Nucletron Electronic AktiengesellschaftMünchenHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2018Verkürzter Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018Zwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2018des Nucletron-Konzerns1. Geschäftsentwicklung Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns Die Umsatzerlöse des Nucletron-Konzerns werden überwiegend im Inland erzielt und sind im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um TEUR 281 auf TEUR 8.316 (+3,5 Prozent) gestiegen; die Umsatzsteigerung beruht im Wesentlichen auf der gestiegenen Nachfrage nach elektronischen und elektromechanischen Bauteilen und Systemen namhafter Hersteller. Wegen der anhaltenden Investitionszurückhaltung im öffentlichen Sektor und aufgrund geopolitischer Einflüsse hat sich der Absatz unserer Eigenprodukte im Geschäftsbereich Schutztechnik nicht wie erwartet entwickelt. Auftragseingang und AuftragsbestandDer Konzernauftragseingang ist im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum um 12,7 Prozent auf EUR 9,8 Mio. gestiegen (Vj. EUR 8,7 Mio.). Der Auftragsbestand ist von EUR 7,8 Mio. auf EUR 8,6 Mio. (+10,3 Prozent) gestiegen. Geschäftsbereich Leistungselektronik Die Umsatzerlöse der Nucletron Technologies GmbH haben sich im Jahresvergleich um 5,0 Prozent auf EUR 2,1 Mio. (Vj. EUR 2,0 Mio.) verbessert, die Umsatzerlöse der HVC-Technologies GmbH sind um TEUR 608 auf TEUR 2.186 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der kumulierte Auftragseingang beider Unternehmen wegen azyklischer Rahmenvertragsvereinbarungen im ersten Halbjahr 2018 und der guten Geschäftsentwicklung in der HVC um TEUR 1.227 höher ausgefallen. Der Auftragsbestand hat in Folge um 16,9 Prozent zugenommen. Bei einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von TEUR 710 (Vj. TEUR 215) belief sich die EBIT-Marge auf 16,9 Prozent.
Geschäftsbereich Schutztechnik Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Schutztechnik sind im ersten Halbjahr 2018 um 9,1 Prozent gefallen. Der Absatz elektronischer Bauelemente im Geschäftsfeld Industrieelektronik der SINUS Electronic GmbH fiel in der Berichtsperiode wettbewerbsbedingt um 10,6 Prozent, die Umsatzerlöse der selbst produzierten Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme des Geschäftsfelds MIL bei der SINUS konnten sich um 7,1 Prozent verbessern. Im Geschäftsfeld Induktive Bauelemente der Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH war ein Rückgang von 18,3 Prozent gegenüber Vorjahr zu verzeichnen. Der Auftragsbestand ist im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug TEUR 135 (Vj. TEUR 209).
2. Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Das Eigenkapital ist im ersten Halbjahr 2018 um TEUR 475 auf TEUR 11.122 (31.12.2017: TEUR 10.647) gestiegen. Dieser Anstieg entspricht in seiner Höhe dem Betrag des Gesamtergebnisses; die Dividende 2017 wird erst im zweiten Halbjahr 2018 an die Aktionäre ausgezahlt. Trotz der Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 607 auf EUR 14,5 Mio. ist die Eigenkapitalquote mit 76,6 Prozent (31.12.2017: 76,6 Prozent) gleich geblieben. Ertragslage UmsatzDie Konzernumsatzerlöse konnten sich im ersten Halbjahr 2018 im Rahmen der allgemeinen Konjunkturbelebung und als Folge des Auftragseingangs um 3,7 Prozent auf EUR 8,3 Mio. verbessern. Ein Anteil von über 89 Prozent wurde dabei im Inland erzielt. Der zunehmende Wettbewerb im Distributionssektor, der Verlust von Absatzmöglichkeiten durch Produktionsverlagerungen ins Ausland bei einem gleichzeitigen Preisverfall im Inland sowie die Budgetierung der Haushalte der Öffentlichen Hand belasten die Wettbewerbssituation des Nucletron-Konzerns. Dieser Entwicklung versucht der Konzern durch eine weitere Spezialisierung und Diversifikation der Produktpalette, z.B. im Bereich der Wärmebeherrschung, der Kleb- und Dichtstoffe und den Eigenprodukten, sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte entgegenzuwirken. Der Umsatzanteil von Eigenprodukten ist im ersten Halbjahr 2018 mit ca. 12,4 Prozent gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode in etwa gleichgeblieben. Der Anteil der Eigenprodukte am Gesamtumsatz soll zur Steigerung der Ertragskraft mittelfristig auf eine Quote von ca. 20-25 Prozent anwachsen. ErgebnisDer Materialaufwand belief sich auf TEUR 5.549 und lag damit um TEUR 118 unter dem Vorjahr. Der erzielte Rohertrag betrug TEUR 2.766 (Vj. TEUR 2.396) und hat sich gegenüber der Vorjahresperiode um 15,4 Prozent verbessert. Dabei erhöhte sich die Rohertragsquote auf die Gesamtleistung um 340 Basispunkte und lag bei 33,3 Prozent, nach 29,9 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rohertragsanstieg ist im Wesentlichen auf die günstige Ertragssituation im Geschäftsbereich Leistungselektronik und dem konstanten Umsatzanteil von Systemen aus Eigenfertigung zurückzuführen. Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben und betrugen TEUR 1.440 nach TEUR 1.433 im Vorjahr. Der sonstige betriebliche Aufwand fiel um TEUR 22 (-3,4 Prozent) auf TEUR 626. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) erhöhte sich wegen des deutlich besseren Rohertrages sowie des etwas niedrigeren Gesamtaufwands um TEUR 389 auf TEUR 669 im Berichtszeitraum. Die EBIT-Marge bezogen auf die Gesamtleistung betrug 8,0 Prozent (Vj. 3,5 Prozent). Das EBIT-Ergebnis je Aktie veränderte sich von 10 Eurocent im ersten Halbjahr 2017 auf 24 Eurocent im Berichtszeitraum. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist im Berichtszeitraum von TEUR 597 im Vorjahr auf TEUR 686 zum 30. Juni 2018 gestiegen. Im Finanzergebnis des Vorjahres war ein einmaliger Gewinn aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 314 enthalten, der einen wesentlichen Anteil am Ergebnis vor Ertragsteuern hatte. Das Konzernergebnis ist um TEUR 6 geringer ausgefallen und beträgt TEUR 502. Die Ertragsteuerquote beträgt 26,8 Prozent nach 14,9 Prozent im Vorjahr. Die Ertragsteuerquote des Vorjahres ist deutlich niedriger, da mit dem Beteiligungsverkauf laufende Ertragsteuern von nur TEUR 5 einhergingen. Finanzlage Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahreswert um TEUR 62 von TEUR 886 auf TEUR 824 verringert. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Unterschiede bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30.06.2018: TEUR 1.051; 30.06.2017: TEUR 1.478), dem Steueraufwand (aJ TEUR 184; Vj. TEUR 89) sowie den gezahlten Ertragsteuern (aJ TEUR 159; Vj. TEUR 73) im Berichtszeitraum zurückzuführen. Der Nucletron-Konzern hatte in der abgelaufenen Berichtsperiode keine Bankverbindlichkeiten zum Stichtag und verfügt über eine Nettoliquidität von TEUR 4.027 (31.12.2017: TEUR 3.486). Neben der vorhandenen Liquidität steht uns eine Kreditlinie von TEUR 950 in vollem Umfang zur Verfügung. Die liquiden Mittel werden kurzfristig und risikoarm angelegt. Aufgrund der Bilanzstruktur und der Auftragslage im Zeitpunkt der Aufstellung des Halbjahresfinanzberichtes und des Zwischenlageberichtes des Nucletron-Konzerns ist von einer weiterhin stabilen Lage des Konzerns auszugehen. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Nucletron-Konzerns beträgt zum 30.06.2018 TEUR 14.510 (31.12.2017: TEUR 13.903). Die Vorräte sind zum Stichtag 30.06.2018 wegen einer bedarfsorientierten Lagerhaltung gegenüber dem 31.12.2017 um TEUR 142 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen verzeichneten eine Abnahme von 8,5 Prozent gegenüber dem Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2017. Das Gesamtergebnis stieg um TEUR 376 auf TEUR 482; die Eigenkapitalquote ist mit 76,6 Prozent identisch zum 31.12.2017. Am Bilanzstichtag überstieg das Eigenkapital gemeinsam mit den langfristigen Schulden ohne latente Steuern die, um die latenten Steuern verminderten, langfristigen Vermögenswerte um 83,7 Prozent (31.12.2017: 80,6 Prozent). Die kurzfristigen Schulden liegen mit TEUR 2.090 um TEUR 151 über dem Wert vom 31.12.2017 in Höhe von TEUR 1.939; dies ist im Wesentlichen auf die Veränderung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. 3. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Prognosebericht Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und welche die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf des Nucletron-Konzerns beeinflussen können. Die im zusammengefassten Lagebericht des Nucletron-Konzerns und der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr 2017 getätigten Aussagen besitzen im Hinblick auf · Geschäftspolitik und Strategie · Absatzmärkte und Produkte unverändert Gültigkeit. In Bezug auf die · Entwicklung des Nucletron-Konzerns wird im Geschäftsjahr 2018 unverändert ein Umsatzwachstum von ca. 5 Prozent bei einem proportional höheren Anstieg des EBIT angestrebt. Das Konzernergebnis kann bei gleichbleibendem Geschäfts- und Ergebnisverlauf das Vorjahresniveau erreichen. Die Entwicklung der EBIT-Rendite ist abhängig vom Verlauf der Umsatz- und EBIT-Entwicklung: · Verläuft die Entwicklung parallel, bleibt die EBIT-Rendite unverändert. · Bei einer im Vergleich zum EBIT stärkeren Umsatzentwicklung fällt die EBIT-Rendite, · bei einer im Vergleich zum EBIT schwächeren Umsatzentwicklung steigt die EBIT-Rendite. Der Beitrag aus dem Geschäftsbereich Schutztechnik sollte dabei stärker ausfallen, als das im Geschäftsbereich Leistungselektronik generierte Wachstum. Aufgrund aktueller geopolitischer Entwicklungen unterliegt die Ertragsprognose, die im Wesentlichen auf einem wachsenden Umsatzanteil von Produkten aus Eigenfertigung basiert, einer gewissen Unsicherheit, die der Nucletron-Konzern nicht beeinflussen kann. Der Wechselkurs EUR/ USD ist zum Bilanzstichtag des Vorjahres nahezu unverändert (30.06.2018: 1,1658; 31.12.2017: 1,1993). Sollte der Euro insbesondere gegenüber dem US-Dollar an Wert gewinnen, könnte dies für den Nucletron-Konzern geringere Einkaufspreise bedeuten, gleichzeitig würde jedoch im Geschäftsbereich Leistungselektronik die absolute Marge bei den in US-Dollar fakturierten Aufträgen sowie der Auftragsbestand wertmäßig fallen. Die Nachfrage unserer Kunden nach elektronischen und elektromechanischen Bauelementen, Modulen und Systemen hat sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt. Der Auftragsbestand hat sich in diesem Zeitraum gegenüber dem 31. Dezember 2017 deutlich erhöht (plus TEUR 1.392). Der Nucletron-Konzern ist in seinem wirtschaftlichen Umfeld mit einer Reihe negativer Entwicklungsfaktoren konfrontiert, die das Unternehmen nicht beeinflussen kann und die die Nachfrage und den Absatz der Produkte des Nucletron-Konzerns beeinträchtigen können. Der Nucletron-Konzern erwartet im Geschäftsjahr 2018 in beiden Geschäftsbereichen Umsatzerlöse und Ergebnis zu verbessern. Der Nucletron-Konzern hält an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest; wir wollen sowohl in neuen als auch in den Märkten wachsen, in denen Nucletron bereits vertreten ist und starke Positionen besetzt. Dazu zählen vor allem Anwendungsgebiete in der Kommunikationstechnik, der Wärmeableitung und der fortschreitenden Elektrifizierung. Die künftige Entwicklung des Nucletron-Konzerns wird wesentlich von dem Abschluss neuer Liefervereinbarungen, den Eigenproduktinnovationen und der Erschließung neuer Märkte, auch international, angetrieben werden. Die innerhalb des Konzerns vorhandenen Fertigungskapazitäten sollen den Markterfordernissen angepasst und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden. Chancen- und Risikobericht Risiken sind alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung unserer Unternehmensziele auswirken können. Die meisten Risiken bergen nach Ansicht des Managements gleichzeitig auch Chancen, die zum Vorteil der Gesellschaft genutzt werden können. Der Nucletron-Konzern ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Chancen wahrzunehmen und dabei gleichzeitig die Risiken zu begrenzen ist unsere dringlichste Aufgabe. Gegenüber den im zusammengefassten Lagebericht des Nucletron-Konzerns und der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr 2017 gemachten Angaben zum Chancen- und Risikobericht haben sich keine berichtsrelevanten Veränderungen ergeben. Auch zum Stichtag 30.06.2018 ergaben sich keine uns bekannten bilanziellen Risiken. Risiken, die den künftigen Fortbestand der Gesellschaft gefährden, bestehen unserer Kenntnis nach zum derzeitigen Zeitpunkt nicht. 4. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Angaben hierzu sind in den Anhangangaben ausgeführt.
München, den 30. September 2018 Nucletron Electronic Aktiengesellschaft gez. Bernd Luft, Vorstandsvorsitzender gez. Alfred Krumke, Vorstand gez. Ralph C. Schoierer, Finanzvorstand gez. Robert Tittl, Vorstand Konzerngesamteinkommensrechnung für das erste Halbjahr 2017
Konzernbilanz zum 30. Juni 2018AKTIVA
Konzernkapitalflussrechnung für das erste Halbjahr 2018
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das erste Halbjahr 2018
Ausgewählte AnhangangabenAllgemeine Angaben 1. Informationen zum Unternehmen Die Nucletron Electronic Aktiengesellschaft (die „Gesellschaft“) ist eine Gesellschaft mit Sitz in München, Deutschland, deren Aktien öffentlich am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin, Frankfurt und Stuttgart gehandelt werden. Die Geschäftsräume der Gesellschaft befinden sich in 80995 München, Deutschland, Gärtnerstraße 60. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München, Abteilung B, unter Nr. 77760 eingetragen. Gegenstand der Tätigkeiten des Konzerns ist der technische Vertrieb von Bauelementen, Subsystemen und Systemen der Spitzentechnologie, insbesondere auf dem Gebiet der Leistungselektronik und Röhrentechnik, Elektrooptik, EMV-Abschirm- und Mikrowellentechnik, Wärmebeherrschung sowie Elektromechanik. 2. Grundlagen der Erstellung Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Konzern-Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2017 zu sehen. Die im Konzernabschluss angewandten Grundsätze der Konsolidierung, Bilanzierung und Bewertung hatten auch in der Berichtsperiode unverändert Gültigkeit. Für weitergehende Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird daher auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 verwiesen. Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union zum 30. Juni 2018 anzuwenden sind, aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Konzernwährung ist der Euro. Soweit nichts anderes angegeben, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. 3. Änderung von Rechnungslegungsvorschriften Abweichungen zu den im Geschäftsjahr 2017 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bilden die seit dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS. Diese erstmalig anzuwendenden IFRS-Standards und -Interpretationen, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind ausführlich im Konzernanhang zum 31. Dezember 2017 beschrieben. Die erstmalige Anwendung des IFRS 9 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Bewertungskategorien und die Buchwerte der einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten blieben bei der Umstellung unverändert. Wie bereits im Konzernanhang zum 31. Dezember 2017 angekündigt, haben sich aus der Umstellung auf den IFRS 15 keine Änderungen auf die Bilanzierung ergeben, weil die Gesellschaft ihren Kunden aufgrund vertraglicher Grundlage fast ausschließlich Gegenstände zu fixen Transaktionspreisen liefert. 4. Konsolidierungskreis Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss beinhaltet den Abschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft sowie sämtliche Tochterunternehmen im Sinne des IFRS 10 konsolidiert nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung. Bezüglich des Konsolidierungskreises ergaben sich bis zum 30. Juni 2018 keine Änderungen. 5. Segmentberichterstattung Der Nucletron-Konzern ist in zwei wesentlichen Segmenten tätig, im Bereich der Leistungselektronik durch die Nucletron Technologies GmbH sowie die HVC-Technologies GmbH, im Bereich der Schutztechnik durch die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH sowie die SINUS Electronic GmbH. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden. Daher sind Geschäftssegmente und berichtspflichtige Segmente identisch. Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Die folgende Tabelle enthält Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns jeweils für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni der Geschäftsjahre 2018 und 2017. Umsatzerlöse zwischen den einzelnen Segmenten sind nicht angefallen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 6. Umsatzerlöse Der Konzernumsatz wuchs gegenüber dem Vorjahreswert um 3,5 Prozent. Der Bereich Leistungselektronik erwirtschaftete 50,5 Prozent (Vj. 43,6 Prozent) und der Bereich Schutztechnik 49,5 Prozent (Vj. 56,4 Prozent) des Gesamtumsatzes. 7. Materialaufwand Der Materialaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um TEUR 117 auf nunmehr TEUR 5.549. Die Materialeinsatzquote sank auf 66,8 Prozent (Vj. 70,4 Prozent). Im Bereich Leistungselektronik ging die Materialeinsatzquote sogar von 70,5 Prozent auf 65,3 Prozent zurück, während sie sich im Bereich Schutztechnik von 70,3 Prozent auf 68,3 Prozent verminderte. Das Rohergebnis erhöhte sich um TEUR 378 auf TEUR 2.763. 8. Sonstiger Aufwand Die Personalaufwendungen stiegen nur geringfügig um TEUR 7 auf TEUR 1.440. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um TEUR 22 auf TEUR 626 reduziert werden. Daher erhöhte sich das Betriebsergebnis (um TEUR 389 auf TEUR 669) sogar noch stärker als das Rohergebnis. 9. Finanzergebnis Das Finanzergebnis reduzierte sich deutlich von TEUR 317 im Vorjahr auf nunmehr TEUR 17. Der im Vorjahr erzielte Gewinn aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 314 konnte erwartungsgemäß nicht wiederholt werden. Es wurde aber ein um TEUR 14 verbesserter Zinssaldo erzielt werden. Das Halbjahresergebnis vor Ertragsteuern erhöht sich somit um TEUR 89 auf TEUR 686. 10. Bestandteile des sonstigen Ergebnisses Das sonstige Ergebnis (TEUR -27) resultiert aus versicherungsmathematischen Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen (TEUR -3) sowie gesunkenen Börsenkursen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (TEUR 37). Die darauf entfallenden latenten Steuerbelastungen erhöhten sich um TEUR 13. Mit den Aufwendungen aus unrealisierten Verlusten aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden Abschreibungen aus Vorjahren von TEUR 5 verrechnet, die infolge der Veräußerung der betreffenden Wertpapiere in die Gewinn- und Verlustrechnung der aktuellen Periode umgegliedert worden sind. 11. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wurde mittels Division des den Aktionären zurechenbaren Periodenergebnisses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der im Berichtszeitraum im Umlauf befindlichen Aktien errechnet und ausgewiesen. Sowohl zum 30. Juni 2018 als auch zum 30. Juni 2017 gab es keine Sachverhalte, die eine Verwässerung der Anteilsquote verursacht hätten. Erläuterungen zur Bilanz 12. Langfristiges Vermögen Das langfristige Vermögen erhöhte sich im ersten Halbjahr 2018 um TEUR 148. Die Sachinvestitionen der ersten Jahreshälfte beliefen sich auf TEUR 15 (1. Halbjahr 2017: TEUR 7). Investitionen in finanzielle Vermögenswerte betrugen TEUR 311 (Vj. TEUR 694). Die aktiven latenten Steuern blieben im Vergleich zum 31. Dezember 2017 unverändert (TEUR 117). 13. Kurzfristiges Vermögen Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich seit dem 31. Dezember 2017 um TEUR 459 auf TEUR 7.661. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der der liquiden Mittel (um TEUR 541 auf TEUR 4.027). Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Ertragsteuerforderungen verringerten sich um TEUR 56. 14. Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um das Gesamtergebnis des 1. Halbjahres 2018 (TEUR 475) erhöht, nachdem die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 (TEUR 561) erst im Juli 2018 auszuzahlen war. 15. Langfristige Schulden Die langfristigen Schulden haben sich um TEUR 19 auf TEUR 1.298 verringert. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erhöhten sich aufgrund von versicherungsmathematischen Verlusten um TEUR 3. 16. Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2017 um TEUR 151 auf TEUR 2.090. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wuchsen dabei um TEUR 583 auf TEUR 1.051, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 516 verringerten. 17. Finanzinstrumente Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 findet sich ein ausführlicher Überblick über die finanzwirtschaftlichen Risiken, deren Management sowie die von der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft gehaltenen Finanzinstrumente. Im Folgenden wird lediglich auf den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten, Bewertungsmethoden und Inputfaktoren und die Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingegangen, in die die betroffenen Finanzinstrumente eingeordnet werden. Methoden Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt anhand der am Bilanzstichtag veröffentlichten Marktwerte sowie der nachfolgend beschriebenen Methoden und Prämissen: · Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd dem beizulegenden Zeitwert. · Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht aufgrund der kurzen Laufzeit und der Verzinsung nahe dem Marktzins in etwa dem Buchwert. · Für Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie „zur Veräußerung verfügbar“ zugeordnet sind, wird der beizulegende Zeitwert grundsätzlich anhand von Börsenkursen beziehungsweise Rücknahmepreisen ermittelt. Sofern mangels Vorliegen eines aktiven Markts der beizulegende Zeitwert für bestimmte Eigenkapitalinstrumente nicht verlässlich bestimmt werden kann, sind diese zu Anschaffungskosten bewertet. · Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Forderungen haben kurze Restlaufzeiten, weshalb deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert entsprechen. · Da auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kurze Restlaufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Für die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Bei den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten, die variabel verzinslich sind, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Hierarchie beizulegender Zeitwerte Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden lassen sich grundsätzlich nach den folgenden Bewertungsstufen klassifizieren: · Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Finanzinstrumente. · Stufe 2: Auf aktiven Märkten notierte Preise für ähnliche Vermögenswerte und Schulden oder andere Bewertungstechniken, bei denen alle wesentlichen verwendeten Daten auf beobachtbaren Marktdaten basieren. · Stufe 3: Bewertungstechniken, bei denen wesentliche verwendete Daten nicht aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Von den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten wurde aus der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“ der gesamte Ansatz von TEUR 2.373 (am 31. Dezember 2017: TEUR 2.209) mit notierten (nicht angepassten) Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte bewertet (Stufe 1). Bewertungsverfahren für Finanzinstrumente, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert beziehen, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind (Stufe 2) oder, die Input-Parameter verwenden, welche sich wesentlich auf den beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3), kamen nicht zum Einsatz. Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, z.B. weil ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven Markt gehandelt wird, erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode. Jedoch wurden Umgliederungen im ersten Halbjahr 2018 nicht vorgenommen. 18. Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahe stehenden Personen wurden im Wesentlichen in dem Umfang fortgeführt, wie sie bereits im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 dargestellt worden sind. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. 19. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vor. 20. Zukunftsbezogene Aussagen Der vorliegende Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten und können daher deutlich von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Eine Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinaus erfolgt nicht. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherung der darin gemachten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen. Wir weisen darauf hin, dass in den dargestellten Tabellen und Übersichten durch die Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten können. 21. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2018 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, den 30. September 2018 Nucletron Electronic Aktiengesellschaft gez. Bernd Luft, Vorstandsvorsitzender gez. Alfred Krumke, Vorstand gez. Ralph C. Schoierer, Finanzvorstand gez. Robert Tittl, Vorstand |
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