Fresenius Medical Care AGBad HomburgZwischenbericht nach IFRS Q1/2025Dynamik aufbauenZwischenlageberichtIn dem vorliegenden Bericht beziehen sich die Begriffe
"FME AG", "die Gesellschaft", "der Konzern", "wir", "uns"
oder "unser" in Abhängigkeit vom Kontext auf die
Fresenius Medical Care AG oder auf die Fresenius Medical
Care AG und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter
Basis. Die folgende Darstellung und Analyse des
Zwischenlageberichts der Gesellschaft und ihrer
Tochtergesellschaften sollte in Verbindung mit unserem
Konzernzwischenabschluss und dem zugehörigen
Konzernanhang gelesen werden, die sich an anderer Stelle
dieses Berichts befinden. Zudem sollten in diesem
Zusammenhang auch die enthaltenen Angaben und
Erläuterungen im Konzernabschluss und im
Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2024 gemäß
§ 315 HGB und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard
Nr. 20 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2024)
berücksichtigt werden.
Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das
Geschäftssegment Care Enablement, das im Wesentlichen
mit dem Vertrieb von Gesundheitsprodukten und Anlagen
beschäftigt ist und Forschung und Entwicklung,
Produktion, Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie
unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und
Qualitätsmanagement beinhaltet. Die Bezeichnung "Care
Delivery" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care
Delivery, das sich in erster Linie mit der Erbringung von
Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von
chronischem Nierenversagen (Chronic Kidney Disease, CKD),
terminaler Niereninsuffizienz (End-Stage Renal Disease,
ESRD) und anderen extrakorporalen Therapien
beschäftigt, einschließlich wert- und
risikobasierter Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst
auch das Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und
das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter
Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen
von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd.
(VFMCRP), die in unseren Kliniken für die
Gesundheitsversorgung unserer Patienten eingesetzt werden.
Die Geschäftssegmente ergeben sich aus der Art, wie
wir nach der Zuständigkeit für Produkte und
Dienstleistungen unsere Geschäfte steuern und die
Ressourcen allokieren, und sind auf die Finanzinformationen
abgestimmt, die der verantwortlichen Unternehmensinstanz
vierteljährlich vorgelegt werden.
Unser Global Medical Office (GMO), das zur Aufgabe hat,
medizinische Behandlungen und klinische Prozesse im
Unternehmen zu optimieren und sowohl Care Delivery als auch
Care Enablement unterstützt, wird zentral verwaltet
und sein Gewinn oder Verlust werden den Segmenten
zugewiesen. In ähnlicher Weise ordnen wir Kosten zu,
die in erster Linie als Gemeinkosten der Konzernzentrale
anzusehen sind, einschließlich Buchhaltungs- und
Finanzkosten sowie bestimmter Personal-, Rechts- und
IT-Kosten, da wir der Ansicht sind, dass diese Kosten den
Segmenten zurechenbar sind und bei der Allokation von
Ressourcen für Care Delivery und Care Enablement
verwendet werden. Diese Kosten werden zu budgetierten
Beträgen allokiert, wobei die Differenz zwischen
budgetierten und tatsächlichen Werten in den
Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich
hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten,
Managementaktivitäten, die globale interne Revision
und die Neubewertung von bestimmten Investitionen und
virtuellen Stromabnahmeverträgen beziehen, werden
jedoch nicht einem Segment zugeordnet, sondern als
Konzernkosten ausgewiesen. Diese Aktivitäten
erfüllen nicht die Voraussetzungen für den
Ausweis als Geschäftssegment gemäß IFRS 8,
Geschäftssegmente und werden auch separat als
Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche). Finanzierung
ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der
Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen
Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die
Zielgröße für ein Geschäftssegment
ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in
die Zielgröße für ein Geschäftssegment
ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der
Geschäftssegmente liegen. Für weitere
Informationen zu unseren Geschäftssegmenten siehe
Anmerkung 13 im Konzernanhang.
Die Bezeichnung "zu konstanten Wechselkursen" bedeutet,
dass wir die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der
FME AG entfällt) und andere Positionen der laufenden
Berichtsperiode mit dem Durchschnittskurs des Vorjahres
umrechnen, um, wie im Kapitel "Wirtschaftsbericht" in
Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen -
Nicht-IFRS®-Kennzahlen" beschrieben, einen
Periodenvergleich ohne den Einfluss von
Wechselkursschwankungen der Umrechnung zu ermöglichen.
Entsprechend unserem Verständnis von Vielfalt und
Inklusion verwenden wir in diesem Bericht weitgehend eine
geschlechterneutrale Sprache. An einigen Stellen haben wir
uns dazu entschlossen, aus Gründen der Lesbarkeit und
Verständlichkeit das generische Maskulinum zu nutzen.
Die gewählten Formulierungen gelten in diesen
Fällen uneingeschränkt für alle
Geschlechter.
Zukunftsbezogene AussagenDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen.
In diesem Bericht wird mit der Verwendung der Worte
"Ausblick", "erwartet", "geht davon aus", "beabsichtigt",
"plant", "ist der Überzeugung", "strebt an",
"schätzt", "Ausrichtung", "Ziel" und ähnlicher
Ausdrücke beabsichtigt, zukunftsbezogene Aussagen
kenntlich zu machen. Obwohl wir davon überzeugt sind,
dass die in solchen zukunftsbezogenen Aussagen
widergespiegelten Annahmen und Erwartungen plausibel sind,
unterliegen zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß
Risiken und Unsicherheiten, von denen viele nicht genau
vorhergesagt werden können und einige
möglicherweise überhaupt nicht vorhergesehen
werden können. Darüber hinaus sind spätere
Ereignisse und tatsächliche Ergebnisse, finanzieller
und anderer Art, in der Vergangenheit anders ausgefallen
und können in der Zukunft wesentlich von den
zukunftsbezogenen Aussagen, die an anderer Stelle in diesem
Bericht dargestellt oder in Betracht gezogen werden,
abweichen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen wurden auf der
Grundlage von aktuellen Annahmen und Einschätzungen
formuliert, die wir nach bestem Wissen getroffen haben.
Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen
naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und
anderen Faktoren, die dazu führen können, dass
die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich
unserer Finanzlage und unserer Profitabilität
wesentlich sowohl positiv als auch negativ von denjenigen
Ergebnissen abweichen können, die in diesen Aussagen
ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben
werden. Des Weiteren können sich in die Zukunft
gerichtete Schätzungen und Voraussagen, die auf
Gutachten oder Informationen Dritter basieren, als
unrichtig herausstellen. Daher können wir keine
Zusicherungen hinsichtlich der zukünftigen Richtigkeit
der in diesem Bericht dargestellten Meinungen oder
hinsichtlich des tatsächlichen Eintretens der hier
beschriebenen Entwicklungen machen. Auch sind unsere
zukünftigen Ergebnisse, selbst wenn sie den hier
dargestellten Erwartungen entsprechen sollten, nicht
notwendigerweise indikativ für unsere Leistung in
zukünftigen Geschäftsjahren.
Zu den Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen
Faktoren, einschließlich der damit verbundenen
Kosten, welche unsere tatsächlichen Ergebnisse von den
geschätzten abweichen lassen könnten,
gehören insbesondere:
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Wichtige Faktoren, die zu derartigen Abweichungen
beitragen können, sind im Kapitel
"Wirtschaftsbericht", Abschnitt I. "Gesamtwirtschaftliche
und branchenbezogene Rahmenbedingungen" und III. "Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage - Andere Trends", in
Anmerkung 11 im Konzernanhang sowie im
Geschäftsbericht 2024 in Anmerkung 25 im Konzernanhang
und im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt
"Risiken" des Konzernlageberichts beschrieben. Weitere
Informationen zu unseren Bemühungen, verschiedene
Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen anzugehen, finden
Sie in unserem nichtfinanziellen Konzernbericht unter
www.freseniusmedicalcare.com/de/investoren/ueberblick-investoren/.
Durch den Verweis auf unseren nichtfinanziellen
Konzernbericht und die Bereitstellung dieser
Website-Adresse in diesem Bericht beabsichtigen wir jedoch
nicht, Inhalte aus unserem nichtfinanziellen Konzernbericht
oder Informationen auf unserer Website in diesen Bericht
aufzunehmen, und, soweit nicht ausdrücklich hierin
angegeben, sind Informationen in unserem nichtfinanziellen
Konzernbericht und auf unserer Website nicht als
Bestandteil dieses Berichts zu betrachten.
Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt
darüber hinaus weiteren Risiken und Unsicherheiten,
die wir in den regelmäßig veröffentlichten
Berichten darstellen. Veränderungen in jedem dieser
Bereiche könnten dazu führen, dass unsere
Ergebnisse wesentlich von den Ergebnissen abweichen, die
wir oder andere vorhergesagt haben oder vorhersagen werden.
Die tatsächlich angewandten
Rechnungslegungsgrundsätze, die Beurteilungen im
Rahmen der Auswahl und Anwendung dieser Grundsätze
sowie die Sensitivität der berichteten Ergebnisse in
Bezug auf Änderungen in den
Rechnungslegungsgrundsätzen, Annahmen und
Schätzungen stellen zusätzliche Faktoren dar, in
deren Kontext der vorliegende Konzernzwischenabschluss und
die im Folgenden unter III. "Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage" dargestellten Ausführungen zu
betrachten sind. Eine Erläuterung unserer wesentlichen
Bilanzierungsgrundsätze ist im Geschäftsbericht
2024 in Anmerkung 2 im Konzernanhang zu finden.
Aufgrund von Rundung geben Zahlen und Prozentsätze,
die in diesem oder anderen Berichten dargestellt werden,
die absoluten Zahlen eventuell nicht präzise wieder.
Einige Zahlen (einschließlich Prozentsätze) in
diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. In
einigen Fällen summieren sich solche gerundeten Zahlen
und Prozentsätze möglicherweise nicht zu 100%
oder zu den in diesem Bericht enthaltenen Summen oder
Zwischensummen. Darüber hinaus können Summen und
Zwischensummen in Tabellen aufgrund von kaufmännischen
Rundungen geringfügig von den in diesem Bericht
enthaltenen ungerundeten Zahlen abweichen. Ein Bindestrich
(-) zeigt an, dass für eine bestimmte Position im
betreffenden Geschäftsjahr oder Zeitraum keine Daten
gemeldet wurden, während eine Null (0) verwendet wird,
wenn der relevante Wert gerundet Null beträgt.
WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenÜberblickWir sind weltweit führender Anbieter von Produkten
und Dienstleistungen für Menschen mit
Nierenerkrankungen (auf Basis der veröffentlichten
Umsatzerlöse und der Anzahl der behandelten
Patienten). Wir bieten Dialyse und damit verbundene
Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen
sowie andere Gesundheitsdienstleistungen an. Wir
entwickeln, produzieren und vertreiben zudem eine breite
Palette an Gesundheitsprodukten. Unsere Gesundheitsprodukte
umfassen Hämodialysegeräte, Cycler für die
Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die
Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie
Granulate für die Hämodialyse,
Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von
chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen
sowie Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen und
für die Apherese-Therapie. Wir versorgen
Dialysekliniken, die wir besitzen, betreiben oder leiten,
mit einer breiten Produktpalette und verkaufen zudem
Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Wir
verkaufen unsere Gesundheitsprodukte an Kunden in rund 150
Ländern und setzen sie auch bei unseren eigenen
Gesundheitsdienstleistungen ein. Unser Dialysegeschäft
ist folglich vertikal integriert. Unsere anderen
Gesundheitsdienstleistungen beinhalten wert- und
risikobasierte Versorgungsprogramme, die Distribution
verschreibungspflichtiger Arzneimittel,
Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der
Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in
ambulanten Operationszentren und nephrologische
Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches
Fachpersonal. Wir schätzen, dass die Bereitstellung
von Dialysedienstleistungen und der Vertrieb von
Dialyseprodukten einen weltweiten Markt von etwa 80 MRD
€ bis 84 MRD € im Geschäftsjahr 2024
darstellte. Der Zuwachs von Dialysepatienten wird durch
Faktoren wie die demographischen Veränderungen und die
steigende Lebenserwartung sowie den Mangel an
Spenderorganen für Nierentransplantationen verursacht.
Darüber hinaus tragen ein steigendes Aufkommen von
Niereninsuffizienz, Diabetes, Bluthochdruck und anderen
Krankheiten, welche häufig zu einem chronischen
Nierenversagen führen, zu einem steigenden
Patientenaufkommen bei. Auch eine bessere Behandlung und
eine höhere Überlebensrate der von diesen
Erkrankungen betroffenen Patienten, Verbesserungen bei der
Behandlungsqualität, neue Medikamente und
Produkttechnologien, durch die das Leben der Behandelten
verlängert wird, und die sich verbessernden
Lebensstandards in Entwicklungsländern, durch die
lebensrettende Dialysebehandlungen verfügbar werden,
haben einen Einfluss auf das Patientenwachstum. Zudem
engagieren wir uns in verschiedenen Bereichen der Forschung
zu therapeutischen Gesundheitsprodukten.
Als globales Unternehmen für
Gesundheitsdienstleistungen und -produkte stehen wir vor
der Herausforderung, den Bedürfnissen einer
großen Bandbreite an Interessengruppen wie Patienten,
Kunden, Versicherern, Aufsichtsbehörden und
Gesetzgebern in vielen unterschiedlichen wirtschaftlichen
Umfeldern und Gesundheitssystemen gerecht zu werden. Im
Allgemeinen kommen staatlich finanzierte Programme (in
manchen Ländern in Kooperation mit privaten
Versicherern) für bestimmte an ihre Bürger
erbrachte Gesundheitsleistungen und -dienstleistungen auf.
Nicht alle Gesundheitssysteme decken die Zahlungen für
Dialysebehandlungen ab. Daher beeinflussen die
Erstattungssysteme sowie das Umfeld für die Verordnung
von Zusatzdienstleistungen verschiedener Länder unser
Geschäft erheblich.
Unser Geschäft ist Konjunkturzyklen in relativ
geringem Maße unterworfen. Dadurch unterscheiden wir
uns beispielsweise von Konsumgüterherstellern, die
einer eher zyklischen Produktnachfrage unterliegen.
Beeinflusst wird unser Geschäft vielmehr von staatlich
festgelegten Vergütungssystemen und
Erstattungssätzen. Die Dialyse ist eine
lebensnotwendige medizinische Dienstleistung, deren Kosten
deshalb in der Regel vom zuständigen Gesundheitssystem
getragen werden.
Wesentliche Erstattungsentwicklungen in den USAEin erheblicher Teil der von uns erbrachten
Gesundheitsdienstleistungen wird von staatlichen
Institutionen bezahlt. Etwa 17% der Umsatzerlöse des
Konzerns im 1. Quartal 2025 resultierten aus den
Erstattungen von staatlich finanzierten
US-Gesundheitsprogrammen wie Medicare und Medicaid, deren
Erstattungssätze durch die CMS festgelegt werden.
Gesetzesänderungen können die
Erstattungssätze für einen erheblichen Teil
unserer Dienstleistungen betreffen. Beeinflusst wurde die
Stabilität der Erstattungssätze in den USA durch
(i) ein Pauschalvergütungssystem für Patienten
mit terminaler Niereninsuffizienz (PVS), (ii) die
pauschalen Ausgabenkürzungen des US-Haushalts
bezüglich der Zahlungen an Medicare-Dienstleister, im
Folgenden die "Kürzungen des US-Haushalts" und (iii)
die stufenweise Kürzung des PVS-Erstattungssatzes zur
Berücksichtigung der gesunkenen Verordnungen
bestimmter Medikamente und Biopharmazeutika für
Dialysebehandlungen durch das "American Taxpayer Relief Act
of 2012"-Gesetz (ATRA) einschließlich der
späteren Änderungen durch das "Protecting Access
to Medicare Act of 2014"-Gesetz (PAMA). Nachstehend werden
diese und weitere Entwicklungen im Bereich der Gesetzgebung
ausführlicher dargestellt:
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Derzeit bestehen beträchtliche Unsicherheiten
hinsichtlich möglicher zukünftiger
Änderungen der Regulierung des Gesundheitswesens, auch
in Bezug auf die Regulierung der Erstattung für
Dialysedienstleistungen. Infolge des Drucks zur Senkung der
Gesundheitskosten sind die staatlichen
Erstattungssätze in den USA in der Vergangenheit nur
in begrenztem Umfang gestiegen, und es wird erwartet, dass
dies auch weiterhin der Fall sein wird. Ein erheblicher
Rückgang der Erstattungen im Rahmen von Medicare,
privaten Versicherungen oder Medicare-Advantage-Plänen
oder beim Zugang von Patienten zu Versicherungsplänen
privater Versicherer oder Medicare-Advantage-Plänen
könnte jedoch wesentliche nachteilige Auswirkungen auf
unser Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und, da
die Nachfrage nach Dialyseprodukten von der
Medicare-Erstattung beeinflusst wird, auf unser
Produktgeschäft haben. Soweit Erhöhungen der
Betriebskosten, die von der Inflation betroffen sind, wie
zum Beispiel Lohn- und Beschaffungskosten, nicht
vollständig durch eine entsprechende Erhöhung der
Erstattungssätze ausgeglichen würden, hätte
dies nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft und
unsere Ertragslage. Darüber hinaus erleichtert das
Marietta-Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA es den
Gesundheitsplänen, die Leistungen für
Medicare-berechtigte Patienten mit terminaler
Niereninsuffizienz so zu gestalten, dass private
Krankenversicherungen für Personen mit terminaler
Niereninsuffizienz vergleichsweise unattraktiver und
Medicare vergleichsweise attraktiver werden. Das
Marietta-Urteil könnte auch dazu führen, dass
bestimmte betriebliche Gesundheitspläne die Leistungen
für die Dialyse reduzieren, was, je nach Anzahl der
betroffenen Patienten, wesentliche und nachteilige
Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und
Ertragslage haben könnte. Es wurden
Gesetzesentwürfe in den 119. Kongress im März
2025 eingebracht, die sich mit der Marietta-Entscheidung
befassen. Das "Restore Protections for Dialysis
Patients"-Gesetz würde das Verständnis des
Medicare-Zusatzzahler-Gesetzes (Medicare Secondary Payer
Act) vor der Marietta-Entscheidung wiederherstellen und
sicherstellen, dass Patienten nicht aufgrund ihrer
Dialysebedürftigkeit diskriminiert werden können.
Da die Erstattungssätze von Medicare und Medicaid in
der Regel geringer sind als die Erstattungssätze, die
von privaten Versicherern gezahlt werden, könnte eine
Verlagerung von privat versicherten Patienten zu Medicare
und Medicaid im Jahr 2024 und darüber hinaus
wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unsere
Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben. Es kann
nicht garantiert werden, dass dieser Vorschlag oder ein
anderes Gesetz bezüglich der Marietta-Entscheidung
verabschiedet werden. Weitergehende Informationen zu
aufsichtsrechtlichen Angelegenheiten sind im Kapitel
"Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt
"Gesundheitsreformen" im Konzernlagebericht des
Geschäftsberichts 2024 enthalten.
Zusätzliche Informationen sind außerdem im
Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Risiken"
im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024
enthalten.
Prämien-HilfsprogrammDas Betreiben wohltätiger
Prämien-Hilfsprogramme, wie das des American Kidney
Fund (AKF), hat in den vergangenen Jahren zunehmende
Aufmerksamkeit der CMS und der Versicherungsaufsicht und
Gesetzgeber auf Bundesstaatenebene erhalten. Das Ergebnis
dessen könnte ein regulatorischer Rechtsrahmen sein,
der sich vom derzeitigen Rahmen unterscheidet oder von
Bundesstaat zu Bundesstaat variiert. Auch wenn die CMS oder
staatliche Regierungsbehörden und Gesetzgeber keine
Maßnahmen ergreifen, um den Zugang der Patienten zu
Prämien-Hilfsprogrammen einzuschränken,
könnten Versicherer wahrscheinlich ihre
Bemühungen fortsetzen, Prämienzahlungen durch
Prämien-Hilfsprogramme an unsere Patienten
einzuschränken. Sollte dies in einem für unsere
US-Geschäftstätigkeit wesentlichen Bereich oder
Umfang gelingen, hätte dies wesentliche nachteilige
Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere
Ertragslage.
Mit AB290 wurde in Kalifornien (USA) ein solches Gesetz
erlassen. Nach der Verabschiedung haben wir zusammen mit
anderen Anbietern und dem AKF die Gültigkeit des
Gesetzes gerichtlich angefochten. Jane Doe, et al. v.
Xavier Becerra, et al., 8:19-cv-02105, U.S. District Court
for the Central District of California, Southern Division.
Im Dezember 2019 erließ das Gericht eine einstweilige
Verfügung zur Aussetzung der Umsetzung des Gesetzes.
Am 9. Januar 2024 erließ das Gericht ein Urteil im
Schnellverfahren, in dem es unter anderem die Bestimmungen
bestätigte, die die Erstattung an Anbieter, die an den
AKF spenden, einschränken, wenn sich diese Erstattung
auf Dienstleistungen für Patienten bezieht, die vom
AKF unterstützt werden. Am 9. Mai 2024 erließ
das Gericht ein endgültiges Urteil, setzte dessen
Vollstreckung jedoch aus, während die Parteien
Berufung einlegten.
"Executive Order" für neue ErstattungsmodelleAm 10. Juli 2019 wurde in den USA eine Verordnung
(Executive Order) zur Förderung der Nierengesundheit
unterzeichnet. Die Verordnung sieht unter anderem die
Entwicklung neuer Medicare-Erstattungsmodelle durch den
US-Gesundheitsminister vor, welche eine frühere
Erkennung und Behandlung von Nierenerkrankungen sowie den
Ausbau von Heimdialysebehandlungen und Transplantationen
fördern sollen. Eines dieser Modelle, das "ESRD
Treatment Choices-Modell" (ETC), ist ein verpflichtendes
Modell, das finanzielle Anreize für
Heimdialysebehandlung und Nierentransplantationen schafft.
Die Regelung für dieses Modell, die am 29. September
2020 finalisiert wurde, sieht für das Modell eine
Laufzeit bis Juni 2027 vor, mit Start im Januar 2021. Im
Rahmen des Modells werden für einen Zeitraum von
sechseinhalb Jahren sowohl positive wie negative
Anpassungen von durch ärztliches Fachpersonal und
Dialyseeinrichtungen beantragten Erstattungen für
bestimmte Medicare-Heimdialysebehandlungen vorgenommen. Die
Teilnehmer an diesem Modell basieren auf einer
zufälligen Auswahl von 30% der Versorgungsgebiete der
Krankenhäuser. Zum 31. März 2025 gehören 970
unserer US-Dialyseeinrichtungen (etwa 35% unserer
US-Dialyseeinrichtungen) zur zufälligen Auswahl der
Versorgungsgebiete der Krankenhäuser und befinden sich
damit in den Bereichen, die für die Teilnahme an dem
Modell ausgewählt wurden. Seit Januar 2021 wurden
für die ersten drei Jahre des Modells
ausschließlich Zuschlagszahlungen für
Heimdialysebehandlungen (Home Dialysis Payment Adjustment -
HDPA) geleistet. Diese verringern sich von anfänglich
3% im ersten HDPA-Zahlungsjahr auf 2% im zweiten
HDPA-Zahlungsjahr sowie 1% im letzten HDPA-Zahlungsjahr.
Zudem beinhaltet das Modell ab Juli 2022 eine
leistungsabhängige Erstattungsanpassung (Performance
Payment Adjustment - PPA). Die PPA-Zahlungen ergeben sich
aus einer kombinierten Berechnung aus Heimdialyse-
(Heimdialyse, Selbstdialyse und nächtliche
stationäre Dialyse) und Transplantationsquoten
(Lebendspender-Transplantationen und Warteliste für
Transplantate) auf der Grundlage der historischen Leistung
eines Teilnehmers beziehungsweise von zunehmend gewichteten
Vergleichsdaten aus geographisch ähnlichen Gebieten.
Die CMS verwenden bei der PPA-Bewertung einen zweistufigen
Ansatz zur Schichtung von Teilnehmern mit einem hohen
Anteil an Leistungsempfängern, die doppelt
anspruchsberechtigt, sowohl für Medicare als auch
für Medicaid, oder Bezieher von
Niedrigeinkommenssubventionen sind. Mögliche
PPA-Zahlungen erhöhen sich im Zeitablauf und betrugen
im ersten PPA-Erstattungsjahr (beginnend ab Juli 2022)
zwischen (5%) und 4% für ärztliches Fachpersonal
und Einrichtungen und werden im letzten PPA-Erstattungsjahr
(endend im Juni 2027) auf zwischen (9%) und 8% für
ärztliches Fachpersonal sowie auf zwischen (10%) und
8% für Einrichtungen steigen.
Am 31. Oktober 2022 finalisierten die CMS Verbesserungen
des ETC-Modells. Diese beinhalten unter anderem eine
Änderung zur Verbesserung der Bewertungsmethodik und
eine Änderung der Anforderungen in Bezug auf die
Flexibilität bei der Erbringung und Abrechnung von
Patientenschulungsleistungen für Nierenerkrankungen im
Rahmen des ETC-Modells. Die CMS haben zudem ihre Absicht
erörtert, Leistungsdaten auf Teilnehmerebene zu
veröffentlichen. Diese Änderungen führten
nicht zu zusätzlichen geschätzten Einsparungen
für das Medicare-Programm. Zum jetzigen Zeitpunkt
haben unsere Erstattungsanpassungen im Rahmen des
ETC-Modells zu einer positiven Nettoanpassung geführt.
Am 12. März 2025 gaben die CMS bekannt, dass das
ETC-Modell am 31. Dezember 2025 vorzeitig auslaufen wird.
Gemäß der Verordnung kündigte der
Gesundheitsminister zudem die freiwilligen
Erstattungsmodelle "Kidney Care First" (KCF) und CKCC
("graduated", "professional" und "global"), die auf dem
bestehenden UV-Modell aufbauen sollen, an. Diese
freiwilligen Modelle schaffen finanzielle Anreize für
Gesundheitsdienstleister, die Versorgung von
Medicare-Leistungsempfängern mit chronischen
Nierenerkrankungen der Stufen 4 und 5 oder mit chronischem
Nierenversagen zu koordinieren, den Dialysebeginn
hinauszuzögern, und Anreize für
Nierentransplantationen zu bieten. Bei den freiwilligen
Modellen können Gesundheitsdienstleister durch die
Bildung einer sogenannten Kidney Care Entity (KCE)
unterschiedliche finanzielle Risikoumfänge eingehen.
Zwei Optionen, das "global"- und das
"professional"-CKCC-Modell, erlauben es
Gesundheitsdienstleistern im Bereich der Nierengesundheit,
ein Risiko sowohl positiver als auch negativer finanzieller
Abweichungen einzugehen. Eine dritte Option, das
"graduated"-CKCC-Modell, ist auf die Annahme potenzieller
positiver Abweichungen beschränkt, steht KCEs, denen
große Dialyseorganisationen wie die Gesellschaft
angehören, jedoch nicht zur Verfügung. Im Rahmen
des "global"-Modells trägt die KCE das Risiko für
100% der Gesamtversorgungskosten von Medicare-Teil-A- und
-B-Leistungen für entsprechende
Leistungsempfänger. Im "professional"-Modell
übernimmt die KCE das Risiko für 50% dieser
Gesamtkosten. Zum 31. März 2025 waren wir an 21 KCEs
beteiligt. Zwanzig KCEs begannen innerhalb des ersten
Leistungsjahres mit Beginn am 1. Januar 2022 mit der
Übernahme des finanziellen Risikos und vier KCEs
begannen innerhalb des zweiten Leistungsjahres mit Beginn
am 1. Januar 2023 mit der Übernahme des finanziellen
Risikos. Folglich beendeten drei KCEs ihre Leistung. Das
CKCC-Modell wird voraussichtlich bis 2026 fortgeführt.
Im Oktober 2024 veröffentlichten die CMS die
Leistungsergebnisse der Teilnehmer aus dem Jahr 2022, wobei
die Mehrheit der von Interwell Health organisierten KCEs in
verschiedenen Qualitätskennzahlen als leistungsstark
eingestuft wurden. Stand März 2025 waren etwa 54.000
Patienten auf KCEs ausgerichtet, an denen wir beteiligt
waren.
KonzernstrukturFür eine Beschreibung unserer Struktur,
insbesondere in Bezug auf unsere Geschäftssegmente,
siehe Anmerkungen 1 und 13 im Konzernanhang.
II. Erläuterung von KennzahlenNicht-IFRS-Kennzahlen®Bestimmte der nachfolgend dargestellten finanziellen
Kenngrößen und andere in diesem Bericht
verwendete finanzielle Informationen sowie
Erläuterungen und Analysen enthalten
Kenngrößen, die nicht gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards definiert sind
(Nicht-IFRS-Kennzahlen). Wir halten diese Informationen,
neben vergleichbaren finanziellen
IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kenngrößen,
für unsere Investoren für nützlich, da sie
eine Grundlage für die Messung unserer Leistung,
Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der
erfolgsabhängigen Vergütung, der Einhaltung von
Auflagen und verbesserten Transparenz sowie
Vergleichbarkeit unserer Ergebnisse darstellen. Diese
Nicht-IFRS-Kennzahlen sollen nicht als Ersatz für nach
IFRS-Rechnungslegungsstandards dargestellte
Finanzinformationen betrachtet oder interpretiert werden.
Konstante Wechselkurse (Nicht-IFRS-Kennzahl)Unsere Darstellung von manchen in diesem Bericht
verwendeten finanziellen Kenngrößen, etwa die
Entwicklung der Umsatzerlöse, des operativen
Ergebnisses und des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf
die Anteilseigner der FME AG entfällt), wird durch die
Entwicklung der Wechselkurse beeinflusst. In unseren
Veröffentlichungen berechnen und präsentieren wir
diese Finanzkennzahlen sowohl nach
IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten
Wechselkursen, um die Entwicklung dieser
Kenngrößen und anderer Positionen ohne
periodische Wechselkursschwankungen darzustellen.
Gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards werden die
in lokaler (das heißt Nicht-Euro-)Währung
generierten Beträge zum Durchschnittskurs der
jeweiligen Berichtsperiode in Euro umgerechnet. Nach der
Umrechnung zu konstanten Wechselkursen berechnen wir dann
die Veränderung in Prozent aus den Beträgen der
laufenden Periode zu Wechselkursen des Vorjahres im
Vergleich zu den Beträgen des Vorjahres. Dieser
Prozentsatz ist eine Nicht-IFRS-Finanzkennzahl, die sich
auf die Änderung als einen Prozentsatz zu konstanten
Wechselkursen bezieht. Die währungsbereinigten
Finanzkennzahlen werden mit dem Begriff "zu konstanten
Wechselkursen" kenntlich gemacht.
Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen
werden sowohl gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten
Wechselkursen dargestellt. Jeder dieser Indikatoren, die zu
konstanten Wechselkursen dargestellt werden, wird als
Nicht-IFRS-Kennzahl betrachtet. Im Rahmen der
Vorstandsvergütung werden diese Kenngrößen
auch mit den bei der Festlegung der Vergütungsziele
mit Anreizwirkung verwendeten Wechselkursen bewertet.
Wir sind der Ansicht, dass Kennzahlen zu konstanten
Wechselkursen für Investoren, Kreditgeber und andere
Gläubiger von Nutzen sind, da diese Informationen
ihnen ermöglichen, den Einfluss von
Wechselkursschwankungen auf unsere Umsatzerlöse, unser
operatives Ergebnis, das Konzernergebnis und auf andere
Positionen im Periodenvergleich zu beurteilen. Darüber
hinaus wird für unsere Vergütungspläne mit
langfristiger Anreizwirkung die Erreichung bestimmter
Zielvorgaben anhand des zu konstanten Wechselkursen
ermittelten Wachstums der Umsatzerlöse und des
Konzernergebnisses gemessen. Wir verwenden die Entwicklung
zu konstanten Wechselkursen im Periodenvergleich dennoch
nur als Maß für den Einfluss von
Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung fremder
Währung in Euro. Wir bewerten unsere Ergebnisse und
Leistungen immer unter Einbeziehung:
1. der Entwicklung der Werte für die
Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das
Konzernergebnis und andere Positionen gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards gegenüber dem
Vergleichszeitraum sowie
2. der Entwicklung der entsprechend ermittelten Werte zu
konstanten Wechselkursen.
Wir empfehlen den Lesern des Berichts, diese Kennzahlen
nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit
den Veränderungen der Umsatzerlöse, des
operativen Ergebnisses, des Konzernergebnisses und anderer
Positionen, die gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelt wurden, zu
würdigen. Wir stellen die jeweilige Wachstumsrate der
entsprechenden Nicht-IFRS-Kennzahlen der jeweiligen
Wachstumsrate von IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahlen
wie Umsatzerlöse, operatives Ergebnis, Konzernergebnis
und andere Positionen gegenüber. Da die
Überleitung der Nicht-IFRS-Finanzkennzahlen zu den
gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelten
Finanzkennzahlen im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage" enthalten ist, sind wir der Meinung,
dass eine separate Überleitungsrechnung keinen
zusätzlichen Nutzen bieten würde.
Kenngrößen ohne SondereffekteDie bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen
werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens,
einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu
konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen.
Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten
finanziellen Kenngrößen in der externen
Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen
ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die
Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu
erhöhen. Sondereffekte sind Effekte, die in ihrer Art
ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung
des Ausblicks nicht vorhersehbar waren beziehungsweise
deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.
Bei der Darstellung der erwarteten
Geschäftsentwicklung in unserem Ausblick werden
Sondereffekte daher nicht berücksichtigt. Die
Darstellung unserer Ergebnisse ohne Sondereffekte
gewährleistet die Vergleichbarkeit der dargestellten
Zahlen mit den finanziellen Zielen der Gesellschaft, die
ohne Sondereffekte definiert wurden.
Im 1. Quartal 2025 und 2024 haben wir die Aufwendungen
für das Programm FME25, die Auswirkungen der
Optimierung des Bestandsportfolios, die
Rechtsformwechsel-Kosten sowie die Neubewertungen von
Humacyte (jeweils unten definiert) als Sondereffekte
identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten
Kennzahlen den Lesern weitere für die Beurteilung
unserer operativen Entwicklung nützliche
Zusatzinformationen bietet. Diese Ergebnisse zu konstanten
Wechselkursen ohne Sondereffekte werden im Rahmen der
Erläuterung zur Ertragslage ebenso wie
Überleitungen der Kenngrößen für den
Konzernabschluss gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards auf die
Kenngrößen zu konstanten Wechselkursen ohne
Sondereffekte dargestellt. Diese Ergebnisse zu konstanten
Wechselkursen ohne Sondereffekte sind lediglich als
Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen
gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu
betrachten.
Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)Die Rendite auf das investierte Kapital (Return on
Invested Capital, ROIC) bezieht das operative Ergebnis der
letzten zwölf Monate nach angepassten Ertragsteuern
(Net Operating Profit After Tax, NOPAT) auf das
durchschnittlich investierte Kapital der letzten fünf
Quartalsstichtage, jeweils angepasst um in den letzten
zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und
Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO
€ übersteigt, im Einklang mit den jeweiligen
Anpassungen, die wie unten beschrieben bei der Ermittlung
des angepassten EBITDA (Earnings before Interest, Taxes,
Depreciation and Amortization - Ergebnis vor Zinsen,
Ertragsteuern und Abschreibungen) vorgenommen wurden (siehe
"Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)").
Darüber hinaus bereinigen wir den ROIC um die
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung des
Bestandsportfolios (wie unten definiert), die in den
letzten zwölf Monaten entstanden sind, um die
Vergleichbarkeit der Finanzzahlen, die bestimmten
Leistungszielen für die Vorstandsvergütung
zugrunde liegen, mit der operativen Leistung der
Gesellschaft zu erhöhen und die tatsächliche
Leistung der Vorstandsmitglieder angemessen zu
würdigen. Der ROIC gibt Auskunft darüber, wie
effizient wir mit dem zur Verfügung stehenden Kapital
arbeiten beziehungsweise wie effizient der Kapitaleinsatz
für Investitionsvorhaben ist.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Überleitung
des durchschnittlich investierten Kapitals ausgehend von
der Summe der Vermögenswerte, die wir als
vergleichbarste
IFRS-Rechnungslegungsstandards-Finanzkennzahl ansehen,
sowie die Ermittlung des ROIC:
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)in MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROICin MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)in MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)in MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)in MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)in MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROICin MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)in MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)in MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios)in MIO €, sofern nicht anders angegebenscrollen
(3) Bereinigt um nicht beherrschende Anteile von
Personengesellschaften.
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der UmsatzerlöseUnsere Konzern-Kapitalflussrechnung ermöglicht
einen Einblick, auf welche Weise wir Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente (Cash Flow) erwirtschaftet
und wie wir diese verwendet haben. In Verbindung mit
unseren übrigen Hauptbestandteilen des
Konzernzwischenabschlusses liefert die
Konzern-Kapitalflussrechnung Informationen, die helfen, die
Änderungen unseres Reinvermögens und unserer
Finanzstruktur (einschließlich Liquidität und
Solvenz) bewerten zu können. Anhand des Cash Flows aus
betrieblicher Geschäftstätigkeit kann beurteilt
werden, ob ein Unternehmen die finanziellen Mittel
eigenständig erwirtschaften kann, die zur Finanzierung
von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen benötigt
werden. Der Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit wird durch die
Rentabilität unseres Geschäfts und die
Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, insbesondere des
Forderungsbestands, beeinflusst. Aus der Kennzahl Cash Flow
aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent
der Umsatzerlöse lässt sich erkennen, wie viel
Prozent der Umsatzerlöse in Form von finanziellen
Mitteln zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl ist ein
Indikator für die operative Finanzierungskraft unseres
Konzerns.
Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)Der Free Cash Flow (den wir als Cash Flow aus
betrieblicher Geschäftstätigkeit nach
Investitionen in Sachanlagen und aktivierten
Entwicklungskosten, vor Akquisitionen und Beteiligungen
definieren) ist der frei verfügbare Cash Flow,
einschließlich des Cash Flows, der gewissen
Restriktionen des Verwendungszwecks unterliegen mag. Der
Free Cash Flow in Prozent der Umsatzerlöse ist ein
Indikator, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für
Akquisitionen und Beteiligungen, für die Dividenden an
die Aktionäre, für die Schuldentilgung und
Verringerung der Fremdfinanzierung oder für
Aktienrückkäufe zur Verfügung stehen.
Die Darstellung der Cash Flow bezogenen finanziellen
Leistungsindikatoren im 1. Quartal 2025 und 2024 und eine
Überleitung des Free Cash Flows beziehungsweise des
Free Cash Flows in Prozent der Umsatzerlöse zum Cash
Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
beziehungsweise zum Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit in Prozent der
Umsatzerlöse sind im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage - Finanzlage -
Liquiditätsquellen" zu finden.
Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)Der Netto-Verschuldungsgrad ist ein finanzieller
Leistungsindikator für das Kapitalmanagement.
Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen
Mittel (Netto-Verschuldung beziehungsweise Net Debt) und
EBITDA werden zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so
den Netto-Verschuldung sgrad zu bestimmen. Dabei wird das
EBITDA um folgende Sachverhalte angepasst:
scrollen
i. der Aufwendungen für das Programm FME25,
ii. der Auswirkungen der Neubewertung unseres Anteils an
Humacyte, Inc. und von Forderungen im Zusammenhang mit
Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund von
Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch haben
(Neubewertungen von Humacyte),
iii. bestimmter Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Änderung der Rechtsform der Gesellschaft im Jahr 2023
von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine
Aktiengesellschaft (AG) (Rechtsformwechsel), vor allem in
Bezug auf die erforderliche Umregistrierung unserer
Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen
für externe Berater und die Durchführung einer
außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen
im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen
Verwaltungsfunktionen, die für das Management
bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die in der
Vergangenheit auf der Ebene des Konzerns der Fresenius SE
& Co. KGaA (Fresenius SE) ausgeführt und an die
Gesellschaft belastet werden (Rechtsformwechsel-Kosten),
sowie
iv. der Kosten, die im Zusammenhang mit strategischen
Veräußerungen entstehen, die bei der
Überprüfung unseres Geschäftsportfolios
identifiziert werden, hauptsächlich aufgrund des
Ausstiegs aus nicht nachhaltigen Märkten und der
Veräußerung von
Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie der Einstellung
bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine
gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche in unserem
Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein
höheres profitables Wachstum erwartet wird
(Optimierung des Bestandsportfolios). Für weitere
Informationen zur Zusammensetzung dieser Anpassungen im 1.
Quartal 2025 und 2024 siehe Anmerkungen 2 und 3 c) im
Konzernanhang.
Das Verhältnis ist ein Indikator dafür, wie
lange es dauert, die Netto-Verschuldung aus eigenen Mitteln
zu tilgen. Nach unserer Auffassung liefert der
Netto-Verschuldungsgrad, ergänzend zur absoluten
Höhe unserer Verschuldung, alternative Informationen,
die der Vorstand als nützlich erachtet, um zu
beurteilen, ob wir in der Lage sind, unseren
Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Wir haben eine starke
Marktposition in globalen, wachsenden und
größtenteils nichtzyklischen Märkten. Zudem
verfügen die meisten Kunden über eine hohe
Kreditqualität, da die Dialysebranche durch stabile
Cash Flows gekennzeichnet ist. Wir sind der Meinung, dass
wir dadurch mit einem angemessenen Anteil an Fremdkapital
arbeiten können.
Für unsere selbst gesetzte Zielspanne und für
die Berechnung des Netto-Verschuldungsgrads zum 31.
März 2025 und 31. Dezember 2024 siehe im Abschnitt
III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Finanzlage
- Liquiditätsquellen".
III. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageWesentliche EreignisseDie folgenden Sachverhalte stellen bemerkenswerte
Auswirkungen oder Trends in unserem Geschäft und /
oder unserer Branche im 1. Quartal 2025 dar:
Optimierung des BestandsportfoliosWir überprüfen weiterhin unser
Geschäftsportfolio, insbesondere im Hinblick auf den
Ausstieg aus nicht nachhaltigen Märkten und der
Veräußerung von
Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie die Einstellung
bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine
stringente Kapitalallokation auf Bereiche in unserem
Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein
höheres profitables Wachstum erwartet wird. Im 1.
Quartal 2025 und 2024 beziehen sich die Auswirkungen der
Optimierung des Bestandsportfolios hauptsächlich auf
die geplante Veräußerung ausgewählter
Vermögenswerte der hundertprozentigen
Tochtergesellschaft Spectra Laboratories und die geplanten
Veräußerungen in Brasilien, Kasachstan und
Malaysia, wie in den Anmerkungen 2 und 3 im Konzernanhang
beschrieben, sowie auf die Auswirkungen der
Veräußerungen und geplanten
Veräußerungen im südlichen Afrika, in
Ecuador, Chile, der Türkei, Kolumbien und der Cura Day
Hospitals Group in Australien im 1. Quartal 2024.
Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios
resultierten in einem negativen Effekt auf das operative
Ergebnis in Höhe von 24 MIO € im 1. Quartal 2025
(im 1. Quartal 2024: negativer Effekt in Höhe von 143
MIO €).
Programm FME25Die Aufwendungen für das Programm FME25
resultierten in einem negativen Effekt auf das operative
Ergebnis in Höhe von 28 MIO € im 1. Quartal 2025
(im 1. Quartal 2024: negativer Effekt in Höhe von 28
MIO €). Die wiederkehrenden Einsparungen aus dem
Programm FME25 beliefen sich im 1. Quartal 2025 auf 180 MIO
€ (im 1. Quartal 2024: 112 MIO €).
In der nachstehenden Erläuterung unserer Ergebnisse
für das 1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal
2024 werden die Auswirkungen der Kosten und Einsparungen
aus dem Programm FME25 netto dargestellt.
Andere TrendsDie jüngsten Veränderungen in der globalen
Handelspolitik, einschließlich neuer Zölle und
möglicher zusätzlicher
Handelsbeschränkungen, haben zu erhöhter
Unsicherheit und potenziellen Risiken in der
Gesundheitsbranche und für unsere
Geschäftstätigkeit und finanzielle
Leistungsfähigkeit geführt. Wir haben zwar
Maßnahmen zur Abschwächung dieser Risiken
ergriffen, aber je nach Art und Umfang dieser
Veränderungen bei den betroffenen Waren und
Materialien, die wir verwenden, kann es zu weiteren
Kostensteigerungen im Rahmen unserer Beschaffung kommen.
Neben den Zöllen stellen weitere makroökonomische
Faktoren weiterhin eine Herausforderung dar, wie die
weiterhin erhöhte Inflation, was zu höheren
Arbeits- und Produktionskosten beiträgt, sowie
anhaltende Unterbrechungen der globalen Lieferketten und
neue oder potenzielle Export-/ Importbeschränkungen in
wichtigen Märkten. Daraus resultierende
Kostensteigerungen haben und könnten sich weiterhin
negativ auf unsere Finanz- und Ertragslage auswirken,
insbesondere dann, wenn wir nicht in der Lage sind, diese
Kosten durch erhöhte Kostenerstattungen und
höhere Preise für unsere Produkte aufzufangen
oder sie durch Anpassungen in der Lieferkette, eine
Neugestaltung der Produkte oder andere betriebliche
Effizienzsteigerungen auszugleichen. Wir beobachten diese
Entwicklungen genau und identifizieren zusätzliche
Strategien, um potenzielle finanzielle und betriebliche
Auswirkungen abzumildern, und erwarten, dass die
Auswirkungen im Jahr 2025 begrenzt sein werden. Angesichts
der sich entwickelnden Art dieser Herausforderungen und
ihrer breiten wirtschaftlichen Implikationen können
wir jedoch das volle Ausmaß ihrer mittel- bis
langfristigen Auswirkungen auf unser Geschäft nicht
genau vorhersagen. Darüber hinaus wies der Wechselkurs
zwischen Euro und US-Dollar im 1. Quartal 2025 eine
moderate Volatilität auf, wobei der Euro im
Allgemeinen gegenüber dem US-Dollar an Wert gewann.
Einflüsse auf die Devisenmärkte durch
geopolitische Entwicklungen wie die oben erwähnten
handelspolitischen Veränderungen und
Korrekturmaßnahmen der Zentralbanken können dazu
führen, dass diese Wechselkursentwicklungen im Jahr
2025 erheblich von bisherigen Entwicklungen abweichen.
Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios
und die Aufwendungen für das Programm FME25 werden als
Sondereffekte behandelt.
Die folgenden Abschnitte fassen unsere konsolidierte
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie die
Steuerungsgrößen nach Berichtssegment und
Zentralbereichen für die angegebenen Zeiträume
zusammen. Wir haben die Informationen in der gleichen Art
und Weise und auf der gleichen Basis aufbereitet, wie unser
Management intern finanzielle Informationen zur
Unterstützung operativer Entscheidungen und zur
Beurteilung der Leistung der Unternehmensführung
verarbeitet.
ErtragslageDie Umsatzerlöse und das operative Ergebnis, die in
Ländern außerhalb der Eurozone erwirtschaftet
werden, unterliegen Währungsschwankungen. Da ein
erheblicher Teil unserer Geschäftstätigkeit auf
unser US-Geschäft entfällt, kann die Entwicklung
des Euro gegenüber dem US-Dollar einen wesentlichen
Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage haben und Wechselkurseffekte und
Währungsumrechnungseffekte sind in der nachstehenden
Erörterung unserer bedeutsamsten finanziellen
Kenngrößen und wichtigen finanziellen
Leistungsindikatoren enthalten.
1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024Ertragslage in MIO €scrollen
Bedeutsamste finanzielle KenngrößenDie folgenden Erläuterungen beziehen sich auf
unsere beiden Geschäfts- und Berichtssegmente und auf
die Zielgrößen, welche wir der Steuerung der
Segmente zugrunde legen. Für weitere Informationen
siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.
Umsatzerlösein MIO €, außer Angaben zu Dialysebehandlungen, Patienten und Klinikenscrollen
scrollen
KonzernDie Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum 1.
Quartal 2024 im Wesentlichen aufgrund von organischem
Wachstum sowohl in Care Delivery als auch in Care
Enablement und eines positiven
Währungsumrechnungseffekts. Gegenläufig wirkten
ein Effekt aus geschlossenen oder verkauften
Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang
mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und ein
Rückgang der Anzahl der Behandlungstage.
Care DeliveryDer Anstieg der Umsatzerlöse in Care Delivery im
Vergleich zum 1. Quartal 2024 ergab sich aus organischem
Wachstum und einem positiven Effekt aus der
Währungsumrechnung. Gegenläufig wirkten ein
Effekt aus geschlossenen oder verkauften
Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang
mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und ein
Rückgang der Anzahl der Behandlungstage. Das
organische Wachstum wurde durch die wert- und
risikobasierten Versorgungsprogramme, gestiegene
Erstattungssätze und einen vorteilhaften
Kostenträger-Mix unterstützt. Zum 31. März
2025 sank die Anzahl der Patienten, die in Kliniken
behandelt wurden, die wir besitzen oder betreiben, in Care
Delivery im Vergleich zum 31. März 2024, im
Wesentlichen aufgrund von Veräußerungen in
Verbindung mit unserem Plan zur Optimierung des
Bestandsportfolios. Die Anzahl der Dialysebehandlungen im
Segment Care Delivery sank im Vergleich zum 1. Quartal
2024, im Wesentlichen aufgrund von Klinikverkäufen und
-schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit
der Optimierung des Bestandsportfolios) und einem
Rückgang der Anzahl der Behandlungstage.
Gegenläufig wirkte organisches Behandlungswachstum. Im
1. Quartal 2025 akquirierten wir 1, eröffneten 8 und
konsolidierten, schlossen oder verkauften 10
Dialysekliniken.
U.S.In den USA war der Anstieg der Umsatzerlöse auf
organisches Wachstum und einen positiven Effekt aus der
Währungsumrechnung zurückzuführen.
Gegenläufig wirkte ein Rückgang der Anzahl der
Behandlungstage. Das organische Wachstum in den USA wurde
durch die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme,
gestiegene Erstattungssätze und einen vorteilhaften
Kostenträger-Mix unterstützt. In den USA stieg
die Anzahl der Patienten, die in Dialysekliniken behandelt
wurden, die wir besitzen oder betreiben, leicht auf 205.662
(31. März 2024: 205.610). Die Anzahl der Behandlungen
sank im 1. Quartal 2025 auf 7.548.182 im Vergleich zu
7.630.349 im 1. Quartal 2024, im Wesentlichen aufgrund
eines Rückgangs der Anzahl der Behandlungstage. Das
organische Behandlungswachstum blieb im Vergleich zum 1.
Quartal 2024 trotz eines negativen Effekts aus einer
schweren Grippesaison stabil. In den USA besaßen oder
betrieben wir zum 31. März 2025 2.623 Dialysekliniken
(31. März 2024: 2.617). Im 1. Quartal 2025
akquirierten wir 1, eröffneten 3 und konsolidierten,
schlossen oder verkauften 5 Dialysekliniken.
InternationalIn unserem Geschäft außerhalb der USA
(International) war der Rückgang der Umsatzerlöse
auf einen Effekt aus geschlossenen oder verkauften
Geschäftsbereichen (hauptsächlich im Zusammenhang
mit der Optimierung des Bestandsportfolios) und einen
Rückgang der Anzahl der Behandlungstage
zurückzuführen. Gegenläufig wirkte
organisches Wachstum. In den Dialysekliniken, die wir in
International besitzen oder betreiben, wurden 93.696
Patienten behandelt, was einem Rückgang von 21% (31.
März 2024: 119.274) entspricht, im Wesentlichen
aufgrund von Veräußerungen im Zusammenhang mit
der Optimierung des Bestandsportfolios. Die Anzahl der
Behandlungen in International verringerte sich im 1.
Quartal 2025 um 26% auf 3.459.226 im Vergleich zu 4.647.301
im 1. Quartal 2024, was auf Klinikverkäufe und
-schließungen (hauptsächlich im Zusammenhang mit
der Optimierung des Bestandsportfolios) und einen
Rückgang der Anzahl der Behandlungstage
zurückzuführen war. Gegenläufig wirkte
organisches Behandlungswachstum. In International
besaßen oder betrieben wir zum 31. März 2025
1.051 Dialysekliniken (31. März 2024: 1.245). Im 1.
Quartal 2025 eröffneten wir 5 und konsolidierten,
schlossen oder verkauften 5 Dialysekliniken.
Care EnablementDie Umsatzerlöse in Care Enablement stiegen im
Vergleich zum 1. Quartal 2024 im Wesentlichen aufgrund von
höheren Umsatzerlösen aus Einwegprodukten
für die Zentrumsdialyse, Dialysegeräten für
die Behandlung chronischer Erkrankungen, Produkten für
die Heimhämodialyse und Produkten für die
Akutdialyse. Die Entwicklung war auf einen Anstieg der
Absatzmengen für unsere Produkte in allen unseren
geographischen Regionen zurückzuführen.
Darüber hinaus war die Preisdynamik insgesamt positiv
(einschließlich eines negativen Effekts aus der
mengenbasierten Beschaffung in China).
Operatives Ergebnisscrollen
KonzernDer Anstieg unseres operativen Ergebnisses war
weitgehend auf reduzierte Kosten aus der Optimierung des
Bestandsportfolios, einen positiven Effekt aus
Geschäftswachstum (sowohl in Care Delivery als auch in
Care Enablement) und Nettoeinsparungen aus dem Programm
FME25 zurückzuführen. Gegenläufig wirkten
ein negativer Effekt aus den Neubewertungen von Humacyte,
höherer Personalaufwand, inflationsbedingte
Kostensteigerungen und ein negativer Effekt aus wert- und
risikobasierten Versorgungsprogrammen.
Care DeliveryDas operative Ergebnis in Care Delivery stieg im
Wesentlichen aufgrund reduzierter Kosten aus der
Optimierung des Bestandsportfolios und eines positiven
Effekts aus Geschäftswachstum (einschließlich
eines positiven Effekts aus Phosphatbindern, gestiegenen
Erstattungssätzen und einem vorteilhaften
Kostenträger-Mix, teilweise ausgeglichen durch einen
negativen Effekt aus dem Behandlungsvolumen). Der Anstieg
war außerdem auf Nettoeinsparungen aus dem Programm
FME25 und einen positiven Währungsumrechnungseffekt
zurückzuführen. Gegenläufig wirkten
höherer Personalaufwand, ein negativer Effekt aus
wert- und risikobasierten Versorgungsprogrammen und
inflationsbedingte Kostensteigerungen.
Care EnablementDas operative Ergebnis in Care Enablement stieg im
Wesentlichen aufgrund von Nettoeinsparungen aus dem
Programm FME25 und einem günstigen Effekt aus
Geschäftswachstum (bedingt durch positive
Preisentwicklungen, trotz der mengenbasierten Beschaffung
in China, und höheren Mengen). Gegenläufig
wirkten außerdem inflationsbedingte
Kostensteigerungen und ein negativer Effekt aus der
Neubewertung von Forderungen im Zusammenhang mit
Lizenzgebühren, auf die wir aufgrund von
Verkäufen von Humacyte, Inc. in den USA Anspruch
haben.
Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren und andere Faktoren, die zum Konzernergebnis beitragenDie Umsatzkosten stiegen im Vergleich zum 1. Quartal
2024. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus
höheren Aufwendungen für wert- und risikobasierte
Versorgungsprogramme (hauptsächlich im Zusammenhang
mit gestiegenen Mitgliederzahlen) in Care Delivery, einem
negativen Währungsumrechnungseffekt, höherem
Personalaufwand in Care Delivery und inflationsbedingten
Kostensteigerungen. Dies wurde teilweise durch geringere
Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum in Care
Delivery (gegenläufig zu höheren Kosten im
Zusammenhang mit Geschäftswachstum in Care Enablement)
und Nettoeinsparungen aus dem Programm FME25 ausgeglichen.
In Care Delivery stiegen die Umsatzkosten um 3% von 3.022
MIO € auf 3.113 MIO € im Vergleich zum 1. Quartal
2024. Ohne einen negativen Währungsumrechnungseffekt
in Höhe von 3% blieben die Umsatzkosten in Care
Delivery zu konstanten Wechselkursen stabil. In Care
Enablement stiegen die Umsatzkosten um 4% von 888 MIO
€ auf 922 MIO € im Vergleich zum 1. Quartal 2024.
Bei einem negativen Währungsumrechnungseffekt in
Höhe von 1% stiegen die Umsatzkosten in Care
Enablement um 3% zu konstanten Wechselkursen.
Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sanken
im 1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024, im
Wesentlichen aufgrund von Nettoeinsparungen aus dem
Programm FME25. Gegenläufig wirkte ein negativer
Effekt aus der Währungsumrechnung.
Der Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten
war weitestgehend auf eine höhere Aktivierung von
Entwicklungskosten zurückzuführen.
Gegenläufig wirkten höhere Personalkosten
für Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Der Anstieg des Ergebnisses assoziierter Unternehmen war
im Wesentlichen auf höhere Erträge von VFMCRP
zurückzuführen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge war
im Wesentlichen auf Wechselkursgewinne
zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein
negativer Effekt aus der Neubewertung unseres Anteils an
Humacyte, Inc.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben im
Vergleich zum 1. Quartal 2024 stabil, da ein negativer
Effekt aus der Neubewertung unseres Anteils an Humacyte,
Inc. und Wechselkursverluste von reduzierten Kosten aus der
Optimierung des Bestandsportfolios ausgeglichen wurden.
Für zusätzliche Informationen zu den sonstigen
betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, siehe
Anmerkung 3 c) im Konzernanhang.
Der Netto-Zinsaufwand sank um 8% von 88 MIO € auf
81 MIO €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus
einem positiven Effekt aus Refinanzierungsaktivitäten.
Gegenläufig wirkten ein negativer Effekt aus
Währungsswaps und ungünstige
Währungsumrechnungseffekte.
Der effektive Steuersatz sank auf 24,4% im 1. Quartal
2025 im Vergleich zu 25,0% im 1. Quartal 2024. Der
Rückgang war im Wesentlichen auf eine Veränderung
in der geografischen Zusammensetzung der Erträge, die
zu einem niedrigeren effektiven Steuersatz führte, und
einen positiven Effekt aus der Optimierung des
Bestandsportfolios zurückzuführen.
Gegenläufig wirkte ein negativer Effekt aus einem
geringeren Anteil an steuerfreien Erträgen, die nicht
beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind, im Vergleich zum
Ergebnis vor Ertragsteuern.
Der Rückgang des auf nicht beherrschende Anteile
entfallenden Ergebnisses im 1. Quartal 2025 im Vergleich
zum 1. Quartal 2024 beruhte im Wesentlichen auf geringeren
Erträgen von Unternehmen, an denen wir zu weniger als
100% beteiligt sind und die voll konsolidiert werden.
Der Anstieg des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf
die Anteilseigner der FME AG entfällt) war der
Gesamteffekt der zuvor erläuterten Positionen.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg im 1.
Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024 im
Wesentlichen aufgrund des zuvor beschriebenen Anstiegs des
Konzernergebnisses. Die Zahl der durchschnittlich im
Berichtszeitraum ausstehenden Aktien war zum 31. März
2025 mit 293,4 MIO im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
unverändert.
Zum 31. März 2025 beschäftigten wir 112.035
Personen (auf Basis der Gesamtbeschäftigtenzahl) (31.
März 2024: 117.128). Dieser Rückgang in Höhe
von 4% beruhte im Wesentlichen auf der
Veräußerung bestimmter Geschäftsbereiche im
Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios.
Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den KonzernDie bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen
werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens,
einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu
konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen.
Somit ist der Vorstand der Meinung, dass die bedeutsamsten
finanziellen Kenngrößen in der externen
Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen
ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die
Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu
erhöhen.
Wir sind der Ansicht, dass die folgenden Ergebnisse
(ohne Sondereffekte) nur in Verbindung mit den oben
dargestellten Ergebnissen analysiert werden sollten. Im 1.
Quartal 2025 und 2024 haben wir die Aufwendungen für
das Programm FME25, die Auswirkungen der Optimierung des
Bestandsportfolios, die Rechtsformwechsel-Kosten sowie die
Neubewertungen von Humacyte als Sondereffekte
identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten
Kennzahlen den Lesern weitere für die Beurteilung
unserer operativen Entwicklung im Vergleich zu den
finanziellen Zielen nützliche Zusatzinformationen
bietet.
Zum Zweck der Vergleichbarkeit mit unseren im Ausblick
dargestellten finanziellen Zielen zeigt die folgende
Tabelle eine Überleitung der Leistungsindikatoren
für den Konzernzwischenabschluss gemäß
IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU
angewendet werden, auf die Leistungsindikatoren ohne
Sondereffekte. Diese Ergebnisse ohne Sondereffekte sind
lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten
Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards
zu betrachten.
Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzernin MIO €scrollen
scrollen
Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzernin MIO €scrollen
FinanzlageLiquiditätsquellenWesentliche Quellen der Liquidität sind der Cash
Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit,
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, die Erlöse aus
der Ausgabe langfristiger Verbindlichkeiten sowie
Desinvestitionen. Wir benötigen diese Liquidität
vornehmlich zur Finanzierung des
Netto-Umlaufvermögens, des Programms FME25 sowie von
Akquisitionen und für den Betrieb der Kliniken,
für die Entwicklung eigenständiger
Dialysekliniken und anderer Gesundheitseinrichtungen, zur
Anschaffung von Ausrüstung für bestehende oder
neue Dialysekliniken und Produktionsstätten. Weiterhin
benötigen wir sie zur Rückzahlung von
Finanzverbindlichkeiten und für
Dividendenausschüttungen (siehe hierzu die Abschnitte
"Cash Flow aus Investitionstätigkeit" und "Cash Flow
aus Finanzierungstätigkeit") und zur Erfüllung
von Verpflichtungen aus Put-Optionen gegenüber
Inhabern von Minderheitsanteilen an unseren
Tochtergesellschaften.
Zum 31. März 2025 betrug unser finanzieller
Spielraum aus nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien
etwa 3,5 MRD €, einschließlich 2,0 MRD €
aus der syndizierten Kreditlinie, die wir als
zusätzliche Liquiditäts-Absicherung für
allgemeine Unternehmenszwecke halten (siehe Anmerkung 8 im
Konzernanhang).
In unserem langfristigen Kapitalmanagement konzentrieren
wir uns in erster Linie auf den Netto-Verschuldungsgrad,
einer Nicht-IFRS-Kennzahl, und orientieren uns an unserem
selbst gesetzten Ziel von 3,0 - 3,5x (siehe hierzu den
Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen -
Nicht-IFRS-Kennzahlen - Netto-Verschuldungsgrad
(Nicht-IFRS-Kennzahl)"). Die nachfolgende Tabelle zeigt die
Überleitung der Netto-Verschuldung und des angepassten
EBITDA sowie die Berechnung des Netto-Verschuldungsgrads
zum 31. März 2025 und 31. Dezember 2024.
Überleitung angepasstes EBITDA und Netto-Verschuldungsgrad zur am ehesten vergleichbaren IFRS®-Kennzahlin MIO €, ausgenommen Netto-Verschuldungsgradscrollen
Zum 31. März 2025 verfügten wir über
flüssige Mittel in Höhe von 1.071 MIO € (31.
Dezember 2024: 1.180 MIO €).
Der Free Cash Flow (Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit nach Investitionen in
Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten, vor
Akquisitionen und Beteiligungen) ist eine
Nicht-IFRS-Kennzahl, der zum Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit, der am ehesten vergleichbaren
IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahl, übergeleitet
wird. Weitere Erläuterungen sind im Abschnitt II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen -
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in
% der Umsatzerlöse" und "- Free Cash Flow in % der
Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu finden.
Die folgende Tabelle zeigt die Cash Flow bezogenen
finanziellen Leistungsindikatoren im 1. Quartal 2025 und
2024 und eine Überleitung des Free Cash Flow
beziehungsweise des Free Cash Flow in Prozent der
Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow
aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent
der Umsatzerlöse:
Cash Flow bezogene finanzielle Leistungsindikatorenscrollen
Cash Flow aus betrieblicher GeschäftstätigkeitDer Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit wird durch die
Rentabilität unseres Geschäfts, die Entwicklung
unseres Netto-Umlaufvermögens, insbesondere des
Vorratsbestands und des Forderungsbestands, sowie durch
Mittelabflüsse aufgrund verschiedener nachstehend
erläuterter Einzelsachverhalte beeinflusst. Der
Anstieg des Cash Flows aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit in Prozent der
Umsatzerlöse im Vergleich zum 1. Quartal 2024 ist auf
das weitgehende Ausklingen des Cyberangriffs auf die
Systeme eines unserer Drittdienstleister Ende 2024, und
darüber hinaus auf einen positiven Effekt aus
saisonalen Schwankungen in der Rechnungsstellung
zurückzuführen. Gegenläufig wirkten der
Wegfall der Mittelzuflüsse aus dem Jahr 2024 von
unserer ehemaligen persönlich haftenden
Gesellschafterin Fresenius Medical Care Management AG im
Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen für
Vorstandsmitglieder infolge des Rechtsformwechsels im Jahr
2025 und ein ungünstiger Effekt aus der Entwicklung
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Rentabilität unseres Geschäfts hängt
wesentlich von den Erstattungssätzen für unsere
Dienstleistungen ab. Im 1. Quartal 2025 erzielten wir etwa
77% unserer Umsatzerlöse mit
Gesundheitsdienstleistungen, von denen ein erheblicher
Anteil entweder von staatlichen Gesundheitsorganisationen
oder von privaten Versicherern erstattet wird. Im 1.
Quartal 2025 entfielen etwa 17% der Umsatzerlöse des
Konzerns auf Erstattungen durch staatliche
US-Gesundheitsprogramme wie Medicare und Medicaid.
Gesetzesänderungen könnten sowohl die
Medicare-Erstattungssätze für einen erheblichen
Teil unserer Dienstleistungen als auch den Umfang der
Medicare-Leistungen betreffen. Eine Senkung der
Erstattungssätze oder eine Verringerung des
Leistungsumfangs könnte wesentliche negative
Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Finanz- und
Ertragslage haben und damit auf unsere Fähigkeit, Cash
Flow zu generieren. Siehe die obigen Abschnitte
"Zukunftsbezogene Aussagen" und I. "Gesamtwirtschaftliche
und branchenbezogene Rahmenbedingungen".
Wir beabsichtigen, unseren gegenwärtigen Bedarf an
flüssigen Mitteln und Finanzierungen auch weiterhin
aus dem Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit, Ausgaben im Rahmen unseres
Commercial Paper Programms (siehe Anmerkung 7 im
Konzernanhang) sowie der Nutzung unserer bilateralen
Kreditlinien zu bestreiten. Wir gehen davon aus, dass uns
angemessene Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen
werden. Zudem steht unsere syndizierte Kreditlinie als
zusätzliche Liquiditätsabsicherung zur
Verfügung. Zusätzlich gehen wir davon aus, die
für Akquisitionen oder für sonstige Zwecke
benötigten Mittel durch die Inanspruchnahme
langfristiger Finanzierungen sichern zu können, etwa
durch die Ausgabe von Anleihen (siehe unten "Cash Flow aus
Finanzierungstätigkeit" und Anmerkung 14 im
Konzernanhang).
Der Cash Flow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit hängt auch von der
Einziehung der Forderungen ab. Kommerzielle Kunden und
staatliche Einrichtungen haben im Allgemeinen
unterschiedliche Zahlungszyklen. Eine Verlängerung
dieser Zahlungszyklen könnte einen wesentlichen
negativen Effekt auf unsere Fähigkeit haben, Cash Flow
zu generieren. Des Weiteren könnten wir bei der
Durchsetzung und Einziehung der Forderungen aufgrund der
Rechtssysteme und der wirtschaftlichen Lage in einigen
Ländern auf Schwierigkeiten stoßen. Die
Forderungslaufzeiten (Days Sales Outstanding, DSO)
(Nicht-IFRS-Kennzahl) bezogen auf den Forderungsbestand
nach Wertberichtigungen zum 31. März 2025 betrugen
etwa 67 Tage (31. Dezember 2024: 63 Tage).
Zur Berechnung der DSO nach Segmenten werden die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die
sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte
(einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten)
abzüglich Vertragsverbindlichkeiten des Segments mit
dem Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro
umgerechnet und durch die durchschnittlichen
Tagesumsätze dieses Segments der vorangegangenen
zwölf Monate, einschließlich Umsatzsteuer, -
ebenfalls zum Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro
umgerechnet - dividiert. Um die Vergleichbarkeit der in der
Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
enthaltenen Positionen zu gewährleisten, wurden die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die
sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte
(einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten)
sowie die Vertragsverbindlichkeiten zum 31. März 2025
um einen Anstieg in Höhe von 87,2 MIO €
beziehungsweise 0,8 MIO € bereinigt (31. Dezember
2024: um einen Rückgang um 78,5 MIO €
beziehungsweise einen Anstieg um 1,5 MIO €), was den
Auswirkungen der Währungsumrechnung auf diese
Positionen entspricht. Darüber hinaus wurden die
Tagesumsätze für die zwölf Monate bis zum
31. März 2025 beziehungsweise 31. Dezember 2024 um
Effekte in Höhe von (0,3) MIO € und (0,6) MIO
€ aus in der Berichtsperiode getätigten
Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine
Schwelle von 50 MIO € übersteigt, angepasst, um
die Konsistenz mit den jeweiligen Anpassungen bei der
Ermittlung des angepassten EBITDA (siehe Abschnitt II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen -
Netto-Verschuldung sgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu
erhöhen; zudem wurden die Tagesumsätze für
die zwölf Monate bis zum 31. März 2025
beziehungsweise 31. Dezember 2024 zur Einbeziehung der
Umsatzsteuer und anderer kleiner Effekte in Höhe von
1,9 MIO € und 1,0 MIO € angepasst.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der
Forderungslaufzeiten nach Segmenten:
Entwicklung der Forderungslaufzeiten (Nicht-IFRS-Kennzahl)in Tagenscrollen
Da wir einen Großteil unserer Erstattungen von
staatlichen Gesundheitsorganisationen und privaten
Versicherern erhalten, gehen wir davon aus, dass die
meisten unserer Forderungen einbringlich sind.
Informationen zum Risiko von Rechtsstreitigkeiten sowie
zu laufenden und künftigen steuerlichen
Betriebsprüfungen finden Sie in Anmerkung 11 im
Konzernanhang.
Cash Flow aus InvestitionstätigkeitIm 1. Quartal 2025 verwendeten wir Mittel für die
Investitionstätigkeit in Höhe von netto 108 MIO
€, wohingegen wir im 1. Quartal 2024 Mittel in
Höhe von netto 68 MIO € verwendeten. Die folgende
Tabelle zeigt einen Aufriss unserer
Investitionstätigkeit im 1. Quartal 2025 und 2024:
Cash Flow aus Investitionstätigkeitin MIO €scrollen
Der größte Teil der Investitionen in
Sachanlagen im 1. Quartal 2025 entfiel auf die
Instandhaltung bestehender Kliniken und Zentren, auf
aktivierungsfähige Entwicklungskosten, auf
Dialysegeräte, die an unsere Kunden vermietet wurden,
die Ausrüstung neuer Kliniken und Zentren und die
Ausweitung der Produktionskapazitäten. Die
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte
Entwicklungskosten in Prozent der Umsatzerlöse lagen
im 1. Quartal 2025 bei etwa 3% (2024: 3%).
Akquisitionen im 1. Quartal 2025 entfielen
hauptsächlich auf den Erwerb von Kliniken und Zentren.
Die übrigen Investitionen im 1. Quartal 2025 entfielen
hauptsächlich auf den Erwerb von
Fremdkapitalinstrumenten. Veräußerungen im 1.
Quartal 2025 entfielen hauptsächlich auf die
Veräußerung von Fremd- und
Eigenkapitalinstrumenten (einschließlich der
Veräußerungen im Rahmen unseres Programms zur
Optimierung des Bestandsportfolios).
Veräußerungen im 1. Quartal 2024 entfielen
hauptsächlich auf die Veräußerung von
Eigenkapital- (einschließlich der
Veräußerungen im Rahmen unseres Programms zur
Optimierung des Bestandsportfolios) und
Fremdkapitalinstrumenten.
Für das Geschäftsjahr 2025 planen wir
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte
Entwicklungskosten in Höhe von etwa 0,9 MRD €
sowie die Ausgaben für Akquisitionen und Beteiligungen
zu begrenzen, während wir uns auf das organische
Wachstum unseres Geschäfts konzentrieren. Unsere
voraussichtlichen Investitionsausgaben werden von der
Notwendigkeit bestimmt, uns gut zu positionieren, um
Wachstumschancen zu nutzen, einschließlich der
begrenzten Markteinführung der
Hochvolumen-Hämodiafiltration in bestimmten
US-Kliniken ab 2025, sowie das Qualitätsniveau und die
Patientenerfahrung aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus
planen wir beschleunigte Investitionen in neue
Produktionsanlagen sowie in Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten für ein stärker
globalisiertes Produktportfolio.
Cash Flow aus FinanzierungstätigkeitIm 1. Quartal 2025 verwendeten wir für die
Finanzierungstätigkeit 139 MIO €, wohingegen der
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit im 1. Quartal
2024 290 MIO € betrug.
Im 1. Quartal 2025 wurden Mittel hauptsächlich
für die Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen und Ausschüttungen an nicht
beherrschende Anteile verwendet. Dies wurde teilweise durch
Erlöse aus kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
ausgeglichen.
Im 1. Quartal 2024 wurden Mittel hauptsächlich
für die Rückzahlung kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen
im Rahmen des Commercial Paper Programms), die
Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen (einschließlich
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
gegenüber nahestehenden Unternehmen) und
Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
verwendet. Dies wurde teilweise durch Aufnahmen im Rahmen
des Forderungsverkaufsprogramms ausgeglichen.
Für weitere Informationen siehe Anmerkung 8 im
Konzernanhang.
VermögenslageDie Konzern-Bilanzsumme sank um 2% von 33,6 MRD €
zum 31. Dezember 2024 auf 32,7 MRD € zum 31. März
2025. Ohne einen negativen Effekt aus der
Währungsumrechnung in Höhe von 2% blieb die
Konzern-Bilanzsumme mit 33,7 MRD € relativ stabil, da
im Wesentlichen ein Anstieg bestimmter Positionen des
Umlaufvermögens, wie der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen
konzernfremde Dritte und der Vorräte, überwiegend
durch einen Rückgang der Sachanlagen und der
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen ausgeglichen
wurde.
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der
Bilanzsumme blieb mit 24% zum 31. März 2025 im
Vergleich zum 31. Dezember 2024 stabil, da im Wesentlichen
ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte
überwiegend durch einen Rückgang der
flüssigen Mittel ausgeglichen wurde. Die
Eigenkapitalquote blieb mit 47% zum 31. März 2025 im
Vergleich zum 31. Dezember 2024 stabil, da ein
Rückgang der Finanzverbindlichkeiten und der
kurzfristigen Rückstellungen sowie die Auswirkungen
des Konzernergebnisses auf das Eigenkapital
überwiegend durch den Rückgang des Eigenkapitals
aufgrund negativer Auswirkungen aus
Währungsumrechnungsdifferenzen ausgeglichen wurden.
Der ROIC stieg von 3,5% zum 31. Dezember 2024 auf 3,9% zum
31. März 2025, im Wesentlichen durch einen
Rückgang der Kosten im Zusammenhang mit der
Optimierung des Bestandsportfolios. Der ROIC ohne
Berücksichtigung der Kosten im Zusammenhang mit der
Optimierung des Bestandsportfolios betrug 4,2% zum 31.
März 2025 (31. Dezember 2024: 4,2%). Bei der
Berechnung des ROIC ist in der Position "Investiertes
Kapital" der Firmenwert die maßgebliche
Einflussgröße. Der durchschnittliche
Gesamtkapitalkostensatz (WACC), einschließlich
gewichteter Risikoaufschläge für
Länderrisiken, betrug 6,2%. Für weitere
Informationen zum ROIC, siehe das obige Kapitel II.
"Erläuterung von Kennzahlen - Nicht-IFRS-Kennzahlen -
Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)".
Gesamtaussage der UnternehmensleitungDie Ergebnisse des ersten Quartals 2025 belegen einmal
mehr unsere kontinuierlichen operativen und finanziellen
Fortschritte in der Umsetzung des dritten und letzten
Jahres unseres aktuellen strategischen Plans. In beiden
Segmenten lässt sich organisches Umsatzwachstum
verzeichnen und das Phasing des operativen Ergebnisses
entsprach unseren Erwartungen. Care Enablement setzte
seinen Transformationsplan erfolgreich um, baute die
operative Ergebnismarge weiter aus und erreichte erstmalig
den Zielkorridor. Care Delivery konnte das Margenniveau des
Vorjahres halten, trotz eines Behandlungstags weniger und
des negativen Einflusses der schweren Grippesaison. Die
positive Dynamik des letzten Jahres hat sich fortgesetzt
und die Zahl der Patientenüberweisungen ist weiter
gestiegen. Nach Behandlungsmengen auf Vorjahresniveau im
ersten Quartal 2025 erwarten wir daher für das
Gesamtjahr 2025 eine Beschleunigung des organischen
Behandlungswachstums in den USA auf über 0,5%. Wir
erwarten auch weiterhin im Laufe des Jahres operative und
finanzielle Verbesserungen in beiden Segmenten, die sich in
einem deutlichen Ergebnis- und Margenwachstum
niederschlagen werden. Daher bestätigen wir unseren
finanziellen Ausblick für das Gesamtjahr 2025.
NachtragsberichtWir verweisen auf unsere Ausführungen in Anmerkung
14 im Konzernanhang.
PrognoseberichtDer Vorstand steuert unser Unternehmen anhand von
strategischen und operativen Vorgaben sowie verschiedenen
finanziellen Kenngrößen, die auf Basis der
IFRS-Rechnungslegungsstandards in Euro ermittelt werden,
sowie anderen Kenngrößen, wie im Kapitel
"Grundlagen des Konzerns", Abschnitt "Steuerungssystem" im
Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024
beschrieben.
Wir bestätigen den Ausblick 2025. Der Ausblick 2025
beruht auf den im Kapitel "Prognosebericht" im
Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2024
genannten Annahmen, basiert auf konstanten Wechselkursen
und berücksichtigt keine Sondereffekte. Sondereffekte
umfassen die Aufwendungen für das Programm FME25, die
Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios, die
Rechtsformwechsel-Kosten, die Neubewertungen von Humacyte
sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich
sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks
nicht vorhersehbar waren beziehungsweise deren Umfang oder
Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Die Wachstumsraten
basieren auf den Ergebnissen 2024 ohne Sondereffekte.
Ausblick für die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen 2025scrollen
Risiko- und ChancenberichtRisikoberichtInformationen zu unseren Risiken sind in den Anmerkungen
11 und 12 im Konzernanhang sowie im Zwischenlagebericht
unter den Abschnitten "Zukunftsbezogene Aussagen" und
"Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen" dargestellt. Für weitere
Informationen kann das Kapitel "Risiko- und Chancenbericht"
auf Seite 184-201 im Konzernlagebericht des
Geschäftsberichts 2024 eingesehen werden.
ChancenberichtIm 1. Quartal 2025 haben sich im Vergleich zu den in
unserem Geschäftsbericht 2024 unter dem Abschnitt
"Risiko- und Chancenbericht" auf Seite 201-205 im
Konzernlagebericht veröffentlichten Informationen
keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Corporate GovernanceDer Vorstand und der Aufsichtsrat der FME AG haben die
nach § 161 AktG vorgeschriebene
Entsprechenserklärung abgegeben. Die Gesellschaft hat
die Erklärung auf ihrer Internetseite dauerhaft
öffentlich zugänglich gemacht:
https://www.freseniusmedicalcare.com/de/investoren/corporate-governance/entsprechenserklaerung/.
KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungin TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktiescrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (ungeprüft)Konzern-Gesamtergebnisrechnung in TSD €scrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzern-Bilanz (ungeprüft)Konzern-Bilanzin TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahlscrollen
Konzern-Bilanz (fortgesetzt)in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahlscrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzern-Kapitalflussrechnung (ungeprüft)Konzern-Kapitalflussrechnung in TSD €scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnung (fortgesetzt) in TSD €scrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (ungeprüft)Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungin TSD €, mit Ausnahme der Anzahl der Aktienscrollen
scrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (fortgesetzt)in TSD €, mit Ausnahme der Anzahl der Aktienscrollen
scrollen
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des ungeprüften und verkürzten
Konzernzwischenabschlusses.
Konzernanhang (ungeprüft)In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien Konzernanhang (ungeprüft)1. Die Gesellschaft und Grundlage der DarstellungDie GesellschaftDie Fresenius Medical Care AG ist eine deutsche
Aktiengesellschaft (AG) mit Sitz in Hof (Saale),
Deutschland, eingetragen im Handelsregister des
Amtsgerichts Hof unter HRB 6841,
geschäftsansässig Else-Kröner-Str. 1, 61352
Bad Homburg v. d. Höhe, Deutschland (FME AG oder die
Gesellschaft). Die Gesellschaft ist der weltweit
führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen
für Menschen mit Nierenerkrankungen (auf Basis der
veröffentlichten Umsatzerlöse und der Anzahl der
behandelten Patienten). Die Gesellschaft bietet Dialyse und
damit verbundene Dienstleistungen für Menschen mit
Nierenerkrankungen sowie andere Gesundheitsdienstleistungen
an. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt
zudem eine breite Palette an Gesundheitsprodukten. Die
Gesundheitsprodukte der Gesellschaft umfassen
Hämodialysegeräte, Cycler für die
Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die
Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie
Granulate für die Hämodialyse,
Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von
chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen
sowie Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen und
für die Apherese-Therapie. Die Gesellschaft versorgt
Dialysekliniken, die sie besitzt, betreibt oder leitet, mit
einer weiten Produktpalette und verkauft zudem
Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Die anderen
Gesundheitsdienstleistungen der Gesellschaft beinhalten
wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme, die
Distribution verschreibungspflichtiger Arzneimittel,
Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der
Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in
ambulanten Operationszentren und nephrologische
Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches
Fachpersonal.
Im vorliegenden Konzernanhang beziehen sich die Begriffe
FME AG oder die Gesellschaft in Abhängigkeit vom
Kontext auf die Fresenius Medical Care AG oder auf die
Fresenius Medical Care AG und deren Tochtergesellschaften
auf konsolidierter Basis. Die Begriffe Fresenius SE und
Fresenius SE & Co. KGaA beziehen sich auf die Fresenius
SE & Co. KGaA. Der Begriff Vorstand bezieht sich auf
die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft während
sich der Begriff Aufsichtsrat auf die Mitglieder des
Aufsichtsrates der Gesellschaft bezieht.
Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das
Geschäftssegment Care Enablement und die Bezeichnung
"Care Delivery" bezieht sich auf das Geschäftssegment
Care Delivery. Für weitere Informationen zu den
Geschäfts- und Berichtssegmenten der Gesellschaft
siehe Anmerkung 13.
Grundlage der DarstellungDie Gesellschaft erfüllt als
kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in
einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) ihre
Pflicht, den Konzernabschluss nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS), den
IFRS®-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU
anzuwenden sind, unter Anwendung von § 315e
Handelsgesetzbuch (HGB), unter Heranziehung des Euro als
Berichts- und funktionale Währung, aufzustellen und zu
veröffentlichen.
Der Zwischenbericht entspricht den Vorschriften des
International Accounting Standard IAS 34, Interim Financial
Reporting und enthält einen verkürzten Abschluss,
da er ausgewählte erläuternde Anmerkungen und
nicht alle Anmerkungen enthält, die in einem
vollständigen Abschluss erforderlich wären. Die
primären Abschlussbestandteile werden jedoch in einem
Format, das mit dem des Konzernabschlusses zum 31. Dezember
2024 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2024)
gemäß IAS 1, Darstellung des Abschlusses
übereinstimmt, dargestellt.
Weiterhin erstellt die Gesellschaft einen
Konzernzwischenabschluss nach
IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie vom International
Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht
wurden, der als Bestandteil des Form 6-K bei der
US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission
- SEC) eingereicht wird.
Der in diesem Bericht dargelegte
Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2025 sowie
für das 1. Quartal 2025 und 2024 ist ungeprüft
und sollte im Zusammenhang mit dem nach
IFRS-Rechnungslegungsstandards erstellten Konzernabschluss
gemäß § 315e HGB zum 31. Dezember 2024
(Bestandteil des Geschäftsberichts 2024) gelesen
werden. Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses nach
IFRS-Rechnungslegungsstandards macht Schätzungen und
Annahmen durch die Unternehmensleitung erforderlich, die
die Höhe der Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualforderungen und
-verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Höhe
der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums
beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können
von diesen Schätzungen abweichen. Der
Konzernzwischenabschluss gibt alle Anpassungen wieder, die
nach Ansicht der Unternehmensleitung für eine
sachgerechte Darstellung der Ergebnisse für die
aufgeführten Zeiträume erforderlich sind. Dabei
handelt es sich in allen Fällen um normale,
wiederkehrende Anpassungen.
Der effektive Steuersatz von 24,4% für das 1.
Quartal 2025 (25,0% für das 1. Quartal 2024) ermittelt
sich auf Grundlage der besten Schätzung des
gewichteten durchschnittlichen jährlichen
Ertragssteuersatzes, der für das Gesamtjahr erwartet
und auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des
Zwischenabschlusses angewendet wird. Die Gesellschaft
fällt in den Anwendungsbereich des Inclusive Framework
on Base Erosion Profit Shifting (BEPS) Global Anti-Base
Erosion Model Rules (GloBE) der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Globale
Mindestbesteuerung (zweite Säule). Die Gesellschaft
wendet die Ausnahmeregelung an, keine latenten Steuern im
Zusammenhang mit den Ertragssteuern der zweiten Säule
zu erfassen oder auszuweisen. Der Ertragsteueraufwand im
Zusammenhang mit den Ertragsteuern der zweiten Säule
ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der
Gesellschaft in der Position Ertragsteueraufwand
ausgewiesen.
Aus dem operativen Ergebnis für das 1. Quartal 2025
kann nicht notwendigerweise auf das operative Ergebnis
für das zum 31. Dezember 2025 endende
Geschäftsjahr geschlossen werden.
Der Firmenwert zum 31. März 2025 betrug 14.644.789
€ (31. Dezember 2024: 15.170.652 €), davon
entfielen 12.540.265 € (31. Dezember 2024: 13.014.925
€) auf Care Delivery und 2.104.524 € (31.
Dezember 2024: 2.155.727 €) auf Care Enablement.
Im 1. Quartal 2025 stieg die Marktkapitalisierung der
Gesellschaft zum 31. März 2025 um 3% auf 13.391.390
€ (31. Dezember 2024: 12.957.138 €) und bleibt
unterhalb des Eigenkapitals der Anteilseigner der FME AG,
welches zum 31. März 2025 um 1% auf 14.372.267 €
im Vergleich zu 14.576.563 € zum 31. Dezember 2024
sank.
In Anbetracht dessen, dass der Buchwert des
Nettovermögens die Marktkapitalisierung der
Gesellschaft übersteigt, eines Anstiegs der Zinsen und
anhaltender Unsicherheit im makroökonomischen Umfeld,
hat die Gesellschaft die Auswirkungen auf den Impairment
Test zum 31. Dezember 2024 überprüft.
Darüber hinaus könnte die Fähigkeit, das
Fortschreiten von chronischem Nierenversagen oder
terminaler Niereninsuffizienz zu verzögern und die
kardiovaskuläre Mortalität durch die Anwendung
von Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1)-Rezeptoragonisten,
Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Inhibitoren
(SGLT2)-Inhibitoren und anderer Arzneimittel oder
Behandlungsmethoden zu verbessern, in Zukunft Auswirkungen
auf die Patientenpopulation haben.
Die Gesellschaft führte im 4. Quartal 2024 eine
Analyse im Zusammenhang mit dem jährlichen Impairment
Test des Firmenwerts zum 1. Oktober 2024 durch, wie in
Anmerkung 2 a) des Konzernanhangs im Geschäftsbericht
2024 beschrieben. Die Analyse der Gesellschaft umfasste
qualitative und quantitative Simulationen zur Bewertung der
potenziellen Auswirkungen von GLP-1-Rezeptoragonisten und
der potenziellen Auswirkungen von SGLT2-Inhibitoren auf die
Patientenpopulationen mit chronischem Nierenversagen oder
terminaler Niereninsuffizienz, insbesondere in Bezug auf
Cash-Flow-Projektionen und Sensitivitätsbewertungen
des Firmenwerts, auf Basis der Analyse des
Populationswirkungsmodells (Population Impact Model - ein
computergestütztes Instrument zur Vorhersage der
Größe und Altersverteilung der zukünftigen
Patientenpopulation mit Nierenerkrankungen für das
kommende Jahrzehnt auf der Grundlage verschiedener
Szenarien des öffentlichen Gesundheitswesens). Im
Populationswirkungsmodell der Gesellschaft deuten die
Sensitivitätsbänder der verschiedenen Szenarien
für den Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten und
SGLT2-Inhibitoren in der Patientenpopulation mit
chronischem Nierenversagen auf einen leichten Anstieg der
gesamten Patientenpopulation mit chronischem Nierenversagen
und einen leichten Rückgang der Wachstumsrate der
Patientenpopulation mit terminaler Niereninsuffizienz hin,
was im Wesentlichen mit den Prognosen für die
Patientenpopulation übereinstimmt, die den Einsatz
dieser Medikamente nicht einschlossen. In Anbetracht der
positiven kardiovaskulären Wirkungen der Medikamente,
die die Sterblichkeitsrate senken, sowie der
progressionsverzögernden Wirkung auf die
Patientenpopulation mit chronischem Nierenversagen sieht
die Gesellschaft einen sich ausgleichenden Effekt der
Medikamente auf die Patientenpopulation. Die jüngsten
im 1. Quartal 2025 veröffentlichten Daten Dritter
stimmen mit den zuvor durchgeführten Simulationen
überein.
Die Gesellschaft verglich im 1. Quartal 2025 die
Buchwerte ihrer Gruppen von Cash Generating Units (CGUs),
Care Delivery und Care Enablement, mit dem Nutzungswert der
jeweiligen Gruppe von CGUs, wobei die Free Cash Flows der
bei der Werthaltigkeitsprüfung berücksichtigten
Gruppen von CGUs zum 31. Dezember 2024 herangezogen wurden.
Die Gesellschaft hat ihre Prognosen für die Free Cash
Flows anhand der Ergebnisse der letzten verfügbaren
Bewertungen aktualisiert. Die Cash-Flow-Prognosen wurden
aktualisiert, um sowohl die Auswirkungen der
Klassifizierung bestimmter Einheiten als zur
Veräußerung gehalten im 1. Quartal 2025 (siehe
Anmerkung 2) als auch der laufenden Initiativen
widerzuspiegeln, ohne Berücksichtigung von Wachstum
und Verbesserungen durch Initiativen im Zusammenhang mit
der Umgestaltung der Betriebsstruktur der Gesellschaft und
Maßnahmen zur Erzielung von Kosteneinsparungen
(Programm FME25), die zum 31. März 2025 noch nicht
angelaufen waren. Die WACC-Parameter wurden aktualisiert,
um unter anderem Anpassungen der in der Analyse der
Gesellschaft verwendeten Peer Group zu
berücksichtigen. Die Gesellschaft hat auch ihre
Risikoanpassung aktualisiert, um die Unsicherheiten aus den
jüngsten Veränderungen in der globalen
Handelspolitik widerzuspiegeln, einschließlich neuer
Zölle und möglicher zusätzlicher
Handelsbeschränkungen, und deren geschätzte
Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft.
Die folgende Tabelle zeigt die Hauptannahmen der
Berechnung der Nutzungswerte, die auf der Grundlage der zum
31. März 2025 und 31. Dezember 2024
durchgeführten Impairment Tests dargestellt werden.
Hauptannahmen in %scrollen
Für eine detaillierte Beschreibung der
Vorgehensweise beim Impairment Test siehe Anmerkungen 1 g)
und 2 a) im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2024.
Zum 31. März 2025 wurde der Impairment Test für
die Geschäftssegmente (Care Delivery und Care
Enablement) durchgeführt. Die Bewertung ergab keinen
Hinweis auf eine Wertminderung zum 31. März 2025. Das
Management beobachtet die Situation weiterhin.
Zum 31. März 2025 überstieg der erzielbare
Betrag der Gruppe von CGUs Care Delivery den Buchwert um
4.714.526 € (31. Dezember 2024: 6.757.218 €). Der
erzielbare Betrag für die Gruppe von CGUs Care
Enablement überstieg den Buchwert um 8.564.936 €
(31. Dezember 2024: 3.290.699 €).
Die folgende Tabelle zeigt die entsprechenden
Beträge, um die sich die Hauptannahmen individuell
ändern müssten, damit der erzielbare Betrag dem
Buchwert entspricht:
Sensitivitätsanalyse ⁽¹⁾Veränderung in Prozentpunktenscrollen
Am 6. Mai 2025 genehmigte der Vorstand die
Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses der
Gesellschaft.
Neue VerlautbarungenNeu angewendete RechnungslegungsverlautbarungenIm 1. Quartal 2025 wurden die
IFRS-Rechnungslegungsstandards zugrunde gelegt, die
für die Zwischenberichterstattungen anzuwenden sind,
die am 1. Januar 2025 beginnen. Im 1. Quartal 2025 gab es
keine neu angewendeten Rechnungslegungsverlautbarungen, die
sich wesentlich auf die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft auswirken.
Noch nicht angewendete neue RechnungslegungsverlautbarungenDas IASB hat den folgenden für die Gesellschaft
relevanten neuen Standard herausgegeben:
IFRS 18, Darstellung und Angaben im AbschlussAm 9. April 2024 veröffentlichte das IASB IFRS 18,
Darstellung und Angaben im Abschluss (IFRS 18). IFRS 18
zielt darauf ab, die Übermittlung von Informationen in
Abschlüssen zu verbessern, um Investoren eine
vergleichbarere Grundlage für die Analyse der Leistung
von Unternehmen zu geben. Der Standard führt drei Sets
von neuen Anforderungen ein: neue Kategorien und
Zwischensummen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,
Angaben zu vom Management definierten Leistungskennzahlen
und Leitlinien für die Aggregation und Disaggregation
bestimmter Informationen. Die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung wird in drei neu definierte Kategorien
(betrieblicher Bereich, Investitions- und
Finanzierungsbereich) unterteilt und enthält zwei neu
definierte Zwischensummen (Betriebsergebnis und Ergebnis
vor Finanzierung und Ertragsteuern). Vom Management
definierte Leistungskennzahlen sind Zwischensummen von
Erträgen und Aufwendungen, die in der externen
Kommunikation außerhalb des Konzernabschlusses
verwendet werden und die Sicht des Managements auf
bestimmte Aspekte der Unternehmensleistung vermitteln.
Solche Kennzahlen müssen klar und verständlich in
einer eigenständigen Anhangangabe beschrieben werden,
in der erklärt wird, wie die Kennzahl berechnet wird,
warum sie nützlich ist, eine Überleitung zu der
am direktesten vergleichbaren Zwischensumme, die zuvor
erläutert wurde, dargelegt wird und die Auswirkung der
Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die Auswirkung auf
die nicht beherrschenden Anteile für jede in der
Überleitungsrechnung ausgewiesenen Position
dargestellt werden und wie die Auswirkung der Steuern vom
Einkommen und Ertrag ermittelt wird. Schließlich
müssen die Unternehmen die Positionen
aufschlüsseln, wenn diese Informationen wesentlich
sind, und die Bezeichnung "Sonstiges" in den
Konzernabschlüssen vermeiden. Bestimmte
zusätzliche Angaben zu Abschreibungen, Wertminderungen
und anderen Aufwandskategorien können erforderlich
sein. Darüber hinaus wird IFRS 18 begrenzte
Änderungen an IAS 7, Kapitalflussrechnung
einführen. Das operative Ergebnis wird der
Ausgangspunkt für die Darstellung von Cash Flows aus
betrieblicher Geschäftstätigkeit unter Verwendung
der indirekten Methode sein und die Option zur
Klassifizierung von Zins- und Dividenden-Cash-Flows als
betriebliche Geschäftstätigkeit wird abgeschafft.
Gezahlte Dividenden und Zinsen werden dem Cash Flow aus der
Finanzierungstätigkeit zugeordnet, wohingegen
erhaltene Dividenden und Zinsen dem Cash Flow aus der
Investitionstätigkeit zugeordnet werden. Ein
Unternehmen hat diese Änderungen anzuwenden, wenn es
IFRS 18 anwendet. IFRS 18 ist für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen.
Eine frühere Anwendung ist zulässig. Es wird
erwartet, dass sich der Standard nach seiner Umsetzung auf
die Darstellung der Positionen im Konzernabschluss und die
Anhangangaben der Gesellschaft auswirken wird, während
der Standard die Art und Weise, wie die Gesellschaft
Positionen in ihrem Konzernabschluss erfasst oder bewertet,
voraussichtlich nicht verändern wird.
Keine weiteren vom IASB veröffentlichten neuen
Verlautbarungen haben nach Einschätzung der
Gesellschaft einen wesentlichen Einfluss auf den
Konzernabschluss der Gesellschaft.
2. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte VeräußerungsgruppenZum 31. März 2025 beschloss das Management der
Gesellschaft im Zusammenhang mit seinem Programm zur
Optimierung des Bestandsportfolios (wie unten definiert)
einen Plan, Folgendes zu verkaufen:
scrollen
Transaktionen, die zum Zeitpunkt dieses Berichts noch
nicht abgeschlossen waren, bedürfen noch
behördlicher Genehmigungen, werden aber
voraussichtlich innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der
Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte abgeschlossen sein. Der Verkauf
ausgewählter Vermögenswerte der
hundertprozentigen Tochtergesellschaft Spectra Laboratories
qualifiziert als Verkauf eines Geschäftsbereichs.
Für die geplanten Veräußerungen in
Brasilien, Kasachstan und Malaysia wurde unmittelbar vor
der Klassifizierung dieser Veräußerungen als zur
Veräußerung gehalten Wertminderungsaufwand
erfasst, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in
den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist. Der
Buchwert der Veräußerungsgruppen für die
geplanten Veräußerungen in Brasilien, Kasachstan
und Malaysia werden zum beizulegenden Zeitwert
abzüglich der Veräußerungskosten erfasst.
Der der Gesellschaft und ihren Anteilseignern zuzurechnende
beizulegende Zeitwert beträgt insgesamt 88.405 €
für diese Transaktionen, wurde für die nicht
wiederkehrende Bewertung unter Verwendung des
vorläufigen Kaufpreises bestimmt und als Level 3 der
Fair Value Hierarchie eingeordnet (31. Dezember 2024:
82.544 €). Die geplante Veräußerung
ausgewählter Vermögenswerte der
hundertprozentigen Tochtergesellschaft Spectra Laboratories
führte nicht zu einem Wertminderungsaufwand auf Basis
der Bewertung als zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte und die Veräußerungsgruppen
werden zu ihrem Buchwert ausgewiesen. Für weitere
Einzelheiten zu Wertminderungsaufwendungen aufgrund der
Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerten sowie zu sonstigen Wertminderungen von
Vermögenswerten im Zusammenhang mit den vereinbarten
Veräußerungen zum 31. März 2024 und im Jahr
2024 siehe Anmerkung 3 c).
Zum 31. März 2025 und 31. Dezember 2024 wurden die
folgenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als zur
Veräußerung gehalten klassifiziert:
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppenin TSD €scrollen
Zum 31. März 2025 und 31. Dezember 2024 beliefen
sich die im übrigen Comprehensive Income erfassten
kumulierten Währungsumrechnungsverluste im
Zusammenhang mit den Veräußerungsgruppen auf
48.703 € und 44.693 €.
3. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnunga) UmsatzerlöseDie Gesellschaft hat in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung im 1. Quartal 2025 und 2024 folgende
Umsatzerlöse ausgewiesen:
Umsatzerlösescrollen
Die folgende Tabelle stellt eine Aufgliederung von
Umsatzerlösen nach Kategorien für das 1. Quartal
2025 und 2024 dar:
Aufgliederung von Umsatzerlösen nach Kategorienin TSD €scrollen
(1) Für weitere Informationen zu den
Segmentumsätzen siehe Anmerkung 13.
b) Vertriebs- und allgemeine VerwaltungskostenDie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesenen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten
umfassen sowohl die Vertriebskosten als auch die
allgemeinen Verwaltungskosten. Vertriebskosten fallen in
den Bereichen Verkauf, Marketing und Lagerhaltung der
Gesellschaft an und sind nicht der Produktion oder
Forschung und Entwicklung zuzuordnen. Die allgemeinen
Verwaltungskosten fallen in der Verwaltungsfunktion der
Gesellschaft an und sind nicht dem Vertrieb, der Produktion
oder der Forschung und Entwicklung zuzuordnen.
Die folgende Tabelle zeigt die Vertriebs- und
allgemeinen Verwaltungskosten der Gesellschaft für das
1. Quartal 2025 und 2024:
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskostenin TSD €scrollen
c) Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDie folgende Tabelle stellt eine Überleitung der
Beträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen
und Aufwendungen für das 1. Quartal 2025 und 2024 dar:
Sonstige betriebliche Erträge in TSD €scrollen
Sonstige betriebliche Aufwendungen in TSD €scrollen
In der Position "Erträge aus strategischen
Transaktionen und Programmen" der sonstigen betrieblichen
Erträge sind die Gewinne aus der
Veräußerung bestimmter Geschäfte im
Zusammenhang mit strategischen Programmen wie der
Optimierung des Bestandsportfolios, wie unten definiert,
enthalten.
In der Position "Aufwendungen aus strategischen
Transaktionen und Programmen" innerhalb der sonstigen
betrieblichen Aufwendungen sind die
Veräußerungen (einschließlich der
geplanten Veräußerungen zum jeweiligen
Berichtszeitpunkt und der damit verbundenen
Wertminderungen) bestimmter Geschäftsbereiche im
Zusammenhang mit strategischen Programmen wie der
Optimierung des Bestandsportfolios (unten definiert) und
dem Programm FME25 enthalten. Für weitere
Informationen zu den Veräußerungen und den damit
verbundenen Wertminderungen siehe Anmerkung 2. In
Übereinstimmung mit der Vorgehensweise der
Gesellschaft, Wertminderungen in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen auszuweisen, werden diese
Aufwendungen, die sich auf die Umsatzkosten, die Vertriebs-
und Verwaltungskosten oder die Forschungs- und
Entwicklungskosten beziehen, in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ausgewiesen. Die "Aufwendungen aus
strategischen Transaktionen und Programmen" bestehen
hauptsächlich aus:
scrollen
Die Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und
Programmen setzten sich im 1. Quartal 2025 und 2024 wie
folgt zusammen:
Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmenscrollen
Für weitere Informationen zu als zur
Veräußerung gehalten klassifizierte
Veräußerungsgruppen siehe Anmerkung 2.
d) Ergebnis je AktieDie folgende Tabelle stellt eine Überleitung der
Zähler und Nenner für die Ermittlung des
unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je
Aktie für das 1. Quartal 2025 und 2024 dar:
Überleitung Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert)in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktienscrollen
4. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenAuf Basis ihres derzeitigen Anteilsbesitzes zum 31.
März 2025 hat die Fresenius SE gemäß der
Satzung der Gesellschaft das Recht, einen der sechs
Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat der Gesellschaft
zu bestellen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist
die alleinige Anteilseignerin der Fresenius Management SE,
persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE,
und hat die alleinige Befugnis, den Aufsichtsrat der
Fresenius Management SE zu wählen. Im März 2025
verkaufte die Fresenius SE 10.600.000 Aktien der
Gesellschaft und gab darüber hinaus
Schuldverschreibungen an Investoren aus, die in Aktien der
Gesellschaft umgetauscht werden können und von der
Fresenius SE zu liefern sind. Bei der Ankündigung
dieser Transaktionen erklärte die Fresenius SE, dass
sie beabsichtigt, nicht weniger als 25% plus eine Aktie der
Emittentin zu halten. Die Fresenius SE bleibt mit einer
Beteiligung von 28,6% der Anteile der Gesellschaft zum 31.
März 2025 deren größte Anteilseignerin. Die
Fresenius SE hat weiterhin maßgeblichen Einfluss auf
die Gesellschaft.
Die Gesellschaft hat verschiedene Vereinbarungen in
Bezug auf den Kauf und Verkauf von Dienstleistungen und
Produkten mit der Fresenius SE, Tochtergesellschaften der
Fresenius SE und mit assoziierten Unternehmen der
Gesellschaft geschlossen. Diese Vereinbarungen werden im
Abschnitt a) beschrieben. Im Abschnitt b) werden die
Leasingverhältnisse mit der Fresenius SE und deren
Tochtergesellschaften erläutert. Die Konditionen
für Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus
diesem Kauf und Verkauf von Produkten,
Leasingverhältnissen sowie diesen
Dienstleistungsvereinbarungen entsprechen
grundsätzlich den gewöhnlichen
Geschäftsbedingungen der Gesellschaft mit Dritten und
die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass diese
Vereinbarungen marktübliche Bedingungen widerspiegeln.
Die Gesellschaft weist die wirtschaftliche Angemessenheit
ihrer Vereinbarungen mit nahestehenden Personen und
Gesellschaften mithilfe verschiedener Methoden nach. Die
Konditionen für Darlehen und Anleihen mit bestimmten
assoziierten Unternehmen, wie in dem folgenden Abschnitt c)
beschrieben, werden zum Zeitpunkt, an dem die Transaktion
geschlossen wurde, festgelegt und entsprechen dem aktuellen
Marktzinssatz zum Zeitpunkt der Transaktion. Im Abschnitt
d) werden die Beziehungen der Gesellschaft zu Personen und
Unternehmen in einer Schlüsselposition im Management
erläutert.
a) Dienstleistungsvereinbarungen und ProdukteDie Gesellschaft hat mit der Fresenius SE und einigen
ihrer Tochtergesellschaften (zusammen: Gesellschaften der
Fresenius SE) Dienstleistungsverträge abgeschlossen,
um Dienstleistungen zu erhalten, einschließlich, aber
nicht beschränkt auf: Verwaltungs- und
Gebäudemanagementdienstleistungen, Verwaltung von
Sozialleistungen, Informationstechnologie, geistiges
Eigentum und bestimmte Treasury-Dienstleistungen. Diese
Verträge mit nahestehenden Unternehmen und Personen
wurden in der Regel für einen Zeitraum oder in einigen
Fällen für einen Übergangszeitraum von
einigen Monaten bis zu vier Jahren abgeschlossen (in
einigen Fällen vorbehaltlich von
Änderungswünschen oder mit
Verlängerungsoptionen).
Für ein assoziiertes Unternehmen führt die
Gesellschaft administrative Tätigkeiten aus. Die
Gesellschaft verkauft auch Produkte an die Fresenius SE und
deren Tochtergesellschaften und bezieht Produkte bei
Tochtergesellschaften der Fresenius SE und assoziierten
Unternehmen. Die Gesellschaft hat auch in begrenztem Umfang
gemeinsame Beschaffungsverträge mit Gesellschaften der
Fresenius SE über den Bezug von Produkten von Dritten
abgeschlossen.
Im Dezember 2010 gründete die Gesellschaft mit
Galenica Ltd. (jetzt bekannt als CSL Vifor) das
pharmazeutische Unternehmen Vifor Fresenius Medical Care
Renal Pharma Ltd., ein assoziiertes Unternehmen, an dem die
Gesellschaft 45% der Anteile hält. Die Gesellschaft
hat exklusive Liefervereinbarungen über den Einkauf
von bestimmten Pharmazeutika sowie bestimmte exklusive
Vertriebsvereinbarungen mit Vifor Fresenius Medical Care
Renal Pharma Ltd. abgeschlossen.
Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten
Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen,
einschließlich der daraus resultierenden Forderungen
und Verbindlichkeiten:
Dienstleistungsvereinbarungen und Produkte mit nahestehenden Unternehmenin TSD €scrollen
scrollen
b) MietverträgeZusätzlich zu den oben angeführten
Dienstleistungsvereinbarungen und Produkten mit
nahestehenden Unternehmen hat die Gesellschaft
Mietverträge für Immobilien mit der Fresenius SE
und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen, die
vorwiegend die Konzernzentrale in Bad Homburg v. d.
Höhe (Deutschland) und die Produktionsstandorte
Schweinfurt und St. Wendel (Deutschland) beinhalten. Die
Mietverträge haben Laufzeiten bis zum Ende des Jahres
2032.
Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten
Leasingverhältnisse mit nahestehenden Unternehmen.
Mietverträge mit nahestehenden Unternehmenin TSD €scrollen
scrollen
c) FinanzierungZum 31. März 2025 hatte die Gesellschaft
ausstehende Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit einem
Cash Pooling Programm mit einigen ihrer assoziierten
Unternehmen in Höhe von 20.722 € (31. Dezember
2024: 25.316 €). Die Verzinsung für diese Cash
Management Transaktionen wurde täglich angepasst und
basierte für die entsprechende Währung auf den
jeweiligen Referenzsätzen, mit einer Untergrenze von
Null, für täglich fällige Geldeinlagen.
d) Personen und Unternehmen in einer Schlüsselposition im ManagementDie Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands als
Personen in einer Schlüsselposition im Management
sowie deren nahe Angehörige gelten als nahestehende
Personen der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat
Dienstverträge mit den Vorstandsmitgliedern
abgeschlossen.
5. VersicherungsverträgeDie folgende Tabelle enthält eine Überleitung
der Portfolios an Versicherungs- und
Rückversicherungsverträgen der Gesellschaft, die
die Veränderungen der Forderungen (Verbindlichkeiten)
aus Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen
zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024
gemäß IFRS 17 zeigt. Diese Forderungen und
Verbindlichkeiten werden in der Konzern-Bilanz innerhalb
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber konzernfremden Dritten ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsverträgen in TSD €scrollen
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgenin TSD €scrollen
6. VorräteZum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 setzten
sich die Vorräte wie folgt zusammen:
Vorräte in TSD €scrollen
7. Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenZum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 setzten
sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt
zusammen:
Kurzfristige Finanzverbindlichkeitenin TSD €scrollen
Die Gesellschaft und einige Tochtergesellschaften
verfügen über ein Cash Management System mit
einem währungsübergreifenden Notional Pooling.
Hierbei werden sowohl Euro als auch
Fremdwährungsbeträge innerhalb des Cash Pools
gegeneinander aufgerechnet, ohne physisch auf ein Cash Pool
Konto transferiert zu werden. Der Cash Pool dient hierbei
der effizienten Verwendung von Mitteln innerhalb des
Konzerns. Die Voraussetzungen für eine Saldierung
innerhalb dieses Cash Management Systems wurden
erfüllt. Zum 31. März 2025 saldierte die
Gesellschaft 237.023 € (31. Dezember 2024: 251.353
€) flüssige Mittel mit kurzfristigen Darlehen.
Vor Saldierung betrugen die flüssigen Mittel zum 31.
März 2025 1.308.311 € (31. Dezember 2024:
1.431.540 €) und die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten 331.800 € (31. Dezember 2024:
253.452 €).
Commercial Paper ProgrammDie Gesellschaft verfügt über ein Commercial
Paper Programm, in dessen Rahmen kurzfristige Schuldtitel
von bis zu 1.500.000 € ausgegeben werden können.
Zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 hat die
Gesellschaft das Commercial Paper Programm nicht genutzt.
8. Langfristige FinanzverbindlichkeitenZum 31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 setzten
sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt
zusammen:
Langfristige Finanzverbindlichkeitenin TSD €scrollen
Syndizierte KreditlinieDie Gesellschaft hat im Juli 2021 eine syndizierte
revolvierende Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in
Höhe von 2.000.000 € abgeschlossen (syndizierte
Kreditlinie), die als zusätzliche
Liquiditäts-Absicherung für allgemeine
Unternehmenszwecke dient und zum 31. März 2025 und zum
31. Dezember 2024 nicht in Anspruch genommen war. Am 2.
Juni 2023 wurde die syndizierte Kreditlinie um ein weiteres
Jahr bis zum 1. Juli 2028 verlängert, wobei das
Volumen der Kreditfazilität im letzten Jahr 1.959.184
€ beträgt.
Für weitere Informationen über die Ausgabe und
den Rückkauf von Anleihen nach dem 31. März 2025
siehe Anmerkung 14.
9. KapitalmanagementZum 31. März 2025 betrug die Eigenkapitalquote
47,4% (31. Dezember 2024: 47,0%), und das Verhältnis
der Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen (einschließlich
Beträge in direktem Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) zur
Bilanzsumme belief sich auf 33,1% (31. Dezember 2024:
32,7%).
Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator auf
Konzernebene ist der Netto-Verschuldungsgrad, der sich aus
dem Net Debt/EBITDA-Verhältnis berechnet.
Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen
Mittel (Netto-Verschuldung oder Net Debt) und EBITDA werden
zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so den
Netto-Verschuldungsgrad zu bestimmen. Dabei wird das EBITDA
um in den letzten zwölf Monaten getätigte
Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in
der syndizierten Kreditlinie festgelegte
Größenordnung von 50.000 € übersteigt,
sowie um nicht zahlungswirksame Aufwendungen,
Wertminderungen und Sondereffekte, einschließlich
scrollen
angepasst. Das selbst gesetzte Ziel für den
Netto-Verschuldungsgrad liegt bei 3,0 bis 3,5x. Der
Netto-Verschuldung sgrad betrug zum 31. März 2025 2,8
(31. Dezember 2024: 2,9). Damit lag der
Netto-Verschuldungsgrad unterhalb des selbst gesetzten
Ziels. Der Rückgang des Netto-Verschuldungsgrads ergab
sich aus einem leichten Anstieg des EBITDA. Zu Zielen des
Kapitalmanagements und weiteren Informationen wird auf den
im Geschäftsbericht 2024 enthaltenen Konzernabschluss
verwiesen.
Die Finanzierungsstruktur und das Geschäftsmodell
der Gesellschaft spiegeln sich in ihrem Rating wider. Die
Gesellschaft wird von S&P Global, Moody's und Fitch mit
Investment-Grade bewertet.
Die aktuellen Unternehmensratings und Ausblicke der
Ratingagenturen für die Gesellschaft sind in der
nachstehenden Tabelle aufgeführt:
Kreditrating ⁽¹⁾scrollen
10. Aktienbasierte VergütungspläneMit Wirkung zum 1. März 2025 wurden unter dem
Fresenius Medical Care Management Board Long-Term Incentive
Plan 2024+ 230.873 Performance Shares zugeteilt. Die Anzahl
der zugeteilten Performance Shares kann sich über den
dreijährigen Bemessungszeitraum, der für diese
Zuteilung vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2027
läuft, in Abhängigkeit vom Grad der Erreichung
der drei Erfolgsziele Rendite auf das investierte Kapital
(Return on Invested Capital (ROIC)), Gesamtrendite für
Aktionäre im Vergleich zu Wettbewerbern (Relativer
Total Shareholder Return (TSR)) und Reduktion der
marktbasierten CO2-Äquivalent-Emissionen
(CO2e-Reduktion (Englisch: CO2 equivalents))
verändern. Der Aufsichtsrat hat sich für diese
Zuteilung für einen Ausgleich in Aktien der Fresenius
Medical Care AG entschieden, weshalb die Gesellschaft sie
als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch
Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Der gesamte vom
Aufsichtsrat festgelegte Zuteilungsbetrag betrug 8.835
€. Der beizulegende Zeitwert am Tag der
Gewährung, der über den Erdienungszeitraum
verteilt wird, spiegelt alle Marktbedingungen wie
beispielsweise die zum Tag der Gewährung projizierte
Zielerreichung für das Erfolgsziel Gesamtrendite
für Aktionäre im Vergleich zu Wettbewerbern
(Relativer Total Shareholder Return) wider.
11. Verpflichtungen und EventualverbindlichkeitenRechtliche und behördliche AngelegenheitenDie Gesellschaft ist regelmäßig in Klagen,
Rechtsstreitigkeiten, behördliche und
steuerbehördliche Prüfungen, Ermittlungen und
sonstige Rechtsangelegenheiten involviert, die sich
größtenteils aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit der Erbringung von
Dienstleistungen und Lieferung von Produkten im
Gesundheitswesen ergeben. Im Folgenden werden solche
rechtlichen Angelegenheiten beschrieben, die die
Gesellschaft derzeit als wesentlich oder beachtenswert
erachtet. Die Gesellschaft bildet ihre Rückstellungen
für Rechtsstreitigkeiten für bestimmte
Gerichtsverfahren und regulatorische Angelegenheiten,
soweit die Gesellschaft feststellt, dass ein
ungünstiger Ausgang wahrscheinlich ist und die
Höhe des Verlusts vernünftig geschätzt
werden kann. Für die übrigen, im Folgenden
beschriebenen Angelegenheiten erachtet die Gesellschaft den
Schadenseintritt als unwahrscheinlich und / oder kann den
Schaden oder den Rahmen des möglichen Schadens
vernünftigerweise nicht zum jetzigen Zeitpunkt
abschätzen. Der genaue Ausgang von
Rechtsstreitigkeiten und anderen Rechtsangelegenheiten kann
stets nur schwer vorhergesagt werden, und es können
sich Resultate ergeben, die von der Einschätzung der
Gesellschaft abweichen. Die Gesellschaft ist
überzeugt, stichhaltige Einwände gegen die in
anhängigen Rechtsangelegenheiten geltend gemachten
Ansprüche oder Vorwürfe zu besitzen und wird sich
vehement verteidigen. Dennoch ist es möglich, dass die
Entscheidung einer oder mehrerer derzeit anhängiger
oder drohender rechtlicher Angelegenheiten wesentliche
nachteilige Auswirkungen auf die
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf
ihre Finanz- und Ertragslage haben könnte.
Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2012 bestimmte
Mitteilungen erhalten, die das Vorliegen von
Verhaltensweisen in Ländern außerhalb der USA
behaupten, die gegen den U.S. Foreign Corrupt Practices Act
(FCPA) oder andere Anti-Korruptionsgesetze verstoßen
könnten. Die Gesellschaft führte unter Mitwirkung
von externen Anwälten Untersuchungen durch und hat, in
einem fortwährenden Dialog, die Securities and
Exchange Commission (SEC) sowie das United States
Department of Justice (DOJ) über diese Untersuchungen
informiert. Das DOJ und die SEC führten ebenfalls
eigene Untersuchungen durch, bei denen die Gesellschaft
kooperiert hat.
Im Laufe dieses Dialoges hat die Gesellschaft Verhalten
ermittelt und an das DOJ und die SEC berichtet, welches zur
Folge hatte, dass das DOJ und die SEC die Verhängung
von Geldstrafen, einschließlich der Abschöpfung
von Gewinnen, und andere Abhilfemaßnahmen gegen die
Gesellschaft anstrebten. Dieses Verhalten drehte sich im
Wesentlichen um das Produktgeschäft der Gesellschaft
in Ländern außerhalb der USA. Zu den
Abhilfemaßnahmen der Gesellschaft gehörte die
Trennung von den Beschäftigten, die für das oben
genannte Verhalten verantwortlich waren. Am 29. März
2019 ist die Gesellschaft ein Non-Prosecution-Agreement
(NPA) mit dem DOJ sowie eine separate Vereinbarung mit der
SEC (SEC Order) eingegangen mit dem Ziel, vollständig
und abschließend die aus der Untersuchung
resultierenden Vorwürfe der US-Regierung gegen die
Gesellschaft beizulegen. Dies umfasste Bestimmungen
für Strafzahlungen und Gewinnabschöpfung, die
Verpflichtung zur Selbstberichterstattung und die
Beiziehung eines unabhängigen Compliance-Monitors,
dessen Zertifizierung der Umsetzung eines wirksamen
Compliance-Programms zur Korruptionsbekämpfung durch
die Gesellschaft im Januar 2023 abgeschlossen wurde. Das
DOJ und die SEC nahmen die Zertifizierung des Monitors an,
und das NPA und die SEC-Order sind am 1. März 2023
beziehungsweise 29. März 2023 ausgelaufen.
Im Jahr 2015 berichtete die Gesellschaft selbst der
deutschen Staatsanwaltschaft im Bundesland Hessen über
bestimmtes Verhalten in der Vergangenheit mit einem
potenziellen Bezug zu Deutschland und kooperiert weiterhin
mit Regierungsbehörden in Deutschland bei deren
Prüfung des Verhaltens, welches die Untersuchungen der
Gesellschaft und der Regierung der USA veranlasst hat. Im
September 2023 eröffnete die hessische
Staatsanwaltschaft ein selbständiges
Einziehungsverfahren gegen eine deutsche
Tochtergesellschaft der Gesellschaft im Zusammenhang mit
dem oben genannten Verhalten in Westafrika.
Seit 2012 hat die Gesellschaft bedeutende Investitionen
in ihre Compliance- und Finanzkontrollen sowie in ihre
Compliance-, Rechts- und Finanzorganisationen getätigt
und die Gesellschaft arbeitet weiter an der Umsetzung ihres
Compliance-Programms in Verbindung mit den Vereinbarungen
mit dem DOJ und der SEC. Die Gesellschaft befasst sich
weiterhin auf verschiedenen Ebenen mit
Überprüfungsfragen im Nachgang zur
FCPA-Untersuchung. Die Gesellschaft bekennt sich auch
weiterhin vollumfänglich zur Einhaltung des FCPA und
anderer anwendbarer Anti-Korruptionsgesetze.
Im August 2014 erhielt Fresenius Medical Care Holdings,
Inc. (FMCH), die Holdinggesellschaft für unser
nordamerikanisches Geschäft, eine
Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft (United
States Attorney's Office - USAO) des District of Maryland,
mit der Informationen zu vertraglichen Vereinbarungen von
FMCH mit Krankenhäusern und ärztlichem
Fachpersonal bezüglich des Managements von
stationären Akutdialyse-Dienstleistungen abgefragt
werden. Anschließend hat die USAO Ermittlungen
durchgeführt, bei denen FMCH kooperiert hat, und hat
die USAO es abgelehnt, in dieser Angelegenheit
einzuschreiten. Nachdem der United States District Court
for Maryland eine sogenannte Qui-Tam-Klage eines
Klägers aus dem Jahr 2014 entsiegelte, die Anlass zu
den Ermittlungen gab, stellte der Kläger die Klage zu
und verfolgte die Angelegenheit alleine weiter, indem er
eine geänderte Klage einreichte, gegen die FMCH aus
mehreren Gründen Schritte auf Abweisung eingeleitet
hat. Am 5. Oktober 2021 übertrug der District Court
for Maryland auf Antrag von FMCH den Fall an den United
States District Court for Massachusetts. Flanagan v.
Fresenius Medical Care Holdings, Inc., 1:21-cv-11627
(Flanagan). Am 5.
Dezember 2022 gab der District Court for Massachusetts
dem Antrag von FMCH statt und wies den Fall ab. Der
Kläger hat Berufung eingelegt.
Am 19. Oktober 2023 wurde einer Tochtergesellschaft der
Gesellschaft eine Klage zugestellt, in der behauptet wird,
dass einem Mitarbeiter als Vergeltungsmaßnahme
gekündigt wurde, weil er Bedenken geäußert
hatte, die denen in dem Flanagan-Rechtsstreit
ähnelten. Rowe v. Fresenius Medical Care Holdings,
Inc. et al, 3:23-cv-00331, United States District Court for
the Eastern District of Tennessee. Die Parteien haben sich
in dieser Angelegenheit auf einen Vergleich geeinigt, und
das Verfahren wurde abschließend eingestellt.
Im Jahr 2014 reichten zwei New Yorker Ärzte eine
versiegelte Qui-Tam-Klage beim United States District Court
for the Eastern District of New York (Brooklyn) ein, in der
sie Verstöße gegen den False Claims Act (Gesetz
gegen betrügerische Zahlungsanforderungen) im
Zusammenhang mit dem Geschäftszweig Vascular Access
von FMCH geltend machten. Der Staatsanwalt der USA für
den Eastern District von New York (Brooklyn) hat am 6.
Oktober 2015 Vorladungen an FMCH gerichtet, die darauf
hindeuten, dass seine Ermittlungen wahrscheinlich im
Zusammenhang mit der Klage der beiden Kläger stehen.
FMCH kooperierte bei der Brooklyn-Ermittlung, die getrennt
von den Vergleichen betrachtet wurde, die 2015 in
Connecticut, Florida und Rhode Island zu den Vorwürfen
gegen American Access Care LLC (AAC) nach der
Übernahme von AAC durch FMCH im Jahr 2011 geschlossen
wurden.
Am 12. Juli 2022, nachdem das Gericht die Anträge
der USAO auf Erneuerung der Versiegelung der Klage der
Kläger abgelehnt hatte, reichte die USAO eine Klage
als Streithelfer ein. United States ex rel. Pepe and
Sherman v. Fresenius Vascular Care, Inc. et al,
1:14-cv-3505. Am 3. Oktober 2023 reichten die Bundesstaaten
New York, New Jersey und Georgia eine gemeinsame Klage als
Streithelfer ein. In der Klage der USA, dreier
Bundesstaaten sowie der ursprünglichen Kläger
wird behauptet, dass die Beklagten staatliche Zahlungen
für medizinisch nicht notwendige Operationen in
Rechnung gestellt und erhalten haben. Am 31. Oktober 2024
gab das Gericht dem Antrag von FMCH statt, die Klage der
ursprünglichen Kläger abzuweisen. FMCH verteidigt
sich gegen die Vorwürfe, die in diesem jetzt laufenden
Verfahren mit den verbleibenden Klägern erhoben
werden.
Am 18. November 2016 erhielt FMCH eine
Vorlageverfügung unter dem False Claims Act der
US-Bundesanwaltschaft für den Eastern District of New
York (Brooklyn), mit der Unterlagen und Informationen
bezüglich der Geschäftstätigkeit der im
Oktober 2013 von der FMCH erworbenen Shiel Medical
Laboratory, Inc. (Shiel) angefragt wurden. FMCH informierte
die USAO, dass es aufgrund der Verkaufsbedingungen im
Rahmen der Übernahme von Shiel im Jahr 2013 nicht
für das Verhalten von Shiel vor dem Zeitpunkt der
Übernahme verantwortlich sei. Am 12. Dezember 2017
verkaufte FMCH bestimmte Geschäftsbereiche von Shiel
an Quest Diagnostics. Dennoch kooperierte FMCH bei der
Brooklyn-Ermittlung der USAO.
Am 14. Juni 2022 lehnte die Brooklyn USAO es ab, zwei
Klagen beizutreten, die den Shiel-Ermittlungen zugrunde
lagen. Die Kläger führten auf eigene Kosten einen
Rechtsstreit gegen Geschäftseinheiten von Shiel und
FMCH und behaupteten, dass die Beklagten die staatlichen
Kostenträger zu Unrecht veranlasst haben, für
Labortests zu zahlen, die falsch oder nicht
ordnungsgemäß in Rechnung gestellt wurden, und
dass sie Vergeltungsmaßnahmen gegen die Kläger
ergriffen haben, weil diese gegen das angebliche
Fehlverhalten Einspruch erhoben haben. Relator v. Shiel
Medical Laboratory, 1:16-cv-01090 (E.D.N.Y. 2016); Relator
v. Shiel Holdings, 1:17-cv-02732 (E.D.N.Y. 2017). FMCH
erzielte einen Vergleich in der Sache Relator v. Shiel
Holdings, 1:17-cv-02732, und die Angelegenheit wurde
abschließend eingestellt. Am 29. März 2025 wies
das Gericht in der Sache Relator v. Shiel Medical
Laboratory, 1:16-cv-01090 (E.D.N.Y. 2016) alle
Ansprüche aus der Klage ab.
Am 3. Januar 2023 erhielt die FMCH eine
Vorlageverfügung des Generalstaatsanwalts für den
District of Columbia, die sich auf die Aktivitäten der
American Kidney Foundation (AKF) bezog und mit
kartellrechtlichen Bedenken, einschließlich der
Marktaufteilung im District of Columbia, begründet
wurde. Die Beziehung zwischen FMCH und der AKF war
Gegenstand einer früheren Untersuchung durch
US-Behörden und eines Rechtsstreits mit United
Healthcare, die beigelegt worden sind. FMCH kooperiert bei
den District of Columbia-Ermittlungen.
Am 20. Februar 2023 erhielt die Gesellschaft vom
Internationalen Schiedsgerichtshof London (LCIA) eine
Klageschrift ihres ehemaligen Vertriebshändlers im
Irak zugestellt. Die Gesellschaft hatte die
Vertriebsvereinbarung im Jahr 2018 gekündigt. Der
ehemalige Vertriebshändler fordert unter anderem eine
Entschädigung für die angeblich
unrechtmäßige Kündigung und
"Qualitätsprobleme" sowie Schadenersatz für
entgangene Gewinne. Die Gesellschaft hat die Vorwürfe
zurückgewiesen und eine Widerklage wegen
Schlechtleistung im Rahmen der Vertriebsvereinbarung
eingereicht. Die Parteien haben in mehreren Runden
Schriftsätze ausgetauscht, und die mündliche
Verhandlung in diesem Fall fand im November 2024 statt.
Eine Entscheidung des Schiedsgerichts wird für Mitte
2025 erwartet.
Am 5. April 2024 erhielt FMCH zwei zivilrechtliche
Ermittlungsaufforderungen (civil investigative demands,
CIDs) von der U.S. Federal Trade Commission (FTC), in denen
diese angibt, dass sie untersucht, ob FMCH, neben anderen
Unternehmen der Branche, ein unlauteres oder
ausschließendes Verhalten in Verletzung von Abschnitt
5 des FTC-Gesetzes bei der Übernahme von
Dienstleistungen leitender Ärzte oder der Erbringung
von Dialysedienstleistungen an den Tag gelegt hat. In den
CIDs wird angegeben, dass diese sich auf den Zeitraum vom
1. Januar 2016 bis heute beziehen, und es werden im
Allgemeinen Informationen im Zusammenhang mit den
Dialysedienstleistungen von FMCH angefordert,
einschließlich Informationen über
wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, wie
beispielsweise Wettbewerbsverbote mit Ärzten. Die
Gesellschaft kooperiert bei der Untersuchung. Am 2. Mai
2025 erhielt die Gesellschaft vom Generalstaatsanwalt von
Florida eine zivilrechtliche Ermittlungsaufforderung zum
Kartellgesetz (Antitrust Act) von Florida, mit der eine
Untersuchung möglicher wettbewerbswidriger
Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Akquisition von
ärztlichen Leistungen oder der Erbringung von
Dialysedienstleistungen eingeleitet wurde, die der
FTC-Untersuchung ähnlich zu sein scheint.
Am 24. März 2025 erhielt FMCH ein CID des DOJ, in
dem untersucht wird, ob die FMCH-Tochtergesellschaft Azura
Vascular Care bestimmte intravaskuläre
Ultraschallverfahren abgerechnet hat, die medizinisch nicht
notwendig waren und hochkodiert wurden. FMCH kooperiert bei
dieser Untersuchung mit den Behörden.
Am 25. April 2025 leitete das Antimonopolkomitee der
Ukraine eine Untersuchung über bestimmte angeblich
wettbewerbswidrige Verhaltensweisen im Zusammenhang mit
öffentlichen Ausschreibungen durch eine der
ukrainischen Tochtergesellschaften der Gesellschaft ein,
die weniger als 0,1 % des Gesamtumsatzes der Gesellschaft
für das am 31. Dezember 2024 endende Jahr ausmachten.
Die ukrainische Tochtergesellschaft der Gesellschaft
kooperiert bei dieser Untersuchung.
Die Gesellschaft ist im normalen Geschäftsverlauf
Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und
Ermittlungen oder kann von solchen bedroht werden. Die
Gesellschaft analysiert regelmäßig entsprechende
Informationen einschließlich, sofern zutreffend, ihre
Verteidigungsmaßnahmen und ihren Versicherungsschutz,
und bildet die erforderlichen Rückstellungen für
wesentliche aus solchen Verfahren resultierende
Verbindlichkeiten.
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
unterliegt, wie die anderer Gesundheitsdienstleister,
Krankenversicherer und Lieferanten, strengen staatlichen
Regulierungen und Kontrollen. Die Gesellschaft muss
Vorschriften und Auflagen einhalten, die sich auf die
Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte, auf das
Marketing und den Vertrieb solcher Produkte, den Betrieb
von Produktionsanlagen, Laboren, Dialysekliniken und
anderen Gesundheitseinrichtungen sowie auf den Umwelt- und
Arbeitsschutz beziehen. Im Hinblick auf Entwicklung,
Herstellung, Marketing und Vertrieb medizinischer Produkte
kann die Gesellschaft bei Nichtbeachtung der
einschlägigen Vorschriften zum Gegenstand erheblicher
nachteiliger regulatorischer Maßnahmen der FDA und
vergleichbarer Behörden außerhalb der USA
werden. Derartige regulatorische Maßnahmen
können Warning Letters oder andere Mitteilungen der
U.S. Food and Drug Administration (FDA) und / oder
vergleichbarer ausländischer Behörden umfassen,
wodurch die Gesellschaft gezwungen werden könnte,
erhebliche Zeit und Ressourcen aufzuwenden, um geeignete
Korrekturmaßnahmen zu implementieren. Falls die
Gesellschaft im Hinblick auf die in Warning Letters oder
anderen Mitteilungen adressierten Punkte nicht zur
Zufriedenheit der FDA und / oder vergleichbarer
ausländischer Behörden für Abhilfe sorgt,
können diese Behörden weitere Maßnahmen
einleiten, einschließlich Produktrückrufe,
Vertriebsverbote für Produkte oder Verbote des
Betriebs von Produktionsstätten, Zivilstrafen,
Beschlagnahmungen von Produkten der Gesellschaft und / oder
Strafverfolgung. FMCH hat Abhilfemaßnahmen im
Zusammenhang mit einem Warning Letter der FDA aus dem Jahr
2011 abgeschlossen und wartet auf Bestätigung, ob
diese Angelegenheit damit abgeschlossen ist. FMCH hat auf
einen zweiten Warning Letter vom Dezember 2023 geantwortet
und ist mit der FDA über die laufenden
Abhilfemaßnahmen im Rahmen dieses Schreibens im
Gespräch. Die Gesellschaft muss ebenfalls die
US-Bundesgesetze über das Verbot illegaler Provisionen
(Anti-Kickback Statute), gegen betrügerische
Zahlungsanforderungen an staatliche Einrichtungen (False
Claims Act), das Stark Law, das Gesetz über
zivilrechtliche Geldstrafen (Civil Monetary Penalties Law)
sowie Vorschriften gegen Korruption im Ausland (Foreign
Corrupt Practices Act) und andere US-Bundes- und
Staatsgesetze gegen Betrug und Missbrauch einhalten. In
Deutschland, wo Kapitalgesellschaften als solche nicht dem
Strafrecht unterliegen, muss die Geschäftsleitung
eines Unternehmens sicherstellen, dass der
Geschäftsbetrieb nicht gegen die
Antikorruptionsbestimmungen des Strafgesetzbuchs
(§§ 331 ff.) verstößt;
Verstöße von Einzelpersonen, die eine
geschäftliche Tätigkeit ausüben, werden
strafrechtlich verfolgt und können zu Geldbußen
und / oder Anordnungen zur Gewinnabschöpfung
führen. Die zu beachtenden Gesetze und Regulierungen
können geändert werden oder Kontrollbehörden
oder Gerichte können die Vorschriften oder
geschäftliche Tätigkeiten anders auslegen als die
Gesellschaft. In den USA hat die Durchsetzung der
Vorschriften für die US-amerikanische Bundesregierung
und für einige Bundesstaaten eine hohe Priorität
erlangt. Außerdem ermuntern die Bestimmungen des
False Claims Act, die eine Beteiligung des Anzeigenden an
den verhängten Bußgeldern vorsehen, private
Kläger, Whistleblower-Aktionen einzuleiten. Angesichts
dieses von Regulierungen geprägten Umfeldes sind die
geschäftlichen Aktivitäten und Praktiken der
Gesellschaft Gegenstand intensiver Überprüfungen
durch Regulierungsbehörden und Dritte sowie von
Untersuchungsverlangen, Vorlageverfügungen, anderen
Anfragen, Rechtsansprüchen und Gerichtsverfahren, die
sich auf die Einhaltung der relevanten Gesetze und
Regulierungen beziehen. Die Gesellschaft wird nicht in
jedem Falle von vornherein wissen, dass Untersuchungen oder
Aktionen gegen sie angelaufen sind; das gilt insbesondere
für Whistleblower-Aktionen, die von den Gerichten
zunächst vertraulich behandelt werden.
Die Gesellschaft betreibt eine große Anzahl von
Betriebsstätten, hat Umgang mit personenbezogenen
Daten von Patienten und Versicherten in allen Teilen der
USA und in anderen Ländern und arbeitet mit
Geschäftspartnern zusammen, die sie bei der
Ausübung ihrer Tätigkeiten im Gesundheitswesen
unterstützen. Die Gesellschaft verpflichtet sich zwar,
ihre Beschäftigten und Geschäftspartner in den
geltenden Gesetzen und Verfahren zu schulen, Bedenken und
Vorfälle zeitnah zu untersuchen und gegebenenfalls
Abhilfe- und Korrekturmaßnahmen (einschließlich
disziplinarischer Maßnahmen) zu ergreifen. In einem
derart weit ausgebreiteten, globalen System kann es jedoch
schwierig sein, das wünschenswerte Maß an
Aufsicht und Kontrolle über Tausende von
Beschäftigten sicherzustellen, die bei der
Gesellschaft, bei einer Vielzahl von verbundenen
Unternehmen und bei ihren Dienstleistungsanbietern oder
Geschäftspartnern beschäftigt sind. Die
Gesellschaft ist sich der Tatsache bewusst, dass sich die
Gesetze, Vorschriften und Auslegungsrichtlinien zum
Datenschutz weiterentwickeln, ebenso wie potenzielle
Prozess- und Durchsetzungsrisiken, und sie
überprüft ihre Prozesse kontinuierlich, um sich
an diese Veränderungen anzupassen. Gelegentlich kann
es vorkommen, dass die Gesellschaft oder ihre
Geschäftspartner Verstöße gegen
Datenschutz- und Datensicherheitsvorschriften unter dem
Health Insurance Portability and Accountability Act
(HIPAA), der Datenschutzgrundverordnung der EU oder
weiterer ähnlicher Gesetze (Datenschutzgesetze)
feststellen, die eine bestimmte unzulässige Nutzung,
Zugang oder Zugänglichmachen ungesicherter
personenbezogener Daten von Patienten, Beschäftigten,
Begünstigten oder anderen beinhalten können. In
solchen Fällen sind die Gesellschaft und ihre
Geschäftspartner entschlossen, in Übereinstimmung
mit anwendbaren Meldepflichten und / oder Berichtspflichten
zu handeln und geeignete Abhilfe- und
Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, einschließlich
der Meldepflichten gemäß den Vorschriften der
SEC, die börsennotierten Unternehmen vorschreiben, das
Auftreten wesentlicher Cybersicherheitsvorfälle zu
melden. Eine solche Meldung könnte einen Rechtsstreit
auslösen, der sich aus dem Vorfall ergibt. Am 29.
September 2023 stellte Cardiovascular Consultants, Ltd.
(CCL), eine ehemalige Tochtergesellschaft der Gesellschaft
mit Sitz in den USA, fest, dass einige ihrer
Computersysteme in den USA von einem Sicherheitsvorfall
betroffen waren. Die Gesellschaft hat Informationen
bezüglich dieser Sicherheitsverletzung in einem an die
SEC übermittelten Formular 6-K öffentlich bekannt
gegeben und darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft nicht
davon ausgeht, dass der Vorfall wesentliche Auswirkungen
auf ihre Finanz- und Ertragslage haben wird. Daraufhin
stellte Fresenius Vascular Care, Inc. d/b/a Azura Vascular
Care (Azura), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft
der Gesellschaft in den USA, fest, dass einige ihrer
Dateien von demselben Sicherheitsvorfall betroffen waren.
Im Zusammenhang mit diesem Vorfall sind zwei potenzielle
Sammelklagen anhängig: eine gegen CCL vor einem
Gericht in Arizona (mit welcher vier einvernehmlich
abgewiesene potenzielle Sammelklagen auf Bundesebene
zusammengelegt wurden) und eine gegen Azura vor einem
Bundesgericht in Pennsylvania (mit welcher später zwei
potenzielle Sammelklagen gegen Azura zusammengelegt
wurden). Die Kläger hatten ursprünglich
behauptet, dass CCL und Azura verschiedene Pflichten im
Zusammenhang mit dem Schutz vertraulicher Patientendaten
verletzt haben, und es werden Unterlassungsansprüche
geltend gemacht, die CCL und Azura zur Einführung
verschiedener Datenschutzverfahren verpflichten, sowie ein
nicht näher bezifferter Schadenersatz. Das Gericht in
der Klage gegen CCL hat nahezu sämtliche Punkte der
Klage gegen CCL abgewiesen; ein
Fahrlässigkeitsklagepunkt gegen CCL blieb bestehen.
Die Parteien in der Klage gegen Azura haben eine
grundsätzliche Einigung über die Beilegung des
Rechtsstreits für alle potenziellen Sammelkläger
erzielt, vorbehaltlich der Zustimmung des Gerichts. Keine
der Klagen wurde als Sammelklage zugelassen.
Gemäß der Vereinbarung über den Verkauf von
CCL behält die Gesellschaft die Verantwortung für
die Verteidigung gegen die CCL-Klage. Darüber hinaus
kooperiert die Gesellschaft weiterhin mit dem Büro
für Bürgerrechte des US-Gesundheitsministeriums
(U.S. Department of Health & Human Services) und den
staatlichen Aufsichtsbehörden, die in dieser
Angelegenheit Informationen anfordern.
Bei der Führung, dem Management und der Kontrolle
ihrer Beschäftigten verlässt sich die
Gesellschaft auf ihre Führungsstruktur, ihre
Ressourcen in den Bereichen Regulatory und Recht sowie auf
das wirksame Funktionieren ihres Compliance-Programms.
Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass die Gesellschaft
feststellen muss, dass ihre Beschäftigten oder
Vertreter absichtlich, sorglos oder versehentlich die
Gesellschaftsrichtlinien missachten oder gegen das Gesetz
verstoßen. In solchen Fällen wird die
Gesellschaft angemessene Korrektur- und / oder
Disziplinarmaßnahmen ergreifen. Dieses Verhalten
jener Beschäftigter kann zur Haftung der Gesellschaft
und ihrer Tochtergesellschaften führen, unter anderem
nach der Anti-Kickback Statute, dem Stark Law, dem False
Claims Act, den Datenschutzgesetzen, dem Health Information
Technology for Economic and Clinical Health Act sowie dem
FCPA oder anderen Rechtsvorschriften und vergleichbaren
Gesetzen auf Ebene der Bundesstaaten und in anderen
Ländern.
Es werden auch Prozesse gegen ärztliches
Fachpersonal, Krankenhäuser und andere Akteure des
Gesundheitswesens wegen der Verletzung von Berufspflichten,
Behandlungsfehlern, Produkthaftung,
Mitarbeiterentschädigungs- und ähnlicher
Ansprüche angestrengt, von denen viele zu hohen
Schadensersatzforderungen und zu erheblichen Anwaltskosten
führen. Gegen die Gesellschaft sind auf Grund der Art
ihres Geschäfts solche Prozesse geführt worden
und werden gegenwärtig geführt, und es ist damit
zu rechnen, dass auch in Zukunft solche Verfahren
angestrengt werden. Obwohl die Gesellschaft in angemessenem
Umfang versichert ist, kann sie nicht garantieren, dass die
Obergrenzen des Versicherungsschutzes immer ausreichend
sein werden oder dass alle geltend gemachten Ansprüche
durch die Versicherungen abgedeckt sind. Ein erfolgreich
durchgesetzter Schadensersatzanspruch gegen die
Gesellschaft oder gegen irgendeine ihrer
Tochtergesellschaften, der den Versicherungsschutz
übersteigt, könnte eine wesentliche nachteilige
Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben.
Jeder Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner
Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen
Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf
den Ruf und die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft haben.
Gegen die Gesellschaft sind auch
Schadensersatzansprüche geltend gemacht und Klage
erhoben worden, die sich auf angebliche
Patentrechtsverletzungen oder von der Gesellschaft
erworbene oder veräußerte Unternehmen beziehen.
Diese Ansprüche und Verfahren beziehen sich sowohl auf
den Geschäftsbetrieb als auch auf Akquisitionen oder
Veräußerungen. Die Gesellschaft hat eigene
Ansprüche geltend gemacht, sofern dies angebracht war.
Eine erfolgreiche Klage gegen die Gesellschaft oder eine
ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche
nachteilige Auswirkungen auf die
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf
ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder
Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner
Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen
Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf
den Ruf und die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft haben.
Die Gesellschaft unterliegt im gewöhnlichen
Geschäftsverlauf derzeit und in der Zukunft
steuerlichen Betriebsprüfungen in den USA, in
Deutschland sowie in weiteren Ländern. Die
Steuerbehörden nehmen routinemäßig
Anpassungen der Steuererklärungen vor und erkennen
geltend gemachte Steuerabzüge nicht an. Sofern
angemessen, ficht die Gesellschaft diese Anpassungen und
Nichtanerkennungen an und macht eigene Rechtsansprüche
geltend. Eine erfolgreiche Klage im Zusammenhang mit
Steuerrechtsstreitigkeiten gegen die Gesellschaft oder eine
ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche
nachteilige Auswirkungen auf die
Geschäftsfähigkeit sowie auf die Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft haben.
Die deutschen Finanzbehörden haben eine
Umqualifizierung der in den Jahren 2006 bis 2013 erhaltenen
Dividenden, die im Zusammenhang mit konzerninternen,
zwangsweise rückzahlbaren Vorzugsaktien erhalten
wurden, in voll steuerpflichtige Zinszahlungen vorgenommen,
was zu zusätzlichen Steuerzahlungen im mittleren
zweistelligen Millionenbereich führen könnte.
Darüber hinaus haben die deutschen Steuerbehörden
die Steuererklärungen der Gesellschaft beanstandet und
die Auffassung vertreten, dass die Einkünfte einer der
Finanzgesellschaften der Gesellschaft für die Jahre ab
2017 der Hinzurechnungsbesteuerung (German Controlled
Foreign Corporation Taxation) unterliegen sollten, was zu
möglichen zusätzlichen Steuerzahlungen im
niedrigen dreistelligen Millionenbereich führen
könnte. In beiden Fällen wird die Gesellschaft
alle geeigneten rechtlichen Schritte nutzen, um ihre
Position zu verteidigen.
Die Gesellschaft unterliegt in bestimmten
Leasingverträgen, hauptsächlich Verträge
über Immobilien, bei denen sie der Leasingnehmer ist,
Restwertgarantien in Höhe von 1.070.696 € zum 31.
März 2025 (31. Dezember 2024: 1.067.726 €). Zum
31. März 2025 und zum 31. Dezember 2024 überstieg
der geschätzte Marktwert der zugrundeliegenden
geleasten Vermögenswerte die Restwertgarantien, so
dass die Gesellschaft keinem Risiko im Zusammenhang mit
diesen Garantien ausgesetzt war.
Über die oben genannten Eventualverbindlichkeiten
hinaus ist der gegenwärtige geschätzte Umfang der
sonstigen bekannten einzelnen Eventualverbindlichkeiten der
Gesellschaft unbedeutend.
12. FinanzinstrumenteDie folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der
Gesellschaft zum 31. März 2025 und zum 31. Dezember
2024:
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente in TSD €scrollen
scrollen
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente in TSD €scrollen
scrollen
Derivative und nicht derivative Finanzinstrumente werden
entsprechend der im Folgenden beschriebenen, dreistufigen
Fair Value Hierarchie aufgeteilt. Die Aufgliederung erfolgt
basierend auf den Daten, die für die Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts herangezogen werden. Level 1
umfasst quotierte Marktpreise für gleichartige
Finanzinstrumente an aktiven Märkten. Level 2
beinhaltet die Nutzung von Bewertungsmodellen (d. h.
Mark-to-Model) mit Inputfaktoren, zu denen alle am Markt
direkt oder indirekt beobachtbaren Preisdaten zugeordnet
werden, die nicht quotierte Marktpreise in aktiven
Märkten darstellen. Level 3 beinhaltet die Nutzung von
Bewertungsmodellen (d. h. Mark-to-Model) mit Inputfaktoren,
zu denen alle nicht-beobachtbaren Werte gehören,
für die keine oder nur wenige Marktdaten zur
Verfügung stehen und die deshalb die Entwicklung von
unternehmenseigenen Angaben erforderlich machen. Es wird
kein beizulegender Zeitwert für Finanzinstrumente
angegeben, sofern der Buchwert, aufgrund der kurzen
Laufzeit dieser Instrumente eine angemessene Schätzung
des beizulegenden Zeitwerts darstellt. Dies gilt für
flüssige Mittel, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen
konzernfremde Dritte, Forderungen gegen nahestehende
Unternehmen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie
für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber konzernfremden Dritten, Verbindlichkeiten
gegenüber nahestehenden Unternehmen, kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten und sonstige kurzfristige
finanzielle Verbindlichkeiten. Zum 31. März 2025
beziehungsweise 31. Dezember 2024 wurden keine Transfers
zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value Hierarchie
vorgenommen. Die Gesellschaft nimmt Umgruppierungen
grundsätzlich am Ende der Berichtsperiode vor.
Derivative FinanzinstrumenteZur Steuerung der Zins- und Währungsrisiken tritt
die Gesellschaft im Rahmen der durch das Management
festgelegten Limite in verschiedene
Sicherungsgeschäfte mit Banken mit einem hohen Rating
(im Allgemeinen Investment-Grade-Status) ein. Die
Gesellschaft tätigt überwiegend
Devisentermingeschäfte und Zinsswaps. In gewissen
Fällen schließt die Gesellschaft Derivate ab,
für die kein Hedge Accounting angewandt wird, die
jedoch zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt
werden (economic hedges). Die Gesellschaft verwendet
Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke.
Im April 2024 unterzeichnete die Gesellschaft mehrere
vPPAs mit Wind- und Solarenergie-Projektentwicklern in
Deutschland und den USA mit Laufzeiten von bis zu 15
Jahren. Die deutschen vPPA-Verträge wurden mit zwei
Entwicklern für eine erwartete jährliche
Gesamtstromproduktion von 125 Gigawattstunden (GWh)
unterzeichnet, was etwa 72% des Stromverbrauchs der
Gesellschaft in der EU im Jahr 2024 entspricht. Der
vPPA-Vertrag für die USA wurde mit einem
Projektentwickler abgeschlossen. Die prognostizierte
jährliche Stromproduktion beläuft sich auf 458
GWh, was etwa 54% des Stromverbrauchs der Gesellschaft in
den USA im Jahr 2024 entspricht. Alle Wind- und Solarparks
sind zum 31. März 2025 in Betrieb. Die Gesellschaft
hat weder die Kontrolle noch andere Rechte in Bezug auf die
Nutzung der Energieerzeugungsanlagen. Alle Verträge
sind als Verträge ohne physische Lieferung des
erzeugten Stroms konzipiert und sehen die Lieferung von
Energieattribut-Zertifikaten vor, die in den USA und
Deutschland gemeinhin als Zertifikate für erneuerbare
Energien beziehungsweise Herkunftsnachweise bekannt sind.
Alle Verträge werden als physische Basisverträge
für den Kauf der Zertifikate und als trennbare
eingebettete Stromswaps analysiert, wobei ein fester Preis
für den erzeugten Strom gezahlt und ein variabler
Spot-Energiepreis in den jeweiligen Ländern erhalten
wird. Die Basisverträge erfüllen die Kriterien
des Eigenverbrauchs gemäß IFRS 9,
Finanzinstrumente (IFRS 9). Eingebettete Derivate mit
positivem beizulegendem Zeitwert werden in der
Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen
finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Eingebettete
Derivate mit negativem beizulegendem Zeitwert werden in der
Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die in den
vPPAs eingebetteten Derivate werden separat erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der dem Level 3
zugeordnete beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem
Barwert der erwarteten Zahlungsströme aus den
Derivaten. Zu den wichtigsten Bewertungsparametern
gehören signifikante nicht beobachtbare Inputs wie
zukünftige Strompreiskurven und erwartete
Stromproduktionsmengen. Eine Änderung der wesentlichen
Bewertungsparameter zum 31. März 2025 hätte den
beizulegenden Zeitwert der in den vPPAs eingebetteten
Derivate wie folgt beeinflusst:
Sensitivitäten der in vPPAs eingebetteten Derivate gegenüber Änderungen nicht beobachtbarer Parameterin TSD €scrollen
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der in den
vPPAs eingebetteten Derivate werden in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen beziehungsweise den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund des volatilen Charakters
solcher Instrumente, die als spekulativ angesehen werden
können, ist es schwierig, genau vorherzusagen, welche
Auswirkungen die Volatilität der nicht beobachtbaren
Parameter, wie zum Beispiel Änderungen der erwarteten
Energiepreise oder Produktionsmengen, auf die Bewertung
solcher Instrumente in der Zukunft haben könnte. Die
geschätzten beizulegenden Zeitwerte dieser derivativen
Instrumente können von Quartal zu Quartal erheblich
schwanken, und der Preis, zu dem diese Derivate
letztendlich abgerechnet werden, kann je nach
Marktbedingungen erheblich von den aktuellen
Schätzungen der Gesellschaft abweichen.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in
die vPPAs eingebetteten Derivate zum 31. März 2025 und
zum 31. Dezember 2024:
Überleitung der in vPPAs eingebetteten Derivate in TSD €scrollen
(1) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte
Gewinne / Verluste.
Nicht-derivative FinanzinstrumenteIm Folgenden werden die wesentlichen Methoden und
Annahmen hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von
nicht-derivativen Finanzinstrumenten erläutert.
Die Gesellschaft hat das Geschäftsmodell sowie das
Zahlungsstromkriterium der finanziellen Vermögenswerte
analysiert. Der Großteil der nicht-derivativen
finanziellen Vermögenswerte wird zur Vereinnahmung von
vertraglichen Cash Flows gehalten. Die Vertragsbedingungen
der finanziellen Vermögenswerte lassen den
Rückschluss zu, dass es sich bei den Cash Flows
ausschließlich um Tilgungs- und Zinszahlungen
handelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte,
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und sonstige
finanzielle Vermögenswerte werden folglich zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Flüssige Mittel enthalten Barmittel und
kurzfristige Finanzinvestitionen. Barmittel werden zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die
kurzfristigen Finanzinvestitionen sind äußerst
liquide und können leicht in einen festgelegten
Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden. Kurzfristige
Finanzinvestitionen werden erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Das Risiko von Wertschwankungen ist
unwesentlich.
Eigenkapitalinstrumente werden nicht zu Handelszwecken
gehalten. Beim erstmaligen Ansatz hat die Gesellschaft von
dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts ausgewählter strategischer
Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral im übrigen
Comprehensive Income (OCI) zu erfassen. Beizulegende
Zeitwerte von Eigenkapitalinstrumenten, die auf einem
aktiven Markt gehandelt werden, basieren auf den
Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Falls erforderlich,
zieht die Gesellschaft externe Unternehmen für die
Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, die als
Level 3 der Fair Value Hierarchie eingestuft sind, hinzu.
Die externe Bewertung verwendet ein Discounted-Cash Flow
Modell, das auf signifikanten, nicht beobachtbaren
Einflussfaktoren wie zum Beispiel beteiligungsspezifischen,
erwarteten Finanzdaten und einem gewichteten
durchschnittlichen Kapitalkostensatz, der die aktuelle
Markteinschätzung widerspiegelt sowie auf einer ewigen
Wachstumsrate beruht.
Der Großteil der Fremdkapitalinstrumente wird in
einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung die
Vereinnahmung der vertraglich festgelegten Cash Flows und
der Verkauf von Instrumenten ist. Die marktüblichen
Anleihen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu
Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs-
und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag
darstellen. Folglich werden diese finanziellen
Vermögenswerte als erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert im OCI klassifiziert. Ein kleiner Teil der
Fremdkapitalinstrumente führt nicht zu Cash Flows, die
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen
darstellen. Die Bewertung erfolgt daher erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert. Grundsätzlich wird die
Mehrheit dieser Fremdkapitalinstrumente auf einem aktiven
Markt gehandelt.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden
erstmalig mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in
der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen
langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden anhand
vorhandener Marktinformationen ermittelt.
Finanzverbindlichkeiten, für die Kursnotierungen
verfügbar sind, werden mit diesen Kursnotierungen
bewertet. Der beizulegende Zeitwert der anderen
langfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als
Barwert der entsprechenden zukünftigen Cash Flows.
Für die Ermittlung dieser Barwerte werden die am
Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und
Kreditmargen der Gesellschaft berücksichtigt.
Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen werden mit dem
beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Schätzungen der
jeweiligen beizulegenden Zeitwerte basieren auf den
vertraglich festgelegten Einflussfaktoren, die die
künftigen Zahlungen bedingen, sowie der
Erwartungshaltung, die die Gesellschaft für diese
Werte hat. Die Gesellschaft beurteilt die
Wahrscheinlichkeit im Hinblick auf die Erreichung der
festgelegten Zielgrößen und dessen Zeitpunkt.
Die getroffenen Annahmen werden in regelmäßigen
Abständen überprüft.
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen werden zu dem Barwert
des Ausübungspreises der Option angesetzt. Der
Ausübungspreis der Option basiert auf beizulegenden
Zeitwerten und kann in bestimmten, begrenzten Fällen
einen festen Mindestpreis enthalten. Zur Schätzung
dieser beizulegenden Zeitwerte setzt die Gesellschaft den
höheren Wert aus Netto-Buchwert der Verbindlichkeit
und Gewinnmultiplikatoren an, wobei die
Gewinnmultiplikatoren auf historischen Gewinnen, dem
Entwicklungsstadium des zugrunde liegenden Geschäftes
und anderen Faktoren beruhen. Die Gesellschaft beauftragt
gelegentlich ein externes Unternehmen zur
Unterstützung bei der Bewertung von bestimmten
Put-Optionen. Die externe Bewertung unterstützt die
Gesellschaft bei der Schätzung der beizulegenden
Zeitwerte mittels einer Kombination aus Discounted-Cash
Flow und Gewinn- und / oder Umsatzmultiplikatoren. Unter
diesen begrenzten Umständen, unter denen die
Put-Option einen festen Basispreis enthalten könnte,
kann das externe Unternehmen die Gesellschaft bei der
Bewertung unterstützen, indem sie eine
Monte-Carlo-Simulationsanalyse durchführt, um den
Ausübungspreis zu simulieren. Die Verbindlichkeiten
aus Put-Optionen werden zu einem Diskontierungssatz vor
Steuern abgezinst. Dieser spiegelt die Marktbewertung des
Zinseffektes und das spezifische Risiko der Verbindlichkeit
wider. In Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten
können die geschätzten beizulegenden Zeitwerte
der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen schwanken und die
Discounted-Cash Flows und Gewinn- und / oder
Umsatzmultiplikatoren der finalen Kaufpreisverpflichtungen
für die Verbindlichkeit erheblich von den derzeitigen
Schätzungen abweichen. Zur Analyse der Auswirkungen
von Änderungen nicht beobachtbarer Inputfaktoren auf
die Marktbewertung von Verbindlichkeiten aus Put-Optionen
unterstellt die Gesellschaft einen Anstieg der Gewinne
(beziehungsweise gegebenenfalls des Unternehmenswerts) um
10% gegenüber der tatsächlich verwendeten
Schätzung am Berichtsstichtag. Die daraus folgende
Erhöhung der Marktbewertung um 71.850 € wird zu
der Summe der Verbindlichkeiten und zu dem
Konzern-Eigenkapital ins Verhältnis gesetzt. Diese
Analyse ergibt, dass ein Anstieg der relevanten Gewinne
(beziehungsweise gegebenenfalls des Unternehmenswerts) um
10% einen Einfluss auf die Summe der Verbindlichkeiten und
das Konzern-Eigenkapital von jeweils weniger als 1%
hätte.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung
der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente, ohne die
oben dargestellten vPPAs, zum 31. März 2025 und zum
31. Dezember 2024:
Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente in TSD €scrollen
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(3) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte
Gewinne / Verluste.
13. Informationen zu den Segmenten und ZentralbereichenDie Geschäftssegmente ergeben sich aus der Art, wie
die Gesellschaft nach der Zuständigkeit für
Produkte und Dienstleistungen ihre Geschäfte steuert
und die Ressourcen allokiert, und sind auf die
Finanzinformationen abgestimmt, die der verantwortlichen
Unternehmensinstanz vierteljährlich vorgelegt werden.
Das Segment Care Enablement ist im Wesentlichen mit dem
Vertrieb von Gesundheitsprodukten und Anlagen,
einschließlich Forschung und Entwicklung, Produktion,
Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie
unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und
Qualitätsmanagement beschäftigt. Das Segment Care
Delivery ist in erster Linie mit der Erbringung von
Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von
chronischem Nierenversagen, terminaler Niereninsuffizienz
und anderen extrakorporalen Therapien beschäftigt,
einschließlich wert- und risikobasierter
Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst auch das
Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und das
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter
Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen
von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., die in
den Kliniken der Gesellschaft für die
Gesundheitsversorgung ihrer Patienten eingesetzt werden.
Das Global Medical Office der Gesellschaft, das zur
Aufgabe hat, medizinische Behandlungen und klinische
Prozesse im Unternehmen zu optimieren und sowohl Care
Delivery als auch Care Enablement unterstützt, wird
zentral verwaltet und seine Gewinne und Verluste werden den
Segmenten zugewiesen. Ebenso ordnet die Gesellschaft Kosten
zu, die in erster Linie als Gemeinkosten der
Konzernzentrale anzusehen sind, einschließlich
Buchhaltungs- und Finanzkosten sowie bestimmter Personal-,
Rechts- und IT-Kosten, da die Gesellschaft der Ansicht ist,
dass diese Kosten den Segmenten zurechenbar sind und bei
der Allokation von Ressourcen für Care Delivery und
Care Enablement verwendet werden. Diese Kosten werden zu
budgetierten Beträgen allokiert, wobei die Differenz
zwischen budgetierten und tatsächlichen Werten in den
Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich
hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten,
Managementaktivitäten, die globale interne Revision
und die Neubewertung von bestimmten Investitionen und vPPAs
beziehen, werden jedoch nicht einem Segment zugeordnet,
sondern als Konzernkosten ausgewiesen. Diese
Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen
für den Ausweis als Geschäftssegment
gemäß IFRS 8, Geschäftssegmente und werden
separat als Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche).
Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem
Einfluss der Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen
Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die
Zielgröße für ein Geschäftssegment
ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in
die Zielgröße für ein Geschäftssegment
ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der
Geschäftssegmente liegen.
Die Zielgrößen, an denen die
Geschäftssegmente vom Vorstand gemessen werden, sind
so gewählt, dass diese alle Erträge und
Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der
Geschäftssegmente liegen. Der Vorstand ist davon
überzeugt, dass die dafür am besten geeigneten
Kennzahlen die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis
sind. Die Gesellschaft transferiert Produkte zwischen den
Geschäftssegmenten zum beizulegenden Zeitwert. Die
damit verbundenen internen Umsätze und Aufwendungen
sowie ein verbleibender intern erwirtschafteter Gewinn oder
Verlust für die Produkttransfers werden zunächst
innerhalb der Geschäftssegmente erfasst, im Rahmen der
Konsolidierung auf Konzernebene eliminiert und in der
Position "Eliminierungen zwischen den Segmenten"
ausgewiesen. Investitionen in die Produktion erfolgen unter
Berücksichtigung der erwarteten Nachfrage durch die
Geschäftssegmente und konsolidierter
Rentabilitätsüberlegungen.
Angaben über die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft im 1. Quartal 2025 und 2024 nach Segmenten und
Zentralbereichen enthält die folgende Tabelle:
Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichenin TSD €scrollen
14. Wesentliche Ereignisse seit Ende des 1. Quartals 2025Am 1. April 2025 emittierte die Gesellschaft im Rahmen
ihres 10.000.000 € Debt Issuance Programms Anleihen in
zwei Tranchen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von
1.100.000 €:
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Der Erlös wird für allgemeine
Geschäftszwecke, einschließlich der
Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten,
verwendet.
Am 10. April 2025 hat die Gesellschaft im Zusammenhang
mit einem Angebot zum Kauf ihrer ausstehenden
1,000%-Anleihen mit Fälligkeit am 29. Mai 2026 und
ihrer 0,625%-Anleihen mit Fälligkeit am 30. November
2026 einen Gesamtnennbetrag in Höhe von 300.000 €
an Anleihen beglichen.
Seit Ende des 1. Quartals 2025 sind keine weiteren
wesentlichen Ereignisse eingetreten, die die ausgewiesenen
Kennzahlen und Geschäftsergebnisse in irgendeiner Form
nennenswert beeinflussen. Derzeit sind keine wesentlichen
Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder
Rechtsform der Gesellschaft oder im Personalbereich
vorgesehen.
Prüferische DurchsichtDer Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2025 und
der Zwischenlagebericht für das 1. Quartal 2025 wurden
weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
durch den Abschlussprüfer unterzogen.
FRESENIUS MEDICAL CARE AG
Else-Kroener-Str. 1
61352 Bad Homburg
v. d. H. Deutschland
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