FRIWO AG

Ostbevern

Halbjahresfinanzbericht 2018

Zusammenfassung

Erstes Halbjahr 2018 insgesamt unter den Erwartungen aufgrund von Beschaffungsengpässen und kundenseitiger Planungsänderungen

Konzernumsatz nach sechs Monaten mit 61,9 Mio. Euro um 17,7 Prozent unter dem Vorjahreswert

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 2,1 Mio. Euro geprägt durch Umsatzrückgang und Mehraufwendungen

Erwartungen an das Gesamtjahr 2018 angepasst: Umsatz bei rund 125 Mio. Euro und EBIT zwischen 6,5 Mio. Euro und 7,5 Mio. Euro erwartet

Die Geschäftsentwicklung der FRIWO AG hat sich im Juni 2018 abgeschwächt und lag insgesamt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres unter den eigenen Erwartungen. Mit einem Umsatz von 61,9 Mio. Euro wurde der Wert des gleichen Vorjahreszeitraums (75,2 Mio. Euro) um 17,7 Prozent unterschritten. Der Umsatzrückgang war zum einen beeinflusst durch Verzögerungen bei der Abarbeitung von Aufträgen aufgrund von zunehmenden Lieferengpässen bei bestimmten Bauteilen. Zum anderen haben mehrere FRIWO-Kunden kurzfristig Projekte storniert oder verschoben.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Herstellers hochwertiger Ladegeräte, Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treiber lag von Januar bis Juni mit 2,1 Mio. Euro deutlich unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 5,4 Mio. Euro. Dabei wurde die Ertragslage zusätzlich durch Aufwendungen für ein nicht weiterverfolgtes M&A-Projekt, für die Schliessung der Entwicklungsabteilung in China und durch Personalaufwendungen für die Neuausrichtung der Produktion in Europa beeinträchtigt. FRIWO schloss das erste Halbjahr 2018 mit einem Konzernergebnis von 1,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 3,9 Mio. Euro) ab.

Die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten lagen unter dem Umsatz; die Book-to-Bill-Ratio erreichte den Wert von 0,88. Der Auftragsbestand per 30. Juni 2018 lag um rund 28 Prozent unter dem Stand zum gleichen Stichtag des Vorjahres.

Vor diesem Hintergrund hatte der Vorstand am 11. Juli seine Erwartungen an das Gesamtjahr 2018 nach unten angepasst. Errechnet nunmehr mit einem Jahresumsatz in der Größenordnung von 125 Mio. Euro an statt wie bisher von einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 141,3 Mio. Euro. Beim Konzern-EBIT, das ursprünglich in etwa proportional zum Umsatz steigen sollte, wird nun ein Wert zwischen 6,5 Mio. Euro und 7,5 Mio. Euro erwartet.

Zwischenlagebericht des FRIWO-Konzerns

Überblick über den FRIWO-Konzern

Die im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte FRIWO AG mit Sitz im westfälischen Ostbevern ist mit ihren Tochterunternehmen ein internationaler Hersteller von technisch hochwertigen Ladegeräten, Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern.

Mit seinen Produkten deckt das Unternehmen zahlreiche Anwendungen ab. So wird das Know-how von FRIWO im Bereich Ladetechnik vor allem von Kunden in den anspruchsvollen Märkten der Elektromobilität, der mobilen Werkzeuge und der Rasenroboter geschätzt. Bei Stromversorgungen liegt der Fokus hauptsächlich auf Anwendungen in den Branchen Medizintechnik und Gesundheit, Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie hochwertige Konsumelektronik. LED-Treiber der Marke FRIWO finden sich sowohl in der professionellen Innenraumbeleuchtung als auch in witterungsbeständigen Außenbeleuchtungen.

In der Fertigung verfügt FRIWO über einen leistungsfähigen Mix aus eigener Produktion und Zulieferern. Am Unternehmenssitz in Ostbevern betreibt das Unternehmen eine eigene, sehr flexible Fertigungsstätte. Sie ist vor allem auf kleinere Losgrößen und technisch anspruchsvolle Produkte ausgelegt und kooperiert eng mit Zulieferbetrieben in Polen. Zusätzlich verfügt FRIWO über eine hochmoderne Fertigung am Standort Dong Nai nahe Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) und bezieht Geräte von zwei ausgewählten Auftragsfertigern mit Produktionsstandorten in China und Vietnam. Neben den Fertigungsstätten für die Endgeräte zählt seit Anfang 2017 auch eine eigene Wandler- und Drosselproduktion in Vietnam zum Fertigungsnetzwerk der Gruppe, in welcher wichtige Produktkomponenten von FRIWO selbst produziert werden.

Seit der Erfindung des ersten Steckernetzgerätes der Welt im Jahr 1971 hat das Unternehmen mittlerweile mehr als eine Milliarde Stromversorgungen produziert und verfügt damit über ein branchenweit führendes technologisches Know-how. Die Marke FRIWO steht weltweit für Innovationskraft, Sicherheit, Qualität und Effizienz. Als Beleg hierfür ist das Unternehmen nach der DIN ISO 9001 (Qualitätsmanagement), der DIN ISO 14001 (Umweltmanagement) und der DIN ISO 13485 (Qualitätsmanagementsystem für Medizinprodukte) zertifiziert. Motivation, technisches Know-how und Begeisterung bilden die Grundlage des täglichen Handelns, verbunden mit einer familienfreundlichen Personalpolitik.

Zum FRIWO-Konzern gehören neben der FRIWO AG und deren Tochtergesellschaft FRIWO Gerätebau GmbH (beide mit Sitz in Ostbevern), aus der heraus im Wesentlichen das operative Geschäft des Konzerns betrieben wird, eine Servicegesellschaft in China sowie eine Produktionsgesellschaft in Vietnam. Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und für die Konzernstrategie, das Risikomanagement und die Investor Relations zuständig. Sie hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den FRIWO-Gesellschaften.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO AG ist aufgrund der Struktur des Konzerns wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägt. Der folgende Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns gibt insofern auch einen vollständigen Überblick über die Lage der FRIWO AG.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Für die Weltwirtschaft wird im Jahr 2018 mit einer insgesamt weiterhin positiven Entwicklung gerechnet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet laut der Studie "World Economic Outlook" vom Juli 2018 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent; damit bestätigte der IWF seine Prognose vom April. Allerdings rechnet der Währungsfonds mit einer unterschiedlichen Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsregionen, da das Wachstum in vielen großen Industrieländern bereits seinen Höhepunkt erreicht habe. Als Risikofaktor nennt der IWF zudem den Handelsstreit zwischen den großen Wirtschaftsmächten wie den USA und China und befürchtet eine "Zollspirale", also zusätzliche Abgaben auf Importe.

Der IWF behält seine Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA und in China allerdings bei: Für die USA wird mit einem Plus von 2,9 Prozent und für China von 6,6 Prozent gerechnet. Dagegen wurden die Prognosen für andere Regionen und Länder nach unten korrigiert Demnach wird die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone um 2,2 Prozent zunehmen (Prognose vom April: 2,4 Prozent).

Die deutsche Wirtschaft hat sich dem Währungsfonds zufolge stärker als erwartet abgeschwächt. Er rechnet daher im laufenden Jahr mit einem Wachstum von 2,2 Prozent (Prognose vom April: +2,5 Prozent). Noch verhaltener fallen die Erwartungen des Münchner Ifo-Instituts aus: Das Institut erwartet aktuell ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,8 Prozent, nachdem es im Frühjahr noch mit einem Plus von 2,6 Prozent gerechnet hatte.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Update Juli 2018

Ifo-Institut, München: Ifo-Konjunkturprognose Sommer 2018

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Weltmarkt für Stromversorgungen befindet sich nach wie vor im Aufwind. Dem Marktforschungsunternehmen Micro-Tech Consultants zufolge ist der Gesamtmarkt im Laufe des Jahres 2017 von 31,6 Mrd. US-Dollar auf 31,8 Mrd. US-Dollar gewachsen. Auch für die kommenden Jahre erwarten die Marktexperten ein anhaltendes Wachstum. Im Jahr 2020 soll der Studie zufolge erstmals ein Gesamtmarktvolumen von 33 Mrd. US-Dollar überstiegen werden.

Da FRIWO als Hersteller von Ladegeräten und Akkupacks, Stromversorgungen und LED-Treibern die unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen bedient, ist die Entwicklung des Gesamtmarktes für das Unternehmen nur bedingt aussagekräftig. Relevanter für die künftige Entwicklung von FRIWO ist dagegen die Betrachtung einzelner Teilmärkte.

Von hoher strategischer Bedeutung ist der Markt für medizinische Stromversorgungen. Die Experten des Marktforschungsunternehmens Data Bridge Market Research prognostizieren diesem Markt für den Zeitraum von 2017 bis 2024 ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 7,5 Prozent. Treibende Kräfte sind neben dem stetigen Fortschritt in der Medizintechnik vor allem auch die zunehmend bessere medizinische Versorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie der zunehmende Bedarf an mobilen Lösungen und Medizingeräten für den Hausgebrauch.

Neben dem Wachstum des Medizinmarktes ist für das Unternehmen auch die Entwicklung der Teilmärkte für Ladetechnik sehr bedeutsam. Das Know-how der FRIWO erfährt seit geraumer Zeit vor allem bei Kunden aus den Bereichen akkubetriebene Werkzeuge und Elektromobilität hohe Wertschätzung. Bei Elektrowerkzeugen sollen die akkubetriebenen Geräte auf Basis der immer besser werdenden Batterietechnik mit kürzeren Ladezyklen und längeren Laufzeiten zunehmenden Absatz erfahren. Das Marktforschungsunternehmen Goldstein Research etwa beziffert die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für den Weltmarkt kabelloser Elektrowerkzeuge von 2016 bis 2024 auf 4,8 Prozent.

Auch bei Gartenwerkzeugen erfreuen sich akkubetriebene Produkte zunehmender Beliebtheit. Ein Beispiel für die positive Entwicklung in diesem Sektor sind Rasenroboter, die sich zu einem immer größer werdenden Absatzträger für FRIWO-Ladetechnik entwickeln. Den autonomen Gartenwerkzeugen wird vom Marktforschungsunternehmen Technavio für den Zeitraum von 2017 bis 2022 ein starkes jährliches Wachstum in Höhe von durchschnittlich 17,0 Prozent prognostiziert.

Für den von FRIWO mit Ladetechnik belieferten Markt der E-Bikes wird ebenfalls eine positive Entwicklung erwartet. Die Marktexperten von Persistence Market Research rechnen für E-Bike-Motoren im Zeitraum 2017 bis 2025 weltweit mit durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten von 6,3 Prozent. Da die Motoren den Fahrradherstellern in der Regel zusammen mit Bordcomputer, Batterie und Ladegerät als Gesamtsystem zugeliefert werden, gibt die Prognose auch eine gute Indikation für die Entwicklung des dazugehörigen Ladegeräte-Marktes.

Auch der zum Großteil auf speziell abgestimmte Stromversorgungen angewiesene Markt für LED-Beleuchtungstechnik entwickelt sich äußerst vielversprechend: Ausgehend von einem Weltmarktvolumen von 4,9 Mrd. US-Dollar im Jahr 2016 rechnet IHS Markit bis 2021 mit einem Wachstum auf 11,9 Mrd. US-Dollar, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 19,4 Prozent entspricht.

Quellen:

IHS Markit: IHS Markit Forecasts Merchant Power Supply Market to Surpass $30 Billion by 2021

Micro-Tech Consultants: Global Switching Power Supply Industry 2016

Data Bridge Market Research: Global Medical Power Supply Market- Industry

Trends and Forecast to 2024

Goldstein Research: Global Cordless Power Tools Market Outlook 2024: Global Opportunity and Demand Analysis, Market Forecast

Technavio: Global Robotic Lawn Mower Market 2017-2020

Persistence Market Research: Electric Bicycle Motors Market - Global Growth, & Forecast to 2025

Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum

FRIWO hat im April 2018 die Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung im chinesischen Shenzhen geschlossen; davon betroffen waren 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Gegenzug wird am Unternehmensstandort in Vietnam eine neue Entwicklungsabteilung aufgebaut, sodass die Entwicklungsleistungen der FRIWO künftig in Ostbevern und in Vietnam erbracht werden. Hauptaufgabe ist, die in Vietnam produzierten Großserienprodukte weiterzuentwickeln, um sie effizienter und preiswerter zu produzieren und zusätzliche, für die Kunden attraktive Produkteigenschaften einzubauen. Die Umstrukturierung steht im Zusammenhang mit der in den Vorjahren erfolgten Neuordnung der weltweiten Produktionsbasis von FRIWO.

Am 15. Mai 2018 beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre der FRIWO AG auf der ordentlichen Hauptversammlung alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit. Dazu zählte der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2017 die Dividende auf 0,40 Euro pro Aktie zu erhöhen (2016: 0,25 Euro je Aktie). Das entspricht einer Ausschüttungssumme von 3,1 Mio. Euro bzw. 44 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern. Damit lag die Quote im oberen Bereich der nachhaltig angestrebten Ausschüttungsspanne von 30 bis 50 Prozent des Konzern-Nettogewinns.

Umsatzentwicklung und Auftragslage

Der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2018 lag mit 61,9 Mio. Euro um 17,7 Prozent unter dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums (75,2 Mio. Euro) und damit unter den Erwartungen des Vorstands. Währungsbereinigt, also zu den Wechselkursen des Vorjahreszeitraums, betrug der Rückgang 12 Prozent. Zu berücksichtigen ist, dass der Vorjahreszeitraum durch ein außergewöhnlich starkes erstes Quartal (40,6 Mio. Euro) geprägt gewesen war.

In den ersten sechs Monaten verzeichnete der FRIWO-Konzern in allen Produktbereichen Umsatzrückgänge, im Bereich E-Mobilität jedoch einen Zuwachs um 17,1 Prozent. Die Umsätze bei kabellosen Stromversorgungen im Bereich Werkzeuge (-21,4 Prozent), Medizinversorgungen (-21,4 Prozent) und Industrie-Automatisierung (-7,9 Prozent) waren beeinflusst durch Verzögerungen bei Aufträgen aufgrund der weltweiten Lieferengpässe bei einigen Bauteilen sowie durch die Verschiebung von Kundenaufträgen. Zudem ist ein verschärfter Wettbewerb festzustellen, weil einige Kunden in diesen Bereichen ihre Bestellmengen auf mehrere Lieferanten verteilen. Der Umsatz im Bereich Consumer nahm um 32,2 Prozent ab, wobei dies den Erwartungen entsprach, da FRIWO das Engagement in diesem Bereich reduziert.

Der Auftragseingang des Konzerns lag in den ersten sechs Monaten 2018 um 26,3 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert und 12,3 Prozent unter dem Umsatzvolumen des ersten Halbjahres.

Der Auftragsbestand zur Jahresmitte 2018 blieb um 28,4 Prozent unter dem Stand im gleichen Monat des Vorjahres.

Bei der regionalen Betrachtung sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Umsätze der Segmente "Deutschland" (-17,1 Prozent) und "Übriges Europa" (-12,6 Prozent), wo viele Kunden aus den Branchen Werkzeuge und E-Mobilität ihre Produktionsstätten haben. Den größten Umsatzrückgang gab es im Segment "Asien" mit 45,9 Prozent. Dagegen stieg der Umsatz im Segment "Übrige Regionen" um 12,4 Prozent.

Ertragslage

Das Bruttoergebnis des Konzerns sank im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum von 11,6 Mio. Euro um 3,8 Mio. Euro auf 7,8 Mio. Euro. Die Bruttomarge vom Umsatz nahm entsprechend von 15,4 Prozent auf 12,6 Prozent ab. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang und konnte nur geringfügig über Kostenreduzierungen an den eigenen Produktionsstandorten kompensiert werden. Zudem wurden die Kosten der umgesetzten Leistungen durch die Reorganisation der Entwicklung in Asien sowie durch die Neuausrichtung der Produktion in Europa und damit verbundenen Personalaufwendungen beeinflusst.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 6,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,9 Mio. Euro). Die Erhöhung resultierte unter anderem aus Mehraufwendungen für ein M&A-Projekt, welches nicht weiterverfolgt wurde.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,3 Mio. Euro) und die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,0 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen realisierte Währungsgewinne und -verluste.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag nach sechs Monaten bei 2,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,4 Mio. Euro). Neben dem Umsatzrückgang wurde es belastet durch Mehraufwendungen für verschiedene Personalmaßnahmen sowie die Schließung der Entwicklungsabteilung in China.

Die EBIT-Rendite bezogen auf den Umsatz nahm von 7,1 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 3,3 Prozent ab.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) belief sich nach sechs Monaten auf 1,9 Mio. Euro und lag damit um 3,2 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 5,1 Mio. Euro.

FRIWO schloss das erste Halbjahr 2018 mit einem Konzernergebnis nach Steuern von 1,3 Mio. Euro ab (Vorjahreszeitraum: 3,9 Mio. Euro).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 30. Juni 2018 belief sich auf 52,8 Mio. Euro und sank damit gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 (60,8 Mio. Euro) um 8,0 Mio. Euro.

Auf der Aktivseite nahmen die langfristigen Vermögenswerte in Summe von 15,4 Mio. Euro um 1,0 Mio. Euro auf 14,4 Mio. Euro zum 30. Juni 2018 ab. Der FRIWO-Konzern tätigte im ersten Halbjahr Investitionen in Höhe von 0,8 Mio. Euro. Im entsprechenden Vorjahreswert von 4,0 Mio. Euro war der Erwerb der Wandler- und Drosselfertigung in Vietnam enthalten gewesen. Die Investitionen dienten Kapazitätserweiterungen, fortlaufenden Prozessoptimierungen und der Qualitätssicherung an den eigenen Produktionsstandorten in Deutschland und Vietnam.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken im Stichtagsvergleich insgesamt von 45,5 Mio. Euro auf 38,4 Mio. Euro (-7,1 Mio. Euro). Die Vorräte lagen mit 28,7 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (30,4 Mio. Euro), bedingt durch das geringere Geschäftsvolumen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen im Stichtagsvergleich um 0,5 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro ab.

Die liquiden Mittel sanken um 5,2 Mio. Euro von 6,6 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro, vor allem durch die im Berichtszeitraum erfolgte Rückführung von Finanzverbindlichkeiten.

Auf der Passivseite der Bilanz verringerte sich das Eigenkapital des Konzerns um 1,6 Mio. Euro auf 20,4 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 22,1 Mio. Euro) Dabei stand dem Halbjahresgewinn von 1,3 Mio. Euro die im zweiten Quartal erfolgte Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,1 Mio. Euro gegenüber.

Die Eigenkapitalquote lag als Folge der geringeren Bilanzsumme mit 38,7 Prozent zum 30. Juni 2018 um 2,4 Prozentpunkte höher als zum 31. Dezember 2017 und blieb damit auf einem soliden Niveau.

Die gesamten langfristigen Schulden sanken im Stichtagsvergleich um 0,7 Mio. Euro auf 11,2 Mio. Euro. Die größte Einzelposition sind die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 7,4 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Schulden in Höhe von 21,2 Mio. Euro lagen um 5,6 Mio. Euro unter dem Wert per Ende 2017. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus dem Abbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Tilgung von Steuerverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen dagegen um 1,0 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro.

Finanz- und Liquiditätslage

Der FRIWO-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2018 einen positiven Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,8 Mio. Euro nach einem Mittelzufluss von 6,5 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn von 1,3 Mio. Euro sowie ein um 3,2 Mio. Euro geringeres Working Capital konnten den Abbau von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten deutlich kompensieren.

Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 1,1 Mio. Euro. Dieser Betrag beinhaltet Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Güter in Höhe von 0,8 Mio. Euro sowie die restliche Kaufpreiszahlung von 0,3 Mio. Euro für die Wandler- und Drosselfertigung in Vietnam (Vorjahreszeitraum: Mittelabfluss von 4,3 Mio. Euro).

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 8,0 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Rückzahlung von langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (insgesamt 4,9 Mio. Euro) sowie aus der im zweiten Quartal erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: Mittelzufluss von 1,1 Mio. Euro).

Die Zahlungsmittel des Konzerns per 30. Juni 2018 sanken gegenüber dem Wert zu Jahresbeginn um 5,2 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die FRIWO-Gruppe beschäftigte zum 30. Juni 2018 weltweit 1.791 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2017: 1.943). Der Stellenabbau resultierte im Wesentlichen aus der Anpassung der Mitarbeiteranzahl in Vietnam an die Auftragslage. Die Mitarbeiterzahl in China sank um 18 auf 23 Personen durch die erfolgte Schließung der dortigen Entwicklungsabteilung. Die Mitarbeiteranzahl in Deutschland blieb mit 263 Personen im Stichtagsvergleich unverändert.

Risiken und Chancen

Im Vergleich zu den Angaben im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 hat sich die Risikolage des FRIWO-Konzerns im Hinblick auf Engpässe bei der Beschaffung von bestimmten Bauteilen verschärft. Darüber hinaus hat sich die Risikolage des FRIWO Konzerns in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018 nicht wesentlich verändert.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Aus heutiger Sicht liegen dem Vorstand keine Hinweise für den konkreten Eintritt von Risiken, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, vor.

Chancen

Auch das Chancenprofil des FRIWO-Konzerns blieb im Berichtszeitraum gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 unverändert.

Ausblick

Die Geschäftsentwicklung der FRIWO AG hat sich zum Ende des ersten Halbjahres 2018 abgeschwächt und lag insgesamt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres unter den Erwartungen.

Die auf der Beschaffungsseite verstärkt festzustellenden Lieferengpässe bei bestimmten Bauteilen werden vor allem auch in den kommenden Monaten zu Verzögerungen bei der Abarbeitung von Aufträgen und zu entsprechenden Mehrkosten führen, die nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Zum anderen haben mehrere FRIWO-Kunden kurzfristig Projekte storniert oder verschoben.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hat der Vorstand, wie am 11. Juli 2018 in einer Börsenpflichtmitteilung bekanntgegeben, seine Erwartungen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im gesamten Geschäftsjahr 2018 angepasst. FRIWO geht für 2018 nunmehr von einem Konzernumsatz in der Größenordnung von 125 Mio. Euro aus statt wie bisher von einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (2017: 141,3 Mio. Euro). Beim Konzern-EBIT, das bisher in etwa proportional zum Umsatz steigen sollte, wird nun ein Wert zwischen 6,5 Mio. Euro und 7,5 Mio. Euro erwartet (2017: 10,0 Mio. Euro).

Die vom Vorstand bereits zu Beginn dieses Jahres eingeleiteten, umfangreichen Maßnahmen zur Verbreiterung des Produkt- und Leistungsspektrums der FRIWO sowie zur besseren Ausschöpfung der Zielmärkte durch eine neue Vertriebsorganisation werden weiterhin konsequent umgesetzt.

Ostbevern, im August 2018

FRIWO AG

Der Vorstand

Zwischenabschluss zum 30.06.2018

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 01. Januar bis 30. Juni 2018

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in T Euro 1-6/2018 1-6/2017
Umsatzerlöse 61.945 75.239
Kosten der umgesetzten Leistungen -54.131 -63.644
Bruttoergebnis vom Umsatz 7.814 11.595
Vertriebskosten -2.231 -2.043
Allgemeine Verwaltungskosten -3.939 -3.859
Sonstige betriebliche Auf wendungen -1.046 -2.297
Sonstige betriebliche Erträge 1.474 1.970
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2.072 5.366
Zinsertrag 0 0
Zinsaufwand -189 -274
Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) 1.883 5.092
Ertragsteuern -552 -1.160
Konzernergebnis 1.331 3.932
Ergebnis je Aktie

unverwässert und verwässert (in Euro) 0,17 0,51


Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 01. Januar bis 30. Juni 2018

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in T Euro 1-6/2018 1-6/2017
Konzernergebnis 1.331 3.932
Gewinne/Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen 57 -179
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind 57 -179
Gesamtergebnis 1.388 3.753


Konzern-Kapitalflussrechnung

vom 01. Januar bis 30. Juni 2018

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in T Euro 1-6/2018 1-6/2017
Konzernergebnis 1.331 3.932
Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand 552 1.160
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis 189 274
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.592 1.623
Veränderung der Rückstellungen -267 32
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -7 2
Veränderung der Vorräte 1.769 1.483
Veränderung der Forderungen aus Lief erungen und Leistungen sowie übriger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 65 -941
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lief erungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 575 -311
Gezahlte Zinsen -167 -248
Erhaltene Zinsen 0 0
Gezahlte Ertragsteuern -1.894 -657
Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte 63 165
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 3.801 6.514
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens 20 6
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -23 -101
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -749 -1.307
Auszahlungen für den Erwerb von sonstigen Geschäftseinheiten -333 -2.865
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.085 -4.267
Gezahlte Dividenden -3.080 -1.925
Tilgung/Aufnahme von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (nettto) -660 2.291
Tilgung/Aufnahme von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) -4.249 915
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.989 1.281
Einfluss von Wechselkursänderungen 17 -205
Nettoveränderung der Zahlungsmittel -5.256 3.323
Zahlungsmittel zum Jahresbeginn 6.640 2.476
Zahlungsmittel zum Halbjahresende 1.384 5.799


Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2018

Aktiva

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in T Euro 30.06.2018 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert 2.235 2.235
Übrige immaterielle Vermögenswerte 626 758
Sachanlagen 11.233 11.876
Latente Steuern 339 443

14.433 15.312
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 28.663 30.431
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.473 5.999
Vertragsvermögenswerte 59 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.461 1.669
Forderungen aus Ertragsteuern 17 27
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.346 735
Zahlungsmittel 1.384 6.640

38.403 45.501
Summe Aktiva 52.836 60.813


Passiva

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in T Euro 30.0 6.2018 30.06.2017
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 20.020 20.020
Kapitalrücklage 2.002 2.002
Gewinnrücklagen -1.195 509
Sonstige Rücklagen -382 -439

20.445 22.092
Langfristige Schulden

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.358 7.994
Rückstellungen für Pensionen 3.014 3.099
Sonstige langfristige Rückstellungen 842 846

11.214 11.939
Kurzfristige Schulden

Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.292 1.126
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.013 5.548
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.081 12.199
Vertragsverbindlichkeiten 45 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.463 4.415
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 656 2.091
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.627 1.403

21.177 26.782
Schulden 32.391 38.721
Summe Passiva 52.836 60.813


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in T Euro Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2016 20.020 2.002 -4.560 212 17.674
Konzernergebnis

3.932
3.932
Sonstiges Konzernergebnis


-179 -179
Konzern-Gesamtergebnis

3.932 -179 3.753
Dividendenzahlung

-1.925
-1.925
Stand am 30.06.2017 20.020 2.002 -2.553 33 19.502
Stand am 31.12.2017 20.020 2.002 509 -439 22.092
Anpassung IFRS

45
45
Konzernergebnis

1.331
1.331
Sonstiges Konzernergebnis


57 57
Konzern-Gesamtergebnis

1.331 57 1.388
Dividendenzahlung

-3.080
-3.080
Stand am 30.06.2018 20.020 2.002 -1.195 -382 20.445


Konzernanhang für das erste Halbjahr 2018

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018, der unter Zugrundelegung des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt wurde, wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2017, der in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt wurde.

Abweichungen zu den im Geschäftsjahr 2017 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bilden die seit dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten internationalen Rechnungslegungsverschriften nach IFRS. Für den Übergang auf IFRS 9 und IFRS 15 hat FRIWO jeweils den modifizierten, retrospektiven Ansatz angewendet. Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung wurden zum 1. Januar erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Vergleichszahlen der Vorperioden wurden nicht angepasst.

IFRS 9 Finanzinstrumente regelt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten und ersetzt weitgehend IAS 39 Finanzinstrumente. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. Von den neuen Regelungen zur Anwendung von Hedge Accountig war FRIWO weder zum 31. Dezember 2018 noch zum 30. Juni 2018 betroffen. Weitere Informationen finden sich in dem Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden ersetzt die Regelungen des IAS 18 Umsatzerlöse und IAS 11 Fertigungsaufträge sowie die dazugehörigen Interpretationen und wurde erstmalig zum 1. Januar 2018 angewandt. Das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung wurde in Anspruch genommen und IFRS 15 lediglich auf Verträge angewendet, die zum 1 Januar 2018 noch nicht erfüllt waren.

Der durch die Erstanwendung von IFRS 15 in Einzelfällen veränderte Zeitpunkt der Umsatzrealisierung führte zum 1. Januar 2018 zu einer Erhöhung der Gewinnrücklagen um 45 T Euro.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Auswirkungen des IFRS 15 auf die Bilanzposten des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2018:

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Aktiva Bilanzausweis Effekte IFRS 15 ohne Anwendung IFRS 15
in T Euro 30.06.2018
30.06.2018
Langfristige Vermögenswerte 14.433 -4 14.437
davon: Latente Steuern 339 -4 434
Kurzfristige Vermögenswerte 38.403 59 38.344
davon: Vertragsvermögenswerte 59 59 0
Summe Aktiva 52.836 55 52.781
Passiva


Eigenkapital 20.445 10 20.435
davon: Gewinnrücklagen -1.195 10 -1.205
Langfristige Schulden 11.214
11.214
Kurzfristige Schulden 21.161 45 21.132
davon: Vertragsverbindlichkeiten 45 45 0
Summe Passiva 52.836 55 52.781


Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis ist unverändert zum 31. Dezember 2017 und umfasst zwei inländische und zwei ausländische Gesellschaften.

Segmentberichterstattung

Segmentinformationen

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in T Euro Deutschland Übriges Europa Asien Übrige Sonstige Geschäftsaktivitäten Summe Segmente
1-6/2018





Umsatzerlöse 24.983 28.723 5.116 3.123 0 61.945
Abschreibungen 716 704 98 74 0 1.592
Operatives Ergebnis 652 1.429 153 194 -784 1.644
1-6/2017





Umsatzerlöse 30.141 32.866 9.454 2.778 0 75.239
Abschreibungen 697 705 160 61 0 1.623
Operatives Ergebnis 2.102 3.443 1.359 75 -1.286 5.693


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in T Euro Überleitung Konzern
1-6/2018

Umsatzerlöse 0 61.945
Abschreibungen 0 1.592
Operatives Ergebnis 0 1.644
1-6/2017

Umsatzerlöse 0 75.239
Abschreibungen 0 1.623
Operatives Ergebnis 0 5.693


Überleitung des Segmentergebnisses

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in T Euro 1-6/2018 1-6/2017
Operatives Ergebnis

Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente 1.644 5.693
Sonstige betriebliche Auf wendungen und Erträge 428 -327
Zinsertrag 0 0
Zinsaufwendungen -189 -274
Ertragsteuern -552 -1.160
Konzernergebnis 1.331 3.932


Angaben zu Finanzinstrumenten

Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertungskategorien und die Berwertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9. Die ursprünglichen Bewertungskategorien nach IAS 39 zum 31. Dezember 2017 und die neuen Bewertungskategorien nach IFRS 9 zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 9 am 1. Januar 2018 mit den entsprechenden Buchwerten stellen sich wie folgt dar:

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in T Euro Kategorie nach IFRS 9 Buchwert Buchwert Kategorie
Buchwert


30.06.2018 01.01.2018 nach IAS 39 31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte




Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 5.473 5.999 LaR 5.999
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AC 1.461 1.669 LaR 1.669
Zahlungsmittel AC 1.384 6.640 LaR 6.640
Finanzielle Verbindlichkeiten




Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLaAC 7.358 7.994 FLAaC 7.994
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLaAC 1.013 5.548 FLaAC 5.548
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLaAC 13.081 12.199 FLaAC 12.199
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLaAC 3.463 4.415 FLaAC 4.415
Zusammenfassung pro Kategorie




Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortisized Cost)
8.318 14.308 LaR 14.308
Finanziell Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLaAC)
24.915 30.156 FLaAC 30.156


Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen bzw. Unternehmen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG hat am 15. Mai 2018 beschlossen, aus dem im Jahresabschluss der FRIWO AG zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 3.080.000,00 Euro eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie, somit insgesamt 3.080.000,00 Euro auszuschütten.

Prüferische Durchsicht

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Sonstige Angaben

Die Cardea Holding GmbH, Grünwald, eine Tochter der VTC Industriebeteiligungen GmbH & Co. KG, München, ist mehrheitlich an der FRIWO AG beteiligt. Der Konzernabschluss der FRIWO AG wird in den Konzernabschluss der VTC Industriebeteiligungen einbezogen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."

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Rolf Schwirz Martin Schimmelpfennig
Vorstandsvorsitzender Vorstand