FRIWO AG

Ostbevern

Konzern-Halbjahresbericht

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Zwischenlagebericht des FRIWO-Konzerns

Überblick über den FRIWO-Konzern

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum

Umsatzentwicklung und Auftragslage

Ertragslage

Vermögenslage

Finanz- und Liquiditätslage

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Risiken und Chancen

Ausblick

Konzern-Zwischenabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung

Kapitalflussrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang für das erste Halbjahr 2017

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Termine und Adressen

Zwischenlagebericht

Zusammenfassung

Nach einem sehr starken Startquartal und einem zufriedenstellenden zweiten Quartal liegt die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten 2017 leicht über den Erwartungen

Konzernumsatz mit 75,2 Mio. Euro um 16,2 % über dem Vorjahreswert

Operatives Ergebnis (EBIT) deutlich auf 5,4 Mio. Euro gestiegen

Ertragslage durch Neuordnung der weltweiten Produktionsbasis und Optimierung des Kunden- und Produktportfolios deutlich über Vorjahresniveau

Umsatz im Gesamtjahr 2017 weiterhin leicht über Vorjahr erwartet, EBIT-Prognose leicht angehoben

Die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns lag im ersten Halbjahr des Jahres 2017 insgesamt leicht über den eigenen Erwartungen, wobei sich die Geschäftsdynamik im zweiten Jahresviertel erwartungsgemäß abgeschwächt hat. Während das sehr starke erste Quartal unter anderem von Nachlaufeffekten aus dem Vorjahr geprägt gewesen war, bestätigte das zweite Quartal die Erwartungen des Vorstands. Mit einem Konzernumsatz von 75,2 Mio. Euro für die ersten sechs Monate wurde der Wert des Vorjahreszeitraums (64,8 Mio. Euro) um 16,2 Prozent überschritten.

Das operative Konzernergebnis (EBIT) des Herstellers hochwertiger Ladegeräte, Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treiber lag von Januar bis Juni mit 5,4 Mio. Euro erheblich über dem entsprechenden Vorjahreswert von 1,6 Mio. Euro. Dabei wirkten sich zum einen der gestiegene Umsatz, verbunden mit einer höheren Auslastung des eigenen Werkes in Vietnam und der Optimierung des Kunden- und Produktportfolios aus. Zum anderen war der Vorjahreszeitraum durch die Anlaufkosten für die Fertigung in Vietnam und den Produkttransfer dorthin belastet gewesen. FRIWO schloss das erste Halbjahr mit einem Konzernergebnis von 3,9 Mio. Euro ab (Vorjahreszeitraum: 1,0 Mio. Euro).

Die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten lagen leicht unter dem Umsatz, die Book-to-Bill-Ratio erreichte entsprechend 0,98. Der Auftragsbestand per 30. Juni 2017 lag fast 8 Prozent unter dem Stand im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Auf dieser Basis rechnet der Vorstand im Gesamtjahr 2017 weiterhin mit einer leichten Erhöhung des Jahresumsatzes gegenüber dem Vorjahr um einen einstelligen Prozentsatz. Die Prognose für das Konzern-EBIT im Gesamtjahr wurde leicht auf 7,5 bis 8,5 Mio. Euro angehoben.

Zwischenlagebericht des FRIWO-Konzerns

Überblick über den FRIWO-Konzern

Die im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte FRIWO AG mit Sitz im westfälischen Ostbevern ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller von technisch hochwertigen Ladegeräten, Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern für ein breites Anwendungsspektrum.

In der Fertigung greift FRIWO auf einen Mix aus eigener Produktion und Zulieferern zurück. Am Unternehmenssitz in Ostbevern betreibt das Unternehmen eine eigene, sehr flexible Fertigungsstätte, die eng mit polnischen Auftragsfertigern kooperiert. Zusätzlich verfügt FRIWO über eine hochmoderne Fertigung am Standort Dong Nai nahe Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) und bezieht Geräte von zwei Auftragsfertigern mit Produktionsstandorten in China und Vietnam. Neben den Fertigungsstätten für die Endgeräte zählt auch eine eigene Wandler- und Drosselproduktion in Vietnam zum Fertigungsnetz, in welcher wichtige Produktkomponenten von FRIWO selbst produziert werden.

Neben der FRIWO AG gehören zum FRIWO-Konzern die 100-prozentige Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH, aus der heraus im Wesentlichen das operative Geschäft des Konzerns betrieben wird, sowie eine Entwicklungs- und Servicegesellschaft in China und eine Produktionsgesellschaft in Vietnam. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und die Investor Relations zuständig. Sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Zur Jahresmitte 2017 befand sich die Weltwirtschaft in einer insgesamt robusten Verfassung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ging in seinem "World Economic Outlook" vom Juli 2017 unverändert von einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent für das Jahr 2017 und von 3,6 Prozent für das Folgejahr aus. Dabei schraubte der Währungsfonds seine Erwartungen für die USA auf jeweils +2,1 Prozent zurück mit der Begründung, dass die Entwicklung der Staatsausgaben und Steuereinnahmen unter der neuen US-Administration derzeit "unsicher" seien.

Für die Länder der Euro-Zone hob der IWF seine Projektionen dagegen an: Für 2017 wird ein Plus von 1,9 Prozent und für 2018 von 1,7 Prozent erwartet. Grund seien eine über den Erwartungen liegende Wirtschaftsentwicklung im ersten Quartal und Anzeichen für eine stärkere Binnennachfrage in den Euro-Ländern als bisher angenommen.

Mit Zuwächsen von 1,8 Prozent (2017) und 1,6 Prozent (2018) sieht der Währungsfonds für die deutsche Wirtschaft eine im Euroland-Vergleich leicht unterdurchschnittliche Entwicklung, die gleichwohl etwas stärker als noch im Frühjahr erwartet ausfallen dürfte. Dafür seien neben der robusten Inlandsnachfrage auch stärkere Impulse für den Export verantwortlich.

Als wesentliche Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung führt das Münchner Ifo-Institut unter anderem die laufenden Verhandlungen über den so genannten Brexit, die künftige Haltung der US-Regierung zu den geltenden Freihandelsabkommen sowie die noch immer zu zögerlichen Strukturreformen im Euroraum an.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook, Update Juli 2017

ifo-Institut, München, Konjunkturprognose 2017/2018, 20. Juni 2017

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Wachstum des Weltmarktes für Stromversorgungen ist ungebrochen. Das Marktforschungsunternehmen Micro-Tech Consultants prognostiziert dem Gesamtmarkt für das Jahr 2017 ein Wachstum um rund 200 Mio. US-Dollar auf 31,8 Mrd. US-Dollar. Auch für die kommenden Jahre erwarten die Marktexperten ein anhaltendes Wachstum. Im Jahr 2020 soll der Studie zufolge ein Gesamtmarktvolumen von 33,3 Mrd. US-Dollar erreicht werden.

Da FRIWO als Hersteller von Ladegeräten und Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern die unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen bedient, ist die Entwicklung des Gesamtmarktes für das Unternehmen nur bedingt aussagekräftig. Relevanter für die künftige Entwicklung von FRIWO ist dagegen die Betrachtung einzelner Teilmärkte.

Von großer strategischer Bedeutung ist der Markt für medizinische Stromversorgungen. Der stete Fortschritt in der Medizintechnik, die steigende Zahl chronischer Erkrankungen und der zunehmende Bedarf an mobilen Lösungen und Medizingeräten für den Hausgebrauch fungieren derzeit als wesentliche Wachstumstreiber im Markt: Für den Zeitraum von 2016 bis 2021 erwarten die Analysten von Mordor Intelligence ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 7,4 Prozent für den Weltmarkt medizinischer Stromversorgungen.

Wesentliche Märkte für Ladetechnik aus dem Hause FRIWO stellen Elektrowerkzeuge und akkubetriebene Gartengeräte sowie die Elektromobilität - vor allem E-Bikes - dar. Im Bereich der Elektrowerkzeuge soll der Weltmarkt Transparency Market Research zufolge von 2015 bis 2021 ein durchschnittliches jährliches Wachstum in Höhe von 5,3 Prozent verzeichnen. Nach Einschätzungen der Freedonia Group soll der für FRIWO wichtige Teilbereich der kabellosen Elektrowerkzeuge dabei im Zeitraum von 2013 bis 2018 die stärksten Wachstumsraten aufweisen.

Zu einem immer größer werdenden Absatzträger für FRIWO-Ladetechnik entwickelt sich der Markt für Rasenroboter. Den autonomen Gartenwerkzeugen wird weiterhin ein sehr starkes Wachstum prognostiziert: Das Marktforschungsunternehmen Technavio beziffert das durchschnittliche jährliche Wachstum von 2017 bis 2021 auf 16,5 Prozent.

Auch für den dritten wichtigen Absatzmarkt für FRIWO-Ladetechnik, die Elektromobilität, wird eine positive Entwicklung erwartet. Abgesehen vom bereits weitgehend gesättigten chinesischen Markt werden vom Marktforschungsunternehmen Navigant Research weltweit Zuwächse prognostiziert, vor allem in FRIWOs Kernmarkt Westeuropa sowie in Japan und Vietnam. Insgesamt rechnen die Analysten für den Zeitraum von 2016 bis 2025 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,2 Prozent für den E-bike-Weltmarkt exklusive China.

Der Markt für LED-Beleuchtungstechnik entwickelt sich ebenfalls weiterhin positiv. Experten von McKinsey beziffern den weltweiten Anteil der LED-Technologie am gesamten Beleuchtungsmarkt im Jahr 2016 auf 45 Prozent mit stark steigender Tendenz. Bis 2020 soll dieser Anteil auf etwa 70 Prozent wachsen.

Quellen:

Micro-Tech Consultants: Global Switching Power Supply Industry 2016

Mordor Intelligence: Global Medical Power Supply Market Growth, Trend & Forecasts (2016-2021)

Transparency Market Research: Power Tools Market - Global Industry Analysis, Size, Share, Growth, Trends, and Forecast 2015-2021

Freedonia Group: World Power Tools, Industry Study with Forecasts for 2018 & 2023

Technavio: Global Robotic Lawn Mower Market 2017-2021

Navigant Research: Electric Bicycles 2016-2025 McKinsey: Lighting the way. Perspectives on the global lighting market

Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum

Im Januar 2017 hat die FRIWO den zum Ende 2016 vereinbarten Kauf einer Fertigung für Wandler und Drosseln von Group Intellect Power Technology Limited (GIP), Hongkong, abgeschlossen. Die Fertigung mit rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in einem Industriepark nahe Ho Chi Minh Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem 2015 aufgebauten neuen Produktionsstandort von FRIWO. Der Verkäufer war mit seiner Fertigung bereits vor dem Kauf Zulieferer für FRIWO; der Erwerb erfolgte mit dem Ziel, Liefersicherheit, Produktivität und Produktqualität zu erhöhen. Durch den Zukauf verbreitert das Unternehmen seine Wertschöpfungskette und fertigt eine wichtige Komponente für seine Geräte künftig selbst. Der Kaufpreis für die Fertigung betrug 3,2 Mio. Euro. Davon wurden 2,8 Mio. Euro in bar gezahlt. Der Restbetrag von 0,4 Mio. Euro entfällt auf ein Darlehen, welches ein Jahr nach dem Erwerb an den Verkäufer ausbezahlt wird.

Zur Finanzierung der neuen Wandlerfertigung in Vietnam hat die FRIWO Gerätebau GmbH ein langfristiges Tilgungsdarlehen in Höhe von 3,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Zudem hat die vietnamesische Produktionsgesellschaft im ersten Quartal mit einer ortsansässigen Bank in Vietnam ihre Working Capital-Kreditlinie in Höhe von 3 Mio. US-Dollar um 2,5 Mio. US-Dollar erhöht und damit ihre Finanzierung gestärkt.

Im ersten Halbjahr 2017 kam es zu Veränderungen im Vorstand der FRIWO AG. Herr Rolf Schwirz wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. März 2017 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt. Er übernahm die Ressorts Vertrieb und Entwicklung, die bisher von Lothar Schwemm verantwortet wurden, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen hat. Herr Schwirz fungiert als Vorstandsvorsitzender (CEO) und bildet zusammen mit Herrn Schimmelpfennig, der weiterhin zuständig für die Ressorts Finanzen und Operations ist, den zweiköpfigen Vorstand.

Am 11. Mai 2017 beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre der FRIWO AG auf der ordentlichen Hauptversammlung alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit. Dazu zählte der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2016 die Dividende auf 0,25 Euro pro Aktie zu erhöhen (2015: 0,15 Euro je Aktie). Das entspricht einer Ausschüttungssumme von 1,9 Mio. Euro bzw. 48 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern. Damit lag die Quote am oberen Ende der nachhaltig angestrebten Ausschüttungsspanne von 30 bis 50 Prozent des Konzern-Nettogewinns.

Umsatzentwicklung und Auftragslage

Der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2017 lag mit 75,2 Mio. Euro 16,2 Prozent über dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums von 64,8 Mio. Euro und entsprach damit den Erwartungen des Vorstands. Währungsbereinigt, d.h. zu den Wechselkursen des Vorjahreszeitraums betrug der Zuwachs 13,7 Prozent. Zu berücksichtigen ist, dass es im ersten Quartal zu Nachlaufeffekten aus dem Vorjahr und damit zu einem überdurchschnittlich hohen Umsatzanstieg (+20,7 Prozent gegenüber Q1 2016) gekommen war. Im zweiten Quartal normalisierte sich der Umsatzanstieg im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresquartal auf +11,3 Prozent.

Weiterhin deutliche Zuwächse gab es in den ersten sechs Monaten bei kabellosen Stromversorgungen im Bereich Werkzeuge (+61,0 Prozent). Aber auch E-Mobilität (+44,3 Prozent), Medizinversorgung (+36,1 Prozent) und Industrie-Automatisierung (+3,3 Prozent) konnten den strategisch geplanten Umsatzrückgang im Bereich Consumer (-24,3 Prozent) kompensieren.

Der Auftragseingang des Konzerns lag in den ersten sechs Monaten 2017 um 6,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert und leicht unter dem Niveau des Umsatzes (-2,0 Prozent).

Auch der Auftragsbestand zur Jahresmitte 2017 lag um nahezu 8 Prozent unter dem überdurchschnittlich hohen Vorjahreswert, der durch den niedrigeren Umsatz im ersten Halbjahr 2016 und ein langfristigeres Bestellverhalten einiger Kunden bedingt war.

Bei regionaler Betrachtung erzielte das Segment "Asien" im ersten Halbjahr den größten Umsatzzuwachs mit +41,9 Prozent. Das Segment "Deutschland" verzeichnete einen leichten Rückgang um 1,0 Prozent. Dagegen stieg der Umsatz im Segment "übriges Europa", in dem viele Kunden aus den Branchen Werkzeuge und E-bikes ihre Produktionsstätten haben, um 30,7. Auch im Segment "Übrige Regionen" konnte der Umsatz um 11,3 Prozent gesteigert werden.

Ertragslage

Das Bruttoergebnis des Konzerns erhöhte sich von Januar bis Juni 2017 um 4,8 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 6,8 Mio. Euro). Die Bruttomarge vom Umsatz verbesserte sich entsprechend von 10,4 Prozent auf 15,4 Prozent. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem steigenden Anteil der Eigenfertigung durch das neue Produktionswerk in Vietnam und die fortlaufende Optimierung des Produkt- und Kundenportfolios mit Blick auf Marge und Rentabilität.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent auf 5,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,3 Mio. Euro). Diese Erhöhung beruht im Wesentlichen auf variablen Kostenbestandteilen in der Personalvergütung sowie Kosten der Personalbeschaffung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1,9 Mio. Euro) und die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,0 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen realisierte Währungsgewinne und -verluste.

Auf Basis des Umsatzanstiegs und der Margenverbesserung konnte das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach sechs Monaten erheblich um 3,8 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro verbessert werden (Vorjahreszeitraum: 1,6 Mio. Euro). Die EBIT-Rendite erhöhte sich auf 7,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 2,5 Prozent). Bei der Bewertung der Ertragslage ist in Rechnung zu stellen, dass der Vorjahreszeitraum durch die Anlaufkosten für die eigene Fertigung in Vietnam sowie die Aufwendungen für den Produkttransfer in die neue Produktionsstätte belastet gewesen war.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) belief sich nach sechs Monaten auf 5,1 Mio. Euro und lag damit um 3,6 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahreswert von 1,5 Mio. Euro.

FRIWO schloss das erste Halbjahr 2017 mit einem Konzernergebnis nach Steuern von 3,9 Mio. Euro ab (Vorjahreszeitraum: 1,0 Mio. Euro).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 30. Juni 2017 belief sich auf 63,3 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 (57,7 Mio. Euro) um 5,6 Mio. Euro.

Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte in Summe von 12,6 Mio. Euro um 2,8 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro zum 30. Juni 2017. Der Erwerb der Wandler- und Drosselfertigung in Vietnam erhöhte die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen um 3,3 Mio. Euro. Darüber hinaus tätigte der FRIWO-Konzern im ersten Halbjahr Investitionen in Höhe von 1,4 Mio. Euro, das waren 0,6 Mio. Euro mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Investitionen dienten der Kapazitätserweiterung, fortlaufenden Prozessoptimierung und Qualitätssicherung an den Produktionsstandorten in Deutschland und Vietnam.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im Stichtagsvergleich insgesamt von 45,1 Mio. Euro auf 47,9 Mio. Euro (+2,8 Mio. Euro). Die Vorräte sanken dabei um 1,5 Mio. Euro von 33,4 Mio. Euro auf 31,9 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Stichtagsvergleich um 1,5 Mio. Euro auf 6,9 Mio. Euro an.

Die liquiden Mittel stiegen um 3,3 Mio. Euro von 2,5 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro.

Auf der Passivseite der Bilanz verbesserte sich das Eigenkapital des Konzerns um 1,9 Mio. Euro auf 19,5 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 17,7 Mio. Euro). Dem Halbjahresgewinn von 3,9 Mio. Euro stand dabei die im zweiten Quartal erfolgte Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1,9 Mio. Euro gegenüber.

Die Eigenkapitalquote lag mit 30,8 Prozent zum 30. Juni 2017 um 0,2 Prozentpunkte höher als zum 31. Dezember 2016 und blieb damit auf einem soliden Niveau.

Die gesamten langfristigen Schulden stiegen im Stichtagsvergleich um 2,1 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro. Die größte Einzelposition sind die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch das neue langfristige Tilgungsdarlehen für den Erwerb der Wandler- und Drosselfertigung um 2,2 Mio. Euro stiegen.

Die kurzfristigen Schulden in Höhe von 31,1 Mio. Euro lagen um 1,6 Mio. Euro über dem Wert per Ende 2016. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 0,8 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 15,7 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (15,8 Mio. Euro).

Finanz- und Liquiditätslage

Der FRIWO-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 einen positiven Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,5 Mio. Euro nach einem Mittelabfluss von 9,0 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn von 3,9 Mio. Euro und der Aufbau von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten konnten dabei den moderaten Anstieg des Working Capitals (+0,2 Mio. Euro) deutlich kompensieren.

Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 4,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: Mittelabfluss von 0,8 Mio. Euro).

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1,1 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Aufnahme von langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (insgesamt 3,0 Mio. Euro) sowie aus der Dividendenzahlung (1,9 Mio. Euro) (Vorjahreszeitraum: Mittelzufluss von 3,5 Mio. Euro).

Die Zahlungsmittel des Konzerns per 30. Juni 2017 stiegen gegenüber Jahresbeginn um 3,3 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die FRIWO-Gruppe beschäftigte zum 31. Juli 2017 weltweit 1.910 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahresende 2016: 731). Der Mitarbeiteraufbau im laufenden Jahr resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb der Wandler- und Drosselfertigung in Vietnam und aus dem weiteren Produktionsaufbau im dortigen Werk. Diese Faktoren führten in Asien zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl von 414 auf 1.605 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahresende. Die Mitarbeiterzahl in China sank um 7 Personen, im Wesentlichen bedingt durch die Verlagerung der Produktion nach Vietnam. In Deutschland wurden im Stichtagsvergleich 4 Personen weniger beschäftigt.

Risiken und Chancen

Im Vergleich zu den Angaben im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 hat sich die Risikolage des FRIWO-Konzerns in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017 nicht wesentlich verändert.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Aus heutiger Sicht liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, vor.

Chancen

Auch das Chancenprofil des FRIWO-Konzerns blieb im Berichtszeitraum gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 unverändert.

Ausblick

Der FRIWO-Konzern hat ein sehr erfreuliches, leicht über den Erwartungen liegendes erstes Halbjahr 2017 mit einem Umsatzwachstum von 16,2 Prozent und einer dynamischen Ergebnisentwicklung verzeichnet. Treiber des Ergebnisanstiegs waren neben dem Umsatz der höhere Anteil der Eigenproduktion sowie die gezielte Ausrichtung des Kunden- und Produktportfolios auf Marge und Profitabilität.

Nach dem außergewöhnlich starken ersten Quartal hat sich die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal im Rahmen der eigenen Erwartungen normalisiert. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die im Zeitraum April bis Juni verzeichnete Umsatz- und Ergebnisdynamik in etwa auch im zweiten Halbjahr fortsetzen wird. Dabei wird FRIWO die strategische Reduzierung des Engagements in margenschwächeren Geschäftsbereichen fortsetzen; zudem sind starke saisonale Schwankungen im Umsatz mit einigen wichtigen Kunden zu berücksichtigen.

Der Vorstand geht für das Gesamtjahr 2017 unverändert von einer leichten Steigerung des Konzernumsatzes unter Berücksichtigung gleichbleibender Währungsrelationen aus.

Die Prognose für das Konzern-EBIT wurde dagegen leicht nach oben revidiert: Sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse oder andere Faktoren von wesentlicher negativer Tragweite eintreten, wird das EBIT in einer Spanne von 7,5 bis 8,5 Mio. Euro erwartet (bisher: 7,0 bis 8,0 Mio. Euro).


Ostbevern, im August 2017

FRIWO AG

Der Vorstand

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 01. Januar bis 30. Juni 2017

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in T Euro 1-6/2017 1-6/2016
Umsatzerlöse 75.239 64.757
Kosten der umgesetzten Leistungen -63.644 -57.990
Bruttoergebnis vom Umsatz 11.595 6.767
Vertriebskosten -2.043 -2.437
Allgemeine Verwaltungskosten -3.859 -2.828
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.297 -1.851
Sonstige betriebliche Erträge 1.970 1.997
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 5.366 1.648
Zinsertrag 0 0
Zinsaufwand -274 -192
Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) 5.092 1.456
Ertragsteuern -1.160 -486
Konzernergebnis 3.932 970
Ergebnis je Aktie

unverwässert und verwässert (in Euro) 0,51 0,13

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 01. Januar bis 30. Juni 2017

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in T Euro 1-6/2017 1-6/2016
Konzernergebnis 3.932 970
Gewinne/Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -179 -111
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind -179 -111
Gesamtergebnis 3.753 859


Konzern-Kapitalflussrechnung

vom 01. Januar bis 30. Juni 2017

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in T Euro 1-6/2017 1-6/2016
Konzernergebnis 3.932 970
Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand 1.160 486
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis 274 192
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.623 1.385
Veränderung der Rückstellungen 32 -625
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 2 -1
Veränderung der Vorräte 1.483 -4.384
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -941 1.430
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -311 -7.753
Gezahlte Zinsen -248 -159
Erhaltene Zinsen 0 0
Gezahlte Ertragsteuern -657 -468
Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte 165 -57
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 6.514 -8.984
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens 6 5
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -101 -45
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.307 -718
Auszahlungen für den Erwerb von sonstigen Geschäftseinheiten -2.865 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.267 -758
Gezahlte Dividenden -1.925 -1.155
Aufnahme/Tilgung von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.190 -414
Aufnahme/Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) 811 5.020
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.076 3.451
Nettoveränderung der Zahlungsmittel 3.323 -6.291
Zahlungsmittel zum Jahresbeginn 2.476 8.734
Zahlungsmittel zum Halbjahresende 5.799 2.443


Konzern-Bilanz

zum 30. Juni 2017

Aktiva

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in T Euro 30.06.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert 2.531 0
Übrige immaterielle Vermögenswerte 846 442
Sachanlagen 11.716 11.892
Latente Steuern 318 265

15.411 12.599
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 31.950 33.414
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.938 5.400
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.580 2.022
Forderungen aus Ertragsteuern 28 39
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.632 1.788
Zahlungsmittel 5.799 2.476

47.927 45.139
Summe Aktiva 63.338 57.738


Passiva

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in T Euro 30.06.2017 31.12.2016
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 20.020 20.020
Kapitalrücklage 2.002 2.002
Gewinnrücklagen -2.553 -4.560
Sonstige Rücklagen 33 212

19.502 17.674
Langfristige Schulden

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.277 7.087
Rückstellungen für Pensionen 3.167 3.247
Sonstige langfristige Rückstellungen 268 263

12.712 10.597
Kurzfristige Schulden

Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.105 971
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.399 6.588
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.695 15.844
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.338 3.497
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 1.448 803
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 2.139 1.764

31.124 29.467
Schulden 43.836 57.738
Summe Passiva 63.338 57.518


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Sonstige Rücklagen
in T Euro Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Cashflow Hedges Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2015 20.020 2.002 -7.264 324 0 15.082
Konzernergebnis

970

970
Sonstiges
Konzernergebnis



-111 0 -111
Konzern-Gesamtergebnis

-970 -111 0 859
Dividendenzahlung

-1.155

-1.155
Stand am 30.06.20165 20.020 2.002 -7.449 213 0 14.786
Stand am 31.12.2016 20.020 2.002 -4.560 212 0 17.674
Konzernergebnis

3.932

3.932
Sonstiges
Konzernergebnis



-179
-179
Konzern-Gesamtergebnis

3.932 -179
3.753
Dividendenzahlung

-1.925

-1.925
Stand am 30.06.2017 20.020 2.002 -2.553 33
19.502


Konzernanhang für das erste Halbjahr 2017

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017, der unter Zugrundelegung des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt wurde, wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016, der in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt wurde.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis ist unverändert zum 31. Dezember 2016 und umfasst zwei inländische und zwei ausländische Gesellschaften.

Segmentberichterstattung

Segmentinformationen

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in T Euro Deutschland Übriges Europa Asien Übrige Sonstige Geschäftsaktivitäten Summe Segmente
1-6/2017





Umsatzerlöse 30.141 32.866 9.454 2.778 0 75.239
Abschreibungen 697 705 160 61 0 1.623
Operatives Ergebnis 2.102 3.443 1.359 75 -1.286 5.693
1-6/2016





Umsatzerlöse 30.445 25.154 6.662 2.496 0 64.757
Abschreibungen 801 480 56 47 1 1.385
Operatives Ergebnis 711 949 312 -4 -466 1.502


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in T Euro Überleitung Konzern
1-6/2017

Umsatzerlöse 0 75.239
Abschreibungen 0 1.623
Operatives Ergebnis 0 5.693
1-6/2016

Umsatzerlöse 0 64.757
Abschreibungen 0 1.385
Operatives Ergebnis 0 1.502



Überleitung des Segmentergebnisses

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in T Euro 1-6/2017 1-6/2016
Operatives Ergebnis

Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente 5.693 1.502
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge -327 146
Zinsertrag 0 0
Zinsaufwendungen -274 -192
Ertragsteuern -1.160 -486
Konzernergebnis 3.932 970

Angaben zu Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernzwischenabschluss erfassten Finanzinstrumente sowie die Zuordnung der Aktiva und Passiva bzw. von Teilen der Bilanzposten auf die Bewertungskategorien nach IAS 39.

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Aktiva Buchwert
30.06.2017
Kategorie nach IAS 39 Bewertung nach IAS 39 zu Klassen nach IFRS 7 Fair Value 30.06.2017
in T Euro

Anschaffungskosten Fair Value

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.938 LaR 6.938
AC 6.938
Zahlungsmittel 5.799 LaR 5.799
AC 5.799
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.580 LaR 1.580
AC 1.580
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39





Darlehen und Forderungen 14.317 LaR 14.317



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Passiva Buchwert
30.06.2017
Kategorie nach IAS 39 Bewertung nach IAS 39 zu Klassen nach IFRS 7 Fair Value 30.06.2017
in T Euro

Anschaffungskosten Fair Value

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.277 FLaAC 9.277
AC 9.277
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.695 FLaAC 15.695
AC 15.695
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.399 FLaAC 7.399
AC 7.399
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.338 FLaAC 3.338
AC 3.338
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39





Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 35.709 FLaAC 35.709



Zum 31. Dezember 2016 stellen sich die Werte wie folgt dar:

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Aktiva Buchwert
31.12.2016
Kategorie nach IAS 39 Bewertung nach IAS 39 zu Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2016
in T Euro

Anschaffungskosten Fair Value

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.400 LaR 5.400
AC
5.400
Zahlungsmittel 2.476 LaR 2.476
AC 2.476
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.022 LaR 2.022
AC 2.022
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39





Darlehen und Forderungen 9.898 LaR 9.898



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Passiva Buchwert
31.12.2016
Kategorie nach IAS 39 Bewertung nach IAS 39 zu Klassen nach IFRS 7 Fair Value 31.12.2016
in T Euro

Anschaffungskosten Fair Value

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.087 FLaAC 7.087
AC 7.087
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.844 FLaAC 15.844
AC 15.844
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.588 FLaAC 6.588
AC 6.588
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.497 FLaAC 3.497
AC 3.497
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39





Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 33.016 FLaAC 33.016



Aufgrund der kurzen Laufzeit entsprechen die Buchwerte der zu den Stichtagen ausgewiesenen Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten.

Gemäß IFRS 13 wird bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen:

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Stufe 1 Bewertung anhand von auf aktiven Märkten verwendeten (nicht berichtigten) Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2 Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren
Stufe 3 Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern


Zum 30. Juni 2017 sowie zum 31. Dezember 2016 hielt der Konzern keine zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente.

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen bzw. Unternehmen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG hat am 11. Mai 2017 beschlossen, aus dem im Jahresabschluss der FRIWO AG zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 2.251.000,00 Euro eine Dividende von 0,25 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie, somit insgesamt 1.925.000,00 Euro auszuschütten und den verbleibenden Rest von 326.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

Prüferische Durchsicht

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Sonstige Angaben

Die Cardea Holding GmbH, Grünwald, eine Tochter der VTC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KG, München, ist mehrheitlich an der FRIWO AG beteiligt. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industriebeteiligungen einbezogen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."

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Rolf Schwirz Martin Schimmelpfennig
Vorstandsvorsitzender Vorstand