GELSENWASSER AG

Gelsenkirchen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat stand im Berichtsjahr in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens regelmäßig beraten sowie die Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in mündlichen und schriftlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen zur Unternehmensplanung, zur strategischen Ausrichtung und Entwicklung, zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens einschließlich der Risiken, des Risikomanagements und der Compliance. In regelmäßigen Sitzungen wurden anhand der Berichte des Vorstands alle Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sowie wesentliche Angelegenheiten, die die Entwicklung der GELSENWASSER AG und der Konzerngesellschaften betrafen, gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch zwischen den Sitzungen vom Vorstand über alle sonstigen wichtigen Geschäftsvorfälle unverzüglich informiert.

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse wurden nach der Hauptversammlung neu konstituiert. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2016 zu vier Sitzungen zusammengetreten. Die Arbeit des Aufsichtsrats wird unterstützt durch drei von ihm eingerichtete Ausschüsse, die Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vorbereiten bzw. im Rahmen des gesetzlich Zulässigen auch anstelle des Aufsichtsrats beschließen. Das Präsidium hat insbesondere zur Vorbereitung der Plenumssitzungen dreimal getagt. Der Prüfungsausschuss hat zweimal getagt. Der Nominierungsausschuss ist im Berichtsjahr einmal zusammengetreten. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichteten dem Plenum regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse. Ein Mitglied des Aufsichtsrats nahm an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats teil. Interessenkonflikte traten im Berichtsjahr nicht auf.

Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden und hat, soweit erforderlich, seine Zustimmung erteilt. Der Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat lag auf der Änderung allgemeiner wirtschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen für das Geschäft der GELSENWASSER AG, laufenden Akquisitionen, Desinvestitionen und Bieterprozessen sowie der Umsetzung neuer rechtlicher Vorgaben für persönliche Anforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat hat darüber beraten, welche wesentlichen allgemeinen Belastungen auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren zukommen:

Zum einen ergibt sich — wie bei vergleichbaren Unternehmen — eine ganz erhebliche Belastung aus den gestiegenen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen aufgrund der allgemeinen Zinsentwicklung.

Zum anderen wird infolge der Marktentwicklung, insbesondere des Schrumpfens des Sommer-Winter-Spreads der Preise, eine erfolgreiche Bewirtschaftung der Gasspeicher nicht für die gesamte Laufzeit der Nutzungsverträge mit den Speicherbetreibern möglich sein. Auch hier waren Rückstellungen erforderlich.

Schließlich führen der Ausschreibungswettbewerb bei Energienetzen und der parallele Trend zur (Re-)Kommunalisierung dazu, dass vermehrt mit den Standortgemeinden gemeinsame Gasnetzgesellschaften gegründet werden. Soweit diese eine Konzession zum Netzbetrieb erhalten, die zuvor bei der GELSENWASSER AG bzw. bei der GWN gelegen hat, wird die Basis des Netzgeschäfts nach und nach geschmälert.

Über das Inkrafttreten des Landeswassergesetzes und der bundesgesetzlichen Regelungen zum Fracking bzw. ihre Auswirkungen auf Gelsenwasser sowie die geplanten Regelungen in der Düngeverordnung, die für den Schutz des Trinkwassers vor einer übermäßigen Belastung mit Nitrat essentiell sind, ist der Aufsichtsrat ausführlich informiert worden.

Über Projekte im Zusammenhang mit der Verwertung von Klärschlamm aus der Abwasserreinigung ist der Aufsichtsrat in mehreren Sitzungen informiert worden.

Im Aufsichtsrat wurde über den Fortschritt der Windenergieprojekte kontinuierlich berichtet.

Auch die Versuche, über die Förderung von und die Beteiligung an neuen Geschäftsideen, neue Felder wie den Betrieb von Messstellen oder die Herstellung von Stromzählern für Gelsenwasser zu erschließen, wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat stimmte zu, dass die GELSENWASSER AG über ihre 100%ige Tochtergesellschaft AWS GmbH in den Kauf und die Erweiterung einer Abwasserreinigungsanlage und einer Druckluftstation für den Standort der Unilever Deutschland in Heppenheim investiert und die dazu erforderlichen Verträge mit der Firma Unilever und der Standortgemeinde schließt.

Der Aufsichtsrat hat die Entwicklung der Rechtsstreitigkeiten im Nachgang zum Verkauf der französischen Wassergesellschaft NES im Jahr 2015 zur Kenntnis genommen und ist über die Klagen bzw. drohenden Klagen von Aqualter als unterlegenem Bieter und SUEZ als Käufer der Gesellschaft informiert worden.

Der Aufsichtsrat prüfte die Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), insbesondere die Anforderungen an die Unabhängigkeit des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und der Aufsichtsratsmitglieder allgemein sowie die Behandlung von möglichen Interessenkonflikten.

Der Aufsichtsrat hat der erneuten Änderung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zugestimmt. Grund hierfür waren Änderungen u.a. im Aktiengesetz und im Wertpapierhandelsgesetz, die sich insbesondere auf die Anforderungen an die persönlichen Voraussetzungen der Aufsichtsratsmitglieder und der Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie die Aufgaben des Prüfungsausschusses beziehen. Mit Billigung des Aufsichtsratsplenums beschloss der Prüfungsausschuss einen Katalog generell gebilligter Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers.

Der Vorstand ist seinen Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat im Berichtsjahr vollumfänglich nachgekommen. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Überwachung und zur frühzeitigen Erkennung von Risiken in geeigneter Form getroffen hat. Er hat die darauf basierenden regelmäßigen Analysen einer eigenen Beurteilung unterzogen.

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss und Konzernabschluss der GELSENWASSER AG sowie der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 einschließlich des Überwachungssystems gemäß § 91 Abs. 2 AktG sind von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlüsse, der Lagebericht sowie die Prüfungsberichte sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig übersandt worden. Die Vorlagen sind zunächst vom Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers und abschließend vom Aufsichtsrat, wiederum zusammen mit dem Abschlussprüfer, ausführlich besprochen worden. Der Abschlussprüfer berichtete über die Ergebnisse seiner Prüfung insgesamt und die einzelnen Prüfungsschwerpunkte, insbesondere zu der Frage, ob wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorliegen. Dies ist nicht der Fall. Es haben sich auch keine sonstigen Beanstandungen ergeben. Der Abschlussprüfer informierte darüber, dass keine Umstände vorliegen, die seine Befangenheit besorgen lassen.

Der Aufsichtsrat hat den zusammengefassten Lagebericht sowie die Jahresabschlüsse der GELSENWASSER AG und des Konzerns unter Berücksichtigung des Berichts des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung bestanden keinerlei Einwände. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und schließt sich aufgrund seiner eigenen Prüfung dem Ergebnis der Abschlussprüfung an.

Der Aufsichtsrat billigt entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht, den Konzernabschluss und den Jahresabschluss der GELSENWASSER AG. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat empfohlen, der Hauptversammlung die Wahl der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfergesellschaft, Essen, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 vorzuschlagen. Gestützt auf diese Empfehlung hat der Aufsichtsrat einen entsprechenden Wahlvorschlag an die Hauptversammlung verabschiedet.

Das Amtsgericht Gelsenkirchen bestellte mit Wirkung zum 21. Januar 2016 Herrn Thomas Eiskirch als Nachfolger von Frau Dr. Ottilie Scholz als neues Aufsichtsratsmitglied. Der Aufsichtsrat hat anschließend Herrn Eiskirch zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und zum Mitglied des Nominierungsausschusses gewählt.

Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endete mit Ablauf der Hauptversammlung am 8. Juni 2016.

Die Mitarbeiter bestätigten am 12. Mai 2016 als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Rainer Althans, Gelsenkirchen

Thomas Kaminski, Gladbeck

und wählten

Stefan Kurpanek, Gelsenkirchen

Andreas Sticklies, Gelsenkirchen

neu in den Aufsichtsrat.

Durch die Hauptversammlung am 8. Juni 2016 wurden als Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder

Guntram Pehlke, Dortmund

Thomas Eiskirch, Bochum

Frank Baranowski, Gelsenkirchen

Klaus Franz, Bochum

Manfred Kossack, Dortmund

Jörg Stüdemann, Dortmund

Frank Thiel, Castrop-Rauxel

bestätigt und

Christiane Hölz, Düsseldorf

neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Die neue Amtszeit des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2020 beschließt. Der Aufsichtsrat verfügte damit zum Ende des Geschäftsjahres über seine volle Zahl von zwölf Mitgliedern.

In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung im Anschluss an die Hauptversammlung am 8. Juni 2016 wurden Herr Thomas Eiskirch zum Vorsitzenden und Herr Guntram Pehlke und Herr Rainer Althans zu stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Sie wurden jeweils auch als Vorsitzender bzw. Mitglied des Präsidiums gewählt.

In den Prüfungsausschuss wurden als Vorsitzender Herr Guntram Pehlke und als Mitglieder Frau Christiane Hölz, Herr Stefan Kurpanek und Herr Frank Thiel gewählt.

Zum Vorsitzenden des Nominierungsausschusses wurde Herr Thomas Eiskirch, zu Mitgliedern wurden Herr Guntram Pehlke und Herr Frank Thiel gewählt.

Den im Geschäftsjahr 2016 ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern Frau Christina Leitner, Herrn Hans-Detlef Bösel und Herrn Jürgen Pellny gilt Dank für die Mitarbeit und ihren stets wertvollen Rat.

Der Beschluss des Aufsichtsrats, Herrn Deters erneut zum Vorstandsvorsitzenden der GELSENWASSER AG zu bestellen, wurde durch Abschluss eines Anstellungsvertrags für den Zeitraum 1. Oktober 2016 bis 30. September 2021 umgesetzt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Betriebsräten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GELSEN-WASSER AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen für ihren Einsatz, die geleistete Arbeit und die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Gelsenkirchen, 29. März 2017

GELSENWASSER AG

Aufsichtsrat

Thomas Eiskirch, Vorsitzender

Zusammengefasster Lagebericht der Gelsenwasser Ag und des Gelsenwasser-Konzerns 2016

1 GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

1.2 Wesentliche Veränderungen im Beteiligungsbereich

1.3 Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

1.3.1 Absatzmärkte

1.3.2 Wettbewerb am Energiemarkt

1.4 Unternehmensziele

1.5 Unternehmensinternes Steuerungssystem

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.1 Rahmenbedingungen Wasser/Abwasser

2.1.2 Rahmenbedingungen Energie

2.2 Branchenentwicklung

2.2.1 Wasser

2.2.2 Energie

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Vertragsabschlüsse im Bereich Wasser

2.3.2 Vertragsabschlüsse im Bereich Energie

2.3.3 Wasser- und Energieabsatz

2.3.3.1 Wasser

2.3.3.2 Gas

2.3.3.3 Strom

2.3.4 Zusammenfassende Stellungnahme des Vorstands zum Geschäftsverlauf des Konzerns

2.4 Lage

2.4.1 Ertragslage

2.4.1.1 Umsatzentwicklung

2.4.1.2 EBIT und Konzernjahresüberschuss

2.4.1.3 Entwicklung der Segmentergebnisse

2.4.2 Finanzlage

2.4.2.1 Finanzmanagement

2.4.2.2 Kapitalstruktur und Kapitalausstattung

2.4.2.3 Investitionen

2.4.3 Vermögenslage

2.4.4 Plan-Ist-Vergleich

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

2.5.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.2.1 Kennzahlen

2.5.2.2 Mitarbeiter

2.5.2.3 Kunden

2.5.2.4 Umweltschutz

2.6 Jahresabschluss der GELSENWASSER AG

2.6.1 Ertragslage

2.6.2 Finanzlage

2.6.3 Investitionen

2.6.4 Vermögenslage

2.6.5 Plan-Ist-Vergleich der finanziellen Leistungsindikatoren der GELSENWASSER AG

2.6.6 Erwartete Unternehmensentwicklung der GELSENWASSER AG

2.6.7 Risiko- und Chancenbericht der GELSENWASSER AG

2.6.8 Erklärung zur Unternehmensführung

2.6.8.1 Bericht zu Corporate Governance und Entsprechenserklärung

2.6.8.2 Vorstand und Aufsichtsrat

2.6.8.3 Unternehmensführungspraxis

2.6.8.4 Ausschüsse des Aufsichtsrats

3 PROGNOSE-, CHANCEN- und RISIKOBERICHT

3.1 Prognosebericht

3.1.1 Erweiterte Rahmenbedingungen

3.1.1.1 Wasser

3.1.1.2 Energie

3.1.2 Erwartete Unternehmensentwicklung im Konzern

3.1.3 Investitionen

3.1.4 Zukunftsbezogene Aussagen

3.2 Risiko- und Chancenbericht

3.2.1 Risikomanagementsystem

3.2.1.1 Allgemein

3.2.1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

3.2.1.3 Gasgeschäft

3.2.1.4 Stromgeschäft

3.2.2 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

3.2.3 Finanzinstrumente

3.2.4 Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken

3.2.5 Chancen

4 ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB

4.1 Vorschriften über Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

4.2 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich Aktienausgabe und Aktienrückkauf

4.3 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

4.4 Change-of-Control-Klauseln

5 GRUNDZÜGE DER VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

5.1 Vergütung des Vorstands

5.2 Vergütung des Aufsichtsrats

1 GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag neben dem Mutterunternehmen insgesamt acht Tochterunternehmen, ein anteilig einbezogenes Unternehmen, 52 Unternehmen, die mithilfe der Equity-Methode bewertet werden, sowie 36 übrige Beteiligungen.

Neben der Konzernmuttergesellschaft GELSENWASSER AG werden zum 31. Dezember 2016 als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen

GELSENWASSER Dresden GmbH, Dresden

GELSENWASSER Energienetze GmbH, Gelsenkirchen

GELSENWASSER Magdeburg GmbH, Magdeburg

GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, Hamburg

NGW GmbH, Duisburg

Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH, Rheda-Wiedenbrück

WESTFALICA GmbH, Bad Oeynhausen

Darüber hinaus wird die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) mit einem Anteil von 50% in den Konzernabschluss einbezogen.

Die GELSENWASSER AG und ihre vollkonsolidierten Tochtergesellschaften (zusammen der Gelsenwasser-Konzern) versorgen ihre Kunden — Haushalte, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen, Industrie und benachbarte Versorgungsunternehmen — mit Trink- und Betriebswasser sowie mit Erdgas, Strom und Wärme. Darüber hinaus erfüllen die Gesellschaften Aufgaben der Abwasserentsorgung und bieten vielfältige versorgungsnahe Dienstleistungen an.

Bei dem Mutterunternehmen, der GELSENWASSER AG, handelt es sich um eine in Deutschland registrierte börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Gelsenkirchen, Willy-Brandt-Allee 26. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 165 eingetragen.

Die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum, paritätisches Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Bochum Beteiligungsgesellschaft mbH und der Dortmunder Stadtwerke AG, hielt über die Wasser und Gas Westfalen GmbH (WGW) zum 31. Dezember 2016 3.194.600 Aktien der GELSENWASSER AG. Dies entsprach einem Anteil von 92,93% des Grundkapitals und der Stimmrechte.

Der Gelsenwasser-Konzern wird aufgrund der unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen auf dem Wasser- und Energiemarkt in die zwei Segmente Wasser (Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung) und Energie (Gas-, Wärme- und Stromversorgung) aufgeteilt.

Zum Segment Wasser gehören im Wesentlichen Produktion, Ein- und Verkauf sowie Transport und Verteilung von Trinkwasser und Aufbereitung von Abwasser. Dieses Segment beinhaltet die Wasseraktivitäten der GELSENWASSER AG und der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH (VGW) sowie das gesamte Geschäft der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH (CPG) und der Wasserwerke Westfalen GmbH. Darüber hinaus werden Beteiligungen und Dienstleistungen für Dritte mit dem Schwerpunkt im Wassergeschäft berücksichtigt.

Zum Segment Energie gehören im Wesentlichen Ein- und Verkauf sowie Transport und Verteilung von Erdgas und Strom. Da es sich sowohl bei Erdgas als auch bei Strom um geschlossene Wertschöpfungsketten handelt, werden die Aktivitäten Einkauf, Netzbetrieb und Verkauf zusammen betrachtet. In diesem Segment werden die Gas-, Strom- und Wärmeaktivitäten der GELSENWASSER AG, der VGW und der GELSENWASSER Energienetze GmbH sowie jeweils das gesamte Geschäft der NGW GmbH, der WESTFALICA GmbH, der Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG (1. Januar 2016), der Gasnetz Bad Oeynhausen GmbH & Co. KG (1. Januar bis 31. Mai 2016) und der NiersGasNetze GmbH & Co. KG (1. Januar bis 9. Juni 2016) sowie die nicht in der Wassersparte berücksichtigten Geschäfte erfasst.

1.2 Wesentliche Veränderungen im Beteiligungsbereich

Die Brauco Rohr- und Umweltservice GmbH & Co. Dienstleistungen KG (BRAUCO), an der die GELSENWASSER Service GmbH (GWS) mit 25,1 % beteiligt ist, hat im Berichtsjahr die Brauco Rohr- und Umweltservice Ruhr GmbH (BRAUCOR), Bochum, als 100%ige Tochtergesellschaft gegründet. Die BRAUCOR erbringt umfassende Abwasserdienstleistungen für öffentliche und private Kunden mit regionalem Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen. An der BRAUCOR sind seit dem 27. September 2016 die BRAUCO mit 80% sowie die GWS mit 20% beteiligt.

Gemeinsam mit der Task9 GmbH, Bochum, hat die GELSENWASSER AG die niceTaget GmbH (NTG), Gelsenkirchen, gegründet. Beide Partner halten jeweils 50% der Anteile. Die NTG wird die zusammen mit der Task9 GmbH entwickelte Technik der „Gerätedetektion" produktreif machen und vermarkten. Über die GELSENWASSER 5. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH (GW5PB), Hamburg, hat sich GELSENWASSER mit 37,5% an der eBZ GmbH (EBZ), Bielefeld, beteiligt. Die EBZ produziert und vertreibt elektronische Stromzähler. Mit diesen beiden Beteiligungen erweitert Gelsenwasser die Aktivitäten im Markt für Produkte und Dienstleistungen rund um die Energiewende und baut damit das Angebot an innovativen Energiedienstleistungen aus.

Zur Bündelung der gemeinnützigen Spendenaktivitäten hat die GELSENWASSER AG die GELSENWASSER-Stiftung gGmbH (GWST), Gelsenkirchen, gegründet. Schwerpunkte sind die Fortführung des Bildungsprojekts „von klein auf", die weitere Unterstützung der Joblinge gAG Ruhr sowie kultureller Projekte.

Zusammen mit der Gemeinde Finnentrop hat die GELSEN-WASSER AG am 2. Dezember 2016 die Gemeindewerke Finnentrop GmbH (GWF), Finnentrop, gegründet. Der Gelsenwasser-Anteil beträgt 49%. Die GWF ist seit dem 1. Januar 2017 als Betriebsführer im Bereich Wasser operativ tätig. Sie soll perspektivisch als kommunaler Ver- und Entsorger ebenfalls die Sparten Abwasser, Strom, Gas, Wärme und gegebenenfalls Nahwärme bedienen. Aktuell befindet sich die GWF in Verhandlungen mit den Altkonzessionären des Stromnetzes.

Gemeinsam mit der Stadtwerke Espelkamp AöR hat die GELSENWASSER Energienetze GmbH (GWN) die Netzgesellschaft Espelkamp GmbH & Co. KG (NGES), Espelkamp, gegründet. Der GWN-Anteil beträgt 49%. Die NGES hat sich um die Strom- und Gaskonzessionen in Espelkamp beworben und in beiden Fällen den Zuschlag erhalten.

Bereits am 22. Dezember 2015 erwarb die VGW Projektgesellschaft mbH (VGWP), eine 100 %ige Tochter der VGW, 74,9% der Anteile an der Stadtwerke Geseke Netze GmbH & Co. KG (SWGEN) und der Stadtwerke Geseke Netze Verwaltungs-GmbH (SWGENV) mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016. Die SWGEN hält die Strom- und Gasnetzkonzession der Stadt Geseke und das Eigentum an den jeweiligen Netzen. Während die Westnetz GmbH Stromnetzbetreiber bleibt, liegt der Gasnetzbetrieb nun bei der GWN.

Zur Umsetzung des neuen Gaskonzessionsvertrags mit der Stadt Rehburg-Loccum hat die GWN am 19. Januar 2017 die Netzgesellschaft Rehburg-Loccum mbH & Co. KG (NGRL) gegründet und die Anteile der bereits am 30. November 2016 gegründeten Komplementärin, der Netzgesellschaft Rehburg-Loccum Verwaltungsgesellschaft mbH (NGRLV), eingebracht. Die NGRL, an der die Stadt Rehburg-Loccum 51 % und die GWN 49% der Anteile halten, hat das Eigentum des Gasnetzes der Stadt Rehburg-Loccum übernommen. Die GWN übernahm als Pächterin den Netzbetrieb und die kaufmännische Betriebsführung.

Rückwirkend zum 1. Januar 2016 erwarb die Stadtwerke Bad Oeynhausen AöR im Mai 2016 von der GWN einen 51 %igen Anteil an der Gasnetz Bad Oeynhausen GmbH & Co. KG (GNO), Bad Oeynhausen. Die GNO hält die Gasnetzkonzession und das Eigentum am Gasnetz in der Stadt Bad Oeynhausen. Der Netzbetrieb durch die GWN wurde vertraglich bis Ende 2017 gesichert.

Die Stadt Löhne erwarb im Berichtsjahr 51 % der Geschäftsanteile an der Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG (GNL), Löhne. Die GNL hält die Gasnetzkonzession in der Stadt Löhne. Die GNL hat das Gasnetz an die GWN verpachtet, die den Netzbetrieb durchführt.

Die NiersGasNetze GmbH & Co. KG (NGN) hat das Gasnetz der GWN in Kevelaer erworben und fungiert als Netzbetreiberin. GWN ist Konzessionärin und bewirtschaftet das Gasnetz. Rückwirkend zum 1. Januar 2016 veräußerte die GWN 51 % ihrer Anteile an der NGN an die Stadt Kevelaer.

Die MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (MNG), eine 49%ige Beteiligung der GWN, hat 74,9% der Anteile an der MNG Stromnetze GmbH & Co. KG (SNG) erworben. Die SNG hält das Eigentum an den Stromverteilnetzen in den Kommunen Lüdinghausen, Billerbeck, Havixbeck, Olfen, Nordkirchen, Ascheberg, Rosendahl und Senden.

1.3 Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

1.3.1 Absatzmärkte

Schwerpunkte des Versorgungsgebiets sind das Ruhrgebiet, das Münsterland, der Niederrhein, Ostwestfalen und das angrenzende Niedersachsen. Die Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen, ist im gleichnamigen Chemiepark für die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und das Grundwassermanagement verantwortlich und betreibt am Standort das Rohrbrücken- und Straßennetz. Zudem ist die GELSENWASSER AG an Gesellschaften in Deutschland, Tschechien und in Polen beteiligt.

1.3.2 Wettbewerb am Energiemarkt

Allgemeine Darstellung

Aus Sicht von Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) und Bundeskartellamt (BKartA) hat sich die Wettbewerbssituation auf den Endkundenmärkten für Strom und Gas im Jahr 2016 positiv weiterentwickelt. Für die beiden größten Stromeinzelhandelsmärkte (EEX Terminmarkt und EPEX Spotmarkt) geht das Bundeskartellamt davon aus, dass inzwischen kein Anbieter mehr marktbeherrschend ist und die Marktkonzentration in den beiden größten Gaseinzelhandelsmärkten (PEGAS Spot- und Terminmarkt) deutlich unter den gesetzlichen Vermutungsschwellen einer marktbeherrschenden Stellung liegt.

Gleichzeitig ist die Auswahl und Vielfalt der verschiedenen Anbieter für die Verbraucher so hoch wie nie. Laut Monitoringbericht 2016 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts haben sich die Möglichkeiten für Strom- und Gaskunden, zwischen einer Vielzahl von Lieferanten wählen zu können, erneut vergrößert. In fast 83% aller Netzgebiete stehen den Haushaltskunden 50 oder mehr Stromlieferanten bzw. in 69% aller Netzgebiete 50 oder mehr Gaslieferanten zur Auswahl. Im Jahr 2015 konnten Haushaltskunden im bundesweiten Durchschnitt aus 99 Stromanbietern und 75 Gasanbietern in ihrem Netzgebiet wählen.

Auch die Wechselhäufigkeit der Haushaltskunden hat weiter zugenommen. Die Ergebnisse des Monitoringberichts 2016 verdeutlichen diesen Trend: Vier Millionen Haushaltskunden haben im Jahr 2015 ihren Stromlieferanten gewechselt. Dies entspricht einer Steigerung von rund 231.000 Wechselvorgängen gegenüber dem Vorjahr. Auch im Gasbereich ist die Anzahl der vorgenommenen Lieferantenwechsel im Jahr 2015 erneut gestiegen. Über 1,1 Mio. Haushaltskunden wechselten im Jahr 2015 ihren Gaslieferanten.

Auch im Heizstrombereich machen immer mehr Haushaltskunden von der Möglichkeit Gebrauch, ihren Lieferanten zu wechseln. Nachdem es in diesem Markt über viele Jahre kaum Wechselaktivitäten gab, ist seit 2014 eine spürbare Zunahme zu verzeichnen. Der Anteil der Heizstromkunden, die einen anderen Lieferanten als den örtlichen Grundversorger haben, betrug 2015 rund 6,6% und ist somit im Vergleich zum Vorjahr (2014: 4,3%) gestiegen. Im Jahr 2015 wurden rund 104.000 Nachtspeicherheizungen und 30.000 Wärmepumpen nicht mehr durch den örtlichen Grundversorger, sondern durch einen Wettbewerber beliefert. In den letzten Jahren hat sich die Transparenz für Endkunden erhöht und das Angebot bundesweit tätiger Heizstromanbieter hat sich verbreitert. Die dadurch ermöglichten Wechselaktivitäten führen zu einer Belebung des Wettbewerbs im Heizstrombereich.

Auswirkung auf den Gelsenwasser-Konzern

Im wettbewerblichen Umfeld konnte sich Gelsenwasser in der Sparte Strom auch im Jahr 2016 gut behaupten. Die Anzahl der belieferten Haushaltskunden im Gelsenwasser-Konzern stieg von 33.279 auf 35.953 am Ende des Jahres, was einem Kundenzuwachs von 8% entspricht.

Mit der Einführung von Heizstromprodukten im Jahr 2015 hat Gelsenwasser das Produktspektrum für Kunden mit Wärmepumpen und Nachtspeicheröfen erweitert. Im Jahr 2016 konnten 716 Kunden gewonnen werden, die Anzahl der belieferten Heizstromkunden wurde mehr als verfünffacht.

Im Haushaltskundenbereich Gas sieht die Kundenentwicklung für Gelsenwasser im Jahr 2016 durch den stark gestiegenen Wettbewerb anders aus: Von Januar bis Dezember 2016 waren Kundenverluste in Höhe von 7% im Konzern zu verzeichnen. Verluste im Stammgebiet konnten nicht durch Kundengewinne außerhalb des angestammten Versorgungsgebiets kompensiert werden. Mit einem Paket von Maßnahmen, u.a. verstärktes Online-Marketing und Ausbau weiterer Vertriebskanäle, wird Gelsenwasser diesem Trend begegnen. Dabei spielt der Ausbau des bestehenden Kundenstamms eine wesentliche Rolle, um z.B. Gaskunden auch als Stromkunden zu gewinnen und umgekehrt.

1.4 Unternehmensziele

Die Versorgung der Kunden mit Wasser, Erdgas, Strom und Wärme sowie die Entsorgung von Abwasser bilden für Gelsenwasser die wesentliche Geschäftsgrundlage. Unverändertes Ziel ist es, Branchenführer in der Wassergewinnung und -verteilung zu bleiben und so die Geschäftsbasis zu sichern. Als kommunaler Fachpartner ist es für Gelsenwasser oberstes Unternehmensziel, die bestehenden Wasser- und Energiekonzessionen zu sichern und neue hinzuzugewinnen.

Das in 2014 aufgebaute Dienstleistungsgeschäft wird kontinuierlich ausgebaut. So hat Gelsenwasser im Rahmen der Ausschreibung zur Unterstützung der Stadtwerke Aurich GmbH im Energievertrieb den Zuschlag erhalten. Außerdem ist das virtuelle Kraftwerk von Gelsenwasser im Herbst operativ an den Start gegangen. Gelsenwasser hat kommunale Energieeffizienz-Netzwerke — so am Niederrhein und im Münsterland — initiiert und erbringt rund um diese Themen Dienstleistungen für die Partner. Gelsenwasser tritt den Geschäftspartnern gegenüber als kompetente Fachpartnerin auf, die das umfassende Know-how dazu nutzt, individuelle Lösungspakete anzubieten, um deren Herausforderungen in den Bereichen Wasser, Abwasser und Energie erfolgreich zu begegnen.

Im Bereich der Abwasserdienstleistungen konnte Gelsenwasser über die Beteiligung AWS GmbH einen Betreibervertrag mit der Unilever Deutschland Produktions GmbH & Co. OHG zur Vorbehandlung des Abwassers des LangneseWerks in Heppenheim abschließen. Dazu hat AWS die vorhandene Abwasserreinigungsanlage gekauft. Dem Kunden kann so ein Rundum-sorglos-Paket angeboten werden, das die Wertschöpfungskette vollständig abbildet.

Für Gelsenwasser ist das Geschäftsfeld der dezentralen und erneuerbaren Energien weiterhin von großer Bedeutung. Besonders im Bereich Windenergie ist Gelsenwasser mit der Entwicklung, Planung und dem Bau von Projekten aktiv. Im März 2016 konnte das erste Windrad in Betrieb genommen werden.

An die Versorgung der Kunden — sowohl mit den sogenannten Commodities als auch mit Dienstleistungen — stellt Gelsenwasser, intern und in Zusammenarbeit mit allen agierenden Marktpartnern, höchste Ansprüche. An erster Stelle steht dabei die hervorragende Qualität der Produkte. Ziel ist es, diese jederzeit zu angemessenen Preisen anzubieten und damit die Kundenzufriedenheit zu sichern.

Der Schutz der Ressource Wasser und der Umwelt ist Gelsenwasser ein wesentliches Anliegen. Dafür arbeitet Gelsenwasser partnerschaftlich zusammen mit Kunden, Kommunen und allen weiteren Beteiligten. Höchste Qualität als oberste Maxime treibt Gelsenwasser nicht nur in der Versorgung der Kunden an, sondern ist genauso das Maß, an dem Gelsenwasser die gesamte interne Tätigkeit ausrichtet.

1.5 Unternehmensinternes Steuerungssystem

Zur Steuerung des Konzerns setzt Gelsenwasser ein wertorientiertes Managementsystem ein.

Durch profitables, nachhaltiges Wachstum und Konzentration auf Geschäftsfelder, die hinsichtlich der Wettbewerbsposition und Leistungsfähigkeit nachhaltige Entwicklungschancen bieten, soll der Unternehmenswert gesichert und entwickelt werden.

Zentrales Instrument ist dabei ein integriertes Controlling. Mit der Konzeption aus jährlicher Unternehmensplanung und laufenden Controllingprozessen steuert Gelsenwasser die einzelnen Unternehmensaktivitäten und -bereiche.

Hierbei werden Entscheidungen über Investitionen, Innovationen, Markterschließungen und andere Projekte in ihren Auswirkungen auf die Unternehmenswertentwicklung offen-gelegt und kritisch hinterfragt. Durch den Planungsprozess, der bei Gelsenwasser bottom-up unter Einhaltung von Rahmenbedingungen verläuft, werden die dezentralen Verantwortungsbereiche unterstützt, integriert und es wird eine konzernweite Transparenz geschaffen.

Zentrale Steuerungskennzahlen und Messgrößen des Gelsenwasser-Konzerns zur Begutachtung der Wertentwicklung sind das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) und der ROCE (Return an Capital Employed, berechnet als Quotient aus dem EBIT und dem durchschnittlich gebundenen verzinslichen Kapital) des Gelsenwasser-Konzerns. Das EBIT drückt den absoluten operativen Geschäftserfolg aus, während der ROCE den Erfolg in Relation zum eingesetzten Kapital misst. Neben den finanziellen Kennzahlen werden regelmäßig unterjährig die Kundenzahlen und Mengenentwicklungen analysiert.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.1 Rahmenbedingungen Wasser/Abwasser

Im Jahr 2016 wurden gleich mehrere Verfahren zum Schutz der Qualität des Trinkwassers und seiner Ressourcen abgeschlossen.

Fracking-Gesetze verabschiedet

Bundestag und Bundesrat haben 2016 umfangreiche Gesetzesänderungen zum Fracking im Wasserhaushaltsgesetz sowie im Bundesberggesetz verabschiedet. Damit ist es gelungen, den Schutz der Gelsenwasser-Wasserressourcen einen großen Schritt nach vorne zu bringen. Im Paket enthalten sind ein generelles Fracking-Verbot bis 2021 sowie ein unbefristetes Verbot in Wasserschutz- und Wassergewinnungsgebieten. Verabschiedet wurden zudem Verordnungen, die eine Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP-V Bergbau) sowie strenge Regeln für die Behandlung von Lagerstättenwasser und die Entsorgung des Rückflusses aus Bohrungen mit Fracking beinhalten. Die Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung gilt für Bohrungen mit Fracking nach Erdgas, Erdöl und Tiefengeothermie.

Durch die UVP-Pflicht bei jedem Vorhaben müssen Behörden und Betroffene, wie z. B. Wasserversorger, angehört und beteiligt werden. Das bedeutet, dass nur gebohrt werden darf, wenn die Wasserbehörden keine Bedenken haben. Das war, wie auch der technisch optimale Umgang mit dem Fracking-Abwasser, eine der wichtigsten Forderungen der Trinkwasserversorgung. Das verabschiedete Gesetzespaket bietet nun einen wirksamen Schutz der Trinkwasserressourcen in Deutschland.

In dem Gesamtpaket werden als Ausnahme zum generellen Verbot maximal vier Probebohrungen mit Fracking in unkonventionellen Lagerstätten in Aussicht gestellt. Hier kann aber jedes Bundesland entscheiden, ob es solche zulassen will. Die Landesregierung und die CDU in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben sich während des gesamten Prozesses strikt gegen Fracking ausgesprochen. Das lässt erwarten, dass es in NRW keine Probebohrungen geben wird. Der Entwurf des neuen Landesentwicklungsplans zeigt in die gleiche Richtung. Da das Verbot im Jahr 2021 nicht einfach stillschweigend ausläuft, sondern der Bundestag selbst aktiv erneut entscheiden muss, ist sichergestellt, dass die Politik in einer für die Menschen so wichtigen Frage wie Fracking ihre Verantwortung für das Trinkwasser weiter wahrnimmt.

EU-Klage zu Nitrat — Änderung der Düngeverordnung dringend benötigt

Mit Schreiben vom 27. Oktober 2016 hat die Europäische Kommission Deutschland wegen Nichteinhaltung der Anforderungen der europäischen Nitratrichtlinie verklagt. Deutschland wird in der Klageschrift vorgeworfen, zu wenig gegen die Verschmutzung des Grundwasser mit Nitrat getan zu haben. Demnach reicht die Düngeverordnung in der geltenden Fassung nicht aus, die Probleme zu lösen. Es müssen in Deutschland daher zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustands unternommen werden. Zudem sind die zugehörigen Aktionsprogramme entgegen der bisherigen Praxis regelmäßig alle vier Jahre fortzuschreiben.

Konkret werden von der Europäischen Kommission eine weitere Begrenzung des Ausbringens von Düngern in der Landwirtschaft, längere Sperrfristen für die Ausbringung von Düngern, höhere Fassungsvermögen von Behältern zur Güllelagerung sowie die Verhinderung von Abschwemmungen von den Äckern in die Gewässer vorgeschlagen. Ausnahmen von der Einhaltung der Düngehöchstmengen soll es nicht mehr geben.

Aus Sicht der Wasserversorgung gehen die Forderungen in die richtige Richtung. Auch in einigen Wassereinzugsgebieten von Wasserwerken der Gelsenwasser-Gruppe können Fehlentwicklungen durch Überdüngung beobachtet werden. Entweder liegen die Werte im Grundwasser schon deutlich über dem Grenzwert von 50 mg/I für Nitrat, oder die Werte weisen einen kontinuierlichen Trend zur Verschlechterung mit der Gefahr einer baldigen Grenzwertüberschreitung auf.

Zu viel Nitrat im Trinkwasser kann zur Blausucht (Atemnot) bei Säuglingen oder zur Bildung von krebserregenden Nitrosaminen führen. Änderungen sind daher dringend erforderlich, um den Grenzwert im Trinkwasser auch zukünftig einhalten zu können. Andernfalls droht eine teure Aufbereitung in den Wasserwerken.

Erforderlich ist eine Nachbesserung der Regelungen für die Landwirtschaft. Dieses ist mit der Verabschiedung der neuen Düngeverordnung und des Düngegesetzes im Februar 2017 im Bundestag zwar zum Teil geschehen, geht aber in der Sache nicht weit genug. Er besteht noch die Chance zur Nachbesserung bei der Behandlung im Bundesrat. Die maximal zulässige Düngung sowie die nach der Ernte zulässigen Stickstoffüberschüsse im Boden wurden zu wenig verringert. Die notwendige Stoffstrombilanz, mit der die Landwirte die Nährstoffe gegenüberstellen, die den Hof erreichen und diesen wieder verlassen, wurde anstatt für alle nur für Großbetriebe verbindlich ab 2018 eingeführt. Und die Sperrfrist für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern hätte noch größer ausfallen müssen. Deshalb ist abzusehen, dass der Streit mit der EU in Brüssel weitergehen wird. Die von der Europäischen Kommission aufgestellten Forderungen stehen auch im Detail in Übereinstimmung mit dem, was die Wasserversorgung bereits seit Jahren vorschlägt. Alle Anstrengungen in Deutschland zur Verringerung der Nitratbelastung der Gewässer müssen daher in den nächsten Jahren noch weiter intensiviert werden.

Novelle des Landeswassergesetzes NRW

Im Juli 2016 wurde das geänderte Landeswassergesetz vom Landtag in Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Es enthält u. a. zahlreiche Regelungen, die den Schutz der öffentlichen Wasserversorgung stärken. Für die Landesregierung besteht nunmehr die Möglichkeit, nachträglich Anforderungen in Wasserschutzgebieten gleichermaßen für mehrere Gebiete einheitlich festzusetzen, ohne dass aufwändige Verwaltungsverfahren durchgeführt werden müssen. Damit können insbesondere ältere Wasserschutzgebietsverordnungen um Regelungen ergänzt werden, die aus heutiger Sicht erforderlich sind. Außerdem werden keine neuen Abgrabungen mehr in Wasserschutzgebieten zugelassen. Im Bereich der Landwirtschaft ist neu, dass in einem fünf Meter breiten Gewässerrandstreifen im Außenbereich ab dem 1. Januar 2022 die Anwendung und Lagerung von Pflanzenschutzmitteln und die Düngung verboten sind. Sofern die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zur Verbesserung des Zustands der Gewässer nicht eingehalten werden, kann der Gewässerrandstreifen per Rechtsverordnung auch auf zehn Meter im Außenbereich verbreitert werden.

Neu ist ebenfalls, dass zur Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung von Kommunen ein sogenanntes Wasserversorgungskonzept aufzustellen ist. Das Konzept ist erstmalig zum 1. Januar 2018 vorzulegen, alle sechs Jahre fortzuschreiben und gleicht in seiner Funktion in etwa den seit vielen Jahren bekannten Abwasserbeseitigungskonzepten. Es enthält Angaben zur Wasserressource und deren Schutz, zur Art der Gewinnung und Aufbereitung des Wassers bis hin zur Wasserverteilung. Hinzu kommen Hinweise zu Erneuerungsstrategien, zum technischen Sicherheitsmanagement, zur Überwachung und zu möglichen Änderungen infolge Klimawandel und Demografie. Es wird durch die Gesetzesnovelle zudem klargestellt, dass vorsorgende Leistungen für den Gewässerschutz sowie Aufwendungen für die Löschwasserversorgung zur Erfüllung der Pflichten der öffentlichen Wasserversorgung dazugehören. Dadurch werden die Kosten der Wasserversorgung materiell insgesamt besser erfasst.

2.1.2 Rahmenbedingungen Energie

Europäische Ebene

Die nationalen energiepolitischen Entwicklungen werden zunehmend von der europäischen Energiestrategie beeinflusst. Die energie- und klimapolitischen Zielsetzungen für das Jahr 2020 sind nunmehr für 2030 weiterentwickelt worden und die Strategie für 2050 wirft eine Langfristperspektive zur CO2-Reduktion von 80% gegenüber dem Stand von 1990 auf.

Anhaltend große Bedeutung für einen Gasversorger und Betreiber von Gasspeichern wie Gelsenwasser werden die Themen der Versorgungssicherheit und Effizienz im Wärmemarkt haben, zunehmend jedoch auch die Entwicklung der Förderung erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung auf europäischer Ebene. Das Ende November 2016 veröffentlichte Winterpaket der EU-Kommission adressiert die energie- und klimapolitischen Ziele bis 2030. Das Legislativpaket umfasst vier Richtlinien und vier Verordnungen, u. a. einen Vorschlag für eine bessere Koordinierung der nationalen Energiepolitiken durch abgestimmte nationale Klima- und Energiepläne (sogenannte Governance-Verordnung), eine neue Energieeffizienzrichtlinie, die Weiterentwicklung der Gebäuderichtlinie, eine neue Erneuerbare-Energie-Richtlinie und ein neues europäisches Strommarktdesign.

Nationale Energiewende

Im Jahr 2016 wurden weitere Bausteine zur Weiterentwicklung der Energiewende gelegt. Wesentliche bereits 2015 eingeleitete Gesetzgebungsverfahren mündeten 2016 in konkrete Beschlüsse, darunter das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende, das Gesetz zur Weiterentwicklung des Strommarkts (Strommarktgesetz), das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG 2017) sowie das Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG 2016). Durch die Verabschiedung des EEG 2017 und KWKG 2016 Ende 2016 besteht nunmehr hinreichende Planungssicherheit für Projekte und Geschäftsmodelle. Offen sind lediglich einige Verordnungen wie diejenige zum Mieterstrommodell sowie die konkrete Ausgestaltung der Ausschreibungen für KWK-Anlagen von 2-50 MW.

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des Strommarkts wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMW) ein Impulspapier 2030 zur Diskussion gestellt, das Trends und Aufgaben vor allem vor dem Hintergrund des beschlossenen Atomausstiegs und dem Zubau erneuerbarer Energien ableitet. Im Wesentlichen neu bei der strategischen Ausrichtung ist der formulierte Dreiklang bestehend aus Energieeffizienz, direkter Nutzung erneuerbarer Energien und Sektorkopplung, also der Verwendung von Strom im Wärmemarkt. Dieser Dreiklang ist für 2017 die Grundlinie des energiepolitischen Handelns.

Die ambitionierten Energieeffizienzziele wurden 2014 mit verschiedenen Maßnahmen, u. a. dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz, unterlegt. Um die Zielerreichung nicht weiter zu gefährden, hat das BMWi die weitergehende, mittel-bis langfristige Energieeffizienzstrategie mit einem Zeithorizont bis 2050 in einem „Grünbuch Energieeffizienz" zur Diskussion gestellt. Übergreifend — für Gelsenwasser maßgeblich jedoch den Erdgassektor betreffend — werden sich in 2017 mögliche konkrete Umsetzungsprojekte für die Beschlüsse des Klimaschutzplans 2050 (KSP 2050) auswirken.

Im Erdgassektor wurde die sogenannte Marktraumumstellung bereits 2015 eingeleitet. Das Verfahren erhielt erst 2016 mit dem Gesetz zur Bevorratung von Erdöl, zur Erhebung von Mineralöldaten und zur Umstellung auf hochkalorisches Erdgas (H-Gas) eine gesetzliche Grundlage. Durch die Umstellung wird in der Regel eine Anpassung der Gasendgeräte, wie etwa Gasbrennwertthermen und Gaskochgeräte, erforderlich.

Konzessionen

Die Vergabe von Netzkonzessionen (Gas und Strom) unterliegt in Deutschland einem zunehmend höheren Wettbewerb. Die Anforderungen an die Bewerber werden immer anspruchsvoller und restriktiver. Immer öfter werden die Konzessionen im Zusammenhang mit einer strategischen Partnerschaft ausgeschrieben (ein-oder zweistufiges Verfahren). Die Kommunen treten somit immer häufiger als Anbieter und Bieter bei Konzessionsausschreibungen auf. Die geforderten Modelle zeichnen sich durch eine gesteigerte Flexibilität aus. Dies gilt insbesondere für die Vertragslaufzeiten, die über Sonderkündigungsrechte und Change-of-Control-Klauseln von der Laufzeit des Konzessionsvertrags bewusst abgekoppelt werden. Bei den Kooperationen wird auch das Zugeständnis eines Übergangs vom Pacht-zum Dienstleistungsmodell erwartet. Der Wunsch der Kommunen, die Versorgung ihrer Bürger selbst in die Hand zu nehmen, ist weiterhin ungebrochen.

Die Gelsenwasser-Gruppe sieht diese Entwicklung als Chance und Herausforderung. Gewonnene Ausschreibungsverfahren bezüglich strategischer Partnerschaften im Zusammenhang mit Konzessionen zeugen von der Flexibilität und dem Know-how von Gelsenwasser und der Akzeptanz der Kommunen für die Gelsenwasser-Modelle. Gelsenwasser hat die notwendigen Erfahrungen und Möglichkeiten, den Kommunen ein starker Partner im Energienetzbetrieb zu sein.

2.2 Branchenentwicklung

2.2.1 Wasser

Die Branchenentwicklung auf dem Gebiet leitungsgebundener Leistungen folgt weitestgehend dem Trend der letzten Jahre. Auch Gelsenwasser steht vor den branchenüblichen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel im Ruhrgebiet, dem Abbau der Industrie und den anhaltenden Wassersparinitiativen, durch die die spezifischen Mengen zurückgehen. Die Zunahme diffuser Einträge anthropogener Spurenstoffe und ansteigende Nutzungskonflikte mit Industrie und Landwirtschaft beim Flächenverbrauch sind Herausforderungen für die Qualitätssicherung. Aber auch der sich abzeichnende Klimawandel mit vermehrten Starkregenereignissen und eine gewässerverträgliche Ausgestaltung der Energiewende prägen die Arbeit eines Wasserversorgers.

2.2.2 Energie

Im Jahr 2016 wurden die europäischen Gas- und Strommärkte wesentlich von den internationalen Preisen für Öl und Kohle sowie den Wetterbedingungen beeinflusst. Am Ölmarkt stand die Produktionskürzung der OPEC im Fokus. Der seit Mitte 2014 gesunkene Ölpreis hatte einige OPEC-Staaten in wirtschaftliche Krisen gestürzt; durch eine Reduktion der Förderung sollte der Preis nach oben getrieben werden. Im November beschloss dann die OPEC tatsächlich, ihre Produktion zu kürzen und reduzierte zum ersten Mal seit 2008 das Fördervolumen. Auch Nicht-OPEC-Mitglied Russland schloss sich an. Am Kohlemarkt trieb die Beschränkung der Kohleförderung in China den Preis nach oben. China ist der weltweit größte Kohleproduzent.

Hatten die Gaspreise zu Beginn des Jahres aufgrund der hohen Gasspeicherfüllstände noch ein niedriges Preisniveau, so stiegen diese im Verlauf des Jahres an. Treiber waren der deutlich steigende Ölpreis sowie ein Kälteeinbruch in Europa Mitte April 2016. Darüber hinaus führte der signifikante Anstieg des Kohlepreises zu einer zunehmenden Wettbewerbsfähigkeit von Gaskraftwerken bei der Stromproduktion, sodass die Gasnachfrage der Kraftwerke zunahm.

Infolgedessen stiegen auch die Strompreise im Jahr 2016 stark an. Zudem folgten sie dem Kohlepreis, der vom steigenden Ölpreis und der Beschränkung der Kohleproduktion in China beeinflusst wurde. Am Ende des 3. Quartals 2016 kam es dann noch zu einer erhöhten französischen Nachfrage nach deutschem Strom, da in Frankreich wegen zusätzlicher Sicherheitsprüfungen einige Atomkraftwerke nicht produzieren konnten.

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Vertragsabschlüsse im Bereich Wasser

Im Jahr 2016 konnten im Geschäftsbereich Wasservertrieb nach entsprechenden Verhandlungen Verträge mit vier kommunalen Vertriebspartnern verlängert oder abgeschlossen werden. Darüber hinaus haben elf Unternehmen aus den Branchen Lebensmittelindustrie, Chemie und Kraftwerksbetrieb ihre Vertragsverhältnisse mit der GELSENWASSER AG verlängert oder sind in ein Vertragsverhältnis eingetreten. Hierdurch konnte im Jahr 2016 ein Absatz von rund 63,6 Mio. m3 Wasser gesichert werden.

Es gibt unverändert 31 Wasserkonzessionen. Dennoch konnte Gelsenwasser im Geschäftsjahr rund 1.800 neue Tarifkunden gewinnen.

2.3.2 Vertragsabschlüsse im Bereich Energie

Im Jahr 2016 konnten im Gasbereich einige Konzessionsverträge der GELSENWASSER Energienetze GmbH in den drei Versorgungsgebieten Niederrhein, Münsterland und Ostwestfalen verlängert werden. Zuschläge für Konzessionsverträge wurden dabei in den Kommunen Petershagen, Saerbeck und Nottuln erteilt. Kooperative Lösungen konnten in den Kommunen Bad Oeynhausen und Rehburg-Loccum vereinbart werden. Die bestehende Partnerschaft in Hünxe wurde ebenfalls verlängert. Die Netzgesellschaft Erwitte mbH & Co. KG als gemeinsame Gesellschaft der Stadt Erwitte und der VGW hat sich um die Stromkonzession der Stadt Erwitte beworben und im Dezember den Zuschlag erhalten. Nach der Übernahme des Stromnetzes vom Altkonzessionär soll das Stromnetz an die GWN verpachtet und von ihr operativ betreut werden.

Außerdem konnten im Jahr 2016 die Gelsenwasser-Konzernunternehmen Gas- und Stromlieferverträge mit Weiterverteilern und Industriekunden verlängern bzw. neu abschließen. Im Gasbereich liegt die erwartete Absatzmenge, die sich über die Lieferjahre 2016 bis 2020 verteilt, bei rund 1.584 GWh (davon entfallen 193 GWh auf das Kalenderjahr 2016) und im Bereich Strom bei rund 222 GWh (davon entfallen 7 GWh auf das Kalenderjahr 2016).

2.3.3 Wasser- und Energieabsatz

2.3.3.1 Wasser

Die Wasserabgabe des Gelsenwasser-Konzerns lag im Jahr 2016 mit 234,7 Mio. m3 um 6,3 Mio. m3 über dem Wert des Vorjahres (228,4 Mio. m3). Der Anstieg betraf ausschließlich die Abgabe an benachbarte Versorgungsunternehmen mit 14,3 Mio. m3, während in den Kundengruppen Industrie und Haushalte Absatzrückgänge zu verzeichnen waren.

In den Absatzzahlen des Vorjahres sind noch 10,5 Mio. m3 Wasserabgabe der zum 28. April 2015 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Nantaise des Eaux Services SAS (NES) enthalten. Bereinigt um die Mengen der NES, stiegen auch bei den Haushaltskunden die Absatzmengen. Der Rückgang bei den Industriekunden betraf im Wesentlichen die Branchen Bergbau und Chemische Industrie, dagegen stieg die Abgabe an die Kraftwerke.

Die Wasserabgabe der GELSENWASSER AG übertraf mit 221,6 Mio. m3 den Vorjahresabsatz um 16,7 Mio. m3. Der Absatzzuwachs betraf mit 17,7 Mio. m3 die Abgabe an benachbarte Versorgungsunternehmen und mit 0,3 Mio. m3 die Haushaltskunden.

2.3.3.2 Gras

Der Gasabsatz des Konzerns stieg im Berichtsjahr um 45,2% auf 31,2 TWh. Der Absatzzuwachs ist in erster Linie auf die verstärkten Gashandelsaktivitäten der GELSENWASSER AG zurückzuführen. Dadurch lag der Wiederverkauf mit 27,2 TWh um insgesamt 9,5 TWh über dem Vorjahreswert. Ohne die Berücksichtigung der Mengen des Handelsgeschäfts und aus der Zentralen Gasbeschaffung ist der Gesamtabsatz um 0,2 TWh gestiegen. Im Bereich der Haushalts- und gewerblichen Kleinverbrauchskunden lag die Gasabgabe mit 3,1 TWh im Wesentlichen witterungsbedingt um 6,0% über dem Vorjahreswert. Im Industriebereich lag der Absatz mit 0,9 TWh auf Vorjahresniveau.

Die Gasabgabe der GELSENWASSER AG konnte im Vergleich zum Vorjahr um 45,1 % auf 31,1 TWh gesteigert werden. Hauptursache waren die bereits erwähnten verstärkten Handelsaktivitäten der Zentralen Gasbeschaffung (+9,7 TWh auf 29,9 TWh).

2.3.3.3 Strom

Der Stromabsatz des Konzerns stieg im Berichtsjahr um 82,4% auf 462,0 Mio. kWh. Dieser Absatzanstieg resultiert vor allem aus der im Berichtsjahr neu geschaffenen Zentralen Strombeschaffung. Bei den Haushalts- und Gewerbekunden konnte gleichfalls ein Absatzzuwachs realisiert werden.

Die GELSENWASSER AG konnte vornehmlich durch die neu geschaffene Zentrale Strombeschaffung ihren Stromabsatz um 264,2 Mio. kWh auf 346,2 Mio. kWh steigern.

2.3.4 Zusammenfassende Stellungnahme des Vorstands zum Geschäftsverlauf des Konzerns

Geschäftsverlauf

Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit lag mit 75,1 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 48,2 Mio. €. Unter Berücksichtigung des nahezu auf Vorjahresniveau liegenden Beteiligungsergebnisses ergab sich ein EBIT von 116,5 Mio. € nach 90,3 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Sondereffekte im Vorjahr zurückzuführen. Bereinigt um Sondereffekte verbleibt eine Ergebnisverbesserung um 1,3 Mio. €.

Gelsenwasser kam im Berichtsjahr den finanziellen Verpflichtungen aufgrund des starken Cash-flows aus laufender Geschäftstätigkeit nach. Auf die Aufnahme von Fremdmitteln konnte bei den vollkonsolidierten Unternehmen verzichtet werden. Die anteilig bilanzierte Wasserwerke Westfalen GmbH hat im Berichtsjahr ein weiteres Darlehen in Höhe von 9,0 Mio. € (anteilig 4,5 Mio. €) zur Finanzierung ihrer Investitionen in die Wasserwerke aufgenommen.

Gelsenwasser verfügt bei einer Eigenmittelquote von 56% über eine starke Eigenmittelausstattung. Die Deckung des langfristigen Vermögens mit langfristigem Kapital beläuft sich auf 106%.

2.4 Lage

2.4.1 Ertragslage

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GEWINN- und VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER      
IN MIO. € 2016 2015 2014
Umsatzerlöse 1.040,1 996,5 902,0
Materialaufwand -756,4 -747,7 -634,2
Personalaufwand -112,8 -114,7 -116,3
Abschreibungen -39,5 -38,5 -39,8
Übrige Aufwendungen und Erträge -56,3 -47,4 -48,6
ERGEBNIS DER OPERATIVEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 75,1 48,2 63,1
Beteiligungsergebnis 41,4 42,1 37,5
EBIT 116,5 90,3 100,6
Finanzergebnis -4,3 -3,9 -5,6
Ertragsteuern -3,0 -2,0 -2,0
JAHRESÜBERSCHUSS 109,2 84,4 93,0
Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,1 0,1 0,1
ERGEBNISANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG 109,1 84,3 92,9

2.4.1.1 Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um insgesamt 43,6 Mio. € auf 1.040,1 Mio. €. Dabei lagen die Brutto-Erlöse aus dem Gasverkauf hauptsächlich aufgrund von Optimierungsgeschäften im Rahmen von Arbitragegeschäften der Zentralen Gasbeschaffung der GELSENWASSER AG um 55,3 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Erlöse aus dem Wasserverkauf lagen mit 223,3 Mio. € um 1,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die Brutto-Erlöse aus dem Stromverkauf nahmen um 10,8 Mio. € hauptsächlich aufgrund der im Berichtsjahr neu geschaffenen Zentralen Strombeschaffung zu und beliefen sich auf 64,7 Mio. €. Die übrigen Umsatzerlöse sanken um 17,9 Mio. € auf 101,9 Mio. €. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der im Vorjahr erfolgten Abrechnung einer für die Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) durchgeführten Investitionsmaßnahme. Die Energie-/Stromsteuer erhöhte sich um 2,8 Mio. € auf 26,7 Mio. €.

2.4.1.2 EBIT und Konzernjahresüberschuss

Den im Berichtsjahr gestiegenen Umsatzerlösen sowie den höheren sonstigen betrieblichen Erträgen standen Ergebnisbelastungen hauptsächlich aus höheren Materialaufwendungen und Aufwendungen aus Termingeschäften zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bei der Gasbeschaffung gegenüber. Korrespondierend zu den Gaserlösen sind auch die Gasbezugskosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

Der Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr erklärt sich im Wesentlichen durch Sondereffekte im Vorjahr. Durch eine Rückstellungsbildung im Zusammenhang mit der Nutzung der Erdgasspeicher sowie gegenläufig einer Rückstellungsauflösung für Wasserpreisrisiken war das Vorjahresergebnis im Saldo stark belastet. Aufgrund des Wegfalls dieser Effekte stieg das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit deutlich um 26,9 Mio. € auf 75,1 Mio. €.

Nach Berücksichtigung des nahezu auf Vorjahresniveau liegenden Beteiligungsergebnisses (Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen und Sonstiges Beteiligungsergebnis) von 41,4 Mio. € ergibt sich ein EBIT von 116,5 Mio. €. Dieses liegt um 26,2 Mio. € über dem Vorjahreswert und übertrifft das budgetierte Ergebnis um 14,6 Mio. €.

Insbesondere durch die um 0,7 Mio. € gestiegenen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen verminderte sich das Zinsergebnis um 0,4 Mio. € auf -4,3 Mio. €.

Die Ertragsteuern erhöhten sich um 1,0 Mio. € auf 3,0 Mio. €. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern beträgt der Jahresüberschuss des Konzerns 109,2 Mio. € und liegt damit um 24,8 Mio. € über dem Vorjahreswert von 84,4 Mio. €.

Die Ergebnisanteile der Aktionäre der GELSENWASSER AG betragen im Berichtsjahr 99,9%, d.h. 109,1 Mio. € (Vorjahr 84,3 Mio. €).

2.4.1.3 Entwicklung der Segmentergebnisse

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NACH SEGMENTEN
IN MIO. €
JAHR WASSER ENERGIE SONSTIGE / KONSOLIDIERUNG KONZERN
 Außenumsatz 2016 265,9 774,2 - 1.040,1
  2015 294,7 701,8 - 996,5
 Innenumsatz 2016 - - - -
  2015 - - - -
Gesamtumsatz 2016 265,9 774,2 - 1.040,1
  2015 294,7 701,8 - 996,5
Ergebnis Equity bilanzierter Beteiligungen 2016 17,9 13,1 - 31,0
  2015 17,9 12,0 - 29,9
Abschreibungen 2016 27,4 12,1 - 39,5
  2015 25,9 12,6 - 38,5
Wesentliche zahlungsunwirksame Erlöse und Erträge 2016 6,4 4,6 - 11,0
  2015 14,4 9,0 - 23,4
Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen (ohne Abschreibungen) 2016 7,1 5,0 - 12,1
  2015 11,5 42,1 - 53,6
EBIT 2016 62,7 53,8 - 116,5
  2015 73,1 17,2 - 90,3

Insgesamt ist das EBIT mit 116,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 26,2 Mio. € gestiegen. Die einzelnen Segmente veränderten sich dabei gegenläufig:

Im Segment Wasser sank das EBIT im Berichtsjahr um 10,4 Mio. € auf 62,7 Mio. €. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Auflösung einer Rückstellung für Preisrisiken im Vorjahr.

Das EBIT im Segment Energie stieg im Berichtsjahr um 36,6 Mio. € auf 53,8 Mio. €. Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste aus langfristigen Speichernutzungsverträgen im Vorjahr.

2.4.2 Finanzlage

2.4.2.1 Finanzmanagement

Gelsenwasser nutzt als Instrument zur langfristigen Steuerung seiner Liquidität sowie zur Optimierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns das Cash-Pooling. Daneben dient das Finanzmanagement zur Erhaltung und Optimierung der Finanzierungsfähigkeit des Konzerns und zur Minimierung finanzieller Risiken. Zudem soll das Finanzmanagement Akquisen erleichtern.

2.4.2.2 Kapitalstruktur und Kapitalausstattung

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KAPITALSTRUKTUR            
IN MIO. € 31.12.2016 % 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Gezeichnetes Kapital 103,1 6 103,1 7 103,1 7
Kapitalrücklage 32,2 2 32,2 2 32,2 2
Gewinnrücklagen 639,6 40 617,1 39 619,0 40
Kumuliertes übriges Konzernergebnis -36,0 -2 -24,9 -2 -43,5 -3
ANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG 738,9 46 727,5 46 710,8 46
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 1,2 0 1,2 0 1,2 0
Zuschüsse 175,6 10 187,0 12 189,9 11
EIGENKAPITAL UND ÄHNLICHE MITTEL 915,7 56 915,7 58 901,9 57
Pensionsrückstellungen 320,3 21 279,5 19 300,2 20
Steuerrückstellungen 2,1 0 1,6 0 1,8 0
Sonstige Rückstellungen 47,6 3 50,4 3 18,0 1
Finanzielle Verbindlichkeiten 69,2 4 69,1 4 69,1 4
Sonstige Verbindlichkeiten 2,5 0 2,7 0 2,9 0
Latente Steuern 0,9 0 0,9 0 1,5 0
LANGFRISTIGE SCHULDEN 442,6 28 404,2 26 393,5 25
Sonstige Rückstellungen 24,2 2 23,5 2 43,9 3
Finanzielle Verbindlichkeiten 25,7 2 30,5 2 18,5 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 199,4 12 191,0 12 198,8 13
KURZFRISTIGE SCHULDEN 249,3 16 245,0 16 261,2 17
ZUR VERÄUSSERUNG BESTIMMTE SCHULDEN - - - - 10,0 1
BILANZSUMME 1.607,6 100 1.564,9 100 1.566,6 100

Die Gewinnrücklagen sind durch die Einstellung des -um die Gewinnabführung und Gewerbesteuerumlage an WGW geminderten -Jahresüberschusses um 22,5 Mio. € gestiegen. Dagegen verminderte sich das Kumulierte übrige Konzernergebnis um 11,1 Mio. € infolge der Belastung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen (versicherungsmathematische Verluste bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen), die nicht vollständig durch den Anstieg der Marktbewertung Finanzieller Vermögenswerte kompensiert werden konnte. Darüber hinaus minderten sich die Zuschüsse im Wesentlichen aufgrund der Ausgliederungen von Gasnetzen. Im Saldo blieb die Position Eigenkapital und ähnliche Mittel dadurch unverändert.

Der Anstieg der Pensionsrückstellungen ist vor allem auf den Rückgang des Rechnungslegungszinssatzes bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen betrifft das Risiko aus der Speicherbewirtschaftung.

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage geben die Kapitalflussrechnung sowie der Konzernanhang.

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KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNS      
IN MIO. € 2016 2015 2014
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 141,1 108,7 129,3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -39,0 -50,3 -61,4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -89,6 -66,3 -78,5
ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS 12,5 -7,9 -10,6
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 100,7 108,6 119,2
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 113,2 100,7 108,6

Die nachfolgende Abbildung zeigt, dass das langfristig gebundene Vermögen weiterhin vollständig durch langfristig verfügbares Eigen- und Fremdkapital gedeckt wird.

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014
Anlagevermögen 980,3 969,4 946,5
Finanzielle Vermögenswerte und sonstige langfristige Forderungen 301,9 272,9 255,0
LANGFRISTIGES VERMÖGEN 1.282,2 1.242,3 1.201,5
Eigenkapital 740,1 728,7 712,0
Zuschüsse 175,6 187,0 189,9
UNTERDECKUNG MIT EIGENKAPITAL UND ÄHNLICHEN MITTELN -366,5 -326,6 -299,6
Langfristige Schulden 442,6 404,2 393,5
ÜBERDECKUNG MIT LANGFRISTIGEM KAPITAL 76,1 77,6 93,9

Rating 2016 GELSENWASSER AG und Wasser und Gas Westfalen GmbH (WGW)

Die Ratingagentur S & P Global hat Gelsenwasser und WGW im August 2016 wie schon in den letzten fünf Jahren ein Emittentenrating von A- mit stabilem Ausblick erteilt.

Im Ratingverfahren erfolgt eine gemeinsame Bewertung von Gelsenwasser und WGW. Dabei wird untersucht, ob WGW über Gelsenwasser in der Lage ist, die vertraglich festgelegten Zins- und Tilgungszahlungen zu erfüllen. Die Stabilität des Gelsenwasser-Cashflows hat entscheidend zu dem guten Ergebnis beigetragen.

Neben kaufmännischen und technischen Kennzahlen werden auch das Geschäftsmodell sowie das wirtschaftliche und politische Umfeld berücksichtigt.

Die nächste Überprüfung steht im ersten Halbjahr 2017 an.

2.4.2.3 Investitionen

Im Berichtsjahr 2016 erhöhte sich das Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 20,2 Mio. € auf 77,4 Mio. €. Die Investitionen in Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Investment Properties verringerten sich um 9,2 Mio. € auf 44,1 Mio. €. Davon entfielen u.a. 15,3 Mio. € auf das Rohrnetz, 10,5 Mio. € auf Anlagen im Bau und 6,0 Mio. € auf Maschinen. In Finanzanlagen einschließlich at Equity bilanzierte Beteiligungen wurden 33,3 Mio. € investiert.

2.4.3 Vermögenslage

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KONZERNBILANZSTRUKTUR
IN MIO. €
31.12.2016 % 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Langfristige Vermögenswerte 1.282,2 80 1.242,3 79 1.201,5 77
Kurzfristige Vermögenswerte 325,4 20 322,6 21 329,4 21
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte - 0 - 0 35,7 2
AKTIVA 1.607,6 100 1.564,9 100 1.566,6 100
Eigenkapital und ähnliche Mittel 915,7 56 915,7 58 901,9 57
Langfristige Schulden 442,6 28 404,2 26 393,5 25
Kurzfristige Schulden 249,3 16 245,0 16 261,2 17
Zur Veräußerung bestimmte Schulden - - - - 10,0 1
PASSIVA 1.607,6 100 1.564,9 100 1.566,6 100

Die Bilanzsumme lag im Geschäftsjahr mit 1.607,6 € um 2,7% über dem Vorjahreswert.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 39,9 Mio. € auf 1.282,2 Mio. €. Dies betraf im Wesentlichen mit 31,9 Mio. € die Finanziellen Vermögenswerte und mit 43,6 Mio. € die at Equity bilanzierten Beteiligungen. Dagegen reduzierten sich die Sachanlagen um 31,3 Mio. €. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt 80%.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9% auf 325,4 Mio. €, ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt 20%. Der Anstieg setzt sich aus den Posten Flüssige Mittel (+12,5 Mio. €) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (+0,5 Mio. €) zusammen. Dagegen entwickelten sich die Finanziellen Vermögenswerte sowie die Vorräte rückläufig (-6,9 Mio. € bzw. -3,3 Mio. €). Der Rückgang der Finanziellen Vermögenswerte betrifft mit 8,3 Mio. € Warentermingeschäfte.

Die langfristigen Vermögenswerte waren zu 71,4% durch Eigenkapital und ähnliche Mittel gedeckt und zu mehr als 100% durch langfristiges Kapital finanziert.

Das Eigenkapital und die Eigenkapital ähnlichen Mittel liegen unverändert bei 915,7 Mio. €, da der Anstieg der Gewinnrücklagen vollständig durch den Rückgang des Kumulierten übrigen Konzernergebnisses infolge der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und der Zuschüsse kompensiert wird. Die ausgewiesenen Anteile eines nicht beherrschenden Gesellschafters betreffen die CPG.

2.4.4 Plan-Ist-Vergleich

Das EBIT des Konzerns übertraf mit 116,5 Mio. € das erwartete EBIT um 14,6 Mio. €. Die Ergebnisverbesserung resultiert im Wesentlichen aus einem über dem Plan liegenden Gasergebnis.

Die abgesetzten Wassermengen übertrafen mit 234,7 Mio. m3 den Planansatz um 6,2%, maßgeblich waren das Plus bei Abgabe an benachbarte Versorgungsunternehmen und an Industriekunden (Eisen- und Metall- sowie Chemische Industrie).

Beim Gasabsatz wurde die Planerwartung vor allem durch den Anstieg der Gashandelsaktivitäten der GELSENWASSER AG um 56,4% übertroffen.

Die neu geschaffene Zentrale Strombeschaffung war maßgeblich für das Budgetplus von 72,5% beim Stromabsatz verantwortlich.

Aufgrund des unverändert starken Wettbewerbs im Haushaltskundenbereich Gas, lag die Anzahl der Tarifkunden um 11,5% unter dem Planansatz zum 31. Dezember 2016. Dagegen konnte im Haushaltskundenbereich Strom der zum 31. Dezember 2016 geplante Tarifkundenbestand um 4,8 % übertroffen werden.

Der ROCE des Gelsenwasser-Konzerns liegt mit 11,37% über dem Planansatz von 9,51 %. Ursache ist das deutlich über dem Planwert liegende EBIT.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das operative Geschäft steuert Gelsenwasser mit der Kennzahl EBIT.

Das EBIT enthält neben dem Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit das Beteiligungsergebnis, bestehend aus dem Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen und dem sonstigen Beteiligungsergebnis. Daneben wird der ROCE des Gelsenwasser-Konzerns als statische Renditekennzahl zur Betrachtung der Wertentwicklung über mehrere Perioden eingesetzt.

2.5.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.2.1 Kennzahlen

Weitere unterjährig betrachtete Kennzahlen sind die Wasserabgabe, der Gas- und Stromabsatz sowie die Tarifkundenentwicklung in den Haushaltskundenbereichen Gas und Strom.

2.5.2.2 Mitarbeiter

Belegschaft

Zum 31. Dezember 2016 waren im Gelsenwasser-Konzern 1.464 Mitarbeitende tätig — damit 20 mehr als im Vorjahr. Zum Aufbau trugen vor allem verstärkte Aktivitäten in der Entwicklung und im Vertrieb von Dienstleistungsprodukten sowie die Übernahme neuer Konzessionsgebiete bei.

Hohe Qualität der Gelsenwasser-Produkte und -Dienstleistungen einerseits und hohe Qualität der Arbeitsbedingungen andererseits bedingen einander. Seit nunmehr 130 Jahren prägen Engagement, Motivation, Können und Leistungsfähigkeit aller Mitarbeitenden die Tradition bei Gelsenwasser.

Eine intensive und kontinuierliche Personalarbeit ist dabei selbstverständlich. Gelsenwasser unterstützt das lebenslange Lernen der Belegschaft, fördert aktiv gesundes und sicheres Arbeiten und ermöglicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Lange Zugehörigkeiten zum Unternehmen und gute Ergebnisse in Befragungen sind Ausdruck einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit — das Fundament für Leistungsfähigkeit, effizientes Arbeiten und innovative Entwicklungen.

Aus- und Weiterbildung

700 Maßnahmen mit über 2.000 Teilnehmenden jedes Jahr sorgen bei Gelsenwasser dafür, dass sich jeder einzelne stetig weiterentwickelt. Mit im Durchschnitt 60 Auszubildenden sichert Gelsenwasser darüber hinaus den Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Die Berufsbilder in der Ausbildung werden bedarfsorientiert stetig angepasst; die Möglichkeiten des Zugangs ausgeweitet. So gelingt es auch auf diesem Weg, Vielfalt im Unternehmen zu fördern und weiterzuentwickeln. Mit diesem Potenzial im Unternehmen können leitende Positionen zum größten Teil intern besetzt werden.

Gesundheit

„Gemeinsam gesund älter werden" und dabei leistungsfähig bleiben, sind erklärte Ziele der Gelsenwasser-Gesundheitsarbeit. Ergonomische Arbeitsplätze, regelmäßige Gesundheitschecks, Gesundheitstage, Vorsorgeuntersuchungen, Ernährungstipps und attraktive Fitnessangebote tragen wesentlich zur Zielerreichung bei. Und selbst wenn Mitarbeitende Einschränkungen erfahren, erarbeitet Gelsenwasser im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungen. Häufig kann durch entsprechende Maßnahmen die Leistungsfähigkeit erhalten bzw. wieder hergestellt werden.

Schwerbehindertenquote

Gleiches gilt für die schwerbehinderten Mitarbeitenden bei Gelsenwasser (74 schwerbehinderte Mitarbeitende zum 31. Dezember 2016). Individuell eingerichtete Arbeitsplätze mit adäquaten Aufgaben ermöglichen den Betroffenen häufig ein Arbeitsleben ohne Leistungseinschränkungen.

Auch in Sachen Arbeitssicherheit stehen gesunde, motivierte Mitarbeitende im Fokus allen Handelns. Dabei setzt Gelsenwasser sich Ziele, die deutlich über die Einhaltung der spezifischen Gesetze und Verordnungen hinausgehen. Die Arbeitsplätze und Einrichtungen werden sicher und ergonomisch gestaltet; die betrieblichen Arbeitsabläufe folgen hohen Sicherheitsstandards. Die erfolgreiche Zertifizierung des Arbeitsschutz-Managementsystems durch die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse ist einerseits Ausdruck eines hohen Niveaus in der Arbeitssicherheit, andererseits Ansporn für weitere, kontinuierliche Verbesserungen.

Vereinbarkeit Beruf und Familie

Weiterhin leistungsförderlich wirken sich bei Gelsenwasser alle Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus. In über 100 individuell zugeschnittenen Teilzeitmodellen, flexiblen täglichen Arbeitszeiten und längeren Auszeiten ermöglicht Gelsenwasser Raum für die Pflege von Angehörigen, Kinderbetreuung, Weiterbildung und andere Aktivitäten. Mitarbeiterbefragungen belegen: Die Flexibilität, Lebensarbeitszeit individuell zu planen, wird hoch geschätzt. Ihrerseits bleiben die Mitarbeitenden so langfristig motiviert und tragen entscheidend zum Unternehmenserfolg bei.

Vergütung

Gute Leistung will gut bezahlt werden. Angemessene und faire Gehälter sind daher bei Gelsenwasser selbstverständlich. Neben einem modernen und transparenten Vergütungssystem auf Basis des bestehenden Tarifvertrags schaffen vielfältige soziale Zusatzleistungen weitere Leistungsanreize.

Der positive Einfluss aller Maßnahmen auf die Leistungsförderlichkeit ist belegt: Mit reliablen und validen Messinstrumenten weist Gelsenwasser regelmäßig die Wirksamkeit nach.

2.5.2.3 Kunden

Kundenzufriedenheit

Die Zufriedenheit der Kunden ist eine wichtige Einflussgröße auf das Kundenverhalten. Daher sind viele Aktivitäten im Gelsenwasser-Konzern darauf ausgerichtet, die Erwartungen der Kunden mindestens zu erfüllen. Dies bezieht sich sowohl auf die eigentliche Versorgungsleistung als auch auf alle Services und Prozesse, die mit dieser Leistung im Zusammenhang stehen.

Leistungen, Markenwahrnehmung und Informationswege

Eine hohe Kundenzufriedenheit stellt eine fundierte Basis für die Weiterentwicklung der Markenwerte dar. Bei den Kunden steht Gelsenwasser für Regionalität, Verlässlichkeit und Versorgungssicherheit. Der Erfolg der Vertriebsaktivitäten der letzten Jahre ist hier wahrnehmbar. Die zum Teil nur befriedigende Bekanntheit der Konzernmarken bei Nichtkunden spiegelt die hohe Wettbewerbsintensität wider. Hier sind Maßnahmen eingeleitet, die eine stärkere und klarere Markenpositionierung bewirken werden.

Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie spielen die Kommunikationskanäle eine zentrale Rolle, da über diese die Kunden Kontakt zu den Versorgern suchen. Der Bedeutung der Online-Kanäle trägt Gelsenwasser mit hoher Priorität Rechnung und richtet diese entsprechend an den Entscheidungsprozessen der Energiekunden aus.

Eine Chance zur wettbewerblichen Differenzierung bietet die hohe Affinität der Kunden zu „persönlichen" Informationswegen per Telefon, E-Mail oder im Kundencenter. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund eines direkten „Erlebens" der Markenversprechen und der immer relevanter werdenden Angebote neben der reinen Energielieferung. Entsprechend werden die Gelsenwasser-Mitarbeiter geschult, um das Gesicht der Marke entsprechend der Markenstrategie darstellen zu können.

Zufriedenheit und Weiterempfehlung

Die generell hohe Zufriedenheit und Weiterempfehlung der Kunden im Strom- und Gassegment stellen im bestehenden Wettbewerbsumfeld eine gute Basis für die Bindung bestehender und der Gewinnung neuer Kunden dar.

Weiterhin ändert Gelsenwasser kontinuierlich die Angebote und Leistungen entsprechend der Kundenbedürfnisse und kommuniziert dies über die bestehenden Kanäle. Die Mitarbeiter, als wichtige Multiplikatoren, Schlüsselfaktoren und „Kundenkontaktstellen", sind dabei intensiv eingebunden.

2.5.2.4 Umweltschutz

Als Versorgungsunternehmen trägt Gelsenwasser eine besondere Verantwortung und hat daher den Umweltschutz bereits sehr früh zu einem Unternehmensziel erklärt. In den 1990er Jahren wurde ein Umweltmanagementsystem gemäß den Anforderungen der EMAS-Verordnung eingeführt und ständig weiterentwickelt. Seit 2003 erfüllt das Umweltmanagementsystem zusätzlich die Anforderungen der internationalen Norm DIN EN ISO 14001.

Der Einsatz für den Umweltschutz wurde auch im Jahr 2016 von unabhängigen Umweltgutachtern bestätigt. Eine besondere Herausforderung war die Umstellung auf die überarbeitete und im September 2015 neu herausgegebene DIN EN ISO 14001. Obwohl Unternehmen eine Übergangsfrist bis 2018 zusteht, gelang es Gelsenwasser bereits im Rahmen der Re-Zertifizierung im Mai 2016, die neuen Anforderungen der Norm zu erfüllen.

Mit der Teilnahme am EMAS-System verpflichtet sich Gelsenwasser freiwillig dazu, das Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung systematisch zu verfolgen und die Aufgaben der öffentlichen Wasser- und Energieversorgung im Einklang mit der Natur zu erfüllen. Hierbei stehen die Themen Gewässerschutz, Klimaschutz sowie der sorgsame Umgang mit Ressourcen im Fokus.

Ein großer Beitrag zum Ressourcenschutz wird vor allem bei der Erneuerung von Wasserrohrleitungen durch die Nutzung des sogenannten Rohreinzugs- oder Reliningverfahren geleistet. Der wesentliche ökologische Nutzen liegt in der Einsparung von 30 bis 90% des Tiefbauvolumens, da bei diesen Verfahren, anders als bei der konventionellen Rohrverlegung im offenen Rohrgraben, die Straßenoberfläche nur punktuell an wenigen Stellen aufgebrochen wird. Ein unverändertes Gelsenwasser-Ziel ist, durch eine nachhaltige Instandhaltung des Rohrnetzes, Rohrschäden und damit ungeplante Versorgungsunterbrechungen und Wasserverluste zu minimieren. Jeder Kubikmeter Verlustwasser bedeutet auch unnütz verbrauchte Energie und Chemikalien für die Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser.

Im Klimaschutz sind die zentralen Themen die Steigerung der Energieeffizienz von Prozessen und der Fahrzeugflotte sowie der Ausbau der Eigenerzeugung von erneuerbaren Energien. Der Stromverbrauch der Wasserwerke nimmt mit 88% den größten Anteil am Gesamtverbrauch ein. Davon werden wiederum über 90% für den Betrieb von Netz- und Rohwasserpumpen benötigt. Durch die Optimierungsmaßnahmen an den Pumpen des Wasserwerks Haltern konnte der spezifische Stromverbrauch bei der Wasserförderung von 0,369 kWh/m3 im Jahr 2006 auf 0,344 kWh/m3 im Jahr 2016 gesenkt werden. In den Gebäuden trägt der Einsatz von Blockheizkraftwerken und Photovoltaikanlagen an verschiedenen Standorten bereits jetzt zum Klimaschutz bei.

2.6 Jahresabschluss der GELSENWASSER AG

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BILANZ    
IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände 273,5 268,9
Finanzanlagen 330,4 328,1
ANLAGEVERMÖGEN 603,9 597,0
Vorräte 14,8 22,2
Forderungen 159,0 132,2
Liquide Mittel 104,9 97,9
UMLAUFVERMÖGEN 278,7 252,3
Rechnungsabgrenzungsposten 8,9 9,4
AKTIVA 891,5 858,7
Eigenkapital 357,6 353,6
Zuschüsse 40,5 40,7
Rückstellungen 261,0 252,7
Verbindlichkeiten 232,4 211,7
PASSIVA 891,5 858,7
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG    
IN MIO. € 2016 2015
Umsatzerlöse 908,8 820,1
Materialaufwand -708,0 -654,4
Personalaufwand -91,5 -86,2
Abschreibungen -19,7 -17,7
Beteiligungsergebnis 63,5 70,6
Übrige Aufwendungen und Erträge -60,3 -40,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,7 -0,4
ERGEBNIS NACH STEUER 92,1 91,5
Gewerbesteuerumlage und Sonstige Steuern -11,0 -9,4
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -77,1 -78,1
JAHRESÜBERSCHUSS 4,0 4,0
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -4,0 -4,0
BILANZGEWINN - -

Der von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüfte vollständige Abschluss der GELSENWASSER AG wird beim Bundesanzeiger eingereicht. Er kann als Sonderdruck bei der GELSENWASSER AG angefordert werden.

2.6.1 Ertragslage

Umsatzerlöse erhöht

Die Umsatzerlöse der GELSENWASSER AG erhöhten sich um insgesamt 88,7 Mio. € auf 908,8 Mio. €. Dabei lagen die Brutto-Erlöse aus dem Gasverkauf im Wesentlichen aufgrund von Optimierungsgeschäften im Rahmen von Arbitragegeschäften der Zentralen Gasbeschaffung mit 605,4 Mio. € um 53,5 Mio. € über Vorjahresniveau. Die Erlöse aus dem Wasserverkauf stiegen um 7,3 Mio. € auf 207,0 Mio. €, resultierend aus höheren Absatzmengen insbesondere an zwei benachbarte Versorgungsunternehmen. Die Stromerlöse erhöhten sich um 21,1 Mio. € auf 38,3 Mio. €. Die übrigen Umsatzerlöse lagen mit 67,1 Mio. € um 7,7 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Energie-/Stromsteuer stieg um 0,9 Mio. € auf 9,0 Mio. €.

Ergebnis nach Steuern leicht über Vorjahr

Dem Anstieg der Umsatzerlöse aus dem Gasverkauf standen u. a. deutlich gestiegene Bezugskosten gegenüber.

Der Anstieg des Personalaufwands um 5,3 Mio. € resultiert überwiegend aus der Entwicklung des Rechnungszinses bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen.

Das Beteiligungsergebnis verminderte sich um 7,1 Mio. € im Wesentlichen aufgrund geringerer Erträge aus Gewinnabführung der NGW GmbH, der GELSENWASSER Energienetze GmbH und der GELSENWASSER Magdeburg GmbH auf 63,5 Mio. €.

Der Rückgang des Saldos aus übrigen Aufwendungen und Erträgen um 19,8 Mio. € auf -60,3 Mio. € ist u.a. auf geringere Erträge aus Rückstellungsauflösungen und höhere Aufwendungen aus Termingeschäften zurückzuführen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich um 0,3 Mio. € auf 0,7 Mio. €.

Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich leicht um 0,6 Mio. € auf 92,1 Mio. €.

Die Gewerbesteuerumlage und die Sonstigen Steuern stiegen um 1,6 Mio. € auf 11,0 Mio. €.

Die Ergebnisabführung an die WGW sank um 1,0 Mio. € auf 77,1 Mio. €. Nach Ergebnisabführung verblieb ein Jahresüberschuss von 4,0 Mio. €, der in die Gewinnrücklagen eingestellt wird.

2.6.2 Finanzlage

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KAPITALSTRUKTUR
IN MIO. €
31.12.2016 % 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Gezeichnetes Kapital 103,1 12 103,1 12 103,1 12
Kapitalrücklage 32,2 4 32,2 4 32,2 4
Gewinnrücklage 222,3 25 218,3 25 214,3 26
Zuschüsse 40,5 5 40,7 5 41,6 5
EIGENKAPITAL UND ÄHNLICHE MITTEL 398,1 46 394,3 46 391,2 47
Pensionsrückstellungen 183,1 21 175,5 20 169,8 20
Steuer- und Sonstige Rückstellungen 45,7 5 48,7 6 22,4 3
Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 0 0,2 0 0,2 0
LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 229,0 26 224,4 26 192,4 23
Steuer- und Sonstige Rückstellungen 32,2 4 28,5 3 49,3 6
Erhaltene Anzahlungen / Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 42,3 5 44,7 5 50,8 6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen 170,9 19 149,8 17 135,6 16
Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 19,0 0 17,0 3 18,3 2
KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 264,4 28 240,0 28 254,0 30
BILANZSUMME 891,5 100 858,7 100 837,6 100

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Deckung von langfristig gebundenem Vermögen durch langfristig verfügbares Eigen- und Fremdkapital.

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014
Anlagevermögen 603,9 597,0 572,0
Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 8,3 10,7 10,3
LANGFRISTIGES VERMÖGEN 612,2 607,7 582,3
Eigenkapital 357,6 353,6 349,6
Zuschüsse 40,5 40,7 41,6
UNTERDECKUNG MIT EIGENKAPITAL UND ÄHNLICHEN MITTELN -214,1 -213,4 -191,1
Langfristige Rückstellungen 228,8 224,2 192,2
Langfristige Verbindlichkeiten 0,2 0,2 0,2
ÜBERDECKUNG MIT LANGFRISTIGEM KAPITAL 14,9 11,0 1,3

2.6.3 Investitionen

Das Investitionsvolumen 2016 verminderte sich um 16,2 Mio. € auf 28,4 Mio. €. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände reduzierten sich um 1,5 Mio. € auf 25,6 Mio. €. Davon entfielen u.a. 8,0 Mio. € auf das Rohrnetz, 4,9 Mio. € auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, 3,7 Mio. € auf Bauten sowie 3,5 Mio. € auf Maschinen. Die Investitionen in Finanzanlagen betrugen 2,8 Mio. €. Hier sind im Wesentlichen der Erwerb der Anteile und die Einzahlung in die Kapitalrücklage der GELSENWASSER 5. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH und die Gründung der niceTaget GmbH zu nennen.

2.6.4 Vermögenslage

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BILANZSTRUKTUR
IN MIO. €
31.12.2016 % 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Anlagevermögen 603,9 68 597,0 70 572,0 68
Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 8,3 1 10,7 1 10,3 1
LANGFRISTIG GEBUNDENES VERMÖGEN 612,2 69 607,7 71 582,3 69
Kurzfristig gebundenes Vermögen 279,3 31 251,0 29 255,3 31
AKTIVA 891,5 100 858,7 100 837,6 100
Eigenkapital und ähnliche Mittel 398,1 44 394,3 46 391,2 47
Langfristiges Fremdkapital 229,0 26 224,4 26 192,4 23
Kurzfristiges Fremdkapital 264,4 30 240,0 28 254,0 30
PASSIVA 891,5 100 858,7 100 837,6 100

Die Bilanzsumme der GELSENWASSER AG stieg im Geschäftsjahr um 3,8% auf 891,5 Mio. €. Das langfristig gebundene Vermögen überschreitet mit 612,2 Mio. € den Vorjahreswert um 0,7%, der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 69%.

Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 11,3% auf 279,3 Mio. €, sein Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf 31 %. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus den höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

2.6.5 Plan-Ist-Vergleich der finanziellen Leistungsindikatoren der GELSENWASSER AG

Das Ergebnis nach Steuern der GELSENWASSER AG übertraf mit 92,1 Mio. € den Planwert um 2,2 Mio. €. Die Ergebnisverbesserung resultiert im Wesentlichen aus den höheren Ergebnissen aus dem Wasser- und Gasverkauf.

Die abgesetzten Wassermengen übertrafen mit 221,6 Mio. m3 den Planansatz um 6,4%. Das Plus ist hauptsächlich Folge des höheren Wasserbedarfs benachbarter Versorgungsunternehmen.

Die Planerwartung wurde beim Gasabsatz maßgeblich durch die verstärkten Gashandelsaktivitäten um 56,1 % überschritten.

Der budgetierte Stromabsatz wurde zum allergrößten Teil durch die neu geschaffene Zentrale Strombeschaffung um 294,3% übertroffen.

2.6.6 Erwartete Unternehmensentwicklung der GELSENWASSER AG

Für das Jahr 2017 wird für die GELSENWASSER AG ein Ergebnis nach Steuern von rund 88,3 Mio. € erwartet. Damit würde das Ergebnis des Berichtsjahres aus heutiger Sicht um rund 4,1 % unterschritten.

Die Wasserabgabe wird in 2017 voraussichtlich wegen fehlender Sondermengen eines benachbarten Versorgungsunternehmens sowie geringerer Bedarfe in den Industriebranchen Eisen- und Metallindustrie und Chemische Industrie moderat sinken.

Durch das rückläufige Handelsgeschäft und die Preiskonkurrenz auf dem Gasmarkt wird für die GELSENWASSER AG erwartet, dass die abgesetzten Mengen sich in 2017 gegenüber 2016 um rund 33% rückläufig entwickeln werden.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Stromabgabe der GELSENWASSER AG aufgrund der im Berichtsjahr geschaffenen Zentralen Strombeschaffung um 313 Mio. kWh, was sich auch in den Umsatzerlösen aus dem Stromverkauf widerspiegelte. Für die nächsten Jahre ist unverändert die Ausweitung des Kundenbestands geplant, um den Stromabsatz zu steigern.

Im Bereich der Unternehmensbeteiligungen sind in den kommenden Jahren Akquisitionen mit dem Ziel der Ausweitung und Absicherung der Kerngeschäftsfelder geplant, die aber erst in 2018 zu Beteiligungserträgen bei der GELSEN-WASSER AG führen werden. Insgesamt erwartet Gelsenwasser in 2017 merklich höhere Ergebnisbeiträge aus den Beteiligungen als im Berichtsjahr.

Ergebnisbelastend werden sich im nächsten Jahr die leicht steigenden Personalaufwendungen aufgrund höherer Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und das rückläufige Gasgeschäft auswirken.

2.6.7 Risiko- und Chancenbericht der GELSENWASSER AG

Da das Geschäft der GELSENWASSER AG maßgeblich den Konzern beeinflusst und dementsprechend die Risiken und Chancen des Gelsenwasser-Konzerns zum großen Teil identisch mit den Risiken und Chancen der GELSENWASSER AG sind, verweisen wir auf Kapitel 3.2.

2.6.8 Erklärung zur Unternehmensführung

Der Vorstand berichtet — zugleich auch für den Aufsichtsrat — gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) über die Corporate Governance des Unternehmens und gibt die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB in Verbindung mit § 315 Abs. 5 HGB ab.

2.6.8.1 Bericht zu Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Bericht zu Corporate Governance

Die GELSENWASSER AG ist den Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung verpflichtet, die auch die Handlungsmaximen der Leitungs- und Kontrollgremien darstellen. Aus diesem Grund setzt die GELSEN-WASSER AG insbesondere die Empfehlungen und zahlreiche Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex konsequent um. Kodexanpassungen werden zeitnah aufgegriffen und umgesetzt. Themen der Corporate Governance stehen regelmäßig auf der Agenda von Vorstand und Aufsichtsrat.

Können einzelne Empfehlungen des Kodex durch die GELSENWASSER AG aufgrund struktureller Besonderheiten nicht umgesetzt werden, wird dies in der Entsprechenserklärung offengelegt und begründet. Der Wortlaut der aktuellen Erklärung nach § 161 AktG vom 23. November 2016 kann im Internet unter www.gelsenwasser.de/unternehmen/investoren/corporate-governance/ abgerufen werden.

2.6.8.2 Vorstand und Aufsichtsrat

Entsprechend den Vorgaben des Aktiengesetzes verfügt die GELSENWASSER AG als börsennotierte Aktiengesellschaft über eine zweigliedrige Führungsstruktur bestehend aus Vorstand (Leitung des Unternehmens) und Aufsichtsrat (Überwachung). Durch eine strenge Trennung der operativen Entscheidungen und der Aufsicht können beide Gremien ihren unterschiedlichen Aufgaben unabhängig voneinander nachkommen.

Im Folgenden werden die grundsätzliche Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat dargestellt. Hinsichtlich der konkreten personellen Besetzung beider Gremien und der Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB wird auf den Anhang zum Jahres- und zum Konzernabschluss verwiesen.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der GELSENWASSER AG besteht aus zwei Mitgliedern, die ihre Beschlüsse einstimmig fassen. Entscheidungen des Vorstands werden in der Regel durch Beschluss im Rahmen gemeinschaftlicher Arbeitssitzungen getroffen. Jedes Vorstandsmitglied leitet seinen ihm laut Geschäftsverteilungsplan zugewiesenen Aufgabenbereich. Der Vorstandsvorsitzende Herr Henning R. Deters leitet das kaufmännische und Herr Dr.-Ing. Dirk Waider das technische Ressort.

Frauenanteil im Vorstand

Der Aufsichtsrat hat für die Besetzung des Vorstands nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst („Gesetz zur Geschlechterquote") (Artikel 3 Nr. 6) i.V. m. § 111 Abs. 5 Satz 2 AktG festgelegt, dass innerhalb des erstmaligen Umsetzungszeitraums bis zum 30. Juni 2017 keine Frau dem Vorstand der GELSEN-WASSER AG angehören muss (Zielgröße Null). Bei anstehenden Neubestellungen wird der Aufsichtsrat bei Vorliegen gleicher Qualifikationen Frauen bevorzugt berücksichtigen, bis die Parität erreicht ist.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der GELSENWASSER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Acht Mitglieder werden von der Hauptversammlung und vier Mitglieder von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes gewählt. Die Wahl erfolgt grundsätzlich jeweils für fünf Jahre. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte den Vorsitzenden und zwei Stellvertreter gewählt. Bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die für ihre Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung geachtet. Des Weiteren berücksichtigt der Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang die nachfolgend geschilderten Zielsetzungen.

Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung Der Aufsichtsrat hat sich in den Sitzungen am 23. März 2011, am 21. November 2012 und am 16. September 2015 in Ergänzung zu den Regelungen in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Situation auf folgende Ziele für seine Zusammensetzung verständigt:

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dabei sollen sich die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats untereinander so ergänzen, dass für die Aufsichtsratsarbeit als solche und jeden wesentlichen Unternehmensbereich zu jeder Zeit hinreichend spezielle fachliche Expertise vorhanden ist, um die professionelle und effiziente Überwachung und beratende Begleitung des Vorstands dauerhaft zu gewährleisten.

Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG unabhängig ist und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt.

Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein weiteres Mitglied angehören, das im Sinne von Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK unabhängig ist, d. h. in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenkonflikt begründet. Dabei sind nach Auffassung des Aufsichtsrats Vertreter der Großaktionäre und der Arbeitnehmer nicht per se als abhängig zu betrachten. Maßgeblich sind die Umstände des Einzelfalls.

Dem Aufsichtsrat soll kein Mitglied angehören, das eine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft oder des Konzerns ausübt.

Dem Aufsichtsrat soll in der Regel nicht mehr als ein ehemaliges Mitglied des Vorstands angehören. In jedem Fall sollen dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören. Zwischen dem Ausscheiden aus dem Vorstand und dem Beginn der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat soll eine Karenzzeit von mindestens zwei Jahren eingehalten werden.

Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das im Hinblick auf die internationalen Aktivitäten von Gelsenwasser in besonderem Maße qualifiziert ist (etwa durch eine ausländische Staatsbürgerschaft oder relevante Auslandserfahrung).

Dem Aufsichtsrat sollen mindestens zwei weibliche Mitglieder angehören, davon mindestens eine Anteilseignervertreterin. Diese Zielgröße des Frauenanteils von zwei Mitgliedern ist bis zum 30. Juni 2017 anzustreben.

Zur Wahl in das Aufsichtsratsamt sollen in der Regel nur Kandidaten vorgeschlagen werden, die im Zeitpunkt ihrer Wahl nicht älter als 70 Jahre sind.

Bei der Vorbereitung und Verabschiedung von Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll sich der Aufsichtsrat jeweils vom besten Unternehmensinteresse leiten lassen.

Der Aufsichtsrat soll sich für seine Vorschläge zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung bei dem jeweiligen Kandidaten vergewissern, dass er den zu erwartenden Zeitaufwand aufbringen kann (Ziffer 5.4.1 Abs. 4 DCGK).

Im Bericht des Aufsichtsrats soll vermerkt werden, falls ein Mitglied des Aufsichtsrats in einem Geschäftsjahr nur an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen es angehört, oder weniger teilgenommen hat (Ziffer 5.4.7 DCGK).

Der Aufsichtsrat überprüft diese Ziele regelmäßig.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat steht in ständigem Kontakt mit dem Vorstand, den er bei der Führung des Unternehmens regelmäßig berät und dessen Geschäftsführung er überwacht. In regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen werden anhand der Berichte des Vorstands alle Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sowie wesentliche Angelegenheiten, die die Entwicklung der Gesellschaft betreffen, gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt. Der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen insbesondere der Erwerb, die Veräußerung und die Belastung von Grundstücken, die Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten und die Übernahme von Bürgschaften, soweit die jeweils geltenden Schwellenwerte überschritten sind. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in mündlichen und schriftlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen zur Unternehmensplanung, zur strategischen Ausrichtung und Entwicklung, zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens einschließlich der Risiken, des Risikomanagements und der Compliance. Darüber hinaus wird der Aufsichtsratsvorsitzende auch zwischen den Sitzungen vom Vorstand über alle sonstigen wichtigen Geschäftsvorfälle unverzüglich informiert.

Der Aufsichtsrat ist in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Die Erforderlichkeit seiner Zustimmung wird in jedem Einzelfall geprüft. Soweit sie gegeben ist, wird sie strikt beachtet. Der Aufsichtsrat hält mindestens vier Sitzungen im Kalenderjahr ab. Im Jahr 2016 hat der Aufsichtsrat viermal getagt.

Hinsichtlich der einzelnen Vorkommnisse im Geschäftsjahr 2016 wird auf den Bericht des Aufsichtsrats verwiesen.

2.6.8.3 Unternehmensführungspraxis

Vorstand und Aufsichtsrat gewährleisten durch eine langfristig ausgerichtete Unternehmensführung den Fortbestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung. Aus diesem Grund pflegt die GELSENWASSER AG einen verantwortungsbewussten Umgang mit geschäftlichen Risiken und hält alle Vorgaben ein, die sich aus dem Gesetz oder dem Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der Entsprechenserklärung ergeben und zugleich Voraussetzung für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführungspraxis sind.

Risiko- und Wertemanagement

Die unternehmensspezifischen Berichts- und Kontrollsysteme werden kontinuierlich weiterentwickelt und veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Das Unternehmen hat sich eine Risikomanagement- und eine Wertemanagement-Richtlinie gegeben. Auf dieser Basis finden jährlich jeweils vier Sitzungen der beiden Gremien statt.

Weitergehende Anforderungen an die Unternehmensführungspraxis sind aufgrund der strukturellen Besonderheiten und geschäftlichen Ausrichtung der GELSENWASSER AG gegenwärtig nicht zu stellen. Sollte aufgrund zukünftiger Entwicklungen die Implementierung weiterer Unternehmensführungsinstrumente erforderlich werden, wird die GELSENWASSER AG diese umgehend erarbeiten und umsetzen.

Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands

Das „Gesetz zur Geschlechterquote" verpflichtet den Vorstand börsennotierter Gesellschaften, für den Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen und Umsetzungsfristen für deren Erreichung festzulegen.

Der Vorstand hat bis zum 30. Juni 2017 für die Besetzung der 1. Führungsebene eine Zielgröße in Höhe von 16 bis 25% festgelegt. Für die 2. Führungsebene hat der Vorstand eine Quote von 9 bis 10% festgelegt.

Langfristiges Ziel über den 30. Juni 2017 hinaus ist die Erhöhung des Frauenanteils in der 1. und 2. Führungsebene unterhalb des Vorstands in Richtung des aktuellen Frauenanteils bei den Mitarbeitern mit Führungspotenzial (23,6%).

2.6.8.4 Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder ein Präsidium, einen Nominierungsausschuss und einen Prüfungsausschuss eingerichtet. Die drei Ausschüsse unterstützen die Arbeit des Aufsichtsrats, indem sie die Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vorbereiten bzw. — im Falle des Präsidiums — im Rahmen des nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zulässigen anstelle des Aufsichtsrats beschließen. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten dem Plenum regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse.

Zusammensetzung der Ausschüsse

Der jeweilige Ausschuss setzt sich nach den Vorgaben der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zusammen.

Präsidium

Das Präsidium besteht aus drei Mitgliedern. Ihm gehören de Aufsichtsratsvorsitzende als Vorsitzender des Ausschusses und seine Stellvertreter an. Das Präsidium besteht gegenwärtig aus

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum (Vorsitzender),

Guntram Pehlke, Vorsitzender des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG, und

Rainer Althans, freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der GELSENWASSER AG.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss gehören vier vom Aufsichtsrat zu wählende Aufsichtsratsmitglieder an. Mindestens ein unabhängiges Mitglied muss über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Vorsitzende soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll nicht gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft sein. Diese Erfordernisse werden durch die Zusammensetzung des Ausschusses, gegenwärtig bestehend aus

Guntram Pehlke, Vorsitzender des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG (Vorsitzender),

Christiane Hölz, Landesgeschäftsführerin NRW der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (Düsseldorf),

Stefan Kurpanek, Kaufmännischer Angestellter der GELSENWASSER AG, und

Frank Thiel, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Holding GmbH,

erfüllt.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Er wird ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Der Ausschuss besteht gegenwärtig aus

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum (Vorsitzender),

Guntram Pehlke, Vorsitzender des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG, und

Frank Thiel, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Holding GmbH.

Arbeitsweise der Ausschüsse

Die Ausschüsse treten grundsätzlich nach Bedarf zusammen. Im Jahr 2016 tagten das Präsidium dreimal und der Prüfungsausschuss zweimal. Der Nominierungsausschuss ist einmal zusammengetreten.

Präsidium

Wesentliche Aufgabe des Präsidiums ist die Vorbereitung der Sitzungen des Aufsichtsrats. Darüber hinaus obliegt dem Präsidium die Vorbereitung bestimmter Geschäfte und Maßnahmen zur Beschlussfassung im Aufsichtsrat. Hierzu zählt insbesondere die Vorbereitung der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Bestellung von Vorstandsmitgliedern.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss nimmt insbesondere eine Vorprüfung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses der GELSENWASSER AG sowie des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts vor und unterbreitet dem Aufsichtsrat seine Empfehlungen. Die Vorlagen der Abschlüsse, der Lageberichte sowie die Prüfungsberichte werden vom Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers und abschließend vom Aufsichtsrat wiederum zusammen mit dem Abschlussprüfer ausführlich besprochen. Zudem erörtert der Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung den Halbjahresfinanzbericht mit dem Vorstand. Darüber hinaus überprüft er die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Zu diesem Zweck holt der Prüfungsausschuss vom vorgesehenen Abschlussprüfer eine Unabhängigkeitserklärung ein und vereinbart mit diesem, dass der Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss-oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung zu unterrichten ist.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist beauftragt und ermächtigt, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen.

3 PROGNOSE-, CHANCEN- und RISIKOBERICHT

3.1 Prognosebericht

3.1.1 Erweiterte Rahmenbedingungen

3.1.1.1 Wasser

Der Einfluss der europäischen Politik auf den Trink- und Abwasserbereich ist bereits heute deutlich höher als in anderen Sektoren. Viele der nationalen Rahmenbedingungen basieren auf europäischen Richtlinien, deren Umsetzungsspielräume zunehmend begrenzt sind. Die Zahl der relevanten Themen aus dieser Sphäre wird daher vermutlich weiter steigen.

Freihandelsabkommen:

Struktur und Qualität der Wasserversorgung

Die Freihandelsabkommen CETA, TTIP oder TiSA betreffen tiefgreifende Fragen für die Struktur und Qualität der deutschen Wasserwirtschaft. Die Inhalte und Verhandlungsstände der Vertragswerke sind in ihren potenziellen Auswirkungen schwierig zu bewerten. Aus den Regelungen des vorbehaltlich beschlossenen Freihandelsabkommens CETA, das allgemein als Blaupause für das TTIP-Abkommen gilt, lässt sich aber erkennen, dass die Vergabepraxis der Kommunen zu Wasserkonzessionen in Rede steht.

Die Entscheidungsfreiheit der Kommunen bei der Organisation ihrer Wasserversorgung ist aber nicht verhandelbar. Gelsenwasser wird die Entwicklungen mit den Verbänden darüber hinaus auch dahingehend begleiten, dass ein sogenanntes „race to the bottom", d.h. ein Absinken der Standards auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, beispielsweise bei Zulassungen von Chemikalien oder Pestiziden und anderen Belastungen der Wasserressourcen, nicht stattfindet. Die ebenfalls diskutierte Angleichung von technischen Standards birgt daneben das Risiko, dass die hohen deutschen Standards der technischen Regelsetzer nicht mehr zum Kriterium für die Auftragsvergabe gewählt werden können. Als Folge des Wahlausgangs in den USA scheint ein Abschluss von TTIP und TiSA in absehbarer Zeit fraglich.

Klärschlammverordnung und Phosphor

Die Bundesregierung hält weiter an ihrem Ziel fest, die bodenbezogene Verwertung von Klärschlämmen zu beenden und die Rückgewinnung des Rohstoffs Phosphor aus Klärschlamm in der Klärschlammverordnung festzuschreiben. Die in diesem Sinne mit Übergangszeiträumen von zwölf Jahren auf Bundesebene erarbeitete Novellierung liegt aktuell bei der EU-Kommission zur Notifizierung vor und muss noch von Bundestag und Bundesrat bestätigt werden. Gelsenwasser entwickelt u. a. in Abstimmung mit den Standorten in Bitterfeld, Bremen und Dresden eine Klärschlammstrategie, die potenziell auch für weitere Partner interessant werden könnte.

Das zunächst geplante grundsätzliche Nutzungsverbot der Düngemittelverordnung zu synthetischen Polymeren, die als Flockungsmittel in Kläranlagen verwendet werden, findet für 2017 voraussichtlich noch keine Anwendung. Derzeit stehen weder alternative Polymere zur Verfügung, die den technischen und wirtschaftlichen Ansprüchen genügen, noch sind die benötigten Verbrennungskapazitäten von einem Drittel der Klärschlämme in Deutschland flächendeckend vorhanden. Hinsichtlich der Verbrennungskapazitäten ist auch ab 1. Januar 2018 noch keine Lösung zu erwarten. Der wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für Düngungsfragen hat eine Verlängerung der Frist für die Anwendung von synthetischen Polymeren bis 2025 mit einer Mengenbegrenzung empfohlen. Bis 31. Dezember 2018 sollen zunächst weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entscheidungsfindung beitragen. Die politischen Gespräche dauern an.

Gelsenwasser hält eine Verlängerung der Übergangszeiträume der Nutzung synthetischer Polymere sowie die zielgerichtete Förderung der Forschung bei der Phosphorrückgewinnung für zweckdienlich. Für einen Erkenntnisbeitrag beteiligt sich Gelsenwasser an einem Forschungsprojekt zur Phosphorrückgewinnung.

3.1.1.2 Energie

Gas- und Wärmemarkt

Der Klimaschutzplan 2050 kehrt die bisherige Marktlogik um, indem Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien künftig als Marktstandard definiert werden und die fossile Energieerzeugung restriktiv eingeordnet wird. Dekarbonisierung, d. h. die weitgehende Vermeidung des Einsatzes von fossilen Brennstoffen, gilt dabei als Grundlage der energiepolitischen Modernisierungsstrategie. Grundsätzlich betont der Klimaschutzplan jedoch auch die Technologieneutralität und Innovationsoffenheit in der CO2-Vermeidung, sodass intensiv dafür geworben werden muss, dass der Energieträger Erdgas auch weiterhin seine Vorteile hinsichtlich CO2-Vermeidung und Kosteneffizienz ausspielen kann.

Ausschreibungen für erneuerbare Energien

Im Geschäftsfeld Onshore Wind und bei der Photovoltaik werden die Vergütungssätze größerer Anlagen zukünftig über marktlich organisierte Ausschreibungen ermittelt. Neben administrativen Aufwendungen oder Vorlaufkosten aus Planungen bestehen die Herausforderungen insbesondere darin, jenen Preis- und Mengenkorridor zu treffen, der zum Zuschlag im Rahmen einer Ausschreibung führen wird. Die Erfahrungen aus den Pilot-Ausschreibungsverfahren zur Freiflächen-Photovoltaik bieten allenfalls erste Anhaltspunkte zur Bewertung der Verfahrenseffizienz, zum Bieterverhalten und zur Umsetzung.

Reform der Netzentgelte

Um regionale Unterschiede bei Netzentgelten zu verringern und eine faire Lastenverteilung zu ermöglichen, hat das BMWi Ende 2016 einen Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur vorgelegt. Darin enthalten sind Vorschläge zur Einführung bundesweit einheitlicher Übertragungsnetzentgelte sowie die schon länger diskutierte Abschaffung der vermiedenen Netzentgelte.

Nutzung vorhandener Infrastruktur für den Breitbandausbau (DigiNetzG)

Das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) ist am 10. November 2016 in Kraft getreten. Es ermöglicht die Mitnutzung von vorhandener Infrastruktur im Sinne der Kostensenkung, ohne jedoch Haftungsfragen, technische Bedenken oder genaue Regelungen zur Kostenverteilung präzise zu klären. Eine Ausnahmeregelung für die Mitnutzung wurde nur bei der Trinkwasserversorgung erreicht. Ganz praktisch gilt es hierbei, das berechtigte Ziel der deutlichen Leistungsverbesserung digitaler Infrastrukturen nicht zu Lasten bestehender Infrastrukturen im Gas-, Fernwärme oder Abwasserbereich zu gestalten.

3.1.2 Erwartete Unternehmensentwicklung im Konzern

Für das Jahr 2017 wird für den Gelsenwasser-Konzern ein EBIT deutlich unterhalb des aktuellen Ergebnisses erwartet. Das EBIT 2016 wird voraussichtlich um rund 25% unterschritten.

Der Wasserverkauf des Gelsenwasser-Konzerns wird in 2017 voraussichtlich aufgrund einer geringeren Abgabe an benachbarte Versorgungsunternehmen und an die Industriebranchen Eisen- und Metall- sowie Chemische Industrie um rund 11 % sinken. Das EBIT des Segments Wasser wird sich gegenüber dem Berichtsjahr u.a. aufgrund des erwarteten Absatzrückgangs deutlich verschlechtern.

Durch die unverändert starke Wettbewerbsintensität und Preiskonkurrenz auf dem Gasmarkt geht Gelsenwasser davon aus, dass die abgesetzten Mengen sich in 2017 gegenüber 2016 rückläufig entwickeln werden. Im Strombereich erzielte Gelsenwasser gegenüber dem Vorjahr einen spürbaren Anstieg hinsichtlich der Anzahl der Tarifkunden. Beim Stromabsatz konnte aufgrund der Mengenzuwächse durch die neu geschaffene Zentrale Strombeschaffung ein deutlicher Mehrabsatz erzielt werden. Dennoch verminderte sich preisbedingt das Ergebnis aus dem Stromverkauf. Gelsenwasser wird auch in den nächsten Jahren versuchen, durch Ausweitung des Kundenbestands den Stromabsatz zu steigern. Im Segment Energie wird ein moderater Rückgang des EBIT im Vergleich zum Berichtsjahr erwartet, da im Berichtsjahr u. a. periodenfremde Effekte das Segmentergebnis verbesserten.

Im Bereich der Unternehmensbeteiligungen sind in den kommenden Jahren unverändert Akquisitionen mit dem Ziel der Ausweitung und Absicherung der Kerngeschäftsfelder geplant. In diesem Bereich erwartet Gelsenwasser in 2017 geringere Ergebnisbeiträge als im Berichtsjahr. Ursachen sind u.a. die Auswirkungen des zunehmenden Regulierungsdrucks sowie weiter zunehmender Wettbewerb im Energiesektor.

Für 2017 wird für den Gelsenwasser-Konzern ein ROCE erwartet, der voraussichtlich rund 2,9%-Punkte unterhalb des aktuellen ROCE liegen wird.

3.1.3 Investitionen

Für den Gelsenwasser-Konzern ist im Planungszeitraum bis 2021 ein Investitionsvolumen von 316 Mio. € vorgesehen, davon entfallen 212 Mio. € auf Sachinvestitionen und 104 Mio. € auf Finanzinvestitionen. Schwerpunkte sind mit rund 93 Mio. € die Erweiterung und Erneuerung des Wasser- und Gasrohrnetzes und mit rund 73 Mio. € die Ertüchtigung und der Ausbau der Wasserwerke einschließlich des Verbundsystems. Für das Jahr 2017 sind Investitionen in Höhe von 72,0 Mio. € geplant, davon entfallen 52,0 Mio. € auf Sachanlageinvestitionen und 20,0 Mio. € auf Finanzanlagen.

3.1.4 Zukunftsbezogene Aussagen

Die im Prognosebericht getätigten Aussagen zur zukünftigen Entwicklung beruhen auf Annahmen und Einschätzungen, die Gelsenwasser aus Informationen zum Zeitpunkt der Berichterstellung zur Verfügung standen. Diese Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen, daher können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für diese Angaben kann deshalb nicht übernommen werden.

3.2 Risiko- und Chancenbericht

3.2.1 Risikomanagementsystem

3.2.1.1 Allgemein

Die Geschäftsaktivitäten von Gelsenwasser sind, wie jedes unternehmerische Handeln, mit einer Vielzahl unterschiedlichster Chancen und Risiken verbunden. Neben Regulierungsrisiken, finanzwirtschaftlichen und gesetzlichen Risiken, muss sich Gelsenwasser auch Preis- und Mengenrisiken stellen und gleichzeitig die sich ergebenden Chancen z. B. im operativen Geschäft nutzen. Die Aufgabe des Risikomanagements ist es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und systematisch zu erfassen, zu bewerten sowie Maßnahmen zu ihrer Steuerung zwecks Vermeidung bzw. Minimierung zu ergreifen. Vor diesem Hintergrund ist der bewusste Umgang mit Risiken und abgeleiteten Maßnahmen ein wichtiges Steuerungsinstrument für Vorstand und Entscheidungsträger. Hierbei liegt der Fokus nicht ausschließlich auf der Identifikation von Risiken, sondern vielmehr auch auf dem Erkennen von Chancen und den daraus abzuleitenden Entwicklungspotenzialen.

Insbesondere im Hinblick auf die komplexen und volatilen Rahmenbedingungen ist zur Gewährleistung des langfristigen Unternehmenserfolgs ein nachhaltiges Risikomanagementsystem von großer Bedeutung. Der Wandel der Energiewirtschaft führt zu steigender Komplexität und somit zu größeren unternehmerischen Risiken. Eine zunehmende Wettbewerbsintensität lässt sich auch auf den wichtigsten Vertriebsmärkten erkennen. Politische Planungsunsicherheiten, insbesondere im Rahmen regulatorischer Anforderungen, runden die Herausforderungen an ein funktionsfähiges und strategisches Risikomanagement ab. Gelsenwasser begegnet diesen Herausforderungen insbesondere mit einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Systems.

Verbindliche Rahmenbedingungen und Vorgaben für das Risikomanagementsystem werden durch eine konzernweit gültige Risikorichtlinie festgelegt. Die Richtlinie beinhaltet Grundsätze, Zuständigkeiten sowie Bewertungs- und Berichtsprozesse und stellt einen klar definierten Prozessablauf sicher. Sie wird kontinuierlich aktualisiert und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Gleichzeitig stellt die Konzernrichtlinie die Basis für den dezentralen Risikoregelkreislauf in den Fachabteilungen dar.

Im Vier-Augen-Prinzip bewerten und melden Risikobeauftragte und Risikoverantwortliche die in ihrem Verantwortungsbereich identifizierten Risiken und Chancen sowie geeignete Sicherungsmaßnahmen. Die breite Streuung der Risikobeauftragten innerhalb der Organisation gewährleistet, dass alle Risiken erkannt und bewertet werden und das Risikomanagement in die Geschäftsprozesse des Gelsenwasser-Konzerns und die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden einfließt. Die regelmäßige Schulung aller Beteiligten stellt zudem sicher, dass bei Gelsenwasser ein einheitliches Risikoverständnis etabliert ist und der Risikoregelkreislauf konzernweit gleichartig durchgeführt wird.

Gelsenwasser sieht die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für das Thema Risikomanagement als einen entscheidenden Erfolgsfaktor für eine gelebte Risikokultur und einen funktionierenden Risikoprozess.

Die Plausibilitätsprüfung und Auswertung der im Risikomanagementsystem dezentral bereitgestellten Informationen zur Risiko- und Chancenlage erfolgt durch die Funktionseinheit „Risikomanagement", die als Stabsstelle dem Vorstand unterstellt ist. Neben der fortlaufenden Analyse der aktuellen Risikolage stellt der Funktionsbereich auch die Berichterstattung zu den vier Berichtszeitpunkten im Jahr sicher.

Das interdisziplinäre Risikomanagement-Gremium tagt jeweils zu den vier Berichtsstichtagen im Jahr und setzt sich aus Bereichsleitern sowie Vertretern der internen Revision und des Risikomanagements zusammen. Das Gremium bewertet die Gesamtrisikosituation des Gelsenwasser-Konzerns, regelt den Umgang mit Interdependenzen zwischen den identifizierten Risiken und sichert den ganzheitlichen und bereichsübergreifenden Blick auf das Risikomanagement. Die Ergebnisse der Sitzungen fließen in die Gesamtauswertung der Risikolage durch die Funktionseinheit Risikomanagement ein und werden dem Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Außerhalb der vier Berichtstermine werden wesentliche Risikoveränderungen über eine standardisierte Ad-hoc-Risikomitteilung an die Funktionseinheit Risikomanagement gemeldet. Das Risikomanagement koordiniert die Information an den Vorstand und nachgelagerte Gremien. Ebenso wird die Veröffentlichungsverpflichtung nach § 15 Abs. 1 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) geprüft und eine diesbezügliche Empfehlung an den Vorstand ausgesprochen.

Die interne Revision der GELSENWASSER AG prüft mindestens einmal pro Jahr die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Zudem begutachtet der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen nach § 91 Abs. 2 AktG.

Der Risiko- und Chancen-Konsolidierungskreis weicht vom Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses ab. Er beinhaltet neben der GELSENWASSER AG die Konzerngesellschaften Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH, NGW GmbH, WESTFALICA GmbH und GELSENWASSER Energienetze GmbH. Die übrigen im Konzernabschluss konsolidierten Unternehmen GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, GELSENWASSER Dresden GmbH, GELSENWASSER Magdeburg GmbH und Wasserwerke Westfalen GmbH werden im Risiko- und Chancen-Konsolidierungskreis nicht direkt betrachtet, da sie kein operatives Geschäft beinhalten, sondern lediglich Beteiligungen halten oder ein eigenständiges Risikoberichtssystem anwenden.

Die Berichterstattung erfolgt viermal jährlich, jeweils für den Zeitraum der kommenden 24 Monate bezogen auf den Berichtsstichtag, und bezieht sich auf die aktuelle Mittelfristplanung. Zu jedem Berichtsstichtag ändert sich der Betrachtungszeitraum rollierend. Die im Risikomanagementsystem erfassten und bewerteten Risiken werden im Jahresabschluss berücksichtigt, sofern sie entsprechend konkret sind und anzuwendende Bilanzierungsregelungen dies vorschreiben.

3.2.1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch eine stabile konjunkturelle Entwicklung in Deutschland geprägt. Die anhaltende positive Entwicklung wurde hierbei insbesondere durch die privaten Konsumausgaben getragen. Für den Euroraum hingegen zeichnete sich ein uneinheitliches Bild ab. Insbesondere die hohe Verschuldung und wirtschaftliche Schwäche waren prägend für südeuropäische Staaten.

Die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) führte dazu, dass die Kreditvergabe für die Realwirtschaft bei weiterhin günstigen Konditionen gewährleistet wurde. Geldpolitisch wirkte sich die quantitative Lockerung der Europäischen Zentralbank signifikant auf die Finanzmärkte aus. Dies trug zu historisch niedrigen Zinssätzen und positiven Erwartungen hinsichtlich günstigerer Kreditbedingungen bei.

Für Gelsenwasser ist die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Binnenwirtschaft, wie für alle Energieversorgungsunternehmen, von großer Bedeutung. Während der Absatz von Strom, Gas und Wasser an private Haushalte maßgeblich von der Witterung abhängig ist, reagieren Industrie- und Gewerbekunden sehr sensibel auf konjunkturelle Schwankungen.

Die mittelfristige konjunkturelle Entwicklung beurteilt Gelsenwasser weiterhin verhalten optimistisch. Insbesondere die ansteigenden Inflationsraten könnten in den kommenden Monaten zu steigenden Zinsen und zu einer Trendwende in der Zinsentwicklung führen. Inwieweit sich diese mögliche Entwicklung auf die konjunkturelle Lage in Deutschland auswirkt, kann aktuell nur vermutet werden. Insbesondere die ungelösten Probleme in vielen südeuropäischen Ländern können hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die deutsche Wirtschaft erhebliche negative Auswirkungen haben und wirtschaftliches Wachstum schwächen.

3.2.1.3 Gasgeschäft

Der europäische Gasmarkt sah sich in den letzten Jahren durch die Entwicklungen der Märkte bei Angebot und Nachfrage großen Veränderungen ausgesetzt, die für Gelsenwasser zu erhöhtem Wettbewerbsdruck mit den damit verbundenen unternehmerischen Risiken geführt haben. Hinzu kommen regulatorische Eingriffe des Gesetzgebers, die hohe Flexibilität von allen Prozessen und handelnden Personen verlangen. Für das Risikomanagement bedeuten diese Veränderungen eine große Herausforderung. Für Gelsenwasser bedeuten sie die Notwendigkeit, die Portfolio- und Risikomanagementkompetenzen fortlaufend auszubauen.

Gelsenwasser steuert das Risikomanagement aller Energie-Risiken durch ein in sich geschlossenes System verschiedener Bausteine. Eine eigene Risikorichtlinie, in der neben den Gas-Geschäftsprozessen auch die Anforderungen an Handelspartner und die Funktionsweise der verschiedenen Handelslimits abgebildet sind, bildet das Grundgerüst. Die an dieser Stelle fixierten Limits stellen sicher, dass sich sämtliche Aktivitäten im Geschäftsfeld Gas immer nur im Rahmen eines vorgegebenen Korridors bewegen. Das Risikocontrolling überwacht die Einhaltung sämtlicher Limits tagesaktuell. Ebenso führt es vertiefende Analysen der Handelsaktivitäten durch und berichtet diese Ergebnisse an das Risikokomitee. Die fortlaufende Kontrolle der Handelspartner anhand der in der Richtlinie hinterlegten Anforderungen ist ebenfalls eine Kernaufgabe dieses Organisationsbereichs.

Das Risikokomitee, dem die Verantwortlichen der Unternehmensbereiche Finanzen und Vertrieb sowie benannte Personen aus der Gasbeschaffung, dem Gashandel, dem Risikocontrolling und dem Rechtsbereich angehören, tagt einmal im Monat. Das Gremium ist verantwortlich für die Überwachung der Handelsaktivitäten im Gasbereich und die Weiterentwicklung der Risikosysteme. Es diskutiert die aktuellen Analysen, bewertet risikorelevante Fragestellungen und erteilt die Freigaben für Handelspartner und handelnde Personen. Zudem obliegt es dem Risikokomitee, im Bedarfsfall die Limits der Risikorichtlinie entsprechend anzupassen und die Risikorichtlinie zu ändern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Risikokomitee elf turnusmäßige Sitzungen abgehalten. Im Fall termingebundener Entscheidungen, z. B. bei der Zulassung neuer Handelspartner oder der Genehmigung neuer Bezugsverträge, wurde die Zustimmung des Gremiums zudem über protokollierte Umlaufbeschlüsse herbeigeführt. Das Risikocontrolling bringt in solchen Fällen immer eine entsprechende Risikokalkulation ein und spricht eine diesbezügliche Empfehlung aus.

Die Entscheidungen und Handlungsempfehlungen des Risikokomitees werden dem Vorstand der GELSENWASSER AG und der Funktionseinheit Risikomanagement zur Kenntnis gebracht.

3.2.1.4 Stromgeschäft

Durch die Aufnahme der Strombeschaffungs- und Stromhandelsaktivitäten sind weitere organisatorische Anpassungen im Unternehmen umgesetzt worden. Insbesondere der Aufbau eines eigenständigen Risiko- und Beschaffungscontrollings für den Bereich Strom steht hierbei im Fokus der Aktivitäten. Ebenso werden aktuell die bestehenden Richtlinien für den Energiehandel angepasst und um die neuen Stromaktivitäten ergänzt.

Analog zum Geschäftsbereich Gas werden in Zukunft auch die Stromaktivitäten durch ein Risikokomitee überwacht. Hierbei sollen die langjährigen Erfahrungen aus der Tätigkeit des Risikokomitees Gas in die Ausgestaltung von Limitierungen, Gremiumszusammensetzung und Gremiumsverantwortung einbezogen werden.

Im Geschäftsjahr 2016 hat Gelsenwasser die Aktivitäten der Energiebeschaffung im Bereich Strom erweitert und neu aufgestellt. Während die Beschaffungseinheit in der Vergangenheit ausschließlich über einen Vorlieferanten den Strombezug sichergestellt hat, wurde zu Beginn des Jahres ein eigener Strombeschaffungs- und Stromhandelsbereich aufgebaut. Gelsenwasser bieten sich hierdurch diverse Möglichkeiten, weitere Stufen der Wertschöpfungskette ins Geschäftsmodell zu integrieren.

Die neue Zentrale Strombeschaffung ist Teil der Handelsabteilung, die auch für die Gasbeschaffung und den Gashandel des Unternehmens verantwortlich ist.

3.2.2 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Das grundsätzliche Risiko der externen Finanzberichterstattung besteht darin, dass der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht nicht sachgerechte Informationen enthalten, die Einfluss auf Entscheidungen ihrer Adressaten haben könnten. Zur Begrenzung solcher Risiken besteht bei Gelsenwasser ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS), das darauf ausgelegt ist, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die hieraus gegebenenfalls entstehenden Fehler zu vermeiden.

Die Gesamtverantwortung für das zur Risikoabwicklung erforderliche interne Kontrollsystem liegt beim Vorstand der GELSENWASSER AG. Der Aufsichtsrat, hier insbesondere der Prüfungsausschuss, sowie die interne Revision der GELSENWASSER AG sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem des Konzerns eingebunden.

Die Ausgestaltung des prozessabhängigen rechnungslegungsbezogenen IKS ergibt sich aus der Organisation des Planungs- und Rechnungslegungsprozesses.

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Planungsprozesses erstellen die GELSENWASSER AG sowie alle Konzerngesellschaften Mittelfristplanungen bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Finanzplan. Diese umfassen das Budget für das Folgejahr sowie die Vorschau für die darauf folgenden vier Geschäftsjahre. Die Planungen der Tochterunternehmen werden im Rahmen von Gesellschafterversammlungen bzw. Aufsichtsratssitzungen genehmigt, wobei das Budget die verbindliche Zielvorgabe für die Geschäftsführungen darstellt. Alle genehmigten Mittelfristplanungen der konsolidierten Gesellschaften werden zusammen mit der Planung der GELSENWASSER AG unter Berücksichtigung von Konsolidierungsbuchungen zur Konzern-Mittelfristplanung aggregiert und dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat der GELSENWASSER AG zur Beratung und Genehmigung vorgelegt. Die genehmigten Budgets für die GELSENWASSER AG und den Gelsenwasser-Konzern gelten als verbindliche Zielvorgabe für den Vorstand.

Die organisatorischen Regelungen im Rechnungswesen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst werden. Für jeden Monat — mit Ausnahme der Monate Januar und November werden von der GELSENWASSER AG und den konsolidierten Tochterunternehmen Gewinn- und Verlustrechnungen erstellt und nach Durchführung der Konsolidierungsbuchungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verdichtet. Anschließend werden sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Konzern Abweichungsanalysen zu den Budgets erstellt. Der Vorstand erhält diese Analysen regelmäßig im Rahmen des internen Managementberichts. Der Prüfungsausschuss sowie der Aufsichtsrat der GELSEN-WASSER AG werden neben der regelmäßigen Berichterstattung zu den planmäßigen Sitzungen vierteljährlich durch schriftliche Vorlagen zum Geschäftsverlauf informiert. Der jeweils zum 30. Juni eines Jahres zu erstellende Halbjahresfinanzbericht wird vor Veröffentlichung mit dem Prüfungsausschuss erörtert.

Die GELSENWASSER AG sowie alle zum Berichtsstichtag vollkonsolidierten Tochterunternehmen verarbeiten sämtliche Geschäftsvorfälle der Finanz- und Anlagenbuchhaltung unter Verwendung der Standardsoftware SAP R/3. Die Lohn- und Gehaltsabrechnung erfolgt für die genannten Unternehmen mithilfe des EDV-Systems PAISY, das über eine Schnittstelle an das Finanzbuchhaltungssystem angebunden ist. Der Buchungsstoff der anteilig bilanzierten Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) wird monatlich auf Basis der Monatssalden in das SAP-System eingelesen, sodass alle für die Erstellung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung notwendigen Daten im SAP-System verfügbar sind. Für alle vollkonsolidierten Tochterunternehmen mit Ausnahme der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH erfolgen die laufende Buchführung sowie die Abschlusserstellung zentral durch Mitarbeiter des Rechnungswesens der GELSENWASSER AG auf der Basis von Dienstleistungsverträgen. Die Überwachung von Finanzinstrumenten, des Zahlungsverkehrs sowie der Geldanlagen und Geldaufnahmen im Rahmen des gruppenweiten Cash-Poolings erfolgt für diese Unternehmen ebenfalls zentral durch die GELSENWASSER AG. Gleiches gilt für den oben genannten Planungsprozess.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, gilt für sämtliche Konzernunternehmen eine einheitliche IFRS-Bilanzierungsrichtlinie, die regelmäßig an die sich ändernden Standards angepasst wird.

Die Dokumentation der für die Rechnungslegung nach HGB und IFRS relevanten Buchungsgrundlagen wird durch das Rechnungswesen der GELSENWASSER AG sichergestellt und prozessorientiert gesteuert.

Die richtige Erfassung und Aufbereitung von unternehmerischen Sachverhalten und deren Übernahme in das Rechnungslegungssystem wird durch regelmäßige Prüfungen der internen Revision überwacht. Die Prüfungen der internen Revision erfolgen konzernweit für alle konsolidierten Unternehmen. Die interne Revision ist organisatorisch und disziplinarisch dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt.

Darüber hinaus wird die Einhaltung der IFRS-Bilanzierungsrichtlinie auf Ebene des Gelsenwasser-Konzerns und auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften durch die Abschlussprüfungen der jeweiligen Wirtschaftsprüfer unterstützt. Die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der zur Abschlusserstellung eingesetzten Software wird durch den Konzernabschlussprüfer im Rahmen seiner jährlichen Prüfung bestätigt.

3.2.3 Finanzinstrumente

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bedient sich Gelsenwasser verschiedener Möglichkeiten, um vertragliche Verpflichtungen aus Bezugs- und Beschaffungsverträgen abzusichern und Risiken zu minimieren.

In der Vergangenheit wurden hierzu insbesondere derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Im Rahmen des Energiehandels schließt Gelsenwasser Kauf- und Verkaufsverträge über die physische Lieferung von Gas ab. Hierbei kommen insbesondere Standardhandelsgeschäfte, Fahrpläne sowie flexible Lieferverträge zum Einsatz.

Die Gasbeschaffungs- und Gasabsatzverträge der GELSENWASSER AG enthalten neben Festpreisen auch teilweise Gaspreisindizierungen (z.B. TTF, NCG). Aufgrund von Preisindizierungen sowie schwankenden Gasmarktpreisen (TTF, NCG, Gaspool) unterliegt das Portfolio einem Marktwertänderungsrisiko im Hinblick auf sich ändernde Gaspreise (Marktpreisrisiken und Ortsbasisrisiken). Zusammenfassend betrachtet haben die Verträge innerhalb des Portfolios überwiegend eine risikokompensierende Wirkung, da sie entweder dem gleichen oder einem ähnlichen Gaspreisrisiko (TTF, NCG, Gaspool) unterliegen. Darüber hinaus wurden in der Vergangenheit verbleibende offene Positionen teilweise über den Abschluss von Payer- bzw. Receiver-Gas-Swaps abgesichert. Dabei wird der Preisindex der derivativen Finanzinstrumente jeweils so gewählt, dass er mit dem Preisindex der Gasbeschaffungs- bzw. Gasabsatzverträge übereinstimmt und die derivativen Finanzinstrumente somit demselben Preisrisiko unterliegen.

Durch die Änderung der Absicherungsstrategie verwendet Gelsenwasser die derivativen Finanzinstrumente aktuell nicht mehr, um neue Risikopositionen abzusichern. Aus diesem Grund wurden im laufenden Geschäftsjahr keine neuen Gas-Swaps abgeschlossen. Die letzten noch aktiven Swaps liefen Ende 2016 aus. Die Risikopositionen werden seitdem durch physische Gegengeschäfte abgesichert.

Sowohl die derivativen Finanzinstrumente als auch die physischen Gastermingeschäfte werden nach IFRS zum Fair Value bilanziert. Somit erfolgt nach IFRS ein weitgehender Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über alle Gasverträge und Derivate hinweg (natura) hedge). Soweit offene Positionen bestehen, kann es zu Ergebniseffekten kommen.

Die Verwendung derivativer Finanzinstrumente im Rahmen der Gasbeschaffung erfolgte in der Vergangenheit ausschließlich zu Sicherungszwecken und ist über konzernweite Richtlinien in einen systematischen Risikomanagementprozess eingebunden. Das aktive Risikomanagement der GELSENWASSER AG identifiziert, analysiert und bewertet laufend verbleibende Risiken, empfiehlt risikopolitische Maßnahmen und berichtet an die Unternehmensführung. Ebenso werden die im Rahmen der aktuellen Geschäftsstrategie angewandten physischen Absicherungsgeschäfte fortlaufend auf ihre Wirksamkeit überprüft.

3.2.4 Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken

Erkannte Risiken werden grundsätzlich einheitlich entsprechend der Konzernrichtlinie bewertet. Deren Kategorisierung beruht auf der Risikomatrix der GELSENWASSER AG. Darin werden Risiken mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Nettoschadenshöhe erfasst und in folgende Kategorien eingeteilt:

Es bestehen keine Risiken der Risikokategorien „wesentlich" oder „existenzbedrohend".

Nachfolgend werden die wesentlichen quantitativen Risiken, die allesamt der mittleren Risikokategorie zugeordnet wurden, beschrieben.

Risiken im Wasserbereich — Risiken aufgrund politischer und rechtlicher Entwicklungen

Im rechtlichen Bereich können sich unternehmerische Risiken aus vertraglichen Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern, aus rechtspolitischen Entwicklungen, wie z.B. der Entscheidungspraxis der Gerichte oder den Aktivitäten des Bundeskartellamts unter geänderten kartellrechtlichen Rahmenbedingungen, ergeben. Aus diesem Grund bewertet Gelsenwasser seit einigen Jahren das Risiko einer möglichen Verpflichtung zur Senkung der Wasserpreise bei Haushaltskunden vor dem Hintergrund möglicher kartellrechtlicher Überprüfungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde diese Risikoposition fortlaufend neu bewertet und an die Gremien berichtet, da ein kartellrechtlicher Eingriff nach wie vor nicht ausgeschlossen werden kann.

Gelsenwasser beteiligt sich u.a. aktiv an einem betriebswirtschaftlichen Vergleich zwischen rund 100 Wasserversorgern in Nordrhein-Westfalen (Benchmarking Wasser NRW). Neben den NRW-Ministerien und den entsprechenden Fachverbänden, die als Träger des Projekts fungieren, ist auch die Landeskartellbehörde NRW in die Diskussion und inhaltliche Entwicklung des Benchmarks eingebunden. Die Ergebnisse des Projekts werden laufend veröffentlicht. Den Wasserpreisen von Gelsenwasser liegt seit einigen Jahren eine von einem Gutachter überprüfte Kostenkalkulation zugrunde, die von einer ständigen Schiedsstelle bestätigt wird.

Risiken im Energiebereich — Streitrisiken

Aus Gerichtsurteilen zum Thema Ungültigkeit von Gaspreisanpassungen bei Sondervertragskunden ergibt sich das Risiko einer möglichen Rückzahlung von Preiserhöhungen. Derartige Streitigkeiten sind grundsätzlich unvermeidlich, da auch Klauseln, die zunächst der anerkannten Rechtslage entsprechen, durch die Entwicklung der Rechtsprechung immer wieder überholt und infrage gestellt werden. Auf Basis der bereits erfolgten Risikokalkulation wurden daher entsprechende Rückstellungen gebildet und während der letzten Jahre gemäß der aktuellen juristischen Einschätzung kontinuierlich angepasst. Gelsenwasser steuert diesen Sachverhalt durch ständige Beobachtung der Rechtsprechung und Überprüfung der eigenen „Allgemeinen Geschäftsbedingungen" (AGBs) sowie durch eine konsequente Rechtsverteidigung im Streitfall. Das Risiko wird mit der Risikoklasse „gering" bewertet. Der Eintritt kann nicht ausgeschlossen werden.

Risiken im Netzbereich — Mengenabweichungen

Durch Veränderung des Abnahmeverhaltens der Kunden entstehen Mengenabweichungen bei der GELSENWASSER Energienetze GmbH, die über ausbleibende Netzentgelte das Ergebnis der Gesellschaft beeinflussen. In der Risikobetrachtung wird eine pauschale Mengenabweichung im Vergleich zum Normaljahr zugrunde gelegt.

Das Risiko quantifizieren wir mit einer geringen Schadens-höhe. Das Risiko wird mit der Risikoklasse „gering" bewertet. Der Eintritt kann nicht ausgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken - Risiken des Beteiligungsgeschäfts

Das Beteiligungsgeschäft von Gelsenwasser birgt Risiken, die im vergangenen Geschäftsjahr neu bewertet und deren Überwachung an die jeweiligen Veränderungen angepasst wurde. Es besteht das mögliche Risiko, dass Beteiligungserträge geringer oder gänzlich ausfallen und das Geschäftsergebnis belasten. Diesem Risiko wird mit einem aktiven Beteiligungsmanagement entgegengewirkt. Der zuständige Beteiligungsmanager stellt hier das Bindeglied zwischen den zwei Unternehmen dar und trägt somit insbesondere zum Informations- und Wissensaustausch bei. Der Fokus liegt auf einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Beteiligungen. Abweichungen von den vereinbarten Zielen oder Fehlentwicklungen können so schnell erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Im Rahmen der Beteiligungsaktivitäten besteht zudem das Risiko, dass sich die Werthaltigkeit eines Unternehmens negativ entwickelt. Gelsenwasser müsste in einem solchen Fall entsprechende Abwertungen vornehmen. Auch an dieser Stelle wird versucht, das Risiko im Rahmen des Beteiligungsmanagements einzuschränken, und es werden bereits bei der Auswahl möglicher neuer Anteilskäufe hohe Anforderungen zugrunde gelegt. Das Risiko wird mit der Risikoklasse „gering" bewertet. Der Eintritt kann nicht ausgeschlossen werden.

Risiken im Energiebereich - Risikokapital für Gashandelsgeschäfte

Durch den Handel mit Erdgas ist Gelsenwasser erheblichen Preisrisiken ausgesetzt, die durch das Auseinanderfallen von Kauf- und Verkaufszeitraum entstehen und durch die Volatilität der Märkte entsprechend steigen oder sinken können. Zur Absicherung derartiger Risiken setzt Gelsenwasser im Rahmen der Geschäftsstrategie auf die sofortige und ausschließlich physische Absicherung von Positionen. Die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für die Absicherung der Geschäfte sind innerhalb der Richtlinie für den Gashandel verankert. Hier ist festgelegt, wann und welche Absicherungsgeschäfte durchgeführt werden müssen und in welchem Korridor sich diese Geschäfte bewegen dürfen. Die Einhaltung der Rahmenbedingungen wird vom Risikocontrolling tagesscharf überwacht. Alle Geschäftsvorfälle werden dem Risikokomitee monatlich in Summe dargestellt und hier diskutiert. Die mit der Abwicklung der Geschäfte betrauten Mitarbeiter sind namentlich durch das Risikokomitee berufen und entsprechend geschult. Das Risiko wird mit der Risikoklasse „gering" bewertet. Der Eintritt kann nicht ausgeschlossen werden.

Ausführliche Erläuterungen zum Einsatz derivativer Instrumente, die aktuell nicht mehr zur Geschäftsstrategie gehören und folglich nicht mehr weiter eingesetzt werden, befinden sich im Anhang zum Konzernabschluss bzw. im Anhang des Jahresabschlusses.

Risiken im Energiebereich — Konzessionsrisiken

Konzessionsrisiken sind für Gelsenwasser von Bedeutung. Die GELSENWASSER Energienetze GmbH ist Risiken ausgesetzt, die sich aus dem möglichen Verlust von Konzessionen für Energienetze ergeben können. Die Konzessionsverträge sind in der Regel für einen langfristigen Zeitraum abgeschlossen, was die Risiken gut einschätzbar macht. Trotz aller Bemühungen, eine Verlängerung auslaufender Konzessionsverträge sicherzustellen, verbleibt ein in der Risikoklasse „gering" eingestuftes Risiko, dass wegfallende Konzessionen das Ergebnis belasten können. Der Eintritt ist nicht auszuschließen.

Über die vorgenannten quantitativen Risiken hinaus bestehen die beiden nachfolgend beschriebenen qualitativen Risiken, deren Schadenshöhe im Eintrittsfall nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Risiken im Bereich Trinkwasserversorgung - Betriebsrisiken

Sowohl das Trinkwasser als auch Gelsenwasser als Trinkwasserversorger genießen bei den Verbrauchern hohes Vertrauen. Eine jederzeit sichere, nachhaltige, wirtschaftliche und einwandfrei funktionierende Wasserversorgung zu gewährleisten ist nur möglich, wenn das System von der Wasserproduktion bis hin zur Übergabe an den Verbraucher tadellos funktioniert. In einem komplexen System wie der Trinkwasserversorgung ist dies keinesfalls selbstverständlich. Neben einer Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität durch mangelhafte oder ungeeignete Bauteile oder aufgrund einer Kontamination infolge einer fehlerhaften Kundenanlage in Haushalten oder Industriebetrieben sind unzählige weitere, z. B. wirtschaftliche und technische, Gefährdungen denkbar. Auch existieren Gefährdungen aufgrund von Naturkatastrophen, Sabotage oder höherer Gewalt, die den einwandfreien Betrieb der Trinkwasserversorgung beeinträchtigen können. Derlei Risiken werden aktuell in der Risikoklasse „gering" geführt, und ihr Eintritt ist nicht auszuschließen.

Diese Risiken lassen sich gänzlich nicht vermeiden. Durch eine systematische Ermittlung und Bewertung dieser Risiken werden sie allerdings beherrschbarer. So begegnet Gelsenwasser diesen Risiken mit umfangreichen Risiko- und Notfallmanagementplänen sowie Richtlinien zur Gefahrenabwehr. Zusätzlich werden die finanziellen Konsequenzen der Betriebsrisiken durch Versicherungen begrenzt.

Risiko einer Auskunftsverpflichtung nach dem Landespressegesetz

Die GELSENWASSER AG befindet sich in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit einem Journalisten, der auf Auskunft nach dem Landespressegesetz NRW über Inhalt und Vergütung von Verträgen von Gelsenwasser mit Dienstleistern klagt. Die Vorinstanz, das Oberlandesgericht (OLG) Hamm, hat mit Urteil vom 18. Dezember 2015 im Wesentlichen klagegemäß entschieden. Allerdings hat das OLG Hamm in seinem Urteil die Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) zur Klärung bisher obergerichtlich noch nicht entschiedener Fragen zugelassen. Gelsenwasser hat gegen das Urteil des OLG Hamm die Revision beim BGH eingelegt. Die Revision blieb in der Hauptsache ohne Erfolg. Eine Bewertung des Risikos ist nicht sinnvoll darstellbar.

Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage

Aus heutiger Sicht ist ausgehend von der Gesamtrisikosituation keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Größenordnung von Risiken erkennbar. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 hat sich diese Einschätzung nicht verändert. Wie in den Vorjahren hat Gelsenwasser in 2016 erneut den Fokus auf die fortlaufende Kontrolle und Bewertung aller Risiken gelegt. Hierbei hat insbesondere die Qualität der Inventurergebnisse durch systematische Weiterentwicklungen zugenommen. Die Einschätzung der Risikogesamtsituation sowie die Beurteilung der Einzelrisiken sind jederzeit möglich.

Neben der Risikogesamtsituation lässt sich auch auf Basis der Einzelrisiken kein bestandsgefährdender Sachverhalt erkennen.

3.2.5 Chancen

Allgemeines

Chancen ergeben sich für Gelsenwasser aus der Geschäftstätigkeit und der Umfeldentwicklung. Die intensive und ununterbrochene Analyse und Beobachtung der Märkte und ihrer Veränderungen ist hierbei zur Identifizierung möglicher Chancen essentiell. Die Umsetzung einer identifizierten Chance kann für Gelsenwasser erhebliche Wettbewerbsvorteile bringen. Das Unternehmen sieht ein aktives Management der sich bietenden Chancen als zentralen Bestandteil einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Ausrichtung des Geschäftsbetriebs an.

Entsprechend den Prozessen zur Risikofrüherkennung hat Gelsenwasser ein in die täglichen Arbeitsabläufe integriertes Chancenmanagement aufgebaut. Durch die enge Verknüpfung von Risiken und Chancen ist es sinnvoll, die Erfassung von Chancen im gleichen EDV-System durchzuführen. Die konzernweit gültige Risikorichtlinie standardisiert und regelt ebenfalls die Chancenerkennung, -bewertung und -erfassung. Die Bewertungsstichtage und die Berichterstattung der Chancen gehen einher mit den Stichtagen zur Risikoinventur und den entsprechenden Berichterstattungsterminen und Empfängerkreisen der Risikoberichte.

Chancen aus Wettbewerb um Konzessionen

Nach wie vor hat die Thematik der Konzessionsverträge eine erhebliche Bedeutung für Gelsenwasser. Dabei steigen die Anforderungen an die Beteiligten im Wettbewerb um Konzessionen kontinuierlich. Es werden flexiblere Modelle gefordert, deren Laufzeiten sich nicht unbedingt an der Laufzeit des Konzessionsvertrags orientieren. Die Kommunen treten dabei immer häufiger als Anbieter und Bieter bei den Konzessionsausschreibungen auf. Der Trend zur sogenannten Rekommunalisierung ist bislang nicht rückläufig. Die Gelsenwasser-Gruppe sieht diese Entwicklung als Chance und Herausforderung von großer Bedeutung.

Chancen aus dem Beteiligungsgeschäft

Chancen von großer Bedeutung für Gelsenwasser bieten sich auch zukünftig durch den Ausbau des Beteiligungsportfolios. Das Beteiligungsportfolio stellt schon heute ein wichtiges Standbein dar. Strategisch sieht Gelsenwasser eine Investition in eine Beteiligung immer als langfristiges Engagement, bei dem nicht ausschließlich die Finanzinvestition im Vordergrund steht. Ziel ist vielmehr der Ausbau der Kooperation und der Wissenstransfers im Unternehmensverbund und die Weiterentwicklung der Beteiligung durch ein aktives operatives Management. Gelsenwasser sieht es als primäre Aufgabe, gemeinsam mit Beteiligungsunternehmen und Partnern, Synergiepotenziale zu identifizieren und auszuschöpfen.

Der Fokus der Aktivitäten lag im abgelaufenen Geschäftsjahr größtenteils im Inland. Zukünftig können sich Chancen auch dadurch ergeben, dass die Beteiligungsaktivitäten im Ausland ausgebaut werden und das Know-how, das mit den Gruppengesellschaften in Tschechien und Polen gesammelt wird, mit Bedacht in diese Bestrebungen eingebracht werden kann.

Chancen aus Dienstleistungs- und Betriebsführungsaktivitäten

Gelsenwasser strebt danach, im Bereich der Dienstleistungsaktivitäten zu wachsen. Unter der Service-Marke „GELSENWASSER+" bietet Gelsenwasser ein breites Spektrum von Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Abwasser, Energie und Services. Das Serviceangebot richtet sich vor allem an Kommunen, Stadtwerke, Abwasserentsorger sowie Industrie- und Gewerbekunden. Bei den Dienstleistungen handelt es sich in der Regel um modular aufgebaute Systemlösungen, aus denen der Kunde nach Bedarf und individueller Situation auswählen kann und die individuell auf den spezifischen Bedarf zugeschnitten werden. Es handelt sich durchweg um Lösungen, die sich in der Praxis im Gelsenwasser-Netzwerk bewährt haben, aber gleichwohl modern und innovativ sind. Das multidisziplinäre Know-how in der Gelsenwasser-Gruppe garantiert, dass alle fachspezifischen Aufgaben qualifiziert aus einer Hand gelöst werden. Der Vertrieb und das Marketing für das Dienstleistungsgeschäft erfolgen zentral in einer eigenen Abteilung. Den Chancen aus Dienstleistungs- und Betriebsführungsaktivitäten wird eine hohe Bedeutung beigemessen.

Chancen vor dem Hintergrund der Energiewende

Mittelfristig eröffnen sich im Zuge der Energiewende neue Chancen. Das Produktportfolio von Gelsenwasser in den Segmenten Wasser und Energie steht für ein großes Maß an Umweltverantwortung und hohes regionales Engagement beim Thema Umweltschutz. So ist z.B. Ökostrom aus Wasserkraft bereits seit langer Zeit ein zentraler Bestandteil des Gelsenwasser-Produktportfolios.

Insbesondere das Thema Windkraft hat für Gelsenwasser an Bedeutung gewonnen. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und unter Nutzung des umfangreichen Unternehmensnetzwerks konnten die ersten Projekte realisiert werden. Der Aufbau von Know-how und die Erweiterung der Energiewertschöpfungskette um regenerative Energieerzeugung unterstreichen die zukunftsorientierte und nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens.

Durch die im Rahmen der Energiewende gestiegene Sensibilisierung der privaten Haushalte für die Art und Weise der Gewinnung von Energie und Wärme kann Gelsenwasser seine Markenpositionierung weiter stärken und das Image der Marke Gelsenwasser in Bezug auf Umweltschutz und regionale Verantwortung nachhaltig festigen.

Die positive Positionierung der Marke Gelsenwasser wird auch durch einen eindeutigen Standpunkt zum Thema Fracking bestätigt. So tritt das Unternehmen unmissverständlich für den Schutz des Trinkwassers und der Umwelt in Wasserversorgungsgebieten ein und positioniert sich klar gegen wirtschaftliche Interessen der Fracking-Industrie.

Chancen durch Innovationsprojekte

Insbesondere durch die frühzeitige Identifizierung und erfolgreiche Umsetzung von Innovationen und Ideen können Wettbewerbsvorteile entstehen. Um die hohe Bedeutung solcher Projekte hervorzuheben, wurden organisatorische Voraussetzungen geschaffen. Der neue Bereich „Innovation und Forschung" bündelt die Aktivitäten rund um Innovationsprojekte im Hause Gelsenwasser.

Aktuell stehen Themen wie Smart-Metering und Hausautomatisierung ebenso wie das effiziente Managen der digitalen Energiewende im Fokus der Tätigkeiten und bieten eine Vielzahl zukunftsweisender Möglichkeiten.

Gelsenwasser hat zudem die Kooperation mit Start-Ups und jungen Gründern weiter intensiviert. Neben einem Gründerwettbewerb wurden umfangreiche Aktivitäten umgesetzt, um erfolgreiche Innovationskonzepte frühzeitig erkennen und im Rahmen von Kooperationen unterstützen zu können.

Witterungsbedingte Chancen

Absatzchancen können sich insbesondere aufgrund einer kalten Wetterlage ergeben und dadurch positiv auf den Geschäftserfolg auswirken. Kalte, lange Winter können den Gasabsatz erhöhen und insbesondere auch die Bewirtschaftung der mit hohen Risiken verbundenen Gasspeicherprojekte sinnvoll und erfolgreich machen. Während derartiger Wetterlagen bietet sich Gelsenwasser ebenso die Chance, die Notwendigkeit der Gasspeicherprojekte im Rahmen der Versorgungssicherheit auch in der öffentlichen Wahrnehmung in den Vordergrund zu stellen.

Chancen auf Basis der konjunkturellen Entwicklung

Eine gute konjunkturelle Lage in Deutschland kann für Gelsenwasser auch eine Chance bedeuten. Während eine Abschwächung der Binnenwirtschaft bereits als Risikoposition identifiziert wurde, kann sich eine gute konjunkturelle Dynamik auch positiv auf die Geschäftsentwicklung in den verschiedenen Geschäftssegmenten auswirken. Deutschland bleibt voraussichtlich auf einem stabilen Wachstumskurs. Insoweit bieten sich für Gelsenwasser Chancen, dass die Absatzmengen insbesondere an die konjunktursensiblen Industrie- und Sondervertragskunden gesteigert werden können. Eine ausbleibende konjunkturelle Abschwächung kann sich zudem auch auf das Nachfrageverhalten der privaten Haushalte auswirken.

Zusammenfassende Beurteilung der Chancenlage

Die Identifizierung, Bewertung und Umsetzung sich ergebender Chancen und Potenziale sieht Gelsenwasser als zentrales Standbein des unternehmerischen Handelns. Sie sind für den Fortbestand eines Unternehmens maßgeblich und somit von elementarer Bedeutung. Demzufolge ist die erfolgreiche Umsetzung potenzieller Chancen für den Vorstand ein wichtiges und hoch priorisiertes Thema.

Gelsenwasser konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr viele Chancen erfolgreich nutzen und mögliche weitere Potenziale in Innovationsprojekten bündeln. Durch die Fokussierung auf derartige Innovationsprojekte, wie z.B. Aktivitäten außerhalb der Kerngeschäftsfelder, bieten sich wiederum neue Chancen, die in den nächsten Jahren erfolgreich umgesetzt werden sollen.

Die Chancenlage in den traditionellen Geschäftsfeldern wird unverändert geprägt durch die Möglichkeiten, die sich im Rahmen des Vertriebswettbewerbs für ein Energieversorgungsunternehmen ergeben. Hier haben insbesondere die Energiewende in Deutschland und die hiermit in Zusammenhang stehenden Veränderungen der Märkte und Verbrauchsverhalten einen großen Einfluss auf Chancen und Potenziale.

Die zusammenfassende Beurteilung der Chancenlage hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 nicht wesentlich verändert.

4 ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB

4.1 Vorschriften über Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrats. Dieser bestellt die Vorstandsmitglieder für eine maximale Amtszeit von fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit jeweils für höchstens fünf Jahre ist — vorbehaltlich § 84 Abs. 1 Satz 3 AktG zulässig. Ergänzend bestimmt § 7 der Satzung, dass der Vorstand aus zwei oder mehreren Personen besteht und die Zahl der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestimmt wird.

Satzungsänderungen erfolgen durch Beschlussfassung der Hauptversammlung nach den §§ 179, 133 AktG. § 23 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist nach § 17 der Satzung zu Satzungsänderungen ermächtigt, die nur die Fassung betreffen.

4.2 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich Aktienausgabe und Aktienrückkauf

Für die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, gelten die aktienrechtlichen Bestimmungen (§§ 71 Abs. 1, 202 ff. AktG). Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien ermächtigen, liegen nicht vor.

4.3 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 103.125.000 € ist eingeteilt in 3.437.500 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stammaktien (Stückaktien), die jeweils die gleichen Rechte und Pflichten gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

An der GELSENWASSER AG ist die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum, ein paritätisches Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Bochum Beteiligungsgesellschaft mbH und der Dortmunder Stadtwerke AG, über die Wasser und Gas Westfalen GmbH, Bochum, zum 31. Dezember 2016 mit 3.194.600 Aktien, entsprechend einem Anteil von 92,93% des Grundkapitals und der Stimmrechte, beteiligt.

4.4 Change-of-Control-Klauseln

Mit beiden Vorstandsmitgliedern ist eine Change-of-Control-Klausel vereinbart, die ihnen ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts besteht ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung in Höhe von maximal 1.000.000 € für Herrn Deters bzw. 650.000 € für Herrn Dr. Waider.

5 GRUNDZÜGE DER VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

5.1 Vergütung des Vorstands

Mit Herrn Henning R. Deters und Herrn Dr. Dirk Waider sind neben einem festen Grundgehalt eine einjährige erfolgsabhängige Vergütung, deren Basis das jährliche Ergebnis vor Ertragsteuern des Gelsenwasser-Konzerns darstellt, eine ebenfalls einjährige erfolgsabhängige Vergütung, deren Höhe im Ermessen des Aufsichtsrats liegt, und eine mehrjährige erfolgsabhängige Vergütung, deren Höhe sich nach dem Grad der Zielerreichung über einen Drei-Jahres-Zeitraum bemisst, vereinbart. Ziel dabei ist die Einhaltung vereinbarter Größenordnungen der Kennzahl ROCE (Return an Capital Employed).

Darüber hinaus enthält die Vergütung der Vorstandsmitglieder Sach- und sonstige Bezüge, die im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werten für Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Hinzu kommen Mandatseinkünfte für die Aufsichtsratstätigkeit in Unternehmen der Gelsenwasser-Gruppe.

Für das Geschäftsjahr 2016 betragen die gewährten Zuwendungen des Vorstands:

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HENNING R. DETERS VORSTANDSVORSITZENDER GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN 2015 2016 2016 (MIN) 2016 (MAX)
Festvergütung 390.000,00 393.750,00 393.750,00 393.750,00
Nebenleistungen 27.539,44 26.589,44 26.589,44 26.589,44
SUMME 417.359,44 420.339,44 420.339,44 420.339,44
Einjährige variable Vergütung 130.000,00 131.250,00 73.500,00 196.875,00
Mehrjährige variable Vergütung        
Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2015-2017 130.000,00
Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2016-2018 131.250,00 105.000,00 196.875,00
SUMME 677.539,44 682.839,44 598.839,44 814.089,44
Versorgungsaufwand 430.560,00 388.328,00 388.328,00 388.328,00
GESAMTVERGÜTUNG 1.108.099,44 1.071.167,44 987.167,44 1.202.417,44
DR.-ING. DIRK WAIDER VORSTANDSMITGLIED GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN 2015 2016 2016 (MIN) 2016 (MAX)
Festvergütung 262.500,00 270.000,00 270.000,00 270.000,00
Nebenleistungen 44.178,67 43.379,26 43.379,26 43.379,26
SUMME 306.678,67 313.379,26 313.379,26 313.379,26
Einjährige variable Vergütung 87.500,00 90.000,00 135.000,00
Mehrjährige variable Vergütung        
Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2015-2017 87.500,00
Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2016-2018 90.000,00 135.000,00
SUMME 481.678,67 493.379,26 313.379,26 583.379,26
Versorgungsaufwand 127.691,00 118.441,00 118.441,00 118.441,00
GESAMTVERGÜTUNG 609.369,67 611.820,26 431.820,26 701.820,26

Der Zufluss setzt sich folgendermaßen zusammen:

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  HENNING R. DETERS VORSTANDSVORSITZENDER DR.-ING. DIRK WAIDER VORSTANDSMITGLIED
ZUFLUSS 2015 2016 2015 2016
Festvergütung 390.000,00 393.750,00 262.500,00 270.000,00
Nebenleistungen 27.539,44 26.589,44 44.178,67 43.379,26
SUMME 417.359,44 420.339,44 306.678,67 313.379,26
Einjährige variable Vergütung 130.683,52 174.905,86 99.960,06 125.335,45
Mehrjährige variable Vergütung        
Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2013-2015 169.650,00 110.925,00
Erreichung Plan-ROCE, Planlaufzeit 2014-2016 130.650,00 85.425,00
SUMME 717.872,96 725.895,30 517.563,73 524.139,71
Versorgungsaufwand 430.560,00 388.328,00 127.691,00 118.441,00
GESAMTVERGÜTUNG 1.148.432,96 1.114.223,30 645.254,73 642.580,71

Des Weiteren bestehen Pensionszusagen, die den Vorstandsmitgliedern einen Anspruch auf lebenslange Ruhegeld- und Witwenversorgung einräumen.

Herrn Deters ist mit Vollendung des 62. Lebensjahres ein Ruhegehalt in Höhe von 70% des Grundgehalts zugesagt. Für den Todesfall oder im Fall krankheitsbedingten Ausscheidens ist ab der zweiten Periode der Bestellung ein Ruhegehalt zugesagt, das 32% des Grundgehalts beträgt und mit Vollendung eines jeden Dienstjahres um 2% der ruhe-gehaltsfähigen Vergütung steigt. Herrn Dr. Waider, dessen Pensionsansprüche aus der Vorbeschäftigung im Unternehmen getrennt erhalten bleiben, ist mit Erreichen des 65. Lebensjahres oder für den Fall der Invalidität eine betriebliche Altersversorgung in Form einer beitragsorientierten Pensionszusage erteilt, für die eine Rückstellung gebildet wird. Grundlage ist ein jährlicher Beitrag in Höhe von 30% des Grundgehalts.

Die Anwartschaft auf Witwenrente beträgt im Falle von Herrn Deters 55% und bei Herrn Dr. Waider 60% des Ruhegelds; im Todesfall während der Laufzeit des Anstellungsvertrags werden für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate die vollen Bezüge an die Witwen gezahlt.

Für den Fall der Beendigung des Anstellungsvertrags mit Herrn Deters sind Übergangsbezüge in Höhe von 50% des Grundgehalts bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres vereinbart. Mit Herrn Dr. Waider ist ein Übergangsgeld in Höhe eines halben Monatsgrundgehalts für jeden Kalendermonat der Dauer des Anstellungsvertrags festgelegt, sofern der Anstellungsvertrag vor dem 1. Januar 2018 einvernehmlich beendet wird. Für den Fall der Vertragsbeendigung nach dem 31. Dezember 2017 sind Übergangsbezüge in Höhe von 50% des Grundgehalts bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres vereinbart.

Die Regelungen zu möglichen Abfindungszahlungen bei Ausübung von Sonderkündigungsrechten sind im Abschnitt 4.4 dieses Lageberichts dargestellt.

5.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung von 4.000 €. Darüber hinaus erhalten sie 32 ct pro 1.000 € des sich aus dem Konzernabschluss ergebenden Ergebnisses vor Ertragsteuern. Ergebnisanteile über 80.000.000 € bleiben dabei unberücksichtigt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, jeder Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Beträge. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit geringere Vergütung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten außerdem den Ersatz ihrer Auslagen.

 

Gelsenkirchen, 16. März 2017

GELSENWASSER AG

Der Vorstand

Henning R. Deters

Dr.-Ing. Dirk Waider

ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS

Erläuternder Bericht des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB in dem zusammengefassten Lagebericht der GELSENWASSER AG und des Gelsenwasser-Konzerns für das Geschäftsjahr 2016

Der Vorstand hat in dem zusammengefassten Lagebericht der GELSENWASSER AG und des Gelsenwasser-Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB gemacht und erläutert diese wie folgt:

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 103.125.000 € ist eingeteilt in 3.437.500 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stammaktien (Stückaktien), die jeweils die gleichen Rechte und Pflichten gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

An der GELSENWASSER AG ist die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum, Deutschland, ein paritätisches Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Bochum Beteiligungsgesellschaft mbH und der Dortmunder Stadtwerke AG, über die Wasser und Gas Westfalen GmbH, Bochum, Deutschland, zum 31. Dezember 2016 mit 3.194.600 Aktien, entsprechend einem Anteil von 92,93% des Grundkapitals und der Stimmrechte, beteiligt.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrats. Dieser bestellt die Vorstandsmitglieder für eine maximale Amtszeit von fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit jeweils für höchstens fünf Jahre ist — vorbehaltlich § 84 Abs. 1 Satz 3 AktG zulässig. Ergänzend bestimmt § 7 der Satzung, dass der Vorstand aus zwei oder mehreren Personen besteht und die Zahl der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestimmt wird.

Mit beiden Vorstandsmitgliedern ist eine Change-of-ControlKlausel vereinbart, die ihnen ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts besteht ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung in Höhe von maximal 1.000.000 € für Herrn Deters bzw. 650.000 € für Herrn Dr. Waider.

Satzungsänderungen erfolgen durch Beschlussfassung der Hauptversammlung nach den §§ 179, 133 AktG. § 23 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist nach § 17 der Satzung zu Satzungsänderungen ermächtigt, die nur die Fassung betreffen.

Für die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, gelten die aktienrechtlichen Bestimmungen (§§ 71 Abs. 1, 202 ff. AktG). Hauptversammlungsbeschlüsse, die den Vorstand zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien ermächtigen, liegen nicht vor.

Bei den dargestellten Regelungen handelt es sich um solche, die der Gesetzeslage entsprechen und bei vergleichbaren börsennotierten Unternehmen üblich sind. Sie dienen nicht dem Zweck der Erschwerung etwaiger Übernahmeversuche.

 

Gelsenkirchen, 29. März 2017

GELSENWASSER AG

Der Vorstand

Henning R. Deters

Dr.-Ing. Dirk Waider

KONZERNABSCHLUSS 2016 DER GELSENWASSER AG

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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IN MIO. € ANHANG 2016 2015
Umsatzerlöse (inkl. Energie- / Stromsteuer) (1) 1.066,8 1.020,4
Energie- / Stromsteuer (2) -26,7 -23,9
UMSATZERLÖSE   1.040,1 996,5
Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen   1,9 1,3
Andere aktivierte Eigenleistungen   6,6 6,7
Sonstige betriebliche Erträge (3) 29,3 26,1
Materialaufwand (4) -756,4 -747,7
Personalaufwand (5) -112,8 -114,7
Abschreibungen (6) -39,5 -38,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -94,1 -81,5
ERGEBNIS DER OPERATIVEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT   75,1 48,2
Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen   31,0 29,9
Sonstiges Beteiligungsergebnis   10,4 12,2
Finanzerträge (8) 3,9 3,5
Finanzaufwendungen (8) -8,2 -7,4
Ertragsteuern (9) -3,0 -2,0
JAHRESÜBERSCHUSS   109,2 84,4
Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter   0,1 0,1
ERGEBNISANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG   109,1 84,3
Ergebnis je Aktie in € - unverwässert und verwässert (10) 31,75 24,53

Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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IN MIO. € ANHANG 2016 2015
JAHRESÜBERSCHUSS   109,2 84,4
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen   -36,6 24,7
Ertragsteuern (9) 1,0 -0,5
POSTEN, DIE ANSCHLIESSEND NICHT IN DEN GEWINN ODER VERLUST UMGEGLIEDERT WERDEN   -35,6 24,2
At Equity bilanzierte Beteiligungen      
Unrealisierte Veränderung   -0,4 0,9
Ergebniswirksame Reklassifizierung   - -
Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte      
Unrealisierte Veränderung   24,9 -6,5
Ergebniswirksame Reklassifizierung   - -
Ertragsteuern   - -
POSTEN, DIE ANSCHLIESSEND IN DEN GEWINN ODER VERLUST UMGEGLIEDERT WERDEN   24,5 -5,6
SUMME DER DIREKT IM EIGENKAPITAL ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN (ÜBRIGES KONZERNERGEBNIS)   -11,1 18,6
SUMME DER ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN (GESAMTERGEBNIS)   98,1 103,0
Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter   0,1 0,1
ERGEBNISANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG   98,0 102,9

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

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IN MIO. € ANHANG STAND 31.12.2016 STAND 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte (11) 15,9 17,1
Sachanlagen (12) 690,4 721,7
Investment Properties (13) 8,6 8,8
At Equity bilanzierte Beteiligungen (14) 265,4 221,8
Finanzielle Vermögenswerte (15) 269,6 237,7
Ertragsteuerforderungen (16) 2,1
Sonstige Forderungen (17) 28,5 30,2
Latente Steuern   3,8 2,9
    1.282,2 1.242,3
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte (18) 15,7 19,0
Finanzielle Vermögenswerte (15) 26,5 33,4
Ertragsteuerforderungen (16) 2,1 2,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (17) 167,9 167,4
Flüssige Mittel   113,2 100,7
    325,4 322,6
    1.607,6 1.564,9

PASSIVA

     
IN MIO. € ANHANG STAND 31.12.2016 STAND 31.12.2015
Eigenkapital (19)    
Gezeichnetes Kapital   103,1 103,1
Kapitalrücklage   32,2 32,2
Gewinnrücklagen   639,6 617,1
Kumuliertes übriges Konzernergebnis   -36,0 -24,9
ANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG   738,9 727,5
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter   1,2 1,2
    740,1 728,7
Langfristige Schulden      
Pensionsrückstellungen (20) 320,3 279,5
Steuerrückstellungen   2,1 1,6
Sonstige Rückstellungen (21) 47,6 50,4
Finanzielle Verbindlichkeiten (22) 69,2 69,1
Zuschüsse (23) 168,4 179,4
Sonstige Verbindlichkeiten (24) 2,5 2,7
Latente Steuern   0,9 0,9
    611,0 583,6
Kurzfristige Schulden      
Sonstige Rückstellungen (21) 24,2 23,5
Finanzielle Verbindlichkeiten (22) 25,7 30,5
Zuschüsse (23) 7,2 7,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (24) 199,4 191,0
    256,5 252,6
    1.607,6 1.564,9

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2016

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IN MIO. € GEZEICHNETES KAPITAL KAPITAL-
RÜCKLAGE
GEWINN-
RÜCKLAGEN
JAHRES-
ÜBERSCHUSS
STAND 01.01.2015 103,1 32,2 619,0 -
Gesamtergebnis       84,3
Gewinnabführung an die Wasser und Gas Westfalen GmbH       -78,1
Gewerbesteuerumlage an die Wasser und Gas Westfalen GmbH       -8,1
Entnahme aus Gewinnrücklagen     -1,9 1,9
Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Gesellschafter        
STAND 31.12.2015 103,1 32,2 617,1 -
Gesamtergebnis       109,1
Gewinnabführung an die Wasser und Gas Westfalen GmbH       -77,1
Gewerbesteuerumlage an die Wasser und Gas Westfalen GmbH       -9,5
Einstellungen in Gewinnrücklagen     22,5 -22,5
Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Gesellschafter        
STAND 31.12.2016 103,1 32,2 639,6 -
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  KUMULIERTES ÜBRIGES KONZERNERGEBNIS      
IN MIO. € UNTERSCHIEDS-
BETRAG AUS DER WÄHRUNGS-
UMRECHNUNG
MARKT-
BEWERTUNG FINANZIELLER VERMÖGENS-
WERTE
NEUBEWERTUNG VON LEISTUNGS-
ORIENTIERTEN PLÄNEN
ANTEILE DER AKTIONÄRE DER GELSENWASSER AG ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER GESAMT
STAND 01.01.2015 3,7 80,6 -127,8 710,8 1,2 712,0
Gesamtergebnis 0,9 -6,5 24,2 102,9 0,1 103,0
Gewinnabführung an die Wasser und Gas Westfalen GmbH       -78,1   -78,1
Gewerbesteuerumlage an die Wasser und Gas Westfalen GmbH       -8,1   -8,1
Entnahme aus Gewinnrücklagen            
Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Gesellschafter       - -0,1 -0,1
STAND 31.12.2015 4,6 74,1 -103,6 727,5 1,2 728,7
Gesamtergebnis -0,4 24,9 -35,6 98,0 0,1 98,1
Gewinnabführung an die Wasser und Gas Westfalen GmbH       -77,1   -77,1
Gewerbesteuerumlage an die Wasser und Gas Westfalen GmbH       -9,5   -9,5
Einstellungen in Gewinnrücklagen            
Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Gesellschafter       - -0,1 -0,1
STAND 31.12.2016 4,2 99,0 -139,2 738,9 1,2 740,1

Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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IN MIO. € 2016 2015
Jahresüberschuss 109,2 84,4
Abschreibungen abzüglich Zuschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 39,5 38,5
Wertveränderungen aus der Equity-Bewertung -7,0 -5,4
Veränderung der Rückstellungen 4,3 19,5
Auflösung der Kapitalzuschüsse -0,2 -0,2
Einzahlungen aus erhaltenen Bau- und Ertragszuschüssen 5,5 4,8
Auflösung der Bau- und Ertragszuschüsse -7,2 -7,5
Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens -11,2 -10,6
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9,7 -46,0
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1,5 31,2
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 141,1 108,7
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 2,4 2,3
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -41,7 -47,3
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2,4 -6,0
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 0,8 0,7
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -33,3 -3,9
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 35,2 3,9
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -39,0 -50,3
Auszahlungen an Unternehmenseigner -84,1 -86,1
Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter -0,1 -0,1
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 4,5 -
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -2,0 -3,9
Einzahlungen aus der Tilgung / Aufnahme kurzfristiger Finanzkredite 50,5 49,3
Auszahlungen aus der Vergabe / Tilgung kurzfristiger Finanzkredite -58,4 -25,5
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -89,6 -66,3
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 12,5 -7,9
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 100,7 108,6
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 113,2 100,7

Konzernanhang

Allgemeine Angaben

Die GELSENWASSER AG und ihre vollkonsolidierten Tochtergesellschaften (zusammen der Gelsenwasser-Konzern) versorgen ihre Kunden — Haushalte, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen, Industrie und benachbarte Versorgungsunternehmen — mit Trink- und Betriebswasser sowie mit Erdgas, Strom und Wärme. Darüber hinaus erfüllen die Gesellschaften Aufgaben der Abwasserentsorgung und bieten vielfältige versorgungsnahe Dienstleistungen an.

Schwerpunkte des inländischen Versorgungsgebiets sind das Ruhrgebiet, das Münsterland, der Niederrhein, Ostwestfalen und das angrenzende Niedersachsen. Die Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen, ist im gleichnamigen Chemiepark für die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und das Grundwassermanagement verantwortlich und betreibt am Standort das Rohrbrücken- und Straßennetz. Zudem ist die GELSENWASSER AG an Gesellschaften in Deutschland, Tschechien und Polen beteiligt.

Bei dem Mutterunternehmen, der GELSENWASSER AG, handelt es sich um eine in Deutschland registrierte börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Gelsenkirchen, WillyBrandt-Allee 26. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 165 eingetragen.

Die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum, ein paritätisches Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Bochum Beteiligungsgesellschaft mbH und der Dortmunder Stadtwerke AG, hielt über die Wasser und Gas Westfalen GmbH zum 31. Dezember 2016 3.194.600 Aktien der GELSENWASSER AG. Dies entsprach einem Anteil von 92,93% des Grundkapitals und der Stimmrechte.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der GELSENWASSER AG für das Geschäftsjahr 2016 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht. Der Lagebericht der GELSENWASSER AG ist mit dem Lagebericht des Gelsenwasser-Konzerns zusammengefasst.

Das Unternehmen ist an den Börsen in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin gelistet (Amtlicher Handel/General Standard).

Der Konzernabschluss der GELSENWASSER AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und stimmt mit diesen überein. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie von der EU übernommen wurden.

Der vorliegende Konzernabschluss wird vollständig in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig — bei Fälligkeiten über einem Jahr — und kurzfristig aufgegliedert.

Neben diesem Konzernanhang besteht der Konzernabschluss aus der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Der Konzernanhang beinhaltet zudem eine Segmentberichterstattung.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat Änderungen bei bestehenden International Accounting Standards (IAS) und International Financial Reporting Standards (IFRS) verabschiedet, die für den Gelsenwasser-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwenden sind:

Änderungen an IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten (Disclosure Initiative)

Der IASB veröffentlichte am 18. Dezember 2014 Änderungen an IAS 1. Diese Änderungen betreffen insbesondere Klarstellungen hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit von Abschlussangaben, der Darstellung von zusätzlichen Zwischensummen in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, der Darstellung des sonstigen Ergebnisses, das auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, der Struktur von Anhangangaben und der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden.

Aus der Erstanwendung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG.

Änderungen an IAS 16 (Sachanlagen) und IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) — Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden

Die Änderungen an diesen beiden Standards wurden am 12. Mai 2014 vom IASB veröffentlicht.

Mit diesen Änderungen wurde insbesondere klargestellt, dass eine umsatzabhängige Abschreibung für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte nur in engen Ausnahmefällen — z. B. wenn der mit dem immateriellen Vermögenswert erzielte Umsatz die Nutzungsdauer unmittelbar begrenzt — zulässig ist.

Aus der Erstanwendung ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG.

Änderungen an IAS 16 (Sachanlagen) und IAS 41 (Landwirtschaft) — Landwirtschaft und produzierende Pflanzen

Der IASB veröffentlichte am 30. Juni 2014 Änderungen an IAS 16 und IAS 41, bei denen es um die Bilanzierung fruchttragender Pflanzen geht und die für den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG nicht von Bedeutung sind.

Änderungen an IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) — Mitarbeiterbeiträge

Die Änderungen an diesem Standard wurden am 21. November 2013 vom IASB veröffentlicht.

Die Änderungen sind anzuwenden auf die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen. Hierdurch ist es gestattet, die Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind.

Aus der Erstanwendung ergaben sich keine Auswirkungen für den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG.

Änderungen an IAS 27 (Einzelabschlüsse) — Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss

Die Änderungen an diesem Standard wurden am 12. August 2014 vom IASB veröffentlicht und wirken sich lediglich auf IFRS-Einzelabschlüsse aus.

Aus der Erstanwendung ergaben sich daher keine Auswirkungen für den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG.

Änderungen an IFRS 10 (Konzernabschlüsse), IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) und IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) — Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme

Die Änderungen an diesen Standards wurden am 18. Dezember 2014 vom IASB veröffentlicht und betreffen Klarstellungen im Zusammenhang mit Investmentgesellschaften, die für den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG gegenwärtig keine Relevanz haben.

Änderungen an IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen) — Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit

Die Änderungen an diesem Standard wurden am 6. Mai 2014 vom IASB veröffentlicht.

Der geänderte IFRS 11 stellt klar, dass bei Erwerben und Hinzuerwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 darstellen, die Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen des IFRS 3 und anderer anwendbarer Standards zur Anwendung kommen.

Aus der Erstanwendung ergaben sich keine Auswirkungen für den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG.

Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2010 -2012)

Im Dezember 2013 wurden Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2010 bis 2012, mit Änderungen an den Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38 veröffentlicht. Bei diesen Änderungen handelte es sich im Wesentlichen um Klarstellungen.

Aus der Erstanwendung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen für den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG.

Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2012 -2014)

Im September 2014 wurden Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2012 bis 2014, mit Änderungen an den Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34 veröffentlicht. Auch bei diesen Änderungen handelte es sich im Wesentlichen um Klarstellungen.

Aus der Erstanwendung ergaben sich keine Auswirkungen für den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG.

Die folgenden Standardänderungen werden ab dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im Gelsenwasser-Konzernabschluss berücksichtigt:

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NORM BEZEICHNUNG ERSTANWENDUNG
IFRS 9 Finanzinstrumente 2018
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 2018

Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 den neuen Standard IFRS 9, Finanzinstrumente. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Nach gegenwärtiger Analyse werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gelsenwasser-Konzerns erwartet.

Im Mai 2014 hat das IASB den neuen Standard IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, veröffentlicht. Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Gleichzeitig werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Die Fragen, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen Zeitraum Umsatz zu realisieren ist, sind mithilfe des Fünf-Stufen-Modells zu beantworten. Daneben enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen sowie eine Ausweitung der erforderlichen Anhangangaben. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt. Im April 2016 wurden einige Klarstellungen zum IFRS 15 veröffentlicht, die insbesondere die Identifizierung von separaten Leistungsverpflichtungen, die Abgrenzung Prinzipal und Agent sowie die Erfassung von Lizenzerträgen betreffen. Die Übernahme dieser Klarstellungen durch die EU steht noch aus. Nach gegenwärtiger Analyse werden sich durch die künftige Anwendung des neuen Standards im Gelsenwasser-Konzern keine wesentlichen Auswirkungen auf die zeitliche Erfassung und Höhe der Umsatzerlöse sowie die Bilanzstruktur ergeben.

Nachstehende (teilweise überarbeitete) Standards und Interpretationen werden — das Endorsement durch die Europäische Union vorausgesetzt — im Gelsenwasser-Konzernabschluss erstmals zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet:

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NORM BEZEICHNUNG ERSTANWENDUNG
Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung — Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten (Disclosure Initiative) 2017
Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern — Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten 2017
Änderungen an diversen IFRS Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2014 - 2016) 2017/ 2018
Änderungen an IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien — Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 2018
Änderungen an IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung 2018
Änderungen an IFRS 4 Versicherungsverträge — Anwendung von IFRS 4 (Versicherungsverträge) gemeinsam mit IFRS 9 (Finanzinstrumente) 2018
Klarstellungen zu IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 2018
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 2018
IFRS 16 Leasingverhältnisse 2019
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten offen
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Konzernabschlüsse bzw. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen — Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen offen

Im Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16, Leasingverhältnisse, veröffentlicht, der den IAS 17 als bisherigen Standard für Leasingverhältnisse ersetzen soll. Kerngedanke des neuen Standards ist, dass beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen werden. Die bislang nach IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen entfällt damit zukünftig beim Leasingnehmer. Nach IFRS 16 weist der Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten aus und aktiviert gleichzeitig ein entsprechendes Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen des bisherigen IAS 17 für Finanzierungs-Leasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig abgeschrieben wird. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände mit geringem Wert gibt es Erleichterungen für die Bilanzierung. Für Leasinggeber entsprechen die Regelungen des neuen Standards nahezu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Für den Gelsenwasser-Konzern wird der neue Standard aus heutiger Sicht ab dem Jahr der Erstanwendung in 2019 zu einer Bilanzverlängerung im einstelligen bzw. niedrigen zweistelligen Prozentbereich führen, sofern der Standard von der EU in dieser Form übernommen wird. Dabei wird es insbesondere bei Gasnetzen, die Gelsenwasser von Netzeigentumsgesellschaften pachtet, an denen der Gelsenwasser-Konzern mit Minderheitsanteilen beteiligt ist, zu Aktivierungen von Nutzungsrechten kommen. Darüber hinaus wird es Verschiebungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung geben: Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden sinken, Abschreibungen und Finanzaufwendungen entsprechend steigen. Die Detailuntersuchung zu den möglichen Auswirkungen dieses Standards ist gegenwärtig noch nicht vollständig abgeschlossen.

Grundlagen und Methoden sowie Unsicherheiten aufgrund von Schätzungen

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Derivate. Im Konzernabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Anteilsbewertungen sowie der Bildung von Rückstellungen beispielsweise für Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer, Preisnachlässe und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. In den weiteren Abschnitten dieses Konzernanhangs werden die bei den jeweiligen schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätzen angewendeten Methoden und Parameter näher erläutert. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen. Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden aufgrund von überarbeiteten und neuen Standards erfolgen grundsätzlich rückwirkend, sofern für einen Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode werden so angepasst, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewendet worden wären.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres neben dem Mutterunternehmen insgesamt acht Tochterunternehmen, ein anteilig bilanziertes Unternehmen sowie 52 Unternehmen, die mit Hilfe der Equity-Methode bewertet werden.

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  GESAMT GESAMT
  INLAND AUSLAND 31.12.2016 31.12.2015
Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen 8 8 8
Anzahl der anteilig bilanzierten Unternehmen 1 1 1
Anzahl der at Equity bilanzierten Beteiligungen 48 4 52 43
Anzahl der übrigen Beteiligungen 36 36 30
SUMME DER GESELLSCHAFTEN 93 4 97 82

Neben der Konzernmuttergesellschaft GELSENWASSER AG werden zum 31. Dezember 2016 folgende Gesellschaften als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen

GELSENWASSER Dresden GmbH, Dresden

GELSENWASSER Energienetze GmbH, Gelsenkirchen

GELSENWASSER Magdeburg GmbH, Magdeburg

GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, Hamburg

NGW GmbH, Duisburg

Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH, Rheda-Wiedenbrück

WESTFALICA GmbH, Bad Oeynhausen

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 wurden die jeweiligen Gasnetze der Städte Löhne, Bad Oeynhausen und Kevelaer von der GELSENWASSER Energienetze GmbH an Netzeigentumsgesellschaften übertragen bzw. verkauft. Anschließend wurden jeweils 51 % der Anteile an diesen Netzeigentumsgesellschaften an die betreffende Kommune oder eine kommunale Gesellschaft veräußert. Für folgende Zeiträume wurden die Gesellschaften per Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der GELSENWASSER AG einbezogen:

Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG (GNL), Löhne: am 1. Januar 2016

Gasnetz Bad Oeynhausen GmbH & Co. KG (GNO), Bad Oeynhausen: 1. Januar bis 31. Mai 2016

NiersGasNetze GmbH & Co. KG (NGN), Kevelaer: 1. Januar bis 9. Juni 2016

Der aus der Entkonsolidierung dieser Gesellschaften resultierende Gewinn beträgt insgesamt 10,2 Mio. €. Er ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Auf die nicht veräußerten Anteile entfallen davon 5,7 Mio. €. Aus den Anteilsveräußerungen dieser drei Gesellschaften sind dem Gelsenwasser-Konzern im Berichtsjahr Veräußerungserlöse in Höhe von insgesamt 16,1 Mio. € zugeflossen.

Folgende Gruppen von Vermögenswerten und Schulden haben den Gelsenwasser-Konzern insgesamt im Zeitpunkt der jeweiligen Entkonsolidierung von GNL, GNO und NGN verlassen:

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IN MIO. €  
Sachanlagen 35,4
Finanzanlagen 0,1
Forderungen 1,0
Aktive latente Steuern 0,4
VERMÖGENSWERTE 36,9
Zuschüsse 9,5
Finanzielle Verbindlichkeiten 5,2
Ertragsteuern 0,1
Latente Steuern 1,5
SCHULDEN 16,3

Vom Zeitpunkt der Entkonsolidierung an werden die Gesellschaften als Gemeinschaftsunternehmen (NGN) bzw. assoziierte Unternehmen (GNL und GNO) per Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die folgenden Gesellschaften waren im Geschäftsjahr 2015 (teilweise) vollkonsolidiert und beeinflussen somit die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung:

MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG, Lüdinghausen (bis 30. September 2015)

GELSENWASSER Projektgesellschaft mbH, Hamburg (bis 31. Dezember 2015)

Nantaise des Eaux Services SAS, Sainte Luce-sur-Loire/ Frankreich (bis 28. April 2015)

Darüber hinaus haben sich hinsichtlich der vollkonsolidierten Gesellschaften im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 keine Veränderungen ergeben.

Die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) wird — wie im Vorjahr — mit einem Anteil von 50% als gemeinschaftliche Tätigkeit anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Tätigkeit der WWW liegt in der Beschaffung, Gewinnung, Förderung, Aufbewahrung und Bereitstellung von Trinkwasser im Einzugsgebiet Ruhr, dessen Lieferung an die Gesellschafter und andere Weiterverteiler und Industriekunden sowie im Betrieb von wasserwirtschaftlichen Anlagen.

Die Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH sowie die GKW-Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen GmbH werden trotz Stimmrechtsanteilen von 51 % bzw. 66% weiterhin nicht per Vollkonsolidierung, sondern nach der EquityMethode in den Konzernabschluss einbezogen, weil aufgrund gesellschaftsrechtlicher Bestimmungen eine beherrschende Stellung von Gelsenwasser nicht gegeben ist. 25 Tochterunternehmen werden nicht vollkonsolidiert, da deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Dabei werden zur Überprüfung der Wesentlichkeit die für den Gelsenwasser-Konzern als relevant erachteten Größenmerkmale Bilanzsumme, Eigenkapital, Umsatz und Jahresergebnis von diesen Tochterunternehmen ins Verhältnis zu den jeweiligen Konzerngrößen gesetzt. Außerdem wird eine Analyse qualitativer Faktoren durchgeführt.

An allen zum 31. Dezember 2016 vollkonsolidierten Tochterunternehmen ist die GELSENWASSER AG unmittelbar oder mittelbar zu 100% beteiligt, mit Ausnahme der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH (CPG). Die Mitgesellschafterin hält jeweils 6% der Eigentums- und Stimmrechtsanteile an der CPG. Zwischen der GELSENWASSER Magdeburg GmbH (GWM) und der CPG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der die CPG verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die GWM abzuführen. Die Minderheitsgesellschafterin erhält von der GWM einen jährlichen festen Ausgleichsbetrag von 72 T€. Aufgrund des geringen Beteiligungs- und Stimmrechtsanteils sowie insbesondere der festen Ausgleichszahlung an die Minderheitsgesellschafterin wird auf die Angabe zusammengefasster Finanzinformationen verzichtet.

Konsolidierungsgrundsätze

(a) Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen Gelsenwasser die Beherrschung über das Unternehmen innehat. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Teilhabe an schwankenden Renditen (positiv und/oder negativ) sowie die Möglichkeit, mit der Verfügungsgewalt die Renditen beeinflussen zu können, voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die Renditen haben. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechten oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden — auch durch eine Kombination aus beidem. Verfügungsgewalt liegt insbesondere vor, wenn ein Investor mehr als 50% der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und die Verfügungsgewalt durch keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände widerlegt wird. Erst- und Entkonsolidierung erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Erwerbs oder des Verlusts der Beherrschung.

Etwaige Minderheitsanteile am Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals gesondert ausgewiesen.

Der Geschäfts-oder Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens entsteht, entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Konzernanteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten eines Unternehmenserwerbs werden als Aufwand erfasst. Der Geschäfts-oder Firmenwert wird zum Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und mindestens einmal pro Geschäftsjahr einem Wertminderungstest unterworfen.

Differenzbeträge aus nach Übernahme der Kontrolle erworbenen Minderheitsanteilen werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet, Umsätze und Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet oder in aktivierte Eigenleistungen umgegliedert.

(b) Assoziierte Unternehmen

Als assoziierte Unternehmen gelten Unternehmen, auf die ein Konzernunternehmen einen maßgeblichen Einfluss im Sinne der Mitwirkung an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen des Beteiligungsunternehmens ausüben kann, die jedoch weder Tochterunternehmen noch gemeinschaftliche Tätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen. Hierunter fallen regelmäßig Unternehmen, bei denen Gelsenwasser unmittelbar oder mittelbar über 20% bis 50% der Stimmrechte verfügt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert; ihr Zugang erfolgt zu Anschaffungskosten. Verbleiben bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens Anteile, die als Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen zu klassifizieren sind, entsprechen die Anschaffungskosten solcher Anteile ihrem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung. Ein eventuell bei Anschaffung vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert (abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen) wird im Beteiligungsbuchwert erfasst. Der Geschäfts-oder Firmenwert ermittelt sich als Überschuss der Anschaffungskosten eines Anteilserwerbs über den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Anteil des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen assoziierten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Da der Geschäfts-oder Firmenwert im Beteiligungsbuchwert enthalten ist, wird er nicht gesondert auf eine Wertminderung hin geprüft (Impairment-Test). Ein Wertminderungstest gemäß IAS 36 wird in Folgeperioden nur durchgeführt, sofern ein Hinweis auf eine mögliche Wertminderung des gesamten Beteiligungsansatzes nach IAS 39 vorliegt.

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen im kumulierten übrigen Konzernergebnis. Die Gegenbuchung erfolgt als Erhöhung oder Verminderung des Buchwerts des assoziierten Unternehmens. Gewinne und Verluste aus Käufen (upstream) und Verkäufen (downstream) von und an assoziierte Unternehmen (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden in Höhe der Beteiligungsquote durch Korrektur des Beteiligungsbuchwerts eliminiert. Ist der Anteil des Konzerns an Verlusten des assoziierten Unternehmens oder an zu eliminierenden Zwischengewinnen größer als der Beteiligungsbuchwert sowie der Buchwert unbesicherter langfristiger Ausleihungen an das assoziierte Unternehmen und gibt es keine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu Ausgleichszahlungen, werden in Höhe des Differenzbetrags keine weiteren Verluste erfasst. In einem solchen Fall werden spätere Gewinne erst dann wieder bilanziert, wenn sie den nicht gebuchten Verlust übersteigen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wesentlicher assoziierter Unternehmen werden, sofern die notwendigen Informationen vorliegen, an die dem Konzernabschluss zugrunde liegenden Methoden angepasst.

Im Rahmen der Equity-Bewertung werden die von den assoziierten Unternehmen erwarteten Ergebnisse des Berichtsjahres phasengleich berücksichtigt.

(c) Gemeinschaftliche Tätigkeiten

Als gemeinschaftliche Tätigkeiten gelten gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte, gemeinsam ausgeübte Führung einer Vereinbarung. Diese setzt die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien zu Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten voraus.

Sofern ein Konzernunternehmen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit beteiligt ist, erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten:

seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten,

seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden,

seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit,

seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und

seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen.

Der Konzern bilanziert die im Zusammenhang mit seinem Anteil an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit stehenden Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen in Übereinstimmung mit den für diese Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen maßgeblichen IFRS.

Geht ein Konzernunternehmen Geschäftsbeziehungen mit einer gemeinschaftlichen Tätigkeit ein, bei der ein anderes Konzernunternehmen gemeinschaftlich Tätiger ist (z. B. Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten) so betrachtet der Konzern die entsprechende Transaktion als mit den anderen Parteien der gemeinschaftlichen Tätigkeit ausgeführt und erfasst daher etwaige Gewinne oder Verluste nur im Umfang des Anteils der anderen an der gemeinschaftlichen Tätigkeit beteiligten Parteien.

Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst.

(d) Gemeinschaftsunternehmen

Als Gemeinschaftsunternehmen gelten Unternehmen, die auf Basis einer gemeinsamen Vereinbarung unter gemeinschaftlicher Führung von mindestens zwei Gesellschaftern stehen und nicht die Voraussetzungen für gemeinschaftliche Tätigkeiten erfüllen. Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden unter Verwendung der Equity-Methode bewertet. Es gelten die gleichen Grundsätze wie bei der Bilanzierung der assoziierten Unternehmen.

Währungsumrechnung

In den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit den zum Transaktionszeitpunkt geltenden Wechselkursen umgerechnet. Aus der Abwicklung dieser Geschäfte sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten zum Stichtagskurs resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei Abschlüssen der ausländischen nach der EquityMethode bewerteten Unternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt die Umrechnung des Nettovermögens von der jeweiligen Landeswährung (als funktionaler Währung) in Euro zu Stichtagskursen am Bilanzstichtag. Erträge und Aufwendungen werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in dem Bilanzposten Kumuliertes übriges Konzernergebnis erfasst.

Wenn ein ausländisches Unternehmen veräußert wird, werden solche Währungsdifferenzen erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Veräußerungsgewinns oder Veräußerungsverlusts reklassifiziert.

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Umrechnungskurse zugrunde gelegt:

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  DURCHSCHNITTSKURSE STICHTAGSKURSE
1 € ENTSPRICHT 2016 2015 31.12.2016 31.12.2015
Tschechische Krone 27,03 27,28 27,02 27,02
Polnischer Zloty 4,36 4,18 4,41 4,26

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden identifiziert und gesondert vom Geschäfts-oder Firmenwert erfasst, sobald sie die Definition eines immateriellen Vermögenswerts erfüllen und ihr beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Die Anschaffungskosten solcher immaterieller Vermögenswerte entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.

In den Folgeperioden werden immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Ist die Nutzung immaterieller Vermögenswerte zeitlich unbegrenzt, werden diese mindestens einmal pro Geschäftsjahr einem Wertminderungstest unterzogen.

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung zugrunde:

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  JAHRE
Softwarelizenzen 3-5
Lieferungsrechte und sonstige Rechte 5-45

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten. Sie enthalten darüber hinaus die Barwerte der Kosten für zukünftige Rückbauverpflichtungen.

Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern hieraus künftige wirtschaftliche Vorteile zufließen werden und die Kosten zuverlässig bemessen werden können. Alle anderen Reparatur- und Instandhaltungsausgaben werden im Jahr ihres Anfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Bei allen anderen Vermögenswerten des Sachanlagevermögens erfolgt die Abschreibung linear, wobei die Anschaffungskosten über die folgenden erwarteten Nutzungsdauern der Vermögenswerte auf den Restbuchwert abgeschrieben werden:

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  JAHRE
Gebäude 10-50
Wassergewinnungsanlagen 33-67
Rohrnetze 50
Maschinen 3-50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-30

Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und sofern notwendig angepasst. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer werden Faktoren wie Abnutzung, Alterung, technische Standards und Vertragsdauer berücksichtigt. Änderungen dieser Faktoren können eine Verkürzung oder Verlängerung der Nutzungsdauer eines Vermögenswerts zur Folge haben. In diesem Fall wird der Restbuchwert über die verbleibende, neue Nutzungsdauer abgeschrieben, was zu höheren oder niedrigeren jährlichen Abschreibungsbeträgen führt.

Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden durch einen Vergleich des Veräußerungserlöses mit dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Investment Properties

Investment Properties werden nach IAS 40 als Immobilien definiert, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder Wertsteigerungen gehalten werden und nicht zur Nutzung in der Produktion, für Dienstleistungen sowie für Verwaltungszwecke oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Büro-, Lager- und Laborgebäude sowie Grundstücke. Sie werden zu ihren historischen Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, angesetzt.

Die Abschreibungen auf die Gebäude werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von zehn bis 50 Jahren vorgenommen. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die zugrunde gelegten Restwerte und Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass ihr Buchwert möglicherweise nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsaufwand wird in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Falls es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag für den einzelnen Vermögenswert zu schätzen, werden für den Wertminderungstest (Impairment-Test) Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausgenommen hiervon sind Geschäfts-oder Firmenwerte.

Finanzielle Vermögenswerte

Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet, angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat.

Die zu den Finanzinstrumenten zählenden Vermögenswerte werden nach IAS 39 in die folgenden Kategorien unterteilt: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Ausleihungen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (held-to-maturity) und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag. Im Gelsenwasser-Konzern bestanden sowohl im Berichtsjahr als auch im Vergleichsjahr finanzielle Vermögenswerte der folgenden Kategorien:

(a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (financial assets at fair value through profit or loss)

Unter dieser Kategorie werden bei Gelsenwasser neben Derivaten (Commodity-Swaps) auch physische Gasbeschaffungs- und -absatzverträge (beide nur, sofern die beizulegenden Zeitwerte positiv sind) erfasst. Im Rahmen des implementierten Geschäftsmodells erfolgt die Gasbeschaffung sowohl für den eigenen Gasvertrieb als auch mit der Absicht, Gewinne aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen. Eine Aufteilung der Verträge in einen Vertriebs- und einen Handelsteil ist nicht möglich. Aus diesem Grund werden auch die physischen Gasbeschaffungs- und -absatzverträge für Zwecke der Bilanzierung wie finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten (bei negativen Marktwerten) behandelt.

Finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie werden sowohl bei der Erst-als auch bei der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Etwaige Transaktionskosten werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden immer erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden den Nominalwerten der Verträge ihre Marktwerte zum Bilanzstichtag gegenübergestellt. Der Marktwert zum Bilanzstichtag ergibt sich hierbei als kontrahierte Menge bewertet mit einem aktuellen Marktpreis. Die Differenz von Nominalwert (kontrahierte Menge bewertet mit kontrahiertem Preis) und Marktwert spiegelt den jeweiligen beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag wider. Eine Adjustierung des beizulegenden Zeitwerts um Kreditausfallrisiken erfolgt anhand von etablierten Marktstandards aus der Basel-Regulierung zur Bemessung des Ausfallrisikos, welche das Kreditausfallrisiko als Produkt aus dem ausfallgefährdeten Betrag, der Ausfallwahrscheinlichkeit und dem Verlust bei Ausfall definieren.

Die Höhe des ausfallgefährdeten Betrags unterliegt Marktpreisschwankungen, sodass hier auf die Kalkulation des Erwartungswerts mittels Add-On-Verfahren nach SolvV abgestellt wird.

Für die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten über verschiedene Zeiträume wurde auf Ratings (sofern verfügbar), ansonsten auf weitere externe Bonitätseinstufungen zurückgegriffen. Sofern eine Bürgschaft/Bankgarantie vorliegt, wird die Ausfallwahrscheinlichkeit des Bürgen herangezogen. Bei den verwendeten Ausfallwahrscheinlichkeiten handelt es sich um historisch beobachtbare Ausfallquoten bzw. daraus abgeleitete Wahrscheinlichkeiten durch Ratingagenturen.

Die Verlusthöhe zum Zeitpunkt eines Kreditausfalls wird durch den sogenannten Loss Given Default (LGD) quantifiziert und als Prozentsatz des ausfallgefährdeten Betrags angegeben. Der LGD entspricht dem erwarteten wirtschaftlichen Verlust, den ein Gläubiger bezogen auf den (erwarteten) Forderungsbetrag bei einem Ausfall des Kreditnehmers erleidet. Bei Gelsenwasser wird wie im Vorjahr ein LGD von 60% verwendet.

Daraus ergibt sich schlussendlich ein Korrekturwert für den beizulegenden Zeitwert pro Fristigkeit (kurzfristig, langfristig).

Da nicht für den gesamten Bewertungszeitraum Börsennotierungen in der geforderten Granularität vorliegen, verwendet Gelsenwasser sogenannte Price Forward Curves (PFCs) zur Ermittlung der Marktpreise von verschiedenen Commodities und Handelsplätzen. Hierbei handelt es sich um das Commodity Gas an den virtuellen Handelspunkten NetConnect Germany (NCG), Gaspool und Title Transfer Facility (TTF). Die PFCs werden mittels international anerkannter mathematischer Berechnungsverfahren von der GELSENWASSER AG automatisiert erstellt, wobei abschließend eine manuelle Endkontrolle erfolgt. Als Eingangswerte werden insbesondere Daten der Broker Spectron und ICAP sowie Kurse nach ICIS-Heren verwendet. Die Diskontierung der ermittelten beizulegenden Zeitwerte erfolgt mit fristenadäquaten Zinssätzen (Zinsen für börsennotierte Bundeswertpapiere, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank). Bei dem angewandten Bewertungsverfahren handelt es sich um Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind — sowohl als langfristige als auch als kurzfristige Vermögenswerte — ausschließlich im Posten Warentermingeschäfte erfasst.

(b) Ausleihungen und Forderungen (loans and receivables)

Ausleihungen und Forderungen sind finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht derivativ und nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen einem Schuldner direkt bereitstellt, ohne jegliche Absicht, die Forderungen zu handeln.

Ausleihungen und Forderungen werden anfänglich mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Anschließend werden sie mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Bei Vorliegen individueller Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Eine Wertminderung bei Ausleihungen und Forderungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge im Rahmen der üblichen Bedingungen nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem unter Zugrundelegung des Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Spätere Wertaufholungen (Zuschreibungen) werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Darüber hinaus werden für gleichartige Kreditrisiken portfoliobasierte Wertberichtigungen durchgeführt, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.

Wenn Ausleihungen und Forderungen höchstens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, zählen sie zu den kurzfristigen Vermögenswerten. Andernfalls werden sie als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Ausleihungen und Forderungen sind in den Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Flüssige Mittel enthalten. Zu den flüssigen Mitteln gehören Bargeld, jederzeit abrufbare Bankeinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten.

(c) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die in keine der anderen Kategorien fallen oder freiwillig dieser Kategorie zugeordnet worden sind. Sie gehören zu den langfristigen Vermögenswerten, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern für diese Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht und keine Börsennotierung vorliegt, werden die Zeitwerte mittels einer geeigneten Bewertungsmethode ermittelt. Im Berichtsjahr kam dafür die Discounted Cashflow Methode (DCF) zur Anwendung. Bei dem angewandten Bewertungsverfahren handelt es sich um Stufe 3 der FairValue-Hierarchie gemäß IFRS 13.

Veränderungen der Zeitwerte werden erfolgsneutral in dem Bilanzposten Kumuliertes übriges Konzernergebnis innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerts vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten ist ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten als Hinweis auf eine Wertminderung zu sehen. Sofern eine Wertminderung für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte vorliegt, werden etwaige vorher im kumulierten übrigen Ergebnis erfasste Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden auch bei einer Wertaufholung nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht, sondern im kumulierten übrigen Ergebnis wertaufgeholt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind gegenwärtig ausschließlich im Posten Übrige Beteiligungen als langfristige Vermögenswerte erfasst.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Kosten werden auf Basis der Durchschnittsmethode bestimmt. Die Kosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten (basierend auf normaler Betriebskapazität). Das im Gasspeicher befindliche Arbeitsgas wird zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter gewöhnlicher Verkaufspreis abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. Bestandsrisiken im Zusammenhang mit einer geminderten Verwertbarkeit wird darüber hinaus durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden

Langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten (Disposal Groups bzw. Veräußerungsgruppen) werden als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert, wenn sie in ihrem jetzigen Zustand veräußert werden können und eine Veräußerung innerhalb von zwölf Monaten höchstwahrscheinlich ist. Diese Vermögenswerte bzw. Gruppen von Vermögenswerten werden in der Bilanz gesondert als „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen. Direkt zurechenbare Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, sind auch Bestandteil einer Veräußerungsgruppe. Sie werden als „Zur Veräußerung bestimmte Schulden" ebenfalls gesondert ausgewiesen.

Für den Fall, dass sich Gelsenwasser zu einer Veräußerung verpflichtet hat, die mit einem Verlust der Kontrolle über ein Tochterunternehmen einhergeht, sind sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmen als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren, sofern die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert sind, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Sie werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser Betrag den Buchwert unterschreitet.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Gelsenwasser-Konzern vertragliche Verpflichtungen, flüssige Mittel bzw. andere finanzielle Vermögenswerte an einen Kontrahenten abzugeben oder finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten mit einem Kontrahenten zu potenziell nachteiligen Bedingungen auszutauschen.

Ausgehend von der Kategorisierung des IAS 39 werden die in den Bilanzposten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesenen nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um finanzielle Verbindlichkeiten dieser Kategorie.

Warentermingeschäfte mit negativem Marktwert werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (financial liabilities through profit and loss) eingestuft. Für sie gelten die unter den finanziellen Vermögenswerten dargelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden analog.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern Gelsenwasser nicht das unbedingte Recht hat, die Verbindlichkeit erst mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu begleichen.

Pensionsverpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen werden nach der ProjectedUnit-Credit-Methode berechnet. Hierbei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch zukünftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Abweichungen zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung unter den Finanzierungsaufwendungen. Der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionen liegen Annahmen über Diskontierungssätze, Gehaltssteigerungen, Rentensteigerungen und Sterbetafeln zugrunde.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt und die Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich (more likely than not) ist. Dabei werden Einschätzungen und Annahmen getroffen, welche die Zukunft betreffen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst.

Baukosten- und Investitionszuschüsse

Gelsenwasser ist berechtigt, Baukostenzuschüsse für den Anschluss an die zentrale Wasser-, Gas- und Stromversorgung in Rechnung zu stellen. Diese von den Kunden erhaltenen Baukostenzuschüsse werden passiviert und i.d.R. linear über die durchschnittliche Vertragsdauer von 50 Jahren aufgelöst. Die Auflösung wird unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden ebenfalls passivisch ausgewiesen und linear über die erwartete Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts als sonstiger betrieblicher Ertrag aufgelöst.

Latente Steuern und tatsächliche Ertragsteuern

Tatsächliche Ertragsteuern der laufenden Periode und von früheren Perioden werden mit dem Betrag der erwarteten Zahlung bzw. Erstattung angesetzt. Eine Saldierung von tatsächlichen Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt, wenn eine Aufrechnung nach dem lokalen Recht der bilanzierenden Gesellschaft möglich ist und diese Aufrechnung entweder auch beabsichtigt ist oder eine zeitgleiche Realisierung der Schuld und der Erstattung angestrebt wird.

Latente Steuern werden unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt, es sei denn, die latente Steuer entsteht aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist, und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls wird weder das Periodenergebnis nach IFRS noch das steuerliche Ergebnis beeinflusst. Ausgenommen von dieser Regelung sind für die Bildung passiver latenter Steuern außerdem Geschäfts-oder Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstanden sind. Zur Bestimmung der latenten Ertragsteuern wird der derzeit für den jeweiligen Zeitpunkt der Umkehr gesetzlich geltende (bzw. nahezu sicher zu verabschiedende) Steuersatz herangezogen.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichende zukünftige steuerliche Gewinne anfallen, gegen die die temporären Differenzen verrechnet werden können. Für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuerforderungen mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist. Zur Beurteilung der Frage, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, das heißt werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft sowie konkret umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriffen.

Für den Unterschied zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an gemeinsamen Vereinbarungen (outside basis differences) werden keine latenten Steuerschulden angesetzt, sofern Gelsenwasser in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird. Aktive latente Steuern auf solche temporären Differenzen werden nur bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie in absehbarer Zeit realisiert werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.

Ertragsrealisierung

Erlöse umfassen den für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen in Rechnung gestellten Wert abzüglich Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlässe sowie unter Berücksichtigung der Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Verkäufen. Erlöse werden folgendermaßen erfasst:

(a) Erlöse aus dem Verkaut von Gütern

Erlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn der Konzern die entsprechende Lieferung erbracht hat und die Wahrscheinlichkeit des Ausgleichs der entsprechenden Forderung als ausreichend sicher anzusehen ist. Aufgrund der Abrechnungssystematik bei Wasser-, Gas- und Stromlieferungen können die Erlöse bei Tarifkunden nach dem Ablesetag nur mithilfe geeigneter Verfahren geschätzt werden.

(b) Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen

Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Dienstleistungen erbracht werden. Bei der periodenübergreifenden Erbringung von Dienstleistungen werden Umsatzerlöse im Verhältnis von erbrachter zu insgesamt zu erbringender Dienstleistung vereinnahmt.

(c) Zinserträge

Zinserträge werden zeitproportional unter Anwendung der Effektivzinsmethode realisiert. Sofern eine Forderung wertgemindert ist, findet eine Abschreibung auf den auf Basis des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten Cashflows statt; nachfolgend wird die ratierliche Aufzinsung mit entsprechender Erfassung als Zinsertrag fortgesetzt.

d) Erlöse aus Nutzungsentgelten

Erlöse aus Nutzungsentgelten werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der zugrunde liegenden Verträge erfasst.

(e) Dividendenerträge

Dividendenerträge werden realisiert, sobald das Recht auf Erhalt der Zahlung entsteht.

Leasingverhältnisse

(a) Gelsenwasser-Konzern ist Leasingnehmer

Als Finanzierungsleasing werden Leasingverhältnisse klassifiziert, bei denen der Gelsenwasser-Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen trägt. Finanzierungs-Leasingverhältnisse werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasingobjekts oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, erfasst. Die in korrespondierender Höhe zum Leasingobjekt anzusetzende Leasingverbindlichkeit wird — mit Ausnahme des innerhalb von einem Jahr fälligen Teils — als langfristiger Posten ausgewiesen. Das Leasingobjekt wird in den Folgeperioden über den kürzeren der beiden Zeiträume, Nutzungsdauer des Leasinggegenstands oder Laufzeit des Leasingverhältnisses, abgeschrieben. Die in den Folgeperioden geleisteten Zahlungen an den Leasinggeber werden in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil wird in der Weise erfolgswirksam über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt, dass sich eine konstante Verzinsung der jeweils noch ausstehenden Leasingverbindlichkeit ergibt. Zurzeit bestehen im Gelsenwasser-Konzern keine derartigen Leasingverhältnisse.

Leasingverhältnisse, bei denen der wesentliche Teil der mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen geleistete Zahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses aufwandswirksam erfasst.

(b) Gelsenwasser-Konzern ist Leasinggeber

Werden Vermögenswerte im Rahmen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses vermietet, wird der Barwert der Leasingzahlungen als Finanzforderung erfasst. Der als Differenz zwischen der Bruttoforderung und dem Barwert der Forderung ermittelte, noch nicht realisierte Finanzertrag wird in der Weise über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt, dass sich eine konstante Verzinsung der noch ausstehenden Forderung ergibt. Die Zahlungen des Leasingnehmers werden aufgeteilt in einen Tilgungsanteil, der die Forderung reduziert, und einen Zinsanteil, der den noch nicht realisierten Finanzertrag mindert und erfolgswirksam erfasst wird.

Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietete Vermögenswerte werden in der Bilanz als Sachanlagen angesetzt. Sie werden über ihre erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Leasingerträge werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses vereinnahmt.

Dividenden

Gelsenwasser hat einen Gewinnabführungsvertrag mit ihrer Mehrheitsgesellschafterin Wasser und Gas Westfalen GmbH abgeschlossen. Die auf Basis des Gewinnabführungsvertrags abzuführenden Gewinne sowie zu zahlenden Steuerumlagen mindern nicht den Jahresüberschuss, sondern stellen einen Bestandteil der Ergebnisverwendung dar. Sie werden zum Bilanzstichtag als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Die Minderheitsaktionäre der GELSENWASSER AG erhalten eine vertraglich festgelegte, von der Mehrheitsgesellschafterin zu zahlende Garantiedividende.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse (inkl. Energie-/Stromsteuer) (1)

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IN MIO. € 2016 2015
Erlöse aus dem Gasverkauf 676,9 621,6
Erlöse aus dem Wasserverkauf 223,3 225,1
Erlöse aus dem Stromverkauf 64,7 53,9
Erlöse aus Netznutzungsentgelten 42,7 31,1
Erlöse aus der Abwasserentsorgung 7,2 10,3
Erlöse aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen 7,2 7,5
Sonstige Erlöse 44,8 70,9
  1.066,8 1.020,4

Die Umsatzerlöse liegen mit 1.066,8 Mio. € um 46,4 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Erlöse aus dem Gasverkauf. Diese stiegen hauptsächlich aufgrund von Optimierungsgeschäften der Zentralen Gasbeschaffung der GELSENWASSER AG. Die Stromerlöse stiegen hauptsächlich aufgrund der im Berichtsjahr neu geschaffenen Zentralen Strombeschaffung. Der Rückgang der Erlöse aus der Abwasserentsorgung resultiert vor allem aus der Entkonsolidierung der Nantaise des Eaux SAS Ende April 2015. Der Rückgang der sonstigen Erlöse betrifft mit 19,1 Mio. € die im Vorjahr erfolgte Abrechnung einer für die Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) durchgeführten Investitionsmaßnahme.

Energie-/Stromsteuer (2)

Energie- und Stromsteuer entstehen bei Lieferung von Erdgas und Strom an Endverbraucher. Sie werden offen von den Umsatzerlösen abgesetzt.

Sonstige betriebliche Erträge (3)

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IN MIO. € 2016 2015
Erträge aus der Entkonsolidierung von Gasnetzgesellschaften 10,2 8,8
Pacht- und Mieterträge 5,8 6,2
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 1,8 2,2
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,5 2,6
Erträge aus der Auflösung von Kapitalzuschüssen 0,2 0,2
Periodenfremde Erträge 0,1 0,1
Übrige betriebliche Erträge 10,7 6,0
  29,3 26,1

Die Erträge aus der Entkonsolidierung von Gasnetzgesellschaften betreffen im Berichtsjahr die Veräußerung von Anteilen an der Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG, der Gasnetz Bad Oeynhausen GmbH & Co. KG sowie der NiersGasNetze GmbH & Co. KG. Im Vorjahr resultierte der Abgangsertrag aus der Veräußerung von 51 % der Anteile an der MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG.

Der Anstieg bei den übrigen betrieblichen Erträgen resultiert vor allem aus Weiterbelastungen von Konzessionsabgaben.

Materialaufwand (4)

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IN MIO. € 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 626,0 572,7
Aufwendungen für bezogene Leistungen 130,4 175,0
  756,4 747,7

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für den Gas-, Strom- und Wasserbezug, darüber hinaus Energieaufwendungen und Reparaturmaterialien. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfallen überwiegend auf Anlagenunterhaltung, Netzentgelte für die Durchleitung von Gas und Strom sowie auf Aufwendungen für die Nutzung von Erdgasspeichern. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert überwiegend aus gestiegenen Gasbezugskosten. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind hingegen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 signifikant gesunken. Dies ist insbesondere auf hohe Sondereffekte im Vorjahr -die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Speichernutzungsverträgen in Höhe von 36,4 Mio. € sowie eine für die WGE durchgeführte und abgerechnete Investitionsmaßnahme von 19,1 Mio. € -zurückzuführen.

Personalaufwand (5)

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IN MIO. € 2016 2015
Löhne und Gehälter 88,2 89,6
Sozialversicherungsabgaben 15,6 15,6
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9,0 9,5
  112,8 114,7

Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten der vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, getrennt nach Arbeitnehmergruppen:

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  2016 2015
Kaufleute/Juristen 518 535
Ingenieure/Meister/Techniker 344 372
Handwerker 522 527
KONZERNBELEGSCHAFT 1.384 1.434
Auszubildende/Praktikanten 65 67
Ruhende Arbeitsverhältnisse 11 14
  1.460 1.515

Die anteilig bilanzierte WWW beschäftigte in 2016 -ohne ruhende Arbeitsverhältnisse -durchschnittlich 136 Mitarbeiter (Vorjahr: 133 Mitarbeiter).

Abschreibungen (6)

In den ausgewiesenen Abschreibungen sind wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertminderungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen (7)

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IN MIO. € 2016 2015
Konzessionsabgaben 24,0 23,1
Aufwendungen aus Termingeschäften 13,2 1,2
Beiträge an wasserwirtschaftliche Verbände 12,0 11,6
Wasserentnahmeentgelt 7,6 8,4
Wertberichtigungen/Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2,3 2,4
Sonstige Steuern 2,1 2,0
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 0,8 0,4
Übrige betriebliche Aufwendungen 32,1 32,4
  94,1 81,5

Finanzergebnis (8)

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IN MIO. € 2016 2015
Zinserträge aus Ausleihungen 0,2 0,2
Zinserträge aus Finanzierungsleasing 3,2 2,8
Sonstige Zinserträge 0,5 0,5
FINANZERTRÄGE 3,9 3,5
Zinsaufwendungen aus Aufzinsung der Pensionsrückstellungen 6,6 5,9
Zinsaufwendungen aus Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen 0,1 0,1
Sonstige Zinsaufwendungen 1,3 1,3
Abzinsung Ausleihungen/ Abschreibungen Finanzanlagen 0,2 0,1
FINANZAUFWENDUNGEN 8,2 7,4
FINANZERGEBNIS -4,3 -3,9

Ertragsteuern (9)

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ertragsteuern einschließlich der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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IN MIO. € 2016 2015
Laufende Ertragsteuern 1,8 1,8
Latente Steuern 1,2 0,2
ERTRAGSTEUERN 3,0 2,0

Darüber hinaus werden latente Steuern von -1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) direkt im Eigenkapital erfasst.

Insgesamt sind zum 31. Dezember 2016 per Saldo 3,5 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) an aktiven latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst. Sie setzen sich zusammen aus aktiven latenten Steuern von 3,7 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €) aufgrund der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und wie im Vorjahr aus passiven latenten Steuern aus der Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte von 0,2 Mio. €.

Die GELSENWASSER AG sowie die nachfolgenden vollkonsolidierten Tochterunternehmen gehören als Organgesellschaften zum steuerlichen Organkreis der Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG (WGW KG) und sind insofern nicht selbstständig steuerpflichtig:

Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH

GELSENWASSER Energienetze GmbH

GELSENWASSER Magdeburg GmbH

NGW GmbH

Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH

WESTFALICA GmbH

Die GELSENWASSER AG hat lediglich die Körperschaftsteuer (einschl. Solidaritätszuschlag) auf die von der Muttergesellschaft zu leistende Ausgleichszahlung an die außenstehenden Aktionäre zu zahlen.

Folgende im Berichtsjahr voll-oder anteilig konsolidierte Konzernunternehmen gehören nicht dem o.g. steuerlichen Organkreis an und sind selbstständig steuerpflichtig:

Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG (am 1. Januar 2016)

Gasnetz Bad Oeynhausen GmbH & Co. KG (1. Januar bis 31. Mai 2016)

GELSENWASSER Dresden GmbH

GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH

NiersGasNetze GmbH & Co. KG (1. Januar bis 9. Juni 2016)

Wasserwerke Westfalen GmbH

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand. Der erwartete Steueraufwand ergibt sich aus dem Produkt des bilanziellen Konzern-Ergebnisses vor Ertragsteuern in Höhe von 112,2 Mio. € (Vorjahr: 86,4 Mio. €) und dem anzuwendenden Steuersatz von 32% (Vorjahr: 32%) bei Zugrundelegung eines gewerbesteuerlichen Hebesatzes von 455%:

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IN MIO. € 2016 2015
ERWARTETER STEUERAUFWAND 35,9 27,6
Körperschaftsteuer auf Ausgleichszahlung 0,7 0,7
Abweichender Steuersatz für Personengesellschaften -0,1 -0,3
Steuereffekte aus nicht zu versteuerndem und steuerfreiem Einkommen -34,6 -26,0
Steuereffekt auf Einbringungsvorgänge 1,1 -
AUSGEWIESENER STEUERAUFWAND 3,0 2,0

Der hohe steuermindernde Betrag aus nicht zu versteuerndem und steuerfreiem Einkommen resultiert daraus, dass sowohl die GELSENWASSER AG als auch die weiteren oben einzeln aufgeführten Tochterunternehmen als Organgesellschaften dem steuerlichen Organkreis der WGW KG angehören und deshalb nicht selbstständig steuerpflichtig sind. Darüber hinaus resultieren die Ergebnisse vor Ertragsteuern der nicht zum steuerlichen Organkreis gehörenden Tochterunternehmen GELSENWASSER Dresden GmbH und GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH aus steuerfreien Beteiligungserträgen.

Aufgrund der Einbringung von Gasnetzen der GELSENWASSER Energienetze GmbH in die nicht zum Organkreis gehörenden damaligen Tochterunternehmen Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG, Gasnetz Bad Oeynhausen GmbH & Co. KG und NiersGasNetze GmbH & Co. KG waren erstmalig latente Steuern auf die Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten und den steuerlichen Buchwerten ergebniswirksam einzubuchen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
Sachanlagen 0,1 0,1
Pensionsrückstellungen 4,0 3,1
AKTIVE LATENTE STEUERN 4,1 3,2
Sachanlagen 0,3 0,3
At Equity bilanzierte Beteiligungen 0,8 0,7
Übrige Beteiligungen 0,1 0,2
PASSIVE LATENTE STEUERN 1,2 1,2
SALDO AKTIVE (+)/ PASSIVE (-) LATENTE STEUERN 2,9 2,0

Die latenten Steuern stellen sich bezüglich des Zeitraums der Umkehrung wie folgt dar:

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  31.12.2016 31.12.2015
IN MIO. € LANGFRISTIG KURZFRISTIG LANGFRISTIG KURZFRISTIG
Aktive latente Steuern 4,1 - 3,2 -
Passive latente Steuern 1,2 - 1,2 -
SALDO AKTIVE (+)/ PASSIVE (-) LATENTE STEUERN 2,9 - 2,0 -

Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern liegen aufgrund verpflichtender Saldierungen um 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) unter den in den obigen Tabellen ausgewiesenen Bruttobeträgen.

Ergebnis je Aktie (10)

Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Jahresüberschuss, der auf Aktionäre der GELSENWASSER AG entfällt, und dem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Die Zahl der Aktien der GELSEN-WASSER AG hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres nicht verändert und beläuft sich auf 3.437.500 Aktien. Da weder zum 31. Dezember 2016 noch zum 31. Dezember 2015 potenzielle Aktien ausstanden, die das Ergebnis je Aktie verwässern könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögenswerte (11)

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IN MIO. € ENTGELTLICH ERWORBENE GEWERBLICHE SCHUTZRECHTE, LIZENZEN UND ÄHNLICHE RECHTE KUNDEN-
BEZIEHUNGEN
GESCHÄFTS-ODER FIRMENWERT GESAMT
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN        
STAND 01.01.2015 47,5 3,5 9,6 60,6
Zugänge 6,0 - - 6,0
Abgänge 1,3 - - 1,3
Abgänge Konsolidierungskreis 2,0 3,5 8,5 14,0
STAND 31.12.2015 50,2 - 1,1 51,3
Zugänge 2,4 - - 2,4
Abgänge 1,0 - - 1,0
Abgänge Konsolidierungskreis - - - -
STAND 31.12.2016 51,6 - 1,1 52,7
ABSCHREIBUNGEN        
STAND 01.01.2015 33,8 1,2 4,8 39,8
Zugänge 2,8 - - 2,8
Abgänge 1,3 - - 1,3
Abgänge Konsolidierungskreis 1,1 1,2 4,8 7,1
STAND 31.12.2015 34,2 - - 34,2
Zugänge 3,6 - - 3,6
Abgänge 1,0 - - 1,0
Abgänge Konsolidierungskreis - - - -
STAND 31.12.2016 36,8 - - 36,8
BUCHWERTE        
STAND 31.12.2015 16,0 - 1,1 17,1
STAND 31.12.2016 14,8 - 1,1 15,9

Die gewerblichen Schutzrechte, Lizenzen und ähnlichen Rechte enthalten mit 9,0 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €) Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit Wasserlieferungsverträgen.

Am 8. November 2010 erwarb die GELSENWASSER 3. Beteiligungs-GmbH (nunmehr firmierend unter GELSEN-WASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, kurz: GWSD) sämtliche Anteile an der Osmo GmbH (OSMO). Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 30,5 Mio. €. Bei einem erworbenen Reinvermögen der OSMO in Höhe von 29,4 Mio. € ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1,1 Mio. €. Dieser steuerlich nicht abziehbare Geschäfts- oder Firmenwert entfiel auf einzeln nicht zu bewertende Vermögenswerte. Er wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „OSMO" zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die OSMO auf die GWSD verschmolzen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist seitdem der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „GWSD" zugeordnet. Die GWSD ist an vier Gesellschaften beteiligt und erzielt ihr Ergebnis aus den Gewinnausschüttungen dieser Beteiligungen. Sie ist selbst nicht operativ tätig. Der im Dezember 2016 durchgeführte Impairment-Test führte im Ergebnis zu keiner Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgte auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen für die nächsten fünf Jahre. Den Cashflow-Prognosen liegen die jeweiligen mittelfristigen Unternehmensplanungen der Beteiligungsgesellschaften zugrunde.

Der angewandte Diskontierungssatz wurde auf der Basis von Marktdaten ermittelt und beträgt 6,61 % vor Steuern (Vorjahr: 6,79%) bzw. 4,61 % nach Steuern (Vorjahr: 4,86%). Dem Wachstum nach dem fünfjährigen Detailplanungszeitraum wurde -wie im Vorjahr -durch Berücksichtigung eines Abschlags von 0,5%-Punkten beim Diskontierungssatz Rechnung getragen.

Auch eine dauerhafte Verminderung der geplanten Beteiligungserträge um 10% würde nicht zu einer Wertminderung des Geschäfts-oder Firmenwerts führen.

Sachanlagen (12)

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IN MIO. € GRUNDSTÜCKE BAUTEN ENERGIE- UND WASSERNETZE MASCHINEN BETRIEBSUND GESCHÄFTS-
AUSSTATTUNG
ANLAGEN IM BAU GESAMT
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN              
STAND 01.01.2015 34,5 250,4 1.085,1 138,7 79,0 13,4 1.601,1
Zugänge 0,2 2,7 15,7 4,2 5,1 19,3 47,2
Abgänge 0,8 0,2 2,9 0,6 6,4 0,3 11,2
Umbuchungen - 4,5 3,3 0,9 0,1 -8,9 -0,1
Abgänge Konsolidierungskreis - 4,3 - 2,0 1,5 0,4 8,2
STAND 31.12.2015 33,9 253,1 1.101,2 141,2 76,3 23,1 1.628,8
Zugänge 0,4 4,5 15,3 6,0 4,6 10,5 41,3
Abgänge - 0,3 2,1 0,5 4,1 0,6 7,6
Umbuchungen - 7,3 6,7 4,4 0,2 -18,8 -0,2
Abgänge Konsolidierungskreis - - 66,9 - -   66,9
STAND 31.12.2016 34,3 264,6 1.054,2 151,1 77,0 14,2 1.595,4
ABSCHREIBUNGEN              
STAND 01.01.2015 1,8 163,0 552,4 108,3 59,6 - 885,1
Zugänge - 4,9 22,5 3,5 4,5 - 35,4
Abgänge 0,2 0,1 2,8 0,5 6,0 - 9,6
Abgänge Konsolidierungskreis - 1,5 - 1,4 0,9 - 3,8
STAND 31.12.2015 1,6 166,3 572,1 109,9 57,2 - 907,1
Zugänge - 5,1 21,7 4,1 4,7 - 35,6
Abgänge - - 1,9 0,5 3,8 - 6,2
Abgänge Konsolidierungskreis - - 31,5 - - - 31,5
STAND 31.12.2016 1,6 171,4 560,4 113,5 58,1 - 905,0
BUCHWERTE              
STAND 31.12.2015 32,3 86,8 529,1 31,3 19,1 23,1 721,7
STAND 31.12.2016 32,7 93,2 493,8 37,6 18,9 14,2 690,4

Die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen an fremde Dritte vermieteten Anlagen sind in folgenden Sachanlagekategorien bilanziert:

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IN MIO. € ANSCHAFFUNGS-
KOSTEN 31.12.
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN ZUM 31.12. KUMULIERTE WERT-
MINDERUNGEN 31.12.
NETTO-
BUCHWERT 31.12.
ABSCHREIBUNGEN DER PERIODE
Grundstücke          
2016 3,9 - - 3,9 -
2015 3,9 - - 3,9 -
Gebäude          
2016 13,5 5,3 0,9 7,3 0,2
2015 11,3 4,9 0,8 5,6 0,2

Aus diesen Leasingverträgen ergeben sich folgende künftige Mietzahlungen während der unkündbaren Vertragslaufzeit:

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen 2,2 1,9
fällig innerhalb eines Jahres 1,9 1,5
fällig nach einem bis fünf Jahren 0,3 0,4
fällig nach über fünf Jahren - -

Investment Properties (13)

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IN MIO. €  
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN  
STAND 01.01.2015 12,7
Zugänge 0,1
Abgänge 0,1
Umbuchungen 0,1
STAND 31.12.2015 12,8
Zugänge 0,4
Abgänge 1,1
Umbuchungen 0,1
STAND 31.12.2016 12,2
ABSCHREIBUNGEN  
STAND 01.01.2015 3,7
Zugänge 0,3
Abgänge -
STAND 31.12.2015 4,0
Zugänge 0,3
Abgänge 0,7
STAND 31.12.2016 3,6
BUCHWERTE  
STAND 31.12.2015 8,8
STAND 31.12.2016 8,6

Die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen zum Bilanzstichtag 12,4 Mio. € (Vorjahr: 10,7 Mio. €).

Die Ermittlung erfolgt durch eigene Berechnungen unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode. Die Cashflows wurden auf Basis unternehmenseigener Daten auf Grundlage der in der Vergangenheit erzielten tatsächlichen Cashflows unter Berücksichtigung von geplanten künftigen Entwicklungen geschätzt. Bei den für das Bewertungsverfahren angewandten Inputfaktoren handelt es sich um individuelle, nicht beobachtbare Bewertungsparameter der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13. Anhaltspunkte dafür, dass die derzeitige Verwendung der Vermögenswerte nicht der höchsten und besten Verwendung entspricht, liegen nicht vor.

Die folgenden Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

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IN MIO. € 2016 2015
Mieterträge 2,2 2,6
Direkt zurechenbare Kosten von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, mit denen Mieterträge erzielt wurden 1,6 1,7
Direkt zurechenbare Kosten von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, mit denen keine Mieterträge erzielt wurden - -

In den Mieterträgen sind keine als Ertrag erfassten bedingten Mietzahlungen enthalten.

Aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren folgende künftige Mietzahlungen während der unkündbaren Vertragslaufzeit:

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen 5,5 6,4
fällig innerhalb eines Jahres 1,2 1,4
fällig nach einem bis fünf Jahren 2,6 3,8
fällig nach über fünf Jahren 1,7 1,2

AT EQUITY BILANZIERTE BETEILIGUNGEN (14)

Sämtliche at Equity bilanzierte Beteiligungen sind der Anteilsbesitzliste zu entnehmen.

In der nachfolgenden Tabelle werden die assoziierten Unternehmen aufgeführt, die für den Gelsenwasser-Konzern wesentlich sind:

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NAME DES ASSOZIIERTEN UNTERNEHMENS SITZ HAUPTGESCHÄFT BETEILIGUNG
Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH Bremen Abwasserentsorgung 49%
Stadtentwässerung Dresden GmbH Dresden Abwasserentsorgung 49%

Beide Unternehmen sind Mitglieder des Beteiligungs-Netzwerks der Gelsenwasser-Gruppe und für den Abwasserbereich des Gelsenwasser-Konzerns strategisch bedeutsam. Die Unternehmen sind dem Segment Wasser zugeordnet.

Die Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH ist im Abwassermarkt tätig. Sie ist seit dem 1. Januar 1999 mit 74,9% an der hanseWasser Bremen GmbH beteiligt. Mit Vertrag vom 21. Dezember 1998 und Beleihung für einen Großteil der hoheitlichen Aufgaben ist die hanseWasser Bremen GmbH für die Abwasserentsorgung in der Freien Hansestadt Bremen bis zum 31. Dezember 2028 zuständig. Darüber hinaus übernimmt die hanseWasser Bremen GmbH im Rahmen von Verträgen zwischen der Freien Hansestadt Bremen und Nachbargemeinden deren Abwasser zur Reinigung und bietet Abwasserdienstleistungen sowie verschiedene entsorgungswirtschaftliche und planerische Leistungen im Markt an.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zusammengefassten Finanzinformationen der Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH:

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IN MIO. € 2016 2015
Langfristige Vermögenswerte 61,6 62,5
Kurzfristige Vermögenswerte 22,7 25,8
Langfristige Schulden 54,0 58,5
Kurzfristige Schulden 6,8 8,0
Umsatzerlöse 1,9 1,8
Gewinn/Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 9,7 10,6
Gewinn/Verlust nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - -
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis 9,7 10,6
Erhaltene Gewinnausschüttung 4,0 4,2

Überleitung von den zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der Beteiligung an der Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH im Gelsenwasser-Konzernabschluss:

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IN MIO. € 2016 2015
Nettoreinvermögen 23,5 21,8
Beteiligungsquote des Konzerns 49% 49%
Anteiliges Nettoreinvermögen 11,5 10,7
Geschäfts- oder Firmenwert - -
Sonstige Anpassungen - -
BUCHWERT DER BETEILIGUNG 11,5 10,7

Die Stadtentwässerung Dresden GmbH ist für die Abwasserbeseitigung und Abwasserbehandlung der Landeshauptstadt Dresden und ausgewählter Umlandgemeinden zuständig. Grundlage ihrer Geschäftstätigkeit ist der mit der Landeshauptstadt Dresden geschlossene Abwasserentsorgungsvertrag. Das Unternehmen hat für diesen Zweck das Abwasservermögen vom Vertragspartner erworben und das mit der Abwasserbehandlung und -beseitigung beschäftigte Personal übernommen. Das Vertragswerk wurde im Jahr 2004 unterzeichnet und hat eine Laufzeit bis Ende des Jahres 2028. Es beinhaltet neben der Behandlung und Entsorgung der kommunalen Abwässer u.a. auch kaufmännische Betriebsführungsleistungen für die Landeshauptstadt Dresden im Zusammenhang mit der Gebührenerhebung und -abrechnung des Schmutz- und Niederschlagswassers. Neben dem Hauptvertrag existieren mit ausgewählten Umlandgemeinden Verträge über die Einleitung von Abwässern in die unternehmenseigenen Kläranlagen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zusammengefassten Finanzinformationen der Stadtentwässerung Dresden GmbH:

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IN MIO. € 2016 2015
Langfristige Vermögenswerte 617,5 612,7
Kurzfristige Vermögenswerte 17,9 24,6
Langfristige Schulden 515,2 506,8
Kurzfristige Schulden 5,8 15,8
Umsatzerlöse 78,4 74,3
Gewinn/Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 11,1 13,1
Gewinn/Verlust nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - -
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis 11,1 13,1
Erhaltene Gewinnausschüttung 5,2 5,2

Überleitung von den zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der Beteiligung an der Stadtentwässerung Dresden GmbH im Gelsenwasser-Konzernabschluss:

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IN MIO. € 2016 2015
Nettoreinvermögen 114,4 114,7
Beteiligungsquote des Konzern 49% 49%
Anteiliges Nettoreinvermögen 56,1 56,2
Geschäfts- oder Firmenwert 6,3 6,3
Sonstige Anpassungen -9,6 -10,8
BUCHWERT DER BETEILIGUNG 52,8 51,7

Die sonstigen Anpassungen resultieren daraus, dass die Kapitalrücklage der Stadtentwässerung Dresden GmbH dem anderen Gesellschafter zuzurechnen ist. Die Bildung der Kapitalrücklage erfolgte zum 31. Dezember 2005 durch Einlage dieses Gesellschafters im Zusammenhang mit der Teilprivatisierung der Stadtentwässerung Dresden GmbH.

Die folgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der übrigen at Equity bilanzierten Beteiligungen. Es handelt sich hierbei um die anteilig auf Gelsenwasser entfallenden Werte:

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- 2016 2015
IN MIO. € ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN GEMEINSCHAFTS-
UNTERNEHMEN
ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN GEMEINSCHAFTS-
UNTERNEHMEN
Buchwerte 109,9 91,2 94,3 65,1
Gewinn/Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 10,2 10,3 11,0 7,3
Gewinn/Verlust nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - -
GESAMTERGEBNIS 10,2 10,3 11,0 7,3

Die Buchwerte enthalten Geschäfts-oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt 23,5 Mio. € (Vorjahr: 23,5 Mio. €).

Finanzielle Vermögenswerte (15)

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  31.12.2016 31.12.2015
IN MIO. € GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR
Übrige Beteiligungen 169,2 169,2 133,7 133,7
Ausleihungen 2,7 2,3 2,8 2,4
Forderungen aus Finanzierungsleasing 93,2 88,8 93,7 90,7
Warentermingeschäfte 31,0 9,3 40,9 10,9
  296,1 269,6 271,1 237,7

(a) Übrige Beteiligungen

Bei den übrigen Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen, die als finanzielle Vermögenswerte in die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" eingestuft werden. Die übrigen Beteiligungen werden -sofern wesentlich -unter Anwendung der DCF-Methode mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dabei werden die zukünftigen Cashflows auf den Bilanzstichtag abgezinst. Wesentlicher Ausgangspunkt für die Bewertung sind die von den jeweiligen Beteiligungen aufgestellten und von deren Überwachungsorganen genehmigten Unternehmensplanungen. Der die Anschaffungskosten übersteigende Betrag wird in die Marktbewertungsrücklage eingestellt. Insgesamt betragen die Buchwerte der zum beizulegenden Zeitwert erfassten übrigen Beteiligungen 145,4 Mio. € (Vorjahr: 120,5 Mio. €). Bei dem angewandten Bewertungsverfahren handelt es sich um Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13. Die Buchwerte der übrigen zu Anschaffungskosten angesetzten Beteiligungen belaufen sich auf insgesamt 23,8 Mio. € (Vorjahr: 13,2 Mio. €).

(b) Ausleihungen

Die Ausleihungen betreffen im Wesentlichen an Gaskunden gewährte Finanzierungsdarlehen zur Umstellung der Heizungsanlage sowie Wohnungsbaudarlehen an Mitarbeiter. Diese haben unterschiedliche Laufzeiten; die maximale Restlaufzeit dieser Darlehen beträgt 17 Jahre.

Gelsenwasser hat im Geschäftsjahr 2016 auf Ausleihungen entfallende Zinserträge in Höhe von 22 T€ (Vorjahr: 27 T€) vereinnahmt.

Im Berichtsjahr wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) und Wertaufholungen zuvor wertgeminderter Ausleihungen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) erfasst.

Die effektiven Zinssätze auf langfristige Ausleihungen liegen unverändert zum Vorjahr zwischen 0 und 4,9 %. Die beizulegenden Zeitwerte der Ausleihungen entsprechen weitgehend den Buchwerten.

(c) Forderungen aus Finanzierungsleasing

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
Bruttoinvestitionen 138,2 141,5
fällig innerhalb eines Jahres 7,5 6,1
fällig nach einem bis fünf Jahren 23,8 23,8
fällig nach über fünf Jahren 106,9 111,6
darin enthaltener Zinsanteil 45,0 47,8
Buchwert der Forderungen aus Finanzierungsleasing 93,2 93,7
fällig innerhalb eines Jahres 4,4 3,0
fällig nach einem bis fünf Jahren 12,5 12,1
fällig nach über fünf Jahren 76,3 78,6

Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen mit 53,6 Mio. € (Vorjahr: 54,5 Mio. €) einen Pachtvertrag zwischen der GELSENWASSER AG und der GSW Wasserplus GmbH über die Wasserversorgungsanlagen in den ehemaligen Konzessionsgemeinden Kamen, Bergkamen und Bönen. Der Barwertermittlung liegt - wie im Vorjahr - der vertraglich vereinbarte Abzinsungssatz von 3,6% zugrunde.

Weitere 37,6 Mio. € (Vorjahr: 37,0 Mio. €) entfallen auf einen Pachtvertrag über Wassergewinnungsanlagen zwischen der GELSENWASSER AG und der Wassergewinnung Essen GmbH. Der Barwert der Forderung wurde auf Basis des vertraglich vereinbarten Abzinsungssatzes von 3% ermittelt.

Im Rahmen von Contracting-Modellen werden Wasseraufbereitungs- und Abwasserbehandlungsanlagen von Gelsenwasser errichtet, finanziert und über die Vertragslaufzeit von bis zu 21 Jahren betrieben. Die Barwerte der vereinbarten Leasingzahlungen entsprechen zu Vertragsbeginn den Anschaffungskosten. Die Abzinsungssätze liegen wie im Vorjahr zwischen 4,9 und 5,8%.

(d) Warentermingeschäfte

Die Gasbeschaffungs- und Gasabsatzverträge von Gelsenwasser enthalten neben Festpreisen teilweise auch Gaspreisindizierungen. Aufgrund von Preisindizierungen sowie schwankenden Gasmarktpreisen unterliegt das Portfolio einem Marktwertänderungsrisiko im Hinblick auf sich ändernde Gaspreise. Eine ausführliche Erläuterung der mit diesen Geschäften im Zusammenhang stehenden Preisrisiken befindet sich im Abschnitt Finanzinstrumente (A.III).

Ertragsteuerforderungen (16)

Mit Inkrafttreten des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) wurde das vorherige System der Körperschaftsteuerminderung durch eine ratierliche Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens in zehn gleichen Jahresraten beginnend in 2008 ersetzt. Der zum 31. Dezember 2016 bilanzierte Buchwert entspricht den in 2017 fälligen letzten Raten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (17)

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  31.12.2016 31.12.2015
IN MIO. € GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 97,3 - 94,5 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8,1 - 14,3 -
Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen 81,8 28,2 60,4 29,9
Forderungen gegen übrige Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Übrige Forderungen 9,2 0,3 28,4 0,3
  196,4 28,5 197,6 30,2

Die Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen betreffen mit 28,2 Mio. € (davon 26,4 Mio. € mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) einen Rückgriffsanspruch, der besteht, wenn die GELSENWASSER AG aus einem gegebenen abstrakten Schuldanerkenntnis in Anspruch genommen wird (Vorjahr: 29,9 Mio. €, davon 28,2 Mio. € mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr). In gleicher Höhe ist eine Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen, deren Restlaufzeit 17 Jahre beträgt. Der beizulegende Zeitwert der Forderung beläuft sich auf 34,2 Mio. € (Vorjahr: 36,5 Mio. €).

Vorräte (18)

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4,6 4,6
Unfertige Leistungen 4,2 2,3
Fertige Erzeugnisse und Waren 6,9 12,1
Geleistete Anzahlungen -
  15,7 19,0

Im Berichtsjahr erfolgten Wertberichtigungen von 2,5 Mio. € (Vorjahr: 8,1 Mio. €) aufgrund gefallener Preise. Wertaufholungen waren — wie im Vorjahr — nicht zu erfassen.

Eigenkapital (19)

Das Grundkapital der GELSENWASSER AG ist in voller Höhe eingezahlt. Es beträgt unverändert 103.125.000 € und ist eingeteilt in 3.437.500 nennbetragslose auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Die Kapitalrücklage stammt ausschließlich aus Agiobeträgen im Rahmen von Kapitalerhöhungen der GELSENWASSER AG.

Die Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung und Verbesserung der Bilanzstruktur im Jahres- und Konzernabschluss sowie die Erhöhung des Eigenkapitals. Hierzu werden — trotz des bestehenden Gewinnabführungsvertrags — jährlich 4,0 Mio. € zur Substanzerhaltung in die Gewinnrücklagen eingestellt. Darüber hinaus ist die Muttergesellschaft aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags verpflichtet, etwaige Verluste auszugleichen, so dass auch in diesem Fall das Eigenkapital erhalten bliebe. Das gemanagte Kapital entspricht dem bilanziellen Buchwert.

Pensionsrückstellungen (20)

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von leistungsorientierten Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Hierbei besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Die Zusagen bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter.

Die den Pensionsrückstellungen zugrunde liegenden Pensionszusagen für Mitarbeitende unterliegen dem regulatorischen Rahmen des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Sie sind ausgestaltet als Direktzusagen über Versorgungsleistungen, die in Tabellenwerten nach Betriebszugehörigkeit und Einstufung in das System abgebildet werden. Die Wartezeit beträgt zehn Jahre. Die Zusagen berücksichtigen ehemals Aktive mit Werksrenten nach Erreichen der Altersgrenze oder wegen voller Erwerbsminderung im Sinne der Rentenversicherung sowie Hinterbliebene. Für tarifliche Mitarbeiter besteht eine Anwartschafts- und Leistungstabelle, deren Anpassung in der Regel jährlich unter Beachtung von § 16 BetrAVG überprüft wird. Analog werden Anwartschaften außertariflicher Mitarbeiter überprüft, laufende Leistungen entwickeln sich Beamtenbezügen entsprechend. Die zurückgestellten Mittel werden im Rahmen der Innenfinanzierung des gesamten Geschäftsportfolios eingesetzt und unterliegen damit keinen diese Geschäfte übersteigenden Risiken. Risiken bestehen indes, wenn Versorgungsberechtigte länger leben als es die zugrunde liegenden biometrischen Rechnungsgrundlagen annehmen. Dieses Risiko wird normalerweise durch das Kollektiv der Berechtigten ausgeglichen, es sei denn, die versicherungsmathematischen Grundlagen stellen die Bewertung insgesamt unzutreffend dar oder die Lebenserwartung steigt weiter allgemein. Daneben ist das Inflationsrisiko zu nennen, da die laufenden Leistungen nach § 16 BetrAVG grundsätzlich unter Beachtung der Entwicklung des Verbraucherpreisindizes für Deutschland oder der Nettolöhne vergleichbarer Arbeitnehmergruppen des Unternehmens anzupassen sind.

Die Rückstellungsbewertung der Versorgungspläne erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.

Entwicklung des Verpflichtungsumfangs und des Rückstellungsbetrags:

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IN MIO. € 2016 2015
VERPFLICHTUNGSUMFANG/ RÜCKSTELLUNG AM 01.01. 279,5 300,2
Laufender Dienstzeitaufwand 7,3 7,6
Zinsaufwand 6,6 5,9
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) 36,6 -24,7
(davon aufgrund von Änderungen finanzieller Parameter) (38,7) (-21,1)
(davon aufgrund von Änderungen demografischer Parameter) (-) (-)
(davon aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen) (-2,1) (-3,6)
Nachverrechneter Dienstzeitaufwand - -
Übertragungen - -
Rentenzahlungen -9,7 -9,5
VERPFLICHTUNGSUMFANG/ RÜCKSTELLUNG AM 31.12. 320,3 279,5

Den versicherungsmathematischen Berechnungen der Versorgungsverpflichtungen und des Pensionsaufwands wurden konzerneinheitlich für alle Pläne folgende Parameter zugrunde gelegt:

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IN % 31.12.2016 31.12.2015
Rechnungszins 1,7 2,4
Anwartschaftstrend 2,5 2,5
Rententrend 2,0 2,0
Biometrische Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck

Bei der Festlegung des Rechnungszinses wird der Empfehlung des beauftragten Versicherungsmathematikers, der Mercer Deutschland GmbH, gefolgt. Zur Ermittlung des Zinssatzes nach der Mercer Yield Curve (MYC) wird zunächst das sogenannte Bond-Universum auf Basis der zu einem Stichtag vorhandenen AA-Firmenanleihen bestimmt. Auf Basis dieser Anleihen wird eine Zinsstrukturkurve errechnet. Danach wird mit einem Muster-Zahlungsstrom, der der Duration des Bestands des Gelsenwasser-Konzerns entspricht, ein einheitlicher Durchschnittszins berechnet.

Die Sensitivität des Verpflichtungsumfangs auf Änderungen in den gewichtigen Hauptannahmen beträgt:

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    AUSWIRKUNGEN AUF DEN VERPFLICHTUNGSUMFANG
31. DEZEMBER 2016 VERÄNDERUNG DER ANNAHME ERHÖHUNG DER ANNAHME VERMINDERUNG DER ANNAHME
Rechnungszins 0,5 %-Punkte Verminderung um 8,9 % Erhöhung um 10,3 %
Anwartschaftstrend 0,1 %-Punkte Erhöhung um 0,5 % Verminderung um 0,5 %
Rententrend 0,1 %-Punkte Erhöhung um 1,2 % Verminderung um 1,2 %
    AUSWIRKUNGEN AUF DEN VERPFLICHTUNGSUMFANG
31. DEZEMBER 2015 VERÄNDERUNG DER ANNAHME ERHÖHUNG DER ANNAHME VERMINDERUNG DER ANNAHME
Rechnungszins 0,5 %-Punkte Verminderung um 8,3 % Erhöhung um 9,6 %
Anwartschaftstrend 0,1 %-Punkte Erhöhung um 0,4 % Verminderung um 0,4 %
Rententrend 0,1 %-Punkte Erhöhung um 1,2 % Verminderung um 1,2 %
31. DEZEMBER 2016   VERÄNDERUNG DER ANNAHME AUSWIRKUNGEN AUF DEN VERPFLICHTUNGSUMFANG
Sterbewahrscheinlichkeit   Erhöhung um 13,5 % Verminderung um 4,5 %
    Verminderung um 11,5 % Erhöhung um 4,4 %
31. DEZEMBER 2015   VERÄNDERUNG DER ANNAHME AUSWIRKUNGEN AUF DEN VERPFLICHTUNGSUMFANG
Sterbewahrscheinlichkeit   Erhöhung um 13,5 % Verminderung um 4,2 %
    Verminderung um 11,5 % Erhöhung um 4,2 %

Bei der Ermittlung der genannten Prozentsätze wurde auf eine Erhöhung bzw. Verminderung der Lebenserwartung um genau ein Jahr, bezogen auf das Alter von 65 Jahren, abgestellt.

Die obigen Sensitivitätsanalysen basieren auf der Änderung lediglich einer Annahme, während alle anderen Parameter konstant gehalten werden. Ein solches Szenario ist in der Realität unwahrscheinlich, da Veränderungen von einigen Annahmen miteinander korrelieren könnten. Bei der Berechnung der Sensitivität des Verpflichtungsumfangs wurde dieselbe Methode verwendet, mit der die Pensionsrückstellung in der Bilanz ermittelt wird.

Für das Geschäftsjahr 2017 werden Rentenzahlungen in Höhe von 10,0 Mio. € erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Leistungsverpflichtungen beträgt 18,9 Jahre.

Für beitragsorientierte Versorgungspläne wurden 7,3 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €) gezahlt.

Sonstige Rückstellungen (21)

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt entwickelt:

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IN MIO. € ANFANGS-
BESTAND
ÄNDERUNG KONSOLI-
DIERUNGS-
KREIS
INAN-
SPRUCH-
NAHME
AUF-
LÖSUNG
AUF-
ZINSUNG
ZUFÜH-
RUNG
END-
BESTAND
DAVON LANG-
FRISTIG
Energiewirtschaftliche Risiken 52,6 - 0,6 2,8 - 1,5 50,7 41,6
Umweltrisiken 2,4 - - - - 0,5 2,9 1,6
Verpflichtungen im Personalbereich 5,7 - 1,8 - 0,1 2,8 6,8 3,8
Konzessionsabgaben/ Abwasserabgaben 6,5 - 5,6 0,1 - 4,6 5,4 -
Übrige sonstige Rückstellungen 6,7 - 2,0 0,6 - 1,9 6,0 0,6
  73,9 - 10,0 3,5 0,1 11,3 71,8 47,6

Die Rückstellungen für energiewirtschaftliche Risiken betreffen im Wesentlichen drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Preisrisiken. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften betreffen Speichernutzungsverträge. Eine Bewirtschaftung der Gasspeicher ist nach heutiger Einschätzung nicht mit positiven Ergebnissen möglich. Der Rückstellungsbetrag beläuft sich auf 47,6 Mio. €. Die Höhe dieser Rückstellung wird wesentlich beeinflusst von den erwarteten Sommer-/Winterspreads sowie erwarteten kurzfristigen Preisvolatilitäten. Diskontiert wurde die Rückstellung mit laufzeitadäquaten Zinssätzen zwischen 0 und 1,0 %.

Die Rückstellungen für Umweltrisiken betreffen Rekultivierungsverpflichtungen in der Wassergewinnung.

Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich beinhalten überwiegend Jubiläumsverpflichtungen sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen.

Für die vom mittleren Ablesestichtag bis zum Bilanzstichtag abgegrenzten Erlöse werden die hierauf entfallenden Konzessionsabgaben zurückgestellt. Zudem enthält der Posten die noch zu entrichtende Abwasserabgabe der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH.

Finanzielle Verbindlichkeiten (22)

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  31.12.2016 31.12.2015
IN MIO. € GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64,2 60,0 63,3 59,6
Warentermingeschäfte 30,7 9,2 36,3 9,5
  94,9 69,2 99,6 69,1

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen bei der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, der Wasserwerke Westfalen GmbH und der GELSENWASSER AG. Diese hat im Rahmen der Finanzierung von Investitionen eines assoziierten Unternehmens eine Einredeverzichtserklärung sowie ein abstraktes Schuldanerkenntnis abgegeben, was eine entsprechende Bilanzierung als Verbindlichkeit zur Folge hatte.

Ausgewiesen werden die Warentermingeschäfte mit negativen beizulegenden Zeitwerten. Für die Ermittlung der Werte gelten die Ausführungen unter dem Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte entsprechend.

Zuschüsse (23)

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  31.12.2016 31.12.2015
IN MIO. € GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR
Baukostenzuschüsse 172,5 165,6 184,4 177,0
Investitionszuschüsse 3,1 2,8 2,6 2,4
  175,6 168,4 187,0 179,4

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (24)

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- 31.12.2016 31.12.2015
IN MIO. € GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR GESAMT DAVON RESTLAUFZEIT MEHR ALS EIN JAHR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61,4 - 64,3 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92,8 2,2 93,3 2,4
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Beteiligungen 11,4 - 5,8 -
Verbindlichkeiten gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Übrige Verbindlichkeiten 31,4 0,3 26,8 0,3
Erhaltene Anzahlungen 4,9 - 3,5 -
  201,9 2,5 193,7 2,7

Die Verbindlichkeiten sind, abgesehen von Geldaufnahmen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings, grundsätzlich unverzinslich und in Euro zurückzuzahlen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 77,1 Mio. € (Vorjahr: 77,3 Mio. €) auf die Wasser und Gas Westfalen GmbH. Die Verbindlichkeit resultiert aus der Gewinnabführung.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die Bereiche Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind Zinseinnahmen (einschließlich Zinseinnahmen aus Ausleihungen und Finanzierungsleasing) von 3,7 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €), Zinsausgaben von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €), erstattete Ertragsteuern von 3,3 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €), gezahlte Ertragsteuern von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) sowie von at Equity bilanzierten und übrigen Beteiligungen erhaltene Netto-Dividenden von 29,8 Mio. € (Vorjahr: 32,6 Mio. €) enthalten. Hinzu kommen Einzahlungen von in der Vergangenheit einbehaltenen Kapitalertragsteuern in Höhe von 6,1 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €).

Die Auszahlungen für Investitionen des Finanzanlagevermögens betreffen im Berichtsjahr insbesondere Kapitalerhöhungen bei der MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG (MNG) und der VGW Projektgesellschaft mbH. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen resultieren aus den in 2016 veräußerten Anteilen an Gasnetzgesellschaften sowie aus der erst im Berichtsjahr ausgeglichenen Kaufpreisforderung im Zusammenhang mit der im Vorjahr vollzogenen Veräußerung von 51 % der Anteile an der MNG.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds beinhaltet ausschließlich die in der Bilanz als Flüssige Mittel ausgewiesenen Kassenbestände und Bankguthaben.

Segmentberichterstattung

Hauptentscheidungsträger (Chief Operating Decision Maker) im Sinne des IFRS 8 ist der Gesamtvorstand. Aufgrund der unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen auf dem Wasser- und Energiemarkt wird der Gelsenwasser-Konzern in die zwei Geschäftssegmente Wasser (Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung) und Energie (Gas- und Stromversorgung) aufgeteilt.

Zum Segment Wasser gehören im Wesentlichen Produktion, Ein- und Verkauf sowie Transport und Verteilung von Trinkwasser und Aufbereitung von Abwasser. Dieses Segment beinhaltet die Wasseraktivitäten der GELSENWASSER AG und der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH sowie das gesamte Geschäft der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH und der Wasserwerke Westfalen GmbH. Darüber hinaus werden Beteiligungen und Dienstleistungen für Dritte mit dem Schwerpunkt im Wassergeschäft berücksichtigt.

Zum Segment Energie gehören im Wesentlichen Ein- und Verkauf sowie Transport und Verteilung von Erdgas und Strom. Da es sich sowohl bei Erdgas als auch bei Strom um geschlossene Wertschöpfungsketten handelt, werden die Aktivitäten Einkauf, Netzbetrieb und Verkauf zusammen betrachtet. In diesem Segment werden die Gas-, Strom- und Wärmeaktivitäten der GELSENWASSER AG, der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH und der GELSENWASSER Energienetze GmbH sowie jeweils das gesamte Geschäft der NGW GmbH, der WESTFALICA GmbH, der Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG (1. Januar 2016), der Gasnetz Bad Oeynhausen GmbH & Co. KG (1. Januar bis 31. Mai 2016) und der NiersGasNetze GmbH & Co. KG (1. Januar bis 9. Juni 2016) sowie die nicht in der Wassersparte berücksichtigten Geschäfte erfasst.

Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen wie sie mit Dritten zur Anwendung kämen.

Das bei Gelsenwasser eingerichtete Planungs- und Berichtssystem enthält eine Segmentierung ausschließlich auf Grundlage der Gewinn- und Verlustrechnung. Zentrale Steuerungsgröße ist hierbei das EBIT, basierend auf den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des vorliegenden Konzernabschlusses. Eine Segmentierung von Vermögenswerten und Schulden findet nicht statt.

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NACH SEGMENTEN          
IN MIO. € JAHR WASSER ENERGIE SONSTIGE/ KONSOLIDIERUNG KONZERN
Außenumsatz 2016 265,9 774,2 - 1.040,1
  2015 294,7 701,8 - 996,5
Innenumsatz 2016 - - - -
  2015 - - - -
Gesamtumsatz 2016 265,9 774,2 - 1.040,1
  2015 294,7 701,8 - 996,5
Ergebnis at Equity bilanzierter Beteiligungen 2016 17,9 13,1 - 31,0
  2015 17,9 12,0 - 29,9
Abschreibungen 2016 27,4 12,1 - 39,5
  2015 25,9 12,6 - 38,5
Wesentliche zahlungsunwirksame Erlöse und Erträge 2016 6,4 4,6 - 11,0
  2015 14,4 9,0 - 23,4
Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen (ohne Abschreibungen) 2016 7,1 5,0 - 12,1
  2015 11,5 42,1 - 53,6
EBIT 2016 62,7 53,8 - 116,5
  2015 73,1 17,2 - 90,3

Überleitung vom EBIT der Segmente zum Konzernergebnis vor Ertragsteuern

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IN MIO. € 2016 2015
EBIT Segment Wasser 62,7 73,1
EBIT Segment Energie 53,8 17,2
EBIT KONZERN 116,5 90,3
Finanzerträge 3,9 3,5
Finanzaufwendungen 8,2 7,4
KONZERNERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 112,2 86,4

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Insgesamt ist das EBIT mit 116,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 26,2 Mio. € gestiegen. Die einzelnen Segmente veränderten sich dabei gegenläufig:

Im Segment Wasser sank das EBIT im Berichtsjahr um 10,4 Mio. € auf 62,7 Mio. €. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen für Preisrisiken im Vorjahr.

Das EBIT im Segment Energie stieg im Berichtsjahr um 36,6 Mio. € auf 53,8 Mio. €. Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste aus langfristigen Speichernutzungsverträgen im Vorjahr.

Aufteilung der Umsatzerlöse auf Produktgruppen

Eine Aufteilung der Umsatzerlöse von externen Kunden nach Produktgruppen bzw. Dienstleistungen befindet sich im Abschnitt zu den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung.

Informationen über wichtige Kunden

Von den Umsatzerlösen des Gelsenwasser-Konzerns entfallen 96,9 Mio. € (Vorjahr: 109,5 Mio. €) bzw. rund 9% (Vorjahr: 11 %) auf einen einzigen externen Kunden. Die Umsätze sind vollständig im Segment Energie enthalten.

Finanzinstrumente

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Gelsenwasser-Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt:

Marktrisiken (Währungs-, Zins- und Preisrisiken)

Kreditrisiken

Liquiditätsrisiken

Zur frühzeitigen Information über Risiken und den damit verbundenen finanziellen Auswirkungen betreibt der Gelsenwasser-Konzern ein dezentrales Risikomanagementsystem, das zentral gesteuert wird. Die jeweils zuständigen Einheiten identifizieren, bewerten und melden Risiken entsprechend ihrer dezentralen Verantwortung. Hierdurch wird die kontinuierliche Früherkennung sowie standardisierte Erfassung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von konzernweiten Risiken erreicht.

(a) Marktrisiko

(I) Währungsrisiko

Der Gelsenwasser-Konzern erzielt seine Umsatzerlöse nahezu ausschließlich in Deutschland und ist infolgedessen in seiner operativen Tätigkeit keinem wesentlichen Fremdwährungsrisiko ausgesetzt.

Daneben hält der Gelsenwasser-Konzern Beteiligungen an ausländischen Unternehmen in osteuropäischen Ländern, deren Nettoreinvermögen dem Risiko von Wechselkursänderungen bei der Währungsumrechnung unterliegt. Gleiches gilt für die vereinnahmten Gewinnausschüttungen aus diesen ausländischen Unternehmen. Eine fortwährende Sicherung dieser Fremdwährungsposten und -transaktionen erfolgt nicht. Sie sind aus Konzernsicht insgesamt nicht von wesentlicher Bedeutung.

(II) Zinsänderungsrisiko der erwarteten Cashflows bzw. der beizulegenden Zeitwerte

Die Erträge und betrieblichen Cashflows werden nur unwesentlich von Änderungen der Marktzinssätze beeinflusst. Das Zinsrisiko des Konzerns entsteht durch die kurzfristige Anlage vorhandener flüssiger Mittel. Durch die im Regelfall variable Verzinsung entsteht für den Konzern ein geringes Zinsänderungsrisiko bezüglich der erwarteten Cashflows. Eine Veränderung des Anlagezinssatzes um einen Prozentpunkt würde beim gegenwärtigen Bestand an flüssigen Mitteln zu einem um rund 1,1 Mio. € niedrigeren bzw. höheren Zinsergebnis führen.

Der Gelsenwasser-Konzern ist einem Wertänderungsrisiko seiner Eigenkapitalbeteiligungen ausgesetzt, da die vom Konzern gehaltenen Beteiligungen in der Konzernbilanz als „zur Veräußerung verfügbar (available-for-sale)" klassifiziert werden. Gelsenwasser hält ausschließlich zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Finanzinstrumente, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinstrumente wird durch die Anwendung von Bewertungsmodellen ermittelt. Die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen erfolgt auf Grundlage der Discounted-Cashflow-Methode. Dafür werden Annahmen getroffen, die auf den Marktgegebenheiten am Bilanzstichtag basieren. Im Berichtsjahr wurden Diskontierungssätze von 4,61 bis 4,64% (Vorjahr: 4,86 bis 4,91 %) zugrunde gelegt. Die beizulegenden Zeitwerte haben sich im Berichtsjahr um 24,9 Mio. € erhöht. Die Erhöhung wurde im übrigen Konzernergebnis erfasst. Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt würde die beizulegenden Zeitwerte um rund 57 Mio. € erhöhen bzw. um rund 34 Mio. € vermindern.

(III) Preisrisiko

Liefer- und Abnahmeverpflichtungen aus Gasbeschaffungsund Gasabsatzverträgen werden bei der GELSENWASSER AG im Rahmen eines aktiven Portfoliomanagements über verschiedene Instrumente abgesichert. Hierbei kommen insbesondere Standardhandelsgeschäfte, Fahrpläne sowie flexible Lieferverträge zum Einsatz.

Die Gasbeschaffungs- und Gasabsatzverträge von Gelsenwasser enthalten neben Festpreisen teilweise auch Gaspreisindizierungen (z. B. TTF, NCG). Aufgrund von Preisindizierungen sowie schwankender Gasmarktpreise (TTF, NCG, Gaspool) unterliegt das Portfolio einem Marktwertänderungsrisiko im Hinblick auf sich ändernde Gaspreise (Marktpreisrisiken und Ortsbasisrisiken). Zusammenfassend betrachtet haben die Verträge innerhalb des Portfolios überwiegend eine risikokompensierende Wirkung, da sie entweder dem gleichen bzw. einem ähnlichen Gaspreisrisiko (TTF, NCG, Gaspool) unterliegen. Darüber hinaus werden verbleibende offene Positionen teilweise über den Abschluss von Payer- bzw. Receiver-Gasswaps abgesichert. Dabei wird der Preisindex der derivativen Finanzinstrumente jeweils so gewählt, dass er mit dem Preisindex der Gasbeschaffungs- bzw. Gasabsatzverträge übereinstimmt und die derivativen Finanzinstrumente somit demselben Preisrisiko unterliegen.

Sowohl die derivativen Finanzinstrumente als auch die physischen Gastermingeschäfte werden nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Somit erfolgt nach IFRS ein weitgehender Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über alle Gasverträge und Derivate hinweg (natura) hedge). Soweit offene Positionen bestehen, kann es zu Ergebniseffekten kommen.

(b) Kreditrisiko

Kreditrisiken entstehen, wenn Vertragspartner nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen wie vereinbart zu erfüllen. Zur Vermeidung eines erheblichen Forderungsausfallrisikos wird bei Neuabschlüssen von Verträgen ab einem Volumen von 20.000 €/Jahr eine Bonitätsprüfung auf Basis der Gelsenwasser-Konzernrichtlinie „Solvenzprüfung vor Vertragsabschluss" durchgeführt. Der Geltungsbereich der Richtlinie umfasst neben Wasser- und Energielieferungsverträgen auch sonstige Dienstleistungsverträge. Im operativen Geschäft werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Mehr als zwei Jahre überfällige Forderungen werden grundsätzlich vollständig einzelwertberichtigt. Den Ausfallrisiken der restlichen Forderungen wird durch eine portfoliobasierte Wertberichtigung auf Grundlage historisch belegter Erfahrungen bei den Ausfällen Rechnung getragen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der überfälligen und nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
weniger als sechs Monate überfällig 10,5 14,5
mehr als sechs Monate und weniger als ein Jahr überfällig 0,7 1,4
mehr als ein Jahr und weniger als zwei Jahre überfällig 1,0 1,4
  12,2 17,3

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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IN MIO. € 2016 2015
WERTBERICHTIGUNGEN 01.01. 4,6 5,0
Zuführung 1,1 1,2
Änderungen des Konsolidierungskreises - -0,6
Inanspruchnahme -0,7 -0,7
Auflösungen -0,4 -0,3
WERTBERICHTIGUNGEN 31.12. 4,6 4,6

Darlehen werden im Wesentlichen an Mitarbeiter zur Finanzierung von Wohneigentum gewährt. Darüber hinaus gibt es kurzfristige Darlehen an verbundene und Beteiligungsunternehmen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings. Für Ausfallrisiken bei gewährten Kundendarlehen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) gebildet worden.

Eine Konzentration eines wesentlichen Teils der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie der Darlehen auf einen oder wenige Kunden bzw. Darlehensnehmer liegt nicht vor. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen ergibt sich wie bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten -Warentermingeschäfte ausgenommen -durch die in der Bilanz angesetzten Buchwerte. Die Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen in den letzten drei Geschäftsjahren durchschnittlich weniger als 0,3 % der Umsatzerlöse.

(c) Liquiditätsrisiko

Der Gelsenwasser-Konzern hat sein Liquiditätsmanagement so organisiert, dass immer eine ausreichende Reserve an flüssigen Mitteln vorhanden ist.

In den beiden nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7 dargestellt:

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  MITTELABFLÜSSE ZUM 31.12.2016
IN MIO. € 2017 2018 2019-2021 AB 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6,7 6,5 19,2 51,4
Warentermingeschäfte 21,5 6,5 2,8 -
Mittelabflüsse Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 174,1 0,2 0,6 2,0
MITTELABFLÜSSE VERBINDLICHKEITEN IM ANWENDUNGSBEREICH IFRS 7 202,6 13,2 22,6 53,4
  MITTELABFLÜSSE ZUM 31.12.2015
IN MIO. € 2016 2017 2018-2020 AB 2021
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6,5 6,6 18,8 53,0
Warentermingeschäfte 26,8 8,1 1,4 -
Mittelabflüsse Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 167,9 0,2 0,6 2,2
MITTELABFLÜSSE VERBINDLICHKEITEN IM ANWENDUNGSBEREICH IFRS 7 201,2 14,9 20,8 55,2

Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen gemäß IFRS 7.20 erfasst:

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IN MIO. € 2016 2015
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -4,3 -1,2
davon zu Handelszwecken gehalten -4,3 -1,2
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 10,4 12,2
Kredite und Forderungen -1,3 -1,2
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -1,2 -1,3

Das Nettoergebnis umfasst im Wesentlichen Zinsen, Dividenden, Erträge und Aufwendungen aus Warentermingeschäften sowie Wertberichtigungen.

Im Berichtsjahr wurden per Saldo Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 24,9 Mio. € (Vorjahr: -6,5 Mio. €) erfolgsneutral im kumulierten übrigen Konzernergebnis erfasst.

Buchwerte, beizulegende Zeitwerte und Bewertungskategorien nach Klassen zum 31. Dezember 2016:

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KLASSIFIKATION
IN MIO. €
BEWERTUNGS-
KATEGORIEN NACH IAS 39
BUCHWERT 31.12.2016 BEIZULEGENDER ZEITWERT 31.12.2016
AKTIVA      
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (LANGFRISTIG)   269,6 268,0
Übrige Beteiligungen AfS 169,2 169,2
Ausleihungen LaR 2,3 2,3
Forderungen aus Finanzierungsleasing nicht IAS 39 88,8 87,2
Warentermingeschäfte FVtPL 9,3 9,3
SONSTIGE FORDERUNGEN (LANGFRISTIG)   28,2 34,3
Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen LaR 28,2 34,3
Übrige Forderungen LaR - -
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (KURZFRISTIG)   26,5 26,5
Ausleihungen LaR 0,4 0,4
Forderungen aus Finanzierungsleasing nicht IAS 39 4,4 4,4
Warentermingeschäfte FVtPL 21,7 21,7
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN (KURZFRISTIG)   163,6 163,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 97,3 97,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen LaR 8,1 8,1
Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen LaR 53,6 53,6
Forderungen gegen übrige Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht LaR - -
Übrige Forderungen LaR 4,6 4,6
FLÜSSIGE MITTEL LAR 113,2 113,2
PASSIVA      
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG)   69,2 78,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AmC 60,0 68,9
Warentermingeschäfte FVtPL 9,2 9,2
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG)   2,3 2,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen AmC 2,2 2,5
Übrige Verbindlichkeiten AmC 0,1 0,1
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG)   25,6 25,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AmC 4,1 4,1
Warentermingeschäfte FVtPL 21,5 21,5
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG)   171,5 171,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AmC 61,4 61,4
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen AmC 90,6 90,6
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Beteiligungen AmC 11,3 11,3
Verbindlichkeiten gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AmC - -
Übrige Verbindlichkeiten AmC 8,2 8,2
AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN NACH IAS 39:      
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE      
AfS   169,2 169,2
LaR   307,7 313,8
FVtPL   31,0 31,0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN      
AmC   237,9 247,1
FVtPL   30,7 30,7

Buchwerte, beizulegende Zeitwerte und Bewertungskategorien nach Klassen zum 31. Dezember 2015:

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KLASSIFIKATION
IN MIO. €
BEWERTUNGS-
KATEGORIEN NACH IAS 39
BUCHWERT 31.12.2015 BEIZULEGENDER ZEITWERT 31.12.2015
AKTIVA      
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (LANGFRISTIG)   237,7 236,1
Übrige Beteiligungen AfS 133,7 133,7
Ausleihungen LaR 2,4 2,4
Forderungen aus Finanzierungsleasing nicht IAS 39 90,7 89,1
Warentermingeschäfte FVtPL 10,9 10,9
SONSTIGE FORDERUNGEN (LANGFRISTIG)   29,9 34,8
Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen LaR 29,9 34,8
Übrige Forderungen LaR - -
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (KURZFRISTIG)   33,4 33,4
Ausleihungen LaR 0,4 0,4
Forderungen aus Finanzierungsleasing nicht IAS 39 3,0 3,0
Warentermingeschäfte FVtPL 30,0 30,0
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN (KURZFRISTIG)   162,2 162,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 94,5 94,5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen LaR 14,3 14,3
Forderungen gegen at Equity bilanzierte Beteiligungen LaR 30,5 30,5
Forderungen gegen übrige Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht LaR - -
Übrige Forderungen LaR 22,9 22,9
FLÜSSIGE MITTEL LAR 100,7 100,7
PASSIVA      
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG)   69,1 77,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AmC 59,6 68,4
Warentermingeschäfte FVtPL 9,5 9,5
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG)   2,4 2,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Untemehmen AmC 2,4 2,6
Übrige Verbindlichkeiten AmC - -
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG)   30,5 30,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AmC 3,7 3,7
Warentermingeschäfte FVtPL 26,8 26,8
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG)   167,6 167,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AmC 64,3 64,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Untemehmen AmC 90,9 90,9
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Beteiligungen AmC 5,8 5,8
Verbindlichkeiten gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AmC - -
Übrige Verbindlichkeiten AmC 6,6 6,6
AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN NACH IAS 39:      
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE      
AfS   133,7 133,7
LaR   295,6 300,5
FVtPL   40,9 40,9
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN      
AmC   233,3 242,3
FVtPL   36,3 36,3

AfS:Available-for-Sale financial assets (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte)

LaR: Loans and Receivables (Ausleihungen und Forderungen)

FVtPL: Fair Value through Profit or Loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet)

AmC: Financial liabilities measured at amortized cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten)

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten basieren auf diskontierten Cashflows, die unter Verwendung eines aktuellen Diskontierungssatzes ermittelt wurden. Das Bewertungsverfahren ist als Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 klassifiziert. Die beizulegenden Zeitwerte der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen dabei ihren Buchwerten, da die Auswirkungen der Abzinsung unwesentlich sind. Der beizulegende Zeitwert der aus einem Rückgriffsanspruch resultierenden Forderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen ist korrespondierend zu der entsprechenden Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten berechnet worden.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Finanzierungsleasing wird ermittelt, indem die künftigen Mindestleasingzahlungen mit einem Zinssatz diskontiert werden, der auf einem vergleichbaren aktuellen Projekt basiert (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13).

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die übrigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden, die zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sowie die der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde liegenden Hierarchiestufen:

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  BEIZULEGENDER ZEITWERT ERMITTELT AUF BASIS 31.12.2016
  ÖFFENTLICH NOTIERTER MARKTPREISE MARKTNAHER, DIREKT ABLEITBARER WERTE INDIVIDUELLER BEWERTUNGS-
PARAMETER
 
IN MIO. € (STUFE 1) (STUFE 2) (STUFE 3) SUMME
Übrige Beteiligungen 169,2 169,2
Warentermingeschäfte 31,0 31,0
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 31,0 169,2 200,2
Warentermingeschäfte 30,7 30,7
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 30,7 30,7
  BEIZULEGENDER ZEITWERT ERMITTELT AUF BASIS 31.12.2015
IN MIO. € ÖFFENTLICH NOTIERTER MARKTPREISE
(STUFE 1)
MARKTNAHER, DIREKT ABLEITBARER WERTE
(STUFE 2)
INDIVIDUELLER BEWERTUNGS-
PARAMETER
(STUFE 3)
SUMME
Übrige Beteiligungen 133,7 133,7
Warentermingeschäfte 40,9 40,9
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 40,9 133,7 174,6
Warentermingeschäfte 36,3 36,3
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 36,3 36,3

Während des Berichtsjahres gab es keine Umgliederungen zwischen den Stufen.

Eine Überwachung von Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgt bei den übrigen Beteiligungen regelmäßig im Rahmen der halbjährlichen Berichterstattung und bei den Warentermingeschäften wöchentlich im Rahmen der Risikoberichterstattung für den Gashandel. Die Bewertungstechniken bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für die übrigen Beteiligungen und Warentermingeschäfte sind im Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Würden sich die geplanten EBIT der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten übrigen Beteiligungen jeweils nachhaltig um 10% verbessern, würden sich die Buchwerte um insgesamt 16,5 Mio. € erhöhen. Eine nachhaltige Verringerung der geplanten EBIT der übrigen Beteiligungen um 10% würde zu einer Reduzierung der Buchwerte um 16,5 Mio. € führen.

Überleitung des Buchwerts der nach Stufe 3 bewerteten übrigen Beteiligungen:

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IN MIO. € 2016 2015
BUCHWERT AM 01.01. 133,7 131,9
Im übrigen Konzernergebnis erfasste Wertänderungen 24,9 -6,5
Zugang durch Kapitaleinzahlung 10,7 3,0
Zugang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises - 5,5
Abgang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises -0,1 -0,1
Abgang durch Kapitalrückzahlung - -0,1
BUCHWERT AM 31.12. 169,2 133,7

Der Umfang der bilanziellen Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die Gegenstand von bedingten Aufrechnungsvereinbarungen sind, wird in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:

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SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENS-
WERTEN UND FINANZIELLEN VERBINDLICH-
KEITEN ZUM 31.12.2016
IN MIO. €
BRUTTO-
BETRAG
VERRECHNETER BETRAG BILANZ-
WERT
BEDINGTER SALDIERUNGS-
BETRAG (NETTING AGREEMENTS)
ERHALTENE/ GEGEBENE FINANZIELLE SICHERHEIT NETTO-
WERT
Warentermingeschäfte (aktiv) 31,0 - 31,0 -11,2 - 19,8
Warentermingeschäfte (passiv) 30,7 - 30,7 -11,2 - 19,5
SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENS-
WERTEN UND FINANZIELLEN VERBINDLICH-
KEITEN ZUM 31.12.2015
IN MIO. €
BRUTTO-
BETRAG
VERRECHNETER BETRAG BILANZ-
WERT
BEDINGTER SALDIERUNGS-
BETRAG (NETTING AGREEMENTS)
ERHALTENE/ GEGEBENE FINANZIELLE SICHERHEIT NETTO-
WERT
Warentermingeschäfte (aktiv) 40,9 - 40,9 -7,4 - 33,5
Warentermingeschäfte (passiv) 36,3 - 36,3 -7,4 - 28,9

Die oben dargestellten aktiven und passiven Warentermingeschäfte werden im Allgemeinen auf der Grundlage von Standardrahmenverträgen abgeschlossen, die im Falle einer außerordentlichen Kündigung eine Aufrechnung der offenen Transaktionen (Netting) ermöglichen. Die Aufrechnungsvereinbarungen beruhen auf Nettingvereinbarungen in Rahmenverträgen wie DRV (Deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte) und im EFET-Rahmenvertrag (European Federation of Energy Traders).

Ergänzende Angaben

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss gegenwärtig nicht als wahrscheinlich eingestuft wird. Sie werden in der Bilanz nicht erfasst.

Bürgschaftsverpflichtungen der GELSENWASSER AG für Verbindlichkeiten eines assoziierten Unternehmens bestehen in Höhe von 29,4 Mio. € (Vorjahr: 30,9 Mio. €).

Weiter hat die GELSENWASSER AG eine Rückbürgschaft für Garantieerklärungen dieses Unternehmens in Höhe von 25,6 Mio. € (Vorjahr: 25,6 Mio. €) gestellt.

Zur Besicherung von Bankverbindlichkeiten der Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG (TGE) hat die GELSEN-WASSER AG ihre Geschäftsanteile in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) zuzüglich ihrer Gewinnansprüche gegenüber der TGE verpfändet. Diese Stellung von Sicherheiten erfolgte gemeinsam mit den anderen TGE-Gesellschaftern und ist neben der erfolgten Leistung von Kommanditeinlagen ein Bestandteil der Projektfinanzierung.

Die GELSENWASSER AG hat im Rahmen der Beteiligung an einem Stadtwerk in den neuen Bundesländern eine Rückbürgschaft für den von der Gemeinde verbürgten Investitionskredit in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) übernommen und sich darüber hinaus für die Laufzeit weiterer Darlehen verpflichtet, ihr Beteiligungsverhältnis beizubehalten.

Es ist nicht zu erwarten, dass aus diesen Eventualverbindlichkeiten wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten entstehen werden. Die Gründe für diese Einschätzung liegen sowohl in den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen als auch in der erwarteten Geschäftsentwicklung.

Aufgrund von Gesellschafterzusagen können sich — unverändert zum Vorjahr — Nachschussverpflichtungen in Höhe von 13,6 Mio. € ergeben. Sie betreffen Zusagen gegenüber assoziierten Unternehmen.

Verpflichtungen

Bestellobligo für Investitionsmaßnahmen:

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte 0,2 0,2
Sachanlagen 9,0 11,2
  9,2 11,4

Aus langfristigen Gasspeichernutzungsverträgen besteher bis zum Geschäftsjahr 2045 Zahlungsverpflichtungen ir Höhe von durchschnittlich 6,6 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. € pro Jahr.

Zur teilweisen Deckung kontrahierter und erwarteter Energielieferungen an die Kunden für die nächsten drei Jahr wurden entsprechende Bezugsverträge abgeschlossen.

Der Konzern mietet Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Büroflächen, Rohrleitungen und Wassergewinnungsanlagen im Rahmen von Operating-Leasingverhältnis sen. Die Leasingvereinbarungen weisen unterschiedlich( Konditionen, Mieterhöhungsklauseln, Kündigungsfristen und Verlängerungsoptionen auf. Der aus den Leasingverhältnissen insgesamt resultierende Aufwand beläuft sich in Berichtsjahr auf 10,6 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €).

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen:

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IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015
fällig innerhalb eines Jahres 0,4 0,5
fällig nach einem bis fünf Jahren 1,3 1,1
fällig nach über fünf Jahren 2,2 2,4
  3,9 4,0

Nicht enthalten in der Tabelle der künftigen Mindestleasingzahlungen sind Zahlungen aus Pachtverträgen für mehrere Gas- und Stromnetze, die die GELSENWASSER Energienetze GmbH abgeschlossen hat. Die Verträge haben unkündbare Restlaufzeiten zwischen einem und 20 Jahren. Die tatsächliche Höhe der jeweiligen Zahlungen wird jährlich neu festgelegt. Sie ist abhängig von der Höhe des verleasten Anlagevermögens, welches sich jährlich durch die getätigten Investitionen und die erfolgten Abschreibungen verändert. Die für das Geschäftsjahr 2017 erwarteten Pachtzahlungen für diese Netze liegen bei ca. 11,2 Mio. €. Ein Teil dieser Netze wird an konzernfremde Dritte weitervermietet. Aus diesen Untermietverhältnissen werden in 2017 ca. 1,0 Mio. € an Mieterträgen erwartet.

Konzessionsverträge

Zwischen den Unternehmen des Gelsenwasser-Konzerns und den Gebietskörperschaften bestehen eine Vielzahl von Konzessionsverträgen im Energie- und Wasserbereich. Diese Konzessionsverträge sind die Rechtsgrundlage für die Versorgung von Städten und Gemeinden. Mit der Übertragung der Versorgung ist das Unternehmen für Planung, Betrieb, Unterhaltung und Erneuerung der Versorgungsanlagen zuständig. Das Unternehmen muss in der jeweiligen Kommune jederzeit die Versorgung der Verbraucher sichern. Die Konzessionsverträge laufen in der Energiewirtschaft über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren, in der Wasserwirtschaft sind längere Laufzeiten möglich. Nach Ablauf eines Konzessionsvertrags besteht i.d.R. seitens der Kommune eine vertragliche Pflicht zum Kauf der Versorgungsanlagen.

Ausschüttungen an die Anteilseigner

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags wird für das Geschäftsjahr 2016 ein Gewinn von 77,1 Mio. € (Vorjahr: 78,1 Mio. €) sowie eine Gewerbesteuerumlage von 9,5 Mio. € (Vorjahr: 8,1 Mio. €) an die Wasser und Gas Westfalen GmbH (WGW) abgeführt. Insgesamt entspricht dies einem Betrag von 25,20 € (Vorjahr: 25,07 €) je Aktie. Am Bilanzstichtag bestand diesbezüglich noch eine Verbindlichkeit in Höhe von 80,6 Mio. € (Vorjahr: 77,8 Mio. €). Die Minderheitsaktionäre erhalten von der Mehrheitsgesellschafterin eine Garantiedividende von 21,16 € je Aktie (Vorjahr: 21,16 € je Aktie).

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen sind der Aufsichtsrat, der Vorstand und die Prokuristen der GELSENWASSER AG, die Geschäftsführer der Wasser und Gas Westfalen GmbH sowie deren nahe Angehörige.

Zum Kreis der nahestehenden Unternehmen zählen im Wesentlichen die Gemeinschaftsunternehmen und die assoziierten Unternehmen des Gelsenwasser-Konzerns sowie das Mutterunternehmen Wasser und Gas Westfalen GmbH und deren Beteiligungsunternehmen. Alleinige Gesellschafterin der Wasser und Gas Westfalen GmbH ist die Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG (WGW KG).

Die WGW KG steht unter der gemeinsamen Führung der Stadtwerke Bochum Beteiligungsgesellschaft mbH und der Dortmunder Stadtwerke AG. Insofern gehören diese beiden Unternehmen sowie deren Beteiligungen zum Kreis der nahestehenden Unternehmen.

Die Stadtwerke Bochum Beteiligungsgesellschaft mbH steht mittelbar unter der Kontrolle der Energie und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH (ewmr). Daher sind die ewmr und ihre Tochterunternehmen (ewmr-Gruppe) sowie die gemeinschaftlichen Tätigkeiten, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen der ewmr-Gruppe mit ihren Tochterunternehmen nahestehende Unternehmen.

Die Städte Bochum, Herne und Witten führen gemeinsam die ewmr, die Stadtwerke Dortmund AG wird von der Stadt Dortmund kontrolliert. Die vorgenannten Städte werden daher als nahestehende öffentliche Stellen nach IAS 24 (Related Party Disclosures) betrachtet. Mit diesen Städten bzw. deren übrigen Beteiligungen bestehen keine Geschäftsvorfälle, die für sich genommen und auch in ihrer Gesamtheit signifikant sind.

Das Volumen der vom Gelsenwasser-Konzern an nahestehende Personen und Unternehmen erbrachten bzw. von nahestehenden Personen und Unternehmen erhaltenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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  VOLUMEN DER ERBRACHTEN LEISTUNGEN AN VOLUMEN DER IN ANSPRUCH GENOMMENEN LEISTUNGEN VON
IN MIO. € 2016 2015 2016 2015
Wasser und Gas Westfalen GmbH - - - -
Gemeinschaftsunternehmen 60,6 82,7 26,7 40,6
Assoziierte Unternehmen 31,1 35,1 9,3 11,5
Übrige nahestehende Unternehmen 115,9 121,2 75,1 63,8
Management in Schlüsselpositionen - - - -

Bei den Liefer- und Leistungsbeziehungen handelt es sich i.d.R. um verkaufte und erworbene Energie, Güter und Dienstleistungen, Zinserträge aus Finanzierungsleasing sowie Zinserträge und -aufwendungen aus kurzfristigen Geldanlagen und Geldaufnahmen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings, jeweils zu marktüblichen Bedingungen. Die in der vorstehenden Tabelle unter Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen separat ausgewiesenen Beträge betreffen ausschließlich diejenigen Unternehmen, an denen die GELSENWASSER AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Die Geschäfte mit den Tochterunternehmen, den gemeinschaftlichen Tätigkeiten, den Gemeinschaftsunternehmen und den assoziierten Unternehmen der ewmr-Gruppe und der Dortmunder Stadtwerke AG sind bei den übrigen nahestehenden Unternehmen enthalten.

Dem Key-Management (Management in Schlüsselpositionen) des Gelsenwasser-Konzerns gehören neben dem Aufsichtsrat und dem Vorstand alle Prokuristen der GELSEN-WASSER AG an. Die Vergütung des Key-Managements setzt sich wie folgt zusammen:

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IN MIO. € 2016 2015
Kurzfristig fällige Leistungen 3,1 3,3
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,9 1,1
Andere langfristig fällige Leistungen 0,3 0,3
  4,3 4,7

Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen ausschließlich den laufenden Dienstzeitaufwand aus den Pensionszusagen.

Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhalten neben ihrer Aufsichtsratsvergütung eine marktübliche Vergütung für ihren ausgeübten Hauptberuf von der GELSENWASSER AG. Die für den ausgeübten Hauptberuf erhaltene Vergütung ist in der obigen Tabelle nicht enthalten.

Am Bilanzstichtag werden gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen folgende Forderungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen:

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  FORDERUNGEN VERBINDLICHKEITEN
IN MIO. € 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Wasser und Gas Westfalen GmbH 7,2 14,1 77,1 77,4
Gemeinschaftsunternehmen 132,1 115,9 6,5 5,3
Assoziierte Unternehmen 41,8 38,0 0,7 0,5
Übrige nahestehende Unternehmen 0,7 2,7 15,7 16,8
Management in Schlüsselpositionen - - 1,7 1,6

Die offenstehenden Beträge resultieren i.d.R. aus Forderungen aus Finanzierungsleasing, aus Vergütungen für Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen Geldanlagen und Geldaufnahmen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings sowie Gewinnabführungsverpflichtungen. Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen enthalten zudem einen Rückerstattungsanspruch der GELSENWASSER AG für den Fall, dass diese aus einem abgegebenen abstrakten Schuldanerkenntnis in Anspruch genommen wird.

Die gegenüber dem Key-Management ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen noch nicht ausgezahlte ergebnisabhängige Vergütungsbestandteile sowie noch nicht ausgezahlte Aufsichtsratsvergütungen. Des Weiteren bestehen gegenüber dem Key-Management Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) im Barwert von insgesamt 12,2 Mio. € (Vorjahr: 13,0 Mio. €). Der Ermittlung liegt ein Rechnungszins von 1,7% (Vorjahr: 2,4%) zugrunde.

Darüber hinaus bestehen wie im Vorjahr Eventualverbindlichkeiten aufgrund von Gesellschafterzusagen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 13,6 Mio. €.

Die in der obigen Tabelle unter Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen separat ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die vorgenannten Eventualverbindlichkeiten betreffen ausschließlich diejenigen Unternehmen, an denen die GELSENWASSER AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Die Beziehungen zu den Tochterunternehmen, den gemeinschaftlichen Tätigkeiten, den Gemeinschaftsunternehmen und den assoziierten Unternehmen der ewmr-Gruppe und der Dortmunder Stadtwerke AG sind bei den übrigen nahestehenden Unternehmen enthalten.

Honorare für Abschlussprüfer

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der GELSENWASSER AG werden von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Essen, geprüft. Mit Ausnahme der NGW GmbH, der WESTFALICA GmbH, der GELSENWASSER Dresden GmbH und der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH werden die zum Bilanzstichtag vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ebenfalls von PwC geprüft. Auch die anteilig in den Konzernabschluss einbezogene WWW wird von PwC geprüft.

Folgende Honorare wurden vom Konzernabschlussprüfer der GELSENWASSER AG und den Abschlussprüfern ihrer vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie der WWW im Berichtsjahr als Aufwand erfasst:

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IN T€ 2016
Abschlussprüfungsleistungen 385
davon von anderen Abschlussprüfern 78
Andere Bestätigungsleistungen 38
davon von anderen Abschlussprüfern 8
Steuerberatungsleistungen 11
davon von anderen Abschlussprüfern 5
Sonstige Leistungen 171
davon von anderen Abschlussprüfern 15
  605

Deutscher Corporate Governance Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand der GELSENWASSER AG haben sich im Berichtsjahr erneut mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Der Wortlaut der aktuellen Erklärung nach § 161 AktG vom 23. November 2016 kann im Internet unter www.gelsenwasser.de/unternehmen/investoren/corporate-governance/ abgerufen werden.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

(a) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung von 4.000 €. Darüber hinaus erhalten sie 32 ct pro 1.000 € des sich aus dem Konzernabschluss ergebenden Ergebnisses vor Ertragsteuern. Ergebnisanteile über 80.000.000 € bleiben dabei unberücksichtigt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, jeder Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Beträge. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit geringere Vergütung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten außerdem den Ersatz ihrer Auslagen.

Für das Geschäftsjahr 2016 betragen die Bezüge des Aufsichtsrats:

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IN € FESTE VERGÜTUNG VARIABLE VERGÜTUNG AUSLAGEN-
ERSATZ
INSGESAMT
Thomas Eiskirch 6.644,81 42.526,78 400,00 49.571,59
Guntram Pehlke 6.874,32 43.995,63 600,00 51.469,95
Rainer Althans 6.000,00 38.400,00 400,00 44.800,00
Frank Baranowski 4.000,00 25.600,00 200,00 29.800,00
Hans-Detlef Bösel 1.748,63 11.191,26 1.904,93 14.844,82
Klaus Franz 4.000,00 25.600,00 400,00 30.000,00
Christiane Hölz 2.251,37 14.408,74 400,00 17.060,11
Thomas Kaminski 4.000,00 25.600,00 400,00 30.000,00
Manfred Kossack 4.000,00 25.600,00 400,00 30.000,00
Stefan Kurpanek 2.251,37 14.408,74 400,00 17.060,11
Christina Leitner 1.748,63 11.191,26 200,00 13.139,89
Jürgen Pellny 1.748,63 11.191,26 300,00 13.239,89
Andreas Sticklies 2.251,37 14.408,74 300,00 16.960,11
Jörg Stüdemann 4.000,00 25.600,00 400,00 30.000,00
Frank Thiel 4.000,00 25.600,00 600,00 30.200,00
  55.519,13 355.322,41 7.304,93 418.146,47

(b) Gesamtbezüge des Vorstands

Mit Herrn Henning R. Deters und Herrn Dr. Dirk Waider sind neben einem festen Grundgehalt eine einjährige erfolgsabhängige Vergütung, deren Basis das jährliche Ergebnis vor Ertragsteuern des Gelsenwasser-Konzerns darstellt, eine ebenfalls einjährige erfolgsabhängige Vergütung, deren Höhe im Ermessen des Aufsichtsrats liegt, und eine mehrjährige erfolgsabhängige Vergütung, deren Höhe sich nach dem Grad der Zielerreichung über einen Drei-Jahres-Zeitraum bemisst, vereinbart. Ziel dabei ist die Einhaltung vereinbarter Größenordnungen der Kennzahl ROCE (return an capital employed).

Darüber hinaus enthält die Vergütung der Vorstandsmitglieder Sach- und sonstige Bezüge, die im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werten für Dienstwagennutzung und Versicherungsprämien bestehen. Hinzu kommen Mandatseinkünfte für die Tätigkeit in Aufsichtsräten und ähnlichen Gremien in Unternehmen der Gelsenwasser-Gruppe.

Für das Geschäftsjahr 2016 betragen die Bezüge des Vorstands:

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IN € HENNING R. DETERS DR.-ING. DIRK WAIDER INSGESAMT
Erfolgsunabhängige Vergütung (Grundgehalt) 393.750,00 270.000,00 663.750,00
Erfolgsabhängige Vergütung      
- auf Basis Jahresergebnis 125.905,86 86.335,45 212.241,31
- nach Ermessen 49.000,00 39.000,00 88.000,00
- mit Mehrjahresbezug 131.650,00 85.425,00 217.075,00
Sach- und sonstige Bezüge 17.569,44 36.541,84 54.111,28
Mandatseinkünfte 9.020,00 6.837,42 15.857,42
  726.895,30 524.139,71 1.251.035,01

Des Weiteren bestehen Pensionszusagen, die den Vorstandsmitgliedern einen Anspruch auf lebenslange Ruhegeld- und Witwenversorgung einräumen.

Herrn Deters ist mit Vollendung des 62. Lebensjahres ein Ruhegehalt in Höhe von 70% des Grundgehalts zugesagt. Für den Todesfall oder im Fall krankheitsbedingten Ausscheidens ist ab der zweiten Periode der Bestellung ein Ruhegehalt zugesagt, das 32% des Grundgehalts beträgt und mit Vollendung eines jeden Dienstjahres um 2% der ruhegehaltsfähigen Vergütung steigt. Herrn Dr. Waider, dessen Pensionsansprüche aus der Vorbeschäftigung im Unternehmen getrennt erhalten bleiben, ist mit Erreichen des 65. Lebensjahres oder für den Fall der Invalidität eine betriebliche Altersversorgung in Form einer beitragsorientierten Pensionszusage erteilt, für die eine Rückstellung gebildet wird. Grundlage ist ein jährlicher Beitrag in Höhe von 30% des Grundgehalts.

Die Anwartschaft auf Witwenrente beträgt im Falle von Herrn Deters 55% und bei Herrn Dr. Waider 60% des Ruhegelds; im Todesfall während der Laufzeit des Anstellungsvertrags werden für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate die vollen Bezüge an die Witwen gezahlt.

Für den Fall der Beendigung des Anstellungsvertrags mit Herrn Deters sind Übergangsbezüge in Höhe von 50% des Grundgehalts bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres vereinbart. Mit Herrn Dr. Waider ist ein Übergangsgeld in Höhe eines halben Monatsgrundgehalts für jeden Kalendermonat der Dauer des Anstellungsvertrags festgelegt, sofern der Anstellungsvertrag vor dem 1. Januar 2018 einvernehmlich beendet wird. Für den Fall der Vertragsbeendigung nach dem 31. Dezember 2017 sind Übergangsbezüge in Höhe von 50% des Grundgehalts bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres vereinbart.

Für die erteilten Pensionszusagen beläuft sich der Barwert der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2016 bei Herrn Deters auf 2.563.732 € (Vorjahr: 1.612.144 €) und bei Herrn Dr. Waider auf 963.702 € (Vorjahr: 634.228 €), wobei der Ermittlung jeweils ein Rechnungszins von 1,7% (Vorjahr: 2,4%) zugrunde liegt.

Gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen bestehen Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) im Barwert von insgesamt 23.023.249 € (Vorjahr: 22.631.661 €). Der Ermittlung liegt ein Rechnungszins von 1,7% (Vorjahr: 2,4%) zugrunde. Die Bezüge betrugen 1.503.180,98 € (Vorjahr: 1.603.879,87 €).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für den Gelsenwasser-Konzern eingetreten.

Der vorliegende Konzernabschluss wird vom Vorstand am 16. März 2017 zur Veröffentlichung freigegeben.

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2016

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  ANTEILE AM KAPITAL EIGENKAPITAL ERGEBNIS
  UNMITTELBAR MITTELBAR    
  % % T€ T€
1. TOCHTERUNTERNEHMEN, DIE IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGEN SIND        
Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, 1) Bitterfeld-Wolfen   94 21.788 -
GELSENWASSER Dresden GmbH, Dresden 100   75.581 5.187
GELSENWASSER Energienetze GmbH, 1) Gelsenkirchen 100   76.694 10.600
GELSENWASSER Magdeburg GmbH,1) Magdeburg 100   63.134 -
GELSENWASSER Stadtwerkedienstleistungs-GmbH, Hamburg 100   53.067 3.132
NGW GmbH,1) Duisburg 100   3.010 -
Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH,1) Rheda-Wiedenbrück 100   10.743 -
WESTFALICA GmbH,1) Bad Oeynhausen 100   6.000 -
2. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEIT, DIE IN DEN KONZERNABSCHLUSS ANTEILIG EINBEZOGEN IST        
Wasserwerke Westfalen GmbH, Dortmund 50   19.813 2.124
3. TOCHTERUNTERNEHMEN, DIE NICHT IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGEN SIND        
AWS GmbH, Gelsenkirchen 100   4.355 925
energiehoch3 GmbH, Hamburg 100   2.165 1.000
Entsorgungsgesellschaft mbH Neues Land, Calvörde   60 332 13
Gasversorgung Zehdenick GmbH, Zehdenick   74,9 1.481 195
GELSENWASSER 1. Beteiligungs-GmbH, 1) Gelsenkirchen 100   26 -
GELSENWASSER 5. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100   24 -
GELSENWASSER 6. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, 2) Hamburg   100 25 -
GELSENWASSER 7. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, 2) Hamburg   100 25 -
GELSENWASSER 8. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, 2) Hamburg   100 25 -
GELSENWASSER Energienetze 5. Beteiligungsgesellschaft mbH, 2) Hamburg   100 25 -
GELSENWASSER Energienetze 6. Beteiligungsgesellschaft mbH, 2) Hamburg   100 25 -
GELSENWASSER Energienetze 7. Beteiligungsgesellschaft mbH, 2) Hamburg   100 25 -
GELSENWASSER Entwicklungsgesellschaft Dresden mbH, Dresden   100 27 2
GELSENWASSER Polska GmbH, Hamburg   100 24 -
GELSENWASSER Projektgesellschaft mbH, Hamburg 100   5.305 86
GELSENWASSER Service GmbH, Hamburg 100   3.022 -2
GELSENWASSER-Stiftung gGmbH, Gelsenkirchen 100   25 -
Havelstrom Zehdenick GmbH, Zehdenick   51 2.324 306
Klärschlammrecyclinggesellschaft Niederrhein mbH (vormals GELSENWASSER 4. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH), Emmerich am Rhein 100   24 -
Netzgesellschaft Rehburg-Loccum Verwaltungsgesellschaft mbH, 2) Rehburg-Loccum   100 25 -
Stadtwerke Geseke Netze GmbH & Co. KG, 2) Geseke   74,9 500 -
Stadtwerke Geseke Netze Verwaltung GmbH, 2) Geseke   74,9 25 -
Stadtwerke Zehdenick GmbH, Zehdenick   74,9 5.897 735
VGW Projektgesellschaft mbH, Geseke (vormals GELSENWASSER 1. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH), Hamburg   100 22 -2
Westfälische Wasser- und Umweltanalytik GmbH, Gelsenkirchen 60   541 1
4. ASSOZIIERTE UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN, DIE NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERT SIND        
Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH, * Gelsenkirchen 51   24.310 3.610
CHEVAK Cheb a.s., Cheb, Tschechien 28,2   60.034 1.453
Erdgasversorgung Schwalmtal GmbH & Co. KG, * Viersen 50   3.109 1.515
Erdgasversorgung Schwalmtal Verwaltungs-GmbH, * Viersen 50   36 1
Erwitte Netz-Verwaltungsgesellschaft mbH, 2) Erwitte   49 25 -
Espelkamp Netz-Verwaltungsgesellschaft mbH, 2) Espelkamp   49 25 -
Gasnetz Bad Oeynhausen GmbH & Co. KG, Bad Oeynhausen   49 - -3
Gasnetz Löhne GmbH & Co. KG, Löhne   49 - -3
Gas- und Wasserversorgung Höxter GmbH, * Höxter   50 4.635 700
GELSENWASSER 3. Projektbeteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 39   23 -
Gemeindewerke Hünxe GmbH, Hünxe 49   4.203 356
GENREO - Gesellschaft zur Nutzung regenerativer Energien in Olfen mbH, * Olfen 50   480 -27
GKW-Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen GmbH, * Bitterfeld-Wolfen   66 33.317 627
GSW Wasser-plus GmbH, * Kamen 50   2.251 341
Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH, Bremen 49   54.392 10.553
hertenwasser GmbH,* Herten 50   267 67
Infrastrukturgesellschaft Bitterfeld-Wolfen (ISG) mbH, Bitterfeld-Wolfen   49 26 -
KGBE - Kommunale Gasspeicher Beteiligungsgesellschaft Epe mbH, Gronau 25   34 1
KGE - Kommunale Gasspeichergesellschaft Epe mbH & Co. KG, Gronau 25   33.500 6.201
KMS KRASLICKA MÉSTSKÁ SPOLECNOST s.r.o., * Kraslice, Tschechien 50   3.009 151
MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG, * Lüdinghausen   49 12.657 5
Nahwärme Bad Oeynhausen-Löhne GmbH, Bad Oeynhausen   26 3.013 118
Netzgesellschaft Erwitte mbH & Co. KG, 2) Erwitte   49 50 -
Netzgesellschaft Espelkamp mbH & Co. KG, 2) Espelkamp   49 50 -
niceTaget GmbH, * 2) Gelsenkirchen 50   25 -
NiersGasNetze GmbH & Co. KG, * Kevelaer   49 48 -2
NiersGasNetze Verwaltungs-GmbH, Kevelaer   49 23 -1
NSG Netzservicegesellschaft Niederrhein mbH, * Wesel   50 352 -245
PD energy GmbH, * Bitterfeld-Wolfen   50 10.668 -558
Przedselorstwo Wodociagów i Kanalizacji w Gtogowie Sp. z o.o., Gtogów, Polen 46   22.692 1.257
PVU Prignitzer Energie- und Wasserversorgungsunternehmen GmbH, Perleberg 50   6.766 940
Stadtentwässerung Dresden GmbH, Dresden   49 116.396 13.474
Stadtwerke -Altmärkische Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke GmbH Stendal, Stendal   37,5 21.614 5.017
Stadtwerke Burg GmbH, Burg 49   8.845 1.009
Stadtwerke Castrop-Rauxel GmbH, Castrop-Rauxel 49,9   407 -
Stadtwerke Delitzsch GmbH, Delitzsch   30,5 14.937 2.467
Stadtwerke Haltern am See GmbH, Haltem am See 25,1   15.486 786
Stadtwerke Holzminden GmbH, Holzminden   24,9 4.434 720
Stadtwerke Kaarst GmbH, * Kaarst 49   6.477 1.520
Stadtwerke Kalkar GmbH & Co. KG, Kalkar 49   3.563 536
Stadtwerke Kalkar Verwaltungs-GmbH, Kalkar 49   36 1
Stadtwerke Weißenfels GmbH, Weißenfels 24,5   23.333 3.489
Stadtwerke Wesel GmbH, Wesel 20   14.675 3.143
Stadtwerke Zeitz GmbH, Zeitz 24,5   20.734 2.950
Technische Werke Emmerich am Rhein GmbH, Emmerich am Rhein 49,9   1.083 983
TEREA Cheb s.r.o., Cheb, * Tschechien 50   8.763 746
Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr GmbH, * Bochum 50   5.566 248
Wassergewinnung Essen GmbH, * Essen 50   2.035 59
Wasserversorgung Herne GmbH & Co. KG, * Heme 50   16.536 3.799
Wasserversorgung Herne Verwaltungs- GmbH, * Heme 50   38 1
Wasserversorgung Voerde GmbH, * Voerde 50   4.704 420
WBDU Wasserbeschaffungsgesellschaft Duisburg mbH, * Duisburg 50   571 71
5. ASSOZIIERTE UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN, DIE NICHT NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERT SIND        
Brauco Rohr- und Umweltservice GmbH & Co. Dienstleistungen KG, 3) 4) Berlin   25,1 890 888
Brauco Rohr- und Umweltservice GmbH, 3)4) Berlin   25,1 82 3
Brauco Rohr- und Umweltservice Ruhr GmbH, 3) 4) Bochum   20 109 -66
eBZ GmbH, 3) 5) Bielefeld   37,5 - -947
Wasserwirtschaft Leidersbach GmbH, * 3) Leidersbach   50 312 49
WVE Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft mbH, 3) Schriesheim   24,5 10.252 -
6. SONSTIGE BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN        
Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG, Magdeburg   19,3 205.231 51.392
Städtische Werke Magdeburg Verwaltungs-GmbH, Magdeburg   19,3 41 3
Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG, Aachen 8,7   24.482 3.585

- * Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11
- 1) Gewinnabführungsvertrag
- 2) Gründung in 2016, Jahresabschluss liegt noch nicht vor
- 3) Assoziiertes Unternehmen von einem nicht konsolidierten Tochterunternehmen
- 4) Abweichendes Geschäftsjahr 1. Juli 2015 -30. Juni 2016
-5) Abweichendes Geschäftsjahr 1. Juni 2015 -31. Mai 2016

Den Angaben der konsolidierten Unternehmen liegen die Abschlüsse zum 31. Dezember 2016, allen anderen Unternehmen die Abschlüsse zum 31. Dezember 2015 zugrunde.

Die zur Umrechnung von Eigenkapital und Ergebnis der ausländischen Unternehmen verwendeten Stichtags- bzw. Durchschnittskurse sind im Kapitel Währungsumrechnung dargestellt.

Aufsichtsrat und Vorstand

Angegeben sind die Mandate, die die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2016 innehatten.

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

* Vertreter der Arbeitnehmer

Mitglieder des Aufsichtsrats

Thomas Eiskirch

Bochum

Vorsitzender seit 8. Juni 2016

Stellvertretender Vorsitzender vom 15. Februar bis 8. Juni 2016

Mitglied seit 21. Januar 2016

Oberbürgermeister

a)

BOGESTRA AG (Vorsitzender)

Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH

Holding für Versorgung und Verkehr Bochum GmbH (Vorsitzender)

Stadtwerke Bochum Holding GmbH (Vorsitzender)

b)

b) Bochum Perspektive 2022 GmbH (Vorsitzender des Beirats)

Bochum-Gelsenkirchener Bahngesellschaft mbH (Vorsitzender)

Bochum Marketing GmbH (Vorsitzender)

EGR Projekt GmbH (Vorsitzender)

Emschergenossenschaft

evu zählwerk Abrechnungsgesellschaft mbH (Vorsitzender)

Freizeitzentrum Kemnade GmbH

Geothermiezentrum Bochum

KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH

Ruhrverband

Sparkasse Bochum (Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Stadtwerke Bochum GmbH (Vorsitzender)

Stadtwerke Bochum Netz GmbH

Tierpark Bochum gGmbH (Vorsitzender)

Vereinigung kommunaler Anteilseigner der RWE

Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr GmbH

Westfälisch-Lippischer Sparkassen- und Giroverband

Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bochum mbH (Vorsitzender)

Wirtschaftsförderung Bochum WiFö GmbH (Vorsitzender)

Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr GmbH (Vorsitzender)

Guntram Pehlke

Dortmund

Stellvertretender Vorsitzender seit 8. Juni 2016

Vorsitzender bis 8. Juni 2016

Vorsitzender des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG

a)

EDG Entsorgung Dortmund GmbH

EDG Holding GmbH

RWE Vertrieb AG (bis 4. Mai 2016)

STEAG GmbH (Vorsitzender)

WV Energie AG

b)

KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH

Rainer Althans *

Gelsenkirchen

Stellvertretender Vorsitzender

Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats

der GELSENWASSER AG

Frank Baranowski

Gelsenkirchen

Oberbürgermeister

a)

Emscher Lippe Energie GmbH

b)

Emschergenossenschaft (Mitglied des Genossenschaftsrats)

Sparkasse Gelsenkirchen (Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Hans-Detlef Bösel

Briesen (Mark)

Mitglied bis 8. Juni 2016

Kaufmann

a)

DF Deutsche Forfait AG (Vorsitzender)

Klaus Franz

Bochum

Geschäftsführer fmsc GmbH

a)

Holding für Versorgung und Verkehr GmbH (HW)

Stadtwerke Bochum GmbH

Stadtwerke Bochum Holding GmbH

Stadtwerke Bochum Netz GmbH

b)

GMVK Procurement GmbH

Skamol A/S

Christiane Hölz

Düsseldorf

Mitglied seit 8. Juni 2016

Landesgeschäftsführerin NRW der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V.

Thomas Kaminski *

Gladbeck

Freigestellter stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der GELSENWASSER AG

Manfred Kossack

Unna

Mitglied des Vorstands der Dortmunder Stadtwerke AG

Mitglied der Geschäftsführung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH

a)

EDG Entsorgung Dortmund GmbH

EDG Holding GmbH

b)

Wasserwerke Westfalen GmbH

Stefan Kurpanek *

Gelsenkirchen

Mitglied seit 8. Juni 2016

Kaufmännischer Angestellter

Christina Leitner *

Gelsenkirchen

Mitglied bis 8. Juni 2016

Sekretärin

Jürgen Pellny *

Duisburg

Mitglied bis 8. Juni 2016

Betriebstechniker

b)

Gemeindewerke Hünxe GmbH

Andreas Sticklies *

Gelsenkirchen

Mitglied seit 8. Juni 2016

Rohrnetzmeister / Betriebstechniker

Jörg Stüdemann

Dortmund

Stadtdirektor und Stadtkämmerer

a)

EDG Entsorgung Dortmund GmbH

EDG Holding GmbH

b)

ecce GmbH (Vorsitzender des Kuratoriums)

Konzerthaus Dortmund GmbH

Technologiezentrum Dortmund GmbH

Frank Thiel

Castrop-Rauxel

Mitglied der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding GmbH

b)

rku.it GmbH

Stadtwerke Bochum Netz GmbH

Vorstand

Henning R. Deters

Essen

Vorsitzender des Vorstands seit 2011

Unternehmensbereiche Finanzen, IT und Prozesse, Personal und Controlling, Recht, Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Vertrieb

a)

Stadtwerke Göttingen AG

b)

hertenwasser GmbH (Vorsitzender)

Stadtentwässerung Dresden GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG

Stadtwerke — Altmärkische Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke GmbH Stendal (stellvertretender Vorsitzender)

Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

Wasserwerke Westfalen GmbH

Dr.-Ing. Dirk Waider

Krefeld

Mitglied des Vorstands seit 2013

Unternehmensbereiche Abwasser, Energie- und Messtechnik, Verteilung Wasser, Wasserwerke

b)

Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH (Vorsitzender im Wechsel)

hansewasser Bremen GmbH

Lippeverband (Mitglied des Verbandsrats)

Ruhrverband (stellvertretender Vorsitzender des Verbandsrats)

SEH Stadtentwässerung Herne GmbH & Co. KG (stellvertretender Vorsitzender)

SEH Stadtentwässerung Herne Verwaltungs GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

Stadtentwässerung Dresden GmbH

Stadtwerke Haltern am See GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

Wasserversorgung Herne GmbH & Co. KG (Vorsitzender im Wechsel)

Wasserversorgung Herne Verwaltungs-GmbH (Vorsitzender im Wechsel)

Wasserwerke Westfalen GmbH (Vorsitzender im Wechsel)

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Gelsenkirchen, 16. März 2017

GELSENWASSER AG

Der Vorstand

Henning R. Deters

Dr.-Ing. Dirk Waider

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den Konzernlagebericht der GELSENWASSER AG, Gelsenkirchen, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, 17. März 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ulrich Götte, Wirtschaftsprüfer

Hubert Ahlers, Wirtschaftsprüfer