GEA Group Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Konzernabschluss und Jahresabschluss zum 31.12.2015

Konzernabschluss

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm auch im Berichtsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Er hat sich dabei regelmäßig und intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit allen wesentlichen Sonderthemen befasst, hier insbesondere mit dem Konzernumbau im Rahmen des Programms "Fit for 2020" und der Nachfolge im Vorstand. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend beraten und dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht.

Als Grundlage zur Ausübung seiner Aufgaben dienten dem Aufsichtsrat zum einen die Beratungen in seinen Sitzungen und Ausschüssen. Zum anderen hat der Vorstand - im Rahmen seiner Informationsverpflichtungen - den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und / oder mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen, über den Gang der Geschäfte, die Planung, die Strategie und die Lage des Konzerns unterrichtet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Die Ergebnisse und wesentlichen Diskussionsbeiträge der Ausschusssitzungen wurden von den Vorsitzenden des Präsidiums und des Prüfungsausschusses auf der jeweils nachfolgenden Sitzung des Aufsichtsrats berichtet und flossen so in die Meinungsbildung des Plenums ein. Auf diese Weise trug die vorbereitende und vertiefende Tätigkeit der Ausschüsse wesentlich zur Effektivität der Aufsichtsratsarbeit insgesamt bei.

Darüber hinaus standen die Vorsitzenden des Aufsichtsrats und der Ausschüsse in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und informierten sich gegenseitig über wesentliche Vorgänge. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands berieten zwischen den Sitzungen regelmäßig Fragen der Strategie, den Stand der Umsetzung des Projektes "Fit for 2020" und Akquisitionsvorhaben, sowie Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Hierbei wurde der Aufsichtsratsvorsitzende auch laufend und unverzüglich über die Perspektiven des Konzerns und seiner operativen Einheiten sowie über weitere wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses stand außerhalb der Sitzungen mit Mitgliedern des Vorstands, insbesondere dem Finanzvorstand im Kontakt, um sich über aktuelle Entwicklungen, die für die Arbeit des Prüfungsausschusses relevant sind, zu informieren und ggf. darüber zu beraten. Die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in Vorgesprächen mit dem Vorstand vor den Sitzungen des Plenums die wesentlichen Themen der Tagesordnung beraten.

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig und eingehend insbesondere über die Auftragseingangs-, Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns, seiner Geschäftsbereiche und der sonstigen Gesellschaften sowie die nicht-fortgeführten Geschäftsaktivitäten unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen anhand von Unterlagen erläutert. Vor und zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand schriftlich über wesentliche Ereignisse an die Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Zukunftsperspektiven und die strategische Ausrichtung des Unternehmens und seiner Geschäftseinheiten sowie die Unternehmensplanung wurden - nach vorangegangener Behandlung in den Ausschüssen - ausführlich mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

Der Aufsichtsrat gab nach umfassender Prüfung und Erörterung bzw. Vorbehandlung durch die Ausschüsse sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstandes ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich oder zweckmäßig war. In begründeten Fällen, insbesondere bei Eilbedürftigkeit, wurden Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr 2015 fanden sieben Aufsichtsratssitzungen statt. Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Geschäfts- und Finanzlage, die Aktienkursentwicklung sowie der Stand und die Umsetzung des Konzernumbaus im Rahmen des Projektes "Fit for 2020". Daneben wurden die nachfolgend beschriebenen Schwerpunktthemen behandelt.

In der Aufsichtsratssitzung am 3. Februar 2015, die als Telefonkonferenz durchgeführt wurde, waren die frühzeitige Kapitalmarktinformation sowie der Dividendenvorschlag die zentralen Tagesordnungspunkte.

Hauptthemen der Aufsichtsratssitzung am 5. März 2015 waren die Feststellung und Verabschiedung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 einschließlich der Ergebnisverwendung. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der abschließenden Festlegung und Gewichtung der persönlichen Ziele der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015, sowie mit der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.

Die Aufsichtsratssitzung am 16. April 2015 diente in erster Linie der Vorbereitung der unmittelbar anschließend stattfindenden Hauptversammlung.

Schwerpunktthemen der Sitzung am 25. Juni 2015 bildeten Vorstandsangelegenheiten aufgrund des von Markus Hüllmann geäußerten Wunsches, sein Mandat im GEA Vorstand nicht zu verlängern, um in die Selbständigkeit zu wechseln, sowie Informationen zu laufenden M&A-Projekten. Zudem war Gegenstand dieser Sitzung der Erwerb des Pumpenherstellers Hilge.

Am 22. und am 23. September 2015 tagte der Aufsichtsrat am GEA Standort Naperville in den USA. In der Sondersitzung am 22. September beschäftigte sich der Aufsichtsrat vertieft mit der Länderorganisation der GEA in Latein- und Nordamerika. Dazu fand ein intensiver Austausch mit den Regional- und Länderchefs der GEA von Latein- und Nordamerika zu ihren jeweiligen regionalen Organisationen, Strategien und Geschäftsmodellen statt. In der Sitzung am 23. September wurde abschließend über die Nachfolge von Herrn Markus Hüllmann im Vorstand beraten. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung der Bestellung der Herren Bersch und Olsen in den Vorstand ab dem 1. Januar 2016 zugestimmt. Es wurde auch die Umsetzung der gesetzlichen Frauenquote sowohl für den Vorstand als auch für den Aufsichtsrat behandelt. Zudem wurde im Zusammenhang mit dem Projekt "Fit for 2020" vertieft auf das Thema Shared Service eingegangen. Dazu wurde auch der Dienstleister des Shared Service Center vorgestellt, der einen Überblick über seine Arbeitsweise und den Stand der Umsetzung gab. Schließlich wurde intensiv über das wirtschaftliche Umfeld, die Entwicklungen im Milchmarkt und die daraus folgenden Auswirkungen für den GEA Konzern berichtet.

In der Sitzung am 17. Dezember 2015 wurden das Budget und die Mittelfristplanung behandelt. Zudem hat sich der Aufsichtsrat mit der Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns beschäftigt. Wie in den vergangenen Jahren standen in der Sitzung im Dezember auch aktuelle Entwicklungen der Corporate Governance im Fokus, einschließlich der Verabschiedung der Entsprechenserklärung 2015 zum Corporate Governance Kodex und der Aktualisierung der Zielzusammensetzung des Aufsichtsrats. Weitere Themen waren die Zielerreichung der Vorstandsmitglieder für das Jahr 2015, die Vorstandsziele für das Jahr 2016, sowie die Beschlussfassung zum Erwerb der italienischen Gesellschaft Imaforni.

Arbeit der Ausschüsse

Das Präsidium trat zu sechs Sitzungen zusammen, davon zwei Sondersitzungen. Themenschwerpunkte waren neben der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen insbesondere die Nachfolge im Vorstand aufgrund des Ausscheidens von Herrn Hüllmann zum Ende des Geschäftsjahres. In seiner Sitzung im Juni 2015 stimmte das Präsidium dem Erwerb der CMT S.p.A zu.

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) kam zu fünf Sitzungen zusammen. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden, des Finanzvorstands und des Arbeitsdirektors schwerpunktmäßig mit den Quartalsabschlüssen 2015, dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2014 und dem Bericht des Chief Compliance Officers. Schwerpunkte der Tätigkeit waren ferner die Befassung mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Der Prüfungsausschuss ließ sich regelmäßig über die Chancen und Risiken des Unternehmens berichten. Die Abschlussprüfer erläuterten umfassend ihre Prüfungstätigkeit und den Prüfungsablauf. Zudem unterbreitete der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag hinsichtlich des Abschlussprüfers und befasste sich mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Festlegung des Prüfungsablaufs einschließlich des Honorars sowie der erforderlichen Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers.

Der Nominierungsausschuss traf im Berichtsjahr mit Blick auf die im Jahre 2016 stattfindenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat zu einer Sitzung zusammen. Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr nicht einberufen werden.

Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse jeweils in der anschließenden Aufsichtsratssitzung.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat beobachtet die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards fortlaufend. In seiner Sitzung am 17. Dezember 2015 hat er sich mit den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit Stand Mai 2015 auseinandergesetzt. Am Ende der Beratungen in dieser Sitzung haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Gleichzeitig wurden die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele hinsichtlich seiner Zusammensetzung aktualisiert. Weitere Informationen zur Corporate Governance sind im Corporate Governance Bericht (Seite 64 ff.) aufgeführt.

Jahresabschluss und Konzernabschluss 2015

Der Jahresabschluss 2015 der GEA Group Aktiengesellschaft, der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der zusammengefasste Lagebericht, der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Konzernabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 26. Februar 2016 und in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 3. März 2016 in Gegenwart der Abschlussprüfer umfassend behandelt und geprüft. Die Abschlussprüfer berichteten über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Sie standen auch für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung am 3. März 2016 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss 2015, den Jahresabschluss 2015 der GEA Group Aktiengesellschaft sowie den zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Herr Markus Hüllmann ist zum 31. Dezember 2015 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft ausgeschieden, um in die Selbständigkeit zu wechseln. Als Nachfolger wurden die Herren Steffen Bersch und Niels Erik Olsen zum 1. Januar 2016 in den Vorstand bestellt. Vor dem Hintergrund der stärker operativen Neuausrichtung im Vorstand und Konzern wurde in der Aufsichtsratssitzung am 3. März 2016 zudem beschlossen, dass zukünftig die Vorstandsposition von Herrn Dr. Stephan Petri ersatzlos entfällt. Herr Dr. Petri wird daher im gegenseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum 30. Juni 2016 das Unternehmen verlassen. Die Bereiche Recht und Personal, einschließlich der Funktion des Arbeitsdirektors, werden ab dem 1. Juli 2016 von Herrn Oleas übernommen. Zudem hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die zum Jahresende auslaufende Bestellung von Jürg Oleas zum Vorstandsvorsitzenden und Arbeitsdirektor um weitere drei Jahre bis zum 31. Dezember 2019 verlängert.

Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr 2015 keine personellen Veränderungen.

Der Aufsichtsrat spricht den Geschäftsleitungen, Arbeitnehmervertretungen und insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des GEA Konzerns Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die in einem Geschäftsjahr mit besonderen Herausforderungen geleistete Arbeit aus.

 

Düsseldorf, 3. März 2016

Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Zusammenfassung von Konzern- und Einzelabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft bei der Lagedarstellung

Die GEA Group Aktiengesellschaft übt die Leitungsfunktion im Konzern aus. Mit wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Weiterhin gibt es bei der GEA Group Aktiengesellschaft ein zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement. Daneben stellt sie ihren Tochtergesellschaften Serviceleistungen im Rahmen von Dienstleistungsverträgen zur Verfügung.

Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft nicht von dem Geschäftsverlauf, der wirtschaftlichen Lage sowie den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns abweichen, wurde der Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Konzerns zusammengefasst. Der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft basiert - anders als der IFRS-Konzernabschluss - auf dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), ergänzt durch das deutsche Aktiengesetz (AktG).

Organisation und Struktur

GEA Group Aktiengesellschaft

Die börsennotierte GEA Group Aktiengesellschaft mit ihrem neuen Global Corporate Center nimmt die wesentlichen Leitungsfunktionen für den gesamten Konzern wahr. Dies sind die übergreifende Steuerung strategischer, personalpolitischer, rechtlicher und steuerlicher Angelegenheiten, Mergers & Acquisitions, das zentrale Finanzmanagement, die interne Revision und das Marketing.

Der Konzern

GEA konzentriert sich als international agierender Technologiekonzern auf Prozesstechnik und Komponenten für anspruchsvolle und effiziente Produktionsverfahren in unterschiedlichen Endmärkten. GEA ist einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel verarbeitende Industrie sowie für ein breites Spektrum von Prozessindustrien.

Der Konzern ist auf die jeweiligen Kerntechnologien spezialisiert und nimmt in den Absatzmärkten weltweit eine führende Position ein. Dabei fördert GEA eine ausgeprägte Innovationskultur und erneuert so immer wieder ihren Technologievorsprung. Sie setzt Profitabilität vor Volumen und steht für konsequentes Portfolio- sowie strenges Kostenmanagement. Ein aktives Risikomanagement, Stabilität durch Diversifikation und Konzentration auf Zukunftsmärkte sind bindende Vorgaben für jede Geschäftseinheit der GEA.

Der nachhaltige Erfolg des Konzerns beruht auf verschiedenen weltweiten Megatrends:

1. Kontinuierliches Wachstum der Weltbevölkerung

2. Zunehmende Mittelschicht

3. Wachsende Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln und Getränken

4. Steigende Nachfrage nach effizienten und ressourcenschonenden Produktionsverfahren

Konzernstruktur bis 8. Juni 2015

Bis zum Inkrafttreten der im Rahmen des Programms "Fit for 2020" beschlossenen neuen Konzernstruktur am 8. Juni 2015 gliederte sich der Konzern in 4 Segmente, die den fortgeführten Geschäftsbereichen zugeordnet waren. Das Segment GEA Process Engineering wurde von Jürg Oleas, die Segmente GEA Mechanical Equipment und GEA Refrigeration Technologies wurden von Markus Hüllmann geführt. Das Segment GEA Farm Technologies verantwortete Dr. Stephan Petri.

Das Berichtssegment "Sonstige" umfasste neben der GEA Group Aktiengesellschaft die Gesellschaften mit Geschäftsaktivitäten, die nicht zu den Kerngeschäften gehörten. Es enthielt im Wesentlichen interne Dienstleistungsgesellschaften.

Im Folgenden werden die den fortgeführten Geschäftsbereichen zugeordneten Geschäftssegmente, wie sie bis zum Inkrafttreten der im Rahmen des Programms "Fit for 2020" beschlossenen, neuen Konzernstruktur am 8. Juni 2015 bestanden, näher dargestellt:

Segment GEA Farm Technologies

Im Segment GEA Farm Technologies waren die integrierten Produktlösungen für eine rentable Milchproduktion und Nutztierhaltung zusammengefasst. Die kombinierte Fachkompetenz aus den Bereichen Melken und Kühlen, automatische Fütterungssysteme, Gülletechnik sowie Stalleinrichtungen macht GEA zum führenden Hersteller in diesem Bereich und bietet der modernen Landwirtschaft ein Komplettangebot. Service- und Hygieneleistungen runden das Angebot an umfassenden Systemlösungen für alle Betriebsgrößen ab. Die Vertriebsstrategie basiert auf einem weltweiten Netzwerk von Fachhändlern sowie Vertriebs- und Servicepartnern.

Segment GEA Mechanical Equipment

Separatoren, Dekanter, Ventile, Pumpen, Homogenisatoren - hochwertige verfahrenstechnische Komponenten umfasste das Portfolio des Segments GEA Mechanical Equipment. Diese sorgen weltweit in nahezu allen wichtigen Industriebereichen für perfekt funktionierende Prozesse und kostenoptimierte Produktionsabläufe. Prozesstechnik zur sekundären Lebensmittelverarbeitung und -verpackung erweitern das Produktspektrum, wobei das Angebot von Einzelmaschinen bis hin zu kompletten Produktionslinien reicht. GEA trägt dazu bei, eine hohe Produktqualität sicherzustellen, die Produktionskosten der Kunden zu senken und die Umwelt nachhaltig zu entlasten.

Segment GEA Process Engineering

Die Konstruktion und Entwicklung von Prozesslösungen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, für die Nahrungsmittelindustrie sowie für die pharmazeutische und chemische Industrie wurden dem Segment GEA Process Engineering zugeordnet. Die Geschäftsfelder sind Flüssigkeitsverarbeitung, Konzentration, Trocknung, Pulververarbeitung und -behandlung sowie Emissionsschutz. In diesen Bereichen ist GEA als Markt- und Technologieführer anerkannt.

Segment GEA Refrigeration Technologies

GEA ist einer der Marktführer im Bereich industrieller Kältetechnik. Die Entwicklung, Fertigung und Installation technischer Lösungen und innovativer Schlüsselkomponenten für seine Kunden fasste GEA in dem Segment GEA Refrigeration Technologies zusammen. Das Angebotsspektrum der GEA beinhaltet die Kernkomponenten Hubkolben- und Schraubenverdichter sowie Ventile, Kaltwassererzeuger, Eisgeneratoren und Gefriersysteme. Um die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, bietet GEA zudem ein breites Angebot an Service- und Wartungsleistungen.

Konzernstruktur ab 8. Juni 2015

Nach intensiver Vorbereitung ist am 8. Juni 2015 die im Rahmen des Programms "Fit for 2020" beschlossene neue Konzernstruktur der GEA in Kraft getreten. Mit dieser neuen Struktur wird GEA substanzielle Einsparungen realisieren, weiteres Wachstum fördern und seine Kundenorientierung ausbauen.

In dieser integrierten Struktur - "OneGEA" genannt - werden die Entwicklung und Herstellung von Produkten bzw. die Bereitstellung von Prozesslösungen sowie Services in den zwei neuen Business Areas (BA) Equipment und Solutions als neue Geschäftssegmente gebündelt. Die Business Area Equipment wurde im Berichtsjahr auf Vorstandsebene von Markus Hüllmann geführt, die Business Area Solutions von Jürg Oleas verantwortet.

Die bisherigen Geschäftssegmente des Konzerns wurden folgendermaßen neu organisiert: Die vormaligen Segmente GEA Mechanical Equipment und GEA Farm Technologies wurden der Business Area Equipment zugeordnet, GEA Process Engineering gehört zur Business Area Solutions. Das ehemalige Segment GEA Refrigeration Technologies wurde zum Teil der Business Area Equipment und zum Teil der Business Area Solutions zugeordnet. Der auf GEA Refrigeration Technologies entfallende Goodwill wurde auf Basis der relativen Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der Umstrukturierung reallokiert.

Die Bündelung in zwei etwa gleich starke Geschäftsbereiche verspricht mehr operative Synergien über Technologien und Applikationen hinweg und fördert funktionale Exzellenz durch Standardisierung von Prozessen.

Der Bereich "Sonstige Gesellschaften" umfasst neben der GEA Group Aktiengesellschaft die Gesellschaften mit Geschäftsaktivitäten, die nicht zu den Kerngeschäften gehören. Dies sind u. a. zum Verkauf vorgesehene, nicht mehr betriebsnotwendige Grundstücke sowie Pensionsverpflichtungen. Auf diesen Bereich wird im Lagebericht nur punktuell eingegangen.

Geschäftssegmente

Business Area Equipment

In der Business Area Equipment vereint GEA alle Aktivitäten, die von kundenspezifischen bis hin zu weitgehend standardisierten Equipment-Angeboten geprägt sind. Die Produkte werden überwiegend im Rahmen einer Serienfertigung hergestellt, die auf Standardisierung und Modularisierung beruht. Typische Produkte der Business Area sind Separatoren, Ventile, Pumpen, Homogenisatoren sowie Equipment für Kältetechnik wie zum Beispiel Kompressoren. Zum Equipment-Portfolio gehören außerdem Prozesstechnologien zur Lebensmittelverarbeitung und -verpackung. Des Weiteren umfasst das Angebotsspektrum Melktechnik, Fütterungssysteme oder Gülletechnik.

Business Area Solutions

Unter der Business Area Solutions fasst der Konzern alle Aktivitäten zusammen, die in hohem Maße kundenspezifische und modularisierte Lösungen vertreiben und im Rahmen von Projekten erbracht werden. Die Business Area gestaltet ihr Angebot so, dass es spezifischen Applikations- oder Kundenbedürfnissen gerecht wird. Das Angebot umfasst hauptsächlich die Konstruktion und Entwicklung von Prozesslösungen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie für die pharmazeutische und chemische Industrie.

Organisatorische Einheiten

Länderorganisationen

Der kundennahe Vertrieb sowie die Serviceaktivitäten sind in der neuen Struktur unter dem Dach einer einheitlichen Landesorganisation vereint. Die Länder gehören zu neu zugeschnittenen Regionen. Entsprechend dieser neuen Regionen erfolgt auch die Berichterstattung der GEA. Für die Kunden in einem Land steht diese Landesorganisation als zentraler Ansprechpartner bereit, der das gesamte Produktportfolio sowie alle Serviceleistungen umfassend abdeckt und lokal anbietet. Mit der Zusammenlegung der bisher zahlreichen Vertriebs- und Serviceeinheiten werden die lokalen Kompetenzen gestärkt, bestehende Synergiepotenziale noch besser realisiert und die Sichtbarkeit der einheitlichen Konzernmarke GEA im Markt erhöht. Die Länderorganisationen werden jeweils von einem Managing Director geführt und sind je nach Größe und Wachstumspotenzial in einem Markt in zwei Typen eingeteilt. Die großen und mittelgroßen Länderorganisationen verfügen über getrennte Zuständigkeiten für den Equipment-Vertrieb sowie den Solutions-Vertrieb. Darüber hinaus haben sie einen Servicebereich, eine Supply-Chain-Funktion (dazu gehören auch die Verantwortungsbereiche lokale Logistik, Lagerhaltung und der lokale Einkauf) sowie das operative Marketing. Eine kleine Länderorganisation verfügt über eine gemeinsame Vertriebsorganisation sowie einen Servicebereich. Die Länder sind wiederum in sechs Regionen zusammengefasst. Ein Regional Head, der gleichzeitig auch Managing Director eines Landes der entsprechenden Region ist, stimmt Länderstrategien ab, forciert Markteintritte, koordiniert Aktivitäten zwischen den Ländern und verteilt die länderübergreifenden Ressourcen.

Verwaltungsorganisation

Die Verwaltungsfunktionen wurden gestrafft, stärker standardisiert und werden nun deutlich zentraler gesteuert, was neben Kosteneinsparungen auch die Gewährleistung weltweit einheitlich hoher Prozessstandards verspricht. Das Global Corporate Center führt dazu zentral alle unterstützenden Steuerungs- und Verwaltungsfunktionen, welche bisher noch überwiegend dezentral in den operativen Einheiten wahrgenommen wurden. Ein Shared Service Center mit zwei Standorten übernimmt künftig die Durchführung standardisierter Verwaltungsvorgänge und entlastet somit die operativen Einheiten. Die Aufwendungen für Global Corporate Center und Shared Service Center werden -soweit zuordenbar - auf die Business Areas allokiert.

Abgrenzung nicht fortgeführter Geschäftsbereiche

Die nicht fortgeführten Geschäftsbereiche umfassen die aus der veräußerten Wärmetauschersparte (GEA Heat Exchangers) und dem veräußerten Großanlagenbau, insbesondere Lurgi und Lentjes, verbliebenen Risiken sowie die weitere Abwicklung in der Vergangenheit aufgegebener Geschäftsaktivitäten einschließlich einzelner daraus resultierender Rechtstreitigkeiten.

Investitionstätigkeit

GEA entwickelt und produziert überwiegend auftragsbezogen Spezialkomponenten und konstruiert Prozesslösungen für ein breites Spektrum an Kundenindustrien. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Das weltweite Engineering- und Fertigungsnetzwerk des Konzerns bietet den Kunden ein hohes Maß an individuellen Lösungen. Flexible Produktionskonzepte sorgen dabei für geringe Durchlaufzeiten, günstige Kosten und eine niedrige Kapitalbindung.

Der mit Abstand größte Teil der Investitionen in Höhe von insgesamt 90,7 Mio. EUR (Vorjahr 93,8 Mio. EUR) wird wie im Vorjahr für Forschung und Entwicklung sowie für neue Produkte verwendet (49,4 Prozent). Insbesondere die Entwicklung der neuen Generation des Melkroboters und des vollautomatischen Melkkarussels DairyProQ sind hier zu nennen. Für Ersatzinvestitionen werden 20,8 Prozent der Gesamtinvestitionen eingesetzt, gefolgt von Rationalisierungsprojekten mit Anteilen von 14,0 Prozent. Von den Investitionen entfallen 61,4 Mio. EUR auf die Business Area Equipment und 23,5 Mio. EUR auf die Business Area Solutions.

Investitionstätigkeit nach Arten (in %)

Regional lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit insbesondere durch den hohen Anteil von Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen in Deutschland (58,7 Prozent) sowie im restlichen Westeuropa (26,6 Prozent).

Investitionstätigkeit nach Regionen (in %)

Beschaffung

Das Beschaffungsvolumen für die fortgeführten Geschäftsbereiche der GEA betrug im Jahr 2015 rund 2,2 Mrd. EUR. Im Durchschnitt und Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für nahezu alle industriellen Halbzeuge und Fertigartikel, die von der GEA am Beschaffungsmarkt gekauft werden, moderat gefallen. Die gesunkenen Rohmaterialpreise haben sich in 2015 auch positiv auf GEA ausgewirkt. Durch den Verkauf des ehemaligen Segments GEA Heat Exchangers reduzierten sich allerdings die direkten Zukäufe von Kupfer und Aluminium deutlich, sodass der Fokus in der Rohmaterialbeschaffung auf Edelstahl lag. Der direkte Zukauf von Edelstahl war im Verhältnis zum Gesamtbedarf an Edelstahl allerdings relativ gering, da GEA Edelstahl zum größten Teil als verarbeitete Produkte am Markt beschafft.

GEA konzentriert sich weiterhin auf den strategischen Einkauf, die Standardisierung und die Zusammenführung von übergreifenden Beschaffungsaktivitäten, um das Risiko von Preisschwankungen zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Die hierzu notwendigen Informationen stellt die allgemeine Materialgruppenklassifizierung GEAClass zur Verfügung. Zusammen mit einem sehr detaillierten Überblick über die Lieferantendaten und der regionalen Verteilung des Einkaufvolumens, bietet dieses System die Basis für die Festlegung der Strategien für die Hauptwarengruppen und steht jedem Einkäufer in der GEA zur Verfügung. Verantwortlich hierfür zeichnet das GEA Procurement Council (GPC). Dieses hat sich auch in 2015 weiter damit befasst, die strategischen Beschaffungsaktivitäten des Konzerns intensiv zusammenzuführen.

Der eingeschlagene Weg der Zusammenarbeit im GPC wird durch die neue OneGEA Organisation weiter vorangetrieben und signifikant unterstützt. Basierend auf zwei starken Supply Chain Organisationen in den Business Areas Equipment und Solutions, bietet die neue Organisation insbesondere im Bereich der Beschaffung eine Vielzahl an Opportunitäten zur weiteren Konzentration auf strategische Lieferanten und Vorteile durch die Standardisierung von Materialspezifikationen.

Steuerungssystem

Informationsgrundlagen

Die Konzernberichterstattung erfolgt gestützt auf Standardanwendungen, die auf die Bedürfnisse der GEA angepasst und ständig weiterentwickelt werden. Für die Berichterstattung über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden auf allen Ebenen des Konzerns Standardberichte verwendet, die auf eine einheitliche Datenbasis zugreifen. Diese Standardberichte werden durch Sonderauswertungen, geschäftsspezifische und maßnahmenbezogene Analysen und Berichterstattungen ergänzt. Die Unternehmensplanung, die neben mehreren Forecasts für das laufende Jahr und dem Budget noch zwei weitere Planjahre umfasst, erfolgt im gleichen Berichts- und Konsolidierungssystem wie die Berichterstattung über die Ist-Zahlen. Auch die Risikoberichterstattung wird auf der gleichen technischen Basis durchgeführt. Im Rahmen des Projektes OneGEA wurde das Konzernberichtswesen weiter entwickelt und an die veränderten Managementstrukturen angepasst.

Die regelmäßige Berichterstattung wird ergänzt durch Gremiensitzungen der Konzernführung, die einen persönlichen Informationsaustausch über strategische und operative Themen gewährleisten. Dazu findet jeden Monat eine Sitzung des Vorstands der GEA Group Aktiengesellschaft statt sowie eine Sitzung des erweiterten Führungsgremiums (Global Leadership Team), dem neben den Vorstandsmitgliedern auch das Top-Management der beiden Business Areas, die Leiter der sechs Vertriebsregionen und Vertreter des Global Corporate Center (GCC) Finance angehören. Die Sitzungen des Konzernvorstands konzentrieren sich dabei auf übergreifende Konzernsachverhalte, während Entscheidungen, die die Business Areas und Regionen unmittelbar berühren, im Rahmen der Sitzungen des Global Leadership Teams vorbereitet und danach vom Konzernvorstand getroffen werden. Außerdem finden regelmäßige Sitzungen mit den einzelnen Business Areas statt, an denen neben dem operativ zuständigen Vorstandsmitglied die Führungskräfte der jeweiligen Business Areas sowie sogenannte Business Partner des GCC Finance teilnehmen. Bei diesen Sitzungen werden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Geschäftsentwicklung der jeweiligen Business Area detailliert erörtert. Das Ergebnis des Geschäftsjahres sowie die Planung für die Folgejahre werden je Business Area in Sondersitzungen behandelt.

Wesentliche Kennzahlen

Vorrangiges Ziel der GEA ist es, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Im Mittelpunkt der operativen Steuerung stehen die entsprechenden Treiber, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschaffung haben. Der Fokus (vgl. Seite 100) richtet sich dabei auf Wachstum, operative Effizienz und Liquiditätsmanagement. Deshalb sind die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der GEA weiterhin der Umsatz, das Ergebnis und die Cash-Flow-Treiber-Marge. Während diese Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2015 für Zwecke der Ergebnisanalyse und -steuerung zusätzlich um Akquisitions- und Währungseffekte bereinigt werden, erfolgt eine solche Adjustierung ab 2016 nicht mehr. Nach dem Bilanzstichtag getätigte Akquisitionen werden in der Prognose nicht berücksichtigt.

Hinsichtlich des Ergebnisses betrachtet die GEA das operative EBITDA. Operativ wird von der GEA definiert als bereinigt um Effekte, die aus der Neubewertung der durch Unternehmenserwerbe zugegangenen Vermögenswerte resultieren, sowie um in ihrer Art oder Höhe nicht wiederkehrende Aufwendungen. Die Cash-Flow-Treiber-Marge, definiert als Saldo aus dem EBITDA, der Veränderung des durchschnittlichen Working Capitals und dem Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, wird ebenfalls um Einmaleffekte bereinigt. Darüber hinaus werden regelmäßig auch verschiedene andere Kennzahlen erhoben, um ein aussagefähiges Gesamtbild zu erhalten.

Der Umsatz wird monatlich in seiner Verteilung nach Regionen und Kundenindustrien analysiert, um Markttrends möglichst frühzeitig aufzuspüren. Als Frühindikatoren werden in diesem Zusammenhang auch der GEA Demand Index (GDI - vgl. Seite 88) sowie der Auftragseingang ausgewertet.

Um zeitnah auf Entwicklungen reagieren zu können, werden von den Business Areas auch regelmäßig Prognosen für die Quartale sowie das Gesamtjahr bezogen auf die wichtigen Leistungsindikatoren Umsatz und operatives EBITDA gemeldet. Darüber hinaus werden aber auch Prognosen für weitere Kennzahlen, wie zum Beispiel den Auftragseingang oder das EBIT, in diesen Meldungen abgefragt.

Um den notwendigen finanziellen Spielraum für die Realisierung strategischen Wachstums zu schaffen und den Konzern noch stärker auf das Ziel der Cash-Flow-Generierung auszurichten, wurde 2012 als wesentliche Steuerungskennzahl die Cash-Flow-Treiber-Marge eingeführt und auch im Bonussystem für die oberen Führungskräfte verankert. Seit 2014 wird dieses System auch bei einem größeren Kreis an Mitarbeitern angewendet.

Eine weitere Kennzahl, die zur Abbildung der operativen Wertschöpfung des Konzerns erhoben wird, ist der "ROCE" (Return on Capital Employed), berechnet als EBIT in Bezug auf das eingesetzte Kapital (Capital Employed). Deshalb spiegelt sie sich sowohl in der regelmäßigen Berichterstattung als auch in der Bemessung der variablen Vergütung im Konzern wider. Um die Kennzahl ROCE weiter zu operationalisieren, werden die den ROCE treibenden Größen EBIT bzw. EBIT-Marge sowie das als wesentlicher Treiber des Capital Employed anzusehende Working Capital bzw. Working Capital im Verhältnis zum Umsatz laufend überwacht. In der Berechnung des Capital Employed werden Effekte aus der Akquisition der ehemaligen GEA AG durch die damalige Metallgesellschaft AG im Jahre 1999 nicht berücksichtigt.

Bei Investitions- und Portfolioentscheidungen ist die Differenz aus dem erwarteten ROCE und dem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz ("WACC") ein wesentliches Entscheidungskriterium. In den für den Konzern ermittelten WACC fließen erstens Eigenkapitalkosten, basierend auf der Rendite einer risikolosen Alternativanlage zuzüglich einer Marktrisikoprämie und dem Betafaktor, sowie zweitens die tatsächlichen Fremdkapitalkosten und der bei der Abzinsung der Pensionsverbindlichkeiten verwendete Zinssatz ein.

Steuerung des eingesetzten Kapitals (Capital Employed)

Strategische Planung und Mittelfristplanung sind die wesentlichen Grundlagen für die Ressourcenallokation im Konzern. In ihrem Rahmen werden wichtige Entscheidungen über Kerntechnologien, Absatzmärkte und andere strategisch bedeutsame Stellgrößen vorbereitet.

Bei Akquisitionen und Erweiterungsinvestitionen wird neben Renditekennzahlen vor allem ihre Bedeutung für die Erreichung der strategischen Ziele bewertet. Wirtschaftliches Entscheidungskriterium für Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen ist der Nettobarwert (Net Present Value). Als ergänzender Maßstab zur Beurteilung des Risikos aus sich verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird die Amortisationsdauer ermittelt.

Ein weiteres wesentliches Element des Capital Employed ist das Working Capital. Die Steuerung des Working Capital beginnt bereits vor Auftragsannahme mit den angebotenen bzw. zu verhandelnden Zahlungsbedingungen.

Projekt- und maßnahmenbezogene Steuerung

Neben der generellen Steuerung mithilfe der beschriebenen Kennzahlen wurde zusätzlich für Kunden- und Investitionsprojekte ein individuelles Beurteilungs- und Genehmigungsverfahren mit spezifischen Größenschwellen für die unterschiedlichen Hierarchieebenen institutionalisiert. Die Bewertung der Kundenprojekte erfolgt im Wesentlichen auf Basis der erwarteten Margen (Gross Margin und Vollkostenergebnis). Außerdem wird das kommerzielle und vertragsrechtliche Risikoprofil der Projekte unter besonderer Berücksichtigung des Cash-Flows ermittelt. Die Projektabwicklung wird darüber hinaus durch ein intensives Projektcontrolling nicht nur auf Ebene der operativen Einheiten, sondern in Abhängigkeit von gestuften Größenkriterien auch auf Business Area- und Konzernebene in Form eines separaten Berichtswesens für Großaufträge begleitet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse liefern in vielen Fällen Anregungen zur Verbesserung von internen Prozessen, die bei Folgeprojekten genutzt werden können. Auf Konzernebene konzentriert sich die Analyse auf Abweichungen zwischen dem vorkalkulierten und dem erwarteten bzw. realisierten Auftragsergebnis.

Compliance

Compliance als Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch Konzernunternehmen ist bei GEA eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Dazu wurde bereits vor Jahren eine Compliance-Organisation aufgebaut. Der Fokus der konzernweiten Compliance-Aktivitäten liegt in den Bereichen der Korruptionsprävention, Kartellrecht, Exportkontrolle und Datenschutz. Der Chief Compliance Officer koordiniert und betreibt die Umsetzung von Compliance-Maßnahmen insbesondere in diesen Bereichen. Er berichtet in dieser Funktion sowohl an den Vorstand als auch an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Der Chief Compliance Officer wird durch die weitere rechtliche Compliance- und operative Exportkontrollorganisation unterstützt. Präsenz- und webbasierte Schulungen von Mitarbeitern sowie das 2014 in der GEA weltweit eingeführte internetbasierte Hinweisgebersystem (sogenanntes Integrity System) runden das umfangreiche Compliance-Programm der GEA ab. Weitere Informationen zum Thema Compliance entnehmen Sie bitte dem Corporate Governance Bericht (vgl. Seite 64 ff.).

Einbeziehung des Vergütungssystems in die Steuerung

Die Entwicklung der wesentlichen Werttreiber spiegelt sich auch in der Vergütung der außertariflich bezahlten Mitarbeiter wider. Die Cash-Flow-Treiber-Marge und der ROCE bilden die Bemessungsgrundlage für die variablen auf den Unternehmenserfolg bezogenen Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus wird eine leistungsbezogene Vergütung in Abhängigkeit von der Erreichung persönlicher Ziele, von denen mindestens eines finanziell messbar sein soll, gezahlt. Eine weitere Vergütungskomponente bezieht sich auf die Kursentwicklung der GEA Aktie im Verhältnis zum Vergleichsindex STOXX® Europe TMI Industrial Engineering (TMI IE).

Forschung und Entwicklung

Im weltweiten Wettbewerb sind Ingenieurunternehmen wie GEA vor allem durch die permanente Weiterentwicklung der eigenen Technologien und Prozesse langfristig erfolgreich. Daher beeinflusst die Innovationskultur den zukünftigen Geschäftserfolg eines Unternehmens in hohem Maße. Neben intensiver eigener Forschung und Entwicklung fördert das Unternehmen auch gemeinsame Forschungsprojekte mit seinen Kunden und Zulieferern.

Die Ausrichtung der GEA auf das Thema Produktführerschaft wird dadurch gestützt, dass das Unternehmen rund 40 Prozent seiner Mitarbeiter in Ingenieurs- und ingenieursnahen Tätigkeiten beschäftigt. Mehr als 800 dieser Mitarbeiter können der Produktentwicklung zugeordnet werden. Als Ergebnis der Arbeit dieser Mitarbeiter haben die Unternehmen der GEA im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 114 (Vorjahr 109) neue Patentfamilien angemeldet.

Ausdruck der Innovationskultur der GEA sind auch die Innovationswettbewerbe. Bei dem seit Jahren erfolgreich durchgeführten GEA Innovation Contest werden laufende Entwicklungsprojekte vorgestellt, die innerhalb eines Jahres zur Marktreife gebracht werden können. Die Sieger verschiedener Vorwettbewerbe präsentieren ihre Projekte an einem Tag im Rahmen der jährlichen internationalen Führungskräftetagung. Deren Teilnehmer bewerten diese Beiträge anhand der vier Kriterien Marktchancen, Ergebnispotenzial, Realisierungschancen und Innovationsniveau. In 2015 wurden so vier neue Produkte preisgekrönt: zur Herstellung von Instant Kaffee, zum automatischen Melken, selbstansaugende Kreiselpumpen und für den Fermentationsprozess von Teig.

Bei der herkömmlichen Extraktion aus Kaffeebohnen zur Gewinnung von Instant-Kaffeepulver beträgt die endgültige Ausbeute kaum mehr als 50 Prozent. Der Preisträger hat dieses Verfahren neu konzipiert. Der verbesserte, zweistufige Mahlprozess vergrößert die Oberfläche des Kaffeepulvers und ermöglicht so eine sanftere Aromaextraktion und Hydrolyse bei niedrigerem Temperaturniveau. Dies führt zu einem besseren Geschmackserlebnis - der Eindruck frischen Kaffees wird verstärkt; zugleich wird der Energieverbrauch gesenkt. Im nächsten Fertigungsschritt erfolgt eine Enzymbehandlung, die einen größeren Anteil des gemahlenen Kaffees löst und so die Ausbeute auf ein beachtliches Maß von 70 Prozent hebt. Dies ist ein bedeutender Fortschritt, denn die Kaffeebohnen machen mehr als zwei Drittel der gesamten Herstellungskosten von Instant-Kaffee aus. In der Zusammenschau ergeben die gestiegene Ausbeute und der bessere Geschmack einen klaren Mehrwert für GEA Kunden und lassen eine zügige Amortisierung erwarten.

Automatische Melksysteme erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, und dies nicht nur in großen, sondern auch in kleinen Milchbetrieben, die ebenfalls gerne von mehr Flexibilität im Arbeitsalltag, mehr Ergonomie am Arbeitsplatz und einer effizienteren Ausschöpfung der Personalressourcen profitieren würden. Um Betriebe unterschiedlichster Größenordnung zu bedienen, hat GEA eine einzigartige Plattformtechnologie entwickelt und mehrere Patente dafür zur Anmeldung gebracht. Die modulare Plattform deckt die gesamte Bandbreite von Einzelbox-Melkrobotern bis hin zu großen Karussellmelkanlagen ab. Diese neue Milchroboter-Generation bietet mehr Leistung und lässt sich leichter installieren. Zudem wurden die Überwachung der Tiergesundheit verbessert und die kundenseitigen Betriebskosten gesenkt.

Kreiselpumpen werden genutzt, um niederviskose Flüssigkeiten von einem Behälter in den nächsten zu fördern. Konventionelle Kreiselpumpen gewährleisten Effizienz und Hygiene sowie eine sanfte Produktbehandlung, wirken jedoch nicht selbstansaugend. Selbstansaugung würde gewährleisten, dass die Pumpen auch Flüssigkeiten fördern könnten, die Gas oder Schaum enthalten, oder dass sie zunächst Gas aus weitläufigen Rohrsystemen evakuieren könnten, um dann Flüssigkeit anzusaugen. In der Vergangenheit kamen Flüssigkeitsringpumpen zum Einsatz. Diese boten zwar nicht die oben genannten Vorzüge, ermöglichten jedoch die Selbstansaugung. Die neue, selbstansaugende Kreiselpumpe GEA TPS VARIFLOW vereint die Funktionsprinzipien und Vorteile beider Pumpenarten. Die neu entwickelte Strömungsführung wurde zum Patent angemeldet.

Große Industriebäckereien gewinnen immer mehr an Bedeutung. Diese sind vor allem an einem kontinuierlichen Herstellungsverfahren interessiert, bei dem die Produktionsfläche effizient genutzt wird. In der Regel wird in der Produktion ein Gärschrank verwendet, bei dem der Hefe- oder Brotteig während der Fermentierung einer erhöhten Temperatur und Feuchtigkeit ausgesetzt wird. Erfolgt die Gärung bereits auf dem Fließband oder vielmehr auf einem Spiralband, wird die Produktionsfläche optimal genutzt und der Energieverbrauch gleichzeitig gesenkt. Mit dem GEA Froster S-Tec bringt GEA eine solche Spiraltechnik bereits erfolgreich zum Einsatz. Um diesen Spiralfroster in einen Spiralgärschrank zu verwandeln, muss allerdings nicht nur die Lufttemperatur von minus 18 °C auf plus 28 °C angehoben werden. Dem Preisträger des GEA Innovation Contest gelang es zudem, ein innovatives Luftverteilsystem zu entwickeln und einen Ultraschall-Luftbefeuchter zu ergänzen. So kann die GEA Spiraltechnik genutzt werden, um einen neuen Wachstumsmarkt zu erschließen.

Als Ergebnis der intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit brachte GEA auch im letzten Geschäftsjahr eine große Anzahl neuer Produkte auf den Markt und stellte sie erfolgreich auf über 200 Messen vor. Auf der Messe Anuga Foodtec beispielsweise wurde GEA gleich mit drei Preisen ausgezeichnet: mit zwei der vier Dairy Technology Awards - für die effiziente GEA ecoforce-Dekanterfamilie und die GEA Provident Flow Analysis, ein Instrument für die Integration und Optimierung der gesamten Produktionssteuerung in der Lebensmittelindustrie - sowie mit der Goldmedaille des International Foodtec Award in der Kategorie Prozesstechnik für die GEA MultiDrum. Letztere setzt bei Panierungen im Stile hausgemachter Küche neue Maßstäbe und steigert die Leistung sowohl in Bezug auf die Effizienz als auch im Hinblick auf die Reinheit der Arbeitsumgebung. GEA stellte auf der Anuga Foodtec zudem erstmals eine innovative Anlage zur Gefrierkonzentration vor. Diese ist für den Kunden wesentlich günstiger in Anschaffung und Betrieb, bei zudem halbiertem Platzbedarf. Erreicht wurde dies durch Umstellung von einem portionsweisen auf ein zum Patent angemeldetes kontinuierliches Verfahren: Fruchtsaft, Kaffee, Milch oder empfindliche Enzymlösungen werden abgekühlt, bis sich Eis bildet. Dabei wird im Kristallisator sichergestellt, dass größere Eiskristalle in optimaler Menge entstehen. Die dann folgende Waschsäule teilt diese Suspension in das Konzentrat und das Eis auf. Das Fruchtsaftkonzentrat kann günstiger und umweltschonender transportiert werden als der Fruchtsaft selbst. Das Kaffeekonzentrat wird zu Pulverkaffee weiterverarbeitet, das Enzymkonzentrat wird zum Beispiel zur Produktion von Medikamenten eingesetzt. Die konkurrierenden Alternativen zur Gefrierkonzentration sind das Verdampfen des Wassers im Vakuum und die Umkehrosmose. Die dabei nur moderat höheren Temperaturen schädigen zwar zum Beispiel die Vitamine nur geringfügig. Mit dem Wasser gehen aber insbesondere bei der Vakuumeindampfung viele flüchtige Aromen verloren, die sich nicht alle zurückgewinnen lassen.

Im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die direkten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) vor Einmaleffekten auf 76,5 Mio. EUR nach 77,7 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In diesen Zahlen sind auch zurückerstattete Aufwendungen in Höhe von 10,8 Mio. EUR (Vorjahr 9,6 Mio. EUR) enthalten, die in den Herstellkosten ausgewiesen werden. Die F&E-Quote betrug damit unverändert 1,7 Prozent vom Umsatz. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsprojekte betrugen im Berichtsjahr 10,2 Mio. EUR. Die aktivierten Entwicklungsausgaben beliefen sich wie im Vorjahr auf 0,7 Prozent vom Umsatz. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung summieren sich somit auf 100,6 Mio. EUR, nach 96,1 Mio. EUR im Vorjahr.

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Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) (in Mio.
EUR)
2015 2014 Veränderung
in %
Zurückerstattete Aufwendungen ("Contract Costs") 10,8 9,6 12,3
Nicht erstattete Aufwendungen vor Einmaleffekten 65,8 68,1 -3,5
F&E-Aufwand gesamt 76,5 77,7 -1,6
F&E-Quote (in % vom Umsatz) 1,7 1,7 -
F&E-Ausgaben gesamt 100,6 96,1 4,7
F&E-Ausgabenquote (in % vom Umsatz) 2,2 2,1 -

Wirtschaftsbericht

GEA im Geschäftsjahr 2015

In der Prognose für das Geschäftsjahr 2015 wurde davon ausgegangen, dass die Nachfrage auf den Absatzmärkten der GEA moderat über dem bereits hohen Niveau von 2014 liegen wird. Entgegen dieser Annahme haben sich insbesondere die Absatzmärkte in den Schwellenländern schlechter entwickelt, als es noch Anfang 2015 prognostiziert wurde. So musste auch der Internationale Währungsfonds (IWF) im Laufe des zweiten Halbjahres seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft im Rahmen des "World Economic Outlook" bzw. der Updates dieser Prognose im Juli sowie nochmal im Oktober nach unten korrigieren (vgl. Seite 35 f.). Dabei haben sich sowohl die Industrieländer als auch die Schwellenländer - und damit alle für GEA wichtigen Märkte - weniger dynamisch entwickelt als zunächst prognostiziert wurde (vgl. IWF, Update World Economic Outlook, Januar 2016).

Wachstumsprognose

Angesichts der sich weiter abschwächenden globalen Konjunktur - insbesondere in den Schwellenländern einschließlich China - sowie der erneuten Reduzierung der Erwartungen des IWF für das Wirtschaftswachstum im abgelaufenen Jahr 2015, hatte auch GEA das eigene Wachstumsziel in Bezug auf den Umsatz im dritten Quartal reduziert. Aufgrund der Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung sowie eines reduzierten Investitionsvolumens hob der Konzern mit dem Prognosebericht zum dritten Quartal seine Erwartungen für die Cash-Flow-Treiber-Marge leicht an.

GEA konnte in 2015 mit plus 1,9 Prozent - wie bereits im September 2015 angekündigt - ein moderates Umsatzwachstum realisieren. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, betrug die organische Umsatzentwicklung jedoch minus 4,2 Prozent. Damit konnte das zu Beginn des Jahres 2015 prognostizierte, um Währungs- und Akquisitionseffekte bereinigte, moderate Umsatzwachstum, nicht erzielt werden. Das ehemalige Segment GEA Refrigeration Technologies ist im Berichtsjahr wie erwartet überproportional organisch gewachsen. Die vormaligen Segmente GEA Mechanical Equipment und GEA Process Engineering haben sich erwartungsgemäß leicht unterdurchschnittlich entwickelt. Der spürbar gesunkene Milchpreis war die primäre Ursache für die unerwartet schwache Umsatzentwicklung im früheren Segment GEA Farm Technologies.

Im Geschäftsbericht 2014 wurde ein operatives EBITDA, bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte zwischen 580 bis 620 Mio. EUR für 2015 prognostiziert. Das operative EBITDA betrug im Geschäftsjahr 621,0 Mio. EUR. Darin enthalten sind positive Währungs- und Akquisitionseffekte von 26,6 Mio. EUR bzw. 8,7 Mio. EUR. Damit beträgt das zur Prognose vergleichbare EBITDA 585,7 Mio. EUR, sodass der angestrebte Zielkorridor erreicht werden konnte. Der im ersten Quartal 2015 auf 590 bis 640 Mio. EUR angehobene Zielkorridor wurde geringfügig verfehlt.

Hinsichtlich der um Währungskurs- und Akquisitionseffekte bereinigten Cash-Flow-Treiber-Marge wurde ursprünglich ein Niveau von 9,0 bis 9,5 Prozent für 2015 angestrebt. Diese Prognose wurde im Finanzbericht zum dritten Quartal auf 9,5 bis 10,0 Prozent angehoben. Im Berichtsjahr wurde eine um Einmal- und Akquisitionseffekte bereinigte Cash-Flow-Treiber-Marge in Höhe von 10,6 Prozent realisiert. Ohne Bereinigung der Akquisitionseffekte beträgt dieser Wert 10,3 Prozent. Auch der angehobene Zielkorridor wurde somit sogar deutlich übertroffen.

Die Hauptversammlung der GEA Group Aktiengesellschaft hat am 16. April 2015 dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2014 eine von 0,60 Euro auf 0,70 Euro je Aktie erhöhte Dividende auszuschütten. Damit entsprach die Ausschüttung an die Aktionäre für 2015 dem neuen Ziel von 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses.

Erreichte Ziele Geschäftsjahr 2015 (in Mio. EUR)

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

GEA als weltweit aktiver Maschinenbaukonzern sieht das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts bzw. Gross Domestic Product (GDP) und damit die diesbezüglichen Auswertungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) als wesentlichen Referenzwert für die eigene Entwicklung. Dabei soll das Wachstum der GEA über dem der Weltwirtschaft liegen.

Für das Jahr 2015 geht der IWF neueren Schätzungen zufolge von einem weltweiten Wachstum um 3,1 Prozent aus (World Economic Outlook, Januar 2016) - zu Jahresbeginn 2015 hatte der IWF noch ein GDP-Wachstum von 3,5 Prozent prognostiziert.

Vor allem die Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit in China und deren Neuorientierung weg von Investitions- und Industriegütern hin zu Dienstleistungen und Konsumgütern schwächen laut IWF die globalen Konjunkturaussichten. Diese stünden zudem unter dem Einfluss der niedrigeren Energie- und Rohstoffpreise: So hindere der anhaltend niedrige Ölpreis das Wachstum in den Öl exportierenden Ländern. Gleichzeitig sei die Öl-Nachfrage trotz der geringeren Kosten nicht in dem Maße gestiegen, wie es bei früheren Preissenkungen zu beobachten gewesen sei. Ein zusätzliches Risiko berge die allmähliche Änderung der Geldpolitik in den USA, so die Experten des IWF.

Im Einzelnen hat der IWF für die Industrieländer eine vorläufige Wachstumsrate von 1,9 Prozent im Jahr 2015 (Vorjahr 1,8 Prozent) ermittelt. Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone legte im abgelaufenen Jahr weiter zu (von 0,9 Prozent im Jahr 2014 auf 1,5 Prozent in 2015). Das Wachstum in den USA sei von 2,4 Prozent (2014) auf 2,5 Prozent (2015) geringfügig angestiegen. Für Deutschland erwarten die Experten des Fonds hingegen einen leichten Wachstumsrückgang um 0,1 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent im Jahr 2015.

Das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern verringerte sich laut IWF von 4,6 Prozent in 2014 auf 4,0 Prozent in 2015 - damit habe sich das Wirtschaftswachstum dort das fünfte Jahr in Folge verlangsamt. Noch signifikanter sei der Rückgang in Russland gewesen, wo das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 minus 3,7 Prozent betragen habe nach plus 0,6 Prozent im Vorjahr. Auch für China fallen die IWF-Prognosen schlechter aus: Dort sei das Wirtschaftswachstum um weitere 0,4 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent in 2015 gesunken. In Lateinamerika soll sich die wirtschaftliche Entwicklung von plus 1,3 Prozent in 2014 auf minus 0,3 Prozent weiter verringert haben.

Wesentliche Veränderungen

Neue Konzernstruktur

Nach intensiver Vorbereitung ist am 8. Juni 2015 die im Rahmen des Programms "Fit for 2020" beschlossene neue Konzernstruktur der GEA in Kraft getreten. In dieser neuen Struktur werden die Entwicklung und Herstellung von Produkten bzw. die Bereitstellung von Prozesslösungen in den zwei neuen Business Areas Equipment und Solutions gebündelt (vgl. Seite 24 f.).

GEA vollzieht die weitere Umsetzung des Konzernumbaus gemäß Zeitplan. Wichtige Meilensteine zur Erreichung der Zielorganisation wurden inzwischen für das mitarbeiterstärkste Land Deutschland erreicht. Die Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat zu den Maßnahmen sowie zur sozialverträglichen Gestaltung wurden abgeschlossen. Auch außerhalb von Deutschland schreitet die Umsetzung plangemäß fort. Im Rahmen des Programms wurden bis zum Ende des Geschäftsjahres bereits über 800 Mitarbeiterkapazitäten abgebaut.

Für die Berichterstattung wurden die Geschäftszahlen der Monate vor der Umstellung sowie die Vorjahreszahlen an die neue Berichtsstruktur angepasst.

Im Rahmen von "Fit for 2020" sollen ab 2017 Einsparungen von jährlich mindestens 125 Mio. EUR realisiert werden. Ausgehend vom heutigen Geschäftsvolumen wird die Umsetzung voraussichtlich zu einem Abbau von weltweit rund 1.450 Mitarbeiterkapazitäten netto führen.

Akquisitionen

Am 2. Januar 2015 hat GEA den Anteilserwerb der niederländischen Unternehmensgruppe de Klokslag, die am 6. Oktober 2014 erworben wurde (vgl. Geschäftsbericht 2014, Seite 30), vollzogen. Die Unternehmen der de Klokslag Gruppe gehören zu den führenden europäischen Herstellern von Großanlagen für Schnittkäse und wurden dem damaligen Segment Process Engineering zugeordnet, das der neuen Business Area Solutions angegliedert wurde. Im Geschäftsjahr 2014 hat das Unternehmen mit rund 90 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 30 Mio. EUR erwirtschaftet. Die Akquisition macht GEA zu einem Komplettanbieter für Prozesslösungen in diesem wachsenden Bereich der Milchindustrie.

Die Übernahme des italienischen Unternehmens Comas wurde am 19. Juni 2015 vollzogen. Comas ist einer der führenden europäischen Hersteller von Maschinen und Anlagen für anspruchsvolle Prozesse bei der Herstellung von Backwaren. Das Unternehmen mit Sitz in Torrebelvicino hat im letzten Geschäftsjahr mit 155 Mitarbeitern gemäß lokalem Handelsrecht einen Umsatz von rund 50 Mio. EUR vor allem im europäischen und asiatischen Raum erwirtschaftet. Als etablierter Anbieter in diesem Industriebereich wird Comas in der Business Area Solutions das "Application Center Bakery" bilden.

Ebenfalls am 19. Juni 2015 hat GEA die Akquisition von CMT vollzogen, einem führenden Lieferanten von Maschinen und integrierten Prozesslinien für Pasta Filata Käse (frischer Mozzarella und Pizzakäse). Die in Peveragno, Italien, ansässige Firma erzielte in 2014 mit etwa 70 Mitarbeitern hauptsächlich in den Ländern der Europäischen Union gemäß lokalem Handelsrecht einen Umsatz von 11 Mio. EUR. GEA beabsichtigt, dieses Geschäft seinem "Application Center Dairy" in der Business Area Solutions anzugliedern.

Am 30. September 2015 hat GEA mit Hilge einen führenden Lieferanten von hygienischen Pumpen erworben, der insbesondere auf Edelstahlpumpen für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie spezialisiert ist. Im 3. Quartal des Berichtsjahres wurde die Übernahme, nach Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden, erfolgreich abgeschlossen. Mit der Akquisition erweitert GEA sein Portfolio im Bereich hygienische Hochleistungspumpen und stärkt seine Position als Anbieter von Systemlösungen für hygienische sowie aseptische Prozessumgebungen. Das Unternehmen mit Sitz in Bodenheim, Deutschland, hat im Geschäftsjahr 2014 mit rund 150 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 35 Mio. EUR erwirtschaftet. Das Geschäft von Hilge wurde der Business Area Equipment angegliedert.

Management

Der Aufsichtsrat der GEA Group Aktiengesellschaft hat am 23. September 2015 zwei langjährige GEA Manager, den Deutschen Steffen Bersch sowie den Dänen Niels Erik Olsen, mit Wirkung zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der Gesellschaft bestellt. Steffen Bersch übernimmt die Verantwortung für die Business Area Equipment und Niels Erik Olsen für die Business Area Solutions.

Die Neuberufung erfolgte, nachdem sich der bisherige Konzernvorstand Markus Hüllmann entschieden hatte, ein Unternehmen zu erwerben, welches nicht mit der GEA im Wettbewerb steht und das er selbst führen wird. Er hat den Konzern zum 31. Dezember 2015 verlassen.

Damit wird GEA ab dem 1. Januar 2016 von einem fünfköpfigen Vorstandsteam geleitet (vgl. Seite 63).

Geschäftsverlauf

Die Erläuterung des Geschäftsverlaufs erfolgt im Folgenden zunächst für die fortgeführten Geschäftsbereiche und damit für die 2 Business Areas des Konzerns. Die im Lagebericht enthaltenen Quartalsinformationen stammen aus Quartalsabschlüssen, die keiner prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterlagen. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen können sich daher bei der Addition von Einzelwerten zum Summenwert Rundungsdifferenzen ergeben.

Auftragseingang

Im Gesamtjahr 2015 stieg der Auftragseingang im Konzern um 1,6 Prozent an auf 4.590,1 Mio. EUR (Vorjahr 4.519,6 Mio. EUR). Bereinigt um Effekte aus der Veränderung von Umrechnungskursen (minus 4,2 Prozent) sowie um Effekte aus Akquisitionen (1,2 Prozent), betrug diese Entwicklung minus 3,8 Prozent. Dieser Rückgang ergab sich insbesondere bei Aufträgen mit einem Volumen zwischen 15 und 30 Mio. EUR, wohingegen bei den Projekten über 30 Mio. EUR eine wesentliche Steigerung zu verzeichnen war. Sehr positiv hat sich auch das Basisgeschäft (Aufträge unter 1 Mio. EUR) entwickelt.

Auftragseingang der letzten 5 Jahre (in Mio. EUR)

Hervorzuheben ist insbesondere die Entwicklung des Auftragseingangs im letzten Quartal des Berichtsjahres, in dem mit gebuchten 1.245,5 Mio. EUR das bisherige Rekordquartal (zweites Quartal 2013: 1.220,0 Mio. EUR) noch übertroffen werden konnte. Zu dem neuen Höchstwert haben größere Aufträge aus verschiedenen Industrien beigetragen.

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Auftragseingang (in Mio.
EUR)
2015 2014 Veränderung
in %
Bereinigtes Wachstum
in %
BA Equipment 2.293,0 2.295,1 -0,1 -5,0
BA Solutions 2.495,6 2.423,4 3,0 -2,5
Summe 4.788,6 4.718,5 1,5 -3,7
Konsolidierung/Sonstiges -198,5 -198,9 0,2 -
GEA 4.590,1 4.519,6 1,6 -3,8

Auftragseingang nach Applikationen (in %, Durchschnitt der letzten 12 Monate)

Als größte Einzelaufträge mit einem Auftragsvolumen von über 30 Mio. EUR konnten von der Business Area Solutions 4 Molkereiaufträge für Kunden in Afrika, in Westeuropa und im Nahen Osten sowie ein Getränkeprojekt in Asien im Wert von zusammen knapp 260 Mio. EUR gewonnen werden. In der Vergleichsperiode des Vorjahrs konnten 4 Großaufträge mit einem Volumen von annähernd 225 Mio. EUR abgeschlossen werden.

Auftragseingang GEA 4.590,1 Mio. EUR (Vorjahr 4.519,6 Mio. EUR) nach Applikationen (jeweils Durchschnitt der letzten 12 Monate)

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 (2.037,6 Mio. EUR) leicht um 16,1 Mio. EUR auf 2.053,7 Mio. EUR erhöht.

Der Auftragsbestand repräsentiert, bezogen auf den Auftragseingang des Geschäftsjahrs, eine rechnerische Reichweite von 5,4 Monaten (Vorjahr 5,4 Monate). Entsprechend der unterschiedlichen Art der Geschäfte beträgt die Reichweite in der Business Area Equipment knapp 3 Monate und in der Business Area Solutions etwa 8 Monate.

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Auftragsbestand (in Mio.
EUR)
31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
in %
Veränderung absolut
BA Equipment 501,9 532,6 -5,8 -30,8
BA Solutions 1.585,4 1.540,2 2,9 45,2
Summe 2.087,3 2.072,8 0,7 14,5
Konsolidierung/Sonstiges -33,5 -35,2 4,7 1,7
GEA 2.053,7 2.037,6 0,8 16,1

Umsatz

Generell gelten für den Umsatz die gleichen regionalen und branchenmäßigen Trends wie beim Auftragseingang, allerdings mit unterschiedlichen zeitlichen Verzögerungen. Der Umsatz erweist sich aber als weniger volatil als der Auftragseingang.

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 4.599,3 Mio. EUR bedeutet einen erneuten Rekordwert für die heutige GEA. Er stieg von 4.515,7 Mio. EUR im Vorjahr um 1,9 Prozent an. Adjustiert um Wechselkursveränderungen (plus 4,7 Prozent) sowie um Akquisitionen (1,4 Prozent) lag der Umsatz um 4,2 Prozent unter dem Vorjahr. Der Umsatzanteil des Servicegeschäfts ist von 27,1 Prozent auf 29,4 Prozent angestiegen. Das Wachstum dieses Bereichs betrug im Berichtsjahr 10,2 Prozent bzw. bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte 3,6 Prozent.

Umsatz der letzten 5 Jahre (in Mio. EUR)

Die Book-to-Bill-Ratio, welche das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz widerspiegelt, lag im Jahr 2015 bei exakt 1,0.

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Umsatz (in Mio.
EUR)
2015 2014 Veränderung
in %
Bereinigtes Wachstum
in %
BA Equipment 2.323,7 2.307,6 0,7 -4,2
BA Solutions 2.475,2 2.404,3 2,9 -3,9
Summe 4.798,9 4.711,9 1,8 -4,1
Konsolidierung/Sonstiges -199,6 -196,2 -1,7 -
GEA 4.599,3 4.515,7 1,9 -4,2

Vom bereinigten Umsatzrückgang waren der Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke mit minus 3,9 Prozent und der Endmarkt Pharma/Chemie mit minus 5,1 Prozent betroffen. Insbesondere die Kundenindustrien Milchproduktion, Milchverarbeitung und Nahrungsmittel sowie die Bereiche Pharma sowie Öl und Gas mussten eine signifikante Reduzierung des Geschäftsvolumens verzeichnen. Erhebliche, teilweise auch zweistellige, bereinigte Wachstumsraten konnten hingegen die Bereiche Umwelt, Chemie, sowie die Kundenindustrie Getränke realisieren.

Regional ist der adjustierte Umsatzrückgang insbesondere auf Nord- und Mitteleuropa, Nordamerika sowie Asien Pazifik zurückzuführen. Dies konnte durch das Umsatzwachstum hauptsächlich in der Region Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) & Osteuropa nur teilweise kompensiert werden.

Die umsatzstärksten Regionen sind weiterhin Asien Pazifik (25 Prozent), DACH & Osteuropa (20 Prozent) sowie Nordamerika (18 Prozent).

Umsatz nach Applikationen (in %, Durchschnitt der letzten 12 Monate)

Umsatz GEA 4.599,3 Mio. EUR (Vorjahr 4.515,7 Mio. EUR nach Applikationen (jeweils Durchschnitt der letzten 12 Monate)

nach Regionen (in %, Durchschnitt der letzten 12 Monate)

Business Area Equipment

Der Umsatz der Business Area Equipment konnte im Geschäftsjahr 2015 mit realisierten 2.323,7 Mio. EUR um 0,7 Prozent gesteigert werden (Vorjahr 2.307,6 Mio. EUR). Auf Basis unveränderter Wechselkurse ergibt sich jedoch ein Umsatzrückgang von 4,2 Prozent, welcher insbesondere vom Bereich Öl und Gas innerhalb der Sonstigen Industrien und in geringerem Umfang von der Kundenindustrie Milchproduktion sowie den Endmärkten Pharma/Chemie verursacht wurde. Sehr positive bereinigte Wachstumsraten konnten hingegen die Bereiche Energieerzeugung und Sonstige sowie die Kundenindustrie Milchverarbeitung realisieren.

Die Regionen Asien Pazifik, Nord- und Mitteleuropa sowie Nordamerika entwickelten sich insgesamt unterdurchschnittlich, wohingegen in der Region Westeuropa, Naher Osten & Afrika ein sehr erfreuliches Wachstum realisiert werden konnte. Die bedeutendsten Absatzregionen sind Nordamerika, DACH &Osteuropa sowie Asien Pazifik mit Umsatzanteilen von jeweils über 20 Prozent.

Der Servicebereich ist im Berichtsjahr um 8,7 Prozent bzw. bereinigt um 2,3 Prozent gewachsen und hatte einen Anteil am Gesamtumsatz von 37,9 Prozent (Vorjahr 35,1 Prozent).

Umsatz Business Area Equipment 2.323,7 Mio. EUR (Vorjahr 2.307,6 Mio. EUR) nach Applikationen (jeweils Durchschnitt der letzten 12 Monate, 3 wichtigste Applikationen, nur externes Geschäft)

nach Regionen (in %, Durchschnitt der letzten 12 Monate)

Business Area Solutions

Die Business Area Solutions ist im laufenden Geschäftsjahr um 2,9 Prozent auf einen Umsatz in Höhe von 2.475,2 Mio. EUR gewachsen. Bereinigt um Wechselkurs- und Akquisitionseffekte, ergab sich ein Umsatzrückgang in Höhe von 3,9 Prozent. Zurückzuführen ist diese Entwicklung hauptsächlich auf den Endmarkt Nahrungsmittel und Getränke, hier insbesondere die Kundenindustrien Milchverarbeitung und Nahrungsmittel, sowie auf den Bereich Pharma. Sehr positiv - mit jeweils zweistelligen bereinigten Wachstumsraten - haben sich hingegen die Bereiche Chemie und Umwelt sowie die Kundenindustrie Getränke entwickelt.

Regional war der adjustierte Umsatzrückgang besonders signifikant in der Region Nord- und Mitteleuropa. Auch die Region Nordamerika entwickelte sich schwächer, wohingegen ein sehr erfreuliches bereinigtes Umsatzwachstum in der Region DACH & Osteuropa erzielt werden konnte. Die stärkste Region dieser Business Area ist mit einem Umsatzanteil von fast 30 Prozent Asien Pazifik.

Im Servicegeschäft wurde ein sehr gutes, bereinigtes Wachstum von 5,6 Prozent erzielt. Vor Währungs- und Akquisitionseffekten betrug das Wachstum sogar 12,4 Prozent. Der Anteil am Gesamtumsatz der Business Area wurde von 18,7 Prozent auf 20,4 Prozent gesteigert.

Umsatz Business Area Solutions 2.475,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.404,3 Mio. EUR) nach Applikationen (jeweils Durchschnitt der letzten 12 Monate, 3 wichtigste Applikationen, nur externes Geschäft)

nach Regionen (in %, Durchschnitt der letzten 12 Monate)

Lage

Ertragslage

GEA hält unverändert an einer bewussten Auftragsselektion hinsichtlich Preisqualität und Vertragskonditionen fest, die sich in einem gestaffelten Genehmigungsprozess für größere Kundenprojekte widerspiegelt.

Wenn im Folgenden von operativen Ergebnissen gesprochen wird, so beziehen sich diese zum einen auf die Bereinigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen, die für alle wesentlichen Akquisitionen der Vergangenheit ermittelt wurden, und zum anderen auf die Bereinigung der Aufwendungen für Reorganisations- und Strategieprojekte. Zudem werden für das operative EBITDA um Währungseffekte sowie um Akquisitionen bereinigte Werte angegeben. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde darüber hinaus die gemäß IFRS bedingte Zuordnung von Service Fee und Trademark Fee adjustiert.

Das operative EBIT des Jahres 2015 wurde um Einmalaufwendungen in Höhe von insgesamt 197,4 Mio. EUR bereinigt (Vorjahr 50,7 Mio. EUR). Diese beinhalten primär 192,6 Mio. EUR für Strategieprojekte, wovon 125,6 Mio. EUR auf Restrukturierungsaufwendungen entfallen (vgl. Seite 218 f.).

Im Gesamtjahr 2015 betrug die um Einmaleffekte bereinigte Gross Margin 32,3 Prozent, was einer leichten Verbesserung gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im Geschäftsjahr 2015 ist das EBITDA mit 429,8 Mio. EUR, insbesondere bedingt durch die hohen Einmalaufwendungen, um 110,1 Mio. EUR gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode gesunken. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 9,3 Prozent (Vorjahr 12,0 Prozent). Bereinigt um die dargestellten Einmaleffekte in Höhe von 190,0 Mio. EUR, wurde ein operatives EBITDA von 621,0 Mio. EUR erzielt. Dies lag um 30,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (590,7 Mio. EUR), was insbesondere auf die signifikante Ergebnisverbesserung bei Food Processing & Packaging, auf die erfreuliche Geschäftsentwicklung im Bereich Compression und nicht zuletzt auf den kontinuierlichen Ausbau des Servicegeschäfts zurückzuführen ist. Darüber hinaus konnten im Berichtsjahr bereits Einsparungen durch das "Fit for 2020"-Programm realisiert werden. Die operative EBITDA-Marge konnte dadurch insgesamt um über 40 Basispunkte auf 13,5 Prozent vom Umsatz verbessert werden. Im operativen EBITDA des Geschäftsjahres (621,0 Mio. EUR) sind positive Währungs- und Akquisitionseffekte von 26,6 Mio. EUR bzw. 8,7 Mio. EUR bereits enthalten. Damit beträgt das zur Prognose aus dem Geschäftsbericht 2014 vergleichbare EBITDA 585,7 Mio. EUR.

Sowohl das operative EBITDA als auch die operative EBITDA-Marge stellen neue Rekordwerte für die heutige GEA dar.

Operative EBITDA-Marge zu Umsatz der letzten 5 Jahre (in Mio. EUR)

Business Area Equipment

Die Business Area Equipment konnte im Geschäftsjahr 2015 mit realisierten 381,8 Mio. EUR das operative EBITDA des Vorjahres (351,1 Mio. EUR) erneut um 8,7 Prozent verbessern. Auch die operative EBITDA-Marge konnte um über 120 Basispunkte auf 16,4 Prozent weiter gesteigert werden. Das operative EBITDA und die operative EBITDA-Marge bedeuten neue Rekordwerte für die Business Area Equipment. Der wesentliche Grund für diese gute Ergebnisentwicklung war neben dem weiteren Ausbau des Servicegeschäfts und der erfreulichen Geschäftsentwicklung im Bereich Compression insbesondere die signifikante Ergebnisverbesserung bei Food Processing & Packaging. Im operativen EBITDA sind positive Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen in Höhe von 13,6 Mio. EUR sowie aus Akquisitionen von 0,6 Mio. EUR bereits enthalten.

Business Area Solutions

Die Business Area Solutions musste aufgrund von Kostensteigerungen und zeitlichen Verzögerungen bei einigen Projekten sowie wegen des rückläufigen Öl- und Gasgeschäfts im Bereich Cooling Solutions einen leichten Rückgang des operativen EBITDA von 265,8 Mio. EUR auf 255,3 Mio. EUR im Berichtsjahr ausweisen. Entsprechend sank die operative EBITDA-Marge von 11,1 Prozent auf 10,3 Prozent. Im operativen EBITDA sind positive Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen in Höhe von 13,2 Mio. EUR sowie aus Akquisitionen von 8,1 Mio. EUR bereits enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt das operative EBITDA und die entsprechende operative EBITDA-Marge pro Business Area:

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Operatives EBITDA/operative EBITDA-Marge (in Mio.
EUR)
2015 2014 Veränderung
in %
BA Equipment 381,8 351,1 8,7
in % vom Umsatz 16,4 15,2 -
BA Solutions 255,3 265,8 -4,0
in % vom Umsatz 10,3 11,1 -
Summe 637,1 617,0 3,3
in % vom Umsatz 13,3 13,1 -
Konsolidierung/Sonstiges -16,2 -26,3 38,4
GEA 621,0 590,7 5,1
in % vom Umsatz 13,5 13,1 -

*) vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten (vgl. Seite 218 f.)

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom EBITDA vor Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten (operatives EBITDA) über das EBITDA und EBIT hin zum EBIT vor Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten (operatives EBIT):

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Überleitung operatives EBITDA über EBIT zum operativen EBIT (in Mio.
EUR)
2015 2014 Veränderung
in %
Operatives EBITDA* 621,0 590,7 5,1
Realisierung Aufwertungsbetrag auf Vorräte -1,2 - -
Einmaleffekte -190,0 -50,7 < -100
EBITDA 429,8 539,9 -20,4
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterieller Vermögenswerte und Goodwill laut Anlagenspiegel -119,4 -100,1 -19,3
Übrige Wertaufholungen und -minderungen -1,0 - -
EBIT 309,4 439,9 -29,6
Abschreibungen auf Aktivierungen aus Kaufpreisallokationen 26,9 23,1 16,8
Wertminderungen auf Aktivierungen aus Kaufpreisallokationen 3,9 -0,1 -
Realisierung Aufwertungsbetrag auf Vorräte 1,2 - -
Einmaleffekte 197,4 50,7 > 100
Operatives EBIT* 538,8 513,5 4,9

*) vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten (vgl. Seite 218 f.)

Die folgende Tabelle zeigt das operative EBIT sowie die entsprechende operative EBIT-Marge pro Business Area:

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Operatives EBIT/operative EBIT-Marge (in Mio.
EUR)
2015 2014 Veränderung
in %
BA Equipment 326,8 298,3 9,6
in % vom Umsatz 14,1 12,9 -
BA Solutions 234,8 247,8 -5,2
in % vom Umsatz 9,5 10,3 -
Summe 561,7 546,1 2,8
in % vom Umsatz 11,7 11,6 -
Konsolidierung/Sonstiges -22,8 -32,6 30,0
GEA 538,8 513,5 4,9
in % vom Umsatz 11,7 11,4 -

*) vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten (vgl. Seite 218 f.)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug das EBIT, bedingt durch die hohen Einmalaufwendungen, 309,4 Mio. EUR, nach 439,9 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge sank entsprechend von 9,7 Prozent auf 6,7 Prozent. Das operative EBIT, bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 32,0 Mio. EUR (Vorjahr 22,9 Mio. EUR) sowie um Einmaleffekte, konnte hingegen auf 538,8 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr 513,5 Mio. EUR). Die operative EBIT-Marge konnte von 11,4 Prozent auf 11,7 Prozent vom Umsatz verbessert werden.

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Kennzahlen zur Ertragslage (in Mio.
EUR)
2015 2014 Veränderung
in %
Umsatz 4.599,3 4.515,7 1,9
Operatives EBITDA* 621,0 590,7 5,1
EBITDA 429,8 539,9 -20,4
Operatives EBIT* 538,8 513,5 4,9
EBIT 309,4 439,9 -29,6
Zinsen 39,4 66,0 -40,3
EBT 270,0 373,8 -27,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5,8 87,8 -93,4
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 264,2 286,0 -7,6
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen 97,6 34,6 > 100
Konzernergebnis 361,9 320,6 12,9

*) vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten (vgl. Seite 218 f.)

Das Zinsergebnis lag im Gesamtjahr mit minus 39,4 Mio. EUR erheblich unter dem Vorjahreswert (minus 66,0 Mio. EUR). Die Verbesserung in Höhe von 26,6 Mio. EUR ist zum einen auf den geringeren Zinsaufwand aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen und zum anderen auf geringere Bankzinsen, bedingt durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten aus den Erlösen des Verkaufs des ehemaligen Segments GEA Heat Exchangers, zurückzuführen.

Im Gesamtjahr 2015 lag das EBT mit 270,0 Mio. EUR (Vorjahr 373,8 Mio. EUR), primär bedingt durch die hohen Einmalaufwendungen, um 103,8 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Die EBT-Marge sank entsprechend von 8,3 Prozent im Vorjahr auf 5,9 Prozent.

Das Ergebnis der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 97,6 Mio. EUR (Vorjahr 34,6 Mio. EUR). Dieses Ergebnis umfasst die Erledigung von Rechtsstreitigkeiten aus Altaktivitäten der mg technologies ag im Wege des Vergleichs. Im Vorjahr stammte das Ergebnis der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche nahezu vollständig aus dem ehemaligen Segment GEA Heat Exchangers (vgl. Seite 160).

Der Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2015 von 5,8 Mio. EUR (Vorjahr 87,8 Mio. EUR) setzte sich aus laufendem Steueraufwand von 61,4 Mio. EUR (Vorjahr 80,7 Mio. EUR) und Erträgen aus latenten Steuern von 55,7 Mio. EUR (Vorjahr 7,1 Mio. EUR latenter Steueraufwand) zusammen. Die Steuerquote betrug, insbesondere bedingt durch Sondereinflüsse in den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen und aufgrund von für die Zukunft erwarteten höheren steuerlichen Einkünften, im Berichtsjahr lediglich 2,1 Prozent (Vorjahr 23,5 Prozent).

Im Geschäftsjahr belief sich das Konzernergebnis auf 361,9 Mio. EUR (Vorjahr 320,6 Mio. EUR), welches fast vollständig auf die Aktionäre der GEA Group Aktiengesellschaft entfiel (Vorjahr 320,5 Mio. EUR). Bezogen auf die gegenüber dem Vorjahr unveränderte durchschnittliche Anzahl an Aktien (192.495.476 Stück) entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 1,88 EUR (Vorjahr 1,66 EUR).

Die Ertragslage der GEA Group Aktiengesellschaft wird neben den Holdingkosten im engeren Sinne wesentlich durch das Beteiligungs- und das Zinsergebnis geprägt. Nähere Erläuterungen dazu werden im Abschnitt Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GEA Group Aktiengesellschaft (vgl. Seite 56 ff.) dargestellt.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, eine im Vergleich zum Vorjahr von 0,70 EUR auf 0,80 EUR je Aktie erhöhte Dividende zu zahlen. Das entspricht dem am 13. Oktober 2014 anlässlich des Capital Markets Day kommunizierten Ziel, 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten.

Finanzlage

Die Finanzlage der GEA ist insbesondere durch die im Vorjahr erzielten Mittelzuflüsse aus dem Verkauf des Segments GEA Heat Exchangers unverändert sehr gut. Steuerung von Liquidität und zentrale Finanzierung bleiben unter anderem wegen des volatilen Marktumfeldes auch weiterhin von hoher Bedeutung.

Im ersten Quartal 2015 wurde das Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 100,0 Mio. EUR vorzeitig getilgt. Des Weiteren wurde die syndizierte Kreditlinie ("Club Deal") im August 2015 bis 2020 prolongiert, auch um vorteilhafte Konditionen zu sichern. Darüber hinaus bestehen für diesen Kredit noch zwei weitere Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr, bis maximal 2022.

Barkreditlinien der GEA und deren Beanspruchung setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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GEA Barkreditlinien inkl. nicht fortgeführter Geschäftsbereiche (in Mio.
EUR)
Fälligkeit 31.12.2015 zugesagt 31.12.2015 beansprucht
GEA Anleihe April 2016 275 275
Europäische Investitionsbank Juli 2017 50 50
Schuldscheindarlehen September 2017 90 90
Syndizierte Kreditlinie ("Club Deal") August 2020 650 -
Sonstige (bilaterale) Barkreditlinien inklusive Zinsabgrenzung maximal 1 Jahr bzw. "bis auf Weiteres" 135 14
Summe   1.199 429

Das Finanzmanagement des Konzerns umfasst das Liquiditätsmanagement, die Konzernfinanzierung sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Dabei ist die GEA Group Aktiengesellschaft als Konzernleitung zentral für das Finanzmanagement der GEA zuständig, um Finanzierungskosten weitestmöglich zu reduzieren, Anlagezinsen zu optimieren, Kontrahentenrisiken zu minimieren, Größenvorteile zu nutzen, Zins- und Wechselkursrisiken bestmöglich abzusichern und die Einhaltung von Kreditauflagen zu gewährleisten. Die Finanzierungsstrategie der GEA verfolgt das Ziel, nicht nur jederzeit die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können, sondern darüber hinaus neben einer strategischen Kassenposition auch stets über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien zu verfügen. Bei der zentralen Liquiditätsanlage stehen Kapitalerhalt und Risikoreduzierung durch Diversifizierung der Geldanlagen im Vordergrund.

Die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sind die wichtigste Liquiditätsquelle. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich soll externe Geldanlagen und -aufnahmen auf ein möglichst niedriges Niveau beschränken. Dazu hat GEA in 13 Ländern Cash-Pooling-Kreise eingerichtet, um die Kontensalden der teilnehmenden Konzerngesellschaften täglich automatisch zugunsten oder zu Lasten eines Zielkontos der GEA Group Aktiengesellschaft auszugleichen. Ein darüber hinausgehender Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich von der Konzernleitung aufgenommen bzw. überschüssige Liquidität von ihr angelegt. Liquiditätsspitzen in einzelnen Ländern können aber oftmals aus rechtlichen oder steuerlichen Gründen nicht länderübergreifend abgebaut werden.

Die Nettoliquidität einschließlich der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche konnte zum 31. Dezember 2015 um 78,3 Mio. EUR auf 982,0 Mio. EUR weiter erhöht werden.

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Übersicht Nettoliquidität inkl. nicht fortgeführter Geschäftsbereiche (in Mio.
EUR)
31.12.2015 31.12.2014
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.174,2 1.195,9
Festgelder mit Restlaufzeit ≤ 1 Jahr 200,0 200,0
Wertpapiere 37,0 37,0
Kreditverbindlichkeiten 146,5 246,9
Anleihen 282,7 282,2
Nettoliquidität (+)/Nettoverschuldung (-) 982,0 903,7
Gearing in % -34,5 -35,8

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken zum 31. Dezember 2015 leicht auf 1.174,2 Mio. EUR, gegenüber 1.195,9 Mio. EUR zum Ende des Vorjahrs. Die Kreditverbindlichkeiten gegenüber Banken (55,9 Mio. EUR), aus der Anleihe (282,7 Mio. EUR, einschließlich aufgelaufener Zinsen) und den Schuldscheindarlehen (90,6 Mio. EUR, einschließlich aufgelaufener Zinsen) betrugen zum Stichtag insgesamt 429,1 Mio. EUR (Vorjahr 529,1 Mio. EUR).

Detaillierte Angaben zur Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur der Fremdfinanzierung finden sich im Anhang (vgl. Seite 152 ff. und 194 ff.).

GEA standen zum Stichtag Avallinien im Wesentlichen für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen in Höhe von 1.463,4 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 1.732,3 Mio. EUR) zur Verfügung, von denen 481,4 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 462,1 Mio. EUR) genutzt waren.

Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt GEA auch nicht im wirtschaftlichen Eigentum befindliche Vermögenswerte. Im Wesentlichen handelt es sich um geleaste, gepachtete oder gemietete Güter (Operating Lease). Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente nutzt GEA Forderungsverkaufsprogramme. Die aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen resultierenden Verpflichtungen sind im Anhang unter Ziffer 9.2 (vgl. Seite 214) erläutert.

Working Capital Entwicklung (fortgeführte Geschäftsbereiche) (in Mio. EUR)

Das Working Capital der fortgeführten Geschäftsbereiche belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 546,8 Mio. EUR und lag damit um 28,8 Prozent über dem Vorjahreswert (424,4 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist primär auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig war die Entwicklung bei Vorräten und insbesondere bei erhaltenen Anzahlungen. Im Verhältnis zum Umsatz ist das durchschnittliche Working Capital von 12,1 Prozent auf 13,1 Prozent angestiegen.

Die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Veränderung der Nettoliquidität sind der nachfolgenden Grafik zu entnehmen:

Veränderung der Nettoliquidität (in Mio. EUR)

*) darin enthalten Festgelder mit Restlaufzeit ≤ 1 Jahr in Höhe von 200 Mio. EUR

Die Dividendenzahlung der GEA Group Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2015 erreichte mit 134,7 Mio. EUR nach 115,5 Mio. EUR im Vorjahr einen neuen Höchststand. Die Steigerung um über 16 Prozent beruht, bei einer unveränderten Anzahl der Aktien, auf der von 0,60 EUR auf 0,70 EUR erhöhten Dividende pro Aktie.

Dividendenzahlungen1 der letzten 5 Jahre und Dividendenvorschlag (in Mio. EUR)

1) Dividendenzahlungen jeweils für das vorhergehende Geschäftsjahr
2) auf Basis Dividendenvorschlag

Die Konzern-Kapitalflussrechnung kann wie folgt zusammengefasst werden:

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Übersicht Kapitalflussrechnung (in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung absolut
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 324,7 401,6 -76,9
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -196,1 -349,4 153,3
Free Cash-Flow 128,6 52,2 76,4
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -270,3 -618,9 348,6
Cash Flow aus der Veräußerung GEA Heat Exchangers - 980,1 -980,1
Cash-Flow Veräußerungsgruppe GEA Heat Exchangers -3,8 -10,9 7,1
Cash-Flow sonstige nicht fortgeführte Geschäftsbereiche 124,2 -13,1 137,4
Veränderung der frei verfügbaren flüssigen Mittel -21,7 400,1 -421,8

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit fortgeführter Geschäftsbereiche betrug im Berichtsjahr 324,7 Mio. EUR und lag damit um 76,9 Mio. EUR unter dem Vorjahr (401,6 Mio. EUR). Dabei konnten das durch höhere Einmalaufwendungen belasteten EBITDA (minus 110,1 Mio. EUR) und der höhere Liquiditätsabfluss aus dem Anstieg des Working Capitals (minus 54,1 Mio. EUR) durch die Veränderungen bei sonstigen betrieblichen Aktiva und Passiva (plus 68,9 Mio. EUR) sowie durch einen weiteren Anstieg der Rückstellungen (plus 26,9 Mio. EUR) nicht vollständig kompensiert werden.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche betrug im Berichtsjahr minus 196,1 Mio. EUR (Vorjahr minus 349,4 Mio. EUR). Darin enthalten sind im Berichtsjahr Auszahlungen für Unternehmenserwerbe in Höhe von 119,7 Mio. EUR. Im Vorjahr war diese Kennzahl durch Geldanlagen sowie den Kauf von Wertpapieren mit einem Volumen von insgesamt 237,0 Mio. EUR geprägt.

Im Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Geschäftsbereiche (minus 270,3 Mio. EUR) spiegelt sich neben der Dividendenzahlung (134,7 Mio. EUR) insbesondere die vorzeitige Tilgung des Darlehens bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 100,0 Mio. EUR aus dem ersten Quartal wider. Dem standen im Vorjahr Tilgungen von Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau, eines Schuldscheindarlehens sowie der anteilige Rückkauf der Anleihe mit einem Volumen von insgesamt 406,8 Mio. EUR gegenüber.

Der Cash-Flow aus den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen betrug im Berichtsjahr 120,4 Mio. EUR. Hierin enthalten sind Mittelzuflüsse aus der Erledigung von Rechtsstreitigkeiten aus Altaktivitäten der mg technologies ag im Wege des Vergleichs. Im Vorjahr war diese Kennzahl wesentlich geprägt durch die Zuflüsse aus dem Verkauf des Segments GEA Heat Exchangers in Höhe von 1.059,3 Mio. EUR abzüglich der abgegangenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (79,2 Mio. EUR).

Cash-Flow-Treiber

Die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch die Realisierung profitablen Wachstums ist vorrangiges Unternehmensziel der GEA. Um den notwendigen finanziellen Spielraum dafür zu schaffen und den Konzern noch stärker auf das Ziel der Cash-Flow-Generierung auszurichten, ist die Cash-Flow-Treiber-Marge eine wesentliche Steuerungskennzahl des Konzerns, die auch im Bonussystem verankert ist.

Bei der Cash-Flow-Treiber-Marge handelt es sich um eine vereinfachte Cash-Flow-Größe (EBITDA abzüglich Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Capex) sowie der Veränderung des durchschnittlichen Working Capitals) im Verhältnis zum Umsatz.

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Operativer Cash-Flow-Treiber/operative Cash-Flow-Treiber-Marge (in Mio.
EUR)
31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
in %
Operatives EBITDA der letzten 12 Monate 621,0 590,7 5,1
Investitionen der letzten 12 Monate -90,7 -93,8 -3,3
Veränderung Working Capital (auf Basis des Durchschnitts der letzten 12 Monate) -54,5 -40,8 33,3
Operativer Cash-Flow-Treiber (Operatives EBITDA - Capex -/+ Veränderung Working Capital) 475,8 456,0 4,3
in % vom Umsatz (der letzten 12 Monate) 10,3 10,1 -

Der um Einmaleffekte bereinigte Cash-Flow-Treiber betrug im Berichtsjahr 475,8 Mio. EUR, nach 456,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die entsprechende operative Cash-Flow-Treiber-Marge belief sich auf 10,3 Prozent, nach 10,1 Prozent im Vorjahr. Das im Vergleich zu 2014 um 30,3 Mio. EUR höhere operative EBITDA war bei einem gegenläufigen Effekt aus dem Anstieg des Working Capitals die wesentliche Ursache für die Verbesserung dieser Kennzahl.

Vermögenslage

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Kurzfassung Bilanz (in Mio.
EUR)
31.12.2015 in % der Bilanzsumme 31.12.2014 in % der Bilanzsumme Veränderung
in %
Aktiva          
Langfristige Vermögenswerte 2.873,9 46,9 2.714,8 46,5 5,9
davon Goodwill 1.431,5 23,4 1.330,0 22,8 7,6
davon latente Steuern 491,1 8,0 469,3 8,0 4,6
Kurzfristige Vermögenswerte 3.247,3 53,1 3.117,2 53,5 4,2
davon flüssige Mittel 1.174,2 19,2 1.195,9 20,5 -1,8
davon zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 8,1 0,1 5,6 0,1 45,4
Summe Aktiva 6.121,2 100,0 5.832,0 100,0 5,0
Passiva          
Eigenkapital 2.844,2 46,5 2.527,2 43,3 12,5
Langfristige Schulden 1.272,6 20,8 1.558,4 26,7 -18,3
davon Finanzverbindlichkeiten 177,0 2,9 456,1 7,8 -61,2
davon latente Steuern 111,2 1,8 118,6 2,0 -6,3
Kurzfristige Schulden 2.004,4 32,7 1.746,4 29,9 14,8
davon Finanzverbindlichkeiten 300,7 4,9 133,5 2,3 > 100
Summe Passiva 6.121,2 100,0 5.832,0 100,0 5,0

Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 289,2 Mio. EUR bzw. 5,0 Prozent auf 6.121,2 Mio. EUR erhöht. Diese Bilanzverlängerung ist insbesondere auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den, durch die getätigten Akquisitionen bedingten, Anstieg bei den immateriellen Vermögensgegenständen zurückzuführen. Ebenfalls gestiegen sind die aktiven latenten Steuern, wohingegen bei den liquiden Mitteln eine leichte Reduzierung zu verzeichnen war. Das Verhältnis von lang- zu kurzfristigen Vermögensgegenständen hat sich weiter zu Gunsten der langfristigen Aktiva verschoben, deren Anteil zum 31. Dezember 2015 bei 46,9 Prozent lag (Vorjahr 46,5 Prozent).

Das Eigenkapital wurde deutlich um 317,0 Mio. EUR auf 2.844,2 Mio. EUR erhöht. Verbessert wurde diese Bilanzposition durch das Konzernergebnis von 361,9 Mio. EUR sowie durch Effekte aus der Währungsumrechnung (87,2 Mio. EUR). Dem stand die Dividendenausschüttung in Höhe von 134,7 Mio. EUR gegenüber. Die Eigenkapitalquote wurde im Vergleich zum 31. Dezember 2014 deutlich um 3,2 Prozentpunkte auf 46,5 Prozent verbessert.

Die langfristigen Schulden wurden insbesondere durch die laufzeitbedingte Umgliederung der Anleihe in Höhe von 274,2 Mio. EUR deutlich auf 1.272,6 Mio. EUR reduziert. Die kurzfristigen Schulden lagen zum Stichtag mit 2.004,4 Mio. EUR hingegen um 258,0 Mio. EUR über dem Wert am 31. Dezember 2014 (1.746,4 Mio. EUR). Einerseits spiegeln sich in dieser Bilanzposition die erwähnte laufzeitbedingte Umgliederung der Anleihe sowie die insbesondere im zweiten Quartal 2015 gebuchten Restrukturierungsrückstellungen wider (90,2 Mio. EUR), andererseits wurde das Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 100,0 Mio. EUR vorzeitig getilgt.

Vergleich Vermögenslage 2015 zu 2014* (in Mio. EUR)

*) Zahlen angepasst aufgrund der erstmaligen Einstufung eines Geschäftsbereichs als nicht fortgeführt (vgl. Seite 149 f.) und geänderter Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer (vgl. Seite 181 f.)

Entwicklung der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche

Übrige Gesellschaften

Die übrigen Gesellschaften im Bereich der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche hatten auch im Geschäftsjahr 2015 keine wesentliche Auswirkung auf das Konzernergebnis.

Im Bereich der ehemaligen Bergbauaktivitäten der mg technologies ag waren die Rückstellungen insbesondere für Maßnahmen der aktiven Gefahrenabwehr an Tagesöffnungen, die im Rahmen einer laufenden Risikoanalyse neu bewertet wurden, sowie aufgrund von Zinsänderungen bei der Bewertung von langfristigen Rückstellungen zu erhöhen. Dem gegenüber reduzierten sich die Risiken aus der Veräußerung der Lentjes weiter, sodass die diesbezüglichen Rückstellungen zum Teil aufgelöst werden konnten.

Mitarbeiter

Der Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz und die produktive Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2015. Dieser Dank gilt insbesondere den Arbeitnehmervertretungen im In- und Ausland für ihre verantwortungsbewussten und konstruktiven Beiträge.

Die Zahl der Mitarbeiter lag zum 31. Dezember 2015 bei 17.533 Beschäftigten. Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 (18.243 Mitarbeiter) sank die Zahl der Beschäftigten um insgesamt 710 Mitarbeiter. Veränderungen im Konsolidierungskreis haben die Mitarbeiterzahl um 495 erhöht. Der um diese Effekte bereinigte Mitarbeiterrückgang betrug somit 1.205 Vollzeitäquivalente, wovon etwa 830 Mitarbeiterkapazitäten auf das Programm "Fit For 2020" entfallen.

Der Mitarbeiterabbau hat in allen Regionen stattgefunden. Der höchste Abbau war in den Regionen Asien Pazifik, DACH & Osteuropa sowie in Nordamerika zu verzeichnen. Dennoch hat sich die Mitarbeiterverteilung über die Regionen nur marginal verändert.

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Mitarbeiter* nach Regionen 31.12.2015 31.12.2014
DACH & Osteuropa 6.667 38,0% 6.773 37,1%
Nord- und Mitteleuropa 3.118 17,8% 3.216 17,6%
Asien Pazifik 2.901 16,5% 3.188 17,5%
Westeuropa, Naher Osten & Afrika 2.664 15,2% 2.589 14,2%
Nordamerika 1.829 10,4% 2.090 11,5%
Lateinamerika 355 2,0% 387 2,1%
Gesamt 17.533 100,0% 18.243 100,0%

*) Mitarbeiteräquivalente ohne Auszubildende und ruhende Arbeitsverhältnisse

Talent Management und Entwicklung

GEA führt Talent Development-Programme für Zielgruppen verschiedener Senioritätsniveaus durch. Die beiden Programme "First Professional Program" und "Professionals on Stage" dienen der Identifizierung und Entwicklung von Mitarbeitern mit Führungspotenzial. Außerdem nimmt GEA, zusammen mit weiteren fünf renommierten internationalen Unternehmen, am Global Business Consortium der London Business School teil, das sich an Top-Führungskräfte richtet, um deren strategische Kompetenzen auszubauen.

GEA setzt auf einen exzellent ausgebildeten Nachwuchs und bietet unter anderem ein internationales Traineeprogramm für Hochschulabsolventen an. Das Programm trägt die Auszeichnung karriereförderndes und faires Traineeprogramm der Absolventa GmbH. Sowohl in kaufmännischen als auch in technischen Bereichen werden die Trainees konzernübergreifend über einen Zeitraum von 18 Monaten in in- und ausländischen Unternehmen der GEA auf weiterführende Aufgaben vorbereitet. Für Schulabsolventen werden duale Studiengänge in Kooperation mit Fachhochschulen und Universitäten angeboten. Diese dualen Ausbildungsgänge führen in 6 Semestern zu Bachelorabschlüssen in verschiedenen Fachbereichen. Darüber hinaus bildet GEA auch in den klassischen Ausbildungsberufen des Maschinenbaus aus.

Ziel der GEA ist es, mindestens 80 Prozent der obersten Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei Positionswechseln oder Fluktuation durch interne Nachfolgekandidaten zu besetzen. Hierzu wurde ein systematischer Prozess aufgesetzt, der entsprechende Kandidaten identifiziert und regelmäßig qualifiziert, wodurch im Bedarfsfall eine vakante Position ad-hoc übernommen werden könnte.

Lernen und Weiterbildung

Seit Ende des Jahres 2015 steht den Mitarbeitern weltweit mit dem GEA Learning Center Portal eine zentrale Lern- und Trainings-Plattform zur Verfügung. Das aktuelle Angebot umfasst E-Learning-Programme zu fachlichen und betriebswirtschaftlichen Themen sowie Führungstrainings. Produkt- und Anwendungstrainings werden über die beiden Geschäftsbereiche der GEA angeboten.

Für Führungskräfte werden weltweit Leistungsbeurteilungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Die Ergebnisse stellen dabei eine Grundlage für die individuelle Entwicklungsplanung der Führungskräfte dar.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GEA Group Aktiengesellschaft

Ergänzend zur Konzernberichterstattung wird im Folgenden die Entwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft (Konzernleitung) erläutert. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er wird hier in Kurzfassung dargestellt.

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Vermögenslage der GEA Group AG (HGB) (in Mio.
EUR)
31.12.2015 in % der Bilanzsumme 31.12.2014 in % der Bilanzsumme
Aktiva        
Immaterielle Vermögensgegenstände 3,8 0,1 4,0 0,1
Sachanlagen 1,6 - 2,0 -
Finanzanlagen 2.600,5 55,8 2.842,7 59,6
Anlagevermögen 2.605,9 55,9 2.848,7 59,7
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 910,4 19,6 714,7 15,0
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 882,6 19,0 677,9 14,2
davon Sonstige Vermögensgegenstände 27,8 0,6 36,8 0,8
Wertpapiere 37,0 0,8 37,0 0,8
Flüssige Mittel 1.100,5 23,6 1.167,3 24,4
Umlaufvermögen 2.047,9 44,0 1.919,0 40,2
Rechnungsabgrenzungsposten 3,1 0,1 3,2 0,1
Summe 4.656,9 100,0 4.770,9 100,0
Passiva        
Gezeichnetes Kapital 520,4 11,2 520,4 10,9
Kapitalrücklage 250,8 5,4 250,8 5,3
Gewinnrücklage 731,7 15,7 741,7 15,5
Bilanzgewinn 154,4 3,3 136,5 2,9
Eigenkapital 1.657,3 35,6 1.649,4 34,6
Rückstellungen 295,9 6,4 288,0 6,0
Anleihen 274,7 5,9 274,7 5,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 140,0 3,0 240,0 5,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.272,3 48,8 2.301,2 48,2
Sonstige Verbindlichkeiten 16,0 0,3 15,0 0,3
Verbindlichkeiten 2.703,0 58,0 2.830,9 59,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 - 2,6 0,1
Summe 4.656,9 100,0 4.770,9 100,0

Die Verringerung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 114,0 Mio. EUR resultiert überwiegend aus dem Rückgang von langfristigen Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 242,2 Mio. EUR sowie eine, im Wesentlichen auf die Darlehenstilgung zurückzuführende, Reduzierung der liquiden Mittel von 66,8 Mio. EUR. Gegenläufig war die Entwicklung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Rahmen der Konzernfinanzierung um 204,7 Mio. EUR auf 882,6 Mio. EUR angestiegen sind.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 142,6 Mio. EUR abzüglich der im Geschäftsjahr 2015 gezahlten Dividende in Höhe von 134,7 Mio. EUR führte zur Erhöhung des Eigenkapitals um 7,9 Mio. EUR auf 1.657,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote ist um 1,0 Prozentpunkte auf 35,6 Prozent gestiegen. Die vorzeitige Tilgung des Darlehens bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 100,0 Mio. EUR spiegelt sich in der Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wider.

Die übrigen Bilanzpositionen haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt nur geringfügig verändert.

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Gewinn- und Verlustrechnung der GEA Group AG (HGB) (in Mio.
EUR)
31.12.2015 in % 31.12.2014 in %
Sonstige betriebliche Erträge 435,1 274,0 140,6 91,4
Personalaufwand -38,7 -24,4 -32,6 -21,2
Abschreibungen -0,8 -0,5 -1,0 -0,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -308,8 -194,5 -231,5 -150,5
Beteiligungsergebnis 66,2 41,7 278,0 180,8
Zinsergebnis 5,8 3,7 0,3 0,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 158,8 100,0 153,8 100,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16,2 -10,2 -13,1 -8,5
Jahresüberschuss 142,6 89,8 140,7 91,5
Gewinnvortrag 1,8 1,1 0,8 0,5
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 10,0 6,3 - -
Einstellung in andere Gewinnrücklagen - - -5,0 -3,3
Bilanzgewinn 154,4 97,2 136,5 88,8

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen werden die Währungskursgewinne und -verluste aus eigenen Sicherungsgeschäften und solchen für verbundene Unternehmen wie im Vorjahr brutto ausgewiesen. Der Saldo aus den entsprechenden Erträgen in Höhe von 229,8 Mio. EUR (Vorjahr 100,1 Mio. EUR) und Aufwendungen von 223,7 Mio. EUR (Vorjahr 99,4 Mio. EUR) ergibt einen Nettoertrag aus Kursgewinnen von 6,1 Mio. EUR (Vorjahr Nettoertrag 0,7 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben den Währungskursgewinnen Erträge aus der Erledigung von Rechtsstreitigkeiten aus Altaktivitäten der mg technologies ag im Wege des Vergleichs, aus der Weiterbelastung der konzerninternen Service-Fee und Trademark-Fee an Tochtergesellschaften und aus Nebengeschäften sowie aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben den Währungskursverlusten vor allem Gutachten- und Beratungsaufwendungen sowie Fremdleistungen. Die Gutachten- und Beratungsaufwendungen in Höhe von 40,7 Mio. EUR (Vorjahr 38,7 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus Beratungsaufwendungen im Rahmen der Umstrukturierung.

Das Beteiligungsergebnis resultiert aus Erträgen und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen. In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen sind hauptsächlich die abgeführten Gewinne der GEA Mechanical Equipment GmbH, der GEA Refrigeration Germany GmbH sowie der GEA TDS GmbH enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen enthalten insbesondere die übernommenen Verluste der GEA Farm Technologies GmbH, der GEA Diessel GmbH, der GEA IT Services GmbH, der ZiAG Plant Engineering GmbH sowie der mg Altersversorgung GmbH. Die Erträge aus Gewinnabführungen sowie die Aufwendungen aus Verlustübernahmen waren durch Einmalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen geprägt.

Das Zinsergebnis ist um 5,5 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) gestiegen. Dies resultiert überwiegend aus dem geringeren Zinsaufwand durch die Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dem im Dezember 2014 durchgeführten anteiligen Rückkauf der Anleihe in Höhe von 125,3 Mio. EUR.

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Cash-Flow der GEA Group AG (HGB) (in Mio.
EUR)
2015 2014
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 168,0 1.022,2
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -0,1 165,9
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -234,7 -552,7
Flüssige Mittel 1.100,5 1.167,3

Die Geschäftsentwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des GEA Konzerns. Sie werden im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. Aus den Beziehungen zu den Tochterunternehmen können außerdem Belastungen aus gesetzlichen und vertraglichen Haftungsverhältnissen (insbesondere Finanzierungen) resultieren.

Für die GEA Group Aktiengesellschaft wird als bedeutsamster Leistungsindikator der Jahresüberschuss (HGB) gesehen, um daraus sowie aus den verfügbaren Rücklagen eine Dividendenzahlung in Höhe von 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses (IFRS) leisten zu können. Für das Geschäftsjahr 2016 wird aufgrund der Einsparungen durch die Restrukturierung für den Jahresüberschuss ein leicht erhöhtes Niveau gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 erwartet.

Aufgrund ihrer Verflechtungen mit dem Gesamtkonzern wird in Bezug auf die zukünftige Geschäftsentwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft auf das Kapitel "Ausblick auf die Geschäftsentwicklung" verwiesen (vgl. Seite 100 f.).

Gewinnverwendungsvorschlag

Der handelsrechtliche Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft weist einen Jahresüberschuss von 142,6 Mio. EUR aus. Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Betrag in Höhe von 10,0 Mio. EUR aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 154,4 Mio. EUR eine gegenüber dem Vorjahr von 0,70 EUR auf 0,80 EUR angehobene Dividende je Aktie für die insgesamt 192.495.476 Aktien (Vorjahr 192.495.476 Aktien) an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von 0,5 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Auszahlung der Dividende erfolgt aus dem steuerlichen Einlagekonto (§ 27 KStG) und daher ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende im Jahr der Zahlung grundsätzlich nicht der laufenden Besteuerung. Nach allgemeiner Auffassung der deutschen Finanzverwaltung (vgl. BMF-Schreiben vom 22. Dezember 2009, Rz. 92) stellt die Dividendenzahlung aus dem steuerlichen Einlagekonto eine Rückgewähr von Einlagen dar, die zu einer nachträglichen Reduzierung der Anschaffungskosten für die Aktien führt. Dies kann zu einer Besteuerung höherer Veräußerungsgewinne bei späteren Aktienverkäufen führen.

Erläuternde Angaben gem. § 289 Abs. 4, 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5, Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Beschränkungen von Rechten

Das gezeichnete Kapital der GEA Group Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 betrug 520.375.765,57 EUR und ist in 192.495.476 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Alle Aktien sind Stammaktien. Die mit diesen verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Teilnahme am GEA Performance Share Programm erfordert ein Eigeninvestment der Teilnehmer in GEA Aktien, die einer Haltepflicht von 3 Jahren unterliegen. Bei Verstoß gegen diese Bedingung erlischt die Teilnahmeberechtigung.

Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Zum 31. Dezember 2015 bestand keine Beteiligung an der Gesellschaft, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreitet.

Vorschriften über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie über Satzungsänderungen

Der Vorstand wird gemäß den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG bestellt und abberufen.

Gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung der GEA Group Aktiengesellschaft können Satzungsänderungen, soweit gesetzlich zulässig, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst werden. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Im Übrigen gilt für Satzungsänderungen § 179 AktG.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 23. April 2017 das Grundkapital um bis zu 77 Mio. EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. April 2020 das Grundkapital um bis zu 130 Mio. EUR ganz oder teilweise, durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen auszuschließen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) um eine Aktiendividende (scrip dividend) durchzuführen, bei der den Aktionären der GEA Group Aktiengesellschaft angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien einzulegen, (ii) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen und (iii) um Gläubigern der von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflichtpflicht zustünde. Der anteilige Betrag am Grundkapital der GEA Group Aktiengesellschaft, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 10 Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital II sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. April 2020 das Grundkapital um bis zu 52 Mio. EUR ganz oder teilweise, durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital III) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Im Rahmen dieses Bezugsrechtsausschlusses dürfen die auszugebenden Aktien gem. §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung überschreiten (Höchstgrenze). Die Höchstgrenze vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf eigene Aktien entfällt, die (i) während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden oder (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten auszugeben sind, die von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, (i) um Spitzenbeträge auszugleichen und (ii) um den Gläubigern der von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflichtpflicht zustünde. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital III sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Das Grundkapital wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. April 2015 um bis zu 51.903.633,82 EUR, eingeteilt in bis zu 19.200.000 auf den Inhaber lautendende Stückaktien, bedingt erhöht (§ 4 Abs. 6 der Satzung, Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente, die die GEA Group Aktiengesellschaft oder deren Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 16. April 2015 gegen Bareinlage ausgegeben haben, ihre Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit die Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten nicht durch eigene Aktien, durch Ausgabe von Aktien aus genehmigten Kapital oder durch andere Leistungen bedient werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die neuen Aktien nehmen ab Beginn des Geschäftsjahrs, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. der Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die GEA Group Aktiengesellschaft ist durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 16. April 2015 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien mit einem auf diese entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 15. April 2020. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Anschließend dürfen die Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwendet werden. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats dürfen sie insbesondere auch (i) in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn dies zu einem Preis geschieht, der den Preis der Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet, (ii) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zu dem Zweck Unternehmen-, Unternehmensteile, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben, an Dritte übertragen werden, (iii) zur Bedienung von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen verwendet werden, (iv) zur Durchführung einer Aktiendividende (scrip dividend) verwendet oder (v) eingezogen werden. Die weiteren Einzelheiten der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 16. April 2015 zum Aktienrückkauf sind in der Einladung zur Hauptversammlung, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 9. März 2015, nachzulesen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Bezogen auf die syndizierte Kreditlinie ("Club Deal") in Höhe von 650 Mio. EUR können die einzelnen Kreditgeber im Falle eines Kontrollwechsels Neuziehungen ablehnen. Bereits laufende Ziehungen dürfen mit zwanzigtägiger Vorlaufzeit fällig gestellt und die entsprechende Linie gekündigt werden.

Bei der Anleihe in Höhe von ca. 275 Mio. EUR hat jeder Anleihegläubiger das Recht, die Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen durch die Emittentin zum Nennbetrag, zuzüglich aufgelaufener Zinsen, zu verlangen, wenn ein Kontrollwechsel eintritt und es innerhalb von 90 Tagen nach dem Eintritt des Kontrollwechsels zu einer Absenkung des Ratings in ein Non-Investmentgrade-Kreditrating aufgrund des Kontrollwechsels kommt. Zur Ausübung dieses Rechts auf vorzeitige Rückzahlung muss der Anleihegläubiger innerhalb eines Zeitraums von 45 Tagen nach Veröffentlichung des Ereignisses durch die Emittentin eine entsprechende Ausübungserklärung einreichen.

Bei den Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 90 Mio. EUR sind die Darlehensgeber im Falle eines Kontrollwechsels berechtigt, die vorzeitige Rückzahlung ihrer Darlehensforderung einschließlich Zinsen bis zum Stichtag der vorzeitigen Rückzahlung zu verlangen. Der Stichtag wird durch die Darlehensnehmerin festgelegt. Er darf nicht weniger als 60 und nicht mehr als 90 Tage nach dem Zeitpunkt liegen, an dem die Darlehensnehmerin Kenntnis von dem Kontrollwechsel erlangt und dies den Darlehensgebern über die Zahlstelle mitgeteilt hat.

Bei dem Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 50 Mio. EUR ist die Bank im Fall eines Kontrollwechsels berechtigt, das Darlehen zu kündigen und die vorzeitige Rückzahlung des Darlehens, zuzüglich aufgelaufener Zinsen, zu verlangen. Die Darlehensnehmerin ist in diesem Fall verpflichtet, den Betrag zu dem von der Bank bezeichneten Datum zurückzuzahlen, welches nicht früher als 30 Tage nach dem Rückzahlungsverlangen liegen darf.

Bei einem Kreditrahmenvertrag in Höhe von 230 Mio. EUR, der vorwiegend für die Ausstellung von Avalen für Tochtergesellschaften verwendet wird, hat der Kreditgeber im Falle eines anstehenden Kontrollwechsels das Recht, die Weiterführung des Vertrags zu veränderten Bedingungen zu verhandeln. Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird der Kreditrahmenvertrag mit sofortiger Wirkung fällig. In diesem Fall ist der Kreditgeber innerhalb zweier Monate aus Avalverpflichtungen zu befreien bzw. nach Wahl des Kreditnehmers eine Barhinterlegung in Höhe der offenen Avalverpflichtungen vorzunehmen.

Kommt es zu einem Wechsel in der Unternehmenskontrolle, so verfallen alle Performance Shares aus dem GEA Performance Share Plan. Für die verfallenen Performance Shares erhalten die Führungskräfte, die an dem Programm teilgenommen haben, eine Entschädigungszahlung. Diese entspricht dem jeweils zugeteilten Zielwert.

Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge und des GEA Performance Share Plans liegt insbesondere dann vor, wenn die Mehrheit der Stimmrechte oder der Kapitalanteile auf eine Person oder Personengruppe übergegangen ist.

Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern

Im Falle eines Kontrollwechsels ist in den Vorstandsverträgen eine Regelung zur Berechnung der Tantieme enthalten. Einzelheiten dazu sind im Vergütungsbericht ab Seite 71 dargestellt. Weitere Entschädigungsvereinbarungen mit Arbeitnehmern bestehen in Bezug auf Performance Shares aus dem GEA Performance Share Plan.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Siehe dazu im Lagebericht unter "Risikomanagementsystem" und "Internes Kontrollsystem" auf den Seiten 86 ff.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

GEA hat das Geschäftsjahr 2015 trotz der erneuten konjunkturellen Eintrübung sowie der gleichzeitigen Belastung durch einen umfassenden Konzernumbau erfolgreich abgeschlossen. Die Konzernkennzahlen unterstreichen die solide Performance.

Das immer anspruchsvollere Marktumfeld war zu Beginn des Jahres geprägt von der griechischen Staatsschuldenkrise und wurde verschärft durch eine Konjunktureintrübung in vielen Schwellenländern - insbesondere in China, dem zweitgrößten Absatzmarkt der GEA. Zusätzlich haben zunehmende geopolitische Spannungen die Weltwirtschaftsentwicklung negativ beeinflusst.

Im Konzern wurde die neue Konzernstruktur der GEA, die intern nun deutlich zentraler ausgerichtet ist und extern die Kunden mit einheitlichen Landesorganisationen wesentlich direkter anspricht, weitgehend und im Zeitplan umgesetzt. Die bereits erzielten Einsparungen lagen zum Ende des Jahres sogar leicht über den Erwartungen. Zusätzlich wurden im abgelaufenen Jahr 4 Akquisitionen mit einem jährlichen Umsatzvolumen von mehr als 120 Mio. realisiert. Vor diesem Hintergrund blickt der Konzern auf eine mehr als solide Leistung im Geschäftsjahr 2015 zurück.

Beim Umsatz konnte GEA trotz herausfordernden Rahmenbedingungen ein Wachstum von 1,9 Prozent realisieren und erreichte mit 4,6 Mrd. EUR einen neuen Höchstwert. Dazu haben beide Business Areas mit Umsätzen auf Rekordniveau beigetragen. Noch besser ist die Leistung beim operativen Ergebnis (EBITDA) ausgefallen. Dieses wurde um über 5 Prozent auf 621,0 Mio. EUR gesteigert. Das entspricht einer operativen EBITDA-Marge von 13,5 Prozent. Sowohl das operative EBITDA als auch die entsprechende Marge stellen neue Rekordwerte für die heutige GEA dar. Hinsichtlich des operativen Cash-Flow-Treibers wurde im Verhältnis zum Umsatz mit 10,3 Prozent ebenfalls ein sehr guter Wert erreicht. GEA zeigt sich somit weiterhin in einer wirtschaftlich robusten Verfassung.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass mit Ausnahme der Prognose für die Umsatzerlöse, alle zu Beginn des Geschäftsjahrs 2015 kommunizierten Prognosen erreicht bzw. übertroffen wurden und das erhöhte Ergebnis je Aktie sowie die handelsrechtlichen Rücklagen der GEA Group Aktiengesellschaft einen erhöhten Dividendenvorschlag ermöglicht haben. Damit ist die Geschäftsentwicklung der GEA im Jahr 2015 insgesamt positiv zu beurteilen.

Nachtragsbericht

Am 2. Februar 2016 hat GEA eine Vereinbarung zur Übernahme von Imaforni Int'l S.p.A., einem führenden Anbieter anspruchsvoller Produktionsanlagen und Lösungen für Feingebäck, geschlossen.

Das im italienischen Verona ansässige Unternehmen mit rund 210 Mitarbeitern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 rund 85 Mio. EUR Umsatz. Diese Akquisition stärkt GEAs "Application Center Bakery" mit modernen Produktionslinien, insbesondere für Kekse und Cracker.

Nachdem am 23. September 2015 zwei neue Vorstandsmitglieder berufen wurden (vgl. Seite 37) bzw. Markus Hüllmann zum Ende des Geschäftsjahres das Unternehmen verlassen hat, wurden die Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 neu zugeordnet. Ab diesem Zeitpunkt verantwortet der Vorstandsvorsitzende Jürg Oleas alle Regionen, Dr. Helmut Schmale alle Finanzfunktionen sowie das Shared Service Center, Steffen Bersch die Business Area Equipment, Niels Erik Olsen die Business Area Solutions und Dr. Stephan Petri neben seiner Funktion des Arbeitsdirektors die Ressorts Personal, Recht & Compliance sowie Internal Audit.

Darüber hinaus gab es im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahrs 2015 und dem Aufstellungsstichtag des Geschäftsberichts keine Entwicklungen von besonderer Bedeutung, die einen Einfluss auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns hätten.

Corporate Governance Bericht inklusive Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung ist nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Eine transparente, verantwortungsvolle und auf langfristige Wertsteigerung zielende Unternehmensführung und -kontrolle hat bei der GEA Group Aktiengesellschaft einen hohen Stellenwert. Dabei richten wir unser Handeln an den anerkannten Grundsätzen der Corporate Governance aus und setzen die Anregungen und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 (bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015) weitestgehend um.

Entsprechenserklärung

Die GEA Group Aktiengesellschaft entspricht den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit folgender Ausnahme und wird ihnen auch in Zukunft mit dieser Ausnahme entsprechen:

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder weist derzeit nicht insgesamt und nicht hinsichtlich aller variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen auf (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK).

Erläuterung:

Wenn die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder zu einer außergewöhnlichen Wertsteigerung für die Aktionäre der Gesellschaft führt, kann der Aufsichtsrat gemäß den Vorstandsverträgen im Rahmen seines pflichtgemäßen Ermessens eine Sondertantieme gewähren. Auf diese Sondertantieme besteht kein Anspruch der Vorstandsmitglieder. Die entsprechende Regelung in den Vorstandsverträgen dient allein als Ermächtigungsgrundlage für den Aufsichtsrat, um in außergewöhnlichen Situationen eine angemessene Ermessensentscheidung gemäß Gesetz und innerhalb der Grenzen der höchstrichterlichen Rechtsprechung treffen zu können. Diese nur in Ausnahmesituationen mögliche Sondertantieme ist derzeit noch nicht in allen Vorstandsverträgen ausdrücklich betragsmäßig begrenzt. Ein Eingriff in bestehende Verträge ist unseres Erachtens vor dem Hintergrund der bereits vorhandenen restriktiven gesetzlichen und höchstrichterlichen Grenzen nicht erforderlich. Eine entsprechende Anpassung der Vorstandsverträge erfolgt sukzessive im Rahmen von Wieder- oder Neubestellungen von Vorstandsmitgliedern.

Seit der Entsprechenserklärung vom 18. Dezember 2014 entsprach die GEA Group Aktiengesellschaft den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 24. Juni 2014 sowie, seit deren Bekanntmachung im Bundesanzeiger, in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit der vorstehend erläuterten Ausnahme in Bezug auf Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK.

 

Düsseldorf, 17. Dezember 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Jürgen Heraeus

Jürg Oleas

Für den Vorstand

Dr. Stephan Petri

Corporate Governance Bericht

Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex der GEA Group Aktiengesellschaft schreibt für die geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns die Beachtung sämtlicher Gesetze und hoher ethischer Standards vor. Der Verhaltenskodex gilt weltweit für alle Mitarbeiter und Organe der GEA. Er wird durch Richtlinien zu Einzelthemen ergänzt, insbesondere durch die Antikorruptionsrichtlinie. Schließlich wurden gemeinsam mit dem Europäischen Betriebsrat Grundsätze sozialer Verantwortung ("Codes of Conduct") vereinbart, die ethische, soziale und rechtliche Standards festlegen, welche für alle Mitarbeiter der GEA bindend sind. Auf Basis des Verhaltenskodex und der "Codes of Conduct" existiert für die Bereiche Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umweltschutz (Health, Safety & Environment - "HSE") eine weltweit gültige, einheitliche Politik. Der Verhaltenskodex, die Antikorruptionsrichtlinie, die HSE Politik und weitere Informationen sind auf der Internetseite der GEA Group Aktiengesellschaft unter Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

Compliance

Compliance als Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch Konzernunternehmen ist bei GEA eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Dazu wurde bereits vor Jahren eine Compliance Organisation aufgebaut. Der Fokus der konzernweiten Compliance-Aktivitäten liegt in den Bereichen der Korruptionsprävention, Kartellrecht, Exportkontrolle und Datenschutz. Der Chief Compliance Officer koordiniert und betreibt die Umsetzung von Compliance Maßnahmen insbesondere in diesen Bereichen. Er berichtet in dieser Funktion sowohl an den Vorstand als auch an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Der Chief Compliance Officer wird durch die weitere rechtliche Compliance- und operative Exportkontrollorganisation unterstützt. Diese wurde im Zusammenhang mit dem Projekt "Fit for 2020" angepasst. Zentrale rechtliche Compliance-Aktivitäten sind nunmehr in der Abteilung "Compliance & Principle Legal Matters" innerhalb der konzernweiten Rechtsabteilung gebündelt. An die Stelle der früheren Segment Compliance Officer traten mit dem Inkrafttreten der neuen Organisation die Business Area Compliance Officer, die ebenfalls der zentralen Rechtsabteilung angehören. Unverändert ist für jede operative Gesellschaft ein Company Compliance Manager benannt. Zudem wird bei Bedarf ein Compliance Komitee einberufen, welches den Chief Compliance Officer berät. Parallel hierzu besteht bei GEA eine weltweite operative Exportkontrollorganisation. Dabei wurden mit Inkrafttreten der neuen Organisation die früheren Segment Export Manager durch die Business Area Export Manager ersetzt. Unverändert ist für jede operative Gesellschaft ein Company Export Manager benannt.

Die Mitglieder der Compliance Organisation treffen sich regelmäßig, um über neueste Entwicklungen und mögliche Auswirkungen bzw. Ergänzungen des Compliance Programms der GEA zu beraten. Seit dem 1. Dezember 2014 verfügt GEA über das sogenannte Integrity System, das weltweit implementiert wurde. Das Integrity System gibt den Mitarbeitern der GEA und außenstehenden Dritten die Möglichkeit, über ein internetbasiertes System mögliche Compliance-Verstöße oder Verstöße gegen die GEA Codes of Conduct - Grundsätze sozialer Verantwortung - zu melden. Ebenfalls regelmäßig werden Präsenz- und webbasierte Schulungen der für Compliance zuständigen Konzern-Mitarbeiter zu aktuellen Themen und Regelungen, die im Gesetz, dem Verhaltenskodex und ergänzenden Compliance Richtlinien der GEA enthalten sind, durchgeführt. Vor-Ort-Gespräche von Vertretern der Compliance-Organisation mit lokalen Führungskräften zur Evaluierung von Best-Practices im Konzern sowie eine enge Zusammenarbeit der Compliance-Organisation mit der Konzernrevision runden das umfangreiche Compliance-Programm der GEA ab.

Schließlich wurde eine Organisation im Bereich HSE mit dem Ziel aufgebaut, konzernweit geltende Richtlinien, Programme und Verfahren auf diesem Gebiet zu entwickeln und umzusetzen.

Verantwortungsvoller Umgang mit Risiken

Nachhaltiges Wachstum lässt sich nur erreichen, wenn neben den Chancen auch die Risiken unternehmerischen Handelns erkannt und angemessen berücksichtigt werden. Ein effektives Kontroll- und Risikomanagementsystem gehört daher zu den Kernelementen der Corporate Governance bei GEA. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie auf den Seiten 86 ff. dieses Geschäftsberichts.

Transparenz in Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die GEA Group Aktiengesellschaft verpflichtet sich zu einer transparenten Berichterstattung. Der Konzernabschluss und der Halbjahresfinanzbericht der Gesellschaft werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft basiert auf dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Der Aufsichtsrat beauftragt den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung und der Compliance, stimmt mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte ab und beschließt über die Honorarvereinbarung. Dabei wird sichergestellt, dass die Arbeit des Abschlussprüfers nicht durch Interessenkonflikte beeinträchtigt wird und der Abschlussprüfer unverzüglich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Neben dem Konzern- und Jahresabschluss werden auch die Halbjahres- und Quartalsberichte vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert.

Ausführliche Berichterstattung

Die GEA Group Aktiengesellschaft kommuniziert offen, aktiv und ausführlich. Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten und die interessierte Öffentlichkeit werden von der GEA Group Aktiengesellschaft regelmäßig, zeitnah und gleichberechtigt über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen informiert. Ein wichtiges Medium hierzu ist die Internetseite des Unternehmens. Dort findet man die Geschäfts- und Zwischenberichte, Pressemitteilungen, Ad-hoc- und sonstige Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, den Finanzkalender sowie andere relevante Informationen. Darüber hinaus werden regelmäßig Analysten- und Pressekonferenzen sowie Veranstaltungen für Investoren durchgeführt. Sämtliche Präsentationen dieser Veranstaltungen sind ebenfalls auf unserer Internetseite unter "Investoren" abrufbar.

Directors' Dealings und Aktienbesitz von Organmitgliedern

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen sind gemäß § 15a WpHG verpflichtet, meldepflichtige Geschäfte in Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn die in einem Kalenderjahr getätigten Geschäfte die Grenze von 5.000 EUR erreichen oder überschreiten. Die der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens abrufbar. Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft beträgt weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Wertpapierorientiertes Vergütungsprogramm für leitende Mitarbeiter der Gesellschaft

Mit Wirkung zum 1. Juli 2006 hat die GEA Group Aktiengesellschaft für bestimmte Führungskräfte unterhalb des Vorstands unter dem Namen "GEA Performance Share Plan" ein langfristiges, am Aktienkurs orientiertes Vergütungsprogramm aufgelegt. Einzelheiten hierzu finden Sie unter Ziffer 7.3.4 (vgl. Seite 190 ff.) des Anhangs zum Konzernabschluss.

Unternehmensführung und -kontrolle: Vorstand und Aufsichtsrat

Die GEA Group Aktiengesellschaft unterliegt dem deutschen Aktienrecht und verfügt daher über ein duales Führungssystem, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Konzerns. Der Aufsichtsrat, der aus zwölf Mitgliedern besteht, von denen jeweils die Hälfte Anteilseigner- bzw. Arbeitnehmervertreter sind, bestellt, berät und überwacht den Vorstand. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen; ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Vorstand

Der Vorstand führt das Unternehmen gesamtverantwortlich nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung sowie den geltenden Geschäftsordnungen und Konzernrichtlinien. Im Rahmen der Geschäftsordnung des Vorstands leitet jedes Vorstandsmitglied das ihm durch den Geschäftsverteilungsplan zugewiesene Arbeitsgebiet selbständig und unter eigener Verantwortung, wobei es den Gesamtvorstand laufend über die wesentlichen geschäftlichen Angelegenheiten unterrichtet. Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung oder besonderer Tragweite unterliegen der Beschlussfassung des Gesamtvorstands. Die Beschlüsse des Vorstands werden in regelmäßig stattfindenden Sitzungen oder, falls kein Vorstandsmitglied widerspricht, schriftlich, mündlich (auch telefonisch), durch Telefax oder sonstige gebräuchliche Kommunikationsmittel wie E-Mail gefasst. Jedes Vorstandsmitglied muss Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenlegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber informieren.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagementsystems und der Compliance. Bei wichtigen Anlässen und bei geschäftlichen Angelegenheiten, die auf die Lage der Gesellschaft von erheblichem Einfluss sein können, wird der Vorsitzende des Aufsichtsrats durch den Vorstand unverzüglich unterrichtet. Für bedeutende Geschäftsvorgänge legen die Satzung und Geschäftsordnungen Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest. Weitere Informationen zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern finden Sie auf den Seiten 21 und 232 dieses Geschäftsberichts.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hält auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, regelmäßig Kontakt und berät mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens. Im Regelfall finden in jedem Kalenderjahr 6 Sitzungen des Aufsichtsrats statt, an denen die Mitglieder des Vorstands teilnehmen, soweit der Vorsitzende des Aufsichtsrats nichts anderes bestimmt. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in der Regel in diesen Sitzungen gefasst. Auf Anordnung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und wenn die Mehrheit seiner Mitglieder nicht unverzüglich widerspricht, können Beschlüsse auch in einer Telefon- oder Videokonferenz oder außerhalb von Sitzungen durch schriftliche, in Textform übermittelte oder telefonische Stimmabgabe gefasst werden. Beschlüsse bedürfen der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht gesetzlich eine andere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn nach der Einladung aller Mitglieder mindestens die Hälfte der Mitglieder persönlich, per Telefon- oder Videokonferenz oder durch schriftliche oder in Textform übermittelte Stimmabgabe gemäß § 108 Abs. 3 AktG an der Beschlussfassung teilnimmt.

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse beachten bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie bei ihren Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben einer ausgewogenen fachlichen und persönlichen Qualifikation auch das Kriterium der Vielfalt (Diversity).

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 17. Dezember 2015 die zuletzt im Geschäftsjahr 2014 festgelegten konkreten Ziele für seine Zusammensetzung unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex angepasst und wie folgt neu beschlossen: Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen - unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation - insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. In diesem Zusammenhang achtet der Aufsichtsrat auch auf Branchenkenntnis, eine angemessene Anzahl von unabhängigen Mitgliedern, internationale Erfahrung sowie Vielfalt. Im Hinblick auf das Wohl des Unternehmens soll das ausschlaggebende Kriterium für die Besetzung von Aufsichtsratsmandaten stets die fachliche und persönliche Eignung der Kandidatin bzw. des Kandidaten sein.

Im Hinblick auf Ziffer 5.4.1 Absatz 1 Satz 1 des Deutschen Corporate Governance Kodex strebt der Aufsichtsrat für die aktuelle sowie die kommende Wahlperiode eine Zusammensetzung an, die folgende Elemente berücksichtigt: Die Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern mit internationalem Hintergrund soll mindestens im bisherigen Umfang beibehalten werden. Der Aufsichtsrat soll im Hinblick auf Herkunft, den beruflichen und kulturellen Hintergrund sowie Alter und Geschlecht seiner Mitglieder vielfältig zusammengesetzt sein. Dem Aufsichtsrat soll eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören (§ 2 Abs. 3 Geschäftsordnung des Aufsichtsrats). Der Aufsichtsrat ist bestrebt, dass mindestens 2/3 der Vertreter der Anteilseigner unabhängig im Sinne der Definition in Ziffer 5.4.2 Satz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sind. Die fortlaufende Zugehörigkeit eines Mitglieds zum Aufsichtsrat soll in der Regel drei volle Wahlperioden bzw. einen Zeitraum von 15 Jahren nicht überschreiten. Bei Wahlvorschlägen sollen in der Regel nur Personen berücksichtigt werden, die zum Zeitpunkt der Hauptversammlung, die über den Wahlvorschlag entscheidet, das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (§ 2 Abs. 1 Geschäftsordnung des Aufsichtsrats). Der Aufsichtsrat setzt diese Ziele in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung um.

Durch die im November 2014 erfolgte Bestellung von Brigitte Krönchen als neue Vertreterin der Arbeitnehmerseite ist die Zahl der weiblichen Mitglieder im Aufsichtsrat auf 3 gewachsen, sodass der Frauenanteil im Aufsichtsrat aktuell 25 Prozent beträgt. Der Aufsichtsrat ist sich bewusst, dass mit Inkrafttreten des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst eine verpflichtende Quote für das im Aufsichtsrat unterrepräsentierte Geschlecht von mindestens 30 Prozent festgelegt wurde, die bei der Neubesetzung von Aufsichtsratsmandaten ab 2016 Anwendung findet. Die Kandidatenvorschläge für künftige Aufsichtsratswahlen werden diesem Erfordernis Rechnung tragen.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch Ausschüsse unterstützt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um das Präsidium und den Prüfungsausschuss. Daneben gibt es noch den gesetzlich zu bildenden Vermittlungsausschuss sowie den vom Corporate Governance Kodex empfohlenen Nominierungsausschuss. Das Präsidium, der Prüfungsausschuss und der Vermittlungsausschuss bestehen aus jeweils 4 Mitgliedern und sind paritätisch mit Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern besetzt.

Der Nominierungsausschuss besteht aus 3 Mitgliedern, die gemäß Ziffer 5.3.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich Anteilseignervertreter sind.

Das Präsidium und der Prüfungsausschuss treten jeweils im Regelfall zu 4 bzw. 5 Sitzungen im Kalenderjahr zusammen. Beschlüsse von Präsidium und Prüfungsausschuss werden in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit der Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Beschlussgegenstand der jeweilige Vorsitzende eine zweite Stimme. Der Nominierungs- und der Vermittlungsausschuss treten nur bei Bedarf zusammen.

Aufgabe des Präsidiums, dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats als Ausschussvorsitzender angehört, ist unter anderem die Vorbereitung der Sitzungen des Aufsichtsrats. Darüber hinaus ist das Präsidium insbesondere zuständig für die Regelung der rechtlichen Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den einzelnen Vorstandsmitgliedern sowie die Nachfolgeplanung für den Vorstand. Entscheidungen über das Vergütungssystem des Vorstands, die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und deren Bestellung und Abberufung sind dabei dem Gesamtaufsichtsrat vorbehalten.

Der Prüfungsausschuss, dessen Vorsitzender über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügt, ist vornehmlich zuständig für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und Fragen der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Er überprüft außerdem sowohl die Einhaltung von wesentlichen Rechtsvorschriften und behördlichen Regelungen als auch der internen Richtlinien einschließlich des Verhaltenskodexes des GEA Konzerns (Compliance).

Der Vermittlungsausschuss hat die ihm gemäß §§ 27, 31 MitbestG obliegenden Aufgaben. Die Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen.

Weitere Informationen über die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.gea.com sowie auf den Seiten 232 und 233 dieses Geschäftsberichts. Der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 17 ff. dieses Geschäftsberichts informiert darüber hinaus über weitere Details zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Berichtsjahr 2015.

Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes

GEA treibt bereits seit 2011 die Förderung von Vielfalt (Diversity) im Konzern voran. Unsere Diversity-Strategie wird im Nachhaltigkeitsbericht (vgl. Seite 111) ausführlich dargestellt. Im Rahmen der Diversity-Strategie verfolgt GEA unter anderem auch das Ziel, mehr Frauen für GEA zu gewinnen und weibliche Talente zu fördern. Langfristig wird die Erhöhung des Frauenanteils auf allen Führungsebenen angestrebt. Diesen Prozess wird GEA weiterhin mit strategischen Maßnahmen unterstützen.

Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom April 2015 verpflichtet bestimmte Gesellschaften in Deutschland dazu, erstmals Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand bzw. in der Geschäftsführung sowie in den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Dabei verlangt das Gesetz, dass die erste von der Gesellschaft festzulegende Umsetzungsfrist nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauert. Für den Anteil des unterrepräsentierten Geschlechts im Aufsichtsrat börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Gesellschaften wie der GEA Group Aktiengesellschaft gilt ab dem 1. Januar 2016 eine gesetzliche Mindestquote von 30 Prozent, die bei der Neubesetzung frei werdender Aufsichtsratsmandate berücksichtigt werden muss.

Im Hinblick auf die sehr kurz bemessene gesetzliche Höchstfrist bis zum 30. Juni 2017 zur erstmaligen Umsetzung der relevanten Zielgröße und die gegenwärtige Besetzung des Vorstands hat der Aufsichtsrat der GEA Group Aktiengesellschaft in der Aufsichtsratssitzung vom 23. September 2015 für den Frauenanteil im Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft eine Zielgröße von 0 Prozent mit der oben genannten gesetzlichen ersten Umsetzungsfrist festgelegt.

Der Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft hat am 7. September 2015 für den Frauenanteil in der ersten bzw. zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands der GEA Group Aktiengesellschaft jeweils eine Zielgröße mit der gesetzlichen Höchstfrist zur erstmaligen Umsetzung beschlossen. Die beiden definierten Zielgrößen von 18,1 Prozent bzw. 23,5 Prozent entsprechen - mit Blick auf die kurze erste gesetzliche Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2017 - dem Status Quo zum Zeitpunkt der Festlegungen, was eine Steigerung des Frauenanteils auf diesen beiden Führungsebenen nicht ausschließt.

Auch für die weiteren betroffenen Gesellschaften des GEA Konzerns sind die Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bzw. der Geschäftsführung und den beiden obersten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung ebenso wie die Fristen zur Umsetzung dieser Zielgrößen fristgerecht festgelegt worden.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands der GEA Group Aktiengesellschaft Anwendung finden, und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Vergütungsbericht enthält Angaben zur Vergütung von Organmitgliedern gem. deutschem Handelsgesetzbuch unter Berücksichtigung von DRS 17. Da GEA den entsprechenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) folgt, enthält der Vergütungsbericht außerdem auch die Mustertabellen zur Vorstandsvergütung gem. DCGK (vgl. Seite 82 ff.).

Vorstandsvergütung

Allgemeines

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidiums die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und beschließt über das Vergütungssystem für den Vorstand. Die Angemessenheit der Vergütung wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt.

Ein wesentliches Element der Entscheidung über die Vergütungsstruktur ist es, einen Anreiz für eine erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmensführung zu schaffen. Die Vergütungsstruktur soll dazu beitragen, dass sich die Vorstandsmitglieder für den langfristigen Erfolg des Unternehmens einsetzen und dann an einer nachhaltigen Wertsteigerung partizipieren. Daher wird ein erheblicher Teil der Gesamtvergütung an die Entwicklung der GEA Aktie sowie an betriebswirtschaftliche Kennzahlen gekoppelt, namentlich an eine Kombination aus Cash-Flow-Aspekten und den Return on Capital Employed (ROCE), also eine Messgröße für die Kapitalrendite. Hierdurch wird erreicht, dass besondere Leistungen angemessen entlohnt werden und Zielverfehlungen zu einer Reduzierung der Vergütung führen.

Das Vergütungssystem, das von der ordentlichen Hauptversammlung am 24. April 2012 mit großer Mehrheit gebilligt wurde, besteht aus erfolgsunabhängigen und verschiedenen erfolgsabhängigen bzw. variablen Komponenten. Das System für die variable Vergütung zielt darauf ab, eine hohe Symmetrie des Chancen-Risiko-Profils aus Aktionärs- und Vorstandssicht herzustellen und durch die Entkopplung der kurz- und langfristigen Bonus-Elemente den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu stärken. Zudem lässt es sich vergleichsweise leicht auf die Führungsebenen unterhalb des Vorstands übertragen und gewährleistet somit eine bessere Steuerung des operativen Geschäfts.

Bestandteile der Vergütung

Im Geschäftsjahr 2015 setzte sich die Vergütung für die Vorstandsmitglieder wie folgt zusammen:

Fixe Bestandteile der Vergütung und Nebenleistungen

Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht vor allem aus einem festen Jahresgehalt, das in zwölf gleichen Teilbeträgen am Schluss eines jeden Kalendermonats ausgezahlt wird.

Das jährliche Fixum betrug bei Jürg Oleas im Berichtsjahr 1.250 T EUR per annum.

Dr. Helmut Schmale für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. März 2015 675 T EUR per annum und für den Zeitraum vom 1. April 2015 bis zum 31. Dezember 2015 700 T EUR per annum, Dr. Stephan Petri für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Mai 2015 550 T EUR per annum und für den Zeitraum vom 1. Juni 2015 bis zum 31. Dezember 2015 570 T EUR per annum, Markus Hüllmann im Berichtsjahr 550 T EUR per annum.

Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen. Diese bestanden im Berichtsjahr im Wesentlichen aus dem nach steuerrechtlichen Vorschriften anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung, den Beiträgen zur Unfallversicherung sowie - für Markus Hüllmann - der Erstattung von Kosten für die doppelte Haushaltsführung.

Variable Bestandteile der Vergütung

Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Vorstands eine jährliche variable Vergütung (Tantieme), deren Höhe sich nach der Erreichung bestimmter, vom Aufsichtsrat festgelegter Zielvorgaben richtet. Bezogen auf eine Zielerreichung von 100 Prozent entspricht die Höhe der variablen Vergütung jener der fixen Vergütung (Zieltantieme). Um sicherzustellen, dass sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung getragen wird, erhöht bzw. vermindert sich die Höhe der variablen Vergütung im Falle einer Zielüberschreitung oder Zielunterschreitung.

Die Tantieme besteht aus 3 Komponenten. Diese umfassen sowohl einjährige als auch mehrjährige Bemessungsgrundlagen. Jede der 3 Komponenten sieht einen Höchstbetrag vor. Zudem sind die 3 Tantieme-Komponenten zusammen für das jeweilige Geschäftsjahr auf 240 Prozent der Zieltantieme begrenzt (Gesamtcap). Außergewöhnliche Ereignisse und Entwicklungen, die eine Korrektur des nach den vertraglichen Regelungen jeweils ermittelten Wertes angezeigt erscheinen lassen, berücksichtigt der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen.

Individuelle Komponente (40 Prozent Gewichtung)

Die individuelle Komponente der variablen Vergütung ist zahlbar mit der regelmäßigen Gehaltsabrechnung, die auf den Tag der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung für das jeweilige Geschäftsjahr folgt. Die Ermittlung der Höhe erfolgt auf der Basis von 3 bis 5 persönlichen Jahreszielen, die durch den Aufsichtsrat für das jeweilige Geschäftsjahr festgelegt werden. Bei der Festlegung dieser individuellen Ziele orientiert sich der Aufsichtsrat insbesondere an der Nachhaltigkeit der Unternehmensführung, beispielsweise der organischen Umsatzentwicklung im Verhältnis zum weltweiten Wirtschaftswachstum. Mit der Festlegung der einzelnen Ziele bestimmt der Aufsichtsrat auch die Gewichtung derselben.

Die individuelle Komponente hat eine Gewichtung von 40 Prozent innerhalb der variablen Vergütung, d. h. bei einem Zielerreichungsgrad der individuellen Komponente von 100 Prozent sind 40 Prozent der variablen Vergütung zahlbar (Zielbetrag). Der Gesamtzielerreichungsgrad und damit die Höhe des Auszahlungsbetrags für die individuelle Komponente ist auf 200 Prozent dieses Zielbetrags begrenzt (Cap).

Nach Abschluss des Geschäftsjahrs entscheidet der Aufsichtsrat über den Zielerreichungsgrad. Für das Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat für die Mitglieder des Vorstands einen durchschnittlichen Zielerreichungsgrad von 106,0 Prozent (Vorjahr 129,2 Prozent) festgestellt.1

Mehrjahreskomponente (40 Prozent Gewichtung)

Die Mehrjahreskomponente ist zahlbar mit der regelmäßigen, auf die bilanzfeststellende Aufsichtsratssitzung folgenden Gehaltsabrechnung. Bei der Mehrjahreskomponente erfolgt die Leistungsmessung rückwärts für die letzten 3 Geschäftsjahre. Bemessungszeitraum ist das jeweils maßgebliche abgelaufene Geschäftsjahr sowie die beiden davor liegenden Geschäftsjahre. Die Bemessungsgrundlage knüpft an betriebswirtschaftliche Kennzahlen in Form einer Kombination aus Cash-Flow-Aspekten (sogenannte "Cash-Flow-Treiber-Marge" (CFTM)) und dem "Return on Capital Employed" (ROCE) an.

Bei der Zielgröße CFTM geht es um eine vereinfachte Cash-Flow-Ziffer (EBITDA minus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Capex) minus Veränderung Working Capital im 12-Monatsdurchschnitt) im Verhältnis zum Umsatz. Die tatsächlich erreichte CFTM wird auf Basis von Durchschnittswerten der zurückliegenden Dreijahresperiode errechnet. Der Zielerreichungsgrad ergibt sich aus dem Vergleich der erreichten Kennzahl CFTM mit dem vom Aufsichtsrat definierten Zielwert bzw. Zielerreichungskorridor. Für das Geschäftsjahr 2015 ist unverändert zum Vorjahr eine Zielerreichung von 100 Prozent gegeben, wenn die CFTM des Konzerns bezogen auf die zurückliegende Dreijahresperiode im Durchschnitt 8 Prozent beträgt. Liegt die CFTM niedriger oder höher, vermindert bzw. erhöht sich die Zielerreichung, wobei bei einer CFTM von gleich oder kleiner als 4,5 Prozent eine Null-Prozent-Zielerreichung und bei einer CFTM von gleich oder größer 13,25 Prozent eine maximale Zielerreichung von 250 Prozent gegeben ist.

Die Höhe der ROCE-Komponente (ROCE: Return on Capital Employed = Rendite auf das eingesetzte Kapital), die auf Basis von Durchschnittswerten der zurückliegenden Dreijahresperiode berechnet wird, entspricht dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum eingesetzten Kapital (Capital Employed), jedoch ohne Goodwill aus der Akquisition der ehemaligen GEA AG durch die ehemalige Metallgesellschaft AG im Jahre 1999 einschließlich Effekten aus dem Spruchverfahren. Der Zielerreichungsgrad ergibt sich in Abhängigkeit der tatsächlich erzielten ROCE-Kennzahl im Vergleich zu dem vom Aufsichtsrat festgelegten Zielwert bzw. Zielerreichungskorridor von +/- 5 Prozentpunkten. Für das Jahr 2015 ist unverändert zum Vorjahr eine 100-prozentige Zielerreichung gegeben, wenn der ROCE des Konzerns bezogen auf die zurückliegende Dreijahresperiode im Durchschnitt 19 Prozent beträgt. Liegt der tatsächlich erzielte ROCE-Wert darüber oder darunter, aber innerhalb des Korridors von +/- 5 Prozentpunkten, wird der Zielerreichungsgrad um bis zu 50 Prozentpunkte erhöht bzw. vermindert.

Die Kennzahlen CFTM und ROCE werden um Effekte aus Unternehmenserwerben, die im Geschäftsjahr 2014 oder später erfolgen, bereinigt. Eine Bereinigung erfolgt für einen Unternehmenserwerb jeweils im Jahr der Erstkonsolidierung sowie im darauffolgenden Geschäftsjahr. Die Bereinigung erstreckt sich auf alle Unternehmenserwerbe, die einer Zustimmung durch den Aufsichtsrat oder das Präsidium des Aufsichtsrats bedürfen.

Zur Ermittlung des Gesamtzielerreichungsgrads werden die Zielerreichungsgrade der Kennzahlen CFTM und ROCE multipliziert. Die Mehrjahreskomponente hat eine Gewichtung von 40 Prozent innerhalb der variablen Vergütung, d. h. bei einem Zielerreichungsgrad der Mehrjahreskomponente von 100 Prozent sind 40 Prozent der variablen Vergütung zahlbar (Zielbetrag). Der Gesamtzielerreichungsgrad und damit die Höhe des Auszahlungsbetrags für die Mehrjahreskomponente ist auf 250 Prozent dieses Zielbetrags begrenzt (Cap).

1) Bei der Angabe zum Zielerreichungsgrad handelt es sich um einen gerundeten Wert.

Bei der Kennzahl CFTM wurde in der zurückliegenden Dreijahresperiode ein Durchschnitt von 8,3 Prozent erzielt, der sich aus einer CFTM von 9,6 Prozent im Geschäftsjahr 2013, von 9,0 Prozent im Geschäftsjahr 2014 und 6,3 Prozent im Geschäftsjahr 2015 ergibt. In 2015 ergibt sich damit ein Zielerreichungsgrad für die CFTM von 108,5 Prozent (Vorjahr 95,8 Prozent). Bei der Kennzahl ROCE wurde in der zurückliegenden Dreijahresperiode ein Durchschnitt von 20,0 Prozent erzielt, der sich aus einem ROCE von 22,1 Prozent im Geschäftsjahr 2013, von 22,6 Prozent im Geschäftsjahr 2014 und 15,2 Prozent im Geschäftsjahr 2015 errechnet. Damit ergibt sich im Geschäftsjahr 2015 ein ROCE-Zielerreichungsgrad von 110,0 Prozent (Vorjahr 114,8 Prozent). Für die im Geschäftsjahr 2015 gewährte variable Vergütung ergab sich somit ein Gesamtzielerreichungsgrad der Mehrjahreskomponente von 119,3 Prozent (Vorjahr 109,9 Prozent).2

Aktienkurskomponente (20 Prozent Gewichtung)

Die langfristige Aktienkurskomponente wird nach Ablauf einer dreijährigen Performance-Periode mit der regelmäßigen Gehaltsabrechnung ausbezahlt, die auf den Tag der dann folgenden bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung folgt. Bei der langfristigen Aktienkurskomponente erfolgt die Leistungsmessung vorwärts gerichtet. Bemessungszeitraum ist eine dreijährige Performance-Periode, zu der das jeweils maßgebliche Geschäftsjahr sowie die beiden nachfolgenden Geschäftsjahre zählen.

Die langfristige Aktienkurskomponente hat eine Gewichtung von 20 Prozent innerhalb der variablen Vergütung, d. h. bei einem Zielerreichungsgrad von 100 Prozent sind 20 Prozent der variablen Vergütung zahlbar (Zielbetrag). Der Gesamtzielerreichungsgrad und damit die Höhe des Auszahlungsbetrags für die langfristige Aktienkurskomponente ist auf 300 Prozent dieses Zielbetrags begrenzt (Cap).

Die Leistungsbemessung erfolgt durch Vergleich der Entwicklung des um Dividenden adjustierten GEA Aktienkurses mit der Entwicklung des Index-Werts des STOXX® Europe TMI Industrial Engineering (TMI IE), in dem zahlreiche europäische Industrieunternehmen gelistet sind, über die dreijährige Performance-Periode. Der Ausgangswert für die Vergleichsrechnung ist der jeweilige arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der letzten 20 Handelstage vor Beginn der dreijährigen Performance-Periode. Eine 100-prozentige Zielerreichung ist gegeben, wenn die Entwicklung des arithmetischen Mittelwerts der täglichen Schlusskurse der GEA Aktie während der dreijährigen Performance-Periode zu 100 Prozent der entsprechenden Entwicklung des TMI IE entspricht. Für jeden Prozentpunkt mehr oder weniger als 100 Prozent Performance erhöht bzw. vermindert sich der Zielerreichungsgrad um 4 Prozent. Bei Outperformance über 100 Prozent steigt die Auszahlung auf maximal 300 Prozent des Zielbetrags. Liegt der Anstieg der GEA Aktie im Dreijahresvergleich unter 100 Prozent der TMI IE Entwicklung, erfolgt bis zu einem Performance-Wert von 75 Prozent eine gekürzte Auszahlung. Ist die GEA Aktie gefallen, kann der Aufsichtsrat eine Auszahlung gewähren, falls die Entwicklung der GEA Aktie weniger rückläufig als die Entwicklung des TMI IE war. Diese Entscheidung und die Höhe der Auszahlung stehen im Ermessen des Aufsichtsrats.

Bei der langfristigen Aktienkurskomponente erfolgte für das Berichtsjahr noch keine Auszahlung, da sie (zukunftsgerichtet) über einen Dreijahreszeitraum gemessen wird. Der Auszahlungsbetrag der für das Geschäftsjahr 2015 gewährten langfristigen Aktienkurskomponente wird über den Dreijahreszeitraum 2015 bis 2017 gemessen; eine Auszahlung erfolgt im Geschäftsjahr 2018. Im Berichtsjahr erfolgte die Auszahlung der Tranche 2012 in Höhe von T EUR 784, basierend auf einem Zielerreichungsgrad von 136,8 Prozent. Rechnerisch betrug der Zielerreichungsgrad am 31. Dezember 2015 für die Tranche 2015 88,3 Prozent, für die Tranche 2014 116,6 Prozent (Vorjahr 98,7 Prozent) und für die Tranche 2013 199,0 Prozent (Vorjahr 172,2 Prozent).3

2) Bei den Angaben zum Gesamtzielerreichungs- bzw. zu den Zielerreichungsgraden handelt es sich jeweils um gerundete Werte.
3) Bei den Angaben zu den Zielerreichungsgraden handelt es sich jeweils um gerundete Werte.

Zusammenfassende Übersicht zu den variablen Vergütungskomponenten

Eine zusammenfassende Darstellung der Gewichtung und der Bemessungszeiträume der variablen Komponenten zeigt nachfolgende Tabelle:

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Variable Vergütungskomponente Bemessungs-
zeitraum
Zielgröße Gewichtung Cap Gesamtcap 2013 2014
Individuelle Komponente Persönliche Ziele 40 % 200 %      
Mehrjahreskomponente Kombination aus Cash-Flow-Treiber-Marge und ROCE 40 % 250 % 240 % Rückwärts gerichtet (3 Jahre)  
Langfristige Aktienkurskomponente Aktienkurs im Vergleich zum TMI IE 20 % 300 %      

In Ausnahmesituationen hat der Aufsichtsrat außerdem die Möglichkeit, den Vorstandsmitgliedern eine Sondertantieme zu gewähren, falls deren Tätigkeit zu einer außergewöhnlichen Wertsteigerung für die Aktionäre der Gesellschaft führt. Über die Gewährung und die Höhe dieser Sondertantieme entscheidet der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen. Diese nur in Ausnahmesituationen mögliche Sondertantieme ist in den derzeit gültigen Vorstandsverträgen von Dr. Helmut Schmale und Dr. Stephan Petri durch Kappung der Sondertantieme auf maximal 100 Prozent der Zieltantieme ausdrücklich betragsmäßig begrenzt. Für weitere Wieder- oder Neubestellungen von Vorstandsmitgliedern ist eine entsprechende Begrenzung ebenfalls vorgesehen. Bei den Herren Steffen Bersch und Niels Erik Olsen, die zum 1. Januar 2016 in den Vorstand berufen worden sind, wurde dies bereits umgesetzt.

Altersversorgung und Hinterbliebenenversorgung

Jürg Oleas

Die dienstvertragliche Pensionszusage des Vorstandsvorsitzenden Jürg Oleas beträgt maximal 360 T EUR p.a., die nach 18 Dienstjahren (Ende April 2019) voll erdient ist. Gemäß dieser Zusage wird das maximale Ruhegeld gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Jürg Oleas vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle und vor Vollendung von 18 Dienstjahren, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld, zahlbar ab Vollendung des 62. Lebensjahres. Dieses wird aus dem Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit zu dem Zeitraum von 18 Dienstjahren ermittelt. Scheidet Jürg Oleas nach mindestens 15 Dienstjahren, aber vor Vollendung des 62. Lebensjahres aus, so erhält er bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres ein Ruhegeld in Form eines Übergangsgeldes von 220 T EUR p.a. Eine bei vorzeitigem Ausscheiden von Jürg Oleas vereinbarte Abfindung wird auf das Übergangsgeld angerechnet. Einkünfte aus nach dem Ausscheiden, aber vor Vollendung des 62. Lebensjahres von Jürg Oleas neu aufgenommenen Tätigkeiten werden in voller Höhe bis maximal zur Hälfte des Übergangsgeldes des betreffenden Jahrs auf dieses angerechnet. Das laufende Ruhegeld wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.

Die Hinterbliebenenversorgung in dem Dienstvertrag von Jürg Oleas sieht im Wesentlichen ein lebenslanges Witwengeld und daneben eine Waisenrente vor. Die lebenslange Witwenrente beträgt 60 Prozent des Ruhegelds. Die Waisenrente beträgt einen bestimmten Prozentsatz des Ruhegelds, dessen Höhe abhängig ist von der Anzahl der Kinder und davon, ob es sich um Vollwaisen oder Halbwaisen handelt. Der Anspruch auf Waisenrente erlischt grundsätzlich bei Erreichen der Volljährigkeit, spätestens jedoch - falls sich das betreffende Kind noch in der Schul- bzw. Berufsausbildung befindet - mit Vollendung des 25. Lebensjahres. Witwen- und Waisenrenten dürfen zusammen den Betrag des Ruhegelds nicht übersteigen.

Dr. Helmut Schmale

Die dienstvertragliche Pensionszusage des Finanzvorstands Dr. Helmut Schmale beträgt maximal 200 T EUR p.a. Danach wird das maximale Ruhegeld gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauernde Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Dr. Helmut Schmale vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld, zahlbar ab Vollendung des 62. Lebensjahres. Dieses wird aus dem Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit im Konzern der GEA zu dem Zeitraum der maximal möglichen Dienstzeit bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres ermittelt. Das laufende Ruhegeld wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.

Die Gesellschaft trägt den im Falle einer gesetzlichen Versicherungspflicht zu gewährenden Arbeitgeberanteil für die freiwillige Versicherung von Dr. Helmut Schmale in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Dr. Helmut Schmale hat zudem das Recht, pro Geschäftsjahr mit einem Eigenbeitrag an dem Versorgungssystem für die Mitglieder des Vorstands durch Deferred Compensation teilzunehmen. Ein Unternehmenszuschuss wird nicht gezahlt.

Die Hinterbliebenenversorgung im Dienstvertrag von Dr. Helmut Schmale entspricht den Regelungen, welche vorstehend für Jürg Oleas beschrieben sind.

Dr. Stephan Petri

Die dienstvertragliche Pensionszusage des Vorstandsmitglieds Dr. Stephan Petri beträgt maximal 200 T EUR p.a. Danach wird das maximale Ruhegeld gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauernde Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Dr. Stephan Petri vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein entsprechend dem Verhältnis seiner tatsächlichen Dienstzeit im Konzern der GEA bis zur Beendigung des Vorstandsvertrags zu der für das Erdienen des vollen Ruhegelds erforderlichen Dienstzeit ratierlich gekürztes jährliches Ruhegeld von maximal 200 T EUR, das ab Vollendung des 62. Lebensjahres zahlbar ist. Das laufende Ruhegeld wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.

Die Gesellschaft trägt den im Falle einer gesetzlichen Versicherungspflicht zu gewährenden Arbeitgeberanteil für die freiwillige Versicherung von Dr. Stephan Petri in der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. in einem berufsständischen Versorgungswerk.

Dr. Stephan Petri hat zudem das Recht, pro Geschäftsjahr mit einem Eigenbeitrag an dem Versorgungssystem für die Mitglieder des Vorstands durch Deferred Compensation teilzunehmen. Ein Unternehmenszuschuss wird nicht gezahlt. Dr. Stephan Petri hat außerdem Ansprüche aus geleisteten Eigenbeiträgen aus Deferred Compensation im Zusammenhang mit der Teilnahme an der GEA Führungskräfteversorgung vor seiner Berufung in den Vorstand.

Die Hinterbliebenenversorgung in dem Dienstvertrag von Dr. Stephan Petri entspricht den Regelungen, welche vorstehend für Jürg Oleas beschrieben sind.

Markus Hüllmann

Die dienstvertragliche Pensionszusage des Vorstandsmitglieds Markus Hüllmann beträgt maximal 200 T EUR p.a. Gemäß der Zusage wird das maximale Ruhegeld gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauernde Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Markus Hüllmann vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein entsprechend dem Verhältnis seiner tatsächlichen Dienstzeit im Konzern der GEA bis zur Beendigung des Vorstandsvertrags zu der für das Erdienen des vollen Ruhegelds erforderlichen Dienstzeit ratierlich gekürztes jährliches Ruhegeld von maximal 200 T EUR, das ab Vollendung des 62. Lebensjahres zahlbar ist. Entsprechend diesen vertraglichen Regelungen hat Herr Hüllmann, der GEA zum Ende des Geschäftsjahres 2015 verlassen hat, ab Vollendung des 62. Lebensjahres Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld in Höhe von 147.590 EUR. Das laufende Ruhegeld wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.

Falls Markus Hüllmann freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert ist, trägt die Gesellschaft hierauf den im Fall einer gesetzlichen Versicherungspflicht zu gewährenden Arbeitgeberanteil.

Markus Hüllmann hat zudem das Recht, pro Geschäftsjahr mit einem Eigenbeitrag an dem Versorgungssystem für die Mitglieder des Vorstands durch Deferred Compensation teilzunehmen. Ein Unternehmenszuschuss wird nicht gezahlt. Markus Hüllmann hat zudem Ansprüche aus geleisteten Eigenbeiträgen aus Deferred Compensation im Zusammenhang mit der Teilnahme an der GEA Führungskräfteversorgung vor seiner Berufung in den Vorstand.

Die Hinterbliebenenversorgung im Dienstvertrag von Markus Hüllmann entspricht den Regelungen, welche vorstehend für Jürg Oleas beschrieben sind.

Rückdeckungsversicherung und Kapitalisierungswahlrecht

Da die dienstvertraglichen Pensionszusagen der Vorstandsmitglieder bisher nur zum Teil, nämlich in Höhe des durch den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) abgedeckten Betrags, gegen Insolvenz gesichert waren, hat der Aufsichtsrat im Jahr 2014 beschlossen, zur Absicherung des nicht PSV-gesicherten Teils der Pensionszusagen Rückdeckungsversicherungen zugunsten der einzelnen Vorstandsmitglieder abzuschließen. Gleichzeitig wurde den Vorstandsmitgliedern ein Kapitalisierungswahlrecht eingeräumt. Die Höhe des Kapitalisierungsbetrags entspricht der anhand der im Konzernabschluss angewendeten Rechnungsgrundlagen ermittelten Pensionsverbindlichkeit. Das Kapitalisierungswahlrecht kann nach Eintritt des Pensionsfalls, frühestens aber mit Vollendung des 62. Lebensjahres ausgeübt werden. Eine teilweise sowie eine mehrmalige Ausübung sind möglich. Eine Ausübung des Kapitalisierungswahlrechts führt zu einer entsprechenden Reduzierung des Anspruchs auf die vertraglich zugesicherte Hinterbliebenenversorgung.

Altersvorsorgeaufwand und Rückstellungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen

Für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Pensionsrückstellungen gebildet. Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen gem. IFRS für die aktiven Vorstandsmitglieder sind in der nachstehenden Tabelle zum Ende des Geschäftsjahrs 2015 einzeln aufgeführt. Die entsprechenden Beträge setzen sich aus Dienstzeitaufwendungen ("Service Cost") und Zinsaufwendungen ("Interest Cost") zusammen.

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(in
EUR)
Pensionszusage p. a. (Stand 31.12.2015, Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls) Zum 31.12.2015 erdiente Pensionsberechtigungen p. a. Zuführung zu Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2015 Barwert der Pensionszusagen 31.12.2015
Jürg Oleas 360.000 293.333 576.105 8.320.026
Dr. Helmut Schmale 200.000 177.994 298.980 5.378.259
Dr. Stephan Petri* 256.695 181.573 302.692 5.723.298
Markus Hüllmann* 216.912 164.503 708.432 3.461.561
Summe 1.033.607 817.403 1.886.209 22.883.144

*) Dr. Stephan Petri und Markus Hüllmann haben, neben ihrer jeweiligen Pensionszusage als Vorstand in Höhe von 200.000 EUR per annum, Ansprüche aus geleisteten Eigenbeiträgen für Deferred Compensation im Zusammenhang mit der Teilnahme an der GEA Führungskräfteversorgung vor ihrer Berufung in den Vorstand. Die Höhe bei Herrn Dr. Petri beträgt 33.855 EUR und bei Herrn Hüllmann 16.912 EUR (jeweils berechnet auf ein Renteneintrittsalter von 62 Jahren). Herr Dr. Petri hat durch die Teilnahme an dem Deferred Compensation-Modell für Mitglieder des Vorstands einen Betrag in Höhe von 22.840 EUR (berechnet auf ein Renteneintrittsalter von 62 Jahren) erworben.

Kündigungsrechte, vorzeitige Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied, Change-of-Control-Ereignisse und Auswirkungen auf die Vergütung

Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Eigenkündigungsrecht zu, wenn der Aufsichtsrat seine Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden widerrufen sollte, ohne gleichzeitig einen wirksamen Widerruf der Bestellung zum Vorstandsmitglied gem. § 84 Abs. 3 AktG zu erklären. Im Falle der Ausübung des Eigenkündigungsrechts und des Ausscheidens aus dem Vorstand steht ihm für die restlichen Monate seiner Vertragslaufzeit, maximal jedoch für 8 Monate, das entsprechende Festgehalt zu.

Im Fall eines wirksamen Widerrufs der Bestellung eines Vorstandsmitglieds aufgrund eines wichtigen Grunds gemäß § 84 Abs. 3 AktG oder einer berechtigten Amtsniederlegung durch das Vorstandsmitglied analog § 84 Abs. 3 AktG endet der Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds mit Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist gemäß § 622 Abs. 1, 2 BGB.

In diesem Fall erhält das betreffende Vorstandsmitglied zunächst die bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens erdiente Tantieme. Zur Berechnung dieser Tantieme wird für die individuelle Komponente auf Grundlage der bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds erreichten Ergebnisse ein Gesamtzielerreichungsgrad ermittelt. Daraus wird der entsprechende Tantieme-Teilbetrag für die individuelle Komponente errechnet, indem dieser Gesamtzielerreichungsgrad ins Verhältnis zum Zielbetrag für das gesamte Geschäftsjahr gesetzt wird. Der auf die Mehrjahreskomponente entfallende Tantieme-Teilbetrag wird für das maßgebliche Geschäftsjahr zeitanteilig nach dem Grundsatz pro-rata-temporis ermittelt. Für noch ausstehende Jahrestranchen der langfristigen Aktienkurskomponente wird unterschieden zwischen Jahrestranchen, bei denen das erste Geschäftsjahr (Erdienungsjahr) der dreijährigen Performance-Periode noch nicht abgelaufen ist, und Jahrestranchen, bei denen das erste Geschäftsjahr bereits abgelaufen ist. Bei letzteren ist der Tantieme-Teilbetrag voll erdient und wird ohne Berücksichtigung des Grundsatzes pro-rata-temporis ermittelt und nach Ablauf der dreijährigen Performance-Periode ausbezahlt. Ist das erste Geschäftsjahr (Erdienungsjahr) noch nicht abgelaufen, wird der Tantieme-Teilbetrag nach dem Grundsatz pro-rata-temporis (im Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit im Erdienungsjahr zum vollen maßgeblichen Erdienungsjahr) ermittelt und nach Ablauf der dreijährigen Performance-Periode ausbezahlt.

Darüber hinaus erhält das betreffende Vorstandsmitglied als Ausgleich für das vorzeitige Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft eine Abfindung in Höhe der für die restliche Vertragslaufzeit vereinbarten Gesamtvergütung. Für die Berechnung des entsprechenden Tantiemeanspruchs wird als Zielerreichungsgrad 85 Prozent der jeweiligen Zielbeträge für noch nicht erdiente Tantiemeansprüche des laufenden und gegebenenfalls weiterer Jahre zugrunde gelegt. Die Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ist auf maximal 2 volle Jahresvergütungen beschränkt (Abfindungs-Cap). Bei der Berechnung des Abfindungs-Caps wird auf die Jahresgesamtvergütungen als Vorstandsmitglied der beiden vor der Beendigung des Dienstvertrags liegenden Kalenderjahre abgestellt.

Endet der Vorstandsvertrag vorzeitig durch Eigenkündigung ohne wichtigen Grund oder infolge Kündigung durch die Gesellschaft aus wichtigem Grund, verfallen sämtliche noch ausstehende und noch nicht ausgezahlte Jahrestranchen der langfristigen Aktienkurskomponente. Zudem besteht kein Anspruch auf eine Abfindung im Falle einer rechtmäßigen außerordentlichen Kündigung des Vorstandsvertrags durch die Gesellschaft.

Im Falle eines Change-of-Control-Ereignisses hat das Vorstandsmitglied ein Wahlrecht, für noch ausstehende voll erdiente Tranchen der Aktienkomponente eine vorzeitige Auszahlung zum Zielwert zu verlangen. Das Wahlrecht besteht unabhängig davon, ob das betreffende Mitglied des Vorstands die Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Change-of-Control-Ereignis verlässt oder nicht. Ein Change-of-Control- Ereignis in diesem Sinne liegt vor, sobald der Gesellschaft das Erreichen oder Überschreiten von 50 Prozent bzw. 75 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft gemäß § 21 WpHG mitgeteilt wird, mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen ein Unternehmensvertrag nach § 291 ff.

AktG abgeschlossen wird, eine Eingliederung gemäß § 319 AktG oder ein Rechtsformwechsel der Gesellschaft nach dem Umwandlungsgesetz rechtswirksam beschlossen wird. Eigenkündigungsrechte stehen dem Vorstand im Falle eines Change-of-Control-Ereignisses nicht zu.

Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Gesamtbezüge 2015 und 2014

Die gesamten Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder der GEA Group Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 6.374.980 EUR und beinhalten neben einem festen Anteil in Höhe von 3.055.417 EUR eine variable Tantieme von 3.188.415 EUR. Die auf die langfristige Aktienkurskomponente entfallende Tantieme basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der Zusage am Tag der Gewährung (1. Januar 2015) und betrug im Berichtsjahr bei Jürg Oleas 179.700 EUR, bei Dr. Helmut Schmale 97.038 EUR, bei Markus Hüllmann 79.068 EUR und bei Dr. Stephan Petri 79.068 EUR, insgesamt also 434.874 EUR.

Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die gesamten Bezüge für die im Geschäftsjahr 2014 amtierenden Vorstandsmitglieder 6.579.456 EUR und umfassten neben einem festen Anteil in Höhe von 3.025.000 EUR eine variable Tantieme von 3.415.286 EUR. Die auf die langfristige Aktienkurskomponente entfallende Tantieme basierte auf dem beizulegenden Zeitwert der Zusage am Tag der Gewährung (1. Januar 2014) und betrug im Geschäftsjahr 2014 bei Jürg Oleas 215.275 EUR, bei Dr. Helmut Schmale 116.249 EUR, bei Markus Hüllmann 94.721 EUR und bei Dr. Stephan Petri 94.721 EUR, insgesamt also 520.966 EUR.

Fixum, variable Komponenten und die sonstigen Bezüge in individualisierter Form ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

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(in
EUR)
Fixum Variable Komponenten Sachbezüge Zuschüsse zu Vorsorge-
aufwendungen
Summe
Individuelle Komponente Mehrjahres-
komponente
Langfristige Aktienkurs-
komponente1
Jürg Oleas 1.250.000 530.000 596.500 179.700 24.092 - 2.580.292
Vorjahr 1.250.000 648.500 549.500 215.275 24.244 - 2.687.519
Dr. Helmut Schmale 693.750 294.150 331.057 97.038 44.052 6.788 1.466.835
Vorjahr 675.000 350.190 296.730 116.249 44.978 6.747 1.489.894
Dr. Stephan Petri 561.667 238.147 268.027 79.068 26.173 6.788 1.179.870
Vorjahr 550.000 280.500 241.780 94.721 21.168 6.747 1.194.916
Markus Hüllmann2 550.000 233.200 262.460 79.068 23.255 - 1.147.983
Vorjahr 550.000 285.340 241.780 94.721 35.286 - 1.207.127
Summe 3.055.417 1.295.497 1.458.044 434.874 117.572 13.576 6.374.980
Vorjahr 3.025.000 1.564.530 1.329.790 520.966 125.676 13.494 6.579.456

1) Bei der für 2015 gewährten langfristigen Aktienkurskomponente erfolgte im Berichtsjahr noch keine Auszahlung, da sie über einen Dreijahreszeitraum von 2015 bis 2017 gemessen wird. Die auf die langfristige Aktienkurskomponente entfallende Tantieme basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der Zusage am Tag der Gewährung (1. Januar 2015)
2) Markus Hüllmann wurde aufgrund seiner Teilnahme am GEA Performance Share Plan 2012 während der Zeit vor seiner Bestellung zum Mitglied des Vorstands zusätzlich ein Betrag von 84.288 EUR ausgezahlt

Zusätzliche Angaben zur aktienbasierten Vergütung 2013 bis 2015

In den Geschäftsjahren 2013 bis 2015 wurde jeweils eine aktienbasierte Vergütung für den Vorstand in Form der langfristigen Aktienkurskomponente gewährt. Details zu den bestehenden Ansprüchen der Mitglieder des Vorstands aus diesen Vergütungskomponenten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

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Langfristige Aktienkurskomponente (in EUR) Beizulegender Zeitwert zum Stichtag 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert zum Stichtag 31.12.2014
Jürg Oleas 979.300 1.110.575
Dr. Helmut Schmale 528.822 596.289
Niels Graugaard 75.370 248.135
Dr. Stephan Petri 430.892 425.926
Markus Hüllmann 376.164 283.157
Summe 2.390.548 2.664.082

Zusätzliche Angaben zur aktienbasierten Vergütung 2011

In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 erfolgte die aktienbasierte Vergütung der Mitglieder des Vorstands in Form von virtuellen Aktien. Das bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2011 geltende Vergütungssystem sah als erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteil eine Tantieme vor, die lediglich zur Hälfte mit der ersten Gehaltsabrechnung nach der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung für das betreffende Geschäftsjahr ausgezahlt wurde ("kurzfristige Tantieme"). Die zweite Hälfte der Tantieme wurde dagegen in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgewandelt, deren Auszahlungswert nach Ablauf einer Haltefrist von 3 Jahren ermittelt wird ("langfristige Tantieme"). Eine ausführliche Erläuterung des bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2011 geltenden Vergütungssystems enthält der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2011 (vgl. dort Seite 65 ff.), der über die Internetseite der Gesellschaft (www.gea.com) zugänglich ist.

Der nachfolgenden Tabelle können Details zu den bestehenden Ansprüchen der Mitglieder des Vorstands aus den langfristigen Tantiemen des Geschäftsjahres 2011 entnommen werden. Die langfristigen Tantiemen des Geschäftsjahrs 2011 wurden im Berichtsjahr ausgezahlt.

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Virtuelle Aktien Gewährte Aktien (in Stück) Beizulegender Zeitwert (in
EUR)
2011 2015 2014
Jürg Oleas      
Tranche 2011 (Anzahl virtuelle Aktien in 2011) 40.997 - 1.570.185
Dr. Helmut Schmale      
Tranche 2011 (Anzahl virtuelle Aktien in 2011) 20.498 - 785.073
Summe 61.495 - 2.355.258

Der im IFRS-Konzernabschluss erfasste Aufwand für die aktienbasierte Vergütung (also der Summe aus dem beizulegenden Zeitwert der im Geschäftsjahr gewährten aktienbasierten Vergütung zum Bilanzstichtag und der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Ansprüchen aus aktienbasierter Vergütung im jeweiligen Geschäftsjahr) betrug im Geschäftsjahr 2015 für Jürg Oleas 236 T EUR (Vorjahr 437 T EUR), für Dr. Helmut Schmale 127 T EUR (Vorjahr 233 T EUR), für Niels Graugaard 0 T EUR (Vorjahr 3 T EUR Ertrag), für Dr. Stephan Petri 93 T EUR (Vorjahr 137 T EUR) und für Markus Hüllmann 93 T EUR (Vorjahr 132 T EUR).

Weitergehende Angaben zu den gewährten virtuellen Aktien sowie zur langfristigen Aktienkurskomponente sind im Anhang unter Ziffer 7.3.4 (vgl. Seite 190 ff.) enthalten.

Zusätzliche Angaben zu erfassten Aufwendungen und ausgezahlten Vergütungen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden für die Mitglieder des Vorstands Aufwendungen in Höhe von insgesamt 8.374.578 EUR (Vorjahr 8.189.727 EUR) erfasst. Hierin enthalten sind neben Aufwendungen für die fixe und variable Vergütung auch Sachzuwendungen, Zuschüsse zu Vorsorgeaufwendungen, Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (Dienstzeit- und Zinsaufwendungen) sowie im Zinsaufwand erfasste Wertänderungen der Ansprüche aus aktienbasierter Vergütung. Im Geschäftsjahr 2015 kamen Vergütungsbestandteile in Höhe von insgesamt 9.257.826 EUR (Vorjahr 7.992.205 EUR) zur Auszahlung. In diesen Auszahlungsbeträgen enthalten sind neben den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen auch Auszahlungen für die variable Vergütung des Vorjahrs sowie im Berichtsjahr geleistete Auszahlungen für mehrjährige variable Vergütungskomponenten.

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(in
EUR)
Erfasste Aufwendungen Erfolgte Auszahlungen
Jürg Oleas 3.212.912 4.409.717
Vorjahr 3.424.448 3.115.316
Dr. Helmut Schmale 1.795.339 2.370.586
Vorjahr 1.884.471 1.783.620
Niels Graugaard1 -307 172.434
Vorjahr -3.440 1.241.371
Dr. Stephan Petri 1.496.279 1.204.714
Vorjahr 1.485.425 971.456
Markus Hüllmann2 1.870.355 1.100.375
Vorjahr 1.398.823 880.442
Summe 8.374.578 9.257.826
Vorjahr 8.189.727 7.992.205

1) Beendigung des Vorstandsvertrags im April 2013
2) Markus Hüllmann wurde aufgrund seiner Teilnahme am GEA Performance Share Plan 2012 während der Zeit vor seiner Bestellung zum Mitglied des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 ein zusätzlicher Betrag von 84.288 EUR ausgezahlt.

Vorstandsvergütung gem. den Mustertabellen des DCGK

Mustertabelle 1 zu Nummer 4.2.5 Abs. 3 (1. Spiegelstrich) DCGK "Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr"

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Jürg Oleas, Vorsitzender des Vorstands Dr. Helmut Schmale, Finanzvorstand Dr. Helmut Schmale, Finanzvorstand
Gewährte Zuwendungen 2014 2015 Min. (2015) Max. (2015)2 2014 2015 Min. (2015) Max. (2015)2
Festvergütung 1.250.000 1.250.000 1.250.000 1.250.000 675.000 693.750 693.750 693.750
Nebenleistungen 24.244 24.092 24.092 24.092 44.978 44.052 44.052 44.052
Zuschüsse zu Vorsorgeaufwendungen 0 0 0 0 6.747 6.788 6.788 6.788
Summe erfolgsunabhängige Komponenten 1.274.244 1.274.092 1.274.092 1.274.092 726.725 744.590 744.590 744.590
Einjährige variable Vergütung 500.000 500.000 0 1.000.000 270.000 277.500 0 555.000
Individuelle Komponente 500.000 500.000 0 1.000.000 270.000 277.500 0 555.000
Mehrjährige variable Vergütung 715.275 679.700 0 2.000.000 386.249 374.538 0 1.110.000
Mehrjahreskomponente 500.000 500.000 0 1.250.000 270.000 277.500 0 693.750
Langfristige Aktienkurskomponente (Tranche 2014)1 215.275 0 0 0 116.249 0 0 0
Langfristige Aktienkurskomponente (Tranche 2015)1 0 179.700 0 750.000 0 97.038 0 416.250
Summe erfolgsbezogene Komponenten 1.215.275 1.179.700 0 3.000.000 656.249 652.038 0 1.665.000
Versorgungsaufwand 363.741 451.059 451.059 451.059 166.152 208.255 208.255 208.255
Gesamtvergütung (DCGK) 2.853.260 2.904.851 1.725.151 4.725.151 1.549.126 1.604.883 952.845 2.617.845

1) Die auf die langfristige Aktienkurskomponente entfallende Tantieme basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der Zusage am Tag der Gewährung. Tag der Gewährung für die Tranche 2014 war der 01.01.2014 und für die Tranche 2015 der 01.01.2015.
2) Ohne Berücksichtigung der Möglichkeit zur Gewährung einer Ermessenstantieme.

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Markus Hüllmann, Mitglied des Vorstands Dr. Stephan Petri, Mitglied des Vorstands Dr. Stephan Petri, Mitglied des Vorstands
Gewährte Zuwendungen 2014 2015 Min. (2015) Max. (2015)2 2014 2015 Min. (2015) Max. (2015)2
Festvergütung 550.000 550.000 550.000 550.000 550.000 561.667 561.667 561.667
Nebenleistungen 35.286 23.255 23.255 23.255 21.168 26.173 26.173 26.173
Zuschüsse zu Vorsorgeaufwendungen 0 0 0 0 6.747 6.788 6.788 6.788
Summe erfolgsunabhängige Komponenten 585.286 573.255 573.255 573.255 577.915 594.628 594.628 594.628
Einjährige variable Vergütung 220.000 220.000 0 440.000 220.000 224.667 0 449.334
Individuelle Komponente 220.000 220.000 0 440.000 220.000 224.667 0 449.334
Mehrjährige variable Vergütung 314.721 299.068 0 880.000 314.721 303.735 0 898.667
Mehrjahreskomponente 220.000 220.000 0 550.000 220.000 224.667 0 561.667
Langfristige Aktienkurskomponente (Tranche 2014)1 94.721 0 0 0 94.721 0 0 0
Langfristige Aktienkurskomponente (Tranche 2015)1 0 79.068 0 330.000 0 79.068 0 337.000
Summe erfolgsbezogene Komponenten 534.721 519.068 0 1.320.000 534.721 528.402 0 1.348.001
Versorgungsaufwand 94.387 651.870 651.870 651.870 178.410 237.355 237.355 237.355
Gesamtvergütung (DCGK) 1.214.394 1.744.193 1.225.125 2.545.125 1.291.046 1.360.385 831.983 2.179.984

1) Die auf die langfristige Aktienkurskomponente entfallende Tantieme basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der Zusage am Tag der Gewährung. Tag der Gewährung für die Tranche 2014 war der 01.01.2014 und für die Tranche 2015 der 01.01.2015.
2) Ohne Berücksichtigung der Möglichkeit zur Gewährung einer Ermessenstantieme.

Mustertabelle 2 zu Nummer 4.2.5 Abs. 3 (2. Spiegelstrich) DCGK "Zufluss für das Berichtsjahr"

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Jürg Oleas, Vorsitzender des Vorstands Dr. Helmut Schmale, Finanzvorstand Markus Hüllmann, Mitglied des Vorstands Dr. Stephan Petri, Mitglied des Vorstands Niels Graugaard, Mitglied des Vorstands, Bis 18.04.2013
Zufluss 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015
Festvergütung 1.250.000 1.250.000 675.000 693.750 550.000 550.000 550.000 561.667 0 0
Neben-
leistungen
24.244 24.092 44.978 44.052 35.286 23.255 21.168 26.173 0 0
Zuschüsse zu Vorsorge-
aufwendungen
0 0 6.747 6.788 0 0 6.747 6.788 0 0
Summe erfolgs-
unabhängige Komponenten
1.274.244 1.274.092 726.725 744.590 585.286 573.255 577.915 594.628 0 0
Einjährige variable Vergütung 648.500 530.000 350.190 294.150 285.340 233.200 280.500 238.147 0 0
Individuelle Komponente 648.500 530.000 350.190 294.150 285.340 233.200 280.500 238.147 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 1.496.160 2.534.125 870.643 1.310.133 241.780 262.460 241.780 355.833 1.241.371 172.434
Mehrjahres-
komponente
549.500 596.500 296.730 331.057 241.780 262.460 241.780 268.027 0 0
Langfristige Aktienkurs-
komponente (Tranche 2012)
0 342.100 0 181.313 0 0 0 87.806 0 172.434
Virtuelle Aktien (Tranche 2010) 946.660 0 573.913 0 0 0 0 0 540.385 0
Virtuelle Aktien (Tranche 2011) 0 1.595.525 0 797.763 0 0 0 0 700.986 0
Summe erfolgs-
bezogene Komponenten
2.144.660 3.064.125 1.220.833 1.604.283 527.120 495.660 522.280 593.980 1.241.371 172.434
Versorgungs-
aufwand
363.741 451.059 166.152 208.255 94.387 651,870 178.410 237.355 0 0
Gesamt-
vergütung (DCGK)
3.782.645 4.789.277 2.113.710 2.557.128 1.206.793 1.720.785 1.278.605 1.425.962 1.241.371 172.434

*) Aufgrund der Beendigung des Vorstandsvertrags von Niels Graugaard im April 2013 verkürzte sich die Haltefrist für die virtuellen Aktien der langfristigen Tantieme 2011 gemäß den vertraglichen Bestimmungen auf ein Jahr ab dem Beendigungszeitpunkt. Daher erfolgte eine Auszahlung derselben bereits in 2014.

Vergütungen ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen

Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten vom GEA Konzern im Geschäftsjahr 2015 Bezüge in Höhe von 4.992 T EUR (Vorjahr 5.168 T EUR). Für die früheren Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden im GEA Konzern zum 31. Dezember 2015 Pensionsrückstellungen von 62.458 T EUR (Vorjahr 64.494 T EUR) gebildet.

Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist als reine Festvergütung ausgestaltet. Eine erfolgsorientierte Komponente ist nicht vorgesehen.

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 1.168 T EUR (Vorjahr 1.159 T EUR). Gemäß § 15 Abs. 1 der Satzung erhält jedes Aufsichtsratsmitglied außer dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Vergütung von 50 T EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Anderthalbfache dieses Betrags. Gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung erhalten Mitglieder des Präsidial- bzw. des Prüfungsausschusses zusätzlich jeweils 35 T EUR. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte. Für die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss und im Nominierungsausschuss wird keine gesonderte Vergütung gewährt. Bei unterjährigem Eintritt in den oder Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat bzw. seinen Ausschüssen wird die Vergütung nur anteilig für die Dauer der Zugehörigkeit gezahlt. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 15 Abs. 3 der Satzung nach Ablauf des Geschäftsjahrs für jede Sitzung des Aufsichtsrats, des Präsidial- oder Prüfungsausschusses, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1 T EUR. Im Geschäftsjahr 2015 fanden sieben Sitzungen des Aufsichtsrats, sechs Sitzungen des Präsidialausschusses und fünf Sitzungen des Prüfungsausschusses statt.

Die Vergütung mit ihren jeweiligen Komponenten für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. Präsidial- und Prüfungsausschuss für 2015 im Vergleich zum Vorjahr in individualisierter Form ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:

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(in
EUR)
Vergütung Aufsichtsrat Vergütung Präsidium Vergütung Prüfungsausschuss Sitzungsgeld Summen
Dr. Heraeus 125.000 70.000 35.000 17.000 247.000
Vorjahr 125.000 70.000 35.000 14.000 244.000
Siegers* 75.000 35.000 - 9.000 119.000
Vorjahr 75.000 35.000 - 11.000 121.000
Bastaki 50.000 - - 7.000 57.000
Vorjahr 50.000 - - 6.000 56.000
Prof. Dr. Bauer 50.000 - - 6.000 56.000
Vorjahr 50.000 - - 7.000 57.000
Eberlein 50.000 - 70.000 12.000 132.000
Vorjahr 50.000 - 70.000 12.000 132.000
Gröbel* 50.000 35.000 - 13.000 98.000
Vorjahr 50.000 35.000 - 11.000 96.000
Hunger* (bis 31. Oktober 2014) - - - - -
Vorjahr 41.467 - 29.167 11.000 81.834
Kämpfert 50.000 - - 6.000 56.000
Vorjahr 50.000 - - 6.000 56.000
Kerkemeier* 50.000 - - 6.000 56.000
Vorjahr 50.000 - - 7.000 57.000
Krönchen* (seit 5. November 2014) 50.000 - 35.000 12.000 97.000
Vorjahr 7.808 - - 1.000 8.808
Löw* 50.000 - 35.000 12.000 97.000
Vorjahr 50.000 - 35.000 13.000 98.000
Dr. Perlet 50.000 35.000 - 11.000 96.000
Vorjahr 50.000 35.000 - 11.000 96.000
Spence 50.000 - - 7.000 57.000
Vorjahr 50.000 - - 5.000 55.000
Summe 700.000 175.000 175.000 118.000 1.168.000
Vorjahr 699.475 175.000 169.167 115.000 1.158.642

*) Die betrieblichen und externen Arbeitnehmervertreter führen ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien an die Hans-Böckler-Stiftung ab.

Risiko- und Chancenbericht

Zielsetzung des Risiko- und Chancenmanagements

Die Ausschöpfung von Wachstums- und Ergebnispotenzialen ist davon abhängig, dass GEA die sich ihr bietenden Chancen nutzt, was jedoch grundsätzlich mit unternehmerischen Risiken verbunden ist. Das Eingehen von kalkulierten Risiken gehört damit zur Konzernstrategie der GEA. Die Erreichung des Ziels einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts erfordert, dass nach Möglichkeit nur solche Risiken eingegangen werden, die kalkulierbar sind und denen höhere Chancen gegenüberstehen. Dies bedingt ein aktives Risiko- und Chancenmanagement, das unangemessene Risiken vermeidet, eingegangene Risiken überwacht und steuert sowie sicherstellt, dass Chancen rechtzeitig erkannt und genutzt werden.

Strategische Planung und Mittelfristplanung der GEA sind wesentliche Bestandteile der Steuerung von Chancen und Risiken. Im Rahmen dieser Prozesse werden Entscheidungen über Kerntechnologien und Absatzmärkte mit entsprechender Ressourcenallokation vorbereitet. Ziel ist Stabilität durch Diversifikation und Konzentration auf Zukunftsmärkte. Gleichzeitig können Entwicklungen, die den Fortbestand der GEA gefährden könnten, frühzeitig erkannt werden.

Chancen und Risiken aus wesentlichen operativen Entscheidungen, z. B. über die Annahme von Aufträgen und die Durchführung von Investitionen, werden auf allen Konzernebenen in einem nach Wesentlichkeitskriterien gestuften Entscheidungsprozess durch Fachbereiche und Entscheidungsträger beurteilt und damit aktiv gesteuert.

Gesamtaussage zur Risikolage und deren Veränderung im Jahresvergleich

Die identifizierten Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit und die daraus möglicherweise entstehenden Ergebnisbelastungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Wie in den Vorjahren bietet die Struktur der GEA mit ihrer regionalen und branchenmäßigen Diversifizierung einen weitgehenden Schutz vor einer Bündelung einzelner Risiken zu einem bestandsgefährdenden Einzelrisiko. Darüber hinaus liegt weder auf Lieferanten- noch auf Kundenseite eine Abhängigkeit von einzelnen Geschäftspartnern vor.

In Bezug auf die nicht fortgeführten Geschäftsbereiche konnten die Risiken durch weiteren Fortschritt in der Fertigstellung der Projekte der Lentjes reduziert werden. Aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs GEA Heat Exchangers bestehen Risiken in Form von finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Erwerber.

Insgesamt wurden keine Risiken für die GEA und die GEA Group Aktiengesellschaft identifiziert, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Risiko- und Chancenmanagementsystem

Risikomanagementsystem

In das Risikomanagementsystem der GEA sind alle Gesellschaften des Konzerns eingebunden. Quartalsweise Risikomeldungen und in Abhängigkeit von Größenkriterien ad-hoc erfolgende Risikomeldungen sollen gewährleisten, dass die Entscheidungsträger auf allen Ebenen zeitnah über wesentliche existierende Risiken und mögliche Risiken der künftigen Entwicklung informiert werden.

Die Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess für ein ordnungsgemäßes Risikomanagement sind in einer konzernweit gültigen Risikorichtlinie dokumentiert. In diesen Richtlinien sind auch verbindliche Vorgaben zur Risikoerfassung und -steuerung dokumentiert. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision überprüft.

Risikomanagement-Instrumente wie die "Risk Assessment and Advisory Committees (RAAC)", werden durch ein Berichtswesen mit bewerteten Risikomeldungen, konsolidierten Planungsrechnungen, monatlichen Konzernabschlüssen und regelmäßigen Sitzungen des Global Leadership Teams (bestehend aus den Mitgliedern des Vorstands und den Hauptverantwortlichen aus den Business Areas, Regionen und dem Global Corporate Center) ergänzt, um die unterschiedlichen Risiken zu identifizieren und zu analysieren.

Risikomanagementorganisation

*) Global Leadership Team

Das Risikomanagement der GEA orientiert sich an der Managementhierarchie. Risiken werden, unter Berücksichtigung von vordefinierten Schwellenwerten, an die jeweils nächsthöhere Managementebene berichtet.

Den besonderen Anforderungen des Projektgeschäfts wird durch sogenannte "Risk-Boards" auf Business Area- und Konzernleitungsebene Rechnung getragen. Vor einer bindenden Angebotsabgabe bzw. dem Vertragsabschluss werden die kaufmännischen und vertraglichen Bedingungen von möglichen Aufträgen detailliert durch Spezialisten unterschiedlicher Fachabteilungen geprüft, um die Hereinnahme nicht beherrschbarer Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagementsystem setzt damit bereits vor der Entstehung von Risiken an, indem das Chancen-/Risikoprofil von Angeboten kritisch hinterfragt wird. Bei unangemessenem Chancen-/Risikoprofil wird ein Vertragsabschluss untersagt.

Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck der Früherkennung existenzgefährdender Risiken. Es erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage einer Business Area oder des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten.

Um auch über die bestehenden Systeme hinaus Risiken und Chancen systematisch zu erfassen, wurden bei GEA weitere Module im Risikomanagementsystem etabliert, die eine holistische Auswertung von Risiken ermöglichen.

In einer gruppenweiten "Risk & Chance Scorecard" werden in iterativen Prozessschritten, die in 2014 eingeführt wurde und nach vollständiger Umsetzung der neuen Organisation wieder durchgeführt werden soll, über alle Organisationseinheiten Informationen gesammelt und konsolidiert. Um dabei solche Risiken zu ermitteln, die bestandsgefährdenden Charakter für GEA aufweisen können, sind alle Sachverhalte im Hinblick auf ihre finanzielle Wesentlichkeit, wobei hier eine Bruttobetrachtung, d. h. ohne Berücksichtigung eventuell risikomindernder Maßnahmen, erfolgt, und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit zu beurteilen. Darüber hinaus wird jedes Risiko in Hinblick auf seine Fristigkeit, unter und über einem Jahr, einzeln betrachtet.

Bei der Einordnung der Wesentlichkeit gelten folgende Kriterien:

Chancen und Risiken

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Moderat Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage zwischen EUR 2,5 - 10 m
Erheblich Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage > EUR 10 m

Diese Einordnung erlaubt es, sowohl Risiken als auch Chancen in ihrer Auswirkung auf GEA zu klassifizieren. Dabei werden kurzfristig relevante Themen mit der Einschätzung Hoch ("H") im Hinblick auf Wesentlichkeit und Wahrscheinlichkeit zunächst als erhebliches Risiko bzw. erhebliche Chance eingeordnet.

Darüber hinaus werden mit Hilfe des GEA Demand Index (kurz: GDI) die Einschätzungen von Marktexperten der GEA zur erwarteten kurz- bis mittelfristigen Marktentwicklung erhoben. Der Index ermöglicht eine frühzeitige Indikation für positive oder negative Marktentwicklungen in den für GEA relevanten Industrien und Regionen.

Die im Rahmen der Risk & Chance Scorecard als auch mit Hilfe des GDI gewonnenen Erkenntnisse werden mit Hilfe weiterer interner als auch externer Informationen in einer Szenarien- und Sensitivitäts-Analyse, in der die Auswirkungen auf die Liquiditätsentwicklung simuliert werden, verarbeitet (vgl. Seite 94).

Für alle im laufenden Geschäft erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, angemessen Vorsorge getroffen. Auf bestehende Risiken wird im Folgenden eingegangen. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die derzeit noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) der GEA - basierend auf dem Rahmenwerk COSO - umfasst das Risikomanagementsystem (RMS) sowie weitere Grundsätze, Maßnahmen und Regelungen (sonstiges IKS). Während das RMS die Risikoidentifizierung und Risikoklassifizierung zur Aufgabe hat, dienen die Bestandteile des sonstigen IKS im Wesentlichen der Vermeidung oder Minderung von Risiken durch Kontrollmaßnahmen. Weiterer Bestandteil des IKS ist die interne Revision.

Das RMS umfasst Grundsätze, Maßnahmen und Regelungen des Risikofrüherkennungssystems nach § 91 Abs. 2 AktG sowie solche des sonstigen Risikomanagementsystems. Beim sonstigen IKS werden Grundsätze, Maßnahmen und Regelungen mit bzw. ohne Rechnungslegungsbezug unterschieden.

Bei GEA werden als IKS im Hinblick auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Maßnahmen und Regelungen verstanden, die eine ordnungsgemäße Genehmigung und Buchung der Geschäftsvorfälle für Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse sicherstellen. Die Zielsetzung des installierten IKS ist die Gewährleistung einer verlässlichen Finanzberichterstattung, die Einhaltung der einschlägigen Gesetze und Normen sowie die Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Abläufe.

In das IKS sind neben der GEA Group Aktiengesellschaft alle Gesellschaften des Konzerns eingebunden.

Folgende wichtige Grundsätze des IKS der GEA sind in allen betrieblichen Funktionsbereichen anzuwenden: klar definierte Verantwortungsbereiche, Funktionstrennungen in allen Aufgabenbereichen, duale Unterschriftenregelungen, Einhaltung von Richtlinien, Leitfäden und Verfahrensvorschriften (Handbücher), Verpflichtung zur Einholung von Vergleichsangeboten vor Auftragserteilung, Sicherung von Daten vor unberechtigtem Zugriff sowie die Durchführung von Schulungen, um einheitliche Vorgehensweisen im Konzern sicherzustellen.

Wesentliche Maßnahmen und Regelungen mit Rechnungslegungsbezug zur Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung in allen Tochterunternehmen sind: Bilanzierungs- und Kontierungsrichtlinien, ein einheitlicher Kontenplan, die Konsolidierungs- und Kalkulationsrichtlinien, die Freigabe von Buchungen nach dem Vier-Augen-Prinzip sowie von bestimmten Buchungen nur durch ausgewählte Personen. Zur Fehlervermeidung werden in allen wesentlichen Gesellschaften in der Rechnungslegung, im Controlling und im Finanzbereich der GEA standardisierte IT-Systeme eingesetzt. Alle Richtlinien und IT-Systeme werden kontinuierlich im Hinblick auf gesetzliche und betriebswirtschaftliche Anforderungen aktualisiert.

Die Einhaltung der oben beschriebenen Grundsätze, Regelungen und Maßnahmen des IKS wird durch regelmäßige Prüfungen der internen Revision der GEA systematisch überwacht, die direkt an den Vorstand und regelmäßig an den Prüfungsausschuss berichtet. Die Ergebnisse ermöglichen die Beseitigung festgestellter Mängel in den geprüften Unternehmen sowie die permanente Weiterentwicklung des IKS im Konzern.

Insgesamt zielt das IKS auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung jener Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können.

Rechtliche Risiken

Da die Veröffentlichung konkreter Eintrittswahrscheinlichkeiten die Position des Konzerns in laufenden Gerichtsverfahren oder sonstigen rechtlichen Auseinandersetzungen ernsthaft beeinträchtigen könnte, wird von einer detaillierten Quantifizierung der rechtlichen Risiken abgesehen.

Konkursverfahren Dörries Scharmann AG

Vor dem Landgericht Düsseldorf ist eine Klage des Konkursverwalters der Dörries Scharmann AG gegen die GEA Group Aktiengesellschaft anhängig. Die frühere Metallgesellschaft AG als Rechtsvorgängerin der GEA Group Aktiengesellschaft war an der Schiess AG, später Dörries Scharmann AG, beteiligt. Aus dieser Beteiligung macht der Konkursverwalter diverse gesellschaftsrechtliche Ansprüche - insbesondere wegen Eigenkapitalersatz - geltend, die sich auf ca. 18 Mio. EUR nebst Zinsen belaufen. Die GEA Group Aktiengesellschaft hält die geltend gemachten Ansprüche für unbegründet und wird sich weiter gegen sämtliche Forderungen verteidigen.

Allgemeines

Darüber hinaus sind gegen Unternehmen der GEA aus früheren Unternehmensverkäufen oder der laufenden Geschäftstätigkeit weitere Ansprüche gestellt oder behördliche Untersuchungen eingeleitet worden oder könnten eingeleitet werden.

Für alle Risiken aus den zuvor beschriebenen und sonstigen Rechtsstreitigkeiten, welche GEA im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit führt, wurde angemessene Vorsorge getroffen. Der Ausgang dieser Verfahren kann allerdings nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass aufgrund der Beendigung dieser Verfahren Aufwendungen oder Erträge entstehen, soweit die hierfür gebildete Vorsorge über- oder unterschritten wird.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die im Folgenden dargestellten leistungswirtschaftlichen Risiken können in unterschiedlichsten Ausprägungen auftreten. Mit Hilfe der Elemente des GEA Risikomanagementsystems sollen sich konkretisierende Risiken bereits im Vorfeld erkannt werden, sodass die für den Einzelfall geeigneten Maßnahmen ergriffen werden können, um negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns abzuwenden. Grundsätzlich werden mögliche leistungswirtschaftliche Risiken durch die Vermeidung von wesentlichen Abhängigkeiten sowie ausgewogene Zusammensetzung von fixen und flexiblen Kapazitäten minimiert.

Die Absatzmärkte der GEA zeichnen sich durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur aus. Durch diese Differenzierung wirken sich Nachfrageschwankungen auf Teilmärkten nur in abgeschwächter Form auf die Gesamtnachfrage aus. Der Schwerpunkt besteht jedoch in der Nahrungsmittelindustrie. Ein wesentlicher Rückgang bei der Nachfrage von Lebensmitteln und Getränken hätte erhebliche Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der GEA. Die Wahrscheinlichkeit eines globalen Nachfragerückgangs schätzt GEA als gering ein. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko betrachtet.

Ein wesentlicher Teil des Geschäftsvolumens der GEA besteht aus Projekten, die von den Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden der GEA abhängen. Die Realisierung solcher Projekte könnte durch einen generellen Nachfragerückgang, Verschiebungen der Währungsparitäten oder auch durch die Verknappung von Krediten erschwert werden. Aus dem gleichen Grund kann es auch zu Verschiebungen oder sogar Stornierungen von bestehenden Aufträgen kommen. Ein globaler Eintritt solcher Risiken hätte erhebliche Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der GEA. Die Wahrscheinlichkeit für einen globalen Eintritt solcher Risiken wird als gering eingeschätzt. Insbesondere aufgrund der differenzierten Aufstellung der GEA wird dieses Risiko insgesamt als mittleres Risiko eingestuft.

Länderspezifische Konfliktsituationen, aus denen sich Risiken für den Konzern entwickeln können, werden im Rahmen des Risikomanagements laufend beobachtet. Das sich daraus ergebende Risikopotenzial kann allerdings nur schwer quantifiziert werden. Erhebliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns werden jedoch nicht erwartet. Insgesamt wird dieses Risiko als mittleres Risiko betrachtet.

Auf der Absatzseite wird die Entwicklung des Preisniveaus stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Sollte sich der Auslastungsgrad in der Branche verringern, so könnte dies tendenziell auch zu erheblichen negativen Einflüssen auf das Preisniveau und infolgedessen die Finanz- und Ertragslage der GEA führen. Aufgrund der regionalen und industriellen Differenzierung wird die Wahrscheinlichkeit für ein solches Risiko als gering eingestuft. Insgesamt wird dieser Sachverhalt als mittleres Risiko betrachtet.

GEA verarbeitet eine Vielzahl von Materialien wie zum Beispiel Edelstahl, insbesondere als Teil von verarbeiteten Produkten. Die Einkaufspreise für diese Metalle können je nach Marktsituation erheblich schwanken. Zur Sicherung der den Auftragskalkulationen zugrunde liegenden Beschaffungspreise werden langfristige Lieferverträge mit ausgewählten Lieferanten geschlossen. Das sich daraus ergebende Risikopotenzial kann allerdings nur schwer quantifiziert werden. Auf der Beschaffungsseite wird derzeit nicht mit einem Anstieg der Preise bei den wesentlichen Materialien gerechnet. Insgesamt wird das Risiko als mittleres Risiko eingestuft.

Langfristige Aufträge im Bereich des Anlagenbaus bilden einen wesentlichen Bestandteil des Geschäfts der GEA. Einige dieser Verträge gehen mit besonderen Risiken einher, da diese mit der Übernahme eines wesentlichen Teils der mit der Fertigstellung verbundenen Risiken des Projektes verbunden sind. Des Weiteren können mehrjährige Gewährleistungsverpflichtungen nach Abnahme des Projektes vorgesehen sein. Technische Probleme, Qualitätsprobleme bei Unterlieferanten und Terminüberschreitungen können hierbei zu Kostenüberschreitungen führen. Zur genauen Beobachtung von auftragsbezogenen Risiken besteht daher ein umfassendes Risikomanagementsystem auf Ebene der Konzernleitung und der Business Areas, das bereits vor Abgabe von verbindlichen Angeboten ansetzt. Für sämtliche absehbare Risiken aus diesem Bereich wurden angemessene bilanzielle Vorsorgen getroffen. Hieraus können sich für die Finanz- und Ertragslage sowohl Risiken als auch Chancen ergeben. In ihrer Gesamtheit werden diese Sachverhalte als mittleres Risiko betrachtet.

Die Geschäftsprozesse der GEA hängen in hohem Maße von der Informationstechnologie ab. Durch den Ausfall oder die Störung von kritischen Systemen können Risiken betreffend der Vertraulichkeit, der Verfügbarkeit sowie der Integrität entstehen und wichtige Geschäftsprozesse können beeinträchtigt werden. GEA schützt ihre Informationstechnologie, soweit wirtschaftlich sinnvoll, gegen unbefugten Zugriff. Die entsprechenden Sicherheitssysteme werden ständig aktualisiert. Insgesamt wird dieser Sachverhalt als mittleres Risiko eingestuft.

Weiterhin werden Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gesehen. Soweit eine Abschwächung der Konjunktur zu einer Reduzierung des Auftragseingangs unter das Niveau des letzten Geschäftsjahrs führt, könnte dies zu Ergebnisbelastungen durch Unterauslastung bzw. Kapazitätsanpassungsmaßnahmen führen. Aufgrund der regionalen und industriellen Differenzierung sowie der Aufstellung des Konzerns im Hinblick auf Flexibilität wird die Wahrscheinlichkeit für ein als erheblich einzuordnendes Risikos als gering eingestuft. Insgesamt wird dieser Sachverhalt als mittleres Risiko eingestuft.

Nach dem Verkauf der ehemaligen Division Lentjes sind gemäß vertraglicher Vereinbarung definierte Risiken im Zusammenhang mit ausgewählten Aufträgen im Konzern verblieben. Die verbleibenden Risiken werden insgesamt gering eingeschätzt.

Aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs GEA Heat Exchangers bestehen Risiken in Form von finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Erwerber. Sie resultieren aus kaufvertraglichen Gewährleistungen und Freistellungen sowie aus einer Risikoteilung für Großprojekte. Insgesamt wird dieser Sachverhalt als mittleres Risiko mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Engagierte und qualifizierte Mitarbeiter sind für GEA ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dem Risiko, offene Positionen im Konzern nicht adäquat besetzen zu können oder kompetente Mitarbeiter zu verlieren, begegnet GEA mit verschiedenen personalpolitischen Maßnahmen. Ziel der Maßnahmen ist es, die GEA als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern zu fördern (vgl. Seite 54 f.). Die Wahrscheinlichkeit für ein als erheblich einzustufendes Risiko wird als gering eingestuft. Insgesamt wird dieser Sachverhalt als mittleres Risiko betrachtet.

Akquisitions- und Integrationsrisiken

Akquisitionen und konzerninterne Umwandlungen von Gesellschaften bringen Risiken aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten mit sich. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die mit der jeweiligen Maßnahme verfolgten Ziele nicht oder nicht im vorgesehenen Zeitraum realisiert werden. Darüber hinaus können aus solchen Transaktionen erhebliche Verwaltungs- und sonstige Kosten entstehen. Auch können Portfoliomaßnahmen einen zusätzlichen Finanzbedarf zur Folge haben und den Finanzierungsbedarf und die Finanzierungsstruktur negativ beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein strukturiertes Integrationskonzept und die intensive Betreuung durch interne Experten sowie gezielte Schulungen entgegengewirkt. Insgesamt wird dieser Sachverhalt als mittleres Risiko betrachtet.

Umweltschutzrisiken

In Bezug auf einige Grundstücke in unserem Portfolio bestehen vor allem aus früheren Geschäftsaktivitäten Altlasten- und Bergschädenrisiken. Diesen Risiken wird durch geeignete Maßnahmen sowie die Betreuung durch interne und externe Spezialisten begegnet. Für die Maßnahmen wurden auch in 2015 angemessene bilanzielle Vorsorgen getroffen. Hieraus können sich für die Finanz- und Ertragslage sowohl Risiken als auch Chancen ergeben, wobei im Hinblick auf Wahrscheinlichkeit als auch Wesentlichkeit von einem mittleren bzw. moderaten Risiko ausgegangen wird.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Grundsätze finanzwirtschaftlichen Risikomanagements

Um die finanziellen Risiken konzernweit zu überwachen und diese dabei weitgehend zu begrenzen oder abzusichern, hat der Vorstand ein wirksames Regelwerk in Form von Richtlinien aufgestellt. Die Zielsetzungen für den Vermögensschutz, die Beseitigung von Sicherheitslücken und die Effizienzsteigerung bei der Erkennung und Analyse von Risiken sowie die entsprechenden Organisationsformen, Zuständigkeiten und Kompetenzen sind klar definiert. Dabei wird den Prinzipien der Systemsicherheit, Funktionstrennung, Nachvollziehbarkeit und unverzüglichen Dokumentation gefolgt.

Als weltweit tätiger Konzern ist GEA im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken, Zinsrisiken, Warenpreisrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese Risiken durch den geeigneten Einsatz von derivativen und nicht-derivativen Sicherungsinstrumenten zu reduzieren. Eine Quantifizierung der finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns findet sich im Abschnitt 3 (Seite 152 ff.) des Konzernanhangs.

Die im Folgenden aufgeführten finanzwirtschaftlichen Risiken sind in der Bruttobetrachtung für GEA grundsätzlich als erheblich sowie auch wahrscheinlich einzustufen. Infolgedessen werden diese Risiken insgesamt als hoch klassifiziert.

Währungsrisiken

Die Internationalität der Geschäftstätigkeit der GEA bringt neben Zahlungsströmen in Euro auch eine Vielzahl von Zahlungsströmen in anderen Währungen, insbesondere in US-Dollar, mit sich. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements.

Nach der konzerneinheitlichen Richtlinie für das zentral gesteuerte Devisenmanagement innerhalb der GEA besteht grundsätzlich für alle Konzerngesellschaften eine Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung, um Preise auf Basis von Sicherungskursen festzuschreiben. Die Sicherung von Währungsrisiken erfolgt für bilanzierte Grundgeschäfte, bilanzunwirksame feste Verpflichtungen sowie für erwartete und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende geplante Transaktionen. Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäfts und betragen in der Regel bis zu 12 Monate, können aber in Ausnahmefällen auch deutlich darüber hinausgehen. Trotzdem können Veränderungen der Währungskurse die Absatzmöglichkeiten außerhalb des Euroraums beeinflussen.

Die im Gebiet der Europäischen Währungsunion ansässigen verbundenen Konzernunternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, alle offenen Positionen aus Lieferungs- und Leistungsgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen dem Zentralbereich Treasury & Corporate Finance der GEA anzudienen. Diese Positionen werden laufzeitkongruent, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung zum überwiegenden Teil in direkter Zuordnung an Banken weitergeleitet. Sie können auch im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert werden. Die Absicherung von Geschäften oder Finanztransaktionen von Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgt ebenfalls in enger Abstimmung mit dem Zentralbereich Treasury & Corporate Finance.

Zinsrisiken

Aufgrund der weltweiten Geschäftsaktivitäten der GEA erfolgen Liquiditätsbeschaffung und -anlage an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen - überwiegend aber in EUR - und mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sowie Geldanlagen sind grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, das von dem zentralen Zinsmanagement zu bewerten und zu steuern ist. Dabei können zur Absicherung des Zinsrisikos fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, um die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der entsprechenden Grundgeschäfte zu reduzieren. Derartige Zinssicherungsinstrumente dürfen nur vom Zentralbereich Treasury & Corporate Finance abgeschlossen werden.

Kreditrisiken

Finanzinstrumente sind grundsätzlich einem Ausfallrisiko aus der möglichen Nichterfüllung seitens der anderen Vertragspartei ausgesetzt. Ziel des im Zentralbereich Treasury & Corporate Finance der GEA verwendeten Kontrahentenlimit-Systems ist es, fortlaufend das Kontrahentenausfallrisiko einzuschätzen und zu steuern. Je Kontrahent ist eine maximale Risikogrenze festgelegt. Diese leitet sich überwiegend aus der Bonitätseinstufung anerkannter Rating-Agenturen und Credit Default Swaps (CDS) ab. Bei Überschreiten des individuellen Limits werden entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Die Bonität potenzieller Kunden wird im Rahmen eines internen Risk Board-Verfahrens vor Auftragsannahme geprüft. Darüber hinaus kommt ein aktives Forderungsmanagement unter Einbezug von echtem Factoring, echter Forfaitierung sowie Kreditversicherungen zum Einsatz. Im Exportgeschäft werden ferner bestätigte und unbestätigte Akkreditive sowie Bürgschaften, Garantien und Deckungszusagen, auch von Exportkreditagenturen wie z. B. Euler Hermes, eingesetzt. Neben der lokalen Überwachung durch die jeweilige Tochtergesellschaft überwacht GEA die wichtigsten Ausfallrisiken auch auf Konzernleitungsebene, um eine eventuelle Kumulierung von Risiken besser steuern zu können.

Da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer großen Anzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen und Regionen bestehen, ist keine Konzentration von Risiken gegeben. Konkreten Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Zur Reduzierung von Ausfallrisiken bei derivativen Finanzinstrumenten werden diese nur mit renommierten Finanzinstitutionen abgeschlossen, deren Kreditwürdigkeiten durch das zuvor beschriebene Kontrahentenlimit-System als sicher eingestuft und fortlaufend überwacht werden.

Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist auf deren Buchwert begrenzt.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken entstehen für GEA, wenn Zahlungsverpflichtungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von liquiden Mitteln nicht erfüllt werden können. Das Management dieses Risikos ist Aufgabe des Zentralbereichs Treasury & Corporate Finance. Auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer rollierenden monatsgenauen Liquiditätsplanung werden liquide Mittel disponiert sowie Kreditlinien gesteuert. Die Mittel werden anschließend den Gesellschaften von der Konzernleitung zur Verfügung gestellt. Um die Verwendung der liquiden Mittel und die Aufnahme von Krediten innerhalb der GEA zu optimieren, sind in einer zunehmenden Reihe von Ländern Cash-Pools eingerichtet. Um Liquiditätsrisiken zu verringern, setzt GEA auch in der Zukunft unterschiedliche Finanzierungsinstrumente ein, sodass eine Diversifikation der Finanzierungsquellen erreicht und Fälligkeiten entzerrt werden.

Darüber hinaus werden die Auswirkungen möglicher Risikoszenarien auf die Liquiditätsentwicklung simuliert. Dabei werden alle Informationen des internen Risikomanagements sowie interne und externe Informationen zu möglichen Markt- und sonstigen externen Risiken berücksichtigt. Der Vorstand hat darauf basierend feste Regeln mit dem Aufsichtsrat vereinbart, in welchem Ausmaß liquide Mittel und langfristige Kreditlinien zur Deckung möglicher Liquiditätsrisiken vorzuhalten sind.

Steuerliche Risiken

Die jeweiligen nationalen Steuergesetzgebungen können die Nutzbarkeit von Verlustvorträgen und damit die Werthaltigkeit der im Konzernabschluss aktivierten latenten Steuern und die laufende Besteuerung beeinflussen. Außerdem könnte durch zukünftige Änderungen in der Anteilseignerstruktur die Nutzung der inländischen Verlustvorträge stark reduziert oder auch unmöglich werden (§ 8c KStG). Die Nutzbarkeit der US-amerikanischen Verlustvorträge könnte ebenfalls durch Änderungen in der Struktur der Anteilseigner eingeschränkt werden, da in den USA die Regelung der Sec. 382 IRC (Change of Ownership) auch auf die GEA Group Aktiengesellschaft Anwendung findet.

Darüber hinaus besteht in Deutschland und im Ausland aufgrund der verschärften Finanznot der öffentlichen Haushalte, des sich daraus ergebenden Reformdrucks sowie einer erkennbaren erhöhten Aufmerksamkeit der Finanzbehörden für die Zukunft erhebliche Unsicherheit über die Entwicklung und Anwendung der Steuergesetzgebung.

Die dargestellten steuerlichen Risiken können erhebliche Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der GEA haben. Der Eintritt wesentlicher Belastungen wird als eher unwahrscheinlich erachtet.

Chancen

Gesamtaussage zu Chancen und deren Veränderung im Jahresvergleich

Die Endmärkte der GEA bieten vielfältige Chancen für eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung. Die systematische Auswertung sowohl interner als auch externer Informationen, um die Chancen rechtzeitig zu erkennen und die damit verbundenen Potenziale angemessen zu bewerten (vgl. Seite 87 f.), ist wesentliche Aufgabe des Chancen- und Risikomanagementsystems. Dahin gehend werden konkrete Maßnahmen erarbeitet, die es uns ermöglichen, die Chancen in konkrete wirtschaftliche Erfolge umzuwandeln.

Die identifizierten Chancen aus der operativen Geschäftstätigkeit und die daraus möglicherweise entstehenden zusätzlichen Ergebnispotenziale haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Der Planung der wirtschaftlichen Entwicklung liegen bestimmte Annahmen über die Entwicklung der im Folgenden dargestellten leistungswirtschaftlichen Parameter zugrunde. Sollten sich diese Parameter in ihrer Gesamtheit positiver als angenommen entwickeln, können sich entsprechende Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der GEA ergeben.

Leistungswirtschaftliche Chancen

GEA geht mit einem unverändert hohen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2016. Weiteres Wachstum wird mittelfristig in den stärker wachsenden Märkten in Asien erwartet. Die GEA wird ihre Präsenz in diesen Regionen weiter ausbauen und entsprechend an dem Wachstum dieser Märkte partizipieren.

Soweit sich das erwartete moderate Wachstum der Weltwirtschaft realisiert, wird GEA durch ihre weitere Fokussierung auf den Endmarkt Nahrungsmittel überproportional - insbesondere in Wachstumsmärkten - profitieren.

Im Bereich der Nahrungsmittelprozesstechnik werden - neben der Wohlstandssteigerung und dem Trend zu qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln - die zu erwartende Erhöhung der Produktions- und Qualitätsstandards sowie innovative Prozessverbesserungen und Produktneuentwicklungen das Wachstum der GEA weiter fördern.

Seit dem 8. Juni 2015 hat GEA die neue Struktur eingenommen. Damit hat der Konzern jetzt wesentlich flachere Hierarchien und ist durch die einheitlichen Landesorganisationen auch deutlich näher am lokalen Kunden. Diese stärkere Positionierung des gesamten Portfolios sowie ein intensiviertes Servicegeschäft werden weiteres profitables Wachstum, aber auch die Kundenbindung fördern. Das wird die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit bis ins Jahr 2020 und darüber hinaus weiter stärken und ausbauen. Die erwarteten Einsparungen aus dem Programm "Fit for 2020" in Höhe von mindestens 125 Mio. EUR ab 2017 berücksichtigen jedoch nicht die Möglichkeit, dass durch die neue, wesentlich einheitlichere Kundenansprache höhere Umsatzerlöse generiert werden könnten. Hinzu kommt die im Vergleich zur bisherigen Aufstellung deutlich größere Chance durch "Cross-Selling-Effekte" den Absatz bei Bestandskunden zu erhöhen bzw. neue Kundenkreise zu gewinnen.

Aufgrund der bisher relativ dezentralen Organisation des Konzerns in technologisch gegliederten Segmenten war auch die Beschaffungsorganisation entsprechend individuell aufgestellt. Durch die neue Struktur, in der die Entwicklung und Herstellung von Produkten bzw. die Bereitstellung von Prozesslösungen in den 2 neuen Business Areas Equipment und Solutions gebündelt werden, ergibt sich zukünftig ein Optimierungspotenzial. Das Unternehmen sieht Chancen insbesondere durch die Harmonisierung von Materialklassen, das Clustern von Lieferanten sowie die Ausweitung der zentral koordinierten Einkäufe.

Weiteres Potenzial sieht GEA in der Aufstellung des heutigen weltweiten Fertigungsnetzwerks. Auch hier gab es bisher eine eher dezentrale Herangehensweise, die der Optimierung der Produktionskapazitäten der einzelnen Segmente diente. Durch die neue organisatorische Struktur des Konzerns ist eine stärkere zentrale Steuerung und Überprüfung geplanter Investitionen möglich. Dadurch könnten zusätzliche signifikante Einsparungen generiert werden.

Als wesentliche Grundsäule des Erfolgs der GEA wird ein tiefes Verständnis der Produktionsprozesse der Kunden gesehen. Zunehmende Knappheit erfordert immer effizienteren Umgang mit Rohstoffen und Energien. Die steigenden Anforderungen der Endverbraucher erfordern höhere Qualitätsstandards in den Produktionsprozessen. Eine steigende Sensibilität im Umgang mit der Umwelt erfordert höhere Standards u. a. im Hinblick auf den CO2 -Ausstoß. Hieraus ergeben sich für GEA zunehmend Chancen, indem durch gezielte Forschungs- und Entwicklungsarbeit in umweltschonende Technologien und Produktionsprozesse spezifische Lösungen angeboten werden können.

Mit der Akquisition Comas (vgl. Seite 37) ist GEA in 2015 in den Markt für Feingebäck eingestiegen. Die Bildung eines "Application Center Bakery" in der neuen Struktur unterstreicht den verstärkten Fokus auf diesen Industriebereich. Durch weitere Akquisitionen (vgl. Seite 63) könnte GEA sein Kompetenzportfolio so wie in diesem Fall weiter ausbauen und eine marktführende Stellung in neuen Tätigkeitsfeldern erringen. Da die Akquisitionsstrategie des Konzerns klar auf anspruchsvolle Prozesstechnik für die Nahrungsmittelindustrie ausgerichtet ist, könnten die Zukäufe die Profitabilität des Konzerns weiter steigern.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die dargestellten leistungswirtschaftlichen Chancen die Planungsannahmen übersteigen und sich somit wesentliche positive Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben, wird von der GEA insgesamt als mittel eingeschätzt.

Prognosebericht

Der Prognosebericht der GEA berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt waren und die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2016

Weltwirtschaft

Wie unter den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht beschrieben (vgl. Seite 35 f.), sieht GEA als global aktiver Maschinenbaukonzern das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (GDP) und die entsprechenden Prognosen des IWF als wesentlichen Referenzwert für die eigene Entwicklung an.

In seinem Update zum "World Economic Outlook" (Januar 2016) hat der IWF seine Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2016 im Vergleich zu seinen Schätzungen im Oktober 2015 abermals nach unten korrigiert. Demnach werde die Weltwirtschaft im Jahr 2016 um 3,4 Prozent wachsen. Im darauffolgenden Jahr soll die Weltkonjunktur weiter geringfügig anziehen und eine Wachstumsrate von 3,6 Prozent erreichen. Damit liegen die prognostizierten Wachstumsraten für 2016 und 2017 jeweils 0,2 Prozentpunkte unter den Erwartungen aus dem vergangenen Oktober.

Die größten Risiken sehen die Experten des IWF derzeit in dem verlangsamten Wachstum Chinas, in der schärferen US-amerikanischen Geldpolitik gepaart mit einem starken Dollar sowie in einer möglichen Zuspitzung der bestehenden geopolitischen Spannungen.

Entwicklung der Industriestaaten

Für die Industriestaaten geht der IWF in den Jahren 2016 und 2017 von einem gleichbleibenden Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent aus. In Deutschland wie auch in der gesamten Eurozone lege das Wachstum im aktuellen und kommenden Jahr auf jeweils 1,7 Prozent zu.

Für die US-Wirtschaft hat der IWF seine Prognosen um jeweils 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zur Oktoberschätzung reduziert. Insbesondere die Stärke des Dollars stelle die USA vor Herausforderungen, sodass die Experten von einem Wirtschaftswachstum von jeweils 2,6 Prozent in 2016 und 2017 ausgehen.

Entwicklung der Schwellenländer

Mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 4,3 Prozent in 2016 und 4,7 Prozent in 2017 für die Schwellen- und Entwicklungsländer schraubt der IWF seine Erwartungen im Vergleich zur Oktoberschätzung um jeweils 0,2 Prozentpunkte weiter zurück.

Für China rechnet der IWF mit einer Wachstumsabschwächung: von 6,9 Prozent Wachstum im Jahr 2015 über 6,3 Prozent 2016 auf 6,0 Prozent 2017. Das entspricht den bisherigen Erwartungen.

Das russische Wirtschaftswachstum gehe im Jahr 2016 auf minus 1,0 Prozent zurück, während es in 2017 wieder an Fahrt gewinnen und um plus 1,0 Prozent wachsen soll. Damit korrigierte der Weltwährungsfonds seine Prognose für die russische Wirtschaft im Jahr 2016 deutlich nach unten (minus 0,4 Prozentpunkte gegenüber der Herbstprognose). Die Prognose für die russische Wirtschaft in 2017 blieb jedoch unverändert.

Ein Rückgang sei in 2016 auch für die Wirtschaft in den lateinamerikanischen Staaten zu erwarten. Laut IWF verringere sich dort das Wirtschaftswachstum auf minus 0,3 Prozent, das sind weitere 1,1 Prozentpunkte weniger als im Oktober 2015 prognostiziert. Auch wenn sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 in Lateinamerika auf 1,6 Prozent erholen soll, liegen die neueren Schätzungen noch deutlich unter denen vom Oktober 2015.

Entwicklung der Kundenindustrien

Für die wesentlichen Applikation der GEA werden auf Basis externer Studien die folgenden Entwicklungen erwartet:

Nahrungsmittel

Der Konsum verpackter Lebensmittel wird weiterhin unverändert moderat wachsen. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch leichte Verbrauchszuwächse in der Region Asien Pazifik sowie im Mittleren Osten und Afrika. Außerdem ist davon auszugehen, dass auch der Backwarenkonsum zulegen wird.

Milchproduktion

Im Jahr 2016 ist weiter von volatilen Milchpreisen auszugehen, die sich nicht vor Jahresmitte 2016 erholen werden, sodass sich die finanzielle Situation der Milchbauern frühestens dann verbessern wird. In den für GEA besonders relevanten Märkten der Nordhalbkugel (USA/EU) ist somit vermutlich erst 2017 mit einer deutlichen Zunahme der Investitionsbereitschaft zu rechnen. Mittel- bis langfristig ist jedoch von einer Verbesserung der Situation auf dem weltweiten Milchmarkt auszugehen, getrieben durch den weiter ansteigenden Konsum von Milchprodukten.

Milchverarbeitung

Der weltweite Milchkonsum wird in den nächsten Jahren weiter leicht zulegen. Getrieben wird diese Entwicklung durch den steigenden Konsum von Milchprodukten in Europa sowie in Nord- und Südamerika. Das stärkste Wachstum wird weiterhin in Asien Pazifik zu verzeichnen sein, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau als in der Vergangenheit. Weltweit betrachtet, wird sich insbesondere der Konsum von Joghurt- und Sauermilchprodukten erhöhen.

Getränke

Der weltweite Getränkekonsum wird in den nächsten Jahren stärker zunehmen als noch in den letzten drei Jahren. Sowohl beim Verbrauch von alkoholischen Getränken als auch von Erfrischungsgetränken ist mit moderaten Zuwächsen innerhalb der kommenden Jahre zu rechnen. Während das Wachstum im Bereich der Erfrischungsgetränke in Asien nicht mehr ganz so groß sein wird wie in den vergangenen Jahren, ist insbesondere in Osteuropa von einer zunehmenden Nachfrage innerhalb der nächsten Jahre auszugehen. Zudem ist zu erwarten, dass der für GEA relevante Konsum von Säften und von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken in Zukunft stärker zulegen wird als in den vergangenen drei Jahren.

Pharma

Die Ausgaben für Arzneimittel werden weiterhin steigen und die Wachstumsraten in diesem Markt gegenüber den Jahren 2012 bis 2015 nochmals zulegen. Der deutliche Anstieg resultiert vor allem aus zunehmenden Ausgaben für Arzneimittel in den sogenannten "Pharmerging Markets" (wie z. B. China, Brasilien, Russland, die Türkei und Indien) sowie in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Insgesamt ist daher weiter von wachsenden Investitionsausgaben im Pharmabereich auszugehen.

Chemie

Die Herstellung petrochemischer Produkte wird in den nächsten Jahren weiter steigen und die Wachstumsraten der vergangen drei Jahre übertreffen, sodass mit einer weiteren Zunahme der Investitionstätigkeit zu rechnen ist. Dieser Aufwärtstrend ist insbesondere auf Produktionszuwächse in China und in den Golfstaaten zurückzuführen.

Rahmenbedingungen für GEA

Für das laufende Geschäftsjahr 2016 gehen die Planungen der GEA davon aus, dass die Nachfrage auf ihren Absatzmärkten moderat über dem Niveau von 2015 liegen wird.

Der nachhaltige Erfolg des Konzerns beruht auf verschiedenen weltweiten Megatrends:

1. Kontinuierliches Wachstum der Weltbevölkerung

2. Zunehmende Mittelschicht

3. Wachsende Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln und Getränken

4. Steigende Nachfrage nach effizienten und ressourcenschonenden Produktionsverfahren

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung von derzeit über 7,3 Mrd. Menschen in den nächsten Jahren jährlich um rund 80 Mio. Menschen ansteigen wird (vgl. World Population Prospects: The 2015 Revision; World Urbanization Prospects, 2014). Bis 2023 soll die Anzahl der Menschen weiter auf 8 Mrd. steigen. Das bedeutet, dass zukünftig mit der nahezu gleichen zur Verfügung stehenden Anbaufläche deutlich mehr Nahrungsmittel produziert werden müssen. Deshalb müssen die Verfahren und Produktionsprozesse deutlich effizienter werden, wofür innovative Prozesstechnik notwendig ist.

Verbunden mit dieser Entwicklung ist auch eine immer weiter zunehmende Urbanisierung. So ist die Anzahl der Menschen, die in Städten leben, von 746 Mio. im Jahr 1950 auf 3,9 Mrd. in 2014 gestiegen. Damit leben bereits heute mehr als die Hälfte aller Menschen in Ballungsgebieten. Bis 2050 sollen weitere 2,5 Mrd. Menschen - insbesondere in Asien sowie in Afrika - hinzukommen. Um die notwendige Versorgung von Ballungszentren sicherzustellen bzw. den globalen Handel aufrechtzuerhalten, müssen auch immer mehr Nahrungsmittel haltbar und einfach transportierbar gemacht werden.

Auch hierfür bieten nur modernste Technologien die notwendigen Kapazitäten, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

Als weiterer Faktor wird mit einer wachsenden Mittelschicht die Anzahl der Menschen ansteigen, die sich veredelte Nahrungsmittel, Getränke und Milchprodukte leisten können. Das gilt ebenso für pharmazeutische Produkte, die ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein abdecken.

GEA erwartet vor dem Hintergrund der in diesem Kapitel dargestellten Entwicklung der Weltwirtschaft, der Nahrungsmittelindustrie sowie der Auswirkung der verschiedenen Megatrends auf ihre unmittelbaren Absatzmärkte einen steigenden Bedarf an hochwertigen Nahrungsmitteln und verbunden damit eine unverändert hohe Investitionstätigkeit der Nahrungsmittelindustrie. Des Weiteren wird von einem anhaltenden Interesse der Kunden an Prozessoptimierung hinsichtlich Effizienz, Produktivität, Energieeinsatz und Anlagenverfügbarkeit ausgegangen, die mit Technologien der GEA gewährleistet werden können.

In Bezug auf Rohstoffpreise erwartet die Weltbank (vgl. Commodity Markets Outlook, Oktober 2015), dass die Preise aller industriellen Güter (Energie, Metalle und Mineralien sowie landwirtschaftliche Grunderzeugnisse) in 2016 auf dem Niveau von 2015 weiter verharren werden.

GEA geht nicht davon aus, dass die Projektfinanzierungen ihrer Kunden durch Unsicherheiten auf den Kapitalmärkten wesentlich beeinträchtigt werden.

Der Anteil der Nahrungsmittelindustrie an der Absatzverteilung nach Abnehmerbranchen wird in 2016 voraussichtlich weiter auf dem derzeit hohen Niveau liegen. Auch regional erwartet GEA, dass die derzeitige Umsatzverteilung sich in 2016 nicht signifikant zum abgelaufenen Geschäftsjahr verändern wird.

Ausblick auf die Geschäftsentwicklung

Die Prognose erfolgt unter den Annahmen, dass es zu keiner weiteren Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums und keinen wesentlichen Währungskursveränderungen kommt. In der Berechnung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind im Jahr 2016 getätigte Akquisitionen nicht enthalten. Ferner werden die Kennzahlen um Einmaleffekte bereinigt. Aus dem Konzernumbau erwartete Einsparungen sind in der Prognose bereits enthalten.

Umsatz

Für 2016 strebt GEA ein moderates Umsatzwachstum an. Ausschlaggebend für diese Erwartung ist insbesondere das prognostizierte geringere Wachstum bei Investitionsgütern aufgrund von geringeren Wachstumsraten in den Entwicklungsländern. Der deutlich gesunkene Ölpreis wird zwar Wachstumsimpulse - mit Ausnahme der Öl verarbeitenden Industrie und in den Öl produzierenden Ländern - auslösen, die nötigen Strukturreformen in einigen Ländern sowie das weiterhin hohe geopolitische Risiko werden jedoch als Belastung für das Weltwirtschaftswachstum angesehen.

Ergebnis

Beim operativen EBITDA erwartet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr 645 bis 715 Mio. EUR (Vorjahr 621 Mio. EUR).

Cash-Flow-Treiber-Marge

Hinsichtlich der operativen Cash-Flow-Treiber, also dem Saldo aus operativem EBITDA, Veränderung des Working Capitals und Investitionsvolumen, wird im Verhältnis zum Umsatz ein Wert zwischen 10,0 und 11,0 Prozent in 2016 angestrebt.

Weitergehende Erwartungen

Akquisitionen

Die Strategie, Unternehmen zu erwerben, die für GEA neue Märkte erschließen oder in bekannten Märkten die Angebotspalette der GEA gezielt ergänzen, bleibt unverändert gültig. Damit soll den Kunden ein immer breiteres Leistungsspektrum aus einer Hand angeboten werden.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für 2015 eine auf 0,80 EUR je Aktie erhöhte Dividende zu zahlen. Damit würde das Dividendenvolumen 154,0 Mio. EUR betragen. Diese Dividendenzahlung würde auch dem Ziel entsprechen, 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten.

Zusammenfassung

Insgesamt erwartet GEA unter der Voraussetzung einer sich nicht weiter abschwächenden Weltwirtschaft ein moderates Wachstum des Gesamtkonzerns. Die weiter steigende Profitabilität verbunden mit der unveränderten Fokussierung auf die Generierung von Liquidität soll dabei helfen, den notwendigen finanziellen Spielraum für die Umsetzung der strategischen Wachstumsziele zu schaffen. In Bezug auf die Ausschüttungsquote ist es das Ziel, unverändert 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuzahlen.

 

Düsseldorf, 26. Februar 2016

Jürg Oleas

Dr. Helmut Schmale

Steffen Bersch

Niels Erik Olsen

Dr. Stephan Petri

Konzernbilanz Konzernabschluss zum 31.12.2015

Aktiva

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(in TEUR) Anhang Nr. 31.12.2015 31.12.2014
Sachanlagen 6.1 508.072 498.758
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.2 7.736 12.483
Goodwill 6.3 1.431.515 1.329.972
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.4 382.359 325.557
Beteiligungen an at-equity bewerteten Unternehmen 6.5 16.631 15.293
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 6.6 36.454 63.433
Latente Steuern 8.8 491.119 469.301
Langfristige Vermögenswerte   2.873.886 2.714.797
Vorräte 6.7 548.623 561.875
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.8 1.118.081 945.755
Ertragsteuerforderungen 6.9 26.082 17.531
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 6.6 372.289 390.625
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.10 1.174.150 1.195.858
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 4. 8.121 5.585
Kurzfristige Vermögenswerte   3.247.346 3.117.229
Summe Aktiva   6.121.232 5.832.026

Passiva

     
(in TEUR) Anhang Nr. 31.12.2015 31.12.2014
Gezeichnetes Kapital   520.376 520.376
Kapitalrücklage   1.217.861 1.217.861
Gewinnrücklagen und Konzernergebnis   962.515 737.094
Kumuliertes Sonstiges Konzernergebnis   142.877 51.316
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter   570 560
Eigenkapital 7.1 2.844.199 2.527.207
Langfristige Rückstellungen 7.2 145.160 131.592
Langfristige Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 7.3 775.594 793.565
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7.4 177.009 456.072
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 7.7 63.708 58.566
Latente Steuern 8.8 111.170 118.598
Langfristige Schulden   1.272.641 1.558.393
Kurzfristige Rückstellungen 7.2 130.607 148.828
Kurzfristige Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 7.3 244.235 170.637
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 7.4 300.735 133.474
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.5 610.315 639.719
Ertragsteuerverbindlichkeiten 7.6 40.743 35.649
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 7.7 677.757 618.119
Kurzfristige Schulden   2.004.392 1.746.426
Summe Passiva   6.121.232 5.832.026

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Vom 1. Januar - 31. Dezember 2015

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(in TEUR) Anhang Nr. 01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
exklusive Restrukturierung Restrukturierungs-
aufwendungen
Summe
Umsatzerlöse 8.1 4.599.269   4.599.269 4.515.689
Herstellungskosten   3.118.718 51.763 3.170.481 3.066.491
Bruttoergebnis vom Umsatz   1.480.551 -51.763 1.428.788 1.449.198
Vertriebskosten   499.532 23.472 523.004 469.800
Forschungs- und Entwicklungskosten   66.377 5.802 72.179 68.149
Allgemeine Verwaltungskosten   492.555 43.333 535.888 506.059
Sonstige Erträge 8.2 392.141   392.141 229.193
Sonstige Aufwendungen 8.3 382.357 1.263 383.620 202.331
Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen   2.569   2.569 2.387
Sonstige Finanzerträge 8.6 2.499   2.499 5.700
Sonstige Finanzaufwendungen 8.7 1.861   1.861 279
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)   435.078 -125.633 309.445 439.860
Zinserträge 8.6     11.475 7.057
Zinsaufwendungen 8.7     50.913 73.087
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen       270.007 373.830
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.8     5.758 87.816
davon laufende Steuern       61.428 80.751
davon latente Steuern       -55.670 7.065
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen       264.249 286.014
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen 4     97.617 34.612
Konzernergebnis       361.866 320.626
davon Anteil der Aktionäre der GEA Group Aktiengesellschaft       361.857 320.483
davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter       9 143
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(in
EUR)
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen   1,37 1,49
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen   0,51 0,18
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie 8.9 1,88 1,66
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von für die Berechnung des verwässerten und unverwässerten Ergebnisses je Aktie herangezogenen Stammaktien (in Mio. Stück)   192,5 192,5

Konzern-Gesamtergebnisrechnung Vom 1. Januar - 31. Dezember 2015

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(in TEUR) Anhang Nr. 01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
Konzernergebnis   361.866 320.626
Posten, die zukünftig nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden:      
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 7.3.1 -1.689 -95.504
davon Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste   -1.463 -135.048
davon Steuereffekt   -226 39.544
Posten, die zukünftig in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind:      
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung   87.212 111.056
davon Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste   87.212 117.840
davon realisierte Gewinne und Verluste   - -6.784
Ergebnis aus der Marktbewertung von finanziellen Vermögenswerten 7.8 763 -1.259
davon Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste   1.089 -1.797
davon Steuereffekt   -326 538
Ergebnis aus Cash-Flow-Hedges   3.586 -5.391
davon Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste   946 -11.774
davon realisierte Gewinne und Verluste   4.485 3.628
davon Steuereffekt   -1.845 2.755
Sonstiges Konzernergebnis   89.872 8.902
Konzerngesamtergebnis   451.738 329.528
davon Anteil der Aktionäre der GEA Group Aktiengesellschaft   451.729 329.321
davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter   9 207

Konzern-Kapitalflussrechnung Vom 1. Januar - 31. Dezember 2015

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(in TEUR) Anhang Nr. 01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
Konzernergebnis   361.866 320.626
zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   5.758 87.816
abzüglich Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen   -97.617 -34.612
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen   270.007 373.830
Zinsergebnis   39.438 66.030
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)   309.445 439.860
Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte   120.342 100.073
Weitere nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge   -8.021 5.530
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern aus leistungsorientierten Pensionsplänen   -40.015 -40.462
Veränderung der Rückstellungen einschl. sonstiger Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern   59.928 33.001
Ergebnis aus dem Abgang von langfristigen Gegenständen des Anlagevermögens   -722 -637
Veränderung der Vorräte inklusive noch nicht fakturierter Fertigungsaufträge*   5.634 -21.764
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   -53.997 8.184
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   -64.693 -45.329
Veränderung der sonstigen betrieblichen Aktiva und Passiva   82.305 13.425
Gezahlte Steuern   -85.524 -90.265
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit fortgeführter Geschäftsbereiche   324.682 401.616
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Geschäftsbereiche   -22.559 37.112
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit   302.123 438.728
Einzahlungen aus der Veräußerung langfristiger Vermögenswerte   3.424 5.354
Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte   -90.679 -93.781
Auszahlungen für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 6.6 -200.000 -237.919
Einzahlungen aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten   200.000 -
Zinseinzahlungen   6.816 4.946
Dividendeneinzahlungen   4.107 5.701
Auszahlungen aus Unternehmenserwerben   -119.723 -8.677
Anzahlungen auf Unternehmenserwerbe   - -25.000
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Geschäftsbereiche   -196.055 -349.376
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit nicht fortgeführter Geschäftsbereiche   142.911 923.811
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit   -53.144 574.435
Dividendenzahlungen   -134.747 -115.497
Auszahlungen aus dem Finanzierungsleasing   -4.153 -4.943
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten   2.762 7.161
Auszahlungen aus dem Rückkauf einer Anleihe 7.4 - -125.261
Auszahlungen aus der Tilgung eines Schuldscheindarlehens 7.4 - -210.000
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten   -107.508 -121.265
Zinszahlungen   -26.650 -49.122
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Geschäftsbereiche   -270.296 -618.927
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführter Geschäftsbereiche   40 -4.865
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit   -270.256 -623.792
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes   -382 10.753
Veränderung der frei verfügbaren flüssigen Mittel   -21.659 400.124
Frei verfügbare flüssige Mittel zum Jahresanfang   1.194.437 794.313
Frei verfügbare flüssige Mittel zum Bilanzstichtag 6.10 1.172.778 1.194.437
Nicht frei verfügbare flüssige Mittel 6.10 1.372 1.421
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz 6.10 1.174.150 1.195.858

*) einschließlich erhaltener Anzahlungen

Konzern-Eigenkapitalspiegel

zum 31. Dezember 2015

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(in TEUR) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-rücklagen und Konzern-ergebnis
Stand am 01.01.2014 (Aktien in Stück 192.495.476) 520.376 1.218.073 627.612
Konzernergebnis - - 320.483
Sonstiges Konzernergebnis - - -95.504
Konzerngesamtergebnis - - 224.979
Dividendenausschüttung GEA Group Aktiengesellschaft - - -115.497
Veränderung Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Kapital - - -
Anteilsbasierte Vergütung - 21 -
Sonstige Veränderung - -233 -
Stand am 31.12.2014 (Aktien in Stück 192.495.476) 520.376 1.217.861 737.094
Konzernergebnis - - 361.857
Sonstiges Konzernergebnis - - -1.689
Konzerngesamtergebnis - - 360.168
Dividendenausschüttung GEA Group Aktiengesellschaft - - -134.747
Veränderung Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Kapital - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - -
Sonstige Veränderung - - -
Stand am 31.12.2015 (Aktien in Stück 192.495.476) 520.376 1.217.861 962.515
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Kumuliertes Sonstiges Konzernergebnis
(in TEUR) Unterschieds-
betrag aus der Währungs-
umrechnung
Ergebnis aus der Markt-
bewertung finanzieller Vermögens-
werte
Ergebnis aus Cash-Flow-Hedges Anteil der Aktionäre der GEA Group Aktien-
gesellschaft
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter Gesamt
Stand am 01.01.2014 (Aktien in Stück 192.495.476) -53.677 262 389 2.313.035 2.667 2.315.702
Konzernergebnis - - - 320.483 143 320.626
Sonstiges Konzernergebnis 110.992 -1.259 -5.391 8.838 64 8.902
Konzerngesamtergebnis 110.992 -1.259 -5.391 329.321 207 329.528
Dividendenausschüttung GEA Group Aktiengesellschaft - - - -115.497 - -115.497
Veränderung Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Kapital - - - - -67 -67
Anteilsbasierte Vergütung - - - 21 - 21
Sonstige Veränderung - - - -233 -2.247 -2.480
Stand am 31.12.2014 (Aktien in Stück 192.495.476) 57.315 -997 -5.002 2.526.647 560 2.527.207
Konzernergebnis - - - 361.857 9 361.866
Sonstiges Konzernergebnis 87.212 763 3.586 89.872 - 89.872
Konzerngesamtergebnis 87.212 763 3.586 451.729 9 451.738
Dividendenausschüttung GEA Group Aktiengesellschaft - - - -134.747 - -134.747
Veränderung Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Kapital - - - - 1 1
Anteilsbasierte Vergütung - - - - - -
Sonstige Veränderung - - - - - -
Stand am 31.12.2015 (Aktien in Stück 192.495.476) 144.527 -234 -1.416 2.843.629 570 2.844.199

Konzernanhang

1. Grundlagen der Berichterstattung

1.1 Grundlagen der Darstellung

Gegenstand des vorliegenden Konzernabschlusses sind die GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf/Deutschland, und deren Tochterunternehmen, welche gemeinsam die GEA Group bilden. Die GEA Group Aktiengesellschaft ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Der Konzernabschluss wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind. Zusätzlich wurden die ergänzenden Vorschriften des § 315a HGB beachtet.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen - mit Ausnahme der Segmentberichterstattung - werden in T EUR angegeben. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen können sich daher bei der Addition von Einzelwerten zum Summenwert Differenzen in der Größenordnung von einem T EUR ergeben.

Verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden aus Gründen einer anschaulicheren Darstellung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind in lang- und kurzfristig aufgegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Die Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf den Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und in Bezug auf den Cash-Flow aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt.

Der Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft hat den vorliegenden Konzernabschluss am 26. Februar 2016 aufgestellt.

1.2 Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die nachfolgend dargestellten Rechnungslegungsstandards werden in der GEA Group im Berichtsjahr erstmals angewendet:

Sammelstandard 2011 bis 2013 - Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB - veröffentlicht vom IASB im Dezember 2013

Der Sammelstandard geht auf den Prozess des IASB zur jährlichen Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen (Annual Improvements Cycle) zurück. Er umfasst kleinere Änderungen an insgesamt vier Standards.

Aus der erstmaligen Anwendung der neuen Regelungen haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

1.3 Noch nicht umgesetzte Rechnungslegungsvorschriften

Für die Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 waren die im Folgenden dargestellten Rechnungslegungsstandards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden.

Soweit nicht anderweitig erwähnt, sind die neuen Standards und Interpretationen in das EU-Recht übernommen worden.

Die GEA Group prüft derzeit die Auswirkungen der geänderten Rechnungslegungsvorschriften auf den Konzernabschluss und wird den Zeitpunkt der Erstanwendung festlegen.

IFRS 9 "Finanzinstrumente" - veröffentlicht vom IASB im Juli 2014

Im November 2009 veröffentlichte der IASB den IFRS 9 "Finanzinstrumente" und schloss damit den ersten Teil eines dreiphasigen Projekts zur Ablösung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ab. Mit dem neuen Standard wurden zunächst einheitliche Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten eingeführt. Im Oktober 2010 wurde IFRS 9 erneut herausgegeben, wobei die ursprüngliche Version um Vorschriften zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten ergänzt wurde. Die Regelungen für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten und für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wurden größtenteils unverändert aus IAS 39 übernommen. Durch die im Dezember 2011 veröffentlichten Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 wurden Vorschriften zum verpflichtenden Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 9 sowie Erleichterungen in Bezug auf die Anpassung früherer Perioden und die entsprechenden Angaben nach IFRS 7 herausgegeben. Der im November 2013 herausgegebene IFRS 9 beinhaltete schwerpunktmäßig die Aufnahme eines neuen allgemeinen Modells zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Im Juli 2014 veröffentlichte der IASB die vierte und endgültige Fassung des IFRS 9, welcher nunmehr auch die neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen und die begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte enthält. Mit der finalen Fassung werden alle vorherigen Fassungen von IFRS 9 ersetzt.

Nachfolgend werden die wesentlichen Neuregelungen des IFRS 9 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten erläutert:

Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: "zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "zum Fair Value". Die Gruppe der finanziellen Vermögenswerte "zu fortgeführten Anschaffungskosten" besteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten, die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen an vorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im Rahmen eines Geschäftsmodells zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte gehalten werden, dessen Zielsetzung das Halten dieser Vermögenswerte und die Vereinnahmung der mit ihnen verbundenen vertraglichen Zahlungsströme ist. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppe "zum Fair Value". Unter bestimmten Voraussetzungen kann für finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie bei Zugang wie bisher eine Designation zur Kategorie zum Fair Value ("Fair Value Option") vorgenommen werden.

Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "zum Fair Value" sind, abhängig von dem Geschäftsmodell, in dem sie gehalten werden, im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumente kann vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen; Dividendenansprüche aus diesen Vermögenswerten sind jedoch im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten

In Bezug auf die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten betrifft die bedeutendste Änderung den Ausweis von Wertänderungen von zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Diese sind zukünftig aufzuteilen: Der auf das eigene Kreditrisiko entfallende Teil ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen, der verbleibende Teil der Wertänderung ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Durch die Einführung eines neuen allgemeinen Modells für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen soll eine engere Verknüpfung zwischen dem Risikomanagementsystem und der bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen erreicht werden. Das neue Modell eröffnet weitergehende Möglichkeiten für die Anwendung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen: So sind nun insbesondere Gruppen von Grundgeschäften, soweit sich die Grundgeschäfte einzeln für eine Designation qualifizieren, sowie Nettopositionen und Nettonullpositionen designierbar. Als Sicherungsinstrument ist grundsätzlich jedes Finanzinstrument geeignet, welches zum Fair Value bilanziert wird.

In Bezug auf die Effektivität von Sicherungsbeziehungen werden neue Regelungen eingeführt, wobei auf eine Vorgabe von Bandbreiten für die Effektivitätsmessung verzichtet wird, sodass kein retrospektiver Effektivitätstest mehr durchzuführen ist. Der prospektive Effektivitätstest ist wie auch die Erfassung jeglicher Ineffektivität weiterhin erforderlich.

Die Beendigung einer Sicherungsbeziehung ist nur möglich, wenn die hierfür definierten Voraussetzungen erfüllt sind; dies bedeutet, dass bei unveränderter Risikomanagementzielsetzung die Sicherungsbeziehungen zwingend fortzuführen sind.

Hinsichtlich der Risikomanagementstrategie, der Auswirkungen des Risikomanagements auf künftige Zahlungsströme sowie der Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen auf den Abschluss sind erweiterte Anhangangaben zu machen.

Sicherungsbeziehungen sind aufgrund des Übergangs von IAS 39 auf IFRS 9 nicht zu beenden, sofern die Voraussetzungen und qualitativen Merkmale weiterhin erfüllt sind. Die bestehenden Regelungen nach IAS 39 sind wahlweise auch unter IFRS 9 weiterhin anwendbar.

Neues Wertminderungsmodell

Mit der Einführung eines neuen Modells zur Ermittlung von Wertminderungen sollen nicht nur eingetretene, sondern auch in der Zukunft erwartete Verluste berücksichtigt werden. In Zukunft erwartete Verluste müssen entweder in Höhe des "erwarteten 12-Monats-Verlusts", dem Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren, oder in Höhe des gesamten über die Restlaufzeit des Instruments erwarteten Verlusts erfasst werden. Die Verlusterfassung des gesamten über die Restlaufzeit erwarteten Verlusts muss für Instrumente vorgenommen werden, deren Ausfallrisiko sich seit Zugang signifikant erhöht hat.

Übergangsregelungen

IFRS 9 ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - für am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden; eine frühere Anwendung ist zulässig.

IFRS 9 sieht die Möglichkeit vor, auf die Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 zu verzichten. Bei Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften sind zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7 erforderlich, welche die Beurteilung der Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 9 ermöglichen sollen.

Die GEA Group analysiert derzeit, welche Auswirkungen die Anwendung von IFRS 9 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.

IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" - veröffentlicht vom IASB im Januar 2014

Derzeit finden sich in den IFRS keine Regelungen zur Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften. Sofern die Preisregulierung dazu führt, dass die Ausgaben im aktuellen Geschäftsjahr eine Auswirkung auf die Preise haben, die ein Unternehmen in künftigen Geschäftsjahren verlangen darf, können dem Unternehmen hieraus wirtschaftliche Vor- oder Nachteile entstehen. In einigen Ländern erlauben bzw. erfordern die nationalen Rechnungslegungsvorschriften die Aktivierung bzw. Abgrenzung von solchen wirtschaftlichen Vorteilen.

Der neue Standard soll die Vergleichbarkeit der Abschlüsse solcher Unternehmen verbessern, die preisregulierte Absatzgeschäfte erbringen. IFRS 14 erlaubt dabei Unternehmen, welche die IFRS erstmalig anwenden, preisregulierte Absatzgeschäfte weiterhin in Übereinstimmung mit den vor der IFRS-Umstellung angewendeten Rechnungslegungsvorschriften abzubilden. Jedoch sind dann die Effekte aus der Aktivierung bzw. Abgrenzung von wirtschaftlichen Vorteilen gesondert auszuweisen. Da das IASB aktuell ein Projekt zur Bilanzierung preisregulierter Absatzgeschäfte durchführt, stellt IFRS 14 eine Übergangslösung dar. IFRS 14 ist - vorbehaltlich der Übernahme in EU-Recht - für IFRS-Erstanwendungen ab dem 1. Januar 2016 verpflichtend anzuwenden; eine frühere Anwendung ist zulässig. Aus der Neuregelung ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da IFRS 14 lediglich für IFRS-Erstanwender anwendungspflichtig ist.

IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" - veröffentlicht vom IASB im Mai 2014

Der neue Standard fasst die bisherigen Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammen und überführt diese in ein einheitliches Modell der Umsatzrealisierung. IFRS 15 gilt für die Bilanzierung von Verträgen mit Kunden über die Erbringung von Dienstleistungen sowie den Verkauf von Gütern und umfasst damit auch die bisher in IAS 11 geregelte Bilanzierung von Fertigungsaufträgen.

Das neue einheitliche Modell zur Umsatzrealisierung sieht fünf Schritte vor, auf Basis derer die Höhe der Umsatzerlöse und der Zeitpunkt der Realisierung bestimmt werden:

1. Identifizierung des Vertrags mit dem Kunden,

2. Identifizierung separater Leistungsverpflichtungen,

3. Bestimmung der gesamten Gegenleistung,

4. Verteilung der Gegenleistung auf die separaten Leistungsverpflichtungen,

5. Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt der Erfüllung einer Leistungsverpflichtung.

Als Zeitpunkt der Erfüllung einer Leistungsverpflichtung wird der Übergang der Kontrolle über das verkaufte Gut oder die erbrachte Dienstleistung auf den Kunden definiert. Dabei wird zwischen einem Übergang der Kontrolle zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum unterschieden. Im Falle des Übergangs der Kontrolle auf den Kunden über einen Zeitraum erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse nach dem Fertigstellungsgrad, wenn dieser verlässlich messbar ist.

Die Auswirkungen der Neuregelungen werden derzeit von der GEA Group analysiert. Aktuell geht die GEA Group nicht davon aus, dass die neuen Regelungen erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden. Gleichwohl kann sich der Zeitpunkt der Umsatzrealisation für bestimmte Aufträge verändern.

Darüber hinaus werden durch IFRS 15 umfangreiche Anhangangaben zur Umsatzrealisierung eingeführt.

Das IASB hat im September 2015 eine Ergänzung von IFRS 15 veröffentlicht durch welche der Erstanwendungszeitpunkt verschoben wurde. IFRS 15 ist damit nunmehr - vorbehaltlich der Übernahme in EU-Recht - für am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung der Regelungen ist zulässig. Die Erstanwendung erfolgt rückwirkend, wobei gem. IFRS 15 verschiedene Erleichterungen zugelassen sind.

IFRS 16 "Leases" - veröffentlicht vom IASB im Januar 2016

Mit dem neuen Standard zur Leasingbilanzierung wird ein einheitliches Modell für die Bilanzierung beim Leasingnehmer eingeführt, durch welches generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz erfasst werden. Als Konsequenz entfällt die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen beim Leasingnehmer.

Für jede Leasingvereinbarung ist vom Leasingnehmer eine Verbindlichkeit in Höhe der künftigen Leasingzahlungen anzusetzen und ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten zu aktivieren. Zu den Leasingzahlungen gehören die festen Zahlungen, variable Zahlungen soweit diese Index-basiert sind, erwartete Zahlungen aufgrund von Restwertgarantien und ggf. der Ausübungspreis von Kaufoptionen und Pönalen für die vorzeitige Beendigung von Leasingverträgen. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für Finanzierungs-Leasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben. Das Nutzungsrecht wird dagegen planmäßig abgeschrieben, was verglichen mit den bisherigen Regelungen grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags führt. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert gibt es Erleichterungen bei der Bilanzierung.

Auf Seiten des Leasinggebers ähneln die Regelungen des neuen Standards dagegen denen des bisherigen Standards IAS 17. Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen werden, werden als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating Leases. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen.

IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Leaseback-Transaktionen.

Die Verlautbarung ersetzt die heute geltenden Bestimmungen von IAS 17 "Leases" und die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4 "Determining whether an Arrangement contains a Lease, SIC 15 Operating Leases - Incentives" und SIC 27 "Evaluating the Substance of Transactions Involving the Legal Form of a Lease".

Die GEA Group analysiert derzeit die Auswirkungen der Neuregelungen und geht aktuell davon aus, dass die neuen Vorschriften zu einer Bilanzverlängerung sowie zu einer Erhöhung des EBITDA führen werden.

Die neuen Regelungen sind - vorbehaltlich der Übernahme in EU-Recht - verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird.

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 - Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten von einem Investor an bzw. in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen -veröffentlicht vom IASB im September 2014

Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer entsprechenden Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.

Die GEA Group erwartet keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen an IFRS 10 und IAS 28.

Das IASB hat im Dezember 2015 beschlossen, den verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt des Änderungsstandards auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Hintergrund dieser Verschiebung ist, dass das IASB sich im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Equity-Methode nochmals mit entsprechenden Transaktionen beschäftigen möchte. Ungeachtet der Verschiebung wird eine vorzeitige Anwendung der Änderungen nach ihrer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht zulässig sein.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" - Angabeninitiative - veröffentlicht vom IASB im Dezember 2014

Die Änderungen gehen auf eine Initiative des IASB zur Verbesserung von Ausweis- und Angabevorschriften in bestehenden Standards zurück. Es wird klargestellt, dass Anhangangaben generell nur dann erforderlich sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Ferner wird klargestellt, wie Anteile am sonstigen Ergebnis von at-equity bewerteten Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Zudem werden die Regelungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung erweitert. Schließlich werden starre Vorgaben zur Struktur des Anhangs gelockert, sodass dieser verstärkt unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Relevanz von Angaben strukturiert werden kann.

Die GEA Group erwartet keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen an IAS 1.

Die Änderungen sind erstmals auf Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig.

Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnung" -veröffentlicht vom IASB im Januar 2016

Im Rahmen seiner Angaben-Initiative hat das International Accounting Standards Board (IASB) Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnung" veröffentlicht.

Hiernach hat ein Unternehmen Angaben über Änderung solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z. B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften). Anzugeben sind insbesondere zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen sowie Änderungen der beizulegenden Zeitwerte. Als Format für die entsprechenden Angaben wird eine Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz hin zum Endbestand vorgeschlagen.

Die GEA Group erwartet keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen an IAS 7.

Die Änderungen sind - vorbehaltlich der Übernahme in EU-Recht - in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, anzuwenden; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Im Jahr der Erstanwendung brauchen Vorjahresvergleichsangaben nicht gemacht zu werden.

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" - Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten - veröffentlicht vom IASB im Januar 2016

Die Änderungen an IAS 12 dienen der Klarstellung, dass Abwertungen auf einen niedrigeren Marktwert von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, welche aus einer Veränderung des Marktzinsniveaus resultieren, zu abzugsfähigen temporären Differenzen führen. Dies gilt ausdrücklich auch für den Fall, dass der Verlust nicht realisiert wird und sich in Zukunft, bei Halten bis zur Endfälligkeit, umkehren wird, da das Schuldinstrument zum Nominalwert getilgt wird. Dies ist unabhängig davon, ob der Halter erwartet, das Schuldinstrument bis zur Endfälligkeit zu halten und somit den Nominalwert in voller Höhe zu erzielen.

In diesem Zusammenhang wird außerdem klargestellt, dass grundsätzlich für alle abziehbaren temporären Differenzen zusammen zu beurteilen ist, ob voraussichtlich künftig ausreichendes zu versteuerndes Einkommen erzielt wird, um diese nutzen und damit ansetzen zu können. Nur sofern und soweit das Steuerrecht zwischen verschiedenen Arten von steuerbaren Gewinnen unterscheidet, ist eine eigenständige Beurteilung vorzunehmen. Darüber hinaus wird IAS 12 um Regeln und Beispiele zur Ermittlung des künftig zu versteuernden Einkommens für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern ergänzt.

Die GEA Group erwartet keine Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen an IAS 12.

Die Änderungen sind - vorbehaltlich ihrer Übernahme in EU-Recht - retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Änderungen kann darauf verzichtet werden, die einzelnen von der Änderung betroffenen Komponenten des Eigenkapitals in der Eröffnungsbilanz der frühesten dargestellten Periode anzupassen. Bei Inanspruchnahme dieser Erleichterung kann stattdessen die gesamte Änderung des Eigenkapitals in den Gewinnrücklagen erfasst werden.

Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" - Arbeitnehmerbeiträge -veröffentlicht vom IASB im November 2013

Die Änderungen betreffen die Bestimmungen in Bezug auf Beiträge von Arbeitnehmern oder dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind und stellen entsprechende Vorschriften zur Zuordnung solcher Beiträge zu den Dienstleistungsperioden klar. Zudem werden Erleichterungen für die Bilanzierung entsprechender Beiträge geschaffen, die von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig sind.

Die GEA Group erwartet keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen an IAS 19.

Die Änderungen sind erstmals rückwirkend auf Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig.

Sammelstandard 2010 bis 2012 - Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB - veröffentlicht vom IASB im Dezember 2013

Der Sammelstandard geht auf den Prozess des IASB zur jährlichen Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen zurück. Er umfasst kleinere Änderungen an insgesamt sieben Standards.

Aus den Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

Die Regelungen des Sammelstandards sind für am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnende Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, wobei die Erstanwendung größtenteils prospektiv erfolgt; eine frühere Anwendung ist zulässig.

Sammelstandard 2012 bis 2014 - Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB - veröffentlicht vom IASB im September 2014

Der Sammelstandard geht auf den Prozess des IASB zur jährlichen Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen zurück. Er beinhaltet kleinere Änderungen an insgesamt vier Standards.

Die GEA Group erwartet aus der Anwendung der Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die Regelungen sind auf am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnende Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden; eine frühere Anwendung ist zulässig.

2. Grundsätze der Rechnungslegung

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der GEA Group werden alle wesentlichen Gesellschaften einbezogen, die durch die GEA Group entweder direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte oder anderweitig, z. B. durch vertragliche Vereinbarungen, unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Der Tatbestand der Beherrschung ist erfüllt, wenn die GEA Group dergestalt an einem anderen Unternehmen beteiligt ist, dass sie einerseits variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder andererseits über Rechte verfügt, variable Rückflüsse zu erhalten, und die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen, indem es die Aktivitäten des anderen Unternehmens steuert. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an voll konsolidiert, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Sie werden zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, zu dem die Beherrschung endet.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragene Gegenleistung bemisst sich nach dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der gegenüber den Verkäufern eingegangenen Verbindlichkeiten sowie der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Transaktionszeitpunkt. Die mit dem Unternehmenserwerb übernommenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von eventuell bestehenden nicht beherrschenden Gesellschaftern. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Der Teil der Anschaffungskosten, der den erworbenen Anteil an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen des Tochterunternehmens übersteigt, wird als Goodwill bilanziert. Sind die Kosten des Erwerbs auch nach einer erneuten Überprüfung des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten erworbenen Nettovermögens geringer als dieses, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Konzerninterne Forderungen, Schulden, Aufwendungen und Erträge sowie Zahlungsströme und Zwischenergebnisse aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert.

Sofern die konsolidierten Tochterunternehmen einen von dem Mutterunternehmen abweichenden Bilanzstichtag aufweisen, erfolgt die Einbeziehung auf Basis von Zwischenabschlüssen zum 31. Dezember 2015.

Im Geschäftsjahr 2015 hat sich der Konsolidierungskreis des Gesamtkonzerns wie folgt geändert:

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Anzahl Gesellschaften 2015 2014
Konsolidierungskreis 01.01. 216 287
inländische Gesellschaften (einschließlich GEA Group Aktiengesellschaft) 35 49
ausländische Gesellschaften 181 238
Erstkonsolidierung 11 3
Verschmelzung -3 -5
Liquidation -1 -3
Verkauf 0 -65
Endkonsolidierung -1 -1
Konsolidierungskreis 31.12. 222 216
inländische Gesellschaften (einschließlich GEA Group Aktiengesellschaft) 36 35
ausländische Gesellschaften 186 181

Nicht in die Konsolidierung einbezogen werden 46 Tochterunternehmen (Vorjahr 51), da ihr Einfluss auch bei zusammengefasster Betrachtung von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. Auf konsolidierter Basis beträgt ihr Anteil am Umsatz des Gesamt-Konzerns insgesamt 0,3 Prozent (Vorjahr 0,2 Prozent), ihr Ergebnis -0,2 (Vorjahr 1,1 Prozent) des ausgewiesenen Ergebnisses vor Steuern des Gesamt-Konzerns und ihr Eigenkapital 0,8 Prozent (Vorjahr 1,0 Prozent) des Konzerneigenkapitals. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, da sich ihr beizulegender Zeitwert nicht hinreichend verlässlich ermitteln lässt.

Eine vollständige Liste aller Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen befindet sich im Abschnitt 12.4.

Änderungen in der Beteiligungshöhe

Änderungen der Beteiligungsquote der GEA Group an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Erlangen oder Verlust der Beherrschung führen, sind Eigenkapitaltransaktionen. Die Buchwerte der beherrschenden und nicht beherrschenden Anteile sind so anzupassen, dass sie die Änderungen der an dem Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung ist unmittelbar im Eigenkapital zu erfassen und den Eigentümern der GEA Group zuzuordnen.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures

Als assoziierte Unternehmen gelten Unternehmen, auf die ein Konzernunternehmen einen maßgeblichen Einfluss im Sinne der Mitwirkung an finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen des Beteiligungsunternehmens ausüben kann. Grundsätzlich sind Unternehmen betroffen, bei denen die GEA Group unmittelbar oder mittelbar 20 bis 50 Prozent der Stimmrechte hält.

Joint Ventures sind gemeinsame Vereinbarungen, die von den beteiligten Parteien gemeinschaftlich geführt werden und bei denen die Parteien Rechte am Nettovermögen besitzen. Gemeinschaftliche Führung besteht dann, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Aktivitäten der gemeinsamen Vereinbarung die einstimmige Zustimmung der GEA Group sowie der weiteren an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Assoziierte Unternehmen sowie Joint Ventures werden nach der Equity-Methode mit dem anteiligen fortgeführten Eigenkapital bewertet. Ihr Zugang erfolgt zu Anschaffungskosten. Ein eventuell beim Erwerb entstehender Goodwill wird im Beteiligungsbuchwert erfasst.

Der Konzernanteil am Gewinn oder Verlust at-equity bewerteter Beteiligungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und gesondert dargestellt. Der Konzernanteil direkt im Eigenkapital erfasster Aufwendungen und Erträge wird unmittelbar im sonstigen Konzernergebnis ausgewiesen. Übersteigt der Anteil des Konzerns am Verlust eines assoziierten Unternehmens oder Joint Ventures den Buchwert der Nettoinvestition in dasselbe, werden keine weiteren Verluste erfasst.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen und Joint Ventures werden -sofern notwendig - angepasst, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Im Konzernabschluss sind zum Bilanzstichtag 2 Beteiligungen (Vorjahr 2) an assoziierten Unternehmen und 6 Beteiligungen an Joint Ventures (Vorjahr 6) at-equity bewertet.

Gemeinschaftliche Tätigkeiten

Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, die von den beteiligten Parteien gemeinschaftlich geführt werden und bei denen die Parteien Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden derselben haben. Gemeinschaftliche Führung ist gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Aktivitäten der gemeinsamen Vereinbarung die einstimmige Zustimmung der GEA Group sowie der weiteren an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen gemeinschaftlicher Tätigkeiten werden mit dem Anteil der GEA Group derselben, in Übereinstimmung mit den maßgeblichen IFRS, bilanziert.

Währungsumrechnung

Die Konzernunternehmen stellen ihre Jahresabschlüsse auf Basis ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf.

Fremdwährungsgeschäfte der einbezogenen Unternehmen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Bilanzstichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die dabei entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

Alle Abschlüsse der Gesellschaften, die eine von der Berichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden in die Berichtswährung des Konzernabschlusses der GEA Group umgerechnet. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Unternehmen mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Unternehmen erfolgt mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode. Sofern diese Durchschnittskurse keine sinnvolle Approximation der tatsächlichen Transaktionskurse darstellen, erfolgt eine Umrechnung zu den jeweiligen Transaktionskursen. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Konzernergebnis erfasst und im Eigenkapital fortgeführt.

Goodwills aus dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften werden als Vermögenswerte dieser Unternehmen zum Stichtagskurs umgerechnet.

Sachanlagen

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt.

Aufwendungen für regelmäßige größere Wartungen werden über die Restnutzungsdauer des betroffenen Vermögenswertes bzw. über den Zeitraum bis zur nächsten Wartung abgeschrieben.

Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts des Vermögenswerts mit seinem erzielbaren Betrag beurteilt ("Impairment"-Test). Der erzielbare Betrag ist definiert als der höhere Betrag aus dem internen Nutzungswert oder dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Nettoveräußerungswert). Primäre Basis für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist der jeweils aktuelle örtliche Markt für Gebrauchtmaschinen bzw. Gewerbeimmobilien. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Abwertung. Zur Beurteilung der Wertminderung werden die Vermögenswerte auf der niedrigsten Stufe gruppiert, für die sich Zahlungsströme separat identifizieren lassen. Entfällt in der Folgezeit der Grund für eine Wertminderung, wird eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe der fortgeschriebenen historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Leasing

Als Leasingtransaktionen gelten Vereinbarungen, die das Recht zur entgeltlichen Nutzung eines Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum einräumen. Leasingverträge werden als Finanzierungsleasingverträge bilanziert, wenn alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstands und damit das wirtschaftliche Eigentum dem Leasingnehmer zuzurechnen sind. Dementsprechend aktivieren die Unternehmen der GEA Group, die als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken tragen, die mit dem Gegenstand verbunden sind, das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreiben das Leasingobjekt in den Folgeperioden über die Vertragslaufzeit oder die kürzere geschätzte Nutzungsdauer ab. Korrespondierend wird eine Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben wird. Die Zahlung an den Leasinggeber wird dabei in eine Zins- und Tilgungskomponente aufgeteilt, wobei die Zinskomponente als konstante Verzinsung der Leasingverbindlichkeit erfolgswirksam über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen die GEA Group als Leasingnehmer auftritt, werden als Mietleasingverträge behandelt. In diesen Fällen werden die Leasingzahlungen linear als Aufwand erfasst.

Leasingtransaktionen, bei denen Unternehmen der GEA Group Leasinggeber sind und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Gegenstand verbunden sind, auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt. Die in der Folgezeit anfallenden Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Mietleasingverträge behandelt. In diesem Fall verbleibt der zur Nutzung überlassene Gegenstand in der Bilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Ertrag erfasst.

Verschiedene der einbezogenen Unternehmen haben in der Vergangenheit Sachanlagen veräußert und zurückgemietet ("Sale-and-lease-back"). In Abhängigkeit der Risikoverteilung führten die "Sale-and-lease-back"-Transaktionen zu einem Finanzierungs- oder Mietleasingverhältnis. Im Fall eines Mietleasingverhältnisses erfolgte eine unmittelbare Realisierung des gesamten Gewinns, sofern der Verkauf des Vermögenswerts zum beizulegenden Zeitwert abgewickelt wurde. Bei einem Verkauf über dem beizulegenden Zeitwert wurde die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem beizulegenden Zeitwert abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit realisiert.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden, werden unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ausgewiesen. Bei Immobilien, die teilweise zur Erzielung von Mieteinnahmen und teilweise zum Zweck der Herstellung oder Lieferung von Gütern bzw. der Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke gehalten werden, wird die gesamte Immobilie als eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie eingestuft, wenn der Anteil der Eigennutzung unwesentlich ist. Dies wird bei einem Anteil von unter 10 Prozent angenommen.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden linear zwischen 10 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung erfolgt analog zu der Vorgehensweise beim Sachanlagevermögen.

Goodwill

Der Goodwill aus Unternehmenszusammenschlüssen wird als immaterieller Vermögenswert angesetzt.

Die Werthaltigkeit des Goodwills wird mindestens einmal jährlich zum Geschäftsjahresende sowie bei Anzeichen einer geminderten Werthaltigkeit auf Ebene der Goodwill tragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Als Goodwill tragende zahlungsmittelgenerierende Einheiten wurden die Geschäftssegmente in Form der Business Areas identifiziert. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit wird der erzielbare Betrag einer Business Area ihrem Buchwert einschließlich des Goodwills gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag entspricht dem internen Nutzungswert oder dem höheren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Für als "zur Veräußerung gehalten" klassifizierte Geschäftseinheiten ist der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der Maßstab für die Werthaltigkeit. Übersteigt der Buchwert der Vermögenswerte einer Business Area den erzielbaren Betrag, liegt in Höhe der Differenz eine Wertminderung vor, die ergebniswirksam zu erfassen ist.

Ein Wertminderungsbetrag mindert zuerst den Buchwert des Goodwills. Ein den Goodwill übersteigender Betrag ist proportional zu den Buchwerten auf die nicht-finanziellen langfristigen Vermögenswerte zu verteilen.

Der Nutzungswert der zu den fortgeführten Geschäftsbereichen gehörenden Geschäftseinheiten wird jährlich zum Ende des Geschäftsjahres nach dem "Discounted-Cash-Flow"-Verfahren ermittelt. Die Schätzung eines Verkaufspreises ist für die zu den fortgeführten Geschäftsbereichen gehörenden Geschäftseinheiten nur erforderlich, wenn der Nutzungswert unter dem Buchwert liegt.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten sowohl selbst erstellte als auch erworbene Vermögenswerte. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte umfassen aktivierte Entwicklungsaufwendungen. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte umfassen neben vertragsbasierten Rechten vor allem Technologien, Markennamen sowie Kundenbeziehungen. Technologien, Markennamen sowie Kundenbeziehungen werden regelmäßig im Zusammenhang mit Unternehmensübernahmen erworben. Die selbst erstellten und erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert.

Sofern die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes bestimmbar ist, wird dieser linear über seine Nutzungsdauer abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer nicht bestimmbar ist, werden zu ihren Anschaffungskosten bilanziert.

Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswertes wird überprüft, sofern dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Hierfür wird der erzielbare Betrag der Vermögenswerte bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem internen Nutzungswert oder dem höheren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Ist der Buchwert höher als der erzielbare Betrag, ist der Buchwert auf den erzielbaren Betrag abzuwerten. Bei Wegfall der Wertminderungsgründe werden zuvor erfasste Wertminderungen zurückgenommen. Eine Rücknahme erfolgt dabei maximal bis zur Höhe der fortgeführten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden jährlich außerdem dahin gehend untersucht, ob die Einschätzung hinsichtlich der Unbestimmbarkeit der Nutzungsdauer beibehalten werden kann. Eine Änderung auf eine bestimmte Nutzungsdauer wird prospektiv vorgenommen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen, sonstige Wertpapiere, finanzielle Forderungen (außer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie derivative Finanzinstrumente.

Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen werden der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen" zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten, da die Anteile an diesen Kapitalgesellschaften nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Dies ist bedingt durch die erhebliche Schwankungsbreite der Bemessungen des beizulegenden Zeitwertes, ohne dass die Wahrscheinlichkeiten der verschiedenen Schätzungen des beizulegenden Zeitwertes innerhalb der Schwankungsbreite zuverlässig bestimmt werden können. Ein zuverlässiger beizulegender Zeitwert kann nur im Rahmen von Veräußerungsverhandlungen ermittelt werden. Eine Veräußerungsabsicht für diese finanziellen Vermögenswerte besteht nicht.

Als Wertpapier verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden der Bewertungskategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet und dementsprechend unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle übrigen Wertpapiere werden zum Zeitwert bewertet, wobei Wertschwankungen erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst werden.

Die finanziellen Forderungen werden der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken, insbesondere zur Absicherung von Währungsrisiken sowie zur Risikominderung von Zinsschwankungen eingesetzt, die sich aus Finanzierungsgeschäften ergeben. Sie werden stets zum Zeitwert bilanziert. Stehen die derivativen Finanzinstrumente in keiner dokumentierten bilanziellen Sicherungsbeziehung, werden diese der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinvestitionen" zugeordnet und die Zeitwertschwankungen erfolgswirksam erfasst. Sind die derivativen Finanzinstrumente in eine bilanzielle Sicherungsbeziehung zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen ("Cash-Flow-Hedge") eingebunden, werden die Zeitwertschwankungen im Eigenkapital im sonstigen Konzernergebnis erfasst.

Eingebettete Finanzderivate werden bei Vorliegen qualifizierender Bedingungen hinsichtlich Ansatz und Bewertung von den jeweiligen Basisverträgen getrennt.

Finanzielle Vermögenswerte werden erfasst, sobald die GEA Group Zahlungsmittel erhalten hat oder ihr das Recht auf den Erhalt von Zahlungsströmen zusteht. Für den Fall eines marktüblichen Kaufs von originären finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der finanzielle Vermögenswert geliefert wird. Die Ausbuchung erfolgt, sobald das Recht zum Erhalt von Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert durch Zahlung, Erlass, Verjährung, Aufrechnung oder sonstige Weise erlischt oder das Recht auf eine andere Person übertragen wurde, wobei die Risiken vollständig auf den Erwerber übergegangen sind. In Bezug auf den marktüblichen Verkauf von originären finanziellen Vermögenswerten gilt analog zur Erfassung der Erfüllungstag als Tag der Ausbuchung.

Die erstmalige Erfassung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, bei finanziellen Vermögenswerten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unter Einschluss von direkt dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten.

Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintreten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme negativ verändert haben. Objektive Hinweise für eine Wertminderung können beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder der Ausfall von Zahlungen sein. Bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (z. B. nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente), entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem Barwert der mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Zahlungsströme.

Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe bis zur Höhe der sich ohne Wertminderung ergebenden fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben.

Bilanzielle Sicherungsbeziehungen ("Hedge Accounting")

Die in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehenden derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt ihres Abschlusses entweder als Absicherung von beizulegenden Zeitwertschwankungen von Vermögenswerten, Schulden oder von bindenden Vereinbarungen ("Fair-Value-Hedges") oder als Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden ("Cash-Flow-Hedges") designiert.

Bei einer effektiven Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts wird nicht nur die Änderung des beizulegenden Zeitwertes des Derivates, sondern auch die des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Bei einer perfekten Sicherung gleichen sich die Zeitwertschwankungen aus. Die Vorschriften zur Sicherung von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts durch einen "Fair-Value-Hedge" finden derzeit in der GEA Group keine Anwendung.

Werden Derivate zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen eingesetzt, wird der effektive Bestandteil der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes der Derivate erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Der nicht-effektive Bestandteil der Wertänderung wird als Gewinn oder Verlust ausgewiesen. Der im sonstigen Konzernergebnis erfasste Posten aus dem effektiven Bestandteil der Wertänderung wird gleichzeitig mit der Erfüllung des Grundgeschäfts erfolgswirksam. Führt die Erfüllung des Grundgeschäfts zu dem Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswertes, so werden die zuvor im sonstigen Konzernergebnis abgegrenzten Wertänderungen mit den Anschaffungskosten des nicht-finanziellen Vermögenswertes verrechnet. Wird das Grundgeschäft abweichend von vorherigen Annahmen nicht durchgeführt, werden die zuvor erfolgsneutral erfassten Wertänderungen direkt erfolgswirksam aufgelöst.

Um Risiken aus Zinsänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend "Cash-Flow-Hedges" an. Darüber hinaus führt die GEA Group vor allem für Fremdwährungsrisiken Sicherungsmaßnahmen gemäß den Grundsätzen der Risikorichtlinie durch, welche ökonomisch entsprechende Risiken kompensieren, jedoch die strengen Anforderungen des IAS 39 an die Abbildung als bilanzielle Sicherungsbeziehungen nicht erfüllen. Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Währungsrisiken aus monetären Vermögenswerten und Schulden abgeschlossen werden, werden nicht zu einer bilanziellen Sicherungsbeziehung zusammengeführt. Die ergebniswirksam erfassten Effekte aus der Umrechnung der Bilanzpositionen werden durch die ebenfalls ergebniswirksam zu erfassenden Zeitwertschwankungen der Devisentermingeschäfte weitgehend kompensiert.

Latente Steuern

Für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen nationalen Steuerbilanzen und den in den Konzernabschluss einfließenden IFRS-Bilanzen werden im Grundsatz aktivische und passivische latente Steuern gebildet. Daneben werden aktivische latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der Ansatz der aktivischen latenten Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen erfolgt nur in dem Umfang, in dem zukünftig ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis wahrscheinlich ist.

Latente Steuerschulden für zu versteuernde temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures werden nicht gebildet, solange eine Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist.

Vorräte

Die Vorräte sind zu dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt zu Durchschnittskosten oder nach der "First in - First out" (Fifo)-Methode. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten die durch die Produktion veranlassten Fertigungs- und Materialgemeinkosten und Abschreibungen sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufserlös abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und Kosten des Vertriebs. Zuvor erfasste Wertminderungen müssen bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen werden. Eine Zuschreibung erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten grundsätzlich keinen Zinsanteil und sind in der Bilanz zum Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen angesetzt.

Im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Finanzdienstleistungsunternehmen werden ausgebucht, wenn die Chancen und Risiken im Wesentlichen auf das Finanzdienstleistungsunternehmen übertragen wurden.

Fertigungsaufträge

Forderungen und Umsätze aus Fertigungsaufträgen werden entsprechend des Fertigstellungsgrads erfasst ("Percentage-of-Completion-Method").

Der Fertigstellungsgrad wird nach der "Cost-to-Cost-Method" ermittelt, der sich aus dem Verhältnis der angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt geschätzten Auftragskosten ergibt. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten zuzüglich des anteiligen Gewinns entsprechend des erreichten Fertigstellungsgrads. Verluste aus Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad sofort in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Verluste erkennbar werden.

Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Teilabrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis erfolgt in dem Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen". Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter den "sonstigen Verbindlichkeiten". Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden passivisch unter dem selben Posten ausgewiesen.

Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst ("Zero-Profit-Method"). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann.

Zahlungen für Abweichungen im Gesamtauftrag, Nachforderungen ("Claims") sowie Prämien werden in die Auftragserlöse einbezogen, sofern sie wahrscheinlich zu Erlösen führen, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen. Sie werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, zur Veräußerung gehaltene Schulden und nicht fortgeführte Geschäftsbereiche

Der Ansatz langfristiger Vermögenswerte oder einer Gruppe von Vermögenswerten, die im Sinne des IFRS 5 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wurden, erfolgt zum Buchwert oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Die Klassifizierung als "zur Veräußerung gehalten" erfolgt, wenn der Buchwert eines langfristigen Vermögenswerts oder einer Veräußerungsgruppe überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird und insgesamt die in IFRS 5 definierten Kriterien erfüllt sind. Die entsprechenden Vermögenswerte sowie die zu einer Veräußerungsgruppe gehörenden Schulden werden in der Bilanz gesondert als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" und " zur Veräußerung gehaltene Schulden" ausgewiesen. Bei erstmaliger Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte bzw. die zu einer Veräußerungsgruppe gehörenden Vermögenswerte und Schulden zunächst nach den für sie einschlägigen IFRS-Standards bewertet. Danach erfolgt eine Bewertung zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Hierbei werden Veräußerungsgruppen als Ganzes bewertet. Da der Buchwert von zur Veräußerung gehaltenen abnutzbaren Vermögenswerten überwiegend durch den Verkauf und nicht durch die Nutzung derselben realisiert wird, endet die planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte zum Zeitpunkt der Umklassifizierung.

Wenn eine Veräußerungsgruppe einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder einen geografischen Geschäftsbereich darstellt, qualifiziert diese als nicht fortgeführter Geschäftsbereich. Die Ergebnisse der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche werden in der Gewinn- und Verlustrechnung separat als "Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen" ausgewiesen. Zudem werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Vorjahreswerte so angepasst, dass die Ergebnisse dieser Geschäftsbereiche auch gleichfalls im Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen werden. In der Kapitalflussrechnung werden die Cash-Flows der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche getrennt ausgewiesen; auch hier wird der Ausweis des Vorjahres entsprechend angepasst. Bei der Darstellung des Ergebnisses aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen werden Umsätze und Aufwendungen aus konzerninternen Transaktionen berücksichtigt, wenn diese nach dem Abgang eines nicht fortgeführten Geschäftsbereichs weiterhin anfallen werden.

Die Angaben im Anhang beziehen sich grundsätzlich auf die in den entsprechenden Bilanzposten ausgewiesenen Vermögenswerte oder Schulden bzw. auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Insoweit sich Angaben auf die GEA Group einschließlich der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte oder Schulden bzw. der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche beziehen, so wird dies entweder durch den Hinweis, dass es sich um Angaben zum Gesamt-Konzern handelt, oder durch eine anderweitige Kommentierung gekennzeichnet.

Gezeichnetes Kapital

Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Eigene Anteile werden von dem auf die Anteilseigner der GEA Group Aktiengesellschaft entfallenden Eigenkapital abgezogen.

Verpflichtungen aus Pensionsplänen

Die Verpflichtungen aus Pensionsplänen betreffen Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit Method") ermittelt. Der Anwartschaftsbarwert dieser Verpflichtungen wird unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehalts- und Rentensteigerungen berechnet, da der bis zum Renteneintrittsalter erreichbare Leistungsanspruch von diesen abhängig ist. Bei den Ansprüchen aus gewährten Krankenrestkostenversicherungen fließen in die versicherungsmathematische Bewertung Trendannahmen für die Kosten der medizinischen Versorgung ein. Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten von unabhängigen Aktuaren zugrunde.

Um die Pensionsleistungen erbringen zu können, werden zum Teil finanzielle Vermögenswerte in langfristig ausgelegten Fonds außerhalb der GEA Group gehalten oder qualifizierte Versicherungspolicen abgeschlossen. Sofern die Leistungsansprüche durch solche externen Vermögenswerte (Planvermögen) gedeckt sind, wird deren beizulegender Zeitwert mit dem Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung saldiert. Der resultierende Saldo wird unter den langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern bzw. den übrigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (Nettobilanzbetrag).

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Neubewertung des Nettobilanzbetrages werden im Jahr ihrer Entstehung im sonstigen Konzernergebnis erfasst und nach Berücksichtigung von Steuereffekten in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Dies gilt auch für die Erfassung des Unterschieds zwischen den tatsächlichen Erträgen und den auf Basis des Diskontierungsfaktors rechnerisch ermittelten Erträgen aus Planvermögen. Ein Aufwand aus der Aufzinsung des Nettobilanzbetrages wird in den Zinsaufwendungen erfasst, ein Ertrag in den Zinserträgen. Der laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand der Periode sowie Gewinne und Verluste aus Abgeltungen werden in den jeweiligen Funktionskosten erfasst.

Sonstige Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Unter den sonstigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden sonstige langfristige Leistungen sowie alle kurzfristig fälligen Leistungen erfasst. Bei den kurzfristigen Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen gegenüber Arbeitnehmern wird erwartet, dass diese spätestens 12 Monate nach Ende der erbrachten Leistung in voller Höhe abgegolten werden. Zu ihnen gehören unter anderem Löhne, Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge, bezahlter Urlaub sowie Erfolgsbeteiligungen. Sie werden zeitkongruent mit der vergüteten Arbeitsleistung aufwandswirksam. Am Bilanzstichtag wird der Teil des Aufwands, der die bereits geleisteten Zahlungen übersteigt, als abgegrenzte Schuld ausgewiesen. Sonstige langfristige Leistungen, wie z. B. Jubiläumszahlungen oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Barwert der Verpflichtung zum Bilanzstichtag angesetzt. Zur Insolvenzsicherung erdienter Altersteilzeitguthaben werden Wertpapiere an die Berechtigten verpfändet. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere wird mit der korrespondierenden Verpflichtung saldiert.

Ebenfalls unter den sonstigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden Verbindlichkeiten für Abfindungen bzw. aus Sozialplänen ausgewiesen, die unter anderem aus Verpflichtungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsrückstellungen resultieren.

Rückstellungen

Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen werden angesetzt, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der zukünftige Ressourcenabfluss wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Sofern der Zinseffekt wesentlich ist, wird der Barwert des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Abzinsung erfolgt mit dem laufzeit- und währungsadäquaten Marktzinssatz. Der Aufwand aus der Aufzinsung wird im Zinsaufwand gezeigt.

Bei der Bildung von Gewährleistungsrückstellungen wird der Aufwand zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung in den Herstellungskosten berücksichtigt. In allen anderen Fällen erfolgt die Rückstellungsbildung zum Zeitpunkt der Abnahme des Produkts. Die Bemessung der Rückstellung basiert sowohl auf dem tatsächlich angefallenen Gewährleistungsaufwand in der Vergangenheit als auch auf dem evaluierten Gesamtrisiko einer Anlage bzw. eines Produkts. Zusätzlich werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Garantiefall bekannt und ein Verlust wahrscheinlich wird. Rückgriffsforderungen gegen Zulieferer werden aktiviert, sofern deren Leistungen einer Garantie unterliegen und der Anspruch höchstwahrscheinlich durchgesetzt werden kann.

Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden angesetzt, wenn der aus dem Vertrag erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung notwendigen Kosten. Die notwendigen Kosten schließen auch die zur Vertragserfüllung notwendigen Gemeinkosten ein.

Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten umfassen Anleihen, Bankverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich angefallener Transaktionskosten. Die Folgebilanzierung geschieht unter Verwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Zugangsbewertung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing erfolgt zum beizulegenden Zeitwert des Leasingobjekts oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ansatz und die Folgebewertung der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt mit Ausnahme der Anzahlungen sowie des passivischen Saldos aus Fertigungsaufträgen analog zu den Finanzverbindlichkeiten. Die Anzahlungen werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Hinsichtlich der Bewertung des passivischen Saldos aus Fertigungsaufträgen wird auf die Ausführungen zu der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen verwiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten auch Verbindlichkeiten aus erhaltenen Gütern oder bereits erbrachten Dienstleistungen, die noch nicht in Rechnung gestellt sind, da nur eine geringe Unsicherheit hinsichtlich der Höhe der Verpflichtung besteht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei innerhalb eines Jahres fällig werdenden Verbindlichkeiten entspricht dieser dem Erfüllungsbetrag.

Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an den verkauften Gütern verbunden sind, auf den Kunden übertragen wurden. Üblicherweise erfolgt dies mit Übergabe der Güter an den Kunden. Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung ertragswirksam. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte schmälern die Umsatzerlöse.

Erlöse aus Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der "Percentage-of-Completion"-Methode realisiert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten ("Cost-to-Cost-Method"). Die Auftragskosten umfassen Einzelkosten, die durch die Produktion veranlassten Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungskosten sowie sonstige Kosten, die dem Kunden gesondert in Rechnung gestellt werden können. Erstreckt sich die Abwicklung eines Fertigungsauftrags über einen längeren Zeitraum und erfolgt die Finanzierung des Auftrags weitgehend durch die GEA Group, umfassen die Auftragskosten auch direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten. Umgekehrt werden Erträge aus der Anlage von erhaltenen Anzahlungen auftragskostenmindernd berücksichtigt, wenn diese einen wesentlichen Einfluss auf das Auftragsergebnis haben. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden berücksichtigt, sofern sie wahrscheinlich zu Erlösen führen, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Entsprechend der "Percentage-of-Completion"-Methode werden Fertigungsaufträge zum Stichtag in Höhe der aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. Ausgewiesen werden die realisierten Umsatzerlöse in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Abzug der Teilabrechnungen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen. Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand ausgewiesen.

Zinserträge werden unter Beachtung des Effektivzinssatzes und der Höhe der Restforderung proportional über die Restlaufzeit in den Zinserträgen erfasst. Dividendenerträge aus Eigenkapitalinstrumenten werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.

Erlöse aus Nutzungsentgelten werden unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Verträge periodengerecht erfasst.

Aktienbasierte Vergütung

Die GEA Group verfügt über ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, in dessen Rahmen ausgewählten Führungskräften sogenannte "Performance Shares" gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum verteilt sowie eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Des Weiteren wurde in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 ein Teil der von den Vorstandsmitgliedern erdienten Tantieme in virtuelle Aktien umgerechnet. Der Anspruch aus den virtuellen Aktien wird zum Bilanzstichtag mit dem aktuellen Aktienkurs bewertet. Im Geschäftsjahr 2012 wurde im Zuge der Neuregelung des variablen Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder eine langfristige Aktienkurskomponente eingeführt. Die Auszahlung aus dieser Vergütungskomponente ist von der Performance der GEA Aktie relativ zu einem Vergleichsindex abhängig. Der Anspruch aus der langfristigen Aktienkurskomponente wird zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Rückstellung für aktienbasierte Vergütungsprogramme werden als Zinsaufwand bzw. -ertrag berücksichtigt (siehe Abschnitt 7.3.4).

Darüber hinaus gewährte eine Gesellschaft im Konzern ihren Mitarbeitern über eine Treuhandgesellschaft Optionen auf Anteile der Gesellschaft. Der Aufwand dieser anteilsbasierten Vergütung wird im Ausgabezeitpunkt geschätzt und linear bis zum Ausübungszeitpunkt verteilt (siehe Abschnitt 7.1).

Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschung werden unmittelbar aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produkts oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügbar sind. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen. Aktivierte Entwicklungskosten eines noch nicht nutzungsbereiten immateriellen Vermögenswerts werden einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft.

Erforderliche Entwicklungskosten im Rahmen von Fertigungsaufträgen werden als Herstellungskosten aktiviert.

Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Aufwandszuschüsse werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Ausgleich sie zugesprochen wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden von den Anschaffungskosten des korrespondierenden Vermögenswerts abgesetzt.

2.2 Einschätzungen und Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Abschlusses erfordert, dass Einschätzungen und Ermessensentscheidungen durch den Vorstand getroffen werden, die sich auf die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten, die Rückstellungen, die aktivischen und passivischen latenten Steuern, die Erträge und Aufwendungen sowie den Ausweis der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

Faktoren, die eine negative Abweichung von getroffenen Einschätzungen verursachen können, können eine Verschlechterung der Weltwirtschaft, Entwicklungen der Währungskurse und Zinssätze sowie wesentliche Gerichtsverfahren und Änderungen von umweltrechtlichen bzw. sonstigen gesetzlichen Bestimmungen sein. Produktionsfehler, Verluste von wesentlichen Kunden sowie steigende Finanzierungskosten können gleichfalls den zukünftigen Erfolg des Konzerns beeinträchtigen.

Dem Ansatz und der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden liegen, wie nachfolgend dargestellt, teilweise Ermessensentscheidungen des Managements zugrunde. Alle Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. Weichen später die tatsächlichen Umstände von den angenommenen ab, wirkt sich dies auf den Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden aus. Abhängig vom Sachverhalt ergeben sich auch ergebniswirksame Auswirkungen.

Konsolidierungskreis

Bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises (siehe Abschnitt 2.1) wurde insbesondere bei der Beurteilung, welche Tochtergesellschaften aus Wesentlichkeitsgründen nicht im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, Ermessen ausgeübt.

Unternehmenserwerbe

Als Folge von Unternehmenserwerben werden Goodwills in der Bilanz ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines erworbenen Unternehmens werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Ein grundlegendes Problem stellt dabei die Schätzung dieser Zeitwerte dar. Grundstücke und Gebäude werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet. Wenn immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, werden ihre beizulegenden Zeitwerte unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt. Diese Bewertungen erfolgen auf Basis der Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie des Diskontierungszinssatzes getroffen hat. Der Ansatz von Verpflichtungen für bedingte Gegenleistungen basiert auf der aktuellen Planung.

Goodwill

Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Die zu diesem Zweck für die zu den fortgeführten Geschäftsbereichen gehörenden Geschäftssegmente ermittelten erzielbaren Beträge werden auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Den Berechnungen der Nutzungswerte liegen Annahmen des Managements zugrunde. Dies gilt auch für die im Geschäftsjahr durchgeführte Berechnung zur Re-Allokation des auf das vormalige Segment GEA Refrigeration Technologies entfallenden Goodwills auf die Business Areas Solutions und Equipment nach den relativen Wertverhältnissen (siehe Abschnitt 6.3).

Steuern

Die GEA Group ist in einer Vielzahl von Ländern tätig und unterliegt damit verschiedenen Steuerhoheiten. Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken.

Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß eine Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Maße steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträge verrechnet werden können. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen latenten Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der Umfang der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird (siehe Abschnitt 8.8).

Restrukturierungsrückstellungen

Der Ansatz von Restrukturierungsrückstellungen erfolgt, sobald eine faktische Verpflichtung des Unternehmens zur Durchführung von Restrukturierungsmaßnahmen durch Bekanntgabe eines Restrukturierungsplans gegenüber den Betroffenen entstanden ist. In die Beurteilung, ob die Ansatzkriterien erfüllt sind, fließen Annahmen des Managements dazu ein, ob bei den Betroffenen die gerechtfertigte Erwartung hervorgerufen wurde, dass das Unternehmen die Restrukturierung durchführen wird und ob bedeutende Änderungen des Restrukturierungsplans zu erwarten sind.

Für die Bestimmung der Höhe von Restrukturierungsrückstellungen ist insbesondere eine Schätzung der Höhe der erwarteten Abfindungszahlungen erforderlich. Hierfür müssen vom Management Annahmen zur Gehaltsstruktur und zur Dauer der Betriebszugehörigkeit der vom Stellenabbau betroffenen Arbeitnehmer sowie zur Art und Weise der Umsetzung des Stellenabbaus (z. B. Freiwilligenprogramme, Altersteilzeit, Sozialplan) getroffen werden.

Bewertung zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und Schulden sowie Klassifizierung von Geschäftsbereichen als nicht fortgeführt

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte sowie Veräußerungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. In die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten fließen dabei auch Annahmen des Managements ein. Zudem sind bei der Klassifizierung als "zur Veräußerung gehalten" sowie der Einstufung von Aktivitäten als den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen zugehörig Einschätzungen des Managements erforderlich. Diese betreffen insbesondere die Fragen, ob der Buchwert eines langfristigen Vermögenswerts oder einer Veräußerungsgruppe überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird und insgesamt die in IFRS 5 definierten Kriterien erfüllt sind.

Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Änderungen in der Wahrscheinlichkeitsschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellung zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern (siehe Abschnitt 6.2). Dies gilt insbesondere auch für Verpflichtungen im Umweltbereich.

Verpflichtungen aus Pensionsplänen

Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von versicherungsmathematischen Annahmen ab. Diese Annahmen umfassen Diskontierungszinssatz, erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Rentensteigerungsrate und Sterblichkeitsraten. Sie können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den künftigen tatsächlichen Entwicklungen abweichen und sich damit wesentlich auf die Höhe der Verpflichtung und die dazugehörigen Aufwendungen auswirken.

Der Diskontierungssatz des Nettobilanzbetrages wird zum Ende eines jeden Jahres ermittelt. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Diskontierungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen hoher Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtungen entsprechen.

Weitere wesentliche Annahmen bei Pensionsverpflichtungen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten (siehe Abschnitt 6.3.1).

Fertigungsaufträge

Der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der "Percentage-of-Completion"-Methode liegen Schätzungen des Managements bezüglich der im Zusammenhang mit den Fertigungsaufträgen anfallenden Auftragskosten zugrunde. Schätzungsänderungen bzw. Abweichungen der tatsächlichen Kosten von den geschätzten Kosten haben unmittelbar Auswirkung auf das realisierte Ergebnis aus Fertigungsaufträgen. Die operativen Einheiten überprüfen die Schätzungen kontinuierlich und passen diese gegebenenfalls an.

Rechtsstreitigkeiten

Unternehmen der GEA Group sind in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Ausgang dieser Rechtsstreitigkeiten könnte einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Erkenntnisse zu diesen Rechtsstreitigkeiten und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Bei der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen ein Unternehmen der GEA Group bedeuten nicht zwangsläufig, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko zu bilden ist (siehe Abschnitt 8.4).

3. Finanzrisikomanagement

Um die finanziellen Risiken konzernweit zu kontrollieren und dabei Risiken weitgehend zu begrenzen oder abzusichern, hat der Vorstand ein wirksames Regelwerk in Form von Richtlinien aufgestellt. Die Zielsetzungen für den Vermögensschutz, die Beseitigung von Sicherheitslücken und die Effizienzsteigerung bei Erkennung und Analyse von Risiken sowie die entsprechenden Organisationsformen, Zuständigkeiten und Kompetenzen sind klar definiert. Dabei wird den Prinzipien der Systemsicherheit, Funktionstrennung, Nachvollziehbarkeit und unverzüglichen Dokumentation gefolgt. Ergänzend wird auf die Ausführungen zum Risikomanagementsystem im Lagebericht verwiesen.

Als weltweit tätiger Konzern ist die GEA Group im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken, Zinsrisiken, Warenpreisrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese Risiken durch den geeigneten Einsatz von derivativen und nicht-derivativen Sicherungsinstrumenten zu reduzieren.

Währungsrisiken

Die Internationalität der Geschäftstätigkeit der GEA Group bringt neben Zahlungsströmen in Euro auch eine Vielzahl von Zahlungsströmen in anderen Währungen, insbesondere in US-Dollar, mit sich. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements.

Gemäß der Konzernrichtlinie besteht grundsätzlich für alle Konzerngesellschaften eine Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung, um Preise auf Basis von Sicherungskursen festzuschreiben. Die Sicherung von Währungsrisiken erfolgt für bilanzierte Grundgeschäfte, bilanzunwirksame feste Verpflichtungen sowie für erwartete und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Transaktionen. Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäfts und betragen in der Regel bis zu 12 Monate, können aber in Ausnahmefällen auch deutlich darüber hinausgehen. Trotz der Sicherungspflicht können Veränderungen der Währungskurse die Absatzmöglichkeiten außerhalb des Euroraums beeinflussen.

Die im Gebiet der Europäischen Währungsunion ansässigen Konzernunternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, alle offenen Positionen aus Lieferungs- und Leistungsgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen dem Zentralbereich Treasury & Corporate Finance der GEA Group anzudienen. Diese Positionen werden laufzeitkongruent, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung zum überwiegenden Teil in direkter Zuordnung an Banken weitergeleitet. Sie können auch im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert werden. Die Absicherung von Geschäften oder Finanztransaktionen von Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgt ebenfalls in enger Abstimmung mit dem Zentralbereich Treasury & Corporate Finance.

Zinsrisiken

Aufgrund der weltweiten Geschäftsaktivitäten der GEA Group erfolgen Liquiditätsbeschaffung und -anlage an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen - überwiegend aber in EUR - und mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sowie Geldanlagen sind grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, das vom zentralen Finanzmanagement zu bewerten und zu steuern ist. Dabei können zur Absicherung des Zinsrisikos fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, um die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zugrunde liegenden Grundgeschäfte zu reduzieren. Derartige Zinssicherungsinstrumente dürfen nur vom Zentralbereich Treasury & Corporate Finance abgeschlossen werden.

Alle Zinsderivate sind einzelnen Kreditaufnahmen zugeordnet. Die Sicherungsbeziehungen sind dokumentiert und werden als "Cash-Flow-Hedge" bilanziert. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Zinsaufwand aus den Kreditaufnahmen sowie aus den zugeordneten Derivaten spiegelt in Summe den fixierten Zinssatz der Sicherungsbeziehung wider.

Zins-/Währungsswaps wurden im Zusammenhang mit der Finanzierung von Unternehmenserwerben in Kanada und Großbritannien eingesetzt. Ihre Bilanzierung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sie stehen aber in keiner dokumentierten Sicherungsbeziehung zu den konzerninternen Grundgeschäften. Die Ergebniseffekte aus der Veränderung der Währungsparitäten seit Beginn der Laufzeit sowie die Ergebniseffekte aus den in diesem Zusammenhang bestehenden konzerninternen Forderungen stehen sich aufgrund unterschiedlicher Bewertungsgrundlagen (Terminkurs zu Kassakurs) nicht in gleicher Höhe gegenüber. Im Geschäftsjahr 2015 belief sich der Bewertungsunterschied auf -6.449 T EUR (Vorjahr -270 T EUR).

Warenpreisrisiken

Die GEA Group benötigt verschiedene Metalle wie Aluminium, Kupfer und Stahl, deren Einkaufspreise je nach Marktsituation erheblichen Schwankungen unterliegen können. Zur Sicherung des Warenpreisrisikos werden langfristige Lieferverträge mit verschiedenen Lieferanten geschlossen.

Kreditrisiken

Finanzinstrumente sind grundsätzlich einem Ausfallrisiko aus der möglichen Nichterfüllung seitens der anderen Vertragspartei ausgesetzt. Ziel des bei der GEA Group im Finanzmanagement verwendeten Kontrahentenlimit-Systems ist es, fortlaufend das Kontrahentenausfallrisiko einzuschätzen und zu steuern. Je Kontrahent ist eine maximale Risikogrenze festgelegt. Diese leitet sich überwiegend aus der Bonitätseinstufung anerkannter Rating-Agenturen und Credit Default Swaps (CDS) ab. Bei Überschreiten des individuellen Limits werden entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Die Bonität potenzieller Kunden wird im Rahmen eines internen Risk Board-Verfahrens vor Auftragsannahme geprüft. Darüber hinaus kommt ein aktives Forderungsmanagement unter Einbezug von echtem Factoring sowie Kreditversicherungen zum Einsatz. Im Exportgeschäft werden ferner bestätigte und unbestätigte Akkreditive sowie Bürgschaften, Garantien und Deckungszusagen auch von Exportkreditagenturen wie z. B. Euler Hermes eingesetzt. Neben der lokalen Überwachung durch die jeweilige Tochtergesellschaft überwacht die GEA Group die wichtigsten Ausfallrisiken auch auf Konzernleitungsebene, um eine eventuelle Kumulierung von Risiken besser steuern zu können.

Da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer großen Anzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen und Regionen bestehen, ist keine Konzentration von Risiken gegeben. Konkreten Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Zur Reduzierung von Ausfallrisiken bei derivativen Finanzinstrumenten werden diese nur mit renommierten Finanzinstitutionen abgeschlossen.

Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist auf deren Buchwert begrenzt.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken entstehen für die GEA Group, wenn Zahlungsverpflichtungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von liquiden Mitteln nicht erfüllt werden können. Das Management dieses Risikos ist Aufgabe der GEA Group. Auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer rollierenden monatsgenauen Liquiditätsplanung werden liquide Mittel disponiert sowie Kreditlinien gesteuert. Die Mittel werden anschließend den Gesellschaften von der Konzernleitung zur Verfügung gestellt. Die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sind dabei die wichtigste Liquiditätsquelle. Um die Verwendung der liquiden Mittel und die Aufnahme von Krediten innerhalb der GEA Group zu optimieren, sind in 13 Ländern Cash-Pools eingerichtet. Hierdurch werden die Kontensalden der teilnehmenden Konzerngesellschaften täglich automatisch zugunsten oder zulasten eines Zielkontos der GEA Group Aktiengesellschaft ausgeglichen. Eigenständige Geldanlagen und -aufnahmen dieser Gesellschaften werden somit weitgehend vermieden. Ein darüber hinausgehender Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich von der GEA Group Aktiengesellschaft aufgenommen bzw. überschüssige Liquidität von ihr angelegt.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die nicht diskontierten vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert:

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Zahlungsströme Zahlungsströme
(in TEUR) Buchwert <1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre >5 Jahre
2015              
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 610.315 609.487 828 - - - -
Schuldscheindarlehen 90.595 2.453 92.453 - - - -
Anleihen 282.666 286.415 - - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.869 5.870 50.171 101 32 5 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 33.809 3.930 3.906 4.023 3.906 3.906 48.057
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 202 202 - - - - -
Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 8.357 284.541 10.268 1.194 - - -
Währungsderivate eingebunden in "Cash-Flow-Hedge" - - - - - - -
Zins- und Zins-/Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 3.950 7.864 25.959 4.042 - - -
Zins- und Zins-/Währungsderivate eingebunden in "Cash-Flow-Hedge" 2.296 1.256 1.042 - - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 139.221 82.045 45.798 15.838 7.372 5.811  
2014              
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 639.719 638.994 725 - - - -
Schuldscheindarlehen 90.541 2.453 2.453 92.453 - - -
Anleihen 282.202 11.676 286.415 - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156.377 107.857 1.783 51.030 70 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 34.929 3.997 3.946 4.165 3.906 3.906 51.963
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 1.129 1.129 - - - - -
Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 4.945 213.486 5.668 - - - -
Währungsderivate eingebunden in "Cash-Flow-Hedge" 9.695 230.499 6.682 343 - - -
Zins- und Zins-/Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 6.500 8.222 7.837 27.328 3.809 - -
Zins- und Zins-/Währungsderivate eingebunden in "Cash-Flow-Hedge" 3.228 1.238 1.242 926 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 160.086 118.928 86.480 12.989 14.765 10.378 4.254

In die vorstehende Tabelle werden alle zum 31. Dezember 2015 bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten auf Basis der erwarteten vertraglichen Zahlungsströme einbezogen. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten sind nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge werden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten, die jederzeit zurückgezahlt werden können, wird unterstellt, dass sie innerhalb eines Jahres zurückgezahlt werden.

Den Auszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 336.165 T EUR (Vorjahr 507.280 T EUR) stehen Einzahlungen aus diesen Instrumenten in Höhe von 320.373 T EUR (Vorjahr 480.377 T EUR) gegenüber.

Zum 31. Dezember 2015 bestehen Barkreditlinien in Höhe von 1.199.350 T EUR (Vorjahr 1.305.421 T EUR), die in Höhe von 429.130 T EUR (Vorjahr 529.106 T EUR) ausgenutzt sind. Die Barkreditlinien setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) Fälligkeit 31.12.2015 zugesagt 31.12.2015 beansprucht 31.12.2014 zugesagt 31.12.2014 beansprucht
GEA Anleihe April 2016 274.739 274.739 274.739 274.739
Europäische Investitionsbank Juli 2017 50.000 50.000 150.000 150.000
Schuldscheindarlehen September 2017 90.000 90.000 90.000 90.000
Syndizierte Kreditlinie ("Club Deal") August 2020 650.000 - 650.000 -
Sonstige (bilaterale) Barkreditlinien inklusive Zinsabgrenzung maximal 1 Jahr bzw. "bis auf Weiteres" 134.611 14.391 140.682 14.367
Summe   1.199.350 429.130 1.305.421 529.106

Das Darlehen von der Europäischen Investitionsbank (EIB) wurde am 14. Januar 2015 mit einem Teilbetrag i. H. v. 100.000 T EUR vorzeitig getilgt.

Zur Sicherung der langfristigen Konzernfinanzierung hat die GEA Group Aktiengesellschaft im August 2015 die syndizierte Kreditlinie in Form eines Club Deals in Höhe von 650.000 T EUR vorzeitig bis August 2020 prolongiert und die Konditionen sowie die Dokumentation zeitgemäß angepasst. Der Kredit beinhaltet zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr, sodass eine Laufzeit bis maximal 2022 möglich ist.

Zum 31. Dezember 2015 stehen dem Gesamt-Konzern Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen von 1.463.367 T EUR (Vorjahr 1.732.338 T EUR) zur Verfügung, die in Höhe von 481.442 EUR (Vorjahr 462.077 T EUR) genutzt werden. In der Regel sind die Avale zahlbar auf erstes Anfordern. Wie bei diesem Auftragssicherungs- und Finanzierungsinstrument allgemein üblich, gibt es auch bei der GEA Group in den vergangenen Jahren nur in sehr seltenen Ausnahmefällen Ziehungen von Avalen.

Zur Besicherung von vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden des zum 31. Oktober 2014 veräußerten Segments GEA Heat Exchangers (HX) sind zum 31. Dezember 2015 Bankavale in Höhe von 26.275 T EUR (Vorjahr 34.151 T EUR) aus Kreditlinien der GEA Group Aktiengesellschaft herausgelegt. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Zahlungsausfalls wurden seitens des Käufers des Segments GEA HX Bankavale in Höhe von 14.865 T EUR (Vorjahr 17.954 T EUR) zugunsten der GEA Group Aktiengesellschaft ausgestellt.

Zusätzlich wurden Konzernavale in Höhe von 63.646 T EUR (Vorjahr 108.045 T EUR) durch die GEA Group Aktiengesellschaft zur Besicherung vertraglicher Verpflichtungen des Segments GEA HX herausgelegt. Zur Absicherung eventueller Risiken für den Fall, dass solche Avale in Anspruch genommen werden, hat die GEA Group Aktiengesellschaft Bankavale vom Käufer des Segments GEA HX zur Rückbesicherung in Höhe von 19.094 T EUR (Vorjahr 32.413 T EUR) erhalten.

Zum Jahresende sind 84 T EUR (Vorjahr 84 T EUR) Bankavale aus Kreditlinien der GEA Group Aktiengesellschaft und 99.369 T EUR (Vorjahr 99.733 T EUR) Konzernavale für den unwahrscheinlichen Fall des Zahlungsausfalls zur Besicherung von vertraglichen Verpflichtungen der Lurgi AG an deren Kunden herausgelegt. Zur Abdeckung des Haftungsvolumens der GEA Group Aktiengesellschaft aus den gewährten Bankavalen wurden seitens der Käufer der Lurgi-Gruppe Bankavale als Rückbesicherung herausgelegt. Für die Lentjes GmbH sind 2.830 T EUR (Vorjahr 2.830 T EUR) Bankavale aus Kreditlinien der GEA Group Aktiengesellschaft herausgelegt. Konzernavale, die zur Besicherung von vertraglichen Verpflichtungen der Lentjes GmbH an deren Kunden ausgegeben wurden, konnten in 2015 vollständig ausgebucht werden (Vorjahr 71.764 T EUR).

Die zukünftigen Auszahlungen aus den operativen Leasingverhältnissen werden separat unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen (siehe Abschnitt 9.2).

Fremdwährungssensitivitätsanalyse

Die Gesellschaften der GEA Group sind immer dann einem Währungsrisiko ausgesetzt, wenn Zahlungsströme auf eine andere Währung lauten als die jeweilige funktionale Währung einer Gesellschaft. Grundsätzlich sind Fremdwährungsrisiken durch geeignete Instrumente abzusichern. Die Schwankungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich somit weitgehend über ihre Laufzeit aus.

Das in der Sensitivitätsanalyse dargestellte Fremdwährungsrisiko resultiert aus den folgenden Geschäften:

aus Währungsderivaten als Sicherung für bislang noch bilanzunwirksame Grundgeschäfte, d. h. für vertraglich vereinbarte sowie für erwartete Transaktionen:
Erfolgt eine ökonomische Sicherung, ohne eine dokumentierte bilanzielle Sicherungsbeziehung, so wirkt sich ein entsprechendes Kursänderungsrisiko unmittelbar im Ergebnis aus. Sind die Währungsderivate in Sicherungsbeziehungen in Form von "Cash-Flow-Hedges" eingebunden, dann unterliegen sie einem eigenkapitalwirksamen Kursänderungsrisiko. Zum Stichtag 31.12.2015 waren keine Währungsderivate als "Cash-Flow-Hedges" designiert.

aus Zins-/Währungsswaps:
Den Swaps stehen zwar konzerninterne Forderungen als Grundgeschäft gegenüber, sie stehen aber nicht in einer dokumentierten Sicherungsbeziehung. Während die Forderungen mit dem Kassakurs bewertet werden, liegen der Bewertung der Währungskomponenten der Swaps die Terminkurse zugrunde. In Abhängigkeit von der Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen können beide Kurse signifikant voneinander abweichen.

aus ungesicherten Fremdwährungsgeschäften:
Die Umrechnung der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs wirkt sich unmittelbar im Ergebnis aus.

Als relevante Risikovariablen für die Fremdwährungssensitivitätsanalyse finden die Währungspaare Berücksichtigung, bei denen ein wesentlicher Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung abgewickelt wird. Die nachstehende Tabelle zeigt die Sensitivität eines Anstiegs oder Rückgangs des EUR von 10 Prozent aus Konzernsicht:

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(in TEUR) Nominalvolumen
Basiswährung Fremdwährung Jahresergebnis 2015 Eigenkapital 2015
+ 10% - 10% + 10% - 10%
EUR USD 597.664 5.209 -6.366 - -
EUR GBP 94.278 -1.280 1.565 - -
EUR NZD 59.984 -1.079 1.319 - -
EUR CNY 40.622 384 -470 - -
EUR ZAR 27.681 2.155 -2.634 - -
EUR CAD 23.887 2.240 -2.738 - -
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(in TEUR) Nominalvolumen
Basiswährung Fremdwährung Jahresergebnis 2014 Eigenkapital 2014
+ 10% - 10% + 10% - 10%
EUR USD 707.951 -9 11 9.042 -11.046
EUR DKK 182.816 -1.635 1.999 - -
EUR GBP 130.089 1.265 -1.546 -1.334 1.630
EUR CNY 52.146 -598 731 42 -51
EUR ZAR 36.674 2.520 -3.080 500 -612
EUR CAD 26.375 2.712 -3.315 3 -4

Bei dem Nominalvolumen handelt es sich um alle kontrahierten Fremdwährungszahlungsströme zum Bilanzstichtag umgerechnet in EUR zum Stichtagskurs.

Die potenziellen Schwankungen des Jahresergebnisses resultieren primär aus Derivaten, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen, aber im Rahmen der allgemeinen Sicherungsstrategie zur Vermeidung von Währungsrisiken eingesetzt werden.

Zinssensitivitätsanalyse

Die Zinssensitivitätsanalyse stellt die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Originäre Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen nur dann einem bilanziellen Zinsänderungsrisiko, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. In der GEA Group werden derartige Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Originäre Finanzinstrumente mit variabler Verzinsung, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte in eine als "Cash-Flow-Hedge" bilanzierte Sicherungsbeziehung eingebunden sind, unterliegen einem ergebniswirksamen Zinsänderungsrisiko.

Zinsderivate, die in eine als "Cash-Flow-Hedge" bilanzierte Sicherungsbeziehung eingebunden sind, unterliegen in Höhe des effektiven Teils der Sicherungsbeziehung einem eigenkapitalwirksamen Zinsänderungsrisiko.

Zinsderivate, die nicht in eine als "Cash-Flow-Hedge" bilanzierte Sicherungsbeziehung eingebunden sind, unterliegen einem ergebniswirksamen Zinsänderungsrisiko.

Währungsderivate unterliegen keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten.

Die Sensitivitätsanalyse unterstellt eine lineare Verschiebung der Zinskurven für alle Währungen um +100 bzw. -10 Basispunkte zum Bilanzstichtag. Die für die Sensitivitätsanalyse unterstellte Verschiebung der Zinskurven erfolgt relativ gesehen nach unten weniger stark als die Verschiebung nach oben. Angesichts des niedrigen Zinsniveaus nahe der 0 Prozent-Marke wird hierdurch eine Verschiebung zu einem signifikant negativen Zinssatz vermieden. Für die simulierten Szenarien ergeben sich folgende Effekte:

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31.12.2015 31.12.2014
(in TEUR) + 100 Basispunkte - 10 Basispunkte + 100 Basispunkte - 10 Basispunkte
Eigenkapitalwirksame Zinsrisiken 766 -78 1.189 -72
Ergebniswirksame Zinsrisiken 824 -83 1.127 -73

Der Berechnung liegt ein Nettovolumen von 121.469 T EUR (Vorjahr 128.640 T EUR) zugrunde.

Kapitalmanagement

Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der GEA Group Aktiengesellschaft ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts im Interesse von Investoren, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten bei gleichzeitiger Wahrung und Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit.

Deshalb hat die Verbesserung der Profitabilität und als Folge davon die Erhöhung der Verzinsung des eingesetzten Kapitals bei allen unternehmerischen Entscheidungen Priorität. Daraus leitet sich auch die konsequente Fokussierung auf die Margenqualität der Aufträge ab. Auch externes Wachstum durch mögliche Akquisitionen wird unter dem Blickwinkel dieses Ziels bewertet.

Bei der Verfolgung dieser unternehmerischen Ziele kommt dem Kapitalmanagement durch Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven eine sehr große Bedeutung zu. Es stellt damit nicht nur den dauerhaften Fortbestand der GEA Group sicher, sondern schafft auch die unternehmerische Flexibilität, um die gegenwärtigen Geschäftsaktivitäten weiterentwickeln und strategische Optionen wahrnehmen zu können. Hierzu werden Liquiditätsreserven und freie Kreditlinien permanent auf Basis von kurz- und mittelfristigen Prognosen über die zukünftige Liquiditätsentwicklung und der notwendigen Kreditaufnahmen gesteuert.

Das Finanzmanagement des Konzerns umfasst das Liquiditätsmanagement, die Konzernfinanzierung sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Dabei ist die GEA Group Aktiengesellschaft als Konzernleitung zentral für das Finanzmanagement der GEA zuständig, um Finanzierungskosten weitestmöglich zu reduzieren, Anlagezinsen zu optimieren, Kontrahentenrisiken zu minimieren, Größenvorteile zu nutzen, Zins- und Wechselkursrisiken bestmöglich abzusichern und die Einhaltung von Kreditauflagen zu gewährleisten. Die Finanzierungsstrategie der GEA verfolgt das Ziel, nicht nur jederzeit die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können, sondern darüber hinaus neben einer strategischen Kassenposition auch stets über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien zu verfügen. Bei der zentralen Liquiditätsanlage stehen Kapitalerhalt und Risikoreduzierung durch Diversifizierung der Geldanlagen im Vordergrund.

Zur Optimierung der Kapitalkosten wird die Kapitalstruktur regelmäßig auf der Basis verschiedener Finanzkennzahlen überwacht. Wichtige Kennzahlen sind in diesem Zusammenhang die Eigenkapitalquote und das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing). Die Nettoverschuldung für den Gesamt-Konzern wird dabei wie folgt ermittelt:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -55.869 -156.377
Schuldscheindarlehen -90.595 -90.541
Anleihen -282.666 -282.202
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.174.150 1.195.858
Kurzfristige Wertpapiere 37.000 37.036
Festgelder mit Restlaufzeit ≤ 1 Jahr 200.000 199.961
Nettoliquidität (+)/Nettoverschuldung (-) 982.020 903.735
Eigenkapital 2.844.199 2.527.207
Eigenkapitalquote 46,5% 43,3%
Gearing -34,5% -35,8%

Die Nettoliquidität konnte im Laufe des Geschäftsjahres weiter um 78.285 T EUR verbessert werden, sodass diese zum 31. Dezember 2015 982.020 T EUR betrug.

Weiterhin bewerten zwei internationale Ratingagenturen, Moody's und Fitch, die Fähigkeit der GEA Group Aktiengesellschaft, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Bewertungen für die GEA Group lauten wie folgt:

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2015 2014
Agentur Rating Ausblick Rating Ausblick
Moody's Baa2 stabil Baa2 stabil
Fitch BBB stabil BBB stabil

Bei einem Investmentgrade-Rating in den Kategorien des "BBB" Bereichs ergeben sich für die Finanzierung der GEA Group gute Chancen sowohl für Bankenfinanzierungen als auch für die direkte Kapitalbeschaffung an den Kapitalmärkten. Die aktuellen Ratings reflektieren damit die gute Zahlungsfähigkeit der GEA Group und stellen den Zugang zu den internationalen Finanzmärkten sicher.

4. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden sowie nicht fortgeführte Geschäftsbereiche

Segment GEA Heat Exchangers

Im Geschäftsjahr 2014 wurde zum 31. Oktober 2014 der Verkauf des vormaligen Segments GEA Heat Exchangers an von Triton beratene Fonds abgeschlossen (Closing). GEA HX verfügt über eines der breitesten Portfolios von Wärmetauschern weltweit und deckt zahlreiche Anwendungen und Einsatzbereiche von der Klimaanlage bis zum Kühlturm ab. Zwischen GEA HX und den weiteren Geschäftsbereichen des GEA Group-Portfolios bestehen jedoch nur begrenzte Synergiepotenziale, da sich die Geschäftsprofile voneinander unterscheiden.

Der Buchwert der Veräußerungsgruppe GEA HX wurde zum 30. September 2014 auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten abgewertet, woraus ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 22.383 T EUR resultierte. Die Wertminderung war in voller Höhe dem Goodwill der Veräußerungsgruppe zuzuordnen.

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zum 30. September 2014 wurde auf Basis des vertraglichen Verkaufspreises sowie von Schätzungen der Zahlungsmittelabflüsse für Veräußerungskosten ermittelt.

Das im Geschäftsjahr 2014 erfasste Ergebnis aus der Veräußerung ergab sich wie folgt:

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(in TEUR) 2014
Insgesamt abgehende Vermögenswerte 1.633.415
Insgesamt abgehende Schulden -644.361
Abgehendes Nettoreinvermögen 989.054
Verkaufserlös (in voller Höhe durch Zahlungsmittel beglichen) 1.059.307
Abzüglich zurechenbare Veräußerungskosten -95.226
Ergebnis aus Umgliederung der Währungsumrechnungsrücklage 6.784
Abgangsergebnis vor Steuern -18.189
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.234
Abgangsergebnis nach Steuern -19.423

Die Veräußerungskosten umfassten neben Transaktionskosten auch Aufwendungen aus der Erfassung von Verbindlichkeiten für kaufvertragliche Gewährleistungen einschließlich Verpflichtungen aus einer Risikoteilung für Großprojekte.

Der Cash-Flow aus der Veräußerung kann der folgenden Tabelle entnommen werden:

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(in TEUR) 2014
Zahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung 1.059.307
Abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -79.200
Netto Cash-Flow aus der Veräußerung 980.107

Die Ergebnisse des als nicht fortgeführt klassifizierten Geschäftsbereichs GEA HX stellten sich im Vorjahr wie folgt dar:

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(in TEUR) 01.01.2014 -31.12.2014
Umsatzerlöse 1.172.961
Sonstige Erlöse 32.173
Aufwendungen 1.106.724
Ergebnis vor Steuern aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Geschäftsbereiche 98.410
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.778
Ergebnis nach Steuern aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Geschäftsbereiche 74.632
Ergebnis aus Bewertungsanpassung/Abgangsergebnis 40.572
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.234
Ergebnis nach Steuern aus Bewertungsanpassung/Abgangsergebnis 41.806
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen 32.826
davon Anteil der Aktionäre der GEA Group Aktiengesellschaft 32.678
davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter 148

Im Geschäftsjahr 2015 ist im nicht fortgeführten Geschäftsbereich GEA HX ein Verlust nach Steuern in Höhe von 1.011 T EUR angefallen. Dieser geht im Wesentlichen auf die Entwicklung der nach der Veräußerung bei GEA verbliebenen Risiken zurück. Der auf diesen Geschäftsbereich entfallende Steuerertrag beläuft sich auf 115 T EUR.

Sonstige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden sowie nicht fortgeführte Geschäftsbereiche

Zum 31. Dezember 2015 werden zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte mit einem Buchwert von 8.121 T EUR (Vorjahr 5.585 T EUR) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich insbesondere um zwei nicht betriebsnotwendige Grundstücke, von denen eines in Kanada (2.938 T EUR) und eines in Deutschland (2.602 T EUR) liegt. Da für diese Vermögenswerte keine weitere Verwendungsmöglichkeit besteht, sollen sie veräußert werden.

Die sonstigen nicht fortgeführten Geschäftsbereiche umfassen die aus dem in Vorjahren veräußerten Großanlagenbau, insbesondere Lurgi und Lentjes, verbliebenen Risiken sowie die weitere Abwicklung in der Vergangenheit aufgegebener Geschäftsaktivitäten einschließlich einzelner daraus resultierender Rechtstreitigkeiten.

Das Ergebnis der sonstigen nicht fortgeführten Geschäftsbereiche des Geschäftsjahres beinhaltet Erlöse in Höhe von 156,8 Mio. EUR und Aufwendungen in Höhe von 18,0 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern aus sonstigen nicht fortgeführten Geschäftsbereichen beläuft sich damit auf 138,8 Mio. EUR. Hierin enthalten ist ein Ertrag aus der Erledigung von Rechtsstreitigkeiten aus Altaktivitäten der mg technologies ag im Wege des Vergleichs in Höhe von 148,4 Mio. EUR. Die Eventualforderung aus dem gescheiterten Verkauf von Altaktivitäten im Jahr 2004 ist damit entfallen.

Insgesamt haben die sonstigen nicht fortgeführten Geschäftsbereiche mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 98.628 T EUR (Vorjahr 1.786 T EUR) zum Konzernergebnis beigetragen. Dieses Ergebnis entfällt in voller Höhe auf Aktionäre der GEA Group AG. Der auf die sonstigen nicht fortgeführten Geschäftsbereiche entfallende Steueraufwand beläuft sich auf 40.161 T EUR. Im Vorjahr ergab sich ein Steuerertrag in Höhe von 2.992 T EUR.

5. Unternehmenserwerbe

5.1 Erworbene Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2015 hat die GEA Group folgende Unternehmenserwerbe getätigt:

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Unternehmen Sitz Erwerbszeitpunkt Stimmrechtsanteil
(in %)
Übertragene Gegenleistung (in TEUR)
de Klokslag Bolsward/Niederlande 2. Januar 2015 100,0 29.713
Comas Torrebelvicino/Italien 19. Juni 2015 100,0 103.355
CMT Peveragno/Italien 19. Juni 2015 100,0 19.950
Hilge Bodenheim/Deutschland 30. September 2015 94,0 23.113

Am 2. Januar 2015 hat GEA den Anteilserwerb der niederländischen Unternehmensgruppe de Klokslag vollzogen. Dabei wurden alle Anteile der Gesellschaften de Klokslag Automatisierung B.V., de Klokslag Engineering B.V. und de Klokslag Machinefabrik B.V. übernommen. Zudem wurden im Wege des Einzelerwerbs Rechte an bestimmten Technologien erworben.

Die de Klokslag Gruppe gehört zu den führenden europäischen Herstellern von Großanlagen für Schnittkäse und wird der Business Area Solutions zugeordnet. Die Akquisition macht GEA zu einem Komplettanbieter für Prozesslösungen in diesem wachsenden Bereich der Milchindustrie.

Die Transaktionskosten für diesen Unternehmenserwerb betragen 428 T EUR, von denen 28 T EUR im Berichtsjahr und 400 T EUR im Vorjahr angefallen sind.

Am 19. Juni 2015 hat GEA den Anteilserwerb der italienischen Unternehmensgruppe Comas vollzogen. Dabei wurden sämtliche Anteile an der Holdinggesellschaft der Comas Gruppe, Finsamoc S.p.A., übernommen. Comas ist einer der führenden Hersteller von Maschinen und Anlagen für anspruchsvolle Prozesse bei der Herstellung von dekorierten Kuchen und Feingebäck. Als etablierter Anbieter in diesem Industriebereich wird Comas in der Business Area Solutions der GEA das Application Center Bakery bilden. Damit baut GEA ihre führende Position im Bereich der anspruchsvollen Prozesstechnologien für die Nahrungsmittelindustrie aus.

Die Transaktionskosten für den Unternehmenserwerb betragen 1.450 T EUR und sind in voller Höhe im laufenden Geschäftsjahr angefallen.

Mit CMT S.p.A. (CMT) hat GEA am 19. Juni 2015 einen führenden Lieferanten von Maschinen und integrierten Prozesslinien für Pasta Filata erworben, dessen Kunden hauptsächlich in Ländern der EU angesiedelt sind. Das Unternehmen, das der Business Area Solutions zugeordnet wird, besitzt zudem bedeutsame Projektreferenzen in Nord- und Südamerika. Damit stärkt GEA weiterhin ihre Position im wachsenden Bereich der Käseverarbeitung.

Die Transaktionskosten für diesen Unternehmenserwerb betragen 194 T EUR und sind in voller Höhe im laufenden Geschäftsjahr angefallen.

Am 30. September 2015 hat GEA den Erwerb der Hilge GmbH & Co. KG (Hilge) mit Sitz in Bodenheim, Deutschland, nach Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden vollzogen. Die Übernahme erfolgte im Wege des Anteilserwerbs. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Transaktion Vorratsvermögen im Wege des Einzelerwerbs übernommen. Mit der Akquisition erweitert GEA ihr Portfolio im Bereich hygienische Hochleistungspumpen und stärkt ihre Position als Anbieter von Systemlösungen für hygienische sowie aseptische Prozessumgebungen in der Business Area Equipment.

Die Transaktionskosten für diesen Unternehmenserwerb betragen 385 T EUR, von denen 105 T EUR im Vorjahr angefallen sind.

Die im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben angefallenen Transaktionskosten werden unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

5.2 Übertragene Gegenleistung

Die übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt zusammen:

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Unternehmen (in TEUR) Zahlungsmittel Bedingte Kaufpreiszahlung Summe
de Klokslag 26.713 3.000 29.713
Comas 103.355 - 103.355
CMT 18.350 1.600 19.950
Hilge 23.113 - 23.113
Summe 171.531 4.600 176.131

Die übertragene Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an de Klokslag in Höhe von 29.713 T EUR beinhaltet eine bedingte Kaufpreiszahlung, deren beizulegender Zeitwert sich im Erwerbszeitpunkt auf 3.000 T EUR belief. Die Höhe der bedingten Kaufpreiszahlung ist vom konsolidierten Ergebnis vor Zinsen und Steuern von de Klokslag in den Geschäftsjahren 2015 bis 2017 abhängig, wobei die Zahlung vom Überschreiten eines bestimmten Mindestwerts abhängig ist. Auf Basis der Unternehmensplanung wird von der Auszahlung des Höchstbetrags ausgegangen.

Im Rahmen der Akquisition der CMT hat GEA sich verpflichtet, eine zusätzliche Kaufpreiszahlung zu leisten, deren Höhe zum einen vom Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen bzw. -aufholungen von CMT in den Geschäftsjahren 2016 bis 2018 abhängt, wobei das Überschreiten eines bestimmten Mindestwerts erforderlich ist. Zum anderen muss die Zahlung nur geleistet werden, wenn bestimmte Arbeitnehmer mindestens bis zum 31. Dezember 2018 bei CMT verbleiben. Die Höhe der bedingten Kaufpreiszahlung liegt zwischen null und 4.000 T EUR; sie ist durch Teilzahlungen in den Jahren 2017 bis 2019 zu leisten. Auf Basis der Unternehmensplanung wurde die bedingte Kaufpreiszahlung im Erwerbszeitpunkt mit einem beizulegenden Zeitwert von 1.600 T EUR bewertet.

Die Akquisition von Comas wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2015 vollzogen. Zu diesem Stichtag verfügte das Unternehmen über ein Nettofinanzvermögen von 27.908 T EUR, das sich bis zum Übertragungsstichtag im Wesentlichen aufgrund einer Erhöhung des Working Capital um 1.321 T EUR reduziert hat.

Auf Basis einer Kaufpreisanpassungsklausel hat sich beim Erwerb der Hilge gegenüber der im Bericht zum dritten Quartal 2015 angegebenen übertragenen Gegenleistung in Höhe von 24.138 T EUR eine Verringerung um 1.025 T EUR ergeben.

5.3 Erworbene Vermögenswerte und Schulden

Die Kaufpreisallokation für de Klokslag wurde im vierten Quartal unter leichten Anpassungen finalisiert. Die Kaufpreisallokationen für die weiteren im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Unternehmenserwerbe sind hinsichtlich der Identifizierung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden vorläufig. Unsicherheiten bestehen vor allem in Bezug auf die Identifizierung und Bewertung der immateriellen Vermögenswerte.

Mit dem Erwerb der vier Unternehmen wurden die folgenden Vermögenswerte und Schulden übernommen:

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Beizulegender Zeitwert (in TEUR) de Klokslag Comas CMT Hilge Summe
Sachanlagen 947 10.692 628 10.499 22.766
Immaterielle Vermögenswerte 18.980 23.905 5.100 16.370 64.355
Sonstige langfristige Vermögenswerte 5 - - - 5
Langfristige Vermögenswerte 19.932 34.597 5.728 26.869 87.126
Vorräte 878 5.721 4.042 6.525 17.166
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.183 8.139 2.864 - 14.186
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4.798 1.371 673 1.220 8.062
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.824 26.528 1.254 1.771 33.377
Kurzfristige Vermögenswerte 12.683 41.759 8.833 9.516 72.791
Summe Vermögenswerte 32.615 76.356 14.561 36.385 159.917
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten - 1.517 785 20.186 22.488
Latente Steuern 4.789 7.012 1.868 2.435 16.104
Langfristige Schulden 4.789 8.529 2.653 22.621 38.592
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.103 9.641 2.231 204 15.179
Ertragsteuerverbindlichkeiten 394 2.435 515 - 3.344
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.599 10.404 1.573 2.144 15.720
Kurzfristige Schulden 5.096 22.480 4.319 2.348 34.243
Summe Schulden 9.885 31.009 6.972 24.969 72.835
Erworbenes Nettovermögen 22.730 45.347 7.589 11.416 87.082
davon Anteil der GEA Group Aktiengesellschaft 22.730 45.347 7.589 11.416 87.082
Anschaffungskosten 29.713 103.355 19.950 23.113 176.131
Goodwill der GEA Group Aktiengesellschaft 6.983 58.008 12.361 11.697 89.049

In den im Rahmen des Erwerbs der Hilge übernommenen Schulden sind in Höhe von 5.797 T EUR Kommanditanteile eines weiteren Gesellschafters an der Hilge GmbH & Co. KG enthalten, die gem. IFRS als Fremdkapital qualifizieren. Die Höhe der hierfür angesetzten Verbindlichkeit entspricht dem Barwert der zukünftig an den Kommanditisten zu zahlenden Garantiedividenden.

Im Zuge des Fortschritts bei der Erstellung der Kaufpreisallokationen haben sich gegenüber den unterjährig berichteten Werten Änderungen ergeben. Neben leichten Anpassungen der Kaufpreisallokationen für CMT und Hilge haben sich bei der Kaufpreisallokation für Comas gegenüber den im Bericht zum zweiten bzw. dritten Quartal 2015 dargestellten Werten insbesondere folgende Anpassungen ergeben: Der beizulegende Zeitwert der immateriellen Vermögenswerte wurde um 13,9 Mio. EUR erhöht. Zudem ergab sich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Reduzierung um 5,0 Mio. EUR und bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten eine Erhöhung um 4,2 Mio. EUR, die insbesondere auf Anpassungen bei der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge zurückzuführen sind. Insgesamt ergibt sich aus den Anpassungen unter Berücksichtigung der Veränderung der latenten Steuern ein Anstieg des Nettovermögens von Comas um 5,0 Mio. EUR womit eine Verringerung des Goodwill in gleicher Höhe einhergeht. Aus der Anpassung der Kaufpreisallokation resultiert eine Verringerung des in der Gewinn- und Verlustrechnung für das dritte Quartal 2015 berichteten Konzernergebnisses um 570 T EUR.

Der beizulegende Zeitwert sowie der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) Bruttobetrag Voraussichtlich uneinbringliche vertragliche Cash-Flows Beizulegender Zeitwert
de Klokslag 3.401 218 3.183
Comas 8.260 121 8.139
CMT 3.104 240 2.864
Hilge - - -
Summe 14.765 579 14.186

Bei den Unternehmenserwerben hat sich ein Goodwill in Höhe von 89.049 T EUR ergeben. Im Rahmen der Akquisition der Hilge ist ein steuerlich abzugsfähiger Goodwill in Höhe von 19.884 T EUR entstanden. Die Höhe des Goodwills ist auf die Stärkung der allgemeinen Wettbewerbsposition der GEA, Vorteile aus erwarteten Synergien und künftigen Marktentwicklungen sowie auf das Know-how der Belegschaft zurückzuführen.

5.4 Auswirkung auf die Konzernumsatzerlöse und das Konzernergebnis

Seit ihrem Erwerbszeitpunkt haben die in 2015 erworbenen Unternehmen folgende Beiträge zu den Konzernumsatzerlösen und zum Konzernergebnis nach Steuern beigetragen:

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(in TEUR) Umsatzerlöse Ergebnis nach Steuern
de Klokslag 17.764 -724
Comas 24.938 3.098
CMT 7.441 716
Hilge 7.347 -402

Bei einem theoretischen Erwerbszeitpunkt der Unternehmen zum 1. Januar 2015 hätten die Konzernumsatzerlöse in der Berichtsperiode 4.656.346 T EUR und das entsprechende Konzernergebnis nach Steuern 366.246 T EUR betragen.

5.5 Zahlungsmittelabfluss

Die Unternehmenserwerbe des Geschäftsjahres haben zu folgendem Zahlungsmittelabfluss geführt:

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(in TEUR) 2015 2014
Übertragene Gegenleistung 152.156 25.000
abzüglich bedingte Kaufpreiszahlung -4.600 -
Kaufpreiszahlungen 147.556 25.000
abzüglich erworbene Zahlungsmittel -33.377 -
Zahlungsmittelabfluss aus den Unternehmenserwerben 114.179 25.000

In der Kapitalflussrechnung wird für das Geschäftsjahr 2015 ein Mittelabfluss aus Unternehmenserwerben in Höhe von 119.723 T EUR ausgewiesen. Hiervon sind 5.544 T EUR auf Kaufpreiszahlungen für in Vorjahren abgeschlossene Unternehmenserwerbe zurückzuführen. Für den Erwerb der de Klokslag wurde bereits im Geschäftsjahr 2014 eine Anzahlung in Höhe von 25.000 T EUR geleistet. Die Anpassung des Kaufpreises für Hilge ist zum Bilanzstichtag nicht zahlungswirksam geworden.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz: Aktiva

6.1 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen hat sich wie folgt entwickelt:

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(in TEUR) Grundstücke und Gebäude (selbst genutzt) Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Summe
01.01.2014          
Anschaffungs-/Herstellungskosten 501.289 385.850 311.854 38.234 1.237.227
Kumulierte Abschreibungen -225.316 -287.683 -233.286 -522 -746.807
Nettobuchwert 275.973 98.167 78.568 37.712 490.420
Veränderungen in 2014          
Zugänge 8.897 13.627 22.634 19.819 64.977
Abgänge -840 -715 -2.388 -1.289 -5.232
Abschreibungen -13.559 -20.881 -21.681 -1.016 -57.137
Wertminderungen - - - - -
Wertaufholung - 317 42 - 359
Umgliederung in "zur Veräußerung gehalten" - - - - -
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 1.821 -104 503 4 2.224
Währungsumrechnung 6.529 3.169 1.442 216 11.356
Sonstige Änderungen 3.587 16.984 2.358 -31.138 -8.209
Nettobuchwert 31.12.2014 282.408 110.564 81.478 24.308 498.758
01.01.2015          
Anschaffungs-/Herstellungskosten 520.733 409.148 328.812 27.339 1.286.032
Kumulierte Abschreibungen -238.325 -298.584 -247.334 -3.031 -787.274
Nettobuchwert 282.408 110.564 81.478 24.308 498.758
Veränderungen in 2015          
Zugänge 4.068 12.859 16.137 19.213 52.277
Abgänge -190 -789 -687 -683 -2.349
Abschreibungen -13.965 -23.227 -21.339 -801 -59.332
Wertminderungen -2.669 -22 -7 - -2.698
Wertaufholung - 40 - - 40
Umgliederung in "zur Veräußerung gehalten" -1.367 - - - -1.367
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 16.646 4.350 1.752 18 22.766
Währungsumrechnung 3.994 2.053 727 63 6.837
Sonstige Änderungen 6.017 5.704 439 -19.020 -6.860
Nettobuchwert 31.12.2015 294.942 111.532 78.500 23.098 508.072
31.12.2015          
Anschaffungs-/Herstellungskosten 545.260 435.386 344.771 26.688 1.352.105
Kumulierte Abschreibungen -250.318 -323.854 -266.271 -3.590 -844.033
Nettobuchwert 294.942 111.532 78.500 23.098 508.072

Die sonstigen Änderungen betreffen überwiegend Umgliederungen aus dem Posten Anlagen im Bau in andere Positionen des Sachanlagevermögens.

Das Sachanlagevermögen wird wie im Vorjahr linear unter Zugrundelegung der jeweiligen Restwerte sowie folgender Nutzungsdauern abgeschrieben:

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Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude und Gebäudebestandteile 2 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen 2 bis 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 40

Die zugrunde gelegten Restwerte und Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und, sofern notwendig, angepasst.

Die Sachanlagen enthalten im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen gemietete Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung:

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(in TEUR) 2015 2014
Anschaffungskosten - aktivierte Leasingobjekte aus Finanzierungsleasing 43.893 44.032
Kumulierte Abschreibungen -11.639 -10.259
Nettobuchwert 32.254 33.773

Von dem Nettobuchwert der gemieteten Sachanlagen betreffen 27.150 T EUR (Vorjahr 28.513 T EUR) Gebäude. Die Leasingverträge über die Gebäude reichen über das Jahr 2030 hinaus. Eine Mietverlängerungsoption, eine Mietpreissteigerungsklausel sowie die Möglichkeit des Erwerbs sind in keinem Vertrag vorgesehen.

Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten sind unter den Finanzverbindlichkeiten erläutert (siehe Abschnitt 7.4).

Der Buchwert von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens, die zur Sicherung von Kreditlinien dienen, beträgt zum Stichtag 4.355 T EUR (Vorjahr 4.359 T EUR). Bei den Vermögenswerten handelt es sich hauptsächlich um Grundstücke und Gebäude.

6.2 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dar:

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(in TEUR) Grundstücke Gebäude Summe
01.01.2014      
Anschaffungs-/Herstellungskosten 15.851 9.704 25.555
Kumulierte Abschreibungen -6.793 -5.314 -12.107
Nettobuchwert 9.058 4.390 13.448
Veränderungen in 2014      
Zugänge 1.254 - 1.254
Abgänge -14 - -14
Abschreibungen - -266 -266
Währungsumrechnung 23 115 138
Umgliederung in "zur Veräußerung gehalten" -2.077 - -2.077
Nettobuchwert 31.12.2014 8.244 4.239 12.483
01.01.2015      
Anschaffungs-/Herstellungskosten 15.037 9.834 24.871
Kumulierte Abschreibungen -6.793 -5.595 -12.388
Nettobuchwert 8.244 4.239 12.483
Veränderungen in 2015      
Zugänge - - -
Abgänge -1.006 -192 -1.198
Abschreibungen - -582 -582
Währungsumrechnung -4 -25 -29
Umgliederung in "zur Veräußerung gehalten" -541 -2.397 -2.938
Nettobuchwert 31.12.2015 6.693 1.043 7.736
31.12.2015      
Anschaffungs-/Herstellungskosten 13.080 6.707 19.787
Kumulierte Abschreibungen -6.387 -5.664 -12.051
Nettobuchwert 6.693 1.043 7.736

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt 21.325 T EUR (Vorjahr 17.141 T EUR). Da die Ermittlung der Zeitwerte auf Grundlage von marktbasierten Vergleichspreisen beruht, die intern erhoben werden, sind die Zeitwerte der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen.

Folgende Beträge werden im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

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(in TEUR) 01.01.2015 -31.12.2015 01.01.2014 -31.12.2014
Mieterträge 2.304 3.048
Betriebliche Aufwendungen 1.731 2.325
davon für Immobilien, mit denen Mieteinnahmen erzielt wurden 1.731 2.325
Summe 573 723

6.3 Goodwill

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung des Goodwills auf die Business Areas, welche die Geschäftssegmente des Konzerns darstellen sowie dessen Entwicklung:

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(in TEUR) GEA Food Solutions GEA Farm Technologies GEA Mechanical Equipment GEA Process Engineering GEA Refrigeration Technologies BA Equipment BA Solutions Summe
Buchwert zum 31.12.2013 238.495 179.631 331.890 383.715 178.823 - - 1.312.554
Zugänge - - - 815 1.133 - - 1.948
Währungsumrechnung - 8.137 464 3.057 3.812 - - 15.470
Umgliederung -238.495 - 238.495 - - - - -
Buchwert zum 31.12.2014 - 187.768 570.849 387.587 183.768 - - 1.329.972
Zugänge - - - 6.409 815 11.697 70.943 89.864
Währungsumrechnung - 6.793 3.239 1.747 3.387 -1.724 -1.763 11.679
Umgliederung - -194.561 -574.088 -395.743 -187.970 869.086 483.276 -
Buchwert zum 31.12.2015 - - - - - 879.059 552.456 1.431.515

Nach intensiver Vorbereitung ist am 8. Juni 2015 die im Rahmen des Programms "Fit for 2020" beschlossene neue Konzernstruktur der GEA in Kraft getreten. In dieser neuen Struktur werden die Entwicklung und Herstellung von Produkten bzw. die Bereitstellung von Prozesslösungen in den zwei neuen Business Areas Equipment und Solutions gebündelt.

Dementsprechend wurden die Geschäftssegmente des Konzerns in der Berichtsperiode neu organisiert: Die vormaligen Segmente GEA Mechanical Equipment und GEA Farm Technologies wurden der Business Area Equipment zugeordnet, GEA Process Engineering gehört zur Business Area Solutions. Das vormalige Segment GEA Refrigeration Technologies wurde zum Teil der Business Areas Equipment und zum Teil der Business Area Solutions zugeordnet. Der auf GEA Refrigeration Technologies entfallende Goodwill wurde auf Basis der relativen Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der Umstrukturierung reallokiert.

Werthaltigkeitstest

Die Werthaltigkeit des Goodwills wurde im Zeitpunkt der Neuorganisation der operativen Segmente sowie zum Geschäftsjahresende 2015 überprüft. Für die Durchführung des Werthaltigkeitstests zum Jahresende werden die Geschäftssegmente in Form der Business Areas als Goodwill tragende zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert. Dementsprechend werden die erzielbaren Beträge der Business Areas ihren Buchwerten einschließlich der ihnen zugeordneten Goodwills gegenübergestellt.

Der erzielbare Betrag eines Geschäftssegments wird durch Ermittlung des Nutzungswerts mithilfe der "Discounted-Cash-Flow"-Methode bestimmt. Als Zahlungsströme gehen die operativen Nach-Steuer-Zahlungsströme aus der vom Vorstand aufgestellten konsolidierten Mittelfristplanung (3 Planjahre) ein. Dabei wurden die Werte für das Jahr 2016 "bottom up" geplant, während die Planung für die Jahre 2017 und 2018 "top down" entwickelt wurde. Der Aufsichtsrat hat die entsprechende Planung zur Kenntnis genommen. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum werden ausgehend vom letzten Planjahr Zahlungsströme angenommen, die mit einer einheitlichen Wachstumsrate von 1,5 Prozent (Vorjahr 1,5 Prozent) extrapoliert werden. Die zugrunde gelegte Wachstumsrate liegt nicht über den langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für die Märkte, in denen die Geschäftssegmente tätig sind.

Der Planung liegt die Annahme weiter stabil wachsender Absatzmärkte im Bereich der Nahrungsmittelund Getränkeindustrie zugrunde. Die Annahme basiert auf der Erwartung eines steigenden Bedarfs an veredelten Nahrungsmitteln. Von dieser unterstellten Entwicklung profitieren beide Business Areas der GEA. Auch für die übrigen Kundenindustrien wird ein Wachstum unterstellt. Für den Bereich Oil & Gas wird hingegen mit rückläufigen Wachstumsraten gerechnet. Diese Entwicklungen betreffen ebenfalls beide Business Areas. Bei dem für die einzelnen Business Areas geplanten Wachstum werden darüber hinaus auch die in der Vergangenheit erzielten Wachstumsraten berücksichtigt.

Eventuelle weitere Aufwendungen sowie die Einsparungen aus dem Programm "Fit for 2020" wurden in der Planung berücksichtigt, da die Voraussetzungen für den Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung zum Bilanzstichtag erfüllt waren.

Hinsichtlich der Rohstoffpreise wird unterstellt, dass etwaige Steigerungen durch höhere Absatzpreise kompensiert werden können. Zukünftige Unternehmensakquisitionen werden in der Planung nicht berücksichtigt.

Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 1,50 Prozent (Vorjahr 1,75 Prozent) sowie auf einer Marktrisikoprämie von 6,75 Prozent (Vorjahr 6,75 Prozent). Darüber hinaus werden für die Segmente individuell aus der jeweiligen Peer-Group abgeleitete Beta-Faktoren, ein Fremdkapitalrisikozuschlag sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. Zusätzlich werden segmentspezifische Steuersätze angesetzt.

Die Zahlungsströme der einzelnen Segmente werden mit den folgenden Nach-Steuer-Zinssätzen diskontiert:

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Diskontierungszinssatz
(in %)
31.12.2015 31.12.2014
GEA Farm Technologies - 9,87
GEA Mechanical Equipment - 8,68
GEA Process Engineering - 7,59
GEA Refrigeration Technologies - 8,25
BA Equipment 7,76 -
BA Solutions 7,09 -

Die für den Goodwill durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten dessen Werthaltigkeit.

6.4 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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(in TEUR) Marktbezogene immaterielle Vermögenswerte Kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte Vertragsbasierte immaterielle Vermögenswerte Technologiebasierte immaterielle Vermögenswerte Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Summe
01.01.2014            
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 62.061 166.606 87.536 132.045 85.969 534.217
Kumulierte Abschreibungen -12.449 -57.289 -57.665 -59.374 -27.600 -214.377
Nettobuchwert 49.612 109.317 29.871 72.671 58.369 319.840
Veränderungen in 2014            
Zugänge 18 - 9.342 3.358 23.242 35.960
Abgänge -11 - -426 -41 - -478
Abschreibungen -284 -16.135 -6.908 -10.394 -9.211 -42.932
Wertminderungen - - - - -445 -445
Wertaufholungen 118 - - 231 - 349
Erwerbe durch Unternehmens-
zusammenschlüsse
1.404 920 7 602 - 2.933
Währungsumrechnung 1.078 1.117 316 1.168 188 3.867
Sonstige Änderungen - - 241 104 6.117 6.462
Nettobuchwert 31.12.2014 51.935 95.219 32.444 67.699 78.260 325.557
01.01.2015            
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 64.679 169.925 97.647 136.849 115.671 584.771
Kumulierte Abschreibungen -12.744 -74.706 -65.203 -69.150 -37.411 -259.214
Nettobuchwert 51.935 95.219 32.444 67.699 78.260 325.557
Veränderungen in 2015            
Zugänge 7 - 6.967 4.605 29.689 41.268
Abgänge -1 - -90 -178 -125 -394
Abschreibungen -276 -18.928 -8.946 -9.457 -10.170 -47.777
Wertminderungen -3.892 - -3.089 -6 -2.031 -9.018
Wertaufholungen - - - - - -
Erwerbe durch Unternehmens-
zusammenschlüsse
40.221 11.134 364 12.635 1 64.355
Währungsumrechnung 479 173 34 1.152 103 1.941
Sonstige Änderungen 112 11 1.079 -271 5.497 6.428
Nettobuchwert 31.12.2015 88.585 87.609 28.762 76.179 101.224 382.359
31.12.2015            
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 107.487 181.803 108.713 155.008 144.959 697.970
Kumulierte Abschreibungen -18.902 -94.194 -79.951 -78.829 -43.735 -315.611
Nettobuchwert 88.585 87.609 28.762 76.179 101.224 382.359

Die Zugänge bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten entfallen überwiegend auf die Business Area Equipment, wo insbesondere Kosten für Entwicklungen im Bereich des automatisierten Melkens aktiviert wurden.

Die immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear unter Zugrundelegung der folgenden Nutzungsdauern abgeschrieben:

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Nutzungsdauer in Jahren
Marktbezogene immaterielle Vermögenswerte 1 bis 20
Kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte 1 bis 10
Vertragsbasierte immaterielle Vermögenswerte 1 bis 20
Technologiebasierte immaterielle Vermögenswerte 1 bis 25

Die Abschreibungen des Gesamt-Konzerns auf immaterielle Vermögenswerte des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 47.777 T EUR (Vorjahr 42.932 T EUR) werden in den Herstellungskosten bzw. soweit sie auf nicht fortgeführte Geschäftsbereiche entfallen im Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen.

Marktbezogene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 86.015 T EUR (Vorjahr 48.423 T EUR) werden wegen Unbestimmbarkeit der Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben. Bei diesen Vermögenswerten handelt es sich um Gesellschafts- bzw. Produktnamen der erworbenen Gesellschaften. Diese sind als Marke in den jeweiligen Branchen etabliert und werden nach dem Erwerb auf unbestimmte Zeit fortgeführt.

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer teilt sich wie folgt auf:

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31.12.2015 31.12.2014
Segment Buchwert (TEUR) Anteil am Gesamtbuchwert
(in %)
Buchwert (TEUR) Anteil am Gesamtbuchwert
(in %)
BA Equipment 45.364 52,7 33.599 69,4
BA Solutions 40.651 47,3 14.824 30,6
Summe 86.015 100,0 48.423 100,0

Diese Marken werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Für diesen Zweck wird ihr interner Nutzungswert mithilfe des Lizenzpreisanalogieverfahrens ermittelt. Nach diesem Verfahren ergibt sich der Wert einer Marke aus zukünftigen Lizenzzahlungen, die die GEA Group aufbringen müsste, wenn sie die entsprechenden Marken von einem Dritten lizenzieren müsste. Hierzu werden die markenrelevanten Umsatzerlöse mit der geschätzten Lizenzrate multipliziert. Die markenrelevanten Umsatzerlöse leiten sich aus der vom Vorstand aufgestellten Mittelfristplanung ab. Der Aufsichtsrat hat die entsprechende Planung zur Kenntnis genommen. Die unterstellten Lizenzraten entsprechen im Allgemeinen denen der Erstbewertung. Die so errechneten ersparten Zahlungen werden mit einem markenspezifischen Diskontierungszinssatz vor Steuern abgezinst. Der Wertermittlung liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

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(in %) 31.12.2015 31.12.2014
Diskontierungszinssatz 7,94 - 16,30 7,46 - 12,22
Lizenzraten 0,50 - 3,00 0,50 - 3,00

Der zum Jahresende durchgeführte Werthaltigkeitstest hat zu einer Abwertung in Höhe von 3.892 T EUR geführt (Vorjahr Wertaufholung 118 T EUR). Davon entfallen auf die Business Area Equipment T EUR 1.213 und auf die Business Area Solutions T EUR 2.679.

6.5 Beteiligungen an at-equity bewerteten Unternehmen

Die Angabe der Kennzahlen von at-equity bewerteten Unternehmen basiert auf den jeweils zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen.

Die jeweiligen Buchwerte sowie das jeweilige Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen sind im Verhältnis zur Konzern-Bilanzsumme und zum Konzernergebnis unwesentlich.

Assoziierte Unternehmen

Zum 31. Dezember 2015 werden Beteiligungen an at-equity bewerteten assoziierten Unternehmen mit einem Buchwert von 2.026 T EUR (Vorjahr 2.093 T EUR) ausgewiesen.

Das Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015 -31.12.2015 01.01.2014 -31.12.2014
Gewinn/Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 145 1.644
Sonstiges Ergebnis - -2
Gesamtergebnis 145 1.642

Joint Ventures

Zum 31. Dezember 2015 werden Beteiligungen an at-equity bewerteten Joint Ventures mit einem Buchwert von 14.605 T EUR (Vorjahr 13.200 T EUR) ausgewiesen.

Das Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Joint Ventures setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015 -31.12.2015 01.01.2014 -31.12.2014
Gewinn/Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 2.404 2.640
Gesamtergebnis 2.404 2.640

6.6 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie sonstige Beteiligungen 21.746 24.758
Sonstige Wertpapiere 9.311 8.517
Derivative Finanzinstrumente 152 447
Übrige finanzielle Vermögenswerte 5.245 29.711
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 36.454 63.433
Sonstige Wertpapiere 37.000 37.036
Derivative Finanzinstrumente 7.424 20.564
Übrige finanzielle Vermögenswerte 327.865 333.025
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 372.289 390.625
Summe 408.743 454.058

In den sonstigen Wertpapieren ist in Höhe von 37.000 TEUR (Vorjahr 37.036 T EUR) eine börsennotierte, variabel verzinsliche Anleihe mit sehr gutem Rating enthalten.

Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente sind unter den Erläuterungen zu Abschnitt 7.8 dargestellt.

Übrige finanzielle Vermögenswerte

Zum Abschlussstichtag bestehen übrige finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von 333.110 T EUR (Vorjahr 362.736 T EUR). Die Aufteilung in lang- und kurzfristige Vermögenswerte gestaltet sich wie folgt:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Sonstige Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen 67 99
Sonstige Forderungen gegen Beteiligungen 790 1.300
Forderungen gegen Finanzbehörden 448 469
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.940 27.843
Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte 5.245 29.711
Sonstige Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen 3.520 3.887
Sonstige Forderungen gegen Beteiligungen 12.188 12.862
Sonstige Forderungen gegen Finanzbehörden 45.013 51.823
Festgeldanlagen 200.000 199.961
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 67.144 64.492
Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 327.865 333.025
Summe 333.110 362.736

Die Forderungen gegen Finanzbehörden beinhalten überwiegend Umsatzsteuerforderungen.

Im Vorjahr war in den langfristigen übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten eine Anzahlung in Höhe von 25.000 T EUR für den im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Erwerb der niederländischen Unternehmensgruppe de Klokslag enthalten, die im Geschäftsjahr 2014 ausgezahlt wurde (siehe Abschnitt 5.5).

Die übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Rechnungsabgrenzungen in Höhe von insgesamt 24.033 T EUR (Vorjahr 27.559 T EUR).

Die Fälligkeitsstruktur der übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Buchwert vor Wertminderungen 73.223 94.447
Wertminderungen 2.139 2.112
Buchwert 71.084 92.335
davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 70.773 91.435
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig 311 900
weniger als 30 Tage 191 519
zwischen 31 und 60 Tagen 42 34
zwischen 61 und 90 Tagen 18 -
zwischen 91 und 180 Tagen 18 -
zwischen 181 und 360 Tagen 11 -
mehr als 360 Tage 31 347

6.7 Vorräte

Die Vorräte setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 133.370 134.978
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 94.778 100.348
Anlagen für Dritte im Bau 17.911 19.407
Fertige Erzeugnisse und Waren 273.572 279.894
Geleistete Anzahlungen 28.992 27.248
Summe 548.623 561.875

Der Betrag der Vorräte, die im Geschäftsjahr 2015 als Aufwand erfasst wurden, beträgt 2.839 Mio. EUR (Vorjahr 2.759 Mio. EUR). Im Berichtsjahr betrugen die Wertminderungen auf Vorräte 11.694 T EUR (Vorjahr 12.613 T EUR). Aufgrund gestiegener Marktpreise am Absatzmarkt wurden in Vorjahren vorgenommene Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 2.432 T EUR (Vorjahr 2.502 T EUR) aufgeholt. Die Wertaufholungen wurden in den Herstellungskosten erfasst.

6.8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 781.209 691.440
davon gegen Dritte 766.856 677.931
davon gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen 14.353 13.509
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden 336.872 254.315
Summe 1.118.081 945.755

Der Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält Forderungen in Höhe von 4.636 T EUR (Vorjahr 1.925 T EUR), die erst später als ein Jahr nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. Die Summe der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt insgesamt 49.031 T EUR (Vorjahr 44.752 T EUR).

Das durchschnittliche Zahlungsziel und die durchschnittlichen Forderungsaußenstände bewegen sich im marktüblichen Rahmen.

Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - mit Ausnahme gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen - setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Buchwert vor Wertminderungen 815.887 722.683
Wertminderungen 49.031 44.752
Buchwert 766.856 677.931
davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 549.262 496.742
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig 217.594 181.189
weniger als 30 Tage 95.825 90.234
zwischen 31 und 60 Tagen 38.756 29.869
zwischen 61 und 90 Tagen 21.411 15.654
zwischen 91 und 180 Tagen 28.928 20.307
zwischen 181 und 360 Tagen 18.145 11.898
mehr als 360 Tage 14.529 13.227

Fertigungsaufträge

Die Fertigungsaufträge mit aktivischem und passivischem Saldo gegenüber Kunden setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Aktivierte Herstellungskosten aus Fertigungsaufträgen 2.630.119 2.260.885
zuzüglich Ergebnis aus Fertigungsaufträgen 475.814 441.593
abzüglich antizipierte Verluste 8.740 6.310
abzüglich Teilabrechnungen 3.085.790 2.696.781
Summe 11.403 -613
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden (enthalten in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) 336.872 254.315
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden (enthalten in sonstigen Verbindlichkeiten) -325.469 -254.928
Summe 11.403 -613

Die erhaltenen Anzahlungen auf Fertigungsaufträge belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 32.758 T EUR (Vorjahr 28.513 T EUR). Die Sicherheitseinbehalte von Kunden betragen 9.680 T EUR (Vorjahr 8.768 T EUR). Es wurden im Berichtsjahr 2.160.765 T EUR (Vorjahr 2.207.366 T EUR) Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen erzielt.

6.9 Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen betragen zum Stichtag 26.082 T EUR (Vorjahr 17.531 T EUR). Der Gesamtbetrag ist wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

6.10 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ermittelt sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Frei verfügbare Mittel 1.172.778 1.194.437
Beschränkt verfügbare Mittel 1.372 1.421
Summe 1.174.150 1.195.858

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Tagesgeldanlagen. Bei den beschränkt verfügbaren Mitteln handelt es sich im Wesentlichen um hinterlegte Bankguthaben.

Im Jahresverlauf lag der Zinssatz für kurzfristige Bankeinlagen im Euroraum zwischen marktüblichen 0,0 und 0,6 Prozent (Vorjahr zwischen 0,0 und 0,5 Prozent). Die durchschnittliche Verzinsung zum Jahresende liegt bei 0,2 Prozent (Vorjahr 0,3 Prozent).

7. Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva

7.1 Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der GEA Group Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2015 unverändert zum Vorjahr 520.376 T EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind unverändert zum Vorjahr eingeteilt in 192.495.476 nennbetragslose Stückaktien. Die Aktien sind voll eingezahlt.

Der auf die einzelnen Aktien entfallende rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt wie im Vorjahr gerundet 2,70 EUR.

Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Genehmigtes Kapital

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(in TEUR) Beschluss der Hauptversammlung Laufzeit bis Betrag
in TEUR
Genehmigtes Kapital I 24. April 2012 23. April 2017 77.000
Genehmigtes Kapital II 16. April 2015 15. April 2020 130.000
Genehmigtes Kapital III 16. April 2015 15. April 2020 52.000
Summe     259.000

Bei dem Genehmigten Kapital I ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 23. April 2017 das Grundkapital um bis zu 77 Mio. EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Bei dem Genehmigten Kapital II ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. April 2020 das Grundkapital um bis zu 130 Mio. EUR ganz oder teilweise, durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen auszuschließen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) um eine Aktiendividende (scrip dividend) durchzuführen, bei der den Aktionären der GEA Group Aktiengesellschaft angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien einzulegen, (ii) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen und (iii) um Gläubigern der von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde. Der anteilige Betrag am Grundkapital der GEA Group Aktiengesellschaft, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 10 Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital II sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bei dem Genehmigten Kapital III ist der Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. April 2020 das Grundkapital um bis zu 52 Mio. EUR ganz oder teilweise, durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital III) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Im Rahmen dieses Bezugsrechtsausschlusses dürfen die auszugebenden Aktien gem. §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung überschreiten (Höchstgrenze). Die Höchstgrenze vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf eigene Aktien entfällt, die (i) während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden oder (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten auszugeben sind, die von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, (i) um Spitzenbeträge auszugleichen und (ii) um den Gläubigern der von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital III sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bedingtes Kapital

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Options- und Wandelschuldverschreibungen gemäß Hauptversammlung 16. April 2015 51.904 -
Options- und Wandelschuldverschreibungen gemäß Hauptversammlung 21. April 2010 - 48.660
Summe 51.904 48.660

Das Grundkapital wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. April 2015 um bis zu 51.903.633,82 EUR, eingeteilt in bis zu 19.200.000 Mio. auf den Inhaber lautendende Stückaktien bedingt erhöht (§ 4 Abs. 6 der Satzung, Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente, die die GEA Group Aktiengesellschaft oder deren Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 16. April 2015 gegen Bareinlage ausgegeben haben, ihre Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit die Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten nicht durch eigene Aktien, durch Ausgabe von Aktien aus genehmigten Kapital oder durch andere Leistungen bedient werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die neuen Aktien nehmen ab Beginn des Geschäftsjahrs, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. der Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden wie im Vorjahr keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält vor allem die Effekte aus der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses der ehemaligen Metallgesellschaft AG und der ehemaligen GEA AG sowie Agien aus der Ausgabe von Aktien der ehemaligen Metallgesellschaft AG.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 1.217.861 T EUR. Im Vorjahr hatte sich die Kapitalrücklage aus der Verrechnung von Erträgen aus einem anteilsbasierten Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in Südafrika, des zum 31. Oktober 2014 veräußerten Geschäftsbereichs GEA HX um 21 T EUR erhöht.

Gewinnrücklagen und Konzernergebnis

Die Entwicklung der Gewinnrücklagen und des Konzernergebnisses ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. In den Gewinnrücklagen sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern enthalten.

Für die Gewinnausschüttung ist der nach HGB aufgestellte Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft maßgebend.

Kumuliertes Sonstiges Konzernergebnis

Im kumulierten sonstigen Konzernergebnis werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen unrealisierte Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden finanziellen Vermögenswerten, der effektive Teil der Wertänderung der als "Cash-Flow-Hedge" designierten Derivate sowie Gewinne und Verluste aus Wechselkursdifferenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Es bestehen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an Gesellschaften der GEA Group in Höhe von 570 T EUR (Vorjahr 560 T EUR).

Im Vorjahr entfielen Veränderungen des kumulierten sonstigen Konzernergebnisses in Höhe von 64 T EUR auf nicht beherrschende Gesellschafter. Dieser Betrag resultierte in Höhe von 62 T EUR aus Unterschiedsbeträgen aus Währungsumrechnung.

7.2 Rückstellungen

Die Zusammensetzung der Rückstellungen sowie deren Entwicklung im Berichtsjahr 2015 sind in unten stehender Tabelle abgebildet:

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(in TEUR) Garantien, Gewährleistungen Finanz-
garantien
Prozess-
risiken
Nach laufende Kosten Umweltschutz, Bergbau Sonstige Rückstellungen Summe
Bestand am 01.01.2015 70.895 16.023 20.464 22.525 59.065 91.448 280.420
davon langfristig 10.134 10.190 8.344 5.917 58.919 38.088 131.592
davon kurzfristig 60.761 5.833 12.120 16.608 146 53.360 148.828
Zuführung 51.638 287 5.322 15.075 6.455 39.306 118.083
Verbrauch -45.833 -1.601 -8.678 -10.696 -2.270 -33.834 -102.912
Auflösung -12.323 -3.409 -247 -2.620 - -14.310 -32.909
Konsolidierungs-
kreisänderungen
719 - 123 332 - 1.493 2.667
Aufzinsung und Zinssatzänderung - - -27 - 8.431 -65 8.339
Währungsdifferenzen 1.644 -1 -120 224 7 325 2.079
Bestand am 31.12.2015 66.740 11.299 16.837 24.840 71.688 84.363 275.767
davon langfristig 11.149 10.190 6.644 3.425 71.609 42.143 145.160
davon kurzfristig 55.591 1.109 10.193 21.415 79 42.220 130.607

Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen

Die Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen betreffen die Gewährleistungszusagen für Produkte und Anlagen. Die ihnen zugrunde liegenden Garantien oder Gewährleistungen werden branchenüblich im Zusammenhang mit bestimmten Leistungsparametern der Produkte bzw. Anlagen gewährt (z. B. Garantie der Ausbringungsmenge, Qualität des herzustellenden Produkts). Die Gewährleistungen haben in der Regel eine Vertragslaufzeit zwischen einem und zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme der Produkte bzw. Anlagen. In manchen Absatzländern gelten neben den ausdrücklich vertraglich vereinbarten Gewährleistungen zusätzlich noch Produkthaftungsregelungen, die eine Haftung des Herstellers über die vertraglich festgelegte Gewährleistungsdauer hinaus bedingen können. Teilweise bestehen Rückgriffsansprüche in Form von Versicherungserstattungen oder Bürgschaften von Subunternehmern. Der Rückstellungshöhe liegt die beste Einschätzung der Geschäftsleitung zugrunde. Zum 31. Dezember 2015 sind Erstattungsansprüche gegenüber außenstehenden Dritten in Höhe von 385 T EUR (Vorjahr 413 T EUR) aktiviert. Die GEA Group erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen im kommenden Jahr zu begleichen.

Rückstellungen für Finanzgarantien

Die Rückstellungen für Finanzgarantien beinhalten die Verpflichtungen aus Freistellungserklärungen sowie Gewährleistungen und Zusicherungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Unternehmensaktivitäten. Die Veränderungen dieser Rückstellungen im Geschäftsjahr 2015 sind im Wesentlichen durch die Auflösung von Unsicherheiten in Bezug auf Risiken aus der Veräußerung des Großanlagenbaus bedingt. Für das Geschäftsjahr 2016 wird mit dem Abfluss von rund 10 Prozent der Rückstellungen für Finanzgarantien gerechnet.

Prozessrisiken

Es werden Rückstellungen für Risiken aus drohenden und bereits anhängigen Klagen gegen Gesellschaften der GEA Group gebildet, wenn ein ungünstiger Ausgang des Verfahrens als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird auf die Einschätzungen der das Unternehmen vertretenden Anwälte oder Rechtsexperten zurückgegriffen. Angesetzt werden die wahrscheinlichen Schadenersatz- und Sanktionsverpflichtungen. Der Zeitpunkt der Mittelabflüsse im Zusammenhang mit Rückstellungen aus Prozessrisiken kann regelmäßig nicht verlässlich ermittelt werden.

Nachlaufende Kosten

Unter dieser Position werden die Kosten für Restarbeiten ausgewiesen, die anfallen, nachdem ein Auftrag bereits abgerechnet und entsprechende Auftragsergebnisse realisiert wurden. Angesetzt wird die Höhe der erwarteten Kosten. Die Auszahlungen erfolgen fast vollständig innerhalb des Folgejahres.

Umweltschutz, Bergbau

Unter dieser Position sind im Wesentlichen Rückstellungen für die Reinigung von Grubenwasser aus früheren Bergbauaktivitäten sowie für die Reinigung sonstiger Grundwasserverunreinigungen ausgewiesen. Die Höhe bzw. zeitliche Dauer der Verpflichtung zur Gruben- und Grundwasserreinigung ist juristisch noch nicht abschließend geklärt. Die Verpflichtungen reichen voraussichtlich weit über das Jahr 2030 hinaus.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für diverse Einzelsachverhalte. Etwa 50 Prozent der sonstigen Rückstellungen werden voraussichtlich im Geschäftsjahr 2015 beglichen.

7.3 Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Die Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Verpflichtungen aus Pensionsplänen und Krankenrestkostenversicherungen 744.914 760.645
davon leistungsorientierte Pensionspläne 726.349 741.350
davon Krankenrestkostenversicherungen 15.403 16.419
davon beitragsorientierte Pensionspläne 3.162 2.876
Sonstige Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 3.573 3.569
Altersteilzeit 10.265 8.163
Jubiläumszuwendungen 9.172 8.705
Sozialplan und Abfindungen 2.602 2.282
Übrige Personalverpflichtungen 5.068 10.201
Langfristige Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 775.594 793.565
Sozialplan und Abfindungen 88.700 8.926
Rückständiger Urlaub und Guthaben Gleitzeit/Überstunden 56.436 57.307
Gratifikationen und Tantiemen 78.596 84.388
Übrige Personalverpflichtungen 20.503 20.016
Kurzfristige Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 244.235 170.637
Summe Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 1.019.829 964.202

Der Anstieg der Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern ist im Wesentlichen auf Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Programms "Fit for 2020" zurückzuführen (vgl. Abschnitt 8.4). Zum 31. Dezember 2015 belaufen sich die entsprechenden Abfindungs- und Sozialplanverpflichtungen auf 85.347 T EUR (Vorjahr 0 T EUR), von denen 83.337 T EUR unter den kurzfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern ausgewiesen werden.

7.3.1 Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen und Krankenrestkostenversicherungen

Im Folgenden werden die Daten zu den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen sowie den Verpflichtungen aus Krankenrestkostenversicherungen - sofern möglich - zusammen angegeben und erläutert.

Des Weiteren werden die Daten inklusive "zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und Schulden" dargestellt. Sofern im Vorjahr eine Überleitung zu Posten des Abschlusses erforderlich ist, wird diese in einer separaten Zeile Umgliederung als "zur Veräußerung gehalten" gezeigt.

Sämtliche Verpflichtungen wurden zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 durch Aktuare bewertet.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Die GEA Group bietet für die Mitarbeiter unterschiedliche Versorgungsleistungen an, vor allem leistungs- und beitragsorientierte Pensionspläne.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen bestehen in Deutschland und im Ausland im Wesentlichen in den USA, der Schweiz und Großbritannien. Daneben bestehen in weiteren ausländischen Gesellschaften landestypische Pensionspläne, die teilweise durch Planvermögen gedeckt sind. Die Zusagen und Vermögensanlagen entsprechen den länderspezifischen Rahmenbedingungen und Anforderungen.

Die GEA Group sieht in der Erteilung von Pensionszusagen eine Möglichkeit der Mitarbeiterbindung und -beteiligung. Daher ist diese fest in das Vergütungskonzept eingebunden und, soweit geeignet, an eine Eigenbeteiligung der Mitarbeiter gekoppelt. Die GEA Group beobachtet in diesem Zusammenhang die Entwicklung auf dem Personalmarkt und überprüft regelmäßig, ob die erteilten Zusagen markt- und sachgerecht sind.

Nach der Einschätzung der GEA Group resultieren aus Pensionsverpflichtungen keine Risiken, die über das übliche Maß und die genannten allgemeinen Risiken hinausgehen.

Pensionszusagen in Deutschland

In Deutschland gewährt die GEA Group einer Vielzahl von Mitarbeitern eine Zusage auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten. An neue Mitarbeiter werden in der Regel nur noch Zusagen erteilt, die eine Beteiligung der Arbeitnehmer an der Finanzierung vorsehen.

In der allgemeinen Versorgung besteht für alle Mitarbeiter die Möglichkeit, an einer freiwilligen Entgeltumwandlung teilzunehmen, bei der ein vereinbarter laufender oder einmaliger Gehaltsverzicht zuzüglich eines Zuschusses in Höhe von bis zu 100 Prozent des Umwandlungsbetrages vom Arbeitgeber in eine Rentenleistung umgerechnet wird. Hierzu wurde im Jahr 2002 eine entsprechende Gesamtbetriebsvereinbarung geschlossen, die im Jahr 2008 überarbeitet wurde.

Bisher erhalten Führungskräfte Leistungen, die sich aus einem einkommensabhängigen arbeitgeberfinanzierten Grundbetrag, einer arbeitgeberfinanzierten Aufbau-Stufe und einer durch Gehaltsverzicht mit einem Arbeitgeber-Zuschuss in Höhe von bis zu 1/3 des Umwandlungsbetrages finanzierten Matching-Stufe zusammensetzen. Die jährlich zu bestimmenden zusätzlichen Leistungen aus der Aufbau- und der Matching-Stufe werden vom Arbeitgeber in eine Rentenleistung umgerechnet. Diese Zusagen werden als gleichlautende Einzelzusagen erteilt.

Bei beiden Zusagen werden die Leistungen nach Pensionierung mit 1 Prozent jährlich angepasst.

Der wesentliche Teil der Führungskräfteversorgung wurde zum 1. Januar 2015 auf eine vermögensgedeckte Zusage in Form eines leistungsorientierten Plans umgestellt. Das gebildete Planvermögen wird unter Nutzung einer Vermögenstreuhand (Contractual Trust Arrangement, CTA) verwaltet und in Mischfonds angelegt. Die vom Arbeitgeber zu leistenden Einzahlungen in das Planvermögen sind vom Fixgehalt der Anspruchsberechtigten abhängig. Zudem können die Versorgungsberechtigten optional im Wege der Gehaltsumwandlung Eigenbeiträge leisten. Die Versorgungsberechtigten haben Anspruch auf die aus dem Planvermögen erwirtschafteten Erträge. Zudem besteht eine nominale Beitragsgarantie.

Aus der bisherigen Führungskräfteversorgung erworbene Ansprüche bleiben bestehen, zudem werden wenige Anspruchsberechtigte in der bisherigen Führungskräfteversorgung verbleiben.

Neben den aktuell offenen Zusagen bestehen unterschiedliche Alt-Zusagen in Unternehmen. Diese Zusagen wurden in der Regel für Neu-Eintritte geschlossen und für die zum Zeitpunkt der Schließung teilnehmenden Mitarbeiter unverändert beibehalten. Darunter fallen Zusagen nach dem Bochumer und Essener Verband wie auch durch deren Vorgänger-Unternehmen unabhängig erstellte Zusagen.

Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen ausfinanziert.

Pensionszusagen im Ausland

Die Pensionszusagen im Ausland bestehen im Wesentlichen in den USA, Großbritannien und der Schweiz.

In den USA bestehen Pensionsverpflichtungen aus unterschiedlichen Pensionsplänen, die nacheinander bis zum 31. Dezember 2000 geschlossen wurden. Für Dienstzeiten nach dem jeweiligen Zeitpunkt der Schließung werden keine Leistungen aus einem leistungsorientierten Pensionsplan mehr erdient. Die zum Zeitpunkt der Schließung des jeweiligen Plans erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenleistungen wurden auf Basis des pensionsfähigen Einkommens zum Schließungszeitpunkt festgeschrieben. Die Leistungen können als Renten- oder Kapitalzahlungen abgerufen werden. Die bestehenden Pensionsverpflichtungen sind durch Planvermögen teilweise ausfinanziert. Das Vermögen ist in einem externen Trust vom Unternehmen separiert. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften sind von den Unternehmen unabhängige Treuhänder bestellt, welche die Finanzierung der Verpflichtungen und die Anlage des Vermögens nach den Vorgaben des Unternehmens verwalten. Entsprechend den gesetzlichen Anforderungen wird jährlich eine etwaige Unterfinanzierung ermittelt und diese gegebenenfalls über einen festgelegten Zeitraum ausgeglichen. Die gesetzliche Grundlage zur Mindestdotierung wurde zuletzt im Jahr 2012 durch das "Moving Ahead for Progress in the 21st Century"-Gesetz ("MAP-21") geändert.

In Großbritannien bestehen Pensionsverpflichtungen aus zwei landestypischen Pensionsplänen, von denen einer seit mehreren Jahren geschlossen ist und sich der Geltungsbereich ausschließlich auf ehemalige Mitarbeiter bezieht. Der zweite Plan ist für Neu-Eintritte geschlossen, bietet aber für die derzeit aktiven Teilnehmer unverändert Alters- und Hinterbliebenenleistungen auf Basis des pensionsfähigen Einkommens im Jahr vor Beendigung des Dienstverhältnisses, an deren Finanzierung sich die Arbeitnehmer durch gehaltsabhängige Beiträge in das Planvermögen beteiligen. Die erreichten Anwartschaften und laufenden Leistungen in Großbritannien werden entsprechend den gesetzlichen Anforderungen in Abhängigkeit von der Inflation angepasst. Die Pensionsverpflichtungen beider Pläne sind durch Planvermögen teilweise ausfinanziert. Den gesetzlichen Vorschriften entsprechend wurden von den Unternehmen unabhängige Treuhänder bestellt, welche die Finanzierung der Verpflichtungen und die Anlage des Vermögens nach den Vorgaben des Unternehmens verwalten. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben werden die Firmenpensionspläne alle drei Jahre bewertet und ein eventuelles Defizit ermittelt. Unter Berücksichtigung der Empfehlung des Aktuars, der Art und der Umstände des jeweiligen Plans wird bei einer Unterfinanzierung vom Treuhänder ein Finanzierungsplan aufgestellt, der die Finanzierung des Defizits regelt.

In der Schweiz bestehen Pensionsverpflichtungen aus der zweiten Säule der dortigen Alterssicherung, der obligatorischen beruflichen Vorsorge. Die Durchführung erfolgt über von den Unternehmen unabhängige Stiftungen, zu der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einkommensabhängige Beiträge leisten. Die individuell angesparten Beiträge werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben verzinst und bei Renteneintritt auf Basis festgelegter Verrentungstabellen in eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenrente umgerechnet. Die Anlage und Verwaltung der Vermögensmittel orientiert sich an den Vorgaben des Gesetzes zur beruflichen Vorsorge. Aufgrund wesentlicher gesetzlicher Vorgaben der Plangestaltung sind den Unternehmen nur wenige Variationsmöglichkeiten (z. B. Höhe der Mitarbeiterbeteiligung, Höhe der Beiträge nach Altersstufen) gegeben. Ein Stiftungsrat, bestehend aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern, entscheidet über die Verteilung von Überschüssen oder Änderungen der Plangestaltung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Die Pläne unterliegen dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG): Dieses regelt die von den Unternehmen zu erbringenden Mindestleistungen über die Definition von mindestens zu erbringenden Beiträgen und deren Verzinsung. Die hiervon betroffenen Unternehmen der GEA Group haben Ihre Mitarbeiter bei der Sammelstiftung der AXA Winterthur versichert. Im Falle einer Unterdeckung der Verpflichtung kann es zu von allen Arbeitgebern zu leistenden Sanierungsbeiträgen kommen. Aktuell besteht keine Unterdeckung, die einen Sanierungsplan erfordert.

Krankenrestkostenversicherungen

Neben den Leistungen der betrieblichen Altersversorgung werden bestimmten Mitarbeitern nach Eintritt in den Ruhestand Zuschüsse zur Krankenversicherung gewährt. Neue Zusagen für Zuschüsse zur Krankenversicherung werden nicht mehr erteilt. Nur noch einzelne Mitarbeiter mit einer solchen Zusage stehen im aktiven Dienstverhältnis. Die bestehenden Verpflichtungen sind nicht durch Planvermögen gedeckt. Aufgrund des geringen Umfangs der Verpflichtungen sieht die GEA Group in diesen Zusagen kein besonderes Risiko.

Die Verpflichtungen aus Krankenrestkostenversicherungen betreffen ausschließlich Deutschland.

Rückstellungen und Finanzierungsstatus

Der Anwartschaftsbarwert, das Planvermögen und die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

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31.12.2015 31.12.2014
(in TEUR) Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres 724.943 181.633 635.469 150.954
Laufender Dienstzeitaufwand 13.926 3.349 11.508 2.890
Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Verpflichtungen 14.113 5.305 20.059 5.279
Arbeitnehmerbeiträge - 842 - 866
Neubewertungen des Anwartschaftsbarwertes -7.284 1.626 114.688 22.777
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Änderung der demografischen Annahmen - -1.038 - 4.615
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Änderung der finanzmathematischen Annahmen -6.095 71 113.133 17.277
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Erfahrungsanpassungen -1.189 2.593 1.555 885
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -4.568 -10.886 - -1.863
Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - -411 - -
Auszahlungen ohne Abgeltungen -31.121 -9.900 -32.241 -6.007
Auszahlungen im Zusammenhang mit Abgeltungen - -12.398 - -
Vermögensübertragungen -1.470 - - -
Konsolidierungskreisänderungen aus Unternehmenserwerben/-verkäufen 6.972 1.600 -24.540 -3.209
Andere Konsolidierungskreisänderungen -259 - - -
Währungsdifferenzen - 13.558 - 9.946
Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 715.252 174.318 724.943 181.633
Planvermögen zum Zeitwert zu Beginn des Geschäftsjahres 20.222 128.585 17.956 109.746
Zinserträge auf Planvermögen 417 3.812 568 4.011
Arbeitgeberbeiträge 3.236 5.695 2.341 5.558
Arbeitnehmerbeiträge - 842 - 866
Neubewertung: Den Zinsertrag unterschreitender bzw. übersteigender Ertrag aus Planvermögen -109 -1.762 562 7.468
Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - -19
Auszahlungen ohne Abgeltungen -959 -8.978 -962 -5.081
Auszahlungen im Zusammenhang mit Abgeltungen - -12.398 - -
Konsolidierungskreisänderungen aus Unternehmenserwerben/-verkäufen - - -243 -1.109
Währungsdifferenzen - 10.012 - 7.145
Planvermögen zum Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres 22.807 125.808 20.222 128.585
Finanzierungsstatus/Nettobilanzbetrag (Saldo) 692.445 48.510 704.721 53.048
Nettobilanzbetrag (Saldo) 692.445 48.510 704.721 53.048
davon Nettovermögenswert - 797 - 168
davon Nettoschuld 692.445 49.307 704.721 53.216

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand enthält einen im Zusammenhang mit einer Standortschließung entstandenen Ertrag aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 9,9 Mio. EUR. Bei der Ermittlung des operativen EBIT für die Segmentberichterstattung wurde dieser bereinigt, da er nach Auffassung des Managements in folgenden Geschäftsjahren in Höhe dieses Betrags nicht mehr anfallen wird ("Einmaleffekt", siehe Abschnitt 10.2). In diesem Zusammenhang sind Auszahlungen für Abgeltungen i. H. v. 11,2 Mio. Euro angefallen.

Die Konsolidierungskreisänderungen aus Unternehmenserwerben/-verkäufen sind im Geschäftsjahr 2014 ausschließlich auf die Veräußerung des Segments GEA Heat Exchangers zurückzuführen.

Die Entwicklung des Nettobilanzbetrags der Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen und Krankenrestkostenversicherungen stellt sich für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 wie folgt dar:

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31.12.2015 31.12.2014
(in TEUR) Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Nettobilanzbetrag (Saldo) zu Beginn des Geschäftsjahres 704.721 53.048 617.513 41.208
Veränderungen über Gewinn oder Verlust 23.054 -6.455 30.999 2.314
Laufender Dienstzeitaufwand 13.926 3.349 11.508 2.890
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -4.568 -10.886 - -1.863
Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - -411 - 19
Nettozinsen auf den Nettobilanzbetrag 13.696 1.493 19.491 1.268
Veränderung über OCI -7.175 3.388 114.126 15.288
Den Zinsertrag übersteigender Ertrag aus Planvermögen 109 1.762 -562 -7.468
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Änderung der demografischen Annahmen - -1.038 - 4.592
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Änderung der finanzmathematischen Annahmen -6.095 71 113.133 17.278
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Erfahrungsanpassungen -1.189 2.593 1.555 886
Zahlungswirksame Veränderungen -33.398 -6.617 -33.620 -6.484
Arbeitgeberbeiträge -3.236 -5.695 -2.341 -5.558
Auszahlungen ohne Abgeltungen -30.162 -922 -31.279 -926
Auszahlungen im Zusammenhang mit Abgeltungen - - - -
Sonstige Veränderungen 5.243 5.146 -24.297 722
Vermögensübertragungen -1.470 - - -
Konsolidierungskreisänderungen aus Unternehmenserwerben/-verkäufen 6.972 1.600 -24.297 -2.100
Andere Konsolidierungskreisänderungen -259 - - -
Währungsdifferenzen - 3.546 - 2.822
Finanzierungsstatus/Nettobilanzbetrag (Saldo) 692.445 48.510 704.721 53.048
Nettobilanzbetrag (Saldo) 692.445 48.510 704.721 53.048

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Aufteilung des Nettobilanzbetrages auf Pläne mit und ohne Planvermögen:

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31.12.2015 31.12.2014
(in TEUR) Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Anwartschaftsbarwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 179.854 160.318 174.299 168.603
Planvermögen zum Zeitwert 22.807 125.808 20.222 128.585
Finanzierungsstatus/Nettobilanzbetrag (Saldo) der fondsfinanzierten Verpflichtungen 157.047 34.510 154.077 40.018
Anwartschaftsbarwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 535.398 14.000 550.644 13.030
Finanzierungsstatus/Nettobilanzbetrag (Saldo) der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 535.398 14.000 550.644 13.030
Finanzierungsstatus/Nettobilanzbetrag (Saldo) 692.445 48.510 704.721 53.048
Umgliederung als "zur Veräußerung gehalten"     - -
Nettobilanzbetrag (Saldo) 692.445 48.510 704.721 53.048

Eine Vermögensobergrenze gemäß IAS 19.64 (b) ist wie im Vorjahr nicht zu berücksichtigen. Erstattungsansprüche i. S. d. IAS 19.116 bestehen ebenfalls nicht.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Aufteilung des Anwartschaftsbarwerts auf aktive Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter mit einer unverfallbaren Anwartschaft und Leistungsempfänger:

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31.12.2015 31.12.2014
(in TEUR) Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Aktive Mitarbeiter 220.907 77.099 229.306 80.599
Ehemalige Mitarbeiter mit einer unverfallbaren Anwartschaft 99.496 39.449 93.535 41.692
Leistungsempfänger 394.849 57.770 402.102 59.342
Gesamtverpflichtung 715.252 174.318 724.943 181.633

Planvermögen

Das Planvermögen zur Deckung der Pensionsverpflichtungen setzt sich am jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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31.12.2015 31.12.2014
(in Prozent) Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Marktpreisnotierung in aktiven Märkten 8,3% 62,6% 4,4% 74,9%
Eigenkapitalinstrumente 0,9% 24,4% 1,2% 27,8%
Schuldinstrumente 2,8% 34,4% 3,2% 36,7%
Sonstiges 4,6% 3,8% 0,0% 10,4%
Keine Marktpreisnotierung in aktiven Märkten 91,7% 37,4% 95,6% 25,1%
Eigenkapitalinstrumente 0,0% 0,7% 0,0% 0,7%
Schuldinstrumente 0,0% 0,4% 0,0% 0,4%
Immobilien 0,0% 0,2% 0,0% 1,7%
Versicherungen 91,6% 36,1% 95,4% 21,5%
Sonstiges 0,1% 0,0% 0,2% 0,8%
Summe Planvermögen 100,0% 100,0% 100,0% 100,0%

Die GEA Group hat sich insbesondere in Deutschland dazu entschieden, den Innenfinanzierungseffekt der Pensionsrückstellungen und Krankenrestkostenversicherungen zu nutzen und nur zu einem relativ geringen Teil Pensionsverpflichtungen mit Planvermögen hinterlegt.

Entsprechend den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den USA, Großbritannien und der Schweiz ist hier ein großer Teil der Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen gedeckt. Die Anlage des Vermögens wird in der obenstehenden Tabelle dargestellt. Im In- und Ausland wird ein Teil des Vermögens von Versicherungsgesellschaften nach deren spezifischen Anlagevorschriften verwaltet. In Deutschland ist dies die vorherrschende Anlageform für Planvermögen. Daneben wird ein Teil des Fondsvermögens der inländischen Pensionspläne von Unterstützungskassen bzw. einer Stiftung verwaltet und ist im Wesentlichen in festverzinsliche Wertpapiere sowie Festgelder und nur zu einem geringeren Teil in Aktien investiert. Die vorgenommenen externen Investitionen sollen sichere Renditen sowie eine Substanzerhaltung gewährleisten, um laufende und künftige Pensionszahlungen finanzieren zu können. Es wird derzeit keine Veränderung dieser Anlagestrategie angestrebt.

Die am Kapitalmarkt investierten Vermögenswerte sind dem generellen Kapitalmarkt- und Anlagerisiko ausgesetzt. Die GEA Group beobachtet die Entwicklungen der Märkte regelmäßig und hat entsprechende Anlagevorschriften entwickelt, die das Risiko und die Ertragserwartung angemessen abwägen. Dabei werden die jeweiligen gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2016 wird eine Zuführung in das Fondsvermögen der deutschen Pensionspläne von 4.194 T EUR und an die ausländischen Pläne von 4.445 T EUR erwartet.

Im Berichtsjahr 2015 betrug der tatsächliche Ertrag des Fondsvermögens 2.358 T EUR (Vorjahr 12.607 T EUR).

Versicherungsmathematische Parameter

Zum jeweiligen Bilanzstichtag wurden die folgenden gewichtet dargestellten versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Verpflichtungen aus den Versorgungsplänen zugrunde gelegt. Diese Parameter werden jeweils als Annahmen zur Ermittlung der Nettopensionsaufwendungen im Folgejahr verwendet.

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31.12.2015 31.12.2014
(in Prozent) Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Abzinsungsfaktor 2,00 3,04 2,00 3,67
Inflation 1,70 0,88 1,80 1,58
davon abgeleitet: Lohn- und Gehaltssteigerungsrate 2,70 1,00 2,80 1,11
davon abgeleitet: Rentensteigerungsrate 1,43 0,23 1,50 0,48
davon abgeleitet: Steigerungsrate der Gesundheitsvorsorgeleistungen 3,45 - 3,55 -

Die versicherungsmathematischen Bewertungsfaktoren für deutsche Pläne werden von der GEA Group in Abstimmung mit dem versicherungsmathematischen Gutachter festgelegt. Im Ausland werden die entsprechenden Parameter unter Berücksichtigung der landesspezifischen Besonderheiten mit Unterstützung der jeweiligen lokalen Gutachter in Abstimmung mit dem globalen Gutachter und der GEA Group bestimmt. Der Rechnungszins wird mittels eines anerkannten Verfahrens auf Basis der zum Bilanzierungsstichtag feststellbaren Rendite von Unternehmensanleihen hoher Bonität unter Berücksichtigung der Währung und der Laufzeit der zugrundeliegenden Verpflichtungen ermittelt. Für Länder, in denen kein liquider Markt an zur Zinsfestsetzung geeigneten Unternehmensanleihen besteht, wurde für die Festsetzung stattdessen auf Zinssätze von Staatsanleihen zurückgegriffen.

Alle anderen Annahmen entsprechen den langfristigen Erwartungen der GEA Group. Die nominale Lohn- und Gehaltssteigerungsrate wird aus der erwarteten Inflation und einer realen Steigerungsrate berechnet. Die Rentensteigerungsrate in Deutschland wird, soweit die Rentenanpassungen mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten zu ermitteln sind, gleich der Inflation gesetzt. Darüber hinaus findet auch die wirtschaftliche Situation der jeweiligen Gesellschaft Berücksichtigung. Soweit eine Rentenanpassung fest zugesagt ist, wird diese entsprechend berücksichtigt. Im Ausland wird die Rentenanpassung ebenfalls in der Regel in Abhängigkeit von der Inflation festgesetzt. Die angenommene Steigerungsrate für die inländischen Krankenrestkostenversicherungen bei den Kosten für Gesundheitsvorsorgeleistungen entspricht der erwarteten Inflation sowie einer Steigerungsrate, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruht. Eine Veränderung der Steigerungsrate in der Zukunft wird aufgrund der Erfahrungswerte nicht erwartet.

Für die Bewertung sämtlicher inländischer Pläne zum 31. Dezember 2015 werden wie im Vorjahr als Rechengrundlage die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck verwendet. Die Lebenserwartung eines 65-jährigen Altersrentners/einer 65-jährigen Altersrentnerin zum Bilanzstichtag auf Basis dieser Rechengrundlage beträgt 19,17 Jahre/23,23 Jahre (Vorjahr 21,62 Jahre/24,01 Jahre). Für die Bewertung der ausländischen Pensionsverpflichtungen wurden jeweils länderspezifische Rechengrundlagen verwendet.

Für den Rechnungszins sowie die Inflation, die als versicherungsmathematische Annahmen mit erheblichem Einfluss auf die Leistungsverpflichtungen der GEA Group identifiziert wurden, ergeben sich die unten dargestellten Sensitivitäten. Da die Lohn- und Gehaltssteigerungsrate, die Rentensteigerungsrate sowie die Steigerungsrate der Kosten für Gesundheitsvorsorgeleistungen von der Inflation abgeleitet werden, wurde zur gemeinsamen Messung der Sensitivitäten dieser Parameter die Inflationssensitivität verwendet. Die Sensitivitäten wurden mit den gleichen Methoden wie die bilanzierten Rückstellungen berechnet. Die verwendeten Bandbreiten für die Berechnungen der Sensitivitäten der Parameter beruhen auf den bis zum nächsten Bilanzstichtag für möglich gehaltenen Änderungen auf Basis historischer Erfahrungen. Grenzen dieser Methoden können die Aussagefähigkeit historischer Erfahrungen für die Prognose künftiger Entwicklungen sowie die Vernachlässigung gleichzeitiger Änderungen mehrerer Parameter sein.

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(in TEUR) 2015
Anstieg (+)/Verringerung (-) der DBO Deutschland Ausland
Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 50 Basispunkte -51.197 -6.260
Verringerung der Inflation um 25 Basispunkte -15.372 -555

Eine Verlängerung der Lebenserwartung um ein Jahr führt durchschnittlich zu einer Erhöhung des Anwartschaftsbarwerts um rund 4 Prozent.

Künftige Zahlungsströme

Für die nächsten Jahre werden aus den deutschen und den ausländischen Plänen die folgenden Leistungszahlungen erwartet:

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(in TEUR) 2016 2017 2018 2019 2020 2021 -2025
Deutsche Pläne 32.720 32.251 32.097 32.072 31.994 157.348
Ausländische Pläne 18.133 11.505 6.922 7.511 8.398 40.097

Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit (Duration) der Pensionsverpflichtungen und Krankenrestkostenversicherungen beträgt:

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31.12.2015 31.12.2014
(in Jahren) Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Duration 15,3 11,3 15,2 13,5

7.3.3 Beitragsorientierte Pensionspläne

Verschiedene Unternehmen - vor allem in den USA und in Skandinavien - unterhalten beitragsorientierte Versorgungssysteme, bei denen die Altersvorsorge über sog. "Defined Contribution"-Pläne durchgeführt wird. Bei diesen Plänen liegt die Verpflichtung nicht bei der GEA Group, sondern bei den jeweiligen Versorgungseinrichtungen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden von den fortgeführten Geschäftsbereichen Beiträge in Höhe von insgesamt 17.084 T EUR (Vorjahr 17.008 T EUR) geleistet.

An staatliche Rentenversicherungsträger wurden von den fortgeführten Geschäftsbereichen Beiträge in Höhe von 45.174 T EUR (Vorjahr 43.188 T EUR) gezahlt. Die Beiträge wurden zeitkongruent mit der Erbringung der Arbeitsleistung als Personalaufwand erfasst.

Zwei gemeinschaftliche Pensionspläne mehrerer Arbeitgeber in den Niederlanden wurden als beitragsorientierte Pensionspläne bilanziert, da die jeweiligen Verwalter der Pläne den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen hinsichtlich der Höhe der Verpflichtung und des Planvermögens zur Verfügung stellen, um diese als leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren.

Eine Vermögensüber- oder -unterdeckung des ersten Plans hat keine Auswirkungen auf die Höhe der künftigen Beitragszahlungen. An diesen gemeinschaftlichen Pensionsplan sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 Beiträge in Höhe von 2.484 T EUR (Vorjahr 2.494 T EUR) geleistet worden. Im Vergleich zum Vorjahr werden für das Geschäftsjahr 2016 reduzierte Beiträge erwartet.

In den zweiten gemeinschaftlichen Pensionsplan sind rund 1,2 Mio. Anspruchsberechtigte involviert, von denen rund 600 zur GEA Group gehören. Das Vermögens-/Schuldenverhältnis dieses Plans muss mindestens 105 Prozent betragen. Eine Vermögensüber- oder -unterdeckung des Plans führt nicht zu zusätzlichen Aus- oder Einzahlungen für die beteiligten Unternehmen. Bei einem Unterschreiten des Mindestdeckungsgrads können aber die von den beteiligten Unternehmen künftig zu leistenden Beiträge erhöht werden. An den gemeinschaftlichen Pensionsplan sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 Beiträge in Höhe von 3.427 T EUR (Vorjahr 3.783 T EUR) geleistet worden. Im Vergleich zum Vorjahr werden für das Geschäftsjahr 2016 reduzierte Beiträge erwartet.

7.3.4 Aktienbasierte Vergütungspläne

Der Aufwand aus aktienbasierter Vergütung im Geschäftsjahr 2015 für den Gesamt-Konzern beträgt insgesamt 2.356 T EUR (Vorjahr 1.370 T EUR). Vom Vorjahreswert entfiel hiervon auf den veräußerten Geschäftsbereich GEA HX für aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich ein Ertrag in Höhe von 274 T EUR und für aktienbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ein Aufwand in Höhe von 21 T EUR (siehe Abschnitt 6.1). Der Buchwert der Schulden des Gesamt-Konzerns aus aktienbasierter Vergütung beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 5.158 T EUR (Vorjahr 10.493 T EUR).

Performance Share Plan

Mit Wirkung zum 1. Juli 2006 hat die GEA Group Aktiengesellschaft erstmals für die Führungskräfte der ersten und zweiten Managementebene unterhalb des Vorstands unter dem Namen "GEA Performance Share Plan" ein langfristiges Vergütungsprogramm aufgelegt, bei dem es sich um eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich handelt. Seit der am 1. Juli 2008 aufgelegten dritten Tranche des Programms können auch die Führungskräfte der dritten Managementebene teilnehmen. Am 26. November ist die zehnte Tranche aufgelegt worden, deren Zeichnungsfrist am 31. Januar 2016 endet. Ziel des "GEA Performance Share Plan" ist es, die Vergütung der Führungskräfte mit dem langfristigen Erfolg des Unternehmens zu verbinden und ihre Interessen auf die Interessen der Aktionäre auszurichten.

Gemäß dem Plan erhalten die Teilnehmer zu Beginn des Performance-Zeitraums eine Zusage auf eine definierte Anzahl an "Performance Shares". Die Anzahl der zugeteilten "Performance Shares" ist abhängig von der jeweiligen Vertragsstufe der Teilnehmer. Voraussetzung für die Planteilnahme ist ein Eigeninvestment in Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft in Höhe von 20 Prozent der zugeteilten "Performance Shares". Dieses Eigeninvestment muss anschließend für drei Jahre (Performance-Zeitraum) gehalten werden. Der Erdienungszeitraum für die zehnte Tranche beträgt 31 Monate ab dem Zeitpunkt der Gewährung.

Während des dreijährigen Performance-Zeitraums wird anhand des "Total Shareholder Return" (TSR) die Performance der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft im Vergleich zu den Unternehmen eines Vergleichsindex gemessen. Für die in den Jahren bis einschließlich 2013 aufgelegten Tranchen wird als Vergleichsindex der MDAX herangezogen. Für die in 2014 und 2015 ausgegebenen Tranchen wird als Vergleichsindex der STOXX® Europe TMI Industrial Engineering (TMI IE) zugrunde gelegt. Durch den Wechsel des Vergleichsindex erfolgte eine Angleichung an die aktienbasierte Vorstandsvergütung. Der TSR ist ein geeigneter Indikator, um die Leistung und Attraktivität verschiedener Unternehmen für Anleger vergleichen zu können. Der TSR misst in Prozent, welchen Ertrag ein Anleger mit einer Aktie über einen bestimmten Zeitraum insgesamt erzielt. Bei der Berechnung des TSR werden neben der Entwicklung des Aktienkurses auch Dividenden und Anpassungen wie zum Beispiel Aktiensplits berücksichtigt. Durch den Vergleich werden Kursentwicklungen aufgrund allgemeiner Marktschwankungen eliminiert und Effekte verschiedener Thesaurierungsstrategien vergleichbar gemacht. Die relative Performance der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft bestimmt die Anzahl der endgültigen "Performance Shares" (0 - 300 Prozent).

Nach Ablauf des dreijährigen Performance-Zeitraums werden die "Performance Shares" ausgezahlt. Dabei bestimmt die Performance der Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft zum Vergleichsindex, wie viele "Performance Shares" zugeteilt werden: Erreicht die Performance der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft im TSR-Vergleich den Median, werden 50 Prozent der "Performance Shares" zugeteilt, bei Erreichen des 3. Quartils 100 Prozent. Hat sich die Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft im Vergleich zu den Unternehmen des Vergleichsindex am besten entwickelt, werden 300 Prozent der "Performance Shares" zugeteilt. Zwischen diesen Werten wird interpoliert. Die Auszahlung entspricht der Anzahl der zugeteilten "Performance Shares" eines Teilnehmers multipliziert mit dem durchschnittlichen Aktienkurs über das letzte Quartal des dreijährigen Performance-Zeitraums. Nach Ablauf des Performance-Zeitraums können die Teilnehmer wieder frei über ihr geleistetes Eigeninvestment in Form von Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft verfügen.

Am 30. Juni 2015 lief die Tranche 2012 aus. Der TSR-Vergleich über den dreijährigen Performance-Zeitraum ergab eine Auszahlungsquote von 74,2 Prozent. Im Vorjahr ergab sich für die Tranche 2011 eine Auszahlungsquote von 0,0 Prozent, da die Performance der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft im TSR-Vergleich den Median der Unternehmen des Vergleichsindex nicht erreicht hat. Im Berichtsjahr 2015 ergab sich eine Auszahlung in Höhe von 4.424 T EUR (Vorjahr 0 T EUR).

Die Anzahl der "Performance Shares" entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt:

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(in Stück) 31.12.2014 Zugänge Verfallen Ausbezahlt Konsolidierungs-
kreisänderungen
31.12.2015
Tranche 2012 137.050 - - 137.050 - -
Tranche 2013 153.896 - 14.567 - 10.415 149.744
Tranche 2014 140.210 - 5.201 - -19.808 115.201
Tranche 2015 - 12.397 - - - 12.397
Summe 431.156 12.397 19.768 137.050 -9.393 277.342

Unter Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2015 von 6,41 EUR (Vorjahr 25,88 EUR) für die Tranche 2013, 34,13 EUR (Vorjahr 37,97 EUR) für die Tranche 2014 und 15,70 EUR für die Tranche 2015 sowie von 32,28 EUR (Vorjahr 22,30 EUR) für die Tranche 2012 (Vorjahr Tranche 2011) zum Auszahlungszeitpunkt ergibt sich insgesamt ein Aufwand für den Gesamt-Konzern im Geschäftsjahr 2015 von 1.808 T EUR (Vorjahr 413 T EUR). Vom Vorjahreswert entfiel ein Ertrag in Höhe von 274 T EUR auf den veräußerten Geschäftsbereich GEA HX, der vor allem aus dem Verfall der Tranche 2011 resultierte.

Der beizulegende Zeitwert der "Performance Shares" wird mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Dabei werden die folgenden Bewertungsannahmen zugrunde gelegt:

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2015 2014
Tranche 2013 2014 2015 2012 2013 2014
Aktienkurs (in EUR) 38,71 37,99 37,40 38,11 37,29 36,60
Dividendenrendite (in %) 1,99 1,99 1,99 2,050 2,050 2,050
Risikoloser Zinssatz (in %) -0,396 -0,376 -0,308 -0,084 -0,094 -0,102
Volatilität GEA Aktie (in %) 23,64 23,64 23,64 22,60 22,60 22,60

Da die Auszahlungsquote von der Performance der Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft im Vergleich zum MDAX bzw. TMI IE abhängt, werden zusätzlich die Volatilitäten aller im MDAX bzw. TMI IE zusammengefassten Aktien sowie deren Korrelationen mit der Aktie der GEA Group Aktiengesellschaft ermittelt. Die Ermittlung der Volatilitäten sowie der Korrelationen basieren auf historischen Marktdaten. Die risikofreien Zinssätze wurden auf Basis der Renditen deutscher Staatsanleihen ermittelt.

Virtuelle Aktien

In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 wurde die Tantiemeregelung der Vorstandsmitglieder um eine langfristige Anreizkomponente ergänzt. So war die Tantieme zur einen Hälfte mit der regelmäßigen Gehaltsabrechnung zahlbar und wurde zur anderen Hälfte in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgerechnet. Die Umrechnung erfolgte mit dem arithmetischen Mittelwert der täglichen Schlusskurse der Aktien der GEA Group im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den Börsenhandelstagen in dem Dreimonatszeitraum, der einen Monat vor dem Tag der entsprechenden bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2015 endete.

Nach Ablauf einer Haltefrist von drei Jahren seit der Umwandlung in virtuelle Aktien erfolgt die Ermittlung des Auszahlungswertes der virtuellen Aktien. Die Höhe der Auszahlung bestimmt sich nach dem arithmetischen Mittelwert der täglichen Schlusskurse der Aktien der GEA Group Aktiengesellschaft im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den Börsenhandelstagen in dem Dreimonatszeitraum, der einen Monat vor dem Tag der entsprechenden bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahrs, in dem die Haltefrist ausläuft, endet. Dem so ermittelten Wert werden die während der Haltefrist je Aktie ausgeschütteten Dividenden zugerechnet. Der danach auszuzahlende Betrag wird auf einen Betrag in Höhe von 300 Prozent der jährlichen Basistantieme begrenzt. Die Haltefrist von drei Jahren wird bei Beendigung des Vorstandsvertrages auf ein Jahr ab dem Beendigungszeitpunkt reduziert.

Da der Ausübungspreis gleich null ist und dieses aktienbasierte Vergütungsprogramm keinen Erdienungszeitraum beinhaltet, entspricht der beizulegende Zeitwert der virtuellen Aktien dem Börsenkurs der GEA Group Aktiengesellschaft. Für die Tranche 2011 ergab sich der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung durch die Anzahl der virtuellen Aktien, multipliziert mit dem jeweiligen Stichtagskurs zuzüglich während der Haltefrist gezahlter Dividenden. Die Tranche 2011 wurde im Geschäftsjahr 2015 vollständig ausbezahlt, wobei der Auszahlungskurs 38,92 EUR betrug.

Die Anzahl der "Virtuellen Aktien" entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt:

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(in Stück) 31.12.2014 Zugänge Verfallen Ausbezahlt 31.12.2015
Tranche 2011 61.495 - - 61.495 -
Summe 61.495 - - 61.495 -

Im Geschäftsjahr 2015 wurde für die virtuellen Aktien ein Aufwand in Höhe von 38 T EUR (Vorjahr 180 T EUR) erfasst. Der Verpflichtungsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2015 0 T EUR (Vorjahr 2.355 T EUR). Der entsprechende Betrag wurde im Vorjahr innerhalb der kurzfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern unter den Gratifikationen und Tantiemen ausgewiesen, wobei der für die Bewertung maßgebende Kurs für die im Geschäftsjahr 2011 ausgegebenen virtuellen Aktien 38,30 EUR betrug.

Langfristige Aktienkurskomponente

Die langfristige Aktienkurskomponente wurde im Zuge der Neuregelung des variablen Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2012 eingeführt. Der Zeitraum für die Bemessung der Auszahlung aus der langfristigen Aktienkurskomponente ist eine dreijährige Performance-Periode, zu der das jeweils maßgebliche Geschäftsjahr sowie die beiden nachfolgenden Geschäftsjahre gehören.

Die Leistungsbemessung erfolgt durch Vergleich der Entwicklung des um Dividenden adjustierten GEA Aktienkurses mit der Entwicklung des Index-Werts des STOXX® Europe TMI Industrial Engineering (TMI IE) über eine dreijährige Performance-Periode. Der Ausgangswert für die Vergleichsrechnung ist der jeweilige arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der letzten 20 Handelstage vor Beginn der dreijährigen Performance-Periode. Eine 100-prozentige Zielerreichung ist gegeben, wenn die Entwicklung des arithmetischen Mittelwerts der täglichen Schlusskurse der GEA Aktie während der dreijährigen Performance-Periode zu 100 Prozent der entsprechenden Entwicklung des TMI entspricht. Bei Outperformance über 100 Prozent steigt die Auszahlung auf maximal 300 Prozent des Zielbetrags. Liegt der Anstieg der GEA Aktie im Dreijahresvergleich unter 100 Prozent der TMI IE Entwicklung, erfolgt bis zu einem Performance-Wert von 75 Prozent eine gekürzte Auszahlung: Für jeden Prozentpunkt mehr oder weniger als 100 Prozent Performance erhöht bzw. vermindert sich der Zielerreichungsgrad um 4 Prozent. Der Gesamtzielerreichungsgrad und damit die Höhe des Auszahlungsbetrags für die langfristige Aktienkurskomponente ist auf 300 Prozent dieses Zielbetrags begrenzt (Cap).

Ausgehend von einem Zielbetrag in Höhe von 1.825 T EUR (Vorjahr 1.793 T EUR) beträgt der Zeitwert der Ansprüche aus der langfristigen Aktienkurskomponente zum Bilanzstichtag 2.391 T EUR (Vorjahr 2.664 T EUR). Im Berichtsjahr 2015 erfolgte die Auszahlung der Tranche 2012 in Höhe von 784 T EUR (Vorjahr 0 T EUR).

Der beizulegende Zeitwert der Ansprüche aus der langfristigen Aktienkurskomponente wird mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Dabei werden die folgenden Bewertungsannahmen zugrunde gelegt:

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2015 2014
Tranche 2015 Tranche 2014 Tranche 2014 Tranche 2013
Aktienkurs (arithmetisches Mittel) (in EUR) 39,89 37,65 34,66 32,50
STOXX TMI IE (arithmetisches Mittel) (in Indexpunkten) 373,88 360,21 346,47 339,31
Risikoloser Zinssatz (in %) -0,350 -0,390 -0,099 0,100
Volatilität GEA Aktie (in %) 23,53 23,53 22,29 22,29
Volatilität STOXX TMI IE (in %) 21,06 21,06 15,66 15,66
Korrelation GEA Aktie mit STOXX TMI IE (in %) 86,50 86,50 66,12 66,12

Die Ermittlung der Volatilitäten sowie der Korrelation basieren auf historischen Marktdaten. Die risikofreien Zinssätze wurden auf Basis der Renditen deutscher Staatsanleihen ermittelt.

7.4 Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 setzen sich zusammen aus:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Schuldscheindarlehen 89.898 89.842
Anleihen - 274.045
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.308 50.344
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 30.342 31.419
Verbindlichkeiten aus Derivaten 6.461 10.422
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 177.009 456.072
Schuldscheindarlehen 697 699
Anleihen 282.666 8.157
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.561 106.033
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3.467 3.510
Verbindlichkeiten aus Derivaten 8.142 13.946
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 202 1.129
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 300.735 133.474
Summe Finanzverbindlichkeiten 477.744 589.546

Zum 31. Dezember 2015 setzt sich die Finanzierung der GEA Group im Wesentlichen wie folgt zusammen:

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(in TEUR) Buchwert 31.12.2015 Buchwert 31.12.2014 Nominalwert 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert 31.12.2015 Fälligkeit
GEA Anleihe 282.666 282.202 274.739 286.043 21. April 2016
Europäische Investitionsbank 50.209 150.345 50.000 50.742 Tilgung eines Teilbetrags i.H.v. 100.000 T EUR am 14. Januar 2015; Restbetrag am 14. Juli 2017
Schuldscheindarlehen 90.595 90.541 90.000 94.394 19. September 2017

Anleihe

Am 14. April 2011 hat die GEA Group Aktiengesellschaft eine Anleihe in Höhe von 400.000 T EUR begeben. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit einem fixen Kupon von 4,25 Prozent ausgestattet. In 2014 wurden Anteile mit einem Volumen von 125.261 T EUR zurückgekauft. Die Schuldverschreibung ist nicht besichert. Die Schuldverschreibung ist an der Luxemburger Wertpapierbörse zum Handel im regulierten Markt zugelassen.

Schuldscheindarlehen

Die GEA Group Aktiengesellschaft hat in 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 90.000 T EUR mit einer Laufzeit bis zum September 2017 aufgesetzt, welches mit einem fixen Zinssatz von 2,725 Prozent ausgestattet ist.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen sich wie folgt dar:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
< 1 Jahr 5.561 106.033
1 - 2 Jahre 50.170 137
2 - 3 Jahre 101 50.138
3 - 4 Jahre 32 69
4 - 5 Jahre 5 -
Summe 55.869 156.377

Der wesentliche Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt i. H. v. 50.000 T EUR auf das Darlehen der Europäischen Investitionsbank, das planmäßig in 2017 zurückgeführt werden soll. Eine vorzeitige Teilrückführung i. H. v. 100.000 T EUR fand im Geschäftsjahr 2015 statt. Die gewogene Durchschnittsverzinsung für diesen Teilbetrag wurde mit zwei Zinsswaps über die gesamte Kreditlaufzeit auf 3,29 Prozent fixiert.

Keine der in Anspruch genommenen Kreditlinien ist besichert. In den Kreditverträgen hat sich die GEA Group zur Einhaltung einer bestimmten Finanzkennzahl verpflichtet. Die Einhaltung ist zu jedem Quartalsende zu überprüfen. Zum 31. Dezember 2015 war die Kennzahl erfüllt.

Die Transaktionskosten für die zum Jahresende nicht genutzte syndizierte Kreditlinie ("Club Deal") werden linear über die Laufzeit verteilt.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Euroraum in Abhängigkeit von Fristigkeit und Finanzierungszweck mit Zinssätzen zwischen 0,5 Prozent und 2,0 Prozent (Vorjahr zwischen 0,5 Prozent und 2,0 Prozent) verzinst. Darüber hinaus bestehen Fremdwährungsverbindlichkeiten in indischen Rupien (Vorjahr indische Rupien und brasilianische Real), die ebenfalls marktüblich mit rund 10,0 Prozent (Vorjahr 12,0 Prozent in Indien sowie 13,5 Prozent in Brasilien) verzinst werden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt in Höhe von 934 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) besichert.

Barkredit- und Avalkreditlinien

Zum 31. Dezember 2015 verfügt der Gesamt-Konzern einschließlich der syndizierten Kreditlinie über Barkreditlinien von 1.199.350 T EUR (Vorjahr 1.305.421 T EUR). Hiervon ungenutzt sind Barkreditlinien in Höhe von 770.220 T EUR (Vorjahr 776.315 T EUR) (siehe Abschnitt 3). Darüber hinaus stehen im Gesamt-Konzern Avalkreditlinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen von 1.463.367 T EUR (Vorjahr 1.732.338 T EUR) zur Verfügung, die in Höhe von 981.925 T EUR (Vorjahr 1.270.261 T EUR) ungenutzt sind.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Die zeitliche Verteilung künftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen ist folgender Tabelle zu entnehmen:

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Mindestleasingzahlungen Zinsen Barwert der Mindestleasingzahlungen
(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Bis zu einem Jahr 3.930 3.997 463 487 3.467 3.510
Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 15.740 15.923 3.979 4.085 11.761 11.838
Länger als fünf Jahre 48.057 51.963 29.476 32.382 18.581 19.581
Summe künftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing 67.727 71.883 33.918 36.954 33.809 34.929

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen überwiegend Leasingverträge über Grundstücke und Gebäude. Der Barwert der Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2015 aus Leasingverträgen über Grundstücke und Gebäude beträgt 33.689 T EUR (Vorjahr 34.599 T EUR).

Da den Leasingverhältnissen konstante Zinssätze zugrunde liegen, können die beizulegenden Zeitwerte der Leasingverpflichtungen zinsbedingten Risiken unterliegen. Alle Leasingverhältnisse beinhalten vertraglich fest vereinbarte Raten.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind effektiv besichert, da die Rechte am Leasingobjekt bei Vertragsverletzungen auf den Leasinggeber zurückfallen.

Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente sind unter den Erläuterungen in Abschnitt 7.8 dargestellt.

7.5 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bestehen folgende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 610.315 639.719
davon gegenüber nicht konsolidierten Unternehmen 6.790 8.066

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 609.487 T EUR (Vorjahr 638.994 T EUR) innerhalb eines Jahres fällig. Der Restbetrag in Höhe von 828 T EUR (Vorjahr 725 T EUR) hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 33.633 T EUR (Vorjahr 46.032 T EUR) besichert.

7.6 Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen laufende Steuern und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 40.743 T EUR (Vorjahr 35.649 T EUR).

7.7 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2015 wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 63.708 58.566
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Fertigungsaufträge 184.470 188.802
Passivischer Saldo aus Fertigungsaufträgen 325.469 254.928
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 25.959 24.166
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 52.822 47.307
Sonstige Verbindlichkeiten 89.037 102.916
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15.164 13.284
davon sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 13.702 6.615
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 677.757 618.119
Summe sonstige Verbindlichkeiten 741.465 676.685

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind in Höhe von 39.217 T EUR (Vorjahr 22.409 T EUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 9.300 T EUR (Vorjahr 7.711 T EUR) besichert.

Der passivische Saldo der Fertigungsaufträge ergibt sich aus der Summe der Aufträge, bei denen die Teilabrechnungen die aktivierten Herstellungskosten zuzüglich der erfassten Auftragsgewinne bzw. -verluste übersteigen.

7.8 Finanzinstrumente

Die Zusammensetzung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2015 nach Klassen im Sinne des IFRS 7 sowie nach Bewertungskategorien ist in den nachfolgenden Tabellen abgebildet. Sie enthalten auch finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie in bilanzielle Sicherungsbeziehungen eingebundene Derivate, die keiner der Bewertungskategorien nach IAS 39 angehören.

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Bewertung nach IAS 39
(in TEUR) Buchwert 31.12.2015 Fortgeführte Anschaffungs-
kosten
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Bewertung nach anderen IFRS Zeitwert 31.12.2015
Aktiva            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.118.081 781.209 - - 336.872 1.118.081
davon Forderungen aus Fertigungsaufträgen 336.872 - - - 336.872 336.872
Ertragsteuerforderungen 26.082 - - - 26.082 26.082
Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente 1.174.150 1.174.150 - - - 1.174.150
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 408.743 285.362 7.576 46.311 69.494 408.743
davon Derivate eingebunden in Sicherungsbeziehungen - - - - - -
Nach Bewertungskategorien des IAS 39            
Kredite und Forderungen 2.218.975 2.218.975 - - - 2.218.975
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.174.150 1.174.150 - - - 1.174.150
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 781.209 781.209 - - - 781.209
davon sonstige finanzielle Vermögenswerte 263.616 263.616 - - - 263.616
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen 68.057 21.746 - 46.311 - 68.057
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinvestitionen (Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen) 7.576 - 7.576 - - 7.576
Passiva            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 610.315 610.315 - - - 610.315
Finanzverbindlichkeiten 477.744 429.332 12.307 2.296 33.809 485.453
davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 33.809 - - - 33.809 33.809
davon Derivate eingebunden in Sicherungsbeziehungen 2.296 - - 2.296 - 2.296
Ertragsteuerverbindlichkeiten 40.743 - - - 40.743 40.743
Sonstige Verbindlichkeiten 741.465 139.221 6.097 - 596.147 740.200
Nach Bewertungskategorien des IAS 39            
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten 1.178.868 1.178.868 - - - 1.185.312
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 610.315 610.315 - - - 610.315
davon Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 373.261 373.261 - - - 380.437
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.869 55.869 - - - 56.402
davon Kredite gegenüber nicht konsolidierten Beteiligungen 202 202 - - - 202
davon sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.959 25.959 - - - 25.959
davon sonstige Verbindlichkeiten 113.262 113.262 - - - 111.997
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung und bedingte Kaufpreiszahlungen) 18.404 - 18.404 - - 18.404
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Bewertung nach IAS 39
(in TEUR) Buchwert 31.12.2014 Fortgeführte Anschaffungs-
kosten
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Bewertung nach anderen IFRS Zeitwert 31.12.2014
Aktiva            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 945.755 691.440 - - 254.315 945.755
davon Forderungen aus Fertigungsaufträgen 254.315 - - - 254.315 254.315
Ertragsteuerforderungen 17.531 - - - 17.531 17.531
Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente 1.195.858 1.195.858 - - - 1.195.858
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 454.058 282.643 16.558 50.006 104.851 454.058
davon Derivate eingebunden in Sicherungsbeziehungen 4.453 - - 4.453 - 4.453
Nach Bewertungskategorien des IAS 39            
Kredite und Forderungen 2.145.183 2.145.183 - - - 2.145.183
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.195.858 1.195.858 - - - 1.195.858
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 691.440 691.440 - - - 691.440
davon sonstige finanzielle Vermögenswerte 257.885 257.885 - - - 257.885
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen 70.311 24.758 - 45.553 - 70.311
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinvestitionen (Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen) 16.558 - 16.558 - - 16.558
Passiva            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 639.719 639.719 - - - 639.719
Finanzverbindlichkeiten 589.546 530.249 11.445 12.923 34.929 608.703
davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 34.929 - - - 34.929 34.929
davon Derivate eingebunden in Sicherungsbeziehungen 12.923 - - 12.923 - 12.923
Ertragsteuerverbindlichkeiten 35.649 - - - 35.649 35.649
Sonstige Verbindlichkeiten 676.685 160.086 - - 516.599 676.685
Nach Bewertungskategorien des IAS 39            
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten 1.330.054 1.330.054 - - - 1.349.424
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 639.719 639.719 - - - 639.719
davon Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 372.743 372.743 - - - 391.032
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156.377 156.377 - - - 157.245
davon Kredite gegenüber nicht konsolidierten Beteiligungen 1.129 1.129 - - - 1.129
davon sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.166 24.166 - - - 24.379
davon sonstige Verbindlichkeiten 135.920 135.920 - - - 136.133
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung) 11.445 - 11.445 - - 11.445

Die beizulegenden Zeitwerte für die unter den Posten "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" und "zur Veräußerung gehaltene Schulden" ausgewiesenen Finanzinstrumente werden nicht separat angegeben, da ihre Buchwerte angemessene Näherungswerte für die beizulegenden Zeitwerte darstellen.

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden oder für die ein beizulegender Zeitwert im Anhang angegeben wird, sind in die nachfolgend beschriebene Fair-Value Hierarchie einzuordnen. Maßgebend für die Einordnung in die Stufen der Bewertungshierarchie sind dabei die der Bewertung zugrunde liegenden Eingangsdaten:

Inputparameter der Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische finanzielle Vermögenswerte und Schulden.

Inputparameter der Stufe 2: Marktpreisnotierungen, die direkt (als Preise) oder indirekt (als von Preisen abgeleitete) beobachtbare Eingangsdaten in die Bewertung einfließen und die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Inputparameter der Stufe 3: Eingangsdaten, die nicht von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Einordnung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden in die dreistufige Fair-Value Hierarchie:

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Wiederkehrende Fair Value Bewertungen 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2014
Fair Value Fair Value Fair Value
(in TEUR) Buchwert Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Buchwert Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Aktiva zum Zeitwert bewertet                
Derivate eingebunden in Sicherungsbeziehungen - - - - 4.453 - 4.453 -
Derivate nicht eingebunden in Sicherungsbeziehungen 7.576 - 7.576 - 16.558 - 16.558 -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert 9.311 - - 9.311 8.518 - - 8.518
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 37.000 37.000 - - 37.036 37.036 - -
Passiva zum Zeitwert bewertet                
Derivate eingebunden in Sicherungsbeziehungen 2.296 - 2.296 - 12.923 - 12.923 -
Derivate nicht eingebunden in Sicherungsbeziehungen 12.307 - 12.307 - 11.445 - 11.445 -
Bedingte Kaufpreiszahlungen 6.097 - - 6.097 - - - -
Passiva nicht zum Zeitwert bewertet                
Anleihen 282.666 286.043 - - 282.202 295.810 - -
Schuldscheindarlehen 90.595 - 94.394 - 90.541 - 95.222 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.869 - 56.402 - 156.377 - 157.245 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 76.208 - - 74.943 76.987 - - 77.200

Während des Geschäftsjahres 2015 erfolgten keine Übertragungen zwischen den Stufen der Bewertungshierarchie.

Der beizulegende Zeitwert der Anleihe und der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird auf Basis notierter Geldkurse an einem aktiven Markt ermittelt und ist daher der Stufe 1 zugeordnet. Der Zeitwert enthält die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen.

Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Derivate erfolgt auf Basis notierter Devisenkurse und am Markt beobachtbarer Zinsstrukturkurven. Dementsprechend erfolgt eine Einordnung in Stufe 2 der Bewertungshierarchie.

Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts des Schuldscheindarlehens und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt auf Grundlage der Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung von Credit Spreads. Daher erfolgt die Zuordnung in Stufe 2 der Bewertungshierarchie. Die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen sind in den Werten enthalten.

Für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Festgeldanlagen sowie sonstige finanzielle Forderungen entsprechen die beizulegenden Zeitwerte im Wesentlichen den Buchwerten, was auf die überwiegend kurzen Restlaufzeiten zurückzuführen ist.

Bestimmte sonstige finanzielle Verbindlichkeiten aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs GEA HX sind der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zuzuordnen, da ihr beizulegender Zeitwert als Barwert der aus den kaufvertraglichen Verpflichtungen erwarteten Zahlungsmittelabflüsse ermittelt wird.

Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen für Unternehmenserwerbe in 2015 sind der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zuzuordnen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte dieser Verbindlichkeiten erfolgt mittels Barwertberechnungen, in die unter Berücksichtigung der jeweiligen Kaufpreisklauseln verschiedene nicht am Markt beobachtbare Inputdaten, insbesondere aus der Unternehmensplanung, einfließen.

Den Finanzinstrumenten der Stufe 3 wurde zudem eine vormals wertberichtigte Forderung aus dem Bereich der ehemaligen Rohstoffaktivitäten der Metallgesellschaft AG zugeordnet, deren beizulegender Zeitwert mittels einer Barwertberechnung auf Basis der vom Schuldner geplanten Zahlungen ermittelt wird.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts im Geschäftsjahr 2015:

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(in TEUR)
Zeitwert zum 31.12.2014 8.518
Zinsertrag 392
Währungsumrechnung -688
Neubewertung 1.089
Zeitwert zum 31.12.2015 9.311

Da es sich beim Schuldner um den Betreiber einer Kupfermine handelt, werden die von ihm geplanten Zahlungen vom Kupferpreis beeinflusst.

Zum Stichtag betragen die für dieses Finanzinstrument im Eigenkapital erfassten unrealisierten Verluste -338 T EUR (Vorjahr -1.427 T EUR).

Die GEA Group Aktiengesellschaft hat unter dem Deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte mit den Banken Nettingvereinbarungen abgeschlossen. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. Im Falle eines Kreditereignisses - beispielsweise Verzug - werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der Wert zur Beendigung ermittelt und es ist lediglich ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen.

In der nachstehenden Tabelle werden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt, für die aus Sicht des Gesamt-Konzerns Verrechnungsvereinbarungen bestehen:

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(in TEUR) Bruttobetrag der erfassten finanziellen Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Zugehörige Beträge in der Bilanz, die nicht saldiert werden Nettobeträge
31.12.2015        
Forderungen aus Derivaten 6.951 6.951 5.969 982
Verbindlichkeiten aus Derivaten 13.534 13.534 5.969 7.565
31.12.2014        
Forderungen aus Derivaten 19.183 19.183 8.278 10.905
Verbindlichkeiten aus Derivaten 22.111 22.111 8.278 13.833

Originäre finanzielle Vermögenswerte

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die der Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen" zugeordneten Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Es handelt sich dabei um Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie sonstige Beteiligungen, deren beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmt werden können.

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Bei festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Derivative Finanzinstrumente

Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte am Bilanzstichtag errechnet sich auf Basis des Devisenkassakurses unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen entsprechend den jeweiligen Restlaufzeiten. Die Terminauf- und -abschläge werden aus den beobachtbaren Zinsdifferenzkurven zum Bilanzstichtag abgeleitet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Devisenoptionen beruht auf anerkannten Bewertungsmodellen. Der beizulegende Zeitwert wird durch die Restlaufzeit, den aktuellen Wechselkurs, die Volatilität des Wechselkurses sowie durch die zugrunde liegenden Zinskurven beeinflusst.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps und Zinsoptionen werden auf Basis abgezinster, künftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet. Bei Zins-/Währungsswaps werden zusätzlich die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen, in denen die Zahlungsströme erfolgen, einbezogen.

Die GEA Group setzt derivative Finanzinstrumente ein, darunter Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps. Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken für bestehende oder geplante Grundgeschäfte.

Die folgende Tabelle stellt die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag dar. Das Nominalvolumen in Fremdwährung wird zum Stichtagskurs umgerechnet.

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31.12.2015 31.12.2014
(in TEUR) Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert
Aktiva        
Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 701.136 7.576 748.907 16.558
Währungsderivate eingebunden in "Cash-Flow-Hedge" - - 154.190 4.453
Summe 701.136 7.576 903.097 21.011
Passiva        
Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 293.436 8.357 219.092 4.945
Währungsderivate eingebunden in "Cash-Flow-Hedge" - - 236.672 9.695
Zins- und Zins-/Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 33.535 3.950 40.113 6.500
Zins- und Zins-/Währungsderivate eingebunden in "Cash-Flow-Hedge" 50.000 2.296 50.000 3.228
Summe 376.971 14.603 545.877 24.368

Derivative Finanzinstrumente mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

Die in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehenden derivativen Finanzinstrumente dienen im Berichtsjahr ausschließlich der Absicherung von Zinsrisiken aus langfristigen Finanzierungen ("Cash-Flow-Hedges"). Im Vorjahr wurden auch Fremdwährungsrisiken aus zukünftigen Absatz- und Beschaffungsgeschäften in Cash-Flow-Hedges eingebunden. Für die Absicherung von Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten, Schulden oder von festen Verpflichtungen werden bilanzielle Sicherungsbeziehungen ("Fair-Value-Hedges") gebildet. Wie im Vorjahr bestehen zum 31. Dezember 2015 keine als "Fair-Value-Hedge" bilanzierten Sicherungsbeziehungen.

Die Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, welcher in einen effektiven und in einen nicht-effektiven Teil zerfällt. Der effektive Teil bzw. dessen Veränderung wird bis zur Bilanzwirksamkeit des gesicherten Grundgeschäfts direkt im Eigenkapital im sonstigen Konzernergebnis erfasst.

Der nicht-effektive Teil wird erfolgswirksam behandelt. Zum Zeitpunkt, zu dem das gesicherte Grundgeschäft bilanzwirksam wird, wird der im Eigenkapital erfasste Effekt realisiert und die bilanzielle Sicherungsbeziehung aufgelöst. Bei einem Absatzgeschäft erfolgt die Realisierung des effektiven Teils gegen die Umsatzerlöse, bei einem Beschaffungsgeschäft werden die Anschaffungskosten entsprechend angepasst. In Bezug auf die Zinsderivate werden die im Eigenkapital erfassten Effekte gegen das Zinsergebnis aufgelöst.

Zum 31. Dezember 2015 sind im Gesamt-Konzern aus Währungs- und Zinsderivaten Gewinne in Höhe von 0 T EUR (Vorjahr 5.576 T EUR) und Verluste in Höhe von 2.023 T EUR (Vorjahr 13.030 T EUR) im Eigenkapital erfasst.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2015 wurden aus Währungsderivaten aufgrund der eingetretenen Bilanzwirksamkeit der Grundgeschäfte -4.614 T EUR (Vorjahr -47 T EUR) ertragswirksam realisiert und 8.753 T EUR (Vorjahr 3.497 T EUR) mit den Anschaffungskosten für Vermögenswerte verrechnet. Die erfolgswirksam realisierten Beträge führten zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse in Höhe von 1.742 T EUR (Vorjahr 1.545 T EUR). Darüber hinaus wurden Gewinne in Höhe von 7.744 T EUR (Vorjahr 5.419 T EUR) und Verluste in Höhe von -14.099 T EUR (Vorjahr -7.012 T EUR) im Währungsergebnis erfasst. Aus Zinsderivaten wurden 0 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) im Zinsergebnis realisiert.

Aus den Hedge-Beziehungen ergaben sich wie im Vorjahr keine wesentlichen Ineffektivitäten.

Im Folgejahr werden voraussichtlich 55 Prozent (Vorjahr 96 Prozent) der abgesicherten Zahlungsströme aus den zum Bilanzstichtag designierten Grundgeschäften fällig. Die übrigen 45 Prozent (Vorjahr 4 Prozent) werden bis zum Jahr 2017 (Vorjahr 2017) fällig. Sofern finanzielle Vermögenswerte abgesichert werden, werden die derivativen Finanzinstrumente in dem Zeitpunkt erfolgswirksam, in dem die Grundgeschäfte erfolgs- bzw. bilanzwirksam werden. Werden finanzielle Schulden aus Beschaffungsgeschäften abgesichert, werden die derivativen Finanzinstrumente erfolgswirksam, wenn die beschafften Leistungen erfolgswirksam werden.

Derivative Finanzinstrumente ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

Liegen die Voraussetzungen für die Bildung einer bilanziellen Sicherungsbeziehung nicht vor, wird die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts ergebniswirksam erfasst.

Aufwendungen und Erträge

Die Bewertungseffekte aus Finanzinstrumenten sind überwiegend ergebniswirksam geworden. Die folgende Tabelle stellt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten gemäß den Bewertungskategorien nach IAS 39 dar:

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31.12.2015 31.12.2014
(in TEUR) Nettoergebnis davon aus Zinsen davon aus Wertminderung/
-aufholung
Nettoergebnis davon aus Zinsen davon aus Wertminderung/ -aufholung
Kredite und Forderungen -39.406 8.484 -7.139 -35.073 5.270 -5.730
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen -1.315 75 -1.011 -172 153 -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinvestitionen/finanzielle Verbindlichkeiten 41.442 301 - 31.038 -1.260 -
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten -34.003 -27.169 - -41.086 -44.175 -
Summe -33.282 -18.309 -8.150 -45.293 -40.012 -5.730

8. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

8.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
Aus Fertigungsaufträgen 2.160.765 2.207.366
Aus dem Verkauf von Komponenten 1.087.586 1.082.977
Aus Serviceleistungen 1.350.918 1.225.346
Summe 4.599.269 4.515.689

8.2 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
Erträge aus Wechselkursveränderungen 197.610 100.377
Erträge aus der Bewertung von Währungsderivaten 133.511 69.141
Miet- und Pachterlöse 3.392 3.963
Erträge aus Zahlungseingängen auf wertberichtigte Forderungen 2.424 2.956
Erträge aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 1.487 1.798
Erträge aus Schadenersatz und Kostenerstattungen 2.110 1.501
Übrige Erträge 51.607 49.457
Summe 392.141 229.193

8.3 Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015 -31.12.2015 01.01.2014 -31.12.2014
Verluste aus Wechselkursveränderungen 247.618 133.238
Verluste aus der Bewertung von Währungsderivaten 92.370 36.843
Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.563 8.686
Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen 1.263 -
Kosten des Geld- und Zahlungsverkehrs 1.404 1.172
Verluste aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 696 1.092
Übrige Aufwendungen 30.706 21.300
Summe 383.620 202.331

8.4 Restrukturierungsaufwendungen aus dem Programm "Fit for 2020"

Das Programm "Fit for 2020" ist Bestandteil der strategischen Neuausrichtung der GEA und soll durch eine optimierte Organisation substanzielle Einsparungen ermöglichen und weiteres Wachstum fördern. So werden die Entwicklung und Herstellung von Produkten bzw. die Bereitstellung von Prozesslösungen in den zwei neuen Business Areas Equipment und Solutions gebündelt. Diese neue Bündelung in etwa gleich starke Geschäftsbereiche verspricht mehr operative Synergien über Technologien und Applikationen hinweg und fördert funktionale Exzellenz durch die Standardisierung von Prozessen. Für die Kunden der GEA gibt es jetzt pro Land nur noch eine Landesorganisation als zentralen Ansprechpartner, der das gesamte Produktportfolio sowie alle Services umfassend abdeckt und lokal anbietet. Im Rahmen der Maßnahmen ist ein Abbau von netto rund 1.450 Mitarbeiterkapazitäten vorgesehen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden für das Programm "Fit for 2020" Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 125,6 Mio. EUR erfasst. Die Restrukturierungsaufwendungen entfallen in Höhe von 109,9 Mio. EUR auf Aufwendungen für kontrahierte und erwartete Abfindungsleistungen und in Höhe von 7,4 Mio. EUR auf außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Der restliche Betrag in Höhe von 8,4 Mio. EUR entfällt insbesondere auf weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit Standortschließungen.

Restrukturierungsrückstellungen werden insoweit angesetzt, als die entsprechenden Voraussetzungen für die einzelnen Länder bzw. Standorte erfüllt sind. Dies war zum Ende des Jahres 2015 für im Rahmen des Programms "Fit for 2020" geplante Restrukturierungsmaßnahmen überwiegend der Fall. Die Höhe der zum Stichtag 31. Dezember 2015 bilanzierten Restrukturierungsrückstellungen beträgt 90,2 Mio. EUR, von denen 85,3 Mio. EUR auf Verpflichtungen aus kontrahierten und erwarteten Abfindungsleistungen entfallen (vgl. Abschnitt 7.3).

8.5 Darstellung ausgewählter Aufwendungen und Erträge nach Kostenarten

Materialaufwand

Der Materialaufwand, der in den Herstellungskosten erfasst wird, ist im Berichtsjahr um 11.112 T EUR gestiegen und belief sich auf 2.193.582 T EUR (Vorjahr 2.204.694 T EUR). Die Materialaufwandsquote betrug 47,7 Prozent der Gesamtleistung und lag damit unter dem Vorjahrswert von 48,5 Prozent.

Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2015 um 149.703 T EUR auf 1.391.966 T EUR (Vorjahr 1.242.263 T EUR). Beträge aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen werden nicht als Personalaufwand erfasst, sondern unter den Finanz- und Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter in Höhe von 1.175.641 T EUR (Vorjahr 1.022.399 T EUR) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung mit 216.325 T EUR (Vorjahr 219.709 T EUR) enthalten. Die Personalaufwandsquote hat sich damit auf 30,3 Prozent der Gesamtleistung erhöht (Vorjahr 27,3 Prozent). Dieser Anstieg ist überwiegend auf zusätzliche Personalaufwendungen für Abfindungsleistungen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.

Abschreibungen und Wertminderungen

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen und Wertminderungen auf das Sachanlagevermögen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 119.407 T EUR (Vorjahr 100.780 T EUR) vorgenommen. Die Abschreibungen und Wertminderungen sind überwiegend in den Herstellungskosten enthalten.

Die Wertminderungen auf originäre finanzielle Vermögenswerte ohne Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen im Berichtsjahr 1.011 T EUR (Vorjahr 0 T EUR). Hiervon entfielen 1.011 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) auf langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Wertminderungen auf Beteiligungen und Wertpapiere sind in den Finanzaufwendungen erfasst. Vorräte wurden um 11.694 T EUR (Vorjahr 12.613 T EUR) wertberichtigt. Diese Wertminderungen sowie die übrigen Wertminderungen wurden in den Herstellungskosten erfasst.

8.6 Finanz- und Zinserträge

Finanzerträge

Die Finanzerträge setzen sich aus den Erträgen aus Gewinnabführungen sowie dem Beteiligungsergebnis der übrigen Beteiligungen zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015 -31.12.2015 01.01.2014 -31.12.2014
Erträge aus Beteiligungen 2.499 5.700
davon aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 2.413 5.683
Summe 2.499 5.700

Zinserträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015 -31.12.2015 01.01.2014 -31.12.2014
Zinserträge aus Forderungen, Geldanlagen und Wertpapieren 10.038 5.793
davon aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 306 332
Sonstige Zinserträge 1.437 1.264
Summe 11.475 7.057

Die folgende Tabelle zeigt Zinserträge aus Finanzinstrumenten gemäß den Bewertungskategorien nach IAS 39 sowie Zinserträge aus Vermögenswerten, die nach anderen Vorschriften bewertet werden:

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(in TEUR) 01.01.2015 -31.12.2015 01.01.2014 -31.12.2014
Kredite und Forderungen 8.484 5.270
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen 75 153
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinvestitionen 2.916 1.634
Summe 11.475 7.057

8.7 Finanz- und Zinsaufwendungen

Finanzaufwendungen

Die Finanzaufwendungen für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 1.861 T EUR (Vorjahr 279 T EUR) beinhalten Wertminderungen auf Beteiligungen nicht konsolidierter Unternehmen von 1.011 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) sowie Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 850 T EUR (Vorjahr 279 T EUR).

Zinsaufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten 18.664 36.885
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen und Krankenrestkostenversicherungen 14.952 19.788
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und sonstigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 3.143 3.136
Sonstige Zinsaufwendungen 14.154 13.278
davon gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 232 86
Summe Zinsaufwendungen 50.913 73.087

Die folgende Tabelle zeigt die Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten gemäß den Bewertungskategorien nach IAS 39 sowie Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten, die nach anderen Vorschriften bewertet werden:

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(in TEUR) 01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten 27.169 44.175
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2.615 2.894
Nach anderen Vorschriften als IAS 39 bewertete Verbindlichkeiten 21.129 26.018
Summe 50.913 73.087

Falls einer Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten als Herstellungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird aufgrund der zentralen Finanzierungsfunktion der GEA Group der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns als Aktivierungssatz zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2015 beläuft sich dieser auf 4,4 Prozent (Vorjahr 3,4 Prozent). Herstellungskostenmindernd werden Zinserträge berücksichtigt, die auf erhaltene Anzahlungen und Teilabrechnungen erzielt werden. Im Geschäftsjahr 2015 und im Vorjahr wurden keine wesentlichen Fremdkapitalkosten aktiviert.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden 1.404 T EUR (Vorjahr 1.172 T EUR) für Gebühren aufgewendet, die nicht in die Berechnung des Effektivzinssatzes einbezogen wurden.

8.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern für die fortgeführten Geschäftsbereiche setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
Laufende Steuern 61.428 80.751
Deutschland 1.694 10.675
Ausland 59.734 70.076
Latente Steuern -55.670 7.065
davon aus temporären Differenzen -6.242 13.837
Summe 5.758 87.816

Der erwartete Steueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des für deutsche Konzerngesellschaften maßgeblichen Steuersatzes von 30,00 Prozent (Vorjahr 29,97 Prozent). Er beinhaltet neben dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,00 Prozent (Vorjahr 15,00 Prozent) und dem Solidaritätszuschlag von 0,825 Prozent (Vorjahr 0,825 Prozent) einen durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 14,17 Prozent (Vorjahr 14,14 Prozent). Die nachfolgende Überleitung leitet vom erwarteten Steuersatz auf den effektiven Steuersatz von 2,13 Prozent (Vorjahr 23,49 Prozent) über:

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01.01.2015-31.12.2015 01.01.2014-31.12.2014
in TEUR in % in TEUR in %
Ergebnis vor Ertragsteuern 270.007 - 373.830 -
Erwarteter Steueraufwand 81.002 30,00 112.034 29,97
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 4.633 1,72 11.347 3,03
Steuerfreie Erträge -4.476 -1,66 -4.089 -1,09
Veränderung der Wertberichtigungen -71.648 -26,54 -32.864 -8,79
Steuersatzänderungen -1.052 -0,39 -1.073 -0,29
Besteuerungsunterschiede Ausland -3.648 -1,35 -2.665 -0,71
Sonstige 947 0,35 5.126 1,37
Ertragsteuern und Effektivsteuersatz 5.758 2,13 87.816 23,49

Die Veränderung der Wertberichtigungen in Höhe von -71.648 T EUR (Vorjahr -32.864 T EUR) basiert im Wesentlichen auf einer Neueinschätzung der Werthaltigkeit der auf steuerliche Verlustvorträge in den USA und Deutschland aktivierten latenten Steuern. Dabei konnten in Deutschland aufgrund eines Sondereffekts in den sonstigen nicht fortgeführten Geschäftsbereichen zusätzliche Wertberichtigungen aufgelöst werden.

Die Effekte der Steuersatzänderungen in Höhe von -1.052 T EUR (Vorjahr -1.073 T EUR) resultieren im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Steuersatzänderung in Dänemark.

Die Besteuerungsunterschiede im Ausland ergeben sich aus unterschiedlichen Steuersätzen im Ausland im Vergleich zu dem deutschen Steuersatz von 30,00 Prozent. Für ausländische Gesellschaften variieren die Steuersätze zwischen 0,00 Prozent (VAE) und 40,91 Prozent (USA).

Die sonstigen Überleitungseffekte beinhalten unter anderem nicht anrechenbare Quellensteuern, Steuern für Vorjahre und sonstige Ertragssteuern im Ausland.

Die aktiven und passiven latenten Steuern teilen sich zum Bilanzstichtag in ihrer Fristigkeit wie folgt auf:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Kurzfristige aktive latente Steuern 67.022 62.477
Langfristige aktive latente Steuern 424.097 406.824
Summe aktive latente Steuern 491.119 469.301
Kurzfristige passive latente Steuern 40.891 49.166
Langfristige passive latente Steuern 70.279 69.432
Summe passive latente Steuern 111.170 118.598
Nettobetrag aktive latente Steuern 379.949 350.703

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 setzen sich aktive und passive latente Steuern wie folgt zusammen:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
(in TEUR) 2015 2014 2015 2014
Sachanlagen 6.849 7.443 23.757 22.874
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 226 322 - 355
Immaterielle Vermögenswerte 505 449 80.550 64.980
Goodwill 14.767 16.962 35.177 34.316
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 835 609 5.110 5.169
Langfristige Vermögenswerte 23.182 25.785 144.594 127.694
Vorräte 32.274 26.449 1.522 3.018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.505 4.975 46.150 48.138
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.601 7.107 11.010 11.423
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 42 59 93
Kurzfristige Vermögenswerte 44.380 38.573 58.741 62.672
Summe Aktiva 67.562 64.358 203.335 190.366
Rückstellungen 17.456 14.787 152 196
Leistungen an Arbeitnehmer 119.498 123.074 378 34
Finanzverbindlichkeiten 5.963 6.832 496 1.577
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 458 864 2.314 1.387
Langfristige Schulden 143.375 145.557 3.340 3.194
Rückstellungen 22.042 25.249 2.081 2.287
Leistungen an Arbeitnehmer 14.914 10.859 728 52
Finanzverbindlichkeiten 8.349 6.499 1.492 245
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.103 5.246 5.156 3.831
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 12.016 8.081 7.405 6.526
Kurzfristige Schulden 61.424 55.934 16.862 12.941
Summe Passiva 204.799 201.491 20.202 16.135
Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen -3.052 -4.420 - -
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 269.309 261.429 223.537 206.501
Steuerliche Verlustvorträge 998.200 987.158 - -
Wertberichtigungen auf steuerliche Verlustvorträge -664.023 -691.383 - -
Saldierung von latenten Steuern -112.367 -87.903 -112.367 -87.903
Angesetzte latente Steuern 491.119 469.301 111.170 118.598

Die Bestandsveränderung der latenten Steuern resultiert neben ergebniswirksamen Veränderungen in Höhe von 55.670 T EUR (Vorjahr -7.065 T EUR) im Wesentlichen aus im sonstigen Konzernergebnis erfassten Veränderungen in Höhe von 14.080 T EUR (Vorjahr 58.122 T EUR) inklusive des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung. Des Weiteren wurden aus Erstkonsoldierungen latente Steuern in Höhe von -16.104 T EUR ergebnisneutral erfasst. Darüber hinaus wurden -24.400 T EUR im Steuerergebnis der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche erfasst, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Erträgen aus der Erledigung von Rechtstreitigkeiten aus Altaktivitäten der mg technologies ag stehen. Im Vorjahr wurden 14.543 T EUR im Steuerergebnis der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche erfasst, die im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs HX standen.

Auf voraussichtliche Dividendenausschüttungen von Tochterunternehmen wurden zum 31. Dezember 2015 passive latente Steuern in Höhe von 1.352 T EUR (Vorjahr 1.747 T EUR) angesetzt. Darüber hinaus sind zum 31. Dezember 2015 passive latente Steuern in Höhe von 1.288 T EUR (Vorjahr 2.689 T EUR) für voraussichtlich anfallende Quellensteuern bilanziert worden.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 431.867 T EUR (Vorjahr 314.211 T EUR) wurden zum 31. Dezember 2015 keine latenten Steuern gebildet, weil das Unternehmen deren Auflösung steuern kann und auf absehbare Zeit keine Auflösungen erfolgen werden.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht auf Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn sich die latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Zum 31. Dezember 2015 hat die GEA Group aktive latente Steuern in Höhe von 334.177 T EUR (Vorjahr 295.776 T EUR) auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Aktive latente Steuern auf inländische Verlustvorträge:    
Körperschaftssteuer 77.000 74.000
Gewerbesteuer 72.024 69.000
Aktive latente Steuer auf ausländische Verlustvorträge 185.153 152.776
Summe 334.177 295.776

Der Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfällt im Wesentlichen auf die steuerlichen Organschaften in Deutschland sowie in den USA.

Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.501.961 T EUR (Vorjahr 1.616.254 T EUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.020.728 T EUR (Vorjahr 1.117.552 T EUR) wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da deren Nutzung nicht hinreichend sicher ist. Die Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften können zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden. Die Nutzung der Verlustvorträge ausländischer Gesellschaften ist in der Regel zeitlich begrenzt. Die wesentlichen Verlustvorträge der ausländischen Gesellschaften verfallen voraussichtlich im Jahr 2029.

8.9 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich wie folgt:

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(in TEUR) 01.01.2015 -31.12.2015 01.01.2014 -31.12.2014
Anteil der Aktionäre der GEA Group Aktiengesellschaft am Konzernergebnis 361.857 320.483
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 264.240 286.019
davon aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen 97.617 34.464
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (in T Stück) 192.495 192.495
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)    
aus Konzernergebnis 1,88 1,66
davon entfallen auf fortgeführte Geschäftsbereiche 1,37 1,49
davon entfallen auf nicht fortgeführte Geschäftsbereiche 0,51 0,18

8.10 Ergebnisverwendung

Der handelsrechtliche Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft weist einen Jahresüberschuss von 142.666 T EUR (Vorjahr 140.666 T EUR) aus. Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Betrag in Höhe von 10.000 T EUR aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen. Nach Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von 1.799 T EUR (Vorjahr 879 T EUR) verbleibt ein Bilanzgewinn von 154.464 T EUR (Vorjahr 136.546 T EUR). Im Vorjahr haben Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 58 Absatz 2 AktG einen Betrag von 5.000 T EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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Verwendung (in TEUR) 2015 2014
Dividendenzahlung an die Aktionäre 153.996 134.747
Gewinnvortrag 468 1.799
Summe 154.464 136.546

Die Dividendenzahlung entspricht der Zahlung einer Dividende von 80 Cent je Aktie bei insgesamt 192.495.476 Aktien (Vorjahr 192.495.476 Aktien). Die Auszahlung der Dividende erfolgt aus dem steuerlichen Einlagekonto (§ 27 KStG) und daher ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende im Jahr der Zahlung grundsätzlich nicht der laufenden Besteuerung. Nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung (vgl. BMF-Schreiben vom 22.12.2009, Rz. 92) stellt die Dividendenzahlung aus dem steuerlichen Einlagekonto eine Rückgewähr von Einlagen dar, die zu einer nachträglichen Reduzierung der Anschaffungskosten für die Aktien führt. Dies kann zu einer Besteuerung höherer Veräußerungsgewinne bei späteren Aktienverkäufen führen.

9. Eventualverpflichtungen, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Rechtsstreitigkeiten

9.1 Eventualverpflichtungen

Die GEA Group hat sowohl Bankavale als auch Konzernavale zugunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausstellen lassen bzw. ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen des Gesamt-Konzerns ist.

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Bankavale Konzernavale
(in TEUR) 2015 2014 2015 2014
Anzahlungsgarantien 10.497 10.248 919 2.202
Gewährleistungsgarantien 1.087 1.740 880 4.180
Vertragserfüllungsgarantien 30.124 37.034 145.672 232.690
Sonstige Haftungserklärungen 318 334 21.387 50.758
Summe 42.026 49.356 168.858 289.830
davon auf GEA Heat Exchangers entfallend 26.275 34.151 63.646 108.045
davon auf Lurgi/Lentjes entfallend 2.913 2.914 99.369 171.497

Ein wesentlicher Teil der Bankavale sowie der überwiegende Teil der Konzernavale entfallen auf den zum 31. Oktober 2014 veräußerten Geschäftsbereich GEA Heat Exchangers sowie auf die in Vorjahren veräußerten Geschäftsaktivitäten Lurgi und Lentjes (siehe Abschnitt 3).

Die übrigen Avale bestehen vorwiegend gegenüber Kunden nicht konsolidierter Unternehmen sowie Banken. Die Begünstigten sind bei nicht vertragskonformer Erfüllung durch den Hauptschuldner berechtigt, die Avale in Anspruch zu nehmen. Dies kann bei vertraglich eingegangenen Verpflichtungen, z. B. bei nicht rechtzeitiger oder nicht ordnungsgemäßer Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäßer Rückzahlung von Krediten, der Fall sein.

In den Garantien sind Eventualverpflichtungen resultierend aus Joint Ventures in Höhe von 9.228 T EUR (Vorjahr 3.461 T EUR) enthalten; eine darüber hinausgehende Haftung besteht nicht.

Alle durch die GEA Group Aktiengesellschaft in Auftrag gegebenen oder ausgestellten Avale erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen Hauptschuldners.

Neben den Haftungsrisiken aus Bank- und Konzernavalen bestehen Risiken vor allem aus gerichtlichen, schiedsgerichtlichen oder außergerichtlichen Streitigkeiten (siehe Abschnitt 9.3), die zu Zahlungsmittelabflüssen führen können.

9.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Gesamt-Konzerns zum 31. Dezember 2015 setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen 105.718 103.221
Bestellobligo 103.309 105.325
Summe 209.027 208.546

Miet-, Pacht- und Leasingverhältnisse

Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen des Gesamt-Konzerns belaufen sich auf 105.718 T EUR (Vorjahr 103.221 T EUR) und betreffen im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude und zu einem geringeren Teil technische Anlagen und Maschinen. Die Mietverträge laufen maximal bis in das Jahr 2031 (Vorjahr 2031). Die Auszahlungen verteilen sich dabei wie folgt auf die künftigen Geschäftsjahre:

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Bis zu einem Jahr 32.824 33.992
Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 51.676 50.416
Länger als fünf Jahre 21.218 18.813
Summe Auszahlungen 105.718 103.221

Im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die Aufwendungen des Gesamt-Konzerns aus den Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen auf 54.971 T EUR (Vorjahr 45.593 T EUR). Hiervon entfielen 11.476 T EUR (Vorjahr 18.014 T EUR) auf variable Mieten, die im Wesentlichen auf Basis von Verbraucherpreisindizes angepasst werden. Aus Untermietverhältnissen resultierten für den Gesamt-Konzern im Berichtsjahr Erträge in Höhe von 106 T EUR (Vorjahr 1.562 T EUR). Aus diesen Untermietverhältnissen bestehen in den nächsten Jahren Ansprüche auf Mieteinnahmen in Höhe von 406 T EUR (Vorjahr 721 T EUR).

Aus "Sale-and-lease-back"-Transaktionen von Gebäuden resultieren für den Gesamt-Konzern zum Bilanzstichtag künftige Auszahlungen in Höhe von 29.288 T EUR (Vorjahr 32.286 T EUR).

Bestellobligo

Von dem Bestellobligo entfallen 101.530 T EUR (Vorjahr 105.299 T EUR) auf Vorräte.

9.3 Rechtsstreitigkeiten

Konkursverfahren der Dörries Scharmann AG

Vor dem Landgericht Düsseldorf ist eine Klage des Konkursverwalters der Dörries Scharmann AG gegen die GEA Group Aktiengesellschaft anhängig. Die frühere Metallgesellschaft AG als Rechtsvorgängerin der GEA Group Aktiengesellschaft war an der Schiess AG, später Dörries Scharmann AG, beteiligt. Aus dieser Beteiligung macht der Konkursverwalter diverse gesellschaftsrechtliche Ansprüche - insbesondere wegen Eigenkapitalersatz - geltend, die sich auf ca. 18 Mio. EUR nebst Zinsen belaufen. Die GEA Group Aktiengesellschaft hält die geltend gemachten Ansprüche für unbegründet und wird sich weiter gegen sämtliche Forderungen verteidigen.

Allgemeines

Darüber hinaus sind gegen Unternehmen der GEA Group aus früheren Unternehmensverkäufen und der laufenden Geschäftstätigkeit weitere Verfahren oder behördliche Untersuchungen eingeleitet worden oder könnten eingeleitet werden.

Für alle Risiken aus den zuvor beschriebenen und sonstigen Rechtsstreitigkeiten, welche die GEA Group im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit führt, wurde angemessene Vorsorge getroffen. Der Ausgang dieser Verfahren kann allerdings nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass aufgrund der Beendigung dieser Verfahren Aufwendungen entstehen, welche gegebenenfalls die hierfür gebildete Vorsorge überschreiten.

10. Segmentberichterstattung

10.1 Änderung der Struktur der Geschäftssegmente

Nach intensiver Vorbereitung ist am 8. Juni 2015 die im Rahmen des Programms "Fit for 2020" beschlossene neue Konzernstruktur der GEA in Kraft getreten. In dieser neuen Struktur werden die Entwicklung und Herstellung von Produkten bzw. die Bereitstellung von Prozesslösungen in den zwei neuen Business Areas Equipment und Solutions gebündelt.

Dementsprechend wurden die Geschäftssegmente des Konzerns in der Berichtsperiode neu organisiert: Die vormaligen Segmente GEA Mechanical Equipment und GEA Farm Technologies wurden der Business Area Equipment zugeordnet, GEA Process Engineering gehört zur Business Area Solutions. Das vormalige Segment GEA Refrigeration Technologies wurde zum Teil der Business Areas Equipment und zum Teil der Business Area Solutions zugeordnet. Der auf diese beiden Teile von GEA Refrigeration Technologies entfallende Goodwill wurde auf Basis der relativen Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der Umstrukturierung den Business Areas zugeordnet.

Die im Global Corporate Center und im Shared Service Center gebündelten Verwaltungsfunktionen bilden keine eigenständigen Geschäftssegmente. Soweit zuordenbar werden die auf sie entfallenden Aufwendungen und Erträge sowie Vermögenswerte und Schulden auf die Business Areas allokiert. Nicht innerhalb der Business Areas ausgewiesen werden Geschäftsaktivitäten, die nicht zu den Kerngeschäften gehören. Dies umfasst unter anderem zum Verkauf vorgesehene, nicht mehr betriebsnotwendige Grundstücke, Pensionsverpflichtungen und Verpflichtungen im Zusammenhang mit nicht fortgeführten Geschäftsbereichen. Das zum 31. Oktober 2014 veräußerte vormalige Segment GEA Heat Exchangers stellt gleichfalls kein Geschäftssegment dar. Abweichend vom Vorjahr werden die Werte für GEA Heat Exchangers nicht mehr in der Segmentberichterstattung dargestellt. Die Vorjahresangaben wurden an die geänderte Berichtsstruktur angepasst.

10.2 Beschreibung der Geschäftssegmente

Die Geschäftsaktivitäten der GEA Group gliedern sich wie folgt in zwei Business Areas:

Business Area Equipment

In der Business Area Equipment vereint GEA alle Aktivitäten, die von kundenspezifischen bis hin zu weitgehend standardisierten Equipment-Angeboten geprägt sind. Die Produkte werden im Allgemeinen in großen Mengen und im Rahmen einer Großserienfertigung hergestellt, die auf Standardisierung und Modularisierung beruht. Typische Produkte der Business Area sind Separatoren, Ventile, Pumpen, Homogenisatoren oder auch Kältekompressoren. Zum Equipment-Portfolio gehören außerdem Prozesstechnologien zur Nahrungsmittelverarbeitung und -verpackung. Des Weiteren umfasst das Angebotsspektrum aber auch automatische Fütterungssysteme, Gülletechnik oder Stalleinrichtungen.

Business Area Solutions

Unter der Business Area Solutions fasst der Konzern alle Aktivitäten zusammen, die in hohem Maße kundenspezifische und modularisierte Lösungen vertreiben und im Rahmen von Projekten erbracht werden. Die Business Area gestaltet ihr Angebot so, dass es spezifischen Applikations- oder Kundenbedürfnissen gerecht wird. Das Angebot umfasst hauptsächlich die Konstruktion und Entwicklung von Prozesslösungen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie für die pharmazeutische und chemische Industrie.

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(in Mio.
EUR)
BA-E BA-S Sonstige Konsolidierung GEA
01.01.2015-31.12.2015          
Auftragseingang1 2.293,0 2.495,6 - -198,5 4.590,1
Außenumsatz 2.141,7 2.457,6 - - 4.599,3
Innenumsatz 182,0 17,7 - -199,6 -
Gesamtumsatz 2.323,7 2.475,2 - -199,6 4.599,3
Ergebnis aus der Equity-Bewertung 1,6 1,0 - - 2,6
Operatives EBITDA2 381,8 255,3 81,4 -97,6 621,0
in % vom Umsatz 16,4 10,3 - - 13,5
EBITDA 308,8 202,6 16,0 -97,6 429,8
Operatives EBIT2 326,8 234,8 74,7 -97,6 538,8
in % vom Umsatz 14,1 9,5 - - 11,7
EBIT 227,1 170,5 9,3 -97,5 309,4
in % vom Umsatz 9,8 6,9 - - 6,7
ROCE in %3 14,7 33,1 - - 14,6
Zinserträge 5,4 5,6 28,7 -28,2 11,5
Zinsaufwendungen 33,3 10,7 35,1 -28,2 50,9
EBT 199,2 165,4 2,8 -97,5 270,0
Ertragsteuern 33,1 42,5 -16,9 -52,8 5,8
Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen - - 139,1 -41,5 97,6
Segmentvermögen 3.507,0 2.902,4 4.413,5 -4.701,6 6.121,2
Segmentschulden 1.618,4 1.866,3 2.635,8 -2.843,5 3.277,0
Buchwert der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 8,0 5,1 -1,7 5,3 16,6
Working Capital (Stichtag)4 524,6 42,6 -18,3 -2,1 546,8
Zugänge in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte 103,0 161,8 5,9 -0,2 270,4
Planmäßige Abschreibungen 73,4 27,7 6,7 -0,1 107,7
Wertminderungen 8,4 4,3 0,0 - 12,7
Rückstellungszuführungen 142,3 131,7 43,3 2,8 320,1
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(in Mio.
EUR)
BA-E BA-S Sonstige Konsolidierung GEA
01.01.2014-31.12.2014          
Auftragseingang1 2.295,1 2.423,4 - -198,9 4.519,6
Außenumsatz 2.126,2 2.389,5 - - 4.515,7
Innenumsatz 181,4 14,9 - -196,2 -
Gesamtumsatz 2.307,6 2.404,3 - -196,2 4.515,7
Ergebnis aus der Equity-Bewertung 1,0 0,8 0,6 - 2,4
Operatives EBITDA2 351,1 265,8 26,6 -52,9 590,7
in % vom Umsatz 15,2 11,1 - - 13,1
EBITDA 340,7 264,5 -12,4 -52,9 539,9
Operatives EBIT2 298,3 247,8 20,3 -52,9 513,5
in % vom Umsatz 12,9 10,3 - - 11,4
EBIT 268,3 243,0 -18,7 -52,8 439,9
in % vom Umsatz 11,6 10,1 - - 9,7
ROCE in %3 17,8 64,7 - - 22,6
Zinserträge 3,1 4,6 22,4 -23,0 7,1
Zinsaufwendungen 27,9 9,7 55,9 -20,4 73,1
EBT 243,5 237,9 -52,2 -55,4 373,8
Ertragsteuern 56,2 60,9 -27,1 -2,1 87,8
Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen - -5,1 23,9 15,7 34,6
Segmentvermögen 3.554,9 2.463,2 4.585,8 -4.771,9 5.832,0
Segmentschulden 1.655,5 1.691,2 2.871,9 -2.913,8 3.304,8
Buchwert der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 6,9 4,8 -1,7 5,3 15,3
Working Capital (Stichtag)4 497,7 -51,9 -18,3 -3,1 424,4
Zugänge in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte 72,2 25,5 11,0 -0,5 108,3
Planmäßige Abschreibungen 72,0 22,1 6,3 -0,1 100,3
Wertminderungen 0,4 - - - 0,4
Rückstellungszuführungen 158,1 114,0 115,0 - 387,2

1) ungeprüfte Zusatzinformation
2) vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten (vgl. Seite 218 f.)
3) ROCE = EBIT / Capital Employed; EBIT und Capital Employed jeweils zum Durchschnitt der letzten 12 Monate und vor Effekten aus dem Goodwill aus dem Erwerb der ehemaligen GEA AG durch die ehemalige Metallgesellschaft in 1999; Capital Employed = Anlagevermögen + Working Capital
4) Working Capital = Vorräte + Forderungen LuL - Verbindlichkeiten LuL - erhaltene Anzahlungen

Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung der konzerninternen Umsätze sowie Zinsaufwendungen bzw. -erträge. Die Umsätze zwischen den Geschäftssegmenten basieren auf marktüblichen Preisen.

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Umsatzerlöse (in Mio.
EUR)
2015 2014
Umsatz aus Fertigungsaufträgen    
BA Equipment 290,9 355,1
BA Solutions 1.884,0 1.864,7
Konsolidierung -14,2 -12,4
Summe Umsatz aus Fertigungsaufträgen 2.160,8 2.207,4
Umsatz aus dem Verkauf von Komponenten    
BA Equipment 1.151,4 1.141,5
BA Solutions 85,7 89,8
Konsolidierung -149,4 -148,3
Summe Umsatz aus dem Verkauf von Komponenten 1.087,6 1.083,0
Umsatz aus Serviceleistungen    
BA Equipment 881,4 811,1
BA Solutions 505,5 449,8
Konsolidierung -36,0 -35,5
Summe Umsatz aus Serviceleistungen 1.350,9 1.225,3
Summe Umsatzerlöse 4.599,3 4.515,7

Das Maß für die Ertragskraft der beiden Business Areas sind das "Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen bzw. -aufholungen" (EBITDA), das "Ergebnis vor Zinsen und Steuern" (EBIT) sowie das "Ergebnis vor Steuern" (EBT). Diese Größen entsprechen den in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Werten wie sie - ungeachtet von Umgliederungen in das Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen - in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt werden.

Die Wertminderungen beinhalten alle Wertminderungen auf Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.

Von den Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 125,6 Mio. EUR entfallen 70,4 Mio. EUR auf die Business Area Equipment und 52,1 Mio. EUR auf die Business Area Solutions.

Die verbleibenden 3,1 Mio. EUR entfallen auf den Bereich Sonstige.

Bei der Ermittlung des operativen EBIT werden zudem Ergebniseffekte bereinigt, die nach Auffassung des Managements in folgenden Geschäftsjahren in Höhe dieses Betrags nicht mehr anfallen werden ("Einmaleffekte"). So wurde das operative EBIT des Geschäftsjahres 2015 um Einmaleffekte in Höhe von insgesamt 197,4 Mio. EUR (Vorjahr 50,7 Mio. EUR) bereinigt. Die Einmaleffekte setzen sich zusammen aus 192,6 Mio. EUR (Vorjahr 36,4 Mio. EUR) Aufwendungen für Strategieprojekte, von denen 125,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) auf Restrukturierungsaufwendungen entfallen. Die weiteren Aufwendungen für Strategieprojekte beinhalten insbesondere Kosten für externe Beratung im Zusammenhang mit dem Projekt "Fit for 2020", Aufwendungen im Zusammenhang mit der Implementierung von Shared Service Centern, Personalaufwendungen für projektbezogene Incentivierung, Reisekosten und Umzugskostenzuschüsse. Sie umfassen zudem einen aufgrund einer Standortschließung entstandenen Ertrag aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 9,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR). Darüber hinaus beinhalten die Aufwendungen für Strategieprojekte auch laufende Personalaufwendungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) für Mitarbeiter des "Fit for 2020"-Projekt-teams, die nach Projektabschluss eine neue Position bei GEA eingenommen haben.

Des Weiteren wurden Personalaufwendungen für im Geschäftsjahr ausgeschiedene und nicht ersetzte Mitarbeiter in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 11,7 Mio. EUR) als Einmaleffekte identifiziert. Im Vorjahr wurden zudem Erträge aus der Neubewertung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 1,3 Mio. EUR sowie der Aufwand aus der gem. IFRS 5 bedingten Zuordnung von Service Fee und Trademark Fee ausschließlich zu den fortgeführten Geschäftsbereichen, d. h. zu den Business Areas, in Höhe von insgesamt 3,9 Mio. EUR als Einmaleffekte eingestuft.

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Überleitung operatives EBITDA über operatives EBIT zum EBIT (in Mio.
EUR)
2015 2014 Veränderung
in %
Operatives EBITDA* 621,0 590,7 5,1
Abschreibungen auf Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte -80,7 -77,3 -4,5
Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte und Goodwill -0,4 0,1 -
Übrige Wertaufholungen und -minderungen -1,0 - -
Operatives EBIT* 538,8 513,5 4,9
Abschreibungen auf Aktivierungen aus Kaufpreisallokationen -26,9 -23,1 -16,8
Wertminderungen auf Aktivierungen aus Kaufpreisallokationen -3,9 0,1 -
Realisierung Aufwertungsbetrag auf Vorräte -1,2 - -
Einmaleffekte -197,4 -50,7 <-100
EBIT 309,4 439,9 -29,6

*) vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten (vgl. Seite 218 f.)

Die Überleitung vom EBITDA zum EBIT zeigt die folgende Tabelle:

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Überleitung EBITDA zum EBIT (in Mio. EUR) 2015 2014
EBITDA 429,8 539,9
Abschreibungen auf Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte (siehe Abschnitte 6.1, 6.2, 6.4) -107,7 -100,3
Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte und Goodwill (siehe Abschnitte 6.1, 6.2, 6.3, 6.4) -11,7 0,3
Wertminderungen und Wertaufholungen langfristige finanzielle Vermögenswerte -1,0 -
EBIT 309,4 439,9

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Working Capital zur Bilanzsumme:

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Überleitung Working Capital zur Bilanzsumme (in Mio.
EUR)
31.12.2015 31.12.2014
Working Capital (Stichtag) 546,8 424,4
Working Capital (Stichtag) der Ruhr-Zink -0,3 -0,2
Langfristige Vermögenswerte 2.873,9 2.714,8
Ertragsteuerforderungen 26,1 17,5
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 372,3 390,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.174,2 1.195,9
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 8,1 5,6
zuzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 610,3 639,7
zuzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Fertigungsaufträge 184,5 188,8
zuzüglich passivischer Saldo aus Fertigungsaufträgen 325,5 254,9
Summe Aktiva 6.121,2 5.832,0

10.4 Informationen nach geografischen Regionen

Bei der Darstellung der Informationen nach geografischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden. Die Zuordnung der Vermögenswerte wird nach dem jeweiligen Standort vorgenommen. Die angegebenen Werte beziehen sich auf den Gesamt-Konzern.

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(in Mio.
EUR)
Deutschland Asien Pazifik ACH & Osteuropa Westeuropa, Naher Osten & Afrika Nord- und Mitteleuropa Lateinamerika
01.01.2015 - 31.12.2015            
Außenumsatz 449,3 1.138,7 465,1 752,9 679,9 276,6
Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 1.186,9 131,4 50,9 223,0 543,1 2,7
01.01.2014 - 31.12.2014            
Außenumsatz 413,1 1.120,9 471,9 719,2 745,9 279,3
Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 1.142,3 130,6 52,6 119,5 531,7 3,4
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(in Mio.
EUR)
Nordamerika Summe
01.01.2015 - 31.12.2015    
Außenumsatz 836,8 4.599,3
Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 191,7 2.329,7
01.01.2014 - 31.12.2014    
Außenumsatz 765,4 4.515,7
Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 186,6 2.166,8

Im Berichtsjahr entfielen 767,5 Mio. EUR (Vorjahr 717,7 Mio. EUR) der Umsatzerlöse auf die Vereinigten Staaten von Amerika und 451,1 Mio. EUR (Vorjahr 422,7 Mio. EUR) auf die Volksrepublik China. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die Buchwerte des langfristigen Vermögens (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) in den Niederlanden auf 438,3 Mio. EUR (Vorjahr 430,5 Mio. EUR). Es existieren keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatz im Vergleich zum Konzernumsatz als wesentlich einzustufen ist.

11. Sonstige Erläuterungen

11.1 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für das Geschäftsjahr 2015 sind im Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Auszahlungen der sonstigen nicht fortgeführten Geschäftsbereiche in Höhe von 22.559 T EUR (Vorjahr 5.409 T EUR) enthalten. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit nicht fortgeführter Geschäftsbereiche enthält Zahlungsströme im Zusammenhang mit in Vorjahren veräußerten Geschäftsbereichen einschließlich Mittelzuflüssen aus der Erledigung von Rechtsstreitigkeiten aus Altaktivitäten der mg technologies ag im Wege des Vergleichs.

Die Cash-Flows der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche des Vorjahres enthalten im Wesentlichen die aggregierten Netto-Cash-Flows des Segments GEA HX bis zum Abschluss des Verkaufes zum 31. Oktober 2014 sowie der Cash-Flow aus der Veräußerung.

11.2 Zuschüsse der öffentlichen Hand

Im Berichtsjahr 2015 wurden erfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1.201 T EUR (Vorjahr 842 T EUR) vereinnahmt. Hiervon wurden Zuwendungen für Vermögenswerte in Höhe von 171 T EUR (Vorjahr 364 T EUR) von den Buchwerten der entsprechenden Vermögenswerte abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2015 sind Aufwendungen in Höhe von 28 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) für die mögliche Rückzahlung von erhaltenen Zuschüssen angefallen.

11.3 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

11.3.1 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Geschäftsvorfälle zwischen der GEA Group Aktiengesellschaft und ihren konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Umsätze und Aufwendungen aus Transaktionen zwischen den fortgeführten und den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen wurden dann nicht eliminiert, wenn sie nach dem Abgang des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs weiterhin anfallen werden.

Bei den Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen und Joint Ventures handelt es sich überwiegend um reguläre Liefer- und Leistungsbeziehungen. Die Erträge und Aufwendungen aus Transaktionen des Gesamt-Konzerns mit diesen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) Umsätze Sonstige Erträge Sonstige Aufwendungen
01.01.2015 - 31.12.2015      
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 32.257 1.574 1.823
Joint Ventures 9.739 - -
Summe 41.996 1.574 1.823
01.01.2014 - 31.12.2014      
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 55.324 1.482 2.993
Joint Ventures 8.119 - -
Summe 63.443 1.482 2.993

Zum 31. Dezember 2015 bestanden im Gesamt-Konzern folgende offene Posten aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen:

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(in TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen Sonstige Verbindlichkeiten
31.12.2015        
Nicht konsolidierte Unternehmen 11.638 6.790 14.238 25.959
Joint Ventures 2.715 - - -
Summe 14.353 6.790 14.238 25.959
davon kurzfristig 14.353 6.790 13.381 25.959
31.12.2014        
Nicht konsolidierte Unternehmen 10.639 8.066 18.140 25.285
Joint Ventures 2.870 - - -
Summe 13.509 8.066 18.140 25.285
davon kurzfristig 13.509 8.066 16.740 25.285

Die Außenstände werden mit Banküberweisung beglichen und sind nicht besichert.

11.3.2 Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vorstand und Aufsichtsrat der GEA Group Aktiengesellschaft haben im Geschäftsjahr 2015 insgesamt eine Vergütung in Höhe von 9.543 T EUR (Vorjahr 9.349 T EUR) erhalten. Diese setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

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(in TEUR) 2015 2014
Kurzfristige fällige Leistungen 7.094 7.205
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.900 1.208
Anteilsbasierte Vergütung 549 936
Summe 9.543 9.349

Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten eine Vergütung vom GEA Group Konzern in Höhe von 4.992 T EUR (Vorjahr 5.168 T EUR). Für die früheren Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen nach IFRS von 62.458 T EUR (Vorjahr 64.494 T EUR) gebildet.

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2015 1.168 T EUR (Vorjahr 1.159 T EUR).

Weitere Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht zu entnehmen.

Sonstige Transaktionen von Personen des Vorstands oder Aufsichtsrats oder ihnen nahe stehenden Personen und Unternehmen lagen in der Berichts- und Vergleichsperiode nicht vor.

12. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

12.1 Unternehmenserwerb

Am 2. Februar 2016 hat GEA eine Vereinbarung zur Übernahme von Imaforni Int'l S.p.A., einem führenden Anbieter anspruchsvoller Produktionsanlagen und Lösungen für Feingebäck, geschlossen.

Das im italienischen Verona ansässige Unternehmen mit rund 210 Mitarbeitern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 rund 85 Mio. EUR Umsatz. Diese Akquisition stärkt GEA's "Application Center Bakery" mit modernen Produktionslinien, insbesondere für Kekse und Cracker.

13. Zusätzliche Angaben gemäß § 315a HGB

13.1 Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 17. Dezember 2015 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

13.2 Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter stellt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt dar:

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Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt* 2015 2014
Lohnempfänger 6.192 6.275
Angestellte 11.725 11.902
Fortgeführte Geschäftsbereiche 17.917 18.177
Lohnempfänger - 2.396
Angestellte - 3.011
Nicht fortgeführte Geschäftsbereiche - 5.407
Summe 17.917 23.584

*) Mitarbeiter ohne Auszubildende und ruhende Mitarbeiterverhältnisse

Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgende Mitarbeiteranzahl:

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Mitarbeiter zum Stichtag* 2015 2014
Lohnempfänger 6.112 6.297
Angestellte 11.421 11.946
Fortgeführte Geschäftsbereiche 17.533 18.243
Lohnempfänger - 4
Angestellte 1 -
Nicht fortgeführte Geschäftsbereiche 1 4
Summe 17.534 18.247

*) Mitarbeiter ohne Auszubildende und ruhende Mitarbeiterverhältnisse

13.3 Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für das Geschäftsjahr 2015 berechnete weltweite Honorar teilt sich folgendermaßen auf:

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(in TEUR) 2015 2014
Abschlussprüfung 4.922 4.284
Andere Bestätigungsleistungen 27 1.095
Steuerberatungsleistungen 1.318 1.148
Sonstige Leistungen 1.344 692
Summe 7.611 7.219

Das für das Geschäftsjahr 2015 aufgeführte Honorar für Abschlussprüfung entfällt in Höhe von 43 T EUR auf die Prüfung des Konzernabschlusses 2014.

Im Geschäftsjahr 2014 entfielen Honorare für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 780 T EUR auf Bestätigungsleistungen, die der Finanzierung des Kaufpreises für den Geschäftsbereich GEA HX durch den Käufer dienten. Durch einen entsprechend ausgestalteten Kaufpreismechanismus wurden diese Aufwendungen wirtschaftlich vom Käufer getragen.

13.4 Beteiligungsliste

Die folgende Liste führt alle Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen auf. Nicht dargestellt werden, mit Ausnahme von sonstigen Beteiligungen im Sinne des § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB, Beteiligungen an Unternehmen, an denen die GEA Group weder einen beherrschenden noch einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann.

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Gesellschaft Sitz Land Anteilsbesitz
(in %)
Tochterunternehmen      
"SEMENOWSKY VAL" Immobilien-Verwaltungs-GmbH Bochum Deutschland 100,00
Beijing Tetra Laval Food Machinery Company Limited i.L. Beijing China 90,00
Bock Australia Pty. Ltd. Banksmeadow, New South Wales Australien 100,00
Breconcherry Ltd. Bromyard, Herefordshire Großbritannien 100,00
Brouwers Equipment B.V. Leeuwarden Niederlande 100,00
Brückenbau Plauen GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00
CFS Asia Ltd. Bangna, Bangkok Thailand 99,9998
CMT Costruzioni Meccaniche e Tecnologia S.p.A Peveragno, Cueno Italien 100,00
COMAS S.p.A. Torrebelvicino, Vicenza Italien 100,00
Convenience Food Systems S.A. de C.V. Mexico-City Mexiko 100,00
Dairy Technology Services Pty Limited Kyabram, Victoria Australien 100,00
DE GEA Westfalia Separator Ukraine Kiew Ukraine 100,00
Dixie-Union (UK) Ltd. Milton Keynes Großbritannien 100,00
Farmers Industries Limited Mt. Maunganui South, Tauranga Neuseeland 100,00
Finsamoc S.p.A. Vicenza Italien 100,00
GEA (Philippines) Inc. Manila Philippinen 100,00
GEA (Shanghai) Farm Technologies Company Ltd. Shanghai China 100,00
GEA Andina S.A.S. Medellin Kolumbien 100,00
GEA Aseptomag AG Kirchberg Schweiz 100,00
GEA Aseptomag Holding AG Kirchberg Schweiz 100,00
GEA Avapac Ltd. Hamilton Neuseeland 100,00
GEA AWP GmbH Prenzlau Deutschland 100,00
GEA Barr-Rosin Ltd. Maidenhead, Berkshire Großbritannien 100,00
GEA Beteiligungsgesellschaft AG i.L. Bochum Deutschland 100,00
GEA Beteiligungsgesellschaft I mbH Bochum Deutschland 100,00
GEA Beteiligungsgesellschaft II mbH Düsseldorf Deutschland 100,00
GEA Beteiligungsgesellschaft III mbH Düsseldorf Deutschland 100,00
GEA Bischoff GmbH Essen Deutschland 100,00
GEA Bischoff Oy Helsinki Finnland 100,00
GEA Bock Compressors (Hangzhou) Co., Ltd. Hangzhou, Zhejiang China 100,00
GEA Bock Czech s.r.o. Stribro Tschechische Republik 100,00
GEA Bock GmbH Frickenhausen Deutschland 100,00
GEA Brewery Systems GmbH Kitzingen Deutschland 100,00
GEA Canada Inc. Saint John, New Brunswick Kanada 100,00
GEA CEE GmbH Wien Österreich 100,00
GEA Central America S.A. Panama Panama 100,00
GEA Colby Pty. Ltd. Sydney Australien 100,00
GEA De Klokslag Automatisering B.V. Bolsward Niederlande 100,00
GEA De Klokslag Engineering B.V. Bolsward Niederlande 100,00
GEA De Klokslag Machinefabriek B.V. Bolsward Niederlande 100,00
GEA Diessel GmbH Hildesheim Deutschland 100,00
GEA Dutch Holding B.V. s-Hertogenbosch Niederlande 100,00
GEA Energietechnik Anlagen- und Betriebs-GmbH Bochum Deutschland 100,00
GEA Equipamentos e Soluções S.A. Jaguariúna Brasilien 100,00
GEA Erste Kapitalbeteiligungen GmbH & Co. KG Bochum Deutschland 100,00
GEA Eurotek Ltd. Aylsham Großbritannien 100,00
GEA Exergy AB Göteborg Schweden 100,00
GEA Farm Technologies (Ireland) Ltd. Cork Irland 100,00
GEA Farm Technologies (UK) Limited Warminster Großbritannien 100,00
GEA Farm Technologies Argentina S.R.L. Buenos Aires Argentinien 100,00
GEA Farm Technologies Australia Pty. Ltd. Tullamarine, Victoria Australien 100,00
GEA Farm Technologies Austria GmbH Plainfeld Österreich 100,00
GEA Farm Technologies Belgium N.V. Olen Belgien 100,00
GEA Farm Technologies Bulgaria EOOD Sofia Bulgarien 100,00
GEA Farm Technologies Canada Inc. Drummondville, Quebec Kanada 100,00
GEA Farm Technologies Chile SpA Osorno Chile 100,00
GEA Farm Technologies Croatia d.o.o. Dugo Selo Kroatien 100,00
GEA Farm Technologies CZ, spol. s.r.o. Napajedla Tschechische Republik 100,00
GEA Farm Technologies France SAS Château-Thierry Frankreich 100,00
GEA Farm Technologies GmbH Bönen Deutschland 100,00
GEA Farm Technologies Ibérica S.L. Granollers Spanien 100,00
GEA Farm Technologies Japy SAS Saint-Apollinaire Frankreich 100,00
GEA Farm Technologies Mullerup A/S Ullerslev Dänemark 100,00
GEA Farm Technologies Nederland B.V. Leeuwarden Niederlande 100,00
GEA Farm Technologies New Zealand Limited Frankton, Hamilton Neuseeland 100,00
GEA Farm Technologies Romania S.R.L.. Alba Julia Rumänien 100,00
GEA Farm Technologies Serbia d.o.o. Belgrad Serbien 100,00
GEA Farm Technologies Slovakia spol. s.r.o. Piestany Slowakei 100,00
GEA Farm Technologies Sp. z o.o. Bydgoszcz Polen 100,00
GEA Farm Technologies Tarim Ekip.Mak.Kim. Tek.Dan.San.Tic.Ltd.Sti. Kemalpasa, Izmir Türkei 100,00
GEA Farm Technologies, Inc. Wilmington, Delaware USA 100,00
GEA Finland Oy Helsinki Finnland 100,00
GEA Food Solutions (Beijing) Co., Ltd. Beijing China 100,00
GEA Food Solutions Asia Co. Limited Hong Kong China 100,00
GEA Food Solutions B.V. Bakel Niederlande 100,00
GEA Food Solutions Bakel B.V. Bakel Niederlande 100,00
GEA Food Solutions Chile Comercializadora Limitada Santiago de Chile Chile 100,00
GEA Food Solutions Czech s.r.o. Prag Tschechische Republik 100,00
GEA Food Solutions Denmark A/S Slagelse Dänemark 100,00
GEA Food Solutions France SAS Beaucouzé Frankreich 100,00
GEA Food Solutions Germany GmbH Biedenkopf-Wallau Deutschland 100,00
GEA Food Solutions GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00
GEA Food Solutions International A/S Slagelse Dänemark 100,00
GEA Food Solutions International B.V. Bakel Niederlande 100,00
GEA Food Solutions Italy S.r.l. Grumello Del Monte Italien 100,00
GEA Food Solutions Japan K.K. Shibuya-ku,Tokyo Japan 100,00
GEA Food Solutions Korea Co., Ltd. Seoul Südkorea 100,00
GEA Food Solutions Middle East F.Z.E. Dubai Vereinigte Arabische Emirate 100,00
GEA Food Solutions Nordic A/S Slagelse Dänemark 100,00
GEA Food Solutions North America, Inc. Frisco USA 100,00
GEA Food Solutions Poland Sp. z o.o. Warschau Polen 100,00
GEA Food Solutions RUS ZAO Moskau Russische Föderation 100,00
GEA Food Solutions South Africa (Pty) Ltd. Midrand Südafrika 100,00
GEA Food Solutions Switzerland AG Rothrist Schweiz 100,00
GEA Food Solutions UK & Ireland Ltd. Milton Keynes Großbritannien 100,00
GEA Food Solutions Ukraine LLC Kiew Ukraine 100,00
GEA Food Solutions Weert B.V. Weert Niederlande 100,00
GEA Grasso TOV Kiew Ukraine 100,00
GEA Grasso UAB Vilnius Litauen 100,00
GEA Grenco Ltd. Sittingbourne, Kent Großbritannien 100,00
GEA Group Holding France SAS Montigny le Bretonneux Frankreich 100,00
GEA Group Holding GmbH Bochum Deutschland 100,00
GEA Group Holdings (UK) Limited Eastleigh, Hampshire Großbritannien 100,00
GEA Insurance Broker GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00
GEA Ireland Limited Kildare Irland 100,00
GEA IT Services GmbH Oelde Deutschland 100,00
GEA Lyophil (Beijing) Ltd. Beijing China 100,00
GEA Lyophil GmbH Hürth Deutschland 100,00
GEA Mechanical Equipment (Tianjin) Co., Ltd. Wuqing China 100,00
GEA Mechanical Equipment Canada, Inc. Saint John, New Brunswick Kanada 100,00
GEA Mechanical Equipment GmbH Oelde Deutschland 100,00
GEA Mechanical Equipment Italia S.p.A. Parma Italien 100,00
GEA Mechanical Equipment UK Limited Milton Keynes Großbritannien 100,00
GEA Mechanical Equipment US, Inc. Wilmington, Delaware USA 100,00
GEA Messo GmbH Duisburg Deutschland 100,00
GEA Middle East FZE Dubai Ver.Arab.Emir. 100,00
GEA Milfos International Limited Frankton, Hamilton Neuseeland 100,00
GEA mts flowtec AG Kirchberg Schweiz 100,00
GEA New Zealand Limited Stratford Neuseeland 100,00
GEA NIRO GmbH Müllheim Deutschland 100,00
GEA Niro PT B.V. s-Hertogenbosch Niederlande 100,00
GEA North America, Inc. Delaware USA 100,00
GEA Norway AS Oslo Norwegen 100,00
GEA Nu-Con Limited Penrose, Auckland Neuseeland 100,00
GEA Nu-Con Pty. Ltd. Sutherland, Sydney Australien 100,00
GEA Pharma Systems (India) Private Limited Vadodara, Gujarat Indien 100,00
GEA Pharma Systems AG Bubendorf Schweiz 100,00
GEA Pharma Systems Limited Eastleigh Hampshire Großbritannien 100,00
GEA Power Cooling de Mexico S. de R.L. de C.V. Naucalpan de Juárez, Mexico Mexiko 100,00
GEA Process Engineering (India) Private Limited Vadodara, Gujarat Indien 100,00
GEA Process Engineering (Philippines) Inc. Manila Philippinen 100,00
GEA Process Engineering (Pty) Ltd. Midrand Südafrika 100,00
GEA Process Engineering (Thailand) Co., Ltd. Bangkok Thailand 100,00
GEA Process Engineering A/S Soeborg Dänemark 100,00
GEA Process Engineering Asia Ltd. Hong Kong China 100,00
GEA Process Engineering CEE Kft. Budaörs Ungarn 100,00
GEA Process Engineering Chile S.A. Santiago de Chile Chile 100,00
GEA Process Engineering China Limited Shanghai China 100,00
GEA Process Engineering China Ltd. Shanghai China 100,00
GEA Process Engineering Inc. Columbia USA 100,00
GEA Process Engineering Japan Ltd. Tokyo Japan 100,00
GEA Process Engineering Ltd. Birchwood, Cheshire, Warrington Großbritannien 100,00
GEA Process Engineering Ltd. Penrose, Auckland Neuseeland 100,00
GEA Process Engineering N.V. Halle Belgien 100,00
GEA Process Engineering Nederland B.V. Deventer Niederlande 100,00
GEA Process Engineering OOO Moskau Russische Föderation 100,00
GEA Process Engineering Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00
GEA Process Engineering Pty. Ltd. Blackburn, Victoria Australien 100,00
GEA Process Engineering S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00
GEA Process Engineering S.A. Alcobendas, Madrid Spanien 100,00
GEA Process Engineering S.A. de C.V. Naucalpan de Juárez, Mexico Mexiko 100,00
GEA Process Engineering S.A.S. Saint-Quentin en Yvelines Ced. Frankreich 100,00
GEA Process Engineering S.p.A. Segrate Italien 100,00
GEA Process Engineering s.r.o. Brno Tschechische Republik 100,00
GEA Process Engineering Taiwan Ltd. Taipeh Taiwan 100,00
GEA Process Engineering Trading (Shanghai) Limited Shanghai China 100,00
GEA Process Engineering Z o.o. Warschau Polen 100,00
GEA PROCESS MÜHENDISLIK MAKINE INSAAT TAAHÜT ITHALAT IHRACAT DANIS. SAN. VE TIC. LTD. STI. Kemalpasa, Izmir Türkei 100,00
GEA Process Technologies Ireland Limited Dublin Irland 100,00
GEA Procomac S.p.A. Sala Baganza Italien 100,00
GEA Real Estate GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00
GEA Refrigeration (Thailand) Co. Ltd. Nonthaburi Thailand 99,9994
GEA Refrigeration Africa (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
GEA Refrigeration Australia Pty. Ltd. Carrum Downs, Victoria Australien 100,00
GEA Refrigeration Canada Inc. Richmond Kanada 100,00
GEA Refrigeration Components (Nordic) A/S Skanderborg Dänemark 100,00
GEA Refrigeration Components (UK) Ltd. Ross-on-Wye, Herfordshire Großbritannien 100,00
GEA Refrigeration Czech Republic s.r.o. Prag Tschechische Republik 100,00
GEA Refrigeration France SAS Les Sorinières Frankreich 100,00
GEA Refrigeration Germany GmbH Berlin Deutschland 100,00
GEA Refrigeration Hong Kong Ltd. Hong Kong China 100,00
GEA Refrigeration Ibérica S.A. Alcobendas, Madrid Spanien 100,00
GEA Refrigeration India Private Limited Vadodara, Gujarat Indien 100,00
GEA Refrigeration Ireland Limited Cavan Irland 100,00
GEA Refrigeration Italy S.p.A. Castel Maggiore, Bologna Italien 100,00
GEA Refrigeration Maghreb Sarlau Casablanca Marokko 100,00
GEA Refrigeration Malaysia Sdn. Bhd. Petaling Jaya Malaysia 100,00
GEA Refrigeration Netherlands N.V. s-Hertogenbosch Niederlande 100,00
GEA Refrigeration North America, Inc. York , Pennsylvania USA 100,00
GEA Refrigeration Poland Sp. z o. o. Gdynia Polen 100,00
GEA Refrigeration Romania S.R.L. Cluj-Napoca Rumänien 100,00
GEA Refrigeration Singapore Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00
GEA Refrigeration Technologies GmbH Bochum Deutschland 100,00
GEA Refrigeration Technology (Suzhou) Co., Ltd. Suzhou China 100,00
GEA Refrigeration UK Ltd. London Großbritannien 100,00
GEA Refrigeration Vietnam Co. Ltd. Ho Chi Min City Vietnam 100,00
GEA Scan-Vibro A/S Svendborg Dänemark 100,00
GEA Segment Management Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00
GEA Services and Components OOO Moskau Russische Föderation 100,00
GEA Suisse AG Ittigen Schweiz 100,00
GEA Sweden AB Göteborg Schweden 100,00
GEA TDS GmbH Sarstedt Deutschland 100,00
GEA Tuchenhagen France Hoenheim Frankreich 100,00
GEA Tuchenhagen GmbH Büchen Deutschland 100,00
GEA Tuchenhagen Polska sp. z o.o. Koszalin Polen 100,00
GEA Verwaltungs AG Düsseldorf Deutschland 100,00
GEA West Africa Limited Lagos Nigeria 100,00
GEA Westfalia Separator (China) Ltd. Wanchai,HongKong China 100,00
GEA Westfalia Separator (Malaysia) SDN. BHD. Petaling Jaya Malaysia 100,00
GEA Westfalia Separator (S.E.A.) PTE. LTD. Singapur Singapur 100,00
GEA Westfalia Separator (Thailand) Ltd. Bangkok Thailand 97,30
GEA Westfalia Separator (Tianjin) Co., Ltd. Tianjin China 100,00
GEA Westfalia Separator Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00
GEA Westfalia Separator Australia Pty. Ltd. Thomastown ,Victoria Australien 100,00
GEA Westfalia Separator Belgium N.V. Schoten Belgien 100,00
GEA Westfalia Separator Chile S.A. Santiago de Chile Chile 100,00
GEA Westfalia Separator CIS Ltd. Moskau Russische Föderation 100,00
GEA Westfalia Separator CZ s.r.o. Prag Tschechische Republik 100,00
GEA Westfalia Separator Deutschland GmbH Oelde Deutschland 100,00
GEA Westfalia Separator DK A/S Skanderborg Dänemark 100,00
GEA Westfalia Separator France Château-Thierry Frankreich 100,00
GEA Westfalia Separator Group GmbH Oelde Deutschland 100,00
GEA Westfalia Separator Hellas A.E. Athen Griechenland 100,00
GEA Westfalia Separator Hungária Kft. Budaörs Ungarn 100,00
GEA Westfalia Separator Ibérica, S.A. Granollers Spanien 100,00
GEA Westfalia Separator Iceland ehf Reykjavik Island 100,00
GEA Westfalia Separator India Private Limited New Delhi Indien 100,00
GEA Westfalia Separator Indonesia, PT Jakarta Indonesien 100,00
GEA Westfalia Separator Ireland Ltd. Ballincollig Cork Irland 100,00
GEA Westfalia Separator Japan K.K. Minato-ku,Tokyo Japan 100,00
GEA Westfalia Separator Korea Ltd. Seoul Südkorea 100,00
GEA Westfalia Separator Mexicana S.A. de C.V. Cuernavaca,Morelos Mexiko 100,00
GEA Westfalia Separator Nederland B.V. Cuijk Niederlande 100,00
GEA Westfalia Separator Nederland Services B.V. Cuijk Niederlande 100,00
GEA Westfalia Separator NZ Ltd. Mount Wellington, Auckland Neuseeland 100,00
GEA Westfalia Separator Phils. Inc. Manila Philippinen 100,00
GEA Westfalia Separator Polska Sp. z o.o. Warschau Polen 100,00
GEA Westfalia Separator Production France Château-Thierry Frankreich 100,00
GEA Westfalia Separator Romania S.R.L. Bukarest Rumänien 100,00
GEA Westfalia Separator Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti. Kemalpasa, Izmir Türkei 100,00
GEA Westfalia Separator South Africa (Pty) Ltd. Midrand Südafrika 100,00
GEA Wiegand GmbH Ettlingen Deutschland 100,00
Hilge GmbH & Co. KG Bodenheim Deutschland 94,00
Hilge International Verwaltungs GmbH Bodenheim Deutschland 100,00
Hovex B.V. Veendam Niederlande 100,00
KET Marine Asia Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00
KET Marine International B.V. Zevenbergen Niederlande 100,00
Kupferbergbau Stadtberge zu Niedermarsberg GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00
LL Plant Engineering (India) Private Limited Mumbai Maharashtra Indien 100,00
LL Plant Engineering AG Ratingen Deutschland 100,00
mg Altersversorgung GmbH Bochum Deutschland 100,00
mg capital gmbh Bochum Deutschland 100,00
MG Stahlhandel GmbH Bochum Deutschland 100,00
mg venture capital ag i.L. Bochum Deutschland 100,00
mg vv Projektgesellschaft Hornpottweg GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00
Milfos Australia Pty. Limited Sydney Australien 100,00
Milfos UK Limited Droitwich, Worcestershire Großbritannien 100,00
Niro Sterner Inc. Columbia USA 100,00
Nu-Con (Shanghai) Trading Co. Ltd. Pudong, Shanghai China 100,00
Nu-Con Systems SDN. BHD. Shah Alam, Selangor Malaysia 100,00
OOO GEA Farm Technologies Rus Moskau Russische Föderation 100,00
OOO GEA Farm Technologies Ukraine Bila Zerkva Ukraine 100,00
OOO GEA Refrigeration RUS Moskau Russische Föderation 100,00
Paul Pollrich GmbH Herne Deutschland 100,00
Pelacci S.R.L. i.L. Sala Baganza Italien 67,00
PT. GEA Refrigeration Indonesia Jakarta Barat, Cengkareng Indonesien 100,00
Royal de Boer Stalinrichtingen B.V. Leeuwarden Niederlande 100,00
Ruhr-Zink GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00
Sachtleben Bergbau Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Lennestadt Deutschland 100,00
Stemal Due S.r.l. Torrebelvicino, Vicenza Italien 100,00
Stemal S.r.l. Torrebelvicino, Vicenza Italien 100,00
Trennschmelz Altersversorgung GmbH Bochum Deutschland 100,00
VDM-Hilfe GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00
Wilarus OOO Kolomna Russische Föderation 100,00
Wolfking Limited Milton Keynes Großbritannien 100,00
Wolfking LLC Frisco USA 100,00
ZiAG Plant Engineering GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00
Assoziierte Unternehmen      
IMAI S.A. Buenos Aires Argentinien 20,00
Polyamid 2000 Handels- und Produktionsgesellschaft Premnitz AG i.I. Premnitz Deutschland 49,90
Technofrigo Abu Dhabi i.L. Abu Dhabi Vereinigte Arabische Emirate 49,00
ZAO Moscow Coffee House Moskau Russische Föderation 29,00
Gemeinschaftsunternehmen      
Blue Glacier Technology, LLC Durham USA 50,00
Crismil S.A. Montevideo Uruguay 49,00
GEA ORION Farm Technologies Co., Ltd. Nagano Japan 49,00
GRADE Grasso Adearest Limited Dubai Vereinigte Arabische Emirate 50,00
GRADE Refrigeration LLC Sharjah Vereinigte Arabische Emirate 49,00
Merton Wohnprojekt GmbH Frankfurt am Main Deutschland 50,00
Sonstige Beteiligungen nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB      
Bauverein Oelde GmbH Oelde Deutschland 35,50
EPSA Empresa Paulista de Servicos Ambientais S.A. Sao Paulo, Sao Paulo Brasilien 47,50
Indo Technofrigo Ltd. i.L. Rajkot Indien 49,00

13.5 Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 und § 264b HGB

Die folgenden Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften und bestimmte Personengesellschaften geltenden ergänzenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit:

GEA AWP GmbH, Prenzlau GEA Bischoff GmbH, Essen

GEA Bock GmbH, Frickenhausen

GEA Brewery Systems GmbH, Kitzingen

GEA Diessel GmbH, Hildesheim

GEA Energietechnik Anlagen- und Betriebs-GmbH, Bochum

GEA Erste Kapitalbeteiligungen GmbH & Co. KG, Bochum

GEA Farm Technologies GmbH, Bönen

GEA Food Solutions Germany GmbH, Biedenkopf-Wallau

GEA Group Holding GmbH, Bochum

GEA Insurance Broker GmbH, Frankfurt am Main

GEA IT Services GmbH, Oelde

GEA Lyophil GmbH, Hürth

GEA Mechanical Equipment GmbH, Oelde

GEA Messo GmbH, Duisburg

GEA Niro GmbH, Müllheim

GEA Real Estate GmbH, Frankfurt am Main

GEA Refrigeration Germany GmbH, Berlin

GEA Refrigeration Technologies GmbH, Bochum

GEA TDS GmbH, Sarstedt

GEA Tuchenhagen GmbH, Büchen

GEA Westfalia Separator Deutschland GmbH, Oelde

GEA Westfalia Separator Group GmbH, Oelde

GEA Wiegand GmbH, Ettlingen

Hilge GmbH & Co. KG, Bodenheim

LL Plant Engineering AG, Ratingen

mg Altersversorgung GmbH, Bochum

mg capital gmbh, Bochum

mg vv Projektgesellschaft Hornpottweg GmbH, Frankfurt am Main

Paul Pollrich GmbH, Herne

ZiAG Plant Engineering GmbH, Frankfurt am Main

 

Düsseldorf, 26. Februar 2016

Der Vorstand

Jürg Oleas

Dr. Helmut Schmale

Steffen Bersch

Niels Erik Olsen

Dr. Stephan Petri

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalspiegel und Konzernanhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (Zusammengefasster Konzernlagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Zusammengefassten Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 26. Februar 2016

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Guido Moesta, Wirtschaftsprüfer

Dr. Markus Zeimes, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Düsseldorf, 26. Februar 2016

Der Vorstand

Jürg Oleas

Dr. Helmut Schmale

Steffen Bersch

Niels Erik Olsen

Dr. Stephan Petri

Organe der Gesellschaft und ihre Mandate

Vorstand

Jürg Oleas, Meerbusch/Hausen b. Brugg (Schweiz), CEO - Vorstandsvorsitzender

a) - LL Plant Engineering AG, Ratingen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

b) - GEA Process Engineering A/S, S0borg, Dänemark, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- RUAG Holding AG, Bern, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

- Holcim Ltd, Zürich, Schweiz, Mitglied des Board of Directors (bis 10.07.2015)

- BIH SA, Jona, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats (seit 27.11.2015)

- Schweizerische Cement-Industrie-Aktiengesellschaft, Jona, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats (seit 27.11.2015)

Dr. Helmut Schmale, Bochum, CFO - Finanzvorstand

b) - GEA North America, Inc., Delaware, USA, Vorsitzender des Board of Directors

- Commerzbank AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Regionalbeirats Nordwest

Markus Hüllmann, Rheda-Wiedenbrück, Mitglied des Vorstands (bis 31.12.2015)

b) - GEA North America, Inc., Delaware, USA, Mitglied des Board of Directors

- DECHEMA e.V., Frankfurt/Main, Mitglied im Vorstand

Dr. Stephan Petri, Essen, Personal & Recht, Revision - Mitglied des Vorstands

a) - LL Plant Engineering AG, Ratingen, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

- GEA Farm Technologies GmbH, Bönen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- GEA Westfalia Separator Group GmbH, Oelde, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat

Dr. Jürgen Heraeus, Maintal, Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH

a) - Heraeus Holding GmbH, Hanau, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, Frankfurt am Main, Mitglied des Aufsichtsrats

- Messer Group GmbH, Sulzbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Reinhold Siegers, Mönchengladbach, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats stellv. Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der GEA Group Aktiengesellschaft

Ahmad M.A. Bastaki, Safat, Kuwait, Executive Director, Planning and Senior Management Support, Office of the Managing Director, Kuwait Investment Authority

Prof. Dr. Ing. Werner Bauer, Lutry, Schweiz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nestle Deutschland AG

a) - Nestle Deutschland AG, Frankfurt am Main, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- Bertelsmann SE & Co. KGaA/Bertelsmann Management SE, Gütersloh, Mitglied des Aufsichtsrats

b) - Lonza S.A., Basel, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

- Givaudan S.A., Vernier, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

Hartmut Eberlein, Gehrden, Vorsitzender des Prüfungsausschusses GEA Group Aktiengesellschaft

Rainer Gröbel, Sulzbach/Ts., Bereichsleiter, IG Metall, Vorstand

a) - Schunk GmbH, Heuchelheim, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Michael Kämpfert, Düsseldorf, Vice President HR DACH & EE

Eva-Maria Kerkemeier, Herne, 1. Bevollmächtigte der IG Metall, Herne Bochum

Brigitte Krönchen, Oelde, stellv. Vorsitzender des Betriebsrats er GEA Farm Technologies GmbH, Bönen

Kurt-Jürgen Löw, Ebernhahn, Konzernbetriebsratsvorsitzender der GEA Group Aktiengesellschaft

a) - GEA Westfalia Separator Group GmbH, Oelde, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Helmut Perlet, München, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE

a) - Allianz SE, München, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- Commerzbank AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Aufsichtsrats

Jean Spence, Wilmette/IL, USA, Executive Vice President Research, Development & Quality Mondeléz International (bis 01.04. 2015) Unternehmensberaterin, President, JES Consulting, LLC

Ausschüsse des Aufsichtsrats der GEA Group Aktiengesellschaft (Stand 31.12.2015)

Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG (Vermittlungsausschuss)

Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender

Dr. Helmut Perlet

Reinhold Siegers

Kurt-Jürgen Löw

Präsidialausschuss (Präsidium)

Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender

Dr. Helmut Perlet

Reinhold Siegers

Rainer Gröbel

Prüfungsausschuss

Hartmut Eberlein, Vorsitzender

(Finanzexperte im Sinne des §100 Abs. 5 AktG)

Dr. Jürgen Heraeus

Kurt-Jürgen Löw

Brigitte Krönchen

Nominierungsausschuss

Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender

Prof. Dr. Ing. Werner Bauer

Dr. Helmut Perlet

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Jahresabschluss zum 31.12.2015

Der zusammengefasste Konzernlagebericht ist im Konzernabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft enthalten, der im Geschäftsbericht für 2015 auf den Seiten 22 - 101 abgedruckt ist.

Der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft wird gemäß § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Organe der Gesellschaft und ihre Mandate

Vorstand

Jürg Oleas, Meerbusch/Hausen b. Brugg (Schweiz), CEO - Vorstandsvorsitzender

a) - LL Plant Engineering AG, Ratingen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

b) - GEA Process Engineering A/S, Søborg, Dänemark, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- RUAG Holding AG, Bern, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

- Holcim Ltd, Zürich, Schweiz, Mitglied des Board of Directors (bis 10.07.2015)

- BIH SA, Jona, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats (seit 27.11.2015)

- Schweizerische Cement-Industrie-Aktiengesellschaft, Jona, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats (seit 27.11.2015)

Dr. Helmut Schmale, Bochum, CFO - Finanzvorstand

b) - GEA North America, Inc., Delaware, USA, Vorsitzender des Board of Directors

- Commerzbank AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Regionalbeirats Nordwest

Markus Hüllmann, Rheda-Wiedenbrück, Mitglied des Vorstands (bis 31.12.2015)

b) - GEA North America, Inc., Delaware, USA, Mitglied des Board of Directors

- DECHEMA e.V., Frankfurt/Main, Mitglied im Vorstand

Dr. Stephan Petri, Essen, Personal & Recht, Revision - Mitglied des Vorstands

a) - LL Plant Engineering AG, Ratingen, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

- GEA Farm Technologies GmbH, Bönen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- GEA Westfalia Separator Group GmbH, Oelde, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat

Dr. Jürgen Heraeus, Maintal, Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH

a) - Heraeus Holding GmbH, Hanau, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, Frankfurt am Main, Mitglied des Aufsichtsrats

- Messer Group GmbH, Sulzbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Reinhold Siegers, Mönchengladbach, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats stellv. Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der GEA Group Aktiengesellschaft

Ahmad M.A. Bastaki, Safat, Kuwait, Executive Director, Planning and Senior Management Support, Office of the Managing Director, Kuwait Investment Authority

Prof. Dr. Ing. Werner Bauer, Lutry, Schweiz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nestle Deutschland AG

a) - Nestle Deutschland AG, Frankfurt am Main, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- Bertelsmann SE & Co. KGaA / Bertelsmann Management SE, Gütersloh, Mitglied des Aufsichtsrats

b) - Lonza S.A., Basel, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

- Givaudan S.A., Vernier, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats

Hartmut Eberlein, Gehrden, Vorsitzender des Prüfungsausschusses GEA Group Aktiengesellschaft

Rainer Gröbel, Sulzbach/Ts., Bereichsleiter, IG Metall, Vorstand

a) - Schunk GmbH, Heuchelheim, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Michael Kämpfert, Düsseldorf, Vice President HR DACH & EE

Eva-Maria Kerkemeier, Herne, 1. Bevollmächtigte der IG Metall, Herne Bochum

Brigitte Krönchen, Oelde, stellv. Vorsitzender des Betriebsrats der GEA Farm Technologies GmbH, Bönen

Kurt-Jürgen Löw, Ebernhahn, Konzernbetriebsratsvorsitzender der GEA Group Aktiengesellschaft

a) - GEA Westfalia Separator Group GmbH, Oelde, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Helmut Perlet, München, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE

a) - Allianz SE, München, Vorsitzender des Aufsichtsrats

- Commerzbank AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Aufsichtsrats

Jean Spence, Wilmette/IL, USA, Executive Vice President Research, Development & Quality Mondeléz International (bis 01.04. 2015) Unternehmensberaterin, President, JES Consulting, LLC

Ausschüsse des Aufsichtsrats der GEA Group Aktiengesellschaft (Stand 31.12.2015)

Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG (Vermittlungsausschuss)

Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender

Dr. Helmut Perlet

Reinhold Siegers

Kurt-Jürgen Löw

Präsidialausschuss (Präsidium)

Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender

Dr. Helmut Perlet

Reinhold Siegers

Rainer Gröbel

Prüfungsausschuss

Hartmut Eberlein, Vorsitzender

(Finanzexperte im Sinne des §100 Abs. 5 AktG)

Dr. Jürgen Heraeus

Kurt-Jürgen Löw

Brigitte Krönchen

Nominierungsausschuss

Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender

Prof. Dr. Ing. Werner Bauer

Dr. Helmut Perlet

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Bilanz Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015

Aktiva

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(in TEUR) Anhang Nr. 31.12.2015 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände   3.840 3.978
Sachanlagen   1.549 1.987
Anteile an verbundenen Unternehmen   2.174.517 2.174.517
Ausleihungen an verbundene Unternehmen   426.031 668.225
Finanzanlagen   2.600.548 2.842.742
Anlagevermögen 1 2.605.937 2.848.707
Forderungen gegen verbundene Unternehmen   882.552 677.894
Sonstige Vermögensgegenstände   27.784 36.799
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2 910.336 714.693
Wertpapiere 3 37.000 37.036
Guthaben bei Kreditinstituten 4 1.100.511 1.167.241
Umlaufvermögen   2.047.847 1.918.970
Rechnungsabgrenzungsposten 5 3.109 3.189
Summe Aktiva   4.656.893 4.770.866

Passiva

     
(in TEUR) Anhang Nr. 31.12.2015 31.12.2014
Gezeichnetes Kapital (bedingtes Kapital 51.904 T EUR, Vorjahr: 48.660 T EUR)   520.376 520.376
Kapitalrücklage   250.779 250.779
Gewinnrücklagen   731.699 741.699
Bilanzgewinn   154.464 136.545
Eigenkapital 6 1.657.318 1.649.399
Rückstellungen 7 295.867 288.005
Anleihen   274.739 274.739
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   140.000 240.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   2.313 1.552
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   2.272.248 2.301.213
Sonstige Verbindlichkeiten   13.733 13.388
Verbindlichkeiten 8 2.703.033 2.830.892
Rechnungsabgrenzungsposten   675 2.570
Summe Passiva   4.656.893 4.770.866

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015

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(in TEUR) Anhang Nr. 2015 2014
Sonstige betriebliche Erträge 12 435.108 140.629
Personalaufwand 13 -38.660 -32.625
Abschreibungen 14 -760 -1.014
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15 -308.865 -231.536
Beteiligungsergebnis 16 66.211 278.017
Zinsergebnis 17 5.794 324
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   158.828 153.795
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18 -16.162 -13.129
Jahresüberschuss   142.666 140.666
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   1.798 879
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen   10.000 -
Einstellung in andere Gewinnrücklagen   - -5.000
Bilanzgewinn   154.464 136.545

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
(in TEUR) Stand 31.12.2014 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2015
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.167 109 - 6.276
geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände 2.335 86 - 2.421
Summe 8.502 195 - 8.697
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.288 4 -571 9.721
Technische Anlagen und Maschinen 2.296 - - 2.296
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.292 137 -620 3.809
Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 71 - -71 -
Summe 16.947 141 -1.262 15.826
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.332.573 - - 2.332.573
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 679.999 13.974 -256.561 437.412
Summe 3.012.572 13.974 -256.561 2.769.985
Anlagevermögen 3.038.021 14.310 -257.823 2.794.508
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Abschreibungen
(in TEUR) Stand 31.12.2014 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2015 Restbuchwert 31.12.2015 Restbuchwert 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.524 333 - 4.857 1.419 1.643
geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände - - - - 2.421 2.335
Summe 4.524 333 - 4.857 3.840 3.978
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.709 89 -491 9.307 414 579
Technische Anlagen und Maschinen 1.704 57 - 1.761 535 592
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.547 281 -619 3.209 600 745
Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen - - - - - 71
Summe 14.960 427 -1.110 14.277 1.549 1.987
Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 158.056 - - 158.056 2.174.517 2.174.517
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.774 382 -775 11.381 426.031 668.225
Summe 169.830 382 -775 169.437 2.600.548 2.842.742
Anlagevermögen 189.314 1.142 -1.885 188.571 2.605.937 2.848.707

Anhang

Grundsätzliche Ausführungen zum Jahresabschluss

Die GEA Group Aktiengesellschaft übt die Leitungsfunktion im Konzern aus. Mit wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Weiterhin gibt es bei der GEA Group Aktiengesellschaft ein zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement. Daneben stellt sie ihren Tochtergesellschaften Serviceleistungen im Rahmen von Dienstleistungsverträgen zur Verfügung. Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft nicht von dem Geschäftsverlauf, der wirtschaftlichen Lage sowie den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns abweichen, wurde der Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Konzerns zusammengefasst. Der Jahresabschluss basiert - anders als der IFRS-Konzernabschluss - auf dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), ergänzt durch das deutsche Aktiengesetz (AktG).

Zur besseren Übersichtlichkeit werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der GEA Group Aktiengesellschaft einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig nach der linearen Methode über die nach betriebsindividuellen und Branchenerfahrungswerten geschätzten Nutzungsdauern abgeschrieben oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern abweichen. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegt bei Gebäuden in der Regel eine Nutzungsdauer von 20 Jahren zugrunde. Bei anderen Anlagen und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen die Nutzungsdauern überwiegend zwischen drei und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden bis zum Geschäftsjahr 2011 in einem Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2012 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Sach- und Finanzanlagen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei Finanzanlagen erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auch bei vorübergehender Wertminderung. Bei Wegfall des Grundes erfolgt eine entsprechende Zuschreibung.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden insbesondere durch Devisentermingeschäfte gesichert. In Einzelfällen werden Bewertungseinheiten zwischen Sicherungs- und Grundgeschäften gebildet.

Wertpapiere und Rückdeckungsversicherungsansprüche, die zur Absicherung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für eine Saldierung mit den entsprechenden Verpflichtungen erfüllen, werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert.

Die sonstigen Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Darüber hinaus wurde gemäß § 250 Abs. 3 HGB ein Rechnungsabgrenzungsposten für den Unterschiedsbetrag zwischen dem Auszahlungs- und Rückzahlungsbetrag der am 21. April 2011 emittierten Anleihe gebildet.

Rückstellungen, Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sowie pensionsähnliche unmittelbare Verpflichtungen aus der Übernahme von Krankenkassenbeiträgen für Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand (entsprechend den jeweils geltenden Richtlinien) werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte unter Verwendung der Richttafeln 2005 G nach K. Heubeck. Als Rechnungszins wurde vereinfachend der von der Deutschen Bundesbank für die letzten sieben Jahre im Oktober 2015 ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz in Höhe von 3,89 Prozent (Vorjahr 4,55 Prozent) verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Ferner wurden eine angenommene Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,7 Prozent (Vorjahr 2,8 Prozent) sowie eine angenommene Rentensteigerung von 1,0 bis 1,7 Prozent (Vorjahr 1,0 bis 1,8 Prozent) zugrunde gelegt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Innerhalb der Rückstellung für Folgelasten des Bergbaus wurde bei der Bewertung der Rückstellungen für die Grubenwasserreinigung eine Kostensteigerung von 0,7 Prozent p.a. (Vorjahr 0,7 Prozent) berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für die Abzinsung der sonstigen Rückstellungen betrugen die Zinssätze in 2015 je nach Restlaufzeit 2,02 bis 4,00 Prozent (Vorjahr 2,80 bis 4,63 Prozent). Rückstellungen für Verpflichtungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre des jeweiligen Währungsraums abgezinst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der GEA Group Aktiengesellschaft nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen und an denen die GEA Group Aktiengesellschaft als Gesellschafterin mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der GEA Group Aktiengesellschaft von aktuell 30,00 Prozent (Vorjahr 29,97 Prozent). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Für das Geschäftsjahr 2015 ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer, die nicht bilanziert wurde.

Bildung von Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet. Die Sicherungs- und Grundgeschäfte werden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Sofern Bewertungseinheiten gebildet wurden erfolgte keine Bilanzierung der sich ausgleichenden Wertänderungen des Grund- und entsprechenden Sicherungsgeschäfts (sog. "Einfrierungsmethode").

Fremdwährungsumrechnung

Für nicht in Bewertungseinheiten einbezogene Fremdwährungsforderungen und- verbindlichkeiten wird eine Fremdwährungsbewertung wie folgt vorgenommen:

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassakurs am Abschlussstichtag umgerechnet, sofern ihre Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt. Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden jeweils zum Kurs des Transaktionstags oder mit dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden jeweils zum Kurs des Transaktionstags oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Dort sind die Posten des Anlagevermögens gesondert ausgewiesen.

Die Anteilsbesitzliste ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Ausleihungen betreffen Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Gesamtlaufzeit von mehr als einem Jahr, die der dauerhaften Finanzierung der Tochterunternehmen dienen. Die Zugänge resultieren überwiegend aus Herausgabe von neuen Darlehen. Die Abgänge resultieren, neben einer vorzeitigen Tilgung in Höhe von 197.300 T EUR, überwiegend aus planmäßigen Darlehensrückzahlungen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 882.552 677.894
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr - -
davon aus Lieferungen und Leistungen 241 281
Sonstige Vermögensgegenstände 27.784 36.799
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 9.646 10.061
Summe 910.336 714.693
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 9.646 10.061

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus kurzfristigen Mittelaufnahmen von Tochterunternehmen im Rahmen des Konzern-Cash-Pooling.

Der Rückgang der zum Verkauf bestimmten Grundstücke (6.818 T EUR, Vorjahr 8.595 T EUR) resultiert aus der Veräußerung von Teilgrundstücken. Daneben enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände hauptsächlich Forderungen gegen eine Minengesellschaft in Kanada (9.646 T EUR, Vorjahr 10.014 T EUR), Forderungen gegen Finanzbehörden (4.707 T EUR, Vorjahr 13.259 T EUR) sowie die Abgrenzung der Service- und Trademark-Fee an verbundene Unternehmen für das 4. Quartal 2015 (5.763 T EUR, Vorjahr 2.870 T EUR).

3. Wertpapiere

Die Wertpapiere in Höhe von 37.000 T EUR (Vorjahr 37.036 T EUR) beinhalten im Wesentlichen eine börsennotierte variabel verzinsliche Anleihe eines Kreditinstituts mit einer Laufzeit bis zum 30.05.2018. Es wird nicht beabsichtigt die Wertpapiere bis zur Endfälligkeit zu halten.

4. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1.100.511 T EUR (Vorjahr 1.167.241 T EUR) beinhalten in Höhe von 200.000 T EUR (Vorjahr 199.961 T EUR) Termingelder mit einer Restlaufzeit von mindestens 3 Monaten und bis zu 1 Jahr.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktivische Rechnungsabgrenzungsposten resultiert in Höhe von 2.284 T EUR (Vorjahr 2.157 T EUR) aus an Kreditinstitute geleisteten Gebühren im Zusammenhang mit der Gewährung von Barkrediten sowie der Bereitstellung von Barkreditlinien. Die Gebühren stellen eine Gegenleistung für die Bereitstellung dar. Darüber hinaus sind Abgrenzungen für sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 445 T EUR (Vorjahr 535 T EUR) sowie Rentenzahlungen in Höhe von 272 T EUR im Rechnungsabgrenzungsposten enthalten.

Weiterhin enthält der Rechnungsabgrenzungsposten ein Disagio in Höhe von 108 T EUR (Vorjahr 497 T EUR), das aus der Ausgabe einer Anleihe in Höhe von ursprünglich 400.000 T EUR mit einer Laufzeit vom 21. April 2011 bis zum 21. April 2016 resultiert und ratierlich über die Laufzeit verteilt wird.

6. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der GEA Group Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2015 unverändert zum Vorjahr 520.375.766 EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in 192.495.476 (Vorjahr 192.495.476 Aktien) nennbetragslose Stückaktien. Die Aktien sind voll eingezahlt.

Der auf die einzelnen Aktien entfallende rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt wie im Vorjahr gerundet 2,70 EUR.

Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Genehmigtes Kapital

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Beschluss der Hauptversammlung Laufzeit bis Betrag
EUR
Genehmigtes Kapital I 24. April 2012 23. April 2017 77.000.000
Genehmigtes Kapital II 16. April 2015 15. April 2020 130.000.000
Genehmigtes Kapital III 16. April 2015 15. April 2020 52.000.000
Summe     259.000.000

Bei dem Genehmigten Kapital I ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 23. April 2017 das Grundkapital um bis zu 77 Mio. EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Die neuen Aktien können auch von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Bei dem Genehmigten Kapital II ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. April 2020 das Grundkapital um bis zu 130 Mio. EUR ganz oder teilweise, durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen auszuschließen.

Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) um eine Aktiendividende (scrip dividend) durchzuführen, bei der den Aktionären der GEA Group Aktiengesellschaft angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien einzulegen, (ii) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen und (iii) um Gläubigern der von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde. Der anteilige Betrag am Grundkapital der GEA Group Aktiengesellschaft, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 10 Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital II sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bei dem Genehmigten Kapital III ist Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. April 2020 das Grundkapital um bis zu 52 Mio. EUR ganz oder teilweise, durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital III) und dabei gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Im Rahmen dieses Bezugsrechtsausschlusses dürfen die auszugebenden Aktien gem. §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung überschreiten (Höchstgrenze). Die Höchstgrenze vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf eigene Aktien entfällt, die (i) während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden oder (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten auszugeben sind, die von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals III unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, (i) um Spitzenbeträge auszugleichen und (ii) um den Gläubigern der von der GEA Group Aktiengesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. -pflichten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital III sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bedingtes Kapital

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(in
EUR)
31.12.2015 31.12.2014
Options- und Wandelschuldverschreibungen gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 16. April 2015 51.903.634 -
Options- und Wandelschuldverschreibungen gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 21. April 2010 - 48.659.657
Summe 51.903.634 48.659.657

Das Grundkapital wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. April 2015 um bis zu 51.903.633,82 EUR, eingeteilt in bis zu 19.200.000 auf den Inhaber lautendende Stückaktien bedingt erhöht (§ 4 Abs. 6 der Satzung, Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente, die die GEA Group Aktiengesellschaft oder deren Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 16. April 2015 gegen Bareinlage ausgegeben haben, ihre Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit die Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten nicht durch eigene Aktien, durch Ausgabe von Aktien aus genehmigten Kapital oder durch andere Leistungen bedient werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die neuen Aktien nehmen ab Beginn des Geschäftsjahrs, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. der Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden wie im Vorjahr keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 250.778.647 EUR.

In der Kapitalrücklage sind keine anderen Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB enthalten.

Gewinnrücklagen

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Andere Gewinnrücklagen 731.699 741.699
davon gemäß § 58 Abs. 2a AktG 104.252 104.252
Summe 731.699 741.699

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Betrag in Höhe von 10.000 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen. Die Gewinnrücklagen betragen danach 731.699 T EUR (Vorjahr 741.699 T EUR).

Eine gesetzliche Rücklage gemäß § 150 Abs. 1 AktG ist nicht zu bilden, da die Kapitalrücklage bereits den zehnten Teil des Grundkapitals überschreitet.

Bilanzgewinn

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 136.545 T EUR wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. April 2015 ein Betrag von 134.747 T EUR an die Aktionäre ausgeschüttet und 1.798 T EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

7. Rückstellungen

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 88.072 82.417
Steuerrückstellungen 5.005 712
Gewährleistungen und Garantien 79.708 79.909
Rückstellungen für Folgelasten des Bergbaus 40.381 31.418
Ausstehende Lieferantenrechnungen 13.251 12.495
Rückstellungen für Personalaufwendungen 12.921 22.428
Rechtsberatungs- und Prozesskosten 9.677 13.053
Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 5.191 6.752
Übrige Rückstellungen 41.661 38.821
Sonstige Rückstellungen 202.790 204.876
Summe 295.867 288.005

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rententrends sowie eines Rechnungszinsfußes in Höhe von 3,89 Prozent (Vorjahr 4,55 Prozent). Der Erfüllungsbetrag für Pensions- und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 104.156 T EUR (Vorjahr 96.466 T EUR) wurde zum 31. Dezember 2015 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 16.084 T EUR (Vorjahr 14.049 T EUR) mit zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen saldiert. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht wie im Vorjahr den Anschaffungskosten.

Die Steuerrückstellungen resultieren aus den laufenden Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2015.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für finanzielle Verpflichtungen aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs GEA Heat Exchangers im Geschäftsjahr 2014, die aus kaufvertraglichen Gewährleistungen einschließlich einer Risikoteilung für Großprojekte resultieren. In Bezug auf Ansprüche des Käufers hat die GEA Group AG im Geschäftsjahr 2014 verbundene Unternehmen im Innenverhältnis freigestellt und daher die Rückstellungen im vollen Umfang gebildet.

Der Anstieg der Rückstellungen für Folgelasten des Bergbaus resultiert überwiegend aus Rückstellungszuführungen für Maßnahmen der aktiven Gefahrenabwehr an Tagesöffnungen, die im Rahmen einer laufenden Risikoanalyse neu bewertet wurden. Darüber hinaus führte die Zinssatzänderung im Rahmen der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen zum Anstieg um 3.856 T EUR.

Die in den Rückstellungen für Personalaufwendungen enthaltene Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 277 T EUR (Vorjahr 186 T EUR) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit dem entsprechenden Deckungsvermögen in Form eines Wertpapierfonds saldiert ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Spezialfonds betragen 248 T EUR (Vorjahr 97 T EUR). Dessen beizulegender Zeitwert beträgt 247 T EUR (Vorjahr 97 T EUR). Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtung vor Verrechnung des Deckungsvermögens beträgt 524 T EUR (Vorjahr 283 T EUR).

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden im Zusammenhang mit Fremdwährungsrisiken gebildet. Im Geschäftsjahr 2015 wurden hierfür Rückstellungen in Höhe von 78 T EUR gebildet (Vorjahr 265 T EUR). Die im Geschäftsjahr 2011 gebildeten Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften im Zusammenhang mit Zins-/Währungsrisiken werden über die Laufzeit des Grundgeschäfts bis 2018 planmäßig aufgelöst.

8. Verbindlichkeiten

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Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
(in TEUR) 31.12.2015 Gesamt davon <1 Jahr davon 1-5 Jahre davon >5 Jahre 31.12.2014 Gesamt davon <1 Jahr davon 1-5 Jahre davon >5 Jahre
Anleihen 274.739 274.739 - - 274.739 - 274.739 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 140.000 - 140.000 - 240.000 100.000 140.000 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.313 2.313 - - 1.552 1.552 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.272.248 2.272.248 - - 2.301.213 2.240.213 61.000 -
davon aus Lieferungen und Leistungen 5.056 5.056 - - 2.651 2.651 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 13.733 13.733 - - 13.388 13.388 - -
davon aus Steuern 639 639 - - 594 594 - -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3 3 - - 8 8 - -
Summe 2.703.033 2.563.033 140.000 - 2.830.892 2.355.153 475.739 -

Die Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren aus der Emission einer festverzinslichen Anleihe der GEA Group Aktiengesellschaft am 21. April 2011 mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Im Dezember 2014 erfolgte eine Teilrückzahlung auf das ursprüngliche Nominalvolumen von 400.000 T EUR in Höhe von 125.261 T EUR. Das Nominalvolumen der Anleihe beträgt damit 274.739 T EUR, der Kupon beläuft sich auf 4,25 Prozent.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 100.000 T EUR auf 140.000 T EUR gesunken. Dieser Rückgang resultiert aus der vorzeitigen Tilgung eines Darlehens der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg in entsprechender Höhe.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus dem Konzern-Cash-Pooling enthalten. Der Rückgang innerhalb der Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit zwischen 1 und 5 Jahren resultiert aus der vorzeitigen Rückzahlung eines Darlehens.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Zinsabgrenzungen in Höhe von 10.419 T EUR (Vorjahr 10.858 T EUR) enthalten.

9. Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Sicherung der Konzernfinanzierung hat die GEA Group Aktiengesellschaft mit verschiedenen Kreditinstituten Rahmenvereinbarungen über Barkreditlinien in Höhe von 1.195,0 Mio. EUR (Vorjahr 1.302,7 Mio. EUR) abgeschlossen, die in Höhe von 30,7 Mio. EUR (Vorjahr 36,4 Mio. EUR) an Konzerngesellschaften übertragen wurden.

Die Barkreditlinien sichern den kurzfristigen Liquiditätsbedarf wie auch den Finanzierungsspielraum für Finanz- und Sachinvestitionen sowie Akquisitionen.

Die vereinbarten - nicht an Konzerngesellschaften übertragenen - Barkreditlinien und ihre Ausnutzung sind in der folgenden Tabelle zusammen gefasst:

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(in TEUR) Insgesamt Inanspruchnahme ungenutzt
Anleihe 274.739 274.739 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr - - -
Schuldscheindarlehen 90.000 90.000 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 90.000 90.000 -
Syndizierte Kreditlinie 650.000 - 650.000
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 650.000 - 650.000
Bilaterale Kreditlinien 149.600 50.000 99.600
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 50.000 50.000 -
Summe 1.164.339 414.739 749.600
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 790.000 140.000 650.000

Die vereinbarte Verzinsung für die ungenutzte Syndizierte Kreditlinie ist variabel und richtet sich nach dem Marktzinssatz zum Zeitpunkt der jeweiligen Inanspruchnahme zuzüglich der vereinbarten Marge. Daher unterliegen diese zukünftigen Mittelaufnahmen grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko.

Gegenüber dem 31. Dezember 2014 reduzierte sich die Inanspruchnahme der Barkreditlinien überwiegend durch vorzeitige Rückführungen in Höhe von 100 Mio. EUR.

Neben den Barkreditlinien bestehen Rahmenvereinbarungen über Avalkreditlinien in Höhe von 1.351,5 Mio. EUR (Vorjahr 1.639,5 Mio. EUR), die in Höhe von 894,9 Mio. EUR (Vorjahr 874,3 Mio. EUR) an Konzerngesellschaften übertragen worden sind und überwiegend für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen genutzt werden. Die Avalkreditlinien dienen im Wesentlichen der Stellung von Sicherheiten seitens verbundener Unternehmen gegenüber Kunden zur Finanzierung und Abwicklung von Aufträgen. Bei Inanspruchnahme haftet die GEA Group Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch mit der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zum Bilanzstichtag waren die Avalkreditlinien in Höhe von 427,7 Mio. EUR (Vorjahr 416,1 Mio. EUR) in Anspruch genommen, davon 404,7 Mio. EUR (Vorjahr 397,1 Mio. EUR) durch Konzerngesellschaften.

Darüber hinaus stellt die GEA Group Aktiengesellschaft regelmäßig Avalurkunden (Konzernbürgschaften und -garantien) für verbundene Unternehmen aus, die den Avalbegünstigten eigene Rechte gegenüber der GEA Group Aktiengesellschaft einräumen, so dass diese unter bestimmten vertraglichen Voraussetzungen hieraus in Anspruch genommen werden kann. Die Konzernunternehmen nutzen auf diese Weise die Bonität der GEA Group Aktiengesellschaft, um ihren Kunden notwendige Haftungserklärungen zur Verfügung zu stellen. Avalkreditlinien bei Banken werden durch diese Erklärungen nicht belastet. Weitere Angaben in Bezug auf die Konzernavale befinden sich unter den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Die GEA Group Aktiengesellschaft verkauft unter einem Rahmenabkommen revolvierend an einen Finanzdienstleister Kundenforderungen, die ihre Tochterunternehmen an sie mit dinglicher Wirkung abgetreten haben. Durch den Verkauf erhält die GEA Group Aktiengesellschaft einen unmittelbaren Liquiditätszufluss, der zur Finanzierung des operativen Geschäfts eingesetzt werden kann. Mit dem Verkauf der Forderungen geht das Delkredererisiko auf den Finanzdienstleister über. Für die GEA Group Aktiengesellschaft entsteht nur dann ein Risiko, wenn die Dokumentation der überfälligen Forderungen nicht fristgerecht an den Finanzdienstleister übergeben wird. Zum 31. Dezember 2015 waren Forderungen in Höhe von 47,2 Mio. EUR (Vorjahr 55,2 Mio. EUR) verkauft.

Weitere Angaben zu den Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen befinden sich unter den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

10. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Die zum 31. Dezember 2015 bestehenden Verpflichtungen aus Konzernavalen in Höhe von 1.248,7 Mio. EUR (Vorjahr 1.424,4 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus der Gewährung von Avalen für Kundenaufträge sowie aus Verträgen im Rahmen von Fremdfinanzierungen von Tochterunternehmen. Von diesem Betrag entfallen auf Konzernavale für Gesellschaften des im Geschäftsjahr 2014 veräußerten Geschäftsbereichs GEA Heat Exchangers ein Betrag von 326,3 Mio. EUR (Vorjahr 421,6 Mio. EUR), für eventuell daraus resultierende Haftungsansprüche hat der Erwerber des Geschäftsbereichs GEA Heat Exchangers teilweise Bankavale zur Rückbesicherung herausgelegt. In den Konzernavalen sind ferner Kreditbesicherungen gegenüber Banken in Höhe von 230,2 Mio. EUR (Vorjahr 241,2 Mio. EUR) für der GEA Group Aktiengesellschaft zur Verfügung gestellte Kreditlinien enthalten, die zum Großteil an Tochterunternehmen unter jeweiliger gesamtschuldnerischer Haftung übertragen wurden. Zum 31. Dezember 2015 lag für diese Verpflichtungen keine hinreichende Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Inanspruchnahme vor.

Außerdem enthalten die Bürgschaften die gesamtschuldnerische Haftung für bestimmte Verbindlichkeiten ausgewählter Tochtergesellschaften in den Niederlanden. Dieser Schuldbeitritt wurde erklärt, um diese Tochterunternehmen analog zu der Regelung des § 264 Abs. 3 HGB von lokalen Prüfungs- und Publizitätspflichten zu befreien.

Zusätzlich besteht eine Verpflichtung gegenüber der mg Altersversorgung GmbH, diese Gesellschaft so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, die von ihr mit Schuldbeitritt übernommenen Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 47,5 Mio. EUR (Vorjahr 50,2 Mio. EUR) erfüllen zu können.

Für diese Verpflichtungen haften die mg Altersversorgung GmbH und die GEA Group Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch. Da die mg Altersversorgung GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, zum 31. Dezember 2015 ausreichend mit Mitteln ausgestattet war, um die Pensionsverpflichtungen erfüllen zu können, liegen der GEA Group Aktiengesellschaft keine Erkenntnisse über eine bevorstehende Inanspruchnahme aus dieser Haftungsfreistellung vor.

Zum 31. Dezember 2015 bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1 EUR. Bei diesem Betrag handelt es sich um einen Merkposten für eine nicht bezifferbare Verbindlichkeit aus gesamtschuldnerischer Haftung mit verbundenen Unternehmen für vertragliche Gewährleistungen im Zusammenhang mit dem Unternehmensverkauf des Geschäftsbereichs GEA Heat Exchangers. Die GEA Group AG hat die verbundenen Unternehmen im Innenverhältnis von der Haftung freigestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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(in TEUR) 31.12.2015 31.12.2014
Miet- und Leasingverträge 16.787 12.043
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 15.538 11.290
Dienstleistungsverträge und Übrige 2.518 1.579
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 633 363
Summe 19.305 13.622

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

11. Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen der Absicherung von Zahlungsstromrisiken für Währungs- und Zinsrisiken schließt die GEA Group Aktiengesellschaft für eigene Fremdwährungsgeschäfte sowie für Fremdwährungsgeschäfte der Konzerngesellschaften Devisentermingeschäfte, Optionen, Zinssicherungsgeschäfte und Zins- /Währungssicherungsgeschäfte mit Kreditinstituten ab. Soweit die GEA Group Aktiengesellschaft Sicherungsgeschäfte für Tochtergesellschaften abschließt, liegt diesen ein spiegelbildliches Sicherungsgeschäft zwischen der GEA Group Aktiengesellschaft und der betreffenden Tochtergesellschaft zugrunde. Folglich werden die Aufwendungen und Erträge aus diesen Sicherungsgeschäften durch die jeweiligen Tochtergesellschaften getragen.

Die zu sichernden Fremdwährungsgeschäfte der GEA Group Aktiengesellschaft umfassen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie fest kontrahierte Transaktionen in Fremdwährung. Für die Fremdwährungsgeschäfte wurden in Einzelfällen Bewertungseinheiten gebildet.

Die Zinssicherungsgeschäfte wurden zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von Bankdarlehen abgeschlossen. Zur Absicherung von Darlehen mit Konzerngesellschaften wurden Zins-/Währungs-sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bei diesen Geschäften besteht Währungs-, Betrags- und Fristenkongruenz, so dass im Rahmen einer kompensatorischen Bewertung hierfür in jedem Einzelfall Bewertungseinheiten gebildet wurden.

Die bilanzielle Abbildung von Bewertungseinheiten in Form von Mikro Hedges erfolgt, indem die sich ausgleichenden Wertänderungen aus den abgesicherten Risiken nicht bilanziert werden (sog. "Einfrierungsmethode"). Die prospektive und bisherige Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen ist dadurch sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren von Grund- und Sicherungsgeschäft jeweils über die gesamte Laufzeit der Sicherungsbeziehung übereinstimmen (sog. "critical-terms-match Methode").

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Beizulegende Zeitwerte der Derivate zum 31.12.2015 Beizulegende Zeitwerte der Derivate zum 31.12.2014
(in TEUR) Nominalwerte 31.12.2015 (Bruttovolumen) positive Marktwerte negative Marktwerte Nominalwerte 31.12.2014 (Bruttovolumen) positive Marktwerte negative Marktwerte
Währungsbezogene Geschäfte            
Devisen-Termingeschäfte 1.239.426 12.690 10.439 1.647.361 29.468 17.307
Geschäfte mit Banken 919.972 6.951 7.287 1.232.892 19.183 12.382
Geschäfte mit Konzerngesellschaften 319.454 5.739 3.152 414.469 10.285 4.925
Zinssicherungsgeschäfte            
Zinsswap-Geschäfte 50.000 - 2.296 50.000 - 3.228
Geschäfte mit Banken 50.000 - 2.296 50.000 - 3.228
Geschäfte mit Konzerngesellschaften - - - - - -
Zins-/Währungsswaps            
Geschäfte mit Banken 33.535 - 3.950 40.113 - 6.500
Gesamt 1.322.961 12.690 16.685 1.737.474 29.468 27.035

Für Risiken aus den währungsbezogenen Geschäften wurden im Geschäftsjahr Rückstellungen in Höhe von 78 T EUR (Vorjahr 265 T EUR) gebildet.

Währungsbezogene Geschäfte

Die beizulegenden Zeitwerte werden aus Marktdaten bzw. finanzmathematischen Bewertungsmodellen abgeleitet. Die zur Berechnung der beizulegenden Zeitwerte relevanten Swapsätze in den jeweiligen Währungen sowie die Zinsstruktur werden von einem anerkannten Dienstleister für Finanzinformationen bezogen. Die durch die Anwendung des Swapsatzes auf den Kurs des Fixings der Europäischen Zentralbank ermittelten Marktterminkurse werden mit den vereinbarten Terminkursen verglichen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird die Differenz zwischen vereinbartem Terminkurs und Marktterminkurs mit dem Nominalvolumen multipliziert und auf Basis der Zinsstruktur auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Die währungsbezogenen Geschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Jahren.

Durch die Bildung von Bewertungseinheiten wurden Zahlungsstromrisiken aus Währungsrisiken für Vermögensgegenstände und Schulden im Volumen von 481.634 T EUR (Vorjahr 459.678 T EUR) abgesichert. Für die in Bewertungseinheiten einbezogenen Devisentermingeschäfte belief sich das abgesicherte Risiko auf die beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag von 1.447 T EUR (Vorjahr 11.503 T EUR) für die wie im Vorjahre keine Drohverlustrückstellung bilanziert wurde. Dies entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften.

Zinssicherungsgeschäfte

Bei Zinsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch Abzinsung der künftig zu erwartenden Zahlungsströme. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Geschäfte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu 2 Jahren.

Durch die gebildeten Bewertungseinheiten wurden Zinsänderungsrisiken für Verbindlichkeiten im Volumen von 50.000 T EUR (Vorjahr 50.000 T EUR) abgesichert. Das abgesicherte Risiko belief sich auf die ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der in Bewertungseinheiten einbezogenen Zinsswaps zum Bilanzstichtag von minus 2.296 T EUR (Vorjahr minus 3.228 T EUR). Zum Bilanzstichtag wurden sie wie im Vorjahr nicht bilanziell abgebildet.

Zins-/Währungsswaps

Die Bewertung von Zins-/Währungsswaps zum beizulegenden Zeitwert erfolgt analog zur Zeitwertermittlung bei Zinsswaps durch die Abzinsung der aus den Kontrakten resultierenden zukünftigen Zahlungsströme. Dabei werden neben den zum Bilanzstichtag geltenden relevanten Marktzinssätzen auch die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährung, in denen die Zahlungsströme stattfinden, zugrunde gelegt. Die Zins- / Währungsswaps haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Jahren.

Durch die gebildeten Bewertungseinheiten wurden Zahlungsstromrisiken aus Zins-/Währungsrisiken für Verbindlichkeiten im Volumen von 33.535 T EUR (Vorjahr 40.113 T EUR) abgesichert. Das abgesicherte Risiko belief sich auf die ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag deren in Bewertungseinheiten einbezogenen Zins-/Währungsswaps von minus 3.950 T EUR (Vorjahr minus 6.500 T EUR). Zum 31. Dezember 2011 wurden diese Sicherungsgeschäfte nicht in Bewertungseinheiten einbezogen. Ihr beizulegender Zeitwert betrug zum 31. Dezember 2011 minus 11.222 T EUR, wofür eine Drohverlustrückstellung in gleicher Höhe bilanziert wurde. Seit dem 31. Dezember 2012 werden diese Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten einbezogen. Die für diese Geschäfte gebildete Drohverlustrückstellung wird auf Grund der Bildung der Bewertungseinheiten seit dem 31. Dezember 2012 über die Laufzeit des Grundgeschäfts bis 2018 planmäßig aufgelöst. Die hierfür bilanzierte Drohverlustrückstellung betrug zum 31. Dezember 2015 noch 5.112 T EUR (Vorjahr 6.488 T EUR).

12. Sonstige betriebliche Erträge

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(in TEUR) 2015 2014
Währungskursgewinne 229.810 100.130
Erträge aus Weiterbelastungen und Nebengeschäften 32.083 29.065
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 11.294 6.009
Übrige sonstige betriebliche Erträge 161.921 5.425
Summe 435.108 140.629

Die Währungskursgewinne enthalten im Wesentlichen Währungsdifferenzen für eigene Sicherungsgeschäfte der GEA Group Aktiengesellschaft sowie aus Geschäften für verbundene Unternehmen. Für jedes konzerninterne Sicherungsgeschäft wird ein entsprechendes Sicherungsgeschäft mit Kreditinstituten abgeschlossen. Die aus diesen Sicherungsgeschäften resultierenden Währungsdifferenzen werden brutto als Kursgewinn- bzw. Kursverlust ausgewiesen. In den Währungskursgewinnen sind in Anwendung von § 256a HGB unrealisierte Gewinne in Höhe von 61 T EUR (Vorjahr 847 T EUR) aus der Währungsumrechnung zum Stichtag enthalten.

Die Erträge aus Weiterbelastungen und Nebengeschäften resultieren im Wesentlichen aus der konzerninternen Service-Fee und Trademark-Fee. Darüber hinaus ist hier ein Ertrag aus Trademark-Fee gegenüber Dritten enthalten, dieser resultiert aus befristeten Lizenzverträgen mit dem im Geschäftsjahr 2014 verkauften Geschäftsbereich GEA Heat Exchangers.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren zum größten Teil aus der Auflösung von Rückstellungen für Personalaufwendungen.

Die übrigen sonstigen Erträge resultieren neben der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und der Zuschreibung von Grundstücken im Wesentlichen aus der Erledigung von Rechtsstreitigkeiten aus Altaktivitäten der mg technologies ag im Wege des Vergleichs.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 21.226 T EUR (Vorjahr 6.174 T EUR) enthalten. Davon resultieren 11.294 T EUR (Vorjahr 6.009 T EUR) aus der Auflösung von Rückstellungen, 9.667 T EUR (Vorjahr 0 T EUR) aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie 261 T EUR (Vorjahr 116 T EUR) aus dem Verkauf von Anlagevermögen.

13. Personalaufwand

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(in TEUR) 2015 2014
Gehälter 28.521 26.412
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.139 6.213
davon für Altersversorgung 8.103 4.246
Summe 38.660 32.625

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert überwiegend aus dem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Aufwendungen für Altersversorgung sowie aus Aufwendungen für Personalmaßnahmen im Rahmen der Restrukturierung.

14. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 760 T EUR (Vorjahr 1.014 T EUR) resultieren aus planmäßigen Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen.

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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(in TEUR) 2015 2014
Währungskursverluste 223.672 99.409
Gutachten- und Beratungsaufwand 40.695 38.736
Fremdlieferungen und -leistungen 14.533 29.563
EDV-Aufwendungen 5.313 5.328
Reisekosten, sonstiger Personalaufwand 4.467 2.052
Mieten, Pachten, Leasing 2.786 4.286
Sonstige Steuern 558 895
Aufwand aus dem Abgang von Anlagevermögen 46 32.309
Übrige sonstige Aufwendungen 16.795 18.958
Summe 308.865 231.536

Zu den Währungskursverlusten verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Währungskursgewinnen innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge. In den Währungskursverlusten sind gemäß § 256a HGB unrealisierte Verluste in Höhe von 923 T EUR (Vorjahr 320 T EUR) aus der Währungsumrechnung zum Stichtag enthalten.

Die Gutachten- und Beratungsaufwendungen resultieren wie im Vorjahr überwiegend aus Beratungsleistungen für die Umsetzung von Strategieprojekten.

Der Anstieg der Reisekosten resultiert aus der konzerninternen Koordination und Umsetzung der Strategieprojekte.

Die übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten unter anderen Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen, Prüfungskosten für den Konzern- und Jahresabschluss, Kosten für die Hauptversammlung und den Geschäftsbericht sowie weitere allgemeine Verwaltungskosten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 46 T EUR (Vorjahr 1.711 T EUR) enthalten. Diese resultieren im Geschäftsjahr 2015 in voller Höhe aus dem Abgang von Anlagevermögen.

16. Beteiligungsergebnis

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(in TEUR) 2015 2014
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 114.523 691.739
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -48.312 -413.722
Summe 66.211 278.017

In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen sind im Wesentlichen die abgeführten Gewinne der GEA Mechanical Equipment GmbH, der GEA Refrigeration Germany GmbH sowie der GEA TDS GmbH enthalten.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen enthalten im Wesentlichen die übernommenen Verluste der GEA Farm Technologies GmbH, der GEA Diessel GmbH, der GEA IT Services GmbH, der ZiAG Plant Engineering GmbH sowie der mg Altersversorgung GmbH.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen sowie auch die Erträge aus Gewinnabführungen des Geschäftsjahres enthalten Einmalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Das Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahres 2014 war durch den Verkauf von Beteiligungen des Geschäftsbereichs GEA Heat Exchangers und die anschließende Bereinigung der gesellschaftsrechtlichen Struktur geprägt.

17. Zinsergebnis

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(in TEUR) 2015 2014
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26.435 31.978
davon aus verbundenen Unternehmen 26.435 31.978
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.855 22.097
davon aus verbundenen Unternehmen 14.646 19.353
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -38.496 -53.751
davon an verbundene Unternehmen -3.260 -5.562
davon Zinsanteil aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen -3.946 -3.975
davon Aufzinsung langfristiger sonstiger Rückstellungen -5.558 -2.543
Summe 5.794 324

Das Zinsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 5.470 T EUR gestiegen. Dies resultiert überwiegend aus dem geringeren Zinsaufwand durch die Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dem im Dezember 2014 durchgeführten anteiligen Rückkauf der Anleihe.

Der Rückgang der Zinserträge ist überwiegend auf das gesunkene Zinsniveau sowie auf Rückzahlungen von langfristigen Ausleihungen von verbundenen Unternehmen zurück zu führen.

Bei den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und pensionsähnlichen Verpflichtungen handelt es sich gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit den Erträgen aus den entsprechenden Rückdeckungsversicherungen. Vermögenserträge von 295 T EUR (Vorjahr 395 T EUR) wurden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von 4.241 T EUR (Vorjahr 4.370 T EUR) verrechnet.

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen vor allem den laufenden Ertragsteueraufwand für das Geschäftsjahr 2015 sowie die Anpassung von Forderungen bzw. Rückstellungen für Vorjahre.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt bei der GEA Group Aktiengesellschaft und den Organtöchtern, an denen die GEA Group Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist, mit dem kombinierten Ertragsteuersatz des deutschen steuerlichen Organkreises in Höhe von 30,00 Prozent (Vorjahr 29,97 Prozent). Aus temporären Differenzen resultierende aktive und passive latente Steuern werden bei der GEA Group Aktiengesellschaft einbezogen, soweit sie auf eigene Bilanzposten sowie auf solche von Organgesellschaften entfallen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern aus temporären Differenzen können den einzelnen Bilanzposten wie folgt zugeordnet werden:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
(In TEUR) 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände 15.714 17.724 - -
Sachanlagen 1.639 1.027 -2 -1
Finanzanlagen - 39 -3.681 -4.668
Anlagevermögen 17.353 18.790 -3.683 -4.669
Vorräte 6.648 5.820 - -
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7 217 -196 -277
Wertpapiere - - - -
Kassenbestand, Bankguthaben und Schecks - - - -
Umlaufvermögen 6.655 6.037 -196 -277
Aktiva 24.008 24.827 -3.879 -4.946
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 53.479 42.689 - -
Steuerrückstellungen - - - -
Sonstige Rückstellungen 17.987 20.202 - -
Rückstellungen 71.466 62.891 - -
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - - -
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 175 184 -739 -303
Verbindlichkeiten 175 184 -739 -303
Passiva 71.641 63.075 -739 -303
Gesamt 95.649 87.902 -4.618 -5.249

Bei der Bewertung der Verlustvorträge wurden werthaltige aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von insgesamt ca. 134 Mio. EUR (Vorjahr ca. 127 Mio. EUR) ermittelt. Die sich nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern ergebende Steuerentlastung wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wie im Vorjahr nicht aktiviert.

Sonstige Angaben

Zahl der Mitarbeiter

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Jahresdurchschnitt 2015 2014
Angestellte 139.5 137.5
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Stichtag 31.12.2015 31.12.2014
Angestellte 143.2 139.7

Die GEA Group Aktiengesellschaft hat nur Angestellte. In den genannten Zahlen sind Vorstandsmitglieder, Auszubildende sowie ruhende Arbeitsverhältnisse nicht enthalten. Teilzeitkräfte werden anteilig berücksichtigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Die von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 berechneten Honorare gemäß § 285 Nr. 17 HGB betragen insgesamt 2.579 T EUR (Vorjahr 2.062 T EUR). Diese teilen sich wie folgt auf.

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(in TEUR) 2015 2014
Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschlussprüfung) 1.287 1.055
Andere Bestätigungsleistungen 23 271
Steuerberatungsleistungen - 70
sonstige Leistungen 1.269 666
Summe 2.579 2.062

Konzernabschluss

Die GEA Group Aktiengesellschaft als Führungsgesellschaft des GEA Konzerns stellt den Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS wie sie in der EU anzuwenden sind auf. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft sowie der Konzernabschluss der GEA Group für das Geschäftsjahr 2015 werden jeweils mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Sie werden unter www.gea.com in der Rubrik "Investoren" zugänglich sein. Ferner können sie bei der GEA Group Aktiengesellschaft, Peter-Müller-Str. 12, 40468 Düsseldorf, Deutschland, angefordert werden.

Aktionärsstruktur

Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung der GEA Group Aktiengesellschaft ist das Grundkapital eingeteilt in 192.495.476 Stückaktien, von denen jede eine Stimme gewährt. Die in den nachfolgenden Mitteilungen genannten Stimmrechtsanteile bzw. die genannte Anzahl stimmberechtigter Aktien oder Stimmen beziehen sich jeweils auf den Zeitpunkt der Abgabe der entsprechenden Mitteilung.

Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Vor Beginn des Berichtsjahres mitgeteilte Beteiligungen

Das Kuwait Investment Office, London, Kuwait Investment Authority, State of Kuwait, hat mit Schreiben vom 3. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der State of Kuwait Investment Authority, Kuwait Investment Office, London, as Agent of the Government of the State of Kuwait am 1. April 2002 7,859 Prozent der Stimmrechte (15.170.102 Stimmen) an der mg technologies ag zustanden. Alleinige Inhaberin der vorbezeichneten Stimmrechte und Aktionärin ist The Government of the State of Kuwait, Kuwait, vertreten durch Kuwait Investment Authority, Kuwait Investment Office, London, als Agent.

Die Hermes Administration Services Limited hat uns am 20. Oktober 2008 wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der BT Pension Scheme Trustees Limited, London, England, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 24. September 2008 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten und betrug an diesem Tage 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien).

Sämtliche 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien) an der GEA Group Aktiengesellschaft wurden der BT Pension Scheme Trustees Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 2,378 Prozent dieser Aktien (entsprechend 4.375.180 stimmberechtigte Aktien) wurden auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet und wurden direkt von Chase Nominees Limited, London, England, gehalten.

0,038 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 70.227 stimmberechtigte Aktien) wurden der BT Pension Scheme Trustees Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Der Stimmrechtsanteil der BriTel Fund Trustees Limited, London, England, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 24. September 2008 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten und betrug an diesem Tag 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien).

Sämtliche 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien) an der GEA Group Aktiengesellschaft wurden der BriTel Fund Trustees Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 2,378 Prozent dieser Aktien (entsprechend 4.375.180 stimmberechtigte Aktien) wurden auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet und wurden direkt von Chase Nominees Limited, London, England, gehalten.

0,038 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 70.227 stimmberechtigte Aktien) wurden der BriTel Fund Trustees Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Der Stimmrechtsanteil der BriTel Fund Nominees Limited, London, England, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 24. September 2008 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten und betrug an diesem Tag 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien).

BriTel Fund Nominees Limited hielt direkt 0,038 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 70.227 stimmberechtigte Aktien) an der GEA Group Aktiengesellschaft. Weitere 3,057 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.625.147 stimmberechtigte Aktien) wurden gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 2,378 Prozent dieser Aktien (entsprechend 4.375.180 stimmberechtigte Aktien) wurden auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet und wurden direkt von Chase Nominees Limited, London, England, gehalten.

Der Stimmrechtsanteil der Hermes Fund Managers Limited, London, England, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 24. September 2008 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten und betrug an diesem Tag 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien).

Sämtliche 3,096 Prozent der Stimmrechte (entsprechend 5.695.374 stimmberechtigte Aktien) an der GEA Group Aktiengesellschaft wurden der Hermes Fund Managers Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet. 2,378 Prozent dieser Aktien (entsprechend 4.375.180 stimmberechtigte Aktien) wurden auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet und wurden direkt von Chase Nominees Limited, London, England, gehalten.

Die Barclays Global Investors UK Holdings Ltd., London, England, hat uns am 01. Mai 2009 im Namen und im Auftrag der Barclays Global Investors NA nach §§ 21, 22 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Barclays Global Investors NA (nun firmierend unter BlackRock Institutional Trust Company, NA), San Francisco, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, am 29. April 2009 die 3 Prozent Schwelle des § 21 Abs. 1 WpHG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,085 Prozent der Stimmrechte (d.h. 5.670.266 Aktien mit Stimmrechten) an der GEA Group Aktiengesellschaft betrug.

Barclays Global Investors NA werden diese 3,085 Prozent der Stimmrechte (d.h. 5.670.266 Aktien mit Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

Alecta pensionsförsäkring, ömsesidigt hat uns am 31. Mai 2010 wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil des Alecta pensionsförsäkring, ömsesidigt, Stockholm, Schweden, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Bochum, Deutschland, hat am 27. Mai 2010 die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,10 Prozent (5.700.000 Stimmrechte).

Die Stimmrechte werden von Alecta pensionsförsäkring, ömsesidigt, direkt gehalten.

Während des Berichtsjahres, vor Inkrafttreten der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie, mitgeteilte Beteiligungen

FMR LLC, Boston, USA, hat uns am 16. Februar 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der FMR LLC, Boston, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 16. Februar 2015 die Schwelle von 3 % unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 2,99 % (5.758.524 Stimmrechte).

Alle Stimmrechte werden der FMR LLC gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zugerechnet.

Sun Life Financial Inc., Toronto, Ontario, Canada, hat uns am 02. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Financial Inc., Toronto, Ontario, Canada, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,13 % (9.869.927 Stimmrechte).

Alle Stimmrechte werden der Sun Life Financial Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Sun Life Global Investments Inc., Toronto, Ontario, Canada, hat uns am 02. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Global Investments Inc., Toronto, Ontario, Canada, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,13 % (9.869.927 Stimmrechte).

Alle Stimmrechte werden der Sun Life Global Investments Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Sun Life Assurance Company of Canada - U.S. Operations Holdings, Inc., Wellesley Hills, Massachusetts, USA, hat uns am 02. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Assurance Company of Canada - U.S. Operations Holdings, Inc., Wellesley Hills, Massachusetts, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 29. October 2015 die Schwelle von 5 % überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,13 % (9.869.927 Stimmrechte).

Alle Stimmrechte werden der Sun Life Assurance Company of Canada - U.S. Operations Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC, Wellesley Hills, Massachusetts, USA, hat uns am 02. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC, Wellesley Hills, Massachusetts, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,13 % (9.869.927 Stimmrechte).

Alle Stimmrechte werden der Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Sun Life Financial (U.S.) Holdings, Inc., Wellesley Hills, Massachusetts, USA, hat uns am 02. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der Sun Life Financial (U.S.) Holdings, Inc., Wellesley Hills, Massachusetts, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,13 % (9.869.927 Stimmrechte).

Alle Stimmrechte werden der Sun Life Financial (U.S.) Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings, Inc., Boston, Massachusetts, USA, hat uns am 02. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings, Inc., Boston, Massachusetts, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,13 % (9.869.927 Stimmrechte).

Alle Stimmrechte werden der Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Massachusetts Financial Services Company (MFS), Boston, Massachusetts, USA, hat uns am 02. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der Massachusetts Financial Services Company (MFS), Boston, Massachusetts, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,13 % (9.869.927 Stimmrechte). Hiervon wird der Massachusetts Financial Services Company (MFS) ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 4,66 % (8.963.081 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG und ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 0,47 % (906.846 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Standard Life Investments Ltd, Edinburgh, UK, hat uns am 16. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der Standard Life Investments Ltd, Edinburgh, UK, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 10. November 2015 die Schwelle von 3 % unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 2,96 % (5.699.335 Stimmrechte).

Der Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,96 % (5.699.335 Stimmrechte) wird der Standard Life Investments Ltd gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Hiervon wird der Standard Life Investments Ltd ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 1,30 % (2.494.723 Stimmrechte) auch gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zugerechnet.

MFS International Value Fund, Boston, Massachusetts, USA, hat uns am 18. November 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil des MFS International Value Fund, Boston, Massachusetts, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 13. November 2015 die Schwelle von 3 % überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,04 % (5.861.048 Stimmrechte).

Der Stimmrechtsanteil in Höhe von 3,04 % wird von MFS International Value Fund direkt gehalten.

Nach Ende des Berichtsjahres sowie nach Inkrafttreten der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie aber vor Aufstellung des Jahresabschlusses, mitgeteilte Beteiligungen

BlackRock, Inc, Wilmington, DE, USA, hat uns am 14. Januar 2016 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wie folgt informiert:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc, Wilmington, DE, USA, an der GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Deutschland, hat am 11. Januar 2016 die Schwelle von 5 % unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 4,93, % (9.485.230 Stimmrechte).

Alle Stimmrechte werden der BlackRock, Inc. gemäß § 22 WpHG zugerechnet.

Erklärung zum Corporate-Governance-Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der GEA Group Aktiengesellschaft haben am 17. Dezember 2015 die im zusammengefassten Lagebericht der GEA Group Aktiengesellschaft wiedergegebene Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.gea.com dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind in einer gesonderten Anlage genannt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands der GEA Group Anwendung finden, und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Vergütungsbericht enthält Angaben zur Vergütung von Organmitgliedern gem. deutschem Handelsgesetzbuch unter Berücksichtigung von DRS 17. Die Angaben zur Vorstandsvergütung gemäß den Mustertabellen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) sind im zusammengefassten Konzernlagebericht der GEA Group enthalten.

Vorstandsvergütung

Allgemeines

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidiums die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und beschließt über das Vergütungssystem für den Vorstand. Die Angemessenheit der Vergütung wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt.

Ein wesentliches Element der Entscheidung über die Vergütungsstruktur ist es, einen Anreiz für eine erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmensführung zu schaffen. Die Vergütungsstruktur soll dazu beitragen, dass sich die Vorstandsmitglieder für den langfristigen Erfolg des Unternehmens einsetzen und dann an einer nachhaltigen Wertsteigerung partizipieren. Daher wird ein erheblicher Teil der Gesamtvergütung an die Entwicklung der GEA Aktie sowie an betriebswirtschaftliche Kennzahlen gekoppelt, namentlich an eine Kombination aus Cash-Flow-Aspekten und den Return on Capital Employed (ROCE), also eine Messgröße für die Kapitalrendite. Hierdurch wird erreicht, dass besondere Leistungen angemessen entlohnt werden und Zielverfehlungen zu einer Reduzierung der Vergütung führen.

Das Vergütungssystem, das von der ordentlichen Hauptversammlung am 24. April 2012 mit großer Mehrheit gebilligt wurde, besteht aus erfolgsunabhängigen und verschiedenen erfolgsabhängigen bzw. variablen Komponenten. Das System für die variable Vergütung zielt darauf ab, eine hohe Symmetrie des Chancen-Risiko-Profils aus Aktionärs- und Vorstandssicht herzustellen und durch die Entkopplung der kurz- und langfristigen Bonus-Elemente den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu stärken. Zudem lässt es sich vergleichsweise leicht auf die Führungsebenen unterhalb des Vorstands übertragen und gewährleistet somit eine bessere Steuerung des operativen Geschäfts.

Bestandteile der Vergütung

Im Geschäftsjahr 2015 setzte sich die Vergütung für die Vorstandsmitglieder wie folgt zusammen:

Fixe Bestandteile der Vergütung und Nebenleistungen

Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht vor allem aus einem festen Jahresgehalt, das in zwölf gleichen Teilbeträgen am Schluss eines jeden Kalendermonats ausgezahlt wird.

Das jährliche Fixum betrug bei Jürg Oleas im Berichtsjahr 1.250 T EUR per annum. Dr. Helmut Schmale für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. März 2015 675 T EUR per annum und für den Zeitraum vom 1. April 2015 bis zum 31. Dezember 2015 700 T EUR per annum, Dr. Stephan Petri für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Mai 2015 550 T EUR per annum und für den Zeitraum vom 1. Juni 2015 bis zum 31. Dezember 2015 570 T EUR per annum, Markus Hüllmann im Berichtsjahr 550 T EUR per annum.

Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen. Diese bestanden im Berichtsjahr im Wesentlichen aus dem nach steuerrechtlichen Vorschriften anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung, den Beiträgen zur Unfallversicherung sowie - für Markus Hüllmann - der Erstattung von Kosten für die doppelte Haushaltsführung.

Variable Bestandteile der Vergütung

Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Vorstands eine jährliche variable Vergütung (Tantieme), deren Höhe sich nach der Erreichung bestimmter, vom Aufsichtsrat festgelegter Zielvorgaben richtet. Bezogen auf eine Zielerreichung von 100 Prozent entspricht die Höhe der variablen Vergütung jener der fixen Vergütung (Zieltantieme). Um sicherzustellen, dass sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung getragen wird, erhöht bzw. vermindert sich die Höhe der variablen Vergütung im Falle einer Zielüberschreitung oder Zielunterschreitung.

Die Tantieme besteht aus 3 Komponenten. Diese umfassen sowohl einjährige als auch mehrjährige Bemessungsgrundlagen. Jede der 3 Komponenten sieht einen Höchstbetrag vor. Zudem sind die 3 Tantieme-Komponenten zusammen für das jeweilige Geschäftsjahr auf 240 Prozent der Zieltantieme begrenzt (Gesamtcap). Außergewöhnliche Ereignisse und Entwicklungen, die eine Korrektur des nach den vertraglichen Regelungen jeweils ermittelten Wertes angezeigt erscheinen lassen, berücksichtigt der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen.

Individuelle Komponente (40 Prozent Gewichtung)

Die individuelle Komponente der variablen Vergütung ist zahlbar mit der regelmäßigen Gehaltsabrechnung, die auf den Tag der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung für das jeweilige Geschäftsjahr folgt. Die Ermittlung der Höhe erfolgt auf der Basis von 3 bis 5 persönlichen Jahreszielen, die durch den Aufsichtsrat für das jeweilige Geschäftsjahr festgelegt werden. Bei der Festlegung dieser individuellen Ziele orientiert sich der Aufsichtsrat insbesondere an der Nachhaltigkeit der Unternehmensführung, beispielsweise der organischen Umsatzentwicklung im Verhältnis zum weltweiten Wirtschaftswachstum. Mit der Festlegung der einzelnen Ziele bestimmt der Aufsichtsrat auch die Gewichtung derselben.

Die individuelle Komponente hat eine Gewichtung von 40 Prozent innerhalb der variablen Vergütung, d. h. bei einem Zielerreichungsgrad der individuellen Komponente von 100 Prozent sind 40 Prozent der variablen Vergütung zahlbar (Zielbetrag). Der Gesamtzielerreichungsgrad und damit die Höhe des Auszahlungsbetrags für die individuelle Komponente ist auf 200 Prozent dieses Zielbetrags begrenzt (Cap).

Nach Abschluss des Geschäftsjahrs entscheidet der Aufsichtsrat über den Zielerreichungsgrad. Für das Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat für die Mitglieder des Vorstands einen durchschnittlichen Zielerreichungsgrad von 106,0 Prozent (Vorjahr 129,2 Prozent) festgestellt.1

Mehrjahreskomponente (40 Prozent Gewichtung)

Die Mehrjahreskomponente ist zahlbar mit der regelmäßigen, auf die bilanzfeststellende Aufsichtsratssitzung folgenden Gehaltsabrechnung. Bei der Mehrjahreskomponente erfolgt die Leistungsmessung rückwärts für die letzten 3 Geschäftsjahre. Bemessungszeitraum ist das jeweils maßgebliche abgelaufene Geschäftsjahr sowie die beiden davor liegenden Geschäftsjahre. Die Bemessungsgrundlage knüpft an betriebswirtschaftliche Kennzahlen in Form einer Kombination aus Cash-Flow-Aspekten (sogenannte "Cash-Flow-Treiber-Marge" (CFTM)) und dem "Return on Capital Employed" (ROCE) an.

Bei der Zielgröße CFTM geht es um eine vereinfachte Cash-Flow-Ziffer (EBITDA minus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Capex) minus Veränderung Working Capital im 12-Monatsdurchschnitt) im Verhältnis zum Umsatz. Die tatsächlich erreichte CFTM wird auf Basis von Durchschnittswerten der zurückliegenden Dreijahresperiode errechnet. Der Zielerreichungsgrad ergibt sich aus dem Vergleich der erreichten Kennzahl CFTM mit dem vom Aufsichtsrat definierten Zielwert bzw. Zielerreichungskorridor. Für das Geschäftsjahr 2015 ist unverändert zum Vorjahr eine Zielerreichung von 100 Prozent gegeben, wenn die CFTM des Konzerns bezogen auf die zurückliegende Dreijahresperiode im Durchschnitt 8 Prozent beträgt. Liegt die CFTM niedriger oder höher, vermindert bzw. erhöht sich die Zielerreichung, wobei bei einer CFTM von gleich oder kleiner als 4,5 Prozent eine Null-Prozent-Zielerreichung und bei einer CFTM von gleich oder größer 13,25 Prozent eine maximale Zielerreichung von 250 Prozent gegeben ist.

Die Höhe der ROCE-Komponente (ROCE: Return on Capital Employed = Rendite auf das eingesetzte Kapital), die auf Basis von Durchschnittswerten der zurückliegenden Dreijahresperiode berechnet wird, entspricht dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum eingesetzten Kapital (Capital Employed), jedoch ohne Goodwill aus der Akquisition der ehemaligen GEA AG durch die ehemalige Metallgesellschaft AG im Jahre 1999 einschließlich Effekten aus dem Spruchverfahren. Der Zielerreichungsgrad ergibt sich in Abhängigkeit der tatsächlich erzielten ROCE-Kennzahl im Vergleich zu dem vom Aufsichtsrat festgelegten Zielwert bzw. Zielerreichungskorridor von +/- 5 Prozentpunkten. Für das Jahr 2015 ist unverändert zum Vorjahr eine 100-prozentige Zielerreichung gegeben, wenn der ROCE des Konzerns bezogen auf die zurückliegende Dreijahresperiode im Durchschnitt 19 Prozent beträgt. Liegt der tatsächlich erzielte ROCE-Wert darüber oder darunter, aber innerhalb des Korridors von +/- 5 Prozentpunkten, wird der Zielerreichungsgrad um bis zu 50 Prozentpunkte erhöht bzw. vermindert.

1) Bei der Angabe zum Zielerreichungsgrad handelt es sich um einen gerundeten Wert.

Die Kennzahlen CFTM und ROCE werden um Effekte aus Unternehmenserwerben, die im Geschäftsjahr 2014 oder später erfolgen, bereinigt. Eine Bereinigung erfolgt für einen Unternehmenserwerb jeweils im Jahr der Erstkonsolidierung sowie im darauffolgenden Geschäftsjahr. Die Bereinigung erstreckt sich auf alle Unternehmenserwerbe, die einer Zustimmung durch den Aufsichtsrat oder das Präsidium des Aufsichtsrats bedürfen.

Zur Ermittlung des Gesamtzielerreichungsgrads werden die Zielerreichungsgrade der Kennzahlen CFTM und ROCE multipliziert. Die Mehrjahreskomponente hat eine Gewichtung von 40 Prozent innerhalb der variablen Vergütung, d. h. bei einem Zielerreichungsgrad der Mehrjahreskomponente von 100 Prozent sind 40 Prozent der variablen Vergütung zahlbar (Zielbetrag). Der Gesamtzielerreichungsgrad und damit die Höhe des Auszahlungsbetrags für die Mehrjahreskomponente ist auf 250 Prozent dieses Zielbetrags begrenzt (Cap).

Bei der Kennzahl CFTM wurde in der zurückliegenden Dreijahresperiode ein Durchschnitt von 8,3 Prozent erzielt, der sich aus einer CFTM von 9,6 Prozent im Geschäftsjahr 2013, von 9,0 Prozent im Geschäftsjahr 2014 und 6,3 Prozent im Geschäftsjahr 2015 ergibt. In 2015 ergibt sich damit ein Zielerreichungsgrad für die CFTM von 108,5 Prozent (Vorjahr 95,8 Prozent). Bei der Kennzahl ROCE wurde in der zurückliegenden Dreijahresperiode ein Durchschnitt von 20,0 Prozent erzielt, der sich aus einem ROCE von 22,1 Prozent im Geschäftsjahr 2013, von 22,6 Prozent im Geschäftsjahr 2014 und 15,2 Prozent im Geschäftsjahr 2015 errechnet. Damit ergibt sich im Geschäftsjahr 2015 ein ROCE-Zielerreichungsgrad von 110,0 Prozent (Vorjahr 114,8 Prozent). Für die im Geschäftsjahr 2015 gewährte variable Vergütung ergab sich somit ein Gesamtzielerreichungsgrad der Mehrjahreskomponente von 119,3 Prozent (Vorjahr 109,9 Prozent).2

Aktienkurskomponente (20 Prozent Gewichtung)

Die langfristige Aktienkurskomponente wird nach Ablauf einer dreijährigen Performance-Periode mit der regelmäßigen Gehaltsabrechnung ausbezahlt, die auf den Tag der dann folgenden bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung folgt. Bei der langfristigen Aktienkurskomponente erfolgt die Leistungsmessung vorwärts gerichtet. Bemessungszeitraum ist eine dreijährige Performance-Periode, zu der das jeweils maßgebliche Geschäftsjahr sowie die beiden nachfolgenden Geschäftsjahre zählen.

Die langfristige Aktienkurskomponente hat eine Gewichtung von 20 Prozent innerhalb der variablen Vergütung, d. h. bei einem Zielerreichungsgrad von 100 Prozent sind 20 Prozent der variablen Vergütung zahlbar (Zielbetrag). Der Gesamtzielerreichungsgrad und damit die Höhe des Auszahlungsbetrags für die langfristige Aktienkurskomponente ist auf 300 Prozent dieses Zielbetrags begrenzt (Cap).

Die Leistungsbemessung erfolgt durch Vergleich der Entwicklung des um Dividenden adjustierten GEA Aktienkurses mit der Entwicklung des Index-Werts des STOXX® Europe TMI Industrial Engineering (TMI IE), in dem zahlreiche europäische Industrieunternehmen gelistet sind, über die dreijährige Performance-Periode. Der Ausgangswert für die Vergleichsrechnung ist der jeweilige arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der letzten 20 Handelstage vor Beginn der dreijährigen Performance-Periode. Eine 100-prozentige Zielerreichung ist gegeben, wenn die Entwicklung des arithmetischen Mittelwerts der täglichen Schlusskurse der GEA Aktie während der dreijährigen Performance-Periode zu 100 Prozent der entsprechenden Entwicklung des TMI IE entspricht. Für jeden Prozentpunkt mehr oder weniger als 100 Prozent Performance erhöht bzw. vermindert sich der Zielerreichungsgrad um 4 Prozent. Bei Outperformance über 100 Prozent steigt die Auszahlung auf maximal 300 Prozent des Zielbetrags. Liegt der Anstieg der GEA Aktie im Dreijahresvergleich unter 100 Prozent der TMI IE Entwicklung, erfolgt bis zu einem Performance-Wert von 75 Prozent eine gekürzte Auszahlung. Ist die GEA Aktie gefallen, kann der Aufsichtsrat eine Auszahlung gewähren, falls die Entwicklung der GEA Aktie weniger rückläufig als die Entwicklung des TMI IE war. Diese Entscheidung und die Höhe der Auszahlung stehen im Ermessen des Aufsichtsrats.

2) Bei den Angaben zum Gesamtzielerreichungs- bzw. zu den Zielerreichungsgraden handelt es sich jeweils um gerundete Werte.

Bei der langfristigen Aktienkurskomponente erfolgte für das Berichtsjahr noch keine Auszahlung, da sie (zukunftsgerichtet) über einen Dreijahreszeitraum gemessen wird. Der Auszahlungsbetrag der für das Geschäftsjahr 2015 gewährten langfristigen Aktienkurskomponente wird über den Dreijahreszeitraum 2015 bis 2017 gemessen; eine Auszahlung erfolgt im Geschäftsjahr 2018. Im Berichtsjahr erfolgte die Auszahlung der Tranche 2012 in Höhe von T EUR 784 basierend auf einem Zielerreichungsgrad von 136,8 Prozent. Rechnerisch betrug der Zielerreichungsgrad am 31. Dezember 2015 für die Tranche 2015 88,3 Prozent, für die Tranche 2014 116,6 Prozent (Vorjahr 98,7 Prozent) und für die Tranche 2013 199,0 Prozent (Vorjahr 172,2 Prozent).3

Zusammenfassende Übersicht zu den variablen Vergütungskomponenten

Eine zusammenfassende Darstellung der Gewichtung und der Bemessungszeiträume der variablen Komponenten zeigt nachfolgende Tabelle:

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Variable Vergütungskomponente Bemessungs-
zeitraum
Bemessungszeitraum
Zielgröße Gewichtung Cap Gesamtcap 2013 2014 2015 2016 2017
Individuelle Komponente Persönliche Ziele 40% 200%       Einjährig    
Mehrjahreskomponente Kombination aus Cash-Flow-Treiber-Marge und ROCE 40% 250% 240% Rückwärts gerichtet (3 Jahre)   Rückwärts gerichtet (3 Jahre)    
Langfristige Aktienkurskomponente Aktienkurs im Vergleich zum TMI IE 20% 300%       Vorwärts gerichtet (3 Jahre)

In Ausnahmesituationen hat der Aufsichtsrat außerdem die Möglichkeit, den Vorstandsmitgliedern eine Sondertantieme zu gewähren, falls deren Tätigkeit zu einer außergewöhnlichen Wertsteigerung für die Aktionäre der Gesellschaft führt. Über die Gewährung und die Höhe dieser Sondertantieme entscheidet der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen. Diese nur in Ausnahmesituationen mögliche Sondertantieme ist in den derzeit gültigen Vorstandsverträgen von Dr. Helmut Schmale und Dr. Stephan Petri durch Kappung der Sondertantieme auf maximal 100 Prozent der Zieltantieme ausdrücklich betragsmäßig begrenzt. Für weitere Wieder- oder Neubestellungen von Vorstandsmitgliedern ist eine entsprechende Begrenzung ebenfalls vorgesehen. Bei den Herren Steffen Bersch und Niels Erik Olsen, die zum 1. Januar 2016 in den Vorstand berufen worden sind, wurde dies bereits umgesetzt.

Altersversorgung und Hinterbliebenenversorgung

Jürg Oleas

Die dienstvertragliche Pensionszusage des Vorstandsvorsitzenden Jürg Oleas beträgt maximal 360 T EUR p.a., die nach 18 Dienstjahren (Ende April 2019) voll erdient ist. Gemäß dieser Zusage wird das maximale Ruhegeld gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Jürg Oleas vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle und vor Vollendung von 18 Dienstjahren, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld, zahlbar ab Vollendung des 62. Lebensjahres. Dieses wird aus dem Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit zu dem Zeitraum von 18 Dienstjahren ermittelt. Scheidet Jürg Oleas nach mindestens 15 Dienstjahren, aber vor Vollendung des 62. Lebensjahres aus, so erhält er bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres ein Ruhegeld in Form eines Übergangsgeldes von 220 T EUR p.a. Eine bei vorzeitigem Ausscheiden von Jürg Oleas vereinbarte Abfindung wird auf das Übergangsgeld angerechnet. Einkünfte aus nach dem Ausscheiden, aber vor Vollendung des 62. Lebensjahres von Jürg Oleas neu aufgenommenen Tätigkeiten werden in voller Höhe bis maximal zur Hälfte des Übergangsgeldes des betreffenden Jahrs auf dieses angerechnet. Das laufende Ruhegeld wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.

3) Bei den Angaben zu den Zielerreichungsgraden handelt es sich jeweils um gerundete Werte.

Die Hinterbliebenenversorgung in dem Dienstvertrag von Jürg Oleas sieht im Wesentlichen ein lebenslanges Witwengeld und daneben eine Waisenrente vor. Die lebenslange Witwenrente beträgt 60 Prozent des Ruhegelds. Die Waisenrente beträgt einen bestimmten Prozentsatz des Ruhegelds, dessen Höhe abhängig ist von der Anzahl der Kinder und davon, ob es sich um Vollwaisen oder Halbwaisen handelt. Der Anspruch auf Waisenrente erlischt grundsätzlich bei Erreichen der Volljährigkeit, spätestens jedoch - falls sich das betreffende Kind noch in der Schul- bzw. Berufsausbildung befindet - mit Vollendung des 25. Lebensjahres. Witwen- und Waisenrenten dürfen zusammen den Betrag des Ruhegelds nicht übersteigen.

Dr. Helmut Schmale

Die dienstvertragliche Pensionszusage des Finanzvorstands Dr. Helmut Schmale beträgt maximal 200 T EUR p.a. Danach wird das maximale Ruhegeld gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauernde Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Dr. Helmut Schmale vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld, zahlbar ab Vollendung des 62. Lebensjahres. Dieses wird aus dem Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit im Konzern der GEA Group zu dem Zeitraum der maximal möglichen Dienstzeit bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres ermittelt. Das laufende Ruhegeld wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.

Die Gesellschaft trägt den im Falle einer gesetzlichen Versicherungspflicht zu gewährenden Arbeitgeberanteil für die freiwillige Versicherung von Dr. Helmut Schmale in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Dr. Helmut Schmale hat zudem das Recht, pro Geschäftsjahr mit einem Eigenbeitrag an dem Versorgungssystem für die Mitglieder des Vorstands durch Deferred Compensation teilzunehmen. Ein Unternehmenszuschuss wird nicht gezahlt.

Die Hinterbliebenenversorgung im Dienstvertrag von Dr. Helmut Schmale entspricht den Regelungen, welche vorstehend für Jürg Oleas beschrieben sind.

Dr. Stephan Petri

Die dienstvertragliche Pensionszusage des Vorstandsmitglieds Dr. Stephan Petri beträgt maximal 200 T EUR p.a. Danach wird das maximale Ruhegeld gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauernde Arbeitsunfähigkeit eintritt. Endet der Vorstandsvertrag von Dr. Stephan Petri vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein entsprechend dem Verhältnis seiner tatsächlichen Dienstzeit im Konzern der GEA Group bis zur Beendigung des Vorstandsvertrags zu der für das Erdienen des vollen Ruhegelds erforderlichen Dienstzeit ratierlich gekürztes jährliches Ruhegeld von maximal 200 T EUR, das ab Vollendung des 62. Lebensjahres zahlbar ist. Das laufende Ruhegeld wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.

Die Gesellschaft trägt den im Falle einer gesetzlichen Versicherungspflicht zu gewährenden Arbeitgeberanteil für die freiwillige Versicherung von Dr. Stephan Petri in der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. in einem berufsständischen Versorgungswerk.

Dr. Stephan Petri hat zudem das Recht, pro Geschäftsjahr mit einem Eigenbeitrag an dem Versorgungssystem für die Mitglieder des Vorstands durch Deferred Compensation teilzunehmen. Ein Unternehmenszuschuss wird nicht gezahlt. Dr. Stephan Petri hat außerdem Ansprüche aus geleisteten Eigenbeiträgen aus Deferred Compensation im Zusammenhang mit der Teilnahme an der GEA Führungskräfteversorgung vor seiner Berufung in den Vorstand.

Die Hinterbliebenenversorgung in dem Dienstvertrag von Dr. Stephan Petri entspricht den Regelungen, welche vorstehend für Jürg Oleas beschrieben sind.

Markus Hüllmann

Die dienstvertragliche Pensionszusage des Vorstandsmitglieds Markus Hüllmann beträgt maximal 200 T EUR p.a. Gemäß der Zusage wird das maximale Ruhegeld gezahlt, wenn der Vorstandsvertrag mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder dauernde Arbeitsunfähigkeit eintritt.

Endet der Vorstandsvertrag von Markus Hüllmann vor Eintritt eines der vorgenannten Pensionsfälle, hat er einen unverfallbaren Anspruch auf ein entsprechend dem Verhältnis seiner tatsächlichen Dienstzeit im Konzern der GEA Group bis zur Beendigung des Vorstandsvertrags zu der für das Erdienen des vollen Ruhegelds erforderlichen Dienstzeit ratierlich gekürztes jährliches Ruhegeld von maximal 200 T EUR, das ab Vollendung des 62. Lebensjahres zahlbar ist. Entsprechend diesen vertraglichen Regelungen hat Herr Hüllmann, der die GEA Group zum Ende des Geschäftsjahres 2015 verlassen hat, ab Vollendung des 62. Lebensjahres Anspruch auf ein anteiliges jährliches Ruhegeld in Höhe von 147.590 EUR. Das laufende Ruhegeld wird jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.

Falls Markus Hüllmann freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert ist, trägt die Gesellschaft hierauf den im Fall einer gesetzlichen Versicherungspflicht zu gewährenden Arbeitgeberanteil.

Markus Hüllmann hat zudem das Recht, pro Geschäftsjahr mit einem Eigenbeitrag an dem Versorgungssystem für die Mitglieder des Vorstands durch Deferred Compensation teilzunehmen. Ein Unternehmenszuschuss wird nicht gezahlt. Markus Hüllmann hat zudem Ansprüche aus geleisteten Eigenbeiträgen aus Deferred Compensation im Zusammenhang mit der Teilnahme an der GEA Führungskräfteversorgung vor seiner Berufung in den Vorstand.

Die Hinterbliebenenversorgung im Dienstvertrag von Markus Hüllmann entspricht den Regelungen, welche vorstehend für Jürg Oleas beschrieben sind.

Rückdeckungsversicherung und Kapitalisierungswahlrecht

Da die dienstvertraglichen Pensionszusagen der Vorstandsmitglieder bisher nur zum Teil, nämlich in Höhe des durch den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) abgedeckten Betrags, gegen Insolvenz gesichert waren, hat der Aufsichtsrat im Jahr 2014 beschlossen, zur Absicherung des nicht PSV-gesicherten Teils der Pensionszusagen Rückdeckungsversicherungen zugunsten der einzelnen Vorstandsmitglieder abzuschließen. Gleichzeitig wurde den Vorstandsmitgliedern ein Kapitalisierungswahlrecht eingeräumt. Die Höhe des Kapitalisierungsbetrags entspricht der anhand der im Konzernabschluss angewendeten Rechnungsgrundlagen ermittelten Pensionsverbindlichkeit. Das Kapitalisierungswahlrecht kann nach Eintritt des Pensionsfalls, frühestens aber mit Vollendung des 62. Lebensjahres ausgeübt werden. Eine teilweise sowie eine mehrmalige Ausübung sind möglich. Eine Ausübung des Kapitalisierungswahlrechts führt zu einer entsprechenden Reduzierung des Anspruchs auf die vertraglich zugesicherte Hinterbliebenenversorgung.

Altersvorsorgeaufwand und Rückstellungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen

Für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft Pensionsrückstellungen gebildet.

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(in
EUR)
Pensionszusage p.a. (Stand 31.12.2015) (Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls) Zum 31.12.2015 erdiente Pensionsberechtigungen p.a. Barwert der Pensionszusagen 31.12.2015
Jürg Oleas 360.000 293.333 6.051.985
Dr. Helmut Schmale 200.000 177.994 3.869.635
Dr. Stephan Petri* 256.695 181.573 3.686.208
Markus Hüllmann* 216.912 164.503 2.037.088
Summe 1.033.607 817.403 15.644.916

*) Dr. Stephan Petri und Markus Hüllmann haben, neben ihrer jeweiligen Pensionszusage als Vorstand in Höhe von 200.000 EUR per annum Ansprüche aus geleisteten Eigenbeiträgen für Deferred Compensation im Zusammenhang mit der Teilnahme an der GEA Führungskräfteversorgung vor ihrer Berufung in den Vorstand. Die Höhe bei Herrn Dr. Petri beträgt 33.855 EUR und bei Herrn Hüllmann 16.912 EUR (jeweils berechnet auf ein Renteneintrittsalter von 62 Jahren). Herr Dr. Petri hat durch die Teilnahme an dem Deferred Compensation-Modell für Mitglieder des Vorstands einen Betrag in Höhe von 22.840 EUR (berechnet auf ein Renteneintrittsalter von 62 Jahren) erworben.

Kündigungsrechte, vorzeitige Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied, Change-of-Control-Ereignisse und Auswirkungen auf die Vergütung

Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Eigenkündigungsrecht zu, wenn der Aufsichtsrat seine Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden widerrufen sollte, ohne gleichzeitig einen wirksamen Widerruf der Bestellung zum Vorstandsmitglied gem. § 84 Abs. 3 AktG zu erklären. Im Falle der Ausübung des Eigenkündigungsrechts und des Ausscheidens aus dem Vorstand steht ihm für die restlichen Monate seiner Vertragslaufzeit, maximal jedoch für 8 Monate, das entsprechende Festgehalt zu.

Im Fall eines wirksamen Widerrufs der Bestellung eines Vorstandsmitglieds aufgrund eines wichtigen Grunds gemäß § 84 Abs. 3 AktG oder einer berechtigten Amtsniederlegung durch das Vorstandsmitglied analog § 84 Abs. 3 AktG endet der Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds mit Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist gemäß § 622 Abs. 1, 2 BGB.

In diesem Fall erhält das betreffende Vorstandsmitglied zunächst die bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens erdiente Tantieme. Zur Berechnung dieser Tantieme wird für die individuelle Komponente auf Grundlage der bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds erreichten Ergebnisse ein Gesamtzielerreichungsgrad ermittelt. Daraus wird der entsprechende Tantieme-Teilbetrag für die individuelle Komponente errechnet, indem dieser Gesamtzielerreichungsgrad ins Verhältnis zum Zielbetrag für das gesamte Geschäftsjahr gesetzt wird. Der auf die Mehrjahreskomponente entfallende Tantieme-Teilbetrag wird für das maßgebliche Geschäftsjahr zeitanteilig nach dem Grundsatz pro-rata-temporis ermittelt. Für noch ausstehende Jahrestranchen der langfristigen Aktienkurskomponente wird unterschieden zwischen Jahrestranchen, bei denen das erste Geschäftsjahr (Erdienungsjahr) der dreijährigen Performance-Periode noch nicht abgelaufen ist, und Jahrestranchen, bei denen das erste Geschäftsjahr bereits abgelaufen ist. Bei letzteren ist der Tantieme-Teilbetrag voll erdient und wird ohne Berücksichtigung des Grundsatzes pro-rata-temporis ermittelt und nach Ablauf der dreijährigen Performance-Periode ausbezahlt. Ist das erste Geschäftsjahr (Erdienungsjahr) noch nicht abgelaufen, wird der Tantieme-Teilbetrag nach dem Grundsatz pro-rata-temporis (im Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit im Erdienungsjahr zum vollen maßgeblichen Erdienungsjahr) ermittelt und nach Ablauf der dreijährigen Performance-Periode ausbezahlt.

Darüber hinaus erhält das betreffende Vorstandsmitglied als Ausgleich für das vorzeitige Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft eine Abfindung in Höhe der für die restliche Vertragslaufzeit vereinbarten Gesamtvergütung. Für die Berechnung des entsprechenden Tantiemeanspruchs wird als Zielerreichungsgrad 85 Prozent der jeweiligen Zielbeträge für noch nicht erdiente Tantiemeansprüche des laufenden und gegebenenfalls weiterer Jahre zugrunde gelegt. Die Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ist auf maximal 2 volle Jahresvergütungen beschränkt (Abfindungs-Cap). Bei der Berechnung des Abfindungs-Caps wird auf die Jahresgesamtvergütungen als Vorstandsmitglied der beiden vor der Beendigung des Dienstvertrags liegenden Kalenderjahre abgestellt.

Endet der Vorstandsvertrag vorzeitig durch Eigenkündigung ohne wichtigen Grund oder infolge Kündigung durch die Gesellschaft aus wichtigem Grund, verfallen sämtliche noch ausstehende und noch nicht ausgezahlte Jahrestranchen der langfristigen Aktienkurskomponente. Zudem besteht kein Anspruch auf eine Abfindung im Falle einer rechtmäßigen außerordentlichen Kündigung des Vorstandsvertrags durch die Gesellschaft.

Im Falle eines Change-of-Control-Ereignisses hat das Vorstandsmitglied ein Wahlrecht, für noch ausstehende voll erdiente Tranchen der Aktienkomponente eine vorzeitige Auszahlung zum Zielwert zu verlangen. Das Wahlrecht besteht unabhängig davon, ob das betreffende Mitglied des Vorstands die Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Change-of-Control-Ereignis verlässt oder nicht. Ein Change-of-Control- Ereignis in diesem Sinne liegt vor, sobald der Gesellschaft das Erreichen oder Überschreiten von 50 Prozent bzw. 75 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft gemäß § 21 WpHG mitgeteilt wird, mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen ein Unternehmensvertrag nach § 291 ff.

AktG abgeschlossen wird, eine Eingliederung gemäß § 319 AktG oder ein Rechtsformwechsel der Gesellschaft nach dem Umwandlungsgesetz rechtswirksam beschlossen wird. Eigenkündigungsrechte stehen dem Vorstand im Falle eines Change-of-Control-Ereignisses nicht zu.

Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Gesamtbezüge 2015 und 2014

Die gesamten Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder der GEA Group Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 6.374.980 EUR und beinhalten neben einem festen Anteil in Höhe von 3.055.417 EUR eine variable Tantieme von 3.188.415 EUR. Die auf die langfristige Aktienkurskomponente entfallende Tantieme basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der Zusage am Tag der Gewährung (1. Januar 2015) und betrug im Berichtsjahr bei Jürg Oleas 179.700 EUR, bei Dr. Helmut Schmale 97.038 EUR, bei Markus Hüllmann 79.068 EUR und bei Dr. Stephan Petri 79.068 EUR, insgesamt also 434.874 EUR.

Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die gesamten Bezüge für die im Geschäftsjahr 2014 amtierenden Vorstandsmitglieder 6.579.456 EUR und umfassten neben einem festen Anteil in Höhe von 3.025.000 EUR eine variable Tantieme von 3.415.286 EUR. Die auf die langfristige Aktienkurskomponente entfallende Tantieme basierte auf dem beizulegenden Zeitwert der Zusage am Tag der Gewährung (1. Januar 2014) und betrug im Geschäftsjahr 2014 bei Jürg Oleas 215.275 EUR, bei Dr. Helmut Schmale 116.249 EUR, bei Markus Hüllmann 94.721 EUR und bei Dr. Stephan Petri 94.721 EUR, insgesamt also 520.966 EUR.

Fixum, variable Komponenten und die sonstigen Bezüge in individualisierter Form ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

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(in
EUR)
Fixum Variable Komponenten Sachbezüge Zuschüsse zu Vorsorgeaufwendungen
Individuelle Komponente Mehrjahres Komponente Langfristige Aktienkurs-
komponente1
Summe
Jürg Oleas 1.250.000 530.000 596.500 179.700 24.092 - 2.580.292
Vorjahr 1.250.000 648.500 549.500 215.275 24.244 - 2.687.519
Dr. Helmut Schmale 693.750 294.150 331.057 97.038 44.052 6.788 1.466.835
Vorjahr 675.000 350.190 296.730 116.249 44.978 6.747 1.489.894
Dr. Stephan Petri 561.667 238.147 268.027 79.068 26.173 6.788 1.179.870
Vorjahr 550.000 280.500 241.780 94.721 21.168 6.747 1.194.916
Markus Hüllmann2 550.000 233.200 262.460 79.068 23.255 - 1.147.983
Vorjahr 550.000 285.340 241.780 94.721 35.286 - 1.207.127
Summe 3.055.417 1.295.497 1.458.044 434.874 117.572 13.576 6.374.980
Vorjahr 3.025.000 1.564.530 1.329.790 520.966 125.676 13.494 6.579.456

1) Bei der für 2015 gewährten langfristigen Aktienkurskomponente erfolgte im Berichtsjahr noch keine Auszahlung, da sie über einen Dreijahreszeitraum von 2015 bis 2017 gemessen wird. Die auf die langfristige Aktienkurskomponente entfallende Tantieme basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der Zusage am Tag der Gewährung (1. Januar 2015).
2) Markus Hüllmann wurde aufgrund seiner Teilnahme am GEA Performance Share Plan 2012 während der Zeit vor seiner Bestellung zum Mitglied des Vorstands zusätzlich ein Betrag von 84.288 EUR ausgezahlt.

Zusätzliche Angaben zur aktienbasierten Vergütung 2013 bis 2015

In den Geschäftsjahren 2013 bis 2015 wurde jeweils eine aktienbasierte Vergütung für den Vorstand in Form der langfristigen Aktienkurskomponente gewährt. Details zu den bestehenden Ansprüchen der Mitglieder des Vorstands aus diesen Vergütungskomponenten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

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Langfristige Aktienkurskomponente (in EUR) Beizulegender Zeitwert zum Stichtag 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert zum Stichtag 31.12.2014
Jürg Oleas 979.300 1.110.575
Dr. Helmut Schmale 528.822 596.289
Niels Graugaard 75.370 248.135
Dr. Stephan Petri 430.892 425.926
Markus Hüllmann 376.164 283.157
Summe 2.390.548 2.664.082

Zusätzliche Angaben zur aktienbasierten Vergütung 2011

In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 erfolgte die aktienbasierte Vergütung der Mitglieder des Vorstands in Form von virtuellen Aktien. Das bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2011 geltende Vergütungssystem sah als erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteil eine Tantieme vor, die lediglich zur Hälfte mit der ersten Gehaltsabrechnung nach der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung für das betreffende Geschäftsjahr ausgezahlt wurde ("kurzfristige Tantieme"). Die zweite Hälfte der Tantieme wurde dagegen in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgewandelt, deren Auszahlungswert nach Ablauf einer Haltefrist von 3 Jahren ermittelt wird ("langfristige Tantieme"). Eine ausführliche Erläuterung des bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2011 geltenden Vergütungssystems enthält der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2011 (vgl. dort Seite 65 ff.), der über die Internetseite der Gesellschaft (www.gea.com) zugänglich ist.

Der nachfolgenden Tabelle können Details zu den bestehenden Ansprüchen der Mitglieder des Vorstands aus den langfristigen Tantiemen des Geschäftsjahres 2011 entnommen werden. Die langfristigen Tantiemen des Geschäftsjahrs 2011 wurden im Berichtsjahr ausgezahlt.

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Virtuelle Aktien Gewährte Aktien (in Stück) Beizulegender Zeitwert (in
EUR)
2011 2015 2014
Jürg Oleas      
Tranche 2011 (Anzahl virtuelle Aktien in 2011) 40.997 - 1.570.185
Dr. Helmut Schmale      
Tranche 2011 (Anzahl virtuelle Aktien in 2011) 20.498 - 785.073
Summe 61.495 - 2.355.258

Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für die aktienbasierte Vergütung (also der Summe aus dem beizulegenden Zeitwert der im Geschäftsjahr gewährten aktienbasierten Vergütung zum Bilanzstichtag und der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Ansprüchen aus aktienbasierter Vergütung im jeweiligen Geschäftsjahr) betrug im Geschäftsjahr 2015 für Jürg Oleas 236 T EUR (Vorjahr 437 T EUR), für Dr. Helmut Schmale 127 T EUR (Vorjahr 233 T EUR), für Niels Graugaard 0 T EUR (Vorjahr 3 T EUR Ertrag), für Dr. Stephan Petri 93 T EUR (Vorjahr 137 T EUR) und für Markus Hüllmann 93 T EUR (Vorjahr 132 T EUR).

Zusätzliche Angaben zu erfassten Aufwendungen und ausgezahlten Vergütungen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden für die Mitglieder des Vorstands Aufwendungen in Höhe von insgesamt 8.691.435 EUR (Vorjahr 8.006.087 EUR) erfasst. Hierin enthalten sind neben Aufwendungen für die fixe und variable Vergütung auch Sachzuwendungen, Zuschüsse zu Vorsorgeaufwendungen, Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (Dienstzeit- und Zinsaufwendungen) sowie im Zinsaufwand erfasste Wertänderungen der Ansprüche aus aktienbasierter Vergütung. Im Geschäftsjahr 2015 kamen Vergütungsbestandteile in Höhe von insgesamt 9.257.826 EUR (Vorjahr 7.992.205 EUR) zur Auszahlung. In diesen Auszahlungsbeträgen enthalten sind neben den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen auch Auszahlungen für die variable Vergütung des Vorjahrs sowie im Berichtsjahr geleistete Auszahlungen für mehrjährige variable Vergütungskomponenten.

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(in
EUR)
Erfasste Aufwendungen Erfolgte Auszahlungen
Jürg Oleas 3.309.092 4.409.717
Vorjahr 3.264.408 3.115.316
Dr. Helmut Schmale 1.906.794 2.370.586
Vorjahr 1.792.131 1.783.620
Niels Graugaard1 -307 172.434
Vorjahr -3.440 1.241.371
Dr. Stephan Petri 1.720.004 1.204.714
Vorjahr 1.547.896 971.456
Markus Hüllmann2 1.755.852 1.100.375
Vorjahr 1.405.092 880.442
Summe 8.691.435 9.257.826
Vorjahr 8.006.087 7.992.205

1) Beendigung des Vorstandsvertrags im April 2013
2) Markus Hüllmann wurde aufgrund seiner Teilnahme am GEA Performance Share Plan 2012 während der Zeit vor seiner Bestellung zum Mitglied des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 ein zusätzlicher Betrag von 84.288 EUR ausgezahlt.

Vergütungen ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen

Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten von der GEA Group Aktiengesellschaft Bezüge in Höhe von 2.448 T EUR (Vorjahr 2.432 T EUR) und im GEA Group Konzern in Höhe von 4.992 T EUR (Vorjahr 5.168 T EUR). Für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind bei der GEA Group Aktiengesellschaft Pensionsrückstellungen nach HGB von 29.656 T EUR (Vorjahr 28.151 T EUR) und im GEA Group Konzern von 49.617 T EUR (Vorjahr 50.295 T EUR) gebildet.

Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist als reine Festvergütung ausgestaltet. Eine erfolgsorientierte Komponente ist nicht vorgesehen.

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 1.168 T EUR (Vorjahr 1.159 T EUR). Gemäß § 15 Abs. 1 der Satzung erhält jedes Aufsichtsratsmitglied außer dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Vergütung von 50 T EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Anderthalbfache dieses Betrags. Gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung erhalten Mitglieder des Präsidial- bzw. des Prüfungsausschusses zusätzlich jeweils 35 T EUR. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte. Für die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss und im Nominierungsausschuss wird keine gesonderte Vergütung gewährt. Bei unterjährigem Eintritt in den oder Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat bzw. seinen Ausschüssen wird die Vergütung nur anteilig für die Dauer der Zugehörigkeit gezahlt. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 15 Abs. 3 der Satzung nach Ablauf des Geschäftsjahrs für jede Sitzung des Aufsichtsrats, des Präsidial- oder Prüfungsausschusses, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1 T EUR. Im Geschäftsjahr 2015 fanden sieben Sitzungen des Aufsichtsrats, sechs Sitzungen des Präsidialausschusses und fünf Sitzungen des Prüfungsausschusses statt.

Die Vergütung mit ihren jeweiligen Komponenten für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. Präsidial- und Prüfungsausschuss für 2015 im Vergleich zum Vorjahr in individualisierter Form ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:

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(in
EUR)
Vergütung Aufsichtsrat Vergütung Präsidium Vergütung Prüfungsausschuss Sitzungsgeld Summen
Dr. Heraeus 125.000 70.000 35.000 17.000 247.000
Vorjahr 125.000 70.000 35.000 14.000 244.000
Siegers* 75.000 35.000 - 9.000 119.000
Vorjahr 75.000 35.000 - 11.000 121.000
Bastaki 50.000 - - 7.000 57.000
Vorjahr 50.000 - - 6.000 56.000
Prof. Dr. Bauer 50.000 - - 6.000 56.000
Vorjahr 50.000 - - 7.000 57.000
Eberlein 50.000 - 70.000 12.000 132.000
Vorjahr 50.000 - 70.000 12.000 132.000
Gröbel* 50.000 35.000 - 13.000 98.000
Vorjahr 50.000 35.000 - 11.000 96.000
Hunger* (bis 31. Oktober 2014) - - - - -
Vorjahr 41.467 - 29.167 11.000 81.834
Kämpfert 50.000 - - 6.000 56.000
Vorjahr 50.000 - - 6.000 56.000
Kerkemeier* 50.000 - - 6.000 56.000
Vorjahr 50.000 - - 7.000 57.000
Krönchen* (seit 5. November 2014) 50.000 - 35.000 12.000 97.000
Vorjahr 7.808 - - 1.000 8.808
Löw* 50.000 - 35.000 12.000 97.000
Vorjahr 50.000 - 35.000 13.000 98.000
Dr. Perlet 50.000 35.000 - 11.000 96.000
Vorjahr 50.000 35.000 - 11.000 96.000
Spence 50.000 - - 7.000 57.000
Vorjahr 50.000 - - 5.000 55.000
Summe 700.000 175.000 175.000 118.000 1.168.000
Vorjahr 699.475 175.000 169.167 115.000 1.158.642

*) Die betrieblichen und externen Arbeitnehmervertreter führen ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien an die Hans-Böckler-Stiftung ab.

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 80 Cent je Aktie an die Aktionäre auszuschütten und damit den Bilanzgewinn in Höhe von 154.464.482,08 Euro wie folgt zu verwenden:

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1. Dividendenzahlung an die Aktionäre 153.996.380,80 Euro
2. Gewinnvortrag 468.101,28 Euro

Die Auszahlung der Dividende erfolgt aus dem steuerlichen Einlagekonto (§ 27 KStG) und daher ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende im Jahr der Zahlung grundsätzlich nicht der laufenden Besteuerung. Nach allgemeiner Auffassung stellt die Dividendenzahlung aus dem steuerlichen Einlagekonto eine Rückgewähr von Einlagen dar, die zu einer nachträglichen Reduzierung der Anschaffungskosten für die Aktien führt. Dies kann zu einer Besteuerung höherer Veräußerungsgewinne bei späteren Aktienverkäufen führen.

 

Düsseldorf, 26. Februar 2016

Jürg Oleas

Dr. Helmut Schmale

Steffen Bersch

Niels Erik Olsen

Dr. Stephan Petri

Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft Sitz Land Kapitalanteil (%)* Währung Eigenkapital in TW Ergebnis n. St. vor EAV in TW
GEA Group Aktiengesellschaft Düsseldorf Deutschland   EUR 1.657.318 142.666
Tochterunternehmen            
"SEMENOWSKY VAL" Immobilien- Verwaltungs-GmbH Bochum Deutschland 100,00 EUR 710 -473
Beijing Tetra Laval Food Machinery Company Limited i.L. Beijing China 90,00 CNY 1 -
Bock Australia Pty. Ltd. Banksmeadow, New South Wales Australien 100,00 AUD 1.447 -
Breconcherry Ltd. Bromyard, Herefordshire Großbritannien 100,00 GBP 1 -
Brouwers Equipment B.V. Leeuwarden Niederlande 100,00 EUR 942 1
Brückenbau Plauen GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00 EUR -61.637 -545
CFS Asia Ltd. Bangna, Bangkok Thailand 99,9998 THB 132.356 16.080
CMT Costruzioni Meccaniche e Tecnologia S.p.A Peveragno, Cueno Italien 100,00 EUR 4.013 977
COMAS S.p.A. Torrebelvicino, Vicenza Italien 100,00 EUR 8.453 7.582
Convenience Food Systems S.A. de C.V. Mexico-City Mexiko 100,00 MXN 1 -
Dairy Technology Services Pty Limited Kyabram, Victoria Australien 100,00 AUD 387 210
DE GEA Westfalia Separator Ukraine Kiev Ukraine 100,00 UAH 1.444 1.606
Dixie-Union (UK) Ltd. Milton Keynes Großbritannien 100,00 GBP 1 -
Farmers Industries Limited Mt. Maunganui South, Tauranga Neuseeland 100,00 NZD 15.926 2.171
Finsamoc S.p.A. Vicenza Italien 100,00 EUR 17.570 12.960
GEA (Philippines) Inc. Manila Philippinen 100,00 PHP -7.072 -244
GEA (Shanghai) Farm Technologies Company Ltd. Shanghai China 100,00 CNY -435 8.628
GEA Andina S.A.S. Medellin Kolumbien 100,00 COP 620.628 -1.233.796
GEA Aseptomag AG Kirchberg Schweiz 100,00 CHF 16.012 3.677
GEA Aseptomag Holding AG Kirchberg Schweiz 100,00 CHF 27.094 -27
GEA Avapac Ltd. Hamilton Neuseeland 100,00 NZD 16.914 6.510
GEA AWP GmbH Prenzlau Deutschland 100,00 EUR 1.332 EAV
GEA Barr-Rosin Ltd. Maidenhead, Berkshire Großbritannien 100,00 GBP 733 -240
GEA Beteiligungsgesellschaft AG i.L. Bochum Deutschland 100,00 EUR 58 -2
GEA Beteiligungsgesellschaft I mbH Bochum Deutschland 100,00 EUR 30 -1
GEA Beteiligungsgesellschaft II mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 EUR 25 EAV
GEA Beteiligungsgesellschaft III mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 EUR -69 -
GEA Bischoff GmbH Essen Deutschland 100,00 EUR 2.557 EAV
GEA Bischoff Oy Helsinki Finnland 100,00 EUR -89 -236
GEA Bock Compressors (Hangzhou) Co., Ltd. Hangzhou, Zhejiang China 100,00 CNY 79.683 20.716
GEA Bock Czech s.r.o. Stribro Tschechische Republik 100,00 CZK 103.826 4.670
GEA Bock GmbH Frickenhausen Deutschland 100,00 EUR 12.224 EAV
GEA Brewery Systems GmbH Kitzingen Deutschland 100,00 EUR 6.143 EAV
GEA Canada Inc. Saint John, New Brunswick Kanada 100,00 CAD -24.625 1.097
GEA CEE GmbH Wien Österreich 100,00 EUR 3.238 896
GEA Central America S.A. Panama Panama 100,00 USD 26 15
GEA Colby Pty. Ltd. Sydney Australien 100,00 AUD 817 1.916
GEA De Klokslag Automatisering B.V. Bolsward Niederlande 100,00 EUR 527 -185
GEA De Klokslag Engineering B.V. Bolsward Niederlande 100,00 EUR 6.197 385
GEA De Klokslag Machinefabriek B.V. Bolsward Niederlande 100,00 EUR 2.103 268
GEA Diessel GmbH Hildesheim Deutschland 100,00 EUR 4.000 EAV
GEA Dutch Holding B.V. s-Hertogenbosch Niederlande 100,00 EUR 342.556 -10.274
GEA Energietechnik Anlagen- und Betriebs-GmbH Bochum Deutschland 100,00 EUR 19.449 EAV
GEA Equipamentos e Soluções S.A. Jaguariúna Brasilien 100,00 BRL 136.049 16.989
GEA Erste Kapitalbeteiligungen GmbH & Co. KG Bochum Deutschland 100,00 EUR -9.873 -312
GEA Eurotek Ltd. Aylsham Großbritannien 100,00 GBP -4.773 -2.572
GEA Exergy AB Göteborg Schweden 100,00 SEK -36.347 -25
GEA Farm Technologies (Ireland) Ltd. Cork Irland 100,00 EUR -1.670 -16
GEA Farm Technologies (UK) Limited Warminster Großbritannien 100,00 GBP 2.932 -416
GEA Farm Technologies Argentina S.R.L. Buenos Aires Argentinien 100,00 ARS 44.729 -4.350
GEA Farm Technologies Australia Pty. Ltd. Tullamarine, Victoria Australien 100,00 AUD 9.919 -14
GEA Farm Technologies Austria GmbH Plainfeld Österreich 100,00 EUR 4.184 1.058
GEA Farm Technologies Belgium N.V. Olen Belgien 100,00 EUR 1.788 72
GEA Farm Technologies Bulgaria EOOD Sofia Bulgarien 100,00 BGN -1.586 -308
GEA Farm Technologies Canada Inc. Drummondville, Quebec Kanada 100,00 CAD 64.645 11.555
GEA Farm Technologies Chile SpA Osorno Chile 100,00 CLP 2.266.863 76.273
GEA Farm Technologies Croatia d.o.o. Dugo Selo Kroatien 100,00 HRK -1.939 -417
GEA Farm Technologies CZ, spol. s.r.o. Napajedla Tschechische Republik 100,00 CZK 3.795 1.000
GEA Farm Technologies France SAS Château-Thierry Frankreich 100,00 EUR 33.024 23
GEA Farm Technologies GmbH Bönen Deutschland 100,00 EUR 29.663 EAV
GEA Farm Technologies Ibérica S.L. Granollers Spanien 100,00 EUR 4.240 1.721
GEA Farm Technologies Japy SAS Saint-Apollinaire Frankreich 100,00 EUR 7.492 -844
GEA Farm Technologies Mullerup A/S Ullerslev Dänemark 100,00 DKK -26.323 -7.746
GEA Farm Technologies Nederland B.V. Leeuwarden Niederlande 100,00 EUR 5.031 -509
GEA Farm Technologies New Zealand Limited Frankton, Hamilton Neuseeland 100,00 NZD -8.725 -3.279
GEA Farm Technologies Romania S.R.L.. Alba Julia Rumänien 100,00 RON -5.315 -2.310
GEA Farm Technologies Serbia d.o.o. Beograd Serbien 100,00 RSD -41.278 -8.656
GEA Farm Technologies Slovakia spol. s.r.o. Piestany Slowakei 100,00 EUR -12 -29
GEA Farm Technologies Sp. z o.o. Bydgoszcz Polen 100,00 PLN 8.510 -2.832
GEA Farm Technologies Tarim Ekip.Mak.Kim. Tek.Dan.San.Tic.Ltd.Sti. Kemalpasa, Izmir Türkei 100,00 TRY 2.159 -1.161
GEA Farm Technologies, Inc. Wilmington, Delaware USA 100,00 USD 184.951 14.280
GEA Finland Oy Helsinki Finnland 100,00 EUR 60 27
GEA Food Solutions (Beijing) Co., Ltd. Beijing China 100,00 CNY 5.485 2.573
GEA Food Solutions Asia Co. Limited Hong Kong China 100,00 CNY -61.037 4.079
GEA Food Solutions B.V. Bakel Niederlande 100,00 EUR -30.951 -14.196
GEA Food Solutions Bakel B.V. Bakel Niederlande 100,00 EUR 96.637 -6.170
GEA Food Solutions Chile Comercializadora Limitada Santiago de Chile Chile 100,00 CLP 1.170 3
GEA Food Solutions Czech s.r.o. Prag Tschechische Republik 100,00 EUR 1.243 -11
GEA Food Solutions Denmark A/S Slagelse Dänemark 100,00 DKK -171.703 -13.383
GEA Food Solutions France SAS Beaucouzé Frankreich 100,00 EUR 446 364
GEA Food Solutions Germany GmbH Biedenkopf-Wallau Deutschland 100,00 EUR 19.155 EAV
GEA Food Solutions GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 EUR 25 EAV
GEA Food Solutions International A/S Slagelse Dänemark 100,00 DKK -132.643 -4.524
GEA Food Solutions International B.V. Bakel Niederlande 100,00 EUR -104.163 -1.909
GEA Food Solutions Italy S.r.l. Grumello Del Monte Italien 100,00 EUR 453 106
GEA Food Solutions Japan K.K. Shibuya-ku,Tokyo Japan 100,00 JPY 517.808 13.470
GEA Food Solutions Korea Co., Ltd. Seoul Südkorea 100,00 KRW -2.420.197 -166.504
GEA Food Solutions Middle East F.Z.E. Dubai Ver.Arab.Emir. 100,00 AED 17.206 951
GEA Food Solutions Nordic A/S Slagelse Dänemark 100,00 DKK -4.940 -1.285
GEA Food Solutions North America, Inc. Frisco USA 100,00 USD 4.838 842
GEA Food Solutions Poland Sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 PLN -19.954 992
GEA Food Solutions RUS ZAO Moskau Russische Föderation 100,00 RUB 181.153 82.403
GEA Food Solutions South Africa (Pty) Ltd. Midrand Südafrika 100,00 ZAR 1.994 1.054
GEA Food Solutions Switzerland AG Rothrist Schweiz 100,00 CHF -390 261
GEA Food Solutions UK & Ireland Ltd. Milton Keynes Großbritannien 100,00 GBP 74 -171
GEA Food Solutions Ukraine LLC Kiev Ukraine 100,00 EUR -2.966 -1.915
GEA Food Solutions Weert B.V. Weert Niederlande 100,00 EUR 58.467 4.770
GEA Grasso TOV Kiev Ukraine 100,00 UAH 25.722 4.790
GEA Grasso UAB Vilnius Litauen 100,00 EUR 923 386
GEA Grenco Ltd. Sittingbourne, Kent Großbritannien 100,00 GBP 18.742 626
GEA Group Holding France SAS Montigny le Bretonneux Frankreich 100,00 EUR 93.233 -1.739
GEA Group Holding GmbH Bochum Deutschland 100,00 EUR 390.405 EAV
GEA Group Holdings (UK) Limited Eastleigh, Hampshire Großbritannien 100,00 GBP -2.979 -1.076
GEA Insurance Broker GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00 EUR 102 EAV
GEA Ireland Limited Kildare Irland 100,00 EUR 262 -142
GEA IT Services GmbH Oelde Deutschland 100,00 EUR 2.531 EAV
GEA Lyophil (Beijing) Ltd. Beijing China 100,00 RMB 35.715 4.475
GEA Lyophil GmbH Hürth Deutschland 100,00 EUR 553 EAV
GEA Mechanical Equipment (Tianjin) Co., Ltd. Wuqing China 100,00 RMB 107.073 15.014
GEA Mechanical Equipment Canada, Inc. Saint John, New Brunswick Kanada 100,00 CAD 3.810 -2.474
GEA Mechanical Equipment GmbH Oelde Deutschland 100,00 EUR 835.125 EAV
GEA Mechanical Equipment Italia S.p.A. Parma Italien 100,00 EUR 99.240 12.142
GEA Mechanical Equipment UK Limited Milton Keynes Großbritannien 100,00 GBP 4.622 1.046
GEA Mechanical Equipment US, Inc. Wilmington, Delaware USA 100,00 USD 117.626 16.732
GEA Messo GmbH Duisburg Deutschland 100,00 EUR -1.026 EAV
GEA Middle East FZE Dubai Ver.Arab.Emir. 100,00 AED 21.657 9.967
GEA Milfos International Limited Frankton, Hamilton Neuseeland 100,00 NZD -7.968 -3.584
GEA mts flowtec AG Kirchberg Schweiz 100,00 CHF 2.052 502
GEA New Zealand Limited Stratford Neuseeland 100,00 NZD 1 -
GEA NIRO GmbH Müllheim Deutschland 100,00 EUR 503 EAV
GEA Niro PT B.V. 's-Hertogenbosch Niederlande 100,00 EUR 4.302 -209
GEA North America, Inc. Delaware USA 100,00 USD 692.793 26.552
GEA Norway AS Oslo Norwegen 100,00 NOK 23.929 5.917
GEA Nu-Con Limited Penrose, Auckland Neuseeland 100,00 NZD 17.280 -3.909
GEA Nu-Con Pty. Ltd. Sutherland, Sydney Australien 100,00 AUD 5.528 2.521
GEA Pharma Systems (India) Private Limited Vadodara, Gujarat Indien 100,00 INR 311.252 -41.630
GEA Pharma Systems AG Bubendorf Schweiz 100,00 CHF 16.326 7.322
GEA Pharma Systems Limited Eastleigh Hampshire Großbritannien 100,00 GBP -6.489 -377
GEA Power Cooling de Mexico S. de R.L. de C.V. Naucalpan de Juárez, Mexico Mexiko 100,00 MXN 1.104 -9.510
GEA Process Engineering (India) Private Limited Vadodara, Gujarat Indien 100,00 INR 1.014.932 241.657
GEA Process Engineering (Philippines) Inc. Manila Philippinen 100,00 PHP 18.110 12.013
GEA Process Engineering (Pty) Ltd. Midrand Südafrika 100,00 ZAR 28.075 1.957
GEA Process Engineering (Thailand) Co., Ltd. Bangkok Thailand 100,00 THB 9.317 -3.727
GEA Process Engineering A/S Soeborg Dänemark 100,00 DKK 659.100 124.600
GEA Process Engineering Asia Ltd. Hong Kong China 100,00 HKD 58.064 9.324
GEA Process Engineering CEE Kft. Budaörs Ungarn 100,00 HUF 86.278 44.958
GEA Process Engineering Chile S.A. Santiago de Chile Chile 100,00 CLP 251.042 143.536
GEA Process Engineering China Limited Shanghai China 100,00 RMB 699.895 136.081
GEA Process Engineering China Ltd. Shanghai China 100,00 RMB 8.322 3.084
GEA Process Engineering Inc. Columbia USA 100,00 USD 83.630 10.075
GEA Process Engineering Japan Ltd. Tokyo Japan 100,00 JPY 925.357 75.736
GEA Process Engineering Ltd. Birchwood, Cheshire, Warrington Großbritannien 100,00 GBP 18.190 4.024
GEA Process Engineering Ltd. Penrose, Auckland Neuseeland 100,00 NZD 59.523 6.088
GEA Process Engineering N.V. Halle Belgien 100,00 EUR 8.324 1.259
GEA Process Engineering Nederland B.V. Deventer Niederlande 100,00 EUR 11.402 301
GEA Process Engineering OOO Moskau Russische Föderation 100,00 EUR 5.732 1.527
GEA Process Engineering Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00 SGD 19.377 6.080
GEA Process Engineering Pty. Ltd. Blackburn, Victoria Australien 100,00 AUD 20.745 -1.841
GEA Process Engineering S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00 ARS 34.103 5.017
GEA Process Engineering S.A. Alcobendas, Madrid Spanien 100,00 EUR 16.049 4.555
GEA Process Engineering S.A. de C.V. Naucalpan de Juárez, Mexico Mexiko 100,00 USD 7.504 68
GEA Process Engineering S.A.S. Saint-Quentin en Yvelines Ced. Frankreich 100,00 EUR 17.753 2.109
GEA Process Engineering S.p.A. Segrate Italien 100,00 EUR 4.920 -192
GEA Process Engineering s.r.o. Brno Tschechische Republik 100,00 CZK 31.410 7.775
GEA Process Engineering Taiwan Ltd. Taipeh Taiwan 100,00 TWD 10.706 3.586
GEA Process Engineering Trading (Shanghai) Limited Shanghai China 100,00 RMB 24.045 5.703
GEA Process Engineering Z o.o. Warschau Polen 100,00 PLN 24.706 10.259
GEA PROCESS MÜHENDISLIK MAKINE INSAAT TAAHÜT ITHALAT IHRACAT DANIS. SAN. VE TIC. LTD. STI. Kemalpasa, Izmir Türkei 100,00 TRY 1.235 -654
GEA Process Technologies Ireland Limited Dublin Irland 100,00 EUR 10.987 2.765
GEA Procomac S.p.A. Sala Baganza Italien 100,00 EUR 18.200 30
GEA Real Estate GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00 EUR 77.034 EAV
GEA Refrigeration (Thailand) Co. Ltd. Nonthaburi Thailand 99,9994 THB 163.078 22.655
GEA Refrigeration Africa (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00 ZAR 162.940 27.879
GEA Refrigeration Australia Pty. Ltd. Carrum Downs, Victoria Australien 100,00 AUD 1.669 -272
GEA Refrigeration Canada Inc. Richmond Kanada 100,00 CAD 17.618 -2.267
GEA Refrigeration Components (Nordic) A/S Skanderborg Dänemark 100,00 EUR 1.376 740
GEA Refrigeration Components (UK) Ltd. Ross-on-Wye, Herfordshire Großbritannien 100,00 GBP 6.991 1.113
GEA Refrigeration Czech Republic s.r.o. Prag Tschechische Republik 100,00 CZK 31.927 8.118
GEA Refrigeration France SAS Les Sorinières Frankreich 100,00 EUR 20.323 2.294
GEA Refrigeration Germany GmbH Berlin Deutschland 100,00 EUR 25.322 EAV
GEA Refrigeration Hong Kong Ltd. Hong Kong China 100,00 HKD 16.575 16.475
GEA Refrigeration Ibérica S.A. Alcobendas, Madrid Spanien 100,00 EUR -940 -255
GEA Refrigeration India Private Limited Vadodara, Gujarat Indien 100,00 INR 112.889 24.017
GEA Refrigeration Ireland Limited Cavan Irland 100,00 EUR 2.278 302
GEA Refrigeration Italy S.p.A. Castel Maggiore, Bologna Italien 100,00 EUR 18.631 -474
GEA Refrigeration Maghreb Sarlau Casablanca Marokko 100,00 MAD -2.129 -2.232
GEA Refrigeration Malaysia Sdn. Bhd. Petaling Jaya Malaysia 100,00 MYR 1.285 881
GEA Refrigeration Netherlands N.V. s-Hertogenbosch Niederlande 100,00 EUR 26.683 -660
GEA Refrigeration North America, Inc. York , Pennsylvania USA 100,00 USD 66.803 10.340
GEA Refrigeration Poland Sp. z o. o. Gdynia Polen 100,00 PLN 18.028 5.639
GEA Refrigeration Romania S.R.L. Cluj-Napoca Rumänien 100,00 RON 4.406 502
GEA Refrigeration Singapore Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00 SGD 4.340 697
GEA Refrigeration Technologies GmbH Bochum Deutschland 100,00 EUR 25 EAV
GEA Refrigeration Technology (Suzhou) Co., Ltd. Suzhou China 100,00 CNY 173.995 19.890
GEA Refrigeration UK Ltd. London Großbritannien 100,00 GBP -660 -5.327
GEA Refrigeration Vietnam Co. Ltd. Ho Chi Min City Vietnam 100,00 THB 13.307 5.346
GEA Scan-Vibro A/S Svendborg Dänemark 100,00 DKK 11.912 546
GEA Segment Management Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 EUR 492 EAV
GEA Services and Components OOO Moskau Russische Föderation 100,00 RUB 1.714 -4.240
GEA Suisse AG Ittigen Schweiz 100,00 CHF 713 152
GEA Sweden AB Göteborg Schweden 100,00 SEK 3.539 1.893
GEA TDS GmbH Sarstedt Deutschland 100,00 EUR 6.092 EAV
GEA Tuchenhagen France Hoenheim Frankreich 100,00 EUR 150 15
GEA Tuchenhagen GmbH Büchen Deutschland 100,00 EUR 16.017 EAV
GEA Tuchenhagen Polska sp. z o.o. Koszalin Polen 100,00 PLN 20.735 9.306
GEA Verwaltungs AG Düsseldorf Deutschland 100,00 EUR 48 -2
GEA West Africa Limited Lagos Nigeria 100,00 NGN -19.584 -15.297
GEA Westfalia Separator (China) Ltd. Wanchai,HongKong China 100,00 EUR 8.021 711
GEA Westfalia Separator (Malaysia) SDN. BHD. Petaling Jaya Malaysia 100,00 MYR 8.674 1.984
GEA Westfalia Separator (S.E.A.) PTE. LTD. Singapur Singapur 100,00 SGD 20.261 4.210
GEA Westfalia Separator (Thailand) Ltd. Bangkok Thailand 97,30 THB 49.514 17.456
GEA Westfalia Separator (Tianjin) Co., Ltd. Tianjin China 100,00 RMB 35.245 -27.828
GEA Westfalia Separator Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00 ARS 21.882 7.801
GEA Westfalia Separator Australia Pty. Ltd. Thomastown ,Victoria Australien 100,00 AUD 8.266 468
GEA Westfalia Separator Belgium N.V. Schoten Belgien 100,00 EUR 2.925 -310
GEA Westfalia Separator Chile S.A. Santiago de Chile Chile 100,00 CLP 2.313.656 397.883
GEA Westfalia Separator CIS Ltd. Moskau Russische Föderation 100,00 RUB 90.899 12.878
GEA Westfalia Separator CZ s.r.o. Prag Tschechische Republik 100,00 CZK 9.319 -1.440
GEA Westfalia Separator Deutschland GmbH Oelde Deutschland 100,00 EUR 2.362 EAV
GEA Westfalia Separator DK A/S Skanderborg Dänemark 100,00 DKK 21.203 1.407
GEA Westfalia Separator France Château-Thierry Frankreich 100,00 EUR 11.669 373
GEA Westfalia Separator Group GmbH Oelde Deutschland 100,00 EUR 42.739 EAV
GEA Westfalia Separator Hellas A.E. Athen Griechenland 100,00 EUR -1.154 -265
GEA Westfalia Separator Hungária Kft. Budaörs Ungarn 100,00 HUF 118.343 102.769
GEA Westfalia Separator Ibérica, S.A. Granollers Spanien 100,00 EUR 29.741 7.489
GEA Westfalia Separator Iceland ehf Reykjavik Island 100,00 ISK 66.968 24.664
GEA Westfalia Separator India Private Limited New Delhi Indien 100,00 INR 844.639 153.891
GEA Westfalia Separator Indonesia, PT Jakarta Indonesien 100,00 IDR 37.951.281 10.381.811
GEA Westfalia Separator Ireland Ltd. Ballincollig Cork Irland 100,00 EUR 1.911 377
GEA Westfalia Separator Japan K.K. Minato-ku,Tokyo Japan 100,00 JPY 553.724 -856
GEA Westfalia Separator Korea Ltd. Seoul Südkorea 100,00 KRW 5.137.218 1.526.352
GEA Westfalia Separator Mexicana S.A. de C.V. Cuernavaca,Morelos Mexiko 100,00 MXN 69.703 17.534
GEA Westfalia Separator Nederland B.V. Cuijk Niederlande 100,00 EUR 11.228 1.242
GEA Westfalia Separator Nederland Services B.V. Cuijk Niederlande 100,00 EUR -43 -
GEA Westfalia Separator NZ Ltd. Mount Wellington, Auckland Neuseeland 100,00 NZD 2.864 83
GEA Westfalia Separator Phils. Inc. Manila Philippinen 100,00 PHP 20.936 11.014
GEA Westfalia Separator Polska Sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 PLN 2.708 2.231
GEA Westfalia Separator Production France Château-Thierry Frankreich 100,00 EUR 20.692 -726
GEA Westfalia Separator Romania S.R.L. Bukarest Rumänien 100,00 RON 2.525 559
GEA Westfalia Separator Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti. Kemalpasa, Izmir Türkei 100,00 TRY 10.683 2.344
GEA Westfalia Separator South Africa (Pty) Ltd. Midrand Südafrika 100,00 ZAR 18.664 -1.850
GEA Wiegand GmbH Ettlingen Deutschland 100,00 EUR 3.835 EAV
Hilge GmbH & Co. KG Bodenheim Deutschland 94,00 EUR 21.523 -619
Hilge International Verwaltungs GmbH Bodenheim Deutschland 100,00 EUR 28 -
Hovex B.V. Veendam Niederlande 100,00 EUR 869 234
KET Marine Asia Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00 EUR 67 42
KET Marine International B.V. Zevenbergen Niederlande 100,00 EUR 8.924 2.589
Kupferbergbau Stadtberge zu Niedermarsberg GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00 EUR 87 -1
LL Plant Engineering (India) Private Limited Mumbai Maharashtra Indien 100,00 INR -75.052 -4.520
LL Plant Engineering AG Ratingen Deutschland 100,00 EUR 62.981 EAV
mg Altersversorgung GmbH Bochum Deutschland 100,00 EUR 180 EAV
mg capital gmbh Bochum Deutschland 100,00 EUR 372 EAV
MG Stahlhandel GmbH Bochum Deutschland 100,00 EUR 10.252 EAV
mg venture capital ag i.L. Bochum Deutschland 100,00 EUR 34 -1
mg vv Projektgesellschaft Hornpottweg GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00 EUR 1.537 EAV
Milfos Australia Pty. Limited Sydney Australien 100,00 AUD 1 -
Milfos UK Limited Droitwich, Worcestershire Großbritannien 100,00 GBP 6 -
Niro Sterner Inc. Columbia USA 100,00 USD 225 -21
Nu-Con (Shanghai) Trading Co. Ltd. Pudong, Shanghai China 100,00 CNY 865 14
Nu-Con Systems SDN. BHD. Shah Alam, Selangor Malaysia 100,00 MYR 8 -160
OOO GEA Farm Technologies Rus Moskau Russische Föderation 100,00 RUB 891.190 166.513
OOO GEA Farm Technologies Ukraine Bila Zerkva Ukraine 100,00 UAH 24.992 5.117
OOO GEA Refrigeration RUS Moskau Russische Föderation 100,00 RUB 699.190 208.244
Paul Pollrich GmbH Herne Deutschland 100,00 EUR 1.765 EAV
Pelacci S.R.L. i.L. Sala Baganza Italien 67,00 EUR 1.612 -16
PT. GEA Refrigeration Indonesia Jakarta Barat, Cengkareng Indonesien 100,00 IDR 15.855.731 3.667.571
Royal de Boer Stalinrichtingen B.V. Leeuwarden Niederlande 100,00 EUR 5.937 -529
Ruhr-Zink GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00 EUR 2.547 -748
Sachtleben Bergbau Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Lennestadt Deutschland 100,00 EUR 141 EAV
Stemal Due S.r.l. Torrebelvicino, Vicenza Italien 100,00 EUR 453 68
Stemal S.r.l. Torrebelvicino, Vicenza Italien 100,00 EUR 2.134 4
Trennschmelz Altersversorgung GmbH Bochum Deutschland 100,00 EUR 2.800 EAV
VDM-Hilfe GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00 EUR 48 -4
Wilarus OOO Kolomna Russische Föderation 100,00 EUR 292 -303
Wolfking Limited Milton Keynes Großbritannien 100,00 GBP 1 -
Wolfking LLC Frisco USA 100,00 USD 1 -
ZiAG Plant Engineering GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,00 EUR 38.462 EAV
Assoziierte Unternehmen            
IMAI S.A. Buenos Aires Argentinien 20,00 ARS 16.710 3.060
Polyamid 2000 Handels- und Produktionsgesellschaft Premnitz AG i.I. Premnitz Deutschland 49,90 EUR - -
Technofrigo Abu Dhabi i.L Abu Dhabi Vereinigte Arabische Emirate 49,00 AED - -
ZAO Moscow Coffee House Moskau Russische Föderation 29,00 USD 54.095 326
Gemeinschaftsunternehmen            
Blue Glacier Technology, LLC Durham USA 50,00 USD 236 -
Crismil S.A. Montevideo Uruguay 49,00 USD 3.854 1.105
GEA ORION Farm Technologies Co., Ltd. Nagano Japan 49,00 JPY 418.950 55.048
GRADE Grasso Adearest Limited Dubai Vereinigte Arabische Emirate 50,00 AED 27.577 15.009
GRADE Refrigeration LLC Sharjah Vereinigte Arabische Emirate 49,00 AED 1 -
Merton Wohnprojekt GmbH Frankfurt am Main Deutschland 50,00 EUR 6.849 -251
Sonstige Beteiligungen nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB            
Bauverein Oelde GmbH Oelde Deutschland 35,50 EUR 6.810 318
EPSA Empresa Paulista de Servicos Ambientais S.A. Sao Paulo, Sao Paulo Brasilien 47,50 BRL 1.321 -18
Indo Technofrigo Ltd. i.L. Rajkot Indien 49,00 INR 1 -

*) Unmittelbare und mittelbare Anteile der GEA Group Aktiengesellschaft bei ensprechender Berücksichtigung von § 16 Abs. 2 und 4 AktG; Anteile, die nicht unmittelbar von der GEA Group Aktiengesellschaft, sondern von einem abhängigen Unternehmen im Sinne des § 16 Abs. 4 AktG gehalten werden, gehen stets in Höhe des direkt gehaltenen Anteils in die Berechnung ein.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GEA Group Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der GEA Group Aktiengesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der GEA Group Aktiengesellschaft beschrieben sind.

 

Düsseldorf, 26. Februar 2016

Der Vorstand

Jürg Oleas

Dr. Helmut Schmale

Steffen Bersch

Niels Erik Olsen

Dr. Stephan Petri

Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die ordentliche Hauptversammlung der GEA Group Aktiengesellschaft hat am 20. April 2016 beschlossen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von EUR 154.464.482,08 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,80

scroll
je dividendenberechtigter Stückaktie: EUR 153.996.380,80
Gewinnvortrag: EUR 468.101,28

 

April 2016

GEA Group Aktiengesellschaft

Der Vorstand