FRIWO AGOstbevernKonzern-HalbjahresberichtInhaltsverzeichnisZusammenfassungZwischenlagebericht des FRIWO-KonzernsÜberblick über den FRIWO-Konzern Gesamtwirtschaftliches Umfeld Branchenspezifische Rahmenbedingungen Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum Umsatzentwicklung und Auftragslage Ertragslage Vermögenslage Finanz- und Liquiditätslage Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Risiken und Chancen Ausblick Konzern-ZwischenabschlussGewinn- und Verlustrechnung Gesamtergebnisrechnung Kapitalflussrechnung Bilanz Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzernanhang für das erste Halbjahr 2017 Versicherung der gesetzlichen VertreterTermine und AdressenZwischenlageberichtZusammenfassung
Die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns lag im ersten Halbjahr des Jahres 2017
insgesamt leicht über den eigenen Erwartungen, wobei sich die Geschäftsdynamik im
zweiten Jahresviertel erwartungsgemäß abgeschwächt hat. Während das sehr starke erste
Quartal unter anderem von Nachlaufeffekten aus dem Vorjahr geprägt gewesen war, bestätigte
das zweite Quartal die Erwartungen des Vorstands. Mit einem Konzernumsatz von 75,2
Mio. Euro für die ersten sechs Monate wurde der Wert des Vorjahreszeitraums (64,8
Mio. Euro) um 16,2 Prozent überschritten. Das operative Konzernergebnis (EBIT) des Herstellers hochwertiger Ladegeräte, Akkupacks,
Stromversorgungen und LED-Treiber lag von Januar bis Juni mit 5,4 Mio. Euro erheblich
über dem entsprechenden Vorjahreswert von 1,6 Mio. Euro. Dabei wirkten sich zum einen
der gestiegene Umsatz, verbunden mit einer höheren Auslastung des eigenen Werkes in
Vietnam und der Optimierung des Kunden- und Produktportfolios aus. Zum anderen war
der Vorjahreszeitraum durch die Anlaufkosten für die Fertigung in Vietnam und den
Produkttransfer dorthin belastet gewesen. FRIWO schloss das erste Halbjahr mit einem
Konzernergebnis von 3,9 Mio. Euro ab (Vorjahreszeitraum: 1,0 Mio. Euro). Die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten lagen leicht unter dem Umsatz, die
Book-to-Bill-Ratio erreichte entsprechend 0,98. Der Auftragsbestand per 30. Juni 2017
lag fast 8 Prozent unter dem Stand im Vergleichsmonat des Vorjahres. Auf dieser Basis rechnet der Vorstand im Gesamtjahr 2017 weiterhin mit einer leichten
Erhöhung des Jahresumsatzes gegenüber dem Vorjahr um einen einstelligen Prozentsatz.
Die Prognose für das Konzern-EBIT im Gesamtjahr wurde leicht auf 7,5 bis 8,5 Mio.
Euro angehoben. Zwischenlagebericht des FRIWO-KonzernsÜberblick über den FRIWO-KonzernDie im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte FRIWO AG mit Sitz
im westfälischen Ostbevern ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller
von technisch hochwertigen Ladegeräten, Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern
für ein breites Anwendungsspektrum. In der Fertigung greift FRIWO auf einen Mix aus eigener Produktion und Zulieferern
zurück. Am Unternehmenssitz in Ostbevern betreibt das Unternehmen eine eigene, sehr
flexible Fertigungsstätte, die eng mit polnischen Auftragsfertigern kooperiert. Zusätzlich
verfügt FRIWO über eine hochmoderne Fertigung am Standort Dong Nai nahe Ho-Chi-Minh-Stadt
(Vietnam) und bezieht Geräte von zwei Auftragsfertigern mit Produktionsstandorten
in China und Vietnam. Neben den Fertigungsstätten für die Endgeräte zählt auch eine
eigene Wandler- und Drosselproduktion in Vietnam zum Fertigungsnetz, in welcher wichtige
Produktkomponenten von FRIWO selbst produziert werden. Neben der FRIWO AG gehören zum FRIWO-Konzern die 100-prozentige Tochtergesellschaft
FRIWO Gerätebau GmbH, aus der heraus im Wesentlichen das operative Geschäft des Konzerns
betrieben wird, sowie eine Entwicklungs- und Servicegesellschaft in China und eine
Produktionsgesellschaft in Vietnam. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe
und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und die Investor Relations zuständig.
Sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften. Gesamtwirtschaftliches UmfeldZur Jahresmitte 2017 befand sich die Weltwirtschaft in einer insgesamt robusten Verfassung.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) ging in seinem "World Economic Outlook" vom
Juli 2017 unverändert von einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent für das Jahr 2017
und von 3,6 Prozent für das Folgejahr aus. Dabei schraubte der Währungsfonds seine
Erwartungen für die USA auf jeweils +2,1 Prozent zurück mit der Begründung, dass die
Entwicklung der Staatsausgaben und Steuereinnahmen unter der neuen US-Administration
derzeit "unsicher" seien. Für die Länder der Euro-Zone hob der IWF seine Projektionen dagegen an: Für 2017 wird
ein Plus von 1,9 Prozent und für 2018 von 1,7 Prozent erwartet. Grund seien eine über
den Erwartungen liegende Wirtschaftsentwicklung im ersten Quartal und Anzeichen für
eine stärkere Binnennachfrage in den Euro-Ländern als bisher angenommen. Mit Zuwächsen von 1,8 Prozent (2017) und 1,6 Prozent (2018) sieht der Währungsfonds
für die deutsche Wirtschaft eine im Euroland-Vergleich leicht unterdurchschnittliche
Entwicklung, die gleichwohl etwas stärker als noch im Frühjahr erwartet ausfallen
dürfte. Dafür seien neben der robusten Inlandsnachfrage auch stärkere Impulse für
den Export verantwortlich. Als wesentliche Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung führt das Münchner
Ifo-Institut unter anderem die laufenden Verhandlungen über den so genannten Brexit,
die künftige Haltung der US-Regierung zu den geltenden Freihandelsabkommen sowie die
noch immer zu zögerlichen Strukturreformen im Euroraum an. Quellen:
Branchenspezifische RahmenbedingungenDas Wachstum des Weltmarktes für Stromversorgungen ist ungebrochen. Das Marktforschungsunternehmen
Micro-Tech Consultants prognostiziert dem Gesamtmarkt für das Jahr 2017 ein Wachstum
um rund 200 Mio. US-Dollar auf 31,8 Mrd. US-Dollar. Auch für die kommenden Jahre erwarten
die Marktexperten ein anhaltendes Wachstum. Im Jahr 2020 soll der Studie zufolge ein
Gesamtmarktvolumen von 33,3 Mrd. US-Dollar erreicht werden. Da FRIWO als Hersteller von Ladegeräten und Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern
die unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen bedient, ist die Entwicklung des
Gesamtmarktes für das Unternehmen nur bedingt aussagekräftig. Relevanter für die künftige
Entwicklung von FRIWO ist dagegen die Betrachtung einzelner Teilmärkte. Von großer strategischer Bedeutung ist der Markt für medizinische Stromversorgungen.
Der stete Fortschritt in der Medizintechnik, die steigende Zahl chronischer Erkrankungen
und der zunehmende Bedarf an mobilen Lösungen und Medizingeräten für den Hausgebrauch
fungieren derzeit als wesentliche Wachstumstreiber im Markt: Für den Zeitraum von
2016 bis 2021 erwarten die Analysten von Mordor Intelligence ein jährliches Wachstum
von durchschnittlich 7,4 Prozent für den Weltmarkt medizinischer Stromversorgungen. Wesentliche Märkte für Ladetechnik aus dem Hause FRIWO stellen Elektrowerkzeuge und
akkubetriebene Gartengeräte sowie die Elektromobilität - vor allem E-Bikes - dar.
Im Bereich der Elektrowerkzeuge soll der Weltmarkt Transparency Market Research zufolge
von 2015 bis 2021 ein durchschnittliches jährliches Wachstum in Höhe von 5,3 Prozent
verzeichnen. Nach Einschätzungen der Freedonia Group soll der für FRIWO wichtige Teilbereich
der kabellosen Elektrowerkzeuge dabei im Zeitraum von 2013 bis 2018 die stärksten
Wachstumsraten aufweisen. Zu einem immer größer werdenden Absatzträger für FRIWO-Ladetechnik entwickelt sich
der Markt für Rasenroboter. Den autonomen Gartenwerkzeugen wird weiterhin ein sehr
starkes Wachstum prognostiziert: Das Marktforschungsunternehmen Technavio beziffert
das durchschnittliche jährliche Wachstum von 2017 bis 2021 auf 16,5 Prozent. Auch für den dritten wichtigen Absatzmarkt für FRIWO-Ladetechnik, die Elektromobilität,
wird eine positive Entwicklung erwartet. Abgesehen vom bereits weitgehend gesättigten
chinesischen Markt werden vom Marktforschungsunternehmen Navigant Research weltweit
Zuwächse prognostiziert, vor allem in FRIWOs Kernmarkt Westeuropa sowie in Japan und
Vietnam. Insgesamt rechnen die Analysten für den Zeitraum von 2016 bis 2025 mit einer
durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,2 Prozent für den E-bike-Weltmarkt
exklusive China. Der Markt für LED-Beleuchtungstechnik entwickelt sich ebenfalls weiterhin positiv.
Experten von McKinsey beziffern den weltweiten Anteil der LED-Technologie am gesamten
Beleuchtungsmarkt im Jahr 2016 auf 45 Prozent mit stark steigender Tendenz. Bis 2020
soll dieser Anteil auf etwa 70 Prozent wachsen. Quellen:
Wesentliche Ereignisse im BerichtszeitraumIm Januar 2017 hat die FRIWO den zum Ende 2016 vereinbarten Kauf einer Fertigung für
Wandler und Drosseln von Group Intellect Power Technology Limited (GIP), Hongkong,
abgeschlossen. Die Fertigung mit rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet
sich in einem Industriepark nahe Ho Chi Minh Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft
zu dem 2015 aufgebauten neuen Produktionsstandort von FRIWO. Der Verkäufer war mit
seiner Fertigung bereits vor dem Kauf Zulieferer für FRIWO; der Erwerb erfolgte mit
dem Ziel, Liefersicherheit, Produktivität und Produktqualität zu erhöhen. Durch den
Zukauf verbreitert das Unternehmen seine Wertschöpfungskette und fertigt eine wichtige
Komponente für seine Geräte künftig selbst. Der Kaufpreis für die Fertigung betrug
3,2 Mio. Euro. Davon wurden 2,8 Mio. Euro in bar gezahlt. Der Restbetrag von 0,4 Mio.
Euro entfällt auf ein Darlehen, welches ein Jahr nach dem Erwerb an den Verkäufer
ausbezahlt wird. Zur Finanzierung der neuen Wandlerfertigung in Vietnam hat die FRIWO Gerätebau GmbH
ein langfristiges Tilgungsdarlehen in Höhe von 3,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit von
fünf Jahren abgeschlossen. Zudem hat die vietnamesische Produktionsgesellschaft im
ersten Quartal mit einer ortsansässigen Bank in Vietnam ihre Working Capital-Kreditlinie
in Höhe von 3 Mio. US-Dollar um 2,5 Mio. US-Dollar erhöht und damit ihre Finanzierung
gestärkt. Im ersten Halbjahr 2017 kam es zu Veränderungen im Vorstand der FRIWO AG. Herr Rolf
Schwirz wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. März 2017 zum Vorstand der Gesellschaft
bestellt. Er übernahm die Ressorts Vertrieb und Entwicklung, die bisher von Lothar
Schwemm verantwortet wurden, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen
hat. Herr Schwirz fungiert als Vorstandsvorsitzender (CEO) und bildet zusammen mit
Herrn Schimmelpfennig, der weiterhin zuständig für die Ressorts Finanzen und Operations
ist, den zweiköpfigen Vorstand. Am 11. Mai 2017 beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre der FRIWO AG auf der ordentlichen
Hauptversammlung alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit. Dazu zählte der Vorschlag
von Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2016 die Dividende auf 0,25 Euro
pro Aktie zu erhöhen (2015: 0,15 Euro je Aktie). Das entspricht einer Ausschüttungssumme
von 1,9 Mio. Euro bzw. 48 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern. Damit lag die
Quote am oberen Ende der nachhaltig angestrebten Ausschüttungsspanne von 30 bis 50
Prozent des Konzern-Nettogewinns. Umsatzentwicklung und AuftragslageDer Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2017 lag mit 75,2 Mio. Euro 16,2 Prozent über
dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums von 64,8 Mio. Euro und entsprach damit
den Erwartungen des Vorstands. Währungsbereinigt, d.h. zu den Wechselkursen des Vorjahreszeitraums
betrug der Zuwachs 13,7 Prozent. Zu berücksichtigen ist, dass es im ersten Quartal
zu Nachlaufeffekten aus dem Vorjahr und damit zu einem überdurchschnittlich hohen
Umsatzanstieg (+20,7 Prozent gegenüber Q1 2016) gekommen war. Im zweiten Quartal normalisierte
sich der Umsatzanstieg im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresquartal auf +11,3
Prozent. Weiterhin deutliche Zuwächse gab es in den ersten sechs Monaten bei kabellosen Stromversorgungen
im Bereich Werkzeuge (+61,0 Prozent). Aber auch E-Mobilität (+44,3 Prozent), Medizinversorgung
(+36,1 Prozent) und Industrie-Automatisierung (+3,3 Prozent) konnten den strategisch
geplanten Umsatzrückgang im Bereich Consumer (-24,3 Prozent) kompensieren. Der Auftragseingang des Konzerns lag in den ersten sechs Monaten 2017 um 6,2 Prozent
unter dem entsprechenden Vorjahreswert und leicht unter dem Niveau des Umsatzes (-2,0
Prozent). Auch der Auftragsbestand zur Jahresmitte 2017 lag um nahezu 8 Prozent unter dem überdurchschnittlich
hohen Vorjahreswert, der durch den niedrigeren Umsatz im ersten Halbjahr 2016 und
ein langfristigeres Bestellverhalten einiger Kunden bedingt war. Bei regionaler Betrachtung erzielte das Segment "Asien" im ersten Halbjahr den größten
Umsatzzuwachs mit +41,9 Prozent. Das Segment "Deutschland" verzeichnete einen leichten
Rückgang um 1,0 Prozent. Dagegen stieg der Umsatz im Segment "übriges Europa", in
dem viele Kunden aus den Branchen Werkzeuge und E-bikes ihre Produktionsstätten haben,
um 30,7. Auch im Segment "Übrige Regionen" konnte der Umsatz um 11,3 Prozent gesteigert
werden. ErtragslageDas Bruttoergebnis des Konzerns erhöhte sich von Januar bis Juni 2017 um 4,8 Mio.
Euro auf 11,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 6,8 Mio. Euro). Die Bruttomarge vom Umsatz
verbesserte sich entsprechend von 10,4 Prozent auf 15,4 Prozent. Diese Entwicklung
resultierte im Wesentlichen aus dem steigenden Anteil der Eigenfertigung durch das
neue Produktionswerk in Vietnam und die fortlaufende Optimierung des Produkt- und
Kundenportfolios mit Blick auf Marge und Rentabilität. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent
auf 5,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,3 Mio. Euro). Diese Erhöhung beruht im Wesentlichen
auf variablen Kostenbestandteilen in der Personalvergütung sowie Kosten der Personalbeschaffung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum:
1,9 Mio. Euro) und die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum:
2,0 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen realisierte Währungsgewinne und -verluste. Auf Basis des Umsatzanstiegs und der Margenverbesserung konnte das Konzernergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach sechs Monaten erheblich um 3,8 Mio. Euro auf 5,4
Mio. Euro verbessert werden (Vorjahreszeitraum: 1,6 Mio. Euro). Die EBIT-Rendite erhöhte
sich auf 7,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 2,5 Prozent). Bei der Bewertung der Ertragslage
ist in Rechnung zu stellen, dass der Vorjahreszeitraum durch die Anlaufkosten für
die eigene Fertigung in Vietnam sowie die Aufwendungen für den Produkttransfer in
die neue Produktionsstätte belastet gewesen war. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) belief sich nach sechs Monaten auf 5,1 Mio. Euro
und lag damit um 3,6 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahreswert von 1,5 Mio.
Euro. FRIWO schloss das erste Halbjahr 2017 mit einem Konzernergebnis nach Steuern von 3,9
Mio. Euro ab (Vorjahreszeitraum: 1,0 Mio. Euro). VermögenslageDie Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 30. Juni 2017 belief sich auf 63,3 Mio. Euro
und erhöhte sich damit gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 (57,7 Mio. Euro)
um 5,6 Mio. Euro. Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte in Summe von 12,6 Mio.
Euro um 2,8 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro zum 30. Juni 2017. Der Erwerb der Wandler-
und Drosselfertigung in Vietnam erhöhte die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen
um 3,3 Mio. Euro. Darüber hinaus tätigte der FRIWO-Konzern im ersten Halbjahr Investitionen
in Höhe von 1,4 Mio. Euro, das waren 0,6 Mio. Euro mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Die Investitionen dienten der Kapazitätserweiterung, fortlaufenden Prozessoptimierung
und Qualitätssicherung an den Produktionsstandorten in Deutschland und Vietnam. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im Stichtagsvergleich insgesamt von 45,1
Mio. Euro auf 47,9 Mio. Euro (+2,8 Mio. Euro). Die Vorräte sanken dabei um 1,5 Mio.
Euro von 33,4 Mio. Euro auf 31,9 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
stiegen im Stichtagsvergleich um 1,5 Mio. Euro auf 6,9 Mio. Euro an. Die liquiden Mittel stiegen um 3,3 Mio. Euro von 2,5 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro. Auf der Passivseite der Bilanz verbesserte sich das Eigenkapital des Konzerns um 1,9
Mio. Euro auf 19,5 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 17,7 Mio. Euro). Dem Halbjahresgewinn
von 3,9 Mio. Euro stand dabei die im zweiten Quartal erfolgte Dividendenzahlung für
das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1,9 Mio. Euro gegenüber. Die Eigenkapitalquote lag mit 30,8 Prozent zum 30. Juni 2017 um 0,2 Prozentpunkte
höher als zum 31. Dezember 2016 und blieb damit auf einem soliden Niveau. Die gesamten langfristigen Schulden stiegen im Stichtagsvergleich um 2,1 Mio. Euro
auf 12,7 Mio. Euro. Die größte Einzelposition sind die langfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, die durch das neue langfristige Tilgungsdarlehen für den
Erwerb der Wandler- und Drosselfertigung um 2,2 Mio. Euro stiegen. Die kurzfristigen Schulden in Höhe von 31,1 Mio. Euro lagen um 1,6 Mio. Euro über
dem Wert per Ende 2016. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg
der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 0,8 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 15,7 Mio. Euro nahezu auf
Vorjahresniveau (15,8 Mio. Euro). Finanz- und LiquiditätslageDer FRIWO-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 einen positiven Cashflow
aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,5 Mio. Euro nach einem Mittelabfluss
von 9,0 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn von 3,9 Mio. Euro
und der Aufbau von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten konnten dabei den
moderaten Anstieg des Working Capitals (+0,2 Mio. Euro) deutlich kompensieren. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 4,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum:
Mittelabfluss von 0,8 Mio. Euro). Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1,1 Mio. Euro resultierte
im Wesentlichen aus der Aufnahme von langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten (insgesamt 3,0 Mio. Euro) sowie aus der Dividendenzahlung
(1,9 Mio. Euro) (Vorjahreszeitraum: Mittelzufluss von 3,5 Mio. Euro). Die Zahlungsmittel des Konzerns per 30. Juni 2017 stiegen gegenüber Jahresbeginn um
3,3 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDie FRIWO-Gruppe beschäftigte zum 31. Juli 2017 weltweit 1.910 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter (Vorjahresende 2016: 731). Der Mitarbeiteraufbau im laufenden Jahr resultierte
im Wesentlichen aus dem Erwerb der Wandler- und Drosselfertigung in Vietnam und aus
dem weiteren Produktionsaufbau im dortigen Werk. Diese Faktoren führten in Asien zu
einem Anstieg der Beschäftigtenzahl von 414 auf 1.605 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im Vergleich zum Vorjahresende. Die Mitarbeiterzahl in China sank um 7 Personen, im
Wesentlichen bedingt durch die Verlagerung der Produktion nach Vietnam. In Deutschland
wurden im Stichtagsvergleich 4 Personen weniger beschäftigt. Risiken und ChancenIm Vergleich zu den Angaben im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 hat sich die
Risikolage des FRIWO-Konzerns in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017 nicht
wesentlich verändert. Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsAus heutiger Sicht liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von
Risiken, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden
könnten, vor. ChancenAuch das Chancenprofil des FRIWO-Konzerns blieb im Berichtszeitraum gegenüber der
Darstellung im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 unverändert. AusblickDer FRIWO-Konzern hat ein sehr erfreuliches, leicht über den Erwartungen liegendes
erstes Halbjahr 2017 mit einem Umsatzwachstum von 16,2 Prozent und einer dynamischen
Ergebnisentwicklung verzeichnet. Treiber des Ergebnisanstiegs waren neben dem Umsatz
der höhere Anteil der Eigenproduktion sowie die gezielte Ausrichtung des Kunden- und
Produktportfolios auf Marge und Profitabilität. Nach dem außergewöhnlich starken ersten Quartal hat sich die Geschäftsentwicklung
im zweiten Quartal im Rahmen der eigenen Erwartungen normalisiert. Der Vorstand geht
davon aus, dass sich die im Zeitraum April bis Juni verzeichnete Umsatz- und Ergebnisdynamik
in etwa auch im zweiten Halbjahr fortsetzen wird. Dabei wird FRIWO die strategische
Reduzierung des Engagements in margenschwächeren Geschäftsbereichen fortsetzen; zudem
sind starke saisonale Schwankungen im Umsatz mit einigen wichtigen Kunden zu berücksichtigen. Der Vorstand geht für das Gesamtjahr 2017 unverändert von einer leichten Steigerung
des Konzernumsatzes unter Berücksichtigung gleichbleibender Währungsrelationen aus. Die Prognose für das Konzern-EBIT wurde dagegen leicht nach oben revidiert: Sofern
keine unvorhergesehenen Ereignisse oder andere Faktoren von wesentlicher negativer
Tragweite eintreten, wird das EBIT in einer Spanne von 7,5 bis 8,5 Mio. Euro erwartet
(bisher: 7,0 bis 8,0 Mio. Euro). Ostbevern, im August 2017 FRIWO AG Der Vorstand Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungvom 01. Januar bis 30. Juni 2017scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungvom 01. Januar bis 30. Juni 2017scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungvom 01. Januar bis 30. Juni 2017scroll
Konzern-Bilanzzum 30. Juni 2017Aktivascroll
Passivascroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
Konzernanhang für das erste Halbjahr 2017Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017, der unter Zugrundelegung des International
Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt wurde, wurden grundsätzlich
die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie für den Konzernabschluss
des Geschäftsjahres 2016, der in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt wurde. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis ist unverändert zum 31. Dezember 2016 und umfasst zwei inländische
und zwei ausländische Gesellschaften. SegmentberichterstattungSegmentinformationenscroll
scroll
Überleitung des Segmentergebnissesscroll
Angaben zu FinanzinstrumentenDie nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im
Konzernzwischenabschluss erfassten Finanzinstrumente sowie die Zuordnung der Aktiva
und Passiva bzw. von Teilen der Bilanzposten auf die Bewertungskategorien nach IAS
39. scroll
scroll
Zum 31. Dezember 2016 stellen sich die Werte wie folgt dar: scroll
scroll
Aufgrund der kurzen Laufzeit entsprechen die Buchwerte der zu den Stichtagen ausgewiesenen
Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Gemäß IFRS 13 wird bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) eine
hierarchische Einstufung vorgenommen. Diese umfasst drei Stufen: scroll
Zum 30. Juni 2017 sowie zum 31. Dezember 2016 hielt der Konzern keine zum Fair Value
bewerteten Finanzinstrumente. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen bzw. UnternehmenEs wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. DividendeDie ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG hat am 11. Mai 2017 beschlossen, aus
dem im Jahresabschluss der FRIWO AG zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn
in Höhe von 2.251.000,00 Euro eine Dividende von 0,25 Euro je dividendenberechtigter
Stückaktie, somit insgesamt 1.925.000,00 Euro auszuschütten und den verbleibenden
Rest von 326.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Prüferische DurchsichtDer vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft
noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Sonstige AngabenDie Cardea Holding GmbH, Grünwald, eine Tochter der VTC Industriebeteiligungen GmbH
& Co. KG, München, ist mehrheitlich an der FRIWO AG beteiligt. Der Konzernabschluss
der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industriebeteiligungen einbezogen. Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind." scroll
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