vorfällen, die uns oder unseren Dienstleistern zustoßen können, auf unseren Ruf, unsere Kunden- oder Lieferantenbeziehungen, unseren Geschäftsbetrieb oder unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie unsere Fähigkeit, Effizienzziele effektiv zu messen und vertragliche und sonstige Anforderungen im Zusammenhang mit Aktivitäten zur Auslagerung von Daten in andere Länder zu erfüllen;

Änderungen der Beschaffungskosten und des Verordnungsumfelds für Medikamente und unsere anderen Gesundheitsprodukte und Verbrauchsmaterialien, mangelnde Beschaffungsmöglichkeiten für Rohmaterialien oder Störungen in unserer Lieferkette;

Zollerhöhungen und Handelshemmnisse, die sich aus dem Rückzug einzelner oder mehrerer Länder aus multilateralen Handelsabkommen oder der Einführung von Sanktionen oder wechselseitigen Zöllen und anderen Gegenmaßnahmen im Zuge von Handelsstreitigkeiten und geopolitischen Konflikten in bestimmten Regionen ergeben könnten sowie die Auswirkungen globaler Ereignisse, politischer und /​ oder staatlicher Unbeständigkeit und der damit verbundenen Entwicklungen auf die Gesundheitssysteme, unsere Patienten oder unser Geschäft;

die Einbringlichkeit unserer Forderungen, die hauptsächlich von der Wirksamkeit unserer Abrechnungspraxis, der finanziellen Stabilität und Liquidität staatlicher und privater Versicherungsträger, den Dienstleistungen von externen Abrechnungsstellen, von Kunden und Intermediären sowie den Strategien der Versicherungsträger zur Verzögerung, Anfechtung oder Vereitelung der Forderungseinziehung abhängt;

unsere Fähigkeit, Verträge zu sichern und im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit, einschließlich unseres wertbasierten Versorgungsgeschäfts und anderer Gesundheitsrisikomanagementprogramme, an denen wir teilnehmen oder beabsichtigen teilzunehmen, Kosteneinsparungen und gewünschte klinische Ergebnisse zu erzielen;

die Größe, Marktmacht, Erfahrung und das Produktangebot von bestimmten Wettbewerbern in bestimmten geographischen Regionen und Geschäftsfeldern;

die Verwendung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen, und Beurteilungen sowie die Interpretation von Rechnungslegungsgrundsätzen in unserem Konzernabschluss;

unsere Fähigkeit, die geplanten Kosteneinsparungen innerhalb des vorgeschlagenen Zeitraums im Rahmen der Transformation unserer Betriebsstruktur und der Schritte zur Erzielung von Kosteneinsparungen (Programm FME25) weiterhin zu erreichen, sowie die Möglichkeit, dass eine Änderung oder Ausweitung der Aufgabengebiete unserer Beschäftigten aufgrund dieser Transformation kurzfristig zusätzliche Ressourcen erfordern könnten;

unsere Fähigkeit, unsere finanzielle Leistung durch die Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden oder margenverwässernden Geschäftsbereichen zu verbessern; und

unsere Fähigkeit, die prognostizierten Preiserhöhungen für unsere Produkte und entsprechende Dienstleistungen zu erzielen.

Wichtige Faktoren, die zu derartigen Abweichungen beitragen können, sind im Kapitel "Wirtschaftsbericht", Abschnitt I. "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" und III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Andere Trends", in Anmerkung 11 im Konzernanhang sowie im Geschäftsbericht 2024 in Anmerkung 25 im Konzernanhang und im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Risiken" des Konzernlageberichts beschrieben. Weitere Informationen zu unseren Bemühungen, verschiedene Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen anzugehen, finden Sie in unserem nichtfinanziellen Konzernbericht unter www.freseniusmedicalcare.com/​de/​investoren/​ueberblick-investoren/​. Durch den Verweis auf unseren nichtfinanziellen Konzernbericht und die Bereitstellung dieser Website-Adresse in diesem Bericht beabsichtigen wir jedoch nicht, Inhalte aus unserem nichtfinanziellen Konzernbericht oder Informationen auf unserer Website in diesen Bericht aufzunehmen, und, soweit nicht ausdrücklich hierin angegeben, sind Informationen in unserem nichtfinanziellen Konzernbericht und auf unserer Website nicht als Bestandteil dieses Berichts zu betrachten.

Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt darüber hinaus weiteren Risiken und Unsicherheiten, die wir in den regelmäßig veröffentlichten Berichten darstellen. Veränderungen in jedem dieser Bereiche könnten dazu führen, dass unsere Ergebnisse wesentlich von den Ergebnissen abweichen, die wir oder andere vorhergesagt haben oder vorhersagen werden.

Die tatsächlich angewandten Rechnungslegungsgrundsätze, die Beurteilungen im Rahmen der Auswahl und Anwendung dieser Grundsätze sowie die Sensitivität der berichteten Ergebnisse in Bezug auf Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen, Annahmen und Schätzungen stellen zusätzliche Faktoren dar, in deren Kontext der vorliegende Konzernzwischenabschluss und die im Folgenden unter III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" dargestellten Ausführungen zu betrachten sind. Eine Erläuterung unserer wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze ist im Geschäftsbericht 2024 in Anmerkung 2 im Konzernanhang zu finden.

Aufgrund von Rundung geben Zahlen und Prozentsätze, die in diesem oder anderen Berichten dargestellt werden, die absoluten Zahlen eventuell nicht präzise wieder. Einige Zahlen (einschließlich Prozentsätze) in diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. In einigen Fällen summieren sich solche gerundeten Zahlen und Prozentsätze möglicherweise nicht zu 100% oder zu den in diesem Bericht enthaltenen Summen oder Zwischensummen. Darüber hinaus können Summen und Zwischensummen in Tabellen aufgrund von kaufmännischen Rundungen geringfügig von den in diesem Bericht enthaltenen ungerundeten Zahlen abweichen. Ein Bindestrich (-) zeigt an, dass für eine bestimmte Position im betreffenden Geschäftsjahr oder Zeitraum keine Daten gemeldet wurden, während eine Null (0) verwendet wird, wenn der relevante Wert gerundet Null beträgt.

Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick

Wir sind weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen (auf Basis der veröffentlichten Umsatzerlöse und der Anzahl der behandelten Patienten). Wir bieten Dialyse und damit verbundene Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen sowie andere Gesundheitsdienstleistungen an. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben zudem eine breite Palette an Gesundheitsprodukten. Unsere Gesundheitsprodukte umfassen Hämodialysegeräte, Cycler für die Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie Granulate für die Hämodialyse, Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen sowie Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen und für die Apherese-Therapie. Wir versorgen Dialysekliniken, die wir besitzen, betreiben oder leiten, mit einer breiten Produktpalette und verkaufen zudem Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Wir verkaufen unsere Gesundheitsprodukte an Kunden in rund 150 Ländern und setzen sie auch bei unseren eigenen Gesundheitsdienstleistungen ein. Unser Dialysegeschäft ist folglich vertikal integriert. Unsere anderen Gesundheitsdienstleistungen beinhalten wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme, die Distribution verschreibungspflichtiger Arzneimittel, Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in ambulanten Operationszentren und nephrologische Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches Fachpersonal. Wir schätzen, dass die Bereitstellung von Dialysedienstleistungen und der Vertrieb von Dialyseprodukten einen weltweiten Markt von etwa 80 MRD € bis 84 MRD € im Geschäftsjahr 2024 darstellte. Der Zuwachs von Dialysepatienten wird durch Faktoren wie die demographischen Veränderungen und die steigende Lebenserwartung sowie den Mangel an Spenderorganen für Nierentransplantationen verursacht. Darüber hinaus tragen ein steigendes Aufkommen von Niereninsuffizienz, Diabetes, Bluthochdruck und anderen Krankheiten, welche häufig zu einem chronischen Nierenversagen führen, zu einem steigenden Patientenaufkommen bei. Auch eine bessere Behandlung und eine höhere Überlebensrate der von diesen Erkrankungen betroffenen Patienten, Verbesserungen bei der Behandlungsqualität, neue Medikamente und Produkttechnologien, durch die das Leben der Behandelten verlängert wird, und die sich verbessernden Lebensstandards in Entwicklungsländern, durch die lebensrettende Dialysebehandlungen verfügbar werden, haben einen Einfluss auf das Patientenwachstum. Zudem engagieren wir uns in verschiedenen Bereichen der Forschung zu therapeutischen Gesundheitsprodukten.

Als globales Unternehmen für Gesundheitsdienstleistungen und -produkte stehen wir vor der Herausforderung, den Bedürfnissen einer großen Bandbreite an Interessengruppen wie Patienten, Kunden, Versicherern, Aufsichtsbehörden und Gesetzgebern in vielen unterschiedlichen wirtschaftlichen Umfeldern und Gesundheitssystemen gerecht zu werden. Im Allgemeinen kommen staatlich finanzierte Programme (in manchen Ländern in Kooperation mit privaten Versicherern) für bestimmte an ihre Bürger erbrachte Gesundheitsleistungen und -dienstleistungen auf. Nicht alle Gesundheitssysteme decken die Zahlungen für Dialysebehandlungen ab. Daher beeinflussen die Erstattungssysteme sowie das Umfeld für die Verordnung von Zusatzdienstleistungen verschiedener Länder unser Geschäft erheblich.

Unser Geschäft ist Konjunkturzyklen in relativ geringem Maße unterworfen. Dadurch unterscheiden wir uns beispielsweise von Konsumgüterherstellern, die einer eher zyklischen Produktnachfrage unterliegen. Beeinflusst wird unser Geschäft vielmehr von staatlich festgelegten Vergütungssystemen und Erstattungssätzen. Die Dialyse ist eine lebensnotwendige medizinische Dienstleistung, deren Kosten deshalb in der Regel vom zuständigen Gesundheitssystem getragen werden.

Wesentliche Erstattungsentwicklungen in den USA

Ein erheblicher Teil der von uns erbrachten Gesundheitsdienstleistungen wird von staatlichen Institutionen bezahlt. Etwa 17% der Umsatzerlöse des Konzerns im 1. Quartal 2025 resultierten aus den Erstattungen von staatlich finanzierten US-Gesundheitsprogrammen wie Medicare und Medicaid, deren Erstattungssätze durch die CMS festgelegt werden. Gesetzesänderungen können die Erstattungssätze für einen erheblichen Teil unserer Dienstleistungen betreffen. Beeinflusst wurde die Stabilität der Erstattungssätze in den USA durch (i) ein Pauschalvergütungssystem für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (PVS), (ii) die pauschalen Ausgabenkürzungen des US-Haushalts bezüglich der Zahlungen an Medicare-Dienstleister, im Folgenden die "Kürzungen des US-Haushalts" und (iii) die stufenweise Kürzung des PVS-Erstattungssatzes zur Berücksichtigung der gesunkenen Verordnungen bestimmter Medikamente und Biopharmazeutika für Dialysebehandlungen durch das "American Taxpayer Relief Act of 2012"-Gesetz (ATRA) einschließlich der späteren Änderungen durch das "Protecting Access to Medicare Act of 2014"-Gesetz (PAMA). Nachstehend werden diese und weitere Entwicklungen im Bereich der Gesetzgebung ausführlicher dargestellt:

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Nach dem "Medicare Improvements for Patients and Providers Act of 2008"-Gesetz (MIPPA) werden für Medicare-Patienten alle Dialysebehandlungen aufgrund von terminaler Niereninsuffizienz mit einem einzigen festen, pauschalen Vergütungssatz, dem PVS, vergütet, der im Wesentlichen sämtliche während der Dialysebehandlung verwendeten Produkte und erbrachten Dienstleistungen abdeckt. Zusätzlich wurde mit dem MIPPA auch das ESRD-Qualitätsverbesserungsprogramm (Quality Incentive Program, QIP) eingeführt, das für Dialysekliniken in den USA, die die von den CMS festgelegten jährlichen Qualitätsstandards nicht erreichen, Basis-Erstattungskürzungen um bis zu 2% in einem Folgejahr nach sich ziehen kann. Bei diesen Programmen werden die Qualitätsstandardmaßnahmen der CMS mit den Basiswerten der Branche kombiniert, um die Qualität der Versorgung durch ein Pay-for-Performance-Programm zu verbessern, das als Teil des PVS fungiert.

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Darüber hinaus schrieb das "Budget Control Act of 2011"-Gesetz (BCA) eine Reduzierung des Defizits um 1,2 BIO US$ bis 2021 vor. Sollte sich der Kongress nicht auf Vorschläge zur Erreichung dieses Ziels einigen können, würden Sequestrierung oder allgemeine Ausgabenkürzungen in Kraft treten (U.S. Sequestration). Am 1. April 2013 trat eine 2%ige Kürzung der Medicare-Zahlungen in Kraft, die weiterhin gilt. Darüber hinaus schreibt das "Statutory Pay-As-You-Go Act of 2010"-Gesetz (Statutory PAYGO) vor, dass eine Kürzung der Medicare-Zahlungen um 4% in Kraft tritt, wenn das Haushaltsbüro des Kongresses (Congressional Budget Office) feststellt, dass der Kongress ein Gesetz verabschiedet hat, das das Defizit des Bundeshaushalts erhöht. Bislang hat der Kongress nach der Verabschiedung des PAYGO-Gesetzes mehrfach Gesetze zur Erhöhung des Bundesdefizits verabschiedet, aber immer verhindert, dass eine solche Kürzung in Kraft tritt. Die Ausgabenkürzungen des US-Haushalts haben sich in der Vergangenheit negativ auf unsere Ertragslage ausgewirkt und werden dies auch weiterhin tun. Darüber hinaus wurden von Zeit zu Zeit Möglichkeiten zur Umstrukturierung des Medicare-Programms in Richtung eines beitragsorientierten Prämienunterstützungsmodells und zur Umstellung der Medicaid-Finanzierung auf einen Pauschalzuschuss oder eine Pro-Kopf-Regelung mit größerer Flexibilität für die Bundesstaaten vorgeschlagen oder erwogen. Änderungen der Zahlungsmethoden und der Finanzierungs- oder Zahlungsvorschriften unter anderem des PVS-Vergütungssatzes, der Gebührenordnung für ärztliches Fachpersonal, der Gebührenordnung für klinische Labore und des Zahlungssystems für ambulante chirurgische Zentren können wesentliche Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben. Wir können auch mit Änderungen der Auslegung von staatlichen Vorschriften durch die Gerichte konfrontiert werden. Unsere Möglichkeiten, das Ausmaß vieler dieser Änderungen zu beeinflussen oder vorherzusagen, sind sehr begrenzt.

Am 1. November 2024 haben die CMS die finale Regelung zum PVS-Vergütungssatz für das Kalenderjahr 2025 veröffentlicht, die laut den CMS zu einer Erhöhung der Gesamtzahlungen an ESRD-Einrichtungen um 2,7% führen wird. Die Erhöhung um 2,7% spiegelt eine Erhöhung des Basis-Pauschalvergütungssatzes je Behandlung um 1,0% auf 273,82 US$ wider, zuzüglich zusätzlicher Anpassungen für Inflation und Produktivität (wie vom ACA vorgeschrieben) und budgetneutraler Lohnindexanpassungen. Die CMS merken an, dass das Ziel von 1,0% an ESRD-Ausreißerzahlungen im Kalenderjahr 2023 erreicht wurde und erwarten, dass diese Zahlungen im Kalenderjahr 2025 etwa 1% der Gesamtzahlungen ausmachen werden. Darüber hinaus haben die CMS den Basis-Pauschalvergütungssatz um zusätzliche 0,4601 US$ erhöht, um Korsuva™ zu berücksichtigen. Bei Korsuva handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem Juckreiz im Zusammenhang mit chronischem Nierenversagen bei Erwachsenen, die sich einer Hämodialyse unterziehen. Der finale Erstattungssatz für akute Nierenschädigungen für das Kalenderjahr 2025 entspricht dem PVS-Vergütungssatz für das Kalenderjahr 2025. Darüber hinaus wurde in der finalen Regelung bestätigt, dass ab dem 1. Januar 2025 rein orale Arzneimittel (einschließlich Phosphatbinder) im Rahmen des PVS-Vergütungssatzes auf Basis des TDAPA (Transitional Drug Add-On Payment Adjustment) erstattet werden, wie in der finalen Regelung zum PVS-Vergütungssatz für das Kalenderjahr 2016 (80 FR 69027) und nachfolgenden Regeln vorgesehen, und nicht mehr im Rahmen von Medicare Teil D bezahlt werden. Dies könnte in zukünftigen Perioden negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben. Um die Betriebskosten für ESRD-Einrichtungen, die Phosphatbinder bereitstellen, zu berücksichtigen, werden die CMS eine zusätzliche monatliche Erhöhung des TDAPA in Höhe von 36,41 US$ bereitstellen.

Die CMS bewerten im Rahmen des QIP die Gesamtleistung jeder Einrichtung anhand einer Reihe von jeweils für ein Zahlungsjahr festgelegten Kenngrößen mit Qualitätsbezug und nehmen für Einrichtungen, die einen für die Gesamtleistung (Total Performance Score - TPS) festgelegten Mindestwert nicht erreichen, eine Zahlungskürzung von bis zu 2% vor. In der finalen Regelung für das Kalenderjahr 2025 und mit Wirkung zum 1. Januar 2025 haben die CMS die umfassende klinische Kt/​V-Dialyseeffektivitätskenngröße mit einer Gruppe von Kt/​V-Dialyseeffektivitätskenngrößen ersetzt, welche sich aus vier einzelnen Kt/​V-Kenngrößen zusammensetzt und auf der Grundlage eines separaten Pakets von Leistungsstandards für jede dieser Kenngrößen bewertet wird. Die CMS haben außerdem die Berichtskenngröße "National Healthcare Safety Network Dialysis Event" ab dem Jahr 2027 aus den ESRD-QIP-Kenngrößen gestrichen. Darüber hinaus gelten seit 2025 neue QIP-Anforderungen, wonach die Einrichtungen ein Screening auf soziale Faktoren für die Gesundheit durchführen müssen.

Am 1. November 2024 haben die CMS die finale Regelung zu Erstattungssystemen für ambulante Kliniken und Operationszentren ("Ambulatory Surgical Center" - ASC) für das Kalenderjahr 2025 bekannt gegeben. Die finale Regelung zur Aktualisierung des ASC-Erstattungssystems für das Kalenderjahr 2025 beinhaltet eine allgemeine Erhöhung der Erstattungssätze für das in einem ASC verfügbare Leistungsspektrum. Die durchschnittliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahr beträgt 2,9%. Am 1. November 2024 haben die CMS darüber hinaus die finale ärztliche Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2025 veröffentlicht. Der Umrechnungsfaktor für die ärztliche Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2025 beträgt 32,35 US$, was einer Verringerung um 0,94 US$ (oder 2,8%) gegenüber dem Umrechnungsfaktor für die ärztliche Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2024 in Höhe von 33,29 US$ entspricht.

Derzeit bestehen beträchtliche Unsicherheiten hinsichtlich möglicher zukünftiger Änderungen der Regulierung des Gesundheitswesens, auch in Bezug auf die Regulierung der Erstattung für Dialysedienstleistungen. Infolge des Drucks zur Senkung der Gesundheitskosten sind die staatlichen Erstattungssätze in den USA in der Vergangenheit nur in begrenztem Umfang gestiegen, und es wird erwartet, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird. Ein erheblicher Rückgang der Erstattungen im Rahmen von Medicare, privaten Versicherungen oder Medicare-Advantage-Plänen oder beim Zugang von Patienten zu Versicherungsplänen privater Versicherer oder Medicare-Advantage-Plänen könnte jedoch wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und, da die Nachfrage nach Dialyseprodukten von der Medicare-Erstattung beeinflusst wird, auf unser Produktgeschäft haben. Soweit Erhöhungen der Betriebskosten, die von der Inflation betroffen sind, wie zum Beispiel Lohn- und Beschaffungskosten, nicht vollständig durch eine entsprechende Erhöhung der Erstattungssätze ausgeglichen würden, hätte dies nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Ertragslage. Darüber hinaus erleichtert das Marietta-Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA es den Gesundheitsplänen, die Leistungen für Medicare-berechtigte Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz so zu gestalten, dass private Krankenversicherungen für Personen mit terminaler Niereninsuffizienz vergleichsweise unattraktiver und Medicare vergleichsweise attraktiver werden. Das Marietta-Urteil könnte auch dazu führen, dass bestimmte betriebliche Gesundheitspläne die Leistungen für die Dialyse reduzieren, was, je nach Anzahl der betroffenen Patienten, wesentliche und nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben könnte. Es wurden Gesetzesentwürfe in den 119. Kongress im März 2025 eingebracht, die sich mit der Marietta-Entscheidung befassen. Das "Restore Protections for Dialysis Patients"-Gesetz würde das Verständnis des Medicare-Zusatzzahler-Gesetzes (Medicare Secondary Payer Act) vor der Marietta-Entscheidung wiederherstellen und sicherstellen, dass Patienten nicht aufgrund ihrer Dialysebedürftigkeit diskriminiert werden können. Da die Erstattungssätze von Medicare und Medicaid in der Regel geringer sind als die Erstattungssätze, die von privaten Versicherern gezahlt werden, könnte eine Verlagerung von privat versicherten Patienten zu Medicare und Medicaid im Jahr 2024 und darüber hinaus wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben. Es kann nicht garantiert werden, dass dieser Vorschlag oder ein anderes Gesetz bezüglich der Marietta-Entscheidung verabschiedet werden. Weitergehende Informationen zu aufsichtsrechtlichen Angelegenheiten sind im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Gesundheitsreformen" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024 enthalten.

Zusätzliche Informationen sind außerdem im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Risiken" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024 enthalten.

Prämien-Hilfsprogramm

Das Betreiben wohltätiger Prämien-Hilfsprogramme, wie das des American Kidney Fund (AKF), hat in den vergangenen Jahren zunehmende Aufmerksamkeit der CMS und der Versicherungsaufsicht und Gesetzgeber auf Bundesstaatenebene erhalten. Das Ergebnis dessen könnte ein regulatorischer Rechtsrahmen sein, der sich vom derzeitigen Rahmen unterscheidet oder von Bundesstaat zu Bundesstaat variiert. Auch wenn die CMS oder staatliche Regierungsbehörden und Gesetzgeber keine Maßnahmen ergreifen, um den Zugang der Patienten zu Prämien-Hilfsprogrammen einzuschränken, könnten Versicherer wahrscheinlich ihre Bemühungen fortsetzen, Prämienzahlungen durch Prämien-Hilfsprogramme an unsere Patienten einzuschränken. Sollte dies in einem für unsere US-Geschäftstätigkeit wesentlichen Bereich oder Umfang gelingen, hätte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Ertragslage.

Mit AB290 wurde in Kalifornien (USA) ein solches Gesetz erlassen. Nach der Verabschiedung haben wir zusammen mit anderen Anbietern und dem AKF die Gültigkeit des Gesetzes gerichtlich angefochten. Jane Doe, et al. v. Xavier Becerra, et al., 8:19-cv-02105, U.S. District Court for the Central District of California, Southern Division. Im Dezember 2019 erließ das Gericht eine einstweilige Verfügung zur Aussetzung der Umsetzung des Gesetzes. Am 9. Januar 2024 erließ das Gericht ein Urteil im Schnellverfahren, in dem es unter anderem die Bestimmungen bestätigte, die die Erstattung an Anbieter, die an den AKF spenden, einschränken, wenn sich diese Erstattung auf Dienstleistungen für Patienten bezieht, die vom AKF unterstützt werden. Am 9. Mai 2024 erließ das Gericht ein endgültiges Urteil, setzte dessen Vollstreckung jedoch aus, während die Parteien Berufung einlegten.

"Executive Order" für neue Erstattungsmodelle

Am 10. Juli 2019 wurde in den USA eine Verordnung (Executive Order) zur Förderung der Nierengesundheit unterzeichnet. Die Verordnung sieht unter anderem die Entwicklung neuer Medicare-Erstattungsmodelle durch den US-Gesundheitsminister vor, welche eine frühere Erkennung und Behandlung von Nierenerkrankungen sowie den Ausbau von Heimdialysebehandlungen und Transplantationen fördern sollen. Eines dieser Modelle, das "ESRD Treatment Choices-Modell" (ETC), ist ein verpflichtendes Modell, das finanzielle Anreize für Heimdialysebehandlung und Nierentransplantationen schafft. Die Regelung für dieses Modell, die am 29. September 2020 finalisiert wurde, sieht für das Modell eine Laufzeit bis Juni 2027 vor, mit Start im Januar 2021. Im Rahmen des Modells werden für einen Zeitraum von sechseinhalb Jahren sowohl positive wie negative Anpassungen von durch ärztliches Fachpersonal und Dialyseeinrichtungen beantragten Erstattungen für bestimmte Medicare-Heimdialysebehandlungen vorgenommen. Die Teilnehmer an diesem Modell basieren auf einer zufälligen Auswahl von 30% der Versorgungsgebiete der Krankenhäuser. Zum 31. März 2025 gehören 970 unserer US-Dialyseeinrichtungen (etwa 35% unserer US-Dialyseeinrichtungen) zur zufälligen Auswahl der Versorgungsgebiete der Krankenhäuser und befinden sich damit in den Bereichen, die für die Teilnahme an dem Modell ausgewählt wurden. Seit Januar 2021 wurden für die ersten drei Jahre des Modells ausschließlich Zuschlagszahlungen für Heimdialysebehandlungen (Home Dialysis Payment Adjustment - HDPA) geleistet. Diese verringern sich von anfänglich 3% im ersten HDPA-Zahlungsjahr auf 2% im zweiten HDPA-Zahlungsjahr sowie 1% im letzten HDPA-Zahlungsjahr. Zudem beinhaltet das Modell ab Juli 2022 eine leistungsabhängige Erstattungsanpassung (Performance Payment Adjustment - PPA). Die PPA-Zahlungen ergeben sich aus einer kombinierten Berechnung aus Heimdialyse- (Heimdialyse, Selbstdialyse und nächtliche stationäre Dialyse) und Transplantationsquoten (Lebendspender-Transplantationen und Warteliste für Transplantate) auf der Grundlage der historischen Leistung eines Teilnehmers beziehungsweise von zunehmend gewichteten Vergleichsdaten aus geographisch ähnlichen Gebieten. Die CMS verwenden bei der PPA-Bewertung einen zweistufigen Ansatz zur Schichtung von Teilnehmern mit einem hohen Anteil an Leistungsempfängern, die doppelt anspruchsberechtigt, sowohl für Medicare als auch für Medicaid, oder Bezieher von Niedrigeinkommenssubventionen sind. Mögliche PPA-Zahlungen erhöhen sich im Zeitablauf und betrugen im ersten PPA-Erstattungsjahr (beginnend ab Juli 2022) zwischen (5%) und 4% für ärztliches Fachpersonal und Einrichtungen und werden im letzten PPA-Erstattungsjahr (endend im Juni 2027) auf zwischen (9%) und 8% für ärztliches Fachpersonal sowie auf zwischen (10%) und 8% für Einrichtungen steigen.

Am 31. Oktober 2022 finalisierten die CMS Verbesserungen des ETC-Modells. Diese beinhalten unter anderem eine Änderung zur Verbesserung der Bewertungsmethodik und eine Änderung der Anforderungen in Bezug auf die Flexibilität bei der Erbringung und Abrechnung von Patientenschulungsleistungen für Nierenerkrankungen im Rahmen des ETC-Modells. Die CMS haben zudem ihre Absicht erörtert, Leistungsdaten auf Teilnehmerebene zu veröffentlichen. Diese Änderungen führten nicht zu zusätzlichen geschätzten Einsparungen für das Medicare-Programm. Zum jetzigen Zeitpunkt haben unsere Erstattungsanpassungen im Rahmen des ETC-Modells zu einer positiven Nettoanpassung geführt. Am 12. März 2025 gaben die CMS bekannt, dass das ETC-Modell am 31. Dezember 2025 vorzeitig auslaufen wird.

Gemäß der Verordnung kündigte der Gesundheitsminister zudem die freiwilligen Erstattungsmodelle "Kidney Care First" (KCF) und CKCC ("graduated", "professional" und "global"), die auf dem bestehenden UV-Modell aufbauen sollen, an. Diese freiwilligen Modelle schaffen finanzielle Anreize für Gesundheitsdienstleister, die Versorgung von Medicare-Leistungsempfängern mit chronischen Nierenerkrankungen der Stufen 4 und 5 oder mit chronischem Nierenversagen zu koordinieren, den Dialysebeginn hinauszuzögern, und Anreize für Nierentransplantationen zu bieten. Bei den freiwilligen Modellen können Gesundheitsdienstleister durch die Bildung einer sogenannten Kidney Care Entity (KCE) unterschiedliche finanzielle Risikoumfänge eingehen. Zwei Optionen, das "global"- und das "professional"-CKCC-Modell, erlauben es Gesundheitsdienstleistern im Bereich der Nierengesundheit, ein Risiko sowohl positiver als auch negativer finanzieller Abweichungen einzugehen. Eine dritte Option, das "graduated"-CKCC-Modell, ist auf die Annahme potenzieller positiver Abweichungen beschränkt, steht KCEs, denen große Dialyseorganisationen wie die Gesellschaft angehören, jedoch nicht zur Verfügung. Im Rahmen des "global"-Modells trägt die KCE das Risiko für 100% der Gesamtversorgungskosten von Medicare-Teil-A- und -B-Leistungen für entsprechende Leistungsempfänger. Im "professional"-Modell übernimmt die KCE das Risiko für 50% dieser Gesamtkosten. Zum 31. März 2025 waren wir an 21 KCEs beteiligt. Zwanzig KCEs begannen innerhalb des ersten Leistungsjahres mit Beginn am 1. Januar 2022 mit der Übernahme des finanziellen Risikos und vier KCEs begannen innerhalb des zweiten Leistungsjahres mit Beginn am 1. Januar 2023 mit der Übernahme des finanziellen Risikos. Folglich beendeten drei KCEs ihre Leistung. Das CKCC-Modell wird voraussichtlich bis 2026 fortgeführt. Im Oktober 2024 veröffentlichten die CMS die Leistungsergebnisse der Teilnehmer aus dem Jahr 2022, wobei die Mehrheit der von Interwell Health organisierten KCEs in verschiedenen Qualitätskennzahlen als leistungsstark eingestuft wurden. Stand März 2025 waren etwa 54.000 Patienten auf KCEs ausgerichtet, an denen wir beteiligt waren.

Konzernstruktur

Für eine Beschreibung unserer Struktur, insbesondere in Bezug auf unsere Geschäftssegmente, siehe Anmerkungen 1 und 13 im Konzernanhang.

II. Erläuterung von Kennzahlen

Nicht-IFRS-Kennzahlen®

Bestimmte der nachfolgend dargestellten finanziellen Kenngrößen und andere in diesem Bericht verwendete finanzielle Informationen sowie Erläuterungen und Analysen enthalten Kenngrößen, die nicht gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards definiert sind (Nicht-IFRS-Kennzahlen). Wir halten diese Informationen, neben vergleichbaren finanziellen IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kenngrößen, für unsere Investoren für nützlich, da sie eine Grundlage für die Messung unserer Leistung, Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der erfolgsabhängigen Vergütung, der Einhaltung von Auflagen und verbesserten Transparenz sowie Vergleichbarkeit unserer Ergebnisse darstellen. Diese Nicht-IFRS-Kennzahlen sollen nicht als Ersatz für nach IFRS-Rechnungslegungsstandards dargestellte Finanzinformationen betrachtet oder interpretiert werden.

Konstante Wechselkurse (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Unsere Darstellung von manchen in diesem Bericht verwendeten finanziellen Kenngrößen, etwa die Entwicklung der Umsatzerlöse, des operativen Ergebnisses und des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt), wird durch die Entwicklung der Wechselkurse beeinflusst. In unseren Veröffentlichungen berechnen und präsentieren wir diese Finanzkennzahlen sowohl nach IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten Wechselkursen, um die Entwicklung dieser Kenngrößen und anderer Positionen ohne periodische Wechselkursschwankungen darzustellen. Gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards werden die in lokaler (das heißt Nicht-Euro-)Währung generierten Beträge zum Durchschnittskurs der jeweiligen Berichtsperiode in Euro umgerechnet. Nach der Umrechnung zu konstanten Wechselkursen berechnen wir dann die Veränderung in Prozent aus den Beträgen der laufenden Periode zu Wechselkursen des Vorjahres im Vergleich zu den Beträgen des Vorjahres. Dieser Prozentsatz ist eine Nicht-IFRS-Finanzkennzahl, die sich auf die Änderung als einen Prozentsatz zu konstanten Wechselkursen bezieht. Die währungsbereinigten Finanzkennzahlen werden mit dem Begriff "zu konstanten Wechselkursen" kenntlich gemacht.

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden sowohl gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten Wechselkursen dargestellt. Jeder dieser Indikatoren, die zu konstanten Wechselkursen dargestellt werden, wird als Nicht-IFRS-Kennzahl betrachtet. Im Rahmen der Vorstandsvergütung werden diese Kenngrößen auch mit den bei der Festlegung der Vergütungsziele mit Anreizwirkung verwendeten Wechselkursen bewertet.

Wir sind der Ansicht, dass Kennzahlen zu konstanten Wechselkursen für Investoren, Kreditgeber und andere Gläubiger von Nutzen sind, da diese Informationen ihnen ermöglichen, den Einfluss von Wechselkursschwankungen auf unsere Umsatzerlöse, unser operatives Ergebnis, das Konzernergebnis und auf andere Positionen im Periodenvergleich zu beurteilen. Darüber hinaus wird für unsere Vergütungspläne mit langfristiger Anreizwirkung die Erreichung bestimmter Zielvorgaben anhand des zu konstanten Wechselkursen ermittelten Wachstums der Umsatzerlöse und des Konzernergebnisses gemessen. Wir verwenden die Entwicklung zu konstanten Wechselkursen im Periodenvergleich dennoch nur als Maß für den Einfluss von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung fremder Währung in Euro. Wir bewerten unsere Ergebnisse und Leistungen immer unter Einbeziehung:

1. der Entwicklung der Werte für die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das Konzernergebnis und andere Positionen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards gegenüber dem Vergleichszeitraum sowie

2. der Entwicklung der entsprechend ermittelten Werte zu konstanten Wechselkursen.

Wir empfehlen den Lesern des Berichts, diese Kennzahlen nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit den Veränderungen der Umsatzerlöse, des operativen Ergebnisses, des Konzernergebnisses und anderer Positionen, die gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelt wurden, zu würdigen. Wir stellen die jeweilige Wachstumsrate der entsprechenden Nicht-IFRS-Kennzahlen der jeweiligen Wachstumsrate von IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahlen wie Umsatzerlöse, operatives Ergebnis, Konzernergebnis und andere Positionen gegenüber. Da die Überleitung der Nicht-IFRS-Finanzkennzahlen zu den gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelten Finanzkennzahlen im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" enthalten ist, sind wir der Meinung, dass eine separate Überleitungsrechnung keinen zusätzlichen Nutzen bieten würde.

Kenngrößen ohne Sondereffekte

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen. Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen in der externen Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu erhöhen. Sondereffekte sind Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren beziehungsweise deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Bei der Darstellung der erwarteten Geschäftsentwicklung in unserem Ausblick werden Sondereffekte daher nicht berücksichtigt. Die Darstellung unserer Ergebnisse ohne Sondereffekte gewährleistet die Vergleichbarkeit der dargestellten Zahlen mit den finanziellen Zielen der Gesellschaft, die ohne Sondereffekte definiert wurden.

Im 1. Quartal 2025 und 2024 haben wir die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios, die Rechtsformwechsel-Kosten sowie die Neubewertungen von Humacyte (jeweils unten definiert) als Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Lesern weitere für die Beurteilung unserer operativen Entwicklung nützliche Zusatzinformationen bietet. Diese Ergebnisse zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte werden im Rahmen der Erläuterung zur Ertragslage ebenso wie Überleitungen der Kenngrößen für den Konzernabschluss gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards auf die Kenngrößen zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt. Diese Ergebnisse zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu betrachten.

Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Die Rendite auf das investierte Kapital (Return on Invested Capital, ROIC) bezieht das operative Ergebnis der letzten zwölf Monate nach angepassten Ertragsteuern (Net Operating Profit After Tax, NOPAT) auf das durchschnittlich investierte Kapital der letzten fünf Quartalsstichtage, jeweils angepasst um in den letzten zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt, im Einklang mit den jeweiligen Anpassungen, die wie unten beschrieben bei der Ermittlung des angepassten EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization - Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vorgenommen wurden (siehe "Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)"). Darüber hinaus bereinigen wir den ROIC um die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios (wie unten definiert), die in den letzten zwölf Monaten entstanden sind, um die Vergleichbarkeit der Finanzzahlen, die bestimmten Leistungszielen für die Vorstandsvergütung zugrunde liegen, mit der operativen Leistung der Gesellschaft zu erhöhen und die tatsächliche Leistung der Vorstandsmitglieder angemessen zu würdigen. Der ROIC gibt Auskunft darüber, wie effizient wir mit dem zur Verfügung stehenden Kapital arbeiten beziehungsweise wie effizient der Kapitaleinsatz für Investitionsvorhaben ist.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals ausgehend von der Summe der Vermögenswerte, die wir als vergleichbarste IFRS-Rechnungslegungsstandards-Finanzkennzahl ansehen, sowie die Ermittlung des ROIC:

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2025 31. März 2025 31. Dezember 2024 30. September 2024 30. Juni 2024 31. März 2024
Summe Vermögenswerte 32.735 33.567 32.511 33.896 34.336
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 494 504 519 565 519
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.079) (1.185) (1.387) (1.112) (1.192)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (225) (230) (296) (281) (279)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (771) (906) (779) (793) (748)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (106) (55) (73) (100) (110)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (2.637) (2.803) (2.671) (3.062) (3.026)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (238) (222) (227) (189) (280)
Investiertes Kapital 28.173 28.670 27.597 28.924 29.220
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. März 2025 28.517
Operatives Ergebnis 1.478
Ertragsteuern (3) (419)
NOPAT 1.059

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2025 31. März 2025 31. Dezember 2024 (4) 30. September 2024 (4) 30. Juni 2024 (4) 31. März 2024 (4)
Summe Vermögenswerte - - (38) (47) (622)
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand - - (2) (2) (50)
Minus: Flüssige Mittel - - 3 5 24
Minus: Aktive latente Steuern - - 2 2 3
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten - - 2 2 13
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - - - - 1
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) - - 8 7 29
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern - - - - 1
Investiertes Kapital - - (25) (33) (601)
Anpassung durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. März 2025 (132)
Anpassung Operatives Ergebnis (4) 55
Anpassung Ertragsteuern (4) (16)
Anpassung NOPAT 39

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2025 31. März 2025 31. Dezember 2024 (4) 30. September 2024 (4) 30. Juni 2024 (4) 31. März 2024 (4)
Summe Vermögenswerte 32.735 33.567 32.473 33.849 33.714
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 494 504 517 563 469
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.079) (1.185) (1.384) (1.107) (1.168)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (225) (230) (294) (279) (276)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (771) (906) (777) (791) (735)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (106) (55) (73) (100) (109)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (2.637) (2.803) (2.663) (3.055) (2.997)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (238) (222) (227) (189) (279)
Investiertes Kapital 28.173 28.670 27.572 28.891 28.619
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. März 2025 28.385
Operatives Ergebnis (4) 1.533
Ertragsteuern (3), (4) (435)
NOPAT 1.098
ROIC in % 3,9

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2025 31. März 2025
Anpassung Operatives Ergebnis 107
Anpassung Ertragsteuern (10)
Anpassung NOPAT 97

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2025 31. März 2025 31. Dezember 2024 (4) 30. September 2024 (4) 30. Juni 2024 (4) 31. März 2024 (4)
Summe Vermögenswerte 32.735 33.567 32.473 33.849 33.714
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 494 504 517 563 469
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.079) (1.185) (1.384) (1.107) (1.168)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (225) (230) (294) (279) (276)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (771) (906) (777) (791) (735)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (106) (55) (73) (100) (109)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (2.637) (2.803) (2.663) (3.055) (2.997)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (238) (222) (227) (189) (279)
Investiertes Kapital 28.173 28.670 27.572 28.891 28.619
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. März 2025 28.385
Operatives Ergebnis (4) 1.640
Ertragsteuern (3), (4) (445)
NOPAT 1.195
ROIC in % (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) 4,2

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 31. Dezember 2024 30. September 2024 30. Juni 2024 31. März 2024 31. Dezember 2023
Summe Vermögenswerte 33.567 32.511 33.896 34.336 33.930
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 504 519 565 519 629
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.185) (1.387) (1.112) (1.192) (1.427)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (230) (296) (281) (279) (292)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (906) (779) (793) (748) (775)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (55) (73) (100) (110) (123)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (2.803) (2.671) (3.062) (3.026) (2.936)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (222) (227) (189) (280) (231)
Investiertes Kapital 28.670 27.597 28.924 29.220 28.775
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. Dezember 2024 28.637
Operatives Ergebnis 1.392
Ertragsteuern (3) (502)
NOPAT 890

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 31. Dezember 2024 30. September 2024 (4) 30. Juni 2024 (4) 31. März 2024 (4) 31. Dezember 2023 (4)
Summe Vermögenswerte - (38) (47) (622) (709)
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand - (2) (2) (50) (84)
Minus: Flüssige Mittel - 3 5 24 35
Minus: Aktive latente Steuern - 2 2 3 10
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten - 2 2 13 12
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - - - 1 1
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) - 8 7 29 39
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern - - - 1 3
Investiertes Kapital - (25) (33) (601) (693)
Anpassung durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. Dezember 2024 (270)
Anpassung Operatives Ergebnis (4) 139
Anpassung Ertragsteuern (4) (50)
Anpassung NOPAT 89

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 31. Dezember 2024 30. September 2024 (4) 30. Juni 2024 (4) 31. März 2024 (4) 31. Dezember 2024 (4)
Summe Vermögenswerte 33.567 32.473 33.849 33.714 33.221
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 504 517 563 469 545
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.185) (1.384) (1.107) (1.168) (1.392)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (230) (294) (279) (276) (282)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (906) (777) (791) (735) (763)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (55) (73) (100) (109) (122)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (2.803) (2.663) (3.055) (2.997) (2.897)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (222) (227) (189) (279) (228)
Investiertes Kapital 28.670 27.572 28.891 28.619 28.082
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. Dezember 2024 28.367
Operatives Ergebnis (4) 1.531
Ertragsteuern (3), (4) (552)
NOPAT 979
ROIC in % 3,5

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 31. Dezember 2024
Anpassung Operatives Ergebnis 136
Anpassung Ertragsteuern 80
Anpassung NOPAT 216

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

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2024 31. Dezember 2024 30. September 2024 (4) 30. Juni 2024 (4) 31. März 2024 (4) 31. Dezember 2024 (4)
Summe Vermögenswerte 33.567 32.473 33.849 33.714 33.221
Plus: Kumulierte Firmenwertabschreibung und Wertminderungsaufwand 504 517 563 469 545
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.185) (1.384) (1.107) (1.168) (1.392)
Minus: Aktive latente Steuern (1) (230) (294) (279) (276) (282)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten (1) (906) (777) (791) (735) (763)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (55) (73) (100) (109) (122)
Minus: Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (2) (2.803) (2.663) (3.055) (2.997) (2.897)
Minus: Verbindlichkeiten für Ertragsteuern (1) (222) (227) (189) (279) (228)
Investiertes Kapital 28.670 27.572 28.891 28.619 28.082
Durchschnittlich investiertes Kapital zum 31. Dezember 2024 28.367
Operatives Ergebnis (4) 1.667
Ertragsteuern (3), (4) (472)
NOPAT 1.195
ROIC in % (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) 4,2

(1) Enthält Beträge im Zusammenhang mit Vermögenswerten und zugehörigen Verbindlichkeiten, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden (siehe Anmerkung 2 im Konzernanhang).

(2) Enthalten sind langfristige Rückstellungen, langfristige Personalverbindlichkeiten und ausstehende variable Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen, nicht enthalten sind Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten aus Put-Optionen.

(3) Bereinigt um nicht beherrschende Anteile von Personengesellschaften.

(4) Beinhaltet Anpassungen für in den letzten 12 Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt.

Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse

Unsere Konzern-Kapitalflussrechnung ermöglicht einen Einblick, auf welche Weise wir Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Cash Flow) erwirtschaftet und wie wir diese verwendet haben. In Verbindung mit unseren übrigen Hauptbestandteilen des Konzernzwischenabschlusses liefert die Konzern-Kapitalflussrechnung Informationen, die helfen, die Änderungen unseres Reinvermögens und unserer Finanzstruktur (einschließlich Liquidität und Solvenz) bewerten zu können. Anhand des Cash Flows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit kann beurteilt werden, ob ein Unternehmen die finanziellen Mittel eigenständig erwirtschaften kann, die zur Finanzierung von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen benötigt werden. Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird durch die Rentabilität unseres Geschäfts und die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, insbesondere des Forderungsbestands, beeinflusst. Aus der Kennzahl Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse lässt sich erkennen, wie viel Prozent der Umsatzerlöse in Form von finanziellen Mitteln zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl ist ein Indikator für die operative Finanzierungskraft unseres Konzerns.

Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Der Free Cash Flow (den wir als Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit nach Investitionen in Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten, vor Akquisitionen und Beteiligungen definieren) ist der frei verfügbare Cash Flow, einschließlich des Cash Flows, der gewissen Restriktionen des Verwendungszwecks unterliegen mag. Der Free Cash Flow in Prozent der Umsatzerlöse ist ein Indikator, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für Akquisitionen und Beteiligungen, für die Dividenden an die Aktionäre, für die Schuldentilgung und Verringerung der Fremdfinanzierung oder für Aktienrückkäufe zur Verfügung stehen.

Die Darstellung der Cash Flow bezogenen finanziellen Leistungsindikatoren im 1. Quartal 2025 und 2024 und eine Überleitung des Free Cash Flows beziehungsweise des Free Cash Flows in Prozent der Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse sind im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Finanzlage - Liquiditätsquellen" zu finden.

Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Der Netto-Verschuldungsgrad ist ein finanzieller Leistungsindikator für das Kapitalmanagement. Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen Mittel (Netto-Verschuldung beziehungsweise Net Debt) und EBITDA werden zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so den Netto-Verschuldung sgrad zu bestimmen. Dabei wird das EBITDA um folgende Sachverhalte angepasst:

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Effekte von innerhalb der letzten zwölf Monate getätigten Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in unserer syndizierten revolvierenden Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in Höhe von 2 MRD € (syndizierte Kreditlinie) festgelegte Größenordnung von 50 MIO € übersteigt (siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang),

nicht zahlungswirksame Aufwendungen,

Wertminderungen (einschließlich etwaiger Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25 und der Optimierung des Bestandsportfolios, wie unten definiert) und

Sondereffekte, einschließlich

i. der Aufwendungen für das Programm FME25,

ii. der Auswirkungen der Neubewertung unseres Anteils an Humacyte, Inc. und von Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch haben (Neubewertungen von Humacyte),

iii. bestimmter Aufwendungen im Zusammenhang mit der Änderung der Rechtsform der Gesellschaft im Jahr 2023 von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) (Rechtsformwechsel), vor allem in Bezug auf die erforderliche Umregistrierung unserer Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen für externe Berater und die Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen Verwaltungsfunktionen, die für das Management bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die in der Vergangenheit auf der Ebene des Konzerns der Fresenius SE & Co. KGaA (Fresenius SE) ausgeführt und an die Gesellschaft belastet werden (Rechtsformwechsel-Kosten), sowie

iv. der Kosten, die im Zusammenhang mit strategischen Veräußerungen entstehen, die bei der Überprüfung unseres Geschäftsportfolios identifiziert werden, hauptsächlich aufgrund des Ausstiegs aus nicht nachhaltigen Märkten und der Veräußerung von Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie der Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche in unserem Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird (Optimierung des Bestandsportfolios). Für weitere Informationen zur Zusammensetzung dieser Anpassungen im 1. Quartal 2025 und 2024 siehe Anmerkungen 2 und 3 c) im Konzernanhang.

Das Verhältnis ist ein Indikator dafür, wie lange es dauert, die Netto-Verschuldung aus eigenen Mitteln zu tilgen. Nach unserer Auffassung liefert der Netto-Verschuldungsgrad, ergänzend zur absoluten Höhe unserer Verschuldung, alternative Informationen, die der Vorstand als nützlich erachtet, um zu beurteilen, ob wir in der Lage sind, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Wir haben eine starke Marktposition in globalen, wachsenden und größtenteils nichtzyklischen Märkten. Zudem verfügen die meisten Kunden über eine hohe Kreditqualität, da die Dialysebranche durch stabile Cash Flows gekennzeichnet ist. Wir sind der Meinung, dass wir dadurch mit einem angemessenen Anteil an Fremdkapital arbeiten können.

Für unsere selbst gesetzte Zielspanne und für die Berechnung des Netto-Verschuldungsgrads zum 31. März 2025 und 31. Dezember 2024 siehe im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Finanzlage - Liquiditätsquellen".

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Wesentliche Ereignisse

Die folgenden Sachverhalte stellen bemerkenswerte Auswirkungen oder Trends in unserem Geschäft und /​ oder unserer Branche im 1. Quartal 2025 dar:

Optimierung des Bestandsportfolios

Wir überprüfen weiterhin unser Geschäftsportfolio, insbesondere im Hinblick auf den Ausstieg aus nicht nachhaltigen Märkten und der Veräußerung von Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie die Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine stringente Kapitalallokation auf Bereiche in unserem Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird. Im 1. Quartal 2025 und 2024 beziehen sich die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios hauptsächlich auf die geplante Veräußerung ausgewählter Vermögenswerte der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Spectra Laboratories und die geplanten Veräußerungen in Brasilien, Kasachstan und Malaysia, wie in den Anmerkungen 2 und 3 im Konzernanhang beschrieben, sowie auf die Auswirkungen der Veräußerungen und geplanten Veräußerungen im südlichen Afrika, in Ecuador, Chile, der Türkei, Kolumbien und der Cura Day Hospitals Group in Australien im 1. Quartal 2024.

Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios resultierten in einem negativen Effekt auf das operative Ergebnis in Höhe von 24 MIO € im 1. Quartal 2025 (im 1. Quartal 2024: negativer Effekt in Höhe von 143 MIO €).

Programm FME25

Die Aufwendungen für das Programm FME25 resultierten in einem negativen Effekt auf das operative Ergebnis in Höhe von 28 MIO € im 1. Quartal 2025 (im 1. Quartal 2024: negativer Effekt in Höhe von 28 MIO €). Die wiederkehrenden Einsparungen aus dem Programm FME25 beliefen sich im 1. Quartal 2025 auf 180 MIO € (im 1. Quartal 2024: 112 MIO €).

In der nachstehenden Erläuterung unserer Ergebnisse für das 1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024 werden die Auswirkungen der Kosten und Einsparungen aus dem Programm FME25 netto dargestellt.

Andere Trends

Die jüngsten Veränderungen in der globalen Handelspolitik, einschließlich neuer Zölle und möglicher zusätzlicher Handelsbeschränkungen, haben zu erhöhter Unsicherheit und potenziellen Risiken in der Gesundheitsbranche und für unsere Geschäftstätigkeit und finanzielle Leistungsfähigkeit geführt. Wir haben zwar Maßnahmen zur Abschwächung dieser Risiken ergriffen, aber je nach Art und Umfang dieser Veränderungen bei den betroffenen Waren und Materialien, die wir verwenden, kann es zu weiteren Kostensteigerungen im Rahmen unserer Beschaffung kommen. Neben den Zöllen stellen weitere makroökonomische Faktoren weiterhin eine Herausforderung dar, wie die weiterhin erhöhte Inflation, was zu höheren Arbeits- und Produktionskosten beiträgt, sowie anhaltende Unterbrechungen der globalen Lieferketten und neue oder potenzielle Export-/​ Importbeschränkungen in wichtigen Märkten. Daraus resultierende Kostensteigerungen haben und könnten sich weiterhin negativ auf unsere Finanz- und Ertragslage auswirken, insbesondere dann, wenn wir nicht in der Lage sind, diese Kosten durch erhöhte Kostenerstattungen und höhere Preise für unsere Produkte aufzufangen oder sie durch Anpassungen in der Lieferkette, eine Neugestaltung der Produkte oder andere betriebliche Effizienzsteigerungen auszugleichen. Wir beobachten diese Entwicklungen genau und identifizieren zusätzliche Strategien, um potenzielle finanzielle und betriebliche Auswirkungen abzumildern, und erwarten, dass die Auswirkungen im Jahr 2025 begrenzt sein werden. Angesichts der sich entwickelnden Art dieser Herausforderungen und ihrer breiten wirtschaftlichen Implikationen können wir jedoch das volle Ausmaß ihrer mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf unser Geschäft nicht genau vorhersagen. Darüber hinaus wies der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar im 1. Quartal 2025 eine moderate Volatilität auf, wobei der Euro im Allgemeinen gegenüber dem US-Dollar an Wert gewann. Einflüsse auf die Devisenmärkte durch geopolitische Entwicklungen wie die oben erwähnten handelspolitischen Veränderungen und Korrekturmaßnahmen der Zentralbanken können dazu führen, dass diese Wechselkursentwicklungen im Jahr 2025 erheblich von bisherigen Entwicklungen abweichen.

Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios und die Aufwendungen für das Programm FME25 werden als Sondereffekte behandelt.

Die folgenden Abschnitte fassen unsere konsolidierte Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie die Steuerungsgrößen nach Berichtssegment und Zentralbereichen für die angegebenen Zeiträume zusammen. Wir haben die Informationen in der gleichen Art und Weise und auf der gleichen Basis aufbereitet, wie unser Management intern finanzielle Informationen zur Unterstützung operativer Entscheidungen und zur Beurteilung der Leistung der Unternehmensführung verarbeitet.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis, die in Ländern außerhalb der Eurozone erwirtschaftet werden, unterliegen Währungsschwankungen. Da ein erheblicher Teil unserer Geschäftstätigkeit auf unser US-Geschäft entfällt, kann die Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben und Wechselkurseffekte und Währungsumrechnungseffekte sind in der nachstehenden Erörterung unserer bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen und wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren enthalten.

1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024

Ertragslage in MIO €

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1. Quartal Veränderung in %
2025 2024 Wie berichtet Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1)
Umsatzerlöse 4.881 4.725 3 2 1
Umsatzkosten (3.697) (3.551) 4 (2) 2
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten (751) (776) (3) (2) (5)
Forschung und Entwicklung (43) (48) (9) (1) (10)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 48 29 66 0 66
Sonstige betriebliche Erträge 141 113 25 1 24
Sonstige betriebliche Aufwendungen (248) (246) 0 0 0
Operatives Ergebnis 331 246 35 3 32
Operative Marge 6,8 5,2
Zinserträge 15 16 (4) (1) (3)
Zinsaufwendungen (96) (104) (8) (2) (10)
Ertragsteuern (61) (40) 54 (2) 52
Ergebnis nach Ertragsteuern 189 118 60 3 57
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis (38) (47) (19) (2) (21)
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 151 71 113 4 109
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € 0,52 0,24 113 4 109

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Bedeutsamste finanzielle Kenngrößen

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf unsere beiden Geschäfts- und Berichtssegmente und auf die Zielgrößen, welche wir der Steuerung der Segmente zugrunde legen. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Umsatzerlöse

in MIO €, außer Angaben zu Dialysebehandlungen, Patienten und Kliniken

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Veränderung in %
1. Quartal Wie berichtet Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1) Organisches Wachstum
2025 2024
Umsatzerlöse 4.881 4.725 3 2 1 5
Segment Care Delivery 3.857 3.788 2 3 (1) 4
davon: U.S. 3.302 3.102 6 3 3 4
davon: International 555 686 (19) 0 (19) 5
Segment Care Enablement 1.367 1.297 5 0 5 5
Eliminierungen zwischen den Segmenten (343) (360) (5) 2 (7)
Dialysebehandlungen 11.007.408 12.277.650 (10)
Patienten 299.358 324.884 (8)
Kliniken 3.674 3.862 (5)
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Veränderung in %
Organisches Behandlungswachstum (2)
Umsatzerlöse
Segment Care Delivery 0,8
davon: U.S. 0,0
davon: International 2,5
Segment Care Enablement
Eliminierungen zwischen den Segmenten
Dialysebehandlungen
Patienten
Kliniken

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".

(2) Das organische Behandlungswachstum entspricht dem Wachstum der Anzahl der Dialysebehandlungen, bereinigt um bestimmte Effekte, u. a. um Behandlungen aus Akquisitionen, Klinikverkäufen und -schließungen und Abweichungen in der Anzahl der Behandlungstage.

Konzern

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum 1. Quartal 2024 im Wesentlichen aufgrund von organischem Wachstum sowohl in Care Delivery als auch in Care Enablement und eines positiven Währungsumrechnungseffekts. Gegenläufig wirkten ein Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und ein Rückgang der Anzahl der Behandlungstage.

Care Delivery

Der Anstieg der Umsatzerlöse in Care Delivery im Vergleich zum 1. Quartal 2024 ergab sich aus organischem Wachstum und einem positiven Effekt aus der Währungsumrechnung. Gegenläufig wirkten ein Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und ein Rückgang der Anzahl der Behandlungstage. Das organische Wachstum wurde durch die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene Erstattungssätze und einen vorteilhaften Kostenträger-Mix unterstützt. Zum 31. März 2025 sank die Anzahl der Patienten, die in Kliniken behandelt wurden, die wir besitzen oder betreiben, in Care Delivery im Vergleich zum 31. März 2024, im Wesentlichen aufgrund von Veräußerungen in Verbindung mit unserem Plan zur Optimierung des Bestandsportfolios. Die Anzahl der Dialysebehandlungen im Segment Care Delivery sank im Vergleich zum 1. Quartal 2024, im Wesentlichen aufgrund von Klinikverkäufen und -schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einem Rückgang der Anzahl der Behandlungstage. Gegenläufig wirkte organisches Behandlungswachstum. Im 1. Quartal 2025 akquirierten wir 1, eröffneten 8 und konsolidierten, schlossen oder verkauften 10 Dialysekliniken.

U.S.

In den USA war der Anstieg der Umsatzerlöse auf organisches Wachstum und einen positiven Effekt aus der Währungsumrechnung zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein Rückgang der Anzahl der Behandlungstage. Das organische Wachstum in den USA wurde durch die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene Erstattungssätze und einen vorteilhaften Kostenträger-Mix unterstützt. In den USA stieg die Anzahl der Patienten, die in Dialysekliniken behandelt wurden, die wir besitzen oder betreiben, leicht auf 205.662 (31. März 2024: 205.610). Die Anzahl der Behandlungen sank im 1. Quartal 2025 auf 7.548.182 im Vergleich zu 7.630.349 im 1. Quartal 2024, im Wesentlichen aufgrund eines Rückgangs der Anzahl der Behandlungstage. Das organische Behandlungswachstum blieb im Vergleich zum 1. Quartal 2024 trotz eines negativen Effekts aus einer schweren Grippesaison stabil. In den USA besaßen oder betrieben wir zum 31. März 2025 2.623 Dialysekliniken (31. März 2024: 2.617). Im 1. Quartal 2025 akquirierten wir 1, eröffneten 3 und konsolidierten, schlossen oder verkauften 5 Dialysekliniken.

International

In unserem Geschäft außerhalb der USA (International) war der Rückgang der Umsatzerlöse auf einen Effekt aus geschlossenen oder verkauften Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einen Rückgang der Anzahl der Behandlungstage zurückzuführen. Gegenläufig wirkte organisches Wachstum. In den Dialysekliniken, die wir in International besitzen oder betreiben, wurden 93.696 Patienten behandelt, was einem Rückgang von 21% (31. März 2024: 119.274) entspricht, im Wesentlichen aufgrund von Veräußerungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios. Die Anzahl der Behandlungen in International verringerte sich im 1. Quartal 2025 um 26% auf 3.459.226 im Vergleich zu 4.647.301 im 1. Quartal 2024, was auf Klinikverkäufe und -schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einen Rückgang der Anzahl der Behandlungstage zurückzuführen war. Gegenläufig wirkte organisches Behandlungswachstum. In International besaßen oder betrieben wir zum 31. März 2025 1.051 Dialysekliniken (31. März 2024: 1.245). Im 1. Quartal 2025 eröffneten wir 5 und konsolidierten, schlossen oder verkauften 5 Dialysekliniken.

Care Enablement

Die Umsatzerlöse in Care Enablement stiegen im Vergleich zum 1. Quartal 2024 im Wesentlichen aufgrund von höheren Umsatzerlösen aus Einwegprodukten für die Zentrumsdialyse, Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen, Produkten für die Heimhämodialyse und Produkten für die Akutdialyse. Die Entwicklung war auf einen Anstieg der Absatzmengen für unsere Produkte in allen unseren geographischen Regionen zurückzuführen. Darüber hinaus war die Preisdynamik insgesamt positiv (einschließlich eines negativen Effekts aus der mengenbasierten Beschaffung in China).

Operatives Ergebnis

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in MIO € Veränderung in %
1. Quartal Wie berichtet Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten
Wechselkursen (1)
2025 2024
Operatives Ergebnis 331 246 35 3 32
Segment Care Delivery 323 189 71 7 64
Segment Care Enablement 94 70 34 1 33
Eliminierungen zwischen den Segmenten (5) 1 n.a. n.a.
Zentralbereiche (81) (14) 495 50 445
Operative Marge 6,8 5,2
Segment Care Delivery 8,4 5,0
Segment Care Enablement 6,9 5,4

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Konzern

Der Anstieg unseres operativen Ergebnisses war weitgehend auf reduzierte Kosten aus der Optimierung des Bestandsportfolios, einen positiven Effekt aus Geschäftswachstum (sowohl in Care Delivery als auch in Care Enablement) und Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 zurückzuführen. Gegenläufig wirkten ein negativer Effekt aus den Neubewertungen von Humacyte, höherer Personalaufwand, inflationsbedingte Kostensteigerungen und ein negativer Effekt aus wert- und risikobasierten Versorgungsprogrammen.

Care Delivery

Das operative Ergebnis in Care Delivery stieg im Wesentlichen aufgrund reduzierter Kosten aus der Optimierung des Bestandsportfolios und eines positiven Effekts aus Geschäftswachstum (einschließlich eines positiven Effekts aus Phosphatbindern, gestiegenen Erstattungssätzen und einem vorteilhaften Kostenträger-Mix, teilweise ausgeglichen durch einen negativen Effekt aus dem Behandlungsvolumen). Der Anstieg war außerdem auf Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 und einen positiven Währungsumrechnungseffekt zurückzuführen. Gegenläufig wirkten höherer Personalaufwand, ein negativer Effekt aus wert- und risikobasierten Versorgungsprogrammen und inflationsbedingte Kostensteigerungen.

Care Enablement

Das operative Ergebnis in Care Enablement stieg im Wesentlichen aufgrund von Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 und einem günstigen Effekt aus Geschäftswachstum (bedingt durch positive Preisentwicklungen, trotz der mengenbasierten Beschaffung in China, und höheren Mengen). Gegenläufig wirkten außerdem inflationsbedingte Kostensteigerungen und ein negativer Effekt aus der Neubewertung von Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch haben.

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren und andere Faktoren, die zum Konzernergebnis beitragen

Die Umsatzkosten stiegen im Vergleich zum 1. Quartal 2024. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme (hauptsächlich im Zusammenhang mit gestiegenen Mitgliederzahlen) in Care Delivery, einem negativen Währungsumrechnungseffekt, höherem Personalaufwand in Care Delivery und inflationsbedingten Kostensteigerungen. Dies wurde teilweise durch geringere Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum in Care Delivery (gegenläufig zu höheren Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum in Care Enablement) und Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 ausgeglichen. In Care Delivery stiegen die Umsatzkosten um 3% von 3.022 MIO € auf 3.113 MIO € im Vergleich zum 1. Quartal 2024. Ohne einen negativen Währungsumrechnungseffekt in Höhe von 3% blieben die Umsatzkosten in Care Delivery zu konstanten Wechselkursen stabil. In Care Enablement stiegen die Umsatzkosten um 4% von 888 MIO € auf 922 MIO € im Vergleich zum 1. Quartal 2024. Bei einem negativen Währungsumrechnungseffekt in Höhe von 1% stiegen die Umsatzkosten in Care Enablement um 3% zu konstanten Wechselkursen.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sanken im 1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024, im Wesentlichen aufgrund von Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25. Gegenläufig wirkte ein negativer Effekt aus der Währungsumrechnung.

Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten war weitestgehend auf eine höhere Aktivierung von Entwicklungskosten zurückzuführen. Gegenläufig wirkten höhere Personalkosten für Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Der Anstieg des Ergebnisses assoziierter Unternehmen war im Wesentlichen auf höhere Erträge von VFMCRP zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge war im Wesentlichen auf Wechselkursgewinne zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein negativer Effekt aus der Neubewertung unseres Anteils an Humacyte, Inc.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben im Vergleich zum 1. Quartal 2024 stabil, da ein negativer Effekt aus der Neubewertung unseres Anteils an Humacyte, Inc. und Wechselkursverluste von reduzierten Kosten aus der Optimierung des Bestandsportfolios ausgeglichen wurden.

Für zusätzliche Informationen zu den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, siehe Anmerkung 3 c) im Konzernanhang.

Der Netto-Zinsaufwand sank um 8% von 88 MIO € auf 81 MIO €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einem positiven Effekt aus Refinanzierungsaktivitäten. Gegenläufig wirkten ein negativer Effekt aus Währungsswaps und ungünstige Währungsumrechnungseffekte.

Der effektive Steuersatz sank auf 24,4% im 1. Quartal 2025 im Vergleich zu 25,0% im 1. Quartal 2024. Der Rückgang war im Wesentlichen auf eine Veränderung in der geografischen Zusammensetzung der Erträge, die zu einem niedrigeren effektiven Steuersatz führte, und einen positiven Effekt aus der Optimierung des Bestandsportfolios zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein negativer Effekt aus einem geringeren Anteil an steuerfreien Erträgen, die nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind, im Vergleich zum Ergebnis vor Ertragsteuern.

Der Rückgang des auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisses im 1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024 beruhte im Wesentlichen auf geringeren Erträgen von Unternehmen, an denen wir zu weniger als 100% beteiligt sind und die voll konsolidiert werden.

Der Anstieg des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) war der Gesamteffekt der zuvor erläuterten Positionen.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg im 1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024 im Wesentlichen aufgrund des zuvor beschriebenen Anstiegs des Konzernergebnisses. Die Zahl der durchschnittlich im Berichtszeitraum ausstehenden Aktien war zum 31. März 2025 mit 293,4 MIO im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert.

Zum 31. März 2025 beschäftigten wir 112.035 Personen (auf Basis der Gesamtbeschäftigtenzahl) (31. März 2024: 117.128). Dieser Rückgang in Höhe von 4% beruhte im Wesentlichen auf der Veräußerung bestimmter Geschäftsbereiche im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios.

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen. Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen in der externen Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu erhöhen.

Wir sind der Ansicht, dass die folgenden Ergebnisse (ohne Sondereffekte) nur in Verbindung mit den oben dargestellten Ergebnissen analysiert werden sollten. Im 1. Quartal 2025 und 2024 haben wir die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios, die Rechtsformwechsel-Kosten sowie die Neubewertungen von Humacyte als Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Lesern weitere für die Beurteilung unserer operativen Entwicklung im Vergleich zu den finanziellen Zielen nützliche Zusatzinformationen bietet.

Zum Zweck der Vergleichbarkeit mit unseren im Ausblick dargestellten finanziellen Zielen zeigt die folgende Tabelle eine Überleitung der Leistungsindikatoren für den Konzernzwischenabschluss gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU angewendet werden, auf die Leistungsindikatoren ohne Sondereffekte. Diese Ergebnisse ohne Sondereffekte sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu betrachten.

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

in MIO €

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1. Quartal
Sondereffekte
Ergebnisse 2025 Programm FME25 Optimierung des Bestandsportfolios Rechtsformwechsel-Kosten Neubewertungen von Humacyte Ergebnisse 2025 ohne Sondereffekte
Umsatzerlöse 4.881 - - - - 4.881
Operatives Ergebnis 331 28 24 0 74 457
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1. Quartal Veränderung in % (ohne Sondereffekte)
Währungsumrechnungseffekte Ergebnisse 2025 ohne Sondereffekte zu konstanten Wechselkursen (1) Zu Wechselkursen der Berichtsperiode Zu konstanten Wechselkursen (1)
Umsatzerlöse (99) 4.782 3 1
Operatives Ergebnis (11) 446 13 11

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

in MIO €

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1. Quartal
Sondereffekte
Ergebnisse 2024 Programm FME25 Optimierung des Bestandsportfolios Rechtsformwechsel-Kosten Neubewertungen von Humacyte Ergebnisse 2024 ohne Sondereffekte
Umsatzerlöse 4.725 - - - - 4.725
Operatives Ergebnis 246 28 143 1 (15) 403

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Finanzlage

Liquiditätsquellen

Wesentliche Quellen der Liquidität sind der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, die Erlöse aus der Ausgabe langfristiger Verbindlichkeiten sowie Desinvestitionen. Wir benötigen diese Liquidität vornehmlich zur Finanzierung des Netto-Umlaufvermögens, des Programms FME25 sowie von Akquisitionen und für den Betrieb der Kliniken, für die Entwicklung eigenständiger Dialysekliniken und anderer Gesundheitseinrichtungen, zur Anschaffung von Ausrüstung für bestehende oder neue Dialysekliniken und Produktionsstätten. Weiterhin benötigen wir sie zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für Dividendenausschüttungen (siehe hierzu die Abschnitte "Cash Flow aus Investitionstätigkeit" und "Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit") und zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Put-Optionen gegenüber Inhabern von Minderheitsanteilen an unseren Tochtergesellschaften.

Zum 31. März 2025 betrug unser finanzieller Spielraum aus nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien etwa 3,5 MRD €, einschließlich 2,0 MRD € aus der syndizierten Kreditlinie, die wir als zusätzliche Liquiditäts-Absicherung für allgemeine Unternehmenszwecke halten (siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang).

In unserem langfristigen Kapitalmanagement konzentrieren wir uns in erster Linie auf den Netto-Verschuldungsgrad, einer Nicht-IFRS-Kennzahl, und orientieren uns an unserem selbst gesetzten Ziel von 3,0 - 3,5x (siehe hierzu den Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)"). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Netto-Verschuldung und des angepassten EBITDA sowie die Berechnung des Netto-Verschuldungsgrads zum 31. März 2025 und 31. Dezember 2024.

Überleitung angepasstes EBITDA und Netto-Verschuldungsgrad zur am ehesten vergleichbaren IFRS®-Kennzahl

in MIO €, ausgenommen Netto-Verschuldungsgrad

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31. März 2025 31. Dezember 2024
Verschuldung (1) 10.832 10.988
Minus: Flüssige Mittel (2) (1.079) (1.185)
Netto-Verschuldung 9.753 9.803
Ergebnis nach Ertragsteuern (3) 812 741
Ertragsteuern (3) 338 316
Zinserträge (3) (71) (72)
Zinsaufwendungen (3) 399 407
Abschreibungen (3) 1.530 1.536
Anpassungen (3), (4) 432 450
Angepasstes EBITDA 3.440 3.378
Netto-Verschuldungsgrad 2,8 2,9

(1) Beinhaltet Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, die in den Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten sind.

(2) Beinhaltet flüssige Mittel, die in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten sind (siehe Anmerkung 2 im Konzernanhang).

(3) Letzte 12 Monate.

(4) Anpassungen um in den letzten zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in der syndizierten Kreditlinie festgelegte Größenordnung von 50 MIO € übersteigt (2025: -9 MIO €; 2024: -23 MIO €), nicht zahlungswirksame Aufwendungen, im Wesentlichen aus Pensionsaufwand (2025: 52 MIO €; 2024: 52 MIO €), Wertminderung (2025: 94 MIO €; 2024: 207 MIO €) und Sondereffekte, einschließlich der Aufwendungen für das Programm FME25 (2025: 167 MIO €; 2024: 164 MIO €), der Optimierung des Bestandsportfolios (2025: 103 MIO €; 2024: 113 MIO €), der Rechtsformwechsel-Kosten (2025: 8 MIO €; 2024: 9 MIO €) und der Neubewertungen von Humacyte (2025: 17 MIO €; 2024: -72 MIO €). Siehe hierzu den Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)".

Zum 31. März 2025 verfügten wir über flüssige Mittel in Höhe von 1.071 MIO € (31. Dezember 2024: 1.180 MIO €).

Der Free Cash Flow (Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit nach Investitionen in Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten, vor Akquisitionen und Beteiligungen) ist eine Nicht-IFRS-Kennzahl, der zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, der am ehesten vergleichbaren IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahl, übergeleitet wird. Weitere Erläuterungen sind im Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse" und "- Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu finden.

Die folgende Tabelle zeigt die Cash Flow bezogenen finanziellen Leistungsindikatoren im 1. Quartal 2025 und 2024 und eine Überleitung des Free Cash Flow beziehungsweise des Free Cash Flow in Prozent der Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse:

Cash Flow bezogene finanzielle Leistungsindikatoren

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in MIO € 1. Quartal
2025 2024
Umsatzerlöse 4.881 4.725
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 163 127
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten (146) (134)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 4 5
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten, netto (142) (129)
Free Cash Flow 21 (2)
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse 3,3 2,7
Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse 0,4 0,0

Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird durch die Rentabilität unseres Geschäfts, die Entwicklung unseres Netto-Umlaufvermögens, insbesondere des Vorratsbestands und des Forderungsbestands, sowie durch Mittelabflüsse aufgrund verschiedener nachstehend erläuterter Einzelsachverhalte beeinflusst. Der Anstieg des Cash Flows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse im Vergleich zum 1. Quartal 2024 ist auf das weitgehende Ausklingen des Cyberangriffs auf die Systeme eines unserer Drittdienstleister Ende 2024, und darüber hinaus auf einen positiven Effekt aus saisonalen Schwankungen in der Rechnungsstellung zurückzuführen. Gegenläufig wirkten der Wegfall der Mittelzuflüsse aus dem Jahr 2024 von unserer ehemaligen persönlich haftenden Gesellschafterin Fresenius Medical Care Management AG im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen für Vorstandsmitglieder infolge des Rechtsformwechsels im Jahr 2025 und ein ungünstiger Effekt aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Rentabilität unseres Geschäfts hängt wesentlich von den Erstattungssätzen für unsere Dienstleistungen ab. Im 1. Quartal 2025 erzielten wir etwa 77% unserer Umsatzerlöse mit Gesundheitsdienstleistungen, von denen ein erheblicher Anteil entweder von staatlichen Gesundheitsorganisationen oder von privaten Versicherern erstattet wird. Im 1. Quartal 2025 entfielen etwa 17% der Umsatzerlöse des Konzerns auf Erstattungen durch staatliche US-Gesundheitsprogramme wie Medicare und Medicaid. Gesetzesänderungen könnten sowohl die Medicare-Erstattungssätze für einen erheblichen Teil unserer Dienstleistungen als auch den Umfang der Medicare-Leistungen betreffen. Eine Senkung der Erstattungssätze oder eine Verringerung des Leistungsumfangs könnte wesentliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Finanz- und Ertragslage haben und damit auf unsere Fähigkeit, Cash Flow zu generieren. Siehe die obigen Abschnitte "Zukunftsbezogene Aussagen" und I. "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen".

Wir beabsichtigen, unseren gegenwärtigen Bedarf an flüssigen Mitteln und Finanzierungen auch weiterhin aus dem Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, Ausgaben im Rahmen unseres Commercial Paper Programms (siehe Anmerkung 7 im Konzernanhang) sowie der Nutzung unserer bilateralen Kreditlinien zu bestreiten. Wir gehen davon aus, dass uns angemessene Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen werden. Zudem steht unsere syndizierte Kreditlinie als zusätzliche Liquiditätsabsicherung zur Verfügung. Zusätzlich gehen wir davon aus, die für Akquisitionen oder für sonstige Zwecke benötigten Mittel durch die Inanspruchnahme langfristiger Finanzierungen sichern zu können, etwa durch die Ausgabe von Anleihen (siehe unten "Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit" und Anmerkung 14 im Konzernanhang).

Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hängt auch von der Einziehung der Forderungen ab. Kommerzielle Kunden und staatliche Einrichtungen haben im Allgemeinen unterschiedliche Zahlungszyklen. Eine Verlängerung dieser Zahlungszyklen könnte einen wesentlichen negativen Effekt auf unsere Fähigkeit haben, Cash Flow zu generieren. Des Weiteren könnten wir bei der Durchsetzung und Einziehung der Forderungen aufgrund der Rechtssysteme und der wirtschaftlichen Lage in einigen Ländern auf Schwierigkeiten stoßen. Die Forderungslaufzeiten (Days Sales Outstanding, DSO) (Nicht-IFRS-Kennzahl) bezogen auf den Forderungsbestand nach Wertberichtigungen zum 31. März 2025 betrugen etwa 67 Tage (31. Dezember 2024: 63 Tage).

Zur Berechnung der DSO nach Segmenten werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte (einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) abzüglich Vertragsverbindlichkeiten des Segments mit dem Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro umgerechnet und durch die durchschnittlichen Tagesumsätze dieses Segments der vorangegangenen zwölf Monate, einschließlich Umsatzsteuer, - ebenfalls zum Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro umgerechnet - dividiert. Um die Vergleichbarkeit der in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Positionen zu gewährleisten, wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte (einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) sowie die Vertragsverbindlichkeiten zum 31. März 2025 um einen Anstieg in Höhe von 87,2 MIO € beziehungsweise 0,8 MIO € bereinigt (31. Dezember 2024: um einen Rückgang um 78,5 MIO € beziehungsweise einen Anstieg um 1,5 MIO €), was den Auswirkungen der Währungsumrechnung auf diese Positionen entspricht. Darüber hinaus wurden die Tagesumsätze für die zwölf Monate bis zum 31. März 2025 beziehungsweise 31. Dezember 2024 um Effekte in Höhe von (0,3) MIO € und (0,6) MIO € aus in der Berichtsperiode getätigten Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt, angepasst, um die Konsistenz mit den jeweiligen Anpassungen bei der Ermittlung des angepassten EBITDA (siehe Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Netto-Verschuldung sgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu erhöhen; zudem wurden die Tagesumsätze für die zwölf Monate bis zum 31. März 2025 beziehungsweise 31. Dezember 2024 zur Einbeziehung der Umsatzsteuer und anderer kleiner Effekte in Höhe von 1,9 MIO € und 1,0 MIO € angepasst.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Forderungslaufzeiten nach Segmenten:

Entwicklung der Forderungslaufzeiten (Nicht-IFRS-Kennzahl)

in Tagen

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31. März 2025 31. Dezember 2024 Erläuterung der Entwicklung
Care Delivery 61 53 saisonale Schwankungen in der Rechnungsstellung
Care Enablement 91 95 Verbesserung durch verstärkte Konzentration auf das Kreditmanagement
FME AG 67 63

Da wir einen Großteil unserer Erstattungen von staatlichen Gesundheitsorganisationen und privaten Versicherern erhalten, gehen wir davon aus, dass die meisten unserer Forderungen einbringlich sind.

Informationen zum Risiko von Rechtsstreitigkeiten sowie zu laufenden und künftigen steuerlichen Betriebsprüfungen finden Sie in Anmerkung 11 im Konzernanhang.

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Im 1. Quartal 2025 verwendeten wir Mittel für die Investitionstätigkeit in Höhe von netto 108 MIO €, wohingegen wir im 1. Quartal 2024 Mittel in Höhe von netto 68 MIO € verwendeten. Die folgende Tabelle zeigt einen Aufriss unserer Investitionstätigkeit im 1. Quartal 2025 und 2024:

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

in MIO €

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Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten, netto Akquisitionen, Beteiligungen, Erwerb immaterieller Vermögenswerte sowie Investitionen in Fremdkapitalinstrumente Erlöse aus Desinvestitionen und aus der Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten
1. Quartal
2025 2024 2025 2024 2025 2024
Care Delivery 82 74 10 0 30 47
Care Enablement 60 55 8 0 22 14
Gesamt 142 129 18 0 52 61

Der größte Teil der Investitionen in Sachanlagen im 1. Quartal 2025 entfiel auf die Instandhaltung bestehender Kliniken und Zentren, auf aktivierungsfähige Entwicklungskosten, auf Dialysegeräte, die an unsere Kunden vermietet wurden, die Ausrüstung neuer Kliniken und Zentren und die Ausweitung der Produktionskapazitäten. Die Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten in Prozent der Umsatzerlöse lagen im 1. Quartal 2025 bei etwa 3% (2024: 3%).

Akquisitionen im 1. Quartal 2025 entfielen hauptsächlich auf den Erwerb von Kliniken und Zentren. Die übrigen Investitionen im 1. Quartal 2025 entfielen hauptsächlich auf den Erwerb von Fremdkapitalinstrumenten. Veräußerungen im 1. Quartal 2025 entfielen hauptsächlich auf die Veräußerung von Fremd- und Eigenkapitalinstrumenten (einschließlich der Veräußerungen im Rahmen unseres Programms zur Optimierung des Bestandsportfolios).

Veräußerungen im 1. Quartal 2024 entfielen hauptsächlich auf die Veräußerung von Eigenkapital- (einschließlich der Veräußerungen im Rahmen unseres Programms zur Optimierung des Bestandsportfolios) und Fremdkapitalinstrumenten.

Für das Geschäftsjahr 2025 planen wir Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von etwa 0,9 MRD € sowie die Ausgaben für Akquisitionen und Beteiligungen zu begrenzen, während wir uns auf das organische Wachstum unseres Geschäfts konzentrieren. Unsere voraussichtlichen Investitionsausgaben werden von der Notwendigkeit bestimmt, uns gut zu positionieren, um Wachstumschancen zu nutzen, einschließlich der begrenzten Markteinführung der Hochvolumen-Hämodiafiltration in bestimmten US-Kliniken ab 2025, sowie das Qualitätsniveau und die Patientenerfahrung aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus planen wir beschleunigte Investitionen in neue Produktionsanlagen sowie in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für ein stärker globalisiertes Produktportfolio.

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

Im 1. Quartal 2025 verwendeten wir für die Finanzierungstätigkeit 139 MIO €, wohingegen der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit im 1. Quartal 2024 290 MIO € betrug.

Im 1. Quartal 2025 wurden Mittel hauptsächlich für die Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen und Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile verwendet. Dies wurde teilweise durch Erlöse aus kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgeglichen.

Im 1. Quartal 2024 wurden Mittel hauptsächlich für die Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen im Rahmen des Commercial Paper Programms), die Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (einschließlich Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen) und Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile verwendet. Dies wurde teilweise durch Aufnahmen im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms ausgeglichen.

Für weitere Informationen siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang.

Vermögenslage

Die Konzern-Bilanzsumme sank um 2% von 33,6 MRD € zum 31. Dezember 2024 auf 32,7 MRD € zum 31. März 2025. Ohne einen negativen Effekt aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2% blieb die Konzern-Bilanzsumme mit 33,7 MRD € relativ stabil, da im Wesentlichen ein Anstieg bestimmter Positionen des Umlaufvermögens, wie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte und der Vorräte, überwiegend durch einen Rückgang der Sachanlagen und der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen ausgeglichen wurde.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme blieb mit 24% zum 31. März 2025 im Vergleich zum 31. Dezember 2024 stabil, da im Wesentlichen ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte überwiegend durch einen Rückgang der flüssigen Mittel ausgeglichen wurde. Die Eigenkapitalquote blieb mit 47% zum 31. März 2025 im Vergleich zum 31. Dezember 2024 stabil, da ein Rückgang der Finanzverbindlichkeiten und der kurzfristigen Rückstellungen sowie die Auswirkungen des Konzernergebnisses auf das Eigenkapital überwiegend durch den Rückgang des Eigenkapitals aufgrund negativer Auswirkungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen ausgeglichen wurden. Der ROIC stieg von 3,5% zum 31. Dezember 2024 auf 3,9% zum 31. März 2025, im Wesentlichen durch einen Rückgang der Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios. Der ROIC ohne Berücksichtigung der Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios betrug 4,2% zum 31. März 2025 (31. Dezember 2024: 4,2%). Bei der Berechnung des ROIC ist in der Position "Investiertes Kapital" der Firmenwert die maßgebliche Einflussgröße. Der durchschnittliche Gesamtkapitalkostensatz (WACC), einschließlich gewichteter Risikoaufschläge für Länderrisiken, betrug 6,2%. Für weitere Informationen zum ROIC, siehe das obige Kapitel II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen - Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)".

Gesamtaussage der Unternehmensleitung

Die Ergebnisse des ersten Quartals 2025 belegen einmal mehr unsere kontinuierlichen operativen und finanziellen Fortschritte in der Umsetzung des dritten und letzten Jahres unseres aktuellen strategischen Plans. In beiden Segmenten lässt sich organisches Umsatzwachstum verzeichnen und das Phasing des operativen Ergebnisses entsprach unseren Erwartungen. Care Enablement setzte seinen Transformationsplan erfolgreich um, baute die operative Ergebnismarge weiter aus und erreichte erstmalig den Zielkorridor. Care Delivery konnte das Margenniveau des Vorjahres halten, trotz eines Behandlungstags weniger und des negativen Einflusses der schweren Grippesaison. Die positive Dynamik des letzten Jahres hat sich fortgesetzt und die Zahl der Patientenüberweisungen ist weiter gestiegen. Nach Behandlungsmengen auf Vorjahresniveau im ersten Quartal 2025 erwarten wir daher für das Gesamtjahr 2025 eine Beschleunigung des organischen Behandlungswachstums in den USA auf über 0,5%. Wir erwarten auch weiterhin im Laufe des Jahres operative und finanzielle Verbesserungen in beiden Segmenten, die sich in einem deutlichen Ergebnis- und Margenwachstum niederschlagen werden. Daher bestätigen wir unseren finanziellen Ausblick für das Gesamtjahr 2025.

Nachtragsbericht

Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Anmerkung 14 im Konzernanhang.

Prognosebericht

Der Vorstand steuert unser Unternehmen anhand von strategischen und operativen Vorgaben sowie verschiedenen finanziellen Kenngrößen, die auf Basis der IFRS-Rechnungslegungsstandards in Euro ermittelt werden, sowie anderen Kenngrößen, wie im Kapitel "Grundlagen des Konzerns", Abschnitt "Steuerungssystem" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024 beschrieben.

Wir bestätigen den Ausblick 2025. Der Ausblick 2025 beruht auf den im Kapitel "Prognosebericht" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024 genannten Annahmen, basiert auf konstanten Wechselkursen und berücksichtigt keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios, die Rechtsformwechsel-Kosten, die Neubewertungen von Humacyte sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren beziehungsweise deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Die Wachstumsraten basieren auf den Ergebnissen 2024 ohne Sondereffekte.

Ausblick für die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen 2025

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Ausblick 2025 (zu konstanten Wechselkursen)
Umsatzerlöse (1) Positives Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich
Operatives Ergebnis (1) Wachstum im hohen Zehner- bis hohen Zwanzigerprozentbereich

(1) Ausblick 2025 basiert auf den im Kapitel "Prognosebericht" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024 genannten Annahmen und ist ohne Sondereffekte. Sondereffekte umfassen die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios, die Rechtsformwechsel-Kosten und die Neubewertungen von Humacyte sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Die Wachstumsraten basieren auf den Ergebnissen 2024 ohne Sondereffekte. Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen" im Kapitel "Wirtschaftsbericht".

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Informationen zu unseren Risiken sind in den Anmerkungen 11 und 12 im Konzernanhang sowie im Zwischenlagebericht unter den Abschnitten "Zukunftsbezogene Aussagen" und "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" dargestellt. Für weitere Informationen kann das Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" auf Seite 184-201 im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024 eingesehen werden.

Chancenbericht

Im 1. Quartal 2025 haben sich im Vergleich zu den in unserem Geschäftsbericht 2024 unter dem Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" auf Seite 201-205 im Konzernlagebericht veröffentlichten Informationen keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der FME AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Die Gesellschaft hat die Erklärung auf ihrer Internetseite dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht:

https:/​/​www.freseniusmedicalcare.com/​de/​investoren/​corporate-governance/​entsprechenserklaerung/​.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie

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1. Quartal
Ziffer 2025 2024
Umsatzerlöse
Gesundheitsdienstleistungen 3 a), 13 3.779.673 3.748.264
Gesundheitsprodukte 3 a), 13 1.101.781 976.258
3 a), 13 4.881.454 4.724.522
Umsatzkosten
Gesundheitsdienstleistungen 3.125.489 3.027.456
Gesundheitsprodukte 571.987 523.415
13 3.697.476 3.550.871
Betriebliche (Erträge) Aufwendungen
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 3b 750.686 775.644
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 13 43.482 47.801
Ergebnis assoziierter Unternehmen 13 (47.833) (28.843)
Sonstige betriebliche Erträge 3c (141.315) (113.499)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3c 247.568 246.535
Operatives Ergebnis 331.390 246.013
Zinsergebnis
Zinserträge (14.978) (15.663)
Zinsaufwendungen 95.715 103.850
Ergebnis vor Ertragsteuern 250.653 157.826
Ertragsteuern 61.045 39.511
Ergebnis nach Ertragsteuern 189.608 118.315
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 38.387 47.356
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 151.221 70.959
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 3d 0,52 0,24
Ergebnis je Aktie (verwässert) 3d 0,52 0,24

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften und verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung (ungeprüft)

Konzern-Gesamtergebnisrechnung in TSD €

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1. Quartal
2025 2024
Ergebnis nach Ertragsteuern 189.608 118.315
Übriges Comprehensive Income (Loss)
Komponenten, die nicht in das Ergebnis umgebucht werden:
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente - (4.273)
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus leistungsorientierten Pensionsplänen 32.070 23.204
Ertragsteuern auf Komponenten des übrigen Comprehensive Income (Loss), die nicht umgebucht werden (9.900) (6.581)
22.170 12.350
Komponenten, die in Folgeperioden in das Ergebnis umgebucht werden:
Gewinne (Verluste) aus Währungsumrechnungsdifferenzen, abzüglich der Umgliederungsbeträge aus der Entkonsolidierung (491.183) 192.328
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente 5.291 (1.685)
Gewinne (Verluste) aus Cash Flow Hedges 12.577 (3.840)
Hedgingkosten (1.013) 1.579
Ertragsteuern auf Komponenten des übrigen Comprehensive Income (Loss), die umgebucht werden (3.873) 1.014
(478.201) 189.396
Übriges Comprehensive Income (Loss), netto (456.031) 201.746
Gesamtergebnis (266.423) 320.061
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis (4.859) 72.706
Auf die Anteilseigner der FME AG entfallendes Gesamtergebnis (261.564) 247.355

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften und verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzern-Bilanz (ungeprüft)

Konzern-Bilanz

in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahl

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Ziffer 31. März 2025 31. Dezember 2024
Vermögenswerte
Flüssige Mittel 1.071.288 1.180.187
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte 3.565.032 3.367.111
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 4 27.024 40.936
Vorräte 6 2.078.661 2.067.922
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 632.537 671.835
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 414.879 433.740
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2 168.252 161.013
Summe kurzfristige Vermögenswerte 7.957.673 7.922.744
Sachanlagen 3.506.220 3.646.126
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 3.474.514 3.612.456
Immaterielle Vermögenswerte 1.325.907 1.370.080
Firmenwerte 14.644.789 15.170.652
Latente Steuern 223.964 229.509
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 13 666.752 620.831
Sonstige langfristige Vermögenswerte 250.423 198.325
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 684.792 795.856
Summe langfristige Vermögenswerte 24.777.361 25.643.835
Summe Vermögenswerte 32.735.034 33.566.579
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten 769.374 904.278
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 4 126.479 80.044
Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.380.170 1.499.934
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.671.562 1.787.373
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten 7 94.777 2.099
Kurzfristig fälliger Anteil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 8 590.563 575.283
Kurzfristig fälliger Anteil der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber konzernfremden Dritten 602.699 615.983
Kurzfristig fälliger Anteil der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen 4 25.355 24.901
Verbindlichkeiten für Ertragsteuern 155.970 142.654
Verbindlichkeiten i. Zshg. m. zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 2 29.916 27.511
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 5.446.865 5.660.060
Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 8 6.149.454 6.260.825
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber konzernfremden Dritten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 3.275.286 3.411.855
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 4 82.494 87.962
Rückstellungen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten 379.342 374.163
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 504.374 538.685
Pensionsrückstellungen 645.250 678.673
Verbindlichkeiten für Ertragsteuern 79.660 76.953
Latente Steuern 667.670 708.890
Summe langfristige Verbindlichkeiten 11.783.530 12.138.006
Summe Verbindlichkeiten 17.230.395 17.798.066

Konzern-Bilanz (fortgesetzt)

in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahl

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Ziffer 31. März 2025 31. Dezember 2024
Eigenkapital
Stammaktien, ohne Nennwert, Nominalwert 1,00 €, 353.413.449 Aktien genehmigt,
293.413.449 ausgegeben und in Umlauf am 31. März 2025 (31. Dezember 2024:
362.370.124 Aktien genehmigt, 293.413.449 ausgegeben und in Umlauf) 293.413 293.413
Kapitalrücklage 3.346.772 3.345.408
Gewinnrücklagen 11.473.412 11.266.287
Kumuliertes übriges Comprehensive Income (Loss) (741.330) (328.545)
Summe Eigenkapital der Anteilseigner der FME AG 14.372.267 14.576.563
Nicht beherrschende Anteile 1.132.372 1.191.950
Summe Eigenkapital 15.504.639 15.768.513
Summe Verbindlichkeiten und Eigenkapital 32.735.034 33.566.579

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften und verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung (ungeprüft)

Konzern-Kapitalflussrechnung in TSD €

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1. Quartal
Ziffer 2025 2024
Betriebliche Geschäftstätigkeit
Ergebnis nach Ertragsteuern 189.608 118.315
Überleitung vom Ergebnis nach Ertragsteuern auf den Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderung 13 394.363 512.443
Veränderung der latenten Steuern (30.487) (44.365)
(Gewinn) Verlust aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Nutzungsrechten, Finanzanlagen und aus Desinvestitionen 62.972 (11.367)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 13 (47.833) (28.843)
Zinsaufwendungen, netto 80.737 88.188
Veränderungen bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ohne Auswirkungen aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte (306.943) (669.126)
Vorräte (70.947) (40.995)
Sonstige Vermögenswerte 31.658 (17.927)
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 13.802 116.405
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 50.322 (14.296)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten, Rückstellungen und sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten (155.506) 140.895
Veränderung der Steuerverbindlichkeiten 52.590 64.213
Erhaltene Dividenden aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 561 1.472
Gezahlte Zinsen (83.579) (83.423)
Erhaltene Zinsen 14.258 15.547
Gezahlte Ertragsteuern (32.752) (19.828)
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 162.824 127.308
Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten (145.760) (133.900)
Akquisitionen, Beteiligungen und Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (6.232) 892
Investitionen in Fremdkapitalinstrumente (11.570) (188)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 3.465 4.406
Erlöse aus Desinvestitionen, abzüglich veräußerter flüssiger Mittel 18.914 39.687
Erlöse aus der Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten 32.942 20.736
Cash Flow aus Investitionstätigkeit (108.241) (68.367)
Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten 92.113 11.505
Tilgung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten (605) (356.359)
Einzahlungen aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten 14.096 9.288
Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten (14.388) (16.445)
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber konzernfremden Dritten (163.943) (155.928)
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen (6.282) (6.197)
Anstieg (Rückgang) des Forderungsverkaufsprogramms - 276.297
Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile (64.409) (56.948)
Kapitaleinlagen von nicht beherrschenden Anteilen 4.630 5.130
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (138.788) (289.657)

Konzern-Kapitalflussrechnung (fortgesetzt) in TSD €

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1. Quartal
Ziffer 2025 2024
Wechselkursbedingte Veränderung der flüssigen Mittel (22.434) (4.514)
Flüssige Mittel
Nettoerhöhung (-verminderung) der flüssigen Mittel (106.639) (235.230)
Flüssige Mittel am Anfang des Jahres 1.185.328 1.427.225
Flüssige Mittel am Ende der Periode 1.078.689 1.191.995
Davon: Flüssige Mittel innerhalb der Veräußerungsgruppen 2 7.401 43.734

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften und verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (ungeprüft)

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in TSD €, mit Ausnahme der Anzahl der Aktien

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Stammaktien Kumuliertes übriges Comprehensive Income (Loss)
Ziffer Anzahl der Aktien Betrag Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnungsdifferenzen
Stand am 31. Dezember 2023 293.413.449 293.413 3.380.331 10.921.686 (765.581)
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - - 5.257 - -
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - - - - -
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 12 - - - 34.483 -
Ergebnis nach Ertragsteuern - - - 70.959 -
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus:
Währungsumrechnungsdifferenzen, abzüglich der Umgliederungsbeträge aus der Entkonsolidierung 3 c) - - - - 223.357
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten - - - - -
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - - - - -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - - - - -
Gesamtergebnis - - - - -
Stand am 31. März 2024 293.413.449 293.413 3.385.588 11.027.128 (542.224)
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Kumuliertes übriges Comprehensive Income (Loss)
Cash Flow Hedges Pensionen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts Summe Eigenkapital der Anteilseigner der FME AG Nicht beherrschende Anteile Summe
Stand am 31. Dezember 2023 (4.585) (192.490) (12.513) 13.620.261 1.206.274 14.826.535
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - - - 5.257 386 5.643
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - - - - (54.395) (54.395)
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - - 34.483 - 34.483
Ergebnis nach Ertragsteuern - - - 70.959 47.356 118.315
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus:
Währungsumrechnungsdifferenzen, abzüglich der Umgliederungsbeträge aus der Entkonsolidierung (94) (3.047) (53.238) 166.978 25.350 192.328
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten (1.740) - - (1.740) - (1.740)
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - 16.623 - 16.623 - 16.623
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - - (5.465) (5.465) - (5.465)
Gesamtergebnis - - - 247.355 72.706 320.061
Stand am 31. März 2024 (6.419) (178.914) (71.216) 13.907.356 1.224.971 15.132.327

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (fortgesetzt)

in TSD €, mit Ausnahme der Anzahl der Aktien

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Stammaktien Kumuliertes übriges Comprehensive Income (Loss)
Ziffer Anzahl der Aktien Betrag Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnungsdifferenzen
Stand am 31. Dezember 2024 293.413.449 293.413 3.345.408 11.266.287 (41.964)
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 10 - - 184 - -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - - 1.180 - -
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises - - - - -
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - - - - -
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 12 - - - 55.904 -
Ergebnis nach Ertragsteuern - - - 151.221 -
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus: Währungsumrechnungsdifferenzen, abzüglich der Umgliederungsbeträge aus der Entkonsolidierung 3 c) - - - - (454.351)
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten - - - - -
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - - - - -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - - - - -
Gesamtergebnis - - - - -
Stand am 31. März 2025 293.413.449 293.413 3.346.772 11.473.412 (496.315)
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Kumuliertes übriges Comprehensive Income (Loss)
Cash Flow Hedges Pensionen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts Summe Eigenkapital der Anteilseigner der FME AG Nicht beherrschende Anteile Summe
Stand am 31. Dezember 2024 (13.298) (188.058) (85.225) 14.576.563 1.191.950 15.768.513
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente - - - 184 - 184
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust - - - 1.180 (1.853) (673)
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises - - - - 3.424 3.424
Kapitaleinlagen von /​ Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - - - - (56.290) (56.290)
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - - 55.904 - 55.904
Ergebnis nach Ertragsteuern - - - 151.221 38.387 189.608
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus: Währungsumrechnungsdifferenzen, abzüglich der Umgliederungsbeträge aus der Entkonsolidierung 163 5.780 471 (447.937) (43.246) (491.183)
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten 8.598 - - 8.598 - 8.598
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten - 22.170 - 22.170 - 22.170
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach Steuereffekten - - 4.384 4.384 - 4.384
Gesamtergebnis - - - (261.564) (4.859) (266.423)
Stand am 31. März 2025 (4.537) (160.108) (80.370) 14.372.267 1.132.372 15.504.639

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften und verkürzten Konzernzwischenabschlusses.

Konzernanhang (ungeprüft)

In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien Konzernanhang (ungeprüft)

1. Die Gesellschaft und Grundlage der Darstellung

Die Gesellschaft

Die Fresenius Medical Care AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft (AG) mit Sitz in Hof (Saale), Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 6841, geschäftsansässig Else-Kröner-Str. 1, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe, Deutschland (FME AG oder die Gesellschaft). Die Gesellschaft ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen (auf Basis der veröffentlichten Umsatzerlöse und der Anzahl der behandelten Patienten). Die Gesellschaft bietet Dialyse und damit verbundene Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen sowie andere Gesundheitsdienstleistungen an. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt zudem eine breite Palette an Gesundheitsprodukten. Die Gesundheitsprodukte der Gesellschaft umfassen Hämodialysegeräte, Cycler für die Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie Granulate für die Hämodialyse, Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen sowie Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen und für die Apherese-Therapie. Die Gesellschaft versorgt Dialysekliniken, die sie besitzt, betreibt oder leitet, mit einer weiten Produktpalette und verkauft zudem Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Die anderen Gesundheitsdienstleistungen der Gesellschaft beinhalten wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme, die Distribution verschreibungspflichtiger Arzneimittel, Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in ambulanten Operationszentren und nephrologische Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches Fachpersonal.

Im vorliegenden Konzernanhang beziehen sich die Begriffe FME AG oder die Gesellschaft in Abhängigkeit vom Kontext auf die Fresenius Medical Care AG oder auf die Fresenius Medical Care AG und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis. Die Begriffe Fresenius SE und Fresenius SE & Co. KGaA beziehen sich auf die Fresenius SE & Co. KGaA. Der Begriff Vorstand bezieht sich auf die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft während sich der Begriff Aufsichtsrat auf die Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft bezieht.

Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Enablement und die Bezeichnung "Care Delivery" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Delivery. Für weitere Informationen zu den Geschäfts- und Berichtssegmenten der Gesellschaft siehe Anmerkung 13.

Grundlage der Darstellung

Die Gesellschaft erfüllt als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) ihre Pflicht, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), den IFRS®-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Anwendung von § 315e Handelsgesetzbuch (HGB), unter Heranziehung des Euro als Berichts- und funktionale Währung, aufzustellen und zu veröffentlichen.

Der Zwischenbericht entspricht den Vorschriften des International Accounting Standard IAS 34, Interim Financial Reporting und enthält einen verkürzten Abschluss, da er ausgewählte erläuternde Anmerkungen und nicht alle Anmerkungen enthält, die in einem vollständigen Abschluss erforderlich wären. Die primären Abschlussbestandteile werden jedoch in einem Format, das mit dem des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2024 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2024) gemäß IAS 1, Darstellung des Abschlusses übereinstimmt, dargestellt.

Weiterhin erstellt die Gesellschaft einen Konzernzwischenabschluss nach IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, der als Bestandteil des Form 6-K bei der US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission - SEC) eingereicht wird.

Der in diesem Bericht dargelegte Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2025 sowie für das 1. Quartal 2025 und 2024 ist ungeprüft und sollte im Zusammenhang mit dem nach IFRS-Rechnungslegungsstandards erstellten Konzernabschluss gemäß § 315e HGB zum 31. Dezember 2024 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2024) gelesen werden. Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses nach IFRS-Rechnungslegungsstandards macht Schätzungen und Annahmen durch die Unternehmensleitung erforderlich, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Höhe der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Der Konzernzwischenabschluss gibt alle Anpassungen wieder, die nach Ansicht der Unternehmensleitung für eine sachgerechte Darstellung der Ergebnisse für die aufgeführten Zeiträume erforderlich sind. Dabei handelt es sich in allen Fällen um normale, wiederkehrende Anpassungen.

Der effektive Steuersatz von 24,4% für das 1. Quartal 2025 (25,0% für das 1. Quartal 2024) ermittelt sich auf Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes, der für das Gesamtjahr erwartet und auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Zwischenabschlusses angewendet wird. Die Gesellschaft fällt in den Anwendungsbereich des Inclusive Framework on Base Erosion Profit Shifting (BEPS) Global Anti-Base Erosion Model Rules (GloBE) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Globale Mindestbesteuerung (zweite Säule). Die Gesellschaft wendet die Ausnahmeregelung an, keine latenten Steuern im Zusammenhang mit den Ertragssteuern der zweiten Säule zu erfassen oder auszuweisen. Der Ertragsteueraufwand im Zusammenhang mit den Ertragsteuern der zweiten Säule ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft in der Position Ertragsteueraufwand ausgewiesen.

Aus dem operativen Ergebnis für das 1. Quartal 2025 kann nicht notwendigerweise auf das operative Ergebnis für das zum 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr geschlossen werden.

Der Firmenwert zum 31. März 2025 betrug 14.644.789 € (31. Dezember 2024: 15.170.652 €), davon entfielen 12.540.265 € (31. Dezember 2024: 13.014.925 €) auf Care Delivery und 2.104.524 € (31. Dezember 2024: 2.155.727 €) auf Care Enablement.

Im 1. Quartal 2025 stieg die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 31. März 2025 um 3% auf 13.391.390 € (31. Dezember 2024: 12.957.138 €) und bleibt unterhalb des Eigenkapitals der Anteilseigner der FME AG, welches zum 31. März 2025 um 1% auf 14.372.267 € im Vergleich zu 14.576.563 € zum 31. Dezember 2024 sank.

In Anbetracht dessen, dass der Buchwert des Nettovermögens die Marktkapitalisierung der Gesellschaft übersteigt, eines Anstiegs der Zinsen und anhaltender Unsicherheit im makroökonomischen Umfeld, hat die Gesellschaft die Auswirkungen auf den Impairment Test zum 31. Dezember 2024 überprüft. Darüber hinaus könnte die Fähigkeit, das Fortschreiten von chronischem Nierenversagen oder terminaler Niereninsuffizienz zu verzögern und die kardiovaskuläre Mortalität durch die Anwendung von Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1)-Rezeptoragonisten, Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Inhibitoren (SGLT2)-Inhibitoren und anderer Arzneimittel oder Behandlungsmethoden zu verbessern, in Zukunft Auswirkungen auf die Patientenpopulation haben.

Die Gesellschaft führte im 4. Quartal 2024 eine Analyse im Zusammenhang mit dem jährlichen Impairment Test des Firmenwerts zum 1. Oktober 2024 durch, wie in Anmerkung 2 a) des Konzernanhangs im Geschäftsbericht 2024 beschrieben. Die Analyse der Gesellschaft umfasste qualitative und quantitative Simulationen zur Bewertung der potenziellen Auswirkungen von GLP-1-Rezeptoragonisten und der potenziellen Auswirkungen von SGLT2-Inhibitoren auf die Patientenpopulationen mit chronischem Nierenversagen oder terminaler Niereninsuffizienz, insbesondere in Bezug auf Cash-Flow-Projektionen und Sensitivitätsbewertungen des Firmenwerts, auf Basis der Analyse des Populationswirkungsmodells (Population Impact Model - ein computergestütztes Instrument zur Vorhersage der Größe und Altersverteilung der zukünftigen Patientenpopulation mit Nierenerkrankungen für das kommende Jahrzehnt auf der Grundlage verschiedener Szenarien des öffentlichen Gesundheitswesens). Im Populationswirkungsmodell der Gesellschaft deuten die Sensitivitätsbänder der verschiedenen Szenarien für den Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Inhibitoren in der Patientenpopulation mit chronischem Nierenversagen auf einen leichten Anstieg der gesamten Patientenpopulation mit chronischem Nierenversagen und einen leichten Rückgang der Wachstumsrate der Patientenpopulation mit terminaler Niereninsuffizienz hin, was im Wesentlichen mit den Prognosen für die Patientenpopulation übereinstimmt, die den Einsatz dieser Medikamente nicht einschlossen. In Anbetracht der positiven kardiovaskulären Wirkungen der Medikamente, die die Sterblichkeitsrate senken, sowie der progressionsverzögernden Wirkung auf die Patientenpopulation mit chronischem Nierenversagen sieht die Gesellschaft einen sich ausgleichenden Effekt der Medikamente auf die Patientenpopulation. Die jüngsten im 1. Quartal 2025 veröffentlichten Daten Dritter stimmen mit den zuvor durchgeführten Simulationen überein.

Die Gesellschaft verglich im 1. Quartal 2025 die Buchwerte ihrer Gruppen von Cash Generating Units (CGUs), Care Delivery und Care Enablement, mit dem Nutzungswert der jeweiligen Gruppe von CGUs, wobei die Free Cash Flows der bei der Werthaltigkeitsprüfung berücksichtigten Gruppen von CGUs zum 31. Dezember 2024 herangezogen wurden. Die Gesellschaft hat ihre Prognosen für die Free Cash Flows anhand der Ergebnisse der letzten verfügbaren Bewertungen aktualisiert. Die Cash-Flow-Prognosen wurden aktualisiert, um sowohl die Auswirkungen der Klassifizierung bestimmter Einheiten als zur Veräußerung gehalten im 1. Quartal 2025 (siehe Anmerkung 2) als auch der laufenden Initiativen widerzuspiegeln, ohne Berücksichtigung von Wachstum und Verbesserungen durch Initiativen im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Betriebsstruktur der Gesellschaft und Maßnahmen zur Erzielung von Kosteneinsparungen (Programm FME25), die zum 31. März 2025 noch nicht angelaufen waren. Die WACC-Parameter wurden aktualisiert, um unter anderem Anpassungen der in der Analyse der Gesellschaft verwendeten Peer Group zu berücksichtigen. Die Gesellschaft hat auch ihre Risikoanpassung aktualisiert, um die Unsicherheiten aus den jüngsten Veränderungen in der globalen Handelspolitik widerzuspiegeln, einschließlich neuer Zölle und möglicher zusätzlicher Handelsbeschränkungen, und deren geschätzte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Die folgende Tabelle zeigt die Hauptannahmen der Berechnung der Nutzungswerte, die auf der Grundlage der zum 31. März 2025 und 31. Dezember 2024 durchgeführten Impairment Tests dargestellt werden.

Hauptannahmen in %

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Care Delivery Care Enablement
31. März 2025 31. Dezember 2024 31. März 2025 31. Dezember 2024
Durchschnittliches Umsatzwachstum über den Zehnjahres-Planungshorizont mittlerer einstelliger Bereich mittlerer einstelliger Bereich mittlerer einstelliger Bereich mittlerer einstelliger Bereich
Durchschnittliches Wachstum des operativen Ergebnisses über den Zehnjahres-Planungshorizont mittlerer einstelliger Bereich mittlerer einstelliger Bereich hoher einstelliger Bereich niedriger zweistelliger Bereich
Wachstumsrate in der ewigen Rente 1,00 1,00 1,00 1,00
Vor-Steuer WACC (weighted average cost of capital) 9,36 8,55 5,87 7,78
Nach-Steuer WACC 7,37 6,46 4,61 6,00

Für eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise beim Impairment Test siehe Anmerkungen 1 g) und 2 a) im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2024. Zum 31. März 2025 wurde der Impairment Test für die Geschäftssegmente (Care Delivery und Care Enablement) durchgeführt. Die Bewertung ergab keinen Hinweis auf eine Wertminderung zum 31. März 2025. Das Management beobachtet die Situation weiterhin.

Zum 31. März 2025 überstieg der erzielbare Betrag der Gruppe von CGUs Care Delivery den Buchwert um 4.714.526 € (31. Dezember 2024: 6.757.218 €). Der erzielbare Betrag für die Gruppe von CGUs Care Enablement überstieg den Buchwert um 8.564.936 € (31. Dezember 2024: 3.290.699 €).

Die folgende Tabelle zeigt die entsprechenden Beträge, um die sich die Hauptannahmen individuell ändern müssten, damit der erzielbare Betrag dem Buchwert entspricht:

Sensitivitätsanalyse ⁽¹⁾

Veränderung in Prozentpunkten

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Care Delivery Care Enablement
31. März 2025 31. Dezember 2024 31. März 2025 31. Dezember 2024
Vor-Steuer WACC 1,95 2,46 4,26 2,30
Nach-Steuer WACC 1,50 1,80 3,10 1,67
Wachstumsrate in der ewigen Rente (5,91) (7,55) (12,48) (5,70)
Operative Marge in jedem Planungsjahr (2,23) (2,86) (5,23) (2,90)

(1) Die Sensitivitätsanalyse basiert auf den zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 durchgeführten Impairment Tests.

Am 6. Mai 2025 genehmigte der Vorstand die Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses der Gesellschaft.

Neue Verlautbarungen

Neu angewendete Rechnungslegungsverlautbarungen

Im 1. Quartal 2025 wurden die IFRS-Rechnungslegungsstandards zugrunde gelegt, die für die Zwischenberichterstattungen anzuwenden sind, die am 1. Januar 2025 beginnen. Im 1. Quartal 2025 gab es keine neu angewendeten Rechnungslegungsverlautbarungen, die sich wesentlich auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken.

Noch nicht angewendete neue Rechnungslegungsverlautbarungen

Das IASB hat den folgenden für die Gesellschaft relevanten neuen Standard herausgegeben:

IFRS 18, Darstellung und Angaben im Abschluss

Am 9. April 2024 veröffentlichte das IASB IFRS 18, Darstellung und Angaben im Abschluss (IFRS 18). IFRS 18 zielt darauf ab, die Übermittlung von Informationen in Abschlüssen zu verbessern, um Investoren eine vergleichbarere Grundlage für die Analyse der Leistung von Unternehmen zu geben. Der Standard führt drei Sets von neuen Anforderungen ein: neue Kategorien und Zwischensummen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Angaben zu vom Management definierten Leistungskennzahlen und Leitlinien für die Aggregation und Disaggregation bestimmter Informationen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird in drei neu definierte Kategorien (betrieblicher Bereich, Investitions- und Finanzierungsbereich) unterteilt und enthält zwei neu definierte Zwischensummen (Betriebsergebnis und Ergebnis vor Finanzierung und Ertragsteuern). Vom Management definierte Leistungskennzahlen sind Zwischensummen von Erträgen und Aufwendungen, die in der externen Kommunikation außerhalb des Konzernabschlusses verwendet werden und die Sicht des Managements auf bestimmte Aspekte der Unternehmensleistung vermitteln. Solche Kennzahlen müssen klar und verständlich in einer eigenständigen Anhangangabe beschrieben werden, in der erklärt wird, wie die Kennzahl berechnet wird, warum sie nützlich ist, eine Überleitung zu der am direktesten vergleichbaren Zwischensumme, die zuvor erläutert wurde, dargelegt wird und die Auswirkung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die Auswirkung auf die nicht beherrschenden Anteile für jede in der Überleitungsrechnung ausgewiesenen Position dargestellt werden und wie die Auswirkung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ermittelt wird. Schließlich müssen die Unternehmen die Positionen aufschlüsseln, wenn diese Informationen wesentlich sind, und die Bezeichnung "Sonstiges" in den Konzernabschlüssen vermeiden. Bestimmte zusätzliche Angaben zu Abschreibungen, Wertminderungen und anderen Aufwandskategorien können erforderlich sein. Darüber hinaus wird IFRS 18 begrenzte Änderungen an IAS 7, Kapitalflussrechnung einführen. Das operative Ergebnis wird der Ausgangspunkt für die Darstellung von Cash Flows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit unter Verwendung der indirekten Methode sein und die Option zur Klassifizierung von Zins- und Dividenden-Cash-Flows als betriebliche Geschäftstätigkeit wird abgeschafft. Gezahlte Dividenden und Zinsen werden dem Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet, wohingegen erhaltene Dividenden und Zinsen dem Cash Flow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet werden. Ein Unternehmen hat diese Änderungen anzuwenden, wenn es IFRS 18 anwendet. IFRS 18 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Es wird erwartet, dass sich der Standard nach seiner Umsetzung auf die Darstellung der Positionen im Konzernabschluss und die Anhangangaben der Gesellschaft auswirken wird, während der Standard die Art und Weise, wie die Gesellschaft Positionen in ihrem Konzernabschluss erfasst oder bewertet, voraussichtlich nicht verändern wird.

Keine weiteren vom IASB veröffentlichten neuen Verlautbarungen haben nach Einschätzung der Gesellschaft einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.

2. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Veräußerungsgruppen

Zum 31. März 2025 beschloss das Management der Gesellschaft im Zusammenhang mit seinem Programm zur Optimierung des Bestandsportfolios (wie unten definiert) einen Plan, Folgendes zu verkaufen:

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die Gesellschaft unterzeichnete eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Dialysekliniken in Brasilien, die derzeit Teil des Segments Care Delivery sind;

die Gesellschaft unterzeichnete eine Vereinbarung über den Verkauf ausgewählter Vermögenswerte der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Spectra Laboratories, die derzeit Teil des Segments Care Delivery sind;

die Gesellschaft hat sich zu einem Plan verpflichtet, ihre Dialysekliniken und ihr Produktgeschäft in Kasachstan zu veräußern, was derzeit in den Segmenten Care Delivery beziehungsweise Care Enablement enthalten ist; und

die Gesellschaft unterzeichnete eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Dialysekliniken in Malaysia, die derzeit im Segment Care Delivery enthalten sind.

Transaktionen, die zum Zeitpunkt dieses Berichts noch nicht abgeschlossen waren, bedürfen noch behördlicher Genehmigungen, werden aber voraussichtlich innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte abgeschlossen sein. Der Verkauf ausgewählter Vermögenswerte der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Spectra Laboratories qualifiziert als Verkauf eines Geschäftsbereichs. Für die geplanten Veräußerungen in Brasilien, Kasachstan und Malaysia wurde unmittelbar vor der Klassifizierung dieser Veräußerungen als zur Veräußerung gehalten Wertminderungsaufwand erfasst, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist. Der Buchwert der Veräußerungsgruppen für die geplanten Veräußerungen in Brasilien, Kasachstan und Malaysia werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten erfasst. Der der Gesellschaft und ihren Anteilseignern zuzurechnende beizulegende Zeitwert beträgt insgesamt 88.405 € für diese Transaktionen, wurde für die nicht wiederkehrende Bewertung unter Verwendung des vorläufigen Kaufpreises bestimmt und als Level 3 der Fair Value Hierarchie eingeordnet (31. Dezember 2024: 82.544 €). Die geplante Veräußerung ausgewählter Vermögenswerte der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Spectra Laboratories führte nicht zu einem Wertminderungsaufwand auf Basis der Bewertung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und die Veräußerungsgruppen werden zu ihrem Buchwert ausgewiesen. Für weitere Einzelheiten zu Wertminderungsaufwendungen aufgrund der Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten sowie zu sonstigen Wertminderungen von Vermögenswerten im Zusammenhang mit den vereinbarten Veräußerungen zum 31. März 2024 und im Jahr 2024 siehe Anmerkung 3 c).

Zum 31. März 2025 und 31. Dezember 2024 wurden die folgenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als zur Veräußerung gehalten klassifiziert:

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen

in TSD €

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31. März 2025 31. Dezember 2024
Flüssige Mittel 7.401 5.141
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte 28.455 27.085
Sachanlagen 17.241 16.346
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 7.771 5.915
Firmenwert (1) 93.280 92.557
Sonstige 14.104 13.969
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 168.252 161.013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten 1.800 1.628
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 7.474 6.097
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 20.642 19.786
Verbindlichkeiten i. Zshg. m. zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 29.916 27.511

(1) Der Firmenwert wurde den Veräußerungsgruppen auf Basis des relativen beizulegenden Zeitwerts zugeordnet.

Zum 31. März 2025 und 31. Dezember 2024 beliefen sich die im übrigen Comprehensive Income erfassten kumulierten Währungsumrechnungsverluste im Zusammenhang mit den Veräußerungsgruppen auf 48.703 € und 44.693 €.

3. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Die Gesellschaft hat in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im 1. Quartal 2025 und 2024 folgende Umsatzerlöse ausgewiesen:

Umsatzerlöse

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in TSD € Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen Umsatzerlöse aus Leasingverträgen Summe
1. Quartal 2025
Gesundheitsdienstleistungen 3.276.313 503.360 - 3.779.673
Gesundheitsprodukte 1.079.191 - 22.590 1.101.781
Gesamt 4.355.504 503.360 22.590 4.881.454
1. Quartal 2024
Gesundheitsdienstleistungen 3.365.334 382.930 - 3.748.264
Gesundheitsprodukte 954.084 - 22.174 976.258
Gesamt 4.319.418 382.930 22.174 4.724.522

Die folgende Tabelle stellt eine Aufgliederung von Umsatzerlösen nach Kategorien für das 1. Quartal 2025 und 2024 dar:

Aufgliederung von Umsatzerlösen nach Kategorien

in TSD €

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1. Quartal
2025 2024
Care Delivery
US 3.301.676 3.101.758
International 555.559 686.396
Gesamt (1) 3.857.235 3.788.154
Care Enablement
Gesamt (einschließlich Umsatzerlösen zwischen den Segmenten) (1) 1.366.932 1.297.058
Eliminierungen zwischen den Segmenten (342.713) (360.690)
Gesamt Care Enablement Umsatzerlöse mit Dritten 1.024.219 936.368
Gesamt 4.881.454 4.724.522

(1) Für weitere Informationen zu den Segmentumsätzen siehe Anmerkung 13.

b) Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten umfassen sowohl die Vertriebskosten als auch die allgemeinen Verwaltungskosten. Vertriebskosten fallen in den Bereichen Verkauf, Marketing und Lagerhaltung der Gesellschaft an und sind nicht der Produktion oder Forschung und Entwicklung zuzuordnen. Die allgemeinen Verwaltungskosten fallen in der Verwaltungsfunktion der Gesellschaft an und sind nicht dem Vertrieb, der Produktion oder der Forschung und Entwicklung zuzuordnen.

Die folgende Tabelle zeigt die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten der Gesellschaft für das 1. Quartal 2025 und 2024:

Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

in TSD €

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1. Quartal
2025 2024
Vertriebskosten 190.493 190.562
Allgemeine Verwaltungskosten 560.193 585.082
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 750.686 775.644

c) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Beträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen für das 1. Quartal 2025 und 2024 dar:

Sonstige betriebliche Erträge in TSD €

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1. Quartal
2025 2024
Wechselkursgewinne 114.916 61.676
Gewinne aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen 2.461 3.144
Neubewertung bestimmter Beteiligungen (1) - 15.197
Erträge aus strategischen Transaktionen und Programmen 454 3.106
Sonstige 23.484 30.376
Sonstige betriebliche Erträge 141.315 113.499

Sonstige betriebliche Aufwendungen in TSD €

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1. Quartal
2025 2024
Wechselkursverluste 122.177 70.415
Verluste aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen 1.336 2.064
Neubewertung bestimmter Beteiligungen (1) 67.606 -
Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen 24.883 154.955
Sonstige 31.566 19.101
Sonstige betriebliche Aufwendungen 247.568 246.535

(1) Hauptsächlich bedingt durch die Neubewertung des Anteils der Gesellschaft an Humacyte, Inc. für das 1. Quartal 2025 sowie durch die Neubewertung des Anteils der Gesellschaft an Humacyte, Inc. und die Neubewertung von Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die die Gesellschaft aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch hat, für das 1. Quartal 2024.

In der Position "Erträge aus strategischen Transaktionen und Programmen" der sonstigen betrieblichen Erträge sind die Gewinne aus der Veräußerung bestimmter Geschäfte im Zusammenhang mit strategischen Programmen wie der Optimierung des Bestandsportfolios, wie unten definiert, enthalten.

In der Position "Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen" innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Veräußerungen (einschließlich der geplanten Veräußerungen zum jeweiligen Berichtszeitpunkt und der damit verbundenen Wertminderungen) bestimmter Geschäftsbereiche im Zusammenhang mit strategischen Programmen wie der Optimierung des Bestandsportfolios (unten definiert) und dem Programm FME25 enthalten. Für weitere Informationen zu den Veräußerungen und den damit verbundenen Wertminderungen siehe Anmerkung 2. In Übereinstimmung mit der Vorgehensweise der Gesellschaft, Wertminderungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisen, werden diese Aufwendungen, die sich auf die Umsatzkosten, die Vertriebs- und Verwaltungskosten oder die Forschungs- und Entwicklungskosten beziehen, in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die "Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen" bestehen hauptsächlich aus:

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Aufwendungen im Zusammenhang mit strategischen Veräußerungen, die bei der Überprüfung des Geschäftsportfolios der Gesellschaft identifiziert wurden, hauptsächlich aufgrund des Ausstiegs aus nicht nachhaltigen Märkten und der Veräußerung von Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie der Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche im Kerngeschäft der Gesellschaft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird (Optimierung des Bestandsportfolios). Für das 1. Quartal 2025 und 2024 beinhalten diese Beträge die gemäß Anmerkung 2 identifizierten geplanten Veräußerungen und damit verbundene Abfindungszahlungen sowie Wertminderungsaufwendungen aus der Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (bezüglich des Geschäfts der Gesellschaft in Kolumbien, Brasilien, Ecuador, Guatemala, Kasachstan, Malaysia, der Türkei und Peru) und die Veräußerung des Dienstleistungsgeschäfts der Gesellschaft in Argentinien und Chile. Für das 1. Quartal 2025 verbuchte die Gesellschaft einen Verlust in Verbindung mit Umgliederungsanpassungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.005 €, wovon kein Betrag auf die Optimierung des Bestandsportfolios entfiel. Für das 1. Quartal 2024 verbuchte die Gesellschaft einen Nettoverlust aus Umgliederungsanpassungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 11.936 €, die auf die Optimierung des Bestandsportfolios entfielen. Umgliederungsanpassungen aus der Währungsumrechnung, die sich nicht auf strategische Programme beziehen, sind unter "Sonstige" in der obigen Tabelle enthalten;

bestimmte Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25; und

bestimmte Aufwendungen im Zusammenhang mit der Änderung der Rechtsform der Gesellschaft von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) (Rechtsformwechsel) im Jahr 2023, vor allem in Bezug auf die erforderliche Umregistrierung ihrer Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen für externe Berater und die Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen Verwaltungsfunktionen, die für das Management bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die in der Vergangenheit auf der Ebene des Fresenius SE-Konzerns ausgeführt und an die Gesellschaft belastet wurden (Rechtsformwechsel-Kosten).

Die Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen setzten sich im 1. Quartal 2025 und 2024 wie folgt zusammen:

Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen

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in TSD € 1. Quartal
2025 2024
Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (1) 1.607 1.047
Optimierung des Bestandsportfolios 1.607 -
Programm FME25 - 1.047
Wertminderung aus der Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 6.018 123.552
Optimierung des Bestandsportfolios 6.018 123.552
Verlust aus Veräußerungen - 24.988
Optimierung des Bestandsportfolios - 24.988
Sonstige (2) 17.258 5.368
Optimierung des Bestandsportfolios 16.949 4.152
Rechtsformwechselkosten 309 1.216
Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen 24.883 154.955

(1) Für das 1. Quartal 2025 und 2024 beziehen sich die Beträge in erster Linie auf Umsatzkosten und Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.

(2) Für das 1. Quartal 2025 und 2024 beziehen sich die Beträge in erster Linie auf Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.

Für weitere Informationen zu als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Veräußerungsgruppen siehe Anmerkung 2.

d) Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Zähler und Nenner für die Ermittlung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie für das 1. Quartal 2025 und 2024 dar:

Überleitung Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert)

in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

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1. Quartal
2025 2024
Zähler
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FME AG entfällt) 151.221 70.959
Nenner
Durchschnittlich ausstehende Aktien 293.413.449 293.413.449
Potenziell verwässernde Aktien - -
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,52 0,24
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,52 0,24

4. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Auf Basis ihres derzeitigen Anteilsbesitzes zum 31. März 2025 hat die Fresenius SE gemäß der Satzung der Gesellschaft das Recht, einen der sechs Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu bestellen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist die alleinige Anteilseignerin der Fresenius Management SE, persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE, und hat die alleinige Befugnis, den Aufsichtsrat der Fresenius Management SE zu wählen. Im März 2025 verkaufte die Fresenius SE 10.600.000 Aktien der Gesellschaft und gab darüber hinaus Schuldverschreibungen an Investoren aus, die in Aktien der Gesellschaft umgetauscht werden können und von der Fresenius SE zu liefern sind. Bei der Ankündigung dieser Transaktionen erklärte die Fresenius SE, dass sie beabsichtigt, nicht weniger als 25% plus eine Aktie der Emittentin zu halten. Die Fresenius SE bleibt mit einer Beteiligung von 28,6% der Anteile der Gesellschaft zum 31. März 2025 deren größte Anteilseignerin. Die Fresenius SE hat weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft.

Die Gesellschaft hat verschiedene Vereinbarungen in Bezug auf den Kauf und Verkauf von Dienstleistungen und Produkten mit der Fresenius SE, Tochtergesellschaften der Fresenius SE und mit assoziierten Unternehmen der Gesellschaft geschlossen. Diese Vereinbarungen werden im Abschnitt a) beschrieben. Im Abschnitt b) werden die Leasingverhältnisse mit der Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften erläutert. Die Konditionen für Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus diesem Kauf und Verkauf von Produkten, Leasingverhältnissen sowie diesen Dienstleistungsvereinbarungen entsprechen grundsätzlich den gewöhnlichen Geschäftsbedingungen der Gesellschaft mit Dritten und die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass diese Vereinbarungen marktübliche Bedingungen widerspiegeln. Die Gesellschaft weist die wirtschaftliche Angemessenheit ihrer Vereinbarungen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften mithilfe verschiedener Methoden nach. Die Konditionen für Darlehen und Anleihen mit bestimmten assoziierten Unternehmen, wie in dem folgenden Abschnitt c) beschrieben, werden zum Zeitpunkt, an dem die Transaktion geschlossen wurde, festgelegt und entsprechen dem aktuellen Marktzinssatz zum Zeitpunkt der Transaktion. Im Abschnitt d) werden die Beziehungen der Gesellschaft zu Personen und Unternehmen in einer Schlüsselposition im Management erläutert.

a) Dienstleistungsvereinbarungen und Produkte

Die Gesellschaft hat mit der Fresenius SE und einigen ihrer Tochtergesellschaften (zusammen: Gesellschaften der Fresenius SE) Dienstleistungsverträge abgeschlossen, um Dienstleistungen zu erhalten, einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Verwaltungs- und Gebäudemanagementdienstleistungen, Verwaltung von Sozialleistungen, Informationstechnologie, geistiges Eigentum und bestimmte Treasury-Dienstleistungen. Diese Verträge mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden in der Regel für einen Zeitraum oder in einigen Fällen für einen Übergangszeitraum von einigen Monaten bis zu vier Jahren abgeschlossen (in einigen Fällen vorbehaltlich von Änderungswünschen oder mit Verlängerungsoptionen).

Für ein assoziiertes Unternehmen führt die Gesellschaft administrative Tätigkeiten aus. Die Gesellschaft verkauft auch Produkte an die Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften und bezieht Produkte bei Tochtergesellschaften der Fresenius SE und assoziierten Unternehmen. Die Gesellschaft hat auch in begrenztem Umfang gemeinsame Beschaffungsverträge mit Gesellschaften der Fresenius SE über den Bezug von Produkten von Dritten abgeschlossen.

Im Dezember 2010 gründete die Gesellschaft mit Galenica Ltd. (jetzt bekannt als CSL Vifor) das pharmazeutische Unternehmen Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., ein assoziiertes Unternehmen, an dem die Gesellschaft 45% der Anteile hält. Die Gesellschaft hat exklusive Liefervereinbarungen über den Einkauf von bestimmten Pharmazeutika sowie bestimmte exklusive Vertriebsvereinbarungen mit Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. abgeschlossen.

Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen, einschließlich der daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten:

Dienstleistungsvereinbarungen und Produkte mit nahestehenden Unternehmen

in TSD €

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1. Quartal 2025 1. Quartal 2024 31. März 2025
Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen Verbindlichkeiten
Dienstleistungsvereinbarungen (1)
Fresenius SE 24 2.199 - 5.289 159 3.069
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 311 13.025 155 23.616 1.485 2.035
Assoziierte Unternehmen 1.283 - 1.209 - 6.271 -
Gesamt 1.618 15.224 1.364 28.905 7.915 5.104
Produkte
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 13.818 9.311 18.772 6.643 19.109 7.851
Assoziierte Unternehmen - 116.914 - 96.383 - 92.802
Gesamt 13.818 126.225 18.772 103.026 19.109 100.653
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31. Dezember 2024
Forderungen Verbindlichkeiten
Dienstleistungsvereinbarungen (1)
Fresenius SE 83 196
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 1.555 3.170
Assoziierte Unternehmen 19.408 -
Gesamt 21.046 3.366
Produkte
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 19.890 7.818
Assoziierte Unternehmen - 43.544
Gesamt 19.890 51.362

(1) Zusätzlich zu den oben dargestellten Verbindlichkeiten beliefen sich die Rückstellungen für Dienstleistungsvereinbarungen mit nahestehenden Unternehmen zum 31. März 2025 auf 13.019 € (31. Dezember 2024: 5.172 €).

b) Mietverträge

Zusätzlich zu den oben angeführten Dienstleistungsvereinbarungen und Produkten mit nahestehenden Unternehmen hat die Gesellschaft Mietverträge für Immobilien mit der Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen, die vorwiegend die Konzernzentrale in Bad Homburg v. d. Höhe (Deutschland) und die Produktionsstandorte Schweinfurt und St. Wendel (Deutschland) beinhalten. Die Mietverträge haben Laufzeiten bis zum Ende des Jahres 2032.

Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten Leasingverhältnisse mit nahestehenden Unternehmen.

Mietverträge mit nahestehenden Unternehmen

in TSD €

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1. Quartal 2025 1. Quartal 2024
Abschreibung Zinsaufwand Mietaufwand (1) Abschreibung Zinsaufwand Mietaufwand (1)
Fresenius SE 1.649 63 23 1.630 215 223
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 4.655 423 - 4.603 376 -
Gesamt 6.304 486 23 6.233 591 223
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31. März 2025 31. Dezember 2024
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
Fresenius SE 21.494 22.195 22.997 24.953
Tochtergesellschaften der Fresenius SE 83.034 85.654 87.044 87.910
Gesamt 104.528 107.849 110.041 112.863

(1) Kurzfristige Leasingverhältnisse und Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen sowie Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte sind von der bilanziellen Erfassung ausgenommen.

c) Finanzierung

Zum 31. März 2025 hatte die Gesellschaft ausstehende Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit einem Cash Pooling Programm mit einigen ihrer assoziierten Unternehmen in Höhe von 20.722 € (31. Dezember 2024: 25.316 €). Die Verzinsung für diese Cash Management Transaktionen wurde täglich angepasst und basierte für die entsprechende Währung auf den jeweiligen Referenzsätzen, mit einer Untergrenze von Null, für täglich fällige Geldeinlagen.

d) Personen und Unternehmen in einer Schlüsselposition im Management

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands als Personen in einer Schlüsselposition im Management sowie deren nahe Angehörige gelten als nahestehende Personen der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat Dienstverträge mit den Vorstandsmitgliedern abgeschlossen.

5. Versicherungsverträge

Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Portfolios an Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen der Gesellschaft, die die Veränderungen der Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 gemäß IFRS 17 zeigt. Diese Forderungen und Verbindlichkeiten werden in der Konzern-Bilanz innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsverträgen in TSD €

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31. März 2025 31. Dezember 2024
Barwert der künftigen Cash Flows Risikoanpassung für nichtfinanzielles Risiko Gesamt Barwert der künftigen Cash Flows Risikoanpassung für nichtfinanzielles Risiko Gesamt
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Rückversicherungsverträgen zu Beginn der Berichtsperiode (9.287) (701) (9.988) 53.137 (931) 52.206
Eingetretene Schadenereignisse und andere direkt zurechenbare Kosten (188.805) 227 (188.578) (245.035) 278 (244.757)
Änderungen, die sich auf vergangene Leistungen beziehen - Änderungen der Erfüllungs-Cash Flows in Bezug auf LIC (1) 547 - 547 (58.654) - (58.654)
Bezahlte Schadensansprüche und andere direkt zurechenbare Kosten - - - (562.067) - (562.067)
Erhaltene Prämien 199.701 - 199.701 802.597 - 802.597
Fremdwährungsumrechnung und sonstige Veränderungen 58 22 80 735 (48) 687
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Rückversicherungsverträgen zum Ende der Berichtsperiode 2.214 (452) 1.762 (9.287) (701) (9.988)

(1) Beinhaltet erhaltene Prämien oder eine Verringerung erhaltener Prämien für vergangene Leistungsjahre in Höhe von (7.466) € (31. Dezember 2024: (14.916) €).

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen

in TSD €

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31. März 2025 31. Dezember 2024
Barwert der künftigen Cash Flows Risikoanpassung für nichtfinanzielles Risiko Gesamt Barwert der künftigen Cash Flows Risikoanpassung für nichtfinanzielles Risiko Gesamt
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen zu Beginn der Berichtsperiode (7.751) (588) (8.339) 27.389 (553) 26.836
Eingetretene Schadenereignisse und andere direkt zurechenbare Kosten (278.820) (308) (279.128) (242.885) - (242.885)
Änderungen, die sich auf vergangene Leistungen beziehen - Änderungen der Erfüllungs-Cash Flows in Bezug auf LIC (1) (1.629) - (1.629) (16.108) - (16.108)
Bezahlte Schadensansprüche und andere direkt zurechenbare Kosten - - - (604.843) - (604.843)
Erhaltene Prämien 295.226 - 295.226 828.437 - 828.437
Fremdwährungsumrechnung und sonstige Veränderungen (94) 32 (62) 259 (35) 224
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen zum Ende der Berichtsperiode 6.932 (864) 6.068 (7.751) (588) (8.339)

(1) Beinhaltet erhaltene Prämien oder eine Verringerung erhaltener Prämien für vergangene Leistungsjahre in Höhe von 15.898 € zum 31. März 2025 (31. Dezember 2024: (2.095) €).

6. Vorräte

Zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 setzten sich die Vorräte wie folgt zusammen:

Vorräte in TSD €

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31. März 2025 31. Dezember 2024
Fertige Erzeugnisse 1.208.932 1.182.034
Verbrauchsmaterialien 385.151 417.475
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 331.116 344.311
Unfertige Erzeugnisse 153.462 124.102
Vorräte 2.078.661 2.067.922

7. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 setzten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in TSD €

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31. März 2025 31. Dezember 2024
Kurzfristige Darlehen 94.618 1.941
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 159 158
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 94.777 2.099

Die Gesellschaft und einige Tochtergesellschaften verfügen über ein Cash Management System mit einem währungsübergreifenden Notional Pooling. Hierbei werden sowohl Euro als auch Fremdwährungsbeträge innerhalb des Cash Pools gegeneinander aufgerechnet, ohne physisch auf ein Cash Pool Konto transferiert zu werden. Der Cash Pool dient hierbei der effizienten Verwendung von Mitteln innerhalb des Konzerns. Die Voraussetzungen für eine Saldierung innerhalb dieses Cash Management Systems wurden erfüllt. Zum 31. März 2025 saldierte die Gesellschaft 237.023 € (31. Dezember 2024: 251.353 €) flüssige Mittel mit kurzfristigen Darlehen. Vor Saldierung betrugen die flüssigen Mittel zum 31. März 2025 1.308.311 € (31. Dezember 2024: 1.431.540 €) und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 331.800 € (31. Dezember 2024: 253.452 €).

Commercial Paper Programm

Die Gesellschaft verfügt über ein Commercial Paper Programm, in dessen Rahmen kurzfristige Schuldtitel von bis zu 1.500.000 € ausgegeben werden können. Zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 hat die Gesellschaft das Commercial Paper Programm nicht genutzt.

8. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 setzten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

in TSD €

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31. März 2025 31. Dezember 2024
Schuldscheindarlehen 225.676 228.399
Anleihen 6.403.346 6.492.120
Sonstige 110.995 115.589
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 6.740.017 6.836.108
Kurzfristig fälliger Anteil (590.563) (575.283)
Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 6.149.454 6.260.825

Syndizierte Kreditlinie

Die Gesellschaft hat im Juli 2021 eine syndizierte revolvierende Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in Höhe von 2.000.000 € abgeschlossen (syndizierte Kreditlinie), die als zusätzliche Liquiditäts-Absicherung für allgemeine Unternehmenszwecke dient und zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 nicht in Anspruch genommen war. Am 2. Juni 2023 wurde die syndizierte Kreditlinie um ein weiteres Jahr bis zum 1. Juli 2028 verlängert, wobei das Volumen der Kreditfazilität im letzten Jahr 1.959.184 € beträgt.

Für weitere Informationen über die Ausgabe und den Rückkauf von Anleihen nach dem 31. März 2025 siehe Anmerkung 14.

9. Kapitalmanagement

Zum 31. März 2025 betrug die Eigenkapitalquote 47,4% (31. Dezember 2024: 47,0%), und das Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (einschließlich Beträge in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) zur Bilanzsumme belief sich auf 33,1% (31. Dezember 2024: 32,7%).

Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator auf Konzernebene ist der Netto-Verschuldungsgrad, der sich aus dem Net Debt/​EBITDA-Verhältnis berechnet. Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen Mittel (Netto-Verschuldung oder Net Debt) und EBITDA werden zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so den Netto-Verschuldungsgrad zu bestimmen. Dabei wird das EBITDA um in den letzten zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in der syndizierten Kreditlinie festgelegte Größenordnung von 50.000 € übersteigt, sowie um nicht zahlungswirksame Aufwendungen, Wertminderungen und Sondereffekte, einschließlich

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der Aufwendungen für das Programm FME25,

der Auswirkungen der Neubewertung des Anteils der Gesellschaft an Humacyte, Inc. und von Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die die Gesellschaft aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch hat,

der Rechtsformwechsel-Kosten, sowie

der Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios

angepasst. Das selbst gesetzte Ziel für den Netto-Verschuldungsgrad liegt bei 3,0 bis 3,5x. Der Netto-Verschuldung sgrad betrug zum 31. März 2025 2,8 (31. Dezember 2024: 2,9). Damit lag der Netto-Verschuldungsgrad unterhalb des selbst gesetzten Ziels. Der Rückgang des Netto-Verschuldungsgrads ergab sich aus einem leichten Anstieg des EBITDA. Zu Zielen des Kapitalmanagements und weiteren Informationen wird auf den im Geschäftsbericht 2024 enthaltenen Konzernabschluss verwiesen.

Die Finanzierungsstruktur und das Geschäftsmodell der Gesellschaft spiegeln sich in ihrem Rating wider. Die Gesellschaft wird von S&P Global, Moody's und Fitch mit Investment-Grade bewertet.

Die aktuellen Unternehmensratings und Ausblicke der Ratingagenturen für die Gesellschaft sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

Kreditrating ⁽¹⁾

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S&P Global Moody´s Fitch
Unternehmensrating BBB- Baa3 BBB-
Ausblick stabil stabil stabil

(1) Ein Rating ist keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Wertpapieren der Gesellschaft und kann von der Ratingagentur jederzeit ausgesetzt, geändert oder widerrufen werden.

10. Aktienbasierte Vergütungspläne

Mit Wirkung zum 1. März 2025 wurden unter dem Fresenius Medical Care Management Board Long-Term Incentive Plan 2024+ 230.873 Performance Shares zugeteilt. Die Anzahl der zugeteilten Performance Shares kann sich über den dreijährigen Bemessungszeitraum, der für diese Zuteilung vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2027 läuft, in Abhängigkeit vom Grad der Erreichung der drei Erfolgsziele Rendite auf das investierte Kapital (Return on Invested Capital (ROIC)), Gesamtrendite für Aktionäre im Vergleich zu Wettbewerbern (Relativer Total Shareholder Return (TSR)) und Reduktion der marktbasierten CO2-Äquivalent-Emissionen (CO2e-Reduktion (Englisch: CO2 equivalents)) verändern. Der Aufsichtsrat hat sich für diese Zuteilung für einen Ausgleich in Aktien der Fresenius Medical Care AG entschieden, weshalb die Gesellschaft sie als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Der gesamte vom Aufsichtsrat festgelegte Zuteilungsbetrag betrug 8.835 €. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung, der über den Erdienungszeitraum verteilt wird, spiegelt alle Marktbedingungen wie beispielsweise die zum Tag der Gewährung projizierte Zielerreichung für das Erfolgsziel Gesamtrendite für Aktionäre im Vergleich zu Wettbewerbern (Relativer Total Shareholder Return) wider.

11. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Rechtliche und behördliche Angelegenheiten

Die Gesellschaft ist regelmäßig in Klagen, Rechtsstreitigkeiten, behördliche und steuerbehördliche Prüfungen, Ermittlungen und sonstige Rechtsangelegenheiten involviert, die sich größtenteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Erbringung von Dienstleistungen und Lieferung von Produkten im Gesundheitswesen ergeben. Im Folgenden werden solche rechtlichen Angelegenheiten beschrieben, die die Gesellschaft derzeit als wesentlich oder beachtenswert erachtet. Die Gesellschaft bildet ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten für bestimmte Gerichtsverfahren und regulatorische Angelegenheiten, soweit die Gesellschaft feststellt, dass ein ungünstiger Ausgang wahrscheinlich ist und die Höhe des Verlusts vernünftig geschätzt werden kann. Für die übrigen, im Folgenden beschriebenen Angelegenheiten erachtet die Gesellschaft den Schadenseintritt als unwahrscheinlich und /​ oder kann den Schaden oder den Rahmen des möglichen Schadens vernünftigerweise nicht zum jetzigen Zeitpunkt abschätzen. Der genaue Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und anderen Rechtsangelegenheiten kann stets nur schwer vorhergesagt werden, und es können sich Resultate ergeben, die von der Einschätzung der Gesellschaft abweichen. Die Gesellschaft ist überzeugt, stichhaltige Einwände gegen die in anhängigen Rechtsangelegenheiten geltend gemachten Ansprüche oder Vorwürfe zu besitzen und wird sich vehement verteidigen. Dennoch ist es möglich, dass die Entscheidung einer oder mehrerer derzeit anhängiger oder drohender rechtlicher Angelegenheiten wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben könnte.

Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2012 bestimmte Mitteilungen erhalten, die das Vorliegen von Verhaltensweisen in Ländern außerhalb der USA behaupten, die gegen den U.S. Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) oder andere Anti-Korruptionsgesetze verstoßen könnten. Die Gesellschaft führte unter Mitwirkung von externen Anwälten Untersuchungen durch und hat, in einem fortwährenden Dialog, die Securities and Exchange Commission (SEC) sowie das United States Department of Justice (DOJ) über diese Untersuchungen informiert. Das DOJ und die SEC führten ebenfalls eigene Untersuchungen durch, bei denen die Gesellschaft kooperiert hat.

Im Laufe dieses Dialoges hat die Gesellschaft Verhalten ermittelt und an das DOJ und die SEC berichtet, welches zur Folge hatte, dass das DOJ und die SEC die Verhängung von Geldstrafen, einschließlich der Abschöpfung von Gewinnen, und andere Abhilfemaßnahmen gegen die Gesellschaft anstrebten. Dieses Verhalten drehte sich im Wesentlichen um das Produktgeschäft der Gesellschaft in Ländern außerhalb der USA. Zu den Abhilfemaßnahmen der Gesellschaft gehörte die Trennung von den Beschäftigten, die für das oben genannte Verhalten verantwortlich waren. Am 29. März 2019 ist die Gesellschaft ein Non-Prosecution-Agreement (NPA) mit dem DOJ sowie eine separate Vereinbarung mit der SEC (SEC Order) eingegangen mit dem Ziel, vollständig und abschließend die aus der Untersuchung resultierenden Vorwürfe der US-Regierung gegen die Gesellschaft beizulegen. Dies umfasste Bestimmungen für Strafzahlungen und Gewinnabschöpfung, die Verpflichtung zur Selbstberichterstattung und die Beiziehung eines unabhängigen Compliance-Monitors, dessen Zertifizierung der Umsetzung eines wirksamen Compliance-Programms zur Korruptionsbekämpfung durch die Gesellschaft im Januar 2023 abgeschlossen wurde. Das DOJ und die SEC nahmen die Zertifizierung des Monitors an, und das NPA und die SEC-Order sind am 1. März 2023 beziehungsweise 29. März 2023 ausgelaufen.

Im Jahr 2015 berichtete die Gesellschaft selbst der deutschen Staatsanwaltschaft im Bundesland Hessen über bestimmtes Verhalten in der Vergangenheit mit einem potenziellen Bezug zu Deutschland und kooperiert weiterhin mit Regierungsbehörden in Deutschland bei deren Prüfung des Verhaltens, welches die Untersuchungen der Gesellschaft und der Regierung der USA veranlasst hat. Im September 2023 eröffnete die hessische Staatsanwaltschaft ein selbständiges Einziehungsverfahren gegen eine deutsche Tochtergesellschaft der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem oben genannten Verhalten in Westafrika.

Seit 2012 hat die Gesellschaft bedeutende Investitionen in ihre Compliance- und Finanzkontrollen sowie in ihre Compliance-, Rechts- und Finanzorganisationen getätigt und die Gesellschaft arbeitet weiter an der Umsetzung ihres Compliance-Programms in Verbindung mit den Vereinbarungen mit dem DOJ und der SEC. Die Gesellschaft befasst sich weiterhin auf verschiedenen Ebenen mit Überprüfungsfragen im Nachgang zur FCPA-Untersuchung. Die Gesellschaft bekennt sich auch weiterhin vollumfänglich zur Einhaltung des FCPA und anderer anwendbarer Anti-Korruptionsgesetze.

Im August 2014 erhielt Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH), die Holdinggesellschaft für unser nordamerikanisches Geschäft, eine Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft (United States Attorney's Office - USAO) des District of Maryland, mit der Informationen zu vertraglichen Vereinbarungen von FMCH mit Krankenhäusern und ärztlichem Fachpersonal bezüglich des Managements von stationären Akutdialyse-Dienstleistungen abgefragt werden. Anschließend hat die USAO Ermittlungen durchgeführt, bei denen FMCH kooperiert hat, und hat die USAO es abgelehnt, in dieser Angelegenheit einzuschreiten. Nachdem der United States District Court for Maryland eine sogenannte Qui-Tam-Klage eines Klägers aus dem Jahr 2014 entsiegelte, die Anlass zu den Ermittlungen gab, stellte der Kläger die Klage zu und verfolgte die Angelegenheit alleine weiter, indem er eine geänderte Klage einreichte, gegen die FMCH aus mehreren Gründen Schritte auf Abweisung eingeleitet hat. Am 5. Oktober 2021 übertrug der District Court for Maryland auf Antrag von FMCH den Fall an den United States District Court for Massachusetts. Flanagan v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc., 1:21-cv-11627 (Flanagan). Am 5.

Dezember 2022 gab der District Court for Massachusetts dem Antrag von FMCH statt und wies den Fall ab. Der Kläger hat Berufung eingelegt.

Am 19. Oktober 2023 wurde einer Tochtergesellschaft der Gesellschaft eine Klage zugestellt, in der behauptet wird, dass einem Mitarbeiter als Vergeltungsmaßnahme gekündigt wurde, weil er Bedenken geäußert hatte, die denen in dem Flanagan-Rechtsstreit ähnelten. Rowe v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc. et al, 3:23-cv-00331, United States District Court for the Eastern District of Tennessee. Die Parteien haben sich in dieser Angelegenheit auf einen Vergleich geeinigt, und das Verfahren wurde abschließend eingestellt.

Im Jahr 2014 reichten zwei New Yorker Ärzte eine versiegelte Qui-Tam-Klage beim United States District Court for the Eastern District of New York (Brooklyn) ein, in der sie Verstöße gegen den False Claims Act (Gesetz gegen betrügerische Zahlungsanforderungen) im Zusammenhang mit dem Geschäftszweig Vascular Access von FMCH geltend machten. Der Staatsanwalt der USA für den Eastern District von New York (Brooklyn) hat am 6. Oktober 2015 Vorladungen an FMCH gerichtet, die darauf hindeuten, dass seine Ermittlungen wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Klage der beiden Kläger stehen. FMCH kooperierte bei der Brooklyn-Ermittlung, die getrennt von den Vergleichen betrachtet wurde, die 2015 in Connecticut, Florida und Rhode Island zu den Vorwürfen gegen American Access Care LLC (AAC) nach der Übernahme von AAC durch FMCH im Jahr 2011 geschlossen wurden.

Am 12. Juli 2022, nachdem das Gericht die Anträge der USAO auf Erneuerung der Versiegelung der Klage der Kläger abgelehnt hatte, reichte die USAO eine Klage als Streithelfer ein. United States ex rel. Pepe and Sherman v. Fresenius Vascular Care, Inc. et al, 1:14-cv-3505. Am 3. Oktober 2023 reichten die Bundesstaaten New York, New Jersey und Georgia eine gemeinsame Klage als Streithelfer ein. In der Klage der USA, dreier Bundesstaaten sowie der ursprünglichen Kläger wird behauptet, dass die Beklagten staatliche Zahlungen für medizinisch nicht notwendige Operationen in Rechnung gestellt und erhalten haben. Am 31. Oktober 2024 gab das Gericht dem Antrag von FMCH statt, die Klage der ursprünglichen Kläger abzuweisen. FMCH verteidigt sich gegen die Vorwürfe, die in diesem jetzt laufenden Verfahren mit den verbleibenden Klägern erhoben werden.

Am 18. November 2016 erhielt FMCH eine Vorlageverfügung unter dem False Claims Act der US-Bundesanwaltschaft für den Eastern District of New York (Brooklyn), mit der Unterlagen und Informationen bezüglich der Geschäftstätigkeit der im Oktober 2013 von der FMCH erworbenen Shiel Medical Laboratory, Inc. (Shiel) angefragt wurden. FMCH informierte die USAO, dass es aufgrund der Verkaufsbedingungen im Rahmen der Übernahme von Shiel im Jahr 2013 nicht für das Verhalten von Shiel vor dem Zeitpunkt der Übernahme verantwortlich sei. Am 12. Dezember 2017 verkaufte FMCH bestimmte Geschäftsbereiche von Shiel an Quest Diagnostics. Dennoch kooperierte FMCH bei der Brooklyn-Ermittlung der USAO.

Am 14. Juni 2022 lehnte die Brooklyn USAO es ab, zwei Klagen beizutreten, die den Shiel-Ermittlungen zugrunde lagen. Die Kläger führten auf eigene Kosten einen Rechtsstreit gegen Geschäftseinheiten von Shiel und FMCH und behaupteten, dass die Beklagten die staatlichen Kostenträger zu Unrecht veranlasst haben, für Labortests zu zahlen, die falsch oder nicht ordnungsgemäß in Rechnung gestellt wurden, und dass sie Vergeltungsmaßnahmen gegen die Kläger ergriffen haben, weil diese gegen das angebliche Fehlverhalten Einspruch erhoben haben. Relator v. Shiel Medical Laboratory, 1:16-cv-01090 (E.D.N.Y. 2016); Relator v. Shiel Holdings, 1:17-cv-02732 (E.D.N.Y. 2017). FMCH erzielte einen Vergleich in der Sache Relator v. Shiel Holdings, 1:17-cv-02732, und die Angelegenheit wurde abschließend eingestellt. Am 29. März 2025 wies das Gericht in der Sache Relator v. Shiel Medical Laboratory, 1:16-cv-01090 (E.D.N.Y. 2016) alle Ansprüche aus der Klage ab.

Am 3. Januar 2023 erhielt die FMCH eine Vorlageverfügung des Generalstaatsanwalts für den District of Columbia, die sich auf die Aktivitäten der American Kidney Foundation (AKF) bezog und mit kartellrechtlichen Bedenken, einschließlich der Marktaufteilung im District of Columbia, begründet wurde. Die Beziehung zwischen FMCH und der AKF war Gegenstand einer früheren Untersuchung durch US-Behörden und eines Rechtsstreits mit United Healthcare, die beigelegt worden sind. FMCH kooperiert bei den District of Columbia-Ermittlungen.

Am 20. Februar 2023 erhielt die Gesellschaft vom Internationalen Schiedsgerichtshof London (LCIA) eine Klageschrift ihres ehemaligen Vertriebshändlers im Irak zugestellt. Die Gesellschaft hatte die Vertriebsvereinbarung im Jahr 2018 gekündigt. Der ehemalige Vertriebshändler fordert unter anderem eine Entschädigung für die angeblich unrechtmäßige Kündigung und "Qualitätsprobleme" sowie Schadenersatz für entgangene Gewinne. Die Gesellschaft hat die Vorwürfe zurückgewiesen und eine Widerklage wegen Schlechtleistung im Rahmen der Vertriebsvereinbarung eingereicht. Die Parteien haben in mehreren Runden Schriftsätze ausgetauscht, und die mündliche Verhandlung in diesem Fall fand im November 2024 statt. Eine Entscheidung des Schiedsgerichts wird für Mitte 2025 erwartet.

Am 5. April 2024 erhielt FMCH zwei zivilrechtliche Ermittlungsaufforderungen (civil investigative demands, CIDs) von der U.S. Federal Trade Commission (FTC), in denen diese angibt, dass sie untersucht, ob FMCH, neben anderen Unternehmen der Branche, ein unlauteres oder ausschließendes Verhalten in Verletzung von Abschnitt 5 des FTC-Gesetzes bei der Übernahme von Dienstleistungen leitender Ärzte oder der Erbringung von Dialysedienstleistungen an den Tag gelegt hat. In den CIDs wird angegeben, dass diese sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis heute beziehen, und es werden im Allgemeinen Informationen im Zusammenhang mit den Dialysedienstleistungen von FMCH angefordert, einschließlich Informationen über wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, wie beispielsweise Wettbewerbsverbote mit Ärzten. Die Gesellschaft kooperiert bei der Untersuchung. Am 2. Mai 2025 erhielt die Gesellschaft vom Generalstaatsanwalt von Florida eine zivilrechtliche Ermittlungsaufforderung zum Kartellgesetz (Antitrust Act) von Florida, mit der eine Untersuchung möglicher wettbewerbswidriger Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Akquisition von ärztlichen Leistungen oder der Erbringung von Dialysedienstleistungen eingeleitet wurde, die der FTC-Untersuchung ähnlich zu sein scheint.

Am 24. März 2025 erhielt FMCH ein CID des DOJ, in dem untersucht wird, ob die FMCH-Tochtergesellschaft Azura Vascular Care bestimmte intravaskuläre Ultraschallverfahren abgerechnet hat, die medizinisch nicht notwendig waren und hochkodiert wurden. FMCH kooperiert bei dieser Untersuchung mit den Behörden.

Am 25. April 2025 leitete das Antimonopolkomitee der Ukraine eine Untersuchung über bestimmte angeblich wettbewerbswidrige Verhaltensweisen im Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen durch eine der ukrainischen Tochtergesellschaften der Gesellschaft ein, die weniger als 0,1 % des Gesamtumsatzes der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024 endende Jahr ausmachten. Die ukrainische Tochtergesellschaft der Gesellschaft kooperiert bei dieser Untersuchung.

Die Gesellschaft ist im normalen Geschäftsverlauf Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und Ermittlungen oder kann von solchen bedroht werden. Die Gesellschaft analysiert regelmäßig entsprechende Informationen einschließlich, sofern zutreffend, ihre Verteidigungsmaßnahmen und ihren Versicherungsschutz, und bildet die erforderlichen Rückstellungen für wesentliche aus solchen Verfahren resultierende Verbindlichkeiten.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unterliegt, wie die anderer Gesundheitsdienstleister, Krankenversicherer und Lieferanten, strengen staatlichen Regulierungen und Kontrollen. Die Gesellschaft muss Vorschriften und Auflagen einhalten, die sich auf die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte, auf das Marketing und den Vertrieb solcher Produkte, den Betrieb von Produktionsanlagen, Laboren, Dialysekliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen sowie auf den Umwelt- und Arbeitsschutz beziehen. Im Hinblick auf Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb medizinischer Produkte kann die Gesellschaft bei Nichtbeachtung der einschlägigen Vorschriften zum Gegenstand erheblicher nachteiliger regulatorischer Maßnahmen der FDA und vergleichbarer Behörden außerhalb der USA werden. Derartige regulatorische Maßnahmen können Warning Letters oder andere Mitteilungen der U.S. Food and Drug Administration (FDA) und /​ oder vergleichbarer ausländischer Behörden umfassen, wodurch die Gesellschaft gezwungen werden könnte, erhebliche Zeit und Ressourcen aufzuwenden, um geeignete Korrekturmaßnahmen zu implementieren. Falls die Gesellschaft im Hinblick auf die in Warning Letters oder anderen Mitteilungen adressierten Punkte nicht zur Zufriedenheit der FDA und /​ oder vergleichbarer ausländischer Behörden für Abhilfe sorgt, können diese Behörden weitere Maßnahmen einleiten, einschließlich Produktrückrufe, Vertriebsverbote für Produkte oder Verbote des Betriebs von Produktionsstätten, Zivilstrafen, Beschlagnahmungen von Produkten der Gesellschaft und /​ oder Strafverfolgung. FMCH hat Abhilfemaßnahmen im Zusammenhang mit einem Warning Letter der FDA aus dem Jahr 2011 abgeschlossen und wartet auf Bestätigung, ob diese Angelegenheit damit abgeschlossen ist. FMCH hat auf einen zweiten Warning Letter vom Dezember 2023 geantwortet und ist mit der FDA über die laufenden Abhilfemaßnahmen im Rahmen dieses Schreibens im Gespräch. Die Gesellschaft muss ebenfalls die US-Bundesgesetze über das Verbot illegaler Provisionen (Anti-Kickback Statute), gegen betrügerische Zahlungsanforderungen an staatliche Einrichtungen (False Claims Act), das Stark Law, das Gesetz über zivilrechtliche Geldstrafen (Civil Monetary Penalties Law) sowie Vorschriften gegen Korruption im Ausland (Foreign Corrupt Practices Act) und andere US-Bundes- und Staatsgesetze gegen Betrug und Missbrauch einhalten. In Deutschland, wo Kapitalgesellschaften als solche nicht dem Strafrecht unterliegen, muss die Geschäftsleitung eines Unternehmens sicherstellen, dass der Geschäftsbetrieb nicht gegen die Antikorruptionsbestimmungen des Strafgesetzbuchs (§§ 331 ff.) verstößt; Verstöße von Einzelpersonen, die eine geschäftliche Tätigkeit ausüben, werden strafrechtlich verfolgt und können zu Geldbußen und /​ oder Anordnungen zur Gewinnabschöpfung führen. Die zu beachtenden Gesetze und Regulierungen können geändert werden oder Kontrollbehörden oder Gerichte können die Vorschriften oder geschäftliche Tätigkeiten anders auslegen als die Gesellschaft. In den USA hat die Durchsetzung der Vorschriften für die US-amerikanische Bundesregierung und für einige Bundesstaaten eine hohe Priorität erlangt. Außerdem ermuntern die Bestimmungen des False Claims Act, die eine Beteiligung des Anzeigenden an den verhängten Bußgeldern vorsehen, private Kläger, Whistleblower-Aktionen einzuleiten. Angesichts dieses von Regulierungen geprägten Umfeldes sind die geschäftlichen Aktivitäten und Praktiken der Gesellschaft Gegenstand intensiver Überprüfungen durch Regulierungsbehörden und Dritte sowie von Untersuchungsverlangen, Vorlageverfügungen, anderen Anfragen, Rechtsansprüchen und Gerichtsverfahren, die sich auf die Einhaltung der relevanten Gesetze und Regulierungen beziehen. Die Gesellschaft wird nicht in jedem Falle von vornherein wissen, dass Untersuchungen oder Aktionen gegen sie angelaufen sind; das gilt insbesondere für Whistleblower-Aktionen, die von den Gerichten zunächst vertraulich behandelt werden.

Die Gesellschaft betreibt eine große Anzahl von Betriebsstätten, hat Umgang mit personenbezogenen Daten von Patienten und Versicherten in allen Teilen der USA und in anderen Ländern und arbeitet mit Geschäftspartnern zusammen, die sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten im Gesundheitswesen unterstützen. Die Gesellschaft verpflichtet sich zwar, ihre Beschäftigten und Geschäftspartner in den geltenden Gesetzen und Verfahren zu schulen, Bedenken und Vorfälle zeitnah zu untersuchen und gegebenenfalls Abhilfe- und Korrekturmaßnahmen (einschließlich disziplinarischer Maßnahmen) zu ergreifen. In einem derart weit ausgebreiteten, globalen System kann es jedoch schwierig sein, das wünschenswerte Maß an Aufsicht und Kontrolle über Tausende von Beschäftigten sicherzustellen, die bei der Gesellschaft, bei einer Vielzahl von verbundenen Unternehmen und bei ihren Dienstleistungsanbietern oder Geschäftspartnern beschäftigt sind. Die Gesellschaft ist sich der Tatsache bewusst, dass sich die Gesetze, Vorschriften und Auslegungsrichtlinien zum Datenschutz weiterentwickeln, ebenso wie potenzielle Prozess- und Durchsetzungsrisiken, und sie überprüft ihre Prozesse kontinuierlich, um sich an diese Veränderungen anzupassen. Gelegentlich kann es vorkommen, dass die Gesellschaft oder ihre Geschäftspartner Verstöße gegen Datenschutz- und Datensicherheitsvorschriften unter dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA), der Datenschutzgrundverordnung der EU oder weiterer ähnlicher Gesetze (Datenschutzgesetze) feststellen, die eine bestimmte unzulässige Nutzung, Zugang oder Zugänglichmachen ungesicherter personenbezogener Daten von Patienten, Beschäftigten, Begünstigten oder anderen beinhalten können. In solchen Fällen sind die Gesellschaft und ihre Geschäftspartner entschlossen, in Übereinstimmung mit anwendbaren Meldepflichten und /​ oder Berichtspflichten zu handeln und geeignete Abhilfe- und Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Meldepflichten gemäß den Vorschriften der SEC, die börsennotierten Unternehmen vorschreiben, das Auftreten wesentlicher Cybersicherheitsvorfälle zu melden. Eine solche Meldung könnte einen Rechtsstreit auslösen, der sich aus dem Vorfall ergibt. Am 29. September 2023 stellte Cardiovascular Consultants, Ltd. (CCL), eine ehemalige Tochtergesellschaft der Gesellschaft mit Sitz in den USA, fest, dass einige ihrer Computersysteme in den USA von einem Sicherheitsvorfall betroffen waren. Die Gesellschaft hat Informationen bezüglich dieser Sicherheitsverletzung in einem an die SEC übermittelten Formular 6-K öffentlich bekannt gegeben und darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft nicht davon ausgeht, dass der Vorfall wesentliche Auswirkungen auf ihre Finanz- und Ertragslage haben wird. Daraufhin stellte Fresenius Vascular Care, Inc. d/​b/​a Azura Vascular Care (Azura), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Gesellschaft in den USA, fest, dass einige ihrer Dateien von demselben Sicherheitsvorfall betroffen waren. Im Zusammenhang mit diesem Vorfall sind zwei potenzielle Sammelklagen anhängig: eine gegen CCL vor einem Gericht in Arizona (mit welcher vier einvernehmlich abgewiesene potenzielle Sammelklagen auf Bundesebene zusammengelegt wurden) und eine gegen Azura vor einem Bundesgericht in Pennsylvania (mit welcher später zwei potenzielle Sammelklagen gegen Azura zusammengelegt wurden). Die Kläger hatten ursprünglich behauptet, dass CCL und Azura verschiedene Pflichten im Zusammenhang mit dem Schutz vertraulicher Patientendaten verletzt haben, und es werden Unterlassungsansprüche geltend gemacht, die CCL und Azura zur Einführung verschiedener Datenschutzverfahren verpflichten, sowie ein nicht näher bezifferter Schadenersatz. Das Gericht in der Klage gegen CCL hat nahezu sämtliche Punkte der Klage gegen CCL abgewiesen; ein Fahrlässigkeitsklagepunkt gegen CCL blieb bestehen. Die Parteien in der Klage gegen Azura haben eine grundsätzliche Einigung über die Beilegung des Rechtsstreits für alle potenziellen Sammelkläger erzielt, vorbehaltlich der Zustimmung des Gerichts. Keine der Klagen wurde als Sammelklage zugelassen. Gemäß der Vereinbarung über den Verkauf von CCL behält die Gesellschaft die Verantwortung für die Verteidigung gegen die CCL-Klage. Darüber hinaus kooperiert die Gesellschaft weiterhin mit dem Büro für Bürgerrechte des US-Gesundheitsministeriums (U.S. Department of Health & Human Services) und den staatlichen Aufsichtsbehörden, die in dieser Angelegenheit Informationen anfordern.

Bei der Führung, dem Management und der Kontrolle ihrer Beschäftigten verlässt sich die Gesellschaft auf ihre Führungsstruktur, ihre Ressourcen in den Bereichen Regulatory und Recht sowie auf das wirksame Funktionieren ihres Compliance-Programms. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass die Gesellschaft feststellen muss, dass ihre Beschäftigten oder Vertreter absichtlich, sorglos oder versehentlich die Gesellschaftsrichtlinien missachten oder gegen das Gesetz verstoßen. In solchen Fällen wird die Gesellschaft angemessene Korrektur- und /​ oder Disziplinarmaßnahmen ergreifen. Dieses Verhalten jener Beschäftigter kann zur Haftung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften führen, unter anderem nach der Anti-Kickback Statute, dem Stark Law, dem False Claims Act, den Datenschutzgesetzen, dem Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act sowie dem FCPA oder anderen Rechtsvorschriften und vergleichbaren Gesetzen auf Ebene der Bundesstaaten und in anderen Ländern.

Es werden auch Prozesse gegen ärztliches Fachpersonal, Krankenhäuser und andere Akteure des Gesundheitswesens wegen der Verletzung von Berufspflichten, Behandlungsfehlern, Produkthaftung, Mitarbeiterentschädigungs- und ähnlicher Ansprüche angestrengt, von denen viele zu hohen Schadensersatzforderungen und zu erheblichen Anwaltskosten führen. Gegen die Gesellschaft sind auf Grund der Art ihres Geschäfts solche Prozesse geführt worden und werden gegenwärtig geführt, und es ist damit zu rechnen, dass auch in Zukunft solche Verfahren angestrengt werden. Obwohl die Gesellschaft in angemessenem Umfang versichert ist, kann sie nicht garantieren, dass die Obergrenzen des Versicherungsschutzes immer ausreichend sein werden oder dass alle geltend gemachten Ansprüche durch die Versicherungen abgedeckt sind. Ein erfolgreich durchgesetzter Schadensersatzanspruch gegen die Gesellschaft oder gegen irgendeine ihrer Tochtergesellschaften, der den Versicherungsschutz übersteigt, könnte eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Gegen die Gesellschaft sind auch Schadensersatzansprüche geltend gemacht und Klage erhoben worden, die sich auf angebliche Patentrechtsverletzungen oder von der Gesellschaft erworbene oder veräußerte Unternehmen beziehen. Diese Ansprüche und Verfahren beziehen sich sowohl auf den Geschäftsbetrieb als auch auf Akquisitionen oder Veräußerungen. Die Gesellschaft hat eigene Ansprüche geltend gemacht, sofern dies angebracht war. Eine erfolgreiche Klage gegen die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Die Gesellschaft unterliegt im gewöhnlichen Geschäftsverlauf derzeit und in der Zukunft steuerlichen Betriebsprüfungen in den USA, in Deutschland sowie in weiteren Ländern. Die Steuerbehörden nehmen routinemäßig Anpassungen der Steuererklärungen vor und erkennen geltend gemachte Steuerabzüge nicht an. Sofern angemessen, ficht die Gesellschaft diese Anpassungen und Nichtanerkennungen an und macht eigene Rechtsansprüche geltend. Eine erfolgreiche Klage im Zusammenhang mit Steuerrechtsstreitigkeiten gegen die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsfähigkeit sowie auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Die deutschen Finanzbehörden haben eine Umqualifizierung der in den Jahren 2006 bis 2013 erhaltenen Dividenden, die im Zusammenhang mit konzerninternen, zwangsweise rückzahlbaren Vorzugsaktien erhalten wurden, in voll steuerpflichtige Zinszahlungen vorgenommen, was zu zusätzlichen Steuerzahlungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich führen könnte. Darüber hinaus haben die deutschen Steuerbehörden die Steuererklärungen der Gesellschaft beanstandet und die Auffassung vertreten, dass die Einkünfte einer der Finanzgesellschaften der Gesellschaft für die Jahre ab 2017 der Hinzurechnungsbesteuerung (German Controlled Foreign Corporation Taxation) unterliegen sollten, was zu möglichen zusätzlichen Steuerzahlungen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich führen könnte. In beiden Fällen wird die Gesellschaft alle geeigneten rechtlichen Schritte nutzen, um ihre Position zu verteidigen.

Die Gesellschaft unterliegt in bestimmten Leasingverträgen, hauptsächlich Verträge über Immobilien, bei denen sie der Leasingnehmer ist, Restwertgarantien in Höhe von 1.070.696 € zum 31. März 2025 (31. Dezember 2024: 1.067.726 €). Zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 überstieg der geschätzte Marktwert der zugrundeliegenden geleasten Vermögenswerte die Restwertgarantien, so dass die Gesellschaft keinem Risiko im Zusammenhang mit diesen Garantien ausgesetzt war.

Über die oben genannten Eventualverbindlichkeiten hinaus ist der gegenwärtige geschätzte Umfang der sonstigen bekannten einzelnen Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft unbedeutend.

12. Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Gesellschaft zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024:

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente in TSD €

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31. März 2025
Buchwert
Fortgeführte Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Nicht klassifiziert Gesamt
Flüssige Mittel 923.966 147.322 - - 1.071.288
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte 3.423.301 - - 85.372 3.508.673
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 27.024 - - - 27.024
Derivate - Cash Flow Hedges - - - 4.303 4.303
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 40.773 - - 40.773
In virtuelle Stromabnahmeverträge (vPPAs) eingebettete Derivate - - - - -
Eigenkapitalinstrumente - 49.788 66.534 - 116.322
Fremdkapitalinstrumente - 94.703 339.564 - 434.267
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (1) 291.167 114.239 - 98.600 504.006
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte 291.167 299.503 406.098 102.903 1.099.671
Finanzielle Vermögenswerte 4.665.458 446.825 406.098 188.275 5.706.656
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten 720.845 - - - 720.845
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 126.479 - - - 126.479
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 94.777 - - - 94.777
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 6.740.017 - - - 6.740.017
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - - - 3.985.834 3.985.834
Derivate - Cash Flow Hedges - - - 3.582 3.582
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 6.357 - - 6.357
In vPPAs eingebettete Derivate - 19.317 - - 19.317
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen - 6.899 - - 6.899
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - - 1.194.907 1.194.907
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (2) 944.874 - - - 944.874
Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 944.874 32.573 - 1.198.489 2.175.936
Finanzielle Verbindlichkeiten 8.626.992 32.573 - 5.184.323 13.843.888
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31. März 2025
Beizulegender Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Flüssige Mittel 147.322 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte - - -
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen - - -
Derivate - Cash Flow Hedges - 4.303 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 40.773 -
In virtuelle Stromabnahmeverträge (vPPAs) eingebettete Derivate - - -
Eigenkapitalinstrumente 29.749 67.711 18.862
Fremdkapitalinstrumente 434.267 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (1) - - 114.239
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte - - -
Finanzielle Vermögenswerte - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten - - -
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - - -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten - - -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 5.986.239 336.432 -
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - - -
Derivate - Cash Flow Hedges - 3.582 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 6.357 -
In vPPAs eingebettete Derivate - - 19.317
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen - - 6.899
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - 1.194.907
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (2) - - -
Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten - - -

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente in TSD €

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31. Dezember 2024
Buchwert
Fortgeführte Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Nicht klassifiziert Gesamt
Flüssige Mittel 939.197 240.990 - - 1.180.187
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte 3.258.181 - - 87.479 3.345.660
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 40.936 - - - 40.936
Derivate - Cash Flow Hedges - - - 4.362 4.362
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 21.453 - - 21.453
Eigenkapitalinstrumente - 120.813 66.787 - 187.600
Fremdkapitalinstrumente - 95.574 369.858 - 465.432
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (1) 307.163 142.264 - 101.322 550.749
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte 307.163 380.104 436.645 105.684 1.229.596
Finanzielle Vermögenswerte 4.545.477 621.094 436.645 193.163 5.796.379
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten 864.500 - - - 864.500
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 80.044 - - - 80.044
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2.099 - - - 2.099
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 6.836.108 - - - 6.836.108
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - - - 4.140.701 4.140.701
Derivate - Cash Flow Hedges - - - 15.388 15.388
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 26.615 - - 26.615
In vPPAs eingebettete Derivate - 25.394 - - 25.394
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen - 7.933 - - 7.933
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - - 1.299.117 1.299.117
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (2) 951.611 - - - 951.611
Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 951.611 59.942 - 1.314.505 2.326.058
Finanzielle Verbindlichkeiten 8.734.362 59.942 - 5.455.206 14.249.510
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31. Dezember 2024
Beizulegender Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Flüssige Mittel 240.990 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte - - -
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen - - -
Derivate - Cash Flow Hedges - 4.362 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 21.453 -
Eigenkapitalinstrumente 90.483 67.963 29.154
Fremdkapitalinstrumente 465.432 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (1) - - 142.264
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte - - -
Finanzielle Vermögenswerte - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten - - -
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen - - -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten - - -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 6.015.977 340.921 -
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - - -
Derivate - Cash Flow Hedges - 15.388 -
Derivate - nicht als Sicherungsinstrumente designiert - 26.615 -
In vPPAs eingebettete Derivate - - 25.394
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen - - 7.933
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen - - 1.299.117
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (2) - - -
Sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten - - -

(1) Zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die die Gesellschaft aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch hat, Leasingforderungen, Schuldscheinforderungen, Mietkautionen, Garantien, Sicherungseinlagen, Forderungen aus einer Vereinbarung für bestimmte Medikamente, Forderungen aus Lieferantenrabatten sowie Forderungen gegen Dritte aus dem Verkauf von Beteiligungen.

(2) Zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 beinhalten die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen kreditorische Debitoren und Verbindlichkeiten für erhaltene Güter und Leistungen.

Derivative und nicht derivative Finanzinstrumente werden entsprechend der im Folgenden beschriebenen, dreistufigen Fair Value Hierarchie aufgeteilt. Die Aufgliederung erfolgt basierend auf den Daten, die für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen werden. Level 1 umfasst quotierte Marktpreise für gleichartige Finanzinstrumente an aktiven Märkten. Level 2 beinhaltet die Nutzung von Bewertungsmodellen (d. h. Mark-to-Model) mit Inputfaktoren, zu denen alle am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Preisdaten zugeordnet werden, die nicht quotierte Marktpreise in aktiven Märkten darstellen. Level 3 beinhaltet die Nutzung von Bewertungsmodellen (d. h. Mark-to-Model) mit Inputfaktoren, zu denen alle nicht-beobachtbaren Werte gehören, für die keine oder nur wenige Marktdaten zur Verfügung stehen und die deshalb die Entwicklung von unternehmenseigenen Angaben erforderlich machen. Es wird kein beizulegender Zeitwert für Finanzinstrumente angegeben, sofern der Buchwert, aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Instrumente eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts darstellt. Dies gilt für flüssige Mittel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte, Forderungen gegen nahestehende Unternehmen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten. Zum 31. März 2025 beziehungsweise 31. Dezember 2024 wurden keine Transfers zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value Hierarchie vorgenommen. Die Gesellschaft nimmt Umgruppierungen grundsätzlich am Ende der Berichtsperiode vor.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Steuerung der Zins- und Währungsrisiken tritt die Gesellschaft im Rahmen der durch das Management festgelegten Limite in verschiedene Sicherungsgeschäfte mit Banken mit einem hohen Rating (im Allgemeinen Investment-Grade-Status) ein. Die Gesellschaft tätigt überwiegend Devisentermingeschäfte und Zinsswaps. In gewissen Fällen schließt die Gesellschaft Derivate ab, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, die jedoch zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt werden (economic hedges). Die Gesellschaft verwendet Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke.

Im April 2024 unterzeichnete die Gesellschaft mehrere vPPAs mit Wind- und Solarenergie-Projektentwicklern in Deutschland und den USA mit Laufzeiten von bis zu 15 Jahren. Die deutschen vPPA-Verträge wurden mit zwei Entwicklern für eine erwartete jährliche Gesamtstromproduktion von 125 Gigawattstunden (GWh) unterzeichnet, was etwa 72% des Stromverbrauchs der Gesellschaft in der EU im Jahr 2024 entspricht. Der vPPA-Vertrag für die USA wurde mit einem Projektentwickler abgeschlossen. Die prognostizierte jährliche Stromproduktion beläuft sich auf 458 GWh, was etwa 54% des Stromverbrauchs der Gesellschaft in den USA im Jahr 2024 entspricht. Alle Wind- und Solarparks sind zum 31. März 2025 in Betrieb. Die Gesellschaft hat weder die Kontrolle noch andere Rechte in Bezug auf die Nutzung der Energieerzeugungsanlagen. Alle Verträge sind als Verträge ohne physische Lieferung des erzeugten Stroms konzipiert und sehen die Lieferung von Energieattribut-Zertifikaten vor, die in den USA und Deutschland gemeinhin als Zertifikate für erneuerbare Energien beziehungsweise Herkunftsnachweise bekannt sind. Alle Verträge werden als physische Basisverträge für den Kauf der Zertifikate und als trennbare eingebettete Stromswaps analysiert, wobei ein fester Preis für den erzeugten Strom gezahlt und ein variabler Spot-Energiepreis in den jeweiligen Ländern erhalten wird. Die Basisverträge erfüllen die Kriterien des Eigenverbrauchs gemäß IFRS 9, Finanzinstrumente (IFRS 9). Eingebettete Derivate mit positivem beizulegendem Zeitwert werden in der Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Eingebettete Derivate mit negativem beizulegendem Zeitwert werden in der Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die in den vPPAs eingebetteten Derivate werden separat erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der dem Level 3 zugeordnete beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem Barwert der erwarteten Zahlungsströme aus den Derivaten. Zu den wichtigsten Bewertungsparametern gehören signifikante nicht beobachtbare Inputs wie zukünftige Strompreiskurven und erwartete Stromproduktionsmengen. Eine Änderung der wesentlichen Bewertungsparameter zum 31. März 2025 hätte den beizulegenden Zeitwert der in den vPPAs eingebetteten Derivate wie folgt beeinflusst:

Sensitivitäten der in vPPAs eingebetteten Derivate gegenüber Änderungen nicht beobachtbarer Parameter

in TSD €

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Änderung der erwarteten Strompreise Änderung der erwarteten Produktionsmengen Änderung der erwarteten Zinssätze
10% Anstieg 10% Rückgang 10% Anstieg 10% Rückgang 1% Anstieg 1% Rückgang
26.706 (26.615) (1.932) 1.932 2.166 (2.443)

Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der in den vPPAs eingebetteten Derivate werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund des volatilen Charakters solcher Instrumente, die als spekulativ angesehen werden können, ist es schwierig, genau vorherzusagen, welche Auswirkungen die Volatilität der nicht beobachtbaren Parameter, wie zum Beispiel Änderungen der erwarteten Energiepreise oder Produktionsmengen, auf die Bewertung solcher Instrumente in der Zukunft haben könnte. Die geschätzten beizulegenden Zeitwerte dieser derivativen Instrumente können von Quartal zu Quartal erheblich schwanken, und der Preis, zu dem diese Derivate letztendlich abgerechnet werden, kann je nach Marktbedingungen erheblich von den aktuellen Schätzungen der Gesellschaft abweichen.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in die vPPAs eingebetteten Derivate zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024:

Überleitung der in vPPAs eingebetteten Derivate in TSD €

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2025 2024
In vPPAs eingebettete Derivate - Verbindlichkeiten In vPPAs eingebettete Derivate - Verbindlichkeiten
Anfangsstand 1. Januar (25.394) -
Zahlungen 2.135 460
Erfolgswirksam erfasste Gewinne /​ (Verluste) (1) 3.328 (24.959)
Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen 614 (895)
Endstand 31. März und 31. Dezember (19.317) (25.394)

(1) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte Gewinne /​ Verluste.

Nicht-derivative Finanzinstrumente

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von nicht-derivativen Finanzinstrumenten erläutert.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsmodell sowie das Zahlungsstromkriterium der finanziellen Vermögenswerte analysiert. Der Großteil der nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte wird zur Vereinnahmung von vertraglichen Cash Flows gehalten. Die Vertragsbedingungen der finanziellen Vermögenswerte lassen den Rückschluss zu, dass es sich bei den Cash Flows ausschließlich um Tilgungs- und Zinszahlungen handelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte, Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden folglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Flüssige Mittel enthalten Barmittel und kurzfristige Finanzinvestitionen. Barmittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die kurzfristigen Finanzinvestitionen sind äußerst liquide und können leicht in einen festgelegten Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden. Kurzfristige Finanzinvestitionen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das Risiko von Wertschwankungen ist unwesentlich.

Eigenkapitalinstrumente werden nicht zu Handelszwecken gehalten. Beim erstmaligen Ansatz hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ausgewählter strategischer Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral im übrigen Comprehensive Income (OCI) zu erfassen. Beizulegende Zeitwerte von Eigenkapitalinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, basieren auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Falls erforderlich, zieht die Gesellschaft externe Unternehmen für die Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, die als Level 3 der Fair Value Hierarchie eingestuft sind, hinzu. Die externe Bewertung verwendet ein Discounted-Cash Flow Modell, das auf signifikanten, nicht beobachtbaren Einflussfaktoren wie zum Beispiel beteiligungsspezifischen, erwarteten Finanzdaten und einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz, der die aktuelle Markteinschätzung widerspiegelt sowie auf einer ewigen Wachstumsrate beruht.

Der Großteil der Fremdkapitalinstrumente wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung der vertraglich festgelegten Cash Flows und der Verkauf von Instrumenten ist. Die marktüblichen Anleihen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Folglich werden diese finanziellen Vermögenswerte als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im OCI klassifiziert. Ein kleiner Teil der Fremdkapitalinstrumente führt nicht zu Cash Flows, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen. Die Bewertung erfolgt daher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Grundsätzlich wird die Mehrheit dieser Fremdkapitalinstrumente auf einem aktiven Markt gehandelt.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden erstmalig mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden anhand vorhandener Marktinformationen ermittelt. Finanzverbindlichkeiten, für die Kursnotierungen verfügbar sind, werden mit diesen Kursnotierungen bewertet. Der beizulegende Zeitwert der anderen langfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der entsprechenden zukünftigen Cash Flows. Für die Ermittlung dieser Barwerte werden die am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Kreditmargen der Gesellschaft berücksichtigt.

Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Schätzungen der jeweiligen beizulegenden Zeitwerte basieren auf den vertraglich festgelegten Einflussfaktoren, die die künftigen Zahlungen bedingen, sowie der Erwartungshaltung, die die Gesellschaft für diese Werte hat. Die Gesellschaft beurteilt die Wahrscheinlichkeit im Hinblick auf die Erreichung der festgelegten Zielgrößen und dessen Zeitpunkt. Die getroffenen Annahmen werden in regelmäßigen Abständen überprüft.

Verbindlichkeiten aus Put-Optionen werden zu dem Barwert des Ausübungspreises der Option angesetzt. Der Ausübungspreis der Option basiert auf beizulegenden Zeitwerten und kann in bestimmten, begrenzten Fällen einen festen Mindestpreis enthalten. Zur Schätzung dieser beizulegenden Zeitwerte setzt die Gesellschaft den höheren Wert aus Netto-Buchwert der Verbindlichkeit und Gewinnmultiplikatoren an, wobei die Gewinnmultiplikatoren auf historischen Gewinnen, dem Entwicklungsstadium des zugrunde liegenden Geschäftes und anderen Faktoren beruhen. Die Gesellschaft beauftragt gelegentlich ein externes Unternehmen zur Unterstützung bei der Bewertung von bestimmten Put-Optionen. Die externe Bewertung unterstützt die Gesellschaft bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte mittels einer Kombination aus Discounted-Cash Flow und Gewinn- und /​ oder Umsatzmultiplikatoren. Unter diesen begrenzten Umständen, unter denen die Put-Option einen festen Basispreis enthalten könnte, kann das externe Unternehmen die Gesellschaft bei der Bewertung unterstützen, indem sie eine Monte-Carlo-Simulationsanalyse durchführt, um den Ausübungspreis zu simulieren. Die Verbindlichkeiten aus Put-Optionen werden zu einem Diskontierungssatz vor Steuern abgezinst. Dieser spiegelt die Marktbewertung des Zinseffektes und das spezifische Risiko der Verbindlichkeit wider. In Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten können die geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen schwanken und die Discounted-Cash Flows und Gewinn- und /​ oder Umsatzmultiplikatoren der finalen Kaufpreisverpflichtungen für die Verbindlichkeit erheblich von den derzeitigen Schätzungen abweichen. Zur Analyse der Auswirkungen von Änderungen nicht beobachtbarer Inputfaktoren auf die Marktbewertung von Verbindlichkeiten aus Put-Optionen unterstellt die Gesellschaft einen Anstieg der Gewinne (beziehungsweise gegebenenfalls des Unternehmenswerts) um 10% gegenüber der tatsächlich verwendeten Schätzung am Berichtsstichtag. Die daraus folgende Erhöhung der Marktbewertung um 71.850 € wird zu der Summe der Verbindlichkeiten und zu dem Konzern-Eigenkapital ins Verhältnis gesetzt. Diese Analyse ergibt, dass ein Anstieg der relevanten Gewinne (beziehungsweise gegebenenfalls des Unternehmenswerts) um 10% einen Einfluss auf die Summe der Verbindlichkeiten und das Konzern-Eigenkapital von jeweils weniger als 1% hätte.

Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente, ohne die oben dargestellten vPPAs, zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024:

Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente in TSD €

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2025
Eigenkapitalinstrumente Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen Verbindlichkeiten aus Put-Optionen Sonstige finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (1)
Anfangsstand 1. Januar 29.154 7.933 1.299.117 142.264
Zugänge - 23 7.981 -
Abgänge - (767) (8.046) (16.566)
Reklassifizierungen - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne /​ Verluste (3) (9.396) (45) - (6.714)
Erfolgsneutral erfasste Gewinne /​ Verluste - - (55.839) -
Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen (896) (245) (48.306) (4.745)
Endstand 31. März und 31. Dezember 18.862 6.899 1.194.907 114.239
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2024
Eigenkapitalinstrumente Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen Verbindlichkeiten aus Put-Optionen Sonstige finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (1)
Anfangsstand 1. Januar 32.002 35.751 1.372.008 -
Zugänge 3.085 86 8.127 41.225
Abgänge - (23.472) (71.990) (2.292)
Reklassifizierungen - - - 90,457 (2)
Erfolgswirksam erfasste Gewinne /​ Verluste (3) (7.773) (4.796) - 4.987
Erfolgsneutral erfasste Gewinne /​ Verluste - - (91.987) -
Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Veränderungen 1.840 364 82.959 7.887
Endstand 31. März und 31. Dezember 29.154 7.933 1.299.117 142.264

(1) Zum 31. März 2025 handelt es sich bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, um Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die die Gesellschaft aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch hat. Zum 31. Dezember 2024 handelt es sich bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, um Forderungen im Zusammenhang mit Lizenzgebühren, auf die die Gesellschaft aufgrund von Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch hat, und Forderungen aus dem Verkauf von Beteiligungen.

(2) Forderungen aus Lizenzgebühren aus einer der Beteiligungen der Gesellschaft wurden früher als nichtfinanzieller Vermögenswert ausgewiesen und zum 31. März 2024 bereinigt.

(3) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte Gewinne /​ Verluste.

13. Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichen

Die Geschäftssegmente ergeben sich aus der Art, wie die Gesellschaft nach der Zuständigkeit für Produkte und Dienstleistungen ihre Geschäfte steuert und die Ressourcen allokiert, und sind auf die Finanzinformationen abgestimmt, die der verantwortlichen Unternehmensinstanz vierteljährlich vorgelegt werden. Das Segment Care Enablement ist im Wesentlichen mit dem Vertrieb von Gesundheitsprodukten und Anlagen, einschließlich Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und Qualitätsmanagement beschäftigt. Das Segment Care Delivery ist in erster Linie mit der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von chronischem Nierenversagen, terminaler Niereninsuffizienz und anderen extrakorporalen Therapien beschäftigt, einschließlich wert- und risikobasierter Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst auch das Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., die in den Kliniken der Gesellschaft für die Gesundheitsversorgung ihrer Patienten eingesetzt werden.

Das Global Medical Office der Gesellschaft, das zur Aufgabe hat, medizinische Behandlungen und klinische Prozesse im Unternehmen zu optimieren und sowohl Care Delivery als auch Care Enablement unterstützt, wird zentral verwaltet und seine Gewinne und Verluste werden den Segmenten zugewiesen. Ebenso ordnet die Gesellschaft Kosten zu, die in erster Linie als Gemeinkosten der Konzernzentrale anzusehen sind, einschließlich Buchhaltungs- und Finanzkosten sowie bestimmter Personal-, Rechts- und IT-Kosten, da die Gesellschaft der Ansicht ist, dass diese Kosten den Segmenten zurechenbar sind und bei der Allokation von Ressourcen für Care Delivery und Care Enablement verwendet werden. Diese Kosten werden zu budgetierten Beträgen allokiert, wobei die Differenz zwischen budgetierten und tatsächlichen Werten in den Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten, Managementaktivitäten, die globale interne Revision und die Neubewertung von bestimmten Investitionen und vPPAs beziehen, werden jedoch nicht einem Segment zugeordnet, sondern als Konzernkosten ausgewiesen. Diese Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen für den Ausweis als Geschäftssegment gemäß IFRS 8, Geschäftssegmente und werden separat als Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche). Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen.

Die Zielgrößen, an denen die Geschäftssegmente vom Vorstand gemessen werden, sind so gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die dafür am besten geeigneten Kennzahlen die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis sind. Die Gesellschaft transferiert Produkte zwischen den Geschäftssegmenten zum beizulegenden Zeitwert. Die damit verbundenen internen Umsätze und Aufwendungen sowie ein verbleibender intern erwirtschafteter Gewinn oder Verlust für die Produkttransfers werden zunächst innerhalb der Geschäftssegmente erfasst, im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene eliminiert und in der Position "Eliminierungen zwischen den Segmenten" ausgewiesen. Investitionen in die Produktion erfolgen unter Berücksichtigung der erwarteten Nachfrage durch die Geschäftssegmente und konsolidierter Rentabilitätsüberlegungen.

Angaben über die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im 1. Quartal 2025 und 2024 nach Segmenten und Zentralbereichen enthält die folgende Tabelle:

Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichen

in TSD €

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Care Delivery Care Enablement Summe Segmente Eliminierungen zwischen den Segmenten Zentralbereiche Gesamt
1. Quartal 2025
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 3.276.313 - 3.276.313 - - 3.276.313
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 77.562 1.001.629 1.079.191 - - 1.079.191
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 3.353.875 1.001.629 4.355.504 - - 4.355.504
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 503.360 - 503.360 - - 503.360
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) - 22.590 22.590 - - 22.590
Umsatzerlöse mit Dritten 3.857.235 1.024.219 4.881.454 - - 4.881.454
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten - 342.713 342.713 (342.713) - -
Umsatzerlöse 3.857.235 1.366.932 5.224.167 (342.713) - 4.881.454
Umsatzkosten (3.113.173) (922.255) (4.035.428) 337.396 556 (3.697.476)
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - (43.482) (43.482) - - (43.482)
Operatives Ergebnis 323.246 94.301 417.547 (5.317) (80.840) 331.390
Zinsergebnis (80.737)
Ergebnis vor Ertragsteuern 250.653
Abschreibungen (261.847) (114.546) (376.393) 10.836 (17.040) (382.597)
Wertminderung (9.350) (2.416) (11.766) - - (11.766)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 47.833 - 47.833 - - 47.833
Summe Vermögenswerte (1) 42.629.782 14.487.213 57.116.995 (35.342.476) 10.960.515 32.735.034
davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (1) 666.752 - 666.752 - - 666.752
Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) 209.843 112.285 322.128 (9.837) 5.417 317.708
1. Quartal 2024
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 3.365.334 - 3.365.334 - - 3.365.334
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 39.890 914.194 954.084 - - 954.084
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 3.405.224 914.194 4.319.418 - - 4.319.418
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 382.930 - 382.930 - - 382.930
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) - 22.174 22.174 - - 22.174
Umsatzerlöse mit Dritten 3.788.154 936.368 4.724.522 - - 4.724.522
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten - 360.690 360.690 (360.690) - -
Umsatzerlöse 3.788.154 1.297.058 5.085.212 (360.690) - 4.724.522
Umsatzkosten (3.021.528) (888.042) (3.909.570) 357.687 1.012 (3.550.871)
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (11) (47.790) (47.801) - - (47.801)
Operatives Ergebnis 188.549 70.215 258.764 838 (13.589) 246.013
Zinsergebnis (88.187)
Ergebnis vor Ertragsteuern 157.826
Abschreibungen (264.654) (115.365) (380.019) 10.332 (18.048) (387.735)
Wertminderung (123.661) (1.047) (124.708) - - (124.708)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 28.843 - 28.843 - - 28.843
Summe Vermögenswerte (1) 44.033.238 13.640.881 57.674.119 (34.533.212) 11.195.192 34.336.099
davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (1) 615.755 - 615.755 - - 615.755
Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1) 188.950 85.846 274.796 (10.178) 20.420 285.038

(1) Diese Positionen sind enthalten, um die Anforderungen von IFRS 8 und IFRS 15 zu erfüllen, oder werden auf freiwilliger Basis bereitgestellt, sind aber nicht in den Informationen enthalten, die regelmäßig von der verantwortlichen Unternehmensinstanz überprüft werden.

14. Wesentliche Ereignisse seit Ende des 1. Quartals 2025

Am 1. April 2025 emittierte die Gesellschaft im Rahmen ihres 10.000.000 € Debt Issuance Programms Anleihen in zwei Tranchen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von 1.100.000 €:

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Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von 600.000 €, einem Kupon in Höhe von 3,125% und einer Fälligkeit am 8. Dezember 2028; und

Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von 500.000 €, einem Kupon in Höhe von 3,750% und mit einer Fälligkeit am 8. April 2032.

Der Erlös wird für allgemeine Geschäftszwecke, einschließlich der Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten, verwendet.

Am 10. April 2025 hat die Gesellschaft im Zusammenhang mit einem Angebot zum Kauf ihrer ausstehenden 1,000%-Anleihen mit Fälligkeit am 29. Mai 2026 und ihrer 0,625%-Anleihen mit Fälligkeit am 30. November 2026 einen Gesamtnennbetrag in Höhe von 300.000 € an Anleihen beglichen.

Seit Ende des 1. Quartals 2025 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die die ausgewiesenen Kennzahlen und Geschäftsergebnisse in irgendeiner Form nennenswert beeinflussen. Derzeit sind keine wesentlichen Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform der Gesellschaft oder im Personalbereich vorgesehen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2025 und der Zwischenlagebericht für das 1. Quartal 2025 wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

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