![]() GEA Group AktiengesellschaftDüsseldorfKonzernabschluss und Jahresabschluss zum 31.12.2011KonzernabschlussLageberichtZusammenfassung von Konzern- und Einzelabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft bei der LagedarstellungDie GEA Group Aktiengesellschaft übt die Leitungsfunktion im Konzern aus. Mit wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Weiterhin gibt es bei der GEA Group Aktiengesellschaft ein zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement. Daneben stellt sie ihren Tochtergesellschaften Serviceleistungen im Rahmen von Dienstleistungsverträgen zur Verfügung. Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft nicht von dem Geschäftsverlauf, der wirtschaftlichen Lage sowie den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns abweichen, wurde der Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Konzerns zusammengefasst. Der Jahresabschluss basiert - anders als der IFRS-Konzernabschluss - auf dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), ergänzt durch das deutsche Aktiengesetz (AktG). Organisation und StrukturStrategische Leitprinzipien und Segmentierung des KonzernsDie GEA Group wird nach vier strategischen Leitprinzipien geführt: Marktführerschaft: Die Einheiten der GEA Group konzentrieren sich auf ihre jeweiligen Kerntechnologien und nehmen in ihren Absatzmärkten weltweit eine führende Position ein. Technologieführerschaft: Die GEA Group fördert ihre ausgeprägte Innovationskultur und erneuert so immer wieder ihren Technologievorsprung. Ergebnisorientierung: Die GEA Group setzt Profitabilität vor Volumen und steht für konsequentes Portfolio- sowie strenges Kostenmanagement. Kalkulierte Risiken: Ein aktives Risiko-Management, Stabilität durch Diversifikation und Konzentration auf Zukunftsmärkte sind bindende Vorgaben für jede Geschäftseinheit der GEA Group. Im Geschäftsjahr 2011 gliederte sich der Konzern im ersten Quartal noch in fünf operative Segmente. Mit dem Abschluss der Akquisition Convenience Food Systems (vgl. Seite 48), die seitdem das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies bildet, erweiterte sich die Struktur der GEA ab dem zweiten Quartal auf sechs operative Segmente. Die Segmente GEA Farm Technologies und GEA Heat Exchangers wurden im Geschäftsjahr 2011 von Jürg Oleas, die Segmente GEA Convenience-Food Technologies, GEA Mechanical Equipment, GEA Process Engineering und GEA Refrigeration Technologies von Niels Graugaard geführt. Das Berichtssegment "Sonstige" umfasst neben der GEA Group Aktiengesellschaft die Gesellschaften mit Geschäftsaktivitäten, die nicht zu den Kerngeschäften gehören. Es enthält im Wesentlichen Servicegesellschaften. GEA Group AktiengesellschaftOrganisatorisch ist die GEA Group ein nach Segmenten aufgebauter Konzern, an dessen Spitze die börsennotierte GEA Group Aktiengesellschaft steht. Sie nimmt wesentliche Leitungsfunktionen für den gesamten Konzern wahr. Dies sind die übergreifende Steuerung strategischer, personalpolitischer, rechtlicher und steuerlicher Angelegenheiten, Mergers & Acquisitions, das zentrale Finanzmanagement, das Konzerncontrolling, die Konzernrechnungslegung, der Bereich Investor und Public Relations sowie die interne Revision. Nach Zustimmung der Hauptversammlung vom 21. April 2011 wurde der Sitz des Unternehmens von Bochum nach Düsseldorf verlegt. GeschäftstätigkeitBeschreibung der Geschäftstätigkeit und WettbewerbspositionDie GEA Group konzentriert sich als international agierender Technologiekonzern auf Prozesstechnik und Komponenten für anspruchsvolle und effiziente Produktionsverfahren in unterschiedlichen Endmärkten. In 90 Prozent ihrer Geschäftsfelder zählt die GEA Group zu den Markt- und Technologieführern. Das Unternehmen ist weltweit einer der größten Systemanbieter für Produzenten aus den langfristig wachsenden Bereichen Nahrungsmittel und Energie. In diesen Geschäftsfeldern erwirtschaftet die GEA Group etwa 70 Prozent ihres Umsatzes. Der nachhaltige Erfolg des Konzerns beruht auf verschiedenen weltweiten Megatrends: 1. Kontinuierliches Wachstum der Weltbevölkerung, 2. Wachsende Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln, Getränken und pharmazeutischen Produkten, 3. Wachsender Energiebedarf, 4. Steigende Nachfrage nach effizienten und ressourcenschonenden Produktionsverfahren. Im Folgenden werden die operativen Konzernsegmente näher dargestellt: Segment GEA Convenience-Food TechnologiesGEA Convenience-Food Technologies ist ein Hersteller von Maschinen für die Vorbereitung, Marinierung, Weiterverarbeitung sowie das Schneiden und Verpacken von Fleisch, Geflügel, Fisch, Käse und anderen Nahrungsmitteln. Das Angebot des Segments reicht von Einzelmaschinen bis hin zu kompletten Produktionslinien. Segment GEA Farm TechnologiesGEA Farm Technologies ist einer der führenden Hersteller von integrierten Produktlösungen für eine rentable Milchproduktion und Nutztierhaltung. Die kombinierte Fachkompetenz aus den Bereichen Melken und Kühlen, automatische Fütterungssysteme, Gülletechnik sowie Stalleinrichtungen bietet modernen Landwirten heute ein Komplettangebot. Service- und Hygiene-Leistungen runden den Anspruch auf umfassende Systemlösungen für alle Betriebsgrößen ab. Die Vertriebsstrategie des Segments basiert auf einem weltweiten Netzwerk von Fachhändlern sowie Vertriebs- und Servicepartnern. Segment GEA Heat ExchangersGEA Heat Exchangers deckt zahlreiche Anwendungen und Einsatzbereiche von der Klimaanlage bis zum Kühlturm ab und verfügt somit über eines der breitesten Portfolios von Wärmetauschern weltweit. Für alle erdenklichen Anwendungen stellt das Segment die besten Lösungen aus einer Hand bereit und unterstützt dabei die Planungen der Kunden. Segment GEA Mechanical EquipmentSeparatoren, Dekanter, Ventile, Pumpen, Homogenisatoren - hochwertige verfahrenstechnische Komponenten von GEA Mechanical Equipment sorgen weltweit in nahezu allen wichtigen Industriebereichen für perfekt funktionierende Prozesse und kostenoptimierte Produktionsabläufe. Gleichzeitig trägt GEA Mechanical Equipment dazu bei, Produktionskosten zu senken und die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Segment GEA Process EngineeringGEA Process Engineering ist auf die Konstruktion und Entwicklung von Prozesslösungen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, für die Nahrungsmittelindustrie sowie für die pharmazeutische und chemische Industrie spezialisiert. Die Geschäftsfelder des Segments sind Flüssigkeitsverarbeitung, Konzentration, Trocknung, Pulververarbeitung und -behandlung sowie Emissionsschutz. In diesen Bereichen ist GEA Process Engineering als Markt- und Technologieführer anerkannt. Segment GEA Refrigeration TechnologiesGEA Refrigeration Technologies ist einer der Marktführer im Bereich industrieller Kältetechnik. Das Segment entwickelt, fertigt und installiert technische Lösungen und innovative Schlüsselkomponenten für seine Kunden. Um die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, bietet GEA Refrigeration Technologies ein breites Angebot an Service- und Wartungsleistungen. Das Angebotsspektrum umfasst die Kernkomponenten Hubkolben- und Schraubenverdichter sowie Ventile, Kaltwassererzeuger, Eisgeneratoren und Gefriersysteme. Internes SteuerungssystemInformationsgrundlagenDie Konzernberichterstattung erfolgt gestützt auf Standardanwendungen, die auf die Bedürfnisse der GEA Group angepasst und ständig weiterentwickelt werden. Für die Berichterstattung über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden auf allen Ebenen des Konzerns einheitliche Standardberichte verwendet, die auf eine einheitliche Datenbasis zugreifen. Diese Standardberichte werden durch Sonderauswertungen, geschäftsspezifische und maßnahmenbezogene Analysen und Berichterstattungen ergänzt. Die Unternehmensplanung, die neben dem Budget noch zwei weitere Planjahre umfasst, erfolgt im gleichen Berichts- und Konsolidierungssystem wie die Berichterstattung über die Ist-Zahlen. Auch die Risikoberichterstattung wird auf der gleichen technischen Basis durchgeführt. Die regelmäßige Berichterstattung wird ergänzt durch Gremiensitzungen der Konzernführung, die einen persönlichen Informationsaustausch über strategische und operative Themen gewährleisten. Dazu findet jeden Monat eine Sitzung des Vorstands der GEA Group Aktiengesellschaft statt sowie eine Sitzung des erweiterten Führungsgremiums, dem neben den Vorstandsmitgliedern auch die Leiter der Segmente angehören. Die Sitzungen des Konzernvorstands konzentrieren sich dabei auf übergreifende Konzernsachverhalte, während Entscheidungen, die die Segmente unmittelbar berühren, im Rahmen der Sitzungen des erweiterten Führungsgremiums vorbereitet und danach vom Konzernvorstand getroffen werden. Außerdem finden regelmäßige Sitzungen mit den einzelnen Segmenten statt, an denen neben dem operativ zuständigen Vorstandsmitglied und dem Finanzvorstand auch Führungskräfte der Segmente sowie ausgewählte Bereichsleiter der Konzernleitung teilnehmen. Bei diesen Sitzungen werden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Geschäftsentwicklung des jeweiligen Segments detailliert erörtert. Das Ergebnis des Geschäftsjahrs sowie die Planung für die Folgejahre werden je Segment in Sondersitzungen behandelt. Wesentliche KennzahlenDie nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ist das vorrangige Unternehmensziel der GEA Group. Eine wesentliche Kennzahl zur Abbildung der operativen Wertschöpfung des Konzerns ist der "ROCE" (Return on Capital Employed), die in Bezug auf das eingesetzte Kapital erzielte Rendite. Deshalb spiegelt sie sich sowohl in der regelmäßigen Berichterstattung als auch in der Gestaltung der variablen Vergütung im Konzern wider. Um die oberste Kennzahl ROCE weiter zu operationalisieren, werden auch die den ROCE treibenden Größen EBIT bzw. EBIT-Marge sowie Working Capital bzw. Working Capital im Verhältnis zum Umsatz laufend überwacht. Dabei werden die wesentlichen Kennzahlen seit 2011 zusätzlich auch bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen dargestellt. Investitionen als Bestandteil des eingesetzten Kapitals werden durch einen abgestuften Genehmigungsprozess gesteuert. Bei Investitions- und Portfolioentscheidungen ist das Verhältnis des erwarteten ROCE zu dem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz ("WACC") ein wesentliches Entscheidungskriterium. Die Entwicklung dieser Kennzahlen ist in der Segmentberichterstattung im Abschnitt 10 des Konzernanhangs dargestellt. In den für den Konzern ermittelten WACC fließen erstens Eigenkapitalkosten, basierend auf der Rendite einer risikolosen Alternativanlage zuzüglich einer Marktrisikoprämie, sowie zweitens die tatsächlichen Fremdkapitalkosten und der bei der Abzinsung der Pensionsverbindlichkeiten verwendete Zinssatz ein. Auftragseingang und Umsatz werden monatlich sorgfältig in ihrer Verteilung nach Regionen und Kundenindustrien analysiert, um Markttrends möglichst frühzeitig aufzuspüren. Für Zwecke der Portfoliooptimierung wird auch die Absatz-, Ergebnis- und Margenentwicklung in den Geschäftseinheiten unterhalb der Segmentebene verfolgt. Um zeitnah auf absehbare Veränderungen reagieren zu können, wurden auch in 2011 von den Segmenten regelmäßig Prognosen für die wesentlichen Kennzahlen Auftragseingang, Umsatz und EBIT für das Gesamtjahr gemeldet. Steuerung des eingesetzten Kapitals (Capital Employed)Strategische Planung und Mittelfristplanung sind die wesentlichen Grundlagen für die Ressourcenallokation im Konzern. In ihrem Rahmen werden wichtige Entscheidungen über Kerntechnologien, Absatzmärkte und andere strategisch bedeutsame Stellgrößen vorbereitet. Bei Akquisitionen und Erweiterungsinvestitionen wird neben Renditekennzahlen vor allem ihre Bedeutung für die Erreichung der strategischen Ziele bewertet. Wirtschaftliches Entscheidungskriterium für Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen ist die erwartete Verzinsung der Maßnahme im Vergleich zu den Kapitalkosten. Als ergänzender Maßstab zur Beurteilung des Risikos aus sich verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird die Amortisationsdauer ermittelt. Die Steuerung des Working Capital beginnt bereits vor Auftragsannahme mit den angebotenen bzw. zu verhandelnden Zahlungsbedingungen. Projekt- und maßnahmenbezogene SteuerungNeben der generellen Steuerung mithilfe der beschriebenen Kennzahlen wurde zusätzlich für Kunden- und Investitionsprojekte ein individuelles Beurteilungs- und Genehmigungsverfahren mit spezifischen Größenschwellen für die unterschiedlichen Hierarchieebenen institutionalisiert. Die Bewertung der Kundenprojekte erfolgt im Wesentlichen auf Basis der erwarteten Margen (Gross Margin und Vollkostenergebnis). Außerdem wird das kommerzielle und vertragsrechtliche Risikoprofil der Projekte unter besonderer Berücksichtigung des Cash-Flows ermittelt. Die Projektabwicklung wird darüber hinaus durch ein intensives Projektcontrolling nicht nur auf Ebene der operativen Einheiten, sondern in Abhängigkeit von gestuften Größenkriterien auch auf Segment- und Konzernebene in Form eines separaten Berichtswesens für Großaufträge begleitet. Auf Konzernebene konzentriert sich die Analyse auf Abweichungen zwischen dem vorkalkulierten und dem erwarteten bzw. realisierten Auftragsergebnis. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse liefern in vielen Fällen Anregungen zur Verbesserung von internen Prozessen, die bei Folgeprojekten genutzt werden können. ComplianceCompliance als Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch Konzernunternehmen ist bei der GEA Group eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Dazu wurde bereits vor Jahren eine Compliance Organisation aufgebaut. So wurde ein Chief Compliance Officer bestellt, der an den Vorstandsvorsitzenden sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet. Zusätzlich wurde für jedes Segment ein Segment Compliance Officer und für jede operative Gesellschaft ein Company Compliance Manager benannt. Darüber hinaus wurde 2010 ein Compliance Committee eingerichtet, welches den Chief Compliance Officer berät. Präsenz- und webbasierte Schulungen der für Compliance zuständigen Konzern-Mitarbeiter runden das umfangreiche Compliance Programm der GEA Group ab. Weitere Informationen zum Thema Compliance entnehmen Sie bitte dem Corporate Governance Bericht (vgl. Seite 60 ff.). Einbezug des Vergütungssystems in die SteuerungDie Entwicklung der wesentlichen Werttreiber spiegelt sich auch in der Vergütung der Führungskräfte wider. Der ROCE sowie seine wesentlichen Einflussgrößen EBIT, EBIT-Marge sowie das Verhältnis von Working Capital zum Umsatz bilden die Bemessungsgrundlage für variable, erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus wird eine leistungsbezogene Vergütung in Abhängigkeit von der Erreichung persönlicher Ziele gezahlt. Für den Vorstand bezieht sich eine weitere Vergütungskomponente auf die Kursentwicklung der GEA Aktie im Verhältnis zum MDAX. Engineering, Produktion und InvestitionDie Unternehmen der GEA Group entwickeln und produzieren überwiegend auftragsbezogen Komponenten, Maschinen, Systeme und Anlagen für ein breites Spektrum an Kundenindustrien. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie auf der ressourcenschonenden Energieerzeugung und -verwendung. Das weltweite Engineering- und Fertigungsnetzwerk des Konzerns bietet den Kunden ein hohes Maß an individuellen Lösungen. Flexible Produktionskonzepte sorgen dabei für geringe Durchlaufzeiten, günstige Kosten und eine niedrige Kapitalbindung. Das größte Investitionsprojekt im Geschäftsjahr 2011 wurde vom Segment GEA Mechanical Equipment in Angriff genommen. Im Rahmen des bereits in 2010 beschlossenen "Global Production Concept" errichtet das Segment an seinem Stammsitz in Oelde eine neue, nach modernsten fertigungs- und umweltschutztechnischen Gesichtspunkten konzipierte Separatorenfertigung. Die wesentlichen Ziele dabei sind: der Ausbau der führenden Position in den Produktionstechnologien sowie die Reduktion der Prozess- und Produktionskosten und die Verkürzung der Durchlaufzeiten je produzierter Einheit. Der Neubau in Oelde besteht aus zwei Produktionshallen mit der zugehörigen Gebäudetechnik und Maschinenausstattung. Die Realisierung der Maßnahme erfolgt bei laufendem Betrieb und soll in 2012 abgeschlossen werden. Im Frühjahr 2011 wurde an einem bestehenden GEA Standort in Suzhou / China eine neue Fertigung des Segments GEA Farm Technologies eröffnet. Ziel ist es, im dynamischen chinesischen Markt mit einer lokalen Fertigung deutlich kürzere Lieferzeiten sowie günstigere Kosten zu erreichen und die Kompetenz vor Ort zu stärken. Längst gilt GEA dort nicht mehr nur als Melksystem-Anbieter. So spielen neben dem Bereich Milchkühlung auch zunehmend Stalleinrichtungen und vor allem Beratung, Planung und Service eine bedeutende Rolle. Schwerpunkte der Produktion bilden die Melk- und die Gülletechnik. Neben dem Produktions- und Logistikzentrum sind in Suzhou auch Einkauf, Verkauf und Vertrieb sowie ein Schulungscenter für Kunden, Händler und eigene Mitarbeiter angesiedelt. Unverändert zu den Vorjahren erweitert die GEA Group mit gezielten Akquisitionen und Investitionen ihr Produktportfolio und verstärkt dadurch die regionale Marktabdeckung. Sie sichert sich damit auch gegen Währungsschwankungen ab und schafft zusätzlich günstigere Kostenstrukturen bei Produktion, Einkauf und Logistik. Die Akquisitionen des Geschäftsjahrs 2011 sind auf Seite 48 f. sowie im Konzernanhang im Abschnitt 5 (Seite 127 ff.) näher dargestellt. Forschung und EntwicklungIm weltweiten Wettbewerb sind Ingenieurunternehmen wie die GEA Group vor allem durch die permanente Weiterentwicklung der eigenen Technologien und Prozesse langfristig erfolgreich. Daher beeinflusst die Innovationskultur den zukünftigen Geschäftserfolg eines Unternehmens in hohem Maße. Neben intensiver eigener Forschung und Entwicklung fördert das Unternehmen auch gemeinsame Forschungsprojekte mit seinen Kunden. Forschung und Entwicklung erfolgen bei der GEA Group dezentral in den einzelnen Segmenten bzw. Geschäftseinheiten. Dies erleichtert auch eine direkte Zusammenarbeit mit den Kunden. Mögliche Nachteile einer dezentralen Organisation werden durch den weltweiten GEA-internen Know-how-Austausch und die Zusammenarbeit der einzelnen Segmente vermieden. Ausdruck der Innovationskultur der GEA Group sind auch das weltweit einheitliche Ideen- und Verbesserungsmanagement sowie die drei segmentübergreifenden Innovationswettbewerbe. Bei dem seit Jahren erfolgreich durchgeführten GEA Innovation Contest werden laufende Entwicklungsprojekte vorgestellt, die innerhalb eines Jahres zur Marktreife gebracht werden können. Die Sieger auf Segmentebene präsentieren ihre Projekte an einem Tag im Rahmen der jährlichen internationalen Führungskräftetagung. Die drei Segmente, die gemessen an den Kriterien Marktchancen, Ergebnispotenzial, Realisierungschancen und Innovationsniveau die Erfolg versprechendsten Innovationsprojekte vorstellen, erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 1,5 Mio. EUR zur Stärkung der jeweiligen Entwicklungsbudgets. Sieger des Jahres 2011 war der BoxFrame Plattenwärmetauscher des Segments GEA Heat Exchangers. Mit der vor allem für Trinkwasseranwendungen prädestinierten BoxFrame-Serie wurde ein buntmetallfreier Plattenwärmetauscher entwickelt, der die Vorteile von gedichteten und gelöteten Plattenwärmetauschern verbindet. Den zweiten Platz erreichte ein Online Herdenmanagementsystem der GEA Farm Technologies. Bei diesem System wird das Bewegungsverhalten jedes einzelnen Tieres in Echtzeit analysiert. So können die Landwirte die Tiere über ein Smartphone orten, sich informieren lassen, wenn der optimale Zeitpunkt für die Befruchtung einer Kuh bevorsteht oder etwa frühzeitig Gesundheitsrisiken identifizieren. GEA Mechanical Equipment wurde prämiert für den AquaHyProcess zur Extraktion des Öls aus dem Samen des Jatropha-Strauchs. Bei einer relativ niedrigen Investitionssumme wird ohne Einsatz von Hilfschemikalien eine hohe Ausbeute und Ölqualität erzielt und damit ein Biokraftstoff in Entwicklungsländern verfügbar, der auch auf sehr kargen Böden wächst und damit nicht mit der Nahrungsmittelerzeugung um Anbaufläche konkurriert. Beim GEA Development Contest geht es um die Förderung vielversprechender Produktideen, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden und bei denen noch bis zu 3 Jahre zur Markteinführung benötigen werden. Auch bei diesem Wettbewerb gibt es konzernweite Präsentationsrunden und gestaffelte Preisgelder. In 2011 ging der erste Preis an das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies mit einem revolutionären Konzept zum industriellen Kochen und Braten. GEA Process Engineering wurde prämiert für eine neuartige internetgestützte Dichtigkeitsprüfung von Flaschen. Damit lässt sich die Sicherheit auf Kundenseite deutlich erhöhen, bei vergleichsweise geringen Zusatzinvestitionen. Den dritten Platz belegte GEA Refrigeration Technologies mit einem neuen Eiserzeuger-Design, das einfacher, zugleich aber vielseitiger einsetzbar und effizienter als das bisher übliche Design ist. In 2011 wurde mit dem GEA Investment Fund ein dritter Innovationswettbewerb erneut durchgeführt. Er richtet sich an sehr junge Produktideen, die sich noch in einem frühen Stadium befinden, in dem zwar bereits Machbarkeitsstudien, aber noch keine Prototypen vorliegen. Er ist vorzugsweise für Projekte bestimmt, die segmentübergreifend oder in Zusammenarbeit mit konzernfremden Unternehmen bzw. Organisationen durchgeführt werden. Die GEA Group hat im Jahr 2011 auch erfolgreich an externen Wettbewerben teilgenommen. So wurde sie als "Best Innovator" im Bereich Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ausgezeichnet. Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, der Unternehmensberatung A.T. Kearney sowie der Wirtschaftswoche ausgelobte Wettbewerb prämiert erfolgreiches und nachhaltiges Innovationsmanagement mit Fokus auf Prozessen und Vorgehensweisen. Die GEA Group habe ihre Wachstumsziele klar und eindeutig über das Thema Innovation definiert. Die intelligente Lösung des Förderns von dezentralem Entrepreneurship in Wechselwirkung mit einem unternehmensübergreifenden Innovationsportfoliomanagement sei besonders interessant gewesen, begründete die Jury ihre Entscheidung zugunsten der GEA Group. Aber auch einzelne GEA-Segmente wurden ausgezeichnet. So erhielt die GEA Westfalia Separator Group ein Gütesiegel für ihre Innovationskraft. GEA Refrigeration Technologies ist einer der Preisträger des "Deutschen Kältepreises". Vom Zentrum Ideenmanagement (ZI) wurde die GEA Group als Branchensieger "Bestes Ideenmanagement Maschinen- und Anlagenbau" geehrt und rangiert überdies in der Kategorie "Bestes Ideenmanagement" branchenübergreifend auf Rang 3. Im Geschäftsjahr 2011 konnten die Unternehmen der GEA Group 79 (Vorjahr 61) neue Patente anmelden. Insgesamt beschäftigte die GEA Group im Bereich der F&E 502 Mitarbeiter gegenüber 407 im Jahr 2010. Die direkten Aufwendungen für F&E im Konzern stiegen um 14,3 Prozent auf 83,1 Mio. EUR nach 72,7 Mio. EUR im Vorjahr. Damit hat die GEA Group im Berichtsjahr 1,5 Prozent (Vorjahr 1,6 Prozent) des Umsatzes in F&E investiert. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) (in Mio. EUR)scroll
BeschaffungDie Beschaffungsaktivitäten der GEA Group werden segmentübergreifend koordiniert. Dabei ist die Beschaffung von Rohstoffen, Komponenten, Halbzeugen und besonderen Servicedienstleistungen nach Regionen und strategischen Warengruppen organisiert. Das Einkaufsvolumen der GEA Group lag im Jahr 2011 bei rund 2,9 Mrd. EUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die GEA ihr Beschaffungsnetzwerk in Ländern mit günstigen Lohnkosten weiter ausgebaut. Insbesondere bei der Identifizierung und Entwicklung von verlässlichen Lieferanten in diesen Ländern konnten wesentliche Fortschritte erzielt werden. Darüber hinaus legt die GEA ihr Augenmerk auf eine übergreifende strategische Beschaffung. Das Unternehmen konzentriert sich hierbei bei ausgewählten Lieferanten auf Preise und Vertragsbedingungen, die der aktuellen sowie der zukünftigen Marktsituation gerecht werden. Durch Hedging-Maßnahmen und Risikostreuung war es der GEA möglich, die Risiken aus Preisveränderungen zu reduzieren. UmweltDie GEA Group steht zu ihrer klimapolitischen Verantwortung. Neben der ökologischen Ausrichtung der eigenen Wertschöpfungsprozesse trägt das Unternehmen auch bei seinen Kunden mit effizienten Produkten zum Umweltschutz bei. Die dort eingesetzten Technologien und Verfahren sind in der Regel sehr energieintensiv, sodass Energieverbrauch, Emissionswerte oder auch Abfallreduktion für künftige Investitionsentscheidungen dieser Kunden immer wichtiger werden. Lösungen der GEA setzen seit Jahren Maßstäbe für eine erfolgreiche Kombination von Ökonomie und Ökologie. Im Maschinenbau selbst sind der Energieverbrauch und die Emissionsmengen relativ gering. Dennoch prüft GEA regelmäßig alle Unternehmensbereiche auf mögliche Optimierungschancen. Wichtige Denkanstöße kommen dabei von den eigenen Mitarbeitern im Rahmen des Ideen- und Verbesserungsmanagements. Die Maßnahmen zum Schutz der Umwelt in der eigenen Produktion gehen oft über die gesetzlich festgelegten Anforderungen hinaus. Dies belegen Umwelt-Zertifizierungen nach DIN EN ISO 14001. Produktionsintegrierter Umweltschutz, der sparsame Einsatz von Ressourcen, Verbundwirtschaft und umfassender Gesundheitsschutz sind im Konzern selbstverständlich. Produktionsabfälle werden getrennt und so weit wie möglich einer Wiederverwendung zugeführt. Umweltbelastungen werden durch Abluftfilter, Sammelbehälter oder auch Aufbereitung und Wiederverwendung von Prozessflüssigkeiten weitgehend vermieden. Als Beispiel für die Optimierung der eigenen Produktion sei das derzeit konzernweit größte Projekt im Stammwerk des Segments GEA Mechanical Equipment in Oelde genannt, das im Kapitel Engineering, Produktion und Investition (vgl. Seite 14) bereits dargestellt wurde. Aufgrund der ressourcenschonenden Ausrichtung des Projekts wird das Bauvorhaben in Abstimmung mit dem Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium durch das Umwelt- und Energieeffizienzprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. In diesem Zusammenhang hat die GEA von der KfW ein zinsverbilligtes Darlehen über 56 Mio. EUR erhalten. Das Bauvorhaben umfasst ein Bündel von allgemeinen und integrierten Umweltschutzmaßnahmen zur effizienten Energieverwendung, Abfallvermeidung, Luftreinhaltung und Lärmreduzierung. So kann durch ein eigenes modernes Blockheizkraftwerk zukünftig die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme aufgrund der räumlichen Nähe zum Werk direkt zum Beheizen der Hallen genutzt werden. Weiterhin wird der Einsatz einer zentralen Kühlschmierstoffversorgungs- und Späneentsorgungsanlage den Wasserbedarf und das Abwasseraufkommen mehr als halbieren. Insgesamt sollen durch die Investition Energieeinsparungen von etwa einem Drittel pro produzierter Einheit erzielt werden. Die GEA Group sieht in dem weltweiten Klimawandel ein erhebliches Potenzial für energieeffiziente Produkte, die zur Lösung vieler Probleme beitragen können. Der Energieverbrauch wird zunehmend zu einem wesentlichen Bestimmungsfaktor für die Gesamtkosten über die Laufzeit (Total Cost of Ownership) einer Maschine oder Anlage. Ein Beispiel für die vielen Innovationen zur Steigerung der Energieeffizienz ist die neue Generation des Spiralkochers CFS CookStar von GEA Convenience-Food Technologies. Diese Maschine wird dazu eingesetzt, Fleisch oder andere Nahrungsmittel in sehr großen Mengen zu kochen. Die größten Einspareffekte resultieren aus der Reduktion von Energieeinsatz sowie durch verringerte Abfallmengen. Mit dieser Weiterentwicklung konnte die Kochzeit um 10 bis 15 Prozent verkürzt werden, und aufgrund des neuen Designs wird auch 5 bis 10 Prozent weniger Dampf dafür benötigt. Die Maschine ist außerdem in Bezug auf Wasserverbrauch und -reinheit wesentlich ökonomischer als seine Vorgängerversion. Sie benötigt durch das einmalige "inside-out"-Reinigungskonzept 20 bis 30 Prozent weniger Wasser und 10 bis 20 Prozent weniger chemische Reiniger und Lösungsmittel. Damit fällt nicht nur deutlich weniger Abwasser an, dieses ist gleichzeitig auch noch wesentlich einfacher zu reinigen. Das Segment GEA Farm Technologies hat in Australien das "Chemical Re-Use Wash"-System entwickelt, das lediglich 50 Prozent der bisher bei der Reinigung von Melkinstallationen benötigen Wassermenge erfordert. Das anfallende Abwasser wird bei diesem System auch deutlich weniger mit Chemikalien belastet. Zusätzlich arbeitet das System mit niedrigeren Temperaturen und verfügt auch über ein Wärmerückgewinnungssystem, sodass der Energiebedarf um rund 75 Prozent verringert wird. Dies reduziert den Ausstoß an Treibhausgasen um rund 35 Tonnen pro System und Jahr. Eine besondere Rolle in Hinsicht auf die Nachhaltigkeit der Produkte des Konzerns spielt auch das Thema Wasser. Rund ein Fünftel des gesamten Konzernumsatzes hat Bezug zum schonenden Umgang mit dieser knappen Ressource. Der Bogen spannt sich dabei von ressourcenschonender Abfülltechnik, in der deutlich weniger Wasser zur Reinigung gebraucht wird, über luftgekühlte Kondensatoren, die im geschlossenen Kreislauf ohne Wasserverlust kühlen, effiziente Generatorenkühler, verschiedene Kühltürme für unterschiedliche Kraftwerkstypen (Nass- und Trockenkühlung) bis hin zu Separatoren und Dekantern für die Trinkwassergewinnung oder für Kläranlagen. Bei allen Prozessen steht für die Ingenieure der GEA die Aufgabe im Vordergrund, möglichst wenig Wasser zu verbrauchen bzw. möglichst viel zurückzugewinnen. Wie schon in den letzten Jahren hat sich die GEA Group auch 2011 an der Umfrage des Carbon Disclosure Projects (CDP) beteiligt. Das CDP ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, in der zurzeit über 550 institutionelle Investoren organisiert sind und die jedes Jahr Informationen über die Strategien der großen börsennotierten Unternehmen zur Bekämpfung des Klimawandels sowie unternehmensspezifische Treibhausgasemissionen erhebt. Die Ergebnisse werden anschließend aktuellen und potenziellen Investoren zur Verfügung gestellt. In der Umfrage hat GEA auch über Risiken und Chancen, die sich für das Unternehmen aus dem Klimawandel ergeben, sowie über Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes Auskunft gegeben. Aus Sicht der GEA Group stehen den Risiken aus möglichen Nachfrageverschiebungen mindestens gleich hohe Chancen angesichts der breiten Angebotspalette an energieeffizienten Lösungen für die Produktionsprozesse auf Kundenseite gegenüber. In der Verfahrens- und Prozesstechnik sind aus Sicht der GEA Group Ökologie und Ökonomie schon lange kein Widerspruch mehr. Mit dem Einsatz von Maschinen, Komponenten, Systemen und Prozessanlagen der GEA leisten auch die Kunden einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. In ihrem Unternehmensmagazin GENERATE beteiligt sich die GEA Group auch regelmäßig an den Diskussionen zum Klimawandel. Das Unternehmen illustriert in diesem Rahmen, bei welchen Anwendungen seine innovativen Produkte und Verfahren weltweit Wirtschaftlichkeit mit bestmöglicher Umweltverträglichkeit kombinieren. Nicht fortgeführte GeschäftsbereicheDie nicht fortgeführten Geschäftsbereiche hatten auch im Geschäftsjahr 2011 keine wesentliche Auswirkung auf das Konzernergebnis. Sie umfassen wie in den Vorjahren die aus der Veräußerung des Großanlagenbaus verbliebenen Risiken, die weitere Abwicklung des stillgelegten Geschäftsbetriebs der Ruhr-Zink sowie einzelne Rechtstreitigkeiten. Das Auftragsportfolio der Lurgi, für das mit der Käuferin der Lurgi, der französischen Air Liquide Gruppe, eine Risikoteilung vereinbart wurde, konnte in 2011 weiter abgewickelt werden. Einzig die Kesselanlage einer Gesamtanlage, die im Übrigen bereits durch den Kunden abgenommen wurde, befindet sich noch in Abwicklung. Die aus dem Verkauf der Lurgi noch verbleibenden Risiken betreffen daneben die für einige Anlagen aus dem angesprochenen Auftragsportfolio noch laufenden Gewährleistungsfristen sowie im Rahmen von Unternehmenstransaktionen übliche Zusicherungen und Garantien bezüglich rechtlicher und steuerlicher Sachverhalte. Die Erwerberin der Lentjes, eine Konzerngesellschaft der österreichischen AE&E Gruppe, ist in 2011 in Insolvenz gegangen. In der Folge wurde die AE&E Lentjes im November 2011 durch den Insolvenzverwalter an ein Unternehmen der koreanischen Doosan Gruppe veräußert. Das Risiko aus der Veräußerung der Lentjes hat sich durch die Veränderung des Eigentümers nicht wesentlich verändert. Aus dem Auftragsportfolio, für das die Doosan Lentjes Anspruch auf Freistellung vertraglich definierter Verluste hat, sind in 2011 die letzten beiden Anlagen durch die Kunden abgenommen worden oder es wurden diesbezüglich gesonderte Vereinbarungen mit den Kunden getroffen. Verbleibende Risiken betreffen die für einige Projekte noch laufende Gewährleistungsfrist sowie einzelne Sachverhalte betreffende Rechtstreitigkeiten mit Kunden. Weiterhin bestehen noch Risiken aus vereinzelten Aufträgen, die nicht Gegenstand der damaligen Veräußerung der Lentjes an die AE&E Gruppe waren. In Bezug auf den stillgelegten Geschäftsbetrieb der Ruhr-Zink wurden die Produktionsanlagen der Zinkhütte in 2011 vollständig zurückgebaut. Mit dem zuständigen Landkreis laufen derzeit Verhandlungen der Ruhr-Zink über einen Sicherungsplan für das ehemalige Betriebsgrundstück in Datteln. Geschäftsverlauf im KonzernDie Erläuterung des Geschäftsverlaufs folgt der Organisationsstruktur nach 6 operativen Segmenten. Die Zahlen für das Segment GEA Convenience-Food Technologies beziehen sich lediglich auf die 9 Monate April bis Dezember 2011. Die im Lagebericht enthaltenen Quartalsinformationen stammen aus Quartalsabschlüssen, die keiner prüferischen Durchsicht unterlagen. Wirtschaftliches UmfeldSeit der Jahresmitte 2011 haben sich die Perspektiven für die Weltwirtschaft eingetrübt. Die Staatsschuldenkrise in einigen Ländern der Eurozone, anhaltende Spannungen an den Finanzmärkten der Industrieländer und die damit einhergehenden negativen Auswirkungen auf die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen haben die Konjunktur belastet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im abgelaufenen Jahr eine Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums festgestellt. Demzufolge ist die Weltwirtschaft nach 5,2 Prozent in 2010 nur noch um 3,8 Prozent in 2011 gewachsen. In den Industrieländern hat sich das Wachstum von 3,2 Prozent auf 1,6 Prozent halbiert. Das Wachstum in den USA war dabei mit 1,8 Prozent (Vorjahr 3,0 Prozent) immer noch überdurchschnittlich. Japan wurde insbesondere durch das Erdbeben, den Tsunami und die Atomkatastrophe von Fukushima erschüttert, weshalb die Wirtschaftsleistung in 2011 um 0,9 Prozent zurückging, nachdem sie in 2010 noch um 4,4 Prozent angestiegen war. Der Rückgang des Wachstums in den Schwellenländern von 7,3 Prozent in 2010 auf 6,2 Prozent in 2011 war im Vergleich zu den Industrieländern deutlich geringer. Gemäß der EU-Kommission beeinträchtigen die Spannungen an den Märkten für Staatsanleihen, die schwache Dynamik der globalen Nachfrage und die dringend notwendige Konsolidierung der Staatshaushalte die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone. Nachdem sie im ersten Quartal noch ein Wachstum von 0,8 Prozent verzeichnete, nahm das BIP im zweiten und dritten Jahresviertel nur noch um jeweils 0,2 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet die EU-Kommission mit einem BIP-Wachstum von 1,5 Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich 2011 von der Krise bisher weitgehend unbeeindruckt gezeigt. So ist die gesamtwirtschaftliche Produktion hier bis zuletzt deutlich gestiegen. Die Bundesregierung hat in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2012 festgestellt, dass die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland im Verlauf des vergangenen Jahres wieder das Niveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise vom Frühjahr 2008 erreicht hat. Der krisenbedingte Nachholprozess verlief somit dynamischer, als sie es noch im Bericht 2011 erwartet hatte. Der Aufschwung fiel im Vergleich zu den übrigen Industrieländern sehr kräftig aus. Das BIP nahm im Jahr 2011 um 3,0 Prozent zu, nachdem es im Jahr zuvor bereits um 3,7 Prozent zugelegt hatte. Für 2011 verzeichnete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für den Auftragseingang der Branche ein Wachstum von real 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Inlandsgeschäft stieg um 13 Prozent, die Nachfrage aus dem Ausland legte um 9 Prozent zu. Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich vom absoluten Tiefstand der letzten fünf Jahre von 67,5 Prozent im Juli 2009 auf inzwischen 86,4 Prozent im Dezember 2011. Gegen Jahresende haben jedoch auch die Maschinenbauer die Auswirkungen der zunehmend unsicheren Entwicklung der Weltkonjunktur zu spüren bekommen. So waren im vierten Quartal 7 Prozent weniger Bestellungen zu verzeichnen als im entsprechenden Vorjahresquartal, was aber ausschließlich auf einen Rückgang im Auslandsgeschäft zurückzuführen und zudem vor dem Hintergrund eines bereits sehr guten Wertes im Vorjahresquartal zu sehen ist. AuftragseingangWährend zu Beginn des Jahres die Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise ungebrochen war, war das zweite Halbjahr von zunehmenden Sorgen um die Stabilität der konjunkturellen Dynamik geprägt. Die Anzeichen für eine Verlangsamung des Wachstums mehrten sich. In der Realwirtschaft waren Auswirkungen bis zum Jahresende aber erst vereinzelt zu verzeichnen. Bei den deutschen Maschinenbauern war daher von einer Rezession nur relativ wenig zu spüren. Auch nach dem weltweit deutlichen Einbruch der Börsen zeigten sich die Investitionsgüterhersteller vergleichsweise robust. Allerdings fiel der Auftragseingang im Maschinenbau nach Angaben des VDMA im Dreimonatsvergleich Oktober bis Dezember 2011 um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichwohl liegt das Niveau im Jahr 2011 immer noch um 10 Prozent über dem Vorjahr. Der Auftragseingang der GEA Group ist im vierten Quartal 2011 um 20,4 Prozent auf 1.502,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.247,8 Mio. EUR) gestiegen. Akquisitionen trugen insgesamt 13,5 Prozent zur Steigerung des Auftragseingangs bei, davon das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies 9,6 Prozent. Veränderungen der Wechselkurse haben diese Kennzahl mit 0,3 Prozent negativ beeinflusst. Gegenüber dem vierten Quartal 2010 ist der Auftragseingang damit organisch um 7,2 Prozent gewachsen. Gegenüber dem seit 2008 zahlenmäßig stärksten zweiten Quartal 2011 ist damit der Auftragseingang im vierten Quartal begünstigt durch Großaufträge über 15 Mio. EUR nochmals um rund 40 Mio. EUR bzw. 2,7 Prozent gestiegen. Zum Anstieg des Auftragseingangs um 254,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresquartal trugen die Aufträge des neuen Segments GEA Convenience-Food Technologies mit 119,6 Mio. EUR bei. Zu dem Volumenwachstum im Konzern haben Aufträge kleiner und größer als 5 Mio. EUR in gleichem Maße beigetragen. Als Großaufträge (ab 25 Mio. EUR) konnten im Segment GEA Process Engineering eine Milchpulveranlage über rund 26 Mio. EUR für einen Kunden in Australien und im Segment GEA Heat Exchangers zwei Kraftwerksaufträge für die Türkei sowie für China über insgesamt 104 Mio. EUR gewonnen werden. In der Vergleichsperiode des Vorjahrs konnten vier Großaufträge über insgesamt ca. 130 Mio. EUR abgeschlossen werden. Die Verteilung des Auftragseingangs nach Endmärkten im vierten Quartal wurde dabei von folgenden Entwicklungen geprägt: Der Nahrungsmittel- und Getränkebereich wuchs um 27 Prozent und erhöhte damit seinen Anteil am Geschäft der GEA um 2,8 Prozentpunkte auf 53,5 Prozent. Ohne den Erwerb der CFS-Gruppe, die ausschließlich in der Kundenindustrie Feste Nahrungsmittel tätig ist, wäre ein Anstieg von 8 Prozent erzielt worden, der zu einem Anteil am Auftragseingangsvolumen von 49,4 Prozent geführt hätte. Alle Regionen wiesen auch akquisitionsbereinigt teilweise deutliche Zuwächse aus, besonders ausgeprägt in Osteuropa, Nordamerika und Asien / Pazifik. Der Endmarkt Energie legte um 22 Prozent zu, sodass sein Anteil am Auftragseingang um 0,3 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent stieg. Insbesondere in der Region Asien / Pazifik konnten im Vergleich zum Vorjahresquartal einige größere Aufträge gebucht werden. Die Kundenindustrie Pharma wuchs deutlich um 82 Prozent, insbesondere in Osteuropa und Asien / Pazifik, und erhöhte damit ihren Anteil am Geschäftsvolumen der GEA leicht auf 5,4 Prozent. Die Kundenindustrien Chemie, Marine sowie Klima und Umwelt stagnierten oder waren sogar rückläufig. Die Verteilung des Auftragseingangs nach Absatzregionen hat sich deutlich verändert: Während der Anteil von Westeuropa um 4,5 Prozentpunkte auf 32,1 Prozent zurückgegangen ist, konnte in der Region Asien / Pazifik ein Wachstum von 76 Prozent erzielt und der Anteil um 9,0 Prozentpunkte auf 28,2 Prozent gesteigert werden. Auch die Regionen Osteuropa und Nordamerika konnten ihre Anteile um 2,3 bzw. 2,5 Prozentpunkte erhöhen. Rückläufig war dagegen das Geschäft in Afrika und im Nahen Osten, deren jeweilige Anteile um 3,6 bzw. 4,7 Prozent gesunken sind. Im Gesamtjahr 2011 legte der Auftragseingang im Konzern mit 5.609,7 Mio. EUR (Vorjahr 4.578,0 Mio. EUR) um 22,5 Prozent zu. Insgesamt trugen Akquisitionen 10,0 Prozent zur Steigerung des Auftragseingangs bei, davon das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies 7,2 Prozent. Veränderungen der Wechselkurse haben diese Kennzahl mit 1,2 Prozent negativ beeinflusst. Gegenüber 2011 ist der Auftragseingang damit organisch um 13,7 Prozent gewachsen. Die Zunahme um 1.031,7 Mio. EUR ergab sich insbesondere im Bereich der mittleren Aufträge mit einem Volumen zwischen 5 und 15 Mio. EUR, die um 98 Prozent bzw. 299 Mio. EUR zugelegt haben, während Aufträge mit einer Größe über 15 Mio. EUR um 1 Prozent zurückgegangen sind. Kleinere Aufträge unter 1 Mio. EUR, die ca. 67 Prozent des Gesamtvolumens repräsentierten, haben sich mit einem Zuwachs von 643 Mio. EUR nahezu proportional zum Auftragseingang insgesamt entwickelt. Diese Aussage gilt praktisch für alle Segmente. Auftragseingang (in Mio. EUR)scroll
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Einbeziehung der GEA Convenience-Food Technologies
ab Erstkonsolidierung zum 01.04.2011 Auftragseingang nach Quartalen (in Mio. EUR)![]() Die Verteilung des Auftragseingangs nach Endmärkten wurde im Gesamtjahr von folgenden Entwicklungen geprägt: Der Nahrungsmittel- und Getränkebereich wuchs um 35 Prozent und erhöhte damit seinen Anteil am Geschäft der GEA um 4,9 Prozentpunkte auf 52,1 Prozent. Die höchsten Wachstumsraten wurden in den Regionen Osteuropa und Lateinamerika mit 69 bzw. 65 Prozent erzielt. In Asien / Pazifik betrug der Anstieg 211,4 Mio. EUR bzw. 42 Prozent. Damit erklärt der Anstieg des Endmarktes Nahrungsmittel und Getränke in dieser Region rund 20 Prozent der gesamten Steigerung des Auftragseingangs im Konzern. Auch Westeuropa und Nordamerika konnten deutlich zulegen. Eine überproportionale Wachstumsrate wiesen die Kundenindustrien im Bereich der festen Nahrungsmittel aus, während die Milchverarbeitung und der Getränkebereich etwa im Gleichschritt mit dem Konzern zugelegt haben. Im Endmarkt Energie stieg die Kundenindustrie Öl und Gas um 19 Prozent, ihr Anteil am Auftragseingang des Konzerns ging um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent zurück. Der Zuwachs im Volumen war besonders ausgeprägt in Osteuropa und im Nahen Osten. Die Kraftwerksindustrie wuchs nur unterproportional um 4 Prozent, sodass ihr Anteil am Geschäft der GEA um 2,0 Prozentpunkte auf 11,0 Prozent sank. Hier haben sich die einzelnen Regionen sehr unterschiedlich entwickelt. Nennenswertes Wachstum verzeichnete nur Asien / Pazifik durch mehrere Aufträge aus China. Die übrigen Regionen stagnierten oder entwickelten sich teilweise sogar deutlich zurück. Insgesamt machen die Endmärkte Nahrungsmittel und Getränke sowie Energie 69,7 (Vorjahr 67,1 Prozent) des gesamten Auftragseingangs der GEA aus. Die übrigen Industrien wuchsen im Geschäftsjahr 2011 insgesamt unterproportional um 13 Prozent. Ihr Anteil verminderte sich folglich um 2,7 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent. Den höchsten Zuwachs mit 27 Prozent meldete die Pharmaindustrie. Wachstumstreiber waren hier Europa, Nordamerika und die Region Asien / Pazifik. Insgesamt stieg der Pharma-Anteil damit um 0,2 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Der Chemiesektor wuchs um 18 Prozent, insbesondere in Nordamerika und in Asien / Pazifik. Der Anteil dieser Industrie verminderte sich leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. Der schon im Vorjahr schwache Marinesektor konnte zwar um 11 Prozent zulegen, sein Anteil am Gesamtvolumen beträgt aber nur noch 3,2 Prozent. Die Kundenindustrie Klima und Umwelt stagnierte. Dabei kompensierte die positive Entwicklung in Osteuropa und Nordamerika die rückläufige Entwicklung in den anderen Regionen. Insgesamt ging der Anteil um 2,5 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent zurück. Auftragseingang nach Endmärkten / Kundenindustrien (in %)![]() Die Verteilung des Auftragseingangs nach Absatzregionen insgesamt zeigt die folgenden Trends: Während der Anteil von Westeuropa weiter um 4,0 Prozentpunkte auf 35,0 Prozent zurückgegangen ist, konnte der asiatisch-pazifische Raum um 4,4 Prozentpunkte auf 25,6 Prozent und Lateinamerika um 1,1 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent zulegen. Auch Nordamerika und Osteuropa erhöhten ihren Anteil um 0,9 bzw. 0,6 Prozentpunkte, während der Nahe Osten und Afrika um 1,3 bzw. 1,7 Prozentpunkte auf 4,8 bzw. 3,4 Prozent zurückgingen. Auftragseingang GEA Group: 5.609,7 Mio. EUR (Vorjahr 4.578,0 Mio. EUR)![]() Segment GEA Convenience-Food TechnologiesDer Auftragseingang des im zweiten Quartal erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Segments GEA Convenience-Food Technologies lag im vierten Quartal 2011 mit 119,6 Mio. EUR um 20,9 Prozent über den Pro-Forma Zahlen des Vorjahrs. Darin enthalten sind drei größere Aufträge über insgesamt rund 11 Mio. EUR für die Nahrungsmittelindustrie in Polen, China und Neuseeland. Das Segment ist im Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke und hier ausschließlich in der Kundenindustrie Feste Nahrungsmittel tätig und hatte seine Absatzschwerpunkte in Westeuropa (45,1 Prozent), Osteuropa (14,4 Prozent) und Nordamerika (13,1 Prozent). Insgesamt lagen im vierten Quartal die Anteile von Westeuropa und Osteuropa um etwa 13 bzw. 4 Prozentpunkte höher als im Gesamtkonzern und die von Asien / Pazifik um etwa 14 Prozentpunkte niedriger. Im Gesamtjahr 2011 betrug der Pro-Forma Auftragseingang des Segments einschließlich des nicht konsolidierten ersten Quartals 455,3 Mio. EUR. Dieser Wert liegt 11,2 Prozent über dem Vorjahr, als 409,6 Mio. EUR erzielt wurden. Auftragseingang GEA Convenience-Food Technologies: 329,8 Mio. EUR (Vorjahr 294,1 Mio. EUR) (9-Monatszeitraum, Zeiträume vor Q2 2011 Pro-Forma)![]() Segment GEA Farm TechnologiesDer Auftragseingang im Segment GEA Farm Technologies ist im Quartalsvergleich um 13,3 Prozent auf 131,7 Mio. EUR gestiegen. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 0,2 Prozent betrug das organische Wachstum 13,5 Prozent. Das Segment ist fast ausschließlich für die Milchwirtschaft tätig und hatte seine Absatzschwerpunkte in Westeuropa (29,9 Prozent) und Nordamerika (39,5 Prozent). Dabei legte der Anteil von Nordamerika um 6,6 Prozentpunkte zu Lasten Westeuropas (minus 7,1 Prozentpunkte) zu. Wachstumsimpulse kamen im vierten Quartal weiterhin aus den Regionen Osteuropa und Lateinamerika sowie aus dem Produktbereich der Gülletechnik. Die für die Landwirte wichtige Relation zwischen Milchpreisen und Futtermittelkosten lag weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Finanzierungsschwierigkeiten auf Kundenseite waren jedoch nur in einigen Ländern zu beobachten. Im Gesamtjahr 2011 ist der Auftragseingang des Segments um 17,6 Prozent auf 527,4 Mio. EUR gewachsen. Mit einer Ausnahme, bei der es sich um ein Projekt in Uruguay über in der ersten Ausbaustufe 2,7 Mio. EUR handelte, lagen alle Aufträge unter 1 Mio. EUR. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 1,6 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 2,2 Prozent betrug das organische Wachstum 17,0 Prozent. Die regionale Absatzstruktur hat sich im Gesamtjahr nur wenig verändert. Der Anteil von Westeuropa ist leicht um 2,7 Prozentpunkte auf 38,2 Prozent zurückgegangen, während Nordamerika stabil bei 34,1 Prozent lag. Deutliche Steigerungsraten verzeichneten Osteuropa, Lateinamerika und Asien / Pazifik. Diese drei Wachstumsregionen haben ihren Anteil in 2011 insgesamt um 2,8 Prozentpunkte auf 27,5 Prozent gesteigert. Auftragseingang GEA Farm Technologies: 527,4 Mio. EUR (Vorjahr 448,5 Mio. EUR)![]() Segment GEA Heat ExchangersIm Segment GEA Heat Exchangers stieg der Auftragseingang im vierten Quartal 2011 um 15,8 Prozent auf 462,3 Mio. EUR. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 0,8 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 6,5 Prozent betrug das organische Wachstum 10,1 Prozent. Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben zwei Großaufträge über insgesamt 104 Mio. EUR für zwei Kraftwerke in der Türkei und in China sowie insbesondere eine Vielzahl von mittleren Aufträgen zwischen 5 und 15 Mio. EUR beigetragen. Mit einem Anteil von 59,8 Prozent (plus 2,4 Prozentpunkte) ist der Endmarkt Energie der mit Abstand größte des Segments. Das Kraftwerksgeschäft - abgesehen von einem Großauftrag in China - sowie die Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie verharrten aber insgesamt auf einem schwachen Niveau. Zuwächsen in der Chemie, insbesondere in Osteuropa, Nordamerika und Asien / Pazifik, steht ein Rückgang in der Kundenindustrie Klima und Umwelt, insbesondere in Osteuropa, gegenüber. Der Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke spielt in diesem Segment mit einem fast konstanten Anteil von 3,5 Prozent nur eine geringe Rolle, überwiegend in Westeuropa. Aufgrund des genannten Großauftrags für China ist im vierten Quartal die Region Asien / Pazifik mit 35,6 Prozent (Vorjahr 8,4 Prozent) die größte Absatzregion des Segments, während der Anteil von Westeuropa um 6,3 Prozentpunkte auf 32,4 Prozent gefallen ist. Die Anteile Afrikas und des Nahen Ostens sind um 8,6 bzw. 7,3 Prozentpunkte zurückgegangen. Verschiebungen zwischen den Regionen sind aber häufig durch einzelne Großaufträge zu erklären. Dies macht sich insbesondere in Quartalsvergleichen deutlich bemerkbar. Im Gesamtjahr 2011 lag der Auftragseingang mit 1.653,2 Mio. EUR um 9,8 Prozent über dem Vorjahresniveau (1.506,0 Mio. EUR). Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 0,9 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 3,5 Prozent betrug das organische Wachstum 7,2 Prozent. Dabei repräsentieren die Aufträge unter 1 Mio. EUR unverändert 67 Prozent des Gesamtgeschäfts. Aufträge über 5 Mio. EUR haben insgesamt um 28 Prozent zugelegt. Ihr Anteil am Gesamtvolumen beträgt damit 22 Prozent. Neben den oben genannten Aufträgen aus dem 4. Quartal ragen noch zwei weitere Kraftwerksaufträge für Israel und China sowie ein weiterer für eine Gasverarbeitungsanlage in Katar über insgesamt rund 80 Mio. EUR heraus. Wichtigste Kundenindustrien in diesem Segment sind Öl und Gas (Anteil 15,8 Prozent, plus 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr), der Kraftwerksbereich (Anteil 33,2 Prozent, minus 3,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) sowie Klima und Umwelt mit einem Anteil von unverändert 31,3 Prozent. Westeuropa ist mit rund 3 Prozent unterproportional gewachsen und trotz eines Rückgangs um 2,8 Prozentpunkte, verursacht durch eine schwache Nachfrage im Öl- und Gasgeschäft, mit einem Anteil von 42,5 Prozent immer noch die mit Abstand wichtigste Absatzregion. Zwischen den anderen Regionen hat es, im Wesentlichen bedingt durch die Standorte von größeren Kraftwerksprojekten, teilweise deutliche Verschiebungen gegeben. Aus diesem Grund ist der Anteil von Asien / Pazifik, der im Vorjahr stark zurückgegangen war, wieder um 11,0 Prozentpunkte auf 22,9 Prozent gestiegen. Auftragseingang GEA Heat Exchangers: 1.653,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.506,0 Mio. EUR)![]() Segment GEA Mechanical EquipmentIm Segment GEA Mechanical Equipment erhöhte sich der Auftragseingang im vierten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,2 Prozent auf 203,9 Mio. EUR. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 0,2 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 1,0 Prozent betrug das organische Wachstum 11,4 Prozent. Das Wachstum wurde ziemlich gleichmäßig von allen Produktbereichen des Segments getragen. Dabei resultierte der Zuwachs von 22,1 Mio. EUR zu gleichen Teilen aus kleineren Aufträgen unter 1 Mio. EUR, die rund 90 Prozent des Gesamtgeschäfts umfassten, und mittleren Aufträgen bis 5 Mio. EUR. Aufträge größer als 5 Mio. EUR haben wie bereits in den Vorquartalen keine Rolle gespielt. Der bei Weitem größte Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke stieg überproportional und erreichte einen Anteil von 59,5 Prozent (Vorjahr 54,1 Prozent). Der Endmarkt Energie erhöhte seinen Anteil auf 13,6 Prozent (Vorjahr 10,6 Prozent). Das Pharmageschäft lag in den meisten Regionen auf Vorjahresniveau und steht nun bei 4,1 Prozent (Vorjahr 4,8 Prozent). Dagegen ging der Bereich Chemie in fast allen Regionen zurück und repräsentiert nun einen um 3,8 Prozentpunkte gesunkenen Anteil von 4,4 Prozent. Auch der Bereich Marine zeigte sich unverändert schwach, sodass sein Anteil weiter auf nur noch 12,1 Prozent (Vorjahr 15,5 Prozent) zurückging. Insgesamt zeigt die regionale Verteilung im Quartal eine leichte Verschiebung von Europa (minus 2,2 Prozentpunkte auf 29,9 Prozent) und Lateinamerika (minus 3,9 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent) zugunsten von Nordamerika (plus 5,8 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent). Der Anteil der Region Asien / Pazifik blieb praktisch konstant und betrug 30,5 Prozent. Im Gesamtjahr 2011 verzeichnete das Segment einen Anstieg des Auftragseingangs um 18,2 Prozent auf 874,9 Mio. EUR. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 0,9 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 0,2 Prozent betrug das organische Wachstum 18,9 Prozent. Dabei haben Kleinaufträge unter 1 Mio. EUR um 11 Prozent zugelegt, während die Aufträge mit einem Volumen von über 1 Mio. EUR sich mehr als verdoppelt haben und damit wieder über dem Niveau von 2009 lagen. Auch die Flow Components und Homogenisatoren sind deutlich zweistellig gewachsen und haben damit Marktanteile gewonnen. Die mechanische Trenntechnik, die knapp fünf Sechstel des Segments umfasst, buchte als größte Aufträge eine Biodiesel-Anlage für Argentinien und Ölaufbereitungsanlagen für zwei Gaskraftwerke in Saudi-Arabien über insgesamt 14 Mio. EUR. Der weitaus größte Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke stieg überproportional und erhöhte seinen Anteil weiter um 5,4 Prozentpunkte auf 57,2 Prozent. Dies ist vorwiegend auf das Wachstum in den USA und in Asien / Pazifik zurückzuführen. Der Endmarkt Energie erhöhte dagegen aufgrund des erwähnten Biodieselauftrags seinen Anteil auf 12,6 Prozent (Vorjahr 11,6 Prozent). Das Pharmageschäft verfehlte in den wesentlichen Regionen Westeuropa und Asien / Pazifik das Vorjahresniveau und steht nun bei 5,1 Prozent (Vorjahr 6,5 Prozent). Auch der Bereich Marine konnte praktisch nur in Osteuropa und Asien / Pazifik leicht zulegen und repräsentiert nur noch einen um 1,4 Prozentpunkte gesunkenen Anteil von 13,0 Prozent. Auch die übrigen Industrien stagnierten in den meisten Regionen. Ihr entsprechender Anteil fiel um 3,7 Prozentpunkte auf 12,0 Prozent. Insgesamt zeigt die regionale Verteilung eine Verschiebung von Europa (minus 4,1 Prozentpunkte auf 29,5 Prozent) nach Osteuropa und Amerika (plus 1,3 bzw. plus 2,4 Prozentpunkte auf 4,7 bzw. 29,0 Prozent). Auch der Nahe Osten konnte um 1,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent zulegen. Die Region Asien / Pazifik hat erstmals Westeuropa überflügelt, ihr Anteil ging gleichwohl leicht um 0,6 Prozentpunkte auf 29,8 Prozent zurück. Auftragseingang GEA Mechanical Equipment: 874,9 Mio. EUR (Vorjahr 740,4 Mio. EUR)![]() Segment GEA Process EngineeringDas Segment GEA Process Engineering steigerte im vierten Quartal 2011 seinen Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal (419,7 Mio. EUR) um 7,0 Prozent auf 449,0 Mio. EUR. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von plus 0,5 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 2,1 Prozent betrug das organische Wachstum 4,4 Prozent. Das zusätzliche Volumen resultierte im Wesentlichen aus größeren Aufträgen zwischen 5 und 15 Mio. EUR. Die größten Aufträge wurden für eine Milchpulveranlage in Australien sowie für zwei weitere Milchtrocknungsanlagen in Deutschland und in Indien über insgesamt rund 58 Mio. EUR gebucht. Bei den Abnehmerbranchen stagnierte der Anteil des Endmarkts Nahrungsmittel und Getränke mit 73,7 Prozent auf hohem Niveau. Sein Anteil ging geringfügig um 0,6 Prozentpunkte zurück. Dabei wuchsen die Regionen Nordamerika und Asien / Pazifik kräftig, während Westeuropa um 18 Prozent zurückging. Der starke Rückgang im Nahen Osten resultierte ausschließlich aus einem Großauftrag aus Israel im Vorjahresquartal. Der Pharmasektor legte insgesamt um 103 Prozent zu, am deutlichsten in Osteuropa, Nordamerika und in Asien / Pazifik. Sein Anteil beträgt nun insgesamt 15,9 Prozent nach 8,4 Prozent im Vorjahresquartal. Das Chemiegeschäft ging mit Ausnahme von Amerika in fast allen Regionen zurück. Sein Anteil am Gesamtgeschäft des Segments hat sich damit um 5,5 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent halbiert. Insgesamt zeigt die Regionalverteilung im vierten Quartal einen deutlichen Rückgang von Westeuropa und dem Nahen Osten (minus 5,9 bzw. 6,4 Prozentpunkte auf 26,1 bzw. 1,8 Prozent), dem ein deutlicher Zuwachs in Nordamerika und Asien / Pazifik (plus 4,4 bzw. plus 7,2 Prozentpunkte auf 15,1 bzw. 36,1 Prozent) gegenüber stand. Im Geschäftsjahr 2011 ist der Auftragseingang um 20,7 Prozent auf 1.709,9 Mio. EUR gestiegen. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 1,2 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 0,7 Prozent betrug das organische Wachstum 21,2 Prozent. Diese Zunahme ist wesentlich geprägt von Aufträgen zwischen 5 und 15 Mio. EUR, deren Volumen sich um 94 Prozent erhöht hat und die damit rund zwei Drittel des gesamten Zuwachses repräsentieren. Der Anteil dieser Größenklasse am Gesamtvolumen nahm infolgedessen von 14 Prozent auf 23 Prozent zu. Während die kleineren Aufträge unter 1 Mio. EUR mit 18 Prozent noch nahezu proportional zulegten, stagnierten die übrigen Größenklassen. Neben den bereits oben erwähnten Aufträgen sind noch mehrere Füll- und Verpackungslinien für die Getränkeindustrie in China mit einem Gesamtwert von ca. 83 Mio. EUR, eine Milchpulveranlage in Neuseeland über rund 40 Mio. EUR sowie zwei Aufträge für Brasilien über eine Fermentationsanlage und eine Brauerei mit einem Volumen von insgesamt etwa 52 Mio. EUR erwähnenswert. Bei den Abnehmerbranchen wuchs im Gesamtjahr der Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke mit 26 Prozent leicht überproportional und legte 2,9 Prozentpunkte auf nunmehr 67,9 Prozent Anteil am Gesamtvolumen des Segments zu. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Regionen Osteuropa, Lateinamerika und Asien / Pazifik zurückzuführen. Diese drei Teilmärkte sind allein für 80 Prozent des zusätzlichen Geschäftsvolumens des gesamten Segments verantwortlich. Der Pharmasektor nahm insgesamt um 35 Prozent zu, am meisten in Europa, Nordamerika und Asien / Pazifik. Sein Anteil beträgt nun 14,1 Prozent nach 12,6 Prozent im Vorjahr. Die Kundenindustrie Chemie stagnierte, außer in Nord- und Südamerika. Ihr Anteil hat sich damit um 1,9 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent verringert. Insgesamt zeigt die Regionalverteilung einen deutlichen Rückgang von Westeuropa (minus 5,2 Prozentpunkte auf nur noch 24,9 Prozent) zu Gunsten aller übrigen Regionen mit Ausnahme von Afrika, wo im Vorjahr ein Großauftrag für Ägypten gebucht werden konnte. Dabei erreichte Asien / Pazifik einen Anteil von inzwischen 37,7 Prozent. Auftragseingang GEA Process Engineering: 1.709,9 Mio. EUR (Vorjahr 1.416,1 Mio. EUR)![]() Segment GEA Refrigeration TechnologiesIm Segment GEA Refrigeration Technologies lag der Auftragseingang im vierten Quartal 2011 mit 170,1 Mio. EUR um 11,5 Prozent über dem Vorjahresquartal (152,5 Mio. EUR). Diese Steigerung ist insbesondere auf die in 2010 umgesetzten Strukturveränderungen und die Akquisition Bock zurückzuführen. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 1,3 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 9,3 Prozent betrug das organische Wachstum 3,5 Prozent. Diese Wachstumsrate spiegelt auch die verstärkte Projektselektion zur Margenverbesserung im Geschäftsfeld Contracting wider. Aufträge kleiner bzw. größer als 1 Mio. EUR verzeichneten jeweils ähnliche Wachstumsraten. Im vierten Quartal konnte kein Auftrag größer 5 Mio. EUR gebucht werden. Bei den Endmärkten dominiert zwar unverändert der Bereich Nahrungsmittel und Getränke mit einem Anteil von 57,1 Prozent, der jedoch hauptsächlich bedingt durch die Akquisition GEA Bock um 8,0 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen ist. Das Energiegeschäft verharrte mangels größerer Aufträge auf schwachem Niveau. Sein Anteil am Auftragseingang des Segments sank um 4,8 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Die sonstigen Industrien haben ihren Anteil auf 37,2 Prozent (Vorjahr 24,4 Prozent) erhöht, und zwar im Wesentlichen aufgrund des Automotive-Geschäfts von GEA Bock. Auch wegen der margenorientierten Selektionsprozesse weist die regionale Verteilung im vierten Quartal einen Rückgang des Geschäfts in Westeuropa auf, sodass der Anteil der Region auf 42,5 Prozent (Vorjahr 48,5 Prozent) sank. Dies gilt ebenso für Asien / Pazifik (minus 4,0 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent). Die Anteile von Osteuropa und Nordamerika sind dagegen um 4,1 bzw. 5,1 Prozentpunkte auf 18,0 bzw. 13,7 Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr 2011 legte der Auftragseingang im Segment mit 650,4 Mio. EUR (Vorjahr 579,6 Mio. EUR) um 12,2 Prozent zu. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 1,3 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 9,4 Prozent betrug das organische Wachstum 4,1 Prozent. Auch im Gesamtjahr ergab sich ein weitgehend gleich hohes Wachstum in allen Auftrags-Größenklassen. Dabei machten Aufträge unter 1 Mio. EUR etwa 82 Prozent des Gesamtvolumens des Segments aus. Die margenorientierte Projektselektion führte dazu, dass nur 4 Aufträge größer als 5 Mio. EUR über insgesamt 24 Mio. EUR, davon drei für die Öl- und Gasindustrie in Australien und einer für die Kälteanlage einer Wintersportanlage in Sotschi / Russland, gebucht werden konnten. Bei den Endmärkten stagnierte der Bereich Nahrungsmittel und Getränke, sodass sein Anteil von 65,8 Prozent auf 60,1 zurückgegangen ist. Dabei wurde der Rückgang in Westeuropa und Nordamerika von den anderen Regionen kompensiert. Das Energiegeschäft wuchs dagegen insgesamt im Gleichschritt mit dem Segment, aber ausschließlich in Nordamerika und Asien / Pazifik. Das Chemiegeschäft sowie Klima und Umwelt veränderten sich mit Anteilen von jeweils etwa 6 bis 7 Prozent nicht wesentlich. Die sonstigen Kundenindustrien legten akquisitionsbedingt deutlich um 5,7 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent zu. Insgesamt weist die regionale Verteilung einen Rückgang des Geschäfts in Westeuropa aus. Der Anteil betrug damit noch 42,6 Prozent (Vorjahr noch 49,7 Prozent). Das Geschäft in Nordamerika stagnierte, sein Anteil ging um 1,6 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent zurück. Asien / Pazifik ist dagegen weiter dynamisch um 66 Prozent gewachsen und nahm um 5,1 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent zu. Auftragseingang GEA Refrigeration Technologies: 650,4 Mio. EUR (Vorjahr 579,6 Mio. EUR)![]() UmsatzGenerell gelten für den Umsatz die gleichen regionalen und branchenmäßigen Trends wie beim Auftragseingang, allerdings mit unterschiedlichen zeitlichen Verzögerungen. Insgesamt erweist sich aber der Umsatz als wesentlich weniger volatil als der Auftragseingang. Die Wiederbelebung beim Umsatz setzte im Vorjahr mit sechsmonatiger Verzögerung gegenüber dem Auftragseingang ein. Seit dem zweiten Quartal 2011 liegen die Wachstumsraten von Auftragseingang und Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal wieder etwa auf gleichem Niveau. Insgesamt erhöhte sich im vierten Quartal 2011 der Umsatz im Konzern mit 1.632,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.290,4 Mio. EUR) um 26,5 Prozent. Ohne das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies hätte der Anstieg 16,4 Prozent betragen. In diesen Zahlen ist berücksichtigt, dass seit dem dritten Quartal 2011 auch die kumulierten Umsätze des nicht operativen Segments Sonstige, dessen Umsatzerlöse im Wesentlichen aus Mieterträgen in Höhe von ca. 5 Mio. EUR pro Quartal bestehen, auf Konzernebene nicht mehr als Umsatzerlöse, sondern als Sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen werden. Akquisitionen haben im Berichtsquartal insgesamt 13,4 Prozentpunkte zum gesamten Umsatzwachstum beigesteuert. Der Effekt aus Wechselkursveränderungen betrug minus 0,8 Prozent. Organisch liegt der Umsatz im vierten Quartal 2011 damit um 13,9 Prozent über dem Vorjahr. Das Servicegeschäft, das sich wesentlich stetiger entwickelt als das durch eine höhere Volatilität gekennzeichnete Projektgeschäft, ist mit 23,4 Prozent leicht unterproportional gewachsen. Es hat aber das Umsatzniveau des dritten Quartals um 17,1 Prozent übertroffen. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt im Berichtsquartal 18,9 Prozent (Vorjahr 19,4 Prozent). Im Gesamtjahr 2011 legte der Umsatz im Konzern mit 5.416,5 Mio. EUR (Vorjahr 4.418,4 Mio. EUR) um 22,6 Prozent zu und lag damit um 3,4 Prozent unter dem Auftragseingang. Insgesamt trugen Akquisitionen 10,4 Prozent zur Steigerung des Umsatzes bei, davon das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies 7,8 Prozent. Veränderungen der Wechselkurse haben den Umsatz mit 1,1 Prozent negativ beeinflusst. Gegenüber 2010 ist der Umsatz damit organisch um 13,3 Prozent gewachsen. Das Servicegeschäft wuchs im Geschäftsjahr 2011 um 18,3 Prozent. Sein Anteil lag damit bei 19,7 Prozent (Vorjahr 20,4 Prozent). Ohne das neue Segment hätte das Wachstum hier bei 7,0 Prozent gelegen. Umsatz (in Mio. EUR)scroll
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Einbeziehung der GEA Convenience-Food Technologies
ab Erstkonsolidierung zum 01.04.2011 Die regionale Umsatzverteilung hat sich prozentual entsprechend der unterschiedlichen konjunkturellen Dynamik verändert. Dabei sind die Strukturveränderungen im Umsatz regelmäßig wesentlich weniger ausgeprägt als im Auftragseingang. Umsatz nach Regionen (in %)![]() Die Grafik zeigt für 2011 gegenüber dem Vorjahr einige Verschiebungen in der Verteilung des Umsatzes nach Regionen. Er hat aber in allen Regionen zweistellig zugelegt. Der Anteil von Westeuropa hat sich um 2,6 Prozentpunkte auf nur noch 37,2 Prozent vermindert. Darin ist ein Umsatzanteil mit deutschen Endkunden in Höhe von 10,8 Prozent nach 12,3 Prozent im Vorjahr, bereinigt um die Ausweisänderung hinsichtlich des Segments Sonstige, enthalten. Dagegen ist der Anteil von Asien / Pazifik mit 22,0 Prozent konstant geblieben. Zugelegt haben die Umsatzanteile von Osteuropa, Lateinamerika und im Nahen Osten, und zwar jeweils um rund einen Prozentpunkt. In Nordamerika war ein leichter Rückgang um 0,7 Prozentpunkte auf 12,9 Prozent zu verzeichnen. Segment GEA Convenience-Food TechnologiesDer Umsatz des seit dem zweiten Quartal 2011 in den Konzernabschluss einbezogenen Segments GEA Convenience-Food Technologies betrug im vierten Quartal 130,6 Mio. EUR und lag damit um 26,0 Prozent über den Pro-Forma Zahlen des Vorjahrs. Das Segment ist im Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke und hier ausschließlich in der Kundenindustrie Feste Nahrungsmittel tätig und hatte in den Monaten April bis Dezember 2011 seine Absatzschwerpunkte in Westeuropa (43,3 Prozent) sowie in Osteuropa, Nordamerika und Asien / Pazifik, deren Anteile jeweils knapp unter 15 Prozent liegen. Insgesamt war der Anteil von Westeuropa um etwa 9 Prozentpunkte höher als im Gesamtkonzern und der von Asien / Pazifik um etwa 8 Prozentpunkte niedriger. In den 12 Monaten 2011 betrug der Pro-Forma Umsatz des Segments einschließlich des nicht konsolidierten ersten Quartals 458,9 Mio. EUR. Dieser Wert liegt 15,4 Prozent über dem Vorjahr, als 397,6 Mio. EUR erzielt wurden. Der Anteil des Servicegeschäfts des Segments betrug 29,5 Prozent in den neun Monaten 2011. Segment GEA Farm TechnologiesIm Segment GEA Farm Technologies gelten beim Umsatz im Wesentlichen die gleichen Tendenzen wie im Auftragseingang, da der Auftragsbestand regelmäßig nur eine Reichweite von 1,6 bis 1,9 Monaten aufweist. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 1,4 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 2,3 Prozent betrug das organische Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 13,2 Prozent. Der Servicebereich ist um 10,3 Prozent gewachsen und repräsentiert nun 22,2 Prozent des Segmentumsatzes (Vorjahr 23,0 Prozent). Ein wichtiges Ereignis des abgelaufenen Geschäftsjahrs war die Markteinführung des automatischen Melkroboters MIOne auf breiter Front im zweiten Quartal. Das Segment ist fast ausschließlich in der Milchwirtschaft tätig und hatte in 2011 seine Umsatzschwerpunkte in Westeuropa (40,6 Prozent) und Nordamerika (33,4 Prozent). Wachstumsimpulse kamen vorrangig aus den Regionen Osteuropa, Südamerika und Asien / Pazifik. Segment GEA Heat ExchangersBedingt durch die teilweise langen Durchlaufzeiten sind in dem Segment GEA Heat Exchangers die deutlichsten Unterschiede zwischen Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung festzustellen. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 1,1 Prozent und Akquisitionen von 2,0 Prozent betrug das organische Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 8,1 Prozent. Das Segment litt zwar im Kraftwerksbereich unter dem niedrigen Auftragseingangsniveau der Vorjahre, konnte den Anteil aber durch den hohen Auftragsbestand mit 35,9 Prozent konstant halten. Die Kundenindustrie Öl und Gas ging um 3,5 Prozentpunkte auf einen Anteil von 13,9 Prozent zurück, da die Schwäche in Westeuropa und Asien / Pazifik durch das Wachstum im Nahen Osten nicht kompensiert werden konnte. Die Kundenindustrie Klima und Umwelt konnte sich in allen Regionen verbessern und gewann 1,8 Prozentpunkte auf 31,6 Prozent. Die wesentlichste regionale Veränderung zeigte sich im Nahen Osten (plus 4,7 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent) und in Asien / Pazifik (minus 3,8 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent). Segment GEA Mechanical EquipmentDas Segment GEA Mechanical Equipment hat insgesamt das Vorjahresniveau deutlich überschritten. Die Flow Components und Homogenisatoren mit ihrer Auftragsreichweite von unter 2 Monaten unterlagen hinsichtlich des Umsatzes den gleichen Bedingungen wie der Auftragseingang. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 0,9 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 0,3 Prozent betrug das organische Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 17,1 Prozent. Im Servicegeschäft wurde ein Wachstum von 8,0 Prozent erzielt. Der Anteil am Gesamtumsatz betrug damit 32,1 Prozent (Vorjahr 34,6 Prozent). In der Verteilung nach Kundenindustrien erhöhte sich der Anteil der Endmärkte Nahrungsmittel und Energie zu Lasten von Pharma, Chemie und Marine. Dem Rückgang von Westeuropa um 3,4 Prozentpunkte auf 30,6 Prozent stehen jeweils etwa gleich hohe prozentuale Zuwächse in Osteuropa, Lateinamerika und Afrika gegenüber. Segment GEA Process EngineeringBereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 0,9 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 1,0 Prozent betrug das organische Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 22,3 Prozent. Der Serviceanteil verringerte sich trotz einer Wachstumsrate von 8,2 Prozent auf 13,1 Prozent (Vorjahr 14,8 Prozent). Das Wachstum in dem Segment GEA Process Engineering verteilt sich relativ gleichmäßig über alle Kundenindustrien und Absatzregionen hinweg. Der Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke erhöhte seinen Anteil um 0,4 Prozentpunkte auf 67,1 Prozent. Das Pharmageschäft legte leicht überproportional um 24 Prozent zu, besonders markant in Westeuropa sowie in Asien / Pazifik, und erreichte damit einen Anteil von 13,2 Prozent. Noch deutlicher, und zwar um 37 Prozent, wuchs das Chemiegeschäft, das nun 10,6 Prozent des Segmentumsatzes repräsentiert. Den höchsten Zuwachs verzeichneten hier die Regionen Nordamerika und Asien / Pazifik. Die Geschäftseinheit Emissionsschutz konnte die Vorjahreszahl nicht ganz erreichen, die Kundenindustrie Klima und Umwelt verlor deshalb 1,6 Prozentpunkte. Regional steht einem um 2,7 Prozentpunkte gesunkener Anteil von Westeuropa ein nahezu gleich hoher Zuwachs in Asien / Pazifik gegenüber. Segment GEA Refrigeration TechnologiesDas Segment GEA Refrigeration Technologies hat die Vorjahreszahl auch dank der Zugänge im Konsolidierungskreis deutlich überschritten. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen von minus 1,2 Prozent und Veränderungen im Konsolidierungskreis von 10,1 Prozent betrug das organische Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,9 Prozent. Der Serviceumsatz wurde um 10,6 Prozent gesteigert, sein Anteil ging damit leicht auf 30,3 Prozent zurück (Vorjahr 31,5 Prozent). Der geringe Anteil von größeren Aufträgen im Bereich Contracting für die Endmärkte Nahrungsmittel und Getränke sowie Energie ließ deren Anteil insgesamt um 6,4 Prozentpunkte auf 68,7 Prozent sinken. Die entsprechende Zunahme bei den anderen Industrien ist durch die gezieltere Vertriebsausrichtung sowie auf die im Geschäftsjahr erworbene GEA Bock zurückzuführen. Wie in den anderen Segmenten ging auch hier der Anteil von Westeuropa zugunsten von Asien / Pazifik (minus 6,3 Prozentpunkte gegenüber plus 4,8 Prozentpunkte) zurück. Segment SonstigeDie Umsätze im Segment Sonstige enthielten im Vorjahr im Wesentlichen Mieterlöse. Diese werden seit dem dritten Quartal 2011 auf Konzernebene unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. AuftragsbestandDer Auftragsbestand hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2010 (2.414,0 Mio. EUR) um 263,3 Mio. EUR bzw. 10,9 Prozent auf 2.677,3 Mio. EUR erhöht. Dabei haben sich Akquisitionen mit insgesamt 154,6 Mio. EUR, davon das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies mit 85,5 Mio. EUR, und Wechselkursveränderungen mit minus 16,5 Mio. EUR ausgewirkt. Organisch ist der Auftragsbestand also unterproportional um 5,2 Prozent gewachsen. Der Auftragsbestand - ohne GEA Convenience-Food Technologies - repräsentiert folglich bezogen auf den Auftragseingang nur noch eine rechnerische Reichweite von 5,9 Monaten (Vorjahr 6,3 Monate). Die Reichweite des Auftragsbestands hat sich praktisch in allen Segmenten gegenüber dem Vorjahr leicht vermindert. Die Bandbreite reicht dabei entsprechend der unterschiedlichen Art der Geschäfte von 7,9 Monaten bzw. 6,7 Monaten in den Segmenten GEA Heat Exchangers bzw. GEA Process Engineering bis zu 1,7 Monaten im Segment GEA Farm Technologies. Auftragsbestand (in Mio. EUR)scroll
ErtragslageDie GEA hält unverändert an einer bewussten Auftragsselektion hinsichtlich Preisqualität und Vertragskonditionen fest. Einen positiven Einfluss auf das Ergebnis hatten die in den letzten beiden Jahren durchgeführten Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen. Im Endmarkt Energie sah sich die GEA auch im Geschäftsjahr 2011 ausgeprägten Käufermärkten gegenüber. Das Bruttoergebnis in Prozent vom Umsatz (Gross Margin) lag im vierten Quartal mit 30,4 Prozent (Vorjahr 30,2 Prozent) leicht über dem Vorjahresniveau. Im Gesamtjahr 2011 betrug die Gross Margin 29,1 Prozent, 14 Basispunkte weniger als im Vorjahr. Neben dem anhaltenden Preisdruck in den Märkten haben sich hier auch Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 37 Basispunkten negativ ausgewirkt. Außerdem wurde in einem Segment in 2011 die Klassifizierung zwischen Herstellungskosten und Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten zu Lasten der Herstellungskosten geändert. Dies hat auf Konzernebene zu einer Reduzierung der Gross Margin um 34 Basispunkte geführt. Ohne diese beiden Effekte hätte die bereinigte Gross Margin also diejenige des Vorjahrs um 57 Basispunkte übertroffen. Schließlich hat sich hier auch der Rückgang des Umsatzanteils des Service- und Ersatzteilgeschäfts mit seiner überdurchschnittlichen Profitabilität bemerkbar gemacht. Die Ergebniskennzahlen der GEA werden seit dem zweiten Quartal 2011 von Kaufpreisallokationen insbesondere im Zusammenhang mit den Erwerben der Unternehmen CFS und Bock beeinflusst. Zur besseren Beurteilung der operativen Ergebnisentwicklung werden deshalb im Jahr 2011 erstmalig alle wichtigen Ergebniskennzahlen zusätzlich auch bereinigt um diese Effekte, die aus der Neubewertung der durch Unternehmenserwerbe zugegangenen Vermögenswerte resultieren, dargestellt. Hierbei handelt es sich einerseits um die ergebnismindernde Realisierung des Aufwertungsbetrags der Vorräte und andererseits um die planmäßige Abschreibung des Aufwertungsbetrags aus der Bewertung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert. Auf Ebene des EBITDA haben sich daraus seit dem Ende des zweiten Quartals 2011 keine nennenswerten Effekte mehr ergeben. Wenn im Folgenden von bereinigten bzw. operativen Ergebnissen gesprochen wird, so bezieht sich dies einerseits auf die soeben erläuterten Effekte aus den Kaufpreisallokationen, die für alle wesentlichen Akquisitionen der Vergangenheit sowohl für 2011 als auch für frühere Geschäftsjahre ermittelt wurden. Außerdem werden Restrukturierungsaufwendungen, die im Vorjahr separat ausgewiesen worden sind, weiterhin - aber ausschließlich für die Vorjahreszahlen - bereinigt. Des Weiteren mussten die Vorjahreszahlen aufgrund zweier Sachverhalte angepasst werden: Zum einen wurde die Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen und zum anderen die Klassifizierung eines Leasingvertrages geändert. Eine weitergehende Begründung ist im Anhang auf Seite 98 zu finden. Daraus ergab sich in 2010 eine Ergebnisminderung von 26 T EUR im Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), von 1.049 T EUR im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie von 4.049 T EUR im Ergebnis vor Steuern (EBT). Ferner reduzierte sich die Ertragsteuerbelastung um 1.448 T EUR sowie das positive Ergebnis der nichtfortgeführten Geschäftsbereiche um 49 T EUR. Insgesamt ergab sich daraus eine Minderung des Konzernergebnisses 2010 von 2.650 T EUR. Diese Effekte wurden gleichmäßig auf die vier Quartale 2010 verteilt. Aus dem gleichen Grund wurden auch die ersten drei Quartale 2011 entsprechend einzeln und kumuliert angepasst. Daraus resultierte für die ersten neun Monate 2011 eine Ergebnisverbesserung von 1.839 T EUR im EBITDA und von 1.071 T EUR im EBIT sowie eine Ergebnisminderung von 1.160 T EUR im EBT und von 899 T EUR im Konzernergebnis. Das EBITDA stieg im vierten Quartal 2011 um 98,4 Prozent auf 235,9 Mio. EUR (Vorjahr 118,9 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge erhöhte sich damit um 524 Basispunkte auf 14,5 Prozent vom Umsatz. Das um Restrukturierungsaufwendungen von 50,6 Mio. EUR im Vorjahr und um Kaufpreisallokationen in 2011 bereinigte EBITDA hat sich im vierten Quartal 2011 überproportional zum Volumen um 67,3 Mio. EUR auf 236,7 Mio. EUR (Vorjahr 169,5 Mio. EUR) erhöht. Dies entspricht einer Verbesserung der entsprechenden EBITDA-Marge um 137 Basispunkte auf 14,5 Prozent. Im Geschäftsjahr 2011 hat das EBITDA mit 610,2 Mio. EUR den vergleichbaren Vorjahreswert von 365,7 Mio. EUR um 244,5 Mio. EUR überschritten. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 11,3 Prozent und einer Zunahme um 299 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr (8,3 Prozent). Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 97,8 Mio. EUR lediglich im Vorjahr und in 2011 um die ergebnismindernde Realisierung des Aufwertungsbetrags der Vorräte aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 19,9 Mio. EUR wurde der Vergleichswert des Vorjahrs (463,5 Mio. EUR) mit 630,1 Mio. EUR um 166,6 Mio. EUR übertroffen. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich damit um 114 Basispunkte auf 11,6 Prozent. EBITDA/EBITDA-Marge (in Mio. EUR)scroll
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Zahlen angepasst aufgrund geänderter Bilanzierung
von Pensions- und Leasingverpflichtungen (vgl. Seite 36) Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom EBITDA über das EBIT vor Kaufpreisallokation zum EBIT: Überleitung EBITDA vor Kaufpreisallokation über EBIT vor Kaufpreisallokation zu EBIT (in Mio. EUR)scroll
Überleitung EBITDA zu EBIT (in Mio. EUR)scroll
Das EBIT erhöhte sich im vierten Quartal 2011 um 190,5 Prozent auf 198,2 Mio. EUR (Vorjahr 68,2 Mio. EUR). Die EBIT-Marge verbesserte sich damit um 686 Basispunkte auf 12,1 Prozent vom Umsatz. Bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 8,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,6 Mio. EUR) und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 71,5 Mio. EUR im Vorjahr stieg das bereinigte EBIT um 62,8 Mio. EUR bzw. 43,5 Prozent bei einer gleichzeitigen Steigerung der bereinigten EBIT-Marge um 151 Basispunkte auf 12,7 Prozent. EBIT/EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation (in Mio. EUR)scroll
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Zahlen angepasst aufgrund geänderter Bilanzierung
von Pensions- und Leasingverpflichtungen (vgl. Seite 36) Insgesamt hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr das EBIT mit einer Steigerung von 100,7 Prozent auf 474,6 Mio. EUR (Vorjahr 236,5 Mio. EUR) verdoppelt. Die EBIT-Marge erhöhte sich um 341 Basispunkte auf 8,8 Prozent (Vorjahr 5,4 Prozent). Bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 50,0 Mio. EUR (Vorjahr 11,0 Mio. EUR) und um Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 119,3 Mio. EUR (einschließlich 21,5 Mio. EUR Wertminderungen auf Sachanlagevermögen) lediglich im Vorjahr konnte eine Zunahme um 43,0 Prozent auf 524,6 Mio. EUR (Vorjahr 366,8 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Die Restrukturierungsaufwendungen im Vorjahr resultierten im Wesentlichen aus den Segmenten GEA Heat Exchangers (84,4 Mio. EUR), GEA Refrigeration Technologies (16,1 Mio. EUR) und GEA Mechanical Equipment (12,4 Mio. EUR). Die bereinigte EBIT-Marge konnte damit um 138 Basispunkte auf 9,7 Prozent verbessert werden. Diese Zahlen beinhalten Einflüsse aus Veränderungen von Wechselkursen in Höhe von minus 3,1 Mio. EUR. Operative EBIT-Marge* zu Umsatz seit 2006 (Mio. EUR)![]() Ohne das erstmals zum zweiten Quartal 2011 konsolidierte Segment GEA Convenience-Food Technologies wäre eine bereinigte EBIT-Marge von 10,0 Prozent gegenüber 8,3 Prozent im Vorjahr erreicht worden. Segment GEA Convenience-Food TechnologiesDas neue Segment GEA Convenience-Food Technologies erzielte in den neun Monaten 2011 ein operatives, das heißt in diesem Segment zusätzlich auch um Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen bereinigtes, EBIT von 29,6 Mio. EUR bzw. 8,6 Prozent. Aus schon vor dem Übernahmezeitpunkt eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sowie aus Aufwendungen zur Integration in den GEA-Konzern entstand eine Ergebnisbelastung von zusammen 9,9 Mio. EUR. Außerdem fielen Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation von 35,7 Mio. EUR an. Das unbereinigte EBIT betrug folglich minus 16,0 Mio. EUR. Segment GEA Farm TechnologiesIm Segment GEA Farm Technologies nahmen im Geschäftsjahr 2011 das bereinigte EBIT sowie die bereinigte EBIT-Marge um 7,5 Mio. EUR auf 33,8 Mio. EUR bzw. um 75 Basispunkte auf 6,6 Prozent zu. Dies ist im Wesentlichen auf die Anpassungsmaßnahmen, den um 14 Prozent gestiegenen Umsatz und ein zumindest in Europa und Nordamerika verbessertes Marktumfeld mit steigenden Milchpreisen zurückzuführen. Allerdings besteht weiterhin eine eher ungünstige Relation zwischen diesen und den Futtermittelpreisen. Positiv haben sich ebenfalls die gegenüber dem Vorjahr verminderten Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Markteinführung vollautomatisierter Melktechnik ausgewirkt. Segment GEA Heat ExchangersDas bereinigte EBIT im Segment GEA Heat Exchangers erhöhte sich um 2,6 Prozent von 118,8 Mio. EUR auf 121,8 Mio. EUR. Die entsprechende EBIT-Marge sank bei einem um 9 Prozent gestiegenen Umsatz um 47 Basispunkte von 8,0 Prozent auf 7,5 Prozent. Ursache dafür sind insbesondere die unverändert schwierige Marktsituation im Endmarkt Energie sowie Friktionen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Reorganisationsmaßnahmen. Diese führten auch zu Belastungen durch Ineffizienzen im operativen Geschäft der von Schließungsmaßnahmen betroffenen Gesellschaften oder Betriebsstätten. Im Zuge der Optimierungsmaßnahmen wurde unter anderem entschieden, zwei weitere Betriebe in 2012 zu schließen. Insgesamt haben sich im vierten Quartal Einmalbelastungen von 13,0 Mio. EUR ergeben. Segment GEA Mechanical EquipmentDas Segment GEA Mechanical Equipment konnte bei einem um 16,5 Prozent gestiegenen Umsatz sein bereinigtes EBIT um 38,5 Prozent auf 162,1 Mio. EUR steigern und damit eine EBIT-Marge von 19,2 Prozent erzielen, 306 Basispunkte mehr als im Vorjahr. Diese erfreuliche Entwicklung beruhte nicht nur auf den Maßnahmen zur Effizienzverbesserung in der mechanischen Trenntechnik, sondern auch auf erheblichen Skaleneffekten aufgrund des hohen Volumenwachstums in allen 3 Geschäftsbereichen. Auch das Servicegeschäft hat mit einer deutlichen Margensteigerung wesentlich dazu beigetragen. Segment GEA Process EngineeringDas Segment GEA Process Engineering konnte das bereinigte EBIT um 58,9 Prozent auf 148,2 Mio. EUR (Vorjahr 93,2 Mio. EUR) steigern. Da dieses Ergebniswachstum die Zunahme des Umsatzes von 22,4 Prozent bei weitem übertraf, konnte die EBIT-Marge kräftig um 216 Basispunkte auf 9,4 Prozent gesteigert werden. Ursache dafür waren neben der deutlich besseren Auslastung der Engineering-Kapazitäten in der Prozesstechnologie auch eine wesentlich niedrigere Belastung aus der Abwicklung einzelner Großaufträge. In Einzelfällen konnten Aufträge, die in 2010 noch risikobehaftet waren, besser als erwartet abgeschlossen werden. Ein starkes Ergebniswachstum erzielten der Verpackungsbereich und die Flüssigkeitsverarbeitung, insbesondere in China. Dagegen war das Preisniveau im Brauereisektor weiterhin enttäuschend. Der Pharma-Bereich verzeichnete nach den Anpassungsmaßnahmen der Vorjahre, die durch eine Restrukturierungsphase bei den Kunden erforderlich waren, eine deutliche Ergebnisverbesserung trotz Anlaufkosten für eine neue Fabrik in Indien. Der Emissionsschutz konnte das in den Vorjahren erreichte überdurchschnittliche Niveau nochmals deutlich steigern. Auch das Servicegeschäft hat mit einer deutlichen Margensteigerung wesentlich dazu beigetragen. Segment GEA Refrigeration TechnologiesDas bereinigte EBIT im Segment GEA Refrigeration Technologies stieg trotz des vergleichsweise nur geringen organischen Wachstums um 74,4 Prozent auf 51,3 Mio. EUR (Vorjahr 29,4 Mio. EUR). Die EBIT-Marge von 7,9 Prozent übertraf damit die aus dem Vorjahr um 271 Basispunkte. Ausschlaggebend dafür waren die Umstrukturierungsmaßnahmen von 2010, die auf eine Konzentration auf margenstärkere Geschäftsfelder zielten, ein verbesserter Produktmix sowie die Margenverbesserung im Contracting. Deutliche Fortschritte in Umsatz und Ergebnis meldete der Bereich Gefriertechnik. Auch der Servicebereich trug zu der Ergebnisverbesserung bei: Neben dem Volumen stieg auch die Marge. Die im Berichtsjahr erworbene und seit dem zweiten Quartal 2011 konsolidierte GEA Bock Kältetechnik hat bereits im ersten Geschäftsjahr das operative Margenniveau des Segments verbessert. Kennzahlen zur Ertragslage (in Mio. EUR)scroll
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Zahlen angepasst aufgrund geänderter Bilanzierung
von Pensions- und Leasingverpflichtungen (vgl. Seite 36) Das Zinsergebnis im vierten Quartal von minus 27,3 Mio. EUR (Vorjahr minus 22,5 Mio. EUR) enthält 11,3 Mio. EUR (Vorjahr 16,9 Mio. EUR) für die Aufzinsung der Verpflichtungen aus Pensionsplänen und Krankenrestkostenversicherungen sowie sonstiger Rückstellungen. Die Verminderung im Berichtsquartal von insgesamt 4,8 Mio. EUR spiegelt in Höhe von 7,4 Mio. EUR die erhöhte Verschuldung aufgrund der Akquisitionen wider. Das Zinsergebnis im Gesamtjahr von minus 76,0 Mio. EUR (Vorjahr minus 65,8 Mio. EUR) enthält unter anderem 33,8 Mio. EUR (Vorjahr 40,4 Mio. EUR) für die Aufzinsung der Verpflichtungen aus Pensionsplänen und Krankenrestkostenversicherungen sowie sonstiger Rückstellungen. Der Rückgang des Zinsergebnisses um insgesamt 10,3 Mio. EUR spiegelt in Höhe von 14,5 Mio. EUR die erhöhte Verschuldung aufgrund der Akquisitionen wider. Das EBT einschließlich Belastungen aus Kaufpreisallokationen und Restrukturierungsaufwendungen lediglich im Vorjahr betrug im vierten Quartal 170,9 Mio. EUR bzw. 10,5 Prozent vom Umsatz und lag damit 125,2 Mio. EUR bzw. 692 Basispunkte über dem Vorjahr (45,7 Mio. EUR). Im Gesamtjahr 2011 lag das EBT mit 398,6 Mio. EUR (Vorjahr 170,7 Mio. EUR) auch aufgrund der gegenüber dem Vorjahr weggefallenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 119,3 Mio. EUR um 227,9 Mio. EUR über dem Vorjahr. Bereinigt um diese Restrukturierungsaufwendungen sowie um die Effekte aus den Kaufpreisallokationen wurde das Vorjahr um 147,5 Mio. EUR übertroffen: Die bereinigte EBT-Marge verbesserte sich damit um 147 Basispunkte auf 8,3 Prozent. Der Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2011 von 86,0 Mio. EUR (Vorjahr 39,9 Mio. EUR) setzte sich aus effektiven Steuern von 86,6 Mio. EUR (Vorjahr 56,1 Mio. EUR) und latenten Steuern von minus 0,6 Mio. EUR (Vorjahr minus 16,3 Mio. EUR) zusammen. Die Konzernsteuerquote betrug damit 21,6 Prozent nach 23,4 Prozent im Vorjahr. Ursächlich für die Reduzierung des Steuersatzes gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 ist die Erwartung einer stärkeren Inanspruchnahme der steuerlichen Verlustvorträge aufgrund einer verbesserten Geschäftsentwicklung. Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche betrug im Geschäftsjahr 2011 folglich 312,6 Mio. EUR (Vorjahr 130,9 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,70 EUR gegenüber 0,70 EUR im Vorjahr. Insgesamt hatten die nicht fortgeführten Geschäftsbereiche mit einem Ergebnis von 0,0 Mio. EUR nach Steuern (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) erneut keine wesentliche Auswirkung auf das Konzernergebnis. Wie im Vorjahr entspricht dies einem Ergebnis von 0,00 EUR je Aktie. Das Konzernergebnis betrug damit im vierten Quartal 136,2 Mio. EUR (Vorjahr 41,7 Mio. EUR), wovon 135,7 Mio. EUR (Vorjahr 40,8 Mio. EUR) auf die Aktionäre der GEA Group Aktiengesellschaft entfielen. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,74 EUR im vierten Quartal 2011 nach 0,22 EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis belief sich im Gesamtjahr auf 312,6 Mio. EUR (Vorjahr 131,0 Mio. EUR), wovon 311,9 Mio. EUR (Vorjahr 129,3 Mio. EUR) auf die Aktionäre der GEA Group Aktiengesellschaft entfallen, was einem Ergebnis je Aktie von 1,70 EUR (Vorjahr 0,70 EUR) entspricht. Die Ertragslage der GEA Group Aktiengesellschaft wird neben den Holdingkosten im engeren Sinne wesentlich durch das Beteiligungs- und das Zinsergebnis geprägt. Nähere Erläuterungen dazu werden im Abschnitt Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GEA Group Aktiengesellschaft (vgl. Seite 53 ff.) dargestellt. Die Verwaltung schlägt vor, die Dividende von 0,40 EUR im Vorjahr um 0,15 EUR auf 0,55 EUR pro Aktie anzuheben. Das nachhaltige Ziel, rund ein Drittel des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten, wurde damit umgesetzt und gilt unverändert auch für die Zukunft. FinanzlageLiquiditätssicherung sowie zentrale Finanzierung sind seit dem Beginn der Krise an den Finanzmärkten im Jahr 2008 auch für die GEA Group unverändert von Bedeutung. Die Finanzlage der GEA Group ist weiterhin stabil: Der Finanzierungsbedarf des Konzerns ist durch die im April 2011 erfolgte Platzierung einer Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. EUR abgesichert worden. Darüber hinaus hat die GEA im Juni 2011 ihre Finanzierungsstruktur durch eine weitere Streckung der Fälligkeitstermine, eine Margenverbesserung sowie eine weitere Flexibilisierung der Tilgungsoptionen optimiert. Dazu wurden neue Kreditverträge mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über insgesamt 146 Mio. EUR abgeschlossen sowie Anpassungen der bereits seit Juni 2010 bestehenden syndizierten Kreditlinie über 650 Mio. EUR vereinbart. Für die zukünftige Unternehmensentwicklung verfügt die GEA Group folglich auch nach den beiden größeren Unternehmenserwerben CFS und Bock über ausreichende Finanzierungsspielräume. GEA Barkreditlinien (in Mio. EUR)scroll
Das Finanzmanagement des Konzerns umfasst das Liquiditätsmanagement, die Konzernfinanzierung sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Dabei ist die GEA Group Aktiengesellschaft als Konzernleitung zentral für das Finanzmanagement des GEA Group Konzerns zuständig, um Finanzierungskosten weitest möglich zu reduzieren, Größenvorteile zu nutzen, Zins- und Wechselkursrisiken bestmöglich abzusichern sowie die Einhaltung von Kreditauflagen zu gewährleisten. Die Finanzierungsstrategie der GEA Group verfolgt das Ziel, nicht nur jederzeit die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können, sondern darüber hinaus neben einer strategischen Kassenposition auch stets über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien zu verfügen. Die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sind die wichtigste Liquiditätsquelle. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich soll externe Geldanlagen und -aufnahmen auf ein möglichst niedriges Niveau beschränken. Dazu hat die GEA Group Aktiengesellschaft in 13 Ländern Cash-Pooling-Kreise eingerichtet, um die Kontensalden der teilnehmenden Konzerngesellschaften täglich automatisch zu Gunsten oder zu Lasten eines Zielkontos der GEA Group Aktiengesellschaft auszugleichen. Ein darüber hinausgehender Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich von der Konzernleitung aufgenommen bzw. überschüssige Liquidität von ihr angelegt. Liquiditätsspitzen in einzelnen Ländern können aber oftmals aus rechtlichen oder steuerlichen Gründen nicht Länder übergreifend abgebaut werden. Die Nettoliquidität zum 31. Dezember 2010 (104,8 Mio. EUR) hat sich um 491,6 Mio. EUR auf eine Nettoverschuldung von 386,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2011 vermindert. Gegenüber dem 30. September 2011 bedeutet dies eine Verbesserung der Nettoverschuldung um 286,1 Mio. EUR. Dazu hat im Wesentlichen die gezielte Senkung des Working Capitals im vierten Quartal 2011 beigetragen. Im Verhältnis zum Umsatz konnte beim Working Capital ein Wert von 10,7 Prozent zum Stichtag (Vorjahr 10,1 Prozent) sowie von 12,6 Prozent (Vorjahr 12,4 Prozent) im Jahresdurchschnitt erreicht werden. Working Capital Entwicklung 1 (in Mio. EUR)![]() Insgesamt verminderten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2011 auf 432,4 Mio. EUR gegenüber 563,5 Mio. EUR zum Ende des Vorjahrs. Die beschränkt verfügbaren Mittel betrugen 5,7 Mio. EUR (Vorjahr 10,8 Mio. EUR). Die frei verfügbaren Mittel von 426,7 Mio. EUR gewährleisten auch in Zukunft die finanzielle Unabhängigkeit der GEA Group. Die Kreditverbindlichkeiten gegenüber Banken (410,1 Mio. EUR) und aus der Begebung der Anleihe (409,1 Mio. EUR, einschließlich aufgelaufener Zinsen) beliefen sich zum Stichtag insgesamt auf 819,2 Mio. EUR (Vorjahr 458,7 Mio. EUR). Die Veränderung der Nettoliquidität um minus 491,6 Mio. EUR erklärt sich ausgehend von einem erzielten EBITDA von 610,2 Mio. EUR und der leichten relativen Erhöhung im Working Capital, das nach Anpassungen für Veränderungen im Konsolidierungskreis um 51,4 Mio. EUR angestiegen ist, aus den in der folgenden Grafik dargestellten Auszahlungen: Veränderung der Nettoliquidität / Nettoverschuldung (in Mio. EUR)![]() Die größten Mittelabflüsse im Gesamtjahr resultierten in Höhe von 517,1 Mio. EUR aus Akquisitionen, denen ein Zufluss von 8,5 Mio. EUR aus dem Verkauf der Packaging Sparte der im Berichtsjahr erworbenen CFS gegenüber stand. In dem Nettobetrag von 508,6 Mio. EUR ist enthalten, dass die GEA Group im Zeitpunkt des Vollzugs des Erwerbs der CFS-Gruppe deren externe Finanzierung durch die bisherigen Anteilseigner sowie Banken in Höhe von 319,4 Mio. EUR abgelöst hat. Die Mittelabflüsse aus Dividendenzahlungen für das Vorjahr und für laufende Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 73,7 Mio. EUR bzw. 155,2 Mio. EUR. Zins- und Ertragsteuerzahlungen haben die Nettoliquidität mit 115,0 Mio. EUR negativ belastet. Weitere Auszahlungen von 38,2 Mio. EUR haben sich im Zusammenhang mit den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen ergeben. Darüber hinaus haben die Restrukturierungsmaßnahmen der Vorjahre in 2011 noch zu einer Liquiditätsbelastung in Höhe von 36,9 Mio. EUR geführt. Alle übrigen Veränderungen haben sich mit 122,9 Mio. EUR negativ auf die Nettoliquidität ausgewirkt. Die Auszahlungen im Geschäftsjahr 2011 für die nicht fortgeführten Geschäftsbereiche erfolgten im Rahmen der bereits in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen. Für die in den Folgejahren noch zu erwartenden Mittelabflüsse der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche ist zum 31. Dezember 2011 ausreichend Vorsorge getroffen worden. Detaillierten Angaben zur Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur der Fremdfinanzierung finden sich im Anhang (Seite 119 ff. und 159 ff.). Weiterhin standen der GEA Group Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen von 2.069,7 Mio. EUR (Vorjahr 2.032,1 Mio. EUR) zur Verfügung, von denen 747,6 Mio. EUR (Vorjahr 881,0 Mio. EUR) genutzt waren. Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt die GEA auch nicht im wirtschaftlichen Eigentum befindliche Vermögenswerte. Im Wesentlichen handelt es sich um geleaste, gepachtete oder gemietete Güter (Operating Lease). Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente nutzt die GEA in geringem Umfang Forderungsverkaufsprogramme. Die aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen resultierenden Verpflichtungen sind im Anhang unter Ziffer 9.2 (Seite 179 f.) erläutert. Übersicht Kapitalflussrechnung/Nettoliquidität (in Mio. EUR)scroll
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 313,5 Mio. EUR und lag damit um 11,7 Mio. EUR über dem Vorjahr 301,7 Mio. EUR. Bei diesem Anstieg wurde das um 181,6 Mio. EUR gestiegene Konzernergebnis im Wesentlichen durch die Zunahme des Working Capitals um 51,4 Mio. EUR, das im Vorjahr noch um 49,0 Mio. EUR gesenkt werden konnte, und durch Mittelabflüsse von 83,9 Mio. EUR aus dem Verbrauch von Rückstellungen kompensiert. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit verminderte sich im Berichtsjahr von minus 195,4 Mio. EUR um 146,5 Mio. EUR auf minus 341,9 Mio. EUR. Ursachen dafür waren insbesondere der um 171,3 Mio. EUR höhere Mittelabfluss aus Unternehmenserwerben sowie ein um 67,3 Mio. EUR erhöhter Mittelabfluss für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, während die Auszahlungen für Garantien und Gewährleistungen im Zusammenhang mit dem Verkauf nicht fortgeführter Geschäftsbereiche mit 32,4 Mio. EUR um 87,6 Mio. EUR niedriger waren als im Vorjahr. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in 2011 auf minus 90,8 Mio. EUR im Vergleich zu minus 71,7 Mio. EUR in 2010. Diese Verminderung um 19,1 Mio. EUR resultierte im Wesentlichen aus der im Jahresvergleich um 18,3 Mio. EUR höheren Dividendenzahlung sowie aus den um 11,0 Mio. EUR gestiegenen Zinszahlungen. Der positive Saldo aus einer Vielzahl von gegenläufigen Finanzierungsströmen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um 9,5 Mio EUR erhöht. Insgesamt verminderten sich somit die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2011 auf 432,4 Mio. EUR gegenüber 563,5 Mio. EUR im Vorjahr. VermögenslageKurzfassung Bilanz (in Mio. EUR)scroll
Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2011 im Vergleich zum 31. Dezember 2010 um 1.087,0 Mio. EUR bzw. 21,2 Prozent auf 6.225,2 Mio. EUR erhöht. Diese Bilanzverlängerung ist im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung der Akquisitionen und das organische Wachstum des Geschäftsvolumens zurückzuführen. Dabei hat sich auf der Aktivseite die Struktur zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten aufgrund der Unternehmenserwerbe leicht verändert. Die langfristigen Vermögenswerte sind um 683,3 Mio. EUR gestiegen, was insbesondere auf die Zunahme des Goodwills um 349,7 Mio. EUR, bedingt durch die großen Akquisitionen des Geschäftsjahrs 2011, zurückzuführen ist. Darin sind in Höhe von 64,6 Mio. EUR auch die Effekte aus dem gerichtlichen Vergleich in dem Spruchverfahren aus dem Jahr 1999 (vgl. Risikobericht Seite 75) enthalten. Die sonstigen langfristigen immateriellen Vermögenswerte sind im Zusammenhang mit den Kaufpreisallokationen um 198,0 Mio. EUR gestiegen. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben um 401,2 Mio. EUR zugenommen. Diese Zunahme betraf vor allem die Vorräte und die Forderungen, die um 153,3 Mio. EUR bzw. um 323,2 Mio. EUR gestiegen, während die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 131,1 Mio. EUR zurückgegangen sind. Die Zunahme des Eigenkapitals um 296,0 Mio. EUR ist im Wesentlichen der Saldo aus dem Konzernergebnis von 312,6 Mio. EUR und der Kapitalerhöhung in Folge des Spruchverfahrens in Höhe von 64,6 Mio. EUR einerseits sowie der Auszahlung der Dividende in Höhe von 73,5 Mio. EUR andererseits. Aufgrund der mit den Akquisitionen verbundenen Bilanzverlängerung ist die Eigenkapitalquote um 1,5 Prozentpunkte auf 34,8 Prozent (Vorjahr 36,3 Prozent) zurückgegangen. Hauptursache für die Erhöhung der langfristigen Schulden um 702,5 Mio. EUR ist die Finanzierung der beiden größeren Akquisitionen aus dem ersten Quartal 2011. Hinzu kommt die Refinanzierung von ausgelaufenen kurzfristigen Kreditlinien durch die Inanspruchnahme zweier langfristiger Linien, und zwar einerseits der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 150 Mio. EUR sowie andererseits der KfW in Höhe von 90 Mio. EUR. Die kurzfristigen Schulden lagen zum Stichtag um 88,5 Mio. EUR über dem Wert am 31. Dezember 2010. Dies ist das Ergebnis von sich kompensierenden Effekten, unter anderem von den aus den soeben dargestellten Gründen um 252,4 Mio. EUR gesunkenen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie den um 231,2 Mio. EUR gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Rückgang der Rückstellungen um 39,0 Mio. EUR ist in Höhe von 32,4 Mio. EUR bedingt durch Auszahlungen im Zusammenhang mit Verpflichtungen für den in 2007 veräußerten Großanlagenbau. Vergleich Vermögenslage 2011 zu 2010 (in Mio. EUR)![]() Wesentliche Akquisitionen und DesinvestitionDas Segment GEA Heat Exchangers hat die Mashimpeks Ltd. mit Sitz in Moskau / Russland erworben, die seit mehr als einem Jahrzehnt Wärmetauscher von GEA in Russland verkauft und installiert. Das Unternehmen hatte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 14 Mio. EUR. Der Vollzug dieser Akquisition erfolgte zum 21. Februar 2011. Mit Wirkung zum 24. März 2011 hat die GEA Group Aktiengesellschaft nach Genehmigung der zuständigen Kartellbehörden die Übernahme der niederländischen Convenience Food Systems (CFS) mit Sitz in Bakel / Niederlande vollzogen. Mit CFS hat die GEA einen der am breitesten aufgestellten Hersteller von Prozesstechnik zur sekundären Lebensmittelverarbeitung und -verpackung (Fleisch, Fisch und Käse) übernommen. Mit etwa 2.000 Mitarbeitern erzielte die Gruppe im Geschäftsjahr 2010 / 11 einen Umsatz von ca. 407 Mio. EUR. Die Unternehmensgruppe wurde als sechstes operatives Segment mit dem Namen GEA Convenience-Food Technologies (GEA CT) in den Konzern integriert. Im Geschäftsjahr 2011 wurde das neue Segment mit 9 Monaten konsolidiert. Auch die Übernahme der Bock Kältemaschinen GmbH mit Sitz in Frickenhausen bei Stuttgart / Deutschland wurde nach Genehmigung der zuständigen Kartellbehörden mit Wirkung zum 31. März 2011 vollzogen. Bock ist ein führender Hersteller von offenen und halbhermetischen Hubkolbenkompressoren für stationäre und transportbezogene Kühlanwendungen, der das bestehende Kompressoren-Portfolio im unteren und mittleren Leistungssegment ergänzt. Im Jahr 2010 erzielte Bock mit rund 340 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von fast 70 Mio. EUR. Das Unternehmen wurde unter dem Namen GEA Bock in das Segment GEA Refrigeration Technologies integriert und im Geschäftsjahr 2011 ebenfalls mit 9 Monaten konsolidiert. Nach Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden hat die GEA die Übernahme der neuseeländischen Nu-Con Ltd. mit Sitz in Auckland mit Wirkung zum 13. September 2011 vollzogen. Das Unternehmen, das weltweit - aber mit Schwerpunkt in der Region Asien / Pazifik - Komponenten zur Pulverbehandlung, komplette Pulververarbeitungssysteme sowie Abfüllanlagen für die Nahrungsmittelindustrie anbietet, wurde unter dem Namen GEA Nu-Con in das Segment GEA Process Engineering integriert. Es erzielte im Jahr 2010 mit 167 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 30 Mio. EUR. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 hat die GEA die Veräußerung der CFS Kempten GmbH in Kempten / Deutschland, an die Conflex Packaging GmbH vollzogen. Im Konzernabschluss der GEA war das Unternehmen von April bis November 2011 enthalten. Das Unternehmen, das die GEA im März 2011 im Rahmen des Erwerbs der CFS-Gruppe übernommen hatte, stellt Verpackungsmaterialien für die Nahrungsmittelindustrie her. CFS Kempten erzielte im letzten Geschäftsjahr 2010 / 2011 einen Umsatz von 45 Mio. EUR und beschäftigte rund 190 Mitarbeiter. Gesamtaussage zur GeschäftsentwicklungDie Nachfrage aus den Kundenmärkten der GEA Group hat sich im Geschäftsjahr 2011 deutlich erhöht. Auftragseingang und Umsatz konnten entsprechend um jeweils 23 Prozent gesteigert werden. Das operative EBIT hat sich um 158 Mio. EUR, also 43 Prozent, auf 525 Mio. EUR erhöht. Dies entspricht einer EBIT-Marge für den Gesamtkonzern von 9,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung des neuen Segments GEA Convenience-Food Technologies betrug die operative EBIT-Marge 10,0 Prozent und stellt somit eine neue Höchstmarke dar. Diese Ergebnisverbesserung wurde nicht nur durch Volumenwachstum, sondern auch durch die Erfolge der Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen der letzten Jahre erzielt. In den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen sind insgesamt wie erwartet keine weiteren Ergebnisbelastungen angefallen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass alle wesentlichen, zum Beginn des Geschäftsjahrs 2011 kommunizierten und Mitte des Jahres angehobenen Prognosen zu Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis erreicht und teilweise übertroffen wurden. MitarbeiterDer Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz und die produktive Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2011. Dieser Dank gilt insbesondere den Arbeitnehmervertretungen im In- und Ausland für ihre verantwortungsbewussten und konstruktiven Beiträge. Die Zahl der Mitarbeiter lag zum 31. Dezember 2011 bei 23.834 Beschäftigten. Im Vergleich zum 31. Dezember 2010 (20.386 Mitarbeiter) stieg die Zahl der Beschäftigten damit um 3.448 Mitarbeiter. Ohne Berücksichtigung der 2.513 Mitarbeiter aus Akquisitionen und sonstigen Veränderungen im Konsolidierungskreis betrug der Anstieg 935 Mitarbeiter, davon 401 Mitarbeiter in China. Dies spiegelt die verbesserte allgemeine Beschäftigungslage wider. In den Zugängen aus Akquisitionen sind das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies mit 1.836 Mitarbeitern, die deutsche GEA Bock Kältetechnik mit 298 Mitarbeitern, die russische GEA Mashimpeks mit 149 Mitarbeitern sowie die neuseeländische GEA Nu-Con mit 137 Mitarbeitern enthalten. Insgesamt ist der Anteil von Westeuropa um 1,2 Prozentpunkte und der von Nordamerika um 0,6 Prozentpunkte weiter zurückgegangen, während die Wachstumsregionen Asien / Pazifik sowie Osteuropa um 1,5 bzw. 0,8 Prozentpunkte zugelegt haben. Mitarbeiter* nach Segmentenscroll
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Mitarbeiteräquivalente ohne Auszubildende
und ruhende Arbeitsverhältnisse Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte die GEA Group 629 Auszubildende im Vergleich zu 605 am gleichen Stichtag des Vorjahres. In Deutschland lag die Ausbildungsquote bei 6,0 Prozent (Vorjahr 6,3 Prozent). Ohne das neue Segment GEA Convenience-Food Technologies hätte dieser Wert unverändert 6,3 Prozent betragen. Das Ausbildungsniveau liegt, wie auch in der Vergangenheit, über dem eigenen Bedarf. Mitarbeiter* nach Regionenscroll
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Mitarbeiteräquivalente ohne Auszubildende
und ruhende Arbeitsverhältnisse SonderzahlungDer Vorstand hat wie bereits in den Vorjahren eine Sonderzahlung an alle Mitarbeiter weltweit unterhalb der oberen Managementebenen beschlossen. Das Gesamtvolumen der Sonderzahlung beträgt 4,8 Mio. EUR. Mitarbeitergetragenes Ideen- und VerbesserungsmanagementDie GEA Group fördert und nutzt die Kreativität und Innovationskraft jedes einzelnen Mitarbeiters durch das konzernweit einheitliche Ideen- und Verbesserungsmanagement "i²m" (Ideas & Improvement Management). I²m trägt dazu bei, die Wirtschaftlichkeit, Produkt- und Arbeitsqualität im Konzern sowie die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu steigern. Seit 2011 werden dazu neben individuellen Mitarbeiterideen zusätzlich auch Verbesserungsprojekte (GEA Improvement Projects - GIP), systematisch dokumentiert. Dabei werden übernommene Unternehmen zeitnah in die Strukturen des Verbesserungssystems eingegliedert. Im Geschäftsjahr 2011 wurde die GEA vom Zentrum Ideenmanagement (ZI) für ihr Ideenmanagement als Branchensieger "Bestes Ideenmanagement Maschinen- und Anlagenbau" geehrt und rangierte überdies branchenübergreifend bundesweit auf Rang 3. Insgesamt wurden 2011 durch über 15.000 Ideen von Mitarbeitern konzernweit eingereicht sowie zusätzlich fast 850 Verbesserungsprojekte (GIP) dokumentiert. Obwohl noch nicht alle dieser Mitarbeiterideen abschließend bewertet werden konnten, wurden bereits mehr als 8.000 Ideen und damit 53 Prozent in 2011 erfolgreich umgesetzt. Der Jahres-Netto-Nutzen aus dem i²m Verbesserungssystem für die GEA Group betrug nach über 13 Mio. EUR im Vorjahr in 2011 knapp 22 Mio. EUR. Neben dem wirtschaftlichen Nutzen stärkt i²m die Unternehmenskultur durch aktive Einbeziehung der Mitarbeiter und motiviert sie zur Mitgestaltung ihres Unternehmens. Dieses Engagement wurde 2011 mit Prämien für realisierte Ideen in Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie Anerkennungsprämien und zahlreichen Sachprämien honoriert. GEA Performance Share PlanDie GEA Group Aktiengesellschaft hat im Juli 2006 für die Führungskräfte der ersten beiden Vertragsstufen unterhalb des Vorstands ein langfristiges Vergütungsprogramm aufgelegt, das seit 2008 auf die dritte Vertragsstufe ausgedehnt wurde. Dabei mussten alle Teilnehmer wie in den Vorjahren ein Eigeninvestment in Höhe von 20 Prozent der zugeteilten Performance Shares leisten. Im Juli 2011 wurde für diese drei Managementebenen eine sechste Tranche mit einer Beteiligungsquote von 60 Prozent aufgelegt. Das GEA Performance Share Programm läuft jeweils über drei Jahre. Die dritte Tranche, die im Sommer 2008 aufgelegt worden war, kam nicht zur Auszahlung, weil sich die Aktie der GEA Group im damaligen dreijährigen Referenzzeitraum nicht besser als ausgewählte MDAX-Unternehmen entwickelt hatte. Performance ManagementFür Führungskräfte werden weltweit Leistungsbeurteilungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Mithilfe von standardisierten Verfahren werden die für das Unternehmen wichtigen Kompetenzen wie Leistungs- und Ergebnisorientierung, Durchsetzungsfähigkeit, Kommunikation, Führung, Verbindlichkeit, Einsatz von Management-Tools und Kreativität sowohl aus der Perspektive der Vorgesetzten als auch der Mitarbeiter beurteilt. Die Ergebnisse stellen dabei eine Grundlage für die Gestaltung von individuellen Entwicklungsplänen sowie der langfristigen Personal- und Nachfolgeplanung dar. GEA Group AcademyDie GEA Group Academy ist das zentrale Weiterbildungs- und Trainingsprogramm für alle Führungskräfte und alle Mitarbeiter unterhalb der Führungsebene. Im Geschäftsjahr 2011 bot die GEA Group Academy Trainings zu einer Vielzahl von Management- und Führungsthemen an internationalen Standorten der GEA an. Die Angebote sind wie schon im Vorjahr in Kooperation mit einem international anerkannten Partner veranstaltet worden. Global Business ConsortiumDie GEA ist in das Global Business Consortium der London Business School aufgenommen worden, an der Top-Führungskräfte verschiedener, international renommierter Unternehmen ihre strategische Kompetenz, unter anderem anhand von Fallstudien, weiter vertiefen können. Die Vorstände der beteiligten Unternehmen sind durch Vorträge und als Teilnehmer an Diskussionsrunden aktiv in den Programmablauf eingebunden. Talent ManagementIm Jahr 2011 wurde neben dem Entwicklungs-Assessment-Center "Professionals on Stage", welches zur Identifizierung von künftigen Führungskräften dient und sich weltweit an Mitarbeiter mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung wendet, ein weiteres Talentfindungs- und Talententwicklungsprogramm "First Professional Program" für High Potentials eingeführt. In drei Modulen werden Nachwuchsführungskräfte, die seit mindestens 2 Jahren bei der GEA Group beschäftigt sind, gezielt in Hinblick auf ihre Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation, Konfliktlösung, Mitarbeiterführung und im Management von Veränderungsprozessen geschult. Das bisher nur in der Konzernleitung angebotene Traineeprogramm für Hochschulabsolventen wurde im Geschäftsjahr 2011 gemeinsam mit den Segmenten weiterentwickelt und auf diese ausgeweitet. Sowohl in kaufmännischen als auch in technischen Bereichen werden die Trainees segmentübergreifend über einen Zeitraum von 18 Monaten in in- und ausländischen Unternehmen der GEA auf künftige Management-Aufgaben vorbereitet. PersonalmarketingZur Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität und zur ersten Kontaktaufnahme für Interessenten wurde im Internet das Karriereportal "www.GEA-people.com" weiter ausgebaut. Außerdem hat sich die GEA auch im Jahr 2011 regelmäßig auf Hochschulmessen präsentiert und sich in der Nachwuchsförderung im Ingenieurbereich engagiert. So ermöglichte das Unternehmen im Rahmen der Initiative "Technik ist Zukunft" Schülergruppen, sich über das Berufsbild des Ingenieurs umfassend zu informieren sowie Einblicke in die Produktionsstätten zu erhalten. EntwicklungsmaßnahmenGEA setzt auf einen exzellent ausgebildeten Nachwuchs und bietet Duale Studiengänge in Kooperation mit dem Institut an der Fachhochschule Osnabrück an. Die dualen Ausbildungsgänge führen in sechs Semestern zu Bachelorabschlüssen in verschiedenen Fachbereichen. Führungskräfte bei der GEA haben die Möglichkeit, ein berufsbegleitendes MBA-Studium im internationalen Umfeld zu absolvieren. Diesbezüglich sind Kooperationen mit der Universität Mannheim, der London Business School, INSEAD und der Harvard University etabliert worden. Weitere Ausführungen zum Thema Personal können der Karriereseite www.GEA-people.com sowie dem gesondert veröffentlichten Personalbericht der GEA Group entnommen werden. Diversity und UnternehmenswerteDie GEA agiert in einem anspruchsvollen internationalen Marktumfeld mit einer Vielzahl von Akteuren, die auf unterschiedlichste Weise auf das Unternehmen einwirken - von den Wettbewerbern und Kunden, über die Mitarbeiter bis hin zu Staat und Gesellschaft. Den vielfältigen Herausforderungen dieses kulturell sehr unterschiedlich geprägten Umfelds begegnet ein Unternehmen durch Verständnis für Vielfalt; und es schafft aktiv Vielfalt im Inneren: Die GEA hat erkannt, dass "Diversity" ein strategischer Erfolgsfaktor ist. Vielfalt bedeutet Stärke. Daher hat die GEA seit Januar 2011 auf Ebene der Konzernleitung ein Corporate Diversity Management etabliert. Grundlage ist der nachhaltige Anspruch, Diversity zu einem elementaren Bestandteil der GEA Unternehmenskultur werden zu lassen und damit das Geschäft aller Bereiche zu unterstützen. Bei Personalbeschaffungsmaßnahmen liegt nun ein Augenmerk darauf, Diversity-Gesichtspunkte standardmäßig einzubeziehen. Eines der Ziele ist es, mehr Frauen für die GEA zu gewinnen und mehr weibliche Talente in den internen Förderinitiativen zu berücksichtigen. In einem ersten Schritt soll zum Beispiel ein Frauenanteil von mindestens 20 Prozent über alle Förderinitiativen hinweg erreicht werden. Das Diversity Management soll darüber hinaus die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Potenzialträger und Talente zuverlässig identifiziert werden können. Der gesamte Führungsnachwuchs der GEA soll gemäß den genannten Diversity-Kriterien gefördert werden. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Unternehmenskultur hat die GEA Group damit begonnen, Diversity mit den Unternehmenswerten zu verzahnen. In diesem Zusammenspiel ist Diversity Motor des Wandels hin zu mehr Vielfalt im Denken und Handeln, wobei die Werte die Richtung weisen. Im Laufe der letzten beiden Jahre sind die GEA Werte - Spitzenleistung, Verbindlichkeit, Integrität, Leidenschaft und GEA-versity - erarbeitet und in interaktiven Workshops eingeführt worden. Dieser Prozess hat weltweit alle Mitarbeiter der GEA in einem konstruktiven Dialog einbezogen. Um das Diversity Management nachhaltig zu institutionalisieren, ist in allen Segmenten eine Diversity Organisation aufgebaut worden. Das internationale Team der Diversity-Manager mit Frauen und Männern aus verschiedensten Funktionen bringt damit beispielhafte Voraussetzungen mit, Diversity in der GEA glaubwürdig vertreten zu können. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GEA Group AktiengesellschaftErgänzend zur Konzernberichterstattung wird im Folgenden die Entwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft (Konzernleitung) erläutert. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er wird hier in Kurzfassung dargestellt. Vermögenslage der GEA Group AG (HGB) (in Mio. EUR)scroll
Der Anstieg der Bilanzsumme um 645,2 Mio. EUR resultiert überwiegend aus der Erhöhung der Finanzanlagen um 528,5 Mio. EUR und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der kurzfristigen Konzernfinanzierung um 258,1 Mio. EUR, während die flüssigen Mittel gegenüber dem Vorjahr akquisitionsbedingt um 151,1 Mio. EUR zurück gegangen sind. Die Veränderung der Finanzanlagen resultiert dabei im Wesentlichen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die der dauerhaften Finanzierung der Tochterunternehmen dienen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren insbesondere aus kurzfristigen Mittelaufnahmen von Tochterunternehmen im Rahmen des Konzern Cash-Poolings. Auf der Passivseite ist der Anteil des Eigenkapitals um 2,9 Prozentpunkte auf 31,4 Prozent zurückgegangen, obwohl es um 95,1 Mio. EUR zugenommen hat. Die Rückstellungen sind leicht um 4,6 Mio. EUR gestiegen. Akquisitionsbedingt sind die Verbindlichkeiten aus der Anleihe und gegenüber Kreditinstituten um 347,9 Mio. EUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Rahmen der kurzfristigen Konzernfinanzierung haben um 183,6 Mio. EUR zugenommen; dieser Anstieg ist aber im Zusammenhang mit der gleichgerichteten Entwicklung auf der Aktivseite zu sehen. Im Geschäftsjahr 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat insgesamt 68,0 Mio. EUR den Gewinnrücklagen zugeführt. Gewinn- und Verlustrechnung der GEA Group AG (HGB) (in Mio. EUR)scroll
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund höherer ergebnisabhängiger Bezüge und der erstmaligen Zuführung für neue Pensionszusagen um 4,7 Mio. EUR gestiegen. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen werden die Währungskursgewinne und -verluste aus eigenen Sicherungsgeschäften und solchen für verbundene Unternehmen wie im Vorjahr brutto ausgewiesen. Der Saldo aus entsprechenden Erträgen in Höhe von 64,5 Mio. EUR und Aufwendungen von 76,0 Mio. EUR ergibt einen Nettoaufwand aus Kursverlusten von 11,5 Mio. EUR (Vorjahr Ertrag 1,0 Mio. EUR). Zu dem gestiegenen Aufwand haben insbesondere unrealisierte Verluste gemäß § 256a HGB von 9,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) geführt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben den Währungskursgewinnen im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an Tochtergesellschaften und aus Nebengeschäften sowie aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben den Währungskursverlusten vor allem Gutachten- und Beratungskosten sowie Fremdlieferungen und -leistungen. Das Beteiligungsergebnis setzt sich im Wesentlichen aus Erträgen und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen, Dividenden sowie Zu- und Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen zusammen. Aufgrund ihrer Finanzierungsfunktion für den Konzern hat die folgende Cash-Flow-Betrachtung nur eine eingeschränkte Aussagekraft. scroll
GewinnverwendungsvorschlagDer handelsrechtliche Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft weist einen Jahresüberschuss von 168,6 Mio. EUR aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben aus diesem gemäß § 58 Absatz 2 Satz 1 AktG einen Betrag von 68,0 Mio. EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 101,4 Mio. EUR eine Dividende von 0,55 EUR je Aktie für insgesamt 183.807.845 Aktien an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von 0,3 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Die Auszahlung der Dividende erfolgt aus dem steuerlichen Einlagekonto (§ 27 KStG) und daher ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende im Jahr der Zahlung grundsätzlich nicht der laufenden Besteuerung. Nach allgemeiner Auffassung stellt die Dividendenzahlung aus dem steuerlichen Einlagekonto eine Rückgewähr von Einlagen dar, die zu einer nachträglichen Reduzierung der Anschaffungskosten für die Aktien beitragen. Dies kann zu einer Besteuerung höherer Veräußerungsgewinne bei späteren Aktienverkäufen führen. Erläuternde Angaben gem. § 289 Abs. 4, 5 und § 315 Abs. 4, Abs. 2 Nr. 5 HGBZusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Beschränkungen von RechtenDas gezeichnete Kapital der GEA Group Aktiengesellschaft betrug zum 31. Dezember 2011 unverändert 496.890.368,79 EUR und ist in 183.807.845 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien sind sämtlich Stammaktien. Die Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Teilnahme am GEA Performance Share Programm erfordert ein Eigeninvestment der Teilnehmer in GEA Aktien, die einer Haltepflicht von drei Jahren unterliegen. Bei Verstoß erlischt die Teilnahmeberechtigung. Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreitenZum 31. Dezember 2011 bestand keine Beteiligung an der Gesellschaft, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreitet. Vorschriften über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie über SatzungsänderungenDer Vorstand wird gemäß den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG bestellt und abberufen. Gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung der GEA Group Aktiengesellschaft können Satzungsänderungen, soweit gesetzlich zulässig, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst werden. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Im Übrigen gilt für Satzungsänderungen § 179 AktG. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von AktienGemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2012 das Grundkapital um bis zu 77 Mio. EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. April 2015 das Grundkapital um bis zu 72 Mio. EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in Höhe eines Teilbetrags von 50 Mio. EUR das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen auszuschließen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. April 2014 das Grundkapital um bis zu 99 Mio. EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital III) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen auszuschließen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Dieser Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist auf insgesamt höchstens 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital I, II und III sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Das Grundkapital wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. April 2010 um bis zu 48.660 T EUR, eingeteilt in bis zu 18 Mio. Stück Inhaberaktien, bedingt erhöht (§ 4 Abs. 7 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 21. April 2010 bis zum 20. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder soweit die GEA Group Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft zu gewähren, und soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien bzw. Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen ab Beginn des Geschäftsjahrs, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Das Grundkapital ist um weitere 3.211 T EUR, eingeteilt in 1.188.791 Stück Inhaberaktien, bedingt erhöht (§ 4 Abs. 6 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung einer Abfindung in Aktien der Gesellschaft an die außenstehenden Aktionäre der ehemaligen GEA Aktiengesellschaft, Bochum, gemäß § 5 des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages der ehemaligen Metallgesellschaft AG mit der ehemaligen GEA Aktiengesellschaft vom 29. Juni 1999. Über die Angemessenheit der im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag festgelegten Ausgleichszahlung und Abfindung ist ein Spruchverfahren vor dem Landgericht Dortmund rechtshängig (siehe dazu auch Seite 75). Gemäß der Satzungsbestimmung wird die bedingte Kapitalerhöhung nur soweit durchgeführt, wie die außenstehenden Aktionäre der damaligen GEA Aktiengesellschaft von einem Abfindungsanspruch Gebrauch machen. Die GEA Group Aktiengesellschaft ist durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 21. April 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 20. April 2015. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Anschließend dürfen die Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwendet werden, insbesondere auch eingezogen, zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen verwendet, im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen auf Dritte übertragen oder in anderer Weise veräußert werden. Die weiteren Einzelheiten der Beschlussfassung der Hauptversammlung des Jahres 2010 zum Aktienrückkauf sind in der Einladung zur Hauptversammlung, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 11. März 2010, nachzulesen. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehenBezogen auf die syndizierte Kreditlinie ("Club Deal") in Höhe von 650 Mio. EUR können die einzelnen Kreditgeber im Falle eines Kontrollwechsels Neuziehungen ablehnen. Bereits laufende Ziehungen dürfen mit zwanzigtägiger Vorlaufzeit fällig gestellt und die entsprechende Linie gekündigt werden. Bei der Anleihe in Höhe von 400 Mio. EUR hat jeder Anleihegläubiger das Recht, die Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen durch die Emittentin zum Nennbetrag, zuzüglich aufgelaufener Zinsen, zu verlangen, wenn ein Kontrollwechsel eintritt und es innerhalb von 90 Tagen nach dem Eintritt des Kontrollwechsels zu einer Absenkung des Ratings in ein Non-Investmentgrade-Kreditrating aufgrund des Kontrollwechsels kommt. Zur Ausübung dieses Rechts auf vorzeitige Rückzahlung muss der Anleihegläubiger innerhalb eines Zeitraums von 45 Tagen nach Veröffentlichung des Ereignisses durch die Emittentin eine entsprechende Ausübungserklärung einreichen. Bei dem Schuldscheindarlehen in Höhe von 128 Mio. EUR sind die Darlehensgeber im Falle eines Kontrollwechsels berechtigt, die vorzeitige Rückzahlung ihrer Darlehensforderung einschließlich Zinsen bis zum Stichtag der vorzeitigen Rückzahlung zu verlangen. Der Stichtag wird durch die Darlehensnehmerin festgelegt. Er darf nicht weniger als 60 und nicht mehr als 90 Tage nach dem Zeitpunkt liegen, an dem die Darlehensnehmerin Kenntnis von dem Kontrollwechsel erlangt und dies den Darlehensgebern über die Zahlstelle mitgeteilt hat. Bezogen auf die Kreditverträge mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 90 Mio. EUR und 56 Mio. EUR ist die Bank im Falle eines Kontrollwechsels nicht mehr zu Auszahlungen verpflichtet. Die Darlehensnehmerin ist verpflichtet, auf schriftliches Verlangen der KfW spätestens am nächsten Zinszahlungstermin das Darlehen, zuzüglich angefallener Zinsen, zurückzuzahlen. Bei dem Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 150 Mio. EUR ist die Bank im Fall eines Kontrollwechsels berechtigt, das Darlehen zu kündigen und die vorzeitige Rückzahlung des Darlehens, zuzüglich aufgelaufener Zinsen, zu verlangen. Die Darlehensnehmerin ist in diesem Fall verpflichtet, den Betrag zu dem von der Bank bezeichneten Datum zurückzuzahlen, welches nicht früher als 30 Tage nach dem Rückzahlungsverlangen liegen darf. Für einen Avalkredit in Höhe von 100 Mio. USD für Tochtergesellschaften in den USA darf der Kreditgeber im Fall eines Kontrollwechsels innerhalb von 30 Tagen Gespräche bezüglich neuer Vereinbarungen verlangen. Wenn es zu keiner Einigung kommt, kann der Kreditgeber mit sofortiger Wirkung Sicherheiten für alle ausstehenden Avale verlangen. Kommt es zu einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle, so verfallen alle Performance Shares aus dem GEA Performance Share Plan. Für die verfallenen Performance Shares erhalten die Führungskräfte, die an dem Programm teilgenommen haben, eine Entschädigungszahlung. Diese entspricht dem jeweils zugeteilten Zielwert. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge und des GEA Performance Share Plans liegt insbesondere dann vor, wenn die Mehrheit der Stimmrechte oder der Kapitalanteile auf eine Person oder Personengruppe übergegangen ist. Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder ArbeitnehmernIm Falle eines Kontrollwechsels ist in den Vorstandsverträgen eine Regelung zur Berechnung der Tantieme enthalten. Einzelheiten dazu sind im Vergütungsbericht ab Seite 65 dargestellt. Weitere Entschädigungsvereinbarungen mit Arbeitnehmern bestehen in Bezug auf Performance Shares aus dem GEA Performance Share Plan. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessSiehe dazu im Lagebericht unter "Risikomanagementsystem" und "Internes Kontrollsystem" auf den Seiten 72 und 73. Corporate Governance Bericht inklusive Erklärung zur UnternehmensführungEine transparente, verantwortungsvolle und auf langfristige Wertsteigerung zielende Unternehmensführung und -kontrolle hat bei der GEA Group Aktiengesellschaft einen hohen Stellenwert. Dabei richten wir unser Handeln an den anerkannten Grundsätzen der Corporate Governance aus und setzen die Anregungen und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 (bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010) weitestgehend um. Die einzige Abweichung von diesen Empfehlungen betrifft die in Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 1 des Kodex empfohlene erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder, von der weiterhin abgesehen wird. EntsprechenserklärungVorstand und Aufsichtsrat der GEA Group Aktiengesellschaft haben am 15. Dezember 2011 die nachstehend aufgeführte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.geagroup.com dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde: Die GEA Group Aktiengesellschaft entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 und wird ihnen auch in Zukunft mit der nachfolgend aufgeführten Ausnahme entsprechen:
Seit der Entsprechenserklärung vom 16. Dezember 2010 entsprach die GEA Group Aktiengesellschaft den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils geltenden Fassung mit der nachfolgend aufgeführten Ausnahme:
Erläuterung: Die Gesellschaft hält eine angemessene feste Vergütung für besser geeignet, der Beratungs- und Kontrollfunktion des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen, welche unabhängig vom Unternehmenserfolg zu erfüllen ist.
Düsseldorf, 15. Dezember 2011 Für den Aufsichtsrat Dr. Jürgen Heraeus Für den Vorstand Jürg Oleas Dr. Helmut Schmale VerhaltenskodexVorstand und Aufsichtsrat haben einen Verhaltenskodex aufgestellt, der für die geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns die Beachtung sämtlicher Gesetze und hoher ethischer Standards vorschreibt. Der Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiter verbindlich. Er wird durch Richtlinien zu Einzelthemen ergänzt, insbesondere durch die Antikorruptionsrichtlinie. Schließlich wurden gemeinsam mit dem Europäischen Betriebsrat Grundsätze sozialer Verantwortung ("Codes of Conduct") vereinbart, die ethische, soziale und rechtliche Standards festlegen, welche für alle Mitarbeiter der GEA Group bindend sind. Der Verhaltenskodex, die Antikorruptionsrichtlinie und weitere Informationen sind auf der Internetseite der GEA Group Aktiengesellschaft unter Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht. Compliance OrganisationCompliance als Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch Konzernunternehmen ist bei der GEA Group eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Dazu wurde bereits vor Jahren eine Compliance Organisation aufgebaut. So wurde ein Chief Compliance Officer bestellt, der an den Vorstandsvorsitzenden sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet. Zusätzlich wurde für jedes Segment ein Segment Compliance Officer und für jede operative Gesellschaft ein Company Compliance Manager benannt. Darüber hinaus wurde 2010 ein Compliance Committee eingerichtet, welches den Chief Compliance Officer berät. Die Mitglieder der Compliance Organisation treffen sich regelmäßig, um über neueste Entwicklungen und mögliche Auswirkungen bzw. Ergänzungen des Compliance Programms der GEA Group zu beraten. Präsenz- und webbasierte Schulungen der für Compliance zuständigen Konzern-Mitarbeiter hinsichtlich der Regelungen, die im Gesetz, dem Verhaltenskodex und ergänzenden Compliance Richtlinien der GEA Group enthalten sind, runden das umfangreiche Compliance Programm der GEA Group ab. Verantwortungsvoller Umgang mit RisikenDie GEA Group Aktiengesellschaft ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Nachhaltiges Wachstum lässt sich allerdings nur erreichen, wenn neben den Chancen auch die Risiken unternehmerischen Handelns erkannt und angemessen berücksichtigt werden. Ein effektives Kontroll- und Risikomanagementsystem gehört daher zu den Kernelementen der Corporate Governance bei der GEA Group Aktiengesellschaft. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie auf den Seiten 72 ff. und 119 ff. dieses Geschäftsberichts. Transparenz in Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie GEA Group Aktiengesellschaft verpflichtet sich zu einer transparenten Berichterstattung. Der Konzernabschluss und die Quartalsberichte der Gesellschaft werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft basiert auf dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Der Aufsichtsrat beauftragt den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss stimmt mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte ab und verhandelt das Honorar. Dabei wird sichergestellt, dass die Arbeit des Abschlussprüfers nicht durch Interessenkonflikte beeinträchtigt wird. Neben dem Konzern- und Jahresabschluss werden auch die Halbjahres- und Quartalsberichte vom Prüfungsausschuss - wie in Ziffer 7.1.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen - mit dem Vorstand erörtert. Ausführliche BerichterstattungDie GEA Group Aktiengesellschaft kommuniziert offen, aktiv und ausführlich. Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten und die interessierte Öffentlichkeit werden von der GEA Group Aktiengesellschaft regelmäßig, zeitnah und gleichberechtigt über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen informiert. Ein wichtiges Medium hierzu ist die Internetseite des Unternehmens. Dort findet man die Geschäfts- und Zwischenberichte, Pressemitteilungen, Ad-hoc- und sonstige Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, den Finanzkalender sowie andere relevante Informationen in deutscher und englischer Sprache. Darüber hinaus werden regelmäßig Analysten- und Pressekonferenzen sowie Veranstaltungen für Investoren durchgeführt. Sämtliche Präsentationen dieser Veranstaltungen sind ebenfalls auf unserer Internetseite unter Investor Relations / Präsentationen abrufbar. Directors' Dealings und Aktienbesitz von OrganmitgliedernMitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates oder ihnen nahe stehende Personen sind gemäß § 15a WpHG verpflichtet, meldepflichtige Geschäfte in Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn die in einem Kalenderjahr getätigten Geschäfte die Grenze von 5.000 EUR erreichen oder überschreiten. Der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Geschäft gemeldet; es ist auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft beträgt weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Wertpapierorientiertes Vergütungsprogramm für leitende Mitarbeiter der GesellschaftMit Wirkung zum 1. Juli 2006 hat die GEA Group Aktiengesellschaft für die Führungskräfte der ersten beiden Vertragsstufen unterhalb des Vorstands unter dem Namen "GEA Performance Share Plan" ein langfristiges, am Aktienkurs orientiertes Vergütungsprogramm aufgelegt. Dieses Programm wurde im Geschäftsjahr 2008 auch auf die Führungskräfte der dritten Vertragsstufe ausgedehnt. Einzelheiten hierzu finden Sie auf Seite 50 und unter Ziffer 7.3.4 (Seite 156 f.) des Anhangs. Unternehmensführung und -kontrolle: Vorstand und AufsichtsratDer Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft, der aus drei Mitgliedern besteht, ist das Leitungsorgan des Konzerns. Der Aufsichtsrat - der aus zwölf Mitgliedern besteht, von denen jeweils die Hälfte Anteilseigner- bzw. Arbeitnehmervertreter sind - berät und überwacht den Vorstand. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen; ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. VorstandDer Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Kontroll- und Risikomanagementsystems und der Compliance. Für bedeutende Geschäftsvorgänge legen die Satzung und Geschäftsordnungen Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest. Weitere Informationen zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern finden Sie auf den Seiten 8 und 209 dieses Geschäftsberichts. AufsichtsratDer Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Im Regelfall finden in jedem Kalenderjahr 5 Sitzungen des Aufsichtsrats statt, an denen die Mitglieder des Vorstands teilnehmen, soweit der Vorsitzende des Aufsichtsrats nichts anderes bestimmt. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in der Regel in diesen Sitzungen gefasst. Auf Anordnung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und wenn die Mehrheit seiner Mitglieder nicht unverzüglich widerspricht, können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen durch schriftliche oder telefonische Stimmabgabe gefasst werden. Von dieser Möglichkeit wird jedoch im Regelfall nur in eilbedürftigen Fällen Gebrauch gemacht. Beschlüsse bedürfen der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht gesetzlich eine andere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist. Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse richten sich bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie bei der Besetzung des Aufsichtsrats danach, neben einer ausgewogenen fachlichen und persönlichen Qualifikation das Kriterium der Vielfalt nachhaltig zu beachten. Am 16. Dezember 2010 wurden für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats konkrete Ziele festgelegt. Diese Ziele wurden im Corporate Governance Bericht des Geschäftsberichts 2010 veröffentlicht, der auf der Internetseite des Unternehmens unter Investor Relations weiter zugänglich ist. Die Ziele beinhalten neben dem Thema Frauenbeteiligung insbesondere weitere Kriterien für eine heterogene Besetzung des Aufsichtsrats - darunter fachliche Eignung, Branchenkenntnisse, internationale Erfahrung und nicht zuletzt Unabhängigkeit. Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sollen sich aber auch unter Berücksichtigung dieser Ziele weiterhin am Wohl des Unternehmens orientieren. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannte Zielzusammensetzung in seiner Sitzung vom 15. Dezember 2011 nochmals bestätigt. Im Geschäftsjahr 2011 endeten die Mandate der Aufsichtsratsmitglieder mit Ablauf der Hauptversammlung am 21. April 2011 (zur Neubesetzung siehe auch den Bericht des Aufsichtsrats auf Seite 207 f.). Die beschlossenen Ziele wurden beim Wahlvorschlag an die Hauptversammlung 2011 berücksichtigt. Seit dieser Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat mit Frau Spence auf der Anteilseignerseite und Frau Kerkemeier auf der Arbeitnehmerseite zwei weibliche Mitglieder. Nachdem am 7. Juli 2011 Herr Ammer sein Aufsichtsratsmandat aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte, wurde Prof. Dr. Bauer als Aktionärsvertreter durch Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf am 4. August 2011 - befristet bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2012 - gerichtlich als Aufsichtsratsmitglied bestellt. Der Aufsichtsrat hat über den Vorschlag an die Hauptversammlung 2012, Prof. Dr. Bauer als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat zu wählen, in Nominierungsausschuss und Plenum beraten. Beide Gremien halten die Wahl von Herrn Prof. Dr. Bauer insbesondere vor dem Hintergrund seiner Kenntnisse im Bereich der Nahrungsmittelprozesstechnik, Erfahrungen im Bereich der Gremienarbeit und umfangreichen Technologie- und Marktkenntnisse für sachgerecht. Ausschüsse des AufsichtsratsDie Arbeit des Aufsichtsrats wird durch Ausschüsse unterstützt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um das Präsidium und den Prüfungsausschuss. Daneben gibt es noch den gesetzlich zu bildenden Vermittlungsausschuss sowie den vom Corporate Governance Kodex empfohlenen Nominierungsausschuss. Das Präsidium, der Prüfungsausschuss und der Vermittlungsausschuss bestehen aus jeweils vier Mitgliedern und sind paritätisch mit Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern besetzt. Der Nominierungsausschuss besteht grundsätzlich aus drei Mitgliedern, die gemäß Ziffer 5.3.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich Anteilseignervertreter sind. Das Präsidium und der Prüfungsausschuss treten jeweils im Regelfall zu vier Sitzungen im Kalenderjahr zusammen. Beschlüsse von Präsidium und Prüfungsausschuss werden in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit der Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Beschlussgegenstand der jeweilige Vorsitzende eine zweite Stimme. Der Nominierungs- und der Vermittlungsausschuss treten bei Bedarf zusammen. Aufgabe des Präsidiums ist unter anderem die Vorbereitung der Sitzungen des Aufsichtsrats. Darüber hinaus ist das Präsidium insbesondere zuständig für die Regelung der rechtlichen Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den einzelnen Vorstandsmitgliedern sowie die Nachfolgeplanung für den Vorstand. Entscheidungen über das Vergütungssystem des Vorstandes, die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und deren Bestellung und Abberufung sind dabei dem Gesamtaufsichtsrat vorbehalten. Der Prüfungsausschuss ist vornehmlich zuständig für Fragen der Rechnungslegung, des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems einschließlich der internen Revision sowie für die erforderliche Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Er überprüft außerdem sowohl die Einhaltung von wesentlichen Rechtsvorschriften und behördlichen Regelungen als auch der internen Richtlinien einschließlich des Verhaltenskodexes des GEA Group Konzerns (Compliance). Der Vermittlungsausschuss hat die ihm gemäß §§ 27, 31 MitbestG obliegenden Aufgaben. Die Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Weitere Informationen über die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie auf den Seiten 209 und 210 dieses Geschäftsberichts. Der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 204 bis 208 dieses Geschäftsberichts informiert darüber hinaus über weitere Details zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Berichtsjahr 2011. Die nach § 289a HGB abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung ist nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Vergütungsbericht(Bestandteil des Corporate Governance Berichts und des Lageberichts)VorstandsvergütungDie Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Das jährliche Fixum betrug bei Herrn Oleas im Berichtsjahr 1.250.000 EUR, bei Herrn Dr. Schmale 625.000 EUR. Ab 1. April 2012 wird das jährliche Fixgehalt von Herrn Dr. Schmale 675.000 EUR betragen. Die jährliche Festvergütung von Herrn Graugaard belief sich bis zum 31. Juli 2011 auf 600.000 EUR, wurde zum 1. August 2011 auf 621.000 EUR erhöht und wird ab 1. August 2012 um weitere 3,5 Prozent nach oben angepasst. Das Fixum wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die im Wesentlichen aus dem nach steuerrechtlichen Vorschriften anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung, den Beiträgen zur Unfallversicherung sowie - für Herrn Graugaard - der Erstattung von Kosten für die doppelte Haushaltsführung und für Heimflüge an den Heimatwohnort bestehen. Zuschüsse zu Vorsorgeaufwendungen werden Herrn Dr. Schmale gegen Nachweis maximal bis zur Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung gewährt. Herr Graugaard erhält anstelle einer Pensionszusage 12,5 Prozent des Festgehalts für eine private Rentenversicherung, begrenzt auf die Laufzeit seines Dienstvertrags. Die sonstigen Pensionszusagen für die Vorstandsmitglieder sind unten sowie in der nachfolgenden Tabelle "Individuelle Wertrechte und Pensionszusage der Vorstände 2011" aufgeführt. Die erfolgsbezogene Vergütung (Tantieme) enthält eine ROCE-Komponente (Return on Capital Employed = Rendite auf das eingesetzte Kapital), eine Aktienkurskomponente und eine persönliche Leistungskomponente. Jede der vorgenannten Komponenten hat in Bezug auf die festgelegte Basistantieme eine Gewichtung von je einem Drittel. Der jeweilige Zielbetrag für jede Tantieme-Komponente wird je nach Zielüber- oder -unterschreitung angepasst. Die Basistantieme entspricht betragsmäßig der jeweiligen - oben aufgeführten - jährlichen Festvergütung. Sie betrug bei Herrn Oleas im Berichtsjahr 1.250.000 EUR, bei Herrn Dr. Schmale 625.000 EUR und bei Herrn Graugaard 608.750 EUR. Die Höhe der ROCE-Komponente entspricht dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum im Durchschnitt der letzten 12 Monate eingesetzten Kapital (Capital Employed). Eine Auszahlung aus dieser Tantieme-Komponente richtet sich danach, ob und in welcher Höhe der vom Aufsichtsrat festgelegte ROCE-Zielwert des jeweiligen Geschäftsjahrs erreicht wurde. Wird er erreicht, hat der Vorstand Anspruch auf 100 Prozent des Zielbetrags. Je 0,1 Prozentpunkte, um den der ROCE-Zielwert über- bzw. unterschritten wurde, wird der entsprechende Zielbetrag um 2 Prozent erhöht bzw. herabgesetzt. Für das Jahr 2011 betrug der ROCE-Zielwert 20,0 Prozent, wobei in der Berechnung Effekte aus der Akquisition der ehemaligen GEA AG durch die damalige Metallgesellschaft AG im Jahre 1999 (einschließlich der Goodwill-Erhöhung aus dem aus dieser Transaktion resultierenden Spruchverfahren) und der Akquisition der CFS (jetzt das Segment GEA Convenience-Food Technologies) in 2011 nicht berücksichtigt wurden. Der tatsächlich im Berichtsjahr für Zwecke der vertraglichen Tantieme erreichte ROCE betrug 26,2 Prozent. Dieser Wert wurde unter Berücksichtigung der vorgenannten Anpassungen aus dem für die GEA Group in 2011 ausgewiesenen, nicht um die Effekte der CFS Akquisition bereinigten ROCE in Höhe von 20,5 Prozent (vgl. Seite 184 dieses Geschäftsberichts) hergeleitet. Daraus ergab sich ein Zielerreichungsgrad von 224 Prozent für diese Komponente. Bei der Aktienkurskomponente erhält der Vorstand im Regelfall eine Auszahlung, wenn die Entwicklung der GEA Aktie im vierten Quartal des Bezugsjahres im Vergleich mit dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahrs nicht schlechter war als die Entwicklung des MDAX. Entspricht der Kursanstieg der GEA Aktie der Steigerungsrate des MDAX, beträgt die ausgezahlte Summe 75 Prozent des auf diesen Tantieme-Anteil entfallenden Zielbetrags. Erst wenn der Wertzuwachs der GEA Aktie 20 Prozent über der Steigerung des MDAX liegt, erhält der Vorstand den vollen Betrag von einem Drittel der Basistantieme. Bei Steigerungsraten über oder unter 20 Prozent im Vergleich zur MDAX-Entwicklung wird der Auszahlungsbetrag entsprechend erhöht bzw. vermindert. Hat die GEA Aktie bei fallenden Kursen im Vergleich zum MDAX besser abgeschnitten (d. h. der Kurs der GEA Aktie ist weniger stark gefallen als die allgemeine MDAX-Entwicklung), kann der Aufsichtsrat innerhalb der bestehenden Deckelung (siehe unten zu Cap 1 und Cap 2) nach freiem Ermessen eine Auszahlung beschließen. Das Gleiche gilt, wenn - wie im Geschäftsjahr 2011 - bei fallendem MDAX die GEA Aktie gestiegen ist. In Anlehnung an die gegenüber dem Vorjahr deutlich bessere Entwicklung der GEA Aktie zum MDAX hat der Aufsichtsrat für die Aktienkurskomponente 2011 eine Zielerreichung von 123 Prozent zugrunde gelegt. Die persönliche Leistungskomponente hängt von der Erreichung der für jedes Vorstandsmitglied zu Beginn des Geschäftsjahrs vom Aufsichtsrat individuell festgelegten Ziele ab. Der Zielerreichungsgrad wird insbesondere auch unter Berücksichtigung des Kriteriums einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2011 wurde bei allen Vorstandsmitgliedern insoweit eine Zielerreichung von 87,5 Prozent zugrunde gelegt. Der Gesamtzielerreichungsgrad für sämtliche Tantiemebestandteile betrug im Berichtsjahr für alle Vorstände 145 Prozent der Basistantieme. Die ermittelte Tantieme ist zur Hälfte zahlbar mit der ersten Gehaltsabrechnung nach der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung ("kurzfristige Tantieme"). Dieser Tantiemeanteil ist bei Ziel-Übererfüllung auf 75 Prozent der jährlichen Basistantieme begrenzt (Cap 1). Für Zwecke einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung wird die andere Hälfte der ermittelten Tantieme in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgewandelt, deren Auszahlungswert nach Ablauf einer Haltefrist von 3 Jahren ermittelt wird. Der dafür maßgebliche Aktienkurs ist der Mittelwert der täglichen Schlusskurse im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den Börsenhandelstagen des Dreimonatszeitraums, der einen Monat vor der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahrs, in dem die Haltefrist ausläuft, endet. Dem ermittelten Wert werden die während der Haltefrist je Aktie ausgeschütteten Dividenden zugerechnet. Der danach auszuzahlende Betrag ("langfristige Tantieme") ist auf 300 Prozent der jährlichen Basistantieme begrenzt (Cap 2). Die Auszahlung der langfristigen Tantieme wird nach Ermittlung des jeweiligen Betrages mit der nächsten Gehaltsabrechnung fällig. Bei Beendigung des Vorstandsvertrags wird die Haltefrist von 3 Jahren auf 1 Jahr, gerechnet ab dem Beendigungszeitpunkt, reduziert. Die Ermittlung des Auszahlungswerts erfolgt dann sinngemäß nach den obigen Regelungen. Die kurzfristige und langfristige Tantieme zusammen sind damit in jedem Fall auf 375 Prozent der Basistantieme des Geschäftsjahrs, auf das sich die Tantieme bezieht, begrenzt. Die dienstvertragliche Pensionszusage des Vorstandsvorsitzenden, Jürg Oleas, beträgt maximal 360.000 EUR p.a., die nach 18 Dienstjahren (Ende April 2019) voll erdient ist. Gemäß dieser Zusage wird eine Pension gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Jürg Oleas vor Vollendung von 18 Dienstjahren, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld, zahlbar ab Vollendung des 62. Lebensjahrs. Dieses wird aus dem Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit zu dem Zeitraum von 18 Dienstjahren ermittelt. Scheidet Herr Oleas nach mindestens 15 Dienstjahren, aber vor Vollendung des 62. Lebensjahrs aus, so erhält er bis zur Vollendung des 62. Lebensjahrs ein Ruhegeld in Form eines Übergangsgeld von 220.000 EUR p.a.; darauf angerechnet werden bis zur Hälfte des Übergangsgelds des betreffenden Jahres eine eventuelle Abfindung sowie eventuelle andere Einkünfte aus nach dem Ausscheiden neu aufgenommenen Tätigkeiten. Die laufende Rente wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst. Die dienstvertragliche Pensionszusage des Finanzvorstands, Dr. Helmut Schmale, beträgt maximal 200.000 EUR p.a. Danach wird eine Pension gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauernde Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Dr. Helmut Schmale vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld, zahlbar ab Vollendung des 62. Lebensjahrs. Dieses wird aus dem Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit zu dem Zeitraum der maximal möglichen Dienstzeit bis zur Vollendung des 62. Lebensjahrs ermittelt. Die laufende Rente wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst. Die Herren Graugaard und Dr. Schmale haben das Recht, pro Geschäftsjahr mit einem Eigenbeitrag an dem Versorgungssystem für die Mitglieder des Vorstands durch Deferred Compensation teilzunehmen. Ein Unternehmenszuschuss wird nicht gezahlt. Die Hinterbliebenenversorgung in den Verträgen der Herren Oleas und Dr. Schmale sieht im Wesentlichen ein lebenslanges Witwengeld und daneben eine Waisenrente vor. Die lebenslange Witwenrente beträgt 60 Prozent des Ruhegehalts. Die Waisenrente beträgt einen bestimmten Prozentsatz vom Ruhegehalt und ist in der Höhe abhängig von der Anzahl der Kinder und davon, ob es sich um Vollwaisen oder Halbwaisen handelt. Der Anspruch auf Waisenrente erlischt bei Erreichen der Volljährigkeit, spätestens jedoch - falls sich das betreffende Kind noch in der Schul- bzw. Berufsausbildung befindet - mit Vollendung des 25. Lebensjahres. Witwen- und Waisenrenten dürfen zusammen den Betrag des Ruhegehalts nicht übersteigen. Für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Pensionsrückstellungen gebildet. Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen für die am Ende des Berichtsjahres aktiven Vorstandsmitglieder sind auf Basis von IFRS in der nachstehenden Tabelle einzeln aufgeführt. Die entsprechenden Beträge setzen sich aus den sogenannten Dienstzeitaufwendungen (service cost) und den Zinsaufwendungen (interest cost) zusammen. Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Eigenkündigungsrecht zu, wenn der Aufsichtsrat seine Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden widerrufen sollte. Im Falle der Ausübung des Eigenkündigungsrechts und des Ausscheidens aus dem Vorstand steht ihm für die restlichen Monate seiner Vertragslaufzeit, jedoch maximal für 8 Monate, das entsprechende Festgehalt zu. Im Fall eines wirksamen Widerrufs der Bestellung eines Vorstandsmitglieds aufgrund eines wichtigen Grunds gemäß § 84 Abs. 3 AktG oder einer berechtigten Amtsniederlegung durch das Vorstandsmitglied analog § 84 Abs. 3 AktG endet der Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds mit Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist gemäß § 622 Abs. 1, 2 BGB. Neben der bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens erdienten Tantieme erhält das betreffende Vorstandsmitglied als Ausgleich für das vorzeitige Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft eine Abfindung in Höhe der für die restliche Vertragslaufzeit vereinbarten Gesamtvergütung. Für die Berechnung des entsprechenden Tantiemeanspruchs wird als Zielerreichungsgrad 85 Prozent zugrunde gelegt. Die Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ist auf maximal zwei volle Jahresvergütungen beschränkt. In Bezug auf ein Change-of-Control-Ereignis gilt für alle Vorstandsmitglieder die folgende Regelung: Kommt es aufgrund eines Change-of-Control-Ereignisses innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dessen Eintritt zu einer Abberufung als Vorstand der Gesellschaft oder zu einer einvernehmlichen Beendigung des Vorstands-Anstellungsvertrags, beträgt die Tantieme für das jeweilige Geschäftsjahr - soweit rechtlich, insbesondere gemäß § 87 Abs. 1 AktG zulässig - mindestens 85 Prozent der Basistantieme. Ein Change-of-Control-Ereignis in diesem Sinne liegt vor, sobald der Gesellschaft das Erreichen oder Überschreiten von 50 Prozent oder 75 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft gemäß § 21 WpHG mitgeteilt wird, mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen ein Unternehmensvertrag nach §§ 291 ff. AktG abgeschlossen wird, eine Eingliederung gemäß § 319 AktG oder ein Rechtsformwechsel der Gesellschaft nach dem Umwandlungsgesetz rechtswirksam beschlossen wird. Die gesamten Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder der GEA Group Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 6.305 T EUR (Vorjahr 4.936 T EUR) und beinhalten neben einem festen Anteil in Höhe von 2.484 T EUR (Vorjahr 2.309 T EUR) eine variable Tantieme von 3.597 T EUR (Vorjahr 2.380 T EUR), von der im Jahre 2012 nur die Hälfte (1.799 T EUR) als kurzfristige Tantieme zur Auszahlung gelangt (Vorjahr 1.190 T EUR). Die andere Hälfte wird als langfristige Tantieme nach Ablauf einer Haltefrist von drei Jahren je nach Entwicklung der GEA Aktie ausgezahlt. Fixum, Tantieme und die sonstigen Bezüge sowie die Höhe der Pensionszusagen ergeben sich in individualisierter Form aus den nachfolgenden Tabellen. Die individuelle Vergütung des Vorstands 2011 im Vergleich zum Vorjahr ist folgender Tabelle zu entnehmen: scroll
1)
wird im Anschluss an das jeweilige Geschäftsjahr
ausgezahlt Weitergehende Angaben zu den bisher gewährten virtuellen Aktien sind im Anhang unter Ziffer 7.3.4 (Seite 156 f. dieses Geschäftsberichts) enthalten. Individuelle Wertrechte und Pensionszusagen des Vorstands 2011scroll
Neues Vergütungssystem 2012Der Aufsichtsrat hat nach Vorbereitung durch das Präsidium im Berichtsjahr mehrfach über eine Neustrukturierung der Vorstandsvergütung beraten. Dabei ging es darum, eine noch größere Symmetrie des Chancen-Risiko-Profils aus Aktionärs- und Vorstandssicht herzustellen und durch die Entkopplung der kurzfristigen und langfristigen Bonus-Elemente den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu stärken. Zudem sollte ein Vergütungssystem entwickelt werden, das sich leichter auf die Führungsebenen unterhalb des Vorstands übertragen lässt und somit eine bessere Steuerung des operativen Geschäfts gewährleistet. Der Aufsichtsrat hat sich im Dezember 2011 - nach Einschaltung eines Experten, der ihn auch unter Berücksichtigung der Marktrends bei der Neuausrichtung der variablen Vergütungsstruktur beraten hat - zur Umsetzung eines neuen variablen Vergütungssystems entschlossen. Im Ergebnis führten die Diskussionen zu folgenden Regelungen ab dem Geschäftsjahr 2012: Die variable Vergütung besteht unverändert aus drei Teilen, die nunmehr voneinander unabhängig sind: 1.) eine individuelle Komponente: einjährige Bemessungsgrundlage mit persönlichen Zielen und 40 Prozent Gewichtung (mit einem Cap von 200 Prozent); 2.) eine finanzielle Komponente: mehrjährige rückwärtsgerichtete Bemessungsgrundlage mit einer Kombination aus Cash-Flow-Aspekten und aus dem ROCE, die ebenfalls 40 Prozent Gewichtung (mit einem Cap von 250 Prozent) hat, sowie 3.) eine Aktienkurskomponente: mehrjährige zukunftsgerichtete Bemessungsgrundlage mit Vergleich der Entwicklung der GEA Aktie zu einem Vergleichsindex und einer Gewichtung von 20 Prozent (mit einem Cap von 300 Prozent). Der Gesamt-Cap sinkt somit von bisher 375 Prozent der Zieltantieme auf 240 Prozent. Hingegen steigt der Anteil der mehrjährigen Vergütungskomponenten auf 60 Prozent. Die individuelle Komponente beinhaltet pro Vorstandsmitglied für das maßgebliche Geschäftsjahr 3 - 5 konkrete persönliche Erfolgsziele, von denen eines finanziell messbar sein soll. Angestrebt wird auch ein umsatzorientiertes persönliches Ziel. Die Zielerreichung der Erfolgsziele wird durch den Aufsichtsrat auf Basis einer Einzel- und Gesamtbewertung festgelegt. Die Höhe der finanziellen Komponente richtet sich in erster Linie nach der Erreichung einer vorgegebenen Zielgröße "Cash-Flow-Treiber-Marge". Dabei geht es um eine vereinfacht berechnete Cashflow-Ziffer (= EBITDA minus CAPEX plus / minus Veränderung Working Capital) im Verhältnis zum Umsatz. Die tatsächlich erreichte Cash-Flow-Treiber-Marge, welche anhand eines definierten Zielerreichungskorridors mit der Zielgröße verglichen wird, ist auf Basis von Durchschnittswerten einer Dreijahresperiode zu errechnen. Dazu gehören das maßgebliche Geschäftsjahr sowie die beiden vorangegangenen Geschäftsjahre. In zweiter Linie hängt die Höhe der finanziellen Komponente von der Erreichung eines vorgegebenen ROCE-Zielwertes bzw. eines ROCE-Korridors von +/- 5 Prozentpunkten ab. Liegt der erzielte ROCE-Wert innerhalb des definierten Korridors, wird der ermittelte Tantiemebetrag um bis zu 50 Prozent erhöht bzw. vermindert. Befindet sich der erreichte ROCE-Wert außerhalb dieses Korridors von +/- 5 Prozentpunkten, liegt es im Ermessen des Aufsichtsrats, im Rahmen der Deckelung von maximal 250 Prozent des entsprechenden Zielbetrags der finanziellen Komponente die Über- bzw. Unterschreitung des Korridors zu berücksichtigen. Bei der Aktienkurskomponente erfolgt für den maßgeblichen Dreijahreszeitraum ein Vergleich der dividendenadjustierten Aktienkursentwicklung der GEA Aktie mit der Entwicklung des STOXX® Europe TMI Industrial Engineering ("TMI IE"), in dem zahlreiche europäische Industrieunternehmen gelistet sind. Entspricht die Entwicklung der GEA Aktie zu 100 Prozent der des TMI IE, hat der Vorstand Anspruch auf 100 Prozent des Zielbetrags. Bei Outperformance über 100 Prozent steigt die Auszahlung bis maximal 300 Prozent des Zielbetrags. Liegt der Anstieg der GEA Aktie im Dreijahresvergleich unter 100 Prozent der TMI IE-Entwicklung, erfolgt bis zu einem Underperformance-Wert von 75 Prozent eine entsprechend gekürzte Auszahlung; ist die GEA Aktie hingegen gefallen, kann der Aufsichtsrat eine Auszahlung gewähren, wenn die Entwicklung jedenfalls besser war als die gleichfalls rückläufige Entwicklung des TMI IE. Vergütungen ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer HinterbliebenenEhemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten von der GEA Group Aktiengesellschaft Bezüge in Höhe von 2.085 T EUR (Vorjahr 1.995 T EUR) und im GEA Group Konzern in Höhe von 5.062 T EUR (Vorjahr 5.467 T EUR). Für die früheren Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind bei der GEA Group Aktiengesellschaft Pensionsrückstellungen nach IFRS von 25.935 T EUR (Vorjahr 26.444 T EUR) und im GEA Group Konzern von 50.603 T EUR (Vorjahr 51.709 T EUR) gebildet. Vergütungen für die Mitglieder des AufsichtsratsDie Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 1.147 T EUR (Vorjahr 745 T EUR). Gemäß § 15 Abs. 1 der Satzung erhält jedes Aufsichtsratsmitglied außer dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Vergütung von 50 T EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Anderthalbfache dieses Betrages. Gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung erhalten Mitglieder des Präsidial- bzw. des Prüfungsausschusses zusätzlich jeweils 35 T EUR. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte. Für die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss und im Nominierungsausschuss wird keine gesonderte Vergütung gewährt. Bei unterjährigem Eintritt in den oder Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat bzw. seinen Ausschüssen wird die Vergütung nur anteilig für die Dauer der Zugehörigkeit gezahlt. Eine erfolgsorientierte Komponente der Aufsichtsratsvergütung ist nicht vorgesehen. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 15 Abs. 3 der Satzung nach Ablauf des Geschäftsjahrs für jede Sitzung des Aufsichtsrats, des Präsidial- oder Prüfungsausschusses, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1.000 EUR. Die Vergütung mit ihren jeweiligen Komponenten für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. Präsidial- und Prüfungsausschuss für 2011 im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle: scroll
NachtragsberichtAm 30. Januar 2012 hat die GEA Group Aktiengesellschaft im 1999 eingeleiteten und auch im letzten Geschäftsbericht (vgl. Geschäftsbericht 2010, Seite 64) näher beschriebenen Spruchverfahren einen gerichtlichen Vergleich geschlossen. Details zu dem Vergleich sind dem Kapitel "Rechtliche Risiken" (vgl. Seite 75) dieses Lageberichts zu entnehmen. Risiko- und ChancenberichtRisikopolitik ist Bestandteil der KonzernstrategieDie Ausschöpfung von Wachstums- und Ergebnispotenzialen ist davon abhängig, dass die GEA Group ihr sich bietende Chancen nutzt, was jedoch grundsätzlich mit unternehmerischen Risiken verbunden ist. Das Eingehen von kalkulierten Risiken gehört damit zur Konzernstrategie der GEA Group. Die Erreichung des Ziels einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts erfordert, dass nach Möglichkeit nur solche Risiken eingegangen werden, die kalkulierbar sind und denen höhere Chancen gegenüberstehen. Dies bedingt ein aktives Risikomanagement, um unangemessene Risiken zu vermeiden und eingegangene Risiken zu überwachen und zu steuern. Strategische Planung und Mittelfristplanung der GEA Group sind wesentliche Bestandteile der Steuerung von Chancen und Risiken. Im Rahmen dieser Prozesse werden Entscheidungen über Kerntechnologien und Absatzmärkte mit entsprechender Ressourcenallokation vorbereitet. Ziel ist Stabilität durch Diversifikation und Konzentration auf Zukunftsmärkte. Gleichzeitig können Entwicklungen, die den Fortbestand der GEA Group gefährden könnten, frühzeitig erkannt werden. Chancen und Risiken aus wesentlichen operativen Entscheidungen, z. B. über die Annahme von Aufträgen und die Durchführung von Investitionen, werden auf allen Konzernebenen in einem nach Wesentlichkeitkriterien gestuften Entscheidungsprozess durch Fachbereiche und Entscheidungsträger beurteilt und damit aktiv gesteuert. RisikomanagementsystemIn das Risikomanagementsystem der GEA Group sind alle Gesellschaften des Konzerns eingebunden. Quartalsweise oder in Abhängigkeit von Größenkriterien ad-hoc erfolgende Risikomeldungen gewährleisten, dass die Entscheidungsträger auf Segment- und Konzernleitungsebene zeitnah über wesentliche existierende Risiken und mögliche Risiken der künftigen Entwicklung informiert werden. Die Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess für ein ordnungsgemäßes Risikomanagement sind in einer konzernweit gültigen Risikorichtlinie dokumentiert. Diese wird durch die Geschäftsbereiche entsprechend ihren Anforderungen weiter spezifiziert und ausgestaltet. In diesen Richtlinien sind auch verbindliche Vorgaben zur Risikoerfassung und -steuerung dokumentiert. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision überprüft. Risikomanagement-Instrumente wie die Risk Assessment and Advisory Committees (RAAC), werden durch ein Berichtswesen mit konsolidierten Planungsrechnungen, monatlichen Konzernabschlüssen und regelmäßigen Sitzungen des Vorstands mit den Segmentleitern ergänzt, um die unterschiedlichen Risiken zu identifizieren und zu analysieren. Den besonderen Anforderungen des Projektgeschäftes wird durch so genannte "Risk-Boards" auf Segment- und Konzernleitungsebene Rechnung getragen. Vor einer bindenden Angebotsabgabe bzw. dem Vertragsabschluss werden die kaufmännischen und vertraglichen Bedingungen von möglichen Aufträgen detailliert durch Spezialisten unterschiedlicher Fachabteilungen geprüft, um die Hereinnahme nicht beherrschbarer Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagementsystem setzt damit bereits vor der Entstehung von Risiken an, indem das Chancen- / Risikoprofil von Angeboten kritisch hinterfragt wird. Bei unangemessenem Chancen- / Risikoprofil wird ein Vertragsabschluss untersagt. Es dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck der Früherkennung existenzgefährdender Risiken. Es erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage eines Segmentes oder des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten. Die Handhabung des Risikomanagementsystems auf allen Ebenen wird regelmäßig durch die interne Revision geprüft. Für alle im laufenden Geschäft erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, angemessen Vorsorge getroffen. Auf bestehende Risiken wird im Folgenden eingegangen. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die derzeit noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen. Internes KontrollsystemDas interne Kontrollsystem (IKS) der GEA Group umfasst das Risikomanagementsystem (RMS) sowie zusätzlich weitere andere Grundsätze, Maßnahmen und Regelungen (sonstiges IKS). Während das RMS die Risikoidentifizierung und Risikoklassifizierung zur Aufgabe hat, dienen die sonstigen Bestandteile des IKS im Wesentlichen der Vermeidung oder Minderung von Risiken durch Kontrollmaßnahmen. Weiterer Bestandteil des IKS ist die interne Revision. Das RMS umfasst Grundsätze, Maßnahmen und Regelungen des Risikofrüherkennungssystems nach § 91 Abs. 2 AktG sowie solche des sonstigen Risikomanagementsystems. Beim sonstigen IKS werden Grundsätze, Maßnahmen und Regelungen mit bzw. ohne Rechnungslegungsbezug unterschieden. Bei der GEA Group werden als IKS im Hinblick auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Maßnahmen und Regelungen verstanden, die eine ordnungsgemäße Genehmigung und Buchung der Geschäftsvorfälle für Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse sicherstellen. Die Zielsetzung des installierten IKS ist die Gewährleistung einer verlässlichen Finanzberichterstattung, die Einhaltung der einschlägigen Gesetze und Normen sowie die Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Abläufe. In das IKS sind neben der GEA Group Aktiengesellschaft auch alle konsolidierten Tochterunternehmen eingebunden. Folgende wichtige Grundsätze des IKS der GEA Group sind in allen betrieblichen Funktionsbereichen anzuwenden: klar definierte Verantwortungsbereiche, Funktionstrennungen in allen Aufgabenbereichen, duale Unterschriftenregelungen, Einhaltung von Richtlinien, Leitfäden und Verfahrensvorschriften (Handbücher), Verpflichtung zur Einholung von Vergleichsangeboten vor Auftragserteilung, Sicherung von Daten vor unberechtigtem Zugriff sowie die Durchführung von Schulungen, um einheitliche Vorgehensweisen im Konzern sicherzustellen. Wesentliche Maßnahmen und Regelungen mit Rechnungslegungsbezug zur Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung in allen Tochterunternehmen sind: Bilanzierungs- und Kontierungsrichtlinien, ein einheitlicher Kontenplan, die Konsolidierungs- und Kalkulationsrichtlinien, die Freigabe von Buchungen nach dem Vier-Augen-Prinzip sowie von bestimmten Buchungen nur durch ausgewählte Personen. Zur Fehlervermeidung werden in allen wesentlichen Gesellschaften in der Rechnungslegung, im Controlling und im Finanzbereich der GEA Group standardisierte IT-Systeme eingesetzt, die regelmäßig im Hinblick auf aktuelle gesetzliche Anforderungen aktualisiert werden. Die Einhaltung der oben beschriebenen Grundsätze, Regelungen und Maßnahmen von IKS und RMS wird durch regelmäßige Prüfungen der internen Revision der GEA Group systematisch überwacht, die direkt an den Vorstand und regelmäßig an den Prüfungsausschuss berichtet. Die Ergebnisse ermöglichen die Beseitigung festgestellter Mängel in den geprüften Unternehmen sowie die permanente Weiterentwicklung des IKS im Konzern. Insgesamt ist das interne Kontrollsystem der GEA Group so eingerichtet, dass die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung gewährleistet ist. Gesamtaussage zur Risikolage und deren Veränderung im JahresvergleichDie identifizierten Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit und die daraus möglicherweise entstehenden Ergebnisbelastungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Wie im Vorjahr bietet die Struktur der GEA Group mit ihrer regionalen und branchenmäßigen Diversifizierung einen weitgehenden Schutz vor Klumpenrisiken. Darüber hinaus liegt weder auf Lieferanten- noch auf Kundenseite eine Abhängigkeit von einzelnen Geschäftspartnern vor. In Bezug auf die nicht fortgeführten Geschäftsbereiche haben sich im Geschäftsjahr 2011 keine wesentlichen neuen Risiken ergeben. Die Bewertungsunsicherheit hinsichtlich einzelner Sachverhalte konnte weiter reduziert werden. Insgesamt wurden keine Risiken für die GEA Group und die GEA Group Aktiengesellschaft identifiziert, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Externe RisikenRisiken aus den wirtschaftlichen RahmenbedingungenDie Absatzmärkte der GEA Group zeichnen sich durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur aus. Durch diese Differenzierung wirken sich Nachfrageschwankungen auf Teilmärkten nur in abgeschwächter Form auf die Gesamtnachfrage aus. Schwerpunkte bestehen jedoch in der Nahrungsmittelindustrie, der Energie erzeugenden Industrie und der Öl- und Gasindustrie. Ein wesentlicher Teil des Geschäftsvolumens der GEA besteht aus Projekten, die von den Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden der GEA abhängen. Die Realisierung solcher Projekte könnte durch einen generellen Nachfragerückgang oder auch durch die Verknappung von Krediten erschwert werden. Aus dem gleichen Grund kann es auch zu Verschiebungen oder sogar Stornierungen von bestehenden Aufträgen kommen. Länderspezifische Konfliktsituationen, aus denen sich Risiken für den Konzern entwickeln können, werden im Rahmen des Risikomanagements laufend beobachtet. Das sich daraus ergebende Risikopotenzial kann allerdings nur schwer quantifiziert werden. Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns werden jedoch nicht erwartet. PreisrisikenAuf der Absatzseite wird die Entwicklung des Preisniveaus stark von der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Sollte sich der Auslastungsgrad in der Branche verringern, so könnte dies tendenziell auch zu negativen Einflüssen auf das Preisniveau führen. Auf der Beschaffungsseite wird derzeit nicht mit einem Anstieg der Preise bei den wesentlichen Materialien gerechnet. Die GEA Group verarbeitet eine Vielzahl von Materialien wie Stahl, Kupfer, Aluminium und Titan. Die Einkaufspreise für diese Metalle können je nach Marktsituation erheblich schwanken. Zur Sicherung der den Auftragskalkulationen zugrunde liegenden Beschaffungspreise werden langfristige Lieferverträge mit ausgewählten Lieferanten geschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden in geringem Umfang Warentermingeschäfte auf Aluminium. Diese wurden im Zusammenhang mit der Bock-Gruppe erworben. Rechtliche RisikenSpruchverfahrenIn dem bereits in den letzten Geschäftsberichten aufgeführten Spruchverfahren wurde am 30. Januar 2012 vor dem Landgericht Dortmund zwischen den Parteien ein gerichtlicher Vergleich geschlossen. Das Spruchverfahren betrifft den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag aus dem Jahr 1999 zwischen der Metallgesellschaft AG (deren Rechtsnachfolgerin die GEA Group Aktiengesellschaft ist) und der später auf sie verschmolzenen ehemaligen GEA AG. In dem Vergleich hat sich die GEA Group Aktiengesellschaft in Anlehnung an den gerichtlichen Vorschlag zu einer erhöhten Abfindung in Aktien und einer erhöhten Ausgleichsgewährung verpflichtet. Zur Schaffung der aufgrund des Vergleichs erforderlichen neuen Aktien beabsichtigt die GEA Group Aktiengesellschaft, im Rahmen der Hauptversammlung 2012 ein bedingtes Kapital zu schaffen. Die Wirksamkeit des Vergleichs steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass das zur Bedienung der neuen Aktien zu schaffende bedingte Kapital der GEA Group Aktiengesellschaft bestandskräftig im Handelsregister eingetragen ist. Mit Wirksamwerden des Vergleichs wird das Spruchverfahren beendet sein. Ebenfalls mit Wirksamkeit des Vergleichs werden weitere Hinweise zu seiner Abwicklung veröffentlicht. Vorbehaltlich der Wirksamkeit des Vergleichs werden als erhöhte Abfindung auf Basis des in dem Vergleich vereinbarten Umtauschverhältnisses (31 Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft für 15 Aktien der ehemaligen GEA AG) bis zu rund 13,42 Mio. neue Aktien an jene außenstehenden Aktionäre der ehemaligen GEA AG ausgegeben, die 1999 bereits die im damaligen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vorgesehene Abfindung bezogen hatten. Gegebenenfalls sind auf Verlangen weitere, bis zu rund 1,68 Mio. neue Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft aufgrund des zuvor genannten Umtauschverhältnisses an jene Aktionäre der ehemaligen GEA AG auszugeben, die im Zuge des 2005 durchgeführten Squeeze-out gegen Barabfindung gemäß §§ 327a ff. AktG aus der ehemaligen GEA AG ausgeschieden waren. Im Gegenzug müssten diese ehemaligen GEA AG Aktionäre dann ihre erhaltene Squeeze-out-Barabfindung in Höhe von EUR 53 je Aktie der ehemaligen GEA AG nebst den von GEA gezahlten Zinsen zurückgewähren. Des Weiteren erhalten diejenigen Aktionäre der ehemaligen GEA AG, die Ausgleichszahlungen aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erhalten haben, einen erhöhten Ausgleich. Dieser erhöhte Ausgleich wird sich auf insgesamt ca. 0,83 Mio. EUR belaufen. GroßanlagenbauAus dem ehemaligen Großanlagenbaugeschäft gibt es noch einige branchenspezifische Rechtsstreitigkeiten, deren Streitsummen teilweise auch hohe - aus prozesstaktischen Gründen oft überzogene - Millionenbeträge erreichen. Zu den wesentlichen Verfahren im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großanlagenbaugeschäft gehören folgende Rechtsstreitigkeiten: Die GEA Group Aktiengesellschaft wird als eine von zwei Beklagten von der Panda Energy International, Inc. ("Panda Energy") vor einem District Court in Texas (USA) verklagt wegen angeblicher Täuschung im Zusammenhang mit behaupteten Investitionen von Panda Energy in ein Projekt in Texas des inzwischen von GEA veräußerten Großanlagenbaus ("Texas District Court Verfahren"). Im Dezember 2011 hat Panda Energy erstmals in diesem Verfahren die Schadensersatzansprüche beziffert mit mindestens 104 Mio. USD nebst weiteren sogenannten "Punitive Damages" sowie Anwalts-, Gutachter- und Gerichtskosten. Die GEA Group Aktiengesellschaft hatte zunächst beantragt, die Klage wegen Unzuständigkeit der ordentlichen Gerichte als unzulässig zurückzuweisen. Der District Court und später das texanische Berufungsgericht haben diesen Antrag abgelehnt. GEA Group Aktiengesellschaft hat daraufhin Beschwerde vor dem Texas Supreme Court erhoben und beantragt, das Texas District Court Verfahren bis zur Entscheidung über die Zuständigkeit ruhend zu stellen. Eine Entscheidung des Texas Supreme Court steht noch aus. Die GEA Group Aktiengesellschaft ist der Ansicht, dass die von Panda Energy behaupteten Schadensersatzansprüche unbegründet sind und wird sich weiter gegen diese Klage verteidigen. In diesem Zusammenhang ist auch eine Klage anhängig, die die GEA Group Aktiengesellschaft im August 2011 gegen die Panda Ethanol, Inc. ("PEI"), eine Tochtergesellschaft der Panda Energy, vor einem District Court von New York (USA) erhoben hat. In diesem Verfahren macht die GEA Group Aktiengesellschaft Ansprüche aus abgetretenem Recht gegen PEI geltend, die sie im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Projektgesellschaft gegen PEI erworben hatte. Eine Entscheidung des Gerichts steht noch aus. Zwei Töchter aus dem Bereich des ehemaligen Großanlagenbaus wurden im Zusammenhang mit einem früheren Großanlagenbauprojekt auf Rückzahlung von Fördermitteln in Höhe von insgesamt ca. 22 Mio. EUR (inklusive möglicher Zinsen) verklagt. Beide beklagten Gesellschaften hatten Haftungserklärungen entsprechend ihren Beteiligungsquoten an der inzwischen insolventen Projektgesellschaft abgegeben für die Verpflichtung dieser Projektgesellschaft, erhaltene Fördermittel unter bestimmten Umständen zurückzahlen zu müssen. In dem Rechtsstreit geht es im Wesentlichen darum, ob die Töchter sich gegenüber ihrer Inanspruchnahme aus diesen Haftungserklärungen auf eine zuvor erfolgte einschränkende Erklärung einer obersten Landesbehörde berufen können. Die Klagen wurden infolge unterschiedlicher Gerichtsstände der beiden Konzerntöchter sowohl vor Gerichten in Düsseldorf als auch in Frankfurt eingereicht. Die Klägerin hat im Berichtsjahr vor dem OLG Düsseldorf obsiegt und ist vor dem OLG Frankfurt mit ihrer Klage unterlegen. Gegen das Urteil des OLG Düsseldorf hat die beklagte Konzerntochter der GEA Rechtsmittel wegen Nichtzulassung der Revision zum BGH eingelegt. Gegen das Urteil des OLG Frankfurt hat die Klägerin Revision beim BGH eingelegt. Dörries Scharmann AGVor dem Landgericht Düsseldorf ist eine Klage des Insolvenzverwalters der Dörries Scharmann AG gegen die GEA Group Aktiengesellschaft anhängig. Die frühere Metallgesellschaft AG als Rechtsvorgängerin der GEA Group Aktiengesellschaft war an der Schiess AG, später Dörries Scharmann AG, beteiligt. Aus dieser Beteiligung macht der Insolvenzverwalter diverse gesellschaftsrechtliche Ansprüche - insbesondere wegen Eigenkapitalersatz - geltend, die sich unter Berücksichtigung von möglichen Zinsen auf ca. 20 Mio. EUR belaufen. Die GEA Group Aktiengesellschaft hält die geltend gemachten Ansprüche für unbegründet. Der vom Gericht für Fragen des Eigenkapitalersatzes beauftragte Obergutachter hat die Auffassung der GEA Group Aktiengesellschaft vollumfänglich bestätigt. Die GEA Group Aktiengesellschaft wird sich weiter gegen sämtliche Forderungen verteidigen. AllgemeinesDarüber hinaus sind gegen Unternehmen der GEA Group aus früheren Unternehmensverkäufen und der laufenden Geschäftstätigkeit weitere Verfahren oder behördliche Untersuchungen eingeleitet worden oder könnten eingeleitet werden. Für alle Risiken aus den zuvor beschriebenen und sonstigen Rechtsstreitigkeiten, welche die GEA Group im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit führt, wurde angemessene Vorsorge getroffen. Der Ausgang dieser Verfahren kann allerdings nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass aufgrund der Beendigung dieser Verfahren Aufwendungen entstehen, welche gegebenenfalls die hierfür gebildete Vorsorge überschreiten. Interne RisikenLeistungswirtschaftliche RisikenLangfristige Aufträge im Bereich des Anlagenbaus bilden einen wesentlichen Bestandteil des Geschäfts der GEA Group. Einige dieser Verträge gehen mit besonderen Risiken einher, da diese mit der Übernahme eines wesentlichen Teils der mit der Fertigstellung verbundenen Risiken des Projektes verbunden sind. Des Weiteren können mehrjährige Gewährleistungsverpflichtungen nach Abnahme des Projektes vorgesehen sein. Dies gilt insbesondere für Festpreisverträge. Technische Probleme, Qualitätsprobleme bei Unterlieferanten und Terminüberschreitungen können hierbei zu Kostenüberschreitungen führen. Zur genauen Beobachtung von auftragsbezogenen Risiken besteht daher ein umfassendes Risikomanagement-System auf Konzernleitungs- und Segmentebene, das bereits vor Abgabe von verbindlichen Angeboten ansetzt. Für sämtliche absehbare Risiken aus diesem Bereich wurden angemessene bilanzielle Vorsorgen getroffen. Nach dem Verkauf der Divisionen Lurgi und Lentjes sind definierte Risiken im Zusammenhang mit ausgewählten Aufträgen im Konzern verblieben. Aus diesen Aufträgen sind mit einer Ausnahme alle Anlagen der Lentjes vorläufig an die Kunden übergeben und damit in der Gewährleistungszeit. Mit einer Ausnahme ist für alle Lurgi-Projekte die Gewährleistungsperiode abgelaufen. Bei einem Lurgi-Projekt ist noch ein Kessel in Betrieb zu nehmen. Insgesamt sind die gebildeten Rückstellungen angemessen, wobei sich die Bewertungssicherheit aufgrund des weiteren Abwicklungsfortschritts im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht hat. Weiterhin werden Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gesehen. Soweit eine Abschwächung der Konjunktur zu einer Reduzierung des Auftragseingangs unter das Niveau des letzten Geschäftsjahrs führt, könnte dies zu Ergebnisbelastungen durch Unterauslastung bzw. Kapazitätsanpassungsmaßnahmen führen. Engagierte und qualifizierte Mitarbeiter sind für die GEA Group ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dem Risiko, offene Positionen im Konzern nicht adäquat besetzen zu können oder kompetente Mitarbeiter zu verlieren, begegnet die GEA Group mit verschiedenen personalpolitischen Maßnahmen. Ziel der Maßnahmen ist es, die GEA als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern zu fördern (vgl. Seite 50 ff.). Akquisitions- und IntegrationsrisikenAkquisitionen und konzerninterne Umwandlungen von Gesellschaften bringen Risiken aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten mit sich. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die mit der jeweiligen Maßnahme verfolgten Ziele nicht oder nicht im vorgesehenen Zeitraum realisiert werden. Darüber hinaus können aus solchen Transaktionen erhebliche Verwaltungs- und sonstige Kosten entstehen. Auch können Portfoliomaßnahmen einen zusätzlichen Finanzbedarf zur Folge haben und den Finanzierungsbedarf und die Finanzierungsstruktur negativ beeinflussen. UmweltschutzrisikenIn Bezug auf einige Grundstücke in unserem Portfolio bestehen vor allem aus früheren Geschäftsaktivitäten Altlasten- und Bergschädenrisiken. Diesen Risiken wird durch angemessene Maßnahmen begegnet, für die auch in 2011 angemessene bilanzielle Vorsorgen getroffen wurden. Finanzwirtschaftliche RisikenGrundsätze finanzwirtschaftlichen RisikomanagementsUm die finanziellen Risiken konzernweit zu kontrollieren und dabei Risiken weitgehend zu begrenzen oder abzusichern, hat der Vorstand ein wirksames Regelwerk in Form von Richtlinien aufgestellt. Die Zielsetzungen für den Vermögensschutz, die Beseitigung von Sicherheitslücken und die Effizienzsteigerung bei Erkennung und Analyse von Risiken sowie die entsprechenden Organisationsformen, Zuständigkeiten und Kompetenzen sind klar definiert. Dabei wird den Prinzipien der Systemsicherheit, Funktionstrennung, Nachvollziehbarkeit und unverzüglichen Dokumentation gefolgt. Als weltweit tätiger Konzern ist die GEA Group im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken, Zinsrisiken, Warenpreisrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese Risiken durch den geeigneten Einsatz von derivativen und nicht-derivativen Sicherungsinstrumenten zu reduzieren. Eine Quantifizierung der finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns findet sich im Abschnitt 3 (Seite 119 ff.) im Konzernanhang. WährungsrisikenDie Internationalität der Geschäftstätigkeit der GEA Group bringt neben Zahlungsströmen in Euro auch eine Vielzahl von Zahlungsströmen in anderen Währungen, insbesondere in US-Dollar, mit sich. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Nach der konzerneinheitlichen Richtlinie für das zentral gesteuerte Devisenmanagement innerhalb der GEA Group besteht grundsätzlich für alle Konzerngesellschaften eine Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung, um Preise auf Basis von Sicherungskursen festzuschreiben. Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäfts und betragen in der Regel bis zu 12 Monate, können aber in Ausnahmefällen auch deutlich darüber hinausgehen. Dennoch können mittel- und langfristig auftretende deutliche Veränderungen der Währungskurse die Absatzmöglichkeiten außerhalb des Euroraums beeinflussen. Die im Gebiet der Europäischen Währungsunion ansässigen verbundenen Konzernunternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, alle offenen Positionen aus Lieferungs- und Leistungsgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen dem Zentralbereich Finanzen der GEA Group anzudienen. Diese Positionen werden laufzeitkongruent, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung zum überwiegenden Teil in direkter Zuordnung an Banken weitergeleitet. Sie können auch im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert werden. Die Absicherung von Geschäften oder Finanztransaktionen von Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgt ebenfalls in enger Abstimmung mit dem Zentralbereich Finanzen. ZinsrisikenAufgrund der weltweiten Geschäftsaktivitäten der GEA Group erfolgen Liquiditätsbeschaffung und -anlage an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen -überwiegend aber in EUR - und mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sowie Geldanlagen sind grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, das von dem zentralen Zinsmanagement zu bewerten und zu steuern ist. Dabei können zur Absicherung des Zinsrisikos fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, um die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zugrunde liegenden Grundgeschäfte zu reduzieren. Derartige Zinssicherungsinstrumente dürfen nur vom Zentralbereich Finanzen abgeschlossen werden. KreditrisikenFinanzinstrumente sind grundsätzlich einem Ausfallrisiko aus der möglichen Nichterfüllung seitens der anderen Vertragspartei ausgesetzt. Ziel des bei der GEA Group im Finanzmanagement verwendeten Kontrahentenlimit-Systems ist es, fortlaufend das Kontrahentenausfallrisiko einzuschätzen und zu steuern. Je Kontrahent ist eine maximale Risikogrenze festgelegt. Diese leitet sich überwiegend aus der Bonitätseinstufung anerkannter Rating-Agenturen und Credit Default Swaps (CDS) ab. Bei Überschreiten des individuellen Limits werden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Bonität potenzieller Kunden wird im Rahmen eines internen Risk Board-Verfahrens vor Auftragsannahme geprüft. Darüber hinaus kommt ein aktives Forderungsmanagement unter Einbezug von echtem Factoring sowie Kreditversicherungen zum Einsatz. Im Exportgeschäft werden ferner bestätigte und unbestätigte Akkreditive sowie Bürgschaften, Garantien und Deckungszusagen auch von Exportkreditagenturen wie z. B. Hermes eingesetzt. Neben der lokalen Überwachung durch die jeweilige Tochtergesellschaft überwacht die GEA Group die wichtigsten Ausfallrisiken auch auf Konzernleitungsebene, um eine eventuelle Kumulierung von Risiken besser steuern zu können. Da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer großen Anzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen und Regionen bestehen, ist keine Konzentration von Risiken gegeben. Konkreten Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Reduzierung von Ausfallrisiken bei derivativen Finanzinstrumenten werden diese nur mit renommierten Finanzinstitutionen abgeschlossen. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist auf deren Buchwert begrenzt. LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken entstehen für die GEA Group, wenn Zahlungsverpflichtungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von liquiden Mitteln nicht erfüllt werden können. Das Management dieses Risikos ist Aufgabe der GEA Group Aktiengesellschaft. Auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer rollierenden monatsgenauen Liquiditätsplanung werden liquide Mittel disponiert sowie Kreditlinien gesteuert. Die Mittel werden anschließend den Gesellschaften von der Konzernleitung zur Verfügung gestellt. Um die Verwendung der liquiden Mittel und die Aufnahme von Krediten innerhalb der GEA Group zu optimieren, sind in einer zunehmenden Reihe von Ländern Cash-Pools eingerichtet. Um Liquiditätsrisiken zu verringern, setzt die GEA Group auch in der Zukunft unterschiedliche Finanzierungsinstrumente ein, sodass eine Diversifikation der Finanzierungsquellen erreicht und Fälligkeiten entzerrt werden. Steuerliche RisikenDie jeweiligen nationalen Steuergesetzgebungen können die Nutzbarkeit von Verlustvorträgen und damit die Werthaltigkeit der im Konzernabschluss aktivierten latenten Steuern und die laufende Besteuerung beeinflussen. Außerdem könnte durch zukünftige Änderungen in der Anteilseignerstruktur die Nutzung der inländischen Verlustvorträge stark reduziert oder auch unmöglich werden (§ 8c KStG). Die Nutzbarkeit der US-amerikanischen Verlustvorträge könnte ebenfalls durch Änderungen in der Struktur der Anteilseigner eingeschränkt werden, da in den USA die Regelung der Sec. 382 IRC (Change of Ownership) auch auf die GEA Group Aktiengesellschaft Anwendung findet. Darüber hinaus besteht in Deutschland und im Ausland aufgrund der verschärften Finanznot der öffentlichen Haushalte und des bestehenden Reformdrucks für die Zukunft erhebliche Unsicherheit über die Entwicklung der Steuergesetzgebung. ChancenDie GEA Group geht mit einem im Vergleich zum Vorjahr höheren Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2012. Das im Geschäftsjahr 2011 erzielte Wachstum konnte vor allem durch Absatzerfolge auf den stark wachsenden Märkten in Asien erzielt werden. Die GEA Group wird ihre Präsenz in diesen Regionen weiter ausbauen und entsprechend an dem nachhaltigen Wachstum dieser Märkte partizipieren. Soweit sich das erwartete moderate Wachstum der Weltwirtschaft realisiert, wird die GEA Group durch ihre Produktschwerpunkte in den Endmärkten Nahrungsmitteln und Energie - insbesondere in Wachstumsmärkten - überproportional profitieren. Im Bereich der Nahrungsmittelprozesstechnik werden - neben der Wohlstandssteigerung und dem Trend zu qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln - die zu erwartende Erhöhung der Produktions- und Qualitätsstandards sowie innovative Prozessverbesserungen und Produktneuentwicklungen das Wachstum fördern. Die Investitionen im Bereich der Energieerzeugung und der Öl- und Gasindustrie befanden sich auch in 2011 noch auf einem niedrigen Niveau. Die Altersstruktur der Kraftwerksinfrastruktur in vielen Ländern und der gestiegene Ölpreis sollten die Investitionen in diesen Bereichen begünstigen, woraus sich auch für die GEA Group Absatzchancen ergeben dürften. In dem Schiedsgerichtsverfahren gegen die amerikanische Flex-N-Gate Corp., Urbana / Illinois, ist am 15. September 2006 ein Grundurteil zugunsten der GEA Group Aktiengesellschaft ergangen. Demnach ist Flex-N-Gate zum Ersatz jener Schäden verpflichtet, die der GEA Group Aktiengesellschaft durch das Scheitern des Verkaufs der Dynamit Nobel Kunststoff-Gruppe an Flex-N-Gate im Herbst 2004 entstanden sind. Im zweiten Teil des Verfahrens hat das Schiedsgericht am 19. März 2010 einen Schadensbetrag zugunsten der GEA Group Aktiengesellschaft festgelegt. Nachdem Flex-N-Gate Corp. Rechtsmittel eingelegt hatte, wurde vom OLG Frankfurt am Main am 17. Februar 2011 der Schiedsspruch aufgehoben. Die GEA Group Aktiengesellschaft hat Rechtsbeschwerde gegen die Entscheidung des OLG vor dem Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt. Mit einer Entscheidung des BGH ist nicht vor dem zweiten Halbjahr 2012 zu rechnen. Im Jahr 2008 wurde von der GEA Group Aktiengesellschaft ein Schiedsverfahren gegen die Ukraine beim Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) eingeleitet. Es ging dabei um die Vollstreckung eines Schiedsspruches der Internationalen Handelskammer (ICC) aus dem Jahre 2002 gegen ein ehemals staatsnahes ukrainisches Unternehmen. Die Klage der GEA wurde inzwischen abgewiesen. AusblickKonjunkturDie Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Weltbank) rechnet in ihrem Bericht zur Konjunktur (Januar 2012) in 2012 und 2013 mit einem geringeren Wirtschaftswachstum als bislang von ihr erwartet. Die Institution geht nun von einem weltweiten Wachstum von 2,5 Prozent in diesem und 3,1 Prozent im kommenden Jahr aus. In der letzten Schätzung aus Juni 2011 wurde noch ein Wachstum von je 3,6 Prozent unterstellt. Die Experten der Weltbank rechnen damit, dass die Staatsschuldenkrise insbesondere die Eurozone trifft und die Wirtschaft hier in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpft. Europa befindet sich laut Weltbank vermutlich schon in der Rezession, was auch auf die Schwellenländer zurückwirken und damit auch das Wachstum in den entwickelten Ländern belasten könnte. Die wesentliche Gefahr wird darin gesehen, dass die reicheren Länder nicht mehr über die fiskalischen und monetären Ressourcen verfügen, um die Banken zu retten und gleichzeitig die Binnennachfrage anzuregen. Nach der Weltbank hat auch der IWF seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft stark nach unten korrigiert. Weltweit werde die Wirtschaft im Jahr 2012 wegen der Schuldenkrise in Europa nur noch um 3,3 Prozent wachsen. In 2013 soll das Wachstum dann wieder 3,9 Prozent betragen. Damit senkte der Fonds seine Prognose vom vergangenen September um 0,7 bzw. 0,6 Prozentpunkte. In der EU steht auch laut IWF eine Rezession bevor. Die Wirtschaft der 17 Euroländer werde in 2012 um 0,5 Prozent zurückgehen und im Jahr 2013 nur um 0,8 Prozent wachsen. Für Deutschland erwartet der Fonds für die beiden Jahre jedoch ein Wachstum von 0,3 und 1,5 Prozent. Für Großbritannien und die USA rechnet der IWF mit Wachstumsraten von 0,6 und 1,8 Prozent im laufenden Jahr. Im Mittelfeld liegen zahlreiche Schwellenländer wie Russland, Brasilien, Mexiko und Südafrika. Dort erwartet der IWF Wachstumsquoten zwischen 2,5 und 3,5 Prozent. Spitzenreiter sollen China und Indien mit 8,2 bzw. 7,0 Prozent sein. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist in ihrer letzten Prognose (November 2011) ebenfalls von einer drohenden Rezession in der Eurozone ausgegangen. Im ersten Quartal 2012 soll die Wirtschaftsleistung der 17 Euro-Staaten zunächst schrumpfen. Erst ab dem zweiten Quartal wird wieder mit positiven Zahlen zu rechnen sein. Für das Gesamtjahr 2012 prognostizieren die OECD-Experten in der Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Für Deutschland sind die Vorhersagen nicht ganz so negativ. So erwartet die Organisation für 2012 in Deutschland noch ein Wachstum des BIP von 0,6 Prozent nach 3,0 Prozent in 2011. Im Jahr 2013 dürfte das Wachstum dann mit 1,9 Prozent wieder stärker ausfallen als im Euro-Raum insgesamt, auch weil kein nennenswerter Abbau von Privat- und Unternehmensschulden erfolgen müsse. Auch die EU-Kommission hat in ihrem Herbstgutachten (November 2011) vor einer stagnierenden Wirtschaft in Europa gewarnt. Noch im Frühjahr 2011 hatte sie mit einem Wachstum von 1,9 Prozent gerechnet. Ähnlich wie die OECD wird erst Mitte 2012 ein Abebben der Unsicherheit erwartet, sodass ein schmales Jahreswachstum von 0,6 Prozent in der EU und 0,5 Prozent im Euroraum prognostiziert wird. Auch für Deutschland wird statt 1,9 Prozent nur noch mit einem Plus von 0,8 Prozent für 2012 gerechnet. Die Bundesregierung rechnet in ihrer Konjunkturprognose (Januar 2012) zunächst mit einer temporären konjunkturellen Schwächephase, jedoch nicht mit einer Rezession. Die für das zweite Halbjahr 2012 prognostizierte langsame Erholung der Weltwirtschaft sollte die deutschen Exporte aber wieder stützen, weshalb im späteren Jahresverlauf auch die deutsche Wirtschaft wieder zu einem höheren Wachstumstempo zurückfinden wird. Im Jahresdurchschnitt werde das preisbereinigte BIP in Deutschland in 2012 nur noch um 0,7 Prozent zulegen, nach 3,0 Prozent in 2011. Die Exporte werden voraussichtlich durch die Abschwächung der Weltkonjunktur und die Konsolidierungsanstrengungen im EURO-Raum belastet. Die sinkende gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung sowie die hohe Unsicherheit dürften außerdem die Ausrüstungsinvestitionen dämpfen. Für 2013 veranschlagt die Regierung dann wieder ein Plus von 1,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft würde damit nach wie vor etwas kräftiger als der Euroraum insgesamt wachsen. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau rechnet der VDMA derzeit (Februar 2012) für 2012 nicht mehr mit einem realen Produktionswachstum, nachdem er zuvor noch von einer Wachstumsrate von 4 Prozent ausgegangen war. Die Konjunkturexperten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gehen davon aus (Dezember 2011), dass die aktuelle Abschwächung im Auftragseingang einen anhaltenden Rückgang der Nachfrage eingeläutet habe. Erst im Frühjahr 2012 werde die Produktion im Maschinenbau wieder wachsen. Im Jahresdurchschnitt erwartet das DIW für die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer ein Wachstum von 1,5 Prozent. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Euro-Krise das wesentliche Risiko für die globale Wirtschaftsentwicklung darstellt, zumal in jüngster Zeit auch Länder ins Schussfeld geraten sind, deren Finanzen bisher als relativ stabil galten. Die damit zusammenhängende Verunsicherung der Finanzmärkte könnte auch zum Aufschub vieler Konsum- und Investitionsausgaben führen. Weitere Risiken drohen von den politischen Spannungen in der arabischen Welt und Nordafrika, die die Ölversorgung belasten könnten. Ebenso könnte eine Konjunkturabschwächung auch die Dynamik der bisher robust wachsenden Schwellenländer beeinträchtigen. Zugleich gehen aber alle Prognosen von einer langsamen Erholung der Weltwirtschaft ab Mitte des Jahres 2012 aus. Ausblick auf die GeschäftsentwicklungDer weltweite Bedarf an Nahrungsmitteln und Energie nimmt auch weiterhin im Vergleich zur Entwicklung des globalen Bruttosozialprodukts überproportional zu. Dieser Trend gilt unabhängig von kurzfristigen Konjunkturzyklen. Mit unseren Maschinen und unserer Prozesstechnik nehmen wir eine führende Position bei unseren Kunden und in den von ihnen bedienten Märkten ein. Für das laufende Geschäftsjahr 2012 gehen unsere Planungen davon aus, dass die Nachfrage auf unseren Absatzmärkten wieder dem hohen Niveau von 2011 entsprechen wird. Insbesondere erwarten wir
Vor diesem Hintergrund streben wir für 2012 an, dass sich unser Auftragseingang um bis zu 5 Prozent erhöhen wird. Das Wachstum des Umsatzes sollte mindestens 5 Prozent betragen. Die Absatzverteilung nach Abnehmerbranchen wird sich voraussichtlich leicht zugunsten der Nahrungsmittelindustrie verändern. Regional wird der Anteil von Westeuropa weiter leicht zurückgehen, während das Geschäft in der Region Asien / Pazifik weiter an Bedeutung zunehmen wird. Hinsichtlich der Preisqualität gehen wir von einem Marktumfeld wie in 2011 aus. Auf dieser Basis streben wir eine operative EBIT-Marge leicht über dem Vorjahresniveau an, das für den Gesamtkonzern einschließlich des neuen Segments GEA Convenience-Food Technologies 9,7 Prozent vor Effekten aus Kaufpreisallokation betrug. Nennenswerte Einmalaufwendungen werden für 2012 nicht erwartet, das gilt auch für die nicht fortgeführten Geschäftsbereiche. Die Entwicklung der Umsätze sowie der Ergebnisse der einzelnen Segmente im Vergleich zum Vorjahr sehen wir derzeit wie folgt: Das Wachstum der Segmente wird sich maßgeblich nach der Entwicklung der jeweiligen Kundenindustrien richten. Die Segmente GEA Convenience-Food Technologies und GEA Refrigeration Technologies werden allein schon aufgrund der erstmals ganzjährigen Einbeziehung der größeren Akquisitionen aus 2011 überdurchschnittliche Wachstumsraten ausweisen. Durchschnittliches Wachstum erwarten wir im Segment GEA Farm Technologies. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes im Energiebereich und der Abhängigkeit von Großaufträgen wird das Segment GEA Heat Exchangers allenfalls einen leichten Zuwachs zeigen. Die Segmente GEA Mechanical Equipment und GEA Process Engineering lagen im letzten Geschäftsjahr bereits auf einem sehr hohen Niveau, sodass das Wachstum hier weniger ausgeprägt sein wird. Der Umsatz soll auch im Geschäftsjahr 2013 gegenüber 2012 weiter zulegen. Für das Ergebnis und die entsprechende EBIT-Marge wird ebenfalls ein weiterer Anstieg erwartet. Auch hier wird die Entwicklung der jeweiligen Kundenindustrie entscheidend dafür sein, in welchem Umfang einzelne Segmente zum Wachstum beitragen werden. Dies setzt jedoch eine stabile Entwicklung der Weltwirtschaft voraus. Unter der Voraussetzung einer nachhaltigen Erholung aller unserer Absatzmärkte hinsichtlich Volumen und Preisqualität gehen wir nach wie vor davon aus, dass eine nachhaltige EBIT-Marge von 12 Prozent erreicht werden kann. Unsere Strategie, Unternehmen zu erwerben, die für die GEA neue Märkte erschließen oder in bekannten Märkten die Angebotspalette der GEA gezielt ergänzen, bleibt unverändert gültig. Damit wollen wir unseren Kunden ein immer breiteres Spektrum an Prozessen aus einer Hand anbieten. Angesichts der Unsicherheiten auf den globalen Finanzmärkten werden wir jedoch ein besonderes Augenmerk auf die Finanzierbarkeit dieser Vorhaben mit dem Ziel einer stabilen Bonitätseinschätzung für GEA in den Kreditmärkten legen. Zum 31. Dezember 2011 betrug die Nettoliquidität des Konzerns minus 387 Mio. EUR. Die nicht genutzten Barlinien belaufen sich auf 884 Mio. EUR. Mit den zur Verfügung stehenden Kreditlinien lässt sich das weitere Wachstum unseres Unternehmens finanzieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für 2011 eine Dividende von 0,55 EUR je Aktie zu zahlen. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 0,15 EUR. Das nachhaltige Ziel, ein Drittel des Konzernergebnisses als Dividende auszuschütten, bleibt unverändert.
Düsseldorf, 1. März 2012 Jürg Oleas Dr. Helmut Schmale Niels Graugaard GEA Group Aktiengesellschaft DüsseldorfKonzernabschluss zum 31.12.2011Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011Die nachfolgenden Angaben sind integraler Bestandteil des Konzernabschlusses Aktivascroll
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Vom 1. Januar - 31. Dezember 2011Die nachfolgenden Angaben sind integraler Bestandteil des Konzernabschlusses scroll
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Zahlen angepasst aufgrund geänderter Bilanzierung
von Pensions- und Leasingverpflichtungen (vgl. Seite 98) Konzern-Gesamtergebnisrechnung Vom 1. Januar - 31. Dezember 2011Die nachfolgenden Angaben sind integraler Bestandteil des Konzernabschlusses scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung Vom 1. Januar - 31. Dezember 2011Die nachfolgenden Angaben sind integraler Bestandteil des Konzernabschlusses scroll
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Zahlen angepasst aufgrund geänderter Bilanzierung
von Pensions- und Leasingverpflichtungen (vgl. Seite 98) Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2011Die nachfolgenden Angaben sind integraler Bestandteil des Konzernabschlusses scroll
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Zahlen angepasst aufgrund geänderter Bilanzierung
von Pensions- und Leasingverpflichtungen (vgl. Seite 98) Konzernanhang1. Grundlagen der BerichterstattungGrundlagen der DarstellungGegenstand des vorliegenden Konzernabschlusses sind die GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf / Deutschland (bis 24. Mai 2011 Bochum/ Deutschland), und deren Tochterunternehmen. Die GEA Group Aktiengesellschaft ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Der Konzernabschluss wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606 / 2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind. Zusätzlich wurden die ergänzenden Vorschriften des § 315a HGB beachtet. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen - mit Ausnahme der Segmentberichterstattung - werden in T EUR angegeben. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen können sich daher bei der Addition von Einzelwerten zum Summenwert Differenzen in der Größenordnung von einem T EUR ergeben. Verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden aus Gründen einer anschaulicheren Darstellung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind in lang- und kurzfristig aufgegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf den Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und in Bezug auf den Cash-Flow aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt. Der Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft hat den vorliegenden Konzernabschluss am 1. März 2012 zur Veröffentlichung genehmigt. Korrigierte Bilanzierungs- und BewertungsansätzeZum 31. Dezember 2011 bilanziert die GEA Group die Pensionsverpflichtungen erstmals mit ihrem Anwartschaftsbarwert zum Stichtag. In den Vorjahren hat die GEA Group Gewinne und Verluste aufgrund geänderter versicherungsmathematischer Annahmen nicht im Jahr ihrer Entstehung berücksichtigt, sondern, soweit sie 10 Prozent des höheren Betrags aus Anwartschaftsbarwert und Planvermögen zum Bilanzstichtag überstiegen, erfolgswirksam über die durchschnittliche Restdienstzeit der Begünstigten verteilt (sogenanntes Korridorverfahren). Mit der geänderten Bilanzierungsmethode werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im sonstigen Konzernergebnis erfasst und nach Berücksichtigung von Steuereffekten in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Mit der Änderung werden zum einen der Einblick in die Vermögens- und Finanzlage verbessert, da nunmehr die Verbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, und zum anderen die bilanziellen Auswirkungen der Änderungen des IAS 19 (siehe unten) vorweggenommen. Eine weitere Änderung betrifft die bilanzielle Klassifizierung eines Immobilienleasingvertrags. In der Vergangenheit wurde der Leasingvertrag als Mietleasing eingestuft. Die geänderte Beurteilung führte nunmehr zu einer Bilanzierung als Finanzierungsleasing. Mit der Behandlung als Finanzierungsleasing verbunden ist ein Anstieg der Grundstücke und Gebäude sowie der korrespondierenden Leasingverbindlichkeit. Da die zur Nutzung überlassenen Vermögenswerte linear abgeschrieben werden und die Leasingverbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode bewertet wird, übersteigen zu Beginn des Leasingvertrags die im Fall des Finanzierungsleasing zu verrechnenden Aufwendungen aus Abschreibung und Zinsen den im Fall des Mietleasing zu zeigenden Mietaufwand. Die Änderungen werden gemäß IAS 8.22 bzw. IAS 8.42 rückwirkend angewandt. Die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 wird folglich so aufgestellt, als ob die geänderten Bilanzierungsmethoden bzw. die Korrektur bereits in der Vergangenheit angewendet worden wären. Aus den nachstehenden Tabellen sind die Auswirkungen aus der geänderten Bilanzierung der Pensionen sowie der korrigierten Einschätzung des Leasingvertrags dargestellt. scroll
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Des Weiteren wurde zum 31. Dezember 2011 der Werthaltigkeitstest für den Goodwill dahin gehend verfeinert, dass dieser erstmals unter Verwendung spezifischer Diskontierungszinssätze für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die bei der GEA Group den Segmenten entsprechen, durchgeführt wurde. Für die Ermittlung der Diskontierungssätze wurden individuell für jedes Segment ein aus einer Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor, ein Fremdkapitalrisikozuschlag sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. In den Vorjahren wurde ein einheitlicher Diskontierungszinssatz für alle Segmente verwendet. Das neue Verfahren wurde rückwirkend auch auf das Vorjahr angewandt. Auch das neue Verfahren bestätigte die Werthaltigkeit des Goodwills. Erstmals angewandte RechnungslegungsvorschriftenDie folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen werden in der GEA Group im Berichtsjahr erstmals angewendet: IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" Durch die Überarbeitung werden die Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist, vereinfacht. Darüber hinaus wird die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen geändert. IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" - Änderung der Klassifizierung von Bezugsrechten Die Änderung betrifft die Bilanzierung von Bezugsrechten sowie Optionen und Optionsscheinen in Fremdwährung beim Emittenten. Sammelstandard 2010 - Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB Der im letzten Jahr im Zuge des jährlichen Verbesserungsprozesses veröffentlichte Sammelstandard "Improvements to IFRSs" nimmt an bestehenden sechs Standards und einer Interpretation insgesamt elf kleinere Änderungen vor. IFRIC 14 "Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts" - Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen Die Änderung betrifft Pensionspläne mit Mindestdotierungsverpflichtung. Sofern Vorauszahlungen auf diese Verpflichtung geleistet werden, können diese als Vermögenswert angesetzt werden. IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten" Die Interpretation stellt die Bilanzierung für die Fälle klar, in denen ein Unternehmen die Bedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit mit dem Gläubiger neu aushandelt und der Gläubiger dabei Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens zur vollen oder teilweisen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit akzeptiert. Die im Geschäftsjahr 2011 neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften haben sich nicht auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ausgewirkt. Noch nicht umgesetzte RechnungslegungsvorschriftenFür die Aufstellung des IFRS Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2011 waren folgende Rechnungslegungsstandards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden: IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" Nach der Neuregelung des IAS 1 ist die Erfolgsgröße des "Sonstigen Konzernergebnisses" zu unterteilen in Gewinne und Verluste, die zu einem späteren Zeitpunkt als Aufwand bzw. Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden oder unmittelbar im Eigenkapital berücksichtigt bleiben. Das Wahlrecht, die Posten des "Sonstigen Konzernergebnisses" vor oder nach Steuern darzustellen, bleibt bestehen. Bei einer Vorsteuer-Darstellung müssen die Steuern jedoch danach getrennt ausgewiesen werden, ob sie sich auf Posten beziehen, die später in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden oder unmittelbar im Eigenkapital berücksichtigt bleiben. Der geänderte IAS 1 ist bereits für Geschäftsjahre anzuwenden, die ab dem 1. Juli 2012 beginnen. IAS 12 "Ertragsteuern"- Änderungen hinsichtlich der Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte Die Änderung betrifft die Abgrenzung von Vermögenswerten, deren Buchwert durch Nutzung, und Vermögenswerten, deren Buchwert durch Veräußerung realisiert wird. Mit der Ergänzung wird die widerlegbare Vermutung eingeführt, dass die Realisierung des Buchwerts eines Vermögenswerts im Normalfall durch Veräußerung erfolgt. IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" Der geänderte IAS 19 regelt die Erfassung der Auswirkung von Anpassungen der versicherungsmathematischen Bewertungsannahmen neu. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind künftig unmittelbar im sonstigen Ergebnis und damit im Eigenkapital zu erfassen. Die bislang ebenso zulässige sofortige oder zeitverzögerte Erfassung nach dem Korridoransatz in der Gewinn- und Verlustrechnung ist nicht mehr zulässig. Nach der diesjährigen Umstellung der Bilanzierungsmethode hat diese Änderung keinen Einfluss auf die GEA Group. Darüber hinaus ersetzt der überarbeitete IAS 19 den erwarteten Ertrag aus Planvermögen und den Zinsaufwand auf die Pensionsverpflichtung durch eine einheitliche Nettozinskomponente. Darüber hinaus wird zukünftig der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand vollständig in der Periode der zugehörigen Planänderung zu erfassen sein. Zudem ändert die Überarbeitung des IAS 19 die Voraussetzungen für den Ansatz von Verpflichtungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und erweitert die Angabe- und Erläuterungspflichten unter anderem um die Darstellung der Grundzüge der Pensionspläne sowie möglicher Finanzierungsrisiken. IAS 27 "Einzelabschlüsse" Der IAS 27 enthält infolge der Veröffentlichung der neuen Verlautbarung IFRS 10 (siehe unten) nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen. IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" Der geänderte IAS 28 enthält Folgeänderungen, die sich aus der Veröffentlichung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 (siehe unten) ergeben. Des Weiteren ist entsprechend dem geänderten IAS 28 eine Beteiligung oder ein Teil einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder einem Gemeinschaftsunternehmen als zur Veräußerung bestimmt zu bilanzieren, wenn die Kriterien des IFRS 5 erfüllt sind. Ein eventuell verbleibender Teil an dem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen muss bis zum Abgang des als zur Veräußerung bestimmt klassifizierten Teils nach der Equity-Methode bilanziert werden. IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" - Ergänzungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden Die Ergänzung zu IAS 32 präzisiert die Voraussetzungen, unter denen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden gegeneinander aufzurechnen sind. Es wird zudem klargestellt, welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich im Sinn des Standards anzusehen sind. Einhergehend mit diesen Klarstellungen wurden auch die diesbezüglichen Angabepflichten im IFRS 7 angepasst. Die Änderungen des IAS 32 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" - Änderungen zur Verbesserung der Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten Unter bestimmten Voraussetzungen führt die Übertragung von Rechten aus finanziellen Vermögenswerten auf einen Dritten bzw. die Verpflichtung, Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten an einen Dritten weiterzuleiten, zu deren Ausbuchung. Bislang sah der IFRS 7 in diesen Fällen keine Erläuterungspflichten vor. Mit der Änderung sind nunmehr umfassende Angaben zu möglicherweise zurückbehaltenen bzw. im Rahmen der Transaktion übernommenen Rechten und Pflichten erforderlich. Des Weiteren werden die Angabepflichten im Hinblick auf Nutzungsbeschränkungen für den Fall einer fortgesetzten Bilanzierung des gesamten finanziellen Vermögenswerts erweitert, obgleich die mit ihm verbundenen Rechte übertragen wurden bzw. die Verpflichtung zur Weiterleitung der aus ihm resultierenden Zahlungen eingegangen wurde. Die Änderungen des IFRS 7 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. IFRS 9 "Finanzinstrumente" Die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 wird IAS 39 ersetzen. Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: Zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum Fair Value. Die Gruppe der finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten besteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten, die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen an vorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung das Halten von Vermögenswerten ist. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppe zum Fair Value. Unter bestimmten Voraussetzungen kann für finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie - wie bisher - eine Designation zur Kategorie zum Fair Value ("Fair Value Option") vorgenommen werden. Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumente jedoch kann vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen; Dividendenansprüche aus diesen Vermögenswerten sind jedoch im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich aus IAS 39 übernommen. Der wesentlichste Unterschied betrifft die Erfassung von Wertänderungen von zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Zukünftig sind diese aufzuteilen: Der auf das eigene Kreditrisiko entfallende Teil ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen, der verbleibende Teil der Wertänderung ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen. IFRS 9 ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. IFRS 10 "Konzernabschlüsse" Der neue Standard ersetzt die Konsolidierungsvorschriften des IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und des SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften". Die Neuregelungen des IFRS 10 wirken sich auf die Abgrenzung des Konsolidierungskreises aus. Wie nach der derzeitigen Regelung des IAS 27 sind die Unternehmen in einen Konzernabschluss einzubeziehen, die von dem Mutterunternehmen beherrscht werden. Die Definition von Beherrschung des IFRS 10 unterscheidet sich von derjenigen des IAS 27. Dieser definiert Beherrschung als die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik eines anderen Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Nach IFRS 10 ist der Tatbestand der Beherrschung erfüllt, wenn ein Unternehmen aufgrund seiner Beteiligung an einem anderen Unternehmen einerseits variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder andererseits über Rechte verfügt, variable Rückflüsse zu erhalten, und die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen, indem es die Aktivitäten des anderen Unternehmens steuert. Die neue Beherrschungskonzeption ist auf alle Unternehmen einschließlich Zweckgesellschaften anzuwenden. Sie kann vor allem im Fall von potenziellen Stimmrechten, Treuhand-verhältnissen sowie in Situationen, in denen substanzielle Stimmrechte gehalten werden, ohne aber die Mehrheit der Stimmrechte zu besitzen, zu abweichenden Beurteilungen führen. Inwieweit sich die Neuregelungen auf den Konsolidierungskreis der GEA Group auswirken werden, ist noch nicht abschließend geprüft. Bislang werden jedoch keine Auswirkungen erwartet, da die GEA Group regelmäßig unmittelbar oder mittelbar über alle Stimmrechte an den konsolidierten Unternehmen verfügt. IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" Der neue Standard ersetzt IAS 31 ("Anteile an Gemeinschaftsunternehmen") sowie SIC-13 ("Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen"). Anders als IAS 31 knüpft IFRS 11 die bilanzielle Abbildung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen nicht an die rechtliche Form der Vereinbarung, sondern an die Art der sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechte und Verpflichtungen. IFRS 11 differenziert zwischen gemeinschaftlichen Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit handelt es sich um eine gemeinschaftliche Vereinbarung, die den gemeinschaftlich die Kontrolle ausübenden Unternehmen Rechte an den Vermögenswerten und Schulden aus der Vereinbarung überträgt. Dementsprechend bilanzieren sie wie bisher ihren Anteil an den jeweiligen Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen. Ein Gemeinschaftsunternehmen liegt vor, wenn die gemeinschaftliche Vereinbarung den gemeinschaftlich die Kontrolle ausübenden Unternehmen Rechte am Nettovermögen aus der Vereinbarung überträgt. Ihren Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen haben sie nunmehr verpflichtend nach der Equity-Methode abzubilden. Die bisher alternativ zulässige Abbildung mittels der Quotenkonsolidierung entfällt. Die GEA Group erwartet keine Auswirkungen aus der Anwendung der neuen Regelungen, da sie keinen Gebrauch von der Quotenkonsolidierung macht. IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" Der neue Standard regelt die Angabepflichten für sämtliche Arten von Beteiligungen an anderen Unternehmen, einschließlich gemeinschaftlicher Vereinbarungen, assoziierter Unternehmen, strukturierter Unternehmen und außerbilanzieller Einheiten, neu. Ziel ist es, dem Abschlussadressaten zu ermöglichen, die Art der jeweiligen Beteiligung an anderen Unternehmen, die damit verbundenen Risiken und die Auswirkungen dieser Beteiligungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu beurteilen. IFRS 13 "Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert" Der neue Standard legt fest, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Durch den neuen Standard wird ein Rahmen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in einem einzigen IFRS abgedeckt. Die Vorschriften sind nicht auf Geschäftsvorfälle im Geltungsbereich von IFRS 2 ("Anteilsbasierte Vergütung"), IAS 17 ("Leasingverhältnisse") oder auf andere Bewertungsgrößen anzuwenden, die gemäß sonstiger Standards verlangt werden und dem beizulegenden Zeitwert ähnlich, jedoch nicht deckungsgleich sind, wie z. B. der Nettoveräußerungswert in IAS 2 ("Vorräte") oder der Nutzungswert in IAS 36 ("Wertminderung von Vermögenswerten"). IFRIC 20 " Abraumbeseitigungskosten während der Produktionsphase im Tagebergbau" Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten während der Produktionsphase im Tagebergbau. Die Interpretation stellt klar, unter welchen Voraussetzungen ein Vermögenswert für entsprechende Abraumbeseitigungsmaßnahmen anzusetzen ist und wie die Bewertung des Vermögenswerts zu erfolgen hat. Soweit nicht anderweitig erwähnt, sind alle neuen Standards auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist jeweils zulässig, wobei IFRS 10, 11 sowie die geänderten IAS 27 und IAS 28 bei einer vorzeitigen Anwendung einheitlich anzuwenden sind. Die Verlautbarungen gelten rückwirkend. Mit Ausnahme des IFRS 7 sind noch keine Änderungen von der EU bestätigt. Die GEA Group prüft derzeit die Auswirkungen der geänderten Rechnungslegungsvorschriften auf den Konzernabschluss und wird den Zeitpunkt der Erstanwendung festlegen. Die GEA Group geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der neuen Vorschriften bzw. überarbeiteten Fassungen bestehender Vorschriften, sofern sie von der EU in dieser Form bestätigt werden, einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben wird. 2. Grundsätze der RechnungslegungKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss der GEA Group werden alle wesentlichen Gesellschaften einbezogen, bei denen die GEA Group Aktiengesellschaft entweder direkt oder indirekt über die Stimmrechtsmehrheit verfügt oder anderweitig unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an voll konsolidiert, zu dem die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses auf den Konzern übergeht. Sie werden zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, zu dem der beherrschende Einfluss endet. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragene Gegenleistung bemisst sich nach dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der gegenüber den Verkäufern eingegangenen Verbindlichkeiten sowie der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Transaktionszeitpunkt. Die mit dem Unternehmenserwerb übernommenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von eventuell bestehenden nicht beherrschenden Gesellschaftern. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Der Teil der Anschaffungskosten, der den erworbenen Anteil an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen des Tochterunternehmens übersteigt, wird als Goodwill bilanziert. Sind die Kosten des Erwerbs auch nach einer erneuten Überprüfung des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten erworbenen Nettovermögens geringer als dieses, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Konzerninterne Forderungen, Schulden und Zwischenergebnisse aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden mit Ausnahme der Aufwendungen und Erträge zwischen den fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen eliminiert. Sofern die konsolidierten Tochterunternehmen einen von dem Mutterunternehmen abweichenden Bilanzstichtag aufweisen, erfolgt die Einbeziehung auf Basis von Zwischenabschlüssen zum 31. Dezember 2011. Im Geschäftsjahr 2011 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt geändert: scroll
Drei Gesellschaften wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung endkonsolidiert. Nicht in die Konsolidierung einbezogen werden 77 Tochterunternehmen (Vorjahr 86), da ihr Einfluss auch bei zusammengefasster Betrachtung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Auf konsolidierter Basis beträgt ihr Umsatz insgesamt 0,5 Prozent (Vorjahr 0,6 Prozent) des Konzernumsatzes, ihr Ergebnis 0,5 Prozent (Vorjahr 2,0 Prozent) des ausgewiesenen Ergebnisses vor Steuern und ihr Eigenkapital 1,8 Prozent (Vorjahr 2,0 Prozent) des Konzerneigenkapitals. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, da sich ihr beizulegender Zeitwert nicht hinreichend verlässlich ermitteln lässt. Eine vollständige Liste aller Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen befindet sich im Abschnitt 13.4. Anteile an assoziierten UnternehmenBeteiligungen an wesentlichen Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode mit dem anteiligen fortgeführten Eigenkapital bewertet. Ihr Zugang erfolgt zu Anschaffungskosten. Als assoziierte Unternehmen gelten Unternehmen, auf die ein Konzernunternehmen einen maßgeblichen Einfluss im Sinne der Mitwirkung an finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen des Beteiligungsunternehmens ausüben kann. Grundsätzlich sind Unternehmen betroffen, bei denen die GEA Group unmittelbar oder mittelbar 20 bis 50 Prozent der Stimmrechte hält. Der Konzernanteil am Gewinn oder Verlust assoziierter Unternehmen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und gesondert dargestellt. Der Konzernanteil direkt im Eigenkapital erfasster Aufwendungen und Erträge wird unmittelbar im sonstigen Konzernergebnis ausgewiesen. Übersteigt der Anteil des Konzerns am Verlust eines assoziierten Unternehmens den Buchwert der Nettoinvestition in das assoziierte Unternehmen, werden keine weiteren Verluste erfasst. Ein eventuell beim Erwerb entstehender Goodwill wird im Beteiligungsbuchwert erfasst. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen werden - sofern notwendig - angepasst, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Im Konzernabschluss sind zum Bilanzstichtag 2 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen at-equity bewertet (Vorjahr 2). Anteile an Joint VenturesEs wurde das Wahlrecht zur Bewertung der Anteile an Joint Ventures nach der Equity-Methode wahrgenommen. Im Konzernabschluss sind zum Bilanzstichtag 13 Beteiligungen an Joint Ventures (Vorjahr 14) bilanziert. WährungsumrechnungDie Konzernunternehmen stellen ihre Jahresabschlüsse auf Basis ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf. Fremdwährungsgeschäfte der einbezogenen Unternehmen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Bilanzstichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die dabei entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Alle Abschlüsse der Gesellschaften, die eine von der Berichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden in die Berichtswährung des GEA Group Konzernabschlusses umgerechnet. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Unternehmen mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Unternehmen erfolgt zu gleitenden Jahresdurchschnittskursen. Sofern der Durchschnittskurs keine sinnvolle Approximation der tatsächlichen Transaktionskurse darstellt, erfolgt eine Umrechnung zu den jeweiligen Transaktionskursen. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Konzernergebnis im Eigenkapital eingestellt und fortgeführt. Zum 31. Dezember 2011 beliefen sich diese Differenzen auf 49.585 T EUR (Vorjahr 35.414 T EUR). Goodwills aus dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften werden als Vermögenswerte dieser Unternehmen zum Stichtagskurs umgerechnet. SachanlagenDie Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt. Aufwendungen für regelmäßige größere Wartungen werden über die Restnutzungsdauer des betroffenen Vermögenswertes bzw. über den Zeitraum bis zur nächsten Wartung abgeschrieben. Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts des Vermögenswerts mit seinem erzielbaren Betrag beurteilt ("Impairment"-Test). Der erzielbare Betrag ist definiert als der höhere Betrag aus dem internen Nutzungswert oder dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Nettoveräußerungswert). Primäre Basis für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist der jeweils aktuelle örtliche Markt für Gebrauchtmaschinen bzw. Gewerbeimmobilien. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Abwertung. Zur Beurteilung der Wertminderung werden die Vermögenswerte auf der niedrigsten Stufe gruppiert, für die sich Zahlungsströme separat identifizieren lassen. Entfällt in der Folgezeit der Grund für eine Wertminderung, wird eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe der fortgeschriebenen historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen. LeasingAls Leasingtransaktionen gelten Vereinbarungen, die das Recht zur entgeltlichen Nutzung einer bestimmten Sachanlage für einen festgelegten Zeitraum einräumen. Leasingverträge werden als Finanzierungsleasingverträge bilanziert, wenn alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstands und damit das wirtschaftliche Eigentum dem Leasingnehmer zuzurechnen sind. Dementsprechend aktivieren die Unternehmen der GEA Group, die als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken tragen, die mit dem Gegenstand verbunden sind, das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreiben das Leasingobjekt in den Folgeperioden über die Vertragslaufzeit oder die kürzere geschätzte Nutzungsdauer ab. Korrespondierend wird eine Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben wird. Die Zahlung an den Leasinggeber wird dabei in eine Zins- und Tilgungskomponente aufgeteilt, wobei die Zinskomponente als konstante Verzinsung der Leasingverbindlichkeit erfolgswirksam über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen die GEA Group als Leasingnehmer auftritt, werden als Mietleasingverträge behandelt. In diesen Fällen werden die Leasingzahlungen linear als Aufwand erfasst. Leasingtransaktionen, bei denen Unternehmen der GEA Group Leasinggeber sind und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Gegenstand verbunden sind, auf den Leasing-nehmer übertragen werden, werden als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt. Die in der Folgezeit anfallenden Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Mietleasingverträge behandelt. In diesem Fall verbleibt der zur Nutzung überlassene Gegenstand in der Bilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Ertrag erfasst. Verschiedene der einbezogenen Unternehmen haben in der Vergangenheit Sachanlagen veräußert und zurückgemietet ("Sale-and-lease-back"). In Abhängigkeit der Risikoverteilung führten die "Sale-and-lease-back"-Transaktionen zu einem Finanzierungs- oder Mietleasingverhältnis. Im Fall eines Mietleasingverhältnisses erfolgte eine unmittelbare Realisierung des gesamten Gewinns, sofern der Verkauf des Vermögenswerts zum beizulegenden Zeitwert abgewickelt wurde. Bei einem Verkauf über dem beizulegenden Zeitwert wurde die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem beizulegenden Zeitwert abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit realisiert. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienImmobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden, werden unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ausgewiesen. Bei Immobilien, die teilweise zur Erzielung von Mieteinnahmen und teilweise zum Zweck der Herstellung oder Lieferung von Gütern bzw. der Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke gehalten werden, wird die gesamte Immobilie als eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie eingestuft, wenn der Anteil der Eigennutzung unwesentlich ist. Dies wird bei einem Anteil von unter 10 Prozent angenommen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden linear zwischen 10 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung erfolgt analog zu der Vorgehensweise beim Sachanlagevermögen. GoodwillDer Goodwill aus Unternehmenszusammenschlüssen wird als immaterieller Vermögenswert angesetzt. Die Werthaltigkeit des Goodwills wird mindestens einmal jährlich zum Geschäftsjahresende sowie bei Anzeichen einer geminderten Werthaltigkeit auf Ebene der Segmente überprüft. Hierbei wird der erzielbare Betrag der Segmente dem Buchwert einschließlich des Goodwills gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag entspricht dem internen Nutzungswert oder dem höheren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Für als nicht fortgeführte Geschäftsbereiche klassifizierte Geschäftseinheiten ist der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der Maßstab für die Werthaltigkeit. Übersteigt der Buchwert der Vermögenswerte der Segmente den erzielbaren Betrag, liegt in Höhe der Differenz eine Wertminderung vor, die ergebniswirksam zu erfassen ist. Ein Wertminderungsbetrag mindert zuerst den Buchwert des Goodwills. Ein den Goodwill übersteigender Betrag ist proportional zu den Buchwerten auf die nicht finanziellen langfristigen Vermögenswerte zu verteilen. Der Nutzungswert der einzelnen Geschäftseinheiten wird im vierten Quartal eines jeden Geschäftsjahrs nach dem "Discounted-Cash-Flow"-Verfahren ermittelt. Die Schätzung eines Verkaufspreises ist nur erforderlich, wenn der Nutzungswert unter dem Buchwert liegt. Sonstige immaterielle VermögenswerteDie sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten sowohl selbst erstellte als auch erworbene Vermögenswerte. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte umfassen aktivierte Entwicklungsaufwendungen. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte umfassen neben vertragsbasierten Rechten vor allem Technologien, Markennamen sowie Kundenbeziehungen. Technologien, Markennamen sowie Kundenbeziehungen werden regelmäßig im Zusammenhang mit Unternehmensübernahmen erworben. Die selbst erstellten und erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sofern die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes bestimmbar ist, wird dieser linear über seine Nutzungsdauer abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer nicht bestimmbar ist, werden zu ihren Anschaffungskosten bilanziert. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswertes wird überprüft, sofern dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Hierfür wird der erzielbare Betrag der Vermögenswerte bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem internen Nutzungswert oder dem höheren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Ist der Buchwert höher als der erzielbare Betrag, ist der Buchwert auf den erzielbaren Betrag abzuwerten. Bei Wegfall der Wertminderungsgründe werden zuvor erfasste Wertminderungen zurückgenommen. Eine Rücknahme erfolgt dabei maximal bis zur Höhe der fortgeführten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden jährlich außerdem dahingehend untersucht, ob die Einschätzung hinsichtlich der Unbestimmbarkeit der Nutzungsdauer beibehalten werden kann. Eine Änderung auf eine bestimmte Nutzungsdauer wird prospektiv vorgenommen. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen, sonstige Wertpapiere, finanzielle Forderungen (außer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie derivative Finanzinstrumente. Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen werden der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen" zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten, da die Anteile an diesen Kapitalgesellschaften nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden und die geschätzten beizulegenden Zeitwerte Schwankungen unterliegen, ohne dass die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen beizulegenden Zeitwerte innerhalb der Schwankungsbreite zuverlässig bestimmt werden können. Ein zuverlässiger beizulegender Zeitwert kann nur im Rahmen von Veräußerungsverhandlungen ermittelt werden. Eine Veräußerungsabsicht für diese finanziellen Vermögenswerte besteht nicht. Als Wertpapier verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden der Bewertungskategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet und dementsprechend unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle übrigen Wertpapiere werden zum Zeitwert bewertet, wobei Wertschwankungen erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst werden. Die Zuordnung dieser Instrumente zur Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen" erfolgt nur dann, wenn keine andere Kategorie zutrifft. Die finanziellen Forderungen werden der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken, insbesondere zur Absicherung von Währungsrisiken sowie zur Risikominderung von Zinsschwankungen eingesetzt, die sich aus Finanzierungsgeschäften ergeben. Sie werden stets zum Zeitwert bilanziert. Stehen die derivativen Finanzinstrumente in keiner dokumentierten bilanziellen Sicherungsbeziehung, werden diese der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinvestitionen" zugeordnet und die Zeitwertschwankungen erfolgswirksam erfasst. Sind die derivativen Finanzinstrumente in eine bilanzielle Sicherungsbeziehung zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen ("Cash-Flow Hedge") eingebunden, werden die Zeitwertschwankungen im Eigenkapital im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Eingebettete Finanzderivate werden bei Vorliegen qualifizierender Bedingungen hinsichtlich Ansatz und Bewertung von den jeweiligen Basisverträgen getrennt. Finanzielle Vermögenswerte werden erfasst, sobald die GEA Group Zahlungsmittel erhalten hat oder ihr das Recht auf den Erhalt von Zahlungsströmen zusteht. Für den Fall eines marktüblichen Kaufs von originären finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungstag relevant, d. h., der Tag an dem der finanzielle Vermögenswert geliefert wird. Die Ausbuchung erfolgt, sobald das Recht zum Erhalt von Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert durch Zahlung, Erlass, Verjährung, Aufrechnung oder sonstige Weise erlischt oder das Recht auf eine andere Person übertragen wurde, wobei die Risiken vollständig auf den Erwerber übergegangen sind. In Bezug auf den marktüblichen Verkauf von originären finanziellen Vermögenswerten gilt analog zur Erfassung der Erfüllungstag als Tag der Ausbuchung. Die erstmalige Erfassung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, bei finanziellen Vermögenswerten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unter Einschluss von direkt dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten. Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintreten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme negativ verändert haben. Objektive Hinweise für eine Wertminderung können beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder der Ausfall von Zahlungen sein. Bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (z. B. nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente), entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem Barwert der mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Zahlungsströme. Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe bis zur Höhe der sich ohne Wertminderung ergebenden fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben. Bilanzielle Sicherungsbeziehungen ("Hedge Accounting")Die in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehenden derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt ihres Abschlusses entweder als Absicherung von beizulegenden Zeitwertschwankungen von Vermögenswerten, Schulden oder von bindenden Vereinbarungen ("Fair Value Hedges") oder als Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden ("Cash-Flow Hedges") designiert. Für eine effektive Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts wird nicht nur die Änderung des beizulegenden Zeitwertes des Derivates, sondern auch die des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Bei einer perfekten Sicherung gleichen sich die Zeitwertschwankungen aus. Werden Derivate zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen eingesetzt, wird der effektive Bestandteil der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes der Derivate erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Der nicht-effektive Bestandteil der Wertänderung wird als Gewinn oder Verlust ausgewiesen. Der im sonstigen Konzernergebnis erfasste Posten aus dem effektiven Bestandteil der Wertänderung wird gleichzeitig mit der Erfüllung des Grundgeschäfts erfolgswirksam. Führt die Erfüllung des Grundgeschäfts zu dem Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswertes, so werden die zuvor im sonstigen Konzernergebnis abgegrenzten Wertänderungen mit den Anschaffungskosten des nicht finanziellen Vermögenswertes verrechnet. Wird das Grundgeschäft abweichend von vorherigen Annahmen nicht durchgeführt, werden die zuvor erfolgsneutral erfassten Wertänderungen direkt erfolgswirksam aufgelöst. Um Risiken aus Fremdwährungs- und Zinsänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend "Cash-Flow Hedges" an. Zusätzlich führt die GEA Group auch Sicherungsmaßnahmen gemäß den Grundsätzen der Risikorichtlinie durch, welche ökonomisch zur Sicherung bestehender Risiken beitragen, jedoch die strengen Anforderungen des IAS 39 an bilanzielle Sicherungsbeziehungen nicht erfüllen. Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Währungsrisiken aus monetären Vermögenswerten und Schulden abgeschlossen werden, werden nicht zu einer bilanziellen Sicherungsbeziehung zusammengeführt. Die ergebniswirksam erfassten Effekte aus der Umrechnung der Bilanzpositionen werden durch die ebenfalls ergebniswirksam zu erfassenden Zeitwertschwankungen der Devisentermingeschäfte weitgehend kompensiert. Die Vorschriften zur Sicherung von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts durch einen "Fair Value Hedge" finden derzeit in der GEA Group keine Anwendung. Latente SteuernFür sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen nationalen Steuerbilanzen und den in den Konzernabschluss einfließenden IFRS-Bilanzen werden im Grundsatz aktivische und passivische latente Steuern gebildet. Daneben werden aktivische latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der Ansatz der aktivischen latenten Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen erfolgt nur in dem Umfang, in dem zukünftig ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis wahrscheinlich ist. Es werden solange keine latenten Steuerschulden für zu versteuernde temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures gebildet, wie eine Umkehrung der temporären Differenzen nicht wahrscheinlich ist. VorräteDie Vorräte sind zu dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt zu Durchschnittskosten oder nach der "First in - First out" (Fifo)-Methode. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten, die durch die Produktion veranlassten Fertigungs- und Materialgemeinkosten und Abschreibungen sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufserlös abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und Kosten des Vertriebs. Zuvor erfasste Wertminderungen müssen bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen werden. Eine Zuschreibung erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten grundsätzlich keinen Zinsanteil und sind in der Bilanz zum Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen angesetzt. Im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Finanzdienstleistungsunternehmen werden ausgebucht, wenn die Chancen und Risiken im Wesentlichen auf das Finanzdienstleistungsunternehmen übertragen wurden. FertigungsaufträgeForderungen und Umsätze aus Fertigungsaufträgen werden entsprechend des Fertigstellungsgrads erfasst ("Percentage-of-Completion Method"). Der Fertigstellungsgrad wird nach der "Cost to Cost Method" ermittelt, der sich aus dem Verhältnis der angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt geschätzten Auftragskosten ergibt. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten zuzüglich des anteiligen Gewinns entsprechend des erreichten Fertigstellungsgrads. Verluste aus Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad sofort in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Verluste erkennbar werden. Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Teilabrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis erfolgt in dem Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen". Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter den "sonstigen Verbindlichkeiten". Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden separat passivisch ausgewiesen. Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst ("Zero-Profit Method"). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann. Zahlungen für Abweichungen im Gesamtauftrag, Nachforderungen ("Claims") sowie Prämien werden in dem mit den Kunden vereinbarten Umfang in die Auftragserlöse einbezogen. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen. Sie werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und korrespondierende SchuldenDer Ansatz langfristiger Vermögenswerte oder einer Gruppe von Vermögenswerten, die im Sinne des IFRS 5 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wurden, erfolgt entweder zum Buchwert oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Die Klassifizierung als "zur Veräußerung gehalten" erfolgt, wenn der Verkauf sehr wahrscheinlich ist und der Vermögenswert oder die zur Veräußerung gehaltene Gruppe von Vermögenswerten zur sofortigen Veräußerung verfügbar sind und der Verkauf innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Zuordnung abgeschlossen sein wird. Da der Buchwert der abnutzbaren Vermögenswerte durch den Verkauf und nicht durch die Nutzung realisiert wird, endet die Abschreibung dieser Vermögenswerte zum Zeitpunkt der Umklassifizierung. Korrespondierende Schulden werden als "Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" ausgewiesen. Gezeichnetes KapitalStammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Eigene Anteile werden von dem auf die Anteilseigner der GEA Group Aktiengesellschaft entfallenden Eigenkapital abgezogen. Verpflichtungen aus PensionsplänenDie Verpflichtungen aus Pensionsplänen betreffen Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit Method") ermittelt. Der Anwartschaftsbarwert dieser Verpflichtungen wird unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehalts- und Rentensteigerungen berechnet, da der bis zum Renteneintrittsalter erreichbare Leistungsanspruch von diesen abhängig ist. Bei den Ansprüchen aus gewährten Krankenrestkostenversicherungen fließen in die versicherungsmathematische Bewertung Trendannahmen für die Kosten der medizinischen Versorgung ein. Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten von unabhängigen Aktuaren zugrunde. Um die Pensionsleistungen erbringen zu können, werden zum Teil finanzielle Vermögenswerte in langfristig ausgelegten Fonds außerhalb der GEA Group gehalten (Planvermögen) oder qualifizierte Versicherungspolicen abgeschlossen. Sofern die Leistungsansprüche durch solche externe Vermögenswerte gedeckt sind, wird deren beizulegenden Zeitwert mit dem Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung verrechnet. Der Saldo aus der Verrechnung, angepasst um etwaige nicht erfasste nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen und Effekte aus der Aktivierungsobergrenze ("Asset Ceiling"), wird unter den langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern oder den übrigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Gewinne und Verluste, die sich aus der Änderung von versicherungsmathematischen Annahmen ergeben, wie die aus der Veränderung des Abzinsungsfaktors oder aus dem Unterschied zwischen den tatsächlichen und erwarteten Erträgen aus Planvermögen, werden im Jahr ihrer Entstehung im sonstigen Konzernergebnis erfasst und nach Berücksichtigung von Steuereffekten in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird in den Zinsaufwendungen gezeigt, die erwarteten Erträge aus Planvermögen in den Zinserträgen. Der Dienstzeitaufwand der Periode wird in den jeweiligen Funktionskosten erfasst. Sonstige Verpflichtungen gegenüber ArbeitnehmernUnter den sonstigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden sonstige langfristige Leistungen sowie alle kurzfristig fälligen Leistungen erfasst. Die kurzfristig fälligen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden im Allgemeinen spätestens 12 Monate nach Ende der erbrachten Leistung in voller Höhe fällig. Zu ihnen gehören unter anderem Löhne, Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge, bezahlter Urlaub sowie Erfolgsbeteiligungen. Sie werden zeitkongruent mit der vergüteten Arbeitsleistung aufwandswirksam. Am Bilanzstichtag wird der Teil des Aufwands, der die bereits geleisteten Zahlungen übersteigt, als abgegrenzte Schuld ausgewiesen. Sonstige langfristige Leistungen, wie z. B. Jubiläumszahlungen oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung zum Bilanzstichtag angesetzt. Zur Insolvenzsicherung erdienter Altersteilzeitguthaben werden Wertpapiere an die Berechtigten verpfändet. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere wird mit der korrespondierenden Verpflichtung saldiert. RückstellungenRückstellungen für ungewisse Verpflichtungen werden angesetzt, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der zukünftige Ressourcenabfluss wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Sofern der Zinseffekt wesentlich ist, wird der Barwert des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Abzinsung erfolgt mit dem laufzeit- und währungsadäquaten Marktzinssatz. Der Aufwand aus der Aufzinsung wird im Zinsaufwand gezeigt. Bei der Bildung von Gewährleistungsrückstellungen wird der Aufwand zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung in den Herstellungskosten berücksichtigt. In allen anderen Fällen erfolgt die Rückstellungsbildung zum Zeitpunkt der Abnahme des Produkts. Die Bemessung der Rückstellung basiert sowohl auf dem tatsächlich angefallenen Gewährleistungsaufwand in der Vergangenheit als auch auf dem evaluierten Gesamtrisiko einer Anlage bzw. eines Produkts. Zusätzlich werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Garantiefall bekannt und ein Verlust wahrscheinlich wird. Rückgriffsforderungen gegen Zulieferer werden aktiviert, sofern deren Leistungen einer Garantie unterliegen und der Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit durchgesetzt werden kann. Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden angesetzt, wenn der aus dem Vertrag erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung notwendigen Kosten. Die notwendigen Kosten schließen auch die zur Vertragserfüllung notwendigen Gemeinkosten ein. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten umfassen Anleihen, Bankverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich angefallener Transaktionskosten. Die Folgebilanzierung geschieht unter Verwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Zugangsbewertung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing erfolgt zum beizulegenden Zeitwert des Leasingobjekts oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Sonstige VerbindlichkeitenDer Ansatz und die Folgebewertung der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt mit Ausnahme der Anzahlungen sowie des passivischen Saldos aus Fertigungsaufträgen analog zu den Finanzverbindlichkeiten. Die Anzahlungen werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Hinsichtlich der Bewertung des passivischen Saldos aus Fertigungsaufträgen wird auf die Ausführungen zu der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen verwiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten auch Verbindlichkeiten aus erhaltenen Gütern oder bereits erbrachten Dienstleistungen, die noch nicht in Rechnung gestellt sind, da nur eine geringe Unsicherheit hinsichtlich der Höhe der Verpflichtung besteht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei innerhalb eines Jahres fällig werdenden Verbindlichkeiten entspricht dieser dem Erfüllungsbetrag. ErtragsrealisierungDie Erlöse aus dem Verkauf von Produkten werden mit Lieferung und Übergang der Preisgefahr realisiert. Umsätze aus Serviceverträgen werden mit Erbringung der Leistung ertragswirksam. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte schmälern die Umsatzerlöse. Erlöse aus Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der "Percentage-of-Completion"-Methode realisiert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Die Auftragskosten umfassen Einzelkosten, die durch die Produktion veranlassten Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungskosten sowie sonstige Kosten, die dem Kunden gesondert in Rechnung gestellt werden können. Erstreckt sich die Abwicklung eines Fertigungsauftrags über einen längeren Zeitraum und erfolgt die Finanzierung des Auftrags weitgehend durch die GEA Group, umfassen die Auftragskosten auch direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten. Umgekehrt werden Erträge aus der Anlage von erhaltenen Anzahlungen auftragskostenmindernd berücksichtigt, wenn diese einen wesentlichen Einfluss auf das Auftragsergebnis haben. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden berücksichtigt, sofern sie wahrscheinlich zu Erlösen führen, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Entsprechend der "Percentage-of-Completion"-Methode werden Fertigungsaufträge zum Stichtag in Höhe der aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. Ausgewiesen werden die realisierten Umsatzerlöse in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Abzug der Teilabrechnungen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen. Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand ausgewiesen. Zinserträge werden unter Beachtung des Effektivzinssatzes und der Höhe der Restforderung proportional über die Restlaufzeit in den Zinserträgen erfasst. Dividendenerträge aus Eigenkapitalinstrumenten werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist. Erlöse aus Nutzungsentgelten werden unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Verträge periodengerecht erfasst. Aktienbasierte VergütungDie GEA Group verfügt über ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, in dessen Rahmen ausgewählten Führungskräften sogenannte "Performance Shares" gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum verteilt sowie eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Rückstellung werden als Personalaufwand berücksichtigt. Des Weiteren wird ein Teil der von den Vorstandsmitgliedern erdienten Tantieme in virtuelle Aktien umgerechnet. Der Anspruch aus den virtuellen Aktien wird zum Bilanzstichtag mit dem aktuellen Aktienkurs bewertet (siehe Abschnitt 7.3.4). Darüber hinaus gewährt eine Gesellschaft im Konzern ihren Mitarbeitern über eine Treuhandgesellschaft Optionen auf Anteile der Gesellschaft. Der Aufwand dieser anteilsbasierten Vergütung wird im Ausgabezeitpunkt geschätzt und linear bis zum Ausübungszeitpunkt verteilt (siehe Abschnitt 7.1). Forschung und EntwicklungAufwendungen für Forschung werden unmittelbar aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produkts oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügbar sind. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen. Aktivierte Entwicklungskosten eines noch nicht nutzungsbereiten immateriellen Vermögenswerts werden einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Erforderliche Entwicklungskosten im Rahmen von Fertigungsaufträgen werden als Herstellungskosten aktiviert. Öffentliche ZuwendungenZuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Aufwandszuschüsse werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Ausgleich sie zugesprochen wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden von den Anschaffungskosten des korrespondierenden Vermögenswerts abgesetzt. Einschätzungen und ErmessensentscheidungenDie Erstellung des Abschlusses erfordert, dass Einschätzungen und Ermessensentscheidungen durch den Vorstand getroffen werden, die sich auf die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten, die Rückstellungen, die aktivischen und passivischen latenten Steuern, die Erträge und Aufwendungen sowie den Ausweis der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Faktoren, die eine negative Abweichung von getroffenen Einschätzungen verursachen können, können eine Verschlechterung der Weltwirtschaft, Entwicklungen der Währungskurse und Zinssätze sowie wesentliche Gerichtsverfahren und Änderungen von umweltrechtlichen bzw. sonstigen gesetzlichen Bestimmungen sein. Produktionsfehler, Verluste von wesentlichen Kunden sowie steigende Finanzierungskosten können gleichfalls den zukünftigen Erfolg des Konzerns beeinträchtigen. Dem Ansatz und der Bewertung der nachfolgenden Vermögenswerte und Schulden liegen teilweise Ermessensentscheidungen des Managements zugrunde. Alle Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. Weichen später die tatsächlichen Umstände von den angenommenen ab, wirkt sich dies auf den Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden aus. Abhängig vom Sachverhalt ergeben sich auch ergebniswirksame Auswirkungen. UnternehmenserwerbeAls Folge von Unternehmenserwerben werden Goodwills in der Bilanz ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines erworbenen Unternehmens werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Das wesentlichste Problem stellen dabei die Schätzungen dieser Zeitwerte dar. Grundstücke und Gebäude werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet. Wenn immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, werden ihre beizulegenden Zeitwerte unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt. Diese Bewertungen erfolgen auf Basis der Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie des Diskontierungszinssatzes getroffen hat. Der Ansatz von Verpflichtungen für bedingte Gegenleistungen basiert auf der aktuellen Planung (siehe Abschnitt 5.2). GoodwillDer Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmente) wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen der Nutzungswerte liegen Annahmen des Managements zugrunde (siehe Abschnitt 6.3). SteuernDie GEA Group ist in einer Vielzahl von Ländern tätig und unterliegt damit verschiedenen Steuerhoheiten. Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken. Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Maße steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträge verrechnet werden können. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Aufgrundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen latenten Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der Umfang der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird (siehe Abschnitt 8.7). Rückstellungen und EventualverbindlichkeitenÄnderungen in der Wahrscheinlichkeitsschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellung zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern (siehe Abschnitt 7.2). Dies gilt insbesondere auch für Verpflichtungen im Umweltbereich. Verpflichtungen aus PensionsplänenDer Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von versicherungsmathematischen Annahmen ab. Diese Annahmen umfassen Diskontierungszinssatz, erwartete Gehaltssteigerungen, erwartete Renditen auf das Planvermögen, Sterblichkeitsraten und Steigerung der Kosten für die medizinische Versorgung. Sie können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den künftigen tatsächlichen Entwicklungen abweichen und sich damit wesentlich auf die Höhe der Verpflichtung und der dazugehörigen Aufwendungen auswirken. Die erwarteten Renditen auf das Planvermögen werden auf einer einheitlichen Basis ermittelt, die langfristig erwarteten Renditen, Vermögensallokation und Schätzungen der zukünftigen langfristigen Investitionsrendite berücksichtigt. Der Diskontierungssatz wird zum Ende eines jeden Jahres ermittelt. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Diskontierungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen hoher Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Weitere wesentliche Annahmen bei Pensionsverpflichtungen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten (siehe Abschnitt 7.3.1). FertigungsaufträgeDer Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der "Percentage-of-Completion"-Methode liegen Schätzungen des Managements bezüglich der im Zusammenhang mit den Fertigungsaufträgen anfallenden Auftragskosten zugrunde. Schätzungsänderungen bzw. Abweichungen der tatsächlichen Kosten von den geschätzten Kosten haben unmittelbar Auswirkung auf das realisierte Ergebnis aus Fertigungsaufträgen. Die operativen Einheiten überprüfen die Schätzungen kontinuierlich und passen diese gegebenenfalls an. RechtsstreitigkeitenUnternehmen der GEA Group sind in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Ausgang dieser Rechtsstreitigkeiten könnte einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Erkenntnisse zu diesen Rechtsstreitigkeiten und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Bei der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen ein Unternehmen der GEA Group bedeuten nicht zwangsläufig, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko zu bilden ist (siehe Abschnitt 9.4). 3. FinanzrisikomanagementUm die finanziellen Risiken konzernweit zu kontrollieren und dabei Risiken weitgehend zu begrenzen oder abzusichern, hat der Vorstand ein wirksames Regelwerk in Form von Richtlinien aufgestellt. Die Zielsetzungen für den Vermögensschutz, die Beseitigung von Sicherheitslücken und die Effizienzsteigerung bei Erkennung und Analyse von Risiken sowie die entsprechenden Organisationsformen, Zuständigkeiten und Kompetenzen sind klar definiert. Dabei wird den Prinzipien der Systemsicherheit, Funktionstrennung, Nachvollziehbarkeit und unverzüglichen Dokumentation gefolgt. Ergänzend wird auf die Ausführungen zum Risikomanagementsystem im Lagebericht verwiesen. Als weltweit tätiger Konzern ist die GEA Group im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken, Zinsrisiken, Warenpreisrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese Risiken durch den geeigneten Einsatz von derivativen und nicht-derivativen Sicherungsinstrumenten zu reduzieren. WährungsrisikenDie Internationalität der Geschäftstätigkeit der GEA Group bringt neben Zahlungsströmen in Euro auch eine Vielzahl von Zahlungsströmen in anderen Währungen, insbesondere in US-Dollar, mit sich. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Nach der Konzernrichtlinie besteht grundsätzlich für alle Konzerngesellschaften eine Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung, um Preise auf Basis von Sicherungskursen festzuschreiben. Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäfts und betragen in der Regel bis zu 12 Monate, können aber in Ausnahmefällen auch deutlich darüber hinausgehen. Trotzdem können Veränderungen der Währungskurse die Absatzmöglichkeiten außerhalb des Euroraums beeinflussen. Die im Gebiet der Europäischen Währungsunion ansässigen Konzernunternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, alle offenen Positionen aus Lieferungs- und Leistungsgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen dem Bereich Finanzen der GEA Group Aktiengesellschaft anzudienen. Diese Positionen werden laufzeitkongruent, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung zum überwiegenden Teil in direkter Zuordnung an Banken weitergeleitet. Sie können auch im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert werden. Die Absicherung von Geschäften oder Finanztransaktionen von Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgt ebenfalls in enger Abstimmung mit dem Bereich Finanzen. ZinsrisikenAufgrund der weltweiten Geschäftsaktivitäten der GEA Group erfolgen Liquiditätsbeschaffung und -anlage an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen -überwiegend aber in EUR - und mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sowie Geldanlagen sind grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, das von dem zentralen Zinsmanagement zu bewerten und zu steuern ist. Dabei können zur Absicherung des Zinsrisikos fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, um die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zugrunde liegenden Grundgeschäfte zu reduzieren. Derartige Zinssicherungsinstrumente dürfen nur vom Zentralbereich Finanzen abgeschlossen werden. Alle Zinsderivate sind einzelnen Kreditaufnahmen zugeordnet. Die Sicherungsbeziehungen sind dokumentiert und werden als "Cash-Flow Hedge" bilanziert. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Zinsaufwand aus den Kreditaufnahmen sowie aus den zugeordneten Derivaten stellt in Summe den fixierten Zinssatz der Sicherungsbeziehung dar. Zins- / Währungsswaps wurden im Zusammenhang mit der Finanzierung von Unternehmenserwerben in Kanada und Großbritannien eingesetzt. Deren Bilanzierung erfolgt ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Sie stehen aber in keiner dokumentierten Sicherungsbeziehung zu den konzerninternen Grundgeschäften. Die Ergebniseffekte aus der Veränderung der Währungsparitäten seit Beginn der Laufzeit sowie die Ergebniseffekte aus den in diesem Zusammenhang bestehenden konzerninternen Forderungen stehen sich aufgrund unterschiedlicher Bewertungsgrundlagen (Termin-Kurs zu Kassakurs) nicht in gleicher Höhe gegenüber. Im Geschäftsjahr belief sich der Bewertungsunterschied auf -865 T EUR (Vorjahr 227 T EUR). WarenpreisrisikenDie GEA Group benötigt verschiedene Metalle wie Aluminium, Kupfer, Stahl und Titan. Die Einkaufspreise für die Rohstoffe können je nach Marktsituation erheblich schwanken. Zur Sicherung des Warenpreisrisikos werden langfristige Lieferverträge mit verschiedenen Lieferanten geschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen in geringem Umfang Warentermingeschäfte auf Aluminium. Diese wurden im Zusammenhang mit der Bock-Gruppe erworben. Zum 31. Dezember 2010 bestanden keine Warenderivate in der GEA Group. KreditrisikenFinanzinstrumente sind grundsätzlich einem Ausfallrisiko aus der möglichen Nichterfüllung seitens der anderen Vertragspartei ausgesetzt. Ziel des bei der GEA Group im Finanzmanagement verwendeten Kontrahentenlimit-Systems ist es, fortlaufend das Kontrahentenausfallrisiko einzuschätzen und zu steuern. Je Kontrahent ist eine maximale Risikogrenze festgelegt. Diese leitet sich überwiegend aus der Bonitätseinstufung anerkannter Rating-Agenturen und Credit Default Swaps (CDS) ab. Bei Überschreiten des individuellen Limits werden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Bonität potenzieller Kunden wird im Rahmen eines internen Risk Board-Verfahrens vor Auftragsannahme geprüft. Darüber hinaus kommt ein aktives Forderungsmanagement unter Einbezug von echtem Factoring sowie Kreditversicherungen zum Einsatz. Im Exportgeschäft werden ferner bestätigte und unbestätigte Akkreditive sowie Bürgschaften, Garantien und Deckungszusagen auch von Exportkreditagenturen wie z. B. Hermes eingesetzt. Neben der lokalen Überwachung durch die jeweilige Tochtergesellschaft überwacht die GEA Group die wichtigsten Ausfallrisiken auch auf Konzernleitungsebene, um eine eventuelle Kumulierung von Risiken besser steuern zu können. Da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer großen Anzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen und Regionen bestehen, ist keine Konzentration von Risiken gegeben. Konkreten Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Reduzierung von Ausfallrisiken bei derivativen Finanzinstrumenten werden diese nur mit renommierten Finanzinstitutionen abgeschlossen. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist auf deren Buchwert begrenzt. LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken entstehen für die GEA Group, wenn Zahlungsverpflichtungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von liquiden Mitteln nicht erfüllt werden können. Das Management dieses Risikos ist Aufgabe des Bereichs Finanzen der GEA Group Aktiengesellschaft. Auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer rollierenden monatsgenauen Liquiditätsplanung werden liquide Mittel disponiert sowie Kreditlinien gesteuert. Die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sind dabei die wichtigste Liquiditätsquelle. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich vermeidet weitgehend externe Geldanlagen und -aufnahmen. Dazu hat die GEA Group Aktiengesellschaft in l3 Ländern Cash-Pooling-Kreise eingerichtet, um die Kontensalden der teilnehmenden Konzerngesellschaften täglich automatisch zu Gunsten oder zu Lasten eines Zielkontos der GEA Group Aktiengesellschaft auszugleichen. Ein darüber hinausgehender Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich von der GEA Group Aktiengesellschaft aufgenommen bzw. überschüssige Liquidität von ihr angelegt. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die nicht diskontierten vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert: scroll
Einbezogen werden alle zum 31. Dezember 2011 im Bestand befindlichen finanziellen Verbindlichkeiten, soweit bereits Zahlungen vertraglich vereinbart sind. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten sind nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge werden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten, die jederzeit zurückgezahlt werden können, wird unterstellt, dass sie innerhalb eines Jahres zurückgezahlt werden. Den Auszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 453.734 T EUR (Vorjahr 445.240 T EUR) stehen Einzahlungen aus denselben Instrumenten in Höhe von 424.839 T EUR (Vorjahr 417.419 T EUR) gegenüber. Zum 31. Dezember 2011 bestehen Barkreditlinien in Höhe von 1.702.688 T EUR (Vorjahr 1.581.450 T EUR), die in Höhe von 819.214 T EUR (Vorjahr 458.781 T EUR) ausgenutzt sind. Die Barkreditlinien setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im Juli 2011 wurde die fällige Syndizierte Kreditlinie 1 in Höhe von 300.000 T EUR zurückgezahlt, nachdem diese unterjährig noch vollständig in Anspruch genommen wurde. Im August 2011 wurde das Schuldscheindarlehen in Höhe des Nominalbetrags von 92.000 T EUR zurückgeführt. Einerseits zur Finanzierung der Unternehmenserwerbe, namentlich diejenigen der CFS- und Bock-Gruppe, und zur Refinanzierung der fälligen Kreditlinien andererseits wurde am 14. April 2011 eine Anleihe in Höhe von 400.000 T EUR begeben sowie die Kreditlinien der Europäischen Investitionsbank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen. Zusätzlich wurde im Dezember 2011 mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein weiteres Darlehen über 56.000 T EUR vereinbart. Das Darlehen dient der Finanzierung des Baus einer neuen Separatorenfertigung des Segments GEA Mechanical Equipment am deutschen Standort Oelde. Die Laufzeit des Darlehens beträgt 5 Jahre und ist zinsverbilligt, da das Bauvorhaben aus Mitteln des KfW-Umwelt- und Energieeffizienzprogramms gefördert wird. Darüber hinaus stehen Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen von 2.069.717 T EUR (Vorjahr 2.032.095 T EUR) zur Verfügung, die in Höhe von 747.637 T EUR (Vorjahr 881.006 T EUR) genutzt werden. Davon sind Avale in Höhe von 219.615 T EUR (Vorjahr 328.249 T EUR) "zahlbar auf erstes Anfordern". Wie bei diesem Auftragssicherungs- und Finanzierungsinstrument allgemein üblich, gibt es auch bei der GEA Group in den vergangenen Jahren nur in sehr seltenen Ausnahmefällen Ziehungen von Avalen. Zum Jahresende sind 1.366 T EUR (Vorjahr 20.538 T EUR) Bankavale aus Kreditlinien der GEA Group Aktiengesellschaft und 194.142 T EUR (Vorjahr 189.327 T EUR) Konzernavale zur Besicherung von vertraglichen Verpflichtungen der Lurgi AG an deren Kunden herausgelegt. Von den Bankavalen sind 1.364 T EUR (Vorjahr 20.472 T EUR) "zahlbar auf erstes Anfordern". Der Käufer von Lurgi hat für den unwahrscheinlichen Fall des Zahlungsausfalls sowohl von der Lurgi AG als auch von der Air Liquide S.A. als Rückbesicherung zugunsten der GEA Group Aktiengesellschaft Bankavale herausgelegt, die das Volumen weitgehend abdecken. Für die Lentjes GmbH sind 20.894 T EUR (Vorjahr 46.899 T EUR) Bankavale aus Kreditlinien der GEA Group Aktiengesellschaft und 120.446 T EUR (Vorjahr 158.292 T EUR) Konzernavale zur Besicherung von vertraglichen Verpflichtungen der Lentjes GmbH an deren Kunden herausgelegt. Von den Bankavalen sind 4.662 T EUR (Vorjahr 24.797 T EUR) "zahlbar auf erstes Anfordern". Die zukünftigen Auszahlungen aus den operativen Leasingverhältnissen werden separat unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen (siehe Abschnitt 9.2.). FremdwährungssensitivitätsanalyseDie Gesellschaften der GEA Group sind immer dann einem Währungsrisiko ausgesetzt, wenn die Zahlungsströme auf eine andere Währung lauten als ihre jeweilige funktionale Währung. Grundsätzlich sind Fremdwährungsrisiken durch geeignete Instrumente abzusichern. Die Schwankungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich somit weitgehend über ihre Laufzeit aus. Das in der Sensitivitätsanalyse dargestellte Fremdwährungsrisiko resultiert aus den folgenden Geschäften:
Als relevante Risikovariablen für die Fremdwährungssensitivitätsanalyse finden die Währungspaare Berücksichtigung, in denen ein wesentlicher Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung abgewickelt wird. Die nachstehende Tabelle zeigt die Sensitivität eines Anstiegs oder Rückgangs der jeweiligen Fremdwährung von 10 Prozent gegenüber der jeweiligen Basiswährung aus Konzernsicht. scroll
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Bei dem Nominalvolumen handelt es sich um alle kontrahierten Fremdwährungszahlungsströme zum Bilanzstichtag umgerechnet in EUR zum Stichtagskurs. Das Nominalvolumen umfasst das gesamte in Fremdwährung gehandelte Volumen und nicht nur jenes, welches der Analyse der Fremdwährungssensitivität zugrunde liegt. Die potenziellen Schwankungen des Jahresergebnisses resultieren primär aus Derivaten, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen, aber im Rahmen der allgemeinen Sicherungsstrategie zur Vermeidung von Währungsrisiken eingesetzt werden. ZinssensitivitätsanalyseDie Zinssensitivitätsanalyse stellt die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Die Sensitivitätsanalyse unterstellt eine lineare Verschiebung der Zinskurven für alle Währungen um +100 bzw. -100 Basispunkte zum Bilanzstichtag. Hieraus ergeben sich folgende Effekte: scroll
Der Berechnung liegt ein Nettovolumen von 514.306 T EUR (Vorjahr 502.360 T EUR) zugrunde. KapitalmanagementDas wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der GEA Group Aktiengesellschaft ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts im Interesse von Investoren, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten bei gleichzeitiger Wahrung und Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Deshalb hat die Verbesserung der Profitabilität und als Folge davon die Erhöhung der Verzinsung des eingesetzten Kapitals bei allen unternehmerischen Entscheidungen Priorität. Daraus leitet sich auch die konsequente Fokussierung auf die Margenqualität der Aufträge ab. Auch externes Wachstum durch mögliche Akquisitionen wird unter dem Blickwinkel dieses Ziels bewertet. Bei der Verfolgung dieser unternehmerischen Ziele kommt dem Kapitalmanagement durch Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven eine sehr große Bedeutung zu. Es stellt damit nicht nur den dauerhaften Fortbestand der GEA Group sicher, sondern schafft auch die unternehmerische Flexibilität, um die gegenwärtigen Geschäftsaktivitäten weiterentwickeln und strategische Optionen wahrnehmen zu können. Hierzu werden Liquiditätsreserven und freie Kreditlinien permanent auf Basis von kurz- und mittelfristigen Prognosen über die zukünftige Liquiditätsentwicklung und der notwendigen Kreditaufnahmen gesteuert. Zur Optimierung der Kapitalkosten wird die Kapitalstruktur regelmäßig auf der Basis verschiedener Finanzkennzahlen überwacht. Wichtige Kennzahlen sind in diesem Zusammenhang die Eigenkapitalquote und das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing). Die Nettoverschuldung wird dabei wie folgt ermittelt: scroll
Nachdem die GEA Group im Vorjahr noch über eine Nettoliquidität verfügt hat, besteht zum 31. Dezember 2011 eine Nettoverschuldung. Diese Verschiebung ist im Wesentlichen auf die Unternehmenserwerbe und speziell den Erwerb der CFS-Gruppe zurückzuführen. Die finanzwirtschaftlichen Risiken der GEA Group werden von den Ratingagenturen unverändert wie folgt eingestuft: scroll
Bei einem Investment Grade-Rating in den Kategorien des "BBB"- Bereichs ergeben sich für die Finanzierung der GEA Group gute Chancen sowohl für Bankenfinanzierungen als auch für die direkte Kapitalbeschaffung an den Kapitalmärkten, wie sich in diesem und im letzten Jahr bei der Platzierung der Syndizierten Kreditlinie 2 ("Club Deal") bzw. der Anleihe gezeigt hat. Die aktuellen Ratings reflektieren damit einerseits die gute Zahlungsfähigkeit der GEA Group und stellen andererseits den Zugang zu einer breiten Investorenbasis sicher. 4. UnternehmensverkäufeMit dem Verkauf von allen wesentlichen Vermögenswerten einschließlich der operativen Schulden der CFS Kempten GmbH, Kempten / Deutschland, hat die GEA Group das Geschäft mit den Verpackungsmaterialien für die Nahrungsmittelindustrie veräußert, welches mit der Übernahme der CFS-Gruppe in dem Geschäftsjahr erworben wurde. Im vorangegangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 45 Mio. EUR. Zum Verkaufszeitpunkt waren 166 Mitarbeiter beschäftigt. Das Reinvermögen des veräußerten Unternehmens stellt sich zum Veräußerungszeitpunkt wie folgt dar: scroll
Mit dem Verkauf der Beteiligung ist kein Goodwill abgegangen. Dem Verkaufserfolg stehen in gleicher Höhe Transaktionskosten und Aufwand aus der Bildung einer Gewährleistungsrückstellung gegenüber. Die Zahlen des Vorjahrs beziehen sich auf den Verkauf der 100-prozentigen Beteiligung an der GEA Grenco Køleteknik A/S, Skanderborg / Dänemark. 5. Unternehmenserwerbe5.1 Erworbene UnternehmenIm Geschäftsjahr 2011 hat die GEA Group die folgenden Unternehmen übernommen: scroll
Mashimpeks Ltd. ist dem Segment GEA Heat Exchangers zugeordnet. Das Unternehmen verkauft und montiert bereits seit mehreren Jahren Wärmetauscher der GEA Group in Russland. Die Kunden der Gesellschaft kommen überwiegend aus den Bereichen Nahrungsmittel, Öl und Gas, Energieerzeugung und Heizung / Klima / Lüftung. Mashimpeks unterhält im ganzen Land Vertriebs- und Servicebüros. Dieses Vertriebs- und Servicenetz ermöglicht es der GEA Group, das Wärmetauschergeschäft in Russland weiter auszubauen. Im Geschäftsjahr 2010 hat das Unternehmen mit 130 Mitarbeitern einen Umsatz von 14.778 T EUR erwirtschaftet. Die Unternehmensgruppe der CFS Holdings B.V. (CFS) ist ein Hersteller von Prozesstechnik zur sekundären Verarbeitung und Verpackung von proteinhaltigen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Geflügel, Fisch und Käse. CFS bietet sowohl Einzelmaschinen unter anderem zum Wolfen, Mischen, Schneiden, Formen, Panieren, Braten, Kochen oder Beladen als auch Komplettlösungen an, die die gesamte Prozesskette von der Vorbereitung des Rohmaterials bis hin zur fertigen Verpackung abdecken. CFS ist in mehr als 30 Ländern mit Vertriebsgesellschaften bzw. Niederlassungen vertreten. Die Produktionsstätten befinden sich im Wesentlichen in den Niederlanden und Deutschland. Im Geschäftsjahr 2010 / 2011 hat CFS mit insgesamt rund 2.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 406.545 T EUR erwirtschaftet. Knapp die Hälfte des Umsatzes entfällt auf Westeuropa, jeweils rund ein Achtel auf die Regionen Asien / Pazifik, Osteuropa sowie Nordamerika und der Rest auf Lateinamerika sowie Afrika. Für die GEA bedeutet der Kauf von CFS den Eintritt in einen neuen und stetig wachsenden Bereich der Nahrungsmittelverarbeitung und -verpackung. Er bietet zudem eine Basis für weitere Akquisitionen, mit denen das Produktportfolio weiter abgerundet werden kann. CFS wurde unter dem Namen GEA Convenience-Food Technologies (CT) als sechstes operatives Segment in die GEA Group integriert. Die Bock Kältemaschinen GmbH ist ein führender Hersteller von offenen und halbhermetischen Hubkolbenkompressoren für stationäre und transportbezogene Kühlanwendungen. Mit dem Erwerb ergänzt das Segment GEA Refrigeration Technologies ihr bestehendes Kompressoren-Portfolio im unteren und mittleren Leistungsbereich. Die Bock Gruppe erzielte im Jahr 2010 mit rund 340 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 70.997 T EUR. Neben dem Hauptwerk in Frickenhausen unterhält das Unternehmen kleinere Montagestandorte in der Tschechischen Republik, Indien und China sowie Vertriebsstandorte in Singapur, Thailand, Malaysia und Australien. Ungefähr die Hälfte der Produkte werden in Europa abgesetzt, ein Drittel in Asien / Pazifik und der Rest in Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika. Zu den typischen Endkunden von Bock Kompressoren zählen weltweit führende Hersteller im Nahrungsmittel- und Getränkebereich, einige der größten Einzelhandelsketten sowie Kunden im Infrastruktur- und Transportbereich. Der Händler San Joaquin Valley Dairy Equipment hat bereits vor dem Erwerb durch das Segment Farm Technologies in der für die Milchwirtschaft größten Region Kaliforniens Melk- und Kühltechnik der GEA und die dazugehörigen Serviceleistungen angeboten. Mit dem Kauf von allen wesentlichen Vermögenswerten des Händlers sichert sich die GEA Wachstumschancen in einer der bedeutendsten Regionen Nordamerikas. San Joaquin Valley Dairy Equipment erzielte im Jahr 2010 mit 30 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 5.802 T EUR. Die Nu-Con Ltd. ist ein führender Anbieter von Komponenten zur Pulverbehandlung, kompletten Pulververarbeitungssystemen sowie von Abfüllanlagen. Mit dem Erwerb baut das Segment GEA Process Engineering einerseits seine Position auf dem Weltmarkt der Pulververarbeitung aus und stärkt andererseits seine Präsenz in den Wachstumsmärkten Asiens. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Auckland / Neuseeland hat im letzten Geschäftsjahr mit 167 Mitarbeitern einen Umsatz von 29.861 T EUR erwirtschaftet. Die Pulververarbeitungssysteme von Nu-Con werden insbesondere in der Produktion von Babynahrung, Molkereiprodukten und anderen Nahrungsmitteln eingesetzt. Außerdem finden die Produkte auch in verschiedenen industriellen Verfahren ihre Anwendung. QPM Manufacturing ist ein Spezialhersteller von Stahlförderbändern, die den zuverlässigen Transport von Lebensmitteln in Öfen und Frostern sicherstellen. Durch den Firmenzukauf steht dem Segment GEA Refrigeration Technologies eine Technologie zur Erweiterung seines Froster-Spektrums zur Verfügung. 5.2 Übertragene GegenleistungDie übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die bedingte Kaufpreisverpflichtung aus dem Erwerb der Anteile an der Mashimpeks Ltd. resultiert im Wesentlichen aus einer Vereinbarung, in Abhängigkeit von den Unternehmensergebnissen der nächsten drei Jahre zusätzliche Zahlungen in Höhe von maximal 2.500 T EUR zu leisten. Auf Basis der Unternehmungsplanung wird von der Auszahlung des Höchstbetrags ausgegangen. Der angegebene Betrag von 2.416 T EUR stellt den beizulegenden Zeitwert des Auszahlungsbetrags dar. Die bedingte Kaufpreisverpflichtung im Zusammenhang mit dem Erwerb der Bock Kältemaschinen GmbH besteht aus zwei Komponenten. Die erste Komponente knüpft an die Entwicklung neuer Kolbenverdichter an. Beurteilungsmaßstab für die Auszahlungshöhe ist die Einhaltung von Investitionsbudgets sowie von Vorgaben zu den Herstellungskosten. Die zweite Komponente zielt auf die Ergebnisentwicklung der nächsten drei Jahre. In Summe können maximal 12.500 T EUR zur Auszahlung gelangen. Auf Basis der gegenwärtigen Einschätzung hinsichtlich des Erreichens der beiden Zielvorgaben geht die GEA von einer Auszahlung in Höhe von 12.500 T EUR aus. Dies entspricht einem beizulegenden Zeitwert von 11.621 T EUR. Mit den bisherigen Eigentümern und Geschäftsführern der Mashimpeks Ltd. wurde jeweils ein neuer dreijähriger Anstellungsvertrag geschlossen. Die beiden Geschäftsführer und bisherigen Mitanteilseigner der Bock Kältemaschinen GmbH werden ebenfalls weiterhin für die Gesellschaft tätig sein. Mit ihnen wurden Beratungsverträge mit einer Laufzeit von drei Jahren bzw. einem Jahr vereinbart. Der Anstellungs- und Beratungsvertrag ist nicht als Teil des Anschaffungsvorgangs behandelt worden. Die Kosten werden ratierlich über die Vertragslaufzeit als Aufwand verrechnet. 5.3 Erworbene Vermögenswerte und SchuldenMit dem Erwerb der sechs Unternehmen wurden die folgenden Vermögenswerte und Schulden übernommen. Wegen ihrer untergeordneten Bedeutung werden die Vermögenswerte und Schulden der Mashimpeks Ltd., der Nu-Con Ltd., San Joaquin Valley Dairy Equipment sowie oder QPM Manufacturing zusammengefasst. scroll
Mit den Unternehmenserwerben werden insgesamt Forderungen - im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen - mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 104.706 T EUR übernommen. Der vertragliche Nominalwert der Forderungen beläuft sich auf 107.255 T EUR. Zum Erwerbszeitpunkt wurde davon ausgegangen, dass ein Betrag in Höhe von 2.549 T EUR uneinbringlich ist. Der entstandene Goodwill in Höhe von 278.873 T EUR beinhaltet im Wesentlichen die Vorteile aus erwarteten Synergien und künftigen Marktentwicklungen sowie das Know-how der Belegschaft. Ein Teil des Goodwills in Höhe von 4.946 T EUR ist steuerlich abzugsfähig. 5.4 Auswirkung auf das KonzernergebnisSeit ihrem Erwerbszeitpunkt haben diese Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 446.556 T EUR und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -8.227 T EUR erwirtschaftet. Bei einem theoretischen Erwerbszeitpunkt zum 1. Januar 2011 hätten die erworbenen Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 616.811 T EUR und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -12.406 T EUR erwirtschaftet. 5.5 ZahlungsmittelabflussDie Unternehmenserwerbe des Geschäftsjahrs haben zu folgendem Zahlungsmittelabfluss geführt: scroll
In der Kapitalflussrechnung werden Mittelabflüsse aus Unternehmenserwerben in Höhe von 183.473 T EUR (Vorjahr 12.145 T EUR) ausgewiesen. Diese schließen Auszahlungen für bedingte Kaufpreiskomponenten in Höhe von 2.842 T EUR (Vorjahr 291 T EUR), einen Zahlungsmittelabgang aus dem Kauf von Minderheiten in Höhe von 1.695 T EUR sowie Zahlungsmittelzugänge aus der Einbeziehung bislang nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Höhe von 2.210 T EUR (Vorjahr 20 T EUR) ein. Weiterhin besteht eine Kaufpreiszahlung in Höhe von 3.318 T EUR (Vorjahr 413 T EUR), welche am Bilanzstichtag fällig war, aber nicht geflossen ist. Diese Zahlung wird in der Kapitalflussrechnung nicht berücksichtigt. Zusätzlich hat die GEA Group im Zeitpunkt des Erwerbs der CFS Gruppe deren externe Finanzierung durch die bisherigen Anteilseigner sowie Banken in Höhe von 319.435 T EUR abgelöst. 6. Erläuterungen zur Konzernbilanz: Aktiva6.1 SachanlagenDas Sachanlagevermögen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Ursächlich für die Wertminderungen in Höhe von 3.134 T EUR ist die Entscheidung, zwei Fertigungsstandorte des Segments GEA Heat Exchangers in der Türkei und Mexiko zu schließen. Die betroffenen Vermögenswerte wurden auf ihren Nettoveräußerungswert abgewertet. Von den Wertminderungen des Vorjahres waren 13.497 T EUR im Segment GEA Heat Exchangers und 2.920 T EUR im Segment GEA Mechanical Equipment angefallen. Ursächlich für die Wertminderungen im Segment GEA Heat Exchangers war die in 2009 beschlossene Reorganisation der Wärmetauscheraktivitäten. In deren Folge wurden 12 Fertigungsstandorte, vornehmlich in Deutschland und Europa, geschlossen oder restrukturiert. Sofern für die von Reorganisation betroffenen Vermögenswerte des Sachanlagevermögens keine weitere Verwendungsmöglichkeit bestand, wurden diese auf ihren Nettoveräußerungswert abgewertet. Fehlte es an der Möglichkeit, die Vermögenswerte veräußern zu können, wurden diese auf ihren Schrottwert abgewertet. Der Wertminderungsaufwand ist Teil der in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen (siehe Abschnitt 8.3). Die Wertminderungen im Segment GEA Mechanical Equipment betrafen das Sachanlagevermögen der Geschäftsaktivitäten im Bereich der Membranfiltrationsanlagen. Auslöser hierfür war die rückläufige Auftragslage. Die Wertminderungen waren in Höhe von 549 T EUR in den Herstellungskosten und in Höhe von 2.371 T EUR in den Verwaltungskosten erfasst. Bei den Konsolidierungskreisänderungen handelt es sich im Wesentlichen um Unternehmenserwerbe. Die sonstigen Änderungen betreffen im Wesentlichen Umgliederungen aus der Position Anlagen im Bau in andere Positionen des Sachanlagevermögens und in die immateriellen Vermögenswerte. Das Sachanlagevermögen wird wie im Vorjahr linear unter Zugrundelegung der jeweiligen Restwerte sowie folgender Nutzungsdauern abgeschrieben: scroll
Die zugrunde gelegten Restwerte und Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und, sofern notwendig, angepasst. Die Sachanlagen enthalten im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen gemietete Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung: scroll
Von dem Nettobuchwert der gemieteten Sachanlagen betreffen 39.668 T EUR (Vorjahr 40.849 T EUR) Gebäude. Die Leasingverträge über die Gebäude reichen über das Jahr 2030 hinaus. Eine Mietverlängerungsoption, eine Mietpreissteigerungsklausel sowie die Möglichkeit des Erwerbs sind in keinem Vertrag vorgesehen. Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten sind unter den Finanzverbindlichkeiten erläutert (siehe Abschnitt 7.4). Der Buchwert von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens, die zur Sicherung von Kreditlinien dienen, beträgt zum Stichtag 6.686 T EUR (Vorjahr 5.511 T EUR). Bei den Vermögenswerten handelt es sich hauptsächlich um Grundstücke. 6.2 Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDie folgende Tabelle stellt die Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dar: scroll
Die Wertminderung in Höhe von 1.187 T EUR betrifft ein nicht mehr betriebsnotwendiges Grundstück in Frankfurt am Main und war durch die allgemeine Entwicklung der Grundstückspreise an dem Standort bedingt. Die Wertminderung wurde im Verwaltungsaufwand ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt 16.955 T EUR (Vorjahr 22.688 T EUR). Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt aufgrundlage von marktbasierten Vergleichspreisen, die intern erhoben werden. Folgende Beträge werden im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst: scroll
Die Mieterlöse der GEA Real Estate GmbH in Höhe von 14.764 T EUR (Vorjahr 18.812 T EUR) werden in den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese noch in den Umsatzerlösen gezeigt. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. 6.3 GoodwillDer Goodwill ist den Segmenten zugeordnet, die die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bilden. Der erzielbare Betrag eines Segments wird durch Ermittlung des Nutzungswerts mit Hilfe der "Discounted-Cash-Flow"-Methode bestimmt. Als Zahlungsströme gehen die operativen Nach-Steuer-Zahlungsströme aus der "bottom up" erstellten und vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten konsolidierten Mittelfristplanung (3 Planjahre) ein. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum werden Zahlungsströme in Höhe des letzten Planjahrs angenommen. Diese werden mit einer einheitlichen Wachstumsrate von 1 Prozent (Vorjahr 1 Prozent) extrapoliert. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 4,00 Prozent (Vorjahr 4,00 Prozent) sowie auf einer Marktrisikoprämie von 5,00 Prozent (Vorjahr 5,00 Prozent). Darüber hinaus werden für die Segmente individuell aus der jeweiligen Peer-Group abgeleitete Beta-Faktoren, ein Fremdkapitalrisikozuschlag sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. Zusätzlich werden segmentspezifische Steuersätze angesetzt. Die Zahlungsströme der einzelnen Segmente werden mit den folgenden Nach-Steuer-Zinssätzen diskontiert: scroll
Der Planung liegt die Annahme weiter stabil wachsender Absatzmärkte im Bereich der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie zugrunde. Die Annahme basiert auf der Erwartung eines steigenden Bedarfs an veredelten Nahrungsmitteln. Von dieser unterstellten Entwicklung profitieren mit Ausnahme des Segments GEA Heat Exchangers alle Segmente der GEA Group. Auch für die übrigen Kundenindustrien wird ein, im Vergleich zur Nahrungsmittelindustrie allerdings weniger starkes, Wachstum unterstellt. Dieses leitet sich aus der Annahme eines weiter anhaltenden Interesses an Prozessoptimierung hinsichtlich Effizienz und Produktivität sowie Energieeinsatz und Anlagenverfügbarkeit ab. Für die Bereiche Energie und Marine wird hingegen mit rückläufigen Wachstumsraten gerechnet. Die unterstellten durchschnittlichen Wachstumsraten stimmen im Wesentlichen mit Prognoseaussagen aus Berichten von Wirtschaftsforschungsinstituten überein. Hinsichtlich der Rohstoffpreise wird unterstellt, dass etwaige Steigerungen durch höhere Absatzpreise kompensiert werden können. Es wurden keine Unternehmensakquisitionen in der Planung berücksichtigt. In der GEA Group weisen alle Segmente einen Goodwill aus. Zum 31. Dezember 2011 beträgt der Buchwert des Goodwills 1.900.147 T EUR (Vorjahr 1.550.423 T EUR). Der im vierten Quartal durchgeführte Werthaltigkeitstest bestätigte die Werthaltigkeit des bestehenden Goodwills. Bei dem Segment GEA Convenience-Food Technologies übersteigt der erzielbare Betrag den Buchwert des Nettovermögens des Segments nur um 8,7 Prozent. Bei einem um 100 Basispunkte bzw. um 200 Basispunkte höheren Diskontierungssatz würde sich ein Wertminderungsbedarf von 23.987 T EUR bzw. 77.736 T EUR ergeben. Bei der Annahme einer um 50 Basispunkte geringeren Wachstumsrate für die Zahlungsströme nach dem dreijährigen Detailplanungszeitraum würde sich kein Wertminderungsbedarf ergeben. Würde auf eine Wachstumsrate zur Extrapolation des letzten Planjahrs gänzlich verzichtet, betrüge die Wertminderung 11.918 T EUR. Bei um 10 Prozent geringeren Zahlungsströmen über den gesamten Planungszeitraum würde sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 11.252 T EUR ergeben. Bei den übrigen Segmenten liegt der maßgebende erzielbare Betrag wie im Vorjahr soweit über dem Buchwert des jeweiligen Nettovermögens, dass weder ein um 200 Basispunkte höherer Diskontierungssatz noch eine Wachstumsrate von null zu einer Wertminderung des zugeordneten Goodwills führen würde. Selbiges gilt für den Fall von 10 Prozent geringeren Zahlungsströmen über den gesamten Planungszeitraum. Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung des Goodwills auf die Segmente sowie dessen Entwicklung: scroll
Ursächlich für die Zugänge in Höhe von 347.789 T EUR sind mit 278.873 T EUR die Unternehmensakquisitionen des Geschäftsjahrs 2011 (siehe Abschnitt 5.3) sowie mit 64.580 T EUR die Berücksichtigung des Vergleichsangebots im Spruchverfahren zum Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der ehemaligen Metallgesellschaft AG und der ehemaligen GEA AG im Jahr 1999. In dem Vergleichsangebot hat sich die GEA Group zu einer erhöhten Abfindung in Aktien verpflichtet (siehe Abschnitt 9.4). Dies führt zu einer nachträglichen Erhöhung der Anschaffungskosten der vormaligen GEA AG und demzufolge zu einem höheren Goodwill. Maßgeblich für die Bemessung des Werts der neu auszugebenden Aktien ist dabei der historische Kurs der Aktien der Metallgesellschaft AG zum erstmöglichen Umtauschzeitpunkt. Der verbleibende Zugang von 4.336 T EUR (Vorjahr 1.771 T EUR) ist im Wesentlichen auf Kaufpreisanpassungen für Unternehmenserwerbe aus früheren Jahren zurückzuführen. Ursache für den Abgang des Goodwills in Höhe von 69 T EUR (Vorjahr 504 T EUR) sind Kaufpreisanpassungen für Unternehmenserwerbe aus früheren Jahren. 6.4 Sonstige immaterielle VermögenswerteDer Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Zugang bei den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten ist im Wesentlichen auf die Aktivierung von Entwicklungskosten bei 3 Segmenten zurückzuführen. Die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte im Segment GEA Convenience-Food Technologies betreffen eine Reihe von Weiterentwicklungen unter anderem auf dem Gebiet des Wolfens, Formgebens und Injizierens. Der Zugang im Segment GEA Farm Technologies hängt wie im Vorjahr mit Entwicklungen im Bereich des automatisierten Melkens zusammen. Im Segment GEA Process Engineering wurden die Entwicklungsleistungen auf dem Gebiet des Extrusionsblasens aktiviert. Die immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden wie im Vorjahr linear unter Zugrundelegung der folgenden Nutzungsdauern abgeschrieben: scroll
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Geschäftsjahrs 2011 in Höhe von 43.444 T EUR (Vorjahr 23.989 T EUR) werden in den Herstellungskosten ausgewiesen. Marktbezogene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 65.710 T EUR (Vorjahr 37.662 T EUR) werden wegen Unbestimmbarkeit der Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben. Bei diesen Vermögenswerten handelt es sich um Gesellschafts- bzw. Produktnamen der erworbenen Gesellschaften. Diese sind als Marke in den jeweiligen Branchen etabliert und werden nach dem Erwerb auf unbestimmte Zeit fortgeführt. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer teilt sich wie folgt auf: scroll
Diese Marken werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Für diesen Zweck wird ihr interner Nutzungswert mit Hilfe des Lizenzpreisanalogieverfahrens ermittelt. Nach diesem Verfahren ergibt sich der Wert einer Marke aus zukünftigen Lizenzzahlungen, die die GEA Group aufbringen müsste, wenn sie die entsprechenden Marken von einem Dritten lizenzieren müsste. Hierzu werden die markenrelevanten Umsatzerlöse mit der geschätzten Lizenzrate multipliziert. Die markenrelevanten Umsatzerlöse leiten sich aus der von Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Mittelfristplanung ab. Die unterstellten Lizenzraten entsprechen im Allgemeinen denen der Erstbewertung. Die so errechneten ersparten Zahlungen werden mit einem markenspezifischen Diskontierungszinssatz vor Steuern abgezinst. Der Wertermittlung liegen die folgenden Annahmen zugrunde: scroll
Der zum Jahresende durchgeführte Werthaltigkeitstest hat zu einer Abwertung in Höhe von 369 T EUR geführt. Ursächlich für die Wertminderung ist ein in Folge der Staatsschulden-Krise deutlich gestiegener Diskontierungszinssatz, insbesondere in Spanien. Die Wertminderung bei den technologiebasierten immateriellen Vermögenswerten betrifft das Segment GEA Refrigeration Technologies und dort den Bereich der Kartonfroster- und -kühlertechnologie. Ursächlich für die Wertminderung ist die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Auftragslage. Die Wertminderungen der marktbezogenen und technologiebasierten immateriellen Vermögenswerte im Vorjahr entfallen auf das Segment GEA Heat Exchangers und sind durch die Reorganisation bedingt. Die mit der Reorganisation verbundene Zusammenlegung von Standorten und die Straffung der Produktpallette führten unter anderem zu einer Reduzierung der unter einzelnen Marken vertriebenen Produkte sowie zur Aufgabe bestimmter Produkt- und Fertigungstechnologien. Soweit in der Vergangenheit erworbene Unternehmen von diesen Maßnahmen betroffen waren und damals den übernommenen Markennamen und Technologien ein Wert beigemessen wurde, war dieser nunmehr den neuen Umständen entsprechend abzuwerten. Der Wertminderungsaufwendungen für die marktbezogenen und technologiebasierten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 4.530 T EUR bzw. 3.023 T EUR sind Teil der in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen. In der Wertminderung der marktbezogenen immateriellen Vermögenswerte ist auch die Abwertung eines aktivierten Wettbewerbsverbots enthalten. 6.5 Beteiligungen an at-equity bewerteten UnternehmenZum 31. Dezember 2011 werden Beteiligungen an at-equity bewerteten Unternehmen mit einem Buchwert von 13.448 T EUR (Vorjahr 13.492 T EUR) ausgewiesen. Die folgende Übersicht stellt die wesentlichen Kennzahlen der nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen zum 31. Dezember 2011 dar. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 Prozent und basiert auf den jeweils zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen. scroll
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Die anteilige Bilanzsumme sowie der Konzernanteil am Jahresergebnis sind im Verhältnis zur Konzernbilanzsumme und zum Konzernergebnis unwesentlich. Die folgende Übersicht stellt die wesentlichen anteiligen Kennzahlen der nach der Equity-Methode bewerteten Joint Ventures zum 31. Dezember 2011 dar: scroll
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6.6 Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Sonstige WertpapiereIn den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist in Höhe von 11.603 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) eine Forderung aus den ehemaligen Rohstoffaktivitäten der Metallgesellschaft AG enthalten, die sich in ein Eigenkapitalinstrument in Höhe von 1.083 T EUR und ein Fremdkapitalinstrument in Höhe von 10.520 T EUR unterteilt. In den Jahren 1981 bis 1984 hat die ehemalige Metallgesellschaft AG unter einem langfristigen Erzabnahmevertrag insgesamt Kundendarlehen in Höhe von 33.646 T CAD an ein kanadisches Minenunternehmen gewährt. Wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit wurde die Forderung seinerzeit vollständig wertberichtigt. Auch eine Ende der 1980er Jahre beschlossene Restrukturierung der Mine ließ die Einbringlichkeit der Forderung nicht wahrscheinlich erscheinen. Nachdem die GEA Group in den letzten 4 Jahren jedoch insgesamt 14.317 T CAD erhalten hat, hat der Vorstand der GEA Group AG beschlossen, den noch bestehenden Anspruch in Höhe seines Barwerts von 15.334 T CAD zu aktivieren. Einschließlich der im Geschäftsjahr erhaltenen Zahlungen in Höhe von 1.520 T EUR hat sich aus diesem Sachverhalt ein Ergebnisbeitrag von 12.022 T EUR (Vorjahr 1.351 T EUR) ergeben. Dieser ist unter den Finanzerträgen ausgewiesen (siehe Abschnitt 8.5). Zusätzlich ist in Höhe von 1.083 T EUR ein Ertrag im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Derivative FinanzinstrumenteDie derivativen Finanzinstrumente sind unter den Erläuterungen zu Abschnitt 7.8 dargestellt. Übrige finanzielle VermögenswerteZum Abschlussstichtag bestehen übrige finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von 188.903 T EUR (Vorjahr 139.079 T EUR). Die Aufteilung in lang- und kurzfristige Vermögenswerte gestaltet sich wie folgt: scroll
Die Forderungen gegen Finanzbehörden beinhalten überwiegend Umsatzsteuerforderungen. Die übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Rechnungsabgrenzungen in Höhe von insgesamt 33.248 T EUR (Vorjahr 25.416 T EUR). Die Fälligkeitsstruktur der übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzt sich wie folgt zusammen: scroll
6.7 VorräteDie Vorräte setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 23.699 T EUR (Vorjahr 18.995 T EUR) erfasst. In Höhe von 2.984 T EUR (Vorjahr 5.419 T EUR) sind die Wertminderungen der Vorräte in den Restrukturierungsrückstellungen erfasst. Die übrigen Wertminderungen sind Teil der Herstellungskosten. Aufgrund gestiegener Marktpreise am Absatzmarkt wurden in Vorjahren vorgenommene Wertminderungen auf Vorräte mit 2.949 T EUR (Vorjahr 4.538 T EUR) aufgeholt. Die Wertaufholungen werden in den Herstellungskosten erfasst. 6.8 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält Forderungen in Höhe von 25.297 T EUR (Vorjahr 22.054 T EUR), die erst später als ein Jahr nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. Die Summe der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt insgesamt 67.084 T EUR (Vorjahr 69.024 T EUR). Für Forderungen in Höhe von 3.945 T EUR (Vorjahr 18.000 T EUR) sind zusätzliche Sicherheiten abgetreten worden. Das durchschnittliche Zahlungsziel und die durchschnittlichen Forderungsaußenstände bewegen sich im marktüblichen Rahmen. Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - mit Ausnahme gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - setzt sich wie folgt zusammen: scroll
FertigungsaufträgeDie Fertigungsaufträge mit aktivischem und passivischem Saldo gegenüber Kunden setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die erhaltenen Anzahlungen auf Fertigungsaufträgen belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf 17.024 T EUR (Vorjahr 39.192 T EUR). Die Sicherheitseinbehalte von Kunden betragen 41.135 T EUR (Vorjahr 31.387 T EUR). Es wurden im Berichtsjahr 2.405.183 T EUR (Vorjahr 1.907.276 T EUR) Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen erzielt. 6.9 ErtragsteuerforderungenDie Ertragsteuerforderungen betragen zum Stichtag 15.882 T EUR (Vorjahr 20.181 T EUR). Hiervon sind 15.634 T EUR (Vorjahr 19.638 T EUR) innerhalb eines Jahres fällig. Weitere 248 T EUR (Vorjahr 543 T EUR) sind nach einem Jahr fällig. 6.10 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDer Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ermittelt sich zum Bilanzstichtag wie folgt: scroll
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Tagesgeldanlagen. Bei den beschränkt verfügbaren Mitteln handelt es sich um Festgelder sowie um hinterlegte Bankguthaben. Der Zinssatz für kurzfristige Bankeinlagen im Euroraum beträgt marktüblich zwischen 0,2 und 1,1 Prozent (Vorjahr zwischen 0,5 und 1,1 Prozent). Die durchschnittliche Verzinsung zum Jahresende liegt bei 0,4 Prozent (Vorjahr 0,9 Prozent). 6.11 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte / Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen VermögenswertenUnter den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten wird ein nicht mehr betriebsnotwendiges Grundstück ausgewiesen. Nach dessen Parzellierung werden die einzelnen Parzellen veräußert. Des Weiteren werden unter dieser Position von Standortschließungen betroffene Vermögenswerte des Sachanlagevermögens ausgewiesen. Da für sie keine weiteren Verwendungsmöglichkeiten bestehen, sollen sie veräußert werden. 7. Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva7.1 EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der GEA Group Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2011 unverändert 496.890 T EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind unverändert eingeteilt in 183.807.845 nennbetragslose Stückaktien. Die Aktien sind voll eingezahlt. Der auf die einzelnen Aktien entfallende rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt wie im Vorjahr gerundet 2,70 EUR. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Genehmigtes Kapitalscroll
Bei dem Genehmigten Kapital I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen das Grundkapital zu erhöhen und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital I sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Bei dem Genehmigten Kapital II ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in Höhe eines Teilbetrags von 50.000 T EUR das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen auszuschließen. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital II sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Bei dem Genehmigten Kapital III ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen auszuschließen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Dieser Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist auf insgesamt höchstens 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital III sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Bedingtes Kapitalscroll
Das Grundkapital wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. April 2010 um bis zu 48.660 T EUR, eingeteilt in bis zu 18.000.000 Stück Inhaberaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 21. April 2010 bis zum 20. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder soweit die GEA Group Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft zu gewähren, und soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien bzw. Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen ab Beginn des Geschäftsjahrs, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden wie im Vorjahr keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben. Das Grundkapital ist um weitere 3.211 T EUR, eingeteilt in 1.188.791 Stück Inhaberaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung einer Abfindung in Aktien der Gesellschaft an die außenstehenden Aktionäre der damaligen GEA AG, Bochum, gemäß § 5 des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages der früheren Metallgesellschaft AG mit der damaligen GEA AG vom 29. Juni 1999. Über die Angemessenheit der im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag festgelegten Ausgleichszahlung und Abfindung ist ein Spruchverfahren vor dem Landgericht Dortmund rechtshängig. Zu dem Stand des Verfahrens siehe Abschnitt 9.4. Gemäß Satzung wird die bedingte Kapitalerhöhung nur soweit durchgeführt, wie die vor dem Squeeze-out-Verfahren außenstehenden Aktionäre der damaligen GEA AG von einem Abfindungsanspruch Gebrauch machen. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält vor allem die Effekte aus der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses von der Metallgesellschaft AG und der GEA AG sowie Agien aus der Ausgabe von Aktien der Metallgesellschaft AG. Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Vorjahr um 64.631 T EUR erhöht. Sie beträgt 1.333.359 T EUR (Vorjahr 1.268.728 T EUR). Ursächlich für den Anstieg ist in Höhe von 64.580 T EUR die Berücksichtigung des Vergleichsangebots im Spruchverfahren zum Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der ehemaligen Metallgesellschaft AG und der ehemaligen GEA AG aus dem Jahr 1999 (siehe Abschnitt 6.3). Die verbleibende Erhöhung von 52 T EUR (Vorjahr 72 T EUR) betrifft die Verrechnung von Aufwendungen aus der Auflage eines anteilsbasierten Mitarbeiterbeteiligungsprogramms in Südafrika. Im Zusammenhang mit dem Ende 2007 erhaltenen Großauftrag "Medupi" hatte sich die GEA Group verpflichtet, bestimmte Bewertungskriterien des "Broad Based Black Economic Empowerment Act of 2003" zu erfüllen. Zur Erfüllung dieser Kriterien hat die GEA Group unter anderem ein Beteiligungsprogramm für die Mitarbeiter der südafrikanischen Gesellschaft aufgelegt. Die an die Mitarbeiter gewährten Anteile werden mittelbar über eine Treuhandgesellschaft gehalten, die wiederum Optionen auf diese Anteile an die Mitarbeiter ausgibt. Die Optionen sind nach einer fünfjährigen Haltefrist unverfallbar. Nach Ablauf der Haltefrist werden jedes Jahr 20 Prozent der Optionen ausgeübt. Der Ausübungspreis entspricht dem beizulegenden Zeitwert der Anteile zum Zeitpunkt der Zusage. Wenn die Mitarbeiter vor Ablauf der 5 Jahre das Unternehmen verlassen, verfallen die Optionen. Zum 31. Dezember 2010 standen 13.350 Optionen aus. Im Geschäftsjahr 2011 sind 1.640 Optionen verfallen. Damit stehen zum 31. Dezember 2011 noch 11.710 Optionen aus. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen betrug zum Zeitpunkt der Zusage am 6. Mai 2009 36,69 EUR. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Unter Berücksichtigung einer erwarteten Fluktuation wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Aufwand von 52 T EUR (Vorjahr 72 T EUR) verrechnet. Gewinnrücklagen und KonzernergebnisDie Entwicklung der Gewinnrücklagen und des Konzernergebnisses ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. In den Gewinnrücklagen sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern enthalten. Für die Gewinnausschüttung ist der nach HGB aufgestellte Einzelabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft maßgebend. Kumuliertes Sonstiges KonzernergebnisIm kumulierten sonstigen Konzernergebnis werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen unrealisierte Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden finanziellen Vermögenswerten, der effektive Teil der Wertänderung der als "Cash-Flow Hedge" designierten Derivate sowie Gewinne und Verluste aus Wechselkursdifferenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen. Anteile nicht beherrschender GesellschafterEs bestehen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an Gesellschaften der GEA Group in Höhe von 1.026 T EUR (Vorjahr 1.809 T EUR). 7.2 RückstellungenDie Zusammensetzung der Rückstellungen sowie deren Entwicklung im Berichtsjahr 2011 sind in unten stehender Tabelle abgebildet: scroll
Rückstellungen für Garantien und GewährleistungenDie Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen betreffen die Gewährleistungszusagen für Produkte und Anlagen. Die ihnen zugrunde liegenden Garantien oder Gewährleistungen werden branchenüblich im Zusammenhang mit bestimmten Leistungsparametern der Produkte bzw. Anlagen gewährt (z. B. Garantie der Ausbringungsmenge, Qualität des herzustellenden Produkts). Die Gewährleistungen haben in der Regel eine Vertragslaufzeit zwischen einem und zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme der Produkte bzw. Anlagen. In manchen Absatzländern gelten neben den ausdrücklich vertraglich vereinbarten Gewährleistungen zusätzlich noch Produkthaftungsregelungen, die eine Haftung des Herstellers über die vertraglich festgelegte Gewährleistungsdauer hinaus bedingen können. Teilweise bestehen Rückgriffsansprüche in Form von Versicherungserstattungen oder Bürgschaften von Subunternehmern. Der Rückstellungshöhe liegt die beste Einschätzung der Geschäftsleitung zugrunde. Zum 31. Dezember 2011 sind Erstattungsansprüche gegenüber außenstehenden Dritten in Höhe von 303 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) aktiviert. Rückstellungen für FinanzgarantienDie Rückstellungen für Garantien beinhalten die Verpflichtungen aus Freistellungserklärungen sowie Gewährleistungen und Zusicherungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Unternehmensaktivitäten. Der Verbrauch der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2011 steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit Aufträgen der Lurgi und der Lentjes, für die in den Anteilskaufverträgen eine Risikoteilung vereinbart worden war. ProzessrisikenEs werden Rückstellungen für Risiken aus drohenden und bereits anhängigen Klagen gegen Gesellschaften der GEA Group gebildet, wenn ein ungünstiger Ausgang des Verfahrens als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird auf die Einschätzungen der das Unternehmen vertretenden Anwälte oder Rechtsexperten zurückgegriffen. Angesetzt werden die wahrscheinlichen Schadenersatz- und Sanktionsverpflichtungen. Nachlaufende KostenUnter dieser Position werden die Kosten für Restarbeiten ausgewiesen, die anfallen, nachdem ein Auftrag bereits abgerechnet und entsprechende Auftragsergebnisse realisiert wurden. Angesetzt wird die Höhe der erwarteten Kosten. Umweltschutz, BergbauUnter dieser Position sind im Wesentlichen Rückstellungen für die Reinigung von Grubenwasser aus früheren Bergbauaktivitäten, für die Reinigung sonstiger Grundwasserverunreinigungen sowie für die Beseitigung der Altlasten der Zinkproduktion der Ruhr-Zink, einschließlich damit verbundener Maßnahmen der Grundwassersicherung ausgewiesen. Die Höhe bzw. zeitliche Dauer der Verpflichtung zur Gruben- und Grundwasserreinigung ist aufgrund fehlender Präzedenzfälle teilweise juristisch unklar. Die Höhe der Verpflichtung wird beeinflusst durch die in Zusammenarbeit mit den Behörden und dem Land Nordrhein-Westfalen angestrebte juristische Klärung dieser Fragestellung. Der Rückstellungshöhe liegt eine bestmögliche Schätzung zugrunde. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 7.700 T EUR (Vorjahr 29.247 T EUR), Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 9.288 T EUR (Vorjahr 9.978 T EUR) sowie Rückstellungen für die Rückzahlungen von Investitionszuschüssen in Höhe von 23.828 T EUR (Vorjahr 31.346 T EUR). Im Vorjahr umfasste die Rückstellung für drohende Verluste aus Aufträgen im Wesentlichen drohende Verluste aus Mietverhältnissen. Diese wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vorzeitig gegen Leistung einer Einmalzahlung beendet. 7.3 Verpflichtungen gegenüber ArbeitnehmernDie Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
7.3.1 Leistungsorientierte PensionsplänePensionsverpflichtungen und FinanzierungsstatusBei der GEA Group wird einer Vielzahl von Mitarbeitern eine Altersversorgung gewährt. Die Versorgungsleistungen in Deutschland bestehen in der Regel aus Pensionszusagen. Die Mitarbeiter erhalten üblicherweise feste Pensionszahlungen pro Dienstjahr. In einzelnen ausländischen Gesellschaften bestehen länderspezifische Pensionspläne, die teilweise durch Pensionsfonds abgedeckt werden. Die Versorgungszusagen sind in Deutschland in der Regel nicht durch Fonds gedeckt. Für die Bewertung sämtlicher inländischer Pensionspläne zum 31. Dezember 2011 werden wie im Vorjahr als Rechengrundlage die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck verwendet. Sämtliche inländische Pensionspläne sind zum 31. Dezember 2011 bewertet. Der Bewertungsstichtag der Mehrheit der ausländischen Pensionspläne ist ebenfalls der 31. Dezember 2011. Der Anwartschaftsbarwert und das Fondsvermögen sowie die Ableitung des Finanzierungsstatus haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Aufteilung des Anwartschaftsbarwerts auf Pläne, die fondsfinanziert und nicht fondsfinanziert sind: scroll
Erfahrungsanpassungen, die aus Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung resultieren, hatten folgende Auswirkungen: scroll
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Die Entwicklung des Nettobilanzbetrags aus leistungsorientierten Pensionsplänen stellt sich für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 wie folgt dar: scroll
Die zum 31. Dezember 2011 in den Gewinnrücklagen ausgewiesenen versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen betragen 54.743 T EUR (Vorjahr 30.370 T EUR). Im laufenden Geschäftsjahr wurden Verluste (Vorjahr Verluste) in Höhe von 24.373 T EUR (Vorjahr 27.510 T EUR) im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Von den zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Pensionsrückstellungen sind Rückstellungen in Höhe von 37.500 T EUR (Vorjahr 35.835 T EUR) kurzfristig. Versicherungsmathematische ParameterDie gewichteten versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts und der Verpflichtungen der wesentlichen Versorgungspläne sind wie folgt: scroll
Die versicherungsmathematischen Bewertungsfaktoren für deutsche Pensionspläne werden in Abstimmung mit dem versicherungsmathematischen Gutachter Towers Watson Deutschland GmbH, Wiesbaden, festgelegt. Im Ausland werden die entsprechenden Parameter gemäß den vorliegenden nationalen Gegebenheiten mit Unterstützung der jeweiligen lokalen Gutachter in Abstimmung mit Towers Watson Deutschland GmbH, Wiesbaden, bestimmt. FondsvermögenDie gewichtete Zusammensetzung des Planvermögens zur Deckung der Pensionsverpflichtungen stellt sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt dar: scroll
Ein Teil des Fondsvermögens der inländischen Pensionspläne wird von Unterstützungskassen bzw. einer Stiftung verwaltet und ist im Wesentlichen in festverzinsliche Wertpapiere sowie Festgelder und nur zu einem geringeren Teil in Aktien investiert. Im Ausland ist das Vermögen der Fonds länderspezifisch wie in obiger Tabelle dargestellt angelegt. Darüber hinaus wird im In- und Ausland ein Teil des Fondsvermögens von Versicherungsgesellschaften nach deren spezifischen Anlagevorschriften verwaltet. Grundsätzlich sollen die Investitionen sichere Renditen sowie eine Substanzerhaltung gewährleisten, um laufende und künftige Pensionszahlungen finanzieren zu können. Es wird derzeit keine Veränderung dieser Anlagestrategie angestrebt. Die Marktwerte des Fondsvermögens sowie die erwartete langfristige Rendite auf dieses Fondsvermögen sind in den entsprechenden Tabellen angeführt. Die Renditen basieren im Wesentlichen auf historischen Durchschnittszinssätzen sowie aktuellen Kapitalmarktzinssätzen. Im Geschäftsjahr 2012 wird eine Zuführung an das Fondsvermögen der deutschen Pensionspläne von 531 T EUR und an die ausländischen Pläne von 6.105 T EUR erwartet. Im Berichtsjahr 2011 beträgt der tatsächliche Ertrag des Fondsvermögens 390 T EUR (Vorjahr 8.110 T EUR). Er unterschreitet (Vorjahr übersteigt) damit die erwarteten Erträge um 5.230 T EUR (Vorjahr 2.999 T EUR). PensionsaufwendungenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigenden Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Dienstzeitaufwand, die Auswirkungen von Planabgeltungen sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand der fortgeführten Geschäftsbereiche werden als Personalaufwand in den Funktionskosten (Herstellungs-, Vertriebs- oder allgemeine Verwaltungskosten) erfasst. Der Aufwand aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen und die erwarteten Erträge des Fondsvermögens werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Versicherungsmathematische ParameterDie gewichteten versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Nettopensionsaufwendungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Künftige AuszahlungenFür die nächsten Jahre werden aus den deutschen und den ausländischen Pensionsplänen die folgenden Auszahlungen erwartet: scroll
7.3.2 Verpflichtungen aus KrankenrestkostenversicherungenVerpflichtungen und FinanzierungsstatusNeben den Leistungen der betrieblichen Altersversorgung werden bestimmten Mitarbeitern nach Eintritt in den Ruhestand Zuschüsse zur Krankenversicherung gewährt. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf Verpflichtungen aus in- und ausländischen Krankenrestkostenversicherungen des Konzerns: scroll
Erfahrungsanpassungen, die aus Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung resultieren, haben folgende Auswirkungen: scroll
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Die Entwicklung des Nettobilanzbetrags der Verpflichtungen aus Krankenrestkostenversicherungen stellt sich für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 wie folgt dar: scroll
Die zum 31. Dezember 2011 in den Gewinnrücklagen ausgewiesenen versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewertung der Krankenrestkostenverpflichtungen betragen 857 T EUR (Vorjahr 1.160 T EUR). Im laufenden Geschäftsjahr wurden Gewinne (Vorjahr Verluste) in Höhe von 303 T EUR (Vorjahr 1.507 T EUR ) im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Versicherungsmathematische ParameterDie gewichteten versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Verpflichtungen aus Krankenrestkostenversicherungen waren wie folgt: scroll
Die Steigerungsrate für die inländischen Krankenrestkostenversicherungen bei den Kosten für Gesundheitsvorsorgeleistungen wird für das Geschäftsjahr 2011 unverändert auf 4 Prozent geschätzt. Eine Veränderung der Steigerungsrate in der Zukunft wird aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nicht erwartet. Für die ausländische Krankenrestkostenversicherung erfolgt keine Abzinsung und die prognostizierte Steigerungsrate der Gesundheitsvorsorgeleistungen beträgt Null, da die letzten Leistungen für das Jahr 2013 erwartet werden. Als Bewertungsstichtag für die Verpflichtungen aus in- und ausländischen Krankenrestkostenversicherungen wird der 31. Dezember 2011 herangezogen. AufwendungenDie Kosten für die Krankenrestkostenversicherungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Dienstzeitaufwand der fortgeführten Geschäftsbereiche wird als Personalaufwand innerhalb der Funktionskosten, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen wird innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen. Versicherungsmathematische ParameterDie gewichteten versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Kosten aus in- und ausländischen Krankenrestkostenversicherungen sind wie folgt: scroll
Künftige AuszahlungenDie mit den in- und ausländischen zusätzlichen Versorgungsleistungen verbundenen geschätzten künftigen Auszahlungen ergeben sich wie folgt: scroll
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Auswirkung einer einprozentigen Änderung der Steigerungsrate für Gesundheitsvorsorge- und Lebensversicherungsleistungen im In- und Ausland auf die Summe aus Dienstzeitaufwendungen und Zinsaufwendungen sowie auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts zum 31. Dezember 2011: scroll
7.3.3 Beitragsorientierte PensionspläneVerschiedene Unternehmen - vor allem in den USA und in Skandinavien - unterhalten beitragsorientierte Versorgungssysteme, bei denen die Altersvorsorge über sog. "Defined Contribution"-Pläne durchgeführt wird. Bei diesen Plänen liegt die Verpflichtung nicht bei der GEA Group, sondern bei den jeweiligen Versorgungseinrichtungen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Beiträge in Höhe von insgesamt 14.576 T EUR (Vorjahr 13.838 T EUR) geleistet. Die Beiträge wurden zeitkongruent mit der Erbringung der Arbeitsleistung als Personalaufwand erfasst. Ein gemeinschaftlicher Pensionsplan mehrerer Arbeitgeber in den Niederlanden wurde als beitragsorientierter Pensionsplan bilanziert, da der Verwalter dieses Plans den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen hinsichtlich der Höhe der Verpflichtung und des Planvermögens zur Verfügung stellt, um diesen als leistungsorientierten Pensionsplan zu bilanzieren. An den gemeinschaftlichen Pensionsplan sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Beiträge in Höhe von 578 T EUR (Vorjahr 88 T EUR) geleistet worden. Eine Vermögensüber- oder -unterdeckung des Planes hat keine Auswirkungen auf die Höhe der künftigen Beitragszahlungen. 7.3.4 Aktienbasierte VergütungsplänePerformance Share PlanMit Wirkung zum 1. Juli 2006 hat die GEA Group Aktiengesellschaft erstmals für die Führungskräfte der ersten und zweiten Managementebene unterhalb des Vorstands unter dem Namen "GEA Performance Share Plan" ein langfristiges Vergütungsprogramm aufgelegt. Seit der am 1. Juli 2008 aufgelegten dritten Tranche des Programms können auch die Führungskräfte der dritten Managementebene teilnehmen. Am 1. Juli 2011 ist die sechste Tranche aufgelegt worden. Ziel des "GEA Performance Share Plan" ist es, die Vergütung der Führungskräfte mit dem langfristigen Erfolg des Unternehmens zu verbinden und ihre Interessen auf die Interessen der Aktionäre auszurichten. Gemäß dem Plan erhalten die Teilnehmer zu Beginn des Performance-Zeitraums eine Zusage auf eine definierte Anzahl an "Performance Shares". Die Anzahl der zugeteilten "Performance Shares" ist abhängig von der jeweiligen Vertragsstufe der Teilnehmer. Die "Performance Shares" müssen anschließend für drei Jahre (Performance-Zeitraum) gehalten werden. Voraussetzung für die Planteilnahme ist ein Eigeninvestment in Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft in Höhe von 20 Prozent der zugeteilten "Performance Shares". Während des dreijährigen Performance-Zeitraums wird anhand des "Total Shareholder Return" (TSR) die Performance der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft im Vergleich zu allen anderen Unternehmen des MDAX gemessen. Der TSR ist ein geeigneter Indikator, um die Leistung und Attraktivität verschiedener Unternehmen für Anleger vergleichen zu können. Der TSR misst in Prozent, welchen Ertrag ein Anleger mit einer Aktie über einen bestimmten Zeitraum insgesamt erzielt. Bei der Berechnung des TSR werden neben der Entwicklung des Aktienkurses auch Dividenden und Anpassungen wie zum Beispiel Aktiensplits berücksichtigt. Durch den Vergleich werden Kursentwicklungen aufgrund allgemeiner Marktschwankungen eliminiert und Effekte verschiedener Thesaurierungsstrategien vergleichbar gemacht. Die relative Performance der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft bestimmt die Anzahl der endgültigen "Performance Shares" (0 - 300 Prozent). Nach Ablauf des dreijährigen Performance-Zeitraums werden die "Performance Shares" ausgezahlt. Dabei bestimmt die Performance der Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft im Vergleich zum MDAX, wie viele "Performance Shares" zugeteilt werden: Erreicht die Performance der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft im TSR-Vergleich den Median, werden 50 Prozent der Performance Shares zugeteilt, bei Erreichen des 3. Quartils 100 Prozent. Hat sich die Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft im Vergleich zu allen anderen MDAX-Unternehmen am besten entwickelt, werden 300 Prozent der "Performance Shares" zugeteilt. Zwischen diesen Werten wird interpoliert. Die Auszahlung entspricht der Anzahl der zugeteilten "Performance Shares" eines Teilnehmers multipliziert mit dem durchschnittlichen Aktienkurs über das letzte Quartal des dreijährigen Performance-Zeitraums. Nach Ablauf des Performance-Zeitraums können die Teilnehmer wieder frei über die Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft verfügen. Am 30. Juni 2011 lief die dritte Tranche aus. Da der TSR über den dreijährigen Performance-Zeitraum mit 5,96 Prozent unterhalb des Medians lag, ergab sich für die dritte Tranche keine Auszahlung. Im Vorjahr lag der TSR 3,75 Prozent über dem Median, sodass sich eine Auszahlungsquote von 63,09 Prozent ergab. Die Auszahlung belief sich auf 717 T EUR. Die Anzahl der "Performance Shares" entwickelte sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt: scroll
Unter Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2011 von 21,21 EUR (Vorjahr 14,51 EUR) für die vierte Tranche, 20,65 EUR (Vorjahr 12,49 EUR) für die fünfte Tranche und 17,08 EUR für die sechste Tranche sowie von 0 EUR (Vorjahr 10,59 EUR) für die dritte (Vorjahr zweite) Tranche zum Auszahlungszeitpunkt ergibt sich insgesamt ein Aufwand für das Geschäftsjahr 2011 von 5.549 T EUR (Vorjahr 2.165 T EUR). Der beizulegende Zeitwert der "Performance Shares" wird mit Hilfe einer mehrdimensionalen Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Dabei werden die folgenden Bewertungsannahmen zugrunde gelegt: scroll
Da die Auszahlungsquote von der Performance der Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft im Vergleich zum MDAX abhängt, werden zusätzlich die Volatilitäten aller im MDAX zusammengefassten Aktien sowie deren Korrelationen mit der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft ermittelt. Zum 31. Dezember 2011 beträgt die Verpflichtung aus dem Plan 8.687 T EUR (Vorjahr 3.027 T EUR). Der langfristige Teil wird unter den Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen und der kurzfristige Teil unter den Rückstellungen für Gratifikationen und Tantiemen ausgewiesen. Virtuelle AktienIm Geschäftsjahr 2010 wurde die Tantiemeregelung der Vorstandsmitglieder geändert und um eine langfristige Anreizkomponente ergänzt. Die nach der Neuregelung ermittelte Tantieme ist zur Hälfte mit der regelmäßigen Gehaltsabrechnung zahlbar, die auf den Tag der für das abgelaufene Geschäftsjahr bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft folgt. Dieser Teil der Tantieme ist bei Übererfüllung der Zielvorgaben auf einen Betrag in Höhe von 75 Prozent der jährlichen Basistantieme begrenzt. Die andere Hälfte der ermittelten Tantieme wird in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt mit dem arithmetischen Mittelwert der täglichen Schlusskurse der Aktien der GEA Group im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den Börsenhandelstagen in dem Dreimonatszeitraum, der einen Monat vor dem Tag der entsprechenden bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahrs endet. Die Ermittlung der Stückzahl der für ein Geschäftsjahr zu gewährenden virtuellen Aktien erfolgt somit erst im Folgejahr. Nach Ablauf einer Haltefrist von 3 Jahren seit der Umwandlung in virtuelle Aktien erfolgt die Ermittlung des Auszahlungswertes der virtuellen Aktien. Die Höhe der Auszahlung bestimmt sich nach dem arithmetischen Mittelwert der täglichen Schlusskurse der Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den Börsenhandelstagen in dem Dreimonatszeitraum, der einen Monat vor dem Tag der entsprechenden bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahrs, in dem die Haltefrist ausläuft, endet. Dem so ermittelten Wert werden die während der Haltefrist je Aktie ausgeschütteten Dividenden zugerechnet. Der danach auszuzahlende Betrag wird auf einen Betrag in Höhe von 300 Prozent der jährlichen Basistantieme begrenzt. Die Haltefrist von 3 Jahren wird bei Beendigung des Vorstandsvertrages auf 1 Jahr ab dem Beendigungszeitpunkt reduziert. Da der Ausübungspreis gleich null ist und das Anreizprogramm keinen Erdienungszeitraum beinhaltet, entspricht der beizulegende Zeitwert der virtuellen Aktien dem inneren Wert und daher dem Börsenkurs der GEA Group Aktiengesellschaft am Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung ergibt sich durch die Anzahl der virtuellen Aktien, multipliziert mit dem jeweiligen Stichtagskurs zuzüglich während der Haltefrist gezahlter Dividenden. Die Anzahl der "Virtuellen Aktien" entwickelte sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt: scroll
Der für die Bewertung maßgebende Kurs beträgt für die für das Geschäftsjahr 2010 ausgegebenen virtuellen Aktien 22,25 EUR (Vorjahr 21,63 EUR) und für die für das Geschäftsjahr 2011 ausgegebenen virtuellen Aktien 21,85 EUR. Damit ergibt sich ein Verpflichtungsbetrag von 3.070 T EUR (Vorjahr 1.252 T EUR). Der Verpflichtungsbetrag ist innerhalb der langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern unter den Gratifikationen und Tantiemen erfasst. 7.3.5 Sozialplan und AbfindungenUrsächlich für den Ansatz der Sozialplanverpflichtungen und Abfindungen im Geschäftsjahr 2010 war die beschlossene Neustrukturierung der Aktivitäten der GEA Group, mit der insbesondere alle Wärmetauscheraktivitäten in dem Segment GEA Heat Exchangers zusammengeführt wurden. In dessen Folge wurden verschiedene Fertigungsstandorte des Segments geschlossen. 7.4 FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2011 setzen sich zusammen aus: scroll
Im Geschäftsjahr 2011 wurden das Schuldscheindarlehen in Höhe von 92.000 T EUR sowie die Syndizierte Kreditlinie 1 in Höhe von 300.000 T EUR zurückgezahlt, nachdem diese unterjährig in Anspruch genommen wurde. Zur Refinanzierung der fälligen Kreditlinien einerseits und zur Finanzierung der Unternehmenserwerbe andererseits, namentlich diejenige der CFS- und Bock-Gruppe, wurde am 14. April eine Anleihe in Höhe von 400.000 T EUR begeben sowie die Kreditlinien der Europäischen Investitionsbank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2011 setzt sich die Finanzierung der GEA Group demnach wie folgt zusammen: scroll
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ohne Zinssicherung AnleiheDie Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit einem fixen Kupon von 4,25 Prozent ausgestattet. Bei einem Emissionskurs von 99,656 Prozent ergibt sich eine Rendite von 4,328 Prozent. Die nominale Verzinsung der Anleihe steht in Abhängigkeit zu dem Rating der Agenturen Moody's und Fitch. Derzeit wird die GEA Group Aktiengesellschaft mit einem Rating Baa3 / stabil von Moody's und BBB- / stabil von Fitch als Investment-Grade eingestuft. Die Schuldverschreibung ist nicht besichert. Die Schuldverschreibung ist an der Luxemburger Wertpapierbörse im regulierten Markt zugelassen. SchuldscheindarlehenIm August 2008 hat die GEA Group Aktiengesellschaft ein Schuldscheindarlehen über nominal 200.000 T EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren platziert. Ein Teilbetrag in Höhe von 108.000 T EUR ist im Mai 2010 um 2 Jahre bis zum August 2013 prolongiert worden. Bis zum August 2011 hat sich das Schuldscheindarlehen mit 110 Basispunkten verzinst und danach verzinst es sich mit 160 Basispunkten über dem jeweiligen 3M-Euribor. Zusätzlich hat die GEA Group Aktiengesellschaft im Mai 2010 ein weiteres Schuldscheindarlehen in Höhe von 20.000 T EUR mit einer Laufzeit bis zum August 2013 vereinbart. Die Konditionen entsprechen denjenigen des im August 2008 platzierten und im Mai 2010 verlängerten Schuldscheindarlehens. Beide Schuldscheindarlehen sind nicht besichert. Im August 2010 wurde die Verzinsung der beiden Schuldscheindarlehen mit Zinsswaps für die Restlaufzeit von drei Jahren fixiert. Die gewogene Durchschnittszinsverzinsung beträgt 2,89 Prozent. Zum 31. Dezember 2011 beträgt der effektive Zinssatz unter Berücksichtigung der Zinssicherung 2,92 Prozent. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Fristigkeiten der Bankverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Vorjahres betrafen im Wesentlichen die Inanspruchnahme der syndizierten Kreditlinie ("Syndicated Multi-Currency Revolving Credit Facility"). Diese lief im Juli 2011 aus und wurde dementsprechend getilgt. Die in den nächsten 5 Jahren fällig werdenden Beträge entfallen im Wesentlichen auf den Tilgungskredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Bei dem nach 5 Jahren fälligen Betrag handelt es sich um den Kredit der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 150.000 T EUR. Der Aufschlag auf den Referenzzinssatz hängt vom Rating der GEA Group ab. Für einen Teilbetrag in Höhe von 50.000 T EUR wurde die Verzinsung mit zwei Zinsswaps für die gesamte Kreditlaufzeit fixiert. Der gewogene Durchschnittszinssatz für diesen Teilbetrag beträgt 3,29 Prozent. Keine der in Anspruch genommenen Kreditlinien ist besichert. In den Kreditverträgen hat sich die GEA Group zur Einhaltung einer bestimmten Finanzkennzahl verpflichtet. Die Einhaltung ist zu jedem Quartalsende zu überprüfen. Zum 31. Dezember 2011 war die Kennzahl erfüllt. Die Transaktionskosten für die zum Jahresende nicht genutzte syndizierten Kreditlinie 2 ("Club Deal") werden linear über die Laufzeit verteilt. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Euroraum in Abhängigkeit von Fristigkeit und Finanzierungszweck mit Zinssätzen zwischen 1,0 Prozent und 4,6 Prozent (Vorjahr zwischen 0,8 Prozent und 5,5 Prozent) verzinst. Darüber hinaus bestehen Fremdwährungsverbindlichkeiten in indischen Rupien (Vorjahr indische Rupien) und brasilianischen Real (Vorjahr brasilianische Real), die ebenfalls marktüblich in den jeweiligen Ländern mit rund 13,0 Prozent (Vorjahr 12,0 Prozent) sowie 15,0 Prozent (Vorjahr 14,0 Prozent) verzinst werden. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt in Höhe von 846 T EUR (Vorjahr 452 T EUR) gesichert. Barkredit- und AvalkreditlinienZum 31. Dezember 2011 bestehen einschließlich der Schuldscheindarlehen sowie der syndizierten Kreditlinie Barkreditlinien von 1.702.688 T EUR (Vorjahr 1.581.450 T EUR). Hiervon ungenutzt sind Barkreditlinien in Höhe von 883.474 T EUR (Vorjahr 1.122.669 T EUR) (siehe Abschnitt 3). Darüber hinaus stehen Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen von 2.069.717 T EUR (Vorjahr 2.032.095 T EUR) zur Verfügung, die in Höhe von 747.637 T EUR (Vorjahr 881.006 T EUR) genutzt werden. Verbindlichkeiten aus FinanzierungsleasingDie zeitliche Verteilung künftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen ist folgender Tabelle zu entnehmen: scroll
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen überwiegend Leasingverträge über Grundstücke und Gebäude. Der Barwert der Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2011 aus Leasingverträgen über Grundstücke und Gebäude beträgt 42.462 T EUR (Vorjahr 43.356 T EUR). Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz, der der Berechnung des Barwertes der Mindestleasingzahlungen zugrunde liegt, beträgt 9 Prozent (Vorjahr 8 Prozent). Da den Leasingverhältnissen konstante Zinssätze zugrunde liegen, können die beizulegenden Zeitwerte der Leasingverpflichtungen zinsbedingten Risiken unterliegen. Alle Leasingverhältnisse beinhalten vertraglich fest vereinbarte Raten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind effektiv besichert, da die Rechte am Leasingobjekt bei Vertragsverletzungen auf den Leasinggeber zurückfallen. Derivative FinanzinstrumenteDie derivativen Finanzinstrumente sind unter den Erläuterungen in Abschnitt 7.8 dargestellt. 7.5 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 bestehen folgende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: scroll
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 890.631 T EUR (Vorjahr 661.861 T EUR) innerhalb eines Jahres fällig. Nach mehr als 5 Jahren sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten fällig. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 45.303 T EUR (Vorjahr 45.163 T EUR) gesichert. 7.6 ErtragsteuerverbindlichkeitenDie Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen laufende Steuern und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 51.525 T EUR (Vorjahr 42.407 T EUR). 7.7 Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt zusammen: scroll
Anzahlungen auf Bestellungen sind in Höhe von 25.755 T EUR (Vorjahr 34.129 T EUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 9.351 T EUR (Vorjahr 6.340 T EUR) gesichert. Der passivische Saldo der Fertigungsaufträge ergibt sich aus der Summe der Aufträge, bei denen die Teilabrechnungen die aktivierten Herstellungskosten zuzüglich der erfassten Auftragsgewinne bzw. -verluste übersteigen. 7.8 FinanzinstrumenteDie Zusammensetzung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2011 nach Klassen im Sinne des IFRS 7 sowie nach Bewertungskategorien ist in den nachfolgenden Tabellen abgebildet. Sie enthalten auch finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Derivate mit bilanziellen Sicherungsbeziehungen, die keiner der Bewertungskategorien nach IAS 39 angehören. scroll
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Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente lassen sich wie folgt in die jeweiligen Stufen der Bewertungsmethodik klassifizieren: Stufe 1 - Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Finanzinstrumente. Stufe 2 - Direkt (als Preise) oder indirekt (als von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Stufe 3 - Inputdaten, die nicht von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. scroll
Bei den der Stufe 3 zugordneten Finanzinstrumenten handelt es sich um die Forderung aus dem Bereich der ehemaligen Rohstoffaktivitäten der Metallgesellschaft AG (siehe Abschnitt 6.6). Ausgangspunkt für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist die Ausschüttungsplanung für die nächsten Jahre des Schuldners. Die so abgeleiteten Zahlungsströme werden mit einem jeweiligen laufzeitkongruenten und währungsadäquaten Marktzinssatz diskontiert. Wie unter Abschnitt 6.6 erläutert, war die Forderung in der Vergangenheit vollständig wertberichtigt. Aus der Wertaufholung einschließlich der Zahlungen hat sich in diesem Geschäftsjahr ein Ergebnisbeitrag von 12.022 T EUR (Vorjahr 1.351 T EUR) ergeben. Ein zusätzlicher Ertrag von 1.083 T EUR ist im sonstigen Konzernergebnis ausgewiesen. Originäre finanzielle VermögenswerteFür die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die der Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen" zugeordneten Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Es handelt sich dabei um Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie sonstige Beteiligungen, deren beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmt werden können. Originäre finanzielle VerbindlichkeitenFür die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Bei festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Derivative FinanzinstrumenteDer beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte am Bilanzstichtag errechnet sich auf Basis des Devisenkassakurses unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen entsprechend den jeweiligen Restlaufzeiten. Die Terminauf- und -abschläge werden aus den beobachtbaren Zinsdifferenzkurven zum Bilanzstichtag abgeleitet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Devisenoptionen beruht auf anerkannten Bewertungsmodellen. Der beizulegende Zeitwert wird durch die Restlaufzeit, den aktuellen Wechselkurs, die Volatilität des Wechselkurses sowie durch die zugrunde liegenden Zinskurven beeinflusst. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps und Zinsoptionen werden auf Basis abgezinster, künftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet. Bei Zins- / Währungsswaps werden zusätzlich die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen, in denen die Zahlungsströme erfolgen, einbezogen. Bei den Warentermingeschäften sowie -optionen resultiert der beizulegende Zeitwert aus der Bewertung aller Kontrakte zu den Marktkonditionen des Bewertungsstichtags und entspricht damit dem aktuellen Wert des Vertragsbestands zum Geschäftsjahresende. Bei börsengehandelten Kontrakten ergeben sich die beizulegenden Zeitwerte aus dem Börsenkurs. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzinstituten zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die GEA Group setzt derivative Finanzinstrumente ein, darunter Devisentermingeschäfte, Zinsswaps, Zins- / Währungsswaps und Warentermingeschäfte. Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Fremdwährungs-, Zins- und Warenpreisrisiken für bestehende oder geplante Grundgeschäfte. Die folgende Tabelle stellt die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag dar. Das Nominalvolumen in Fremdwährung wird zum Stichtagskurs umgerechnet. scroll
Derivative Finanzinstrumente mit bilanzieller SicherungsbeziehungDie in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehenden derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung künftiger Zahlungsströme gegenüber Fremdwährungsrisiken aus zukünftigen Absatz- und Beschaffungsgeschäften sowie Zinsrisiken aus langfristigen Finanzierungen ("Cash-Flow Hedges"). Für die Absicherung von beizulegenden Zeitwertschwankungen von Vermögenswerten, Schulden oder von bindenden Vereinbarungen werden bilanzielle Sicherungsbeziehungen ("Fair Value Hedges") gebildet. Wie im Vorjahr bestehen zum 31. Dezember 2011 keine als "Fair Value Hedge" bilanzierten Sicherungsbeziehungen. Die Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, welcher in einen effektiven und in einen nicht-effektiven Teil zerfällt. Der effektive Teil bzw. dessen Veränderung wird bis zur Bilanzwirksamkeit des gesicherten Grundgeschäfts direkt im Eigenkapital im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Der nicht-effektive Teil wird erfolgswirksam behandelt. Zum Zeitpunkt, zu dem das gesicherte Grundgeschäft bilanzwirksam wird, wird der im Eigenkapital erfasste Effekt realisiert und die bilanzielle Sicherungsbeziehung aufgelöst. Bei einem Absatzgeschäft erfolgt die Realisierung des effektiven Teils gegen die Umsatzerlöse, bei einem Beschaffungsgeschäft werden die Anschaffungskosten entsprechend angepasst. In Bezug auf die Zinsderivate werden die im Eigenkapital erfassten Effekte gegen die Zinsaufwendungen aufgelöst. Zum 31. Dezember 2011 sind aus Währungs- und Zinsderivaten Gewinne in Höhe von 7.819 T EUR (Vorjahr 6.848 T EUR) und Verluste in Höhe von 17.814 T EUR (Vorjahr 15.625 T EUR) im Eigenkapital erfasst. Im Laufe des Geschäftsjahrs wurden aus Währungsderivaten aufgrund der eingetretenen Bilanzwirksamkeit der Grundgeschäfte 2.337 T EUR (Vorjahr -2.813 T EUR) ertragswirksam realisiert und -1.110 T EUR (Vorjahr -2.448 T EUR) mit den Anschaffungskosten für Vorräte verrechnet. Von den erfolgswirksam realisierten Beträgen entfallen 3.529 T EUR (Vorjahr -986 T EUR) auf die Umsatzerlöse. Darüber hinaus werden Gewinne in Höhe von 7.850 T EUR (Vorjahr 4.412 T EUR) und Verluste in Höhe von -9.042 T EUR (Vorjahr -6.239 T EUR) im Währungsergebnis erfasst. Aus Zinsderivaten wurden -957 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) im Zinsergebnis realisiert. Aus den Hedge-Beziehungen ergaben sich wie im Vorjahr keine wesentlichen Ineffektivitäten. Im Folgejahr werden voraussichtlich 91 Prozent (Vorjahr 93 Prozent) der abgesicherten Zahlungsströme aus den zum Bilanzstichtag designierten Grundgeschäften fällig. Die übrigen 9 Prozent (Vorjahr 7 Prozent) werden bis zum Jahr 2017 (Vorjahr 2014) fällig. Sofern finanzielle Vermögenswerte abgesichert werden, werden die derivativen Finanzinstrumente in dem Zeitpunkt erfolgswirksam, in dem die Grundgeschäfte erfolgs- und bilanzwirksam werden. Werden finanzielle Schulden aus Beschaffungsgeschäften abgesichert, werden die derivativen Finanzinstrumente erfolgswirksam, wenn die beschafften Leistungen erfolgswirksam werden. Derivative Finanzinstrumente ohne bilanzielle SicherungsbeziehungLiegen die Voraussetzungen für die Bildung einer bilanziellen Sicherungsbeziehung nicht vor, wird die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts ergebniswirksam erfasst. Aufwendungen und ErträgeDie Bewertungseffekte aus Finanzinstrumenten sind überwiegend im Ergebnis erfasst worden. Die folgende Tabelle stellt das Nettoergebnis der Finanzinstrumente gemäß den Bewertungskategorien nach IAS 39 dar: scroll
8. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung8.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
8.2 Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
8.3 Sonstige AufwendungenDie sonstigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Aufwendungen für RestrukturierungsmaßnahmenDie Restrukturierungsaufwendungen verteilen sich wie folgt auf die Segmente: scroll
Die Restrukturierungsaufwendungen im Segment Convenience-Food Technologies stehen im Zusammenhang mit der Schließung des Fertigungsstandorts in Dänemark und der Verlagerung der Produktion nach den Niederlanden sowie mit der Zentralisierung verschiedener administrativer Funktionen. Bei dem Segment Heat Exchangers betreffen die Restrukturierungsmaßnahmen die Schließung von zwei Fertigungsstandorten in der Türkei und in Mexiko. Die Restrukturierungsaufwendungen des Vorjahrs resultierten vor allem aus der Neustrukturierung der Aktivitäten der GEA Group. Im Zentrum stand dabei die Zusammenführung aller Wärmetauscheraktivitäten in dem Segment GEA Heat Exchangers mit dem Ziel, Überschneidungen in der Produktpalette und der Organisationsstruktur zu beseitigen. Auch die anderen Segmente hatten in 2010 weitere Maßnahmen zur Effizienzverbesserung durchgeführt bzw. eingeleitet. Im Segment GEA Mechanical Equipment wurden die betrieblichen Abläufe am Hauptstandort Oelde optimiert. Im Segment GEA Refrigeration Technologies wurde der "Contracting"-Bereich restrukturiert, um mit geringeren Kapazitäten eine bessere Auftragsselektion durchführen zu können. Die Restrukturierungsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die sonstigen Restrukturierungsaufwendungen enthalten unter anderem Belastungen durch Ineffizienzen im operativen Geschäft durch die Verlagerung von Betriebsstätten, Kosten für die Verlagerung von Sachanlagevermögen sowie Honorare für Beratungsleistungen. Übrige AufwendungenDie übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zuführungen zu Rückstellungen. 8.4 Darstellung ausgewählter Aufwendungen und Erträge nach KostenartenMaterialaufwandDer Materialaufwand, der in den Herstellungskosten erfasst wird, ist im Berichtsjahr um 579.715 T EUR gestiegen und belief sich auf 2.901.042 T EUR (Vorjahr 2.321.327 T EUR). Die Materialquote betrug 53,1 Prozent der Gesamtleistung und lag damit leicht über dem Vorjahrswert von 52,2 Prozent. In einem Segment wurde im Geschäftsjahr die Klassifizierung zwischen Herstellungskosten und Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten zu Lasten der Herstellungskosten in Höhe von 18.416 T EUR geändert. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. PersonalaufwandDer Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2011 um 126.318 T EUR auf 1.368.527 T EUR (Vorjahr 1.242.209 T EUR). Beträge aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen sind nicht als Personalaufwand erfasst, sondern unter den Finanz- und Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter in Höhe von 1.125.386 T EUR (Vorjahr 1.037.384 T EUR) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung mit 243.245 T EUR (Vorjahr 205.853 T EUR) enthalten. Der unterproportionale Anstieg des Personalaufwands ist unter anderem auf personalbezogene Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 66.175 T EUR im Vorjahr zurückzuführen, denen nur entsprechende Aufwendungen von 6.056 T EUR im Geschäftsjahr 2011 gegenüberstehen. Die Personalquote verringerte sich damit auf 25,3 Prozent der Gesamtleistung (Vorjahr 28,1 Prozent). Abschreibungen und WertminderungenIm Berichtsjahr wurden Abschreibungen und Wertminderungen auf das Sachanlagevermögen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 135.741 T EUR (Vorjahr 128.616 T EUR) vorgenommen. Die Abschreibungen und Wertminderungen sind überwiegend in den Herstellungskosten enthalten. Die durch die Restrukturierungsmaßnahmen verursachten Wertminderungen in Höhe von 3.834 T EUR (Vorjahr 21.514 T EUR) sind als Teil der Restrukturierungsaufwendungen in den sonstigen Aufwendungen enthalten. Die Wertminderungen auf originäre finanzielle Vermögenswerte ohne Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen im Berichtsjahr 536 T EUR (Vorjahr 789 T EUR). Hiervon entfielen 536 T EUR (Vorjahr 576 T EUR) auf langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Wertminderungen auf Beteiligungen und Wertpapiere sind in den Finanzaufwendungen erfasst. Vorräte wurden um 23.699 T EUR (Vorjahr 18.995 T EUR) wertberichtigt. In Höhe von 2.984 T EUR (Vorjahr 5.419 T EUR) sind die Wertminderungen in Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Die übrigen Wertminderungen sind Teil der Herstellungskosten. 8.5 Finanz- und ZinserträgeFinanzerträgeDie Finanzerträge setzen sich aus den Erträgen aus Wertaufholungen auf Finanzinstrumente, Gewinnabführungen sowie dem Beteiligungsergebnis der übrigen Beteiligungen zusammen: scroll
Der Ertrag aus der Wertaufholung auf Finanzinstrumente beinhaltet die vereinnahmten Zahlungseingänge auf eine bislang vollständig wertberichtige Forderung aus früheren Rohstoffaktivitäten der ehemaligen Metallgesellschaft AG sowie die Wertaufholung dieser Forderung (siehe Abschnitt 6.6). Im Vorjahr wurden Zahlungseingängen auf diese Forderung in Höhe von 1.351 T EUR unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultierten im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Zahlungseingang einer größtenteils wertberichtigten Forderung aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Stahlhandel. ZinserträgeDie Zinsen und ähnliche Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die folgende Tabelle zeigt Zinserträge aus Finanzinstrumenten gemäß den Bewertungskategorien nach IAS 39 sowie Zinserträge aus Vermögenswerten, die nach anderen Vorschriften bewertet werden: scroll
8.6 Finanz- und ZinsaufwendungenFinanzaufwendungenDie Finanzaufwendungen für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 776 T EUR (Vorjahr 1.412 T EUR) beinhalten Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte (ohne Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) von 312 T EUR (Vorjahr 789 T EUR) sowie Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 464 T EUR (Vorjahr 623 T EUR). ZinsaufwendungenDie Zinsen und ähnliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die folgende Tabelle zeigt die Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten gemäß den Bewertungskategorien nach IAS 39 sowie Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten, die nach anderen Vorschriften bewertet werden: scroll
Falls einer Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten als Herstellungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird aufgrund der zentralen Finanzierungsfunktion der GEA Group der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns als Aktivierungssatz zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2011 beläuft sich dieser auf 4,0 Prozent (Vorjahr 3,9 Prozent). Herstellungskostenmindernd werden Zinserträge berücksichtigt, die auf erhaltene Anzahlungen und Teilabrechnungen erzielt werden. Im Geschäftsjahr 2011 werden im Saldo Zinserträge in Höhe von 405 T EUR (Vorjahr 773 T EUR) den Herstellungskosten von Vermögenswerten zugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden 1.507 T EUR (Vorjahr 1.481 T EUR) für Gebühren aufgewendet, die nicht in die Berechnung des Effektivzinssatzes einbezogen wurden. 8.7 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteuern für die fortgeführten Geschäftsbereiche setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der erwartete Steueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des für deutsche Konzerngesellschaften maßgeblichen Steuersatzes von 29,83 Prozent (Vorjahr 29,46 Prozent). Er beinhaltet neben dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent (Vorjahr 15,0 Prozent) und dem Solidaritätszuschlag von 0,825 Prozent (Vorjahr 0,825 Prozent), einen durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 14,00 Prozent (Vorjahr 13,63 Prozent). Die nachfolgende Überleitung leitet auf den effektiven Steuersatz von 21,57 Prozent (Vorjahr 23,36 Prozent) über: scroll
Die Veränderung der Wertberichtigungen in Höhe von -47.077 T EUR (Vorjahr -15.880 T EUR) basiert wie im Vorjahr im Wesentlichen auf einer Neueinschätzung der Werthaltigkeit der auf steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und im Ausland aktivierten latenten Steuern. Die Effekte der Steuersatzänderungen in Höhe von -2.561 T EUR (Vorjahr -570 T EUR) resultieren im Wesentlichen aus der Steuersatzänderung im Inland. Die Besteuerungsunterschiede Ausland ergeben sich aus unterschiedlichen Steuersätzen im Ausland im Vergleich zu dem deutschen Steuersatz von 29,83 Prozent. Für ausländische Gesellschaften variieren die Steuersätze zwischen 10,0 Prozent (Katar) und 40,0 Prozent (Japan). Die sonstigen Überleitungseffekte resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Steueraufwendungen für Vorjahre. Die aktivischen und passivischen latenten Steuern teilen sich im Berichtsjahr in ihrer Fristigkeit wie folgt auf: scroll
Die aktivischen und passivischen latenten Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht auf Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn sich die latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Der Bestand der latenten Steuern stellt sich ohne Berücksichtigung der Saldierung wie folgt dar: scroll
Zum 31. Dezember 2011 hat die GEA Group aktivische latente Steuern in Höhe von 245.705 T EUR (Vorjahr 205.267 T EUR) auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt: scroll
Die Erhöhung der aktivischen latenten Steuern auf in- und ausländische Verlustvorträge beruht auf einer Aktualisierung, die sich aus dem Ausmaß der zukünftigen Nutzbarkeit ergibt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.051.707 T EUR (Vorjahr 2.070.796 T EUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.313.701 T EUR (Vorjahr 1.582.895 T EUR) wurden keine aktivischen latenten Steuern gebildet, da deren Nutzung nicht hinreichend sicher ist. Die Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften können zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden. Die Nutzung der Verlustvorträge ausländischer Gesellschaften ist in der Regel zeitlich begrenzt. Die wesentlichen Verlustvorträge der ausländischen Gesellschaften verfallen voraussichtlich im Jahr 2029. 8.8 Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie errechnet sich wie folgt: scroll
Die Berechnung des Verwässerungseffekts aus dem Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag aus dem Jahr 1999 zwischen der Metallgesellschaft AG (deren Rechtsnachfolgerin die GEA Group Aktiengesellschaft ist) und der später auf sie verschmolzenen ehemaligen GEA Aktiengesellschaft basiert auf dem Verhandlungsstand zum Vergleich am Ende des Berichtsjahrs. Dieser wurde nach dem Stichtag, am 30. Januar 2012, gerichtlich protokolliert (siehe Abschnitt 9.4). Im Vorjahr wurde der Verwässerungseffekt auf dem Vergleichsvorschlag des Landgerichts Dortmund aus dem Jahr 2009 ermittelt. Der Verwässerungseffekt berücksichtigt nicht die Möglichkeit, dass die im Jahr 2005 im Wege des Squeeze-out gegen Barabfindung ausgeschiedenen Aktionäre der ehemaligen GEA Aktiengesellschaft, von ihrem Recht Gebrauch machen und gegen Rückgabe ihrer Barabfindung entsprechend dem nun festgelegten Umtauschverhältnis ihre ehemaligen Aktien an der GEA Aktiengesellschaft in Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft wandeln. Mit der zurückzuerstattenden Barabfindung hätten zum Bilanzstichtag mehr Aktien zurückerworben werden können als neue auszugeben gewesen wäre. 8.9 ErgebnisverwendungDer handelsrechtliche Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft weist einen Jahresüberschuss von 168.582 T EUR (Vorjahr 199.876 T EUR) aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben gemäß § 58 Absatz 2 AktG einen Betrag von 68.000 T EUR (Vorjahr 72.000 T EUR) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Vorjahr hatte der Vorstand und Aufsichtsrat zudem einen Betrag in Höhe von 54.252 T EUR gemäß § 58 Absatz 2a AktG den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Nach Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von 785 T EUR (Vorjahr 684 T EUR) verbleibt ein Bilanzgewinn von 101.367 T EUR (Vorjahr 74.308 T EUR). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: Verwendung (in T EUR)scroll
Die Dividendenzahlung entspricht der Zahlung einer Dividende von 55 Cent je Aktie bei insgesamt 183.807.845 Aktien. Die Auszahlung der Dividende erfolgt aus dem steuerlichen Einlagekonto (§ 27 KStG) und daher ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende im Jahr der Zahlung grundsätzlich nicht der laufenden Besteuerung. Nach allgemeiner Auffassung stellt die Dividendenzahlung aus dem steuerlichen Einlagekonto eine Rückgewähr von Einlagen dar, die zu einer nachträglichen Reduzierung der Anschaffungskosten für die Aktien führt. Dies kann zu einer Besteuerung höherer Veräußerungsgewinne bei späteren Aktienverkäufen führen. 9. Eventualverpflichtungen, sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualforderungen und Rechtsstreitigkeiten9.1 EventualverpflichtungenDie GEA Group Aktiengesellschaft hat sowohl Bankavale als auch Konzernavale zugunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausstellen lassen bzw. ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptgläubiger kein konsolidiertes Unternehmen ist. scroll
Der überwiegende Teil der Bankavale und der Konzernavale entfällt auf Lurgi und Lentjes (siehe Abschnitt 3). Die übrigen Avale bestehen überwiegend gegenüber Kunden nicht konsolidierter Unternehmen, Banken sowie Mitarbeitern von ehemaligen Tochtergesellschaften. Die Begünstigten sind berechtigt, die Avale bei nicht vertragskonformer Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten, in Anspruch zu nehmen. Die Laufzeiten variieren nach Art der Garantie. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit bei den Konzernavalen beträgt 2,9 Jahre (Vorjahr 2,5 Jahre). Alle durch die GEA Group Aktiengesellschaft in Auftrag gegebenen oder ausgestellten Avale erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des Hauptschuldners. Neben den Haftungsrisiken aus Bank- und Konzernavalen bestehen Risiken vor allem aus gerichtlichen, schiedsgerichtlichen oder außergerichtlichen Streitigkeiten (siehe Abschnitt 9.4), die zu Zahlungsmittelabflüssen führen können. 9.2 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2011 setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Miet-, Pacht- und LeasingverhältnisseDie Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen in Höhe von 232.453 T EUR (Vorjahr 252.891 T EUR) betreffen im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude und zu einem geringeren Teil technische Anlagen und Maschinen. Die Mietverträge laufen maximal bis in das Jahr 2031. Die Auszahlungen verteilen sich dabei wie folgt auf die künftigen Geschäftsjahre: scroll
Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die Aufwendungen aus den Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen auf 97.827 T EUR (Vorjahr 103.582 T EUR), wobei 15.147 T EUR (Vorjahr 14.282 T EUR) auf variable Zahlungen entfielen. Aus Untermietverhältnissen resultierten im Berichtsjahr Erträge in Höhe von 12.026 T EUR (Vorjahr 16.245 T EUR). Aus diesen Untermietverhältnissen bestehen in den nächsten Jahren Ansprüche auf Mieteinnahmen in Höhe von 6.252 T EUR (Vorjahr 37.159 T EUR). Aus "Sale-and-lease-back"-Transaktionen von Gebäuden resultieren zum Bilanzstichtag künftige Auszahlungen in Höhe von 38.467 T EUR (Vorjahr 74.743 T EUR). BestellobligoVon dem Bestellobligo entfallen 415.433 T EUR (Vorjahr 432.003 T EUR) auf Vorräte und 10.349 T EUR (Vorjahr 2.784 T EUR) auf Sachanlagen. 9.3 EventualforderungenIn dem Schiedsgerichtsverfahren gegen die amerikanische Flex-N-Gate Corp., Urbana / Illinois, ist am 15. September 2006 ein Grundurteil zugunsten der GEA Group Aktiengesellschaft ergangen. Demnach ist Flex-N-Gate zum Ersatz jener Schäden verpflichtet, die der GEA Group Aktiengesellschaft durch das Scheitern des Verkaufs der Dynamit Nobel Kunststoff-Gruppe an Flex-N-Gate im Herbst 2004 entstanden sind. Im zweiten Teil des Verfahrens hat das Schiedsgericht am 19. März 2010 einen Schadensbetrag zugunsten der GEA Group Aktiengesellschaft festgelegt. Nachdem Flex-N-Gate Corp. Rechtsmittel eingelegt hatte, wurde vom OLG Frankfurt am Main am 17. Februar 2011 der Schiedsspruch aufgehoben. Die GEA Group Aktiengesellschaft hat Rechtsbeschwerde gegen die Entscheidung des OLG vor dem Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt. Mit einer Entscheidung des BGH ist nicht vor dem zweiten Halbjahr 2012 zu rechnen. Im Jahr 2008 wurde von der GEA Group Aktiengesellschaft ein Schiedsverfahren gegen die Ukraine beim Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) eingeleitet. Es ging dabei um die Vollstreckung eines Schiedsspruches der Internationalen Handelskammer (ICC) aus dem Jahre 2002 gegen ein ehemals staatsnahes ukrainisches Unternehmen. Die Klage der GEA wurde inzwischen abgewiesen. 9.4 RechtsstreitigkeitenSpruchverfahrenIn dem bereits in den letzten Geschäftsberichten aufgeführten Spruchverfahren wurde am 30. Januar 2012 vor dem Landgericht Dortmund zwischen den Parteien ein gerichtlicher Vergleich geschlossen. Das Spruchverfahren betrifft den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag aus dem Jahr 1999 zwischen der Metallgesellschaft AG (deren Rechtsnachfolgerin die GEA Group Aktiengesellschaft ist) und der später auf sie verschmolzenen ehemaligen GEA AG. In dem Vergleich hat sich die GEA Group Aktiengesellschaft in Anlehnung an den gerichtlichen Vorschlag zu einer erhöhten Abfindung in Aktien und einer erhöhten Ausgleichsgewährung verpflichtet. Zur Schaffung der aufgrund des Vergleichs erforderlichen neuen Aktien beabsichtigt die GEA Group Aktiengesellschaft, im Rahmen der Hauptversammlung 2012 ein bedingtes Kapital zu schaffen. Die Wirksamkeit des Vergleichs steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass das zur Bedienung der neuen Aktien zu schaffende bedingte Kapital der GEA Group Aktiengesellschaft bestandskräftig im Handelsregister eingetragen ist. Mit Wirksamwerden des Vergleichs wird das Spruchverfahren beendet sein. Ebenfalls mit Wirksamkeit des Vergleichs werden weitere Hinweise zu seiner Abwicklung veröffentlicht. Vorbehaltlich der Wirksamkeit des Vergleichs werden als erhöhte Abfindung auf Basis des in dem Vergleich vereinbarten Umtauschverhältnisses (31 Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft für 15 Aktien der ehemaligen GEA AG) bis zu rund 13,42 Mio. neue Aktien an jene außenstehenden Aktionäre der ehemaligen GEA AG ausgegeben, die 1999 bereits die im damaligen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vorgesehene Abfindung bezogen hatten. Gegebenenfalls sind auf Verlangen weitere, bis zu rund 1,68 Mio. neue Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft aufgrund des zuvor genannten Umtauschverhältnisses an jene Aktionäre der ehemaligen GEA AG auszugeben, die im Zuge des 2005 durchgeführten Squeeze-out gegen Barabfindung gemäß §§ 327a ff. AktG aus der ehemaligen GEA AG ausgeschieden waren. Im Gegenzug müssten diese ehemaligen GEA-AG-Aktionäre dann ihre erhaltene Squeeze-out-Barabfindung in Höhe von EUR 53 je Aktie der ehemaligen GEA AG nebst den von GEA gezahlten Zinsen zurückgewähren. Des Weiteren erhalten diejenigen Aktionäre der ehemaligen GEA AG, die Ausgleichszahlungen aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erhalten haben, einen erhöhten Ausgleich. Dieser erhöhte Ausgleich wird sich auf insgesamt ca. 0,83 Mio. EUR belaufen. GroßanlagenbauAus dem ehemaligen Großanlagenbaugeschäft gibt es noch einige branchenspezifische Rechtsstreitigkeiten, deren Streitsummen teilweise auch hohe - aus prozesstaktischen Gründen oft überzogene - Millionenbeträge erreichen. Zu den wesentlichen Verfahren im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großanlagenbaugeschäft gehören folgende Rechtsstreitigkeiten: Die GEA Group Aktiengesellschaft wird als eine von zwei Beklagten von der Panda Energy International, Inc. ("Panda Energy") vor einem District Court in Texas (USA) verklagt wegen angeblicher Täuschung im Zusammenhang mit behaupteten Investitionen von Panda Energy in ein Projekt in Texas des inzwischen von GEA veräußerten Großanlagenbaus ("Texas District Court Verfahren"). Im Dezember 2011 hat Panda Energy erstmals in diesem Verfahren die Schadensersatzansprüche beziffert mit mindestens 104 Mio. USD nebst weiteren sogenannten "Punitive Damages" sowie Anwalts-, Gutachter- und Gerichtskosten. Die GEA Group Aktiengesellschaft hatte zunächst beantragt, die Klage wegen Unzuständigkeit der ordentlichen Gerichte als unzulässig zurückzuweisen. Der District Court und später das texanische Berufungsgericht haben diesen Antrag abgelehnt. GEA Group Aktiengesellschaft hat daraufhin Beschwerde vor dem Texas Supreme Court erhoben und beantragt, das Texas District Court Verfahren bis zur Entscheidung über die Zuständigkeit ruhend zu stellen. Eine Entscheidung des Texas Supreme Court steht noch aus. Die GEA Group Aktiengesellschaft ist der Ansicht, dass die von Panda Energy behaupteten Schadensersatzansprüche unbegründet sind und wird sich weiter gegen diese Klage verteidigen. In diesem Zusammenhang ist auch eine Klage anhängig, die die GEA Group Aktiengesellschaft im August 2011 gegen die Panda Ethanol, Inc. ("PEI"), eine Tochtergesellschaft der Panda Energy, vor einem District Court von New York (USA) erhoben hat. In diesem Verfahren macht die GEA Group Aktiengesellschaft Ansprüche aus abgetretenem Recht gegen PEI geltend, die sie im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Projektgesellschaft gegen PEI erworben hatte. Eine Entscheidung des Gerichts steht noch aus. Zwei Töchter aus dem Bereich des ehemaligen Großanlagenbaus wurden im Zusammenhang mit einem früheren Großanlagenbauprojekt auf Rückzahlung von Fördermitteln in Höhe von insgesamt ca. 22 Mio. EUR (inklusive möglicher Zinsen) verklagt. Beide beklagten Gesellschaften hatten Haftungserklärungen entsprechend ihren Beteiligungsquoten an der inzwischen insolventen Projektgesellschaft abgegeben für die Verpflichtung dieser Projektgesellschaft, erhaltene Fördermittel unter bestimmten Umständen zurückzahlen zu müssen. In dem Rechtsstreit geht es im Wesentlichen darum, ob die Töchter sich gegenüber ihrer Inanspruchnahme aus diesen Haftungserklärungen auf eine zuvor erfolgte einschränkende Erklärung einer obersten Landesbehörde berufen können. Die Klagen wurden infolge unterschiedlicher Gerichtsstände der beiden Konzerntöchter sowohl vor Gerichten in Düsseldorf als auch in Frankfurt eingereicht. Die Klägerin hat im Berichtsjahr vor dem OLG Düsseldorf obsiegt und ist vor dem OLG Frankfurt mit ihrer Klage unterlegen. Gegen das Urteil des OLG Düsseldorf hat die beklagte Konzerntochter der GEA Rechtsmittel wegen Nichtzulassung der Revision zum BGH eingelegt. Gegen das Urteil des OLG Frankfurt hat die Klägerin Revision beim BGH eingelegt. Dörries Scharmann AGVor dem Landgericht Düsseldorf ist eine Klage des Insolvenzverwalters der Dörries Scharmann AG gegen die GEA Group Aktiengesellschaft anhängig. Die frühere Metallgesellschaft AG als Rechtsvorgängerin der GEA Group Aktiengesellschaft war an der Schiess AG, später Dörries Scharmann AG, beteiligt. Aus dieser Beteiligung macht der Insolvenzverwalter diverse gesellschaftsrechtliche Ansprüche - insbesondere wegen Eigenkapitalersatz - geltend, die sich unter Berücksichtigung von möglichen Zinsen auf ca. 20 Mio. EUR belaufen. Die GEA Group Aktiengesellschaft hält die geltend gemachten Ansprüche für unbegründet. Der vom Gericht für Fragen des Eigenkapitalersatzes beauftragte Obergutachter hat die Auffassung der GEA Group Aktiengesellschaft vollumfänglich bestätigt. Die GEA Group Aktiengesellschaft wird sich weiter gegen sämtliche Forderungen verteidigen. AllgemeinesDarüber hinaus sind gegen Unternehmen der GEA Group aus früheren Unternehmensverkäufen und der laufenden Geschäftstätigkeit weitere Verfahren oder behördliche Untersuchungen eingeleitet worden oder könnten eingeleitet werden. Für alle Risiken aus den zuvor beschriebenen und sonstigen Rechtsstreitigkeiten, welche die GEA Group im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit führt, wurde angemessene Vorsorge getroffen. Der Ausgang dieser Verfahren kann allerdings nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass aufgrund der Beendigung dieser Verfahren Aufwendungen entstehen, welche gegebenenfalls die hierfür gebildete Vorsorge überschreiten. 10. Segmentberichterstattung10.1 Informationen nach SegmentenDie Geschäftsaktivitäten der GEA Group gliedern sich in die folgenden 7 Geschäftssegmente: Segment Convenience-Food TechnologiesGEA Convenience-Food Technologies ist ein führender Hersteller von Maschinen für die Vorbereitung, Marinierung, Weiterverarbeitung sowie das Schneiden und Verpacken von Fleisch, Geflügel, Fisch, Käse und anderen Nahrungsmitteln. Als Spezialist für leistungsorientierte Lösungen reicht das Angebot des Segments von Einzelmaschinen bis hin zu kompletten Produktionslinien. GEA Convenience-Food Technologies ist ein breit aufgestellter Hersteller von Prozesstechnik zur sekundären Lebensmittelverarbeitung und -verpackung. Segment GEA Farm TechnologiesGEA Farm Technologies ist einer der führenden Hersteller von integrierten Produktlösungen für eine rentable Milchproduktion und Nutztierhaltung. Die kombinierte Fachkompetenz aus den Bereichen Melken und Kühlen, automatische Fütterungssysteme, Gülletechnik sowie Stalleinrichtungen bietet modernen Landwirten heute ein Komplettangebot. Service- und Hygiene-Leistungen runden den Anspruch auf umfassende Systemlösungen für alle Betriebsgrößen ab. Die Vertriebsstrategie des Segments basiert dabei auf einem weltweiten Netzwerk von Fachhändlern sowie Vertriebs- und Servicepartnern. Segment GEA Heat ExchangersGEA Heat Exchangers deckt zahlreiche Anwendungen und Einsatzbereiche von der Klimaanlage bis zum Kühlturm ab und verfügt somit über das wahrscheinlich breiteste Portfolio von Wärmetauschern weltweit. Für alle erdenklichen Anwendungen stellt das Segment die besten Lösungen aus einer Hand bereit und unterstützt dabei die Planungen der Kunden. Segment GEA Mechanical EquipmentSeparatoren, Dekanter, Ventile, Pumpen, Homogenisatoren - hochwertige verfahrenstechnische Komponenten von GEA Mechanical Equipment sorgen weltweit in nahezu allen wichtigen Industriebereichen für perfekt funktionierende Prozesse und kostenoptimierte Produktionsabläufe. Gleichzeitig trägt GEA Mechanical Equipment dazu bei, Produktionskosten zu senken und die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Segment GEA Process EngineeringGEA Process Engineering ist auf die Konstruktion und Entwicklung von Prozesslösungen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, für die Nahrungsmittelindustrie sowie für die pharmazeutische und chemische Industrie spezialisiert. Die Geschäftsfelder des Segments sind Flüssigkeitsverarbeitung, Konzentration, Trocknung, Pulververarbeitung und -behandlung sowie Emissionsschutz. In diesen Bereichen ist GEA Process Engineering als Markt- und Technologieführer anerkannt. Segment GEA Refrigeration TechnologiesGEA Refrigeration Technologies ist einer der Marktführer im Bereich industrieller Kältetechnik. Das Segment entwickelt, fertigt und installiert technische Lösungen und innovative Schlüsselkomponenten für seine Kunden. Um die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, bietet GEA Refrigeration Technologies ein breites Angebot an Service- und Wartungsleistungen. Das Angebotsspektrum umfasst die Kernkomponenten Hubkolben- und Schraubenverdichter sowie Ventile, Kaltwassererzeuger, Eisgeneratoren und Gefriersysteme. SonstigeDas Berichtssegment "Sonstige" umfasst die Gesellschaften mit Geschäftsaktivitäten, die nicht zu den Kerngeschäften gehören. Es enthält neben der Holding und Servicegesellschaften noch Gesellschaften, die zum Verkauf vorgesehene, nicht mehr betriebsnotwendige Grundstücke, Pensionsverpflichtungen und verbliebene Bergbauverpflichtungen bilanzieren. scroll
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1)
Einbeziehung der GEA Convenience-Food Technologies
ab Erstkonsolidierung zum 01.04.2011 Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung der konzerninternen Umsätze sowie Zinsaufwendungen bzw. -erträge. Die Umsätze zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Preisen. Umsatzerlöse (in Mio. EUR)scroll
Die Rechnungslegungsgrundsätze für den Ansatz und die Bewertung des Segmentvermögens sind die gleichen, wie sie für den Konzern gelten und in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben sind. Das Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente des Konzerns sind das "Ergebnis vor Zinsen und Steuern" (EBIT) sowie das "Ergebnis vor Steuern" (EBT), wie sie in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt werden. Es schließt insoweit die Restrukturierungsaufwendungen mit ein. Die Wertminderungen beinhalten alle Wertminderungen auf Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Überleitung EBITDA vor Kaufpreisallokation über EBIT vor Kaufpreisallokation zu EBIT (in Mio. EUR)scroll
Die Überleitung vom EBITDA zum EBIT zeigt die folgende Tabelle: scroll
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Working Capital zur Bilanzsumme: Überleitung Working Capital zu Bilanzsumme (in Mio. EUR)scroll
10.2 Informationen nach geografischen RegionenBei der Darstellung der Informationen nach geografischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden. Die Zuordnung der Vermögenswerte wird nach dem jeweiligen Standort vorgenommen. scroll
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Es existieren keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatz im Vergleich zum Konzernumsatz als wesentlich einzustufen ist. 11. Sonstige Erläuterungen11.1 Erläuterungen zur KapitalflussrechnungIm Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit werden Mittelabflüsse aus dem Verkauf nicht fortgeführter Geschäftsbereiche in Höhe von 32.394 T EUR (Vorjahr 120.017 T EUR) gezeigt. Diese Mittelabflüsse beziehen sich auf Auszahlungen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftsbereichen in früheren Perioden stehen. Hiervon entfällt mit 31.518 T EUR (Vorjahr 118.683 T EUR) der größte Teil auf die ehemaligen Geschäftsbereiche Lurgi und Lentjes und resultiert fast ausschließlich aus projektbezogenen Freistellungen. 11.2 Zuschüsse der öffentlichen HandIm Berichtsjahr 2011 wurden erfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1.568 T EUR (Vorjahr 4.050 T EUR) vereinnahmt. Hierin enthalten ist ein Betrag in Höhe von 104 T EUR (Vorjahr 979 T EUR) für Zuwendungen aus Kurzarbeit. Die Zuwendungen wurden von den korrespondierenden Aufwendungen abgezogen. Zuwendungen für Vermögenswerte wurden in Höhe von 871 T EUR (Vorjahr 806 T EUR) von den Buchwerten der entsprechenden Vermögenswerte abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2011 sind Aufwendungen in Höhe von 192 T EUR (Vorjahr 1.001 T EUR) für die mögliche Rückzahlung von erhaltenen Zuschüssen angefallen. 11.3 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen11.3.1 Transaktionen mit nahestehenden UnternehmenGeschäftsvorfälle zwischen der GEA Group Aktiengesellschaft und ihren konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung - mit Ausnahme der Aufwendungen und Erträge zwischen den fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen - eliminiert. Die Erträge und Aufwendungen aus Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Zum 31. Dezember 2011 bestanden folgende offene Posten aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen: scroll
Die Außenstände werden mit Banküberweisung beglichen und sind nicht besichert. 11.3.2 Bezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 insgesamt Bezüge in Höhe von 6.305 T EUR (Vorjahr 4.936 T EUR) erhalten. Diese setzen sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen: scroll
Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten von der GEA Group Aktiengesellschaft Bezüge in Höhe von 2.085 T EUR (Vorjahr 1.995 T EUR) und im GEA Group Konzern in Höhe von 5.062 T EUR (Vorjahr 5.467 T EUR). Für die früheren Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind bei der GEA Group Aktiengesellschaft Pensionsrückstellungen nach IFRS von 25.935 T EUR (Vorjahr 26.444 T EUR) und im GEA Group Konzern von 50.603 T EUR (Vorjahr 51.709 T EUR) gebildet. Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 1.147 T EUR (Vorjahr 745 T EUR). Weitere Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Lagebericht auf Seite 65 ff. zu entnehmen. Sonstige Transaktionen von Personen des Vorstands oder Aufsichtsrats oder ihnen nahe stehenden Personen und Unternehmen lagen in der Berichts- und Vergleichsperiode nicht vor. 12. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 30. Januar 2012 hat die GEA Group Aktiengesellschaft in dem im Jahr 1999 eingeleiteten und auch im letzten Geschäftsbericht (vgl. Geschäftsbericht 2010, Seite 64) näher beschriebenen Spruchverfahren einen gerichtlichen Vergleich geschlossen. Details zu dem Vergleich sind dem Kapitel "Rechtsstreitigkeiten" (vgl. Seite 180) zu entnehmen. Das Segment Mechanical Equipment der GEA Group hat am 24. Februar 2012 alle Anteile eines Serviceunternehmens mit Geschäftsschwerpunkt in den Bereichen Marine und Energie übernommen. Mit der Akquisition baut die GEA Group das Servicegeschäft im Segment Mechanical Equipment weiter aus. Den Anschaffungskosten in Höhe von 18.452 T EUR steht ein auf vorläufiger Basis ermitteltes Nettovermögen in Höhe von 11.499 T EUR gegenüber. Auf dieser Grundlage ermittelt sich ein vorläufiger Goodwill in Höhe von 6.953 T EUR. 13. Zusätzliche Angaben gemäß § 315a HGB13.1 Erklärung zum Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat haben am 15. Dezember 2011 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 13.2 Anzahl der MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiter stellt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt dar: Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt*scroll
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Mitarbeiter ohne Auszubildende und ruhende
Mitarbeiterverhältnisse Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgende Mitarbeiteranzahl: Mitarbeiter zum Stichtag*scroll
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Mitarbeiter ohne Auszubildende und ruhende
Mitarbeiterverhältnisse 13.3 Prüfungs- und BeratungshonorareDas für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für das Geschäftsjahr 2011 berechnete Honorar teilt sich folgendermaßen auf. Die Vorjahresangabe bezieht sich auf die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: scroll
13.4 BeteiligungslisteDie folgende Liste führt alle Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen auf. Nicht dargestellt werden, mit Ausnahme von sonstigen Beteiligungen im Sinne des § 313 Abs. 1 Nr. 4 HGB, Beteiligungen an Unternehmen, an denen die GEA Group weder einen beherrschenden noch einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann. scroll
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51% der Stimmrechte GEA Group scroll
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13.5 Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGBDie folgenden Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden ergänzenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit: Bock Holding GmbH, Frickenhausen CFS Grundstücksverwaltung GmbH, Kempten CFS Kempten GmbH, Kempten GEA 2H Water Technologies GmbH, Wettringen GEA Air Treatment GmbH, Herne GEA Air Treatment Production GmbH, Wurzen GEA AWP GmbH, Prenzlau GEA Bischoff GmbH, Essen GEA Bock GmbH, Frickenhausen GEA Brewery Systems GmbH, Kitzingen GEA CFS Bühl GmbH, Kempten GEA CFS Germany GmbH, Osnabrück GEA CFS Holding GmbH, Biedenkopf-Wallau GEA CFS Real Estate GmbH, Biedenkopf-Wallau GEA CFS Wallau Verwaltungs-GmbH, Biedenkopf-Wallau GEA Diessel GmbH, Hildesheim GEA Ecoflex GmbH, Sarstedt GEA Energietechnik Anlagen- und Betriebs-GmbH, Bochum GEA Energietechnik GmbH, Bochum GEA Farm Technologies GmbH, Bönen GEA Grasso International GmbH, Berlin GEA Group Holding GmbH, Bochum GEA Heat Exchangers GmbH, Bochum GEA Industriebeteiligungen GmbH, Bochum GEA Insurance Broker GmbH, Frankfurt am Main GEA IT Services GmbH, Oelde GEA Küba GmbH, Baierbrunn GEA Luftkühler GmbH, Bochum GEA Lyophil GmbH, Hürth GEA Maschinenkühltechnik GmbH, Bochum GEA Mechanical Equipment GmbH, Oelde GEA Messo GmbH, Duisburg GEA NEMA Wärmetauscher GmbH, Netzschkau GEA NIRO GmbH, Müllheim GEA Real Estate GmbH, Frankfurt am Main GEA Refrigeration Germany GmbH, Berlin GEA Refrigeration Technologies GmbH, Bochum GEA Renzmann & Grünewald GmbH, Monzingen GEA TDS GmbH, Sarstedt GEA Tuchenhagen GmbH, Büchen GEA Westfalia Separator Deutschland GmbH, Oelde GEA Westfalia Separator Group GmbH, Oelde GEA Wiegand GmbH, Ettlingen GEA WTT GmbH, Nobitz-Wilchwitz LL Plant Engineering AG, Ratingen mg Altersversorgung GmbH, Bochum mg capital gmbh, Bochum mg vv Projektgesellschaft Hornpottweg GmbH, Frankfurt am Main Paul Pollrich GmbH, Herne ZiAG Plant Engineering GmbH, Frankfurt am Main
Düsseldorf, 1. März 2012 Der Vorstand Jürg Oleas Dr. Helmut Schmale Niels Graugaard Bestätigungsvermerk des KonzernabschlussprüfersWir haben den von der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf (bis 24. Mai 2011: Bochum), aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernanhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (Lagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 1. März 2012 KPMG AG Guido Moesta, Wirtschaftsprüfer Markus Zeimes, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Düsseldorf, 1. März 2012 Der Vorstand Jürg Oleas Dr. Helmut Schmale Niels Graugaard Bericht des AufsichtsratsAuch im Berichtsjahr nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Er hat sich dabei intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit allen wesentlichen Sonderthemen befasst. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Grundlage dafür waren neben den Beratungen in den Sitzungen auch, dass der Vorstand seinen Informationsverpflichtungen nachgekommen ist und den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und / oder mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Konzerns unterrichtet hat. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Er hatte stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Darüber hinaus standen der Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses in ständigem Kontakt mit dem Vorstand und informierten sich gegenseitig über wesentliche Vorgänge. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde von dem Vorsitzenden des Vorstands laufend und unverzüglich über die Perspektiven der einzelnen Segmente sowie über weitere wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet. Die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in Vorgesprächen vor den Plenumssitzungen Themen der Tagesordnung beraten. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig und eingehend auch zwischen den Sitzungen über die Auftragseingangs-, Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns, seiner Segmente und der sonstigen Gesellschaften sowie die nicht-fortgeführten Geschäftsaktivitäten unterrichten. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen anhand von Unterlagen erläutert. Die Zukunftsperspektiven und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftseinheiten sowie die Unternehmensplanung wurden ausführlich mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der immer noch nicht vollständig überwundenen weltweiten Wirtschaftskrise sowie der europäischen Finanzkrise auf die Geschäftsentwicklung der GEA Group galt auch in diesem Berichtsjahr ein besonderes Augenmerk den Fortschritten bei den in den Vorjahren eingeleiteten Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen, der strategischen Fortentwicklung des Konzerns und der Finanzlage. Der Aufsichtsrat hat sich ebenfalls eingehend mit dem Risikomanagement und internen Kontrollsystem der Gesellschaft beschäftigt. Der Aufsichtsrat gab nach umfassender Prüfung und Erörterung sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstandes ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich oder zweckmäßig war. Vor und zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand schriftlich oder in Textform über wesentliche Ereignisse. Über eilbedürftige Projekte und Vorhaben wurden der Aufsichtsrat bzw. seine Ausschüsse auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert. In begründeten Fällen, insbesondere bei Eilbedürftigkeit, wurden Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Ein in der Hauptversammlung 2011 neu gewähltes Mitglied des Aufsichtsrats hat - bedingt durch schon vor der Wahl feststehende anderweitige berufliche Termine - an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratIm Berichtsjahr 2011 fanden sieben Aufsichtsratssitzungen, davon eine per Telefonkonferenz, statt. Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Geschäfts- und Finanzlage sowie die verbliebenen Risiken aus dem veräußerten Großanlagenbau und der Schließung der Ruhr-Zink GmbH. In der Aufsichtsratssitzung am 4. Februar 2011 waren die frühzeitige Kapitalmarktinformation sowie der Dividendenvorschlag die zentralen Agendapunkte. Ein wesentliches Thema der Aufsichtsratssitzung am 8. März 2011 waren Vorstandsangelegenheiten inklusive der Erarbeitung neuer vertraglicher Regelungen der Vorstandsverträge. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in dieser Sitzung außerdem mit der Refinanzierung der GEA Group im Hinblick auf weiteres Wachstum, der M&A Strategie sowie mit der Effizienzprüfung seiner eigenen Tätigkeit. Als Schwerpunkt der Sitzung wurden der Jahres- und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010, die Ergebnisverwendung sowie die Tagesordnung der Hauptversammlung 2011 behandelt. Die Aufsichtsratssitzung am 21. April 2011 diente insbesondere der Vorbereitung der unmittelbar anschließend stattfindenden Hauptversammlung. Daneben berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäftslage sowie über den Vollzug der Akquisitionsprojekte CFS und Bock. Die im Anschluss an die Hauptversammlung abgehaltene konstituierende Aufsichtsratssitzung befasste sich mit der Wahl des Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden, der Bestimmung des unabhängigen Finanzexperten und der Besetzung der Ausschüsse. Die Sitzung am 22. Juni 2011 hat der Aufsichtsrat aufgrundlage eines umfangreichen Berichts des Vorstands genutzt, um sich über die Führungskräfteentwicklung bei der GEA Group zu informieren. Der Aufsichtsrat wurde ferner über die aktuelle Geschäftslage, über laufende M&A Projekte sowie den Stand der Desinvestitionen informiert. Im Übrigen beschäftigte er sich mit dem Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von 1999 und dem Stand der Verfahren mit Flex-N-Gate. Am 20. September 2011 hat der Aufsichtsrat in Prag / Tschechien getagt. Er konnte sich dabei aufgrund mehrerer Fabrikbesuche bei verschiedenen Geschäftseinheiten der GEA Group in Tschechien und in Deutschland davon überzeugen, dass das Unternehmen auch in Osteuropa äußerst effektiv arbeitet. Den Schwerpunkt der Sitzung bildeten der Bericht zum internen Kontrollsystem bzw. Risikomanagement, das Innovationsmanagement sowie die Einführung von konzernweiten "GEA-Values". Der Leiter des Segments Mechanical Equipment berichtete ausführlich über die Strategie, Produktion und Ausblick seines Segments. Die Geschäftsführung des Segments Heat Exchangers erläuterte die Situation und die Entwicklung ihres Verantwortungsbereichs. Im Übrigen waren die Vorschau auf die Mittelfristplanung und das Budget 2012, die Geschäftslage sowie das Spruchverfahren Gegenstand der Sitzung. In der Sitzung am 15. Dezember 2011 waren Themenschwerpunkte Vorstandsangelegenheiten (insbesondere die Grundzüge eines neuen Systems der variablen Vergütung), potentielle Akquisitionen, nochmals das Spruchverfahren, Corporate Governance Themen, der Bericht zur Geschäftslage sowie die Mittelfristplanung des Konzerns und seiner Segmente. Der Aufsichtsrat stimmte dem Budget für das Geschäftsjahr 2012 zu und verabschiedete die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex. Zudem beschäftigte er sich mit seiner Zielzusammensetzung im Hinblick auf Ziffer 5.4.1 Corporate Governance Kodex (siehe dazu den Corporate Governance Bericht auf Seite 60). Gegenstand der Erläuterungen war auch der ausführliche Bericht des Chief Compliance Officer zu seinem Aufgabenbereich und dem weiteren Ausbau der Compliance Aktivitäten im Konzern. Arbeit der AusschüsseDas Präsidium trat fünfmal zusammen. Themenschwerpunkte waren neben der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen auch Beratungen über die Struktur der Vorstandsvergütung und die sich daraus ergebenden Änderungen der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder, aktuelle Rechtsstreitigkeiten des Konzerns sowie die Berichterstattung zu möglichen Akquisitionsvorhaben. Das Präsidium befasste sich zudem mit der Verlängerung der D&O Versicherung und der Erhöhung der Deckungssumme. Weiterhin stimmte das Präsidium mehreren Akquisitionsvorhaben sowie den KfW Krediten zu. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) kam zu fünf Sitzungen zusammen. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2010 sowie mit den Quartalsabschlüssen 2011. Die verbliebenen Risiken aus dem veräußerten Großanlagenbau und der Schließung der Ruhr-Zink GmbH sowie das Bankenportfolio wurden ausführlich erörtert. Der Prüfungsausschuss befasste sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und überzeugte sich von der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems. Er ließ sich auch über die Chancen und Risiken des Unternehmens einschließlich der aktuellen Rechtsstreitigkeiten des Konzerns berichten. Der Ausschuss wurde ausführlich über die Finanzplanung der GEA Group informiert. Die Abschlussprüfer erläuterten umfassend ihre Prüfungstätigkeit und den Prüfungsablauf. Der Vorschlag zur Wahl bzw. Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer sowie die Festlegung des Prüfungsablaufs einschließlich des Prüfungshonorars für das Jahr 2011 waren schon Gegenstand einer Sitzung im Jahr 2010. Daneben beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit der Berichterstattung der Konzernrevision sowie des Chief Compliance Officer. Der Nominierungsausschuss ist zweimal zusammen getreten. In der ersten Sitzung wurde über Kandidaten für die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zur Neuwahl des Aufsichtsrats im Jahr 2011 beraten und entsprechende Interviews geführt. Da Herr Dr. Kuhnt sich im April 2011 nicht erneut zur Wahl gestellt hat, wurden mit Hilfe einer Personalberatung mit Erfolg insbesondere Anstrengungen unternommen, eine qualifizierte weibliche Kandidatin zu finden. In der zweiten Zusammenkunft des Nominierungsausschusses wurde über die Nachfolge des Anfang Juli 2011 aus persönlichen Gründen ausgeschiedenen Herrn Ammer beraten. Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr nicht einberufen werden. Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse jeweils in der anschließenden Aufsichtsratssitzung. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat beobachtet die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards fortlaufend. In seiner Sitzung am 15. Dezember 2011 hat er sich mit den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auseinander gesetzt. Dabei hat er sich insbesondere mit seiner konkreten Zielzusammensetzung im Hinblick auf Ziffer 5.4.1 Corporate Governance Kodex beschäftigt. Anschließend haben Vorstand und Aufsichtsrat in dieser Sitzung eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die GEA Group Aktiengesellschaft entspricht den derzeitigen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit nur einer Ausnahme (keine erfolgsabhängige Vergütungskomponente für Aufsichtsratsmitglieder). Weitere Informationen zur Corporate Governance sind im Corporate Governance Bericht (Seite 60 ff.) aufgeführt. Jahresabschluss und Konzernabschluss 2011Der Jahresabschluss 2011 der GEA Group Aktiengesellschaft, der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der zusammengefasste Lagebericht, der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Konzernabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 1. März 2012 und in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 8. März 2012 in Gegenwart der Abschlussprüfer umfassend behandelt und geprüft. Die Abschlussprüfer berichteten über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Sie standen auch für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung vom 8. März 2012 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss 2011, den Jahresabschluss 2011 der GEA Group Aktiengesellschaft sowie den zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen. Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandDie Mandate der Aufsichtsratsmitglieder endeten mit Ablauf der Hauptversammlung am 21. April 2011. Von der Hauptversammlung gewählt wurden für die Anteilseignerseite Frau Spence sowie die Herren Ammer, Bastaki, Eberlein, Dr. Heraeus und Dr. Perlet mit einer Amtszeit bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2016. Nachdem am 7. Juli 2011 Herr Ammer aus persönlichen Gründen aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden war, wurde Herr Prof. Dr. Bauer als Aktionärsvertreter durch Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 4. August 2011 gerichtlich bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 24. April 2012 in den Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat schlägt daher der ordentlichen Hauptversammlung 2012 die Wahl von Herrn Prof. Dr. Bauer in den Aufsichtsrat vor. Zur Besetzung des Aufsichtsrats siehe auch den Corporate Governance Bericht auf Seite 62 f. Die ordentliche Wahl der Vertreter der Arbeitnehmerseite erfolgte am 29. September 2011 bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2016. Als Vertreter der Arbeitnehmerseite sind Frau Kerkemeier sowie die Herren Siegers, Gröbel, Hunger, Kämpfert und Löw gewählt. Vorab waren diese durch Beschluss des Amtsgerichts Bochum vom 1. April 2011 mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung 2011 bis zur ordentlichen Wahl der Vertreter der Arbeitnehmerseite bestellt worden. In der Aufsichtsratssitzung am 21. April 2011 wurde das Vorstandsmandat von Herrn Dr. Schmale um weitere drei Jahre bis zum 31. März 2015 verlängert. Der Aufsichtsrat spricht den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern Herrn Ammer, Herrn Dr. Kuhnt sowie Herrn Stöber, den Geschäftsleitungen, Arbeitnehmervertretungen und insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der zum GEA Group Konzern gehörenden Unternehmen Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die in einem schwierigen Umfeld geleistete Arbeit aus.
Düsseldorf, 8. März 2012 Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats Organe der Gesellschaft und ihre MandateVorstandJürg Oleas, Meerbusch / Hausen b. Brugg (Schweiz), CEO - Vorstandsvorsitzendera) LL Plant Engineering AG, Ratingen, Vorsitzender des Aufsichtsrats b) Allianz Global Corporate & Specialty AG, München, Mitglied des Beirats Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Beirats Region Mitte RUAG Holding AG, Bern, Schweiz Mitglied des Verwaltungsrats (seit 03.05.2011) Dr. Helmut Schmale, Bochum, CFO - Finanzvorstandb) GEA North America, Inc., Delaware, USA, Vorsitzender des Board of Directors Commerzbank AG Mitglied des Regionalbeirats Nordwest (seit 01.01.2011) Niels Graugaard, Düsseldorf, COO - Mitglied des Vorstandsb) GEA North America, Inc., Delaware, USA, Mitglied des Board of Directors GEA Process Engineering A/S, Søborg, Dänemark, Vorsitzender des Aufsichtsrats AufsichtsratDr. Jürgen Heraeus, Maintal, Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbHa) Heraeus Holding GmbH, Hanau, Vorsitzender des Aufsichtsrats Messer Group GmbH, Sulzbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats b) Argor-Heraeus S.A., Mendrisio, Schweiz, Vorsitzender des Verwaltungsrats Helikos SE, Luxemburg, Luxemburg Mitglied des Verwaltungsrat (bis 26.07.2011) Reinhold Siegers, Mönchengladbach, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der GEA Group AktiengesellschaftDieter Ammer, Hamburg (bis 07.07.2011), ehem. Vorsitzender des Vorstands der Conergy AGa) Conergy AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats (bis 30.06.2011) Heraeus Holding GmbH, Hanau, Mitglied des Aufsichtsrats (bis 30.06.2011) Ahmad M.A. Bastaki, Safat, Kuwait, Executive Director, Office of the Managing Director, Kuwait Investment AuthorityProf. Dr. Ing. Werner Bauer, Lutry, Schweiz (seit 04.08.2011), Generaldirektor der Nestlé AGa) Nestlé Deutschland AG, Frankfurt, Vorsitzender des Aufsichtsrats b) Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, Vorsitzender des Kuratoriums Galderma Pharma S.A., Lausanne, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats und Mitglied des Strategischen Komitees Life Ventures S.A., La Tour-de-Peilz, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats Nutrition-Wellness Venture AG, Vevey, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats L'Oreal S.A., Paris, Frankreich, Mitglied des Verwaltungsrats Nestlé Institute of Health Sciences S.A., Ecublens, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats Nestlé Health Science S.A., Lutry, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats Sofinol S.A., Manno, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats
a)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
inländischen Aufsichtsräten Hartmut Eberlein, Gehrden, ehem. Mitglied des Vorstands der GEA Group AktiengesellschaftRainer Gröbel, Sulzbach/Ts., Bereichsleiter, IG Metall, Vorstanda) Schunk GmbH, Heuchelheim, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Klaus Hunger, Herne, Betriebsratsvorsitzender der GEA Maschinenkühltechnik GmbH (bis 31.12.2011) Segmentgesamtbetriebsratsvorsitzender der GEA Heat Exchangers GmbH (seit 10.11.2011)Michael Kämpfert, Düsseldorf, Leiter Bereich Personal der GEA Group AktiengesellschaftEva-Maria Kerkemeier, Herne (seit 21.04.2011), 1. Bevollmächtigte IG Metall HerneDr. Dietmar Kuhnt, Essen (bis 21.04.2011), ehem. Vorsitzender des Vorstands der RWE AGa) Hapag-Lloyd AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats (bis 30.03.2011) TUI AG, Hannover, Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 09.02.2011) Kurt-Jürgen Löw, Ebernhahn, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der GEA Westfalia Separator Group GmbHDr. Helmut Perlet, München, ehem. Mitglied des Vorstands der Allianz SEa) Allianz Deutschland AG, München, Mitglied des Aufsichtsrats Commerzbank AG, Frankfurt, Mitglied des Aufsichtsrats b) Allianz Life Insurance Company of North America, Minneapolis / MN, USA, Mitglied des Board of Directors Fireman's Fund Ins. Co., Novato / CA, USA, Mitglied des Board of Directors Allianz of America Inc., Novato / CA, USA, Mitglied des Board of Directors Allianz S.p.A., Mailand, Italien, Mitglied des Verwaltungsrats Allianz France S.A., Paris, Frankreich, Mitglied des Verwaltungsrats Jean Spence, Wilmette / IL, USA (seit 21.04.2011), Executive Vice President Research, Development & Quality Kraft Foods, Inc.Joachim Stöber, Biebergemünd (bis 21.04.2011), Vorstandssekretär bei der IG Metalla) Rheinmetall AG, Düsseldorf, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Ausschüsse des Aufsichtsrats der GEA Group Aktiengesellschaft (Stand 31.12.2011)Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG (Vermittlungsausschuss)Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender Dr. Helmut Perlet Reinhold Siegers Klaus Hunger Präsidialausschuss (Präsidium)Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender Dr. Helmut Perlet Reinhold Siegers Rainer Gröbel PrüfungsausschussHartmut Eberlein, Vorsitzender Dr. Jürgen Heraeus Kurt-Jürgen Löw Klaus Hunger NominierungsausschussDr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender Dr. Helmut Perlet
a)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
inländischen Aufsichtsräten Kennzahlen im Quartalsvergleichscroll
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GEA Group Aktiengesellschaft DüsseldorfJahresabschluss zum 31.12.2011Der zusammengefasste Lagebericht ist im Konzernabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft enthalten, der im Geschäftsbericht für 2011 auf den Seiten 9 - 85 abgedruckt ist. Der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft wird gemäß § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Organe der Gesellschaft und ihre MandateVorstandJürg Oleas, Meerbusch / Hausen b. Brugg (Schweiz), CEO - Vorstandsvorsitzendera) LL Plant Engineering AG, Ratingen, Vorsitzender des Aufsichtsrats b) Allianz Global Corporate & Specialty AG, München, Mitglied des Beirats Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Beirats Region Mitte RUAG Holding AG, Bern, Schweiz Mitglied des Verwaltungsrats (seit 03.05.2011) Dr. Helmut Schmale, Bochum, CFO - Finanzvorstandb) GEA North America, Inc., Delaware, USA, Vorsitzender des Board of Directors Commerzbank AG Mitglied des Regionalbeirats Nordwest (seit 01.01.2011) Niels Graugaard, Düsseldorf, COO - Mitglied des Vorstandsb) GEA North America, Inc., Delaware, USA, Mitglied des Board of Directors GEA Process Engineering A/S, Søborg, Dänemark, Vorsitzender des Aufsichtsrats AufsichtsratDr. Jürgen Heraeus, Maintal, Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbHa) Heraeus Holding GmbH, Hanau, Vorsitzender des Aufsichtsrats Messer Group GmbH, Sulzbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats b) Argor-Heraeus S.A., Mendrisio, Schweiz, Vorsitzender des Verwaltungsrats Helikos SE, Luxemburg, Luxemburg Mitglied des Verwaltungsrat (bis 26.07.2011) Reinhold Siegers, Mönchengladbach, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der GEA Group AktiengesellschaftDieter Ammer, Hamburg (bis 07.07.2011), ehem. Vorsitzender des Vorstands der Conergy AGa) Conergy AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats (bis 30.06.2011) Heraeus Holding GmbH, Hanau, Mitglied des Aufsichtsrats (bis 30.06.2011) Ahmad M.A. Bastaki, Safat, Kuwait, Executive Director, Office of the Managing Director, Kuwait Investment AuthorityProf. Dr. Ing. Werner Bauer, Lutry, Schweiz (seit 04.08.2011), Generaldirektor der Nestlé AGa) Nestlé Deutschland AG, Frankfurt, Vorsitzender des Aufsichtsrats b) Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, Vorsitzender des Kuratoriums Galderma Pharma S.A., Lausanne, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats und Mitglied des Strategischen Komitees Life Ventures S.A., La Tour-de-Peilz, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats Nutrition-Wellness Venture AG, Vevey, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats L'Oreal S.A., Paris, Frankreich, Mitglied des Verwaltungsrats Nestlé Institute of Health Sciences S.A., Ecublens, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats Nestlé Health Science S.A., Lutry, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats Sofinol S.A., Manno, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats
a)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
inländischen Aufsichtsräten Hartmut Eberlein, Gehrden, ehem. Mitglied des Vorstands der GEA Group AktiengesellschaftRainer Gröbel, Sulzbach/Ts., Bereichsleiter, IG Metall, Vorstanda) Schunk GmbH, Heuchelheim, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Klaus Hunger, Herne, Betriebsratsvorsitzender der GEA Maschinenkühltechnik GmbH (bis 31.12.2011) Segmentgesamtbetriebsratsvorsitzender der GEA Heat Exchangers GmbH (seit 10.11.2011)Michael Kämpfert, Düsseldorf, Leiter Bereich Personal der GEA Group AktiengesellschaftEva-Maria Kerkemeier, Herne (seit 21.04.2011), 1. Bevollmächtigte IG Metall HerneDr. Dietmar Kuhnt, Essen (bis 21.04.2011), ehem. Vorsitzender des Vorstands der RWE AGa) Hapag-Lloyd AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats (bis 30.03.2011) TUI AG, Hannover, Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 09.02.2011) Kurt-Jürgen Löw, Ebernhahn, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der GEA Westfalia Separator Group GmbHDr. Helmut Perlet, München, ehem. Mitglied des Vorstands der Allianz SEa) Allianz Deutschland AG, München, Mitglied des Aufsichtsrats Commerzbank AG, Frankfurt, Mitglied des Aufsichtsrats b) Allianz Life Insurance Company of North America, Minneapolis / MN, USA, Mitglied des Board of Directors Fireman's Fund Ins. Co., Novato / CA, USA, Mitglied des Board of Directors Allianz of America Inc., Novato / CA, USA, Mitglied des Board of Directors Allianz S.p.A., Mailand, Italien, Mitglied des Verwaltungsrats Allianz France S.A., Paris, Frankreich, Mitglied des Verwaltungsrats Jean Spence, Wilmette / IL, USA (seit 21.04.2011), Executive Vice President Research, Development & Quality Kraft Foods, Inc.Joachim Stöber, Biebergemünd (bis 21.04.2011), Vorstandssekretär bei der IG Metalla) Rheinmetall AG, Düsseldorf, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Ausschüsse des Aufsichtsrats der GEA Group Aktiengesellschaft (Stand 31.12.2011)Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG (Vermittlungsausschuss)Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender Dr. Helmut Perlet Reinhold Siegers Klaus Hunger Präsidialausschuss (Präsidium)Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender Dr. Helmut Perlet Reinhold Siegers Rainer Gröbel PrüfungsausschussHartmut Eberlein, Vorsitzender Dr. Jürgen Heraeus Kurt-Jürgen Löw Klaus Hunger NominierungsausschussDr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender Dr. Helmut Perlet
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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
inländischen Aufsichtsräten JahresabschlussBilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011scroll
Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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AnhangGrundsätzliche Ausführungen zum JahresabschlussDie GEA Group Aktiengesellschaft übt die Leitungsfunktion im Konzern aus. Mit wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Bei der GEA Group Aktiengesellschaft gibt es ein zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement. Daneben stellt sie ihren Tochtergesellschaften Serviceleistungen im Rahmen von Dienstleistungsverträgen zur Verfügung. Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft nicht von dem Geschäftsverlauf, der wirtschaftlichen Lage sowie den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns abweichen, wurde der Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Konzerns zusammengefasst. Der Jahresabschluss basiert - anders als der IFRS-Konzernabschluss - auf dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), ergänzt durch das deutsche Aktiengesetz (AktG). Zur besseren Übersichtlichkeit werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der GEA Group Aktiengesellschaft einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig nach der linearen Methode über die nach betriebsindividuellen und Branchenerfahrungswerten geschätzten Nutzungsdauern abgeschrieben oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern abweichen. Abschreibungen auf Gebäude werden sowohl linear wie auch stufendegressiv vorgenommen. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen bei Gebäuden je nach Beanspruchung Nutzungsdauern in der Regel zwischen fünf und 25 Jahren zugrunde. Bei anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen die Nutzungsdauern überwiegend zwischen drei und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einem Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden im Sachanlage- und Finanzanlagevermögen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Finanzanlagevermögen erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auch bei vorübergehender Wertminderung. Bei Wegfall des Grundes erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. UmlaufvermögenForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Wertpapiere und Rückdeckungsversicherungsansprüche, die zur Absicherung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für eine Saldierung mit den entsprechenden Verpflichtungen erfüllen, werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert. Die sonstigen Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Darüber hinaus wurde gemäß § 250 Abs. 3 HGB ein Rechnungsabgrenzungsposten für den Unterschiedsbetrag zwischen dem Auszahlungs- und Rückzahlungsbetrag der am 21. April 2011 emittierten Anleihe gebildet. Rückstellungen, VerbindlichkeitenRückstellungen für Pensionsverpflichtungen sowie pensionsähnliche unmittelbare Verpflichtungen aus der Übernahme von Krankenkassenbeiträgen für Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand (entsprechend den jeweils geltenden Richtlinien) werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte unter Verwendung der Richttafeln 2005 G nach K. Heubeck. Als Rechnungszins wurde vereinfachend der für die letzten sieben Jahre von der Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz in Höhe von 5,10 Prozent (Vorjahr 5,16 Prozent) verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Ferner wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent (Vorjahr 2,8 Prozent) sowie eine angenommene Rentensteigerung von 1,0 bis 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei der Bewertung der Rückstellung für Folgelasten des Bergbaus wurde eine Kostensteigerung von 1,0 Prozent p.a. berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für die Abzinsung der sonstigen Rückstellungen betrugen die Zinssätze für 2011 je nach Restlaufzeit 3,82 bis 4,86 Prozent (Vorjahr 3,75 bis 4,22 Prozent). Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente SteuernLatente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der GEA Group Aktiengesellschaft nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen und an denen die GEA Group Aktiengesellschaft als Gesellschafterin mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der GEA Group Aktiengesellschaft von aktuell 29,83 Prozent (Vorjahr 29,46 Prozent). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer. Bildung von BewertungseinheitenDerivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet. Die Sicherungs- und Grundgeschäfte werden zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. FremdwährungsumrechnungFremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassakurs am Abschlussstichtag umgerechnet, sofern ihre Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt. Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden jeweils zum Kurs des Transaktionstags oder mit dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden jeweils zum Kurs des Transaktionstags oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Dort sind die Posten des Anlagevermögens gesondert ausgewiesen. Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus einer im Geschäftsjahr 2011 vorgenommenen Kapitalerhöhung sowie aus Zugängen für geschätzte nachträgliche Anschaffungskosten für in der Vergangenheit erworbene Anteile. Darüber hinaus enthalten die Zugänge und Abgänge auch die Effekte aus zu Buchwerten abgebildeten konzerninternen Tauschvorgängen. Die Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.829 T EUR (Vorjahr 576 T EUR) betreffen Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte, da diese durch die entsprechenden Ertragswerte nicht mehr gedeckt waren. Nach Wegfall des Abschreibungsgrundes für Wertberichtigungen aus Vorjahren erfolgten gemäß § 253 Absatz 5 HGB Zuschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte in Höhe von 1.671 T EUR (Vorjahr 54.252 T EUR). Die Ausleihungen betreffen Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Gesamtlaufzeit von mehr als einem Jahr, die der dauerhaften Finanzierung der Tochterunternehmen dienen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus kurzfristigen Mittelaufnahmen von Tochterunternehmen im Rahmen des Konzern-Cash-Pooling. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen eine Minengesellschaft in Kanada (10.520 T EUR, Vorjahr 0 T EUR), Forderungen gegen Finanzbehörden (8.494 T EUR, Vorjahr 8.632 T EUR), zwei zum Verkauf bestimmte Grundstücke mit Gebäuden (6.610 T EUR, Vorjahr 11.823 T EUR) sowie die Abgrenzung der Trademarkfee an verbundene Unternehmen für das 4. Quartal (3.843 T EUR, Vorjahr 3.153 T EUR). Im Geschäftsjahr konnten zur Veräußerung bestimmte Grundstücksteile und Gebäude mit einem Buchwert in Höhe von 4.026 T EUR verkauft werden. Auf den verbliebenen Bestand wurden Wertberichtigungen in Höhe von 1.187 T EUR vorgenommen. 3. RechnungsabgrenzungspostenDer aktivische Rechnungsabgrenzungsposten resultiert in Höhe von 4.298 T EUR (Vorjahr 3.704 T EUR) aus geleisteten Gebühren an Kreditinstitute im Zusammenhang mit der Gewährung von Barkrediten sowie der Bereitstellung von Barkreditlinien. Die Gebühren stellen eine Gegenleistung für die Bereitstellung dar. Darüber hinaus enthält der Rechnungsabgrenzungsposten weitere Abgrenzungen für sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 345 T EUR (Vorjahr 298 T EUR). Des Weiteren enthält der Rechnungsabgrenzungsposten ein Disagio in Höhe von 2.391 T EUR, das aus der Ausgabe einer Anleihe in Höhe von 400.000 T EUR mit einer Laufzeit vom 21. April 2011 bis zum 21. April 2016 resultiert. 4. EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der GEA Group Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2011 unverändert 496.890.369 EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind unverändert eingeteilt in 183.807.845 nennbetragslose Stückaktien. Die Aktien sind voll eingezahlt. Der auf die einzelnen Aktien entfallende rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt wie im Vorjahr gerundet 2,70 EUR. Genehmigtes Kapitalscroll
Bei dem Genehmigten Kapital I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen das Grundkapital zu erhöhen und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital I sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Bei dem Genehmigten Kapital II ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in Höhe eines Teilbetrags von 50 Mio. EUR das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen auszuschließen. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital II sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Bei dem Genehmigten Kapital III ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen auszuschließen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Dieser Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist auf insgesamt höchstens 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital III sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Bedingtes Kapitalscroll
Das Grundkapital wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. April 2010 um bis zu 48.659.657 EUR, eingeteilt in bis zu 18.000.000 Stück Inhaberaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 21. April 2010 bis zum 20. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder soweit die GEA Group Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft zu gewähren, und soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien bzw. Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden wie im Vorjahr keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben. Das Grundkapital ist um weitere 3.210.619 EUR, eingeteilt in 1.188.791 Stück Inhaberaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung einer Abfindung in Aktien der Gesellschaft an die außenstehenden Aktionäre der damaligen GEA AG, Bochum, gemäß § 5 des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages der früheren Metallgesellschaft AG mit der damaligen GEA AG vom 29. Juni 1999. Über die Angemessenheit der im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag festgelegten Ausgleichszahlung und Abfindung ist ein Spruchverfahren vor dem Landgericht Dortmund rechtshängig. Am 30. Januar 2012 wurde in diesem Verfahren ein gerichtlich protokollierter Vergleich abgeschlossen, dessen Wirksamkeit von der bestandskräftigen Eintragung eines in der Hauptversammlung 2012 neu zu schaffenden bedingten Kapitals zur Bedingung der erhöhten Abfindungsansprüche abhängt. Zu dem Stand des Verfahrens siehe Seite 75 des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß Satzung wird die bedingte Kapitalerhöhung nur soweit durchgeführt, wie die vor dem Squeeze-out-Verfahren außenstehenden Aktionäre der damaligen GEA AG von einem Abfindungsanspruch Gebrauch machen. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt unverändert 250.778.647 EUR. In der Kapitalrücklage sind keine anderen Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB enthalten. Gewinnrücklagenscroll
Vorstand und Aufsichtsrat haben aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von 168.582 T EUR gemäß § 58 Abs. 2 AktG einen Betrag von 68.000 T EUR (Vorjahr 72.000 T EUR) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Eine gesetzliche Rücklage gemäß § 150 Abs. 1 AktG ist nicht zu bilden, da die Kapitalrücklage bereits den zehnten Teil des Grundkapitals überschreitet. BilanzgewinnAus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 74.308 T EUR wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 21. April 2011 ein Betrag von 73.523 T EUR an die Aktionäre ausgeschüttet und 785 T EUR auf neue Rechnung vorgetragen. 5. Rückstellungenscroll
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rententrends sowie eines Rechnungszinsfußes in Höhe von 5,10 Prozent (Vorjahr 5,16 Prozent). Der Erfüllungsbetrag für Pensions- und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 87.259 T EUR (Vorjahr 89.017 T EUR) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2011 mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens in Form einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von 12.077 T EUR (Vorjahr 10.782 T EUR) saldiert ausgewiesen. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betragen 10.983 T EUR (Vorjahr 10.151 T EUR). Darüber hinaus besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber der mg Altersversorgung GmbH aus der Erklärung des Schuldbeitritts bezüglich Pensionsverpflichtungen der GEA Group Aktiengesellschaft gegenüber einem bestimmten Personenkreis von ausgeschiedenen Mitarbeitern mit unverfallbaren Anwartschaften sowie von Rentnern und Hinterbliebenen. Im Übrigen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Haftungsverhältnissen. Die Steuerrückstellungen resultieren im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen steuerlichen Einkommen für das Geschäftsjahr 2011. Die Rückstellungen für Folgelasten des Bergbaus konnten aufgrund von kostensenkenden Investitionen teilweise aufgelöst werden. Die in den Rückstellungen für Personalaufwendungen enthaltene Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 188 T EUR (Vorjahr 320 T EUR) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit dem entsprechenden Deckungsvermögen in Form eines Wertpapierfonds saldiert ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Spezialfonds betragen 320 T EUR (Vorjahr 325 T EUR). Dessen beizulegender Zeitwert beträgt 319 T EUR (Vorjahr 326 T EUR). Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtung vor Verrechnung des Deckungsvermögens beträgt 507 T EUR (Vorjahr 646 T EUR). Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden im Zusammenhang mit Fremdwährungs- und Zins- / Währungsrisiken gebildet. Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien enthalten unter anderem Vorsorgen für Risiken der GEA Group Aktiengesellschaft aus Unternehmensverkäufen, die im Geschäftsjahr 2007 abgeschlossen wurden. Im Geschäftsjahr 2011 konnten wie im Vorjahr Teilbeträge aufgrund von niedrigeren Risikoeinschätzungen aufgelöst werden. Die Rückstellungen für Aufwendungen nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. für im Vorjahr bilanzierte Vorsorgen für Restrukturierungsmaßnahmen verbundener Unternehmen konnten zugunsten des Beteiligungsergebnisses aufgelöst werden. 6. Verbindlichkeitenscroll
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Die Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren aus der Emission einer festverzinslichen Anleihe der GEA Group Aktiengesellschaft am 21. April 2011 mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Nominalvolumen der Anleihe beträgt 400 Mio. EUR, der Kupon beläuft sich auf 4,25 Prozent. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem 31. Dezember 2010 um 52.075 T EUR auf 376.979 T EUR gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Rückzahlung eines Teilbetrages des Schuldscheindarlehens in Höhe von 92.000 T EUR. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus dem Konzern-Cash-Pooling enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 16.623 T EUR (Vorjahr 9.662 T EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften in Höhe von 8.446 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) enthalten. 7. Außerbilanzielle GeschäfteZur Sicherung der Konzernfinanzierung hat die GEA Group Aktiengesellschaft mit verschiedenen Kreditinstituten Rahmenvereinbarungen über Barkreditlinien in Höhe von 1.661,4 Mio. EUR (Vorjahr 1.529,6 Mio. EUR) abgeschlossen, die in Höhe von 53,1 Mio. EUR (Vorjahr 49,7 Mio. EUR) an Konzerngesellschaften übertragen wurden. Außerdem wurden Rahmenvereinbarungen über Avalkreditlinien in Höhe von 1.815,8 Mio. EUR (Vorjahr 1.755,7 Mio. EUR) abgeschlossen, die überwiegend für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen von Konzerngesellschaften genutzt werden. Die Barkreditlinien sichern den kurzfristigen Liquiditätsbedarf wie auch den Finanzierungsspielraum für Finanz- und Sachinvestitionen sowie Akquisitionen. Die vereinbarten - nicht an Konzerngesellschaften übertragenen - Barkreditlinien und ihre Ausnutzung sind in der folgenden Tabelle zusammen gefasst: scroll
Die vereinbarte Verzinsung für die ungenutzte Syndizierte Kreditlinie ist variabel und richtet sich nach dem Marktzinssatz zum Zeitpunkt der jeweiligen Inanspruchnahme zuzüglich der vereinbarten Marge. Daher unterliegen diese zukünftigen Mittelaufnahmen grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko. Die ungenutzte Linie der bilateralen Kreditlinien mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr ist ein mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Dezember 2011 abgeschlossenes Darlehen aus dem KfW Umwelt- und Energieeffizienzprogramm, bei welchem ein Festzinssatz vereinbart wurde. Die Avalkreditlinien dienen im Wesentlichen der Stellung von Sicherheiten seitens verbundener Unternehmen gegenüber Kunden zur Finanzierung und Abwicklung von Aufträgen. Bei Inanspruchnahme haftet die GEA Group Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch zusammen mit der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zum Bilanzstichtag waren die Avalkreditlinien in Höhe von 627,9 Mio. EUR (Vorjahr 730,0 Mio. EUR) durch Konzerngesellschaften in Anspruch genommen. Darüber hinaus stellt die GEA Group Aktiengesellschaft regelmäßig Avalurkunden (Konzernbürgschaften und -garantien) für verbundene Unternehmen aus, die den Avalbegünstigten eigene Rechte gegenüber der GEA Group Aktiengesellschaft einräumen, sodass diese unter bestimmten vertraglichen Voraussetzungen hieraus in Anspruch genommen werden kann. Die Konzernunternehmen nutzen auf diese Weise die Bonität der GEA Group Aktiengesellschaft, um ihren Kunden notwendige Haftungserklärungen zur Verfügung zu stellen. Avalkreditlinien bei Banken werden durch diese Erklärungen nicht belastet. Weitere Angaben in Bezug auf die Konzernavale befinden sich unter den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Für Kreditaufnahmen im Rahmen des Cash-Pooling wurden mit verbundenen Unternehmen Kreditlinien vereinbart. Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien durch Konzernunternehmen ist deutlich günstiger als eine vergleichbare Kreditaufnahme bei Kreditinstituten. Grundsätzlich besteht hier ein Forderungsausfallrisiko. Zum Bilanzstichtag waren von dem Gesamtvolumen der gewährten Kreditlinien in Höhe von 727,7 Mio. EUR (Vorjahr 755,0 Mio. EUR) ein Betrag in Höhe von 38,1 Mio. EUR (Vorjahr 148,3 Mio. EUR) nicht in Anspruch genommen. Unter einem Rahmenabkommen verkauft die GEA Group Aktiengesellschaft revolvierend an einen Finanzdienstleister Kundenforderungen, die ihre Tochterunternehmen an sie mit dinglicher Wirkung abgetreten haben. Durch den Verkauf erhält die GEA Group Aktiengesellschaft einen unmittelbaren Liquiditätszufluss, der zur Finanzierung des operativen Geschäfts eingesetzt werden kann. Mit dem Verkauf der Forderungen geht außerdem das Delkredererisiko auf den Finanzdienstleister über. Für die GEA Group Aktiengesellschaft entsteht nur dann ein Risiko, wenn die Dokumentation der überfälligen Forderungen nicht fristgerecht an den Finanzdienstleister übergeben wird. Zum 31. Dezember 2011 wurden Forderungen in Höhe von 58.548 T EUR (Vorjahr 43.011 T EUR) verkauft. Weitere Angaben zu den Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen befinden sich unter den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisseDie zum 31. Dezember 2011 bestehenden Verpflichtungen aus Konzernbürgschaften in Höhe von 1.614,3 Mio. EUR (Vorjahr 1.600,1 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus der Gewährung von Bürgschaften für Anlagenbauprojekte sowie aus Verträgen im Rahmen von Fremdfinanzierungen von Tochterunternehmen. Zum 31. Dezember 2011 lag für diese Verpflichtungen keine hinreichende Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Inanspruchnahme vor. Ferner ist die gesamtschuldnerische Haftung für Pensionsverpflichtungen eines ehemaligen Tochterunternehmens sowie für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 57,3 Mio. EUR (Vorjahr 59,8 Mio. EUR) enthalten, für die die mg Altersversorgung GmbH und die GEA Group Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch haften. Die GEA Group Aktiengesellschaft hat in diesem Zusammenhang der mg Altersversorgung GmbH zugesichert, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, die durch Schuldbeitritt übernommenen Versorgungsverpflichtungen erfüllen zu können. Zum 31. Dezember 2011 liegen der GEA Group Aktiengesellschaft keine Erkenntnisse über eine bevorstehende Inanspruchnahme aus dieser Haftungsfreistellung vor. Außerdem enthalten die Bürgschaften die gesamtschuldnerische Haftung für bestimmte Verbindlichkeiten ausgewählter Tochtergesellschaften in den Niederlanden. Dieser Schuldbeitritt wurde erklärt, um diese Tochterunternehmen analog zu der Regelung des § 264 Abs. 3 HGB von lokalen Prüfungs- und Publizitätspflichten zu befreien. Es bestanden zum 31. Dezember 2011 keine Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 9. Derivative FinanzinstrumenteIm Rahmen der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken schließt die GEA Group Aktiengesellschaft für eigene Fremdwährungsgeschäfte sowie für Fremdwährungsgeschäfte der Konzerngesellschaften Devisentermingeschäfte, Optionen, Zinssicherungsgeschäfte und Zins- / Währungssicherungsgeschäfte mit Kreditinstituten ab. Soweit die GEA Group Aktiengesellschaft Sicherungsgeschäfte für Tochtergesellschaften abschließt, liegt diesen ein spiegelbildliches Sicherungsgeschäft zwischen der GEA Group Aktiengesellschaft und der betreffenden Tochtergesellschaft zugrunde. Folglich werden die Aufwendungen und Erträge aus diesen Sicherungsgeschäften durch die jeweiligen Tochtergesellschaften getragen. Die zu sichernden Fremdwährungsgeschäfte der GEA Group Aktiengesellschaft umfassen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie fest kontrahierte Transaktionen in Fremdwährung. Für die Fremdwährungsgeschäfte wurde keine Bewertungseinheit gebildet. Die Zinssicherungsgeschäfte wurden zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von Bankdarlehen, wie die Zins- / Währungssicherungsgeschäfte zur Absicherung von Darlehen mit Konzerngesellschaften, abgeschlossen. Bei den Zinssicherungsgeschäften besteht Währungs-, Betrags- und Fristenkongruenz, sodass im Rahmen einer kompensatorischen Bewertung hierfür in jedem Einzelfall eine Bewertungseinheit gebildet wurde. scroll
Für Risiken aus den währungsbezogenen Geschäften sowie aus Zins- / Währungsswaps wurden Rückstellungen in Höhe von 11.832 T EUR gebildet (Vorjahr 0). Währungsbezogene GeschäfteDie beizulegenden Zeitwerte werden aus Marktdaten bzw. finanzmathematischen Bewertungsmodellen abgeleitet. Die zur Berechnung der beizulegenden Zeitwerte relevanten Swapsätze in den jeweiligen Währungen sowie die Zinsstruktur werden von einem anerkannten Dienstleister für Finanzinformationen bezogen. Die durch die Anwendung des Swapsatzes auf den Kurs des Fixings der Europäischen Zentralbank ermittelten Marktterminkurse werden mit den vereinbarten Terminkursen verglichen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird die Differenz aus vereinbartem Terminkurs und dem Marktterminkurs gebildet, mit dem Nominalvolumen multipliziert und auf Basis der Zinsstruktur auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Die währungsbezogenen Geschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu ca. 3 Jahren. ZinssicherungsgeschäfteBei Zinsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Geschäfte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu ca. 6 Jahren. Zins- / WährungsswapsDie Bewertung von Zins- / Währungsswaps zum beizulegenden Zeitwert erfolgt analog zur Zeitwertermittlung bei Zinsswaps durch die Abzinsung der aus den Kontrakten resultierenden zukünftigen Zahlungsströme. Dabei werden neben den zum Bilanzstichtag geltenden jeweils relevanten Marktzinssätzen auch die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährung, in denen die Zahlungsströme stattfinden, zugrunde gelegt. Die Zins- / Währungsswaps haben eine Restlaufzeit von bis zu ca. 7 Jahren. 10. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Währungskursgewinne enthalten im Wesentlichen Währungsdifferenzen für eigene Sicherungsgeschäfte der GEA Group Aktiengesellschaft sowie aus Geschäften für verbundene Unternehmen. Für jedes konzerninterne Sicherungsgeschäft wird ein entsprechendes Sicherungsgeschäft mit Kreditinstituten abgeschlossen. Die aus diesen Sicherungsgeschäften resultierenden Währungsdifferenzen werden brutto als Kursgewinn- bzw. Kursverlust ausgewiesen. In den Währungskursgewinnen sind in Anwendung von § 256a HGB unrealisierte Gewinne in Höhe von 140 T EUR (Vorjahr 115 T EUR) aus der Währungsumrechnung zum Stichtag enthalten. Die Erträge aus Weiterbelastungen und Nebengeschäften enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der konzerninternen Management- und Trademark Fee. Die Erträge des Geschäftsjahres 2010 wurden durch nachträgliche Gutschriften für das Vorjahr geschmälert. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Verminderung von Risiken aus den Folgelasten des Bergbaus und aus Unternehmensverkäufen sowie von sonstigen Rückstellungen. Die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen betreffen fast ausschließlich eine wieder werthaltig gewordene Forderung gegen eine Minengesellschaft in Kanada. Die Forderung wird unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 15.898 T EUR enthalten. Davon resultieren 14.194 T EUR (Vorjahr 11.657 T EUR) aus der Auflösung von Rückstellungen, 126 T EUR (Vorjahr 541 T EUR) aus Kostenerstattungen für Vorjahre sowie 1.578 T EUR (Vorjahr 340 T EUR) aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen. 11. Personalaufwandscroll
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 4.684 T EUR gestiegen. Die Löhne und Gehälter sind im Wesentlichen aufgrund erhöhter Zuführungen zu den sonstigen Personalrückstellungen und die Aufwendungen für Altersversorgung aufgrund erhöhter Zuführungen zu Pensionsrückstellungen gestiegen. 12. AbschreibungenDie Abschreibungen in Höhe von 3.504 T EUR (Vorjahr 1.170 T EUR) enthalten Abschreibungen auf zur Veräußerung gehaltene und deshalb im Umlaufvermögen ausgewiesene Grundstücke und Gebäude in Höhe von 1.187 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) sowie auf kurzfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von 923 T EUR (Vorjahr 0 T EUR). 13. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Zu den Währungskursverlusten verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Währungskursgewinnen innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge. In den Währungskursverlusten sind gemäß § 256a HGB unrealisierte Verluste in Höhe von 9.926 T EUR (Vorjahr 88 T EUR) aus der Währungsumrechnung zum Stichtag enthalten. Die Aufwendungen für die Zuführung zu den Drohverlustrückstellungen berücksichtigen die Risiken aus Zins- / Währungsgeschäften. Die übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten unter anderem die Zuführung zu den Rückstellungen für Folgelasten des Bergbaus, Aufwendungen aus dem konzerninternen Innovation Contest, Kosten für die Hauptversammlung und den Geschäftsbericht, sonstige Steuern sowie weitere allgemeine Verwaltungskosten. 14. Beteiligungsergebnisscroll
In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen sind im Wesentlichen die abgeführten Gewinne der GEA Heat Exchangers GmbH, der GEA Mechanical Equipment GmbH, der GEA PT Holding GmbH, der GEA Refrigeration Germany GmbH sowie der GEA Wiegand GmbH enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen enthalten im Wesentlichen die übernommenen Verluste der GEA Air Treatment Production GmbH, der GEA NIRO GmbH, der GEA Refrigeration Technologies GmbH, der mg Altersversorgung GmbH sowie der ZiAG Plant Engineering GmbH. Die Erträge aus Beteiligungen enthalten Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.200 T EUR (Vorjahr 7.000 T EUR). Die Erträge aus der Wertaufholung auf das Finanzanlagevermögen resultieren in Höhe von 1.671 T EUR (Vorjahr 54.252 T EUR) aus der Zuschreibung bei Anteilen an verbundenen Unternehmen nach Wegfall des Abschreibungsgrundes. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 2.829 T EUR (Vorjahr 576 T EUR). Die Wertberichtigung auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 2 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) resultiert aus der Abschreibung von Wertpapieren, die zur Absicherung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Sie werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet und entsprechend den Regelungen von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Verpflichtungen saldiert. Die Erträge aus der Auflösung der Rückstellungen für bestimmte Aufwendungen nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. betreffen im Vorjahr bilanzierte Vorsorgen für Restrukturierungsmaßnahmen bei inländischen Tochtergesellschaften. Die Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr bei Tochtergesellschaften durchgeführt und bilanziert und haben daher zu einem entsprechend geminderten Ertrag aus Ergebnisabführungsverträgen geführt. Dadurch konnten nach Durchführung der Maßnahmen die Rückstellungen auf Ebene der GEA Group Aktiengesellschaft zugunsten des Beteiligungsergebnisses aufgelöst werden. 15. Zinsergebnisscroll
Die Veränderung des Zinsergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist geprägt von der Finanzierung der im Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen. Die extern aufgenommenen Finanzmittel wurden konzernintern durch Ausleihungen weitergereicht. Dies führte wegen des gegenüber dem Vorjahr gestiegenen durchschnittlichen Zinsniveaus und wegen des steigenden Finanzierungsbedarfs von Tochterunternehmen zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten sowie andererseits zu höheren Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und höheren sonstigen Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Zinserträge von Dritten sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.128 T EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Zinssicherungsgeschäften aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus. Bei den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und pensionsähnlichen Verpflichtungen handelt es sich gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit den Erträgen aus der entsprechenden Rückdeckungsversicherung. Vermögenserträge von 531 T EUR wurden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von 4.180 T EUR verrechnet. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen resultieren überwiegend aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Die Rückstellungen wurden aufgrund der Konkretisierung der Laufzeiten vollständig aufgezinst. 16. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen vor allem Vorauszahlungen, die Bildung von Rückstellungen für das Geschäftsjahr 2011 sowie die Veränderungen der Steuerrückstellungen für Vorjahre. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte bei der GEA Group Aktiengesellschaft und den Organtöchtern, an denen die GEA Group Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist, mit dem kombinierten Ertragsteuersatz des deutschen steuerlichen Organkreises in Höhe von 29,83 Prozent (Vorjahr 29,46 Prozent). Für die GEA Group Aktiengesellschaft und ihre Organgesellschaften können die aus temporären Differenzen resultierenden aktiven und passiven latenten Steuern den einzelnen Bilanzposten wie folgt zugeordnet werden: scroll
Aus der Bewertung der Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von insgesamt ca. 117.000 T EUR (Vorjahr ca. 111.000 T EUR) ermittelt. Die sich nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern ergebende Steuerentlastung wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wie im Vorjahr nicht aktiviert. Sonstige AngabenZahl der Mitarbeiterscroll
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Die GEA Group Aktiengesellschaft hat nur Angestellte. In den genannten Zahlen sind Vorstandsmitglieder, Auszubildende sowie ruhende Arbeitsverhältnisse nicht enthalten. Teilzeitkräfte werden anteilig berücksichtigt. Honorare des AbschlussprüfersDie von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 berechneten Honorare gemäß § 285 Nr. 17 HGB betragen insgesamt 716 T EUR (Vorjahr 921 T EUR). Diese teilen sich wie folgt auf. Die Vorjahresangabe bezieht sich auf die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: scroll
KonzernabschlussDie GEA Group Aktiengesellschaft als Führungsgesellschaft des GEA Konzerns stellt den Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS auf. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft sowie der Konzernabschluss der GEA Group für das Geschäftsjahr 2011 werden jeweils mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Sie werden unter www.geagroup.com in der Rubrik "Investor Relations" zugänglich sein. Ferner können sie bei der GEA Group Aktiengesellschaft, Peter-Müller-Str. 12, 40468 Düsseldorf, Deutschland, angefordert werden. AktionärsstrukturGemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der GEA Group Aktiengesellschaft ist das Grundkapital eingeteilt in 183.807.845 Stückaktien. Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGDas Kuwait Investment Office, London, Kuwait Investment Authority, State of Kuwait, hat mit Schreiben vom 3. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der State of Kuwait Investment Authority, Kuwait Investment Office, London, as Agent of the Government of the State of Kuwait am 1. April 2002 7,859 Prozent der Stimmrechte (15.170.102 Stimmen) an der mg technologies ag zustanden. Alleinige Inhaberin der vorbezeichneten Stimmrechte und Aktionärin ist The Government of the State of Kuwait, Kuwait, vertreten durch Kuwait Investment Authority, Kuwait Investment Office, London, as Agent. Die Berechnung der prozentualen Beteiligungshöhe zum damaligen Zeitpunkt beruht auf der zum 1. April 2002 vorhandenen Aktienanzahl von 193.019.996 Stückaktien. Bezogen auf die aktuelle Aktienanzahl von 183.807.845 Stückaktien beträgt der prozentuale Anteil 8,25 Prozent. Die Hermes Administration Services Limited hat uns am 20. Oktober 2008 wie folgt informiert: Der Stimmrechtsanteil der BT Pension Scheme Trustees Limited, London, England, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 24. September 2008 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten und betrug an diesem Tage 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien). Sämtliche 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien) an der GEA Group Aktiengesellschaft wurden der BT Pension Scheme Trustees Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 2,378 Prozent dieser Aktien (entsprechend 4.375.180 stimmberechtigte Aktien) wurden auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet und wurden direkt von Chase Nominees Limited, London, England, gehalten. 0,038 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 70.227 stimmberechtigte Aktien) wurden der BT Pension Scheme Trustees Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BriTel Fund Trustees Limited, London, England, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 24. September 2008 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten und betrug an diesem Tag 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien). Sämtliche 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien) an der GEA Group Aktiengesellschaft wurden der BriTel Fund Trustees Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 2,378 Prozent dieser Aktien (entsprechend 4.375.180 stimmberechtigte Aktien) wurden auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet und wurden direkt von Chase Nominees Limited, London, England, gehalten. 0,038 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 70.227 stimmberechtigte Aktien) wurden der BriTel Fund Trustees Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BriTel Fund Nominees Limited, London, England, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 24. September 2008 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten und betrug an diesem Tag 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien). BriTel Fund Nominees Limited hielt direkt 0,038 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 70.227 stimmberechtigte Aktien) an der GEA Group Aktiengesellschaft. Weitere 3,057 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.625.147 stimmberechtigte Aktien) wurden gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 2,378 Prozent dieser Aktien (entsprechend 4.375.180 stimmberechtigte Aktien) wurden auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet und wurden direkt von Chase Nominees Limited, London, England, gehalten. Der Stimmrechtsanteil der Hermes Fund Managers Limited, London, England, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 24. September 2008 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten und betrug an diesem Tag 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien). Sämtliche 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien) an der GEA Group Aktiengesellschaft wurden der Hermes Fund Managers Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 2,378 Prozent dieser Aktien (entsprechend 4.375.180 stimmberechtigte Aktien) wurden auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet und wurden direkt von Chase Nominees Limited, London, England, gehalten. Die Barclays Global Investors UK Holdings Ltd., London, England, hat uns am 01. Mai 2009 im Namen und im Auftrag der Barclays Global Investors NA nach §§ 21, 22 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Barclays Global Investors NA (nun firmierend unter BlackRock Institutional Trust Company, NA), San Francisco, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, am 29. April 2009 die 3 Prozent-Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,085 Prozent der Stimmrechte (d. h. 5.670.266 Aktien mit Stimmrechten) an der GEA Group Aktiengesellschaft betrug. Barclays Global Investors NA werden diese 3,085 Prozent der Stimmrechte (d. h. 5.670.266 Aktien mit Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. BlackRock hat uns am 7. Dezember 2009 gemäß § 21 WpHG wie folgt informiert: Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Delaware Holdings, Inc., New York, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 4,30 Prozent (7.897.960 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BlackRock Delaware Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 6, LLC, New York, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 4,30 Prozent (7.897.960 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BlackRock Holdco 6, LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 4, LLC, New York, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 4,30 Prozent (7.897.960 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BlackRock Holdco 4, LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Group Limited, London, UK, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 4,71 Prozent (8.660.111 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BlackRock Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BR Jersey International Holdings L.P., St. Helier, Jersey, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,44 Prozent (9.991.777 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BR Jersey International Holdings L.P. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock International Holdings, Inc., New York, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,44 Prozent (9.991.777 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BlackRock International Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,69 Prozent (10.467.035 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BlackRock Advisors Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 9,99 Prozent (18.379.895 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BlackRock Financial Management, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., New York, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 9,99 Prozent (18.379.895 Stimmrechte). Alle Stimmrechte werden der BlackRock Holdco 2, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. BlackRock, Inc., New York, USA hat uns am 13. Oktober 2010 wie folgt informiert: Der Stimmrechtsanteil der Firma BlackRock, Inc., New York, U.S.A., an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 23. Februar 2010 die Schwelle von 10 Prozent unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 9,99 Prozent (18.356.610 Stimmrechte). Sämtliche dieser Stimmrechte werden BlackRock, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Alecta pensionsförsäkring, ömsesidigt hat uns am 31. Mai 2010 wie folgt informiert: Der Stimmrechtsanteil des Alecta pensionsförsäkring, ömsesidigt, Stockholm, Schweden, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 27. Mai 2010 die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,10 Prozent (5.700.000 Stimmrechte). Die Stimmrechte werden von Alecta pensionsförsäkring, ömsesidigt, direkt gehalten. Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH hat uns am 17. Juni 2010 wie folgt informiert: Der Stimmrechtsanteil der Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 14. Juni 2010 die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,59 Prozent (6.596.635 Stimmrechte). 1,21 Prozent dieser Stimmrechte (dies entspricht 2.220.681 Stimmrechten) wurden der Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. AMUNDI S. A. hat uns am 5. November 2010 wie folgt informiert: Der Stimmrechtsanteil der Firma AMUNDI S. A., Paris, Frankreich, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 1. November 2010 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 4,96 Prozent (9.115.959 Stimmrechte). AMUNDI S. A. hielt direkt 1,14 Prozent der Stimmrechte (2.107.825 Stimmrechte) und 3,81 Prozent der Stimmrechte (7.008.134 Stimmrechte) wurden AMUNDI S. A. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Aktionäre mit über 3 Prozent Gesellschaftsanteil gemäß vorliegender WpHG-Mitteilungenscroll
Erklärung zum Corporate-Governance-KodexVorstand und Aufsichtsrat der GEA Group Aktiengesellschaft haben am 15. Dezember 2011 die im zusammengefassten Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft wiedergegebene Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.geagroup.com dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Vorstand und AufsichtsratDie Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind in einer gesonderten Anlage genannt. VorstandsvergütungDie Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Das jährliche Fixum betrug bei Herrn Oleas im Berichtsjahr 1.250.000 EUR, bei Herrn Dr. Schmale 625.000 EUR. Ab 1. April 2012 wird das jährliche Fixgehalt von Herrn Dr. Schmale 675.000 EUR betragen. Die jährliche Festvergütung von Herrn Graugaard belief sich bis zum 31. Juli 2011 auf 600.000 EUR, wurde zum 1. August 2011 auf 621.000 EUR erhöht und wird ab 1. August 2012 um weitere 3,5 Prozent nach oben angepasst. Das Fixum wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die im Wesentlichen aus dem nach steuerrechtlichen Vorschriften anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung, den Beiträgen zur Unfallversicherung sowie - für Herrn Graugaard - der Erstattung von Kosten für die doppelte Haushaltsführung und für Heimflüge an den Heimatwohnort bestehen. Zuschüsse zu Vorsorgeaufwendungen werden Herrn Dr. Schmale gegen Nachweis maximal bis zur Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung gewährt. Herr Graugaard erhält anstelle einer Pensionszusage 12,5 Prozent des Festgehalts für eine private Rentenversicherung, begrenzt auf die Laufzeit seines Dienstvertrags. Die sonstigen Pensionszusagen für die Vorstandsmitglieder sind unten sowie in der nachfolgenden Tabelle "Individuelle Wertrechte und Pensionszusage der Vorstände 2011" aufgeführt. Die erfolgsbezogene Vergütung (Tantieme) enthält eine ROCE-Komponente (Return on Capital Employed = Rendite auf das eingesetzte Kapital), eine Aktienkurskomponente und eine persönliche Leistungskomponente. Jede der vorgenannten Komponenten hat in Bezug auf die festgelegte Basistantieme eine Gewichtung von je einem Drittel. Der jeweilige Zielbetrag für jede Tantieme-Komponente wird je nach Zielüber- oder -unterschreitung angepasst. Die Basistantieme entspricht betragsmäßig der jeweiligen - oben aufgeführten - jährlichen Festvergütung. Sie betrug bei Herrn Oleas im Berichtsjahr 1.250.000 EUR, bei Herrn Dr. Schmale 625.000 EUR und bei Herrn Graugaard 608.750 EUR. Die Höhe der ROCE-Komponente entspricht dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum im Durchschnitt der letzten 12 Monate eingesetzten Kapital (Capital Employed). Eine Auszahlung aus dieser Tantieme-Komponente richtet sich danach, ob und in welcher Höhe der vom Aufsichtsrat festgelegte ROCE-Zielwert des jeweiligen Geschäftsjahrs erreicht wurde. Wird er erreicht, hat der Vorstand Anspruch auf 100 Prozent des Zielbetrags. Je 0,1 Prozentpunkte, um den der ROCE-Zielwert über- bzw. unterschritten wurde, wird der entsprechende Zielbetrag um 2 Prozent erhöht bzw. herabgesetzt. Für das Jahr 2011 betrug der ROCE-Zielwert 20,0 Prozent, wobei in der Berechnung Effekte aus der Akquisition der ehemaligen GEA AG durch die damalige Metallgesellschaft AG im Jahre 1999 (einschließlich der Goodwill-Erhöhung aus dem aus dieser Transaktion resultierenden Spruchverfahren) und der Akquisition der CFS (jetzt das Segment GEA Convenience-Food Technologies) in 2011 nicht berücksichtigt wurden. Der tatsächlich im Berichtsjahr für Zwecke der vertraglichen Tantieme erreichte ROCE betrug 26,2 Prozent. Dieser Wert wurde unter Berücksichtigung der vorgenannten Anpassungen aus dem für die GEA Group in 2011 ausgewiesenen, nicht um die Effekte der CFS Akquisition bereinigten ROCE in Höhe von 20,5 Prozent hergeleitet. Daraus ergab sich ein Zielerreichungsgrad von 224 Prozent für diese Komponente. Bei der Aktienkurskomponente erhält der Vorstand im Regelfall eine Auszahlung, wenn die Entwicklung der GEA Aktie im vierten Quartal des Bezugsjahres im Vergleich mit dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahrs nicht schlechter war als die Entwicklung des MDAX. Entspricht der Kursanstieg der GEA Aktie der Steigerungsrate des MDAX, beträgt die ausgezahlte Summe 75 Prozent des auf diesen Tantieme-Anteil entfallenden Zielbetrags. Erst wenn der Wertzuwachs der GEA Aktie 20 Prozent über der Steigerung des MDAX liegt, erhält der Vorstand den vollen Betrag von einem Drittel der Basistantieme. Bei Steigerungsraten über oder unter 20 Prozent im Vergleich zur MDAX-Entwicklung wird der Auszahlungsbetrag entsprechend erhöht bzw. vermindert. Hat die GEA Aktie bei fallenden Kursen im Vergleich zum MDAX besser abgeschnitten (d. h. der Kurs der GEA Aktie ist weniger stark gefallen als die allgemeine MDAX-Entwicklung), kann der Aufsichtsrat innerhalb der bestehenden Deckelung (siehe unten zu Cap 1 und Cap 2) nach freiem Ermessen eine Auszahlung beschließen. Das Gleiche gilt, wenn - wie im Geschäftsjahr 2011 - bei fallendem MDAX die GEA Aktie gestiegen ist. In Anlehnung an die gegenüber dem Vorjahr deutlich bessere Entwicklung der GEA Aktie zum MDAX hat der Aufsichtsrat für die Aktienkurskomponente 2011 eine Zielerreichung von 123 Prozent zugrunde gelegt. Die persönliche Leistungskomponente hängt von der Erreichung der für jedes Vorstandsmitglied zu Beginn des Geschäftsjahrs vom Aufsichtsrat individuell festgelegten Ziele ab. Der Zielerreichungsgrad wird insbesondere auch unter Berücksichtigung des Kriteriums einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2011 wurde bei allen Vorstandsmitgliedern insoweit eine Zielerreichung von 87,5 Prozent zugrunde gelegt. Der Gesamtzielerreichungsgrad für sämtliche Tantiemebestandteile betrug im Berichtsjahr für alle Vorstände 145 Prozent der Basistantieme. Die ermittelte Tantieme ist zur Hälfte zahlbar mit der ersten Gehaltsabrechnung nach der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung ("kurzfristige Tantieme"). Dieser Tantiemeanteil ist bei Ziel-Übererfüllung auf 75 Prozent der jährlichen Basistantieme begrenzt (Cap 1). Für Zwecke einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung wird die andere Hälfte der ermittelten Tantieme in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgewandelt, deren Auszahlungswert nach Ablauf einer Haltefrist von 3 Jahren ermittelt wird. Der dafür maßgebliche Aktienkurs ist der Mittelwert der täglichen Schlusskurse im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den Börsenhandelstagen des Dreimonatszeitraums, der einen Monat vor der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres, in dem die Haltefrist ausläuft, endet. Dem ermittelten Wert werden die während der Haltefrist je Aktie ausgeschütteten Dividenden zugerechnet. Der danach auszuzahlende Betrag ("langfristige Tantieme") ist auf 300 Prozent der jährlichen Basistantieme begrenzt (Cap 2). Die Auszahlung der langfristigen Tantieme wird nach Ermittlung des jeweiligen Betrages mit der nächsten Gehaltsabrechnung fällig. Bei Beendigung des Vorstandsvertrags wird die Haltefrist von 3 Jahren auf 1 Jahr, gerechnet ab dem Beendigungszeitpunkt, reduziert. Die Ermittlung des Auszahlungswerts erfolgt dann sinngemäß nach den obigen Regelungen. Die kurzfristige und langfristige Tantieme zusammen sind damit in jedem Fall auf 375 Prozent der Basistantieme des Geschäftsjahres, auf das sich die Tantieme bezieht, begrenzt. Die dienstvertragliche Pensionszusage des Vorstandsvorsitzenden, Jürg Oleas, beträgt maximal 360.000 EUR p.a., die nach 18 Dienstjahren (Ende April 2019) voll erdient ist. Gemäß dieser Zusage wird eine Pension gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Jürg Oleas vor Vollendung von 18 Dienstjahren, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld, zahlbar ab Vollendung des 62. Lebensjahrs. Dieses wird aus dem Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit zu dem Zeitraum von 18 Dienstjahren ermittelt. Scheidet Herr Oleas nach mindestens 15 Dienstjahren, aber vor Vollendung des 62. Lebensjahrs aus, so erhält er bis zur Vollendung des 62. Lebensjahrs ein Ruhegeld in Form eines Übergangsgeld von 220.000 EUR p.a.; darauf angerechnet werden bis zur Hälfte des Übergangsgelds des betreffenden Jahres eine eventuelle Abfindung sowie eventuelle andere Einkünfte aus nach dem Ausscheiden neu aufgenommenen Tätigkeiten. Die laufende Rente wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst. Die dienstvertragliche Pensionszusage des Finanzvorstands, Dr. Helmut Schmale, beträgt maximal 200.000 EUR p.a. Danach wird eine Pension gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauernde Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Dr. Helmut Schmale vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld, zahlbar ab Vollendung des 62. Lebensjahr. Dieses wird aus dem Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit zu dem Zeitraum der maximal möglichen Dienstzeit bis zur Vollendung des 62. Lebensjahrs ermittelt. Die laufende Rente wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst. Die Herren Graugaard und Dr. Schmale haben das Recht, pro Geschäftsjahr mit einem Eigenbeitrag an dem Versorgungssystem für die Mitglieder des Vorstands durch Deferred Compensation teilzunehmen. Ein Unternehmenszuschuss wird nicht gezahlt. Die Hinterbliebenenversorgung in den Verträgen der Herren Oleas und Dr. Schmale sieht im Wesentlichen ein lebenslanges Witwengeld und daneben eine Waisenrente vor. Die lebenslange Witwenrente beträgt 60 Prozent des Ruhegehalts. Die Waisenrente beträgt einen bestimmten Prozentsatz vom Ruhegehalt und ist in der Höhe abhängig von der Anzahl der Kinder und davon, ob es sich um Vollwaisen oder Halbwaisen handelt. Der Anspruch auf Waisenrente erlischt bei Erreichen der Volljährigkeit, spätestens jedoch - falls sich das betreffende Kind noch in der Schul- bzw. Berufsausbildung befindet - mit Vollendung des 25. Lebensjahres. Witwen- und Waisenrenten dürfen zusammen den Betrag des Ruhegehalts nicht übersteigen. Für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Pensionsrückstellungen gebildet. Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Eigenkündigungsrecht zu, wenn der Aufsichtsrat seine Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden widerrufen sollte. Im Falle der Ausübung des Eigenkündigungsrechts und des Ausscheidens aus dem Vorstand steht ihm für die restlichen Monate seiner Vertragslaufzeit, jedoch maximal für 8 Monate, das entsprechende Festgehalt zu. Im Fall eines wirksamen Widerrufs der Bestellung eines Vorstandsmitglieds aufgrund eines wichtigen Grunds gemäß § 84 Abs. 3 AktG oder einer berechtigten Amtsniederlegung durch das Vorstandsmitglied analog § 84 Abs. 3 AktG endet der Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds mit Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist gemäß § 622 Abs. 1, 2 BGB. Neben der bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens erdienten Tantieme erhält das betreffende Vorstandsmitglied als Ausgleich für das vorzeitige Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft eine Abfindung in Höhe der für die restliche Vertragslaufzeit vereinbarten Gesamtvergütung. Für die Berechnung des entsprechenden Tantiemeanspruchs wird als Zielerreichungsgrad 85 Prozent zugrunde gelegt. Die Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ist auf maximal zwei volle Jahresvergütungen beschränkt. In Bezug auf ein Change-of-Control-Ereignis gilt für alle Vorstandsmitglieder die folgende Regelung: Kommt es aufgrund eines Change-of-Control-Ereignisses innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dessen Eintritt zu einer Abberufung als Vorstand der Gesellschaft oder zu einer einvernehmlichen Beendigung des Vorstands-Anstellungsvertrags, beträgt die Tantieme für das jeweilige Geschäftsjahr - soweit rechtlich, insbesondere gemäß § 87 Abs. 1 AktG zulässig - mindestens 85 Prozent der Basistantieme. Ein Change-of-Control-Ereignis in diesem Sinne liegt vor, sobald der Gesellschaft das Erreichen oder Überschreiten von 50 Prozent oder 75 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft gemäß § 21 WpHG mitgeteilt wird, mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen ein Unternehmensvertrag nach §§ 291 ff. AktG abgeschlossen wird, eine Eingliederung gemäß § 319 AktG oder ein Rechtsformwechsel der Gesellschaft nach dem Umwandlungsgesetz rechtswirksam beschlossen wird. Die gesamten Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder der GEA Group Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 6.305 T EUR (Vorjahr 4.936 T EUR) und beinhalten neben einem festen Anteil in Höhe von 2.484 T EUR (Vorjahr 2.309 T EUR) eine variable Tantieme von 3.597 T EUR (Vorjahr 2.380 T EUR), von der im Jahre 2012 nur die Hälfte (1.799 T EUR) als kurzfristige Tantieme zur Auszahlung gelangt (Vorjahr 1.190 T EUR). Die andere Hälfte wird als langfristige Tantieme nach Ablauf einer Haltefrist von drei Jahren je nach Entwicklung der GEA Aktie ausgezahlt. Fixum, Tantieme und die sonstigen Bezüge sowie die Höhe der Pensionszusagen ergeben sich in individualisierter Form aus den nachfolgenden Tabellen. Die individuelle Vergütung des Vorstands 2011 im Vergleich zum Vorjahr ist folgender Tabelle zu entnehmen: scroll
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wird im Anschluss an das jeweilige Geschäftsjahr
ausgezahlt Individuelle Wertrechte und Pensionszusagen des Vorstands 2011scroll
Neues Vergütungssystem 2012Der Aufsichtsrat hat nach Vorbereitung durch das Präsidium im Berichtsjahr mehrfach über eine Neustrukturierung der Vorstandsvergütung beraten. Dabei ging es darum, eine noch größere Symmetrie des Chancen-Risiko-Profils aus Aktionärs- und Vorstandssicht herzustellen und durch die Entkopplung der kurzfristigen und langfristigen Bonus-Elemente den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu stärken. Zudem sollte ein Vergütungssystem entwickelt werden, das sich leichter auf die Führungsebenen unterhalb des Vorstands übertragen lässt und somit eine bessere Steuerung des operativen Geschäfts gewährleistet. Der Aufsichtsrat hat sich im Dezember 2011 - nach Einschaltung eines Experten, der ihn auch unter Berücksichtigung der Marktrends bei der Neuausrichtung der variablen Vergütungsstruktur beraten hat - zur Umsetzung eines neuen variablen Vergütungssystems entschlossen. Im Ergebnis führten die Diskussionen zu folgenden Regelungen ab dem Geschäftsjahr 2012: Die variable Vergütung besteht unverändert aus drei Teilen, die nunmehr voneinander unabhängig sind: 1.) eine individuelle Komponente: einjährige Bemessungsgrundlage mit persönlichen Zielen und 40 Prozent Gewichtung (mit einem Cap von 200 Prozent), 2.) eine finanzielle Komponente: mehrjährige rückwärtsgerichtete Bemessungsgrundlage mit einer Kombination aus Cash-Flow-Aspekten und aus dem ROCE, die ebenfalls 40 Prozent Gewichtung (mit einem Cap von 250 Prozent) hat, sowie 3.) eine Aktienkurskomponente: mehrjährige zukunftsgerichtete Bemessungsgrundlage mit Vergleich der Entwicklung der GEA Aktie zu einem Vergleichsindex und einer Gewichtung von 20 Prozent (mit einem Cap von 300 Prozent). Der Gesamt-Cap sinkt somit von bisher 375 Prozent der Zieltantieme auf 240 Prozent. Hingegen steigt der Anteil der mehrjährigen Vergütungskomponenten auf 60 Prozent. Die individuelle Komponente beinhaltet pro Vorstandsmitglied für das maßgebliche Geschäftsjahr 3 - 5 konkrete persönliche Erfolgsziele, von denen eines finanziell messbar sein soll. Angestrebt wird auch ein umsatzorientiertes persönliches Ziel. Die Zielerreichung der Erfolgsziele wird durch den Aufsichtsrat auf Basis einer Einzel- und Gesamtbewertung festgelegt. Die Höhe der finanziellen Komponente richtet sich in erster Linie nach der Erreichung einer vorgegebenen Zielgröße "Cash-Flow-Treiber-Marge". Dabei geht es um eine vereinfacht berechnete Cashflow-Ziffer (= EBITDA minus CAPEX plus / minus Veränderung Working Capital) im Verhältnis zum Umsatz. Die tatsächlich erreichte Cash-Flow-Treiber-Marge, welche anhand eines definierten Zielerreichungskorridors mit der Zielgröße verglichen wird, ist auf Basis von Durchschnittswerten einer Dreijahresperiode zu errechnen. Dazu gehören das maßgebliche Geschäftsjahr sowie die beiden vorangegangenen Geschäftsjahre. In zweiter Linie hängt die Höhe der finanziellen Komponente von der Erreichung eines vorgegebenen ROCE-Zielwertes bzw. eines ROCE-Korridors von +/- 5 Prozentpunkten ab. Liegt der erzielte ROCE-Wert innerhalb des definierten Korridors, wird der ermittelte Tantiemebetrag um bis zu 50 Prozent erhöht bzw. vermindert. Befindet sich der erreichte ROCE-Wert außerhalb dieses Korridors von +/- 5 Prozentpunkten, liegt es im Ermessen des Aufsichtsrats, im Rahmen der Deckelung von maximal 250 Prozent des entsprechenden Zielbetrags der finanziellen Komponente die Über- bzw. Unterschreitung des Korridors zu berücksichtigen. Bei der Aktienkurskomponente erfolgt ein Vergleich der Aktienkursentwicklung der GEA Aktie mit der Entwicklung des STOXX® Europe TMI Industrial Engineering ("TMI IE"), in dem zahlreiche europäische Industrieunternehmen gelistet sind. Verglichen wird dabei der Durchschnitt der täglichen dividendenadjustierten Börsenkurse der GEA Aktie über den maßgeblichen Dreijahreszeitraum mit dem Durchschnitt der auf die GEA Aktie umbasierten täglichen TMI IE-Werte der gleichen dreijährigen Performance-Periode. Entspricht die Entwicklung der GEA Aktie zu 100 Prozent der des TMI IE, hat der Vorstand Anspruch auf 100 Prozent des Zielbetrags. Bei Outperformance über 100 Prozent steigt die Auszahlung bis maximal 300 Prozent des Zielbetrags. Liegt der Anstieg der GEA Aktie im Dreijahresvergleich unter 100 Prozent der TMI IE-Entwicklung, erfolgt bis zu einem Underperformance-Wert von 70 Prozent eine entsprechend gekürzte Auszahlung; ist die GEA Aktie hingegen gefallen, kann der Aufsichtsrat eine Auszahlung gewähren, wenn die Entwicklung jedenfalls besser war als die gleichfalls rückläufige Entwicklung des TMI IE. Vergütungen ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer HinterbliebenenEhemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten von der GEA Group Aktiengesellschaft Bezüge in Höhe von 2.085 T EUR (Vorjahr 1.995 T EUR) und im GEA Group Konzern in Höhe von 5.062 T EUR (Vorjahr 5.467 T EUR). Für die früheren Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind bei der GEA Group Aktiengesellschaft Pensionsrückstellungen nach HGB von 25.935 T EUR (Vorjahr 27.062 T EUR) und im GEA Group Konzern von 50.603 T EUR (Vorjahr 52.573 T EUR) gebildet. Vergütungen für die Mitglieder des AufsichtsratsDie Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 1.147 T EUR (Vorjahr 745 T EUR). Gemäß § 15 Abs. 1 der Satzung erhält jedes Aufsichtsratsmitglied außer dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von 50 T EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Anderthalbfache dieses Betrages. Gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung erhalten Mitglieder des Präsidial- bzw. des Prüfungsausschusses zusätzlich jeweils 35 T EUR. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte. Für die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss und im Nominierungsausschuss wird keine gesonderte Vergütung gewährt. Bei unterjährigem Eintritt in den oder Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat bzw. seinen Ausschüssen wird die Vergütung nur anteilig für die Dauer der Zugehörigkeit gezahlt. Eine erfolgsorientierte Komponente der Aufsichtsratsvergütung ist nicht vorgesehen. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 15 Abs. 3 der Satzung nach Ablauf des Geschäftsjahres für jede Sitzung des Aufsichtsrats, des Präsidial- oder Prüfungsausschusses, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1.000 EUR. Die Vergütung mit ihren jeweiligen Komponenten für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. Präsidial- und Prüfungsausschuss für 2011 im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle: scroll
GewinnverwendungsvorschlagDer handelsrechtliche Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft weist einen Jahresüberschuss von 168.582 T EUR aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben gemäß § 58 Absatz 2 AktG einen Betrag von 68.000 T EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 55 Cent je Aktie an die Aktionäre auszuschütten und damit den Bilanzgewinn in Höhe von 101.367.285,27 Euro wie folgt zu verwenden: scroll
Die Auszahlung der Dividende erfolgt aus dem steuerlichen Einlagekonto (§ 27 KStG) und daher ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende im Jahr der Zahlung grundsätzlich nicht der laufenden Besteuerung. Nach allgemeiner Auffassung stellt die Dividendenzahlung aus dem steuerlichen Einlagekonto eine Rückgewähr von Einlagen dar, die zu einer nachträglichen Reduzierung der Anschaffungskosten für die Aktien führt. Dies kann zu einer Besteuerung höherer Veräußerungsgewinne bei späteren Aktienverkäufen führen.
Düsseldorf, 1. März 2012 Jürg Oleas Dr. Helmut Schmale Niels Graugaard Anteilsbesitzlistescroll
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Unmittelbare und mittelbare Anteile der GEA
Group Aktiengesellschaft bei entsprechender Berücksichtigung von §
16 Abs. 2 und 4 AktG; Anteile, die nicht unmittelbar von der GEA Group
Aktiengesellschaft, sondern von einem abhängigen Unternehmen im Sinne
des § 16 Abs. 4 AktG gehalten werden, gehen stets in Höhe des direkt
gehaltenen Anteils in die Berechnung ein. scroll
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Der folgende in Übereinstimmung mit § 322 HGB erteilte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie den zusammengefassten Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2011. Der zusammengefasste Lagebericht ist im Konzerngeschäftsbericht abgedruckt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf (bis 24. Mai 2011: Bochum), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 1. März 2012 KPMG AG Guido Moesta, Wirtschaftsprüfer Markus Zeimes, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GEA Group Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der GEA Group Aktiengesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft beschrieben sind.
Düsseldorf, 1. März 2012 Der Vorstand Jürg Oleas Dr. Helmut Schmale Niels Graugaard Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des BilanzgewinnsDie ordentliche Hauptversammlung der GEA Group Aktiengesellschaft hat am 24. April 2012 beschlossen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von EUR 101.367.285,27 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,55 scroll
April 2012 GEA Group Aktiengesellschaft Der Vorstand |
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