FRIWO AGOstbevernJahresabschluss der FRIWO AG 2009InhaltsverzeichnisBilanz der FRIWO AG – Aktiva Bilanz der FRIWO AG – Passiva Gewinn- und Verlustrechnung der FRIWO AG AnhangOrgane der Gesellschaft Lagebericht des FRIWO-Konzerns und der FRIWO AG Geschäft und Rahmenbedingungen Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns Ertragslage Vermögenslage Finanzlage und Finanzmanagement Übernahmerechtliche Angaben Erklärung zur Unternehmensführung Wirtschaftliche Lage der FRIWO AG Risikobericht Mitarbeiter Vergütungsbericht Entwicklung Umweltbericht Prognosebericht Nachtragsbericht Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Versicherung der gesetzlichen Vertreter der FRIWO AG Termine und Adressen Bilanz zum 31. Dezember 2009der FRIWO AG (vormals: CEAG AG)Aktiva scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2009FRIWO AG (vormals: CEAG AG)Jahresabschluss der FRIWO AGDer Jahresabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der FRIWO AG (vormals: CEAG AG), Ostbevern, (FRIWO AG ) für das Geschäftsjahr 2009 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und im Handelsregister hinterlegt. Die Jahresabschlüsse der FRIWO AG und ihrer direkten und indirekten Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München, einbezogen. Die VTC Industrieholding GmbH & Co. KG, München, (VTC) stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die FRIWO AG einbezogen wird. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur VTC und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Cardea Holding GmbH, München, hat am 9. Juni 2008 mit folgendem Wortlaut ihre Mehrheitsbeteiligung an der CEAG AG bekannt gegeben: „Die VTC Industrieholding GmbH, München, hat über ihre Tochtergesellschaft Cardea Holding GmbH heute 5.914.980 Aktien (d.h. 76,8% des Grundkapitals) der CEAG AG, Bad Homburg, von der DELTON AG mit Sitz in Bad Homburg erworben. Der Kaufpreis für die Aktien beträgt € 52.051.824,- (dies entspricht € 8,80 pro Aktie). Den übrigen Aktionären der CEAG AG wird entsprechend den Vorgaben des Übernahmerechtes ein Angebot zum Erwerb ihrer Aktien unterbreitet.“ Die Anteile werden durch die Cardea Holding GmbH, München, ein Tochterunternehmen der VTC, gehalten. Nach Auskunft der VTC beläuft sich die Beteiligungshöhe zum 31.12.2009 auf insgesamt 82,07%. Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21.04.2009 vorgenommene Namensänderung der Firma in FRIWO AG wurde am 25.05.2009 in das Handelsregister eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeUm die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung (längstens über 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, soweit abnutzbar vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegüter werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungs- bzw. Restnutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Im Jahr des Zugangs werden zeitanteilige Abschreibungen berücksichtigt. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bestehen die Gründe, die zu einer außerplanmäßige Abschreibung geführt haben nicht mehr, wird eine entsprechende Zuschreibung auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Der Beteiligungsbuchwert der FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern wird jährlich nach Maßgabe des IDW RS HFA 10 überprüft. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten werden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang und nicht in der Bilanz ausgewiesen. Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Aufwand für bestimmte Zeitpunkte nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen für Pensionen werden mit den Teilwerten bzw. Barwerten für laufende Renten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften mit einem Zinsfuß von 6 Prozent ermittelt werden. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden, soweit keine Kurssicherungen bestehen, mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt oder dem ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 1 AnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenständescroll
Sachanlagenscroll
2 Finanzanlagenscroll
3 Forderungen und Sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen der FRIWO AG enthalten Ansprüche aus kurzfristigen Darlehen, Organschaftsabrechnungen und Gewinnabführungsverträgen gegenüber Konzerngesellschaften. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Rückführung eines kurzfristigen Darlehens durch die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, zurückzuführen. Die unter der Position “ Sonstige Vermögensgegenstände “ im Vorjahr ausgewiesene Bundesanleihe diente als Sicherheit für eine Bankgarantie im Zusammenhang mit dem Verkauf der Geschäftseinheit FMP und unterlag Verfügungsbeschränkungen. Die Bundesanleihe wurde zwei Tage vor ihrer Fälligkeit am 4. Juli 2009 mit einem Gesamtwert von 8,9 Mio. Euro (Nominalwert 8,6 Mio. Euro) zuzüglich Zinsanteile (0,3 Mio. Euro) verkauft. Von dem Erlös wurden 8,6 Mio. Euro wiederum als Sicherheit für die oben erwähnte Bankgarantie bei der Garantie gebenden Bank hinterlegt und unterliegen weiterhin den Verfügungsbeschränkungen aus dem Kaufvertrag (wir verweisen auf Gliederungspunkt 7 „Haftungsverhältnisse“). Im Zusammenhang mit dem Verkauf hat die FRIWO AG vertragliche Gewährleistungen im marktüblichen Umfang gegeben. Der Käufer hat wegen angeblicher Verletzung dieser Gewährleistungen fristgerecht Klage eingereicht, woraufhin ein Schiedsverfahren eröffnet wurde. Bis zum Ausgang dieses Verfahrens unterliegt der Betrag einer Verfügungsbeschränkung. FRIWO geht von einer Entscheidung innerhalb von 12 Monaten aus. Darüber hinaus sind in der Position Forderungen an die Finanzverwaltung enthalten. 4 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die FRIWO AG. Das Grundkapital der FRIWO AG in Höhe von 20.020 T Euro ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Damit repräsentiert jede Aktie einen Anteil am gezeichneten Kapital von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Die Kapitalrücklage steht zur Verrechnung etwaiger zukünftiger Verluste, jedoch nicht für Ausschüttungen zur Verfügung. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 21. August 2008 wurde der Vorstand der FRIWO AG ermächtigt, bis zum 31. Juli 2013 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen und mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss, um bis zu 10.010 T Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die FRIWO AG hat im Berichtsjahr gemäß Hauptversammlungsbeschluss eine Dividende mit einem Gesamtvolumen von 23.100 T Euro (3,00 Euro pro Aktie) ausgeschüttet. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr betrug 23.100 T Euro (Vorjahr: 33.053 T Euro). Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Andere Gewinnrücklagen. 5 RückstellungenDie Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. 6 Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Zum Stichtag waren keine Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 7 Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Für die Risiken, welche nicht auf den Betrag von 8,6 Mio. Euro begrenzt sind, haftet die Gesellschaft bis zur Höhe des Verkaufspreises (56,2 Mio. Euro). Diese Risiken haben individuelle Laufzeiten. Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen. 8 Beteiligungsergebnisscroll
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern. (Vorjahr: FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, sowie die FRIWO Mobile Power GmbH, Ostbevern, für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis März 2008). 9 Sonstige betriebliche ErträgeDie Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Weiterbelastungen im Konzern, Währungsgewinne sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und andere periodenfremde Erträge. In 2009 betrugen die periodenfremden Erträge 185 T Euro. Im Vorjahr waren unter den sonstigen betrieblichen Erträgen insbesondere auch Erträge aus Beteiligungsverkäufen (13.823 T Euro) und Erträge aus der Zuschreibung des Beteiligungsbuchwertes der FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern (13.466 T Euro) ausgewiesen. 10 Personalaufwandscroll
11 Sonstige betriebliche AufwendungenDie Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Sachkosten des Verwaltungsbereichs sowie Rechts- und Beratungskosten, Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit, Aufsichtsratsvergütungen, Jahresabschlusskosten sowie periodenfremde Aufwendungen. Diese beliefen sich in 2009 auf 380 T Euro. 12 Zinsergebnisscroll
13 Steuern vom Einkommen und vom Ertragscroll
Im Geschäftsjahr 2009 ergab sich im Inland ein negatives körperschaftssteuerliches Einkommen von 693 T Euro, von dem 512 T Euro auf das Jahr 2008 zurückgetragen wurden. 14 ArbeitnehmerBei der FRIWO AG war während des Geschäftsjahres im Durchschnitt eine Angestellte (Vorjahr: 6 Angestellte) beschäftigt. 15 Bezüge der OrganeDie fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 10.000 Euro p.a. Die variable Vergütung richtet sich nach der Höhe der beschlossenen Dividenden. Die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütung ist auf das Dreifache des festen Betrags begrenzt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache. Ausschussmitglieder erhalten jeweils eine weitere Vergütung von 1.000 Euro. Davon ausgenommen sind der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter. Die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 beinhaltet ausschließlich den fixen Vergütungsanteil i.H.v. 75 T Euro (Vorjahr: 351 T Euro fixe und variable Vergütungsanteile). Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich für das Geschäftsjahr 2009 auf 501 T Euro (Vorjahr: 1.238 T Euro), davon 426 T Euro fix (Vorjahr: 472 T Euro) und 75 T Euro variabel (Vorjahr: 766 T Euro). Es ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der CEAG AG (heute: FRIWO AG) am 11. Mai 2006 beschlossen hat, dass die Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 9 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2006 bis einschließlich 2010 unterbleiben. Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Pensionsbezüge von 94 T Euro (Vorjahr: 78 T Euro) . Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt 1.535 T Euro (Vorjahr: 855 T Euro) zurückgestellt. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen sind den Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen nicht eingeräumt worden. 16 Honorar des AbschlussprüfersDas im jeweiligen Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers umfasste die folgenden Leistungen: scroll
17 Corporate Governance-ErklärungDie Erklärung nach § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens unter: www.friwo.de/de/friwoag/investorrelations/corporategovernance.html dauerhaft zugänglich gemacht. 18 AnteilsbesitzAn den unten aufgeführten Firmen ist die FRIWO AG unmittelbar oder mittelbar über die Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, beteiligt. Die FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern, ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der FRIWO AG verbunden und nimmt die Erleichterung gem. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Das von der FRIWO AG erzielte Ergebnis ist damit auch zukünftig beeinflusst durch die vereinnahmten Gewinne bzw. übernommenen Verluste der FRIWO Gerätebau GmbH, Ostbevern. Die FRIWO USA, Inc., Colorado Springs, USA (IL) wurde in 2009 liquidiert und ist im Konsolidierungskreis der FRIWO AG nicht mehr enthalten. scroll
1)
vor Ergebnisabführung
Ostbevern, 10. Februar 2010 FRIWO AG Der Vorstand Felix Zimmermann Klaus Schilling ![]() ![]() Organe der Gesellschaftscroll
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Lagebericht des FRIWO Konzerns und der FRIWO AGGeschäft und RahmenbedingungenÜberblick über den FRIWO-Konzern („FRIWO“)Die FRIWO AG (vormals CEAG AG) mit Sitz in Ostbevern/Westfalen ist mit ihren Tochterunternehmen ein international tätiger Anbieter hochwertiger Netz- und Ladegeräte für verschiedene Märkte und Branchen. Der Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen FRIWO Geräte für ein breites Spektrum an Applikationen wie Haushaltsgeräte, mobile Werkzeuge, IT und Kommunikationstechnik, industrielle Anwendungen oder Medizintechnik. Zudem bietet FRIWO Fertigungsdienstleistungen im Bereich EMS (Electronic Manufacturing Services) an. Der FRIWO-Konzern umfasste zum Ende des Berichtsjahres neben der Holding die FRIWO Gerätebau GmbH mit Sitz in Ostbevern, aus der heraus das operative Geschäft des Konzerns im Wesentlichen betrieben wird, sowie deren Vertriebs- und Servicegesellschaft in China. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und die Investor Relations zuständig; sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften. Nach dem im Jahr 2008 erfolgten Wechsel zu einem neuen Geschäftsmodell in Nordamerika wurde die bisherige US-Vertriebsgesellschaft im Jahr 2009 liquidiert und demzufolge im Konzern entkonsolidiert. FRIWO produziert zum einen in Europa, wo am Unternehmenssitz in Ostbevern eine eigene, hoch automatisierte Fertigungsstätte betrieben wird. Dieser Inlandsstandort kooperiert eng mit einem polnischen Zulieferer. Zum anderen wird ein wesentlicher Teil der Geräte von asiatischen Auftragsfertigern bezogen. Wesentliche finanzielle Steuerungsparameter für den FRIWO-Konzern sind der Umsatz, das operative Ergebnis - definiert als Bruttoergebnis abzüglich Vertriebs- und Verwaltungskosten - sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Darüber hinaus ist eine angemessene Gesamtkapitalrentabilität ein bedeutendes Kriterium bei allen operativen Entscheidungen. Der Konzernabschluss wird nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der FRIWO AG erfolgt gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist auf Grund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG. Wesentliche Vorgänge während des BerichtszeitraumsUmbenennung der CEAG AG in FRIWO AGMit Eintragung ins Handelsregister firmiert die vormalige CEAG AG seit dem 25. Mai 2009 als FRIWO AG. Die von der Hauptversammlung beschlossene Umfirmierung schafft einen einheitlichen Auftritt aller Konzerngesellschaften unter der Produktmarke FRIWO. Die Marke FRIWO steht seit Jahrzehnten für innovative und hochwertige Netz- und Ladegeräte und hat internationale Bekanntheit. Veränderungen im VorstandMit Wirkung zum 15. November 2009 wurde Herr Klaus Schilling vom Aufsichtsrat zum weiteren Vorstand der FRIWO AG bestellt. Klaus Schilling führt als Vorstand für Vertrieb und Finanzen FRIWO gemeinsam mit dem bisherigen Alleinvorstand Felix Zimmermann, der sich auf die Ressorts Produktion und Technik konzentriert. Zuvor war Herr Schilling seit 2002 in der Geschäftsführung der fischerwerke Artur Fischer GmbH & Co. KG, Waldachtal, tätig, davon seit 2005 als Sprecher der Geschäftsführung für den Bereich Befestigungssysteme. Durch die Erweiterung des Vorstands rüstet sich FRIWO für das mittel- und langfristig geplante Wachstum. Liquidation der amerikanischen TochtergesellschaftBereits 2008 wurde das Geschäftsmodell des FRIWO-Konzerns für den nordamerikanischen Markt neu ausgerichtet und die Kundenbetreuung von der bisherigen Konzerngesellschaft FRIWO USA weitgehend an einen amerikanischen Vertriebspartner übergeben. Weil damit die Geschäftsgrundlage für diese Gesellschaft entfallen war, wurde sie im Berichtsjahr aufgelöst. Im Rahmen der Entkonsolidierung der FRIWO USA fiel 2009 ein einmaliger Entkonsolidierungsertrag in Höhe von 0,8 Mio. Euro an. Schiedsklage von FlextronicsIm Geschäftsjahr 2008 hatte die FRIWO AG den früheren Geschäftsbereich FRIWO Mobile Power (FMP) zu einem Kaufpreis von 56,2 Mio. Euro an die Flextronics BV, Venray, verkauft. Am 7.Mai 2009 hat Flextronics bei der deutschen Schiedsgerichtsstelle eine Schiedsklage gegen die FRIWO AG eingereicht. Flextronics wirft der FRIWO AG die Verletzung von Garantien aus dem am 7. Februar 2008 geschlossenen Anteilskaufvertrag (Share Purchase Agreement - SPA) vor. Die FRIWO AG hat für derartige Transaktionen übliche Garantien abgegeben, die 12 Monate nach dem Closing, also am 7. Mai 2009, verjährt wären. Flextronics hat zur Hemmung dieser Verjährung Klage eingereicht. Die von Flextronics in Anspruch genommenen Garantien beziehen sich auf die behauptete Verletzung von Gesetzen an den Standorten in China sowie auf weitere Punkte. Der bezifferte Gesamtwert der Klage beläuft sich auf 6,8 Mio. Euro. Zur Absicherung etwaiger Klageansprüche sind vertragsgemäß 8,6 Mio. Euro in Form von Tagesgeld hinterlegt, die per 31. Dezember 2009 in voller Höhe unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden. Da die Ansprüche von der Klägerin bisher nicht substantiiert wurden und nur wenige Punkte bisher einen Bezug zu den gegebenen Garantien erkennen lassen, geht der Vorstand zum Jahresabschluss 2009 davon aus, dass die Schadenssumme unter dem mit der Klägerin im Anteilskaufvertrag von 2008 vereinbarten Selbstbehalt von 1 Mio. Euro liegen wird. Insofern wird auf Basis der bisher im Schiedsverfahren vorgelegten Unterlagen nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen. Im Rahmen des weiteren Verlaufs des Schiedsverfahrens ist Flextronics aufgefordert, noch vor Ende des ersten Quartals 2010 die Klagepunkte zu substantiieren. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie internationale Finanzkrise und der weltweite Konjunkturabschwung prägten das wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2009. Bereits im vierten Quartal 2008 hatten die Volkswirtschaften in den wichtigsten Industriestaaten einen beschleunigten Abwärtstrend verzeichnet. Angesichts des Abschwungs nahm die Ausgabenbereitschaft von Unternehmen und Privatpersonen spürbar ab. Im Verlauf des Jahres 2009 stabilisierte sich jedoch die Lage der Weltwirtschaft, auch bedingt durch massive staatliche Stützungsmaßnahmen und Konjunkturprogramme in wichtigen Industrieländern. In der zweiten Jahreshälfte nahm der Optimismus von Konjunkturexperten über eine bevorstehende wirtschaftliche Erholung dann wieder zu. Für das Jahr 2009 berechnete der Internationale Währungsfonds (IWF) für alle Wirtschaftsräume allerdings deutliche Rückgänge der Wirtschaftsleistung. In der Eurozone sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach um 3,9 Prozent. Die US-Wirtschaft schrumpfte um 2,5 Prozent, das BIP Japans sogar um 5,3 Prozent. Das Statistische Bundesamt bezifferte in einer vorläufigen Berechnung den Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland 2009 auf 5,0 Prozent. Die stetige Verbesserung der Konjunkturindikatoren, erfolgreiche Kostensenkungen in den Unternehmen, zum Beispiel durch die Nutzung von Kurzarbeit, und die anhaltend expansive Geldpolitik der Notenbanken führten 2009 zu einer stetigen Erholung der Aktienmärkte. So legte der Deutsche Aktienindex (DAX) um 23,8 Prozent im Jahresverlauf zu.
Quellen: Branchenspezifische RahmenbedingungenDie deutsche Elektroindustrie verzeichnete angesichts des weltweiten Konjunkturabschwungs ein sehr schwieriges Jahr 2009. Laut Branchenverband ZVEI betrug das Umsatzminus der Unternehmen 24 Prozent. Betroffen waren sowohl das Inlandsgeschäft (-23 Prozent) als auch die Auslandsumsätze (-25 Prozent). Der Auftragseingang der Branche sank demnach im Gesamtjahr 2009 um 28 Prozent, wobei sich der Rückgang im zweiten Halbjahr gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum auf 20 Prozent verlangsamte. FRIWO ist als Hersteller von Netz- und Ladegeräten in unterschiedlichen weltweiten Marktbereichen tätig. Über die einzelnen Entwicklungen dieser sehr verschiedenen Marktbereiche sind nur wenige detaillierte und zuverlässige Marktdaten verfügbar. Trotz des schwierigen Konjunkturumfelds konnte FRIWO in einzelnen Marktsegmenten ein Umsatzwachstum verzeichnen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsDer FRIWO-Konzern verzeichnete vor dem Hintergrund der weltweiten Rezession und eines teilweise starken Nachfragerückgangs einen insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Die Geschäftsentwicklung blieb zwar unter den budgetierten Erwartungen; jedoch schnitt der Konzern mit einem Rückgang des Umsatzes um 11,8 Prozent deutlich besser ab als die deutsche Elektroindustrie insgesamt, deren Erlöse um durchschnittlich 24 Prozent sanken. Zudem wurde im Berichtsjahr eine Vielzahl von operativen und strategischen Maßnahmen umgesetzt, um vom nächsten Konjunkturaufschwung bestmöglich profitieren zu können. Bereits im vierten Quartal 2009 verzeichnete FRIWO wieder eine deutliche Belebung des Auftragseingangs und konnte daher mit einem erfreulichen Auftragsbestand in das Jahr 2010 starten, der deutlich über dem Durchschnitt von 2009 lag. Trotz des rückläufigen Umsatzes weist der Konzern 2009 ein leicht positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 0,5 Mio. Euro aus. Das Nachsteuerergebnis des Konzerns einschließlich nicht fortgeführter Bereiche (rund -0,4 Mio. Euro) war nahezu ausgeglichen. ProduktionFRIWO produziert Netz- und Ladegeräte in Europa und China. Die Produktion in Europa erfolgt am eigenen Standort in Ostbevern und wird durch einen Auftragsfertiger in Polen unterstützt. In China arbeitet FRIWO mit weiteren Partnern zusammen. In Ostbevern konnte durch Investitionen in die automatische Bestückung die Produktivität weiter erhöht werden. Die schwache Wirtschaftslage führte jedoch dazu, dass zeitweise im Bereich EMS bis Mitte des Jahres kurzgearbeitet werden musste. In der zweiten Jahreshälfte verbesserte sich die Situation in diesem Bereich deutlich. Für den Bereich Standardprodukte wurde im Oktober 2009 ebenfalls Kurzarbeit beantragt, die jedoch nur sehr kurzzeitig genutzt wurde. UmsatzentwicklungDer FRIWO-Konzern verzeichnete im Jahr 2009 einen Umsatz von 73,3 Mio. Euro, ein Rückgang von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (83,1 Mio. Euro) . Das Umsatzminus erstreckte sich auf sämtliche Berichtssegmente, jedoch in recht unterschiedlichem Umfang. So sank der Umsatz in Deutschland um lediglich 6 Prozent, während die Umsätze im übrigen Europa 18 Prozent unter dem Vorjahr lagen. Auch in Asien war mit 22 Prozent ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die übrigen Regionen erreichten mit -2 Prozent annähernd das Vorjahresniveau. Damit war die Geschäftsentwicklung von FRIWO deutlich weniger durch die Krise beeinträchtigt als die deutsche Elektroindustrie insgesamt, da die Gruppe ein breit aufgestelltes Kundenportfolio in stark diversifizierten Zielgruppen bedient. Wesentlicher Grund für das Umsatzminus war nicht der Verlust von Kunden sondern die zeitweise Nachfragezurückhaltung bei einem großen Teil der FRIWO-Kunden. Insgesamt wurden deutlich kleinere Mengen kurzfristiger geordert als in den vergangenen Jahren. FRIWO fakturiert einen Großteil der Waren in US-Dollar, daher wirkte sich bei der Umsatzentwicklung der durchschnittliche Wertanstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro positiv aus. Währungsbereinigt, also auf Basis der Wechselkurse des Vorjahres, reduzierte sich der Umsatz um 14,7 Prozent. Im ersten Halbjahr beeinflusste vor allem die durch die Krise in der Automobilindustrie schwächere Nachfrage im Bereich EMS den Umsatz negativ. Dies konnte teilweise durch deutlich höhere Umsätze in den Zielgruppen IT und Kommunikation sowie „Weiße Ware“ kompensiert werden. Im zweiten Halbjahr belebte sich der Umsatz im EMS-Bereich spürbar, und auch die Nachfrage im Haushaltsgerätebereich stieg deutlich an. Der Vertrieb von Standardgeräten über Handelspartner verlief nicht zufriedenstellend. Insgesamt konnte das außergewöhnlich gute zweite Halbjahr 2008 nicht erreicht werden. ErtragslageDie Ertragsentwicklung des FRIWO-Konzerns war im Jahr 2009 durch den konjunkturbedingten Umsatzrückgang geprägt. FRIWO hat frühzeitig mit einer Vielzahl von Maßnahmen auf das veränderte Marktumfeld reagiert und dadurch ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen können:
Positiv auf die Ertragslage wirkten sich zudem die deutlich verschlankte Holding sowie der im Vergleich zum Vorjahr höhere Durchschnittskurs des US-Dollar aus. Das Bruttoergebnis vom Umsatz sank 2009 von 12,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,3 Mio. Euro (-32 Prozent). Entsprechend sank die Bruttomarge vom Umsatz, vor allem bedingt durch Mixeffekte, auf 11,3 Prozent nach 14,7 Prozent im Vorjahr. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 0,5 Mio. Euro nach 1,7 Mio. Euro im Jahr zuvor. Darin ist ein Einmalertrag in Höhe von 0,8 Mio. Euro aus der Entkonsolidierung der liquidierten Vertriebsgesellschaft FRIWO USA enthalten. Die Holdingkosten betrugen -0,9 Mio. Euro nach -2,4 Mio. Euro im Vorjahr; der Rückgang reflektiert die deutliche Verschlankung der Holdingstrukturen nach dem 2008 erfolgten Verkauf der Geschäftseinheit FMP. Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) belief sich im Konzern auf 0,6 Prozent (2008: 2,1 Prozent). Der Konzern weist ein negatives Finanzergebnis von -0,3 Mio. Euro aus nach 1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Ausschüttung im Jahr 2009 und die damit verbundene Reduktion der liquiden Mittel (-23,1 Mio. Euro), das infolge der Wirtschaftskrise reduzierte Zinsniveau und auf die erhöhte Inanspruchnahme von Finanzierungsmitteln zurückzuführen. Der Konzern weist ein Ergebnis vor Steuern (PBT) für die fortgeführten Bereiche von 0,2 Mio. Euro nach 2,9 Mio. Euro im Vorjahr aus. Nach Steuern betrug das Konzernergebnis der fortgeführten Bereiche 0,4 Mio. Euro (2008: 2,5 Mio. Euro). Die nicht fortgeführten Bereiche weisen ein Nachsteuerergebnis von -0,4 Mio. Euro aus. Grund sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der anhängigen Schiedsklage aus dem FMP-Verkauf. Der Vorjahreswert von 9,4 Mio. Euro war durch den Ertrag aus dem Verkauf von FMP geprägt. In der Summe errechnet sich für das Geschäftsjahr 2009 ein nahezu ausgeglichenes Konzernergebnis nach 11,8 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das entsprechende Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,00 Euro nach 1,54 Euro im Jahr 2008 (siehe Ziffer 20 des Konzernanhangs). VermögenslageDie Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 31. Dezember 2009 erreichte 39,0 Mio. Euro und verkürzte sich damit gegenüber dem gleichen Bilanzstichtag 2008 (61,9 Mio. Euro) um 22,9 Mio. Euro. Maßgeblich für den Rückgang war vor allem die erfolgte Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 23,1 Mio. Euro. Das Sachanlagevermögen des Konzerns ging geringfügig von 8,6 Mio. Euro auf 8,5 Mio. Euro zurück. Die Investitionen im FRIWO-Konzern (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrugen im Berichtsjahr 1,8 Mio. Euro nach einem Vorjahreswert von 2,4 Mio. Euro. Hiervon entfiel ein großer Teil auf die Erweiterung und Modernisierung der Fertigung in Ostbevern. Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern lagen mit 29,8 Mio. Euro deutlich unter Vorjahresniveau (52,7 Mio. Euro). Die Vorräte konnten im Stichtagsvergleich um 1,7 Mio. Euro auf 8,8 Mio. Euro verringert werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 1,7 Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken um 0,9 Mio. Euro auf 10,2 Mio. Euro; wesentlichen Anteil an dieser Position hat die Garantiesumme von 8,6 Mio. Euro, die einer Verfügungsbeschränkung aus der Garantievereinbarung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Geschäftseinheit FMP unterliegt. In der Reduzierung der Zahlungsmittel um 18,6 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro spiegelt sich vor allem die Dividendenausschüttung im April 2009 wider. Das Eigenkapital des FRIWO-Konzerns sank von 36,9 Mio. Euro per 31. Dezember 2008 um 65,6 Prozent auf 12,7 Mio. Euro per Ende 2009. Kapitalmindernd wirkte sich im Wesentlichen die Dividendenzahlung in Höhe von 23,1 Mio. Euro aus. Mit einer Eigenkapitalquote von 32,6 Prozent wies der Konzern zum Bilanzstichtag unverändert eine solide Eigenkapitalbasis aus (31. Dezember 2008: 59,6 Prozent). Die langfristigen Schulden nahmen um 4,9 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro ab. Einen wesentlichen Anteil daran hatte die aufgrund der Fälligkeit im ersten Quartal 2010 erforderliche Umgliederung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 5,0 Mio. Euro in die kurzfristigen Schulden. Bereits im ersten Quartal 2010 wurde eine entsprechende Anschlussfinanzierung für einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschlossen. Diese Anschlussfinanzierung über 5,0 Mio. Euro wird dann in 2010 wieder unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Die kurzfristigen Schulden stiegen von 16,5 Mio. Euro auf 22,7 Mio. Euro an. Größter Einflussfaktor war dabei die oben genannte Umgliederung, aber auch eine zusätzliche Inanspruchnahme der Kreditlinien in Höhe von 3,0 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 0,6 Mio. Euro auf 11,0 Mio. Euro gestiegen. Finanzlage und FinanzmanagementDer Konzern verfügt über mehrere kurzfristige Kreditlinien verschiedener Banken. Darüber hinaus stehen der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH 5,0 Mio. Euro bis März 2010 aus dem oben erläuterten Darlehen zur Verfügung. Diese langfristige Finanzierungskomponente ist durch eine entsprechende Anschlussfinanzierung bereits langfristig abgesichert. Zudem verkauft die FRIWO Gerätebau GmbH einen Teil ihrer Forderungen in Form eines echten Factorings, bei dem das Ausfallrisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird. Die chinesische Vertriebs- und Servicegesellschaft wird derzeit durch die FRIWO Gerätebau GmbH mit Finanzmitteln ausgestattet. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien in den einzelnen Gesellschaften ist innerhalb eines Geschäftsjahres in Abhängigkeit vom Bestand an Verbindlichkeiten, Vorräten und Forderungen Schwankungen unterworfen. Der FRIWO-Konzern war im Geschäftsjahr 2009 durchgehend selbstständig finanziert und verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität. Die von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2009 mit kurzfristigen Geldmarktkrediten in Höhe von 3,0 Mio. Euro in Anspruch genommen worden. Die temporäre Erhöhung einer Kreditlinie um 2,0 Mio. Euro bis zum 31. Dezember 2009 diente der Liquiditätssicherung, musste aber nicht in Anspruch genommen werden. Einzelne Kreditfazilitäten beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer in Zukunft eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 3,6 Mio. Euro nach 2,2 Mio. Euro im Vorjahr. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 1,7 Mio. Euro nach einem durch den FMP-Verkauf geprägten Mittelzufluss von 34,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss von 20,5 Mio. Euro (Vorjahr: Mittelabfluss von 29,2 Mio. Euro). Darin spiegelt sich vor allem die im Berichtsjahr erfolgte Dividendenzahlung von 23,1 Mio. Euro wider. Die Zahlungsmittel des Konzerns sanken im Geschäftsjahr insgesamt um 18,6 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: 23,0 Mio. Euro). Übernahmerechtliche AngabenNachfolgend sind die übernahmerechtlichen Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB dargestellt. Das Grundkapital der FRIWO AG beträgt 20,02 Mio. Euro und ist in 7,7 Mio. gleichberechtigte Inhaberstückaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt somit ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,60 Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2009 sowie im Vorjahr nicht verändert. Die Einlagen auf das Grundkapital sind in voller Höhe geleistet. Eigene Aktien werden weder direkt noch indirekt von der FRIWO AG gehalten. Dem Vorstand der FRIWO AG sind keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bekannt. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2009 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte am Kapital der FRIWO AG: scroll
Bei den genannten Stimmrechtsanteilen handelt es sich um freiwillige Angaben der Aktionäre zum Stichtag 31. Dezember 2009. Bei diesen Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen. Die ausgegebenen Aktien gewähren keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Den Arbeitnehmern der FRIWO AG steht keine Stimmrechtskontrolle zu. Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberstückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 10,01 Mio. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte Zwecke ausschließen. Die Ermächtigung hat Gültigkeit bis zum 31. Juli 2013. Der Vorstand hat von der Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2009 keinen Gebrauch gemacht. Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 21. August 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, einmalig oder mehrmalig eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung hatte Gültigkeit bis zum 20. Februar 2010. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen. Nach § 7 Abs. 2 erfolgen sowohl die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und stellvertretenden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat. Ebenso kann dieser ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie weitere Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernennen. Derzeit besteht der Vorstand der Gesellschaft aus zwei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern. Über Satzungsänderungen entscheidet gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 AktG die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 12 Abs. 2 der Satzung der FRIWO AG ausschließlich zu Satzungsänderungen berechtigt, die die Fassung betreffen. Es gibt keine wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht. Ebenso wenig bestehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen wurden. Erklärung zur Unternehmensführung (Corporate Governance Bericht)Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG erklären gemäß § 161 AktG:„Die Gesellschaft hat den am 5. August 2009 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodexfassung vom 18. Juni 2009) seit der letzten Entsprechenserklärung aus November 2009 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen und wird ihnen auch in Zukunft mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen: Da die Gesellschaft nur Inhaberaktien ausgegeben hat, sind ihr nicht alle Aktionäre bekannt. Es ist ihr daher unmöglich, allen Aktionären die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Weg zu übermitteln (Kodex Ziffer 2.3.2). Die bestehende D & O Versicherung sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Gesellschaft hat persönliche Verpflichtungserklärungen zur Tragung eines Selbstbehalts durch ihre Aufsichtsratsmitglieder eingeholt, auch wenn ansonsten Versicherungsschutz auf Grund einer durch die Gesellschaft abgeschlossenen D & O Versicherung bestehen sollte. Danach tragen Aufsichtsratsmitglieder, die der Gesellschaft oder Dritten durch ihre Aufsichtsratstätigkeit grob fahrlässig Schaden zufügen, alle in einem Jahr verursachten Schäden bis zur Höhe der Hälfte ihrer jeweiligen Jahresgesamtvergütung im Jahr der Schadensverursachung selbst. Zur Schadensbemessungsgrundlage zählen Rechts- und sonstige Verteidigungskosten nicht. Eine Einschränkung der Haftung der Aufsichtsratsmitglieder gegenüber der Gesellschaft oder gegenüber Dritten ist damit nicht verbunden (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 2). Die Gesellschaft wird aus Vereinfachungsgründen darauf verzichten, über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus, den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht anzugeben. Auch auf konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme wird die Gesellschaft im Corporate Governance Bericht verzichten (Kodex Ziffern 6.6; 7.1.3). Die Gesellschaft verzichtet auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden oder Sprechers. Gemäß Geschäftsverteilungsplan sind alle wichtigen Aufgaben eindeutig zugeordnet und gleichmäßig auf die beiden Vorstände verteilt. Sie werden sich bei zentralen Entscheidungen eng abstimmen und diese je nach Themengebiet nach außen vertreten (Kodex Ziffer 4.2.1, Satz 1). Ziel der Gesellschaft ist es immer, die besten Führungskräfte bei angemessener und leistungsbezogener Vergütung zu verpflichten. Für eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG kann sich dies als schwierig erweisen. Aus diesem Grund möchte sich die Gesellschaft bei der Gestaltung von Vorstandsverträgen größtmöglichen Handlungsspielraum bewahren und verzichtet sowohl auf die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4 und 5) als auch auf die Festlegung einer Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands sowie Selbstbeschränkungen bei der Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorständen (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 2). Die Gesellschaft verzichtet aus Effizienzgründen darauf, die Hauptversammlung separat über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands zu informieren. Informationen zur Vorstandsvergütung finden sich im Geschäftsbericht (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 6). Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre erfolgen keine individualisierten Angaben zu den Vorstandsbezügen (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Von der durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen vom 3. August 2005 (VorstOG) eingeführten Rechtspflicht zu einer individuellen Offenlegung der Vorstandsvergütungen ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom Mai 2006 für den Zeitraum von fünf Jahren befreit. Eine kleine Publikumsgesellschaft wie die FRIWO AG bietet aufgrund ihrer Größe und Komplexität dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, alle Themen ausführlich im Gesamtgremium zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat daher keinerlei Ausschüsse gebildet (Kodex Ziffern 5.2, Absatz 2 sowie 5.3). Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre im Corporate Governance Bericht nicht individualisiert ausgewiesen werden (Kodex Ziffer 5.4.6, Absatz 3). Der Aufsichtsrat verzichtet auf eine ausdrückliche Effizienzprüfung (Kodex Ziffer 5.6). Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine „Politik der kurzen Wege“ ist aus Sicht des Aufsichtsrats ein höchstes Maß an Effizienz gegeben. Um den Abstimmungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, wird der Halbjahresbericht vor seiner Veröffentlichung nicht mit dem Gesamtaufsichtsrat sondern nur mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2).“
Ostbevern, im Februar 2010
Richard G. Ramsauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats Felix Zimmermann, Mitglied des Vorstands Klaus Schilling, Mitglied des Vorstands ![]() ![]() ![]() Angaben zu UnternehmenspraktikenÜber Unternehmenspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, ist an dieser Stelle nichts zu berichten. Arbeitsweise des VorstandsDer Vorstand der FRIWO AG mit derzeit zwei Mitgliedern ist das Leitungsorgan der Gesellschaft und des Konzerns. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand. Zu den Vorstandsaufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Tochterunternehmen. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die Besetzung von Schlüsselpositionen im Unternehmen. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Gleichwohl führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Geschäftsverteilungsplan. Auf die Benennung eines Vorstandsvorsitzenden wurde verzichtet. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Koordination der Vorstandsarbeit. Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen. Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung und der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken und Compliance-Fragen. Wesentliche Entscheidungen sind im Rahmen eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden. Arbeitsweise des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat umfasst sechs Mitglieder. Er ist gemäß dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat zu zwei Dritteln mit Anteilseigner- und zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer in einem von der Hauptversammlung unabhängigen Wahlverfahren von den Arbeitnehmern gewählt. Die Amtsperiode der Aufsichtsräte beträgt fünf Jahre. Unterjährig tritt der Aufsichtsrat regelmäßig mindestens viermal (zweimal pro Halbjahr) zusammen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats festlegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert er die Geschäftsentwicklung, die Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresplanung sowie den Jahresabschluss der FRIWO AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In seinen Aufgabenbereich fällt darüber hinaus die Bestellung der Mitglieder des Vorstands. Wesentliche Vorstandsentscheidungen sind an seine Zustimmung gebunden. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Wirtschaftliche Lage der FRIWO AGDie FRIWO AG erzielt ihr Ergebnis im Einzelabschluss nach HGB-Rechnungslegung aus den vereinnahmten Gewinnen bzw. den übernommenen Verlusten der Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, mit der ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag besteht. Des Weiteren fallen bei der Holding eigene Aufwendungen an. In der Gewinn- und Verlustrechnung der FRIWO AG ergaben sich 2009 - im Gegensatz zum Vorjahr - keine nennenswerten Sondereffekte. Der im Vorjahr auf 20 Mio. Euro zugeschriebene Wert der Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH wurde unverändert beibehalten. Die Bewertung wurde basierend auf einer aktuellen Mehrjahres-Ergebnisplanung mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens durchgeführt. Der Beurteilung liegen Annahmen und Schätzungen über die künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der FRIWO Gerätebau GmbH zugrunde. Im Zusammenhang mit dem 2008 erfolgten Verkauf der Geschäftseinheit FMP fielen im Berichtsjahr Aufwendungen für Beratung sowie Gerichtskosten in Höhe von 0,4 Mio. Euro an. Die FRIWO AG zeigt für das Geschäftsjahr 2009 ein negatives Ergebnis vor Steuern von -0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 26,1 Mio. Euro) und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von -0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 24,9 Mio. Euro). Die Vorjahreswerte waren in erheblichem Umfang durch positive Sondereffekte geprägt gewesen. Abgesehen von der bereits erläuterten Dividendenausschüttung hat sich die Vermögensstruktur der FRIWO AG im Jahr 2009 nicht wesentlich verändert. Sie bestand per 31. Dezember 2009 im Wesentlichen aus der im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligung an der FRIWO Gerätebau GmbH (20,0 Mio. Euro) und einer kurzfristigen Geldanlage (8,6 Mio. Euro) im Zusammenhang mit den Garantien, die anlässlich des Verkaufs der Geschäftseinheit FMP abgegeben worden waren. Dieser angelegte Betrag ist aufgrund des laufenden Schiedsverfahrens derzeit nicht frei verfügbar. RisikoberichtRisikomanagementAls international agierendes Unternehmen ist FRIWO im Rahmen der Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von spezifischen Chancen und Risiken ausgesetzt, die sich nachteilig auf die Geschäftsentwicklung sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AG und Konzern auswirken können. Vor diesem Hintergrund ist ein professionelles und wirkungsvolles Risikomanagementsystem ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung der FRIWO AG und des FRIWO-Konzerns. Das Risikomanagementsystem bei FRIWO ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder zu minimieren. Das Risikomanagement stellt einen standardisierten fortwährenden Prozess dar, der ständig verbessert und verfeinert wird. Die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung der Risiken sind in einer Richtlinie niedergelegt, welche auch konzernweit die Grundlage für ein effizientes Risikomanagementsystem bildet. Die Risikobewertung wird dreimal im Jahr durch Einschätzung von Risikopotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit von den zuständigen „Risk-Ownern“ - dabei handelt es sich um Führungskräfte in allen wesentlichen Bereichen des Konzerns - vorgenommen. „Risk Controller“ unterstützen sie dabei und stellen sicher, dass bei Überschreitung von bestimmten Schwellenwerten Risiken an höhere Führungsebenen und an den Aufsichtsrat kommuniziert werden. Dabei ist die Risikoberichterstattung vollständig in die standardisierten Planungs- und Forecastprozesse integriert. Dieses System gewährleistet, dass alle identifizierten Risiken ihrer Wesentlichkeit entsprechend berücksichtigt werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen eine „Risikokultur“ geschaffen und das Risikobewusstsein geschärft. Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FRIWO-Konzerns haben können. Risiken, die dem Konzern derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls negativ beeinträchtigen. Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des FRIWO-KonzernsDas Jahr 2009 stand für die Weltwirtschaft ganz im Zeichen der Auswirkungen der Finanzkrise und des globalen Konjunkturabschwungs. Die Rezession führte in den meisten Absatzmärkten von FRIWO zu erheblichen Umsatzrückgängen. FRIWO hatte sich jedoch bereits in den vergangenen Jahren durch die Belieferung sehr unterschiedlicher Märkte und Zielgruppen breit aufgestellt, um die Konjunkturempfindlichkeit zu reduzieren. Diese Strategie wirkte sich 2009 positiv aus. FRIWO konnte einen deutlich unter dem Durchschnitt der Branche liegenden Umsatzrückgang verzeichnen. Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Verbraucherschutz führt zu einer stärkeren gesetzlichen Regulierung. Ein Erfolgsfaktor für FRIWO ist daher die zügige Erkennung und Umsetzung der relevanten technischen Anforderungen und Normen. Ferner bestehen länderspezifische Risiken an einzelnen FRIWO-Standorten oder denen ihrer Lieferanten. Insbesondere ist das Risiko einer uneinheitlichen Auslegung und Anwendung von Rechtsquellen zu nennen, die speziell das Arbeitsrecht sowie Steuer- und Zollregelungen in China betreffen. WährungsrisikenDie weltweite Tätigkeit des FRIWO-Konzerns in unterschiedlichen Fremdwährungen stellt ein Transaktionsrisiko dar, welches durch die im Jahr 2009 erhöhte Volatilität der weltweiten Zins- und Währungsmärkte an Relevanz gewonnen hat. Fremdwährungsrisiken resultieren aus Bilanzpositionen in Fremdwährungen und künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. Das Fremdwährungsrisiko wird aus der Sicht der jeweiligen Gesellschaft und ihrer Heimatwährung gegenüber allen Fremdwährungen betrachtet. Dabei ergibt sich zunächst zumindest teilweise eine natürliche Absicherung bei den Fremdwährungspositionen, die sowohl im debitorischen als auch im kreditorischen Bereich in gleicher Währung auftreten. Darüber hinaus verbleibende Fremdwährungsrisiken werden durch gezieltes Währungsmanagement verringert. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt bevorzugt in der jeweiligen Heimatwährung oder weitestgehend auf währungsgesicherter Basis. Spekulative Mittelaufnahmen oder -anlagen in Fremdwährungen sind nicht gestattet. Der Konzern unterhält eine Treasury-Funktion, die regelmäßig die bilanziellen Währungsrisiken erhebt und im Fall eines wesentlichen, konsolidierten Risikos entsprechende Absicherungen durch Devisentermingeschäfte vornimmt. Risiken der Währungen USD (US-Dollar) und CNY (chinesischer Renminbi) zueinander werden nicht abgesichert. Den Risiken aus künftigen Transaktionen begegnet FRIWO dadurch, dass Geschäfte bevorzugt in der Währung der entstandenen Herstellkosten abgeschlossen werden. Dennoch könnten sich aus veränderten Währungsrelationen, den zum größten Teil in US-Dollar fakturierten Transaktionen sowie aus der Umrechnung auf die Konzernwährung Euro Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Da sich eine operativ tätige FRIWO-Gesellschaft außerhalb des Euro-Währungsraums befindet, ist der Konzern außer den beschriebenen Transaktionsrisiken auch den Einflüssen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Gesellschaft in die Berichtswährung Euro des Konzernabschlusses ausgesetzt. Beschaffungs-, Produktions- und PreisänderungsrisikenBei FRIWO bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können. Bei der Fertigung von Produkten verarbeitet FRIWO auch Vorprodukte oder Komponenten anderer Hersteller. Dabei haben einige Lieferanten von FRIWO eine Alleinstellung. Deshalb kann unter Umständen eine quantitativ und/oder qualitativ ausreichende Produktions- bzw. Liefermenge nicht immer sichergestellt werden. Auf diese Weise könnten Liefer- und Versorgungsengpässe auftreten, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen würden. Auch die Rohstoff- und Energiepreise können je nach Marktsituation stark schwanken und die wirtschaftliche Lage des FRIWO-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Es ist nicht gesichert, dass FRIWO eventuelle Preiserhöhungen an die Kunden ganz oder zumindest teilweise weitergeben kann. Des Weiteren haben viele Komponentenhersteller ihre Produktions- und Lagerkapazitäten, bedingt durch die globale Wirtschaftskrise, an das niedrige Nachfrageniveau angepasst. Eine Erholung der wirtschaftlichen Situation, verbunden mit einer steigenden Nachfrage, könnte bei den Herstellern aufgrund von Kapazitätsengpässen zu Lieferverzögerungen und somit zu verspäteten Belieferungen der FRIWO-Kunden oder sogar zum Wegfall der bestehenden FRIWO-Lieferbeziehungen führen. Einen wesentlichen Teil der Fertigprodukte bezieht FRIWO von externen Geschäftspartnern in China und Osteuropa. Um die Abhängigkeit vom Hauptlieferanten zu verringern, wurde im Geschäftsjahr 2009 die Geschäftsbeziehung zu einem zweiten Partner als Auftragsfertiger in China etabliert. Dennoch besteht das generelle Risiko eines zumindest mittelfristigen Wegfalls der Lieferbeziehung zum Hauptlieferanten oder zu einem anderen Auftragsfertiger von FRIWO, was sich maßgeblich auf die Geschäftsentwicklung von FRIWO auswirken könnte. WettbewerbsrisikenDer FRIWO-Konzern hat ein breites Kunden- und Produktportfolio. Bei einigen Kunden ist FRIWO insgesamt oder für einzelne Produktgruppen Alleinlieferant. So generiert der Konzern mit einem Großkunden allein knapp über 20 Prozent des Jahresumsatzes. Einzelne Kunden haben begonnen, diese Abhängigkeiten durch den Aufbau von Alternativlieferanten langfristig zu reduzieren. Sollten diese Kunden den Aufbau einer Mehrlieferanten-Strategie verstärkt vorantreiben, könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns auswirken. Zudem besteht in einigen Produktbereichen unverändert ein intensiver Wettbewerb. Vor dem Hintergrund der angespannten konjunkturellen Situation kann ein nochmals verstärkter Preiswettbewerb, mit der Folge sinkender Preise und erheblicher Ergebnisbelastungen, für FRIWO nicht ausgeschlossen werden. AusfallrisikenDie weltweite Wirtschaftskrise führte bei zahlreichen FRIWO-Kunden zu einer Unterauslastung der Kapazitäten und somit zu rückläufigen Absatzvolumina. Jedoch war bisher eine Verschlechterung des Zahlungsverhaltens dieser Kunden nicht festzustellen. Sollte künftig die Geschäftsentwicklung eines oder mehrerer wichtiger FRIWO-Kunden weiterhin negativ verlaufen, wäre das Risiko von Kundeninsolvenz und damit von Zahlungsausfällen nicht auszuschließen. Zur Steuerung des Kreditrisikos des zum Bilanzstichtag gegenüber den FRIWO-Kunden ausgewiesenen Forderungsbestands wird auf die Angabe unter Ziffer 25 des Konzernanhangs verwiesen. LiquiditätsrisikenDie Krise auf den internationalen Finanzmärkten führte generell zu einer sehr verhaltenen Kreditvergabepolitik der Banken und somit vielfach zu erhöhten Finanzierungskosten für die Kreditnehmer. Diese Entwicklung kann den finanziellen Handlungsspielraum der Unternehmen einschränken. Bei einem Fortbestehen der restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditwirtschaft ist nicht ausgeschlossen, dass davon auch FRIWO betroffen sein könnte. Im ersten Quartal 2010 wurde die Anschlussfinanzierung des im März 2010 fälligen Schuldscheindarlehens in Höhe von 5 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen. Einzelne Kreditfazilitäten von FRIWO beinhalten branchenübliche Klauseln, die den Banken im Falle einer in Zukunft eintretenden wesentlichen Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ein Kündigungsrecht einräumen. Hinweise auf eine vorzeitige Fälligstellung liegen aber nicht vor. RechtsrisikenFRIWO ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, beispielsweise in Bezug auf Lieferungen, Produkthaftung, Produktmängel oder Qualitätsprobleme. Derzeit sind keine Verfahren anhängig, die nach Auffassung des Vorstands wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben werden. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass künftige Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns nehmen könnten. ZinsrisikoDas Zinsrisiko des FRIWO-Konzerns resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Finanzschulden und aus einem langfristigen Darlehen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein entsprechender Zinsswap mit gleicher Laufzeit und gleichem Volumen abgeschlossen. Durch diesen Zinsswap wurde die ursprünglich variable Zinszahlung auf das langfristige Darlehen in eine Festzinszahlung umgewandelt. Der Zinsswap unterliegt während der Laufzeit einem Marktwertänderungsrisiko. Risiken und Auswirkungen aufgrund des Verkaufs von FMPAm 7. Mai 2009 hat die Erwerberin des früheren Geschäftsbereichs FRIWO Mobile Power (FMP), die Flextronics BV, Venray, bei der deutschen Schiedsgerichtsstelle eine Schiedsklage gegen die FRIWO AG eingereicht. Flextronics wirft der FRIWO AG die Verletzung von Garantien aus dem am 7. Februar 2008 geschlossenen Anteilskaufvertrag (SPA) vor. Die FRIWO AG hat für derartige Transaktionen übliche Garantien abgegeben, die 12 Monate nach dem Closing, also am 7. Mai 2009, verjährt wären. Diese Garantien sind teils auf eine maximale Haftsumme von 8,6 Mio. Euro, teils auf den Kaufpreis begrenzt. Flextronics hat zur Hemmung der Verjährung Klage eingereicht. Die von Flextronics in Anspruch genommenen Garantien beziehen sich auf die behauptete Verletzung von Gesetzen an den Standorten in China sowie weitere Punkte. Der bezifferte Gesamtwert der Klage beläuft sich auf 6,8 Mio. Euro. Zur Absicherung etwaiger Klageansprüche war im SPA vereinbart worden, dass FRIWO 15 Prozent des Kaufpreises, also 8,6 Mio. Euro, in Form von Tagesgeld bei einer deutschen Bank hinterlegt. Dieser Betrag wird zum 31. Dezember 2009 in voller Höhe unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Das Schiedsverfahren befindet sich noch in einer frühen Phase, das Ergebnis ist derzeit nicht einschätzbar. Auf Basis der bisher zu den Ansprüchen vorgelegten knappen Unterlagen geht der Vorstand davon aus, dass die Summe der im eindeutigen Zusammenhang mit den Garantien stehenden Maßnahmen unter dem im SPA für Flextronics vereinbarten Selbstbehalt von 1 Mio. Euro liegt. Daher ist eine Inanspruchnahme von FRIWO aus den geltend gemachten Garantien auf Basis der bis heute vorgelegten Unterlagen nicht zu erwarten. Der Vorstand sieht sich in dieser Position noch bekräftigt durch den Umstand, dass Flextronics gegen eine Regelung des Anteilskaufvertrages verstoßen hat, derzufolge FRIWO berechtigt ist, von einer behaupteten Garantieverletzung rechtzeitig informiert zu werden und die Schäden zunächst selbst zu beheben. Dies ist nicht erfolgt. Es kann jedoch grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass von der Klägerin im weiteren Verlauf des Schiedsverfahrens konkrete Nachweise erbracht werden, die eine Garantieverletzung über den derzeit vom Vorstand erwarteten Rahmen möglich erscheinen lassen. Insofern könnte es im Rahmen eines Vergleiches oder eines Schiedsgerichtsurteils zu einer negativen Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage der FRIWO AG kommen. Ein direktes Risiko für die Finanzlage ist derzeit nicht abzusehen, die FRIWO AG hat Ihre Planungen vollkommen unabhängig von einem Rückfluss des hinterlegten Betrages von 8,6 Mio. Euro aufgestellt. Die aktuellen freien Mittel und die zur Verfügung stehenden Kreditlinien reichen aus, um die Finanzierung sicherzustellen. Ebenfalls könnte die Finanzierungsstruktur eventuelle Auszahlungen des hinterlegten Betrages abdecken. Da der hinterlegte Betrag mit einem Anteil von ca. 22 Prozent an der Bilanzsumme einen wesentlichen Vermögensteil darstellt, könnten sich indes eventuelle sehr hohe Auszahlungen an die Klägerin negativ auf die Vermögenslage der FRIWO AG auswirken. Ein negativer Effekt auf die mittelfristigen Finanzierungsmöglichkeiten wäre dann nicht auszuschließen. Das Schiedsverfahren setzt sich fort mit einer Erwiderung der Klägerin noch vor Ende des ersten Quartals 2010. Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsZum heutigen Datum liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsAls kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die FRIWO AG gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die wesentlichen Geschäftsprozesse der Gruppe werden regelmäßig auf ihre Risikorelevanz in Bezug auf die Rechnungslegung überprüft. Alle als risikorelevant identifizierten Prozesse sind konzernweit in verbindlich anzuwendenden Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden mindestens einmal jährlich an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
MitarbeiterEntwicklung der MitarbeiterzahlDie Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im FRIWO-Konzern betrug zum 31. Dezember 2009 insgesamt 313. Dies ist gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres ein Anstieg um 4 Personen oder 1 Prozent, der in erster Linie aus der gezielt verfolgten Stärkung der Bereiche Produktentwicklung und Vertrieb resultierte. Der Konzern beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2009 im Inland 247 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2008: 242), die am Stammsitz in Ostbevern in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung tätig sind. Im Ausland betrug die Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag 66 Personen (31. Dezember 2008: 67) in den Bereichen Produktentwicklung, Einkauf, Qualitätswesen, Vertrieb und Verwaltung. MitarbeiterförderungSchulungen und ProjekteFür den nachhaltigen Unternehmenserfolg der FRIWO-Gruppe sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein zentraler Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund hat die Weiterbildung bei FRIWO einen hohen Stellenwert. Hohe Qualität und Effizienz in allen Arbeitsbereichen zeichnen das Unternehmen aus. Ziel ist es, durch Training und Weiterbildung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu stärken und langfristig an das Unternehmen zu binden. Diesen Aspekten wurde auch im Geschäftsjahr 2009 unter anderem durch ein umfangreiches Führungskräftetraining an allen Standorten Rechnung getragen. Zudem wurde die ERA-Leistungsbeurteilung eingeführt. ERA ist das tarifliche „Entgeltrahmenabkommen“. Projekt „berufundfamilie“ in OstbevernDas im Jahr 2007 ins Leben gerufene, zusammen mit der Hertie-Stiftung umgesetzte Projekt „berufundfamilie“, hat zum Ziel, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Ostbevern zu verbessern und sich Wettbewerbsvorteile durch eine familienbewusste Personalpolitik zu sichern. Das Projekt wurde 2009 fortgesetzt und fand erneut eine positive Resonanz. VergütungsberichtDer Nr. 4 Vergütungsbericht gibt gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr.4 HGB einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft und des Konzerns. Es ist zu beachten, dass die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG am 11. Mai 2006 beschlossen hat, dass die Angaben im Hinblick auf eine individualisierte Vergütung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 9 HGB für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2006 bis einschließlich 2010 unterbleiben. Zu den Einzelheiten der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG wird auf die Ziffer 37 des Konzernanhangs und auf Ziffer 15 des Anhangs der FRIWO AG verwiesen. VorstandsvergütungFür die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Er sorgt dafür, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage des Unternehmens steht und sich in einem üblichen Rahmen bewegt. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur der FRIWO AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Möglichkeit der Billigung des Vorstandsvergütungssystems durch die Hauptversammlung wird nicht genutzt. Die Vergütung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Einer festen Vergütung, einem variablen Teil und einem Beitrag zur Altersversorgung. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Teil ist von der Erreichung bestimmter finanzieller und qualitativer Ziele abhängig. Diese Ziele werden jährlich neu vereinbart und enthalten sowohl auf das Geschäftsjahr bezogene als auch mehrjährige Ziele. Für außergewöhnliche Entwicklungen ist eine Begrenzung vorgesehen. Zusätzlich erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Versicherungsprämien und Entschädigungsleistungen im Rahmen der doppelten Haushaltsführung bestehen. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus eine Sondervergütung festsetzen und hat die Möglichkeit, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Aktienoptionen zuzuteilen. Derzeit besteht kein Stock-Option-Programm oder vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben. AufsichtsratsvergütungDie Vergütung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 18 der Satzung der FRIWO AG. EntwicklungDie Entwicklungstätigkeiten des FRIWO-Konzerns waren im Jahr 2009 vor allem gekennzeichnet durch die EuP-Rahmenrichtlinie (Energy using Products directive) für externe Stromversorgungen, die im April 2009 von den Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde. Die Richtlinie setzt Mindestanforderungen an die Energieeffizienz und reglementiert zudem den maximalen Stand-by-Verbrauch einer Stromversorgung. Die Umsetzung der Richtlinie erfolgt in zwei Phasen, die erste Stufe tritt im April 2010 in Kraft, die zweite ein Jahr später. FRIWO erfüllt mit seinen Geräten die Anforderungen der ersten Stufe. Ein Großteil der Geräte erfüllt heute bereits den Standard der zweiten Stufe. Dadurch bietet sich FRIWO die Chance, mit innovativen und hocheffizienten Stromversorgungen neue Kunden zu gewinnen und zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen. Um den Fokus verstärkt auf neue Technologien und Marktanwendungen zu legen, wurde 2009 ein spezielles Team für strategische Designaktivitäten gebildet. Zu den aktuellen Tätigkeiten dieses Teams gehört die Entwicklung von Schaltnetzteilen mit über 90 Prozent Wirkungsgrad. Zu diesem Zweck arbeitet es eng mit Universitäten und einem externen Entwicklungsbüro mit dem Ziel zusammen, die FRIWO-Schaltnetzteile weiter technisch voranzutreiben. Zur Kosten- und Wirkungsgradoptimierung wurde mit dem Design eines neuen ASIC (Application Specific IC) begonnen. Dieser ASIC setzt den Erfolg einer Reihe von FRIWO-ASICs fort und dient auch zur Sicherung des Kopierschutzes. Nur FRIWO kann diese Bausteine einsetzen, was garantiert, dass die Elektronik nicht kopiert werden kann. Ein weiterer Meilenstein war im Berichtsjahr die Entwicklung einer leistungsstarken kontaktlosen (induktiven) Energieübertragung. Eine solche Energieübertragung bietet die Möglichkeit, auf Stecker und Buchsen mit den zugehörigen Kabeln zu verzichten. Die Vorteile dieser Technologie werden speziell im Bereich Medizin z.B. bei Infusionspumpen, aber auch bei explosionsgefährdeten Umgebungen geschätzt. Wo immer Feuchtigkeit und Elektrizität aufeinander treffen, bietet diese Technologie große Vorteile. Das gesamte Ladegeräte-Sortiment wurde deutlich ausgebaut, dabei liegt ein Schwerpunkt auf Lithium-Ionen Akkus (Li-Ion). Eine völlig neue Gerätekategorie stellt die erstmalig eingeführte Produktfamilie der Unterputz-Stromversorgungen dar, die vor allem in den Bereichen Sicherheitstechnik, Wasserarmaturen, Rollladensteuerungen, Türöffner etc. zum Einsatz kommt. Ein stark wachsendes Marktpotenzial bietet der Anwendungsbereich von Leuchtdioden (LED). Um den Zugang zu diesem interessanten Bereich vorzubereiten, hat FRIWO 2009 eine Generation von Stromversorgungen entwickelt und zur Marktreife gebracht. Auch wurden im Berichtsjahr einige Erfindungsmeldungen aus der Entwicklungsabteilung eingereicht, die sich für die Patentanmeldung qualifiziert haben. Weiterhin wurden einige Patente, unter anderem für das GPP-Wechselsteckersystem, erteilt. UmweltberichtFRIWO misst dem Schutz der Umwelt einen hohen Stellenwert bei. Ziel ist es, bei allen betrieblichen Aktivitäten die natürlichen Ressourcen zu schonen und entsprechende Maßnahmen von vornherein in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. Die Erreichung dieses Ziels erfordert die permanente Überwachung aller Maßnahmen und deren kontinuierliche Verbesserung. Durch ein effektives Umweltmanagement können Entwicklungs- und Produktionskosten verringert werden. In diesem Zusammenhang arbeitet FRIWO federführend im Vorstandskreis Energie-Effizienz des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) mit. Die im Juli 2005 erschienene EuP-Rahmenrichtlinie (2005/32/EC – Energy using products directive) hat zum Ziel, eine ressourcenschonende, insbesondere energieeffiziente, Produktgestaltung zu unterstützen. Die Einführung erfolgt in zwei Stufen ab April 2010 und ein Jahr später (vgl. Kapitel Entwicklung). In beiden Stufen werden der Wirkungsgrad und die Verlustleistung von Geräten betrachtet. FRIWO arbeitete 2009 mit Hochdruck an der Umsetzung der EuP-Rahmenrichtlinie und wird die erste Stufe im April 2010 für alle Produkte erfüllen. Ein Großteil der Produkte erreicht heute schon den Standard der zweiten Stufe. Die europäische Verordnung 1907/2006 „REACH” (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals), die seit Juni 2007 in Kraft ist, betrifft die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Die Verordnung wurde im Rahmen der Reform des europäischen Chemikalienrechts erlassen und richtet sich an jeden Erzeuger und Nutzer von Chemikalien. Jeder Nutzer muss die verwendeten Chemikalien hinsichtlich Verwendungs- und Einsatzzweck testen, dokumentieren und registrieren lassen. Die Beweislast für die vorzulegenden Daten (Unbedenklichkeit, Toxizität, Abbaubarkeit, Gefahren etc.) liegt nun auf Seiten der Erzeuger und Nutzer und damit nicht mehr bei den Behörden. Die erste Phase der Umsetzung der Verordnung wurde zum Jahresende 2008 abgeschlossen: Seit dem 1. Juni 2009 werden von den Unternehmen Materialien für die „Liste der zulassungspflichtigen Stoffe“ vorgeschlagen. Von 2013 bis 2018 sollen alle zulassungspflichtigen Materialien registriert werden. FRIWO bezieht alle Lieferanten in die Umsetzung der Verordnung eng ein. PrognoseberichtKonjunkturelle RahmenbedingungenDer Beginn des Jahres 2010 war geprägt durch einen wachsenden Optimismus der Ökonomen für eine langsame Erholung der Weltwirtschaft. Allerdings sind sich die Ökonomen über die Stärke und das Ausmaß der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung nicht einig. Das Inflationsrisiko wird allgemein als gering betrachtet, trotz der extensiven Geldpolitik der Notenbanken. Angetrieben werde der globale Aufschwung von China, unterstützt durch die vergleichsweise geringe Betroffenheit von der Finanzkrise und einem massiven Konjunkturprogramm. Die Volkswirtschaften der USA und der Euro-Zone profitieren von den staatlichen Konjunkturpaketen, der Belebung des Welthandels und der Stabilisierung der Immobilienmärkte. Der IWF setzte Ende Januar seine Prognosen für 2010 deutlich nach oben und erwartet ein Wachstum des globalen BIP um 3,9 Prozent. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (DIW) warnte jedoch davor, die langfristigen Folgen der tiefen Wirtschaftskrise zu unterschätzen. So werde Deutschland erst gegen Ende 2011 wieder die Wirtschaftskraft von Mitte 2008 unmittelbar vor den dramatischen Produktionseinbrüchen erreicht haben. Das DIW rechnete in einer Anfang Januar veröffentlichten Prognose damit, dass das BIP der deutschen Wirtschaft 2010 real um 2,1 Prozent steigen werde.
Quellen: Branchenspezifische RahmenbedingungenDer weltweite Markt für Netz- und Ladegeräte wird nach Einschätzung verschiedener Marktforschungsunternehmen wieder stetig wachsen. Ab 2010 wird in der so genannten EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) mit einer schrittweisen Erholung und stabilem Wachstum gerechnet. Jedoch werde diese Erholung später als in anderen Branchen eintreten, da die rezessive Phase im Markt für Netz- und Ladegeräte auch später eingesetzt hat. Innerhalb der Sektoren wird im Medizinbereich und bei IT/Kommunikation eine vielversprechende Entwicklung erwartet. Ebenso erwarten Analysten in den Bereichen EMS (Electronics Manufacturing Services) und LED-Anwendungen positive Impulse auf das Marktwachstum.
Quellen: Strategische Ziele und SchwerpunkteDer Vorstand sieht den FRIWO-Konzern für künftiges Wachstum gut aufgestellt. FRIWO ist im langfristigen Wachstumsmarkt für Stromversorgungen als etablierter Anbieter sehr gut positioniert und wird für überdurchschnittliche technische Kompetenz, die sich in Produkten höchster Qualität und Effizienz widerspiegelt, geschätzt. FRIWO legt großen Wert darauf, die Wettbewerbsfähigkeit beständig zu erhöhen. Das Jahr 2009 wurde genutzt, um den Konzern durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen auf künftige Marktentwicklungen und -erfordernisse auszurichten. So wurde ein neues Vertriebsteam in Europa gebildet, das für FRIWO die Erschließung neuer Märkte vorantreibt, und zwar sowohl für bestehende als auch für neue Technologien. Die vertrieblichen Aktivitäten fokussieren sich hierbei auf den Ausbau des internationalen Großkundengeschäfts ebenso wie auf die Stärkung des Vertriebs über Distributoren. Der Anspruch von FRIWO an Qualität und Wettbewerbsfähigkeit wird 2010 durch die zusätzliche Zertifizierung der Prozesse nach der sehr anspruchsvollen, aus der Automobilindustrie stammenden Norm ISO/TS16949 weiter untermauert. Voraussichtliche wirtschaftliche EntwicklungFRIWO hat das Jahr 2009 genutzt, die Kernressourcen zu stärken, um von der erwarteten Verbesserung des konjunkturellen Umfeldes überdurchschnittlich profitieren zu können. Allerdings sind geschäftstypische Risiken zu beachten. Da FRIWO den wesentlichen Teil seiner Umsätze in US-Dollar fakturiert, besteht grundsätzlich eine Abhängigkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vom Wertverhältnis des Euro zum US-Dollar. Unsicherheiten aufgrund der Volatilität des US-Dollar-Kurses bestehen auch künftig; dieser bleibt ein kaum prognostizierbarer Parameter. Des Weiteren können unvorsehbare Veränderungen bei den für die Geschäftsentwicklung wesentlichen Faktoren wie z.B. den Lohnkosten in China oder den verwendeten Rohstoffen (Kupfer, Öl) zu Belastungen der Ertragslage von FRIWO führen, sofern Kostensteigerungen nicht ohne Zeitverzug an den Markt weitergegeben werden können. Ungeachtet dieser Unsicherheiten erwartet der Vorstand für das Jahr 2010, dass FRIWO beim Umsatz auf einen Wachstumspfad zurückkehren wird. Grundlage für diese Annahme sind die allgemein erwartete gesamtwirtschaftliche Erholung sowie die 2009 bei FRIWO umgesetzten operativen und strategischen Maßnahmen. Inwiefern es allerdings gelingen wird, bereits in 2010 wieder das Umsatzniveau der Zeit vor der Wirtschaftskrise zu erreichen, ist derzeit nicht verlässlich abschätzbar. Es ist davon auszugehen, dass sich die Ergebnissituation mit wachsendem Umsatz ebenfalls verbessern wird. Basierend auf der geplanten Rückkehr auf den Wachstumspfad im Jahr 2010 sieht der Vorstand auch für 2011 weiteres nachhaltiges Wachstumspotenzial für Umsatz und Ergebnis. Da die Umsatzverteilung von FRIWO auf die ausgewiesenen Segmente wesentlich von der Standortwahl der Kunden bestimmt wird, lassen sich die regionalen Schwerpunkte des Wachstums nur ungenau abschätzen. Der Vertrieb wird jedoch einen besonderen Fokus auf die Erweiterung der Kundenbasis außerhalb Deutschlands legen. Obwohl das geplante Wachstum mit einem Aufbau des Umlaufvermögens verbunden sein wird, gehen die Planungen für 2010 als auch für 2011 von einem deutlich positiven Netto-Cashflow aus. FRIWO ist für den dadurch erhöhten Bedarf an Finanzmitteln mit einem ausgewogenen Mix aus kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungskomponenten gut aufgestellt. NachtragsberichtIm Februar 2010 wurde die aufgrund der Fälligkeit des Schuldscheindarlehens am 5. März 2010 erforderliche Anschlussfinanzierung erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2009 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten. Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenIn seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand die folgende Erklärung abgegeben: „Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt.“
Ostbevern, 10. Februar 2010 FRIWO AG Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZu dem Jahresabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der FRIWO AG, Ostbevern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Düsseldorf, 12. Februar 2010 Ernst & Young GmbH Klinkosch, Wirtschaftsprüfer Haas, Wirtschaftsprüfer ![]() ![]() Versicherung der gesetzlichen Vertreter„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.“ ![]() ![]()
Felix Zimmermann, Vorstand Klaus Schilling, Vorstand |
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