FRIWO AGOstbevernFRIWO Halbjahresbericht 2021Inhaltscrollen
ZusammenfassungDer FRIWO-Konzern hat in den ersten sechs Monaten 2021
eine erfreuliche Nachfrage verzeichnet und befindet sich
wieder auf einem Wachstumskurs. Der Auftragseingang lag im
ersten Halbjahr mit 65,0 Mio. Euro um 18,4 Prozent
über dem Wert im gleichen Vorjahreszeitraum. Eine
erhöhte Nachfrage verzeichneten vor allem die Bereiche
Medical und E-Mobility.
Zugleich war die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von den
Folgen der weltweiten COVID-19-Pandemie und der daraus
resultierenden Verknappung bei Rohstoffen, Komponenten und
Logistikkapazitäten negativ beeinflusst. Die Folge
waren Auftragsverschiebungen in nachfolgende Monate und
erhöhte Fracht- und Materialkosten, die nur teilweise
an die Kunden weitergegeben werden konnten.
Gleichwohl verbesserte sich die Umsatz- und Ertragslage
gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum, blieb aber
aufgrund der widrigen Rahmenbedingungen unter den eigenen
Erwartungen. Mit 48,2 Mio. Euro lagen die
Konzernerlöse um 7,8 Prozent über dem Wert im
gleichen Vorjahreszeitraum (44,7 Mio. Euro). Das
Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte
sich auf -2,7 Mio. Euro nach -3,7 Mio. Euro im ersten
Halbjahr 2020.
Die sehr gute Auftragslage, vereinbarte
Preiserhöhungen bei zahlreichen Kunden und die
Wirksamkeit von etablierten Gegenmaßnahmen, um die
Lieferfähigkeit von FRIWO sicherzustellen, waren
grundsätzlich gute Voraussetzungen für die
weitere Geschäftsentwicklung. Mit Beginn des zweiten
Halbjahres, vor allem zum Ende des Monats Juli
verschlechterten sich die Rahmenbedingungen für FRIWO
jedoch noch einmal. Angesichts einer stark steigenden Zahl
an COVID-19-Infektionen in Vietnam verhängte die
vietnamesische Regierung einen harten Lockdown. Dies
führte zur erheblichen Störung der
Produktionsabläufe in den drei FRIWO-Werken nahe Ho
Chi Minh-Stadt. An einem der drei Standorte, der
Komponenten und Vorprodukte herstellt, musste die
Produktion zwischenzeitlich unterbrochen werden.
Da Umfang und Dauer dieser Beeinträchtigungen nicht
verlässlich abgeschätzt werden können und
der weitere Geschäftsverlauf des Konzerns deshalb mit
erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, beschloss der
Vorstand am 4. August 2021, die Finanzprognose für das
Geschäftsjahr 2021 (Umsatzwachstum im mittleren bis
höheren einstelligen Prozentbereich, leicht positives
Konzern-EBIT) auszusetzen. Je nach weiterem Verlauf der
Beeinträchtigungen durch den Lockdown in Vietnam
könnte nach derzeitiger Einschätzung eine
Verschlechterung beim Konzern-EBIT bis auf ein leicht
negatives Ergebnis erwartet werden. Für weitere
Informationen wird auf den Risikobericht dieses
Lageberichts verwiesen.
Aktuell sind konkrete Aussagen zur weiteren Entwicklung
mit der gebotenen hinreichenden Wahrscheinlichkeit nicht
möglich. Eine neue Prognose wird erst dann
verabschiedet werden, wenn die weitere
Geschäftsentwicklung mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit abgeschätzt werden kann.
Ungeachtet dieser Herausforderungen plant FRIWO, das
laufende, Ende 2019 beschlossene Transformationsprogramm
für Wachstum und Profitabilität bis Ende dieses
Jahres abzuschließen.
Mit Blick auf die positive Resonanz von Bestands- und
Neukunden, nicht zuletzt auch auf die im letzten Jahr
erfolgte Weiterentwicklung der Produktpalette und
Produktinnovationen, der bisher erfolgreichen Umsetzung der
Transformation und den neuen internen
Organisationsstrukturen hat FRIWO, nach Überwindung
der derzeit bestehenden Beeinträchtigungen auf der
Beschaffungs- und Produktionsseite, die Weichen für
den mittel- und langfristigen Geschäftserfolg
gestellt.
Zwischenlagebericht des FRIWO-KonzernsÜberblick über den FRIWO-KonzernDie im General Standard der Frankfurter
Wertpapierbörse notierte FRIWO AG mit Sitz im
westfälischen Ostbevern ist mit ihren
Tochterunternehmen ein internationaler Produkt- und
Systemanbieter von Stromversorgungen, Ladetechnik sowie
digital steuerbaren Antriebslösungen. Die
Produktpalette umfasst neben technologisch hochwertigen
Ladegeräten, Akkupacks und Stromversorgungen auch
intelligente Komponenten und Systeme für elektrische
Antriebe. Dabei bietet FRIWO sämtliche Bestandteile
eines modernen Antriebsstranges aus einer Hand: vom Display
über Motorsteuerung und Antriebseinheit bis hin zur
Steuerungssoftware.
Mit seinen Produkten deckt das Unternehmen zahlreiche
Anwendungen ab. So wird das Know-how im Bereich Ladetechnik
vor allem von Kunden in den anspruchsvollen Märkten
der Elektromobilität, der mobilen Werkzeuge und
Rasenroboter geschätzt. Bei Stromversorgungen liegt
der Fokus hauptsächlich auf Anwendungen in den
Branchen Medizintechnik und Gesundheit,
Industrieautomatisierung und Maschinenbau sowie
hochwertiger Konsumelektronik. Die Komponenten für
elektrische Antriebe werden vor allem im Bereich
Elektromobilität eingesetzt, etwa in akkubetriebenen
Rollern. Zum Kundenkreis zählen namhafte Unternehmen
mit zumeist internationaler, teilweise weltweiter
Geschäftstätigkeit.
Die FRIWO AG ist die Managementholding der Gruppe und
für die strategische Steuerung, das Risikomanagement
und die Investor Relations zuständig. Sie hält
direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den
FRIWO-Gesellschaften. Zentrale Gesellschaft ist die FRIWO
Gerätebau GmbH, ebenso mit Sitz in Ostbevern. Zum
FRIWO-Konzern gehören ferner eine
Produktionsgesellschaft in Vietnam, eine
Servicegesellschaft in China, die vor allem für die
Beschaffung von Komponenten von großer Bedeutung ist,
sowie seit 2020 eine Tochtergesellschaft in Indien zur
Erschließung des dortigen E-Mobility-Marktes.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FRIWO
AG ist aufgrund der Struktur des Konzerns wesentlich durch
die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften
geprägt. Der folgende Zwischenbericht der Gesellschaft
und des Konzerns gibt insofern auch einen
vollständigen Überblick über die Lage der
FRIWO AG.
Die Marke FRIWO steht weltweit für
Innovationskraft, Sicherheit, Qualität und Effizienz.
Das Unternehmen ist nach der DIN ISO 9001
(Qualitätsmanagement), der DIN ISO 14001
(Umweltmanagement) und der DIN ISO 13485
(Qualitätsmanagement für Medizinprodukte)
zertifiziert. Motivation, technisches Know-how und
Begeisterung für Produkte und Lösungen bilden die
Grundlage des täglichen Handelns, verbunden mit einer
familienbewussten Personalpolitik. Oberstes Ziel ist es,
nachhaltige Werte für Kunden, Aktionäre und
Mitarbeiter zu schaffen.
Am Stammsitz des Unternehmens in Ostbevern befindet sich
neben Administration, Verwaltung und Vertrieb der Bereich
Forschung und Entwicklung sowie Kapazitäten für
die Herstellung von Prototypen und Kleinserien. Damit
verfügt FRIWO als eines der wenigen Unternehmen der
Branche über einen Entwicklungs- und
Fertigungsstandort in Deutschland. Dies ermöglicht die
Last-Minute-Konfektionierung von Standardprodukten, welche
den Kunden kürzeste Lieferzeiten bietet.
Der Großteil der Produktion mit dem Fokus auf hohe
Stückzahlen findet in einer 2015 gegründeten,
hochmodernen Fertigungsstätte in einem Industriepark
nahe Ho Chi Minh-Stadt (Vietnam) statt. Der Standort paart
deutsches Fertigungs-Know-how für flexible
Produktionsabläufe mit attraktiven
Produktionsbedingungen in Asien. Im Rahmen des laufenden
Transformationsprozesses von FRIWO für nachhaltiges
und profitables Wachstum wurden Teile der Produktion von
Ostbevern nach Vietnam verlagert, um die dortigen
Produktionskostenvorteile konsequent zu nutzen. Dieser
Prozess soll bis Ende 2021 abgeschlossen werden.
Im Zuge der vertikalen Integration umfasst der Standort
Vietnam neben dem Hauptwerk auch zwei Zulieferwerke, in
denen Wickelgüter, Kabel, Kunststoff- und
Metallstanzteile für die Endgeräte von FRIWO
selbst produziert werden.
Einen kleinen Teil seiner Produkte bezieht FRIWO von
drei ausgewählten Auftragsfertigern mit
Produktionsstandorten in China, Vietnam und Polen.
Darüber hinaus hat FRIWO mit Blick auf die geplante
Belieferung des indischen Marktes mit Steuerungssystemen
für E-Roller eine Kooperation mit einem lokalen
Fertigungsunternehmen vereinbart.
Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie Weltwirtschaft blieb trotz erneuter
Beeinträchtigungen durch die COVID-19-Pandemie in den
ersten Monaten des Jahres 2021 auf Wachstumskurs. Die
Pandemie wirkte sich vor allem auf die
Dienstleistungsbereiche aus, während
Industrieproduktion und Welthandel bis zum Frühjahr
weiterhin kräftig expandierten. Beeinträchtigt
wird der Aufschwung durch Angebotsengpässe und
weltweite logistische Probleme, die teilweise zur
Unterbrechung von internationalen Lieferketten
führten.
Die Folge sind erhebliche Preisanstiege bei Rohstoffen,
Vorleistungsgütern und Logistik-Leistungen, die
bereits zu einem spürbaren Anstieg der
Verbraucherpreise beigetragen haben. Die Notenbanken, allen
voran die EZB, setzten dabei unverändert auf eine
stark expansive Geldpolitik, trotz gestiegener
Inflationsrisiken. Das Kieler Institut für
Weltwirtschaft (ifw) rechnet für 2021 mit einem
Anstieg der Weltproduktion um 6,7 Prozent. Allerdings sieht
das ifw die Gefahr, dass die US-Notenbank Fed früher
als bisher mit einer strafferen Geldpolitik beginnen wird,
was sich bereits kurzfristig negativ auf die
Finanzierungsbedingungen an den internationalen
Kapitalmärkten auswirken könnte.
Auch in Deutschland nimmt die Konjunktur im Jahr 2021
wieder Fahrt auf. Nachdem das Wiederaufflammen der
Corona-Pandemie die wirtschaftliche Erholung im
Winterhalbjahr ins Stocken gebracht hatte, rechnet das ifw
damit, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion im
weiteren Verlauf des Jahres in hohem Tempo ausgeweitet wird
und ihr Vorkrisenniveau wieder überschreiten kann. Das
Kieler Forschungsinstitut geht für Deutschland von
einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr um
3,9 Prozent aus. Von dem weitgehenden Wegfall der
pandemiebedingten Restriktionen dürften zunächst
vor allem der Handel und Dienstleistungsbranchen
profitieren, während das Verarbeitende Gewerbe durch
die weltweiten Engpässe bei Materialien und Logistik
in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch in Deutschland waren
die Preisentwicklungen für Rohstoffe,
Vorleistungsgüter und Transportleistungen zur
Jahresmitte stark nach oben gerichtet.
Quellen:
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Branchenspezifische RahmenbedingungenNach dem COVID-19-bedingten Rückgang der
Auftragseingänge im Vorjahr hat sich die stark auf den
Export ausgerichtete deutsche Elektroindustrie in den
ersten fünf Monaten 2021 teilweise wieder erholt. Von
Januar bis Mai übertrafen die Bestellungen den
entsprechenden Vorjahreswert um 27,9 Prozent. Die
Ordereingänge aus dem Inland erhöhten sich um
23,7 Prozent, aus dem Ausland gingen 31,3 Prozent mehr
Bestellungen ein.
Im Juni 2021 hat sich das Geschäftsklima in der
deutschen Elektroindustrie weiter verbessert. Dabei fiel
die Beurteilung der aktuellen Lage nochmals deutlich besser
aus als im Mai, wohingegen die allgemeinen
Geschäftserwartungen der Firmen leicht nachgaben. Die
Erwartungen für das Exportgeschäft zogen im Juni
ebenfalls wieder an.
Die COVID-19-Pandemie hat auch den Weltmarkt für
Stromversorgungen temporär beeinträchtigt mit
stagnierenden Nachfragen als Folge von Lockdowns,
Firmenschließungen oder Kurzarbeit. Mittel- und
langfristig befindet sich dieser Markt weiterhin auf einem
stabilen Wachstumskurs.
Das Marktforschungsunternehmen Transparency Market
Research (TMR) prognostiziert für den Weltmarkt
für Stromversorgungen im Jahr 2030 ein Gesamtvolumen
von 40,8 Mrd. US-Dollar, ausgehend von 29,2 Mrd. US-Dollar
im Jahr 2018. Dies entspricht einer durchschnittlichen
jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 4 Prozent.
Für den Weltmarkt für Ladegeräte sieht TMR
im Jahr 2030 ein Gesamtvolumen von 42,8 Mrd. US-Dollar,
ausgehend von 24,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018, was einem
CAGR von 6 Prozent entspricht.
Da FRIWO als Hersteller von Ladegeräten und
Stromversorgungen unterschiedliche Branchen und Anwendungen
bedient, ist die Entwicklung des Gesamtmarktes für das
Unternehmen nur bedingt aussagekräftig. Relevanter ist
dagegen die Betrachtung der einzelnen Teilmärkte.
Von hoher strategischer Bedeutung für FRIWO ist der
Markt für medizinische Stromversorgungen.
Wachstumstreiber sind neben dem steten Fortschritt in der
Medizintechnik vor allem die zunehmend bessere medizinische
Versorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie
der steigende Bedarf an mobilen Lösungen und
Medizingeräten für den Hausgebrauch. Zudem
führte COVID-19 zu einer erhöhten Nachfrage z. B.
nach Stromversorgungen für Beatmungsgeräte.
In dem für FRIWO ebenfalls wichtigen Teilmarkt
für Ladetechnik schätzen vor allem Kunden aus den
Bereichen akkubetriebene Werkzeuge und akkubetriebene
Gartenwerkzeuge das langjährige Know-how von FRIWO.
Bei Elektrowerkzeugen sollen vor allem akkubetriebene
Geräte auf Basis einer besser werdenden
Batterietechnik mit kürzeren Ladezyklen und
längeren Laufzeiten zu einem wachsenden Absatz
führen.
Einer der momentan stärksten Wachstumsmärkte
ist die Elektromobilität. FRIWO liefert für diese
Branche nicht nur Ladetechnik für E-Bikes, sondern
auch Motorsteuerungen und alle weiteren Komponenten
für elektrische Antriebsstränge als Gesamtsystem
aus einer Hand.
Für E-Bike-Motoren erwartet Persistence Market
Research im Zeitraum bis 2025 durchschnittliche
jährliche Zuwachsraten von 6,3 Prozent weltweit. Da
die Motoren den Fahrradherstellern in der Regel zusammen
mit Bordcomputer, Batterie und Ladegerät als
Gesamtsystem geliefert werden, ist dies auch eine gute
Indikation für die Entwicklung des entsprechenden
Ladegeräte-Marktes.
Systemlösungen werden auch bei Elektrorollern
(E-Scootern) eingesetzt, für die ebenfalls eine starke
Marktentwicklung erwartet wird. Die Entwicklung wird
getrieben von der wachsenden Mikromobilität, d. h. der
Verwendung billigerer und umweltfreundlicherer Alternativen
zum Auto, insbesondere in dichtbesiedelten Stadtgebieten in
Asien und den USA. Grand View Research prognostiziert dem
Weltmarkt für E-Scooter-Motoren bis 2030 eine
durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 7,7
Prozent.
Quellen:
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Wesentliche Ereignisse im BerichtszeitraumVeränderungen im Vorstand: Am 12. März 2021
gab die FRIWO AG bekannt, dass Finanzvorstand Ulrich
Lammers sein Vorstandsmandat zum 30. April 2021 niederlegen
wird, um eine neue Herausforderung außerhalb der
Gesellschaft anzunehmen. Für die Übergangszeit
bis zur Regelung der Nachfolge leitet Herr Tobias Tunsch
als externer Manager das Finanzressort interimistisch. Herr
Tunsch verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen
in leitenden Positionen bei namhaften Industrieunternehmen
und ist Partner des europäischen
Consulting-Unternehmens Bonum Executive Advisory, zu dessen
Leistungsspektrum auch die temporäre Übernahme
von Leitungsfunktionen gehört.
Produktinnovation: Anfang Mai 2021 startete FRIWO die
Serienproduktion für ein neues Ladegerät mit der
hohen Leistung von 500 Watt. Dieses wetterfeste und sehr
leise Ladegerät hat die Fähigkeit, durch den
Datenaustausch zwischen Steuerungsgeräten mit
Batteriemanagement-Systemen zu kommunizieren. Dadurch kommt
es zu individuell abgestimmten Ladevorgängen je nach
Bedarf. Der Charger kann vielseitig in E-Bikes und
E-Scooters, bei Rasenmäher-Robotern, Rollstühlen
oder auch Flurförderzeugen eingesetzt werden.
Ordentliche Hauptversammlung: Am 6. Mai 2021 fand die
ordentliche Hauptversammlung der FRIWO AG als virtuelle
Versammlung statt. Die Aktionärinnen und
Aktionäre nahmen bei einer Präsenz von 87,3
Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft alle
Tagesordnungspunkte mit sehr großen Mehrheiten an.
Vorstandsvorsitzender Rolf Schwirz gab in seinen
Ausführungen einen Überblick zur
Geschäftslage des Konzerns im Zeichen der
COVID-19-Pandemie, zum Stand des laufenden
Transformationsprogramms und zu den strategischen Zielen
für die kommenden Jahre.
Auftragslage und UmsatzentwicklungDer FRIWO-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2021
eine sehr erfreuliche Auftragsentwicklung. Der
Auftragseingang lag in den ersten sechs Monaten bei 65,0
Mio. Euro. Gegenüber dem um einen Sondereffekt
bereinigten Vorjahreswert von 49,9 Mio. Euro errechnet sich
eine Steigerung von 30,3 Prozent (unbereinigt: +18,4
Prozent). Der Auftragsbestand zur Jahresmitte lag um 21,5
Prozent über dem Stand am gleichen Stichtag des
Vorjahres.
Die dynamische Auftragsentwicklung hat eine breite Basis
über alle Anwendungsbereiche des Konzerns hinweg.
Neben dem erhöhten Bedarf bei Bestandskunden wirkte
sich auch das Anlaufen von Neuprojekten aus. Treiber des
Wachstums waren vor allem die Bereiche E-Mobility und
Medizin.
Die Book-to-bill-ratio des Konzerns erreichte per 30.
Juni dieses Jahres 1,35 und indiziert damit deutliches
Umsatzwachstum.
Der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2021 lag mit 48,2
Mio. Euro um 7,8 Prozent über dem Niveau des gleichen
Vorjahreszeitraums (44,7 Mio. Euro).
Währungsbereinigt, also zu den Wechselkursen des
Vorjahreszeitraums, betrug der Zuwachs 13,4 Prozent.
Aufgrund der erheblichen Verknappung von Materialien und
Komponenten auf den internationalen
Beschaffungsmärkten und der Engpässe bei Fracht-
und Logistikkapazitäten kam es jedoch teilweise zu
Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung. In der Folge
lag das Umsatzwachstum in den ersten sechs Monaten unter
den eigenen Erwartungen. Im zweiten Quartal erreichten die
Konzernerlöse 26,1 Mio. Euro (Q2 2020: 24,7 Mio. Euro;
+5,9 Prozent).
Besonders positiv entwickelte sich der Produktbereich
E-Mobility: Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum
stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2021 um 16,1
Prozent, hauptsächlich getrieben durch hohe Nachfragen
bestehender Kunden in Europa und den Produktanläufen
bei Neukunden. Die von FRIWO entwickelten digitalen
Antriebssteuerungen stoßen gerade bei Herstellern von
E-Bikes und E-Rollern unverändert auf ein großes
Interesse.
Im Produktbereich Werkzeuge und Gartengeräte konnte
im ersten Halbjahr ein deutlicher Umsatzzuwachs von 29,4
Prozent verzeichnet werden, sodass sich die Erlöse
fast wieder auf Vor-Corona-Niveau bewegen.
Der Bereich Industrie verzeichnete im Periodenvergleich
ein Erlösplus von 19,5 Prozent, getrieben durch
Bestandskunden mit neuen Projekten in Deutschland sowie
durch einen Neukunden im Segment "Rest der Welt".
Der Bereich Medizin verzeichnete in den ersten sechs
Monaten ein Umsatzminus von 13,0 Prozent. Dabei ist zu
beachten, dass die Nachfrage im Vergleichszeitraum des
Vorjahres, auch bedingt durch die einsetzende
CO-VID-19-Pandemie, deutlich zugenommen hatte.
Bei der regionalen Betrachtung stieg der Umsatz des
Segmentes "Übriges Europa" im ersten Halbjahr um 3,6
Mio. Euro, gefolgt von der Region "Deutschland" mit einem
Zuwachs um 1,8 Mio. Euro. In Asien nahmen die Erlöse
um 0,4 Mio. Euro ab.
ErtragslageDurch den Umsatzanstieg verbesserte sich das
Bruttoergebnis des Konzerns im ersten Halbjahr 2021 von 1,7
Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro. Die Bruttomarge vom Umsatz
stieg entsprechend von 3,8 Prozent auf 5,7 Prozent. Im
zweiten Quartal 2021 nahm das Bruttoergebnis auf 1,9 Mio.
Euro zu (Q2 2020: 1,1 Mio. Euro).
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die damit
einhergehenden Störungen in den internationalen
Lieferketten führten zu erheblichen Mehraufwendungen
durch stark gestiegene Preise für Rohstoffe,
Elektronikkomponenten sowie Fracht- und
Logistikkapazitäten. FRIWO milderte durch ein nochmals
verschärftes Kosten- und Liquiditätsmanagement
über alle Bereiche des Konzerns sowie durch die
Nutzung von Alternativen bei der Komponentenbeschaffung die
Folgen dieser Entwicklung zumindest ab. Zudem konnten die
Mehrkosten zumindest zum Teil an Kunden weitergegeben
werden. Überdies hat FRIWO mit einem Teil der Kunden
Preiserhöhungen vereinbart, die sich in einigen
Fällen bereits im Juni auswirkten.
Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,8 Prozent auf 6,0
Mio. Euro. Dabei wirkten sich im Wesentlichen
Mehraufwendungen für Rechts- und Beratungskosten aus.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von 1,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,8 Mio. Euro) und
die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von
1,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,9 Mio. Euro) enthalten
im Wesentlichen realisierte Währungsgewinne und
-verluste.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag
nach sechs Monaten bei -2,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum:
-3,7 Mio. Euro). Das Ergebnis ist im Wesentlichen durch den
Umsatzanstieg auf der einen Seite und durch die
Corona-bedingten operativen Mehraufwendungen auf der
anderen Seite beeinflusst. Im zweiten Quartal verbesserte
sich das EBIT auf -1,1 Mio. Euro nach -1,3 Mio. Euro im
gleichen Quartal des Vorjahres.
Die EBIT-Rendite bezogen auf den Umsatz betrug im ersten
Halbjahr -5,7 Prozent (Vorjahreszeitraum: -8,3 Prozent).
Die Verschlechterung des Finanzergebnisses auf -0,9 Mio.
Euro (Vorjahreszeitraum: -0,6 Mio. Euro) ist auf
höhere Zinsen aus dem Konsortialkredit und auf
zusätzlich vom Großaktionär Cardea Holding
GmbH, Grünwald, gewährte Gesellschafterdarlehen
zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich nach
sechs Monaten auf -3,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -4,3
Mio. Euro).
FRIWO schloss das erste Halbjahr 2020 mit einem
Konzernergebnis nach Steuern von -3,6 Mio. Euro ab
(Vorjahreszeitraum: -3,1 Mio. Euro). Separat für das
zweite Quartal 2021 belief sich das Nachsteuerergebnis auf
-1,6 Mio. Euro (Q2 2020: -1,3 Mio. Euro).
VermögenslageDie Bilanzsumme des FRIWO-Konzerns per 30. Juni 2021
betrug 67,1 Mio. Euro und stieg damit um 5,8 Mio. Euro
gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2020 (61,3 Mio.
Euro).
Auf der Aktivseite sanken die langfristigen
Vermögenswerte in Summe von 19,4 Mio. Euro um 0,7 Mio.
Euro auf 18,7 Mio. Euro. Davon entfielen 4,5 Mio. Euro auf
die aktive latente Steuerabgrenzung. Die Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen (IFRS 16) sanken im
Stichtagsvergleich von 2,1 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im
Stichtagsvergleich in Summe von 41,9 Mio. Euro auf 48,4
Mio. Euro. Der darin enthaltene Anstieg der Vorräte um
6,8 Mio. Euro auf 27,7 Mio. Euro ist vor allem auf die
Verknappung von Material zurückzuführen. Um die
Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten, erhöhte FRIWO
die Vorräte mit Sicherheitsbeständen. Trotzdem
konnten wichtige Komponenten nicht rechtzeitig beschafft
werden, während das restliche Material bereits auf
Lager lag.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um
0,7 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro zu.
Die liquiden Mittel sanken um 0,9 Mio. Euro von 4,2 Mio.
Euro auf 3,3 Mio. Euro.
Auf der Passivseite der Bilanz verringerte sich das
Eigenkapital des Konzerns ergebnisbedingt um 3,4 Mio. Euro
auf 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 4,8 Mio. Euro). Die
Eigenkapitalquote lag mit 2,1 Prozent zum 30. Juni 2021 um
5,6 Prozentpunkte niedriger als zum 31. Dezember 2020 und
damit deutlich unter dem nachhaltig angestrebten Niveau
für den Konzern.
Der FRIWO-Konzern weist zum 30. Juni 2021 Darlehen des
Großaktionärs Cardea Holding GmbH,
Grünwald, eine Tochter der VTC GmbH & Co. KG, in
Höhe von insgesamt 11,5 Mio. Euro aus (31. Dezember
2020: 2,7 Mio. Euro; inklusive Zinsabgrenzung zum
Stichtag). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus im
Berichtszeitraum zusätzlich zur Verfügung
gestellten Liquiditätshilfen des Hauptaktionärs,
um die Auswirkungen des Corona-bedingt negativen operativen
Cashflow auszugleichen.
Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten haben sich nicht wesentlich
verändert. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten
verringerten sich um 0,4 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro. Die
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen leicht um 0,3
Mio. Euro auf 15,0 Mio. Euro.
Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen
reduzierten sich um 3,0 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro im Zuge
der plangemäßen Umsetzung des
Transformationsprogramms für Wachstum und
Profitabilität (Abfindungszahlungen und Zahlungen an
die Transfergesellschaft).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
lagen mit 17,0 Mio. Euro um 4,6 Mio. Euro über dem
Wert zum Ende 2020.
Der langfristige Anteil der Leasingverbindlichkeiten
gemäß IFRS 16 sank von 1,3 Mio. Euro auf 1,0
Mio. Euro und die kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
gemäß IFRS 16 wurden zum Stichtag mit 0,8 Mio.
Euro ausgewiesen.
Finanz- und LiquiditätslageDer FRIWO-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr
2021 einen negativen Cashflow aus der betrieblichen
Geschäftstätigkeit in Höhe von -8,2 Mio.
Euro nach einem Mittelabfluss von 5,5 Mio. Euro im gleichen
Vorjahreszeitraum. Der Mittelabfluss resultierte im
Wesentlichen aus dem Konzernverlust von -3,6 Mio. Euro und
einem gestiegenen Working Capital (3,7 Mio. Euro). Zudem
flossen 2,8 Mio. Euro als Abfindungszahlung und Zahlung an
die Transfergesellschaft ab.
Die Investitionstätigkeit ergab einen Mittelabfluss
von 1,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: Mittelabfluss von 1,1
Mio. Euro). Davon entfielen 0,5 Mio. Euro auf die
Einführung der SAP-Software und 0,3 Mio. Euro auf
Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung,
Produktivitätssteigerung, Modernisierung der Anlagen
sowie auf die Erweiterung der Fertigungstiefe in Vietnam.
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in
Höhe von 8,3 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus
den zusätzlichen Einlagen in Höhe von 8,8 Mio.
Euro in das Gesellschafterdarlehen (Vorjahreszeitraum:
Mittelzufluss von 2,7 Mio. Euro).
Die Zahlungsmittel des Konzerns per 30. Juni 2021 sanken
gegenüber dem Wert zu Jahresbeginn um 0,9 Mio. Euro
auf 3,3 Mio. Euro.
MitarbeiterDer FRIWO-Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2021
weltweit 2.390 Mitarbeiter (31. Dezember 2020: 2.608).
Effizienzsteigerungen und Prozessoptimierungen sowie
Stichtagseffekte, da je nach Produktionsstunden Mitarbeiter
auf- oder abgebaut werden, führten zur Verringerung
der Belegschaftsstärke in Vietnam. Die
Mitarbeiteranzahl in Deutschland reduzierte sich auf 155
Personen (31. Dezember 2020: 200 Mitarbeiter). Der
Rückgang steht im Einklang mit der fortgesetzten
Verlagerung von Produktserien nach Vietnam im Rahmen des
Transformationskonzepts. Der dadurch bedingte Personalabbau
in Ostbevern ist mittlerweile nahezu abgeschlossen.
Risiken und ChancenIm Vergleich zu den Angaben im Konzernlagebericht zum
31. Dezember 2020 hat sich die Risikolage des
FRIWO-Konzerns durch die weltweite COVID-19-Pandemie
verändert.
Die COVID-19-Pandemie hat auch im ersten Halbjahr 2021
die wirtschaftliche Entwicklung des FRIWO-Konzerns negativ
beeinflusst. Betroffen davon waren vor allem die Bereiche
Beschaffung, Produktion und Absatz.
Auf der Beschaffungsseite hatte FRIWO
Lieferengpässe bei elektronischen Komponenten zu
bewältigen und konnte zudem nur auf sehr begrenzte
Logistik- und Frachtkapazitäten zurückgreifen.
Dies führte zum einen zu teilweisen
Einschränkungen in der Produktion und bei der
Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden und zum
anderen zu Mehrkosten durch erhöhte Materialkosten und
Frachtraten. Des Weiteren musste FRIWO die
Materialbeschaffung nach Möglichkeit auf
Alternativlieferanten, -komponenten und -prozesse
umstellen, etwa auf die verstärkte Nutzung von
Luftfracht. Oberstes Ziel war dabei, einer Unterbrechung
der Lieferkette entgegenzuwirken und die
Lieferpünktlichkeit gegenüber den Kunden
sicherzustellen.
An den FRIWO-Standorten gab es per 30. Juni 2021 nur in
Deutschland wenige COVID-19-Infizierte, die sofort
identifiziert werden konnten, sodass keine Folgeinfektionen
entstanden. Mittlerweile ist der Großteil der
Mitarbeiter in Deutschland geimpft. Auch am
größten Produktionsstandort Vietnam wirkten sich
die umfangreichen und frühzeitig eingeleiteten
Maßnahmen der vietnamesischen Regierung gegen die
Ausbreitung des COVID-19-Virus lange Zeit positiv aus.
Jedoch sind die Infektionszahlen im zweiten Halbjahr 2021,
vor allem gegen Ende Juli, stark gestiegen, sodass die
Regierung einen strengen Lockdown im gesamten Süden
des Landes verhängte. Ende Juli gab es auch erste
COVID-19-Fälle an einem der drei Standorte von FRIWO,
an dem Komponenten und Vorprodukte für
FRIWO-Geräte produziert werden. Daraufhin wurde die
Produktion an diesem Standort zwischenzeitlich
unterbrochen, was wiederum erhebliche Auswirkungen auf die
konzerninternen Liefer- und Leistungsketten hat.
Um eine störungsfreie Produktion zu
gewährleisten, hatte FRIWO noch Mitte Juli auf dem
Firmengelände temporäre
Übernachtungskapazitäten eingerichtet. Dadurch
konnten FRIWO-Mitarbeiter, die aufgrund der
Virusbeschränkungen ihren Wohnsitz nicht verlassen
dürften, für den Zeitraum des Lockdowns an den
Produktionsstandorten untergebracht werden. Für
Mitarbeiter, deren Tätigkeit dieses ermöglicht,
bietet FRIWO die Arbeit im Home Office an.
Umfang und Dauer der Beeinträchtigungen durch den
Lockdown und die Produktionsunterbrechung können noch
nicht verlässlich abgeschätzt werden. Damit
besteht ein Risiko, dass Aufträge verspätet
abgearbeitet werden und die Lieferpünktlichkeit
gegenüber den Kunden nicht gewährleistet werden
kann. In jedem Fall ist der weitere Geschäftsverlauf
im Konzern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, die
nicht oder nur sehr begrenzt von FRIWO beeinflusst werden
können.
Schon im ersten Halbjahr hatte FRIWO aufgrund begrenzter
Materialverfügbarkeit, gestiegener Materialpreise und
knapper Logistikkapazitäten als Folgen der
COVID-19-Pan-demie nicht alle Liefertermine eingehalten,
sodass bereits bestätigte Aufträge in die zweite
Jahreshälfte verschoben werden mussten. Angesichts der
sich verschärfenden Corona-Lage in Vietnam und weil
mit einer kurzfristigen Entspannung auf den
Beschaffungsmärkten nicht zu rechnen ist, geht FRIWO
von erneuten Auftragsverschiebungen im weiteren
Jahresverlauf aus. Dennoch wird FRIWO weiterhin alles daran
setzen, um Kunden und Lieferanten auch in diesem
herausfordernden Umfeld kontinuierlich als
verlässlicher Partner zur Seite zu stehen.
Kundenseitige Verschiebungen oder Stornierungen von
Aufträgen sind bisher größtenteils
ausgeblieben.
Die schwierige Lage auf den Beschaffungsmärkten und
die daraus resultierenden Mehraufwendungen,
Auftragsverschiebungen und Erhöhung des Vorratsniveaus
haben dazu geführt, dass die Liquiditätssituation
des Konzerns im ersten Halbjahr 2021 sehr angespannt war.
FRIWO wirkt dem erhöhten Mittelbedarf durch die
Fortsetzung von Kostensparmaßnahmen und die
Reduzierung oder Verschiebung von nicht unmittelbar
notwendigen Investitionen entgegen. Zudem hat der
Großaktionär der Gesellschaft, die Cardea
Holding GmbH, Grünwald, durch die Erhöhung von
Gesellschafterdarlehen einen wesentlichen
Finanzierungsbeitrag geleistet.
In Bezug auf die weiteren, im Konzernlagebericht zum 31.
Dezember 2020 genannten Risiken hat sich die Risikolage des
FRIWO-Konzerns in der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres 2021 nicht wesentlich verändert.
Auch das Chancenprofil des FRIWO-Konzerns blieb im
Berichtszeitraum gegenüber der Darstellung im
Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020 unverändert.
Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation des KonzernsAus heutiger Sicht liegen dem Vorstand keine Hinweise
für den konkreten Eintritt von Risiken vor, die den
Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns
gefährden könnten. Die derzeitige Risikolage wird
jedoch als angespannt angesehen. Deren Beherrschbarkeit
hängt in hohem Maße von den weiteren
Auswirkungen der Corona-Maßnahmen in Vietnam ab. Der
Vorstand geht davon aus, dass die erforderliche
Liquidität bzw. Finanzierung durch entsprechend
eingeleitete Maßnahmen sichergestellt werden kann und
damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von der
Unternehmensfortführung ausgegangen werden kann. Die
Gesamtrisikoposition des Konzerns hat sich damit im
Vergleich zur Darstellung im Konzernlagebericht zum 31.
Dezember 2020 negativ verändert und hängt
nochmals stärker vom weiteren Verlauf der
COVID-19-Pandemie und der weiteren Entwicklung auf den
Beschaffungs- und Logistikmärkten und damit von
externen Faktoren, die der Vorstand nicht kontrollieren
kann, ab.
Die Gesamtchancenposition ist gegenüber der
Darstellung am 31. Dezember 2020 als unverändert
einzuordnen.
AusblickNachdem Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr stark von
den Folgen der COVID-19-Pandemie beeinflusst wurden, haben
sich die Beeinträchtigungen der
FRIWO-Geschäftsentwicklung im bisherigen Verlauf des
dritten Quartals durch den Lockdown am Standort Vietnam
nochmals verschärft. Auch bei der Verfügbarkeit
von elektronischen Bauteilen und Rohstoffen sowie von
Frachtkapazitäten ist zumindest kurzfristig keine
durchgreifende Entspannung zu erwarten. FRIWO rechnet
deshalb mit der Möglichkeit eines weiteren Anstiegs
der Preise wichtiger Rohstoffe und Komponenten sowie der
Frachtraten. Diese und andere Unsicherheitsfaktoren stellen
die FRIWO-Teams weltweit unverändert vor große
Herausforderungen.
Auf der anderen Seite verzeichnet FRIWO aktuell eine
sehr erfreuliche Kundenresonanz auf das erweiterte Produkt-
und Leistungsangebot. Insbesondere im E-Mobility-Markt
konnten neue, potenzialreiche Kunden gewonnen werden, die
auf die digital steuerbaren Antriebslösungen auf Basis
der leistungsfähigen FRIWO-Software setzen. Auch hat
sich die Kundenzufriedenheit in den vergangenen 12 Monaten
mit Blick auf Produktqualität, Prozesseffizienz und
Kommunikation deutlich verbessert. FRIWO profitiert zudem
immer stärker von den Kosten- und Effizienzvorteilen
durch die Neuordnung der weltweiten Produktionsbasis im
Rahmen des Transformationsprogramms. Dieses soll
plangemäß bis Ende dieses Jahres abgeschlossen
werden.
Zwar stellen die dynamischen Auftragsentwicklung im
bisherigen Jahresverlauf, die erreichten
Effizienzfortschritte und die mit Teilen der Kunden
vereinbarten Preissteigerungen positive Signale für
das zweite Halbjahr 2021 dar.
Da aber Umfang und Dauer der
Produktionsbeeinträchtigungen in Vietnam nicht
abgeschätzt werden können und der weitere
Geschäftsverlauf des Konzerns deshalb mit erheblichen
Unsicherheiten behaftet ist, beschloss der Vorstand am 4.
August 2021, die bisherige Finanzprognose für das
Geschäftsjahr 2021 (Umsatzwachstum gegenüber dem
Vorjahr im mittleren bis höheren einstelligen
Prozentbereich, leicht positives Konzern-EBIT) auszusetzen.
Je nach weiterem Verlauf der Beeinträchtigungen durch
den Lockdown in Vietnam könnte nach derzeitiger
Einschätzung eine Verschlechterung beim Konzern-EBIT
bis auf ein leicht negatives Ergebnis erwartet werden.
Für weitere Informationen wird auf den Risikobericht
dieses Lageberichts verwiesen.
Aktuell sind konkrete Aussagen zur weiteren Entwicklung
mit der gebotenen hinreichenden Wahrscheinlichkeit nicht
möglich. Eine neue Prognose wird erst dann
verabschiedet werden, wenn die weitere
Geschäftsentwicklung mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit abgeschätzt werden kann.
Trotz der aktuellen, kurzfristigen Störungen in den
Produktions- und Lieferketten bleibt nach wie vor die
erfolgreiche und zukunftsweisende strategische Ausrichtung
des FRIWO-Konzerns entscheidend. Durch die im letzten Jahr
erfolgte Weiterentwicklung des Leistungsspektrums, das auf
sehr positive Resonanz bei Bestands- und Neukunden
gestoßen ist, und die Optimierung der internen
Strukturen hat FRIWO, nach Überwindung der derzeit
bestehenden Beeinträchtigungen auf Beschaffungs- und
Produktionsseite, die Weichen für den mittel- und
langfristigen Geschäftserfolg gestellt.
Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung
|
| in T Euro | 1-6/2021 | 1-6/2020 |
| Umsatzerlöse | 48.161 | 44.680 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | -45.420 | -42.975 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.741 | 1.705 |
| Vertriebskosten | -1.689 | -2.101 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -4.342 | -3.442 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -973 | -816 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.531 | 938 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -2.732 | -3.716 |
| Zinsertrag | 2 | 0 |
| Zinsaufwand | -921 | -601 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (PBT) | -3.651 | -4.317 |
| Ertragsteuern | 20 | 1.254 |
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.063 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in Euro) | -0,47 | -0,40 |
| in T Euro | 1-6/2021 | 1-6/2020 |
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.063 |
| Gewinne / Verluste aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen | 312 | -32 |
| Summe der im
Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die
anschließend in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind |
312 | -32 |
| Gesamtergebnis | -3.319 | -3.095 |
| in T Euro | 1-6/2021 | 1-6/2020 |
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.063 |
| Erfolgswirksam erfasster Steueraufwand | -20 | -1.254 |
| Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis | 919 | 601 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.919 | 2.134 |
| Veränderung der Rückstellungen | -3.084 | -2.834 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 1 | 5 |
| Veränderung der Vorräte | -6.803 | -1.171 |
| Veränderung der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
übriger Aktiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-534 | -1.203 |
| Veränderung der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie
anderer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
3.667 | 1.735 |
| Gezahlte Zinsen | -895 | -577 |
| Erhaltene Zinsen | 0 | 0 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 156 | 120 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Effekte | 155 | -15 |
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | -8.150 | -5.522 |
| Einzahlungen aus
Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens |
28 | 13 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -474 | -51 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -527 | -1.049 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -973 | -1.087 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 |
| Aufnahme Gesellschafterdarlehen | 8.818 | 2.654 |
| Tilgung von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -432 | 9.714 |
| Aufnahme/Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (netto) | 301 | -9.120 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -430 | -432 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 8.257 | 2.816 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | 0 | 0 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | -866 | -3.793 |
| Zahlungsmittel zum Jahresbeginn | 4.203 | 5.855 |
| Zahlungsmittel zum Halbjahresende | 3.337 | 2.062 |
| in T Euro | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 2.286 | 2.286 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 1.903 | 1.654 |
| Sachanlagen | 8.297 | 8.894 |
| Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 1.713 | 2.090 |
| Latente Steuern | 4.534 | 4.510 |
| 18.733 | 19.434 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 27.693 | 20.890 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.834 | 4.114 |
| Vertragsvermögenswerte | 7.557 | 8.385 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.277 | 1.876 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 0 | 121 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 2.668 | 2.310 |
| Zahlungsmittel | 3.337 | 4.203 |
| 48.366 | 41.899 | |
| Summe Aktiva | 67.099 | 61.333 |
| in T Euro | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 20.020 | 20.020 |
| Kapitalrücklage | 2.002 | 2.002 |
| Gewinnrücklagen | -20.128 | -16.497 |
| Sonstige Rücklagen | -461 | -773 |
| 1.433 | 4.752 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Gesellschafterdarlehen | 11.540 | 2.722 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.950 | 9.382 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 1.025 | 1.306 |
| Rückstellungen für Pensionen | 2.825 | 2.899 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 148 | 143 |
| 24.488 | 16.452 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 1.877 | 4.868 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 14.994 | 14.693 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 786 | 870 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.961 | 12.352 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 221 | 235 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.048 | 6.053 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 45 | 10 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 1.246 | 1.048 |
| 41.178 | 40.129 | |
| Schulden | 65.666 | 56.581 |
| Summe Passiva | 67.099 | 61.333 |
| in T Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen | Konzerneigenkapital |
| Stand am 31.12.2019 | 20.020 | 2.002 | -10.964 | -127 | 10.931 |
| Konzernergebnis | -3.063 | -3.063 | |||
| Sonstiges Konzernergebnis | -32 | -32 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis | -3.063 | -32 | -3.095 | ||
| Stand am 30.06.2020 | 20.020 | 2.002 | -14.027 | -159 | 7.836 |
| Stand am 31.12.2020 | 20.020 | 2.002 | -16.497 | -773 | 4.752 |
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.631 | |||
| Sonstiges Konzernergebnis | 312 | 312 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis | -3.631 | 312 | -3.319 | ||
| Stand am 30.06.2021 | 20.020 | 2.002 | -20.128 | -461 | 1.433 |
Im Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021, der
unter Zugrundelegung des International Accounting Standard
(IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt wurde, wurden
grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden angewandt wie für den
Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2020, der in
Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen
aufgestellt wurde.
Abweichungen zu den im Geschäftsjahr 2020
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bilden
die seit dem Geschäftsjahr 2020 verpflichtend
anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten
internationalen Rechnungslegungsverschriften nach IFRS.
Die COVID-19-Pandemie stellt für den Konzern ein
Triggering Event gemäß IAS 36.12 dar, da sich
signifikante Veränderungen im ökonomischen Umfeld
des Unternehmens ergeben haben. Aufgrund der
Mehraufwendungen und eingebrochenen Umsätze sind die
Cashflow-Prognosen für die Zahlungsmittel
generierenden Einheiten anzupassen. Auf Basis der neuen
Annahmen sowie unter Berücksichtigung der aktuellen
Entwicklung der Kapitalkosten wurde ein Werthaltigkeitstest
durchgeführt. Die Bewertungsmethode entspricht der
Vorgehensweise der Werthaltigkeitsüberprüfung im
Geschäftsjahr 2020. Aus der Überprüfung zum
30. Juni 2021 ergab sich kein Wertminderungsbedarf.
Staatliche Fördermaßnahmen im Zusammenhang
mit COVID-19, wie zum Beispiel Kurzarbeit und Verschiebung
von Steuerzahlungen wurden im Berichtszeitraum nicht in
Anspruch genommen.
Zusätzliche Angaben zu den Auswirkungen der
CO-VID-19-Pandemie finden sich im
Konzern-Zwischenlagebericht.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31.
Dezember 2020 nicht verändert und umfasst zwei
inländische und drei ausländische Gesellschaften.
| in T Euro | Deutschland | übriges Europa | Asien | übrige | sonstige Geschäftsaktivitäten | Summe Segmente |
| 1-6/2021 | ||||||
| Umsatzerlöse | 21.018 | 21.979 | 3.115 | 2.049 | 0 | 48.161 |
| Abschreibungen | 991 | 705 | 110 | 107 | 6 | 1.919 |
| Operatives Ergebnis | -916 | -560 | -273 | -517 | -1.024 | -3.290 |
| 1-6/2020 | ||||||
| Umsatzerlöse | 20.732 | 18.409 | 3.491 | 2.048 | 0 | 44.680 |
| Abschreibungen | 1.041 | 836 | 156 | 92 | 9 | 2.134 |
| Operatives Ergebnis | -1.465 | -1.757 | -275 | 74 | -415 | -3.838 |
| in T Euro | Überleitung | Konzern |
| 1-6/2021 | ||
| Umsatzerlöse | 0 | 48.161 |
| Abschreibungen | 0 | 1.919 |
| Operatives Ergebnis | 0 | -3.290 |
| 1-6/2020 | ||
| Umsatzerlöse | 0 | 44.680 |
| Abschreibungen | 0 | 2.134 |
| Operatives Ergebnis | 0 | -3.838 |
| in T Euro | 1-6/2021 | 1-6/2020 |
| Operatives Ergebnis | ||
| Operatives Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente | -3.290 | -3.838 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 558 | 122 |
| Zinsertrag | 2 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -921 | -601 |
| Ertragsteuern | 20 | 1.254 |
| Konzernergebnis | -3.631 | -3.063 |
In der folgenden Tabelle werden die Buchwerte der
Finanzinstrumente nach Bilanzpositionen dargestellt:
| in T Euro | Kategorie
nach IFRS 9 |
Buchwert
30.06.2021 |
Buchwert
31.12.2020 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 4.834 | 4.114 |
| Vertragsvermögenswerte | AC | 7.557 | 8.385 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 2.277 | 1.876 |
| Zahlungsmittel | AC | 3.337 | 4.203 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Gesellschafterdarlehen | FLaAC | 11.540 | 2.722 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLaAC | 8.950 | 9.382 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLaAC | 14.994 | 14.693 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.811 | 2.176 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLaAC | 16.961 | 12.352 |
| Vertragsverbindlichkeiten | FLaAC | 221 | 235 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLaAC | 5.048 | 6.053 |
| Zusammenfassung pro Kategorie | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortisized Cost) (AC) | 18.005 | 18.578 | |
| Finanziell Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLaAC) | 57.714 | 45.437 |
Das Gesellschafterdarlehen der Cardea Holding GmbH,
Grünwald, an die FRIWO AG in Höhe von 2,6 Mio.
Euro zum Jahresende 2020 wurde im ersten Halbjahr 2021 in 3
Tranchen um 8,6 Mio. Euro auf 11,2 Mio. Euro aufgestockt.
Darüber hinaus wurden keine wesentlichen
Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder
entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen.
Die Cardea Holding GmbH, Grünwald, eine Tochter der
VTC GmbH & Co. KG, München, ist mehrheitlich an
der FRIWO AG beteiligt. Der Konzernabschluss der FRIWO AG
wird in den Konzernabschluss der VTC einbezogen.
Zu Beginn des zweiten Halbjahres hat sich die
Beeinträchtigung der FRIWO-Geschäftsentwicklung
durch den Lockdown am Standort Vietnam nochmals
verschärft. Für weitere Informationen wird auf
den Risikobericht dieses Lageberichts verwiesen.
Anfang August 2021 hat der Großaktionär der
Gesellschaft, die Cardea Holding GmbH, Grünwald, einen
weiteren Überbrückungskredit in Höhe von 5,0
Mio. Euro zu bisherigen Konditionen zur Verfügung
gestellt, um die Auswirkungen des Corona-bedingt negativen
operativen Cashflow auszugleichen.
"Nach bestem Wissen versichere ich, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen für die
Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so
darstellt, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und
dass die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind."
| Rolf Schwirz |
| Vorstand |
Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.
| Pressemitteilung zum 3. Quartal 2021 | 11. November 2021 |
FRIWO AG
Von-Liebig-Straße 11
D-48346 Ostbevern
Deutschland
Telefon: +49 (0) 25 32 / 81 - 0
Fax: +49 (0) 25 32 / 81 - 112
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Internet: https://www.friwo.com
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ISIN DE0006201106
Auf unserer Internetseite
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wir Ihnen ein umfassendes Informationsangebot zur
FRIWO-Aktie sowie zum Unternehmen. Sie finden dort unter
anderem Termine, aktuelle Finanzberichte, Informationen zur
Hauptversammlung und Finanzmitteilungen.
Wir weisen darauf hin, dass die Aussagen gewisse Risiken
und Unsicherheitsfaktoren beinhalten, die dazu führen
können, dass die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den erwarteten Ergebnissen abweichen.
In diesem Halbjahresbericht werden die Begriffe
"Mitarbeiter" und "Arbeitnehmer" aus
Vereinfachungsgründen stellvertretend für
"Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" sowie "Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer" verwendet.
Bei den in diesem Bericht enthaltenen Zahlen und
Prozentangaben können Rundungsdifferenzen auftreten.