Nucletron Electronic AktiengesellschaftMünchenHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2019Verkürzter Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019Zwischenlagebericht des Nucletron-Konzerns für das erste Halbjahr 20191. Geschäftsentwicklung Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns Die Umsatzerlöse des Nucletron-Konzerns werden überwiegend im Inland erzielt und sind im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um TEUR 106 auf TEUR 8.422 (+1,3 Prozent) gestiegen und liegen deutlich über den Planerwartungen, die für das erste Halbjahr 2019 wegen angekündigten Lieferterminierungen einen Umsatzrückgang erwarten ließen. Die Umsatzsteigerung beruht im Wesentlichen auf Lieferterminänderungen und einer geringfügig gestiegenen Nachfrage nach elektronischen und elektromechanischen Bauteilen und Systemen namhafter Hersteller. Wegen der anhaltenden Investitionszurückhaltung im öffentlichen Sektor und aufgrund geopolitischer Einflüsse hat sich der Absatz unserer Eigenprodukte im Geschäftsbereich Schutztechnik nicht wie erwartet entwickelt. Auftragseingang und AuftragsbestandDer Konzernauftragseingang ist im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vergleichszeitraum um 15,3 Prozent auf EUR 8,3 Mio. gefallen (Vj. EUR 9,8 Mio.). Der Auftragsbestand ist aufgrund des auf USD lautenden Auftragsbestandes und der Kursveränderung des Währungspaares EUR/ USD von EUR 8,6 Mio. auf EUR 8,7 Mio. (+1,2 Prozent) gestiegen. Geschäftsbereich Leistungselektronik Der Geschäftsbereich Leistungselektronik konnte trotz seines zyklischen Geschäfts mit zum Teil mehrjährigen und im längerfristigen Rhythmus wiederkehrenden Liefervereinbarungen die Branchenentwicklung übertreffen. Eine steigende Nachfrage speziell in den Bereichen Wärmebeherrschung und Kontaminationskontrolle sowie in verschiedenen Gebieten der Elektromobilität und der Energiespeicherung war Anlass für die positive Umsatzentwicklung in der Berichtsperiode. Die aus Sicht des Euro ungünstige Wechselkursentwicklung zum US-Dollar im Periodendurchschnitt (Æ 1. Halbjahr 2019: EUR/ USD 1,12990; Æ 2018: EUR/ USD 1,18100) führte zu schlechteren Beschaffungskonditionen und einem Rückgang der Rohertragsquote. Die Vorgaben der Planung konnten in Bezug auf Umsatz übertroffen werden, während der Ergebnisbeitrag deutlich unter der Prognose geblieben ist. Geschäftsbereich Schutztechnik Der Geschäftsbereich Schutztechnik besteht aus den Geschäftsfeldern Induktive Bauelemente, Industrieelektronik sowie Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme. Produktionsverlagerungen unserer Kunden in Länder außerhalb der EU und eine zurückhaltende Mittelfreigabe der Öffentlichen Hand waren ursächlich, dass die Umsatzerlöse in den Geschäftsfeldern Induktive Bauelemente sowie Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme zum Teil deutlich unter der Planerwartung blieben. Erfahrungsgemäß entwickeln sich die Umsätze im Geschäftsfeld Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme im zweiten Halbjahr besser als in der Berichtsperiode. Das Geschäftsfeld Industrieelektronik konnte die Umsatzplanung wegen der kurzen Verfügbarkeiten der nachgefragten Halbleiter- und Silikon-Produkte aufgrund der bedarfs- und kundenorientierten Bevorratung übertreffen. Die Vorgaben der Jahresplanung wurden in Bezug auf den Ergebnisbeitrag in diesem Geschäftsbereich nicht erreicht. 2. Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Das Eigenkapital ist im ersten Halbjahr 2019 um TEUR 328 auf TEUR 11.562 (31.12.2018: TEUR 11.234) gestiegen. Dieser Anstieg entspricht in seiner Höhe annähernd dem Betrag des Gesamtergebnisses; die Dividende 2018 wird erst im zweiten Halbjahr 2019 an die Aktionäre ausgezahlt. Bedingt durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 Leasingverhältnisse zum 1. Januar 2019 hat sich die Bilanzsumme deutlich auf EUR 16,2 Mio. (31.12.2018: EUR 14,6 Mio.) erhöht. Dabei ist die Eigenkapitalquote auf 71,3 Prozent (31.12.2018: 76,7 Prozent) gefallen. Ertragslage UmsatzDie Konzernumsatzerlöse konnten sich im ersten Halbjahr 2019 trotz der allgemeinen Konjunkturabschwächung wegen geänderter Lieferterminierungen und als Folge des Auftragseingangs in 2018 um 1,3 Prozent auf EUR 8,4 Mio. verbessern. Ein Anteil von über 85 Prozent wurde dabei im Inland erzielt. Der zunehmende Wettbewerb im Distributionssektor, der Verlust von Absatzmöglichkeiten durch Produktionsverlagerungen ins Ausland bei einem gleichzeitigen Preisverfall im Inland sowie die Budgetierung der Haushalte der Öffentlichen Hand belasten die Wettbewerbssituation des Nucletron-Konzerns. Dieser Entwicklung versucht der Konzern durch eine weitere Spezialisierung und Diversifikation der Produktpalette, z.B. im Bereich der Wärmebeherrschung, der Kleb- und Dichtstoffe und den Eigenprodukten, sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte entgegenzuwirken. Der Umsatzanteil von Eigenprodukten ist im ersten Halbjahr 2019 mit ca. 5 Prozent gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode stark zurückgegangen. Obwohl im zweiten Halbjahr ein bedeutender Anstieg der Umsatzerlöse mit Eigenprodukten erwartet wird, ist das Erreichen der prognostizierten Quote von ca. 17 Prozent für 2019 derzeit nicht gesichert. Der Anteil der Eigenprodukte am Gesamtumsatz soll zur Steigerung der Ertragskraft mittelfristig auf eine Quote von ca. 20-25 Prozent anwachsen. ErgebnisDer Materialaufwand belief sich auf TEUR 5.974 und lag damit um TEUR 429 über dem Vorjahr. Der erzielte Rohertrag betrug TEUR 2.485 (Vj. TEUR 2.766) und hat sich gegenüber der Vorjahresperiode um 10,2 Prozent verschlechtert. Dabei reduzierte sich die Rohertragsquote auf die Gesamtleistung um 389 Basispunkte und lag bei 29,4 Prozent, nach 33,3 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rohertragsverfall ist im Wesentlichen auf den geringen Umsatzanteil von Systemen aus Eigenfertigung zurückzuführen und resultiert im Übrigen aus den Wechselkursschwankungen des Euro gegenüber dem US Dollar sowie dem anhaltenden Preisverfall im Distributionsgeschäft. Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind im Berichtszeitraum nahezu unverändert und betrugen TEUR 1.444 nach TEUR 1.440 im Vorjahr. Die Abschreibungen sind wegen der erstmaligen verpflichtenden Anwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse von TEUR 31 auf TEUR 142 gestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand fiel hauptsächlich wegen der erstmaligen verpflichtenden Anwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse um TEUR 151 (-24,1 Prozent) auf TEUR 475. Die Auswirkungen der geänderten Leasing-Bilanzierung sind ausführlich unter Anhangangabe 3 beschrieben. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verringerte sich im Wesentlichen wegen des schwächeren Rohertrages im Berichtszeitraum. Die EBIT-Marge bezogen auf die Gesamtleistung betrug 5,0 Prozent (Vj. 8,0 Prozent). Das EBIT-Ergebnis je Aktie veränderte sich von 24 Eurocent im ersten Halbjahr 2018 auf 15 Eurocent im Berichtszeitraum. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist im Berichtszeitraum von TEUR 686 im Vorjahr auf TEUR 435 zum 30. Juni 2019 gefallen. Das Konzernergebnis hat sich um TEUR 194 auf TEUR 308 verschlechtert. Die Ertragsteuerquote beträgt 29,1 Prozent nach 26,8 Prozent im Vorjahr. Finanzlage Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 824 auf TEUR 330 verändert. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Unterschiede beim Konzernergebnis (aJ TEUR 308; Vj. TEUR 502), den Vorräten (30.06.2019: TEUR 2.217; 31.12.2018: TEUR 1.899), den Forderungen (30.06.2019: TEUR 1.961; 31.12.2018: TEUR 1.618) und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30.06.2019: TEUR 1.472; 31.12.2018: TEUR 777) im Berichtszeitraum zurückzuführen. Der Nucletron-Konzern hatte in der abgelaufenen Berichtsperiode keine Bankverbindlichkeiten und verfügt zum Stichtag über eine Nettoliquidität von TEUR 4.761 (31.12.2018: TEUR 4.299). Neben der vorhandenen Liquidität verfügte der Konzern am 30. Juni 2019 über eine nicht in Anspruch genommene Kreditlinie von TEUR 939, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte. Die liquiden Mittel werden kurzfristig und risikoarm angelegt. Aufgrund der Bilanzstruktur und der Auftragslage im Zeitpunkt der Aufstellung des Halbjahresfinanzberichtes und des Zwischenlageberichtes des Nucletron-Konzerns ist von einer weiterhin stabilen Lage des Konzerns auszugehen. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Nucletron-Konzerns beträgt zum 30.06.2019 TEUR 16.213 (31.12.2018: TEUR 14.648). Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte haben sich wegen Endfälligkeit und vorzeitiger Ablösung um TEUR 177 auf TEUR 2.169 vermindert. Die Vorräte sind zum Stichtag 30.06.2019 wegen einer bedarfs- und kundenorientierten Lagerhaltung gegenüber dem 31.12.2018 um TEUR 318 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen verzeichneten eine Zunahme von 21,2 Prozent gegenüber dem Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2018. Das Konzernergebnis fiel um TEUR 194 auf TEUR 308. Die Eigenkapitalquote ist bedingt durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse um 540 Basispunkte auf 71,3 Prozent gefallen. Am Bilanzstichtag überstieg das Eigenkapital gemeinsam mit den langfristigen Schulden ohne latente Steuern die, um die latenten Steuern verminderten, langfristigen Vermögenswerte um 184,8 Prozent (31.12.2018: 185,9 Prozent), d.h. das Eigenkapital überstieg gemeinsam mit den langfristigen Schulden das Anlagevermögen um 84,8 Prozent (Vj. 85,9 Prozent). Die Anlagenintensität ist mit 44,7 Prozent zum Abschlussstichtag des Vorjahres um 1,9 Prozentpunkte gesunken. Die kurzfristigen Schulden liegen mit TEUR 2.965 um TEUR 838 über dem Wert vom 31.12.2018 in Höhe von TEUR 2.127; dies ist im Wesentlichen auf die Veränderung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der erstmaligen Bilanzierung von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen nach IFRS 16 Leasingverhältnisse zurückzuführen. Die Auswirkungen der geänderten Leasing-Bilanzierung sind ausführlich unter Anhangangabe 3 beschrieben. 3. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Prognosebericht Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und welche die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf des Nucletron-Konzerns beeinflussen können. Die im zusammengefassten Lagebericht des Nucletron-Konzerns und der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr 2018 getätigten Aussagen besitzen im Hinblick auf
unverändert Gültigkeit. In Bezug auf die
werden im Geschäftsjahr 2019 unverändert Konzernumsatzerlöse von ca. EUR 17,0 Mio. bei einem EBIT zwischen TEUR 1.250 und TEUR 1.350 erwartet. Das entspricht einer EBIT-Rendite zwischen 7,4 und 8,0 Prozent. Das Konzernergebnis wird in etwa im selben Verhältnis abnehmen und ca. TEUR 900 betragen, da außer den Zinserträgen aus Unternehmensanleihen keine außergewöhnlichen Finanzerträge erwartet werden. Darüber hinaus erwartet die Nucletron eine Umschlagshäufigkeit der Vorräte von 8,0 bis 8,5 für das Geschäftsjahr 2019. Die beiden Geschäftsbereiche Leistungselektronik und Schutztechnik sollten Umsatzbeiträge auf Vorjahresniveau beisteuern, während die Ergebnisbeiträge aus beiden Geschäftsbereichen zwischen 25 und 30 Prozent geringer ausfallen sollten. Ein mögliches über die Planung hinausgehendes Wachstum wird, sofern es denn eintreten sollte, vermutlich ausschließlich im Geschäftsbereich Schutztechnik generiert. Auf Basis der Jahresplanung soll der Ergebnisbeitrag aus dem Anlauf neuer Projekte, insbesondere im Geschäftsbereich Schutztechnik, sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte durch unsere Eigenprodukte resultieren. Das prognostizierte Ergebnis beruht im Wesentlichen auf einem konstanten Umsatzanteil von Produkten aus Eigenfertigung bei gleichbleibenden Beschaffungskonditionen. Die Entwicklung der EBIT-Rendite ist abhängig vom Verlauf der Umsatz- und EBIT-Entwicklung:
Aufgrund aktueller geopolitischer Entwicklungen unterliegt die Ertragsprognose, die im Wesentlichen auf einem wachsenden Umsatzanteil von Produkten aus Eigenfertigung basiert, einer gewissen Unsicherheit, die der Nucletron-Konzern nicht beeinflussen kann. Der Wechselkurs EUR/ USD hat sich zum Bilanzstichtag des Vorjahres verändert (30.06.2019: 1,1380; 31.12.2018: 1,1450); im Periodendurchschnitt ist die Kursrelation dieses Währungspaares deutlich ungünstiger ausgefallen (Æ 2018: EUR/ USD 1,18100; Æ 1. Halbjahr 2019: EUR/ USD 1,12990). Sollte der Euro insbesondere gegenüber dem US-Dollar an Wert gewinnen, könnte dies für den Nucletron-Konzern geringere Einkaufspreise bedeuten, gleichzeitig würde jedoch im Geschäftsbereich Leistungselektronik die absolute Marge bei den in US-Dollar fakturierten Aufträgen sowie der Auftragsbestand wertmäßig fallen. Die Nachfrage unserer Kunden nach elektronischen und elektromechanischen Bauelementen, Modulen und Systemen hat sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt. Der Auftragsbestand hat sich in diesem Zeitraum gegenüber dem 31. Dezember 2018 verringert (minus TEUR 210). Der Nucletron-Konzern ist in seinem wirtschaftlichen Umfeld mit einer Reihe negativer Entwicklungsfaktoren konfrontiert, die das Unternehmen nicht beeinflussen kann und die die Nachfrage und den Absatz der Produkte des Nucletron-Konzerns beeinträchtigen können. Die Auswirkungen der Übernahme eines wesentlichen Lieferanten der Nucletron Gruppe durch einen Global Player der Automobilzulieferindustrie können noch nicht abschließend beurteilt werden. Der Nucletron-Konzern hält an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest; wir wollen sowohl in neuen als auch in den Märkten wachsen, in denen Nucletron bereits vertreten ist und starke Positionen besetzt. Dazu zählen vor allem Anwendungsgebiete in der Kommunikationstechnik und dem Thermal Management. Die künftige Entwicklung des Nucletron-Konzerns wird wesentlich von dem Abschluss neuer Liefervereinbarungen, den Eigenproduktinnovationen und der Erschließung neuer Märkte, auch international, angetrieben werden. Die innerhalb des Konzerns vorhandenen Fertigungskapazitäten sollen den Markterfordernissen angepasst und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden. Chancen- und Risikobericht Risiken sind alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung unserer Unternehmensziele auswirken können. Die meisten Risiken bergen nach Ansicht des Managements gleichzeitig auch Chancen, die zum Vorteil der Gesellschaft genutzt werden können. Der Nucletron-Konzern ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Chancen wahrzunehmen und dabei gleichzeitig die Risiken zu begrenzen ist unsere dringlichste Aufgabe. Gegenüber den im zusammengefassten Lagebericht des Nucletron-Konzerns und der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr 2018 gemachten Angaben zum Chancen- und Risikobericht haben sich keine berichtsrelevanten Veränderungen ergeben. Auch zum Stichtag 30.06.2019 ergaben sich, analog der Vorperioden, keine uns bekannten bilanziellen Risiken. Risiken, die den künftigen Fortbestand der Gesellschaft gefährden, bestehen unserer Kenntnis nach zum derzeitigen Zeitpunkt nicht. 4. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Angaben hierzu sind in den Anhangangaben ausgeführt.
München, den 30. September 2019 Nucletron Electronic Aktiengesellschaft gez. Bernd Luft, Vorstandsvorsitzender gez. Alfred Krumke, Vorstand gez. Ralph C. Schoierer, Finanzvorstand gez. Robert Tittl, Vorstand Konzerngesamteinkommensrechnung für das erste Halbjahr 2019
a) Ergebnis vor Abzug von Zinsen und Steuern Konzernbilanz zum 30. Juni 2019AKTIVA
Konzernkapitalflussrechnung für das erste Halbjahr 2019
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das erste Halbjahr 2019
Ausgewählte AnhangangabenAllgemeine Angaben 1. Informationen zum Unternehmen Die Nucletron Electronic Aktiengesellschaft (die „Gesellschaft“) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in München, Deutschland, deren Aktien öffentlich am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin, Frankfurt und Stuttgart gehandelt werden. Die Geschäftsräume der Gesellschaft befinden sich in 80995 München, Deutschland, Gärtnerstraße 60. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München, Abteilung B, unter Nr. 77760 eingetragen. Gegenstand der Tätigkeiten des Konzerns ist der technische Vertrieb von Bauelementen, Subsystemen und Systemen der Spitzentechnologie, insbesondere auf dem Gebiet der Leistungselektronik und Röhrentechnik, Elektrooptik, EMV-Abschirm- und Mikrowellentechnik, Wärmebeherrschung sowie Elektromechanik. 2. Grundlagen der Erstellung Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Konzern-Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2018 zu sehen. Die im Konzernabschluss angewandten Grundsätze der Konsolidierung, Bilanzierung und Bewertung hatten auch in der Berichtsperiode unverändert Gültigkeit. Für weitergehende Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird daher auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 verwiesen. Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union zum 30. Juni 2019 anzuwenden sind, aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Konzernwährung ist der Euro. Soweit nichts anderes angegeben, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. 3. Änderung von Rechnungslegungsvorschriften Abweichungen zu den im Geschäftsjahr 2018 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bilden die seit dem Geschäftsjahr 2019 verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS. Diese erstmalig anzuwendenden IFRS-Standards und -Interpretationen, die – mit Ausnahme des IFRS 16 – keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind ausführlich im Konzernanhang zum 31. Dezember 2018 beschrieben. Die nachfolgend dargestellten Standards sind ab dem 1. Januar 2019 erstmals verpflichtend anzuwenden:
IFRS 16 – Leases Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 16 nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz mit der Erfassung der sich ergebenden Effekte in den Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperiode wurden nicht angepasst. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung werden im Folgenden dargestellt:
Hinsichtlich der nach IFRS 16 bestehenden Wahlrechte und Erleichterungsvorschriften wählt der Konzern die folgende Vorgehensweise:
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Buchwerte von IAS 17 auf IFRS 16:
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung von den im Jahresabschluss zum 31.12.2018 ausgewiesenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen zu den Leasingverbindlichkeiten zum 01.01.2019:
Die angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich auf nachfolgende Arten von Vermögenswerten:
Die Auswirkungen der geänderten Leasingbilanzierung auf die einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar:
Durch Umstellungseffekte auf IFRS 16 ergab sich im ersten Halbjahr eine Erhöhung des ausgewiesenen operativen Cashflows um TEUR 85. In gleicher Höhe reduzierte sich der ausgewiesene Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, aufgrund der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten. 4. Konsolidierungskreis Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss beinhaltet den Abschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft sowie sämtliche Tochterunternehmen im Sinne des IFRS 10 konsolidiert nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung. Bezüglich des Konsolidierungskreises ergaben sich bis zum 30. Juni 2019 keine Änderungen. 5. Segmentberichterstattung Der Nucletron-Konzern ist in zwei wesentlichen Segmenten tätig, im Bereich der Leistungselektronik durch die Nucletron Technologies GmbH sowie die HVC-Technologies GmbH, im Bereich der Schutztechnik durch die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH sowie die SINUS Electronic GmbH. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden. Daher sind Geschäftssegmente und berichtspflichtige Segmente identisch. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Die folgende Tabelle enthält Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns jeweils für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni der Geschäftsjahre 2019 und 2018. Umsatzerlöse zwischen den einzelnen Segmenten sind nicht angefallen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 6. Umsatzerlöse Der Konzernumsatz wuchs gegenüber dem Vorjahreswert um 1,3 Prozent. Der Bereich Leistungselektronik erwirtschaftete 58,5 Prozent (Vj. 50,5 Prozent) und der Bereich Schutztechnik 41,5 Prozent (Vj. 49,5 Prozent) des Gesamtumsatzes. 7. Materialaufwand Der Materialaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um TEUR 425 auf nunmehr TEUR 5.974. Die Materialeinsatzquote stieg auf 70,9 Prozent (Vj. 66,8 Prozent). Im Bereich Leistungselektronik steigerte sich die Materialeinsatzquote von 65,3 Prozent auf 71,9 Prozent, während sie sich im Bereich Schutztechnik nur geringfügig von 68,3 Prozent auf 69,3 Prozent erhöhte. Das Rohergebnis verminderte sich um TEUR 306 auf TEUR 2.457. 8. Sonstiger Aufwand Die Personalaufwendungen stiegen nur geringfügig um TEUR 4 auf TEUR 1.444. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um TEUR 151 auf TEUR 475 reduziert werden. Der starke Rückgang ist vor allem auf die Änderung der Bilanzierung der Leasingverhältnisse durch die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen, da die Leasingraten nunmehr in Form von Abschreibungen und Zinsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht werden. Dementsprechend sind die Abschreibungen um TEUR 111 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Das Betriebsergebnis verringerte sich um TEUR 245 auf TEUR 424. 9. Finanzergebnis Das Finanzergebnis reduzierte sich von TEUR 17 im Vorjahr auf nunmehr TEUR 11. Der Anstieg der Finanzaufwendungen entfällt mit TEUR 6 überwiegend auf die geänderte Verbuchung der Leasingaufwendungen nach IFRS 16. Das Halbjahresergebnis vor Ertragsteuern verminderte sich somit insgesamt um TEUR 194 auf TEUR 308. 10. Bestandteile des sonstigen Ergebnisses Das sonstige Ergebnis (TEUR 21) resultiert aus versicherungsmathematischen Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen (TEUR -47) sowie gestiegenen Börsenkursen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (TEUR 87). Die darauf entfallenden latenten Steuerbelastungen verminderten sich um insgesamt TEUR 19. Mit den Aufwendungen aus unrealisierten Verlusten aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden Abschreibungen aus Vorjahren von TEUR 3 verrechnet, die infolge der Veräußerung der betreffenden Wertpapiere in die Gewinn- und Verlustrechnung der aktuellen Periode umgegliedert worden sind. 11. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wurde mittels Division des den Aktionären zurechenbaren Periodenergebnisses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der im Berichtszeitraum im Umlauf befindlichen Aktien errechnet und ausgewiesen. Sowohl zum 30. Juni 2019 als auch zum 30. Juni 2018 gab es keine Sachverhalte, die eine Verwässerung der Anteilsquote verursacht hätten. Erläuterungen zur Bilanz 12. Langfristiges Vermögen Das langfristige Vermögen erhöhte sich im ersten Halbjahr 2019 um TEUR 420. Die Sachinvestitionen der ersten Jahreshälfte beliefen sich auf TEUR 117 (1. Halbjahr 2018: TEUR 15). Investitionen in finanzielle Vermögenswerte betrugen TEUR 44 (Vj.: TEUR 311). Daneben wurden finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 305 veräußert. Die Zunahme des langfristigen Vermögens ist somit größtenteils auf die Aktivierung der right-of-use-assets nach IFRS 16 zurückzuführen (TEUR 541). Die Auswirkungen der geänderten Leasing-Bilanzierung sind ausführlich unter Anhangangabe 3 beschrieben. Die aktiven latenten Steuern gingen im Vergleich zum 31. Dezember 2018 leicht zurück auf TEUR 126 (Vj.: TEUR 133). 13. Kurzfristiges Vermögen Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich seit dem 31. Dezember 2018 um TEUR 1.145 auf TEUR 8.961. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der der liquiden Mittel (um TEUR 812 auf TEUR 4.761). Die Vorräte stiegen um TEUR 318 und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Ertragsteuerforderungen erhöhten sich um TEUR 22. 14. Eigenkapital Das um die Änderungen durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 in den Gewinnrücklagen um TEUR -1 angepasste Eigenkapital hat sich um das Gesamtergebnis des 1. Halbjahres 2019 (TEUR 329) erhöht. 15. Langfristige Schulden Die langfristigen Schulden haben sich um TEUR 399 auf TEUR 1.686 erhöht. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erhöhten sich aufgrund von versicherungsmathematischen Verlusten um TEUR 48. Daneben wurden erstmals Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 339 erfasst. 16. Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2018 um TEUR 838 auf TEUR 2.965. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wuchsen dabei um TEUR 695 auf TEUR 1.472, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 62 verringerten. Auch hier werden erstmals Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 206 ausgewiesen. 17. Finanzinstrumente Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 findet sich ein ausführlicher Überblick über die finanzwirtschaftlichen Risiken, deren Management sowie die von der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft gehaltenen Finanzinstrumente. Im Folgenden wird lediglich auf den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten, Bewertungsmethoden und Inputfaktoren und die Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingegangen, in die die betroffenen Finanzinstrumente eingeordnet werden. Methoden Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt anhand der am Bilanzstichtag veröffentlichten Marktwerte sowie der nachfolgend beschriebenen Methoden und Prämissen:
Hierarchie beizulegender Zeitwerte Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden lassen sich grundsätzlich nach den folgenden Bewertungsstufen klassifizieren:
Von den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten wurde aus der Kategorie „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis“ der gesamte Ansatz von TEUR 2.169 (am 31. Dezember 2018: TEUR 2.346) mit notierten (nicht angepassten) Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte bewertet (Stufe 1). Bewertungsverfahren für Finanzinstrumente, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert beziehen, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind (Stufe 2) oder, die Input-Parameter verwenden, welche sich wesentlich auf den beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3), kamen nicht zum Einsatz. Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, z.B. weil ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven Markt gehandelt wird, erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode. Jedoch wurden Umgliederungen im ersten Halbjahr 2019 nicht vorgenommen. 18. Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahe stehenden Personen wurden im Wesentlichen in dem Umfang fortgeführt, wie sie bereits im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 dargestellt worden sind. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. 19. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vor. 20. Zukunftsbezogene Aussagen Der vorliegende Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten und können daher deutlich von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Eine Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinaus erfolgt nicht. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherung der darin gemachten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen. Wir weisen darauf hin, dass in den dargestellten Tabellen und Übersichten durch die Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten können. 21. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2019 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, den 30. September 2019 Nucletron Electronic Aktiengesellschaft gez. Bernd Luft, Vorstandsvorsitzender gez. Alfred Krumke, Vorstand gez. Ralph C. Schoierer, Finanzvorstand gez. Robert Tittl, Vorstand |
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